Nr. 102 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiebenerFamilienblätter Monatlich« Sezoorvreife: 3400 Mark und 200Mark Trägerlohn,durch dieDost 3600Mark,auch beiNtcht- erscheinen einzelner Num> rnern infolge höherer Gewalt. — Fernsprech« Anschlüsse: für dieSchrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Mmelgtr Siehe«. poftschecttonlo: 8rankfur1 a. M. 11686. Erstes Blatt 173. Zayrgang Mittwoch, 2. Mai 1923 SietzenerAiizeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vruck vnd Verlag: vrühl'sche UniverfitSlr-Yuch- und Steinörurferei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schlllstratze 7. Annahme von Anzelgen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100Mk.; für Re kl a me- Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Bei Platz- Vorschrift 20 “/, Ausschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. Eine Wendung im Ruhrkrieg. AuS Mülheim cl d. R. erhalten wir dvm 1. Mai folgenden Svnderbericht: Anter den vielen ausländischen Beobachtern, die zur Zeit in amtlichem Auftrag im Ruhrkriegsgebiet weilen, befinden sich auch englische Sachverständige, und diese haben jetzt ihrer Regierung depeschiert, Frankreich stehe ratlos vor der Unmöglichkeit, die Kohlenausfuhr aus dem Ruhrgebiet weiter zu steigern. Diese Ausfuhr betrage heute ungefähr ein Drittel der Menge, die Deutschland vor dem Einbruchstermin des 11. Januar freiwillig geliefert habe. Wir können solchen zutteffenden Mitteilungen hinzufugen, daß dieses Drittel geraubter Kohlen den Höhepunkt der französischen Aktion darstellt, von dem eS in kurzer Frist einen kläglichen Absturz geben wird. Man schätzt, daß in 14 Tagen bis drei Wochen alles für die Franzosen zu Ende sein wird. Es ist wichttg, diesen Zeitraum im Auge zu behalten. Sollte es nämlich Poincarg Öen, das deutsche Reparationsangebvt einen diplomatischen Kniff zu sabvrie- ren, so wird er in zwei bis drei Wochen durch den völligen Zusammenbruch des Kohlenraubs gezwungen sein, doch zu verhandeln. Die Zeit arbeitet nun einmal gegen ihn. And wie kommt das? Bekanntlich sind die Franzosen überall über die hochaufgeschichteten Halden heraefal- len, und eS wird fieberhaft daran gearbeitet, die riesigen Kohlenberge abzuttagen und in die douce France, in das süße Frankreich, überzu- führen. Daher immerhin das Drittel der vorjährigen Lieferung. Aber die französischen Offiziere, die vor den Halden als militärischer Schutz umherstelzen, bemerken bereits mit peinlicher Verwunderung, daß neue Kohlen aus den Gruben nicht mehr auf die Halden geschüttet werden. Zn drei bis vier Wochen sind die Halden leer wie Tennisplätze, und die Alpenjäger können darauf exerzieren. Was ist geschehen? Seit Mitte April ist eine Wendung eingetreten. Zn aller Stille, vhne Roten und Plakate, ist in den Bergwerken die Hinaufbeförderung der Kohle eingestellt worden. Die Kohlen kommen nicht mehr auf die Halden. Sie werden bei voller Weiterzahlung der Löhne in den Gruben geschlagen, dann aber unter Tage „versackt". 500 bis 700 Meter tief unter dem Erdboden, auf der 5., <6. oder 7. Sohle ist in verlassenen Strecken und Gängen Platz für ungeheure Kvhlenmassen. Die Kohle wird dort nicht hoch aufgeschüttet, sondern in flachen Haufen gelagert. Die Lagerung ist vollständig ungefährlich, wenn man die üblichen Vorsichtsmaßregeln beobachtet. Auf viele Monate hinaus lassen sich hier unterirdische Halden anlegen. Diese Halden aber sind vor den Franzosen sicher. 'Bei der unheimlichen Deutschenfurcht wagt es keiner, in die Tiefe der Bergwerke zu fahren. Da möchte doch allerlei passieren. Mit den komplizierten Fördermaschinen können sie nicht umgehen. Die geringste Anvor- sichtlgkeit würde zu einer Katastrophe führen. Wollten sie ihre Arbeiterkvlonnen dahin bringen, die Fahrt in die Tiefe zu wagen, so fänden sie nirgends einen deutschen Maschinisten, der die Förderkörbe bedient. Leider ist man ja etwas verspätet auf diesen ausgezeichneten Gedanken gekommen, die Kohle in der Tiefe auf Lager zu fördern, aber noch ist es nicht zu spät. And im übrigen läuft ja auch über der Erde der Krieg um die Kohle weiter. Von den Haldenkvhlen geht bereits die massenhafte Deputatkohle ab, die in den letzten zwei Wochen von den Arbeitern fleißig eingekellert wurde. Die Franzosen Ibestehen zwar quf ihrem berüchtigten Dekret Rr. 31, daß sich kein Kohlenfuhrwerk ohne ihre Genehmigung auf der Sttahe blicken lassen darf. Aber sie können nicht hinter jedem vollbepackten Kinderwägelchen oder Bretterkarren herlaufen. Dazu kommt, daß kein Mensch Kohlensteuer bezahlt. Die Rechnungen wurden bei der Entnahme einfach nicht direkt beglichen. Der Käufer verpflichtet sich, den Kaufpreis zu einem späteren Zeitpunkt zu entrichten. soll heißen, an jenem Tage, da die Franzosen das stachelige Ruhrgebiet wieder verlassen haben. Endlich ist man in den Kokereien so weit, den Betrieb vollständig abzu- drosseln. Das ist der schwerste Schlag für die Franzosen. Was von der deutschen Kvhlen- produktion noch vorhanden ist, daran werden sie wenig Freude haben, wenn eS wirklich bis zu den lothringischen Hütten kommt. Dieser KokS. Spezialmarke Poincare, ist eine Art Scherzartikel. Er brennt nicht. Angesichts dieser glücklichen Wendung, die der Ruhrkrieg für die deutsche Partei genommen hat, versteht man wohl auch dieHaltungder vier Bergarbeiterverbände, die im Gegensatz zu den Kommunisten vom Generalstteik abraten und den bewaffneten Franzosen ruhig gestatten, auf die Zechenplätze zu kommen. Das ist kein Verzicht auf den passiven Widerstand, sondern einfach eine Folge der neuen Abwehrtaktik. Mögen die Franzosen mit ihrem letzten Raub abziehen. Reue Kohlen bekommen sie nicht. Die Kohle wird unter der Erde gestapelt. An der Einfuhr in die Gruben, an der Arbeit können sie den deutschen Bergmann nicht hindern. Oder wollen sie das ganze Ruhrgebiet in Flammen setzen? Vor solchem Herostratentum wird sich Herr Pvincars doch besinnen! Kölna. Rh„ 1. Mai. (WTB.) Die Franzosen haben am Sonntag die dreiDraun- kohlengruben Donatus, Liblar und Liblar-Concordia bei D r ü h l an der Grenze des englisch besetzten Gebiets zur Abbeförderung von Kohle militärisch besetzt. Die Belegschaften sind daraufhin in den Ausstand getreten. Der neue deutsche Reparalions- vorschlag. Paris, 2. Mai. (WTD.) Aach dem hier bekanntgewordenen deutschen Aepara- tivnsvorschlag, wie ihn die Schweizer Tele- phenagentur veröffentlicht, bietet die deutsche Regierung 30 Milliarden einschließlich aller Sachlieferungen an 2VMitliar- d e n sind sofort auf dem Wege der Anleihe zu mobilisieren, fünf weitere Milliarden in fünf Zähren, und die restliche Summe von fünf Milliarden drei Zahre später, als) nach acht Zähren. Wenn die beiden späteren Anleihen im Betrage v>n zehn Milliarden nicht auf dem internationalen Markt plaziert werden können, soll ein Schiedsgericht entscheiden, wie unb wann Deutschland bezahlen mutz. Dasselbe Schiedsgericht soll auch dafür zuständig sein, wenn notwendig, die Deckung der Zinsen zu' sichern und neue Anleihen zur Emission zu bringen. Seien die Alliierten mit dem, was Deutschland Vorschlägen toerbc, nicht einverstanden, dann hatte dieser Schiedsgerichtshof fest- zusetzen, wasDeutschlandzahlensoll. Drei Möglichkeiten seien für die Zusammensetzung dieses Schiedsgerichtshofes ins 2Iuge gefaßt worden. a) ein Anleihekomitee aus rnternutiona/e-i Bankiers, b) ein Komitee, wie es Staatssekretär Hughes vorgeschlagen habe, c) eine gemischte Kommission, umfassend neben den Mitgliedern der Reparativnskvnrmisfion eine von dem Schweizer Bundespräsidenten ernannte Persönlichkeit und einen Deutschen. Besondere Garantien für den Zinsendienst seien nicht vorgesehen. Die deutsche Regierung erkläre sich bereit, durch Gesetz die deutschen Wirtschaftskreise zu zwingen, die nötigen Garantien zu leisten. Die Form und die Art der Garantien könnten den Gegenstand weiterer Beratungen bilden. Militärische Garantien: Deutschland schlägt einen Pakt vor, der die Integrität aller Signatarmächte sicher st ellt. Die Modalitäten dieses Paktes seien eventuell durch einen internationalen Gerichtshof zu bestimmen. Räumung des Ruhrgebiets: Die deutsche Regierung seht voraus, daß das rechtsrheinische 31 fer geräumt wird nach Abschluß der Ber- handlungen. ♦ Wie die Berliner Blätter mitteilen, wirb der Reichskanzler den Parteiführern bereits am Mittwoch vormittag den Inhalt der deutschen Rote bekanntgeben. Aach den letzten Informationen hat Finanzminister Dr. Hermes an der Fertigstellung der Aote teilgenommen. Wie die „Boss. Ztg." melden zu können glaubt, sei in Frankreich ein gewisser 31 m s ch w u n g eingetceten in bezug auf die ftan- zösische Haltung zu der deutschen Aote, denn die von Frankreich angekündigte Aote an die Alliierten, daß als Vorbedingung für die Verhandlungen der deutsche passive Widerstand eingestellt weiden müsse, sei bisher nicht abgegangen und nach einer Mitteilung des Quai d'Orsay sei es nicht sicher, ob sie überhaupt abgehen werde. Aach Ansicht der „Voss. Ztg." ist dieser Umschwung in der französischen Haltung auf die neuerliche Annäherung Belgiens an England zurückzuführen. Berlin, 1. Mai. (WTB.) Wie den Blättern mit gefeilt wird, wurden, morgens von 10 Uhr ab vom Reichskanzler die Parteiführer unterrichtet, und zwar zunächst die sozialdemokratischen, um 11 Uhr die deutschnationalen, um 12 Uhr diejenigen der Arbeitsgemeinschaft. Um 3 Uhr findet die Besprechung des Reichskanzlers mit den Minister- und Staatspräsidenten der Länder statt. Im Laufe des morgigen Vormittags wird die Aote überall den alliierten Regierungen überreicht. Die vorsichtige englische Politik. London, 30. April (WB) Unterhaus. Auf die Frage des Arbeitermitgliedes Treve- l y a n. aus welchen Gründen einigen deutschen Damen, die eingeladen waren, aus dem Ruhr- gebiet nach England zu kommen, um über die Verhältnisse im neubrsehten Gebiet Mitteilung zu machen, das englische Visum verweigert worden sei. erklärte der Minister des Innern, datz er es gerade im jetzigen Augenblick nicht für würrschenswert gehalten habe, diese Damen nach England zu senden. Die Vorgänge ans dem Dcvise»markt. Berlin. 1. Mai. (WTB.) Die Parteien der Arbeitsgemeinschaft haben im Reichstag eine Interpellation ein gebracht, in der die Reichsregierung um Auskunft über die Gründe des Marksturzes ersucht wird. Insbesondere wird auch die Frage gestellt, ob von inländischer Seite auf diesen Marksturz vorsätzlich oder fahrlässig hingearbeitet worden ist und welche Maßnahmen die Regierung zu treffen gedenkt, um ähnlichen Ereignissen in Zukunft vcrzubeugen. Die Ausführung der deutschen Handelsverträge. Berlin, 30. April. (WTB.) Wie wir erfahren, hat die Reichsregierung auf Grund von Verhandlungen mit mehreren am Ruhreinbruch nicht beteiligten Mächten eine Regelung getroffen, die trotz der rechtswidrig erlassenen französischen Aus- und Einsuhrvor- schriften die Ausführung der Handelsverträge ermöglicht, die zwischen Firmen in Deutschland und Angehörigen der am Ruhreinbruch nicht beteiligten Staaten vor dem 20. Februar abgeschlossen wurden. Voraussetzung für die Aeuregelung ist, datz die nach den deutschen Vorschriften etwa erforderliche Genehmigung des Reichskommissars für Ein- und Ausfuhrbewilligungen vvrliegt. Unter dieser Voraussetzung ist in Deutschland ansässigen Firmen im Rahmen der vor dem 20. Februar abgeschlossenen Handelsverträge gestattet, Waren zu liefern oder anzunehmen, auch wenn der ausländische Dertragsgegner sich wegen der Aus- oder Einfuhr an die Besatzungsbehörden wendet. Den in Deutschland ansässigen Firmen ist e3 aber nach wie vor untersagt, mit den französischen Ein- und Aussuhrstellen zusammen» zuarbeiten. Die Aeuregelung stellt eine Ausnahme für eine zeitlich beschränkte Anzahl von Handelsverträgen dar und wurde mit Rücksicht auf den ausländischen Handel zugelassen, der feste Verträge mit der deutschen Wirtschaft abgeschlossen hatte, bevor die Freiheit des Handelsverkehrs durch den rechtswidrigen französischen Eingriff gestört wurde. Verhaftung des Herrn Krupp von Bohlen und Halbach. Essen, 1.Mai. lWTB.) In der Unter- suchungssache gegen oie Direktoren der Kruppwerke hatte der ftanzösische Unter» suchungsrichter Herrn Krupp von Bohlen u^d .Hahlbach borgeladen, um ihn als Zeugen zu vernehmen. Bohlen hatte, um der Vorladung Folge zu leisten, seinen Aufenthalt in Berlin, wo er zwecks Teilnahme an den Sitzungen des preußischen Staatsrats an wichtigen geschäftlichen Besprechungen weilte, vorzeitig abgebrochen und sich heute vormittag beim französischen Unter» suchungsrichter eingefunden. Aach kurzem Verhör erklärte ihm der Untersuchungsrichter, datz er verhaf tet sei. Essen, 1. Mai. (WTB.) Die Verhandlungen gegen die Kruppdirektoren finden am Freitag und Samstag dieser Woche statt. Der Prozeß gegen die Direktoren der Hcrnrichshütte. Hattingen, 1. Mai. (WTB.) Vor dem Kriegsgericht der 40. französischen Infanteriedivision hat heute mittag der Prozeß gegen die Direktoren der Heinrichs- Hütte in Hattingen begonnen, der deshalb besonderes Interesse beansprucht, weil ihm zum Teil ähnliche Vorkommnisse zugrunde liegen wie dem bevorstehenden Prozesse gegen die Direktoren der Firma Krupp. Die Heinrichshütte ist heute von den Franzosen als Zollgrenze beseht. Von der auf dem nördlichen Ufer gelegenen Hütte wird aus einer Seilbahn der Schutt der Zeche, Kohlen usw. nach dem Südufer zur Zeche „Friedlicher Aachbar" transportiert. Am 26. März wurde dieser Transport auf eine Anordnung der Direktion eingestellt. Am Karsamstag erschienen morgens zwei französische Ingenieure auf der Hütte mit einer militärischen Bedeckung von etwa 150 Mann mit kriegsmätziger Ausrüstung. Die Ingenieure verlangten die Direktoren zu sprechen. Wie ihn ähnlichen Fällen, in denen eine militärische Besetzung von Werksanlagen erfolgte, strömten auch hier die Arbeiter und Angestellten herbei. Ein Arbeiter zog die Sirene und alsbald war die Belegschaft auf dem großen Werkplah versammelt. Die Direktoren Zager und Zöllner, die sich zu dieser Zeit im Innern des Werkes befanden, begaben sich nach ihrem Bureau und eTnpftngen dort die beiden Ingenieure. Aach der Unterredung äußerten diese ihre Besorgnis, die Unterredung äußerten diese ihr Besorgnis, die sprachen beide Direttoren beruhigend auf die Menge ein und begleiteten die Ingenieure bts ans Tor. W-egen dieser Vorgänge sollten die beiden Direktoren verhaftet werden. Da sie sich aber auf einer Geschäftsreise befanden, wurde an ihrer Stelle der Bureauchef der Einkaufsabteilung, der Prokurist Heinicke, verhaftet. Der Angeklagte H e i n i ck e bestreitet die Schuld. Die Leute hätten sich versammelt, weil sie etwas Außergewöhnliches vermutet hatten. Unter anderen Zeugen wurden auch die Mitglieder des Betriebsrats vernommen, die sich in gleichem Sinne aussprachen. Die Arbeiterschaft habe sich erst aufgeregt, als die beiden Direktoren mit den Ingenieuren herauskamen, da sie an die Verhaftung der Direkteren geglaubt habe. Ausweisung eines Geistlichen. Buer, 1. Mai. (WTD.) Der von den Franzosen verhaftete und auSgewie- sene Vikar Sielko warnte am Sonntag morgen in seiner Predigtdie Zuhörer vor einer Annäherung an die Franzosen. Del französische DivisionSpfarrer, del die Ausführungen angehört hatte, veranlaßte darauf, wie die „Rheinisch-Westfälische Zeitung meldet, die Benachrichtigung deS kommandierenden Generals In Recklinghausen, der die Ausweisung verfügte. Die Behandlung der Gefangenen. Berlin, 30. April. (Priv -Tel.) Der .Lokcck- anzeiger" entnimmt einem Briefe des Generals von Mudra, datz er während der Haft wie ein Schwerverbrecher behandelt worden ist. Dte Zelle starrte von ekelhaftem Schmutz. Wasser fei nur in ganz unzulänglicher Weise erreichbar gewesen. Die Nahrung sei der Sträflmgskost gleichgekommen. Die Arbeit der belgisch-französischen (Kisenbahnregie. Paris, 1. Mai. (WB.) Aach einer HavaS Meldung aus Düsseldorf betrugen dte Einnahmen derfranzösisch-belgischenEifenbahn- r e g i e in der vergangenen Woche 325 Millionen Mark. Die Havasmeldung übergeht hierbei dte Tatsache, datz die Tarife unter der Regie Erhöhungen erfahren haben, die nach einer vom „Temps" veröffentlichten Meldung an den Einnahmen mit 50 Prozent beteiligt ftnd. Zusammenstöße in Bochum. Bochum, 1. Mai. (WTB.) Hier kam eS in der Nacht zum 30. April im Stadtparkviertel zu Z u f a m m e n st ö ß e n zwischen Mitgliedern einer kommunistischen Hundertschaft und Strahenpassanten, die nach Waffen durchsucht wurden. Infolge der Besetzung der Feuermelder durch die Kommunisten konnte die Feuerwehr nicht rechtzeittg herbeigeholt werden. Eiu neuer Mord. B o ch u m, 1. Mai. (WTB.) Zn der Nach! zum 1. Mai wurde an der Eisenbahnüberführung in Altenbvchum ein Zivilist, der sich mit mehreren Personen auf dem Nachhausewege befand, von einem französischen Posten ohne jeden Grund ange- schossen und so schwer verletzt, daß an seinem Auftommen gezweifelt wird. 75 Millionen Geldbuße für die Stadt Duisburg. Düsseldorf, 1. Mai. (WTB.) Wegen angeblicher Sabotagehandlungen an Telephonleitungen ist die Stadt Duisburg von den Belgiern mit einer Sttafe von 7 5 Millionen Mark oder 3571 Dollar belegt worden. Der stellvertretende Regierungspräsident Lutterbeck protestierte gegen diese Maßnahme. Die Reparationskommission über die deutschen Sachlieferungen. Berlin, 1. Mai. (WTB.) Die Reparationskommission hat jetzt die Zahlen über die Gutschriften für die Sachlieferungen Deuts chlands an die alliierten Staaten im Zahre 1922 sowie über die Aufträge veröffentlicht, welche diese Staaten durch di.' Re- parationskommission Deutschland übergebe -, lictzen. Die Gutschriften betragen danach rund 696 Millionen Goldmark, während Aufträge für insgesamt 858 Millionen Goldmart erteilt worden sein sollen. Ob diese Zahlen zutreffend sind, insbesondere ob die gutgeschriebenen Beträge den Vorschriften des Versailler Vertrages und den besonderen Vereinbarungen und Lieferungsverträgen entsprechen, mutz einstweilen dahingestellt bleiben, bis die Zahlen im einzelnen einer Nachprüfung unterzogen worden sind. Durch die Gegenüberstellung der Bestellungen, die von den alliierten Staaten bei Deutschland 1922 gemacht wvrd«i sind, mit den tatsächlich bewirkten Leistungen Deutschlands scheint man den Eindruck erwecken zu wollen, als ob Deutschland seinen Derpflich- tungen nicht voll nachgekommen sei. Ein solcher Beweis ist aber aus den veröffentlichten Zahlen gar nicht zu führen, da viele Bestellungen, wie z. B. Schiffslieferungen, komplette Maschinen usw., die 1922 angefordert worden sind, im vergangenen Zahre gar nicht mehr her gestellt bzw. geliefert werden konnten. Die Gutschrift für oas Zahr 1922 war infolgedessen gar nicht möglich. Datz bei einigen Artibeln, wie Kohlen und Holz, Deutschland nicht die gesamten Aufttäge des Zahres 1922 erfüllen konnte, ist bekannt, es ist aber auch bekannt, datz dafür Umftänbe maßgebend gewesen sind, für die die deutsche Regierung nicht verantwortlich gemacht werden kann. Es ist ferner bekannt, wie verhältnismäßig gering der Wert dieser Lieferungen gewesen ist, um die Deutschland hinter den Forderungen der Alliierten zurückgeblieben ist. 3m übrigen zeigen die von der Reparationskommission veröffentlichten Zahlen wiederum, datz Deutschland die Annuität der Staaten außer Frankreich fast restlos erfüllte. Wenn Frankreich auf seine Annuität von 950 Millionen Goldmark mir einen Bruchteil in Lieferungen erhalten hat. ist das nicht Deutschlands Schuld. Die französische Regierung hätte im Laufe des Zahres 1922 wesentlich höhere Sachleistungen beziehen können; von dieser Möglichkeit hat sie aus eigener Entschließung keinen Gebrauch gemacht. Eine Abmilderung des früheren englischen Verleumdungsfeld- Zuges. Q o n bo*, 30 Qtottl ' iaib ) Unterbaut. Dal QUbcUcnriifltbeb Drei rübtek eta* >• fragt an bu toegtn brr Hebe bet Bon Referenten und Rednern werden genannt. Professor Rtchet von ber A lodern le bet Ivlssenschasien. sowie die Professoren Basch unb Stelle, ber General» berichtetstatter ber FinanzkomnnNion ber Hammer. Boka n ows k i. frT-ir die ehemaligen Abgeordneten fla Foyer unb Dr Dvizh Eine internationale Verteilvng- komMission in Danziq. Danzig. 30 April. (WTB) 3n ben ersten Maltagen wird die internationale Kommission für bie Verteilung bet ehemaligen deutsch«» Reicht» u n dStaat s- gulet Ihre Beratungen in Danzig wieder auf» nehmen, um endlich die noch ausstehenden *rt- kcheidimaen zu füllen Die Ankunst ber französischen TllttviUfbcv der Kommission wird am 1. Mal erwartet 3n erster Linie wirb die Tkrtdhmal» kommtssion sich mit ber Frage ber Zuteilung ber Werft unb ber Eisenbahnhauvtwerk» Rütte zu beschäftigen Haden Die Gründung einer internationalen Aktten-Geiel!!chafl burch ein Danziger Geschäft ist bekanntlich ber erste Schritt gut Verwirklichung der feit längerer Zeit erörker- tzen Pläne Die Mitglieder der engli'chen und der fran,0'ischen Interefsentengruppe sind bereltl in Danzig finget reffen Zur Lausanner Konferenz. Qon bofragen unb Kommunisten wählten diesmal gemfinf stattlich ihre Sammel- plätz«. 6* zogen bereits tn den trüben Morgenstunden tn großen Scharen aus allen Teilen Groh» Berlins nod) dem ßu ft garten unb ber Reitbahn am Zovlogifsttn Garten unter' Mittührung von roten Hahnen unb zahlreichen Schildern mit Aufschriften aller Art. Die Musikkapellen marschierten an ber Spitze der Züge 3ra Lustgarten und auf ber Rett heb", am Zoo hielten zahlreiche Ret^ ner. darunter Reichs- unb Landtag sadgevrdnere unb ein französischer Kommunist. Aniprach-n. 3m Lustgarten mögen etwa 400 000 kxs 500 000. auf ber Reitbahn am Zoo etwa 100 000 Personen antrefenb gewesen fein. Unter ben Teilnehmern befanden sich zahlreiche Stauen, Zugendlich- unb Kinder München, 1. Mai. HBoftt) Die sozialistische Maifeier auf der Tderefienwiese vor der Bavaria wurde prvgrammädlg durch- getflbrt unb bauerte eine Stunde. Zwischenfälle sind nicht vorgekommen. Sssen. 1. Mai (WTB ) Die von ben freien G« werf ks chatten im Ruhrgebiet veranstalteten Maifeiern fhb. soweit bis fetzt bekannt, überall ruhig unb ohne Zwischenfälle verlaufen 3n Offen fand eine gewaltige Massendemoastralion statt, an ber sich mehrere 100 000 Männer und Jrauen beteiligten. Die französischen Truppen mieden während ber Demonstration die Straften. Lediglich französische Wuawag.’ beobachteten die Züge der Ma'fen unb warf« ® r ptxiaanbaflug»euge herab Auch in ben übrtiet Groftstabten des Ruhrrevierl fanden gleichartige KunLg.b-ungen imb Unuüge ftatt Köln. 1. Mai. .WTB.) Auch hier fand die Maifeier der Sozialdemokräten unter ar obre Beteiligung statt. Drei lange Züge bewegten sich aus bem Borden unb Süden der Stadt wie aus bem rechtsrheinischen ®ebld unter Musikbegleitung zum Reumarkt, wo von neun Tribünen Reben gehalten wurden. Gs wurde eine Gnifchlieftung angenommen, in der es Heidt Die rheinische Arbeiter'chatt bleibt auch In diesem Augenblick treu unb fest im Bunde mit den demokratischen Sozialisten der ganzen Welt in dem VemuftiMn. dass die arbeitende Bevölkerung ber anderen Länder einig mit ihr im entldflebenen Abwehrwillon gegen die imperialistischen Bestrebungen ist. Das rheinische klasfen- bewustte Proletariat erneut tn dsrt.-r Stunde höchster Qlltidftbeftrvbungen des französischen und bei» gtfchen Militarismus das Bekenntnis zur deutschen Republik. Mus bem Reichest« Vretberfergeig auf neuer Gnntdlag«. Berlin. 1. Mai (WTB ) Nachdem Infolge ber Stellungnahme dec Reichs reg lerung und der GntfchUehung des Reichstag» vom 12 April die Getreide Umlage mit Beet^tgunq de» gegenwärtigen Wirtschatt^iahres ihren Adfchlust findet, wird von der Reichsreg.e ung den ge eg benben Kvipcrfchatten ein @e e tittmirf vorgelegt werte-, der die Brotverforgung im kommenden Wlrtfchaftsiahr auf eine andere Grundlage stellt. Bei der austervrdentlichen Bedeutung Einer geordneten Brotverloraung erschien es nicht angängia. IU ganz dem freien Spiel der Kräfte zu (Iberia ff en, zumal die inländifche Erzeugung zur Deckung des Bedarfs nicht au »reicht und eine sehr beträchtliche Ginttihr von Brotgetreide nötig ist. Gs ist in erster Linie daraus hinzu- ftreben, baff btefe Einfuhr durch den freien Handel getätigt wird indessen steh« der Gnt- Wurf die Bereitstellung einer Reserve von bis zu 3l/i Millionen Tonnen In der Hand der Regierung vor. die dazu dienen soll, die öffentliche Berfvrguna während des Uederganges vom alten ins neue Arntcfahr fortzusetzen und dir Möglichkeit einer Cinrirfung bei ungerechtfertigten Preisgestaltungen für 3nlanbgetrv.be zu getm. Dir von ber Reichsgetreibestelle zu beschattende und zu verwaltende Reserve soll trllwei'e durch die »tn- gestellter grober silberner Humpen aus. an tpel- v*m alle russischen Orden angebracht waren. Das Erstaunen meines Vaters bcrnrrLnb. sagte Bismarck .Als ich den letzten hö-chst.-n ru"d^n Orden erhielt, sielen mir destinnnungsgemäst alle andern russischen Orden noch einmal iu. Io dast ich fW all« in doppelten Eremplanen be’-ih. und ba habe Ich eine Serie zur Dekoration dieses Sumpens verwand«, der auch etn Geschenk des art» Ist. 3ch hafte, bad öl« bi eie ursprünglich nicht beahfichtigte Verwendung der Crbm ntcht Io Schert, wie meinen allerhSchstm kaiserlichen Herrn, ber es miftfälllg bemerkte, all er lich neulich zu Tisch bei uni angelegt hatte, so bad ich angeoebmt habe, blefcn Humpen nie wieder »u verwenden, wenn S M uni wieder einmal beehrt " Dann schtldrrtr Vilmanf meinem Baler wie ftberoul einfach der Haushalt des Kaisers in bem PWiCDob«r ber Provinz »C auC ben reellen Handel, bei brr D-rchftihevng tartt; Verrtteang inlowrtt nuja* emal« ;ebe bösL a' rh« Heber- trehmg Mrter 3meb - j den Kreis- und städtt- kU» Preisprtttungsste.(bei febem Kretsamt) ob« ab« d« Preisp^-ngsstelle OberheN« tn G-esten. Viemarckstraste 14. sofort jur An-ei^r gebracht werden möge. Das Deutsche Valksstzfetz. 3» bet Geschäftsstelle des .Gießener Anzeigers- wurde» für errtere bedrängten Bollsgeno'ten h» R-brgebiet unb am Rhein weiter abgelidrrt: Intpektt r X 1000: Kl. Vic StaNfhabert^dt 7700. V e 500 A.-g.-s*llte enb Arbeit« d« ffitma Hau dach u Eo '*ymvrtabrtten 38 ^0 Gemeinbebeamt« wnb ?*<-.'■««b« •eneetnbe firtrt. r Ra*. 14 900 X X 300 OberMunba des Gtzmna'iams «Rachtzahkungi 1000 kcppklub XX«4erf 4COO. Deutsche Iugemd vo 10900. OlarfTub Göricke Gardenmsch *. Xau. 3X0. W Rübe 8000 O T 500 Mach' Den Gebern herzlichsten Dank! Weiter« Sve- ben werden tu ber Geschäftsstelle des .Gi «8«»« r Anzeigers- angenommen Aichtigstell» ne Ja terterer Samstug- Verdsfer-t'.Lchung üb« &r VoCHorftTfbeMbe muh «♦ richtiö >4hen .L*tzo L»n, Li»da»a» Finderkohn 5000 W Vorl«fen»e» über f»|laU Hh. fllenc Auch in he*em bmr'ln werde! ar n> lerer Universität auf bem Ged** ber snzial«* Hhüie»« wieder Bortesu^gen gebalimt. bm bet G^ Neuerung unseres Volksuims bienen exb für weitere Kreise 3nierrHe haben So sei befanbert bw Lehrerwelt auf zwei Vorlesung*, au’mertfen gemacht .Jugendpflege unb Ouacnbftirtotmr* unb .Vererbung unb Ber«rbungsHygiene . Me eo* Pros Huntemü11er Donnerstag von 5—8 dz* von b—7 bn Htzgierifchen Institut gehalten werden — Die Ausgabe von Kohlenkarte» unb den Verfall von aulgerufeee» Äoblenmatfen betrifft etne Vefarwttnvfc^uwg des städtischen Brenn st ^"um!os tn unserer heurigen Xu mm«, bi« wir bet sorsättigen Baacheuag «■* PltbUn. Denkt an die ftanzösischen Schändlichkeiten an der Ruhr und am Rhein. Gebt zum Deutschen Dolksopfer! — Entsch«lbung der Schiebsstelle für fa u f m. unb t« chn Angestellte (Inbustrle). Man schreibt uns Halbem b4« Schiedssm le mit Rücksicht aus bk Stabil i'koungs- beftrrbungen b« TUgieruia für Mär, bU ftoehe- nmgen ber taufm unb techn Angestellten at» »eietm: hatte, hat fle nunmehr bi An betracht ber foetthreitenden Teuerung bi« Gehätt« für Aprtl durch Sch ebssprmh «höht trte Entlchei- bung b« Scht«dsf*lle ist mbgulltg •• Sein 25jähr»ges Gefchäfts- Jubiläum Mrr* gestern l Mai. Vroturtt Kart Heinrich Kuhl b« bet >ttua Zvh Vnltb- Voll. 3lgcrrenfabriÄm in Gieden Xfh Rücksicht auf bi« Schtoere b« Zeit fand nur tu den Kontor» räumen ber Airma etne schlicht« Hel« birtes Tages statt. In ein« Anfpeach« dankt« h« 4bef bet *; rt »rat st« ein. flch enttchulbigenb. mich gestört »■ haben Er habe ftch fttbst ützreze^gee. wollen, dost es mir an nichts kehle Er wolle bas frnftrx roch «was öffnen wm bk schön, laj« ^4* lüft 'mta* * - Bxwe eem < #M ck «.-» 11..... stell«. Worauf Len dach anlwvrw* .Vas mag r'chtia setn. und der Gestank Ist mtr bazwftsttm auch ' t- - gekommen Das wollen wtr mal gleich fpnhtiftrren ^nbach Mk sich etn Stick Parwe unb kfts,trete mit bet halddrennenben Ztnarre unst einer, von Herbert herbeigei chatt len Kohie. Bis» morcks Kvpz mit fitem tüt kn. men schort rennst» licht» Ausdruck Trotz des schwur »en .örtchee' ;r urnal# greift bk Skizze »ehr hell werKwst. Ais Pendant dazu zeichnen Vrnbach vchr«ttngrr daneben, durch Betonung des »ehe schwur mm Kopi- unb Surtboarr« des Doktors sehe ta/fer w rknst Diefe Skiz* zeig* Uenduch dem Fürsten. ber ferne Pfeif« rauchend, mit .Zrtrnngs- Itkn be^chrtt.g' war. mit ben Worten -Schauen s, Durchlaucht btre das g»te »nb bas bö«e Prstqip ^ Bismarck lächelte unb lagt« .Mir schetttt. Oie Haden mene Enges sm, kur rbewfa ibertrkt*» wie del Schwrning« bie leuMMnlagen,’ worauf Cem» dach zu mir gewandt lag*: .Air übertrieben, 'chautn's btre oben web bei ben Lippen, ww drte ttrunbllch lächeln, well Durchlancht ben Ttr-t tx*n mir lreun^ihe Wüniche rrigegmbrt~gt tn. In ber nur oumorvvlle. l»«bevvL# •ebanfr« en,s?ehu» ifajeotr bn Schw— nmgre altes schwarz mir bn bos» m» ew-Mahrt» 'chn Gedarin, oh», Mitleid mit ben Schrnreze» der Hl,-'chn' Dttfa Ertön »emng bre SOm«. bet efxnfa rasch «ntHarten ear wie fle etebtr vertchwand « eg* allgemeine Hei «leit, in bk Bismarck tixfliutmi«. ite Z90; VT Dv»pİ MtS Santi ÄLL-: rVs Mlnöenau s$tg ? w'^^der S“' KZi f8’t>fet, nt»?®,*?6ene> •s-.'i fest T^lA^dch. Kvhlenkarteik "Mflerufenen br unserer fatlga "Zöfischen i an bet Mein. m bsopfer! , nur in den Kontor- >64t« ftl« W iche banfte der Ches seine verdtmstreiche ; als bleibende An- ifo wurden wn dm i entsprechende Sein Der Kellermster r Schiedsftelle n. Angestellte uns: Aachdm die die Stabtlilierunas- r März die Forde- . Wngeftelften ab* dr tn Anbetracht die Sehälter fät 6bt Die Sntschei- Mg. es TeschSsts- I.Ms, Prokurist UW vy.. - verlief geftenw n»en auf totW liche 3“9 di- H-mpip*" jsbä* »*“Ä ifammeu- ®U ffpiffonfafl-___ ^Dolla^ -^^®5'ma8 s«ss •SÄ» :nn^& l<6atiÄunb* terMJfT,Zeichen' M6& des ^..jlMer DoktorsMr- • Lenbach ^^gs- H’i Eren's. V>E - mrdrz^ k bas ß e ^v$£: rlagA- Sertrt^ <,™ w®, s L W ÄS? ■* PvstvErbivbungen nach unb tm Befetten Gebiet. Der "Betrieb der zur Brief-- Dvst-. Paket- und Personenbeförderung in Rheinhessen eingerichteten Kraftpvsten ist durch die Verordnung Rr. 164 der Rheinland» kvmmissivn vom 27. Äpril ab unterbunden worden. Die Driefpvstbeförderung findet jetzt mit Pferdefuhrwerken, Fahrrad- und Dotenposten statt. Pakete nach Rheinhessen — mit Ausnahme von Worms — törmen vorläufig nicht angenommen werden. 3n Mainz ist eine Aenderung nicht eingetreten: der Post-, Telegraphen» ura> Ferrtsvrechbetrieb ruht dort noch vollständig. Gewöhnliche und eingeschriebene Vriefsendungen sowie Telegramme können nur im Wege der Abholung vom Postamt I in Darmstadt den Gmp- «ändern zugeführt werden. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Oberrealschule (Singsaal): 8V- ilbr Vortrag H. Beck über .DaS Schicksal Europas und die kommenden grvhen Welteveignisse". — EafL Amrnd: 4 Uhr Sonder-Konzert. — Eaf6 Srnst Ludwig: Konzert ab 4 übe. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße . .Das Waisenkind". — Palast-Lichtspiele: .Der Liebe Pilgerfahrt" und .Der Bobsport ". — Konzertverein. Man schreibt unS: Das letzte AbvnnementS-Konzert, Mendelssohns Elias, Oratorium für Soli, Chor und Orchester, findet am Montag, 14. Mai, mit einer öffentlichen Hauptprobe am 11. Mai statt. Wir verweisen an dieser Stelle auf die heutige Anzeige mit dem ausdrücklichen Hinweis auf den ümtaufd) der aus- gegebenen Abbonements, der bis emschliehltch 7. Mai bewirkt fein muh. Wettervoraussage für Donnerstag: Heiter und warm. ES herrscht Hochdruckwetterlage. Landkreis Gießen. * Grünberg, 1. Mai. 3n einer am Freitag stattgehabten eiligen Gemeinderats- sihung wurde die Arbeit zur Ausbesserung des Kirchturms vergeben, die im Voranschlag mit 21/? Millionen Mark veranschlagt war. Die Prüfung der Angebote hatte ein überraschendes Ergebnis: man sah die Submissivns- flvra um eine prachtvolle Blüte bereichert: Von zwei Preisaufstellungen nannte die eine drei Millionen Mark, die andere 23 Millionen Mark, fand groben Beifall. Theateraufführungen von Mitgliedern des Landjugendbundes, Konzerte der Grenadierkapelle aus (Sieben und einer Musikgesellschaft von Ridda wechselten in beiden Sälen ab. Um 6 ühr bewegte sich ein grober Festzug durch unfern Ort, an dem viele Landjugendgrup- Den Auftrag erhielt das Dochdeckergeschäst Meyer in Gießen. Are iS Büdingen. nd. ünter-vchmitten.30. April. Gestern fand hier unter fefor starker Beteiligung der Bauernschaft eine Landjugendbund- und Bauernschulfeier statt. Die die freieBauern- schule Ridda veranstaltet hatte. Reichstags- abgeordneter Dorsch von Wölfersheim hielt tn zwei überfüllten geräumigen Sälen Ansprachen und pen von den Rachbarorten und aus der Wetterau geschlossen teilnahmen. Tanzvergnügen in zwei Sälen bildete den Abschlub der Feier. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M^ 1. Mai. Unter schweren Morphiums»"Dergif- tungserscheinungen wurde in Sachsenhausen eine auS Mutter, Sohn und Tochter bestehende Familie aufgefunden. Die drei Personen kamen in bewußtlosem Zustande in das Krankenhaus. •U^BURG-AMERIKA UNIK UHITIDANEPJCAM UMU BNC Nach NORD-, ZENTRAL- UND SÜD- AMERIKA AFRIKA, OSTASIEN usw. 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Bahnen ausgenommen. — Henny Porten nimmt am Rennen telL Am Donnerstag beginnt d. große Epieodenfüm in 6 Teilen: Eime, Der Fe* J. Teil 6 Akte. Außerdem: FIDELIO Sofort &u kaufen gesucht ein gebrauchter, doch gut erhaltener und betriebsfähiger Steinbrecher (4—6 cbm Tagesleistung). Offerten, möglichst mit Preisangabe, erbittet 3073D Georg WieSner, Londorf bei (Ziehen. Verkäufe Fast neues Domen- nnö Senen-MmO sowie Leiv-Keld- ktecher zu verkgM fen’ Gr. Tteiuweg 14. krall Sut erhalten, Torve- O’&rellnuf, Bereif, neu, preiswert zu verkaufen. Bon 4 b. 7 Uhr nachm. Ebelstr. 38 L Sie finden bei mir alle Arten Schuhwaren vom einfachsten bis zum elegantesten! Gießen Ueberzeugen Sie sich! 3089a Schultheiß Meyer Bahnhofstr. 30 (oelien Schade z Föligrahe) Schuhhaus Heyer Gießen, Bahnhofstr. 30 (neben Schade & Füllgrade) IhrVorteil ist es, besichtigen Sie bevor Sie Schuhe kaufen meineßualitätsschuhwaren Ich bin nach wie vor, trotz anziehender Preise erstaunlich billig! 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Lebensjahre heute durch den Tod entrieen worden ist. Die Beisetzung findet am Donnerstag, den 3. Mai, nachmittags 2'/, Uhr auf dem neuen rnedhof statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: H. Roß, Roonstraßc 21. fiMtwe. PI erbUb n. » en« fi«übern. Tuche nebrnuebteb. 3s[n?:.|fl!)nflö au foulen. irtJiH L finneb. tu. Breioo'ig. u^teJCi nn b. (M. fin a. htci-7. > varbrrb rbfN V foul. a«s wew •IVilbelmftr. 61 v. Wrainrrt Dffl 17«. Ste!lenqesuche| i K. Sorimmij Vfitri. menltkarirn *lml ur ' r Zu- laldunK vonXXO.^VDondZXOMk- bl- rln.chl 7. Hf»l < "bnlhnr a ment an erben. Habe laiilenb In ollen Gerten, rote bisher, beim« toeftfälildje n. bau* novrriche f i frl ah lalnenbenPrellen abAiipeben. ***!> N^wÜch. Mtn , 106-1'20000 . 10-12 . 12» 15-nnu , 12 14 . |!V\|Minno. 14-IG , 1HI-22IHX*» . IMS , *0 -JTOCW . IM-20 . 270 3rf)'Slfi . BerlrnSe btrrpon leben Bo ten reell unter -fachnodme. iVarontiere lür ort- rnn Ttere sowie Ddihg aelimbc fin« fimlt. T ere kommen direkt vO'ii.'.üch- setffnilfTfl. 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Gr erhielt eine VesamtgefängniS- strafe von 10 Monaten und eine Geldstrafe vvn 1 000 Ollf. und wurde sofort in Haft genommen. "Degen Beleidigung eine« hiesigen Rechts- anwaltS wurde ein Dienstmädchen aus Koblenz zu etner Geldstrafe von 50 000 Mark verurteilt. Gerichtssaal. rtn. Darmstadt, 30. April. Der 2er- waltungSgerichtShof verhandelte heute über die Beschwerde gegen den Schulverwalter Gustav Herrmann in Dillingen (Oberhessen). Das Gericht sollte entscheiden, inwieweit sich H. gegenüber einem etwa 9 Jahre alten Schüler eine Hebers chreitung seiner AmtSbefug- nisse habe zuschulden kommen lassen. Der Schüler trnirbc toegeir völliger Teilnahmlosigkeit und dauernder ilnaufmerffamteit, die sich trotz wiederholter "Mahnungen nicht besserten, von dem Lehrer hi energischer Weise gezüchtigt. Die Züchtigung ging biS zur Grenze des väterlichen Züchtigungs- vechteS, hat diese nach Ansicht des Gerichtshofes aber nicht überschritten. H. wurde daher für n i ch t s ch u l d i g erkannt. 3n der Verhandlung kam zur Sprache, daft der Schüler wiederholt der Teilnahme an Diebstählen verdächtigt wurde. Dem beschuldigten Lehrer wurde weiter zugute gehalten, dah er sich vier Jahre in französischer Kriegsgefangenschaft befand und dah er während dieser Zeit wiederholt ganz besondere "Wärtern zu bestehen hatte, da die Franzosen ihn mehrfach mit anderen Gefangenen bei Verdun in unmenschlich roher "Weise in den Feuerbereich der deutschen Geschütze brachten, so daß die Gefangenen entweder eines qualvollen Todes starben, oder schwere Verletzungen und nervöse Störungen davvntrugen. Auch H. wurde hierbei bedenklich durch ein deutsches Geschah verwundet und hat heute noch unter den Einwirkungen jener Tage zu leiden. Türmen, Sport und Spiel. •• 2er-Radbasl. Der ©teftener "Radfahrer- Verein 1885 und der Radklub „Germania" Gieften beteiligten sich am Sonntag mit je einer Radballmannschaft an dem Saalsportfest des Delociped- Elubs Darmstadt. Die 85er-Mannschaft (Dörner- Don Gift) ging aus diesem Kampf als Sieger hervor. Rach einem Sieg im Ausscheidu ngsspiel über die Heidelberger Ruinnschaft siegte die 85er auch im «tafpirl Über die Mannschaft (Pftrnd- Muhl) des "Rad-Clubs .Germania" Gtesten. " Großer StrahenpreiS vv n Köln (166 Km.). Aug. Deibel vom Giestenec Radfahrer-Verein 1885 belegte bei diesem groben rheinischen Straften rennen hinter Fischer-Köln, Möller-Hannover, Steingoft-Köln, Stoüenweck- Aachen usw. den 7. Platz. Landwirtschaft. Ei» Prämie-markt in Alsfeld. Die Stadt Alsfeld bat für dieses Zahr, und zwar für Montag. 4. Zum, in Gemeinschaft mit dem Landwirtschaststannner-Ausschuft, dem Landespferdezuchtverein, dem Kreisrinderzuchtver- ein und dem KreiSz^genzuchtverein Alsfeld die Abhaltung eines Marktes für Pferde. Rinder, Ziegen und Schweine in der "Weise, wie vor bein Kriege üblich, vorgesehen. Mit dem Markte ist eine Prämiierung verbunden. Ranchafte Preisstiftungen stehen seitens der Stadt und des Kreises Alsfeld, des Lcmdes- pserdezuchtvereinS, des Landwirtschaftslammer- Ausschusses und der Zuchtverbände im Kreise Alsfeld für den Wettbewerb in den einzelnen Tiergattungen in Aussicht. 3m Anschluß an die Prämiierung plant der LandwirftchaftSkam- mer-Ausschuft, hinreichende Beschickung vorausgesetzt. eine Bullenauktion, der Kreisziegen- zuchtverern Alsfeld wird einen Lämmermarkt in größerem Stil veranstalten. Während der Markt für Tiere aller Rassen offen steht, ist die Prämiierung auf Tiere dec anerkannten Rassen beschränkt. Bei Pferden werden also nur Belgier und Oldenburger bei Rindern ober hessisches Fleckvieh (Simmentaler), bei 3iegen hornlose weifte Saanenziegen und bei Schweinen deutsche Edel- fchweine und veredelte Landschweine zur Prämiierung zugelassen. Vermischtes. Eröffnung -es Flugverkehrs Loudon—Berlin. Berlin, 30. April. (WTB.) Drr von der Deutschen Aero-Llvhd-A.-G. gemeinsam mit der Daimler-Aire ftd. zu betreibende Flugverkehr London-Berlin über Asterdam, Bremen und Hamburg ist heuteeroffnet worden. Das erste Flugzeug, ein achtsihigeS Kabinetftlug- zeug, ist heute nvidnuittaq 7.45 älhr auf dem Flugplatz des Deutschen Äerv-Lloyb in Staaken mit fünf Paftagieren gelandet, nachdem es um 10.30 Uhr vorm. von London abgeflogen war. Der Rückflug erfolgt morgen früh 8.30 älhr vvn Berlin aus. Bücheriisch. — Dem aus Jahrtausende altem Grabe erstandenen ägyptischen König Tut-anch-Amvn widmet die Rümmer 4097 der Leipziger „Illu- ftrierten Zeitung" (3. I. Weber) einen reich illustrierten Beitrag, der angesichts der auherordentlichen Ergebnisse der englischen Grabungen für die Allgemeinheit von grobem Interesse ist. Von den zahlreichen, zum Teil ganzseitigen Abbildungen verdienen besonders Erwähnung ein Vierfarbendruck „Rach dem Gast- mabr nach einem Gemälde vvn Hans Domillaft, eine, jeher Hundefreund fesselnde Abbildung „Zwergbulldogge" nach einem Gemälde von Emil W. Herz, „Frühlingstage in Südtirol: Auf der Höhe bei Drixen" usw Max Trapp, dem neuen Tonf^yer vvn Rang, widmet Dr. Max Stevritzer eine sachkundige Würdigung, die vvn einer Roten- beilage begleitet ist. Mitnahmen berühmter Tänzerinnen der Gegenwart, welche die Tanzkunst in ihren verschiedenen Variationen veranschaulichen, gereichen diesem Heft zur besonderen Zierde. Aus dem schönen Schwabenland finden wir eine Anzahl prachtvoller photographischer Aufnahmen. Aus dem textlichen Teil seien besonders erwähnt: „Die Sage vom europäischen Gleichgewicht" von Arthur Dix, „Zeugnisse der ^lormannenzeit in Rord- amerika" von Prof. Dr. Hennig, sowie die belletristischen Beiträge „Forschung"" vvn Fritz Müller und „Die Modenschau", Kleinstadtskizze von Max Dürr. Die Tagesereignisse sind in Wort und Bild wieder- gegeben. — Bilder von der Beisetzung der drei- »e»n erschossenen Kruppschen Arbeiter in Essen und von der Trauerkundgebung im Reichstag bringt die Rümmer 4098 der Zeitschrift. Von den verschiedenen reich illustrierten Artikeln dieses HesleS verdienen besondere Aufmerksamkeit: „Rundfunk" vvn Albert Reuburger, der Reues über den drahtlosen Fernsprechverkebr bringt, „Auswanderer einst und jetzt" von Wilh. Ehlers, der die frühere menschenunwürdige Behandlung der Auswanderer im Gegensatz zur heutigen, allen berechtigten Ansprüchen Genüge leistenden behandelt, und „Unter den Huaxteca- Indianern in Mexiko" von Prof. Schuller, worin der deutsche Gelehrte seine Forschungsergebnisse zum ersten Male veröffentlicht. Von den verschiedenen ganzseitigen Illustrationen in dieser Rümmer verdienen besondere Erwähnung „Kunstfreunde" nach einem Gemälde von Leo Küppers, „Aus der malerischen Wachau: Stift Welk an der Donau" nach einer farbigen Radierung von F. Eckhardt, sowie „Deutschlands gröhter Passagierdampfer, der Schnelldampfer „Gap Polonio" nach einem Gemälde vvn Richard Schmidt. Gin von glänzenden Reproduktionen der Meisterwerke des jungen Künstlers „Arthur Grunenberg" begleiteter Auftatz von Dr. Egbert Delphi dürfte allen Kunstfreunden einen besonderen Genuß verschaffe^. Daneben wird auch hier den Tagesereignissen sowie den Mode fragen für die Damenwelt gebührende Berücksichtigung geschentt. — Umsatzsteuer und Buchführung. Eine Untersuchung über die Wirkung der Amsah- steuer auf die Organisation, Buchführung und Ertragswirtschaft laufmännischer Betriebe. Von Dr. Franz Findeisen, Professor der Betriebswirtschaftslehre an der Handelshochschule Rurnberg. (Induftrieverlag Spaeth & Linde. Berlin C 2.) — Gin treffliches Buch für den praktischen Gebrauch. — Dilanzrevifivn in organischer Verbindung mit Geschäftsorganisation, ins besondere mit Devisenbuchhaltung. Von Richard Fischer, von der Handelskammer Leipzig öffentlich bestellter und vereidigter Diplom-Bücherrevisor. (Induftrie- Derlag Spaeth & Linde, Berlin C 2.) — Der Verfasser will kein Lehrbuch über die praktische Durchführung einer Bilanzrevision geben, sondern er entwickelt auf Grund sicheren theoretischsn Wissens und reicher praktischer Erfahrung einen Aufbau, der Betrieb, Buchführung und Bilanz organisch verbindet. Gr weift die Schwierigkeiten, die die dauernd schwankende Markwährung mit sich bringt, svweit wie möglich auszuschalten, und anderseits den Devisenverkehr sachgemäft einzuordnen. — De r Schein gewinn bei Wa reu - Umfaßen. Vvn Dipl.-Kaufmann Kurt Hellriegel, Leipzig. (Industrieverlag Spaeth & Linde, Berlin O2.) — Der Zweck der Erörterungen ist. die Entstehung vvn Sehetngetoinnen bei Warenumsätzen und ihre Einwirkung auf das Zahlenbild der Bilanz zu untersuchen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaftion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ist das des Frühlings erstes Grüße»? G ieften, 1. Mai 1923. Den ersten wirklich schönen FrühlingSnach- mittag benutzte ich heute zu einem Spaziergang in lieber Gesellschaft-durch unsere herrlichen Wälder über unseren einzigen Schiffenberg. Sprossendes Grün, duftende Blütenpracht, blauer Himmcl und goldener Sonnenschein über Berg und Tal! Dankbar getrieften wir all die strahlende Schönheit die die allgütige Ratur hervorgezaubert bat, um des Menschen Herz zu erfreuen und den drückenden "Bonn zu lösen, der in all den trüben, frostigen Tagen der Vergangenheit sich auf die Seele gelagert. Ja, ja, „nun muß sich alles, alles wenden!" Darum nochmals Dank dir, gute, schiffende Mutter RaturI — Doch „wie anders wirkt dies Zeichen auf mich ein!" Wie etflger Hauch fällt es auf die Seele: die Spuren per „Menschen", „der Herren, der Krone der Schöpfung". Am steilsten Abstieg vom Berge bte Umzäunung der Hege umgerissen und quer über den schmalen Weg gezerrt. Weiterhin zwei schwere Bänke des Verschönerungsvereins umgestürzt und ebenfalls auf dem Pfade liegenö! Sie werden wie die vorgenannte Umzäunung aus dem Wege geräumt, svweit es unseren Kräften möglich ist. Mehrere Bäumst ä m m e aber müssen wir liegen lassen, und das Forstpersvnal wird sie wieder an ihren Platz bringen müssen. Ich frage nun: Waren die „Helden", die solche „Taten" getan, sich wirklich nicht klar Darüber, was für verhängnisvolle Folgen ihr Tun etwa haben konnte? Und haben sie ftetne edlere und würdigere Form finden können, um ihre Frühlingsfreude zu betätigen und dem Einzug des „Königs Mai" zu feiern? Darm muh ich leider sagen: „Wie arm, wie arm! Seelisch und geistig!" An alle die aber, die es angebt, insbesondere an die Stellen, deren Aufgabe es ist. für Ordnung und Wvhlanständigkeit einzuftehen, ergeht sicher die Mahnung aller Wohlmeinenden, daft solche „Taten" nicht wie fv oft als „jugendlicher Uebermut“ entschuldigt, sondern als das angesehen und behandelt werden, was sie wirklich sind: F lege leien und Roheiten nicht wohlerzogener Menschen. Valentin Müller. AUSSTELLUNG•DEUTSCHE-KUNST DARMSTADT-1923 yet -«»t« und der kleine Pickel mache« ben »amen t*ti Gorge, aber sie tfrmtn schnell und gründ!ich befdtigt werden durch Waschrmaeu nrtt Aok^eesand-MandelNete. BUnncnzarle, sugendstische GestchtSv««, raflgen, klaren Tein: durch die gesnaddei«. dienliche Aok->SeeeiNcie. Leder all erh«4Mgungen. bW tn brr Aach» »m 10L HäxA durch ein» erregte "^.--letnrngv bi ©er Dr Dorten gebArigen Eulen de rg- Druckerei bi Koblenz oorjertommen tour- ba, geben der Jmrr< rb«ung tourt* er sofort dem 'ImiAgrrttX Dorarfübrt Der anrfWrenbe Aichter 2bnt«gen btorni ward vernahm den Horgau beten, lab aber von dem •da!) etnd 'betet)/» ab. da nach seiner freien richterlichen Ueb*r*rugung e» an den getetzkichen Totaufk^angen btrrtur fehlte Darauf tourdc am 14 THAxa der 60|äbr Ige Amtsgericht»- rat Wapp wegen dieser tn Ausübung lelnd Aichtevoottd getroffenen Gntscheidung von fron* Cben Polb»rib«mtzm verdöstet und »er rwtluna nach Zweibrücken geschafft Ferner tourbe bei städtisch» PvlizeiinfpeNor Schuchardt. der die polizeilichen •tnrttflunarn geleitet batte, autaetolef r n Die fron»6fl'-fxn Besatzung»* fiebörben. die in den •omnafc'im X.. 0. B und S.. wohl infolge Ihrer Abreiie tn» unbesetzt» •einet, di» Schuldigen an der Sachbeschädigung erblicken ra tonnen glaubten, übten auf die • litte dieser ®bmnaflaften schwer- flen Druck au», damit sie ihre Söhne Mr Vückkehr tn» besetzte (bebtet und zur Oteflefüing vor den französischen Gerichten veranlagten Der 2a ter de» nm na Haften B. der da» Ansinnen abtebnte, wurde baraufbtn mit Familie au»- aewiesen. Don dem gleichen Schicksal wurde ose Mutter de» •hmnaflaften S betroffen Dur die ÖÜern der Gymnasiasten X und O.. die sich stellten, wurden non der Ausweisung verschont. Schlietzlich erhielt der Ober bü rger- meister der Stadt Koblenz von der (interalliierten Adeinlandkommlffion dl» Mitteilung. bah sie auf Grund der TWrorbnung 156 Driikel 4 beschlossen habe, den der Butenberg- brudetet entstandenen Schaden abschätzen au lassen und die Stadt Koblentz zur Beza blu na der von den Sachverständigen feft- gesetzten Schaden»summe aus Ms ordern Zu all diesen Matznahmen fehlt der Interalliierten Aheinlandfvmmilston und den übrigen Besatzungsdehörden jebe r Aechl » »itel Di» •utenbetgbrudevel befindet sich im Besitz von Männern, bte sich zwar mannigfachen Verrat» an dem deutschen Vaterland schuldig machten, aber •n gesetzlicher Hinsicht lediglich deutsche Staat»- angebtrtge find Infolgedessen handelt e» sich bei den in der Druckerei horgemmmenen Sach- beschädigunaen um eine rein deutsche An- aeleaenheit die zu verfolgen gemäh Art 3 od AHein landabkommens ausschlietzllch Sache der deutschen Polizeigericht»bedörden war Die Interalliierte Aheinlandfvmmissi-in versucht, ihr Vorgehen damit iu rechtfertigen, baft sie der Druckerei Gutenberg im Wege bei Privat vertragt Drud- auftrdge gab und bad diese Drucksachen ebenfafl» beschädigt wurden Demgegenüber ist zu bemerken duh zunächst keiner der Beteiligten die» wissen konnte, da der Inieralliterlen Aheinlandknmmis- sivn aus ihr Aequisitim»ersuchen au» de tischen Aeichsmitteln eine g roste eigene Druckerei zur Verfügung geftdlt wurde und da ferner die französischen ^kkuvattnnsbedörden fiel» lebe tna- *iteile Unterstützung der Machenschaften de» Dr Dorten bestritten haben Abreden blern-m, ist vach allgemeinen Aechi !'ammensetzung aif die -eranztehung von Persönlichkeiten au» ben besetzten Gebieten besonder» Bedacht genommen ist. Dem Arbetdau»fchust gehören an: ein Vertreter be» Aeichskanzlr-s al» Borfi-ende- lech» Vertreter be» Keich«rate» und zwar zwei Vertreter Preukten» und je ein Vertreter von Bayern. Vaden Weisen. Oldenburg-Birkenteld. ein Vertreter bei Preußischen Uanbe«au»l4nfle» für da» Deutsche Volk»ovter. je fünf Vertreter der Arbeitgeber und Qkbettnehme-, von denen je zwei von der Zentrolarbeittzgemetnlchan der htbuQrteüen und gewerblichen Arbeitgeber und Arbrttnehmer Deutschland» ldarunter ein Handwerker) besttmnn werden, und je einer au» dem Verkehrswesen der Landwirt schatt und dem Kleinbandel: ein Vertreter de» Karbinalerzbi»chos» I • Köln, zugleich Vertreter de» Karitas-Verbande» für da» katholische Deutschland ein Vertreter ber etxingc- l fdxn Kirche de» besetzten Gebiete«, zugleich Vertreter bd ^entralau-schusse» für bte innere Mission der deutschen evangelischen Kirche: je ein Vertreter be» Deutschen Boten Kreuze«, bd Hauptau»schusfe» für arb» •err-c" (»ahrt. bd 3en- traltt>obOabrt»au»1a war ganz für kluro Augen hatte doch dte« alte Detdchen Beinave zum fürchten schatt Sie 'ch»en Sva« Gedanteugang zu erraten .3o. jo. ttaim mer alt wird, do hebet boat sich Da Pu ft mrr ben Leuten vill an ben Augen at. tnatl en .nmern nöl stehn kann! Do fitzen eich ben ganzen Dag auf meiner Bank, manntch einen geOl erüswr mUtoCT. tnannch einen kukt ntt nah der alben &cm metro. die hält Mn Augen un Obren miehsE .Aber da must man sich ja vor Such in acht nehmen. Mutter 5>ausmarn ~ Dte Alle 'chürtelte lebhaft ben K>p' Ihr nr1! ?^.nä. On Ihr soll: m-eh onner di» Leut »tebnl Ihr letb |o telwer noch du jung' Ihr ■MP bester au» ben lagen kuton. in ttier durch bat kteeem gwto! Ihr mostt mehr Kurasch hovn- xXitooN. hier durchs Leben gehen und mehr »ovrage buben' Äd war » was hr tehlte rrnu k ti?Ü* ** «emig Dw» Lebe lähmte sie. nahm br aste »rofrr ÄrofL Aber nenn 's» Uw hielt im Krrtte derer, ntt denen fte lebte, gmg d nicht den meisten ebm«-itsaus'chufsd tei . Deutschen Bolksopfer» und umgekehrt zwei Vertreter bd Deutschen Volks Opfer» an ben Verhandlungen de» geschäftsführenden Vorstände» der .Auhrhiste'' teil Auster dem Volksopser und der Auhrhive besteht endlich da« chtls«werkderLandwtrt- schäft, da» sich zur Aufgabe gemacht bat. bem Ginöruchsgeblet Erzeugnisse der Lindwtrtfchas! unmittelbar zuzusühron Auf Md» Bkifc liob dem Einbruchsgebiet bereit» erhebliche Mengen von Lebensmitteln zugdloffen Landkreis ließen. x Dieseck. » Aprtl Unter mit Aückficht auf die Giestener ^rrunde dieses 3abr um acht Tag« verschobener 3ugenbf onn tag hatte ein bdanders fcstltchd Gepräge durch die Dimpel- welhe untere» Martburgverein«. H-« Ac upt träger« unterer kirchlichen 3uqenbarbeit 3m Feftgoktesdienft zierten den mit Bium?n g.-- schmückten Altar die vier Wimpel unter *r Gäste, be« 12ar:durgvererns. der Juge^boci .taigunjen der M»ttth’ Otatoer dää most »ach aus eigenen Hüsten ftkbn' Dddm könnt Ihr doch r»et Helten! En federrtnen must für sich teiwer enstiehn Doat w>lr be’ler wenn Ihr mteh an Euch felwer denken bäht Doot leid Ihr Euch schäl!la Doat wär am besten, toann Ihr Euch noch en» verttewen bäht' ©te lach!» wieder Ihr leise» Alttrauenlochen. Und bann erzählt» fte Ei «Nach» Gdchtchtrn i,i bene« doch krauses bunte» Grtchehen war. und au» benrn immer wieder das eine sich ls»löste fest im Leben stehen und ttoaragr haben ^rau Eva last stckl und horcht». Und Immer wieder hörte fte bi» lachenden Worte .Ihr m* Euch Webber oedlernen ‘ Die Sonne stand ttet und füllte bei grüne Dal mit rötlichem Siche Dte Motel gluckte aau leite etarf und lüft buttem bw AedenbiLe Dte 2R»e«bgIod» läutete Ihr .Auh. ruh. rod' Bang über bas Dors aus betten Schorofternen brr "Xc .it) sich in der stillen flurt kräuselte 9oeg erstaunt von ihren Beteten auf: .Wer kommt r -wtftian Veids-arbt Atonutten.' " war he et..Ifa» erschrockm, often? Aber wrs toll er denn bter7 ’«» rt^er eta Streich »nftogrw# - murrte fkm« Dtetrtch erbost .Er schreib'., bast « En- 'mgen in Stzrohburg getreten habe ..nd nun auf dem Wege nach ber Gte «» zwei Jage besuchen wolle. au»plü nberuogskur urttmogm Jäter unbekannt Dte .i v-Monte Heimgarten !■ ©labetril Seckbach wurde tn bie*en Aöch en von einer bdonbrrtn Spezies Grade bringe'uM Dte Bärtchen fiadten nämlich vcm »ah!reichen Vorgärten bte • ♦teeren sch m iedeeile rnen Vvrgärtentür», iuden »ie au' »inen Magen und htbm Ite fort Bon ben verwogenen Tätern fehlt tede Spur — Aas einem '-genannten 5 chrankkotter ist vermut!ich auf brr h-rt i ran Um- labeftefle bd Haupetotohot» »ine SüiL wertvoller Sachen und ^»e.>chr ne tm J^'arnltoert« von 4 2 Millionen Mark gestohlen war» ben Dir Kotter war am 21 April tn Bett in aufgcacbew worden und traf am 21 ra ÖOitl- gatt beraubt ein Es werden ■ a vermiht Dollar. ® englische Pfund 25 hvllänbi'chc Del- br* iwei Perttnöpie w. bebeutnbem. Wert und rahlreichd Kleingeld Im .iu'ammenhang mU diesern T!i!.l:on»n>’»b'tabl wird auf ähnliche Diebstähle hmgewie'en. bei denen wertvolle Gepäckstück» die Unr.abestelle te ArunKurt ha"terra mutzten Als Belohnung find 10 Prozent bd Wertes ber wieder betgebrochsen Sachen aus- gesetzt fpd Aranksurt a M. 1 Mai. Dte Sind«, verordnetmvertaruMlung stimmte am'7!2DniagatK.-nN ben Vorschlägen bei Sozialpolitischen Aus'chus'c» aal eine toefenth*» ckrhohu-g her Unterthtoengm der Erwerdsloten tot h>ge ber Beistands- arbeiten ra Allein für dte Erbaunngvon 86 Mohn ungen werden 2J Milliarden Hart zur Vertu au na gestellt 3ut den Bau rmd neuen Hafenbecken» \ m Oft Hafen- gebiet bewill gt» man 600 Millionen Bert, wozu der Staat allerdings 500 Milllceran Wart ra- ich setzt. Die Apparaturen an städtische« Ge bänden rrforbern 10*» Millionen Bart und sollen al» Aolstandckerbeitra eusgosührt werden, für dte provisorische Herstellung des Stadion« bmtottgt man 107 Millionen, für die ^ufahrtstrohra nach bitt weitere 62 Million« Mark Der Ausbau der Werkstätten fürErwerbsbelchrän k ie hrt'ch« 16 , Millionen Mark Schl,»tzllch stellte brr Ms- giOta! für das laufende Vierteljahr weitere 200 Million« Mor' ng von billigem Markenbrot zur Verfugu-^ Durch dte reiche Gewährung von <:nbt arbdttgetegenbe.tee hofft man Übei bte kritischen Monate der Arbetts- loligftit hinwegzukvmmev Von brr Jnbuftrte er- wartet bie Stadtverorbeietensitzung. datz Ile Entlass ungen nut In kleinstem Umfange nomebm« werbe — Für ben Ausbau bet Wasserkräfte be« Unter ma in« ist rtn» Getell- schafi in ber Bildung begriffen, an der stch dte Stabt Frankfurt oorau«fich:Uch mit 50 Vllllton« Maik Aktienkapital beleck gen wird Der Ausbau bd Un!ermahn foll tn erster Linie eine bessere Fadrrinn» nach be ra Adel schaffen und barm aber auch »ine möglichst rationell» Ausnutzung der habet gewonnen« elektrisch»» Kräfte ermöglichen Gletzen, bra 1 Mat 102.3 Em vorbestrafte« Di»nf'mdb darauf fest genommen Dem Poliraibmuntd gab er zunächst einen falschen Tlamr.i an Er rrhält etne Gesängniästtal» von vier Wochen und rttra Has t st raf e von e i ne r W och» Der andere k> y.t bet seiner Se,tnabme auf einen >rtnen lautende Leglttmattoa»papi-ne vor wetz- ’*• . Was tut er denn tn ber 0 Und gerade hier? Hier sind doch feine stilvoll«« Hintergründe ~ Hans Dietrich lachte auch .Da« ist di» grstze Macht t*~» fibnergrunbd Und da» Getze.m-ck« zweiHafter «chtert. deklamiert» er valdetilch . Ader wer wrttz et !■<$>« vielleicht anderes Mas mag *rfhtger Ihm orvlbii haben7* Er Ite* unruhig tm Dartrrrxwgr ad und ah *3 xi betrachtete hn amüHeri In bra letzt« acht Tagen war cn:*hebr". -tn» körperliche Der» Änderung zu« Vetteren mit Ihm vorgegaag« Da» Schlaffe. Jhanlhn't» war *wrt *> -. ~V- e ging scheeller bewogttch tedhatt unb dte lairaen- 6a» te Aetzharteit batte darr gteichmötztgen Odem rnirng Vki» gemacht Eva ertappte ihn jetzt «her» vor dem Spiegel, in awfwerf'amcr Befrachtung Und toemi er »ach bera Moiekdau» ging, wo er ben grötzs« Xeti seiner 3rtt rabrachte bann wurde er gar nicht ♦erttg mit ktner Toilette Jmrae: noch einmal band er bte Krawatte, zupfte un. glättete an stch herum Genau tote irgendein anderer bettln 3er- i »Mer dachte Eve Und bring DertteN »ar er Gestern hatte rtnra XiFljfl nach bet Usterwotef mUgm Den gan*m Bachnr trag war Han» Dteirtch nicht :** Ellfabelh Arnold» Seite gewichen, trotz aller BenddunEra von frau Brnebd. bte Ihn «tt ben an »orteten sten Kunst« an ihr« Triumphwagen zu lpa«men versuchte Hruder war ihr da» ab und «B einen Abend lang gefangen. gestern batte er nur Augen und Obren für El s Urach gehabt. (Zorttetzuvg folgt)