Ist 1923 Um. toerfr » einen' ®*f ber eine Täte LSZ2 nf!tauf^lnen im £e am 22 >„ 5er1® en U. n LL\Gtuti. LiSS »Sfr« Bei L^bnlich- ir*te WL ä,Rk 0 Manen MrkA Stenden, für die prv. ßtabiong benötigt “ Achrtstrahen nach ^.schränktest Üblich stellte der M. Eeljahr weitere 200 wms tot billigem jung. Durch die reiche Ebeitsgelegeiche.tm Monate der Arbeits- oon der Industrie er« nhOung, dah sie Sa,. Umfange vornehmen >au der Basser- lins ist eine Gefell« Een, an der sich die üich mit 50 Millionen jen wird. Der Ausbau er Linie eine bessere i Rhein schaffen und glichst rationelle Aus- menen elektrischen Gericht. I, dm 1. Mai 1923. ftwäbd)en aus Hungen seiden eine Ädpc von nen begangen. Unter Däfche- unb Tchnuck« sich einen Mantel uiä beit. Cs wird deshalb ängnisstrafe von teilt ung erhält eine Frau afe von 1 000 Ml. a, an einem Privalweg chequem war, gegen den durch einen Schlosser des KartosMebstahlS de ein polnischer Ar« tshof in der Me von &r Halle an einejjtau ter Kartoffeln verkauft, Siensthen-n gestM otung, er habe sich, w ! den ihm SustaM^ > „ach zusammengefpan, widerlegt werden. >ie aus dem IohannlS. sind, kamen aus ch^« iden auch iw» «SSÄS >n erner einen Festnahme au itioMaplerev^ weih,.« •«* * ' tnar vena^ (auTien* -«sIZ . 3nupar..tiete fln fii jjSÜclSi*’ er •*?£ •s L-K'S! i SSM “*? ^est4 M. <03 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertag», m it berSamstagsbellage: GiehenerFamiltenblätter Monatliche Bejugspreife: 3400 Mark und200Mark Trügerlohn,durch diePost 3600Mark,auchbeiNtcht» erscheinen einzelner Num. ment infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrist- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Siehen. voftfchecnonlo: Kranrfvrt a. M. 11686. Donnerstag, 5. ülat 1925 175. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Druck und Verlag: vnihl'sche UniverfitStr-vuch- und 8teindruckerel B. Lange in Sietzen. Schrlftleitung und Seschaftrstelle: Zchulftratze 7. Lunaqme uon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Dreis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100MK.;fürReklame- Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Bei Platz. Vorschrift 20°/. Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sümtsich in Gießen. Das deutsche Angebot. Am gestrigen Mittwoch ist die schicksalsschwere deutsche Reparationsnote zu gleicher Vormittagsstunde den Regierungen in Paris, London, Brüssel und Rom übergeben worden. Auch in Washington wird sie amtlich zur Kenntnis gebracht. Es ist ein bedeutsamer Augenblick, ähnlich dem des Waffenstillstan- des vom 11. November 1918 oder der Friedensunterzeichnung vom 27. Juni 1919. Auf deutscher Veite ist diesmal getan worden, was menschenmöglich war. Die WMschaftSführer und Finanzsachverständigen muhten wieder ihr Gutachten über Deutschlands Zahlungsfähigkeit abgeben, die Parteien wurden befragt, die Regierungen der Länder gehört. Die deutsche Presse hat sich mit voller Absicht zurückgehalten. Es hatte keinen Zweck, einer Regierung, die sich aller verfügbaren Informationsquellen bedient, mit guten Ratschlägen, gefärbt je nach der politischen Anschauung oder nach der wirtschaftlichen Bettachtungsweise zu kommen. Man wußte, das Kabinett Eunv, dem das ganze Bvlk während des Ruhrkampfes in seltener Einmütigkeit zur Seite steht, wird das Angebot nach bestem Wissen aufstellen und jede Sonderauffassung oder Nörgelei würden nur der Sache schaden. So wartete man denn mit viel größerer Geduld als in den Ländern, an die der deutsche Anttag sich wendet. Mit fieberhafter Spannung bespricht man bei den Alliierten seit zwei Wochen die Ziffer der Ent- schädigungszahlung, die Deutschland nennen müsse, obwohl von deutscher Seite immer wieder darauf aufmerksam gemacht wurde, dah es auf diese Zahl im Grunde gerade nicht an» komme. Denn, welche Summe auch genannt werde, Frankreich wird Hohn und Spott dafür haben, und die anderen „Sieger" werden sich den Kopf darüber zerbrechen müssen, mit welchen internationalen Anleihen der Schuldner in den Stand zu setzen sei, die von ihm bezeichnete Schuld zu begleichen. Am wirrsten und unklarsten war jedenfalls die Haltung der französischen Politik. Bis zum letzten Augenblick betonte die Pariser Regierungspresse, Pvincarö werde auf kein deutsches Angebot eingehen, wenn Deutschland nicht den französischen Enlschluh, das Ruhrgebiet nur nach Maßgabe der deutschen Zahlungen zu räumen, anerkennt, und den passiven Widerstand vollständig einstellt. Wie zur Bekräftigung dieses unversöhnlichen Standpunktes wurde zu guter Letzt noch ein dröhnender Schreckschuh loSgelas- fen: Die Rheinlandkommission werde die ganze deutsche Post vom besetzten nach dem unbesetzten Gebiet aufhalten als Rache dafür, daß dem französischen Briefverkehr von den deutschen Beamten Schwierigkeiten bereitet werden. Aber dieses Gerücht hat sich bis jetzt nicht bestätigt. Vielmehr war plötzlich ein Umschwung in der Haltung des französischen Auhenamts zu bemerken, die neue Drvh- note Poincarss, die in allen Tonarten angekündigt war, ist ausgeblieben. Bei keiner der verbündeten Regierungen ist eine solche Note eingelaufen. Frankreich hat also, wie es scheint, darauf verzichtet, zu verkünden, daß es die Aufgabe des passiven Widerstandes durch Deutschland als Borbedingung für Verhandlungen ansieht. Auf Anfrage am Quai d'Orsay erhielten die ausländischen Berichterstatter den verlegenen Bescheid, daß der Schritt „bisher nicht unternommen“ wurde und dah es „nicht sicher“sei, ob er überhauptunternommenwerde. Dieses erste Anzeichen eines vielleicht bevorstehenden Einlenkens verdankt man dem englisch-belgischenGedankenaus- tausch, der am Sonntag anläßlich der Zusammenkunft des Prinzen von Wales mit dem König der Belgier in Brüssel gepflogen wurde. In Brüssel wurden so auffallend warme und herzliche Reden gehalten, daß es in Paris rasch klar war: Belgien ist nicht mehr lange im Zaume des unerbittlichen Ruhrkrieges zu halten. Die englische Auffassung, daß man das deutsche Angebot ernst nehmen und einer wohlwollenden Prüfung unterziehen müsse, hat gesiegt. Die englische Presse, auch die, in der man Frankreich immer noch um den Bart streicht, sagt es den Franzosen auf den Kops zu, daß ihnen das deutsche Angebot nur deswegen so ungelegen komme, weil es wahrscheinlich geeignet sei, in der ganzen Welt eine Bewegung zugunsten Deutschlands hervorzurufen. Eine mutwillige Ablehnung durch Frankreich werde keineswegs die Sympathien für dieses Land erhöhen. Die^ganze Welt sei des deutsch-französischen Duells überdrüssig. Das sei der Grund, weshalb die Franzosen versucht hätten, bevor noch das Angebot erfolgte, den Eindruck zu erwecken, der deutsche Vorschlag sei so schlecht, daß er einer Erwägung gar nicht wert sei. Vom deutschen Standpunkt aus kann man sich über soviel Offenheit zwischen den Alliierten nur freuen, wenn auch niemand daran glaubt, dah Poincare nun über Nacht aus einem Saulus zu einem Paulus wird. Eine Reichskanzlerrede. Berlin, 2. Mai. (WTB.) In der Sitzung der Ministerpräsidenten und Staatspräsidenten gab Reichskanzler Dr. &u n o die deutsche Note bekannt und führte dabei u. a. aus: Heute wird den Mächten die Note übergeben, die den Standpunft der Reichsregierung zur Re- parationsfrage und zur Frage der Befriedigung Europas präzisiert. Das ist ein ungewöhnlicher Schritt, weil er mitten in dem kraftvollen einmütigen Abwehrkampfe getan wird, ohne daß die Haltung des Gegners dazu Anlaß gibt, ein Schritt von ungewöhnlicher Bedeutung, weil von seinem Gelingen das friedliche Zusammenarbeiten zwischen Deutschland und Frankreich und darüber hinaus in Europa in den weltwirtschaftlichen Beziehungen, sowie die Abwehr von dem System des Hasses, der Feindschaft und der Weltvernich- tung abhängt, ein Schritt, der dem Wiederaufbau dienen soll, während sein Mißlingen dir fortdauernde Verschärfung des Abwehrkampses, die Vernichtung der letzten für die Reparation bereit» zustellenden Mittel und Reserven bedeuten und für beide Teile innere Belastungen und Erschütterungen auslösen könnte, die für Europa und die Welt voller Gefahren sein würden. Darin liegt zugleich die Begründung des Schrittes. Wir wollten den Frieden und wir wollen ihn noch, aber der Preis dafür mußzahlbar fein. Das war der Grundsatz, mit dem dieses Kabinett sein Amt angetreten hat und mit dem es steht und fällt. Höher als jede andere Rücksicht steht uns das Interesse des Volkes und des Landes, dessen Schicksal uns anvertraut ist. Unsere Vorschläge gingen, wie Sie wissen, bis pum H ö ch st » maß des MöLlichen, ließen aber Gegenvorschlägen und Abänderungen ihrer Modalitäten in offener Aussprache freien Raum. Sie wurden von Frankreich abgelehnt und ohne jeden Rechtsgrund mit dem Ruhreinbruch und dem Eingriff in den vertragsmäßigen Zustand der Rhernlande und dem Einbruch in andere deutsche Länder beantwortet, dessen Auswirkungen in immer rücksichtsloseren Formen wir täglich erleben. In der einmütigen Erkenntnis, daß von der Reichsregierung alles geschehen ist, um denRechts- bruch zu verhüten, hat das deutsche Volk ohne Unterschied der Parteien und Stände zu der Waffe des passiven Wider st an des ge» griffen. Es hält diese Waffe auch heute noch in ftarIer treuer Hand. Gerade diesem Volke, das mit der Einsetzung aller Werte, die das Leben bietet, die deutsche Sache an der Front verteidigt, sind wir es schuldig, alles zu tun was nötig ist, um die Leiden abzutürzen und keine Möglichkeit außer Acht zu lassen, die eine Lösung bringen kann. Die Reichsregierung ist deshalb nicht müde geworden, alle Wege zu gehen, die irgend eine Aussicht boten, diesem Zrele näher zu kommen. Aber nichts kann sie veranlassen, den Weg des Diktates, des Ultimatums oder gar der freiwilligen Wrnahme unerfüllbarer ^Bedingungen zu beschreiten. Rur, wenn ausrichtrg dem Volke gesagt werden kann, daß Erfüllbares zu leisten ist, ist die Regierung in der Lage, auch die letzten Kräfte und Reserven aus allen Schichten des Landes herauszuholen. Der Versuch, Unerfüllbares zu leisten, greift die Substanz an und schmälert die Zahlungskraft, und so oft unter Zwang erkennbar Unerfüllbares zugesagt war, vergaß die Welt nur allzubald, unter welchem Drucke die Zusage erfolgt war und sand sich, wenn sie nu nnach kurzer Zeit nicht gehalten weiden konnte, zu der Anklage zusammen, daß Deutschland nicht zahlen wolle. Dieser Vorwurf darf nicht wiederkehren, um keinen Preis! Daraus folgt zugleich, daß die Reichsregierung kein Angebot der Unterwerfung oder der Aufgabe des passiven Widerstandes machen kann. 2Ibcr im Rahmen ihrer Grundsätze ging die Regierung einen folgerichtigen Schritt weiter, indem sie über die Erklärung der Zahlungsbereitschaft hinaus schon in der Reichstagsrede des Reichsministers des Auswärtigen vom 16. 4. die Konturen deutlich abzeichnete, die für uns bei der Lösung der Reparationsfrage in Betracht kommen. Wenige Tage später trat ein außenpolitisches Ergebnis ein, daß uns in Erwägungen eintreten lieh, ob es nicht richtig fei, einen Schritt weiter zu gehen, indem an uns von außen her die Aufforderung erging, unsere Stellung zur Reparationsfrage klar zur Kenntnis der Welt zu bringen. Es war nicht leicht, sich zu diesem Entschlüsse durchzuringen, denn Hemmungen verschiedener Art standen dem entgegen, psychologische, praktische und technische. Trotzdem wagten wir diesen Schritt, um abschließend zu sagen, was wir als ehrliche Männer können und wollen. Was wir in der Rot vorgeschlagen haben, hält sich grundsätzlich im Rahmen der bisherigen Regierungserklärungen. Sie finden in der Rote drei Fragen dem LösungsveZuch entgegengeführt: die Frage der Reparationen, die Frage des wirtschastlichen Ausgleichs der Kräfte, insbesondere zwischen Frankreich und Deutschland, und die Frage der politischen Sicherheiten für beide Länder. Was die Reparationsfumme anlangt, so haben wir erneut versucht, zahlenmäßig eine Abgrenzung für unsere Verpflichtungen zu finden. Dieser Versuch war schwerer, als jemals zuvor, aus Gründen, die vor allen Dingen in der fortgesetzten, nicht berechenbaren Wertminderung im besetzten und im Einbrmchsgebiete und damit für die gesamte Wirtschaft bestehen, ferner in der beträchtlichen Summe, die zum Ausgleich all des Unrechtes, das dort Menschen und Sachen zugefügtwurde, erforderlich sein wild Trotzdem hielten wir uns im Rahmen derjenigen. Ziffern, die in Paris vorgeschlagen waren. Wir wählten erneut als Ausgangspunkt der Verhandlungen die 30 Milliarden Goldmark, die durch Anleihen ausgebracht werden sollen. Die Berücksichtigung der genannten Minderungen muh sich automatisch im Verhalten des internationalen Kapitalmarktes und dem in unserem Angebot eingefügten elastischen Faktor auswirken. Die Notwendigkeit einer Erholungsfrist, eines Moratoriums von vier Zähren ist organisch dadurch eingebaut, daß die Zinszahlungen der ersten vier Zähre dem erzielten Anleihebetrage entnommen werden sollen. Die Schuld von 30 Milliarden wird schwer auf uns lasten. Sie bedeutet! eine jährliche Leistung, die schon bei einem Mindestsatz von 5 Prozent und 1 Prozent Amortisation allein für 20 Milliarden 1,2 Milliarden, für zwei weitere Tranchen von je 5 Milliarden mindestens je 0,3 Milliarden, im ganzen also 1,8 Milliarden kosten kann, wobei ich Anlaß habe, zu besorgen, daß wir mit einem Zinssatz von 5 Prozent bei der Begebung von Anleihen nicht werden auskommen können. Die Sachlieferungen, soweit sie durch den Einbruch unterbrochen waren, sollen wieder ausgenommen und ihr Gegenwert auf unsere Schuld angerechnet werden. Der Reichskanzler erwähnte dann den Cven- tual-Dorschlag, das gesamte Reparationsproblem einer von jeder politischen Einwirkung u n a b - gängigen internationalen Kommission zu unterbreiten und fuhr fort: Wir wollen unter allen Umständen, dah das, was wir zusagen, auch erfüllt wird. Wir sind bereit, für die Beträge, die wir im Anleihewege erhalten, jedwede wirtschaftliche Sicherheit zu stellen. Sie wissen, dah alles, was dem Reich und den Ländern gehört, Eisenbahn, Zölle, Einnahmequellen aus Steuern traft des Vertrages von Versailles der Gegenseite verpfändet ifL Wir gehen aber darüber hinaus. Wir wollen und wir werden es durchführen, dah darüber hinaus auch die deutsche Wirtschaft, Industrie, Landwirtschaft, Handel und Finanz mit ihren gesamten Kräften sich bereitstellen, und zwar in konkreter, nötigenfalls im Wege der Gesetzgebung formulierter Form, für die Sicherung der Anleihen, die wir auf dem Weltmärkte erhalten. Die Rote konnte nicht konkreter fein, denn solange das Anleihekonsortium nicht befiehl, können wir nicht sagen: Diese oder jene Werte werden wir bereit® stellen, insbesondere wenn es sich da um Werte handelt, die noch im Vertrag von Versailles verstrickt sind. Rur im Wege der Verhandlungen von Mann zu Mann kann gefunden werden, was dem andern eine genügende Sicherheit zu fein scheint. Aber wir werden in der Erfassung der gesamten deutschen Wirt- fchaft mit der durch das Gesamtinteresfe gebotenen Rücksichtslosigkeit Vorgehen. Der Betrag von 30 Milliarden wird vielleicht der Welt zu gering erscheinen, weil sie vergißt, was für eine ungeheure Leistung bereits Deutschland aufgebracht hat in einer Zeit schwerer wirtschaftlicher Röte, in einer Zeit der Umstellung des politischen Systems, in einer Zeit nach einem verlorenen Kriege, in der wir die Ernährung und das Leben des Volkes nur mit größter Mühe haben sicher- siellen können. Die bisherigen Leistungen bestanden, abgesehen von den Barzahlungen, in der Abtretung von Reichs- und Staatseigentum in vormals deutschem Gebiet, Abtretung der Saar- gruben, Abgabe von Sisenbrhnbetriebsmaterial. Der gesamten Ueberseehandelsflotle. von Binnenschiffen, von deutschem, ausländischem Eigentum, in der Lieferung von Kohlen und Koks und! vielem anderen an unsere Vertragsgegner, Leistungen, die ohne die Wertverluste unserer Abrüstung, ohne die verlorenen Werte von Elsah- Lothringen und unsere Kolonien nach den geringsten deutschen Berechnungen 43 Milliarden Goldmark betragen und deren genaue Feststellung wir jederzeit dem Urteil internationaler Sachverständiger zu unterstellen bereit sind. Wer wagt demgegenüber noch zu behaupten daß Deutschland nichts geleistet hätte oder dah Deutschland nichts leisten wolle? Selbst während der Zeit der Ruhrbesetzung und der Besetzung weiterer deutschen Landesteile hat Deutschland in der Einlösung der be lgi - schen Schahwechsel das getan, was es zugesagt hatte. Deutschland wird aber zur Abtragung der schweren Lasten nur fähig sein bei Wiederherstellung seines Kredits und feiner inneren finanziellen Ordnung. Dazu zu tun, was an uns liegt, sind wir alle entschlossen. Die Wiederherftellung dieser Ordnung liegt zugleich im Interesse Frankreichs und Deutschlands, denn ohne sie werden wir keine Anleihe in der Welt erhalten. Rur im Wege der Anleihe können wir die Mittel zur Zahlung der Reparations- fummen beschaffen, und daher hat Frankreich das Interesse, uns von außen her in Ruhe zu lassen, damit wir auch im Innern zur Ordnung kommen. Die Voraussetzung für jede Anleihe ist nach allaemeinem Urteil die Forderung der wirtschaftlichen Gleichberechtigung und die Sicherheit gegen politische Pfänder. Wir wissen, daß in Frantteich kein starker Wunsch und ein starkes Bedürfnis besteht zum Ausgleich der Wirtschaftsinteressen zwischen Frantteich und Deutschland. Eine solche Verständigung wäre zustande gekommen, wenn nicht Frankreich jede Annäherung und Besprechung darüber abgelehnt hätte, und vielleicht wäre dadurch zugleich die Brücke geschlagen worden zur Lösung der Reparationsfrage. Auch heute noch wird die deutsche Wirtschaft sich einer französischen Zusammenarbeit nicht entziehen, well wir wissen, daß Frantteich immer noch vor der Sorge deutscher Angriftsabsichten steht. Wir wollten auch die Frage der politischen Sicherheiten für Frankreich und Deutschland nicht an- erörtert lassen! für Frankreich und Deutschland, denn wtt sind es unserem Volke nach den Ereignissen der letzten Monate schuldig, ihm die Sicherheit friedlicher Arbeit In gleicher Weise zu garantieren tote den andern. Sie willen, daß wir diesen Gedanken bereits vor dem Einfall ins Ruhrgebiet aufgenommen hatten. Wir hatten diese Vorschläge diesmal in einer allgemeineren Form wieder aufgenommen, in der Form, daß wir bereit sind zu jeder friedlichen Vereinbarung mit Frankreich die auf Gegenseitigkeit ber tht, und daß wir bereit sind, alle Streitfragen dem Schiedsgerichts- oder Vergleichsverfahren zu unterstellen. Das ist alles, was wir in dieser Frage tun können, und um den 'Beweis zu liefern, daß wtt nicht den Krieg, sondern den Frieden wollen. An der alsbaldigen Herstellung des Status quo ante hat auch Frankreich das allerdringeirdste eigene Interesse. Es muß den R u h r e i n f a 11 finanzieren in einer Zeit, wo die ganze Welt unter den Rachwehen des Krieges leidet, wo die wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen zwftchen den Staaten gelitten haben In einer solchen Zeit sollte jeder der einzelnen Staaten zum Wiederaufbau der Welt beitragen. Ich erinnere an die ungeheure Tatsache, dah sich die Besehungskosten in den vier Zähren rrach dem Kriege auf 4,5 M i lliarden Gold- mark belaufen haben, also mehr als früher Deutschland für seine gesamte Heeresmacht und seine Marine in bemfelben Zeitraum auf- gewendet hat. So vernichtet jeder Tag Werte um Werte, die zugleich der Reparation entzogen werden, lind wenn der jetzt von uns beschrittene Weg nicht zum Ziele führt, wird die Wertverminderung fortschreiten. Wir sind bereit, der Zerstörung Ein - halt zu tun, aber wirsind auch bereit, bis zum letzten Rest unserer eigenen Kraft auszuhalten, was den Tod jeder Reparation bedeuten würde. Wir sind da^u bereit, weil wir wissen, daß, wenn unsere Vorschläge nicht als Verhandlungsbasis angenommen werden, der Wille des andern nicht auf Reparation, sondern auf Annektion ober Zertrümmerung abzielt und dah es sich für uns alle um Sein oder Nichtsein handelt. Wir hoffen auf die Erkenntnis bei? Welt, baß ber Konflikt an ber Ruhr ein Wahnsinn ist, nicht nur für ble Beteiligten, svnbern zugleich für bic ganze Well, lind so senden wir die Rote ab mit dem Wunsche, bah sie zu offenen, freien Verhanblungen führe, benn wir haben unsere Lage bargelegt unb wollen uns zu einer Leistung bef ernten, bie bis an bie Grenze unseres Könnens geht. Aber so lange ber Einbruch uns dazu nötigt, soll auch unser Widerstand nicht erlahmen,'damit wir das Vaterland unseren Kindern erhalten. Der Reichskanzler gedachte sodann derer, bie in Opfermut unb deutschem Sinn an ber Front ausharren, warnte vor Tlnbesonnenheiten, die die innere Ordnung stören würden und ermähnte das ganze Volk, an bie Gesamtheit zu denken unb schloß: Die Welt hat bisher dem Zwist wie einem Schauspiel zugesehen, ohne sich sonberlich dafür zu interessieren. Wir haben sie nochmals ausdrücklich und in aller Form vor die Frage gesteift: Will sie den Frieden ober will sie die Fortdauer eines Konflikts, der zu unübersehbaren Ereignissen führen kann. Die Welt hat bas Wort ! Der Eindruck der deutschen Note. Die Ausnahme in Frankreich. Paris, 3. Mai. (WTB.) Die d e u t s.ch e Reparationsnote wird von der Pariser Presse scharf kritisiert, in ihrem Inhalt von den meisten Blättern abgelehnt. Jedoch wird die Frage, ob die Note eine Diskussionsgrundlage abgeben könne, im allgemeinen nickt verneint. L o n d o n, 3. Mai. (WTB.) Eine Reutermeldung aus Paris besagt, da der Inhalt der deutschen Note die bereits darüber veröffentlichten Gerüchte bestätige, könne als sicher angenommen werden, baß die französische Regierung die deutschen Vorschläge als vollkommen unannehmbar als BerhandlungS- grundlage ansehe. Bon amtlicher Seite in London wird erklärt, es könne vor eingehender Prüfung der deutschen Note nicht dazu Stellung genommen werden. Stimmen ans England. London, 3. Mai. (WTB.) Reuter meldet: Zuständige britische Kreise sind nicht geneigt, sich über das neueste deutsche Angebot zu äußern. ES liegt kein Anzeichen dafür vor, ob Großbritannien dos Angebot als eine vernünfttge Grundlage für eine Erörterung ansieht oder nicht. Die brittsche Regierung wird sich nach sorgfälttger Erwägung der Note mit der französischen, belgischen und italienischen Regierung in Verbindung setzen, um deren Auffassungen festzustellen, selbstverständlich unter der Voraussetzung, dah Frankreich nicht sofort eine Crllärung abgibt. Amerikas Haltung. London, 3. Mai. (WTB.) Reuter meldet aus Washington: Cs besteht kein Anzeichen dafür, dah das Staatsdepartement beabsichttgt, eine Erklärung über die deutsche Note abzugeben, die sehr sorgfälttg geprüft werden wird. Die Beamten des eiarüÄnxnircu - .jtuA, da- bet Ber- tnlfliox Staat« 2ntetl an ben beul* Ichen Set uxuu,ri< . «gaben. Oafolaeht'lta sei ei irrig zu flLauben, baN btt amtri'anildx "Hi- gterung durch Dtundtlanb« ten:en Sd>nu bi:eb berührt werbe. 3n einigen Ä:eifert 6>erbe die Genugtuung batiber auigebrüdi, daß der -Vorschloa bett. Jmennu-q einer unpcttrl» ischtn ft d m m I ffI r n von D irisch 2 ftssach- KifidJiblgen zur Prüfung der deutschen vei» ft’ir.jtfäbiflftU erneuert wurde. Eine (futfAhebunq brr Deutschen Volkstzartei. Berlin. L Hat Der Leichs- ausschuß der Deutschen Bolkipartei inu beult zu eingehenden TWtbanMungrn über bte gefaaiu politische Jage zularn «n unb fah:e nach Den Bericht der ,Batu>naltibeta^a* XeneWec» ueng** ctnftlnwug fOgenbt S'Nschllrßung Der Letchsauslchuß bllllak ausnahmslos die von der Leichs tags! r attion unb ihrem Vortttzer- den Ctttkmajm vertretene Politik der Ibtirr- rtflgung des Xabtnztt« üuno Der Leichsanskchuß erkennt mit Benuafu ung die von bet Btichirkg:,- rung emLickert, BftWdl tn ber Außenpollrtk an. 4t unterfturj die Politik des ftaNnctte. welche die 3>ce des deutschen Ham nj wahrt jeden flhtgnff in bu staatllchrn Berhälnitll« des besetzten De» bitte zurückweift unb sich für btt Souverän! iät unb den urnu-rtakn Brtianb des brütigen Deutschen Aelchts rrüt aller •neigte ermetzt Der Brichs, au Aschas) tteht einmütig hinter ber Brichs tags- traft Len unb ihrem Führer Stresemwm. Ein Bruch in den Verhandlungen über die amerikanischen Besetzungs- Kosten. Paris. 2. Hal. (WB) Bach ber .Shicago tribune* tstderBruchiabenPariserBer- banblungen über die amerikanischen Vesttzungskostenba aus zurückzus ähren. Lab tte Alliierten txet den Be. einig len Staaten bit Setabfebuna brr amerlkantschet Privatansprüche aegm De-nschlanb aus dem ftrtegr verlangten. Die letzte Sitzung am Montag brachte für ben ante- cikani'ch ti Bert roter eine jr.fk Ue.errafchung alt die Blliierlen erflartrn Lah Nr amertka.ilchen Be- setzung»k.stcn nicht gezahlt wü-den. falls die Bereinigt« Staaten nicht ihre übrigen Ansprüche an Deutschland auf 750 000 Drllar 6. iableuten. Diese Fcrdcrung sei von dem Schatzsekretär Wads- r. t r t t a'at* a bg f I e b n t *po d n ? . " hab Je amerikanische Begierunz ihre Zustimmung tu bei Zuibcjnunj ber J, t )l ingifrtft auf 123a&rt mit Vprrzenliaet Priori'.-)! für 4 3ibrc unb 100- pro^mtign Priorität für die folgenden acht 3abrt als Irrte Ät>n?,cTDn machte Zn Pariser amtlichen amerikanischen Xreifen nehme man an. bah das Botgchcn bet 2L liierten in Washington einen sehr ungünstigen •tnbrutf gemacht habe. Ter Prozeß gegen die Direktoren brr fletnrtchshütte. Hattingen. 2 Mal. (Dolfs.) 3m Dsinrichshüitenpro-eh wurde gestern bas Urteil gefüllt. Don ber Lnllaae der i>on 2111c:iuiten gegen sifche Beamte wurden die bret Angeklagten . ivrodien. Dagegen bat das bricht die Hilfsfrage auf Storung der öffentlichen Ordnung dei Jäger als technischem Direktor belacht und Über Ihn eine De 1 dstrase vvn 50 M Illlonen Mark verchüngt. Del allen drei . rcdiung von der Anklage von Vorkehrungen zur Beeinträchtigung des 3ngenieurdesuches Degen 3ollber- gehens wurden 3 Ä g e r unb Zöllner zu j e LOMilllonenMark fleldslrafe verurteilt. De In icke wurde fretgefrrp±cn Die Angeklagten wurden nach dreleinhalbtüglger Hast sofort In Freiheit gesetzt. Der Prozrft gegen die Krupp schrn Direktoren. Paris. 2. Mal (DDB) Der Prvzefj argen Baron Krupp von Bohlen unb Ha Ibach sowie vnblf Direktoren, Ingenieure unb Angestellte ber ftrupvwerke wird nach einer Hattasdepesche am 4. Mai zur Verhandlung kommen. (Pin neuer Mord. Dortmund. L Mal. IDDB) In van- tzenbochum bei Ttcdlingbaufcn ist in ber Lacht ium 2 Mat ber Bergmann flwiesta von ben französischen Soldaten erschossen worden, •bi- selheiten liegen noch nicht vor Der hessische Ltaatskommtssar Dr. KrauzdÜhler ausgewieseu. Darmstadt. 2 Mal. (DDB) Der hessische Staatskvmmlssar Dr. ftranzbüch- ft r Ist von ber sranzöslschen Besaßungs- behörde aufgefordert worden, mit seiner Familie das besetzte Bebtet bis zum 5. Mai zu verlassen. Huß dem Beikde •in •rboluegiurUeb bei Leichs kauzlers^ Die das B. T. erführt, hat der Beichs - kanzlet einen kurzen Srholungsur- l a u b angetreten, den er in Freudenstedt im Schwarzwald zu verbringen gedenkt. Die Matzuahmen gegen die Devisenspekulation. 'Berlin. 2. Mai. (DDB.)Die Beichsre- glerung legte auf flrund des Ttotgesetzes dem Aelchsrat Entwürfe von Verordnungen über Mahnahmen gegen die Devisenspekulation unb über bte Dechselstuden vor. Hessischer Landtag. 45 Sitzung 6t Darmstadt. 2. Mai. Am Lagierunasttfche year.unmrter Henrich Minister des Innern u Brentano unb XegirA: n q* t c mm 1 ct 'vtäfidmu Adelung eröffnet bte Sitzung u •/J0 Uhr Das Haus tritt alsbald In Nr Xagei- »fiXtung ein und fetzt bte rtnzekberalLnz des Boranschlags •ort Boebemrittzi g und 8:bmina das TanfbcU gan.» abznkchaffe« nicht ai,ti«eeiL vieles s wd:; zu» ^uikmaten der Btwnts» unb kann nty ohne weiteres entzogen werden. Bermieden mäste allerMngs bte vnotetebmAhige Behandlung dieser Hrage werben. As bad nicht trodcnnnen. bah i-t.ttelw B.amse devorzngt werden. tote es tat'Ab h gdchehen Ist in zwei Hüllen, die von einem Darmstüdter Blatt verSNc ".UL' nurben D e Legierung bat biete sett«amen Fälle tetr schwach aufgrflirt Sir betraten ,wei Beamte ber 'Sejterunj. Ä erhöhtem Maste die Besorgung der Mlnderbemi.leiten mit Brennholz. Da» Beamtm-Lar.fhvlz ist ein 'ozialas Unrecht Höhere Beamte dürften diefes Hol» nicht erhalten. Abg $xau Datferner (Irr ) Denn bte Schupv nicht bewaffnet wird, kann fle wenig ausrchken Im Doldfchutz Da» rarifbolz füllte man de-chehalten zum angemc’fen n Prri» Abg. Diehl-Hvchu eitel 'Bbd) bittet, ben Beamten, bie verteht werden die Umsug»kosten schnellsten» auszu^rvlen. eventuell vorlagsweise. Die Regierung sollte alles tun. am auch bte Sch^tiuch zu ‘fribern Dazu gehört auch die Freigabe ve» Daldes zu Deid^zweetTN. In ber Holz- dewirtschafrulig must stre-o darauf geachtet werben. bat n^cht Ducherer sich bereichern. Die Jagd- l>ichieinigu- g»üm:er teilten ihre •ntfcheidung schneller füllen, als es bisher geschieht. Abg Knoll (Ztr.) tritt ebentall» für Beibehaltung bei Daritholzes für bte Beamten ein. De Art ber Holzversteigerungen sollte aber reformiert werden. An brr e Länder gehen jetzt zur L’teierung voi Tarifholz über, bte basischen leamte.i würben es daher nicht t>?rfteben, trenn ihnen das Holz entpgen würde Der Bevölkerung tm besetztet^ Gebiet sollte bte Legierung ein genug nbe» Quantum Brennholz zur Verfügung ballen. Sbenfo Baubolz. Den Beamten beim Daldschutz bte Dassen zu nehmen, wäre ein Verbrechen an den Beamten selbst Die Pferde- Haltung ber Oberförster sollte möglichst eingeschränkt Herben. Dast bei ber Bemessung der So- maniaUx»d)ien der RaturalweN zugrundegelegt L-ird, begrüben wir Bei Vergebung von IBalS» streu teilte man möglichst wohlwollend verfahren. Abg. Leiber (Dem) ist für Aichlbewaff- nung der Schupo Degen einer Last Holz sollte man kein Menschenleben aufs Zptel setzen Zu den vom Abg. Kindt erwähnten Fällen ungerechter Bevorzugung der Tarishvlzlidrrung bitten wer um Auskunft, dd die beiden Beamten bte einzig Belieferten waren. Da» Tarifhvlz adzuschassen würbe eine Härte für bie Beamten bedeuten, zumal das Holz im wesentlichen den Landbeamten zugute kommt Abg Hahn es täfti den Verdacht aaftecert. -ah tzter ein »u 2;du:attoc*4®ede* geje:«n rwrbe D.. Urwr -^ung h das wzb swsk äre», 34 t.. x erlfaT- Jb.bdb *’ rte. He', an eL< aDendtebcnbe >30* ngt.ch- rnols '«st. Oab das Holz m der Bebte» S gcn nicht nur an Beamte. Icmbcrr an jaden eresfenren ebgegeben werda Denn nicht seinerzeit der Dcllar fo ratend gestiegen wäre, hätte lein "ZSctV-*) etwa» erinnern gehabt Abg Frau Loitz (K. P D > ist durch bte 3Ugie.UÄg*inia>on nicht befriedigt 34 smb leit- aeste.l: werden, ans welchen Motiven heraus f(. Boomte bie Fülle bekannt gegeben hat Der Beamte bart nicht gemachregelk werden Das TarifboU ist unberechntgies Privileg für Beamte, das abgefLakft werde« sollte. Lach redetet unwesentlicher Debatte erteilt ALAinnnung. Das Kapitel wird wtnebaigt nach den lu»* Eutern trügen mH DinfchXst der dazu DOt- liegenden Anträge unb LegterunasVorlagen. Abg. Art. Br n b a u m - D Bp.) bringt eine DenllchrM der FrtebrtchshütZe In Laubach. Fabrik chem '-ter Produkte, zur Sprache. Dtete Arbrik hat vor dem Xrtege ben Oben6rfbrrdci da» Hvls abgmonnnen sie wird setzt aber fv mangel van beliefert bah fte gezwungen Ist. ihren Betrieb einzu stell«. 3ut Deschüflsordnuna stellt Abg Kav l (flog) fest, hast feine Fraktion sich angs- sichts ber Tatsache, das) nun fast sämtliche Bauern- tünbter zum Kapitel gesprochen haben, kunttia tn keiner Deife mehr an bte Abmachungen des Aelrestenrates halten werde. — Abg Brauer «Bbd ) verteidigt kine Fraktion. Sine derartige Abmachung fei nicht getroffen. — Abg. S b n e r trünfcht m 3ufu.Tft noch mehr Behandlung aller Positionen im Plenum Das Kapitel Siedlung»wesen wird ohne Debatte angenommen Lächste Sitzung Donnerstag 9 llhr. Aus Stabt unb Lanb. »leben, den 3 Mai 1923. Das Deutsche VolkSopser. 3n der Geschäftsstelle des .Siebener Anze leer s" find für unsere bedrängten Volksgenossen Im Luhrgebiet unb am Lhein weiter etn- gegangen: Lanzkränzch« Im Sass Ortb 4800; Bereinigung Hess Bautitgruben. Beamte unb Angestellte. 3 Late, 19210; bie Direktion. Beamten unb An- S stell len ber Dewerkschasl (Biebener Braunftrm- egtoede norm. Fernie 126 000, Schwestern. Beamte und Angestellte der llniversitäts-Augwr- lltnik Dieben 67 240. Gemeinde Hungen 357 731; Helene Krüger 5n erwogm. NlTgt Ttzpenmöbel herzustellen und zum Selbstkostenpreis abtu geben. Denn bet Adg Kindt gf ordert bat. ban bas Dzfzivlinarverfähren gegen den Beamten der Ne .Fülle" dem Blatte mitteilte, eingestellt werbe, so ist das doch nicht angängig. Ön es handelt llch hier um einen krallen Beuch Dienstgehrtrnnilles. Die Pachtbeträgk müllen noch erhöht werden Sn ber Bau bet Abgabe tut Ne Legierung was fle kann Den .XigbMAt- stempel für das brtetzte fl ötet zu erlaN-n wird noch fleanrfkmb von Verhandlungen »ttn fl» ist richtig bad bte Franzosen '-ch durch N<- Macht günstige r Bedingungen erzwingen könnt-n Lanbesfrrstmeister Dr D e ve r erlüu'evr Ne Heiden vorn Abg KtnN ange-o-e-en .Fälle" Sr besprich' zunächst Ne Nstrr"che flrtoicklu?»g des Tar'.fb-I'wrtens wte kre Hrlzobg ade ÜNnbrup' enb Nr «chl'.-st'-ch testgetetzken nbv- *ff Bertebiun- gen kremten Nr Landesbelzstrl! - bisher nich« nach- aetrlden Werdern Sie bat gmx tuch den Vor» ^riften imb festgesetzten flrunNätzen grbanMt Auch in den angeregten .Hüllen" All.-rN-gs »egt bei btr outreiGna von f«, Fm ansta t Nr Anstehenden 4 Fm. «tn Verleben Nr Lrkulltelle vor. Ü^as ist aNt auch alles Der Antrag des Abg toti. den ^agdpachestemve! für kas beten«e fle- Net in rilassen, ist ,w-chm4hig als BUiertel zu überwetfen, um bi einem Au »schuh beraten yu werben fl» sprechen noch u bem Kapitel dte 3bgg Diehl - Hoch ^'el (Bbb ). Lauts er bte auf ber I nbüne nicht jm versteh« ' fUtb dlenste erworben. Daneben detärtgfe er sich noch tm Oberhessischen Sängerverband und tn hervorragend eifriger Detse im hiesigen Bür- gerveretn. Sein lebhaftes Jntertffe galt allen Sssentlichen Vorgängen tn unserem flemetn- wesen Seit 1919 gehört er der fliehener Stadtverordneten-Versammlung an. deren Beratungen er sich stets mit elfer gewidmet hat. w2tut K ra nkenk assen-Bei trag »- sähe werben im Aazetaenleil unseres beut tarn Blattes zur öffentlichen Kenntnis gebracht Drr empscdlen ben Interessenten, dte Bekanntmachungen tu beachten. •• Prozeh Dr. Ceni —Beiter» Dte B övd gedützer dem .Aker:'.'tvvdetes- des Lveuds Äerataac flaafenbern. der ben tntriganier. ÄcnnfTtev: b le» SHenftb-lenionnem tsLate. • Ile Mangelsdor ateNgte sich Itea ■«- bc-rfbc.-en uib n ch: lut:« Lotte als bostzM-r ft-ncmcrtwwa*er in N':v. und jnnrnter An und S reue flüntder al» va'chochtes oder 1 <'stch»» Mr-chmädcher-. erhielt brtxiberen Bett all Der wvdlgekunOene Adenb banierilfb aOembalbrr. ben besten fltnbcud. Bornottze«. — Dageskalender für Donners- la» Lchtspteihaus. Brhühca'rraße .flr. al» Küche^x-' unb . Brrtu nlene liNlun* Palast- Lch "p iete .41 mc. ber Furchtlote und .gtbelir’ — Astvmr. ^ch«'viele Der Lärm mit ber «fernen Laste' .ab -Da Schere-.ngsfalla' — , Mohliätigkeitskonzert zum Besten ber LuhrhiI» e morgen atze 8 UN im StaderN^.er LLHeou» im hmatu Bn^igcneeti. W Ä- DcnM mit iS^’o. jSWf® *• °'L ••« w.*i ™ hutea ssage - a' w-m-j ■ :Nten. Auf d-m %£tf?r unser >7oh x n bet Ge° ■lcbe M Psaners N^cher^n • M Aus D«, ■ xJtoetjöerelnl ■ a»H Schaft ?°Urag übet- 5? Seschichtlichen Derden, Te. Kolonien, zeigte der ebe, ©mtai-CBufed, KilimandscharogM ’f« CettotD^orbttfg, 71 den geogvaphischsi' "Sendest der Kolonie mgen des Aeüners 1 verloren haben, und Der" D. H. C.» Zweig, am letzten Sonntag rreichen Wanderung Anberg sein zweites Dienstag begann aus ivnalpvlittscher Sr. Sladtler, 5)t. NleichenabgehaldM sich grvbtentäls aus Stutenten, aber auch : Bürger zusammen. über „Politik und n und Vergehen des i staatbildenden Kräfte »Führer« und Gene- QHorgen abmb wird Qjerfainmlung bi Lich ische Lage behandeln ag abeiu> kn Dieben MioiM Bewegung m wird. In der letzten Te» wurde das Ergebnis Innenausbau der von f t begonnenen beiden gegeben. Die Arbeften oecks Planieruna des ihrs sollte sich der iden hier bestehenden ng setzen. Cs erklärte rschast bereit, die Ar- Gemeinderat beschtotz, .u 300 000 Mzu«> ,ch auf 15 Iahre das Aren. - Zur deftni« i Lehrerstellen wurde raZgen. - Geneh« Muh der Gemeinde i kranker Kinder Änschasftag von zehn 2 'für die Fretv. Weisungen ümve^ ; Kreisamts zur.Der M ®rf “e“ M’ । erteilt. *vm oegen DE- w. d 3"tiTE3ta!® Ur«®1« l Ä w«dw Ä« ®ai- H.AS- rS"»5“’ IBertdbtsfaal. i fifranf- — Absicht, gemein fam aus dem Leben zu scheiden. Merkel kehrte nach vollbrachter Tat nach Frankfurt zurück und wurde dann verhaftet, während das Mädchen, das mittlerweile Mutter geworden, auch wiederhergestellt ist. Das Schwurgericht verurteilte heute Merkel wegen schwerer Körperverletzung und unbefugten Waffenbesitzes zu 10'/, Monaten Gefängnis, Anrechnung der Untersuchungshaft und billigte Strafaufschub zu. ^^^Marburg. 2. Wal. Am 2. April v.H. lVoachte der 67 Jahre alle verwitwete Kaufmann Wilhelm Merkel der 20jährigen Sophie Diener, mit der er ein Verhältnis unterhalten, - 30075.- 32418.75 Deuisch'Oesterr. 42,10 42,39 47.025 47,225 Budapest. . . 533.65 536.35 «36- 639,- Prag..... 891,25 895.76 968.- 972- Agram . . 216.95 218,05 338.20 839,80 B e r l t n, 2. Mai. (W 'M.) Am Devisen 12760- 45 25 M625- 149500.— 1627- 1832- 560- 980 — ®t(b 5815.- 2173.— 5890,- 12640.- 44 75 34375- — 148000.— 1613 - 1818.— 540,- 960 - ftrlef 5885.— «87. 5960- Berliner Produktenmarkt. Berlin 2. Mai. Der Produktenmarkt war heute sehr fest. Augenscheinlich handelt es sich bei den weiteren Käufen der Reichs- getreidesdelle um Anschaffungen für die Reserven, welche in der nächsten Erntesaison der Regierung zur Verfügung gestellt werden sollen und für welche bereits gegenwärtig Kaufaufträge in Roggen und Weizen vorliegen. Bei sehr geringem Angebot muhten für Brotgetreide höhere Preise gezahlt werden. Ziemlich erheblich waren die Umsätze auch in Hafer, der besonders von Westdeutschland aus gefragt ist. Für Gerste hat sich die Nachfrage gleichfalls gesteigert. Die übrigen Artikel wurden ebenfalls fast durchweg höher bezahlt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 2. Mai. Es notierten je 100 Kilo: Weizen 12 300 bis 12 800 Mk., Aoggen 11 500 Mk., Sommergerste für Brauzwecke 105 000 bis 110 000 Ml, Hafer, inländ. 85 000 bis 95 000 Mk.. ausländ. 125 000 bis 130 000 Mk.. Mais. La Plata 145 000 Mk., Weizenmehl, südd Spezial 0 210 000 bis 220 000 Mk. bei Waggon- bezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 150 000 bis 165 000 Mk., Weizen- und Roggenkleie 52 000 bis 54 000 Mk. Tendenz: stetig. m a r k b wo sich schon gestern ziemliche Nachfrage eingestellt hatte, verstärkte sich bie-fc heute, so datz die Kurse mäßig weiter in die Höhe gingen. Die Reichsbank befriedigte indessen den Bedarf vollkommen. Größere Umsätze sanden namentlich in Termiadevisen, speziell für Auszahlung London statt. Für Effekten waren seitens der zahlreich versammelten Händler ansehnlich höher: Kurse zu hören, was besonders von Schiffahrt«-, schweren und mittleren Montanpapieren und einigen Industriepapieren gilt. Banknote«. Frankfurt a-TL 1 Mai. Schweizer Noten Frnnzö'ische Noten Dänische Noten Schwedische Noten Holländische Noten. . , . Deutsch-Oesterreich a ioq Krone» Llmertklmtsche Noten . . Englische Noten Oialienifche Noten Belgische Noten . Unnnrifrtie Noten Tschechoslowakische Noten . Norwegische Noten Numänische Noten Spanische Noten Märkte. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Der Wortlaut der deutschen Reparationsnote. Berlin, 2. Mai. (WTB.) Die deutsche Regierung hat an die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, die Königlich belgische Regierung, die französische Regierung, die Königlich großbritannische Regierung, die Königlich italienische Regierung und die Kaiserlich japanische Regierung f olgend« Note gerichtet: Die deutsche Regierung hat von jeher den Standpunkt vertreten und sieht sich durch die gegen- wärtige internationale Lage üerantaftt, von neuem zu betonen, dah Fragen, von deren Regelung der auch von Deutschland gewünschteWiederaufbau der zerstörten Gebiete und darüber hinaus die wirtschaftliche Gesundung und der Friede Europas abhängen, nur auf dem Wege gegenseitiger V e r- ständigung gelöst werken tonnen. Die im Widerspruch hiermit erfolgte Besetzung des R u h r g e b i e t s hat die Bevölkerung mit passivem Wider st and beantwortet. Die deutsche Regierung teilt den Wunsch aller Besonnenen, dah die täglich sich verschärfende Spannung gelöst und der nutzlosen Zerstörung wirtschaftlicher Werte Einhalt getan werde. Hie hat sich daher entschlofsen, nochmals einen Versuch in dieser Richtung zu machen, ohne damit ihren Rechts st andpunkt zu verlassen oder den passiven Wider- stand aufzugeben, der fortgesetzt werden wird, bis die Räumung der über den Vertrag von Versailles hinaus besetzten Gebiete und die Wiederherstellung vertragsmähiger Zustände in den Rheinlanden erreicht sind. Trotz der Ereignisse der letzten Monate hat Deutschland an feiner Bereitwilligkeit festgehalten, für Zwecke der Reparationen, namentlich für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete zu leisten, was immer in ferner Kraft steht. Jeder T^rsuch, diese Bereitwilligkeit in die Form praktischer Vorschläge zu kleiden, wird jedoch dadurch erschwert. dah es bei der Verfassung der deutschen Finanz- und Wirtschaftsverhältnisse nicht möglich ist die Leistungsfähigkeit Deutschlands in festen, endgültigen Ziffern abzuschätzen. Daher muh jede Lösungeinen elastischen Faktor enthalten, der der gegentncrligen Unmöglichkeit einer sicheren Abschätzung Rechnung tragt. Ferner ist zu beachten, dah Deutschland, da ihm Leberschusse einer produktiven Wirtschaft fehlen, für die nächste Zeit grötere Kapitalbeträgc aus eigenen Mitteln nicht aufzubringen vermag und deshalb hierfür gegen- wärligcr An leite" bedarf. deren Aufnahme die Wiederherstellung des deutschen Kredits zur Voraussetzung hat. 'Don diesen Erwägungen ausgehend und im Einklang mit den Grundgedanken des für die Pariser Ianuarkonferenz von ihr be- rellgcflelltcn Planes, dah die deutsche Regierung ihre Vorschläge zum Reparationsproblem und den damit verbundenen politischen Fragen wie folgt zusammen: Die Gesamtverpflchtung Deutschlands zu finanziellen und Sachleistungen aus dem Vertrage von Versailles wird auf 3 0 Milliarden Goldmark festgesetzt, die mit 20 Milliarden bi- 1. 3ull 1 92 7, mit fünf Milliarden bis 1. Juli 1929 und mit fünf Milliarden bis 1. Zuli 1931 durch Ausgabe von Anleihen zu normalen Bedingungen auf den Internationalen Geldmärkten aufzubringen sind. 1. Die ersten 20 Milliarden Doldmark werden sofort zur Zeichnung aufgelegt, die Anleihezinsen bis zum 1. Iuli 1927 werden aus dem Aiileiheerlös entnommen und in einem von der Reparationskomnnssion zu beaufsichtigenden Fonds sichergestellt. Soweit die 20 Milliarden Goldmark bis 1. Iuli 1927 nicht durch Anleihen aufgebracht werden können, faxt» sie von diesem Zeitpunkt mit 5 Prozent zu verzinsen und mit 1 Prozent zu tilgen. 2. Falls die beiden Beträge von je fünf Milliarden Doldmark bis zu dem dafür vorgesehaW^i Termin im Anleihew^ge zu normalen Dedrn- gungen nicht voll aufzubringen sind, soll eine unparteiische i lernationale Kommission darüber ert chüoen. ob, vxlnn und wie der nichtgedeckte Rest auTyibtfngen ist. Die gleiche Kommission soll im Iuli 1931 auch darüber entscheiden, ob, tixnrn und irrie Tür die Zeit vom 1. Iuli J923 ab die zunächst nicht vorgesehenen Zinsen nachträglich- au. zu bringen sind. Als unparteiische internationale Kommission soll gelten, entweder das A l^ihekonsor- tium, das die ersten 20 Milliarden Gold- mark gegeben hat, oder ein dem Vorschläge des Staatssekretärs Hughes e.ttfp echendes Komitee von internationalen Geschäftsleuten, in dem Deutschland gleichberechtigt vertreten ist, oder ein Schiedsgericht, bestehend aus je eirem Vertreter der Re xi n io'.is- kommission und der deittschen Regierung, sowie einem Obmann, um dessen Ernennung, falls lich die beiden anderen Mitglieder über feine Person nicht einigen, der Präsident derVereinig- ten Staaten von Amerika gebeten werden soll. 3. Deutschland wird in Anrechnung auf seine Schuld nach den Bestimmungen der bestehenden Vertrage Sachleistungen ausführen, über deren Ausmah nähere Vereinbarungen Vorbehalten bleiben. Die deutsche Regierung ist überzeugt, dah sie mit diesem Vorschläge bis an di e äuherste Grenze dessen gegangen ist, was Deutschland bei Anspannung aller Kräfte zu leisten vermag. Sie hat nach der durch die Ruhrbesehuna verursachten schweren Störung uno Schwächung der deutschen Wirtschaft ernste Zweifel, ob nicht der Vorschlag die Leistungsfähigkeit Deutschlands übersteigt. Die deutsche Regierung ist ferner davon überzeugt, dah kein Unbefangener, ter die Schmälerung ter Prv- duktionsbasis Deutschlands und die Verringerung seiner Vermögenssubstanz durch die bereits bewirkten grvhen Leistungen berücksichtigt, bei objektiver Beurteilung zu höheren Schätzungen gelangen tarn. Sollte diese Auffassung von ter anderen Sette nicht geteilt werten, so schlägt die deutsche Regierung vor, entsprechend ter Anregung des Staatssekretärs Hughes das gesamte Reparationsproblem einer von jeder politischen Einwirkung unabhängigen internationalen Kommission zu unterbreiten. Tie deutsche Regierung ist bereit, für die von ihr angebotenen Leistungen spezielle Garantien zu bestellen. Der gesamte Brsih und alle Einnahmeguellen des Deutschen Reiches und ter deutschen Länder sind bereits nach dem Vertrage von Versailles haftbar. Nur im Wege der Verhandlungen mit ter internationalen Anleibekam- mifsion und ter Reparationskommissivn Iaht sich feststellen, wie für den Anleihedienst diese Haftung konkret zu gestalten ist und welche Garantien im einzelnen zu bestellen sind. Außerdem ist die deutsche Regierung bereit, nach Mahgabe ter noch zu treffenden Vereinbarungen durch geeignete Mahnahmen auch auf gesetzlichem Wege dafür zu sorgen, dah die gesamte deutsche Wrrtschaft zur Sicherung des Anleihedienstes herangezogen wird. Die Sachlieferungen sollen durch langfristige Privatver- trage unter Ausbedingung von Vertragsstrafen gesichert werten. Di« Durchführung ter Deutschland obliegen» ten Verpflichtungen ist abhängig von ter Stabilisierung oe r deutschen Währung. Kann in Verbindung mit der Regelung des Reva- rationsprvblems die deutsche Währung planmühig und auf die Dauer stabilisier! werden, so werden gleichzeitig die Beschwerten ter anderen Indu'ni.- länder über einen ungesunden deutschen Wettbewerb verschwinden. Nach ter Stabilisierung wird es auch möglich sein, im ReichshauShalt die Ordnung zu schassen, deren Deutschland und seine Gläubiger bedürfen. Zur Verwirklichung dieses Programms ist es im Interesse ter Anleihegläubiger notwendig, dah die gewaltsame Ergreifung von Pfändern und die Anwendung von S a n 11 i o n e n künftig unterbleiben und dah Deutschland von ten jetzt noch auf ihm lastenden unproduktiven Ausgaben und von ten politischen und wi rtscha st l i ch en Fesseln befreit wird, dazu, dah die Einheit der Verwaltung für das gesamte Gebiet Deutschlands baldigst wiederhergestellt, von ter im Vertrag von Versailles vorgeteyenen Möglichkeit, Deutschland die wirtschaftliche Gleichberechtigung zu versagen, kein Gebrauch mehr gemach: und nach Stabilisierung ter Mark die Einfuhr deutscher Waren nicht mehr ten Beschränkungen unterworsen wird, die durch ten Niedergang ter deutschen Währung veranlaht waren. Um dem Frieden Europas in gemeinsamer wirtschaftlicher Arbeit dienen und um die natürlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge »wischen Erzeugung und Verbrauch herzustellen, soll in Privatwirtschaft- l i ch e n Verträgen die Grundlage für ten gesicherten Austausch von lebenswichtigen Waren »wischen den beteiligten Ländern geschaffen werten. Dazu gehört inZbefontere ter Mschluh langfristiger privatwirtschaftlicher Verträge über die Lieferung von Kohle und K 6 T s. Im gleichen Interesse friedlicher Zusammenarbeit Deutschlands mit Frankreich ist die deutsche Regierung, wie sie es auch mit ihrer Anregung zum Abschluh eines Rheinpaktes bekunden wollte, zu jeder den Frieden sichernden Derein- barungbereit, die auf GegenseN igkeit beruht. Insbesondere ist sie zu einer Vereinbarung bereit, die D e u t s ch k a n d und F r a n l - reich verpflichtet, alle zwischen ihnen entstehenden Streitfragen, die nicht auf diplomatl- schem Wege geschlichtet werden können, in einem friedlichen internationalen Verfahren ■u behandeln, und zwar Streitigtetten rechtlicher Art in einem schiedsgerichtlichen Verfahren, alle übrigen Streitigkeiten in einem Verg! .ichover- fahren nach dem Muster ter Dryanschen Verträge. Die deutsche Regierung schlägt vor, auf der Grundlage der vorstehenden Ausführungen in Verhandlungen cin^utreten. Ausgangs punkt der Verhandlungen muh sein, dah innerhalb kürzester Frist ter Status quo ante toieter- herzustellen ist. Dazu gehört, dah die über ten Vertrag von Versailles hinaus besetzten Gebiete geräumt, in den Rheinlanten ver- tragsmähige Zustände wieder hergestellt, die verhafteten Deutschen in Freiheit gesetzt und ten Ausgewtesenen ihre Wohn- st ä t t e n und Aemter zurückgegeben werden. Büchertisch. — Ständig heiter und sonnig ist ter Inhall terMeggendorser-Blätter. Ob eS stürmt oder regnet, immer erwärmend und erfreuend ist ihr gemütlicher Humor, immer anregend und belustigend ihr witziger und satirischer Inhalt. In Wort und Bild bereiten sie dem Leser mit jeder Nummer künstlerische Befriedigung und tatkräftige Auffrischung ter Stimmung und der Laune. Die Meggendorfer-D.'ä.ter sind ihrer Gesinnung nach echt deutsch — aber parteilos. — „Sie Schwe st er n Hellweg r". Roman von Otto G h s o. e. Dolksverband der Bücherfreunde, Wegweiier-Derlag. G. in. b. H, Berlin W 50. — Die Bedeutung dieses Buches liegt nicht nur in seinem Inhalte, nicht nur in dem demütigen Glauben an die Kraft des Lebens und ter innigen Dankbarkeit für die Schönheit ter Welt, sondern auch in dem kunstvollen musikalischen Stile, in dem es geschrieben i t. Nur wenige deutsche Dichter haben sich auf eine solche sprachliche Kunst verstanden. — Astronomie für alle. Von Robert H e n s e l i n g. Sechs in sich abgeschlossene Abteilungen von je etwa fünf Druckbogen (80 Seiten) Text, mit zahlreichen Bildern und Kunstdruck- tafcln. Abteilung I: Sternhimmel und Menschheit. (Franckhschr Verlagshandlung, Stuttgart.) — Von einer knappen Darstellung ter Vorgeschichte des astronomischen Weltbildes führt das kleine Werk in ten Stand ter gegenwärtigen Wissenschaft und in eigenes Sehen und Erleben hinein. Das Alosechaus. Roman vvn Luise Schulze-Brück. 19. Fortsetzung. (Nachdruck Verboten.) Eva hatte ten ganzen Nachmittag mit Tante Röschen verbracht. Die alte Dame hatte ihr ganzes Herz gewonnen. Aber Tante Röschen war nicht so harmlos heiter, wie sonst. Eva merkte wohl, dast chre Blicke immer wieder nach dem Pärchen gingen, das da beständig zusammen war, s ich deckte, oder in eifrigster Unterhaltung versunken war. Immer mietet mutzte Eva denken: „Welch schönes Paar!' Hans Dietrich sah ausfallend gut aus an diesem Nachmittag, Elisabeth Arnolds im weihen Kleide mit ten roten Wangen und glänzenden Augen war Mradezu reizend. Einmal seufzte Tante Röschen neben ihr tief auf, als das hettere Lachen Elisabeths bis zu ihnen flang. Es ging Eva flüchtig durch ten Ko'pf, dah vielleicht die Tante aus irgendeinem Grunde gegen Hans Dietrich als Freier etwas haben tonne. Aber was denn? Er war immerhin auch für Elisabeth Arnolds eine mindestens sehr entsprechende Partie. Ihr Schwesterstolz verglich ihn mit den jungen Herren, die sie ün Arnolds- schen Hause gesehen hatte, und fand, datz er mit jedem den Wettbewerb aufnehmen könne. Hans Dietrich lief noch immer geärgert auf und ab. Christian Neidhardt Atzmussen mll dem bleichen scharf geschnittenen barllosen Antlltz, das unsere Neuen von übermorgen mit mehr oten», Weniger Kunst oder Zwang schon zu einem Typus ausgebildet haben, mit der genialen Haarfrisur, die in einer schweren Masse von ter Stirn rückwärts gekämmt war, mit ter hageren eckigen Figur, von dem langschöhigsten aller Gehröcke eng umschlossen — nein. Christian Neidhardt war alles eher als das Ideal einer unverbildeten Achtzehnjährigen. Aber einerlei, er würde da sein, und Christian Neidhardt war nicht der Mann, sich auf die Seite schieben zu lassen, wenn er auch anscheinend stets äuherste Zurückhaltung markierte und grundsätzlich nur mit halber Stimme wenige, aber bedeutungsschwere Worte sprach. Hans Dietrich fuchtelte wütend mit seinem Stock in ter Luft umher. „Unb morgen wollen wir nach Burg Elh!" murrte er. „Da geht Atzmussen eben mit," lachte Eva. „Sehr überflüssig." „Aber Hans Dietrich! Du warst doch sonst selbst gut Freund mit ihm. Behauptetest stets, datz er trotz seiner Schrullen im Grunde dich am testen verstehe." „Ha. in Berlin!" Hans Dietrich ärgerte sich entschieden. „Das ist was ganz anderes, aber hier . . .. jetzt . . ." „Ein netter Freund bist du! Aber Mercedes Wellsheim wird ihn schon umstricken und umgarnen . . .. latz sie nur machen." „Ich glaube nicht. Du mutztest dich denn schon opfern, Eva." -Ich?" „Ha. Sch Westerherz! Für dich hatte er von jeher ein grotzes Faible." Frau Eva lachte. „Well ich zuhören und verstehend schweigen kann. Aber ich will mein Möglichstes tun." Christian Neidhardt Atzmussen war pünktlich angekommea. Das wunderte Eva eigentlich. Denn für gewöhnlich konnte man Pünktlichkeit in den kleinen Dingen des täglichen Lebens nicht von ihm verlangen. Er kam und ging, wie es ihm gerate gefiel. Es kam ihm nicht darauf an, zu einer Einladung eine Stunde früher oder zwei Stunden später zu erscheinen. Döse Zungen behaupteten, datz er das erstere tue, um das Terrain zu sondieren, und die „Hintergründe" auf ihren Effekt zu prüfen. Denn wie konnte etwa eine violette Weste mit Amethhstknöpfen die richtige Wirkung erzielen vor einem roten oder gelben Vorhang ober Sessel! Aber diesmal entstieg er leibhaftig dem fahrplanmässigen Zug. Er hatte sogar sein Haar zu ungewohnter Flottheit stutzen lassen und statt des dunkelgrauen Gehrocks „umgab" ihn ein fast koketter Reiseanzug. Die schraubenförmige De- grützungsdrehung feiner Hand, die in allen Salons seines Kreises berühmt war. hatte er für diese Reise anscheinend um mindestens zwei Windungen vermindert. Indes, Eva sah ihn doch staunend an. Sie hatte viel vergessen in diesen vier Wochen hier. Sie konnte nur hoffen, datz die jungen Madvchen in dem Moselhaus wohlerzogen genug sein würden, um gar zu ausfälliges Kichern zu unterdrücken. Doch ihr Dangen war unnötig. Nie und nimmer würde Christian Neidhardt Atzmussen erstaunte Dlicke einer anderen Urfache zugeschrte» ten haben, als ter überwältigenden Wirkung seiner bedeutenden Persönlichkeit. Niemals wäre es ihm eingefallen, mutwilliges Mädchealachrn auf sich zu beziehen oder auch nur zu beachten. In dem Weihrauchnebel, ter in seinem Kreise beständig als Opfer um ihn dampfte, hatte er ten ungetrübten Dlick für solche Dinge verloren — wenn er ihn jemals besessen hatte. So verneigte er sich sehr von oben herab vor ten jungen Damen, mit gehaltener Feierlichkeit vor Tante Röschen, die ihn hilflos anftarrte, kützte Mercedes Wellsheim mit gewohnheitsmäßiger Oberflächlichkeit die Hand, und nahm vom Dürgermeister Arnolds rnfoweit Notiz, als das einem Christian Neidhardt Atzmussen eben zukam. Frau Eva sah dem allen mit gemischten Gefühlen zu. Freilich, man konnte Atzmussen nicht mit ter gewöhnlichen Elle messen, gewitz nicht. Er war eben ein Genie, das alle Gesetze, denen sich die übrige Menschheit unterwarf, für sich nicht als zu Recht bestehend anerkannte. Und schließlich gab es ja allerhand absonderliche Käuze auf ter Welt. Aber warum Christian Neidhardt für die „Dalladen des äußeren Lebens" so völlig andere Formen wählte, als alle anderen Menschen, diese Frage legte sich Eva doch jetzt zum erstenmal iror,, sie stieg ihr hier zum erstenmal auf. Sie sah ein ganz leichtes Lächeln in Dürger- meister Arnolds' Augen aufblitzen, sah einen prüfenden Dlick, der zu Hans Dietrich und zu ihr selber herüberflog. Sie fühlte, daß er sie beide matz crn Christian Neidhardt Atzmussen, ter jetzt neben ihr in dem groben Kahne sah, mit tem die ganze Gesellschaft ein Stück moselabwärts fuhr, und knteressÄos auf das Wasser schautte, während er, wie gewöhnlich, mit halber Stimme in abgerissenen Sähen allerhand erzählte. Sie hatte ein unbehagliches Gefühl dabei. Dürger- meister Arnolds und den anderen gegenüber, von denen et so wenig Notiz nahm, als ob sie überhaupt nicht vorhanden seien. Fottsetzuug folgt,; •< I ist sparsam Im Gebrauch und billig MIHKEL Ä CiL, DÜSSELDORF . MWkUWWIMeWASW Stadt-Theater Lanvhranhenhafte Jüngere« IReis Pa. . voNrei» Dfd. MK 1100.- und 1200 Dr.Wler 3131D OfludfL Venen weg 4” t®! t0nicr«l«L lud)' 5(DtHnim. ®ff 2 । * Ude I* «arir* ! Lichtspielhaus, Bahnhofstr.34 Astoria-Lichtspiele cloechllrOllrh Sonata®: rlenrhllrOllch M E*e Der Welt beeter l .neteplrldar«teilet Der Mann mit der eisernen Maske Hel®* r-e teil un Gießen, Wieset k, 2 Mal 1923. *" Die Beerdigung findet Freitag, den 4 Mal 1023, nachm. 3 Unr, in Wieieck von Alicestr 7 aus statt Gut emoMV7 SS le -er k. (Wlch«ner3 rnhelOt heirat kennen tulernen. ?chris.L flua u. »en flnaabf d. Berddltn. tu Bild, da» lolort zur or» 17 a b <*trL1la*. PfTtetm Gegen Be» lebinma ui » urixe ■ le® n Susüollöiüie *rtb-tH lurtUiM er.H t del mit ratze 40. Vereine | Arzt. 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Mtz Her Anteil de» Versicherten pro Woche zurkrantze-rtzafiennb 3nv v beträgt Mtz. von Mtz bi» Mtz _ 400 400 85 210 II 401 600 500 315 110 286 III 601 900 750 471 145 386 IV 901 1 600 786 180 614 V 1 601 2400 2000 1 260 270 975 VI 2 401 3 800 3 100 1 752 320 1 228 VII 3 801 6 000 5000 3 150 320 2 260 VIII 6001 9 000 7500 4 725 320 3 310 IX 9 001 10 800 10 000 6 300 320 4 360 X 10 801 12 800 12 000 7 560 320 5 200 XI über 12800 14 400 9072 320 6208 Lohn- tiefe Tagesverdienst Martz Wochen, verdienst Mark 3ahr«»- verdienst Martz Täglicher Vrundlohn Martz Wochen, beitrag Martz la für Lehrling« ohne Entgelt 2 400 200 114 Ib bi» 400 120 000 400 225 II 600 3600 180 000 SOO 282 III . 900 5 400 270 000 750 420 IV . 1 600 9600 480 000 1 250 720 V . 2 400 14 400 720 000 2 000 1 122 VI , 3 800 22 800 1 140 000 3 000 1 680 VII , 6000 36 000 1 800 000 5 000 2811 VIII , 9 000 54 000 2 700 000 7500 4200 IX . 10 800 64 800 3 240 000 10000 5610 X , 12 800 76 800 3 840 000 12000 6 720 XI über 12 800 76 800 3 840 000 14000 7 860 Di « Herren Arbeitgeber werden ersucht für ihr« Versicherten, soweit sich bi« letzt«