ation-5=ii« Meyer i 1923. er mmr. LS« raloerfammlung ng: ber ^amensMn In auf -"',^°hung bts Aktien! J?u"' ^mtnänbtrung, Wt unb Stlalfungtinti tn. «1 1923. mi•» 1771D MtzgWW. derschön gelegene er-Wieg rotnn möglid) auch Innung in der Nahe der Mengesucht. Umzugs« i vergütet. Schriftliche Dl 531 an d. Gieß Anz. DBllMStl.tt. enise eisw ib.bei mb,; ■ 16. MH ^a» ,ib-®e w fielen SwUffüe mit und ohne Bratofen WM billigst. 1755D S-aar Dorrmcmn, (Slienbanbliing. Oe litneit »m- unier j verfilme ce-öu- ,.Änz. troiestk, > Hütt, »abelr" verU efchatls' -srer >en- B, BS>f *•£ LH, 015® ifc »■» rf%’ Sh- Habchen zwecks tval. Heirat. Lckr.A"ll-n^N l75SDa-l®Ä Lfl'lllfl1- 9c$7D 9, V.H.C. Gießen SoonHO ll.Dlri Baben» WZZ ium Spiel, u.» o- gebu- vMv fninn- l erd- Ott'* .Ul Empfehlungen $. Me' itOtfen -I 01W nk mm. MM 01744 J£bi gen [01545 gSTlL XtD® Vereine ta re estgenommen. Die Wirkung der Lunoschen Rede. Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uaS: Gegen die Strasverordnungen der Interalliierten Rheinland- Kommission. Die Dlostftellunq des Dr. Hretor. Saarbrücken, 8. März. (Wolff) Das ehe- 9. Mär; 1923 Annahme oon Snjeigta für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher obnejebe 8erbint>lid)kt-it. preis für 1 mm hohe ult Anzeige" o 27 mm Breite örtlich 70 Ulk , auswärts 80 Ulk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 300 Mk.Dei Platz. Dor|d)rijt20u ,Auf>chlag. Hauptjchriftleiter: Aug. (voetz Verantwortlich für 'Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Ernst Blumlchein; für den Anzeigenteil: Hans BeJtr sämtlich in Biegen. Ur. 58 Erschemt täglich, außer Sonn» und Feiertags, mit berSomstagsbeilage: GietzenerFamilienblälter Monatlich« öezuorpreise: 2850 Mark unblSOUlark Trägerlohn,durch diePost 3000Ularh,aud) beiNicht« erscheinen einzeiner Rum» mem infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrist» leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 5L Anschrist für Dr^htnach» richten: Anzeiger Liehea. Postscheckkonto: $rantfurt a. M. 11686. land zu beteiligen. Die deutsche Regierung hat in ihren Protesten wiederholt Las Bestreben der Interalluerten Rtzeinlaubkornrnisfion blobgestellt, gegen Deutsche einen selbst in Kriegszeiten verbotenen Zwang zur Dienstleistung gegen Las Da! erlaub auszuu^en.^n der vorliegender! Verordnung erreichen diese Bestrebungen ihren Gipfel. Jetzt werden dre Deutschen, die ihre gesetzlich: Pflicht gegen das Vaterland erfüllen, mit btm Tode bedroht. Die Leichtfertigkeit, mit dec die Interalliierten Rheinlano- kommission über Tod oder Leben befindet,^ geyt soweit, daß sie die Todesstrafe an Tatbettande knüpft, deren Dehnbarkeit der WtIItur Tür und Tor öffnet; Handeln und Rtcyt- bandeln, Versuche und Taten werden völlig glcrch- aestellt, Absicht, Urlach?, Erfolg und hypothetische Möglichkeit des Erfolges werden miteinander vermengt. Was der Beamte auch tut oder lägt, er schwebt ständig in Gefahr, sich in den Maschen dieser Gesetzgebung zu fangen. Der gleiche Geist sprich: aus der Verordnung 14 5, die die Interalliierte Rheinlandkommission am gleichen Tage erlassen hat. Sie gibt jedem Armeeoberbefehlshaber das Recht, zu bestimmen, dah die von den alliierten Militärgerichten verhängten Strafen, soweit sie 5 Hghre überschreiten, nicht in Deutschland, fon- i dern in dem Heimat st aat des betreffenden Militärgerichtesab.zubühen sind. Fer- ner gewahrt sie jedem Armceoberbefehlshaber volle Freiheit, über Zeit, Ort und Art der Bollstreckung der Todesstrafen zu verfügen. Durch diese Bestimmungen wird die Vollstreckung im besetzten Gebiet jeder gesetzlichen und gerichtlichen Sicherung entzogen und der Willkür der Militärbefehlshaber überliefert. Den Generälen steht es künftig frei, verurteilte Deutsche in die Gefäng- niste fremder Länder zu verschicken, wodurch die Strafe den Charakter einer regelrechten Deportation erhält. Dah in die Hand der militärischen Oberbefehlshaber auch die Bestimmung über die Art der Vollstreckung der Todesstrafe gelegt wird, kann nur dahin ausgelegt werden, dah die Ere- tjiion von all den Rücksichten befreit sein soll, die der den ihm von einem französ:schen Offizier übermittelten Befehl, den lelegcaphtschen und telephonischen Dienst in feinem bereich aufrecht zu erhalten und den Ort mb bte Art Cxr Mc° bindurigszentrale- des ^011^18 Bcsahungstruppen nutz stellen, nicht befolgt hatte, zu einem Jahr Gefängnis. Auswci ungen. Wiesbaden 8. März. (Wolfs) Heute morgen finh b o n den Franzosen ausge w i e -- e n worden: Landesrat und Stadtverordneter Otto Witte, Geschäftsführer und Stadtverordneter Linde, und Parteisekretär Paul Sabelin. Alse drei Ausgewiesenen gehören der Sozialdemo- kratischen Partei an. Belgische Richter. Köln, 9. Marz. (WTB.) Aach dek „Kölnischen Volkszeitung" ist in Erefeld ein neues belgisches Kriegsgericht eingerichtet worden, das am ersten Tage 20 Deutsche vor seine Schranken rief und sie zu hohen Strafen verurteilte. „Die Zeit der Milde ist vorbei", sagte ein belgischer Richter. In der Vvrmittagssitzung kamen acht Fälle zur Erledigung. Der Hanptschristleiter des „Mainzer Anzeigers" verhaftet. Mainz, 8. März. (Wolfs) Der 69jähriyL Hauptschristleiter des „Rlainzer 01^10^8 , Karl Rohascheck, wurde heute nachmittag durch französische Gendarmerie verhaftet. gestellt. t t Berlin, 8. März, lieber die Besetzung Dortmunds melden die Blätter: Mit der Besetzung des Hauptbahnhofs Dortmund wurde der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt, der für i»rn Verkehr von und nach dem unbesetzten Deutschland noch in Frage kam, stillgelegt. Heute mittag zogen die in Dortmund eingezogenen französischen Truppen in Richtung Scharnhorst wieder ab. Rach der Vertreibung ober Festnahme der Dortmunder grünen Polizei ist die Stadt ohne jeglichen Schutz. , . . — Regierungsrat Thielmann, der in Vertretung des verhafteten Polizeipräsidenten gegen dis Verhaftung dec Polizei protestierte, wurde Das „2.T." meldet: Gestern ist in Bochum eine Kompagnie Marokkaner eingerückt. Der Magistrat dec Stadt Bochum, die nunmehr seit über einer Woche durch Sttahenabspercung von der Auhenwelt abgeschlossen ist, proMtierte an General Ory gegen die Hungerblockade. Der Magistrat will sich ferner an den amert- kanischen Botschafter in Berlin mit einem Pro- eile London, 8. März. (Wolff.) Lord Robert Cecil erklärte gestern in einer Rede in Ste- venage, die Zeit sei für England gekommen, zu Frankreich zu sagen: Bis hieryer und nicht weiter! Wir können euch bis zu einem gewi'sen Punkt unterstützen, wir können es uns aber nicht leisten, ganz Europa in Verwirrung stürzen zu lassen für irgendeine Sache, so gerecht sie auch sein mag. Wir und das Voll I)ieses Landes sind vor allem für den Frieden. Wir müssen Frieden haben, was auch immer die Folge sein möge." Cent gab der Ueberzeugung Ausdruck, dah dies die Aktion fern werde, die die Regierung unterrehrnien werde, wenn sie eine gute Gelegenheit dafür sehe. Die Regierung müsse es jedoch in der Weise tun, die mit der Freundschaft und mit dem Wohlwollen für den französischen Alliierten vereinbar sei. Vorstellungen bei Frankreich. L o n d o n, 9. März. (WTB.) Reuter erfährt, es sei nicht richtig, dah ein formeller britischer Protest bei Frankreich wegen der Besetzung des Gebietes zwischen den rheinischen Brückenköpfen erhoben wurde. Die britische Regierung hat aber V o r st e l l u n g e n bei Frankreich erhoben und auf die ernsten Unzuttä-glichkeiten hingewiesen, die den britischen Behörden im Rheinland infolge des französischen Vorgehens, welches das von den Engländern besetzte Gebiet vollständig abschlieht, erwachsen sind. Cs ist nachdrücklich betont worden, dah der britische Oberkommiisar für das Rheinland keinen Anteil an den Beschlüssen des französischen und des belgischen Oberkvmmissars genommen habe, wodurch die Rheinlandkommission die Autorität in diesen Gebieten für sich in Anspruch nimmt und dah der britische Oberkommissar jede Verantwortung für diese Haltung ablehnt. Der Aufstand in Irland. London, 9. März. (WTB.) In den schweren Gefechten um die Höhen von Cahersiveenin (Irland) zwischen den Auf- ständischen und den Regierungstruppen verloren die ersteren 21, die Ae- gierungstruppen 9 Tote. Außerdem gab eS auf beiden Seiten zahlreiche Verwundete. Die Aufständischen traten den Rückzug an. Die laue Haltung Englands. London, 8. März. (Wolff.) Die .Times" schreibt in einem Leitartikel, die Stellung her Engländer in Kö ln, die in gewissem Sinne ein Svmbvl des britischen Interesses an den europäischen Angelese rfpiten geworden sei. stelle ein sehr ernstes Problem,dar. Durch die letzten Bewegungen dec französischen Truppen scheine Köln jetzt vollkommen vom nichtbeseyten Deutschland abgeschnitten worden zu se.n. Die zunehmenden Schwierigkeiten der Engländer in Köln und die Rotwendigkeit immer weiterer Kompromisse in jeder Richtung führten dazu dah die britische Politik den Eindruck ber Llnentschiedenhel mache. Dies fei eine ernste Sache für die Regierung. Keine der unzähligen F>agen, die die Regierung jetzt zu behandeln habe, könne an Bedeutung mit der Lösung der augenblicklichen ernsten europäischen Krise verglichen werden. Das Gefühl, dah mitten im Laufe katastrophaler Ereignisse Grvßbritam nien zur Passivität und zu der Haltung des Abwartens verurteilt sei, sei tief beunruhigend Das Blatt fragt, wie lange Großbritannien auf Gnade oder ^lngnade den Ereignissen ausgeliefert sein test wenden. Dec „Vorwärts" meldet aus Herne: Seit 17. Januar war das Volksbaus, das schönste und größte Versammlungsheim der sozialdemokratischen Arbeiterschaft im westlichen Westfalen, von französischen Automobiltruppen in Starke von etwa 120 Mann beseht. Am Sonntag wurden die französischen Truppen in andere Quartiere verlegt Sie liehen das Volkshaus als eine Stätte der Verwüstung und Trostlosigkeit zurück. Aus dem großen Saal ist alles Inventar verschwunden. Es >ehlen 63 große Saaltische, 43 Saalstühle, 24 Stühle mit Ledersih und 138 andere Stühle. Weiter verschwanden 427 Stück Dierkrüge und 26 Licht- birnen. Die Franzosen machten durch ständiges Brennen die Gasöfen vollständig unbrauchbar. Die Prüfung der Licht- und Gaszähler ergab einen Verbrauch von über fünf Millionen Mark an Gas und elektrischem Licht. Der große Saal befindet sich in einem kaum vorstellbaren verschmutzten Zu st and. Den noch vorhandenen Stühlen wurden die Armlehnen oder die Beine abgesägt und jedenfalls in der d^loruche verfeuert. Auch die Klappsitze wurden größtenteils zum Heizen gebraucht. Der Bühnenraum wurde vollständig ausgeplündert, alle Kulissen und sonstigen Bühnenutensilien sind verschwuiwen. Die Bühnenbeleuchtung wurde demoliert. Photographische Aufnahmen werden die Zrr- slörungsakte der Franzosen bildlich darstellen und zeigen, daß ein Zeitungsbericht den Vandalismus der französischen Truppen gar nicht wiedergeben kann. Die Besetzung des Hanptzollamts Mnunheim. Mannheim, 8. März., IWolff.) Heute morgen 8 Uhr erschienen französische Ostiziece im Hauptzvllamt Mannheim, das gestern besetzt worden war, und erklärten dem Vorstand der Dienststelle, daß alle deutschen Beamten abgeseht seien und ihnen der Zutritt zu den Sienfträumen unterlagt sei. Aa die Anfrage des Vorstandes der Dienststelle, auf welche Anordnung hin die Besetzung des Zollamts erfolgt sei. wurde erwidert: Auf Befehl der Jnteralli erten Rheinlandskommis ion. Daraufhin erklärte der Vorstand, daß ec lediglich den Weisungen seiner Behörde folge und nur der ©email weiche. Das Gebäude wurde sodann nut Beschlag belegt. Am Hause brachten die Franzosen einen Anschlag an, der den Zusatz enthält, daß deutsche Beamte, die bereit seien, in französische Dienste zu treten, sich beim Vorstand des franzo» scheu Zollamts melden sollten. rung ihn gehen." Die erste englische Pressestimme, die in | Berlin bekannt wurde, die Londoner „Times", glaubt, dah nach Cunos Ansage des fortgesetzten passiven Widerstands Der Ruhrkonflikt sich ins Anendliche hinziehen könne, sie schreibt jedoch: „Es ist wahrscheinlich, dah der Versailler Vertrag revidiert werden wird, aber dieser grohen, komplizierten Operation muß eine Diskussion auf breiter, internationaler Grundlage vorausgehen." Die Times sind nicht BonarLaw-offiziös, etwa wie das „Daily Chronicle" das Sprachorgan Lloyd Georges gewesen ist. Wer hier liegt doch schon ein wichtiges Wort der öffentlichen Meinung in England vor, mit dem die britische Diplomatie etwas anfangen könnte. Viel hängt noch von den Stimmen ab, die aus Paris kommen. Die französische Regierungspolitik hat noch jedesmal eine „Diskussion" auf internationaler Grundlage, wie sie von der „Times" angeregt wird, so oft sie auch versucht wurde, zunichte gemacht. Aber es scheint doch, dah nach dem ersten Gezeter der Pariser Boulevardpresse (Matin: „Lage durch Cunos Rede in keinem Sinne geändert", Petit Parisien: „Ebenso leeres wie nichtiges Plädoyer") der Umschwung naht und die Vernunft schüchtern anklopft. Hält es doch so- s Raudgesintoi soll keine Rahe. keinen Frieden daton. solange ein Zoll deutschen Landes unte. fremdem Joche schmachtet Die Flammen des Furor TeutonicZs sollen In aller Herzen hell autlobern! Vur das de illche Feuer, das für Vecht und De willen brennt und nammt. kann tot verpesiew Lust reinigen und tot Menschhei! arf die Vahn zum wahren Frieden und Ausgleich zurück ührrn Wir wollen sireiten und kimpfen, wir nullen keinen Freden, bis dasi die u.ifcrtm Voll seitlich 9e«achtier und am Vheia ueiter ein: iXtLimmeli bei bet fllbecnen Hoch eit eine« vorjährigen Sündiget« 20 030; Tteniam mann LX 'JJkimer, 2. Aale, 1030. V.amle und A.iaeilellte tot VrichsbanksieNc. 2 Va e. 51 820 ; 01 7t 1000. Lkaillub iSoricke, Dacbenlclch. 1250; 2 Xait des Lehrerkollegium« der Stadtschute in Llch 51 000; Hell UebtmUlriannalt Dr Wvnekea u. So.. 2. Rate, 5000; H Dechen, Wirtschaft zum kühlen Grund, gesammelt von ben Gallen 4503; Gemeinde Lollar 367 050 , 71 71. 10 030, Änabenßaife la, VezitksschAe. 233 Mt Den Getotn herzlichsten Dank! ‘Weitere Spenden werben In ter Geschäft« si eile des .Siebener Anzeigers" angenommen. Für bte OtubrbUte haben bte lläbtischm 'Beamten, Wmrnten-Anwärier und Anae'te.llen als 1. V a t e b n Ve rag von 42« 386 Mark ylpentei.' Als 2 Vate haben bte Qbtamten unb Veamten- Anwärter ben ^Betrag von 560 256 TlUrf zur Otertügung gestellt. Die Spenben sind bem Otor- bürgetmciiter zur Ab ührung an d.e zusiändige Sickle übergeben worben. VlchtlgsteHung 3n bar Quittung vom 6. März ber Vc-lksopfet-Samrnlung Isi ein Fehlet unterlaufen Ss musi richtig b.Rben: Objbaa» infpvk ot Wiesner 2300 unb seine Richte OKattba 1000 M k. • • • - Genannt wurden: am 1. Mär» ber Lehret Wilhelm Würz zu Gschenrvb zum Lehrer an der Volksschule zu Sichelsdvrs. Kreis Schotten; am 2. März die Schulamtsanwärterin Dmilie Ratz aus Oberbbrgern zur Lehrerin an der Volksschule zu Wieseck; am 6. März hit Obedltufdefrttdrt Olham A rn e n b zu Glesien «Finanzamt'. Paul Traetow zu F'lebberi «Finanzamt, und Johann Wenzel zu Glesien 'Finanzamt, zu Steuennspettoren, der Zollprattikant Wilhelm L e p p e r zu Gtesien «Haupt- zollamt» zum Qberzollsekretär. •• 2n den Ruhestand versetzt wurde am 2. März der Min;sterlalrat bei bei Mlnlsterlaladtelluna für öffentliche Gesundheitspflege. Dr. 21 u fl u ft Balser zu Darmstadt, auf fein Rachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten langjährigen vorzüglichen Dienste. Die Pensionierung tritt am 1. April In Kraft •• Geschäftsbetrieb an den beiden SonnragenvorO st er n Vom Poll- zeiamt Gtesien wird uns mltgttt lt: Auf Grund be« § 105b Äds. 2 der Reichsgewerteordnung ist an den beiden Sonntagen vor Ostern, dem l 1. und 18. März b«. 3«^ für alle Geschäftszweige de« Handel« ge werde« der Gewerbebetrieb in offenen T«r?au|«ftelten und die Vefchäfttgung von Gehllfen, Lehrlingen und Arbeitern von 11 Uhr vormittag« bis 6 Uhr nachmittag« zugelaffen -DieGrmäsiigungenb«r3inkommen. sie»er sind laut verorvnnna vorn 15. Febr tz. I. aut da« plerfache erhöht worden Räbere« über die Auswirkung bieter Vesiimmung au! die Abzüge vom Arbeitslohn enthält eine Dctannt- machuna des heutigen An^ergente .es. - Die Ruhr- unb Ahetndtlke ber ober- hesslschenVauernlchaft Zur Vu)r-und Rhein- oUft würben In der Provinz 0derbessen bei ber Vetchä^stzelle be* HeEche» Danrnitomto« n grubbttg tos jetzt gemelbet: 9435*65 Mark. 3332 21 3cnrr.fi 7rotgctrtib<, 1182X50 Zentner ÄartcMn. *960 Zentner Mehl. 10.63 ZmUn tmfruchte. M , Pfund Vntter &3 Pfund Fleiich- wamn Der Gesamtwert der bU irv ep.mton beüsifit sich auf über 225 TlxIvÄrr. Mk wb. Sofortige 1i«berrerwen- bttag. Das HZfllche LartoSanu kür bas Vll- toums- 'en hat angwtbrx:. da* alte ans ton» bckstz' n Otette aus^r^i.'r«, L.brpcrfto>en <>- test hn SchuU tos u.-totetz e, lachen Ge- l-ietes peraente: werbe» Dte'dto Xiochaun.1 naf tor ScaatemteMer beggl ber aigtx.c'fitcn eiaail beamten. tiarnoti^cB. — Tageskalenber für Freitag. etabUbratcr. 7 Uhr .TBfrt urt* lX«:a. 8 Dag Gwig-Münnlich-j. -* L ch '? r.hias. Bahn- bojftrasir. .Phantnm u.-^ .Der DiciwehaaT. — Palaf-Achcsptete .Schkagento Detter^ — Vom Gletzener Konzertverein wird uns gelchrteben. Rach ^«wältigung Immer neu auftauchentor Schwierigkeiten hat die Konzenleitung das sehnlichst erwart.tc. schon angc'ünbtflte, aber tüteber vertagte. 0 r- chcfier-Konzert nummhr aufMontag. 12. März, feftlcgtn tonnen. Rur an diesem Tage war die Unterstützung durch bte Mitglieder des Staatlichen Kurvrchester« in Bad- Rauheim mdglich. Gs stellt sämtlich« TSläser und einige Streicher, während ba« Streichorchester in der Hauptsache aus Gletzener Musikfreund« besteht. Die Vesucher heS Konzertes seien besonders Darauf aufmerksam gemacht. datz das Konzen abends 7 Uhr in der Reuen Aula beginnt und die Abonne- ments-V.llette für das 7. und 8. Konzert ge- Sen Rachzahlung von 200 Mk. bei Grnst hallier gegen eine neue Karte, bte allein zum Eintritt berechtigt, rcchteeltlg um-utau- schen sind. — 3 m Lichtspielhaus w rd zur Zeit tot Roman Gcrhiri Hauotma ms .Phantom in einer glücklichen Dea.b.ltunj durch die tolanme 5ilm-2tnhali Theo von Hartom gey gL 3n tor amten Herllallung des Films fmb nur erfte Kräsre beschäftigt werben. !o dasi alle Varbe- totingu ngtn jür ein wirkliches Kunstwerk gegeben find. rScttevvoraussage für Samstag: Wollig, kühz, troden OifTinb Das gestern früh über Südtoutfchkand ge- ksenc Tldhru-f^e'let isi nah Süto is» abgev^en. S i:i Kcrn lligt übe* Gi.ebmland. wl^. -nb dir lki)te.n Ausläufer b-u« jrüh gelinge Ttletoi* • füge brotten 3m übrigen ft?'; bte Witterung Mitteltoutschkanbs an tor Südsei:« eines aus- gtto biten Hobbiuckgebtees unter dem Ginflusi kühlcr Oftannto. Landkreis wiesten. / Wieseck, L März. In tot Gemeinde» ta tssitzung am Mittwoch wurde bet Veii^tt tor Gemeinde zur Gemeinwirtschaft Oberdessen etnftimmig beschlossen. Der anteilmähige Del trag soll je zur Häl'te 1923 und 192* eingezahlt werden. — Zur Ruhrhllf r spend«! die Gemeinhc als l Rate 100000 Mark. Ss Wurde weiter angeregt, für den gleichen Zweck eine Ortelammlung einzuleiten Sine -Lille bierw liegt auf bem Gelchäsiszimmer tor 'Burgermeisierei offen, in die die Veiräge cingezeich- net werden sollen — Auf Antrag der leiialtomo- kratischen Frattlon wurde der 'M tritt tor Gemeinde zum Sozialen Ttoubetliebsverband Hesien unb Hesien-R »flau i.Vauhütt«' Dieben) beschlosien. Als Gesellschaftertoitrag wurde I Million Mark bewilligt und Vürgermeistfi Schomber als Der- tretet der Gemeinde in die am 16. d. Tüt <. ftall- fmhenbe Gesellschaftetversarnmiung entsandt. — "arl Schälet X. wünscht mit der Gemeind« Gelände zu tauschen. Das Gesuch geht an die Bau- und Landw Kommission. — Der Ausbau der Tutnsi t asie Isi dringend notwendig aeworden und wird beschlosien Rach AuMellung des Voranschlages soll tont Gemein der at erneut Vorlage aemacht werden. Die ncuangelegtc Karlsirasie beflnhet sich toi dem gca en Bärtigen Tvetter ebenfalls in trostloser Verfassung. Da diese Strotze noch nicht kanalisiert ift. soll die genehmigte Insiand- setzung nur eine vorläusiae fein. - Der Kteisaus- schusi schlägt neue, tor Geldentwertung angepasite Gebühren für dis Feuervisitatoren vor. welche debattelos genehmigt werden. — Karl Reuter Vll ersucht um llederlosiung eines Vau- Platzes; das Gesuch wird tot Finanzkommission überwiesen. — Karl Scherer wun'cht pachtweise Utto'laflung eines Stücke« brachliegend»m Gelän. he« Da da« Gelände nur für die Anlieger In Frage kommen fann. wird tont Gesuch siattgegeton. • Wsefeck, 9 März G-siern a «td würbe in einet von tor 'Bünamre ftervi einberufenen Be-fanrmhing tor Pf i h feix-.'.c t einem lang- a-t:gten Wunfch? Rschnung get ijen Inbem man tle Gründung einer Freiwilligem Feuer wehr to1 b'o*i. 57 Mann re Vflichtetcn 'ich Mort »um V.-itNtt. Gs würben fünf Hrrrrn mit tor 2Iu«arto*tru tg tor Siyrrngen ke'taut. man hofft Meft fchnn.in tor nächten Te^famm- hing totalen zu rbrm.-n Daran anfch te'etd foß bann foforl Ne Wnietlung tor Wv. e 'olgen. damit mit ton Uebunger. unodÄumt ftjonnen w.'den tzrnn ®J ltegt nun hn 3trtee'te b r «3l~- wo5 ^^schaft, die junge Wehr durch zabl e che B itrikte 2ftutf sich hi«: auf mit zwei Belagen, bte et ne 2icwr«i«iMrig tot Strasienrelniaung unb tor Müll abfubc benweden. D»e game Thifmerflimfcit rich.ete «uL bL«r auf die f J.t tor Köllen beduna Der Ausfchtag brr Umlage soll »ach tom jeweiligen Geldwert und tor Lv^rdshe alte Vtcrteljahr itcgcnoaimen ue ton. XJ ein mäsi.g Stra^fitreinteung komme», für bte Müllabfuhr gret«« Dau» würden nach tom heutlgmi Mark- wen ungefähr 50-80 000 THart jä)Ntch für bte kämen aut ein fitinH Hau« jäh-.Iich unge ähr 1000C TRort bei einem grbte ei Objeft tiox 80—100 000 Mark AilsNtig wurde bnout. basi man eine solche Lall ganz unmbglich bem Ho^s- beTtn aufbürben könne Dte Vor lagen wurton an ton T^rua^rtch vercH ten. TBan hvffr. datz Meter etne ankere Regelung der Äoftenftage finden Wird, die erträglicher ist als der Vv^chlaa tor Verwaltung. fpd V u tz b a ch. 8 März Gin nach hte» gehdr.-ntor Unterwachtmeisier tor Schutzpolizei bit fich toi Offenbar im Main er- tränkt. Die Le.che wurde oberhalb FranFaNS gelOntot Starkenburg und Nlicinhcstcn. fpb Srvsi-GerauS März Dir S ch u h- macherswangsinnung t<« Krerte« Grvtz- öecau kündigt einen Preisabschlag von 10 v H. auf alle TUbaraturtn uf6> an. Hcstku-Nallau. spd Frankfurt a M. 8 Märtz. 3n einer tor schien Räche würben aus dem Lager ber Grosihand'.ung von Adolf David etwa 3 500 Liter Weinbrand und ähalichk Destillate im TDcrte von rund 14 Millionen TRart ge- stöhlen — 3n der Zeit vom 1. Zanuar bis ®rbe Februar 1923 bat bas bteftg« Finanzamt! r«g fami 3270305 Mark Strafen trvgvn hinterzogener Umsatz- unb Lu»assteuern verhängt ):' Marburg. 7. März. 3n tor gestrigen Stobtverorbnetensltzung legte Ober- bürgermeister Lroje ton städtischen Haushaltsplan für 1923 vor. Dieser schlief' Ginnahmen und Ausgaben mit einer Milliarde und 670 Millionen Mark ab. da« ist etwa das Lausendfackte gegen 1914. Gm Zeichen der Geldentwertung. Giehener 5taMittäter. Baltett-Gastsptel von Tamara »amfahttM« und Alexantor Dtmiboff Dieben. 9 Mär, 1923. Dasi dte russischen Gäste hom Oktober Port pell Hähers noch in bester i3r.ime.ung heben würden beim Gichener Pahl kam. anteilig (einem Zweitel unb wurde ftb ftarft IMeftung tos Hautes aufs ei itoinallch'le bestätigt Auch b.etei zwe te Gasifpiel bttoatitc einen vollen Or'olg für v e ÄünflL'T. toten Otnrn- art wir schon frutor hinreichend getennaeichnet beben. Hus Programm tos gestrigen Atonbs war bis auf wenige Teile oerfch eben von tom tos ersten Kiesern-Echnittholz Stück 2. Kl. = 0.65 Fstm. \ 3. . = 9,41 N f a,tTCln Kiesern-Stammholz 2 Stück 3. Kl. = 2,57 Fstm. Erschrinung. Für die Straßenbeleuchtung wird die Ausgabe von 150 000 Uff. auf 750 000 Mk. "heraufgeseht. Den öffentlichen Anlagen hat man den Zuschuß von 559 590 Uff. auf 2 884 590 Ult erhöht. Die Einnahmen sind von 3650 Ulf. um 17 700 Uff. höher berechnet. Die Kanäle erfordern die Heraufsetzung deS Zuschusses von 829 761 09 Uff. auf 8 833 142,09 Mark Die Einnahrneseite hat eine Korrektur nach oben von 299 818,88 Mk. auf 968 836,88 Mark erfahren. Für Haftpflicht- und Feuerversicherung rechnet man statt mit 63 007,50 Ulk. Handelskammern und Presse. Der schwere Eristen-kampf der deutschen Presse hat jetzt erneut zwei Handelskammern veranlaßt, mit einer ernsten Mahnung zur Ain terst ü h u n g der Presse an die Oeffentlichkeit zu treten. _ . Die Handelskammer Köln erlaßt in den dcrtigen Blättern folgendes Inserat: »Die Not der Presse fordert unbedingt, daß die gesamten wirtschaftlichen Kreise die Tages- und Fachpresse durch Zuwendung von Anzeigenaufträgen, Aufrechterhaltung des Bezrgs und Zuwendung von Druckaufträgen unterstützen. 3m Hinblick auf die besondere Dcdeutung der Presse für die Allgemeinheit, auf die Wicht igkeit einer unabhängigen Presse für unsere wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland und auf die schwierige Stellung Der Presse in dem gegenwärtigen Abwchickampfe an Rhein und Ruhr fordern wir Industrie und Handel unseres Bezirks auf, zur Erhaltung einer wirtschaftlich unabhängigen Presse beizutragen. Ein schön möbliertes Zimmer sucht ruhiger Student sAusländer) gegen gute Bezahlung. Dauermieter. Erwünscht mit Klavier. Schriftliche Angebote unter 01562 an den Gießener Anzeiger. Der städtische Nachtrags- Voranschlag sür 1922. Gießen, 8. März 1923. Der an die Stadtverordneten-Bersammlung rleitete Nachtragsvoranschlag der adtischen Verwaltung für das Rech- «ungSjahr 1 92 2, von dem wir unseren 2e- fern am Mittwoch kurz Kenntnis gaben, wartet mit Ziffern auf. die die Ansätze im 1922er Haupt- Voranschlag weit überragen. Das ist jedoch keineswegs eine besondere Erschrinung. Das starke An- Ichwellen der Ziffern ist tatsächlich nichts anderes als der Ausdruck der mittlerweile eingetretenen Velden twertung, die, wie jede andere Wirtschaft, natürlich auch den städtischen Haushalt in außerordentlich fühlbarem Maße beeinflußt. Obwohl diese Nachtrags-Ansätze, die nach dem Stand vom 1. Dezember 1922 errechnet wurden, durch die neuerdings eingetretene Geldentwertung auch schon wieder überholt sind, ist es nteressant, sie wenigstens in den Hauptpositionen ctwas näher zu betrachten. Von den Gebäuden erwartet man nach dem neuen Ansatz einen Einnahmezugang von 377 771 Uff., wodurch sich die Schlußziffer der Einnahmen einschl. der 277 273.52 Uff. im Haupt- roranfd>Iag auf 655 044,52 Uff. steigert. Die Aus- yibenf.-ite ist von 151 112 Uff. im Hauptvor- anschlag aus 570 262 Mk. angewachsen. Die Rechnung der Grundstücke wird in den Einnnahmen von 511 342,15 Ulk. des Haupt- ooranschlags auf 3 471 186,15 Uff. erhöht. Die Au-gaben werden von 258 851,69 Ulf. auf 3 300 161,69 Mk. htnaufgeseht. Bei den Waldungen, deren Wirtschaftsjahr am 1. Oktober beginnt, sind die Einnahmen von 5 009 144.27 Uff. auf 9 990 175,27 Uff. veranschlagt worden, die Ausgaben wurden von 920 627,87 Uff. auf 2 172 647,87 Uff. berechnet. Der Ertrag des Elektrizitätswerkes ist von 710 95809 Mk. auf 6 931 834.09 Mk. veranschlagt. der des Gaswerks von 751 000 Uff. auf '6 949 690 Uff ., der des W a s s e r we r k s von 306 400 Ulf. auf 2 453 500 Uff. Von diesen Werken erscheinen im. Etat nur die Detriebs- ergebniff e, die Ausgaben werden in der ge- knberten Detriebsrechnung jedes Werkes ver- Das Volfsbad, das die Stadt bekanntlich erst am 1. Januar übernommen hat, ist mit einer Ausgabe von 2 484 540 Uff. verzeichnet. Die hier zunächst fehlenden Delrirbsüberschüs e werden durch die Vorteile, die der Volksgesundheit in unserer Stadt aus dieser Anstalt erwachsen, wenn sie recht reichlich in Anspruch genommen wird, mehr als ersetzt. Hedenfalls kann man den Erwerb dieser Einrichtung durch die Stadt auch bei dieser Gelegenheit begruben. Im Titel Schlachthof und Fleischbeschau sind die Einnahmen von 975 247,27 Uff. auf 4 221 247,27 Uff. erhöht worden, die Ausgaben sind von 1 035 121,92 Ult. auf 7 722 281,92 Uff. an- gewachsen. Von den Jagden und der Fischerei erwartet man statt 20 175,50 Ult Einnahmen nach dem Hauptvoranschlag jetzt 200 175,50 Ulf. Auf der Ausgabeseite ist die Ziffer von 2364,50 Ulf. auf 16 089,50 Mk. gestiegen. ____________ Beklinntnilichnng. Durch Verordnung vom 15. F bruar 1923 sind die Ermäßigungen nach § 46 Abs. 2 des Eink -Steuer-Gesetzes auf das Vierfach« erhöht worden. Der Betrag von 10 v H. des Arbeitslohnes ermäßigt sich sonach 1. für den Steuerpflichtigen und für seine Ehefrau a) bei monatlicher Zahlung um je 800.-^ b) „ wöchentlicher „ „ „192.-^* 2. für jedes minderjährige Kind im Sinne des § 17 Abs. 2 a) bei monat ticher Zahlung um je 4000. — b) . wöchentlicher „ „ „ 960. -Jf Kinder über 17 Jahre, die Arbeitseinkommen haben, werden nicht gerechnet. 3. Jur Abgeltung der nach §13 Abs. 1 Nr.l — 7 zulässigen Abzüge a) bei monatlicher Zahlung um 4000. - b) „ wöchentlicher „ „ 960.- J! Die Bestimmungen treten am 1. März 1923 mit der Maßgabe in Kraft, daß die Ermäßigungen bei jeder nach dem 28. Fe- bruar 1923 erfolgenden Zahlung von nach dem 28. Februar 1923 fällig gewordenem Arbeitslohn Anwendung findet. Gießen, den 1. März 1923. 17828 Die Finanzämter Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen. ^HÄzversteigernng versteigert werden Donnerstag, 15. lfd. MtS., aus den Domanialwald- biftritten Zellnrod, Klosterwiese u. Tempel: Scheiter Um.: 1 Eiche 2.Kl, 24.1 Kiefer, 5.2 Lärche 2. Kl.. 32 Fichte 2- Kl.: Knüppel Um,: 4,5 Kiefer 1.ÄI., 17,7 Fichte 2. Kl.; Reisig Rm.: 33 Siche, 504 Kiefer, 15 Lärche, 688 Fichte: Stöcke Rrn.: 92.3 Kiefer, 6,1 Lärche, 96,3 Fichte 1. Kl., 56,2 2. Kl. Vorgezeigt wird daS Holz im Distrikt Zellnrod. Die blau unterstrichenen Nummern werden nicht versteigert. Beginn 9 Uhr vormittags am Forstgarten,Kreisstraße Gießen—Hausen. Gießen. 6. März 1923. 1774V Oberförsterei Schiffenberg. Trautwein. Dir Krefelder Handelskammer veröffentlicht ehre Erklärung, in der es a. a. heißt: Selbst bestgeleitete und an sich wirtschaftlich gesunde Betriebe sehen sich vor der Not, die Arbeit einzustellen oder einzuschränken. Die Ausgabe der deutschen Presse auf allen Gebieten des wtrtschast- lichrn und öffentlichen Lebens im Jnlande und Auslande ist in der heutigen Zeit des bittersten Daseinskampfes unseres Volkes so gewaltig, daß die Mittel zur Grhaltuny dieses Gewerbszwetges nicht fehlen dürfen. Bestand und Gedeihen des deutschrn Pressedienstes ist nicht eine Sondersrage des Gewerbszweiges selbst, sondern eine Notwendigkeit für jeden einzelnen, wie für die Gesamtheit des Volkes. Wir richten deshalb an die Kreise der Industrie und des Handels die dringende Bitte, die deutsch- Presse in ihrem schweren Wirtschaftlichen Ringen weitgehendst zu .inter- siühen und ihr durch Aufgabe von Inseraten und We"iterbezug der bisher schon gehaltenen Zeitungen .mb Zeitschriften die Mittel zuzufuhren, die sie zur Fortführung ihrer Arbeit und Aufgaben braucht." Wenn auch die hessischen Handelskammern in dieser Angelegenheit bisher noch nicht das Wort ergriffen haben, so gilt das, was die Kölner und die Krefelder Kammer sowie alte anderen Vertretungen von Handel und Industrie ihren Kreisen zur Unterstützung der Zeitungen dringend a_n- empfohlen haben, vollinhaltlich auch für unsere hessis che n Verhältnisse. Vermischtes. Verhaftet« Stofsdieb«. Karlsruhe. 8. März. (WTV.) Der große Stossdiebstadl in der Nacht zum 24. Februar, wobei für über 50 Millionen Mark Waren erbeutet wurden, konnte jetzt aufgeklärt werden. Als Täter wurden der 24Iahre alte Schlosser Fritz Görke aus Berlin und der 27 3afore alle Rohrleger Paul 3 o r ba n aus Feyerland. elfterer hier, letzterer in Berlin f e st- genommen. Die Täter batten die Waren in einem Handwagen nach der Bürgersti-ah.' zu einem Kaufmann gebracht und zum Teil nach Berlin mitgenommen. Sämtliche Waren konnten beschlagnahmt und dem Eigentümer wieder zu- [estellt werden. Die beiden Täter sind auch über- uhrt, in einem Geschäft in der Adlerstraße zwei chwere Einbrüche verübt zu haben, wo ihnrn Waren im Werte von einigen Millionen in die Hände gefallen sind. @tn 03ombeifattentat. Berlin, 8. März. (WTB) Nach einer Meldung des amtlichen Preußischen Pressedienstes ist vorgestern abend im Hose der Polizeidirektion Hindenburg eine Bombe (sogenannte Konservenbüchse) zur ® l.° [.l °.n gebracht worden. Eine zweite Bombe erplodierte nicht SS wurde in ihr Dynamit festgestellt Menschen wurden nicht verletzt. Viele Fensterscheiben wurden zertrümmert. Der Täter ist un- We, ßnetgie, WslesMMill geben Überlegenheit in allen gesellschaftlichen und geschäftlichen Lagen, auf Reisen, beim Sport, kurz auf jedem Gebiete. (a 24 4 V Wer die stärkeren Nerven hat, der meiftert überall die Situation, ist seiner Umgebung und seinen Gegnern durch felbstbeherrschtes, abso- lutes Handeln überlegen, sieht immer noch Auswege, wo andere daS Spiel längst verloren geben, und schlägt sich mit Umsicht und Tatkraft durchs Leben, wenn andere verzagen. Starke Nerven sind so wertvoll, wie das Augenlicht, es wird aber aus Unkenntnis mehr gegen die Nerven gefrevelt, als gegen jedes andere Organ, nicht etwa nur durch Ausschweifungen, sondern vor allen Dingen auch durch Ueberarbeitung und dadurch, daß man sich zuvtele Gedanken macht über Dinge, die nicht mehr zu ändern sind. Personen mit erschlafften Nerven verfallen sehr leicht den so überaus schädlichen Reizungen des Alkohol» oder Morphiums, viele ver- Fichten-Stammholz Stück 2. Kl. = 5,81 Fstm. „ 3. „ = 51,57 „ „ 4. „ = 34.57 „ „ 5a- „ = 32,27 „ „ 5b. „ = 19,68 . 27 „ 4. . = 14,49 „ 29 „ 5. „ = 12,05 „ Grubenholz 5 Stück — 1,10 „ Holzversteigerung. Montag, d.12.ds.Mts., von morgens 10 Uhr ab, werden tn den Waldungen bei Nordeck folgende Hölzer öffentlich ver- steigett: < 1788D 1. Nutzholz: 1 Sichen-Stamm 5. Kl. 164 Fichten-Stangen 1.—4. Kl. 10,2 Rm. Fichten-Nuhknüppel, 1,5 m lang. Ich weih, daß ich viel verspreche, und ich weih auch daßi Sie eS so ohne weiters nicht glauben werden und verdenke es Ihnen nicht Sie sollen eS auch gar nicht eher laufen, als bi» Sie e» ohne ^°^Ich"werde'Ihnen^eine kleine Schachtel Kola-Dulh kvste'llos^und Ihre genaue Adresse angeben. Dies kostet Eie nur 20 Mk. Potto, eine Postkarte dagegen kostet 40 Mk. Lenden Sie kein Geld mit, denn Sie erhalten die Pwbeschachtel wirklich ganz umsonst, aber schreiben Eie sofort. _ _ __ Gratis-Bezugsschein I An G. Schwarz, priv Apotheke, Berlin A 564 Friedrichstraße 19. Senden Sie mir gratis und franko ein genSenbä OuantSm Kola-Dulh zum Versuch nebst dem auf klarenden Gesellschall der Cießener ÜODSlIreoiide. Am 13. Hari, abend* 8 üfcr, Im Zoologischen Inilitnt, Bahnhofstraße 84 Vortrac des Freiherrn Fed o r v o n Z o b e 11 i t z ans Potsdam über „Das schöne Buch* Eintritt für Mitglieder Mk. 250.—, für NichtMitglieder Mk 300.-. Karten bei Challier und abends an der Kasse. ( Kal W Martti AI Am SamSlaa. den 10. März, ab 7 Ubr, Loautao, 11. März, ab 4 Ubr naram. im großen saal Berlin. 8. März. (Wolfs.) Heute früh hat der Reichswehrsoldat Paul Hoffmann vom Pionierbataillon 3 in Küstrin im Per- fonenzug 348 zwischen Münchberg und Strausberg auf den Kaufmann Waldemar M e ch e l s o h n aus Hamburg. Messelstr. 5 wohnhaft, einen Raubmord versucht dadurch, dah er den Reisenden aus dem Zuge zu werfen versuchte. Als ihm das mißlang, hat ei ihn mit einem Seitengewehr lebensgefährlich v e r l e tz t. Der Verletzte wurde in das Krankenhaus Rudersdorf eingeliefett. der Soldat festgenommen. Hamburg, 8. März. (Wolfs.) Heute morgen verübten drei Männer einen Raubüberfall auf die Hochbahnstation Berliner Tor. Die Räuber sicherten die Zugänge, drangen in das Blockhaus Nord ein. fesselten den Wächter und durchschnitten die Glockensignalanlage zum Schalterraum. Dort wurde eine Beamtin gefesselt und eingeschlo * sen. Den Tätern fiel die gesamte gestrige Tageseinnahme, über 9 Millionen Mk.. md < 5)dnbe. Flecktyphus-Epidemie. Budapest, 8. März. (WTB.) In drei Gemeinden des Heveser Komitates sind un<3i- geunerviertel 50 Personen an Flecktyphus erkrankt, wovon zwei bereits gestorben sind. Auch der behandelnde A r z t ist e r t r a n lt Die Behörden treffen Mahnahmen zur Unterdrückung der Epidemie. Holzsnbmission Düi' Gemeinde Oppenrod verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Holz: Los 1 7 St Fichtenst. 3. Kl. --- 11,41 Fstm. „ 2 14 „ „ 4. „ = 14,73 „ „ 3 28 „ , 5a-„ = 20,68 „ : 4 21 „ , 5b-„ = 8,10 „ Die Angebote sind getrennt nach Losen und Klaffen pro Festmeter bis zum Don. nerstag, den 15. März d. Is., nachmittags 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen Nähere Bedingungen werden im (Eröffnungstermin bekanntgegeben. Oppenrod, den 8. März 1923. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser 1795 Mietgesuche| Student fuckt 1 oder 2 schön möblierte Zimmer sofort ob. bis 1. Mai beianterBe»ahlnna. Lchristl. Angebote unter 01569 an den Gien. An», erbeten. Ausländer fuibt möbliertes Zimmer wenn möglich mit separatem (fingana, «icnen beste Bezah- l»na. Schr. Anaeb. u. 01575 an d. G. An». Mk. 40 000 netto Mk. 8000 netto Mk. 35000 netto Auf alle anderen Waren 10 Prozent Rabatt! Massen-Schuhverkauf Emanuel & Co., Seltersweg 31 6 Stott Aorten Vielen Droh Umstadt Die trauernden Hinterbliebenen. Marmelade um 2‘/* Uhr statt. D Ludwigshafen a. Rh., Gießen, 7. März 1923. Beileidsbesuche dankend verbeten. • UM Haus VCIceeck, den 8. Mira 1923. •isst mit Enden I Luche lut meinen lOü Lohn i Phantom \'ach dem Roman von Gerhart Haupt mann. Palast - Lichtspiele j Ja BftirR hötjL flnt 7 tinlH V . Ubt» Gießen (Seitenweg 4), den 8. März 1923. Die Beerdigung findet Montag, den 12. März, Mk. 50 000 Mk. 15000 Mk. 28 000 Mk. 10000 netto netto netto netto netto netto Schade& Füllgrabe netto netto netto netto netto fietilfilf ,to»reinu*i.u. 015*1 an den Uliefc. Srl sM'chl- finn _ fflinneluewfuabUUM. Glnlramtmannelaöe .lodanniddeer Eiachelverr. fflrhb Oni'bffr. Oei>elbftr. Qflfl flprifolrn mit tlepieLVIb. vW,— .Wnüöenflrop u«d 500 - iittnintiifn Arbeiter •tidti veicbaltiaune irgendwelcher fiel, co’L f. nutüinfiiQn»- ?M. | Verkäufe | Rufien=Pferö UOBl Ztntr, ander kante*. Wo lagt die Oteldmlitlirllr de» Web. flnz. 0i5'il rtbtriluna. flut Wituftb terfSnliche Porten u na Lchr. VIlieft' unter O|3» a. b- Wien fln*. erb. itchU mit y 16 ..nd näheren Angaben, nm. oi.-a3 a b alteh. 10 Monate alte Dtxche. SchM. Hündin ffbt wacht zu oerk. 01361) R. Hi* dotferaUee KB Ueberzähliqe Neue enorm ermäßigte Preise! Bis 50 Prozent des alten Verkaufspreises. 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In atemloaer St>annunj foUrt der Zu»b*nswahrhelt auf die Leinwand bringt; uod da lat der gröle politische Propaxandafllm der anschaulich vor Augen führt, was Iteutachland geraubt werden soL Es hat Gott gefallen, meinen heißgelieb- H ten Mann, meinen lieben Sohn, Schwieger- M sohn und Bruder Herrn Karl Ockel ■ heute vormittag 11'/, Uhr durch einen sanften ■ Tod zu sich zu rufen. meint, fteritbroirgr» brlt MSfUürn. Heirat. fleltere. brfl kdioe. ?nche für tefort flf JllOflf«, jfOBlflü oder auch eine fllnderadrtnerln xur ‘Uflcyf von drei vindetn und Unter» ftiiüiinii der Hand» »ran «Hfbiilt nach Berelndarung fl. «ublanb. dlr> Vrauerlchwend do't ‘ifrntrnborf Stellengesuche) Junger Mann 17 J an, 1. I In Iro.t auoternend. lucht i 1.1 EteNuua eh« töt bitte lütter fand t»b. Iterfnuk« Zrettag, 9. März 1923 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Zweites Blatt lkr. 58 ne ermordet! die er» 1781a den (Biegen mer Barmeladefabrik I (Nachdruck verboten.) S. Fortsetzung. !>o.r 'e Verlobung bekannt lernbeck Pfana^ijtent Schiller aus Leipzig verhaftet. Sn der Nacht drang eine Kolonne Franzosen in den Gefängnis- rtnrtrt und schtug mit StüfXen, Gewehrkolben, Reitpeitschen auf alle Gefangenen ein. Diele blie» ben blutend am Voten liegen, Dr. Schiller wurde der ganze Oberkiefer zerschlagen. Martin ging ih-r nach auf Schritt und Tritt. Erst neulich, als sie im dämmrigen Stalle die frischgemolkene Milch für die Kranke holte, kam er hinter ihr drein. Sie waren ganz allein, And er hatte sie in der traulichen Dunkelheit mit beiden Händen so heftig an sich gerissen, daß sie erzitterte. Ei wüUte seinen heißen Kopf in sie hinein und stöhnte, er schluchzte fast: „Maria, warum is dann nicht endlich Versprach? Hast du mich dann nit lieb? Die Mutter will et gern, dem CDatter is et auch recht. Sag nix!“ Sie hatte etwas herausstoßen wollen, eine Abwehr. Er verschloß ihr den Mund mit Küssen. Cffiie ein Sturmwind gingen Liebe und Verlangen über sie hin. O Jesus Maria, sie liebte ihn ja so sehr, er war ihr irdisch: und himmlische Seligkeit. Wenn sie könnte, wie sie mochte, oh, sie würde schreien: „3a, ja!“ Aber sie war die Tochter Hans Vasts. And sie durste ihre Hand nicht ausstrecken nach einem ehrsamen braven Mann. Alles, was Maria früher nur dunkel geahnt hatte, und was ihr nach und nach heller ge- wrrten war, das stand jetzt graufam klar, in sie entsetzender Nacktheit vor ihr. 3hr Vater war ebenso schlimm wie der Vückler — vielleicht schlimmer noch Seine Hütte war der Schlupfwinkel von Verbrechern. Zwei Kerle, schlimm wie die Teufel, hausten bei ihm. And er selber?! Sie konnte ihm kein Verbrechen nachweisen außer dem, daß er den Franzosen getötet hatte letzten Sommer am Reifer Hals. Aber sie hatte das Gefühl, und dieses Gefühl verschärfte sich immer mehr und mehr zu einer unbeschoeiblichen Angst: er wußte, wer den Händler Mungel in der Linnich umgebracht hatte — der Vruttig. And er, er — war er auch mit dabei gewesen? „Jesus, erbarm' dich!“ Die schlaflos die Nächte Hinbringente rang die Hände und biß dann in ihre m ohnmächtiger Verzweiflung geballten Zauste, um nicht laut wie eine Wahnsinnige herauszuschreien. Als sie neulich hmaff- gegcmgen war, da hatte der Bruttig oben in der Hütte gesessen, dreist und frech obgleich ihn jeder insgeheim »Mörder“ nannte. Der Vater war Abg. Dr. H c l s f e r i ch sDntl.) wünscht, daß der Reichstag den Ausfchuhbeschlüsien zustimme, um eine schnelle Verabschiedung zu ermöglicher. Abg. Moldenhauer (D. Dpt.) lehnt die sozialistischen Anttäge ab, weil sie auch nur eine Teillösung bilden könnten. Deutschland stehe jetzt vor der Entwicklung einer neuen Währung, die vorbereitet worden fei durch die vom Reich ausgegebene Goldanleihe. Auf diese Weise werde das Gold zum Wertmester und die Mark lediglich zum Zahlungsmittel gemacht. Abg. Herold (Z.) tritt für die Ausschuhbv» schlüste ein und polemisiert gegen die Ausführungen des Abg. Bernstein. Die Regierungsvorlage habe das Richtige getroffen, wenn der Depotzwang und das Kundenlistenverzeichnis der Banken beseitigt, aber die Auskunstpflicht der Banken beibehallen werde. ' „ Abg. Merck (Bahr. Dpt.) stimmt für sein« Freunde der Auskunftpflicht der Banken und den Ausschuhbeschlüsten zu, lehnt aber die sozialistischen Anttäge desgleichen ab. Staatssettetär Zapf wendet sich gegen die Kritik des Abg. Bernstein in der Steuerpolitik, not allem gegen die Ansicht, daß der Besitz abfichllich geschont werde. » Abg. Koenen «Komm.) behauptet, dah durch die fortschreitende Geldentwertung die Dorlage für die Besitzenden nur Vorteile bringe. Damit schließt die Aussprache über den 8 1 der Regierungsvorlage. Die Ausschußfaffung über diesen Punkt wird angenommen. Morgen nachmittag 2 Ahr Weiterberatung.— Schluß */,7 Ahr. flflllt... fliunb 150.“ llemiM $n. 1200.- oM.... $fi”> E.- W . . Mmd ■W*/ i Ift lU1 "A Schöffengericht. Gießen. 7. März 1923 Ein jugendlicher, wegen Diebstahls bereits vorbestrafter Gelegenheitsarbeiter von hier, der in einer Erziehungsan stall als Zögling unter» gebracht war, hat einem Landwirt in Pfungstadt, an den er zur Arbeit abgegeben war. im Juni 1922 mittels Einsteigens 600 Mark entwendet, und wird deshalb za drei Monaten Ge - f ä it g n i s verurteilt. . . „ Mit einem gcrichtli che n D e r w et? kommt ein Volksschüler von hier durch, der im letzten Dezember 18 Kilo Eisenlagerplatten im Wert von 3600 Mark am Bahndamm der Ober- hessischen Eisenbahn in der Ludwigsttaße gestohlen tjat Eine vielfach vorbestrafte, hier wohnhafte Händlerin aus Oberndorf, Kr. "Wetzlar, hat im Dezember 1922 am gleichen Tage in zwei verschiedenen Schuhgeschäften dahier zwei Paar Damenhalbschuhe md ein Paar Pantoffeln entwendet, und erhalt deshalb eine Gefamtge- fangnisst rase von fünf Monate n. 3m Dezember hat ein junger Mechaniker von hier bei der Rückkehr von einer Hochzeit gelegentlich enter Schlägerei einem Schlossermeister mittels eines Messers mehrere Stiche verseht. Mit Rücksicht auf seine seitherige Anbestrafthell wurde er an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Wochen zu einer Geldstrafe von 50000 Mark verurteilt. Yem Vater und sein Bruder wurden freigesprochen, weil sie in Notwehr gehandelt hatten. Ein Techniker aus Lang-Göns torrte wegen Betrugs an Stelle der an sich verwirsten Gefängnisstrafe von einer Woche zu einer Geldstrafe von 75000 Mark verurteilt. Freigesprvchen wurde ein Schneider von Wieseck, der des Getreidediebstahls mittels Einbruchs zum Nachteil des Landwirtschaftlichen Instituts in Gießen angeklagt war. Trotz schwerwiegendster Derdachlsgrünte war ein ausreichender Beweis für seine Schuld nicht zu erbringen. Wegen Beleidigung wurden eine Frar von hier zu 1000 Mark Geldstrafe, und ein Schriftsetzer zu einer solchen von 3000 Mark verurteilt. . Ebenfalls wegen Beleidigung erhielt em Gewerkschaftssekretär von hier eine Geldstrafe von 6000 Mark, während auf seine Widerklage hin ein Bvrschlosser von hier zu emet Geldstrafe von 30000 Mark verurteilt wurde. Letzterer hatte dem Gewerkschaftssekretär unter anderem zugerafen, wenn die Franzosen kämen, werde er schon dafür sorgen, daß der Gewerkschaftssekretär ausgewiesen werde. Verschiedene weitere Privatklagen wurdet verglichen. Ihrem wüsten Treiben setzten die Franzosen am letzten Mittwoch die Krone auf, intern sie einen Rau bzug auf alle öffentlichen Kassen unternahmen und selbst die Renten für Witwen und Waisen stahlen, die von dem Publikum am Postschalter eingezahlten Gelder, die Stationskasse, die Stadtkasse, dte Sparkasse, die Kreiskasse, das Zollamt, dir Lrtterieeinnahmen beraubten. Es heißt, daß dte Soldaten seit drei Wvch^ keinen Sold mehr - Unter dem KreilMbanm Roman von Clara Biebi^. t U. itzvrer.LinLcli>ecr.«irs-v, r, HeidllOecr, Qflfi _ icn milAevieI,W. NW. dkUM ^enwir; ■JOOOO ne(to ' A000 netto ' ^000 netto •29 000 netto ' B 000 netto 28000 netto ' 8000 netto Mörder und Schänder, die grausamen Schergen ist grenzenlos. Doch sie weiß, daß wir diesen Kampf nur bestehen werden, wenn wir uns nicht provozieren lassen. Doch eine furchtbare Saat ist es, die die Franzosen säen. Das scheinen sie auch zu fühlen, denn sie zittern vor der künftigen Rache. Ihre Offiziere verbringen schlaflose Nächte. Sie sehen die Disziplin sich lockern, sind sogar in Hattingen auf offener Straße von ihren Soldaten geschlagen worden und spüren, wie der Keim des Bolschewismus in die Reihen der Truppen einbringt. Frankreich gräbt sich im Ruhrgebiet das Grab. Es wird die Westfalen nimmer auf die Knie zwingen, eher geht es selbst zugrunde, erstickt in seinem Aebermilltarismus! 3m Kriege hat es nichts an Grausamkeiten, an Zerstörungswut, an Scheußlichkeiten gegeben, was die Franzosen jetzt bei ihrer „friedlichen Mission“ in Essen, in Recklinghausen, in Wanne, in Gelsenkirchen und vor allem im unglücklichen Bochum verübt haben, Missetaten, die zum Himmel schreien, da sie verübt werden an Wehrlosen, an Friedlichen, an Arbeitsamen mitten im Frieden. Die WÄt müßte widerhallen von Entrüstung über die Schandtaten der Franzosen im Ruhr gebiet, mühte dem wahnsinnig gewordenen ftanzösischen Militarismus in die Arme fallen und sagen: Genug des Grausamen, des Blutes, des Schmerzensschreies einer ti)rannifierten friedlichen Bevölkerung — bis hierher und nicht weiter! Wird die Welt es hören? Wird sie auch dem deutschen Bolle Gmechtigkeit widerfahren lassen? Oder soll das deutsche Volk, zur Verzweiflung getrieben, im furor teutonicus seiner Tyrannen Hoch von sich schütteln — soll das Abendland in Blut und Rauch untergehen? Völker ter Welt, die den Frieden und die Kultur retten wollen, greift ein in letzter ©tunte! freundschaftlich mit ihm beisammen, sie hatten heimlich viel zu reden gehabt, und als sie hinhorchte. schwiegen sie schnell. „Ob!“ Sie stöhnte: all feine Ehrbarkeit war Betrug, seine Biederkeit kam nicht von Herzen. Alles, alles Verstellung und Lüge! Er hatte auch gar fein geheimes Wissen, war kein Doktor, wie die Leute annahmen. Ein wilder Zorn gegen den Vater erhob sich in Maria. Er, er hatte ihr noch viel mehr von ihrer Ehre genommen als jener Mann, ter über sie hergesallen war auf dem Wege von Trier. Oh, daß sie doch tot wäre! Der Stein in ihrer Brust sie niederzöge tief unters Wasser! Sie bereitete wieder einmal die Frau da im Bett. Ernst hatte sie ter die Ehrbarkeit ihres Lebens geneidet — nein, nich geneidet, nur sich auch nach solchem Leben gelehnt — nun aber neivete sie es ter, daß die sterben durfte. Sie überlegte: sollte sie weglaufen von hier? Ater der Martin würde ihr nachgehen. And sollte sie es ter Frau, deren Tage gezählt waren, noch antun, daß eine andere sie pflegen mußte? Sie allein wußte ja, wie der Kranken das Kissen bequem lag, nur aus ihrer Hand wollte die Müllerin MÄstzin nehmen, die ter Doktor gebracht hatte, und das bißchen Essen. Nein, noch mußte sie aushalten. Wenn aber das Wasser zum Herzen stieg, die gute Frau da tot war, dann lief sie gleich fort, und ter Martin würde sie nimmermehr finden. Die .Welt war groß und weit, irgendwo war ein Platz für sie, wo sie arbeiten formte. Arbeiten: ja — aber vergessen: nein. Sie weinte. „Warum weinst du?“ Maria erschrak: hatte die Kranke sie gehört? „Hab btr rt doch gesagt,“ sprach die Müllerin schwach, „das. ter CÜktrtin dich will, sv wie du bist. Kannst ruhig sein, der schmeißt dir nit vor. was btr geschehen is ohne deine Schuld. Hetzt soll Versprach sein.“ Dte schwache Stimme war stärtex geworden „Wenn Ihr erst besser seid!“ (Fortsetzung folgt) 17. Wahrend unten tu ben Gärtchen ter Dörfer die ersten Keime sich zeigten, die Vögel zwitscherten, und auf ben Vor ter gen an ter Mosel ter Schnee verschwunden war über Nacht, lag er weiter hinauf noch immer dick in den Multen. Der CEßinb blies hart über tee Eifel. Der Dach donnerte an ter Aeßmühle vorbei, falt und wild, und stürzte sich mit Brausen über die Schaufeln des großen Rodes. Das war sem Gesang, mit dem er den Vorfrühling begrüßte. Der Müller ließ bas Gangwerk abstellen. ol>gleich zu tun war — mochte die Lieferung liegen bleiten für die Franzosen! Wenn eine Seele abscheiten will, bann muß Stille im Haus sein unb schon jetzt die Ruhe, die ter ewigen vorausgeht. Sie wußten alle, bte Mutter würde es nicht lange mchc machen. Ein Wunder, daß sie den Winter noch so überstanden hatte! Wäre die Maria nicht gewesen, die sorgsame Pflegerin, sie lebte schon lange nicht mehr. Alle schlichen auf Strümpfen. Der Vater war wie gebrochen, er formte und konnte es nicht fassen, daß sein gute£ Weib vor ihm sterben sollte. War es denn wirklich nicht mehr möglich, sie npdj zu behalten? Aber ter Arzt, den ter Hubert weit hergeholt hatte von ter Stadt Kochern, gab keine Hoffnung mehr Das Waffen stieg und stieg, unb wenn es erst bis zum Herzen ter Kranken trat, bann war es aus. Jesus, bann mochte auch er nicht mehr leben! Der Müller sah stundenlang am Bett feiner Frau unb hielt ihre Hand. Maria stand hinterm Vorhang verborgen und beobachtete bette. Die Kranke litt, aber war bas bas größte Leiten, was ter Körper aushalten muß? Sie sah es, bie Atemnot, bie Beklemmung und Schwäche fochten bte Müllerin trotz allem nich an. Die stöhnte wohl, wenn die Lust ihr gar so knapp wurde und war bann sehr matt, ater meist war ihr Gesicht voller Ruhe und Frieden unb sv lieb, tote es in besseren Tagen gewesen war. Aber ter, der etwas mit sich herumschleppt an Leid, so schwer wie ein Stein, unb darf nichts davon wissen lassen, ter leitet mehr. Oft glaubte Maria, es nicht mehr aushalten zu körnten. Der halben hatten, daher ter Raubzug. Aber damit nicht genug: Es sind buch zahlreiche Fälle bei den Behörden zur Anzeige gelangt, wo Privatpersonen auf der Straße beraubt tourten. Einem Bergmann wurden 30 000 Mark aus der Brusttasche genommen, einem vom Bahnhof kommenden Reisenden. ter feinen Paß hatte, ebensoviel, woraus er weitergehen konnte, einer Rentmeistersgattm, deren Mann verhaftet, aus ter Wohnung die goldene Armbanduhr usw. Für Hunderte Millionen Mark ist an Waren. Möbeln, Kristallen unb Silbersachen lett Derbarrilabicrt, f® tzxcb ein kleines Loch In bte TDanb gebohrt, unb derch bteff Oeffwung her flaut des leootoert ge^t rik siri'chrtllichrn Kräfte ^riajTaemgr*af?: werde?-, vü'u«. um den Lbwehrkemp» gegen ben äußer« ScfO fo.rkSzn Mi ö"we Die Ilni:r:x5Dijngrillt w-rde ferner durch bte schwach? des Dcxkmnarfl« beei^kußt. Vorra-ttogs Durbe ber Dollar mit 2D2CC bei 2C 000 atni-r-t H trat später ehe vrirerer Aückschlag eie. 19 400 bü !91*0 Brieur- Dankte warben dadurch Ää*r gebdufi Xige- boten ftnb chemische. Etetiro- unb Mrichieen- Nxf-r-tarkn Der Fretrersirbr lag matt Um 1 Uhr irurbe ber Dollar 19 375 gerannt Berliner Dedisewmarkl (T e l e g re p b i f Se AnSzahlNeg.» a et nm ■ene.»W1e( Vonbon Earls 2 ch i-ett. . . rnnteri . . ,3 alite .... yiflabon-Cwetn Tenfnvt . . *'ern e tfie , . Echmebe* .. yteiinorl..... reulich-Leitete. ■■box i ®w .... Bgtam 7. Häri N H6ri ftmtt Wo lern flmtL Wtekm. • r!> tittf* «ei' tinri H073J Ull.'O iaCO 16115*» fttllk#* teWlO 7»A75 77l'tL 97^LV »014-50 911^JSn ANUi« tsvur» ÖTß 117-/6 117T-*C »<;en r^7ia irsuo IM*«.»» 8?iasc chchi» .ix*«. 6 aru)4X> ■chd'» W.45 »31 92vo TV>0 »Im, VMnlvS7 Sv-f* 65X5 »tüllN «OLM) 6A5) 61L30 571- Ätz- Taehtote*. AtantiuTt 6. »L & Merz Echn-eieer Nett*........ »»trnrüfp-che Ne.ee TArif-tx Noten 7 atvedt'ch« Ne ee Hollänknlche Noten Tentlfb-CeiteTTtitb» 100 Nvwen ftmenf'inif* Net« LreelHtbe Noten 3 eitenii* Net« tielatsche Noiee Ihi i.irtf-he No et»......... rschechosiowaklkche Net« . .. Nortvf U'che Noten ....... Nnmr.ntltbe Noten SManische Noten '151- f*nef aoix- <9H0 - 770» - V87 1«S*- »1875- »11 - W- 4Kk - S7S - K0R- «50 Well »11- 11X1- 54®- xsro- 7v71t- 5^7 19071- Xtii- W4^ ♦«- 566.- »n- BQ0 vüchertisch. — Bor der goldenen Psorfe leman non Wilhelm Budin er Berlug von 3m t Keils Aachs Aug Scherl) 3 m. b. ft., Leipzig. - Mir Sachkenntnis wird daS Geben eine# Ma.- neS geschildert, der nach schweren Äriegkrlebnlllen auS Qebenjgter und Willensschwäche zum Sch e- ber und Schmuggler wird. Wie dieser haltlose Mensch ein Doppelleben als aufflelgmber Stern tm politisch« ®ctriebe und all dunkle Mfteni in berüchtig:r.t Schieberkreisen fuhrt unb wir er als Opfer feint» beruflichen unb erotischen Doppel- sVieles schottert, wirb elrrdrrngldh dar^slelll Das schönste an dieser Erzählung Ist bie Frauen- gestalt ber fleo rth* Meinholb, in ber die ideale Frau der deutschen Zutun sl erschaut HL — 3efu< non Prri D. Dr. W. Bons seL Vierte, anafbatftb gebt Auflaae. Mit emrr 9b- Führung non Pcöf D. Karl Schmidt, (Dieben Verlag 3. E. B. Mohr n5aul Sitfced). Zübmgtn. — Adolf v Hatzfeld _• ie Cem m in ge*. Verlag Paul Stcexmaim. Hannover — Psychrio- grldx öin^clftubkn in doch«lebende- bichterischer Form bietet dienet Ixtnan. der dtrS S-iknlehen moderner Meirichen in Ihrer 54# zur Srsbstvernnch- hmg gesteigerten ömfibilbäl riidbritlo» enthüllt. — E Scholl' .Der letzte Herzori' ’r . k^g. Trm Mit nxtffcerftaftem Er- schtck ist hier die schwere Auf^br gelöst, Gescheh- nttie cd« temer IWmxngmbetT ba Vetchmack des mobemm Mentchen erärprecheird -geringefc« 3n autzerordmtftch leK-wNgrr Ärr*»rtiii*a «> rollt 'ich ein S-’ st»nch«ckat _u» Nen 11. obrh«» drei, das drnch schart ^.Ki4*c«r vbn.atsrrv und bie ungKöic.n ipoors.-»jc jtg u‘( .■’Hl oce» Lriang an des urm Schluß tn gleich starte ^dSe NfWlr Will Beider .Die evtge *Äle- berlehr'. le lag H HrriteL £-etp»« — Der beiannx Xj1z^ hat htrr bai P ^bmm der Senien- wan-erNns mit r.tienf*t.n "ict*get*N t* - Es ist dos hohe Lied m der Schbahett ber fttbmf eeb de^ '^aoberw#. das Henrich erf!n«n läde En, tMe» F^dten 'rbatt au ?eber 3rtk 'erees W>chm tra.-nrtellxr hervor u*b beit «ht «ch« Wanken und F«drichs für bie Kunst des Wanderns bart man re ttoS unb verrrmmMsrNl fvlp-m Htidsche Biller unb Äunftbrwftrietn begleiten da- gedruckte 'Bort. fte: 11 Ult« ttbi Mte (3n einem Teil der X«flogt viederßriL) Fr«zöfi<* 3o*r .^ollpvsten etnge- richtel tn Oerutep. Xernichrid unb E immersbach Es befiehl nunmrtX" e*n - jhul t mitemi 3o0- krrdon. der nee Etnrnerrch an ber holländischer Erenz« bis zur Mxre-wnMm Gr«we reicht Ei* nrveS ZritNNgsderbol. Bernkaftel. 8 März i'BTB.) Di* .*2$ ernfa fielet Zeitung ist au' beet Xag* verboten worden, veil fk bte TUmer vor, Per» fenen veröffentlicht hatte bie sich an die Inuit*- silchr 2u4tuhtbewiUlgungostetie gewandt batten. B' tßi 3h bte unb Siül benb 3mu Iti F 5ktf aniu CIGARETTEN rasch unb rat» duftig ZeckrdO Wett**- •hbhtae**«i|c. xKbn »a'chUug etl Ww^Alrver nichdrhanbew fhnpp.mti Wrfung, van 1 Orient« bcftätigl oüa stporhrkrn. Trogen«, Gorfstmerie- unb Fd^utge| tk 3öl Mobs. Mk Dm Wb aü«”- ürt .:ss jWemne Nwme i ■. ; W. 9aflrm l Lssge. wm 5»6-«t Z f779D Bilanz Bewillige bis einschließlich 15. Mirz L »erewMleab 172119- auf die Artikel, welche nicht zu rück gezeichnet sind < 22*!wwne 134 111 167.- S710S? bee >V»» 1922 M«geichetze» ber* leb Pafliwo flhigI**eTb»et* «aterickolb« IWerwfowb* . . Betrieb« ritte*' Ksch !■ HHfW •eMtiMNe . Ueberi*ril . . Asttioa. Malewbehaab . . 51 465 aonioe Modewarenhaus Carl Nowack Mlk Bewbpk* (MraechwM 32115.4. 70 41*10 23h5WDn ftegetreteii m 1922 - Ihtbtn Sten* ber VsttzNeder e* Lebe . ßl £nto.üHra Braln BirHartiftlite 6.6