Erstes Blatt 175. Jahrgang Druck und Verlag: vrühl'fche UniverfitSlr-vuch- und Zteindruckerei H. Lanze in Sietzen. Zchrlftleitung und Geschäftrstelle: Zchulstratze 7. Eine französische Note öffentlichen Wahlen bert>orgegangenen Rechte erkannt oerben. § 3. § 93 des Strafgesetzbuches über Beschlog- nahme von Vermögen gilt entspi-e^chend. § 4. Für Aburteilling ist das Reichsgericht zuständig. Koblenz, 3. März. (Wolff.) 3m Zusammen- tzano mit der Besetzung des Post-- und Tele- arapenamtes sind 8 8 Postbeamte von Öen Franzosen in das unbesetzte Gebiet abtrans- ! portiert worden. Der Vertreter des Reichs- vostMinisters beim Reichskornm ssar für d'.e b setzten Gebiete, Oberpostrat Orth, tfl gleichfalls aus- | gewiesen worden. Ncickstagsabgeordneter Korell ansqcwiesen. Koblenz, 3. März. Der demokratische RelchStagsabgevrlmete Pfarrer Ko re II (Riederingelheim) ist mit sofortiger Wirkung, seine Familie binnen vier Tagen, von der Interalliierten Rheinlandkommission auS dem besetzten Gebiet auSgewiesen worden, und zwar ausdrücklich nicht wegen irgendwelcher angeblicher Vergehen gegen die widerrechtlich französisch-belgische Sanktionsver- ordnung, sondern wegen seiner Eigenschaft als Abgeordneter. (Frkf. Ztg.) Die Unterdrückung der Presse. • Mainz, 2. März. Der „Mainzer Anzeiger" ist von heute an erneut auf Drei Tage von den Franzosen verboten worden. Menge, »auptbahn- icwache-ier GieheimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Montag, 5. März 1925 Annahme von Injeigea für die Tagesnummet bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Srels für 1 mm hohe für njeigen o. 27 mm Breite Srtlich70Mk., auswärts 80 Ulk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 300 MK.Dei Platz- Die neuen Gewaltakte gegen Mannheim, Karlsruhe und Darmstadt. m . der Stadt Mannheimund über die Dedrohuig Nr. 54 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags, mit berSamstagsbeilage Gießen erFamilienblötter Monatliche Vezliorvreise: 2850Mark und I50Mark Trägerlohn,durch diePost 3000Mark,auchbeiNicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Bemalt. - Fernsprech. Änsch lüsse: für dieSchrist- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gteheil. Poftfcheclkonto: $ranf1urt a. m. 11686. kende Eisenbahner per Postanweisung je 150 000 Mk. durch ihm unterstellte Geldbestel-- ler zur Auszahlung brachte. Der Angeklagte erklärte, daß er nur den Befehlen seiner vorgesetzten Behörde Folge geleistet habe. Er wurde zu einem Jahr Gefängnis und 100 000 Mark Geldstrafe verurteilt. Mainz, 4. März. Posidicektor K Schmidt aus Bonn, der ungeordnet hatte, das) an den Schaltern des dortigen Postamtes Schilder mit der Aufschrift: „Hier werden Spenden für die deutsche Ruhrhilse entgegengenommen" angebracht werden dürsten, ist vom französischen Kriegsgericht wegen der Anbringung der Schiller, in denen das Gericht ein Vergehen gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung sowie Gefährdung der Sicherheit der Desatzungstruppen erblickte, f»u einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und 100 000 Mark Geldstrafe verurteilt worden. fpd. Mainz, 4. März. Das französisch: Kriegsgericht verurteilte heute den Regierungs- baurat Hartmann aus Trier zu einem Hahr Grfängstis und 100 000 Mark Geldstrafe und bcn D t-.iebsrat Müller aus Trier zu 10 Moaaen Gefängnis wegen Richtaussüh.'ung geöe jener De- Eine Verordnung gegen Veräter und Spions. «orIin 4 Marz. (Wolfs.) Der Reichs- gcöiet €rlajfen. g nicht unter zetz 0a4n 0^ ^^slangem Spion dient oder Spione dieser w T nimmt verbirgt oder ihnen Beistand leist . mildernden Umständen wird als Scrafe ZuchtY bis zu zehn Jahren oder Gefängnis nicht unt ifi auf ®H. I b • strafe bis zu fünfhundert Millionen Mark zu erkennen Reben Gefängnis kann auf Verlust der Sen öfsenllichen Aemter, sowie der aus Die Verirehrslage im DirektionsbezirkLudwigshafen Mannheim. 4. März. (Wollfst Die Lage im Re ch b h d reftio sbezirkL udwi,'s h a s en verschär,te >ich wesentlich. Rach dem in der Rächt auf Samstag das Personal der Reich^bahnQirek- tion Ludwigshafen den Betrieb noch durchza- führen versuchte, setzte am Samstag die p l a n » mästige Verdrängung des dell.chen E i s e n o a h n p e r f o n a l s ein. Das deutichr P rfonal wurde von der militärisch? i llnterkon^ Mission und deren Dahnhofscommiisaren aufgo- fordert, zu erflären. ob es den Dienst unter fran- zöfischnn Befehl weiter versehen wolle. Da dies ubrrall abgelebnt wurde, erfolgte -n fo- fortiger Deehl, de Dier,1raume Stell erke.We t- statten usw. zu verlassen, da der Drtrwa i.i iran- »öfische Hände übergehe. Das Personal wurde durch die französischen Besatz ungs r :ppe und von französischem Eifenbahnpersvnal im Laufe des gestrigen Tages auf den pfälzischen Ha uptbahn- ftreden verdrängt. Auf den -Rebenstrecken wollte das deutsche Eiienbah.nperfonal den Betr.eb weiter führen, die Franzofen haben dies jedoch nicht zu- aelassen. Sie verbieten jeden Eisenbahnbetrieb innerhalb der Pfalz nach deutschen Bestimmungen. Verhaftet wurden Obrrzollinfpeewr Gottfried, der ins Gefängnis abgeführt wurde und Lokomotivheizer Langhase, beide aus Ludwigshafen. A u s g e n> i e f e n w-rden der Vorstand der Maschinennp k: on Ka-serslau ern, Regierungsbaurat Kund, der Vorstand der Betriebs werkst alle Ka serslautcrn, Eisenbahninsienieur G o b e l. Es wurde ein französ scher Be'ehl angeschlagen, wonach Dienstwohnungen bis zum 8 Marz zu raumen sind, widrigenfalls die Inhaber ausgewiesen werden. Entwaffnung der Gendarmerie in Offenburg. Offenburg, 4. März. (WTD.) Auf De. fehl des französifchen Generals Michel, des Kommandanten des Brückenlopfs Kehl wird die Gendarmerie in Offenburg und Appenweier als aufgelöst bezeichnet, sie soll entwaffnet werden. Der Ueberfall von Paffanten durch französische Soldaten. Bochum, 4. März. (WTB) General De- gdutte hat anlählich des He6erfallS von Passanten durch französische Sol- ' baten und der gemeldeten P l un d e r u n g en einen Oberst Beauftragt, eine Untersuchung an Ort und Stelle vorzunehmen. Das Besahungsamt Der Stadt Essen wird die Protokolle dem Oberst am Montag zur Prüfung zur Derfuaung stellen. Am Dienstag sollen dann die äleberfallenen von dem Oberst persönlich vernommen werden. Die Schuldigen sollen strengstens bestraft werden. Berlin. 4. März. (WB.) Die französische Regierung hat sich darauf beschrankt, dem deutschen Geschäftsträger in Paris nach Vollziehung der neuen, gegen Mannheim, Karlsruhe und D a r m st a d t gerichteten Gewallaktion am 3. d. Mts. abends 8 Mr 45 Minuten folgende Rote übergeben zu lassen: Der Rhein-Herne-Kanal, dessen infolge von Sabotage beschädigten Schleusen durch die Bemühungen dec französischen und belgischen Behörden wieder in Ordnung gebracht worden sind, ist durch absichtliche Versenkung von Kähnen g'fDcrrt worden. D.e französische Regierung hat beschlossen, als Vergeltungs- mahnahme die Häfen von Mannheim und Karlsruhe und die Eisenbahnwerkstätten von Darmstadt zu besetzen. Das Ministe rum der auswärtigen Angelecenhellen hat die Ehre, die deutsche Botschaft für alle Fälle freroon in Äennt- nis zu set.en. — Auch in diesem Falle also gibt sich die französische Regierung nicht die Muhe, ihren Gewaltakt zu verschleiern. Die Lage in Darmstadt. D a r m st a d t, 5. Mürz (WTB.) Im D a rm- städter Bahnhof wurden die französischen Posten vom Lokomotivschuppen und von dem Güterbahnhof zurück ge- zogen. Die Lokrmotivwerkstätte und das Elektrizitätswerk, s w e der lle'-ergang am Dorn- Heimer W-g find nach we vor besetzt. Der Person e n z u g ve r k e h r ist seit ge ern nachmittag normal, und der Güterzug rerke.)r soll horte ausgenommen werden. Die ersten G^.terzuge, die gestern den Hauptbahnhof in schnellstem ^Wipo durchfuhren,, wurden nicht angehalten. Die Schupo hat Darmstadt verlassen. Die Franzosen im Stadtgebiet von Mannheim und von Karlsruhe. M a n n h e i m, 3. März (Wolff.) Der S t a b t- rot tot Stadt Mannheim erhob in avner- ordentlicher Sitzung feierlichen Protest gegen die rechtswidrige Besetzung von Teilen des Stadtgebietes durch die französische bewaffnete Macht und gegen die Beanspruchung und Beschlagnahme von Eigentum der Stadt und städtischer Burgew Der S'.adtcat ersucht die Bürgerschaft. Ruhe und Besonnenheit zu bewahren und nur den Anordnungen bei deutschen Behörden Folge zu leisten. M a n n h e i m. 3. März. (Wolff.) Der.Mannheimer Gene.alan-.eiger" berichtet. das) die neue Reckarbrückevon den F anzosen be etzt murre und das) diese drei Reckarschiffe mit Salz beschlagnahmten. Es sind zwei französische Kontrollboote mit Scheinwerfern in die Reckarmündung.heraufgefahren und liegen an dec neuen Reckcnbrücke. Die H i l d a s ch u l e in der Reckarvorstadt ist mit 100 französischen Scldaen belegt worden Im Hafen gebiet ist die Spahenbcucke und die Teufelsbrücke von den Franzosen begeht worden. Karlsruhe, 3. März. (Wolff.) Zu der weiteren Besetzung badischen Gebiets durch fran- zösische Truppen hat die badische Regie r u n g im Laufe des Vormittags Stellung genommen. „ Heute früh 7 Uhr bewegten sich in Mannheim von Ludwigshafen über die Rheinbrücke kommend, zwei Kompagnien Fuhtcuppen über den gjarf.ing durch baS Iungbuschviertel über die neue Reckacbrücke zum Einschni'tgebiet des Industne- hafens 3m Laufe des Vormittags wurde das Hafengebiet völlig abgeschnitten und das Zollamt beseht und zwei im Hafen- gebiet gelegene Sagergebäube zur Einquartierung beschlagnahmt. r Die Besetzung des Karlsruher Hafens begann um ' ,9 ilbr in der Frühe. 80 Soldaten mit 2 Maschinengewehren unter Führung eines Offiziers überschritten um diese Zeit die Marauer Schiffsbrücke und bewegten sich rheinaufwärts den Hafenanlagen zu. Eine andere Ab- teilung stieh südlich der Hafenanlage mit einem Doot über den Rhein und begann von hier aus Vorschrift 20'/.Auflchlag. Hauptschriftleiter: Aug. Boetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich in ®ie&en. sich den Hafenanlagen zu nähern. In Mannheim und Karlsruhe wurden die Hafenanlagen gegen das reichsfceie ®e5tet abge- schnürt. Der Warentransport ist bis auf weiteres unterbunden. Di? Abfuhr von Lebensmitteln, Mehl und dergleichen, wird für mög- lich erklärt, wenn den französischen Zollbeamten 10 Prozent des Warenwertes als Steuer ausgehändigt werden. , , v Die bei der Bevölkerung umlaufenden Ge. rüchte von der Besetzung anderer badischer Städte entbehren jeder Begründung. Don der Absicht, die Hafenanlagen in Mannheim und Karlsruhe zu besetzen, haben die französischen Militärbehörden weder den Stadt- täten dieser beiden Städte noch der badischen Regierung Kenntnis gegeben. Selbst dec deutsche Delegierte ber Rheinlandkommission ist nicht imstande, von diesen Vorgängen den zuständigen Behörden Mitteilung zu machen. Eine telephonische Ver- bindung mit Koblenz war im Laufe des Vormittags nicht zu erreichen. Telegramme des Reichskanzlers. Berlin, 4- März. (WTB.) Der Reichskanzler richtete gestern an den badischen Staats- h ä ibeten Remmele folgenbrs Telegramm: Wit tiefer Empörung habe ich Ihre Mitteilung über bieDesetzungbesHafenge biets die s.ch anlästlich ber Be.ehung des Hofes dort a 'gesammelt hat e. Ern und zwei Knaben kamen unter bcn Kolo st, vor bem die Menge schrei nid ausei nanderstieb. Eine Anzahl Personen wurden austerdem von dem Panzerwagen angefabven und zur Seite gestosten, kamen aber mit leichen Verletzungen oder dem Bevorstehende Neqierungserklärung im Reichstag. Berlin, 3. März. (WTB) Der Reichs- tag ist für Dienstag nachmittag zur Entgegen nähme einer Regierungserklärung über die weitere Besetzung deutschen Gebietes einberufen worden. Berlin, 3. März. (WTB.) Der Reichs' kanzler richtete aif den bayerischen Minister- Präsidenten v. K n i l l i n g folgendes Tele- Der neue frevelhafte Dechtsbruch Frankreichs legt mir die Pflicht auf ben deutschen Protest in einer besonderen öit- zung des Reichstag- zu erklären. Der tträfibent des Reichstags hat daher denselben für nächsten Dienstag zu einer austerordentlichen Sitzung avfammenberufen. DaS verbietet mir, den beabsichtiglen Besuch in München am Montag auszuführen. Ich bedauere dies aufs lebhafteste, bin aber sicher, dast die Grunde hierfür gerade in bem vom Einfall beitofi<:nan^n Land mit dem Kciegsschlust nicht zu Ende ging, Einspruch, in bem sr- dce 2lushebu g aus dem aber auch herausströmt der Trotz, Wi- dec wck>errech lch^en Mahr.geln sordecn. Da derstand und Stolz, der in uns lebt bis zu dem Verhaftungen morgens um 8 Mr no^ arf- Laa fern oder näh, wo das Recht triumphieren gehrben waren, ist die ganze Belegschaft in einen toirb (Lebhafter Beifall.) Als ber erste fran- Prrteststreik getreten. zösischr Soldat den firufi in biß Städte an derRichr NeUL KriegSgericktSUrteile. fetzte, habe ich vom Reichstage aus bte Bille aus- / ” . aesprochen: Hallet Euch so, bast an dem Tage, — MaiNz, 4. Marz^(WTD.) Pvstoirek- an bem die Last von Euch genommen ist, Ihr vor tor Klingelhöfer in MainA war vom hie- Guch selbst, vor Euren Kindern und vor uns figen Kriegsgericht ber Begünstigung des sagen könnt: wir haben fest und treu und stolz EisenbahnerstreikS angeklagt, weil er an strei- aufcechtgestanden, als der Schlag gegen uns gc- tent)e Eisenbahner per Postanweisung je führt wurde. Haltet Such so, dast Ihr, wenn auch t Mk. durch ihm unterstellte Gelbbestel-- austerlrch geknechtet. Euch inner! id) frei ins Auge sehen könnt. Acht schwere Wochen find seitdem ins Land gegangen, aber wir dürfen uns freudig eingestehen, unsere Erwartungen find nicht enttäuscht worden, unsere Hoffnungen waren nicht zu hoch gespannt, aber unsere Drüber haben wiberstanben. und wenn Sie jetzt zurückkehren zu ihren Drübern, zu Ihren Vätern, zu Ihren Frauen und zu Ihren Äinbem, sagen Sie ihnen, dast wir stolz smd auf ben Bergmann, auf die Eisenbahner, auf die Dmnllen, aut die Bürger und Wirtschaftsführer batz wir den Hut ziehen vor dec Kraft und dem Oofrrsim, m.t bem sie widerstanden. (Lebhafter D i all.) Dast wir uns verneigen vor denen, die Kecker, Alitz- Handlung, Verbannung und selbst den Tod erdulden, weil sie sich nicht beugen wollen unter fremdes Joch. Sagen Sie ihnen dast auch w.r Opfer bringen wollen, dast dec Kreis deienig«i sich mehre, die die Hebers^ugung haben, dast die e Last auf alle Volksgenossen verteilt werden must, nach den Fähigkellen und nach dem Vermögen. Auf alle Volksgenossen so, wie 2.)« Kunst die I Sie SSerr Kapellmeister, gestern uns ^n ergr tfen den Worten im Reichstage schilderten. Wenn Sie loht aiinlrffehren In das Land, wo der Feind mis den Fust auf den Racken sehen will, vergassen Sie nicht: Ehrlos ist nicht der Unbewaffnete, der feindliche Gewalttaten erduldet, sondern ber ber sie verübt. (Lebhafter Deifall.) Ein sei«l' n g ist nicht der Wehrlose, der unter fremden Mist- bandlunaen seufzt, sondern der. der sich erniedrig^ si^ auszuführen Es ist ein Lügner, der das Selbstbestimmungsrecht im ^ndefuv und d dieses Selbstbeltimmungsrecht mit Sutjen tritt, jeden Tag aufs neue. Die Welt wird erkennen und die Geschichte wird entscheiden, wo m diesem Ringen die Ehre stand. (Bravo.) Wenn Sie beim kbren nach Essen, Dortmund und Bochum, nehmen Sie unseren heisten Wunsch mit: ^"et und hütet für die Deutsche Heimat das Land an der Ruhr^ fühlt es mit dem Freiheitsdichter vor hlindert Jahren: Was auch immer kommen mag, es bleibt untere Heimat, es bleibt unser Vaterland und sti.m graue Felder und schwarze Schlote und wohrlle Armut unb Mühsal dort mit Euch. Wir wollen das Land ewig lieben und wollen es nie aufgeben, too'len daran festhalten, allen Gewalten zum Trotz. (Lebhafter Beifall.) Ein amerikanischer Wink für Frankreich. Conbon, 3. TUto^ Der bibto- watstche Berichterstatter bei .Bat l tz Zele» atat>V erfährt an Sufatmeeaibang mit ber uir^tul) betriebenen 'ZgüalUMi In brr fron.ösi'hen Presse zu G nisten etnr« Äontiaentalblod«. bafj 'Polnr ar# e-.nt» Tete prtva tea unb unformellen, deshalb »«doch nicht «rüg« deutlichen *3 Inf von a ■ e r i f a ■ I f r Sette erhalten habe &4 lei bann prm Tlx*» druck gebracht vorder bah bti Tiemntgten Stoa- ten nicht gleichgültig bleiben tonnten gegen» über Irgendeiner europäischen Bewegung die getKn Grohb itamrien grr ch et cnäre. 5>ide amerl» tonische 'Motgnli fei nicht nur aal OefübU- rücktichte, gegenüber Grol.bintenn'.en zurückzufuh- ren; ki auaenblickllch der einzige Schuldner der Tkretn-gfcn Staaten der — und daz i unter groben Opfern — fernen IfrrDflidxungci gegen» ub.-r der Union natf -mm? und feine jtfift in gen In friedlichem Leist vermindere. ZBemi irgendeine 'Behrt-burg der shmerwähnrm Art gegenüber Vrotch t aanun enlhet*n sollte. so ttnirte ®n>b» brtlohnten nottecnötgenrek 'eine Lüftungen Der- mehren müssen rmb leine Fädigkeit, die amerl» ton f ch»m Un'.e b.n zurück» uza^ten nürb; dadirch gefährdet verden Jn ant.nfamf ben Äreiien »erb*- tf all ein brzrichnender Bewei« für den 9rnfl?beT europäischer ÄnM angesehen, bah Staatssekretär - ug he« »eben ®e$anfea. Wa- fbirgum auch nix für dne kurze Leise zu Dec- lassen, für den Augenblick a isgegeben habe. Eine Rede tförb Derbys. London. 3. März. (TBIT3 ) Der Kriegs- Minister Lord Derby tührte in Liverpool in einer Rede au«, er verurteile die französisch« Dvlitil in der Ruhrfrage nicht; andere, klier fUmme er aber auch der Haltung der britischen Legierung «u. 3r fügte hinzu; ,3 m Herzen bin Ich für Frankreich, aber mit dem Derstanb aus der anderen Rheinseite. Ich habe niemals De denken getragen, ein möglichst engt« DündnI « zwischen Frankreich und Großbritannien zu desürworten. Die enafit Zusammenarbeit zwilchen beiden Ist die beite Sicher hell für den Frieden. Labt un« auf t in, Vas den 0 r f o I g der franzkiflfchen Unternehmung vereitsln tonntzF Da Lord Derby immer ein eifriger Franzosen- freund war. wundert un« diese Lede nicht. Lloyd (ttrorflt über den französischen (Einbruch. Berlin. 3. März. Lloyd George beschäftigt sich heute In der In der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" zum Abdruck gelangen» den Artikelserie mit Frankreichs Zielen im Ruhrgebiet. Ganz offen stellt Lloyd George fest. oll kaufen. ,.GS fehlt indessen nicht an Anzeichen, dah Frankreich die Absicht, Reparationen zu erlangen. längst aufgegeben hat und daß es rum danach trachtet, eine Plünderung von ungeheurem Umfang zu begehen. Weisen doch die franzSsischcn Presscäuherun- schkvarzcn Druck, später wirb er vielleicht rot sein. Die Präliminarien zur Ausführung jener Lorschläuc haben bereits zwanzig Menschenleben getostef. Ich fürchte, es wird ihrer mehr geben, wenn sich die Schwierigkeiten klar Herausstellen." aen aus viel weitergreisende Entwicklungen yin. als sie die Kontrolle über die deutschen Industrien darftellt. Man will Italien, Polen und selbst Rutzland ins Spiel bringen. Die Pariser Blätter haben ihre Jahrelang fcstge- Saüene Parole, dah sie mit dem mörderischen Bolschewismus nichts zu tun haben wollen, aufgegeben. Statt dessen lesen wir sentimentalen Schwatz über Wiederherstellung der alten freundschaftlichen Beziehungen -wischen Frankreich und Rustland. natürlich nicht ohne Entschädigungen. Rutzland Deutschland fabrizieren, Frankre ch den Profll -Inhelmsen. D.ese Dorschläge, die seit einiger Zeit In der Luft lagen, haben wir nunmehr Im Druck vor uns. Augenblicklich im Die Wiedervereinigung der liberalen Parteien in (Pnqianb. London. 4 März. (WTB ) vir John Si- mon antwortete gestern In einer Hebt auf den Borschlag Ll ohd George« bezüglich eircr xonRtcn, ber llbera'ei Führer, weich? über die Stage ber Wiedervereinigung ber beide " liberalen Parteien vechrnbeln lall. Simon tagte. btese ü, rsz-it tne.be zu stanbekommen, Qb- nicht plötzlich durch eine dramatische Ge.de, ob»r Irgendein Konklave, sondern durch das Zu- lamme.iwi den aufrichtiger Liberaler. Frankreich und Italien. Varl«,3. März. (Dolff.s Die Versuch«, von einer fran-bflsch. Italienischen A n n d herun g au 'prechen, um eine Diskus. [Inn darüber in Fluh -u bringen, werden trotz der 2rllürung Mussolinis, bah er einem loniinrtuakn Block nicht beitreten werde, fortgesetzt. Heute verbreitet eine Pariser Aachrlchtenagenwr eine Meldung aus Rom, in a. wissen rdmischen Kreisen werbe ein AuS- t.'.usch von Besuchen des italienischen Kbnigs und des Präsibenten der fran-Ssischen Republik vmbereitet. Naiftsche Hilfe fär die Nahrkampfer. « &-.anjr* Die ber -Roten u ibne aus Moskau gemeldet wirb, bat der Wirtschaftsrat des aürulischen Gewerkschafts- bundes beschlossen, den kämpfenden Ruhr» arbeitern durch den Rrichsaus'chuh der deutschen DetrtrbSräte 500 000 Pud Brot das lind 20 Millionen Pfund oder tmaefähr zehn Millionen Laib Brot, zu übersenden. Die- ser Beschluß wurde von ber Srekutive be* allrussischen GewerkschaflSrate« bestättgt. Echlägereie« zwischen Natio»ak. sozialisten und fioiemunihrti. Augsburg. 3. März. (WTB) 3* einer von der hiesigen Ortsgruppe der R a » tionalsozialisten einberufenen CBet- famtnlung kam es bei der Diskussion «blutigen Auseinandersetzung«» zwischen Rationalsoziallsten und Kommunisten. Srwa 20 Pertonen wurde» verletzt, darunter vier schwer. Die Polizei räumte den Saal. Der Meineid Dr. Hectors. Saarbrücken, 3 März. (Wolff) 3n ber heutigen 3«banNum teS P r o»«fle » -ec- tor—Ara n ke sieh Bürg rw strrDr?«rtoed»rch feinen neuen Bei:obige» eine Erklärung abgeben. hi ber er nunmehr zuglbt, dah er den zuerst in Abrede gestellten Brief, ber In UrNbnft dorgefunben worden ist, doch gllch t -ben und auch abgdanbt habe. B «üg ich bei zweite» Brie» fe6. ber bi Mal t tneäfchrtft twrg f.n'e« Worten Ist t,,rlbt r* bH feiner zuerst ab je ebenen ddeS- stattlichen •cfUning. bah er ihn nicht abgdanbt uute, w t b t aürtju. I h n diktiert zu Haven. Der neue Ber elbiger td Redenkläger« teilte zu Beginn ber Sibunj mit, dah er Nh auf den Paragraphen beS Stra> ->e'e^buche; berufe, ber von nilbtrnben Umständen bet Meineiden spricht. G» wirb daraus beschlossen, da Dr -ecior noch immer krank sein toll, eine Kommission von drei Aerzken In feine Wohnung zu entsenden, um festzustellen. ob Dr -«tor nicht vor Gericht ersch inen kann GZ tpurbr festgef slt. bah ber Beweis hinsichtlich de« zweiten Briefe« gelungen fei und bie'e Sache damit ihre Erledigung gefunden hätte. Saarbrücken, 3 März (Wolfs) DaStaar» ländische Mitglied ter Reg erungsk^mm st on Dr. -ector hat. wie die Reg erungskem.n fTitm mit- teilt, au« GdundhrniZrück'lchten fein 2 m t nlebergelegt. Gemütz ten Inst ustinnei b « BSllerkmndsrats vom 13 A bruar 1923 wa br Irr ehemalige Can brat beS Kielst-» Saari oul« Land, als flelli'ertrelen'*-rt faariändilcheS Mitglied ber Reglerung«kmnmifslon bezech et. <9xn Viobrncki in b <• deutsche Botschaft in Rom. Rom. 4.März. iWDB, Die Billa ber beu t f rd? In ber oergan- genen Rächt von 0 I n b r e che r n belmgrluchi. Da» -ausperso.^al sch'h auf die GstGrechrr und berirunbctc einen von ihnen am 5ufk Die Polizei nahm bk Einbrecher lest. Wie b^e .Agrn» a €tetani" bimu meldet, bat e» ber Ministerpr^s den: Mussolini geadelt, bah. die Ok.tr ,i.bring ber Un juxtb ke dculschen Bot sch s' imgtrü,)< nb g'we ii 11. M ssolini bat dem d u sch.ii Botlcha.ter f,ti Bedauern ausge» sprochm. Aus SiOöt und Land. Sieben, den 5. März 1923. Das Deutsche HoltSopser. 3u ber Geschäftsstelle tei ..«lebener 2nAelger« gingen für unkte bedrängtrn RocksaeTwsten im Ruhrgebiet und am Rhein weiter ein. R. Lange. Verleger deS .ökhener Anzeiger«", 2 Rate. 20003; Sammlun; ber Gemeind« Alten-Buseck ZO £93; ®tmd ibe Vinbcnftvutb 5850; Direktion und Angefiellte ter -anbei»- und -De- trarbc'janf 55 503; Hna-nanni ICO; Obcrit Pampe. 2. Rate. 2000; -au« -tckrl 5030; 2^bverfc(katum ber -dheren unb <3ru> MLdchrn'chule. 2 Proz. deS Mauzgethalte« 2 Rate. 153 064; Ledrvrschaft -euchekhnm, 2. Rat«. 18 000. A.r^e teilte der Gewerkschaft friedlich. Tvals--o.l0!f. Seaniarraie, 100 000; B->amte unb AngrsteU e be« Finanzamtes Hungen. 2 Rate. 52 200; Beamte unb Angestellte ber Bauritwerke A.-G. 2. Rate, Ö01ö0; Sch gestern ber llniv-Lh.enllinik 3300; An.e- stellte unb Arbeiter te; Sirrna A Geisse, Leden«, mi t.l-Qh.oÜbanblung, 10000; -Sie« 'llZdbten» schule Klasse Ih 2 10 000; roi den A^turien;en de« Landgraf-Lubwia-Gymna^lum», ges bei der akademischen Schlufsteier. 10000; Untoe.unnt 4000 Riart. Den Q'-cbcrn h^lich't^ Dunk! Weitere Spenden werden in der Geschäftsstelle de« .Gietzener Anzeigers" angenommen. Vom ürbrit/marh in H«ssen, H» fs» n Nassau unb Waldeck ®i> em Der.cht des Lante^amtS für Ardeit«- "»chweis iFoankfurt a. Ml übe; die Lage des ArdeitSenalllL» in -ef.en, -;tsen--Ras,au und 1L->t xvf im Januar 19 2 3 cn.ncb’neM wir die fo g n ei allein In ir ntivreni.« i iu f h ungen Der rechtsun^Uge a.nbruch ter rk»b auf treten, »ine 2lrtvaN Sirocn, die Rep^rratton^l^s tungen kn Aufl age *u warn genötigt Mc*e auf Aiwrdnung der Jtegtiring sofort e.n»a»tcilen, lokale 21rt«f^i<Äila(fungin tra en .'a'e. In Me en Süllen nicht zu umgeh-n; vor, urswe |- waren es SXigamlv.u.mlaltre und üh.^lche Air-nen. 3m engsten 3ujm : -riali *n ein gedeckt waren, mntzwn »erfürMe Ar c.tAgtü etntübren. und auch grstzere Srbrtlen mb Arn- bel»1 Innen leben 'ich « den gleichen Mastrahrrtn nezwvngen. da mit der ÖVinrruia ber fremden Baiuten Ne einheimifche Kaufkraft hx feiner TTkt'e batten formte, ganz abjeieS-n davon, dah barte etm etnigermoben tichere Xalfalattm«» «b ProduktivnSgrundlage vtz'cktg auSgefchlo kn ist. __ h*^ Landesunlversltät 9*e\tH^Laa* 6 nachmittog» 6 11 tr wird in der Kleinen Aula Dr. Walther Stöcke- Jbo ofl ,Aen ''MHM. der 4^für bj.» J ch der Pi • c ng e uch rat Diogi- 2vat«*i, va illtteren wsnichr. n -e hatten ude da» Thema. U*<; •• Der für die lei für da» Reich Gold- und Silberaukauf chsbant. Dr An'anf va- Gold bar ch N* Reich« varck und Post M» auf wetterns unverLuder? nrr. ’C-rtJe voa 85000 TU. für ein Zwanza^ar/rü 42 5CO Mark für ein «»Markstück Für auSeändstche Gcidmünzen werden entfr-cechende Preise gt a ,L. De: Än-auf von 3d»b»1t.betaii:.n*<* >urch btt ReichSeuck und Poa erfolgt bi» auf weiteres mwer^uder: «um I5O3tochen Betrage des Renn» wertes — Als zweite Aatefürda« Dentfche Bvlksvpfer Mt'a rk tt Sammel teil- zugunsten der vom Sdnbt bedrängten Bo '^en-üsen erneut letze narnoafte Soe ben zuge^2 ,rt. 3m -rndlrck auf die steigende Ro: tm Ruhr .etz-e und am Rhein empfehlen wir biek Ctiferfr«siMgfnt allen 311 :bütgern im NNbektzlen Gebiet zur Tlach- etferung. •• Der Brotpreis ist nach einer Be- fannürraAunfl In unserer SamStaq-'-Ausgabe mit Wirkung vorn 5. März abermals erhöht irvrben. GS kostet jetzt ein Brot von 1900 Gramm 675 Mk . ein Brvtchen von 50 ipramm 26 Mk-, ein Pfund Deizendrvtmchl 184 Ml. unb ein Pfund Roggenbrvnnehl 174 Mk. Zuckerausaab«. Der -auschaltS- zackcr für Februar wirb In der Zeit vom 5. bis 12 März ausgegeben. 3n berselden Zelt kommt auch der Zucker für Anstalten ult», zur Verteilung. Rai^reS ist aus bet Bekannt- mackruna im heutigen Anzeigenteil ersichtlich. — Frachtermätztgung für Kartoffeln. Ser ReichSverkchrsmtni ter hat die zum 1 fjanuar bereits gewährte HrachrermLtzlgnna für frische Kartoffeiri zur 3o(I«erndbrung von 63 v. - bet Daoroladungen, unb 50 v - bei Stückgut inzwischen 'oweik erhöbt, dah für Tfingen» Ui'jngrr nur noch 23 v -. für Stückgut nur noch 23 v. - der faxihnäfrigen Fracht erhoben werken. ” Konsumverein Diesten and Um- g e g < n b. 3n der g. iirrn flattgebaften -alb» >atre4-®eiuralrirTmg der Befchlltsa rteile In Betracht kommen müsse. In zw.i.ei Cime eine Grhshung brr Spareinlag e Ss wurde nach umfangreicher Aussprache. in der betonter« auf btt Erweiterung der Sigenprc^ukt on h ngeweten wurde beftb'ol- fen. da« l>Litr.tt*geLu auf 303 Mk unb den ch soll weitgehend Rüchtcht auf tteje. igen Mitglieder genommen werden, deren Qkn;jUrili< eS nicht geitatten. die Ratenzad- lungeu in bet angegebenen -ühe zu enttuhten. ee Zum Schuhe ber Mieter tritt mit dem heutigen Xaac et ne Anordnung In Kraft, deren nähere Bestimmungen im Anzeigenkell beiarm t gegeben werden. • • Sie Errichtung einer Maler» unb Weitzbinder-ZwangSinnung für ble Stabt und den Kreis Gießen betrifft eine Bekanntmachung in unterem heutigen Anzeigenteil, die wir ber Aufmerksamkeit der Jntereffenten empfehlen. Bornotize». — Taaeskalenber für Montag Astoria-Lichtspiele, ab beute. .DaS gelbe Dreieck". 3. Abenteuer; .Gräber, bie sich öffnen". .Die Stimme bet Gewissens" unb .Da« hat er benn?" — Lichlspielhau», Bahnbofstrahe, ab heute; .Der Branb de« Zjrku» DiomebeS" und ,3ot Martin ber -elb". — Palast-Lichksplcle ab beute. .Eine versunkene Dell" und .-llfel Ucberfaflr — Aus dem Stabktheatcr- Bureau. Für bas neue Gastspiel des russisch e n Balletts am DonnerStaa, 8. März, bas bei feinem ersten Gastspiel Im Oktober voriaen Jahres durch seine austergewbhnlichen Darbietungen grötztes Aufsehen erregt hatte, gibt sich wiederum lebhafte« Ontereffe kunb. Äs sei ausbrückllch darauf hingewtesen, daß bas Programm nur neue Rummern aufweift, mit Ausnahme des „Bacchanale", das wohl jeder Zuschauer aern Wiedersehen wirb. — Die Tbeatergemelnbc be s BühnenvvlksbunbeS bat am nächsten Samstag 10. März, ihre dritte 'BorftcUung ber kf lgtn Reibe. Durch bie enorme Preissteigerung dal sich ber Preis ber GintnttSkarten wesentlich erhöht, er steht aber hinter den sonst üblichen Xhcateroteilen erheblich zurück Die M:tglt.-der seien auf da» 3nf. Tk Kriminalpolizei wurde im Monat 8 e • bruar bi 2551 Fallen m Anspruch genommen 3« kamen dah.i u a m Sraa* I Mord 6 Ra ib- anfälle. 78 -ehlrrottälle. 4 6 vtebstä k. 256 »in- brüch;. 875 tict j»I. Siegmund Baumann ber f< t einige« lagen vertch-vunden ist Hai anlcheinend viel« Personen um angezähite -unde.niaa'ende be- trogen. 3«tzt stellt sich heraus, bab Baumann auf Grand von 3#!tanfl»a.i,*egcn Diebstahl«. Lag'.b iner -einr Xboma«. Karl Lchut-ard Biebin,'er -ernr Stiehl.r Ar» beiirr «mit Bücking, .^rledrlh Korell. Maler 3akvb Stein, Arbeiter Christian Bramm. Wa- lentia Wenglarz. Kaufmann Karl Klingel. Arbeiter Wilhelm Waldeck. Karl Kaufmann. P IL Der' Irr, Peter Klug allt auf 2 ! « feld we en -e Irrel; Gastwirt Qobaine« -adicht. Muller Wilhelm Berodard Robert Koch. Gastwirt Johannes Dreh, alle au« 31 «fei b. sowie die Landwirte unb -ändlrr Johann -etnr Mcrie unb Mrrle au« Schreck«bach. unb ber Holzarbeiter -einrtch Lor.nz au» 3 l • f r l b Boa den zur Last gelegten Diebstählen feüa solgende hervortedoben; 3n ber Ra ht vorn 7. zum 6 August 1920 stal len Kor V. Stein. L ona». St e il r B nmm einen Landwirt In Fell einen Sller au« dem OialL Stein erlchvh d e ei Im 2Ba b Da« Fl. ilch verfaulte, da die Täler niht mehr de.i Mut lallen, ihr DiebJgut zu bergen. 2boma». Klingel, öliebkr. Bücking. Korrll Stein unb Drumm beteiligten sich in bte Aacht vom 26 zum 27 Aprtl VQ2 an einem Getreide» diebstahi im Sabnfchen G.trndeiager in X«1elbi Man entwendete 20 3tr eingelackte« Weizen. Otn Lauterbacher Wägelchen wurde au« der Habicht Ich», Hof reite bera -tg.-tragen.um ein Geräusch au vtnnriden Den Setten fuhr man auf dem Wägelchen In bie Mühle es ang.-flagten Müllers Koch der ihn abnabm Die finanzielle veile ber Lache wurde Postchen Koh und Äl ngtl erteb gt Der letztere war mir bei dem Anfang des IhtU stehl« am Tatort «nb barte 'ih dann zurückao» »ogen. Ältegei war aber offenbar der. von bte bie Sache au 3g m g öteiit. Thomas Korell, Bramm. Wolbeck. Sch^chard. Kaufmann unb Weng irn hatten im 1020 mehr oder smlger o't Im Lager des labtdarten Thomm» tn 3 « e d Wolle ge tobten. 3m meisten war Korell twtrtligz gewe ro Bo« ber Wolle wurde an bte 3nj.-r.aj: en Ortb unb -adiht verlauft. Korell. Bramm und Bücking ftattett« Im n.-üb,aSr 1022 dem Getre beaarr Ki che Ir 31t- «ld mehren Betuche ad Bon dem Diebsgut wurde oUMottbere an Habicht txrtiult Lorenz Al auch etwa» Koen g-Muft De'j eichen hatte Zoh. -tinrih M.rle oea dem Weizen au' seinem Wagen «me» Ra htZ nach Schreck»dah mlijr «■- men. Andern Tag» zahlte er di, Täter all sie ih» unb feine» Bi ter In S hrrcklda h betuch en aus. Tbc al. Shuchord und Klug bat r tm w- bruar 1922 bei dn - 'OanbaNrt In 3l»fe'b eine» wett reo Jett be- - tn ruh diedstah begangen. Ter 3cbann 28 e r l c wurde mangels bte- r eichen den Beweise» freigdprochen Die übr gr» 18 3ngcCagtro amrbro u nicht u.nerbet>n£cn Strafe« verurteilt >» erhielten wegen D rd» stahl» Tbvmas 3 3ad ->j btbau«. Vhu- cha cd 1 3abr S TRouU, G sängnt,; Stiehier 21/, Zahr« Zuchr-aNä: Grift Bücking 1' ? 3ibr» 1 l um---m Heutiger Stand des Dollar» 10 Ubr vormittag«. BerN» 22 750, FrauNvrta. TL 23 000 .x ’ •<-! z litt ei»1 ' s 3n 1 Oefe km N 8cfe 111 *•< ■fv .-4M n!t« ’m ^tfa Sehör-liche Anzeigen vanooeweroer yinua um öuhuiu«, B B r. AkOT 11. War, 1923, in Stockhausen Natt, gerichtliche Klage geltend SU wachem oder Die Tageszeit und das Wahllokal werden ' ihre Befriedigung vor der Bettallzeit zu von der Bürgermeisterei Stockhausen ^langen so^tt dieS die Natur deS ver- dekanntaeaeben. sicherten Anspruchs gestattet. bnrf wer in die Landbewerber. Wer von dieser Frist keinen Gebrauch Wählen darf, wer in die Landbewerber. mit voraussichtlich nicht Bulle Sortiment und Gardinen M.--SumM. WW-X Saloeea.SehulatT.4 2 2 12 2 3,09 2,61 0,39 11 42 23 20 7 8 2 3. 4. 9 Lärchenstämme 5. 3 Fichtenstämme 2. 7,90 23,01 10,18 5,62 1 1 1 3 50 85 683 1 1 9,12 1 3u Ar. O. B. 59. Bekanntmachung 25 47 95 52 3. , 4. „ 5 a» • 5 b» „ Heyn Hal., Kolonial- d. Vorteilhaftester Bezug in Originalflaschen Nr. 6; unbegrenzt haltbar auch bei offener Flasche. Donnerstag, den 8. Wär, 1923, vor- mittags 11 Uhr, wird ein schwerer ab» gängiger Gemeindebulle im Submissions» wege verkauft. Angebote sind verschlossen mit Aufschrift versehen bis zum Termin, pro Zentner Lebendgewicht auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen. Zm Anschluß hieran wird ein Gemeindeziegenbvck ver- Ott De. Wer nicht in die Landbewerberliste eingetragen ist. braucht in dem weiteren Berfahren nicht berücksichtigt zu werden. Die Wahl der gemeinschaftlichen Be- vollmächttgten (Dettrauensmänner) der Landbewerber findet am Sonntag, den Bekanntmachung. Durch Beschluß deS LandessiedlungS» amts ist das Landzuteilungsverfahren in der Gemeinde Stockhausen (Kreis Gießen) eröffnet Als Arbeitsbezirk wurden die Gemar» hing Stockhausen und die Fluren 13, 14 und 15 der Waldgemarkung Laubach, Distttkt II, bestimmt. Die Landbewerberliste liegt in der Zeit vom 6. bis einschl. 10. März d. Js. im Dienstzimmer der Bürgermeisterei Stockhausen offen. Gemäß tz 25 der Dollzugsordnung zum Landgesetz fordere ich ämtliche Personen, die sich an dem 03er» obren der Landzuteilung beteiligen woben und soweit sie noch nicht in der Landbewerberliste verzeichnet sind, auf, sich binnen der OffenlegungSsttst in die Landbewerberliste noch eintragen zu lasten. au« Böhmen, der den Motor an sich gebracht und verkauft hatte. Ein Gelegenheitsarbeiter aus Lana-GönS hat einer Frau von da 500 Mk. unterschlagen und seinem Dienstherrn, einem Althändler, 4 Kg. Messing und Küpser gestohlen. Wegen Unterschlagung und Diebstahls wurde der bereit- vor- bestrafte Angeklagte zu einer Desamtgefäng- nisstrafe von neun Wochen verurteilt Sin anderer Gelegenheitsarbeiter, der das Messing inerter veräußerte, erhielt tragen Hehlerei an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche eine Geldstrafe von 20 000 Mk. 3m 3uni 1922 holten ein Chauffeur und ein Arbeiter von hier im Auftrag des Stadtbauamts Gießen mit einem städtischen Lastauto bei den Buderus»Werken in Wetzlar 150 Sack Zement An Stelle von 150 Sack erhielten sie 162 Sack und verkauften die überschüssigen 12 Sack unterwegs an einen Hilfsarbeiter in Dorlar. Wegen ilnterfdjlagung wurden die beiden.ersten Angeklagten an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafen von je einem Monat zu Geldstrafen Don je Z5 000 Ulf., to^gen Hehlerei b?r Hilfsarbeiter an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 2 Wochen zu einer Geldstrafe von 50 000 M k. verurteilt Don der weiteren Anklage des Diebstahls, der ^Intrrschla- gung, Begünstigung und Hehlerei wurden die ersterwähnten Angeklagten sowie 2 Arbeiter von hier bzw. von Heuchelheim mangels ausreichenden Beweises sreigefprochen. Vermischtes. Ehrung der Krupp-Zubilare. Omen, 4. März. Heute fand hier bü ShrungderKruppschen 3u bllarc statt, ein Fest das alljährlich die Familie Krupp mU ihren gesamten Angestellten und Arbeitern zu einer gemeinsamen Feier vereinigt. 3n diesem Zähre betrug die Zahl der Zubilare 1044. Käuferstreik am Berliner Schlachtviehmartt. Berlin, 3. März. (Wolff.) Am Der- liner Schlachtvieh markt kam es infolge gänzlicher Zurückhaltung der Berliner EngroS-Schlächter und Ladenschlächter nur ganz vereinzelt zu Abschlüssen mit den (Exporteuren. ES konnte keine amtliche Notierung vorgenommen werden. Eine Zementfabrik durch Feuer zerstört. Aalborg, 3. März. (Wolff.) DaS Rttzau- Bureau meldet: Heute nacht entstand in der einer Genoffenschaft gehörenden Zementfabrik in Noerresundby ein D r a n d, der die Fabrik groben» teils zerstörte. Der Schaden bezifferte sich auf zirka 6 Millionen Kronen. Dienstag, den 20. März, werden auS den Distttckien Höler (Südseite), FuchS- sttauch und Hard versteigett: Am. Scheitholz Buche 118, Fichte 20; KnüHpelholz Duche 15, Fichte 78; Stockholz Buche 52, Fichte 63; Reifig Buche ca. 500, Eiche 200, Fichte 10; - Stammholz Buche Fstm ca. 2,44, Fichte 3. Kl. 1,57; Bohnenstangen 400 Stück. Aur daS Holz im Höler wirb vorgezeigt. Hummern, die zum Berkaus kommen, sind blau unterstrichen. — Zusammenkunft 9.30 vormittags auf der Lich - Garbenteicher Strabe, Waldanfang (Eberstädter Schneise). Illlllllllllllllllinillllllllllllü MLalldmrtt Ein Kessel m. Unter- gestell gegen Kartoffeln zu tauschen. Schttftl. Angeb. unt 01444 a. d. Gieß.Anz. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinniiiiin Die Gewerkschaft Albert zu Gießen hat taut Beurkundung des Notars Dr. Cutt Spohr zu Gießen unterm 19. Januar 1923 die reale Teilung des ihr gehörigen, am 4. November 1882 verliehenen Braunkohlenbergwerks „Albert" in der Gemarkung Beuern, KreiS Gießen, dergestalt beschloffen, daß nach Maßgabe des zur Urkunde gehörigen Situations- riffes daraus die beiden Draunkohlen- bergwerksfelder „Wilhelm" und »Albert" entstehen sollen. Nähere Einzelheiten sind aus der Urkunde ersichtlich, die bei bet unterzeichneten Behörde innerhalb von drei Monaten vom Tag der Beroffent- lichung dieser Bekanntmachung an ein- gesehen werden kann. Innerhalb dieser dreimonatigen Frist sind Hypothekengläubiger, Grund- und Nentenschuld- gläubiger sowie andere dinglich Berechtigte, welche durch die Bestimmung des Anteilsverhältniffes an ihren Rechten verkürzt zu sein glauben, befugt entweder gegen diese Bestimmung Einspruch durch Stämme 3. , 4. „ 5. liste eingetragen ist. Bad Salzhausen, den 3. Marz 1923. Der Landamtmann zu Bad Salzhausen. Bogt. 1678V Stämme 3. , 4. „ 5. „ 6. Kiefernstamm 1. Kiefernstämme 2. I 4* „ 5. Lärchenstamm 3. „ 4. Holzfubmission (Es verkaufen im Wege schriftlichen Angebots 1. die Gemeinde Londorf: Lichen-Schnittholz. 3 Stämme 2. Kl. — 3,04 Fstm. und gibt, solange Borrat reicht, -u TageSvreffen ab. wilh.Nebhuth Rodbeim. 6tr.58. Tel. 1206. [1693D Hof entfernt 2. dieIsraelittscheGemeinde Londorf: 2 Eichenstämme 1. Kt — 3,33 Fstm. 2 „ 2. „ = 2,18 „ 2 w 3. , = 1,20 w Dieses Holz laqett auf dem Israelitischen Friedhof in der Nähe des Ortes. 2,61 Fstm. 0,66 , 1,64 „ 1,96 „ 1,99 , 41,31 , 58,04 „ 238,56 „ 0,88 , 1,29 „ 4,17 „ 3,93 , 27,83 „ 37,82 , 53,59 , 14,05 „ Holzsnb-nission. Die Gemeinde Münck-Leusel verbaust im Wege schriftlichen Angebots 7 Stück Pappelstammholz mit ca.14 Festmeter. An- geböte mit der Auffchrist.Submsision- sind bis zum 17. März d. I., nachmittags 1 Uhr, bei der Bürgermeisterei einzureichen, wo. selbst auch die Bedingungen erhältlich sind. Münch-Leusel, den l.März 1923. Bürgermeisterei Münch-Leusel. Weitzel.1660V Eichen-Bauholz. Stamm 2- ÄL = 0,69 Fstm. woselbst alsdann die Eröffnung der Angebote erfolgt Das Holz ist mit Rinde gemeßen. Solches wird auf Verlangen vom Förster Witzner ootge ;eigt. Die Verkaussbedingungen liegen auf der Bürgermeisterei offen und werden im (Eröffnungstermin bekanntgegeben. Zuschlagsfrist 5 Tage. 1611D Londorf, den 27. Februar 1923. Bürgermeisterei Londorf. Aumann. macht, ist seines Einspruchsrechts verlustig. Darmstadt, den 1. März 1923. Hessische Obere Bergbehörde. vr. Wagner.1666V I UM mit Marmor und SplcflclauffnU, 2 polterte Bertiko?, ein >rieiderschranki2lür.) 2 Waschtische, Kinder bettftclle, ferner An- AÜne, 9Jläntel, Kostüme u. Schuhe Mw zu verkaufen Kirchenplah 15 Das Linden-Stammholz lagert im beim Pfarrhaus, das übrige Holz im meinberoalb, etwa 20 Minuten vom Dahn- vergeben: 2 Eichenstämme 2. ÄL Eichenstamm 3. n erz. tr3ag>. N ’mau«,?« bet 6'ip^1 au. anl^menb viel. .^Ö-Baumann m denen Dsh. die buchenden ^und besteniE ÄÄ Jnb t ^orlchuh zahlen Tol)njn. 6on -Mimann ins ein Schrvindel- 0^ lich iur von Verden. e. 4 ä & es in der Dacht tINt der ©ein« ^ann schoh dort niungesNäd. Sann tötete >chäs) in den Kovf auS Eifersucht rach wenigen Sinn. - Fürzvanzig av und Zuller nn Dish. Schnej. >er hiesigen $irnn, xrtauHe die Lachen n Mert tzösler werftorenheit besah, Mene Fabrik zu- Ware hat Hosier 1 Geschäft veckaust tungSouSschuß durch Schiedsspruch vvm 15. Februar 1923 für Dieben vorgeschlagen hat. Die Streitteile erhielten Erklärungsfrist. Dem WätchehauS Nowack in Dießen gab der Schlichtungsausschub entsprechend tem Antrag des Deutschen BekleidungSarbeUerverbandes ab 15. Sebruai 1923 Bacdvppelung der bisherigen Löhne der Weißnäherinnen auf urid Erhöhung der tariflichen Dcigülungen der 52ehrmädchen um 50 Proz. Die selbständige Arbeiterin kommt hiernach auf 420 Mk. Stundenlohn. Der Antc-agssteiler erkannte den Schiedsspruch an. Der Antragsgegner erhielt Erklärungsfrist BcmgewerkShund und Gemeinde Lützellinden vereinbarten die Anwendung der jeweiligen heffi- schen Woldarbeitettarife auf die Holzhauer hn heffischen Wold der Gemeinde. 3n zwei weiteren Lohnsachen einigten sich die Stveitteile ohne öffentliche Verhandlung. Schlichtungsausschutz der Provinz Oberheffen. Sitzung vom 1. Marz. Dem Zentralverband der Bäcürr und den Bäckerinnungcn Gießen und Bad-Nauh:im schlug der Schlichtungsausschub durch Schiedschruch folgende Gehilfenwoch.:nlöhn2 vor, die vom 5. März 1923 an gelten sollen: Schieber 46 000 Mk., Teia- macher 42 000 Mk. und Lehtgehiffen 37 000 Mk. Für die Gewährung von Kost und Wohnung sollen die Arbeitgeber von diesen Sähen, wöchentlich 21 000 Mk. ob ,teilen können. Für Bad-Nauheim ist der Lchiedespruch bindend. Die Gießener Innung erhielt Erklärungsfrist. Die Bad-Nauheimer und Friedberger Mitglieder des Süd westdeutschen Arbritgeberverban- des für das Transport-, Handels- und Der- kchrsgewerbe sollen vom 16. Februar 1923 an dieselben Trcmsportarbeiterlöhne und Zehrgelder bei üleberlandsahrten zahlen, wie sie der Schlich- Bei den OngenMuniem ttmtbe 1. ©teger Adolf Priester. T. B Wetzlar. 2. Sieger Herrn K n ie per, T. B. Krofdorf. 3. Sieger Karl Äefr ler, T. D. Großen-Lrnden. Bei den Schülern 1. Sieger Wilhelm Kehr, T. D. TreiS a. d. Lda., 2 Sieger Karl Leinweber, T. D. Treis a. d. Lda, 3. Sieger Albert Dru, T. D. Krofdorf, unb Karl S chi ck, M. T- D in Sieben. Am nächsten Sonntag wird eine Hebung»- stunde für die Frauenabteilungen des GaueS in Gießen, Turnhalle der Ober-Nealschule, stattfinden »uc DorbereiUmg des Wetturnens am 27. Mat in Geißen. holzversteigerungen n der Zürstl. Gbersörsterei Lich. Montag, den 19. Marz, werden aus den Distrikten Mühlberg, Schwarzwald, Höler (Nordfeite), Langeberg u. a. ver» steigert: Nm. Scheitholz Bucke 120, Fichte 43; Knüppel Buche 31, Fichte 16; Knüppelreifig Buche 16; Stockholz Buche 28, Fichte 47; Aeifig Buche 320, Eiche 110; — Nutzscheitholz Buche 2,5; Fstm. Stammholz Buche 4. Kl. 0,80, Ahorn OJ22, Kirschbaum 1,50, Esche 0,83, Akazie 0,33, Linde 0,21, Aspe 0,24, Gls- beer 0,17; Derbstangen (Deichseln) Eiche 0,15, Esche 1,57; ca. 500 Bohnenstangen. Das Nutzholz aus dem Fürstlichen Schloßgarten (Fstm. Kiefer 2.61, Ahorn 0,80, Akazie 3,34, Esche 4,40) kommt mit zum Ausgebot. Nur das Holz im Schwarzwald und Höler wird vorgezeigt. Die zu verkaufenden Nummern sind rot unterstrichen. Zusammenkunft 9.30 vormittags auf der alten Gießener Sttahe, Waldeingang, unweit Steinbach. im Geschmack krähigt 1628c Buchen-Stainmholz. Stämme 3. KI. — 2,06 Fstm. , 4. . — 1,36 „ Linden-Stammholz. Stamm 2. Kl. — 0,24 Fstm. Zucker Ausgabe. Der Haushaltszucker für Februar 1923 । hiwb in der Zeit vom 5.-12. Marz 1923 1 und) die Kleinhandelsgeschäfte und den o-nfumoerein ausgegeben. Auf die Marke mlfallen 2 Pfund Haushaltszucker und Pfund Einmachzucker. Preis für ge» •imhlenen und Kristallzucker 760 Mk, für >i-.rßraffinade 780 Mk. und für Würfel- tuMhcr 800 Mk. für das Pfund. Diese Preise n ) Höchstpreise im Sinne des Gesetzes, licht recht \eitig abgeholter Jucker veriällt. Harbeftcnung für März und April 1923. Die Bestellmarken A für März und April m) bis spätestens Dienstag, den 12. März 9r23 bei demjenigen Geschäft abzugeben, 0« welchem der Zucker bezogen werden olH. Die Belieferung zu spät eingehender Z«tellmarken ist in Frage gestellt. Die Gefchäfte haben die Marken zu 100 bündelt bis zum 13. März d Js. restlos miit Bestellschein Zimmer 4 einzureichen. Zucker-Ausgabe für Anstalten usw. Der Februar-Jucker wird in der Jett doch 5 bis 12. März 1923 durch die 3m- Et-und Handelsgesellschaft Benner, Krumm i Sauer, Bleichstraße 4, an die Bezugs- be:ed)tigten ausgegeben. Preis Mk. »00 : fiui das Pfund. 1675b Gießen, den 5. März 1923. Dur Ober bürgermeister. (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. TBBttr.i Die Errichtung einer Maler- und Weißbinderzwangsinnung für dte Stadt und den Kreis Gießen. Bon Handwerkern, die dem Maler- und Weißbindergewerbe angehören, ist Anttag 'auf Errichtung einer Zwangsinnung für h*n Bezirk der Stadt und des Kreises Dießen gestellt worden. Zur Ermittlung k tr Mehrheit der beteiligten Handwetter wird Referendar Kling als Kommiffar Holzfubmission. Donnerstag, den 8. März 1923, vormittags 10 Uhr, werden auf hiesiger Bürgermeisterei aus den Waldungen der Gemeinde Allendorfa.d.Lda.(Forstwartei II) folgende Holzsottimente im Submiffionswege Angebote find getrennt nach Sortiment ~ . , _, und Klaffen mit der Aufschrift „Holzsub- Allendott a.d.Lda., den 1. Marz 192d. mi|ponn bls spätestens Donnerstag, den Turnen, Sport und Spiet Turngau Hessen (D. T.). —o— Am gestrigen Sonntag hielt der 2. Be- zitt (Giesten-Wetzlar) in der Turnhalle deS T.- B. 1846 zu Gießen unter Leitung des Beztrks- vertreters, Univerf.tätS-Oberinspektor Erle (Gießen) und des Beriris-TurnwartS Paul Schüler (Wetzlar), sein Deratewetturne-.t ab. Bon der Gauleitung warm Oberturnwart W. Will (Gießen > und Nettor Bach (Drohen-Linden) ana»- fenä. Diese Wettkämpfe werden im kleineren Ausmaß von den sechs Bezirken des Gaues im Frühjahr abgehalten und cDoIlem das Geräteturnen als wichtigen Destandtell des deutschen Turnens besonders pflegeir in einer Zeit, die mehr dem Spott und der Leichtathletik zr neigt /denn die harmonifche Ausbildung des Turners war von tcber das Ziel der D. T. Insbesondere sollen bei diesen kleinen Wettkämpfen die Zugendtumer und Schüler ihre Heranwachsenden Kräfte mefsen, Mährend die geübteren Turner Gelegenheit bekommen, ffch als Kampfrichter zu üben. Die Schwierigkeiten des winterlichen Hallenturnens und der Berkehrsverhältnis e machten sch natürlich auch tm Besuch bemerkbar; immerhin waren 120 Turner aus Stadt und Land angetreten. Geturnt wurde an Neck, Darren and Pferd, dazu eine Freiübung. Bei den aktiven Turnern steht als 1. Sieger: Balthasar Ainend, T. D. Treis a. d Lda., 2. <5ie- ger Johannes Arnend, T. B. Treis a.d.Lda., 3. Sieger Heinrich Leinweber, T. D. Treis a.d. Lda.. und Otto Kreuder, T. B. Grunberg. Schöffengericht. (Sieben, 27. Febr. Gin Arbeiter von hier hat 5 Tischdecken, die in Kaufmann im hiesigen Gewerkschaitshau'e ge- b.L(cn hatte, gekauft und wird deshalb wegen . lerei mit Rücksicht auf seine vielen Bor strafen 6 Wochen Gefängnis verutteitt. Der ije ifmann ist bereits fniher abgeuttellt worden. Drei Pakete Drahtstifte zu je 5 Kg hat ein i>itbanf dahier wurden ein Maurer aus Lie- xrch und ein Ziegeleiarbeiter aus Wißmar an Lulle der an sich verwirrten Gefängnisstrafen !•)je einer Woche zu Geldstrafen von je ■c 000 M k. verurteilt. Dieselbe Strafe erhielt < jen Hehlerei ein hier wohnhafter Schreiner Weitere Holzversteigerungen finden .......statt. 1681V Angebote sind nach Klaffen getrennt pro Fstm. bis zum 8. Marz I.3., vormittags 10 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei mit Aufschrift versehen einzureichen. Angebote mit zusammengezogenen Klaffen oder Bemerkungen versehen, bleiben unberücksichtigt Die Derkaussbedmgungen können auf hiesiger Bürgermeisterei eingesehen werden, und werden im Termin noch- - mals bekanntgegeben. Auf Wunsch zeigt steigert. 1614V Förster Franz, dahier, das Ho^vor. Allendott a. Lumda, den 1. März 1923. Bekanntmachung. Auf Grund des § 5a der Verordnung zum Schutze der Mieter vorn 22. Juni 1919 und des § 9 des Gesetzes über Maßnahmen gegen Wohnungsmangel vom 11. Mai 1920 wird mit Zustimmung des Reichsarbeitsministers und mit Ermächtigung des Heff. Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft zu Rr. M. A. W. 5553 vom 1. Mörz 1923 für den Bezirk der Stadt Gießen folgende Anordnung getroffen: § l- Die zwangsweise Räumung einer Wohnung darf nicht erfolgen, wenn die Gemeindebehörde (Wohnungsamt) bescheinigt, daß der Inhaber der Wohnung bei Durchführung der Räumung wohnungslos werden würde. § 2. Diese Anordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Gießen, den 5. März 1923. [1690B Der Oberbürgermeister. I. D.: Krenzien. ^Bekanntmachung. Bett.: Errichtung einer Mechaniker-Zwangs' innung. An die Herren Mechaniker für Fahrräder, Motorfahrzeuge, Näh-, Schreib- und Sprechmaschinen der Stadt und des Kreises Gießen. 16708 3n Gemäßheit des Statuts IhrerZwangs- innung wird hiermit eine Mitgliederversammlung auf Mittwoch, den 7. März ds. Js., nach, mittags 4 Uhr, in den Sitzungssaal des Regierungsgebäudes dahier, Landgras-Philipp-PIatz Rr. 3, ein- berufen. Tagesordnung: Wahl des Vorstandes. Gießen, den 21. Februar 1923. Kreisamt Gießen. 3. D.: Welcker. Vorstehende Bekanntmachung wird hier- , mit zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Gießen, den 2. März 1923. . Der Oberbürgermeister. 3. D: vr. Frey. ! -a m m 4 Jahre Gefängnis; Karl Klingel fIahre Gefängnis; Waldeck 6 Monate Ge- ■fijjniä; Kaufmann und UJenglarj je 1 Monate Gefängnis; Geißler 9 Monate De- |n-:gnid; Klug 9 Monate Gefängnis. Wcgen Hehlerei wurden verurteilt: Habicht l'/r Zähren Gefängnis; Gre b zu 5Monaten PWochen Gefängnis; Koch zu l‘/2 Zähren ®e- (ripiid; Lorenz zu 1 Monat Gefängnis; Zoh. jeinr. Merle zu 6 Monaten Gefängnis. Auf die Strafen wurde bei den Verurteilten, eiin Ilmettuchunashast gesessen hatten, ein Teil *1- Llntersuchungöhaft angerechnet. An Ehrverlust wurde erkannt gegen Korell Icchre, gegen Stiehler, Stein, Thomas, ■, tfing, Dvamm, Schuchard, Klingel, Habicht, r-b je 5 Fahre, gegen Greb 3 Zahre. Ile Mit diesem Urteil ist ein Teil der Diebstähle , juvieurteiÜ, die jahrelang die Bevölkerung Als- 'iZs und Umgebung in Erregung gehalten haben. Gieben, den 20. Februar 1923. Kreisamt Gießen. 3. D.: Welcker. i Dorstehende Bekanntmachung bringe ►iä hiermit zur öffentlichen Kenntnis unter g'Ieichzeittger Aufforderung aller selb- Ifl önDigen Handwerker, die im Stadtbezirk ein Handwett obenbezerchneter Art be- , tniben sich in der Zeit vom 4. bis 112 März d. I. auf dem Dersickerungsamt 'd^r Stadt Gießen, Gartenstr. 2, Seitenbau, Zimmer 2,zu erkläre^ ob sie für oder gegen die Errichtung der Zwangs, innung sind. 1Q„ 16716 Giehen, den 2. Tlarj 1M3. Oer Oberbürgermeister. 2. B.: vr. Frey. Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vorn 1. Marz ist genehmigt. Empfang der Abfuhrscheme b^i den zuständigen Kaffenstellen, Holzuber- wrisung und 1. Abfuhrtag Donnerstag, dll. ; Alsfeld lveM Habicht, Waller Koch, Saskwirt > lsseld, sowie die nn §einr. Merle und Asbach, und der aus Alsfeld. yi SiebsläM seien im 8. August 1920 i Stiehler, rn Eber ans dem $a!b. Das Zlofch chr den Ml halten, t, »ücfing. Korell , sich in der Dacht Maaer in ngefarften W Eüe aus bertzn. |Cn,um ein Geräusch ufjr man aus dm Anfang des w _ __ Mldech Denglarz w er osilmAlen. e'.d »ü-kinS W Loren- chl wNL ^nÄleinM Asbach E i n rlusWd nicht “neTSieb- des ®öÖar fro Die Wissenschaft crflart: tonn durfcr bettd (b Das gelbe Dreieck 1 At en lauer: a Ateniaaer: w Gräber, die sich öffnen : mb „Zalamort“. der Mann obee Farrht. vir Stimme ta KniMi; < Ersucht. 014® i i Md» httlriti tlr Scbrener, ligier uw.1 7XX)T#t Sblttntf <»hiil*rln# m it Lehrstelle lütbtfarm Lchnh- Sott u. Me einige ^öUenquaL Ceffenlt. Vortrag «Äfhittt für lofori oberfpoirr tüdjilflel, erfahrene» iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinHiiiiiin Tuche für meinen Astoria-Lichtspiele BoUofrtMtaa Kbe em Platze1 ▼x>n Gerbart Hauptmann. 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So flickte er denn Wämser und Hosen und war der geduldige Prügeljunge. Hier spielte er ater auf einmal eine CRofle. Dückler bediente sich feiner als Dolmetscher, denn es haperte mit seinem Französisch ebenfo sehr wie mit dem Deutsch der Französin. 2lur !beider Augen sprachen verständlich und als die ‘Dame ihn ums Kinn streichelte und mißbilligend dabei den Kopf schüttelte und das Ruschen rihiDfte, beorderte er sofort Jean-Claude, ihm den ‘Bart ratzekahl abzuscheren. Als er bann mit feinem glatten hübschen Gesicht vor die Dame trat, spitzte sie die Lippen: er erlaubte sich's, einen Kuh darauf zu drücken. Des Hannes leicht entzündliches Herz briante lichterloh: so etn Püppchen hatte er noch nd malS unter den Fingern gehabt. Roch war er behutsam, solch eine, schön wie etn gemaltes Alta 'bild, muhte man mtt Vorsicht anfaffen. Er tat sich an, so fein er konnte: der hellblaue Rock hatte zwar Flecken, und die gestreifte seidene Weste schlottert« ihm ein wenig — die merkte den hungrigen V Inter — aber die schmiegsame gelbe Hose sah ihm noch um die Deine wie eine Haut. Er betrachtete sich wohlgefällig Den Brillantring des d"Aubry konnte er leider nicht mehr an den Finger st-cken, den hatte er verkaufen müssen, als die Juli« niederkam, aber er hatte noch eine Chatelain«, die bammelte ihm jetzt auf dem Dauch und s» konnte er sich wohl sehen lassen als Kavalier. Er machte lange Toilette in der Schlafiammer, die einen Spiegel am Mauerpfeiler enthielt und das Ehebett, in dem der Edinger, trotzdem es sehr weich und bequem war, wohl nicht allzu ent* genehme Stunden hinter dem rosengeblümten Vor» hang verlebe« mochte. (Fortsetzung IdLäLI Ein wichtiges Reichsgerichtsurteil. die auf 40a am tu die und werden keiner Cöfung zu stimmen, die nicht Rheinlande m ihrem ganzen territorialen staatlichen Bestände ungeschmälert Iaht. Grünberg B.- u. R -Gemünden Alsfeld Lauterbach Fulda Lich Hungen Ridda Stockheim Büdingen Die Eisenbahnfahrpreise nach der Erhöhung am I.Marz 1923 (Eigene Information des .Giehener Anzeiger-'.) Die Bahnsteigkarte kostet BOTEL, die Fahrradkarte 320 Mk. Die Gepäckfracht ist auf 4 Mk. für 10 Kg. und 1 Kim., mindestens aber auf 400 Mk festgesetzt. Die Erprehgutsracht ist um 60Proz. erhöht. .. 800 „ 1600 ,. „ SCO ’,. „ 1600 .. 3200 „ 1200 „ 2400 „ 4800 „ mit dem Auszug im Verzüge ist. Der Umftanb, dah der Beklagte nach der Verfügung des Oberbürgermeisters nicht gezwungen werden kann, die bisher innegehabte Wohnung zu verlassen, da das Wohnungsamt bescheinigt, dah der Beklagte obdachlos werden würde, kann den obigen Erwägungen nicht entgegengehalten werden, denn die Beifügung des Oberbürgermeisters, die im allgemeinen öffentlichen Interesse erlassen worden ist, kann nicht als geeignet erklärt werden, in das Zivil- recht einzugreifen und die Begriffe .Verzug" und .Verschulden" zu beseitigen. Der Mieter, der im Hinblick auf die Verfügung des Oberbürgermeisters in der Wohnung verbleibt, tut dies auf feine Gefahr und Kosten, da er in der Lage ist, sich eine ander- weite, wenn auch unbequeme, Unterkunft zu verschaffen." Aus Stadt und Land. ®t«6en, den 5. März 1923 Eine wichtige Entscheidung des Oberlandcsgerichts, in gewissen Fällen für das Wohnrecht von standspreis nach amtlichem Taaeskurs der ausländischen ‘Währung vom Tage des Verkaufs festgesetzt werden. Der preuftische Iustizminister hat die Strafverfolgungsbehörden angewiesen, in allen derartigen Fällen mit möglichster Beschleunigung und grösttem Nachdruck wegen Preistreiberei einzugreifen. Wenn durch Qlbrebc von Verbänden oder Vereinigung einem Sinken der Preise entgegengewirkt wird, kommt eine strafbare Handlung m Frage. Oef fentl iche Dücherhalle. Im Februar wurden 2151 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1258, Zeitschriften 142, Iugendsch, iften 258, Literaturgeschichte 19, Gedichte und Dramen 37, Länder- und Völkerkunde 83, Kulturgeschich'e 37. Geschichte unb Biographien 109, Kunstgeschichte 8, Naturwissenschaft und Technologie 121, Haus- und Landwirtschaft 15, Religion und Philosophie 32. Sprachwissenschaft 23, Fremdsprachliche '4 Bände. Vach auswärts kamen 36 Bände. ** In der Gesellschaft für Erd - und Völkerkunde sprach am. Dienstagabend Dr. jur. et phil. Alfredo Hartwig über: .Chile, Land unb Leute". Der Staat Chile hat bei einer mittleren Brette von 180 Km. eine Längs er streckung, die der Entfernung ‘Berlin— Tschadsee in Afrika gleichkommt. Dabei reicht er von der südlichen gemäßigten Zone durch das Steppengebiet in das Gebiet der Salpeterminen im Vörden. An Hand einer großen Zahl aus- gewählter Lichtbilder führte der Vortragende die Zuhörer von Süden durch das Land bis nach Vörden. In den bewaldeten Fjorden der Magal- lanesstrahe, in denen die Gletscher das Meer erreichen, beginnend, zu den großen Schaffarmen im Innern, durch das Inselaewirr der Westtüste bis zum schöngelegenen Hafen von Valparaiso Der Reichskanzler über die nationale Abwehr. Berlin, 3. März. (WT2.) Reichskanzler Dr. Cuno empfing einen Vertreter der .Kölnischen Volkszeitung" zu einer Unterredung, in welcher der Kanzler unter anderem sagte: DaS ganze deutsche Voll unb die Reichsregierung bringen den Deutschen am Rhein mb an der Ruhr das Gefühl tiefsten und herzlichsten Dankes entgegen für ihre Standhaftigkeit unb Treue, die sich in dem schweren Abwehrkampf, in dem wir stehen, jeden Tag aufs neue zeigen. Wir kennen alle die Opfer wohl, die das deutsche Volk tm Westen bringen muh, wir fermen auch die Leiden, unb wir fühlen sie mit. Wir sind aber willens, alle Vot zu linbern, so- wett wir nur irgend dazu in der Lage sind. unb der höher gelegenen Hauptstabt Santiago. Schöne Kirchen unb Bauten im Barockstil zeichnen die Stadt aus, in der viele Deutsche leben und tätig sind. Das Militär ist nach deutschem Vorbild ausgerüstet unb auÄgebilbet Der nördliche Teil des Landes ist Wüste. Hier befinden sich die Salpeterlager, die häufig weihen Eisschollen ähnlich das Land bedecken. In einer groben Zahl Fabriken wird dieses für die Landwirtschaft so wichtige Düngemittel abgebaut. Trotz der Schwierigkeit, tn der Wüste für Lebensmittel unb Wasser zu sorgen, sind bie Fabriken gut mit allem ausgerüstet. Die Lager liegen in einem gewaltigen Längstal, ber Atacamawüste, das ber Küste parallel verläuft und von ihr durch bie Vorkordilleren getrennt ist. Dieses Tal wirb auch von der Bahn benutzt, die den Salpeter zur Küste bringt und bie Lebensrnittel zu den Vlinen. Antosagasta unb Iquique finb bie HauptauL- fuhrhäfen. Diese Teile Chlles werden häufig von Erdbeben heimgesucht, so dah die Häuser auS Holz gebaut werden, um vor Zerstörung gesichert zu sein. Doch nicht allein die Erschütterungen des Bebens wirken hier zerstörend, vor allem warf das Meer beim letzten Erdbeben mächtige 3 luten Wenn man in Paris geglaubt hat, dah die vier Jahre Fremdherrschaft oas rheinische Volk mürbe gemacht haben, so mühte man erkennen, wie bitter man sich in dieser Annahme getäuscht hat. Wan hat den friedlichen Sinn ber Rhein- länber für Vachgiebigkeit gehalten. Das waren Illusionen unb werden Illusionen bleiben. Man man Mahnahmen treffen, welcher Art man will, sie alle werben stets am deutschen Sinn ber Rheinländer scheitern. Man hat in Paris soviel von der Rheinischen Republik gerebet unb glaubt vielleicht, nun drrch bie zahlreichen Beamtenausweisungen bie Vorbedingungen bafür geschaffen zu haben Herr Dariac hat ja vorgeschlagen, die .preuhischen" Beamten durch rheinische zu ersehen. Die übergroße Mehrzahl der Ausgewiesenen sind aber geborene Rheinländer, die fest in ihrer Heimaterve wurzeln, und wenn man nun hofst, dah sich Deutsche finden werden, die sich den französischen Wünschen gegenüber willfährig zeigen werden, so wird man abermals eine bittere Enttäuschung erleben. Vach solchen Männern wird man im Rheinland vergeblich suchen, und wenn es Verführer und Verführte gibt: die Kraft des einigen Willens wird sie hrnwegheben wie Staub vor dem Winde. In Paris sprach mann soviel davon, dah die deutsche Regierung liefen Abwehrkampf entfacht habe. Die Abwehr aber wuchs im Volk, wurde stark am Voll, und wird noch täglich stärker. Die Franzosen und Belgier haben in vielen Fällen deutsche Beamte, well sie den deutschen Gesehen getreu waren, von Heim und Herd vertr.eben. Diese Männer haben c ft keine Zeit gehabt, ober sie sind daran verhindert worden, ihr Hab und Gut mitzuneh- men. Diese Vertriebenen sind in Berlin gewesen -'nb hab.-n uns getagt: .Veh-rnt feine Rüksichi auf uns, einmal muh nun dieser Kamps gekämpft ., >ca, einmal mutz i sich nun ettscheiden, ob Vernunft oder Gewalt herrschen sollen, ob der Rechtsbruch und der Vernichtungswille liegen werden, oder ob eine freie, ehrliche Verständigung möglich ist. bie uns in Freiheit leben läftt.“ Solche Stimmen ‘haben wir gehört, so haben auch die Arbeiter und die Arbeitgeber gesprochen. Dah das die wirklich währe Volksmeinung ist, beweist ■»er Welt täglich das Dechalten der ganzen Be° olferung am Rhein und an ber Ruhr. Aus clcher Dvlksgesinnung holen wir uns im unbesetzten Gebiet, holt sich auch bie Reichsregierung die Kraft zu neuer Abwehr der neuen französisch- belgischen Pläne. Wir mögen bie Safloren unserer Ab wehr wohl, und unser stärkster Faktor ist ber unerschütterliche Fve?hrttswille des Volkes, das jetzt unter den französischen und '»elgischen Bajonetten rechtlos und unfrei zu leben gezwungen ist. — Untere bedrängten Volksgenossen sollen aber auch wissen, dah wir nicht untätig sind. Wer ist ‘heute in Deutschland, ber, an verantwortlicher Stelle stehend, anders gehandelt haben würde, als wir eS getan haben? Wir provozieren nicht, arir prahlen nicht, totr wollen keine großen Worte gebrauchen. Wir wissen genau, warum dieser Einbruch unternommen worden ist. Deshalb muh unsere Abwehr fest bleiben. Wir geben uns keinen Illusionen hin und verhehlen uns nicht, dah wir vielleicht noch eine längere Zeit hindurch in diesem bitteren Abwchrkampse auszuharren haben werden. aber wir wissen auch, dah wir ausharren müssen, wenn wir nicht alles verlieren wollen, und wir wissen, daß wir ausharren können. Wir versäumen nichts, um unseren Volls- genossen vorne int Schützengraben das Ausharren zu ermöglichen, wie gleichzeitig auf allen gangbaren Wegen eine Lösung vorzuberetten. Wann tiefe Lösung kommt, wissen wir nicht. Unser Ziel ist klar vor aller Welt: Wir wollen die Freiheit des wider.'echt sich besetzten deutschen Landes, wir wollen unser Recht auf Leben, wir wollen ein freies, einiges Deutsches Reich und weittragender Bedeutung ist, bringt die „Darm- , städter Zeitung" zur öffentlichen Kenntnis. Das Blatt berichtet: , Der Mieter, der sich verpflichtet hat, zu einem bestimmten Zeitpuntt auszuziehen, macht sich, wenn er nicht auszieht, sondern im Hinblick auf die Bescheinigung des Wohnungsamts, dah er im Falle der Vollstteckunq obdachlos werde, in der Wohnung weiter verbleibt, unter ümftänben dem Vermieter gegenüber entschädigungspflichtig. (Entscheidung des Oberlandesgerichts in Darmstadt vom 13. Februar 1923, U 10 23.) Der Beklagte (Mieter) hatte sich, nachdem er seine Hofreite an den Kläger (Vermieter) veräuhert hatte, durch schriftliche Erllärung verbindlich gemacht, am 1. April 1922 auszuziehen. Don dem Zeitpunkt der Veräußerung ab bis zum l.Aprll 1922 bestand unter den Parteien ein Mietverhältnis, da der Beklagte in dem verkauften Hause noch einige Räumlichkeiten als Mieter inne hatte. Der ‘Benagte zog am 1. April 1922 nicht aus, da er eine andere Wohnung nicht finden konnte, er wurde durch Urteile des Amts- und Landgerichts zur Räumung verurteilt: die Vollstreckung konnte nicht erfolgen, da das Wohnungsamt bescheinigte, dah der Mieter obdachlos werden würde. Der Vermieter hat deshalb eine Klage gegen den Mieter erhoben, in der er beantragt, den Beklagten zu verurteilen, den durch den Verzug entstandenen Schaden, mindestens 100 000 Mark, zu zahlen. Das Oberlandesgericht hat den Antrag dem Grunde nach stattgegeben aus folgenden Gründen: „3ür das unter den Parteien bestehende Verhältnis ist davon auszugehen, dah in Ansehung der von dem Beklagten bisher benutzten Räume ein Mietvertrag bestanden hat, und dah dieser Miet- verttag nach der Erklärung des Beklagten im Schein vom 2. Februar 1922 am 1. April 1922 fein Ende erreicht hat. Der Beklagte war verpflichtet, am 1. April 1922 auszuziehen, und von einer still- I schweigenden Fortsetzung des Mietverhältniffes kann bei der hier gegebenen Sachlage keine Rede sein (§ 568 BGB ). Es ist vielmehr für die Parteien vom 1. April 1922 ab die Bestimmung des § 557 BGB. mahgebend, wonach, wenn der Mieter die gemietete Sache nicht nach Beendigung des | Mietverhältniffes zurückgibt, der Vermieter für die Dauer der Dorenthaltung als Entschädigung den : vereinbarten Mietzins verlangen kann: dabei ist die Geltendmachung eines weiteren Schadens nicht ausgeschloffen. Der vereinbarte Mietzins ist hiernach der Mindestbettag der dem Vermieter zukommenden Entschädigung, die sich aber bei Verschuldendes Mieters entsprechend erhöhen kann. 3m gegebenen Falle liegt ein Verschulden des Beklagten vor: er war verpflichtet, am 1. April 1922 auszuziehen: er hat diese Bei pflichtung vorsätzlich unterlaßen und keine Anstalten getroffen, seinen Auszug zu bewerkstelligen. Der Bellagte kann sich nicht darauf berufen, dah er nach der Bescheinigung des Wohnungsamts eine andere Wohnung nicht habe erlangen können, denn er war in der Lage, seinen Auszug insofern zu bewerkstelligen, dah er für seine Hausmöbel einen Raum behufs Unterstellung suchte und für sich und seine Familie einzelne möblierte Zimmer mietete. Dah diese vorübergehende Mahnahme nicht durchzuführen gewesen wäre, ist von dem Beklagten in keiner Weise nachgewiesen worden. Von einer Llnmöglichkeit der Leistung im Sinne des § 285 BGB. kann daher keine Rede sein: es liegt vielmehr ein vorsätzliches Verschulden des Beklagten vor, für das er nach § 286 BGB. einzutreten hat, da er seit dem 1. April 1922 Rach bet neuesten GisenbahnsahrpreiSerhöhung kostet eine Fahrkarte (die Preise nach L, 1L, 111. IV. Klaffe berechnet) von Giehen nach < ülmgeleitete Schnellzüge. Die Trier ........ feindlichen Mahnahmen im Einbruchsgebiet ha- Dillenburg den weitere Zugumleitungen erforderlich gemacht. Saiger........ Seit Freitag berühren folgende umgeleitetc Betzdorf Schnellzüge unseren Bahnhof: D 207 Frankfurt— Eitorf......... Siegburg, Giehenan 3.20 nachts, ab 3.28 nachts: Siegburg D 208 Siegburg— Frankfurt, Giehen an 3.13 Köln......... nachts, ab 3.23 nachts: D 47 Frankfurt—Siegen- Aachen. - . . - - • Hagen (Anschluhzug von Siegen nach Siegourg Stegen über Betzdorf im Plan 81), Giehen an 8.33 vormittags, ab Hagen........ 8.41 vormittags; D 270 Siegburg—Frankfurt, Dortmund Giehen an 12.21 nachmittags, ab 12.31 nach- Lollar........ mittags: D 58 Hagen—Siegen-Frankfurt, Marburg Giehen an 12.57 nachmittags, ab 1.05 nachmit- Treysa taget; D 57 Frankfurt—Siegen—Hagen (hält in Kassel Dillenburg), Giehen an 631 abends, ab 6.44 Hannover abends: D 269 Frankfurt—Siegburg, Giehenan Braunschweig .... 7.16 abends, ab 7 26 abends: D 48 Hagen-Siegen Hamburg....... — Frankfurt (Anschluhzug Siegburg-Siegen im Magdeburg Plan 82), Giehen an 9.53 abends, ab 10.06 Bersin ....... abends. Zwischen Köln und Porh-älrbach ist für Leipzig über Fulda Reisende von und nach Siegburg Pendelbetrieb Dresden....... eingerichtet. Erfurt......... ** I n Preistreiberei ftrafsachen Weimar soll nach einem Rundschreiben des Reichswirt- Breslau schaftsmrnisters an die Spihenverbände des Er- Die Schnellzugzuschläge stellen sich: werbslebens auch die Verbesserung der Mark in ffa 1— 75 km (1. Zone) in 3. Klaffe vollem Umfang berücksichtigt werden. Selbst bei 2. bereits hereingenommenen Waren soll der Ein- „ 1. „ für 76—150 km (2. Zone) „ 3. „ 2. „ über 150 km (3. Zone) „ 3. „ 2. „ In Rr. 55 der .Mitteilungen des Deutschen Industrieschutzverbandes", Sitz Dresden, wird auf ein Reichsgerichtsurtett verwiesen, das für wette Kreise von Bedeutung sein dürfte. Es handelt sich um die Frage, ob etn Arbei tnehmer, dessen Einspruch gegen ferne Kündigung vom Schsichtungsäussc^ist als gerechtfertigt bezeichnet wurde, und dem für den Fall, dah der Arbei gebet seine Weiterbeschäftigung a b I c b n t, eine Entschädigung zugesprochen worden ist (§ 87 BRD.), auch noch Anspruch aus Entlohnung biszum Ablauf der Kün - digungszeit hat. Die Gerichte, die sich mtt der Frage zu befassen hatten, haben diesen Anspruch teilweise zuerkannt, teiltoetfe abgesprochen. Das Reichsgericht hat sich nun auf den Standpunkt gestellt, dah neben ber Entschädigung fein Anspruch auf Ent lohnu ng bestehe, da die nach 8 87 des BRG. zuaebilligte Entschädigung den Charakter einer Avgel!u..g . aller Ansprüche habe, nicht etwa den einer Art Schmerzensgeld für bie ungerechtfertigte Ent- Bad-Rauheim. '. [G||unQ. I Sn derselben Stummen der „Mitteilungen" Qjilbel B ist auherdem noch ein Urteil des La n d g e r i ch t s ^ranffurt /mfainx l Berlin enthalten, das sich edenfaL mit der (-UCam)- Entschädigung auf Grund des § 87 des BRG. Darmstadt ..... befahl und entscheidet, dah nur derjenige Arbeit- nßoring nehmet überhaupt erst einen Anspruch auf Ent- ny»-nn6e;m' ' schädigung hat, ber ein volles Jahr in d«n Ä - Betriebe beschäftigt gewesen ist. Das BRG. habe München die Vorteile des Einspruchsverfahrens nur solchen — Arbeitnehmern zugute kommen lasten wollen. Limburg . ' » Koblenz........ I. 11. III. IV. J Jfc vH .4 2320 1160 600 400 3760 1880 960 640 6000 2960 1480 1000 7800 3840 1920 1280 10400 5200 2640 1720 1560 800 400 280 2160 1080 560 360 3520 1760 880 600 4600 2240 1120 760 5400 2640 1320 880 6800 3360 1680 1120 1760 880 440 320 2720 1360 680 480 3200 1600 800 560 4800 2400 1200 800 6400 3200 1600 1080 10000 5000 2560 1680 9200 4600 2320 1520 12400 6200 3120 2080 14400 7600 3600 2400 20800 10400 5200 3520 46000 23200 11600 7800 1280 640 320 240 6400 3120 1560 1040 11600 5800 2880 1880 22000 11200 5600 3680 4000 2000 1000 680 4800 2320 1160 800 8400 4200 2080 1360 12000 6000 2960 2000 14000 7000 3440 2320 16400 8400 4200 2720 27200 13600 6800 4600 9600 4800 2400 1600 20000 10000 5000 3360 23200 11600 5800 3840 880 440 240 160 2880 1440 720 480 7200 3600 1800 1200 13200 6600 3280 2160 29200 14800 7400 5000 30400 15200 7600 5200 46000 23200 11600 7800 36000 18000 9200 6000 48000 24000 12000 8000 36800 18400 9200 6200 48000 24000 12000 8000 25600 12800 6400 4400 27600 14000 7000 4600 70400 35200 17600 12000 Unter dem greiheitsbcrum. Roman von Clara Viebiz,. 55. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) .Haalt, noch ’n Momang!" Der Dückler warf einen Blick m den Wagen. Da sah noch eine drin, die Kammerfrau, und zitterte. Sie hatte den Mantelzipfel fallen lassen und lächelte süh — es war am besten, sich mit diesem Räuber gut zu stellen — sie machte Miene herauszukrabbeln. Bleibt nur sitzen," sagte der Dückler trocken und schob sie wieder zurück. .Euch brauchen mir hier nit Der Kleine da, der kann sich noch bei Sie sehen" Er schubste den Diener au ihr hinein. Unb bann: „Allez wit, abgefahren!' Der Wagen rollte davon. „Erlaubt schone Dame!" Sorgsam legte Johannes Dückler der Veslris den Reisemant^ der tbr herabgeglitten war. fester um ihre Blöhe. ,Dat Ihr Euch nit verkühlt!" Galant bot er ihr den Arm. „ Sie nahm den. sie sagte kein Wort-^Das war hoch die merkwürdigste von all den merkwürdigen Situationen, in benen sie sich schon befunden hatte! Ihr war gar nicht so angst, wie es vielleicht anderen Frauen in gleicher Sage gemefen wäre. Der Mensch sah durchaus nicht übel aus! Sie warf einen schnellen Blick auf ihn von der Sette, bann vertieften sich Grübchen in ihren zart gepuderten und getuschten Wangen. Em bildhübscher Wann! Run hatte sie die Abwechslung, nach ber sie sich gesehnt hatte, ein Abe.r- teuer, aber etn gar nicht so kleines. Ihr Herz flobfte nun doch Ihr Gesicht rötete sich von der frischen Luft, sie We tapfer die Füha ork>r sehr ball» wurde sie raube. Ihre Atlas- schuhe hielten dem Weg nicht stand. Ein Gehen auf einem Weg war es ohnedies nicht, es war nur ein Klettern über Wurzeln und Felsen- fchctter. Sie fliegen geradeaus einen Berg hinan. Wett unten verschwand die Strafte. Wald. Felsen und wieder Wall» und weiter gar nichts. „Wohin führen Sie mich?" Sie sagte es auf Französisch Er verstand sie nicht ganz, aber er druckte ihren Arm: „Et geschieht Euch nix." Hinter ihnen keuchten die beiden anderen, sie hatten die Koster sich aufgeladen. Es wurde noch rauftet und steiler, für die zarten Schuhe noch unwegsamer. Die Vestris strauchelte, sie tonnte nicht mehr, obgleich sie die Zähne zusammenbift: sie (lieft einen tiefen Seufzer aus und blieb stehen. Da hob der Räuber sie auf und trgg sie. Leicht legte sie den Arm im feinen Racken und lieft, lächelnd, sich tragen: ch, es gab doch Kavaliere hier! Das Sommerhaus des Edinger war auch jetzt schon behaglich, obgleich es noch nicht einmal FÄHling war. Placken-Klas hatte mit Buchen- lloben den Kamin vollgestopft, es war so warm im Raum, daft Cecilie Vestris das Schaudern verging. Das hatte sie doch angeweht beim Eintritt in dies einsame Haus, in dem außer ihr keine Frau war. Rur lauter Männer. Aufter dem hübschen Schlanken gingen noch zweie ab und zu, die sahen aus wie borstige Eber, die die Zähne (letschten. Ihre Augen schielten sie an aus verwüsteten. lange nicht vom Bartbaar befreiten Gesichtern. Hab da war auch noch ein Dritter, der sah nicht so schlimm aus, obgleich er noch armseligere Äletbung trug als die anderen zwei. । Er hatte sogar ein gutmütiges Gesicht, mit den I Augen eines verdutzten Hammels Die Tänzerin war sich vollkommen ihrer Lage Bctouftt Was würden ihre Verehrer in Parts sagen, wenn sie dieses Qlbenteuer zum besten gab! Es gehörte wirklich Mut dazu, hier nicht zu Hagen und zu weinen. Die Vestris war ein Kind der Pariser Gusse, sie erinnerte sich auch als groste Dame sehr gut daran, wie man mit dergleichen Leuten umgeht. Sie zeigte ihr gefälliges Lächeln und touftte es dem Anführer bald flar zu machen, daft sie nicht von den borstigen Ebern bedient sein wollte, sondern den nerbuftten Hammel vorzöge. Unb siehe da, der sprach besser französisch als deutsch. Dieser Junge mtt der dummverwunderten, geduckten Miene war der Bursche Jean-Claude, der damals den Kapttän d'Aubry begleitet hatte auf feinem Ritt über den Reifer Hals. Er hatte feinen Herrn fortschleppen sehen und tonnte ihm nicht helfen, selbst wenn er's geawllt hätte. Aber er wollte es gar nicht: d'Aubry war ihm kein guter Herr gewesen, und der Räuber waren sehr viele. Ihm taten sie weiter nichts, sie nahmen ibn aber in ihre Mitte, unb er nuiftte mit, obgleich er ihnen. tDcinenb erzählte, baft er zu feiner Mutter nach Haufe wollte. Sie lachten ihn aus. Sie da 5 ?n gar nicht daran, ihn laufen zu lasten: ber tö.i c sie ja verraten. Unb dann: etn gelernter Schneider, ei. den konnten sie gut gebrauchen! Selbst als bie anfangs ständige Bewachung sich S' fert hatte, tarn Jean-Claude nicht der ®e- e an Flucht. Wohin sollte er auch bei diesem grausamen Winterwetter? Verschnett unb verfroren würde er sich verirren auf unbekannten Wegen. Entweder ber Dückler fing ihn wieder ein, und er nuiftte bann schreckliche Martern erdulden, ober er fiel streifenden Gendarmen in die Hände, lind davor hatte ex die gröftte Angst: die würden ihn der französischen Militärbehörde aus- it-u btnasshei: »u von 20J $raga tritt n* n imbOTuh: tm Banne bcf.cn, txxx» ictn Oe» tysbc 3 IWdri flmiL 'Wort T nium lOUÄ'n 10RVH5 110 6 • Dav knote». ®* «Mch N*t br 1 Mca ttu ■ ‘ ■▼-> n toegt! 'fiiwi fi r.«m 4 ftngenber Soannu^« frefLtnb . . Vonton . Vari 5..... 2t6ro*h. . € rollen ,3’rttifH .... yr'ibD-vC oerte Tanc nart . WorroriHi 7- »ror ea Arilin ilot» 9ienuorf Teutlcb-Ceftert. ynb.ipelt Vraa- - . »etdin 1 >73.».' WV.4t (MM» HMD »xo 8tau Dahlfrucht: bleie Darbe an piefige bebürfagt Bem oeneilL 2Ln Den ,®i<*ener 2üi*rt^er* wurde» Don der Bürger, metflerei ffctble Zuhrhilfe 13 303 Lark ab- 4'ttei ii*n- 107117*3 117'30 427 MS 3-V LMi IUM). 73 4SK45 41AO4O m LS «7 73 ®UH re- 671.30 Imt frrw fta^l HM >< ngte« Schl ke* tor$ kMrrtte I1«7.- 8-iT V) MftKl. ij« 3*1 lj, 101*4*1 IdM 116 v m GKk 1396-35 429P.13 3611.13 1«7» 4.35’4® 416143 »xi uC 631-50 esut jo 31 7P 701- 67MD Unser Preisabbau geht weiter! Sie erhalten vom 6. bis 10. Marx 5 Proxent Sonderermäßigung, insgesamt ■■ 11 1 "xi also 15 Proxent Rabatt auf die ausgezeichneten niedrigen Preise 5* et IKJ L^d! üfRÄdnrr u! ontrfrt &oße Sx und der (Irin« 'pufd 5*1 Herrenstiefel keetee Ik. :i«oeo. felsete Wer» Mk. *M Damenstiefel kMtu »k. fetwete Ware Bk. M Damenhalbschuhe Burschenstiefel keetee »k. tNOOO end 19000 . . Arbeiterstiefel ,k ts®n^ [.♦* 1171V) 4231*0 106125 437655 41 1U® IWU« fL”4) 2zr.eS'. 3t 7 7W,- ntHfiO 23t» , Sandel. Die Leipziger FrühsaftrSmesse 2 « l p ä l g. 4 ML». IMDB) D.e bietMftrtfle Früftiab r» m esse dar beut« In üblicher Welle Lfttcn Zn fang .jenomrpen unter aure ocbenllhft 6iai: a t UraaS: ^ftem>edüchl«l». Pftilo- svvftledüchlein. StcrebÄ title und Orbbüchletn 6» Ibr (Xi;r ütm. b* auf regem Zaum rin gute* *.Ialrm^UwUertM au*trr?i!ro. » B gibt bi» Or.Vüichtetn b« 3t» anderungm aef der CanMartt unb Irfmieerte 3er-44r über neuarl^i’fm« Staaits. abgen» bene ®ebtd8teilr ul® ‘ bnni Der Slug in4 Leite Zonen ns 2 Ire 6 t ein • 2anb »eana (UUfteis» Verlag. 'K-rün) — Da» ftonnikb bcawgit ß» geliefert • erlnbtrg. 2 TKto^ Pr»n«>ki1>nLoc Ha 11 b t a 4 unb TVg xmngiai He M -ntrde von DtrMt oerbanbdkn beule nach-xt2ag nm bem btz'igcr >ea«inbcrat über d n 3d* um btr S^ab: »r-tberg vir ®eaitln»irt- schall Obtr bellen. Lachde« Sodtsai w®°S.r kotzrdd bild. Btt grttur ßjftUH.glrit erlu-ren die Prt,fk am Tkülknmirft nur belanglose Bendc- ru-gen ZL'fi’; beobach tre nun Zarückdaltma. Dk öffehenbänb^er Cte^en eben all» f.-im 2et* gang zu leb halt «er DelchLfrilLiigkdr erfermen Berlin 3. März 2Ln Produkten, markt d rrlchte au^cro'bettUbt ®t'd>Vt»ÜUlt. 2ll ! U g »erb dt au HL6 ibnartcnb Di: PreUe c Heben bctauDtd. $ür Decken befunhjen bie Mühe i.axil mehr 3nlerefle. Zoggen würbe rair 'pLrlich jmgtftlU. Bon Cbcdte lanb der* mehrrcs Zogt bei au» 6chlelira wegen der zu tair- • fra^-tn ®entg Beachtung Hafer war vollflä-dtg luftlo* Mai» baue nur fe^r wenig B^ach u'w. Zu. Brenner-ix1 je g en e.nlge Ruch- fcaqe Du Jenbc-^ für Mehl dar sich bet Bach- laOe. de» Angebot» au» jaxücr Hand eisxi» gebessert. 8 r a n (f u c t a. M. 3. MLrH Börsen- filtnrnungObilb Der De.^ Immarkl war NM unb ohne grübe Zeränberunjen. Der Dollar lautete tm firübherfebr 22 730 bU 23 000. 3m ^rtiDtrtebr war bfc Xenbe-t® behauptet 94 be- hanb für keinen Mark: grvhtrt TlütKrungllufl. Io dah da» BefchäU sich in engsten ®rengen bewegte. Mar frrf(billigte sich mrhr mit den beult vor- Ueaenben ^lachr.chten an* Mannheim and Darmstadt und der möglichen weiteren Besetzung an- greifender Orte. 3m Berkehr von Bureau $11 Zurw j zeigte sich gleichfalls eine grobe ®e- schältsstille. Berliner Devisenmarkt. tLelegraphischt ZN»zablu»g) YW, 1>**A n»“r’J53 unb feint Wirtschaft Seine tnierd’anien Zas- tübDingen. odenba» ruch über bet Betztehaag« zwischen Chile unb T-ilUllanb. warben mit dankbarem Bei lall aufgei j*uur •* 3n der HessItch n Zereln Igeng /tzr Bolkskunde sdvach SMarre- Zühl au» ZetteU-b tm L d Z'eJexQU über das Zbema in da» 6sdnzr* NiLtrrub rrschtrnenen Jnbbcrres ein :gl 4) 2ln »y e der Bero^ ml l*S 75og ljJtc.gt .u gel m. -t« I-Herllch man- chern ^utbter. der mit tg-^az iu f6 b.Tn unb bi ÄIu -ei' lei Stadt uru> Üanb -u ktkndn B.üall lohnte den Borttugenbcn für feine tnha. ll'ch wie 'ormrll gleich hervv t «genden Zuöführungcn "Auch ba» ÄH raten wird immer foftlpiellger .Stifter wo. werr-g-trnr di- fkmbe#amt|tdx XrcuLng u itsonsi. ab.r Ktzt wurdr ntrni Acichr rot ein Gesetz anpenmnmea, ‘j>mxub für lebe Od-| >l hung vor dem S ondesbeaintcn fünf- 'ig rirt.ialiti Ma.l unb tpskt b'.e'c Xcauunj -rutzelh^.lb tc Amte aumet »folgen soll, fünf- kaufen. Matk be-ibi. werden mülf.a Bon Meier ®fbnfti soll nur Zbtkwtb genommen wenden bei IcftgeftcUKm Unvmn, s m «r B telligfen. Lauvkrei» Wicftcti. • Lllenborf a. d. Cbcu 3. 2lm 6.Mürz feiern die Oheleute Sexb. ®rune- wal d und ftraii Öinn geb. Spier das Fest her silbernen 5)ochze it. tt Drei» a Lda. l März Bei ber heute m Dill» Saal dahier aogcbaltenen Zu n- und Brennholzv. fleigerung bei dies tuen ObyfBdlcrri h urben unqeheue e Prelle erat-li 2 Än Bucho.sch t^n tarnen bin auf 159*000 Mk. 2 Zm. Bnchcnlnüppel bi» auf 160 000 Mk., 10 Zm Tütchenreisia dl» aui 200 003 Mk. 2 Xm Buchen* ftodr bl» auf 109 OSO Mk . Fichtenslbke di» auf <0 000 Tiit Der ppi AuSgebot ineS teben Hol.1- 'lauf n» b ra ntg -gebe« boheZbschlitzuiig»* ••‘crt wurde meist um 100 Prozent überschritten Man hatte den •inbrua, al» ob vielfach nur geboten wurde, ohne an die baldigst verlangte IV^dblung zu denken tt Xrtl» a d Lda.. 2 MLr-. Dm hiellge Vereinigung der Musikfreunde un'.er •nr. Boiür von Leh e. ttbcrle hielt gestern . n bet .7 stw'ir Becker ift e ?K*ui'! » lamm* Jun » c’' T i.f> <3 U:igung be> gvfchaftllchen Dell». ->(. e -difte g Boiftan> viere..,eu^hlt und - ’r en trut. e. In bieksn 3adre mebreix Ä?n- *r‘v, unke auch rin ÄVu veranstalten, gaben die Mttwirknd« einig: la^r* Prüften Ift er Xunft •um Besten, die atlgrmeln« Beifall fanden Auch "Vr h e,ge TTftmdokmenstub will 'ich ber Berelnf- «»nschitesten was mit Freuden fvgrüht • Züddingstzaufen, 28. Frdr. On hiesiger Gemeinde wurden für die Zuhr - u n d Ztzeiahilfe 000 Mark. 31 Zentner Vermischter. GiaZeppelindiEnstAeuyork— Ltztcagv Sine Gesellschaft hervorragender MnetManischer 3nbuftrldl£r Hai sich qu einem Ihuenvbmen ^usammengeschlossen, um mit wrterlNttzung der Legierung eine Lufwer- kehrLlinie «viichcn Aeuhork und Lhicaao auf einer Giriscrnung von 1530 Rm_ cuvmrVt). rett Der Berkehr soll durch lenwarr Luftschiffe erfolgen, und man Hai sich zu diesem ,3.Dedc bereit» die Mitarbeit deutscher Lacf-verstOndtger gesichert, da man die deutschen Zeppeline verwenden öilL Der Bau des Kuftenkanaks $er Äüftentonal, ber bk UktDeitenma bc» Hunte— 7:rif*Xanal» von db nbur» b » : dUidx btuj^'l Drittel de Brn^sten trS ?:. :'n« Milliarde Mr- k Zustdlag ^ble» mützte. T uf bei gatvicn ö-iTtt: tm Mvr t*r Äol^nlfLm tm s "n da» Moor dto jtttn SanKinteo- gründ v ec geschafft Haden fBnnen 'bic.ctv in g 0- l)cr Zn r. 1924 u vrNvndin G» 'oll butm bald tw Zeitstück txm 4«? Ätlvne tt. M5 von Stimpc bi« ^trrr Dortmund—Gms-N*nHal führt. In Zngxiff fl n. N7VN werden • 2t .ubk^tegg'.ucn denMaulwurf. Zur» Atolle! ttnrb un» üe'ch iedcn 3n früterer 3cti wu> de gcg?n btr. Zuftratnmg ber Bogelwell prr -fite . inten- in egelttcher Fell^na ber bu ‘ -xlc der Be«- ä'- -ui den DrnumbuiLN. M>ck. bem. tna» jcfti au« lanKtnlnm Ätei- fen über Ttoststell -n^en denen ber Maulwurf ist. ntfnnnt wird ist e^ wickllch an d-r 3h', >w>m We Mode der Mcmlknrf/pelie noryi- s.-hen 3» ist in ber Xat faum glaublich mit Wei e Zube unb OVcT.-nbdi t** B o. ^en de.' ■Vmu bi TYlmilmi- 3. iulalllen bl-'e? keinerlei $.id nie'liegenden ' rrdwlttlchaf Ikfcm Zrbei- • r«. xil de »en ZüMiftfeit für bi- Landwi.t'chaft neinv'di.g« »nun-; »i'b in b*n Oftul-m btngr- trkfen wird. bat sich etzt «-ine besondere 3unfl der M^rulwntfefdn^er ocftiDet. bk meist cm« lun- r2 7 W47J») Die -and'.ung 14 >e5r <>mesb. die Millam Ichilderung - ftn> trrfillch grUxaer. b*e tlboatf. te.t'.enmj brr Per on« doJoo:l 3» Ift eis Buch, bo* Itft darch «euu Iftnlt vJ.rJtee G» dteg.mhe : «<:r Bit e Frarnde mxrbee wirft — Kleine 90p u Iftre Ja tzr bü chieia über verlchrebene 3Hlce»gixe.i »en Prodiexm. die la dem 2k»ch« alct ch'am Lum lebenMoaTren Lu »druck kvmmes. Da» 2krf w rd au' dem Büftmaaxti voraxsl ichle '.ich einen guten Leg haben. (3n einem Teil ber Auflage wiederholt.» Tic Franzosen en brn Torrs von Tarmftedk. Darmstadt. L MLr-. (BVTB.) 10 Uhr vormittag« Soeben erklärte der Befehlshaber ter franAbsischen 2ß>tellung den Berrirdsvor» stünden. dahbieBesetzungunddiEEln- griffe in die Betriebe ein Dersehc» untergeordneter Organe sei. Da» habe nicht die Absicht, irgendwie In den Betrieb einAugreifen. wenn die Arbeit unb der Betrieb sofort wieder ausgenommen würden. Da sedoch die Franzosen die aufgefteUtee Posten nicht etngezogen haben, wurde bl» Wiederaufnahme des Bet riede< vorläufig abgelehnt. Man will ab- wanen, ob die Aran»osen sich aurü(trieben oder ob Verstärkungen kommen. Unmittelbar vor der Stadtgrenze sieht eine Kavallertepatroutll» unter einem Offizier abgesessen. 2luf der aan- xen LHaussee von Darmstadt dis Griesheim ist eine Postenkette eingerichtet. ®r öfter« Trupvenansammlungen sind in den andren-enden Tvaldungen nicht festgestelU worden. Der Beodllerung hat stch eine grvfte Orteguna be- zeigt. bat toinfrige Zück'^ül« auf Sc Bestrl- tung der aa»Ünbllchen Mftlhr cexjw werden Brate' -e»te Dornntiaa wurde ba» neri*;-rt#ti« Harte ber Elellrvtechai au rtnen tarier Jin* wethtingsakr Dor «ner «aftirotxi Bcrsimrnlaag gdabe.Ki Xarngäfte unb Jxucreflenun aus ber drtl t echailchcn Jnbaftr't unter anderer. Lstchs- mtnifta a D von Zaum« ber Ortfentllchterl übergeben