Nr. M Erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags, mit berSamstaqsbcilage: GießenerFamilienblätter Monatliche vezua.rpreise: 3400Mark und 200Mark Trägerlohn,durw diePost 3600Ularh,and) bciJlid)!» erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrift. leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: rlmeigerSiehen. Postscheckkonto: Frankfurt o. M. 11686. Erstes Blatt 173. Jahrgang Dienstag, 8. Mai 1923 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Annahme von Anzeigen für die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigeuo. 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100MK.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Bei Platz- Vorschrift 20Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den vrr-S und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei H. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Die Antworten. Die französische Antwort auf das deutsche Reparationsangedot hat, so schreibt uns ein Berliner Mitarbeiter, im deutschen Publikum vielfach Bitterkeit hervorgerufen, und auch die Börse beurteilte die Gage zunächst sehr ungünstig. 3n den politisch führend«: Kreisen Deutschlands war man aber von vornherein nicht geneigt, sich der pessimistischen Ansicht anzupassen. Der Gang, den die Ding« dann genommen haben, bestärkt die deutsche Regierung in ihrer etwas hoftnungs- volleren Auffassung. Poincarö hatte offenbar vor, eine brutal ablehnende Antwort zu geben, die sich im Ton und .Etil auf dem Niveau seiner letzten Kriegerdenkmalsreden bewegen sollte. Er hat dies picht getan. Er ist in ziemlich langatmigen Erklärungen auf jede Einzelheit der deutschen Note eingegangen. Diese älmständlichkeit, die, nebenbei gesagt, zu leicht widerlegbaren Irrtümern und Mißverständnissen führte, ist zweifellos die Folge des belgischen Einflusses gewesen, der unbedingt ein genaues Eingehen auf alle deut- schm Vorschläge wünschte, und in der nachhinkenden belgischen Note wird man wohl auch weitere Abschwächungen finden. jedenfalls hält die nationale französische Presse Herrn sPcincarö recht unwillig vor, daß sein jupiterdonner eigentlich keine kategorische Ablehnung der deutschen „Zumutungen", sondern die, wenn auch versteckte Bereitwilligkeit zu - Verhandlungen enthalte. Gerade dies ist aber auch die Meinung an deutsch-amtlicher Stelle. Besonders der auffallend ausführlich Teil der Poin- car^fchen Note, der auf die finanziellen Vorschläge der deutschen Regierung eingeht (diese allerdings vollständig verkennt und verdreht), scheint eine weitere Auseinandersetzung zu suchen. Trotz der bei Pvincarö ja gewohnten Vorwürfe, daß Deutschland stets gegen den Versailler Vertrag revoltiere und die Revanche suche, werden in der stxlnzösischen Note die beiden Forderungen Deutschlands: Aufrechterhaltung des passiven Widerstandes und Räumung des Ruhrgebiets nicht so unerbittlich feindselig zurückgewiesen, daß man nicht das Gefühl haben formte: Wenn die deutschen Vertreter endlich wieder einmal den Gläubigern Deutschlands Aug in Auge an einem Verhandlungstisch gegenübersiYen, dann wird sich alles finden. Läßt die französische Militärmacht im Ruhrgebiet unter dem versöhnlichen Einfluß der beginnenden Verhandlungen von dem unsinnigen Austreten ab, so läßt der passive Widerstand auf deutscher Seite ganz von selber nach. Hat man bei den Verhandlungen erst einmal einen Zahlungsmodus und überhaupt die Tür zur Verständigung gefunden, so wird man sich über die Räumung der besetzten Gebiete viel schneller einig werden, als es heute scheint. Pvincare gibt sich in seinen Ausführungen den Anschein, als hak« er den Auftrag erhalten, die belgische Antwort vorwegzunehmen Aber in dieser Bemühung verrät, sich gerade die doppelte Vaterschaft in der französischen Note. Pvincare war durch belgische Sonderwünsche in der vollen Entfaltung seines deutschfeindlichen Temperaments gehindert. Mehr noch. Pvincare antwortete im Schatten des englischen Unwillens! Nicht dem eigenen Triebe folgend, mußte Sie Pariser Regierungspresse vor der französischen Antwort verkünden, Pvincare werde eine weitere Aussprache „nicht verhindern und nicht entmutigen". Auf Grund wiederholter englischer Bitten mußte sich Pvincare ferner entschließen, die Absendung seiner Antwort nach Berlin um einen Tag binauszuschieben. Am Donnerstag wird Curzon hn Unterhaus« sprechen. Wenn es auch nur ein freundschaftlicher Stotz mit wattierter Dvxerfaust sein dürfte, für den deutschen Standpunkt genügt es, daß Pvincare damit in di« Arena der Verhandlungen gestoßen wird, wo er schließlich doch Farbe bekennen mutz. Die Gleichartigkeit der belgischen Note. Berlin. 7. Mai. Wie die Blätter melden, traf der offizielle Text der Pariser Note heute morgen in Berlin ein. Der deutsche Geschäftsträger in Brüssel teilte mit, daß der ihm übergeben« Text der belgischen Note dein der französischen 2lntwort g l e i ch a r t i g sei. Auf drahtliche Llebermittelung der belgischen Note wurde d^halb verzichtet. Es wird erst nach dem Eintreffen des brieflich übermittelten Textes festgestellt werden, ob die belgische Note von der französischen irgendwelche Abweichungen zeigt. Den Blättern zufolge trifft der Reichs - k a n z l e r , der einen kurzen Erhvlungsurla-ib verbrachte. aus Freudenstadt morgen in Berlin ein. Die Festigkeit des Kabinetts Cuno. Berlin, 7. Mai. (WTD.) Zu der tn einem Teil der französischen Presse enthaltenen Darstellung. wonach in Deutschland eine Regie- rungskrisis unvermeidlich sei. stellt das Organ der Deutschen Volkspartei, „Die Zeit", f*ft: Sämtliche Parteien der deutschen Volksvertretung sind darin mit der Regierung einverstanden, daß wir den passiven Widerstand nicht aufgeben dürfen und daß wir jebe Vergewaltigung durch ein Diktat unbedingt ablehnen müssen. Es liegt also nicht der geringste Grund vor. an einen Regie-- rungswcchkel zu denken. Es ist auch keineswegs in Aussicht genommen, an dem Bestand des Kabinetts Cuno irgendetwas zu änSern. Das Kabinett Cuno stützt sich auf eine parlamentarische Einheitsfront, in die all« Parteien von den Deutschnationalen bis einschlietzlich der Sozialdemokraten einbegriffen sind« Berliner Presseftimmen. Berlin, 7. Mai Die Antwort, die P o i n - c a r e namens Frankreichs und Belgiens auf die deutschen Reparativnsvorschläge erteilte, wird von den Blättern eine reine Propagandaschrist genannt, die in jeder Zeil« Sie Absicht vertrete, auf die östentliche Meinung der Welt zu wirken Die Forderung Poincares nach Ausgabe des passiven Widerstandes im Ruhrgebiet wird von der gesamten Presse als unerfüllbar bezeichnet. Der .Berliner Lokalanzeiger" betont, datz der französische Einbruch in das Ruhrgebiet nicht nur den Vertrag von Versailles, son- Sem auch das Völkerrecht verletzt habe unS datz deshalb Deutschland das Recht und die Pflicht habe, den passiven Widerstand sortzusehen Die „Germania" schreibt, der passive Widerstand ist der Ausdruck des Volkswi.leas, und wenn, wie Pvincare behauptet, die b’iScn Einbruchsmächte sofort die Zusammenarbeit zwischen den deutschen Industr eilen. 3ngeni uren und Arbeitern und den Verbündeten wünschen, so wäre die Vorbedingung, baß, sie den Willen der De- völlerung respektieren. Die Debatte über mögliche Modalitäten dieses Widerstandes könnte also nur im völligen Einverständnis mit der Ruhr- bevolkerung geführt werden Das „Berliner Tageblatt" fordert sogar eine Verstärkung des passiven Widerstandes. Die bewundernswürdig« Auhrbe^ölle.ung müsse noch mehr als bisher auf allgemeine tatkräftige Linierstühung zählen können, und das sei gerade dann nötig, wenn man zu Verhandlungen kommen wolle. Von dieser Ansicht vermögen uns weder Drohungen noch freunSliche Ermahnungen abzubringen. Der „Vorwärts" sagt: Das ganze deutsche Volk erblickt in der Besetzung des Ruhrgebietes ein Verbrechen wider das Völkerrecht, ein mitten nn Frieden verübtes gewalttätiges Llnrecht, das so rasch wie möglich wieder beseitigt werden muß. Sollte die srcrnzösische Note besagen, datz die Verhandlungen erst beginnen sollen, wenn sich der letzte Deutsche den Befehlen der wiSer recht! ich en Gewalthaber willig füge, s o wären Verhandlungen überhaupt niemals mög- l i ch. Da aber Verhandlungen notwendig sind, wird ein Weg gefunden werden müssen, um Siese Schwierigkeit zu beseitigen. Englischer Kabinettsrat. London, 7. Mai. (WTD.) Heute vormittag fand unter dem Vorsitz Lord Curzons in der Downing Street eine Kabinettssitzung statt, in der, dem Vernehmen nau). die deutsche Note, die französisch-belgische Antwort sowie Sie Antwort der britischen Regierung erwogen wurden. Reuter erfährt von gutunterrichteler Seite, daß die britische Regierung wahrscheinlich beschließen werde, dem Beispiel Frankreichs zu folgen und ein« separate Note an die Seutsche Regierung zu senden. Des« Note werde zwar klar- macyen. daß das deutsche Angebot unbefriedigend und unzulänglich sei, jedoch trohbrm nicht in der Art einer glatten Ablehnung abgefaßt fein, sondern versuchen, die Wiedereröffnung von Verhandlungen zwischen Deutschland und den Alliierten zur Regelung der augenblicklichen unbefriebi- genSen Lage möglich zu machen. Wie verlautet, wird die brittfche Antwort auf das deutsche Reparationsangebot etwa Mitte der Woche abgesandt werden. Das deutsche Angebot 4pir£> in britischen Kreisen als der „Ausgangspunkt für Verhandlungen", jedoch nicht als „V«r Handlungsgrundlage" angesehen. Die italienische Ansicht ist, wie angenommen wird, die gleiche. Nach britischer Ansicht bedeutet die französische Antwortnote an Deutschland kein Zuschlägen der Tür. Es wird von britischer ©eite der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß Deutschland die Antwortnoten Englands und Italiens abwartet und dann den Alliierten ein a bgeändertes Angebot unterbreitet. Das englische Urteil über das französische Vorgehen. London, 7. Mai. (Priv.-Tel.) Die Press« gibt ihrer Enttäuschung über die gesonderte Ablehnung des deutschen Angebotes durch Frankreich und Belgien offen Ausdruck. Es wird betont, daß England an den Reparationen in gleichem Maß« interessiert ist wie Frankreich und Belgien. Die „Time s" schreibt, Frankreich und Del- Sen verschärften durch ihre unabhängig« ntwvrt auf die deutsche Reparationsnote die bereits zwischen den Alliierten bestehende schwiertge Lage noch. Vom ersten Augenblick der Ruhrbesehung ab sei es vollkommen klar gemacht worden, daß England dadurch, daß es sich abseits hält, weder sein Recht auf Reparationszahlungen noch fein Interesse an der Zahlungsmethode aufgegeben habe. Die deutsche Note sei an die Westmächte gerichtet gewesen. Wie hätte die alliierte Einigkeit ohne vorherige Beratung aufrechterhalten bleiben können? Da das deutsche Angebot auf den Wink Lord Curzons hin erfolgt sei, könne Großbritannien es nicht vollkommen ignorieren, und sei gezwungen, ein« 2Irt von Antwort zu geben. Es würde vorgezogen haben, gemeinsam mit Frankreich und mit fernen anderen Alliierten zu antworten, die deutsche Note sei ungeschickt und ungenügend sowie in herausfordernden Worten und Fragezeichen gehalten. Sie Fönne jedoch zu einer Stufe für eine Regelung gemacht werden Deutschland habe angeboten, die ganze Frage seiner Gesamt-- Verpflichtungen einem unparteiischen Tribunal zu unterbreiten, Sies sei wenigstens ein Zeichen b_nn Aufrichtigkeit gewesen, und wenn dieses Tribunal aus den alliierten Hauptmächten bestehen solle, so werde auch Sie gesamte Macht der öffentlichen Meinung in England für di« Teilnahme eines deutschen Vertreters an diesen Erörterungen emtreten. Man könne a ich hoffen, daß Amerika in dieser Frage bereit fein würde, von neuem eine „assoziierte Macht" zu werden. Staatssekretär H i g h e s selbst habe den Gedanken der Verweisung an ein derartiges Tribunal gutgeheißen, es sei klar genug, daß ganz Europa, vor allem Frankreich, ungeheuren Amerika interessiert sei. Die deutschen Fi- Vorteil aus diesem Plan ziehen würde, an dem n a n z e n würden jeden Tag verzweifelter. Keine Stabilisierung könne stattfinden ohne. Rückkehr zu normalen Verhältnissen und ohne ein Moratorium. Neue Taten der Gewalt und Roheit. Köln, 7. Mai. (Wolff.) Die Franzosen fordern, daß der Wald beiderseits der Strecke Jünkerath-Call auf 40 Meter abgeholzt werden soll. Münster. 7. Mai. (WTD) Der Wächter Krhzostaniat der Rheinisch-Westfälischm Eisen- und Drahtwerke in Aplerbeck-SüS ist gestern nach! von einem f ranzosi schen Post e n durch einen Da achschu ß schwer verletzt worden. Der Postdirektor Zu rh off in Witten wurde auf Grund der Verordnung Ses Generals, De- goutte zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Arn 6. Mai wurde in Delbert ehr Mädchen namens Martha Döhme durch drei französisch? Soldaten Überfällen und vergewaltigt 3n Winz bei Hattingen wurde am 5. Mai der Amtsgerichtsrat Dr. Weltzer verhaftet und in das Gefängnis von Kastrap eingeliefert Die Mafsenanstreibuiig der deutschen Eisenbahner. K r e f e l d , 7. Mai. (WTD.) Die in ©re- feld-OpPum von der Austreibung betroffenen 181 Eisenbahnerfamilien find' sämtlich in Wohnungen untergebracht worden. Das lUebernachtungsgebäude in Hohenbodberg, in dem zur Zeit 50 ledige Eisenbahner und" 10 Familien wohnen, war bis Sonnabend 10 Uhr zu räumen. Der Konsumverein und der Kantinenwirt müssen ebenfalls, und zwar bis morgen vormittag, räumen. Diese Nacht durfte niemand mehr im Llebernachtunasaebäude schlafen. Der Defehl, der in Troisdorf 35 aus ihren Wohnungen ausgewiesenen Familien bekanntgegeben wurde, lautet: D e französisch?Regie der Eisenbahnen gibt den Befehl. daß Sie heute nachmittag um 5 hr ihre Wohnung verlassen. Sie müssen 1. alle Ihre Möbel hinterlassen (alle Möbel, Dettdecken und Te'twäsch?, alle Eßschüsseln. alle Küchenge'chirre. alle elelt i chen Einrichtungen usw ), 2. nur die privaten Efsekten und Geschenke mitnehmen. 3 die Schlüssel in den Türen stecken lassen. Jede Zuwiderhandlung wird streng bestraft. 3n Altenkirchen gehen zur Zeit Masfenausweisungen von Eisenbahnerfamilien vor sich. 600 bis 700 Personen dürften betroffen sein. 3n Linz sind 30 aus Gerolstein stammende Eisenbahner mir rund 180 Personen angekommen, die nach Asbach weiterbefördert werden sollen. In D o n n finden in allen Stadtteilen Massenverdrängungen von Eisenbahnerfamilien aus ihren Wohnungen durch französische Truppenabteilungen statt. Köln. 8. Mai. (WTD.) Wie der „Köln. Zeitung" aus Trier gemeldet wird, haben die F anzvsen in dem benachbarten Ehrung fünfzig Eisenbahnerfamilien austhren Woh- n ungen (sowohl Privat- wie Dienstwohnungen) vertrieben, ohne daß ihnen Sie geringste Möglichkeit gelassen wurde, irgendetwas von ihrer Habe mitzunehmen. Die Frist zum Verlassen der Wohnungen betrug 10 Minuten. Wie Frankreich die Verbrechen seiner Soldaten „sühnt". Berlin, 8. Mai. Der französische Ortskommandant von Horst-Emscher hat, wie die Blätter melden, dem Amtmann der Gemeinde mitgeteilt, daß er auf dessen Anzeige zwei französische Soldaten, die in betrunkenem Zustand drei Arbeiter und drei kacho- lische Geistliche nachts unter Bedrohung mit dem Revolver ihres Geldes beraubt hatten, mit 15TagenGefänqnis bestraft habe. Wiederum französische Soldaten aus unbesetztem Gebiet. Mannheim, 7. Mai. (Wolff.) Zwei französischeSoldaten, die heute nachmittag in der Breitenftraße angetrvffen wurden (also wiederum im Stadtinnern auf unbesetztem Gebiet), sind von zwei Pvlizeibeam- ten fest genommen und nach der Polizeiwache G 6 verbracht worden. Bon dort wurden die beiden Franzosen nach der Polizei- direktivn verbracht, von wo sie nach einem Verhör in das besetzte Gebiet abgeschoben wurden. Etwa 10 Minuten nach der Festnahme der beiden Franzosen erschien ein französischer Offizier mit sechs bewaffneten Soldaten auf der Wache G 6 und forderte die Freigabe der französischen Soldaten. Er gab sich mit der Erklärung, daß die Verhafteten der Polizeidirektion vorgeführt und alsdann nach dem besetzten Gebiet verbracht worden seien, zufrieden und zog mit seiner Mannschaft wieder ab. •Hus dem Reiche. Strafverfahren gegen Kommuniftische Abgeordnete. 3m preußischen Landtag kam «4 gestern wiederum zu großen Kommunistenskandalen. die nur damit erledigt werden konnten, daß das Präsidium mehrere Abgeordnete durch Polizei aus dem Saale bringen ließ. /Berlin, 7 Mai. (WB.) Das Pvliz et- präsidium teilt mit: Als am Montag mittag der kommunistische Abgeordnete Paul H v f f m a n n im Auftrage des Landtagspräsidenten von Polizeibeamten zwangsweise aus "dem Sitzungssaale des Abgevrdne en Hauses entfernt wurde, leisteten andere kommunistische AbgeorSuete den in Ausführung ihres Amtes befiichlichen Po- lizeikeamten Widerstand und ergingen sich in wüsten Beschimpfungen der Beamten. Gegen die betreffenden auf frischer Tat ergriffenen 2Ibgg S ch o l e m, Sobotka und Fi au Wolff- st e i n wurden sofort Strafverfahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und öffentlicher Beleidigung eingeleitet. Die verfassungsmäßig gewährleistete Immunität steht der Einleitung des Verfahrens nicht im Wege, da es sich um die Ergreifung auf frischer Tat handelt. Von der Verhaftung der Abgeordneten wurde Abstand genommen. Nach kurier polizeilicher Vernehmung und Anhörung von Zeugen wurden die Abgeordneten wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Prozeß gegen die Kruppschen Direktoren. Dritter Tag. Werden, 7. Mai. (Wolff) Erst kurz nach 8>/z -Ufyr vormittags begannen Sie Verhandlungen des dritten Prozeßtages, als Zeugen wurden der Privatsekretär Krupp v. Dihelns, Schüppner, die Dureauvorsteher der Privatbureaus, di« Direktoren O e ft e r l e n und Haß sowie der Botew- meister Gräulich vernommen, deren Aussagen nichts Neues bieten Schüppner bestätigt, daß Krupp v. Dohlen sich in feiner Korrespondenz, Sie ganz durch die Hände des Zeugen gegangen fei, sich niemals in Angelegenheiten des Direktoriums gemischt habe. Haß wußte von einer Vereinbarung, im Falle der Desehung die Sirenen ziehen zu lassen, bis zum 31. März nichts. Es sei ihm aber trotzdem nicht verwunderlich gewesen, als das Sirenengeheul ertönte, da im ganzen Ruhrgebiet den Arbeitern bekannt gewesen sei, daß i*n Falle einer Desehung zwecks Niederleg ng dec A beit die Sirenen gezogen mürben. Gräulich kommt in feiner Aussage darauf zu sprechen, daß er am Ostersonnabend Morgen den mit Personalangelegenheiten betrauten Direktor Klopferbei Krupp von Dohlen gemeldet hatte. Der Staatsanwalt legt anscheinend großen Wert darauf, darüber, was bei diesem Besuch besprochen wurde, näheres zu Horen von Krupp-Halbach erklärt, daß er Klopfer beauftragt habe, ihm durch den ältesten katholischen Geistlichen tn Essen, Monsignore Euskirchen, eine Unterredung mit dem damals in Essen weilenden päpstlichen Delegaten Mns. Testa zu erwirken. Der Arbeiter Zimmermann bezeugte, daß sich im Laufe der Demonstration am 31. März auch auf den hinter der Mttohalle vorbeiiühren- ben Schienen der durch das ganz« Kravpsch« Werk führenden Schmalspurbahn sich allmählich einige unter Dampf stehende Lokomotiven ansammelten und Nicht weiterfahren konnten, weil die demvn- ftrierenbe Menge die Gleise versperrte. Der Werk- Photograph CEB egmann macht« aus eigener Initiative drei Aufnahmen von den Demonstrationen, zwei vor und eine etwa 3 biß 5 Minuten nach der Katastrophe, während di« Meng« ausein- anderstob. Es sei ihm nicht eingefallen, etwa die Menge aufzufordem. Gesten zu machen. Als man ihn mit seinem Apparat habe am Fenster erscheinen sehen, habe man ihm zugewinkt und zugerufen. Lieberhaupt sei di« Meng« in keiner Weis« erregt ober drohend gewesen; die Stimmung sei eher humoristisch gewesen. Auch hätten vor der Katastrophe bereits verschiedene Leute, denen die Sache anscheinend zu langweilig geworden sei, den Platz wieder verlassen. Die Menge sei schön wieder dünner geworden. Wegmann habe auch ganz genau di« Vorgänge vor der Eröffnung des Feuers durch die Franzosen beobachtet. Die französischen Truppen hätten schon vom Eingang der Autohall« aus gefeuert. Bei der ersten Salve sei bereits ein junger Wann heruntergestürzt, der auf dem Dache gegenüber faß; er sei zu Tode getroffen worden. Sofort hab« die Menge zu lüchten begonnen, und & habe sich eine Gasse jebilbet, während die Franzosen, die nun aus- chwärmten, das Feuer aussehten. Der Abteilungsdirktor Dipl.-Ing. Müller beobachtete, wie von der durch die Katastrophe erregten Meng« ein belgischer Motorradfahrer vom Rade gerissen und angegriffen wurde. Er nahm den verwundeten Radfahrer sofort tn sein 'Bureau, wusch ihm die Wunde aus und ließ ihn ordnungsmäßig verbinden und durch das Kruppsche Krankenauto ins Krankenhaus schäften. Am 12 Ußr mittags wurde der Prozeß auf nachmittags 2 Ahr vertagt. Um 2 llßr 15 Min. wird die Sitzung wieder aufgenommen. Der Leiter der Arbeiter cum ah me- stelle Meuner, der stets die Personalpapiere 6er TteuehigtfhC*» tanxfiftaht. fceftdtigt, bet nte» meta eta ‘Ättglitö b« S4M>o bi bfe Arbeit rr- f4»ft ttngtfteui oorbee in Die pol Mich« ®e- finrrnwe ber Arbeiter habe bei brr »mflc£Ijtig tetm AoOe «spielt Drr Leiter der Graphi'chen 2brflah der Stma Krupp. X r a * i, bol tt t^aungtfi. 3tbeiliDerträgt, 2(:bettiüftö u'w ytbecfl Politttch« Fkua- iDriften sind ntemjii gArudi tpcrben 3u: in der flett m ber kift alle 8nerwr 3eiturw» n»r» boten waren, würbe eine reine 'ammen'itllu.'g angeschlagen Der Ind^t relle Aabhinowitlch. Ibweizerlteer SutaHoiy bbflgrt unb Defenfertrt des 3niemoitone herauskommt Aach einer kurzen Paule wird die Sitzung um R Uhr wieder ausgenommen Der Saal tft bi« auf den lebten Platz gefüllt, nachdem er heute morgen ziemlich leer geworden war Der Staatsanwalt fragt Krupp von Bohlen und -aldach, ob es richtig lei. bah et einig« S tuntan vor Inner Verhaftung in Berlin mit einer hohen Persönlichkeit der X.-gieruna gesprochen habe, die ihn vor der Beile noch Iven gewarnt habe, da man ihn verhaften wolle und bah et dabei erklärt habe, er fühle sich Innerlich verpflichtet nach Glien zu gehen, um leine Verantwortlichkeit als Praiitau kesAuf« lichlsrot« zu übernehmen Atemlese Stille herrscht, al» Krupp mit erst leiser und immer fester und lauter werdenden Stimme darauf erwidert: .Gs war /richt ganz Io 3ch hin in Berlin gewarnt worden, nach Wien zu gehen, weil meine Verhaftung devorftehe. Ich habe erfilrt. ich nach GNen gehen würde um zu Gunftrn meiner Direktoren .feugn,« ubAuk-ten und nicht durch meine Abwesenheit den Gindruck zu er werken, al« ob ich selbst (erregt) der Meinung gewZen lei bah die -erren schuldig seien Ich v . ll:« auch nicht den Gindruck craern begennr- hü: . ' Der Zeug.' erhielt tum Schuh in den IliNn Oder arm und lei ar lüch .t »r J«u, bat n ch»^ davon gehört da^ Müller t« Meruze ou'gr.Z>t oder zur Umzlrgrluna der Autofalle au’gefctXn habe. Dam.t ist bie genpernehmu ng beendet Die Angeklagten etfTdrm bah fie su dem bisherigen Austoaeer nicht« zu ÄuLmi hätten, nur Müller Ipr-chl den Lunsch au«, einen Zeuara. ber während der Urmoaftr jtton ganz in feiner Aühe gewesen sei, oernommen zu leben Trotz ter Miberkprach.- de« Ctaatba.u alt« eitfch Ibtt der Präsident für bu Anhörung des Zeugen eines Arbeiters nomen« W» gmann. Gr beftdiigt bah Müller in feder B^rehung beruhigend auf bie Menge garirh habe Aunmehr Llrd die Verhandlung auf Drens« tag vormittag 9 Uhr vertagt Der morgige lag anrb den 2 6’4)1 uh be« Prozents bri gen. Schon heute abend wurden I chatte militärisch: ALfpertungern In der ?lähe des Verbandiungs- - oorgereomeen. Der Atas do« Gasthof In die Stadt wurde ganz gesperrt Die von allen Setter, trrtb.ifn0mer.be M.nge wurde zurückge- btöitat, um )«d« Äunbaebung für b e Angeklagten unmöglich zu machen. ®«en und da« ganze Auhr- geb.et I ben der Gikfchridung mit auh rorbent» sicher Spannung entgegen. Aus Siabt und Land. Gleben, den 8. Mai 1923. Drr Vrrsatller ^riedrnsverkraq. Die TBtrfungen diele« Schind ertrage«, detten Unterzeichnung die kindlichen Mächt. von dem auf krummen Wegen wehrlos gemache" Deutich- land errrrfflen. bat jeder Deutsche in den lev'en Ctabren In den verlchieden'te' formen erlebt, jeder r-erlpürt fle tngtäqüch am eigenen Leide und wird auch noch au' ?be Ganze ;3n dieser 3trlte!lim weiter Volk»- reife durch eine großzügig« 2UM.ärung«arhet* Aandel »u schaffen, ist dr.ngend nr>'wendtg. 'IPe.ni auch bl«ber nach die'er Aich uns bin durch Mort und Schrift schon hie getan wurde >v entbehrte diele Vvlkeau'haru.ig doch de tviriLi.-’iea unmittelbaren Anschaulichkeit Die'e Vüfe dal der Hilm jetzt in glück icher Meita nu-ge üN Die Äilminbuftrk hat unter bet Leitung beru’cner Männer einen Ailm hergeftellt. der die Wirkungen be« Versailler Vertrages in grob zügigster und vielseitiger Weife dem Volke vor Augen führt. G« tft keine tendenziöse Aufbauschung, die man da etwa eine Stunde lang an den Augen horüber- Et fl«bt. londern ein In flrcngfle- Objektivität stallte« gediegene« deutsche« Auskfärungs« Seit geltem läuft bieler ^ilmftretfen in fliehen im Lichtspielhaus Bahnhof- ft r a h e. Ausgehend von den Derbelhungen des in schmählichster Weile wortbrüchig gewordenen amerikanischen Präsidenten Wltton wird in einer langen Aethe von wirkungsvollen Bildern gezeigt, wie gewaltig das Verbrechen ift. das vvi WÜson. Glemenceau und Llohd Georg«, den Verlottern der Berta«Uer Schande, an dem niedergehrochenen deutschen Volke begangen wurde. Der Aaub an ur deutschem Land mit all leinen well- tiagtnben Zeigen füi uniert Gmährang und Wtttschaft. die Verhöhnung des vcn der feindlichen Sette Io oft verkündeten Grundsatzes der Seldftdeftimmung der Völker, die sinnlose 3er- ftbiung deutscher Waffen, Schiffe. Bauwerke. Maschinen usw. der un»rmefli^.n Werte, bk für tu« srieblich? Wirtschaftsleben lehr wertrott ge- tr.fen wären bie Kn.-belung unterer rvirtfchuit» lich n Gntfattungskraft. ber wahntinnige Militarismus ber Feind« insbesondere Frankreich« und deffen ZmpeiiaU«mus und fo viele andere Schreckensrrlultäte des Diktats von Versailles erfahren da eine gelchloffene, »«dem Deutschen an« -«rz greifend« Zusammen teliung unseres na Zonalen Unglück«, au« dem wir un« nur du. ch Ginigkrit und Recht und Freiheit wieder e-Heden können Tiefen au-geiZch »ct.-n Volksaut- l'äiungslilm möchten wir der breitefttn Oefftnt- lichkeit bringvnb zur Besichtigung emptahien Seine ittaugenich, trmab ne ift a»»ch den oberen Kla"en unterer Schulen Joele der Srudentenlchaft al« künftige EeZtes- und Wiilfchaftsführnr unteres Vv Ics fehr aivuraten Alle Ve.slke.u ctte r a anilolt Burdach die - : sau'taher D-ora Birkenfeld »u Xodeu- berg Gmft Engelhardt zu Butzbach. Alton -einftadl zu Oppershv^n. Zsch atttl. Grle- blgt Ift bie Forsnv-grie' Schwarz in ber Oder- fbrfteret Alsfeld. Ttaaxrbuigen sind dis Gnde Mal d. ft bei der Mlnttterialudteilunq für Forst, und Kameralverwa!.ung sinsnreichen. " Der Ankauf von Aetchskilber- rnünzen durch die Arüchsdank und tat Poli crc.r vvm 7 Mai ad bis auf wetterns zum 20001 a^en Betrage des AennwaNes u Die ftaaiIichen höheren Ber- meffungxbeamten z u Gtehen haben fo(- gerbe Spenden gemacht: 1 Aak zum Deutschen Bo'.lsvvfer 41500 Mk, zur . FeindnothUta" des Ae chshundes ber höheren Barmten 41 500 Mk , und zur -ettttchen AotHilta 14 000 Mk.. ln*grtamt atto 47 000 Mk " Zwei Treibriemen geftoblen, 3n bet Aacht zum Sonntag oder zum Montag würben au« einer bieftaen Maschinenfabrik 2^rrlb- rtemen von 10.45 5zw. 8.00 Meter Läng« unb 10 bzw 12 Zentimeter Breit« mttoentat Bor Ankauf wird atiximt Sachbtenlich« Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei ml regen •• Die Haftpflicht ber llftn- bahn für aufbetoabrte« Gepä«k Für die Aufbewahrung von Gepäck erhob die Ofen- iabn früher 10 Pf für bas Stück und den Trg und (riffele für Verlust. Minderung. Beschädigung oder verspätete Au«kte erung Grlay fftr den nach- gemieteten Schaden hi« zu 100 Mk >>tzt beträgt die Gebühr 120 Mk. der -ächftbetrag ber -af- lung aber nur 3000 Mk Ta« Verbältni« von Gebühr unb -aftung betrug allo 1. 1000, beträgt aber jetzt nur noch 1 25. Der Auxfchuh ber Verkebrsinterettenien bei her flänbigm Tarif- ber deutschen Gi'enbahnen hat deshalb auf Bercmlattung be« Deutschen Znduttrie- unb -andel«tage« beantragt, bi« -aftung auf 120 000 Mk für da« Stück zü erböhen • • Die Sicherhelisleltiung für Aelch«fteuern durch -interlegung von Depotscheinen an Stelle der W«n- paPiene felbft will ber Aeichsrnmitter ber Finanzen fördern Gr bat deshalb den Präsidenten ber Landesfinanzämter Aichtlinitn dafür mit- getell: Der Slcuerpfllchtlg« muh in solchen Fällen eint Verrfänbungserkiärung tat dem -Finanzamt ober dem -auvtxottam' tinreichen ober za Protokoll erklären Da« Finanzamt benichrich- tlgt bit Depot statte, gibt dem Steuerpflichtigem cht ufw Für das ga • • 1 • talonbert Dordrucke hergeftellt worben • • 3ur Fürsorge für d t e vorn Feinde Bert rit denen Jn der jüngste.« Stott verordne tenstxung hat der Stadtv Fischer die Grmahnung an die Bürgerkchas« gericht-t. den vom Feinde Beririadenen m bareirwittiaster Weite IDobngelegenbttt - Diele TrMahnung war Io verstanden worden, dah es sich dabei nur um solch« Fiüch'llnge Handeln könne, die im Besitze ordnungsmäßiger Ausweis- paviere feien Dah das Merkmal der Ausweis- lapM-r« jetzt keine allgemeine Geltung mehr haben kann, man al'o einen Obdachtuchen- den ohn« ausreichend« Papiere nicht ohne weiteres als Schwindler anftben darf, geht us einer xtu,.'Lttr.d.- L .irratur wochu Frei ags und Samstags •• '2! ■ 1 J fl # m b f 11 findet morsen, Mittwoch. 9. Mal. mittag« 12 Uhr. durch die Kapelle das L - Gtcnabier-Bataillons 15. 7taf -Aegts. le bcrCähanlagr flau MuNkfvlze 1. Arme«marsch Ar 14 kMarfch bas Stklrljchse Grenidler-Ae slO.-. 2. Cutx.» Schm cd« m Da.'ba^. ^iralurftüd, Üit- chaMK 4. Gtotze Fantasie a. d. CW „Lodengrin". A Wagntr. S. AeglmastsNnber- Marsch. 3. Fucik thorwetiicii. — JT a g t • ?a l« n bt t fit Dienstag Lichtfdialdaus. Bahnbo"'.ra5« Ter Vartaittct Fr; «densver trag' Dalu".-L1chttpi»!e .Dta Küss« der Zra Tosratt' - Asorta-Ltchrtpick Das Licht um Mitternacht — .Gin unvermeidlicher «tuet Weltkrieg', laui.-t das Thema «Inas öffentlichen Vortrags morgen abend 8 , Uhr lei Sing- 'aal btt Oberceattchuis ' Sieht Anzeige) LOeklcrvsreusfage für Mittwoch Mttft beiter. •eBMitemeiguna befiehl fort Utber dem Jeftland ftclgt der Druck rwbrt an. fo beft das schöne Tbetici bü nächften lag» anhalten dürfte Landkreis «ieke». ck Lich. 7 Mai Wie aus dem heutigen Anzeigen eil zu «d«bm Ift. findet am -immeNahcts- tage In ber ArnsburgerKlofterrulneeta Konzert zum Beftfi tat Au hr bllfe ftatt, Brtanh ilter Ift der birffge Gesangverein -CätlUe". der wie di» kürzlich zu Lich und Lau dach ftaitg.9uRb wert beständige Xtn.« ihr taten der Xeg- genban? »vlgende Preis» g.-ftlh.-t 20 tantner Acggen für den erlfen veg INugvo» mincheftens 4CC Meter über dem Glptak d r Watterkuppe Ige- fettester Stan und Flug zulsMai. der bann Im r« «n Segelflug ib b ot c 4 'f. Utt die G.-gend Fulda« erreicht und nach einer VaisMlbaa»nähme Heutiger Stand de» Dollar» IO Uht vormittags: Barlin iS 000 Frankfurt a. W. 36 215. (Ella» von Feite Mendels'ota-BaNhvldh Kr Zünaft «rzäb'.t« ich einem Kollegen von d»n groben Aötan, mit denen der KontaNverNn bei der Bvitarviunn her Auttütaung bei .311a«** zu kämpfen hat, insbesondere von den enormen Koften. und äuherta meinen Zweifel oh e« ge- Ungtn werta. trotz angemeftenc: Prt woll'« er enbeuten. ba** der 3 Ul nicht 'o .ziehe" toi» t« etwa bl« Matthäus-Pa'slon getan taten würde, ui b um Ausdruck Gtndring'ich» lon-nalet«., bü ml: log« anntec PcogrammnNk n'.chts zu tun hat, gibt ber Muttk durch das ganz« Werk »in ta' 'tarH Gcpräge. Chor und Ot- Acfter tatan daran tan ^.«-chm Dz« * tbie stas Werk zählt thosr «ta Dotzend und meta» lieft faft fturcha-rg van •znngwtar Kraft . '.d hlrttlftentat Wörme Das fteftan bt'115' ui Silnirtilt billig AU oerk tVolkeugaste X6IL Tonaerrtao, bew I«. Mai Ittl Hlmmelfahrl- Turngano o iBeBior erifigt DeififiMifrnil. fli 'abt:ff?< 11 norwL noch TSetziar. rHt NachaUgirr SMabTt Neumtztzte b. tz agra I3d*t«»b«*.rkrctt ifl. •' Kabeljau Schellfisch «Seelachs »u btQieften r ge» prellen |SI2D laGiDri.PBdiMj. A. Rod) Bochsto.. Lchulftr.lt! teLinil Zutaten: 125 g Butter, 12$ g Zucker. 1 Ei, 1 Plcxchen Oetker’s Mlkb- DvriBoalrer, 6-8 EBldffei Vitwr, 1*, Plckcha De. Oetker i „Backio“. 500 g Mehl, v, Lter Milch, 50 g Kakao. Zubereitung Rühre die Butter sduumtg, gib Zucker, da, Gelbe des Eies and das mit .Mtlcn-Eiwr.3pulrer und -Backin* gemischte und ges*eb?e Mehl hinzu, darauf soviel Milch, daß ein dickflüssiger Teig entsteht. Zuletzt ziehe den Eier- Jtanfe tu den höchsten Tagespreisen riupser,Sinn,Mesfing viel, Zinkblech, Eisen StrlW, £niiweu, Bauler Bestellungen werden adgeholt M.Torenzki WalltorBraste 46. “ Ladenlokal in Geschah »Inge gesucht Sehflemflne Miete eucmueil Ytb- flnbnng wird be- tuiuiflt Tu'fretton wird iuae tz"n'4chtt»l®0B^s rtür inriiitu fl. Äfli4|elt slilbt uh ein im Rochcn nnb in allen ßeM» orbcüru crfebicnc» besseres Mädchen bei guter Brband Illgii bo'icuiYi'Ln Stau l.... Else Wahnkvpp «eltersweg 2. Buche lilt lolort elnlartied, evana- vri ii ! eilt da» flut kochen kann, ui meiner linier» itütennfl bei Aa- nult nnntchl. :‘eu.vi u Gedatioanlvriiche OSTASIEN AUSTRALIEN V iblibttldr Ür|tr|t«|ltäil ♦ieecllabrtiaot out ->a in Ilie Betzber, Tünibera Bieder ebmad*pfl»hL ' J llbr Vabnbrüde. Bei Negeu ab I llbr 2 (Stellenangebote) HflL, rriihrrafr SUIvsskk (leiernirr ^an- schlossert für bau erabe Stellung qrfn an den | Miet)esuche Xotittr hcrt mehlte in rnbiger Vnge der Liadk. 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Der Beitrag zum Internationalen Arbeitsamt in Genf ist von der Regierung auf 74 Millionen Mark festgesetzt worden, .der Ausschuß hat diese Ziffer auf 50 Millionen gekürzt. Abg. Schlicke iKomm.) begründet einen Antrag auf WiÄ>erherstellung der Regierungsvorlage. Abg. Stegerwald (Ztr.) unterstützt den Antrag, verlangt aber, daß das Arbeitsamt mehr Gleichberechtigung auch für Deutschland aufbringe. Abg. Lambach (Dittl.) beantragt völlige Streichung dieses Postens. Abg. Thiel (D. Bpt.) wünscht die Herbeiführung einer Aussprache zwischen bem Minister und verschiedenen Reichstagsausschüfsen über die Frage des Internationalen Arbeitscnnts und stimnrt den Ausschuhbeschlüfsen zu. Unter Ablehnung der übrigen Anträge wird sodann der sozialdemokratische Antrag auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage angenommen. Eine von dem Abg. Dreh (Soz.) begründete Entschließung, die eine Entschädigung für Arbeiter verlangt, die infolge von Betriebsgefahren, Derufskrankheiten usw. besonders gefährdet sind, wird nach zu stimmenden Erklärungen der Abgg. Mvldenhauer (D. Dpt.) und Tremmel (Ztr.) angenommen. Montag nachmittag 2 Ahr Weiterberatung und Qlntrag wegen Auflösung der Deutfchvölkischen Freiheitspartei. — Schluß 1/26 Ahr. Derlin, 5. Mai. (WTB.) Der Aeltesten» rot des Reichstags hat heute folgendes beschlossen: Am Montag soll die 'Beratung des Haushalts des Reichsarbeitsministeriums zu Ende geführt werden. Vielleicht soll auch noch der Antrag der Deutschvöllischen Freiheitspartei wegen der Verletzung der Immunität ihrer Mitglieder erledigt werden. Am Dienstag und Mittwoch soll die zweite Lesung des Etats mit der Beratung des Finanzministeriums zum Abschluß gebracht werden. Hierbei soll die Interpellation der bürgerlichen Parteien über den Marksturz zur Sprache kommen. Rach dem Himmelfahrtstage be- ghmt die dritte Lesung des Etats, hierbei wird verhandelt werden über die Interpellation betr. das Verbot der Deutschvölkischen Freiheitspartei. Die Pfingstferien sind vorläufig auf die Zeit vom 17. Mai bis 5. Juni festgesetzt. * * * Das Moselhaus. Roman von Luise Schulze-Brück. K. Fortsetzung. (Aachdruck verboten.) Eva sprang eifrig auf. Ihr Sammlerherz regte sich. „Lassen Sie uns gehen! And wie himmlisch mag's sich da gewohnt haben." Arnolds lachte. „Vielleicht nicht ganz so himmlisch, wie Sie sich's denken. Drei Stämme der Eltze wohnten in der Durg. Da heißt's unter anderem in den alten Hausgesehen i Wer seines Bruders Weib blutig schlägt oder seines Bruders Kind ein Aug> ausschlägt, der soll die Durg meiden ein Jahr lang. Jetzt freilich ist sie die Stätte manchen Idylls. Denn der jetzige Graf Eltz hat sechs Töchter, und alle haben ihre Flrtter- wochen hier verlebt." Eva lächelte ein wenig melancholischt „Das Idyll als Vorspiel des Lebensdramas." Dürgermeister Arnolds sah sie aufmerksam an. Sie hatten nun schon so manche Stunde zusammen verlebt, aber niemals hatte sie eine Andeutung gemacht über ihre Erlebnisse, über ihren Schicksalsgang Er hatte eigentlich immer gedacht, diese so mädchenhaft aussehenüe junge Frau habe auf ihrem Weg nicht viel nach rechts und links geschaut. Er sagte etwas Derartiges. Frau Eva zog die Stirn ein wenig kraus. Aber sie wurde einer Antwort überhoben, denn nun traten sie in den Durghof ein, und wieder umfing sie der Märchenzauber, jetzt viele Jahrhunderte hinwegwischend und zurückversetzend in die Tage, da hier ein stolzes und hartes GeschlE haustet die Ritter von Eltz-Kempenich und Elh°Rübenach mit ihren Sippen — da die ausgetretenen Steinplatten der Höfe und die Stufen der Treppe, wie der Doden der Halle dröhnten vom klirrenden Stampfen Gewappneter, da die sittige Hausfrau im Durg- gärtlein Raute pflanzte und Heilkraut für Hieb- und Stichwunden, da sie in der Kemenate zur Laute sang und unter den Mägden in der Spinnstube unb am Webstuhl hantierte. In ber Küche unter dem gewaltigen Herbmantel lagen große Duchercklöhe. Da war fern Tops, kein Tiegel, der nicht schon seit Jahrhunderten aus dem Fleck stand. And in den gewölbten Sälen, wie in den kleinen heimliche. Gemächern glaubte sie ein Klirren von Rüstungen zu hören, ein Schleifen schwerer Frauenkleider. In den Schlafzimmern machte der Durgvvgt aus die Dehänge und Dezüge ber mächtigen Kastenbetten aufmerksam. Schwerer Dlau druck war's, wie man ihn jetzt noch am Rhein zur Dauernkleidung benutzt. Christian Reidhardt Aßmussen griff den stör- rigen rauhen Stoff mit spitzen Fingern an und markierte einen heftigen Schauder. „In solchem Dette schlafen! Mit solchen Stoffen bedeckt! Man müßte darin Träume haben vo.n entsetzlichen 'Martern, von Folter und Geißel." Dürgermeister Arrwlds lachte. „Anter solchen Stoffen! Es gibt keinen wundervolleren Schlaf, als,den in solchem Dauernbett nach einem strammen Iagdtag. Oder nach einem Manövertag, wo man sechs, acht Stunden im Sturzacker vorwärts gestapft ist. Oder nach einem rechtschaffenen Arbeitstag in der Weinlese, wenn es zu Ende drangt, wenn jede Stunde, die man erspart, ein unberechenbarer Gewinn ist. Träume hat man da frellich keine, man schläft, schläft wie ein Toter!" Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 8. Mai 1923 Derlin, 7.Mai 1923. Die Sitzung wurde um 2 Ahr mittags eröffnet. Ein Antrag des Abg. Deythien (Dt. Vp.) auf Vorlegung eines Gesetzentwurfes, betr. Anpassung von Fachanträgen an die veränderten Verhältnisse, wird angenommen. Cs_ folgt die zweite 'Beratung des Antrages v. Gräfe (Deutschvölkische Frei^itspartei), wonach die Abgeordneten der Deutschvölkischen Freiheitspartei durch die Maßnahmen des Berliner Polizeipräsidenten in der Ausübung des Abgeordnetenberufes beeinträchtigt werden. Abg. Brodaus (Dem.) als Berichterstatter begründet den Antrag des Ausschusses, der den Antrag der Deutschvölkischen Freiheitspartei als erledigt erflärt. Abg. Warmuth (Dn ): Durch die Verfassung ist der Schuh eines Abgeordneten unter allen Amständen gewährleistet. Daher ist der Antrag Gräfe berechtigt. Dazu kommt der Eingriff in die persönliche Freiheit. Es ist ein Anfug, ein Airding, den 'Begriff der Immunität und der persönlichen Freiheit von der Laune des Polizeipräsidenten abhängig zu machen. Abg. Wulle (Deutschvölkisch) betont die Bedeutung des Eingriffes selbst für den Parlamentarismus. Der Abgeordnete müsse mit seinen Wählern in ständiger Fühlungnahme stehen. Dazu brauche er das Bureau. Wir haben gegen die Schließung protestiert und schließlich nach langem Feilschen uns damit abgefunben, den Betrieb auf fünf Räume zu beschränken. Aber es ist nicht mit der Würde eines Abgeordneten in Einklang zu bringen, wenn Leute, die ihn besuchen wollen, von Kriminalbeamten angehalten und nach dem Polizeipräsidium geschafft werden. Wer das billigt, sieht in unserem Freistaat einen Polizeistaat. (Gelächter links.) Abg. v. Gräfe (Deutschvölkische Freiheitspartei) beantragt namentliche Abstimmung über den Antrag des Ausschusses. Abg. Dittman n (Soz.)' Als seinerzeit die Mittel- und Linksparteien wiederholt in Anträgen den verstärkten Schuh der Immunität der Abgeordneten forderten, sind diese völlig am Widerstande der Rechtsparteien gescheitert. So wurde im Jahre 1875 das sozialdemokratische Parteibureau durch den Minister Koller geschlossen u.tb ben Abgeordneten das Betreten verboten. Der sozialdemokratische Abgeordnete Hasselmann wurde 1897 wochenlang wegen seines überhaupt nicht zum Abdruck gekommenen Artikels in Haft gehalten. Heute ist nur noch das Bureau ber Freiheitspartei beschlagnahmt. Den Abgeordneten ist nichts geschehen. Die Deutfchvölkischen wollen lediglich auf dem Amwege über die Immunität die Aushebung der Schließung der Partei erreichen. Das heißt über das Ziel hinausschießen. Deshalb treten wir für den Antrag des Ausschusses ein. Abg. Bell (Zentr.) gibt namens seiner Partei die Erklärung ab, daß sie dem Ausschuß- antrage zustimme. Sie vermöge auch in dem Vorgehen eine verfassungswidrige Beschränkung der persönlichen Freiheit nicht zu erblicken. Sollte der Staatsgerichtshof allerdings zu einer anderen Auffassung kommen und das .Vorgehen des preußischen Iimenministers nicht billigen, wäre die Sachlage eine andere. (Heiterkeit links.) Abg. Dr. Kahl (Dt. Vpt.) protesttert gegen die Behauptung des Abg. Dittmann, daß die Rechte stets gegen die Wünsche auf erweiterten Schuh ber Immunität eingetreten fei. Seine Partei — er erinnere nur an Bennigsen und Miquel — fei stets für die Immunität eingetreten und .habe stets nur Auswüchse bekämpft: aber man könne die damalige Zeit doch nicht mit der jetzigen vergleichen. Er könne die Linke nicht verstehen, wenn sie an ber Immunität rütteln lasse. Er sei gegen ben Ausschußantrag und warne davor, die Sach? vom innerparteipolitischen Standpunkte ^u betrachten. Rach seinen Ansicht habe das Polizeipräsidium nicht das Recht zu seinem Vorgehen gehabt. Angenommen, daß es nur das ausführende Organ war, das Vorgehen war kleinlich und wirkungslos, denn die Fortführung ber Geschäfte könne dadurch nicht gehindert werden. Das Ansehen des Reichstags könne nur gefördert werden, wenn der Antrag abgelehnt werde. Abg. Remmele (K.) erklärt, in der angenehmen Lage zu sein, mit Wulle übereinzustimmen. Die Eingriffe in die kommunistische Parteizentrale feien ein Gegenstück zu diesem Falle. Der Abg. Braß fei damals auch von der Polizei vergewaltigt worden. Dis heute habe der Geschäftsordnungsausschuß noch nichts getan, weil angeblich die Akten immer noch nicht da feien. Der Redner stimmt jeder Erweiterung der Immunität zu. Abg. Koen en (K.) beantragt, die Abstimmung bis morgen aufzuschieben, und richtet dabei heftige Angriffe gegen die Parteisozialisten. Der Reichstag müsse Stellung nehmen zu den Vorgängen im Landtag. Der Anttag K o e n e n wird abgelehnt. Es folgt bie Weiterberatung des Etats des Reichsarbeitsministeriums Abg. Frau Toni Sender (6.): Die In- landlöhne bilden nur einen Bruchteil der im Ausland bezahlten Löhne. Die Industrie kann somit die Löhne nicht dafür verantwortlich machen, wenn sie mit dem Ausland nicht mehr lontucrie- ren farm. Es müssen anderswo die Ursachen gesucht werden. Run verlangt die Industrie von ben Arbeitern vermehrte Leistungen, und zwar in einem Augenblick, wo bie Arbeitslosigkeit ftänbig wächst. Die Rednerin begründet bann einen Antrag auf automatische Anpassung der Erwerbslosenunterstützung an die Lohnerhöhungen. Kündigungen und Entlassungen in "Betrieben mit über zehn Arbeitnehmern sollten überhaupt zur Zeit nicht erfolgen dürfen. Abg. Anbr6 (Ztr.): In der Frage der Jugendbewegung kann man vollkommen damit einverstanden fein, daß bas Reich eingreift, soweit es feine Mittel zulasfen. Aber das ganz« Iugendprobleiy kann nicht durch Gesetze gelöst werden, am allerwenigsten von denen, die klug reden, selbst aber keine Kinder haben Industrie und Landwirtschaft sind in der Produktion weit zurückgeblieben. Eine Mehrproduktion ist nur durch Zusammenhalten von Kapital und Arbeit zu erzielen. (Proteste links.) Abg. Frau Schröder (Soz.) verlangt Schutz für die durch die erhöhte Tabaksteuer brotlos gewordenen Tabakarbeiter. Abg. Malzahn (Komm.) beantragt die automatische Anpassung der Unterstützungssätze für Erwerbslose an die Fabriklöhne. Aba. Simon-Franken (Soz.) verlangt energische Maßnahmen gegen die Häute- und Lederschieber. Die Entschließung betreffend das gesetzliche Wiedereinstettungsrecht der wegen des Ruhreinbruchs enttaffenen Arbeiter und Angestellten wird an den Ausschuß zu rückverwiesen. Die anderen Entschließungen werden angenommen. Die namentliche Abstimmung über ben Ausschußantrag, welcher verneint, daß durch das Vorgehen des Berliner Polizeipräsidenten gegen bie deuts chvölkischen Abgeordneten eine Beeinträchtigung des Abgeordneten- beruses erfolgt sei, ergibt die Annahme des Ausschußantrages mit 203 gegen 116 Stimmen. Die Beratung des Etats des Reichsarbeitsministeriums wird sogaim im einzelnen fortgesetzt. Abg. Frau Sender (Soz.) verlangt schleunige Durchführung des in der Verfassung verheißenen Mitbestimmungsrechtes der Betriebsräte in den Fragen der Produktion, vor allem in den Aussichtsräten. Abg. D i ß m a n n (Soz.) kritisiert verschiedene Entscheidungen von Schlichtungsausschüssen. Reichsarbeitsminister Dr.B r auns hält einen größeren Einfluß ber Betriebsräte in den Konzernen nur für möglich nach Fertigstellung des Kartellgefehes. Der Minister wendet sich scharf gegen solche Sprüche von Schlichtungsa.usschüssen, In denen ein Lohnabbau verfügt toitb. Die Schwierigkeiten, bie ben Betriebsräten m den Aufsichts- täten entstehen, formten nur durch eine gesetzliche Regelung behoben werden. Der Reallvhn ber gelernten Arbeiter fei gegenüber ber Vorkriegszeit gesunken. Das Reichsarbettsministerium habe in dieser Hinsicht seinen Einfluß eingesetzt. Die Monate März und April mußten aber auf die Stabilisierung der Mark eine gewrffe Rücksicht nehmen. Jetzt sei jedoch eine neue Entwickelung eingetteten. Abg. Dr. F i ck (Dem.) wünscht ehrliche Durchführung des Betriebsrätegesetzes, ebenso wendet sich Abg. Thiel (D. Vp.) gegen jede Umgebung des Betriebsrätegesetzes. Rach weiterer Aussprache werden die einzelnen Abschnitte des Etats angenommen. Rächste Sitzung Dienstag 2 Uhr. Gesetz betr. Versammlungsschuh. Hessischer Landtag. 47. Sitzung. (Schluß.) St. Darmstadt 4. Mai. Abg. Kindt (Dtschntl.): Ich kann mich kurz fassen, weil der Kollege Dingeldey auch unsere Weltanschauungen hier vertreten hat. (Hört! Hört!) Was wir wollen, ist einzig, daß die Theaterleitung von der politischen Bevormundung frcigemacht wird. Auch die Personalpolttik des Herrn Hartung ist zu beanstanden. Heute noch wissen zwei Künstler nicht, ob ihr Vertrag erneuert wird oder nicht. Wir wünschen hier mehr soziales Verständnis. Wir wollen die Summen für das Theater nicht streichen. Aber es ist nicht notwendig, daß man auf einer Seite knausert« auf der anderen Seite Summen zum Fenster hinauswirft. Abg S t u r m f c l s (Soz. >: Den Vertrag mit Herrn Hartung kenne ich nicht 2Ibcr ich halte cs für töricht anzunehmen, daß er eine parteipolitisch: Bindung enthält Man verlangt einerseits mehr Klassiker, anderseits mehr moderne Dichter Es wurde schon daraus hingewiesen, daß die „Stürme" vdh Unruh mit die besten Kassen- erfolge hatte. Ist es nicht ein gutes Zeichen für den Geschmack, wenn dieses Stück ohne darüber zu streiten, ob es wirklich das literarisch und künstlerisch wertvollste wa. heute mehr Kassen- erfotge hatte, als es z. D. früher mit „ Filmzauber", „Lustige Witwe" usw. der Fall war? Wenn man die Klasfikerauffühiungen mit denen von früher vergleicht, kommt bie derzeitige Spielplangestaltung durchaus gut dabei weg. Wir sind der Meinung. daß bei" gegenwärtige Leiter das Theater auf ein hohes künstlerisches Riveau gebracht Hal, dafür gebührt ihm Dank. Auch unsere Zustim- mung zu diesem Kapitel ist der Ausdruck des Vertrauens für ben Leiter. Finanzminister Henrich: Der Kem ber An- Maste liegt auf politischem Gebiet. Es ist aber durch nichts bewiesen, daß die Theaterleitung ihre vaterländisch? Pflicht vernachlässigt, noch weniger, daß sie durch Vertrag auf eine bestimmte politische Sichtung verpflichtet sei. Das ist schon um deswegen nicht wahr, weil es einen schriftlichen Vertrag überhaupt nicht gibt. (Hort! hört!) 3d> bin durchaus nicht mit allem einverstanbm, toaö Hartung bringt, aber ich bin überzeugt, daß das, was er tut, nur aus künstlerischen Gesichtspunkten geschieht. Wenn das Haus wünscht, daß die Theaterkommission anders zusammengesetzt toeiben soll, habe ich nichts dagegen, auch nicht, wenn das Theater einem anderen Ministerium unterstellt werden soll. Ob bie Verhandlungen dadurch gefördert werden, bleibt dahingestellt. Aog. W Ü n z e r (D. Vp.) weist es zurück, daß für seine Partei politische Gründe maßgebend waren. Es besteht kein Zweifel, baß bas Theater parteipolitisch eingestellt ist. Das beweist schon allein bie starke Verleid igungsaktion, ber Linken. Wir wollen ein Theater, bas den Geschmack veredelt, das unsere Jugend im wahren Sinne vaterländisch erzieht. Ich möchte nunmehr die Theaterwünsche vertreten, bie aus Ober- Hess e n zu uns kommen. Herr 6 teingoe t ter in Gießen wirkt durchaus gut in künstlerischer unb sozialer Beziehung. In letzterer mehr als das Lanbestheater. Das Gießener Theater leidet schwer unter finanziellen Schwierigkeiten. Die Regierung sollte die Bedeutung dieses Theaters nicht verkennen. Hierzu kommt, daß das Gießener Ensemble im Sommer in Bau beim spielt. Ich bitte, den Zuschuß für das Gießener Theater nicht zu geling zu bemessen. Eia anderer Wunsch der Gießener geht dahin, daß wieder wie früher Opernvorstellungen der Landesoper in Gießen statffinden. Wo ein ernster Wille ist, muß sich das auch heute in bie Tat umsehen lassen, zumal Oberhessen boch auch einen großen Zuschuß zum Landestheater zahlt. Zum dritten möchte ich auf die Musikwochen in Rheinhessen verweisen, die das Lanbestheater-Orchester veranstaltete. Ich bitte, diese Musikwochen auch in Ober- Hessen zu veranstalten. Dadurch wird auch bei der oberhessischen Bevölkerung das Verständnis für die Aufgaben des Landestheaters oertteft. Finanzminister Henrich. Es ist bereits eine Opemvorstellung für nächste Woche in Gießen vorgesehen. Der Zuschuß für das GießenerTheater ist auf 5 Millionen festgesetzt. Die Anregungen bezüglich ber Konzerte werden sorgfältig geprüft werben. Den Vorwurf des unsozialen Verhaltens muh ich zurückweisen. Damit schließt die Besprechung. Die Abstimmung wird ausgesetzt. Rächste Sitzung Dienstag. i/210 Uhr. Schluß gegen 2 Uhr. yQNDek. Berlin, 7. Mai. Börsen st immungs» bild. Die französische Antwortnote gab natürlich Anlaß zu starker Beunruhigung, die zunächst in erheblichen Steigerungen der Devisenkurse zum Ausdruck gelangte. 3m Zusammenhang hiermit schritt die Spekulation zu Käufen in Industrie- papieren, unb bie Kursbewegung gestattete sich ungleichmäßig, da weitere Kreise Zurückhaltung beobachteten und ihr Urteil über die Folgen der Rote von der Ausiiahpie bei unserer Regierung und bei den übrigen ausländischen Mächten abhängig machen. Recht bedeutende Steigerungen erfuhren ziemlich durchgängig bie Werte des Montanmarktes, in erster Reihe Bochumer Guß, Deutsch-Luxemburger, Essener Steinlohlen, Ilse Bergbau, Phönix und ferner sämtliche oberschle- sffche Hüttenwerte. Von Elekttizitätspapieren Christian Reidhardt Aßmussen zuckte leicht die Achsel und machte seine berühmte abwehrende Handbewegung. „Wir sind eben anders organisiert. Die hier hausten, schliefen ja wohl auch ben animalischen Schlaf, von dem Sie eben reden." „Anders organisiert?" Arnolds reckte sich auf und sah den anderen an. „Ja, bas finb wir." Frau Eva stand in ber tiefen Fensternische und schaute hinaus in ben grünen Bergwald. Da drüben erhob sich auf steilem FÄskegel Truh-Elh, das Felsennest, das der streitbare Kurfürst Balduin vor vielen hundert Jahren erbaut hatte, um die stolze Eltz zu belagern und zu Fall zu bringen. Rur noch karge Trümmer waren übrig geblieben. Aber Eva baute sie sich wieder auf. Sie sah die Mauern besetzt von geipappneten Mannen, hörte das Sausen Ser Steintugeln und ben Knall ber Arkebusen: sah, wie bie Belagerer gegen Wall und Brücke ansprengten unter gellenbem Horn- geschmetter. Da stand Aßmussen neben ihr. Seine Hand mit dem Pharaonenring wies gegen die Bergwand: „Da sehen Sie! Das ist enorm. Die köstliche falbe Ruance in dem banalen Grün." Evas Auge folgte dem zeigenden Finger. Eine Lücke war da in der grünen, lebendigen Wand. Ein Brand oder ein Schädling hatte sein Zerstörungswerk (getan. Rostrot, fahlgelb unb braun waren bie Wipfel gefärbt, ein seltsames Symbol bes Todes mitten im üppigen Leben. Das sah er, dies eine, dies Kranke, Tote. „Enorm," wiederholte er, „unglaublich reizvoll!" Frau Eda sah ihn ungeduldig an. Sah, fühlte er denn hier nichts anderes? Stiegen vor ihm in diesem Hause, daS wie durch einen unerklärlichen Zauber aus längst geschwundenen Jahrhunderten in die lebendige Gegenwart gestellt erschien, nicht die Geister derer auf, die hier hausten? Fühlte er nicht, daß das Band, das die Lebenden mit jenen vor da ich, sich hier fester knüpfte, so fest, daß sie es fast körperlich empfand? Kaum! Er stand noch immer und sah auf die falbe kranke Waldstelle. Seine Hand strich über sein Haar, ganz bewußt, sie fühlte es, daß es bewußt war, und sie fühlte, daß es für ihn auch an dieser Stelle, in diesem Augenblick nur eins gab, worauf sich fein intensives Interesse sammelte. Unb das eine war — Christian Reidhardt Aßmussen, ber große Moberne, ber an allem nichts sah, nichts empfanb als ben vermorschenden Baumfleck mitten im „banalen Grün". 7. Cs wurde sehr warm. Die Iulihitze brütete über dem Moseltal, fruchtbare Regen gingen nieder, ein warmer Brodern schien aufzusteigen aus den Wiesen und Aeckern des schmalen Vorlandes. In schier unerschöpflicher Pracht blühten die Rosen, in den Gärten reiften Erdbeeren und Kirschen. In den Weinbergen arbeiteten bie Winzer, hackten und gruben Tag um Tag, vom grauen Morgen bis in die Rächt hinein. Im Moselhause war es still geworden. Frau Mercedes Wellsheim war abgereist mit mächtigen Koffern unb Taschen, bie jungen Mäbchen waren davongeflogen wie Sommervögel, die auseinanderflattern. Auch Elisabeth Arnolds war für kurze Zeit verreist, zu Verwandten, die sie alljährlich besuchte. Ihr Vater hatte sie dorthin gebracht, wie ebenfalls alljährlich, und war nach ein paar Tagen allein zurückgekommen. Sie wurde nun bald wieder zurückerwartet. (Fortsetzung folgt) Xxnw* frttm * ^ctiteöw «Nb ÜahEtz-r b» 6dc?mOL 2Ued) *u*tn» IXiilifrt—♦rtmiflfew, 8* D--' — QBafcttaci «b Serina Äazl>nJ)er Jn- t ’tttax ftzch ia «00 bU 7000 Pro^rrt U)v- <4..t edcniLk^r LrhbhunU ber onotDÜtoyn ^rtorv täten. Mr:*' mrf> Aobnofiu» erführe» dlckbtoU* nur toenifl ertndbüdte Beribebenotoat. wrtt 2tuttnaba* txm hrtrnrr fjonbei*-*"^ '-* ■ fchaN b* fkt> rrtybü^ Wxr fWtiet flraeffurt o. TH.. 7 TBoi Börsen- ft t m munoebtl b DU ^nor^bsvch-beigI' che 2fcrt- toortnote. ote Darftrilunq be» 3eidNftMUq- t» hilf tert Dt Her«» übet bw bextidx Staanh'ajc unb ber Ausweis ber TUt^eboxf fiabcn 3nüih Wir .'^urtifbaLtima. M trat nach ^•.♦teCniia ber erben Äark jebtxb KiÜDetk etne Belebung dn 2m Dtoiferanarf! tpar bk TkirwaDfl mäfllfl njA oben grrWn. BorddrOllch mar ber Dollar noch »wisch« 15 800 exb 38 000 aehardell worben 5r kW an ber Bstrs« mit 36500 Hl 37030 ein. Qbvvhl Mir btt beuüy 31’tftmMr'c Tterfadtt» aufträ^e ar^jtütrrwn tzxxrci. aeftallel# *l- «1'4.75 «7. 5 .4*35 VÖ7.5U 1002.50 34-.H,0f\ 344IÄM 3725W 37145,40 ML 13 A37 5L5»> 5» 73 IV-.5- iw- ona- W4.— lOffklO ItOtt» 110X75 2*140 240.« 254JT. STA8, Bankovk«. nrnnPut! r W. 7. Mai. «tief (teU Bchmel^ei Koten . . «iranzö'lkche ••loten . Täntfcbr stoisn...... EchlvedlsHr ‘'loten..... Oodfliihtlcbf foien ......... reuflA-re tcrreli) i 10ö Qrotrn «710- «MO - 2487 6 «6 - HM1Ä - ■».** 1447a - 14880 - 52 12 5161) Ämenf uHdre ‘oien .... Unemil - • t List')- MO.- t Idjedtö - । D: flo en Harro- ’ L 1107- 1087 - »lumdnil f lote-- 17160 iflft.’W) Luanl'che io:en «MB — — Wntm.’Fril’k’ Cs>nrmb. . Votibon Harte ... tzchwek. .. ei’ttnlrn . .iiotien .... t'iOobomCporte Dänemark "?ortne.ien #2djmf)rn .. Whiialpc* Vkuuorf. .... T1-I5ioa- IfiWl-IjftXk- i>ooa-i• tiCk- .«- JrUfieH Irolbbof . . . 4Xifk -414O&- 4150)-4S0Ü iirfedübt.i)tantenibal MOd-ÄXXK— — urftdflbdrtiaooaultl ÄML-2400ÜL— — ■— 541- 30Q wert - px*o - 3KOO - •QgA- »»rlertalt. t^ranthrrt a. 9 Berlin Metullar'. iltanffurt. . -n» d'ndrtk ^er* . . !«**» 1«O) 3id,fl..........«OX1-2SOU Itf* Srar.»««.-Ael. “3* - 3»- <* > Stftf it'6« Äentfll# 1* •* 4«, i^rlen........1IÄ- !«- »V . idiee ......lM- 1«- r . Mn.........no- wo- l 7jOOO-7üDa- -.- -.- ?non - 8<>syi -6BOOX -*ooa - TfmjL—71 jä —87*> a —«Tnrn- itir*xi-i »wa iwioa-i35!O Norddeulscher Vlooö. 430Xk 41700- KHOQ- 3U5OX- ,iemen!iverfHetbelbertz 3H0oa- XXXI- — VhMvp oeixmaei ... iso» - lisa-i.'uoa-aioa- 4Inflte-Lonk -Oue»O. . . r- —- H7'«'n Bad.sche Anilin.....4flü)O-4#RrA-4700r*-4.TjixX- lulbldmilbt.......t-W v— ■Mr t .• 'belmer <(raren 1***v—WA—.WX) l—X«'<» edd) tri Aardwerke . 'X—KxX*—3700a—K/Xl— Oeliarrfeblune . .Mnoq—C7X1— — tüterv '^verft......1*80 *\—61 «a—57fWV—81 • u HrtixitH lnic1- 31-»l 03 TtuiM.» #teef . . 312.30 ilHO- J175O- <30u : :*Xl-0 —8K30H -TDIOO - Jara ...... 77.1X1- 8*1 - -,-*2X1- Teuil*-t*umi*no . r xm-'.v OA-17BXÄ- -#- mclknfir*«ieT6er6fi>2l*xn4-Jl>'MX JOh.i«^£24»xn- Careerft 6et*beu D«N 2450X1 rSOXLi fioliroerf fHAer»lri>\) - Rerhrir 6aflWH«rt <«•»■ 8OH)- W» "Siteuio Oemirar.btt 1 v. -'JflO- ".VrtaBbenf........514 wurden bezabll für einen Zentner Lebendgavichl Ochsen 200 000 bis .340 000 Wl. Bullen 180 000 bis 250 000 OHL. Mrfen unb Äübt bester Qualität 280 000 btt 340 OQO Wk., geringerer Qualität 120 000 btt 280 000 Wk. Kälber bester Qualität 330 000 btt 3V0 000 Wk, mittlerer Qualität 250000 btt 300 000 Wk, geringerer Qualität 180 000 bis 230 000 Wk. Schwetnr unter 80 Kilo 380 000 btt 420 000 Wk, von 80 btt 100 Kg. 430 000 btt 440 000 Wk.. über 100 Ka. 430 000 btt 450 000 Mark Der Markt binterfleft bei allen Gruppen Hebtrfkmb Linder notierten um 10 000. Schweine um 30 030 btt 40 000 Wk ben Zentner böher 5raurfurtet Vetrelbemarkt. Frankfurt a W. 7 Wai. Vk ®e- trcibebbrk wirb zur Zeit wieder durch die uae 'icherc Haltung bcetnttubt weiche auf dem De- «•eetßrft reebemdX D* TkrtoB«e: "*tW* | ta ben er4ser. S^chäi^sf. eben aMncrim1* Hal- txng een Dee 2: «Meng war att kti »m be- । ebe-t ld*3 Mr Umsatz tätigtet! M u* r^nfche^ ibr.fl ikii Lnzebo! t*t be^äx 7.« Preise esrssrrchsn den lcht« L:t»er--aaca Me-i 6-i de^auptL Ha»er -nb 3#rft< r-f'jl touerrr. .:<; finden oeretny«: Beachruag w notierte- ;e 100 Kilo Tcvcr !3e MO btt 140 000 Wart, Lo-.:r-n 130 000 b-.* .34 2-X T.V. Qoeawr- eerfk *üt Sea»4«^- 11C0CC bU 115 XX? Wk. . Laps 120 000 bis 125 000 Mark (fest). Leinsaat 125 000 btt 130 000 WL (fest). Blkwriaerbsen 90 000 bis 95 000 WL kleine »rbfen 75 000 Wk.. futternbfen 50 000 bis 55 000 Mark Peluschken 65 000 btt 70 000 ML. 3der- botnen 50 000 btt 55 000 ML. Wiäen 70 000 WL. Qubtnen. btou 75 000 btt 82 030 WL. gelb 105 000 btt 112 000 WL Sera della, alt 150 000 btt 160 000 Mark Laps tuchen 52 000 bis 53 000 WL. Leinkuchen 80000 WL Trrxke. schn pd 21 003 btt 23 OCO Mark 2Uiubfutter Merken- unb Loggenflrob. drabtgeb 20 000 btt 22 500 Wk.. Haierslrvd. brabt- geprestt 17 500 btt 19 500 WL. Otroö. ftrobfell- gebündelt 21 000 btt 23 000 Wk . Wll-fenheu. gut. gesund unb troden. Hormabb 19 500 btt 21 000 Mark. Lachmadd 16500 bis 18000 Wk (Soweit fern anderes Bewich- genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.) (In einem teil ber Auflage wiederholt) •egen bk mifobanbärag deutscher Eißen- datzuer Essen. 7 Mai (Wb.) Der »er Zeit in Homm rvflbkrmbe Präsident der iXfenbatev direkt Ion LNen bat an ben Prästbentzen brr 5e£> dfenbabn-Konrrntflton in Wien ein Protest- schreiben gerichtet, worin gegen eine Leide von 1H t b b a n b l j n g cn deu t sche r Ölfen# babntr durch bk Betoy^ngsixchörden schärfstze Berwabrung eingelegt und brrngenb ersucht wird, bei den zuständigen Stellen für eine wirksame Bekämpfung derartiger UiifJbunbUngcn durch Nachgeordnete Organe, um bk es sich meist banbk. etneutmeer. In aner äjuuae itw uixe i(iU.i Bvlksgenosfrir an btr Lupr unb am Ji’w.n bient Zum »uxitcmnal hmerbaib von drei )Hcmdu-n hat dte Kapelle des 15 Inf »Legis hrt Kräfte unb Ihr KV,man dem edlen ixitr c>lllchtn Zwtä gewibnret Luch btrtuvV. tr tc i 'rch im ötabttbeaier wieder des harter Ütenaltt «wer zadlreich n4d»vnen«n jtobörerkbati erfreuen Ueber bn« crfie Konzert im März ds 3s büt bw ^4)111.(1 um nach tehwr Lichtung bin Mistoerstande!- ,u werden, nach redlicher Weber- tagunq flekbtDeti> t •?' schien nicht angebracht, bet einer ei nmlli«m Dobltätigleit-» >eranii.ll'nna non dem üblichen JLif) ei « milberxm Beurteilung abguttvidwii. tu mal ba eine tochiich»slrer^e TScaut- «httmg in bieteni Zulle unbedingt kmgatio oättt auOalten mülle Äetruch.en wir das erste Kvn- «m als einen 'telluch. fo ner^fllchter ixe IDecbeTtxüunq au grundsätzlicher kritischer Stei- hmiete.gabe. die befreit von aller Sebenlchwere 'Ich als starte Lusrrxrtona einer überragenden PerftrnUchtett zu erkennen gibt, mäbreub die doch recht ans Leusteriiche gekUAnden« Programmatik der Pnteudos wm ÄlzL wenn sie den •etobren eines banalen und brutalen Sinfchtogs enthoben werden soll, eine äuberft differenzierte und fubtUe Pebanblung verlangt, die nur der lwrch unb durch routinierte QrcheftertochmoTM leisten lonn Wit andern Sorten Der musikalisch gebildete Lai« wirb auch durch eine mehr ober weniger hdnebigmbe Ausführung solcher lAwigkettswerke wie ber f-s-Wott-Sinfonie Schuberts, deren Schdn- Ixiien zu den b'.mmlitorrei Oingedunge-.i ledoren. bk fewatt einem Sterblichen von der Hilfe zuteil wurden, angeregt, vielleicht sogar erhoben werben. Solche Derte sind wenn ich einmal fv sagen darf — ernfach nicht wtzu'chiagen Ader von kunltterischem vtzandountt c.xil betrachtet, kann natürlich «ne technifch emigermosten glatte Ld- wicklung einer fo anspruchsvollen Borwwgsfvlae allein nicht befriedigen Die GrHhe der Derk« verpstichtet zu chrdsterrm! Dir wollen gern dte austervrdentllch« Arbeit anerkennen, dte Herr Obenauf Ihneefter Löber offenbar in „einer groben Zahl von Proben mit feioeui Orchester gelerftei bat Biele technische Ächwächen ftnb. wenn auch noch gar manche starken Dünsche offen bleiben beben trab gebessert ’vetben Der Hott- irab Blechöldler irupr» hat ber Dirigent besondere Lu'rnerktomkeit geschenkt Der " ande Punkt her BlllitärHapellen ist und bleibt der Streichkdrper. der einfach numerilch schon - vh will keineswegs dte guten Leistungen ber OtnrlniuMr herabwürdigen ar der >räbr der Ausgader letwa tn der Schubert sinsvuk) scheitern must Dte Solistin des Konzertes Arau SM Han d- loker. verriet schon gleich tr dem Lezitoktv unb der 3ne ber Susatma . Zndllch nab< sich dte Stunde" I die sicher und gefchrnn gektoltembe Bühnentonoerin Ihr bester, m der Hdste weniger att in ber Lteke tragkähiger Sopran der ban» und wann von Härte' nicht gan, tret fchten. ertong sich mit der Lannone < .Ihr dte ihr Iriebe de» Hertens kennt > unb der Arte des Lherubt» l.Leue Trttubrn. new ®xtxucr.xiTf Steigerung brr Schroterigteiten w den Xr-i? b--r„--*jr- unb tn der P ^ruffteshmg. Untere er '»kalifche ßftetaty- -st doch wirklich reich oewu i Und dann verlier man nie etne« ber »berttm BekeW» teber künstlerischen Le togigung aus dem Ange *unt ccrti drmqur fmei! vr &X