Nr. 5 Erscheint > Sglich, außer Sonn« und Feiertags, mit derSamstaosbeiloge: GieszenerFamilienbIc.tter Monatliche Sezugrpreise: 760 Mark und 40 Mark Trägerlvhn.durchdic'post 800lliark,auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für dieSchrist- leitung 112; für Nerlag vnd Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben, poftscheätonlo: Krantsnrt a. M. 11686. Erster Blatt 173. Jahrgang Samstag, 6. Januar 1923 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Annahme von Anzeigen für di« Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede 'Uerbmt)lid)heiL Preis für 1 mm Höhr für Anzeigen o 27 mm 'Breite örtlich 20 Mk, auswärts 25 Mk.,- für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 100 Mk.Bei Platz- vorfchrift20"/,Auf chlug. ^auptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den vniS vnd Verlag: vrühl'sche Unlverfitätr-Vvch- und Steindruckerei H. tanze in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftraße 7. sä'm'u^ch'In^G^eben'. Dor großer Entscheidung. Die Uneinigkeit zwischen England und Frankreich, die auf der kurzen Pariser Tagung in der Wiederherstellungsfrage formell festgestellt wurde, der R.h in der Entente cor- diale, wird eine Wende in der Polirik der Nachkriegszeit herbeiführen, die auch in die Tiefe geht und Umstellung m allen wichtigen Lebensfragen erfordert. Die deutsche Regierung hat nicht gesäumt, vor aller Welt alsbald zu verkünden, was ihr die Pariser Ereignisse bedeuten und was der Ernst der Swnde vom deutschen Volke verlangt. Cs ist für den Zeitungsleser eine mühselige, kaum noch sich recht lohnende Arbeit, ganz im einzelnen sich in die Entwürfe der streitenden Parteien zu vertiefen; nur ihre Grundgedanken werden fortwirken, neue Gestaltungen hervvrbringen, Mittel und Wege suchen, sich durchzusetzen. Der WiederherstellungSvor- schlag des englischen Mini st er- präsidenten bedeutete, wie leicht zu erkennen war, noch immer eine äußerst gefährliche, wahrscheinlich nicht durchführbare Belastung Deutschlands. Er war auch nicht lediglich eingegeben von gerechter Sachlichkeit, sondern er war darauf bedacht, der starren Haltung Frankreichs entgegenzukommen, die Erwartungen einigermaßen zu erfüllen, die eine verkehrte Gewaltpolitik in den Köpfen unserer westlichen Rachbarn bisher genährt hatte. 50 Milliarden Goldmark sollte die ruinierte deutsche Volkswirtschaft in der Zukunft noch an die Sieger entrichten, neben den ungeheuren Opfern an Land, Gut und Geld, die uns durch den Waffenstillstand und die nachfolgenden Diktate, sowie durch Willkür und Verschwendung in den besetzten Gebieten bisher bereits entrissen worden sind!, Und weil Herr Bonar Law, wie erden Franzosen erklärte, den Grundsatz verfolgt, aus Deutschland herauszupressen, was von dem Londoner Zahlungsprogramm nur irgend zu verwirklichen ist, hält er noch eine zweite Serie von Schuldverschreibungen Deutschlands nn Gesamtbetrags bis zu 17 Milliarden Goldmark bereit, falls die erste nicht hingerecht hadert soll'.e, Deutschland inlOZahren der Verarmung auSzul'.esern.Wir sollen uns damit trösten, daß dies alles „nur“ einen Gegen-! wartswert von 40 Milliarden Goldmark ausmache ! Indessen, der engl sche Plan verwarf die drängende Pfänderpolitik Poincares und schlug einen vierjährigen Zahlungsaufschub vor, damit Deutschland überhaupt wiederauf die Deine komme. Späterhin sollte das Damoklesschwert der Pfandnahme über uns schweben, falls wir nicht erfüllten, und wir sollten uns einer Finanzkontrolle unterwerfen, die, wie die Engländer selbst versichern, bestimmt war, die demokratische Selbstverwaltung wesentlich zu beschneiden. Die Rechenkunst Donar Laws war also hart und ängstigend genug für uns. Deutschland hätte immerhin darüber verhandeln mögen, und Staatssekretär Dergmann, der den neuen Vorschlag des Kabinetts Cuno in der Tasche trug, hätte bei seiner von Deutschland beantragten Zulassung zu mündlichen Erläuterungen ganz gewiß manche rein wirtschaftliche Auffassung der Engländer zur älnterstüt- zung seiner eigenen Darlegungen h.'rangezo- gen. Aber nun steht es unumstößlich fest: Frankreich will keine wirtschaftliche Lösung der schwierigen Aufbaufragen, sondern es will politischen und territorialen Machtzuwachs auf Kosten des deutschen Rhe nlandes. Keine äleberredung gelingt, das ist die Erfahrung, die auf der Pariser Konferenz gewonnen wurde. Auch die Weisheit Lloyd Georges, der da meinte, nur etappenweise, mit Hilfe noch mancher Konferenz, werde das Z'el einer vernünftigen Einigung zu erreichen sein, hat fortan 'keine Geltung mehr. Frankreich sucht seinen Willen allein, oder mit dem Dei- stand Belgiens und der Zustimmung Italiens, durchzusetzen. Wann, wo und w'e — das sind Fragen, über die wir im Dunkeln schweben, die aber schon in einigen Tagen beantwortet sein werden. Am 15. Januar hätten wir nach dem Londoner Zahlungsplan 500 Millionen Goldman abzuführen; vorher kann eigentlich eine „vorsätzliche Verfehlung“ nicht festgestellt werden, und zu einer Beantwortung der deutschen Rote vom 14. November wird sich Herr Poincare doch wohl entschließen müssen, bevor er die Handlungen vollzieht, die ein Zerreißen des Versailler Vertrages bedeuten. Die Schlußworte, die in Paris zwischen Donar Law und Poincarö gewechselt wurden, geben auch keinen Aufschluß darüber, was England demnächst unternehmen wird. Der englische Ministerpräsident prophezeit zwar infolge der „unversöhnlichen Meinungsverschiedenheit in einer so ernsten Angelegenheit" „ernste und unheilvolle Folgen für die wirtschaftliche Lage Europas“ — aber er blieb gemessen und verbindlich und kündigte an, daß die „freundschaftlichen Gefühle“ zwischen hüben und drüben unverändert blieben. Vielleicht war dies nur eine vorsichtige und beschwichtigende Haltung gegenüber der überhitzten Polemik eines „Temps“, der erklärt hatte, die Dande, die während des Krieges vorhanden gewesen seien, seien verschwunden; der neuen Entwicklung sei sich nicht nur das englische Schatzamt, vielmehr auch die englische Diplomatie, der englische Generalstab, die englische Admiralität, bewußt. Die ernste Sachlichkeit Donar Laws ruft demgegenüber zur Besinnung auf: noch ist es nicht so weit, noch können freundschaftliche Deziehungen sort- bestehen, wenn Ihr keine Eigenmächtigkeit und Herausforderung begeht! Die Schlußwendun- gen des britischen Kabinettschefs sind ein Siegel für das Heute und eine Verwarnung für das Morgen. Darum glauben wir nicht, daß nun etwa sogleich die englischen Truppen aus Köln zurückgezogen würden; höchstens wird Herr Dradbury dem Wiederherstellungsausschuß fernbleiben, der damit eigentlich keine Existenzberechtigung hat und die Funktionen nicht erfüllen kann, die ihn jetzt beschäftigen sollen. Das heute gemeldete Pariser C-eschwätz über Donar Laws Verabschiedung mit seinem angeblichen Wunsche für einen guten Erfolg Poincares wird auf einer Verstümmelung und Verdrehung beruhen und weder in London noch irgendwo sonst ernst genommen werden. England wird zunächst vermutlich noch friedliche und freundschaftliche Konsequenzen ziehen. Könnte es nicht die Völkerbundsentscheidung Vorschlägen oder den Präsidenten Harding, der ohnedies in Bereitschaft steht, vermittelnd einzugreifen, zu bestimmten Schritten veranlassen? Wichtiger, als müßigem Rätselraten sich hin- zugeben, ist die genaue Fixierung der Rechtslage, wie sie die Pariser Konferenz geschaffen hat. Wir haben allen Anlaß, die amtlichen Sätze zu unterstreichen, die von der Reichsregierung gestern durch das Wolff-Bureau veröffentlicht worden sind. Deutschland ist in Paris trotz des Angebots bestimmter, sorgfältig ausgearbeiteter Vorschläge nicht gehört worden, obwohl es nach dem Friedensvertrag einen Anspruch darauf hat. Derselbe Poincare, der den Vorschlag eines Friedenspaktes mit Beleidigungen beantwortet, will deutsche Zahlungsangebote nicht einmal entgegennehmen, geschweige denn prüfen. Das ist ein so ausgeprägter Geist offener und hartnäckiger Feindseligkeit, daß ihm das deutsche Volk schon in diesen Stunden die unmittelbaren Folgen seiner älnbesonnenheiten vorhalten muß: der Versailler Vertrag, wenn er nicht schon ungültig geworden ist durch die Weigerung, Deutschland Gehör zu schenken, wird zu einem Fetzen Papier, wenn Frankreich selbständig, ohne die anderen Vertragsmächte zu Gewalttätigkeiten schreitet. Dann gewinnt auch Deutschland volle Handlungsfreiheit zurück. Cs ist bemerkenswert, daß auch der „Vorwärts“ ein eigenmächtiges Vorgehen Frankreichs völkerrechtlich als Friedensbruch und kriegerische Gewalthandlung bewertet wissen will und, als die Würfel in Paris noch nicht gefallen waren, weiter dazu schrieb: „Richt nur wäre von da ab allem Denken und Fühlen des deutschen Volkes die zwangsläufige Dahn zum Ziel der Befreiung gewiesen, auch andere Völker wären dadurch in schärfsten Gegensatz zum französischen Volk gebracht, denn auch ihnen gegenüber wäre Frankreich vertragsbrüchig und auch ihre Interessen wären aufs schwerste verletzt.“ Wir tooLen vor dem Dunkel der Zukunft nicht verzagen, denn auf alle Fälle steht eines fest: Frankreich erhält bei seinen Er- drosselungsmahnahmen nicht mehr die englische Unterstützung. Sein Militär- und Eroberungsgeist ist gebrandmarkt und wird vielleicht noch drastischer sich gebärden, wenn eine amerikanische Vermittlung in Aussicht stehen sollte. Die innere Wehrkraft des deutschen Volkes muh aus Zuversicht und Stolz erwachsen, sie darf aus der völligen Wandlung in den Auffassungen der Völker Wurzeln und Rahrung ziehen und sie muh sich geloben, innerpolitisches Gezänk fortan zu verpönen. Eine Sitzung des Wiederherstellungsausschusses. Paris, 5. Jan. Havas. Die Reparationskommission hielt hcu.e morgen eine Sitzung zur Regelung der laufenden Angelegenheiten ab. Man erwartete mit einer gewissen Neugier, ob die englische Delegation trotz des Fehlens Bradburys der Beratung beiwohnen werde. Sie war heule morgen durch den Beigeordneten Cook vertreten. Der Vorsitzende Bart Hou bat die Kommission, morgen zur Prüfung der Frage der deutschen Verfehlungen bei den Kohlenlieferungen» wieder zasammenuztreten. Die englische Delegation wird dieser Sitzu ig beiwohnen. Unter den laufenden Angelegenheiten, die heute morgen erörtert wurden, ist besonders die italienische Forderung auf deutsche Schiffe hervorzuheben. Die Kommission nahm Kenntnis von der Auslegung des Artikels 3 des Zir.anzübereinlom- mens vom 11. März bezüglich des Ausgleichs für die Sachlieferu igen im Jahre 1923 und von der Tatsache, daß diese Auslegung von den Delegierten einmütig gebilligt worden war, sowie von dem Bericht des Sachlirferungsausschusses bezüglich der Restitutionskosten für 1923. Die Kommission prüfte schließlich noch die Frage der Schulden Danzigs und der Frage der Durchführung des Vertrages von T r i a n o n sowie noch einige andere minder wichtige Ange- legenheilen. Außer morgen vormittag wird die Kommission auch am Dienstag nachmittag zusammentreten. — Cs ist wenig wahrscheinlich, daß die Frage des Moratoriums in der morgigen Sitzung aufgeworfen wird, die von der Kohlenfrage völlig in Anspruch genommen sein dürfte. Wie Deutschland „gehört" werden soll. Berlin, 5. Jan. (WB.) Der diplomattsche Mitarbeiter der „Agence Havas" tfl zu der Mitteilung ermächtigt, daß die Reparattons- k o m m i s s i o n (die eigentlich, nach dem Ausscheiden Englands, gar nicht mehr besieht), int Einklang mit der Vertragsbestimmung der deutschen Regierung Gelegenheit geben werde, von der Kommission über die angeblich n i eutschen Te « fehlungen bei den Kohlenlieserungen für 1922 gehortzu ttxrie i. Die Verhandlung über diese Frage würde morgen vormittag in der Re- parationskommission beginnen, wobei auch dre englische Delegation re t eien sem werde. (?) Die Repa alio.iskommisston werde die deutsche Regierung au fordern, ihre Bemerkungen vor der Kommission an einem nahe bevorstehenden Tage, etwa am Montag oder Dienstag, mündlich vorzubringen. Die Entscheidung über diese Frage werde demnach wahrscheinlich erst Mitte nächster Woche fallen. Die weiteren Schritte Frankreichs. Paris, 5. Jan. (WTB.) Die „Liberty schreibt, man habe den Eindruck, daß PoincarS keinen großen Streich vollsühre, sondern nur schrittweise vorgeHn werde. Es verlaute, daß er zunächst bie Pfänder auf dem linken Rheinufer in Besitz nehmen und etwas später nach dem Ruhrgebiet gehen werde. Auf alle Fälle werde er abwarten, bis der Termin des 15. Januar verstrichen und das Versagen Deutschlands festgestellt sei. Parlamentarische Interpellationen. Paris, 6. Jan. (WTB.) Der Abgeordnete Albert F a v r e, ehemaliger Staatssekretär im Ministerium Clemenceau, hat eine Interpellation eingebracht über die Bedingungen, unter denen der Bruch zwischen Frankreich und Großbritannien auf der Reparationskonferenz erfolgte. Es wird angenommen, daß am kommenden Mittwoch, spätestens am Donnerstag Poin - care Erklärungen über die Pariser Konferenz geben wird. In der Kammer wird dieser Erklärung die Debatte über zwei bereits vorliegende Interpellationen folgen. — Von Interpellationen im Senat ist bis jetzt nichts bekannt geworden. Poincar^ an feine Trabanten. Paris, 6. Jan. (WTB.) Der „Matin“ schreibt, Poincare habe gestern nach Warschau, Bukarest, Prag und Belgrad telegraphiert, um die befreundeten Regierungen über die durch die Konferenz geschaffene Lage zu unterrichten. Sie könnten aber beruhigt sein, man werde von ihnen nicht verlangen, zwischen den beiden Mächten zu wählen, die die hauptsächlichen Gründer dieser neuen Staaten seien. Sie wüßten, daß Frankreich mit ihnen sei. Es sei unwahrscheinlich, daß England, durch seine Schonung Deutschlands vorangetrieben, soweit gehen könnte, ihre wesentlichen Interessen zu vergessen. Der „Matin" sagt weiter: Die Rheinarmee ist in Bereitschaft. Die Urlaube sind aufgehoben, die Urlauber find aufgefordert worden, zurückzukehren. Poincare und Donar Law. P a r i s, 5. Jan. (WB.) Dieäl nterredung, die heute vormittag Poincare und Bonar Law miteinander hatten, ist — nach Havas — rn lebendiger und freundschaftlicher Form verlausen, u. a. habe Donar Law tie lebhafte Hoffnung ausgesprochen, daß die Entente fvrtdaure und sich wieder festige. Paris, 6. Ian. (WTB.) Rach dem „Petit P a r i s i e n" sagte Donar Law, als er sich gestern von Poincare verabschiedete: Ich wünsche Ihnen höchst aufrichtig Erfolg, denn wenn Sie keinen E -folg hätten, würde die französische öffentliche Meinung es uns sicher zur Schuld unrecht nen. Sie würde glauben, daß die Dinge anders verlaufen wären, wenn wir Engländer mit Ihnen gegangen wären, was der Freundschaft beider Länder nur Abbruch tun könnte, während wir doch beide wünschen, daß sie unverändert erhalten bleibt. Paris, 5. Jan. Ministerpräsident Poincare stattete heute vormittag dem Präsidenten der Republik, M i l l e r a n d, im Elysee einen Besuch ab. Dieser hatte eine cklnterredung mit dem Ministerpräsidenten über die Lage nach dem Fehl- I schlagen der Konferenz. 3m Anschluß hieran be» I sprach sich Poincarö mit dem Vorsitzenden der R> parationskommission, D a r t h o u. Hieraus slaitcte er dein englischen P r e m i e r in i n i si c r in seinem Hotel einen Besuch ab. Ferner batte er eine cklnlerredung mit dem italienischen De!c-perlen della T o r r e 11 a. Heute abend emofungl er den belgischen Präsidenten Theunis. Boiwa Law hat heute mittag Paris verlassen. Am D .hn-- hof war der Ministerpräsident Poincare erschienen, um sich von ihm zu verabschieden. Der italienische Delegierte verläßt Heu c abend Paris, während die Belgier erst morgen abreijen werden Englands Entschlüsse. L o n ö o n , 5. Jan. (WTB.) Reuter. Bis her sind noch keine endgültigen Vorberc-ii-an- gen dafür getroffen worden, daß das b r i t i -- s ch e Kabinett morgen zusammcntreten und die Reparationskrise beraten wird. Die Zusammenkunft werde vielleicht bis zur nächsten Woche aufgeschoben werden, wo es dem Kabinett möglich sein werde, die Lage vollständig zu prüfen, wenn bekannt sein werde, welche- Vorgehen die ftanzösische Regierung gegen Deutschland ins Auge fassen werde. London, 6. Jan. (WTB.) Dem „Star' zufolge wird die britische Regierung, falls dir französischen Truppen das R u h r g e b i e t besetzen, formellen Protest erheben, der, wie von besonderer Seite verlautet, vollkommen (lac machen werbe, daß Großbritannien nicht nur der Aktion nicht zustimmt, sondern daß es auch keinereli Verantwortung für die Folgen übernimmt. Wie in London geglaubt werde, bestehe eine Gefa :r darin, daß die französische öffentlich- Meinung, wenn sie einmal ohne die Zurückhaltung handle, mit der Großbritannien ober auch die Vereinigten Staaten handeln, eher früher als später eine Gelegenheit benutzen werde, den Rhein zur Grenze zu machen, und entsprechend handeln werde. Die Haltung Amerikas. London, 5. Jan. (WTB., Reuter meldet aus Washington, das Staatsdeparle ment dementiere die Meldung, wonach die Vereinigten Staaten auf Ersuchen Gro:; britanniens einen internationalen Kongreß zur Erörterung der Reparationö- frage einberufen werde. Offiziell werde erllärt, die Vereinigten Staaken hätten bereits alles getan, was chnen möglich sei, um auf die Lösung des Problems hinzuwirken. Die A n - regung des Staatssekretärs Hughes, eine Finanzkommission für Beurteilung der Reparationsfrage zu ernennen, fei der französischen Regierung unterbreitet worden. Jede Alnon wegen einer solchet- Kommission müsse notwendigerweise von Frankreich ausgehen. Washington, 5. Jan. (WTB.) 3n seiner im Senat gehaltenen Rede erhärte Robinson bei Besprechung seiner Resolution über die Ernennung eineß amerikanischen Vertreters für die Reparationskomm's sion, die heutige amerikanische Politik dec DeiseitestehenS habe Mißtrauen in der West hervorgerufen. Amerika wäre jetzt durch das amerikanische Interesse dadurch cetriebcn, eine hilfsbereite Haltung einzunehmen. Senator Lodge sagte, er sehe leine Bedenken, die Resolution Robinson an die Kommission für auswärtige Angelegenheiten zu verweisen Diese wird morgen zusammentreten. London, 6. Jan. (WTB.) Wie aus Reu. York berichtet wird, schreibt die „Neuyot.' World" zu dem Abbruch der Pariser rifcre • j, die Grundursache sei die Frage, ob Deutschlandr Industrie im 'Namen der Reparationei zerstör, oder im Interesse des europäischen Handels wie de hrrgesiellt werden sollte. Die Engländer ' .i. ■ heimgegangen und hätten es Franl.ri.ch übe lasen, seine Politik auszuführen Eine furch, bare Verantwortung liege auf der französischen Regierung. Sie sei Maßnahmen verpflichtet, die so gut wie d Gesamtheit der Neutralen gefährlich und störend seien. Frankreich sei frei zu handeln. sei ft'»i durch die Erfahrung zu lernen. Cs sei zu wünschen, daß diese Erfahrung nicht so fr f'uellg «ein würde, wie bie meisten Neutrast,- befürchteten. Der „Neuhork Herald" schTeibt, Amerika sei es sich selb st und der Weit schuldig, zu fordern, daß an die Stelle des Kampfes ein Schiedsgericht trete. Die „Neuhork TimeS“ fragen, ob die amerikanische Regierung die gegenwärtige Gelegenheit ergreifen werde, um auf einen a n d c re n Plan für die Lösung der Repa rationsfrage zu bringen London, 6. Ian. (WTB.) Reuter berichtet aus Washington, es bestehe weinz G.und zu der Annahme, daß irgend eine Aende- mng brzüg ich dec amerikanischen Truppen am Rhein statt,inden weide selbst wenn F ankteich zur Durchführung seines Repa.ations- planes übergehen sollte. Es werde erklärt, dnß es nicht notwendig für Frankreich fein würde, die Erlaubnis zu erhalten, Truppen durch die amerikanische Zone zu bewegen, auch könnten sich sich die Vereinigten Staaten dieser Bewegung nicht widersetzen, es sei denn auf diplomatischem Wege. Xie britische Hinanzkommisfloo in Washington. London, 6. Jan. (WTV.) Die Mit- ? lieber derbritischenFinanzkommls- i o n finb in Washington einfletroffen. Daldroin Hal eS abgelehnt, über Öen Abbruch her Pariser Konferenz zu sprechen, Donlague Dorman erklärte jedoch, der Abbruch müsse natürlich die Erörterungen in Da^h.nawn berühren, da Amerika ebenso wie (Sroßbritan* nten an der wirtschaftlichen Wiederherstellung Europas sehr interessiert sei. Der Abbruch der Pariser Konferenz werde sicher diese Beratun- gen beeinflussen. Die Lausanner Konferenz. Lausanne. 5. Han. iWTB) On der heutigen gemeinsamen Beratung bet Führer der alliierten Delegationen wurde beschlossen. den Türken noch vor dem 12. 3an jji ein Mlnde sl Programm für den FrIe - den-vertrag zu überreichen. Gleichzeitig wurde ein Minbestprogramm für die ÄatHtuIaho- nensrage aufoefttHt. daS den Türken unverzüglich mi'geteUt werden soll In der Dvlllttzong der Kommission für die Kapitulationen. be Teutiolität bei Kanals könne nur durch die ägyptische Unabbäm ig’ il gewährleistet werben. (Sin Anschlag auf den tschechischen Ainanzminister. Prag. 5. 3an. (TBolH.) Heute morgen 8V< Uhr wurde aus den Finanzminister Dr. Daschin in dem Augenblick, als er vor seiner Wohnung ein Automobil bestieg, ein Attentat verübt. Der 21jährige Dersick^rungSbeamte Joses Sou- pal gab auf den Minister zwei Schüsse ab. von beiten einer den Minister von rückwärts In die Huste traf und schwer verlebte Der Urheber deS Anschlag- gehört keiner politischen Partei an und ist kein Legionär. AlS Grund gibt ei die politische Tätigkeit DaschinS an. Er habe sich bereits vor Längerer Zeit zu einem Attentat entschlossen Aach einet Meldung der .Dost 3tg.“ auS Prag ist die Verletzung deS FinanzmlncsterS Daschin so schwer, bah er. wenn er überhaupt gerettet werden kann, gelähmt bleiben wird. Aus Dem Reiche. Die Tarlsderhanblungen hn Duhrderadau. Derlln. 6. Jan. Dach dem Scheitern Ger Derhandlungen über die neuen Forderungen 'ber 'Bergarbeiter verzichtet ber Deich-arbeitS- Minister vorläufig auf die Deubrldung eines Schiedsgerichts. biS da« DeichSkabinett feine Ansicht geäufjert hat. Das Kabinett beschäftigte sich infolgedessen gestern mit ber Angelegenheit, ist aber noch nicht zu einer Entscheidung gekommen. Wie die Blätter mitteilen, ist damit zu rechnen, bat) bereits am kommenden Montag neue Verhandlungen beginnen werden. Die Dlätter veröffentlicht eine längere Zuschrift deS Deutschen DergarbeiterverbandeS, in der eS beifjt: Am Sonntag finden allein Im Duhrreoier über 100 Deraarbeiterversammlun- gen statt. Am Dlvntag und Dienstag tritt In Bochum die DcichSkonseren.z deS Dergarbeiter- verbtindeS zusammen. Sie wirb genötigt fein, die Kündigung de« ArbeitSverhältnifieS für alle deutschen 'Bei größere au «zu sprechen, wenn vorher nicht durch neue Der Handlungen oder durch einen SchiedSspi-uch die LebenSnotv>enbiykelten für die (Bergleute sichergestellt sind. Am 10. Januar soll bagegen daS auf vier Wochen gestattete lieber- schichlenabkvmmen wieder ausgenommen werden. DaS wird unmöglich sein, wenn nicht ber Konflikt selbst beigelcgt wirb. Die Erhöhung ber Post- unb Telegrapheugeb ithren. (Berlin. 6. Ian (WTB ) Der Deichs- rat hat unoeränbert In seiner gestrigen Offen t* lieben Vollfitzung die Do ringen über die dr- höbung der Post- und Telegraphen- aebühren gemäh den Defchlüfsen der Ausschüsse angenommen, die der DegierungSvvklage zugestimmt hatten. Eine Spende deS amerikanischen Doteu Kreuzes. Berlin. 5. Ian. (WTV-s Zur Linderung der Dot unter den deutschen Kindern hat bad amerikanische Rote Kreuz in Washington der Schweslervrganisation in Verl n dem deutscbcn Dolen 5dreuz eine Spende von etwa 200 Millionen Mark zukommen lassen. Der amerikanische Botschafter In Berlin hat gestern dem Bevollmächtigten deS geschäftsführenden Borstan- des des deutschen Roten Kreuzes einen Scheck im Betrage von 25000 Dollar überreicht und dabei ausgedrückt, bah bas amerikanische Rote Kreuz von dem Bestreben beseelt sei, einerseits zur Milderung ber Rot und des Elends in Deutschland beantragen, wie es auch In anderen Ländern helfend einzugreifen versuchte. Massenkundgebung gegen eine Denkmals- entweihung. Berlin. 6. Jan. Blättermeldungen aus Halle zufolge erlassen die bürgerlichen Parteien eine gemeinsame Kundgebung zu einer Massendemonstration am Kaiser-Wil- Helmdenkmal, gegen das kürzlich ein Dvnamitanschlag verübt worden war. Gleichzeitig richten die sozialistische und die kommunistische Partei und das Gewerkschaft-- kariell zu Mle an die Arbeiter. Angestellten und Beamten einen Aufruf zu einer Gegendemonstration. Wiederaufnahme des Marlohprozesses. Berlin, 6. Ian. Die Erschießung der 31 Matrosen in der Fcanzüsisschen Strafte nach den blutigen BerlinerKä mv- f e n. die in den Prozessen gegen Oberlcutani Marloh unb chauvrmann v. Kessel wiederholt die Gerichte beschäftig: hat, toirb voraussichtlich noch im Januar erneut vor ber Berliner Strafkammer behandelt werden. Gegen» stand ber Verhandlungen sollen die Strafakten gegen Marloh sowie gegen Kessel wegen MeineibS bilden. Reichsjustiznnaister Heinz« in München. M ü n d) e n, 5. Jan. CWTV.j Der Reichs- kustiäminisrer Heinze teilte in einer Unterredung dem Vertreter ber »Münchener Reuesten Rachrichten" über ben Zweck seines Besuches in München mit, baft im Vorbeigrunb ber mit sämtlichen deutschen Ministern zu besprechenden Angelegenhelten die Beseyung kes süddeutschen Senats beim Staa tsgerichts Hof zum Schufte der Republik stehe. Reden dieser Angelegenheit seien noch einige andere brennender werdende Fragen zu besprechen, so vor allem die Vereinfachung der Rechtspflege, au ber bas Olenb ber Finanzlage im Reiche mit zwingender Rotwendiqkeit dränge. Die eigentliche unb wesentliche Aufgabe des obersten deutschen Gerichts müsse die Revisionstätigkeit sein- die erstinstanzlichen Sachen müßten ihm abcenom- men werden Daneben sei eS Aufgabe des Reichsgerichts, das Recht zu entwickeln unb seine gleichmäßige Entwicklung in ber Praxis zu überwachen. München. 5. Ian. (Wolff.) Die Justiz- Minister ber sübbeutschen Lander mit Einschluß Hessens finb hier ein getroffen. Sie vereinigten sich um 11 Uhr zu einer Besprechung im Justizministerium. Aus Hessen. Der Staalsvorarrschlag für 1923. nn. Darmstadt. 5. Ian. Der Staats- vvranschlagfürdaS3ahrl923 ist soweit sertigzestellt, daß er demnächst Im Dru k erleb inen kann. Jo baft die Brralu igen im Finanzausschuß voraursichtltch im Februar beginne i können Wie zu erwar.en war. sm) die 3aDien gewaltig in bi« Höhe geschnellt. Drr Desamtoeiarj alhln für die kaufend« Verwaltung ist von etwa 1.7 Milliarden auf jetzt nahezu 20 Milliarden Mark gestiegen. Die Einnahmen sind mit etwa 13 Milliarden vorgesehen. so dah tb ,^?I)'beicag von etwa 650 Millionen Mark DctbleiöL Wem man die Geldentwertung um daS Eintauseabfache berechnet, ist bie AuSgabesumine gering, da fit nur eine 250fad)c Steigerung des Dorkriegsbedors« aliS- macht Die Einnahmen au 3 den Staatsgütern berechnen sich um das 20fache, ber Dettvüber- schuft sogar auf da» 27fache. Die Steuern konnte man dagegen nur um bas vierfache annehmen. Die Erhöhung von Grund- unb Gewerbesteuer soll auf ben fünffachen Betrag ber Sitze deS Vorjahre« beschrankt bleiben. Der größte Teil ber Einnahmen besteht auS dem Erfatz der Besoldungs- erböbanpen durch da« Deich in Höhe von über zehn Milliarden- hierdurch wird bie zunehmende Abhängigkeit des Landes und der (Dcmdnben vom Deich scharf beleuchtet. Aus dem besetzten Gebiet. spb. Mainz, 5. Ian. Die Paßkontrolle ist seit einigen Tagen wesentlich verschärft worben. Jetzt werden in ben Zügen zwischen Mainz unb Bingen bk Ausweise sogar durch mitfahrende Soldaten einer Rackprüfung unterzogen. Auch auf den Bahnhöfen unb in ben Danesälen ist bie Kontrolle schärfer geworben. fpb. Diez a. b. L., 5. Ian. Die französische Besatzungsbehörbe hat hier 20 Wohnungen beschlagnahmt, die bis gestern abend geräumt se n mußten. Wie eS heißt, soll die hiesige Garnison durch Bestände aus der Emser verstärkt werden. Aus Stabt unb Laub. ® leben, ben 6. Januar 1923. Verbot öffentlicher karnevalistischer Veranstaltungen. Das Polizeiamt Dieben wrist tm neuesten AmtSverkündigungZblatt auf bie für ben Kreis Gießen verSffe it'ichte Pv'l eiverorbnung betr daS D« bot öfsentlich:r karneva.i.;ischer VevanstaUan- gen hin Rach bieftt Postzeivervrbmmg ist jealiches kamevailsiifcheS Treiben in der Gelten tlcftkit, insbefoobere sinh auch öffeM(iche kar-^.xrlistifche Taizzlustba feiten ne.bot n Dat Pv i,e amt erwartet angefid>‘« beS Ernstes ber Zeit zwar von dem gefunden Sin tc bei Devölk-rung. dah Gesuche. weiche nach den Bestimmung, brr Poliici- verordnung abgelehnt w.rbrn maf e r überhaupt gar nicht eingereicht werden. c< betont aber, daß es jedem — wie auch irgend gearteten - Versuch bk Bestimmungen de. Polizeioervrdnung zu umgehen za begegnen Wiste, werde Eventuelle Gesuch: sind sch.-ifllich bei den zustänbigen Poilzeirevie en cinzurei^n weiche bei Auftrag erhalten ftabm. bei der Prüfung der Frag«, ob eine drabllch late Veranstaltung dem Verbot der Polizeiverorbnung unterfalle, ben strengsten Maßstab anzulegen Ebenso sind bk Polizeibeamten beauftragt worden, bk Einhaltung bec Polizeiperordnung strengstens zu übe wachen und Zuwiderha.b- lungcn gemäß § 3 PB zur Anzeige |u bringen. Wochenmarktbericht. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten Weißkraut ba« Pfund 20 Mf. Wi Kng 24 Ml. Rotkraut 30 bi« 50 Mk, Winteckohl 20 TM. gelbe Düben 15 bis 20 Ml. Unterkohlrabi S Md. tote Düben 12 bis 13 Mk.. Dosen kohl 130 bis 150 Mk. frribfalai 80 bis 100 Mk.. Schwarz- wurzeln 60 bis 100 Mk. Spinal « bis 80 DL. Meerrettich 30 brS 30 Mk Zwiebeln 30 bi« 40 nu ar an. schlage zu den r en find mit Wir- * Die TeuerungSzu Schorn stLlnfegeraebuh hing vom 1. Januar ab tote folgt festgesetzt toor- ** Die Beleuchtung der Fuhrwerke unb ber Fahrräder zur Dachtzeit. (Ber- aitiaftt tu ch häufige ilnglückssälle. Die In der letzten Zeit durch die nicht ausreichend« Beleuch- tu tfl von Fuhrwerken. Kraftwagen. Krafträdern unb Fahrrndem zur Dacht zeit (xrbeigefüDtt wurden, hat das Krcisamt das Polizei- und Gen- tarmcLteperfoual zur strengen Ue 'erwachung ber behördlichen Belcu btungsvorschriften erneut an- SWielen Bei Uebectretungen sollen erhebliche iftrafuigen beantragt werden. (Btn? 2115 biS 20 Mk. (Berner. 20 bis 25 Mk Die Zufuhr an Butter war gering, ba bk meisten hestilchen Hünbier noch nicht ün Besitze der besonderen AuiLiu'dertaubnU für Butter unb Ääle finb BezatzU wurden für Butter 1600 bi« 1700 Mk. für Eier 65 bis 75 Mf. Es muh nach wie vor bu Beobacf. jng gemacht werden, baft munch: Erzeuger dicfelben Preise tcdangen a>k bie Händler, obwoht legiere doch ganz bedeutende Un!olen beim Einkauf Haden und au herber auch einen kleinen Drtzrn haben müsten •• Amtliche Perfonalnach richten. 3n ben Duhestanb verletzt wurden: am 30. Dezember der Gendarmeriewachlmeister Gustav D « i ch a r b t zu Ober-Eriendach auf fein Dach- sucben mit Wirkung vvm 1. Januar 1923 an; am 2. Januar ber Lehrer an der Volksschule zu ßinb- heim Im Kreis Büdingen. Jakob Sieber, aus sein Dachluchen unter Anerkennung seiner bem Staate geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Jaden: für btt Kehrbezirke ber Stdbte Darmstadt. Mainz. Offenbach und Dießen 7900 v. H. für bk übrige*-, Kehrbezirke bei Landes auf 10 200 V. H D c Gebühren ber Schornsteinfeger einfchl. TeuerungSzuschlag betragen demnach ab 1. Januar 1923 in ben städtischen Kehrbezirken baS 80fache. kn ben übrigen Kehrbezirken bei Caixbcl bas !03fuch« ber Grui^daebührensätz« der Bekanntmachung vorn 8. Mai 1922 — Das VolkSbab ist ab 1. Januar in stäbtifche Verwaltung übernommen worden. •• Invallbenverslcherungspfllcht von Personen unter 16 Jahren. Der Vorstand der Landesversicherungsan'talt schreibt uni: Rach bem Gesetz vorn 10. Rovernber 1922 ist bie biihörige Bestimmung, noch welcher bie Der- sicherunaspslicht zur Invalidenversicherung erst vom DoUentc en 16. Lebensjahre bcg.nnt. mu bem 1. Januar 1923 in Wegsall qefommeit Bon biekm Tage ab beginnt bk Dersicherungipfllcht ohne Ducksicht auf daS Lebensalter mit bem Eintritt In eine verficherungspfllchtige Bcfchäftigung. Es finb allo alle noch nicht 16 Jahre alle Personen, bk eine verficherungsvfllchllge Befchüstlgung ausüben. sofort zur Invallbenverslcherung anzu- m eiben. •• Erneuerung ber Viehhanbeli» erlaubnlskarten. Di« Im Jahre 1922 erteilten VkbhandelLcrlaubniskarten behalten ihre Gültigkeit bis zum 15. März 1923. Anträge auf Erneuerung ber Srlaubniskarten für bas Jahr 1923 sind in der Zeil vom 1 Januar bis 28 Fe- btuar bei der zuständigen Bürgermeisterei unter Beifügung ber allen Srlaubniskarten einzureichen. Antragsteller, bie erst nach bem 28. Februar ben Erneuerungsantrag einreichen. Bnnen keinen Anspruch daraus erheben, bis zum 15. Mara im Obe- sitze ihrer Karten für bas Jahr 1923 zu fein. Für bie Ausstellung der OrlauDnlKarlen ist eine Gebühr zu entrichten. ''DieEisenbabn-Debengebühren. Ab 1. Januar erhebt die Eisenbahn für Anträge auf Oibrirguna des Ablieserunginachweisei a) einer C üaeutfenbung 320 Mk, b) einer Wagenladung 640 Mf. " Einfuhr von gekochtem Fleisch In lustdicht verschlossenen Behält- nissen. Der Deichsmjniskr füt Ernährung unb Landwirtschaft hat ruch Mitteilung der Handels- tairaner Franfsurt a M - Hanau eint Entscheidung getrossen. wonach lediglich Eornebdees im engsten Sinne zur Einfuhr frei gegeben ist unb fich bk freie Einfuhr nicht bezieht auf Roastbeef Bvlleb- beef und andere PorgefoAten Dinbfleifchkonserven Dies« letztgLnannten Dindsleifchkonf'r.en bebüden ebenfo wie Flesfchkvnkrven m luftdicht verfchlolie- nen Behältnilkn. die fogciannie HafcheeS bar- Nellen, einer Einfuhrbewilligung bzto heim Ber- bringen vorn besetzten nach bem unbesetzten Gebiet einer Zulauf«genedmigung. * Da» 3. Ziel verfchiebeuer Abgaben an die Vtadtkafs«. da» Im Dezember fällig war. kann noch bis zan» 23. d TBL ohne Kosten bezahlt werden. DähereS enthält der heutig« Anzeigenteil. • • D i e Entrichtung der Umf ab- fl euer für bas Kalenderjahr 1922 wird in einer Bekanntmachung des heutigen Arteigen.«US m Er- tnneruna gKrrocht. • • Der gestrige Vortrag des Kapitäns Pochhammer über bk glän Duhn^Stuten beS ostafialilchen Kreuzerg« bers Im Weltkriege hatte eine ganz aubert lich starke Zuhörerfchofi angelockt, die ben (nt«r- cf Tanten Erzählungen des Vortragenden mit lebhaftem Interesse folgt«. Stürmischer Beifall ehrt« Den Redner unb dankte zugleich auch bem Deut— Eine Butterbeschlagnahme ist am Donnerstag auf bem Wochn,markt oorgeraxn- men worden Händlern unb Markt'rauen warben in-gdomt 78 Pfund Bauer abgenommen, weil die Leute nicht im Besitze der pvrgdchriebenen Auskausserlaubnis waren Die B alter wurde einfitocten der hiesigen Mölleret Grieb in ‘Ber- Wahrung gegeben und soll von ba aas durch di« Stabt ober tm Auftcage der Stabt durch Geschäfte zu tooblfeilen teilen an die Minderbemittelten verlaust werden. Dähere Besiimmung hierüber ist jedoch noch nicht getroffen Auch heute früh wurden auf dem Wvchmmarkl nieder getotiic Butlermengen beschlagnahmt ipäter jedoch, toi« wir hören, von der Behörde wieder freige- geben. ba angeblich bie einschlägige gesetzl.che Besiimmung den von de: Maftnahme betroffenen Verkäufern noch nicht bdarrt gewesen ist Das Vorgehen ber Behörde ist auf höhere 3nort> nung -urüctzufühien Der Aufkauf von Butter und Käse ist bdannUich fdt einiger Zeit genehmigung-pflichtig unb wer diese Genehmigung nicht Mi.)L muft mit der Beschlagnahme dec von ihm aufgdauften Butler- unb Küsemer'gr recchren. Die hier in Betracht kommenden ‘Becfäukvfreife dürften gut tun, fich umgeftenb mit ben neuen gesetzlichen Bestimmungen vertraut ni machen, wenn fk nicht erheblich«! Schaden erleiden wollen. schen Jugenddund Visrnarcr, dc^'en '^ernnpungen diesen toertnUtai Abend ermöglicht hatten Wir werden auf den Don rag noch zurückkommcn. — Die Finsterniffe in Jahre 1 923. Im Jahre 1923 finden cwei Sonnen- und zwei Moatsinfieruisse statt. Die erste partiell« Mondfinsternis am 3 März n mrai früh 4 28 ihren An» fana In unseren Gegcn.en geht der Monü am 3. März früh 7 Ubr unter, steht also während der F-.nsternis im Lübwesten Das ist btt einzige bc* ini sichibare Finsternis im neuen Jahre Dir zweite FiTrsternrs. die nngsörrmg« So nttnslnster» nis. am 17 März ist im füdtlchen Ailan.'zjch« Ojean und in der südlichen Hälfte 2Uncrta« f chr- bar. Es folgt am 26 August eine paniellc Mondfinsternis. die in Aordarne.-ika. im westlichen Telle von Südamerika, im Stillen Ou*an und bi et nigra Teilen von Australien und Südamerika fichtdor Ist. Als vierte unb letzte Finsternis folgt am 10. September eint totale Srnne fitfterni«. bnd unb Hampelmann- — Lichtspielhaus, Vahnhositraft^ Heu!« unb morgen: .'Die Beichte der Kranken- lchwtsier" unb .Peggy und Teddy- — Paiast- Lichiipielt, ab heute. .Oberst Dakschanin" unb . Fräulein Julie-. — T a g e s ka len b e r für Sonntag. Stabltbciitcr, 3 /, Uhr . Frühlingslusl-. 7 Ufte: .Dk Hauü-urger Filiale- — Au« dem Siadtlheaterbureau Zu dem Tanzga st spiel .Aenne Olborif am Donnerstag, dem 11. (Januar, sei erwähnt, daß die Künstlerin nach einem Auftreten In F.ati^urt recht anerkennend in ber dortigen Press« beurteilt wurde stk ltcrvoraussage für Sonntag: x Dordwest mit einzelnen Degenichauern. kält«. Ein AuSläuftr der Depi-effion Im Dorden zieht über urrfer Gebiet hinweg, so daß wir morgen auf feine Rückseite gelangen Die Wetterlage fcheint sich allmählich umzubauen unb beständig zu werden, da hoher Druck nachbrängt und neue Störungen nicht m Aussicht stehen. KrctS Schotten. wg. Gebern. 5 Jan Gestern abend sand tm .Gasthaus zum Löwen ' eine gutbefuchie 'Berfa m m ( u n g der Ortsgruppen der Deutsch- na t i o n a k e n V o l k« p a r t e l unb des H e f f i- fchen Bauernbundes statt, in welcher Par- leilekreiär L i e b f ch e r - Dleften einen Don rag h'clt über die Innen- und auhenpoliilfche Lage. Der Dortragend« entwickelt« feine öebmfro fachlich unb klar, so bad ihm lebhafter Beifall gespendet wurde. Oberhessisches Museum und Gailsche Sammlungen. 5)1« vorgeschichtliche Abteilung Ist Herrn Architekt Klein in Treis an der Lumda zu Dank verpslichlel für gütigen Hinweis aul neuer® 5uxbc diluvialer Tierknochen in einem Quarzit- oruch am Todtenberg, ber schon früher als Fund» stelle bekannt war Vor allem aber ist. un ihrer flede.üngsgeschlchlllchen Bedeutung willen, wichtta bie ebenialls Henm Klein zu dankende Mitteilung von Sch«rdensunden an der südlichen laloberfant« ber Lumda .im D,hr . mibe dem A>ifferbehälter- eine Berichtigung der Steile er*ib, uxi« schon die Art ber Scherben vermuten lieft haft hier eine vorgeschichtliche, vielleicht steinzeitliche Wobn'lätke sestgesiellt ist. Ein« Ausgrabung, bir sich auch auf bk tm nahen Wald gelegenen Grabhügel zu erft reden hätte, für die aber dem Rku'eum bi« nbhgen Geldmittel fehlen, ließe wif'en'chuftllche Orgebniffe erhoffen, die nicht nur für bie Vorzelt bei VunibatalcA von Bedeutung wiren - Stein- »ckliche Sterben finb auh dem fchon mehrfach bewährten Intereffe unb ber Finbigkoit de« Herrn Pein In Ried«rb«!fingen zu verdanken, durch fi« ist ous den .Fußäckeni ' ein« Siebclung nachgc- wiesen, btt au- bas um 30 J0 v. Ehr jA von den unteren Donau ländern her Mitteleuropa überschwemmende Bauernvolk der foflcnamiten .Vanb- kramikr- zuruckgeht. es Ist di« dem Dvaetsberg nächstge.-gene Wohnstätte bteler Kultur btc bisher bekanntgeworden KL — Wenn überall mit gleicher Sorgfalt auf bi« oft unscheinbaren Bodenfund« geachtet würde, lieben lich u xgeubnle Auf- schllttk über bk Vorgeschichte Oberbcfleni gewinnen — Der freundlichen Vermittlung bei Aerrn Pein Ist auch das höchan.zuerkennen de Ge» fchenk deS Herrn Jakob Junker in Münster zu uanfcii. der einen aus der llmgebung von Detlshaufen stammenden klein- n romanischen Bronze-KruzlfiruS als äufxrft willkommen« B^ reich«rung ber kirchlichen Abteilung des Museums überwies — lieber weiter« dankenswerte Geschenke, durch bk auch btc übrigen Abteilungen erfreukich bereichen wurden, wird f Z Im ausführlichen Musen msoe richt Rechenschaft gegeben toerben — Für die tm Manuskript nahezu 'eNIggestelll« .Doraeschicht« Oberbe'lei«* hat die Firma Staffel Tn Oberfchmtiten durch Bermlttlun» von Dr Kraft in 211 ö ba das gesamte Druck- tapter im WeN von mehreren Hundentnufentz Mark hn hochherziger Werfe u neu weltlich ge- liefert; hoffentlich toirb aach bie .’n umtrung des Druckes felbfl bald fich ermögfrchen lasten. Ein unaenjmter Gönner In AlsIeid übcitrHci als Bett rag au ben Kosten ber Bil>iusftattung des Buches sHerktellung eines Planes der Rl^. wollaillagen auf bem Ginsberg bei Altenburg um deren Au nähme Dr S p a a r vi Alsfeld frch sehr verdient gemach« bat) der Betrog t-on 2020 Mock — Wie schon befcirra. Ist das TKufeum tm Dttember von einem bedauerlichen Einb .itchshi.-bstabl heim gebucht worden, dem neben einigen anderen 3<«geJininben ein Tell ber einzigartigen Krtcg-ordenfamm u g zum O;fer gefallen ist glücklicherweise wo «" bte uhri n der .Zuständigkeit der Direktion unrerliegenden Gegenstände von bedeutenderem Materialwert fchon längst aus der Schaulammlung entfernt worden. — In Anerkennung ber beroorragenben tmffen« fchafiliao Bedeutung der ov:- und srühaeschtchp lichen Abteilung des Mufeums wurde am Winckel» mannslag (15 Dezember) der Direktor, bisher korrespondierendes Mitglied, zum ordentlichen Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts ernannt. Heutiger Staub des Dollars 10 Uhr vormittag« VerN» 8400. StanTfurt a. TEL 8375—84 2X Behördliche Anzeigen ng für Betriebe mit nicht Mk. Umsätze besteht nach mehr als 3000. - gangen sind. 114 Neeb. 2O6D 80 10 20 60 120 120 Das Holz kann von Forstwart Keil öorgejeigt und die Bedingungen können bei demselben eingesehen werden. Bürgermeisterei Hattenrod. Bietzen, Butzbach, (Brünberg, Hungen, den 2. Januar 1923. Die Finanzämter. Januar 1923 dem zuständigen Finanzamt schriftlich einzureichen oder die erforderlichen Angaben an Amtsstelle mündlich zu machen Auch kleinste Betriebe sind steuerpflichtig, eine Steuerbefreiung ---;-t- Bekanntmachung. Vetr.. Die Entrichtung der Umsatzsteuer für das Kalenderjahr 1922. Auf Grund des § 144 der Ausführungs- Lestimmungen zum Umjahsteuergesey werden bte zur Entrichtung der Umsatzsteuer ver- Pflichteten Personen, die eine selbständige ^gewerbliche oder berufliche Tätigkeit ausüben, die Gesellschaften und sonstigen Per- ifonenoereinigungen im Steuerdez rk der 'unterzeichneten Finanzämter aufgefordert, die vorgeschriebenen Erklärungen über den Gesamtbetrag der steuerpflichtigen Entgelte im Kalenderjahr 1922 bis spätestens Ende Holzsubmission. Samstag, den 13. Januar 1923, nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Eerneinderaihavs zu Hattenrod folgende Klaffen Stammholz auf Submission öffent- lief) vergeben. Kiefern-Stämme 3. Kl. zirka 40 Fstm. - » 4. Ftchten'Stämme 3. * " 4' ■ I ba , , 5b Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B. wurde heute bezüglich der Firma Zigarren- und -Tabaklabriken Älinglpor, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gieheneingetragen: -Das Stammkapital ist um 4 700000 Mark erhöht und beträgt jetzt 5000000 Mark. Der § 4 des Gesellschaftsvertrags ist geändert. Oleßen, den 30. Dezember 1922. Hessisches Amtsgericht. [169B dem Umsatzsteuergesetze vom 24. Dezember 1919 nicht mehr. Die Einreichung der Steuererklärung kann durch erforderlichenfalls zu wiederholende Geldstrafen bis zu je 500.- Mk. erzwungen werden. Umwandlung in Hast ist zulässig. Wer meint, zur Erfüllung der Aufforderung nicht verpflichtet zu sein, hat dies dem Finanzamt recht: zeitig unter Darlegung der Gründe mit« zuteilen. Das Umfatzsteuergeseh bedroht denjenigen, der über den Betrag der (Entgelte wissentlich unrichtige Angaben macht und vorsätzlich die Umsatzsteuer hinterzieht oder einen ihm nicht gebührenden Steuervorteil ersch eicht, mit einer Geldstrafe bis zum zwanzigiachen Betrage der gefähr- beten oder hinterzogenen Steuer oder mit Gefängnis. Der Versuch ist strafbar. Bei verspäteter Einreichung der Umsatzsteuer. Erklärung ist das Finanzamt berechtigt, einen Zuschlag bis zu 10 v. H. der endgültig fest- gesetzten Steuer aufzuerlegen. Die Abgabe 'votz Voranmeldungen und Leistung von Vorauszahlungen im Sinne des § 37 Ads. 2 des Umsahsteuergesetzes vom 24. Dezember 1919 in der Fassung des Gesetzes vom 8. April 1922 entbinden nicht von der Ab« gäbe der Umsahsteuererklärung. Zur Einreichung der schriftlichen Erklärung sind Vordrucke zu verwenden. Diese können von jedem Steuerpflichtigen bei dem zuständigen Flnünzamt bzw. bei den Bürgermeistereien der Landorte entnommen werden. Steuerpflichtige sind z>tr Anmeldung der Entgelte verpflichtet, auch wenn ihnen Vordrucke zu einer Erklärung nicht zuge- ß des * td °- Weum und nmlungen. Abteilung ist Herr? lii an der Pumbo zu |cn Hinweis aut neuere i)en m einem üuarjit» schon früher als Fund- lem aber ist, um ihrer Hutung willen, wichtig u dankende 2Yrztcilung südlichen Taloberkanttz it dem Msserbehäller,' eilt ergab, bxii schon .ulen lieb, dah hier eine steinzeilliche Cffiobnllälte ibung, die sich auch aus [egenen Grabhügel zu aber dem Museum die , liehe vislenlchaslllchs chl nur für die Vorzeit utung wären. - Stein- ch dem schon mehrfach er Findigkeit des Herrn zu verdanleni durch sie eine Siebelung nadjge» >X> v.Ehr. j;S von den er Mitteleuropa über- ber logcnarmtcn .Cßanb- ist die dem Jvaelsberg dieser Kultur d« bis' _ Mm überall mit (t unscheinbaren Doorn' en sich ungeahnte W idwrn Germilllung oti tunler m Dunsler \ der Umgebung von ^en Heinen romanischen US As m der Alag- nnesP^ Ästen, ^nsderg ve> Als' ne Dr 6^ W rinachi Hl das e Don ef [porben. .sS-'*' Bekanntmachung. In unser Handelsregister Adi. B wurde um 29. Dezember 1922 eingetragen: Die Firma Wilhelm Möser, Tabakwaren.Groh- Handlung, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Bietzen. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Wetterführung der derzeitigen Einzelfirma „Wilhelm Möser,Tabakwaren-Brohhandlg. in Bietzen" (Inhaber Wilhelm Möser), sowie die Einrichtung und der Erwerb ähnlicher Geschäfte, ferner die Fabrikation und die Herstellung und Ausführung aller auf diesem Gebiet liegenden Arbeiten, sowie der Handel mit solchen Waren. Das Stammkapital beträgt 1 Million Mark Der Gesellschaftsvertrag ist am 6 Dezember 1922 errichtet. Geschäftsführer ist bei Kaufmann Wilhelm Möser tn Gietzen Die Gesellschaft ist zunächst unkündbar auf die Dauer von 3 Jahren mit der Mahgade, datz sie stets 3 Fahre roeiterläuft, wenn sie nicht von einem Gesellschafter mit einer Frist von 9 Monaten auf las Ende des Geschäftsjahres gekündigt wird. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen im Deutschen Reichsanzeiger. Die Stammeinlagen der Gesellschafter erfolgen dadurch, dah Herr Wilhelm Möser sämtliche Aktiven und Passiven der seitherigen Firma Wilhelm Möser, Tabakwaren-Grotzhandlung In Dietzen, deren alleiniger Inhaber er ist, en die Gesellschaft embringt. Der Reinwert dieser (Einlage wird auf 474 220,32 Mark festgesetzt. Davon entfallen auf Herrn Wilhelm Möser 374 220,32, auf Frau Toni Möser geb. Schumann lOOVOOMark. Ferner wurde bezüglich der gleichen Firma am 30. Dezember 1922 eingetragen: Der Wilhelm Möser Ehefrau Toni geb. Schumann in Dietzen ist Einzelprokura und den Kauf, leuten (Earl Moser in Bietzen und Alwin Wolff daselbst ist Gesamtprokura erteilt. Bietzen, den 3 Januar 1923. 168B Hessisches Amtsgericht. KÄK \ ttuen bei Nie "vv Süd. kn. t für e X'S' unil 1 WÄWr'rJJl ““‘•Mull! Aussage ntog; .^lihaum. Ritet 2 w "totflat Jen. Sie Qßetierlage tS-Unö beständi prangt unb neut » Heben. lOttcn. V Testern abrnb sanb e,ne guibesuchle Ver- ‘bben der Deutsch, .^iunddestzessj. 'stall, m welcher Par° ’itben einen Fortran auhen-olilische Lage e leine Manien lach, lebhafter Dchsall ge- 5Wöf. MellsWs ©lesen I Lirbigstrafle 16. Teleptr. 2054. Sloltenlofe ArbettSvermitietung und Berufsberatung für beiderlei Geschlecht, u. a. auch für SlrteaertDatPu und Kriegs, bcirtjnbinteufinbcr. 0? rönnen eingestellt werden: ». bei biefioen Arbeitgebern: Lehrlinge: 2 Srbloffer, 1 Dreher, ein Frileur. 1 Bäcker, 1 Maler und Wein' dinder, 2 Lackierer, 1 (Linrabuter, Atoei Schmiede, 2 Gärtner, 1 Buchbinder, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Metzger. h. bei auswärtigen Arbeitgebern, fünf lanbtu. Knech e in. Hauer, 1 oerbeirateter Knecht mit älteren Hindern, 1 Schneider. 2 Elektromvnie.'re, 2 Spengler und Jnitallateure, 3 Dreher. ES suchen Arbeit: Schriftsetzer. Buchdrucker, 2 Sri,reiner. Kausleuie. Schreiber und Reisende, Backer, Hausburschen und 9hb5länfer, Malchinenschlosier, ein Maschinen-Ingenieur, 2 Bantechniker, IMaichtuentechniker.Bauschloffer.Schuh' wacher, 1 .Mraufctivflcner, 1 Sattler, ein Koudiior. härter u. Metzger, 1 Müller 2 Kellner, 1 Kraftfahrer, 1 Buchbinder. Mechaniker. 1 Heize'» 1 Wagner, mehrere Anstreicher, 3 BZciubtnder, 1 landwlrtsch. Vermalter. Lehrlinge: t Kaufmann. 2 Autoschloffer. 2 Schlosser, 1 neunter. 1 Mechaniker. 1 Schneider. 3 (Sletiromonteure, ein Schuhmacher mit Kost und Wohnuna, 1 Schreiner desgl. KelegenbeitSarbeiten werden ebenfalls entgegengenommetl. Weibliche Abteilung: 6s flinnen eingestellt werden: e. bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen,Laufkranen und -Mädchen für etr.zelne Tage, tüchtige Alleinmädchen, 2 einfache Stutzen, eine Köchin, 3 Wufchsrauen, 1 Verkäuferin, 1 Zimmermädchen. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 3 landw. Dtenitmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen. Zimmermädchen, Allein» Mädchen, 1 Köchin, 1 Stütze. ES fit dien Arbeit: 2 Büglerinnen, Kon- toriiiinnen, 2 Flickerin len, 3 Ver Käuferinnen, 1 Katzeeköchin, 1 Hans- bälieriu, einige Lauffrauen, auch für dlachntiitagSbeschgf ignng, Mädchen für tagsüber, 1 Waschfrau, 4 Fabrikarbeiterinnen. Die Berufsberatung nnb ArbeitS- Bermittlnnn für Musiker findet Dienstag, Donnerstag und Samstag von 10 bi» Vi llbr ftatt. 201 B Bekanntmachung. Das im Monai Dezember 1922 fällig gewesene 3. Ziel Gemeinde - Grund- und Gewerbesteuer, das 3. Ziel Kanalgebühren und das 3. Ziel Wohnungsbauabgabe kann noch bis zum 20. d. M. ohne Kosten bezahlt werden. Diejenigen, die mit der Zahlung dieser Abgabe noch im Rückstände sind, werden hiermit gemahnt, bis zu genanntem Tage die Rückstände zu bezahlen. Am 22. Januar beginnt die Beitreibung, wobei die neu festgesetzten Kosten erhoben werden. 202B Dietzen, den 4. Januar 1923. _______Stadtkasse Giehen._______ verlaus eines Ziegenbocks. Nächsten Montag, den 8. Januar d.F., nachmittags 2 llbr, soll auf hiesigem Rat- Hause ein noch diensttauglicher Ziegen- bock der Gemeinde Garbenteich öffentlich meistbietend versteigert werden. 203D Garbenteich, den 5. Januar 1923. Hess. Bürgermeisterei Garbenteich. ____________bissel,_____________ Aus dem Berneiudewald Obbornhofen kommt folgendes Holz auf dem Submiffions» wcge zum Verkauf: Fichtenstämme: 3 Stück 3. Klaffe --- 2.09 Fstm. 5 „ 4. „ = 5,29 „ 24 „ 5a „ -- 16,15 „ 48 „ 5b — 15.72 M 4 „ Derbstangen 1. Klaffe -- 0,48 „ Das Holz ist ungefähr eine halbe Stunde vorn Bahnhof Obbornhofen-Bellersheim entfernt. Vorherige Besichtigung empfohlen, spätere Einwendungen werden nicht berücksichtigt Nach uschlag wird innerhalb 8Tagen Barzahlung des Holzes g fordert. Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift «Holzsubmtzsion- bis spätestens Samstag, den 13. Januar 1923, mittags 1 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst in Anwesenheit erschienener Dieter die Eröffnung der Angebote stattfindet. Sonstige Derkaufsbedingun- gen werden vor der Eröffnung bekannt- gegeben. 173C Obbornhofen, den 3 Januar 1923. Hess. Bürgermeistere, Obbornhofen. _____________Philippi._____________ Dullenverkauf. Die Gemeinde Nieder-Bessingen verkauft durch Submission einen abständigen Bullen. Angebote sind pro Ztr. Lebend, gewicht bis zum Mittwoch, den 10. Januar, mittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Burger- meisterei einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Gebote erfolgt. Die Verkaufsbedingungen werden vor Eröffnung der Gebote bekanntgegeben. 204D Nieder-Befsingen, den 3. Januar 1923. Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. Steuernagel. hausschlachtungen und Metzgereien. Empfehle alle Sorten MilMMM zum billigsten Tagespreis. WoiölOBfl 6. SM 1 Giehen, Ebelstrabe 30. eu3l, Kaiserallee 25 162D 3^re Verlobung geben bekannt Anny Dolz Hermann Wagner Frankfurter Str. 127 Bietzen 7. Januar 1923 WlSllllM Zahnradreifen Afflomovll- n. motorrnötnrnler Boö-naDQelm 1922 10 P.S. chönheitskonkurrenz: S Sieger Behrens. . . auf Mercedes Oen.-Dir.Hof auf Mercedes Sieger ott auf Selve Alle auf 3483 auf Benz • Adler Offene Wagen: Sportwagen: 8 P.S. 10 P.S. Aga Benz Klasse IV Klasse V Winter . . Dr. Tigler Klasse A Klasse B Geschl. Wagen: Flachrennen: 6 P.S. • Mercedes a Benz • Presto ■ Dinos , Benz ■ Dixi • Benz • Benz . Mercedes • Benz 9 Mercedes » Benz » Benz auf Diri • Dixi „ Dixi Sieger Knobel ... auf Aga Mve-ueiMn 1922 Sieger OralKolowratinfAastro-Dalmler Sieger Oraf Kolowrat auf Austro-Daimler „ 24 P.S. Zweiter Dritter „üb.24 P.S. Zweiter Gymkhaoa: 6P.S. Zweiter Dritter Sonderpreis für schnellste Runde: Fritz von Opel MomM-InrM Boom-Baden 1922 Wagen 6 P.S. . 8 P.S. BesterWertungsfakiorallerGauklassen:HeusseraufSteyr , , „ ADAC-Klassen: Walb. Benz Wl-llUlMlM 1922 10P.S. Sieger Schultze-Steprath auf Benz , 24 P.S. Sieger Ing. Kappler. . . „ Benz „ üb 24 P.S. Zweiter Gen.-Dir.Hof auf Mercedes Batschari-Preis Sieger Ing. Kappler , Benz Zweiter Schultze-Steprath, Benz VM SlUleflens Berge 1922 Wagen 6 P.S. Sieger Oebser . Zweiter Braun . . Vierter Heinicke iop.s. Sieger waib .... Ing. Kappler Römer. . .Austro-Daimler Wagen 5 P.S. Sieger Du Mont . . auf Wanderer Sieger Fritz V. Opel . Opel Dritter Conzen ...» Steiger • 10 P S. Zweiter Schultze-Steprath „ 24 P.S. Zweiter Ing. Kappler „ üb.24 P.S Zweiter Gen.-Dir.Hof Bergrennen: 6 P.S. Sieger Dr. Tigler . Zweiter Frh. v. Thüna Wagen 10 P.S. Zweiter Htelscher. . auf Presto jntem, WM Bergrennen 1922 Rennwagen: Sieger Salzer . . . . auf Mercedes 4. lutem. Bgraorfllnngsfanrt vonM-Genlen 1922 Industriefahrer Zweiter Walb . . Dritter Irion . . Aoosrennen 1922 Sieger Gen.-Dir.Hof Zweiter Dr. Schröder Dritter Hofmann. . Zweiter Dir. Gölte . Sieger Dr. Tigler . Zweiter Dir. Wendt Sieger Walb .... auf Benz Sieger Glöckler .. . n s. u. Dritter W. Rasche . . Dürkopp Zweiter Wallraff. . . . Adler Dritter Reiter .... . Protos über 10P.S. Sieger Kleemann . . Adler Zweiter Schultze-Steprath , Adler Dritter kion .... , Adler MwmevlW Panetptflfnngsfobrt 1922 Jtiets Union dem Wei her WeiMil GoldeneMedaillefürschnellsten Wagen SemnieMü-Bemm 1922 Sieger Malcek ... auf Dinos Sieger Kaufmann . auf Steiger BBrnflnlftne MeilMslellstiilm 1922 Sieger Werner ... auf Mercedes Sgmfntirt Bfrim-iHnntrOflin 1922 Sieger Ing. Stuhr . auf Dürkopp d. Mm. Bennen In WM 1922 MWM- n. molonnotnrnlet Bat» flomonrg 1922 Schönheitskonkurrenz: Sportwagen: Sieger Roller .... auf Opel Offene Wagen: Sieger Kleemann. . • Adler Geschl. Wagen: Sieger Gische! ... . Dux Bergprüfung: Sieger Schultze-Steprath auf Benz Dritter Dr. Tigler.....Benz Gymkhana: Zweiter v. Meister Austro-Daimler Dritter Lauprecht.... auf Benz Sieger Lauprecht.... . Benz Oesamtklassement: Zweiter Lauprecht.....Benz Dritter v. Meister Austro-Daimler VklMvsllllgMN nach SlWtz Solltaöe 1922 Wagen 5 P.S. Zweiter Diemer . . auf Wanderer * 6 P.S. Zweiter Eimer.....Aga Hunö om Beblg 1922 Wagen 5‘/. P-S- Sieger Ritter . . . . , Aga Zweiter Dir Günther ■ Aga Dritter Dir. Grade . . Grade . 7 p.s. Sieger Loge...... Aga Dritter Eimer.....Aga , 8,5 P.S. Sieger Kittsteiner . ■ Fafnir ,über8,5P.S. Sieg er Reinecke . . ■ Presto Sadelvatzkennen 1922 Ihre Verlobung beehren sich anzuzetgen Hedwig Hofmann Willi Roth Dergermühle bei Llch Mnschenheirn 7. Januar 1923 Ihre heute vollzogene Vermahlung geben bekannt Julius Fortnagel Liselotte Fortnagel geb. Godendorff Giehen Bad gingst (Ostsee) den 6. Januar 1923 0148 Ihre Vermählung geben bekannt Hans Noll Maria Noll verw. Berneaud geb. Werner Marburg sUferstratze 10a), den 7. Januar 1923 Die glückliche Geburt eines Jungen zeigen ♦ in dankbarer Freude an \ Otto Bräutigam und Frau Paula geb. Sehrt 0150 i WWWMiü (6. B.) M». Dienstag, den 9. Januar, abends 8 Uhr, findet im Katholischen Dereinshaus die diesjährige Hauptversammlung Tagesordnung: 1.Jahresbericht. 2 Nechnungsablage. 3.Dor- staiidswahl. 4- Festsetzung der Beiträge für 1923 5. Bericht und Erläuterung zum Reichsmietengeseh über Berechnung der gesetzlich. Miete (Anmeldung der Friedensmiete). 6. Freie Ausspruche. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist vollzähliges Erscheinen erwünscht. J77v Der Vorstand. NB. Zur Deckung der Unkosten werden 10 Mk. erhoben. Mitgliedskarten sind vorzuzeigen. (Der Saal ist geheizt.) Für AirtertlgvngfiiiierWscliiihe und AusfQhrung von Reparaturen empfiehlt sich Kurt Frener, Gießen Schuhmacher bei der Studentenhilfe Schöne Aussicht (Leihgesterner Weg 18), Tel. 1399 Lieferung auch an Privatei Reparaturen werden auf Bestellung abgeholtl Maßanfertigung eleganter Damen-Garderobe Preiswertes Angebot in Ballkleider-Stoffen usw. Mertineit & Co., Bleichstr. 32 < ............. ...... MIELE- J. B. Häuser, Gießen Telephon 660 no989Di Neustadt 56 Zentrifugen Butter^Waschmaschinen Kasten- und Leiterwagen noch preiswert 0 N w m m S s li 1! K V f Ü 0 n *1 b enfiet,v.g5600- Unterröcke ■* tÄ“-, 2950- von der einfachsten bis eie- CQAn ___ ¥U,lÖVölüU'e ganteft.Ausfuhrungo Md. uUUV. Qn Düngegips billigstes Düngemittel, vimsdielenwände billigste unb beste Irennungswänbe. Aufdermauer & Laberenz Lahnflr. 5 (bei der Bahnbrücke). UBi|d)tÜd)er nur gute Qualitäten von MK. 375."U Angebot in Wolldecken Seifen Sparsamster l/cr brauch. Das Geheimnis dar 4 Guillotine. II.Teil a Die Beichte B der Krankenschwester t Sittenbild in 5 Akten Femen K'ein Peggy mi* ihrem — Spie'gefährten Teddy Ein reix^ndea Lustspiel Ab Monta<: h Das Liebesnest Nach dem Roman von Ed^ar Slilffehaur. Herrenwäsche: (Tlur eigenes Fabrikat.) Oberhemden m.-. 7900.- Nachthemden 4900- Schlasanzügein 12500 — 9. Jan. Beginn neuer Kurse in alten Handelsfächern. Auskunft und Anmeldung ba der Hansa- ,eu:enb und sind, soweit sie aus dem gesunden Waren- handel basierten, befriedigt worden. Die Zeit ber Zahlungsmittettnappheit ist in Oberhessen Dank der von der Reichsbank gemachten Anstrengungen verhältnismäßig gut überwunden wo den, im Gegensatz zu anderwärts, wo sich der Mangel an Zahlungsmitteln sehr viel schärfer fühlbar gemacht hat. Die Ausgabe von Rotgeld seitens der Provinz hat auch ihr Teil zur Linderung dec Zah- lungsmiftelnot bei getragen. Das Elektrizitätswerk. Das Leitungsnetz ist 982,5 Kilometer lang: davon entfallen auf das Stadtgebiet 223,3 Kilometer auf ba3 Üleberlandgebiet 759 Kilometer. 63 Arbeiter sind in dem Werke tätig. Die Zahl der elektrischen Zähler beläuft sich auf 12 003. An- geschlossen sind 113500 Glühlampen. 1190 Motoren und 210 Heizapparate. Die nutzbare S:rvrnabgabe beläuft sich auf 5 170 000 Kilowattstunden. Davon entfallen auf die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet 70 086, im Ueberlanbgebiet 52 900, -:uf den Lichtstrom im Stadtgebiet 1 0c5 154, im Ue ei- tanbgebiet 363 403, auf den Kraftstrorn im Stadt- Und ihn wiederum trieb es in die Eulenpütz. Er hoffte unbedingt, da ein? Spur von Julie za finden. Ohne ihm ein Zeichen zu lasfen, das ihm kundtat, welchen Weg fie genommen hatte, ging die sicher nicht fort. — Maria Hikolai sah tief ausatmend nach der *».abt zurück, die kaum noch erkenntlich im Hebel lag Pallien, bas winzige Döilchcn, das sich mit feinen wenigen Hütten in die roten Felsen über der Mosel klebt, war ihr bald zur Linken geblieben. Hun hatte sie auch ein größeres Dorf bereits hinter sich und jetzt war alles ganz unbewohnt weit umher. Den Weg, den sie eiirzuschlagen hatte, wußte sie nicht genau, es fehlten auch alle Wegzeichen, sie kannte ungefähr nur die Richtung. Als der Vater sie im Sommer heruntergebrach hatte zur Buzliese, waren fie quer durch die Eifel gewandert, nich coeit von Trier erst aus dem Gewirr ber Schluchten und Wälder heruntergekommen. So zu gehen traute sie heule sich nicht — was konnte ihr geschehen im Gebirge so ganz allein ? Da war es nirgendwo recht geheuer. Wenn ihr Kleid auch arm und wen los war. den Allerärmsten konnte ihre Armut noch Rerchtum dünken. War doch kürzlich ein Weib, das Beeren suchte, ausgeraabt worden bis aufs Hemd; einem Mädchen hatte man auch das noch genommen. Splinterfasernackt hatte das sich nicht heimgetraut, war hinter einen Busch gekrochen und weinte, bis es. halb erfroren, gesunden wurde Es war b=»ffer, sie blieb aus der breiten Straße, da sah sie wenigstens den Himmel über sich Hier traute sich auch kein Gesindel her, das hielt srch mehr abseits. Wenn sie wacker zuschritt, auch in der Rächt nur wenig rastete, konnte sie wohl hoffen, morgen spät abend in Krinkhof zu sein. ^Fortsetzung folgt) 91 r 3- o n o m V bi o> ir c |t- <ß 2' 91 b 01 w. ml bi- no St K lic 19' zo gebiet 1 075 564, tm Ueberfanbgefltet 1 923 438, auf die 8 krähen bahn 315 170 unb auf den Selbst» derbcauh unZ> Sonstige« 329 285 Kilowattstunden. Dec Betrieb-Überschuh totrb auf 4 Millionen Mark beziffert. Die Stratzenbahn. zusammen 111 717 99 669 116 713 121 100 152 471 112 360 125 308 143212 103 200 110 172 127 820 120 000 August Sep:ember Oktober November Jutuat 3ret« ist gegen fei Frieden «pvocs nur um da« 630sach: gestiegen, toäh e tb bie Kohlen um da 8 I650sach? fn die Höhe geschnellt ftnb. 3n da« Abhrney. da« eine Sänge von über 44 Km. hat, unb an welch?« 6920 gewöhlliche und 372 Dvr- auSbezahlungSgaSmefser angesch'ollen find, wurden 31/, Millionen Kubikmeter Ga« gegeben, bie flröf»ic Xagetabgabe |anb am 31. Zanuar 1922 mit 9960 Kubikmeter statt. Bergast wurden 11250 Sennen KMen. Die beiden, vor einfaen Jahren erbauten Tcbmanlagen zur Hers'« lang von Motorbenzol imh schr-rte Isaurorn Ammoniak haben sich mit beiixibt! Die Grzmigniss« konnten stet« zu den bchbrdlich feffadeh e i Preisen abgeseht werden. 5>er voraussichtliche BrtrfabSüle.schuh wird aut 4 Millionen Mark veranschlagt. Aus Stabt unb Land. Dieben, den 6. 3inajr 1923. Kür Militärrcntnrr. Degen der Zunahme der Teuerung sind die tnanal ich n TeuecungS^uschläge für QHt ittäirentner mit Wirkung vom 1. Dezember. 1922 ab erhöht worden, und zwar: für einen Schve b schädigten bei einer Min- betuni der Erwerbes ihizk.it um 50 bU 83 d H. um (XX) Mark auf 38 X) Mark. für einen Sch werb schädigten bet einer Minderung der SrwecvZähigkeit um mehr al« 80 v H. um £03 Mark auf 5700 Mark. für einen ^chwerb. schädigten. der mir auf die Renri angewiesen und nachoeislich einen Erwerb au «zu üben nicht imstande ist. um 1203 Mark auf 7003 Mark, für eine Diitoe um 600 Mark auf 3800 Mark, für eine Witwe, die nur auf die Hente rnt- getoivfen unb nachweislich d:ten Erwerb au*- Auübcr nicht imstande ist. um 903 Mark auf 5700 Maik. für eine vaterlose Mats« um 400 Mark auf 2400 Mark. für eine elternlose Daise um 600 Mark für 3600 Mark. für einen ÖU em teil um 500 Mark auf 3000 Mark. für ein Elternpaar um 833 Mark auf 4900 Mark. für Empfänger eine« U * bergan q«gel be« oder eine« Hau «gelbe« ober für Empfängerinnen einer Dittoenbetbilfe um 603 Mark auf 3830 Mark; it b.sondere Zuschust den Schwerbeschädigte oder HauSgeidempsänrer erhallen, toerrn sie für Kinder zu sorgen barten, erhöht sich für jede« Kind um 403 Mark auf 2000 Mark Gleichzeitig sind auch bie <3tnlommcn«grenj«n entsprechend herausgesetzt. • * Der loka le Hl nvel«. „TBlr bitten, den beiliegenden Hinweis tm lokalen Teil Obre« Blatte« veröffentlichen zu wollen " Täglich Hartem jeder Redaktion Aischriften in« Hauri, die so oder in ähnlicher Form von der Schriftlcitung verlangen, dah im redaktionellen Teil de« Blatte« kostenlose Hinweise über irgendeine CBeranftaltung Aufnahme finden. 3n vielen Fällen wenden sich die Briesschreiber nicht an die Geschäftsstelle der Zeitung, um dort durch ein bezahlte« In. serak die Voraussetzung zu schaffen. Die überhaupt zur Prüfung eine« solchen Anliegen« an die Schriftleitung unbedingt erfor- dersich HL UTannn sollen die Zeitungen, bie zudem heute im schwersten Daseinskämpfe stehen, ohne Bezahlung besondere Geltungen verrichten? Jede Zeitung soll öffentlichen Jn- teressen dienen, sie kann da« aber nur. wenn die Oeffentllchdeit sie ebenfalls unterstützt unb nicht unbillige Anforderungen an die Zeitung stellt. Dir bitten alle, die es angeht, den Standpunkt der Ze kung gegenüber solchen Wünschen doch verstehen zu wollen. Bei Ber- anflaltungen mü.fen eben d e Znserkion«kosten von vornherein mit in Bettacht gezogen werden, falls man Wert darauf legt. Die Teran- ftaltung der Oeffenllichkell durch bi* Zeitung bekanmzugeben. " Ä euerungen beiderPost. Da« Destellaeld hatte d.e Post für Pakete erst am 1. Oktober 1919 abgeschafft. Für Ze.wngen ist es schon seit Neujahr wieder eingefühtt. Auch für Pakete soll e« am 15. Januar wiederkom- men, bis 10 Kilo in Höhe von 50 Mark, darüber 100 Mark. Diese neue Belastung kann man aber zur Hälfte sparen, wenn man die Pakete abholt. Neu eingeführt werden soll am 15. auch eine GinziehunaSgebühr für Postau fttagS- unb Nachnahme he träge mit 1 von jedem angefangenen 1000. Neu eingeführt werden soll auch eine Vorstufe bis 3 Kilo bei den Paketen. Später will man statt der jetzigen Nah- und Fernzone 3 Zonen einführen, bis 75 Kilometer, bis 375 Kilometer unb darüber. GS ist dafür aber ein neue« Verzeichnis der Postordnung nötig, das frühesten« hn März fertig wird. Vorläufig kostet das Dreikllo- paket in der Nahzone 200 Mark, in der Fernzone 400 Mark, bis zu 300 unb 600 Mark usw„ so dah sich ein Paket zu 20 Kilo in der Nahzone auf 1550, in der Fernzone auf 3100 Mk. stellt. Kreitz Lauterbach. • Lauterbach, 3. 3an. Heute weilten mehrere Kriminalbeamte au« Fulda in hiesiger Stadt, wpelche mit ber hiesigen Gendarmerie Durchsuchungen Vornahmen. Wie man hört, soll e« sich um umfangreiche Diebstähle hi.r- beln, bie in der Eisenbahnfchlvssertoerk- Hätte in Fulda schon seit längerer Zeit verübt werben. Kreitz Friedberg. • Butzbach 4 Zan. Die Bürgermeisterei hat die Aundertsahe des Miet- z u schl a g« zur Drundmiele mit Wirkung vom 1 Cfanuar ab auf 1600 Prozent festgesetzt. 'Davon find 30 Prozent für bi« Zir«Mehrbelastung, 140 Prozent für bie Bttrirbskosten. 830 Prozent füi lausende unb 603 Prozent für grobe Znstaad- setzungSar beiten Starkenburg unb Rh?inhesfetu wd Darmstadt, 4. Zan. örner Alkoholvergiftung erlag ein ITiäbrlger Äauf- man nslehrling au« Alsbach ber in ber Mauerstvahe m Logi« wlchnte. Ck feierte mit Kollegen in feinet Wohnung ©ilte'ter, wobei dem Drin unb dem Schrtap« stark zugesprochcm wart«. Angeblich soll der Lehrling bie ge frtgen Getränke gleich au« ber Flasche aetrunfe i haben. Den stark Betrunkenen seglet die Kollegen auf« Sofa, wo er am nächsten Morgen tot aus gefunden wurde. wd. Grob-Gerau. 5. Zan. Der Ehrenbürger unserer Stadt, Herr Döbel in Amerika, hat seiner Heimatstadt Groh-Gerau 10 0 Dollar übersandt. Ferner sind 10 Fässer Schmalz von dort unterwegs. Da« Schmalz soll an die Ortsarmen zur Verteilung kommen. tob. Mainz. 5. Zan Die Mainzer 3n- berzis s er, der die Preise von 50 wichtigen Lebensbedürfnissen (Kleider, Wäsch«, Schuhe ausgenommen) zugrunde liegen, flieg von 51 654 am 1 Dez. 1922 auf 70 250 am 1 Zanuar 1923. Die Steigerung betrug also 18 596 Punkte ober 36 Prozent. Die Tkrtcuerung ber wichtigsten Leben«bedürfnisse betrug also da« 703sache der Preise der Vorkriegszeit. Kreitz Wetzlar. ra. Wetzlar. 4 Zan. Der Haushaltsplan für den Ä r e l« Wetzlar für 1922 schiebt in Einnahme und AuSaabe mit 55 340 000 Mark ab. während ber vorjährige nur 4 320 000 Mark nannte <53 sind folgenbe Zuschläge vorgesehen: Grundsteuer 13 405 Prozent, Gebäudesteuer 1210 Prozent und Gewerbesteuer 2620 Proz Hesicn-Rasiau. fpd. Frankfurt a. M. 5. Zan. Zn ber letzten Nacht brachen Dieb« in die Uni« versilätsdrogerieein und raub.en au« ihr Drogen. Wctne unb Schreibmaschinen im Wette von mehreren Millionen Mark. Der Ötnbrudj) wurde von Nachbarn beobachtet, die ber Sache aber keine Bedeutung beim aber. — Das Gericht hat bie Leichen der vor einer Woche bet einer angeb- lidjert LeuchtgaSverg.f unq um« Leben gekommenen Kinder de« Gudat'schen Ehepaares in ber Kaffee gaff« uir Beerdigung freige^eben. Lieber das gerlchtsärzsiiche Ergebnis ber Letchenuntersuchung verlautet noch nicht«. Das Reichsmietengesetz. Dom Ä r 11 «a m t wird uns zur Ausführung be« NeichZmiLtengesetze« geschrieben: Zn «t’yelnen Kreisen der Mieter unb Vermieter findet sich bie Auffassung vertreten, dah bie sich aus ber Vrundmietc und den hlerzr festgesetzten Zusch'ögen aufbauende sog .gesetzliche Miete" in allen Mietverhältnislen unb zwar mit Auswirkung vvm 1. 3ult 1922 zu entrichten fri. Dies« Ansicht ist durchaus i n • zutreffend Die gesetztiche Miete tritt nur dann an bie Stelle be« buberigen nervi ibarten Mietzinses, wenn der Mieter d.nn Vermieter ober umge'tbrt ber Vermieter dnn Mi,1er eine schriftlich: Ötflärungbc« Sinne« üb?rmliteli, bah für bie Höbe be» Mietzinse» bie Bestimmungen über bk gesetzlich; Miete Platz greisen sollen Dl« Wirkung bah nunmehr an Steile der bishett vereinbarten Miete für bie Folgerst bk gesetzliche Miete zu za dien ist. tritt jedoch auch in diesem Fall nicht unmittelbar mit der Abgab« ber Erklärung (unb erst recht nicht zu einem früheren Zeitpunkts ein. sondern erst in ber Zukunft vom nächsten Termin ab auf ben bk gesetzliche Kündigung nach § 565 be« Bürgettichm Ge!«.chuche» yilälftg ist: mithin bei monatltchrr Metzinsdemesiung van dem auf bk Erklärung folgenden Monatserster wvfero bk Erklärung fhäte*tet« am 15 d« Mt«. dem andern zugsgangen war. bei vierteljährlicher Mu..«:nsberncsiung von dem auf bie S.flä.ung folgenden r''.ertdjabc««;-i:c x wofern bk Erklärung rpätr'ten« am dritten Werktag be« Vierteljahr« dem andern Iril zugegangen war Zu st iz Inspektor Otto Schröder - Dietzen fchre.dt uns in trtekr Anrelegenhett Die Bekanntmachung üier die Festsetzung ber Hundertfätze hat bereit« Zwetsel teroorgerufen. die allerdings beirr, aufmerksamen Durchlesen te3 Gesetze« und de« in diesem »Hk erschienenen Aus- satzes behoben werden könnten. Di« Hunbertfätze find festgesetzt 1. für den Zeitraum vom 1 Zuli bi« 3D September 1922 auf 'ufammen 544 Pro^, 2 ab 1. Oftobec 1922 auf zusammen 1525 Prvz^ Nach § 1 be« Nei<1>«Mietengesetze« gilt, fall« Bermieter ober Mieter eine dah m gehende schriftliche Erklärung dem anderen Teile gegenüber abgegeben hat. bie gesetzt iche Miete txm be m Zeitpunkte ab, für den nach § 563 BG B bte Kündigung zulässia wäre, hiernach gilt bie Neichsmiete also im Falle viertelsährlicher M , etzahlung. wenn bie Erklärung spätesten« am 3 Werktage bei Kalendervierteljahre« abgegeben ist vorn nächsten Biertetjahre ab Da am 1 Zuli ba« Neichsmietengesev In Kraft getreten ist. konnte da« Verlangen auf Zahtunz der Reichsmiete nicht früher gestellt werben al« am 1. Zuli. Wenn sonach im Falle vierleilährsicher Miet- Zahlung spätesten« am 4. Zuli 1922 (Dem 3. Werktage» da« Verlangen auf Zahlung der Reichs- mtete gestellt worden ist. wäre diele ab 1. Oktober 1 922 zu entrichten, also, fall« nicht Bor- au-zahlurg ve.etnbatt ist. erftmahg am 1. (Januar 1 9 2 3 ju zahlen Da« hecht also Bei t«m oben angvsühtten Bellpiel käme der Zuschlag von 544 Proz gar nicht in Betracht, sondern der ab 1. Oktober 1922 festgesetzte mit 1525 Proz. Bei monatlicherMietzahlung wär«, fall« spätestens am 15. Zuli 1922 eine dahingehende Erklärung abgegeben worben ist. die Neichsmiete erstmalig ab 1. August 1922 au zahlen, also bei oereinbarter Nachzahlung erstmalig am 1. September 1 922. und zwar nach dem Zuschlag von 544 Proz; vom 1. Okt ab selbstverftändllch nach dem höheren mit 1525 Prozent. Nur fall« wöchentlicheMietzahlung vereinbart wäre und spätesten« am ersten Werktage der Woche da« Verlangen aus Zahlung der Neichsmiete gestellt worden ist. ist diese von der folgenden Woche ab zu entrichten Also nur für dielen Fall könnte schon im Monat Zuli 1922 die Neichzmirie begehrt werden, frühe st enSsedoch ab 10. Zuli 1 9 2 2. Bemerkt sei noch, bah durch da« Neichsmieten- gefetz nicht bie Micterschu^destimmungen berührt werden, dah insbesondere nach wie vor der Der- mieter zu einer Kündigung bie vorherige Zustimmung be« MietLinigungsainte« einzuholen hat. EchltchtungHau-schus; der Provinz Lbcrhcsfeu. Verhandlung vvm 4. Zanuar. Zn der Lohnstreitsache be« Zentralverbanbe« der Bäcker und ber Bäckerinnungen Giehen unb Bad-Nauh«m erging folgender Schiedsspruch: Dom 15 Zanuar 1923 an gelten folgende Minbest- wvchenlöhne^ Schieber 14 400 Mk. (statt bisher, seit dem 11. Dezember 1922. 9333 Mk.. Teigmacher 13 400 Mk (8400). LetztaehUfen 12 400 Mk (7800). Für Dewähru ig von mo(I unb Wohnung können von biesen Beträgen wöchentlich 6700 Ult. (4200) abgezogen werden Für Bad-Nauheim ist ber Schiedsspruch auf Grunb tarifvertraglicher Bestimmung bindenb Für Gietzen erhielten die Streitteile Erllä.ung«frist bU zum 8. Zanuar 1923, mittag« 12 Uhr. Dem Sägewerksbefitzer Wilhelm Kehler in Annerod gab ber Schlichtung Sau Zs chuh die tarifliche Entlohnung seiner Arbeiter ab 2. Zanuar 1923 auf. Den BetriebSobmann bei Nömerbrunnen« bei Echzell verwies er mit feinem Einspruch gegen Kündigung auf ben NechtSweg. schlug aber vor, bie Kündigung al« Ankündigung der Arbeitsstreckung gelten zu fassen. 3n der Verhandlung über den Einspruch eines Arbeiter« der Ohmfalbasaltwerke bei Ortenberg gegen Kündigu ig machte ber Arbeitgeber geltend, dah ber Antragsteller nach dem Aol-ius cer eintägigen Kündigung einen wichtigen Grund zur fristlosen Entlassung gegeben habe und beantragte bie Aussetzung bei SchltchtungSveriahren« bi« zur Entscheidung beS Gerichte« über Die Berechtigung zur fristlosen EnUasiunz. Der Schlich- tu gSau-schuh entsprach dem Aussetzungsantrag und gab dem Arbeitgeber auf. innerhalb vier Wochen die Erhebung Der FeftstellungSklage nachzuweisen. Dem Einspruch eine« Post Helfer« beim Postamt Bad-Nauheim gegen Kündigung gab ber Schlichtu tgSausschuh mit Nücklicht aus die wirt- schaftliche Lage der Post nicht statt, sprach jedoch wegen be« Älter« deS Antragsteller« und wegen seiner langjährigen Tätigkeit im Postdienft die Erwartung auS. dah er nach Ablauf der Kündigung bet Bedarf in erster Linie nächst den Schwerkriegsbeschädigten wieder beschäftigt wi.d Eine weitere KündigungSsache wurde vertagt. Schöffcugcrkcht. Sieben, 4. Zau Die Zionsgemeinde in Allendori a. d. Lda. erhielt Ende August 1922 au« Amerika eine LiebeSgabensenduna, die au« zwei Ballen getragener Kleider bestand Beide Ballen toerbey geöffnet und im HauSsiur be« Allendorser Aal- Hause« nitixrgele3t. Diese« ist unbewohnt und wurde trotz ber in Kxn ausbewabtten we ^vollen Sachen auch während der Nachtzeit nicht ab- geschlossen. Diese unbegreifliche Sorglosigkeit machte sich eine Anzahl ju narr 2mie »u Nutzen, um in der Dunkelheit ben Inhalt des Heineren Teilen« im damaligen Wette von etwa 1300? Mark zu stehlen ®n*toenbet wurden Herren- und Damttckleider. Schuhe, Mützen, Strümpfe. Pelzkragen u bgL Mit Aückficht aus die unbedache Au'vewahrung der Liebesgaben fah da» Gericht vo«n der Erkennung von Gesängnisstrafen gegen bie 6 Diebe ab. verurteilte sie vielmehr je nach dem Grade ihrer Brtätigu tg zu Geld'trat en von 6000. 4030. 3500. 3000. 1003 u ib 530 Mk . während ein ingeflaaict, der sich eine gestohlene Mütze hatte schenken fallen, wegen Hehlerei mit einer Geldstrafe von 300 Mk davonkam Zwei Angekfagte wurden mangel« ausreichende» Beweises sieigriprochro. Wegen uncn^schuldigten Fehlen« bet einer Hebung der Dslichtfeucrwehr von Watzenborn- Steinberg wird c-.n Landwirt von da zu einer Geldstrafe tox 133 Ml. rerurleilL Ein Arbeiter von hier hat einem hiesigen Bau unternehmet 3 Sack Zemenl gestohlen Da er noch unbestraft ist unb ben Schtden restlos ersetzt hat, erhält er nur eine Gridstrase von 1333 Mk. Ohne Im Br'iye einer Grotzrande.Serfaubni« zu fein, verlauste ein Händler von Salzböden a« einem Wochmmarkttage einem Händler aut AZetzlar 8 Pfd Zucker Er totrb deschalö mit einer Geldstrafe von 533 Mk bestraft. lin bereti« mehrfach wegen Eigenromsver* geben rorbeftrafter Imgcc Arbeiter von hier entwendete in dem Hau'-e, in dem er wohnt, einige Meter Aegenabfailrohr unb luchte sie wei'erzu- verlaufen Strafe: Drei Wochen GesänMiiS. Wegen einer Aeihe von Geldd.ebstählen zum Nachteil von Lauffrauen. Krankenschwestern, HauSmädchen ufto. totrb ein Anstreicher'.ehrling von hier zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Dic.iinnädchen au« 2ie3er-0bmen bat einer Flickerin von hier 372 Ml. wib einem Händler von Zeilbach 2 Pfund Wurst gestohlen. Da sie wegen Diebstahl« schon poc;*Traft ist, er hält sie eine Gefängnis- uab eine Hasistvase von je drei Wochen. Au« dem Amlsverkündigungtz-lalL» ** Da« Amtsverkündigungsblatt Nr 2 vvm 5. Zanuar enthält Fleischversorgung. — Laufend« Teuerungszuschüsfe - Uebcmabme der persönlichen Boiksschullasten aus den Staat. — Einkommensteuer vom Arbeitslohn, bter Aus- flertuna von Steuerbüchern. — Nothil!« Heffcn^ biet: Schulsammlung — Bewegung der Bevölte» rung. — Beleuchtung der Fuhrwerke unb des Fahrräder zur Nachtzeit. — Dienftnachrichten des Kreisamis - Verbot öffentlicher karneoaUlllscher Veranstaltungen. Landwirtfchasl. Die Maul- und Klauenseuche ist tm ganzen Kreis Friedberg an zahlreichen Stellen ausgeb rochen unb baler txrt ganze Kcetsgebtet al« gefährdete« Gebiet erflärt worden. F-roer ist bi< Such« un.er dem V edbefkande in Michelbach (K^ets Marburg) ausgedrocheu. vermischtes. Eine Typhtusepidemie. Leipzig, 5. Zan. (WTB) Zn Lützen ist eine TyphuS-Epidemie auSgebrochen. da ein Bazillenträger einen Brunnen verunreinigt hatte. Die Seuche verbreitete fich so schnell, datz in kurzer Zett 2 7 Vertonen erkrankten unb nach Leipzig überfährt werben muhten. Zwei Personen sinb bereits atftorbcn; vier weitere, die sich in den Leipziger Krankenhäusern behnbm, stehen no in Lebensgesahr. 3n Lützen bars die Epidemie als überwunden gelten. Alle erforderlichen sanitären Wadnahmen wurden ergriffen. • wd. 6t Wendel, 5. Zan. Der Elsen- bahner-Berein von St Wendel und Um- gegenb verzichtete in biefem Winter auf die Abhaltung von Vergnügen. Er appellierte vielmehr an feine Mitglieder, die fich in den Dienst ber Wohltätigkeit stellten Die erste Sammiu ig er »ab 238 03.) Mk.. die zweite 197 000 Mark Etwa 250 Pensionäre. Witwen und Waisen konnten mit dieser Spend.- unterstützt werden. Berlin, 5 Zan. (WTB.) 3m Tiergarten gab Heute nacht ein A e i ch « w e h r f o l b a t auf seine Braut und aus sich Schüsse ab. nachdem beide beschlossen hatten, gemeinsam aui dem Leben m scheide, da fich ihrer Verbindung Schwierigkeiten entgegensteliten. Der Soldat war tot. dis Braut schwer verletzt Notterdam. 5. Zan. Da« deutsche Verkehrsflugzeug .Komet", welches kürzlich al« da« erste d?utlche Flugzeug nach dem Kriege in London landete, hat gestern mittag von dort den Aückfluz angetroten unb Ist bereit« gegen 3 Uhr nachmittag« in Notterdam eingetroffen. Der Weiterflug nach Berlin ist für heute festgesetzt • • Der König von Siam überfetzt Shakespeare. Der König von Siam der ein grober Bereyrer Shak:speare« ist und schon ver- fchiedenttich feiner Liebe zu dem groben Qmlänber Au-druck oeriiehe i hat. übersetzt jetzt die Meisterwerke be« .göttlichen Dill" In« S amesische Wie auS Bangkok berichtet wird, hat er soeben die Uebertrugu ig von . Romeo und Zulia" vollendet, und da« Drama wird demnächst im Theater von Bangkok au;ge,übrt werden. Der König hat trüber bereits den .Kaufmann von Venedig' und .Wie es euch gefällt" überfetzt, und beide Stücke find schon über die Bühne seines Hosihvaters gegangen. Der siamesische Herricher. dec mit 13 Znhrco nach England tarn unb in Orford seine Erziehung genossen hat begann, sobald er genu j En siisch konnte, da« Studium 6baf .foeatei, das er seitdem ununterbrochen fortgesetzt hat *DoltalreunddleSrbmlnke. AI« der Lord Ehestersielb In Pari« weilte, fragte ibn Voltaire In einer Gesellschaft, In der sich mehrere sehr geschminkte Damen befanden: „Die gefallen Zhnen die FronzSsinnen?" Der ge.stretche Lord erwiderte Darauf: „Zch versiehe m ch nicht auf Malerei." Voltaire, der , sonst nie auf ein geistreiche« Dort die Antwort schuldig blieb, sand keine pass.nte Entgegnung, sparte sich aber die Antwort aus eine spätere । günstige Gelegenheit auf. Al« er einige Zell danach bei dem Lord In London wellte, hatte dieser ihm die schönsten Damen der englischen Gesellsckaft eingeladen, die dem benthmren französischen D.chter sehr den Hof machten. Voltaire bemühte sich besonders um eine. Die im Deaensatz zu Der englischen Sitte stark geschminkt war. Da trat Ehestersielb hinter ihn und flüsterte ihm Ins Ohr: ..Nehmen Sic sich tn Acht! Man wird S.e kapern." „Sollte Die« ber Fall sein, Mylord." erwiderte Voltaire leise, „so geschähe es doch nyr durch eineng - lische« Schiff mit franzöftscher Flagge." • Da« Konzert In der Ba dewanne. Bon der berühmten Sängerin Mrre. Tetraz- b | n i jrtrb m amerifanischm Blättern eine luhfat ?tkbiotc raättl Em Bernch erftalter stellte fich bereit« früh am Morgen bei chr «n unb erfahr, datz fi4 Me Primadonna ün Bade befände. Gr ’M’W* »lettt 61 *“ 4 >Ä(Sx SUiÄ3® b’et Oon Sr.^bnli Arn, Wbodei, ^'rd dLAler Straft ml1 eine? »X6ä*> '°$cn ÖefanflSS^Ä» n \ wÄhüi» ©eännnii v'Wing -s itaKü?««? LL-N ss» Strafe von ’^WÄSlblntt *ÄS x5£^^ r ^brtoerte und bcn mil?d!r,lfnad)ri^en Mast. Klauenseuche Sriebberg cm zahl, ^undbater txti ganz« i erflärt vvrdrn. umer dem Viehbestand, Marburg) Mgeörochen. totes. lsepidemie. DTV j 3n Lützen ist wie ausgebrvchen, da Brunnen verunreinigt lete sich so schnell, das) Ionen ertränkten ct werden muhten. Zwei lellDtbcn; vier weitere, Krankenhäusern bcsindm, hr. 3n Lützen darf die n gelten. Alle edorbtt- men wurden ergriffen. 5. (Jot. Der Slfen* 6t Wendel und Um« n bidem Winter auf nügen. Er avveMne 1 jeder, die sich in den teil stellten. Die erste M, die zweite 197 000 ire, Witwen und Waisen m unterstütz! werden. WTW> 3m Tiergarten ichSwehrsoldat aus ch Schüsse ab. nachkvm emeinsam auä dem »eben ■ Verbindung Schwierig« ; )er Soldat war tot, du )m. Das deutsche Ver« o in et", welches kurlltch lugzeug nach dem Kruge I gestern mittag von dort i und ist bereits flg . iterdarn cingetrossen. Der n ist für heute sestgeseht on Siam überseht b-nln hnn tziam, der em Sm u°t> *« S großes1* überWäS* neo WJ| «mnachst i?. L-, f^et Smäe sind gjjÄC'*“* tzt hat t ,_r» tfld ste Viderte # _. ^jre, du Dale^'. d-e Antwort SÄZ sehr ? eine, &lC stark flf M«Z >fe |apeI iherte h“ erwt^ - ^g' ^'8i TkQ aBer nicht a^indfen, rrrch To tzstng bann bte «Kammerzofe in das Dadezimmer, um ihn anM- melden. Die im Wasser befindliche Sängerin erklärte darauf: ^3ch würde ii/n ja gern empfangen, aber s o farm ich es nicht, ibn ÄM. zu entschädigen, te*ill ich ihm etwas Verfingen.“ ilnd bei an- eddynter Tür vernahm der Besucher, begleitet von einem melodischen Plätschern, eine Arie, die die Sängerin mit großem Feuer vortrug. (I P S ) R e u y o r t Die Kosten für die Lebenshaltung sind in den Bereinig en Staaten im Olionat < ktt etwas gestiegen, u ib zwar drückt sich das nach den Feststellu igen deS .Rational Industrial Conference Board" so aus, daß das. was im Septbr. l Dollar gekostet hatte, im Oftober sich auf 1.05 Dollar stell e. errechnet auf Grund der Preise für die einzelnen Artikel, die dieDuichschnitts-Ardeilerfamilie benötigt. Al den Zahlen für Juli 1914 gemessen, waren Ende Oktober die Lebenskosten um 57,1 Proz. höher; der Höchststand war im Zuli 1923 mit 104,5 Prozent über dem Dorkriegsniveau erreicht gewesen — mit anderen Worten, in diesem Monat war der Dollar verglichen mit 1914 nur mehr 13 Cents wert gewesen. 3m Preissturz seit August 1920 war im August heurigen Jahres der tiefste öianb mit 54,5 Prvz über dem Stand vom Juli 1914 erreicht gewesen. Die Aahrungsmittel- preise sind in den Monaten September und Oktober nur ganz wenig gestiegen und die Steigerung der Lebenskosten ist in der Hauptsache auf die höhe.en Kohlenpreise zurückzuführen, die im August um 81 Proz, im Oktober um 87 Proz. über dem Vorkriegsstand hielten. Den höchsten Anstieg und den stärksten Rückgang in der ganzen Bewegung haben die Kosten für Bekleidung durchgemacht; sie erreichten mit 188 Proz. über dem Vorkriegsstand im April 1920 ihren Höchstpu tfl, gingen dann ständig bis auf 53 Prvz. im Hunt 1922 zurück, um bis Ende Oktober wieder auf 57 Prvz. au steigen. Die Mieten blieben, nach einem Höchststand von 71 Proz. im März 1921, Ei,de Oktober um 65 Proz. über den Zahlen von 1914. * Der Abbruch des Sultan-Ha- rem S. Der Haushalt des abgesetzten Sultans Mohammed VI. wird jetzt von den türkischen Behörden aufgelöst, und die größte Schwierigkeit macht der „Abbruch des Harems". Don den 300 Rebenfrauen des Herrschers soll die Hälfte nach ihrer Heimat zurückgeschickt werden. Mm die Zukunft dieser Damen braucht man sich keine Sorgen zu machen; sie werden nämlich sehr schnell Männer finden, da die Stellung einer Palastfrau des Sultans in der türkischen Gesellschaft sehr hoch geachtet wird. Die Hälfte der Eunuchen Mohammeds ist bereits in den Harem des neuen Kalifen überführt worden, wo sie weiter Dienst tut. Die vier Hauptfrauen des Sultans werden aus den Erträgnissen seines persönlichen Eigentums unterhalten, das jetzt festgestellt wird. Man will diesen Damen aber nur bad „blohe Existenzminimum" zubilligen, weil dem geflohenen Sultan Verrat vorgeworfen wird. Kirchliche Nachrichten. Evangelisch« Gemeinden. Dietzen. Sonntag, 7. Jan. (1. nach Epiphanias) Stadtktrche 9 /.,: Pfr. Becker. 11:Kinderk.d.Markusg Pfr. Decker. 5: Pfarrass. Becker. — JohanneSkirche 97,: Psr. Ausseid 11: Kinderk. d. Johanne sg. Pfr. Ausfeld. 5: Pfarrass. Delp. — 8: Bibelbespr. im ZohanneSsaak: Pfarrass. Becker.— Kirchberg. 10Mhr. — Lollar. I1, Mhr. — Wieseck 10 Mhr. Katholische Gemeinden. ©leben. Samstag, S.Ian. 5 u.8 Beicht.—Sonntag, 7.Zan. 6' , Deicht, 7 Messe, Komm. d. Männer, 8 Komm., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 57, Christenlehre u. Andacht. - Llch. '/,6Mhrvorm. - Laubach. 10 Mhr vorm. iSpiciplan vcr frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 7. Zanuar, abends 6V2 Mhr: Margarethe.. Montag, 8.: Die verkauf.e Braut. Dienstag, 9.: Die Jüdin. Mittwoch, 10.: Die Afrikanerin. Donnerstag, 11.: Königslinder. Freitag, 12.: Die Fledermaus. Samstag, 13. Januar, nachmittags 3 Mhr: Lultisäntchen. Abends 7l/s Mhr: Die toten Augen. Sonntag, 14. Januar, abends 5 Mhr: Tristan und 3solde. Montag, 15.: Der fliegende Holländer. Dienstag, 16. Januar, nachmittags 3 Mhr: Luttifänlchen. Abend« 7 Mhr: Mignon. Mittwoch, 17.: Lfannhäuser. Schauspielhau«. Sonntag, 7. Januar, rmchmittags 31/, Mhr: Meber unsere Kraft. Abend« 7*/» Mhr: Ein Sommernachtstraum. Mon:ag, 8.: Des Esels Schatten. Dienstag, 9.: Der Geschlagen. Mittwoch, 10.: Demetrius. Hierauf: Wallen- steinS Lager. Donnerstag, 11.: Gyges und sein Ama. Freitag, 12.: Die Freier. Samstag, 13.: Mohrenwäsche.. Sonntag, 14. Januar, nachmittags 3'/, Mhr: Minna von Barnhelm Abends Z1/» Mhr: Die Freier. Montag, 15.: Der Geschlagene. Dienstag, 16.: Gyges und sein Ring. Mittwoch, 17.; Die Freier -- — Handel. Börsenkurse. Frankfurt a. M. Berlin Schlug- üchlutr- Schtutz- Schtutz. Kur» Kur» Kor» f nr» Datum: 57. Disch. Meichkanleide 47° Tetaleicben 37,7, Tetnlcicbcn 87* Dergleichen Dlsch.Svar-tiräm.-Anl. ♦ /> Preiiiiische Sfoafol« 47° Hessen 37,7» Hessen 37., Hessen...... 3 t. 5. L 80 BO 80 BO en- 630.- 320,— 350,- 15*0,-1500- 120,- 105.— 110 — 120- 10:1- 130,- 174,- 11»- 11»- 12»— 3.1. 6.L 80.73 t»7ö 64 >,- 650. - 850.— 350,- 1425. -1651',- 127,- m- i5u- 1.0,- 47» ZoNiiirken 890a- 9075,- 810»- 801»- 57° Goldmerikaner 9300.1.- -.-96010.-109000,- Berliner Handelx'nes 17IX) - 1.8000,- 1860»- 180)»- ffüitimevA: ». Priunibk 2150,- 2190,- 2200 — 2450, — Darm 1.n.Nntionnlbank 310).— 3b75.— 3050, - 3451— Dcnische nnk 8100,- 8-.K)0,- 77cO,- 8000,- Denis.ve Pecein-bank. 1500.-2200,- DiSrnnio CommandU . 4175.-4601 - 4075,— 45CO.— .Ni'eialltmnt 18590,-1153»- ——,— Mi leiden'. Creditbank KKJO,- 1 »53. — 172*,- 2000,- Ceflcrr. Crrdt anitall . 2000.-2375,— 1995,— 2390,— Bochumer Qhifc .... 23000,- -,-21600,-25000,- Biidernc« 10240,-12800,-10600,-129^9, - Coro........... 84»H),- ,67»- 8200,- 9475,- .. c o. cv)«n-ano muaa evr a . < lll< HUH IUI im'llllb • u-> l1fv» — < £Anj, -AJ* IXJIJ,--4*> (9elselikl»chenerB"raw24759,—2 >250,-23750,- 2>'O),— Hnrvener Bergbau. . 5x200,-595(11—5 0 X),—57OOO,— Si n I nu e 1 f '?Hrbc r cd c bc 1112990. - -110 '> 1—1.00.1 -13500, - Mnliiuevf liSeiiereoeln 14^0»—15000,— —,— Vniunbülie 115.0.-13 UO.-1I900.—1390),- Cbevbcöiirt 12200,-13S00,-12500 -1-I050,- '4>böniv 'flernbau. . .. 18(10» —22.50J.—17t»),-215)0,- Nbeinnahl 135M-2l!hi5,-l >000,-21250, - »iicbetf Montan . . . -,-3 KjOO,-2750),-34800,- TeliuS Verabau . . . 50JO,— 51 4),— — ' arnbnra Anier. Pake. 890»— 9 5»— 8510,— 9455. - stcorddenischer Vlovb . 54M— 6J0),- 5300,— 5Ju0,— .lemenimerkHeidewerb 7101— 7! 01— — VVilivv Holzm.nm . . 4'50.- 4475,— — ?1nnlO'3onl •fflimuo. . 270ii»—29509,—26000,—28'00,— ^'avikcbe Vluiliit .... 810 0,— 9 00,- (9 idscbmidt 9IM-10.X0,- 860(1— -^~ ®vie<'l)cimer Clectron. 710 752 #— 67i 0,— 815'1— Höchster Farbwerte . 7u»>,— 7»41— 660»— 7i0 Hvtzverkodl'inn 84<»— ! 500,— Jlühwroivevfe 850",- Ü3T.0.- 84.10,- 91.0,- ?cheideannnlt.....H!10.—16400.— — ?llla. Cleklriziläts-Wes 5 >20,— 6 5»— 5725,— 601"^- Beramann....... 7«»»— 815»— -8C0»— Schlickert 11 0 ,—1440»—1140»—13t 0 Siemens L Halske. . .21'3».—254 »—21000,-2300 ,— 9(blcriuerte Ailcuer. . 4200,— 5100.— 4>00,— 5350,— DatnUer Motoren. . . . 4470. — 5050 - 4480,— 52u»— Heyliaenitaedt...... 5700— 7201— —,— —.— Mennin..........80)0,— 9K)3.—8500,— 1100»- Dketallnes. Frankfurt. .20900 —210)0- ——,— Schnbsadrlk Herz. . . . 2S90.—30 O,— ——,— Ltchcl 4790,-4925.— ——,— Sencoff Wnlvdos... 104)5,-nm- 90,- 12000.- Znckerfabr.s>raiiken!hal 5801-7401— ——,— ZuckerfabrikAaa niiicl 6300 - 7475 — —,— — Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Dalum: 4. Januar 5. Januar Amtl. 8io lern. Amil. Noiiera. (4'etb Bries Gelv Brief Nntw.'Brlissel . 523,70 526L0 56 ,f0 566,40 Holland 3192- 3201- 3516.20 353380 London 87406.25 375'13,75 40148,10 40851.90 PariS 57)155 576.45 ( 01,- 60 t.- Schiuei, 152.20 1529,80 1638.40 1646.06 Spanien 126185 1268.15 1351,60 13 8,40 Ziaiien 41145 413,55 443,90 446,10 Viijabon'Ovorto —— — — — Taneiiiark . . .. 1645,85 1654,15 17Z<05 i781,"5 Vioviuencn . .. . 1540 10 1553.1'0 16:ML90 1645,1) Schweden .... 2154,60 21ii5 40 2129.15 Hetünasors.... —.— —20 >,40 210.1:0 vkeniwrk 7992,45 8032.55 856 >05 8G»^9> Tenisch-Oesterr. 1L47 11,53 11,09 12.15 Bnünpeit 31h- 321.- 334, - 336,- Br.m 241,40 242.60 249,® 25065 Sofia Banknote«. Frankfurt a.M^ » Januar Briet Glelb Schweizer 9?oicn 1647.50 1627.50 yrancösische Noien.......... 596,50 693,50 Dänische Noten 1755, — 17 schwedische No en 23’0,— 2280,— Holländische Noien 8455,— 3420,- Den«sch-Oester» eich ü 1000 Kronen 12.10 11,70 Amerik'nikche Noten......... F570,— 85:30,— Englische No en 4»W9,— 40100,— JiaUenische Noien 434,— 431,— panische Noien........... —,— — ,— Uiinaiifdie 9co en 310.50 804,’0 Tschechoslowakische Noien 244,30 240,50 Berlin, 5. Han. Börsen st im mungs- bild Die Verschlechterung de« Markkurses im Auslande ist nicht in so starkem Mähe erfolgt, wie nach dem Scheitern der Pariser Konferenz vielfach befürchtet wurde. Immerhin fliegen die Devisenpreise schon vormittags recht erheblich und in Rückwirkung hiervon setzte auch bei vermehrten Kausen am Effektenmärkte eine kräftige Aufwärts- bemegung ein. Allerdings war das Geschäft nicht gerade stürmisch, weil von einigen Seiten zur Borsicht wegen der Mngewihheit der weiteren Entwicklung der politischen Lage gemahnt wurde. Schwere Papiere des Montanmarktes, ferner besonders Kaliwerte und einzelne chemische Papiere, wie Th. Goldschmidt, Köln-Rottweiler, Oberschles. Kokswer-ke, Elektrizitätsaktien wie Felten u. Guilleaume und Siemens u. Halske, ferner von Maschinenfabrikaktien namentlich Berlin- Karlsruher Industrie erfuhren mehrere lOOOproz. Steigerungen. Valutapapiere wurden naturgemäß recht beträchtlich höher bewertet, Mexikaner z.T. 4000 Pro-. Türkische Lose gewannen über 8000 Mark, auch ungarische Anleihen stiegen teilweise um 1000 bis 2000 Proz. Schifsahrts- und Bankaktien schlossen sich der Aufwärtsbewegung an; Hamburg - Südamerikanische Dampsschisiahrt erzielten eine Besserung um 4500 Pro;. 3m Verlaufe nahm das Geschäft eher an Lebhaftigkeit ab. Die Kursbewegung gestaltete sich nicht ganz gleich- mähig. 3m allgemeinen blieben die anfänglichen Erhöhungen bestehen. Deutsche Anleihen wiesen nicht unerhebliche Aenderungen nach oben und unten auf. Frankfurt a. M., 5. 3an. Börsen- stimmungsbtld. Der Dollar war h:ute wieder ausschlaggebend für die Tendenz, ^eute früh mit 8600 brs 8700 einfehend, schwankte ec später zwischen 8600 und 8650. Die Mnternei/mungslusl auf dem Effektenmarkt war, wie nicht ante.‘5 zu erwarten war, durch die politischen E.eignisse beeinflußt. Lebhaft war das Geschäft in annelierten Werten. D'.e variabel notierten Papiere, auch die Ginheitswerte, la^ei durchweg fest, doch kann man hier nicht von einem lebhasten Geschäft sprechen. Für einige Spezialwrrle zeigte sich regeres Interesse. Am Montanaktlenmarkt war die Tendenz fest. Von chemischen Werten traten Anilinaktien und Holzverkohlung bei festen Kursen in den Vermehr. Fest lagen Elektrizitätspapiere. Zuckevaktie^n erfuhren kräftige Erholungen. Maschinen- und Metallaktien zo^ea an. Bankaktien lagen fest. Mm 1 Mhr wurde der Dollar 8650 genannt. • Märkte. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 5. Ian. Am Produktenmarkt erhielt sich wegen der weiteren Steigerung der Devisenpreise die feste Stimmung. Die Preisbewegung nach ooen machte aber verhältnis- mähig nur geringe Fortschritte. Das Geschäft biieb im allgemeinen ruhig Roggen wurde weiter für Deckungen auf frühere Abgaben an die Reichs» getreidestelle zu höheren Preisen gekauft. 3m Weizengeschäft konnten die wesentlich erhöblen Forderungen nicht immer durchgesetzt werden. Auch für Gerste stellten sich die Preise höher bei mastig grohen Mmsatzen. Hafer war gleichfalls teurer, doch konnten gegenüber den auf De-ember- fracht bezogenen Warenme.^en die Prodinzforde- tungen kaum durchgesetzt werden. Mais flieg wesentlich im Preise. Mehl stellte sich ebenso wie die anderen Artikel höher. Weizen, märkischen 16 50) EU 16 9)0 Mk. (steigend), Roggen, märkischen 15 100 bis 15 500 Mk. (steigend), Som- mcigeilte 1360) bis 14 100 Mk. (steigend), Hafer, märkischen 14 200 bis 14 630 Mk, pommerschen 13200 bis 14 000 Mk, schlesischen 13 200 bis 13 800 Mk., mecklenburgischrn 13 500 bis 13 800 Mark, Mais, La Plata, loco Berlin 17 200 bis 17 400 Mk. (steigend), toaggonfrei Hamburg 16 200 bis 16 300 Mk., Weizenmehl (100 Kilo) 45 000 bi« 49000 Mk. (sehr fest), Roggemnehl (100 Kilo) 41000 bis 45 500 Mk. (sehr sest), Weizenkleie 8 00 bis 8700 MI. (fester), Roggenkleie 8800 bis 9000 Mk (fester), Raps 27 000 bis 27 500 Mk. (fester), Viktoriaerbsen 30 000 bis 32 000 Mt., kleine Erbsen 27 ODO bis 28 500 Mk, Futlererb!-ni 18 000 bis 20 000 Mk., Wicken 26 000 bis 29 0.0 Mark, Lupinen, blau 17000 bi« 18 000 Mk., gelb 21000 bis 24 000 Mk., Seradella. alt 36 000 bis 41 000 Mk., Rapskuch.n 11020 Mk., Trocken- schnitzel 6300 bis 6500 Mk., Kartoffeln, weihe 600 bis 630 Mk. Rauhfutler: Weizen- undRog. genstroh, drahtgeb. 6700 bis 7000 Mk., Haferslrvii, drahtgeprestl 6700 bis 7000 Mk., Stroh, strohseil' gebündelt 6203 bis 6600 Mk, Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Vormahd 7003 bis 7203 Mk., Rachmahd 680) bis 7000 Mk (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kilo.) Geschäftliches. D i e Pfälzisch-Hessische Landbaumaschinengesellschaft, Sih Ridda, hat in Büdingen eine Filiale errichtet. Durch Abschlüsse mit gröberen Werken ist die Firma in der Lage, sämtliche Maschinen zu günstigen Preisen liefern zu können. Eine Lagerbesich- tigung an den Lagern Ridda und Büdingen dürfte von sehr grobem Vorteil sein. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Eingreifen der Vereiniqten Staaten in die Neparationspolitik^ London, 5. Han. (WTD.) Rach Blattermeldungen aus Washington stellte der Präsident Har ding, nachdem et über die in Parls hrrrschende Mrrvinigleit unterrichtet worden war. alle seine anderweitigen Verpfllch'.ungen ein und leitete mit dem Botschafter Harvey und dem Staatssekretär Hughes Erörterungen wegen baldiger amerikanischer Aktionen ein. Eine englisch« Stimme über die Folgen des Pariser Fiasko«. London, 5. 3an. (WTD.) Die „We st- m i n st e r Gazette" bezeichnet das Scheitern der Pariser Konferenz als eine Katastrophe. 4 Jahre der Eifahrungen zeigte 1, dast die Erzwingung des Versailler DertraLeZ in allen feinen Bestimmungen den Bankerott und die Anarch.e für einen großen Teil Europas bedeute. Weim Frankreich jetzt beschließe, mit Sanktionen vorzugehen, so sei die Haltung Gnglands klar. England könne an keinem Sch:itt teilr.e'dmen, der nach seiner Ansicht für Europa verhängnisvoll sein werde. Ergland werde bei den Mastnahmen, die es nicht billige, ^Zuschauer" bleiben und das A.rgebot der Befreiung der Alliierten von ihren Schulden in England würde in den Ofen iranbern. Aller WahZchnnlichkeit nach werde Englandeines der Opfer fein, und zwar eines der Hauptopfer ter Mastnalhmen, die Frankreich vielleicht treffen werde. Dem englischen Handel werde ein ernster Schlag verseht werden mit furchtbaren Folgen für die Aussichten auf die Beseitigung der englischm Arbeitslosigkeit. 3n der französischen Presse seien offene Drehungen zu lesen. FrsnzöslsHs (Borbereitangen für die Besetzung de« Rrchrgebietes? Paris, 5. Han. (WTD.) Das „Oeubrc“ schreibt, in den offiziellen Kreisen frabe man gestern abend über das, was die französische Regierung zu tun gedenke, • Zurückhaltung gezeigt, jedoch könne man schon jetzt antünfrigen, das) die beurlaubten Soldaten aus den Rheinlanden und dem Osten den CBcfabl erhalten hätten, in ihre Garnisonen vor dem 6. Januar zurückzukÄl,x.m. Es fei auch möglich, dast diese Mastnal-men auf alle Mrlauber ausgedehnt werden. Andererseits würden die Ingenieure und Techniker ihre zivile Mobilisierungszustellung erhalten. Das sei twr- bereitungSweise leroits geschch.m, jedoch würden noch weitere Techniker cinberufen. Gestern abend fei auch das Gerücht ixrrbrellet worden, Bochum und Essen würden Ende dieser Woche besetzt und die deutsche Regierung aufgc-fordert wprden. Vorschläge der fran- zösisch.m Behörde tn Essen zu übermitteln. Bei ^HofevothtkerOtlOse ■ ■ Frank,« Rasch u.vor r r ov anfliee b^r^s$r SZehnschmara. Rhaum» ■■■■Äidil# 2712c ErbIIHieb In Apotheken Kopf schmerz . Schachteln mit Erhälllich in Kolonialwaren-, Drogenhandlungen und Apotheken. 97c Mk. 67.- 132.- 325.— zum Sützen von Kass'e, Tee usw. 100 200 500 Mk. 46.- Dorzüglich zum Kochen, Backen usw. Kann mitgekocht werden. 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Jan. 1923, nachmittag« 3 Uhr, in Lollar statt. 175D Todes-Anzeige. Heute 12 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden unser guter, lieber Vater, Schwiegervater und Großvater HerrEriistMiiller.LehreraO. Die trauernden Hinterbliebenen: Oskar Müller und Familie Ottilie Müller. Wißmar, Launsbach, den 4. Januar 1923. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 7,4 Uhr statt 0,05 Lieh, den 6. Januar 1023. 132 D Danksagung. Fflr die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge meines umergeü- llchen Mannes, unseres teuren Vaters, Schwiegervater» und Großvater», des Herrn Rentners Jacob Heller Beigeordneter I. 1L sagen tiefgefühlten Dank die trauernden Hinterbliebenen. L d. N~ Angueaiu'b tuuei Verl». Michel, OUh Bleich ir. 24 p .Uelhiflel Mädchen möal. vomVanbe, für tlrin IhluaibniiSb- ael 'cht 'Jlöbrlbcim. .ualfeu:niiir.l2 v. ,rtc ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Jonje Friseuse ble nut onduliert, sofort aelucht. 0113 ®ebr. Senfel Wetzlar 2ilböfri Ltrasie 14. äaaAAAAAAAAA ▼▼▼▼▼▼▼V V V V V Befsere». 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Seim Schnittholz bildet jebe Stärkeklasse für sich, bei bem übrigen Stammholz sämtliche 5 ärkehlaflen einer Holzart je ein Terkanfs» los. Für ben Anfall nnb bte Lieferung ber angegebenen, nur geschätzten Holzmengen wirb keine Verbind! chkrit übernommen Das Hol, wirb von Förster NiUer in Grün» berg (Hessen) oorgezeLi. Ein Drittel ber Aaufpteifes ist innerhalb acht logen nach erfolgtem Zuschläge, ein weiteres Drittel vier Wochen nach ber Ueberweilung des Holzes bar zu bezahlen Für bas letzte Drittel kann gegen hin» reichende Sicherstellung Zahlungsfrist bis Martini bewilligt werden. Die Gebote ftnb mit ber Aufschrift: .Submission-holzoerkauf" bis spätestens Man» tag, ben 15. Januar, bei ber unterzeichneten ‘Bürgermeifte ei einzureichen. E Öffnung am 15. Januar, nachmittags 2 Uhr, ebendaselbst. Die Bieter sind 14 Tage an ihre Gebote gebunden. 193D Grünberg, ben 5. Januar 1923. Hessische Bürgermeisterei (Brünberg. Ranst. mit Buchlübr.inn il fämtl. 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