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Ä otkhrim.,- .V® Ibenb.-SM**- ' g, ockheia • • • ■ • ' eraU>“ aus Brüssel: Die Ablehnung des belgischrrt Vorschlags, die Reparationen durch deutsche Monopoleinnohmen zu decken, sei von entscheidender Bedeutung gewesen. Dir Franzosen behaupteten, da die Einnahmen nur in Papirr- mark bestehen würden, verdienten sie keine weitere Beachtung. Der belgisch: Premierminister habe, wie verlaute, lange u tb ernst dafür plädiert, daß Möglichkeiten ausfindig gemacht würden, um England in das alliierte Konzert zu- rüazusühren. Aber die Franzosen betanden darauf, daß in dieser D^irhuag nichts geschehen könne, bis England selbst sich rühre. ES fei_ vor- geschlagen worden, eine gemeinsame französisch- belgisch: Rote nach London und Washington zu übermitteln, in der noch einmal die alliierten Forderungen an Deutschland präzisiert würden. in der Hoffnung, d:-,ß dies eine Antwort Baldwins zur Folge haben werde. Frankreich berufe sich indessen darauf, daß dies ein Anzeichen von Schwäche wäre, wenn rnchk England zunächst das Prestige des Schuldenausgleichs und den Grundsatz der Dauerbesetzung des Ruhrgebiets bis zur Dezci^ung des letzten Pfennigs akzeptiere. Es verlaute, daß Belgien möglicherweise in aller Kürze den englischen Anregungen nach geben und ft Ute Verhandlungen auf nehmen werde, um klarzustellen, was England eigentlich wolle. Das sei nicht nur nötig, well Belgien zur Ergänzung seiner Allianz mit Frankreich eine englische Allianz wünsche, sondern auch, weil die sozialistische und katholische Mehrheit in^ der belgischen Kammer eine sofortige alliierte Regelung der Reparativ ns frage verlangen. Belgien, das ouf sofortige Aussöhnung mit England dränge, schlage jetzt vor, daß durch den Ertrag der Ruhr- besehung die deutschen Jahreszahlungen zw«ks Deckung der englischen Verpflichtungen gegenüber Amerika in HöA von 600 bis 700 Millionen Gold- mort garantiert uürfcen. Das werde sicher auf noch stärkere frcnuzosische Opposition stoben, da Frankreich verlange, daß das Ruhrgebiet besetzt gehalten werde, um die Zahlungen an Frankreich und Belgien sicherzustellen, die nach französischer Auffassung vor den Kriegsschulden die Priorität haben. Die „Chicago Tribüne" berichtet, es sei Theunis und Jaspar gelungen, von Poin- cor£ das Versprechen zu erlangen, daß auf das kommende deutsche Angebot keine separate Antwort erteilt werde, solange nicht ernstliche Bemühungen unternommen werden, um ein einheitliches Vorgehen der Alliierten zu erzielen. Englisches Entgegenkommen. Paris, 7. Juni. (WTB.) Der Sonderberichterstatter der „Information" in Brüssel melbei, er habe vorgestern den Leiter des Sol- vah-Jnstituts Barn ich gesehen. Dieser habe ihm versichert, daß die höchstgestellten englischen Persönlichkeiten zu großen Opfern zur Streichung der interalliierten Schulden und zur Ermäßigung des englischen Anteils an den deutschen Reparationen bereit seien, um der Repara- tivnSfrage ein Ende zu machen und daß in dieser Beziehung der neue Premierminister die Zustimmung Lord Robert Cecils, Mac Ken- nas, Sir John Bradburys und der meisten Liberalen und Mitglieder der Arbeiterpartei hätte, die stets mehr als die Konservativen für die Streichung der Schulden gewesen seien. Rach Ansicht von Barnich wäre ganz Groß- britannien bereit, eine endgültige Regelung der Frage schon morgen beifällig aufzunehmen. D e r k i n, 7. Juni. (WTB.) Wie bekannt, sind der Reichsregierung auf ihre Rote vom 2. Mai von den alliierten Regierungen verschiedene Antworten zugegangen. Um alles zu vermeiden, was die Fortsetzung des Gedankenaustausches erschweren könnte, hat die Reichsregierung sich in ihrer Rückäußerung auf hie Puntte beschränkt, die den Antworten der Alliierten gemeinsam sind. Demgemäß ist heute den Regierungen in London, Rom, Paris, Brüssel, Washington und Tokio zur Erläuterung und Ergänzung der Rote vom 2. Mai folgendes Memorandum übermittelt worden: 1 Die deutsche Regierung hat nach sorgfältiger und gewissenhafter Tlntersuchung ihre ehrliche Ansicht darüber zum Ausdruck gebracht, was Deutschland an Reparationen zu leisten fähig ist. Sie würde nicht aufrichtig handeln und das Problem seiner wirklichen Lösung nicht näher bringen, wenn sie, nur um die politischen Schwierigkeiten des Augenblicks vorübergehend zu erleichtern, mehr versprechen wollte, als nach ihrer aieberzeugung das deutsche Volk bei Anspannung aller seiner Kräste zu halten imstande ist. Die Frage nach der deutschen Leistungsfähigkeit ist jedoch eine Tatsachensrage, über die verschiedene Meinungen möglich sind. Deutschland verkennt nicht, tof£ es unter den augenblicklichen Verhältnissen ungemein schwer ist, zu einer sicheren Schatzung zu gelangen. Aus diesem Grunde hat die deutsche Regierung sich erboten, die Entscheidung einer unparteiischen internationalen Instanz über Höhe und Art der Zahlungen < anzunehmen. Ein stärkerer Beweis für den Reparationswillen Deutschlands ist nicht denkbar. Die deutsche Regierung ist bereit, alle Unterlagen für eine zuverlässige Beurteilung der d«itschen Leistungsfähigkeit beizubringen. Sie wird auf Erfordern dollen Einblick in die staatliche Finanzgebarung gewähren und alle gewünschten Ltuskünste über die Hilfsguellen der deutschen Volkswirtschaft erteilen. 2. Die deutsche Regierung hatte bie Ausgabe grober Anleihen in Aussicht genommen, um ben reparationsberechtigten Mächten baldmöglichst erhebliche Kapilalbeträge zuzuführen. Sotenge sich die Ausgabe von Anleihen in groben Beträgen als undurchführbar erweist, tst die deutsche Regierung auch damit einverstanden, dab an Stelle der Kapitalsummen ein System von Jahresleistungen tritt. 3. Da die alliierten Regierungen Wert darauf legen, schon jetzt genauere Angaben über die Auswahl und die Ausgestaltung der von Deutschland ins Auge gefaxten Sicherheiten zu erhalten, schlägt die deutsche Regierung folgende Varantien für dir Durchführung des endgültigen ReparationsplaneS s) Die Reichsbahn wird mit allen Anlagen und Ci trick.t rng'n von dem sonstigen Reichsvermögen losgelöst unb in ein Sondervermö » gen umgewandelt, das in Einnahmen und Ausgaben von der allgemeinen Finanzverwaltung unabhängig ist und unter eigener Verwaltung steht. Die Reichsbahn gibt Goldobligationen in Höhe von 10 Milliarden Goldmark aus, die alsbald als erststelliges Pfandrecht auf das Sondervermögen eingetragen werden und vom 1. Juli 1927 ab mit 5 Prozent verzinslich sind, also eine Jahresleistung von 500 MillionenGold- mark sicherstellen. b) Um eine weitere Jahresleistung von 500 Millionen Goldmark vom 1. Juli 1927 ab stchrr- zustellen, wird die deutsche Regierung alsbald bie gesamte deutsche Wirtschaft, Jn- d u st r i e, B a n ke n, H a n de l, V e r k e h r u n d Landwirtschaft zu einer Garantie heranziehen die als erststelliges Pfandrecht in Hohe von 10 Milliarden Goldmark auf dem gewerblichen, dem städtischen und dem land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitz eingetragen wird. Die 500 Millionen G oldmark Jahresleistung werden entweder mittelbar im Rahmen einer allgemeinen, auch den übrigen Besitz erfassenden Steuer oder unmittelbar von den belasteten Objekten aufgebracht. c) Außerdem werden die Zölle auf Genuhmittel und die Verbrauchssteuern auf Tabak, Bier, Wein und Zucker sowie die Erträge des Branntweinmonopols als Sicherheit für die Jahresleistungen verpfändet. Der Rohertrag dieser Zölle und Verbrauchsabgaben, der sich im Durchschnitt der letzten Vorkttegsjahre auf rund 80 0 Millionen Mark belief, ist zwar seitdem infolge des Verlustes von Land und Volk und infolge des verminderten Verbrauchs auf etwa ein Viertel zurückgegangen: mit der Gesundung der Wirt- febaft wird er jedoch automatisch wieder steigen. 4. Zum Schluh glaubt die deutsche Regierung folgendes betonen zu müssen: In einer so großen und so verwickelten Frage können entscheidende Fortschritte nicht durch schriftliche Darlegungen, sondern nur durch mündlichen Gedanken- ' austausch am Verhandlungstisch erzielt werden. Deutschlands Zahlungsvermögen hängt von der Art der Lösung des Gesamtproblems ab. Die Zahlungsmethode kann nur in unmittelbarer Aussprache mit den Empfangsberechtigten geregelt werden. Die Festlegung der Garantien in ihren Einzelheiten bedarf der Mit- wilckung derjenigen, denen die Garantien dienen An der Parade nahmen Angehörige allerWaffen- gattungen, außerdem auch Tanks und Panzerwagen teil. Aus dem Gebäude des Kohlensyndikats sowie aus den in der Rähe liegenden Hotels, welche die verschiedenen Desahungsorgane und Offiziere beherbergen, waren neue französische Flaggen gehißt. Der Straßenbahn- sowie der gesamte Straßenverkehr erlitten nährend der Dauer der Parade eine empfindliche Störung: gegen mittag verlieh General Petam das französische Hauptquartier, das durch mrlrtärische Maßnahmen außerordentlich gestchert war. Die Ausweisungen. Mannheim, 8. Juni. (WTB.) Wie aus Kaiserslautern berichtet wird, sind gestern wieder sieben Eisenbahnerfamilien ausgewiesen worden. Die Möbel mußten zurückgelassen werden. Aus dem Bezirk Ludwigshafen sind gestern 33Eisenbahner ausgewiesen worden. Französische Bahnbcamte. K ö l n. 7. Juni. (Wolff.) Auf dem Dahnbof Diez (Lahn) wurde der Dienst des Oberbahnhofsvorstehers einem Steinbrucharbeiter übertragen. Sein Sohn, von Dwuf Schneider, versieht den Dienst eines Detricbskontrolleurs. Ein ehemaliger Schuldiener erhielt Anstellung als Ober- bahnhofsvorsteher in Fachingen. Die Toten von Leipzig. Leipzig, 7. Juni. (WTB.) Das Polizeipräsidium teilt mit: 3n hiesige Krankenhäuser wurden gestern 51 Verwundete und ein Toter eingeli.'fert. Don dm Verwundeten wurden 20 nach ambulanter Behandlung wieder entlassen. Von dm 31 Zurückgebliebenen starben in der Rächt drei, darunter ein Polizeibeamter. Schwerverletzt sind etwa 6 bis 7 Personen. Leipzig, 7. Juni. (WTB.) Die Stadtverordneten, die in der gestrigen Sitzung zu den Unruhen Stellung nahmen, stimmten dem sozialdemokratischen Dringlichkeitsantrag zu, der den Rat ersucht, von der Reichsregierung eine den Teuerungsverhältnisien entsprechende sofortige Verdoppelung der seit 14. März gültigen Arbeitslosenunterstützung zu fordern. Der Münchener Hochoerrats- prozetz. Dor dem Münchener Dolksgericht begann Anfang der Woche der Hochverratsprozeß gegen Fuchs. Machhaus usw. Der Angeklagte M a ch h a u s wurde erhängt in seiner Zelte aufgefunben. Aus demselben Anlaß hat bereits der Münchener Rechtsrat K u e h l e s Selbstmord begangen. Aus drr Anklageschrift geht hervor, daß Aichs, Machhaus usw. seit Herbst 1922 den Entschluß verfolgten, Bayern unter Annäherung iin Frankreich und die Tschechoslowakei vom Reich loszulösen. Die Verwirklichung,^ die nicht ohne militärische Gewalt möglich war, würde zunächst die Absperrung Bayerns von Rord- deutschland und weiterhin die Zertrümme- rungdesReiches bedeutet habm. Eine große Rolle spielte in der Anklageschrift der offiziöse französische Sendling Major Richert. Als Generalstabsollizier stand Richert, der auch die Stellung als französischer (Gesandter in München anstrebte, in enger Fühlung mit den höchsten französischen Regierungsstellen. Der bisherige Verlauf des Prozesses ergab ungefähr folgendes Bild: Die Verhandlungen mit Richert führte in der Hauptsache Machhaus. Außer Geldmitteln sicherte Richert den Verschwörern auch Ausrüstungsgegenstände und Waffen zu. Richert gestand unumwunden die französischen Absich'sn auf das linke Rheinufer zu, gab aber keine bindenden Zusagen über das Verbleiben der Pfalz bei Bayevn, wohl aber sicherte er Bayern für den Fall, daß eine Verschwörung gufloebe käme, die Mainlinie zu. Richert sprach die Erwartung aus, daß der Rücktritt des Kabinetts Cuno die Folge des Putsches sein müßte. Eine extrem linksradikale, den Absichten Frankreichs willfährige Reichsregierung sollte ans Ruder .gebracht werden. Die Betätigung Munks, der tschechischer Staatsangehöriger ist, bestand darin, daß er mit einer Reihe leitender Regierungsmänner der Tschechoslowakei in Fühlung trat. Die militärischen Maßnahmen von Fuchs und Machhaus erstreckten sich auf die Bildung einer für den Umsturz erforderlichen bewaffneten Macht, welche sie in dem Bund „Treuoberland", jetzt „Blücherbund" gefunden zu haben glaubten. Ihre innerpolitische-n Maßnahmen zielten auf die Schaffung eines Regentschaftsrates mit dikta- tc rischer Macht, sowie auf die Verhaftung der Reg'evung und Parlamentarier hin. Diese Plane entwarf Fuchs, der politische Kopf der Verschwörung. Als Zeitpunkt der Aktion war die Zeit zwischen dem 13. und 20. Februar festgesetzt. In wirt» schafllicher Beziehung war Machhaus mit Ungarn und der verstorbene Dechtsrat Kuehles mit italienischen Beamten ins Benehmen getreten. Bei dem Verhör behauptete Fuchs, lediglich eine Abwehr gegen den Bolschewismus beabsichtigt zu haben. Richert hätte man in Bayern viel zu verdanken. er hätte in der Frage der Entwaffnung stets zu Bayerns Gunsten geredet und viel erreicht. Aus dem Reiche. Die Feier- und Gedenktage. Berlin, 7. Juni. (Wolff.) 3m Rechtsausschuh des Reichstags wurde ter Gesetzentwurf über dieFeier-undGedenktage behandelt. Die Reichsregierung begründete das Gesetz nach Artikel 139 der Reichsverfassung. Es hänge von der cinzelstaatlichen Anerlennung ab, für welche Feiertage neben den Sonntagen die reichsgesetzlrchen und landesrechtlichen Drrschriflen über den Schuh der Feie.tagsruhe gelten. Rach § 1 des Gcsehent- Wurfes soll der Dersassungstag, das ist der 11. August, als Ratwnalfeiertag des deutschen Volkes gefeiert werden. Der Ausschuß schloß sich diesen Ausführungen m ferner Mehrheit an. Desgleichen wurde § 2 angenommen, der als Gedenktag für die Opfer des Krieges den sechsten Sonntag vor Ostern festseht. Der § 3 des Gesetzentwurfes zählt die Feiertage auf, die als reichsgesehlich anerkannt gelten sollen, d. h. die hohen christlichen Feiertage, die im Gefühl des ganzen Volkes als die Feiertage verankert sind: Weihnachten, Reujahr, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten. Der Reichs- Minister des Innern, O e f e r, führte hrei'zu aus, daß der Karfreitag und der Fronleichnamstag, die bisher nur in einzelnen Teilen des Reiches auf Grund des Landesrechts staatlich anerkannte Feiertage seien, reichsgesehlich insoweit anerkannt und festgelegt sein sollen, als sie nach dem gegenwärtigen Landesrecht staatlich anerkannt seien. Das gleiche solle hinsichtlich des Herbst buh tag es und des Bußtages am Mittwoch vor dem lehten Trinitatissonntag gelten. Als Stichtag werde der 1. Januar 1923 vorgesehen. 3n welchem Umfang weitere religiöse Feiertage anerkannt werden füllen, werde wie bisher der Landesgesehgebung überlassen. Es erscheine nicht gerechtfertigt, über das angeführte Maß hinaus die Land^gesehge- bung zu binden. In der Abstimmung wurde der von der Regierung eingesetzte Stichtag des 1. Januars 1923 abgelehnt und statt dessen der 11. Aug. 1919, der Termin des Inkrafttretens der Verf is- fung, als Stichtag für die drei Feiertage: Bußtag, Fronleichnam und Karfreitag festgesetzt. Damit werden also diese Feiertage für den Fall, daß sie in einigen Ländern nach dem Inkrafttreten der Verfassung nicht mehr staatlich anerkannt worden sind, wieder reichsrechtlich anerkannt. Aus Hessen. AuS dem Finanzausschuß. rm. Darmstadt, 7. Juni. Der Finanzausschuß des Landtags erledigte heute eine Anzahl noch rückständiger Vorstellungen, die k^r Parade eine -'mpsindliche Störung: gegen Mtt- erflärt gelten, nachdem die Regierung baAU Stellung genommen hat. Die Vorstellungen der Po- ligeibeamten finden Ablehnung. Die Vorlage betr. die Festsetzung der Altersgrenze der Staatsbeamten auf 68 Jahre findet mit dem Zusatz Annahme, daß der Beamte nach Ablauf des 68. Lebensjahres und nach Verlauf eines weiteren Vierteljahres feine Verabschiedung beantragen muß. Deutscher Reichstag. 359. Sitzung vom 7. Juni. Zur Beratung steht die sozialdemokratische Interpellation über Teuerungsmaßnahmen infolge der Mark- entw^rrtung, Einschreiten gegen die Devisenspekulation usw. Abg. Oluf Raufer (Soz.) begründet die In- terpellcttrvn. Die französische Regierung habe mit ihrer Ruhraktion das deutsche Volk den Kreisen ausgeliefcrt, die aus der Markentwertung Profit ziehen wollten. Wir mühten nicht nur mit den Franzosen, sondern auch mit diesen Kreisen abrechnen. Die deutsche Arbeiterschaft habe feine Reigung zu Unbesonnenheiten und zu Putschen. Was sich an llnruhen zeige, sei die aufgespeicherte Erbitterung gegen die Ruhnieher unserer Rotlage und der ehrliche Zorn gegen die Passivität der Regierung und gegen die Aktivität und Raff- sucht weiter kapitalistischer Kreise. (Beifall und Unruhe.) Wir sähen jetzt das Fiasko rein bürgerlicher Kapitalistenwirtschaft. Seit dem Kriegsende fei keine produktive Wirtschaftspolitik mehr betrieben worden. Die Sabotage der Stützungsaktion sei von den maßgebenden Wirtschafts- kreisen ausgegangen, wie Reichspräsident Horden- stein das unzweideutig erklärt habe. Wenn er im Untersuchungsausschuß dann nicht zu seinen Worten gestanden habe, so beweise das, daß er nicht der geeignete Mann zur Durchführung einer Markstühungsaktron fei. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die Reichsbank ermögliche mit ihren Krediten den Dollarfpekulanten große Gewinne auf Kosten der Maffe des Volkes. Der Untersuchungsausschuß müsse prüfen, wie hoch die Devisenbestände deutscher Industrieller und Kapitalisten im Auslands seien. Das gelte besonders für Hugo Stinnes. Der in dem Garantieangebvt der Industrie verlangte Wegfall der Ausfuhrabgabc würde mehr ausmachen als das ganze Angebot der Industrie. Ebenso steht es mit der Opfer- Willigkeit der Landwirtschaft. Wir verlangen Beteiligung des Reiches an den Sachwerten der Industrie und Milderung der Lohnsteuer der Arbeitnehmer sowie Anpassung der Löhne und Gehälter an die Preise. Das Einzige, was bei der MarkstabilifierungLakttvn stabil.siert wurde, waren dank der Bemühungen des Ministers Becker die Löhne. Wo aber bleibt die Senkung der Preise? Und wo bleibt bei dem Steigen des Dollars die Aufforderung des Ministers Becker, die Löhne entsprechend zu erhöhen? Gehälter und Löhne müssen endlich auf eine wertbe ständige» Grundlage gestellt werden. Auch ist die auto- matifche Anpassung der Erwerbslofenunterstühung dringend notwendig. Es liegt an der Regi?''ung und an den bürgerlichen Parteien, die Lösung der Krise innerhalb des Parlaments zu ermöglichen, bevor die Mobllisierung der Massen außer- ^rrayflrrTSM*.-nj ?<£ber nt* ldf taiwT«i^erung Hab ähnlich« RooeHen Im Tte 2kMl»Ibtr; ttaerbm meh aber btt >r'unbuA] unferrr MLH- Bntrog Müller- Sri*ftR 'S»«-' wird fhib beträftfltt «Wt etn MsHaMaMan Ltebner 86b jagen MrfR|l«a la VaH brr •m hrutiem Trmtri «tu« unter tem Burtt* be* beteiligte. |o bot ba« ftr bte Vrud« ’Wbet nichg wr*wben«?e bkfe JrrtWK und her IlDu fig eine* grÜtli «a arbeit«, der Jbe>?. bte anbew* Bbi» km lä- aft «ine 6f u ist. »Äbcn* bad >ida8 ^riiejurgieerf oedrgt rtne all» Hns S adt und Land et Märch» nftert «. TI ewlt er geleitet txwrben, ujt in ^ornetUfn. 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Tobt*-«' btgten unb der Uaiall Dos Deutsche Voltsopfer. 3n ber ®efd>flftffttHe be« „Cb i <* h e n e r eS regnete di*ter sich Bk enter einem graue« In Tkrtt* die Tleimmg rntfkbe. ftr Stette* teten die eonbenultblbgr nicht notwendig Siele Be» fördern *nb damit n rl dealt ch/n liliHai* In» hindurch etwa matte* Oku wer w<- a* fVbrigx-. Sbem Iber er emrbe batfrr mb ■«* Hand die Svnnenfcherde biwterm Jkbrt. nicht Vas Moseldaus. Stoma* do*ßNiseSchal-e»Btsick bo* TUMonMoettiT ber baM reich- Mittel nötig dm. um Äterf*ld>dtten « verstt«i;.ichrn »ebner tni Aorta* «* emfenSe* Beratung »u Worte* wen* nicht _________ _ bargefegt welche getetzgederilchea unb Bervrd- nungörnafmobmen hi brn letten Jlcnrten durch- end t* Tina 41 f genommen werben, de- "aubtreib «tefee*. • -EuchelheiM. 7. 3«eL Die bkflace Schüler habe* I* anerfennrngtoerter Delle 180600 Mk. für baf DeaUche 'Bolte» Opfer gesammelt, denen bte Lehrer» schäft noch 26000 Ml. betfügte*. Das Selb wurde an bex „Defteaer Anzeiger' ad geführt. Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags Berlin IIOH. Smffwt a. M. 7» 7SO. eie6lgernngen 3* vedchte» Schule hat für bas Deutsche Volks» Opfer 38 000 Ml. ax öle eammdUtlk bet w(blebener Anzeigers- adg«liefert. Dte Gewerdsioten u n^rhÜGu n z iotl ander DeeiAenIwi^lung cny Werda* addrünglich mit 331 , Prvfetet BrratuaqeU I* 5ind|8mtniftrrinin fär (Prnabrwng enb Landwirtschaft. Srtiiniwou angcoallt txnbrn mühte* LatILch» h sind auch ht der Sr-Ainbaftrle Vohaerhd- Sungen am 87 Pro, «ingetreten. und bte 0rbnt>u*Q0n Hab bomli noch xlch. ab» 'chlsrte* Mir ptü;e* alle Mbgsichkei e > lür ein* fchn-si-re Anpasi unq bet Lühne an bte Prd sichwaxksngen Dte Beben len gegen «ine autvmasilch- ßebareg*» lang ober bte Gt > übrjng oon Sotblbbnen «lob aber nicht anllrättrt. denn bann güt> es feine* TD berhanb mehr gegen VreidtHgerunge* Auch In brr. freien Gewerllchcdtzex werbe* Bibenftn gegen bte •t*!üjrung be< Gvlbi^bneß goief)*rt Jm ® nDerffÄnbnU mit dem Aeichswinlch ts» minlfierium bemühen wir ans «inen M h tob ,a sinben ber die 2krmHb«nmi ber Kmifeasi mög» sicht« ich »esi wnb richt'3 er?«' and d« wir bei (6rtlegen Cohnnci b 'ung.-n gu Grunde ler»tn fbnre.i 3m laafsadea Monat werden (BedaII ) Reif^Hnan^minffteT Dr Hermes Die von der Ttegterung schon bei ber Berabfd)itifl rrwtelen Dir tbnnen aber im Haute btesi-s Wahres bte BorUirtftm nl^ ändern, weil «rmh das fo Ick on «cgbgrrie Beranfagungsgelch^si schärft, bu Ä*erx*fl»e• p#sicht eingrfLhri unb d. rette* fchade Aevisionen vor Mit ber Gtafübruig «Ute# J n- '••T^r'r' wüte aber fd* Aux- g-'bi”«*. faebet.i öättbe «ine AeuhsardettsachttHer Branns Sie Regte rung erholst von etimr lachiiche* Belprechaag ' tartflaiiie eau 7- . * mar. unb bot) war sie beim ganz oll«* gage* Na ns D^rrich ? i^erabc l«Ht lab er aus feiner 3rfc fvdchenb •u ihr der* der etnRimmtgr und rtlrige N?#ber— brr Bär- «wctc«U' t* heiter Angelegenheit ~ti - «huie< *r.)' bdt chMchlung«weite aach In f
orden liab H bleibe* aber noch bar Rotgrd e e — namentlich im siamilche* 08a*— gr**|. wo ober eeterc lietetHMaM rt*e b.mtl* Z tulfialfe nach ber ander* dem Untergang verfallen müllte unb wo teidsi der begeifterlfte trusich« tiebe« x»chi ju fcitln vermochte cha? die , terdsite bte der Herrin betreibt Heber 12(00 Zdwbe sind 'm teH en ^ahrt in die verfchieb«*' en Oiaber aetendt morhe* - Sie vornehmÜe Aaf» Bert *« iü es aber, den Gedanken ber brach' warben Dte Botwüdt richteten sich gegen bte für bk Rrtchsdeiof^ingsorbnung neranteort- sichm Begteruna*ft Hl en t* Berlin U a »erbe betont, bah bte untere Bearntenlchtlk dis ar 7 rupft 5 noch nicht einmal btt Arv netiöhne Hobe M'c Witten gar .teil der Rtebertchrtst bitter Zeilen nicht, ob birtt B-S uftana voll wrtttt. teilte das aber ber Will Irin te meinen wir. dach 6ter Ich!«* mache Abhilfe dringend notwendig ML Bti Steter Aussprache richtete brr Icitafbrnm and hilf', unter gogedlie« und zerstückelt es Deodch- taub au« ber B.-reinfamaag ber* .sgur t V-n In tk es nicht ohne eigene Sba b in Iritxr.-r 3eit durch ♦ebfenbr Oheu.- ber BtHiehungea w allen Mm Reich uu«a 14> olieien Iteui-dx* gerate* 18; dann mangels nbtteher fr.naben chilfc find wir allda aaf bte eigene Kraft aagcenete* Mehr als 30 MMionen Deutsche, bi.- s.-rfeits aefenr (f rennen behex, gilt es mit uns innerlich »u ner- Mnbri. Sie enchchran, wär« die >brei#ge ua« um Scftilanj bet Sri »ab i« •** Schanlmtew fcha t»be r ebe In dem Haute Ofetibt. 78. 2. Klage ber Gebrüder Snt« doch in Saagen gej ■* fchöltat Zar Linderung Meter Ormerchstotennrt c:c ba# etabeMrtaanmt heute weder ,n handeln. tnbee es Kredite für Rotbanb«» Drbelle» bewillige muchee. Selhchverchünbitch emr'aaben alle Parte en bei chauies NH tchanrr« ß« N ber bcMngte* rrrUle* in vollem Aeche. und cterl« IfibflHttw^ 5 .ciiett* sie 0*4 Metern •r^rfbtber Mt Rervssichrung *ir sich ab nach In überaus betrüblich Titan kr> ns.-lch^ei hfe Uag« nicht #u kräh, wen* man lagt, dach die letzte Phote der sangtzf^hrexbe* Aovni. unserer vtrachendahn begonnen hat. Diele >atfach- ift uns natürlich weiter abflelleftti: D. 2000; Radfahrerverein ..Aadenau" t>. 1902 ßDoborl 22 196. Angestellte der Ja.Gg **lnr. Schinner. 5. Aale. 42 100; Dvpvefrvpp» tlub Dleseck 2000. Brehel-Helnrich Im Aqua» num gelammeü 6228; S. 1000 ; 8ebmM>aft DeuchechelM 26000. gdemmeU durch bte Stüter In Henchelhel« 180 600; Schul« Reis» flrtben 38000 Mark Dm Gebern herzlichsten Dank! Weitere Sven den werden In der Des chLftSstell« des „®le6ener Anzeigers- angenommen e bemeffer Regierung und Ärrchfnt werden wohl darüber binau«gtbei De 3rf)d‘mg foü rüdwir» !teisi al« sie dte M^chr hatte, auch die 6a,iiali- sicrung nlch durch'ühren können 3m De e ifäh «e dem 'D* Aufhiuiei Haden dte Sachrxn itage* b* Unterltf^u glau«14*b ke> m3r-u 1 «leib tmrm t aj« 8 Uhr, im Sitzungssaal bei legte- ningegcbäubte «a Dasirt. Vu-ibgi J-öbt.U>P- Plotz Ir l Wall urit folgender XagteorMmag: B>ldlu*a ber Preis« Über den Reichs» i*b«, hinausgehen, bei en Ttongd uns hefunni find Sine dauernde C:abt Uieraig b?r Währung u d de« Reallob res werden w.r nicht ettr chen. h)lange das entwi fneie Deutsch'and ständig bedroht unb tzergew»Itigt wird «Sehr r.chtigsi Mir dr len auf die wach« er de Dlnsich« der Bevölkerung, t ist unr bte geg nHtig« Duldung unb A urke muna des deutschen V-densruchis getunt* Berhällnfsie ix bet Mell schassen toui Wirttchattsich und in der texten Aus», ttung auch tüt M 'Kcbraud/rr schädttchda^tzhwtza Di- Un» mbgQ4#ttt durch derartig Regier*^g-niistrach» mm pr^lsfenkend zu iptrfen, veranlagte bi.- Ter» brauch r zu dem Du nicht, ber Mini, ter möchte den artete* bi Betracht kommende* Rekten« bk« Aerchällniste darlegen, damtl bkfer Um.taub bei den Dehalls- unb ß ob* t*« r ba ■ b(* ■ • fit x bctihin wird Der Minister sagte «jm* clch.-n Schritt *u r it 2Eal gir BeNei - | kr.nnet. Ist wte fr4k'-;ber^uchgr 1730 Ulf für Turtelnder 1850 Mk te Pfend •• Berel* fir ba« Den :' chtznm n Au s la* d Jüan tettet uns. bte «oigeude* «ehe leheertgMswEM Sätze «er Xaernu« unserer r*< M hrt**m B* (..ree* is m der gdcmie* kresse tzdee d«* etfwberb.* Beria*f U mach»- fchätze ich den ber denllchen Dirsichc^r daraus e*r 'texnie* ScrbteaN rui ddher d*. ( 54 ectrr •nfter’ Ich le nur eine wir volle* Sinbruf der Pk «g^ttagung be« Auslands- per, ras tsnfert wm-««. Dreher wurde uns dte hohe B tvutuxg bkfer Cr#mVi!i»n ftr bte ntarwe* Interesie* unteres Bastsrums «trabe I* der 3ertw:i vor Z-j.m gdubn Denn man ^'chtsbestrweniger ertearuritb bte ^raae hören lernt, warum de. Berni* Msiei l?«L"'.K WÄN inöoE’Jtoere kiletat ii» m ^he, 2. "Lch ^tschAN«die Ä1 Ä» LÜZ ?ubem MM ^rL •KSÄSj? bii «if bai^ X "* * .^"""Nlk tourtm «rotrnig fe neu, I*1* wir mwja LA'’ £eiI >>« »<-I'MS„wch,za *n»eta!i<6g,g„ Krönung teranfoort» Mit 11.0. wurde eamtensHaft bis zur rl die Arbriierlöhne «r Diederichrisl dieser auptung toll grifft, n> sv meinen wir, bas, Engend notwendig ist. hteie der soziallem- u.a. auch Dorwürs« itgeberverband, M .sortgeseht nach der billigsten Sttote n dir Aeuherung, die wundern, wenn dcmu stehe, für Tiehen seien notwendig. Diese D> der verantwortlichen rochen wurde, und im Stellung Manns io hen werden. Dir be- Sachlage nicht nach- uch in unterem (mcr- eine rein referierende dah der Arbeitgeber« uifarn wird, enbahnsrage, da» unserer Finanzverwal- lesordnung erschien, ist Dittschastsbild dieses ter Dr.Seid entrollte n kennzeichnet die Lage gt, dah die letzte Male e unserer Strahenbahn [aj? ist uns natürlich vielen anderen Mit» Interesse der WM 4s Deiterleben dieser igen allgemeinen l&rt» 4t emöglichlverd^ >r Stelle dem Wunsche 4 bestem Kämen für eitskräfte gesorgt und «er Arbeitnehmer auf Set wird, fo totner ia zerzschl auf ihre W* orlage betraf M die indehundeseue^ ühlsmahig ga«W a mch einmal an w» L wert«" aus diese MZ VVnabm und das ganz . -öchm, einer vor <« i*5ä »S ?*”?«• !«**£*«*s -Strasse. Säfist SAS^i "ASt »Mr« hing getroffen tperl 30 000 0Kf. 22 500 15 000 7 500 Darum 356107.50 357X’r2.50 367080,- 3ÜS92-»,— 3546,10 8563.93 itani der Finan'aus schuß ermäch igt werde. im Sinne Ves Antrages zu pandrln. Auch »an das Stadt- bo'für gesorgt sein, dah jrterzeit Mittel bereit« tt baÄ 506745 13566- 11471,28 cinzu stellen und ihn nur zu den , Anschluß daran aufrechtzuerhallen. «132,55 1.Kl34r- 18884,35 1243L- 19949,75 2065,15 Werden: a) scfern der Hundebesih daS ganze Jahr hindurch dauert b) sofern er nach dem 1. Januar, ober vor dem 1. April beginnt c) sofern er nach dem 1. April, aber vor dem 1. Juli beginnt d) sofern er nach dem 1. Juli, aber vor dem 1. Dovember beginnt für jeden Hund. 13815,35 12369.- 19850.27, 2054*5 des Antrages zu t-aud-ln. Auch wenn daS Stadl- ] beantragt, die Steuer auf 15 000 Mk. für den Parlament in Kürze in die Ferien gehe, müsse | ersten, 30 000 Mk. für ten zweiten, 45 000 Mi. bo'für gesorgt sein, dah jederzeit Mittel bereit- für den dritten Hund und so weiter ansteigend gestellt werden zur Fortiübru g der Dotsta:rds- ! festzusetzen. Dieser Vorschlag findet auch teil- t:“‘ K fc'" 1 weise Unterstützung in den Reihen der Deutschen Dolkspartei. tvühreid ein Redner te- arbeiten. Za diesem Zwecke bitte er. dem Finanzausschuß die erforderliche Ermächtigung zu erteilen. Bürgermeister Srenjien bemerkt seitens ber Stadtverwaltung u'd seitens ber Stadwer- ordnetenversommlung sei stets da» nötizr Verständnis für die schwere L.-gr der Erwerbslosen bekundet wvrde i. Schon bei der Bereitst ellung der ersten 10 Millionen h.'che man sich gesagt, daß nach wertere Mittel für die Linderung der Er- werbslvsigleil erforderlich seien. In der Deschaf- tigung der Erwerbslosen stehe die Stadt Diehen an erster Stelle unter den höfischen Städten. Offenbach habe zurzeit 500 Erwerbslose, davon beschäftige die Stadt aber nur 25, Darmstadt beschädige von sei.ren 300 2lrbeitslosen nur 100, die Stadt Gichen dagegen hab' v>n be« ieht vorhandenen 120 Deschä.tigungslo'rn 70 mit Arbeit versorgt. Das seien Ziffern, die klar bewiesen, dah die städtischen Sollen mit Aerstchidnis für die Erwerbslosen zu sorgen bestrebt seien. Die Stadt werde oud> weiterhin bemüht bl eiben, die in Betracht kommenden Leute nicht völlig eristenzkS Rrief 14170.- 5105. 1467u- 20700- 30950- 110.75 79400 — 368300.- 4380 — 1085 — 2 50- 12960,- Kirchliche Nachrichten. 3fr.ReliglonSgefellfchaft. Sabbatfeier 9. Juni, Freitag abend 7.50, Samstag Dorrn. 8 Predigt, nachm. 4.30, Sobbatausgang 9.35, Wochengottesd.: morg. 630, abds. 730. — 3fr. ReNgionSgemeinde. GotteSd. i. d. Synag. (Sudan!.) Samstag, 9. Juni. Borabd. 7.45, morg. 8.30 Predigt, abdS. 8.45 u. 9.25. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine interalliiert» Konferenz in Sicht. Paris, 7. Juni. (WTB.) Dem „Journal" wird aus Brüssel berichtei, die Folge der gestrigen Beschlüsse sei, dah in kurzer Zeil eine interalliierte Konferenz stattfinden werde, und zwar vielleicht in Ostende. Die Initiative der Vorbereitung falle Belgien zu. Der Umstand, dah eS von seinen Kriegsschulden befreit sei, habe es in die besonders günstige Lage gebracht, die nötigen Borbereitungen für eine interalliierte Aussprache zu treffen. Der Derichterst-atter will wissen, dah im Laufe der technischen Beratungen von einer rheinischen Währung, die nicht mehr länger hinauSgeschvben werden dürfe, gesprochen wurde. Man habe ferner beschlossen, die Besitzer der ausgelöschten Kokereien aufzufordern, sie unverzüglich wieder in Brand zu setzen. Komme man dieser Anordnung nicht nach, dann werde die Konfiszierung seines Vermögens angevrdnet Die Besetzung der Kruppschen Hütten. Paris, 7. Juni. (WTB.) Dach einer HavaSmeldung aus Koblenz wird die militärische Besetzung der Kruppschen Metallwerke in Aeuwied, Engers und Mühlhofen so lange als Pfand aufrechterhalten werden, bis die Kvh le nsteuerrück stände der Kruppwerke in Höhe von 20 Milliarden Mark vollkommen gezahlt seien. GnglHcher Druck auf Amerika zur Herabsetzung der Kriegsschuld?n? Paris, 7. Juni. (WTB.» Dach riner Meldung deS Londoner Korrespondenten des „Echo de Paris" dringt in der englischen Hauptstadt immer mehr die Auffassung durch, daß für Amerika der Zeitpunkt gekommen sei, seinen fe st ländischen Schuldnern einige Zugeständnisse zu machen und einen AbstrichandenKriegsschulden dorzunehmen. Die Bereinigten Staaten würden dabei auf ihre Dechnung kommen, denn sie seien von einer regelrechten Gold Verdauungsstörung betroffen und im Begriff, den europäischen Markt zu verlieren. 3n diesem Falle müsse sich Amerika t-.ach China wenden, um neue Absatzgebiete zu finden, dort würde es aber auf die japanische Konkurrenz stvhen. Wenn Amerika sicb darauf versteife, seine festländischen Forderungen nicht herabzusetzen, dann würde det Sieg nur dazu geführt haben, dah die alte Wel: der neuen Entschädiguilgen zahle. G n g l a n d werde ganz bestimmt in dieser Beziehung einen Druck auf Washington auZüben, «Seid 14030.— 5055.- 13930.- ‘21500- 3065a- 110 25 7W00.- 364700.- 434a- 1065,- ■233a- 12840- 5137.80 143 >5,25 HO79.1K) 3714.25 1433^25 13233,- 21052.5.) 2205.50 70448.15 Zentrums sich für frm Borschlag des Finanzausschusses erklärt, da dec Steuerbetrag, den der Ausschuß Vorschläge, doch gering fei im Der- höltnis zum Geldwert. Ein sozialdemokratischer Artmer macht darauf aufmerksam, dah die Bectrrter der Parteien im Finanzausschuß dem Antrag auf 30000 Mk. zugestimmt haben. Angesichts der heutigen Erklärungen fei eS notwendig, die Sache noch einmal zur Beratung an den Finanzausschuß zu geben. Dagegen wenden slck Deigeordneter^Dr. S e i b und ein Redner der Freien Ber inigung. die beide betonen, dah die neue Steuer dann nicht am 1. Juli in Kraft treten könne, und da eins rückwirkende Geltung unmöglich sei, die Stadt auch Ernnahmeeinbußen erleid Die Abstimmung ergibt die Aückverwecsung der Vorlage an den Finanzausschuß zur nochmaligen Beratung. Einschränkung des Strahcnbahn- betriebe. Die Betriebsdeputation und der Finanzausschuß beantragen fclgenbe Beschlußfassung: 1. Man ist grundsätzlich tannt eirwerstande.i, daß in den verkehrsarmen Zeiten ter Strahendahn- betrieb eingeschränkt wird. 2. Die Betriebsdeputation wird ermächtigt. Ei.'° schiänkungcn deS Sttaßrnbahnbetriebs hinsichtlich ter Betriebszeitsn feibftanoig vorzunehmen. Beigeordneter Dr. Seib führt zur Begründung ter Borlage auS: Eines ter stärksten fimr.i- | zielttm Schmerzenskinder der S:adr ib bi: ötraßea» । Hahn. Der Erhöhung bet Einnahmen sind Grenzen i gesetzt. Die Berhältnisse ixrbcn da^u geführt, daß die AustechleiHaltung des bisherigen Dertehrs I nicht mehl möglich ist. Daher muh die Straßen- I bahn in verkehrsarmen Zeiten eingestellt werden. Jetzt laufen zu gewissen Tageszeiten eine Reihe von Straßenbahnwagen völlig leer, nur bei der Ankunft der Zugs werden sie leidlich benutzt. Bom Standpunkt der Allgemeinheit aus besteht em Interesse. den Betrieb solange wie möglich zu halten. Wir können das Leben der Öttaöenlxibti noch f riften, wenn wir die gce gre en Betriebszellen finden. Es ist daher beschlossen worden, an gewissen Bormittags- und Dachmittagsstunde-r den Brtrieb SanbeL Berlin, 6. Zuni. Börseuftim- mungsbild. Die Erholung der Devisenkurse brachte die Auftvärtsbewegung an der Esset- tenbörse von neuem in Fluh. Am Montanmarkte wurden unter Bevorzugung der Dhein- Elbe-Anivn und ferner namenllich von Rheinstahl die Kurse durch Snteressenkäufe und Erwerbungen für ausländische Rechnung gewaltig in die Höhe getrieben. Rheinstahl gewannen 230 000, Deutsch-Luxemburger 70 000, Bochumer 60 000, Gelsenkirchener 80 000, Har- pener 60 000, Katloviyer 50 000, Oberschle- iifd-cr Eisendahnbedarf 65 000, Phönix 50 000, Scvlberger Zink 25 000, Rvmbacher 60 000. Aull) chemische Werte würben zum Tell be- ttächtlich höher bezahlt, RütgerSwerke um 55000, Scheidemantel um 40 000. Sehr begehrt waren ferner einzelne Masckinenfabrikaktirn, wie Berlin-Karlsruher Industrie, Berliner Maschinenbau, Karlsruher Maschinen, Ludwig Löwe, Motorenfabrik Deutz. Der hohe Kursstand und die dadurch für das Geschäft bedingten auhervrdentlich hohen Zahlungsmittel wirkten auf den Umfang der Umsätze einschränkend. SchiffahrtSaktien schlossen sich der Aufwärtsbewegung an. Bankaktten waren im allgemeinen nicht bedeutend verändert. Ausländische Papiere waren entsprechend der Devisenbesserung fest. Deutsche Anleihen blie- 6. Hunt ttmlL Woifern. «rtb Brief 4314 20 4335,80 30324.- 34476- der Flcguenz kann auch nicht in Betracht kommen Der Bel rag. den bte Stadt bei jedem Fahrgast drauflegt, ist so groß, daß ein$ Vermehrung ber Benutzer keine bessere AentadNltät bedeutet, im Gegenteil wird ter Zuschuß noch viel großer werden. Um Ne Einnahmen unb Ausgaben möglichst weiter in Einklang zu bringen, muß bte Einschränkung getroffen werden. Mittel ntdfrt mehr MiSreichen. TBew das ©tobt- parlameni in ben Ferien sei, müsse auch nach feiner Metrnmg alles getan bzw vorgesehen fein, bofi die Arbeiten fortgeführt werden tonnten. St unrertiühe brSh^lb den fozialdemvtratfschen Antrag, durch den der Finanzausschuß die Er- niäd?tiflung zum selbständigen Handeln erhalten solle. Der strtlv. Dorfitzende der Freien Der- etniflu n g erklärt gleichfalls ferne Zufttminung zu dem Anträge der Sozialdemskraten. Bon ben übrigen Reden ist noch die Forderung erwähnenswert, daß bet den städtischen Dot- standSarbciten. auch bei den Untemcbmerarbeilcn. in erster Linie stets die tn Gießen wohnet,den Erwerbslosen beschäftigt werden sollten, Arbeiter aus den Landorten müßten sich vor allem nach Beschäftigung in der Landwirtschaft umsehen. Die Abstimmung ergibt die einstimmige Annahme deS Antrages des FstranzausschusseS. wonach ein Kredit von 40 481 000 Mk. bereitgestellt wird: außerdem wird auch der loKfaldsmvtratische Zusoyantrag in der Form, daß der Finanzausschuß zu weiteren, den Berhältnissen entsprechenden Ätebfleroffnungen ermächtigt wird, einfiim- mig angenommen. Erhöhung ber Gemeindehunde st euer. Der Finanzausschuß beantragt: Die Gemeinde-Hundesteuer in der Stadt Gießen soll mit Wirkung vom 1. Zuli 1923 wie folgt festgesetzt 511220 14264.75 11920,10 3695,75 14264,75 13167,— 23947,50 2194A0 79051.85 iu lassen. Ein k v m m u >i i st i s ch e r Redner schließt sich dem Standpunkt der ©.Djialbemtraten an and nennt zahlreiche Stellen, wo nach fnucr Ai sicht m>ch mancher Erwerbslose unter gebracht werden ®n,ic. Der Wvrtlührer der Dem okraten erklärt, Ne augenblickliche Arbeitsn?t sei natürlich nicht Schuld der Stadt, sondern etv Füz-e der allge- mcin-polilischen Lags. Es bandle 'ich jetzt darum, dem Dvtstand zu steuern, und bi müsse man doch über das hinausgehe-n. was der Fi ianzausschuß beschkosseii habe (40 Millionen). Redner meint. 60 bis 65 Millionen werde man beieitftellen müssen, außerdem mühe ba,ür gesorgt werd-en, daß die CBerax>(tung träbrc.tb ber Sladlverordnelen- ferien Mittel verfügbar habe. Es cmpfoble sich alfo, die wun Finanzausschuß norgefifc lagere Summe zu erhöhen nmd ihn in die Lage zu sehen, während der- Ferienzeit selbständiz zu handeln. Der Führer der Deutschen B v l k s p a r ° tei weist daraus hin. daß seine Partei schon bei drn ersten 10 Millionen zugestimmt habe und daß sie auch bcuie au dem Staadp rakt stehe, alles Erforderliche für die Er wer bsi oseulürsorge za tun. Eine über den Finanzausschußantrag hinaus- gehende feste Summe heute bewilligen, sei nach der Geschastsordnung nicht möglich, aber man könne sehr wohl den Finanzausschuß ermächtigen sofort einzugreifen, wenn Die bereitgeftettten Der mehrfache Hundebesitz wird mit folgenden Zuschlägen belegt: süi den zweiten Hund 15 000 WL für den Dritter. Hund 30 Ö00 Mk. usw. fo daß für jeden weiteren Hund der Zuschlag sich um 15 000 OKt erhöht. Für den Uebergang wirt» bestimmt, daß, wer die Abschaffung eines HundeS biS spätestens zum 30. Juni 1923 bei der Stadtverwaltung schriftlich ober mündlich angezeigt hat, von der Dach- tragserhebung für 1923 befreit bleibt. Beigeordneter Dr. Selb begründet die Dor- lage mit dem Hinweis aus die Geldentwertung, die den Im Februar besch ossenen Steuersatz von 3000 Mk. außerordentlich verkleinert habe, und mit dem Hinweis auf die starke finanzielle Dotlage bet Stadt, die die Ausschöpfung aller Einnahme- auelken notwendig mache. UebrigenS hätten andere Städte, z. D. Mainz, schon wesentlich höhere Sätze festgesetzt. Ein demokratischer Redner beantragt, die Züchter reiner Rassehunde, die nachweislich Zucht betreiben, nur mit der Steuer für einen Hund zu belasten. Beigeordneter Dr. Selb warnt vor der Au- nähme dieses Antrages, da er einen erheblichen Steuerausfall zeitigen werde. Der kommunistische Stadtv. Blerau sagt, bei ber vorigen Hunbesteuererfwhun? fei von bürgerlicher Seite im Parlament »großer Klamauk" gegen die Steuer gemacht worden. Auch der .Gießener Anzeiger" habe sich gegen die Heraufsetzung der Steuer gewandt. Seine Grnppe werde die heutige Dorlage ablehnen, da 30 000 Mk. zu Poch feien. Die sozial de mokratifche Frallion hat in dieser Angelegenheit kerne einheitliche Auffassung: einer ihrer Redner warnt vor ber Annahme des demokratischen Antrags, ein anderer befürwortet ihn, ein dritter tritt für die Dorlage des Finanzausschusses ein, nachdem er gehört hat, dah diese eine Mehreinnahme von 16 Millionen Mark bringen werde, eine Summe, die man sehr gut brauchen könne, da man doch für die 8r» werbslvsenfürsorge erhebliche Aufwendungen machen müsse; in dieser Sache sei sehr viel gefühlsmäßig geredet worden. Don der Freien Dereinigung wird üutnttmn «der bte Fahrzeiten unterrichtet wird, sollen an den Haltestellen geeignete Schilder angebracht werden, auf be.iea 5re Zeiten des Fahrens ersichtlich sind Der größeren Beweglichleit wegen soll hierüber bte Betriebsbeputation entscheiden, damit man nicht immer warten muß bis zum Zusammentritt ci '.er.Staktverordneten-Bersammlung. Anders feil natürlich ber EnlscheidungSmoduS fein wenn etwa die völlige Stillegung der Straßenbahn In Betracht kommt. Heber die Wirtschaftlichkeit des Betriebs geben folgende Ziffern Aufschluß: 3m Dezember 1922 betrug das Defizit 1,6 Millionen Mi., bte Zahl der beförderten Personen rund 118 000; im Zanuar 1923: Defizit 8,1 Millionen Mk, bcfbrb.ile Personen 85 000; im Februar: Defizit 21,4 Millionen Mk., beförderte Personen ,84 000; im März: Defizit 19 Millionen IJlt, befördert? Personen 73 000; im April: Defizit 12 Millionen Mk., beförderte Personen 45 000. Erne Ermäßigung der Fahrpreise etwa zur Erhöhung 7. Junt Amtl. 9loiiera- Olelb «Brief 4401,45 4423,65 31022,25 31177,75 Auf 'die Erklärungen eines sozialbemv- kratischen und eines kommunistischen Redners, daß die Detriebssiaschränkung nicht aus Kosten der Arbeiter gehen dürfe und daß man dafür Gewähr haben müsse, daß die Leute anderweitig befchästigt werden, antwortete D-.'ige.-'rb- neter Dr. Seid, die Arbeiterfrage solle, wie b^her auch, durch Beschluß ber Betriebsdeputa- tivn geregelt werden. Es müsse ober hier schon grundsätzlich gesagt werden, we,m man die Arbeitskräfte. die durch die Betriebseinschräncung Tret werben, in andere Betriebe nehmen wolle, ohne daß bart Arbeitsstellen verfügbar seien, bann könne man sie auch bet ber Straßenbahn lassen, an Ersparnis fei bann aber nicht zu denken. Bei der Annahme der Dorlage könne man auf eine Ersparnis von etwa einer halben Million Mark pro Tag rechnen. Ein Gr^vlg sei nur zu erzielen, wenn die Zahl der laufende,i'"Wagen und die der Arbeiter vermindert werde. Es fei natürlich selbstverständlich, daß versucht werde, die frriwrrdendea Kräfte in erster Lime in städtischen Betrieben unterzubringen, evtl, erfolge eine Freimachung von Stellen. 3it erster Linie kämen für die Beschäftigung in städtischen Betrieben Einwohner von Gießen in Frage, denn die auswärtigen hätten meist noch landwirtschaftliche Arbeitsmöglichkeit. Es werde bei ter Behausung dieser Frage so vorgegangen werden, daß bei sämtlichen stöchttschen Arbeitskräften genau geprüft werde, ob sie bte Möglichkeit haben, auf dem Lande Arbeit zu finden. Es werde auch nicht ausbleiben, daß ein Teil ber Leute pensioniert werden müsse. - ichwächung war aber vorhanden Für Effokten- beflanb sehr feste Meinung, namentlich Petroleum- werte waren sehr begehrt. Zu dem erhöhten Kursstand waren aber auch Abgeber am Markte. Höcd st a. M^ 6 3um. (Wolff.) Unter dem Borsitz des Dr. Walther vorn Rath fand heute die o. G.-D. der Farbwerke Dorrn. Weister. Lucius <5: Brüning statt. Dach dem vom Borstand erstatteten Geschäftsbericht ergab das abgelaufene Hahr einen Ueberfchuß von 6 031 417 "26 Ttarf (289 458 742) und nach Abzug von 286 233 752 Mk. (29 960 576) für Amortisationen 1 508 879 627 Mk. (14 344 431) für Staats- und Kommunalsteuern. 355 622 877 Mk. (31 809 850) Beiträge für Bersicherungslasten und Angestellten- und Arbeiterwohlfahrtszwecke einen Reingewinn von 3 961898 111 (175 796 411) emschl. deS SaldovortrageS aus 1921 im Betrage von Mark 3 586 441 (3 452 557). Auf Vorschlag des Aufsichts- rates wurde beschlossen, 60 Goldpfennig Gewinnanteil (30 Prozent) unter Zugrundelegung eines Inder von 5000 gleich 3000 Mk. für jede Stammaktie und 31/2 Prozent GewinnMileck auf die Vorzugsaktien xu verteilen, 104 192 000 Mk. Gewinnanteil an Den AussichtSrat zu vergüten, 1 Milliarde für Wohlfahrtszwecke für Angestetlle und Arbeiter zu verweiiden und 218 606 111 (3 586 441) Mark auf neue Rechnung vorzutragen. Frankfurter Devisenmartt. (Telegraphische Auszahlung.) Tfter anschlftehen. um einer Fadel den Daraus zu. machen. Der tonnnunisttsch< Sladtr Die rau rief bei ber Beratung mit starker Stimme in den Saal, bei der vorigen Hundest-eue'.'erhöhung habe auch der „Gießener Anzeiger^ an dem „großen Klamauk" gegen die»« Sdeuererhöhung terlgenommen. Wie aus unserer Dr 40 ersichtlich lich, ist daS gerade Gegenteil richtig, denn wir find f ü r die Erhöhung auf den vollen Von der Verwaltung vor geschlagenen Steuersatz ringetreten Wenn ber Stadtv Dierau wieder I mal das Bedürfnis fühlt, uns zu zitieren, dann möge er das doch wenigstens zutreffend tun. damit feine Hörer wahrheitsgemäß unter« | richtet werden 3m übrigen verabschiedete das HauS noch manche andere interessante Dvrlage, über die der morgige Schzußteil unseres Berichts Räßeres enthalten wird Sitzungsbericht. Anwesend: Bürgermeistei Krenzten. ber | ln Vertretung des in Urlaub befindlichen Ober- I bütgetmeiftert den Vorsitz führt, die Beigeord- I neten Dr. Selb und Dr. Rosenberg und , 33 Stadtverordnete Der Zuhörerraum ist erheblich stärker alS gewöhnlich beseht. Kredit für Dotstandsarbeiten. Bom Finanzausschuß wirb beantragt, für die Ausführung von Dotstandsarbeiten einen weiteren Kredit von 40 481 000 Ml. zur Verfügung zu stellen. Ein fozialdemokratischer Antrag fordert bte Erhöhung des Kredits auf 100 Millionen Mark. Bürgermeister Krenzten bemerkt zu dem fvziallstischen Antrag: Die Bewilligung des Kredits für Srwerbslosenfürsorge müßte in erster Linie Angelegenheit de« Staate- sein. Die Mittel ber Stadt Dürften nicht zu so außerordentlichen Ausgaben hinreichen, und deshalb bitte ich. den Antrag der sozialdemokvatifchen Fraktion nicht anzunehmen. Die Mittel, die wir vom Staate für die Erwerbs!osenunterstühung erseht bekommen, find so außerordentlich gering, daß wir kaum von einer nennenswerten Unterstützung sprechen können. Am 28. März haben wir bei der staatlichen Stelle, dem Staatskomrnisfar für bte Demobilmachung, die Gewährung von Zuschuß- mitteln für bte Erwerbslofenfürsorge beantragt Trotzdem in den maßgebenden Bestimmungen steht, daß die Dotstandsarbeiten, die zu unterstühen sind, nicht vor der Genehmigung be6 Anttages an- gefangen werben dürfen, hat die staatliche Stelle unseren Antrag bis heute noch nicht beantwortet. Angesichts ber außerordentlich großen Ausgaben der Stabt darf sie nicht zur Erfüllung von Pflichten herangezogen werden, die in erster Linie Sache des Staate- und de« Reiche« sind. Wenn auch die Dotlage der schwerbetroffenen Familien tief zu beklagen ist, so können wir doch nicht Mittel bewilligen, die wir selbst nicht haben. Deshalb bitte ich den sozialdemokratischen Antrag zurückzustellen, den Stadtv. Mann aber bitte ich, feinen Einfluß als Landtagsabgevrdneter dahingehend geltend zu machen, daß ber Staat die notwendigen Vel- ver gibt. Der Sprecher der sozialdemokratischen Fraktion betont, die außerordentliche Zeit er/erbere außerordentliche Maß rahmen. Er fürchte, daß die Landesregierung beim Verlangen von Mitteln auf das Reich verweisen werde. Erne große Zahl von Einwohnern sei durch Erwerbslosigkeit schwer betroffen. Die prvdukttve Erwerbslosenfürsorge müsse in recht weitem Maße ausgebaut werden, wenn man nicht wolle, daß schließlich Erwerbslosenunserftühung gezahlt werden müsse ohne Arbeitsleistung; nicht nur seien diese Mittel unwiderbringlich dahin, auch b:e Wirkung der unproduktiven ErwerbSlosenb^fe sei bemorohfierenb. Die Helle genannten 40 Millionen seien im Finanzausschuß einstimmig bewilligt worden, heute fe e i diese 40 Millionen daS aber nicht mehr, was sie bei ter Bewilligung gewesen. Er sei sich bewußt, daß man au? Grund Der Geschäftsordnung b:e Angelegenheit beute nicht im Plenum endgültig erledigen könne, aber seine Fraktion wolle -i( tem A llrag erreichen, daß Banknoten. Frankfurt a.M., 7. Juni. Gdbmehrt Noten ......... rvrnn^öüfdje Noten......... Dänische Noten......- - - Schwedische Noten......... Holländische Noten......... Dem sch-Oe'ter reich X 100 5kroa:« Slmerienntsche Noten........ Cnnlische Nmen.......... Omlicnlfdie Stote»......... Belgische Noten .......... Ungarische No en.......... Tschechoslowakische Noten . . . . Norivegtichc Noieu ........ vimnäntsche Sloten......... Spanische Noten.......... 103-47 10X53 1 (0.972 111/528 13,78 14,48 13,591 13,659 22.54,35 22135,65 ‘J'ül.lü 2371,90 — 798.- 602.- Ä. T). D., 3. e : Sitrar Erscheint in Massen! Klein-Unden, 7. Juni 1923. 0*54 Dr. Ontner's Wesdwxtnkt diinnoöiBffls Wieseck, den 7. Juni 1923. 38D0D DU. MWH III neben. <8H45 Mtrtliilawi!. Palast-Lichtspiele^ YimMtt end grtln Ttafer ai RMn Briitf ebraW N1 , Ubr: flffnAt frma ürarwiliwttBll! [Verschiedenes! ! Giehen iAKhen, Schrobmii In Vorbereitung: |Q FUmelngeplei! MOcM Abu«»«*«: Fridericue Rex iiLTeiL 1 Goldperle mit Schnitzelseife für etrtn • Ttnlerrt inltrTleti vIMAtttbrn n. brrnLi 1 verlaufen. I Bronögifif 1 I SlQüiere I Filmelneeplei; .Wir In 5 Akten mit (»veanrwlnlexvii. Karlsruhe mit Äaerilic. Ban Äomn* d. 1L »tnm ab ih Me tile- iMfiehfOt eirt »we •kJi- h Ubr abrnM «rdluet. 1*01 v Redner Cünbtagsabqeorbneter Ebner spricht über die Teuerung und da* arbeitende Volk. Stabtoerorbn. Haupt: Tie‘IDohnungsnot und ber neue Miet, zuschlag der Stabt (Stehen. Eratkludge Auswahl in Damenhandtaschen, Besuchataschcn, Gdd- KheintaKhen, Rneftaschen. 7j einen rtnls Aktenmippen, Berufs- ippen, Koffern mit und ohne Lmnchtung Re senecesMires usw. spassttnschuije • ttorf.u Ulrbhe 3M r Imal aetrnn. xn vt । t*lriv | Verkäufe | (ttlude mit 12 Hülfen xu verfaulen l.lrh. «w Bahn! » .