Nr. 77 Erscheint täglich, anher Sonn» unb Feiertags, mit derSomstoysbeilage: GiehenerFamilienblätter Monatliche Veznarvreise: 3400Mark und LOOMark Trägerlohn,durch dicPost 3600Mark,ouch beiNicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrift- leilung 112; für Derlag und Geschäftsstelle 51. Anschrist für Drahtnach. richten: Anzeiger Liehen. Postscheälonto: Frankfurt a. M. 11686. Erster Blatt 173. Jahrgang Dienstag, 3. April 1923 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck vnd Verlag: Srühl'sche Unlverfitat§-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gketzen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummcr b.s zum Nachmiltag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe lür Anzeigeno 27 mm Breite örtlich 80 Mk, auswärts 100 Mk.; für Re kl ame» Anzeigen von 70 mir Breite 400MK.VeiPlah. Vorschrift 20tf/o Ausichlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für 'Politik: Aug. Goetz; sirr den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich in (Biegeit Massenmord der französischen Soldateska in Essen. Maschinengewehrseuer gegen friedliche Arbeiter der Kruppschen Werke. Essen, 31. März. (WTB.) Heute oormlttag zwischen 7 und 8 jl6t bescHte ein Kommando Franzosen die Inmitten der Kruppschen Werke gelegene Kraftwagenhalle und vertrieb die dort befindlichen Arbeiter. Als daraufhin die Sirenen im Werke ertönten, sammelte sich eine große Menge Arbeiter und Angestellte vor dem Gebäude. Die Mitglieder des Betriebsrats versuchien, die Ordnung vor der Halle aufrechtzuephallen und das Kommando zum Abzug zu bewegen. Sie erboten sich mchrsach, die Sicherheit dec Franzosen beim Abzug zu gewährleisten das französische Kommando erklärte aber, daß es auf die Kommission warte, die weitere Maßna'hmen bestimmen solle. Als diese Kommission gegen 9 Tlhr vormittags .eintraf, Chatte sich bereits eine derartige Anzähl Arbeiter versammelt, dah sie es porzog, weiterzufahren, ohne sich ntit dem französischen Kommando in Verbindung geletzt zu. 'haben. Gegen 11V4 Tlhr drangen die Franzosen plötzlich gegen die Menge vor und schossen mit einem Maschinengewehr in sie hinein, obwohl die versammelten die Straße freiaa^en. Tote und eine groste Anzahl Verwundete die fast sämtlich S ch ü s s e v o n hinten aufweisen, blieben auf dem Platze. Aach dem Vorfall "passierte ein Auto der Interalliierten Kommission die Straff. Die Insassen des Autos wurden von der erregten Menge aufgesordert, auszusteigen und das Auto für den Transport der Verwundeten freizugelen. Als die Insassen dies ablehnten, bemächtigten sich die auf das äuberste erbitterten Massen des Autos. 11 Tote und 32 Verwundete. Essen, 31. März. (WTB.) Dem Feuer der Franzosen gegen die Kruppschen Arbeiter sind bis Samstag abend 6 Tlhr 11 Arbeiter zum Opfer gefallen. Unter den Toten befindet sich auch das Mitglied des Betriebsrats Zander, der in Erfüllung seiner Pflicht versuchte, die Arbeiterschaft zu beruhigen und die eingedrungenen französischen Truppen zum ruhigen Abzug zu bewogen. Weitere 32 Verwundete wurden in die Kruppschen Krankenanstal- -ten gebracht. Davon ringen mehrere Leute noch mit dem Tode. Zum Zeichen der Trauer und des Protestes wurde die gesamte Kruppsche Guß stahl- fabrik geschlossen. Was und wer auch zu den Zusammenstösten schuldhaft beigetragen haben mag, der Ursprung war ein französischer Rechts- und Friedensbruch. Die französische Armee ist im Ruhrgebiet eingefallen angeblich, um die Kohlenentnahme durch französische Ingenieure zu überwachen. Was hat die Guhstahlsabrik von Krupp, QL-®., in Essen mit den deutschen Kohlenli.eferungen an Frankreich zu tun? Die Fabrikhallen an der Kruppstraße, die nach Kriegsende an die Stadt Essen vermietet waren, sind von der Akti mgesell- fchaft Krupp längst wieder in Gebrauch genommen. Welches Recht hatte die französische Kommission, die ein Kommando von zwölf schwei b:w..fineten Soldaten vorausschickte, zu dem Besuch einer privaten Maschinenfabrik? Die Entente kommissivn, die für Kontrollbesuche allein zuständig wäre, (f>it ih.e Arbeit dort länast getan. Sie wohnte seit Herbst 1920 im . Essener Hof", dem Privathotel ter Firma Krupp. Don ihrer ..verdienstvollen" Tätigkeit zeugen die zerstörten Fundamente der ehemaligen Panzerturmwerkstätten, die zahllosen Maschirenleichen, die heute noch zum Teil in len Anlagen verlassen und verrostet 'herumstehen, und die vielen unnötigen Vermauerungen, für die das teuere Zement (statt für Arbeiterwohnungen) verbraucht werden muhte. Rach Erledigung jener Schikanen und Demütigungen 'hat j^enfalls keine französisch: Sonderkommission in dem privaten Fne- densbetineb von Krupp in Essen etwas zu suchen. Die 5000 Arbeiter und Arbeiterinnen der Guh- stahlfabrik verfertigen heute Lokomotiven, Durraurnuschinen, Kinoapparate, Gebihplat- ten aus nichtrostendem Stahl, Frinmestgeräte usw. Wollten die Franzosen technische Geheimnisse ausfpionieren? Vielleicht! Vor allem wolllen sie — Automobile stehlen! Dn Offizier, der mit s:inem Kommando von zwölf Mann anrückte, befchsagnahmte die Autohallen gegenüber dem Derwaltangsgebuude u id e-griff Besitz von den für die Franzosen so wich'igen Kraftwagen. Dies ttxir der Anfang, ein wider- rechllicher Eingriff. Er wurde, wie seh' im Ruhrgebiet stets üb.ich, beantwortet durch das ®cf eul der Sirenen, das die Arbeiter aufforderte, ihre Werkstätten zu verlassen. Die Direktoren waren zur Morgenstunde (8 ilfjr) noch nicht anwe end, konnten also die „Schlacht" gar nicht geleitet haben. Alles llnglüi ist durch das wid:rrechtliche und fe'geDorgehen der Franzosen heraufbeschworen worden. Weitere Besetzung bei Krupp. Essen, 31.März. (WTB.) Im Laufe des .^Nachmittags rückte in die Kruppschen Werke eine weitere französische Abteilung in Kompagniestärke mit zwei Panzerau tos ein und nahm den Brandinspektor I n g e l von der neben der Qlutohalle befindlichen Feuerwache fest. Essen, 2. Qlpril. (Wolff.) Mittags. Der gestrige und heutige Tag verliefen in der Stadt Essen trotz der großen Erregung, in die die Bevölkerung durch das von den Franzosen angerichtete Blutbad versetzt ist, bis jetzt ruhig. Die Ramen der Toten sind: Franz Oell- mann, Joseph Zander, Qlrtfjuc Blum, Hermann Hoegemeier, Fritz Pieper, Walther Schweers, Kasim.r Janick, Helmuth Seel, Willy Wicharh, Hans Müller, Ernst Mannertz Die ersten zehn sind sämtlich 'Bureaubeamte, Qlrbe.ter oder Lehrlinge der Kruppwerke, der Letztere ist ein Bergmann. Im Krankenhaus befinden sich noch zehn Schwerverletzte. Es steht zu befürchten, daß noch einige von ihnen sterben. Ferner 11 Personen leicht verletzt. Am Sonntag früh sind vier Direktoren der Kruppwerke, Brun, Hartwig, Oesterle und Ritter, von den Franzosen verhaftet worden. Zwei weitere, die ebenfalls verhaftet werden sollten, waren nicht in Essen. Lieber den Vorfall vom Samstag vormittag geben Augenzeugen folgende Darsiellang: Kurz nach 11 Upr hörten die Sirenen auf zu heilen. Es war dies das Zeichen für die Arbeiter, in die Werkstätten zurück'ukehren. Die Vertreter der Arbeiter und Angestellten hatten das erreicht. Kurz nach 11 LIhr fielen dann die ersten Maschi- nengewehrschüsse. Sie waren auf das dem Toremgange gegenüberliegende Dach gerichtet. Es gab gkech Verwundete, wahrscheinlich auch Tote. Die Menge stob auseinander. Rachdem die Menge geflohen war, kamen die Franzosen aus dem Toreingang und schossen auf die Fliehenden mit ihren Gewehren. Daraus erklärt sich, daß die meiflen Schustverletzungen von hinten erfolgten, was durch ike leitenden Aerzte des Krankenhauses festgestellt worden ist. Rach der Flucht der Menge zog der Offizier mit sei wen elf Mann in der Richtung zum Limbecker Platz ab. Vorher hatte et immer wieder erklärt, er könne nicht abziehen und müsse auf die Kommission warten. Er ist ungehindert abgezogen. Gegen 12 Ähr hat die QHenge ein französisches Auto, in dem außer dem Chauffeur, der in Tlnifvrm war, zwei Zivilisten — ein französischer und ein belgischer Ingenieur sah^nj angep halten. Der Chauffeur wurde stärker, die Ingenieure leichter verprügelt. Ungefähr um dieselbe Zeit wurde ein f r a n z ö fischet Kriminalist in Zivil von der Menge bedroht. Arbeiter und Angestellte haben dajür gesorgt, daß ihm nichts geschah. Der Kriminalist hat sich hierfür bei den Deutschen bedankt. Diese Schilderung bestä igt in allen Punkten die bisher von deutscher Seite über den Vorfall veröffentlichten Berichte. Die französische Presse unterschlägt natürlich die deutsche Darstellung und veröffentlicht wahrheitswidrige Essener Meldungen, wobei sich insbesondere die Agentur Havas hervortut. Selbst der Berliner Vertreter der Havas-Agentur glaubt die Berichte der Berliner Zeitungen als tendenziös und lügenhaft hinste.len zu m".fieit, obwohl ihm alle Unterlagen für ein derartiges Urteil fehlen. Die Pariser Presse behauptet. daß die Zwischenfälle durch gewisse ehemalige Angehörige der Schutzpolizei, die in den Kruppwerkm verteilt worden feen provoziert und geleitet worden wären, und daß die Direktion der Krupp- Werke dadurch sich verantwortlich gemacht habe, dah fte die Sirenen in Tätigkeit gesetzt hätte und gewisse älmstände daraufhindeuteten, dah die Arbeiter Aufreizungen, wenn nicht gar Befehlen gehorcht hätten. Es ist begreiflich, dah der französischen Regierung dieses neue Blutbad, das fte in Essen angerichtet hat, außerordentlich unangenehm ist. Weder die deutsche Regierung noch d.e Di eT» tion der Kruppwerke haben ein Interesse an dem Hervorrufen derartiger Zwischenfälle Die Regierung und die verantwortlichen Leiter der Industrie und den Gewerkschaften im Ruhrgebiet taten im Gegenteil bisher alles, um die Arbeiter zur Ruhe und Besonnenheit gegenüber allen Provokationen des französisch-belgischen Militärs zu mahnen. Die Behauptung, dah die Zwischenfälle durch ehemalige Angehörige der Schutzpolizei geleitet worden seien, ist zu sinnlos, um einer Widerlegung zu bedüifen. 5>ie Berichte der französischen Presse widersprechen sich im übrigen selbst. So widerlegt Havas seine Behauptung, daß Arbeiter auf die französischen Soldaten Steine geschleudert, mit Revolvern gedroht hätten usw., durch die Feststellung, dah auffranzösischer Seite keine Verluste zu verzeichnen feien. Alle Lügen der französischen Presse werden diesmal an der nackten Wahrheit der Tatsachen nichts ändern und die französische Regierung von der schweren Verantwortung, die sie vor der ganzen Well auf sich geladen hat, nicht reinwaschen können. Eiue Darstellung des Betriebsrates der Firma Krupp. Essen, 3. QlpriL (WTB.) Der Betriebsrat der Firma Krupp in Essen veröffentlicht ein: Darstellung der Detriebsratsmit- glieder, die Qlugenzeugrn der Vorkommnisse am Samstagmorgen waren, die die letzten Berichte über Das Blutbad bestätigt. Anschließend an diese Darstellung erhebt der Betriebsrat schärfsten Protest gegen das gewaltsame, rohe Vorgehen des französischen Militärs, und erhebt gegen das Kommando, das dieses Blutbad an- gerichtet hat, den Vorwurf, durch beharrliches Ablehnen aller Derständigurgsversuche die Situation heraufbeschworen zu haben, die bis zam Augenblick 11 ArbeiterndasLeben kostete und viele andere schwer beschädigte. Der Betriebsrat appelliert an das Solidaritätsgefühl der internationalen Arbeiterschaft, nichts zu untertaffen, um das Ruhrgebiet von dem Alpdruck des französischen Militärs zu befreien. Der Zusammenstoß französifchen Militärs und friedlich demonstrierender Arbeiter fei geeignet, eine Hah-Atmofphäre zu schaffen, die dem Verständigungswlllen aller Völker gröhten Abbruch tue. Zugleich wird gegen die Verhaftung der Leiter der Firma protestiert. „Als Vertreter der Arbeitnehmer eines Werkes," fo schließt die Erklärung, „das bis zum Ausgang des Weltkrieges vorwiegend als Waffenschmiede galt, heute aber der friedlichen Arbeit dient, erklären wir, dah die gesamte Belegschaft sich zur friedlichen Verständigung drr Völler bekennü" Französische Verdrehungen. Essen 3. Qlpril. (WTB.) Von der Firma Krupp wird mitgcteilt: In den Havasberichen über die Essener Ereignisse am Ostrrsamstag. die sich zwischen einem französischen Kommando und Kruppschen Qlrbeitem abgespielt Haben, wird behauptet. das Kommando fei von der Menge m i t Revolvern bedroht und unmittelbar, bevor die Soldaten gefchossegn hatter, angegrif- f en worden. Diese Behauptung steht mit den Tatsachen in direktem Widerspruch Wie alle Augenzeugen berich'en, hat keiner der anwesen- ben Arbeiter drei Revolver gehabt. Während des ganzen Auftritts, der etwa zwei Stunden dauerte 'hat die Menge trotz der begreiflichm Erregung die Soldaten in Feine: Form bedroht oder angegriffen. Im Gegenteil wurde der Raum vor der befehlen Halle während der ganzen Zeit von den Führern der Qlrbei e;- und Angestelltenschaft. den Betriebsratsmitaliede.m, srelgechalten. Dreimal ist von den Führern der Arbeiter Iber Versuch gemacht worden, das Kommando unter Gewährleistung seiner persönlichen Sicherheit zum 015*8ug zu bewegen, aber immer vergeblich Wenn bei1 Havasbe richt weiter behauptet die Soldaten seien mit 'heißen Dämpfen angegriffen worden, so fei demgegenüber fest- gestellt dah es sich lediglich um Lokomotiv- Abdämpfe 'handelte, die zum Fenster der besetzten Halle 'f^reintamen. D.ese Dämpfe kamen von den Lokomotiven, die sich auf dem unmittelbar hinter der Halle liegende i Gleis befanden. Der Bericht macht ferner'das Kruppsch: Direktorium verantwortlich für den ganzen Vorfall, weil es durch den Sirenenruf die Arbeiter zum Verlassen der Werkstätten und zu Ansammlungen veranlaßt Habe. Es muh aus diesem Anlaß erneut betont werden, dah für das ganze EinbruchZ- gebiet zwischen den Werkleitungen und der Arbeiterschaft die Vereinbarung betroffen ist, keinesfalls unter französis chen Bajonetten zu arbeiten und dah beim Eindringen von Soldaten sofort durch Sirenenruf dgs Zeichen zum Riederlegen der Qlrbeit gegeben wird. So ist auch In diesem Fille das Sirenenzeichen in vollkommener Alebereinftintmung zwi- schrn dem Direktorium und den Vertretern der Arbeiterschaft gegeben worden. Rein phantastisch ist die Behauptung des Havasberlchts, die Firma Krupp habe entlassene Schuhpoli - zeibeamte in ihren Ve'rieb eingestellt, um vrrkornmendenfalls gegen die Franzosen provozierend aufzutreten. Diese Unterstellung ist selbstverständlich gänzlich aus der Luft gegriffen. Telegramme des Reichspräsidenten ' und des Reichskanzlers. Berlin, 1. April. Der Herr Reichspräsident hat ans Anlaß der Vorgänge in Essen an Herrn Krupp von Dohlen und den Betriebsrat der Kruppwerke in Essen folgendes Telegramm gerichtet: „Doll Entsetzen über die Meldung von dem ungeheuerlichen Blutbad, das französischer Militarismus unter friedlichen wehrlosen Arbeitern angerichtet hat. bitte ich Sie, den Hinter- bliebenen der Opfer dieses Massenmordes und den vielen bei dieser ruchlosen Schandtat Qkrtounbeten meine herzlichste Teilnahme auszusprechen. Reichspräsident Ebert." Reichskanzler Dr. Cuno hat an das Direktorium der Friedrich Krupp A.-G. in Essen folgendes Telegramm gerichtet: „Tieferschüttert erhalte ich die Meldungen von dem entsetzlichen Dlutkad, das ein Kommando der französischen Einbruchsarmee geftern unter Len Angehörigen der Kruppschen Werke angerichtet hat. Die französischen Soldaten haben es. fertig- gebracht, auf die Arbeiter, bte lediglich geg:n das gewaltsame Eindringen in ihre Arbeitsstätte friedlich und ohne Drohung protestierten, Maschinen- gewehrfeuer zu richten. So ist Leben und Gcsund- heit einer großen Anzahl von Deutschen mit ruch- loser Frivolität vernichtet worden, inmitten einer Bevölkerung, die angesichts aller Provokationen der fremden Soldateska eine beispiellose Selbstbeherrschung bewiesen hat. äleberall wird sich das menschliche Empfinden gegen diese furchtbare Untat empören. Es drängt mich, den Angehörigen der Gefallenen und den Verwundeten das tiefste Mitgefühl der Reichsregierung auszusprechen. Sie können versichert fein, dah dieses schwere Opfer für die gemeinsame Sache aller Volksgenossen unvergessen bleiben und nicht vergeblich fein wird. Cuno." Das Protestschreiben der Stadtverwaltung. Essen, 2. Qlpril. (WTB.) Die Stadt- Verwaltung Essen richtete an den General Iacquemot, Kommand.int der 77. Division in Essen, folg indes Protestschreiben: Durch einen Vorfall, der mit der rechtswidrigen Besetzung des Ruhrgebietes in Zusammenhang steht, ist erneut schweres Unheil über die Bevölkerung der Stadt Essen hereingebrochen. Am 31. März find im Bereich der Kruppschen Fabrik durch Waffengewilt französischer Soldaten 11 Bürger zu Tode gekommen, 32 teils schwer, teils leicht verwundet, so daß die Stadt Essen zum Osterfest: in diesem Jahre in tiefe Trauer versetzt ist. Gemeinsam mit der Firma Krupp muh ich gegen das Vorgehen der französischen Truppen strengste Anklage erheben. Die Truppenabteilung ist, ohne daß eine Ankündigung bei der Werksleitung erfolgte, in einen Teil der Kruppschen Fabrik eingebrungen. Die Arbeiterschaft muhte hierin den Anfang der Besetzung des ganzen Werkes erblicken und damit eine Störung der geordneten QIrbeit in dem Betriebe befürchten. Der vielen taufenden Arbeitern Befchäftlgung und Platz gibt. Es war deshalb natürlich, dah die Arbeiter der nächstgelegenen Betriebe in berechtigter Erregung ihre Arbeitsplätze verliehen. Rach den Mitteilungen von Augenzeugen wandte sich die versammelte Menge nach der Abgabe von Schreckschüssen zur ■ Flucht. Die Tat- fadje, daß eine große Zahl der Erschossenen und Verwundeten Schüsse von rückwärts erhalten haben, bringt auch den Beweis, dah diese im Begriff waren, fortzueilen, oder, was in b«ug auf einen Erschossenen als zuverlässig berichtet ist, die Menge zum Abziehen au veranlassen. Der Gebrauch der Schuhwaffen gegen unbewaffnete Menschen war also durch die Ilmstände in keiner Weise geboten. Daher ist ins» besondere das Hineinschießen in die Menge als gewaltiger Mißbrauch der Waffe gegenüber der Bevölkerung anzufehen. Die Kunde von dem entsetzlichen Blutbad, das französische Soldaten unter friedlichen Arbeitern anaerlchtet haben, wird in diesen Tagen die ganze Welt durcheilen. Der Vorfall fordert strengste älntersuchiung und Bestrafung der Schuldigen. Ich ersuche Sie, schleunigst Qhwrbmmgert zu geben, die einen ähnlichen Mißbrauch der Waffengewalt ausschliehen. Es sen, 2. Qlpril. Oberbürgermeister i. V. B a a f e l. Die Stcllnnanahnie der Handelskammer. Essen, 2. April. (WTB) Die Handelskammer für Effen, Mülheim unb Oberbau'"en hat an den kommandierenden General in Essen ein Protestscbreiben gerichtet, in dem sie die Fr ila fin] be3 stell ertretenb n Ees ä t sü rci8 sowie des verhafte:en Beamten Cchzai fordert. Weiterhi i n mml das Pro e'tschreilen Be ug auf die Vorgänge in d:n Knappf-h^n Werken. Es heißt darin u. a.: Wir stellen erneut fest, dah die Taten des französischen Kommandos in krassem Widerspruch z>u den Worten des Obe befehls- habers stehen. Eingriffe in das Privateigen- tum sind norgenommen w.rden, wie fl: die Geschichte bisher noch nicht gekannt hat. Darüber hi aus hat der gestrig: Vor'a'.l gezeigt, dah sich der französische Angr ff nicht, toi: so oft verkündet wird, gegen das deutsche Kapital oder die deutsche Wirtschaft richtet, sondern gegen d i e Gesamtheit des Volkes, ge^ei das Geben und die Sicherheit jedes Einzelnen. Anders wäre das unmenschliche Vorgehen dieser Trippe gegen die wehrlose und friedliche Arbeiterschaft der Kruppschen We ke nicht zu erklären. Fast hat es den Anschein, daß man die deutschen Arbeiter, die cin starkes so iales Gefühl besitzen und in ihrer toirtschastlichen Tätigkeit auch seelisch mit ihrer QIrbeit verknüpft sind, zuunbesonnenenTaten reizen toll. In dem Schreiben wird sodann d.e Erwartung ausge- sprochen, dah die gestrigen Vorgänge nah den Grundsätzen der Gerechtigkell und Menschlichkeit aufgcf .ärt und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen und volle Genugtuung gegeben werde. Ferner hat die Handelskammer auch wegen der Verhaftung der Kruppschen Diretto.e:i ein Protestschreiben an General Iacquemot gerichtet. Protest des Kruppschen Direktoriums bei dem französischen Kommando. Essen, 31.März. (WTB.) Anläßlich der Vorgänge von heute vormittag auf dem Kruppschen Werk hat das Direktorium an den Divisionskommandeur in Essen folgendes Schreiben gerichtet: „Heute morgen drang ein bewaffnetes sran- zösisches Kommando in unsere mitten in Der Fabrik gelegene Kraftwagenhalle ein. Gemäh den zwischen der Werlsleitung, drm Detriebsausschuh der Arbeiter- und Beamtenschaft getroffenen Vereinbarung wurde das Zeichen des Sirenen- rufs für die Arbeit sein stellun g des betreffenden Werkteiles gegeben. Größere Arbeiter, massen versammelten sich darauf vor dem Eingang der von dem Kommando besetzten Halle, um gegen den militärischen Eingriff zu demon- fhvren. Die Mitgliebe: des Bet rieb saus- schusses traten mit dem Kommando in Verbindung und boten sich an, dafür zu sorgen, dah das Kommando ohne Zwifchensalle die Halle verlassen könne. Das Anerb'^ten wurde abgelehnt. Rach einiger Zeit bat Stoaarvnbo Steer au f btt tt> 15 r t o f e SBengr »tm «vch nicht teftgefteOte .Zahl von Arbeitern wurde grtilet ober schwer Beriet — Cnc 'Berantoorfunghir bietet u n m « n f 4>- Ltche Blutnerglehen, dem un'crt braven nnb friedliebenden Arbeiter *um Opfer »eiallen flnb trifft Mtelchllehllch die Urbeber de» MDerred)tll4)*n Eingriff» in unter Ttert Dir legen f chä erste Verwahrung dagegen ein " Freigelassene Geisel«. Offen 2. 2torU (Wolff ) Dte Ctnbtoer- malhj-y bat tn bet Angelegender AcMx rfeing des fvan&bflkb'* Soldaten S4)mtbt brr in t.ili gelebten ®et!eln von der fcan- Mßchm Bewerbt fretgelaffen worden Der französische Einbruch in die Denzwerke. Mannheim. 31 Mär-. (TDoM ) Die Sran»ofen haben In den erflei BormiUags- fhmben in der ^mb^ll"sch-ile Quartier für ttan zwei hundert Mann reguittetl und da» Ooan- Siche Da f en tau» mit etwa techzi, Mann be- 3n dem zwilchen dem Mch?!atz und dem Uezlar gelegene; Bahnhoi der früheren pr uß.«ch- beni<4*n Staat »bahn halten sich die Franken ■ir .-teil nur in den Warteräumen aus Der Perl onen - und Güterverkehr ifi einst» ecUei u n g e ft 6 r t; die auf tei Gleiten siebenden O te rbahnu aggon« werden noch enterrt Danach daN vvhi vermutet werden, bah der neue 2tnf'ai der Franzoten t ttert hatte und liehen den ‘Raum besonder» s cha rf bewachen De Dveksivn re-^«6nMite benBetricbfnl. und da ber®tvf)mo'orenbau belebt war und bte Leute au« dem Betrieb her- au»gewiesen wurden, verliehen die Arber ter um 8 Ubr bte Fabrik 3m Kleinmotoren* bau. der durch bte L«igst raste vom Grohmotoren- bau getrennt ist. wurde ,4>?wM4> ein gröberer Baern gegen Reau's'lionsschetn unter Protest der TDerrteitung in Anspruch genommen. Daruu) verlieh auch bte Belegschaft be« Älein- motDrrnbaufl den Betrieb Die französischen Kohlendiebe an der Arbeit. Buer. 31 Mär» (MTB) Auf der Zeche .Schlägel und Olsen" in Di ft ein erschien aeftem mittag während der Arbe tsrube eine Kompagnie französischer Soldaten und beten» den Zech i p an und die Ba na al aj en D e fett einiger Zeit dort ftebcaDen 120 Ibagen ■ 2 2 SO Tonnen Kohle wurden mit fjtrei Vofomo'lci h der Richtung Sangen — Bochum fortgeschafft Am Abend rückten bte Franzosen w efer ab Die Leitung der Unter» Mhrmng wurde durch ein Mitglted Cer früheren Kohlenkvmm.ss on in Olsen ge ührt. ba» mit den BerWltn sie, aus der 6anlax Wahl re traut war Der Mert der erbeuteten Irichtiger. jrflob- lenen D Red ) Kohlen beträgt runb 310 Millionen Hart Pari». 31 Märr (BMB) Aach einer Hava»melduna au» TüfTefborl haben be Franzosen gestern be Kokereien von O m s che r - Lippe beseht und 30000 Tonnen Kok», der bett auf^pe chrt war beschlagnahmt D e Räumung der Kotervst kalte i auf den RMn- habens^ tz en bat gestern begomrm Die Kohlen» und Koksabfuhe habe gestern 10000 Tonnen er- reicht Wene feindliche Gewaltakte iui Rheinland. Hochheim, 31 Mänz (TMT!) Die hieKge Bttroennettterd gibt fe’nnn! Nrh mit TDlrfüng von h ute abend ab Im >>nchVime tib-’blrt her Aachlver lehr von 8 Ubr abend« bl» 8 Ubr Morgen« untersagt ift. w>xn e'ne« angeblichen Sabotaoeakte» auf dte *'eibn»n- tlnte Maiaz-F ankfurt a M Ruf bte Orgreifung be« Täter« würbe eine Bilo^tung von 500 000 Mark au «gesetzt Äo Her »lau fern 31 März (Wollt j Heber ÄaHerOLiutem Ift eine breltäglae Sperre be» Aachtver keh r« von 9 Ubr abend» bl» 5 Ubr morgen« verhängt worden, wegen angebliche» Sabotageakte an den Telerchvn- und Tdegrnp^etUiruncen. Ludwigshafen 31. Märtz. CBoO! I Amtsgertchtsdlrektor Jung Ift vom Krieg«- riecht der Rbi-1normet in Mainz geltem au Monaten Märxjni» und IW X\) Mark Otefb- strafe und der Oefängnisverwul ec O r t b zu 2 Monaten und 100 Ow Mark Geldstrafe verurteilt worben Degen bte Berurteiluig des Ober- tnipek vo« Gottfried von der Re.ch ei’rn\:tn- direkt 101 CubaHgÄaten und de» DetcheniteN r» Lechner zu 20 dzw 10 Oabren 3»ang»artxit ift Aevillon eingelegt werte' Aachen, 31. März. fDolff ' Da« Urteil gegen dte Zechendirektoren tsu be heute von dem detglfchcn Krwq«gaNcht gesä U. O» er- htesten Ttreftzyr Zhonigmann von brr Zeche .'Bttbftem- »sei Monate Tr4:." :, * und 1 Mill. Mart ®elbftT4te kte Dk ekrv e» T reu Iler und Albrecht tom Oschwetler Be ^ixrttoe.Tt* unb dte DirektereAo t h und Knepper tw* der Zeche .iefen bie Lokomotivführer Allo lau» Krauter. Franz Omig. Johann Lutz, bie Otsertbabnailiftenten Oohwrn Karl und Hermann Bunn. ber Gepäck räger ^akobDrl- bed. der Fahrkartendruchcr ^corg ßudu». ber EilenbahnoderIngenieur Heinrich Dolfs und die Familie be« in Hast befindlichen Giknbabnlngc- nleurs Verleger, letzterer au» Wiesbaden, alle Übrigen au» Mainz Ludwigshafen. 3. April. (DTB) Gestern früh um 7 Ubr wurde ber öefrelir des Allgemeinen (freien) Deutschen Olsenbahnerverdaade» Baum von den Franzosen verhaftet und nach Landau gebracht. Wiesbaden, 31 Mür-t. Die Franzosen weisen nun rücksicht«lo» eine grobe Zahl srührrer deutscher Ossi leve au«, ohne bah diese sich in den letzten Tagen irgendwie politisch betätigt hätten. Sv wurden z. B Generalleutnant a. D de Grass. Oberftleutnant a D. Werner, General a D Kvlsack. Major a D Göring und General von Mudra früh morgen» au« den Betten «-holt und über die Grenze geschasst. Irgendein Grund war in den Au»weilang«- befehlen nicht angegeben; c» handelt sich dem Augenschein nach um Blankovollmachten be- Rh>in an k mml f tm bi? von untcigxebneten Militärbehörden uni ^stempelt werd n. Darau» ergibt sich deutlich die Plan, de« Borgeben«. Dazu scheint sich noch eine absichtliche äl n Menschlichkeit zu gesellen. Denn an?er» Ist e» nicht zu erklären, dah >.ruch die Frauen ber völlig grundlos 2u «gewiesenen, so a B bie S2 jährige kränkliche Gattin be« General» be Grass, bie von Geburt Amerikanerin ist. vertrieben werden. (Frks. Ztg ) Die bewährte Politik der Abwehr wird fortyesührt. Berlin, 31. März. (Wolfs) 3n ber französischen Kammer bat Herr PoIncar < eine Or- fiäning abgegeben, die hinsichtlich der Räumung be« Ruhraebiet« betagt: .Wir werden un« au» dem Ruhrgebiet nur indemMah und im Berbflltri» ber erlangten Gablungen zurückz,eben und tiefe müssen sich ber Gesamtbelt der Schäden anbufkn." Herr Bnincar^ wiederholt damit nur den Inhalt be« Brüsseler Oommuniquö«. zu dem der Reichskanzler in kh*r Munch-ner Rede Stellung genomm'm bat Der Reichskanzler sagte da mal«. . Jede Di»kusflon über die Beendigung te» g^genträrttgen Konslikie« muh von der vorbebaltlosen Räumungbe«8inbtu tunqen be« englischen llnterstaat»sekretär» M c R e 111 gebrach en Rtchtigstel'ung eine Abweichung von der bisherigen Linie sehen zu sollen. Diele Auslegung Ist Irrig. Die notwendi.i? Berich- tigung wandte sich lediglich gegen bte falsche Au«- beutung eine» deutschen Schritte«, der In der Richtung der konteauenien Fortführung ber deutschen Abwehraktion liegt Ein englisch.deutsches Eisenbahnabkommen. Köln. 31 M3r> (WTB1 De britisch- deutschen Be r ha n bl u n ge n üaer be Be» mi'u-a ter Olsen bahnen | n der eng- tilgen Zone iür französisch-belgische Tran»porte nunmedr uktnm.-n täglich tü tfunl In ieber Rich- hing Anfchlub an teitlche Perfvre^'üge habe« und led gi«ch dem gewöhnlichen Mllltärrrktever- tedr d ene der b «der te rdx'tmc-i Abteilen befördert wurde, be ba*üx w beten Zügen «um Wegfall Tonnten «ollen Der Pupst und die Ruhrfrage. Hava» meldet ei« Dementi. Pari», 31 März. ("STB) RaA JSaDQ»me2>u-? i ax.3 Rom wte) in bei r. edlen w Bai ikan» ta« Gerücht, ber Dapst habe b« Adllcht. bem. -th '« On zykl l/a »t« dte Rubranaelegenbeit zu verSktenllrchen. a.« Phanra leeek bezetchad. Qlfizirlle Besuche in Eile» Offen. 31. B»r> (WTB > De päpstllche Ruititu» Monsignore Testa hat dem fidIn>ertTe» rcnten Oberbürgermeister ber Stadt Ollen. Beige» ordneten Ba a f c l einen längeren Besuch abqe- ftadet. den her Le g-ordnete le Sause be» Lage» erwiderte. (£in Zentrnmssiikfrer bei dem päpstlichen Beobachter. Buer. 31. März. (DTB) TlabrtnerORd- tnmq d-r ,Bu -^ch-n Zeitung" wird ber ch Witte Gewerkt Lai teurer 0m dusch bäte dem rvn P..' Bericht erstatten, bte bte Sfcibt Buer in bm Wvch-n ber B.Satzung erlitten hat und noch täglich er.eBen muh- Ei, rieschlnst des Verbandes der französischen Krieasbeschädistten. P^ri». r April. (WTB) 3*1 Bkarseille lagt feit gtftern her 7. Äongreh de» Ber- bände» ber sranzösIschen Krieg»be- schädigtenvereinigungen 3n k« 3. Kommissioi tim c« heute, w.e Haoa» berichtet. au c ner Dchate über bie Ruirdeletzun, Im An- schluh an b e B ttelung e.ne» Schrellxn 3 ber b.ai- sche.i K.i gsbesch.bigten vom 19. Februar 3n diesem Bri te, be sen Beräffentllchun, nicht de» sch o sen tpjrb<. st l ei M? d ullch n äl ter, ich er feit, bah bte deutsche Repud.ll bei anwiderrus- lichen Bewei« ihreä ReparaitonTwille i» (Lächlet tungmi erbricht bit S.e appellieren an die f a : 6 l chen Kri g b shöd gien (e.jcn bi: Ruhr» tel h mg b t der |rjn>?4 s hen Regicruni za pro- le tLrcn. damll da» darch die Ru irdeletzang be- ta-gau Unrecht wieder gut gematzt werde. Dte De cgierten de» Deptri ment» Dru:-Se >re3 brachten daraus eine Reloluiion ein. In der die Regle» tung aufgesordert wird, der Intervention be# Bdllerbunde» in drr Reparation3fr »g lltz nicht zu Widers oh-n. wenn biefe Inier pella Ion von e ne- ber txteillgten Part.len t> rlanit wirb. Aach (ur e: Debatte wurb diese R Io al ot abgel bnt und folg nde Tag7»orbnunz angtm mmmi Rn- gesicht3 de- F i benZwil en« der Kri g vpser u tb der unbedingten Rotwcnb gleit, c n.n aus der 7 eb.rjt.ci«verebt gmi Fr nkreich3 au’g4>iu en F.i dert h r^u e. en lehnt der Kongrebe» ab. vo.i ber Regierung cmz bestimmte A r i be« Borgeben« z u verlangen, sortert sie aber auf. alle imperkallstifche.i und annek.io- niftifchen Bestrebungen zurüchastellen und sich jeder fdebil bei und burbgr i enden Lösung de« ÄDuf.ittc» geneigt zu zeigen. Die russischen Vluturteile. Mo« kau. 31. März. (TBolff) Da« Prüll- bhrm be« Allrussischen S »e ku i»vk o m I » t e e « beschloh. da« gegen den Or»blschol Zep 1 iak ergangene Urteil in eine 10jährige Freiheil«- strase mit strenger Olnzelbafi u ntA u wandel n. Da« Gesuch um Begnadrgun i be« Priester« Bulke w i I s ch halte feinen Orfolg. In dem Be» fchluh heidi e«. Ne Handlungen von Zepltak feien betnuhi gegen bte Interellen ber Arbeiter- Balte gerichtet getreten und unter Mihbrauch der gcf.-Mtb rerbüiglen Giaudensfretbeit beaangen werben. S« weite jedoch derücksich Igt. bah Zep- lief ber Bcrlreter eine« Glauben«de.'eininiffe» sei. da« vom Zartemu« unterdrückt worden war In» foigebefsen tonnte dte BoUitrcdung bet über ibn vom Gericht verhängten Strafe von bei katholischen Bürgern Ruhla iM al« belonbrr» ge en Ne Priester ibxe« Glauben« ergangen dewer e: »erben. Buttetriti b dagegen 6a5e auf religiöser Grundlage vsl n'ichtlich eine aegenrevvlut.onäre Tätigkeit entfaltet und Bet Hindun gen mü einer der RcDubüf feindlich gesinnten fremden bürgerlichen Regierung unterhalten. Das Urteil steqen die Mitglieder des früheren Kabinetts Aiadoslawoiv. Sofia. 31. März Amte nachmittag sollte ber Vtaat«gericht»hof ba# Urteil tn bem Prvteh gegen bie Mitglieder be« früheren Kabinett« RakteUtroax* De in Sllwon in Haft gefallenen Minister Tonische o. Peschew. Dobri Petkow. General TLniteww Dmlfchew Thr Iw Pcvvn> und Ohr G Povvw, Avostolow. Jbi* nitfchki und der Generalillimu« Schekow warten zur Urteil«Derfünbunn nach Sofei gebracht. Ge.en Rat>v«lawow. der Sofia unmittelbar nach ber Tlctedage Bulgarku« im 3d> e 1918 versa's en hatte wurde tn enntumidum erfamU. Der Staat«de. S e kvnme dies um» jo »etiöer. ali Dtcti ^ur^'ubrjnq 211- wehrkantps s dte ^f'am.e Richtung wn lerer Doiksvirtschafr dahin gehe» muß. alle Prelle auf das engfte zu berechnen. Anderer» feit# Ist auch nicht an dem Preis des fünfte» sechstel# von fOJCOO Mark feft;ebalien worden. weil !Deni;f!cn« in dem tezcich c:en cnacn Rahmen da# Mögliche geschehen soll, um Der Landwirtschaft den mei eren TungemtNeldezug während der Früh jadr«destell»»g zu er leichte rn. Den Preis von 650 003 Mark Hane auch die Mehr-ah! der Ländervenreter im Zwan» ziget»Au«lchuß für empfehlenswert gehalten. Sine CrbObung des Abgabepreises der Reichs- getretdestelle. die aus den Vrv.preis einwirkr» würde, ift nicht beschlossen. Das Aeichsminifterirn» fir TD iebereufba«. Berlin, 1. April. Der Xeichspräf 1» dent hat den bisherigen Aeichs'chatzminlstcr Dr. Hetltrich Albert zum Aetchsmtni» ft e r für Diederaufbau ernannt. Gr» Mord. Mehrere Blätter melden aus Münche«, daß tn Freising a. d. Ofar die Leiche des 6nt- tenien Karl Bauten e chwemmk wur^e. ter am 5. Februar wegen eine« geplanten Anschläge# auf Schetdemann aus München ausgewiesen worden war und gegen den ein Haftbefehl wegen Begünstigung der Rathenow- mürber und wegen Getximbündelei erlaffe» worden war. ES wurde feft jcftellr. daß Baur ermordet und dann ins Wasser geworse» worden sei. Aus Hessen. Eine Landgericht»«Nlcheidung t» der Klage des sruh.'ren Großberzogs. Bon den Pro^efrhrovllmäch' :g ten t«s früheren Gtc>h erzog« wirb txfanrUg#get«n Das Üandgerutzi Darmstadt bat folgenden Beschluß erlösten .Auf Antrag be« oamal« in Helsen tegxrrrben Großherzogs Grnst Ludwig anrb bem Hes schen Staat, verlro m burch das M.Ntslerturn der Fi anzen. durch ehcktwei.ige Verfügung au negedm, an be i Qtoiragftelter 30000000 Mark — Dreißig Millionen Mark — zu zahl' 'oftci bet ctnftax-iUjai Bersügung hat der Hejlis b< Staat zu tragen. Surm tabt, den 31. Mar, 1923." Aus Stabt und Land. Gießen, den 3. April 1821 Das Deutsche Volksopser. In ber Geschäftsstelle be« .Gießener Anzeigers' flnb für unser« bedrängten Bolts» genoßen im Ruhrgebiet und am Rhein weiter etn- g«ganoro. Gesammelt von Mit gl. be» D k) B tmb der Bürgrrgef. bei einem Ausflug nach Gr -Bus.-ck 24 420, O D 3000: Brezel-^rtnrich. Im Rmio rtum gd.. 2220; Hanbarbeit«schule Landman», 2 Rate. 5000; Otto H. ges bei seinen Äanu-rabm, 300; M. S>. 3000; Beamte. SG Western und Ober» personal ber Ohteurg. unb Obrenlllnll 63 300; sonstige Gebefreudige ber Chirurg unb Ob en- Htr 75 500; Bximte unb An gestellt? der M d. Klinik, Sranrn- und Hautklinik in Gießen III 700; K M 2200; Hau «Haltung «schule XeisNrchen 14 200; TL R 6000. »Late Krämer 6X0 Den Gebern herzlichsten Dans! TDeiter» Spenden werden in ver Geschält» st ekle be» .Gießener Anzeigers" angenommen. Das Cfferroetter bat diesmal alle Erwartungen In ganz vortreff- sicher We se erfüllt Wenn auch der Wind etwas c8, sn wanderten doch ‘v Im lachenden Sonnrntchem frohgemut durch Fnld und Wald, um sich an dem Ich'» ren Frühling«kleid der Tlatnr xu «1n*uen Andere w eder füllte» die Sportplätze auf denen In Genen wirt von Tausenden von Zuschauern recht ni e estante TD*tt» kämpie rrte i Au ßfkugsorten trjg alle Ke machen einer Hochkonjunktur Trotz der v eien B#ran*lal» tun gen und ter starken Wanderlust waren erfreu- l cherwe k Ne OotleiNeitfte bi alten Kirchen sehr stark besucht Wettervoraussage für Mittwoch: Bertv'.eje ib heiter und tioden, etwas würmee, Südoftw.nd. Ttachtfrostgefahr Die te.terr und trockene Witterung des grflrt- 5» Tagrf axeb vorausl ch'sich weiter anbalten. e T^aestemverakuren b(*ben Antragsteller dlg Millionen en der einftmcilyen Staat zu tragen. «Eichung der Stücke nebst Zins- und Erneuerungsscheinen bei den auf den TeUschuldver- schreibungen und den ZinSscheinen vermerkten Einlösungsstellen. Die Provinztalkasse ist überdies bereit, die bei ihr unmittelbar spätestens bis zum 25. April l. ZS. vorgelegten Stücke auf Antrag gegen Stücke der 7proz. Anleihe der Provinz Oberhessen unter folgenden Bedingungen einzutauschen: An Stelle der gekündigten Stücke müssen neue Stücke in Höhe des doppelten Nominalbetrags, mindestens aber von 5000 Mk., bezogen werden. Die Einlösung der gekündigten Stücke erfolgt zu 100 Prozent, der Bezug der neuen Stücke zu 98 Prozent. Die Stückzinsen werden in der Weise berechnet, daß die gekündigten Stücke bis zum 30. Juni 1923 mit vier Prozent, die neuen dagegen bezogenen Stücke vom 1. Juni 1923 ab mit 7 Prozent verzinst werden. Alle durch den Umtausch entstehenden Kosten übernimmt die Provinz. Die Aufstellung der Kchrichtgcfähe. Das Pvlizeiamt Gießm veröffentlicht im neue'en Amts e kündigung b att die nachstehe de sehr beachtenswerte Bekanntmachung: Die mangelhafte Aufstellung der Kebricht- gc-fähe, be'v d-ers aber die Verwendung ungeeigneter Kehrichtbehälter (wie Holzkisten. Eimer und bergt) führt häufig zur De u rreinigung der Sttaßen. Ferner mutz es als ein Mißstand bezeichnet werden, wenn lange vor und nach stattgehabter Leerung die Gesäße auf den Bürgersteigen stehen und den Verkehr hemmen. Die Polizeibcamten lind angewiesen, diesem Uebvlstand i r.' verschärft; Aufmerk amkeit zu u- wenden und Der'töhe gegen dir Teilt nmungen der Artikel 111, 112 des Polizeistvafge ehes und § 366 Ziffer 9, 10 ReichSslrasg setzbuchs, die das Herausstellen der Gefäße auf die Straße usw. und die Verunreinigung von Straßen und öffentlichen Plätzen unter Strafe stellen, zur Anzeige zu bringen. Wir machen darauf aufmerksam, daß eine ordnungsgemäß; und reinliche Act der Aufletrah- rung des Hauskehrichts durch die Verwendung der mit Deckel versehenen Kehrichtgefäße. wie sie von hiesigen Firmen in den Handel gebracht werden, sehr gefördert wird. Diese runden Kehrichteimer mit Tragbügel und daran befestigtem Deckel verhindern das Herau s Harren und Verschleppen des Kehrichts durch Hunde, erleichtern die Entleerung der Behälter bei der Abfuhr und sind, wem sie, wie vorgeschrieben, innerhalb der Hofreiten an den Eingängen aufgestellt und nach Entleerung alsbald entfernt werden, für das Strahenbild nicht mihständig. Da die Kehrichtabfuhr morgens 8 Uhr beginnt, empfiehlt es sich, die Kehrichtgefähe erst in den Früh stunden des betreffenden Ab.uhrlages herauszustellen und nach der Entleerung alsbald wieder zu entfernen. ** Ernannt wurden der Reallehrer an der Oberrealschule zu Alsfeld Karl Dotter mit Wirkung vom 9. April 1923 ab zum Lehrer an der Volksschule zu Alsfeld und der Oberzollsekretär Karl Weingärtner zu Dad-2lau- herm (Zollamt) zum Zollinspektor. •* Ein neuer DrvtpreiS ist mit Wirkung vom 2. April ab festgesetzt worden. Das 1900 Gramm-Markenbrot kostet danach 790 Mark. Zur Begründung der Preiserhöhung wird auf die von der Reichsgetreidestelle festgesetzten höheren Mahllöhne hingewiesen. •* Allerlei Diebstähle. Am Samstag, 31. März, abends gegen 6 Uhr, wurde aus einer Wohnung ein dunkelblaues Kleid mit schwarzen Tressen entwendet. — Dom 26. bis 28. März wurden aus einem Vorgarten zwei Zwergobstbtrnbaumchen entwendet. — On der Rächt zu gestern wurde eine schon gesprungene Scheibe eines Erkers eingeschlagen und aus der Auslage zwei Herrennickeluhren, ein Medaillon aus Elfenbein, in Dublee gefaßt, in der Mitte ein kleiner roter Stein, ebenfalls in Dublee gefaß., eine Elfenbeinhalslette, ferner Teile einer weihen und schwarzen Holzperlenkette entwendet. Dor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. Vornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater, 7Uhr: „Die Dollarprinzefsin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Landesflüchtigen" und „@ine Dampferfahrt durch Norwegens Fjorde". — Palast-Lichtspiele: „Küppera" und „Der Kampf ums Ich". — Asloria-Licht- spiele: „Der letzte Schuh" und „Die Höschen der Ballerina". — Aus dem Stadttheaterbureau. Es ist Sitte geworden, den 60. Geburtstag bekannter Dühnenschriftsteller durch Aufführung eines ihrer Werte zu feiern. Aus diesem Anlay ist für den Schluß der Spielzeit Hermann Bahrs bestes Lustspiel „Das Konzert" auf den Spielplan gesetzt worden. Mit Hauptrollen sind beschäftigt die Herren Lambertin, Leutheiser und Goll, und die Damen Keller, Franke, Marcks. Die Spielleitung führt Herr Telekv. — Symphonie-Konzert Man schreibt uns: Wie bereits bekannt, findet am Donnerstag im Stadttheater das Symphonie-Konzert des Franksurier Orchesters statt. Das Programm ist so gehalten, daß selbst das Publikum, bei dem kein ausgesprochenes Musikverständnis vorausgesetzt wird, einen großen Genuß findtt. Das Orchester besteht aus 52 Künstlern. Es ist ratsam, sich frühzeitig mit Karten zu ve sehen. Der Vor- verckauf bei Ernst Chaltter ist eröffnet. 3i 3. April 1923. lolksopfer. .GiehenerAn' bedrängten Volks- n Äpem weiter ein- D. 5). D. unb bet g -nach evnrid), im Aqua- Mui? Lmdmann, i seinen Kameraden, hwestern und Ober- Ohrenklinil 63300; hirurg. und Östren- Ingestellte der Wb. it in Gießen 111 ZOO; schule Aeiskirchen rämer 6000. ,n Dank! Miere chästsstelledeS z" angenommen. »etter en in M v°E ii(6 der Wind et-oas n doch Tausende im ernt durch S-ld»md ö-ten FEinMech rtbece wieder füllten ^iiÄs-mteDckt' u lind auch 2-rkestrsbr- 1 .«n nach dem Äsr-agN- 2 zl°ge urcken, ilich niedrig 9 Arad J*1® Vt stellsachen, Küchengeräte usw. Drucksachen aller Art UNITED AMERICAN UNK INC Nach NORD-, ZENTRAL- UND SÜD- AFRIKA, OSTASIEN usw. 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Die Mutter, die das Kind im letzten Augenblick zu retten versuchte, wurde zur Seite geschleudert und ziemlich erheblich verletzt. Starkcnbure und Rheinhessen. * Darmstadt, 1. April. Die Zuschläge zur Grundmiete gemäß dem Reichsmietengesetz sind hier auf 610 0 Prozent festgesetzt worden. Davon entfallen auf die Steigerung der Zinsen 30 Prozent, auf die Betriebskosten 1130 Prozent, für laufende On- standsetzungsarbeiten 2950 Proz. und für große OnstandsetzungSarbeiten 1990 Prozent. 3n den Betriebskosten sind die Grundsteuern für das Jahr 1922 anteilmäßig mit einem Sechstel enthalten, ebenso die Schornsteinfegergebühren und der Brandversicherungsbeitrag. Turnen, Sport und Spiel. Rh'önsegelflug-Wettbewerb 1923. Nachdem d.e Vorführung dec Filmaufnahme i vom letzten Zahre de Aufmerksamkeit wieder auf den Rhönsegelflug ge'eall hat, dürften emige Mitteilungen übsc den für den kommenden Sommer geplanten Wettbewerb von allgemeinem Znle.e se se.n. D.e Südwestgruppe des Deutschen Lustfahrt-VerbandeS und der Deutsche Modell- und Segelflugverband veranstalten auch in diesem Zahre wieder auf dem klassischen Gelände der Wasserkuppe in der Rhön in den Tagen vom 3. bis 31. August einen Wettbewerb, dessen Ausschreibung kürzlich ergangen ist. Er gliedert sich in einen Vor. Wettbewerb vom 3. bis 14. und einen Hauptwettbewerb vom 17. bis 31. August. Schärfere Vorschriften als früher sind für die Zulassung der Flugzeuge und ihrer Führer aufgestellt. Jedes Flugzeug muh am Dauort durch einen von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt ermächtigten Prüfer auf seine Daufestigkeit geprüft werde-u und muß eine Mindestleistung in Gestalt eines Fluges von vorgeschriebener Länge oder Zeitdauer erfüllt haben. Ebenso ist die Zulassung der Führer an den Nachweis eines solchen Fluges geknüpft, wenn nicht ein Segelfliegerausweis vorgelegt werden kann. Preise im Gesamtbeträge von SMUll. . sind ausgeschrieben für die verschiedensten Art.:, der erziellen Höchst le.stungen. Aber zugleich mit dem Ausschreiben haben die veranstaltenden Verbände einen dringenden Aufruf zur ilnter- stühung des Unternehmend erlassen Der Wettbewerb ist in seiner Organisation gesichert und an Bewerbern wird es in unserer tatenfrohen deutschen Zugend nicht fehlen. 2lber die Herrichtung und Aufrechrerhaltung des FllegerlagerS erfordert entsprechend der erwarteten höheren Beteiligung erhöhte Mittel, die noch ausgebracht werden müssen. Alle, t>ic in der Lage sind, die deuische Segelfliegerei zu unterstützen, mögen dem ©tola und der Freude über dieses Werk deutschen Mutes und deutscher Tatttast durch Spenden für den diesmaligem Rhönsegelflug Ausdruck geben. Ausländersiege in Frankfurt a. M. Frankfurt a. M., 31. März. (WTB.) Eine Oxforder Studenten Mannschaft, in der hauptsächlich südafrikanische Studenten vertreten sind, schlug heute den Frankfurter Sportklub von 18S0 nach überlegenem interessanten Spiel mit 26:0 PuEen, nachdem die Engländer bereits am Tage vorher den Ulen- Hörster Hockeyklub mit 36:0 geschlagen hatten. Die Engländer überraschten durch ihr außerordentlich gewandtes Stellungsspiel und ihre blitzschnellen Läuse. Dem Wettspiel wohnte eine für ehr Dugbh-Wettsp.el ungewohnt große Zuschauermenge bei. Auch der amerikanisichr Generalkonsul G o S l i n g war als interessierter Zuschauer zugegen. Frankfurt a. M.. 31. März. (WTB.) Bei den heute im Städtischen Schwimmbad ceranflatetcn internationalen Wettkämpfen siegten die Ungarn in allen von ihnen bestrittenen Wettbewerben mit Ausnahme des Seniorseiteschwimmens, in dem Georg Gebhardt den bekannten ungarischen Schwimmer Kenhery schlug. Vermischtes. Schweres Automobilunglück. Paris, 2. April. (Wolff.) Gestern nachmittag ist in PerrierS-la-Cham» pagne, auf der Sttahe von Paris nach Cherbourg, ein Automobil mit dem Bruder des Mikados, des Fürsten Kita, verunglückt. Die Fürstin Kita und der Chauffeur wurden getötet, der Fürst, Prinz 0a» k a, und eine Gesellschaftsdame schwer verletzt. tzeiue Frau kennt ihre wieder, wenn sie durcb den Gebrauch von Aok-Seesand-Mandelkleie rein von Mik- effcrn, Pickeln, Puslrin geworden ist. Aok» Seesand-Mnnvelkleie, bas ,<5aut» pfleacmiltel der Sxlertkullur - Äolberg, schafft vlumenzartcn, rosigen Teint. 2» einschlägigen Geschüften erhältlich. Warum freue ich mich so? Weil das Waschen mit Seifenpulver Schneekönig das reine Kinderspiel ist Holzsnbmrsfion. Die Gemeinde Lumda verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Hol): Eichen-Stämme. . .2. Kl. 1 Stück 1,575m. „ „ . . . 3. „ 1 „ 0,92 „ . . . 4. „ 6 „ 3,33 „ Fichten-Bauholz . . 4. „ 3 „ 3,11 „ „ „ . . 5a „ 8 „ 4,00 „ ......5b „62 „ 12,97 „ Kiefern-Schnittholz. 2. „ n • 3- Kiefern-Dauholz . . 3. ii n . . 4. - • - 5. Kiefern-Grubenholz Fichten-Derbstangen 1. Sämtliches Holz ist mit Rinde gemeßen. Die Singe: ote sind getrennt nach Klaffen 1 pro Festmeter bis zum Montag, den 9. April d. I., nachmittags 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, woselbst Zuschlags- und Zahlungsbedingungen be- kanntgegeben werden. Angebote mit zusammengezogenen Klaffen werden nicht berücksichtigt. Lumda, den 30. März 1923. Bürgermeisterei Lumda. __Schultheiß._________ FttiMißeLeKigllung MBMbbrujsmtttial „ 2 „ 1,14 „ „25 „ 10,48 „ „ 9 „ 7,82 , „34 „ 24,75 „ „ 80 „ 40.73 „ 30 „ 8,30 „ „ 111 „ 11,73 „ Donnerstag, den 5. April 1923, vormittags von 10 Uhr ab, versteigere ich das gesamte Dauabbruchsmaterial der ehemal. Aicolaischen Bierniederlage an der Straße Dad-Aauheim— Rödgen meistbietend gegen fofottige Barzahlung. Zum Ausgebot kommen: ca. 25 cbm gutes Bauholz 500 qm Schalbretter 15 Brettertüren mit Beschlag „ 7000 Tuffsteine 20C00 Ruffensteine auf Abbruch ’ 2500 Tonfalzziegel 7 Hausen Brennholz 40 Gartenstühle 1 Wafferpumpe mit Sauger (gut erh.) 3 komplette schwere Pferdegeschirre (gut erhalten). Zusammenkunft der Steigerer um 10 Uhr an obengenannter Abbruchstelle. Versteigerung bestimmt. Bad-Aauheim, den 3. April 1923. Glenz, Auktionator und Taxawr. Telephon 658. 2386D i te Verkäufe | Brauner Soberinaiiii-üiütic zu verkaufen 102200 Neuenweg 50. HieiiMe 1 Stück gebraucht. H. Schön & Co. Marburg. S:r. N«MWs Bimsdiele»'' wände bilsiqcr als Bretterwände. 020/5 Aufdermauer & Laberenz Labnstrakre 5. iiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiin Teilhaber. Zur besseren Ausbeulung einer Weltlich der Maschinen- Industrie werben gesucht ca. 50 - 100 0Ö0 000 MK Tchr. Sinn. n. 02199 an den Gieß. An». 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CteOt •üdn alleres (23BÖD Mädrlie« bei hobem Vobn ael. .Ru erfragen t. bWe« ichaft-sieiie b. W Ä. Georg Die glückliche Geburt eines Stammhalter» zeigen hocherfreut an Georg Weichsel (Emma Weichsel geb. Röhrn Bniioiin. Derlei Gold. siröfi .Dianifl- Segeg«'g»e foult iiiluö a «u iiSchurn t*'dien S.HMIklll Übel in« aQbanb- imag erwAhr. 10 H f*rrfii. le an mich find iuruMieuff tret Lichtspielhaus Bahnhofstr.34 Nur noch heule u. morgend, grolle sch wed. Kunstfilm ' Die Landesflüchtigen Schauspiel In 0 Akten. — Regle. Maurits Stiller. Wie alle eehwedhchnn Kunstfilme ist auch dieser rin Wunderwerk d -r Kegln. dos Spiele und der Photographin. i Inn rro r II«-dnulung gewinnt der Film Jedoch durch die darin vei »cblungenen Vor- » der Gc»chl h (Jiicfjcncr Linzclhanökl! Hm Tc'anrr#t*e. Wem L fl»nl b. .X. obb*. 7* . Uvr roteb der For*hen>« des Vrnbrr o-ibanbe» des brdi ntfiniel* h^n>eia verr W. KalbfeO. Lärm Und'. «Inen Feme« I n Saalc be< Dettl- Ne«». »Clnt.-nbure* Über bn* Thema Jfat Brut anö 3lrtt Io in Oi- gaaifilloi örs Gin- ifiöaiöels" beben dn Mn* et rach« brr Wich 'efei, des Ibe- mol laden wir den Clemtmlfinselbei» Äitimitalieberi rin uns bnirn um reu« t'eiellteuna WD Ter tfMillbr» Stadtthcatcr «iilwech, 4.Nvril 22.niiinM3-ii.-idL Das ftoDjrrf. tfu'-iNfj in S «f eg non f*rm. Fnbt. SU, 1.7, ttnüe»-„Uvr. Der erche.sktue Steinach Film hl nach srrhs Pmblemeo geglle iert, dir folgende Gebiete de« lieben« behandeln- L Aedürre und Innere GrschlrehteMerkmale bei Tieren und M-mechrn L Ihr Innere Sekretion und P ro Bedeutung. - In die»rn Teilen werden die Aufgaben grechlldrrt. dir Im menschlichen und tierlerh«'« Or.-anltniue die Inner» n irrtl on h sh. n. das sind die Produktionsetellrn der Inneren Sekretion. Autier dem Li "tS auf da« körprrllcbe Wachst um hat die greamta ,b neir Sc»retten* und »i*-«irH die der Hoden und E - ntucke durch H.-ri !i >«ung dr« <.ehlm« auch hoeharadtge Wirkungen auf <*harflk rrbiidung und seelische Merkmale. Die In der Sa-'ir beobachtn-r Zwitterbildung, die Tatsache^ d'B rl । ler»n und Menschen ba»lert auf dru Erkenntnissen der vorhergehenden sri«ann«chas»t Fnmchungrn. S,a? v> ho f rnfi Ort Ol rv>r 78. Fortsetzung. ja. Sicherstellung gegen die der Markwährung. Dem heutige Kaufkraft seines Steigt diese infolge einer tam inhalters ' an mehr begegnen. Es konnte wohl sein, er käme nicht mehr heraus — ach, er hatte vielleicht gar nicht mehr den Wunsch und kein Verlangen mehr, sie zu sehen! — dann dürfte sie ruhig hierbleiben. Older nein, nein, das hielte sie dann nicht aus: ihm so nah sein und doch nicht bei ihm sein dürfen, neinl Es war das einzige, sie machte sich morgen beim ersten Tagesstrahl auf, verlieft auch d esss Haus und lief davon. 'Das r-imte sie denn so unsinnig? Ach. es wollte sie ja gar keiner prächtiger Mensch, der würde sie trösten. Older je mehr ec -um Lobe des jungen Mannes sprach desto hartnäckiger druckte fie sich in die Ecke. S,e Canans. gewährt. Die Draunkohlen-Roggen »Anleihe bringt zwar eine geringere Verzinsung, nämlich 6 Prvz., womit sie aber doch noch über den Zinsfuh fast aller anderen wertbeständigen Anleihen hinausgeht. Sie bietet aber durch Bemessung des Viertes der Einheit nach dem Mittel von 2 wichtigen Doden- te§ !U ner en. Das "Mädchen war wirklich krank, es zitterte „Komm ins Haus, QHarial14 Er sprach freundlich zu ihr. Das konnte er wohl verstehen, datz fte verstört war. aber nun war der Qüartin ja da. Sein ehrlicher Blick sah Adami offen ins Desicht: „Fr.edensrichter, 3 r nützt et, terSm if- Hofer sitzt im Gefängnis, ihm wird dec Prozetz gemacht — steht et arg schlimm um ihn?" f Der Friedensrich'er bestätigte: „In der Tat. Der junge Mann nickte: „Dat hab ich mir gedacht. Darum must ich die Maria sprechen. Ich will ihr sagen: Dat ändert mx zwischen dir und mir. Da können die Leut sagen, wat sie wollen, und wenn der Hubert and der Qlifla aach noch so dawider sind." „Er will sie doch heiratend 3n der Stimme Oldamis klang einiges Erstaunen. „Warum denn nit?“ Olun war der Martin erstaunt. Wie konnte der Friedensrich.er nur daran zweifeln? „Die kann doch mx für dat. wat ihr Vatter getan hat. Older sie will Nit. Hetzt weih ich, warum sie immer und immer mich bingebalten hat mit unserm Versprach Er war ganz gerührt. „Ach, Herr, da kann em Mann weit suchen, bis er so eine wieder findet, ain tocim sie zehnmal en "Vatter hält' wie der Hans Bast, heiraten tat ich sie doch Kann ich die Maria nit emal zu sprechen kriegen?" Adami hatte dem jungen Warm still zugeyo^, nun ging er selber, ihm die Magd zu holen. Er batte Maria geheitzen, sich niederzulegen, ihre Augen hatten so krankhaft fiebrig geglänzt, und sie schien ihm nicht ganz ihrer Sinne mehr mächtig. Older als er jetzt an ihre Kammer klopfte, antiporteie sie nicht: er sah hinein, sie war nicht darin und auch nicht tn der Küche. Er rief laut nach ihr. 3m ganzen Haus war sie nicht. — Maria hatte auf ihrem Bett gelegen; ihr 3nneres war wie ausgeweidet, nur das Herz war noch darin geblieben, das drehte sich rastlos herum in der hehlen Brust, es war qaalvoll. Wenn sie doch schlafen könnte! Older das konnte sie nicht, wackln Auges mutzte sie Immer starren hinaus durchs Kammersensterchen über die Felder, die noch unbestellt lagen, hin zum Felsenha apt der Lay, deren oberster Scheitel sich über das Hochland reckte. Da — da vorbei ging'der Futz- pfad hinab zur Mühle. Es war so ein lieblicher Weg, aber sie würde ihn nie mehr gehen. "Diese Schluchten, diese "Wälder, diese Wiesen, diesen Wildbach nicht mehr sehen. Ach, diesen "Weg war sie zuletzt mit dem "Martin gegangen! Aoch fühlte sie all diese Küsse, die er ihr ausgedrückt Halles sie hatten sich gar nicht trennen mögen, ilnb doch war das noch nicht der letzte Abschied gewesen. ONorgen muhte sie nun auch von hier fort! Seit Maria gehört hatte, dast Hans Bast in Koblenz gefangen sah, und welches Los feiner harrte, hatte sie nur noch den einen Gedanken: Flucht. Sie mochte den Martin nicht mehr sehen, sie schämte sich zu sehr, Lind wenn sie hier länger blieb, dann konnte sie ihm nicht entgehen, er hatte ja gesagt: „3ch komm herauf zu dir, and wenn du et auch nit willst, ich komm doch!'" Er würde ihr aufpassen. Flüchten, f.ch fluchtens Sich und den Vater ihm ganz aus dem Weg räumen, damit er wenigstens von allem frei kam. Olch und er würde des noch froh werden. Denn jetzt w-ust'e er es ja auch was fie schon längst w istte. Sie kniff die Olugen zu, kalter Schweitz trat ihr mehr ein holen! Sie weinte. Da tauchte vor ihren tränenverschleierten Blicken plötzlich eine Gestalt in den Feldern auf, eine wohlbekannte. Sah sie recht? Sie sprang vom Bett, drückte sich nah ans Fensterchea und starrte mit brennenben Olugen hinaus. Er war es, er war es! Sie sah ihn näher und näher fcmmen, raschen Schrittes ging er. Schon konnte sie sein Gesicht deutlich erkennen, sein blondes Haar hell unterm Hut flattern sehen. Hetzt aber schnell fort! "Wohin? Sie huschte eilends zum Haus hinaus, Regen fing an zu klatschen Oh, dast sie ihm nur nicht zu begegnen brauchte! Sie verkroch sich beim Pferd in den dunkelnden Stall. Hier fand sie Oldami. „Hier bist bu?5" Er war sehr verwundert. Sie stand hinterm Pferd ganz in die Ecke gedrückt. „Der OKartin ist da!" „Wat will er?“ „Dich sehen, mit dir sprechen." „O, nein, o, neinl“ Sie wehrte wild ab. SwiS"1 mltiellbeiiM'3^: Smiiielb"!int» iss StcnoaraMN jgtbr TW*"„ --sW KM K» "für die Rückzahlung. w , .,c Einen besonderen Vorteil bietet diese AnleiHr dadurch, dast sie als erste unter den wertbeständigen Anleihen sich von dec Bindung an mit eine Substanz freigemacht und zwei Subftan- -en, Braunkohle und Roggen, zugrunde geleot hat, so dast etwaige Schwandingen auf dem Markt der einen Substanz sich wohl zumeist durch die Haltung der Preise für die andere Substanz ausgleichen werden. e . Ein weiterer Vorzug ist dann zu finden, dast der "hessische Staat die beiben Llnterlagewerte, Braunkohle unb Roggen, selbst zu Eigentum le- schildert wurden. Die Strafen sind ähnlich wir bisher geregelt; Todesstrafe. Zuchthaus u ib "Der üift der bürgerlichen Ehrenrechte fallen aus; Gc- sängnis oder Festung bis zu zehn Jahren oder sonst bis zur Hälfte des Höch tv tragZ oder Geldstrafe sind zuiä s g: dec Verweis i t weggeblieben, da er nur verkehrt wirkte; in besonders leichten Fällen kann von Strafe abgesehen werden. Dabei kam, wie bisher schon die Vollstreckung der Freiheitsstrafe (leider nicht auch der (Selb träfe!) bc* di.igt ausgesetzt werben, jeü aber bestimmt darüber das Gericht, nicht mehr die ZustUvertval- tung, unb die Bestimmungen sind zum er it en mal hier gesetzlich ausgebaut. Run aber ist ganz besonders wichtig, dast das Gericht bei einem sehlbaren Jugendlichen zuerst prüfen must, ob l icht Erziehungsmastregeln au ^reichen; ist das so, dann wird nicht auf Strafe erkannt, sonst aber wird gestraft, entweder allein oder neben den sonst noch erforderlichen Erz e-ungsmastregeln. Unb bas St asg wicht ordnet diese nur an. wenn es zugleich V-r.nu chschastsgerjcht ist; sonst über» läfji es sie b e em, da man es vermeiden will, dast die Erziehungsmatzregeln als Strafe erscheinen. Das Strafverfahren ist grundsätzlich das gewöhnliche. Alle Iugendllchen, die zur Zeit der Anlage noch nicht 18 Jahre all sin>, lommen ausschli st ich vor die Zuge. dgerichte Ausnahmsweise auch Personen bis zu 21 Jahren. IGG. § 17. Der Staatsanwalt kann schon einstellen, wenn der Hugendliche als strafunreif erscheint, allerdings nur mit Zustimmung des Jugendrichters. Untersuchungshaft ist tunlichst zu vermeiden. Voruntersuchung durch das Gericht gibt es nicht. Derteidigunz und Zu.iehung von Beiständen, besonders des Hugendamts, sowie der geschlichen "Vertreter ist weitgehend angeorbnet Die Hauptverhandlung ist nicht öffentlich, was sehr zu begrüben ist. Privatklage u ib beschleunigtes "Verfahren sind un;u'.ässig; S.vafbe e l und Strafverfügung sind beschränkt. Sehr wichiig ist, dast bet d.n Ermittlung m möglich st frühzeitig die Ledcnsverhällnif,e sowie al'e Umstände zu er» fvffchen s.nb, die zur Beu lei arg der körperlichen ober geistigen Eigenart des_ Beschuldigten dienen rönnen; auch wird auf die ärztliche älntersuchung hingewies>en. D.e Eltern sind möglichst zu hören. — ileSer die Strafvollstreckung sind leider die Bestimmungen des Gesetzes dürftig. Trennung von Erwachsenen, bei Strafen von einem Monat an Derbützung in besvtideren Anstalten ober (leider auch!) Abteilung m, Förderung der Erziehung, das ist alles, was vorgesehen ist. Hier sp.elen eben die unseligen Kosten e.n: unheilvolle Rolle. Wichtig ist aber wieder, datz der Jugendrichter die Strafvollstreckung zu leiten hat, und dast stets das Hugendamt mittoirtt Ein sehr wichtiger Punkt ist endlich die Kostenfrage. Weil bisher die Gemeinden of* die Kosten scheuten, geschah nichts. Es ist daher nötig, dast stärkere Schultern, d. h. gröbere Verbände. damit belastet werden. Darüber müssen für d.e Fursorgee.-z e ung die Länder Olnorbnungen treffen. Reich, Länder unb Gemeinbrn werden allerdings burch biß zwei neuen Gesetze stark belastet, aber man darf doch wohl sagen, dast kein Kapital besser angelegt werden kann, als bad in der Zugendwohlsahrt verwenbete. Sieht man das Ganze nochmals durch, barm findet man eine grobe, nicht einfache Arbeit, bic uns allen übertragen ist, die viel Mut, aber auch recht viel geistige "Vorbereitung forbert; wir werden ohne Einrichtungen zur gründlichen Vorbildung all der zahlreichen Mitwirkenbcn nicht vorankommen. Wir werden noch viel lemert müssen, haben dazu aber schon ein reiches Material gesammelt. Hub man sieht, wie viele von uns mit helfen können unb müssen. 3m Mittelpunkt steht das 3ugenbamt, aber alle andern Organe, nicht zuletzt die freien "Vereinigungen, Hube r ihr großes "Mast an Mitwirkung u.ib OHit- veranttoortli^leit. Wir wollen uns dieser schönen Aufgabe, die alle Kreise angeht, wohl gewachsen zeigen, ja für sie dankbar sein. Iugendwohlsahrtsgesetz 1822 und Jugendgericht agesetz 1923. Don Professor W. Mittermaier. (Schlich.) Als Organe der Arbeit sehnen die Gesetze vor: 1. Die Jugendämter. Sie stehen im Mittelpunkt; ihre Bedeutung kann gar nicht hoch genug geschäht werden. Man kann wohl fa„e t, dast von 'ihnen dec Erfolg der ganzen Arbeit wesentlich abhängt. Wenn bei ihnen Bureau kratie ober ein uwe geordneter Geist herrscht, wird nte etwas ge e.ßen. ^icr must must eine wissenschaftlich durchaus gebill e e Person leiten, die alle F.agea txr Psychologie unb E.hik, ber Mebizin, Ufcnccrt ;er Psychiatrie, der Pädagcgik unb des Rechrt toll versteht. 3hr zur Seite muffen bei Arzt, der ^ ycholog unb Pädagog, der Geistliche unb der Lehrer stehen. Solche Olemler werden für alle Gemeinden oder für Gemeindcverbänc e errichtet. Sie bestehen aus dem Leiter unb erfahrenen Mitgliedern aller Kreise, bei denen die freien Iugendpslegevereine zwei Fünftel stellen; das Domrundschaftsgericht hat beratende Stimme, ©in-elne Aufgaben können Ausschüssen ober freien Oe/cimgungen überwiesen werden. — Die gesundheitlichen Aufgaben können dem Gesundheitsamt übertraget werden. Verbindung mit dem Wohlfahrtsamt.ist möglich — Die Landesjugendämter s"e.-en beratend, vermittelnd und soweit Zenttalisattvn nötig ist, mitwirkend über den Lokalämtern. — Endlich bildet die Reichsregierung mit einem Beirat das Reichsjugendamt, dessen Schaffung vom Reichs rat bekämpft wurde; ihm liegt die Sicherung möglichst x gleichmästiger Erfüllung der Aufgaben der Iugendäm er ob; darüber aber ergehen noch nähere Bestimmungen. Die Aufgabendes Jugendamts sind mannigfache: alles, was zur öffentlichen Iugeab- 'bilfe gehört unb neben Recht und Pflicht ber Eltern zur Erzichung steht, was der Erz'.ehung zur leiblichen, seelischen unb gesellschaft.icheu Tüchtigkeit bient, ist hier vereinigt. Dazu zählt auch die Mitwirkung bei der B.auffichtigung der Jugendarbeit. bei der Fürsorge für die Kriegerkinder und bei der polizeilichen Hugeadhilfe. ferner die Anregung, Förderung, selbst Schaffung der Iu- genbberatung, des Mutter- unb Kinleschatzes unb der sonstigen Iugenblvvchlfahrt. Auch die Iugendgerichtshilfe steht lern Jugendamt neben den freien Bereinigungen zu. 2. Die Dormundschaftsgerichte. 3. De Fürsorgeerz iehungsbehö r de,die möglichst das Landesjageabamt |eui soll, 3uoG. § 70; sie besorgt die Farsorgeerziehung. 4. Die Jugendgerichte sind besondere Arten der Schöfsengertchte. Der Dorsihende der sog. Huge^d- rtchler. soll möglichst der Vormundschaftsrich'er fein (was sehr umstritten war!); die Schöffen werden auf Vorsch ag des 3u gendamts le o.iters gewähll; für die schwurgerichtlichea Sachen besteht sitzt bzw. produziert, während viele bet zuletzt herausgekommenen sog. weetbestänbigen Ailleihen als Unterlage nur Substanzen hatten, welche die Schuldner sich jeweils erst selbst laufen muhten. Die jährliche Förderung an staatlichen Braunkohlen, wie auch der Eingang ber in "Roggen zahlbaren Pachtschillinge aus ben Gütern, ist aber jeder für sich unb besonders aus beiden zusammen so grob, dah dadurch Zinsen and Tllgung jederzeit um ein Dielfaches, und sogar auch das geschuldete Kapital selbst noch um ein Mehrfaches überdeckt Ire.ben. Es ist also wohl den weitgehendsten Olnfprüchen an Sicherhell genügt. Zum Schluß sei noch darauf hingewiesen, daß. was dem Publikum noch wenig bekannt ist, durch die neueste S euergesetzgebung nicht nur die Kap italertragü euer außer Kraft gesetzt worden ist, so datz jetzt wieder, wie früher, oem ©laubiger das voll ausgezahlle Zinke.träg- nis verbleibt, sondern baß auch der Depo t- zwang aufgehoben ist und dis Crwerler von Effekten diese auslewahren können, wo sie wollen. Dadurch dürfte auch für gar viele der Anlah weggefallen sein, Kapitalien in bar und damit o'b-te Zinserträgnis für sie selbst und obre Vorteil für die allgemeine Volkswirtschaft bei sich auf zu bewahren. Zur Erleichterung ist den Gläubigern bei diesen Anleihen d.e kostenlose Eintragung in das S t aa t s schu l d b uch geboten, wenn auch mit einjähriger Sperre Sie können sowohl'jetzt schon gleich Schuldbuchünträge zeichnen. wie auch jeSer$eit später Schuldverschreibungen gegen Schul^buchforderungen eintauschen. Damit sind sie, was für viele, namentlich mittlere unb kleinere Kapitalisten wertvoll ist, bev lästigen unb auch unter Umflänben gefahrvollen Aufbewahrung ber Wertpapiere überhoben. erzeugnifsen eine gute jetzigen Schwankungen Gläubiger bleibt die Markkapitals erhallen. Besserung der Mark, so ist allerdings der Zinsertrag. ber für bie Einheit jeweils vor Beginn des Zinsjahres öffentlich bekanntgegeben wird, ent- sprechend geringer; doch kann der Gläubiger dafür, dah dann auch die Waren billiger geworden find, so viel kaufen wie heute. Sinkt dagegen die Mark, so bekommt der Gläubiger, da dann auch Die Einheit höher bewertet werden mutz, einen entsprechend höheren Ertrag. DaS gleiche gllt Zwei hessische Staatsanleihen. "Rach mehrjähriger Pause bringt der hessische Staat jetzt wieder zwei Anleihen auf den Markt, deren Erlös für den weiteren Ausbau der staatlichen Braunkohlen- werte in Oberhessen, teils für die Errichtung neuer Wohnungen, teils für sonstige Bedürfnisse bestimmt ist. Der Staat hat heute keine eigenen Anleihe- Schulden mehr, da diese seinerzell sämtlich vom Reich beim stlebergang der Eisenbahn auf dieses übernommen worden sind. Lediglich schweb^rde Schulden sind vvrharrden, die jetzt im Verhältnis zum Vermögen urtb den laufenden Einkünften des Staates nur einen ganz geringen Umfang Haven. Die letzte abgeschlo se ie Ja resabrech un de' Staates, biejemge für 1921, zeigc e.nen lieber- Ichuh von mehreren Milliarden "Mark, unb aach die Rechnung für 1922 wird trotz der starken €teigerung aller Ausgaben infolge ber Geldentwertung noch verhällnismätzig günftig ab- schliehen. Das werbende Staatsvermögen besteht in erster Linie aus 75 000 Hektar Waldungen, d.e für dieses 3afcr einen Ertrag von mlnbeftenö 20 Milliarden Mark erwarten l-assen, dazu kommt landwirtschaftlicher Grundbesitz von insgesamt 13 500 Hektar, grotztenteils verpachtet, und zwar neuerdings nach dem Ratural-Sy lem; der Ertrag hieraus ist auf nahezu 2 Milliarden "Mark anzunehmen. Die dem Staat gehörenden Braunkohlen- gruben in Ober helfen haben eine Hahresförde- xung von 200 000 Tonnen - netto, die sich noch wesentlich steigern läht. Hiervon werden gur Zeit •/< von dem Elektrizitätswerk Oberhes en in Anspruch genommen und '/< als Rohbraunkohle und Di-ehsteine verkauft. Die Rvheinnahme aus diesem Ertrag wird sich für dieses 3af>r auf rund acht Milliarden Mark beziffern und wird auch bei entsprechenden Abschreibungen — die Anlagen gelten ührigens als erstklassig und burdx.ru 5 modern — stets ausreichen, um die Aafwe idungen für die Gruben voll zu verzinsen. Dauernder Absatz für nahezu die gesamte Förderung ist durch einen langjährigen Vertrag mit der Provinz Oder- Hessen für deren die ganze Provinz umfassenden Licht- und Kraftwerke gesichert. Von den beiden Bädern deckt Bad-Rauheim, das bekannte Bad mit Weltruf, dessen Einrichtungen vollkommen modern sind und auf höchster C-tufe stehen, seine stlnkosten, während das I.einere Bad Salzhausen nur eines kleineren Zuschusses bedarf. Die Sicherstellung der Anleihen ist somit nach jeder Richtung und für alle Verhältnisse durchaus gewährleistet. Don den beiden Anleihen bietet die Markau l e i he mit dem gleitenden, sich nach dem Reichsbankdiskon;sah richtenden Zinssatz, den Zeichnern einen Ertrag, der sich jeweils den Veränderungen des Wirtschaftslebens gut anpatzt.' Durch Festsetzung eines Mindestzinsfuhes von 8 Prvz. ist dem Gläubiger auch bei Besserung der wirtschaftlichen Lage dauernd eine reichliche Rente gesichert, während der Höchstsatz von 16 Prvz. bei weiterem Steigen des Zinssatzes einen angemessenen Ausgleich für die Erhöhung der notwendigen Ausgaben für die Lebenshaltung „3d> will ihn nit sehn — nie, nie mehr sehn — um Jesu willen, oh, sc> latzt mich doch!" „Maria," rief da des Martin Stimme. Es war ihm zu lang geworden im Zimmer, er war nachgekommen. Run stand er im Stall, unb es war, als sei der dunkle Raum Heller geworden. Seine Stimme, klang zuversichllich und frei „Wenn di? nit zu mir kommen willst, dann komm ich zu dir unb hol dich herein. Komm, Maria!" Er nahm sie bei der Hand und zog sie aus ber Ecke Adami sah erstaunt, datz sie sich ziehen lieh; aber es war etwas Mechanisches darin, wie sie die Fühe setzte, unb sie hielt die Augen ge» sc^clsen. Er folgte dem Paar ins Haus und hietz es eintreten in sein Wohnzimmer, nicht In die Amtsstube, die so öde war. Da sahen fie nun zu dreien, er auf dem Kanapee unter einem, jetzt in allen Amts Häusern des Rheinlandes Verbreiteten Stich; „Rapoleon Bonaparte, ber erste Konsul" — bie jungen Le ite auf zwei Stühlen ihm gegenüber. Maria hing nur auf einem Stuhleckchen, wie gewillt, jede Mirntte aufzuspr ngen und darvnzulausen. Aber Martins Hand hiell sie test. Die schvarzen Wim- pern beharrlich auf die bleiche Wange gesenkt, dir dunklen Brauen zasamrnenge ogen, dah sie sich wie düstere Schatten über der Rasen Wurzel berührten, den Mund fest geschlossen, so sah sie stumm. (Fortsetzung folgt) Aus Stabt und Land. Dietzen, den 3. April 1923. Die Tctteru"qs^al;!cn der fünf n.rösttrn Städte Hcsscns auf Grund der Preise vom 21. März 1923 (21. Februar) aussch letz ich ter Del e du g betrugen für Mainz 242 282 (223 698), Dur.nstadt 262 206 (230 484), einschlietzlich Bekleidung 332 373) (311 297); Offenbach 243 261 (241 102), Worms 246 220 (232 (.29), einschl. Brt.e.bunq 313 037 (309 629); G i e h e n 242 113 <231 6c2’, cl isch'.. Bekleidung 311 780 (310 649). Die Dmch'ch illtsteue- rungszahl für die fünf grötzten otäbte beträgt für Ernährung 197 661 (193 099), für Heizung u.ib wir ÄS'” ffi» «' lölrtronncnW tau. 10. «vr l 23, As. Es. in ^AiTUIdjidconhet Vküstnlstste einen das sogenannte grohe Zugendgcricht aus zwei Richtern unb drei Schössen. Damit wirb schon der geplanten Reureae.ung unserer Ge.ichtsc.er-' faifung torgeurteilet; Diefe groben Ge ächte tön-urn auch rür gcötzece Bez.rte. also etwa o.e Land- ge^lchtsbezirke, eingerichtet werden. Eb nso sollen oeso.Ders befähigte Zugendstaatsanwälic nusgesucht werden, unb bei den Landgeruchicn besondere Strafkammern die 3ugend;achen bearbeiten Es sollen nur besonders geeignete Personen hier mllwirken. Alle Jugend,tra^fache g:- hören vor diese Gerichte; sie sollen unter Linen älmständen mit Strafsachen ge;ea Erwach ene verbunden werden; auch in bei Haurt.er a.biungen soll jede Berührung mit Erwatzienen vermieden werden. End.lch 5. sind die Vereinigungen zu nennen, die sich mit der Zugendfür.orge befassen, die b.s-nders zur Zuzendgericht chll.e , u u- 8leben sind, und deren Zunammenaröell mit den amtlichen Organen genau zu regeln ist. @die Rectze von Matznahmen wird in den zwei Ge ehen geregelt 1. Der Schutz ber Pflegekinder bis zu 14 Jahren, die nicht nur vorüoergehend un> uncn^g.ltlich in fremder Pflege stechen. Dle Au - nähme bedarf der Erlaubnis des Iuzenbamts (mit Ausnahmen) oder boch der An.sige; daS Amt führt über die Kinder Aufsicht ebe.no auch über die bei der Mutter befindlichen unehelichen Kinder. Davon gelten Ausnahmen. 2. D.e Id genannte Amtsvormundschaft des Jugendamtes, 3WG. § 32 ff., d.e bei älue,e- lichen von der Geburt an einseht, sonst aber vom Vormundscha tsgeeicht statt de. re^elmätz gen Vormund,chaft über M nlerjährire ange.r >net werden kann. S^ kann von einzelnen Mitglieder i oder Beamten des 3A. auzgeübl werden. Statt dessen können auch Anstalten ober Deveine mit der Vormundschaft betraut werden. Das ZA. ist ferner Gerne ndewaisenrat und unterstützt plan- mätz.g das Dormundschaftsgericht, die Vormünder. De.stände und Pfleger. Man mutz sich vorstellen, welche Bedeutung diese Bestimmungen Haban können. 3. D'e öffentliche Unter st ühung hilfs- bedürftigerMinberjähriger wird I/t?r an Stelle der oft unzure.chrnben Armenunterstützung geregelt; sie w.rd später in ein schon vorder eite.es einheitliches Reichs-Armengesetz aufgenommen werden. Sie umfatzt besonders auch Erziehung unb Ausbildung; sie liegt vielfach nicht den alten Armenverbänden, sondem den Gemein- ben des Jugendamts ob, so datz auch eine verschiedene älnlerstühungspflicht für Eltern und Kleider besteht. 3'22X3. 8 49 ff. 4. D.e vorbeu genbe S chu ha ufsicht über einen Minderjährigen, toerti sie zur Verhütung seiner körperlichen, geistigen ober sittlichen Verwahrlosung geboten und ausreichend erscheint. 3M-D. § 56. Sie dauert höchstens b s zur Volljährigkeit. Sie wirb entweder vom Vormundschaftsgericht angeorbnet ober bei Gin- terftänbn d des Erz e .ungsberech iglea vom 3A. besorgt. Sie bestehl in bem Schah und ber lieber» wachung des M.nderjähr gen du.ch dnen „Helfer", ber das 32L ober eine Vereinigung ober ein einzelner sein kann. Der Helfer unterstützt den Er- z ehungsberechtigten wie ein Beistand. Diese Matz nähme ist in ber Praxis schon vielfach verwendet worden unb in Preutzen z. D. schon im Febmar 1918 amtllch anerkannt. Ihr kann eine ungemein grotze unb segensre.che Bedeutung zn- kommen; aber sie erfordert sehr viel Takt unb seelisches Verständnis. 5. Die Fürsorgeerziehung, 3WG. § 62, in einer Familie, sogar der eigenen, § 69, ober in einer Anstalt unter öffentlicher Aussicht, wird durch das Vormundschaftsgericht nach Ar- hören des 3A. angeorbnet. Sie dient entweder der Verhütung der Verwahrlosung, wenn ber Vater schuldhaft ungeeignet ist, BGB. § 1666, ober die Vormundschaft nicht ausreicht, BGB. § 1838, ober ber Beseitigu ng ber Verwahr» losung, wenn die Erziehungsberechtigten auch schulblos nicht ausreichen. Bei Gefahr im Cßö^ug kann sie auch ohne das regelmäh'g strenge Der- ahren vorläufig beschlosfen werden. Se endet päteslens mit der Volljährigkeit ober auch, wenn ie undurchführbar ist, z. B. weil der Zöglllrg geistig nicht normal ist. Stets ist bas Bekenntnis des Zöglings zu beachten. — Damit sind die bisherigen Landesgesetze über diese Matzregel beseitigt. _ _ 6. Endlich regelt das 3D(3. bei 3ugem> lichen, die eine mit Strafe bedrohte Handlung begangen haben, bie Matznahmen des 3ugenb» ger.ch'.s. Es |\nb Erzlehungsmatzregeln oder Strafe. Die ersten snd Verwarnung. Lieberweisung in die Zucht ber Erziehungsberechtigten ober der Schule. Auferlegung besonderer Verpflichtungen, z. B. Schadensersatz oder Gelbbutze, iln'e.brin.gung etwa in einer Lehrstelle, sodann (heileabe) Schutzaufsicht unb Fürsorgeerziehung, wie sie oben ge- Drei Schicksalszahlen. ITO 376 206 Das btt Desamt 563 QDUIiccban Öolbmerf Dem berg Drei-Vtasten- lag. München. — QUU la ^♦tnriburg lt> «enben 4 idbtuit;en t<* hefontttei rollikten TUitort tret brn b-.cr In ctnzm Sui* TkdalW t» fl bas aal be-n man lei an ber Knoll«. 1 mbern trat an brr Staube erfennhar sind Ma» lau4* des halb nu a-*«r* guxilk Xif ft txrübt Xrdro br? jufl VS« SachlM für H laior uZ6 MU atnlrtnm^ ftulNg rinscht. Dtflrtbana am 4,6 Prozent g lalle». Debtn feeltf %.* Kumpfe unb ® itwt!rm TJitrrlcyn ,a>.ngl. macht Mele füH "XpDeden von Q ex unb Tob *a W ifKiUMifc» br bcUmtfllktxn ititeratut banlOtclmain 9t Cb et al |. De» lag Paal Sttvcema in. Hannover — D.efi Dneb Üanfrmtrffrfiaft. D aigrs über Karkoffelbau. Lanbw-Aat Dr. Schab, Land». Schul« Butzbach und dadurch den Wirtschahskimpf, dit enormen Littm des Haushaltes leichter er tragen dann besuchen Sie in Ihrem Interesic am Donnerstag, dem 5. April, abends 8 L'br. im Saale des Kathol. Vereinsbaoses. Gieftct. den Vortrag mit Ausstelinng über „Spirumss Kochen und Heizen". 3^5 *• " txr. I pdW« tf! lul bm Adb« deNchtigt 3eo3bc für Qk unbbeU. öortenrcbibcU u»5 örrttne 5t e t bat M-r 1 be- MichK bann klbft auf bz. i reibe mü 3n tej.-n vv t Cletncn Sa3ben btt gdünbe.i«» unb bt'tcn Stauden unb ttvtbt Io k-.P t 2 laud« naus- tb Herr 3orba 1 11 ki zei äüg'n If ü tr ft n: Srldmifl.* Li A,st a b. £&! St? 5t Amlslchllb her nicht x>dlD.nj^-n«hör den IfljeM von ber lUldXrrgitrung ein Entwurf von Aubvll Koch in Olfen5a?) als Grundform benimmt worben. Gr zeigt den un- fcetpebtien Acichsabter. bellen senkrecht düngende oetetnigl Jn bet IV.mik'xjiij des Aüht.rm Alltäglichen mit dem Un.aimlichen. Svukhattes liegt die ungemein (efseinbe Äraf! vieler G» sch:chken. bte man ein Dokument ber russisch« Seel« nennen kann - Q 0 lef Ponten Der Oü ng 11 nj boten von Äftn ( vujesi von grvi rKhri Nch tek nahe ntit ber TTIe^enburger Ttun^ ar_ De» Dachau. Lodz unb in bei Ärettee GvÜvn«» unb 33eMAOyi g*bt es vberbeuticha Sprach inset». In be.*«’ 1 ^>Txi5-,'4>< 'Humbert ^rr'cht. Lei Kaldch »ab tm Ä. .mUwr Äreift ler n ' .ch b : Sürnbar bec bo ragen Deai'che» au ba< Schttk'ch.- as u=b r rb das .OrerUn^lche" ge anni. Vahrl Ichill in b.elcn turnen Grzamungen a U einem ttUenbe» lelftungen Deutschlands auf Grund des DcrsaiNer Vertrages. 40proyntifle Dcft'-’trung des Einkommens jcbcJ Deutschen Im Durchschnitt. xt Ufruh« ul» 2 i der Ain5 r-oi etr>a6) Vtbc- ollbtvi von Minder>4rer 6bbn’ed und fla: et» prabt die voi Künstlerhan> a Imi na4) bm Oiig Wien unterer ar»ben Meister ar«: 3 Um QUil'oel. Vtonurbo bu Din.i. Xbrebt Düver Steinbaulrn 9-agK. Ubbe u. a.1 aus Ne Platten Cwitx*rt sind JOJ sodann bas Oexn und Leid n * Heilande» an uns vorüber und hielt die >w- flauer m »« nrm Dann 3» bea dn «>«i DUbm am 5ri von fwmi JorXui die «Pvrechrn^n Dib«lstellen 0 riefen ober J orll« gdung n f > bah bk Devon tu t.ng gotteSb enst3ch-n Obaraler trug 3n tuak-nnxtier «Dei e bauen au*Wr2eni Derr unb A-au Pfarrer Dalian-Otodeenwn (bre Kunst m den Dirnst des Axnds gestellt, t.bem bt« durch Dto.in'otis und Gelchis«. welch Udutv von 3 a । Hol predig« Mibmann auf b.: Orgel txg niet »ur.'en. welentllch zur Der* fchönevung der Seiet beitrugen. Aus dem Amtoverkiinviguttgöblatt. •* Das Äitsverkundigungsblatt Dr. 26 vom 31. TZJt) ent.>111: U>nu. 2nl ihe b 3 ^rvh.rn ber ihren 2n -au In , Sen Ihn- 'i.' e ' . 4k.*ieten anordT» ' und auL' MtL*äftlg9c <1 terstühte. Sie Ist b’d t für ücit Dc.>6 'ciurg !chichtc-, «In chaup:na')rangs- mlitel gemo ben und spielt betr.eb,w rllchalliich für blc I3andwirtlcha?t ein* grohe Doll« Dru fchkand war vor dem Kriege bn8 tir» tvfselretchste Land der 2 dr. «S brachte fast l , ber GelamtkoNosselertzCvgu 1 hervor Leider ist durch den Krim ein b-tr iches DachiaNen in ber Kortiifsclpwduktion e ngetreten Din 2Li6au- flädbe die 1413 3.4 Millioien Hekwr betrug. ÄI^J um fast iuf 2 ♦ ' ‘. 'a ntedrag hon Dmitonen Tonnen betrug 1923 fast nur noch die Hälfte, nämlich 28 2 Millionen Tonnev Der Ort ran pro Hek ar betrug 1913 In Doppel ^ent nein n it no f) 115 Schuld a : Met.-in heb' * II fKi Du fqani sind 1 <- erl at voi Rmsaillrs. durch dm wi f .i 1 - haben, fe rner wä irend bei Krieg:! ber Mangel 0 ’ :tun !u>ün ic und das lichen DüngrrS. der quantitativ durch b.c D*>- rabme des Bi hstandes un) quallt »tiv du-ch die sch'echter« Mttter.ing besonb r» durch das Xi <• btettxm ber ausllnSifchen Futtermittel In feiner DM tung ^urüJg.ng. 2lufgai»e ter Landwirtschaft must es fein, nicht nur den inebenSflanb w «>:r »u erreichen, sv dem w m gst n> e nm D.irch'chn.tr er: ag p o Hektor von 160 Doppelzentner ri erzielen, um uns In dies« Beziehung vom DiiManbe unabhängig zu machen Die Mittel zur Erreichung die'es diele! batien üht selbst in b:r Hind. sie last «den in Detttxnbonj nur erstklassigen Saarqnts. In guter Düngung urb Dob enbearbeitung Die Kartoffel ist «me Pflanze bte nicht geschlechtlich durch Frücht« unb Samen, londen una3J lecht ich durch Knollen fortleplIan t wird, und die QlraSruna lebet bist de »halb ein fchvel» lerer 21bbau, d 0. ein Aachlollen im örfrage Infolge innerer Schwächung und germger Der» «r -ungHatlgMi eint ritt was ha dstet » Iri scheS Saatgut belchaf tt werden must Boden u ?b Klima Ivielen b(«jel tute grast, Kölle unb bte tilmat'.IJj milderen Degenden von Ute t» unb Cü> Deurschiand letbm ganz del anders unter diesen starken Dvbauerlche'.nungen. Di« Karwf «l w.rd von vielen Krank>l n befallen bl« sich auch zun grbst ei T.-t« aef di« BachLommenicha t ler eben Deshalb must erster »ainbfa» lein, nur gesund« Knollen von gesunden Stauden au legen 3t •< Auswahl äusterllch g?fu-.b a»Jk «der Knot len Ian* Ztttich« den gröberen Teil des Schtlkes beikJtn. Unten stebt bte D zeichnung des 2mles in Bruch- schrift. 21s Deilpi«!« sind bezeichnendeNvel'r ZI (3n einem Xetl ber 4 Jlagc wiederholt» Dertt»t f Bingen 31. Mär» 11DXD) Aulae Wielen wurden hier fltibuxrc'bnner Xechts» anto-ilt D» « 6« r. Debiheur Xlmmermane Delchäl ks-th e- Hodbach. 3 lldr mter Ära»» mag. Don B ngerbrLck wurdn» autg^weun bte 3o(Ibcamten M « vr 0 td und Au st dam m Die •nnäligxng btt Kohlensteuer. Berlin, 2» Mäcz. ('M > Auch dem vvte ' Aeichskohteewerchand am 2Z. März Nr Hera> fefung bet Drubropreis« für bte Um nich de^eHter Duk ich laich gcroonrene Kohl« helchlo"«n muibt «n:'chl?st (ich bie Reichsregierung. mU DHrtMB ab I 2ü>nl 1923 auch Ne Kobieusteuae ute ein Biertel zu e r tndbig««. . | fltrdic unh Schule. wq Gebern. 31 Dlln Dte a-n ®rün- Nrnw stogul» nd für l te ftbutiugeib ui •' Zü >» mng ihrer Ütbrer lowte am 5lar rete g »d«d tAr bte übrige CXmnnb, in brr hiesigrn K rch unter r-bter Beielilgung (kütaebabten Meister» ilder-Andachten des Herrn Richard Jordan (Rlgui-Stuttaart leb utr «n Höde- r nhe im knchllchen Leb« unserer ®«:nnbe. PIe drei SchldsalSzahlen de^ür)nl! durch Me Erlindang eines nnicn Bufnadinenpparates .Ethopdon« V" Erfüllung zu v«schalsen, der erstmalig auf der Hu film e Srohdvn - Biüsfal—Köln erprobt wurde Dem Un« n ;f^’t (ri erlch int ber jlptxirat als eint kle n« ^i^chtel. nur wroig gröber als die altmodischen Ttuhfboljn. mit vier elettrllchen Shigdn unb oerfd).ebenen Drähten in seinem 3nnern Sein« Berwendung Ist nicht an das totste reich aebunden. sondern er kann «txnlogut im Äulo benützt werden, um von hier aus einem Konzert in Amerika xu lauschen Modi hasten dem Apparat, indem s ch zwilchen Me Klänge eines vom Marconi-^aus fntlanbtea KonzeneS für den Hörer Im Fluatrug In 6vonbon Zunächst jnanqe- nehme Aelenzeräuiche miich en, noch einig« Un- ooUlomjnv- eit an. doch halb mach et s.ch bleie nicht mehr b.merkdar. f«' es bah Ile verstummten oder tn.olge (Devd nung n cht mehr wahrgenommen wurden llnb während sich das H.u^zeug vom Erdboden in bie Lu te erhob, konnten M« De tenten, bequem im Ge nffaM tttzrob. ben Nur unb deutl'.ch vernehmbaren Dönen eines ?foi- Trott lauschen, nach beim Titi der Qteropldn durch das Outtmeer h nzutan e' sch en • E i 1 Itallfnüfbrr Nationalpark Ein ILrt oital a^ i t im >ebiete bei ®nn Para- diso In b-n DrrjtichTn QTlpen ael chaffea worben, unb zwar lzind.'lk H sich bl hei wie wir b» 3elMnft .Mnurlchutz en nehmen an ein cde- t 1.: vor 2'0'' :>k: ir. baJ durch eli: g-vstar'ige Vnndschatt, chrrnorrag nb« gro.oii-ch- Bad u u g sowie reiche 3:ora unb flauna aul-e,elchne: IT De Park ber Nch bisher Im Delitz bei Königs von Jtallm befand unb bir .In (01 als Aational- pacf gesch nL‘ ttr rb-n ist. ist betonber4 be erlens- lettmen Tiere waren s tzon von Dl!t?r Enranuel ll., ber 1858 da» aussch^iest Ich: ^igbrech' erworden barte, sorgfä tig geschützt worben. Blktvr Emanuel III. bat Ijn*n nun wirren Schuz a gedeihen lallen unb für bl- bautnbe Er xiLtunj ber l?tz en uifpcun^l->-n 2n*nfte.nhMe Sorge ge:ragen. • Plattdeutsches i n Kongreß- polen Cteftt. wo de' paln sch« S:aat so starte na.'wnale Ansprüche er. er«, r.ch.en «ich untere Blickr mit g:.•’>•.«: Liede unb DefoqjeU als Irüber auf bte Deutschen, Me leit lan yer 3dl in Äoagwtpolcn de m.ich llib. 3n:ercffa»t ist es bah in Polen besonders v el nieder bratsch ge- sprochen w.rd. und von ber 3* tlchritt bei Allg«- me nen Plattdeutschen Darbendes .D- Ettbom" sind im lebtet 3alt zahlreiche pl^'chear'chr Bücher nach Po'.ea geich.ckt werden, d « bort g "ch: Areadr et«.- cw 3n d « «r Zer ch tt e z! -ll nun 3mU Xun tN Lx 92. 3^«rg. der chek Üanbax ZeirfHelft Ar 2k 00m 8 3*ü 1922 ver-^mlltch« f.nb Wat bt« Gröb« ber flaa Hart off eU andererl : 10 lehn M« Er»aHeang, brst K a ollen von 50— 1 00 Gramm bte höchsten 3t» träne arfen- Schneiden ber Knollen vermeld« man. bt« fnlche Schnttttläch« btetel Krank^ttlkttmen unb S hä»^ta^ gute Oin^ir^*- mbgiit)Lni In bie ÄnoJen unb ge ch litten« Kat- tpffdn bleiben stets hinter runben Ua Enrag 5ür gute Düngung ist bte Äanoffti besonders dankbar 20? 3tr. Stall mist, 2 3tr Xbc^ailmebl und 1-1 , 3* iOproj. Kalllalz ober Sdlorlall im zeitlgta Krübfahr pro Avr» mal ^Morgen unb 1 — 1' . Jte Kall rtdteff 14 Xag« vor ber Coat ober 1 dir lernet «Haute! Ammoniak beim Setzro wird sie bei ber Ernte dankbar lohnen Aber die Däng-^ag allein kann gute Erträge nicht garantieren, njr a uibeJ. ianar.ich Crdhiael unb nich: abgebauleJ Saatgut ist in ber Lag«, b.« gute Düngung richtig aaszunützan unb In hohe ptfOr und ber .Doll- rund", brauen von Zett äu teil vlaitde- ch« -l-ingea. M« von be Dauern lebe je.ne ge.rtv.t »etbuL • An Do r b des BotlchewisteA- fchlfles E»n «agil'char Zu-ckar bat fürillA eint Aals« von Dronrrf ui London an Doch « es roll.scheu Schilfes garnacht unb erzählt nun von te.ncr Beobachtungen nxfirrnb der Fahrt, bte ihm als an gute Schittsbilzipttn grs»6bntee S-gländer einen be’oebcren O.nbtud machten. Das Schutt war ein ganz stattlicher 10£X»I»aiun- Tampier. der left.er als Pastag.erbampfar gefahren war unb fehl all H.achtdampser Mente So war für leben Mann bet Be atzu ng reicht ich» Äofcinenroum vorhanden Don irgeib welcher Dilzipio E*te kte sonst auf SchMen kdltch vX war nicht b.« lei teste Spur vorhanden, ein Unter- Ich eb zwilchro Ci Ilster«* unb Mannlchattem «mit* m cht aemach:. I « waten all« Kameraden und alle aletch Dr« Offtgter« batten mir bie Ausgabe, bal Sch is iu üxen und le«ne Oageju bestimmen Auch der Kap .da hatte le nertet Autorität über Me Mannlchttt D« ganze Beiatzama wählte eine Dertretunx Me über alles xu bestimme* batte Das System ging gams aat. da Me Fahrt ich unter ben günüigften Bedingungen vrilgoE Aber «s sch ei Dem endlichen öcvauinn doch, als ob es in Xj ;roMtden der Erfahr Hütte h-chst be- denlltch werden können, wenn statt e«n«s schnellem Bete Ms erst Me Tleiauag des allgenxi Luge* Aams hätte «Ingadoll werden müllen Mn. 563 MtlliardeA ©olbmart oder (im Papier- maxl umatit4)ftchen Dorgüngt in ber Mratsche» K ^chengefch ch < werben In anschaulicher, leicht laM ch-rr. aber doch auch w.Nr'ichattlich ttXitt>oU' Ka ' et nimmt di« E-.lchichll Der kirchlichen Kunst In Deu schland «in As Haid vor^Ügllrhrr Aeprvdukttvnei aller wert» vollen Kun 1 werte g«r> nn: der Le'er auch hi« ««neu umfastenden Utberbhd über die gesamte Entwicklung Das Prach:werf txntb aus 1di« Lausbahn von ben IKirsten Ortülgen lür Ne Meckung unb Kräftig urg des Vollsdesubd«ins begleitet fem prifib« hÄn schon, »mft rrdett Je-t‘4 xtgtnf n*.te te®t£ XM Mliv Sind Niger Mdc. ■^<1 m 1 fltibtt JtoetiM rrifirt i (Lchv« «Ab ft tttclt Mri chrnlan uxb ,<