m. 126 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiehenerFamilienblätter Monotlichevezuaspreise: 4500 Mark und250Mark Trägerlohn,durch dicPost 4750Mark,auch beiNicht« erscheinen einzelner Hummern infolge höherer Gewalt.- Fernspreck. Anschlüsse: fürdieSchrift. leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Stehen. postscheälonto: Zrantfurl o. M. 11686. Mtag, 1. Zlmi 1923 173. Jahrgang GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oderhessen Vrvck und Verlag: vruhl'sche Universitäts-Such- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv.27 mm Breite örtl. 120 Mk., auswärts 150MK.; fÜrReklame- Anzeigen von 70 mm Breite SOOMK.Dei Platz. Vorschrift 20°/, Ausschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gietzen. Neue Stimmen in England. London, 31. Mai (WTD.) Die heutige öffentliche Schlußsitzung des nationalen und liberalen Verbandes in Buxton befähle sich u. a. mit der DesehungdesRuhr- g e b i e t e s. Lady Donhom Carter, die T o ch- ter Asquiths und Präsidentin des nationalen und liberalen Verbandes für Frauen, brachte eine Entschliessung ein, die die Besetzung des Rudr- gebietes verurteilt und die Lethargie und anscheinende Impotenz der britischen Regierung angesichts dieser ernsten Bedrohung der Interessen der Ration sehr bedauert. Lady Bonhain Carter erklärte: Wir alle sympathisieren mit den französischen Bedürfnissen und teilen die französischen Befürchtungen. Wir trauern und mißbilligen jedoch die französische Methode. Frankrerchhat die menschliche Vatur vergess n. Welche Vorteile hat es, dr< deutschen Rüstungen herabzusehen, wenn man in jedem deutschen Herzen ein Arsenal erbaut? (Beifall.) Die Entschließung wurde gegen nur eine Stimme angenommen. Eine wichtige Aenhernng der „Times". London, 31. Mai. (Wolff.) Die „Times" fordert in einem „Die oberste Frage" überschriebenen Leitartikel die baldigste Regelung der Reparationsfrage als Ziel der britischer Politik, da keine Zeit zu verlieren sei. Die fortschreitende Verschlechterung in der wirtschaftlichen Lage Deutsch- londs sei jetzt jedem Auge offenkundig; selbst französische Beobachter geständen die Besorgnis ein, die sie früher nicht empfunden hätten; es werde nicht wieder erklärt, daß Deutschlands Geldknappheit mit seiner wirtschaftlichen Lage nichts zu tun habe. Die rasche Entwertung der deutschen Währung habe zu politischen end sozialen älnruhen geführt, die möglicherweise von ansteckender Art fein könnten. Die Besetzung des R u h r g e b i e t s sei endgültig schädlich für die wirtschaftlichen Interessen Englands, weil sie durch die Desorganisisrung der deutschen Industrie zu der Desorganisierung der internationalen Industrie führe. Frankreich müsse um dir Fortsetzung seines abenteuerlichen. Experiments zu rechtfertigen, zeigen, welche Vorteile es ihm gebracht habe. Es liege im Interesse der Welt im allgemeinen und dem Europas im besonderen, daß die britische Regierung bereit fei, s o - bald tote möglich einzugreifen, um eine Regelung zu fördern. Man sei sehr dafür, daß die Frage zunächst zur Entscheidung an das Welttribunal verwiesen werde. Deutschland habe durch seine Aktion den Argwohn veranlagt, daß es ferne Verpflichtungen zu umgehen wünsche; Deutschland könne diesen Argwohn beseitigen, indem es in klaren Worten ohne Einschränkung das in seiner letzten Rote gemachte Angebot wiederhole, die Frage zur Entscheidung an einen .internationalen Ausschuß von Sachverständigen zu überweisen. Die Verschlechterung der deutschen Wirtschaftslage in den letzten Monaten sei so schnell gewesen, duft ein Moratorium im Wesen, wenn nicht in der Form, an Deutschland gewährt werden müsse, damit Deutschland Zeit und Gelegenheit habe, seine Finanzen auszugleichon. Es sei möglich, daß eine Regelung auf einer Grundlage, die die internationale Kommission vielleicht anempfehle, erzielt werke, welche die Erwartungen Frankreichs aber enttäuschen würde. Diese Enttäuschung sei nicht zu umgehen. Man müsse den Gedanken an Garantien und produktive Pfänder aufgeben. Die äleborwachung der Verpflichtungen D.utsch- lands scheine dir beste Garantie zu bieten, auf die die Gläubiger Deutschlands kommen könnten. Das englische Eingreifen in Äie Verhältnisse des Saargebiets. Paris, 1. Juni. (WTD.) Das „Echo dr Paris" schreibt, der Generalsekretär des Völker- Lundrs. Sir Eric Drummond, habe dem französischen Ministerium mitgeteilt, daß der englische Vorschlag, eine Enquetekorn- misssion einzusehen. die die Tätigkeit der Re- gierungskommission des Saargebietes prüfen solle, bereits auf die Tagesordnung der am 25. Juni stattfindenden Tagung des Völkerbundes gesetzt worden sei. Die französische Regierung werde Unverzüglich in London und Genf za verstehen geben, daß sie ihre Zustimmung zu einer derartigen Prozedur nicht geben könne. Die Ordonnanz der Regierungskommission vom 7. März sei vielleicht mit einer gewissen älngeschicklichkeit abgefaßt worden, aber zweifellos werde sie durch eine mit mehr Klarheit abgefaßte ersetzt werden. Jedenfalls könne aber kein Zweifel darüber bestrlen, daß die bis jetzt verfolgte Politik im Saargebiet fortgesetzt werde. Die ungehinderte Ausbeutung der Saargruben müsse Frankreich sichergestellt werden. Man werde vielleicht in den Akten der cberschlesischen Mstimmungs- kcmmisswn Entscheidungen finden, die sich nicht wesentlich von den Texten unterscheiden, die im Saargebiet erlassen worden seien. Das Ministerium Baldwin debütiere sehr schlecht, was die englisch-französischen Angelegenheiten anbelange. Der Antritt Lord Robert Cecils und Mac Kennas habe schon schlechte Aussichten angekündigt. Wenn der Premierminister ihnen gestatte, auf dem Gebiete der Außenpolitik, vb es sich um den Völkerbund oder die Repara- tionskvmmifsion handle, nach ihrem Gutdünken zu manöverieren, sei es dann nötig, auch nur den einfachen Schein einer Entente aufrechtzue. halten? Paris, 31. Mai. (WTD.) Der „Temps" wendet sich in seinem Leitartikel gegen die Absicht der englischen Regierung, beim Dölkerbunds- xat eine Enquete für di e Verwaltung des Saargebiets zu verlangen. Rach seiner Ansicht sei im Friedensvertrag von Versailles in keiner Weise gesagt, daß der Völkerbund eine Enquete über die Verwaltung des Saargebiets, also über die Handlungen der Regierungskom- mission veranstalten könne, die den Völkerbund in Saarbrücken vertritt. Die Besprechungen des Reichskanzlers. Berlin, 31. Oltoi. (WTB.) Die Besprechungen des Reichskanzlers mit den Parteiführern nahmen heute ihren Fortgang. Der Reichskanzler empfing im Lau,e des Tages Vertreter der verschiedene i Parteien des Reichstags zu Einzelbesprechu rgen und orientierte sie über die Lag», die der Klärung soweit entgegengesührt ist, d.iß mit dem Abschluß der Vorarbeiten für die deutsche Antwort zu Anfang nächster Woche zu rechnen ist. Berlin, 1. Juni. Die Berliner Morgenblätter melden: Die in verschiedenen ausländischen Zeitungen erschienenen Mitteilungen über den Inhalt der neuen deutschen Repara- tionsnote sind leere Kombinationen. Schon aus der Tatsache allein, das) die entscheidenden Beratungen über die Rote erst am Anfang der kommenden Woche stattfinden sollen, geht hervor, das) Form und Inhalt der deutschen Rote noch keineswegs feststehen. Berlin, 1. Juni. Das Präsidium des Reichsverbandes der deutschen Industrie gab gestern nachmittag vor Vertretern der Presse nochmals eine Darstellung über die ^Beweggründe, die es zu seinem Schreiben an die Reichsregierung veranlasst hätten. Es wurde betont, daß dieses Schriftstück nur als ein G u t - achter der Kreise gelten solle, die der Reichs- verbänd vertrete. Mit besonderem Rachdruck wurde nochmals vor der Antastung der deurschen Wirtschastssubstanz für Reparationszwecke gewarnt. Im Augenblick sei die deutsche Wirtschaft auch ohne Reparationen nicht tragfähig. Um sie aber wieder gesund zu machen, seien zwei Voraussetzungen notwendig: die Erhöhung derPro- duktivität und die Beseitigung des außenpolitischen Druckes. Die deutsche Wirtschaft würde zugrunde geben, wenn sie entweder deutsche Substanz direkt an das Ausland abliefern würde oder wenn man sich dazu entschlösse, die deutsche Zollhoheit durch das Ausland einschränken zu lassen. Die Frage der Verpfändungen der Eisenbahnen. Berlin, 31. Mai. (WTB.) Nachdem in der inländischen und ausländischen Presse die Frage der Verpfändung der Eisen- bahnen Gegenstand der verschiedenartigsten Erörterungen geworden ist, hielt es der Reichsverkehrsminister für nölig, auch die Stellungnahme der berufenen Vertretungen der Beamten- und Arbeiterschaft zu dem in Frage stehenden Problem herbeizuführen, da namrgemäfz auch die Belange ides Personals dadurch berührt werden. Dementsprechend ist mit dem bei der Reichsbahnverwaltung bestehenden Organisationsausschuß in einer außerordentlichen Sitzung am 31. Mai nachmittags im Reichsverkehrsministerium diese Frage dahin besprochen worden, daß die Eisenbahnen grundsätzlich wie bisher als Reichsbetrieb weiter erhalten bleiben sollen. Berlin, 31. Mai. (Wolff.) Der erweiterte Vorstand der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamter und -anwär t e r, Berlin-Schöneberg, die über 250 000 Mitglieder umfaßt, hat bei der Tagung am 29. und 30. Mai int Abgeordnetenhaus in Berlin Entschließungen gefaßt, die folge-, cdes besagen: 1. Der erweiterte Vorstand der Aeichsge'werkschaft entnimmt aus dem Schreiben des Präsidiums des Reichsverbandes der Deutschen Industrie an L-en Reichskanzler vom 25. Mai, daß als Pfand- objekt für die Sicherung der Reparationszahlungen die Reichs- und Staatsbetriebe nach privatwirt- schaftlichen Grundsätzen regenerierI d. h daß auf die Privatisierur j der Staaisetsen- bahn hingewirkt werden soll. Ec ist Willens, einem solchen Vorhaben mit allen Mitteln und unter Aufbietung aller gewerkschaftlichen Kräfte zu begegnen. Er wird auch irgendeine Zerreißung des deutschen Reichseisenbahnnetzes niemals zulassen. Andererseits ist er bereit, an der Hebung cer Wirtschaftlichkeit der Reichscrenbah i m.tjuarbeiten, soweit dadurch nicht die wohlerworbenen Rechte der Eisenbahnerschaft gefährdet werden. 2. Der erweiterte Vorstand der Rcichsgewerkschaft stellt die heldenhafte Haltung der Ci'enbahnbeam- ten im Ruhrkampf fest und spricht die Erwartung aus, daß die Regierung alles tut, um die Für- sorgemahnahmen für diese Bedrängten auszu- bauen, und alles unterläßt, was geeignet ist, Lurch innere Maßnahmen die Lage der Eisenbahner noch weiter zu erschweren. Mit Trauer und Entrüstung erfahren wir jeden Tag von neuem, daß die sogenannte Kulturnation deutsch: Beamte als Verbrecher behandelt, nur weil sie ihre Pflicht tun. Gegen diesen Terror und gegen die Vergewaltigung aller Rechtsbegriffe erhebt der erweiterte Vorstand der Reichsgewerlschaft schärfsten und feierlichen Protest. Er versichert, wenn die Für- sorgemaßnahmen der Regierung nicht mehr aus- reichen sollten, auch materiell alle Kosten zu tragen bis zur äußersten Grenze der gewerkschaftlichen Leistungsfähigkeit. 3. Der erweiterte Vorstand der Reichsgewerkschast lehnt nach tote vor die Entlassung von Beamten, Hilfsbeamten und Diätaren trotz der bereits gefaßten Anträge des Reichstages ab. Neue GreueltaLen der Franzosen. (Schilderung eines Augenzeugen.) Am gestrigen Mittwoch trafen aus den Orten Conz-Karthaus bei Trier etwa 300 Ausge » wiesene in Gießen ein, die auf Bahnhof Gießen durch den Präsidenten der Reichsbahn- direktion Trier, Herrn Lohse, begrüßt wurden. Alle Ausgewiesenen wurden vor ihrem Abttans- port in ihrer Wohnung einzeln befragt, ob sie die Arbeit für die französische Regie aufiiehmen wollten. Ein glattes „Rein" war die deutsche Antwort aller. Hieraus wurden sie mit ihren Frauen und Kindern zusammengetrielen und wie eine Herde Schafe in den auf Bahnhof Conz bereit» stehenden Zug eingeladen. Unter den Vertriebenen befand sich auch emsiebenTagealtes Kind. Da die Muttei mit Rücksicht auf das kaum geborene Kind und ihren eigenen Gesundheitszustand den weiten Transport fürchtete, hatte sie den französischen Offizier gebeten, noch einige Tage bleiben zu dürfen, was dieser jedoch schroff ablehnte. Auf wiederholtes Bitten lieh sich dann der Vertreter der Kulturnation dazu herbei, der armen bedauernswerten Frau das Bleiben unter folgenden Bedingungen zu gestatten: Sie selbst habe mit ihrem Kinde sofort ihr Bett zu verlassen und sich in ein in einem Schulsaal bereitgestelltes Bett zu legen. An der Ausweitung des Maniies und der anderen Kindern ließe stich jedoch nichts ändern. Der Vater lehnte natürlich diese noch härtere Bedingung ab. nahm seine arme Frau unter den Arm, und das kleine Kind in eine Decke gehüllt, stiegen sie mit den anderen Leidensgenossen in den Zug ein. Als dann der Zug zur Abfahrt bereit stand, hatten sich verschiedene Männer des Ortes auf den in der Rähe des Bahnhofs auf einem Hügel liegenden Kirchhof, von dem man den ganzen Zug übersehen konnte, aufgestellt, um den Dahinziehenden zum Abschied em Mcsellied zu fingen. Kaum gewahrte der unten im Bahnhof stehende französische Ortskommandant dies, da erteilte er den um den Bahnhof stehenden Spahls i den Befehl, die Leute zu zerstreuen. Im rasenden Salopp, so daß der Turban des an der Spitze reitenden Offiziers in dem Geäste eines Baumes hängen blieb, sausten dann die wilden Horden den Hügel hinan, zerstampften mit den Hufen der Pferde die geschmückten Gräber und beschädigten die Kreuze, hinter denen die harmlosen Sänger, die ihren armen Brüdern die Abschiedsstunde etwas erleichtern wollten, Schuh gesucht hatten. Rachdem sich die beängstigten Leute zurückgezogen hatten, ritten die Spahis wieder ab zum Bahnhof. Der in feinem Garten stehende Pa stör des Ortes, der seinen armen Pfarrkindern noch ein letztes Lebewohl zuwinken wollte, wurde ebenfalls von zwei Spahis mit Gewalt ins Haus gejagt. Das War das letzte Schauspiel, das die wilden Horden den QSertriebenen mit auf den Weg gaben. * . * Gelsenkirchen, 31. Oltoi. (WTB ) Die Franzosen nahmen auf der Zeche ®raf Bismarck, auf der schon feit einiger Zeit Kontrollposten ausgestellt waren nunmehr größere Eingriffe in das Kokslager vor und begannen mit dem Abtransport des Koks. Gleichzeitig besetzten sieden Hafen der Zeche. Alle Lokomotiven des Hcste.cbetriches und große Bestände wertvoller Hölzer wurden beschlagnahmt. Die Belegschaft trat aufs neue in einen Proteststreik ein. Berlin, 31. Mai. (WTB.) Von Mitte Februar bis Ende Mai wurden von den französischen und belgischen Desahungsbehörden über 12 7 Milliarden Mark gewaltsam beschlagnahmt. Der ganze Betrag mit Ausnahme von wenig mehr als eineinhalo Milliarden entfällt auf die Tätigkeit der Franzosen. Die größten Beträge fielen ihnen in den Reichsbank- get äuben von Essen und Koblenz, bei der Ergreifung einer für die Reichsbank stelle in Worms bestimmten Sendung und bei der Wegnahme eines Transportes der Reichsbankbaupt.'asse aus dem Schnellzug Berlin—Köln in die Hände. Mainz, 31. Mai. (Wolff.) Das französische Militärpolizeigericht verurteilte den 2. Vorsitzenden der Ortsgruppe Worms des Deutschnationalen Handlangsgehilfenverbandes, Kaufmann Karl Schmitz, unter der Anklage der Beleidigung der Besatzungstruppen, der Aufreizung t.r Bevölkerung des besetzten Gebietes zum passiven Widerstand gegen die Anordnung en der Besayungsorgane und des Besitzes bzw. der Perbreitungsabsicht bezüglich der im besetzten Gebiet verbotenen Druckschriften und Zeitungen zu einer Gesa'mtgefängnis strafe von P/2 Jahren und 150 000 Mark Geldstrafe. Landau, 31. Mat. (WTB.) Vom hiesigen Kriegsgericht wurden die vor zwei Wochen von den Franzosen aus unbekannten Gründen in Mannheim festgenommenen Polizeibeamten abgeurleilt. Wachtmeister Derbe r i ch erhielt fünf Monate Gefäng- n i s und 50 000 Mk. Geldstrafe, Wachtmeister Münch zwei Monate Gefängnis und ebenfalls 50 000 Mk. Geldstrafe. Berlin, 31. Mai. (Wolff.) Am 3. März wurde der Schrankenwärter Franz Herold aus Altenessen von französischen Soldaten ohne er- I sichtlichen Grund erschossen. Aas den von den amtlichen Stellen angestellten Ermittlungen ergibt sich, daß Herold von französischen Soldaten f oft genommen wurde, nachdem er seine Winterhude ausgesucht hatte, um dort befindliche Sachen zu holen. Hinter dem Schlackxnberg der Zeche „Elise" gaben die Franzosen mehrer* Schüsse auf Herold ab, wodurch dieser tödlich getroffen wurde. Die Einschußöffnungen befinden sich auf dem Rücken. Die Leiche touroe dann den deutschen Behörden übergeben. Sine Aufklärung über den Sachverhalt wurde von den Franzosen nicht gegeben. Ausweisungen bei den Höchster Farbwerken. Höchst a. M., 31. Mai. (WTD.) Heute früh sind 14 leitende Persönlichkeiten, der Höchster Farbwerke, Direktoren und Prokuristen, von den Franzosen ausgewiesen worden. Infolge dieser Maßnahme sind ^ic Werke in eine sehr schwierige Lage geraten, und die Fortführung des Betriebes ist in Frage gestellt. Zcitnngsverbote. Paris, 31. Mai. (WTD.) Wie HavaS aus Düsseldorf berichtet, ist nach dem Verbot der „DüsseldorferRachrichten" für acht Tage nunmehr auch die „Rheinisch-Westfälische Zeitung" bis zum 25. Juni verboten worden. Das Ende der Unruhen im Huhrgebiet. Dortmund, 31. Mai. (WTB.) Die Dortmunder Polizei verhaftete in einem Daubureau in der Güntherstrahe 8 0 Kommunisten, darunter eine Anzahl Führer bei letzten Unruhen. Die Kommunisten waren meist mit Revolvern bewaffnet. 3m Landkreis Dortmund ist alles ruhig bis auf Zeche Germania II. Auf dieser wurde der Haupträdelsführer Lehrhagen nicht wieder eingestellt. Infolgedessen versammelte sich die Delegschaft heute morgen und beschloß, in den Ausstand zu treten. Die bereits eingefahrenen Bergarbeiter wurden wieder herausgeholt. Dann zog die Delegschaft geschlossen nach dem Schacht 1 und überflutete den Zechenplatz. Es gelang der zu Hilfe gerufenen Polizei, den Zechenplatz wieder freizumachen. Auch in H ö r d e ist alles ruhig. In W i t - te n ist der größte Teil der 'Zechenarbeiter wieder eingefahren. In Gelsenkirchen herrscht bis auf kleine Zwischenfälle Ruhe. Die Ordnung wird von der Ordnungspolizei mit roten Armbinden aufrechterhalten. Es besteht Hoffnung, daß die Arbeit wieder ausgenommen wird. Die Bergung der versenkten deutschen Flotte. London, 1. Juni. (WTD.) Auf Grund einer mit der Admiralität getroffenen Vereinbarung beginnt demnächst die Bergung eines großen Teiles der deutschen Flotte, die 1918 in Scapa Flow versenkt worden ist. Rach einer Blättermeldung handelt es sich um die Torpedoboote, die nach erfolgter Hebung abgebrochen werden sollen. Käufer sind Industrielle aus Glasgow. Ans dem Reiche. Em Urteil des Staatsgerichtshofes. Leipzig, 31. Mai. (WTD.) Der Staatsge- richtshvf verurteilte den früheren Hcmptgeschäfts- sührer des Deutschvölkischen Trutz - undTruhbundes, AlfredRoth in Der- gefcorf bei Hamburg, wegen öffentlicher Beleidigung des verstorbenen Reichsministers Rathenau zu 500000 Mark Geldstrafe. an deren Stelle im Falle der Un- einbringlichkeit 100 Soge Gefängnis treten, und zur Tragung der Kosten des Verfahrens. Der Re'chsregierung wurde die Publikationsbefagnis in der „Pommerschen Tagespost", der „Ostfeezeitung" und dem „Volksboten" in Stettin zuge- sprcchen. Aus Hessen. Sin Gesetz über die Altersgrenze der Staats» beamten hat der Finanzminister dem Landtag dorgelegt. § 1 lautet: Staatsbeamte treten mit dem auf die Vollendung des 68. Lebensjahres zunächst folgenden 1. April oder 1. Oktober kraft Gesetzes in den Ruhestand. Rach § 3 findet dieses Gesetz aus die Minister keine Anwendung. In der Be^ gründung wird auf den Beschluß des Landtags hingewiesen, schon zum 1» April 1922 ein Gesetz oorzulegen, das der äleberalierung der Beamtenschaft entgegenwirkt, AnsteÜungsmöglichkeiien für die Stellenanwärter schafft und den Deamten- körper durch frische Kräfte verjüngt. Die Vorlage verzögerte sich, da man auf eine Regelung durch ein Gesetz über die Dienstaltersgrenze rechnete. Mit der alsbaldigen Vorlage eines solchen Gesetzes ist aber beim Reich nicht zu rechnen. In ter hessischen Vorlage wurden im allgemeinen die Bestimmungen des preußischen Gesetzes übernommen, doch wurde die Dienstaltersgrenze auf das 6 8. Lebensjahr hinaufgesetzt. Auch auf Richter finden die Bestimmungen Anwendung. Weitere LMdtazsdorlagen. Dem Landtag ist ferner eine Anzahl Vorlagen zugegangen, die u. a. die Behandlung der Beamten bei einer etwaigen Einschrän- t m ea be c Staat«btcXHn o. bte 1H» Lanylrtftflen* tn Hab*. bte Wer*brj^ brr " Mr ChnanKtnrlcfctjng des Semer.« ■ atUri*b*:facue« U brr Betertnürtlmif an brr •Janbetunfocrflldt, Mr •rfVrwfura bei gtr.an^r- fetxi. Mr BnfteUung ™ d ufcArt^ m bu >rt> Ü4ae ♦crübUbarfril.Ne 2Ut*eruag M n j ■ g « ba u g e f t «<«, bei 9taclib«ir* lagengeUl) bet reff» Jtn IzifrxM brr Bbg >r«itr und ®en. fBbbj Utter: U« »rbcfcjng brr Wohnung«^, .igab» nad> bee 'Xutungi reri ueb Tk-'-rtu-; brr zu lantWrtf ar mflabl. 30 BZa» VrÄflbent Ibrler» t:rn edH» geb-iM bat baf? t r Mitchsui«br in M« Ccdbte t.tf t4>cr gra b- lei, abrr iu hab. doch fea. *frer unb brr -an,.- Schukbetried finb darauf cmgdiHlt. ben ÖanMclrt »ut »ntetung von -5bd)filetftungen tu er»leben Drm Jülprr*rn untere Äottchrlsten BiH^r Hob überall JUS*:- »c‘.Anett Ärldltaie er i.ll ioorbm. worüber nizfe Br ffdltgunge ■ ooditgt.i Ort StTTtbwitttchrftrLmict sollen ben Schulb.tr eb In f.Hitrr Tb AU btein» trAtbllflm und svll-ti xib Ml Zusamm.narbri.en mit ber Qonb®ir;14>4fli'amm»r richt un«arMnd -» l*trf» schäsfBämftr die #ni .»rtungri erlüHti, M: an sie geknüpft werden >r brfürchien. dciß sich In ber öufu.ift ein stdrtndes Otgen'tnat>?rarbl!rn nicht vermeiden läßt 8« finb Mell ich die gl7ich n 'Beamten mit ben gl.ich..» ^unftionrt tätig. 3n Vrtußen ist bat landai ischrst ich- Schal>r. en b?r vondr' ltschafitlammer unterstellt Da« bat sich burtbrm» bewährt *^ir «vollen unsere 'Bebenfen jiurtidfietir.i u d keine Schale.igkitrn machen. Mir werden ubawrlen, wie sich Me Aeutinrich- tung dewädt» Abg Delp iCog.) 3n HMsiqais«schust ist darüber verbandet worden, ob Sie JtnwLIngabcn von Beamten und BeamUngraptK-n »am Budget besonder« bctanbdt werden sollen l* r Austchast war einstimmig der Anstcht hast Nr« nicht ge- schebn» soll Um In m.*hr überrascht der eben eln- gei »achte Antrag Birnbaum und 0en . einen eine» inen Beamten hier bei auluigrdlm Denn Mete» Antrag michf turü-fg.-togen ober abgelehnt wird, wo« ich beantrage bann werden wir alle sonstigen Anträa.- ebenteil« ein dringen Da in aber kommt da« BuNgri du« dem 01# chgewtch' .sch bitte. Mete Antiäge an den Ausschuß $urüdMu- ver weiten Ptälident Hebel: 3» den Ausführungen de« Tbg Brauer fei noch bemerk daß nach den Grundlinien unb Ersorderni'sen auf die lültbllte der Candwirischastsfeborr gar nicht ver,ichiet wer* den kann Die ßandwirtlchaftsfammer bat ja gar nicht sv vtete Organe ? da« wieder gutgenrachr tmrrbe* soll Darum haben wir ihn mit «nterfcheteden. W»r haben gegen Me Berwellung an den ßinanA- ausschud nicht« «inzuwenden mtnifterialral Dr Ära»« stellt test dad nicht alte A«gt st r avs rvoestände tn ber .teichen Äteflc find Str Xcgtcnrag w auch der An'ichr. bat biete Angriegenheit nicht Im Ttemir oer- banbelt werden kann, 'omdern Zu nächst fmAuMch.h bcbanbelt werben mach. Abg Dr Büchner We«) Ttztiu Tnl*fl> rangm xm neulich baben M» Ach« Gaknnden. > j 4> croatM habe Auch au« Xirfti meiner ♦ :u‘«fM;#grr '.-d mir B-rwürte g«*e* wer- den. Abn Hön Ich ocrirm aber Richt Me JnuteBex «tu Beru.ioltegem Ma. leaMrn Me der freit - We rre BaMtbeuxaer de« Aebner» geben in der herrfchraden lleru-x oerteteu iie Herren Kindt unb BingefMo hoben das meiste meiner Xte-ibnx*^* s'aoden Ich habe mZiürlich nicht getemll. bah Me Berarurar; untere« Bolle« «urdd«u‘u5rtn ist an' Me Äon^enrra: on ber Bermägen in we-rg.-r .Itwirm Ich weist g®M genau, dost daran zunächst ter Krieg ’tulb ist Ich habe niemar.b. Uinrr chragpe eisen Borwuri gemacht M war bi« allgemeine »ntendTana. br- man aber nicht ret • •eilig oorgebeugt hat Ich ertön#r- nur an Me nicht genug -nIrsassang der Kriegsgnvinne n«w 3egt i» et muür.ich unenMich ’Aok». bwfet 3ni- r'dlimq Herr »a werden. Die Aegirrang »rao- Tedrr bei Mm- Bertech, dagn gemacht Htmmit die etabttiftening der Mark, bet bet ber solide ätefchätewnann aufg-atmat bat Vie Würbe durch- liaut Ich habe nicht gesagt, bah Strnne« ober : Uchaeiinbusni^ Nii gcta.» hader. Dir bunacn 3it'.ä:nngen dts UntTtinchungsau.schu^ei kestäti- gen. hast e* in erster Linie Me Vertretung der eigenen Internsten in allen Krrifen wir Brr »weite Berte v war Me GoiMch-ibanteihe die auch zur Durch Haltung der Au^ra : o» ktotwrntig trar Bist Me«e Anleihe nicht aezeichn t tvur. r t*tn den Kreis« Me Devisen belasten b.eiat «nur allen Umftdnben hdch't bebau erlich Dast Mr chr- milche Industrie im belebten Gebiet zu leiden bat, ist mir auch bekannt. Battechr ist. bist M< erneu’e rurruna zu einer Äauftrrrix führt auf Mr Frankreich nur wartet Dast einzelne □nhu trien grvste Gewinne machen, kann nicht destritien werden Auch darüber ist da« Austend lehr wohl unterrichtet, ebenso wir über B.'rgröste unien von 3nbuffrl »rifc \ Tete l.g nz cn au l i.t2i chn 3 - tustrien ulw Dast ich inistverstandci wurde, beweist mir ein Iwischenruk ich lei Aarrist Ich tln kein Marr ist. gerade darum betempte ich Me Kvn- »entration grober Kapitalten und Betriebe In einer Hand Aach der Dause teilt Präsident Adelung mit, dast Me Hostinmg b.*n Atat heute zu er- tigert, leider gefchriiert ist Der Landtag wird sich r-ertagen und am 11. 3 uni wieder * ifam- menlrefen Die Bebezeit für Iwritredner soll auf fine Bierlelstunde beschränkt irerbm Abg S choks lD Bp > Herr Dr 'Büchner hak sich grwv.ndert, dast itkte ein Mann der Wirt- fd-Tfl Ihm entgegen trat D^r 5 rund dafür ist. dast $r Tüchn r L ine be\rei»barm Tatsachen SB* c-führt frnbem mir Trhaupiung.'N aufjeft.’IÜ la Sie sind ja doch Mr SkcigbügelHalter Zter wifcn Die Linke ich int übrigen* kein qrpf^« Inte leise an der Cl^ung »u Haden, Re ist ab- wsend lIuius Fraktionsfistung? - Da« i,'t etn rtcikwürkige« 3u,ammenhelfen’) 3ebenfaU« ha- ken die Zu «füImungen Ml Abg T-Üfner die "Ansichten der Linken erheblich gestärkt. (Sehr richtig!) Wa« Herr Tingvlbet) über die Stinn* Jntuidlunq gekint hat, ist du,chau« richtia. 3« ist doch nicht so vast Mc Industrie ihre Substanz gewahrt hat. Ha« wir in Deutschland heute haben ist Mrrd>trxq verkappte Arveitslostgkeit Die Industrie hat nicht genügend Arbeitsrndg- lichkcit 3u brr Gehst düng der Arbeit«! sthne ist divMzurechnen, hast vielfach heute an der Stelle, wo früher ein Arbeiter ft mb. zwei unb drei Reben Ta« Aerhältni« zwischen Arde,t«lodn unb Ber1au,«prri« ist sehr anders geworden Adg Hahn (D Bpt ) (Bleibt auf der Tribüne untw rständiich I Abg Adner (KPD.)' Die kommunistische Cteqenb ist nicht so schlecht, wie Mc vorn Abg. Oelber be»eiAnete An den Unruhen im Auhr- getlet waren nicht nur Kommunisten beteiligt. Hier werden nur grv^ Heben geschwungen unb nicht« getan 3m Auhrgcdiet wurde seht praktische avBchcrdekstmpfung betrieben Aba Dlngsldev (D Bp.): Da« Herr 1t 'Büchner deute gesagt bat. nxtr eine Aück- 'ug«k»mvnade ®r bat teilweise bestritten, teilweise ixtflaululicrt. Aach dem tra« er heute gesagt bat. habe ich feinen Grund, von meinen gestrigen Ausführungen etwa« »urüdzunehmen Ich habe Mngahen auf das amtliche Material der Aeichsrezierung gestützt. Der Bei- lall, ben Herr Büchner auf der Linken, betend.-^5 auch betet Abg Adner gefunden bau sollte ihm doch zu denken geben (Grvste Unruhe. Dller- spruch links ) Ich bleibe dabei, dast Me AasiuM» tungen bei Aba Büchner tn diesem Augenblill gtfutibnngenb für da« Aeich waren Die 'Berbanbhmgen werden hierauf kutH unterbrochen und nach einem Bericht be« Abg X-eiP einstimmig beschlossen, da« Ainan,gesetz auch auf Me Mcnate 3uni und 3uli zu etstreden fest, dast Bebau»- den Un- Gewerk» Xbg Selber (Jrntr > weist die tung bei Abg Adner «arüd. dast bei rubra hn Aahrgedfet auch ch-nnich», schatten beteilig! wäre». Sbg Dr Büchner (Dem i stellt fest, dast er mtt seinem Au »sprech pvtitifche« Ätitb" nicht ben Abg Kindt gemeint habe . ^bg Eö»er KPD' pokemistert, Vitttech durch Diberfprach untzerbivch.'n. gegen die Bor- Bbg. Kindt (Beutl4natl) tritt nochmals für Mr Än: : vn httcHsen Xeb-’i tau In> nevnnna beeu.-vmte. Dm Ha-^.-ngsa<<* des 3b< Man ttmd «eMbrrabt Ju^drxtte^ «c - -be ate Be-, Mieter and len am «efna- > chnc: Adg 5 »ge deH tenb Mr. bei stürm , te jRtennun^ al« et Ml,teilte, dast. reite der Mf. 3beer so weiter art-tu. fixe 9 i t b tt t « • front aller anstü»digen Lent« gegen ihn gebildet werden mülle. Prälidrot Adelung hatte BetauteH-tng. zweimal Me Galette «ur Babe ra mnabnte und Me Aaan-ung awudrode» Im Berfa«fe ber Debatte nahm AkiniDer des e. Btt« la«« Des eg endest Me > zu Hin«. 3» kdnnt^i erentadl auch Me ?Ilallen aas Mr ander«, Sette losgehen «H Karbe tt * Abg Jtau Aoth willlürklch fallch a ii «gelegt, e i« hinwiederum vom Abg Kaul gcbubienb al« ivpilch für Irmmunistilcho Kampfts- weife gesrns-^eichno' wurde, ctr’c Me Heststtt- tung der pten jngebeutetm Dmunztetiv.» eine« Kiallingenyllen Me Abg Beider al« Blebrr» lrächttgkeit f »nxiiwrt Bert dtebene A-'.'r: jr zu den Kapitell» 87 und 98. Krieg«bttchädigtenterkvrgr d»w. Grwerd«- Itlenfürferge. tru-b.-n nach den Au«schustankr«-en i.Ui»gt. darunter angenommen der Antrag Kaul und GanoflvM. 1. dte Xigietwng zu er- hidt-ew be, ber AetchSregterung für eint werrtge Arböbung der Erwerd«l»sen»nter- ft ü B u n g derart niuutrrta. beb dadurch die gtöfte rvirtichifilichc TUl gelindert wird. 2 die Bcgtirung ra ern-ich^TTi, Me für die nächsten Dage crsorverllchcu 'Nittel au« Steatemitteln zu Berfügung zu stellen Da« Hau« erledigt die Kapittt bi« W Dann tritt Bitiagung auf Ho« tag. be, 11. OuM. nachmittag« 2 Uhr ein. • Aus Stabt unb Lanb. • leien, ben 1. Onrt 1923 Die Zrarrunq^fdhlrn der fünf grbNftrn 2kädke Orfiril« auf Grund der Prelle vom 2 3. Mai (• BL») . n 358512 i 306 338». einschlitstltch Beeidung 460845 (3t* 063 Dr. Du. chsch Nit«teu. rmra«sahi für Me fünf grdtten Städte bcirJgt für «Nahrung 306 613 (256 853). H.i-ang und Beleuchtung 53h04 (50 702 . Dobrruna 31« <3182). für Bekleidung 110 905 « 16.). »u lammen 476 204 (308 W). Die Neuerung au«schliestllch Be- öttbung ist vr>m April auf BZai um 28.0 Bro«, und »tnlchutt lich Bellet düng um 31.9 Pro«, gefhegen Die Steigerung vom 9. Mal beträgt auslch^ies'lrch Bekleidung 17jß Pro« und ein- schii«blich Befleibung 19,4 Prv^ • Das Deutsche Volksopfer. In ber Gesch2ft«stelle be« .Gl eben er Biyelgerr wurden für unsere dedrünaten Boll«ge» ollen im Bubt gebiet unb am Bhein weiter abgeUefert: B 10000: gef. bei einem Dan-krünschtn tn Botbed von And Bolen garten und Levpvfb Skiebel 21 000; Krau 0.1 3000. BaMibrer- t-nvin 71 k-ber-Beilingen 7000. TB. Bücking tütitere 10 000. Schule OtentKrukn b Londorf 2000. Beinr Bär. Heizer der Univ -Augenklinik. 2000 4 Kl Schulr Oang.»6n« 1000; H C 5000: Mol- jungen. 5 Aaie. 20 000. Vesta de« Landgias-Ludwigs-Gnknnastum« 29 350: Bcg>- l'.llvi'i-^Llvlllchask Äch 1870. Giestener Phil»- Icgtnovrcin 272 300 Ungenannt 3000. Geh Schulrat Dr Hensell, 4 Bäte. 5000 Mark. Dm Gebern bertllchsten Danks Weitere Spenden werben In der Geschält« st eile dr« .•lebener Anzeigers" angenommen. Der Glestener PbUologenderel, bat aaster ben oben Quittierten 272 300 Mark an eine andere Sa arme!ft die ber Bubt Mite < HeinM nothille) noch 272 000 MI abgdubn. sowie an die Hesstich« Beibtife Weben 53 000 ML ** Ernannt wurden mit TBirkmzg vom 16 Omi 1923 an KveisMrekior v Berner tn Lauterbach zum KrcisMreltor In Erbach - ÄrniMteftor Dr Merd zum .Dt-errrgierung«- lal" mit dem Auftrag zur besonderen Dienstleistung bet bem M»nist«i».i:n des Innern. - TUgxe- iungsrat Dr Michel bet dem Kreisamt <^neb- bera zum ÄreteMrehor des Kreises Lauterbach — KrrtsMrekfvr Pfelfser verbleibt m Heppen- beim a b B ; zu Ode i fteuertnlpektoren Me Steuerinspektoren Karl Sdbarbl zu Schotten i Finanzamt» enter Berte«ung zum Sinangemt Offenbach-Land. Ludwig Knadenfched »e Büsbach (Ätnan»amt). Heinrich Ba « vel zu Grün- berg (Hinanoamt). der Landwirischaflsrot an der landteirtschaf l chr-' Schule za Schot ton. .strird- rkb Schöndelt, »um Vorstand der landwirt- fchaftlichen Schul« zu MichrlstaM (Oktenwald) unter Brlallung brr Amtsoe»eichneng al« .UeeM wirtschaftsra: 8.U. Ben btrfla«be«»UnlDtr|i* tüt Gissten. Der orbentlldte Prvsellor chwar»drud du«gefübnrn Betdxbonheoten zu 50000 Mf ALllchunge- «uisaekaucht, bet benen da« bet echten Boten aif ber rechte« Seite t« da« Papier tinqthmnre Da Her Elchen - «teben- la«b enb Kreuzdorn darstellend — fehlt ober «-»Eeidatt nachgebUdet und tn ber Durch- NGl "t** cber mrr schwach zu lebe« 11t: Me orangen» cn. del echte« Brtt« tn ba« Papier rfaErbeneten Bflantensa'crv sind durch 3ha- llch Herdnte T:_**::■.**. di« sich mit einer Ba. hei vom Papier n.tt abhebe» lasse«, vor- getüsscht * Beachs ichtigaag des verhüüate- tf.rßlg hohen Werke« einer 50 OCO-Btorf-Beti wird vorttehe-tde« nochmals »ar Kenntnis gebracht unb «usprech« de Bors chr bei bet Prck» tung solcher Boten empfohlen - Gs Hai 'ich ferner der-usge!ell:. batz bei einer Anzahl echter 50000-Har !-2Uw die Konrrou- nummern lasoige Berircnbeng einer nicht be- ftendige». wafferlitel chen. «ehr rdlttchea Farbe venoikchbai stad. Bei Boten ab oer- wischten Bumratra ist habet stets aus bw Kennte cben echter Boten — Wasserzeichen und F;'etstreifen — ea ochsen, aas» empstehU es sich, diese Boten der nächsten Beichsbaak. anftalt baldigst zuzutuhren '"e 3« dem neu«« 8es«h« ch-Er last des 2o« b« «ante« l*r ba« BMba ng«» wesen, ben wir am M ooch zur Kenn kitt« Unterer Crtet brachten erhallen wir an« entervm t?r«rth« <« »oige. b Iuüdrtst .7lach M-m *teb :<• b«i*.kbellnng«a«ztue ist bt« auf weitere« von 13000 vH auf 25 700 v H erdöd: worden. — Die S chneiber-Zwangülnnnng für ben Brei« Diesten •vrtftentflb< tn un- ’rrrm breiigen Anzeigen keil einen Svrt«tar1f für 5*wetterat oe1tm. in bem bteMlnbest-Blcht- preise angegeben werden Vor»otize». — lagebfa lenzer für Froltea Palast-Lichllpiele Ain Fest auf Haderslevhua^ und ,E|mo der Furchilote" A'io^.a-Llcht- spiole: Bi« «infchl S->r »uig Die Bankräuber von MallachuseNs" — Lichtlpielbaul Badn.do'strafte ' .Sappho" unb Da« MOdel mit bev Batft*. — Deutscher Iagenbbund Bi«- marckunb Deutschnattonale Stuben- lengruppe Sieben. ALchsten Sonn leg. adenos 8 Uhr. Btummfeft auf brr ÄarUrubc Bezitk«iurnsest be« 5. Bezirk« Bau Hessen, am nächsten Sonntag kn • r ü • n Ingen. WeiterDora»4saEe für Samstag; Bsbeest. warm. Gewiiteeneigung knndkrciü «teste». e Grün berg. 31 Mal Die UnteduchaMg unb BuObeutung der Bau ßitvor kommon km Fotston Hdlzchen unterbleibt zunächst ba Me rw- tlrllterenbe .ttima von den BetbanMenget । ■ - rüdgetreten Ifl • Deltershaln, 31. Mai. Am ndd>- ften Sonntag nachmittag hält Direktor Xraufmann von der Landwirtschaftlichen Schale ®tAnberg hier einen Dortrag über ..Alndviehzucht'. Kreis 2chatte«. e Bappert«batg. 31 Mai Unser Gu- meinderai bdtflob bem Deutschen Volk«- Opfer 300000 Mark al« Beitrag brr Gemeinde zuzuführrn HestrN'-rasta«. Ipd Frankfurt a M. 31 Mai. Mst Wirkung vom 7 ^errt ab temmt für Me Bar*. Tiden unb VikdrstuMm Me S chlem merst euer in Anwendung .teber Gast »mist bi« ebmb« 9 Uhr eine Crr berfteurr von 200 Btt. vv« 9 Uhr bi« M Grfchttl«sch|ust «tnr lotche rxm 400 2ft entrichten Die Technik wirb Io g ben Wallen lauf ganz au«g ‘Bro# Dr Ha-.« Schmidl-Dtellm über . D>« T r- b rm be* Leide« im Alten Aosta- rarnT An Mn tidgtunbigen Bertrag IMost llch eine eingrhrnde An«'prache an, Mr noch einig. Eriüniorungen W bem behände!ten Ibrma brachte, auch In Beziehung ans bte leibvolle vage vatereü deutsche« Bette*. Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr voemistaa« Berkin T0HO. Frankfurt a. BL T0 MX. die ».„Ml 9 eincr nil* 4 K b'- •" «-LZ! ‘SiS'i SÄT ■ KÄk ^Ä* &Ä1' 7> «Ä e£ ®! geben, 6afi» ^‘Itrnt tDerhm? JW«?S Lp"""- la9tbe< ffij ^Mge^ en ®eTme||une|. Xi?®1 ^ngSinnung «rchentllchtinwi. J«n Pnistarif für Endest,Licht. I. für Freitag ul haderSIedhüü-- ~ AftvnL-Licht» )ie 'Sanköubet vm auä Dahnhvfstrahe: nit der Mskr". rndbund Diz. onale Stuben- Nächsten Sonntag, lf der Karlsruhe. des 5. Bezirks, Emntag in Trü- w ag: mgung. eßen. Die Untersuchung .dvrkvmnren im zunM, da dre re- Lerhandlungm zu« 1. Mal. Am nach- ;g hält Direktvr San-wirtschaftlichen icn Bortrag über tten. 1. Mai. Unser Deutschen Bolts- ritrag der Gemeinde sau. !l„ 31. ®al M ommt für die Bar», ichlemmersteuek ,t muh -iS abmM 200 ®.”9$r solche von 400 M so gehandhabt, tafo iSÄiSg ^S-temmerstE r*v_x6«t Lus- d- ®n * «* T S sLM MlliS i d 6i( tpn nachd^i? den ödiKL^en en ?^?^,ubolen. ; »ÄÄ in dasfZpfer ^•SSß* UM ’ ’ Cßortrafl ienunb L>'L'iania-Elausthal, Meroringia- Giesten. Vibelungia-Marburg, LH-e.uscia-Kiel. Vorläufig ausgenommen wurde Balthin-Wien. Die Ziele der Deutschen Landsmannschaft kamen am Schluffe der Tagung in folgender Entschließung zum Ausdruck: „Die Deutsche Landsmannschaft sieht an dem Ta rr, an dem sich zum 50. Male der Kongrest i Coburg fährt, mit Stolz auf ihre Gntwiä'.u g. Seil ihrer Gründung ho sch die Deftfch LandSma ftchast von irgendwelcher Partei poft isch.n Te äiija g ferag tbalten; ihre Mitglieder sind .ächt .zur Parteitüchtigkeit, sondern zu einer echten uio tiefen Vaterlandsliebe. zu einem starke.:, la tdsblütigen Deutschtum cioD;c.i. Geinäst ihrem Wahlfpruch: Ehre, F.eund» schft, Vaterland w.rd die 'Deutsche Landsmann- « Das Moselhaus. Roman von L u i f e S ch u l z e - B r ü ck. 42. Fortsetzung. (Vachdruck verboten.) Sie hatte ihre Kartoffeln geschält und raffte mm die Schalen zusammen. Frau Goa stand auf, um tu gehen. Aber als sie der alten Frau die Hand reichte, zog sie diese zu sich ^runter und flüsterte ihr ganz sachte ins Ohr: ,Hään hat en Eisenkopp, hään gefft (gibt) sich net eso le,cht. 3aircr eich Han schun mied Eisenköpp mül gewen (weich werden) gesehn, baut must nuten richtig an- iK'-.xft geewen. Ihr werd baat elo nchtcg machen. Ihr iriegt en erum, Ihr hat baat richtig Schenie dafür. On wann mer alles verzählen könnt, wat tner wüht, do könnt eich noch eppes verrahden." Sie redete nicht aus, sondern gab Frau Eva einen leisen Puff. Dann hob sie die groß,: bunte irdene Schüssel auf. „Daat is Zeit, baat die uff Feuer kommen." Sie nickte ihr noch einmal zu. „®ut Zelt, Madamchen." Frau Eva war ein wenig verlegen geworden unter dem schlauen Blicke der Lllten. Die ging auch jeht noch nicht ins Haus hinein, sondern blieb sieben und schmunzelte noch einmal vergnüglich. „3c jo, die alten WKwrr, die Han eso viel gesehen in ihrem Lewen, die wissen, wo Barthel den Most holt" Unb mit einer ihrer schnellen Bewegungen war sie im Hause verschwunden. Langsam ging Frau Eva nach dem Rebstock zurück. Als Hans Dietrich zu Tisch kam, fand et fie sehr still, sehr nachdenklich Aber er war zu stark mit sich beschäftigt, um viel darauf zu merken. schäft ihren Weg tad:erre\n> gen, uv der schwersten Zeit der Vot mit blankem Ghrenschtld, verbunden in Freundschaft durch die landsmannschaftlichen Ideale, mitzuwirken an dem inneren und dufteren Aufstieg deS deutschen Volkes, auf dah dereinst wieder das stolze deutsche Danner über dem geeinigten freien Vater lande flattert.“ Vermischtes. Wieder-ulassmtg deutscher Missionare in ehemals deutsches Gebiet. Berlin, 31. Mai. (WTB.) Die Vord- deutsche Missionsgesellschaft ordnet am 3. Juni in Bremen drei Missionare zum Dienst in Äeta (Togo) an der jetzt englischen Sklavenküste ab. ES ist dieS der erste Fall der Wiederzulafsung deutscher Missionare in ehemaliges deutsches Kolonialgebiet nach dem Kriege. Wolkenbrüche. ManSfeld, 31. Mai. (Wolff.) In der Gegend von Mücheln und Mansfeld haben in der vergangenen Vachl gewaltige Wolkenbrüche stattgefunten. ilngefcrjre Wasser- maffen waft.ten sich von Viedecetchstädt nach c m Bahnhof Müch.ln und setzten die Drube Elisabeth ter Anhaltischen Kohlenwecke sowie den Ort Möckcrling unter Wasser. — Die D.amtenkolonie am Bahnhof Mücheln gilt als verloren. Die Saaten sind boflitanbig vernichtet, ebenso die Obsteinte. Dec Schaden ist sehr bedeutend. Auch in Mansfeld mustte die Techinische Vothilfe eingesetzt werden, um die Leute aus den Häusern herauszuholen, die vom Einsturz bedroht sind. Büchcrtisch. — Ludw. Thoma, Münchnerinnen. Roman. (Verlag von Albert Lungert in München.) — Ist dieser nachgelasse e Roman Ludwig 3t) d- mo8 auch vom Dichter nicht ganz beendet w)rden, und fehlen ihm vielleicht noch ein oder zwei Kc^ pctel, die dem Plane nach hätten hinzugefügt werden sollen, so ist d)ch seine eigentlich Hüupt- haridlung mit dem, was vorliegt, abgeschlossen, und man hat von der Lektüre den ®.mi* eines vollständigen Werkes, das einen herzlich freuen kann. Denn dieser Roman gehört i.i jeder Beziehung ?u dem Glänzendsten, was Thoma überhaupt geschticben hat. Mit dec gleichet M:ist:rfchaft wie sonst feine oberbayrischen Bauern schilderst der Dichter uns hier eine Gesellschaftsschicht, die er ebenfegut kannte und durchschaute, den Münchener Sv ie Hb ärger. Es gibt viele Münchener Romane, aber kaum einen, dec so viel wirklich echte Münchener Luft und Stimmung hätte, in dem ein so treffendes humoristisches Bild von Bayerns Hauptstadt gegeben wäre. - Fritz oonUnru h. Vaterland und S'cet- heil. Eine Ansprache an die deutsche Jugend. Mit einem Bildnis le es Dichters. Franz Schneider, Verlag, Berlin, Leipzig, Wien und Bem. — Falk und die Felsen. Roman von Anna Elisabeth Weirauch. (Verlag vlllstein, Berlin.) — Ein Bühnenroman, Der nicht nur die Welt des schönen Scheins zeigt, sondern in den Bau selbst, hinter die Kulissen führt. Von vielen Enttäuschungen, von aufopferndem Willen, vom Ringen nach Letzter künstlerischer Form ist die Rede. Die Verfasserin hat mit diesem Roman ein farbenreiches, von feinster Beobachtungsgabe erfülltes Bild entrollt, das die Verhältnisse in der heutigen Dühnenwelt, lebenswahr und in grober Innigkeit gestattet, veranschaulicht. — Das erste deutsche Borerbuch! Ha n S Drei te nst rä ter Meine Zv'ämpfe. Mit 30 Bildern. (Berlin. Dr. Evslec & Go. 21.-®.) — Mein Freund und Weggenosse Fr i h B in de von I. C. I. Ommerborn. (Verlag Bücherei Montanus, Elberfeld.) Kirchliche Na6zrichten. Isr. Religionsgesellschaft. €a6batfeier 2 Juni, Freitag abend 7,50, SamStag Dorrn. 8, nachm. 4.30, Sabbatausgang 9.15, Wochengottesd.: morg. 6.30, abds. 7.30. — Isr. Religionsgemeinde. Eottesd. i. ö. Synag. (Sudan!.) Samstag, 2. Zuni. Vorabd. 7.45, morgend 8.30, abds. 8.45 und 9.25. Sandel. Die Aeichsbank im Jahre 1922. In der am ORittwoch in Berlin abgehaltenen Generalversammlung dec Anteils-rignec der Reichsbank gab der Prästdent des Reichsbankdirektoriums Dc. Haven st ein die übliche Er- gäcrzung zu den Zahlen des Geschastst ecichts. Aus seinen 2Iusführungen ist folgendes hervorzuheben: Alnter den Linwirkungen des verhängnisvollen Versailler 23ertrag^ machte die Zerrüttung unserer Reichsfinanzen und Währung, sowie des deutschen Wirtschaftslebens uberhauvt im Berichtsjahre ganz verderbliche Fortschritte. Zusammenhängend damit erreichten die an dir Reichsbank gestellten Anforderungen an Krediten und Zahlungsmitteln eine ungeheure Höhe, nämlich 11—12fache Ziffern des VorjahrLs. Die gt- Da für den Vachmittag doch nichts weiter unternommen werden konnte, weil dc»s ®ewitter jetzt beroufgefommen war und schon drohend muckte, wollte er eine ausgedehnte Siesta halten. Das war Frau Goa sehr recht: sie muf>te Ruhe haben, um nachzudenken, zu überlegen. Sicherlich würde Arnolds noch am Abend kommen und da war so vieles, was sie ihm sagen tot Ute, so vieles, was gegen feine Härte stritt und w<»s sie dach nur mit Vorsicht sagen durfte. Sie fühlte es wieder einmal tief, anders zeigt sich dem Weibe das Leben als dem Manne, anders urteilt das Weib, anderen Antrieben folgt es. Sicherlich Bürgermeister Arnolds hatte Recht in vielem, vielleicht in allem, und doch war etwas in Frau Goa, was sich dagegen aufbäumte. Lind ge- wch, auch Elisabeth war nicht die bedingungslos folgsame Tochter mehr, die sie noch ooc karger Zeit gewesen. Auch mit ihr war eine Veränderung vcrgegangem Vielleicht fast unmecklich für den Fernerstehenden, ober für jeden, dec scharf beobachtete. sehr deutlich. Sie war reifer geworden, man konnte nicht sagen, ernster, de.m Frau Eoa kannte sie nicht anders als über ihr Alter gesetzt, wenn fie auch wieder ausgelassen lustig fein konnte. Frau Goa hoffte, dah es wirklich die „große Liebe' fei, die diese Veränderung bewirkt hatte. Gs war mehr zwischen diesen beiden als lindtsche Liebelei, und deshc»ib Hatter sie auch ein Recht daraus, ernsthafter genommen zu werden. Da gab es nur eins.entweder Arnolds gab feinen grundsätzlichen Widerstand auf, oder sie muhten ab reifen. Das waren sie sich und dem anderen schuldig. Sie sagte das alles später am Abend Arnolds, als sie auf der Moselftcahr langsam neben- famle Kapitalanlage steigerte sich um nicht weniger als 1474.3 Milliarden Mark auf 1607.9 Milliarden Mark und der Votenumlauf erfuhr eine Zunahme um 1166.5 Milliarden Mark auf 1280.1 Milliarden Mark. Die Ziffern können indes nicht wundernehmen, wenn man bedenkt, dah in dec Berichtszeit der Dollar von 186.75 Mk. auf 7350 Mk. und die vom Statistischen Reichsamt ausgestellte Grohhandels-Inderzisfer von 3665 auf 147 500 stieg. Die Entwicklung dec Kapitalanlage der Reichsbank wurde im abgelaufeaen; Jahre im Gegensatz zu den Vorjahren zu einem erheblichen Teil mitbestimmt durch den Kreditbedarf der privaten Wirtschaft. Die jähe Dalutaverschlechterung bedang eine zunehmende Knappheit ;im Geld- und Kapitalmarkt, urib da sich für Industrie und Handel der Weg, die fehlenden Betriebsmittel durch Ausgabe von Aktien zu beschaffen, als unzulänglich erwies, lag es nahe, den seit mehreren Jahren revnachlässigten Handelswechsel als Instrument zur Vutzbac» machung einer Kreditreserve für die Volkswirtschaft wieder auflebai zu taffen. In welch-TM Aus- maste dies unter Inanspruchnahme der Reichsbank geschah, zeigt die gewaltige Steigerung ihres Wechselbestandes von 1 Milliarde am 31. Dezember 1921 auf 422.2 Milliarden am 31. Dezember 1922. Die Steigerung wäre noch größer gewesen, wenn nicht die Reichsbank bestrebt gewesen wäre, die Kredite auf das volkswiftschaft- lich unbedingt notwendige Mah zu beschiänken. Das starke Kredltbcgehren der Privatwirt- schajt wurde aber nach w'.e vor ziffei---mästig durch de K r e d i t a n s o r ü che des Reichs weit übertroffen, Lessen schwebende Schu d infolge der durch die sprunghafte GelLentwertunz bedingten übermäßigen Ausgaben sowohl für die Leistungen aus dem Friedrnsvectcag als auch für den eigenen Berkehrsbedarf lawinenartig an- ivucfJ, ohne dah die Einnahmen auch mir einiger» masten parallel gehen konnten. So mußte, da der reguläre Anleihemarkt weiter verschlossen war, im Berichtsjahre an Reichsschntzanweisun^en insgesamt die ungeheure Summe von 1243 Milliarden r.xu ausgegeben werden Bei der kritischen Lage am Geldmarkt verblieben diese zum überwiegenden Teil in den Beständen der Reichsbank, so dah der prozentuale Anteil dec im freien Verkehr befindlichen Schahanweisungsn an der Gesamtausgabe von 46 Proz. Ende 1921 auf 21 Proz. Ende 1922 sank. Unter den Eigentümern der Reichs- bankan-teile befanden sich am 30. Dezember 1922 16 705 Inländer und 2284 Ausländer. Im TctiieU der Reichs bank waren Ende des Jahres 13 316 Arbeitskräfte beschäftigt (gegen 10 783 Ende 19211; an Zweiganstalten waren vorhanden 13 (1921 18, Reichsbankhauptstellen, 78 (77) Reichs- baniftellcn, 342 (345) Relch^banknebenstellen, 2 (2) Reichsl ankwarendepotb-. D'.e Reich^bankanstalten in Knttowitz und Königshütte wurden nach Abtretung der Gebiete an Polen aufgehoben. Adlrrwerke dorm. Heinrich Klryer A.-G.» Frankfurt a. M. In der 29. ordentlichen Generalversammlung am Mittwoch wurden 6er Jahresabschluß und die Gewinnverteilung einstimmig genehmigt. ES wurde beschlossen, das Aktienkapital um 170 Millionen Mark auf 430 Millionen Mark durch Ausgabe von 167 Millionen Mk. Stammaktien und 3 Millionen Mark Vorzugsaktien, die sämtlich ab 1. November 1922 gewinnb^echtigt sind, zu erhöhen. Die neuen Stammelnd Vorzugsaktien werden an ein Vankenkvnsortium unter Führung der Darmstädter und Vativnalbank in Frankfurt a. M. begeben, und Mar 130 Millionen Mk. Stammaktien zu 1500 Prozent und 37 Mill. Mark Stammaktien zu 100 Prozent. Zur Einzahlung gelangen 25 Prozent des Nominalbetrags und das Aufgeld. Das Konsortium hat den Stamm- und Vorzugsaktionären 130 Mill. Mark 2:1 zu 2000 Prozent zum Bezüge anzubieten. Die restlichen 37 Mill. Mk. werden im Interesse der Gesellschaft bestmöglichst verwertet. Die 3 Mill. Mk. Vorzugsaktien übernimmt ebenfalls das Bankenkonsortium zu 100. Prozent, um sie den seitherigen Vorzugsaktionären bei 25proz. Einzahlung zu überlassen. Die Vorzugsaktien werden bei einer etwaigen Liquidation mit 115 Prozent vorzugsweise befriedigt. Frankfurt a.M., 31. Mai Der Dörfern- Vorstand gibt bekannt: 3m Manat Juni findet die Wertpapierbörse jeweils Montags, Mittwochs und Freitags statt. An den übrigen Tagen ist jeder Handel in Wertpapieren in den Dörsenräumen untersagt. Es werden nur Devisen und Voten notiert Frankfurt a. M., 31. Mai. Dörsen- stimmungSbild. Bei ziemlich lebhaftem Geschäft war die Tendenz am Devisen- und Noienmarkt fest. Auf lebhaftere Nachfrage einander gingen. Das Gewitter war vorüber. Es hatte den Staub hin'weggespült und die drückende Echaüle in köstliche Frische rerwaadelt. Die Strahe war schon wieder abgetrocknet. Auf den Blättern der Weinstöcke glitzerten noch dir letzten Tropfen, unb das Gras am Gcabenrand war wie mit kostbarem Geschmeide übersät. Aus die Steinbank vor einem kleinen Kapellchen setzten sie sich nieder. Eva sah gedankenvoll auf das Dors, das fo friedlich zwischen be-i Obstbäumen hervorlugte. So friedlich, als ob nicht Kummer und menschliches Leid unter den blanken Dächern sich einniften könnten. Nun redeten sie über zweier junger Menschen Schicksal, und Frau Eoa fand wohl das rechte Wort. Was Mutter Hausmamr am Morgen hin- gewvrfen das nahmen die beiden nun auf. Hans Dietrich sollte zunächst sein Assessoreramen machen, und dann versuchen, sich an der Mc-sel einzuarbeiten. irgendwie hn juristischen Berufe. Dis da- hin aber sollten beide frei bleiben, ftch durch Zein gegebene^ Wort gegenseitig binden. Darüber muhte dann freilich noch eine ziemliche Zeit bin- gehen, aber Elisabeth war ja noch so jung, und für Hans Dietrich kam zunächst eine Zeit angestrengter Arbeit, die ihm darüber hircweghelsen würde. Diese Trennung würde dann auch für beide nützlich fein, weil sie zur Klarheit über ihre Gefühle kommen würden. Es war nicht ganz leicht für Eoa, Arnolds das abzuringen, und sie seufzte in Gedanken, dah ein solch langes Warten doch für beide eigentlich eine Grausamkeit sei. .Armer Hans Dietrich!" Bürgermeister Arnolds sah fie lächelnd an und nahm ihre Hand. »Liebe Foau Eva," sagte er wurden neue Höchstturse erzielt. Der Dollar eröffnete im Frühverkehr mit 65 500 und stieg im Verlauf auf 66 500 bis 67 500 bis 68 000. Sehr fest lagen Auszahlung London. 3m Effektenverkehr von Bureau zu Bureau war der Geschäftsverkehr lebhafter, die Tendenz vorwiegend fest. Die an der gestrigen Börse gegen Schluß einsetzende Aufwärtsbewegung machte teilweise weitere Fortschritte. Insbesondere bestand wieder Interesse für chemische Aktien. Für Scheideanstalt nannte man einen Kurs von 110 000, Elberfelder Farben 78 000, Höchster Farbwerke 69 000. Ausgesprochen bevorzugt sind Theodor Goldschmidt, 160 000. Von den übrigen Werten stellten sich Rheinische Braunkohle auf 290 000, Mansfel- der auf 95 000, Norddeutscher Lloyd auf 89 000. Sonst blieben Zuckerfabriken, Mannesmann, Badische Anilin, MarSwerke-Nürn- berg gesucht; letztere über 30 000 genannt, gestrige erste amtliche Notiz 28 000 rationiert. Sehr feste Haltung bewahrten Zolltürken, 120 000, ferner Bagdad II. Besonders 1902er Russen stark gesucht; es wurde ein Kurs von 10 500 genannt. Hammerstein u. HusiuS 17 000, Becker-Stahl 60 000 bis 62 000, und Becker- Kohle 50 000 bis 53000. Der Dollar schlicht mit 70 225. Berlin, 31. Mai. Börsen bericht Die Strcfung in der Aufwärtsbewegung der Devisenpreise, die während der letzte Tage zu beobachten war. wurde beute wieder von einer scharfen Hausse nbgetöst. Destirnme>rd hierfür warr.t aufjer der unerfreulichen politischen Lage poc allem das neuerlich starke Änschwellen der schwebenden Schuld des Reiches und des Votewrmlaufs der Reichsbank. Weite Kreise von Handel und Industrie, die in drr letzten Zeit ihre Bestände aas Furcht vor einer angeblichen neuen Stützungsaktion verkauft, cespestive ihren regulären Bedarf zurückgestellt hatten, versuchten die verkaufte Wars zurück?,unehmen resp. ihren Bedarf zu decken. Da Abgeber so gut wie nicht vorhanden waren, zogen die Preise schon im Vormillagsverkehr sprunghaft an und bei der Festsetzung der amtlichen Kurse konnte der Nachfrage nicht genügt werden, so dast, nur 25 bis 50 Prozent zugereist wurden. In Rückwirkung hiervon sowie dec gestrigen hohen Schlusttucse waren' Es fetten aller Art, und zwar besonders Valuta und Montan and Petcoleumaktien stark gesucht, so dast die Kursschätzungen bei bem vollständigen 'Mangel an Ab- flfkm noch wesentlich über den gestrigen hohen Schlustpreisen lagen. Frankfurter Devisenmarkt. T rtiuai t^k> 2791)48,15 32718 >,- 32*s20,- !6M.N 4.751,65 10322.85 0127,10 9172,90 2S77.20 2862,80 11122.10 11177,90 69725'25 70074'?."$ 98.255 12,970 20DL75 98,745 13,030 2102,25 12827,85 1147L25 18453,75 9949,80 16040,- 1674,20 60651,25 86,588 10,275 181Ä- 3979,95 10877,15 30. Mak SlmiL Diotiern. O'ctt) 'Brie) 3381,50 ?>WK> 23640,75 23759,25 9900,20 15960.— 1665.80 60^8-75 85.162 10.2V 1803,- 12593,45 10573.50 3281,75 Nntw.'DrNstek JC'otlanb. . l'ondon... Paris.... Schweiz. .. Spanien. . tollen .... VifiabomDpett» Dänemark. .. Storiueaen. . Schweden . . HetünnforS. . Sieuyork Deulsch'OesterL Budapest. . . Prag (Telegraphische Auszahlung.) " 31. Mai 8lmtL Notier». (MeL> Briei 3S4fi.3i> 3859,65 26882,60 27017,40 12656,55 10892.50 3298.25 12892,15 11528,75 18546,25 Aarntn . . Danknoten. Irankfurt a. M.. 31 Mai. Schwester Noten Ironwstsche Noten Dänische istoten Schwedische Noten holländische VZoten Detttsch-Oesterreich:! 100 Krone« Amerikanische Noten (fnnlifa'ie Noten Italienische Noten Belgische Noten Ungarische Noten Tschechoslowakische Noten Norweaitche 9tote:t Nnmänische Noten. . Spanische 'Jtoteti ■ StltF Geld 12635 - 1^513 - 4572. 4228- 1236-J- 12240- 18100 — 17900 — 27235.- 26965. — 98 50 98- 69975 — 69275- 323'110.- 320000.- 3345 - 3315 - 3890.- 3850 - 10.37.- 10.12 — 2065 — 2045 - 11150- 11050- 134.- 426,- (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Das älrfeil gegen Oberamtsrichfer Pusch- Orten berg: 1 Jahr Zuchthaus. St. Darmstadt, 31. Mai. (Eigener Drahtbericht des „Gieß. Anz.".) Die hiesige Strafkammer fällte soeben in dem Prozeß gegen den Oberamtsrichter Dr. Pusch aus Ortenberg wegen Verletzung des § 336 St. G. D. (Rechtsbeugung) das Urteil. Der Angeklagte wurde im Sinne der Anklage für schuldig befunden und zu der Mindeststrafe von einem Jahr Zuchthaus verurteilt. herzlich, Jagen Sie das nicht. Ihren Bruder hat daS Leben immer mit zu Weichen Händen ange- fo6t, und Sie selber haben ihn zu sehr verhätschelt. So ist es ihm ganz gesund, wenn er sich einmal einem starken Willen gegenübersieht, wenn er vor einer Entscheidung steht. Liebt er Elisabeth wirklich, so wird ihm das Opfer zu bringen leicht sein." »And Elisabeth?" fragte Frau Eva nachdenklich, „glauben Sie nicht, dah eine solche älngewih- heit eine Qual für sie ist?" Bürgermeister Arnolds lachte. „Ach, Frau Gva, Sie haben Wohl gar zu schnell die eigene Jugend vergessen! Die jungen Leutchen werden sich schon ganz genau verständigen und wissen, woran sie sind. Hätten wic's denn zu unserer Zeit ander- gemacht?" Frau Eva sah still da, die schlanken Hände ineinandergefaltet, die Augen au, den Boden geratet. In ihre scnst immer blassen Wanzen flieg ein leises Rot. Sie schüttelte den Kops und sagte mit fast herber Stimme: „Ich weist nichts von solchen Dingen!" .Aber Frau Eva!" „Vein!" rief sie. „ich weitz nichts davon. Ich bin durch das Leben gegangen, halb geschoben, halb gezogen, bis vor gaiQ kurzer Zeit." Er sah sie betroffen an, aber er fragte nicht. „Eben darum möchte ich, dah Elisabeth nicht so gezogen und geschoben würbe, dast sie frei wählen könnte und ihrem Gefühl folgen, dast sie ohne Zutun anderer ihr Glück ergreifen könnte." (Fortsetzung folgt) Slkßnn 5ftkiteiWle wahlschm ecJten d. ZeichfbeJMramÄch tind nab-Aaff SAMel-ZwllNSS'WMIg 87KD -U U den Stets liegen Uhl folgende MM-Mlurlle öeianni en gros Niederlage r. i rMih 8710* luekunft «Neil» 03743 | Mietqesuche Wohnurf|btauich| Bad Homburg vor der Höhe 1.1 tri. «ilrrü SlUMMel I Baer Tewitw •« vetkau'en 1087® [ Verkaufe Wichen. eicblflUreN« 1A. Btloöoiiog ■u «Teo Yebr*. Pndtrtien, SlBöerroaiea Lager 13730 geben (riet |cbroo*tt Lichtspielhaus i d. 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Zielen Hk ISMrtr u Werben wrtfne*rr an verteil- Sapphoj Hervorrag#' der AaeM Alton«». ■ W Pnln Henri 4 . 51 Ingenieur iuilt gut Bibi. Zimmer lindnl. Wnbe #nbn« boti. 2cbtlftL -Inaeb imier fX1T7>i mt-bfit (Sicheltet Änaehrt. svlillsisiügei Lder au oerkan'en. n>D Bieder, l bha a. werk arten Oen« t «irbea Baar, r M 1 Waggon Zichteusage« niehl • Persooen-liilo ' neiitritllrftes Modell mit allen , Schikanen von en -1 c-irnem ♦ folortiflet tfn '« ♦ zukauf.gesucht. ♦ schriftliche Vlnaeboie m ati'ter* i 1-rci nn et »JC.it mi den * (Siebener «meinet erdeten. »einer erdeten VsfHLkieäonsOs ßosbtrbt *iiiit i.*idlii4t 0.2tf)dn3i (C o. / Wo kaufe Ich meine prima \ Offenbacher Lederwaren zu den vorteilhaft billigen Preisen? Nur In der Offenbacher Lederwaren - Industrie 3u verkaufen: Aeue sowie getragene Herren, und Burschen.Anzüge in allen Dröhen, sowie Frack», Smoking». Ge '-rock-und Sulaway-Anzüge. 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Der Oberstaatsanwalt. 3727k) W. Mildner en deUill Üieiel > Ad *u verk. eembleia. Vrnchltr tc I'. II. I , ■e.-tea'iiej l6arttii*ikle*.üfTL wi Ast rwea 51 I. foüifiiei A. 4) siebt: Tartf l Sakko Sn jag . TOk. 275 000.-1 ... . II . ... 247 500.-' 7" . m , . . . 198 000 - l 3»la1en b) ea*b: Tedf I .... 165000 - « 3ataL .II . ... HOOiXX- obacSat Schn»,der.Kostüm ohne Zutaten . 165 000. - . Mantel , . , 145 000.- R. Damenschneiderinnen: 1. Geselschaftokleid Tarts I • . TT . . in tu di cfa.ifrn. **•' üitbitirtjt 64,k T6«r--I.1ÖT® ?unirni(tiijf Gießen, nur Hammstraße 15 Ich verkauf j noch zu meinen bekannt billigen Einführungs-Preisea! || ReichheHige« Leger in Demen-Hendteechen, Besuchst» sehen, Brieftaschen, Früh stück cts sch en, Aktenmappen, Koffer in Vulkanfibre und Leder mit und ohne Einrichtung, Reisenecessaires uiw. . L Nur Hammstraße 15 < lEoniou. ötü 4. Jacl. 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