ZM ipoooy10^ K. 1(1 öeräuini^ D.) Si*5ebiet nm OfitrBoln- 3tg.e "ne L?'ag b, I gierten V„?frncri- -19* wf Äft ('*s W h Mmnch» ' .e Herausgabe ton tangt. Die Diiektion (m! ich wegen der Uchädi« W SchadeneMoüw 1 seine DesahmgSM > Drr biDloma- : .Deltminster Dazettr' England an Fcand - estellt habe, eine Der- v Köln und ßonboi »es französischen 3atn- tfjren. De.steichen !d ob bo8 britisch besetzt» Sri unb aitbmn Xob»; etjten und n u tehtyo dast eine srür Qluiiut fch befehlen Gebiet iwj )erichlerstai'-er hebt ho Teilungen ans dem t» ranzvsen ins Zuijrge.ld >en Äugipidn tw )iecht über d.e 6chv>r^ f?t Steuern uni> JtoNffl nm. vie über die 6Aw e tolierunq In der Frage mbii! unter \W\W® gekommen, er IM ? ruhig sah er In g« Izbrcchen vollen, Io i Mig ,lieber, die 3cIIen .me Zvlchenvande. juln die man ander« Ächer drriiachrn i’»s isU***?» dakl er rf »?*• 'der sranzolM HaU j^d)t am llierter v- DelderM-g-A nlronti«cjn3 Qjiod) an Als rhm o» ec Huri Dasein, kari^ Üb« wert E ^hjr r^lieren- Gj llubti) brnÄ [pn(ne Äs''**» md)l id sprechea eien W" ,unfl 0 rrr. 79 Erscheint täglich, anher Sonn, und Feiertags, mit berSamstagsbeilage: GiehenerFamilienblätter Monallichevezuaspreise: 3400Mark und 200Mark Trägerlohn,durch die'post JSOOMark.auch beiNicht- erscheinen einzelner Num- ment infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrist. leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anteiger Siehe«. postschectlonto: Frankfurt a. M. 11686. (75. Jahrgang Donnerstag, 5. April 1923 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen VrvS und Verlag: vrühl'sche Univerfilätr-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen». 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100MK.;fürReklame: Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Dei Platz- Vorschrift 20 °/0 Auf,chlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen. Die Verschlechterung des deutschen Außenhandels. Für das Jahr 1922 veröffentlicht „Wirtschaft und Statistik nunmehr die deutschen AuhenhandelSziffern: Einfuhr 6,2 Milliarden Goldmark, Ausfuhr 4,0 Milliarden Goldmark. Zieht man aum Vergleich die entsprechenden Zahlen für oaS Zahr 1913 heran (Einfuhr 11,2 Milliarden Goldmark, Ausfuhr 10,2 Milliarden Gvldmark), so ergibt sich, daß die Einfuhr um 45 v. H., die Ausfuhr dagegen um 60 v. S>. gegen früher zurückgeblieben ist. Diese Zahlen geben ein Bild davon, wie stark die deutsche Volkswirtschaft durch die Folgen des „Friedens" beeinträchtigt worden ist. Die Einfuhr verteilt sich auf die einzelnen Warengruppen (in 1000 dz) wie folgt: 1913 1922 Lebende Tiere 1 800 303 Lebensmittel usw. 117 005 50 736 Rohstoffe und halbferttge Waren 597 010 388 767 Fertigwaren 12 493 18 946 Den stärksten Rückgang gegenüber 1913 weist die Lebensmitteleinfuhr auf. Cs ist dies um so bemerkenswerter, als auch gleichzeittg die Produktion im Lande hauptsächlich infolge der Abtrennung wichtiger Produktionsüberschuft- gebiete eine ganz erhebliche Verminderung aufweist. Die Rohstoffeinfuhr verzeichnet ebenfalls einen starken Rückgang: 1913 1922 Oelfrüchte und Saaten 17 474 8 501 Oelkuchen usw. 8 285 951 Vau- und Nutzholz 62 396 24 659 Eisenerze 140 243 110 137 Chemische Rohstoffe und Halberzeugnisse 15 413 4 638 Besonders auffällig ist der autzervrdent- liche Rückgang der Einfuhr von Oelluchen usw., der als Diehfutter fast unentbehrlich ist, und von Bau- und Nutzholz, ttotzdem die Reparationsleistungen ganz erhebliche Mengen Holz in Anspruch nehmen. Wie sehr die Eisen- und eisenverarbeitende Industrie durch Versailles beeinflußt worden ist, geht vor allem daraus hervor, daß die Einfuhr von Eisenerzen zurückging und daß die verminderte eigene Produktion zu einer Steigerung der Einfuhr von Eisen und Eisenhalbzeug führte: 1913 1922 Roheisen, Schrott usw. 4 608 9 514 Eisenhalbzeug 110 3 252 Die Ausfuhr verteilte sich auf die einzelnen Warengruppen (in 1000 dz) wie folgt: 1913 1922 Lebende Tiere 17 53 Lebensmittel und Gettänke 53 682 14 429 Rohstoffe und halbferttge Waren 590 255 142 719 Fertigwaren 93181 58 362 Die Ausfuhr von Lebensmitteln ist im Zahre 1922 naturgemäß außerordentlich zu- rückgegangen. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß nicht unerhebliche Mengen von Nahrungsmitteln in die abgetrennten deutschen Gebiete — Saargebiet, Danzig — gesandt werden müssen. Besonders auffällig ist der Rückgang der Ausfuhr von Zucker (in 1000 dz) 1913: 11262, 1922: 150, zurückzuführen vor allem auf den Produkttonsausfall infolge der Abtrennung Posens. Anter den Rohstoffen und 5}aEbfabrie taten, die gegenüber 1913 mengenmäßig um 74 Prozent zurückgegangen sind, fallen vor allem die Rückgänge in Brennmaterialien auf. Steinkohlen gingen fast um 300 MUl. dz, und Koks und Preßkohlen über 80 Mill, dz zurück. Ferner sind — um nur einige erheblichere Rückgänge anzuführen — noch besonders zu erwähnen: Eisenerze (— 24 Mill, dz), Roheisen L (- 8 Mill, dz), Kalisalze (— 7 Mill. dz). Bei der Ausfuhr von Fertigwaren beträgt der mengenmäßige Gesamtrückgang etwa 40 Prozent. Stärker sind vor allem die hvchwerttgen Textilwaren zurückgegangen. Die Außenhandelszahlen zeigen mit erschreckender Deutlichkeit die Nollage der deutschen Volkswirtschaft und ihre Ursachen. Die deutsche Anklage-Note wegen des Vorfalles in Essen. Berlin, 4. April. (WTB.) Der deutsche Geschäftsträgerin Puris wurde beauftragt, der französischen Negierung wegen des Vorfalls .in Essen folgende Note zu überreichen: Die Besonnenheit und Geduld, mit der die Bevölkerung des Ruhrgebiets lange Wochen hindurch alle Arten von Gewalttaten der Einbruchstruppen ertragen hat, haben es sticht verhindert, daß ftanzösische Soldaten an dieser Bevölkerung jetzt ein Verbrechen verübt haben, das alle bisherigen Untaten in den Schatten steift. .Am 31. März ha. n in die Kruppschen Werke in Essen eingedrungTies französisches Kommando, ohne angegriffen oder auch nur bedroht zu sein, in eine Menge friedlich demonstrierender 2Irbeiter hineingeschossen und ein entsetzliches Blutbad angerichtet. Dreizehn Arbeiter! wurden getötet, mehr als dreißig verwundet. Die Verwundungen sind zum Teil so | schwer, daß weitere Todesfälle zu befürchten sind. 3m einzelnen wurde über den Verlauf der Ereignisse von den deutschen Behörden folgendes festgestellt: Am 31. März morgens gegen 7 Uhr besetzten ftanzösische Militärabteilungen ohne vorherige Ankündigung in den Kruppschen Werfen die beiden Hallen der Last» und Personenkrafb- wagen. Während die Besetzung der Halle der Lastkraftwagen alsbald aufgehoben wurde, verblieb in der mitten in der Fabrik gelegenen Halle der Personenkraftwagen ein Kommando von einem Offizier und elf Mann, das die Halle beseht halten wollte, bis eine Kommission französischer Offiziere die brauchbaren Fahrzeuge ausgesucht und beschlagnahmt haben würde. Auf den Krupp-Werken bestand, ähnlich wie auf and r m Werken zwischen der W rk eitung und d m Tetrieb.au schuß der Arbeite. - u. Beamtenschaft die Verabredung, daß im Falle einer militärischen Besetzung ein Signal für die Arbeitseinstellung auf den besetzten Werkteilen gegeben werden sollte. Nachdem etwa um 8 älhr zwei Mitglieder des Betriebsrates vergeblich mit dem Führer des Kommandos verhandelt hatten, wurden auf Grund jener Derab- redung, und zwar im Einvernehmen zwischen dem Direktorium und dem Betriebsrat, gegen 9 injr als Signal für die Arbeitseinstellung in dem benachbarten Fabrikbezirk die Dampf- 1 irenen gezogen. Die Arbeiter dieses Bezirks verließen darauf die Arbeitsstätte und versammelten sich in großer Menge in der Umgebung der besetzten Halle, um gegen den militärischen Eingriff zu demonstrieren. Die Führer der Arbeiterschaft wiederholten ihren Versuch, das Kommando unter Gewährleistung seiner persönlichen Sicherheit zum Fortgehen zu bewegen. Obwohl der französische Offizier das Anerbieten ablehnte, blieb die Menge in voller Ruhe. Sie hat während der ganzen Zeit den Raum vor der besetzten Halle frei gelassen; auch wurden um IOV2 llhr die Sirenensignale eingestellt. Kurz nach 11 Uhr ließ jedoch der französisch: Offizier ohne jede Herausforderung durch die Arbeiter und ohne jede Warnung plötzlich das Feuer eröffnen. Rach dem ersten Schuh lief die Menge auseinander, wurde aber aus der Flucht noch weiter beschossen. Die französischen Soldaten haben dann die Kruppschen Werke verlassen, ohne daß auch nur einem von ihnen ein Haar gekrümmt worden wäre. Vergeblich wird von französischer Seite versucht, diesen Tatbestand zu fälschen und so über das schwere Verschulden der Desahungstruppen einen Schleier za werfen. Sofort nach dem Vorfall hack>die Havas-Agen- t u r Meldungen za verbreiten gewußt, wonach die Arbeiter das französische Kommando mit Revolvern bedroht, mit Steinen beworfen und mit heißen Dä mpf en angegriffen hätten. Die Agentur fügt hinzu, das ganze Unglück sei von entlassenen Beamten der Schutzpolizei provoziert worden, die man zu diesem Zwecke in die Betriebe eingestellt habe. Die vernommenen Augenzeugen bekunden übereinstimmend, daß keiner der Arbeiter einen Revolver hatte und daß sich die Menge trotz ihrer begreiflichen Erregung zu keiner Tätlichkeit oder Drohung hat hinreißen lassen. Die Havas-Agentur selbst muh zugeben, baf} die Soldaten nicht die geringste Verletzung erlitten haben. 3hrer Mitteilung über einen angeblichen Angriff mit heißen Dämpfen liegt nichts anderes zugrunde, als die Tatsache, daß hinter der besetzten Halle eine Schmalspur-Lokomotive stand, deren Abdämpfe in die Fenster der Halle eindrangen. Die Unterstellung, der Vorfall sei auf Veranlassung der Werkleitung von früheren Beamten der Schutzpolizei provoziert worden, ist zu plump, als daß sie der Widerlegung bedürfte. An dem Versuch, die Schuld an dem Vorfall» dem Direktorium der Werke zuzuschieben, will sich anscheinend auch der ftanzösische Befehlshaber in Essen beteiligen. Er hat am Tage nach dem Vorfall drei Mitglieder des Direktoriums und einen Abteilungsleiter verhaftet und ins Zuchthaus von Werden abführen lassen. Dieses neue Unrecht, das schuldlose Männer der Freiheit und zugleich das größte Unternehmen des Ruhrgebiets der Führung beraubt, kann den wahren Sachverhalt nicht verdunkeln. 3n Wahrheit ist von deutscher Seite nichts anderes geschehen, als daß die Arbeiterschaft auch in diesem Falle gegenüber dem rechtswidrigen Eingriff in ihre Produktivnsstätten ihren Entschluß bekundet hat, nicht unter ftanzösischen ‘Bajonetten zu arbeiten. Dieser Entschluß ist ebenso wie die ruhige Art, in ber er befunbet wurde, den ftanzösischen Truppen aus ihren früheren Erfahrungen im Ruhrgebiet genau bekannt, daß et ihnen nicht im geringsten Anlaß zu ihrem mörderischen Vorgehen bieten konnte. Die Verant Wartung für bie unheilvolle Tat fällt aber nicht allein auf bie französischen Truppen, fonbern auch auf bie französische Regierung selbst. 3n zahlreichen deutschen Protesten wurde ihr das gewalttätige Vorgehen bet Truppen im Ruhrgebiet immer wieder vor Augen geführt. Die Proteste sind unbeantwortet geblieben, und es ist nichts davon betarmt geworden, daß sie zu einem Einschreiten gegen die Schuldigen Anlaß gegeben hätten. So ist es nur zu erklärlich. daß die Vergewaltigung der Bevölkerung von Woche zu Woche gröbere Formen angenommen hat, und daß die französischen Soldaten es nun auch fertig bringen, durch skrupellose Beschießung der wehrlosen und friedlichen Menge zahlreiche Menschenleben zu vernichten. ' Die deutsche Regierung erhebt feierlichen Protest gegen die frivole Bluttat. Sie fordert für die Opfer und ihre Angehörigen volle Genugtuung und verlangt, daß die zur Bemäntelung der französischen Schuld verhafteten Personen sofort in Freiheit gesetzt werden. Die Note ist zugleich auch den übrigen Hauptmächten des Versailler Vertrages zur Kenntnis gebracht worden. Für die Hinterbliebenen der Ermordeten in Essen. Berlin. 4. April. (WTB.) Die Leitung des DeutschenDolksoPfers hat der Firma Krupp in Essen zur Linderung der ersten Rot der Opfer des Essener Blutbades 20 Millionen Mark überwiesen. Die deutsche Gesandtschaft im Haag hat dem Reichspräsidenten 4100 Gulden, gleich etwa 34 Millionen Mark, das Ergebnis der Sammlung der Herren de Bartz unb Rkendelssohn u. Co., übersandt. Der Reichspräsident bestimmte, daß der Betrag zur Linderung der Rot in Deutschland, insbesondere im Ruhrgebiet, Verwendung finden soll. Ein Ausruf der Kommunistischen Internationale Die „Rote Fahne" veröffentlicht ?inen Aufruf der Kommunistischen Internationale und der Roten Gewerkschaftsinternationale. Der Aufruf trägt die lleberschrift „Das Blutbad in Essen" und ist an die Arbeiter aller Länder gerichtet. Cs heißt darin: 3n Essen ist in breiten Strömen Arbeiterblut geflossen. 13 Arbeiter, mit dem Kommunisten Zander an der Spitze, fielen tot nieder auf dem Fabrikhof Krupps, und einige Dutzende von Arbeitern wurden verwundet. Rach einer Reihe Schandtaten, nach einer Reihe Grausamkeiten fängt der französische Militarismus an, dem Weltproletariat den Sinn und die Bedeutung der Ruhrokkupation mit Feuer und Maschinengewehren zu beleuchten. Die Arbeiter Frankreichs werden aufgefordert, im ganzen Lande in kraftvollen Demonstrationen gegen die Herrschaft der französischen Bajonette über deutsche Arbeiter Protest zu erheben. Die Arbeiter Deutschlands, die Arbeiter des Ruhrbeckens sollen durch Verbrüderung mit den französischen Arbeitern eine einheitliche revolutionäre Kampffront gegen den internationalen Kapitalismus schaffen. Wie die Franzosen im Trüben fischen wollen. Bochum, 4. April. (WTB.) Der Kommandierende General in Essen, Zacquemot, richtete heute an die Gewerkschaften folgendes Schreiben: Der Kommandierende General widersetzt sich nicht der öffentlichen Bestattung der am 31. März gefallenen Arbeiter unter der Bedingung daß die Ordnung nicht gestört wird, weil er der Ansicht ist, bafr die Ereignisse lischt durch die Arbeiter selbst, sondern durch die Vertreter des Kapitalismus verursacht worden fmb, die die Arbeiter gegen die Franzosen aufgehetzt ‘haben. Neue Uebergriffe. Gladbeck, 4. April. (WTB) Der stellvertretende Bürgermeister von Gladbeck, Stadtbaurat Dr. Kern, ist wegen der Verweigerung von Betten an die Besahungsbehorden vor ein Kriegsgericht gestellt worden. Am gestrigen Tage wurde in Gladbeck die Post von der Desahungsbehörde auf verbotene Zeitungen aus dem unbesetzten Gebiete untersucht. A ich die Postboten wurden aus dem gleichen Anlaß auf den Straßen an gehalten und durchsucht. Köln, 4. April. (Wolfs.) Legattonsrat Dr. Zechlin vom Auswärtigen Amt, der sich in Düsseldorf aushielt, um eine Verbindungmit ausländischen Journalisten zu erhalten und sie über die Lage im Ruhrgebiet zu unterrichten, ist am Sonntag mittag von den Franzosen verhaftet worden. Gründe liegen nicht vor. Es handelt sich lediglich darum, daß die Franzosen die objektive Berichterstattung ver- 'binbern wollen. Die ausländischen Berichterstatter sollen lediglich auf das französischr Znsormations- bureau angewiesen sein, das von amerikanischen Zvurnalisten bereits verächtlich als staatliche Garküche bezeichnet werden ist. W ies baden, 4. April. (WTB) Mildern 74jährigen Stadtverördnetenvorsteher Dr. Alberti wurden gleichzeitig noch weitere neun Personen ausgewiesen, darunter Generalleutnant a. D. de ©raaff, der Generalmajor a. D. Kofsack, Oberleutnant a. D. Werner und Major a. D. Göring. In allen diesen Fällen wurde mit besonderer Härte verfahren. Der jetzt 66 Zahre alte Generalleutnant de Graafs hatte sich seit drei Zähren von jeglicher polittscher Tättgkeit zurückgezogen. Besetzung des Bahnhofes von Herne. Berlin, 5. April. Die Blätter melden aus Essen, daß gestern nachmittag der Bahnhof Herne von den Franzosen besetzt worden fei. Sie richten eine Kontrollstelle für alle durchfahrenden Züge ein. Als sie die Absicht äußerten, sämtliche Wagen mit Kohle, Koks und Rebenproduften zu beschlagnahmen, um sie aif der militarisierten Strecke nach Recklinghausen abzurollen, wurde von den Eisenbahnern darauf hingewiesen, daß in diesem Falle ein Verbleiben der deutschen Beamten im Dienste nicht mehr möglich sei. Der Personenverkehr soll vorläufig nicht behindert werden. Die Wariesäle des Dahn- bofd tourben mit Truppen belegt. Ein Eisenbahngeleis bei Essen beschädigt. Bochum. 4. April. (WTB.) 3n der Rächt vom 29. zum 30. März wurde in der Rahe von Essen ein Eisenbahngleis gesprengt und ein unweit davon liegendes Haus beschädigt. Der Landwirt Grote, der Polizeikonnnissar Montel- ruck und der Bergmann Rover wurden verhaftei. Eine interalliierte Konferenz in Bonn. Paris, 5. April. (WTB.) Heute findet, wie die Morgenpresse mitteilt, in Bonn eine interalliierte Konferenz statt, um die Regie der Eisenbahnen zu regeln, sowie gewisse andere Fragen, die die Ruhrbesehung betreffen. Es werden der Beratung beiwohnen der französische und der belgische Oberkommissar, General De^ goutte und ein Vertreter der Ingenieurlommis- sion. Tirard werde sich, nach dem „Petit Pa° rifien“, am Freitag nach Düsseldorf begeben, um dort den Minister Le Trocquer zu empfangen. Die Liebestätigkeit der Quäker. Berlin, 5. Aprjl. Wie der „Lokalanz." hort, ist eine Abordnung amerikanischer Quäker in Berlin eingetroffen und gestern vom Reichskanzler empfangen worden. Die Mission kam aus dem Ru'hrgebiet, wo sie sich über die Lebenshaltung der Kinder unterrichtet 'batte. Die Abordnung hat festgestellt, daß die Kindei-speisung dort regelmäßig vor sich ge'ht, soweit nicht Schwierigkeiten durch den Eisenbahnverkehr entstehen. Sie überzeugte sich von dem ungeheuren Esend'der deutschen Zügen d und stellte fest, daß die Schwindsucht unter den Kindern bedeutend angenommen hat. Das Mitglied der Mission, Scattergood, kehrt nach Amerika zurück, um die dortigen Quäker zur Bereitstellung größerer Mittel für die Kinder- speisung in Deutschland zu veranlassen. Deutscher Flugzeugerfolg in England. Das deutsche Auslandsinstitut schreibt: Wir sind in der Lage, über einen durch- schlagenden Erfolg der deutschen Flugzeugindustrie zu berichten. Kürzlich landete im englischen Flughafen Crotzdon das deutsche Verkehrsflugzeug „Komet". Diese Maschine, welche von den Dornier-Metallbauten in Friedrichshafen hergestellt wurde, erregte die allgemeine Bewunderung der englischen Fach" und Tagespresse. Die Engländer erkennen ganz offen den beträchtlichen Vorsprung, den die deutsche Flugzeugindustrie gegenüber den verbündeten Mächten besitzt, an. Wenn man bedenkt, wie scharf die Vertragsbestimmungen des Versailler Friedensschlusses auf dem Gebiet der Luftfahrt sind, wie Frankreich von vornherein alles getan hat, um jede Entwicklung des deutschen Flugzeugbaues zu unterbinden, so ist die Tatsache, daß trotz allem, ein sicheres und schnelles Ver- kehrs-Flugzeug geschaffen Werden konnte, doppelt bemerkenswert, zumal diese Maschine genau den Begriffsbestimmungen der Entente entspricht. — Die Engländer, die sonst sehr nüchtern und berechnend sind, fern von jebem Ueberschwang, sind diesmal jedoch ehrlich begeistert und vor allem sportlich interessiert. Wie die nachfolgenden Prefse- ftimmen zeigen, haben die Engländer einmütig nur Worte der Anerkennung für die deuftche Leistung. Sheffield Daily Telegraph schreibt: Roch nicht tot. — Deutschlands epochemachender Fortschritt im Flugwesen. Der erste Ganzmetall- Aeroplan, der den Kanal überflogen hat, tarn gestern auf dem Flugplatz in Croydon an. Diese Ankunft kennzeichnet eine neue Aera auf 'dem Gebiet des Zivil-Flugwesens. Es waren einige Passagiere m dem Flugzeug und die Reise war trotz schlechtem Wetter zurückgelegt worden. The Aberdeen Zournal: Das Flugzeug kann mit einem nur 185 ?. 8.°Motor sechs Passagiere befördern, und ist den zeitgenössischen englischen Maschinen wett überlegm. Zufolge der interalliierten Kontrolle des deut.chen Flu wetans waren die Deutschen gezwungen, mit geringfräfti- gen Motoren zu experimentieren, was den Erfolg hatte, daß sie mit 185 P. S. die gleiche Anzahl Passagiere mit der gleichen Schnelligkeit transportieren können wie englische Maschinen mit 400 P. S. The Rottigham Guardian: Großes Znterefse ist auf dem Flugplatz in Croydon durch den Gegenbesuch Les deutschen Zivil-Flugzeuges hervorgerufen worden, der in Erwiderung des kürzlichen Besuches des D. E. 34 der Daimler- Gesellschaft in Berlin erfolgte. Rach verschiedenen Verzögerungen, durch das schlechte Wetter bedingt, ist dre Maschine endlich angekommen. Es ist dies das erste deutsche Flugzeug, welches London in guter Absicht besuchte. Die Maschine, die nun angekommen ist, tfl ein Dornier C 3 Ganzmetall-Handels-Eindecker. Obgleich er tatsächlich nach den Einschränkungen des Versailler Vertrages mit einem Motor von 185 P. S. gebaut ist. ist er für 6 Passagiere eingerichtet, ebensoviel wie einige englische, die mit dem Rapier Lion 450 P. S. Motor ausgerüstet sind. Vorkshire Oberserver schreibt u. a.: Die Deutschen brauchen die britische Unterstühang für die Entwicklung von Luftwegen über Rvrd- europa. Wenn dieser Plan ausgeführt wird, fo wird er für dieses Land mckhr Geld bedeuten, und wenn man in Betracht zieht, daß die Deuftchen bereits den Beweis erbracht haben, daß sie derartige Schranken, wie die Begrenzung der Pferdekraft ihrer Maschinen, umgehen können, würden wir jedenfalls ittchts dabei verlieren, wenn wir die vorläufige Bedingung für das Abkommen bewilligen, nämlich die Beseitigung einiger der dtzx bestehenden Verbote. Aus alledem ersieht man, daß im Gegensatz zu der unversöhnlichen Haltung Franfteichs, bie Engländer gern bereit sind, mit uns zusammen zu arbeiten. Daß sie dabei verlangen, daß der mrnLen ^MHnnmmyrn tafen müßten, dünke ein $mtfd)-fnqlifd)rr ^luqbirnft. Boife- ttnrb am 16 iMtl dir Aach bet .Boss. den dura X lei—18 a I m 6, Hambnr rsr" rtf 6fl et 43 n r | 4*9 6 Go fi»6 killtet iruW 60. x-e-V-Nei •Mn Den fltebern "4 Öirtnöi V* 2r 1 «» b Ung" so kbertttnf* In forgfältfe er» auf der bW anffobenb an die <3rb» Hal le twmrfi recht »uirietem“«-« Der Trfl n her fld» und bi ■e f«6l n I «tz ,r* rneten ertetternben noch manches Potte New *ni ■* Ä bu Die Beamt« und Angestellten des Finanzamt» Dieben haben al» bettle Xate für da» Deutsche Bolk«opscr 88 050 Mk. gespendet. ür au»fletolefene MMbcil b. 6m i ntft ?r i um r Fürsvr ®lfcnbabner. Grvfrn-Ltnb«. Senft Simon aus 'Äibwn, XreU Alsfeld, zu Uebtvm an bex Bslksichale Die AuffÜdrung erriet de einen vollen Orfofa: fle ertretfle IedhafreflugtUlchk. ngkau^lchuh schlug durch Schiedsspruch das Weiterbestchen Der bisherigen Lohnregelung bis auf weiteres vor Für Bad-Mut heim ist brr Schiedsspruch bindend Für Giesten erhielten Die Stmitteite Srklärungssrift Den XünNgungsesnspruch eines Angestellte» des Finanzamts Giesten wies der Schlich tungsousschutz ab Aach dem Betriebsrütegefttz war der Einspruch unzulässig, denn das Borverfahren nach den 84 unh 86 des Gel hetz war nicht ein gehalten. Die DemobilmachungA» | Verordnung kam nicht in Betracht, weil ^runb für die Verweigerung Der Wmterbeschäftigung nicht Die Absicht war, die Ar bei tnehmerzahl zu vermindern. 3n der Antraasfache des Deutschen Holz» arbeiierverdandes w^gen Wiedereinstellung eines fristlos entlassenen Arbeiters des H Himmels- bachschen Sägewerks in Aibba befchlost der XostenberHandelskammeritz vom Helf MnUfterrum für Arbeit und Dir ichaft bis a ck wertere« aut 30CC Black sestqetetzt worden Blef -r Betrag fcnn noch für Dai' Rechnung»:ahr 1922 Anwenba g hnDen. infotreit die endgültigen Beträge noch nuht um gelegt find. - Das neue Schuljahr der Bolls » und Fortbilbungsschule ist Gegensta.ch einer amtlichen Bekanntmachung bi unserem oeu- tiqen Anzeigenteil. Wir empfehle» diese Beröstent- lichung der sorgsamen Beach tu g der Onterrssenten. — 25 Ja hre im Dienste der Stadt MU Beginn dieses Monats konnten drei Beamte der Stadtverwaltung auf eine 25»ihrige Tätigkeit im Dienste der Stobt zurückblicken Gs waren dies: Benralkungsoberinspekwr Rot Hamel am Frankfurter Frühjahrsmesse. Aus Frankfurt a BL wird ans ge- schrieben Biil Beginn der diesjährig« Frühjahrsmesse 'vom IS.—21. April» w-rden auster dem neuerr.ch- teicn 'Beitegütc.SiDrt. cf zwei neue M«sthäuf«r ihrer BHlimmung übergeben Während der weite Mestelompte» für de flüchtigen Aefchauer in ttefftet Bube Ug wuchsen neue Hallen auf. werde» Unterkunft leie für die Industriezweige, die Zit Politik des TtaafssrkrrtärS Hnqhrs. Paris. 5. April. (TBXBj Aach einer Mel- düng des .Aeutzork Herold" aas Dashington ' freier Hug des vorc 27 April vor einer internationalen Konferenz von Aechtsanwält^i eine wicht-ge ®rfl3runa abgeben, die sich mit dem internationalen G« richtsbvs befchäft.at Gerüchtweise verlautet «>uch datz er am 16 April in einer Adresse an die Bereinigung Daughters ef the American über die auswärtige Politik sprechen werde (Sine Reise drS Kardinals v. Faulhaber nach den Bereinigten Staaten. München 4 April ITWIf.) Xarbtnal von Faulhaber hak unmittelbar nach den öfter- fei erlagen mit einem Dampfer der Hamburg- 2LTwiito-Vtnte eine Beite noch den Bereinigten Staaten angetreten. um In einigen Staaten Predigten und Bort rüge zu halten Die Beite hat nicht politische», sondern rein karitativen gibt bekannt: Wenn mit Familie auSgewies?nc Beamte ihren Hausstand in da» unbetentr Gebiet verlegt, aber nicht eingerichtet, d h die Möbel untergefkflt haben, so ist Tccnnungsentschädiaang für unentgeltliche Unterstellung Der Möbel yi 'gewähren Dieselbe rrmnungsentschädigung ist zuständig, wenn der mit Familie ausgewies.-ne Beamte seine Möbel am bisherigen Wohnort zurückgelasfen bat. Bei Prüfung dieser Aus gab m ist nicht engherzig zu verfahren. Besondere Ausführungsbestimmangen zu dem Gclast vorn 6 Februar ergeben demnächst. Diese werden auch Näheres darüber enthalten. In welcher Höh« Xoften für Grsatzfuhrwerk erstattet werben, bas tn Anspruch genommen werben must, wenn brr Gisen bahn verkehr zwischen Wohnort unb Dienst- ort gesperrt ist. Auch barüber wirb Bestimm ang getroffen werben, welche Gebühren Den Beamten tn solchen Fällen zuzadilligen sind, wenn der Weg zu Fuh urüdiielegt tocrbei muh ADB Der Scheckverkehr mit der Aetchsdahn. Wie bereits berichtet, hat der Aeichsvertehrsminister die Annahme unbestätigter Schecke bei Fracht- und Aachnohm^ahlungen versuchsweise genehmigt Born 1. April ab werben also Schecke allgemein an Zahlutwsstatt angenommen. weim die Genehmigung olcnu von ben GifenbahnVerkehrsämtern erteilt ist, die über Bertrauenswürdigkeit und Sicherheit des Schrck- aussiellers eine Auskunft einbolm. Schriftliche ober münMldx Anträge auf Ausstellung bi der GenehmtgungsouSwetse sind an bie ttitenbabn- Verkehrsämter zu richten Der Antragsteller erhält bann einen Ausweis des Berkehrsamts. Der bei jeder Derartigen Zahlung Dem Xaffcnbeumten vorzulegen ist. Zur Deckung der Selbstkosten für Einholung Der Auskunst sind 500 Bit zu entrichten. Sind mehrere Ausweise für gleichzeitige Scheckzahlung auf mehreren Bahnhöfen erforderlich. so find für jede weitere 3u , Ärübe voll und ganz in ihre Kotten auf^ebe-* w e NI hei der heutigen Auttübtnng brr >rll wat Bei Der BeHDur^i der Kotten ixut um *.-lr glückliche Hand getixiUet Sh« Datf des eitlen und selbstsüchtig«, trotz feiner Bei an i e. gvni« aus Trtest und Leopold Kahn im» Ärte» nach J .^gtfam: fetzten bte beiDen 2300 Stück tJ'b'brtw um. Dtc fle von dnem gewiss« Ja über auf Wien erhalte» hatte» Di. Falsch-' gelDtabrik ward« wenige Tage »ach Der Verhaftung der Frank' -ter in Wten ermittelt und a!iz Der eigenrttche H :«l er der Dorttae EheTntanLph Morir Zlstmsrn ort- ftet 3n Zitzmanns Wohnung befer', lich auch d? mit allen nenzeMich« S nrichtanar verteb-n Serfftätte. Als Gelb- geber für Di« Finomzlerung btt Fäl'chttwerkstätta «rm.leite man ben gal.i.'chen Kaufmann Ttai Aofenst tauch den po.nifchen Kaufmann S g- mund C i g a 11 unb ben rumänischen Handelsmann Stegs rieb Saraga Das Lnemartonak Ä.eebkn: konnte leidet noch nicht verhüttet werden. Man nimmt an. datz Dief« Drei lev: genannten sich augenblicklich in D.uckchtanb au 'ball« und versuch« wollen, noch weiter, talfche Boten an den T.Lzrm zu bringen Siegfried Saraga weilte bereits tm vorige" Monat in fronstun und oetforg» Die hier oectti'^A* Leute mit Den Falsch»chein«. — Die Kriminalpolizei ver ^ttete im Monat März 733 Petf on« und bearbeitet« 2906 Sknaf- fach«, nämlich em« Doefchlaa»verlach. 5 Aaub» Überfälle. 371 Dirbstädle 951 Etnbrüch«. 742 stete nere 3 gwitumfvergeben. 262 Brtrügertf«, 126 Unterschlag ang.m. 3D Münzverbtechen. 13 SiN- lichketllng- C 4) ti* In brieten atötzten Matzstabe» beging« und Viele Mitmenschen um fetn hohe Summ« bell U 9 Stabt unb Canbe Giesten. bet 5. April 1923. Da- Deutsche VolkSopser. 3n ber Geschästsstelte des .Giesten er Angers" gingen für unser« bedrängt« Volksgenosten im Bubvgebict und am Bhein weiter ein: G Eberl 1000; Direktor Otto Bergen, L Fa. vchassfiaedt G m b H. 3. Bat«, 10000; Eitf Bowack. 2. Bat«. 20 000. Heinrich Bär. Heizer ber Unih.-Aug«stinlk, 1500; G B 1500. La.ib- 5tag«bbimb Harbach 10 00? H H Otto Göbel 50 000, Bezirkssparlasse 8500. bie übet Dem Durchschnitt Dessen. iha< beut« vtettach unter brr Flagge des Lustspiels segelt 3nxir ist da« Thema von dem von verliebten Weibchen umschwärmten unb mit fetten .Gänsen" aus den Wegen der ehelich« Untreue wande.nden Ktavtervirtuc>s«t nicht gerade neu — im täglich« Stetem sind derlei KünstletgelchehniNe - nach E .-><734* aixrr des z Z. rjbenbtn Werl- pa/ettxrlebrt auf 10 6«t. für ie 1003 030 HL Dei* Werrangade betrag«, dte B«Hanfeungtzgecühr 10 Cent Di« sonstig« Bor'cheiften Dtetfe-n ur- verändert. Die Umrechnung der raffte xnben Golbtrantenbeträg« in Die Martwähruni erfolgt nach Dem »«weil« für Dan 2u»tanD«o«rkehr gültigen Gegen wer' Des Goldfrank« * Bornotizeu. — Tageskalender für Don nerstaa StadUHeater. 7 Ubr Smfoniekongerl des Frankfurter Slnfonteorchefiers. ßeituna Karl Xnufel vorn biefig« SraDtiheater. — Detaillistenverein Al«'«. 71 : Vfe. Bortrag tm .$inbe.-iburp" über .2te-e Weg« und Zie^r in der Organisation des Einzelhandels" — fltenograhbent ««« MöJ n»g > FälschLLrld. chen Kau^rkstStie Va ru^l|Ä?$Q- • ^s i^deL ) nicht Ä^k drei sAtet wer. Ichlvnd aUÄnanritM' «lÄ ten unb ftSBäs ä4’ä: uhorR^^en 12« '»,£# und 324 W*Ä HÄ?« ferl" _r da die ntuttej X^T Allem, s?k?Qltun9 des rtb ' dtttrauemde Tochter »Mm Mm, De^ s Lebrecht? In wenigen ®?W. heiratete das r^n, Verlebte die Helga und traf dann n für die Abreise nach . Polizei. Sie nahm die ) fest und entpuppte sie -ochstaplerinnen, er dem Aamen .Helga n Don Lieven-Dem idoff, hserlmg" Schwinde»' stade- begingen und chr hohe Summen be- )t ist aber die Gefchchte irch feine .Verbindung' Schöllkrippen" um fein vermögen gekommen ist. A, 4. April. Dei einm n Freunden brachte der gge aus Luzern die lionen Marl durch )raht aus. Um aber fein len xu können, pumpte Millionen an. Als er ^chlichtungsauSschuß auf len Antrag des $tHa- arbetterDer banber- salbst die Aussetzung des Ver- fahrens gemäß $ 86 Absatz 2 des Betriebs cäte- gesetzLs. Kirche und Schule. •• Kirchliche Dien st Nachricht. Der «»angellsche Pfarrer, Kirchenrat Emil Münch ni Schotten, wurde auf sein Nächsten, enter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Mai 1923 in den Ruhestand rerfctit. Turnen, Sport unb Spiel. I Gießener Radsport. Der dem Gau IXa des Bundes Deutscher Radfahrer angeschlossene Gießener Rad- fahrer-Decein 18 8 5 C D. eröffnete sein diesjähriges Sportprogramm mit einem Anfahren am Sonntag, 25. März, lieber 50 Fahrer beteiligten sich an der schonen Rachmittagsfahrt mit dem Endziel auf der Karlsruhe. Reben den lvanderfahrten. Rennen usw. werden größere und kleinere Abteilungen des Bereins regelmäßig :in Sonn- und Feiertagen Früh-, Rachmittags- unb Tagesfahrten in herrliche Teile unserer näbc- in und werteren Umgebung unternehmen. A ißer em Anfahren wurden bis jetzt »wei weitere euren, und zwar am Karfreitag nach der Honig- । ühle und am 2. Osterfeiertage durch das Lumda- lal, gefahren. Für die Rennmannschaft des Vereins bogarm am 2 Osterfeiertag früh das Programm mit dem 50-Kilometer-Straßenren- nen von Gießen nach Marburg und u rü cf. Sieben Fahrer wurden vom Start ent- assen. Als erste Fahrer erreichten R e u n i n g mtb W. Zinsser das Ziel: Reuning konnte vor feinem Kameraden Zinsser in schönem Endspurt den Sieg erringen. Trotz des nicht besonders ginistigen Wetters wurde von sämtlichen Fahrern jehr gut gefahren unb hatte bereits 8 Minuten rach bem Sieger der letzte von den sieben Fahrern das Ziel erreicht. Ergebnis: 1. W. Reuning 1 6t. 43 Min., 2. W. Zinsser, 3. K. Rieger, 4. Er- brn Wagner, 5. W. Don-Eifs, 6. Emil Heß. ; 1. Gg. Zmsser. Das Mitglied des Vereins Aug. Deibel fuhr am 1. Ofterfeiertag das große Straßenrennen Berlin —Leipzig, 170,9 Km. Die Teilnehmerzahl von über 500 Kahrern, wie auch hie Fahrzeit von 5 Std. 8 Min. waren Rekorde. Mbel hatte eine sehr ungünstige Startnummer 1502) und zum Pech, als er nach großer An- firengung die Spitze nach 20 Km. erreicht hatte, kolb Reifenschaden. Trotzdem erreichte er immer noch als ungefähr 50. Fahrer das Ziel. Sn ff Anbetracht das Pechs und der großen Teil- ix^imerzahl immer noch eine sehr beachtenswerte I Leistung. Die 6er-Kunstreigen-, sowie 2er-Radball- mannschaft, beide Gaumeister des Gaues 9 a, Karten am kommenden Sonntag in Stuttgart um die Kreismeisterschast. Sn diesen beiden Zweigen des Saalsports hat der Verein gerade in letzter Zett noch gute Fortschritte gemacht, welche e ihm ermöglichen, auch erstklassig befette Konkurrenzen zu bestreiten. Kurssteigerungen. So stiegen Harpener um 12 000, he des bis 5000 Prvz. Airia früher gewesen war. als Schwägerin moch» itb jlen konnte, traf er lot» ins besetzte Gebiet, genblid von ba Polizo uß der Provinz sfen. i 4. April.) d ves Dollar- dem Zreiheilsbcmm SirfCL21 300, Roman von Clara Diebitz,. TD. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) - , ,u beet Der Friedensrichter Adami fuhr nach Kob- Sh. Es war ein leuchtender Sommermorgen, M fein Chaischm an der lleßmühle vorbeirolltr. allen.fr §örte die Hühner laut gackern und die Tauben rren — die Heßmüllerin fütterte die wohl ^fchinen) x^kMten fcti? Er sah im Geist Varia ble junge Frau, mna ist dem Hofe stehen, vor xhr dasbunteHuhner- Sbatb etil- K[t, emsig die Korner pickend, und um ihr dank- tnnstleE^z, Haupt flatternd, die weihe Wolke der Rauben. Kaufes >st ^miffen 13hb der junge Ueßmüller stand in der Haustür zu eine^ L''«d sreute sich an bem schönen Bilde. Gott sei als alle. M $mf, daß die beiden dufammenge!ommen roarm, My allem! Sie hatten es nicht leucht, dre Bruder 7t diese ll fit imcen uneins mit dem Martin: so lieb ihnen die l'^Leinlcilu"^ icke Taria früher gewesen war. als Schwagern moch- Dran^tzerocdenA sie die Tochter des Angeklagten Hans Bast ich nicht. Die Brüder hatten sich nun endlich iatMn geeinigt, daß sowohl der Hubert wie der .. Mila auf den Hof des Schwiegervaters zogen: .si bie Die^, isu ließen den Martin n*t seinem Weib allem mrubau lRlan di-Z-z^der lleßmühle sitzen, den Moselanerinnen war hie 2lE^ ohnehin zu einsam gelegen und nicht sonnig llmug. Ser DrÜd-r M am Vermögen bte5 «jijout^® Hif der QKüble stehen. Jäbami hatte schon öfter einen Besuch bei bem irtitd. ^LrfjrtM Jij hflen Paar gemacht, heute hatte er Scheu, emen nd Die K ihnen zu sprechen. Wenn die Mana wußte, x>n vird- .'’ßavten i® . kf) er morgen zu ihrem Vater ins Gefängnis ^ojemc^^abtcull. tat! Das würde alles, was sich eben hatte müh- Q^ter t bem ai ilfe1 beruhigen lassen, wieder aufwühlen in ihr. hiflt I'1* : 9Ü von Angst zu Angst, von Kummer zu K im- ’J be$ <5' 0^ ;,=t gehetztes Gesicht war wieder runber geworden ^htna ^.wgendlich weicher. Sn dem Blick, mit dem für I: isnen Mann ansah, keimte etwas von Gluck, hc? .-mit r61 < hatte das beobachtet — sollte er diesen Keim schon wieder vernichten? Kirchliche Nachrichten. Oft. Religionsgemeinde. GotteSb. i. b. Synag. SübanL). Samstag, 7. u. Sonntag, 8. April: Pass ah- jrsl-Enbe.Samstag. Vorabb. 6.45, morg. 8.30, Predigt, lochm. 4, Sonntag. Vorabb. 7.55, morg. 8.30, abbs. 130. u. 8 Uhr. — 3fr. ReligionSgesellfchaft. Samstag. 7., u. Sonntag, 8.April: Passahfest-Gnbe. 7. Tag: Tocabb. 6.40, vorm. 8, nachm. 4. 8. Tag: Vorabend 155, vorm. 8.00, nachm. 4. Festesausgang 8 Uhr. Dochengottesdienst morg. 6.30, abds. 6.30. Sandel. Berlin, 4. April. Börsen st immungS- biCb. Nachdem der Ultimo ohne die vielfach be- :banb der CBäder ; Höhung der Lohne der /- unbMWcim. Str,, [ug durch Schiedsspruch bisherigen Lohnrcgelung S iir Dad-Äauhäm ist der " , . . . ffljphpn »Miellen die fürchteten Schwierigkeiten vorüberaegangen ist mb der Geldmarkt wieder eine größere Flüssig- r * AnoMlta ki( »eigt, setzte der Verkehr der Börse nach der sprach Mg fchstägigen Unterbrechung wieder in recht fester Haltung ein. Bei den Banken und Bankgeschäften ) def ^?La 3ot» sich in der Zwischenzeit ziemlich erhebliche ^lässig, dell'!, g.puxxj Kaufaufträge, namentlich von auswärts, angefam- 84 und 86 »J«. nelt, die vornehmlich den zu Einheitskursen ge- Gie ^"5 ffirunb hudelten Sndustriepapieren zugute kamen. Bei n Detracht, weu. »nhälttrismähig lebhaften Umsätzen erfuhren im der Dellerbefy! 8 .^hverkehr einzelne Werte ganz beträchtliche ArbertnehmerM »» 0,-180000, 17000,-180000,- TelluS Bergbau . . . IteOO—18800— —— —— Haniburg-Amer. Pake 44000— 52000,- 46000,- 51700,- Norddeulscher Vloob . 28000— 34250,- 28750,- 32000,- ZementmerkHeidelberL 16600,- 21000,- -— —— Philivv Holzrnann . . 10500,- 125v0,- 13509,-L320u— Anglo-Cont.-lAuano. . 87000,— —,—95000,—104500.- Badiiche Anilin .... 3i>000—3<520f-3'20;o,-380:’O— G.Idschniidt 34000,-35500—3290t,—34900— (örievbeimer Tlectron.28400—2->40ü-2650Ü-300^ch— Höchster Farbwerke . 27000,—2900Ü—28090,—30009— Holzverkoblung 27000—30750— —— —— Nütgers werke 37250,-40000—:3800a—42000— ^cheideanstalk......3400il,-*3S500— —— —— «Ng. Elektri-itcttS-Ges. 18900—21750—M0^—2250^— Bergmann 41500—44<>OO—42000—44000— Schuckert .42000,—4200V-41750—47750— Siemens & Halske. . .58000—6000(^—5775(^—63000— Mainkraftwerke. . . 6360— 7000— —— —— Adlerwerke Stleuet. . . 10000—13500—11000,-14000— Daimler Motoren. . . . 10500—13000—10900,-14000— Heyltgenstaedt 28100,-31500— —— —— 2)teauin 26009—32900—27000.-34000, - Metallges. Frankfurt. . 46500.—57500,- —— —,— Schuhfabrik .Her» .... 79000—10000,- -— -— Sichel 13950—16400,- —— —— Zell'toff Waldhof .... 2950Ü-37400.-30300,-37750— Zuckerfabr.Franrembal 15000—1980^- —— —— Zuckerfabrik Waaoäusel 15000—20U00, —— —— Franksurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Datum 3. Avril 4. Avril Amtl. Notierg. Amtl. Notierg. Geld Bries Geld Bries Antw.-Brllssel . 1190,50 1205 50 1167— 1173,- Holland 8339.10 8:180,90 8304.20 8345,80 London 99126,55 99623,45 98503,10 98996 90 Paris 1404— 1411— 1361.60 1368.40 Schweiz 3927,65 3947.35 3885,25 3904,75 Cvanien .... 3279.30 3295,70 3141,85 8258,15 Jialien 1062D 1067,65 1057,35 1062,65 Vissabon-Ovorto —— —— —— Dänemark. . . 4039,85 4060,15 4029,90 4050.10 Norwegen . . . 3740.60 3759,40 3810,45 3829,55 Schweden . . . 5623,40 565L60 5598.45 5626,55 HelsinnlorS. .. —— —— —— Sleunork 211.i6.85 21300,15 21137— 21243,- Teulsch-Oesterr. 29,92 A>08 29,88 30.02 Budapest. . . . 496,25 498.75 473,80 476.20 Prag 628,40 631,60 627,95 631,05 Agram 21L50 212,50 ——-- Dan knoten. Frankfurt a.M., 4. Avril. Brief Geld Schweizer Noten 3935— 8865 — Französische Noten 1371— 1359— Dänische Noten 4075— 4005 — Schwedische Noten 5600 - 5500 — Holländische Noten 8390— 8270— Deutsch'De'terreich L 100 Kronen 29 90 29.40 Amerikanische Noten 21375— 21125— Englische Noten 99375— 98375— Fialienische Noten 1061— 1049— Belgische Noten 1161- 1149— Ungarische No'en 440— 420— Tschechoslowa''ische Noten .... 637— 617— Norwegische 'Noten 3785— 8715— Rumänische Noten 96,50 93,50 Spanische Noten......... —— i Märkte. Berliner Produktenmarkt. 'Berlin, 4 April. Am Pr^dakten- Markts nd heu'.e wesentliche Pr isveränderungen nicht zu verzeichnen gewesen. Aus der Provinz ist das Getreideangebot weiter klein, und höhere Preise für Roggen wären zu erzielen gewesen, trenn nicht billiger gestellte ausländische Forderungen für amerikanischen, wie nordrussischen Roggen Preiserhöhungen der Snlandsware verhinderten. Dei Weizen ist der Preisunterschied zwischen Sn- und Auslandsware noch nicht gan- ausgeglichen, aber doch immerhin erheblich verringert, so daß das inländische Angebot trotz des befriebigenben Mehlabsahes auch nur letzte Preise erzielt. Gerste war in guter Ware schwach angeboten. Für Hafer erhält sich die feste Stimmung, in den übrigen Artikeln war der Verkehr mäßig. Weizen, märkischsn 46 000 bis 47 000 Mk. (fest), Roggen, Märkischen 42 500 bis 43 000 Mk. (fett), mecklenburgischen 42 500 bis 43 000 Mk., Sommergerste 32 000 bis 33 000 Mk. (fest), Hafer, märkischen 36 000 bis 37 000 Mk., pommerschen 34 000 bis 35 000 Mk. (fest), schlesischen 34 000 Mk., Mais, La Plata, loco ‘Berlin 44 000 bis 45 000 Mark (fest), waggonfrei Hamburg 41 000 bis 42 000 Mk., Weizenmehl (100 Kilo) 130 000 bis 140 000 Mk. (fest), Roggenmehl (100 Kilo) 115 000 bis 128 000 Mk. (fest), Weizenkleie 21 500 bis 22 500 Mk (fester), Roggenkle e 24 COO Mk. (fester), Raps 80 000 bis 82 000 Mk. (behauptet), Leinsaat 80 000 Mk. (behauptet), Diktoriaerbsen 65 000 bis 70 000 Mk., kleine Erbsen 50 000 bis 55 000 Mk., Peluschken 50 000 bis 58 000 Mk., Ackerbohnen 36 000 bis 40 000 Mk., Wicken 50 000 bis 65 000 Mark, Lupinen, blau 45 000 bis 50 000 Mk., gelb 60 000 bis 80 000 Mk., Seradella, alt 70 000 bis 90 000 Mk., Rapskuchen 28 500 bis 29 000 Mk., Leinkuchen 50 000 bis 55 000 Mk., Trockenschniyel 13 500 bis 14 500 Mk. Rauhfutter: Weizen- und Rvggenstroh, dvahtgeb. 13 000 bis 15 000 Mk., Haferstroh, drahtgepreßt 10 000 bis 12 000 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 13 500 bis 14 500 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Vormahd 15 000 bis 17 000 Mk., Rachmahd 13 000 bi« 15 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.) Frankfurter Getreidemarkt. * Frankfurt a. M., 4. April. Das Geschäft war in den ersten Morgenstunden sehr ruhig. Von feiten des Devisenmarktes fehlt es an Anregung. * Die Preise für Weizen und Roggen lauten unverändert. Gerste behauptete seinen Stand. Hafer bei kleinem Angedot fest. Mehl ziemlich fest, aber ruhig Für Kleie zeigte sich etwas Bedarf. Futterstoffe still. Es notierten: Weizen 90 000 bis 95 000 Mk., Roggen 90 000 bis 92 000 Mk., Sommergerste 72 000 bis 80 000 Mark, Hafer, inl. 48 000 bis 75 000 Mk., ausl. 84 000 bis 92 000 Mk. Mais, La Plata 105 000 Mark, Mixed 95 000 bis 100 000 Mk, Weizen„‘Boran, voran," trieb er den Kutscher an, „fahr rascher zu!" Roch waren es die alten steinigen Landwege, auf denen man durchgerüttÄt wurde bis ins Mark der Knochen: die Räder holperten, die Pferde quälten sich ab, aber man konnte doch wenigstens jetzt, unbehelligt von Wegelagerern, fahren. Hie und da entdeckte Adamis 2luge Männer, die im blanken Feld oder auf einer Hohe abmaßen, absteckten und Stangen aufpflanz- ten. Was machten die da? Dann merkte er es: Aha, die bezeichneten jetzt schon den Verlauf der großen Sttaße, die die Franzosen zu bauen unternahmen. Immerhin ein verdienstliches Werk, und wenigstens das würde eine gute Erinnerung an die Zeit der französischen Herrschaft sein. . Es war eine weite Fahrt. Staubig und ermüdend. Ein paarmal schon batte er in den letzten Monaten anttlich hinuntermüssen nach Koblenz zum ^Peinlichen Tribunal von Rhein und Mosel". Er hatte mehrere Vernehmungen. Aber morgen würde er zum erstenmal in die Arrestzelle jenes Manrres treten, der das schreckliche Ende, dem er entgegenging, verdient haben mochte nach dem Gesetz. Wenn die Geschworenen den Angeklagten nun aber frxisprachen von der Tat an dem Mangel, und wenn es seine Kugel nicht war, die den Lleßmüller getroffen — beide Sohne hatten ihn nicht unter den Angreifern mit De- flimmtheit eriamrt —, dann blieb nur "die Tat an d'Aubrh. Unb muß ein Vater dafür seinen Kopf unters Fallbeil legen, weil er seine Tochter an einem Schurken gerächt hat? Das quälte Adami. Es war Abend, als er Äoblaq sich näherte. Sm Dorf Güls hatten sie noch einmal die bur= z fügen Pferbe getränkt, in Moselweih hatte er sich dankbar eine Handvoll der goldenen Mirabellen aus dem Korbe gelangt, den ein freundliches Mädchen ihm anbot. Von der Kastorkirche war bas Aveläuten schon ixrHungen. Aber noch war es hell, das lange Lickt des Sommers noch nicht zu Ende gegangen. Gr sah ein MosÄschiff- chen langsam unb vorsichtig durch das reihende ^Gänsefürtchen" feiner Anlegestelle bei der alten kurfürstlichen Moselbrücke zufahren. Die Schiffer sangen. Klangvolle rheinische Stimmen drangen zum Festungswerk ber Kartause hinauf- Oben flanb die französische Schildwache, das Gewehr geschultert, horchte dem Gesang unb blickte sehnsüchtig moselaufwärts — ba, weit, weit fein Frankreich! Sn Lützel-Koblenz lärmten die Kinder. Sm dörflichen Vorort der Stadt spielten sie auf ber Straße, rannten barfuß unb machten ein großes Gefchwei. Auf dem freien Platz, ber Dlick hat auf Mosel unb Rhein und den Ehrenbreitstein gegenüber, besten gewaltiger Festen schier unangreifbar bie Festung trägt, die jetzt die Franzosen geschleift hatten, drehten sie einen Ringelreihen um den Freiheitsbaum. Run stand ber schon manches Jahr hier — Adami erinnerte sich genau des Tages, an bem die junge Eiche gepflanzt worden war, mit Musst und Böllerschüssen unb festlichem Gepränge — aber viel größer geworben war ber Baum noch nicht. Trotzdem ein Gitter ihn umgab zur Schonung, waren Kinder hinüber- geflettert, unnütze Härde hatten am Stämmchen gerüttelt — »Maikäfer flieg!“ — unb hatten Ramen erngeferbt in seine Rinde. Wie spärlich unb well schon fein Grün hing, schlaff an un- kräftigen Resten! Kein frisch-feuchtes Lüftchen vom Rhein her schien es neu beleben zu können. Der arme ‘Baum, verstaubt an ber staubigen Straße, würde ein gehen. 22. Aus ber lachenden Rheinsonne kommend, die den Strom zum goldenen Spiegel gemacht hatte unb ben trotzigen Brxten des Ehrenbreitstein glanzvoll bekrönte, war Adami wie blind, als ihn der Schließer durch schmale, nach Schimmel riechende Gänge des allen Gesängnistes führte. mehl, südb. Spezial 0 150 000 bis 170 000 Mk. bei Waggon bezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 115 000 bis 120 000 Mk.. Weizen- und Roggen- fleie 43 000 bis 45 000 Mk. Tendenz; fester. Büchertisch. — Die Welt in Sngolbau. Roman von Meinrad Snglin. (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt.) — Mit festen Füfren steht Snglin auf dem Boden jener guten, vornehmen Tradition, die der deutsch-schweizerischen Literatur eigen ist, unb mit klarem Dlick schaut tr in die Wirklichkeit, die ihn umgibt, weiß die Menschen, die er hier erschaut, mit sicherer Hand zu gestalten. Richt einen einzelnen .Helden" hat sein Roman, mehrere Menschen- unb Familttnschick- sale laufen nebeneinander her, oft einander berührend und bedingend, bann wieder audeinaner- ftrebenb, immer aber nach außen zusammen- gehallen durch den gemeinsamen Rahmen der „Well in Sngolbau“, der Well eines deutsch- schweizerischen Stadtdorfes mit seiner eigenartigen gesellschaftlichen Struktur unb Kultur, die durchaus anschaulich sich vor ben Augen des Lesers ausbreitet. (Sn einem Teil ber Auflage wiederholt.) Loucheur und Llohd Georg«. Paris. 4. April. (WTD.) Der Londoner Derichterstatter des „Journal" meldet, daß L v u- cheur, der sich augenblicklich in London auf- häll, eine -Unterrebung mit Lloyd Georgs hatte. Em« Rede des französischen Kriegsministers bei den Kriegsbeschädigten. Paris, 4. April. (WTD.) Der Kongreß der Kriegsbeschädigten wurde gestern durch ein Bankett beendet, dem Kriegsminister Magi not beiwohnte und in besten Verlauf er bas Wort ergriff. Gr sagte: Während vier Jahren haben wir versucht, durch ben guten Witten Deutschlands die Zahlungen zu erhallen, ohne bie wir nicht leben formen. Wir haben unser Recht angeruf^en, ba wir alles versuchen wollten, bevor wir zum Zwange schritten. Wir haben gut bar an getan, angesichts der Welt und angesichts unserer Verbündeten diese Haltung einzunehmen. Angesichts des systematischen Versagens der deutschen Regierung haben wir uns aber jetzt zu anderen Mitteln entschließen müssen. Wir sind in das Ruhrgebiet eingebrungen,- um eine zeitliche Besetzung von Pfändern zu versuchen, die einzige Art, um unsere Forderungen sicherzustellen, unv wir werden dort solange bleiben, , bis uns Deutschland bezahlt hat. Solange wir im Ruhrgebiet sind, hat Deutschland ein Sntereffe daran, uns zu bezahlen, was es uns gestern nicht bezahlt hat. Vor ber Wett heben wir tatsächlich erklärt, daß wir das Ruhrgebiet nach Maßgabe der Zahlungen räumen, die uns gemacht werden. Die Verpflichtung, die wir im Einverständnis mit Belgien übernommen haben, ist formell, unb bie Verpflichtung der beiden RattoTten, bie bie Verträge unterzeichneten, zählt für sie. Deutschland weih also heute, daß seine Zahlung die Räumung seines Gebietes zur Folge hat, es hat also ein Sntereffe daran, zu bezahlen, und wir find berechtigt, zu erklären, daß unsere Lage ihm gegenüber durch diese Tatsache besser geworden ist. WaS die Anschuldigung an betrifft, die man gegen uns Ebert, wir wollten Gebiet, das wir beseht , annektieren, so können diese nur von nen mit schlechtem Sinn formuliert werden, oder von Leuten, die uns nicht kennen. W i r haben keine imperialistischen Gedanken, wir wollen nur unser Recht, nichts mehr, aber unser vollkommenes Recht. Keine Ration wünscht mehr den Frieden als unser Land, das solange durch den Krieg gelitten hat. Aber wir wollen keinen prekären, unechten und gefährlichen Frieden, sondern einen Frieden, der uns gestattet, zu (eben und zu arbeiten dadurch, daß er unsere Sicherheit unb bie Bezah - luSg ber Repara tionen gewährleistet. Hierüber müssen wir mit ben Kriegsbeschädigten einig sein, beim der Friede, ben wir aufridjten wollen, ist der Friede ihres Sieges unb ihrer Opfer. Der Sitz der französisch-belgischen Eifenbahnregie. Paris, 4. April. (WTB.) Havas meldet aus Mainz, man erfahre aus guter Quelle, daß .der Sitz der französisch-belgischen Eisenbahn-Regie für die besetzten Gebiete, der provisorisch in Düsseldorf aufgeschlagen worden sei, am 6. April nach Mainz verlegt werden solle. Er tappte im Dunsten. Schlüssel raffelten. Er trat ein in die Zelle. Hans Bast hatte gebückt auf feiner Pritsche .gesessen, nun richtete er sich auf, seine Hohe stieß fast oben an. Eine sehr steine, dicht vergitterte Luke über feinem Kopf gab spärlich ein bißchen Licht, man konnte sich nur eben erkennen. Der Gefangenenwärter war mit hineingekommen unb faßte an der Tür Postv. „Cab Er uns allein," sagte der Friedensrichter. Der Wann stand unschlüssig, bann murmelte er etwas unb ging: Wenn der Herr es so wollte, dann hatte er zu gehorchen, aber der Herr lat's auf eigene Gefahr. Für alle Fälle blieb er draußen an der Tür stehen. Aber wie er auch horchte, es blieb drinnen ganz friedlich. Sft das Hans Bast von Krinkhof? hatte Adami zweifÄnd gedacht. Der hier war ja fast weiß! Der alte Mann nickte: »Setzt Euch, Bürger Friedensrichter," und schob ihm den einzigen Schemel hin. 3a, das war Hans Bast doch, dieselben großen schwarz glämenben Augen, die noch immer etwas von Feuer hatten: selbst die lange Haft hatte das ihnen nicht nehmen fönnen. „Er hat mich zu sprechen gewünscht," sagte 2lbami. Es war ihm beflonunen. „Hat Er ein besonderes Anliegen?" Er fragte es teilnehmend. Heute am Morgen schon hatte er die Verteidiger des Angeklagten gesprochen und auch den Präsidenten des Tribunals — für Hans Bast war nichts mehr zu hoffen. Der Präfell würde unter allen plinst än den das Todesurtell unterzeichnen. Ob der Gefangene wußte, wie es um ihn stand? (Fortsetzung folgt) Mietgesuche lajmini Stellenangebote| Kaufmann Suche sofort ““D RODERTAI. neraW (orrl 2441B such«. 2442V geluchk und V. Foi. Müb». X»ic ein. Astoria-Lichtspiele 3Der Kampf Lichtspielhaus Bahnhofstr.34 ums Ich Fichte I. Ät 293 ÖL 26.99 3!im . 1 ÄL 549 öl. 26.56 Jfhn. 6 Akte' 6 Akt«! Die Bestie ledere««« la iw Lat« Lai. ■ ü Intel Fila aataeMea. I Stadttheater D « chIeL ML3D H« T.fliriL abeibi l/,9 Uh. im Artet Vvtzltt: Wabl< fWlitae ufro.i * Dankt «chnifch vvrgebildeter 3d)idbiirfjer l verk JReabiHnmn- St.-2 cü.it Mäd >dj. Bibak«tatr«l< • Eck« Welket«. 17IL w Dienst mädchen •riudjt. iöM Mommerachlag 3obanntlHr. 15 11. 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Am 264 Fichte. 10 Tou- alasncht« A ädere XuifunM erteilen die Ober» fbdkrvi (Imt Aidda 30» sowie die Zerren Fdrster Auppett ia Aainrvd. Fi. fT und Aeeg in Allftu Jacob in Öt?m,#i4. 'Büttner in Langd und Öchmin in Mchelldork »ichel«dork. den 3 April 1923 Hast Oberlbdkrri Sicheisdrtt EiB8 bpMilirl durch Fjorde Wundervolle Nordlau dabilder. Nach Gölte« heil Irem Willen venchiod beute mittag nach schwemm Leiden mein lieber, «uter Mana, der treaaorirende Vater «einer Kinder, unter Heber Soh n, b ch wleu enoha. Bruder. Schwerer. Onkel und Pale, der Reserve-Lokomotivführer Georg Herbert Im Alter von 33 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenem Anna Herbert geb. Dörr und Kinder, Gielen (LahnatraO#* 9al_Dorlar, Aisbach, den 4. April ließ Die Peerdlrumr findet statt am Fr-dtar. 6 d. Mts.. 4 Uhr nachmittan. von der Kapelle de« Neuen Friolhofea aus. 1525" I. P. Mono, Gietzen Fahrrad» und Nähmaschinenhandlung ALM! ilHtaig! 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