Donnerstag, Februar 1923 173. Jahrgang Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: für die Schrift. General-Anzeiger für Oberhessen vrvS Md Verlag: vröhl'sche Univerfitätr-Vuch. und Stemdruckerel B. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulfttahe 7. Die Lage im Ruhrgebiet 6mMi Dem Prä üXO oylottmaßnahmen gegen Teilung 112; für Verlag enb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. nchten: Anzeiger Giehen. poftfd)cdtonto: firanffurt a. M. 11686. Diphth: irpavillrm d r sür die Essener Verhältnisse ohnehin zu klein ist, muhte ohne Rücksicht aus das Schicksal der darin untergebrachten kranken Kinder sofort geräumt werden. Ebenso wurde die Hautklinik beschlagnahmt, was zur Folge hatte, dah die dort untergebrachten Kranken un^r- schiedslos entlassen werden muhten. In gleicher Weise muhten auch die Stationen für Scharlach, Masern, Keuchhusten und Typhus geräumt werden. Die Mitteilung der Kranlenhausverwaltung, dah sie für den Ausbruch einer Epidemie die Verantwortung ablehnen müsse, fand keine Beachtung. Die deutsche Regierung protestiert aufs nachdrücklich ste gegen diesen neuen Gewaltakt der französischen Besahungsbehörde, der die einfach st en Gebote der Menschlichkeit verletzt und nicht nur die Gesundung einzelner Kranker gefährdet, sondern auch die Bevölkerung allgemein mit der Ausbreitung gefährlicher Seuchen bedroht. Sie fordert die unver- zügMhe Räumung der beschlagnahmten Teile der Krankenanstalten und behält sich vor, volle Genugtuungzuverlangen. Der Streift der Eisenbahner. Mainz, 31. San. (WTB.) DerStreik der Eisenbahner im Reichsbahndirektionsbezirk Mainz, soweit er besetzt ist, besteht auch heute noch vollständig. Verhandlungen über die Beilegung des Streiks haben noch nicht stattgefunden. Die französischen Eisenbahner versuchen, einen notdürftigen Verkehr herzustellen; überden Versuch ist man aber noch nichthin- ausgekommen. Dabei sind einige Entgleisungen von Wagen und Lokomotiven an verschiedenen Orten des Bezirks zu ver- £tno^urn unb aufgehoben. Weitere Roheiten. B e r l i n, 31. Jan. (Wolff.) Von Augenzeugen in Trier wird in den Blättern gemeldet: Ein hoherBeamter wurde innerhalb einer Stunde aus dem altbesetzten Gebiet in brutalster Weise ausgewiesen, unter schwerster militärischer Bedeckung verladen und im v-Zug fortgeschafft. In Koblenz erschien der Oberpräsident und andere Herren der deutschen Regierung auf dem Bahnhof. Die Herren wurden einschließlich einer großen Ansammlung von deutschen Arbeitern d u r ch Schwarze abgedrängt. 3m Zug wurde der Verhaftete von 15 schwerbewaffneten Schwarzbraunen mit aufgepflanztem Bajonett, vielen Offizieren und mehreren Zivilbeamten bewacht. Er wurde in L i m b u r g ausgeladen. Düsseldorf, 31. Jan. (WTB.) Heute fiel eine französische Kavalleriepatrouille über mehrere Leute her, die aus einer Wirtschaft herauskamen, und griff die Ahnungslosen mit Säbeln an. Dabei erlitt der Kassierer der städtischen Gaswerke, Koch, eine schwere Verletzung. Koch wurde von der Kavalleriepatrouille mitgenommen und vom Bahnhof aus mit einem Panzerauw weggeschafft. Wohin er gebracht worden ist, weih man noch nicht. Die Franzosen sind ferner dazu Fünf französische Beschwerde- noten. Berlin, 31. Jan. (WTB.) 3n fünf Roten hat die französische Regierung der deutschen Regierung Vertragsverletzungen tt)rge= warfen. Dagegen erhebt t>i?fe in einer durch den Geschäftsträger in Paris übergebenen Rote Einspruch, da das von der französischen Regierung beanstandete Vorgehen der deutschen Behörden die unvermeidliche Folge des von Frankreich durch die Besetzung des Ruhrgebietes begangenen Rechtsbruches ist. So 1. Wenn die deutschen Mitglieder des deutsch-französisch gemischten Sch ieds- g e r i ch t s erklärten, daß sie angesichts der gegenwärtigen politischen Lage bis auf weiteres an keinen Sitzungen mehr teilnehmen können. Die Reichsregierung steht auf dem Standpunkt, dah nach dem Einmarsch ins Ruhrgebiet eine dem Sinn und Zweck der Schiedsgerichtsverfahren entsprechende Zusammenarbeit nicht erzielt werden kann. . t , ,, iinJ.Ü [001' Mb- : bittet ru e. trotfiJ* Hn - «Ha Ör. 27 inßS] der > ‘qfc? « W Oder er ban. » < K ru a* mebai *9 folgt) über gegangen, sich auf eigene Faust Quartiere zu verschaffen. Sn dem Evangelischen Hospiz beschlagnahmten sie eine Reihe von Zimmern; die Insassen wurden ausquartiert. Paris, 31. San. (WTB.) Rach einer HavaSmeldung aus Koblenz hat die 3ntcr= alliierte Rheinlandkommission gestern erneut 34 Beamte wegen Gehorsamsverweigerung ausgewiesen. K ö l n, 1. Febr. (WTB.) Der »Köln. Zeitung" zufolge ist gestern abend der Bürgermeister von Cleve, Dr. Wulff verhaftet worden. Weitere Verhaftungen stehen bevor. Der Bahnhof von Cleve wurde von den Belgiern besetzt. Die deutschen Eisenbahner wurden vom Bahnhof vertrieben. Dortmund, 1. Febr. Wie aus Do- cf)um gemeldet wird, wurde der Autofabrikant L a m e g und zwei Beamte seines Werkes, weil sie sich weigerten, Reparaturen für die Franzosen auszuführen, verhaftet. Essen, 1. Febr. (WTB.) Wegen Be. folgung des G r u h v e r b v t e s des Ministers des 3nnem sind bereits mehrere Beamte derhiesigenPolizeifestgenommen worden. Rach Feststellung ihrer Personalien wurden sie wieder entlassen. Besetzung der Zollämter. Düsseldorf, 31. San. (WTB.) Die Zollämter Hubertus und Hafen, sowie die dazu gehörigen Unterstellen sind heute von den Besatzungsbehörden militärisch besetzt worden. Ferner wurden die folgenden Zollämter besetzt: Hauptzollamt Reuß, Zollamt Reuh-Hafen, Hauptzollamt München- Gladbach, Zollamt Krefeld-Hafen Zollamt Duisburg - Parallelhafen. Sämtliche deutschen Zollbeamten haben darauf ihren Dienst eingestellt, so daß der Betrieb völlig stilliegt. Die Kohlenzufuhr nach dem unbesetzen Gebiet. 7 Ä __ pbnen. k £ ' Erscheint täglich, außer jhmt A. xrtf* A ■■ GieheimAnzelger Anschlüsse: für die Schrift. f " oiotf' U' er- den :iien Iler r, ’n. Aus dem Reiche. Der süddeutsche Senat beim Staatsqcrichtahof. Berlin, 30. Jan. (WTB.) Rach einer Mit- beä Reichsjustizmrnisters Dr. Heinhe IM LüvLMchuh d°s «-ichst-gS sind in den süd- h? h t f d) e n Senat beim S t aa t s g e r i ch t s- 5 n l Ium Schuh der Republik berufen: für Bayern: Mllalieder Dr. v. Ealler, älniversitätsprv- i/München, Klemm, Oberlandesgenchts- Sbent in Rürnb^rg und Wächter, Oberbürger- in Bamberg Als stellvertretende Mit- Üii»b^r Dr Allfeld, Llniversitätsprvsessor in Er- Ln^r Iustrirat Dr. Michel, Ludwigshafen am Rbkw und Dajetan Freund, Schriftleiter inMün- tiir Württemberg: als Mitglied Dlos, Z^'^äsident a. D., Stuttgart, als stellver- ^nK Mtglied Fezer, Regierungspräsident SmänaCT; für Baden: als Mitglied Feyren- bncE R^chskanzler a. D. in Freiburg i. B, als n^ttvertrÄndes Mitglied Frey, Rechtsanwalt und LiÄ^nat in^rlsruhe; für Hessen als Mitglied ni n a CÖÜrgermeifter in Mainz, als stell- vertretendes Mitglied Iustizrat Dr^Reh, Rechts- und Rotar in AlsfeL. Der Vorsitzende die RÄaerichtsräte und deren Stellvertreter sind dieMn wie beim norddeutschen Senat. Die Dersicheriüigspflicht der Angestellten. Dem Reichstag ist eine Verordnung zuge- aanaen, wonach die V e r s i ch e r u n g s- pflicht der A n g e st e l l 1 e n vom 1. Febr. ab bis zu einem Einkommen von 4,2 Millionen Mark heraufgesetzt werden soll. sahungsbehörde übermitteln. Essen, 1. Febr. (WTB.) Die Besahungsbehörde teilt mit, daß der Erlaß, der den Verkehr aus der Straße von 10 älhr abends bis 6 Ll'hr früh verbietet, nicht beach et zu werden braucht, da sich seine älndurchführbar- k e i t infolge der eigenartigen Verhältnisse im Industriegebiet ergeben habe. Dementsprechend fahren die Straßenbahnen ab heute wieder nach dem alten Fahrplan. * * * Berlin, 1. Febr. Rach einer Meldung der „Voss. Ztg." aus Mülheim a.d.R. sollen sich zwei weitere französische Armeekorps aus dem Wege nach dem Ruhrgebiet befinden, wo berefts zwei Armeekorps sind. Aus den Anmarschwegen wurden auch 'Motvrbatterien feidgestellt. Rach einer weiteren Meldung des Blattes ist den Beamten der Eisenbahndir ektion Essen von dem französischen Ches des Feldeisenbahnwesens erllärt worden, daß eine Abschnürung des Verkehrs nach Berlin nicht erfolgen soll. Es sollen auch keinerlei Lebensmitteltransporte für das Ruhi-gebiet behindert werden. Reichstagspräsident L ö b e ist in Essen gewesen und hat sich persönlich bei seinen Partei- gencffen über die Lage und die Stimmung unter der Bevölkerung unterrichtet. Die neuen Verordnungen des Reichs- v e r k e h r s m i n i ft e r s, die aus alfe~i Bahnhöfen angeschlagen worden sind, sind Gegenstand einer Besprechung zwische i den Gisenbah lerfunk- tionären und dem Regierungspräsidenten Dr. Grützner gewesen. Dr. Grützner reifte geilem abend nach Berlin, um den zuständigen S!eilen von t>cm Ergebnis dieser Besprechung Bericht zu erstatten. Auch Reichsemäh.ungsminifter Dr. Luther, der sich in Essen aufgehaften hat, hatte eine älnterrebung mit den Eisenbahnern und dürfte heute nach seiner Rückkehr nach Berlin seine Wahrnehmungen dem Kabinett vortragen. Einer Korrespondenzmeldung aus Bochum zufolge sind dort die Franzosen, an die in der gesamten Stadt keinerlei Waren verkauft werden, dazu übergegangen, aus einzelnen Geschäften Waren mit Gewalt zu nehmen. Eine Bezahlung der Waren ist nicht erfolgt. Zahlreiche Geschäftsleute sind mit Verhaftung und Ausweisung bedroht worden. Essen, 31. San. (WTB.) Post und Telegraph arbeiten noch nicht wieder. Die Fordermngen der Beamtenschaft werden von der Besahungsbehörde nicht anrenotnmen, weis in der älnterschrift. nicht die ein*einen Ramen der jetzigen Führer ange-eben sind. Würden die Führer mit Ramen hervortre^en. so wäre ihre sofo- tige Ausweisung unausbleiblich Herne, 31. San. (WTB ) Der Oberbürgermeister von Herne, Dr. Spvrleder, ist verhaftet worden. Des weiteren wurde yvn der französischen Desahungsbchwde der ..Herner Anzeiger" wegen einer Lokalnotiz auf vier Tage verboten. Gin erneutes Trengelöbnis. Die Bevölkerung achtet nicht auf den verschärften Belagerungszustand. Berlin, 31. Han. (Priv.-Tel.) Rach einer Meldung des „Lokal-Anzeigers" aus Essen wurde gestern abend die in Kraft getretene Verordnung über die Verhängung des verschärften Belagerungszustandes von der Bevölkerung nichtbesvlgt. Fast die gesamte Einwohnerschaft war nach 10 Ahr abends noch auf der Straße und strömte zum Bahnhofsplatz. Dort wurden vor den Augen der ftanzösischen Wachen vaterländischeLiedergefungen und in Ansprachen wurde zum weiteren Durchhalten aufgefordert. Die Franzosen wagten es nicht, gegen die Menge vorzugehen. — Das „D. T." meldet aus Oberhausen, dah dort die Polizei- beamtenesablehnten, die ihnen auf Grund des verschärften Belagerungszustandes von derBesahungsbehörde zugedachten Ausgaben zu übernehmen. Sie wollen weder die Ramen von Personen feststellen, die sie nachts auf den Strahen treffen, noch die von den Deutschen abgegebenen Waffen der Besahungsbehörde ausliesern, noch em Verzeichnis der deutschen Polizeibeam.en der De- Der neue französisch-englische Gegensatz in Lausanne. Paris, 31. San. (WTB.) Dem »Echo de Paris" wird aus Lausanne berichtet, Lord C u r - 1 D n habe gestern eine Unterredung mit dem französischen Delegierten Bompard gehabt. Man habe über die Mitteilung gesprochen, die die französische Regierung nach Angora gerichtet habe. Curzon habe dem französischen Delegierten mit» geteilt, daß die französische Regierung nicht mehr die Freiheit besitze, sich von der von den beiden Regierungen gemeinsam festgelegten Prozedur zu entfernen. Bompard habe a b- geleugnet, daß eine derartige Verpflichtung Übernommen worden fei Lausanne, 31.San. (Wolff.) Die heutige Vvllsihung der Konferenz in Form einer gemeinschaftlichen Sitzung der drei Haupt- ausschüsse fand um 10 Uhr 30 vormittags mitt. Eine amtliche Mitteilung wurde noch nicht t«r- ausgegeben, doch erfährt man über den Verlauf der Sitzung folgendes: Curzon. Bompard und Garr 0 ni wiesen in längeren Reden eingehend und nachdrücklich auf die zahlreichen Konzessionen hin, die die Alliierten in ihrem Friedensprvjekt den gurken gemacht haben und betonten, welche große Verantwortung die Türkei durch die Ablehnung auf sich nehmen würde. Curzon streifte dabei die Verantwortung der Türkei am Kriegsausbruch Ismet P a s cha antwortete in eh er längeren Rede deren Inhalt eine große Ueberrafchung hervorrief, weil er gegen das gesamte Mandatssystem protestierte und als Wortführer aller Mandatsvolker und auch der Aegypter zu sprechen schien. Er beantwortete die Ueberreichung der Friedensbedingungen mit dem Ersuchen, ihm eine Frist von acht Tagen zu gewähren. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. Gegenwärtig ftndet zwischen den drei alliierten Delegat io nsfühvern eine Besprechung statt, in der versucht wird, ein Einvernehmen über die Ismet Pascha zu erteilende Antwort zu finden. Don französischer Seite versichert man, daß eine achttägige Frist bewilligt werden wird, und -aß die Debatte sich vor allem um die Fruge Liecht, tb die drei alliierten Führer während die- ser Frist in Lausanne bleiben sollen oder, wie ursprünglich beschlossen wurde, afcvefen werden unter Zurücklassung von Vertretern. Die Franzosen treten lebhaft für die erste Lösung ein, wahrend die Engländer offenbar auf dem früheren Programm bestehen wollen. Rach den bisher zur Serfügung stehenden Informationen trat gestern zwischen den alliierten Delegationen der entftan- tene Konflikt in der Vollsitzung nicht in Erscheinung Er beherrscht dagegen die gegenwärtigen Verhandlungen unter den drei Delegationssuhrern. AmerikanisckeRegierunqsaeider für Lebensmittel in Deutschland? Washington, 31. San. (Wolff.) Schatz- fefretär Mellon richtete an den Vorsitzenden des Finanzausschusses des Senats ein Schreiben, worin er W i d e r s p r u ch gegen einen Gesetzesantrag erhebt, dereinenKredit von einer Milliarde Dollar gewahren soll, um es D e u t s ch l a n d zu ermöglichen in den Vereinigten Staaten Lebens- mittel zu kaufen. Mellon erklärte, die Politik der Regierung gehe dahin, ^aß auswärtige Regierungen, die finanziellen Beistand m den Vereinigten Staaten zu erlangen wünschten, M an das kapitalanlegends Publikum und nicht an die 'Regierung wenden sollten. Dortmund, 31. Jan. (WB.) Die Arbeitsgemeinschaft sämtlicher Beamten- und Staatsangestelltengewerkschaften im Einbruchsgebiete mit 200 000 Mitgliedern erhebt im Verein mit den Arbeiter- und Angestelltengewerkschaften schärfsten Einspruch gegen die wahnsinnigen Gewaltmaßnahmen der Franzosen. In einer Kundgebung heißt es: Die Haltung der Beamtenschaft ist trotz allen Drohungen und Ver- Haftungen unerschütterlich treu zum Deutschen Reiche und Volke, denen ihr Treueid gehört. Rie- mals wird es den Eindringlingen gelingen, die Beamtenschaft von diesem Wege abzubringen. Einig in gemeinsamer Front mit den übrigen Arbeitnehmerverbänden steht die Beamtenschaft hinter ihren Führern, und an dieser eisernen Mauer wird der Angriff des Feindes zerschellen. Die deutsche Regierung über die Beschlagnahme von Krankenhäusern. Berlin. 31. San. (WTB.) Der deutsche Geschäftsträger wurde beauftragt, der französischen Regierung folgende Rote zu überreichen: Die französische Besahungsbehörde inEssenhotvon I 1000 Betten der städtischen Kranken- > Häuser etwa 300 beschlagnahmt Der !0» d'S (neilönie®111 tffl Ä zeichnen. fpd. Franksur ta.M., 31. Jan. Der Eisenbahnverkehr von Frankfurt nach dem besetzten Gebiet ist seit Dienstag infolge der Arbeftsnteder- legung der Eisen ba hnbeam e r völlig unterbroch^u Es fahren nur einige Züge von Frankfurt bis an die Vorstationen von Mainz bzw. Wiesbaden. Von diesen Stationen aus aber muß der Weg nach Mainz oder Wiesbaden zu Fuß zurückgelegt werden. Auch der Güterverkehr ist eingestellt werden. Diesen ihnftanö macht sich nun di« Auw- mobilwelt in ausgiebiger Weise zunutze. Eine Fahrt von Frankfurt nach Mainz kostet pro Kopf 75 000 bis 80 000 Mark. Trotz dieser gewaltigen Preise sind in Frankfurt gar nicht genug Kraft- axtgen zu derartigen Reifen aufzutreiben. L u d w i 9 s h a s e n a. Rh , 31. 3egen der Derofsentlichung.des A"'r"ses zur Stellen und den Organisationsvertretem aufgefor- i/»stündigen Arbeitsruh? und des Ultimatums cer dert worden, den Dienst nach den Befehlen der politischen und wirtschaftlichen Organisationen, deutschen Regierung weiter zu versehen. Der Anllagevertreter beantragte Gefängnis und In gleicher Weise haben sich auch die Dor- Geldstrafen. Das Gericht erkannte auf G e 1 d- gänge auf den übrigen pfälzischen Dayn- strafen. Lennard-Erkelenz, ber an tarn fernen h ö f e n abgespielt. Infolge des geschlossenen Montag die Kirchenglocken geläutet hattt, erhielt Widerstandes der Eisenbahner wurden überall die acht Tage Gefängnis. Gleichzeitig. courde französischen Posten auf den Bahnhöfen wieder eine Anzahl S tudenten wegen der Zeitnahme ' > an der Arbeitsruhe mit einigen Tagen Gefängnis belegt Das Gerichtsgebäude vor und während der Verhandlungen war mit Maschinengewehren, Panzerautos und Gendarmen umstellt. Ar bl ■ alle hier , "^onbetYiir Maller. nFl.buntonlÄ* “nl ^>nsah. ln>‘fnenben n? * tauM mn» a ging der r. in den Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gieyen einberufen Worten. Tagesordnung: l- Klage der Frau Rosa Müller in Gie- tzen, Dallwrstratze 11, gegen das KreiSann Gtetzen wegen Versagung eines Danderge- verdeschetns. 2. Klage der Katharine Das In Lang-Güns gegen den Bescheid des Kreisamts Dietzen vvm 3. Januar 1923 wegen Versagung eines DandergewerbcschcinS. 3. rintersaaung des Lrödelhandels des Trödlers Dilhelm Schmidt zu Dietzen. Kirchenplatz 15. 4 Reuregelung der Vergütung des Bürgermeisters und der Besoldung der Demetndebeamten in Oppenrnb; hier Be- ntfinig der Gemeinde 0ppr«^ legen das Urteil des KreiSauSfchofseS des Kreises Gießen vom 15. November 1922. 5. Gemeinde- ratswahl in der Gemeinde Altenburg: hier: Berufung des Grafen Dolf von Bredow und Denollen gegen das Urteil des Ki.iS» ausfchusses des Kreises Ällsfeld vom 12- Dezember 1922. •• DerPapierpreiS. Infolge der Gchöhung der Kohlenpreise, die durchschnittlich 50 Prozent betrügt, hat das Rcichswirtschafrs- Ministerium einer starken Drhöhung des Zei- tungsdruckpapierpreises mit Rachwirkunq vom 18. Januar ab zuaestimmt. Diese neue Preissteigerung ist für die Zeitungen um so $ürter, als sie mitten im Monat In Kraft aetreten ist und die Verleger diese Mdglichkett bei der Kalkulation des Ianuar-BezugspreiseS nicht in Bettacht ziehen konnten. Da eine Racherhebung zu dem einmal bestimmten Abonne- mentspreis nicht durchführbar ist, haben die Zeitungsverleger wieder einmal eine schwere Geldeinbuße auf sich allein zu nehmen. — Die Frage der Gestaltung des Papierpreises ist auf der Hauptversammlung des Vereins deutscher Zeitungsverleger tn Würzburg am 14. Januar Gegenstand der Beratung gewesen. Herr Direktor Müller machte bei dieser De- nli folgende Angaben: .Kein Produkt e derartige Verteuerung erfahren, wie gerade das Papierholz, für das bereits das Sechs- bis Reuntausendsache des Friedenspreises gezahlt wird, während viele Produkte erst auf dem Sechs- bis Reunhundertfachen des Friedenspreises angelangt sind. 3m Zunl betrug der Papierholzpreis etwa 900 Mk» im September rund 6000 Mark für den Raummeter, während er jetzt auf 40 000 RIL, 50 000 Mark und vereinzelt bis zu 82000 Mk. aufwärts gellettert ist. Der Verein deutschrr Zeitungsverleger wird weiter bemüht fein, bei der Reichsregierung auf die Durchführung feiner Vorschläge zur Senkung des Papierpreises hinzuwirken. •• Die Gas- und Wasserpreise sind mit Wirkung von heute ab erhöht worden, und zwar auf 260 Mark für den Kubikmeter Das und 120 Mark für den Kubikmeter Wasser. Für Wasser wird in den Monaten Februar und März eine Mindestgebühr erhoben, über die in der heutigen Bekanntmachung im Anzeigenteil RähereS mltgetetlt wird. *■* DaS VolkSbad. Die Bet rieb-zetten unsere- Volk-badeS irerte.i im Anzeigenteil unsere- heutigen BlatteZ zur öffentliche Kenntnis gebracht. Interessenten mögen die Bekanntmachung beachten. we Die Männer* und Frauen-Ver- tinlgung der MatthäuS-Demelnde hielt am Montag abend im Demelntehiuse unter der Leitung ihreS Vockitzenken Rektor Knautz Ihre dritte ZahreSverfammlung ab. Der Vorsitzende wieS tn feiner SröfinungSanfprache auf den groben Ärnst der Zeit hin unb gedachte mit herzlichen Dorten ber fänu>fe iben Volksgenossen im Ruhrgebiet. Glaube unb ©ottöertrauei mühten jetzt bie stärksten Dassen unseres Volke» sein AuS bem Bericht über bas abqelxiftne Ver- einljabr gewann man einen sehr guten 21'druck, ble Vereinigurw ^Shlt zur Zeit 742 Mitglieder, unb In allen Abteilungen ist von den Leitern und den Helfern unb Helferinnen regt Arbeit tn unb an be Matt Lu -D mehibe artet tet wvrb n. Ta n n - sich auch auf bem Debiete bet Fürforar für minbetbemittelte Demetnbeangehörige wurde den Ve b’Itnlffen ber Ve e’.nigung entsprechend Zweck- mäfige» geleistet und vcrge'chm Die finanzielle Grundlage ber Vereinigung ist, wie au- dem Kassenbericht zu entnehmen war. in bester Orb- nung, immerhin schien e- aber geboten, eine eini- gtrmahen ber Zeit eitsprechmbe Reuvegelung ber Beiträge vorzunehmen, bamit die großen Ausgaben ber Vereinigung, bie au- ber Rot ber Zelt entspringen, tn möglichst vollkommener Deise gelöst iPetoen können Dem Re hier wurde mit bem Ausdruck dankbarster Qlnerfennung einstimmig Entlastung erteilt Der Brttrag Neugestaltung unter weltgrti^nder Berückstchtlgung ber Lage ber minderbemittelten RTttgUeVr stimmte die Versammlung einhellig zu. unb bannet fand ber Voranschlag für 1923 einstimmige Billigung Bei ber VrrttanbSwahl würben fünf turmi-gemäß aut- schrtbenbe RTltaI5e*r- trdeoer- unb Frau Schneider neugewählt. die bistertgen Rechnungsprüfer berief man erneut tn die'es Amt Ätner von Da'mstabt-Besi'ingen ausa-ch-nden Anreaung. die evangelischen RTflnncfTeHnfmingen He's-n- In einen Landesverband xu vereinigen, stellte sich die Versammlung sdmvachisch oegenüber. zunächst will man aber die Vorschläge hören. b‘e deTTtnächst auf einer Vertre'e-versanTmlung gema-H a-erben sollen Das gemdnfame Leden unb die Tätigkeit tn ber Männer- unb Frau en-Vereinigung ber Mat- 'häu»-Gemeinde will man von jent ab dabu-ch Inniger bxw anetTember gestalten, bat: bie Helfer* unb Helferinnenabenbe an ben drei ersten Dienstagen im Monat zu allgemeinen Versammlungen der Vereinigung celaltet werden unb nur ble Helle-Versammlung am letzten -Mcnftag des Monats gefchlollen stittfinden soll. Pfarrer Mahr beTmhte die Geseaenheil. den Helfern und ch-I'ertn^i und ben tr.elm Dvhl- tätem in der Gemeinte bte bie Bereinigung auch Im abgelaufenen Be e nsjahr fo trefflich unter- stützt Huben, feinen und ber ganzen DeTneinbe Dank öffentlich auszusprechen. ee Der Verein für Öterbeunter» ftübung Diehen dielt am Sonntag feine Generalversammlung im Postkeller ab die recht gut besucht war. Rach dem Geschäfts- und Kasten- bericht bat sich ber Verein gut entwickelt unb fttbt auf einer geedabrtn zu entrichtenden Beiträge auf 10 Mk. pro Sterbefall befchlvsten. Die Auszahlung der erböbun Vterbe- fariuntcrhüfiung beginnt mtt bem 1 März b Ä Der fettberige langjährige Bvrlltzenbe. Schuh- fes Konzert zu gestalten, derben, »aPrvf Pfitzn> leiben in München erfran ei • S« £.41 «ul< J ücjde; ff »um Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr tiormtttagfc Frankfurt a. TL 44 000. Unter Ob: Tvstsey, muhte fallen gelassen t zur Zeit an fallen- iTWtfen nraßg Ik ff. 0 ja L^i ;4-b fcü ff n mit S2* . Priiti Wmmh : lltebtrg l^^rnalrQt «Wer: n laibte.- >r!lr Mb h «'Nr-D Du Ma beli j tli-M br.Aierft •’to C-'i maaxrtnetfftT Seibewand, hat aus Dfun^ !>ettsrück',ch:en auf fein Ann verzichtet. An seine Stelle wurde Schreinermeifler Reitz zum 1. Dor- schenben «wählt. Die Versammlung ernannt, Herrn Stidewand in Anbetracht feiner hoben Verdienste um den Verein «um ÄhrrnvorsitzmibM.; Vornotize«. — Tageskalender sü r Donnerstag. Reue Aula, S», Uhr Aliarad Schattenspiele. — Asteria-Licht'piele. ab heute .She Abenteuer des Kavitäns Ötnccln“ unb .SM Sippschaft". — Lichtspielhaus, Bahnbofstrahe: .Döllerrmgen". — peij last-Lichts viele, ad heute: .Zugend" and .DaS uandelnde Licht". — Aus dem Stadttheaterbureau. Auch an dieser Stelle sei auf die Aufführung von .Wilhelm Teil" am Sonntag nach, mittag hingewiesen, die die letzte in dieser Spielzeit sein wird. Die -eitgemäh der Tell gegenwärttg Ist, wird am besten durch di« Tatsache beleuchtet, daß die Franzosen, nach ihre, j Dinrücken tn die amerikanisch« Zone, In Ko- / blenz di«Aufführung dieses Schillerschen Frei- 1 heitsdramas verboten haben. — Der Direk- I twn Ist «s gelungert, für Donnerstag, den 8^ 1 abends 7 Uhr, ein Gastspiel mit dem zur Zeit in Frankfun mit starkem Grfolg gastierenden 1 russischen Theater .De r F « u e r v o ge l- ad- £ zuschlichen. Das Interesse an diesem Gastspiel I Dürft« sehr reg« w«rd«n, a«wimtt der Besucher i doch einen ungetrübten Einblick in die russische 1 Volksseele. Riebt unerwähnt bleib« der Hin- I weis auf bte Pracht der Dekorationen und Kostüme, deren Entwürfe von russischen Kunst- ' lern stammen. — Konzertverein. Di« aus bem 3n» a feratenteil des .Gieß. Anz." eNichlllch, ftrxbet das nächste KvnzeN Sonntag. 4. Februar, als Lieber- abend statt, für welchen bte erste Kolovaturtä» gertn ber Staatsoper zu Stuttgart. Frau Margarethe Heyne-Franke, ytoortnen IfL Der ursprüngliche Plan, als P f i tz n e r - Abend bte» ternte •uk-Wi tugril itÄbg I« \wte. dic • > ® ■rte SU ! Ji l. Prä toi z° - h Wille r ■ R i iaelir btf 3« ben £ Wigcoiili • Ikmr 2a f-rM® »rb Jwb- d )r» brticnmt fr Teirti ■ 35tfln-Oii tebt imd Pi «4 Psaae: l f r a M> • Cii L vlr Iletfen ft e imM us >3 648,75 2493,95 723185 5985,- 1855,35 7406'45 7182,- 10473.75 987,50 39650,60 56,11 1496.— 1137,15 339,15 Brief 8850.- 3835— 56000 -56 0),-6l0W,-5800a- 8509^-851)00, -77'100,-900 )0,- 80)00-71000, -7^000,-80900.- 70000-- ——,—120)00,- 25000-30000,- M Rvggenstroh. vvatztgev. iöüou vis iödvu tafcrstroh, drahtgepreftt 18000 bis 18 500 troh, strvhseilgebüntelt 17 900 bis 18 200 Mark. Wiesen Heu, gut, gesund und trocken, Bov- mahd 18000 bis 18 500 Ml.. Rachmahd 17 000 bi» 17 500 Ml. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.) rufen werde, die -man als die schlimmste Barbarei bezeichnen müsse, die je an einem Kulturvolle verübt wurde. Wir müssen sest undeinig in der Abwehr bleiben und werden treu zu unseren Brüdern im besetzten Gebiet halten, deren wir im Gebet gedenken. Wir dürsen bis jetzt stolz auf sie sein, und müssen alles tun, um ihnen in der Rot beizustehen. Stehend wurde eine Strophe des Lutherliede» gesungen. Dann wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen: .Der Feind steht in unserer geliebten Heimat. Französischs Bajonette regieren im Ruhrgebiet. Das Gewissen der ganzen Christen- heil rufen wir auf, test es mit uns gegen die unserem Dolle angetane Schmach protestiert. An euch, Deutsche aller Schichten, wenden wir uns. »eigt, daft ihr Deutsche seid! Such evangelischen Glaubensgenossen im besetzten Gebiet gilt unsere Teilnahme und unser Gebet. Der Herr sei euch Schuh und Schirm! Uns kann nichts trennen! Wir halten fest zusammen in dem Trost und Troy unseres evangelischen Glaubens: „Hnb wenn die Welt voll Teufel wär', es must uns doch gelingen!" Damit wurde die Tagung durch den Dor- sitzenden geschlossen. Mit Rücksicht auf die iln» sich-srhrit und Gefahren hn besetzten Gebiet mußte die Tagung abgebrochen und die Erledigung des Restes der Tagesordnung, darunter die Wahl des Landesbischofs, für den nächsten Zusammentritt vorgesehen werden. Caro........... 42500. —15» XX),—4590; >,—4UDUU-- Deuisch-Lnremburg. . 90 >00.—1(>:$000,-99000,—103000,■ GelsenkirchenerB-ram70XX). 9‘00\—IKkiOiX— - r- Harpenrr Herabau. 1!10000,-195UOO,-165V0a 180.>00, Kaliwerk 2lschercNeben47O >a -60000,— —.—600(XX- ' 65000,- —,-6500a- 48900. —59000, -49000,- 62000. - 31. Zanuar Amtl. Vioticra. Gelt, Bries -2443,85 2456,15 19152,— 19248,- Pari», 31. Han. (WTB.) Hava». Die Reparationskommission veröffentlicht folgende Erklärung: 3m Lause der gestern nachmittag unter Leitung Da rth 0 u » abgehaltenen Sitzung bat die Reparationskommission mit 3 Stimmen bei einer Stimmenthaltung (der de» englischen Vertreters) folgende Entscheidung getroffen: 1. für Februar 1923 ein Programm sestzu- setzen, das aus denselben Grundsätzen beruhen soll wie das Programm der vorhergehenden Monate. Deutschland soll also liefern l‘/2 Millionen Tonnen plus 20 Proz. von dem 8 300 000 Tonnen übersteigendem Mehr des Rvvemberertrages vom deutschen Oberschlesien, also zusammen 1 876 000 Tonnen. Austerdem eine ®rr’------°':*c-----*— 125 000 Tonnen aus den nisch-Oberschlesien Anstehenden Kvhlenmengen. Dieses Programm erhält Gültigkeit vorbehaltlich der endgültigen Entscheidung, die die Reparation»- kommissivn später auf die von der deutschen Regierung dagegen erhobenen Einwände treffen wird. 2 3n Essen die Dienststellen zu beauftragen, Deutschland alle zweckmästigen speziellen Angaben mitzuteilen. Markte. Berliner Produttenmarkt. Berlin, 31. 3an. Am Produktenmarkt zeigte sich wegen der verminderten starken Schwankung des Devisenmarktes die Kauflust vorsichtiger. Für Weizen, Roggen und Hafer zeigte sich zunächst mehr Angebot, das sich aber bei späterer Befestigung der Devisenkurse roteter zurückzog. Die Tendenz wurde abwartend. Gerste war für Brauzwecke und Graupenmühlen stark begehrt. Mais zeigte für spätere Lieferung grobe Festigkeit. Das Mehlgeschäft war ruhig. Kleie, Hüls.nfrüchte und Futterstoffe wurden bei stillem Geschäft höher gehalten. Weizen, märkischen 67 000 bis 69 000 Mk., Roggen, märkischen 62 000 bis 64 000 bis 63 000 Mk., pommerschen 62 000 bis 63 000 Mk., Sommergerste, märkische 59 000 bis 61 000 Mk. (eher fest), Hafer, märkischen 53 000 bis 55 000 Mk. (bei fester Tendenz still), Mars, La Plata, waggvnfrei Hamburg 72 500 bis 73 500 Mark (steigend), Weizenmehl (100 Kilo) 185 000 bis 218000 Mk. (steigend), Roggenmehl (100 Kilo) 160 000 bis 175 000 Mk. (steigend), Weizenkleie 42 000 bis 40 000 Mk. (schwächer), Roggenkleie 42 000 Mk. (schwächer), Biktoriaerbsen 85 000 bis 95 000 Mk, kleine Erbsen 75 000 bis 80 000 Mk., Futtererbsen 50 000 bis 60 000 Mk., Peluschken 100 000 bis 135 000 Mk., Ackerbohnen 70 000 bis 80 000 Mk,, Wicken 100 000 bis 125 000 Mk., Lupinen blau 45 000 bis 60 000 Mk., gelb 65 000 bis 85 000 Mk., Seradella, alt 145 000 bis 175 000 Kirche und Schule. Evangelischer LandeSkirchentag für Hessen. rm. D a r m st a d t, 31. Han. Der Hessische evangelische Landeskirchentag trat Inute zum erstenmal im Qandessynodalgebäude rsammen. nachdem heute vormittag als Einlei- ■unfl ein Gottesdienst ftattgefuntea hatte, in dem Prälat Euler die Predigt hielt. Seit zwei Tagen hatten schon Beratungen der einzelnen Gruppen stattgefunden. Geh. Obcrfcnfiffortalrat Dr. Flöring betrübte die Anwesenden im Hamen des bisherigen Kirchenregiments mit einer warmen Ansprache, Ein der er über die schwere Rot sprach die in Verbindung mit der vielfach herrschenden Zucht- lcsigkeit und Gleichgültigkeit weite Kreise unseres Bolles ergriffen 'bat. Er mahnte dringend zur Einkehr, damit wir die uns bevorstehenden schweren Ausgaben in Liebe und Treue bestehen und zur Ordnung und Sittlichkeit zurückkehhen. Dann wurden die neu eingetretenen Mitglieder des Banknoten. Frankfurt a.TL 31 Januar. Schweizer Noten.......... Franiv'ische Mieten Dänische Noten........... Schwedische No'.en...... • • Holländische Noten ........ Deuisch-Oeiterreich A100 Kronen Amerikanische Noten........ Englische Noien........... Italienische Noten Belgische "Noten Ungarifche No en Tschechoslowakische Noten .... Norwegische Noten ........ Rumänische Noten Spanische Noten Börsenkurse. Die Tochter empfand seine Freundlichkeit, sie wollte ihm danken, aber etwas war in feinem Gesicht, das ihre Freude, hinunter zu dürfen zu freundlichen Menschen, hinunter zum Martin, nicht aufkvmmen lieh. Versonnen ftanb sie am Tisch, die Arme schlaff hängen lassend. Da hörte man drauhen plötzlich etwas. Der Schmied horchte: war daS nicht Pferdegetrappel? Es hielt an der Schmiede. Er ging hinaus. Draußen zwei Reiter, lleberhiht und erschöpft hingen sie auf ihren Pferden. Die schönen Tiere traten über und über mit Schaum bedeckt, die Flocken spritzten aus ihren Mäulern und klecksten auf den steinigen Boden. Herr und Diener, beide in französischer Uniform; des Herrn Brust mit allerlei Ehrenzeichen geschmückt. Hans Bast grüftte respektvoll: wa» wünscht» die Herren — Pferde beschlagen? O Weh, der schöne Gaul da hatte das Eisen verloren! Er hob den Vorderfuh des edlen Tieres. Der vornehme Reiter war abgestiegen und stand fluchend dabei An dem Huf schien etwas nicht richtig zu fein, das Tier zuckte heftig bei der Berührung. (Fortsetzung folgt) ßrnnflurt a. M. Berlin Schluv- Schlutz. S»hib. Scklub- Aut» Aurs tut» . . -,-9000a-84(i00,-99nC.a . . 47900,-4501.0.-4901)0,—440 UV . . 42500.—45000,-4590 ',-40600. Als Hanst Bast heute nach Hause kam, war er unwirsch: was, die Abendsuppe war noch nicht bereitet? Einen weiten Weg hatte er hinter sich, war zu einer jungen Frau gerufen worden über Land, die hatte Krämpfe gehabt, so dah niemand sie an rühren durfte, insonderheit nicht ihr Mann. Der hatte er den Teufel aus dem Leib geprügelt mit feinem Hafelstock. Run sah ec am Tisch und lugte hinter finsteren Brauen die Tochter an: was war denn mit der. ihr Blick war verlegen, eine höhere Röte brannte auf ihren Wangen? Er sah die Tauben, sie sahen am Herdrand und schliefen. „Wo hast du die her^ »Sind zugeflogen." .So." Weiter sagte er nichts. Sie löffelten miteinander die Suppe, das Mädchen wagte den Blick nicht aufzuschlagen. Da sagte er plötzlich: „Kannst ihnen morgen den Hals umdrehen, sie braten. Eine für dich, eine für mich" „O nein, 0 nein!“ Sie lieh den Löffel zurück in die Schussel fallen, dah die Suppe spritzte, und sprang entsetzt auf. 3fcre Tauben, ihre lieben Tauben! Wie schützend drückte sie die Tierchen an ihre Brust. Da lachte Hans Bast wieder grimmig und blinzelte dabei seine Tochter an: „Sind ja viel weihe Tauben unten in der Mühl, kriegst leicht ein paar andere. Brauchst's nur zu sagen, nit wahr?" „O Dater!" Mehr sagte die Tochter nicht. Sie schlug die Hände vors Gesicht, beschämt und erschrocken. chcibeanstalt Alla. 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SStut Hatte er Glück. Wie gut, dah er wieder bie Laubest mit heraufgebracht batte, die er ihr Xn ein paarmal hatte bringen wollen: sie war § so einsam, weihe Tauben, unschuldig wie sie, bie willst tefie?"e@r hielt die Tauben der am N°^MeM ftll^n die^^n?"^IHr schwermütiges Ä; rasch auf Tauben, zahme zutunliche Tau- n a die hatte sie gern! Lhm die Rechte Svrnf pichend, drückte sie mit der anderen d^beide ^T^ibchen an ihr Gesicht und pustete ^it aeftützten Lippen über das ein wenig unalatt aeKdE Gefieder. Und die Tauben, n?« nb fS mühten: bei der ist gut sein, gurrten L ftatterten Maria rechts und links auf die ^^Ma'rtin stand verzaubert: das sah zu lieb aus? Er wurde rot bis unter sein blond^Haar, die Mütze drehte er verlegen zwischen den Santen. So Mtte er stehen können und s^ rmmer ansehen dis zum jüngsten Tag, es wäre ihm sicher nicht krng^gewvrden. Und wie war er froh, dah sie ,l$ Maria ^vergaß ganz alle schweren Gedanken die sie eben noch zur gleichen Stunde gehabt hatte Tauben, Tauben, die waren ihr lieber als Ste graufame Katze. Und ter Martin, ter war vmi auch bei ihr! Sie hätte chn gern in» Haus •WA ler <$* a- v'/.Dtfcb. Neicköanleide 115,- 4e/o Ternlkichen 980- 3'/,'/, Dergleichen WO.’ 3"/0 Dergleichen 2700. 3)tfd).®vnr»i'rnui.-8tnL 400. 4'7, Preusstsche Konsol» 440, 4e/» Hessen.........2a0, 3'///° Hessen........222, B*/o Hessen........ 840, 4j0 Zolltürken 89250,—44000,—41000,-43000,— 0,/g Goldinerikaner — Berliner HandelSgei . MOOO.- SommetA-- n. Privaibk 10600 - 170<)0.- * Dornin.u.Nationalbank 13.-00,- 2000^’HO <1-18/50-- Deutsche ^ank 31000,- &>250,* 26000,- 34000,- Deulsche VeieinSblink. 6J*00.— ~- Disconio Conminndit . 1600(X- 225*X1-1»000,- SSSad- •Dletnllbanf 6450(1- 8000Ü- ’ Miiteldeui. Creditblink 8000 — 10000,-8500.— 12000- Cn’tcrr. Tredi'.anstlilt • 10600.- 15000,- —- • Landeskirchen tags durch Handschlag vereidigt. Zum Alterspräsidenten wurde bann Bürgermeister Diehl- Rainrvd bestimmt, unter testen Leitung die Wahl des Präsidenten vorgenommen wurde. Mit 59 Stimmen wurde Prof. Dr. Diehl zum 1. Prä siden ten und darauf Frelh. von Hehl zu Herrnsheim zum Stellvertreter gewählt. Zu Schriftführern wurden P arn r Müller- Rüsselsheim und Arbeiters ekretür Läufer bestimmt. In den Landeskirchenausschuh wurden gewählt: die Abgg. Dr. D o r n s e i f f -Darmstadt, Archivat Dr. Herrmann -Darmstadt und Pfarrer Wagner- Darmstadt. Auherdem gehören ihm an: die beiten Präsidenten Dr. Diehl und Freih. v. Hehl. Zu Ersatzmitglietern wurden bestimmt: Pfarrer Wa i tz - Darmstadt, Abg. Dr. Dehlinger-W^iterhof, Abg. Prof. Dr. S ch i a n - Giehen. Prof. Berg er» Darmstadt und Pfarrer Bernbeck -Okarben. Der Finanzausschuh seht ftch zusammen aus: Pfarrer A u s f e l d - Gi.hm. Bürgermeister Krapp- Sickenhofen, Pfarrer H a k o b - Mainz, Studienrat Garn g e s°Friedberg und Oberfinanzrat Stroh-Darmstadt. Ersatzmitglieder: Fleckenstein-Höchst L O., Rektor Kahlick- Darmstadt und Bürgermeister R i ck e r i ch - Flonheim. Gefetzgebungsausschuh: DekanGuh- mann- Lollar, Dekan 5)a u d t - Planig, Stauts- amvalt K n a u h - Gießen, Landgerichlsdirektor Deuenhagen -Giehen und Geh. Oberregierungsrat Dr. S ch m i d t - Mainz. Ersahmitglieder: Pfr. Schrimpf- Hirzenhain, Lehrer S i e f e r t- Hetzbach und Pfr. Walter-Worms. Petitions-ausschuh: Pfr. Georgi- Ermenrod, Rektor K a h l i ck - Darmstadt, Pfi. Kleeberger - Darmstadt, Pfr. Lenz- Lich und Wedizinalrat Dr. W a l g e r - Giehen. Ersatz- Mitglieder: Lehrer D e g g a u - Oberbreidenbach, Kaufmann Jensen- Langen und Prof. Dr. Mathes- Darmstadt. , Der kirchlicheDisziPlinargerichts- hof wird bestehen aus ten Abg. Lehrer Dollinger- Alsfeld, Oberbürgermeister i. R. Gotte l m a n n - Mainz und Pfr. Müller- Lauterbach. Ersahmitglieder Abg. Fenchel- Ober-Hor- gem, Landgerichtsdirektor Dr. 3 u n g f - Mainz und Dekan D o g e l - Gernsheim. Zu Mitgliedern ter Inneren Mission wurden bestimmt: Arbeitersekretär Läufer,Pfr. Lenz- Lich, Prof. Mathes- Darmstadt Real- Lehrer Mink-Densheim a. d. B. und Psr. Schuft e r - Nierstein, z i Mitgliedern der Lutherstiftung: Mr. Ausfeld. Giehen, Dekan G u h mann - Lollar und Pfr. Lehn. Offenbach. Geheimrat Dr. Flo ring ergriff dann noch- mals das Wort zu einer warmherzigen mahnenden Ansprache, in ter er das Elend schilderte, das durch die Gewalttaten unserer Feinde hervorge- Aufhebmig der Personenkontrolle auf der Strecke Frankfurt—Darmstadt. Frankfurt a. M.. 31. Ian. (WTB.) Wie uns von der Eisenbahndirektion mitge- teilt wird, finden nach einem Abkommen mit dem französischen Oberkommissar bei der Rheinlandkommission inten Personen, zügen der Strecke Frankfurt a.M.— D a r m st a d t künftig keinerlei Untersuchungen der deutschen Reisenden mehr statt. Willkürakte ter Franzosen in EmS. Ems, 31. Jan. (WTB.) Reg-Rat Bertsch, ter an Stelle von Oberregierungsvat Beyer die Leitung des Aussuhramtes übernommen hatte, ist gestern verhaftet und ausgewiesen Worten. Ferner sind ausgewiesen worden 2 Zoll- fefretäre und 1 Referent. Sämtliche Angestellten etwa 600, haben die Arbeit nietergelegt Alle wurden beim Verlassen des Amtes aufs genaueste untersucht, auch waren Maschinengewehre aufae- fahren. Eine grafte Menschenmenge, die sich in ter Rähe des Ausfuhramtes angesammelt hatte, empfing die Angestellten mit stürmischen Beifallskundgebungen. Rwr 2 Damen haben sich bereit erklärt, Weiterarbeiten zu wollen, und sich unter französischen Schutz begeben. ZementiverkHeidelberl 220)0,-32000,- Philtvo Holznmnn . . 2 Übel ji- ■merie bon Aeiskilcher •Zettet so bah ble Loh tgegmsehen. , 30. 3an. Bei einen Igen Dadfahrek« Mark für die Lu Hf von dem Verein fit 00 Mark eftta gespeif st heute eine Eamin- e im Gange. llsfcld. Fan. Die Fraae te ^riegerdenkmalt cht entschieden werden inb verschiedene W worden, zu einem qelommen. Er hat nur jeidung über den z- Einwohnerschast Februar, eine allge ig derAlsfeldei .räumt, die in politischen Ablk" wird Zur WnnmM tobt, welche am W ■ nollendet und in M Sie AbstinmM her Platz im Host do Platz rechts 7 ASn'/xS hÄ 3at>rn{,6”^ tW Handel. Berlin, 31. Han. Dörsenstimmungs- bild. Am Effektenmarkt herrichte anfangs eine gewisse Unsicherheit. Der hohe Kursstand reizte Die Spekulation zu Gewinnrealisierungen, zumal auch vormittägige Schwankungen am Devisenmarkt auf eine Abschwächung hinwirkten. Daher war die Kursbewegung zunächst ungleichmäftig. wobei jedoch infolge von Kaufaufträgen autenstehenter Seiten die KurserhvHungen noch immer über« wogen, besonders am Montanaktienmarkt, wo Harpener, Laurahütte, Rheinische Braunkohlen und Rheinstahl Erhöhungen von mehr als 5000 Prozent aufwiesen. Sine starke Ungleichrnäftigkeit heischte am Elektrizitätsmarkt Bedeutenden Ab- schwächkunoen bei Felten u. Guilleaume, Lahmeyer und der Gesellschaft für elektrisch? Unternehmungen standen ähnliche Steig rrungen bei Bergmann, Pöge und Siemens u. Halske gegenüber. Dr. Paul Metzer-Aktien fliegen von 12 400 aif 30 000. Aufterordentlich lebhaft geftaV.ete sich das Geschäft in Schi fahrtsaktien wovon brionters Hamburger Paketfahrt, Hamburg-Südanierikaner, Rordd. Lloyd und Bereinigte Elbeschiffahrt Ritzen zogen. Die Gewinne betrugen zum Teil 40 000 Prozent. Auch Bankaktien wurden sehr namhaft hoher bezahlt. Balutapapiere passten sich ter Höherbewertung an. Deutsche Anleihen waren bei ruhigem Geschäft ziemlich fest. 3m Verlaufe trat im Anschluß, an die Aufwärtsbewegung von Phönix, die gegen Montag 11000 Prozent gewannen, eine allgemeine Befestigung ein, die anfängliche Abschwächungen durch erhebliche (Steigerungen mehr als aus glich. Datum: 30. Januar Ainil. No lern, («elb Briet «utw.-Brüssel . 2117.70 2130,30 Holland . 15)61.— 15039,— ... Vonbon 180 >48,75180-.91,2j 22J093 50 228068,75 Paris . . Schwei,. Spanien UNITED STATES LINES | BERLIN W 8 GIESSEN I W Unter den Linden 1 Th. Looe, Kirchenplatz ■ General-Vertretung: Norddeutscher Lloyd, "tiiS ■SeS® die ut??Q9 naj Ä’Ä ibn mV1' als Lied«, HiuBte fallen aelalsv ft ff ” “ ls>, das PrvgranL vahl hon Liedern Hani Hugo Dvif uni nerbeflleuung hat aussage ritag: bei westliche bis süb sich gegenübn gesiw lichrr Umschlag ist M Gießen. ' Die Ehelente Hein» sabethe geb. Hof« goldeneHvchzeit » in der letzten Hälflt vanibura-Aiuer. Pake 49000,- 84000,— 47500,-86003.- Norddeuischer Lloyd . 3: 000.- 50000,- 319u0,- 49900.- (« Ibfdjmlbt 43000,-54 0:'.-50000,-41000,- Grie -lreimer Electron 42 00.~ Höchster Farbwerke . -5 01,—30100.—36000. 30000, kreis -uusgegebenen Gutscheine au 1000 2Ü2rk und 500 Mark vom 15. September 1922 (i»raune und blaue Scheine, Rückseite zur (Bet» »richnung des Ramens der Inhaber) müssen ort 5. Februar endgültig eingelöst s.»in. Danach werten sie nicht mehr ange° remmtn. Hesien-Nastau. spd Frankfurt a.M, 31. Han. Rachtem rcm Dienstag die mit den Franzosen shrnpi- 'bisterente „Fackel" an allen offenen Berkaufs- tollen ter Stadt von ter Polizei beschlagnahmt ■Torten war, wurde khr Weiteierichrinen heute ^lizellich verboten. Das Blatt hatte übrigens «letzt nur noch etwa 1500 Abonnenten, die rnei- im besetzten Gebiet wohnten. Damit i|t einem Dchandblatt, das die Deutschen mit Hphn und Spott überschüttete, ein Ente gemacht .otrten, Frankfurter Getreidebörse. * Frankfurt a. QU., 31.3m. Amtliche Dotierungen: Weizen 130 000 bis 135 000 Mk., Roggen 110 000 bis 115 000 Mk., Hafer, inländ., 75 000 bis 80 000 Mk.. Weizenmehl, fübb. Spezial 0 215 000 bis 240 000 Mk. Roggenmchl 160 000 bis 175 000 Mk., Weizen- und Roggen- fieie 70 000 bi» 75 000 Mk. Tendenz: steigend. Alsbaldige Ablieferung. Parität Frankfurt a. M. Preis je 100 Kg. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Komödie ter Reparationskommistion. geladen, es beschämte sie, ihm nur ten Platz am Boden zum Sitzen anbieten zu können. Aber ter Dater hatte ihr streng geboten: „Du läftt niemand ins Haus." Er wuftte doch gleich: es war ein Fremder dagewesen, er las ten Ungehorsam von ihrer Stirne. Da siel ihr die Tanne ein, in der war's am Ente doch besser für ihn als hier auf, ter Erde. Sie kletterten lachend brite hinaus. Die Tauben, die Freiheit fühlend, probten di: Schwingen, flatterten, schwebten hinauf, hernieder, wiegten sich auf dem kleinsten Ast, putzten sich, pickten sich und liehen sich endlich nach zärtlichem Schnäbeln, aneinandergeschmiegt, traulich nieder. Rie hatte Maria ihre Jugend gefühlt — heut fühlte sie die. Könnte es nicht immer wie heute fein?! Sie faßte Martins Hand und drückte sie: „Du muht öfter kommen. Wenn du die Tauben auffliegen siehst, dann is mein Vatter nit daheim, dann komm. 3a, willst«?" Ob er kommen wollte! Durch ihre Frage ermutigt, schlang er den Arm am sie. er hätte sie gern gelüftt. Ader da wehrte sie ihm, plötzlich alle Fröhlichkeit verlierend, mit einem: „Jesus, nein, nit so, nein!" älnd fasste nur seine Hand und drückte sie Do saften sie lang noch beisammen. Es war nicht ganz so, wie er es begehrte, in seinen Adern klopfte das Blut, er hätte gern gesagt: „3ch lieb dich mehr als Dater und Mutter, mehr als alles auf ter Welt. Hast du mich auch lieb?" Aber es war ihm, als legte ihm etwas den Finger auf die Lippen: sei still! So saft er, ter Worte voll und doch stumm, glücklich und unglücklich zugleich, hiell ihre Hand und wagte cs nur selten, die beteutungsvoll zu drücken. Sie sahen mtteinanter 380,- 400. I Vermischtes An- ist sparsam im Gebrauch und billig HENKEL * CiL, DÜSSELDORF Telephon 1226 0697 Dietzen (Friedrichstrahe 17), 31. Januar 1923 Steding 811D gasse 14 aus statt 817 ooo Stehen. 81HB ®ief)en. den 31. Januar 1923 Städtische- GaS- und Wasserwerk Dieben. ZiWkS Uliiödirn für Mtitwoch und Sninttan 2Stunben »um 'Uiiüfn qcfiidjt 3rou Z. Qtfmpler Qsttzst 2rt)lllerür. 5. Fernen Haml Dr-änfe, Leffel. Bitiblr, Trüben uitn.l alle Gemälde, Stiche altesPorze'lan a’ter Schmuck (Silber nub Wölb) alle ZiDDgeiiensläDde Altertümer aller Art Kinder tilziiegewageö au verfaulen st«« Lonaenltratze 7. Klappwagen A "Uten acfitiL a oerk. Rad. in d l^elchä't-- »elle deo G. «. . . Lichtspielhaus / Wir suchen »ür unser technische» Bureau einen zuverlässigen jungen Mann der die Ansertigunq von Nchtvaustn. die Wutaabe der »ielchmrngen nnb «onstige allgem Biire.rtmr'etten zu erledtaen bat. 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Berlin W 0. banbeft ffch um «tne Kohlenstau berplv- fl ort Bi- 6 Uhr adend- wurden aas einer Schicht etwa 200 Marrn geborgen. S- befinden sich also noch 600 Mann unter Tage. Da al- «igentliche Ungtüdl* der n> gebeien. biet gen boheBeloon.ak Heute nachmittag verschied nach langem, schwerem l.eiden mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Schioer es Grubenunglück in Oberfchlefie». Beut hen, 31 Gan. Heut« morgen ereignete sich tm Teile der 5>einitzgrube eine starke S,plosion. die sich alS ein D r u b e n- anglück von seltener Drähe Herau-stellte. Der gesamte Betrieb ist stillgeleg: Die Aettung-- mannschahen de- Werke- und fast aller umliegende« Druden haben, mit Sauerstolfapparaten ausgerüstet, bk Aettung-arbeiten ausgenommen. S- das dankbare S cifenpnlver tel-lÄpiele Ma ojomehiMlMThulcraiD Platze Kirchliche Nachrichten. Oft. Aeligion-gefeüschast. Sadbatf. 3. Febr. Freitag abb. 4,55. 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