Stettag, 9. Sebruor 1923 173. Jahrgang u iaus i ls * Niö SW ^^eringe, Für Papier ftkn, 3citutifltn, Akten, Heile »iw. italles rt, Sinn, Kupier, b Zink. Wei, 811 u- . itaniol uiro. eile = ien.Kanin,Ziegen iHehc.gitid, Mar- iftir, Maulwurf eieii Sie itels d)ften Preise! ;tr, 32 (Laden) Lreuzviatz. ** ge ,_____ einer Vertragsverletzung kann daher keine Rede sein. Selbst wenn aber eine fvr° Neue französische Bluttaten. Berlin. 9. Febr. Wie die Blätter melden, kam es gestern kur; nach der Besetzung des D-Zug .und ein Personenzug wurden von den Bahnhofs von Wanne durch die Fran- zvsen zu blutigen Zwischenfällen. Sin Franzosen angehallen und da; deut che Ti e.ibahn- peifonal wurde zum Verlassen der Züge gezwungen. Einem 64jährigen Zugsübrer wurde dabei von einem französischen Soldaten von hinten mehrmals mit dem Kolben auf den Kopf geschlagen. Der Zugführer brach zusammen und erlag bald darauf seinen Verletzungen. Die Reisenden der beiden Züge, die ausgestiegen waren, wurden von französischen Offizieren, die ihre Revolver gegen die Menge richteten und von den Soldaten, die rücksichtslos mit ihren Bajonetten auf die Reisenden, unter denen sich viele Frauen und Kinder befanden, einstachen, vom Bahnhof getrieben. Zahlreiche Personen, darunter Frauen und Kinder, er.ittrn Verl Hungen. Unter Zurücklassung des Gepäcks flüchtete die Menge, und bis weit in die Stadt hinein wurde sie von französischer Infanterie mit aufge- ps«r ztemBajonett rerfolgt Ein Postbeamter des Zuges wurde durch einen Bajonett st i ch schwer verletzt, als ec sich weigerte, die ihm übertragenen Gelder herauszugeben. Die Franzosen beschlagnahmten drei Kisten mit mehreren Millionen Mark. 3n Recklinghausen wurde einem Arbeiter durch einen Kolbenschlag eines französischen Soldaten die Kinnlade zerschmettert. Die Gewerkschaften h-aben darauf einen 24stündigen Prote streic pro! a wert. Wegen der Be.etzunq I)e3 Bahnhofs von Wanne richtete der Amtmann Waid er einen scharfen Protest an den französischen Kommandanten mit dem Hinweis darauf, daß durch die D s tzung des b deutend.n Li enbahnknotenpunk e3 die Lebensmittelzufuhr gefä rdet sei. Der Bahnhof wurde daraus gestern von den Franzosen wieder geräumt. . Wie die französischen Blatter aus Essen melden wurde gestern vormittag die grob’ Schau- fensteischeibe dec französische i Buchhandlung am Hauptbahn of zertrümmert. Ein französischer Offizier stellte einen in der Rähe stehcnden Schutzpolizeiboamten zur Rede und wollte ihn ohrfeigen. Eine rasch zusammengeström'e Menschenmenge entwaffnete darauf den °f ^ochu m. 8. Febr. (WTD.) Der Polizeibetriebsassistent Lüttke ist von einem französischen Offizier verhaftet und schwermihhandelt worden weil er Kindern verboten hatte, von der französischen Feldküche Essen entg genzunehmen. Essen. 8. Febr. Der Verwalter des G u t e s K ö n i g s m ü h l e bll Mengede hatte das we.b- lichr Gutspersonal angewiesen, sich in keiner Weise mit den auf dem Gute einquartierten Soldaten abzugeben. Eine Polin hinterbrachte dies den Franzosen, worauf der Gutsvecwalter von den Franzosen in brutalster Weife mißhandelt wurde, so daß er ein Krankenhaus auf- suchen mußte. Tapfere Schnpobeamte. Essen, 9. Few. (WTD? G sten mittag versuchten die Franzosen einen S ch u p o d ea mt en, der nicht gegrüßt hV.te, fostzunehmm. Dieser f l o h. Der französische Posten l e g t e a u f i h n a n E.n anderer S ch u p o b ea m t e r, der in der Rahe war, zogdiePistoleund richtetesieauf den Franzosen Der Franzose schoß dann nicht. Ein französischer Offizier holte den Posten in die Wache hinein. Unruhen in Wiesbaden. Wiesbaden, 8. Febr. (WTD.) 3n der vergangenen Rächt wurden hier an den Litfas- säulen und Straßenecken Plakate angeschlagen mit einer Kundgebung der Behörden und Körperschaften, in denen gegen die letzten De- kanntmachungen der Rhe i n l a n d k o rn- Mission wegen der ülnterordnung der -Be» amtenschaft unter die Anordnungen dec französl- sch.m Behörden Stellung genommen und erklärt wird, daß für die deutschen Beamten nur öie Anordnungen der preußischen und Reichsregie- rung maßgebend sein konnten und daß sie wre Pflicht tun würden, komma was da mag. Dre Kundgebung war von den verantwortlichen Vertretern der Behörden, Körperschaften^ Derussverbände, Gewerkschaften und politischen Parteien mit Ramen un- Stadt durchzogen, die Plakate entfernten und die Menschenansammlungen zu ze.stteuen suchten. Auch mshrere Trupps berittener S p a h i s, die augenblicklich in Wiesbaden in Garnison liegen, wurden mobil gemacht und ritten teilweise auf den Fußsteigen der Straßen, um die Menschenmenge zu ze.streuen. In der Schwal- bachec Straße kam es dabei zu einem blutigen Zwischenfall. Ein junger Mann kam mit einem Franzosen wegen dieser militärischen Kundgebung in einen Wortwrch'el, der damit endete, daß der Deutsche zu flüchten versuchte, worauf der Franzose seinen Revolver zog und hinter dem Flüchtigen her feuerte, der auch getroffen wurde. Ob die Verwundung schwer oder leicht ist, konnte noch nicht festgestellt werden, da bei den Behörden noch nichts Räheres zu erfahren war. 3n den Rachmittagsstunden 'herrschte in der Stadt wieder Ruhe. Ausweisungen. Essen, 8. Febr. (Wolff.) Hier liegen zahlreiche Meldungen über neueVerhaftungen und Ausweisungen vor. In Bckllngb "u>.i wurde ein Regierungsrat beim Polizeipräsidium verhaftet und ausgewiesen, ebenso eine Kommission von fünf Polizeibeamten, die wegen dieser Maßnahme vorstellig geworden waren. In Düssel- dors wurden ztr-ei Postbeamte verhaftet, die in der Rähe französischer Quartiere Richtlinien für das Verhalten der Postbeamten verteilten. In Duisburg und Oberhausen wurden die Telegraphm-Direktoven ausgewiesen. Der Gastwirt Graf in Drechten wurde ohne Angabe von Gründen ausgewiesen. In Hochlar hat die Desatzungsbehörde den Gastwirt Dachs dafür verantwortlich gemacht, daß. die französische Propagandaplakate nicht entfernt werden. In Witten wurde der PollzAkEptmann von O l z e - nius wogen der Te w i ernng des Gußes verhaftet; er soll vor ein Kriegsgericht gestellt werden. In Herbede wurde em Postmeister und ein Pvstsekretär ohne Angabe von Gründen ausge- wtesen. Dem Postmeister wurde angekündigt, daß seine Ausweisung auf zwei Iakwe gelte. Kehrt er früher zurück, so werde er nach Algier geschickt werden. In -Göttinnen wurde dec Vertreter des ausgewiesenen Landrats, Regierungsassessor Gramsch, ohne Angabe von Grünven festgenom- men. In Weitmar weigerte sich der Amtmann Roedig Kohlenscheine für die Besatzung auszustellen. Er wurde verhaftet. D ü s s e l do r f, 8. Febr. Das Hauptzvll - amt in Duisburg-Ruhrort wurde von der DLsatzungsbehörde beseht und geschossen; Zollinspllivr Jansen wurde verhaftet. Ebenso wurden die Zollämter Hamborn und Hattingen beseht. Zollinspektor Pfefferkorn, Re- gierunqsrat Dc. Emmer, die Leiter des Hauptzoll- amts Cleve. Zollrtt Deichmann. Leiter des Haupt- zvllamtes Kaldenkirchen und die Obeizollinspek- toren Alfer und Merle, ebenfalls vom Hauptzollamt in Kaldenkirck^en. wurden von dem belgischen Kriegsgericht in Archen xu je 8 Tagen G fängnis verurteilt, weil sie den Befehlen der Be'aiungs- bebörde nicht Folge geleistet ßaben. Die Sttafe wurde durch die Alntersuchungshaft für verbüßt erklärt. Die Verurteilten, die gefesselt nach Wesel gebracht worden waren, wurden mit ihren Familien ausgewiesen. Koblenz, 8. Febr. Die Rheinlandkommission hett nunmehr sämtliche Referenten des Ein- und Ausfuhramtes in Ems mit sofortiger Wirkung ausgewiesen. Mannheim. 8. Febr. (Wolff.) Wie die ..Reue Badische Landeszeitung" aus Ludwigshafen erfährt, wurden außer dem Präsidenten der Reichsbankdirektion L eberich noch folgende Beamte mit ihren Familien ausgewiesen: Ok-erregierungsrat Thomas, Amtsvorstand d- s Bezirksamtes Kirchhrimbvlanden. Regiernngsrat D u t h w e i l e r vom Bezirksamt Landau, Te- zirksamtmann Dc. Hauptmann und Fräulein Thoma aus Speier. Born kastel, 8. Febr. (Wolfs.) Der staatliche Oberförster in KemPfele im Hunsrück ist gestern von den Franzosen ausgewiesen worden. Der Derbaufboykott gegen die Franzosen. Dochu m, 9. Febr. (WTD.) Der Verkauf- bvykott gegen di'e Franzosen ist irn gesamten Handelskammerbezirk Dvchum, auch in den llrinsten Gemeinden, durchg fü^rt. Urteile des.Mainzer Militärpolizeigerichts. Mainz, 8. Febr. (WTD.) Dor dem f r a n- zösischen Militärpolizeigericht hotten sich heute 7 junge Leute im Alter von 15 bis 20 Jahren zu re.'antworten, die wegen der anläßlich der am 24. vorigen Monats nach dem Tßyssenprozeß in Mainz veranstalteten Straßenunruhen von den Franzosen verhaftet worden waren. Zur Verhandlung waren zwecks Vermeidung von Ansammlungen vor dem Gerichtsgebäude in der Wallstraße militärische Maßnahmen getroffen worden. Einer der Angeklagten erhielt drei Monate Gfängnis, während die übrigen Angeklagten^ mtt Rücksicht auf ihr jugendliches Aller mit Gefängnisstrafen von 10 bis 15 Tagen davonkamen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv 27 mm Breite örtlich 40 Mk, auswärts 50 Mk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite l80Mk.Dei Platz. Dor|d)nft 20°, 0 Anschlag. Hauptschristleiter: Aug, Goetz. Berantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Trust Blumschein; für ben Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Französische Drohungen gegen die Ruhrrersen des Reichskanzlers. Paris, 8. Febr. (Wolfs ) äl^er die R e i s e des Reichskanzlers im Ruhrgebiet wird von einer offenbar der Regierung nahestehenden Sie le folgendes Cornmu v.ue verbreitet. ^Mehrere Dlätter fragten sich wie es möglich gewesen sei, daß die Militärbehörden den ReichS- kanzler Cuno hätten nach dem Ruhrgebiet hineinlasen können und welche Maßnahmen die Regierung bei dieser Gelegenheit getroffen habe um zu verhindern, daß sich Zwischenfalle biefer Holländische und schweizerische Proteste. Dem. 9. Febr. (WTD.) Schweizerische De« pcschenc-gentur. Der Dundesrat hat die schweizerischen Gesandten in Der l i n und Paris telegraphisch angewiesen, bei den dortigen Regierungen Schritte zu unternehmen, um auf die schweren Schäden aufmerksam zu machen, die für Basel im besonderen und die Schweiz im allgemeinen aus den Verkehrsstörungen erwachsen und sie zu ersuchen, die S^wiengleilen zu beheben. Der französische Botschafter erklärte dem pol t ffei Deport m nt, dab de llnierbrech- ung des Zugverkehrs zwischen Da'el und Frankfurt a. M. auf die Maßnahmen zuruckzuf uhren sei, welche Frankreich treffen mußte, um auf die Maßnahmen von deutscher ©eite ju antworten. Frankreich werde sein Möglichstes tun, tae S.o- tungen zu beheben. Die Mitteilung des französischen Dvtschr-slers erfolgte unab.-angrg von dem Schritt be8 Bundesrats. London, 8. Febr. (Wolff.) Die „Mormng Post' berichtet aus Düsseldorf, die Franzosen hat- ten Proteste von der holländischen und schweizerischenRegierung erhalten we- gen der Wirkung der französischen Sperre auf den Transport von Kohle nach Holland und der Schweiz. Dies bedeute eine sehr schwierige Frage für die Franzosen angesichts der Möglichkeit, daß Art wiederholten. Die Ankunft des Reichskanzlers sei in der Tat weder dem militärischen Kommando noch der französischen Regierung mitgeteilt worden. Bis jetzt seien übrigens die im Ruhrgebiet geltenden Regeln betreffend die deutschen Minister nicht verschieden von denjenigen, die die interalliierte Rheinlandko m rn is - s i o n sich seinerzeit zu Eigen machte und über die am 7. Februar 1921 Instruktionen erteilt worden seien. Auf Grund dieser Instruktionen, die auf dem linken Rheinufer noch immer in Kraft seien, sei den Ministern das Betreten des befehlen Gebietes nicht verboten worden, nur seien sie währe:id ihrer Anwllenhllt gehalten, die Vorschriften der Kommission zu beachten. Wegen der Haltung des Reichskanzlers im Ruhrgeb.et und wegen des Einflusses, den er insgeheim auszuüben versuchte, seien jedoch die notwendigen Vorkehrungen getroffen worden, damit solch: Zwi.chenfälle sich nicht wiederholen, und damit gegebenenfalls Sanktionen erfolgten." Nk. Erscheint täglich, anher Sonn» und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GießenerFamilienblätter monatliche Beiuosprdfe: 1325 Mark unb 75Mark Trögerlohn,durch diePost 1400Mark,auch beiNicht- erscheinen einzelner Num- mern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrist» leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe». postscheciionio: Zronksurt a. M. 11686. teufe ■ male Verletzung des Vertrages vorläge, müßte es als ein Zerrbild des Friedenszustandes bezeichnet werden, daß die französische Regierung eine Maßnahme von so untergeordneter Bedeutung, wie die Einstellung zweier Zugverbindungen zum Anlaß nimmt, ohne weiteres ihre Truppen in deutsche Stabte einmarschieren zu lassen. Allerdings hat die französische Regierung, um das schreiende Mißverhältnis zwischen dem Deschwerdeerlah und der von ihr verfügten Maßnahme zu verdecken, den Versuch gemacht, noch weitere angebliche Vertragsverletzungen Deutschlands Heranzuziehen. Demgegenüber verweist die deutsche Regierung auf ;h"en früheren Rotenw^ch el mit der französischen Regierung. Sie stellt fest/ daß sie in jedem einzelnen Falle den gegen sie erhobenen Vorwurf der Verletzung ihrer Verpflichtungen in eingehender Begründung entkräftet hat, ohne daß die französische Regierung auch nur versucht hätte, die deutschen Argumente zu widerlegen. Den Rechtstitel auf den sie ihr vermeintliches Sanktionsrecht stützen will, führt die französische Regierung nicht an. Ihr stehen also in diesem Falle nicht einmal Scheingiünde zur Verfügung. In her Tat handelt es sich um einen Akt reiner Willkür unb G e wa l t, begangen unter Ausnutzung der Wehrlosigkeit des deutschen Volkes. Die deutsche Regierung erhebt hiergegen vor aller W.lt feie r- lichen Protest. Arn Tage der ilebermlttlung der Verbalnote an die deutsch? Botschaft hat auch die Interalliierte Rheinlandtom Mission in Koblenz dem deutschen Rüchskommissar für die ^setzten rheinischen Gebiete eine Rote zugestellt, in der sie mitteilt, daß sie unter Billigung der von der franzöllschrn Regierung emgeie teten Besetzung von Oifenbucg und Appenweier beschlossen hat diese Gebiete unter das Regime des Drucken- kopses Kehl zu stellen und die Befugnisse ihres Delegierten in Kehl entsprechend zu erweitern. Das Rhein landabkommen umschreibt ebenso wie den materiellen so auch den örtlichen älmsang der Befugnisse der Interalliierten Rheinland- kommission. Rach Artikel 1 umfaßt das ihrer Zuständigkeit unterworfene Gebiet nur diejenigen deutschen Landesieile, deren Besetzung im Artikel 3 des Wasfenstillstandsablvmmens vom 11. Rovember 1918 und im Artikel 7 des Zusatz- Abkommens vom 16. Januar 1919 vorgesehen ist. Die Städte Appenweier und Offenburg liegen außerhalb dieses Gebiets. Keine Bestimmung des Rheinlandabkommens ocer des Vertrags von Versailles gewährt der Interalliierten Rheinlandkomm.ssion das Rech. das Gebiet ihrer Zuständigkeit eigenmächtig zu erweitern. Die von ihr ausgesprochene „Billigung" macht die vertragswidrige Maßnahme der sranzös schen Regierung nicht zu einem vertragsmäßigen Recht und kann ebensowenig der Interalliierten Rhein- landkcmmission für ihre Anordnung fehlenden Vertrags- und Rechistitel ersehen. Vielmehr zeigt dieses Vorgehen erneut, daß die Interalliierte Rheinlandkommission sich zum Werkzeug der französischen Politik machen I ä6 L Auch gegen diesen Rechtsbruch legt die deutsche Regierung V e r w a h r u n g ein. Wegen der Mitwirkung der 3nterattuertcrt Otfcintanbfom-mrron finb e^sr-ch-"b«. Dorst-l- tmigen auch b i d^engli,ch°n unb ber bei- gischen Regierung erhoben worden. Die Derkehrslage im Ruhrgebiet. Essen. 9. Febr. (WTD.) Im Dezirk Essen hat sich die D e r k e h r s l a g e gebessert. Die Rücklau sperre wurde aufgehoben. Die Der- ladespcrre wird heute nachmittag ausgehoben. Im Dezirk Köln ist die Lage unverändert. Vormittags wurden die ersten Kohlenzüge über Hohenbudberg nach Aachen-West von den Franzosen gefahren. Es handelt sich um einen kleinen unb zwei mittlere Züge. Auf dem Bahnhof iLarop wurde wegen französischer Eingriffe die Arbeit von den deutschen Beamten niedergelegt. Verschiedentlich wird eine Deichl. gna.hme von Kohlen- zügen gemeldet. Zum Kohlentransport sind Wagen aus derSchweizim Anrollen. Der Postbstrieb im Dezirk Essen leidet weiterhin unter den Eingriffen der Franzosen. InDuisburg- M e i d e r i ch wurde das Telegraphenamt nach der Entfernung der deutschm Beamten beseht. Infolge der gestrigen Ausschreitungen in Deck - lin ghausen ist die dortige Arbeiterschaft heute morgen in einen 24stündigen Proteststreik getreten. Essen, 9. Few. (WTD.) Dit Franzosen machen seit (eftern weitere S ch w e lg- feiten im Kohlenverkehr In me'rer n Fällen wird ber Einlauf und Auslauf der Wagen kvnttolliert. Die Franzosen lassen soviel Wagen aus dem befetten Gebiet als in es hin.stnsahren. Durch die Verhandlungen, die gegenwärtig noch schweben, wird vorauisihfich ierte d : au hii d.e Wache. Junge Leute wurden von ihr berfiafet, einer davon wieder freigegeben, il -ber da. Ö ick- sal der übrigen fünf, von denen einer offen zugab, das Flugblatt abgerissen zu haben, ist. bis iefct noch nichts bekannt. Scchifssrcvisiottcn ans dem Rhein. Düsseldorf, 8. Febr. (WTD.) Ant Rheinufer in Düsseldorf liegt seit voriger Woche der neue große Rheindampfer ,D ü s I e l- d o r f" der H a p a g - Q i n i e mit einer großen Ladung hockwerliger rhein.scher Erzeugn sse. Am Samstag, als der Dampfer bereits auZreisefertig war, erschienen die Franzosen an Dord und verlangten die Ladungspaviere. Rach kurzer Duccy- sicht erklärten sie, es sei zur Prüfung zu spat, das Schiff müsse bis Montag liegen b.e ben. Am « Montag orderten die 'Franzosen dann die Vorlage der Ein- und Ausfuhrscheine. Außeroem wünschten sie die genauen Maße des Schiffes zu erfahren, und machten den Kapitän persönlich dafür haftbar, daß das Schiff liegen bleibe. Mm I ins 111 'Ubearbeitungn* Klebevechhren. gUitenb, elaftiji üerarbeiten wie ‘/«•'platten an le abzugeben: dom, Stitemii tenweg 11. oü Hellen für (Biegen. । o. = 50-65 m :ke, auch Lagerböckt nde Riemenscheibe- 0/150,400/150,300/20 itliche Angebote unle en GießenerAnzeige; Die deutsche Protestnote gegen die Besetzung von Offenburg und Appenweier. Derlin, 8. Febr. (Wolff.) Der deutsche Geschäftsträger in Paris hat heute ber französischen Regierung folgende Rote übergeben: „Die französische Regierung hat in einer vom 2. Februar datierten unb am 4. Februar der deutschen Dotschaft übermittelten Verbalnote der deutschen Regierung eine Verletzung des Vertrages von Versailles vorgeworsen, die dadurch begangen sein soll, daß die Reichsbahnverwaltung die Durchleitung der internationalen Züge Pari s—D ufarcfl unb Pari s— Münche n—P rag eingestellt hat. Sie hat zugleich angetünbigt, daß sie als „Sanktion" für diese angebliche Vertragsverletzung die deutschen Städte Offenburg und Appenweier besehen werde. Die Besetzung der beiden Städte ist noch am Tage der Hebermittlung der Rote tatsächlich durchgeführt worden. Die deutsche Reichsbahnverwaltung hat sich infolge Kohlenmangels und anderer durch den fran» zösichchelgischen Einbruch in das Ruhrrevier verursachter Verkehrsschwierigkeiten zur Einstellung einer großen Anzahl fahrplanmäßiger Zugverbindungen des internationalen und innerdeutschen Dienstes gezwungen gesehen. Es ist richtig, oaß sich darunter auch die beiden in der Rote genannten Zugpaare befinden. Zeit und ilmfiänbe geben jedoch dieser Anordnung der Reichsbahnverwaltung offensichtlich den Charakter einer vorüber- e n Notstandsmaßnahme. Von M J Krau««' ' mer rj, von X ro*i 1 j andere- iner Posten lijrttiin •„SS? flenOamnistr^ ichenallerAr BSSSSSW; GietzennAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Zteindruckerei H, Lange in Gießen. Zchriftieitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. I terzeichnet. Im Laufe des heutigen Vormittags fanden vor diesen Plakaten große Menschenansammlungen statt bis gegen 11 Uhr französische Radfahrerpatrouillen die . Lustspie* ckP j ,w Mo i bie übe ÄoHonb unb fre 64tret; «ch dem unbesetzten Deutschland geleitet werten fbnn- ten. Dadurch würbe der ganze Zweck der OModoix hinfällig werben. London. 8 Febr (Wolff.) Die .Xtme*" berichtet, die Fronzoien halten sich bereit erklärt, die Süße mü Aeparatlon«kohle aus dem Auhrgebiei nicht durch die britische Zone flt* den zu lallen. Die Laqe im Laarqebiet. Saarbrücken, 8. Febr (TBolff ) Aach der .Saarbrücker 3tg." hat lich die Lage Im Saar- tcölcr verschärft. Den OrganUa Ionen war von der Polizei Verwaltung »ugesag! worden, datz nur die VNLpol'zei zur Auf ech er-altung von ^uhe und Ordnung etnae'ehl werden lolle Trotzdem tae Ordnung n![g:nS<5 gelltet wurde, lind doch TH ui« tärträfte eingesetzt und die Drüben militärisch beseht worden. DrJe Matz, «ahme hat zur Derscharsung der Stimmung ber- getragen, zumal H an verschiedenen 6.eilen zu Dewalltaten der Franzoien gekommen ist. Belgisch-französische Beratungen. e a r 1 i. 9. Febr (WTB ) D-ute abend begibt sich der Minister sür bi? Ssfeatltche > Arbeit«, 2 r Xtoqueri nach Brüssel. um mit der c«Igl- sch.r Regierung zu rerhankeln. Pari«. 9 Febr (WTB) Am kommenden Sonntag begibt sich der belgisch» Minister für auswa. ige Ängclecienaiten Qafpac nach Pa- cii, um sich mit PoincarS über den Verlauf und die der Dtietzung te$ Aü^- grbtetH zu unie^UaLei Der .Petit Parilien" sch ibl, datz dieser M^nuiroeclk‘ von nkmanbem Aat'chläge In 3m; fang nehmen. Aach ter .(Ire Aouvclle' haben Lardteu unb eine Anzabl f.iaer Kollegen sofort nach Kenntnisnahme bie'er Weigerung «irci B M an len Der itzenten lei KammerauSsch»s|c«, fiehgue«, gerich'-c:, er möge eiligst den Au«- <le.enhauseS einen ausführliche Bericht ütec dir Polin ch? Lage zu erstatten und ob er weiter bereit sei. durch Fühiungnahmc der Derbündc e i auf raschle D.ilegung de« A u h r k o n f l i k t« hrn- zutvirken. Uns dem Reiche. Der Aelchrftnanzminister übet die TlotstandSmatznahmen. Berlin. 8. Äe’ r. kWTB) 3n der (eutlgen S'tzung he« HauSbalt«auSfchuHe« de« A ichStagS cxtiä.te Finan-m n.ster Dr Herme«: Tim positive Arbeit, die den engsten Kvntrk« mit tem aUMcbtcn unb dem neudesetzten Bebtet wahrt, kann unS helfe». Die in der TÄveht Exd: und ist nur de-halb möglich, weil die ganze BcvLUerung davon überzeugt ift baf) bic deutsch: Regierung alle« getan (at, um zu einer ver- r nl: g n wirisches lichen OLg- Ung bei Aera a- tic.isprvUem« au gelangen, und bib sie alle* tun wird, um de Obt le Btoöllc ung mit allen verfügbaren Mi t?ln cngg.nzup.eten. Durchgreifende Matznah mcn de r A e l ch* - regterung sind erforderlich Di Z cg der Ernährung sth' im Auh gebiet tm Vor- teigiunb Da? Aeich e nährung«ministerium bat bereit* Vo.furge gctcoffm für die Zufuhr von Milch und Fett, toer.m tot allem Mangel besteht. Dr.; Problem 'er Bekämpfung der Prei*- ftelgetung fr-rn tm Grnde nur von der De- Df n eite le- g l'st werden H « 'ind feU einiger Akt l e nrtw.n gen unb mögliL.n IHo^natm n cingcldlei Worten Mit der selcstverftändlichen D.rück ich'.igung der wirtkh>f l chm Tiotwendig- kcitcn mutz ein-: strafe Zurück altung in der Bewährung von Krediten Hand in Hand geben. Verschärfung bet Mahnahmen gegen den Wachet. Der vvm AeichSrat angenommene Entwurf eine* Avigesetze«. da« den Behörde.» ein schnellere« Eingreifen gegen Ttlhfiänt«, namentlich gegen den Wucher, ermöglicht, ist nunmehr dem Reichstag zugegangen. tmerung und Löhne. Berlin 8. Febr. (WTB.) Die eingetretene außerordentlich/? Teuerung der Le b« n«- Haltung Hit bh Organisat on imB uchdruck- aewerbe veranlatzt. bereit« zum 12. Februar dir Lofnkvmmissio-i zu neuen Derhandlungrn zusammen zu berufen. Berlin. 8. Febr (WTB ) Oie im Aeich5- sina z i tat e um < bgctalt ne: Berha iblun- aen mit den Spltzenorgantsatlonen über die Anpassung der Brzü;: der Beamten. Anaestellten unb Ardriter de« Reich?« an dir fort- geschrittene Deld ntLer ung haben zu etrec Der- hönbtaung geführt. Drr durch dir widerrechtlich: Beserung be« Äuhrg.blet* ge dxiffcncn 2lot- läge der Arich;brdl:nsielen bet b?letjten Gebiete unb dr« neurn 81 ibruchtgediete« ist In besonderer Weise Rechnung getragen worben. Aus Slaot und Land. Dieben, den 9. Februar 1923. Die Rnhrhitfc'Tammlttng. In der Geschäftsstelle des „Siebener Anzeigers" gingen für unsere bedrängten Boltsgenofsen Im Auhrgebtet weiter ein: 5a Franke L Lo.. Mechau Werkstätten 20 000; Haubach & To.. 1 2tate der A g'ste'l en unb Arbeiter 54 045; Karl Wilke, Schlosserei 1030; v. Müncbowschc Hof- unb Uni e.iUflU- Druckerei Otto Ki rdt Wtw., D ehen 25 030; Fa. Adolf Klein 20 000; Arbeitnehmer der Ja. Lldvlf Klein 10100; Knabenllasse III der Bezlrlsschule 2000. Spieltisch F. K S. 230; Ja. Koch & Sichen- auer 20000; Familienabend Münster bei Lich 9700; Klasse 3c Stadtmäbchen'chule 1703; Sch für Mitarbeit 203; Artillene-Becein Dietzen 5300; Lchirmfabril M Levi, SUter«weg 35 20 000; TafS ömft Ludwig durch BorttagSabeTtd Hell- bom ufto. 72 283 und 5 norweg Kronen; TafS Ernst Ludwiz, von Urnsitz de« B^rtraiSabendS 2)0)0; Wei -ngnäh urfuZ der 2 ice chu e 12 0: 5ri|:uc Witzner 5)0; PH livp D ezin 533; Schulklasse II Älten-Busea 2240; Fortbildungsschule Alten-Duseck 250; Trnst Fr:undUsb, Techniker, Dietzen 1500; Wo.. 2 Rate 20)0; Unterprima des Dymrasium« 15 030, 10 Lentavv« Meeikanisch; Schüler und Schülerinnen der Bezirk-'chule 12 817; Pharmazeute»schäft Götzen 4115; Frau M. D 500; Frl Gertz 10)0; H. A M 3t; 1503; Angestellte der Fr. Aalt mann 13 10); Klasse VI« I der Höheren Mädchenschule 3020; Wil ebn D.af zu So m -"au ach, ArrSbutz 10003 Mk Den Sv nd?tn herz'iL tm Dank! Wei ere Gaben w-rden in der Geschäft* st eile de« ,011 f) e n 11 Anzeiger«" angenommen. • Bei einem Vortragsabend im Eafä Ernst Ludwl) — au^g führt üdi den Künstlern unsere« Öabtt)cater5 Aich He11born. Ki t; Francke, Heinz Dechstein. Paul Mehnert, Karla Keller, Hai« Frommann unb Georg He- ding — wurden für die Auhthikfe non Gasten und Inhaber 72 283 Mark und 5 norwegische Kronen gesammelt; autzerdem gab Herr □Dörner vorn Umsatz bei bmt Borttagia^end noch 20 000 Mark. Der Betrag wurde noi den Gästen gezählt und kontrollier'. Die Quittung hat unserer Geschäftsstelle oorgelegen. Don den Arb.ltern der Baueitwerke Aktiengesellschaft 170 300 Marl. • • • Xie Vültigkett de- oderhesfischen Notgeldes verlängert. Der Prvvi"^ialdirrktor der Provinz Ober- hester oeröiientlrcht im heutigen Amtsnerkündi- gung«blatt eine BetanMmachmng über die Verlängerung der Umlauf «frist be* ober heff ifchen Aotgelde* »* heitzr da Mit Aückficht auf die \ 3. berschenden Zustände dir e« gebeten erfch:inen lasten die Zah- lung*mitteL die gegenwärtig vorhanden 'md möglichst zu erhalten, bat der fterr Aeichsfmai»- Minister d.e Umlauf «fr in de« 71 ot gelbe«. da« in Heflen auSgeg?ben werben ist, zunächst auf unbestimmte Zeit verla n- g e r L Unter Au hrbung meiner Bekanntmachung vvm 31. Januar d« 3«- ®trb de«halb die UmlauWri t für ba« von brr Provinz Qberhelfen ausgegebene Ttotgelb bi«auf weite re «verlängert. (»if nibrt hn-Tarifrrhdbiinq. Bei ter Acich-'b^hn tperben zum 15 Februar die Gütertarife um 103 Pra^nt, zum 20. 5c- bruat Ue Xiertarife um 60 Prozent und zum 1 März 1923 di-Perfonentarife um 100 PTvzent erbbht- Dc Pa.fon nto.ife werden damit vvm 1. März ob ta« 800fache der g.leb.m*- fär- (tn ter 4. Kiest«) betragen. Im Gaterver- kehr bleibt k ie Xc. if iteigening, die feit dem 1. CM- nuor. 1cm Bestehen ter jetzigen Sipe, fingeueten ist, hinter le: ct1Uät habm sich oercit erklärt, tn bei IobanneSkirche rin- A:lh« v)n Dorträgen zu Mten, dl« füi alle ®ll< «r ter hiesig.n eran- gdif4'-n Gemein!« b.ftimmi find, mliclnixit«r in 3u(.iTnmcnUing fieben unb die F.age nach ber X.L-cutung der Bllel für tee Gegenwa t behandeln. Am 4. d. M fpvach bereits Geh. Kirchcn-at Pwf D. Dr Krüger über das Thema .Die Unter dem ^relheitrbaum. Roman Don Ölara Birbl««. *5. Fvrkfetzung. (Aachbruck rnnSoten.) Die Gastgeber wunderten sich konnte bei ftefkn‘ Ad er sie freuten fich unb boten immer nocb an: je mehr ber MarautS be la Ferrt-re bei rdnen atz unb trank, besto bester kamen flc weg bei b* drängten fich die Koch'm.r alle unb jinge. anb ble Schlepper unb Sch «Vterinnen von ben Mofel- Täbneu. bic Kärrner von ber AuSfpannuna. Schulkinder und vor allem Mütziggänger anb TjttttlODlT. Tleugltrlg gafften fit alle, wie bic auf bem Altan schmausten War ber franzöflch Marqui« mal ein schöner Herrl Seht nur. »ehi. bic Maste Haar, braun wie Kastan.en, mit goldigem Schimmer braus I Unb bit zwri A.rhen ter Menbcnbeu Zähne, ble er beim Lachen zeigt, vom ooibctflen Zahn bi« zum letzten Uib wir leat- selig er wär! Jetzt trat er vom an bic Brüst ma. Lachte und nickte den Gaffenden zu. Blai ane der Himmel blitzten bic A laen Im keck»' Gestch« öii alte« Deibltin Im Aock ber Bäuerin, in der weiten Jacke und der hohen Haube, stirst axf einmal einen zltt.imn Schr.l nu«. -3« drängte tu bk vorderste Aelhc, stand jetzt dicht vor dem Alkan und flirrte dem Harrn wie verrückt in« Geficht: .Hanne*, mein Hannes!" Da* erregte Aufsehen. TDa* wollte da* Weib ma* schrie S denn fo? Ö* stand mit vvrgeftreckten Händen, Zweifel. Angst unb 7krlangen im welken Geficht. 3cfu* Maria, sie erkannte ihn trotz ber Derkleibuna — e« fial alle« ab — die Mutter lieh sich nicht täufki|ch!ut Jäh.as<.tten ter Mit- trirlcni«n au« Gie' .m, F.-au Hedwlg Spohr kDloline), Frau ilhl.e A e beIu n g - K n a p p (Klavier) unb Her n Prrfifsvr Dr Auboll Henle (Ä’.oDkr) sind allen G.c' enrr TZtulllfreunten tro .LbJannt. Die Sä^arrin F Luleln Tlla.ii Marti a Peter au« Berlin hat In unteren groben SlLk'tcn eine lehr gute Prell« gehabt So darf M« StutentenhUfe hosten. Ihren Freunden «In Konzert bieten zu kvn ex. mit feinem gewählten Programm (Xlopln. Siute t, B abnd) auch höchsten Erwartungen entfpxx.lm«r Jäger TEeiftbhlcnte; mit 1 010 000 Mark. Stockhausen, 7 Febr QM der Te Pachtung ber Jagb te* Stockdäuser Hof* (33 Morgen W-ald unb 240 Morgen Feld) betrug bai Höchstgebot 331 003 Mark. Kreis Lauterbach. • Angeröbach 7. Febr. Ein« Hau*- fammtung tn unfet«r Cbenelnte für ble not- lrttente Auhrbevölkerung te“* einen fchsnen Erfolg s* arnrten a zeich e 53 3eniner Fnicht (Aoggen, Gerste. Grbsen), Iba Zentner Kartvsteln. An Geldbeträgen gingen inSgc'amr ein 145 150 Mk Minuten stand er fv er pfiff dirch bk Zähne. Dann griff er in ble XafS?; Mk gefüllte Börse — burch ihr Aerwerk schimmerten Goldstück» — überaab er dem 7HaIre .Für da« amu Weid Ich bitte, für st« xu sorgen Ttenn fit fragt, von wem da« Geld In," — er hob abwehrend di» Hand — .ich will nicht genannt IHn. Sorg» Er gutr Er drückte tem Mair« bk Hanb .Jet)! mutz ich mich ater empfehlen. Höchste Zeit für mich" Er Iah aus leine ostbare Uhr .Habt Dank für ble Gastfreundschaft — werd mich revanchieren!" Lochte unb Iteh sich Mn Pferd verführe« E« ging alle« lehr ra'ch ble Herren tarnen gar nichr mehr recht zur Besinnung; üterble* wüste ter Wrin ihnen weidlich Im Kopf Sie Iahen nicht klar mehr Eine seltsame Unruhe war in ihQ In Ihren THorgenträum hinein hatte he Pferteoetrapp«! gehört. fle war aufaefDtdngen. und batte hinob- geluat: ba ritten die zwei, unb ter Vater führte ba* Pferb te* Vordere« am Zügel. Heller F.üh- fch.in fiel auf bei Herrn GeHcht. fle sah e* ganz textlich Da fuhr fie zurück in jähem Schrecken: nein, fl» hatte sich boch nicht geirrt! Gr war Hl Seither verliest die Unruhe fl« nicht. Warum war ter Vater noch nicht iu Hau«? Aach tem Teller Hal« war e* fv dl doch nicht, datz et, der all« Abkürzungen kann:« nicht j:|t hätte daheim Mn können. 3* giig Ichon gegen den Abend. (Sortierung 'olgt) vcurrch« Bibel" In httzre«amrr und getstvvltee 7T J e führte ter Aadner die deutschen B^e-Üboe- sepungcn vor. Er teiip.tlte naturgemäß länger bei ter Ueterktung Cutte:*, deren überragenden und umxrgxtchl chcn We.t er aufw e«, unb besprach I4e ületerf .yung n. bL i ach tem Tte* Irrmati )n«zei:alte. in D.utfchiaad «Ich rnen 'ind. - Kr mm en .en Srnntog wird P.cfc^vr D. Kari Ludwig Schmitt bic 5ro,e tehunteln: .Wo* tat uns ter Apostel Puulu« zu tagen?" 3t4? -nje'eOnxer Te.titier ter tiuol g fchen W iTcn'ch «t. t4? alle zugleich tn lcben:>Ä u.fa8en?*’SJ fet İT7k- Ks :rML Ertrag, •^u^rq^. ^U.b.X,na& ! ®“ta verricht, ähU"f‘FUÖ iU Wien w M. Wig ödohr ^'""S'An-pp vr.RMstzenle rr Xu|l!freunben lulem XadaXsr- 4 flnteren grofen ■ 9^)51 So darf ™ Freunden ein nit feinem gewäh!« r-l, 3 ahms) auch cn toirb. läge 19: erhebliche Ai^ev illtief über Stetig igirnit Das 'Büro» .gemein, |o dab mit ietzeu. :. Sie Der-achümg rfolgtt jwn Preise hefige Oägtr. - erflütjung beben 100000 Mark br. 2m SamsiLtz .Zrvhsin^ fein iter ter bewährten ülter brachte der lende Lieder in vo» hä ebenfalls unter lldetr Orchester, fin’e'xnben Arrllrn, X:i|e dm Abend na onirbe durch eint ontfämpfer an ;:$6 Taben gespendet der 7e-pachtung €ln Did-Muhelmer 010 000 Mark, r Dn bet TeM* n Feld) betrug bas des Dollars ^32000—32500. für dar arM rKr V*8 „ auf r in '^nüi- in J»ffc mar m aeirrl>,? WkF trbach» fe'i«-— giV- W* SranlTurter XctiHemnatfL Dalum: 17306 .L» 173988,75 158353.10150146,90 2061L80 6331,10 626L80 1635.00 62K4 25 62M45 8902 70 85'.35 33811.25 46.88 1272- 1005.75 2144.10 6970.05 5810.45 1800,00 7032'35 KÄ7.80 9800,45 940,- 37057.10 5237 1297.- 1110.- 864 10 Brief 6420.- »75.- 6350 — 13600.- 4675 S45OO.- 159009,- 1670,- 1810- 1110.— 1012.- 16Ü- Ffntro,»®Tönet . Holland Vonbott Paris Schwei» Svanien finiten yiffnbon-ODorto Dänemark. ... 9 von je 12200 Sennen und für Oelfeuerung eingerichtet. tränte Mensch ;fen vernichteten. *TäubchenderNotzeit. Aus Kassel Wird uns g;f J> L-b2n: Der l.tzte Wochemnar-kt trug deutlich den Siegelabdruck der Notzeit, in die uns bet „Krieg" gegen Frankreich gestürzt hat, und doch brozzelten am Sonntag in den Töpfchen zahlreicher wirklich nicht wohlhabend Familien zarte Täubchen. ... So meinten L-enigsknS die Ehemänner, aber sie Irrten. Erst später werden die klugen Hausfrauen den Schleier gelüftet haben. Was als Täubchen auf den Lisch kamen, waren nämlich Spatzen, regelrechte Sperls«, die bekanntlich in diesem milden Winter so seist und fett gewor^ea sind, als wenn sie in Devisen machten. Die Kaseler Landwirtschaftskammer hatte kürzlich den Spa'-.en den Krilch!ub g efunden. Mit Unterstützung l«s G-enecaldi edors T e i P e l der Reishol'.werke und e.nes Sachverständigen batten der Kölner Grostkausmann S iefer, txfl'en beiden Brüder und ein anderer Kaufmann, Markus A pst ein, in unerlaubter Ausfuhr insgesamt 76 Waggons Zeitungsdruckpapier als Klosettpapier nach Holland verschoben. Hn tem Urteil helft! es, daft bas Treiben der Angeklagten in feinen letzten Auswirkungen zu jenen ungeheueren Papier- Preisen g-'^ührt h.'-be, die jeder kenne, und daft die Angeklagten Hab-re hindurch dte Wirren und die Not des Vaterlandes zu rein egoistischen Zwecken ausgebeutet hätten. Der erzielte Gewinn ist, soweit die Mengs des versäbvbenen Dapi-rs hat feftgeftetlt werben können, auf seiner Zeit 6 537 000 Mark berechnet wrn-den und wird eingezogen. Siefert Hot die höchste Gefäng- nisstv.>fe erhalten und muft auftevb-?m 60 Millionen Mark Strafe zahlen. Der Generaldirektor wurde zu zwei Monaten Gc-sängniS und 30 Millionen Mark Strafe verurteilt. Vier Mitangeklagte wurden freigesprvchen. Turnen, Sport und Spiet • Clubzweikampf „Eintracht"- Frankfurt — Gieftener Sport-Club 1900 im Gieftener Dolkibod. Der Gieftener 6. C. von 1900 hat für den kommenden Sonntag die Sck>wimmabteilung der Turn- u. Sportgemeinkte „Eintracht"-Franlfurt zu einem Club-Zweikampf im Schwimmen verpflichtet. Die Weltkämpfe W:-rk«n in den vier SHw mma ten, sowie Li Staffeln und Wofterbullspielen au^drag-n. Es dürften sehr spannende Kämvf-e zu erwarten sein, da ..Eintracht" über eine sehr gute Mannschaft verfügt, aber auch Gieften sebr gute Schwimmer besitzt. Das Programm wird noch durch Hugenb» und Damenkonkurrenzen vervollständigt. (Näheres im heutigen Anzeigenteil.) Vermischtes. Dampfer-Zusammenstotz. Margate. 8. Fedr. (WostEin Zusam- m e n st 0 ft ereignete sich gestern abend auf der Höbe von Margate zwischen den Darnpferrr _Maid of Orleans" und „Gvdwin". Ein Mann der Besatzung des Dampfers ^Godwtn" wurde getötet, zwei andere schwer verletzt. Der „Godwin", der schwer beschädigt wurde, scheiterte auf einer Sanbbanf in der Themfemün» düng. Die „Maid of Orleans“, die tn der letzten Zeit für den Passagierdi-.nst zwischen den englischen und französischen Häsen am AerniLlkanal verwendet worden war, setzte ihre Reise nach London fort und konnte trotz schwe er Beschädigungen ihren Bestimmungevrt erreichen. ♦ • Wenn Tiere sterben. Das Reh. das sich beim Herannahen seines Todes im tiefsten Dunkel les Waldes vx-rbirgt, um still und klaglos »u verenden, bietet ein poetisches D.ld, das die Dichter aller Zeiten gern verwcn.et haben. Ueber- baupt nimmt man allgemein an, daft $iere, die ihren Tod fühlen, sich in dir verborgensten Verstecke vcrkriech.n. Die Gründe für diese Erscheinung erörtert H. Markwant in einem Aufsatz Les „St. Hubertus". Er ernnnert daran, Laft sich auch der Ata Tulz. 'mü Jtta forfundllcxd, llWsM. I""i) Stadttheater e«niPtda.lo.^ebt. Kindervorstellung bei Deinen Preisen vlk Drei öcnlftnönnerajea. 1 aut JL . ««U4e Montag, ben 12. Februar 1923, vorm. Uhr beginnend, versteigett werden' Vorlräge L JohanneskirGhe. Ssutag, 11. Februar. Pro!. D. Karl lad wie Schmidt: .Was bat nnS der Avoftel Baulns zu innen?" Btaatai, ZS. Febraar, Pro!. D. Haas Sabeidt: .Tat Alte Testament und die (denen' (Atzttts illhgstrjkllkS Werk sucht für sofort durchaus perfekten kchMiD Bewerber müssen flott nach Diktat stenographieren und auf Adler- maschine perfekt schreiben können. Schriftliche Angebote mit Zeugnissen unter 9470 an d. Giefzener Anzeiger. mit Dinin- l/UUb y/abe Wie- hen», zu verk. Wob- nuno wird d. Stauf frei Harr 1"34D Chonlnae 20. Wir betrauern dae Ableben unoereo lieben La.B. Referendar Karl Petry (et Teutonlac-Würzburg) In tiefer Trauer: Die Landsmannschaft Darmstadtla. WD I. A. d. C.: Jockel X. In gr. betrieb erfahrene «vi Köchin sowie 1 Küchen« mädchen u. zwei Kochlehrlinge in gr. Fremdend« im nach Nauheim, Hans Waridnrg, nesncht. Zu melden in «Ziesten, An der öarte 6. U.MmsltzkkWllgMill MMUMSkllMlIilW Sonntag, den 11. Februar, nachm. 8 Uhr Einweihungsfeier der neuen Sing- und Turnhalle Sonntag, den 11. Februar 1923 WMWlS-SlMl M Belten Oer 6ieBener5tnöenleni)ii|e e.B. Werke von Thopin, Schubert, Brahms. w Hieben Vrandplatz (juuaeeie») Wilhelm Diegeimann I "’r«ener . . < rL George ILA. Lkho BdOauieo. Derlen ©Oll): Silber .Blatlna ©eaeniiflnbe lauft au hoben «teilen m M BtIM jBBtiler filflljDlaB 8. ae.1t. 1W70l Für das Äontor einer hiesigen Großhandlung wird WMjWklMM (evtl. Dame) ber (bie) mit DuchhaltungSarbeiten vertraut ist, per 1. April oder früher gesucht. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften und Lebenslauf unter 966D an den Siebener Anzeiger erbeten. ur s Broten Booert Drpljflromfflotot 13» touren, nenen WlddjfhouiiiiO'orAU ocrmultben. evtl au urrfoulen. I'XNB LjesIgshUhs Bielen. /W norm. 10 Ubr. im ©tummel ... Dr. M Pahl Clementine I leSner • • Mary Donce . Mktor a StrauS . Tibor Lubincik! • • . A. Granach . • • Hugo D.lilln Adele Sand rock Regle: Richard O«wale‘N obAtnebrn. rutl oetv i Dafferballspiel«. <*ubiierluttrr. w (Stehen.-kahrungS- I , Glkgkftkl brt" , iSDorl-Sloö o. 1900 —r"-,±?-S5=s- SmrtimmoüdlDM. 10000 OTarb ---- -- ttielobniin» lüt lach- 11 Todes-Anzeige Gestern nachmittag 2'/, Uhr entschlief sanft nach schwerem, langem Leiden mein guter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Theodor Hildebrand im Alter von 61 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. I.d.N.: Elisabethe Hildebrand geb. Deibel. Wieseck, den 9. Februar 1923. Die Beerdigung findet Samstag, 10. Februar, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause Alten- ßusecker Straße 9, aus statt, hosqd ttassen- schranl zu laufen gkf. Lchr. Ana il 10I9D an ben Hieh, iflnv VNlllltkst. vkklk 1 (ßolb* Silber .Ciflfiaa Segevft'otze fnuh itaubifl *n b Sch Iren Ereilen S.GMlklll Fbe t me oll Hand- lunn Vrnchkir. 1» IT. an mich sind iunrtheufT- frei. »c Uiub^rwoaeu und Dcgcltucb-Jiauzeu vreiom. zu vevf Zu rrfr. i. d. Äcichäno'i dcS Giek «uz. 01)10 Zwei eintiiirrnritBtii sofort flfhirtiL -1X4) ffarl 2diiirII. Vabuholiir. M H. f5dü7 criabrciicii . . . Albert Baatermann ......Conrnd S etdt .....Lothar Mflthel ......Linne Haid .....Alfona Fryl md • . • . . F.rutt PI *ch»u . . . . Wilhelm Dlrterle ......Anita Berber . . . Lyda Salmnnow» . . Kate Waldeck Oswald hausdursche durchaus solid, mit besten Referenzen, für ein hiesiges großes Detailgeschäst gesucht Schriftliche Angebote unter 1Ü25D an ben Giehener Anzeiger Lucrezla Borgia Der größte jemale produzierte hlatoriache Prunkfilm. Ee gibt wohl kaum einen Gebildeten auf der ganzen Welt, der die Namen Cesare Borgia. Rodrigo Borgia, Lucrezla Borgia noch nl ht gehört hat. Ruhm. Blut. Rache. Ehrgeiz. Hat) und Liebe Ist mit den Namen dieser, einem spanischen. In hallen ei gewanderten Geechlurht. e >t«ta inenden Persönlichkeiten verknüpft. — Hunderte Geschiehtsschrelber haben di -se das Mitle- uoriunL 2christliche Änneb. unirr (Mkinn I 2c6r ytnorb. u. tiXft .........- ■ il nn : foloiMDlie i i Jrmqarb Die glückliche Geburt eines gesunden, herzigen Mädels zeigen hocherfreul an Wilhelm Simon und Frau Elise geb. Göbel. CnuiMitrnfre 1<\L Echdue ?ibrrMnn|Bniii 7 Menne nlt au uerk. Äleiu-Ylnbrn. €'inierh, ! "»ti» M Ile ^bvilo, Sft1 Mer xtiCq8< $ei Mlar