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M Der Pariser Korrespondent der „Times schreibt zu dem Beschluß der Reparationskom- mission: Bradburh sei der letzte gewesen, der mit diesem Verfahren einverstanden gewesen sei, da nach seiner Ansicht jede Verschleppung gefährlich sei. Da aber keine Hoffnung bestanden habe, daß bezüglich der von ihin vorgeschlagenen Gewährung eines bedingung slosen Moratoriums für Deutschland bis Ende dieses Jahres ein unmittelbares Einvernehmen zustande kommen würde, habe Bradburh es zweifellos für besser gehalten, diese Hoffnung auf eine Versöhnung der Ansichten ei-greisen. Es scheine als ein etwas ! Zeichen angesehen zu t— ten werden. . Laut Morgenblätter hat der Reichskanz - ;er die Führer sämtlicher Reichstagsf rak- tionen für Donnerstag abend zu einer De- prechung eingeladen. Me Parteiführer sollen über den augenblicklichen Stand der Außenpolitit owie über die Teuerungsmahnahmen unterrichtet Der Bescheid der Reparations- koinmission. lich unumwunden anerkannt Worten ist So hat der englische Solicitor-General Sir- Ernest Pollock, der im amtlichen Auftrage der der Verhandlung der englischen Fälle zugegen war, in der Untetthaussitzung vom 1Z. August 1921 u. a. erklärt: Die Art und Weise der Prozeß- leitung durch den Senatspräsidenten des Reichs- qerichts habe mit Sicherheit den aufrichtigen Wunsch erkennen lassen, der Wahrheit auf den 'Grund zu kommen: es würbe völlig unfair und völlig unsachgemäß von ihm sein, nicht anzuerk^- nen, daß nach seinem Eindruck das Reichsgericht entschlossen war, die Wahrheit ans Licht zu brrn- gen: ob die Urteile in den Augen der Ankläger ausreichend wären oder nicht — die Aufrichtigkeit des Gerichts erscherne über jeden -Zweifel erhaben. Gegenüber der Kritik an der Höhe der Strafen sei festzustellen, daß die Fälle noturteilt worden seien und die erkannten Strafen dem urteilt worden sei und die erkannten Strafen dem deutschen Gesetz entsprochen ^Hütten. Dieser von maßgebendster englischer Seite herrühreaden Der- trauenskundgebung braucht kein Wort hinzugefugt zu werden. Das Reichsgericht steht in seiner leidenschaftslosen Unparteilichkeit über den in der Bote enthaltenen Vorwürfen. Lieber die weitere Behandlung der Angelegenheit durch die deutsche Regierung sind, wie wir hören, die zuständigen Stellen bereits in Beratungen eingetreten, an denen auch der Oberreichsanwalt beteiligt werden wird. spräche ergriffen die Ministerpräsidenten Braun, und Lipinski das Wort. Die Beratungen werden heute fortgesetzt. Eine ve° sondere Konferenz der Ernährungsminister soll am nächsten Montag unter dem Vorsitz teä Reichsernährungsministers in Hamburg abgehal- Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 150 Pf., auswärts 180 Pf.: für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 500 Pf. Bei Platzvorschrift 20 70 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. Havenstoin über die Geldknappheit. Erhöhung des Diskonts aus 8%. Nr. 202 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GietzcnerFamilienblätter MonatlicheSezngsprcife: Mk. 29.— und Mk. 3.- Trägerlohn,durch diePost MK.32.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für d ie S chrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. konferenz zugegangen: Herr Botschafter! 1 Mit Schreiben vom 14. 2. 1920 haben die alliierten und assoziierten Regierungen bestätigt daß die deutsche Regierung sich außer- stante erklärte, ihre Verpflichtungen aus den Art. 228 bis 230 des Vertrages von V er° sailles zu erfüllen, diejenigen Deutschen auszuliefern, deren Ramen ihr in der Liste vom 8 2. 1920 mitgeteilt worden waren. Sw haben jedoch von der Erklärung der deuftchen Regierung Kenntnis genommen bah sie ^rett sti/ohne Verzug vor dem höchsten G e r ichts- hof in Leipzig ein mit d«i vollständigen Garantien ausgestattetes Strafverfahren gegen alle diese Personen einzuleiten; sie Haven ttcy aber Vorbehalten, ihr Recht, wie eä in ten oben erwähnten Artikeln des Vertrags umschrieben ist in vollem Umfange auszuüben und ihre Gerichte in Anspruch zu nehmen, falls sw nach dem Ergebnis ter in Deutschland eingeleiteten Verfahren und ergangenen Urteile zu ter Auffassung gelangten, daß das von der teutschen R^ gierung gemachte Anerbieten auf den Versuch hinauslaufe, die Beschuldiaten der gerechten not- wend'g n <5ütn? für ihr Verbrechen zu entziehen, deren sie überführt werden würden. 2. Die alliierten Regierungen haben demzufolge mit schreiben vom 7. 5. 1920 ter deutschen Regierung eine erste Liste mit den Ramen von 45 Angeklagten zugehen lassen, die aus der allgemeinen Liste der ihnen kraft des Vertrages auszuliefernden Beschuldigten ausgewahlt waren. Sie haben von der deutschen Regierung verlangt, daß sie alle Maßnahmen ergreifen sollte. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrvS und Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- und Stdntniderei R. Lange. Zchriftlettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulftratze 7.^ Der Deutsche Katholikentag. Eine Entschließung für die Presse. München, 28. Aug. (WTD.) Der Katholikentag hat eine Entschließung angenommen, die zu Lebensmittelsammlungen auffordert, um die Wohltätigkeitsanstalten vor dem Zusammenbruch zu retten. Weiter gelangte folgende Entschließung zur Anrahme: Die! katholischePresseist mit der ganzen deutschen Presse in ihrer wirtschaftlichen Existenz aufs schwerste bedroht. Die jüngst verabschiedeten, gesetzlichen Maßnahmen zum Schuh der Presse können die durch die wirtschaftlichen Verhältnisse verursachte drohende Katastrophe, nicht aufhalten, wenn nicht neben den neuen Maßnahmen der Reichsregierung der katholische Vollst^! energisch Hand ans Werk legt und alles aufwendet, um eines ter wichtigsten Mittel zum Schutze seiner kulturellen Interessen lebensfähig zu erhalten. Die Generalversammlung ter Katholiken Deutschlands ruft alle deutschen Katholiken auf unter allen Umständen ihre Presse weiter zu erhalten und sie durch Inserate, Empfehlung und Mitarbeit zu fördern, damit sie ihre mehr wie je zeitgemäße Ausgabe erfüllen und die katholische Weltanschauung in ter Öffentlichkeit vertreten kann. Anmerkung des WTB.: Die Botschafterkonferenz 'oat sich in dieser Rote, die übrigens von ter Gesamtheit ter alliierten Hauptmächte ausgeht, in der Bewertung ter Verfahren und Urteile des -Reichsgerichts in den bisher zur Verhandlung gekommenen Kriegsbeschuldigtenfallen einstimmig auf den Boten des Gutachtens gestellt, das ter vom Obersten Rate zur Prüfung der Angelegenheit eingesetzte Ausschuß seinerzeit erstattet hat. — Dies Ergebnis muß um so mehr befremden. als die völlige Unparteilichkeit des höchsten deutschen Gerichtshofes von der an ten bisherigen Verfahren in erster Reihe interessierten englischen Seite verschiedent- fion, deutsche Delegierte nach Paris zu entsenden, beraten. Wie die Blätter melden, wurde beschlossen, der Reparationskom- missivn mitzuteilen, daß die Reichsregierung bereit sei, ihren Standpunkt am Mittwvck) in Eine Note der Dotschafter- konserenz. (Berlin, 28. Au«. (IBS.) Der dmitschen Botschaft in Paris ist in ter Kriegsbeschuldigten- frage nachstehende Rote der Botschafter- Berlin, 28. Aug. (WTD.) In ter teutigen Sitzung des Zentralausschusses ter Reichsbaift ährte Präsident Haven st ein folgendes aus: Es herrscht gegenwärtig in Deutschland eine wachende Kredit» und Kapitalnot, dw in einer außerordentlichen Verknappung te5 (Seite und Kapitalmarktes ihren Ausdruck furtet. Die Betriebskosten von Landwirtschaft und Industrie wachsen in steigendem Maße und bedingen eine tägliche verstärkte Rachfrage nach Geld. Die Kreditinstitute reichen mit ihren Mitteln nicht aus und schreiten immer mehr zu Rediskontierung von Reichsschatzanweisungen bei ter Reichsbank Auch die Anlage in Handelswechseln ist stark angewachsen. Durch alle diese Anforderungen des Verkehrs wird die Reichsbank immer schärfer uno dringender in Anspruch genommen; selbst die verfügbaren Zahlungsmittel reichen vielfach nicht mehr aus, um die Geldansprüche zu befriedigen. Die schwebende Schuld des Reiches betragt zur Zeit im ganzen 316,2 Milliarden l^art. ®abon wurden von ter Reichsbank 293,6 ^^tarten: übernommen. Am 23. August befanden sich 224,5 Milliarden Mark Reichsschatzanweisungen im Besitz der Reichsbank. Die Zunahme ter schwebenden Schuld des Reiches belief sich vom 23. Juni bis 23 Juli auf 11,7 Milliarden Mark und vom 23. Juli bis 23. August auf 13,9 Mttllarden Mark. Die Bestände ter Reichsbank an Renhs- schahanweisungen dagegen nahmen vom 23. Juni bis 23. Juli um 28,4 Milliarden und vom 23. Juli bis 23. August um 28,5 Milliarten Mark zu. Hierzu kam gine Zunahme der Hantelswechsel vom 23. Juni bis 23. Juli um 2 8 Milliarden Mark und vom 23. Juli bis 23. August um 9,7 Milliarden Mark. Gegenüber einer Zunahme der Kreditansprüche im Betrage von 69,4 Milliarden Mark steht eine Vermehrung ter pap^en Zahlungsmittel in Höhe von 60,3 Mttllarden Mark. Unter diesen Umständen ist eine weitere Erhöh u n g des gegenwärtig geltenden Diskont s a tz e s von 6 Prozent nicht zu oermejten. Der Wechseldiskont wurde einstimmig auf 7 Prozent und ter Lvmbardzinsfuh auf 8 Pro- > ^"-Berlin, 28. Aug. (WTD.) D^ 3insfuß deb Darlehnskassen d es Re i che siist heute entsprechend ter Erhöhung des 2ttichsbank- diskonts um 1 Proz. heraufgesetzt Worten und b^ trägt bis auf weiteres allgemein für sogenannte Vorzugsdarlehen Pi, Proz^. für Darlehn gegen Verpfändung festverzinslicher V^rtpaPiere ein schließlich ter unverzinslichen ^Hv^vweisungen 7^/2 Prozent und für Darlehen gegen Verpfandung von Waren, Aktien ,u. dgl. 8 Prozent. Die Generalstreikparoie in Frankreich. Paris, 28. Aug. (WB.) Wie die Abente blätter melden, ist trotz des Aufrufs zum S tre 1E der Bauarbeiter nur ein kleiner Teil ter Bauarbeiter ter Arbeit ferngeblieben, nach dem Journal des Debats" kaum 1400 von 15 000. Die Autvmobildroschkenchauffeure haben für morgen den Streik beschlossen. Wan weiß noch nicht welche Haltung der Allgemeine Arbeiterverband angesichts der von den Exttemisten ausgegebenen Generalstreikparole einnehmen wird. Paris, 29. Aug. (WTB.) Wie die Morgenblätter melden, hat ter Allgemeine Artz e i te r ver ba n d es abgelehnt, sich ter von den Exttemisten abgegebenen Streik- parole anzuschliehen, sondern der Verband hat seine Mitglieder ausgeforderc, heute weiterzuarbeiten, aber den Arbeitslohn des ten* tigen Tages zugunsten ter Streikenden m Le Havre zu stiften. Im übrigen erklärt sich der Allgemeine Arteiterverband mit den ötreifen- ten in Le Havre solidarisch und macht tee Regierung für das vergossene Blut verantwortlich. Am Samstag und Sonntag sollen Protestkundgebungen im ganzen Land statt- finten. Insolge dieses Beschlusses rechnet man nur mit einem Teilaufstand in P a r 1 s, ter sich in ter Hauptsache auf die Bauarbeiter die Metallarbeiter und die Auwdroschkep des Heeres erstrecken wttd. __ Paris, 29. Aug. (WTB.) Rach einerHavas- meldung aus Rouen ist dott für heute ein 24ftüni>iqer Generalstreik beschlossen worden. Die Entladung von 55 dort im Hafen liegenden Schiffen wurde dadurch verzögert. Volksabstimmung über ein Alkoholverbot in Schweden. . Stockholm, 28. Aua. (Woftß) Rach ten bisherigen Feststellungen ter schulischen Tele- arab'tenagentur wurden bei der gestrigen V 0 I t s- abst immung über ein A l k 0 h 0 l v e r b v t 772 777 Stimmen für und 846 536 Stimmen gegen das Verbot abgegeben. . bestehe, die Beschlüsse zu forcieren. Der „Times"-1 spräche ergriffen Korrespondent fährt fort, sowohl Bradburh als I Graf Lerchenfeld auch OKaudere hätten ten Eindruck gewonnen, I Beratungen wen daß ter Zustand Deutschlands — um ein tarkes Wort anzuwenden, das am Sonntag in ter Reparationskommission gebraucht worden ist — en tsetzlich ist. Es wird nicht daran gezweiselt, daß die Rlark im nächsten Monat noch Wetter kürzen wttd, wenn nicht sofortige Maßnahmen getroffen würden, und daß der vollständige Zusammenbruch Deutschlands, das rasch aus ter gleichen Stufe wie Oesterreich liegen werde, unvermeidlich ist, wenn irgendwelche weitere Schritte unternommen werten, die das Deutsche Reich bedröhen. Bradburh habe, wie angenommen werten könne, im Einvernehmen mit Mauclere in seinem Bericht, ten er so objektiv wie möglich zu gestalten versuchte, auf die große Gefahr poli" tischer, wirtschaftlicher und sozialer Unruhen mit anderen Worten auf die Gefahr einer Re - volu tion und Gegenrevolution hin- gewiesen Obgleich die augenblickliche deutsche Regierung hilflos zu sein scheine inmitten überwältigender Ereignisse, sei es für unmöglich erachtet worden, nicht die persönliche Ehrlichkeit und ten Wunsch nach einem Entgegenkommen gegenüber den Alliierten von selten ter Mitglieder ter deutschen Regierung anzuerkennen. Ihre Furcht bezüglich ter Wirkung, die eine Aufgabe der souveränen Rechte Deutschlands haben würde sei deutlich zutage getreten. Die französis ch e n Vorschläge einer Allüerten-Kontrolle der deutschen Staatsbergwerke und Wälder sei für unmöglich erachtet worden. Unter diesen umständen sei Bradburh gezwungen gewesen als Frietenssttfter aufzutreten. Mit Takt und Ausdauer, sowie mit gutem Willen auf allen üeit en, fei die Debatte auf ein anderes Geleise gezogen worden. Rach Ansicht des ,Times"-Berichterstat- ters ist ein Moratorium für Deutschland für Barzahlungen, ob es die Alliierten bewilligen oder nicht, bereits eine vollzogene Tatsache, denn auf Barzahlungen von feiten Deutschlands bestehe nicht die geringste werten. , Bach den Morgenblättem wurde m ter gelingen Sitzung des volkswirtschaftlichen Ausschusses des Reichstages allseitig gefordert, daß ter Ausschuß angesichts des Rieter- gangs ter deutschen Währung Gelegenheit haben müsse, zu dem Problem der wirtschaftlichen Lage Stellung zu nehmen. Es tourte in Aussicht genommen, daß zunächst ter Reichsernährungs- minifler Fehr Darlegungen über unsere Ernah- rungslage machen und in den nächsten Tagen auch die anderen Ressorts über die wirtschafttichen Fragen gehört werten sollen. Berlin, 28. 2lug. (Wolff.) Die Repa - rationskommissivn hat der Kriegs- lastenkommissivn in Paris am 27.August mittags folgende Rote übergeben: Jt, daß sie alle unapnaymeu uymjt» |vulSi Wenn die deutsche Regierung wuchcht um binnen möglichst kurzer Frist zur Aburteilung hinsichtlich ihres ©tun dungs g es U ch e s dieser Personen zu gelangen. . . vom 12. Juli von ihrem ^Recht ^Eyor 3 Die alliierten Mächte haben, wie es in | rauch zu machen, das ihr Art. 234 des ihrem' Schreiben vom 7.5.1920 vorgesehen war, ^^^s gibt, so Wird die 2^1X11X1^01^ die Rechtshilfeersuchen, biechnenm ten «ttihren berett sein, ihre bevollmächtig- 30. August «u Horen. Lsführen lassen. Sie haben ihren Staatsange- deutsche Delegation. m Berlin, 28. Aug. In der heute Vorsitz die Reise nach Deutschland erleichtert, mit mittag stattgehabten & e f b € ff) t e a) u n g Ausnahme des Falles Michelsohns, ter erst nach wurde die Einladung der Reparattonskommis- Abberufung ter französischen Abordnung zur«- ..... t rm n r i. Verhandlung gekommen ist. 4 Die alliierten Regierungen stellen fest, 02D der höchste Gerichtshof in Leipzig bisher im a rnJ e r xÜ-b » n 6 » n A i ee n n b aV unb I bereit sei, ihren S-tanopuntr am ^ununxy ui zwar in vier ^Fällen auf Antrag der französischen Paris darzulegen. Als Bertteter der deutschen Regierung, einen auf Antrag ter belgischen, in Regierung wird Staatssekretär Schrv de vier Fällen auf Antrag der großbritannischen pom Reichsfinanzmintstertum nach Parts ent- Regierung und in einem Fall auf die Initiative s^ndt werden. Außerdem werden noch einige der deutschen Behörden. Die italienische Tttgie- Referenten der in Frage kommenden Ressorts rung hat dem Gerichtshof irn Laufe des oom= mitfaRren. Rach dem Berliner Tageblatt ist rners i'hr Material in verschißenen anteien l g möglich, daß sich auch Staatssekretär Fallen unterbreitet. Esist aber über lernen dieser Q3erqmannt jedoch in privater Eigenschaft, Saf5. Was^die^Att^und Weise des Verfahrens nach Paris begibt. vor dem Leipziger Gerichtshof anbetrifft, so geht Ein Vorschlag der belgischen die einmütige Ansicht ter alliierten Regierungen Delegation dahin daß, abgesehen vielleicht von einer kleinen ^eteganon. Zahl von Fällen, ter Gerichtshof insofern ver- Paris, 28. Aug. (WTD.) Wie die .Infor- sagte, als keine genügenden "ftren- matten“ meldet, hat ter belgische ©Biegungen zur Ergründung der Wahr-! Dubois nach ter gesttigen h eit gemacht worden sind. J ©ibung der Reparationskommission eine L ö - 6. Was die von dem Leipziger Gerichtshof rung v 0r ges ch lage n , wie sie gestern ter gefällten Urteile anbelangt, so geht die einmütige £emhg“ als persönliche Anregung veröfsenllicht Ansicht ter alliierten Regierungen dahin, daß der tte: Die Reichsbank soll durch monatliche Zah- Gerichtshof in fast allen Fällen insofern per- Zungen einen gewissen Goldbestand, ter einen sagte, als gewisse Angellagte f reigespro- ^rt vvtz 2 1 0 Millionen Goldmark durch en worden sind, wiewohl sie hätten verurteilt nach einer alliierten Dank schassen, werten müssen, und daß selbst in ten Fallen, in Beispiel ter Dank von England. Diese Dank denen die Angeklagten für schuldig erkannt wor- ^ürde ter belgischen Regierung gleichwertige Kre- den sind, die verfügte Strafe unzureichend bite 8ur Dersügung stellen. Das deponierte Geld war. _ würde Eigentum der Reichsbank blei- 7. Die alliierten Regierungen müssen außer' 5 en pis zur endgültigen Regelung der Frage ter dem zu ihrem Dedauem feststellen daß ter mteralliierten Schulden und ter teutschen Schuld, Reichskanzler in seinen öffentlichen Erkla-1 bie na(b amerikanischen Wahlen im Rv- rungen, die er am 26. 1. 1922 im Reichstag ab- D€mter ftattfinten kimnte. Rach dem „Journal gegeben hat, in dieser Frage dieselbe ablehnende beß Debats" hat der belgische Delegierte gestern Haltung angenommen Hat, wie feine Vorgänger, „achmittaq Dubois einen Besuch abgestattet und 8. Unter diesen Umstanden sind die alliierten ^bei diesen Vorschlag unterbreitet. Regierungen angesichts ter Sttafversahren und Paris, 29. Aug. (WTD.) Wie ter „Petit Urteile der Meinung, daß die deutsche Regierung Pamsien" mitteilt, hatte Dubois gestern hinter- ihre Zusage, eine sachliche, loyale Justiz zu üben, einander längere Besprechungen mit dem eng» nicht gehalten hat; sie erklären, von letzt ab diel belgischen und dem italienischen Verdeutsch Stvasversolgung der vor bemLmpziger t^er'in ter RepoDationskommission. Gerichtshof bisher nicht erschien«ien Beschuldig- ten völlig außer Betracht zu lassen. Sie nehmen ($<« Kommentar der „Times infolgedessen alle ihnen kraft des Der- London, 28. Aug. (WTB.) Der Beschluß träges gegenwärtig. und-ukunftig Reparationskommission, die Entscheidung in zu stehen d en Recht^e wiete:r auf 0 0 r ber Gewährung eines Moratoriums bis " e ns i es ich v vr.msbesontere vehaten Mittwoch zu verschieben und Vertreter ter fie es sich vor, selber ?ollgenf"ffs im deutschen RegieLmg anzuhören, findet ebenso wie hettsversahren, die Knegsbeschuldigten zu r | Appell des Generals Cox an die Vereinigten Staaten, in ter Presse große ■Berlin, 29. Ang. Sie Beratungen der Ministerpräsidenten und Innenminister über die wirtschaftliche Rot Deutschlante wuiten to£ tue Morgenblätter berichten, in ten gestrigen JW) mittags- und Abendsitzungen fortgesetzt. In einer Kabinettssihung nahmen die einzelnen Ressorts zur Lage Stellüng. In ter daran ans schliefenden Fortsetzung der Besprechungen ter 'TninifiprbEäfitenten gab Reichsemahrungs- nttniler Kehr eine ausführliche Darlegung un- LsiÄ-n'zu I l&SftÄS «n Aus dem Reiche. Der Ueberwachlimgsausschuß des Reichstages. Der UeberwachungSausschuhdeS Reichstages ist für den Freitag vormittag ein- berufen, um die Durchführung des Gesetzes^— zum Schutze der Republik, insbesondere die bayerische Angelegenheit, zu beraten. Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 1400, Frankfurt a. M. 1450. Gießener Strafkammer. sdorf mütt< „Olein!“ . . . Die Augen der Fremden fragten: Wer bist bu T* „Unb Lenes Augen erwiderten. „Was fucfrft du hier?'' Dann zerrann das Bild. Das fremde Fräulein mit dem schwarzen Hirt bewegte sich, und em Duft von unsagbarer Zartheit quoll aus ihren Gewändern, aus dem groben weichen Muff, der so mächtig war dab sie aam hätte hineinschlüpfen können ' Ein kurzer Gruß, sehr flüchtig, sehr kühl - und Lene war allein. Sie /tarrte die Tür an. Hatte sie das alles geträumt ? Krers Wetzlar. dr. Ahbach, 24. Aug. Mitte der 90er Hahre wurde von der Gemeinde Dutenhofen eine Lahnbrücke unweit der Haltestelle gebaut. Dem Bau einer festen Straße von hier nach dem 20 Min. entfernten Nachbarorte stellten sich damals erhebliche Schwierigkeiten in den Weg. Nun hat unsere Gemeinde in diesem Frühjahre einen Teil des Weges ausgebaut. Die letzte Strecke in der Ah- bacher Gemarkung wird augenblicklich gedeckt Vielleicht folgt die Gemeinde Dutenhofen diesem Beispiel und baut auch In ihrer Gemarkung die kurze Sttecke von der Brücke bis zum „Damnf' aus. Hessen-Nassau. Auswirkungen der Teuerung. fpd. Frankfurt a. M., 28. Aug. Die Arbeiter der Ligawerke verlangten am Samstag von der Verwaltung eine Beihilfe von 3000 Mk. für die Deckung des Win- terbedarfs. 800 Mk. wurden ihnen zugestanden, womit sich die Arbeiterschaft aber nicht zufrieden gab. Als die Leute heute nach der Fabrik kamen, gab man ihnen bekannt, daß sie aus gesperrt seien. Sie machten darauf Miene, die Fabrik zu stürmen, wurden aber im letzten Augenblick von besonnenen Kameraden zuruckgehalten. Polizeiaufgebote sind jetzt tn der Fabrik zum Schutze der Werke aufgestellt. 3n der Schnurgasse verkauft»' heute ein Geschäft das Pfund Mehl für 9 0 Mark. Darüber empörten sich Hunderte von Frauen derart, daß die Polizei, um Aer- aeres zu verhüten, die vorläufige Schließung des Geschäftes veranlaßte. Ein Teil der Polizei steht in Bereitschaft. O ** (»11"" uns folgender Bericht zu: „Am letzten Sams tag kam ein Bäuerchen aus der Amgegend auf den hiesigen Wochenmarkt mit Butter. Da der Preis ein hoher war, glaubte der Mann I noch einen viel höheren zu erzielen und weigerte sich, seine Butter an die an ihn heran- getrefcnen Käufer abzugeben. Auf Einschreiten der Polizei wurde er gegen diese sehr renitent und äußerte zu dem Beamten: ,Du hast mir gar nichts zu sagen, ich kann mit meiner Butter machen, was ich will.' Durch dieses Verhalten entstand ein Auflauf, so daß der Beamte gezwungen war, den Mann zur Polizeiwache zu bringen, wohin die Käufer gefolgt waren und wo er die Butter zu einem angemessenen Preis an diese abgeben mußte." "Damen - Fünfzigervereinigung 1 8 7 2— 1922. Die Damen Gießens haben sich in diesem Jahre, dem Beispiel der Herren folgend, zur Fünfzigerfeier zu- | sammengefunden. Gestern hatte sich eine stattliche Zahl zur Karlsruhe begeben, wo bei einer guten Tasse Kaffee einige vergnügte Stunden verlebt wurden. Der Vorsitzende der diesjährigen Herren-Fünfziger hatte seinen „AlterSgenvssinnen" zu ihrer Freude einen riesigen Blumenstrauß gesandt. Dieser schön verlaufenen Veranstaltung sollen noch einige weitere folgen. *.* Die Hühnerjagd ist gestern in sämtlichen Kreisen des Landes aufgegangen. der Regatta bei. Don den gemeldeten Vereines war infolge äußerer Umstände Weilburg nicht erschienen. 3n sportlicher Hinsicht stand die Regatta auf ber Höhe. Am Samstagnachmittaa und am Sonntagvornnttag wurden die Vor - rennen ausgefahren. Der Limburger Klub und ber Limburger Verein gewannen je 4 öicqe Dem Wetzlarer Klub gelang es, in 2 Rennen zu siegen. Der gleiche Erfolg war auch dein Verein Rudersport Gießen beschieden. Die (Siebener Rubergesellschaft und bie Limburger R. G. gingen leer aus. Der Verlauf ber Rennen war folgen ber: 1. Zungmann-Einer: 1. Limburger B.-V. 7:35,8. 2. Gießener R.-G. (Willi Amenb) 8: 18. Limburg gewinnt bas Rennen in gan* überlegener Weife, ohne besondere Anstrengung Gießen lag vom ersten Startschlag an im Hinter^ treffen. I ** Der Schlofsermeistertag bes Kreises Gießen fand am vergangenen Sonntag im Hotel Felsenkeller statt. Stabtrat Krai - l i n g begrüßte bie Anwesenden. Alsdann sprach Schlossermeister Heinrich Schön über Organisation, Kalkulation, private und behördliche Arbeiten. Die Versammlung beschloß einstimmig, eine Kommission, deren Obmann Architekt Burg wurde, zu ernennen, die einen Organisationsplan entwerfen soll. Dieser Entwurf soll in einigen Wochen .giner größeren Versammlung vorge^gt werden. Turnen, Sport und Spiel. Regatta in Gießen. Zum zweiten Male hat sich ber Lahn- Negatta-Derbanb entschlossen, mit Rück- fidjt auf bie guten wörtlichen Erfolge im vergangenen Jahre eine Regatta abzuhalten. Mit der Durchführung würbe abermals ber Verein Rubersport Gießen 1913 betraut Durch baS wunderschöne Wetter nach den vielen Regen- wgen war eine große Zufchauermenge an ten Ufern ber Lahn erschienen, bie mit sichtlichem Interesse an ben friedlichen Wettkämpfen teil- nahmen. Die gute Vorbereitung durch ben feft« gebenden Verein trug wesentlich zum Gelingen ............WH ■fc——| sf. * rieb berg, 28. Aug. Auf der Tagesordnung der letzten Stadtverorbnetensitzung stand ein Punkt der geeignet ist, auch das Interesse weiterer Kreise zu erregen, nämlich die Grrich- am städtischen Xer ®?ctoa£ter des Gaswerkes Beigeordnete Langsdorf haben verschiedene bereits bestehende dwartige Oena und Darmstadt, besichtigt und darüber berichtet. Danach können aus 1 Kubik- Aramm Benzol gewonnen wer- AX der Preis des Liters gegenwärtig dü. ^tragt so ist damit zu rechnen, bajj 2In ^9C bereits in einem bis zwei viS11 Aedeckt werden. Der Gas- und Wasser» ^rkskommission wurde es überlassen, mit einer ^rma in Verbindung zu treten; die floften werden auf eine halbe Million berechnet. " Die Astor ia-Licht spie le haben sich an den ersten beiden Tagen dieser Woche einer Vorführung zur Verfügung gestellt, deren unterhaltender und belehrender Charakter gleich hoch M werten ist. Dr. K a l b u s beginnt in feinem Ertrage „mit ber Geschichte des Hypnotismus als Wlssenscyaft bis zu ihrem heutigen Stande und geht bann an Hand von Beispielen, die der H y p. nosefilm illustriert, zur Darlegung der ver- yptwe. e.. Eifchrinungsarten über. Ausgehend von bec Tierhypnose, die an mehreren Gattungen bewiesen wird, schildert der Vortragende bann Ex- I berimente an menschlichen Medien unter eingehender Erläuterung ber Technik ber Hypnose ! E _ter verschiedenen Erscheinungsgrade und Ichlleyt mit ber Vorführung abnormer (Seelen- £uftanbe bei Geistesgestörten seine Ausführungen Bedeutung vor allem in der begrüßenswer- I tcn. Aufklärung dieser vielfach von Schwindlern ^«^udten Vorgänge zu erblicken ist. Um jede Möglichkeit derartiger Mißbräuche zu untevbtn- S rstes SU wünschen, daß von dieser Gelegen» ^lebrung zu erhalten, möglichst Gebrauch gemacht wird. 4,1 rnotizcn. nr,. "7 ^?Lk^^Enber für Dienstag. Astvria-Llchtsprele, ab heute: „Du sollst nicht begehren ..." und „Das grinsende Gesicht": abends 8Vz Ahr: Der Hhpnosefilm: „Dom Iensetts der Seele . - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die kleine Midinette". — Palast- Lichtspiele, ab heute: „Das Mädchen vom Mvorhof und „Knoppchen und seine Schwiegermutter". v Kreis Friedberg. lab, war ein schwarzer Hut, flach wie eine Scheibe, die leise wippte, ein Stück Dacht mitten am ~ em so aufregender Hut mit seinen Schatten und Lichtern, seiner ihm innewohnenden wellenförmigen Bewegung, seiner weichen Trau- vas weihe Gesicht barunter trotz seiner blühenden Zugend den leidenschaftlichen Schimmer spaterer Zahre von ihm lieh. Lene verging alles Denken. Jene schlanke Gestalt, eng von einem schwarzen Samtmantel umspannt, rührte sich nicht. Beide sahen einander lange schweigend ins Gesicht. Lene setzte ihren Dickkopf auf. „So, bann aeb' troht? fic' -2ch taB mir Vn CirCn ,Onnle ,ie da« iMä ^in ich, Heinz! Run laß uns einander ins Auge schauen, bis wir einanber wieder er- fennen und lieb haben, wie einst." So wollte Ne sprechen. Unb keine Tanf kam. sie zu stören Mo Weg war weit. Heinz wohnte in der ?^iabt draußen, unb bie Gärten starrten mür- Ö€n grauen, schneeschweren Himmel Im hier lieblich fein; jetzt mikhf ®(&?n!nCTot>t,n Ö€n suchten Gründen ge° Di^le Zeit vor dem Schnee, zwischen Herbstflamme unb Winterpracht, ist bie tröst» Labres. Es ist Zeit, die manche Menschen m die Vergnügungsstätten treibt um diese graue Zwtschenperiote totzuschlagen ^aus leicht. Die Adern ihres bcnn sie war ein wenig "bleich- fuchtig und aufgeregt; als sie die Glocke läutet U>r ^mut. als trenne sie sich durch diese Handlung auf ewige Zeiten von ihrem frühe- Eine freundliche Frau öffnete ihr. , Vuldetvin fei nicht zu Haufe; aber er a>cvbe gleich toieberlommen, fei nur mal ins 2. Zungmann-Vierer (Heraüsfvrde- rungspreis): Hermann Happel-Gedachtnispreis- I Limburger R.-D. 6:22,6. 2. Limburger R- ÄI. 6:30. 3. Verein Rudersport Gießen 6:59 Rach wechseknder Führung zwischen-Limburger Verein unb Gesellschaft mit 2’/2 Langen gewonnen 3. Gast - Vie rer: 1. L i m b u r g e r R -Kk 6:17. 2. Gießener R.-G. 6:23. Limburg nimmt nach gut gelungenem Ablauf sofort die S^tze unb hält biefe sicher über die ganze Strecke « L Schüler-Vierer (1200 Meter, fliegen- der Start): 1. Limburger R.-V 6. 39 2 Verein Rudersport Gießen 6:40,6 3 Gießener R-G 6: 43. Rudersport Gießen schien schon nach fteter FuhEg bas Rennen in der Hanb zu haben als Limburg in prächtigen Einschlägen energisch an das Spitzenboot herangeht und mit Luftkastenlänge zu siegen vermag. 5. Lahn-Einer: 1. Limburger R-V ?4764ao* ^adersport Gießen J^uHer) 7: Muller kommt am besten ad, wird aber schon nach den ersten Schlägen von Kruper ei.igeholt, ber stetig vorgeht unb bald mne Gange Vorsprung hrrausgerudert hat Beide Smller spurten nun fortwährend, und sie liefern 19 ein heißes Rennen, das Kruper mit l1/, Gangen zu seinen Gunsten entscheiden kann Erster-Vierer: 1 Gimburger 0L- ÄT. 6:14,4. 2. Giehener R.-G. 6:20. Die gleichen Gegner wie im Gast-Vierer durchruderten in schönem Stil die Bahn, wobei sich wieder bie Limburger Mannschaft als am besten durchtrainiert &■ §ie vermag das Rennen mit !>/, Gängen 2lbstand für sich zu entscheiden ^Oungmann-Achter: 1. Gimburger R.-Kl. 5:50,6. 2. Gimburger R -V 5 52 Ein scharfes Rennen,- das einen schönen ' fairen Kampf zwischen den beiden Limburger Mannschaften brachte. ll>^ ti voll tete Sfädttzll llnd V\ a nach ! tfcs ä.3yr Jen 6tr0ti^uem. den deM M fes» Abend hinein M erhirllen. DasPrvgra bot eine um 1 W kirche die feierlich Ser M-bem" in dieser ÜH10&' dienst in taj katholischen Sem Stadtkirche lvml Orchesters, der Mc sangverein Ganger lenswerten künstle Verschönerung der Pfarrer Schmld Stadt im Gebet u dankenreiche Dew et den Brief Pa M 33-36 zu mhnte die Glaub gute deutsche 6taa fürchtiges Leben x es dem Deiche und Geist der Fröinn Achtung vor den Obrigkeit müsse I feit, Treue, Fleib fahren grob gei Mauern eine trm Aorfahren der 6 ligion und ihre 0 taten, um das ft’ des Einzelnen zu hin bleiben. Äar allem auch die . durch deren recht Md OtaaMrge ddMsvick sei. ] lischen Gemeinde ab, der im ßinb Lagos den Gott Übung der jSeelj Die Mittag: der Weise durch des Musilverein vielen Zuhörern Dittlertoeile ontlvvrtlichen Pe! «en 1 Uhr ström vehmr zu den Efiiellung ersol, Är setzte fü wr in zwe htstonsche und ei $ng. die die h 'avie.bvt eine tte ^er Gründ 7er. ^iadigründu betölQb 2 d Qtte ßubtoig 111. ^gen wurde terem* gesteh SÄ Si (um 1400 " @i vvrüberrol I81 mit der ' ^Wsen f-h EZ L.V 558 rK ff* beqa NgerÄftü 8. Alter-Herren-Vierer (1200 Mtr. fliegenber Start): 1. Verein Rudersport ließen (PH. Schira, L. Schmalz, O. Schäfer G. Hoos, 0t: H. Schmitz 3:58,6. 2. Gießener R.-G. 4:00,8. 3. Wetzlarer R.-Kl. 4:21,6. — Die beiden Gießener Boote liegen über die ganze Vahn hart aneinander unb ringen erbittert „Rudersport" konnte sich einen kleinen Vorsprung herausrudern unb hielt biefen Abstand trotz heftigem Gndvvrstoß der „Gesellschaft" bis ins Ziel bei. a» 2; ?"sönger-Dierer: 1. Wetzlare, 6:36. 2. Gimburger R.-G. 7:05 9. 10. Zu ngmann-Vierer. 1. Wetz- A.'Kl 6,32. Gimburger R-Kl. 6:32,8. ®ie beiden gleichwertigen Mannschaften führen einen erbitterten Kampf, angefeuert durch Zu- rufe ber zahlreichen Wetzlarer und Gimburger Zuschauer. 11. Ermunterungs-Vierer: 1. Ber- em Rudersport Gießen (E. G. v. Grvl- man, K. Krug, E. Henkel, A. Hermann, St • W. Eisenhardt) 6:27,6. 2. Limburger R.-G 6:31,8. 3. Wetzlarer R.-KI. 7:00. — Unter Führung von Gießen gehen die Boote auf die Strecke. Wetzlar bleibt stark zurück. Gießen gewinnt ben Kampf mit guter Lange. 12. Großer Lahnachter. 1. Gimburger A.-Kl. 5:52,8. 2. Verein Rudersport Gießen 5: 0. ~ Rudersport, aus dessen Achtermannschaft vier Mann 20 Minuten vorher ein hartes Vierer-Rennen (Rennen 11) gefahren hatten, hielt sich gegen Limburg, bas einen guten Ächter ins Feld steltt, sehr gut DiePreisverteilung erfolgte burch ben Vorsitzenden des Lahn-Regatta-Derbandes Bürgermeister Dr. K ü h n - Wetzlar. Mit aus-' gezeichneten Worten gedachte er des hohen Wertes unseres Sportes, insbesondere des gesunden' Rudersportes für unser heran wachsendes Geschlecht sowie für den Wiederaufbau des Vaterlandes. Die nächste Herbsttegatte wird der Ruderklub Wetzlar übernehmen. Gießen, 22. Aug. 1922. Der Gärtner Ludwig G. aus Gießen war vom Schöffengericht Gießen wegen schw e r en Diebstahls im Rückfalle zu einer Gesamt- zuchthauösttafe von 4 Jahren 3 Monaten verurteilt worden, weil er 14 Hühner aus nnem verschlossenen Hühnerstall und wertvollen Bronzeschmuck von einem Grabmal des neuen Friedhofes entwendet hatte. Die Strafkammer würdigte den ersten Fall in derselben Weise wie die erste Onstanz; bezl. des zweiten Falles erachtete sie eine Auchthaussttafe von kur angebracht (die Borinstanz hatte 3 Jahre angesetzt) und zog beide Stra- ,en zu einer Gesamt zu chthaus st rase von 4 Jahren zusammen. Der 20jährige Gelegenheitsarbeiter Jakob G. aus Lampertheim und sein löjähriqer Bruder Balentin begaben sich, erstgenannter mit einer Armeepistole bewaffnet, nach Ober- Hessen, brachen am 30.6.1922 in Dleichen- bach in das Haus des Lehrers i.P. Diehl ern, öffneten gewaltsam alle nur erreich- oaren Schränke und Kommoden und st a h l e n daraus 2300 Mk. Papiergeld, zwei silberne tthren, emen Feldstecher und dergl. mehr. Es gelang ihnen, mit ihrer Beute nach Glauberg zu gelangen. Alls sie hier tn einer Wirtschaft gestellt wurden, bahnte sich Jakob G. mit vorgehaltener Pistole einen Weg ins Freie und bedrohte auch auf der Flucht verschiedene Adlle seine Verfolger. Daß die Pistole nicht auf einer Ladehemmung. Jakob G. erhielt eine Gesamtgefäng- ulsstrafe von 3 Jahren,, auch tourten tpm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt. Valentin G. tourte zu 6 M 0 n a - ten Gefängnis verurteilt; er toar von seinem Bruder, der schon mit einer längeren Gefängnisstrafe vorbestraft ist, verführt. Theater gelaufen, um nach ben Proben zu sehen — und sie werde ihr einstweilen aufschließen, denn Herr Güldewin habe schon öfters nach- gefrngt, ob Besuch bagetoefen sei. Gene war erstaunt Die freundliche, mittell- L orau lieb sie ein und verschwand wieder, ßcne zitterte an allen Gliedern, so wuchtig überfiel sie die Gewißheit, daß diese erste felbständige Handlung ihres Gebens nun unabänderlich war und — vielleicht — von Heinz ganz, ganz anders gedeutet werden tonnte, als sie er- toartete! Lief ein ehrbares Mädchen zu einem -Emn auf3 Zimmer? Selbst wenn dieser Munn thr Bräutigam war? Einerlei k Sie konnte nicht mehr zurück! Mlmählig wurde sie ruhiger uno begann, sich bie Einrichtung des Zimmers anzusehen. Richt zu spionieren, beileibe dafür war sie fich zu gut Er Heinz' Persönlichkeit wurde ihr durch tausend Kleinigkeiten nähergerückt Durch ein Buch m tem er gelesen, eine kleine Taschenbürste die auf einem Bord lag. seine Schreibfeber bie Hausschuhe aus rotem Saffian, bie er, ordentlich wie er war, am Ofen bereitgestellt hatte. Rote Saffianschuhe.' Gene konnte nicht wider- stehen und nahm einen in die Hand Der feine Geberbuft kihelle ihre Rase. Ach, bas roch aad) Luxus — überhaupt hatte er alles so nett so besonders. — ' Mit brennenden Ohren kramte sie weiter in lernen Sachen; aber sie schämte sich dabei, als hätte sie ihn tn Hemdsärmeln überrascht. Unb plöh.«ch zuckten ihre Finger wie von Schlag getroffen von einem S? na$ bem f“ -b-n -m l«is-s Stopfen ™ Tür tortte auf fie wie ein Pofaunenfioh des jungften Gerichts. h ** Sine öffentliche Sitzung ^^isausschusses findet morgen, im Sitzungssaal des Regierungs- gebaudes statt. Auf der Tagesordnung stehen: Neuregelung der Vergütungen ter Bürgermeister und ter Besoldungen der Gemeinde- veamten der Gemeinden Eberstadt, Climbach und Ruttershausen. " Gehaltstarifverhandlungen ein handel. Man schreibt uns: Die Gehaltsverhandlungen zwischen den Arbeit- Ebern teö Kleinhandels und denAngestellten- Gewerkschasten am 28. August sind ergebnis- ws verlaufen. Geboten wurde für August eine @^11119 des Iuligehalts um 40 Prozent, für Lehrlinge 30 Prozent. Gefordert tourten bon den Gewerkschaften 100 Prozent Zuschlag. ^2_??^^^^°Organisationen haben die Schtedsstelle inzwischen angerufen. Es wurde zwischen ten beiderseitigen Organisattvnen verettwart, daß unbeschadet ter bevorstehenden Entscheidung ter Schiedsstelle ten An- tefteHten am 31. August ein Vorschuß in । E Hohe von 50 Prozent des IuligehalteS, bei ^hrlmgen 30 Prozent, neben tem laufenden Gehalt gezahlt werden soll. rJ* @^1)^ Siebe. On der vvr- gesttigen Nacht wurde in einer Villa in a UJr9 lmS ein Einbruchsdiebstahl ausgefuhrt, wobei den Dieben die zum Waschen bere.tstehente Wäsche im Werte von mehreren tausend Mark in die Hände fiel. Gestern gelang eS, am hiesigen Bahnhofe die beiden Tater, von denen einer in Burgsolms l ^d der andere in Albshausen wohnt, sestzu- nehmen. Einen Teil des gestohlenen Gutes ^führten sie in Rucksäcken mit sich, um die ^are m hiesiger Stadt abzusetzen. Die andere Halste der Beute hatten sie bei Ver wandten in Wetzlar abgestellt. Dem Eigen tumer konnte sein Besitz ungeschmälert wieder zugestellt werden. - , -A^n! sagte sie ganz mechanisch und hätte $ & Dtsch. Reichsanl. 4e/0 Preuß. Konsols Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Dannstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld.Ereditbank. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. Al.. 28. Aug 1922. Die Preise haben im Frühverkehr nur gering« Veränderungen aufzuweisen. Die Stimnrung ist als fest zu bezeichnen. Alte Ware ist nur noch spärlich zu haben und neue infolge der unbeständigen Witterung sehr rar. Infolge der Unsicherheit der ausländischen Zahlungsmittel war der Verkehr ruhig und Verkäufer sowie Käufer verfolgen eine abwartende Haltung. Gerste bleibt gesucht, auch für Hafer ist die Nachfrage ziemlich groß. Für Weizen und Roggen hielt sich der Verkehr zunächst noch in engen Grenzen. Mais lag still. Lebhafter gesucht ist Mehl. Hiilsenfrüchte und Futterartikel sind begehrter. Oelsaaten fest. AmtlicheRotierungen. Der Deutsche Katholikentag. München. 26. Aug. (WTB.) Als Einleitung zu den Verhandlungen des Deut- schen Katholikentages fand heute eine öffentliche Kundgebung der Katholiken Deutschlands auf dem Königsplatze statt, zu der ich über 100 000 Personen eingefunden hatten. Die Feier wurde mit stimmungsvoller Musik eingelettet. Hierauf betrat Kardinal Fürstbischof Dr. Faulhaber-München die Kanzel und richtete an die andächttg versammelten Teilnehmer eine Ansprache. Mit einer von dem päpstlichen Nuntius Monsignore Pacelli zelebrierten Messe schloß die weihevolle Festkundgebung. Hühneraugen und harte Haut 204.75 0.32 0.ÜU5 19.- 40.275 23.44 22.925 38.30 0.29 525.75 1.50 0,065 Handel. B e r lim 28. Aug. Börsen st immings- bild. Die Börse ist geneigt, der Hoffnung out eine befriedigendere Entscheidung der Repara- tionskrmmksswn Raum geben. Im Dormittagsverkehr waren daher die Därisenkurse bei nervösem Geschäfte unter spekulativen Abgaben wesentlich abgeschwächt Demgemäß war auch die Haltung des Effettenmarktes allgemein matter. Bedeutendere Kursrückgänge waren jedoch zunächst nur am Montan markt zu verzeichnen, weil auf diesem 28.8. 77.50 195,- 409,- 95 - 702,- 550,- 372,- 375,- 655,- 530,— 420, - 376 - Gebiete die Spekulation sich hauptsächlich bstä« | Mark für beste Färsen, 3ÖÖ6—Möö Mk. f®x: je- tigte. Auf anderen Gebieten dienten die noch vorliegenden Kaufaufträge des Privatpublik ims als Stütze. Der sehr unsichere Verkehr litt unter Zurückhaltung. Die Diskonterhöhung wirkte zwar weiter abschwächend, führte aber nicht zu besonder starkem Angebot. Bemerkenswert war die Aufbesserung einzelner Farbwerte, wie Badische Anilin und Höchster Farbwerke. Von Maschinen- fabrikaktien gewannen Gebr. Doehler und Deutsche Waffen etwa 200 Proz. Schiffahrtsaktien waren meist nachgiebig, im besonderen Hamburg, Süd- amerikanische Dampfschif fahrt, die 135 Proz. verloren, während Argo-Aktien 250 Proz. gewonnen. Auch am Dankenmarkte überwogen mäßige Abschwächungen. Dalutapapi^re stellten sich rer= einzelt beträchtlich niedriger, so türkische Lose um 3000 Mk., südösterreichische Prioritäten um mehrere hundert Prozent, 5prvz. Tehuantepec um 1000, Ganadaaktien gleichfalls um etwa 1000 Proz. Deutsche Anleihen haben ihren Kursstand Aationalbank f. D. . Doch. Gußstahlwerke 3000»' Bud.-Eisenw.-Akt.. rb50,. D.-Luxemb. Dergw.. Delsentirch. Dergw.. ^OJ,■ tzarpener Dergbau. ' Oberfchl. Eisenb.°B. 1»»0, Overjchles. Eifenind. *388 Phönir-Bergb.- Akt. 29^, Dad.Anilin-u. Soda 19»0, Höchster Farbwerke. 140°# Allg. Elektt.-Ges. . . 1035, Felten L Guilleaume 1410, Schuckert-Werke. . . 1360, Adlerwerke......750, Daimler.......015, 4° 0 Hess. Staatsanl. 76, Electron Griesheim 1500» 23. 8. 77,50 200,- 425 - 100,- 690,- 501,- 385,- 380,- 680,- 525,— 420,- 380,- 395,- 2650,- 14j0,- 2425 - Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Aeuhork . . Paris. . . . (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Rückkehr des österreichischen Bundeskanzler« nach Wien. Wien, 28. Aug. (WTB.) Bundeskanzler Dr. Seipel und Finanzminister Segur sind gestern vormittag hier «eingetroffen. Nachmittags hat eine eingehende Besprechung des Bundeskanzlers mit dem Vizekanzler Dr. Frank und mit dem Minister des Aeuhern Dr. Gründe r g e r stattgefunden, der sich bereits morgen zu den Verhandlungen des Völkerbundsrat^, die am 31. August beginnen, nach Genf begibt. Die Staatsmänner, mit denen der Bundeskanzler in den letzten Saget Fühlung genommen hat, empfehlen alle, die österreichische Angelegenheit zunächst vor dem Völkerbund zu betreiben, und haben ihre Unterstützung hierbei zugesagt. Minister Dr. Grünberger wird in Genf in demselben Sinne, wie es der Viindeskanzler Dr. Seipel in Prag, Berlin und Verona getan hat, die Lage I Oesterreichs, sowie auch die Verzögerung der öfter- reichischen Geldhilfeaktion und die Notwendigkeit darlegen, ohne Verzug Oesterreich jene Mittel zur Verfügung zu stellen, die es braucht, um feine Selbständigkeit zu behaupten und seine I dauernde Lebensfähigkeit zu sichern. In Wien wird inzwischen alles vorbereitet, um für den Fall einer günstigen Entscheidung des Völkerbundes, deren sofortige Durchführung zu ermöglichen oder aber andere Wege, die der Bundeskanzler und der Finanzminister bei ihrer Auslandsreise eröffneten, ernzuschlagen. Zu diesem Zwecke wird der Bundeskanzler morgen mit den 'm Wien alUeditierten Vertretern der Mächte und mit den Obmännern der Parteien des National- rates Fühlung nehmen. Der Bundeskanzler wird außerdem in den nächsten Tagen die leitenden Persönlichkeiten der Industrie, des Handels, des Gewerbes, der Banken und der Gewerkschaften zu sich laden, um mit ihnen die wirtschaftliche Lage zu besprechen. Der Ministerrat ist für den 28. und der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten für den 31. August einberufen worden. (Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.) II. Dn. Grünberg, 27. Aug. Der zweite Tag des IubiläumSfesteö wurde ebenso wie sein Vorgänger von gestern ein Tag des vollen Erfolges. Strahlend leuchtete die Sonne den ganzen Sag auf das malerisch gelegene Städtchen im Festgewand herab üroy- gestimmte Menschen promenierten in den Sttaßen und herrlichen Anlagen, versammelten sich am Vormittag nach guter alter Sitte zum Gottesdienst und verbrachten die weiteren -^gesc stunden ganz im Banne des Jubelfestes. Bon den frühen Bormittagsstunden cm strömten von allen Richtungen her mit der Dahn, auf Wagen oder zu Fuß zahlreiche Besucher in die..^tstadt. ^n den Straßen wogte, je mehr.man sich dem Zeitpunkte des Marsches des Festzuges narrte, eine immer mehr anwachsende Menschenmenge Die Gasthäuser hatten Hochbetrieb, namentlich die an den Festzugstraßen gelegenen,schon irn Hinblick auf die Gewährung eines Fensterplatzes. In den Hauptstraßen, die der historische Festzug am Nachmittag passierte, waren alle Fenster von Schaulustigen dichtgedrängt beseht, unö m den Straßen selbst war die Passage auch alles andere beim bequem. Nach dem Vorbeimarsch des Festzuges war das Abströmen ber Auswärtigen natürlich stark, aber dennoch blieben noch viele Hunderte von ihnen einige Stunden lang in den Gasthäusern und den reichgeschmückten Sttaßen zurück die durch diesen Massenverkehr bis in den Abend hinein daS Gepräge eines großen Sages erhielten. Das Programm des zweiten Sages bot eine Fülle des Erlebenswerten. Morgens um 7 Hbr erklangen vom Surme der Stadt- kirche die feierlichen Klänge der C h o r c. l m u f •i k. Der Musikverein hatte es übernommen, den Sag in dieser sinnigen Weise einzuleiten. Tinge Färsen und Kühe, Kälber beste Qualitäten 7500—8000 Mk., mittlere 6800—7400 Mk., geringe 6200—6700 Mk., Schafe 3000—4900 Mk., Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 10 000 bis 13 000 Mk., von 80—100 Kg. 13 000—13 600 Mk.. von 100—120 Kg. 13 600—14 000 Mk., von 120 bis 150 Kg. 13 600—14 000 Mk., Fettschweme über 150 Kg. 13 600—14 000 Mk., Sauen und Eber 11 000—13 000 Mk. Die Preise liegen um so I viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinne in sich schließen. Zahlreiche Aerz.te empfehlen dteees, tn vielen Millionen Pillen bewahrte Präparat Auch Warten u.Tfltowlerungen beseitigt Koklrol Bchmen- and gefahrlos. Preis per Seh achtel 4* 1Z50. Gegen Fo§sc&Dei§, Banilaalen and Brennen baden Sie Ihre PQeae tn Kaktrol- Fuesbad. Dae Kaidrol-Fuaabad reinigt die Püsse gut, halt die Haut trecken und ist für jeden Menschen, welcher viel geht end steht, eine wahre Wohltat Eine Packung, für 2 Fussbäder reichend, kostet nur -* 1X50. Die Kuklrol - Präparate sind tn Apotheken und Drogerien erhailHch. Lassen Sie sich niemals etwas anderes als .ebensogut* aufreden. Es gibt nichts ebenso Gutes oder Besseres. Verlangen Se noch beute die Interessante und fdr Sie äusserst wichtige Broschüre «Die richtige Fusspflege* gratis und portofrei von der Kakirol-Fabrlk Gross-Salze 85 bei Magdeburg. Kirche und Schule. ri. Oberbessingen. 29. Aug. Der evangelisch-lutherische Missionsverein für Oberhessen feierte am Sonntag hier unter Linden hinter der alten Kirche sein diesjährig^ Missionsfest. Es war gut besucht, obwohl viele andere Feste gerade in der älmgegend statt- fanben und hinderlich auf den Besuch einwirkven. Der Wetterseldec Posaunenchor begleitete die Lieder Der Ortsgeistliche Pfarrer Ahl heim- Münster eröffnete das Fest mit einer Ansprache, dann erzählte Missionar G u t h auf Grund eigener Erlebnisse, wie die deutschen Missionare tn Oft- afrtEa die Herzen der Schwarzen gewannen. Pfarrer Nebel- Laubach ries die Versammlung auf Missionsliebe zu betätigen. Zum Schluß berichtete der Rechner des Vereins Pfarrer S c r i b a - Wetterfeld über den Stand der Sache unserer lutherischen Mission In Oberhessen. Eine Sammlung für dieselbe ergab über 1200 Mark. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß- KurS Kurs Kurs Kurs zusammen. Mit dem Gefamtverlauf der Jubiläumsfeier kann die Stadt Grünberg nach jeber Richtung hin sehr zufrieden fein. Neben dem Bürgermeister. auf dem in solchen Tagen immer eine | Fülle von Arbeit und folgenschweren Entscheidungen lastet, deren freudige Bewältigung die Grün- berger ihrem Stadtoberhaupt zu danken haben, ist es vor allem Herr Studiendirektor Dr. Angelberger, der sich sehr begründeten Anspruch auf den Dank der Grünberger Bürgerschaft erworben hat. Er hat in vorbildlicher Weise den weitreichenden, organisatorischen Aufbau des Festes vollbracht, ihm sprechen die Einaeweihten Grünbergs das unbestrittene Hauptverdienst an dem glänzenden Gelingen der Jubelfeier zu. Daß dadurch das verdienstvolle Wirken aller anderen Mitarbeiter an dem großen Werke nicht in Den Hintergrund gedrängt werden kann, ist selbstverständlich: auch diesen Herren werden die Grünberger den reichlich verdienten Dank zu sagen haben. Zwei Festschriften aus Anlaß der Siebenhundertjahrfeier verdienen noch Erwähnung. Die eine, betitelt «Aus der Geschichte von Grünberg in Hessen", ist mit ilnter- stühung der Grünberger Stadtverwaltung vom Oberhessiscben Geschichtsverein in Gießen heraus- gegeoen. Ihr Vcisasser ist Prof. Dr. Ebel, Direktor der älniversitätsbibliothek in Gießen, einen Beitrag hat ferner Prof. Dr. Wilh. V e l k e. Bibliotheksdirektor i. R. geliefert. Die andere unter dem Titel „Die siebenhundertjähritze Stadt Grünberg i. H." ist als Festgabe des „Grunberger Anzeigers" erschienen. Namhafte Persönlichkeiten haben auch hier die Feder geführt. Die Mittagsstunde wurde in sehr ansprechender Weise durch ein Marktplatz-Konzert des Musikvereins ausgefüllt, der hiermit den vielen Zuhörern eine besondere Freude bereitete. Mittlerweile waren die für den Festzug verantwortlichen Personen in Aktion getreten. Gegen 1 Llhr strömten von alten Seiten die Teilnehmer zu den bestimmten Saminelpunkten, die Aufstellung erfolgte'am Neustädter Tor. Gegen 2i/> Uhr setzte sich der Festzug in Bewegung. Er war in zwei Abteilungen gegliedert, eine historische und eine neuzeitliche. Die erste Abteilung. die die historischen Gruppen umfaßte. bot eine treffliche und imponiere. de Wiedergabe der Grunberger Geschichte vom Zeitpuntt der Stadlgründung an bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts. An der Spitze ritt ein „Herold der Stadt mit "Segleitreitem“, ihm folgte eine Gruppe, die die „Gründung der Burg und des Ortes Grünberg durch Landgraf ßubtoig III. . (1186)“ darstellte: beide Erinnerungen wurden von Mitgliedern des Schützen- Vereins gestellt. Die anschließende Darstellung zeigte „Grünberg zur Stadt erhoben, 1222; Grunberger Kürisser . ihr folgte „Die Klosterstadt Grünberg: Antoniter (um 1220); Franziskaner (um 1350). Augustinerinnen (um 1450); Dertiarier (um 1400)“. Gin Wagen des Kriegervereins, der nun vorüberrollte, zeigte „Die Marktstadt: Abgesandte des Kaisers Friedrich III. überreichen bem Rat der Stadt eine Urkunde vom 31. Januar Märkte. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M.. 28. Aug. (Amtlich.) Warktverlaus: Rinder anfangs lebhafter zum Schluß lebhafterer Handel. In Kleinvieh und Schweinen lebhafter Handel. Schweine nicht aanz ausverkaust. Im einzelnen ist zu bemerken. Auf- getrieben waren 1660 Rinder, darunter 260 Ochsm. 105 Dullen, 1295 Färsen und Kühe. Ferner 332 Kälber, 97 Schafe, 352 Schweine und 9 3icgat. An Preisen wurden angelegt p. Zentner Lebendgewicht : Ochsen von 4!00--68^ Mr..^Bull«i 14600—5700 Mk., Färsen und Kühe 5400—6500 1797,75 1802,26 1448,81 1451,82 13483,1013515,9011186,- 11214,- 34107,80 34192,70 27765^5 27834,75 27565,60 2763-^50 22471, 22528,15 1,93 Büchertisch. — Zum Entscheidungsspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem 1. F.-C. Nürnberg und dem Hamburger Sportverein bringt die soeben erschienene Nummer 4081 der Leipziger .Illustrierten Zeitung" (3. 3- Weber) einige nach dem Leben gezeichnete Abbildungen von Hans 3acobi. Aus dem Inhalt dieser Nummer sind ferner noch besonders zu erwähnen eine Zeichnung von den Festspielen in Oberammergau, die Wiedergabe des Gemäldes „Störung" von Adolph Menzel (1846) sowie vier Aquarelle von Professor Hermann Schnee .Aus dem malerischen Deutschland". Dr. Robert Cor- wegh veröffentlicht einen hochinteressanten Aufsatz „Aus dem Offenbacher Ledermuseum". Die Technik findet Derücksichtigung in einem Artikel des Dipl.°Jng. Castner über „Neuzeitliche Trans- pvrtanlagen". Für den Herbst bringt diese Nummer entzückende Damenmoden. Die Tagesereignisse finden wir in zahlreichen Illustrationen fest gehalten. Dazu kommt ein reichhaltiger Lesestoff. Frankfurt a. M, 28. Aug. Börsen- st i m m u n g s b i l d. Der Dollar setzte vorbors-1 sich mit 1750 ein und ging dann unter Schwankungen auf 1625 und 1550 zurück. Der Devisen- markt blieb ruhig, die Umsahtätigkeit bescheiden. Am Effektenmarkt war die Tendenz zwar nicht einheitlich, aber bei Beginn fester. Dalutapapiere unterlagen Schwankungen. Die Spekulation bewahrte Zurückhaltung. QUon anpapiere lagen vorwiegend schwächer. Zu regen Umsätzen tarn es in einzelnen Elektrizitätspapieren. Chemische Werte wurden stärker realisiert. Der Kassa-Markt lag vorwiegend fest. Der Dollar wurde um 1 Uhr 1450 genannt Frankfurt a. M.. 29 August 1922. Börsenkurse. zusammengefunden hatte. Die Gesellschaft „Eintracht" stellte den Wagen: „ Seejungfrauen mit Gründergia", anschließend passierte die Duime.i- oeigengruppe des Turnvereins, die am Abe.id Vviher schon starken Beifall geerntet tjatte „Slrei Edelknaben mit den Wappen der Stadt, Hessens und Deutsch ands" schr.tten den Fahnenabordnun- gen der Grünberger Dereine voraus, denen sich bann als trefflicher Hinweis auf die Zukunft die Schuljugend (Realschule und.Vciksschule^) unter Führung ihres Lehrkörpers als Schlußstück an- reihte. Der in allen Teilen wohlgelungene Zug and rflgcmeine Anerkennung. Die geschickte und vielseitige Zusammenstellung, das farbenprächtige Bild der einzelnen Gruppe.i und die gute Marfch- disziplin schufen ein Gesamtbild, das starken Eindruck hinterließ und dem die allseitige Anerkennung mit vollem Recht gebührt. Im Anschluß an den Festzug entwickelte sich auf dem Festplatze ein frvhgestimmtes Volks- uni> Jugendfest .das ton ©tubiearat Walther mit einer kernigen Ansprache an bie heran- wachsenbe Jugend, ausllingend in einem begeistert tiidephallenden Hoch auf unser geliebtes Dater- land, eingeteitet wurde. Reigen der verschiedensten Art,' turnerisch: Dorführungen, Gesänge usw. boten eine große Fülle der Unterhaltung und hielten die Dolksmenge in genuhsrohen Stunden lange Getreide, Hülsenfrüchte und Biertteber ohne Sack; Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack. Preis je 100 Kg. bzw. alsbaldige Lieferung. Parität Frankfurt a. M. Weizen 6300—6200 Mk., Roggen 5800—5500 Ml., Hafer 6200—600 Mk., Mais Mired 5300—5200 Mk., Weizenmehl südd. Spez. 0 9000 -8800 Mk. bei Waggonbezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 7000—6800 Mk., Weizen- und Roggenkleie 3500—3300 Mk., Heu, südd., gut, gesund, trocken 1600 Mk., Stroh von Weizen und Roggen, drahtgepreht, 1000 Mk. — Tendenz: schwach, Mehl nur zweithandig gehandelt. Kartoffelnotierung: Wetterauer Kartoffeln 425 Mk. per 50 Kilogr., mitteldeutsche Kartoffeln 380—385 Mk. Per Kg.; alles franko Frankfurt a. M. s- • SSel - j A ü* - F tpilL . Mr bist n fragten- »’ “"' ff« igon< . Sofa He ßk hatt- Japan...... Rw de Janeiro 22970,- 23030,- 19275,- 19362,- 1481 mit der Berechtigung zum Gallus markt", es schlossen sich zwei Wagen des Gewerbevereins an, '.Sie Zunftstadt (1. die Schühmacherzunft, 2. die übrigen Zünfte!" barftellenb. Der Männer- gefangvei^'m zeigte auf Linern Wagen „Die Amtsund Gerichtsstadt, Schulkheih und Schöffen auf dem Wege zum Gericht, um 1500", der Gesangverein .,Sängerkranz" „die Derkehrsstadt: ein Straßenbild um 1500“ und „wandernde Scholaren" ein weiterer Wagen d^s „Sängerkranzes" die Lutherftadt: Luther auf feine-- Wormser Reise in Grünberg, 1521“. Der Turnverein verkörperte „Grünberg als Schauplatz im Dreißigjährigen Krieg: Landsknechte mitTrvh". Die folgende Wagengruppe stellte „die Geburtsstadt des Kaleiider- rnannes (Justus, geb. 12. März 1708) vorn Vefts- berg" dar, hieran schloß sich der Wageii des Bauernbundes mit der Darstellung des „Grunberger Getreidemarktes im 19. Jahrhundert" und als Abschluß der historischen Gruppe zog dann „die Dürgergarde des vorigen Jahrhunderts" vorüber. Nun begann die Herrschaft der neuen Zeit. Ein Wagen des Bauernbundes mit der „Landwirtschaftlichen Gruppe" eröffnete diesen Teil des Zuges, frohgemute Erntelieder singend umgaben „Schnitterinnen und Schnitter", sowie sonstige „landwirtschaftliche Arbeiter" den Wagen. Die Metzgervereinigung schloß sich mit ihrem Wagen unter dem Motto „Alles ee Grieb" an, ihm folgte der Wagen des Vogelsberger Höhercklubs, darstellend eine „D. H. C.-Rast am Wartturm"; ein fröhlich singendes Völkchen war es, das sich da Ws ■Kennen n ** kl. ZDi SÄ it(ÄÄ 4ö,6. 3 2.> schien Hand M dw «tta «z»*? entscheiden kann ; L ßtmburgerTt. wieder dir Lim- ^besten durchtrainiert Kmit i'- ^er: 1. Limbur. fmjnirget 5:52 aren schönen, fairen 1 Limburger Aannschaf. vierer (1200 Nr., :re*n Rudersport ' Schmalz, 0. Schäfer, h 3:58,6. 2. Giehener ra 4:21,6. - ie liegen über die ganze und ringen erbittert men kleinen Vorsprung iefen Wslanö trot) hef» rsellschast" bis ins Ziel ?rer: 1. Dehlare, er 7:05,9. Iterer: 1. Weh. nirger 2Ucn Festgottesdienst der katholischen Gemeinde hielt Dekan Bayer-Gießen ab, der im Hinblick auf die Bedeutung des Festtages den Gottesdienst durch persönliche Ausübung der ^Seelsorgerfunktionen beehrte. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 2b. 8. 28. 8. Züricher Devisenmarkt. 28.8. beseitigt Statt Karten Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen ♦ r Butzbach sm rrfiftiget Jnnge angerommen r Weißenfels a. d. Saale 7969D Der Vorstand (7994D AU*1«* Eis SluNileii | Schneider k such Welk Bai Kindern. 008296 | Vereine [ [verschiedenes! {verschiedenes! Mr M« MM Astoria-Lichtspiele 9 •eeeeeewieieeeeee laidwig Gtiitti atm einen Memmm in ö.ljänM. Weiten? Lchriftl. Angebote mit. 08304 an d. Gieß. Anz. Snnermifter mW Wshnzimnier evtl. Wohn- und Schlafzimmer mit elektr. Licht ab 1. ob. 1b. Sept. Schriftl. Angeb. unter 08297 a. d. Gießener Anzeiger erbeten. Passagierdampfer: Doppelschraubendampfer „St. Paul“ Doppelschraubendampfer „Mongolin“. . . . Dreischraubendampfer „Minnekahda“ . . . 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Die Beerdigung findet Donnerstag, den 31. August, nachmittags 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Man bittet, von Beileidsbesuchen abzusehen. ___________ 7993D Leute für Erntearbeit ges. 7995 Rodheimer Straße 6. Junger, lediger 17973 Landwirtschaft ges. ll.tch. Schäfer, Hungen. Anmeldung und AuS. kunst nur Mittwochnach- mittags V-4 bis >/»5 Uhr, Oberrealschule, Zimmer Nr. 1. Besuche der Vorstandsmitglieder in deren -Wohnungen find zu unter- lassen.08291 Verkäufe SO 80 Ztr. Naphtalin für Molorenbetrieb, ungepreßt, gegen Höchstgebot zu verkaufen. Beschule Hochwaldhaosen 7»u bei Ilbeshausen. Verein sucht einbirzwei ttneipzimmer zu mieten. Schristl. Angebote unt. 08299 and.Gieß.An;. | Wohnungstausch | Schöne 6- Zimmer- Wohnung im Bahnhofs, viertel gegen neuzeitliche 4 -Zimm.-Wohn., beide in Gießen, jii tauschen gesucht. Schr. Angeb. unt /975 an den Gieß. Anz. erbeten. isUellerangeböIe) ™ AgeMur s für uns. neuart., ges.gesch. Paket- und Frachtgut- vcrncherung sofort zu vergeben. Ers. 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August 1922. f 79828 __________Telegra phenbauamt. gee®@@i®!eieeee©i^ ! Palast-Üditspiele! Lindenplatz ö„oi Telephon 2066 ®