172. Jahrgang Dienstag, 51. Dktober 1922 sietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Prnöem sowohl der Ministerpräsident als auch der Finanzminister dafür eingetreten sind Ein Mord im Osten. Paris, 31. Oft (WTB.) Rach einer Havas- melbung aus Reuhork ist die jlnterftüfe.rng8f)m- missvon für den Rahen Osten davon in Kenntnis gesetzt worden, dafe eines ihrer nach Kleinasien entsandten Mitglieder Sir James Wrigth von Banditen ermordet worden ist, während er etwa 1000 armenische Waisenkinder von Arbud nach AI epp) führte. Die Einladung Rußlands zur Konferenz in Lausanne. Moskau, 28. Oft (Wolff.) Heute hat der Vertreter der englischen Regierung im Namen von England, Frankreich und Italien die schriftliche Einladung zur Teilnahme Sowjetrufelands an den Verhandlungen der Lausanner Konferenz über die Meer- engenftage übergeben. In dieser Note wird mitgeteilt, dafe die Konferenz am 13. November zusammentritt und dafe die russische Regierung noch Nachricht bekommt, wann die Verhandlungen über die Meerengenfrage beginnen. Die Türkei und Sowjet-Rußland. London, 30. Olt. (WTD.) Reuter meldet aus Konstantinopel, d:e Beziehungen zwischen der Türkei und Sowjetrufeland feien infolge des Abkommens von Mudania, das der Sowjetregierang mißfalle, weniger herzlich geworden. Der Rücktritt Lerchenfelds. München, 30. Oft (WTD.) Wie wir erfahren, ist der Rücktritt des Kabinetts Lerchenfeld nunmehr eine vollendete Tatsache. Der Landtag wird alsbald zusammenberufen, um einen neuen Ministerpräsidenten zu wählen. Als aussichtsreichster Kandidat gilt nach wie vor der bisherige Staatsrat Meyer. Der Rücktritt Lerchenfelds, der aus der innerro'itischen Entwicklung in Bayern heraus zu erklären ist, wird sicherlich auch außerhalb des Landes ein gewisses Bedauern auslosen, da sich seine aasgleichende Art wiederholt besonders bei verschiedenen Streitfragen zwischen Bayern und dem Reich, für beide Telle vorteilhaft bewährt hat Die amerikanische Enttäuschung über das Ergebnis der Washingtoner Konferenz. (F.P.S.) Der amerikanische Flottensekretär D e n b h hat verfügt, dafe mit dem Abwracken von neuen amerikanischen Kriegsschiffen nicht eher zu beginnen sei, bis nicht sämtliche Signatarmächte des Fünfmächte-Flottenvertrags diesen ratifiziert haben — was nicht mehr und nicht weniger bedeutet, als dafe die Durchführung des Vertrags auf Frankreich wartet. Die Vereinigten Staaten, Grofebritannien und Japan (die beiden letzteren im August) haben nämlich ihrerseits den Vertrag ratifiziert (wie auch China und Portugal, soweit sie beteiligt sind) und der Austausch der Ratifizierungsurkunden, die bereits bei den Washingtoner Vertretungen der genannten Länder eingetroffen sind, konnte jeden Tag erfolgen. Die Schuld an der Hinauszögerung des Termins für den Austausch der Ratifizierungsurrunden, den verttagsgemäfe Präsident Harding festzusetzen hat uni> bei den Beginn der faktischen Durchführung der Abrüstung anzeigt, infoferne als diese ein halbes Iah: nach diesem Tag durchgeführt sein mufe, liegt bei Frankreich, das seine äTnzrfrieden- I hell über die gering^ 'fern zugeb^lligte Kriegsschiffe rote nie verhehlt hat inb auch heute nicht | verhehlt; es teüt diese mit Italien, das bereits bei bei Deschlifefass.:ng über ben Vertrag erklären liefe, dafe es keinesfalls vor Frankreich diesen ratifizieren werde. Auch Belgien u:b die Niederlande warten den Dorangang Frankreichs ab. Senator Dorah, dessen Bemühungen das Zustandekommen der Washingtoner Konferenz In der Hauptsache zu danken ist, gibt der Erbitterung freimütigen Ausdruck in einer Olcufeerung vor Prefevertretern, in der er erklärte: „Dis heute also ist die Arbeit der Konferenz ganz und gar ohne Resultate geblieben. Erinnert man sich der Begeisterung der Leute allenthalben und i: allen Ländern über die ersten Schritte zur ‘Befreiung der Welt von ihrem tödlichsten Fluch und der Versicherungen, die die Vertreter der verschiedenen Regierungen hinsichtlich der Durchfühiu:g und Vollendung der Arbeit der Konferenz abgegeben haben, und bedenkt man bann die Apathie, ja Gleichgültigkeit, um nicht zu lagen ben Verrat, 'die darauf gefolgt sind, so ist es kein Wunder, wenn ein Mifetrauei: gegen J)ie Regierungen bei den breiten Massen fast allgemein geworben ist. Sollte die Arbeit dieser Konferenz wirklich zunichte gemacht werden, wofür mancherlei Anzeichen besteh.n, so wird das der gemeinste Verra! an der Menschhcit seit dem Kriege fein." Ironisch fügt Borah unter Bezugnahme auf den angekündigten Besuch Cle- mcnccauö in den Vereinigten Staaten hinzu: ..Ich bin getoife, eines der ersten Dinge, die uns (Skv menceau erzählen wirb, wenn er uns besuchen kommt, jptrb sein, weshalb Frankreich die Abrüstungsverträge nicht ratifiziert hat Er könnte sich bei einem skeptischen Wirte nicht besser ein- führen, als wenn er gerade dieses täte." Endlich eine Enttäuschung, die Deutschland nicht zu teilen braucht! Die Eifenbahnnnfälle in Frankreich. Paris, 31. Oft. (WTB.) In der ftanzösi» scheu Deputiertenkammer sind mehrere Interpellationen über bte letzten Eisenbahn» Unfälle angekündigt worden. Der Deputierte A u b r t e t fragt an, welche Mafetnahmen die Ro- glerung zu treffen gedenke, um die Eisenbahn - Unfälle, die rn der letzten Zeit eine beängstigende Häufigkeit angenommen hätten, zu verhindern und die Sicherheit des Verkehrs und der Reisenden zu sichern. Aus dem Reiche. Die Notlage der Erwerbsunfähigen. Berlin, 30. Oft. Unter dem Vorsitz des Reichsarbeitsministers Dr. Brauns tagten im Reichsarbeitsministerium Vertreter der Zentralarbeitsgemeinschaften, der Kommunalverbände und der Organisationen der Wohlfahrtspflege, in der die Bildung einer deutschen Rotgerne i n scha f t zur Linderung der Notlage der Erwerbsunfähigen, Sozialrentner, Kleinrentner, Witwen und Waisen erfolgte. Es wurde beschlossen, ein Hilfswerk durch Veröffentlichung eines vom Reichspräsidenten, dem Reichsarbeitsminister und ben wirtschaftlichen, kommunalen und charitativen Spthen- verbänden unterzeichneten Aufrufes einzuletten. In bem Aufruf wird die Rot der Alten, Invaliden und Witwen geschtldert, die so grob sei, dafe die öffentlichen Mittel zu ihrer Linderung allem nicht ausreichten. Landwirtschaft, Industrie, Handel, Gewerbe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer mögen sich in Einmütigkeit zusammen tun, um das Hilfswerk zu fördern. Jede Art von Hilfe — Geld, Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs — sei willkommen In warmherzigen Worten legte der Reichsarbeitsminister de: Landwirtschaft und den produktiven Erwerbsständen nahe, das Werk nicht in erster Linie durch Hergabe von Geld, sondern durch die Stiftung von Sachwerten zu unterstützen. Aus den Erklärungen der Arbeitnehmervertreter ging hervor, dafe in ihren Kreisen die Bereitschaft vorhanden sei, sogenannte soziale Tieberstunden zu leisten, deren Ertrag der Aktion der Notgemeinfchaft zugute kommen soll. Die Grofe-Hamburger Frage. Berlin, 31. Oft. Wie mehrere Blätter melden werden auf Einladung des Reichsministers des Innern am 3. November in Berlin die Besprechungen über dieGrofe-Hamburger Frdge zwis chen Preufeen unb Hamburg wieder ausgenommen werden. Aus Hessen. rm. Darmstadt, 30. Oft. Einen Antrag auf Kreditegewährung an die in Hessen erscheinenden Zeitungen haben die sozialdemokratischen Abgeordneten Kaul und Gen. an die Regierung gerichtet, in welchem sie ersuchen, an die hessischen Tageszeitungen auf Grund noch näher zu treffenber Bestimmungen eine einmalige Kredith ilf e von 50 Millionen Mttpk z ubetoilligen. — Die Abg. Engelmann und Gen. beantragen, die Regierung auf zu fordern, dafe die in Frage kommenden Behörden angewiesen werden, alle noch ausstehenden Nachzahlungen aus den bisherigen Veränderungen der Desoldungsordnung sofort zur Auszah- lung zu bringen. Für die Herstellung von zwei Arbeiterwoh- nungen in den Räumen des alten Maschinen- hanses hinter Dadhaus 9 in Dad°Nauheim und im Dachstock der Gärtnerei werden 2 120 COO Mark von der Regierung beantragt Für die Verbesserung der Wasser- und Bodenverhältnisse im Ried verlangen die Abgg. Dr. Dehlinger und Gen. Derellstellung gröberer Mittel. Eine Regierungs- frtnfage fordert zur fvforrtgen Ausführung von dnftanbfebung&irbetten am Drunnenturm des Brunnens I in Bad Salzhausen den Betrag von 81 000 Mk. Der Abg. Nuß beantragt, daß auch den Reichsbeamten in Hessen, die vor der Berreichlichung im hessischen Staatsdienst standen. 2 Raummeter Holz überwiesen werden. — Der Abg. Dr. Dehlinger beantragt die alsbaldige Ausbaggerung der Schwarzbach und der Abg. Dr. Werner fragt an wegen des Verbotes des deutsch-völkischen Schuh- und Truhbundes, sowie wegen der überhandnehmenden Werbearbeit für die Fremdenlegion. Sn beiden Fällen wünscht er Auskunft, was die Regierung hiergegen zu tun gedenke. Aus Stabt und Land. Gießen, den 31. Oktober 1922. An die Leser des Gießener Anzeigers! Mit dem rapiden Marksturz ist eine weitere erhebliche Preissteigerung des Papiers, der Löhne, Gehälter und der übrigen Her- ftellungslosten der Zeitungen verbunden. Deshalb sehen sich auch die unterzeichneten Zeitungen genötigt, eine entsprechende Erhöhung der Dezugsgebühren eintreten zu lassen. Oberhesstfche Zeitung, Alsfeld Bad-Nauheimer Zeitung Hinterländer Anzeiger, Biedenkopf Allgemeiner Büdinger Anzeiger Butzbacher Zeitung Dill-Zeitung, Dillenburg Aeue Tageszeitung, IriSdberg Oberhesstscher Anzeiger, Friedberg Gießener Anzeiger Oberhesstfche Dolkszeitung, Gießen Grünberger Anzeiger Herborner Tageblatt Hungener Landpost Lauterbacher Anzeiger Oberhesstschs Zeitung, Marburg Hessische Landeözeitung, Marburg Aiddaer Anzeiger Schützer Bote Schottener Kreisblatt Weilburger Tageblatt Wetzlarer Anzeiger. Die BezugSgeüühr des Gießener Anzeigers betragt für den Monat November 185 Mark, der Teagerlohn 15 Mark, bei den Abholestellen in Gießen 195 Mark. Preis für die Einzelnummer 8 Mk., SamStags 10 Mk. Der Milchpreis in Gießen. Gestern wurde durch SchiedSge- richtsspruch die Grundlage für den nepen, ab 1. November geltenden Milch- preis geschaffen. Der Stallpreis einschl. der Wolkereispanne, wurde auf 60 Mk. Pro Liter festgesetzt. Unter Hinzurechnung der Milch- Ltsträgergebühr und der sonstigen mit dem Milchbezug in Verbindung stehenden Ankosten bedeutet diese Festsetzung einen voraussichtlichen Kleinverkaufspreis für Gießen ab 1. November von 7 0 Mk. für das Liter. Die endgültige Festsetzung des Kleinverkaufspreises erfolgt im Laufe des heutigen Tages durch die zuständige städtische Deputation. Eine amtliche Be° kanntmachung hierüber wird in unserer morgigen Ausgabe erscheinen. Das Notgeld. Der RcickBsrnanzminister hat, ermächtigt durch das Gesetz vom 14. August ds. Zs., einzelnen Ländern, Städten, Gemeinden unb Snduskrieunter- nehmungen die Ausgabe fron Notgeld gestattet. Dieses Notgeld kann seinen Zweck nur erfüllen, wenn es auch fron den öffentlichen Kassen anerkannt und in Zahlung genommen wird. So hat die Reichsbahn, wie die „ReichszLntrale für Deutsche Berieh rswerbung" mitteilt, sämtliche Eifenbahnkassen angewiesen, Notgeld in den Grenzen des Geltungsbereiches Giehener Konzertverein. Gießen, 29. Ott. Klavierabend: Alfred Hoehn. Bacy: Präludium, Fuge unb Alegro Es-Shir. Beethoven: Sonate op. 31 Nr. 2. Schumann: Phantasie op. 17. Chopin: Darcarolle, Mazurka. Vreluoe Fis»®ur, Nocturne op. 27 Nr. 2, As-Sur» Ballade. Der Gießener Kvnzertverein hat sich von der wachsenden Not der Zeitverhältnisse nicht nieder- zwsngen lassen. So hat er denn auch den Unstern, der über dem ersten diesmaligen Konzert aufzugehen drohte, zu bannen vermocht. Der im letzten Augenblick gewonnene Frankfurter Pianist Alfred Hoehn entzückte die Hörer durch feinsinnige Ausführung eines mit edlem Geschmack zusammengestellten Programms. Die große Linie und zwingende Gewalt, toite sie einem Paul Schramm (23. Januar 1921) eigen war hat Alfred Hoehn nicht, will er Wohl auch nicht haben. Aber er hat ein rechtes Dichtergemüt, das nur eigensinnige Rechthaber unberührt lassen kann: er ist ein Schonheitssucher, der im Garten her Kunst '.ahmwandelt und vor den Blumen, die ihm gefallen, verweilt, ohne viel Amschauen nach den Nachfolgenden und viel Gedanken um das Ende des Weges. Nicht als ob fein Spiel Launen auf- wiese: dazu ist er zu kultiviert und zu ernst. Der Abend war scharf zerlegt in einen klassischen und einen romantischen Teil: und in dem ersteren uxtr der Künstler in dem Bewußtsein, ein hohes Erbe zu verwalten, voll gewillt, die geforderte Selbstzucht zu üben. Er begann mit einem selten gehörten Stück von Bach, der sechsten der selbständigen präludierten Fugen. Das Werk hält sich bei allen Anforderungen an Sicherheit und Aeberblick in verhältnismäßig ruhigen Dahnen, und ist als Unter- tage eines ausgedehnten Klavierabends sürSpieler und Lauschende gleich vortrefflich geeignet. Es folgte die zweite Klaviersonate des mittleren Beethoven. Gegenüber den hier gestellten großen Ausgaben und besonders dem orchestral ausgebauten Mittelsatze bewährte der Künstler seine ausgereifte Technik und bedeutende Gestaltungskraft. Aber bet eigentliche Alfred Hoehn trat doch in Schumanns Phantasie hervor. Es ist wahr: er faßte mitunter etwas rauh zu, unb trug für den Charakter des zweiten Teiles reichlich stark auf. Aber es darf gesagt werden wie seinerzeit gegenüber Zuckmayers Bortrag desselben Wertes — den wir nicht haben hören können —: man vergaß gern anderer Meinung xu sein. War es doch im ganzen und zumal in den träumerischen ' Partien, als sei Robert Schumann selbst an den Flügel getreten. Ein lieberströmen im Ausbruch der Leidenschaft und in unvermittelt anschließender sich selbst auflösender Gefühlsseligkeit, beides gebändigt durch vornehme Lauterkeit als Grundzug der Seele, schien aus Schumanns Wesen in Hoehns Spiel hinüber geflossen. Er ist ein berufener Interpret der Schumannschen Kunst. Besonders herzlicher Beifall des nicht leicht zu erwärmenden Gießener Publikums lohnte die hervorragende Leistung. Nicht gam so vollkommen schien sich ihm Chopin zu erschließen. Hoehn zog auch ihn ganz in desn Kreis feiner vorherigen Au-sfasi rngsweise. Aber nicht nur, daß hier die Dichtung zu sehr zur Ilmdichtung wurde und erhebliche rhythmische unb sonstige Willkürlichkeiten, ja infolge übertriebenen Schwachspiels auch Undeutlichkeiten sich einschlichen. Sondern durch das einseitige Hervor- ziehen des weiblichen Einschlags in Chopins Musik tarn geradezu eine Mädchenhaftigkeit in den Bortrag hinein, die denn doch der Herbheit und kühnen Gedankengröße des genialen Polen nicht gerecht wird. Die sinnverwirrende Farbenpracht der Darcarolle wurde gar zu flüchtig durchmessen: und besonders schwer war cs zu verzeihen, daß Hoehn der sicherlich berechtigten Tradition, das durch machtvolle Oktaven unterstrichene Wieder- einsctzen der Wassersahrt mit berauschenden Klangmassen auszu statten, den auffallendsten .Widerstand entgegensetzte. Besser mußte seiner Art das ergreifende, tränenschwrve Präludium in Fis-!2>ir gelingen, auch das Ves-Dur-Noctume, der unübertroffene Meistersang der Liebes- Hingabe. Gegenüber der ^L-Dur-Dallade schloß sich Hoehn folgerichtig! einer neueren Biographie an, die uns glauben machet! will, die Ballade spiele in einem mondänen Salon, statt in den glitzernden Festsälen eines KönigSschlosses. Indessen gab er in eigentümlichem Gegensatz zu Paul Schramms Ausführung die große Heber» leitung mit ihrem mächtigen Empor rauschen und gewaltigen Schlußsteigerung in packender Breite: während dann gerade das Hauptthema wieder nahezu unbeachtet vorüber eilte. Daß wir dem vor^glichrn Künstler für einen hochinteressanten, genußreichen Abend zr aufrichtigem Dank verpflichtet sind, mag zum Schlüsse ausdrücklich jeden Zweifel entrückt werden. R. H. Lorenzo Azartis: „Tafanova". (Frankfurter Uraufführung.) Frankfurt a. M., 29. Olt. Die buntschillernde Figur des liebeskundigen Abenteurers »Casanova, Chevalier v. Seingalt" übt in neuerer Zeit einen merkwürdig starken Reiz auf die Dramatiker verschiedener Züngen aus, und dem reichen Kranz von galanten Episoden, den er selbst geflochten hat, ist auch eine „sentimentale Komödie" des Portugiesen Lorenzo Azartis (deutsch von Else v. Nollander) entnommen, die im Frankfurter Neuen Theater zur erfolgreichen Uraufführung kam. Drei Akte sind hier um die faszinierende Persönlichkeit des Dene- tianerS gerankt, und sie werden verknüpft nur anzunehmen im® auch zu Zahlungen zu verwenden. Es wird an den Eifenbahnschaltern also stets nur das Notgeld angenommen, dessen Ausgabeort im Bereich der Reichsbahndirektion liegt, denn es würde zu einem Wirrwarr von verschiedensten Notgeldichemen führen, wenn man seine Freizügigkeit und seine Geltung nicht aut bestimmte Landes- und Ortsgrenzen be- schränkte. Die Reichspostverwaltung hat es den OberpostdirettionLn anheimgestellt, das behördlich zugelassene Notgeld bei den P o st k a s s e n im Gemeindebezirk und in der näheren Umgebung des Ausgabcortes in Zahlung zu nehmen. Uebrigens müssen auch beschädigte Nvtgeldscheine von dem Herausgeber eingelöst werden, wenn ein Teil des Stückes vorgelegt wird, der größer ist als die Hülste. KraftpoftverbindungWetzlar—Gießen. Gültig ab 1. November 1922. IW I1IW km li« IVW 7.40 3.10 7.50 3.20 8.01 3.31 8.15 3.45 8.18 3.48 8.29 3.59 8.35 4.05 8.43 4.13 8.52 4.22 8.55 4.25 9.03 4.33 9.15 4.45 0 ab Wehlar Bahnhof 2 M „ Obertor 5 „ Lager 9 Großrechtenbach 10 Kleinrechtenbach eim ictm Kreuzpunkt Mendorf 21 ▼ Kleinlinden 13 14 16 18 19 Hochelheim Hörnsheim Kreuzpunkt Gr.-Linden Lützellinden 24 an Gießen Postamt an 11.00 7.00 10.50 6.50 10.39 6.39 10.25 6.25 10.22 6.22 10.11 6.11 10.05 6.05 9.57 5.59 9.48 5.51 9.45 5.49 ft 9.37 5.39 ab 9.25 5.30 Die Einrichtung dieser Kraftpostverbindung erfolgt zunächst nur probeweise. * * Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden am 28. August der Otubienrat an der Höheren Mädchenschule in Bingen Rudolf Dumont zum Studiendirektor mit Wirkung vom 1. April 1922 an; am 28 September der Kanzlist Adam Krichbaum zu Lindmsels vom 16. Oktober 1922 an zum Kanzleiassistenten bet der Ohersörsterei Lindenfels; am 10. Oktober der Zustizpraktikant Karl Schneider zu Ortenberg zum Oberjustizsekrctär .bet einem noch zu bestimmenden Amtsgericht; der Hnsttzpraktikant Karl Höll zu Lauterbach zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Lauterbach; der Iustizprak- tifant Johannes G ö ttmann zu Darmstadt zum überplanmäßigen Ministerialrefrisor bei der Registratur des Ministeriums der Justiz; der Husttz- prattikant Hans H o o s zu Osthofen zum Ober- justizsekretär bei einem noch zu bestimmenden Amtsgericht; am 11. Oktober der Iustizprakttkant Rodert Werner zu Darmstadt zum überplanmäßigen Ministeriatrevisor bei der Buchhaltung des Ministeriums der Justiz; am 20. Oktober der» Militäranwärter Jakob Glock zu Wöllstein Arnlsgehilsen bei dem Amtsgericht Wöllstein; am 26. Oktober die Franziska Maye r in Bensheim mit Wirkung vom 1. April 1922 an zur Küchrnhaushälterin an dem Ernst-Ludwig-Seminar in Bensheim: am 28. Oktober der Regierungsrat Theodor Franz in Schotten zum Dorsteher des Finanzamts Seligenstadt; der Steuerinspektor Karl Hof in Darmstadt zum Ober» steuerinspettor; der Lehrer Otto Jockel zu Crainfeld zum Lehrer in der Volksschule zu Hungen, Kreis Gießen. — In den Ruhestand versetzt wurde am 27. Oktober der Kanzleiasfistent der Oberförster ei Storndors Karl Hamel zu Storn- dorf bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, auf Nachsuchen, vom 16. Oktober 1922 ab unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste, mit dem gesetzlichen Ruhegehalt. L.ül. Don der Landes-älniversität. Zum Lektor für Spanische Sprache an unserer Universität wurde Ricardo Ruppert-Y- Lijaravi aus Madrid berufen. ** Fritz Kühn t- Der Heimgang dieses Mannes wird in weiten Kreiser: unserer Bürgerschaft mit aufrichtiger Trauer empfunden. Fritz Kühn, der das ■ 70. Lebensjahr fast vollendete, widmete einen sehr großen Teil feiner Arbeitskraft und Zeit d?m öffentlichen Wirken, und reiche Erfolge waren der Lohn seiner hingebend-en Tätigkeit. Er war Mitbegründer des Alpenvereins, Sektion Gießen, dem er seit der Gründung als Vorstandsmitglied angehörte. Dem hiesigen Der- kehrsverein \ tr er als Geschäftsführer in lang- fäh iger Täu . k?it außerordentlich förderlich, und auch im Verschönerungsverein, im Gleiberg-Verein, im Dünsberg-Derein und im Vogelsberger Höhen-Club war er ein hervorragendes Mitglied. Dor etwa zwei Jahren gründete der nun Entschlafene den hiesigen Rentnerbund, dem er etwa zwei Jahre als Vorsitzender Vorstands bis ihn Arbeitsüberbürdung zwang, dieses Amt in andere Hände zu legen. Neben diesen Vereinen gehörte Rupn noch zahlreichen wetteren Drganifancmen an. Beseelt von inniger Freude an der Natur und am Wandern war er gerne draußen in Wald und Feld. Die engere Heimat durchstreifte er besonders gerne. Zur Förderung des Wanderns setzte er sich besonders für eine gute Wegemarkierung in der Heimat ein, und auf diesem Gebiete hat er sich große Verdienste erworben. Größere Reisen unternahm er auch in die Alpenwelt, namentlich in die bayerischen Alpen. Wander- und Reiselustigen stand er jederzeit mit klugem Rat bereitwilligst zur Verfügung. Sein menschenfreundliches, allezeit hilfsbereites Wesen, sein sonniger Humor und seine Lebensklugheit, die ihm auch hals, Schicksalsschläge in der Familie leichter zu überwinden, haben ihm sehr viele Freunde und Verehrer gewonnen, die ihm über das Grab hinaus dankbar sein werden. ** Die Holzabfuhr aus denWal- dunaen der Oberförsterei Gießen muh bis zum 15. Dezember beendet sein. Man beachte die heutige Bekanntmachung. **DiesreieAnfuhrderFichten- deckreifer vor das Haus der Besteller kann die Stadtverwaltung nicht durchführen lassen. 3n einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil werden die Besteller ersucht, die Wellen im Hose des Stadthauses, Garten-- strahe, abzuholen. Näheres geht aus der amtlichen Veröffentlichung hervor. ** Volkshochschule. Wir werden gebeten. daraus hinzuweisen, daß der Stundenplan der @Icmentarturfe im gestrigen Anzeigenteil einen Irrtum enthält. Der Kurs „Praktische Anwendung der Algebra und Geometrie" findet nicht am Freitag, sondern am Mittwoch statt. " Mus ikalien-Ausstellung. Im Schaufenster und im Geschäftslokale der Musikalienhandlung Ernst Challier befindet sich vom 30. Oktober bis 4. November eine Ausstellung des weltbekannten Musikverlages D. Schvtt's Söhne, Mainz, (Siehe Anzeige.) *r Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. Die Filmvperette „Wenn die Liebe nicht wär" besitzt' alle Qualitäten, um einige Stunden an» genehm zu unterhalten. Außer der humorvollen Handlung erregten die gefälligen Melodien den Beifall des Publikums. Es sei noch besonders darauf hingewiesen, daß nur zwei geschlossene Vorstellungen gegeben werden, und zwar um 7 und 9 Uhu abends. Wettervoraussage für Mittwoch: Wolkig, später ausheiternd, einzelne Regenschauer, kühl, Nordostwind, Äachtfrvst- gefahr. Das Ties ist nordostwärts gezogen. Aus seiner Rückseite haben wir wieder mit Sin- strömungen kalter Luftmassen zu rechnen. Vornotizen. — Lageskalender für Dienstag : Stadttheater, 1 Uhr: „Des Meeres und der Liebe Wellen." — Hörsaal 44 der Universität, 8V4 Uhr: Bortrag der Hessischen Bereinigung für Volkskunde. — Hotel Hindenburg, 8V» Uhr: Bortrag des Alldeutschen Ber- bandeS. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wenn die Liebe nicht wär'!" und „Baby Pepph. — Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Gießen läb im heutigen Anzeigenteil zu einem Lichtbildervortrag von Dr. h. c. H. ©ebner, Major a. D. über das Thema: „Während der Kriegsjahre unter den Kannibalen des unerforschten Innern von Neuguinea" ein. — Eine Handwerkerverfammlung findet am Donnerstag, 2l/$ Uhr nachm., im Post» feiler statt (Siehe Anzeige.) — Gin Wohltätigkeitskvnzert findet morgen im Cafe „Ernst Ludwig" statt, zugunsten der Notdürftigsten der Stadt Gießen. (Siehe Anzeige.) Landkreis Gießen. * Grvßen-Duseck, 30. Oft Werkmeister Heinrich Roth von hier begeht am 1. November sein 25jähnges Meisterjubiläum bei der Firma Zigarren- und Tabakfabriken Kling- spor, G. m. b. H., Gießen. * Steinberg, 31. Okt. Heute morgen, kurz nach 5 Uhr, brannte die Scheuer des im Gießener Gaswerk beschäftigten, und gerade von der Arbeit heimkehrenden Arbeiters Schmidt bis auf die Grundmauern nieder. Die Entstehungsursache des Feuers qt zur Zeit noch ungeklärt. Man vermutet Kurzschluß in der elektrischen Leitung. * Odenhausen, 30. Oft. Erne nachhaltige und eindrucksvolle Feier fand gestern zur Einweihung des Denkmals für die Gefallenen in an» feiern Orte statt. Unter Glockengeläute und den ernsten Weisen eines Pvfaunenchors bewegte sich der Zug zülr 'Kirche, in deren Einfriedigung das Denkmal seine Aufstellung gefanben hat. Ein Mächtiges Lungsteinkrenz, rechts and links flankiert von den Gedächtnis tafeln der Gefallenen, erhebt sich aus der Maaer. Chöre des Posaanen» chors und des Gesangvereins eröffneten die Feier; dann folgten die ülebergabc des Denkmals durch Regierungsbaimeister Schneider (Gießen), die Enthüllung unb Weihe durch den Ortsgeistlichen, Pfarier Kröll, der in ergreifender Rede Rückschau hielt unb Kranzniederlegungen durch den Bürgermeister unb die Vereine des Ortes: Mit beir. Schlußwort des Lehrers, daß bas Denkmal den Lebenden auch zur lZNahnung dienen solle, klang die würdige Feier aus. Starkenburg und NheinhSffen. um. Darmstadt, 30. Okt. Kammersänger Weber, das frühere längjährige, hervorragende Mitglied des Landestheaters, ist gestern auf der Heimreise von der Schlaraffentagung in Mecklenburg einem Schlaganfall erlegen. tob. Mainz, 30. Okt. Nachdem bereits am Samstag nachmittag die ersten Schneeflocken an den Eintritt des Winters erinnerten, setzte am gesttigen Sonntag im ganzen Mittelrhein-undMainaebiet nach einem scharfen Ostwind heftiges Schnee- g e st ö b e r ein. In den Abendstunden erwärmte sich die Temperatur etwas und der Schneefall ging in einen leichten Regen über. Hesfen-Rassau. fpd. Frankfurt a. M., 30. Oft. Bei dem am Samstagabend im Amsterdam-Baseler O-Zug überfallenen Amerikaner, worüber wir gestern bereits berichteten, handelt es sich um den der amerikanischen Armee angehörenden Major James Sauer wein, der einer amerikanischen Delegatton in Koblenz zugeteilt ist. Der Nkajvr befand sich auf einer Reise nach Basel: sein Zustand hat sich über Nacht etwas gebessert, so daß mit Erhaltung des Lebens gerechnet werden kann. Auf sofortige telephonische Mitteilung der Frankfurter Kriminalpolizei erschienen noch am Sonntag fünf Herren der ame» rikamschen Abordnung in Frankfurt, um hier nähere Aufschlüffe zu geben. Rach den ganzen llmftänben muß angenommen werden, daß es sich um einen Raubmordversuch handelt, bet dem aber politische Motive ausgeschlossen sind. Dem Major wurde bte Brieftasche mit 500 französischen, 700 Schweizer Franken, etwa 300 Dollar und die Personalpaptere, sowie die goldene Uhr geraubt. Mit Sicherheit ist ferner anzunehmen, daß die Bluttat bereits im besetzten Gebiet au ^geführt worden ist. Die Ermittlungen haben ferner ergeben, bah Major Sauerwein in Koblenz zusammen mit entern noch nicht festgestellten Herrn den O-Zug bestiegen hat. Ob dieser Herr als Täter in Frage kommt, konnte noch nicht festgestellt werden. Erst kurz vor Abgang des Äuges aus Frankfurt abends 11.50 ülhr fanden Reisende den Schwerverletzten im Abteil liegend vor. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der ober die Täter schon in Wiesbaden den Zug verlassen haben. fpd. Frankfurt a. M., 30. Okt. 3n der Nacht zum Sonntag drangen, polizeilichen Mitteilungen zufolge, drei betrunkene marokkanische Soldaten von dent in Höch st a. M. gamifonierenben Marokkaner-Regiment zwischen den Vororten Rödelheim unb Sossenheim in die Wirtschaft vo t K u l l - mann ein und verlangten von dem Wirte Schnaps. Als ihnen dieser verweigert wurde, überwältigten die Soldaten i ren wachthabenden Unteroffizier, nahmen ihm die Munckion ab und hielten die Wirtschaft etwa eine Stunde lang unter „Schühenfeuer". Hierbei erhielt der ledig? 28jährige Schreiner Peter Ried aus Sossenheim einen 'Bauchschuß, an dessen Folgen er kurz nach der Einlieferung in das städtische Krankenhaus verstarb. Ob Ried als Gast in der Wirtschaft oder als Zuschauer auf der Straße zugegen gewesen ist, konnte noch nicht festgestelli toerben. Die betrunkenen Marokkaner wurden später von inzwischen aus Höchst alarmierten Soldaten überwältigt und verhaftet. heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 4550, Frankfurt a. M. 4550. durch den Helden selbst und bas eine Liebeserlebnis, das sich aus der zahllosen Kette als ein bleibender Eindruck heraushebt. Er wird weiterleben — so fllngt mit der Komödie das Schicksal dieses leidenschafllichen, ewig bewegten Temperaments aus in dein Kinde dieser Henriette, die sich ihm vor 22 Jahren in heißester Liebe ergeben bat Die Herkunft aus der Novelle, ja der Anekdote, verleugnet sich in dem 6tücf' nicht, gleicht doch die Handlung mehr einer Folge von Episoden und Ginzelaoenteuern als der Zusammenballung einer einheitlichen dramatischen Aktion. Daß es immer gefährlich bleibt, Dezennien zwischen den Verlaus eines Stückes zu sehen, beweist auch hier der 3. Akt, der ein ganz neues, nur äußerlich verbundenes Momentanbild bringt, das letzte Aufflackern der Sinnlichkeit und das müde Verlöschen einer stolzen ruhelosen Statur. Vorher ist manches recht hübsch geraten, wie etwa der übermütig tolle Ausgang des 2. Aktes, wo die — nach Henriette entsandten - Postillione dem Casanova drei Mädchen in die Arme werfen und er seine ganze Liebeskunst und Meisterschaft entfaltet, ober überhaupt bte Zeichnung seines halb ritterlichen, halb vagabunden- haften Wesens. Hedenfalls hat dieses Charakterdrama mancherlei Stimmungswerte unb langweilt den Hörer nicht. Freilich, im Grunde ist es eine Transkription des Don-Iuan-Motivs, — unb es fehlt hoch eben bas Schönste und Beste . . . Mozarts Musik! Gespielt wurde — unter Hanns Hübners stiltreffender Regie — mit besten Kräften und schönster Schattierung des Hell-Dunllen. In der Titelrolle gab Herr Paul Gange, ein neuer, aus Berlin kommender Künstler, ein farbenreiches Porträt, das bet aller Frivolität doch der Würde und Größe ntcht entbehrte und so die Dämoni- dieses seltsamen Menschen lebendig darstellte. Dr. Georg Schott. in et" - Ss E von sreigefp Staats« hoben tzhesra DoHe^ stetste dem < der 2 städtisc *8 mW un& 0. treue un Gesellst lcilsvem Das lautete ; 2000 WI fängnis stellte f Frühjal gesellst errichtet Desellsck nun ds mit den dem G« offenen. Schulden nis mit und einer offenen i hätten 5i N Sela weitere 1 eine G. m Zweignie Gesellschc Sch. hat! Mark bzl nie taten, in einer Stammen b.H. zum der anbei Schulden, garren, d durch bai Halle Dti Unter de m|/ einem erfichferi wurden v unb Wege G. m. b. H weiteren den erwäl . * * 25. Ottof 9rcf zu lugenbpsc 0 C hier bte des frorj ist im letzt während l krwMü) seitherige1 Mrnmlg AunAl« U Jtarl DHelin ( Tur Frauen sen(r,r Leiter ur Vichen-T Wofort und Der? El 1,1 fttthta f: »Hie 8, ® "'Hs h General £ Sw 5 tlnnw 4 O q? S, K b| ^Srfentaft. *x in. »7. ta 4400. 7lk\ 70iHX- ßT.VX- 800(1— OOtMX 1800. KOO, A. Oktober ÖQ. Oktober 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) «MX 5m. «300. 1210. 840, 77« 2H5»— 15h- 1HKX— >L75 100.— 74J0 8lX- Berliner Onnbrk'otf • 405(1 Commerz- ii. IsrtvaibL 75a Dormii.u-Naoonatdauk (WX Die Herweghs Tine rechtsrheinisch« Geschichte von Liesbet Stil. Lochumer Gut, Budrrus (fnro Nbeinnnb..... Ohebcrf '.l'?ontrtn TelluS Bentbnu Aar» sa 10 77 50 Sih- 155,- 910.- 83.20 130.- 8a- Turnen. Sport und Spiel. —o— EtneBorturnerstunbesür bo« Stau ent ar nen hielt der Turnaa.i Hessen (T. S.) am letzten Sonntag tn (Stellen atx Die Delter und Leiterinnen der Tomen r legen von Bad-Rauheim, Srkbberg. QHar- Karg, Wetzlor, Aid da ind Gedern tourben von 0o'L*1_tJI'^X,rl QB!H ln 8rri-, Sanbjerätc- und Geräteübungen eingcsührt. Vermischtes. ®hi Sisenbahnunfall. 3£x Ott lWTB.) Qlmtllcfc Aus bem Bahnhof Drevenbreich ist heute vormittag 77« 2«X- gr- ooa- 1KX- 105.- Ha- 00.75 oo. - 7300.- »ooa- 8305.- Brie' 271.20 1651,00 18*47 2oa7B 701,40 641,00 100 1695,00 184.53 20175 753.10 «71.40 104,03 827,00 741.16 1107,20 4133*90 5,18 iM,no 1Ä00 '32oa- 8773. “MA.- «toa 7100,- 015(1 Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Amtliche JiotlciuiigeiL Kirchlich« Nachrichten. Katholisch« Gemein ben. Dietzen. Dienst.. 31. Oft 5u.8: Beichte - Mittwoch, 1. Rov. (Allerheiligen). 6'/,: Beichte. 7: Messe m. Br. 5Vf: Bvsenkr 6:Pr.; darauf And. s. d. Abgc- ftprben. 5 u. 8: Beichte. — Donnerst., 2. Aov. (Aller- seelen). V'/,: Beichte. 6-8; Messen. 8; Seelenamt f. all« Berstorb. d. Pfarrei. 6'/,: Rofenkr. m. Segen. - Srelt, 3. Aov. 7; SegenSamt. — Hungen. 1. Aov. 8 — 2. Aov. 8. - Lich. 1. Aov. 10 u. */,3. - 2. Aov. 10' 87. ia 77,00 »X- 1dl- 89a- ini- 1200.- 67a- 580.- 6800.- 826.X— R70a- Ceiterr. tfrfbttnnitnlf . 68a— M.5. I6ooa-nxxxi-i525'x-in7(*x »150.- 8300,- 3325»- 8.500, Langendreer. 30. Oh. (MTB.) Aus ber orche Diuchstvatie entstand heile früh aif der S>ungcfKx ;t deS Schachte- I «ine Grplosi )N, bet bei drei Bergleute getötet inb weitere 21 Bergleute mehr oder tocntger schwer verletzt wurden Sie Ursache de- Unglück- ist anscheinend auf eine Kohlen sta xbe, plosion ^irücftj- fuhren. St« behördlichen Untersuch rngen sind tm Berlin. 30. Oh. (Privottclcgr.) Den Abendblättern zufolge ist bei Buchhalter Grvtzs ret » t ag des hiesigen Lobe» Thea ter- mit drei- hunderttausend Mark flüchtig geworden. öt wird sleckdrieslich verfolgt. tob. Brunchen, 30. Oh. Ser Münchener Filmkonzern Ginella hat sein neuestes Gr- zeugni- .Monn» Bannn« um 5 0 0 0 0 Dollar, oUd nach dein heuttaen Kars lt and für etwa 225 Hill [tonen Mark, noch Amerika verkauft. Moskau, 30. Oh. (WTB.) Ausstiche Telegraphen-Agentur. Sie direkte Gifenba hn- veidindung Petersburg-Reval ist eröffnet worden. Oilmbura-Amer. Pake, 1190,- lina- 116a Norddeulicher Vloob . . 805,- 89a- 81h Zementu'exkHeldelbrra 2100,— 20S3,— —, Philip»» Holzmann . . 1273.- 131(1— 135(1- Datum «ntw.-Brlissel . Holland London 'timte....... Lchmeiz...... Dvcxnion Italien xllsfaboN'Oporto Dänemark .... 9/oriucncn . . . . Schweden . . .. Helsinaior-. .. . Vieituork Senisch-Oesierr. udavelt..... »::::::: »«»dnc«, Ä SÄ» M oel 1. f.f|rMtcn >c". 5 Mtidte. $ts88 Leittd nlM tcolge von ,re,n a ber 3“* ?m 6l* jeden dAa-"^. Ä der-in« 5?g2 i'Lrs r'Kr nie Liebes iSfcs, Grunoc „ unb e» 5»- * Han^Alen «J* K 6«iW e4»tt Ae0" Orten berg. 29 Oh. Bei dem her- kominllchen falten und leihet auch regnerischen Wetter tourt* beute |rüb der Kalte Markt mit dem Pf«rdemarkt eröffnet. Die Züge batten schon zwei Sage vorher eine grosse Anzahl Berläufer und Muter nach unserem ©täbt- d)cn geführt, neben bekannten Finnen wie Fren«- bors-Gietzen, Strauh-Obermockstadt, Leopold- Nidda. Arthur Opp nh, imer-Orienb rg u a. m waren auch Pritxitleute vertreten Güte und Zahl b«r aufgctrtcBeneu Pferde toaren etwas qcrtnger tote voriges Jahr, auch die 3abl der Akarktbe- sucher litt etwas unter dem schlechten Wetter und ber durch das ungünstige Detter uera nicht en fhüten Herbsternte. die die Landleute noch beschüftigt Immerhin entwickelte ill) trotz bober greife bei grober Aach'rage ein flottes Geschäft. Sür 1—lijährtgc Fohlen tourben durchschnittlich le nach Güte 80 000 -200 000 Mk.. für gute älter« und grössere Tiere bis au 400 000 Mk unb 500 000 Alk bezahlt Sch! ach ft>f erbe wurden für 60 000- 80 000 Mf. gehandelt. «Frankfurt a. BL Berlin 5*lu6- Ä*lu6» Scdlutz- Aura Aura Aura 11 Uhr etn au-fahrender ®ütenug mit einem ^er Richtung München-Dladvach einfahren» Den Personenzuge zusammengestotzen, weil dieser ba< auf Halt zeigerch« ötnsahressignal überfahren batte 12 Personen, danrnter 5 Gtsenbahner, wurden leicht verletzt. Scr Perfonenver- lebr zwischen Grevenbroich und München-Glad« bach wird durch Umleitung der Züge unb einen Pendelverkehr aufrecht erhalten. Mit Del btm vieler D, 3ug ru'ertoirgrstnn id) um den der senden Major incr amtrilani- aetellt ist. :l|c nach ^el; acht ettoie ge- M Leden» gc- W ieiephonW iminalpvlizri er- Herren der amt- mlfurt, um Iler llach den ganzen erden, bah eS sich uch handelt, 6r live auige- vurde die Dries- Vchlveizn Iran- $cric;ialpi*)terc, . Mil Sicherhiil i Dluttal bereU* ivorden ist. Sie tben, bah Hajor n mit einem noch 11-Zug befliegen In Frage kommt, xrden Erst turn Frankfurt abend» , Sftlvcrve, lebten i Wiesbaden den 30. Olt. In ber «Oyltt*R M- tunfene ma- n dem in Hbchst rvlknner.Jeglmenl ödclbelm unb chasi von ÄuIP von dem Dirik oerveigerl nmtbe, :cn vatihobe'drn Muiililo» ab und ,jne filunbe lang erhielt ber * Icd au.' Aoslen- bellen Folgen er in da- B 'lch Rieb als •" icr auf ber ötratK tz nid)' atotlantr »urbai t nlarmicrlen Bob aftet. Demlch-Lurembura. . tL>>0 Oielsenkirchener Bergiu 075U, Oarvener <3eradau. . Naliwerk tlschoroleben MaUivevl jüeiteregeln Vauvaüiitie Lbetbebarl Plitlntr Ber unb uns tn Parteien spalten, die sich In den Zel- tungen bekämpfen. Dor den Wahlen glaubt man e* mit lauter Derrückten zu tun zu Haven I Unb warum? Aur weil ber eine konservativ wählt, der andere liberal. Ich bin nicht für überflüssigen Xamhf. Ich bin für Frieden, und ich nehme ci Okmen gar nicht übel, meine Herren, bah Sie anderer Meinung sind, beim dafür werden Sie ja beAablt." »ÖDo!'* Gret« fuhr bazwischen. »SS ist gar nicht wahr, ^000. ba& cs In B«lgi«n billiger ift tote hier, •ötr haben in Brüssel dreihig Mark für das fltrnmer bezahlen müssen, unb auf der Rue Royale, too wir Mama den Hut kaufte, gab'* nur Hüte 8U dreihundert Franken." »Aamächtiger Heiland," sagte Fräulein Schmidt. , . ffge pbnen, mein verehrter Herr," rief Äuönt, mit Ihrer Miliz unb Obren Aapo- !?ln1£L?efn’ !äßt alle- vielleicht In ber öätoel* terwirflichon, rvo die Aristokratie von Gastwirten aebilbet wird —" nSlefe Regenten sind mir lieber tote solche mü bem HermelmmaMel und dem ewigen Zepter tn ber Hand," knurrte Kvllin. S!1/dte alten Offiziere aber feind- 11(6,10^ ^6" fteiften sich und ihre Mienen wurden offiziell, unb Aetzband, der sich in Politik nur bann mischte wenn sie parlamentarisch betrieben wurde, erhob seine Stimme. Gs war ein solche- Stimmengewirr, bah von bem nächsten Gang - dem Puter, ber auf getrüffeitern Reil- rand serviert wurde — niemand etwa- hatte tote ber Lümmel, der sich hinter bem Krokantaufsatz doppelte Portionen nahm Datum: B*/v Disch Netchßanteihe */• Teraletctien 3*V/e Dergleichen 8*i • Dergleichen DtschSonr-tiram. ?1nl. 4 > Preuhiiche Konsol- 4'/. Heilen 3‘V/t Hetzen »'/. Hessen 4e/e fioQtürftn..... 6e/e Eoldmerikaner unter »0 Äg 30 000-^35 000 Mf.. ton 80-100 Kg 36 000—40k ran ff uet a. M. 30. Olt. Bei ruhiaer Geschüft-lage wurden für je 100 Kilo Ix-wblt: 3^£n^?.OCK£~21 Roggen 18 500 bli in SS mra* 20 000 )^f. Hafer 18 500 bis 19 500 Mk, Mats 1Z500 18 000 Mk. Weizenmehl (fubb.) 31O.X1-34 2OO Att. Roggen- mebl 24 000-25 000 '3111. Kleie 9200- 9500 7)U Wemnnef. Frankfurt. 4275, 1000.- ^bublubklt 0er» .... tqj),- bw,- ®ld)el............171V).— IHV).— gell hoff Waldhos ... 1700.- ihon der ReichSeisenbabndirektion Ludwlg-Hafen wird dem MDB. folgende- gemeldet. Sa3 Dagelohn- pecfonal bei* Gifenbahndlenststelle in Kaiser-lau- tern ist am Sonntag, dem 28. Oktober, mittag-, tn den Au-siand getreten, tocll die von ihm ge* stellte Forderung aus A i-bezahl ii^ eiires Bt>r- schusses in Höhe von 5000 Mark v)m Reich-» verkehrSministeriuin nicht in vollem Ausmaße tze willigt worden ift. OitfMgc der AnbeitSnied?r- lvgung fhtb aif der Strecke Ludwlg-lxisen Hamburg und hn nördlichen Teil der vsalz die Güterzüge ausgefallen, ferner ehw Re 1 he von Pe rf vne n z ügen von lokaler Bedeutung. Sie Fernzüge tojrben bis» 6er durchgeführt. Ebenso wurde auf den Aeben- Itnien ber Aordpsalz ber Personenverkehr mit einigem Bügen aufrecht erhalten Sie Arbeiter der Hauptwerkstätte Ludwigshafen, sowie der Be- trieb-werkslätte LudwiasHafen und Tteiftabt an ber Hardt haben sich inzwischen dem Streik an« geschlossen 3n welchem Umfange der Personenverkehr heute bjrcbflefübrt werden wird, läsü sich noch nicht überblicken. (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Di« Unruhen in Italien. Parks, 30 Olt (W2B.) Aachrichlen au* Aom vom 2*’ .hi - pi in rte Qu< I sagen, bah alles ruhig sei und bah man einem Ministerium mit saszisttscher Mehrheit entgegensehe. A o m 30. Oft (MTB.) Seffern mittag stieben bei bei Porta Ti'iumphata Komm i n i ft e n unb FaszisteN zusammen Ss gab einen Solen und einige Berwnndete felegunnmc aus ber Provinz mefbett neucrblng* die Ivelebung von öffentlichen Bureaus, aber keinerlei ernstliche Zwischenfälle Die Reparation-Politik bei neuen englischen Regierung. London, 30. Ort. (MTB.) Der diplomatische Berichterstatter des ..Vdserver" schreibt, das) Bradburv in der Frage, ob bic neue Regierung seine Ansicht Über die Notwendigkeit eines sofortigen 1—sfährigen Moratoriums für Deutschland teile, in London nichts hätte erfahren können, da Über d i e Reparation-Politik noch keine Entscheidung getroffen sei. Die Suche nach den Schuldigen in Griechenland. Part-, 30 Okt. (MTB ) Aach einer Hava-- merbuny aus Athen bat die Untersuchung»- kommtssion vorgestern Gunaris. Protopafm- dakis, BaUazzi unb Otraitige» verhört. Sic Blätter teilen mit, das) Prinz Andreas zunächst als Zeuge vernommen tnerben soll. Sie Untersuchung werd« ®ntx ber Woche beendet sein 4MlX- 420a- 4925,- 6015(X— 491KMX- 367>cx- 4CXXX- 89CXX- (Metb A«X80 1848,40 187.58 SÄ« TltikfM) (KH40 moo 849, Hf> 700..V> 1125.15 431^«) 5.35 K rtzs M N äJ den J-'» Orte«. Aj, 1 Mle. N'h-Ilcn. Äajnmerfängcr ^orragenöe Klien auf der ^nQ in Aeck. le0ttL y” bereitr «Itcn 6d)nrc- ^rtlMrt^ «Manjen nadt 966 Dchnte- Mftunben «. !was unb bet ^tgenübtr. es Dollars 1(18: t a. an. *550' wUnb da- ist auch ganz richtig, denn ein Heer, da» pvlitstieri. hat schon Ihr Napoleon eine Pest genannt I" wars ber General etn. «Lkhre politischen Ansichten werden Nhnen ja vorgeschrteben." „Unb was un» in ber Iugenb eingeimpft wirb, bleibt sitzen" „Sehr richtigI" .2ch habe keine Älnberftube gehabt, wovon man sich ja heute wieder überzeugen kann," fuhr Kollin fort, feinen schwarzen Honryquatre zärtlich streichelnd Ich bin von einem Baler auf- n. ber nicht einmal ba« Slnjährige gehabt «ine Mama ist nicht In bei Pension ge- wesen wie meine Frau, die doch wenigsten» für zwälshunder) Mark Bildung In bic Öbc mit- gebracht Hal! Bonn, Pensionat sür höhere Töch. fet! Mir haben un- erst später verscinert, als bi« Welnpreife stiegen." Ser Lümmel bekam einen SufienanfnK unb Fräulein Schmibt mutzte ihm ix Rücken klopfen. ®retc fah mit bflhenben Augen empört bi ihrem veilchenblauen Lhlffonkleide am Tischenbe unb bewegte heftig ben kleinen Fächer. „0d>et urteilt au» bem Rest betau», tn dem er Otöoren 1(1.34 aus dem meinigen, Sie au« OEM Übrigen Aber tn einem Punkt inb wir alle kmer Meinung, nämlich in dem nationalen." Johngelächter! „Sie Rheinländer?" .. luchte zu hefchwichtigen. inbent er für ^0*mlLnder elnlrat .Sie sind bemofratiftyr gefmm wie bi« Rordbeutschen, aber sie sind eben- fogule Patrioten „Sahen merkt man hier verflucht inenfg!" rief Linke lForifetzung folgt) 75a- 79a 74a- Sandel. r Oft BÖrfCnsllmmungS- b 11 b. Scr am Freitag cingetretcir Rückschlag ist b"rte am Mont.mmarkte bereit» wieder vollständig und für Auslandörentcn gröfftenteil- übertonnbin. Die Börlen-spekul^tion nahm, tki die Sevisenprelse nicht Wetter zurückgingen, sondern im Degen teil bei unverändert kleinen Umsätzen sich ivlcbcr höher rtcllten, überall Rückkibse vor. Sa- z^ Begimx tuMgerc DefchLft belebte sich im weiteren Ber- laufe, ohne allerdings den groben Umfang der Vorwoche anzunehmen. Seilens des Privatpubll- rum» lagen überwiegend zumeist hochltmitierte Bcrkaufsaifträge vor, nanrentlich in den zu Gln- hrit-kurfen gehandelten »nbiftrtetocrtcn. Schon bei Oröffrumg btt Dorfe prägte sich die feste Dränd- stimxmlng In überwiegeirden Kursbesserungen atS. ©bäter gerieten Montanpavkre tn allgemein steigende Bewegung, sodast für Ne am meisten gehandelten Papiere wie Bochumer Gclfen- firchertev, Harpeixer. Ilse und Mannesnrann sich Ausschläge von 400 bis 1000. für Phöniff unb Rheinstahl bis annähernd 2000 ergaben, womit die in ber Vorwoche erzielten Höchstkurfe für diese Werte viels ach um Hunderte von Prozent überschritten wurden. Für die übrigen Aktien- toerte waren die Kurssteigerungen bei ziemlich lebhaften Umsätzen nicht so erheblich unb erreich- tXXX Vhkjnstahl........ 7ioo,- fcoa- 720a- 0450. „Sie Schweizer haben eine Verteidigung, die sie nichts kostet, nämlich die Berge." wandte der General ein. „Aber wir . wo- würbe aus unS mit einer Miliz werden. Wir leben nun einmal nicht In der Schweiz " „3n Belaicn," fuhr Kolltn unerschüttert fort, »-ahlt man überhaupt feine Steuern 3ch hab' einen Freund In An'werpen, der dort t>le Bras- scrie del’Union Hal —" Grete runzelte bk Brauen. Daß Papa auch immer mit solchen Freunden auf* warten mußte in dieser Gesellschaft. „Außerdem war ich lange genug selbst in Antwerpen alS Volontär in einem Welnaeschäst. Sic leben zehnnxxl so billig, weil ble Lebensmittel dort weniger kosten. Unb woher kommt das? Weil die Löhne nicht hall» so hoch sind wie bei un«. Und woher kommt das wieder? Weil man bet un« von niedrigeren Löhnen nicht leben kann! Unb warum kann man davon nicht leben? Weil l^kr alle« boppelt teuer ist, wa« man zum Leben ..Das Kino Hal auch schon «tusgeschkagen" bemerkte ber Lümmel. „Wenn wir nur ein beschränktes Berteidl- mrxxaShecr hätten, würden die Steuern sinken unb bic Preise sinken." ..Sie Lohne aber auch." warf Grnst etn. »Dürfen sie au<& und wir hätten mehr davon tote jetzt, wo wir un« gegenseitig hinauftreiben 1800,- 1875, Pbtnlo'tfoiti.-Wiinno. . . H40H— tWkX— 6010.— MllX— 'jlixlufdie Anilin.....MW.- itilto,— OOtzh— 3700.— Oh'lblltlllibt........ 8030,— '4300.- 2810,— :UXM),— Olrle.'beiiner Olri tvmx. 2410,— 2500.- 547H- 2450.— yildjjiev ,'ixvbiucirc . 2>X50.- 2710.- 202h- 2«'.5H- Hotzverkvhlung.....5100.— 2501,— — »hitnevSiuerfc 8M- 2100.- 21LH- L15lX- Iitcibimmmlt......BO-K).— 3300.— — Astoria-Uchtsplele 010033 6 Teile. 36 Akte. C. Wörn er. ketts, Braunkohlen 45.— f# Müssen auf Wunsch des Empfängers bei verboten. 9656c BahnhofstraBe 34. NMWMlmMM! non KWl 9584 gesucht. Die Innungen 9663D Den höhe- gesucht. 010026 Gr. Steinweg 26 p. düng der 'Algebra und Geometrie: gegen gute Bezahlung. Angebote nut. A. B. 202 an Haa- ^itag, son- senstcin & Vogler, ber^lwx.xx V Sri). Madlhell Mittwoch Marburg. [H673A gesucht. 010044 oiixrjs an den Giess. i DnHferei Mill Keill. Anzeiger erbeten. I Südanlage 21 0lvM Eddie Polo, der schon im Vorjahre in ganz Europa mit Begeisterung gefeiert wurde, hat neuerdings Harry Piel und Luciano Albertini gegen Hinterlegung von 100000 Dollar, nach deutschem Gelde etwa 420000000 Mark, herausgefordert. Dieses Geld verfällt den Geforderten, wenn sie die Sportsensationen, die Eddie Polo ausführt, nachmachen. Eddie Polo, der übrigens ein Deutscher ist und Eduard Polmann heißt, trifft Mitte November in Berlin ein, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen. In Fachkreisen ist es bereits anerkannt, daß schon die Sensationen, die Eddie Polo in dem Film „Seepiraten“ ausführt, von keinem nachgemacht, viel weniger übertroffen werden können. Interessant ist es auch, daß Eddie Polo seinen deutschen Nationalstolz in dem Film „Seepiraten“ indirekt zum Ausdruck bringt. Dieser Film wurde daher in England LkitttiWMcii zu kauf. ges. Schrift!. Ag.u. 010051 a.d.G.A. billigste Feuerung. EM Bonum Werkzeughandlung. Richard Schäfer, Hungen. Volkshochschule Elementarkurse: Praktische Anwen« Alten-Buseck, den 30. Oktober 1922. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1. November, 2% Uhr, statt 9678(2 Tüchtiger Pferdeknecht für Landwirtschaft per sofort gesucht. Schr. Angeb. unter Mtiitlicke Frau oder MMea § zum Putzen gesucht. Kirchenvlatz 13. Zungevame sucht zum 15. März 1933 bis 1. Mai 1923 WkrcteAufnalMe M.MAN od. Frau für tagsüber zur Mithilfe für HauS u. Garten All «sm MVA MM! Die Preise für Fuhrleistungen betragen ab 1. November d. Js. waggonladungen ab Güterbahnhos: Kohlen und Baumaterialien per Ztr. 37.50 Mk. Koks, Kartoffeln, Holz, Bri- Gute Belohnung! 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Die beabsichtigte Anfuhr der Jidjtcn» deckreiser frei vor das Haus kann mit Rücksicht auf die inzwischen eingetretene weitere Erhöhung der Fuhr- und Arbeitslöhne zu dem festgesetzten Preis von 30 Mark pro Welle nicht durchgeführt werden. Um eine Nacherhebung zu vermeid.«, werden die Besteller von Fichtendeckreisern ersucht, die Wellen im Hofe des Stadthauses, Garten- straße, in Empfang zu nehmen. Die Ausgabe erfolgt gegen Vorlage des Ausweises am Mittwoch, dem 1. November, nachmittags von 1-5 Uhr. Gießen, den 30. Oktober 1922. 9671B Der Oberbürgermeister. I.D.:Dr. Rosenberg. Heute nacht entschlief nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser lieber, guter Vater, Großvater Schwager und Onkel Philipp Meisel im 74. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Meisel Wwe. und Kinder. empfehlen billigst BÖHRINGER & KIRSTEIN Herren-Konfektion und Tuchhandlung Bückingstraße 5, bei der Marburger Str. 010052 ff ff Leere Senkgrubs zumEinlaaernetner geruchlosen und ungefährlichen Flüssigkeit zu mieten ges. hessische Steinholz- u. MichslibrllG. m.0.9. Gießen, Branda. 4. Tel. 1233. [010029 Schöll Ml. Zimmer in nur gutem Hause sämtlicher Zirkus- gastspiele bilden unbedingt die Gastspiele des europäischen Bornum und «les (Liehen sMMMten Prunkvolle Eröffnung: Donnerstag, ö. 2. nonemöet. abends 8 M. Vorverkauf: Zi- garrengeschaft Petersen, Marktplatz. 0100,6 Müssen auf Wunsch des Empfängers bei 200 Zentner mehr wie 4 Fuhren gemacht werden, so erhöhen sich Erstklassige GUMMI-MÄNTEL iteMatl für Erd- und Völkerkunde Gießen. - Einladung zum Dortrag * des vDr. h. c. H. Detzner, Major a. D. Während der KriscsjalirB nnter dB« Kannibalen des nneriorschlen Innern m Neuguinea (mit Lichtbildern» Mittwoch, den 1. Nov., 8'/« Ubr abends, im groben Höriaal der Universität, Ludwigstrasse. Eintritt für Mitglieder frei. Ntchtmitglleder 10 Mark. Studenten 5 Mark. »smD Der Vorsitzende: Pros. F. Klute. Cafe „Ernst Ludwig66 Mittwoch, den 1. November, ab 4 Uhr Wohltätigkeits- Konzert zugunsten der Notdürftigsten der Stadt Gießen Ausgeführt von Kapelle Fritsche (letzten Sommer Cafe Rumpelmeyer, Bad-Nauheim) unter gütiger Mitwirkung von Frl. Lu Wander und Herrn Richard Hellborn vom Stadttheater. Schuhmacher-Mrlillg kann sof. eingestellt werden. Wo? sagt Herso.'-DL Ann.-Erp., Plockstr. 5. 9676h Theaterverein Gießen I)ie Mitgliederkarten für 1922/23 mit Stammplatz sind bis spätestens Samstag, 4. November 1922, bei Ernst Challier gegen Zahlung von 55 Mk. abzuholen. Beitrag 15 Mk. sowie 2 Gutscheine ä 20 Mk.. welche bei Entnahme des Stammplatzes, aber ausschließlich nur für die auf den Gutscheinen angegebenen Opern in Zahlung genommen werden. Stammplätze, für die bis Sonntag keine Zahlung geleistet ist, werden am Montag anderweitig weitergegeben. Von Dienstag, den 7. November, werden Anmeldungen neuer _____________Mitglieder entgegengenommen.________9664D Walltorstrake 5. Stütze, b. kochen t u. die Hausarb. mittut, f. Ende Novbr. zu 2 ölt. Leuten ges. b.Fam.-Anschl. Wo? sagt die Geschästsst. d. Gieb. Anz. 010037 100 Mk. 200 „ MW Zische Morgen Mittwoch früh 9 Ubr: Feinste Portions- und Bratschellfische Vll.Mbsll-MIlMU.Seelchs olne Ws KM Mlolelells MA Sielet M-bMnge Sehr. Berdux Bahnhofstrasse 27. 897ea [Verschiedenes! Beamter, 42 Jahre alt, evana, sucht die Bekanntschaft eines Fräuleins od. Wwe. aus besseren Kreisen späterer heirat. Schrift!. Angebote mit Bild unter 9648 an den Gien- An». Nur noch heute und morgen! S Vorstellungen, die erste um 7, die zweite um 9 Uhr! * Die Operette, der Schlager der Saison: „Wens die Liebe niehtwär’!" 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