Nr. 76 Der «lehener Bnjelotr irfd)tmi laglich, außer Sonn» und Feiertags. tnonaHidjtBtjugspreife: Mk l l.bO emfchl Träger» lohn, durch die Post 3Ph I t - einicht Bestell» grtd. auch bciNichrerfchei» rie Politik der Vergangenheit hätten kein Interesse mehr. Die Frage der internationalen Anleihe sei verknüpft mit der Währungsreform. Amerika halte den Schlüssel der Währungssanierung der Welt m Händen. Seinen Beistand müsse man an rufen. Man müsse den amerikanischen Geschäftsleuten einen französischen Vorschlag unterbreiten, der für sie annehmbar wäre. Stellen wir doch einen internationalen Anleiheplan auf, der kalkuliert ist auf die deutsche Schuld, bewertet nach dem heutigen Stand. Rur so können wir unser Wirtschaftsleben heben. In der nächsten Sitzung ergreift nach unwesentlichen Bemerkungen eines Senators Finanzminister de Lasteyrie das Wort. Er crflärte, als die jetzige Regierung ans Ruder gelangt sei, habe sie sich Abkommen gegenüber befunden, die moralische Verpflichtungen gehabt hätten, aber keine unterzeichnete Verpflichtung. Mit dieser Bemerkung zielt de Lasteyris auf das Finanzabkommen vom 13 März hin und auf das Verlangen der amerikanischen Regierung nach Rückerstattung der Desahungskosten. Hier sei die einzige Frage, an wen sich Amerika wenden müsse, an die Alliierten oder an Deutschland. Was die Entscheidung der Reparationskommission auf die Zahlungen Deutschlands im Jahre 1922 anbetreffe, so handele es sich also hier tatsächlich um ein Moratorium, das aber nur unter der Bedingung einer Kontrolle über die Ausgaben und das Budget Deut schlands gewährt werde. Man könne sich wundern, daß man drei Jahre Zeit gebraucht habe, um diese Kontrolle aufzurichten, angesichts der tollen Ausgaben, die Deutschland mache. Deutschland müsse auch den ExoduS seiner Kapitalien verbieten. Es falle den Alliierten nicht ein, in die Verwaltung des Deutschen Reiches sich einzumischen. Aber die Kontrolle, die man über drei oder vier wesentliche Punkte verlange, sei unverändert. Wenn diese Kontrolle funktioniere, könne man vielleicht an die internationale Anleihe denken. Ministerpräsident Porncarä erklärte, die Zustimmung der anderen Rationen dürse man nicht um den Preis einer Verminderung der Forderungen erlangen. — Finanzminister de Lasteyrie sagte weiter, wenn man diese internationale Anteil nicht erziele, gebe es noch andere Formen der Anleihe. Schließlich spricht der Finanzminister auch von der Wiederaufnahme des Rentenmarktcs und e flirrt, Deutschland müsse seine Verpflichtungen restlos bezah'en. Deutschland könne bezahlen. Wewn es das nicht wolle, dann werde man es zwingen, daß es zahle, es zwingen, Ordnung in seine Finanzen zu bringen. Die interessierten Regierungen wüßten die Entscheidungen zu treffen, die notwendig seien, na-chdem die Reparationskommil- sion sich über die Antwort Deutschlands auf ihre AusforderunA ausgesprochen hübe. Die Reparationsfrage müsse gelöst werden, bevor man an den Wiederaufbau Europas denke. Hierauf wird die allgemeine Debatte geschlossen und in die Einzelberatung der Budgets eingetreten. Das englische Unterhaus und die Konferenz von Genua. London, 29. März. (WTD.) Chamberlain hat heute nachmittag im Unterlaufe den Wortlaut der Entschließung mitge'.eilt, die Lloyd George am nächsten Montag dem Unterhause vodlegen wird. Sie lautet wie folgt: Das Haus billigt die Resolution die ber Oberste Ra t in Cannes als Grundlage der Konferenz von Genua angenommen hat und wird die Regierung Seiner Majestät bei dem Versuch, ihr Wirksamleit zu verschaffen, unterstützen. Weiter teilte Chamberlain mit, daß sich mit Lloyd George nach ©emia begeben werden: vom Foreign Office 20 Personen, vom Handelsamt 23, vom Schatzamt J5, vom Sekretariat des Premierministers'8 und von den Kabinettsämtern 25. Die Zahlen könnten sich aber noch verändern. In Erwiderung einer Anfrage teilte Chamberlain noch mit, daß Lord Riddel fein offizielles Mitglied der Delegation sei. Es werde keinerlei besonderer polizeilicher Schutz von England mit- geschickt. Die Aufrechterhaltung der Ordnung zwischen den Faszisten und Kommunisten sei Sache der italienischen Regierung. Lord Eustache Percy fragte, ob es Tatsache sei, daß die Frage der Reparation endgültig von dem Programm der Konferenz von Genua ausgeschlossen werde. Chamberlain erwiderte, er fei nicht in der Lage, das Programm der Konferenz von Genua zu erörtern. Das müsse dem Premierminister am Montag überlassen bleiben. Auf eine weitere Anfrage teilte Chamberlain mit, der Stand der Staatsgeschäfte lasse eine zwei- täaiae 5)(»hatte über Genua nicht au. (5-nglische Propaganda gegen Frankreichs farbige Truppen. London, 29. März. (WTB.) HarmS- worth teilte im Unterbaute auf eine diesbezügliche Anfrage mit, daß seine Aufmerksamkeit auf die Flugzet tel gelentt worden fei, die in England verbreitet würden und angebliche Verbreche!^ französischer farbiger Soldaten an deutschen Frauen und Kindern behandelten. Diese Zettel seien in Form deutscher Propaganda gehallen. Die darin aufgeflcllten Behauptungen seien vollkommen un- begründet. Kennworthy fragte hieraus, ob nicht der beste Weg, diesen D.-Hauptungen Einhalt zu tun. wäre, wenn die Franzosen veranlaßt wüt' den, die farbigen Truppen z u rückzuziehen. (Zurufe: Wcnmm?) Auf die Ans a;e ci res Parlamentsmitgliedes, ob die Regierung Schritte tun werde, um die Verteilung dieser Zelle! durch das Oberpostamt zu verhindern, erwiderte Harms worth, er werde mit dem ©enctaLpoftmelfler darüber sprechen. Ein unerhörter Uebergriff belgischer Truppen. Berlin, 30. März. Wie mehrere Blattet aus Oberhausen melden, wurde gestern mittag ein Lastauto der Schutzpolizei, welche eine Abll)sung der Wache in Stärke von 28 Beamten nach Dem Wachlokal in Ob:rhausen-Al- sladen Bringen wollte, von belgischenT rappe n angehalten. Die Beamten wurden verhaftet und mit dem Auto in das besetzte Gebiet verschleppt. Dem sofort von der Schutzpolizei Oberhausens nach dem Tawrt ent- sairdlen Polizeiossizier wurde von dem befehlenden belgischen Offizier crHärt, er handele auf Befehl des Kommandanten des Brückenkopfes 3 116» birg Irgendwelche Gründe für die Verschleppung der Beamten gab der belgis ch? Offizier nrcht an. Brüssel, 29. März. (WTD.) Wie die Agence Beige meldet, hat die belgische Regierung an die Botschafterkonferenz eine Rote gerichtet, in welcher sie behauptet, daß den Truppen infolge des Bestehens von unbesetztenZwischenräu- men (Couloirs) zwischen den Brückenköpfen Gefahren drohen. In diesen Zwischenräumen seien die Truppen Gefahren ausgesetzt. Die belgische Regierung ersuchestim Abhilfe. Der frühere Kaiser Karl schwer erkrankt. Wien, 30. März. Rach Meldungen, die au8 Funchal in Wien etngetroffen sind, ist der Zustand des Ex-Kaisers Karl, der an Lungenentzündung ertra tt ist, so ernst, daß er bereits mit den Sterbesakramenten versehen wurde. Der Wiener Arzt Dr. Delug wurde nach Funchal berufen. Aus dem Reiche. Die Politik der Druckpapierfabrikanten. Blättermeldungen aus Dresden zufolge hat im Prüfungsausschuß dcS sächsischen Landtages über die Rotlage der Zeitungen der Verleger der „Dresdner Reuesten Rach- richten", Prof. Wolff, berichtet, daß der Verband deutscher Druckpapierfabriken der „Kölnischen Zeitung" wegen eines Artikels über den Papierpreiswucher die Verweigerung der Papierbelieferung an« drohte. Auch gegen das „Sebnitzer Grenzblatt", das den Artikel der „Kölnischen Zeitung" abgedruckt hatte, sprach der Verband die gleiche Drohung aus. Das Reichsmietengesetz. Berlin, 30. März. Zur Beratung der AuSführungSbestimmungen zu dem neuen Reichsmietengesetz werden die Vertreter des Wohnungs- und Siedelungs- wesens sämtlicher deutschen Ministerien am 9. April im Jenaer Rathaussaal zusammen« kommen. Eine parlamentarische Anfrage wegen der Er» mordung des Schupobeamten in Hamborn. Berlin, 29. März. (Priv.-Tel.) Von volksparteilicherSeite ist zu der Ermordung des deutschen Schupobeam* ten in Hamborn im Reichstage eine An« frage eingebracht worden, in welcher die Reichsregierung gefragt wird, was sie zu tun gedenke, um die deutschen Staatsbürger im besetzten Gebiet zu schützen, und ob sie bereit sei, für die strenge Bestrafung der Täter und ausreichende Entschädigung der Angehörigen Sorge zu tragen. Aus dem besetzten Gebiet. Die Zensur. Wiesbaden, 28. März. (WTB.) Die „W iesbadener Reue st en Rachrichten" sind vom Wiesbadener KreiSdelegier- ten der interalliierten Rheinlandkommission auf d r e i T a g e, und zwar für den 29., 30. und 31. März verboten worden Wege» eines Artikels zur Frage der Schuld am WeltkrieaL. Hessischer Landtag. 8. Sitzung. 0t. Darmstadt, 29. März. Am Reeiwungstech: Staatspräsident Ulrich, Minister des Innern v. Brentano, Acbeitsminister Raab und Regierungsvertreter. Vizepräsident S o h e r r eröffnet die Sitzung um 9,10 älhr. 2n Fortführung der Debatte über die Millionenschuld der Landwirtschaftskammer spricht zunächst 2lbg. D i e h l -- Hochwcifel (Vbd.). Er lehnt jede Sonderbelastung der Landwirtschaft aus dieser Schuld ab, weil die Tätigkeit der L.K. der Allgemeinheit dierre. Die Haltung des Ministers Raab in Veclin sei sehr zu bedauern. Wer den Bauernstand ruiniert, der ruiniert sich selbst. Die Landwirtschaft selbst treffe im vorliegenden Falle stcher keinerlei Verschulden, hinsichtlich der L.K. sei das allerdings zweifelhaft. Die Regierung hätte dafür sorgen müssen, daß die Schuld schon 1918 abgetragen worden wäre. Debattiert sei jetzt genug, man sollte nur handeln. Das Zentrum könne zeigen, ob es wirklich bauernfreundlich sei. Präsident ülebel: Die Debatte drehte sich bisher fast ausschließlich um eine Schuldfrage: es handelt sich aber in erster Linie um eine Schuldenfrage. Kleber die erstere kann das Haus nicht entscheiden, da der Angeklagte sich hier nicht verteidigen farm. Auf rein parteipolitische Erwägungen kann die Regierung nicht eingehen. Die Ausführungen des Abg. Rink und auch des Vorredners waren rein parteipolitischer Art. Ich habe über die Schuld selbst die Akten genau studiert und bin zu der äleberzeugung gekommen, daß die L.K. kein Verschulden zivil- oder strafrechtlicher Art trifft. Auch von Fahrlässigkeit kann keine Rede sein. Die Ausführungen der Abgg. Köhler und Wünzer unterstreiche ich Wort für Wort. Das Verhallen der Darmstädter Dank sei -.um mindesten sehr merkwürdig, wenn man sich auch die gestrigen scharfen Bemerkungen nicht zu eigen machen darf. Auch den hessischen Staat trifft keine Schuld. Eine Bevormundung der L.K. war untunlich, und ich wundere mich, tote gerade ein demokratischer Abgeordneter in einem demokratischen Staat eine derart undemokratische Forderung stellen konnte. Wir wollen der L. K. das Ülmlagerecht gewähren für diesen besonderen Zweck. Wir halten die von uns vorgeschlagene Rotverordnung für die beste und gerechteste Art der Verteilung der Lasten auf die Ärndwirte. Der Ausschuß will die kleinen Betriebe bis 5000 Mark frei lassen. Wir haben nichts dagegen. Die Erweiterung des ülmlage- rechts ist weiter nichts, als eine neue Kredit- dasis. Die ülmlage wird nur erhoben, soweit die Schuld nicht durch Exporte gedeckt werden kann. Rur was nicht abgedeckt werden kann, soll auf dem Wege der älmlage erhoben werden. Wir werden das scharf überwachen. Mit dem Antrag Köhler sind wir einverstanden, nur den Wortlaut hallen wir für unglücklich. Ich bitte die Deutsche Volkspartei, zu erwägen, ob es nicht möglich ist, den Antrag in eine Resolution umzuändern. Ich bitte, die Rotverordnung der Regierung zu besläligen und demMehrheitsa isschutz» anträg zuzustimmen. Abg. Jost (Bbd.): Die Mehrheit des Hauses dürfte nunmehr überzeugt sein, daß die L. K. fein Verschulden trifft (Widerspruch links.) Die Einführung von Zuchtvieh liegt zweifellos im rAllgemeininteresse, wenn das Vieh nicht degenerieren soll Redner polemisiert dann gegen jfoie Linke und 'stellt fest daß heute auch der Bauer, und namentlich die Bauersfrau, 16 Stun» 'den arbeiten muh. Man sollte doch froh sein, dah die Dauern heute Geld haben. Dei der unseligen Steuergesetzgebung wird bald die Zeit kommen, da die Güter wieder belastet werden müssen. ^Interstühen Sie unseren Antrag, dann beweisen Sie am besten Ihre Dauernfreund- lichkeit. Damit schlieht die Debatte. Ss folgt Abstimmung. Zuerst wird abgestimmt über den Antrag d. Helmolt: „Der Landtag wolle beschliehen, die Dalutaschuld der L. K. auf die Staatskasse zu übernehmen." — Da das Haus schwach beseht ist, wird bor der Abstimmung eine Pause gemacht. Aach der Pause verkündetPräsident Adelung, dah auch über den Minderheitsausschuhantrag namentlich abgestimmt werden soll. Der Antrag des Ausschusses, die Regie- rungsvo läge betr. Erteilung unbeschränkten 11m- lageiechts an die Landwirtschaftskammer ab- zulehnen, wird angenommen. Der Antrag v. H e l m o l t, die Schuld auf die Staatskasse zu übernehmen, wird In namentlicher Abstimmung abgelehnt mit 42 gegen 19 Stimmen. Die Regierungsvorlage sieht vor: Zur Abbürdung der Schuld, die die Landwirtschaftskammer während des Krieges durch Die Pforte öes Paradiese;. Roman von Ingeborg Dollquartz. Brrethfigte Ueberfefcung au» b m Dänischen. 22. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) »Inger ist doch so viel jünger als ich," wandte Rora halb beleidigt ein. „Sie kann sich wohl ein Urteil von mir gefallen lassen. Ich sage es ja nur zu ihr selbst — aber Inger hat den leichten Sinn, an dem alles abprallt. Ja, du bist eine glückliche Frau, und jetzt seid ihr gar noch wohlhabende Leu e geworden, und du bist noch! dazu kräftig und gesund." „Das bist du doch auch, Tante Rora," wandte Inger ein. ■3d> kräftig? Ich, die dauernd an Schlaflosigkeit leidet! Es ist einfach grausam von dir, das zu sagen, Inger. Es gibt Rächte, in denen ich kein Auge schließe." „Wer, liebste Rora!" rief Base Malwine, die Herei ^gekommen war. um sich zu verabschieden. „Das kommt nur daher, wcil dein Operngucker viel zu gut ist — viel zu gut. Du kannst ja den Leuten gegenüber gerade in die Zimmer sehen. Es 'bat viel zu viel Reiz für dich zu beobachten, was sie machen. Richt wahr. Inger, das ist eine schreckliche Gewohnheit, die Rora angenommen hat — Wenn sie nicht gleich em» schlafen tann, setzt sie sich mit ihrem Operngucker ans Fenster und beobachtet die Leute — beobachtet sie — ja, beobachtet sie! Davon wird man nicht schläfrig, Inger — nein, das wird man nicht — das wird man durchaus nicht." Tante Rora war nahe daran, vor Wut zu bersten, aber sie beherrschte sich bod) einiger- Einfuhr von Zuchtvieh (Rinder und Ziegen) aus der Schweiz eingegangen hat, darf die Land- wirtscbaitstammer eine Sonderumlage erheben mit der Maßgabe, dah a) Verbandsangehörige mit einem umlage- pflichtigen Vermögen (Artikel 2) unter 5000 Mk. von dieser Sonderumlage frei zu lassen sind, und b) für den Ausschlag dieser Sonderumlage, die ebenfalls auf 1000 Mark des der Umlage unterliegenden Vermögens auszuschlagen ist, folgende Stufen für das umlagepflichtige Vermögen gebildet werden: 1. Stufe: Vermögen von 5 000 bis 50000Mk.einschl. 2. „ : „ über 50000 „ 100000 „ „ 3. „ : „ „ 100000 „ 200000 „ „ 4- „ : „ „ 200000 „ 300000 „ „ 5. „ : „ „ 300000 „ 400000 „ „ 6. „ : „ „ 400000 Mark. Die Umlage ist innerhalb der genannten Vermögensstufen derart auszuschlagen, dah innerhalb der 2. Stufe eine Erhöhung um 1 Prozent » „ 3- * solche . 2 „ . . 4. „ „ „ „ 3 „ „ . 5- . „ . w 4 „ für die 1. Stufe festgesetzten Ausschlags der Sonderumlage entfällt. Die Umlagen werden für je 100 Mark des aus volle 100 Mark nach unten abgerundeten Der- mögenswertes (Artikel 40) Abs. 1) erhoben. Der Antrag des Ausschusses hierzu lautet: a) in seiner Mehrheit: „Annahme unter Streichung des Absatzes unter den Worten „für den Ausschlag" bis zu den Worten „Sonderumlage entfällt" der von der Regierung während der Ausschuhfihungen zurückgezogen wurde:" b) in seiner Minderheit: „Annahme unter Wiedereinführung des zurückgezogenen Absatzes b, jedoch mit Festsetzung der Steigerungssätze von 10 Prozent in der 2. Stufe, von 20 Proz. in der 3. Stufe, von 30 Prozent in der 4. Stufe, von 40 Prozent in der 5. Stufe, von 50 Prozent in der 6. Stufe", und für den Fall der Ablehnung dieses Antrages, die Steigerungssätze der Regierungsvorlage (1 bis 5 Prozent) zu beschliehen. Zu den Anträgen und Vorstellung des Konsumvereins Diebelsheim: „Dieselben für erledigt zu erklären." Ueber den Minderheitsantrag wird ebenfalls namentlich abgestimmt. Der Antrag wird mit 36 gegen 26 Stimmen abgelehnt. Der Antrag der- Ausschußmehr- Helt wird angenommen: also die Regierungsvorlage ohne die darinvor- geschlagene Staffelung. Der Antrag Köhler, die Regierung möge darüber wachen, dah von dem Umlagerecht der Landwirtschaftskammer erst dann Gebrauch gemacht wird, wenn alle anderen Mittel zur Tilgung der Schuld (besonders auch ein Zuschuh des Reiches) erschöpft sind, wird angenommen. Die Vorstellungen werden für erledigt erklärt. Das Gesetz wird alsbald auch in zweiter Lesung nach diesen Anträgen erledigt. Für die Kleinrentner. Es folgt Beratung der Regierungsvorlage, betreffend die Unterstützung notleidenden Kleinrentner. Qtbg. Delp (Soz.) erstattet Bericht. Das Reich hat bekanntlich einen Betrag für diese Zwecke zur Verfügung gestellt. Der für Hessen in Betracht kommende An- teil an den 50 000 C00 Mk. beläuft sich auf 1 021 378 Mk., der uns unter der Bedingung zur Verfügung steht, dah das Land und die Gemeinden zusammen den doppelten Betrag aufwenden. Der Berechnung liegt noch die alte Orts- Haffeneinteilung zugrunde: die neue wird erst bei späterer Verteilung berücksichtigt. Die Regierung ersucht, den gleichen Betrag, also 1 021 378 Mark, zu Lasten des Rechnungsjahres 1922 zu bewilligen. Sie wird alsdann diesen Betrag in den Voranschlag von 1921 einstellen und behält sich vor, über den für das kommende Rechnungsjahr benötigten Betrag dem Landtag Vorlage zu machen. Aeuherst erwünscht wäre es in Anbetracht der auhenordentlichen Rot der Kleinrentner, wenn der Finanzausschuh des Landtages zu dieser Ausgabe gemäh Artikel 56 der hessischen Verfassung vom 12. Dezember 1919 ermächtigen würde, damit die Auszahlungen an die notleidenden Kleinrentner alsbald beginnen könnten. Der Finanzausschuß hat bedauert, dah für die Kleinrentner nicht größere Mitte! zur Verfügung gestellt werden konnten und hat die Regierung ersucht, für das Jahr 1922 im Etat nach Lage unserer Finanzen mehr Mittel einzustellen. Zum gleichzci.tg zur Beratung stehenden Antrag Dr. Osann und Genossen: Die Regierung möge Auskunft geben über die Verteilung der vom Reiche bewilligten Mittel und wei.ere staatliche Mi.tel zur Verfügung stellen, beantragt der Aus schuh, diesen Antrag durch die Regierungsvorlage für erledigt zu erklären. Abg. D. Dr. Diehl (Dtschntl): Der Vorredner hat auch die Sozlalrenmer erwähnt. Ich bin natürlich der Ansicht, dah auch diesen gemäßen, als ihr Inger beruhigend die Hand auf den Arm legte. .Ja. Leute, die so baumstark sind, begreifen nicht, dah andre leidend fein können," sagte sie spitz. Gleich darauf verabschiedeten sich die beiden Damen, und die Kinder gingen zu Bett, während der Hauptmann und Frau Inger noch lange beisammen sahen und Pläne machten, wie Tante Ellinors Geld am besten und am nützlichsten für sie alle zu verwenden sei. Und gewisser- mahen konnte Inger ihren Mann ganz gut be- I greifen. Der Eif^r dieses gewtegten Gesch f s- mannes hatte ihn angesteckt. Er fabelte bereits davon, wie er selbst das Haus, das gekauft werden sollte, „verwalten" werde, so dah es ein Musterhaus sei. Hier meinte er, habe er nun vielleicht endlich einen Platz gesunden, wo er wirklich von 9?uuen fein könne. Der Trübsinn und der Mi'stnut des Hauptmanns waren vollständig verschwunden, und er zeigte sich so lebhaft und hoffnungsvoll, wie ihn Inger noch niemals g sehen fyl'te. Sie konnte nicht anders, sie mujte sich darüber freuen, und doch gab es ihr einen Stich durchs Herz, so oft sie seinem eifrigen Blick begegnete, und ganz verwirrt fragte sie sich selbst, ob ihnen wirklich seither nichts als das Geld gefehlt habe. Achtes Kapitel. Frau Inger war auf dem Heimweg: sie hatte eine Besorgung in der Stadt gemacht und entschloß sich nun, zu Fuß nah Haufe zu gehen. Jetzt, wo sie nicht mehr durch ihren Musikunterricht in Anspruch genommen war, hatte sie ja Zeit dazu, und sie sehnte sich danach, einmal allein mit ihren Gedanken zu fern Holsen werden muß, aber man solle dabei bedenken, daß hinter den Sozialrentnern die Organisationen stehen und helfen. Richt so bet den Kleinrentnern. Diese sind seinerzeit durch Arbett, nicht etwa durch Wucher oder dergleichen hoch getommen. Heute droht ihnen nicht nur der materielle, sondern auch der geistige Zusammenbruch. Einen Weg gäbe es jo, ihnen zu helfen, nämlich die ßeute, die die Revolution gemacht haben regreßpflichtig zu machen. (Widerspruch und Heiterkeit.) Das itzt aber sehr schwer, weil bekanntlich niemand die' Revolution gemacht hat. (Heiterkeit. Sehr gut!) Wir müssen also an Reich und Staat herantreten. Was hier gegeben werden soll, reicht doch bei weitem nicht aus. In Friedberg z. B. kommen aus den Mann 400 Mark Was will das bedeuten! Das sind die Diäten eines Abgeordneten für 3 Tage, (Llnruhe links.) Ich sage nicht, daß diese Diäten zu hoch srnd, wenn ich sie auch nicht brauche, ich sage nur, was bedeutet diese Hilfe dem Kleinrentner. (Zusttm« mung.) Ich erinnere mich, daß hier sehr scharf gegen das Ortsklassensyslem früher Sturm gelaufen wurde. Jetzt haben 'wir es hier wieder eingeführt. Wir sind ja unschuldig, es komnrt von Berlin, wo in den letzten Jahren ah die großen und bedeutsamen Gedanken geboren wurden. (Sehr gut!) Hier ist das direkt unmoralisch und unsittlich. Ich hoffe, daß die Zeit stommt, wo wir den Schrecken von dem Kapital überwinden und einfach nach sozialer Rotlage urteilen. Abg. Dr. Osann: Ich möchte absichtlich naheliegende Vergleiche unterlassen, ich stelle aber fest, daß hier im Hause die Rot der Kleinrentner allgemein anerkannt wurde. Das findet seinen Riederschlag in der Vorlage. Ich betrachte die bewilligte geringe Summe nur als, Probekapital, das dazu dienen soll, Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, welche wirklichen Summen erforderlich sind, um tatkräftig zu helfen. Ich freue mich, daß in Darmstadt der Anfang gemacht wurde und auch die Kreise erfaßt werden, die sich nicht von selbst an die Wohlfahrtsämter wenden. Wir werden im Laufe der Zeit zu einer erheblichen Vergrößerung der Summe kommen müssen und auch zu einer Vergrößerung des Kreises ber zu Unterstützenden. Ich bitte, den Ausschußantrag an» zunehmen. Abg. Frau Hattern er (Ztr.): Die Zuschüsse der Gemeinden sind viel zu gering. Immerhin ist der Anfang gemacht und wir müssen sehen, daß wir im nächsten Jahr erheblich höhere Mittel erhalten. Abg. Dr. Büchner (Dem.): Auch wir stehen auf dem gleichen Standpunkte wie alle anderen Parteien des Hauses. Leider kommt die Hilfe viel zu spät. Abg. Delp (Soz.): Wenn die Regierungen das erforderliche statistische Material hätten, hätte man natürlich auf das Ortsklassensystem verzichtet. Richt alle Kleinrentner sind notleidend. Rur den letzteren darf geholfen werden. Auch wir sind der üleberzeugung, daß die bewilligten Beträge nur eine Abschlagszahlung darstellen. Wenn wir durchgreifend helfen wollen brauchen wir allein in Darmstadt 5 Millionen Mark. Der Ausschußantrag, Annahme der Regierungsvorlage, wird angenommen, der Antrag Osann für erledigt erklärt. Desoldungsfragen. Es folgt Beratung der Anträge der Abgg. Brauer u. ©en., Herbert, H o ff man n und Gen., Widmann u.Gen., Dr. Werne r u.Gen., Reiber u. Gen., Ebner und Rink, Herbert u. ®en„ die sämtlich die Beseitigung des Ortsklassensystems zum Gegenstand haben. Rach dem De ächt des Abg. Herbert (Ztr.) vertritt der Ausschuß grundsätzlich den Standpunkt der vollen Aufhebung der Ortsklassen und beantragt: 1. die Regierung zu ersuchen, auf völlige Beseitigung der Ortsklassen hinzuwirken, 2. die weiteren Forderungen der Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Abg. Dr. Werner (Dntl.): Es darf anerkannt werden, daß die hessische Regierung bisher in dem Bestreben, chie Ortsklassen zu beseitigen, ihre volle Schuldigkeit getan hat. Es ist zu hoffen, daß das auch in Zukunft allen andersgehenden Bestrebungen von Berlin gegenüber so bleibt. Die Teamten au’ den Lande sind dur h die CrtS.la fe.i schwer benachteiligt. Leider haben die Beamten auf dem Lande es versäumt, sich rechtzeitig stark zu organisieren und wirksam gegen ihre Benachteiligung anzukämpfen. Man sollte die rückständigen Zulagen den Beamten auszahlen. Wer es ehrlich meint mit der Landbevölkerung, muß sich dafür einsehen, daß das Land wieder ein bodenständiges Beamtentum erhält. (Bravo!) Abg. Reiber (Dem.): lieber die zur De- bette stehende Frage ist das Haus sich einig. Den Ausführungen des Vorredners zur Beseitigung des Ortsklnssensystems ist durchaus zuzustimmen. Der Aus schuß an trag wird angenommen. Kleine Vorlagen. Es folgt Beratung des Antrages Rink und Ebner (K. P.D.), die Bereitstellung von 100 Während sie aus alter Gewohnheit rasch durch die engen Gassen schritt, überlegte sie sich, ob sie nicht doch ihren Unterncht wieder aufnehmen sollte. Im ersten halben Jahr nach Tante Ellinors Tod hatte sie sich wie ein (Kind über die Ferien ihrer Freiheit gefreut, aber bald vermißte sie die Einnahme. Die Dumme, die sie dadurch entbehrte, war durchaus nicht so klein. Es waren doch immer achtzig Kronen im Monat, und bxnn auch die Erbschaft einen schönen Zuschuß za den monatlichen Cinn-ahmen g b acht hatte, so reichte das doch nicht weit, toerm sich die andern Einnahmen dafür verminderten. Orla kostete nicht wenig. Wenn er auch seither nicht viel mehr als seine Kleider and sein Taschengeld verdient hatte, so war es doch besser gewesen als gar nichts, und seit Tante Ellinors Tod hatte er keine Stelle mehr. Da'-um war er aber de:rnoch nicht müßig gegangen; nein, er hatte plötzlich entdeckt, daß er, wie er sich au ^drückte, „eine Goldgrube" in seiner Stimme habe, wenn diese ausgebildet werde, älnd da der Hauptmann letzt, wo Geld ins Haus gekommen war, sich nicht für berechtigt hielt, sich dem zu totberfe'.en, so hatte Orla angefangen, bei einem der tüchtigsten, aber auch teuersten Gesangslehrer der Stadt ÜInterricht zu nehmen. Der Lehrer hatte dem Jungen das Blaue vom Himmel herunter versprochen, wenn er nur fleißig und geduldig sei — zwei Eigenschaften, die jedermann, der Orla kannte, zuletzt bei ihm gesucht hätte. Frau Dvrris ärgerte sich ein wenig über das viele Geld, das diese Ausbildung kostete: sie hatte längst vorausgesehen, daß auch dieses Gelüste Millionen Mark für Zuschüsse an Städte und Kreise betreffend. — Der Ausschuß beantragt Ablehnung. Abg. Rink begründet seinen Antrag, zu dessen Verwirklichung der Besitz leicht herangezogen werden könnte. — Es sprachen hierzu noch die Abgg. Widmann, Dr. S ch i am (der darauf hinweist, daß derart undiskutable Anträge das Haus unnütz aufhalten), Delp und Rink (wiederholt), Glaser. Der Antrag wird abgelehnt. Desgleichen die Anträge der K.P. D., betr. soziale Weihnachtsbeihilfe für Erwerbslose und betr. die Entlohnung der Holzhauer. Zum Antrag der Abgg. Hoffmann-Seligen> stadt u. Gew, betreffend StreuauSgabe aus der staatlichen Waldungen, beantragt Abg. Widmann namens des Ausschusses Erledigterklärung. Der Antrag wird angenommen. Darauf vertagt sich das Haus auf Donnerstag V2K) Uhr. — Schluß U/2 Uhr. Auf Veranlassung des Landtagspräsidenten machte der Staatspräsident heule im Vorstand und Aeltestenrat des Landtags vertrauliche Mitteilungen über die Verhandlungen der Minister der Einzelstaaten mit der Reichsregierung in der Angelegenheit der Reparations,orderungen der Entente. Aus Stabt und Land. Gießen, den 30. März 1922. Wettervoraussage für Freitag: Wollig, meist trocken, kühl, wechselnde Winde Durch eine ostwärts ziehende atlantische Depression wird der über Mitteleuropa liegende hohe Druck geschwächt. Es ist wieder mit Zunahme der Bewöllung, doch meist trockenem Wetter zu rechnen. ♦ * Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden am 25. März 1922 die Polizeiwachtmeister auf Probe: Wilhelm Thomas aus Darmstadt, Valentin Vierhe11er aus Brensbach t O., Emil Rhein aus Rhein-Dürkheim (Kr. Worms), Albert ©alle aus Zuffenhausen (Oberamt Ludwigsburg) zu Pvlizeiwachtmeistern bei dem Polizeiamt Offenbach mit Wirkung vom 1. April 1922. — Ernannt wurde am 27. März der außeretatmäßige außerordentliche Professor an der Landes-Universität Dr. Alfred Brügge- m a nn zu ®teßen mit Wirkung vom 1. April 1922 ab zum ordentlichen Professor für Oto- Rhino-Laryngologie und zum Leiter der Klinik für Ohren-, Rasen- und Halskrankheiten an der Landes-Universität Gießen. — Ernannt wurden am 27. März die Polizeiwachtmeister auf Probe: Erich Jung aus Wiebelskirchen (Kreis Ottweiler), Bernhard Kaiser aus Bannberscheid (Kreis Unter Westerwald), Heinrich Kraft aus Schotten, Heinrich Pfaff aus Offenbach a. M., Karl Schmidt aus Strebendorf (Kreis Alsfeld), Karl Wagner aus Offenbach a. M. zu Polizeiwachtmeistern beim Polizeiamt Offenbach mit Wirkung vom 1. April d. I. an; Heinrich C 0 nte aus Dreieichenhain (Kr. Offenbach), Karl Hahn aus Gießen, Philipp Schäfer aus Elmshausen (Kreis Bensheim), Emil Schlang aus Limbach (Kreis Obertoeftertoalb), Willy Seu - p e l aus Pforten bei Gera zu Polizei Wachtmeistern beim Polizeiamt Offenbach mit Wirkung vom 7. April d. I. an; Alfons P a - z i a n aus Colmar .Georg P r e u ß aus Marienwerder zu Polizeiwachtmeistern beim Polizeiamt Gießen mit Wirkung vom 7. April d. I. an * Heber den Reubau eines physiologischen Instituts in Gießen hat das Landesamt für das Dillungswesen dem Landtage eine Vorlage zugehen lassen, in der es u. a. heißt: Die Regierung hat in Kapitel 136 unter Titel 4 die erste Rate der auf 4 800 000 Mark veranschlagten Kosten für den Reubau eines vhy- siologischen Instituts zu ©ießen mit 1 000 000 Mk. eingestellt. Rach dem Gang der Preisbildung steht zu erwarten, daß bei der ständig zunehmenden Teuerung sehr erhebliche Mehrkosten entstehen, wenn die Inangriffnahme des als nötig erachteten Reubaues bis hinter den Zeitpunkt der Annahme des Staatsvoranschlages 1922 zurückgestcllt werden muß. — Zur sachlichen Begründung der QIn= forberung ist im Staatsvoranschlag das Rachstehende ausgeführt: „Das Interesse der beiden medizinischen Fakultäten der Universität und ihrer Studierenden läßt es schon seit Jahrzehnten dringend wünschenswert ersch inen, das physiologische Institut in die unmittelbare Räe- der Kliniken zu verlegen: die ungeahnte Entwicklung des Forschungsgebietes der P.ch cologte (iheite.Ddiere nach der Seite der Biochemie) macht bei den Raum Verhältnissen des seitherigen Insti Utes den Dew bau (der bereits vor dem Kriege projektiert war) unmittelbar nötig. Ein Aufschub ist aber vor allem um deswillen nicht angängig, well die bald wieder ein Ende finden werde, und was dann? Orla war nun zwanzig Jahre alt, und es ging doch nicht an, ihn so immer wieder vom einen zum andern abspringen zu lassen. Sie hatte ihn schon oft ihrem Mann und Rora gegenüber in Schutz genommen, aber nun fand sie bald auch leine Entschuldigung mehr für seine Unbeständigkeit. Und Mogens ängstigte sich auch, wenn auch . in andrer Weise. Auf die Erbschaft hin hatte ihm sein Vater versprochen, er dürfe nach den Sommerferien In den Offizierkurs eintreten. Daraus freute sich nun der Junge unbändig, aber Inger konnte sich nicht vorstellen, wie das Geld neben Orlas teuren Singstunden dafür noch reichen sollte, und es schnitt ihr tief ins Herz, wenn sie nur dachte, der liebe pflichtgetv-ue Junge könnte eine Enttäuschung erleben müssen. Ellen war ja auch noch nicht fertig. Wenn sie im Juli ihr Examen gemacht hatte, was sollte man dann mit ihr an- fangen? Sie hatte so viele ausschweifende Gedanken. daß sie sich wohl schwerlich darein finden würde, eine Stelle auf einem Kontor anzunehmen und das Mädchen und schäftigt dah in zu lassen — das Hauswesen hatte für sie nicht Den gering- sten Reiz — dazu wollte sich Inger auf keinen Fall verstehen. . Sie mustte läch-ln b irn Ged-m'en, tote ost schon ihr „heller, I i hter Sinn" g rühmt Worten war. well sie sich niemals beklagte. Ließ sie sich nun nicht durch diese h'uslihen Kümmernisse den schönen Spazie'ga"g in dem herrlichen Frühlingswetter verderben? (Fortsetzung folgt.) UebetfaTTung der freiwerdenden Häume De« alten physiologischen Institutes an das im gleichen E^bäude mit ihr unte^gebradjic landwirtschaitliche Institut die einzige Möglichkeit Darf teilt, dem letzteren endlich zu ordnungsmätziger Arbeits- gelegen beit zu verhelfen." •• Gendarmerie-Kreis-Kom- miffar. Die an den Amtssitzen der hessischen KreiLämter befindlichen seitherigen Gendar- merie-KreiS-Oberwachtmeister führen ab 1. April 1922 den Titel Gendarrnerie-KreiS- kommissare. ' Die Ortsgruppe Dieven deS AeichSbundeS deutscher Technik und derTechnischeVerein Steven bs ch'ig'.en dieser 2ogc die neu erbaute und jetzt voll in Betrieb befindliche Tabak- und Zigarren- sabrit der Georg Philipp Gau 21. (S. Der Rundzang durch die Fabrik, deren Entwarf und 'Boulet ung in den Händen te3 vpezütt- archtlekten Baamci iers Wilhelm Ä ö ft e r aus Herford log, begann in den hellen, luftigen De- schästsräu nen, in denen die Tele.chonze t ole und die elektrischen Schwa chstromeinrichtungen für Hupenatruse in allen Teilen der Fabrik besonderes Interesse erregten. Gr führte dann nacheinander durch die Zigarren-, RauchtabU- und 5V uiatcfab ct u gen. durch P ipi r!a;er, Druckeei, 25erfa ibabtei ung. Arveiterwasch- u d Ssxlsc- läume ng, bic Sovenküche und manche anZ>?re Einrichtung der 5tau- tabalabtei'u g, die Wasch- und Spei eraume, sowie die sanitären Anlagen. tyornotijen. — TageS ka lendet für Donnerstag Turnhalle (Oswaldsgarten), 6 Hijr: Dis- marck-Gedeirt feier der Deutfchnationalen Volks- partei. — Asloria-Lichtsptele, ab b^tte bis eln- schtievlich ©ojintog: ,Vor den Fit "Len Her Sott» dohs" und .Der Stolz der Familie". — Lichtspielhaus, Bahichofsl ratze: »Das indische Grabmal." — 3 m Eaf 6 Ernst Ludwig findet am Freitag ein Ehrenabend für die Hauslapellc statt, an dem die Herren H e l l b o r n und D e ch st e i n vom Stadttheater mitwirken. Landtrci« Gicftcn. • Hausen bei Dieven, 29. März Das Fest der goldenen Hochzeit begehen am 2. April die Shelente Konrad Schäfer I. und Frau Sophie Schäfer geborene D ö p p. y. Mainzlar, 29. März. 3m Mülle» schen Saale fand die Einweihungsfeier der Ehrentafeln des Gesang - und Turnvereins statt. Beide Vereine haben je eine künstlerisch ausgeführte Ehrentafel mit den Namen der 17 Gefallenen herstellen lassen und sich zur Einweihung vereint. Der große Saal war von den Angehörigen der Gefallenen dicht besetzt. Nach der Eröffnungsansprache durch den Dorf tzenden des Gesangvereins, Kreiling, sang der Derein: „Wie sie so sanft ruhen". Der Vorsitzende des Turnvereins, Klingelhöfer, nahm dann die Enthüllung vor. Dekan G u h m a n n h.elt die Gedächtnisrede. Nach dem gemeinsamen Lied: „Ich hatt' einen Kameraden" sang der Verein noch zwei ernste, schöne Chöre: „Die Sonne sank", und „Matrosengrab". — Mit einer Kollekte für die deutschen Gräber der Gefallenen im Auslände, zu der Herr Weller aufrief, fand die ernste Feier ihr Ende. y. Saubringen, 29. März. Gestern feierte Zigarrenfabrikant Heinrich Walter mit seiner Frau 21. Elisabeth geb. Hilberg das Fest der Silbernen Hochzeit. St reib Alsfeld. HMücke, 29. März. Für dieses Frühjahr war die Walzung derStrahebiszum Burgwalde vorgesehen und ein Teil des Steinmaterials bereits angefahren. Nun stellt sich aber die Beschaffung des Materials so hoch, daß die Herstellung der Straße vorerst noch verschoben werden muh. SVrcx» Schotten. hg. Ulrichstein, 27. März. Vergangene Woche fand die diesjährige Hauptversammlung des Ulrichsteiner Zweig- Vereins vom V. H. C. statt. Die sehr umfangreiche Tagesordnung wurde in nahezu fünfstündigen Verhandlungen erledigt. Die Neuwahl des Vorstandes ergab folgende Besetzung der Aemter: 1. Vorsitzender: Dr. Bruchhäuser, 2. Vors tzender: Tierarzt Weiski. Schriftführer: Pfarrer Hellwig. Rechner: Assessor Bachmann. Vertreter der Iugendgruppe: Lehrer Simon. 1. Beisitzer: Frau Forstmeister Ler, 2. Beisitzer: Schmiedemeister K. A p p e l U. — Der langjährige, verdiente Rechner Rendant Weiski, der eine Wiederwahl ablehnte, wurde zum Ehrenmitglied unseres Zweigvereins ernannt. — Der Vereinsbeitrag wurde auf 15 Mark erhöht. Kreis Lauterbach. rr. O u e d, 28. März. Ein Gedächtnis- mal für unsere Gefallenen ist hier errichtet worden. ES läuft auf einem Sockel pyramidenförmig zu und wird durch ein Eisernes Kreuz gekrönt. Im unteren Teile ist ein Schwert, umkränzt von Lorbeer und Eichenlaub, eingehauen. Auf der Vorderseite ist die Widmung der Gemeinde, auf den Feldern rechts und links sind die Namen der Gefallenen angebracht. Das Denkmal steht auf dem Friedhöfe und ist rechts und links von niedrig gehaltenen Eichen flankiert. Starkenburg und Nheinhcfscn. * Offenbach, 28. März. Als sich ein 15jähriger Hausbursche, der in einer Offenbacher Lederhandlung beschäftigt ist, einen Augenblick allein in dem Bureau befand, stahl er aus dem offen stehenden Kassen- schrank zwei Lausendmarkscheine. Er konnte der Tat erst überführt werden, als man die Tausendmarkscheine in dem Futter seiner Müye wiederfand. • Mainz, 29. März. Hunde-AuS- stellung. Der Verein der Hundefteunde von Mainz und ilmgegenb E. D. veranstaltet am Sonntag, den 9. April, in den Räumen des Städtischen Schlacht- und DiehhofeS eine große allgemeine Ausstellung von Hunden aller Rassen. Dem Verein steht eine große Zahl erster Khnologen zur großzügigen Durchführung der Veranstaltung zur Verfügung. Die bereits vorliegenden Meldungen versprechen einen guten Erfolg deS Unternehmens. 2llle Hunde werden in einer geräumigen, rund 1000 Hunde fassenden ^Hatte untergebracht. AIS Preisrichter fungieren nur erste anerkannte Fachleute. Kirche und Schule. • Freie Lehrer st eilen. Erledigt xfl eine mit einer evangelischen Lehrerm za besetzende Schulstelle zu Bieder, Kreis Oficnbod) and eine mit einem katholischen Lehrer zu besehende Lehrerslelle an der Voll^sch^ zu Dad-Rau- be Im, Kreis Friedl-erg. t. Ettingshausen, 28. März. Mit einem Lichtbildervortrag über „Land und Leute und die Mission In Neuguinea" schloß Missionar Schäfer seine Tätigkeit für die oberhessische VolkSmissivn in dem Kirchspiel EttingShausen-Hattenrod. Die Gottesdienste und die Vorträge waren gut besucht. Etwa 2000 Mk. an MissionSgaben und Erlös für Schriften gingen ein. i. Mücke (Oberhessen), 28. März. Gestern fand hier eine aus den Dekanaten Grünberg, Schotten und Alsfeld gut besuchte Pfarrvereinsversammlung statt. Ein Referat von Pfarrer Schick- Queckborn behandelte die staatsbürgerlichen Pflichten des Christen. Es fand allseitige Zustimmung, seine Drucklegung tm Kirchenblatt wurde beschlossen. Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg berichtete über die Landessynode. ES wurde die Gründung eines LandpfarrerbundeS zur Wahrung der standlichen und wirtschaftlichen Interessen der Landpfarrer angeregt. Man hielt diese Frage für so wichtig, daß sie zum Gegenstand der Verhandlungen der nächsten Provinzialversammlung gemacht werden soll. Eine Entschließung faßte die Bedenken gegen die Art und Weise, wie von der letzten Landessynode die kirchlichen Interessen des Landes im Gegensatz zu "den städtischen behandelt wurden, zusammen. )( SelterS, 29. März. Am «Sonntag abend fand im Wühnleschen Saale ein von der hiesigen Ortsgruppe des Evangelischen Bundes veoanstalteter Gemeindeabend statt, zu dem fast die ganze Gemeinde erschienen war. Hofprediger Widmann aus Gedern hielt einen eindruckZvvl en, st lienweise tiefergreifenden Dortrag über das baltische Märtyrertum. Die drei Teile des Vortrags waren umrahmt von verschiedenen Darbietungen des DclangverettrS unb Mädchenchors, die beide unter der Qcitung von Lehrer Häuser die einzelnen Chöre sehr tonrein und empsindungSvock zum Vortrag brachten. De- sonders gelang ein von beiden gcmcmiam gesungener Chor. Der OrtSgcistliche eröffnete, oe» grünte und regte am Sch utz eine Tellersammlung für die Ballenhilse an, die das schöne Ergebnis von 170 Mk. hatte. )( Usenborn, 29. März. Am Sonntag abend fand hier ein von Pfarrer und Lehrer veranstalteter Heimatabend statt. Der Octs- gclstttche hielt einen Dortraa. der au» CbroM und allen 11 künden sehr Liiere fante Einzelheiten ander Geschichte unserer Gemeinde bot. Der Abend war ftimmungsvo.l von gut dargebotenen Chören des Gesangvereins und der SchuMader unter der trefflichen Leitung von Herrn Lehrer Meininger umrahmt äfrchTtd)'? 9?ad)rid)ten. IsraellAellglonSgemeinde. Gottesdienst In der Synagoge (©Übanlage). Samstag, 1. April 1822: Dorado. 6.30. Morg. 9. Add». 7 und Z.40 Uhr. Is raell R e 1 i g t o n S - Vesei l f cha f ll Sabbatseier, 1. April 1922. Freitag abb. L25. Samstag vorm. 8.30. 'Aachm. 3.30. Sabbatausgang 7.40. — Wochengoltesdienst: morg. 6.45, adds. 6.00 Uhr Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter biefer Rubrik stehenden Artikel übernimmt ble Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) i Dietzen, 28. März Die Kinderzulaxen für Beamte. Vor einiger Zelt erschien tm .Anzeiger" ein Eingesandt, in welchem darüber geklagt wurde, bolj infolge der K i n berzu la gen Deine Beamte ihre Kinder unter 21 Jahren häufig zu Hanse hielten, anstatt sie. m» Erweichsieben zu schicken. Es intercfilert daher wohl, bah der Reichs^ nnzmini'ter bi dem Entwurf einer sechsten Ergänzung des B solcur.gsgefetzes vom 30. Ap U 1920 (Reichs tags Drucksache 3.01 vom 23„ d. M./ vorschlägt: tz 16 2lbf. 2 erhält sollende Fassung: Der Kiirderzuschlag wird jedoch für Ämter vom 14. bis 21. Lebensjahre nur gewährt, wenn sie 1. sich in der Schulaus bi l^ung ober in der Ausbildung für einen künftigen gegen Entgelt auszuübenden LebenSberus beflnben, ober wenn sie wegen körperlicher oder geistiger Gebrechen dauernd erwerbsunfähig fhib, und wenn sie 2. nicht eigenes Einkommen von mehr als 3000 Mt. jährlich haben. Begründet wird diese Aenderung wie folgt: „Die Gewährung von Kinderzufchlägen an Kinder von mehr als 14 Jahren ohne Rücksicht auf ihre Erwerbsfähigkeit hat beyu geführt, bah vielfach arbeitsfähige junge Leute vom Erwerbsleben zurückgehcrlten wurden, um nicht auf die Kinder- zutchläge verzichten zu müssen. Es erscheint deS- bolb aus volkswirtschaftlichen unb finanziellen Gründen geboten, die Gewähi-ung von Kinder- Zuschlägen für Kinder im Alter von 14 bis 21 Hahr en davon abhängig zu machen, bah die Kinder entweder sich noch In der Schul- ober Berufsausbildung befinden oder erwerdsunsähtg sind." tmd zeitweise garnicht zu haben. Da empfiehlt es sich, anstelle der teuren Eier Dl Oetker’s Milcheiweiß-Pulver zu verwenden. Dies ist natürliches, aus der Milch gewonnenes Eiweiß, ist nahrhaft und leicht bekömmlich, und eignet sich vorzüglich iur Bereitung von Pfannkuchen, Klößen, Kuchen, Torten u. s. w. Man verlange umsonst das Rezeptbuch „C." In den Geschäften. Weryi vergriffen, schreibe man eine Postkarte an : Dr. A. Oetker, Bielefeld. EZ Schellfisch (fabliau o. K. Seelachs o. K. heute eingetroffen bei Georci Wallenfels. Marktplatz 21 , gegen- über b. Engelnooih. Jl,ltü 7/ereinigte Handels- Lehranstalten Ql ESSEN Leiter: J. Kunzeimann Setters weg 73 Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer 2. Mal Beginn d. neuen 1 Schuljahres. Auskunft u. Anmeldung täglich bei der Hansa-Schu/e Selters weg 73 Tel. 821 oder 2770a Vogtschen Handelsschule Qoethestr. 32 TeL 2064 Prospekt frei Brrrchkrarike können ohne Overntion u. BernfSsiöruna gebellt werden. Lvrechftunden tn VUckcn bei Lenz. Bahn- hossbotel, nm 3. Avril von 9 btS 1 Uhr. 604D Ur med. Knopf, Spezinllirzts.Bruchleidcn Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. AuS den Waldungen der Stadt Dietzen, Bezirk deS Försters Bruck, Rödgen und zwar aus den Abteilungen 9,11,17,19, 20, 21,30, 37,38, 41.42. 45, 50, 54 fallen am: Freitag, den 31. März 1922, vormittags 9‘ Uhr beginnend, versteigert werden: 1,8 Rm. Eiche-Scheit 2 „ Fichte-Scheit 2 „ Eiche-Knüppel 2 „ Buche-5knüppel 16,3 w Kiefer- „ 18 „ Fichte- „ 348 . Eiche-Reistg 30 w Buche. „ 6,3 . Kies er-Knüppelre' stg 8,2 . Eichen-Stäcke 34.6 w Kiefer- „ 129,8 „ Fichten- „ Das Holz in den Abteilungen 11, 17, 20, 21, 37, 38 wird nicht vorgezeigt, vorherige Destchtiguna deshalb empfohlen. (3099B Zufammenkunst: Annervder Weg,7.Schneife. Giehen, den 27. März 1922. Der Oberbürgermeister. 2. D.: vr. Rosenberg. Letzte Holzversteigerung des Gräflichen Aorstamts Laubach. DienStag, den 4. Aprll nach Zusammenkunft IO1/« Uhr Im Saale des Solmser Hofs in L a u b a ch. I. au8 Revier Freienfeen Distrikt Wetterauerberg, Eichelgarten, Struth, Heinzeberg, Kreuzfeenerberg. Scheiter Rrn.: 140 Buchs. 2 Eiche: Knüppel: 60 Buche, 2.4 Fichte. 4,9 Lärche (Lattenholz), Stöcke: 43 Buche: Reifer- knüppel: 115 Buche, 7 Eiche. — II. Revier Gonterskirchen. Diflritt Hölzchen, Dirken, Wallen- berg, Brühl, Scheppmalsdickung. Scheiter Rm.: 4,3 Buche. 6Birke (Rundfcheit). Buche Rm.: 22 Knüppel, 20 Stöcke. 20 Reiferknüppel, 493 Stammreiser (z. T. Hainbuche), 403 Stück Dohnen- fläugen. — III. Revier Ruppertsburg. Distrikt Biberloh, Eichberg. Altengericht, Lauterbachs- wäldchen. Lenzesberg. Scheller Rm.: 380 Buche, 4,6 Birke (rund). 2.5 Kirschbaum (rund und beide zu Werkhol, geeignet), 7 Fichte (rund). Knüppel: 57 Buche, 14 Dirke. 99 Kiefer: Stöcke: 150 Buche. 11 Kiefer. 13 Fichte. Reiferknüppel: 49 Kiefer. Stammreifer: 60 Buche. Zopfreifer: 1058 Buche. Nutzscheiter Rm.: 2.7 Buche. 3 S:ück Duchenhau- ft Öde. — Kohlreiser unb Leseholz unter I. unb III flächenweife. Blau unterstrichene Nummern werden nicht ausgeboten. Händler find nicht zu- geiaffen 3171D Holzverfteigerung. Versteigert werden: I. Mittwoch, 5. April, aus den Do- manialwalddistrikten Wüstung 15 b, Fuchsbau 8 und Tannacker 7 b: Stämme: Kiefer 3. Klafie 3 Stück - 2,71 Fstm., 4. Kl. 2 Stück - 11,46 Fstm., 5. Kl. 11 Stück - 4.35 Fstm.. Fichte 5a Kl. 3 Stück - 1,51 Fstm., 5b Kll 12 Stück - 3,82 Fstm. — Nutzfcheiter: Kiefer: 23,5 Rm (verschd. lg.), Fichte 3 Rm. (3 Meter lang). — Nutzknüppel: Fichte 14 Rm. (3Meter lang). — Scheiter: Kiefer 322,7 Rm. Fichte 1. Kl. 8 Rm., 2. Kl. 22 Rm. — Reisig: Buche 7,5 Hdt. Wellen, Eiche 2,1 Hdt. Wellen, Kir-fche 8,0 Hdt. Wellen. Kiefer 38,6 Hdt. Wellen, Fichte 11,0 Hdt. Wellen. — Stöcke: Kiefer 132 Rm., Fichte 17,4 Rm. II. Donnerstag, 6. April, aus Rabenpfuhl 68, Schinderskops 22, Rehhecke 52 und 65, und Tempel 47: Stämme: Eiche 3. Kl. 4 St. - 3,96 Fsttn., 4. Kl. 22 St. - 11,59 Fstm., 5. Kl. 14 St. - 5,47 Fstm., 6. Kl. 6 St. - 0.73 Fstm.: Kiefer 3. Kl. 15 St. - 9,44 Fstm., 4. Kl. 22 St. 11,15 Fstm., 5. Kll 8 St. - 3,11 Fstm., Lärche- 4. Kll 1 St. - 0,74 Fstm., Fichte 3. Kl. 1 Sll - 1,06 Fstm., 4. Kl. 2 St. - 1,03 Fstm., 5a Kl. 2 St. - 0,75 Fstm., 5b Kl. 22 St. - 3,16 Fstm. - Derbstangen: Eiche 24 Sll 1,47 Fstm., Fichte 225 Sll 19,85 Fstm., 2. Kll 12 St. 0,54 Fftim - Nutzfcheiter: Eiche 2 Rm. (2,5 Meter lang), 23 Rm. (1,25 Meter lang), Buche 9 Rm. (1.25 Meter lang), Kiefer 14,5 Rm. (1,75 Meter lang), 6Rm. (1,25 Meier lang), Fichte 2 Rm. (3 Meter lang). — Nutzknüppel: Eiche 8,5 Rm. (2,5 Meter lang), Hainbuche 1 Rm. (1,25 Meter lang), Lärche 3,5 Rm. (3 Meter lang), Fichte 6,5 Rm. (3 Meter lang). — Nuyreisig: Fichte 10 Rm. — Scheiter: Buche 2. Kll 5,5 Rm., Eiche 2. Kll Jede 100. Dose mit wertvollem (feschenk V» (hem.Werft# Uibizynikj öC®A-Q ßlnlichfenbecg Engros'Vertrieb: KlinrelhötTer & Dtlgee> Drogen-Grouhandlung, Gießen. Ebcrv erkauf. Freitag, den 31. März 1922, nachmittags 4V, Uhr, soll em der Gemeinde gehöriger Eber meistbietend versteigert werden. Treis a.d. Lda., äm 27. März 1922. 7,8 Rm., Ecle 2 Rm., Kiefer 1. Kll 170,6 Rm., 2. Kll 28,5 Rm., Lärche 2. Kll 1,4 Rm, Fichte 2 Rm. — Knüppel: Buche 2. Kll 0,7 Rm., Fichte 2. Kll 1 Rm. - Reisig: 29,9 Hdt. Wei- len Buche, 28,2 Hdt. Mellen Eiche, 19,0 Hdll Wellen Kiefer, 0,6 Hdt. Wellen Lärche, 11,1 Hdll Wellen Fichte. — Stöcke: Buche 13,7 Rm., Eiche 13,4 Rm., Erle 1 Rm., Kiefer 1. Kl. 44 Rm., 2. Kll 3,6 Rm., Fichte 14,6 Rm., Lärche 1 Rm. Beginn der Versteigerung zu I. vormittags 9 Uhr im Distrikt Rabenpfuhl 68: zu II. ebenfalls 9 Uhr vormittags im Distrikt Wüstung. Das Holz in Fuchsbau zu I. und Rehhecke zu II. sowie sonst zerstreut sitzendes Hol; wird nicht vorgezeigt. Weitere Auskunft erteilen die Herren Fö^ter Seipp, Grotzen-Linden zu I. und Forstw.-- Afpirant Feller daselbst sowie Forstwart Hetz, Leihgestern zu II. 3168c Gietzen, den 29. März 1922. Oberförsterei Schiffenberg. Traütwein. fBürgermcifteret Denner. 3100 L> ÄMtz«! 120 Mk., 12 Mk. ßSüskind, Neuenweg 29. fr " ~ Trauringe fugenlos 333 — 585 gestempelt in großer Auswahl bei billigster Berechnung G. Gümblein, Meine Verlobung mit Fräulein Käthe Binz erkläre ich hiermit schon seit längerer Zeit für aufgehoben. öelntifl Söjomöer. Der Voranschlag der Gemeinde Rabertshausen für daS Rj. 1922 liegt vom 1. April 1922 ab eine Woche zur Einsicht offen. Einwendungen können schriftlich und mündlich vorgebracht werden. Es ift die Erhebung einer Umlage vorgefehen, zu der auch die AuSmärker beantragen haben. Rabertshausen, den 30 März 1922. Bürgermeisterei Rabertshausen. Reichhardt dünget fmroarAbaartner PiriMcher I«« gelbe Pfoten a. d. Siam Hek er l-ör., Hnndein. 156. Ientl. Wtederbr. erb '2'eL 9'or Ank. id. flerü. Wald- schnddt, Iriedrichstr. 14. Juw eher, »“TD Bruchstraße 19 11. — Etagengeschäft — flibt Kartcn- oberllcterteil L Tausche neg. ecöfartoffeln ab?Lchr.Ana. u. 03317 an ben G. Anz. erbet | Verm jeiungen"| t Pension Brandl bä i G, möbl. Zimmer mit zwei £ Betten. Gste Verpflegung SÖlütZZimmer zu verm. » r.v.9 Tchütreustrnkre 9, | Mletgesüche Kaufmann sucht per 1. April eiWes Heines inööiieites ZiNmr. Schr. Angeb. unt. 3148 an den Gieß. Anzeiger. Lehrerin sucht möbl. Zimmer. Schrift!. Angebote unter 03306 a. b, Giest. Anz. erb. Möblierte» Zimmer oer foiort in Nabe der Wilbelmstr. von Dauer- Mieter gesucht. Schrif:!. Ang, u. 03334 a. Gien. An-. Wohnungstausch Kassel—Gießen. auf 1. Avril ober später. Wobniingötallschgenehini' nung vom Wohnungsamt Kassel vorhanden. Näh. durch Herso, M. A.-E., Plpckstratze 5. 3131h 2 möbl. Zimmer nahe Goethestrage von Dauermicher gei. Schr. Ang. ». 03202 a. Oh en. An-. Geschäftsmann sucht 1-2 möbl. Siinmci’. Schrift!. Angeb. unter 03313 an den Gieß. Anz. Dame sucht für sofort gut möbl. ruhzgeS 3 i bh ni e r. Schrift!. Angeb. unt.03301 an den Gien An-.erbeien. Dame sucht H-Zimir-Woh Evtl, tausche mit .3 Zimmern. Schriftl. Angeb. u. 03304 an den O)ien. An-. W oh nun astatisch. Sielt. Dame sucht geg. herr scheftl. u-Z.-Wohn. ‘.Bern- barg kl. Wohu. in tiieSen, nur i. gut. H., mögt. Van. ob. 1. St., elnmtanschon. Znschr. n.Hptm. a.D. König. Liebigitrasre 17.3167 Tausche meine schöne 2-Zimmer- Wobn. neg. eine gröbere, evtl. 3 Zimmer-Wohn. Schr. Angeb. nur. 03333 an b. Gieh. Anzeiger erb. MO Henkd's. MM ns fr Edelmetall-Einkauf- Zentrale.---- M preisen 03310 Holzheim, Oberhörgern, den 29. März 1922. 3150 Die Beerdigung findet Samstag, den 1. April 1922, nachmittags 2l/2 Uhr, in Holzheim statt. < 03335 -•'1 ■J"1 H Gießen, den 30. März 1922. M»! Die Beerdigung findet Freitag, den 31. März, nachm. 3V, Uhr, statt. Der Vorstand. 3169 1870-1920 ISteUenamebote sofort gesucht. 03305 mittags. 3145 3156 Der Vorstand. 03330 Rlnsland« 3153 später gesucht. zu verkansen 03324 gesucht. 3172 macher 03326 tritt gesucht. 3175 gesucht. 03328 zu verkaufen 03307 Wir suchen mehrere tüchtige Beilhletiiiei । der veredelten deutschen M1MMT ffWMFU8T*ti K R Zentrisuge.WLtr., preis' wert zu verkauf. Nähere- e 1 u Frau C-Schmidt, Ostanlage 38. H. Döring, NodHeimer Srr. 40. Tüchtiger, erfahrener Pm-a.MclsMm Gröh. LMsch lNunbaumi, rund od. oval, zu kauf. ges. Schr. Singet', u. 03291 an den G. Anz. Hof Ht-Iberf Nhaneen bei Lollar. Neuhof b. Leihgestern, den 28. März 1922. Blumenspenden dankend verbeten. für die Abteilung Damen-Konfektion Angebote m. Bild, Zeugnisabschriften, Gehaltsangabe erbeten.Stellung angenehm u. selbständig Gebr. Herrmann, Siegen! Gold-, Silber Platinbruch, Brillanten kauft ständig 1 zu Tagespreisen G. Gümbleiy Stadttheater Leitung: H. Steingoetter. Freitag, 31. März: 23. Freitag-Slbon.-Borst. Borneo und Hl!«. Anfang 7, Ende O3/« Uhr. der veredelten deutschen Landrasse abzugeben. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief sanft heute nachmittag 7 Uhr nach kurzer schwerer Krankheit meine innigst- geliebte Frau, Mutter unseres Kindes, unsere liebe gute Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Enkelin Frau Ottilie Ohly geb. Fenchel im 25. Lebensjahre. Familien Müller und Waydelin In tiefer Trauer: Wilhelm Gg. K. Ohly und Kind Wilhelm Fenchel und Familie, $erfd und Läufer I zu verkaufen 3163 > 2ÖUU. (Sulcr.Trelea/Ma. In tiefer Trauer: Frau Julie Kahn und Kinder. Heute entschlief sanft nach kurzem Kranksein unsere liebe Hedwig Elinor Müller tiefbetrauert von den Ihrigen. Das Hinscheiben unseres Alters» genossen Wilhelm Kahn zeigen wir an uub bitten um rege Beteiligung an der Beerdigung «Freitag, V-4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof). Sans Kyatz Brandgasse 8. konzesstouierte Bsandleih- Anstalt. Eine durchaus gewandte und sichere Stenotypistin zum 1. Mai oder früher gesucht, evtl, auch jüngere Kraft, wenn tüchtig. sieiD Angebote an Vereinigte Werke für Bahnmaterial A. G. Butzbach/Hessen Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsre Mitglieder von dem Ableben unsres langjährigen, treuen Sangesbruders Wilhelm Kahn geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet statt Freitag, den 31. März, nachmittags 3l ? Uhr. Mn mono nnö guter, cd. Familie, der die Landwirtschaft erlernen mochte, kann znm 15. April eintreteu. schriftliche Angebote unter 3065 an den (Micficiicr Anzeiger. Achtung! Alle ehemaligen Kolonial- Krieger Giehens und Umgegend treffen sich am Sonntag, den 2. April 1922 in der Wirtschaft : Lereae, Ludwigstrahe. Der Einberufer. Vorstellung 12—1 Ubr u. 6-7 Ubr nachmittags. Marburger Str. 5. Besseres Mädchen oder einfache Stube zum baldigen Eintritt MWMla NMm aegrflnOet 1884, | Kaufga»«cho | höchste preise für Gold- und Silber- gegcnstände, Ketten, Ringe, Bestehe, sowie zerbrochene Nbren aller Art erzielen Sie bei Uhr- sucht Stellung in einem guten Hause der ttonsettionsbranche für sofort oder später. Schrift! Angebote unt. 03213 an den Siehenrr Anzeiger erbeten. | Verkaufe j Beabsichtige Montag, den 3. Avril, vormilt. 11 Uhr, 2 trächl schivarzb. Kühe. 1 tracht. Simment. Rind, 8 schwarzb. Rinder, 17 Schafe, etL Schweine, 3 Ginne mit Brntetern. 1 Znchtgänser, gelbe Deutsche Dogge u. scharf. Hofhund öffentlich metst- bieiend zu verk. (302jD Schildwächter, Domäne Selgenhof, Polt Ulrichstein tOberhs. Mädchen tüchtig und ehrlich, bei hohem Lohn siir sofort ob. Tücht. Maurerpolier und Anzahl tüchtige Maurer nach Wetzlar sofort gesucht. 8u melden auf der Baustelle b. Stahlwerke Haderns* Röchling A.-G., Wetxlnr. H. Weimer, Hoch*, Tief* nnd Elsenbetonbaa 6. m. b. H„ Gießen. 3176 Ä. WWkü ob. junge Frau vormitt. 2—3Stdn. gesucht. 3166 Seltersweg 38 II. St. gesucht für Küche u.Haus. 3062 Iran Poppe, Lcihgeslerner Weg 13. Zwei tüchtige Biotm-, 5m® kaust zu -höchsten Tage-- HaushaTlungs-Nähmaschine und Schneidermaschine preiswert zu verkaufen. Stephanttr. 39II Dienstag nachmittag 4 Uhr verschied plötzlich und unerwartet nach langem schweren Leiden mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkei Wilhelm Kahn im 51. Lebensjahre. Mchen lch.Fran für tagsüber ob. ftunben« weise gesucht. 0i310 Gartenstraste 1511. Zum 1. ober 15. April tüchtiges, gewandtes Hausmädchen gesucht. Fran Dr. Wetzl, 2iebigitrai;e 32. 3068 Zwei fast neue Fahrräder preisivert zu verk. 03302 Kinzenbach Nr. 62. Zwei gebr. gut erhalt. Nähmaschinen Herrenstiefel braun, neue Sohlen, G' öste 40—41, und zwei weihe Kinderkleidchen für 13jähr. zu verkaufen O3Ä3_ viebigstraste 76 I. Fetner schwarzseidener Tamenmantel wen. gelt., Gr. 44. z. ort 03284 Löberktraste «6. _____Wetzlarer Weg 1L Eine doppelläufige Jagdflinte 16 mm, zu verkaufen. Schr. Angeb. mit Preis u. 03311 an den G. Anz. 2 gleiche Betten, 1 komplettes Bett, 1 Federbett mit Kissen, 1 Tisch, 2 Vertikos, fast neu, 1 Singer Nähmaschine, 1 Schneidermaschine, 1 Neanlator, 1 Gasherd, 2 Kinderwagen, Kleider u. Schube billig Gut empfohlener Haus> basische gesucht g:6S Oebr. Berdux BahithofstraDe. J. Wohlgeruch, 15 Neuen Baue 15. Kinderbett zu kauf. ges. Schr. Angeb. u. 03335 an den Gien. Anz. Frau Maternus, _______Klinikstratze 22. Mädchen einige Stunden tngl. ges. naus Goetbestraste 63 I. IieuftmsdAn fltfudit. Pcnnlon Schade, Bad Livpspringe bei Paderborn, m3I5 Arii.enieniiraüe 12 C. Ein ordentliches Mädchen Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Tochter, teure Schwester, Schwägerin und Tante Mhe Goffelmeyer im Alter von 25 Jahren nach jahrelangem, mit großer Geduld ertragenem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. 3n tiefstem Schmerz Die trauernden Eltern und Geschwister. Gießen lKrofdorfer Str. 9), Rastatt, den 29. März 1922. Die Beerdigung findet Samstag den 1. April nachmittags 2 Uhr von der Kapelle des Reuen Friedhofs aus statt. eaill Kaufs getragene Herren und Damenkleider, Wäsche, Möbel aller 91 rt und -adle die höchst. Preise. Wilhelm Schmidt, 03323 Kirckienvlatz 15. An- und Verkauf. Schutzmann! samStaii, 3 Uhr: t philojophenwali) und Damenverelo Babelsberger, u. Damen-Ver. Gabelsberger Sonntag, den 2. April, vormittags 9 Uhr: vezMs-vemelerMng: vormittags 11 Ubr: Sezlrks - DeMreldep in Wetzlar. tWF* Abfahrt ab Gietzen K16 und 10L0 vormittags, für Nachzügler 1.30 nach* Kolonialwaren- Grotzhandlung sucht zum Eintritt per 1. Mai 1922 eventl. auch früher einen Lehrling mit guter Schulbildung. Bewerbungen mit selbstgeschriebenem Lebenslauf unt. 3174 an den (Siebener Anzeiger erbeten.______ Büglerin gesM. Wäscherei Albacli, Lkrafdorser Str. 13. «3,37 Fritz Meister, Metzgerei, Selteröweg 57. In kleinen herrschaftlichen Haushalt wird bei angenehmer Stellung n. leichter 2lr beit in Kiiche und Hans gegen hohen Lohn ein durchaus zuverläss. Mädchen zu sofortigem Ein« Bruchstraße 19 II. nächst d.Goethestraße. — Etagengesch&ft — Lttebigstrahe 72 II. Eine WuiGim (Frigga) zu verk. 03290 Niegelviad 41. Gabelsberg. toograph.- Verßin 861 o. Dameover. Babelsberger. Freitag, den 31. März, abends 8'/r Ubr: Vereittsabend im ^Pottkeller". -»» 031. 3. 9 Ubr: Kglg. Sp. Vortrag Br. P. Ein prima Halbverdeck mit Geschirr zu verk. Schri'tl. Angebote unt. 03308 an den (9teg. Anz. wegen Ausgabe des Betriebs verkaufe sofort billig zwei Feder - Pritichenwagen mit la Verdeck, einsvänn. u. dovvelsvänn. gefahren. 03,80 K. Gerhard. BerSrod, Kreis Giesten. Zu verkaufen: 1 Warenschrank, I Regal, 1 Rüste, MariWMßiisssen, l Hafenstall u. mehrere grobe Stiften. 03289 E. Koch, Kirchenplatz 15. Zirka 20 bis 30 Zemner Koni- oder oinnh Weizen- ml 011 zu verkaufen bei 03314 Willi. Hahn IL, Annerod. ML B$h oer sofort tagsüber ober für ganz gesucht.° 3151 V. Benner, ______Bahnhonirane 40. Mädchen für Küche und Haus zum 1- ober 15. Avril gesucht. 03298 Frau (Haebler, Niegelvfad 30. 5 jg. Hühner zu verkaufen 03303 ^^zeichach H. Nr. 70c. 1 Schäferhund l'/s Jahr alt, u. 1,3 Enten au verkaufen. 01336 KirchtzerS Nr. 6.3, Kreis Marburg. Dackel, 1 I., wachs, u. fhv btfnr., n. i. Ban, sow. retnr- Disch. SchSferhnod zu vk. 03331 Asterweg 5« Ein offener Wagen mit abnehmbarem Bock und Notsitz, dovvel- auch einsvännig. in.Polslerung, modern gebaut, tieiblau, last neu. vreiöw. zu.verk. Job. Buhl, Wagenbäuer, 03320 Lang-Eöns. Lehren von der (Sntcnte über Sparsamkeit. Zu diesen Lehren zwingt uns schon Die eigene 71dl De» Heer und Marine sind Ersparnisse nicht zu machen. TDtr können aus diesen kleinen Schutz gegen nachbarliche Bedrängnife nicht verzichten Auch wir wünschen die allgemeine Olbnifiung Lasst sich aber Frankreich nicht dazu herber, so ersehne ich den Tag, an dem Deutschland wieder dasselbe Recht haben wird wie die anderen 7361* (er. Deshalb wollen wir die Reichswehr und die Marrne erhallen Mit der Erklärung der Rcmierung sind wir einverstanden und hassen, dass sie uns dem Ziel ein kleines Stück näherbringen werde. (Dettall.) Daraus wird die Wette, brratung abgebrochen. Rach Annahme des Geseyentwuries ür die 73erlängerung der Geltungsdauer der Demobil- machungsoerordnungen wird die Sitzung aus Donnerstag mittag 1 Uhr verlagL Schluss 3/xe ,W e st minster Gazette f.t>v ibt, die A t- vort Wirths, dass die Sri ul u ig der Forte ung nach 60 Milliarden neuen Steuern vol k mm en unmöglich sei, und dal die Ko trole de. deutschen Finanzen mit d-r Eh e der deu ' en Ration unvereinbar fei, fei unverrnetdlich gewesen. Deutschlan) sei ni hl (n der La re. Die an es gcflcll.cn Fordern gen vnll zu crful en. Der Geldmaekl lasse sich nicht durch Gefühle bewegen, und die Ansich' der Finanzw.Ir über Die Leistungsfähigkeit Deutschland fei In der Ab- wä t.dewegu g der Rkarl sofort -ach den Be- tar.nmv den e Forderungen ier Re a attt S- lommisiion zu n Au: Duck bekomm n. F üher o -er später wurden die Rationen zu der E nsch kommen, da') der Do'say, grotze und u.ibe imrnte Summen von Deulschla .d zu verlangen, von An- bereits zur Anmeldung gelangten Stücke zicm° i lich knapp ist. Am Devisenmarkt erfolgten bei! stillstem Geschäft mäßige Kursschwankungen. Frankfurt a. M., 29. März. Börsen- st i m m u n g s b i l d. Die gestrige Erklärung des Reichskanzlers über die Reparationsnvte sand oebührenbe Beachtung Aber die Unficherheit de Aufnahme feilend der Entente ries Zurückhaltung hervor Bemerkenswert war, dah die feste Grvndstimmung anhielt. Deutsche Petroleum 2450, plus 100 Proz. Benz 700, Rastatter Waggons | 830 Becker-Stahl 610. Julius Sichel 760, Brock- f;ued ca. 1410, Mansselder Äu;e 30 750—31 000. 72(ontanaflien waren im allgemeinen weniger beachtet, Maschinen- und Metallaklien vorwiegend fest. Autvwerte lagen ruhiger, Anilinwerte still Clektrizitätspapiere stellten sich etwas niedriger Im weileien Verlaufe wurde der Verkehr ruhi ger. Der Einhellsmarkt bewahrte seine feste Hal tung. Die Börse schloh ziemlich ruhig bei behaupteter Tendenz. Der Dollar bewegte sich zwischen 337, 333, 331. Privatdiskont 41/. Prozent fpd. Friedberg, 29. März. Die Brauerei Steinhäuher wurde unter Mitwirkung des Frankfurter Bankvereins und der Deutschen Vereinsbank in Frankfurt a. M. in eine Aktiengesellschaft umge- wandelt. Das Grundkapital beträgt Mark 2 600 000. Frankfurt a M., 30. März Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluh- Schluh- Schluh- Schluss- Kurs KurS Kurs Kurs Datum: 28.3 5°/ Dltch. KriegSanl. 7'-,50 4' „Dtsch. Reichsanl. 66 1C 3"»Dtsch.Reichsanl. 13 ,50 4e/0 Preuh. Konfols 76, - Hamburg-Patetf.. . 524,- Rorddeutscher Lloyd 400, - Comm.u.Privatbank 333,- Darmstädter Bank . 335, - Deutsche Bank . . . 604,- Disconto-Gesellschaft 494, - Dresdner Bank. . . 369,— Mitleid. Kreditbank. 307, - Rationalbank f. D. . 344,- Boch. Gußstahlwerke 130a,- Bud.-Eisenw.-Akt.. 1115, - D.-Luxemb. Bergw.. 1185,- Gelsenkirch. Bergw.. 12^7,- Harpener Bergbau . 1 10,- Oberschl. Eisenb -B. 1180, - Oberschles. Eisenind. 950,- Phönix-Bergb.-Akt. 1460,- Bad.Antlin-u. Soda 800, - Höchster Farbwerke 750,- Allg. Glektr -Ges. . . 900, - Selten & Guilleaume 1070,- Schuckert-Werke. . . 800,— Adlerwerke 605,- Daimler 570,- 4° 0 Hess. Staatsanl. 75, - Electron Griesheim 955, - Dtsche. Vereinsbank 2d. 3. 28.3. 29.3. 77,63 77,50 77,60 97.60 96 75 97 . 133,- 131,- 132 50 75,- 75,50 75,60 520.- 525, - 617,75 396.- 393 - 391,- 333,- 331,- 333,- 335, — 335, — 334,75 602, - 603, - 607, - 497, » 496'- 499*- 363,- 367,- 319,- 3u7,- 308,- 337, - 344, - 347, - 347, - - 1315,- 1808,- 1105,- 1088,- 1075,- 1195,- 1190,- 1190, — 1239 - 1238,- 1210,- 1930,- 1920,- 1900,- 116j,- 1170,- 1120,- 942 - 940,- 920,- 1440; - 1425,- 1433,- 80 ,- 799,- 7j9,75 '«59,- 759,- 747,- 876,- 889,- 855,- 1070,- 1080, - 1092,- 800,- 801,- 805, 614,- 619,- 606,- 585, - 5bO, - 574, - 75,- 74,60 74.60 955, - 960,- 950,- 243,— Berliner Devisenmarkt. fang an z u einem Fehlsch 1 ag verurteilt war - ..Daily Herald' schr ib, die Rede des deutschen Reichsla -z'ers leite Ne Alliierten am Vorab?nb von Genua einer neuen Reparationek isis gegenüber Fu bie sich immer wiederholenden Krisen gebe es keinen anderen Ausgleich als die Revision der F r i e d e n s v e r t r ä g e. Poris, 2'. Mä z (Ha a Aa^ ^ei heutigen Mcrgcnblättcrn g ben wir so', c iDe Pr s e- siimmen über die ge.irige Re e des da ch-n Re.ch?!a-zlerS wt de : Das ,3 0 j r n n ( 11.11t fest, es fei offcfi-ch lich. i1 le Red', ic en Wortlaut im Ci Verständnis mit den leitenden ©taatömärmern der Länder fe tgettcllt worden sei, sich besonders an England wende. Mar. befinde sich einem 01 f t der Agitation gegen übet. de, weit über die Grenzen D a'schlcinds hincrusgehe, und noch weit mehr bedeute als ein banales rhetorisches Dokument. Den Haurt or- derungen Der Entente stelle der Rrichstanzlcr ein kategorisches Retn g geaübec. Rach dem „G a u l 0 i s" e weckt die Rede des Kanzlers sehr stark den Eindruck, dah es sich um einen unversöhnlichen Zwei- kamps handele, der sich von nun an zwischen dem der Versprechungen müden Frankreich und einem entschlossenen Deutschland abspiele, das keinen Pfennig aus seinen Taschen hergeben wolle, auch nicht unter Bedingungen und in Fristen, die man ihm auszuerlegen beabsichtige. — Das „Cch 0 de Paris" meint, es unterliege keinem Zweifel, bah das deutsche Kapital noch eine größere Abgabe als durch die vorgesehene Zwangsanleihe entrichten könne. Es sei keinerlei Abgabe auf Kriegsgewinne erhoben worden. Gerade auf diesem Wege hätte eine energische Regierung das Gold finden können, um die Finanzen des Reiches zu verbessern. — Das „0 u t> r e" meint, aus der Rede gehe klar hervor, dah sich die Reichsregierung für den Augenblick damit begnügen werde, der Reparations- kommifsion mit Gegenvorschlägen zu antworten, dah sie aber Mf entschlossen sei, bad ganze Reparationsproblem der Konferenz von Genua zu unterbreiten. — Mehrere Zeitungen behaupten, die Reg crung Wirth fei niemals eine politische Grunotage gewesen für die Ausführung der Vorträge. — Der „R a - dika l" meint im Gegenteil, die deutschen Staatsmänner hätten mit mehr oder weniger gutem Glück versucht, s i ch ihren Verpflichtungen zu entziehen. Wirth lege augenscheinlich Wert darauf, die Stinnespartei zu schonen, aber er werde sich sehr schnell zu gesünderen Ansichten bekennen müssen. Für den „Homme l i b r e" ist Wirth nur ein Strohmann der pangerma- nistiscken Reaktion, die glaube durch Heberreoung wirken zu können. Frankreich könne nicht mehr nachgeben: selbst wenn Deutschland eine neue Revolution machen solle, werde mar darauf bestehen, dah es bezahle. Deutschland widersehe sich nicht mehr der Forderung Frankreichs, sondern dem Deschluh der Reparationskommission, also einem Organ der gesamten Entente. Wenn diese Angelegenheit auch, im Gegensatz zu den eingegangenen Verpflichtungen in Genua zur Sprache kommen solle, so könnten die Geld Brief Geld Brief 6J05.90 30.3. Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. Fr. $ 1.7.14. 125 40 59.20 88.80 117 80 88.80 117.80 97.80 125.40 23.80 Darum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Reuyork . . 28. 3. 1,52 0,78 1,44 16 32 1,17 Christiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helstngfors. . . Italien London . . . .. Reuyork. . . , . Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest . . . . Buenos Aires . "Bulgarien . . . 29.3. 1,57 081 1 46 16,45 1,16 7127 15 8838 85 685,70 1694,20 148 ,50 3)9,34 3035,55 6591^0 5230,25 4,52 614,65 37,64 122,05 227,25 7012,05 865 ,65 669,70 1686,70 1452,50 33 1,08 2.98,- 645 >45 5135,15 4,42 606,65 36,74 118,90 224,25 3,3) -,30 600 ,96 7112,85 882 ,15 684,30 169",80 1478,50 338,66 3029,45 6578,10 6219,75 4,48 613,35 37,56 121,75 226,75 3 33 -.29 6997 95 8641 5 660 30 1683 31 1U9,oO 329,42 2392 - 6 443,55 6124,85 4,38 615,35 36,66 llv,62 22.1,75 Züricher Devisenmarkt. 2 . r. 2782,20 2787,89 6394)0 r----- Marknotierungea. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 28. März. 2 ). Marz. Amstd.-Rotterd. 12837,15 12862,85 12547,40 12557,60 Brüstel-Antw. . 231 .15 2822,85 ------------ " ------60 6.05 Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. — 19^60 194.25 Deutschland .... 100 Mk. — L55 1» 8 Wien 100 Kr. — 0.06 0.G6 Alliierten doch dieses Organ, das sie auf der Grundlage der Friedensverträge vertreten, nicht verleugnen. Man muffe sich daraus beschränken, fest zu bleiben und keinerlei Verhandlungen anzunehmen. Darthou ftanzös'scher Führer für Genua. Parts, 28. Marz. (WTB.) Heute vormittag wurde im Ministertat beschlossen, dem Iustiz- minifter und stellvertretenden Ministerp äsidentea Darthou und neben ihm dem ilnterftaatd» fefretär beim Ministerpräsidenten Go trat die Leitung der französischen Delegation für Genua zu übertragen. Es sollen drei weit e r e Delegierte in einer besonderen Sitzung des Ministerrates am Mittwoch abend bestimmt werden, die aus wirtschaftlichen Kreisen gestellt werden sollen. Der Ministerpräsident hatte, tote Havas mitteilt, ursprünglich die Abiicht und den Wunsch, Viviani als Vertreter Frankreichs im Völkerbundsrat die Leitung der Delegation zu übertragen Viviani berief sich darauf, dah er, toenn er nach Genua gehe, es für seine Pflicht halten würde, dort zu bleiben, bis die Konferenz zu Ende fei, und dah seine derzeitigen Obliegenheiten ihm eine derartige Abwesenheit unmöglich machten. Der Landesparke'tag der Deutsck>en DolkSparlei in Giehrn. Darmstadt, 28. Mär-z De Ab'iHt Den diesjährigen Landcsparteltag der DealschenVolkspartei am 29. und 30. April in Mainz abzuhalten, stöht auf Schwierigkeiten, die in den Verhältnissen im besetzten Gebiet begrünDct liegen. Der Geschäftsführende Ausfchuh der Deut chen Volksparei Hessens ljat deshalb in. 1 einer letzten Sitzung beschlossen. Den Parteitag am Samstag, 6. und Sonntag, 7. Mai in (Ziehen abzuhalten Prag 100 Kr. — 9.30 9. <7 Paris ........ 100 Fr. — 46.50 46.25 London ....... \ £ ™ 22.51 22. 0 Italien 100 2. = 26.10 26.15 Brüssel 100 Fr. «= 43.30 43.10 Budapest 100 Är. — 0.575 0.57 Reuyork 100 $ = 514.- 515.12 Agram 100 Kr. — 1L5 1.53 Warschau 100 Kr. = 0,13 0,12 Glänzt im Nu underhälf dieSthuh Nr. 76 Zweites Blatt Deutscher Reichstag. 197. Sitzung, mittag- 12 Uhr Berlin. 29 März 1922 Die Besprechung der Erklärung der Reichs, regierung wird sortgesetzt. Rachden Präsident Lobe daS Mihtr.iuens- Votum tec Deutfchnationalen befanntge;e6en hatte, führte Avg Marr (Zentr.) aus Sin Siezec hat das Recht, Schadenersatz von dem Be:iegten zu fordern, aber er darf nicht in demselben Auaen- blicke, in Dem ec sein Recht geltend macht. Dem besiegten Volke Den Todesstoss verletzen Das tut die ReparationSnote Die Kontrolle u seres Haushalts können wir der Entente nicht zugestehen Gerade die Entente treibt mit dem deutschen Gie Botfchafter- trnftreTiz iltzie Entscheidung zurückgestelit hat. Die stärkste Militärmacht der 'Deck. Frankreich, wird in ihrem Vorgehen bestimmt durch die Furcht vor einem Angriff seitens Deu schlands, welches so DDl.tommen entwaffnet ist, dah eS kaum im Innern Ruhe halten kann Darum brauchen wir mit unlerer geschwächten Staatsgewalt eine Schutzpolizei, die imstande ist, Die Ruhe im Innern aus rechtzuerhalten. Die BehtUiptuTig, Deutschland habe nicht bezahlt und wolle nicht zahlen, ist ebenso falsch, tote dah Deutschland nicht entwaffnet habe und nicht entwaffnen wolle Deutschland hat bisher 45,6 Milliarden Doldmark gezahlt, mit Hmza- red/nung des Länberverlustes sogar weit über 100 Milliarden Auch diese Abrüstung ist eine Leistung von ungeheurer Gröhe. Wenn noch hier und ho Waffenfunde gemach! werden, so sind tas ledig!ich Reste, mit denen aber kein Krieg »u führen ist. Alle Bemühungen sind vergeblich, Die Darauf hinauslaufen, Kriegsgefahr z \ wittern, weil vielleicht ein Viertel der l&affen noch nicht abgeliefert ist. Deutschland ist letzt aufs äusserste geschwächt, während es bisher das Land war, das Europas Zstriltsatton erhalten Hal. Derma wird zweifellos für Ruhland manches iSnt- fch idende bringen. Wir werden an dem Wiederaufbau Russlands mttarbeiten. Deutschland bedarf aber, um seine Aufgabe des Wiederaufbaus erfüllen zu rönnen, einer Atempause, Die durch eine auliere Anleihe geschaffen werden kann. Der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen sehen wir mit Hoffnung entgegen. Der Osten Europas ist ntedergebrochen und mit ihm das unglückliche Land Oesterreich, dem wir herzliche Teilnahme entgegenbringen Deutschland muh mit aller Kraft feiner Stellung und seiner Arbeit gegen den eigenen Riederbruch ankämp- fen. Deutschlands Riederbruch wäre auch das Ende Frankreichs DeutseUand verlangt von den Rationen der Welt desbalb die Möglichkeit der Ausstellung eines Arbeitsplanes und einer Mitwirkung an dem gemeinsamen Wiederausbau. Das Zlctt ,Unverbrüchliche Einheit des Reiches und Kamps für Frieden und Aufbau" ist unS allen gemeinsam Hallen wir unS dieses Ziel der Einigkeit vor Augen. (Beifall.) 2lbg. D» "Breit fdfreiZ) (USP ) warnt davor, auch In so bewegter Stunde wie die jetzige, .Konzessionen an bad deutschnationale Heldentum zu machen Auch er verurteilt den Ton der ReparationSnote aufs Schärfste, genau wie er seinerzeit den Ton von Drestlitowsk gegeißelt habe, und weist daraus hin, dah Erleichterungen des Friedensvertrages nur In Genua erfolgen könnten und dah eine grundsätzliche Revision des Friedensvertrages nach einer dreivierteijährlichen Ersüllungspolitik noch nicht zu erwarten war. Wir heissen bie Ersüllungspolitik gut, weil wir nur aut diesem Wege zu einer Revision kommen formen. Die Ren wählen deS Reichstages, welche die Rechte angeregt hat, können uns feinen Vorteil bringen. Wir sind mit dem Reichskanzler einverstanden, dass er an dem System seiner bisherigen auswärtigen Politik nichts ändern will. Unsere bisherige Unterstützung seiner Steuerpolitik wird uns aber erschwert, wenn er in der Ausübung dieser Politik Wege einschlügt, die wir nicht zu gehen vermögen. Das Steucrfom- prvmih kann das bestehende Defizit nicht beseitigen, deshalb fordern wir die Erfassung Der Sachwerte und vor allem Sozialisierung des "Bergbaues. Zudem kann bei Heer und Marine noch gespart werden, desgleichen durch Beseitigung des ganzen Dundesstaatenwesens mit den einzelnen Regierungen und den einzelnen Parla- lamenten. Auch richten wir uns gegen den Unfug, dass in Berlin allein vier ^irlamenie sitzen Die Ersüllungspolitik muh fortgesetzt und die innerpolitischen Zustände so fundiert werden, dass nicht mehr die arbeitenden Klassen die find. welche die Lasten zu tragen haben. Abg Haas (Dem.): Wenn der Zweck der Wiedergutmachungskommiffion der sein sollte, unsere Wirtschaft noch heilloser zu verwirren, so ist diese Rote ein Meisterstück. Zunächst muss, wollen wir zahlungsfähig bleiben, der Kredit Deutschlands gestärkt werden. Mit Drohungen fördert die Reparationskommission Die Steuerfreudigkeit bei uns nicht, und Frankreich mag uns endlich mit den Arbeiten in den zerstörten Gebieten beginnen lassen. Wir brauchen keine Siebener Anzeiger (SenerLl-Anzeiger für Vberhefsen) Donnerstag, cU. IHärj 1922 SS3 Erin Rs. K Uhr, itn Bahnhof »hot el Len®, > r. (hinter der flirtbe) pro Zahn 30 u. 35 ft y G. Jung. 0333» 5 Von vorm. 9 Uhr bis abends 6 Uhr n „ Waggonladungen 50 kg . Sperrige Güter 50% Zuschlag. Mk. . . 65 478.60 . . 1000.- . . 1 236.- . . 125.- . . 112.50 . . 1 769.87 69 721.97 Mk. . . 3 715.- . . 1 030- . . 2102.33 . . 54 913.29 . . 7 961.35 3 076,31 774 100,96 2.Pfarrer Verck (Mainz): Gedächtnisrede 5. .Littst Bismarck", großer Zubilüumssestmarsch L. Lassen Jedermanu ist herzlich eingeladen. Der Vorstand. Karten: Sitzplätze ä 5 und 3 Mk. in der Musikalienhandlung Lhallier und an der Abendkasse, ebendort auch Stehplätze ä 1 Mk. 2982v 90 12 102 •»•»n . 56 11 1 10 66 WZWZ Rich. Jordan's kirchliche Melsterhllder-Andachten Eintritt: Erwachsene Mk. 3.00, Schüler Mk. 1.50. i PäT -1 inrfon Hauptfeier Sonntag, den 2. April, 8 Uhr, Ül e" LlllUuli Schülerfeier Freitag, den 31. März, 7 Uhr. 6. An. // 7. ,, gllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll^ Wieder eingetroffen: j | BettKolter I W in Kamelhaar, Wolle und Halbwolle g 1 ginmrtfft Wäschefabrik und W g (jlllj JlUlUUm Ausstattungshaus g 8117a SEIIIIIIIIIIilllllllllllllllllllllllllllliliilllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllH Aktiva. Kasienbestand . Bankguthaben....... Reichsschahanweisungen. . . . Guthaben auf Postscheckkonto . Guthaben in lausender Rechnung Darlehen aus Schuldscheine . . Darlehen auf Hypotheken. . . Roch zu empfangende Zinsen. . OOOOOOOOOOCJOaoaOOöDODDDaDODODDD Älllllfarlien Iphpr Illi "efe l III leier qelllllstztts ArlSitittulls Mlretll Lllceis- Leu Oie Btuöi idje uaiiL-dtudcteL H. uaa. jiejen l□□□□□□□□OOOQOOOOOOOO□□□□□□□□□□□ | FritzNowackrS*““ | = 3118a = «iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin An unsere verehrl.Uundschasi! Wie in allen wirtschaftlichen Gebieten haben sich leider auch in unserem Gewerbe die allgemeinen Verhältnisse durch fortgesetzte Lohnerhöhungen, Preis« fteigerung der Futtermittel, Schmiede-, Wagner- und Sattlerarbeiten derart weiter ungünstig gestaltet, daß wir mit den bis jetzt berechneten Lätzen für Fuhr« leiftungen nicht mehr unser Auskommen finden. Wir sehen uns daher veranlaßt, ab 1. April dr. 3$. die preise für Zuhrleistungen wie nachstehend festzusetzen. 1. Waggonladungen ab Güterbahnhof nach den inneren Stadttellen: a) Kohlen, Baumaterialien zu fahren pro Zentner 2.00 Mark b) Koks, Kartoffeln, Holz „ „ „ 2.50 w 2. Waggonladungen ab Güterbahnhof nach den äußeren Stadtteilen: a) Kohlen, Baumaterialien zu fahren pro Zentner 3.00 Mark b) Koks, Kartoffeln, Holz „ u „ „ 3.75 „ Sämtliche Preise verstehen sich ohne (Enttabung des Waggons. Müssen auf Wunsch des (Empfängers bei 200 Zentner mehr wie 4 Fuhren gemacht werden, so erhöhen sich die Preise um 15%. 13 Sand ab Grube Liebigshöhe pro Doppelspänner . 150 Mark Passiva. Reservefonds ...... Geschäftsanteile ..... Dettiebsrüctlage ..... Warenschulden Uebcrfdjuf)....... Verein d. Gi f eaer Musik!ehrer u/lehr rinnen Freitag, 6. Avril, abendö 8 Uhr, im Poltkeller autzerord. Mitglieder-Versammlung Tagesordnung: L Anschluß an die O.D.M. dDrnani'ntfon deutscher Muiikiedrkräfte — Bereinigte uiustkuädagogische Verbände». L Einsäbrung der UnterrichtS-Erlaubnlsschetne. 3. Honora» senlevung- 4. Verschiedenes. pünktliches und allseitiges Trfcheinen dringend erbeten. Ter Vorstand. Kavallerie- Verein Gießen Samstag, den 1. April dS. IS.. adendS 8‘Ahr. im Der einslokal „Zum Lebstock" nntzelerSentlllSe General-Versammlung Tagesordnung wird bei «Eröffnung der Versammlung bekanntgegeben. Das Erscheiuen aller Mitglieder ist geboten. !l Tti erfd So" Dior M. lob" 5JW. gelö, nt" infolf stet' jürdi für und iidjt«1 l jranf (Hege dn? Ocl M Sich M r Betrie gramn dürfen aus G menbij Sicher der ur Hessen Del mochte Ache nuru Ms de gcm- wrüd möge tonn, | ■Ätigcrß unö fr sich fid 3t 50 mir Kolms 30 mn stellen nut a' also bi besG M2 Die er D IXSfit, beit < Echlvi' Wt ’abtbei brittelr Smflun Mmnch irgend Mm? < ^Sdvr! achten i hj ouf Änt ?Zbe Äru Mtei AKe Hu^ Ätli L®11 Jeberli, Mng ^etun •Mu D> "ur 2 u, fe d ^e>lich Hi