Nr.W Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derLamstaosbeilage: GietzenerFamilienblätter Msnatlichevezvqrvreife: 6000 Marl, «inschliehlich Trögerlohn,durch dieDost bvOOMark.auch beiNlcht« erscheinen einzelner Num- mern infolge höherer Gewalt.- Fernfprech- Anschlüsse: fürdieSchrift» leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: 3 «neiget Stehen. Poftfmerffonto: Stmiffurt a. M. 11686. Donnerstag, 7. juni 1923 tZ5. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesien vnltk und Verlag: Vrühl'sche UnioerfttStL-vuch- und Ztemdruckerei R. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchlllstraße 7. Annahme von Anzetgc.l für bie lagcsnummec d.s zum Nachmittag oorh:: ohnejede Verbindlich'^:^ Preis für 1 mm höhe Anzeigeno.27 mmSreite 5rtL 120 MK , auswär: - löOMK.;fürReKlam: Anzeigen von 70 irr.: Breite 600 Mki.DciP!.. Vorschrift 20 ’ g Aufschlag. Hauptschristleiter: Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik: '.'lug. Goe:;; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für bc.i Anzeigenteil: Hans 3eJt, säm tlich in (Biegeiu Eine überraschende Wendung auf der Brüsseler Konferenz. D ariS, 6. Sunt. (WTB.) Wie Havas aus Brüsfel meldet, hat bfe französisch-belgische Ministerkvnferenz heute nachmittag um 2V3 äLhr im Außenministerium begonnen. — Rcrch dem »Journal des Debats" wird in dieser ersten Sitzung, an der nur die Minister selbst teilnehmen, ein Meinungsaustausch über die Re- parativnsstmge im allgemeinen Sinne des Worte- stattfinden. Das von der belgischen Regierung kürzlich in Paris überreichte Memorandum würde naturgemäst in den Besprechungen einen breiten Daum einnehmen. Die Minister würden sich auch mit dem bevorstehenden neuen deutschen Qlngebotc und mit der Frage ihrer Drantwottung beschäftigen. Die belgische Regierung habe bekanntlich den lebhaften Wunsch, daß auf die deutschen Vorschläge eine gemeinsame Antwort der Miierten erteilt werden könne. Sn politischen Kreisen weise man darauf hin, daß die Nachricht von der außenpolitischen Rede, die freute nachmittag Lord Curzon halten fette, und in der, wie angenommen werde, die Aussichten einer demnächst igen Konferenz der Alliierten erfeimbor werden würden, dazu angetan sei, die belgische Regierung in ihrer Ansicht zu bestärken, dast schon jetzt eine gemeinsame Antwort an Deutschland gerichtet werden könnte. — Gegen Abend werde dann eine zweite, die sogenannte Aufsichts - ratssihung, stattsinden, an der außer den Ministern die finanziellen und militärischen Sachverständigen teilnehmen würden. Am späten Abend werde ein Evinrnuniquö veröffentlicht werden, das, wie die früheren, bi sorgfältig abgewogenen Wendungen sehr reserviert über die Verhandlungen berichten werde, auch wenn es den Delegierten gelange, ihre Auffassungen völlig miteinander in Einklang zu bringen. Diese Zurückhaltung sei umso erklärlicher-, als man die deutsche Rote erwarte. Gin diktatorischer Beschluß. Paris, 6. Juni. (WTB.) Die belgischen totb die französischen Minister haben sich heute in Brüssel um 2l/s ilfrr zu einer Konferenz vereinigt. Rach einer Unterredung zwischen Poin- car6, Theanis und Saspar, die mehr als eine Stunde gedauert hat, sind die Sachverständigen zur Teilnahme an den Deralungen berufen wo-- btn. Die Sitzung dauerte vis 6l/2 Uhr. Sofort nach Beendigung ist folgendes Cvmmuniquö ausgegeben worden: „Die belgische und die französische Regierung haben heute die gemeinsame Prüfung der ver- schiedenen durch die Rnhrbesehung aufgeworfenen Fragen fcrtgcselst. 6ie haben restlos alle ihre früheren Beschlüsse aufrechterhalten, namentlich was die Bedingungen betrifft unter denen die Räumung des Ruhrgebiets nach Zahlung der Reparationen erfolgen wird und was die Verpflichtung Deutschlands betrifft, vor jeder Prüfung seiner Vorschläge dem passiven Widerstand ein Ende z u bereiten. Die beiden Regierungen haben das Programm neu zu crgueifewfev Mahnahmen geregelt, um den 5) r u d 5 u verstärken und um Deutschland zu einer raschen Erfüllung seiner Verpflichtungen zu zwingeit." Wir die Havasagentur berichtet, haben die Minister den Sitzungssaal durch eine Hintertür verlassen, um den gvagen der Journalisten zu entgehen. Paris, 6. Huni. (WB.) Wie Havas and Brüssel be-richtet, ist im Lause der Verhandlungen ei-nc r--:r.T3 neue Bedingung freute beiderseits gestellt worden, nämlich, dah das Deutsche Reich den passiven Widerstand im Ruhrgebiet auf geben müsse, ehe seine Vorschläge geprüft werden konnten. Tatsächlich werde, so fährt Havas fort, nur die Cinstelung des pasiiven WiLer- stanLes den sichtbaren Beweis des b e n t= f a) c guten Willens kundtun und eine Vax. und logische Lage durch bte effektive Feststellung der Kapitulation des Deutschen Reiches schaffen. Havas fügt ferner h'mzu: Da man in Brüssel unt Baris allo entschlossen sei, über die gründ- südlichen Bedingungen nicht feilscheit zu lassen, bliebe nichts anderes übrig, als sie von England und Station an nehmen zu lassen, wenn man baldigst die alliierte •Sti- beitffrent wieder her stellen wolle. Das sei eine tiefgehende und sehr berechtigte Sorge. Man könr.e voran sfeyen. dah die belgische Regierung jetzt in Londv'.t feststellen wolle, ob man diese gtmndlegenden Vorbedingungen vor jeder Verhandlung anneömen wolle. Paris, 6. Zuni. (WB.) Havas meldet aus Brüssel: Poincare verläht morgen früh 8älhr Brüssel, um nach Paris zurückzukehren. Er wurde nach Schluß der Konferenz vom König empfangen, mit dem er eine lange und wichtige Unter« tefcung hatte Eine Erklärung Baldwins. London, 6. Juni. (WTB) Sm Unterhaus fror Baldwin freute erklärt, er sei der Meinung, dah c n' Aussprache über die Reparationsfrage hn aegenwäriigen QLigenblid unzweckmähig sein vsil d'. London, 6. Juni. (WTB.) Sm 0 b erbau fc tollte heute Grey die Reparation sf rage zur Erörterung bringen, doch wurde die Besprechung auf unbeftimmte Zeit verschoben. Die Politik Englands. London, 6. Sunt (Wolff.) Sn einem „Dald- Drns Gelegenheit" überschriebenen Leitartikel führt die „Time S" aus, das wirtschaftliche Chaos Europas werde sicherlich die erste Sorge des neuen britischen Premierministers fein, der im kaufmännischen Leben groh geworden sei und seine Finanzerfahrungen im Schatzamt unter zwei Ministerien gesammelt habe. Snzwischen vermehre jede Verzögerung die Schwierigkeiten der Lage, die unendlich verschlimmert worden sei durch die französisch-belgische Besetzung des Ruhrgebiets. Deutschlands Reparationszahlungen hätten auf gehört und die Zahlungsfähigkeit Deutschlands fei vermindert worden, und was noch schlimmer sei, der G e i st der Feindseligkeit sei in Deutschland g roher und bitterer geworden. Alle deutschen Staaten, die noch vor Monaten uneins gewesen seien, seien in eine fest- geschlossene Opposition gedrängt worden. Die Einwohner im Ruhrgebiet hätten sich aus eigenem Antrieb der Beeinträchtigung ihrer Freiheiten widersetzt. Sfrre Haltung batte Wiedervergel- tungsmahnahmen der französischen Verwaltung hervorgerufen. Es sei keine Uebertrei» b u n g, wenn gesagt werde, dah jetzt eine Herrschaft de s Terrors geschaffen worden sei. Alle deutschen Beamten, die den Befehlen des General-s D-goutte nicht nachgeksrnmen seien, würden eingekerkert oder ausgewiesen. Die Zahl der Vertriebenen b trage Tausende wöchentlich. Die Familien der Opfer würden einige Tage später aus den Saufeim abgeschoben, ohne Schutz und Eristenzmittel, Verzweiflung und Wut im Herzen. Die Erschießungen und Unruhen wurden zahlreicher und ernster. Die Rot Deutschlands sei zweifellos ernst. Die industrielle Erholung, die sich endlich in England zu zeigen begonnen habe, sei zum Still- ftanb gekommen. Der britische Handel im Kölner Gebiet sei gehemmt. Sn Süd wo! es sei der Riederg<»ng wegen der Llnmöglichkeit erfolgt, billigen Stahl zu erhalten, von txmi_ die Zinnplatte rindustrie abhänge Deutschland könne nicht länger Waren aus Sn di en kaufen. Sndien könne daher nicht sc viel von Qanciffrice kaufen. Der vollständige finanzielle Zusammenb' uch Deutschlands könne für niemanden von vorteil sein und müsse das Wo tz lei geben der Welt nachteilig borüi-ren. Trotzdem :v i;c ?Wer brilch Deutsch-trurds Sic sichere F^ige der französischen Politik. trcmi diese nicht sofort undpraktischab geändert werde. Es feien Anzeichen vorhanden, dah Be l g i e n u n g e b u 1= d i g werde und gerne seinen Anteil an dem Ruhrabenteuer los werde,', wolle. Die Haltung Belgiens fei zweifellos nicht unvereinb - - mit der Grohbritan'niens. Die Brüsseler Konferenz Lonne dos Vorspiel für eine größere Zusammen sunft fein, wo Italien und Grohbrilannien ebenfalls anwesend fein würden. London, 6. Juni. (Wolff, f Der Pariser Berichters,atfer der „W c ft m i n ft c r Gaze tt e" teilt mit, Frankreich fei anscheinend bereit, den Ebarakter der Ruhrbssetzung einschneidend zu verändern, vorausgesetzt, Last Großbritannien und Italien ihren Platz an einer Seite entnähmen uudzufäfren. dah bh beut- ch.ni An siieng ungen zu zahlen aufrichtig s-.-ien. Die Stimmung in Frankreich sei so stark wie fe do für, bnf»!, wenn sich (Srcbbritannien nur der lieber» w.ochung der deutschen Bemühungen anschlleße, teine Rvtwenbigieit zur Anwendung von 'Gewalt bestehen würde. Frankreich und die zu erwartende deutsche Note. Paris, 7. Juni. (WTB) Zu der deutschen Rote, deren Ueberrcichung freute nachmittag in Paris erwartet wird, meldet der diplomattschr R-.edakteur der H a vasa gentur, dL-r Poincar? nach Brüssel begleitet hat, von dort, er glaube zu wissen, daß nach den neuesten von Berlin gekommenen sikachttchlen die deutschen Vorschläge feine Ziffer über die Zahlungsfähigkeit Deutschlands enthalten. Sie bedeuteten jedoch einen Fortschritt hinsichtlich der angebotenen Garantien und enthielten auch einen Hinweis auf den passiven Widerstand, jedoch nur in allgemeiner Forni. Man erkläre in Brüssel, daß die deutschen Vorschläge unbefriedigend fefen. Der „Mattn"-Berichterstatter teilt aus Brü,- fet mit, Auhenntiniftsr Hasvar habe durch em Telegramm aus Berlin g r.:r.i nachmittag ben Inhalt der deutschen Rore erfahren und ihn Poincare mitgeieilt, der darin neue Argumente zur Llnterstützung feiner Meinung, nämlich dah die deutsche Role nicht geprüft werden sollte, bevor nicht der passive Widerstand em Ende gefunden habe, erblicke Die Rote sei in keiner Weise befriedigend. Sie enthalte weder eine bessere Ziffer, noch präzise Garantien. Wie es fche'ne, mache sie mir eine ziemlich verworrene Anspielung aus den passiven Widerstand. Aber Hcfer Hinweis ähnele in nichts einer freiwilligen und un-we'ldeutig.m Erklärung, den pasiiven Widerstand beendigen zu wollen. Snfolgedesfen fei also die unabänderlich von Poincare gestellte Frage nicht gelöst. Die deutschen Vorschläge könnten nicht einmal geprüft werden. Das sei der französische Standpunkt. Großhandel und Garantieleistung. Berlin, 6. Juni. (WTB.) Eine Deputation des Präsidiums des Vorstandes des Zeu t ral- verbondes des deutscher Grohhan- dels hatte freute mit dem Rsichswirtschattsmint- ster Decker eine Besprechung über dir Frage der Beteiligung der Wirtschaft an den Rr- parationslasten und die älebrrnahme einer Garantie für solche Lasten. Es wurde die Drreit- willigkeit des Großhandels zum Ausdruck gebracht, in einem angemessenm Verhältnis Lasten für Reparativ.rsztrecke zu übernehmen. Die Belastung der einzelnen Wictschaflsgruvoen könne jedoch nur in der gleich m F)rm vorgenommen werden. Eine unterschiedliche Befremd lang von Sndustrie, Landwirtschaft, Banken und Handwerk fei nicht zweckmässig. .Die Durchführung ter, Belastung müsse als Äeichssteuer aus gesetzlichem Wege nach objektioen Maßstäben ersvlau. Da den einzelnen Wirtschattsgrupven cerpfänbba-c 3m- mob'.lien in verschiedenem Aus maste zu V r ügung stehen und die Berviäin.'ung von Mobilien schwierig und für den Gläubiger weniger wertvoll sei. müsse die steuerliche Belastung von der Sicherheitsleistung getrennt gefrästen w T?ert Die stiebe-- nähme von Lasten durch die Wirtschaft könne nicht von Bedingungen abhängig ge.nacht werden. Der Reichskanzler in Münster. Berlin, 6. Juni. (Priv.-Tel.) Rach einer Mitteilung des „Berliner Tageblatts" wird der Reichskanzler sich nach Munster begeben und vermutlich bei der dort stattfindenden Tagung der Presse eine Rede hallen. Schwere gusammenftötze in Leipzig. Leipzig, 6. Juni. lWTB.) Für heute nachmittag hatte das Gewerkslfraftskartell gemeinsam mit der Bereinigten sozialdemokratischr-n Patt ei eine Massenkundge 0 u n g auf dem Augu- stusplah einberufen. Bereits um 4 stlhr batten sich am Eingang der Grimmaischen Strahe '.um Augustusplatz undisziplinierte Massen angesam- melt, die die dort ftalionierten P 0 lizeibeam- ten verprügelten und sie zu entwaffnen versuchten. Dabei wurde eine Anzahl Beamte verletzt. Die Beamten wurden schliestlich von der Menge bis an die Ritterstraste zurückgedrängt. Zu dieser Zeit langten die Demonstrationszüge auf dem QüajuftuSfrtah in dolsiger Ordnung an. Die Demonstration selbst tzerlief ebenfalls in Ruhe und Ordnung. (si?doch verzögerte sie sich etwas, ^iese Gesegenfreit wurde von wilden Rednern b-eiiutzt. um die Massen auszuhetzen. Die Menge in 7>;". Vrimmaischen ©trc’y? nahm eine immer bedrohlichere Hnlttmg an und verlangte, daß die Pvli.'.ei abziehen sollte. Weil die Gefahr bestand, dast die Polizeibeamten ar-gefchnitten würden, wurde nach Hinzuziehung weiterer Berstäriungen die Menge zurückgedrängt und der Augustusplatz geräumt. Aus den Kreisen der Demonstranten sielen hierbei Schüsse. Daraus wurde auch seitens der Polizei geschsssen. zunächst blind und dann scharf. R.rch den bis jetzt vorliegenden Berichten sind 6 Tote und 23 Verwundete zu beklagen. Bei fror Firma Bamberger <1. Herz wurde eine große Schaufenstei'scheibr zertrümmert. Plünderivlgen wurden durch die Polizet und den Ordnm^gsdirnst verhindert. Der gewerkschaftliche Ordnungsdienst vermochte sich nicht zu halten nrtb Zog sich zurück. Eine Anzahl Orbncr wurde von der Menge misthandel!. Die Stimmung im Stadt- hmern rst nach wie vor erregt. Sm weiteren Verlauf der Polizeiaktion wurde auch eine berittene Abteilung eingesetzt. Das Vorgehen der Polizei wurde von den Leitern des Eewcttschiaftsverbandes dem Polizeipräsidenten gegenüber als in jeber Beziefrtlng korrekt bezeichnet. Sieben Tote, 37 Schwerverletzte. Berlin, I. Juni. Rach einer Meldung der ..Voss. Ztg." aus Leipzig bat sich die Zahl her bei den gefr eigen Zusammsrstöhen zwischen Polr^er und Demonstvantm Getöteten auf sieben erhöht. Ein Polizerwachtmeifter erhielt einen Stich rn den Rücken und erlag bald darauf der erlittenen Verletzung. Rach dem Blatt sollen über 100 Personen verwundet worden sein. Den „Leipziger Reuesten Rachrichten" zufolge wurden bis geftern abend 10 stlhr 3 7 Schwerverletzte, barunter 15 Polizisten, fest- gestellt. Weitere Nnruhen. Berlin, 7. Iunr. Gestern nachmtttag sanden in ganz Thüringen Erwerbslosen- demonstratiotien statt, die nach den bisher vorliegenden BettHten aus den größeren Orten ruhig verlaufen sind. Die der „Vorwärts" aus Düsseldorf meldet, ist es gestern in Krefeldzu Arbeitslose n- Unruhen gefemmeiT. Die Demonstranten, von denen man nicht weih, ob hinter ihnen Kommunisten oder Separatisten stehen, verlwigten Herabsetzung der Preise und Erhöhung chrer stlnterstüt- zungssätze um 33Vz Prozent. Die Pollzei stellte die Ruhe wieder her. Blättermeldungen aus Breslau zufolge sind zuger c.iste kommunistische Agitatoren am Werk, die zunächst aus wiitschafllichen Gründen ausgebrvche- neu wildenStreiksrn Oberschlesien in eine politische Bewegung umzuwandeln. Die Gewerkschaften stehen nach wie vor den Streiks ablehnend gegenüber. Die sozialfremokratifche Fraktion vrs preußischen Landtags frat eine Gröhe Anfrage eingebracht, die auf die grobe Rotlage der Erwerbslosen, der Sozial- und Kleinrentner, der Beamten. Angestellten und Arbeiter hinweist, die durch die Teue- rungslatastrophe entstanden ist. Es wird gefragt, ob die preußische Staatsregierung bereit sei, der wuchettscheu Ausbeutung des Volles mit den schärfsten Maßnahmen entgegenzutreten. Der Leidensweg deutscher Eisirnbahner. G iehen, 7. Jun:. (Eigene Meldung.^ v;. . Fall befoiiberd rückiichtslofe. Auswei ung er'o.gte in einem in der Rähe Triers gelegenen Dorv Reinig-Wasserliesch. Zwölf -die- u'-w-r wurden non französischen Gendarmen ruf t-.'i* Straße völlig wi lkürlich aufgegriife: und >c v:i ob sie den Dienst für die französische p'i" nehmen wollen Auf ihre Ablehnung ver'-?-i' c : man sie. M i t v o r g e h a l t e u e in R e v o ! >? - drohte man ihnen für den Fall des Fr- versuchs. Das Verlangen der Leufe, «ich rc-i ■' t Familie ober ihren Eltern verabschi-d:.. unj sich umziehen zu dürfen, da fast alle in Arveitötlei- düng waren, tourte schroff abgewiesen Hierauf erfofete dfe Abführung zum Da mbos. Da sich die Kunde von der rücksichtslosen B r')aftua?. - c;r chnell im Dorfe uerDrciieie. eilte alles zum Bahnhof, um Abschied zu nehmen und de i Bedauernswerten frisch' Wäsche und Klei ungs- tücke zum Umkleiden mii.;ugel>Li. Doch auch dies war nicht gestattet. Ein A sperrfonur.an:o der Spahis, die um die Gefangenen, wie ein Geier um feine Brüte, herum ritten, drohte jedem Qlafrenben mit der Waffe. Sv mußten also der Vater von Frau und Kindern, der Sohn von den Eltern ohne Abschied und ohne auch nur das Geringste mitnehmen zu dürfen, den Heimatort verlassen. Sn Trier sperrten dann die Franzosen dir 12 Mann in einen engen, dunklen Raum ein, wo sie 24 Stunden ohne jedes Essen und Trinken auf nacktem Trb?n v r ringen mußt n Wieder o't versuchte ein franzosi.cher Offizier die Leute oon der angeblichen Zwecklosigkeit ihres Widerstandes zu überzeugen und ihnen klar zu machen, daß die deutsche Sache verloren fei und das Rheinland französisch werde. Doch alle welschen Künste prallten an dem entschlossenen Widerstand der Zwölf ab. Ein bestimmtes deutsches Rein war die Antwort. Hierauf erfolgte dann die Ausweisung. Sn traurigstem Zustand, in Arbeitskitteln, ohne Hut und Kragen kamen die zwölf wackeren Ausgewiesenen in (Sieben an. Die Militarisierung der Strecke Herne — (Gelsenkirchen — Altenessen. Köln, 6. Hwsi. (WTB.) Rach einer Meldung der „Köln. Ztg." aus Gelsenkirchen wurde die bereits gemeldete Besetzung der Eisenbahnstrecke Herne — Gelsenkirchen — Altenessen gestern nachmittag beendet. Die Franzosen verwiesen die Beamten und Arbeiter, nachdem sie sich geweigert hatten, m französische Dienste zu treten, von ihrer Dienststelle mit dem Bemerken, dah die Strecke militarisiert werde und sie i i Zukunft nichts mehr auf ihren bisherigen! Dienststellen zu suchen hätten. Eine große Menge rollenden Eisenbahn- und Daumatettals fiel den Franzofen in die Hände. Die Deute, dir ihnen aus den Stativnskassen und Güter- abfertigungs stellen in die Hände siel, ist jedoch nicht bedeutend. Kurz nach >4 Ahr verließ die militärische Begleittruppe der Be« setzung das hiesige Gebiet. Rur die Militäreisen- .feifrner und die französischen Zivileisenbahner sowie ein stärkeres Wachkommando blieben zur sifewachung den Strecke und der Brücken und Aebergänge zurück. Amerikanische Besucher im Rheinland' Parts, 6. Juni. (WTB.) Das „Echo de Paris" erfahrt aus Mainz, dah der ehemalige amerikanische Oberkommissar bei der Hnteralliierten Rheinlandkommission, Roy^s, im besonderen Aufttaq das Rheinland ausgesucht habe, um sich über die Lage dort und im Ruhrgebiet zu unterrichten. Er werde von mehrerenhervvrra- genden Persönlichkeiten begleirei,die gestern in Köln augett>mmen seien, um sich mit den polttischen und wirtschasttichen Kreisen der Stadt in Verbindung zu setzen; sie würden auch mit den Arbeiterkreisen Fühlung nehmen. Das Dortmunder Telegrapheuamt besetzt. Hagen, 6. Juni. (Wolff.) Das Tele- grapfrenamt Dortmund ist freute vormittag von französischen Truppen beseht wordsn. Feder Telephon- und Telegraphenverkehr ist seit vormittags 10 Ufrr unterbrochen. Die Zensvrtaktik- Mainz, 6. Juni. (Wvlss.) Durch Entscheidung der inteiattnerten Rheinlandkommiss'.on ist das über die srzialdemvkrattsche „Mainzer Volkszeitung" verhängte dreimonatige Erscheinungsverbot aufgefrobe n worden. Die Volkszeitung erscheint ab 8. Sunt wieder. Die Besetzung Kruppscher Hütten. R e u w i e d, 6. Juni. (WTB.) Am Sonntag besetzte eine Abteilung von 150 Mann französischer Truppen, die von Diez an der Lahn kamen, die KruppscheHermanns- hütte bei Reuwied, sowie die Kruppsche Hütte in Mühlhofen bei. Engers. Gleichzeitig traf von Koblenz ein französischer General ein, der erklärte, die Hütte sei zur Cin- tteibung von 20 Milliarden Mark Kohlen- st e u e r besetzt worden, die die Firma Kr»rpp in Essen nicht bezahlt habe. Sollte die Bezahlung nicht erfolgen, so würde die Hütte versteigert werden. Der Mord an eiere Tetlln, 6 3*irt HMn ) TU» Grtffnung N* heutigen Q»nbuie#<^-r*fl eegrttl PrQfitert 611 n t r t bol Wori hi einem Proleft gegen Nn QB» tbanetR«mffebenjäbTlflee 2 chü- (er bi «rfWbori Probern fübrtr erfebT nicht auf das Siebenfache, fon- hern auf das Fünffache zu bemeNen Die Letchspostvenoaltung erklürle. b-ift fie erst noch vettere Beratungen über die Vorschläge des Derkechrsdeirats pflegen müsfe. be r I ie. 6 Onni iMB , Rachdom der Bet- lebrtbrtrai Im Aei-chsvoltmtniitermm gestern sich mit der Grhöhu ng der Postgebühren ^D« merfachung der Gebühren für 'Ponlenhuna- i Heu rc ‘.cxbung der Xtlrarapbena bübren und Hctltcbenlatemfl der .Zrrnip7-chg.bül»re >) beschul- tlgt hatte, nahm heute das Ttn vriuin da u Stellung G» scheint, als ob das Reichs- dostminiftertum sich ben Bc'rich'Ogen des Tkr- seboskx-trats anfchlteßen wirb die Gebühren für ipofllenbungen und Teiegrannne auf da» Dreifache und der Zernsprechgrdühren auf das Hünf» tache *4dtib nt4x ' - - ci L Antrüge bri A Blank unb Den.. £: . >t -'b Mst»c. zur Beschaffung von Kur ■.< Wwi< lux bb Wir und Sr - u Rbrinhrifen wirb auf Grub t Xrai :Tort für erledigt «rff3rt Fsrl- kgung Xoanc.-itug. T « Xtertgrleeg bet Lr,..ch«t Ger.bemWlgt. 2u» t m < «um des Staatspeüschen.^t gc ici 2Xt.tetluna »u T-e vorn Ae»ch d ' 'ne ;t der 6ritben Sonbe - > l lg hat tn Hess, r t» bn bewliatei Änt’e» • a--ii” rrvc.-gemle* r e hris-tche , ii!>V! ist burch Ne Neuregelung m.! Ne» U r-c r:X . e: «üb chw' e, ui N-Ü bb^^t beurnNgt. t . t Xcut«i>- arg da» sr. ichwr Conbe j flt*. «r» amschhei ch Ngrüebr« Pre t eHschrei den tem R?«chs hrnngetntftei durch bm -ksttschem Ge1a»> «n tn Berit» überreichem eRen » be ertutn ehrt doch wemgstens Zu mtlbern Ins des ordere wird to, brm P v-ft brr Üaubeirrgtrr jiig auch auf Ne allgemein z-ichasitnrr U»ttrschteb« für Nr Orte de« dafetzten Gebiet« NngeeMrien. Ne nicht aufrecht erbaile werden B»’en Dir chtsti- sch« 2rgkn»<; ha bade eiste geft'!’!!■*• br: tOi- süchlichen BerNtzitniss« an Ott uab Stelle Nirch ben Rrichsfwanummii'« asgeteg ILrwr aitixr.* htiftr «s tn dem Drvtest'ch^erden .Durch Mr Ttewmrfimg Ift iedoniakl« ttnr Oagr geschaffen. Ne !4e* ' fl« n** nifm*t «rhalter und vor 2er -eMfchen ^eg-era^g un er frrwn UmfidiNn grbtll 4 '. ou *r «'• regung der Beam-r scha»: ift au' ererbe ltllch grob Gs LehrN let*e Mogltzchkri *i- criritign An- etbrttmgen auch nur etni^ermaben «u verrretea. Mir mühen deshalb geg? 1 bk genossene Annrd- nv-ng Ginspruch erhebe: unb dringen5 bitten, alb- bald in eine Aachv rüfung brr Angelegenhert rinjutreten, e*nn nicht bet ber N f f 0«n Bcaorisa^ schäft unb auch bei der -estilch«^ 2-rerung das Gefühl einer ungerechten Beda-rdkrtg der htHi- fcher. Ort« Immer mehr behÄrft werden fo(L Mca de« Klo- fit.genannter MetteriuoNes L ich mag erft Kr Au«flug de« Oderhtslifchen Ge- ichlcht«vereins. ber Mn «igcncn Sonntag nfi !n au.t besten cftt*n b^ i'.rt Bcimatfrtuktd: L>r. uni wie rh liuism rhig Biele« n»d> Denkmäler davon berichten. M: dem Gin- h imischen von Ougtnb auf vertraut sind, aber vi.l»richt gerade L *Nxlb von ihm in ihr « ge- schch'lichen Merle und künstlerische« Reit Tanm griari tottben Der Besuch des in «nta genlom- eunMIer Meis« der Tdittigung sr ig gedenen Seftloale« im Schic ft »dgk In bei prächtigen G>- beim« ou« der 3rit de» 30.3br Krieges u tb In dem reichen Or.balt brr g«ichn>a^m>ll au-geft rillen vchaukSsien Pru stücke aiun 16'ikbm Ceb n», das so vielen oderhrili'ch rr Üo.x2>Hd2 tdxn ihr üe»on- Nre« Gepräge gegeben hat Unb in der Schl.rh- verHolle erinnerte da« Modcll des Ingolstädter T.nfnv'riJ des Trafen Rrinhard «u Solms (1491 bi« 15621 an eines Der brtubmldkn Ölteber seine« Stamme« 3r war Kaffe« ücher Kriegs komm iss a- rlu«. bof al« solcher bk starke Heftung Ingolstadt erricht t. soll auch am Ausbau ter Lichrr Merüe beteilig: gewesen fein — die Heftung Sichert aber ist unter ihm geschleift worden Der C v.iq durch den Schlchplri bot tetpril« Bilder aller Gartenkunst und. wie tarnt vor allem die nai»chm Drick auf die hütth4.>.*n D^hetnlagen. so aus den gctoal- ttgvch «in Ber- gleich ded neuesten Lordarchdruche» der Siadt- m .uir mit : b g r v>inb- Wetbsdunft mit tem urtümlich-Nnitfchen ^xbaxtf 1.11 wltkungSvoNcn Ginbeit verschm^ltzen wurden, icr in kam Stü tchcn durch di IvappeN tzual ^ch t-ln Denkmal selbstbewußt.n Bürger: ms und et- treulich auch für ben. der durch den Reichtum unserer Umgebung, wie etwa bei Kl ebuchtules. a herriichen chwerkdauten verwbhni :ft Di« Besichtigung brr Marienkirche, der allen Koi- bg it liftsk eche. bk als srritgrtischer sPr.Mgtbau schon r fem» aorische Bed» riniise vorahaend be- fr,edi>Ne. schürfte den Blick für bat toa« au« <ülen Tamrlen. Gvwzll»,ansützen ufto. über die Kwgeschichk zu erichirnften ift; bk SrNärung brr allen Grabmaler b?t künstle risch und historisch Anregendes in reich m Mähe, und Nt Betrachtung der « « Älrhvr 3rn«b-irg stammenden Kmw zel. festes b rvvrrogrndeu rirug icktze« w« h:«:-ch- l«r alter trutscher Schtrinerbunst. gab für viele »ugs ich bk Mballchb-it. die leerm rieuumran!:. : Ruinen Nr Klvsterilrche bem Bild rx>r b.T ,->r- ft»rung etwas näbrijubringen Der weiter« Gang durch bk Stadt, bei brm vor allem der Blick in die Gasse mit ben .Burgrnin »rnhftusern". Nr Mrnbecg durch bk beiden Srk r so re )st»ll wirst, gar manchen ü^rraschte. lührie »er Tumball: Hier nwt* Nr Bmtrag mit ber ^Ichichte Lftchs unb seiner Herren km*vz» und klar non Nn Arnsbaraern bi« zu den verschkN non Ofnkn N-« Kaufes Sri ns. oft anknützs«d an das vorher Grichaut« und ihm de» rechen Aiit-rgrunb arixnb. vor allem, was über bk Kirche. Ihre GrünNrag und Ihr« vchicktzai. griigt würbe hat vielen Reue« len und Msntri. noch bm?« BvrNmdems. so bk Amt»be^iL.-^i g n bet i für- ree. drrftolndtich gemach: Aach allem war «s br- r .-i'hch. doft der Dani des Borii.tend«, m bk beide» Brr:r.u^-N^e-, Ne bm Audllug so anregend und sruch dm zu gr'talun Wahlen TrH De Rauch und BidNothets^rritstr Grpknx T. Sb l. sowie auch an bk «u-.Ni n'tchen Förderer Nr Ik.m -hung grdhlen Bellail der »atzt- rrichrn Trilnrhmcr msttür Di. M'. al chero .k-irr.! n; betzchloh bk Gr- fc*bung tes für 1823 24 e»J *OC 2S*x f mit 8rnrien tat ^.aKki auf die unendlich tlel b^bcien Grtkun^a Ns ^erta< De Ausilha Nr buuHien Altmums- wMenschafl auch m ttch ■•ut Jr -nde «ru«*«a. ktD eatz h mchc rrr (Jt de Bem-, ooe. N biirT*—/) ,*cät. Xrrnmt» ter Bctwa: weckt, rach ndeu^vellen C*t - des 3ec.ro kirbc »sr Heimat. 6k eher tA ei» 3 l 3u dem 5ianbmorb im Lrifif? »dcrger tl5«lb wird uns »er. PestÜndiger Swll« weiter mit- gesed: Die do* Amtsarzt Sr SchÜptzen unb Blet 'i »'rar Sr Sc r Iba ii x: des Cher"- :i*i*ttu.‘i Äo'n« t ^ergeno-r^.-w Cb uftmi bet \iri*e der im Sh f ber irr L.*ü» einer ete» ®r<*i Sikh e 8>|»«n« hat e- geb« . bi * d,r Srea du ch «1 ei 3c/ag ml n* e un:bc-«r G ;<17 *nb <6 e ober fmerigw K t:üm ’J G- ick d.'t «i:tn Beuch Ns $>.<- fc .i.M p; .y»lG buu. uid da ch drucken tes ftehikev es gerb e werden Hl Gs b*m sich an Nr L*r i>' auch fv-rik noch allerlei Gnwalt- ft-uren. H»b<rr Tiirr ir n Offner auch noch ge- schacht/ch mtftde^uchr bat 1 e Leich wurde Im Milde zwisch ' Schtf- jribcrg uk6 Bauten gefunden und . da» sk In ei mm alten, b aunltberoen Pcrtemon 1« bei sich zu {Aaren pfleg e Die friiii trat von kräftiger Statur und sah erheblich lütger au«, al» sie tatsächlich war Sie hatl« tron ihrer 72 ^>thrc noch leit «raues Haar Stu.i Hofmann ist an dem Tori-tage. Sonntag. mittag» gegen ll< Ubr In Begleitung einer R:.,n.isder(r>n ^.«khen worden Beide bähen auf einer Bank griessen, welche an emec Schnei enecke unaefähr in Nr Hüllte zwischen Schiffen berg und Hcil- und Pfkaeanstolt auf dem alten Schfsen- berm Deo steht Sieser Monn wird wie Ivlg! beschrieben Mittlere Gröhe, ist etwa» gröber als die 3tmorbek, trug dunklen ritxrar*ei oder blaue«, Solle Aniug unb Uinf'rt weichen Hut. an Lei Sri*« «:was teitlch grbogr.te Rak und bat unr.rir.cn Griichkstein: und etwas auffailmN-n Blick Kur b:rauf, etwa gegen 2 Ubr. Kim «In jüngerer. 1» 20 .Vibr? alter Me^s ch in 3 heiler- fleib.-m non der Stadt l>er, ber die Beiden 'ist-n ge*i 't- Ssnag der Mittel- rbcia - ^6 lr u g n 7 tr 11nIfl1 ■ 3 f:aL Stc eil»« : dra.ru -v-» anu ag» tz bk I Uhr unb nachmu ag» poi 2 -5 U r ck« LÄ «km Reihe vo--. 3: .::tor ai> Sem»« rcjtiwkn aas Nm Geamjcriet bt; S iterjit ntet je*. Aus be m Stabil B » r « aa S« at fich etwas wudcKvOjen 1«* X:1' eher vorübergehende Aufheiler ung ftoiftrnbri Landl reis Wictze». □ Gttubecg 3vm Sk Üriv»g des Hessischen Grzieh»mg«oerel»s in vom Deia- RösLcn ti Vtttko an Gfarret Ile« tu •thna»Nu<«fl übergeben worNn Mae Rösche» bat b.«ks schwierige Ami mit gtrikt 'pflichttreue 35 risdre »tudur* eettbn Durch kirw TRiiatNi! ist gar man he« xtxb Ni Mr bk bünslichk rietung oeriac1 batte ueb da« auf Adw-ege geraten war. ymiet und »n ««em rckftlche Mitglied ber mrrichllchs» Gririllchsr N taugebtfbet worben Im Lauf« ber brri Jahr- Öwte bot sich der Hellllch« Gnwbena«oetrix t günstig entsntfrit, Hal euer Utile. oNr sehr edolg cr.« 54t ,*tv au«.] stü ker Ausbeuten gu lassen. Die Arbeit INI von den hiesigen Erwerbslosen als produktive Sr - werdslosensürsorge aa^ietütri werden. Zvnächst wurde dafür ein Kredit von 12 iniUionen Lark beieiige?.ellt. Zernei wurde ein Getonbetau 4) gu gehe ßen, der für die Meguinverte den Grund und Boden zum Bau eine« Berwailungsgebüube« bereit stellen fvll. Gs wird dabet erwartet, daß die einheimischen Srwerbslofen und Geschäftsleute an ben Bauardetken beteil v a> rtcn. - Die Zuichfüge -ur Grundmiete wurden mit Wirkung vom I. 3uni ab auf 7000 Prozent feftaesttht • CD ü n ft < t b. Bundoch. 6. 3«mL Glue vorbildliche Lat vollbrachte der hie iqe Landwirt U Kiechle Gr nahm freiwillig fünf Familien mit insgeiamt Ift Köpfen der in Bad-Rauhefm eingetroffenen Äa sgewle - lenen in lein Daus auf. al« et Hütte, daß 6U Unterbringung der vertriebenen Landsleute in Rauhe im Schwierigkeiten bereitete. ^crmtimtes. Juwelen bet Astert«Ichl'che» Gffkattzerfamillt benmttfat. Berlin, s (Nm r»r>) >r .B L' mdN: Der Bermboensverwalier des verstörMe-, Grkaifers Kari. Baron d Sterner tr urN mit seine Krau tn Daris verbal »et Gr soll (N- rden. bk Nr Harn l e das Sriat rrs griffen, Ovr* lauft hoben. 0 .he. c । Ma» erstoriete wegen 3eru»tr«»un sich um Betrürn von 2'0OX l c*ri*r Hrcmku» allo um dreiMilliarbeu Mark 5ir 500 WMion -n 50 OOO-Brar^khei»« griioO:««. Berlin. S Iwni Der Reichsbruckerstz wachen, den Bi altern >ulol21 Di' HesslIchen Stelnbrüch« In Q»» darf lotirn ben ©tunbenL-^e i»r«i rwlmn<- Ar beim m» 24 7!toi an au 200) Äf ab I Juni auf 2730 TR! äv pwb II. 20. (Wei «u< K00>> uehshi । ki Sübdeutsch« u Istzllerwerk re- brr Schrichtnngsaues hast «ul. bei 3r <1 « 1 et Kieselgur g r u d« Beuern rgm 14 b4# 31 Ma! 12H 78L StunN-'h .'M v« 11 »kn T»r« Lobahöhe -rfmOi kn Am'naz bei Re« ui« der Tktgar-w't.-T 3u Nib-n Schadslpüchm» triMt Ns Stützt- teile Jrf'."wTtr*fnf! Turnen, Sport unb SpfeL Temtwe ^estzen (4. 'beritfl Am Sonn'« htrl« Ur 4 B« «irl bet L » rngaveck Hellen ki» »jährige« Br 8 t r f « t u t n tc^«st.hnb cm« ritz Del!«* lt:ntft*ee H nlsu»: s r .nee B l. f'-ifrl’.jrg st 100- M< i i kam’ .3 cbm Bl »Ick iferiuteng in 21H I c R ob Dee B-, an Ballung f’*v bi gute» Mri c. «I Nm r um Xene- vno Sperrplst statt Die Mel tümrse üNr- tnfdxm mit Wr g-rtm Leistung« und n igtrr u nffl: des 25-tzttks auf eine: «rfr«u?ichen Hoh her» Könne».' heben. Bo- Nochkas^n. - Siapli rhrngen frien nut «ewrimt «tn Meillhmng me 6,20 TXekr omt Heutiger Staub des Dollars K Uh« vormurag« Berlln 77 TSO. 5rankf»ri e. M. 76 600. •** M WN' :• < vtVA. .- ■5^y:<:£ Dorfen das«. Ettrrtet HomS Thbt vom ‘-SuntDeretn AlLseld. 600 - 60). Ferienordnung zur Geltung k)mmt. •20000. Tamm 1243L- QiiÄHiiiiiiniiöiiinuuL^, Atttf/MtttfiAtt. ■ flntfür MW L«K'.tz Gienen (Bahn- Einsamilien Hatton), 1'/, Morgen 1 mit 11 Kücken und Abgespielte ru Str. 4. D. Kaminka, Marktplatz, «ms baltcaer Herd verkaufen. 10623.40 1055^50 1740,(55 44027 25 90.772 11472 1955.10 648,25 S4)(U3. Kun 6 & 9L50 1625,- 675,- 9255,- 495,- 275.— 215.— ■ 170- 19949,75 2065.15 75688,75 103,53 14.48 LWü Vournbiittc Cbci bcbitrl Phönix Berabau.. i'ibcinjmbt..... Dhrbcrt Montan . zn kanfen gesucht. Schristl. Angeb. m. Preis, Nummer u- Breite unt. 03929 an 1 den Gietz. Anzeige». 19850.27, 2'154.85 753NL5 10347 13.78 Zett von 11,2 Sel. Die von Bastian (Alsfeld) geleiteten allgemeinen Sieb ich, 6. Juni. Eine der hiesige Land» n freiminig fünf 15 ffipfen der in 'n AuSgewic- zetMe.dchdie MN LandÄeuie in weitete. 75000. -lSuOO)).- 1 5000. 22'MO.. 405000.-135000,-3 5003-4-59!00.- 4 500-»600000. - 445DO.),-6&')Ok).- -.-765000.-825900.- ect kein« Rücklicht genommen wird, der zu Weih- nachten von einem Ort, der im Herbst leine Rotern.teferien hatte, nach einem suchen Orte mit gehabten Roternteferien verseht wurde, und der sich dann ebenfalls den Abzug der (selbst Ariel 13565,— 4875. 19600- 29400-- 10325 76100- 3487*10.- 3467.- 10.75'- 2250.- fiur» 4-6. 9t,- 1550.- '25- »550.- 5fr) - 300.- 205.- 19X- BriliMes (Bolk Silber- gegeOnSe kauft zum höchsten Tagespreis HansKratz konzesstonierte PfandleihAnftalr 10076.60 16941,5») 1749.85 65262.75 91,228 11,528 1964,90 651,65 SaimneiWW! Ein rmiach.wunder« bar.Mittel teile gern jed. kostens, mit. Fran H. Poloni. Haano« ▼tr 0. M, SdjItebf.lOfl Zirka 23 Zentner Stroh 5 Zentner Heu und 1 noch ent er Mil« «Ionien. Abzubolen Goetbettrake 55 lJnstitUt). «en Übungen, ausgesührt von etwa 280 Turnern, wurden dem zahlreich erschienenen Publikum in mustergültige!. Weise nach den Klangen der Musik troegefüfrrt. Don den Ergebnissen des Wetturnens nachstehend je di« drei ersten Sieger: Aktive Turner. Ehrenpreis: Hans Thöt, Tv. Alsfeld, mit 99 Punkten. 1. Preis Gust. Hofmann, Tv. Ilbeshausen, 90 Punkte: 2. Hch Gode, Tv. Lauterbach, 83 P.i 3. Herrn. Fink, Tv. Lauterbach, 82 P. Zöglings-Ober stufe 1. Preis See- ling, Tv. Lauterbach, 89 Punkte: 2. Hain- bächer, Tv. Alsfeld: 3. Gaul, Tv. Alsfeld. Zöglings-Unt er stufe 1. Pr. Lang, Tv. Alsfeld, 86 P.: 2. Rühl, Tv. Alsfeld: 3. Jode leid, Tv. Maar. Schüler: 1 Preis Armbrüster, Tv. Schlitz, 94 P: 2. Schönecker, Tv. AlSfeld: 3. Helfenbein, Tv. Maar. Sonderwettkömpf e. Hochsprung: Hans Thöt, Tv. Alsfeld, Gustav Hofmann, Tv. 3l- b.-shausen, je l,60 Meter. — Speerwerfen: Wilh. Rchls, Tgd. Lauterbach. — Schleuderballweitwerfen : Wilh. R e h l s, Tgd, Lauterbach. — 400- Meter-Lauf: Otto Knierim, Tv. Alsfeld. — 400-Met«r-Iuge7rdstasfel: Tv. Alsfeld. — Besonders grobes Interesse erweckte der 6x100- Meter-Staffellaus um den von dem Turnverein Alsfeld gestifteten silbernen Pokal (Wanderpreis, vorjähriger erstmaliger Sieger Turnverein Lauterbach). Bei diesem Lauf, der einer der spannendsten und interessantesten Wettkämpfe des Tages war, blieb der Turnverein Alsfeld nach scharfem Kampf sicher vor Turnverein Lauterbach Sieger. <3tU 13435.- 4825.- 19400 — 29100 — 10273 77*400-- 315.300.- 3433— 10.5— ‘2230.- Z.ellstoss Waldhoi .... 670«.-80000.-6950^-76200 Zuckern/dr.Franken!hol 4200(1-39000,— — ZuckeriablilAaadäu'Z 44800.-41000 - Frankfurter Dedrfemnartt. (Telegraphische Auszahluag.) S'/.Dttcb. Rc'chvanleche 4*/» TrrnlcTrtirn 31/*0/, TcvnlcitVen B*’<, vergleichen Tif.ü.Tvnr» lirnm-klnl. 4 , 84rmnische »onfoli 4°/. festen SVi'/o Hessen 3e/u L'elscn......... 1 mit 10 Kücken *u verknusen. SK81D Wieseck, Ecke Nr- 5. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Schulfragen. Tie in Rr. 125, 128 und 129 enthaltenen , Eingesandt" behandeln Schulfragen, die Wohl alle Eltern schulpflichtiger Kinder bewegen, und bezüglich deren auch die Eltern zu Worte kommen müßten. Es wird auch noch anderes geben, worüber sich die Eltern gern mit den Lehrern aussprechen würden Ich möchte deshalb anregen, daß die Schn lleiter die Eltern zur Besprechung allgemein interessierender Fragen einladen oder daß, falls dies nicht alsbald geschieht, die Elternbeträte bei den Schulleitungen die Einberufung von Dersammlungen für die einzelnen Schulen beantragen. Somit bewiesen diese zugleich, das) sie nicht nu r auf dem Papier bestehen, sondern auch praktisch tätig sein können und wollen. Ein Schü ler innenva ter. Nur» ftur» Tal um 4.6. 6.6 6. Juni Anal. Notierg. Oacli) Briek 4314.20 4335,80 ML4.- 30476.- MW SMMe ein Vocfc, deutsches Edelsabrikat inGaS« Herden, wieder eingetroffen. >38711) H.ScWCi Marburg. Str. 22. Dlsltea auch zerbrochene, kaust jedes Quantum 5. Juni Amts. Notterg. Eeld Brief Antw. »Brüstet Cofinnb. .. London Paris.... Schweiz. .. Spanien . . Wnlien .... Lissabon-Ovort» Dänemark. .. Norwegen. . Schweden . HettingiorS.. Neunork..... Deutsch» Oestrrr. Budapest . Prag...... Agram . . Ludwig Juns «ünzcnberg (CK* Heffen), XtL 1L *»D ***■ 'S' n^i: 2p000. 90 - 92- 14.50.- 6 0.- 680,— 8700,-92 -0 - Tenlsch-Lurembnrq. . 4 >000.),-57"'XX)-4!*000d-56000o,- 05clfentirdjcner'Bergro5SOOO ',-6700 O,-!L.7fr>\-X1-1KiOiX>X— - lOOOU-yßijOOQ,- Sinliiucvt Elidier *le()eni7O4¥), 17 3000.-1720JO,- — — .C nInnerF Westereaelu 215000.-224 > XX-2'.^"».-20 "'00.- 2O llaiiers geböm. l? erstattete W" gegen ihn.E-hat'dlr 1 Sihoeizer Franken n Mark. Reichsdruckeret 3e. für 500 Wil« Heine gcstoblr^ L oder ÄLlnha!'' * L-d-d-Ev- Ä“mS )t möM sdkkPrE 'N. ,.nj 1923. •sSa»» ■ - r f Cd'1 Lietn vom . loh" V Aröa»de? ntrag Zuherdem lvef dieser sowie Hch. Balser varn gleichen Beiern die 100 Alster in der glänzenden Dczirksturnwart -ge Ausff^ " ^grgebeo age kn. Die Leitung ta Pfarrer Dekan ft« MfiiAoH nc sblle, aber sch 1 und ist ju einen an derangevachsen er Kreisämter und M hier ebenfalls trden. crg. )erGemeindk. ten Sitzung, kn ) stärker ausbeu- II von den hiess« buftibe Er- ausgesührt lver- tin Kredit von 12 Ut. Feinei wurde ben, der für die ib und Boden zum ngögebäudes obei erwartet, daß 'sen und Geschäfts« beteiligt Verden. r Grundmiele 1. Juni ab auf gebrauch' ade» nut erhalten, au verkam. Näheres bei Herio. M. a..(^ ^locktrr. o. Banknote». s^ranNurt n. 6. Juni. Schweizer Noten ftrnnxöiifttie Noken..... Däniiche Mieten Schwedische Noten Holländische Noten TcutfdyCe'lerreiK 100 Kronen Awerikauische Noten....... (sngUsche Noren Italienische Noten Belgische 'JZoten ll na arische Noten Tschechoslowakische Noten Norwegische 9toten . . . • Rumänische Noten. Spanische Noten nicht gelobten) Reterntcf.rien (an feinem neuen Wirkungstreis) gefallen lasfen muhte. Gr verliert also diese acht Tage an seinen gesamten Jahres- fcrien. Ebenso geht es dem preuhischen Hungen. -- Man vergesse nicht, dah wir in einem Dolksstnat leben, küssen Gruirdsah heihl: Gleiches Recht für alle! W-as den Schülervätern der Landkinder, diesen selbst und ihren Lehrern recht ist. muh denen der Stadt billig fein! — Aus jeden Fall ist die bäuerliche Bevöllerung und sind die Landlehrer an der diesjährigen Ferienordnung ebmscsehr interessiert, wie die Väter der Giehener Schuler, und sie werden Sorge tragen, dah ..Gleiches Recht für alle" auch in der diesjährigen -d. Zur diesjährigen Fcrienord«u»g. Von einem hessischen Lehrer vom Lande wird unS geschrieben: In dem Eingesandt in Rr. 128 des .Giehener Anzeiger" wird von preuhischer Seite Stellung genommen zu der diesjährigen Ferien Ordnung. Dieser Fall ist ein Ausnahmrfall, der nicht für die hessische Ferienordnnng mahgebend sein kann. In Rr. 125 und 128 nimmt jedesmal ein Schüler Vater Stellung zu dieser Sache: lassen Die jetzt einmal einen Lehrer seine Ansicht darüber äußern, und zwar einem Lehrer vom Lande. Wie wohl schon allen interessierten Bürgern von Giehen und aaich den beiden Schülervätern bekannt sein wird, wurden die Osterferien in den Städten (und so auch in Diehen) um acht Sage verlängert zwecks Kohlm rspcvrnis. Auf dem Lande geschah dies mristons nicht, weil hier in der Hauptsache Holz als Heizmaterial in Frage kommt. Wenn nun das Landesamt für das Bildungswesen verfügt, dah die verlängerten Ferien an den anderen Ferien abgezogen werden müssen, so isydas den Kindern und Lehrern des Landes gegenüber nicht mehrals gerecht: denn auaj die Kinder auf dein Lande mußten sich die im Herbst 1922 gegebenen acht Tage Roternteferien auf Tag und Stunde genau abziehen lassen, und zwar — an den Osterferien. Sie hatten also 14 Tage weniger Osterferien als die Kinder der Stadt mit acht Tagen (wegen Kvhlenersparnis) verlängerten Ferien. Bei der Ferienordnung kann selbstverständlich auf einen einzelnen Schüler, wie z. B. auf den in Rr. 128 angeführten preußischen, feine Rücksicht genommen werden ebensowenig wie auf einen einzelnen Leh- Cbftg. z. vert. gegen Hans t Gienen. Blr, Oftanlage2L 03762 Krtegerswilwe, 32 Jahre alt, mit schö- nemHeim,2Kindern, wünscht stch mit de ff. Herrn (Beamtem wieder zu oefti» tzchr. Ang. u. 03930 ob den Gien. An». haus mir oder ohne Garren, in netter Lage GieffenS, sofort zn kaufen gesucht. Schr. An geb. il 03931 an den Gieh. An». DWUMMMM ^Vsf8vkivüens8^ Fränlein empnehlt üch im 3491 ^5 3508,75 24917,30 250bi50 281275.— 2907:9,— 356107.50 35789250 4017,40 4037.60 5007.45 5632,55 11271,75 11328.25 13566- 13KW.- 91SLK0 9511,20 11471,25 11528,75 2190.25 2904.73 3546,10 3563.90 A*U Zoll türken . . . . 1'15000.-120000,-102530 1N0M.- Ce/o®olbmcrifanctl0600iX>- 1060000.-1100<)00 -10/000*).- Verltner HandelSgei 20.-87001.—370^00 - l'arniö. u.9in:ionalbtinf 40000 — 40-x'O '42001—4b Kk) — Deutsche 2:nnt 60250—1-2000.- 6100(1- &>0i)0.- Deniiüe BereinSl'onk. 1"7.00 —10500.- DiSeonio (Lomniandir . 5100).-52000. 50250.-51000.— •^e-.üllbant........110 m-UOM- Tliudbeul. {5rcbübnnt24o00 - 2-^)0 -24000 -217^0.- Ceftcrv. Crevt:anstiilk . 7100*1- TOoOd• )00ll- IFodmmer Gust .... 4703,»,-600300.-0*)000^d000.- SBubeni--' . . 19000'>,-2:i00fr>.-r.)0iXia-22‘M,- (iyV-14:>(X)C,-i4.'>OOQ,- Schuckert.........^OOOV.^W-OO, -340:10(V3S5 Wy Eicmenü L Halske.. .4WW1, vyWA-500m-520000,- Mainkraitwcrke . . . .32.-00, kldterwerke Wteuer • . 32000.—3<»' 0.—.1200(^—27000,- Daimter Motoren. . . . 33000,-3.i(x'0,-3210(k-34003, VLvUaenstaedt......7<'>00(X—TOOOd— —»— — ,— ytenuht.......... 100- =00,-1 IOOOO. -9000&-90JOO - Mekallgef. .vranffurt. . l’Soon.-150000,- ener. 'Vafei22Vm-2410--2O1O-H Norddcuucher Vloub. 1M000,- -00:Xl,-8150a-9.'.000,- Zemennk'erk'deidetberO 6000 i,-530O.,— — 'l’bili.'i* '>i»Umann .. 2400Ü- 0090.— 20000 - — ?lnaIo-(iont.-Wimno. 22 E,.2.00»0, -21K^^-S)500^ - 83n) id^ 2 nUid . . . ",77^)0,—4)00.v-77'.xXV-ST^ ^,- d dm.td!.......12'000,-17001 '.)■ 147>00a^ß-;00a- : beimer 9‘tectrun -710nrbmerfc 7000^-450.A—65000—(kOOQr- •’öoUüeTfobliiUfl .... 7D090,—'chten Detters mit 259 Ferteln beschickt. Es kosteten 6—8 Wochen alte 190 000 bis 260 000 Mk.. ältere bis zu 380 000 Mark. Bei schlechtem Handel verblieb Ueberstand. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Reue Derhafkunaen vxnb Ausweisungen. Köln, 6. Juni. (WTD.) Die .Köln. Ztg.- meldet aus Trotsdorf: Direktor Garke von der Rhemisch - westfälischen Sprengstoff - Fabrik A G in Troisdorf ist von den Franzosen a l s Geisel fest genommen und in das Militär- gejängnis nach Bonn gebracht worden. — Der neue Prozeß gegen die Zechsndirrktoren ist aus unbekannten Gründen verschoben worden. Drei der angeklagten Zschendirektoren halten sich im unbesetzten Deutschland auf. während die übrigen von den Franzosen in Haft gehalten werden Rach einer Meldung aus Mainz ist durch die in den letzten Tagen erfolgten weiteren Ausweisungen die Zahl der im Eisenbahndirektivns- bezirk Mainz ausgewiesenen Eisenbahnbeamten auf 900 ohne die Familien gestiegen. Man geht jetzt bei den Ausweisungen dazu über, nicht nur die Möbel und Einrichtungsgegenstände Äurücftp- holten, sondern den Ausgewiesenen vor dem Abtransport oft noch die notwendige Wäsche und Kleidungsstücke a^unehmen. Außer weiteren 20 Mainzer Eisenbahnern mit Familien wurden noch Bürgermeister Kaul-Rauheim (Kreis Groß- Gerau). Dürgerme ster D e ck e r-Dodenheim, Rektor Spieß-Mörfelden und der Vorsitzende des Zentralverbandes der christl. Weinbergsarbeiter. Reichard t-Rierstein, mit Familie aus gewiesen. Hollem verklagt die frauzofifche Regierung. Paris, 6. Juni. (WTB.) Der kommunistische Reichstagsabgeordnete Höllein hat beim französischen Gericht eine Klage gegen den französischen Minister des Innern ein- reichen lassen, den er für seine weitere Verhaftung verantwortlich macht. Höllein wird tatsächlich nur als R e p r e s s a l i e für angeblich ungesetzliche Verhaftungen von Franzosen in Deutschland festgehalten. im 83. Lebensjahr. In tiefer Trauer findet Samstag nachmittag 2 Uhr von der Kapelle Die Beerdigung des Alten Friedhofes 3879D aus statt. Holzsubmission 5b Astoria-Lichtspiele 6 Akte. - Ferner; W7e«< kbr»Ui4xi IngtteU nachveeDeichweses Cueebcla txrlflsft Derben: andere 38Ä2D mit K - 31,09 • 40.55 * 61,92 Schauspiel in 5 Akten. itb Olbia &. 3wm 1923. ^»rqaiwtHirrt ffsldd'ngshansen Marie Trautmann geb. Krämer Familie A. Finks J. Althaus. Gießen, Bad Homburg, den 6. Juni 1923. Palast-Lichtspiele Vornehmste» und gröötn» Theater am Plaue Salzböden, den 6. Juni 1923. Die Beerdigung findet Freitag, den 8. Juni, nachmittags 2 Uhr, statt — ■ Kinder heben Zutritt ned »ahUm vor 6 Uhr ■ er-'Hinten Fh-.'U. r Nerh'^Uhr dndalleX er lu*c md jL fofort. v affend« VtulanaiftrÜiiHfl auf fhireau. >dni'fi La, ged linier :<*4D an d WieR.anA.tib. Du flMtbott sink» btt Dttfmee, den 11 Juni, nachm. 1 Uhr. bet der T4rqranh 14S zu 100, 1 Ladenhlotz 60 ;u 60, 1 Stuhl menqmulbe 200 Pfb. faßend, 3 Holzmulben, 1 2räbr. Stotz- harren mit Rebern u. Patent, achfen, 1 (Befd)äftsu>aqe (Marmor) 25 Psb. Tragkraft. Fernen Bluteimer unb -pfanne, Fett, ebner, Doppel- unb Rüdten- fpolter, Fett- u. Leberhäsfor. men, La«spritze. Iinhfchüfseln Heute morgen verschied nach langem Leiden in König i. Odw. unser lieber Vater, Großvater und Schwiegervater Dr. phil. Heinrich Bergdr Oberreallehrer I. R. im 70. Lebensjahr. Gundheim, Bremerhaven, Frankfurt a. M-, König, den 5. Juni 1923. Pfarrer Hoffmann und Frau Marie geb. Berglr Professor Dr. Beutler und Frau Mlny geb. Berger Stadtbürgermeister Ludwig Berg LTell: Vater und Soho, 2. Teil: Storm uid Drang, j Am Sonnt«, dem X Joni. renchled piötxllch untere liebe Mutter. Großmutter. .-irild>aft' Hdwn vnitebnh rolrb au. Mad-Sem ober adcluft. Brau al» Haushälterin »rfutfcL ? drtihlltbe nniirb. linier «P30 cm ben »‘ifj ftni IMIÄ3 gewrn ^crgäting aefatbL cbr?i Frieir. Hejt 1 Utu .gita#- und Lüchen- flrritc Tiagave I Nlietqesuche 5luöeolDom£an0f. VlädcGikpcus,sacht Zimmer för einige lagt ii btt Wvchr. Dftdlll flnotbotr unter tttt® an ben Wirk Hn*. erbeirn- 3HRDD Neuenweg Wbglichfl fofort wirb für fl Haus- ball eine ((W8B Dame »tttleren Liters aut Uebeniabmc bet »il*e u. zur Unter» ftflouna b. Hausfrau gesucht. Nur fchr Ängek an Br. rsvelmnnu. Hieben. dbanL 4. Bekanntmachung 3n unter ^anbelfireqifter Abt. B wurde heute bezüglich bet Directum der Disconto- Gesellschaft Zweigstelle Lietzen eingetragen Die Prokuren des Adolf Levi und r, auf unterzeichneter TtiTaermeinmt ei nzu reichen, woselbst In Anwesenheit erschienener Diäter die Eröffnung >er Angebote Äatl- ftsdat 7 BataM Maanga Mlp vor der Srsffnung bekanntgegeten. Acisfirchen. den 6. Juni 1923. Hess. Bürgermeisterei Aeistlrche» 3886b vaunfpad) WwvkWMg Samstag, 9. Juni, von nachm 6erfaefen Sie Ztzr Altpapier Eie er »leien it|i nach nie« erreichte Prelee! Äd*ftt Sache mirb von un» ein Waeqan verladen unb ivallen Eie un« Jbre ÄbrrHe fa-vte das un- Afldbre Cnanium foleri aneeben. Herso. Handelsabteilnng WatfMrefct 5. Tetevdon ISIS. NJ*. <*iniac hundert gehramchte Sarte werden nnaefanft. f f.rl.cl.lk'C* Inn bringend *n»n- |re*n?KeUaft zu Diesech L. In der ®«niark»ng Vietzen an demselben Lage, nachmittag» 2 Uhr, ,n der tzernichelschen Wirtschaft I* Philosophen, tealb bei Dietzen d» werden nur Personen au» Ortschaften Jam Mitdielen lugelafien, an» denen schon worher reaelmätzig eine Beteiligung statt- gefunden bat, und die bat Futter In der aenen Wirtschaft verwenden Der Zuschlag rb nur für eine den Verhältnissen de» Vielenden angemessene Snzahl Lose «teilt. Dietzen, den 7. Juni 1923- [»HD Hessische Oderförsierei Dietzen Dr Schstz. Holzsuittnisfion. Die Demeinde Bldbinguhausen verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebot» nach, oerzeichnete» Holz sichten Stämmei 8. Haffe 12 Stick * 22,02 Fstm. st. heul asteustI r, Ubr Drahtseile ^besondere Seilbahn-» Fördere | Bremsberge Kren-, Aufzug-und Freileltungsselle in sorglütigsta Ausführung stellen ner W. Ernst Haas 8 Sohn Meuhoffmungehütte b Sinn (Hesse n-Nissaa). »MD । ! I i I s b r tz c fl » 1 d 4 I fl c k X * P v k h ti » « n ai st l 1 e u st 4 st c Ul M bi k I o bt bi v ■ h fi 7 k h I A 1 C n et e k el 3 0 k r e I u st - e !a ei bi k / (^n.,AÄ Jas* ta 8 Still MfioiT ■*Ä %% Möutt 7':s» • = 101,12 ' • = 173.51 ' Ad« Linde gmq« M'egt ungefähr 20 M, DahnNotion ÄeiSkirchen "K ÄchtiWg emp. ^Anwendungen weiden nd berschloffm und M ^lzsubmifsion" vnfehen lontag. den 11. Juni igö 2 Uhr, auf unter» meisteret einzureichen, fenheit erfchienener 2ie- 'fl der Angebote statt. lufsbedmgungen werden lg belanntgegebrn. den 6. Juni 1923. meistere! Reiskirchen, lunspach. '^«ielTche» L<«° «;?S* . Juni, von nachm. eigere ichPlatzmangelr Zosteitev. H. ginv tu, einen Teil meiner ichtung, bestehend aus -nftänben, gegen Lar» u mit Marmor- ^ch,rMtr.lang, tzrmck 145 zu 100, H KO zu SO, i Stuhl- 200 Pfd. fassend, len, 12rädr. Stoh- Federn u. Patenl- rschästswage(Mar- .Tragkraft. Wen und -Pfanne, Fett- ppel- und Mcken- tt- u. Leberkasfor. ick Co raste. S. ü01*1 Lz aü & Haas: -ritze, ZlNkfcyufiem und verschiedene andere Sachen. 3862D Win Wickel 3um letzten Male lag ihre Hand in Bürgermeister Arnolds' Hand, die sich toarm und fest um die ihre schloß, mechanisch formten ihre Lippen ein „Lebewohl" und „Aus Wiedersehen", ein letztesmal hörte sie von ihrem Zimmer ans, tote sein fester Schritt immer entfernter klang, während der Rebel längst die Umrisse seiner ©eftalt verschlungen hatte. Dann lag sie auf ihrem Bette und wühlte den Kopf in die Kissen, damit HanS Dietrich ihr Schluchzen nicht höre, zu dem sie gar kein Recht hatte, und das sie doch nicht unterdrücken konnte, weil es gar zu heftig ihr Herz beklemmte. Als sie am anderen Morgen aufstand, war der Rebel so dicht, daß der Rebstock stand wie auf einer Insel. Keine Lücke in den schweren Schn»- den, die da im langsamen Wogen unb Wallen von der Mosel heraufkamen, so daß dichte Wolken sich herrindrängten, wenn man das Fenster öffnete. Schweigsam saßen Frau Eva und Hans Dietrich bei dem frühen Frühstück. Sie hatten mit Arnolds ausgemacht, daß der Abschied am Abende das letzte sein sollte — daß niemand mit nach Traben fahre. Solche allerletzte Stunden, in denen man sich um so weniger zn sagen hat, je schwerer der Abschied ist fürchtete Frau Eva. Doch nun wünschte sie fast wild, daß noch jemand käme, hoffte es, fürchtete es doch wieder. Da hörte sie einen laufenden Schritt durch den ©arten, durch den *2te6eL Sie fuhren beide zusammen. Und wenn es auch nur einer der halbwüchsigen Zungen war. die jetzt in den Ferien im ©arten des Moselhauses arbeiteten — darum war doch der Strauß herrlicher halberblühter Rosen, auf den der Rebel silberne Tropfen gesprengt hatte, eine Botschaft, die in diesem Augenblick wirtte wie ein Gruß aus einer schöneren Welt. (Fortsetzung folgt.) Nr. <3| Zweiter Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Oonnerrtag, 7. )unl 1923 (Rachdruck verboten.) 47. Fortsetzung. Pfarrer Bern deck das ©ebet. Präsident D. Dr. Diehl eröffnet die Sitzung um 10 LIHr. Bor Eintritt in die Tagesordnung wird der neue Abg. Bürgermeister Michel- Reubamberg eingeführt und vereidigt. nstand der Beratung ist --oä ©c» Erster_______________ --- such des Hessischen Haupwereins der Guitav- Adiolf-Etiftung um Erhöhung des Beitrages der Landeskirche zur Vollendung des rnge- fangenen Kapellenbaues in Heusen - ft a m m. Es wird beschlossen, den Bettag von 2 500 000 Mark einzustellen und das Ges ich da- gegen jeden Eingriff in feine Justiz Hoheit, zu der auch das Begnadigungsrecht gehöre, verwahre. gfreitag: Sozialdemokratische Teuerungsinter- Bellattvn. Evangelischer Landeskirchentag Darmstadt, 6. Omi 1923. Zu Beginn der heuttgen Sitzung spricht Abg. Das Mssschaus. Roman von Luise Schulze-Brück. „So," sagte Mutter Hausmann, „dään hat Euch immer Spaß gemacht, da al weiß ich. Rou holt en mit nach dem Berlin, on leeft als emol dään Spruch, daat is en gescheiten Spruch, dään müht Ihr beherzigen, dann werd Shr die irdisch' Seligkeit noch schmecken." Als Frau Eva dann nach dem Rebstock zurückging, schaute sie sich noch einmal nach dem Fährhaus um. Sn der Tür stand Mutter Hausmann. sie hatte die Hand über die Augen gelegt und sah ihr nach. Da stand sie auch noch, als Eoa in den Garten des Rebstock hin entging. den Krug mit den zwei Herzen in den Händen, den sie vorsichtig trug, wie einen kostbaren Schah, und mit einem tzächeln auf den Lippen, das dem Wunsche Mutter Hausmanns für ihre irdische Seligkeit gatt. Dies Lächeln war ein wenig ungläubig und — ein wenig hoffrrungsfroh. Dann kam der.letzte Abend. Wie im Traume ging er an Frau Eva vorüber. Sie saß am festlich gedeckten Tisch in dem schönen Speisezimmer des Moselhauses, ihr Blick ging über di» alten Bilder und Geräte, über die SchÄen voll letzter Dosen und erster Weintrauben, die die Tasel alerten, über die lachenden Gesichter der Jugend, oas ehrlich betrübte Tante Röschens, und die ganz selbstvergessenen Elisabeths und Hans Dietrichs, und haftete dann immer wieder einen Augenblick auf Arnolds, der sehr schweigsam dasaß. Auch ihr war es nicht ums Reden. Ein paar Worte warf jeder von ihnen hin, dann schwiegen sie beide wieder. So gingen die Stunden hin. Die Sugenb war sehr lustig geworden, trotz der Abschiedsstimmung. Da man nicht ms Freie konnte, saßen sie alle in dem großen Wohnzimmer. Run fingen sie auch an zu fingen und jemand stimmte das alte Lied vom Scheiden unb Meiden an: „Morgen muh ich fort von hier." Die kleinen mit für erledigt zu erklären. Die Eingabe des Vereins evangelischer Organisten und Chordirigenten, ihre Besoldungsverhältnisse betreffenb, wird vorerst nochmals zurückgestellt, bis die Kirchenregierung sich dazu geäußert hat. 3ur Eingabe des Dekana t s Groß-äl nist adt» die Organistenbesoldung auf die Landes- kirchenkasse zu übernehmen, unb Mittel zur Ausbildung von Organisten bereitzustellen, hat der Finanzausschuß beantragt, den ersten Teil der Eingabe abzulehnen, dem zweiten Teil durch entsprechende Etatänderung Rechnung zu tragen. Sn Rubrik 22 sollen dazu 26 000 Mk. eingestellt werden/ Die Ausschußanträge werden angenommen. Zu Rubr. 27, Förderung freiwilliger 41 n- ternehmungen für kirchliche Zwecke, schlägt der Finanzausschuß verschiedene Aende- rungen der Doranschlagszahlen vor, die durchweg Erholungen betreffen. Dis von der Kirchen- regierung neu eingesetzte Position, Gehalt eines Streiten Pfarrers für die innere Mission (Pfarr- assistent) beantragt der Ausschuß zu streichen und dafür einen ^rschuß von 500 000 Mk. für dir Innere Mission ernzusetzen. Die Kirchenregierung erklärt sich noch dem Bericht des Prälaten D. Euler hiermit einverstanden. 3m übrigen werden beantragt: la. Gehalt des Dereinsgeistliche.i des Landesvereins für Innere Mission, abzüglich des vom Verein zu leistenden Zuschusses von 7500 Mk. 5 404 980 Mk., -- Ib. Zuschuß für den Landesverein für innere Mission 500 000 Mk., — 2a. je eine Million Zuschuß zum Geholt des ersten Geistlichen des Diakonissenhauses, des Geistlichen des Dia- krnievereins und der Epileptischen Anstatt drei Millionen Mk., - 2b. Zuschuß zum Gehalt des mit der Wahrnehmung des Dienstes des zweiten Geistlichen am Diakonissen Haus beauftragten Missionars, zwei Drittel von 1 Million — 666 667 Mark, — 3. Hessenbund, Verband zur Pflege der weiblicher, Jugend und sonstige evangelische Ia- gendverei-ne 500 000 Mk., — 4. Verband der evangelisch-kirchlichen Frauenvereine 1 200 000 Mk., — 5. dem Hessischen Landes verein der Freundinnen junger Mädchen zur Ausübung der evangelischen Bahnhrfsmission in Hessen 100 000 Mk.. — 6. für die evangelischen Arbeitervereine zwei Millionen Mk.. — 7. für den Evangelischen Rachrichten-Verband für Hessen 100 000 tZKL, — 8. dem Allgemeinen Deutschen Sittlichkeitsverein, dem Evangelischen Prehverband für Deutschland, der Flußschissermission je 1000 Mk., 3000 Mk., - 9. der Evangelisch-sozialen Schule in Spandau 4000 Mk., — 10. für Sonstiges 51 353 Mk., Summe 13 530 000 Mk. Abg. Pfarrer Mathes bedauert die Streichung des zwecken Pfarrers für Innere Mission. Da die Finanzlage die Bereckstellung der geforderten Summe nicht gestattet, beantrage er eine Krrchenkollekte für die Volksmission. 2Ibg. Pfarrer Waitz tritt ebenfalls warm für älnterstützung der Volks Mission ein und schlägt vor, einen Ausruf zur Mitarbeit an die evangelischen Pfarrer ergeh«, zu lassen. Abg. Dr. A v e m a i i e vertritt den Antrag. Es sei unbedingt erforderlich, die Organisation der Inneren Mission auszubauen. Abg. Dekan G ifft m a n n vertritt einen Antrag des Verbandes evangelisch-kirchllcher Frauen- vereine, den er jedoch zu Gunsten des Vorschlags des Finanzausschusses zurückzieht und für die Mehrbewilligung von einer Million dank!. Abg. Pfarrer Kleeberger bedauert ine Ablehnung eines Antrages des Landesverbandes evangelischer Männeroereine, der die gleiche.', Aufgaben zu erfüllen hat, wie die Frauenvereine. Der Redner hält seinen Anttag auf Bewilligung von 200 000 Mari aufrecht. Es ist mittlerweile ein Antrag Bern deck ein- gelaufen, die Summe für den zweiten Pfarrer für „Aber Mutter Hausmann, Sie mit Ihren roten Backen." __ 3d, to, rohd Baaken! Ald Aeppel Haan och rvhd" Baaken. Aawer wenn Shr widdrnckommt un eich liegen bei meinem Hannes elv kommt Shr mich besuchen. On bann könnt Ihr Euch versichert haalen die ald Mudder Hausmann, die hoc et alleweil got el) owen, on die Hot gewußt, daat Ihr et aoch ens gut kriege,, dät. elo unnen On Euren Bruder, dään soll nuren machen, daat hään aoch elo herkommt." Dun gab sie Frau Eva zum letzten Male die Hcmd' Rou adjüs! On wenn wir ans net mieh Sier unnen aubben Daag svhn, bann eLo 3»en! sSm toö6t^br jo a°ch. ob bk atb »auemann royt gefcitt bat 2totor b^rtor tnun- scheu eich Euch noch d,e irdisch Seligkeck! Die himmlisch' die kömmt dann dernach^ Das ist ein guter Wunsch. Mutter Hausmans Aber die irdische 6dtgtaj_ m3c jo, waart nuten! Verrat netft! Elch hon ao^ noch en Andenken an die ald Mudder Hausmann für Euch" _ CHun lachte sie übers ganze Gesicht. Aus der Stube holte sie einen irdenen Krug, den Eva farmte Er war schön mit zwei roten Herzen bemalt unb darunter hatte vor mehr als hundert Sahren fcte Hand des Töpfers mit dicken Buchstaben geschrieben: ’ Lieben und nich haben Is Harder als Steingraben, Aber Sieben und nich hatten Is ärger als Steinzerspalten. Deutscher Reichstag. Berlin, 6. Juni 1923. In der ersten Beratung des Gesetzentwurfs zur Deuordnung der Strafgerichte kritisiert Abg. Dr. Radbruch (0.) den Entwurf, der fünf verschiedene Strafgerichte in erster Instanz schaffe, aber in völliger Shstemlosigkeit gehalten sei und bei dem neben den Berufsrichtern die Laienrichter fast immer in der Minderzahl bestellt würden. Die Zuständigkeit der verschiedenen Gerichte in erster Instanz könne der Staatsanwalt beliebig verschieben. Auch das System der Auswahl der Schöffen und Geschworenen sei äußerst bedenklich. Er müsse jedenfalls die Vaterschaft an diesem Gesetzentwurf entschieden ablehnen. ReichSjustizministei Dr. H e i n h e: lieber Einzelheiten des Entwurfs wird man gewiß debattieren können. Die Vorlage bringt aber neue große Reformen, vor allem die verstärkte Heranziehung der Laienrichter und die Berufung gegen Strafkammerurteile. Die Grundlage des vorliegenden Gesetzentwurfs beruht, wenn er auch in vielen Punkten abgerändert wurde, im wesentlichen auf dem Entwurf meines Amts Vorgängers Dr. Aadbruch. Aenderungen sind notwend,g geworden, hauptsächlich aus finanziellen Gründen. Im Rechsts- ausschliß wird es möglich fein, die noch bestehenden Bedenken zu zerstreuen. Ich Mächte nicht, daß diese Gerichtsresorm wieder an Meinungsverschiedenheiten über Einzelfragen schottert: das wäre vor allem deswegen zu bedauern, well mit der Verabschiedung dieser Vorlage auch die bayerischen Dolksgerichte auf gehoben werden sollen, gegen die viele Bedenken bestehen. Der deutschnationale Redner Warmuth hält eine weitere Prüfung des Entwurfs für notwendig und fordert die Anhörung von Sachverstand,gen aus allen Kreisen des Volkes. Er strmrne der Heranziehung von Laienelementen zu den Gerichtssprüchen zu, aber d,e Mttarbett müsse sich in verständigen Greifen hakten. Gegen den Entwarf in der vorliegenden Form hätten ferne Freunde «roße Bedenken. Auch die Einrichtung der Schwurgerichte entspräche nicht dem deutschen Rechtsgefühi, sondern sei von den Franzosen übernommen. Andererseits begrüße er in dem Eck-, tourt die größere Möglichkeit, Strafsachen durch einen Amtsrichter allein zu erledigen. Abg. Düringer lD. Vp.) begrüßt den Entwurf, dem er einen besseren Empfang gewünscht hätte, da er große Forderungen zu verwirklichen suche. Abg. Dr. Sch ü cf i n g (D.) steht dem Entwurf gleichfalls sympathisch gegenüber, weil er zahlreiche Bestimmungen vorsehe, die auf dem Wege der Demokratisierung der Rechtspflege wichtig seien. Abg Dell (Z.) sieht in der Vorlage einen wesentlichen Fortschritt gegenüber dem bestehenden Zustande. Abg. Dr. Memminger (D. Dp.) halt die bn Gesetzentwurf gebotene stärkere Heranziehung der Laienelemente für zweckmäßig angesichts der günstigen Erfolge der bayrischen Vollsgerichte. 2Ö>g. Di Herhfeld (K.) sagt, der proletarierfeindliche Charakter der Vorlage fei dadurch gekennzeichnet, daß er von einem großkapitalistischen Minister eingebracht und von allen kapitalistischen Parteien begrüßt wurde. Die Vorlage wird sodann dem Rechtsausschuh überwiesen. Abg. Leutheuser (D.Vp.) erstattet foixum den Bericht des Rechtsausschufses über die Erledigung der zum Iustizetat gestellten Am- n e st i e - Anttäge. Der Ausschuß hat den kommunistischen Anttag auf allgemeine Amnestie abgelehnt und empfiehlt eine Entschließung, in welcher die Erklärung der Reichsregierung gebilligt wird, daß in dem Strafverfahren gegen die Eisenbahner wegen des Streiks vom vergangenen Jahr die Landesregierungen in weitestem .Umfange von dem Rechte der Degnadi» rg Gebrauch zu machen haben. Ferner wird Erwartung ausgesprochen, daß die vorbildliche Haltung der Eisenbahnbeamten im besetzten Gebiet und im Einbruchsgebiet auch zur Begnadigung bei eingeleiteten Disziplinarverfahren wegen des «gleichen Anlasses führen soll. Abg. Dr. Rosenfeld (6.) bedauert, daß ber Ausschuß nicht größeres Verständnis für die Forderung der Amnestie für politische Gefangene zeigte. Die Ausschußentschließung befriedigt den Redner nicht. Der Redner beanttagt eine Ergänzung der Entschließung, damit auch in Bayern endlich den politischen Gefangenen vom Jahre 1919 Amnest i< gewährt wird. Reichsjustizminister Dr. Hei u he hätt den Anttag des Vorredners für undurchführbar, weil Bayern nach allem, was vorgefallen sei, sich Innere Mission wieder einzustellen. - Der Antrag soll in der zweiten Lesung erledigt werden. Die Abstimmung ergibt Annahme des Finanzausschußantrages unter Ablehnung des Antrages Kleeberger. Zu Rubr. 32,11 n d o r b e r g c f c b c u ■: A us- gaben, wird im Finanzausschuß der Beitrag zu oer vvrgeschlagenen Krantenkasfengemernfchait mit 100 000 Mk. eingestellt, über die in der zweiten Lesung beschlossen werden soll- Die Summe von 9 745 560 Mk. wird vorbehaltlich dieses bewilligt Es werden dann noch einige rückständige (Sin- nahme-Rubrilen erledigt Der Zuschuß des Staates ist mit 2 903 678 000 .Mk eingestellt. Damit ist der Voranschlag in erster Lefting erledigt. Es folgt 'Beratung der Vorlage des Ober* tonsistvriums zum Kirchengeseh, betr. die Kirchlichen Wahlen. — Abg. Reuenhagen erstattet den Ausschuhbericht. Es wird vorgeschlagen, einem Anttag D. Dr. Schian zu>,u- ftimmen, der den Finanzausschuß beauftragt, bis zum 31. Dezember 1924 eine Revision des Kir- chengesehes oorzulegen und die Lanz' Materie von der Tagesordnung abzuseyen. Der Anttig wttd angenommen. Es folgt Beratung der Vorlage des Odcr- lonsistoriums bett, dre Abänderung des Kirchengesehes vom 23. März, die Gehalte der Geistlichen. Es handelt sich um folgende Aenderungen: 3m § 7 fällt Absatz 3 weg. An seine Stelle tritt bei seitherige Absatz 4. und Absatz 4 erhält folgende Fassung: .Wenn im übrigen Geistliche bei Inkrafttreten des Gesetzes Der- gühmgen für Schul- oder Seelsorgerdie.iste beziehen, bleibt es der Kirchenregierung freigestelft, diese Vergütungen ganz oder teilweise den Inhabern zu belassen." — Absatz 3 erhält folgende Fassung: „Für Kinder über 21 Jahre kann auf Antrag im Falle des Bedürfnisses eine widerruf- liche Erziehungsbeihilfe nach Stufe 3 bis zum 24. Lebensjahre bewilligt werden, wenn sie sich noch in der Schul- unb' Berufsausbildung befinden. Soweit Kinder über 14 Jahre ein eigenes Einkommen von über 10 000 Mari monatlich beziehen, ist der Kinderzuschlag bzw. die Erziehungsbeihilfe einschließlich Teuerungszuschlag um den Betrag zu kürzen, um den das eigene Einkommen des Kindes den Betrag von 10 000 Mk. übersteigt." Rach längerer Debatte werden die Vorlage unb dazugehörige Anträge nochmals an Finanz- und Gesehgebungsausschuß zurückverwiesen. Rächste Sitzung Donnerstag. Schwurgericht. Gießen, 4. Juni 1923. Heute nachmittag wurde gegen den Arbeiter Karl Grüning von Burkhards wegen Mordversuchs verhandelt. Den Vorsitz führte Landgerichts rat Hirsch, die Anklage vertrat Staatsanwalt Fischer; als Verteidiger trat Rechtsanwalt Iustizrat Katz auf. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, anfangs 1923 den Versuch gemacht zu haben, die Witwe Schäfer von Burkhards und deren Sohn mit Gift zu töten. Grüning bestritt jegluhe Schuld. Die Beweisaufnahme ergab etwa folgendes: Im Jahre 1920 war der Angeklagte nach dem Tode seiner Frau zu der Witwe Schäfer gezogen und hatte mit dieser und deren Sohn ein kleines Häuschen in Burkhards bewohnt. Der Flur dieses Hchrschens dient gleichzeittg als Küche; durch eine hier befindliche Falltüre gelangt man in den Keller. Sn dem einzigen Zimmer liegt ständig der kranke Sohn Schäfer zu Bett Zwischen diesem, beit der Angeklagte schon öfters mit Tvtschießen bedroht hatte, und Grüning kam es Rcujahr 1923 zu einem Streite, in dessen Verlauf Schäfer zu Grüning äußerte, wenn es ihm nicht passe, könne er ja ausziehen. Der Angeklagte tat dies auch alsbald. Bei dem Auszug fam es wiederum zu Streckigkeiten; Frau Schäfer mußte sogar die Hilfe des Bürgermeisters in Anspruch nehmen. Um diese Zeck äußerte auch der Angeklagte zu der Witwe Schäfer, sie sei die nächste, die sterbe und ihr Svhn läge in drei Wochen nicht mehr in seinem Bette. Einige Zeit später war Grüning noch einmal in dem Schäferschen Hause und holte aus dem Keller seine Kartoffeln. Als kurz darauf die Witwe Schäfer ihrem Sohne Sauerkraut, das sie aus dem im Keller stehenden Sauerkrautsasse gehott hatte, vorfetzte, entdeckte dieser beim Essen darin eine Menge Schwefel- holzköpfchen. Rach dem Genüsse des Sauerkrauts hatte er Unwohlsein und Erbrechen. Als Witwe Schäfer wenige Tage darauf noch einmal Sauerkraut holte, fand sie diesmal neben vielen Schwefe lhvlzköpfchen auch eine Menge roter Flecken in dem Sauerkraut. Sn den Verdacht ^in1 r*"nn ihbitit— UM» « ....... n der Täterschaft geriet alsbald bet Angeklagte. Er schrieb ber Witwe Schäfer darauf einen Brief, in dem er seine llnichulb beteuerte unb sie unten Versprechungen bat. nichts gegen ihn zu unternehmen. Er versuchte mehreremals ben Bürgermeister zu veranlassen, die Genbarmerie zum Einstellen der Ermittelungen zu bewegen. Den gleichen Versuch machte er auch bei der Gendarmerie selbst. Rach seiner Vorladung durch ben llntersuchungsrichler ließ er durch die Witwe Schäfer, die er hierzu überredet hatte, ein Telegramm an die Staatsanwaltschaft richten, wonach sie um Einstellung des Vers ährens bat Rach seiner Verhaftung machte er einen Fluchtversuch Festgestellt wurde weiter, daß die Schweselholz- köpfchen tatsächlich ungiftig waren. Staatsanwalt Fischer bat, die Fragen nach versuchter Vergiftung zu bejahen. Rur der Ange- Hagtc könne als Täter in Frage kommen. Daß die Schwefelholzköpichen tatsächlich nicht giftig gewesen seien, fei nach ber von dem Reichsgericht seit 1880 ständig vertretenen Rechtsomffassung belanglos, da ber Angeklagte sie für giftig gehalten habe. Rechtsanwalt Iustizrat Katz hielt den RachweiS der Täterschaft für nicht erbracht unb bekämpfte die reichsgerichtliche Theorie ber Strafbarkeit des „Versuchs mit untauglichen Mitteln", Die Geschworenen verneinten die Schu lds ragen; ber Angeklagte wurde frei- gesprochen. Gießen, 5. Juni 1923. Verhandelt wurde heute gegen den Müller unb Landwirt Gottfried Lang von Ruhlkirchen. Vvrfitzeirder war Landgerichtsrat Hirsch Anklagevertreter Amtsgerichtsrat Dr. W o - da ege, Derteidtger RechtsMckvalt Dr. Kay. Weibftche Geschworene saßen nicht aus der Geschworenenbank. Einige ber zu Geschworenen bestimmten Frauen toaren krankheitshalber entschuldigt, die übrigen wurden bei ihrer Auslosung durch die Verteidtgung abgelehnt. Der Angeklagte lebte mit seinem Vater Joses Lang und feinem Bruder Karl Lang, beide in Ruhllirche kn, in einem heftigen Zerwürfnis, das feinen Grund in familiären Verhältnissen hatte. Am 10. März ds. Is. kam es wieder zu einem erregten Auftritt zwischen dem Angellagten etner- seits und seinem Vater und Bruder andererleits. Sm Verlauf dieses Streites zog ber Angeklagte einen Revolver unb schoß fernem Bruder durch dessen erhobenen Itnfen Oberarm hindurch in den Hals. Die Kugel drang von links bis in die rechte Äieferfeite vor, wo sie stecken blieb. Wie durch ein Wunder waren keine größeren Adern verletzt. Der Bruder, der zunächst bewußtlos zusammenbrach, erholte sich verhältnismäßig schnell. Die Kugel konnte vom Arzt entfernt werden. Die Geschworenen verneinten die Schuld * frage. Sie nahmen an, bah der Angeklagte in Aotwehr gehandelt hat, oder wenigstens ein Recht zur Rotwehr hat annehmen tonnen. Das Gericht sprach daranf^n den Angeklagten von Sttase und Kosten frei. Kirche und Schule. Den nachstcHenden, durch die Dekanatstage des Jahres 1923 auf die Dauer von |ed>8 Jahren vollzogenen Wahlen wurde die Bestätigung erteilt: des evangelischen Pfarrers August Knodt zu Groß-Zimmern zum Dekan und des evangelischen Pfarrers Wilhelm Driegleb zu Groß- Ilm sind t zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Groß-Amstadt. des evangelifchen PfarrerS Ludwig Schuster zu Dudenhofen zum Dekan unb be$ evangelischen Pfarrers Adolf Lehn zu Offenbach zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Offenbach, des evangelischen PfarrerS Otto Röschen zu Freienseen zum Dekan und des evangelischen Pfarrers Ludwig Georgi zu Ermenrod zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Grünberg, des evangellschsi Pfarrers Ernst Amandus Müller zu Lauterbach zum Dekan und des evangelischen Stadt- Pfarrers Heinrich Schlösser zu Lauterbach zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Lauterbach, des evangelischen Pfarrers Ludwig Scriba zu Eichelsdors Kim Dekan und des evangelischen Pfarrers Ludwig Strack $a Wal- lernAusen zum Stellvertreter des Dekans des Deka natsRidda, des evangelischen Pfarrers Otto Orth zu Rieder-Wöllstadt zum Dekan und des evangelischen Pfarrers Phckrpp Heu- h e l zu Altenstadt zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Rodheim, des evangelischen Pfarrers Wilhelm Dolp zu Laubach zum Drkan und des evangellschen Pfarrers Rudolf Widmann zu Gedern zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Schotten. Cvufmchen hatten reizende Stimmchen, tote 2er* ch en triller klangen die ttaurigen Verse, gar nicht so herzzersckmeidend und ttostlos. Eva sah nach Elisabeth und Hans Dietrich, sah, wie der beiden Augen ineinaick>ertauchten und sich nicht mehr tieften. Unb ganz schelmisch setzte das kleine Röschen ein: Küsset dir ein Lüstelein Wangen oder Hände, Denke, daß es Seufzer fein. Die ich zu dir sende, Tausend schick' ich tägllch auS, Die bo wehen um dein Haus, Weil ich dein gedenke Das Lerchenstimmchrn kletterte ganz hoch und trillerte siegreich: „TM ich dein gedenke." Da muß'.e Eoa an Mutter Hausmann denken und ihre Zuversicht, und sie tonnte die Tränen, die ihr aufstiegen, herunterschlucken unb sogar selbst mit einstimmen in den Vers: Tag und Stunde warten nicht, Dein, der keine Rosen bricht, Ist kein Kreuz bescheret, Sft kein Kranz bescheret. Aber doch, als sie bann nachher Tante Röschen Adieu gesagt hatte, weil sie früh am anderen Morgen fort wollten — als sie noch einen letzten Blick in die trauten Zimmer warf, sich aus Elisabeths fest umschlingendem Arme losriß, ald das Staketentürchen mit dem Schlaae hinter ihr zufiel, den sie so genau kannte — unb sie dann an Arnolds' Arm zum letzten Mcüe ben Weg zum Rebstock ging — bo war's ihr doch, als ob der Rebel, ter bas Rtoseltal füllte, sich auch schwer and dicht um sie selber lege, so schwer und dicht, als ob er sie abschließe von allem, was hell und heiter war, sonnig und blau unb golden, und sie in ein fahles, farbloses Grau einhülle, aus dem rein Entrinnen war und fein Wiederfinden zu Licht und Leben. Fahrplan ❖ Gültig ab 1. Juni 1923 Seite. 11* freie rtuge. T>ta lekuntt*. u* SMe^rt>etUe •Uten—»erbwrg 5 V 7» ■eifert 1* DObd s WweXTHiee in* im* W ►mtwill 92 EMM w (Sieben—flöln, Hanau—Ariedberg t'Vrnufluit —(Sieben . . ob 5» an Sn W elbenb .TDtnb. W CtUlei»—beeter fce*. W 6» ob 42 D 12« fli 843 <* w D Butzbach-BAest—Lich—(Brü«bcrg 4« c Vutzdach-West ob 8* S 10* l«r ank Mit . D * tank art . •j Vank art . i 71 «‘Beuta B-a H -®emb Mbba Vibba Nidda Sltbba ’Jhbba W s w D D Frank Frank urt art 10M w D D D W TDetlberg Uimburg et* barg 3* 4H S w s w s s w s w w 5 Vatzba«- Butzdach. |0»i 10* S W w w w s Kibbn . Jhböa Älbbe TUIbei VUbei Dilbd VUbei Vilbel . •en in l kt r- tal D w w D i _ H” gst 12=1 6»4 W s s w s Colar Lollar Lollar Mer Lollar Mar . . W S Stadt b*hn Stodtbeim TWdu (Brteberg Wetzlar . Heiler . ■IhB *ar W w s w s Wetzlar Wetzlar Wetzlar Wetzlar Wetzlar Wetzlar 8* 62 St ©Abeba . StackiM, StoAbet* . 42 81» 10* 12*4 1240 12M 107 Tn 8* 9i» 11* in 313 12* 6H 71» 4* 5* 1*7 ft«a . 6£ Ribbe . 52 6* urt . 13* 1* 744 IO* fHA 12=4 12* 12* 11* 1» 1*4 6* 4M 7E 64* 3 H5 StcAbrie StoAbere SteAbd* SUMM* . Stadcheim. StochtzchM. . . Keiekttcheu UtoMb rieb berg tank urt 102 92 112 1 >13 9H 10* 7io 7»4 81» W> !D*rq TOeilberg 31« 3<* 4» 5» 3*2 9 ITC 1017 102 B'lbel . Vilbel VUbal . VUbei . Vilbel . Vilbel . VUbei WM rn •B-.» )fn rfitt«vn VUbei feieren 10 H 11* 72 9 ->L 922 9 10« 104; 434 6» 677 6i» 1 « 7-- s ab 421 . 4« . WS . 6* • 7i» . 841 19** 12« 12* 12* 1*1 1» 1* 4«i 6*4 Lollar Lollar Lollar Lollar Cnlar Mar b-'! 1» 647 Bad-Nanhelm. . Bad-Nauhrim Beta-Nauheim Stib- Jl au berat BjRbdA-Üft Bad-Nanheim M8d»« . . '7. 4 Su . mkd* . Mtzche Riipperteberg Beebe* . AM rnebbetg 11* !<•* Ltrchhat» fltr*bata MÄ «17 Mn | KM . tz ab 6« • 8« 71» 12» I* Laubach. Mllkr Laubach. •Hab«71awl)etwt tSab.lUnbetoi vtlbel VUbei Vilbel . • Vilbel . 771 8N 9 MH 5«! 6i» 9* Falba . . Lauterbach ®rlnberg Dillenburg tzerchen . , Siegburg . Sieqbarg . vetzborf. . Siegburg . Aatger. . . Aaiger. . . urq . Siegburg . (Eitorf . . . Dillenburg Siegburg . Eitorf . . . Dillenburg Siegburg . Dillenburg Herborn . . . ab 61» . . 10* Mn. . Dieken. . •Iwn . . Lauterbach Dietzen . •Äieg RM 92 1016 4*' 4*7 74» 74» s:-« Cid)... . Sich. . . . i^rür-l *rq Lich . . . enhfurt . ankfart . Frankfurt. ankfurt. ankfurt tebberg ankfurt QAaMm -) WWW I Spotten Schotten Schotten 6*1 T-br -Walgern Lollar . . . . Warburg. . . Marburg . . Marburg. . . Lollar . . . . Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Lollar Marburg. . . •Tlarb arg . . . Lollar .... Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Marburg ab 4« . 61» . W! . 8« . 631 Wetzlar . Wetzlar . Wetzlar Wetzlar Wetzlar Wetzlar Friedberg . Vilbel . . . Gietzen. . . Vad.Nanhei» 6*1 7*S 7 22 12rn 1143 riebberg . . rieb berg . . ■nebberg . . riebberg . . ■riebberg . . ■riebberg . . riebberg . . ■riebberg . . 510 57- 54- 6* 7* 9 9J 10j» -fc-irt un k .Tre- ^eaekfurt Ft ankfurt Fenokfurt mMM Marburg . Marburg . Lollar . . . Marburg . Marburg . Marknrg . Marburg . Marburg . Marburg . Lollar . . Marburg . Mar . . Marburg Marburg Collar . Marburg Marburg . Marburg . Marburg . Limburg Limburg Limburg Limburg Limburg. , Limburg Ltmburq . Limburg BMbwg . . ftlrMu JHrMjMi . . AMmi . . KirchbMn 'Rttchbai ab 4* . 547 , 61» w G?7 . 6*4 917 Be ii2 HM 122.' 12 Dietzen . Bekdorf Dietzen . a 52 SC an 6*7 . 6» . 807 . 1043 ,11« . 9*4 Hbt-Ofleibeu . 8« V^u.v. Wemb . 10* Wtbba—el riebberg. . ab 52 Jticfbng ! ' ’ I IO« 10« 10# Lich..... •rtnbung . . Lich..... I Mh MMM Lich..... (Beben . . Lauterbuch (Beben Geben Limburg Limburg Limburg Limburg Limburg. Limburg Limburg Limburg Limburg Limburg Limburg Limburg Lmtburg Ltmburg Fnebberg Frankfurt Butzbach. Friedberg (Bruaberg Dcunberg Drünberg Londorf . W w 5» Vatzdach-We« 6*6 Butzdach.Wefl 12® Butzbach. . Herbon . . vetzborf . . Wichen . . . (Birnen . . . (Bienen . . . Diesen . . . Dietzen . . . Betzdorf . . Glenn. . . n w . riebberg Friedberg ab 5» Wbba 7» Htbba . 13* viddo . . 5*4 Thbba . . •Butzbach D OGteyen Betzdorf. . veunktrchen gerben . Oberkleen. . Butzbach-Ost Butzbach-Ost Oberkleen . . Batzbach-Ost (Bi Friel berg W \X* Lanboch TM*e * rpertsberg Mllche Geben . Geben . Aelbeabagtu ob fl* tHDbel.....6» Dillenburg Sieqbarg. Betzdorf Siegburg. Sieqbarg . ftaiger . . Dillenburg Saiger . . bchtdbern Siegburg. Siegburg. Betzdorf . Siegburg. vetzborf . Siegburg. 5*9« - - Dillenburg Siegburg. .x V •SioM* (Beben Sto Abeba Stach heim StachheUn Geben. . StaAbetai t(Beben . •Geben. Lauterbach Geben. . Lauterbach (Beben . . Orte* berg Bieber—(Atefcrn Bwber Bwb* StoAbete StoAheim StachhchW Gebern . Stachtzeim Stadchetm StoAherm Geben . StoAbebu Diesen «Sie jen Diehen Die jen Gietzen Die D Die D Die Die Meder-Walgen (Biegen . . . Vab-Üanchet» Dietzen . . . Bob-Nauheim Dietzen . . '*■ M '."ilbel . Wieke* Gichen •Badvanheim Gichn .... Vilbel Dietzen . . Dietzen . . . . •vab-vonheim Di Dietzen Gell* berg Lanier doch W BadSalUchÜrf . 6*i Betzdorf D Gießen . •Wetzlar. Dienen . Dietzen . Betzdorf Friedberg Friedberg Friedberg ? riebberg ■irgea—•ein baute«. Deln Haufen . Artrbbrrg—»IBM. - . 4* IU Al.feid . . Gienen. . . Dietzen. . . Lauterbach Dietzen . . Wietzen. . . »inan anan Wichen W« Die We G t« rankfurt . Kl rronkfurt . i «ankfurt . । «ankfurt . O «ankfurt . 1 rankfurt . ? ranhiurt , ranhiurt . •4