Nr. i Erscheint cncher 5onn» und Feiertags, flnH berSametagsbeiloge: GietzenerFamilienblüner Monatliche vezngrpreise: 760 Mart und 40 Mart Trägerlohn,durch diePost AVOMark,auch bei Nicht, erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. — Fernsprech- Anschlüsse: fürdieSchrist» leitung 11^, für Verlag umd Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: »nzeiger Siehe». Postscheckkonto: Kravlsurt a. M. 11686. 175. Jahrgang Dienstag, 2. Januar 1923 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen vruS vnd Verlag: vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Stelndruckerel H. Lange in Gießen. Zchriftleltung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Sreis für 1 mm höhe für nzeigenv 27 mm Breite örtlich 20 Mk., auswärts 25 Mk.; für fRehi ame« Anzeigen von 70 mm Breitel 00 MK.Bci Platz, Vorschrift 2CAufschlag Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Ernst Vlumfchein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen. Zum Beginn der Pariser Konferenz. Pari». 1. 3an. (WTB.) Havas. Donar ÄNv imb Lord Curzon haben wahrscheinlich heute «noch mit Poincar^ eine Vorberatung über die Reparationsfrage. Sie haben sich mit ihm über die bisherigen Ergebnisse der Lausanner Konferenz ausgesprochen. Die Pariser Konseren,; wird zweifellos erst am Dienstag nachmittag beginnen. *xs morgen im Clysss ein Ministerrat stattfindet. Für Dienstag abend hat Poincarö die alliierten Delegierten zu einem Diner ins Ministerium des Äeuhern geladen. Ein deutscher Schritt in Paris. Paris. 1. 3arc. (WTB.) Der deutsche Botschafter Dr. Mayer sprach heute namens der rutschen Regierung am Quai d'Orsay vor, um die französische Regierung offiziell zu ersuchen, dem morgen vormittag hier eintrefsenden Staats- sekretär a. D. Bergmann Gelegenheit zu geben, be neuen deutschen Reparationsplan dec alliierten Konferenz zu unterbreiten und vor ihr mündlich zu erläutern. Staatssekretär Hughes über das Reparationsproblem. Rew Haven, 30. Dez. (WTB.) In einer Rede vor einer Versammlung der amerikanischen I historischen Gesellschaft regte Hughes an, die Regelung des Re pa ra t i o n s p r vb l ems solle in der Weise vorgenommen werden, dah es der politischen Behandlung entzogen und einem Sonderausschuß von Sachverständigen verschiedener Rationalitäten überwiesen werde, deren Ergebnisse von den verschiedenen Rationen nach ihrem eigenen Ermessen verwandt werden konnten. Das tiefgehende Interesse Amerikas an der Regelung der europäischen Wirtschaftsfrage sei hervorgegangen aus den schädlichen Folgen der gegenwärtigen Verhältnisse für das amerikanische Geschäftsleben und aus Erwägungen der Menschlichkeit. Hughes betonte, daß die Grundlage der endgültigen Ordnung die Reparationsfrage fei. Die Zahlungsfähigkeit Deutschlands werde durch die Verschuldung der Alliier- ten bei Amerika nicht in Mitleidenschaft gezogen: dies« Verschuldung vermindere nicht Deutschlands Zahlungsfähigkeit. Amerika hege nicht den leisesten Wunsch, daß Frankreich irgendeinen Teil seiner sortiert, cZ schc. Deutschland nicht vernichtet zu sehen. Keine wirtschastliche Wiederherstellung Europas sei möglich, sofern sich nicht Deutschland wieder erhol«. Es werde keinen dauernden Frieden geben, wenn nicht die wirtschaftliche Gesundung gesichert sei. Amerika sehe mit Mißfallen Mahnahmen, die, anstatt Reparationen zu geben, eine Katastrophe herbeizusühren drohten. Hughes fragte, was geschehen sollte, falls die bevorstehende Konferenz der Premierminister in Paris zu keiner Lösung gelangen sollte. Die Aussicht auf Zwangsmaßnahmen, um Reparationen zu erlangen, sei nicht verlockend. Der Staatssekretär skizzierte einen Vorschlag, wonach die höchste finanzielle Autorität in jedem der betreffenden Länder auf gefordert werden solle, einem Finanzplan zuzustimmen, der von der ganzen Welt als die maßgebendste erlangbare Meinungsäußerung angenommen werden sollte. Zweifellos würde eine hervorragende amerikanische Persönlichkeit gewillt sein, sich einem solchen Auftrage zu unterziehen. Hughes sprach schließlich den Wunsch auS, daß eine offene und freie Aussprache slattfindem möge zu einer Zeit, wo die 'Dege a m e r i kanischer Hilfe nicht umhin könnten, sich hoffnungsvoll zu offnen. Rewhaven (Connecticut), 30. Dez. (WTB.) Staatssekretär Hughes verbreitete sich im Laufe seiner Rede auch über die Washingtoner Konferenz und erklärte, die drei großen See- Mächte hätten unter sich kein Abkommen über die Einschränkung der Tonnage getroffen. Aber es müsse möglich fein, zu einem modus vivendi zu gelangen, der den unnötigen vernichtenden Rüstungskampf verhindere. Englische Zustimmung. L o n d o n. 2. Ian. (WTB.) Der Pariser Berichterstatter der „Daily Mail" ist zu der Mitteilung ermächtigt, daß die britische Regie- vur g ihre to,arme Billigung der durch Staatssekretär Hughes gemad>ten Vorschläge zum Au d ii d re > a H'. fax', und daß Sckaha i,- ler Baldwin bereits ermächtigt worden ist. bei der Erörterung darüber im Ramen der britischen Regierung zu handeln. Bonar Law würde bereit fein, die Reparationsfrage einer derartigen Konferenz zu überweisen, wenn es sich als unmöglich Herausstellen sollte, in Paris eine Vereinbarung zu erzielen. Dem Berichterstatter zufolge wird Großbritannien, falls sich Frankreich zu einer unabhängigen Aktion schließen sollte, ohne formellen Protest sich abseits st Herr. Die Frage der Crmäftignng brr Gesamtentschädtgnngssnmme. London, 30. Dez. (WTB.) Auch der diplo- Mattsch? Berichterstatter der „Daily Rews" erwähnt in seiner Darlegung des in amtlichen britischen Kreisen über die Regelung des Reparations- Problems eingenommenen Standpunkte; die Ermäßigung des Reparationsbetra es auf 5ü Milliarden Goldmark, zahlbar mit 5 Prozent Zinsen für eine Periode von etwa 30 Jahren und eine mögliche weitere Summe, die endgültig innerhalb von Höchstgrenzen zu einem späteren Zeitpunkte festgesetzt werden solle. Während eines Moratoriums soll Deutschland feine Zinsen zahlen, jedoch verpflichtet fein, die Mark zu stabilisieren und sein Budget auszu- gleichen unter alliierter Tleberwachung auf einer Grundlage, die noch festzusetzen wäre. Außerdem sei die Herabdiskontierung der deutschen Verpflichtungen vorgesehen auf einer noch vorzusckreiben^ > Grund lage wem Deutsch- lan) ein? solch? Operation durchfü rer körne, fei es mit Unterftuljuiij oec internat oralen Bank.ers- kommifsion vom letzten Hahre oder durch irgendeine andere Methode. Neue französische Sachforderungen. Berlin, 30. Dez. (WTB.) Die französische Regierung stellte an Deutschland die Forderung auf Lieferung von rund 300000 Tonnen S t i ck st o f f waren gleich rund 60 000 Tonnen reinem Stickstoff, und zwar 29 000 Tonnen reinen Stickstoff für die zerstörten und 31 000 Tonne i für die übrigen französischen Gebiete. Die erstere Forderung wird auf das Wiesbadener Hauptabkommen vom 6. Okt. 1921, die letztere auf den Londoner Zahlungsplan gestützt. Rachdem die über diese Forderung geführten Verhandlungen zu keinem Ergebnis gelangten, richtet di« französische Presse heftige Angriffe gegen die deutsche Regierung wegen d.r ablchnen- den Stellungnahme und sucht anscheinend hieraus eine Verfehlung der deutschen Regierung gegen den Versailler Vertrag zu konstruieren. Hierzu wird uns von zuständiger deutscher Stelle mitgeteilt: Bis zum 1. April 1923 beschränkt sich die deutsche Verpflichtung zur Stickstoff lief erung auf in Anlage 5 zu Teil VIII des Friedensvertrages vorgesehene Mengm, so daß, abgesehen von der tatsächlichen Anmöglichkeit weiterer Lieferungen an Frankreich, bis dahin Überhaupt kein weiterer französischer Anspruch auf Stickstofflieferungen besteht. Für die Zeit nach dem 1. April 1923 ist, soweit die Stickstofflieferungen auf Grund des Londoner Zahlungsplanes für das nichtzerstörte Frankreich gefordert werden, es für die deutsche Regierung ausgeschlossen, eine Lieferungsverpflichtung einzugehen, da sie in ihrer Rote vom 14. Rovember bat, die für 1923 zu tätigenden Sachlieferungen auf reine Wiederaufbaulieferungen zu beschränken. Soweit Frankreich Jur seine zerstörten Gebiete auf Qytuiiv des 1Diei>vut>e»ieL -<2u£i/aimeiic- fordert, bestreitet die deutsche Regierung die Lieferungsverpflichtung: denn Deutschland ist auf Gruird des Wiesbadener Abkommens zu Lieferungen nur in dem Umfange verpflichtet, als es mit seinen zur Aufrechterhaltung des sozialen und wirtschaftlichen Lebens notwendigen inneren Bedürfnissen vereinla-en fann. Dec in Deutschland erzeugte Stickstoff reicht aber bei weitem nicht aus, um den eigenen für die Volksernährung unbedingt erforderlichen Bedarf der Landwirtschaft 31 Decken. Die französische Anforderung scheint, soweit sie die zerstörten Gebiete betrifft, deren Bedarf weit zu übersteigen. Wenn man den Bedarf der zerstörten Gebiete im Verhältnis zum Gesamtverb rauch Frankreichs im letzten Jahre nach dem Prozentsatz dec Dodenfläche dec ersteren zur Gesamtfläche Frankreichs berechnet, ergibt die französische Forderung etwa das Fünffache des Bedarfs. Die Ablehnung der französischen Forderung ist deshalb unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands und der rechtlichen Verhältnisse und Deslimmu xqen zu Recht erfolgt. Sollte Frankreich auf fein.T Forderung b harren, kommt für die Entscheidung das im Wiesbadener A kommen vorgesehene Schiedsgericht in Betracht. Tlebrigens erklärte sich die deutsche Regierung bereit, Verhandlungen zwischen deutschen und französischen Wirtschaftskreisen zu-ulafsen über den Austausch von Stickstoff gegen anderweitige Düngemittel in dec Annahme, daß man beiden Ländern dadurch gerecht werden könne. (jf'iti Protest der französischen Sozialisten. Paris, 1. Jan. (WTB.) Die sozialistische Partei Frankreichs erläßt gemeinschaftlich mit dem Allgemeinen Arbeiterverband einen Aufruf, in dem sie gegen die Zwangsmaßnahmen gegen Deutschland protestiert. 3n dem Aufruf heißt es: Alles läßt voraussehen, daß die französische Regierung dem Obersten Rat unter der Bezeichnung „Pfänder und Garantien" Vorschlägen wird, die Hand auf das Industriebecken an der Ruhr zu legen und eine verstärkte Besetzung auf dem linken Rheinufer herbeizuführen. Es ist zu befürchten, daß die französische Regierung, wenn sie keine Einigung mit den Alliierten erzielt, entschlossen ist, schon jetzt die vorbereiteten Sanktionen allein durchzuführen. Getreu der Verpflichtung, die wir auf dem Weltkongreß im Haag übernommen haben, erklären wir, dieser Politik der Brutalität und Abenteuer den entrüsteten Protest der Arbeiter entgegenzustel- len. Die beiden L^ganisationen fordern einen Schiedsspruch durch den Völkerbund. Zurückziehung des Antrages des Senators Borah. London, 30. Dez. (WTB.) Reuter meldet aus Washington: Senator Borah hat die Zurückziehung seines Abänderungsantrags ange’ün- digt, nachdem ihm mitgeteilt worden war, daß dec Antrag für die im Gange befindlichen Verhandlungen mit Europa schädlich sein würde. Eine Rede des Reichskanzlers. Hamburg, 1. Ian. (WTD.) Auf Einladung der Handelskammer fand gestern nachmittag in dec hiesigen Börse eine außerordentliche Versammlung eines „Ehrbaren Kaufmanns" statt, die in Erwartung der angekündigten Erklärun- ge n des Reichskanzlers Dr. Cuno außerordentlich zahlreich besucht war. Präsident W i 11 h ö f t gab seiner Freude Ausdruck, daß ein Mitglied der Hamburger Kaufmannschaft berufen wurde, in dieser schweren Zeit an erster Stelle die Geschicke u rseres Vaterlandes zu lenken. Hierauf nahm der Reichskanzler zu einer längeren Rede das Wort. Er führte aus: Aus berufenem Munde haben wir vor einigen Tagen gehört, daß Hamburg die Drücke sei zwischen Amerika und Deutschland. Ich nehme dieses Wort gerne auf, aber was am stärksten diese Verbindung trägt, nicht nur mit den Vereinigten Staaten, sondern mit der ganzen Erde, das ist nach dem Sinne jenes Wortes nicht die Stadt, sondern ihr Geist, dec Geist des „ehrbaren Kaufmannes". Diesen Geist zeigen die Verhandlungen, die die Wirtschafter hier in Hamburg pflegen nach den Methoden, die aus ihnr fließen und die durch fünf Harle und doch glückliche und wertvolle Lehrjahre des Wiederaufbaues hier Hambu g beherrschten. In diesem Geiste gedenke ich die Verhandlungen des Reiches zu führen, um dem Reich und unserem Volke zu dienen und zugleich der Anbahnung eines wahren Friedens der Völker, zu dem dieser Vorabend eines neuen Jahres besonders mahnt. Dieser Friede kann nur erreicht werden, wenn alle Volker sich entschlossen auf den Boden der Wirklichkeit stellen. Das gilt vor allem auh für das Reparationsproblem. Mein hau iftäch icher Stand- punkt zu diesem Problem ist Ihnen aus meiner Rede im Reichstag bekannt. Schwerlich wird ein billig denkender Mensch es der nmen Regierung verargen, wenn sie für die Quadratur des Zirkels, um die sich die prominenten Staatsmänner und hervorragendsten Wirtschaft-aucocitäten der Welt seit vier Zähren vergeblich bemühen, keine jeder Kritik entrückte Lösung in kurzen vier Wochen zu finden vermochte. Dabei ist zu beachten, daß die richtig verstandene Set - stungssähigkeit Den ts chlands sich au o ue 11 finanziellen und toi c irf d) af t* lichen Fakt oren erg ibt. Sv Earm auch die Lösung nicht lediglich eine bank- und finanztechnische sein, sondern nur in einem wohlabgestimmten Zusammen klang finanzieller Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichen Vermögens bestehen. Ihnen allen ist das Gutachten bekannt, das das internationale Anleihekomitee in Paris nach einer rein wirtschaftlichen Prüfung der Sachlage im Juni dieses Jahres der Reparationskommission erstattet hat. Dieses Dokument ist nach meiner Tleberzeugung das Weiseste und Mutigste, was über die Reparationsfrage geschrieben ist, und sollte die Magna Charta, den Katechismus für alle künftigen Erörterungen und älntersuchungen des Reparationsproblems bilden. Richt minder bedeutungsvoll sind die hiermit übereinstimmenden Gedankengänge der Gutachten, die Anfang Rovember die beiden Gruppen internationaler Sachverständiger in Berlin nach eingehender Prüfung aller tatsächlichen Verhält- lnisse erstatteten. Sie sind überdies einig darin, daß jeder Versuch zur Stabilisierung der Mark scheitern muh, solange Deutschland nicht für einige Zeit von den Zahlungen aus dem Vertrag von Versailles entlastet wird. Die Verbindung des Gedankens einer endgültigen Lösung mit dem Gedanken von Anleihen regiert auch die Rote der Reichsregierung vom 14. Rovember 192 2 und die Vorschläge, die ich dem englischen Ministerpräsidenten als dem Vorsitzenden der Anfang Dezember in London tagenden Premierminister- konserenz unterbreitet habe. Diese Vorschläge sind dazu bestimmt, dec endgültigen Lösung dec Reparationsfrage die Wege zu ebnen. Heute handelt es sich darum, auf diesem Wege weiterzugehen, denn die weiteren Erörterungen und die neuen älntersuchungen haben uns in der Erkenntnis bestärkt: Deutschland braucht, um leisten zu können, internationale Anleihen, aber Deutschland hat nur dann Aussicht auf solche Anleihen, wenn seine Leistungsverpflichtung endgültig Qargefiellt ist. Ohne auf Einzelheiten emzugehen, kann ich Ihnen, meine Herren, nicht verschweigen, daß das erneut gewonnene Bild von dem noch verbliebenen Re st unserer Leistungsfähigkeit trübe ist. Es ist Ruin, wenn unser Ackerboden nicht mehr so bestellt und gedüngt ist wie vorher, wenn wir für die Volksvermehrung keine neuen Häuser bauen, die Menschen zusammenpferchen und die alten Häuser zu Schaden kommen lassen müssen, wenn unsere Industrie die flüssigen Betriebsmittel zum größten Teil verloren hat und ihre Renten, in Goldmark umgerechnet, überhaupt nicht mehr Gewinn zu nennen und ohne kapitalbildende Kraft sind. Aber wenn gesagt worden ist, daß ein solcher Ruin von uns angestrebt worden sei, um Deutschland leistungsunfähig zu machen, glaubt wirllich jemand im Emst, daß Deutschland, nur um seine Gläubiger zu schädigen, Selbstmord begeht? Der Versailler Vertrag hat Deutschland von der wirtschaftspolitischen Gleichberechtigung der Handelsvölker ausgeschlossen, seiner Wirtschaft den festen Boden entzogen, unsere I Währung zerrüttet und unseren Wirtschaftern die Möglichkeit klarer Dispositionen genommen. Kein Gläubiger der Welt wird Deutschland Kredtt gewähren, ehe die Leistungsfähigkeit Deutschlands so bestimmt umschrieben ist, daß er über die Grundlage seines Kredits ein völlig RareS Bild hat. Reben diesen Rotwendigirtten, die für Deutschland wie für seine Gläubiger gelten, steht das Bedürfnis, vor allem Frankreichs, sofort mit einer bestimmten Summe rechnen zv können. Auch dieses Bedürfnis haben wir mit unseren Dertragsgegrerrn gemeinsam. denn wir brauchen gleichfalls bestimm le Größm für die Gegenwart und zur Berechnung unserer nationalen Wirtschaft. Sv sind wir entschlossen, eine feste erste Summe aus uns zu nehmen: wir sind bereit, diese feste Summe in Anleihen durch Vermittlung e,ues internationalen Finanzkonsor- tiums aufzubringen und soweit dies im An-- leihewege nicht gelingt, sind uns Dilligungsquoten zu bezal/Ien. Da nach dem Urteil dec Welt die deutsch: Wirtschaft zerrüttet, ze.mücbt und verarmt, für die nächsten Jahre unbedingt der Ruhe bedarf, soll der Betrag, der für den Dienst dec Anleihe in den ersten Jahren erforderlich ist, aus dem Ertrag der Anleihe sei bst gedeckt werden, um dec deutschen Wirtschaft eine Zeit dec Erholung und Gesundung zu gönnen Auch der hiervon erhoffte Aufschwung unserer Wictschasts- kcast soll dec Gegenseite zugute kommen. Damm machen wir uns anheischig, bis zu begrenzter Höhe durch die Vermittlung des gleichen Konsortiums weitere Anleihen aufzulegen, wenn und soweit das Konsortium dies für möglich hält. Eine solche Regelung der Finanzseiten dec Frage würde zugleich den Weg für die Durchführung dec wirtschaftlichen Rotwendigkeiten ebnen, die in ihrer Auswirkung einen wesentlichen Teil deZ Gesamt- pcvblemS bilden. Denn so würde die Grundlage dafür geschaffen werden, daß die aufeinander angewesenen Industrien Europas, namentlich die Ficmkreichs und Deutschlands, zu langfristigem Ausgleich ihrer Interessen mit dem Endziel höchsd- möglicher Produktivität zusammenarbeiten. Zu einet solchen Kompensation sind die deut- fd>en Wirtschaftskreife bereit. Wir sind uns der schweren Verantwortung bewußt, die in dem Ihnen im Ämriß tror getragenen Vorschlag liegt. Aber wir nehmen sie auf uns, weil der Weg, den wir bamit gehen, uns zunächst aus dem Sumpfboden der gegenwärtigen Wirtschaft m’f a,r fester Boden ^übrer wiid. Von ihm"aus foimen und werden wir mit aller Kraft davon gehen, die Mark wieder zu einem festen Wertmesser zu machen und das Budget wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dann wird Sparsamkeit wieder Sinn haben, Fleiß und kaufmännisch? Berechnung wieder ihre alte Fvim gewinnen, die Arbeit eines Lebens wieder festgehaktei und unsere Wirtschaft wieder gesund und glücklich werden. Wir nehmen diese schwere Verantwortung einer solchen Lösung vor allem deshalb auf uns, well am Ende des Weges, den wir gehen wollen, die Freiheit des deutschen Volkes steht. Diese Tleberzeugung wird in unserem Volks in allen Schichten und Erwerbsständen die letzte Kraft auslösen, für die Freiheit zu arbeiten und Opfer zu bringen, Opfer des Besitzes, Opfer der Arbeit, OpferundArbeit für j k b e n nach dem Maße seiner Kraft. Die Reichsregie- rung weih, daß die wirtschaftlichen KräfteDcutsch- lands. namentlich der Industrie und der Bank- Welt, trotz der sorgenvollen Frage, ob die Grenze, unserer Lei.ungsfähigkei: nicht schon ülersch itten sei, entschlossen sind, die Regierung bei der Durchführung ihres Vorschlages zu unterstützen. Nur sc ist es dem Reich möglich, die ganze Kraft der Wirtschaft auf der Seite des Staates für dieses Ziel zu sammeln. Wir müssen gleichzeitig unserer Wirtschaft, um sie für die ungeheure Last tragfähig zu machen, die freie Bewegung ihrer Kräfte nach Möglichkeit wiedergeben und werden in der staatlichen Gesetzgebung und Verwaltung viel mehr als bisher das Ziel des höchste!' Leistungsgrades der Wirtschaftskraft vvranstellen Diese endgültige Lösung verlangt die Vereinigung aller Kräfte. Sie muh der deutschen Regierung die wirtschaftliche Freiheit und Gleichberechtigung wiedergeben. Sie muß den Abbau der Besatzung der deutschen Länder am Rhein bringen, wenn nicht aus tiefempfundenen seelischen und sittlichen Gründen, so schon deshalb, damit sich die täglich mehrenden unproduktiven Lasten und alle die Hemmungen, die für unsere deutsche Wirtschaft dort liegen, endlich verschwinden. Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort müssen geräumt werden. Die endgültige Lösung muh die Absage sein an jede Politik von Sanktionen und Retorsionen, von Zwangs- und Gewaltmahnahmen Rur rn offener Aussprache von Mann zu Mann kann eine Lösung gefunden we "den. Das Schicksal unserer bisherigen Vorschläge hielt uns ab, schon 'freute ohne Aussicht auf Verhandlungen unsere neuen Vorschläge der Gegenseite in allen Einzelheiten zu unterbreiten. Dagegen haben wir sie ersucht, einem Vertreter der Rei-chs- regierung Gelegenheit zu geben, der in Paris zusammentretenden Konferenzen unseren Dorschlaa als Antrag der Reichsregierung schriftlich vorzulegen und mündlich zu erläutern Höften wir, daß die von uns gewünscht sachliche Aussprache nicht durch Entschlüsse _ ber Gegenseite vereitelt wird, die nicht nur über Deutschland, sondern über ganz Europa unabsehbares An heil bringen würden Dor meiner Abreise nach Hamburg hab? ich in der Presse die Rede gelesen, die Staatssekretär H u g h e s in dec Historischen Gesellschaft in Rewhaven gehalten hat. Er hat danach von hoher Warte die Anlösbarkeit des Zusammenhangs be- Ieud&*et, bunt) ben btt# Schicksal 9un>txx6 mit be» Öiöblemen her 2tnxzratü)rwÄ verflochten tft Da bei offizielle 'Boctloiii mir noch nicht Dortlegt, mub ich es mir versagen, zu feinen Ausführungen unb Vorschlägen im einzeln« Stelluna zu nehmen. Aber soviel kann ich jetzt schon lagen, batz bte Dedarrtengänze des amertlan if^jen Staatsmannes sich nahe mit unserer Aufsafseng bt- rühren und wir ihnen aufrichtigste unb ernst haste Beachtu n g wünsch n 3n F an-- irich wird die Rotweadigkei t der Besetzung des Rheingebieto mit der Besorgnis vor kr^genschc, 2b ich en Deutsch andS b.g unbet. Diese Besorgnis i st trrta! Um den Beweis hierfür zu liefern, Haven wir die französische 2tegienrng durch 'Bermütlung einer dritten Macht wissen lassen, bast Deutschland bereit ist, mit Frankreich and anderen am Ahern interessierten Grvtzmächt« sich gegenseitig zu treuen Hä n ben einer am Ahern nicht interessierten Grossmacht fürein Menschenalter, also ein Mehrfaches der un Vertrag van Versailles vor- geschlagenen Besetzung «frist, feierlichsi z u verpflichte n o hne besondere 6rm äch- 11 fl u n g burch Volksabstimmung gegeneinander feinen Krieg zu führen. Sine solche Verpflichtung würde alle beteiligten Völker statt auf den Krieg auf den Stieben etoft eilen unb dabei den ©legerfloaten jede Friedensgarantie bieten. Zu meinem Beda aern muh ich mitteifen. dah Frankreich dieses Anerbieten abgeleynt hat. 2m Snde des alten Wahres stehen wir vor der Frage, ob die Politik Der Gewalt zu Grade getragen werden und das neue Jahr wirklich den Frieden bringen soll, den Europa und die ganze Well dringend brunchen, den wirklichen Frieden, zu dein Seine Heiligkeit der Papst bi seiner erfahrnen WeihrachtSbotschaft bk Völker der Grde aufruft, wofür ihm tiefempfu tbener Dank gefügt fei Wir alle un deutschen Volke wollen uns, wenn unsere Hoffnung wahr wird, in starken Opfern und in der Arbeitsgemeinschaft, wenn keine neuen Enttäuschungen mehr kommen, in dem starken Willen zusammenfinden, uns durch nicht«, aber auch durch gar nichts davon abbringen zu lassen, weiter hi Sin iglest unb Aecht um die Freiheit des Voiles und Vaterlandes zu ringen. Amerikas Absichten in brr R« parationssraqr. Deuhork, 30. Dez. (WTB.) (Funk- schruch.) 3n Wasch ngton wurde im Weihen Haufe offiziell bekannt gemacht, daß die Bereinigten Staaten die Lösung der Reparationsfrage durch uninteressierte Gruppen hervorragender Volksw rtschaftler und Finanziers aus England. Frankreich. Italien, Belgien und Deutschland Vorschlägen werden, falls die bevorstehende Konferenz der alliierten Premierminister In Paris nicht zu einer Einigung kommen sollte. Deutschland und die internationale Luftfachrtkottvention. Berlin. 1. Jan. (WTB.) Wie von zuständiger Seite mitgeteill wird, ist die ODel» imng. dass die Entente Deutschland zum Eintritt in die internationale Luftfahrtkonvention vom 15. 10. 1919 aufaefvrderl hat, zutreffend. Der deutschen Botschaft in Paris ist ein Schreiben der Botschafterkonferenz zu gegangen und es schweben Verhandlungen über die von Deutschland dabei gestellten Bedingungen. (Sine deutsch tschechoslowakische (Erenzsrage. Berlin^ 30. Dez. (WTB.) Aach einer Vitt- fcHung an die Zeitungen wirb der Botschafter- tonferenj eine Bote ber deutschen Reyie - rung überreicht werden, worin um Mitteilung ber Gründe gebeten wirb, warum Haa t s ch der Tschechoslo wa k e i einverleibt werden soll, trotzdem die Bevölkerung nach ihrer Gesinnung bei Deutschland zu verbleiben wünscht. Eine Reujahrsmahnung des bayerischen Ministerpräsident rn München. 30. Dez. (WTB) Der bayrische Ministerpräsident v. ÄntlUng richtet zum Jahreswechsel in den .Münchener Neuesten Rach- rtchlcn' nachstehende Mahi'ung cm das deutsche Volk. .Reue» Krastbewuf»tsein, neuer Mut da« ist es. wa« ich dem deutschen Dolde vor allem zur Iahreswenbe wünsche Gedenket der früheren Tage, deS gewaltigen 2ufstieges in den Jahrzehnten der ötnlgfeit. ber Gröde vor dem Kriege, der keifpicllos« Äraftentfaltung Im Kampfe saft gegen die gan^e Well, die das deutsche Volk in h.-idenhaf.er Stärke zeigte Weg mit dem Materialismus! Weg mit dem 2rrv»h»r. als vermöchte ein damieteritegendes Volk durch Einschränkung der Arbeit und durch 3agcn nach nur fch.inbarem Gewinn die Le'>ensverhüllnisse zu verbessern! Fort auch mit der Zw'.ettackt, der Parteisucht und der Rörqelsucht! Zurück zur deutschen Einigkeit, zur deutschen SchlichtbeU und Sinsachh.'ll. zu deutschem Pllichtbewuhtse.n, zu ernstem, stillem, unwibersteyllchem deutschm Wollen! Der Zahreswechiei ist ein Mahner. Deutsches Voll, trfre diese Mahnung! Last dahinten. was Deiner und Deiner arof.m Ver- aangcntKÜ unwürdig ist. raffe Dich auf. allen Schwierigkeiten, allen Gefahren, allem Halle ber Gegner zum Trotz, zu neuem Leben, in erneuter Kraft zu neuertoachtem Willen!" Ansprachen zwischen dem Reichspräsidenten und dem neuen italienischen Botschafter. Berkin, 30 Dez (Wolfs) Der Aeichs- Präsident bat henke den neuernannten ltalleni- schen au herordentlichen und bevollmächtigten Botschafter 6omte de Bosdari zur Gntgegennahme seines Beglaubigunas schreibe ns und des AbberufmigSschreBens des bisherigen itnlicnt- schen auhervrdenttichen und bevrllmächtia ea Botschafter» Frastast empfangen Bet dem Empfange war der AeichsMinister des 2euhern zugegen. Der Botfchrfler hielt folgende Ansprache ,3l'cht auf bte QEtnmrtjnfl Eurer Erzellmz unb entbiete Ihnen meine wärmsten Wünsche für Ihr perförtliches und für bas Wohlergehen ber groben Deutschen Republik. Der Aeichspräsiben t erwiderte mit folgenden Worten .Herr Botschafter? Ich habe bte Ehre aus Eurer Erzellenz Händsr ein Schreiben des Königs von Italien ent -e^errzunehm.". durch das Sie als anher ordentlicher und beoollmächtig:er Botschafter bei mir beglaubigt werden. Ich nehme gern davon Kenn'n s dah Euere Erzellenz gemäst Den Instruktionen Ihrer Legierung und Ihrer persönlichen lieber^euqung bestrebt fein werden, das von Ihren verdienstvollen Vorgängern glücklich angebahnte Werk der Annäherung zwischen Deutschland und Italien mü allen Kräften zu förbern Ich versichere Sie dabei meiner unb ber deutschen 2:giermg bereüw lligen Mt arbeit Indem ich Ihnen, Herr Botschafter, für die mir dar geb rächten Wünsche für mein persönliches Wohlergehen und für das Gedeihen der Derlfchen Lepublik mehren aufrichtigsten Dani aus!preche, hei he ich Sie namens der deutschen Regierung wtst- kommen Hieran schlost sich eine UnterbaÜung, in deren Verlauf der Botschafter dem Reichspräsidenten auch bte Mitglieder der Botschaft vvrstellte. Ein russischer Protest in der Memelfrage. Moskau 30. Dez. (WB) Der stellver- tretende Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten 2 i t tt> t n o f f richtete am 22. Dez. namenS ber russischen Legierung an Lorb Cur- zon, Poincare und Mussolini eine Rote. worin es beifit: Wie bie russische Legierung erfährt, beab- sich igt die Botschafter ko nse?«z tn Paris, demnächst sich mit der endgültigen 2cgdung der Frage des MemelaevietS zu beschäftigen. Das Schicksal dieses Gebiets, bas in wirtschaftlicher Beziehung eng mit den Sowjetrepubliken Rufiland unb Weihruhlaird verknüpft ist, stellt für das Wirtschaftsleben dieser letzteren ein Interesse von höchster Tragweite dar. E« genügt, daraus hin'uweis«, dah die Forstwirtschaft diellr Aepubliken in hohem Mähe von den Bedingungen abhängt, welche die Wasserwege dieses Gebiets und bte Frage des Memeler Hafens regeln sollen, ber einen ber natürlichen Ausgangspunkte für bie russische Ausfuhr bildet. Daher muh jede Regelung ber Frage des Memelgebiets ohne unmittelbare Tei lna hme ber Sowjetrepubliken Lrihland unb Weifirufi - land und die wohlüberlegte Ze-nhaltuwg dieser Staaten von ber Regelung Dieter mit ihrem Staatsinterelle unlöslich verbundenen Frage als nicht- anderes denn ehre Verletzung ber unbestreitbaren Rechte dieser Republiken angesehen werben. Infolgedessen nehmen die Legierungen von Rah- land und Weihruhland das Recht in Anspruch, die Zulassung ihrer Vertreter zu den Beratungen unb Entscheidungen über bas Schicksal Memels zu verlangen. Gleichzeitig steht sich bie Legierung SowjetruhlandS sowohl in ihrem Tarnen als auch mit Ermächtigung ber Regierung ber sozialistisch« Sowjetrepublik Weihruhland zu der Erklärung verpflichtet, bah bie genannten Staaten keine Lösung ber Frage über das Schicksal des Memelgebiets, bte ohne ihre Teilnahme unb entgegen ihren Interesten getrosten werben könnte, anerkennen werben. Alle Entscheidungen solcher Art werden ohne rechtliche Verbindlichkeit für diese Staaten sein und können keineswegs einen endgültigen ober dauerhaften Charakter haben. Eine kritische Denkschrift der Russen in Lausanne. Lausanne. 30. Dez. (WTB.) Die russische Abordnung überreichte heute nachmittag dem Präsidenten der Konferenz eine umfangreiche Denkschrift, worin sie lebhafte Kritik an der Orientpolitll ter Alliierten übt und ein ausführliches russisches Pro- aramm für den wirklichen Frieden int Orient Darlegt Aus dem Reiche. Die Großhirnbelsindeffziffer. Berlin. 30. Dez. (WTB.) Die am 23. Dezember berechnete Grobhandelsinderziffer des Statistischen AeichSamtS war an diesem Stichtag, verglichen mit dem Vorkriegsstände, vom 1468fachen am 15. Dezember weiter um ein Geringes auf das 1439- rache, oder um 2 v. H. zurüagegangen. Entsprechend dem gleichzeitigen Rückgang der Devisenkurse senkten sich die Preise für Einfuhrwaren vom 2526fachen auf das 24Nfache, oder um 4,6 v. H. Die vorwiegend im Inland erzeugten Daren gabelt gleichzeitig vom 1257- fachen auf das 1245fad)c, oder um 1 v. nach. Ferner sanken die Preise für Lebensmittel vom N40fachen auf das 1127fache, die der Industriestoffe vom 2081 fachen auf das 2022- fach«. Die Demokratische Partei über die Regierungskrise in Hessen. Der zahlreich versammelte Landesausschufi der Deullchen Demokratisch« Partei, ber gestern Ira LandtagSaebäube tagte, hat nach längerer Aussprache bte bi» abends 7 Uhr währte, folgende En tschliehung gefast t 1 Die Partei b U ll fl t den Rücktritt bes Ftnanz Ministers Henrich unb sprüht ihm zugleich daS rückballlose Vertrauen brr Partei unb ihren Dank für die Dienste au«, bie er in schwerer Zell auf schuster iitem Posten vier Jahre hindurch dem Lande geleistet hat 2 2Hit diesem Schnitt des Ftnanzramisters. ber lediglich aus do» Verhalten der deiben übrigen Koaliston»palteien ^uriiAufübren ist, hat die Demollotis ch: Partei ihre Freiheit gegenüber ber Regierung unb zur Regierungsbildung wiedergewonnen, bte sie nach den Leuwahlcn balle 3. Die Fraktion wirb ermächtigt, tm Einver- vehrv« mit dem LondeSparteivorstand biejartacr. •rd'dxibaegen zu treff«, die in bezug eif bte notwendige Reubildung ber Regierung erforderlich werden 4 Der Landesausschuh grübt die Brüder unb Schwestern ün besetzten Gebiet, Ne eine so ent- schtosllme Treue gegenüber ben Plänen bes französisch'N Imperialismus betunbai Der Landes- au»l anbere< zurBerschönerun^ kef Abends bet Bei andere Erwähnung i.««.^«! auch bas von Fräulein E Weller Borget ragen e Melodram .Der Geigerfrtedel^ — Der Verein ehemaliger 116er hielt am Mittwoch. 27. Dezember, in ber bt» aus den letzt« Platz besetzten Turnhalle seine bleSjährige Weihnachtsfeier ab. Musik, Ibeaterau'fübrungen, Prolog und Gesangsstücke wurden in ganz herovr- ragenber Weise au »geführt Der 1 Vorsitz«! • sowie ber Vertreter be« hier gamifoniertnb« Le- atment»ftabe» Inf -Legt» Rr. 15 hielten Ansprachen, bie mit grostem Beifall oufg«crmmer würben. Schöne unb wertvolle Gebrauchsgeg«. stände wurden verlost. Den Schlust bildete das übliche Tanzvergnügen. ^ornotizen. — Tageskalender für Di«« stau Swdttheater. 7 Llhr .Der Vullan" - Lfchtsv^ hau». Bahnt,vfstrast«: .Die Beichte ber Mörderin' — Dola t-Lichtspiele, ab beule .Es leuchtet «wti» Liede unb .Chaplin als Warstrn-re". — Zu bem Vortragebe» Kapitäns Poch ham wer (Gras vpee's letzte Fahrt Lichte bildervortraa). ben man am Freitag ab«d im G».osten Höckaal ber älntversikät hör« 8arm. wird uns noch gefchcieben: Kapitän Pochhammer hatte es nach ÄHcg»«be sich zur Ausgabe gemocht, für bas Deutschtum in Südamerika zu wirken. Er hat li । Jahre lang durch Vorträge in Sükte ametlfa für Den deutschen Gedanken getnorbte imb säst alle deutschen Siedlung« in Argentinien und Chile besucht Er ist also nicht nur imstande, in seinem Vortrag über bte Fahrt« bes beutschen K^ ergeschwaders zu erzähle«, sondern er wirb auch praktische Wege für deutsch« Auslandsarbell zeigen tönnm Gerade aus diesem Grund« ist der Besuch des Pochhaminer-Bor- tLOfl« all« ben« zu empfehlen, bte heute t» Erinnerung an unsere Grosttat« während des Krieges den Glauben an Deutschlands Zukrnft in sich neu beleben wollen und bie tum anderen In e e se für deutsche Aufbauarbeit tm Ausland» haben Wettervoraussage für Mittwoch: Bedeckt, Rebel, kühl Wte au» den wenig« Meldung« Hebt ge» stört er Empfang) erftchilt chist, hat sich bte Druck- Dtrteilunq geg« gestern abenb kaum aeänbert DaS Teilltef tm Süb« tst verschwunb« Der für heute dorausgesagte nastkalte Rebel wirb noch anhalten. Qtenbe.ung« tn der Wetterlage (önn e» unter Um> stätnd« von etnem nördlich Englanb vorbeiziebeo- Nm Au-läuser des Etsmeer-Ttess herdeigefühet werden. Landkreis Kietzen. • Gründer fl, 29. De» Bet der eilten ©ammlmq für die Grünberger Rvthtlse kam« über 140 000 Mk l* bar und viele Ratu- rallen, baiuntet ein Zrotner Mebl unb 150 Pfund Frucht zusammen. Austerbem stiftet« bie Deutschamerikaner Otto Louis unb Christton Lies, sowie Heinrich Römer unb Christian Gerhardt, Ne sämtlich gebürtig« Drünb«rger stob, zusammen 2 5 Dollar, bte bei einem Stande von nmb 7000 ein« Gesamtbetrag vo« 175 006 Mark borfte(I« • Harbach, 2. 3an. Das Fest ber diamantenen Hochzeit begeh« am 4 Januar Ne Eheleute Peter Hart man n und Frau Marte geb Wagner Das Paar «freut sich noch der besten Rüstigkeit. Kreis Lauterbach. * Lauterbach. 29. Dez. Die Zuschläge zur Drundmietr gemäß bee Bestimmungen des Retchsmtetenge'etzes sind h'.er wir folgt geregelt worden: 15 Prozent für die Steigerung ber ,Zinsbeiaft»no. 120 Prozent für die Bettiebskosten und 375 Prozent ftr laufende InstandseyungSarbeiten Die Koste« für die großen InstandsetzungSarbeiten soll der Heutiger Stand des Dollar» 10 tthr wrmtttag» Derlttr 7225» Frsnr7f«t a. M. 7100—720*» -semfeter amellSgemüß aus Vie Inhaber der Mzelnea Wohnungen umlegen. Kreis Schotten. Ulrichstein, 31. Dez. Die Kraft- Vvst Ulrichstein —Rixfeld verkehrt vom 7. Januar ab nur noch werktäglich. Kreis Büdingen. " Büdingen. 31. Dez. Unserer Stadt gin- l«n in den letzten Tagen wieder zweiDollar^ spenden aus Amerika za. Die eine Gabe (12 Dollar) erhielt die Kleinkinderschale. ülM der andern wurden der Armenkasse 10, dem Mathilden Hospital 3 und der G e - meindepflege 2 Dollar überwiesen. Heber wettere 5 Dollar war von den Spendern genaue Verfügung getroffen worden. Die Stifter sind ge- borene Budinger. " Ridda 31. ®ea. Für die neuen Glocken unserer Kirche haben mehrere geborene Rid- baer. die jetzt in Iohnslown (Qlmerila) leben, summen 100 000 Rlark gestiftet. Kreis Friedberg. - Bad-Rauheim, 31. Dez. Die Stadt- !rvrdnelenvecsammlung beschloß. die Gemeinde- -undesteuer mit Wirkung vom 1. Januar 1923 o wie folgt sestzusetzen: Für den ersten Hund 10 000 Mk., für den zweiten Hund 15 000 Mk.. -ur den dritten Hund 20 000 Mk., für den vierten und jeden weiteren Hund 25 000 Mk. Die stauche Hundesteuer wird durch diese Festsetzung ,chi berührt. — Die Stadtverwaltung hat die Zuschläge zur Grundmiete mit "Di'knng vom 1 Januar 1923 an auf 20 00 P r o 3 e n t festgesetzt. 3m einzelnen sehen sich e Hu d)(äge wie folgt zusammen: Staats- und Gemeindesteuern 44 Proz., Brandversicher ings- beiträge 45 Proz., Müllabfuhr 11 Proz., Schorn- üeiniegergebühr 88 Proz.. Wasserfchädenversiche- rnst 35 Proz., Haftpflichtversicherung 32 Proz., ' nltung 65 Prvz.. laufende Instandsetzungen 480 Pro». Die Ausgaben für Zinssteigerungen ,nd f'ir Wasserverbrauch sind in den Zuschlägen nid) enthalten, sondern sind nach Bedarf aus- ^lschiagen. — Oberbademeister Franz Kissel ’ urbe zum dritten Beigeordneten ge» wählt. Kreis Wetzlar. ra. Hohensolms, 31. Dez. Die E»e- k ch tStaae für das Hohensolmser Land werden im Geschäftsjahr 1923 wie folgt obgehallen: 22. Januar, 12. März, 7. Mai, 25 Juni, 24. September, 29. Oktober und 10. Dezember. Hessen-Nassau. Frankfurts. M., 2. Jan. (WTD.) Die drei Heinen Kinder des elsässischen Flüchtlingsehepaares G u d a t wurden gestern in der .lterlichen Wohnung tot aufgefunden. Die Untersuchung hat ergeben, daß die Kinder vergiftet worden sind. Die Ellern sind unter dem dringenden Verdachte des Giftmordes verhaftet worden. fpd. F r a n k f u r t a. M., 1. Jan. Dor einigen Tagen wurde in einer Scheune an der Ecken- ^rimer Landstrabe die Leiche eines unbekannten Rcmnes aufgefunden. Feststellungen ergaben jetzt, ■ab der Mann einem Raubmord zum Opfer gefallen ist. Als Täter wurde der 1899 in Sieben geborene Gärtner Hans Appel er- -nttelt und verhaftet. Appel hat mit dem Ge- totefen wochenlang bei Dreschmaschinen zusammen gearbeitet und stets mit ihm fteundschaftlich vermehrt. In der Rächt zum 17. Dezember hat Appel den Kollegen, während dieser aus seinem Strohlager in der Scheune schlief, mit einer Axt durch mehrere Schläge auf den Kopf getötet. Dann hat er sein Opfer ausgeraubt die Sachen für 2000 Mk. in 5-vanffurt verkauft und in Dornholzhausen eine Stellung angenommen. Die Leiche des Erschla- genen wurde durch Zufall aufgefunden. Wie der Tote heibt, tonnte noch nicht ermittelt werden. Auch Appel will ihn nur unter dem Ramen Hans gekannt haben. Angeblich soll der Ermordete aus Frankfurt stammen. Der Mörder, ein schwäch- iche, kränklicher. Mensch, war früher Fürsorge» -.öqUng. Er hat die Tat in vollem Umfange zu- geslmrden. — Rach einer heute erlassenen Ma- ^ißratsverordnung dürfen künftig Spediteure. Möbelträger usw. nur dann ilmgüge ausführen, t)xim sie im Besitze eines vom Wohnungsamt e ausgestellten Erlaubnisscheines find. Die Polizeibeamtsn sollen die Umzüge darauf ton» :rolliercii. Zuwiderhandlungen werden mit Geld- ^.Tafen bis zu 100 000 Mk. geahndet. (Bieben im Jahre 1922. II. Die eisenverarbeitende Industrie Der Beginn des Geschäftsjahres 1922 stand noch unter dem (Sinflub des im Dezember des Vorjahres plötzlich eingetretenen Kurssturzes der Unter dem Hreiheilsbaum. Roman von Clara Die big. S. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Hinter Herz Rosenblatt setzten ihrer vier, fünfe drein. Die Seele im Leib zitterte ihm. vh wäre er nur nicht gelaufen I Gr war stch eines Anrechts bewußt, nur nach einem Handel- spürend war> er umhergeschlichen; da kam 9ärm. Sie griffen ihn, visitierten ihm die ifr/» rissen die armen Plündern dabei vollends ent-,a'ei, durchsuchten ihn bis auf die nackte Haut si rnnten nichts finden. „Er hat's fortge- _n. rasch weggeschmissen!" Man hatte es ja gckben. Sie bläuten auf den Herz Rosenblatt ■'d zerschlugen ihm schier die Knochen. — Das Fest der Galgenverbrennung hatte kein freundliches Ende genommen. Die Trierer dräng- en nach Haus, es war ihnen unheimlich geworden aus der 'Eurener Flur. So weit war es also schon gekommen mit der Unsicherheit, dah man nicht mehr geschützt war dicht vor Triers Toren? Es ward bald ganz ruhig auf der Eurener Flur, still blinzelnd nur guckte der Mond über die •itiDeigenben Hohen. Der ' canzösische Kapitän mit den Demoisellen batte auch den Heimweg angetreten, aber er ging nicht die 'Landstrabe, die die anderen gingen. Er hatte sich seitab verloren, und seine Begleiterinnen halten nichts dawider. Suzette fühlte sich sicherer Doi neugierigen Augen im deckenden tonnte sie niemand an Adami verraten. Uno Tuch Minette wurde freier, der CBater wurde es doch nicht gern gesehen haben, dah sie am Arm Franzosen ging. Im Wald war's ganz finfter. Jean-Claude hatte lange gewartet. Erst in Geduld, bann in Ungeduld, zuletzt in Wut: kam der Kerl denn noch immer nicht? „Vermaledeites Cochon!" Er hatte ihn wohl mit den Mamsellen verschwinden sehen. Run würde er sich auch nicht länger zum Rarren halten lassen. Müde mar er auch: morgens den Thron gestürmt, abends den Hanswurst von so einem gemacht, dazu die Langeweile des Wartens. Er band beide Pserde an; den Adonis drüben an die Buche, die Liberte hier an die Dirke, er selber lieb sich an einem Tannenstamm nieder. Verträumt starrte 3ean- Claude in das große Schweigen. Wie sich das Silber des Mondes immer mehr und mehr Übers Feld ergeb! Rebel fliegen auf, leicht wehende, weibliche Schleier; eine Linke rief unter Steinen, das Hang wie Glöckchen, und Grillen zirpten ihr Schlummerlied, ganz traulich, so wie abends bei Saarlouis in der Mutter Haus. Die gute Frau, ob sie wohl noch lebte? Seit die Franzosen ihn geworben — wie verfluchte er das bereits —, hatte er nichts mehr von ihr gehört. Sie konnte nicht schreiben, und wenn sie auch hätte schreiben können, wo sollte ein Brief ihn finden? Bald hier, bald dort; hingeblasen bei der Trompete Ton, hingewirbelt bei Trommelschlag, ohne eigenen Willen, dem Kommando blind folgend. der Pfad, der- parallel mit der Landstraße auf die Stadt zulief, war schmal, fit' mußten sich dicht aneinanderdrängen. Links die Blonde, rechts die Schwarze; die zarten Arme verliebt an sich drückend, verlangsamte d'Aubrh immer mehr den Schritt. Hatte er seid Pferd, seinen Burschen denn ganz vergessen? »Sehen wir uns ein wenig, mes charmantes I“ 2uSllmv«vevisen. Obgleich die Eisen verarbeitende Industrie darunter weniger zu leiden hatte, so trat doch mit der Besserung der deutschen Valuta an die Stelle der' vorher beobachteten stürmischen Rachfrage eine Zurückhaltung seitens der Verbraucher; der Auftrags eingang in der Industrie verringerte sich wesentlich. der Auftrags bestand bot aber fast überall noch feine ausreichende Beschäftigung. Durch die fietgenben Verkehrsschwierigleiten infolge von Störungen im Eisenbahnbetribe unb die dadurch außerordentlich erschwerte Kohlen- und Kotsversorgung wurde die Leistungsfähigkert der Industrie beeinträchtigt. Mit der zunehmenden Roheisenknappheit, eine Folge der durch den Kohlen- und Koksmangel bedingten Einschränkung der Produktionsfährg» feit, stellte sich eine Aufwärtsbeweaung der Eisen- Preise und dairn auch ein Anziehen der Preise für Fertigfabrikate ein. Dies führte zu einer gewissen Zunahme der Kaufneigung. Das Ausland Derhielt sich aber immer noch abwartend, was ^namentlich bei dem verhältnismäßig geringen Inlandsbedarf von der Masch.nenindust'i? stark eins, furchen wurde. Der weitere Verlaus des Jahres brachte neue Erhöhungen der Kohlen- und Roheisenpreise, oeranlabt durch die Steigerung der Eisenbahngütertarife. Kohlensteuer. Löhne usw. Die Anpassung des inländischen Prcrs- niveaus an die Entwertung der Mark im Auslande vollzog sich weiter in rapidem Tempo. Die Rachfrage im Inland wurde reger, dagegen blieb das Exportgeschäft ruhiger. Man erwartete Verschärfung der Konkurrenz mit dem Auslände, das seine Selbstkosten ständig herabzusetzen such'e. Die politische Lage brachte alsdann wiederum eine gewisse Zurückhaltung in der Erteilung von Aufträgen, die sich gegen Mitte des Jahres hin noch verschärfte. Dabei führten die wieder in aus- steigender Richtung sich bewegenden Devisenkurse zu neuen Preissteigerungen für wich ige Rohstoffe, besonders für Kohle, hinzu tarnen durch die Teuerung bedingte Lohn- unb Gehaltserhöhungen; beide Faktoren zusammen bewirkten eine Erhöhung der Gestehungskosten und gaben zu Preissteigerungen der Fertigerzeugnisse Veranlassung. Durch die Reparationsleistungen des Kohlentributs machte sich die mangelhafte Versorgung mit Kohlen und Koks für die Industrie immer fühlbarer geltend. Auch die Roheisen- lleferung blieb weit hinter dem Bedarf zurück, so daß viele Werke gezwungen wurden, sich mit ausländischem teuerem Roheisen zu versehen. Mit der schwachen Belieferung in Roheisen war leider auch eine Abnahme in der Qualität der Roheisensorten bemerkbar, welche die Fabrikation erschwerte. Der September brachte eine neue Erhöhung der Preise für Rohstoffe aller Art in einem bisher noch nicht gekannten Ausmaß, sowie starke Lohn- un'e Gehaltserhöhungen, die eine Preisbildung in steigender Richtung zur natürlichen Folge hatten. Die Industrie blieb aber gut beschäftigt. Für den Wiederaufbau in Frankreich blieben die erwarteten Lieferungen aus. Die Wiederholung eines unerhörten Marksturzes im Oktober und die dadurch hervorgerusene Preissteigerung führten eine sich immer stärker fühlbar machende Geldknappheit herbei, die den Geschäftsgang belastete, indem sie die Beschaffung von Rohstoffen erschwerte, zumal die Lieferungen meist früher bezahlt werden mußten, als das Geld für die verkauften Erzeugnisse einging. Gegen den Schluß dcS Jahres hin kam der 6m» fluh der riesigen Teuerung auf allen Gebie en allmählich zur vollen Auswirkung, die sich auch noch weiterhin empfindlich bemerkbar machen wird. Bisher war es dank eines befriedigenden Auftragsbestandes, den Maschinenfabriken, und namentlrch der in der hiesigen Industrie vertretenen Werkzeugmaschinenfabrikation, möglich, den vollen Betrieb aufrechtzuerhalten. Wie lange dies noch möglich sein wird, hängt von der ferneren Entwickelung der politischen und der dadurch bestimmten wirtschaftlichen Verhältnisse, sowie auch davon ab. ob wir trotz des Hochstcurds der Preise unsere ErAn unsere Postbezieher Der Bezugspreis im Januar ist für den Gießener Anzeiger auf 800 Mark festgesetzt worden. Die Post hat aber nur 650 Mark bei freibleibendem Bezugspreis erhoben. Es sind deshalb 150 Mark nachzuzahlen. Wir bitten unsere sämtlichen Postbezieher um sofortige Einsendung des Mehrbetrages mittelst Der heute beigefügten Zahlkarte. Verlag des Gießener Anzeigers xeugnifTe untere Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Auslande werden erhalten können. Armaturenfabrikation und Appa- ra tenban. Trotz der politisch äußerst verworrenen Verhältnisse war der Geschäftsgang wahrend des Jahres 1922 bei diesen Unternehmungen noch befriedigend. Ungeachlet der hohen Preise gehen immer noch Aufträge in genügendem Umfange ein. Der Umsatz nach dem Inland hat allerdings, namentlich in gesundheitstechnischen Anlagen, etwas nachgelassen, weil solche Anschaffungen in das Gebiet des Luxus fallen und nicht unbedingt notwendig sind. Dagegen hat stch der Umsatz in wärme technischen Anlagen entsprechend gehoben, weil die Industrie bei den heutigen hohen Drennstoffpreisen mehr denn je darauf bedacht sein muß, alle Wärmequellen im Betriebe nutzbar zu machen. Die hiesige Fabrikation dieser Branche liefert bekanntlich für solche Anlagen seit langen Jahren Spezialapparate, die allerdings 'beute sehr teuer sind, die aber trotzdem Käufer finden, weil damit erhebliche Ersparnisse an Brennmaterial erzielt werden. Auch der Absatz nach dem Ausland hat sich gegen früher nicht unwesentlich erhöht. Die gegentoärtigen Da- lutaverhältnisse kommen hier dem Absatz zu statten. Wie sich das Geschäft in den Spezialartikeln bei rückläufiger Währung gestalten wird, kann jetzt noch nicht gesagt werden. Jedenfalls macht sich m einzelnen Ländern jetzt schon die englische, belgisch» und schwedische Konkurrenz bemerkbar. Die Auslandindustrie ist infolge der großen Konkurrenz, die Deutschland notgedrungen durch seine für die Ausländer sehr günstige Währung macht, schwach beschäftigt und fetzt manchmal unter Verzicht auf jeglichen Gewinn alle Hebel in Bewegung, der deutschen Industrie die Spitze zu bieten. An und für sich ist die Durchführung eines internationalen Geschäfts- wie des der Armaturen- und Apparateindustrie bei den Schwankungen der Valuten und bei den sich manchmal sprunghaft überstürzenden Veränderungen der Materialpreise, Löhne und Unkosten außer ordentlich schwierig. Dabei scheint die Aufwärtsbewegung der Löhne und C«hälter, der Preise für gewisse Materialien, insbesondere auch derjenigen für Kohlen, elektrischen Strom usw. noch kein Ende nehmen zu wollen. Dazu die ungeheuren Frachten, Fuhrlohne, Postgebühren, Rc-isespesen usw. Eine weitere Erhöhung der Preise erscheint aber für die Unternehmungen der Branche recht fraglich und sogar bedenklich. Man merkt hier deutlich, daß man mit den Preisen der Fabrikate, so weit es sich nicht um ausgesprochene Spezialitäten dreht, an dem sogenannten Weltmarktpreis angelangt ist. Eine gewisse ©tabilifierung des Preisniveaus auf allen Gebieten der Wirtschaft und des Verkehrs wäre also dringend zu wünschen. Vermischtes. E'me Stiftung für bedürftige Studenten. Berlin. 30. Dez. (WTB.) Eine ungenannte Persönlichkeit aus dem Geschäftsleben machte in dankbarer Erinnerung an die Studienzeit in der Charlottenburger Technischen Hochschule dem Unterrichtsminister eine Zuwendung von 3‘/i Millionen Mark zur Gewährung von Deihilfenan würdige bedürftige Studenten. Gestohlene Geheimrezepte der Knifinfarben# fabrttation. Berlin, 30. Dez. Der ehemalige Postaushelfer Franz T h e u m e r, der von der Staatsanwaltschaft Linz wegen Betrügereien gesucht und in Berlin verhaftet wurde, hat in Bitterfeld, wo er Zuckerschwindeleien verübt hatte, die Bekanntschaft eines gewissen Schneider gemacht, der sich auf noch nicht geklärte Weise Abschriften von Geheimrezepten der A n i (i n f a r b e nf a br i f a t i on verschafft hatte und Theumer beauftragte, diese an Ausländer zu veräußern. Da Theumer äußerlich schon zu heruntergekommen war, um mit wohlhabenden Leuten in Verbindung zu treten, übergab er einem Dienstmann, der auf dem Anhalter und Potsdamer Bahnhof häufig Gelegenheit hatte, mit Ausländern zusammenzukommen, Abschriften der Rezepte. Der Polizei ist es gelungen, auch diesen Dienstmann zu ermitteln. Vor seiner Verhaftung hatte er die Geheimrezepte in einem Lokal zwischen die Flaschen am Schanktisch geworfen, um sie später wieder abholen zu können. Die Rezepte wurden aber entdeckt und beschlagnahmt. Schneider wurde verhaftet, als er auf einer Besuchs reise nach Berlin kam. Handel. Frankfurt a. M^ 30. Dez. Börsen- stimmungSbild. Am heutigen Börsen- seiertag zeigte sich bei leicht abgeschwächter Grundtendenz nur geringe Unternehmungslust. Dollarnoten waren vormittags für 7250 bis das war Soldatenlos. Wenn er sich Mühe gegeben, hätte er vielleicht ein Briefchen zustande gebracht, aber Dienst machen, Montur putzen, Pferde striegeln, essen, trinken, schlafen und wieder Dienst machen und Montur putzen, und Pferde striegeln, das nahm die Lust, Unb doch mußte Jean-Claude jetzt so sehr der Frau gedenken, an deren Herd er gesessen hatte, seit er fitzen konnte. Da hatten die Grillen gezirpt in der Hüttenmauer, geradeso wie jetzt, und die Mutter hatte ihm übers Gesicht gestrichen mit der Hand, die rauh war von Arbeit und doch so weich: „Sch'afe, schlafe Schankelödchen!" Jean-Claude schlief ein. Hm die Pferde herum bewegte sich etwas — waren es Schatten? „Bei mein Gesund, e feines Peerdchen," wisperte Mohnsam. „Was wird der Herr mir geben dafür, daß ich ehn hab geführt her?" - Der Fremde im dreieckig aufgekrempten Hut, der vorhin am Galgen getanzt hatte, spuckte verächtlich aus: „Gor neift, du Hund!" „Richts, gar nichts? Ich schrei Zeters" Der Jude wollte schreien, aber er brachte nichts vute« heraus, die Hand des Fremden preßte iym die Gurgel zusammen. Ein Tritt Moyses Mohnsäm fiel um, lag am Boden. Er getraute nicht mehr sich zu rühren und auch nicht zu schreien. Gewandt band der andere beide Pferde los, auf Liberte schwang er sich, den Klepper nahm er an den Zügel. Heidi, fort, lautlos — ein Spuk. An den Häusern von Euren vorbei stob der nächtliche Reiter. Plötzlich scheute das Handpferd. „So kommste nit weit," sagte eine Stimme. Keck stand das Weibsbild, mit dem er vorhin 7275 zu haben, zogen auf 7350 an unb beweg» ten sich auf 7325 bei sehr bescheidenem Geschäft. Kurse wurden im Effektenverkehr nicht genannt. Man konnte feststellen, daß die Rachfrage nach Effekten überwog. Mm 1 Mhr wurde der Dollar 7350 genannt. 2lm 2. Januar findet nur ein amtlicher Verkehr in Devisen And Roten statt. Am 4. Januar findet die Wertpapierbörse statt. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung, Amtliche Rotierungen. Datum: 29. Dezember 30. Dezemo«!« Geld Briei Geld Brie? Antw.-Brüssel . 493,75 490,25 490,25 498,75 Holland 2987,.j0 30O2."0 2K97.75 291225 London 34W4.10 34S3H.90 34039,70 34210,30: Pariö 543.05 54685 527,20 7?9.so Schweiz 141145 1418,55 1347,05 i:i30.‘.ft Spanien 1167,05 1172.95 1137,15 N4L8L Iialien 371,55 373.45 : Ackerbohnen 16 000 bis 19 000 Akk., Wicken 15 000 bis 18 000 Mk., Lupinen, blau 24 000 bis 28 ( 0 Mark, aelb 15 000 bis 16 000 Mk. Seradella, alt 20 000 bis 21 500 Mk.. neu 33 000 bis 38 000 Mark. Rapskuchen 10 000 bis 10 500 Ml., Trocken- schnitzel 6400 bis 6500 Mk-, Kartosselslocken 8500 bis 8600 Mk. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 6200 bis 6500 Mk.. Haferstroh, draht- gepreßt 6200 bis 6500 Mk.. Stroh, strohseiige« bündelt 5500 bis 5900 Mk.. Wiesenheu. gut, gesund und trocken, Dormahd 6200 bis 6400 Mk < Rachmahd 6000 bis 6200 Mk. (Soweit kein cm- dei.es Gewicht genannt, verstehen sich alle Preist pro 50 Kilo.) (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Die englischen Reparationspläne für die Pariser Konferenz. London, 30. Dez. (WTB.) ,,Daist) I'dt- graph" zufolge hat das britische K a b t n e t r gestern im Verlaufe einer sehr kurzen 5ihunL die Haup t g r u n dla gen der Politik gebilligt, die Bonar Law und die britisch, Delegation auf der Pariser Konferenz vertreten werden. Die technischen Fragen dieser Politik scheinen gestern nicht mehr erörtert worden zu. sein. Man sei der Ansicht, daß die britischen Vor" schlüge von keinem der Alliierten summarisch als ungeeignete Grundlage beiseite geschoben werden konnten. Was jedoch von den britische'^ Dele-- gierten von Anfang an klargemacht werden würde, sei. daß die nicht unedelmütigen Zugeständnisse an die Alliierten Englands in der Frage der Kriegsschulden notwendigerweise und unbedingt abhängen würden von der Zustimmung einer Regelung, die von England nicht nur als falt, sondern als praktisch angesehen werde. Der fam tbetrag der Entschädigungen müsse ermäßigt werden auf 40 — 5ö Milliarden Goldmark, je nachdem die bereits gemachten Sachleistungen und Zahlungen mitgerechnet werden sollen. Auf dieser Grundlage könne Großbritannien möglicherweise einem teil- weisen Erlaß der ihm von seinen All bat weiß doch ein jede > bst Bücklerhannes her is Frag jedes m ?, dem Hannes aus Rastätten — sie kennen dich rör (Fortsetzung folgt) selbst ül reln et>g ( Organisten und S«l“ FürsneueJahr biQiflüe ."veufrunft. Schwiegervater und Großvater Herr Adolf Gerstenberg i D Wacoli Bjller,Beigeordneter l H im Alter von nahezu 73 Jahren. im Alter von 72 Jahren. Familie Georg Heß Familie Anton Beplcr 08 American Line 7. rebr. 3. Jan. 17. Jan. UNITED STATES LINES Verschiedenes DW'ibelmitr. 1 l. [71 1922. MMMMeöliMessevs! 35D Verlobte | Vereine MerKenfritz (flret» Büdingen) 62A furt am Main. UMmmW 76D für iojirt flrfudit. 11143D vahnhos-hotel, rilkilbm- Sandgasse 22. 07 ZSWeii noHKUellomlL "v entgegen. G A. Montag 73D kann. Spez •Tapdent), Löwengasse 20, Bus 726 meine Liebe! Näde-e» (M , - ■' Tf Thordirigenten 3abre*oer1amm(unfl, zu essen hielt feine Vertreter aus 3 Pro- G«e ,ne Tuchmühe. 4 Selbstbinder. 14 Stärke, fragen, 2 weiche Äragen. 2 Kartons mit Briefumschlägen und Karten. Äbrdbe tmb Schule« — Ätrchl iche Dienstnachricht Dem ^stsarrverwalter Adolf Tlllwohn zu Älr- tvrs wurde die evangelische Pfarrstell« da- Regelmäßige Passagier- und Frachtdampfer Hamburg - Newyork möglichst für Pen,Ion oder 2 Fnmilten ne- eigne,, bei Barauszahlung zu kaufen ge sucht. Genaue Angebote an (lliKlId TireltorSatllcr,Mtinldkn,Bayerstr.55 erbeten. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Auguste Heller Wwe. geb. Rehe. Lieh, den 2. Januar 1923. 78D Die Beerdigung findet heute um 3 Ubr nachmittags statt 1. Berwalt.-Bericht. 1 Rechnung» bericht. 3. Orbob n i deiBer- stcherungen. 4. Be'ich'edenes. »christliche Anträge find an den 1. Bors. | vertu Sauer. Neu- nabt ah richten. 177V) Tervorstuud. Giesten, den 29. Dezember liitmelne OtlsIntaleDlalle 6?s £anOlrelles Sletzea. Stadttheater Mittwoch. 2. Äam.r 12.HHnTO0ll-ll.-BdL fifllQ. ÄxL7-»ntx ß#*y,wtt> Mutterfchwein.z Zucht geeignet, ein »iuderklavvwag., einPaar^infpäni«. Zügel zu verk- 09 hrttbarinenflflfie 9. Bersteigerung bestimmt. Dem, Gerichtsvollzieher in Giesten. Steinstraste 13. Samstag, den 30. Dezember vergangenen Jahres, verschied sanft mein lieber, guttr Mann, unser treusorgender Vater, 1 üindtrnlWtn daip*4»u Bekanntmachung. Vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden sind ab 1. Januar 1923 die Lohnstufen, GrundlShne und Beiträge wie folgt festgesetzt: Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 3. Januar 1923, nachmittags 2 V, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 06 Lichtspielhaus ä Bahnhofstraße 34. ,,c fl Palast-Lichtspiele Grito uinietiiütoThoaleramPiitie Ab heute: Es leuchtet ßogot Bomnann r^erkzeugbandtun» All meinen stunden, Freunden, Gönnern undBrkannten, insbesondere auch meinen aus Llsast-Lothr. vertriebenen Lands- faden rufe ich ein „Frischauf ins neue Jahr!" Doppelschraubendampfer „IWanchuriaa 24. Doppdschraubendampfer „Mongolia11 ... 10. März Dreischraubendampfer „Minnekahda“ . 20. ■ Frachtdampferi Hamburg - Baltimore Hamburg-Boston Hamburg-Philadelphia usw. Auskunft erteilen: American Line, Hamburg, Börsenbrücke 2 Vertreter: Will Jullmann, Gießen, Bahnhofstr. 65. 736i \ ____ - » Prioot- xani'UatetriTOt erteilt au ied-TaaeS- KttCarl Mchmldt 30c rai'ziebrer We vstein gaffe Ll. EAS-r in der 2chwarzlach nur gegen ^latura- hen zu vervachteu. Tchr Anaeb u. 011 an den iteK Tüchtige SeslÜüslssriill eocht Umstände dail'er geeignete Tätigkeit für balde Taae. am liebuen vormittags, schrii L Angeb. unter Oll®« a. d. ®icfr Än* erb. E.S.Ü.IÄ e. V. Donnerstag, bei 4. Zan'tar 1923, obrH't t Ude Stadt Mainz InOerordentlictie Cen'i’alferauhi^ Tagesordnung I. Mitteilungen 2. frlTOAfrrbdb^; & ^erschtedeneo. scheinen dringend erforderlich. |73v Ter Vorstand. Großer Prunkfilm au« der Zeit der franxMechen Revolution nach der Novelle .Mnlmaison“ von A. v. Nathuelua. In den Hauptrollen.- Ich Mass, Th. Loos, W. Meierte Außerdem: *c Chaplin als Wurstmaxe Z* e-ThfellersebüM. LustepicL BeutWr jagenööunö nnö DeutithnünoanleStnötDinitinj» Irflüfr DfandioatJnflfQO tJtBmiriflriDit Lichtbildervortrag o. flaDltüD BoHöommer. i.off.ASiestklla, über Graf Spees letzte Fahrt am Freitag, 5. Jan., abend, e Uhr, im groben Hörsaal der Universität. starten au 60 n. 40 Ult In den ’’u tbanb lungen von Orees. ttzerber » "-ickcr. bet Cdastier und an der Abendl > Studenten, und Schülerkarten « 2' Mt ebendort u. an der Abendka m*D abrnbb * llhr, im ^chiok.'va i Verirae de»Herrn^la"«rbetl'! kundigen (<. (»erfer »ulba: ian-Onienochoga -lach dem BortraG ardentliche kgeraheruM'.gat. Rnblr. Erscheinen d. Mitglieder br tinrrb erwünscht, ,‘lit ken, Bor-raae haben auch «äste SutTliL -<2* Ter Vorstand. I| Verkäufe | Ferkel und Länfer- schweine AU verkaufen. flßD Heuchelhrim Wildelmstrahe 7. (Beneraloertreter einer 5d)oholaben- fabrih sucht für den dortigen Bezirk tüchtigen, seriösen Vertreter der bei der in Frage kommenden Kundschaft nachweislich bestens ein» geführt ist. Offerten mit Bild und Aufgabe von Referenzen unter F.T.3 an Ala, Haasenstein ATogler, Frank- Landarbeit. ?tr- Xk au verfaulen 01 Schiiden endr 5 1. Piano geg.stafle gesucht. Cff mit l Prüfung der '»«Errang, Uhßettnngen über kintzsmmfikalische Zeitschnften und Berband- lungen über die Dedaltsfrage. Der Barstand wurde beauftragt, in einer Eingabe an den Landeskirchen- tag und das Oberftrnfiflonum Dorfchläge euyu- reichen für eine endgültige Lösung vieler l?rage in dem Sinne, dah die durch die Geldenkw rlung sich als notwendig erweisenden Aus des'er ungen ohne neue (Dorfi Thingen vellLvgen werden feilen. Die Leitsätze tu dem Referat .stirchenmufikaltsche Z«> fragen“ fanden einstimmige Tlufnahme Der "Beitrag für 1923 wurde auf 50 Mk. festgesetzt. Der rt Sich, 1. 3au 3m vergangenen fanden in der evangelischen Gemeinde statt: 58 Taufen (1921: 46), 33 (17) Trauungen. 29 (27) Beerdigungen. 3n Äiederbesflngen: 9 (3) Taufen, 3 (2) Trauungen, 4 (6) Beerdigungen. txL Wilsbach (Är Biedenkorrt 1. 3an. MifNonar CBö m c L dem 1915 die hiesige Pfarrei übertragen wurde und der zuletzt in "Berj xrl* dach tmrtic. gebt m diesen Tagen wieder bi leine» früheren Dirkungslreis nach Lhina zurück Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton Cherbourg nach New York durch die prachtvollen amenkaniv hen Regierungsdampfer der United States Lines oi). kiuslitk stützt die kochen kann, zum Itk 1 oder später bet bobem X’obu gesucht. Ärmi T. Stamm Wilbelmstr. 1'». — Gut empsoblene» Mädchen k. tagdüber siirOauS' arbeit gesucht. ff7l) Arm HJIDq dimmet Babndositr. 12 I. angeschlossen bin. Carl Schott, HDBQOI] ^lite 1. flL 3 cbm, grschn, 2 Zähre oeL Yärchr, 1.5 cb •, ge schult en. 1 Zahr gel. zu oerkaulcn. [013 Dollar, Hanoi straste 143. (klegante neue. br. Meiner werten Kundschaft zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich unter Nr. 752 Kleider. Irttub- ze»g.1 ?chnlmavve 1 Ranzen. Pesenti Hackeustiele u. viele» andere. 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GaenlieruiBliiu 6t» Schwefse- renictieningnemu zu tziiefte» am Lonnlag. dem 7. Zanuae, nach«. 3 Ubr, bei MiiaL Lauer, Neustadt. Platin-> Gold- und Si/ber- gegenstände kauft zn hohen Preisen | Kaufgesuche Ijäbriaer Sehäferhund au raufen gesucht Schr. Angeb. uni. 08 nn den Gieh. Anz. Stufe Lohngrenze Grundgehalt Wochenbeitri I. bis 100 Mk. 50 Mk. 24 Mk. II. „ 168 , 100 „ 48 „ in. , 360 , 300 , 144 „ IV , 720 . 600 „ 288 . V. . 1080 , 900 . 432 „ VI. . 1440 , 1250 , 600 „ VII. „ 1760 , 1600 , 768 „ VIII über 1760 , 1800 . 864 ,