Mittwoch, 10. Januar 1923 NS. Jahrgang 3 y Die Ausführung des französischen Gewaltplanes ft schickt sich fremde Willkür erneut an, K c 5 i Q L qo «n KZ iß 04 Ls d-9 8 o 8 s Ä 04 iD cl iß <£> ; C .a Sc» 8^*u e t o -6 $ ö i « . V § * 5 e S c? 5 "s /D ■ - 5 : ö Ein Aufruf des Reichspräsidenten. Berlin. 9. Ian. (WTB.) Der Reichspräsident hat an die Bevölkerung des von der neuen Besetzung bedrohten Gebietes folgen» Den Aufruf gerichtet, der durch öffentlichen Anschlag verbreitet mürbe: Mitbürger! Gestützt auf militärische Gewalt, Reichsminister V. Rosenberg über die Rechtslage. Berlin, 9. Jan. (WTB.) Der Reichsminister des Auswärtigen v. Rosenberg gab gegenüber einem Vertreter des Wolffbureaus folgende Erklärung über die Rechtslage in der Sanktionsfrage ab: Der Herr Reichskanzler hat beim gestrigen Empfang amerikanischer Journalisten die französischen Pläne gegen Deutschland bereits als das gekennzeichnet, was sie sind: Als Bruch de s Versailler Vertrages und als Gewalt gegen ein wehrloses Volk! Ich zweifle aber nicht, bab die Franzosen, wenn sie ihr Vorhaben verwirklichen, trotzdem versuchen werden, ihren Schritt durch Zitierung von Paragraphen des Vertrages immer noch mit dem S ch e i n d e s Rechts zu umkleiden. Da unser gutes Recht unsere einzige Waffe ist, must jedem derartigen Versuch einer Verdunkelung der klaren Rechtslage vorgebeugt werden. Ich möchte deshalb den Rechts st andpunkt, den die Reichsregierung nach sorgfältiger Prüfung und in Liebereinstimmung mit den ihr erstatteten Rechtsgutachten env nimmt, noch einmal im einzelnen dar legen. Ich will dabei nicht erneut auf die in diesen -Sagen, bekanntgegebenen tatsächlichen Verhältnisse Eingehen, die jeden Vorwurf eines schuldhaften Verhaltens Deutschlands in der Vertragserfüllung als sachlich ungerechtfertigt erscheinen lassen, will mich vielmehr auf den Rachweis beschränken, dah selbst eine in der Form des Versailler Vertrages erfolgte Feststellung eines deutschen Verschuldens den Franzosen keinerlei Rechtsgrundlage für das verschafft, was sie jetzt anscheinend zu tun gewillt sind. Was die Franzosen Sanktionen nennen, wollen sie aus dem Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigeno 27 mm Breite örtlich 20 Mk, auswärts 25 Mk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 100 MK.Bei Platz- Vorschrift 20 ”/0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigentetl: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. es nicht für möglich gehalten, dast seine Verblendung so weit gehen würde. Denn an Poin- tcreS Anvernunft ist die Konferenz von Paris gescheitert. Dies Scheitern — trotz der weit eritgegcnfommcnfcen Haltung Englands den stmnzösischen Forderungen gegenüber — wird der Welt mehr die Augen öffnen, als alle Voten, die wir schreiben können. Poincare hat sowohl den Vorschlag Do- tat Laws, als auch das endgültige Repa- -ationsangebot der deutschen Regierung kurzerhand verworfen. Dabei ging das Hamburger Silvesterangebot des Reichskanzlers weiter, als man es mit der Leistungsfähigkeit un- seres Volkes überhaupt vereinbaren kann. Rur die schwere Sorge unserer Regierung um unsere bedrängten Volksgenossen am Rhein und der Wunsch, sie endlich von den Qualen der Besetzung zu erlösen, lästt dies ungeheuer weite Entgegenkommen verständlich und entschuldbar erscheinen. Denn Deutschland ist durch seine gigantischen Leistungen und Lieferungen an nufere Feinde ruiniert und kann auf viele Jahre hinaus aus eigener Kraft nichts befahlen. Leider besteht ja sogar im deutschen Volke — vom Ausland gar nicht zu reden — eine völlige Ankenntnis darüber, was wir eigentlich an die Entente seit Kriegsende geleistet haben: Etwa sechs Milliarden Goldmark für die Rheinlandbesatzung, für die Ententekommissio- men, für die Zahlungen im Ausgleichsverfahren. 1,5 Goldmilliarden deutsche Barzahlungen. 1,85 Milliarden deutsche Sachleistungen. 1,6 Goldmilliarden Wert der abgelieferten Eisenbahnen und Automobile. 1,1 Goldmil- ! äröen Wert der weggenommenen Saarbergwerke. Drei Goldmilliarden Wert der in den teräumten Gebieten zurückgelassenen Güter. 7 Goldmilliarden Staatseigentum in den abgetretenen Gebieten. Sieben Goldmilliarden Aeberweisung der Ansprüche Deutschlands an feine ehemaligen Verbündeten in die Hand der Entente. 7,3 Goldmilliarden Werl der aus- gelieferten deutschen Handelsschiffe. 11,7 Gold- milliarden liquidiertes deutsches Eigentum im Auslande — macht im ganzen über fünf» undvierzig Milliarden Goldmark deutscher Leistung, d. h. über das Elf- y* ■ 5 3 Scj Erscheint täglich, trauer Sonn, und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GietzenerFamilienblätter Monatliche vezugrpreife: 760 Mark und 40 Mark Irügerlohn,durch diePost 800Mark,auch bei Richt, erscheinen einzelner Rum- mern infolge höherer Gewalt. - Fern sprech- Anschlüsse: sür dieSchrift. leitung 112; für Verlag gnb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. lichten: Anzeiger Siehea- poslschecstonto: Frankfurt a. Ui. 11686. 'm ;s o ■C*,~ - 5S " .6-8 -a-S > fi *o e •JT>y S ' Ho -ß 90^° 25 = tz° 5 4> , Stz Rs* =? -ft IliF Sg® h 01 5 5 । ff -*S' u > .. r. dah die alliierten und assoziierten Regierungen wirtschaftliche Sperr- und Vergewaltigungsmahregeln und allgemein solche andere Maßnahmen ergreifen können, welche sie als die Amstände geboten erachten. Zugleich wird bestimmt, dah Deutschland solche Mastnahmen nicht als feindliche Akte betrachten darf. Dast so in einem Verfahren, das jeder Rechtsgarantie entbehrt unb in dem die eine Partei zugleich Ri chter und auch Gerichtsvollzieher ist, Strafen gegen die andere Partei verhängt werden dürfen, i.t ungeheuerlich genug. Sv weit geht aber selbst diese Angeheuerlich- keit nicht, dast den Alliierten damit eine Blankovollmacht zu jeder beliebke t Maßnahme gegen Deutschland gec eb m wäre. Die französische Regierung will aus der Schlustwendung des Paragraphen 18, wo allgemein von ande.en Mastnahmen die Rede ist, das Reh! herleiten, gegebene ifalls über die Ah einlande hinaus weiteres deutsches Gebiet zu besehen oder durch Sinzelmastnah.nen in die territorialen Hoh itsrechte Deutschlands ein?,ugreifen. Die Gebietsbesetzung ist die schärfste Maßnahme, die einem souveränen Staat gegenüber getroffen werden kann. Es wäre völlig unverständlich, wenn der Versailler Vertrag das Recht zu dieser äußersten Mast nähme mit einer kurzen Schlustwendung ohne ausdrückliche Erwähnung hätte gewähren wollen, nachdem er an erster Stelle Sie minder eingreise iben wirtschaftlichen und finanziellen Mastvrgeln le'onders aufgeführt hat. Dies wäre um so weniger r e-stündlich, als dabei keinerlei Einschränkung hinsichtlich der Art des territorialen Eingreifens oder der Gröhe des zu besetzenden Ce stetes oder der Zeitdauer der Besetzung gemacht wird, so dah die französische Interpretation letzten EndeZ aus die Behauptung hinausläuft, jede der alliierten Machte besäße in dem § 18 einen Freibrief für eine beliebig lange Besetzung des ganzer deutschen Gebietes. Eine solche Interpretation führt sich selbst ad absurdum. Sie wird überdies durch das System des Versailler Vertrages auch unmittelbar widerlegt. Der Vertrag kes^ndelt die Sicherung der deutschen Dertragrie.füllung durch die Besetzung deutschen C-ebieies in einem besonderen Abschnitt, nämlich in den Artikeln 428 und 432, die gerade auch den Einfluh einer Verletzung der Reparationsverpflichtung auf die Geb'.etsbesetzung regeln. Keiner dieser Artikel gibt den Alliierten das Rocht, deutsches Gebiet rechts des Rheines zu besehen, oder im besetzten Gebiet über die Bestimmungen des Rhnnlandablommens hinaus in dir deutschen Hoheits.shte einzugreifen. Vielmehr darf danach lediglich die Zurückziehung der Okkupationstruppen aus dem besetzten Gebiet hinausgeschoben werden, wenn die Alliierten beim Ablauf der ve traglichm Bstetzungs- frist di?Sicherhit re et ^i.ennicht herausae'orderten Angriff Deutschland nicht als hin.sichend betrachten. Ferner kann danach schon geräumtes Gebiet wieder lesetzt werden, wenn Deutschland die Erfüllung seiner Reparationsverpflichtungen verweigert. Es ist einfach übersinnig, zu behaupten, dah die kurze Schlustwendung im Paragraph 18 eine über diese konkrete Bestimmung hinaus- gehende Gebietsbesetzung rechtfertigen könnte. Rach den elementarsten Regeln der Vertragsauslegung können in jener Schlustwendung nur Mastnahmen gemeint sein, die vorher gemachten wirtschaftlichen und finanzist'en Mastnahmen ihrer Bedeutung nach gleichzustellen sind. Das können immer nut Maßnahmen fein, die die Alliierten in ihrem eigenen Hoheitsgebiet vornehmen. Diese Voraussetzung trifft auch aus die Projekte zu, von denen jetzt in Frankreich die RÄ>e ist. Auch soweit dabei militärische Okkupationsakte in Be- tiacht kommen oder Mastnahmen ohne sichtbaren militärischen Charakter, sind es doch schwere Eingriffe in die deutsche Gebietshoheit. Denn das Ausschlaggebende ist, dast die Alliierten diese Einzelmastnahmen nur unter Verlegung der deutschen Hoheitsrechte durchführen können. Das gilt auch für die Pläne, die im besetzten Rheinland verwirklicht werden sollen. Die 'Befugnisse der Alliierten sind im Rheinlandabkommen erschöpfend geregelt. Alles, was über dieses Abkommen Hinausgeyt — und das tun zweifellos alle jene Projekte —, ist ebenso eine vertragswidrige Verletzung des deutschen Territoriums, wie die Aebergriffe aus das unbesetzte Gebiet. Für diese Auffassung tft ein authe n ti sches französisches Zeug- n i s vorhanden. Als im Februar 1921 int französischen Parlament die verschiedenen Sanktionen diskutiert wurden, die bei den später der Londoner Konferenz zu Grunde gelegten Pariser Beschlüssen vom Ianuar 1921 in Aussicht genommen waren, hat der damalige französische Ministerpräsident D r i a n d ausdrücklich erklärt, dast die in den Beschlüssen vorgesehene und später auch verwirllich-te Verhängung eines besonderen Zollregimes über das Rheinland über den Versailler Vertrag hinausgehe. Was die französische Regierung damals für das Zollregime im Rheinland zugegeben hat, muh sie auch für ihr gegenwärtiges Vorhaben imRhein- land und erst recht für ihr Vorhaben im R u h r - äebiet zugeben. Wie ist es angesichts dreier atsachen möglich, dah sich die Franzosen noch auf den Paragraphen 18 berufen? Eine indirekte Bestätigung unserer Auslegung des Paragraphen 18 ist darin zu sehen, dast sich Poincare in seinen letzten großen Rede über die Reparationsfrage vom 15. Dezember im Gegensatz zu seinen früheren Auslassungen nicht mehr auf dielen Paragraphen, sondern auf andere Bestimmungen des Versailler Vertrages berufen hat. Er hat bei dieser Gelegen- - 3 S® I ~ ' 2 •or;acä w £o>>o s c a 5 = = = ^^ ® «Q o . C <4 A; eomwlö Oe» 3 ^40*8.25 = g V H - 3 ti- u *> St a i-Äti 'b u ® P SO4Dä- 3 oi 5 Z LS Z >j ö S 3 - VAW träges darüber etwas, in welcher Weise eintrclen- den Falles diese Verwendung zu erfolgen hätte. Die Alliierten haben daher keinerlei D.fugnls, diese Verwendung ihrerseits dadurch herbeizu- führen, dast sie unmittelbar die Hand auf das deutsche Staatsvermögen legen. In dec deutschen Presse wurde nach dem Bekanntwerden der Rede Poincares schon zutreffend darauf hrngewiesen, dast Liese Auffassung ihre Bestätigung auch in dem ilttimatum der Alliierten vom 16. Iuni 1919 findet. Dort wird aus dem Artikel für die Alliierten lediglich das Recht gefordert, ihre Bezahlung mit Vorrecht (par priorit^) vor der Regelung aller anderen Schulden des Reiches und der Länder zu erhalten. Dem Artikel wird also entsprechmd seinem llaren Wortlaut nur die Bedeutung beigelegt, dah er die Rangordnung der verschiedenen Gläubiger Deutschlands festsetzt. Irgendeine Rechtsgru.rdlage für die französische Pfänderpolitik enthält der Artikel nicht. Die ganze Frage des von Frankreich in Anspruch genommenen Sank» tions- und Pfandrechts hat aber neben dem materiellen Inhalt dieser Rechte noch eine zweite Seite, die von nicht minderer Bedeutung ist. Die französische Regierung glaubt, die geplanten Maßnahmen auf eigene Faust und ohne Ein- verständnismitden anderen Alliierte n durchführen zu können. Das wird von ihr nach früheren Auslassungen aus einem Worte hergeleitet, dah sich in der bereits erwähnten Schlustwendung des Paragraphen 18 findet. Es heiht dort, dah die in Rede stehenden Maßnahmen von den „respektiven Regie- gienmgen“ getroffen werden formten. Diese Auslegung des Wortes „respektiv" ist vom grammatikalischen Standpunkt willkürlich und wird sachlich zweifelsfrei widerlegt durch den gan-en Aufbau des Revarationssystems. Die Durchführung der gesamten Reparationen ist vollständig in die Hände der Reparationskommission gelegt. Keine der alliierten Mächte kann ihre Re- parationsansprüche für sich allein gegen Deutschland geltend machen. Jede muh sich vielmehr zu diesem Zwecke an die Aeparationskommis ion wenden, die in ihren Beschlüssen an genaue Abstim- Tmmqgrn-eln gebunden ist. Wenn aber die einzelne Macht nicht unmittelbar Reparations- anfprüche gegen Deutschland machen kami, wenn Vtk. ^.Lvr.a.u.iu..en, vieuneyr dec Gesamtheit der beteiligten Mächte als solcher zustehen muh. muh das gleiche für die Anwendung aller Mittel gelten, die der Vertrag für die Durchsetzung der Reparationen vorsieht. Zum Schluh muh ich noch auf einen Punkt Hinweisen, der gerade für den augenblicklichen Stand der Frage von Wichtigkeit ist. Alle Er- Wägungen über die Auslegung des Vertrages erübrigen sich, wenn es sich nur darum handelt, die Rechtsfolgen zu beurteilen, die sich aus dem vorhin erwähnten Deschluh der Reparationskommission über die Holzlieferungen ergeben. Für diese Fälle kommen die angeführten Vertragsbestimmungen überhaupt nicht in Betracht, da diese Fälle bereits Gegenstand von vorliegenden erschöpfenden und endgültigen Sonderregelungen sind. Die Reparationskvmmission hat in ihrer Rote vom 21. März 1922, welche die Grundlage für unsere Reparationsleistung m in den letzten Jahren bildete, in Ausübung ihrer vertraglichen Befugnisse bestimmt, dah, wenn die im Jahre 1922 zu bewirkenden Natural» lieferungen für Frankreich infolge der Obstruktion der deutschen Regierung oder ihrer Organe oder infolge eines Derstohes gegen den Vertrag oder die Anweisungen der Reparationskommission nicht durchgesührt würden, von Deutschland am Ende des Jahres an Stelle der nicht bewirkten Lieferungen entsprechende Barzahlung verlangt werden solle. Wie also auch das deutsche Verhalten bei den Holz- und Kohlenlieferungen beurteilt worden ist oder beurteilt werden mag, so steht doch von vornherein fest, dah selbst die Feststellung — theoretisch gesprochen — der schwersten deutschen Verfehlung in diesen Fällen niemals andere Folgen habenkönnt e,alsdieForderung einer Barzahlung. Für ein anderweitiges Vorgehen auf Grund der allgemeinen Bestimmungen des Versailler Vertrcwes bleibt angesichts dieser Sonderregelung kein Raum mehr. Ich kann mich auf die Hervorhebung dieses Gesichtspunktes beschenken und davon absehen, den vorliegenden Deschluh der Reparationskvmmission noch nach anderer RichMng rechtlich zu kritisieren: denn das eine, worauf es jetzt ankommt, steht nach der Rote vom 21. März anher Zweifel, nämlich die Tatsache, dah Frankreich seine Sanktionsund Pfändermaßnahmen auf den Beschluh der Reparationskommisiion nicht stützen kann. Danach steht fest, dah die Durchführung der französischen Pläne m dreifacher Richtung einen groben Bruch des Vertrages barftellcn würde, erstens, weil die Beschlüße der Reparationskommission in der Holz- unb Kohlenliefe- lungen Pfänder zu nehmen, unb hat dieses Recht auf Artikel 248 gestützt. Es ist leicht zu zeigen, dah auch die aus diesem Artikel gezogenen Folgerungen rechtlich unhaltbar sind. Rach dem Artikel besteht für die deutschen Re- parationsverpflichtungen ein Vorrecht ersten Ranges auf das deutsche Staatsvermögen. Die Alliierten haben also ein Recht auf eine vorzugsweise Befriedigung aus dem Ver- mögenbesReichesundber Länber. Sie können verlangen, dah bei Richterfüllung der Deutschen Reparationsverpflichtungen das dem Vorrecht unterliegende Vermögen mit Vorzug vor den anderen Gläubigern zur D.fciedigung ihrer Forderungen zu verwenden ist. Dagegen sagt weder Artikel 248 noch eine andere Bestimmung des Der- •5® og Ms das Selbstbestimmungsrecht des beut- ' chen Volkes z u verletzen: abermals er- folgt ein Einbruch unserer Gegner in deutsches Land. Die Politik der Gewalt, die seit dem Frie» Ixnsschluh die Verträge verletzt unb die Menschenrechte mit Füßen tritt, bedroht das Kern- gtbiet der deutschen Wirtschaft, die Hauptguelle unserer Arbeit, das Brot der deutschen Industrie i und der gesamten Arbeiterschaft. Die Ausführung des Friedensvertrages wird so zur absoluten Llnmöglichkeit. Zugleich werden die Lebensbedingungen des schwer leidenden deutschen Volkes noch weiterhin zerrüttet. Der Vertrag von Versailles sollte den Völkern den ersehnten Frieden bringen. Was hier geschieht, ist aber eine Fortsetzung des iln» .echtes und der Gewalt: es ist Vertragsbruch, angetan einem entwaffneten, wehrlosen 1 Volk. Deutschland war bereit, zu leisten, soweit seine Kraft reicht. Trotzdem wird es nun über- sallen. Diesen Gewaltakt klagen wir vor Europa und der ganzen Welt an: laut erheben wir un> . sere Stimme, daß hier eine fremde Macht das »eilige Recht des deutschen Volkes am eigenen Boden und sein Recht zum Leben vergewaltigt. Run sollt Ihr für das ganze deutsche Vater- and das harte Los der Fremdherr- ch a s t erleiden Harrt aus in duldender Treue, Meibt fest, bleibt ruhig und bleibt besonnen. Tretet im Gefühle unseres guten Rechts in ernster Würde den fremden Gewalthabern entgegen, b i s der Morgen tagt, der dem Recht seinen Platz und Euch Sie Freiheit gibt. Wir aber geloben Such treue Hilse: unsere rastlose Sorge wird lein, nichts ungeschehen zu lassen, um die Dauer der Fremdherrschaft abzukürzen. Eure Rot L M aZAkivtze — ■ q o "iqs - aoC c o o t ifi q 04 fache von dem, was Frankreich 1871 an unS als Kriegsentschädigung bezahlt hat. Ader Poincare gehl es ja in Wirklichkeit gar nicht um Geld und deutsche Leistungen.'Er will — in dürren Worten ausgedrückt — nichts anderes, als die Zerschlagung und Zertrümmerung des Deutschen Reichs und des deutschen Volkes. Denn worauf anders soll der Plan der Besetzung des Ruhrgebietes hinauslaufen? Dabei ist ein Vormarsch in deutsches Gebiet nach der Inkraftsetzung Des Friedens- Vertrages von Versailles — dem 10. Januar 1920 — ein glatter Vertragsbruch. In monatelangen mühseligen Verhandlungen im Herbst 1919 habe ich den amtlichen Verzicht Clemenceaus, der damals als Präsident des Obersten Rates der verantwortliche Wortführer der ganzen Entente war, auf jeden Vormarsch nach Deutschland durchgesetzt. Zum Beweise dieser These will ich meinen amtlichen Notenwechsel mitClemen- ceau im Wortlaut anführen, der im In- und Auslande immer noch nicht genügend bekannt ist. Am 15. Dezember 1919 schrieb ich als Schlußnote meiner Einmarschverhandlungen an die Entente: „Die deutsche Regierung nimmt davon Kenntnis, daß nach bei Ansicht des Obersten Rates das Recht zu militärischen ober sonstigen Zwangsmaßnahmen nur Geltung haben soll, bis durch die Inkraftsetzung des Friedensre:tvages (10. Ianuar 1920) der Friedenszustand Herr estellt tft." Clemenceau antwortete m'.r darauf in einer Note vom 23. Dezember 1919: „Was die Sichernngsrni'.tel betrifft, von deren Anwendung die Mächte fjofien abfejen zu können, sc möchten sic feststellen, daß die deutsche Regierung ^hinreichend davon unterrichtet ist, daß, trenn nach der endgültigen WiÄe.cherstellung beS Frie- benszustandes (10. (Januar 1920) die Anwendung von Sicherungsmitteln, wie sie der Krieg mit sich bringt, ihr Ende gefunden hat, andererseits die im Vertrag vorgesehenen besonderen Maßnahmen, sowie die völkerrechtlich anerkannten Ver- fahrcnsmaßnahmen genaue Anwendung finden werden." Nirgends im Friedensvertrag, MrgendS im Völkerrecht bestehl das Recht zum Vormarsch nach Deutschland. Die Besetzung 'des Ruhrgebiets wäre d-aher nicht nur ein Der- ttagsbruch, sondern Bruch des Völkerrechtes, ein Bruch des Friedens. Wir erwarten von der Reichsregierung, die den Franzosen wahrhaftig weit genug, überweit, entgegengekommen ist, und vom Reichstage, daß sie fest bleiben. D-as deutsche Volk Hal genug von Nachgiebigkeit gegenüber französischer Vergewaltigung und Raubpolitik. Aber mehr denn je hängt das Geschick Deutschlands von der e i n - mutigen, entschlossenen Haltung der Reichsregierung, des Reichstags und des deutschen Volkes ab. Bleiben wir fest, stellen wir uns geschlossen hinter eine Reichsregierung, die entschlossen ist, alle friedlichen Mittel gegen französische Pfänderpvlrtik, SanktionSpvlitik, Gewaltpolitik, gegen französischen Rechts-, Vertrags- und Friedensbruch restlos anzuwenden, so wird Herr Poincare sich hüten — im ureigensten Interesse Frankreichs — seine Drohungen wahr zu machen. Darum: EinmütigeEntschlossen- h e i t ist unsere erste, unsere heilige Pflicht. XI KM ' 3:0 • y <5 i'ti -.0 ' -3 SichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag- vrühl'fche llniverfitäts-vuch- und Stelndruckerei H. Lanze in Gießen. 8chrisileiLung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. §18 ber zweiten Anlage im Reparationskapitel I hell von bem Rechte Frankreichs gesprochen, slch des Versailler Vertrages stützen. Hier wirb für im Falle eines Ausblerbens der deutschen Zah- den Fall einer vorsätzlichen Nichterfüllung ber | lungen Pf ander ^u nehmen, ^und hat dieses deutschen Reparationsverpflichtung vorgesehen, löerfo e n. lommlfllcm. Ötoatlfefretiir Fischer, von 1 t ‘ e von Rate hinaus gern. Die unter Leitung des r.U>K ctffäOkl • lb > *t geht. (Ionen Mark zur Verfügung n Wtt würde. boi hat! enteign erschien re er auch voraus, Die entscheidende Sitzung der ReparationsKommilfion e m 11 Ar- TDoftf.) Dn» Repara- ‘rftrie heule vormittag von i um osien 16 500 OHL 18 000 TH. 14 000 OHL 13 000 OHL ■rren viel schlimmere ali !ur bah man die grob«» Pari», tion « kom 8 >'E i y ?'• ntschen Kultes in Rheinhe b.ücksich eingrichärft. langsam mit der Maria au tun. Die muhte et ft nach unb nach sehen, mit baS Leben heutzutage anzupacken ist. erft all» frfym Truppenbewegunte t ist noch zu r DtS hnri« trafen im Drvnzce^iet 49 Züg 'd.I?' als bie CQtartv. ihr starb — Seit Atkvlat bü Loch er im Sommer nach Trier gebracht, haue er nichts von ihr gehört sch eiben txir nicht tn bet Mode Ob bie 'Buv Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 10875. Stanffurl a. TL 11500. 'M bi Infanterie. Kava -Hing6 SLhi grwm L.Tr:runa CfTorbiU L ecald 5^‘nig«n H I Ä r gj SC 5# < unb £ :cf -W M Lxp-^ * von Direktor Wallmichrath gestern toDerlegt worden sei Trotz bei Ber u te« der Öiargruben unb der Gruben In Oberschlrsien feien 1922 b nu an au au Aus S.adt und Land. G i e st e n, ben 10. 3cmnar 1923. Die Preise für ttlnlaaenetrelde aus der Ernte 11)22 flnb für daS dritte Sechstel der Umlage ■W-Tlri ttl bi Rli ?L?* tli PHHht :>i- - •i* rill an|t Sr-iW «rrtfiftef ßi erfichtst 3n#n m 6L^eng.'eitt Stak .'tTchtU fu u tti Dfmi zahlung. DaS KreiSamt gibt im neuesten. Aml-verkun- bigungSblalt diese neue Preisfestsetzung bekannt unb bemerft dazu, bah cS bei ben stark erhöht rn Umlagebcetfen nur solches Umlagegetreide von den Erzeugern Abnehmern wird, dessen Beschaffenheit gut unb gesund IfL d. h. die Feuchtigkeit 17 vom Hundert nicht übersteigt. tlllet le ein. Davon tränen btS cejen abenb 40 entlaben. Morgen sollen weitere 24 Züge ein- treffen. Die Zahl der Trupte' wird auf un- ariahr 40000 biS 50 000 geschützt lieber ein Brrdringen In daS unbesetzte Geriet liegen noch teine Bachrichten vor „Kontrolle der Ltaatsberstwerke nnb Domanial forsten." Paris, 10 Jan (WTB.) Der bivlomattfchr Berichterstatter der HavaSagenlur b^rich et. dach nachdem die Reparation«kvmmistion bie beab- unb ineinander verzweigt, wie ein D» bie wenigen Felber von Krinkhof stellten _ von der Welt ab. Sin armseliges Oifelbörieben, atmseliger alS die meisten anderen Ater mar nicht Äom zu ernten, nur ein paar Kartoffeln baute bei Knnkhoser an. baS übrige war alles Weibe für« Bich Warum hatte Hans Bast Staats berg werke und Domanialfor- st en. Diese dritte ilung wird heute »a gleicher Zeit durch Pot.narö dem deutschen Botschafter In 'HartS Dr. Mayer unb durch ben französischen Botschafter in Berlin der Wilhelmstraste zua:- leitet werden Die belgische Regierung, die solidarisch mit bet hranx6iif4>en in der Anwendung diese« Mahnahmen H. werde analoge Schritte unternehmen Der .Malin- erklärt, die vorgesehenen Mastnahmen würden einige Stunden vor Wrt werdm Der.Petit diele Ausführung am Rikolai sich getabc hier anaestrdell. wohnte hier, seitdem ex Del den kurtnerischen Grenadier«, gcMcni hatte, bei schbnstr Mann in ber schönen Garde? 3c sprach niemals von jener Zeit Auch baS Weih, baS er sich mit hier heraufgebrächt batte, batte sich nichts zu erzählen getraut so neugierig andere Weiber sie auch bes agten. Margareta Aikvlai ging nich tn bie Spinnstube, einsam spann sie an ihrem hallen Herb Vie wusttc. Aikvlai würde sie schlagen, wenn sie l/,10 Uhr flb die Ausführungen deS DerttelerS des Kohlensyndikats Direktvr ßü bien über die deutschen Kohle ilieferungen für daS 3ahr 1922 an. sowie bie »rflärungen deS ber gemeine Mann! Ri Siebe laufen lässt und die keinen hängt Et» bitterer Zug entstellte für Augenblicke be« VlanneS schönes Gesicht Wa« war au« dem Kurfürstentum heute geworden? Ein Haufen Dreck Und e« war eint Heimat gewesen, die man (leben konnte: reinlich und fürwebm So reinlich unb stolz, wie auch et e« gewesen war. al« er noch tm roten Rock den borNerten Hut auf der weihe» Perücke, da5 Gewehr präsentiert hatte vor Seiner Kurfürstlichen Gnaden - Der stolze Grenadier von Trier jetzt rin armseliger Schmied im armseligen Dorf, ein K» psufchcr. ein Rosstäuscher, rin — zum Teuf wa« nutzte ba« Räsonnement, nun steckte einmal drin, mn musste man werter fol Wen» sichttgle Verfehlung Deutschland« bei den Kohlenlteserungen feftgri'.ellt habe, die französisch; Regierung heute ber deutschen Rrgier^n^ die Sankttonen mitteilen treib?, die sie al« Anlah der nicht erfolgten Hol^ und Kohlenlieferungen an^utDenb.m gcheake >iJe Santtionen umf affen die Kontrolle der Pfarrer Hoffmann hat sich seit Jahren mit dem Gegenstand des Vorttage« besahsi auch schon verschiedene« über die Frage be« Dei- terledens althe.dnischer DotteSverehrung veröffentlicht. Die Freund« unsere« VolkStumS mögen nicht verad Lumen, sich ttn Vonrag an» zuhoren. Auch Gäste sind zum Vortrag willkommen. — AuS dem Stadttheatertzurea». ES lei hier auf die Schüler- nnb Volksvorstellung am kommenden SamS- tag aufmerksam gemacht. die .Wallen- fletn« Lager unb .Die Plecolommi" bei kleinen Preisen bringt unb um 4 Uhr beginnt Der zwrile Teil ber Walle iftetn-Trilouie. .Wallen- strins Tod", folgt am Darauf folgen Den SamStaa. I dem 20 Januar, nachmittag« 4 Uhr. ebenfalls al« Schüler- und VvlkSvoriieUung. Landkreis binnen. • Leihgestern. 8. Ian. Gestern fand h er eine gut besuchte dffentliche Versammlung j zwecks ©rünbung einer Volkshochschule statt. Dr. Werner, der Leiter der Volkshochschule G'-ehen, hielt einen gut durch- dachten Vortrag über: „l>e Volkshochschule, was ist sie unb was will fit." Seine Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Rach dem Vortrage fand noch eine Aussprache statt, die manche gute Anregung zutage förderte. x Wieseck. 8 Ian Ingenieur Echter- nacht- Krofdvri hielt hier im Auftrage ber Liga zum Schu?«- ber deutschen Kultur einen sehe interessanten Vortrag über die Fremdenlegion. ben zahlreiche Lichtbilder recht gut veranschaailichten. Jttrel» Schotten. Aus dem Reiche. Die Lohr- unb GehattLfrage» Berlin. 9. 3an. (WTB.) Die Verhandlungen im Reichsfinanzministerium mit den Spitzenvrganifationen über bte Erhöhung der Löhne der Reichsarbeiter schlossen damit ab, bah in der höchsten Ortsklasse anqelerntr Arbeiter für bie erst? Januarhefte e.ne Stundenlohnerhöhuna von 50 Mk., für die zweite Hälft, um 100 Ml. gegenüber dem Lohn der zweiten Dezcmber- Hälfte erhalten sollen. 2« steht zu erwarten, bah die heute Aufammenttctcabcn Vorstänbe der Gewerkschaften dem Ergebnis zustimmcn. — Das Reichskabinen wird sich unmittelbar nach dem Abschluß der Verhandlungen mit den Veamien- unb Angestelltenorgan sationen über die Erhöhung der Bezüge der Beamten und Angestellten mit der Gesamtfrage befassen. t 5^ • * । * w bi & b,‘[ I. bei Itfrratjle Sie fürchtete ihn unb liebte ihn. Ob sie ihm angekaut war. wähle niemand: sie war dem Manne gefolgt, als er Trier verlieh Willig war sie mit ihm In« Elend aeganitn Den., elend genug güu eS ihnen zuerst Sie zöge., in eine verlassene Hütte, die er um ein Geringe« erstand, weil fir ablag von bin anderen Hütten Sie hatten nichts al« die eiaytn Leiber, um sich aneinander zu wärmen Rach unb nach erst wurde e« besser Der Mann war oft fort. Unb kam er beim, bann brachte er jcbitmal Geld mit. Bett. Tisch Stuhl. Truhe, daS nötigste Leinen und Küchrngrrät wurden angrschafst Sic hatten Respekt in Krinkhof vor Han« Bast Rikvlai Dah er wenig sprach sich nicht mtt ihnen zusammvN e)te. we m sie Bnurntwrin tranken bah er noch immer gtni wie der Flügelmann bet trierisch^ Garde, aufr-rch». fo stracka ba« b toun'ette.i sir Ec bau: sitz einen Bart wach en lasten, wie finstere Rach', lag igm der auf der Brust Und in seinen schoarzet Augen wohnte etwa«, ba« zwang nich: nut sein Wrib allein, ba« zwang auch anbere. In ber Brriastenhrit von Ärinroof befragte» sie ben. ber flügtr war war al« fit und mehr von der Well oefehe« batte. In vielem Han« Bast hatte, vordem er sich antoetbm liech beim Grodschrnied gelernt, nun »ahm er ba« Hanbwerk wieder auf Xn feiner Hütttnwand richtete er ein rohe« Gerüst unb legte Schindeln da. über Hier im offenen Schuppen stand der Schmiedeamb^ch glühte ba« Schmiedefeuer ba« der Eljellvind ihm auch ohne Blasebalg anblle« De: Schnied von Krinkhof war bald bekannt, ein geschickte Mann: au« ben verstreuten Dörfern (amen sie alle zu ihm mit Pflugschar unb nrnggfrage überhaupt Mn Vorgehen gegen Deutschland übet bie Rote vom 21. Mäo 1922 hinaus rechtfertigen, zweiten«, weil auch bei et- toaiget Feststellung angeblicher son tiger Verfehlungen Deutsä^anb« der Vertrag keinerlei Sa.nl- liopen teiritorialen Eharakter« zuläht, dritten«, well auch L4e formell etwa zulässigen Mastnahmen gegen Deutschland nur von drn beteiligten alliierten Mächen gemein,am getroffen werden Snnen So lösen sich alle französischen RechtSargumenke in nicht« auf Sie erweisen sich für jeden nicht voreingenommenen Beurteiler al« so gekünstelt, dah sie brn wahren Zweck und den S-ar.alter bei franzosischrn Vorhaben« nicht verhüllen, sondern dah sie diese« Vorhaben nur noch mehr al« da« erkennen lasten, wa« e« wirklich ist, al« ben Versuch recht«widriger Vergewaltigung für den DcppeZentner Hafer Für evtl, über bte erste lieferte Mengen erfolgt entsprechende Rach Heffen-Rassa«. fpb Frankfurt a TL. 8. Jan. Das Karnevalverbot ist heute vom Po izeiprä» llbenten auf bie Ankündigung öUeniHdbeet; Äatnctw(«r>etanHaltungen an ben 2ll,sch'agfäulM«s ausgedehnt worben — Für wertere Hol» standSarbeiten im Südbecken bei Ost Hafens unb für Instandsetzung«arb.iten tn stäbtlschen Gebäuden stellte bet Magistrat in «gesamt 7 5 Mil- 8050 8050 14& 1:0 0600,- 8615,- 0405, 113500 -10900 >. -118000,- Dnrni'f.u.Nnnonnldrrnk 367». Deulsche Otont 8900, Deulsche BereinSbnnk. 2200, Diöconio (Sommmibit . 4600. ■ 4800. lUefnlibnnt 1155a-15 03, * 487), 5010. 'M aainmr Daum«: schlag vor. (Schlutz folgt.) Sie ist in 10490, 6jö0.- 630.- 650 - 650,- 3.0,- 380,— 35 ),- fDtinelbeiit. Crrditbnnk t-53.—2100, ÜDeitct r. Crrdimn statt . 2375,— 2660 1500 -2103. 150,- 144 flurs 5.1. Ift7b 16353 no’- 130- Landwirtschaft. Maul- und Klaurnfruch-r Phittvv Holzmann . . Slnnlo-Cont-Mimno. . sjtnbi)ciie Nnilin .... (6 Ibfrtnuibt vir.'beimer Electron vörfiiier Farbwerke . volAuevfobluna .... ilütncrsiuerfe .... cheidennitnlt vninburn 81 incr. Pake. 9 53, -Xovbbeuif^er Vloub . 6003, ,'kincntn’ei f^eibclberf 710 174, 110, 111, 125- 9075,- Stadtverordnete Winn. Oberbürgermeister Keller schreitet sogleich ParlamentS-Gröffnung, ammenzustechen. Möge diese gute Mahnung überall ein klares Echo und eine freudige Tat euSlösen! Unterstreichen muh man aber auch die Gedanken und Forderungen, die der Leiter unseres Gemeinwesens in bezug auf die Selbst- terwaltung auf dem Wege der Oeffentlichkeit den Regierenden übermittelt Hoffentlich werden auch diese Worte eines kommunalen Praktikers die Schwerkraft der Argumente verstärken, die dahin zielen, die Regierungen zum Nachdenken und zur Befreiung der Städte von en Fesseln der nachkriegSzeitlichen „StaatS- hrnft“ anzuregen. Möge unser neues Stadtparlament nun starken Mutes an die schauere Arbett gehen und in den drei Fahren seines Wirkens durch seine taten zeigen, daß es die Ermahnungen des riters unserer Stadt recht verstanden hat, rmit man auch diesem Parlament dereinst as Zeugnis ausstellen kann, daß es seinen osten in g u t e r Weise zum Wohle der Stadt (uUfuHtc! Geld 1866.- 653.- 262o'= 887a- 14,- nooa- 45850,- 481, - 606,- 26 h- 6175,'- 46 0 >.70 6(15,85 1887.75 155110 488.75 202 HN) 167>, 127,- 159, 1.0,- 241,40 9925,10 11,26 371.50 272.30 107,75 12800,-12700,-12989,-12800,■ 9775,— 9900,- 9475,- 0 75. 27200,-26030,-25 .00,-25000,- 43984 60 644.60 1794.50 1488,70 473,70 ioSro 1769,53 2>56.40 233,10 94’16,70 13.65 371,- 267.70 102.50 Slniw'Drüsfel . ^ollnnb Vonbon PnriS....... Schweiz Sonnten fi’nlicn yiijnbott’Qporto Tänemnrt.... vtorwenen . .. . Schweben . .. . 4'cliinnfor8. ... Nennork Denisch-Oesterr. Bubnveit Pran ...... Üloram...... Ausgabe, die bei ber Reu wähl der Stadtverord- -ren-Versammlung am 19. Rovember vorigen oihres gewählten Stadtverordneten in ii: Amt einzuführen und zu der- rs lichten. Ich betrüb: zunächst diejenigen Stodtvcr- »rtmeten, die bereits früher der Stabt- 43765.10 641,43 178550 1481,30 471.30 19'320 1787,50 2513.60 2 <1.90 9451,30 13L9 369, - 266.30 10150 Bochumer Guh . . Buderus (£nro Deu.'sch'yuremburn. für 6 8,1 81,- 690. - 400.- SihMgSbericht. Anwesend. Oberbürgermeister Keller, Bür- rmeistec Krenzien, die Beigeordneten Dr. e i b, Dr. F c e h, Dr. Rosenberg, Kling- » o r und 41 Stadtverordnete. Entschuldigt fehlt Brief 1895»- 637.— 2660.'- 8910 — 14.40 0950.- 46150,- 485,- eia-^ 268,'- 522-1- Wage Handel. Börsenkurse. Frankfurt ct M. Berlin 5ch>"Ü- Schlub- Schlich- Schluß» Kalte Füße—Schlaflosigkeit Wenn Sie im Bette kalte Füße haben, so können Sie stundenlang nicht schlafen und haben am andern Tage Kopfschmerzen. Sie können dieses vermeiden, indem Sie vor dem Schlafengehen ein Kukkol-Fuübad nehmen. Es hält die Füße warm und trocken, verhütet Erkaltungen und vorzeitiges Ermüden. Eino Packung Kukirol- Fußbad kostet nur 150 Papiermark, das sind genau 10 Vorkriegspfennige. Machen Sie bitte einen Versuch. Verkaufsstellen: Drogerie Wallenfels, Markt 21 Berlin, S. Qon. DSrfenstimmunaS- bild Unter dem Sinflutz rückgängiger, auSlän- schotten. n. Die unter Leitung des ri> stehende OrlsyrHpe ,Seutld)e ftrtegi» M M M 150 Mit. .not Orten des Qlmti» anges^ren. Zum Desirn MMtäber in Feindesland Met. die bis jetzt auS Osburg mit Srie»' rrseld und Garben* eingebracht hat Berliner Haubelraes. . 180AI -10000- 18000,- 1975a Coiiiinerä- ii. Privmbk 2190,- 2700,— 2450,— 2 50.- 5100 - 5200,- M ',- 570J, 1 hi» Jf1 unb Mr?“1 tot. °artj lo^'W sich Vermischtes. Sechs Menschen an Alkoholvergiftung verstorben. G l o g a u. 9. Ian. (WTD.) Beim Verla- den von Fässern auf dem hiesigen Bahnhöfe tranken mehrere Arbeiter von in Fässern befindlichen Resten, die offenbar Methylalkohol enthielten. Sie zogen sich dabei schwere Vergiftungen zu. Fünf Mann und e t n e F r a u sind gestorben, drei Personen liegen schwerkrank darnieder. Ein deutscher Dampfer gestrandet. London, 10. Ian. (WTD.) AuS Miami wird gemeldet: 303 Passagiere des deutschen Dampfers,.H o l s a t i a", der bet CarhSfort g e st r a n d e t ist, wurden von französischen, amerikanischen und englischen Dampfern an Bord genommen und werden voraussichtlich heute im Hafen eintreffen. ES wird versucht, das gestrandete Schiff wieder flott zu machen. 4624a30 669,15 1889,25 1558,90 491,25 2035,10 1817.15 2681.70 245,60 997515 14,34 373.50 273.70 iat25 52UX-&05,- 11000,-ICO JO, 3610,— 345 J,— 3SOO, 8100,- 8000,- 84 JO, 2S00.- kllsfeld. Zwischen einem Teil oa t unb der Äreschgeno! ew Eg wegen des Dresch' jchl zustande. Man rtat aber 1800 Marl ng hatte zur Folge, dah' flamanten beim 5 r e's ^9 der^derk, AuS dem AmtsverkündignngSblatt. ** Das AmtSverkündigungsbkatt Ar. 3 vom 9. Januar enthält: Dinzlehung ber Tel- träge £ur Invaliden- und Hinterdlceli«renverslche- ru^-9 für HauSgewerbtrsibende. — Zuckerversorgung. — Hausiererlaubnisscheinpflicht für Ei den. — Maul- und Klauenseuche. — Deterinärpolrzei- liche Draufstchtigung der Zuchthengste. — Etnsen- Belters'hain und in K e s s e l b a ch amtlich festgestellt wo.den. Der Sperrbezirk be- DerNner Produktenmarkt. Berlin, 9. Ian. 3n Berbinbung mit den steigenden Devisenkursen erhöhte sich am Vormittag auch der Preisstand am Getreidemarkt, ganz beträchtlich. Mit der während der Mittagsstunden entstandenen Abschwächung und Schwankungen der Devisennotierungen wurden die Käufer, die vormittags ziemlich jedes Angebot ausgenommen hatten, vorsichtiaer. Für Weizen bestand Rachfrage seitens Güdörutschland. In den übrigen Artikeln waren die Umsätze nicht bedeutend, doch erhielt sich im allgemeinen der hohe Preisstand. Banknoten. Frankfurt n.M.. ü Januar, etbroeucr Noten ftrnntötifrtie Noten Dänische Nölen............ Schwedische No en Hollänbtlche Noten Drutlch'Oeiierreich A 100 Kronen Ainertk milche Noten Englische No en . .. Jwlienische Noten.......... Belnische Noten .. Ihmnvtidie No en Tschechoslowakische Noten Norwegische Noten Rnmäntsche Noten Spanische Noten . .. S"/,Dtsch. NeichSanlethe 4'7» Ternletche» 2'ernletchen 3“/, Dergleichen Dlfch-Svnr-Präm.-Slnl. 47, Prentrische Kousal» 4®/„ Hessen......... 8'///» Hessen B*7„ Hessen 40/o Zolltlirken ! 57j Goldmexikaner tnmg der Kirchenrechnungen für 1921. — Tntschä- bigung der Gemeinden für die Erledigung von Dienstgeschäften für die Reichsfinanzverwaltung. — Erhöhung derErwerbSlosenunterstühung. — Bezüge der Vertrauensmänner der Landretcerber. — Preise für Umlagegetreide. — Ausstellutrg von Wandergewerbescheinen. — Gewerbe-Lezrtima- tionSkarten. — Auflösung der Wasseraenossen- schaften „Rodheimerwegfeldgenossenschaft" und „D.uchweggenossenschaft" zu Steinheim. — Eröffnung des ordentlichen Lehrganges 1922/23 an den Hessischen Landwirtschaftlichen Schulen. — Bezug von Wasser aus dem Wasserwerk der Gemeinde Treis a. d. Lda. — Dienstnachrichten. — Feldbereinigungen Holzheim und Lang-Göns. — Gefunden: verloren. Gellettkirchener Berfliü2 ■25a-257ä0,-2.">( 0),-26000,- Hnroener 'Bcrnbnn. . 59500,—56000,—57000,—57500,— Knliwetk '2lscherSlel>cnl i6 >0,—140l»o -13M, -1441x1,— Llaliwerk Westeregeln 156O(X—1710(X— Vnurnbütte . 13 00.-149,0,-13903,-15000.— 'Cbcrbcbirf 13800,-131)00,-1 !050,-13500 - Ptiönir 'Herobnu. . .. 2250J,—212 0,—215 )O.-11!IO.),— Nheinüahl 2r.ht5,-£15M-2l 250, -20100,- flhebett '.uioutan . . . 3)000,— -,—34800,-36503,— Tellus Bergbau . . . 51 K).—5600,— —,— — 29593,—3200’3,-28'00,—23500,' IL.a— ih 0 ',— 0 00,- '.'200.- 10710,-110.30,— -,—1150 . 752 7525— 8150,— 7610, 731’0,— 740j,- 710.',— 7C0(V , lioOO,—IIL'H 0,- , 9M— «I 5',- 01.0,-10030, .1640(1—17 00.- -,- —< l?IertriiitätS«Ges 6350,- ÖJ.’A- 601^,- 6475, Bergmatm 8150,— 8350,— 8009,— 8150,- Schttckert......... 14400^-11-0 ,—13» 0 ',—13 00,- LiemenS & Halske. . .254 C.—24000.-2300 ^228Ca- l'lblerwerle uteuer Daimler Motoren, vculmenfuiebt .. . jJienuin . . ,nd des D°ll°« rankfort°^^^M> (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine vorläufige Antwort Frankreichs auf den amerikanischen Reparattonsvoi schlag. London, 9. Ian. (WTD.) Reutet meldet aus Washington: Frankreich hat in Erwiderung auf den Vorschlag zur Regelung der Reparationsftage, wie er von Hughes in seiner Rede in Rewhaven angeregt worden ist, an die Vereinigten Staaten eine vorläufige Antwort erteilt. ES verlautet, das) diese Antwort keine unbe- dingteAblehnungdes Vorschlages darstelle, der noch immer von der ftanzösischen Regierung erwogen wird. Scharfe Derurteilung der französischen Plane kn England. London, 9. Jan. (WTD.) Die Blätter heben die Ängewistheit hervor, die bezüglich der französischen Vormarschpläne herrschen, weisen jedoch darauf hin, dah die Vorbereitungen dazu mit fieberhafter Eile betrieben werden. Der heutige tiefe Sturz der Mark und auch das Fallen der übrigen Währungen, insbesondere des französischenFran» k e n, errege in der Presse grohrs Aussehen. Ein Abendblatt spricht von einem französischen Schlag gegen die Wahrungen. Der „Pall Mall and Globe" zufolge wird die Haltung der Franzosen in amtlrchrn Kreisen verurteilt. Ueberall in England gewinne die Ansicht an Boden, baß Frankreich entschlossen sei, zu nehmen, was es nehmen könne, ohne irgendwelche Rücksicht auf die Folgen. Bonar Law warte die Ereignisse ab. ES herrsche die Lleberzeugung, daß Frankreich der Hauptleidtragerrde sein werde. Die britischen Staatsmänner seien jedoch wegen der Europa drohenden Gefahr tief berührt. * Eine schwedische Stimme zu den französischen Plänen. Stockholm, 9. Ian. (WTD.) Zu der Londoner Meldung, Schweden könne vielleicht die Aufmerksamkeit des Völkerbundes auf die bevorstehende Aktion im Ruhrgebiet lenken, da eine solche Maßnahme den allgemeinen Frieden bedrohe, schreibt „Sozialdemokraten": Völlig authentische Rachrichten über die Absichten Frankreichs liegen noch nicht vor. Bestätigen sich indessen die Zeitungsmeldungen über die bevorstehende Besetzung, so ist anzunehmen, dast die Fiage im V ö l ke rbu n ds r a t zur Behandlung aufgeworfen wird. Schweden ist ja nicht das einzige Land, das daran interessiert ist. dast die frage im Völkerbund erörtert wird. Die auster- orixmtliche Gefahr für den europäischen Frieden. die durch ähnlich: extreme Mastnahmen hrr- vvrgerufen werde, könne die nach Frieden trachtete allgemeine Meinung in keinem Lande unberührt lassen und habe es ja, wie man schon- gesehen, auch nicht getan. Was unser Laich betrifft, so hat es schon einmal seinen grundsätzlichen Standpuntt ausdrücklich dargelegt, als Schweden dec äleberweisung der Aalandfrage an den Völkerbund zustimmte. Es könne nicht der geringste Zweifel über den Standpunkt Schweden- befteben für den Fall, dah die Gerüchte von einer Besetzung des Ruhrgebietes sich bewahrheiteten. TürNsch-englische Derchandkungen über die Mosfulfrage. London, 9. Ian. (WTD.) Einer Dlät- termeldung aus Konstantinopel zufolge berichten die türkischen Zeitungen, daß Mustapha Reschid Pascha mit der Aufgabe betraut worden sei, über die Mosfulfrage direkt mit Donar Law zu verhandeln. »t für Sie und Ihre Kinder ^7.» \ be> Störungen der Verdauung, bei Schwich# und AopetiHosfgkell die richtige Kost. Verlangen Sie in dei Apotheke odw Dtogerie gratis das „Kuteke‘‘-Koch6wdfr Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 9. Januar 1923. Parlamentseröffnung. Reben den zahl- 1'eichen, auS dem früheren Parlament bekann- ! len Personen viele neue Gesichter, insgesamt 19. Eifriges Suchen nach den Plätzen, an dem sich, da offensichtlich etliche Platzveränderun- ijen vorgenommen worden waren, auch einige „Alte" beteiligen. Von Kollegen hier und da Ireundlich unterstützt, hat jeder schnell seinen Stuhl gefunden, und nun zeigt sich die Plätze- zruppierung nach der politischen Färbung, nach tem Vorbild der großen Parlamente in klarer Weise. Die rechte Seite bis in dis Mitte L»es Saales hinein gehört den Vertretern der Bereinigten Dürgerliste, ihnen schlieh-:n sich die Abgeordneten der Zentrumspartei und die Erwählten der Demokratischen Partei an. Auf der linken Seite, mit Ausnahme der vorderen iaar Plätze, sind die Sozialdemokraten dareim, vor ihnen, am äuhersten linken Flügel, otzen als Reulinge die drei Kommunisten. DiS auf einen entschuldigt fehlenden Stadwerordneten ist das Haus vollständig »rrsammelt. Kurz nach 51/« Ahr betteten die Mitglieder der Verwaltung mit dem Oberbür- !-ermeister an der Spitze den Sitzungssaal, feierliches Schweigen beherrscht augenblick- uf) das Haus. Unb sogleich ist der Höhepunkt '"•er Sitzung da. Der Oberbürgermeister erhebt si.H und nimmt die Eröffnung des neuen lÄadtparlaments vor. E ne ausgezeichnete 'i^ede ist es, die man da aus dem Munde des «^tadtoberhauptes hört, Worte, die nicht nur für einen Stadtverordneten, sondern für jeden 'Bürger unserer Stadt, ja für jeden guten Rutschen auherortenll ch beherzigenswert sind. ES ist zu begrüßen, daß der Öbrrbür- germeifter gerade in dieser Stunde der Dür- gerschaft wieder mal klar und deutlich vor Singen hält, wo die Quellen der ungeheuren 5>chwierigkeiten und Sorgen auch unserer Stabt liegen, und es ist sehr erfreulich und durchaus zu unterstützen, daß er die Gesamtheit unserer Einwohnerschaft aufruft, in Pflichtgefühl und Gemeinsinn, in Einmüttg- ferlt und Geschlossenheit jetzt mehr denn je zu- bischer TTarffurfe setzt sich We Steigerung der Devisenpreise bei zientlich lebhaften Umsätzen, die hauptsächlich auf Dcdarsskäufe der Industrie zurückzuführen fliio, fort. Für Auszahlung Reuyork wuroe der bisherige Hochbestand von 10 600 erreicht. Bei der Festsetzung der anitlichen Rotizen traten ziemliche Schwankungen ein mit dem ßr- Sebnis eines Rückschlages bis 9600, doch erfolgte le amtliche Festsetzung auf der Basis 10 000. Wegen dieser Schwankungen bestand bann starke Zurückhaltung, die in verstärktem Mähe auch im freien Efsektenverkehr vorherrfchte. Frankfurt a. M., 9. Jan. Börsen« stimmungsbild. Am Devisen- und Roten« markt entwickelte sich einiges Geschäft. Der Dollar überschritt in den ersten Morgenstunden bereits die Grenze von 10 000 und flieg später auf 10 500, unter leichten Schwankungen gab er schließlich wieder nach auf 9500. 3m Esseklen- verkehr von Bureau zu Bureau waren Wlslands» renten zunächst fest. Das Geschäft nahm im allgemeinen einen schleppe,tden Verlaus, da sich die Spekulation äusterst reserviert verhält. Vereinzelte Spezialwerte sind gesucht. Mittelbanken fdyenen begehrter. Montan-. Elektro- und Maschinenwerte konnten sich behaupten. Chemische Werte lagen fest. Um 1 Uhr wurde der Dollar 9000 bis 9500 genannt. Mur» Äurs Datum: 5. L 8.1. in den folgenden drei Jahren ihre Kräfte dem Qchle unserer Stadt zu widmen. Es ist für die ft adtverwaltung von grot-em Wert, eine stattliche Zahl bewährter CDlttarbciter vorzufinden, Ke durch mehrjährige Tätigkeit mit den schwie- tigen und vielseitigen Aufgaben der fomnntnalen t'eitoaltung bereits vertraut sind. jScbarm Heide ich herzlich willkommen die 1 Stadtverordneten, die heute z u m ersten Tale das Amt eines Stadtvervrdneten über» tarnen. Bei ie.en Interesse und voller Hm» a.^e wird es, so hoffe ich den neuelntrete‘.tt>en tidtverordncten duld gelingen, die Ke.rntnis rd Erfahrung zu getobt i >n, die zur gedeihlichnt lLsübung des neuen Amtes unerlählich fiitd. Meine Damen und Herren! Sie alle bringen ueb Ohre Bereitwilligkeit zur Mi.Wirkung an den ■ ^tischen Geschäften ein großes Opfer, unb ch erwarte von der Bevölkerung, daß sie diese tpferwilligkett und Verantwor.ungvfteurigkeit - iter erwählten Vertreter dankbar ane.1e.int. Das f llrnt eines Stadtverordneten ist tn der Heuti zen Jfcit so schwer, verantwor ungsvoll und arbeits- . i'EH, daß ein beträchtliches Mah von Pflicht» lefühl und Gemeinsinu erforderlich ist, es ■!p übernehmen. Das begonnene Jahr wird — man gebe sich ferner Täuschung hin — einIahrvonnieda- tetoefen er Schwere werden. Der Fr ie- iensvertrag von Versailles hat auch lih 3'A, Jahren dem deutschen Volke keinen frrie* kr gebracht, sondern Kamlf: Kampf ce'en Will- .tit und Gewalt, Kampf um den Bestand des ^5e>ches, Kamps ums nackte Leben des deutschen it'Offed. Von Tag zu Tag vermehrte Rot und •ttueS Glend hervorrufend, drückt der Versailler pectrag auch auf die Städte, die an der Front wirtschaftlichen Lebens auf dem vordersten festen stehen. Aber Gott hat noch tei- Jjen Deutschen verlassen, der sichnicht selbst auf gegeben hat. W«»r den Blick rückwärts wendet in die Geschichte deutscher Städte, steht aus der Gemarkung Brl e.-shain bzw. auS der ©ematiung Kssselbach, das Beo^achtungs- geliet umsaht die ©emavEunftt Rüi^hardSh-ttN, Göbelnrod, Grünberg mit Warthvf, Lund-a bzw. die Gemarkungen Londorf, Ode^kaluse-n und Appenborn. 7)0'0- 54 0. 720 t- 9300, 9300- — Weitz, Satz schon über manche deutsche Stadt im Laufe der Jahrhunderte schweres Unglück gekommen ist, Krieg und Pestilenz, das Gespenst LeS Hungers, die Rot des frruer3 und des WasserS, und das) noch immer die Kraft der Städtebürger des Llnglücks Herr geworden ist. So glaube ich, dah das deutsche Volk auch daS gegenwärtige, allerdings beispiellos harte Schicksal schliehlich wird meistern können. Diese Hoffnung muh ich aber an Voraussetzungen knüpfen, die ich Sie, meine Damen und Herren, bei Ihrer öffentlichen Wirksamkeit sehr zu beachten unb zur Richtschnur Ihres Handelns zu machen bitten möchte. Vor allem muh daS deutsche Volk, frei von aller Illusion, mit unbeirrtem Blick seine fürchterliche Lage erkennen und mit klarem Wirklicbkeitssinn die Tatsachen sich vor Augen halten. Gar manche Selbsttäuschung hat den Gesundungsprozeh verlangsamt. Sodann kann der gemeinsamen Rot nur begegnet werden durch Einmütigkeit und Geschlossenheit aller Volkskreise, so. wie wir es in den letzten Wochen bei den herzbewegenden Kundgebungen unserer schwer geprüften deutschen Volksgenossen im besetzten Gebiet erlebt haben. Wenn nach Schiller, dem Sänger der Freiheit and Einigkeit, die Weltgeschichte daS Weltgericht ist, so wäre allerdings das deutsche Volk vor der Geschichte gerichtet, sofern spatere Geschichtsschr'eiber feststellen mühten, wie nach dem gemeinsamen Erleben eines gewaltiger Weltkrieges und unter dem Drucke eines tief erniedrigenden Friedensvertrages — wie da noch immer im deutschen Volke die alte Zwietracht der Parteien, der alte Gegensatz der Interessen in so kleinlicher und gehässiger Weise fortwirken unb die Kräfte lähmen und zersplittern konnte, statt sie zu vereinigen zu kraftvoller Arbeit am Aufbau des gemeinsamen Vaterlandes. Darum möchte ich die Stadtverordnetenversammlung dringend ersuchen, bet allen ihren Entschliehungen von diesen Erwägungen sich leiten zu lassen. Cs ist nüchterne, den unmittelbarer prakttschrn Dr- bürfniffen der Bevölkerung zugewandte, sachliche Arbeit, die in diesen Räumen zu leisten ist: die Dar te ipoli tik bat im Reichsparlament und in den Lanbesparlamenten für runb 1800 Parlamentarier genügen!) weites Feld zu jedweder Betätigung. 'Wer daS Seelenleben des deutschen Volkes genau beobachtet, namentlich die Wahlmüdigkeit des letzten Jahres richtig wertet, merkt deutlich, tote im deutschen Volke doch die Erkenntnis zu reifen beginnt, dah es etwas Höheres gibt, als die folgerichtige Durchführung des Parteiinteresses, Ideen, die über die Partei hinausstreben, nämlich das Gefühl der Zugehörigkeit zum Staatsganzen, die Mitarbeit am Sta-atswohle, das Gefühl der Verpflichtung gegen das Voltsganze, ba5 in allen Gliedern lebendige Gefühl der Daseinsberechtigung und der Lebenswerte des eigenen Volkes. Meine Damen und Herren! Wenn neuge- wählte kommunale Vertreter zum ersten Male sich versammeln, so ist naturgemäß, dah sie ein lautes und offenes Bekenntnis ablegen zu einer freien, lebensvollen städtischen Selbstverwaltung, der Selbstve.vvaltung, die herein ft die Städte grvst, blühend und stark und zu wichtigen Gliedern des Re'.ches und Staates gemacht Hnt, der Öclbftlxn-toa!tung, die auch heute berufen ist, die ausbaurnden Kräfte mit beizutragen, deren das Reich so dringend bedarf. Freilich müssen wir da zu unserem Trauern feststellen, tote ge ade in den letzten Ia^.-en mit abto-giger S'aatsklugch-üt bureauhaÜftnnaef. iXrnnHurt. 210)0 Lchubiubrik Herz... 300 — Nüv — — 2 icbcl............4165— 507 L— — .'Ml'Ioff Waldhof . . . .11301-10766,- 12000- 11403, 3ii(tcvfnbr.7\rn ifenibai 740).— 751)0. — — ZuckerfabrikWaa nnst'l747L— 7473,— — Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) 8. 3nmmr mJiw 11m es 8U ’Uffi kam man V s-^rken all« j "di! ft «“fi ^1% gewesen, JJ u™ at*. ® er jetzt ein ri«r S°rs. Leusel. ns * r >zen. fterboii* um die M»7^tLst- w*. 1 Qnt iäd)ften lUn9 °b. ?^Eche «ch »Ä Die Frage dez e LichtMer recht gut 10700,- 9455, 6675.- 5J90, 70).- 5000— ■ 4500.- 4800, ■ 2030*- 2130* ■ 2390,- 2840, ■25000,-25900,- He Sieben veUer> Meer mit folgender Rede unter gespannter Auf- n*rffnmfeit des Hauses öomimmt: „Meine Damen und Herren! Es ist meine «lM- M '^rfiiaung------- Anul. No lern. ?inul. Noliern Oiclb 588, "0 Brie, ®Clh Brief 591,50 613,45 616,55 3750.60 37611 40 39 0,- 4010.— CAFE AM END Familie Schön ( . Tüchtiger junget ^Maschinenzeichner [(fine 5 l'che Bewerbungen erbeten an 188B Laiiülliü 3n»ifbfln Han,-Ulrich Statt flotten 8-3- Äfltb. Schwestemhau» ßiebigmufeum 262D Ülittcrnnffe 11. Ama“ Lehrling nmin nbAiineben auf beni tVmbbiiremi 6 Huh* laint.v 03* I 02.,;.. herein Neuenweg 6. Gebrauchter M ü.kW lllÄK«9nl 40—.10 Bit. gute- ^iesenheu f. tägige Beboiig au raufen ar hievt 3 3 sucht Student neitrn gcindit. 0900 dB Vett Godhestratze311. 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Bei der Anmeldung sind vorzulegen: Geburtsschein, Impfschein und Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule. Anmeldungen nach dem oben festgesetzten Tage können nur derücksich igt werden, so« we.t noch Platz in den einzelnen fllassen Die Geburt eines gesunden Knaben zeigen hiermit an (Rieften, den 9. Januar 1923 Negierungsbaumeister Braun und Frau Höheren und Erweiterten Mädchenschule. Obetsludi-ndireklor I) r. Boiler. h Ude Generalversammlung im WümnnlifTflfr M Bollzall- tttldieiiiee notwendig. loiv Ter tlorftenb. 0. A. V Aetna Jhtmaifiprrtu.Söelnirtall-Derroerfinifl mübiftraBe 2 • ©tot. 1894 Unbekannte Personen haben Aus» weispapiere mitzubrinqen für Pressen u. I Selbstbinder - bat üetJ am Vager , Wliislt-ßk üit tfent-ba imaithinfir ffirllidiiil j Donnerstag, den 11. Januar, abends 8 Uhr Großer Benefiz- und Ehren-Abend des Herrn Kapellmeisters Franz Rodrigei anläßlich seines 500. Konzerts im Cafe Amend Besonders auserwlhltes Programm Verstärktes Orchester x 12 Herren I. 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