SrtÜeg, 5. Vstober (923 113. Zahrgaig teitung 112, ftr Selofl axb •WfMltB« 61. «nfdjrift f*r vmhtnach- rt^tacl^dfertleto. ireithnt v M. 11688. X) ÖHItowen Marli eie. WW- Trägerlohn, aech i. W*ter1*«eee nxjfln. 5hme«re txf olgel)6t)ertr pnto fti 1 ■■ W» f»t fcneetoee o 27 mm »rette tat! «ninbjaM 66 DÖl, «uew.TODL; s. TtefcU**- XiqtigeaD.TOmmflrtttt 226 Ulk x 60000 5*1 piakoor1*rift20,/,«uf. nlag. - fierawtTDortltd) tZrvotliifc u. Feuilleton Dr. 5rirt r. Mlh. Lange. Mi bee ttbriatw Teil (EmpXlumI*«™; für her GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tnbuft1t>a«pr>- grrimm« nkW herum Die je»! zur Einziehung (jdan^nbcn Steuern bilden die letzten verfügbaren Reserven. find auch btck aufgeaebrt, mülfen anr t>on den laufenden Einnahmen leben je höher bkfe auf Grund eine# fonfequent In Angriff geiwmuwnen Pro duft ion«prvgramm« find, belto höher können bk Ausgaben fein BMe wesentlich hierfür ble Frage der Arbeitszeit ist. leben nxr aus der geradezu elttscheibenden Rolle, die der Achtstundentag an Berkaus der letzten Aegkrungskrtse gespielt hat. Aach dem bk Smberung des Ach« stunden- tzages begründenden Grundsatz, baf) > 3 des mensch- üchen Lebens der Arbeit, ein anderes Drittel der Grhotuag und das letzt« dem Schlaf zu rpiörnen X mühte eigentlich */s der 8760 Stunden des Jahres, alfo 2920 Stunden, mit Arbeit ausgefüllt fein Denn man di« Feienage berücksichtigt, tonnttl nun schon zu einem wesentlich niedrigeren Betrag Um bkfen auszugleichen, mühte eigentlich die Tagesarbeitszeit etwas länger al« acht Stunden fern. In Wirklichtait ist sie jedoch fvgar noch geringer Aach einer im September 1921 tauch jetzt im allgemeinen noch zutreffenden» für 22 'Berufe und 20 Orte gemachten Feststellung des Allgemeinen Deutschen Gewerk- fchaftsbundes erreichten von 1 389 413 Arbeitern nur 601 594 eine Arbeitszeit von acht Stunden täglich bzw 48 Stunden wöchentlich, während 787 819 eine wesentlich geringere Arbeitszeit Ibis zu 42 Stunden» hatten Allein bei dielen Arbeitern ergab sich ein Ausfall von rund 2.4 Millionen Arbeitsstunden jährlich Auch die an sich fchon kurze Arbeitszeit wird nicht restlos ausgenuht, man denke nur an bie Urlaubs tage Denn man durchschnittlich nur sechs bezahlte Urlaubslage annimmt tn vielen 'Berufen gibt es deren 14 und mehr —. so ergibt sich nur an ihnen ein Ausfall von rund 60 bi« 70 Millionen Arbeitstagen jährlich Diese Zahl bedeutet, das) bk Gesamt!ndustric eines Bezirks, in dem rund 50 000 Arbeiter beschäftigt find, ungefähr sechs Habre lang vollkommen slilliezt Auch die Ausfälle infolge der Feierlage, bk tn bk Doch« fallen, der Krankheit«tage (bei ber Post Verwaltung tarnen z B 1922 rund 27 Krankheit« tage auf Kopf unb Jahr, b h. es feierten ständig 15 Proz > fallen fehr in« Gewicht Bor allen Dingen gehören aber bie in die Millionen gehenden Arbeitszeitverluste aus Streiks, paffi- ver Aeststenz usw hierher Während im Duich- schnilt ber Jahr« 1899 bl« 1913 nur 2114 Streik« zu verzeichnen waren hatten wir allein 1920 8800 Streiks, von denen 4408 politischer Ra- tur waren und du och die in «gesamt 54 206 942 Arbeitstage verloren gingen Rechnet man alle diese Verluste zusammen, bann ergibt sich, bah wir keinen achtstündigen Arbeitstag, sondern einen solchen von nur 6 bl« 6‘ , Stunden haben Denn man bie Herabsetzung ber vor dem Kriege üblichen Arbeitszeit auf den jetzigen Stand mit nur rund 2 Stunden täglich für 15 Millionen Arbeiter in Anschlag bringt, kommt man zu dem Ergebnis, bab bei 300 Arbeitstagen im Hahre ein Ausfall von nicht weniger als 9 Milliarden Arbeitsstunden jährlich entsteht Die Arbeiterschaft gibt sich dem Trugschluh hin. bah für ihre Lebenshaltung nur bie nominelle Höhe der Entlohnung. nicht aber ihre produktive Arbeitsleistung ausschlaggebend sei. Dah diele Anlicht fallch ist. ergibt lief» schon darau« baö oie durch Verkürzung ber Arbeitszeit notwendig gewordene Mehreinstellung von Personal In den Schlüsselindustrien del TranSportgewerbeS Wie immer in kritischen Tagen, laufen in- unb auherhalb der Parlamentärischen Kreise die mannigfachsten Gerüchte unb Meldungen über die Bildung de« neuen Kabinett«, womit ReichSla.tzler Dr Ltrese- monn vom Reich«! räsibenten deauft.agt ist. durcheinander So wird von einer Seite behauptet, e« sei «In Kabinett beabsichtigt, bas nicht au« Parlamentariern, sonbern aus Fachleuten bestehen solle Sine o.ibere Melbung besagt, da« neue Kabinett solle sich auf ber bürgerlichen Arbelt«gemeinschaft. allo Deutsche Bolls- partei, Sentium und Demokraten mit Einschluss ber Baherischen Bollspa rtei, aufbauen Dazu wird weiter anargeben, bem Kabinett solle eine besonder« breite Grundlage dadurch gegeben werben, bah Bei traueneleutc ber Rech - t e n sowohl wie der Linken cinbezozen werden würden Alle diese Meldungen ltnb. wie die vvlkspaneiliche .Zeit" ton unterrichteter Seite erfährt, entmeber unrichtig ober sie eilen den Totlachen voraus Es Iaht lich zur Zeit nur feststellen. dah ber Reichskanzl.-r allerdings in Anbetracht bei kritischen Zeit bemüht ist. die Bildung der neeen Regierung so schnell wie möglich durchzusühreu. Zu diesem Zweck ha: er im Laus des Donnerstag vormittag eine Anzahl von fühlenden Männern ber Wirtschaft und der Politik empfangen. Der Kanzler soll baran gedacht iziben, ein Kabinett ohne parlamentarische Bin- b u n g zufammenzubringen. etwa derart, bah er selbst ben Bvrsitz unb bas Auswärtige, ber Sozialdemokrat ö o 11 m a n n dos 3nneie. der De- mokrat Dr Gehler das Wehrministcctum, der Zentrumsmann Dr Brauns bas Arbeitsmini» ftertum mit bem Ernährunasministerium zusammen übernommen hätte, während daS zulammen- gelegte Wirtschaft«- unb Finanzministerium unb da« ebenso vereinigte Berkehrs- und Postministe- rlum Männern ber Wirtschaft übertragen werden sollten DaS Justiz- und Wieder- aufoauminifterium dachte er vorläufig überhaupt nicht zu besetzten Die Männer der Wirtschaft, an ble sich der Kanzler wandte, der StlnneSsche Generaldirektor Mlnvur und ber Direktor bet Deutschen Werke. Henrich, gaben ihm Absagen, unb auch ber Berfuch, ben bisherigen Minister ©oll mann zum Ucbertiitt in ba« neue Kabinett zu bcnx-ien, schlug fehl, weil sich Sollmann al« MilglieO ber sozialdemokratischen ReichstagSsraktion selbstverstänolich nicht an einem Kabinett beteiligen konnte, ba« von seiner eigenen Fraktion ab gelehnt würde Der Stresemannsche De banke an ein oh her- oder übe rparlamerrt arische« Kabinett, hat bei den Parteien de« Zentrum« unb ber Demokraten keine Gegenliebe gesunden Wie au« parlamentarischen Krei'en vertäutet, läht sich die Stellungnahme de« Zentrums dahin kennzeichnen, bah diele Partei ebenlo wie bie demokratische nur die Bildung einer "Regierung auf irgendeinen parlamentarischen Grundlage für angebracht hält, auch unter Mitwirkung bet Sozialdemokraten, wenn diele zum Rachgeben bereif find Otinen formellen Beschluh habe die Zentrumspartei nicht geiaht, aber he roerbe durch ben Borlitzenben mit bem Reichspröhbenten unb bem Reichskanzler tn der oben bezeichneten Richtung Fühlung nehmen Die .Germania" will willen, bah baS Zentrum mit aller Entschiedenheit ble Beendigung bet Krise so ralch wie möglich verlange, nicht zuletzt mit Rücksicht auf bie Dinge im "Westen, ble keinen weiteren regierungstoten Zustand vertragen ,Un|ere Partei", heiht e« in der .Germania" weiter, .wird feine Regierung unterstützen, die ein Abenteuer darstellt ober unternimmt Sie ist nach wie vor ber Auftaklung, bah die beste Regierung bie ist, bie einen breiten parlamentarischen Rückhalt hat, sie wirb ihre Bemühungen nach dielet Seite hin richten Sa« .Bert. Tagebl" erfährt, die Demokratische Partei kam lit längeren Bet Handlungen. tnoran auch Dehler und Oder tetlnahmen, zu dem Entschluh. dem Reichspräsidenten die Rekonstruktion de« Reichskabtuetts aus bet Grundlage bet großen Koalition vorzuschtogen. Mit diesem Auftrage hätten sich die Abgeordneten Petersen. Koch und Hr>a« »um Reichspräsidenten Eberl begeben. Herr Ebert nahm bie Anregung dankbar an und versprach. Ile mit Dr ©hdemonn zu prülen. Aut Grund einer Besprechung mit den Demokraten begab lich der Führer des Zentrum« Dr Mart zu Dt Scholz, dem Borfibenben ber Deutschen Bvlks- pattci, und hatte mit ihm eine Unterredung, Dabei etftäne Dt Scholz indessen. bah man in den, jetzigen Stadium ber Dinge Dr ©trefemann freie Hand lasten müll«. Damit Kxir dies« Aktion erledigt. Zwar hat ber Reichskanzler im Laufe de« Tage« «in« ganze Reihe von Persön- ttchkeiteer, ba runter au<» Parlamentarier enu>- fongen, um mit ihnen die Situation zu besprachen zwei «ig^iilliche r-ssizlllte KonsLrenze.. mit bet» Fraktion« führ em haben nicht stattgefunden. Dr. ©trefemann wollte offenbar voll ständig freie Hand für die Znscnnmensehung be* neuen Kabinetts hab«. 3b ber | Lebentex soll, »ach einem Bericht de« .Bcrl Tagebl ", ble Liste be« neuen Ministeriums Io gut wie feitiggestellt gewesen fern Auch andere Blätter wollen wissen, boh ber Reichskanzler heute vormittag in bet Lage sein wirb, bie Zusammensetzung be« neuen Kabinett« mitzuteilen In den gestrigen Abendstunden soll Strefemmms Mtnisterllfte nach einer Meldung be« .Bett. lagebl" folgende rrnahen auSg.sehen haben Dr ©tresemann. ReichStanzler unb Aeu- hert« (Deutsche Brlkspartei» Sollmann, Innere« (Soz). Dr Dehler. Reichswehr (Dem.) Dr Brauns. Arbeit (Zenitjm). Dr Luther. Finanz und Wirtschaft (der Deutschen BrlkSpartei angehörend» v. Oppen. Ernährung und Landwirtlchull (RelchSlandbunbi Dr Fuch«, befeyle Gebiete (Zentrum) Henrich. Post und Eisenbahn, aber nur al« Generaldirektor Die Liste enthält manche Unwahrscheinlichkeiten. so die. dah Sollmann für da« neue Kabinett zu gewinnen war. ohne dah seine Partei ihrer zahlenmähigen Bedeutung entsprechend noch durch weitere Minister im Kabinett Vertreter, ist Auch von Henrich wurde schon eine Absage gemeldet Rach einer späteren Meldung sollen die Sozialdemokraten unb Sollmann selbst sofort nach Bekanntwerben ber Absicht Dr ©tresem um« keinen Zweifel barüber gelassen Iwben. bah etn Eintritt sozialdemokratischer Minister in ein solche« Kabinett nicht in Betracht kommen Däne. Der Reichskanzler soll bte Absicht haben, sich mit bem reuen Kabinett bem Reichstag vorzustel- len, dem Parlament sofort daS vielumstrittene Ermächtig'>ng«gekctz tn wahrscheinlich abge- anbefter Form vorlegen unb unverzüglich zur Auflösung schreiten, fall« er bas Bertrauen unb die Zustimmung zum Srmächligungsgesetz nicht erhält. Die Haltung der Deutschnattonalen. Berlin. 5. Oft (Priv.-Tel.) Wie bem .Tag" gemeldet wirb, steht bie Deutschnationale Bolksportei ber Entwicklung ber innerpalitischen Krise abwaclenb gegenüber, ohne sich trqenb- w^ bei den Berhunblungen über bie Beubilbung des Kobinef.S zu beteiligen. Man betrachtet ben Kabinettsstuiz al« ben Zusammenbruch be« letzten Bersuche«. eine portelpolitische. parlameMarische Regierung in Deutschland zu führen, so dah auch jede Absicht, bie gegenwärtigen politischen Ausgaben mit Hilse einer irgenbaxic gearteten partanK-i.tLrischen Koalition zu lösen, von vornherein zum Scheitern verurteilt sein mühte Selbst wenn in baS Kabinett ein der Deutschnationalen Bolf« bartet nahestehender Mann ein treten sollte, so wäre damit doch nxb feinerlci Garantie dafür gegeben, bath in ber au«a>ärtigen Politik eine Aenderung im ©Inne einer festeren Haltung Frankreich gegenüber eintritt, nicht minder aber auch für die Ausschaltung ber sozialbemokratlschen Einflüsse auch in Preuhen Gerade an dieser letzten Fvideiung wird beutIebnotionalerfett« unbedingt festgehalten werben müssen. Unter bi eien Umstanden würde ^;e Deutschnationale Bolks- partei kaum einem beiart zusammengesetzten Kabinett ihr Bertrauen auSsprechen. ba bie Ber- loauen-frage an daS Ermächtigungsgesetz geknüpft ist. da« praktisch jede Einwirkung de« Reichstag,'« unb jebc Ucberwachung ber Regierung unb ihrer Mast,nahmen ausschalten würbe. Einschränkung der Versammlungsfreiheit in Hessen. Darm stabt, 5 Oktober (Brl hattet» Der hessische Minister bi« Innern gibt auf Grund ber Ausnahmeverordnung be« Reich«präsi- beulen folgende Berfügung des militärischen Befehlshaber« Generalleutnant Reinhardt bekannt „Der 6raß ber Sagt macht es erforderlich, für ble nächste Zett ehe Einschränkung ber V«rfammlnng«freihett an-»ordnen. Ich ersuche daher, «»nächst alle öffentliche» Bei» sammlnogra, Ansammlnngen, ilmjäge und Anfzätz« ratet freiem Himmel z» verbieten and alle -ffenlltche» ‘Bet» sammlangen t» geschlossene» Aän» men von bet Genehmig»»« der zn» ständige» Polizeibehörde abhängig 8» machen. Gegen jede Handlung, btt gern Generalstreik oder -nm Bürgerkrieg anffpr- bert, ist sofort etn^tscheette» »er mllttärische Befehtshnber (gez.) A e i« h » r b t, GenerallentnUNt-- In einrr Mnohereif 'Xn'noi'm'2 CT die Krtif» und Polizelämter weist der Minister noch besonder« daraus hin. bah ba« Kbifl«_B«rf Die Oanbbig«- sraftivn ber Bayerischen Bvlkspartei fordert. 6ah die Sklavenkette des Schandvertra- ges von Berfailles zerbrochen werden müsse, unb bah keinerlei Unterschrift neu ge- Iwmiedet werden bürte Die Bayerische Bvlks- partei sei weiterhin von bem Dillen erfüllt, mitzuhelsen. bie gewaltigen auhen- unb inner- politischen Schwierigkeiten zu üKerwinben Die^ könne aber nur geschehen wenn ber außenpolitische Druck, ber aut un« lastet, beseitigt Ki. Als unerläßliche BorarrSfetziMg zur Beseitigung dieser Schwierigkeit erachtet bk Partei bie unerschütterliche e»b lückenlos geschtoffen« Smigkett be« ganzen beattch« Bolle« ba «e> ttonale» Gedanken unb die zäheste Enischtostenhett. alle« an bie Bettung be« gemeinsamen deutschen Batertanbe« >u setzen BJettrr wird em einige« rrh unb bie neuen Stenern. München. 4 Oft. (WTB ) Ebenso wie der Ministerpräsident Dr v Än Illing In einem Telegramm an ben Reichskanzler, fordern auch die Lande«bauernkammer und ber Handwerk«kammertag in einem Telegramm an ben Reichskanzler und an ben Reich«- sinanzminifter ble unverzügliche Sistierung ber geplanten Steuergefetze Die .Münck^ner Reuesten Bachrichten" nehmen an, bah Dr v Kahr umgehend zur Beruhigung entsprechende BZahnabuien treffen werde. Dir Presseverbotr deS Gr«eralftaatS kowmisfars. München, 4 Ott (WTB., Der ,B6l- kifche Beobachter" ist feit Donnerstag vom Deneralltaatstommillar M« zum 14 Oktober ein- WW'"1 verboten worden, weil er. und zwar trotz ausdrücklicher Bertvarnung. einen in ber Wirkung an Landesverrat grräzenden Aufruf mit der Uederfchrisl .Artilleristen, macht feuerbereit!“ verdllenllicht hat Dieser Aufruf bedeutet ntt schwere aubenpollttsche Gefährdung be« beut- schen Bolle». Ebenso Derbe ba« Erscheinen ber bemofcatttoen .Büreberger Morgenpresse“ van dem Genevüstoal«romMttllar bi« »nm 17 Of- toöer Dabotan. Da» Blatt hat In einem Lett- artllel schart gegen bk Dikta tu Kahr Stellung bee Wctrttl ber n bi Me läch- . — -*--------- .Mi lBl twr $ iowei t ner- Regiereno Derben XL. H* Ntt- mrftxrt ben. ba» Die Wfbwwg be» R«te» Vltks t» e**fce. 0 <3 s ■ iMim roam, ä euer lleta ewmramntg ytot» ■■ OwMbeetertei enb aoapemtfl« werte •■r 9«»bi«t ter foKjl et* am 12. Oftoter zu- fceeeietcelei Wh, sofort ein btru fett Stach -er Waffenftreckung •f 5. Oft L«»chtem Me \Mr groben Bet» Mabe tat Jmarfirttt jur TDtebe*xrutnab"it bet «Lett und MrtertMG aufgepiNe, Ul le tn«zr B^trf Me pcobuftioe Lrteit ta ebw*x $ci( der »** »lebet au,gen otnmen Worten Lui bei äbngen Sechs, Ist bU probuftlt* arbeit nach ae#ettigu*6 loctUocniKT technischer Schcoiertg- bettet W «r»arten Tkxi kommunistischer Gelte e*r* e» ernster Widerstand gegen Me Wieder- «afaate** der Lrbett nicht versucht »erben 0" •pener Beaftk *1111111411 dieser Zustände und infolge der •Mia ungenügenden Berke-rsverhölwisse most fw eartUDeUen aus Me Halde gefördert werden Boa zuverlässiger Sette wird aus Bdl«- strchen arttgeteitt, dast Me Stimmung unter den beatschen Gefangenen sehe aeteüch ist. da te* über ihr Schicksal völlig im XI n - Gewissen sind, und die Erwartungen, dast die Frangesen gum mindesten die politischen ®c- feagrnrr frirttaffen würden, sich nicht erfüllten MW grat noch Me Zahl der Befangenen ist, geht braxnta hervor, dast sich in den 13 Gcsänanlfsen Ml Lnhrgebwls und des Brückenkopfes Düfsel- boes Noch 15 000 Befangene befinden Dazu kom- ■ee noch mehrere Tausend Befangene, Me sich tat bea Gefängnissen be# altbesetzt« Gebiete« befinden, weiter fene Unglücklichen. Me sich in Frankreich in St Martin de TU> und In an- denen Orten, in Belgien in Berviers. befinden 3e Sbrigei werden aach bea Befaageata nach btt GHMellaag bei passibei Widerstand-« tri. aorfd Gewichteraagen gewährt; so ist ihnen b B. bas Lesen pvlUtscher logeigeitangen ianaet noch verbot«. BW Hast ist vor allem deshalb für viele gegenwärtig eine srtstßE Marter, weil sie über die Entwicklung Der Dinge im Luhrgebiei und in Gealschtand ran sehr mangelhaft unterrichtet sind La» Me Unterbringung der Befangenen LA noch Ww vor sehr zu wünschen übrig Sv leibea Me 170 Befangenen. Me aus dem Werdener ltzohcha'* in das Essener Gesänanls gebracht Word in stad, unter der Raumnot Ein Teil von khMon^ch getzwungen, aus beut Fustbvden zu Rae Vertehr-erschweraagea stab ta Darmstadt fett gestern nachmittag durch Mi fvlMDdstsche Betatzung erfolgt Die Eschvll- bebder Stvatze wurde einschltehlich des Bahn- Äergangei durch Posten besetzt und der Berkehr aftfcrrt. Zahlreiche dort wohnende Personen und Familwn sind von der Stadt abge- schnitten Besonders übel daran sind die 15 bi der Tarinfaferot untergedrachten Samülen von Lusgewiesenen und Flüchtling«. denen durch Me FvarEvf« gefimMgl wurde, so dah Ire innerhalb wentarn Tagen die Wohnungen räumen müssen, wahrend Me Stadtverwaltung zunächst nicht in der Lage ist. ihnen eine andere Unter- tratst zuzuwesten — Lns Mainz wbd gemeldet, dast der lokale Fernsprechverkehr wieder ausgenommen wurde, nach auswärts werden dagegen noch keine Berbindungen hergestellt. Loch in Worms und anderen Plätzen haben Cie Bost- und Tetagraphenbeamten auf Anweisung M Lelchspostwinisters ihre Tätigkeit wieder aasgenommen Techntfche Schwierigkeiten Btrpmbem allerdings zunächst noch die Wieder- ailaabme der auswärtigen Berbindungen. Eine Düsseldorfer Justizkomödie. Büffeldorf 5 Oft (WTB.s «ezur 2-s- H4nmg bei Sachverhalts bet den Dorgängen am Sonntag von den Franzosen entwertete Unter- sichang richtet sich anher gegen Me bereits gemeldeten Perscraen «och gegen den auS - »ewiesenen Legi ernn gsp rä s i den te n r ü tz n e r in Barmen, fernen Stellvertreter Cferbaumt Labdetz in Düsselbors und gegen efaw größere Anzahl S ch u p o o s f i z t e r e und Beamte Ewe LnUagc ta bestimmter Lichtung ist zur Zeit nicht erhoben. Mit der Bert eil» gu J Würben beauftragt Dr van Houben, Lechls- aiwaU beim niwerlänMschw Lrfsattoosgeitzchts- hos im Haag, und Lechtsanwalt Dr Bräutigam ta Düsseldorf Zu dieser ungeheuerlichen Iustizkornödte, die tztaimiit von den Franken in Szene gefetzt wird, schortbl eia Berliner Abendblatt Ei hätte nabe- gelegen, gegen die Hausen bewaffneter Seele tin Berfahren zn eröffnen, bei dem stch tttxn ohne Weitem« ergeben hätte, wer Me Ber- aatWodung für Me Bewasftmag und für Me Hatiatn Koischensälle trägt Statt besten habe bwfvanzöstfche Mllilärbchörte Me Schutzpolizei entwaffnet and eröffne ein Berfahren. bas eine fwblrefte Unterstützung des Separatismus darsteile Die amtliche französische Po- litil bestreite, dah fk Loslösungspläne fördere^ mMWeder sei das eine Unwahrheit ober die Hßtärt im besetzt« BeNet machen eine P v - It t it auf eigene Faust. Man müfse fotbent, bat) diesem Zustand, der febe Entspannung unmöglich mache, «rdlich dn Ziel gesetzt werde Das Etaadgericht ha SLstrimee Patsch. Berlin, 4. Ott (Wolfs ) Wm wir von zu» »üadtair Sette hören, wurde zum Bor sitzen- ssa veä anbererbenfll*en Gerichts ta Kvttbus. Mm Me Lburteilung der aut bea Xft» Irwer Unräte" ua Zufarnmenhana fwöenkm» orrortaten uöerrragen ist. ttanbgerichtsMreftpr Lampe in Äcttbu« und zum Letter ter An- klagedehördebei diesem G-rtchtLandgertchtS» Mrektvr S c u de In Berlin beruf« Das Geruht nimmt feint Tätigkeit alsbald aus. Ein Gedenktag im Neichsmehrmtnislerium. Berlin. 4. Oft IWvlst ) 3m Gebäude des Leichswedlmtniffertum» wurden zwei GeMnktafeln «thüllt. Me tae Samen aller derer enthalten, die als Angehörige bet militärischen Z«traldehörd« tm Kriege geblleba stad Dir Tafeln verzelch- n« Me Dam« von 118 Oftuicrc i und 73- Beamt«. Me Ihre Treue zum Baterland mit dem Lode besiegelt hob« Der Ehef der Heeresleitung. General von Seedt, hielt folgende Ln spräche 3n un«Mlch ernster Stunde tret« wir zusammen. um unsere Toten zu ehr« Licht schlicht und nicht uraeclich genug kann teefc Ehrung km. Wir feiern kein Fest Wir feiern nich mit rau- fchender Musik, mit wehend« Fahnen und lö.ie.i- d« Leden untere Lltdeilage Die Toten bedür- s« der Ehrung nicht mehr Ihre Ehre liegt lr der Erfüllung ihrer Pflicht. Für uns Lachblci b«be erhebt sich die ledernste Frage Stab sie aarseast gestorben? Geht ta dieser Stande bei »a Grande, wes sterbend 4nc Seiber bedien, das Leich • Denn freilich ist es eine bittere Zronk dast wir heute GeMnktafeln errichten, auf den« Me Lara« von Männern aller deutsch« Stamme verzeichnet stad. Me ihr Heben einem arm einsam« stampf geweiht hab«, und die der Tod aut ewig einte Liegt also Deutschlands Kraft, feine Ehre und Einheit nur in der Bei gangen Helt ? Unb wir. wir Hebet lebend«, lassen 1 ras11 os. ehrlos und uneins das Leich in Stücke gehen? LuS dies« Tafeln sprech« Me Tot« zu unj und for- bern. bah hier in diesem Hau«, bcf'en Eingang sie weih«, noch eine Stätte bleibt, tr»c mit Heistern Herzen und kühlem stopf goatbeste! unb. wenn es nötig ist, gestorben wird für daS Leich' Lachdem der Lhes derMarineleitung der Toten der Marine gedacht hatte üvernahm der Leichswehrminister die Tafeln in den Schatz des Hause« Die Pariser Presse zur Kanzier» Krise. Paris, 4. Ott (WTB) Zur stoise in Deutschland schreibt b-t .Tcmps D.e So- zialbemokraten hatten die Legterungs- gcwall mit Siresemann üb rnommen 3r batten alle Trümpfe in bei Han) Nt b:ni Tt -*; i t ie-n das deutsche Boll von b.n Derh er jng« sich uber- ^eugte, b.e das Legime tSu.to hcroorgebracht hat Wer Mute geben s.e bic Partie schon auf. Eie haben nach und nach nutzlos für das Lend unb für die Republik Me B ranlwortlichk it üb r- nemmen, den Widerstand im Luhrgebiei cinzu- ftellm, sowie die Derantwortung, eine Mini ter- trife zu eröffnen. Es tst ihaes nicht gelangen, Dentschlanb nach links zn führen, aber Deutschland wendet sich am so heftiger nach rechts. Man must allerdings, um gerecht zu fein, hinzu- füg«, hast bic deutschen Sozialist« eine Entschuldigung hab« Ihre Partei, bic eine Partei de« reif« Liters ist, fleht sich auf« neue Dort den Äommuniflcn bedroht Diele von Moskau unterstützt unb geführt, haben fortgesetzt gearbeitet, als ob sie den Triumph der alldeutsch« Locht« wünschten Die sozialistischr Partei hat dadurch die Fassung verloren On- zwilchen aber scheint es. dast Steelemann sein eigener Lachfolger werden wird D«n es ihm geling« sollte, em lebensfähige« Kabinett zu bild«, so wird man ihn nach fein« Tal« beurteilen Das erste Ministerium Strefem-ann wird von dem halbamtlichen Blatt im Sinne seiner stritik der letzten Zeit beurteilt Sein« Abgang bezeichnet das Blatt als das Ende eines .Camouflage" Der .3ntranfigeant“ schreibt Der Kanzler, bet sich hrnte znr Diktatnr treiben lätzt, ohne Zstxifel. Weil er nicht cmb ts kann, wei- ta seinem tiefsten Innern, woher die augenblickliche Krise kommt. Bergebens versucht er bic Derantwortung auf PvincarS abzuwälzen Lis das Leich 'ich im Luhrgebiei als beilegt erklären mustte, hätte er nur ei was zu tun gehabt, s i ch loyal und vollkommen zu unterwerfen, indem et zugegeben hätte, dast es noch einen Deutsch« auf der Erde gibt, für den das Wort Loyalität einen Sinn hat LI«dann hätte das großmütige Frankreich nach feiner Betnohnheit l#1Mt übet bas Gebot der Klugheit hinaus sich beeilt, dem endlich aufgeklärten und zahlungsbereit« Dolf zu Hilfe zu eil« Liemmnd Hal das Lechl, unsere Absicht« und unsere Pläne. Me schon in Mesen Sinne fest gelegt war«, in Zweifel zu ziehen — Der linksrepublikanifche Pariser .Cott" schreibt Ln dieser Krise, die nicht nur deutsch ist. trägt die Polit i k des nationalen Blocks einen groffen Teil der Derantwortung Der „sehr glückliche" Mussolini. Paris. 5 Oft (WTB > Mussolini erklärte einem Bert ortet des .Echo be PanS" über die französische Politik gegenüber Deutschland Frankreich hat an der Luht ein« unbrstteilbarem moraHM/en Sieg daoongetrag« Ich bin sehr gln el 9aW«Mb, bas kta Heer besitzt, hat iaeber Grand noch Mittel, za widerstehen. H«e MiderKeht war, wenn ein stark ist. Was Me Lepavation« anbetrifft, so hat sich mein Standpunkt nicht geändert Dieses Problem ist eng verbinden anl der Frage der Schulden- regel una Wir Son« uns Deutschland gegenüber nur m dem Maste gvvstmütlg zeig« .in in dem unsere Gläubiger es mit ans tun )cber andere Standpankt wäre »annetienbar Sine Lus- Hebung ober wesentliche Herabsetzung unserer Schulden farm Ane allgemeine Herabsetzung der deutsch« Schulde« nach sich ziehen Salbttrtns Umfall. London, 4. Oft. (WTB.) Der Mdloatatifche Berichterstatter des ,6*0.-' erklärt, es stehe noch ntche tetz. * 9w* fch« Pofn- car6 unb Baldwin befassen werde, die Premierminister Mr Dominions mefleid)! b« Wunsch aussprechen würden, dast die Regierungserklärung verbssentlichl werde i feile. In Metern .Falle würde wahrscheinlich ml: .'lusnahrne der Stellen, dre sich mit den Derhandiung« befallen, welche weiter hin zwifch« Grostdr iianni« und Frankreich über Deutschland tm Dange find, ein ziemlich ausfütrlichrt Auszug aaS der Rede veröfseniiichi werden Eiaigr Blätter wtaben fich ta sehr scharfen Dorten gegen die Ad sucht bet Legierang, die Lasfähruagea Garzon« »ettraattch zu be» handeln Die .Pall Mall Gazelle" betont, dast zwischen der ätzten britischen Lote an Frankreich und dem nach der Zulamm-nkiinfl der beiden Premierminister in Pans au »gegebenen Kommunique feine Berdindung gesunden werden fönne Die Role zeige, dast Mc briii'dx und sranzöfllche Politik auseinander gmg?n Das Äommumquö ve kündete jedoch, dast die beiden Premierminister in llebereinstimmung und vrilem gegen>e,ligen Berlrouen war« Wenn das Äomrminlqui'1 irgendeine Wahrheit enihalie, dann fei die gesamte Haftung der brihldy-n Regierung in der Finge der französisch« Schulden, der Rep-iri- lionrn unb ber Ruhr plötzlich umgestosten worden ohne das geringftc Mandal durch die össenlliche Meinung 5Xie Vanb habe das Recht, zu erfahr«, was hinter dieiem lächerlich« Mysterium ftedc Der französische Feldzug zur Auslösung D«tschfands und tatsächlichen Anne rion sowohl des Ruhrn.'biets als auch des Rheinlande» sei riesig ermutigt worb« Die militaristische Prelle von 'Paris se> vvlikommcn überzeugt, dast Baldwin Poinrar,- au» der Hand gefressen habe Zum Schluf'e drückt die .Pall Mall Gazette" die Hoffnung aus. dast die Premierminister der Dvminiuns dem gefuaben Mensch«verstand ber Engländer helfen ward«, btt Volle Wahrheit 8ber diese benätigeabe Angelegenheit au erfahr« Der .Manchester Guardian" fchrcibt, Daldwui könne sich nicht beklagen, wenn jetzt die Welt von ihm glaub:, dast er ein wahl- a-o.ie.rdei Zusch.,u:r der fra.^öfrfch« Politik fei. Am 18. August sei man für Eile, für Beendigung der Besetzung, für eine Ich edsgerichiliche .Festsetzung der d.utschen Berpf! und für dici Bermindeiung der franzölifchen Forderung« auf enw Grundlage gewesen, die towoh! Snglanb ■. io auch Deulsriand ger echt werde t sollte. In > kn diesen P. nlren sei Poincarc glatt anderer Areinung gewesen Am 10. Seplember scheine Baldwin in jedem Pu.ifte mit Poinrare über- cinju Kimmen. Deulschiand habe fei'.er An- sicht Ausdr-ucl gegeben und habe sie in ber Hauptf-ichc auch bereits erfüllt, den passiven Widerstand zu beenden, soweit die staatliche Unterstützung und der Finanz« in Frage kommt Die Besetzung bes Lahrgebrttes werbe jeboch, stakt gemildert zu werden, wie Potacar.'- versprochen hatte, verschärft unb durch einige der hästl-chen Zwischenfälle entstellt, die bisher vorgekomwen seien, wie die Entwaffnung bet deutschen Polizisten durch französische Soldaten nud ihre Lnslieferung an den Mob, ber ste zu Tode schlug. Dieser Zwischenfall werde verbürgt durch vier unabhäng'ge englische ZeitungSberichlerstaller. die Augenzeugen waren. Po ncare wolle nicht einmal mit tem Betlreter der deutsch« Legierung verhandeln. der ernannt wurde um d.e Wiederaufnahme der Arbeit im Luhrgebiei zu vereinbaren. Z^der Aibeacr mü|fe einzeln zu ihm kommen, un) einen S i d der Treulosigkeit gegen fein eigenes Land unterfchi'eiben. Standrecht. Geldstrafen, Gesängnisstiaten und Eigentumsbe- fälograbmc sowie Ausweisungen gingen weiter wie bisher Berechtigte Besoldungsklagen der Geistlichkeit. Bor einiger Zeit hab« wir mehrer« sehr ernst« Klagen auS Pfarrerkreifen überdic Gehaltsauszahlung Raum gegeben Die Beanstandung« richtet« fich nicht geg« Me Höhe bet Bezüge, sondern gegen die wiederholte austervrdentlich ver» späteteAuszahlung des Geldes und geg« d.e Unklarheit in der Abrechnungsweise, Mv dem GchaltSenipsänger eine erschöpfende Ueber- ficht leinet Linkomm«sverhättralle unmöglich wacht». Wer d.e uugeyeueriiJ>e. von Tag zu Tag rapide steigende SnUoertung unseres Geldes mit ihr« schweren Rückwirkung« auf den Daseinskampf jedes Einzelnen sich vor Lug« hielt, krnnte ermessen, wie gtost Me Aachteile war«, die dem Psarrslande aus der Deiftxuetcn Zahlu.ig feiner Bezüge erwuchsen Etliche Gehaltsauszahlungen in den letzt« Woch« haben Me Geistlich« in den Besitz einiger neuer Subsistenzmiilel gebracht, aber auch bei dies« Zahlung« war der alle Uebelftanb wieder zu bemerken, dah Me llcbrrweifung ber Gelber ©eit hinter den, Fälligkeitstage, b h. in erheblichentwertetem Gelbe erfolgte, und daf) wieder die Uebersichtlichk.it ber Rechnung fehlte. Wir rechn« es dem Pfnrrerstande zum job« Ruhme an. bah er, un wohltuenben Gegensatz zu anderen Berussstänben. seine berechtigt« Be- ld>nxrtcrt lange Zeit vor dem Lichte ber Ceffmt- lichkcit verbergen und bamit ein leuchtendes Beispiel selbstlosester Entsagung gegeben Hal Die nun schon längere Zeit andauernden entwerteten Gehaltszahlungen hab« aber Me wirtschaftliche Bedrängnis in den meist« Pfarr- bäukm fo gesteigert, dast sie über Me Tü» fchwelle hinaus erkennbar und damit zu einer Angelegenheit wurde, Me für tae Gesamtheit ber christlichen Dolksgenosfen von erheblicher Bc-deu- hmg ist. Licht nar Me physische und seelische Spannkraft ber Pfarrer wird durch die unnötig Aberfteigerte Schä rf e de« Kampfes um da« Dasein vorzeitig geschwächt, ja in hohem Matze gefährdet, sondern auch Me Frau« unb Kinder der Seelsorger hab« schwer mitzu- trag« an dem vergröhert« Sorgenpack, bas auf ihrer Famlli«gen»einfchrft ruht. Besonders deprimierend Wirf« diese Berhältniffe auf Me Frau« n*tt ihrer von 'Bainr aus geringer« körperlich« unb geistig« 'BtberffanMMbi^Hl Wie nteberbrüdenb diese stände empfunden werde», beweist aufs neue ein Bries, ber uns oee «—■ linrära m oer ffcoCtxa Starken- bürg zuging. Der Brieffcheesber klagt uns barte die ichwete Dirischaftsnol des PfarrerstandeM deren überaus oerfchärste Auswlifang er ledlgNch au| die v« r s pä l e I e unb infolgedessen ständig entwertete Debalisauszahlung zu- tudlüfirt Datrcb« schildert et Ein^eNälle von Psacreisnoi. b«cn wir einige bdonbert markante Angab« entnehm« Es heistt da. datz tm Sommer Anc Junge Pfarrerfrau in einem uns genannt«, hier aber aas naheliegend« Gründ« nicht namhaft gemachten Orte In Starf«burg in den letzten Monat« ihre« gesegnet« Umstandes wirtschaftlich so schlecht gestellt war. .datz lic die letzten Woch« vor Der Liederkunst nur Irrdcnc# Brot gegc’l« hatte" Die junge Muster War dadurch so gefchwächt worden, datz sie ihr Kindch« nicht leibst nähren konnte, und da auch kein Geld im Haufe war jum Beschall« von Mi ch die durch einen Lotrus unterrichteie Behörde aber nicht- habe von sich hör« lallen, tturde schlietzlich durch anderweistge Bemühung« fünstliche Lohrung für das Kleine heirrngeschallt Ter Arzt stellte bei Muster und Kind Unter» cinährung fest Weiter wird in dem Schreib« bemeili datz Geistliche bei ihr« Gemeindegliedern Geld borg« müllen, um nur Me notwendigst« Lebensertordernlffe bestreit« zu kbn- n« Jn der Zuschrift les« wir ferner, bah die Gebaltsiablungen leit April stets m i I mehrwöchenllicher Derfpätung erfolgten. bah man es oben aber nie für nötig gehalt« habe, den Gehaltsempfängern wenigstens auch den Grund der ik cf bä toten Zahlung mltzuteil«. mb dah die Vorgesetzte Behörde in einem Rundschreiben erklärte, datz .Anfragen wegen des Debolts zu unterbleib« hab«, da sie zwecklos find unb nicht beantwortet werd«" Diese wenig« Beispiele mög« hier genüg«, denn sie zeigen 'chon zur Genüge, dah heute immer noch viel Lot in den Pfarrhäusern Vorhand« ist. die erheblich über da« Mah ber in all« deutschen Häusern Vorhand«« Lotlage hlnaaS- rag,. Die Erörterung der Bevantwortlichkett für Me bisherigen Derfaumnilfe wollen wir hier ausscheid«. obwohl Me wertere Mitteilung des Starkenburger Brrefschreibers, der Fli»unzminister habe vor einiger Zeit der kirchlichen Derwal» tungsbehörde ein« gröberen Kredit zur rechtzeitigen Auszahlung ber Pfarrgehälter angeboten, der aber vom Landeskirchenarnl abgelehnt Word« sei mit dem Bemerö«. es gebe sonst Durcheinander auf der LandeSkirch«- kasse. Aniah fein konnte, die Dchuldfrage au|- zuroll« 3m Hinblick auf die überaus schwierig« Berhällnifse, Cie jetzt Hereingebrvch« sind, möchten wir aber nicht vertäum«, auch von uns au8 jert• die ernsteste Ermahnung an die in bicler Angelegenheit zuständig« Stellen zu rich- ten. doch nun endlich den berechtigten Wünschen der Geistlichkeit nach pünktlicher Auszahlung der Gehälter und klarer Abrecta nungeform zu entsprech« Kirche, Dokk unb Balerland erwarten in dieser Lotzeif mehr denn je die vollste .Hingabe der Pfarrer an ihre groben und vielfältig« Auf gab« Aber nu> Männer, der« physische und seelische Wider- standSkrast nicht über Gebühr belastet wird, könn« ben Izochgespannt« Forderungen unsere, Zeit gerecht werden Das bedenke man unb handle danach Sollt« stch der ausreichend« Fürtvrge für tac Geistlichkeit Hemmnisse von auhen enlgegenstell«. bann nenne man diese, damit die Oeffanstichkefl klar erkennt, wer verantwortlich ist und zur Rechenschaft gezog« werd« muh. Aus Stadt und Land. ® ieften, tarn 5. Oktober 1923. Die Kartoffel Versorgung onserer Ltadt ist in den letzten Tc»q« von ber Stadtverwaltung im Zusammenwirken mit fachlich berufen« Herr« aus der Büraerschaft beraten Word« Aus Grund der gevslvgenen Aussprache kann versichert wer- d«. bat1 die Stadt alle in ihrem Bereiche lieg«- den Möglichkeiten zur aus reich« den Belieferuna der Bürgerschaft restlos ausnützen wird, und dah gute Aussichten jur vollständigen Dek - kung unseres Bedarfs besteh«, ©otoett man die Verhältnisse heute überblicken kann, ist ein LnIah. der zur Beunruhigung Grund böte, nicht zu finden, so datz die Hausfrau« ihre Sorgen wegen mangelnder Eindeckung mit Kartoffeln wohl bann« können Damit der Kauf flott bewirft werden Jonn. hat die Stadt ein« g rohen Kredit sofort zur Berfügung gestellt. Bei der Abgabe von Kartollekn an die Berd räucher mutz natürlich, abgesch« von ben AuSnahmesällen besonderer Bedürftigkeit, sofort Zahlung geleistet werd«, auch ist damit zu rechn«, dah bet der Bestellung eine gewisse Barauszahlung zu mach« ist Die RetchS-TeueeungSziffsr für de» Dorckschoikt brä Teptembrr. (DTB.) Für den Durchschnitt des Monats September berechnet sich 6k LetchSinbekziffer für die Lebenshaltungskosten sErnLhruna, Wohnung, Heizung, Beleuchtung unb Bekleidung) auf das Ibmillionenfache gegenüber dem 586 OOOfadjen tm Durchschnitt des Monats August. Die Steigerung beträgt 2460 Prozent Dem MonatSinde» liegen Erhebungen in 71 Gemeinden an vier Stichtagen des September zugrunde. Auherdem haben noch die Znderziffern vom 27. August unb 1 Oktober zur Ermittelung der Teuerung io den beiden ersten und de.i sechs letzten Septembertagen eine entsprechende BerSckstchtt- flung gefunden. Die LebenShalttrngSkosten oh« Bekleidung sind im Durchschnitt deS Monats September auf das IZ^mÜliovenfache, und die Bekleidungskosten aus das 2k^auWoaenfache der Torb -g^eft gesttegen. Bortroti-ca. — Tageskalender für Frettng. otatatbeatcr. Z Ute .Moros" — Ltchtsptrlhaus Bahnhosstrate . Frühllngserwach«" Wettervoraussage Lach ganz kurzer ‘BefTerring Tteebewtatrttl von wolkigem, trübem Wetter mit Leg« •• Die Brot- und Mehlpreise für den Landkreis Dietzen sind mit Wirkung vom 8. O k t o b e r ab tote folgt festgesetzt tvorden. Brot: 4 Dsd -Laib 26 Million«, 2 Pfd^Latb 13 Millionen Mehl Weizenbrvtmehl 7b Millionen, Loqgenmebl 7J3 Mill ®erftanmeW 7S M'll Mark für bas Pfand ausschl. Berpackratg. — OBo^tnleOn unt> e <61 ü M• l »a fr I in 'Bn 4>t> r u biudg«tDcrt>e betrügt ao 6 Oktober 5 000 000 — Sie Utliflt ber f *6 f f e n f ü fr t g e n Personen Hegt Don morgen ab, eint Woche krng tm 6 labt bau 6 Brrgftrate zur Switch» au* (Siebe o auch ein reue» städtisches Haus errichtet axxben ist. in bem eine Aaeafrl Farn Illen lUtterfunft re- funden frat. 3m Südende, an der Atddastraste. In der Aäh« des Dafrnhofe», hat der Gisenbahn» fiskus einen Arubau unter Dach gebracht. In dem die Soatllen nw frier er Sifenbahnveamten Unter- fünft Imben sollen. Schließlich soll am Hohen- wiesenweg noch der Bau eines Piivathoufe« in diesem Herbst in Angriff genommen werden »rei# Büdingen. • Büdingen. 4. Ott Der Gemeinde- rat beschäftigt« lich gestern erneut mit her Äar» toffel Versorgung unserer Stadt Sr genehmigte für die uon der Gui»r«form guge’agten Lieferungen Blankvlredite in der erforber- llchen Höhe, außerdem soll versucht werden, H o l z gegen Kartoffeln z u tauschen Falls aus diesen Wegen nicht genug Kartoffeln heran- geschafft werden können, sollen Käufe an der xartcffelböde in Magdeburg erfolgen Hefica-Nannu. • Aorde <1. 4 Olt Die für nächsten Sonn- tag angekfrte GinweihungunferesDenk- mals für die Gefallenen muß auf Grund de» Ausnahmezustandes bis auf weiteres verschoben werden fpd Frankfurt a M, 4 Ott Der Bank- btemte Ludwig Spie 1 mann au» Bad Homburg v. b H hat e.ner h.rfigen Bank, bei der er beschäftigt war einen Scheck über 6 0 0 'TR i 11 i d r- ben Mark unterschlagen und durch leinen Bruder, der in der gleichen Bin! tätig ist etnlösen lasten Da» Geld tourb: in voller Höbe in einem Hotel in Homburg wo b-r Fesigenommene e» In einem Koster zur AulfreWährung abgegeben hatte, ermittelt und aufgefunben An gen eilte eine» bichgen großen Warenhanse» bzw Konsettlons- haule» haben au» den Delchäli»räumei bedeutende Mengen fertiget und balbfcrtiger Stoffe gestohlen und durch Hehler weiter verkaufen lasten. Die Angelegcmheii zieht nun erheblich wertere Kreise denn jetzt wuid. fest- gestellt, daß die Diebereien auch in ein billige» große» Seifen- und Pari ümer.cgeschüst hinüber- fpielen Bi» jetzt wurden in der auffehenarregen- ben Affäre 28 Personen fe ft genommen, darunter Leute au» den besten ''Sürgcrfrcifcn Die Angelegenheit zieht noch erheb'ich weitere Kreise. - Bier mit her Betreuung e ner Q-jgerballe am Düterbabnhlll beauftragte Wächter ha den au» den "Räumen nüch'.llchrrwei e S tolle im Weite txn ungezählten Milliarden gestohlen iicu di? Diebsware unauffälliger for.lchistetr zu können, teilten fic die Stoffballen in Stucke un> unJclten sich die einzelnen Telle um den Leiv So l'nnto auf diese Weife die Aüuberei lange Zeit unbemerkt fortgesetzt werden Durch Zufall wurden die Diebe ermittelt und nunmehr rerfraftet Unter dem Diebesquartett befinden sich u a die Wächter Hermann Götz und Hemrnch Kaiser au» Obre- bzw Aieder-Wöllstadt fpd Höchst a. HL, 4 Oft. @me 'Berfa mm- lang beschloß, al» Protest gegen die hohen Ga » pr « ife der hiesigen Gasanstalt m der, Berbraucherstretk und auch in den Zahlstrelk einzutreten, fall» die Anstalt auf ihren hohen Preisen beharrt. Gietzener Strafkammer. Dießen. 2. Ott. 1923. Der Fuhrmann Kars D von Dießen halle einem hicltgen Gutspächter un August 1922 acht Gestund Hafer vom Felde enltoeniKl. um lic an die Pferde feiner Dienstherrin zu oerfüllem. Da er mehrfach vorbestraft ift. lautete da» Urteil de» Schöffengericht» auf 3 Monate Gefängnis wegen Diebstahl», die 'Berufung hiergegen wurde verworfen Aus die Aevifion de» Angeklagten hob der Strafsenat de» Lberlandesgerichis ba» Urteil auf. weil die gesetzlichen Beltimman- gen über Feldentwendung von dem Borderrrchter nrcht angetoenbet worden leien 3n der erneuten Hauptverhandlang vor der Strafkammer wurde D. nunmrfr we'en Feld'ntwendang, nicht tragen D.eb lahll, zu 4 Wochen Haft rer- uru-.U, w:il der Wert be» entwendeten Hafer» zur Zeit der Tat derart war. daß da» Feldstrafgefetz zugrunde gelegt werden mußte Wegen verbotenen Din» und Berkauf» von Frucht war der Händler David Sch in Dießen zu 10000 Mk verurteilt worden Aul leine "Berufung wurde er mangel» Beweise» freigesprochen Gegen den Zimmermann und Jagdaufseher tzrch H IV in Schzell hatte da» SchSffenqe.kcht wegen Jagdvergehen» auf eme Strafe von 50 000 Mark erfannt ®» wurde ihm zur Last gelegt, am 22 Oktober 1922 in der Biofelder Gemarkung einen Hasen unberechtigt gefchvfsen zu hasten Seine ‘Berufung war erfotglo». auf Antrag der Storrtscurwaltlchast erhöhte die Strafkammer die Straf« auf 10 Millionen Mark und ordnete die Einziehung de» benutzten Gewehr» an. Die Arbeiter Franz K und Franz Höver A au» Mainz haben im Mai 1923 zulammen mit einem Dritten einen Ginstruch in die Grdma- Möbelfastllk zu Mainz verübt und einen ledernen Treisti.arten tm damaligen Wert von 500 000 Mark gestohlen, fic find geständig Mil Aücklicht auf ihre erheblichen Vorstrafen wegen Gigentams- delikls erhielt K 2 Hahre Desängnis. A. der zudem noch rückfällig, 2 Jahre Zucht- Hau». Landwirtschaft. X Scheiten. 4. Oft. Unsere Gegend stehl eben tm Zeichen der S r n t e. Das Getreide ist im allgemeinen gut geraten. Kartoffeln ?ibt es reichlich doch toirö der Preis infolge ofrer Arbeitslöhne nicht niedrig zu stehen kommen. Birnen find sehr spärlich rerhrerden, doch >lt die ®nue an Zwetschen recht befriedigend zu nennen, ‘Zipfel werden zwar der Zahl nach nicht wenig« geerntet, aber die Früchte linst infolge der lang andauernden kühlen Witterung lehr dürftig entwickelt, so daß auch der Hostena ft Helmer in diesem Jahre ein verhält nis- mäßig "vfqt lelige» Detränk werden wrd. Tarnen, Sport and Spiel. • Gin« neue Aückenlchwtmm höchst- le t ft u n a Am Sonntag hlell der 6 & 3ung- deutschtaib Darmstadt feine drillen nationalen ab wn jteforboerfe* txm B Skamper. .Ah-nus" Köln, bn 20» Merer-AückenlchtiXmmen oo* 2J2J2 ANn wurde bessert reuora Dre alle Bett auf 2.47.1 AN*, ver- - -- M M Ctngekxnbt (Für Form und Inhalt aller unter dieser Aubrll stehenden Artikel übemimml die Aedaktion dem Pi-bllluu> gegenüber keinerlei Berantrooilung.) •tw Anfrage an dos Gaswerk. Da« stöbt Gas- und Wasserwerk mochte am 21 September betamtt. daß für ein Kubikmeter Leuchtgas m*t Wirkung vom 24 Bug. b» 3». 5 Millionen berechnet und daß dieser "Betrog vom 24. September ab erhaben werde Wer nun das Glück halte, daß bei ihm bis 3 0. Sept, e l n f 4> L abgdefen wurde, kam mit 5 Millionen pro Kubikmeter davon Born 1 Oktober ab kostet das Kubikmeter dagegen i ch t Mill onen. und zwar auch für den Monat Bug Bei mir wurde zuletzt am 12 August abgeleken Ich muk also für 18 Tage 8 Millionen pro Kubikmeter zahlen, für die ein großer Teil der Bürgerschaft nur 5 Millionen ggafrlt hat. Ist da» tya>t ein« UngcrehtlgteitV Auf der Buchhaltung de« Gaswerk« konnte mir niemand ein« Auskunft geben Bielleicht ist auf diesem Wege eme Klarstellung zu erzielen. Sermiftbfes. Ass beet Bergwerk gerettet. — Zehe lag« ohme Aachreng. London, 4. Oft lWTB ) Heute vormittag wurden au« bem Bergwerk von Falkirk fünf Bergleute gereitet, die seil dem Unglück vor zehn Tagen ohne Aahrungsrntttel in der Grub« eingeschlossen waren. 3m 6bmn gestrandet London, Ott lWTB > Der deutsche B i e r m a st e r .G u sl a v" ist in einem Sturm bei OueenStown gestrandet Amtes Grdbebe» in Japan Tokio. 4 Oft lWTB ) Heute ift wieder ein heftiger öröftoß verspürt worden Die Einwohner flüchteten au» den Häusern Da» clek- tillche Licht versagte Auch in Osaka wurde ein leichter Erdstoß beobachtet. 21 u»c>tabungee bn Paderbvr»er Dom. ßine Grabung in einem Aebenraum des Paderborner Dom« durch Prof. Fuchs hat zu wichtigen Aufschlüffen geführt. 3n diesem Aaum, der sich in IKeslalt einer drelfchiffigen Halle zwischen den Dom und den zugehörigen kreuigang schiebt, haben sich Ikberreffe deck laroltngischen DomS erhallen. Da« Mittelschiff der dreischiffigen Halle ist der Aord- trafl de« Atriums, b h. des orfenen, von Hallen umgebenen Vorhofs de« Dome«, den Karl der Große 799 begann und der im Iahrtau- send durch Feuer zerstört wurde. Da sich karolingische Bauwerke nur in sehr geringer Zahl erhalten haben, ist dieses Ergebnis von hoher Bedeutung. ®bt 25 OOO» 7 cxr»en.Schtvbnnrbrxk. Ein gewaltige« Schwimmdock, das eine Hebesähigkeit von 25 000 Tonnen hat, wird setzt im Amsterdamer Hasen vom Stapel gelassen Da« Dock bestehl aus acht 2fbtel- lungen, die durch Bolzen miteinander verbunden werden. Lier dieser Abteilungen sind bereit« im Gebrauch. Die Hauptabmessungen find' Lange 198,12 Meter, Breite 39,62 Meter, Höhe 15,<0 Meter Die Pumpanlage wird elektrisch betrieben, und ihre Kapazität genügt, um etn Schiff von 6,70 Meter Tiefgang und 15000 Tonnen Wasserverdrängung innerhalb von 3 Stunden zu heben Das Eigengewicht des Docks beträgt 7300 Tonnen. Kirchlich" Nachrichten. Isr. AeligtonSgemrfnb«. Dottesb. I. Gemeinde, hause, Loirtzstr 4 ©am«tag, 6 Oftbr. Borabd. 5.45, morg. 9.00. abö« 6 00 u. 6 40 Isr. TUIlgton»- aesellschakt. Sabbatfeier 6 Oftbr. Freitag abb 5 25, SamSlag Dorm. 6.30, nachm. 3 30, Sabbatausgang 6.40. Wochengottesb - Morg. 6.30, abb» 5.00. Vüchertisch. — Drama und Bühne im Wandel der Austastung von Aristoteles bis Webekfod. Grn Brevier von Aböls Winds. lStuttgarl, Deutsche Verlags-Anstalt.» — Mit ihren eigenen Worten sprechen frier Dichter unb Kriirrer, Künstler unö Philosophen, Theo re Iller und Männer der Prarf» zu un», nxr werben Zuhörer ihrer Worte, die so zufammengestelll find, baß sie wie Wechfel- refpräche über ba» lewells zur örörtrrung stehen de Thema erscheinen Diese Themen erschöpfen wohl alles, was mit dem Thrater zusammen hängt, von der Frage nach dem äftbetllchen Wefon und dem sittlichen Wert der dramarischen Kunst bi» »u den äußeren Mitteln und den materiellen Lebensbedingungen der Bühne GS ist geradezu ein Lebenswerk das in dieser äußerlich durchaus anspruchslvfen Arbeit steckt, eine ungeheure Menge von Literatur ist bewältigt worden, um einen Ortraft alter wertvollen, maßgebenden und ziel- setzenden Anschauungen über das kulturell Io unendlich wichtige Thema zu bieten Aicht weniger als 932 Zitate sind zulammengebracht, und die Zahl der .Wortführer" biete« Dialogs beläuft sich auf annähernd 80. Wenn diese Zahlen die erstaunlich« Belesen hell des Berfaster» beweisen, so die Auswahl ihrem Inhall nach fet« grrße Objektivität Für Dramatiker und Bühnen- künfller, für Bühnenleiter und Regisseure, für Kritiker und für alle die der dramallfchen Kunst und dem Theater Intereffe und Liebe entgegen- bringen, ist hier etn Handbuch geschaffen, das an Aeicylum de« Inhalts und an belebender An- regung nicht so leicht seinesgleichen finden wird - Sonn« und Argen im Kinderland. Unter biefem Titel gibt der Berfag D DunderI in Stuttgart etn« Caemlimg ent- zückend auegtftatteter Kinderbücher heraus, von der soeben das siebent« und acht« Bändchen erschienen sind Lharlvtte 'Börner erzählt unter dem Titel .•agrfeie lirfefltnb* etn irfzende» Märchen au» her fitementoett. ba» Martha Welsch aßerltebft illustriert hat. Anni Geiger- Gog« .Himmels!chlüHel", ein Märchenbuch für ■eew und groß» mit Bildchen txm Berta Werner, ffrtert en mutige M2r- I chen em Kun asb tlem Berlin. 4. Oft. •iblfeemcirlt Bet unverändert ftaritr Aachfrare wurden bta De» Dtfenfurfc weiter sehr beträchtlich In bW Höhe getrieben. Umsätze tarnen in Fretverfche wegen des fehlenden Angebots nur vireiMwii znftoetza Der Dollar ft leg bl» auf 600 TtuHone*. SU amtliche Aotierung bracht« bei knapper ZutaUweg nur etnr verhältnismäßtg geringe •nnäßlguae. Gleich nach der amtlichen Seflftethmg tmrrbee für Devise London wieder höhere Preis« gebetau Deutsche Wirtschaftszahlen. Dollar am 4. Oktober amtlich: Berkin Geld M» «26 000 . Brief Ml »75 000 Frankfurt a. TL Dell' 578 660 000 _ Brtrf......581 e0 5CC Mittelkur» des Aeichsdankd»llars am 4. Oktober 560 000 000 Aeichsbankdiskonl: 90 Hfrroseol Silderankauf«Preis der Beich»dank vom 1. Oktober ab 15000000fach Goldzollaufgelb vom», bis 9. Oft.: . . . .6 689 WO 000 ftroe. (eine Gvldzollmark = 68 900 000 Papiermark) Lebenshaltung«lade» am 1. Oftbr. 40 400 000 Großhandels Inder am 2. Oftbr. . . . 64000000 llmrechrrungssatz für die Sandabgad« vom 6. bis V. Oftbr. eteftfrl.: . . «900 000 Id h für rfne «folbmari stud. . . «900 500 Papiermark zu zahlen.) Aeichsbahn-Schlllfsettzahl: für Perfoneatzerkehr 90000 000 für Güterverkehr «000000 (Bert***. (Ohne Gewähr.) Krim Mm a. TO.. < Otloder | OtP e Dai nm 3. Oftobrr 4. Otleto Hinifftfx Wolirrung Oktb Bntt Imrlübt ®»(8 WuiRrt. -Ronrv enincuem» IbrtfHanio Kovon Haarn fwlhnafor« ■ VHalltn..... London ... 9lfnnort... • fori«...... ELwtt,..... kennten .... Vlrn InTXnti*- C«ft abgtfl Trag...... l7»6?WM 17M5WTI Mi «ao rawou «360600, «9Z TTXeOOO 7bl* 11660» XX) 117096000 H77t*a>| 11819600 19750600] 19fU* 1996000000 eooaxxxxxi 4.-0900000 441100000 SIMM» W*660D 784086» 787H800 5886KXXX 68147800 «184601 891860 131171»| 13188876 >16460000 50473601 KMMX 14783000 U48878C 'minra 16BMOM n8640000 97087600 50798680 88818300 IMMOOQ 16887000 24681960 9608868808 561576000 ÄS 777000 -44.000 Bu davrtz .... «IUn. FBbwfl .... Stlara»..... X. CWta» <• Otatet D«r' «»irrere imin «xr ie Seid Hl rmimm rmrTse WM ies: n«M UWiliOx WoHrruBg* Oklft ■ Orttf Mmiltta »Btaim' »<10 fttaf Wärfte. Berliner Produtteamarft. Berlin. 4. Oft Der unauffraltfaa* Sttuh unserer Baku la hat notwendigerweise eine Wetter» starke Heiaustetzung der Ggrretdepveise zur Folge. Trotz der ftarlea Erhöhungen wird dm Absteräd gegen die Wef-maeftparttät täglich gröcher. Umsätze senden am Produklentnartt in allen Artikeln nur wenig statt, da roeaox der älllstchsrhell der politischen und wirttchaftllchen Berhällniff« große Unlust herrfchte. Aus der «bcom Seit» waren aber die Prvvinzhändler utafre zu Abgaben geneigt, da sie wegen der zu «afrtenbai Steuern sehr bedeutenden Geldbedarf bdbeu Weizen, märt 700 bl» 710, Hoggen. wart 680 bis 710. schtef 700. Cammergerfte 680 M» 700 (steigend). $o»~r. märt 625 btt 680. Weitzeamehl (100 Mdi 2400 bi» 2900 (steigend). Ao«enmehi (100 Kill» 2200 bi« 2700 (steigend). WeiMta und Roggenkleie 350 bi» 390 (sehr fest). Weizen- und Roggenstroh. drahtgeb 43 be» 45, Haferstrvh drahtgepreßt 42 bi* 43. Stroh, strohsr». gebrächen 23 bis 25. Langstrvh. gebanbe« 36 bl* 40. Wiesenheu. gut. gesund und trocken. Bcxmahd 35 bi* 36. (Die Preis« entsprechen her Zahl in Mi llllmm» und gelten, wo kein andere» Gewicht genannt Ift, für 50 Kilo) »retirpirtrr •etreibebörf«. 1900. e 1500 M* 16t 1900 bW 1600. Äeffenhxifunoen auf SerHner Plätzen. IM* guten Setnfte but für Haffen- f»«1 f■ njen groben Stil« vorzüglich ge- •pete* ®ufaf<6fanon«n In hmblger und eddrtAer Hand «u (dfNn MneAgen, erwetfl setzt ■ert* In Serif« Me Aeflgannet Für Ne bWUch bei Ttufrui M .Serfliwr lagtblatiH" z». Iawwnqe6ro4tm Mittel konnten In den lr>t«n Zein bereit« zwei Feldküchen mobil at- ■omt werben Vie wirkten unter Leitung 5er yitanu auf dem 2ll»Mnberplatz and auf dem CTrangfcergvr Platz an der Frankfurter Allee Sen heute ab werben zwei neue Küchen Ären Dienst tun auf dem Tbebötng und Im Quar« hei der -eil«armer Im Luisen hol an der Dres- benet Strohe An Meter letzten Stelle kann die Speisung von Abholern bezogen werden Die ZeUeatme et folg! auf Anmeldungen bei der Bnnee. "Sie stell! In ihrer bekannten sein- n Ari Orhmbungen über die wirtschaft- Serhültniffe der Teilnehmer an um eine ®e»6br »u haben, dah tatsächlich bU Aller- bedürftigsten bedacht werden, und überprüf! ihre Feststellungen allmonatlich um ein Uhr mittag« fahren die