tM Erscheint tSgfsch, außer Sonn» und Feierlag«, mit derSamstagsbeilage: GiebenerFamilienbiälter Monatliche vezugzprtise: 760 Mar» und 40 Mark Trägerlohn,durch diePost gOOMark.auch bei Nichterscheinen einzelner Num- tnern infolge höherer Gewalt. - Fern sprech- Anschlüsse: fürdieSchrift- Teilung 112; für Verlag vnd Geschäfisslelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Zranksurt a. M. 11686. 173. Zahrgang Freitag, 5. Zanuar 1925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnttk Mld Verlag: vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Steinöruderd R. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschaftrsteve: Zchnlstratze 7. Annahme von Anzeige» für di« Tagesnummer bis zum Nachmittag oorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv 27 mm'Breite örtlich 20 Mk, auswärts 25 Mk.; für Reklame» Anzeigen von 70 mm Breite 100 MK.Dei Platz- Vorschrift 20 u/0 Auf,chlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Emst 'Blumschein;für den Anzeigenteil: Hans Berit, sämtlich in Dießen. Der Pari». 4. Jan. Hava 6 berichtet: Die Konferenz ist beendet. Die englische Delegation reift morgen früh ab. Poincare und Donar Sato haben nach der Äachmittagspause Erklärungen abgegeben, welche die Uneinigkeiten in der RepavationSsrage feststelllen. Die Erklärungen PoincarZs und Donar Laws werben veröffentlicht werden. Die belgische Delegation wird morgen abend abreisen. Morgen finden zwischen der französischen, italienischen und belgischen Delegation noch Desprechungen statt. ■» Paris, 4. Ian. (WTB.) Lieber die Der- Handlungen im ersten Teil der heutigen Konferenz berichtet die Havasagentur ncrf> folge tdes: Der italienische Delegierte Marquis della Torretta resümierte kurz den britischen Plan vom italienischen Standpunkt aus und hob besonders hervor, daß die S o l i d a r i -- t ö t der ehemaligen seindlichrn Mächte durch die Dcrschläge von Donar Law entgegen den Bestimmungen des Vertrages von Versailles gebrochen wurde. Italien könne auf diese Weise von Oesterreich und Ungarn keine Zahlungen erlanren und habe geglaubt, als Kompensation einen Anteil an den deutschen Zahlungen beanspruchen zu können, dem Standpunkt, den sie in ih.em Memorandum die aber der britische Plan beträchtlich herab-' sehen wolle. Die ital'e risch? Delegation bleibe auf gekennzeichnet 'hake — Vach dieser Veuherung der Havasagentur wäre also zu schilleret, daß ein italienischer Gegenvorschlag de? Konferenz heute nachmittag nicht unterbreitet worden ist. Paris. 4. Ian. (WTB.) Die Konferenzverhandlungen sind zur Zeit auf eine Stunde unterbrochen. Sie sollen um halb 6 Tlhr (französische Zeit) wieder beginnen. Zu Deginn der heutigen. Vachmittagssitzung (3 Uhr) verlas Marquis della Torretta die neuen italienischen Vorschläge, die nach der Havas-Agentuc dem französischen Plan merklich nahekommen und sich vor allem der Deschlagnahme der Pfänder als Gegenleistung für das Moratorium an» schließen. Wie Havas weiter berichtet, hat dann Poincare die gestern von Donar Law vvrqehroch» ten Eintpendungen beantwortet. 3m Anschluß daran verlangte der englische Ministerpräsident die (Störterung einer V o t e, die er cm frühen Vachmittag der Konferenz übergeben hatte und in der die gestern von Poincare geübte Kritik an dem englischen Plan beantwortet wurde. Der französische Premierminister erklärte, daß er sie zur Kenntnis genommen habe und daß es ihm genüge, festzustellen, daß dieses Dokument den Grundsatz der Pfänberbeschlag- nahme, den die französische Regierung für unerläßlich erachte, ablehne und daß es ihm deshalb unmöglich erscheine, in dievon Donar Law verlangten Erörterungen ein- zutreten. Indessen wurde auf Drängen der italienischen Delegation und der belgischen Vertreter vereinbart, daß jede der Delegationen für sich den englischen Entwurf und die italienischen Pläne einer Prüfung unterziehen sollen und die Konferenzverhandlungen eine Stunde später wieder aufgenommen würden. Die belgische, die italienische und die französische Delegation zogen sich darauf jede in einen besonderen Raum zurück, um die gewünschte rasche Ueberprü,u 'g vor,zunehmen, während die englische Delegation sich in ihr Hotel begab. 'Der Einbru k dieses ersten Teiles der Sitzung bestätigt, nach Havas. den bereits am Vormittag festgestellten. Das Zu 'andekommen einer Einigung sei nach wie vor völlig unwahrscheinlich. Unter diesen Umständen würde die Konferenz wahrscheinlich heute abend auseinandergehen. Schlußerklärungen Bonar Laws und Poineares. Parks, 4. Ian. (WTD.) (Havas, offiziell.) Donar Law hat in der Schlußsitzung der Konferenz folgende Erklärungen abgegeben: Die Vegierung Seiner Majestät ist, nachdem sie die französischen Vorschläge mit der größten Ausmerksamkcit geprüft hat, zu der klaren Ansicht gekommen, daß diese Vorschläge, wenn man sie zur Aussührung bringt, nicht nur nicht die Ergebnisse zeitigen werden, die sie erreichen sollen, sondern wahrscheinlich ernste und selbst unheilvolle Folgen für d i e wirtschaftliche Lage Europas nach sich ziehen weiden. Unter diesen Umständen tarnt sich die britische Regierung diesen Vorschlägen weder an- schließen, noch eine Verantwortung hierfür übernehmen. Die Regierung Seiner Majestät will aber zu gleicher Zeit der Regierung der französischen Republik versichern, daß sie es außer- vrdentlich bedauert, daß eine unversöhnliche Meinungsverschiedenheit in einer so ernsten Angelegenheit besteht, daß aber dadurch dte freundschaftlichen Gefühle nicht nur der britischen Regierung, sondern, wie sie überzeugt ist. des britischen Volkes gegenüber der französischen Regierung und dem französischen Volke unverändert bleiben. Ministerpräsident Poincare hat hieraus folgende Erklärung abgegeben: Die Regre- rung der französische Republik hat ihrerseits die britischen Vorschläge sehr aufmerksam und sehr streng geprüft. Je mehr ste sie studiert hat. desto mehr mußte sie erkennen, daß sie eine wesentliche Herabsetzung der franzoitschen Forderungen in sich schließen, sowie ein ym» stoßen des Vertrages von Versailles und daß es unmöglich sei, eine derartige Lösung Abbruch der Pariser Konferenz. anzunehmen. Die Regierung der Republik bedauert lebhaft, daß sie sich über diese ernste Frage mit der britischen Regierung nicht hat einigen können, aber sie dankt der britischm Regierung, für die freundschaftlichen Gefühle und sie kann ihr die Versicherung geben, daß trotz dieser Verschiedenheit dec Ansichten die Gefühle dec Regierung der französischen Republik und der französischen Ration gegenüber England unveränderlich herzlich bleiben werden. ♦ Paris, 5. Ian. (WTD.) In der Rede, in der sich Poincarö in der gestrigen Sitzung dec Konferenz mit den gestern von Donar Law vorgebcachten Demerkungen beschäftigt, heißt es weitet: Wenn der Repa ration Zwiste in Deutschland nicht vorhanden sei, werde trotz aller De- fieiung von den Sachleistungen dec Zusammenbruch der Mark sortschreiten. Ferner bedeute die französische Forderung, den Ertrag der Pfänder bis zum Abschluß einer Anleihe in dec Hand zu behalten, keineswegs dir Ablehnung des Moratoriums, sondern lediglich daß Frankreich nicht mehr als ein Teilmocatocium bewilligen wolle. Außerdem habe es die französische Regierung ja unterlassen, den Umfang des Moratoriums und die Dorausfetzungen für die Verrechnung der Sachlieserungen anzageden. Mit der Abschätzung des Wertes der produktiven Pfander habe das nichts zu tun. Der französischer Regierung, fuhr Poincare fort, komme es bei dem Vergleich der Opfer, die jedem dec Alliiecten nach dem englischen Plan zugemutet würden, nicht so sehr aus die Zahlen an, als vielmehr auf die allgemeine ^age Frankreichs bzw. Englands im Hinblick aus ihre finanziellen Opfer im Kr ege. Wenn man -von dec Möglichkeit einer Ae.rdecung der Deschlüsse des amerikanischen Kongce ses absehe, würde England, nachdem der Plan Donar Laws die ihm darin vorgesehenen Summen zur Der- fügung gestellt hätte, den Vereinigten Staaten noch 9 Milliarden Goldinark schulden. Eine Erklärung der deutschen Regierung» Berlin, 4. Jan. (WTD.) Am t l t ch. den heute abend hier eingetroffenen Vachrichten ist die Pariser Konferenz ergebnislos verlaufen. Es hat sich herausgestellt, daß die auf der Konferenz vertretenen Mächte nicht einmal den englischen Reparationsplan, der eine Gesamtschuld Deutschlands mit einem Gegenwartswert von nahezu 4 0 Milliarden Goldmark vorsah. eine Summe, die die Leistungsfähigkeit Deutsch- lands bei weitem überschritten hätte, ihre Zustimmung erteilen wollten. Die Konferenz ist nicht nur in Deutschland, sondern von den Einsichtigen aller Länder begrüßt worden, in der Hoffnung, daß endlich, vier Jahre nach Deendigung des Krieges, das Reparationsproblem eine ausführbare Lösung finden, und daß Deutschland wie ganz Europa aus dem wirtschaftlichen Chaos, in das es durch die politische Behandlung dieses rein wirtschaftlichen Themas gestürzt worden ist, herausgebracht werden könnte. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt, die deutsche Regierung hat in ernsten Desprechungen mit den maßgebenden Faktoren der deutschen Wirtschaft eine eingehende Untersuchung über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands angestellt und das Ergebnis der Vorschläge, die bis an die äußerste Grenze dieser so festgesetzten Leistungsfähigkeit gingen, niedergelegt. Sie hat an die Konferenz das Ersuchen gerichtet, diese Vorschläge entgegen- zunehmen und durch einen Deauftragten erläutern zu lassen. Deutschland ist nicht gehört worden, obwohl es nach dem Friedensvertrag einen Anspruch darauf hat. Seine Vorschläge sind in Paris nicht einmal entgegengenommen worden, während auf der unter dem Vorsitz D.onar Laws tagenden Londoner Konferenz die deutschen Vorschläge wenigstens in Empfang genommen und geprüft worden sind. Die deutsche Regierung hat angesichts der Ablehnung, die in Paris schon der englische Repacationsvlan gefunden hat. davon abgesehen, ihre Vorschläge, die unter diesen Umständen keine Aussicht auf Berücksichtigung finden konnten, der Konferenz unaufgefordert zur Kenntnis zu bringen. Trotz dieser neuen Enttäuschung hält die Regierung an der Ueber- zeugung fest, daß nur eine vernünftige und für Deutschland tragbare Lösung der Reparationsfrage Europa vor dem sonst unvermeidlichen Ruin bewahren kann. Sie wird sich von dem Weg, wie er durch die Rote vom 14. Vovembec und die darauffolgenden Erklärungen vorgezeichnet und wie er vom Reichstag gebilligt worden ist. nicht abdrängen lassen. Deutsche Betrachtungen zum Abbruch der Pariser Konferenz. 'Berlin, 5. Ian. Die durch den Abbruch der Pariser Konferenz entstandene Rechtslage charakterisieren die ‘Blätter übereinstimmend folgendermaßen: Solange der Vertrag von Versailles noch gilt, hat Deutschland nicht mit einzelnen Mächten, sondern mit der Reparationskommission zu tun. Erst muß die Reparationskommission das Moratorium abgelehnt haben, wenn Deutschland den am 15. Januar fälligen Betrag nicht gezahll habe. muh eine vorsätzliche Verfehlung sestgestellt und eine Einigung der Alliierten über die zu ergreifenden Maßnahmen erzielt sein, erst dann ind Sanktionen vertragsmäßig zulässig. Sogenannte Sanktionen, die ohne Entscheidung der Reparationskommission oder von einer einzelnen Macht ergriffen werden, sind vertragswidrig und in völkerrechtlichem Sinne feindliche Handlungen. Züjrl Frankreich also auf eigene Faust einen Uebersall auf Deutschland aus, dann machte eS, wie sämtlich: Blätter betonen, den Vertrag von Versailles zu einem Fetzen Papier, und ferner wird es vertragsbrüchig auch seinen Verbündeten gegenüber, denen damit die Pflicht zufällt, Deutschland in der Rechtssphäre, die ihm der Vertrag gelassen hat, zu schützen. Ueber die politische Sei t e des Scheiterns der Konferenz schreiben die Blätter, daß der airnexionistifche Geist dec fran'.ösischen Poliiik, der die Reparationsfrage vom Tage der Reduktion des Versailler Vertrages an durch alle Stadien der Vechandlangen hindurch nur als Vorwand zur Durchsetzung der Rhein- und Ruhcangliede- tung aus Umwegen benutzt hatte, die Konferenz gesprengt hat. Die „V o r d d. A l l g e m. Z t g.“ sagt: Die französische Regierung beweist von neuem, daß eS ihr nicht auf eine Erledigung der Revarattskls- fcage, sondern auf die machtpolitisch: Befriedigung imperialistischer Gelüste M.Mwml. Ein furchtbares Verbreche n an Europa bereitet sich so vor. Dis deutsche Volk wird in Swlz u td in Ruhe zur Regierung steten. Schwere Glu iden liegen vor uns. Sie sollen ein starkes Geschlecht finden. Auch das „Bert 7 a g cb V bezeichnet als die Parole dec Stunde sic Zurückstellung aller inneren Fehden, die völlige nationale Geschlossenheit, die Enlsch ossenheit, ungerechten Forderungen die Stirn zu bieten und die folgen heroisch zu tragen. Der „Lokalanzeiger“, dec den Gedanken an einen Krieg wegen der Wehrlosigkeit Deutsch- lands als Tollhäuslertum bezeichnet, sagt: Verzagen nimmer? Auch dieser Wahnsinn wird sich ausrasen! So trübe die Zukunft vor unS steht, nur "Deutschland - sich selbst ausgckst, ist verloren! Rücktritt des belgischen Ministerpräsidenten? Brüssel, 5. Ian. (WTB.) Agence Delge. Zu dem von der Presse gebrachten Gerüchte von R ü ck t r i t t s a b s i ch t e n des belgischen Ministerpräsidenten T h e u n i s wird aus ermächtigter Quelle erflärt, daß Theunis nicht die Absicht habe, bei seiner Rückkehr aus Paris zurückzutreten, jedoch könne man für die Zukunft keine Mutmaßungen äußern. Die Fragen der NeparaLionskommWon*. Paris, 5. Ian. (WTB.) Die „Daily Mail" veröffentlicht folgende Nachricht: Sobald Sir John Dradbury von der Anberaumung der nächsten Sitzung decRepara- tionskommission unterrichtet worden ist, hat er offiziell dem Vorsitzenden der Reparationskommission Barthvu mitgeteilt, daß er an den Sitzungen der Kommission nicht teil- nimmt. — Die nächste Sitzung der Repa r a t i.v n s k v m m i s s i o n ist nach dem „Petit Parisien" einberufen worden, um die beabsichtigte Verfehlung Deutschlands in den Kohlenlieferungen festzustellen. Die Erklärung Bradburhs, an diesen Beratungen nicht teil- nehmen zu wollen, wird von dem halbamtlichen Blatt als der Ausgangspunkt einer Ent- h-altungspolitik bezeichnet, durch die die britische Delegation in die Rolle eines Beobachters gedrängt werde ähnlich der Rolle, die die amerikanische Delegation eingenommen hat. 2lber das Reglement der Reparationskommission sehe voraus, daß im Falle einer Enthaltung d'eser Art eS genüge, damit die getroffene Mehrhe tteutscheidung durchführbar werde, daß die Kommission ihre erste En:sch ei- düng durcheinezweiteEntscheidung bestätigt. Anter diesen Umständen werde die Verfehlungserklärung Deutschlands in der Kohlenfrage nur eine Frage von Tagen sein. Der „Petit Parisien" glaubt, daß Poincare sich bereits gestern nachmittag mit dem belgischen Ministerpräsidenten Theunis über die Zwangsmaßnahmen unterhalten habe, und daß diese Unterredung sich zweifellos auch auf die militärische Besetzung wenigstens eines Teiles des Ruhrgebietes bezog. Das Unrecht der „Sanktionen". Berlin, 4. Ian. (WTB.) Der „M a n- chester Guardian" beschäftigt sich in einem ausführlichen Artikel mit dem von Frankreich auf Grund des Versailler Vertrages in Anspruch genommenen Rechts zu Sanktionen gecen Deutschland.Au"Grund der eingehenden Analyse der in diesen Lagen so oft zitierten Paragraphen 17 imb 18 der zweiten Abteilung zum ReparationSkapitel kommt der Artikel zu Ergebnissen, die mit der deutschen Auffassung in allen Punkten überein stimmen. Eine Erklärung Hardings. Paris, 4. Ian. (WTD.) Der »Reuhork- Herald" meldet aus Washington, daß die R e - gierung ausführliche Berichte über die Verhandlungen dec Pariser Konferenz vom amerikanische Botschafter Herrick und dem amerikanischen Vertreter in der Reparationskom- mifi'ion, Doyden. erhalten habe und daß man sich in Regierungskreisen für dir Vorgänge lebhaft inte effiere. Es verlaute, daß Ha c ding hin- sichtlich der künftigen Stellungnahme die ent- sch'ebenste Haltung eingenommen habe. Er sei entschlösse i, dahin zu wirken, daß die Repacationsfcage gelöst werde und fc‘ bereit, auch die letzten Mittel Amerikas anzuwenden, um eine Verständigung zu erreichen, obwohl es natürlich möglich sei, daß Bemühungen der Vereinigten Staaten nicht gewünscht würden. In diesem Falle werde nichts getan werden, um ein amerikanisches Eingreifen bei den Alliierten durchzusetzen. London, 4. Ian. (Wolff.) Die »Daily Mail" meldet aus Washington, daß die öffentlich: Ql^eimmg in Amerika in überwältigende.- Mehrheit gegen d i e Politik Poi n- cacgs ist. Die Washingtoner Berichterstatter dec repub ilanischrn Blätter kündigen an, daß die amecikaillsch: Regierung in naher Zukunft einen nc.en Sch utt tun werde in dec Hoffnung, ein Tleb er einkommen bezüglich der Reparationen zu erzielen. London, 4. Ian. (Wolff.) Die britische Finanzmission unter Führung des Schiykanzlecs Baldwin ist in Reuyock eingetroffen. Dje erste formelle Sitzung mit der amerikanischen Schuldensundierungs-Kommission findet am nächsten Montag m Washington statt. Einer Washingtoner Meldung zufolge, hat der amerikanische Botschafter in London, Harvey, seine Besprechung mit dem Präsidenten H a r d i n g und Staatssekretär Hughes im Weißen. Hmrse begonnen London, 4. Ian. (Wolff.) Reuter meldet aus Washington, die im Senat von Robin- s o n (Demokrat) eingebradjte Resvlulioön werde voraussichtlich die Debatlle über die auswärtigen Angelegenheiten wieder eröffnen. Durch die Resolution soll Präsident Har- ding ermächtigt werden, einen oder mehrere ame» cikanische Vertreter in die Reparationskommission zu entsenden. Die Resolution besage, dec Berliner Vertrag gebe den Vereinigten Staaten das Recht, an den Repacations maß regeln auf Grund des Versailler Decttages teilzunehmen. Ein Streit um den französischen Goldschatz in England. Paris, 4. Jan. (WTB.) Das Kabinett des Ministerpräsidenten veröffentlicht eine Erklärung über die durch den englischen Reparationsentwurf aufgeworfene Frage dec französischen Golddepots in London Es handle sich hiernach um einen Betrag von 50 Millionen Goldpfund, die auf Grund eines am 25. August in Calais unterzeichneten Abkommens von btx französischen Regierung der englischen als Anke i h e gewährt worden sind, während gleichzeitig die englische Regierung der französischen einen Vorschuß von 150 Millionen Pfund Sterling gewährte. Englischerseits ist nach der amtlichen Ecllärung einmal am 13. Dezember 1917 und ein zweites Mal im Jahre 1919 eine Abänderung der Bestimmung des Abkommens gewünscht worden, daß die 50 Millionen Pfund französischen Goldes als eine Anleihe an den englischen Staatsschatz zu betrachten seien. Diese Forderung sei jedoch beide Male von der französischen Regierung abgelehnt worden. Das Abkommen von 1916 sei also nach wie v^r das einzige, das juristisch für den Cha- ratter der Golddepots maßgebend sei. Auf Grund seiner Bestimmung figuriere der fragliche Gold- betrag nach wie vor in der Bilanz der Datck von Frankreich. französische Prcsicstimmen. Paris, 4. Jan. (WTB.) Der „Temps^ schreibt: Bonar Law chube offen seine Verantwortlichkeit festgelegt und es sei au bitter, hiervon fest abzugeben Einer seiner Mitarbeiter, der gestern die erglisch? Presse informierte, sei soweit gegangen, zu behauch er. daß der englische Plan das persönlich? Werk Donar Laws sei. Die deutsche Presse scheine ihre Informationen aus englischer Quelle geschöpft zu haben. Das „Journal des Dubais" hält es unter den vorliegenden Umständen für geboten» sobald wie möglich in eine neue P'ha se der Verhandlungen einzutce en. Es sei bekannt, Charakter haben sollte, und daß allein die Ge- daß die Pariser Konferenz einen vorbereitenden f am t b e i t derGläubigecDeutschlands befugt wäre, sich über etwaige Abänderungen in den geltenden Bestimmungen auszuspr-echrn. Mehrere von den Gläubigermächien hätten bereits in aller Form den Wunsch geäußert, an den endgültigen Drratungen ie'.lzunehmen. Der Augenblick sei gekommen, um diese Konferenz zusammenzuberufen, oder Ire rigstens sich zusammenzusetzen, um die gegenseitigen Meinungen zu äußern. yotncore gegen ven Vorschlag eines FrieLenspaktes. Pari«. 4 . Ian. (WTB.) PoincarL hat 6em französischen Botschafter In Washington tele- graphisch mugeteilt, baf) er von dem französischen Botschafter In Berlin ein Belums der Erklärungen de« deutschen Autzenmtnister« Dr Bosenberg an den Berliner Korrespondenten dec .A'scxiated Pretz" über den Vorschlag eine« SicherheiiSpaktes erhalten habe. PoincarL kommen! iert in seinem Telegramm da« Lesums wie folgte Diese Erklärungen de« Minister« Bosenberg sind sehr bezeichnend. Ich bitte Sie. mit Staats- sekretär Hughes darüber zu sprechen und ihn daraus aufmerksam zu machen. 1 datz der Zweck Deutschland«, al« e« diese Vorschläge machte, wie Minister Bolenberg zu- fllbt, offenbar der war, un« Aur Bäumung dein ken Bheinufer« au veranlassen, bevor Deutschland seine Verpachtungen edülü habe; 2 bah e« Unsinn ist, zu behaupten. Deutschland wäre, bevor e« in den Völkerbund «ingetreten ist, nicht allen Bestimmungen de« Versailler Vertrage« unlerworsen, di« seine Unterschrift tragen, und e« stände ihm heute frei, Frankreich an» zugreisen, 3. datz der Vorschlag. Frankreich, Italien und England nicht anzugretsen. e« Deutschland völlig freistellt, unsere kleinen Verbündeten, namentlich Polen und die Tschechoslowakei. ja sogar Beutral« wie Dänemark, an- zugreisen und die von Dänen und Polen be- wehnten Gebiete wieder an sich zu reiften und mit der Vorbereitung seiner Vorherrschast über Europa wieder von neuem zu beginnen. Wir wissen schon jetzt sehr gut. das) Deutschland, sobald es wieder Krieg anfangen wirb, sich von neuem auf bie kleinen Botinnen stürzen toirb. Sein Sicher hei t«plan würde ihm da« Recht dazu nicht nehmen unb würde e« un« versagen, ihnen zu Hllse zu Kommen. Da« Wolsssch« Bureau füat diesen AuSsüh- rungen Poincaos«, in denen jeder gute Wille zu Verhandlungen fehlt, solgendes hinzu: Ein« Antwort auf bie Behauptung Poin - ca r 6« wirb, wie wir hören, nicht au »• bleiben. Der Irenkampf. Dublin, 4. Jan. (Wolff.) De Balera fttbl bekannt, bah da« alte Hauptquartier der Sinnfeiner in Dublin wieder eröffnet werde und erklärt, dah der Kampf gegen Englandunbedtngtfortgesegt werben müsse. Aus dem Reiche. Die Lohnstreitigkeiteu im Bergbau. Berlin, 4. Jan. (WTB.) Der Schlich- lungSauSschutz de« ReichsarbeitSministeriumS bat heute über die Lohnstreitigkelten im Ruhrkohlenbergbau verhandelt. Ein Schiedsspruch kam nicht zustande. DaS ReichSarbeitSministerium wird vie EinigungSoemühungen fort- Ittten.__ Aus Hessen. Zur BegienmgsTrise. rm. Darmstadt. 4 Ian. Zur Regie- tu n a « f r l f e erfa’Oren wir. bat auf Einladung des vlaalspräsldenten Ulrich die f o z i a l - demokratisch« Fraktion morgen Siviiag bo mittag zusammentreten wirb, um zu der Heile- Tung«bUoung Stellung zu neunen. Der OanicJ» Vorstand unb di« Land lagsfraktton der hessischm Zentrumspartei haben sich qef'eni eben- fall« mit der Regierungskrise In gellen befaßt Die öitDetlerunq Der Koalition durch Zuziehung der Deutfchm VvlkSpartei wurde allgemein al« Atotwendig bezeichnet. Aus Stabt unb Land. Dieben, den 5. Januar 1923. Anzeigen-Annahme. Die Sntgegennahme von Anzeigen findet bi« zum Abend vor dem Anfnahmelag statt; Anzeigen für die SamStag-nummer müssen spatesten« bi« Freitag mittag aufgegeben sein. Geschäftszeit von 8—12V* Uhr und von 2—5'/, Uhr. Der 9®ert bet Lachbezüge im Landkreise (Hießen ist vom Kreisamt (BersicherungSamt» mit Wirkung vom 1. Januar an wie folgt festgesetzt toorben: Bolle Tagcskvst für männliche und weibliche Personen 270 Ult Iahreskost mit Wohnung, Brand und Licht für männlich« und weibliche Per- lernen 108 00C Mk. Ferner auf da« Ja h r berechnet: r n elzimmer 430 Ml , Farnllenwohnung (2 Zimmer mit Zubehör- 820 Mk Heizung für Einzelpersonen 2050 Akt, Heilung für eine Familie 6050 Mt. Beleuchtung für Einzelpersonen 500 Wk. Beleuchtung für eine Farnlli« 1002 Mk. Dom Gesamtwert der Sachbezüge entfallen: auf volle Verpflegung 90 n. SV. auf Wohnung 10 v. & Vom Cbefamtirert der Ver.s.egu:g tret en auf da« erste Frühstück 10 v Ä. zweite drübftüd 10 v. H. Mirtageslen 40 v. H.. Vesperbrot 10 v H.. Abendbrot 33 v H. Der Wert anderer Sachbezüge wird von Fast au Fall festgesetzt Abweichungen von dielen Festsetzungen in besonderen Fällen bleiben Vorbehalten. - Sine öffentliche Sitzung de« Provinzlalausschusses findet morgen ©am«tag. 6. Januar, vormittag« 81 ? U. im Sitzunassoale de» Begieaings e >aube« zu Dietzen statt Auf der Tagesordnung sichen h>I;,e ibe Der- Handlu ngSgcgen stände: Schr lhauSNeubau Butzbach. hier: Enteignung von Dam ßanba-irt Hermann Beih gehörigen Gelänge. — Gesuch de« Ferdinand Kettenhofen zu D.elen um Erteilung der Erlaubnis zum GastwirtschaftSbetriebe im Hause Wolkeagasse 26. — Klage tei Ort«armen- verbände« ®L*tkS- unD Mittelschulen erteilten Beliaion-unterrichtS an zwei Olachmittagen der Woche im DemeinDehause Unterricht Un Hebräischen erteilt AuZ Gemeindemitteln werden «hlreicheWvhl- tätigteit«- u ib Di- mich nit “ Sie lagte offen, was sie empfand 3n Maria Bifolai war etwa» von stolzer Freude: waS hatten Die beiden anderen vermocht, die Julie und die 3mie ? Sie allein war die. die ihn reitete Sie wutzte wohl, hinter Dem Bückler tt>ai man scharf her. schon leit Jahresfrist wurde er da» Haupt aller Binden genannt, aber fo schlimm wat der gar nicht, er falle ein hudlche» Gesicht unb ein fo freundliche» Lächeln (Sortierung folgt) fctertung utHT Ser großen 3aT>[ ÄfäMfcher. Pvsen- iw^r und vberschlesischer Flüchtlinge muhten die Jahresbeiträge um ein Vielfaches erhöht werden, und Erhielt dec Verein nennenswerte einmalige Spendern. In besonderen Fällen, besonders Unterstützung armer Wöchnerinnen, tritt der Israelitische Foauenverein helfend ein. Der im (Zähre 1825 gegründete Kranken verein konnte im letzten (Zähre seinen statutarischen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und wurde mit dem Hilfsverein verschmolzen, dem das vorhandene Kapital zur Verwaltung übergeben wurde .mit der Bedingung, fcub die Rechtsansprüche der früheren Mitglieder, weini auch nur in teschränkt-em Mähe, erfüllt werden. Ansehnliche Mittel flössen auch dem Vereine „Altersheim" zu. Rach Bereitstellung eines Betrages aus der Gemeindekasse anlählich des fünfzigjährigen Bestehens der Synagoge im Jahre 1917 wurde 1919 der Verein zur Unterbringung Altersschwacher und Siecher in einer Anstalt, in der diche ihre religiösen Bedürfnisse in vollem Mähe befriedigen tonnten, gegründet. Das für diesen Zweck erworbene Haus Walltvrstrahe 48 konnte auch in diesem jdV.e wegen des Wohnungsmangels nicht seiner Bestimmung übergeben werter. Eine Dttriebs- ervfsnung der geplanten Anstalt scheiterte aber auch trotz grösster Kraftanstrengung an der Ain» Zulänglichkeit der Mittel, so dah der Verein sich darauf beschränken muhte, einzelne Personen in bestehenden An stallen unterzubringen. Die religiöse Behandlung Sterbender und die rituelle Bestattung der Verstorbenen ist die Aufgabe des Israelitischen Wohltätinkoitsvereins. Als selbstverständliche Pflicht gilt es für die Mitglieder der Religionsgemeinde, an allen gemeinnützigen interkonfessionellen Webten der Barniherzigkeit mitzuarbeiten, tobe Den in Deutschland bestehenden jüdischen Anstalten ihre Förderung angedeihen zu lassen, so der Gar.e.ibausch^lle für Israeliten in Ahlen bei Hannover, den Waisen- anstalden in Diez und Ems und andere. Am 26. Mörz tourte bei feierlichen Gottesdienste unter vollzähliger Beteiligung des ReichZ- buntes jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Die- ten, in der Synagoge eine Gedenktafel zu Obren der im Weltkriege gefallenen Mitglieder der Religionsgemeinde enthüllt. Auch an der für die 'Gefallenen am Totensonntag le anftalteten Gedächtnisfeier beteiligte sich die Gemeinde. Am 3. September fand anlählich der hesiaen 25jährigen Amtstätigkeit ihres Rabbiners, des Provinzialrabbiners Dr. Sander, ein Fest- gottesdienst unter Beteiligung fast sämtlicher Gemeindemitglieder und der Vertreter vieler Religionsgemeinden dec Provinz statt. Einen wesentlichen Zuwachs 'hat die Gemeinde weder durch Zuzug noch durch Geburtenüberschuh zu verzeichnen. Rnzeige gegen khn erstattet hatte, zwar prttrtt- rechtliche älnregelmähigleiten, aber keine straf- baren Handlungen hatte zuschulden kommen lassen. Zurückgewiesen wurde die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen ein Urteil des Schöffen- gerichts, durch das ein hiesiger Uhrmack,«r von der Anklage des Preiswuchers sreigesprochnr worden war. Es ergab sich, dah die Weckeruhr, durch deren Verkauf er sich nach der Ansicht der Preisprüfungsstelle eh et übermäßigen Gewinn verschafft hatte, ihrer äuhe.en Aufnrachung nach einen Luxus gegenständ darstellte. Dre Verordnung gegen Preistreiberei bezieht sich aber nur auf Gegenstände des täglichen Bedarfs. Ein Milchhündler aus Mittelgründau war vom Schöffengericht Büdingen we^i Unterschlagung von Milchkannen des Stadt. Letensmit.el- amts m Fvinksurt a. M. zu 90C0 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Aus die Te.ufung der Staatsanwaltschaft wurde die Strafe auf 15 0C0 Mk. erhöht. In einem weiteren Fall, in dem Freisprechung ergangen war, wurde das Urteil bestätigt. Keinen Erfolg mit seiner Berufung Hatte ein Schausteller, der auf dem Jahrmarkt in Butzbach ein Glücksspiel veranstaltet hatte und vom Schofsengeiicht zu 10C0 Mark Geldstrafe Verurteilt worden war. Gr behauptete, es sei kein Glücksspiel getocfe.i, fonte.it eine erlaubte Ausspielung, bei der jeder Mitspielende hätte gewinnen müssen. Die Verhandlung ergab das Gegenteil. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde die Strafe der Geldentwertung entsprechend auf $070 Mk. erhöht. Vermischtes. tob. Mannheim, 4. (Zart. Da der Fehlbetrag der Mannheim erStra-- henbahn für die Monate November und Dezember 921 Millionen Mark, auf das Jahr ausgerechnet, ohne Rücklagen beträgt, und dieser Fehlbetrag durch die letzte Tariferhöhung nur auf 7 7 5 Millionen Mark herabgemindert toerden konnte, so dah das tägliche Defizit immer noch mehr als 2 Millionen Mark ausmacht, sind weitere Betriebseinschränkungen unvermeidlich. Borläufig ist 250 Fahrbediensteten auf den 31. März gekündigt worden. Die BetriebSein- schränkungen bringen aber nur eine teilweise Erleichterung. Es muhten daher neue Tariferhöhungen vorgenommen teerten. Der neue Tarif wird am 20. Januar wiederum erhöht. Nach Einführung dieser beiden Tarife wird nach dem Ausgabenstand vom Dezember immer noch ein Fehlbetrag von jährlich rund Vr Milliarde Mark verbleiben, der sich infolge Kirche und Schule. rr Schlitz, 3. Ian. Aus dem kirchlichen Jahresbericht unserer Gemeinde entnehmen wir folgendes: Getauft wurden 47 Kinder gegen 59 im Vorjahr; getraut 22 Paare (23), kirchlich beerdigt 37 (27). Kirchen- und Abendmahls besuch hat eine erhebliche Zunahme zu verzeichnen. — An allgemein erhobenen Kirchenkollekten gingen ein: 6625 Mk. Ferner wurden u. a. gespenter: für Beschiffung von Orgelpfeifen 7030 Mk., für Dau eines Gemeindesaals 8070 Mk., Heidenmission 11 532 M k, Innere Mission 2131 Mk., Evangel. Bund 8523 Mk, Hungernde in Ruhland 2519 Mk., ferner ein Waggon mit Naturalien an das Elisa- belhenstist in Darmstadt. tog. Gedern, 2 Jan. Im Jahre 1922 fanden in der evangelischen Gemeinde statt: 43 Taufen (1921: 32), 29 Trauungen (10), 21 Beerdigungen (18). Konfirmiert wurden 36 Kinder (27). Am heiligen Aoendmahl nahmen teil 1145 Personen (1134). nd. Nidda, 3. Ian Heute fand hier eine Konferenz der Pfarrer und Religionslehrer deö Dekanats Nidda statt, an der etwa 50 Personen teilnahmen. Pfarrer Laut von hier eröffnete die Versammlung mit einer kurzen Andacht. Der Dekanatsstellvertreter gab dann über den Zweck und die Notwendigkeit der Tagung einen Ueberblüf. Hierauf wurden drei Lehrer vorgeschlagen, die nach § 62, Absatz 4 der Kirenversassung auf sechs Jahre zum Dekanatstag und der Synode berufen werden sollen. Es sind die Lehrer H e n s e l - Hirzenhain, G r e m m - Berstadt und Ganz-Ober- Widdersheim. Professor D. Dr. Diehl von Friedberg hielt einen höchst lehrreichen und tief begründeten Vortrag über die Frage: -Was kann der Religionslehrer tun. dah die Bibel wieder mehr in unserem Volke zur Geltung kommt?" An zahlreichen Beispielen zeigte der Redner, wie der Religionsunterricht biblischer gestaltet werden kann. Groher Beifall der Zuhörer bewies, dah der zweistündige Vortrag ein Erlebnis war, das in der Schulpraxis reiche Früchte tragen kann. Dekanatsstellvertreter Scriba von Eichelsdorf sprach dem Redner den wohlverdienten Dank aus und den Wunsch, dah die Religionslehrer- kvnferenz eine bleibende Einrichtung im Dekanat werden möchte. nd. Nidda, 3. Ian. In unserem ev. Kirchspiel, das etwa 3266 Seelen zählt, Warpen im verflossenen Jahre 60 Kinder getauft. Davon starben sechs. 30 Paare wurden getraut. Beerdigt wurden 38 Personen, konfirmiert 67 Kinder. Der Kirchenbesuch hat nach der Statistik 1,6 Proz. zugenommen. Die Opfer und Gaben zu wohltätigen Zwecken hatten eine noch nie zu verzeichnende Höhe erreicht, nämlich 288 815,40QHf. Gictzcncr Strafkammer. ©leben, 3. Ian. Von der Anklage der Unterschlagung, des Betrugs und der Untreue freigesproHm wurde ein Versicherungsagent aus Ge>en, nachdem die eingch.'nde Hauptte. Handlung ergeben hatte, dah et sich im Dienst einer Gummiware ifabrik, die neuer Belastungen durch Personalkosten und sachlicher Ausgaben ab 1. Januar 1923 wesentlich erhöhen wird. Erneute, starke Tariferhöhung in naher Zeit werden die Folge sein müssen. Berlin, 4. Jan. (Wolff.) Die „B.Z. a. M." meldet: Ein Mann sah im Walde zwischen Wildau und Königswusterhausen zwei Automobile aus ter Richtung Berlin ankommen, denen drei Herren entstiegen. Die Herren gingen in den Wald und bald darauf kam einer mit der Le i ch e eines jungen Mäd- ch e n S zurück, die eine Schußwunde zeigte. Bald darauf brachte ein anderer der Herren die Leiche eines jungen Mannes. Die beiten Leichen wurden in das Auto gebettet, während die drei Herren das andere bestiegen und davonfuhren. Einer der Herren erklärte auf eine Frage des Beobachters, es handle sich um den Doppelselbstmord eines Liebespaares. Die Polizei konnte bisher noch nicht feststellen, wohin die Leichen gekommen sind. Berlin, 4. Ian. Nach einer Blättermeldung tourten in Lübeck ter Konditor Hof t und se ne Ehefrau ermordet auf* gefunden. D'.e Leichen tourten auf dem Felde vergraben aufgefunten. Als Täter wurde der Gastwirt SalewSki festgenommen. * An der Pforte der Pharaonen- g r ä b e r. Die Auffindung eines fatelha'ten alt- ägyptischen KöntgssHatzes durch ten Lord Carnarvon, der die Ausgrabungen aus Liebhaberei betreibt, läht wieder einmal die Reize und Erregungen ter Ausgräber!it gleit in he lern Lich e erscheinen. Die „Wissenschaft vom Spaten" ist nicht nur ein gelehrtes Werk, das ter Welt die wichtigste Kunde über Geschichte und Kunst ferner Vergangenheiten geschenkt hat. sondern e3 ist auch ein nervenanspannenter Sport, ter einen geheimnisvollen Zauder ausübt. So ist das Tal der Pharaonengrnber bei Lu.or eine verödete Derg- schlucht, die hinter steilen Klippen, von den breiten Niltal ftreng abgeschieden, etwa ZOO Kilometer oberhalb Kairo liegt, eine Stätte voll romantischer Phantastik, auf die seit vielen Jahren die Sehnsucht ter Archäologen gerichtet ist. Eine systematische For schafsu'.g cer $iü.unter an der Oberfläche in dem ganzen Tal ist 1903 durch Howard Carter begonnen worden, ter auch diesmal ter Mitarbeiter des Lords war. Damals entdeckte Carter zwei Königsgräber, die aber bereits in alten Zeiten au sgeplüntert waren. 1905 setzten die beiden englifajen Archäologen Weigall und Quiboll die Arbeiten fort, und es glückte ihnen, das berühmte Grab ter Eltern ter Königin Tii zu finden, in den folgenden Jahren die Ruhestätte ter Pharaonen Echnaton und Hor:m- heb. 1911 wurden dann die Arbeiten eingestellt, aber 1915 begannen Lord Carnarvon und Carter von neuem mit ter Durchforschung des Tales und arbeiteten sieben lange Jahre, ohne bed.utendere Funde zu machen Der Lord verzweifelte bereits daran, noch irgend etwas Wichtiges zu finden. ^Verkäufe [ Vertiko (9?u6bninni,Stoniol( mit Spiegel «Kirsch bäum. Biedermeier» zu verlausen. Wo? fnnt die GeichästS't. des (Äiei;. Anz. 088 (Scbr., febr gut erh. 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Gelingt ater bann ein grober Fund, so ist das ein ganz ungeheures Erlebnis. „Wenige Eindrücke auf ter Welt können so überwältigend sein." schreibt darüber ter frühere Generakinspettor ter ägyptischen Altertümer, Arthur Weigall, als an ter Pforte eines Pharaonen grobes zu stehen, das seit ter Bestattung noch nie geöffnet wurde, und hier die Schätze auszuspüren, die seit Tausenden von Jahren unberührt baliegen. Im Licht ter elektrischen Fackeln bringen bie Ausgräber mit klopfendem Herzen vor in ten engen Gängen und stehen bani plötzlich vor den Betten, Stühlen, Tischen, Vasen und anderen Dingen, die mit dem toten Herrscher bestattet wurden, und bie nun so neu und glanzvoll erscheinen, wie am Tage, da sie fertig tourten. Mit andächtiger Spannung betreten sie das dunkle Zimmer, in dem bie Mumie in ihrem goldenen Sarge ruht. Das ist ein Jo erstaunliches und so übertoältigenteS Ereignis, dah man dafür gern Monate und Jahre unfruchtbarer Arbeit binnimmt.“ Handel. Berlin, 4. Jan. Dorfen st immungs- bild. Die Nachrichten über die Pariser Konserenz lassen nur geringe Hoffnung auf eine befriedigende Löfung der Reparationsfrage zu. Infolge dieser unerfreulichen Aussichten vermehrte sich die Nachsrage nach Devisen wesentlich. Die Kurse fliegen daher bei ziemlich lebhaftem Geschäft beträchtlich. Der Dollar stellte sich auf 8100 und gab im späteren Verlaufe nur unbedeutend nach. Frankfurt a. M., 4. Ian. Börsen - st i m m u n g s b i l b. Die heutige Börse war nur für den Devisen- und Notenrerkehr geöffnet Unter dem Eindruck ter Pariser Meldungen zog ter Dollar an; er tourte in den ersten Morgenstunden 7850 bis 7950 genannt. Es kam im Verlaufe zu weiteren Preiserhöhungen; man hantelte ten Dollar zeitweise zwischen 8100 und 8000. Auch für die übrigen Devisen und No'en stellten sich bie Preise ansehnlich höher. Infolge der Bewegung der ausländischen Zahlungsmittel zeigte sich auch stärkere Nachfrage nach Elfer e i. Auslandswerte erzielten höhere Ku.se. Zu Abschlüssen kam es jedoch nur in wenigen Fällen, da die Spekulation noch die weite.« r Nachrichten aus Paris abtoartet. Sonst zeigte sich im inoffiziellen Efjektenverkehr eine feste Stimmung. Sehr gesucht find tesoiters versch'e'e ie unnotterte Werte. CH mische Aktien ftell'e i sich höher, Slektrizitäts- aktien lagen fester. Maschinenaktien fanden ebenfalls Bachtung. Der Dollar wurde um 1 U'hr etwa 8050 genannt. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Amtliche Notierungen. Datum: Antw.-Drüsfel . Holland London ..... Paris .... — Schweiz Spanien Italien ViikibotoDporto Dänemark.... Äiorweaen . .. . Schweden .... HelfinniorS. ... Siemwrk Dettt fch-Oesterr. Budapest..... Prag Sofia 3. Januar Danknoten. Brief 498,25 2957.40 34771.55 55.035 1421.06 1203,- 392,- 1546.10 1421)45 2034.10 194 50 7481.25 10,62 299, - 229,40 7780 Geld 498,75 2942,60 34538,45 547,65 1413,95 1197,- 390,- i^/K) 1428,55 2045.! 0 195,50 7518,75 10.68 301,- 230 63 78,20 Irankfnrt a.M., 4. Januar. Cchivei^cr Noten........... Jranchsiiche Noien.......... Dänische Noten Sci'wedifche No en HoUändiiche Noten Deniich-Oenerreich L 10MKronen Auieiik mifrbe Noten......... Englifche No e>i ........... Jialieuische No en § panische Noien Nnaatische No en Tschechoslowakische Noten ♦ 4. Januar 293,— 240,- 37275- 403,ä0 287,- 236,— 33rief 526,30 3201- 37593,75 570.45 1529,80 12<:8,15 413,55 7992,45 11,47 311,— 241,40 8032,55 11,53 321, - 242.60 1B54.15 1553.90 2165.40 Geld 1502,50 51'3,50 1'10,- 2115- 3155,— 10,95 7980,- Brief 1522.50 566,50 1630,- 2145,- 3185,- 11.35 8020,- 37475,— 40(130 Geld 523,70 8192,- 37406-25 573,55 1522,20 126185 411,45 1645’85 1546 10 2154,60 Märkte. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 4. Jan. Die Aufwärtsbewegung ter Devisenkurse regte die Kauflust auch am Produktenmarkt stark an. Auch das Angebot ter Provinz war äußerst zurückhaltend. Die Mühlen suchten int Zusammenhang mit besserem Mehlabsatz Weizen zu kaufen, Roggen war begehrt zur Ablieferung an die Reichsgetreitestelle. Gerste hatte feste Haltung bei ruhigem Geschäft, Donau- Gerste wurde besonders in Hamburg gekauft. Hafer hatte zwar feste Haltung, bie Steigerung te: Preise tourte aber durch Angebot von Ware gehindert, bie noch auf die billige Dezemberfracht bezogen worden ist. Mais war für spätere Liefe- i-ung begehrt, in ben sonstigen Artikeln herrschte feste Stimmung. Weizen, märkischen 15 803 bis 16 100 Mk., pommerschen 15 400 bis 15 830 Mk. (sehr fest), Roggen, märküschm 14 503 bis 14 700 Mark, pommerschen 14 303 bis 14 600 Mk., schle- sischm 14 403 biS 14 550 Mk. (fest), Sommergerste 12 700 bis 13 400 Mk. (still), Hafer, märkischen 13 400 bis 14 000 Mk., pommerschen 12 700 bis 13 400 Mk. (fester), Mais, La Plata, loco Berlin 16 400 bis 16 600 Mk., waggonfrei Hamburg 15 400 bis 15 630 Mk. (steigend), Weizenmehl (103 Kilo) 44 000 bis 48 030 Mk. (sehr fest), Roggenmehl (100 Kilo) 40 000 bis 44 500 Mk. (fest), Weisenkleie 8203 Mk. (ruhig), Roggenkleie 8400 bis 8500 Mk. (ruhig), Raps 26 003 bis 27 000 Mk. (ruhig), Biktoriaerbsen 29 000 bis 31 600 Mk., kleine Erbsen 26 OOO 518 27 000 Mk.. Futtererbsen 15 500 bis 16 500 Mk. Wicken 25 000 bis 28 000 Mk., Lupinen, blau 16 000 bis 17 000 Mark, gelb 20 030 bis 22 003 Mk, Serudella, alt 35 000 bis 40 000 Mk., Rapskuchm 10 500 bis 11500 Mk., Trockenschiiiyel 6100 bis 6300 Mk. Rauhfutter Weizen- und Roggenstroh, brahtgcb. 6500 bis 6300 Mk., Saferftrob, drahtgeprehi o500 bis 6803 Mk, Stroh, strohlseilgebüntett 6000 bis 6400 Mk., Wiefeilheu, gut, gesund and trocken, Bonnahd 6800 bis 7003 Mk., Nachmahd 6600 bis 6800 Mk. (Soweit kein anderes Gericht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kilo.) Frankfurter Schwe'me- und Klcinviehmartt. Frankfurt a. M.. 4. Ian. (Amtlich.) Marktverlauf: Kleinvieh wird bei gedrücktem Geschäft ausverkaust. Der geringe Schweineauftrieb . wird zu Preisen des letzten Hauptmarktes bald geräumt. 3m einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 652 Kälber, 382 Schafe und 61 Schweine. An Preisen tourten angelegt für den Zentner Lebendgewicht: Kälber beste Qualitäten 63000—63000 Mk., mittlere 53003—62000, geringe 52 000—57 000, geringste 47 000-52 000, Schafe 30 000—48 000 Mk. Schweine nicht notiert. Aicher- dem wurden 48 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehantelt. Die Preise liegen um soviel über ten Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schliehen. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) AuS Donar Laws Rete. Paris, 4. Ian. (WTD.) Donar Cato sagte nach ter Morgenpresse in seiner Rete noch, die er im Laufe der gestrigen Konferenzsitzung gehalten bat, die wahren Meinungsverschiedenheiten zwischen England und Frankreich feien rein sachlicher Art. Wenn ich glaube, sagte er, der französische Plan könne Geld einbringen, so würde ich ihn sofort annehmen, denn unser Ziel ist, aus einem schlechten Geschäft s o viel wie möglich herauszuholen. Wenn Deutschland seine Verpflichtungen nicht erfüllen würde, wäre England bereit, die strengsten Sanktionen zu ergreifen. Die belgische Priorität von 2 Milliarden habe man in dem Augenblick zugestanten, wo man noch beträchtliche Summen von Deutschland zu erhalten erwartete. Wir glaubten, sagte Bonar Cato, dah Belgien ein Opfer bringen könne, aber wenn man denkt, wie Poincars sagte, dah wir mit diesem Vorschlag zu weit gegangen sind, sind wir vollkommen bereit, au i unserem Plan ten Teil zurückzuziehen, der ein Opfer von Belgien verlangt. Bonar Lato vertrat den Standpunkt, ter englische Plan verletze nicht Artikel 8 des Vertrages, aber er werde hierüber die englischen juristischen Sachverständigen befragen. Was die Frage des französischen Goldes, das bei ter Bank von England deponiert sei, anbelange, so erklärte Bonar Law, dah es sich schon in Amerika befände und dah' Frankreich es nur unter ter Bedingung toieterfinten könne, wenn es seine interalliiertem Schulten bezahle. Bonar Law fuhr fort, dah man sich keine Illusionen über die Realität der Meinungsverschiedenheiten unter den Alliierten machen dürfe. Diejenigen von Frankreich und England erstreckten sich im Grunde genommen auf zwei Punkte, auf den Betrag ter deutschen Schulten und auf die Methode ter Einziehung. Was den zweiten Punkt anlange, so verkenne ter französische Plan, dah die einzige Art, sich sofort beteutente Zahlungen zu verschaffen, bie sei, tenKreditDeutschlandswiederzu heben. Die wirtschaftlichen Pfänder, die Poin- care ins Auge gefasst habe, machten die Wiederaufrichtung dieses Kredites unmöglich. Die Hand aufs Ruhrgebiet legen, heihe, die Schlagader Deutschlands bedrohen. Andererseits würden die Zahlungen, die Frankreich während ter Moratoriumsdauer verlange, die Stabilisierung ter Mark unmöglich machen. Kommunistische Kundgebungen in Parts gegen die Gewaltpolitik Poincarss. Paris, 4. Ian. (WTB.) Bei ter gestrigen Kundgebung ter kommunistischen Partei und der kommunistischen Gewerkschaften in Paris gegen die evtl. Ruhrbesehung ist das Mitglied des Preuhischen Landtages, die Kommunistin Goldstein, als Rednenn aufgctre^cn. Sie überbrachte dem französischen Pwletanat den Gruh des deutschen Prvlewriats. Nach dem Journal" soll für ten Fall einer militärischen Besetzung des Ruhrgebietes in ter Versammlung ein französisch-deutscher Generalstreik angedrohl worden sein. Briefkasten der Nedaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit de? ! Schriftleitung.) Wilh. W. Sie können ten Schlichtungsaus- schuh in Wetzlar zu einer Vermittlungsaktion anrufen. Leistet dieser Ihrem Ersuchmr nicht Folge, weil es sich nur um eine ©insel- Lohnstreitigkeit und ein schon gelostes Arbeitsverhältnis hantelt, so . können Sie versuchen, Ihren Lohnanspruch beim ordentlichen Gericht (Kaufmannsgericht) einzuklagen Ob- dieser Weg Erfolg hat, können wir natürlich nicht beurteilen. D in L. Wenn Sie von einem bestimmten Vorrat gekauft haben, und ter Verkäufer wie aus Ihrer Darstellung zu entnehmen war. Ihnen zugesichert hat, dah Sie Ihr Quantum von tem künftigen Vorrat auch zum abgemachten Preise erhalten, sofern Sie ihm den augenblicklich verfügbaren Vorrat zur Belieferung eines andern üterlassen, so 'haben Sie u. E. die spatem höhere Preisforterung nicht au leisten Dieses Gutachten kann jedoch keinen Anspruch auf absolute Richtigkeit erheben, da wir alle Einzelheiten ter Kauf- abmachung nicht kennen. Es dürfte lohnend sein, dah Sie sich mit einem Anwalt direkt in Verbindung setzen. . , . 100. Kostenpreis 620 Mk. Voreinsendung des Betrages. . iiwLJKUMii iminrnnw 1 Plüschdiwan, 2 Kommoden AU verkaufen 099 Kirckienvlaü 15. Neuer seid. l°* Jumper Mri Löberstrahe 10 v. Zigaretten NN Herst pretSivert abzugeben 144A K, Bacharach Nrankk'rt a. M. Rat-Bett-Ltratze 7. Gut erhaltener taen-WerMtel au verknusen 0100 Lelterswcg 57 III. | Kaufgesuche | Broclte od. Meyers Lexikon, neuere tüib Inge, au kaufen lief. Scbr. Ann. in. Preis u 02 an d. G. AnA. Klnderbeticlien au kacken ne'ilcht. Anneb. nt Preis an w Onkel. SeUersw.4. Illliiilllllllllllllllllllllllllllll Haus mit frei werdender 0— 7-Z'inmer-Wob- nunn, bei Mitivodn- redir bcö jetzinen Besttzers, au kaufen neiucht. Angebote au SeMlver Bonroereln M.-Gel- Siegen. UUIIUIUUIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIU Gut erbalteneS Damenrad au kaufen gesucht. Schr. Angeb. u. 094 an den Gieh. Anz. ^istenhandln. kaust Ki*tcn A- b. Preisen. Cff- ii. F. A. T. 389 n. Bndolf8Ios»l, Frankl ort a. HL ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦< Meyers Lexikon 24 Baude VI. Auflage zu kaufen gesucht. 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Schön Wilhelm Müller und Frau geb. Schön. Ruttershausen, den 4. Januar 1923. Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. d. Mts, nachmittags l1/, Uhr statt iMD Vckoiiiituiochuiitz. Auf Grund der Anordnung des Herrn Oberbürgermeisters zur Ausführung des Reichsmielengesehes vom lO.November 1922 werden alle Vermieter von Wohnungen, die mit ihren Mietern eine andere als die gesetzliche Miete vereinbaren, aufgeforderl, die Hohe des Mietzinse» binnen zwei Wochen nach dem Abschluß der Vereinbarung dem Sldbt. Wohnungsamt, Asterweg 25, anzu- zeigen. Mietzinsoereinbarungen, die in der Zeil vom 1. Juli 1922 di» zur Veröffentlichung der Anordnung vom 16. November 1922 getroffen worden find, müssen binnen zwei Wochen odn der Bekanntmachung der Anordnung an gerechnet, angezeigt werden. Als vereinbart gilt die Miete, wenn die Höhe de» Mietzinle» vertraglich festgelegt ist, wenn andere al» die amtlich bekannt- gegebenen Iuschlags-Hunderlsütze zurGrund- miete erhoben werden oder wenn besondere Dereinbarunaen, etwa über die Tragung der Rosten für laufende Instandsetzung», arbeiten, getroffen sind. Zu der Anzeige Ist der vorgeschriebene Vordruck zu verwenden. Diese sind im Stadthaus Berg- straffe 20 (Auskunst»stelle), Stadthaus Gartenstraffe 2 (Zimmer 9) und im Stadt. Wohnungsamt (Zimmer 1) erhältlich. Die Anzeige ist dem Mieter zur Bescheinigung der jsennt'ii»nahme vorzulegen. (Ein Vermieter, der die ihm obliegende Anzeige vo sählich nicht ober nicht rechtzeitig erstattet ober wissentlich unrichtige oder unoollstänbige Angaben macht, wird mit Geldstrafe bis zu hunderttausend Mark oder mit Haft bestraft. 152B Gieffen, den 4. Januar 1923. _______Städtische» Wohnungsamt. Jucker-Ausgabe. Der Haushaltszucker für Dezember 1922 wird, soweit derselbe eingetroffen ist, durch die Rieinhandelsgeschäft« und den Konsum- Verein in der Zeit vom 6. bi» 15 Jan. 1923 oustzegeben. Auf die Marke entfallen 3 Pfund. Pret» für gemahlenen und Kristallzucker Mk 225. - , für Grieffraffinade Mk. 235 für Würfelzucker Mk 245. - für das Pfund. Diese Preise sind Höchstpreise im Sinne de» Gesetzes. Nicht rechtzeitig abgeholter Zucker verfallt. Vorbestellung für Januar 1923. Die Bestellmarken A für Januar 1923 sind bisspätestensM ttwoch.den 10 Jan. 1923 bei demjenigen Geschäft adzugeben, von weitem der Zucker bezogen werden soll. Die Geschäfte haben diese Abschnitte zu 100 gebündelt, bi» zum 12. d. M. mit Bestellschein, Zimmer 4, einzureichen. 150B Gieffen, den 4 Januar 1923. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Da» in der vorgestrigen Nummer diese» Blaue» angeboteneBrennholzsürHaushalts- zwecke ist vollständig ausverhauft. Gieffen, den 5 Januar 1923. 151B Der Oberbürgermeister (Brennstoffamt). (Ein- oder Zweifamilienhaus bis ID Millionen Mark zu kaufen gesucht 8-‘Hiiuiin-fVobn. mühte bCAtebbar »verden nc'i. i ni'fdjroobinmn v.5 *Umm in^biobaäi. Wo'H, tBooe&Co. B.■.».!. In Beoihele. IMA AIRÄMW grö'iere nnd kleinere Menaen, gegen Kaffe 4U kausen gesucht. IMD Bergroetls-untt Bauöe68il 6. ©lesen, inmiiuriet Skt. 13. lei. 2159 TrnbttvoM Ba ibcdarl. Sdjofolaben. ß Tüctilner. nut ®|d*ii|irfrffrP welch Er- ru iwhtbrter VlHIfPUHua, t0|flC nach- Weilen kann, sofort gekuckt Cfferu mdäl Bitt Bild, an Postsache, »raufiurt a.M. Holzvcrkauf. (Gemeinde Talzbödcu. a) Los 1. 25 Zichtenstämme 2. Kl. — 35,16 Zstm. Los 2 30 3. KI. -- 22,27 Fstm Los 3. 49 4. Kl. = 15,70 Zstm. b) Los 1. 13 Zichtenftamme 2. Kl. — 17,54 Fstm. Los 2. 10 3 Kl. = 7,57 Fstm Los 3. 14 4 Kl. — 4,37 Zstm. töcmriiibc Vetzberg. Etchen-A- und B-Stämme. Lor 1. 1 (Eichenstamm l.ÄL — 1,70 Fstm. Los 2. 3 2. Klaffe = 3,34 Fstm. Los 3. 16 3. Kl -- 18,23 Fstm. Los 4 18 4 Kl. — 9,21 Fstm., Los 5. 2 5. Kl. = 0,68 Zstm. Angebote, getrennt nach Losen und Gemeinden und ausdrücklicher Anerkennung der Derkaufsbedingvngen erbitte bis Montag, den 15. Januar er., nachm. 3 , Uhr, an mich. (Eröffnung der Offerten zum angegebenen Zeitpunkt. Auskunft bei Salzböden: Hegemeister Saleck daselbst, bei Vetzberg Förster Wegner-Rodheim a. B Zahlung mit '/. sogleich beim Zuschlag, der Rest nach 4 Wochen, spätestens aber vor der Abfuhr. Krofdorf (Kr. Wetzlar), 3. Januar 1923. Der Bürgermeister. 131B lucht In nur besserem Hanse Akademiker S» ÄS Edelmetalle Gold-,Silber-,platingegenftänüe Aahngebisse tauft zu hohen Preisen G. Gümblein, Brudiftraßc 19II Etaaengeschüft. n brillanten perlen Palast-Lichtspiele Mies ujometimslesTh^alar am P.atzc Auf vli-lfachen Wunsch hcnle noehmali: lttc Es leuchtet meine Liehe! 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Hlorfiir.fc erbet Anon zweckt, ^eiickwieaen') bet verseuia (Lbieufache. weihe Woche weisen, dah wir gewillt sind 137» der Teuerung Rechnung zu tragen WWe 5135e f. ioiori nrftirtit. Zlllll Bfr. Sltzlliwels Wrolicirtfiiibcn. ist imstande, Ihnen für Ihre Gold-, Silber- und Platin- gegenstände den wirk!, allerhöchsten Wert bezahlen zu können. Gg. Koch Uhrmacherei u. Edelmetalloerwertung, Mühlstr. 2, Gegr. 1894. Dir veranstalten auch dieser Jahr wieder ernt , Weihe Waches Beginn: Montag, den 8. Januar (925 Durch frühzeitige Groheinkäufe ist es uns möglich geworden, hochwertige waren zu mäßigen preisen / zum Verkauf zu stellen Der in einem I4jährigen Deftehen begründete Ruf unserer Firma bürgt für die Güte sämllicher angebotenen Waren. Da bei der vorjährigen gleichen Veranstaltung unser Haus wegen Ueberfüllung zeitweise geschlossen werden muhte, Haden wir in diesem Jahre die angebotene Ware rationiert, um auch denjenigen unserer Kunden, die am ersten Tage nicht kommen können, Gelegenheit zu günstigem Einkauf zu geben. Wir bitten außerdem darum, die Einkäufe möglichst schon in den Vormittagsstunden vorzunehmen. Wir verweisen auf unsere yanptannonce in ter morgigen Ausgabe des Giehener Anzeigers Die billigen Preisen derselben be- CHlb wäschefabrit und ^iVlVUU 2Iusftattungsl)au$ ZduUcre 3 9N n b d) e 11 In rubinen ^uiu^bnlt für clnine Stunden normtttnn^ gesucht 0N*2 Ltibdecke i3rnn!fuxtcr Ltr. 29. Zünaereck (081 flMSMttil Vereine | Dolijei- unö 5(BuBhiin0eofreli fiteüea biilt nnd) wir vor seine TrcHiirünnbe TienStan» o. ^ret- tiinJ in ber Weit bulle, Broudplan, ob. Der Vereiaat Ws Sie W liiBt ineWmi! durch marktschreierische Reklame, denn nur ein mit gutem SetifluiS oa Gmvleblunt nef. 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Welchaft»it. be» WIcB-Äni. ,1360 Kaufe spez. solche Gegenstände, welche anderswo nicht hoch genug bewertet werden konnten.068 Gerhard Hans Die Geburt eines kräftigen Stammhalters zeigen hocherfreut an Dr. Holtmann und Frau Elly geb. Schlüter Bochum, den 2 Januar 1923. i<2D tfrbenblriidxen ikdkljiuLkaM MMckltS, Irische nrran fierte SdjcUpfrfje eprottbütfindt und :)iodjcn empfiehlt II-5c (Oeorn 49allenfrl^ gegen üb. b. Qnuelnp. Stenographie. Dlontan. M. ?l«nw abbv'. 7 llbr. eröffnen iuIt in der ^ez rkck Idi nie tliieiiaiilage) einen ilnfäiiflcr« Lchrgansi für Tomen und Oerrcn. - Unter- nchiogrlb 1(XX) litt ttentnn bet ^ort- bild. - Unterrichts: Mvn t n, b. \ b-lMtK. nbenb» M Uhr des Tiktntkii eins: Mitt« Tüchtige Reisende sucht Nürnberger Firma der Lebensmittelbranche für einen in jedem Haushalt abzusetzenden llllllllllllllllllllllllllllllllllll Amid ,l*1°bn' •Xtii ii v raume IL ■•,ni cUor. miiaio en 3inlliiiinen n. -iron. (Horten, „en Billn ui tanlcken ne*- Anoeb ii. :fM7 nn E^erlo, DL A.-ev aeaen Vrbcnemittel au tanfcken I4«ti __Stieflclpfab 30. Diel. Free. e a in- nerStoa w S n. 5 IL In ’Hiiubr.d) nack ein. MmbfTonie.ro oebei , stch u. 0101 schriftlich b. b. ®. Ä. iu melb. । Sonntag ab 4 Uhr wh KONZERT Folgende DroMme erzlefken in ollen Drvffstädten wochrn» lang auSverkausle Häuser: 1. Das Liebesnest von Edgar ölilflebaur; 2. Sterbende Völker Don Loben Reinhardt: 3 Phantom von Gerhart Hauptmann, 4 Die Wunder des Schneeschuhs, 2. Tell (Eine Fuchsjagd tmOngabtn); 5. Der Vhein in Vergangenheit und Gegenwart (Gin Film dem deutschen Doll zum Gedächtnis). 2TOe Mde Filme bringt tn den nächsten Wochen da« Lichtspielhaus Vahnhofstraffe U Gröhes Solistenorchester w