Dienstag, 51. Januar 1922 Erstes Blatt 172. Jahrgang erscheint tä ier 40 tn zwischen den Nationen. gen -.56 ha»5 .20 .80 80 80 80 rmatti. 28,1 Die Neubautätigkeit in Deutschland. 2,55 1,35 255 25,50 2,05 zum Frieden gelangen. Hieraus kritisierte der Redner die Koalitionsregierung, deren Ideen, wie er sagte, sich alle paar Wochen änderten. DaS Programm der Arbeiterpartei bezüglich der auswärtigen Politik sei: Internationaler Friede, Stabilisierung der wirtschaftlichen und polnischen Verhältnisse Europas und die Wiederherstellung vertrauensvoller und freundschaftlicher Beziehun- Er. 26 Der Siebener Anzeiger ofort mit ihm aufnimmt. Berlin. 30. Jan. (Wolff.) Der erweiterte Dorsland der Fachzewe.k.chast der deutschen Gisenbahnverkehrsbeamten in gehobener Stellung nahm zu der Frage des Streiks der Reichsgewerkschaft Stellung und e klärte, daß der Verlauf der Sitzung der Reichsgewerkschaft nicht geeignet sei. Vertrauen zu der Entschliessung am!^r den Hauptvorstand der Gewerklch ftt er. ent beauftragt, den Streik zu verkünden falls die in dem Ultimatum gestellten abgelehnt werden. Der Hauptvorstand hat Straus hin seine Mitglieder zu einer dringlichen v.tz mg für heute nachmittag ein-berafen. Die Blätter melden, daß die E i s e n da h n- Verwaltung alle Maßnahmen getroffen yu, um den Eisenbahnverkehr soweit wie möglich aus recktzue h-ll.n, in.b s.md rr um ir Lebensmittel- und ftobrent>crforgjnfl 5-J sichern. Alle zur LolOmotivführang befähigten Eisenbahnangeste'.lten, auch die lei.enden Beamten, sollen, ohne Rücksicht auf ihre sonstige Verwendung. einspringen und auch dieTech nische R o t h i l f e zum raschen Ein etzen bevi geholt n werden. Zum Schah der Arbeitswilligen soll Schutzpolizei aufgeboten unb zur verschärften Bahnbewachung roch besonders geeignetes ar- beitswllliges Persorttl he.angezogen werden. *3 2$ Die Orientprobleme. Paris, 31. Jan. (WTB.) Havas meldet: 3n der Frage des Zeitpunktes der Konferenz der Außenminister Englands, Frankreichs und Italiens zur Behandlung der Orientprobleme kam es heute nachmittag zu einem Meinungsaustausch zwischen den drei beteiligten Regierungen. Wahrscheinlich wird die Zusammenkunft nicht vor dem 9. Februar stattfinden, da am 7. Februar die Sitzungen des britischen Parlamentes wieder ausgenommen werden. Inzwischen werden Lord Curzon und della To- retta Gelegenheit haben, die französischen Bemerkungen, die am Samstag dem britischen und dem italienischen Kabinett mitgeteilt wurden, einer Prüfung zu unterziehen und sich gegenseitig über ihre Auffassung zu unterrichten. Paris, 30. Jan. (WTB.) Ministerpräsident P o i n c a r e empfing heute nachmittag den italienischen, den spanischen und den deutschen Botschafter sowie die Botschafter der Vereinigten Staaten in London und Paris. P a r i s, 30. Jan. (WTB.) Wie die Ha- vasagentur mitteilt, hat die französische R e g i e r u n g erst gestern den Kabinetten von London und Rom das Memorandum zu- oehen lassen, in dem sie chren Standpunkt in der Orientfrage gegenüber dem englischen Standpunkt, der in Rom und Paris mitgeteilt wurde, auseinandersetzt. Lord Curzon habe verlangt, daß die Zusammenkunft der drei Außenminister um einige Tage verschoben werde zur Prüfung des französischen Memorandums. Desgleichen habe MarguiS dellaTorretta eine Vertagung für opportun gehalten, damit die vorgesehene Minister- zusammenkunft auf Grund voller Kenntnis der verschiedenen Auffassungen stattfinden könnte. 1-6S5 1,65 0.1L 0.16 Aus den parlamentarischen Ausschüssen. Berlin, 28. Jan. (Pttv.-Tel.) 3m Reichstagsausschuh für Verbrauchssteuern wurde heute zunächst die Zuckersteuer in zweiter Lesung erledigt und die Steuer entsprechend dem Steuerkomprvmiß mit 50 Mk. für den Doppelzentner bestimmt. Auf Anfrage eines deulsch-vollsparteilichen Abgeordneten wurde von einem RegierungSver- treter festgestrllt, daß auch in Zukunft ein steuerfreier Veredelunqsverkehr (Raffination von ausländischem Rohzucker und Ausfuhr desselben) nröglich sei. Auf Antrag der Deutschnationalen und der Deutschen Volkspattei wurde eine Entschließung angenommen, die die Regierung veranlaßt, in den ordentlichen Haushalt eine Summe von fünf MUlionen Mark zur Förderung des Rübenbaues und insbesondere zur wirtschaftlichen Förderung der Zuckerindustrie einzusetzen. Von deutschnationaler Seite wurde besonders die unbedingte Erhebung des Einfuhrzolles neben der Zuckersteuer gefordert, da nicht nur ine deutsche Landwirtschaft, sondern die ganze Volkswirtschaft die größten Belange an der umfangreichen Ausdehnung des Zuckerbaues hätte. Untere Ernährung stehe und falle mit dem weitgehendsten Schutz der Landwirtschaft. Das gleiche Interesse wurde für den Stärke- zucker in (Steuerungen verlangt. Im Laufe der Beratungen wurde festgestellt, daß die Reichsregierung, wenn sie beabsichttge, die Steuerfreihett der Ausfuhr zu versagen, dies alljährlich svätestens am 1. Oktober für das kommende Wittschaftsjahr bekanntgeben werden müsse. Alsdann trat der Ausschuß in bie -weite Lesung der Kohlensteuer ein, die gleichfalls gemäß dem Steuerkomprvmiß auf 40 Prvz. erhöht wurde, worauf sich der AuS- schuß vettagte. Im Ausschuß des Reichstages für W o h - nungspolitik wurde die Novelle zum Gesetz über die Erhebung einer Abgabe zur Förderung deS Wohnungsbaues in erster Lesung mit einer von demokrattscher Seite oe- anttagten Aenderung angenommen, wonach die Vorschrift über die Defteiung von der Abgabe oder deren tellweisen Erlaß dann angewandt werden kann, wenn das Einkommen des Abgabeschuldners 10 000 Mk. nicht übersteigt. m ... Berlin, 30. Ian. (Wolff.) Der Reichs tagsausschuß für die Verbrauchssteuern bat beschaffen, denStrafpa tagt a P den .es Süßst affgeseYes zu verschärfen. Danach Der 'Beginn der Wohnung? krapphcU Deutschland fallt in die letzten Jahre des Ktteges. Doch in der ersten Kriegszeit war eine Zunahme des WohrungSangrbotes zu bemerken. Allmählich änderte sich jedoch das Bild. Das nahezu völlige Darniederliegen der Rcubrutätigkeit n ach!« s ch bemerkbar Während vor dem Kriege in Deutsch- land jährlich nahen 2000C0 Wvhnurgrn h.r- gestellt wurden, kam die Herbaitätigt it ettra vom Jahre 1916 an fast vollständig zum 2.111° stand. Die im Jahre 1918 v.-ranstaltcte Reichs- wohnungszählung ergibt bereits eine starke Abnahme der leetttehenden Wohnungen. Dre zunächst noch immerhin erträgliche Wohnungs- knappheit verschärfte sich in rascher Weise nach Abschluß 7x>3 Waffenstillstandes. Die zuruck- kehreriden Truppen, "Lte heimkehrenden lKri gs- unb Zivilgefangenen traten als Wvvrungssachende auf dem Wohnungsmarkt auf. Die Zahl der Eheschließungen stieg beträchtlich. Hinzu kam ter parke Zustrom deutscher Flüchtlinge aus dem Auslände und den abgetretenen dzw. besetzten Gebieten Die Wohnu7-gstna.ppheit wurde zur Wohnungsnot. Die Zahl der fehlenden Wohnungen wurde bereits im Zahre 1920 auf mehr als 1 Million geschäht. Infolge der zu- nehmenden Teuerung und der ^insicher- heit der ganzen wirtschaftlichen Verhältnisse, die keine genügende Sicherheit für die Verzinsung des in einem Reubau angelegten Kapitals gab, unterblieb trotz der Wohnungsnot nahezu iede Bautätigkeit durch Privatunternehmer. Die Reichsregierung entschloß sich daher, um einen völligen Stillstand der Bautätigkeit zu verhm- dern, aus öffentlichen Mitteln Zuschüsse zum Dau neuer Wohmingen sowie zur Aufführung von Rot- und Behelfsbauten zu geben. Im Reichshaushalt für 1919 wurden zunächst 500 Millionen Mark für diesen Zweck bereitgestellt. Die Verteilung der Gelder erfolgte nach den Bestimmungen des Bundesrats für die Gewährung von Baukostenzuschüssen Mis Reichs- mitteln vom 30. September 1918 /Aentralblatt für das Deutsche Reich S. 1163). Zuschüsse sollten darnach an Gemeinden, gemeinnützige Bauunternehmungen, ins besondere Daugenofsensch^en und Pttvatbauunternrhmer gegeben werden. Voraussetzung war, daß neben dem Reich das einzelne Land und die betreffenden Gemeinden ihrerseits oder zusammen die weitere Hälfte des Zuschusses Der englische Arbeiterführer Henderson über die Lage. London, 30. Ian. (WTB.) Der Arbeiterführer Henderson hielt heute nachmittag in Manchester eine Rede, die als die offizielle Antwort der A,Leiterpartei auf die kü^lich von Lloyd George, Churchill, Asquith und Chamberlain gehaltenen Reden angesehen wird. Henderson sagte, er sei trotz der amtlichen Widerspruche der Mei- nung, daß die Koalition schnell ihrem Ende entgegengehe. Lieber die Frage der auswärtigen Politik sagte er, die Arbeiterpartei trete genau so für d i e Konferenzvon Genua ein, wie sie für die von Washington eingetreten sei. Wenn die Regierungen den Tatsachen ins Auge blicken und nicht mit ahnlicyen Ideen nach Genua gehen würden, wie sie seinerzeit in V e r s a i l l e s triumphiert hatten, so wurde die Konferenz von Genua für die wirtschaftliche Wiederaufrichtung Europas sehr verheißungsvoll fein. Zur Frage des e n g l i s ch-f r a n z ö s i s ch e n Paktes fagte Henderson Frankreich wolle mit Großbritannien einen Bündnisvertrag ab schließen, der ihm militättsche älnterstühung im Falle eines nichtprovozierten deutschen Angriffes sichere Die Arbeiterpartei könne diesem Pakt n i ch t 3 u st i m» men denn ein solcher Pakt würde möglicherweise andere Völker in einen Krieg hineinzieyen, der die Folge einer Politik Frankrelchs f e i n f o n n e, auf bie Großbritannien keinen Einfluß ausüben könne. Außerdem seien England und Frankreich Mitglieder des Völkerbundes. Die mllitättschen Bündnisse seien mit den Grundsätzen des Bundes unvereinbar. Heutzutage zeige sich die Reigung, zu den Argumenten der alten Dolitik bezüglich des europäischen Gleichgewichts zurückzukehren. Aus diesem Wege werde man nicht ReichSkabinettS das Reichsernährung S° Ministerium beibehalten werde. Die deutsche Antwort au den Wiederherstellungsausschusi. Paris, 30. Jan. HavaS meldet: Die Reparationskommission hat heute abend den alliierten Regierungen die Denkschrift des Reichskanzlers Wirth übermittelt. In dem Begleitschreiben der Kommission wird den Regelungen anheimgestellt, ob sie sich direkt über die deutschen Vorschläge äußern oder die Reparationskom- mission mir deren Prüfung betrauen wollen. In dem Schreiben wird keinerlei Urteil über den Wert der deutschen Vorschläge geäußert. Ministerpräsident Poincarö wird zweifellos morgen dem Ministerrat die Angelegenheit unterbreiten. L o n b o n, 33. Ian. (WTB.) Heber bie Rote der deutschen Regierung an bie Reparationskommission fd>reibt bie „Time s", bie Antwort der deutschen Regierung könne im allgemeinen als ein hoffn ungsvolles Zeichen betrachtet werden. Ihre Bedingungen erforderten jedoch eine sorgfältige Prüfung. In England bestehe alle Reiguna, jeden ehrlichen Versuch von feiten Deuifchmnds anzuett'ennen, besonders in der schwie.igen Reparationsfrage, in der niemand genau weiß, was die wirkliche Grenze des aufbrachten. _ , _ , . Durch die Zuschüsse sollte dem BauherrnGrsah für den Teil der Baurosten gegeben werden, der infolge der übermäßigen Verteuerung aufzuwenden ist. und zu dessen Verzinsung bie Miete nicht mehr ausreichen würde. Außer den bereits erwähnten 500 Millionen Mark werden noch weitere 205 Millionen für das Jahr 1919 vom Reiche bereitgestellt. Hierzu tritt mindestens die entsprechende Summe von Ländern unb Gemeinden. Im Jahre 1 92 0 wurden vom Reich im gan-.en 927 Millionen Mark für Bauklltenzuschüsse zur Verfügung gestellt, äleber die Ausgabe di:>er Mittel wurden vom Reichsrat neue Grundsätze erlassen. (Bestimmungen des Reichsrats über Gewährung von Darlehen aus Reichsmitteln zur Schaffung neuer Wohnungen vom 10. Januar 1920 — Zentralblatt für das Deutsche Reich Seite 56.) Die Mittel sollen nicht mehr wie bisher als verlorene Zuschüsse, d. h. ohne Verpflichtung zur Rückzahlung, sondern als Darlehen gegeben werden. Voraussetzung ist ferner, daß die Gemeinden gleichfalls mindestens 1/3 des Reichsdarlehens auf bringen. Unterstützt werden sollen in erster Linie Flachbauten mit hinreichendem Gartenland, dreigeschossige Mehrfamilienhäuser nur innerhalb der Städte ober der Landesgemeinden. Bauten mit mehr als drei Geschossen dürfen nur mit Zustimmung der obersten Landesbehörde unterstützt werden. Die Hohe des Bau- darlehenS richtet sich nach der Quadratmeterzahl der Wohnfläche, doch bürfen nur Wohnflächen bis zu 70 Quadratmeter berücksicht gt werden. Ja Höhe der Summe des Reichs- und Gemeindedarlehens ist an dem Baugrundstück eine sogenannte Beihilfe- Hypothek zu bestellen. Die Hohe der Miete wird von der Gemeindebehörde festgesetzt. Bei einer späteren Erhöhung der Miete ift unter Umständen das Beibilfedarleben zu tilgen. (Ein zweiter Ar- tita über bie Neubautätigkeit im Jahre 1921 folgt.) ° E ntnatit, ÖS» 5,82 nS# 192,40 ogn’-.n n 28,78 M 39W 70,72 7?? Rgei ' *’* ■80 o':c .40 8'nR L80 Sonn» unb Feiertags. Monatliche Bezugspreis: Mk. 9^0 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 10.- einfchl. Bestell, gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernfprech-Anschlüfse: für bieTchriftleitung 112; für Druckerei, Verlag unb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Stehen, poftfcheatonto: $rantfurt a. M. 11686. Wie der .Lokalanzeiger" hört, sind SchrMe I eing:I?itet, um mit Hi. e des pirlamentarischen s______ TenmtenauischusfeZ rochmals bi? Tejierarg zu | m"e6 erneuten Verhandln ngen mit b.n Tertrc- 271L 28.1. tem der Spihenorganisationen zu bewegen. Demselben Blatt zufolge bertfchaft zu ihrem Ultimatum gchühtt hat Ter Deutsche B^mtenbund erwartet, daß die Rcichsrrgierung den d.oh'rden Kcnsl t‘. m l d r Reichsg-weikschafi roch cbrenb.t uib im Stnr.e der gestellten Forde mngen die Verhandlungen eihati® GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen vnick unb Verlag : vrkhl'sche Univ.-Vuch- und 5teindruckerei H. Lange. Schriftleltung, Geschäftsstelle und Druckerei: 5chu!stratze 7. ig 1922 ab. — Ernannt wurden: Alte Line Begegnung mit Hebbel. Mainz, itinuar lanuar Aus dem Reiche. Leus Dergarbeiterbewegung. Der Dichter Wilhelm v. Scholz erzählt in einem Vortrag, dec in der bei Fr. QI Perthes in Gotha erscheinenden Zeitschrift .Deutscher Pfeiler t'crcileatlc/^t tri.b, von einer bedeutsamen Begegnung mit Hebbel, die ein alter Münchener ^ler aus der Schri id-Zeit e lebte. H.bi:el war nach München gekommen, um seine i Freund Din- gelstedt zu besuchen und der Aufführung seiner Agnes Vernaurr" leizuw-ohner. Durch Lingl- sle^t war der Maler mit dem Dichter bekannt geworden, und unerwartet trat dieser plötzlich in seine Stube. .Ich war erfreut und erstaunt" erzählte der alte Maler, .als ich im Dunkel des Flurs die grofje Gestalt des Dichters mit der mächtigen Stirne erkannte, und mag sehr verleben gewe'en sein. Meine Verlegenheit schwand abc bald, als er ein paar Worte gesprochen hatte Wahrend er in dem Künstleckveise in dem ich ihn kennen gelernt hatte, sich unnahbar verschlossen und hoheitsvoll-abseitig gefragt hatte, war er jetzt harmlos-natürlich, ja fast ein wenig Un- behol en im Gespräch, schwieg mehrmals lächelnd und sah sich, dann in meinem Zimmer um. Er betrach'ete alles, was an Bildern und Zeichnungen von mir herumhing, genau und schien bei mancher gezeichnet.-n kleinen Szene in schaffendes Sinnen zu versinken. Ich glaube, daß er gar nicht darauf achtete, wie sie gezeichnet waren, das, er nur irgendeinen dichterischen Sinn aus ihnen heraus- Dr. Georg Kilian zum Studienrat an dem Gymnasium daselbst mit Wirkung vom 1 Künstler in Hessen, die Darmstädter Secession, der Hessische Künstlerbund, die Vereinigung Mainzer Künstler, der Dreistädtebund. die Allgemeine Deutsche Kunstgenossenschaft, die Darmstädter Gruppe, der Bund Deutscher Architekten. die Bauwandlung, der Ständige Rat für Kunst in Darmstadt unter dem Borsitz von Exz. Römheld. Der Zweck der Arbeitsgemeinschaft soll zunächst ein künstlerischer, dann ein wirtschaftlicher, ein kultureller, ein sozialer und ein organisatorischer sein. Die Anwendung und Ausführung aller dieser Zwecke und Ziele erstreckt sich auf alle Städte in Len Kunstleckreis kommen würde, wo wir uns durch Dingelstedt kennen gelernt hatten." .Viele Jahrhunderte lag diese Begegnung zurück," so erzählt W. v. Scholz weiter. .Olber ich, stand das Erinnerungsbild vor ihm, ja um rhn. pll die Hinterziehung von kern Reiche gultc^cnocn Einnahmen mit Gefängnis bis tu 2 Zähren and mit einer Geldstrafe bis ,fgesctzes vorsätzlich zuw'.de.handllt wird mit Ge,är.g!.is bis tungsmannschiit die Durchsuchung der Trümmer des Lichtspielhauses Knickerbocker beendet bis auf den Teil, in dem sich das Orchester befand und wo man leine weiteren Leichen zu finden glaubt. Die Zahl der Verletzten erhöht sich auf 134, darunter 14 Schwerverletzte. Die me.sten Toten sind identifiziert worden. Unter ihre i besttidel sich die Schwester des Gesandten von Guatemala rm. Darmstadt, 30. Januar. Eine hessische Arbeitsgemeinschaft für bildende Kunst wurde unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Mueller-Darmstadt gegründet. Sie wird zum erstenmal mit einer künstlerischen Veranstaltung, der Ausstellung auf der Mathildenhöhe: Deutsche Kunst. Darmstadt 1922, in die Öffentlichkeit treten. Folgende Verbände sind in der Arbeitsgemeinschaft vereinigt: Freie Vereinigung Darmstädter Künstler, der Verband bildender das hatte ich damals auf der Staffelei stehen. Es beschäftigte ihn am längsten. Irn Vordergrund — unterhalb der Fürsten-, Staatsmänner- und Heerführer-Gruppen, am Fuhr der Stufen, die die Gestaltenversammlung tragen — sitzen zwei symbolische Wesen: die Pest und der Tod: und zwischen ihnen liegt ein schlummerndes Kind, die neue unschuldige Zukunft nach der Zeit der reviers akgchalten, worin das Verhalten der Unternehmer Lei den Ta rifver Handlungen gegenüber den Betriebsräten besprochen wurde. Die Unternehmer sabotierten das Betriebsrätegesetz und versuchten die Verhandlungen zu ver- schlchpen. Es wurde eine Entschließung angenommen. in der folgende Forderungen erhoben wurden: 1. Sicherstellung der Rechte der Betriebsräte nach einem von den Organisationen ausgearbeiteten Entwurf von Richtlinien zum Betriebsrätegesetz, 2. schnellster Abschluß eines Tarifvertrages einschließlich der Regelung der Frage der Unorganisierten, 3. Kontrolle der Geschäftsbücher und Anerkennung der von den Organisationen geführten Streiks. — Ferner wurden zwei Anträge angenommen, die Kohlenwirtschaft gemeinsam zu regeln und die Betriebsräte zu berechtigen. ein bis zwei Mitglieder in die Grubenvorstände zu entsenden. D>e Kohlenpreise mühten auf Grund der Selbstkosten überall im Reich gleichmäßig bemessen werden. Das am 28. Januar abgeschlossene Lohnabkommen wurde angenommen, obwohl die Vers mmlung viel weitergehende Lohnforderungen für berechtigt hält. Die anderen Bergarbeiterorganisationen hielten am Sonntag in anderen Orten des Ruhrgebietes ebenfalls Revier- kvnferenzen ab, in denen zu denselben Fragen Stellung genommen wurde. Eine Flucht aus dem Gefängnis. Erfurt. 30. Ian. (WTB.) Der aus Erfurt stammende Ober! utnant Ludw. Ditt- mar, der wegen Kriegsverbrechen vom Reichsgericht zu vier Jahren Gefängnis verurteilt und im Landgerichtsgefängnis zu Naumburg untergebracht war. ist Sonntag nacht entwichen. Er ist vermutlich von einem Auto abgeholt worden. Ueber die Flucht des Oberleutnants Dittmar aus dem Gefängnis Naumburg wird dem „Naumburger Tageblatt" von zuverlässiger Seite mitgeteilt: Gegen 1 Uhr nachts, als eben die Streife der Sicherheitspolizei die Anstalt passierte, verschafften sich die Helfershelfer unter Benutzung einer Leiter und einer Matte, die sie auf die durch Glasscherben gesicherte hohe Umfassungsmauer legten. Eintritt in den Ge° fängnishof, indem sie an einem an der Leiter 1922 der Gerichts^ollsirher Adolf B u e s in Homberg zum Gerichtsvollzieher bei dem Amtsgericht Dingen mit Wirkung vom Dienstantritt seines Nachfolgers an; am 26. Januar 1922 der Staatsanwalt bei dem Amtsgericht Gießen Ferdinand Klose aus Gießen zum Amttgesichttrat bei dem Amtsgericht Offenbach a. M. mit Wirkung vom 1. Februar 1922 an. — Überträgen wurde am 23. Januar der Schulamtsanwärterin Mathilde Reuter aus Mannheim eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Groh-Steinheim, Kreis Offenbach. ** Diebsgut. In letzter Zeit wurden im Felde an der Wilhelmstraye und am Aulweg mehrere Messing-Wasierttitungskra^nm abgeschraubt und gestohlen. Vor Ankauf w.rd gewarnt. ” Zuschläge zur Gebührenordnung für die Dien st männer. Nach ci er Verordr.u g des Polizeiam es sind die D enst- männer, vorbehaltlich jeeer-ei igen Widenu s. b.s auf weiteres berechsigc, zu ie-i Gebühren, die sich aus der Gebührenordiu-g für die Di n man. er in frei* Stadt Gießen vom 24. Septe nb-er 1920 ergeben, einen Zuschlag von 100 Prozent zu erheben. Wohltätigkeitskonzert des Wartburg rerei ns erf eute si ch eines .** Das Bochum, cO. Qan. (Wolsi.) Der Berg arbeiterverband hat gestern im Parkhause eine Delegiertenkonferenz des Ruhr- befesttgten Knotentau von der Mauer auf den inneren Hof hineinlletterten. Von hier aus müssen sie dem in einer Zelle des zweiten Stockwerks untergebrachten Gefangenen eine sehr scharfe Stahl säge in der Weise zu - gereicht haben, daß Dittmar diese an einer -aus seinem zerschnittenen Bettlaken gefertigten Leine in seine Zelle ziehen konnte. Mit dieser ^Säge gelang es ihm in kurzer Zeit einige .Eisenstäbe des Zellenf^nsterS durchzusägen, so daß eine Oeffnung entstand, wodurch er ins Freie gelangen konnte, bei der außerordentlich Heinen Oeffnung eine erstaunliche Leistung. Dittmar ließ sich an der erwähnten Leine 12 Meter tief in den GefängniShvf hinab. Die Leine, die sehr schwach war. ist etwa in Haber Höhe gerissen. Es ist zu vermuten, daß Dittmar einige Meter abgestürzt ist. Er muh dann an dem erwähnten Knvtentau über die Mauer geflettert sein. Die Nachtpatrouille im Inneren des Gefängnisses befand sich an einer anderen Stelle der Anstalt. Sie wurde aufmerksam durch das Sprechen der Gefangenen in der Zelle unter Dittmars Zelle. Sie begab sich dorthin, um Ruhe zu gebieten und hörte, es müsse jemand entwichen sein. Vom Säaen haben die Gefangenen nichts gehört. Man vermutet, daß Dittmar das Geräusch durch Beschmieren der Eisenstäbe mit Seife dämpfte. Die Schnittstellen zeigen, daß die Durch- sägung nicht vorbereitet war. Sie sind vollkommen frisch. Es handelt sich um eine raffiniert ausgedachte Befreiung. Die Befreier hatten offenbar die Sipv-Pattouille sich erst entfernen lassen. Die Nacht war dunkel und die Straßen hinter dem Gefängnis waren nicht beleuchtet. Die Polizei ist der Ansicht, daß in dem Kraftwagen, in dem Dittmar entführt wurde, sich 3 oder 4 Männer befanden. CEingefanbtc (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Es bedarf zweifellos nur eines Hinweises bei der Behörde, die es angeht, um die Mi^ stände, die in den Räumen des jetzigen Finanzamtes (Alte Klinik), und zwar auf dem Flur zur Treppe, herrschen, sobald wie möglich Im Interesse des Publikums zu beseitigen k Da stehen an den Amtstagen mitunter zehn, Zwanzig und mehr Menschen vor den Türen der verschiedenen Amtsstuben und müssen oft längere Zett warten, bis sie an die Reihe kommen, aber Sitzgelegenheiten, mit Ausnahme einer einzigen Dank für etwa 5 Personen, sind nicht vorhanden. Weiterhin ist zu bemängeln die dunkle Treppe. An trü. Een Tagen kann man sich nur durch Tasten hinckuf- und herunterlinden. S § 10 des Sprengn Gesetzes $u 8 fahren Zuchthaus. Oerter wird von der Anklagebe öcde zur Last gelegt, daß er im Jahre 1921 van Otto-Otto zweimal 10 000 Mart angenommen habe und als Minister für diese Geschenke die Vottesie des M.tangeklagten Otto-Ot o wahrgenommen yabe. Otto-Otto wird beschuldigt, er habe um weitgehendste Anterstühu g ter Regierung and am den Profesforentitel zu erhalten, tem Angeklagten Oerter Geld und andere Vorteile gegeben. 3n ter Beweisaufnahme verdienen d:e Aussagen des früheren Geschät-Vertreters Otto- Ottos, Dr. Decker, besondere Beachtung. Während einer luftigen Zusammenkunft bei dem P ,. lizeipräs identen Duchterkiichen soll Oerter von Otto die ersten 10 000 Mark erhalten haben. Am fraglichen Tage sei er, Decker aus ter Straße von Otto-Otto mit dem Auf.rage in das Hotel „Deut ches Haus" zur ckge chickt worden, aus einem Schranke in Ottos Zimmer 10 000 Mark, die für Oerter bestimmt sskem,- zu Holm. Ferner habe Otto einmal in Gegenwart des Fabrikanten Kittel (S.aßfurt) zu Dccker gesagt: „Wenn Oerter mir den Professorenti el nicht verschafft, muß er mir das Geld zurückg b.n!" Po- lizeiprästtent Duchterkirchen sagte aus. Schlesing:r habe ihm gegenüber h:ch lens die A deutung gc- macht, daß ter Professo.entitel von einer Geren« leifiung abyänge, glaubt aber nicht, iasi Oerter sich mit 10 000 Mark Hütte bestechen las en, u.nd traut auch Otto-Otto nicht eine solche Bestechung zu. Der Zeuge Kittel be>irii>2t, er erin ere sch nicht, daß Otto ihm mitgeteilt habe, die Verleihung des Professorentitels koste ihn 30 000 Marl. Oerter habe aber gesagt: „Sie können sich wohl denken, daß es in Braunschweig v e. Geld gekostet hat." Kurz nach ter Verleihung des Ettels sei Oerter mit seiner Frau und feinen beiden Söhnen nach Schierke gekommen. Dn dieser Gelegenheit habe zwi'ch.m Oerter und Otto eine Unterred;tg unter vier Augen s attge.unden. Minister Jonke sagt aus. daß die Verleihung der Be.u,sbrzeichnung „P.ofestor" von Oerter allein vorgenommen sei. Bei einer Zusammenkunft in einem Braunschweiger Re anrant h be Otto gesagt, er sei geneigt, für die Verleihung des „Professors" an die Partrila fe oder f ir einen anderen Zweck 20 000 Mart zu zahlen. Am Tage nach dem Fest bei dem Pol'^eipräsidenten Buch ter-ichen soll Otto zu der Zeugin Hunrel gesagt haben: „Mein Kopf ist heute sch rer; .aber meine Brieftasche befto leichter." Die Z<.ugin kam auch einmal mit dem PolizeiprisideMea Buch.er- lirchen und dem Angeklagten Otto in ei iem Weinrestaurant zusammen. Dchhri soll Otto dem Polizeipräsidenten erzählt haben, taß er dem Mi- Kiffer Oerter 10 0C0 Mark gegeben habe. Der Antrag des Staatsanwalts lautete gegen Oerter aus sechs Monate Gefängnis. Oeite: si duch das Ve trauen des werktätigen Vo.kes auf deo hohen Posten eines Ministe.Präsidenten gekommen. Er habe die heili,e Psicht gehabt, allen Volksgenossen ein Vorbild zu sein. Er habe aber den vornehmste? Grundsatz des CBeru^b amten- tums. untadeliges Verhallen, auf das schve.ste ve.letzt. Oerter habe sich als käuflich erwiesen, iafür könne eine Geldstrafe allem nicht die geeignete Sühne fein. Den ©tra,antrag auf qualifiziere Deamterbestechung ließ iie Anklage fallen, beantragte aber 213erfennung der De.ahigung zur Füh ung öffentlicher Aemter auf die Dauer- von 5 Iahten. — Das .Urteil soll am Dienstag gesprochen werien. (BericMsfaaL Em Ministerpräsident wegen Bestechlichkeit angeklagt. * Braunschweig, 30. Ian. Die hiesige Strafkammer verhandelte gegen den früheren Ministerpräsidenten Sepp Oerter und Psycho- the.apeuten Otto Schlesinger, g mannt Otto- Otto, wegen Bestechung. Aus te.i Personalien Oerters, der seinerzeit als Kandidat der Linksradikalen Ministetpräsident tru de, tour'e fest- geflellt, daß er schon verschiedentlich vorbestraft ist, u. a. wegen Aufreizung und Verbrechens gegen Gin Teiltief ist heute Nacht über Norddeutschland gezogen. Nordöstliche Winde brachten noch stellenweise Frost. Das Wetter wird sich vorläufig nicht wesentlich ändern. Landkreis Gieszcn. kb. Beuern, 30. Jan. Der Gesangverein Polyhymnia hielt am Samstag in ter „Germania" sein Wiitterrergnügen bei gutem Besuch ab. Die Chöre und die Theater- stücke wurden mit Beifall ausgenommen. (Sin Tanz hielt die Teilnehmer noch lange beisammen. — Gin Lichldilder-Vortrag im Volksdil - dungsverein beschäftigte sich mit der Deutschen Reichsverfassung. Durch einfache Zeichnungen wurden die G.aindgedanken der Verfassung, der Gedanke der Seihstgesehgelu g, der Gi beit, des Rechtsstaates un) der soziale Gedanke veranschaulicht. D.e Beteiligung halte beiter fein dürfen. * Lich, 29. Ian. Heute hatten sich im Gasthaus „Zum Engel" eine Anzahl Mieter zusam- mengefunben, um einen Mieterschutzverein ins Leben zu rufen. Nach einem Vortrag von Reallehrer Heber mehl aus Gießen emärten eine größere Anzahl der Anwesenden ihren Beitritt. Die endgültige Gründung des Vereins soll am kommenden Sonntag, nachmittags 3 Ahr, erfolgen. Kreis Friedberg. sf. 5 r i c b b e r g, 30. Ian. Der noch nicht bei- "legte Streik der hiesigen Studierenden beginnt allmählich in ben Kreisen ber Friedberger Bürgerschaft eine lebhafte Beunruhigung hervorzurufen, was nicht zu verwundern ist, da die angedrohte Abwendung der Studentenschaft natürlich für die ganze Geschäftswelt Friedbergs von einschneidender Bedeutung wäre. In einer Erklärung in ber hiesigen Presse stellen sich mehr als 600 alte Herren der hiesigen Korporationen ge= -schloßen hinter ble Forderungen ber Studierenden. Sie verlangen vor allen Dingen eine andere Zusammensetzung des Kuratoriums und eine freie, akademische Entwicklung welche die beste Gewähr für den Fortbestand und das Aufblühen der Anstalt sei, sie verwahren sich dagegen, bah biefe auf den Dang einer Daugewerkschule herabgedrückt werden soll. Heute nachmittag fand im Saalbau eine nochmalige Versammlung der Studierenden statt, bei der diese einstimmig auf ihren früheren D. schlössen beharrten. Wie wir hören, soll morgen nachmittag eine Vertretung der Studierenden mit dem erweiterten Kuratorium in Verkmndlung treten: es ist zu hoffen, daß bei dieser Sitzung eine Einigung erzielt wird. sf. S 5 del b. Friedberg. 30. Jan. Der rührige Zwcigverein „Mittlere Wetterau" des D. H. C. hielt sein erstes Stiftungsfest mit Dekorierung der Mitglieder ab; ber Verein war in ber Lage, 16 goldene und silberne Abzeichen verleihen zu können. Die damit verbundene Qlbenb- unterhaltung. um deren Zustandekommen sich der rührige Vorsitzende, Sanitätsrat Dr. Scriba besondere Verdienste erworben hat, erfreute sich eines lebhaften Besuches; zwei flott gespielte Lustspiele, das eine für den Zweck von Lehrer Henrich besonders verfaßt, das andere von Lehrer D o n a 11, Deklamationen, gemeinsame und Einzellieder beten ein reichhaltiges Programm, das die Anwesenden mit einem anschließenden Tanzvergnügen bis zur Morgenstunde zusarnmenhielt. Hesicn-Nasiau. fpd. Frankfurt a. M.. 30. Jan. Unter der Angabe, Direktor einer ungarischen Dank zu fein, setzt sich der angebliche Bankdirektor Hugo Rona, der auch unter dem Namen Eugen v. Stummer aufttitt, mit kleinen Banken in Verbindung und veranlaßt deren Inhaber gegen Ausstellung von Schecks auf die Eommerz- und Privatbank in Frankfurt a. M. zur Hergaby von Darlehen. Sämtliche Schecks haben natürlich keine Deckung. Das Scheckkonto ist bei der Bank unter dem Namen von Stummer errichtet worden. Des Gauners konnte man noch nicht habhaft werden. guten Zuspruchs. Die Vortragsfolge war gut gewählt und enthielt u. a. We.ke von Mozart, Schubert, Mendelssohn. Chopin, Brahms, Goltermann, Moszkowsti, Dizet, d'Albert, alles Namen m.t gutem Klang. Außer den hiesigen Mitwirlenden war noch Frl. Anni H o ch h u t h vom Frankfurter Konservatorium gewonnen, deren llangvolle, auch in Miltellage und Tiefe wohlklingende S.imme ohne weiteres auf die Bühne hinweist. Die in dieser Richtung liegenden Sachen gelangen demgemäß auch am besten. Die dankbaren Zuhörer erzwangen sich eine Zugabe. Die Begleitung lag in den altbewährten Händen des Herrn Julius Hahn, der seiner Aufgabe in gewohnter technisch mustergültiger Weise gerecht wurde. Eine schöne, künstlerisch durchaas vollwertige Leistung bot Herr Ernst Schneider (Cello) mit seiner jugendlichen Partnerin Frl. Marie Eckhardt am Flügel. Das Paar war überraschend gut eingespielt und berechtigt beiderseits zu den besten Hoffnungen. Auch die Violinsoli des Herrn Otto Schäfer wurden bantbar ausgenommen. Mehrere längere vierhändige Werke in ein Konzert- Programm aufrunehmen wie es hier mit Mozart und Moizkowsli der Fa'.l war, be'ea!et fast immer ein Wagnis. Daß trotzdem die Aufnahme seitens der Zuhörer eine so warm anerkennende war, darf Frau Happel und Herrn Juttas Schmitz als bestes Zeugnis für die Qualität der Ausführung gelten. Zum Schluß, doch deshalb nicht an letz e- Stelle, verdient das Zusammenspiel von Violine, Cello u d Klavier (teils zwei-, teils vierhändig) lobend erwähnt zu werben, das sich gleich anfangs mit ber Tttus- Out-crtürc tre flick, ci .füh te. — Le der b: a>.n nicht a le An res ndrn Len Ch gei , nu zu- hören zu wollen. In Konzerten hat sich bas Mitteilungsbedürfnis doch wohl mit Rücksicht auf den lieben Mitmenschen nur auf die Pausen zu beschränken. bt. Vü :r-trzen. — Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 7 2hr: „Die Schmetterlingsschlacht". — Großer Hörsaal der Universität, 8V2 Ähr: Diskussionsabend der Vereinigung der Freunde des humanistischen Gymnasiums. — Oberhessischer Kun st verein. Am Mittwoch ist die Ausstellung von 11—1 und am Nachmittag von 3—5 Ahr geöffnet. — Literarische Gesellschaft. Der letzte Dichter-Abend in diesem Winter fi idet am nächsten Renntag statt, zu dem Wilhelm von Scholz aus Stuttgart eing:Iibei ist, um Proben aus seinen Dichtungen zu geben Wilhelm v. Scholz ist als Sohn des früheren preußischen Kriegsministers am 15. Juli 1874 geboren, hielt sich meist auf Seeheim bei Konstanz auf und lebt jetzt in Stuttgart als Intendant an dem Württembergischen Lundestheatrr. Seine ersten symbolistischm D amei beiten: „Der Besiegte" (1899) und „Der Gast". Seine erste Gedichtsammlung: „Der Spiegel" Weitere Dramen: „Der Jude von Konstanz"' (1925) und „Meroe" (19C6\ die ihn der Hebbelschen Weise sehr nahe zeigen. In der letzten Zeit hat er sich der Erzählung zugewandt: „Die Deich e" aber auch roch das Mirakelspicl „Her wunder" geschrieben. In diesem Jahre fand in Frankfurt Erstaufführung seines Werkes: „Der Wettlauf mit dem Schatten" statt. — In seinen Dichterabenden die der Dichter in vielen Städten mit großem Erfolg und Beifall hielt, erwies er sich als vorzüglicher Sprecher, der die Zuhörer in den Dann seiner klugen, nachdenklichen Art zu ziehen wußte. (Siehe heutige Anzeige.) — Die Deutschnattonale Volks- Partei hält morgen, abends 8 Ahr, im Post- keller ihre Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. Vorstandswahl. Wettervoraussage für Mittwoch: Dunstig, wolkig, leichte Niederschläge, in höheren Lagen Frost, vorwiegend südöstliche Winde. Greuel. Hebbel, dessen zärtliches Fami.i.ngefühl ja bekannt ist, sah immer auf das Kind zwischen den Anholden. Mir war, als trat eine Träne in sein Auge; mochte ihm seine Kindheit und Jugend vor Augen stehen, machte er an seine, von chm so sehr geliebte Heine Tochter denken. Endlich sagte Hebbel: „Hier haben Sie das tragische Gesetz der Welt bargestellt. Das f-chulblose schlummernbe Kinb liivb groß. Es wächst hinein zwischen b:e längst schulbigen Aelte en, es wird im Umgänge mit ihnen ebenso schuldig, es vergißt selbst den Schlummer feiner reinen göttlichen He.kunft. Es steigt auf zwischen die Greuel bie Sie ba gemalt haben, zwischen Pest unb Tod und in den Kreis verschlagener,, heimtückischer' unredlicher Machtmenschm, bie hier vor den rauchenden Trümmern stehen. Ihr Dild ergreift w deshalb so, weil es. damit diese Tragödie zustande kommt, nicht erst eines breijigiäbrigcn xricgeö bedarf." Dann fcuibe sein Blick ab- toefenb, unb es schien, als nähme er nun von 1 ■ ! dem kurzen Besuch soviel mit, bah er ihm nichr cf' 3’Tk-rsa!!jL 9and unlehnenb scheinen mochte. Er schrieb sich £lyurenbtlb von mir: Der Dreißig,ährtge Krieg; j etwas auf und fragte mich, ob ich abends toieber ber Alte erzählte mit bem Tobe unb ber Gebärbe der Nähe so, als ob sie gestern gewesen sein tonnte. And das war sie für ihn auch. Es gibt eine Stufe hohen Alters, wo alles Gewesene fast gleichzeitig wird, wo dem Greise fast ununterscheidbar belanglos ist, wie weit etwas zurückliegt. Dieser Schauer des Gewesenseins, der von dem alten Manne kam, ließ mich einen Augenblick wie haltsuchend zurücklehnen und die Augen schließen. Da sprach er noch von dem Ende des kurzen Besuches, ber ihm großen Eindruck gemacht hatte unb in bem Hebbels gelegentliches Der- ferlertum hervortrat — wenn nicht, was der Erzähler offen lieh, Hebbel von seinem Freunbe Dingelstebt eine gewisse ironische Art angenommen baden mochte, mit der er jüngere Bewunderer freunblich zum besten hatte, inbem er seine bekannten Eigentümlichkeiten übertrieb. Hebbel sprach bavon, wie fein Töchterchen sich an einer Stuhlkante eine Drausche geschlagen hatte unb fuhr bann, aufspringe.ib, fort: „Sie begreifen doch, bah ich ben Stuhl ergriff unb in tausend Stücke zertrümmerte?!" Der Erzähler, ber mir schon vorher eindrücklich und nachahmend die Gestalt und Gehabensart Hebbels geschildert hatte, nahm bei diesen Worten, wie ein Schauspieler, <*._cfonto rZ'ix eine ihm fremde herrische, zornige Haltung und Darmstadt, einen großen gebieterischen Gesichtsausdruck an I OffenbQtp, Worms unb Gießen. Seine Blicke funkelten. Ganz lebendig, das stählte» --- Sonnte Liffühni Sornitdi tmgrofi imler gü ZriosDt UB Eintritt» I bandlunel an di« grünen Ei eM'fi die zeigen der. Stadentenk; Hiaiverwal (Eintritt Mitglied hau;, k Öffnung w nnnnnnrr tut sf« oeE.st Äi &! 6a»: 2:1 * DoluM M 4 mmü» nianflMj 1:1, y1’ gegtej1 $ 0:1 WM' fjDeig: Jameln M 4:0. Spvrtfteu 06 gegen I Betehi Orbentl I Sfljistag.be im 5 J^iesber Wnbsmot)[; der $e Stttn’P) uns alk ®äfte sind ALM 'fit? N» in (In). 'tWtt M !e lei et » r^lün ,?“ U■&• «< !* U Ul k Ottos tot- hmi Ä“1’W ’ SeÄt‘Ä ) iu 5)-rf.‘ Ä- ft™ =i 4’2 P iurückg-b.n?u £-*• ^3te au» 6*1.,. 10 die 9f *h7?IlP9i >er nicht befiejeii lck»7? >ln j s5V ^.JUb ii>’L S «J3 örbe die tu? rÄSS Trau wibVm •Fj® 9'lommen "n> .ste.pmfidenten gJcm- Vilchl gehabt, allen yi fein. 6t bibeabu i der Serifib amten- len, auf dar lchre fk sich als käuflich eine TeLsiw'e allem lein, Len Stra antrag elechunz lieh Ue Li- iber Aierkemmng bet rffenllicher Aemlec auf - Das Urteil soll am l les. LWMcwseS ödet. Jan. Die Zahl ter des Lichlfprel' det ams Le ei p , sich nir.mehr aal 112. : He freitotl g.’, 7-e> Eichung der 2rimmtr tboier beengt, bis auf I Orchrster befand M ichen zu fintw 9:a.Jf: ch'ht sich auf M '» Sie me.fltn Daten Unter ifcnei bU>M mbten van Suaienula. *■; xjs AedaNion dem erlei IeranlworMg^ äs l-MF ^^abrnj^”” jgbilt» vor * 30. !e”e,« 6em ®T'l8, »ifr.SarnN* klteuel. elncr ,£^h3** E'^elcke KuA : MtW 0-E Mit-' e V wS’ä'S w Ä»5 ’f‘.' fultu«®1, sie SKs HL - Aieb^ Turnen, Sport und Spiel. — Fußball imRetche. (Gig. Drahtber.) Westdeutschland: Duisburg: Fußball- verein gegen Dalliplel-Tlub Dülieldorf 3:1, Düsseldorf: Sport-Club gegen S. C. Eppen- hcwse.i 5 2. Gevelsberg: Turn- und Sporto. gegen Spielvetein Duisburg 2:1, Elberfeld: Lvort und Spiel gegen S. C. Kronenberg 1:2, Remscheid D. s- D gegen Union Dofieivars 2 ß äffen: Turn-rbund gegen Preußen 3:0, Dortmund: Dortmund 95 gegen 03.03. Linden 2 2 Mülheim. Rasensport gegen Dur Erle I O* Bochum: 03ochum 48 gegen. Alemannia Dortmund 2:5, Rheydt: Spielverein gegen «Blnec Tal s piel-Club 3:3. München-Glad- b a L' Eintracht gegen Klub für Rasenspiele Köln 2 4 Köln: D. s. R. lrechtsrheinisch) gegen Borussia M-Gladbach 2:1. Aachen: Alemannia Köln 99 2 4 Hamm: Spielrerein gegen Arminia Dielefeld 2:3 - 01 o r d d e u t s ch l a n d: Hamburg Diktoria g egen Konkordia 4:0, Olor- rtartnia gegen Teutonia 2:1, Altona gegen Union 11 Rothenburgsort gegen Sperber 5:3, Kiel: Holstein gegen Turnverein 4:0, Union-Tcutonia gegen Preußen 3hehoe 4:2, Oft e u m ü n ft e r: Olympia gegen Dorussia Kiel 2:1, Dremen: B f 2. gegen OH. 2.03. 4:0. Hemelingen gegen 'DoltmerS^rusen 0:2, Dremer Balls pielverein -egen Stern 4:1, Spiel und Sport gegen Lloyd C; 1, Eintracht Res. gegen Werder 0:1. Hannover: Arminia gegen Eintracht 6:0, Diktoria- Burgdorf gegen W:rder Hannover 2:1, Braun- schweig: Eintracht gegen 03. f. 03. Peine 1:0, Hameln: Riede sachsen Hannover gegen Saxo- ,-la 4:0. — Ostdeutschland: Dreslau: Sportfreunde gegen 03. f. 03. 4:4, Fußballverein 06 gegen S. S. 08 4:1, Dorwerts gegen Schlesien 5:3, Germania gegen Alemannia 1:1, Hertha I gegen D. s. R. 3:2, Lvortogg. 05 gegen Sportverein 1911 1:1. — Süddeutschland: Barn- berg: Fußball-Club gegen Turnerbund Weiden 3:0, Dürnberg: 1. F. C. gegen Futzballvercin 1:0, Pfeil gegen Franken Fürth 5:0, Würz - bürg: Kickers gegen Spieivereinigung Fürth 2:1, Pforzheim: Karlsruher Fuf-ballrerein gegen 1. F. C. Piorzheim 3:2. — Mitteldeutschland: Magdeburg: Fortuna gegen Preußen 5:3, Bernburg. Sportverein 07 gegen Diktoria 96 ,Magdeburg 3:1, Dessau: Sportverein gegen Kricket Diktoria Magdeburg 1:6, Stendal: Diktoria gegen Sport und Spiel Magdeburg 7:0, Leipzig: Svielveveiniguna gegen Dritannia 3:0, Halle: Sportverein 98 gegen Macker 3:0. Borussia gegen Sportverein Weißenfels 1:0, 03. f. L. Halle 96 gegen Sportfreunde 5:2. Favorit gegen 03. f. 2. Merseburg 2:1, Müblbausen: Sportvereinigung ce ei Spielv?g. Er'urt 0 7. Erfurt: T D 31rers- gehoven gegen Dorussia 1:1, Sport Etui» geg-n Germania Ilmenau 7:2, Gotha: Sportverein 01 gegen 1. Sportverein 3ena 0:6, Dresden: Sportverein 06 gegen D. T. B. 1:1, Sport-Club gegen Spielvgg. 2:2, Sport-Lust gegen Ring 3:1, Chemnitz: Mittelsachsen gegen West- sachsen 3: 3. — Fußballmeisterschaft der deutsch e n H o ch s ch u l e n. Zu den diesjahricen Fußballspielen um die Deutsche Hvch'chulmeisterschast haben insgesamt 29 Lehranstalten gemeldet, die in vier Kreise wie folgt eingeteilt sind: Ostkre is: Berlin (Universität, Technisch: Hochschule, Handelshochschule), Halle, Ännzig, Greifswald: Rordkreis: Hamku g Kiel, Hannover (Technische Hochschule, Tierärztlich: Hoch'ch ile), Clausthal, Braunschweig, Göttingen; Westkreis: I Köln, Münster, Bonn, Darmstadt. Heidelberg. Karlsruhe. Marburg: Südkreis: Freiburg, Stuttgart, Hohenheim, Tübingen. Würzburg, Erlangen, München (Universität, Technische Hochschule), W-eihenstcphan. — Die einzelnen Kreis- meister müifen bis spätestens 18. Marz 1922 gemeldet sein, damit eventuell die Zwischenrundenspiele Oft- gegen Dordkreis, West- gegen Süd- kveis Ende März ausgetragen werden können. Das Endrmndenspiel wird dann bei 03cginn des Sommersemesters (etwa Milte Mai) angesetzt. — Wirtterkampfspiele in Garmisch-Partenkirchen. Wenn auch die Schneeverhältnisse nicht besondersgünstig waren, so genügten sie, um eine glatte Abwicklung auch der Wettbewerbe am Samstag zu gewährleisten. Der vorlehte Tag toar den Staffelläufen und dem Damenlauf gewidmet. Don den 39 gemeldeten Mannschaften traten 38 zum Start an, davon acht in der Derbandsstafette, zwei in der ötäöteftafette und 28 in der Dereinsstaffel. Hede Mannschaft bestand aus fünf Mann, die aus der 35 Km. langen Strecke verteilt waren und trotz des schwierigen Terrains äußerst günstige Zeiten erzielten. 3n der Staffel der 03erbandsmannschaft war es erwartungsgemäß die d eu t s ch- b ö h m is ch e, die ihren Gegnern den Rang ablief. Sie siegte in 2 Std. 9 Min. 11 Sek. vor der Mannschaft des Bayerischen Skiverbandes und der des Ski- Verbandes Tirol. 3n der Städtestaffel verwies die Münchener Mannschaft in 2:25:34 die Frankfurter auf den zweiten Platz, während von ben 28 Startern in der Dereinsstaffel der S k i - Hub Partenkirchen auf seinem heimatlichen Terrain in 2:25:36 die beste Zeit erzielte. 3hm am nächsten kam der Skillub Werdens:ls und die Münchener Ski-Dereinigung. Für den über 5 Km. führenden Damenlauf begaben sich 24 von 29 Gemeldeten an den Aalaus. Don biete» gingen 22 durchs Ziel. Mit Frl. Reinhard- Egern, die in 25:15 als Erste einkam, siegte eine Teilnehmerin, auf deren Erfolg man die ersten Hoffnungen gesetzt hatte. Fvl. Oberer (Club Alpiner Skiläufer München) sicherte sich den ztoei- ten Platz vor Frl. Riebler-Tegernsee. — D i e Deutschen Leichtathletik- meisterschafteninDuiSburg. D kanntlich sind b.e Deutschen LeichtaihlcN.m iftcr ch ft an 1922 dem Westdeutschen Spielverdand zur Aahaltung übertragen worden. Da die ursprünglich vorgesehenen Stadions in Köln und Duisburg biS zum August kaum sertiggestellt sein werden, wurde der Platz der Duisburger Borussia für die Austragung in Aussicht genommen. — DerSchachländerkampfDeutsch- land —Schweden wird bereits cm Ostcrsams- tag und Sonntag (15. und 16. Avril) in den Räumen der Berliner Lchachgesellschnft aus- getragen. Die 03erlegung des Termins geschah auf Wunsch der Schweden. * Riederwalgern. 31. Han. Am Sonntag weilte die 1. Mannschaft des SportClub- »D o r w ä r t s" G i e ß e n als Gast hier, um gegen die 1. Mannschaft des S p o r t - D e r e i n s ein Gesellschaftsspiel auszutragen. Rach Anstoß von Giehen entwickelte sich auf beiden Seiten ein scharfes Spiel, bis es Riederwalgern nach 35 Minuten gelang, durch den Halblinken einzusenden. Halbzeit 1:0 für Riederwalgevn. Rach Halbzeit spielte sich der Kamps in der Spielhälste Rieterwalgerns ab. Gießen erzielte einen Eckball der zum Tor verwandelt wurde. Kurz daraus konnte Gießen zum zweitenmal einsenden. Trotz aller Mühe gelang es dem Gegner nicht, gleichzuziehen. Am Sck-lußpfisf des Sch edsrichters war das Spiel für Gießen 2:1 entsch.eden. Gartenfreunde und Landwirte! Heute u. morgen erhalte MIT 791c i ■ 1111 im 1111 ii 111 iti > r niiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiir Homburg ', t Festspiel. ' Chem.We*e tubnynski 0 C^AG Bin lichtenberg » (1066v Öffnung abends 6 Uhr. 01084 Statt Karlen Privat- Handels- u Gäste sind willkommen. Tagesordnung: 1051 Merk den Spruch, Denn er ist leicht Samenhaus Heinrich Hahn, Gießen Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse. Telephon 1403. Warme Reform- Beinkleider für Damen wieder eingetrotfen. 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DrbentL Mitgliederversammlung Samstag, den 4. Februar, nachmittags 4 Uhr, im Hörsaal 44 der Universität. Tagesordnung: 1.Jahresbericht: 2. Rechnungsabkage: 3. Dor- standswahl: 4. Satzungsänderung (Erhöhung der ^Beiträge); 5. Ausfchutzwahlen: 6. Verschiedenes. 4.15 Uhr: Dottrag von Herrn Prof. D. vr.Diehl,Friedberg: Volkskundliches aus alten Pfarrbesoldungsnoten. 1 .Jahresbericht; 2 Rechnungslegung: 3 Bericht derFrauengruppe: 4- Bericht der Iugendgruppe: 5. Dorstandswahl; 6. Erhöhung der Beiträge: 7. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erbittet der Dorstand. Sofort beziehbar! Gate Exlatenz! (074) 3n Südd. Platze, RäbePiorzbeimS, Wobabaus mit giitnebcnbem Gemisch!toarengeschä't zu verk. Preis 14ä'l)iiUc, Anitakt. ca. 125 ll.ilte. Warenlager cxtra ca. 50Mille. Bierzimmerwohn. in grölt, lüdd. Stadt VINN lNlischmeise zur Verfügung .gestellt werden. Wolff, Moos St (So., G.m. b.H. in BenSbeim. (iweA [Verschiedenes | Jange Fran sucht lohnende Heimarbeit einerlei welcher Art. Schritt!. 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Sti)ung, nachmittags 2 Uhr. Berlin, 30. Oanuar 1922. Finanzminister Dr. Hermes leitete die erste Lesung des Haushalts für 1922 n, in.besondere solche. de im Parier e wvh-- nen hingewiesen, diese Maßregel für die Zukunft zu unterlassen. — Einer der Diebe war auch an dem ebenfalls in der verflossenen Woche vvrgekom- inenen Schnapsdiebstahl beteiligt, wobei den Tätern 29 Flaschen in bie Hände fielen, so daß auch diese Tat ihre Aufklärung gefunden hat. Ein Teil der entwendeten Flaschen konnte wieder beigebracht werden. " Aus dem Reinertrag des am 26.Zanuar stattgefundenen WohltätigkeitS- abends im Saf£ Ernst Ludwig wurden über- Hüne machte kaum ein Hehl baraattf, daß ec'S erstaunlicherweife just aif das jüngste Diesekinb, die Lore, ad'ah. Tie aber, unverständig, wie solch junge Dinger sind, schien es gar nicht zu bemerken. Sie sah über den Herrn von Bau'e, bem sie kaum bis an bte Schulter reichte, hinweg, als ob er Luft wäre. Unb wenn eine ber Schwestern sie wegen ihres Verehrers neckte, so machte sie .Pah!“ und streckte bie Zange Hera rs. Oder sie lachte unverschämt. „Tie Frqu M itter läßt sich ja doch nicht in ihre Tochter htrreimnanschen. Denkt doch gefälligst nach, wenn ich danach an die Reihe komme." Freilich, bie Lore hatte auch keine Zeit gehabt. Sie hatte alle Hänbe voll zu tun unb mußte alle Sinne anspannen, um täglich ne le Tollheiten auszuHecken. Am liebsten sah sie in den Ställen auf rrgenbeiner Fatterkiste, schlenkerte mit ben Beinchen unb hatte ein paar Stalljungen um» sich versammelt, denen sie bie wahnsinnigsten Märchen aujbanb. Etwa, daß es in China Pferde mit sechs Deinen gäbe, in Berlin sei neulich solch ein Tier gegen Entree gezeigt worden, unb sie hätte es mit eigenen Augen gesehen. Ruch lebe in Griechenlanb ein Röhl, das bichten könne, unb es heiße Pegasus. Ebenso trug sie archäologische Kenntnisse in bte anbächtige Zu- Hörerschar, inbem sie ihr bie Geschichte vom Trojanischen Roh, mit eigener Phantasie ausgev-utzt. vvrsetzte. Wenn sie nach solcher Lehrstunde wieder ins Schloß kam. duftete sie immer bebenflid) '-ach' Dienstag, 3t Januar 1922 toiefen an die Deutsche dtubcntcnhilfc Gießen 400 Mark und an das Wohlfahrtsamt Gießen ebenfalls 400 Marl Berichtigung. 3n unserer gestrigen Konzertbesprechung haben sich zwei Druckfehler eingefchltchen. Cs muh heißen Absatz 2, Zette 4 „wie" statt „uns" unb Ilbsatz 3. Zelle 4 „messen" statt „missen". Landkreis Gießen. * Zur Forberung des Weidenau b a u c s brachten wir kürzlich an dieser Stelle einen hierzu anregenden Aufsatz. Don fach rnännischer Seite wird uns nunmehr zu demsclben Thema geschrieben: Für Korbweidcnanla^cn werden zweckmähig tief gelegene Wiesengründe Moore unb Brüche gewählt. Die Weibe licht einen tief- grünbigen Boden ber nicht so leicht auSirodnel. unb zwar wächst sie am besten auf Moorboden mit Lehmunterbvden. So kann man Sumpf, c ä de. da» allerdings nicht allzusehr unter bei BoOcnscuch tigleit leiben barf, au ertragreichen Wcidenpflan> zunaen Herrichten. Adgeraten muh werben, .Korb weioen auf gute Wiesen unb Ländereien zu pflanzen, da hierdurch unserer Dvlksernähruna ein unliebsamer Abbruch zugefügt würde. ($3 fragt sich nun, welche Weibensorte eignet sich am b.sten für bic Anpflanzung. Hier spielen bic Bodenverhältnisse bie Hauptrolle. Die beste Korbweide ist die .Grau schal ige Grevelin g". Sic liebt allerdings einen besseren Boden, hat bafür aber bic angenehme Eigenschaft, bah sie sich vorzüglich schält, deshalb auch kurz .Schälweide" genannt wirb. Diese Weibe wirb am besten bezahlt unb bient ausschliehlich zur Herstellung bei ferneren Korbwaren. Eine Weibe, bic auf Sumpft höben vorzüglich gedeiht, ist die „P a l m w c i d c" Sie trägt tm Frühlinge im Gegensatz zu der vorher genannten Kätzchen. Zum Schälen eignet sie sich nicht. Sie wird deshalb ausschliehlich für bie Herstellung ber grauen Körbe benutzt Re gt ein Boden leicht zur Berunlrautung, so zieht man vielfach die .Amerikanische Weide" vor. Diese hat nämlich einen derart dichten Dlätteransah, daß Gras, Hntraut usw. nicht hochkommen können. S.e hat sonst die Eigenschaften der Palmweide. — Für die Anlegung einer Korbweidcnpar^elle gelten folgende wichtige Regeln, die nicht außer acht gc lassen werden dürfen. Zwei Spatenstiche tief roden, gute Pflänzlinge, zeitweise Düngung ml! Kompost oder Thvmasschlacke, Dertift^ung des Unkrautes und sorgfältiges Schneiden. Werken diese Punkte beuchtet, so kann man damit rechnen, öati Korbweidenpflanzungen gute Kap.telrr.l igen sind Die in der Rähe von Gießen liegenden unfruch.» baren Wiesen und Ländereien wer. en sich bestimmt für ben Korbweidenbau eignen. Es wäre nur yj prüfen, welche Weide am besten gedeiht. Ein Der such wird bald hierüber Aufschluß gehen. Fr • Grüningcn, 29. Zan Bei der Dor standswahl der israelitischen Gc m e i n d e Grüningcn und Holzheim wurden bic seitherigen Dorstanbsmitgliebcr Moses Weinberg, Kaufmann in Holzheim, unb Meier Lind- Heimer, Dichhändler in Holzheim, sowie alt neucS Dvrstanbsmitglieb Kaufmann Ferbinanb Heß, Grüningen, gewählt. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 30. Jan. 3n Anbetracht des außerordentlich gestiegenen Preises für Brennholz hat das Gräfliche Forst amt in dankenswerter Weife sich bereit erklärt, Unbemittelten und KriegerSwitwen unserer Stadt den Holzbedarf zu erheblich billigeren Preisen zu liefern. Ganz Bedürftige erhalten das Holz zum Holzhauerlohn, solche, die zwar ein geringes, bei der jetzigen Geldentwertung aber durchaus unzulängliches Einkommen haben, zu einem Viertel des reinen Berechttgungsholzpreises und die, welche an und für sich ein normales Einkommen haben, die aber durch besondere Umstände (Krankheit usw.) in bedrängter Lagc sind, zu einem Drittel des Berechtigung holzpretses; in den beiden letztgenannten Fallen kommt noch der Holzhauerlohn hinzu. — Dieses soziale Verhalten der Gräflichen Forst- verwalwng verdient alle Anerkennung! Aus dem Moosergrund, £y. Zan Auch In unserem abgelegenen Teile des DogelS- bergs huldigt man bem Fortschritt; Wasserleitungen werben gebaut unb elektrische Anlagen Hergestellt. Zn ben Dörfern wirb zur Zeit an ben HauSanschlüssen gearbeitet; bis zum Sommer soll bie elektrische BÄeuchtung fertiggestellt sein. Da bie Gcmeinben fast atu große Walbbeftänbe haben unb bie Holzpreisc sehr hoch sind, so fällt eS nicht schwer, die Kosten aufzubringen. Kreis Wetzlar. ra. W e tz l a r, 30. Jan. Eine städtische Anleihe in bisher noch nicht dagewesener, aber durch die Verhältnisse bedingter Höhe Pferdemist. Mama Giese war entsetzt, aber Alt Blücher lachte. .Sehr gesund ist das!" behauptete er. .Die Lore wird mal 'ne gute Landfrau abgeben." Immer war Onlel Leberecht allerdings nicht so zufrieden. Daß Lore bald der, bald jener Schwester einen Schabernack spielte, wochte hingehen. Tie Zulie konnte es mit ber Lore allein abmachen, wenn sie am Abend im Bette md den Füßen an einen quakenden Frosch stieß, der mit vieler Mühe au;g>trieben worden war. Aber daß der Strick dem würdigen Doktor Bie- seke in die hohen Stiefel, die er jeden Abend vor seine Studentür stellte, in früher Morgenstmdc, nachdem der Diener die Ungeheuer gepitzk, ein paar kleine spitze Kieselsteine hinetnprollizierte, ging dem Hausherrn, als er davon erfuhr, denn doch über die Hutschnur. Er kaufte sie ltch gehörig, und da sie frech leugnete, nahm er sie beim Schopf, sag e .Du infame Kröt'l' und gab ihr einen Rcpenstüber, fv kräftig, daß das stüpstg« Ding zwölf Stunden lang in knallender Röte schimmerte. .Was haben Sic denn nur mit dem feinen Röschen gemacht, gnädiges Fräulein?" fragte am Abend Herr von Baufe mitleidig. .Das geht Sie gar nichts an!“ bat fte geantwortet. .Uedrigens hab' ich etnen furchtbaren Schnupfen, wenn Sie's durchaus wissen wollen, bleiben Sie mir also gefälligst vom Leibei“ (Ivmeyung folgt,) wurde jjj. . agehende Denkschrift des Bürgermeisters vefürwortet und durch die Stadtverordneten- Versammlung qenelunigt. Es handelt sicb um 10 Millionen Mari^ Die Anleihe soll folgenden Zwecken dienen: Für Kleinwohnungsbauten 3 000 000 Mark, für Umbau der Anteroffizierlchule zu Schulzwecken 4 500 000 Mi., für Verlegung des Seminars nach der Llnteroffizierschule 2 500 0-00 Mar., für den Grundstücksfonds 1 500 000 Mk., und für Straßenbauten, Notstandsarbeiten uff. 2 000 000 Mk. Kirchs ZchuiL. Freie Lehrer fiel len. Erledigt smd L'.ne mit einem evang.l sch en Lehrer zu b setzende Schulst eile zu G ras - El le u da cd. Krci^ H§- vcnheim, und ci c mit einem katholischen Le^cr iu drsetzende Schulftelle zu Ha i n ha u s e n, Kreis Qilsnbach. re. S3 a u t e r b a d>. 30. f^n Dem Bericht desDekanatsaus schuss es unsere) K ei -Z ;-bar den kirchlichen und luuc^en Zustand der ugehörigen Pfarreien im Jahre 1920 entnehmen tetc ivl^ndes: (Die in Klammern stehenden Zah- (cn vrdeulen die aus 1919: Getauft wurden 662 Kinder (409); konfirmiert 6-18 Köcher (611); kirch- liiv ftetciut 123 Paare (403). Der Kirchen besuch (xu sich gegen das Vorjahr um 2 Prozent gc> ftot-cn. Das heilige Abendmahl empfingen 25 973 Personen (24 727). An Merken der Wohltätig- teit wurden aufgebracht: Für 'Vereine und Anstalten evangelisch-christlicher Liebestätigreit: (6 537 Mark (32 295 Mark); an Kirchenkollslten gingen em: 14 943 OKavt (7232 Mark); für die Örisarmen 10 901 Mark (6693 Mark): an sonstigen fieituMicen Leistungen für kirchliche Zwecke 81251 Mart (26 727 Mark). Im ganzen 156 632 Mark (22 911 Mark). Es bestanden 1920 im Dekanat ’ Kirche:: gesangdereine. 2 Posounenchoe, 3 Jung- trauen Deixine. 1 Zünglingsverein. Der Bericht 'ührt Klage über dis zunehmenden Samstags- und Svnntagsvergnügen, die besonders dieZugend an einer rechten HeUigung des Sonntags hindern. A Ettingshausen. 29. Jan. Einen Elternabend veranstaltete heute die zweite 'Schulklasse und die schulentlassene Jugend unter Leitung des Lehrers Wichel. Dorträge von Gedichten wechselten mit Schülerchören, Märchenspielen und einzelnen Wärchenbildern. Auch die Vollslieder kamen zu ihrem Rechte. Es war anerkennenswert, was die Kinder im Alter von 7—10 Jahren leisteten. Die Aufführungen ernteten lebhaften Beifall, allgemein wurde der Wunsch geäußert, öfters solchen ülnterhallungs- abenden beiwohnen zu können, Vermischtes. * Sine wissenschaftliche Expedition nach dem Karakorum. Der italienische FvrschungSreisende Dr. Filippo de Filippi bereitet eine wissenschaftliche Reise 'tach Zentralasien vor. für die er hauptsächlich englische Unterstützung gefunden hat. Der Forscher hat bereits 1913/14 das 20000 Fuß , hohe Eisplateau des Karakorum-Gebirges ' nördlich ton Kaschmir besucht und wichtige -ueteorvlogische Beobachtungen gemacht. Die Expedition, die damals durch den Ausbruch des Weltkrieges unterbrochen wurde, soll nun von neuem ausgenommen werden. Filippi will meteorologische Stationen in einer Höhe von 18000 Fuß einrichten und von dieser Höhe aus Registrierballons ablassen, die mit selbstregistrierenden Instrumenten ausgestattet sind und über die bisher unbekannten atmosphärischen Bedingungen in solchen Höhen Auskunft rgeben sollen. Die Arbeit in diesen Hoch- gebirgSregionen des „ewigen Eises" ist sehr schwierig. * Die Telephonistin nach Maß. Die Pariser Telephonbehörde, die wegen allerlei Mängeln des Fernsprechwesens nicht minder heftig angegriffen wird als die Berliner, hat sich zu einer Reform aufgeschwungen; sie hat nämlich einen Erlaß ausgegeben, daß in 3nfunft nur noch Telephonistinnen angestellt werden, die mindestens 1,50 Meter groß sind. Diese Auswahl Oer Telephonistin . nach Maß" findet beim Publikum wenig Beifall. Mau hält diese Verordnung für unnötig und lächerlich und ist der Ansicht, es müßte weniger nach der Körpergröße, dafür aber umso mehr nach Intelligenz, Schnelligkeit des Auffassens, Pflichttreue, höflichem Betragen usw. gefragt werden. Schließlich lassen sich ein paar fehlende Zentimeter durch ein Kissen sehr gut ersetzen, auf dem die kleine Telephonistin bei ihrer Arbeit behaglich thront; aber bei einer Dame mit Garde- i maß werden Dummheit, Faulheit oder Grobheit deshalb nicht weniger unangenehm auffallen. Büchertisch. — Ein Ehe-und Familienbuch jum Eintrag der familiengesch chstich wesentlichen Daten in Form von Adstammungs-, Ahnen- und Sippschaststa-eln ist von Prof. Br. Sommer- Ei hon im Anschluß an sein Buch über , Fumilien- ‘ fotidjung und Te e bungslehre" (Verla) von A. Barth, Leipzig, 2. Auflage) beraube e en worden und kann aus der v. Münchow'schen Ani- versitätsd ucfevei von Otto Kindt Witwe-Gießen oder durch die Buchhandlungen exogen werden. Arn Schluß der 16 Schemata befinden sich Me.ck- blätter in bezug auf den Lebenslauf sowie' den rörpeclichen und geistigen Befund vom Standpunkt der Vererbungssehre. Bringen beide Gatten solche ausgesührte Ehebücher ihrer Eltern mit in die Ehe, so ist die Fortsetzung der Familien- üEerlie'e uig sehr erleichtert. Auf dies.rn Wege kann sich in wenigen Generationen ein ausgeprägtes Familienbewußtsein bilden. Zandel. Berlin, 30. Januar. Börsenstim - mungsbild. Der Börsenverkehr stand heute im Zeichen hochgradiger Geschastsunlust. Dir Unsicherheit der innen- und außrnpolittschen Läge, die Besorgnis vor den Wirkungen der Zwangsanleihe und nicht zum mindesten die hohen Spesen veranlaßten die Spekulation und die Kapitalisten zur äußersten Zurückhaltung. Am Effektenmarkt waren Abschwächungen vorherrschend, und die Kurse gaben bis zu 50 Prozent nach. Besserungen waren nur vereinzelt zu verzeichnen. Ilse Bergbau gewannen 35 Prvz. Köln-Reursse- ner 110 Proz. niedriger. Kaliwerte fester und mäßig anziehend. Valutapapiere im Zusammenhang mit der Valutaversteifung höher. Devisenkurse fliegen etwas auf die unfreundliche Kritik der deutschen Denkschrift seitens der ftanzösischen Presse. Am Anleihemarkt neigten deutsche Anleihen eher zum Nach- geben. Ungarische teilweise gebessert. Lebhafte Umsätze fanden bei leicht gebesserten Kursen in österreichischen Noten statt auf die Oesterreich seitens Englands und Frankreichs gewährten Anleihen. Der Effektenverkehr gewann im Verlaufe an Widerstandst ähi gkeit, zeigte aber keine Belebung. Frankfurt a. M., 30. Zan. Dörsen- stimmungsbild. Die Börse zeigte beite eine ziemlich gut behauptete Haltung. 3m Zusammenhang mit der vorbörslichen 'Befestigung der Ais- landsdevisen konnten einzelne We-.rpapiere davon profitieren, abrr eine du.chgrcisende Geschäfts- belebung konnte mit Rücksicht auf die Eisenbahner- bewcgung richt au kommen. Am TI rü der unnotierten Werte wurden svlgmde Kurse gerannt: DeutchrDPetroleum 1760 — 1725, Be z 563, The- mische Rhenania 995, 3nag 770, Ufa 205. Hansa Lloyd 320. Der Montanmarlt verkehrte in ge teilter Haltung. Die Spekulation ^biett sich sehr zurrckhcilLrnd. D d An lin 602—603. Metallbant 1000. Goldmexikaner 2650. Als fest ist zu bezeichnen 3proz. Reich'a-.äeihe, 109. Elektri- zitäts- und Schisfahrtsaktien schwäch ere sich ad. Abgesehen von einzelnen Spezialpavieren sch'retzt die Börse recht lustlos. Am Einheitsmarkt blieb daS Geschäft ebenfalls still, die Kursbewegung bescheiden. Privatdiskvnt 4K Prozent. Berlin Geschäft jedoch wenig umfangreich, da bei den 1-Uhr- 1-Uhr- Schluß- Schluß' Kurs Kurs Kurs 2,01 2, Züricher Devisenmarkt. Schweizer Franken Kr. 4. Gemeinde Lützellinden. Behördliche Anzeigen Bürgermeister Schmidt. 1057V 30 Kiefernstämme 3. Kl. mit 18,80 Fstm. 34 Kiefernstämme 4. Kl. mit 12,06 Fstm. 11 37 19 26 70 zulässig. 8 2. Die Verordnung tritt mit dem Tage der Ver< 1038D lündung In Kraft, 9 zu 10730 bis 7 Förster Schüler, Finsterloh. Di st r. 3 bei den Erlen (Förster Roth): 4 Fstm., reifes 6,85 I Fstm., reifes 1,59 Fichten-Nutzreisig Fichten-Wellen Fstm., reifes 4 3,73 Zusammenkunft mittags 1 Uhr in der Talschneise 2 10528 3 29 20 20 890 835, 845 100 $L 100 Mk. 100 Kr. 100 Kr. 100 Fr. 8 31 62 4 2 13 8 3 6 1 2,52 1.32 2.4» 1 6. 1 2 10 5,78 390,10 2d,27 71,40 123,10 27 94 25 2 17 Kr. Kr. 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 11780 88.80 117.80 97.80 125.40 2080 6,18 397,10 29.87 74,15 131,10 2,55 1,30 10,37 Fstm. 60,45 „ 32,63 „ 93 Rm. 3700 Stück Eichenstämme 1. Klasse mit Glaferholz. Eichenstamm 2. Klasse mit Glaserholz. Eichenstämme 3. Klasse mit Glaserholz. verkäufliche Masse noch unbestimmt. Saturn: Amsterdanr-Rotterd. Brüssel-Antwerpen. Christiania Kopenhagen Stockholm Helsingfvrs Italien London Neuyvrk....... Paris . Schweiz ..... Spanien Wien (cEteS) . . . . DeuLfch-Oesterr.. .. Prag Budapest Buenos Aires . .. Bulgarien Konsiantinvpel . . . 6,22 397,90 29,93 74,35 131,40 605,- 562,- 655,- 940,- 630,- 615,- 499,- 75,- 707,50 255,- 27.1. 77.50 88 - Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg.Glektr.-Ges. . . Felten Ä Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° ü Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtfche. Dereirrsbank Frankfurt a. TL. 31. Januar. Derlkrrer DevrsenmaE- Die Oeffnung der Angebote findet 1.20 Uhr auf dem Rathause statt. Waldgirmes, den 28. Januar 1922. Grvhrechtenbach. Öen 30. Ianuar 1922 Der Bürgermeister: Schneider. . 100 . 100 . 100 . 100 100 L. = 100 5t. = Dörfenkurse. Zranlsurt steigert werden: 61 Stück Fichten-Stämme 5b Kl. Derbstangen 1. „ 2. Distrikt 8b: Fichtenstämme 4. Kl. mit 1,48 Fstm. Difi rtft 1 1. 12 und 16: Eichenstämme 1. Kl. mit 12,13 Fstm. Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien ....... Prag Paris ....... London ...... Italien . ..... Brüssel ...... Budapest...... Reuyork....... Agram Warschau...... Darmstadt, den 21. Dezember 1921. Hessisches Ardeits- und Wirtschaftsministerium, gez.: Raab. Distrikt „Kühunter": 3 Kiefernstämme 2. Kl. mit 3.64 Fstm. Gießen, den 25. Januar 1922. Hessisches Amtsgericht. Kurs 30.1. 77,50 87,80 109,50 71,90 400, .. 29 1,50 295,- 275,- 476,- 408,- 319,- 287,- 283,- 927,- 856,- 835,- 800,- 1435 - 755,- 690,- 960,- 61b,- 558,- 638,- 940,- 618,50 592. 485,25 73,40 720,- -Holzverfteigerung Nächsten Freitag, den 3. Februar L Is.. soll nn hiesigen Gemeindewald folgendes Holz ver« 27.1. 77,50 88- 109,- 71,10 413,- 334,- 297,- 272,50 478,- 407,- 319,50 2d0,- 281- 71,60 410,- 298,75 297 - 2k8 - 481,- 412,- 321.- 293,- 283,- 910,- 830, — 823,75 836,- 1431,- 773,- 635,- 1600,- 620,- 564,- 661,- 950,- 615,- 601,- 502,- 7325 720,- 18 .40 2.55 0.19 9.95 42.44 21.88 22.35 40.40 0L0 512.- 1.65 0,18 Verordnung überMaßnahmen gegen Wohnungsmangel, h ier: die Verwendung vva Hotels zu anderen Zwecken. Tom 20. Dezember 1921. Aus Grund deS § 9 der Bekanntmachung über Maßnahmen gegen Wvhnungsmangel vorn 23. September 1918 in der Fassung des Gesetzes vom 11. Mai 1920 (Regierungsbl. 0.949) wird mit Zustimmung des Herrn ReichSarbeitLministers folgendes bestimmt: Harpener Bergbau. 1445, Oberschl. Eisenb.-B. 770, Ooerschles. Eisenind. 690, Phönix-Dergb.-Akt. 1030, Bekanntmachung. Die nachstehende Verordnung bringe ich zur Kenntnis. Gießen, den 30. Januar 1922. Der Oberbürgermeister. I.D.: gez. Krenzien. Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm . Wien... . . London. . . Paris. . . . Teunorf . . 30. t. 77,50 88,- 106,- 71,50 405 - 299,- 292,- 270,- 4 6,- 404,- 397.- 288, - 284,75 898,- 830,- 850,- 1445,- 773,- 700 - •950;- 602,- 559,- 648,- 850,— 615,- 593,- 494,- 74,40 709,- 224,- 3n den Losen 3 bis 6 ist schweres Dau- und Schnittholz enthalten. Angebote sind mit der Aufschrift „Nutzholzverkauf" und der obigen Losebezeichnung bis zum 4. Februar 1922, mittags 1 Uhr. beim Bürgermeisteramt ein= I zureichen, woselbst ebenfalls die Perkauftbedingungen I offenliegen. 6,- —,50 31. L 8 Stämme 3. Kl. mit 5,87 Fstm. 16 Stämme 4. Kl. mit 5,69 Fstm 3 Rm Kiefernmihtzholz 2. Kl. (3 Meter Lang). Distrikt „in der Küchenschneise . 2 Meter lang Dis etwa 60 Dm. Nadel-Nutz« knüppel 2 Meter lang Los 8 Dis etwa 20 Nm Lichen-Nollscheit 2 Meter lang Bis etwa 50 Nm. Eichen-Knüppel 2 Meter lang Holzversteigernngen des (Sräflichen ^orftamts Laubach. Montag, den 6. Februar nach Zusammenkunft 10 Uhr auf dem Höresmüllerweg bei Nr. 205 aus Peters-, Daumkirchcr« und Nasterwald des Reviers Allenhain: Rm. Scheiter: 682 Buche, 16 Esche, Ahorn (darunter 3 Rm. 1,55 Mtr. Iq.); Knüppel: 334 Buche, 75 Ahorn, Esche, Eiche, 8 Nadel; Stöcke: 67 Buche; Reiserkn: 198 Buche, 11,5 Rm. Fichtengerüststangen. Das Holz aus Baumkircher- und Nasterwald wird im Distrikt Peterswald ausgeboten. Dienstag, den 7. Februar nach Zusammenkunft 10 Uhr am alten Pflanzgarlen der Forstwiese aus Forstwiese des Reviers Gonterskirchen: Buche Rm.: 875 Scheiter, 296 Knüppel, 146 Stöcke, 172 Reiserkn. Kohlreiser und Leseholz flächenweise. Auswärtige Steigerer werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Zug an Laubach 10.08 ausgefallen ist. 1061D Datum: 57» Dtsch. Krieasanl. 4°, 2 Disch. Reichsanl. 37-, Disch. Reichsanl. 47° Preuß. Konsols Hamburg-Paletf.. . Norddeutscher Lloyd Comm-U-Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Miiteld. Creditbank. Raüonalbank f. D.. Doch. Gußstahlwerke Bud.« Eisenw.-Akt.. D.-Luremb. Bergw.. Gelsenkirch. Bergw.. 5,82 390,90 2 i,33 71,60 129,40 180.- 2.55 0.16 10.- 42.075 21.77 2L875 40.20 0.725 512*50 1.65 0,16 691 569 Eichenstamm 2 Kl. mit 1,37 Fstm. 5 Rm Küfer Holz (Eichen). Außerdenr 6 Meter Kiefernnuhholz (Schicht' Holz) 3 Meter lang. 2 Gemeindewald Kleinrechtenb ach. Distrikt „Seifen 5b“: Nntzßolzverkanf. 2lus dem hiesiden Gemeindewald kommen auf dem Wege des schriftlichen Angebots zum Verkauf: Los 1 .Gaubskopf" ca. 300 Stämme mit 88,00 Fstm. meist Kiefern Los 2 „Köhlerwald- ca 119 Stämme mit 30,00 Fstm Fichten Los 3 „Pfingstweide- ca 100 Stämme mit 50,00 Fstm. Fichten Los 4 „Böskoppel" ca 164 Stämme mit 57,00 Fstm. Fichten und Kiefern Los 5 „Rotestrcmch" ca. 193 Stämme mit 52,00 Fstm. Fichten Los 6 „Revier" ca. 140 Stämme mit 60,00 Fstm. Fichten mit einzelnen Kiefern Los 7 Bis etwa 20 Rrn. Nadel-Rvllscheit Geld Beief Geld Bries 18. Jan. 30. Jan. 7387,607402,40 749?,5G 7507,GO 1518,44 1581,60 1 -98,40 1601,60 3 51,80 3158,20 3196,80 32 0 4 )0 m5 4014 Gö 4055,35 4054,10 5044,95 5055,05 5119,85 3! 30 15 395,60 336,40 421/5 42'2,45 886,60 888,40 9)5,05 906,95 8 >2,60 854,40 86 ,10 865,90 20 ,04 200,46 203,54 263,96 16 8,351:551,65 1 673,30 1 676,70 3)0r 53913,95 3)81,- 3983,- 3021,95 3025,05 3076,90 3083,10 Stämme 4. Kl. mit 4,96 Fstm. Stangen 1. Kl. Stangen 2. ÄL Distrikt „Wegweiser Strauch“: Fichtenstämme 4. Kl. mit 3,87 Fstm. Stangen 1. Kl. Meter Kiefernnuhhvlz 2. KI. (3 Meter lang). 3. Gemeinde Weidenhausen. Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. Fr. $ 8.52 6.06 —,50 30. L Markuotieruugeu. Für 100 deutsche Qilarf wurden gezahlt: ---- 28.1. 30.1. 294 Ochsen, 50 Bullen, 956 Färsen und Kühe, ferner 302 Kälber, 147 Schafe und 1903 Schweine. In Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Ochsen 800—1300 Mart, für Bullen 850-1200 Mk., für Färsen und Kühe 400—1250 Mk. für beste Färsen, und dis 1200 Mk. für beste Kühe; ferner für Kälber 900—1350 Mi., für Hammel 450 bis 950 Mk., für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1200—1550 M?^ von 80—100 Kilogramm 1600—1700 Mk., von 100—120 Kilogramm 1600—1725 Mk., von. 120—150 Kilogramm 1600—1700 Mk., Fett- schweine über 150 Kilogramm 1600—1700 Ml., Sauen und Eber von 1400—1600 Mk. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stall- preisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinnc tn sich schließen. Frankfurter Getreidrmarkt. Frankfurt, 30. Ian. Die Tendenz deS heutigen Getrcidemarktes war fest gestimmt, das WOflilllE MWlMslMkNW in Grotz-Rechtxnbach. 2lm Freitag, den 10. Februar 1922. vormittags 10 Ahr. werden tn der Wirtschaft Schmidt zu Grvhrechtenbach die nachbezeichneten Nuhho^mengen öffentlich meistbietend versteigert: 1. Gemeindewald Vollnkirchen. Distrikt 2a: Surbach. Kiefernstämme 2. Klasse mit 9,18 Fstm. Kiefernstämme 3. Klasse mit 21,72 'Mm. Kiefernstämme 4. Klasse mit 20.38 Fstm 5. Gemeindewald Grvhrechtenbach. Für Ävanen betundete sich trenn Interesse, und d e Prci b w gu-rg toir b sch.iden. Cerste and Hafer haben sich mir wenig verändert. Das Geschäft in Weizenmehl blieb lebhaft bei anziehenden Preisen. Hülsenfrüchte, die nur wenig am Markte sind, fanden bei erhöhten Forderungen Aufnahme. Oelsaaten ruhig, aber fest. Für Futtermittel hält die Nachfrage an. Begehrter ist Kleie. Roggen- und Weizenstrvh, fo< wie gutes Heu fanden schlanke Aufnahme. Der Gefchäftsvenehr blieb in Anbetracht der unsicheren Haltung per ausländischen Zahlungsmitbel, sowie der in Kraft tretenden Frachtenerhöhungen vorwiegend ruhiger. /Distrikt Sprengel). 1064D ' Großen-Linden, den 30. Januar 1922. Bürgermeisterei Großen-Linden. Lang. erhöhten Preisen die Käufer zurückhallender sind. Weizen konnte den Preisstand der Vorwoche gut behaupten. Schöne Ware wurde höher bezayll. BeKanntmachnng. 5n unser Handelsregister Abt. A wurde heut« bezüglich der Firma Julius Nattmann, Gießen eim getragen: Die Firma ist erloschen. § I. Die Verwendung von Hotels zu anderen Zwecken als denen des HotelvetriebeS. insbefon- ßece zu Geschäfts- und Vureauzwecken, ist nur mit vorheriger Zustimmung der Gemeindebehörde Distrikt Tief en graben 4 b: Fichtenstämme 3. Klasse mit 17,52 Fstm Fichtenstämme 4. Klasse mit 23,88 Fstm Stangen 1. Klasse mit 2,25 Fstm Distrikt 5b: Fichtenstämme 3. Klasse mit 1.16 Fstm Fichtenstämme 4. Klasse mit 3,16 Fstm Distr-ct 6: Gichenftamm 2. Klasse mit 1,49 Fstm Gemeindewald Münchholzhausen. Di strikt 9c Suhr: Cichenstamm, Kl. 2 b, mit 1,37 Fstm. (Rr. 1), Eichenstämme 3 XL mit 1,94 Fstm. (Rr.2u. 3). Eichenstämme 4. Kl. mit 7,32 Fstm (Ar. 4 bis 13); Eichenstämme, Klasse 5 b, mit 14L0 Fstm. (Nr. 14 bis 50). Distrikt 13c Spitzenberg. Fichtenstämme 3 u. 4. Klasse mit 4.58 Fstm. (Nr. 1 bis 19). Fichtenstämme 4. Klasse mit 3,97 Fstm (Nr. 21 bis 46). Stück Stangen 1. 5llassc mit 6,30 Fstm (Nr. 47 bis 53). 7 Gemeindewald Hörnsheim. Distrikt. 10: Eichenstämme, Klasse 1 b, mit 3,65 Fstm. Eichenstämme 2. Klasse mit 3,20 Fstm (Nr. 404 und 405). Eichenstämme 3. Klasse mit 8,03 Fstm Näher.» Auskunft erteilt bei den Gemeinden 1 bis 3 Förster Both zu Vollnkirchen, zu 4 (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die russische Ansicht über Genua. London, 30. Han. (WTV.) Der Sond«- berichterstotter des ^Observer“ in Moskau meldet unter dem 27. Hanuar, dec Vollzugsausschuß der Sowjetrepublik stimme der von den Volkskvmmilsaren vorgeschlagenen Zusammen- sehuna der russischen Abordnung für die Konferenz von Genua zu. Die Abordnung besteht aus 15 Mitgliedern, darunter Lenin. Tschitscherin, Krassin und 2itr winow. Die Abordnung besitzt Vollmacht. Ab^ fommen und Verträge abzuschlies-en. TschitschLriv gab einen äleberblick über die diplomatischen Beziehungen Rußlands. Er nannte die Bereitschaft Englands, zu einer Einigung mit der Sowjet^ regle rang zu kommen, den Triumpf der russischen Revolution. Genua bedeute eine neue Epochein der Geschichte. Die Sowjetregierung stehe in Genua vor der Verwird lichung ihrer Pläne, jedoch zur selben Zeit vor einer neuen Gefahr; denn der Versuch, die wirtschaftliche Kraft zusammenzufassen, beöeute dir wirtschaftliche Unterjochung Rußlands. Eine britische Erklärmtg zur agypt'scheu Frage. London. 30. Jan. (WTD.) Das „Forr'gn Office“ hat gestern eine Erklärung über die britische Politik gegenüber AegYv- t e n veröffentlicht, in der es hei^t. die britische Regierung Hobe sich bereit erklärt, das Parw ment aufzufordern, das Protektorat über Aegypten zu beenden. Aegypten als souveränen Staat anzuerkennen und der Bildung eines ägyptischen Parlamentes, sowie der Wiedererrichtung eines ägyptischen Ministeriums für auswärtige A grlegenheiten zuzusimmen. sobald folgende Bedingungen erfüllt seien: Die britische Regie.u g muß volle und teirffarre Garantien erbeuten, daß die Rechtsverdindurg?- wege gesichert sind unb daß Aegypten gegen iede mittelbare und unmittelbare Einmischung oder einen Angriff von außerhalb gesch tzt ift. Sobald ein plebereinkommen, las d'ese Te-i-gargen erfüllt, zwischen einer ägypti ch«i Regierung und der britischen Rssgier-ung entworfen sei, würde die letztere nicht zögern, das Parlament zu ersuchen, ein solches UebereintDmmen zu genehmigen. Der Oberkommissar für Aegypten. Genecal Allenbh. ist nach London berufen worden, um die brt- tische Regierung über die Lage zu unterrichten. mmiiir -■murr———----—--r~—r Märkte. Frankfurter Schlachtviebmarkt. Frankfurt a. M., 30. Satt. (Amtlich.) Marktverlauf: In allen Diehgattungen ruhiger Handel. Schweine werden nicht ganz ausver- tauft. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 1300 Stück Großvieh, davon Rm. Gichemmtzholz 2. Kl. (K ü f e r h o l z). Distrikt 1 2 (F ö r st e r S ch ü l e r): Eichenstämme Klasse BH mit 4.59 Fstm. (Stell- k macherholz). 1