Ur. 1?6 Erscheint täglich, au^ct Sonn- unD Feiertags, mtt betSamsiGqsbeilage: GiehenerFamilienblütter M-»atliche Sezugrprcsse: Mk. 22.50 und Mk. 2.50 TrLgerlohn,durch diePost Mk. 25.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: fürdieSchrift« leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen. YostscheÄdnto: $r:i ersparen. Ich benütze die Gelegenheit, um gegenüber Den in Bayern aufgetaachten Defürchtangen mit allem Nachdruck za betonen, daß Die Arffass ing durchaus irrig ist, in Dem Gesetze werde Die systematische Beseitigu ng der bahrr- schen Hoheitsrechte eingeleitet. Die aus der schwersten Rot Der Gegenwart geborenen unD nur für einen gemessenen Zeitraum geltenden Bestimmungen sind Lebensnotwendigkeiten unseres bedrohten staatlichen Daseins; sie sollen und können aber in ihrem Vollzug in keiner Weise Den staatlichen Charakter Der einzelnen Länder beeinträchtigen, Der — in Der Reichs- versassung fest begründet — gerade Die Stärke des Reiches darstellt und dessen Wahrung während Der Dauer meiner Amtsführung ich mir zur bejonDeren Aufgabe gemacht habe. Zar beschleunigten Klärung Der innen- unD außenpolitisch gleichermaßen gefährdeten Lage und angesichts Der mir aus Der R ichsverfa sang ob i g nden Verpflichtungen bars ich mir die Bitte erlauben, mir in tunlichster Bälde ihre Antwort zugehen zu lassen. Mit Dem Ausdruck meiner aufrichtigen Hochschätzung Ihr ergebener * gez. Sbert“ Der Reichspräsident in Magdeburg. Magdeburg, 28. Iuli. (WTB.) Der Reichspräsident ist heute vormittag um 10 älhr mit Dem fahrplanmäßigen Zuge zum Besuche Der Mitteldeutschen Ausstellung eingetroffen. Zum Empfange hatten sich der Ober- Präsident Der Provinz Sachsen, Hörsing, Der Oberbürgermeister Beims sowie Vertreter der provinziellen und städtischen Behörden emgefunbeiL Namens Der Ausstellungsleitung gab Stadt- verordnetenvorstehcr Miller in einer Begrüßungsansprache ein Bild von Der Organisation Der Ausstellung. Alles, was Deutsche Arbeit in den letzten Iahren geleistet habe, habe hier seinen Platz gefunden. Die Ausstellung sei Der beste Beweis, wie gewaltig in Deutschlands schwerster Zeit gearbeitet worden sei, um in kraftvoller gemeinsamer Anstrengung alle Schwierigkeiten zu überwinden, die uns durch den Versailler Vertrag auserlegt seien. Nur energievvlle Arbeit, die alle Stände zusammenführe und alles Trennende ausschalte, könne den Wiederaufbau unseres Vaterlandes herbeiführen. Auf dese Begrüßung sonspiachen erwiderte Der Reichspräsident mit folgenden Worten: „Meine Herren! Für Die freundlichen Worte der Begrüßung, Die Sie, Herr Oberpräsident, im Namen Der Provinz Sachsen, und Sie, Herr Stadtverordnetenvorsteher, namens der Ausstellungsleitung an mich gerichtet haben, sage ich Ihnen herzlichsten Dank. Ich habe aufrichtig bedauert, daß ich vor einigen Wochen Die Reise nach Magdeburg aufgeben mußte; um so mehr freue ich mich, daß es mir heute vergönnt ist, die Mitteldeutsche Ausstellung zu besichtigen, der Provinz Sachsen und ihrer Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Die letzten Jahre haben uns eine ganze Reihe von Ausstellungen und Messen gebracht, so daß ich zuweilen das Gefühl hatte, es geschehe hier des Guten zu viel. Schwell jedoch solche Veranstaltungen auf eigenem Boden gewachsen sind oder nach der einen und anderen Richtung hin einem besonderen Zwecke Dienen, sind sie begrüßenswert. Magdeburg hat sich mit vollem Erfolge bestrebt, diesem älnternehmen eine besondere Note zu geben. Ich finde eine gerade für unsere Zeit besonders glückliche. Die Mitteldeutsche Ausstellung will eine Ausstellung des Wiederaufbaus sein. Sie hat ihr Augenmerk vor allem den sehr wichtigen Gebieten der sozialen Fürsorge, der Siedlung und Arbeit zugewendet. Daß Die Sozialpoli- tif im neuen Deutschland eine besondere Sorgfalt erheischt, bedarf keiner weiteren Ausführung. Schwere Wunden hat der Krieg dem Lande geschlagen. Die ungünstigen Wirtschafts- und Ernährungsverhältnisse haben uns eine Reihe bedeutsamer sozialer Aufgaben gestellt. Die zu erfüllen nicht allein Dem Reiche, Den Ländern und Gemeinden überlassen fein kann, sondern für Die auch weiteste Kreise unseres Volkes herangezogen werden müssen. Alle Kräfte unseres Wirtschaftslebens müssen hier zusammenwirken. Daß die Ausstellung das Verständnis hierfür fördern will, begrüße ich mit lebhafter Freude. Neben Sozialpolitik fallen dem Verkehrswesen beim Wiederaufbau gleichfalls wichtige Aufgaben zu. Mehr Denn je sind wic gezwungen, unserem Wi.tschos sieben Dir seh'e Du Energiemengen aus anderen als bisher g> wohnten Quellen zuz-f hrcn. Don dieser Wi.deraufbautättg- teit soll diese Ausstellung uns ein Bild auf Den verschiedensten Gebieten geben; ja, sie ist über ihren ursprünglichen Rahmen hina isgewach- sen, sie zeigt uns, was deutsche Arbeit in Den letzten Zähren zu leisten vermochte. Die Stadt Magdeburg und die Provinz Sachsen beglückwünsche ich herzlich zu dieser bedeutsamen Veranstaltung Für das deutsche Wirtschaftsleben ist die Provinz Sachsen von großer Bedeutung. Das Pflichtbewußtsein und die Schaffensfreude seiner Bevölkerung in Stadt und Land wird tm ganzen Reiche geschäht. Es ist mir eine große Freude, bei dieser Gelegenheit zum Aisdruck bringen zu können, das in Den hinter ans liegenden schweren Iahren Die Bevölkerung Der Provinz Sachsen besonders tatkräftig am Wiederaufbau unseres Vaterlandes rnttgeschafft hat and in ihrer großen Mehrheit immer treu zur Republik und zur Verfassung stand. Dieter Sta^s- I treue und Tatkraft haben Die Pr.wi z und die Stadt mit dieser Ausstellung den schönsten Ausdruck verliehen. Nur durch zähe Ausdauer runD verständnisvolles Zusammenwirken aller war ei möglich dieses Werk zustande zu bringen. So Darf ich Der Provinz, der Stadt unD allen, Die an Der Ausstellung mitgcavbcltet haben. Dank und Anerkennung aussprechen und Den Wunsch, ja Die feste Zuversicht, daß Die Ausstellung einen vollen Erfolg bedeutet für Die Stadt Magdeburg, für Die Provinz Sachsen unD unser ganzes deutsches Vaterlandl" Bei der anschließenden Besichtigung, Die unter Führung des Stadtverordneten Miller ftattfanb, hatte der Reichspräsident Gelegenheit, sich von den hervorragenden Leistungen Der Ausstellungs- [eitung wie der Aussteller zu überzeugen. Magdeburg, 28. Juli. (WTB.) Im wett teren Verlauf seines Magdeburger Aufenthaltes besuchte der Reichspräsident heute nachmittag das Rathaus, das er unter Führung des Oberbürgermeisters besichtigte. Dom Rathaus begab er sich nach dem Stadttheater, wo eine Fest- Vorstellung stattfand; es wurde der letzte Akt der „Meistersinger" gegeben. Auf den. Wege vom Rathaus zum Stadttheater wiederholten sich die herzlichen Ovationen. Um 8 tthr abends trat der Reichspräsident die Rückreise nach Berlin an. Der ablehnende Bescheid der französischen Regierung über die Ausgleichszahlungen. Berlin. 28. Iuli. (Wolff.) Auf die Rote, welche die deutsche Regierung im Zusammenhang mit dem Moratoriumögefuch vom 2. Iuli den beteiligten alliierten Regierungen wegen der Barzahlungen im Ausgleichsverfahren und den Urteilen der gemischten Schiedsgerichte (Art. 297e) übermittelt hat, ist, wie bereits mitgeteilt, heute die Antwort der französischen Regierung ein» gegangen. Darin werden die deutschen Anträge, Die dahin gehen, die in dem Londoner Abkommen vom 18. 6. 1921 vereinbarten monatlichen Pauschalzahlungen von zwei Millionen Pfund Sterling zur Abdeckung der Debetsalden im Ausgleichsverfahren auf 500 000 Pfund herabzusehen und Vorsorge darüber zu treffen, daß sie aus den Schiedsgerichtsurteilen vereinbarungsgemäß in erster Linie aus dem Erlös des liquidierten deutschen Eigentums erfüllt werden sollen und für Die Dauer des Moratoriums keine Barzahlungen gefordert werden, in u ngewöhnlich schr o sser Form abgelehnt. Die französische Regierung stelle für den Fall der Nichtzahlung der Monatsrate im Ausgleichsverfahren Die Kündigung des Abkommens vom 26. Iuli 1921, die nach ihrer Meinung auch eine Aushebung der späteren Vereinbarungen über die Abdeckung der Ansprüche aus QlrtiM 297 c jur Folge haben würde, und ein Verbot an die französischen Ausgleichsämter, die deutschen Forderungen anzuerkennen, sowie das Verlangen der striktesten Durchführung des Friedensverttages in Aussicht. Dazu würde, wie in der Note auSgeführt wird, auch die Aufhebung des Reichsausgleichs- gesehes gehören, in dem die deutsche Regierung zugunsten der deutschen Schuldner weit über die Verrechnungen aus Dem Friedensvertrag hinausgegangen ist. Für den Fall einer Aufhämng des genannten Gesetzes und einer Abrechnung mit Den deutschen Schuldnern zum vollen Tageskurs erbietet sich Die französische Regierung. Die Listen Derjenigen deutschen Schuldner, die sich Dem Reichsausgleichsamt gegenüber zur Zahlung des Tageskurses aufcerftanDe erklären, entgegenzuneh- men um durch Veröffentlichung ihrer Namen in Den alliierten Ländern einen Druck auf sie auszuüben. Bezüglich der Ansprüche aus Artikel 297 c wird Darauf hingewiesen, Deutschland könne sich die erforderlichen Mittel dadurch verschaffen, daß es die Durchführung des Artikels 297, der der deutschen Regierung eine Entschädigung ihrer Staatsangehörigen wegen der Liquidation des deutschen Eigentums auferlegt, suspendiert oder verlangsamt. Schließlich verlangt die fvanzöftsche Regierung binnen einer Frist von zehn Tagen, Die vom 26. Iuli ab läuft, eine Erklärung der deutschen Regierung, daß das deutsche Ausgleichsamt künftig eine Pauschalsumme von zwei Millionen Pfund Sterling zahlen wird, und kündigt an, daß sie andernfalls gewisse, nicht näher bezeichnete Maßnahmen in Wirksamkeit treten lasse. _____________ Lloyd George über künftige Kriegsmöglichkeiten. London, 28. Iuli. (WTB.) Bei einem Frühstück. an Dem 400 nonlonsormistische Geistliche und Laien teilnahmen, hielt Lloyd George eine Rede, in der er „Evening Standard" zufolge nach längeren Ausführungen über die nach dem Kriege eingetretenen Schwierigkeiten sagte, die Kirchen mühten sich zusammentim, um einen neuen Krieg unmöglich zu machen. Aber auch der Friede berge Gefahren. Die Erde sei voll davon. Einige lägen offen zu Tage, andere andere seien ans Tageslicht gekommen, viele lauerten verborgen. Wachet, wachet, sagte Lloyd George. Das Gefühl breitet sich aus, daß früher oder später ein neuer Konflikt kommen muß. Nationen, die — ich will nicht sagen, früher nicht bestanden haben — aber Nationen, die versunken und begraben waren, stellen neue Heere auf. Es gibt bei ihnen Erbitterungen, Abneigungen und künstlich genährte und übertriebene Ambitionen. Aber das ist noch nicht alles. Beobachtet, was geschieht. Sie bauen fürchterlichere Maschinen, als selbst gibt deren der des der und Nachweisungen bei Eigenbau - Arbeiten. Da« K r e i s a m t (Versicherungsamt) bekannt: verfassungs- und vertragsmäßigen Rechte Landes sowie die wohlerworbenen Rechte früheren badischen Eisenbahnboamten geschützt vertreten werden. Waffeufunde. Berlin, 28. Juli. (IDotff.) Beamte die Schulamtsanwärterin Josephine H e l b i g aus Köln a. Rh. zur Lehrerin an der Volksschule zu Dietesheinc, Kreis Offenbach. — Ernannt wurden am 24. Juli 1922 zu Polizeiwachtmeistern : die Polizeiwachtmeister auf Probe bei dem Polizeiamt Offenbach Adam Röder aus Reuengrvnau (Kreis Schlüchtern), Ioh. Wald- ;umachen. Eine Auflösung des Reichstages hätte dem Volke, das seit Jahren zur Passivität verurteilt ist, wieder einmal Gelegenheit gegeben, aktiv politisch mitzu- wirken. Nachdem wochenlang im Reichstag taktisch manövriert worden war, wäre die verspätete Auflösung ein Fehler gewesen. Das Vorgehen der bayerischen Regierung gegen das Reich erfordert eine energische Stellungnahme der Reichsvertretung, wenn das Vertrauen zur Republik im Irr- und Auslande nicht aufs Schwerste erschüttert werden soll. Die Arbeiterschaft wird der Regierung in diesem Kampfe gegen alle reaktionären Sonderbestrebungen entschlossen zur Seite stehen. Die Annäherung der S. P.D. und der ll. S. P. D. begrüßen wir miss freudigste. Sm Kampfe zur Erhaltung und Sicherung der Republik soll uns jeder ehrliche Demokrat, gleichviel, welcher Partei er angehört, als Mitkämpfer willkommen sein. GlnvruchSdiebsiahle. fpd. Frankfurta. M., 23. Juli. Sn der Nacht zum Donnerstag schlugen Diebe die Erkerscheibe eines größeren Geschäftshauses an der Zeil ein und holten mit einem Haren aus der Schaufensterauslage zwei Pelzmäntel und ein weißes Kleid im Gesamtwert von 130 000 Mark heraus. — Aus einem Geschäft der Schäfergasse wurden in der letzten Nacht durch Einbruch vier wertvolle Schreibmaschinen gestohlen. Ein kostspieliger „Scherz". fpd. Frankfurt a. M.» 28. Juli. Aus Aebermut schlug vor einiger Zeit ein halbwüchsiger Bursche die Scheibe eines Feuermelders ein und alarmierte da- )urch die Feuerwehr. Der Bursche wurde ermittelt und mußte nun die durch die Alar- mierung entstandenen Unkosten in Höhe von 1 400 Mark zahlen. Außerdem sieht er einer Desttafung wegen Sachbeschädigung entgegen. Aus Stadl und Land. Gießen, den 29. Juli 1922. Der oberhessische Prorünzial-Haushalt für $922. Der Prvvinzialtag für Oberbessen hat in seiner jüngsten Sitzung den Voranschlag der Provinzialkasse der Provinz Oberbessen für das Rechnungsjahr 1922 festgestellt. Die Rechnung schließt mit 13 646 788.77 Mk. ab. Die Einzelposten des Voranschlags werden folgendermaßen ausgewiesen: Einnahme aus älmlage'b eiträgen und Zuschüssen 11 500 000 Mk., aus einem Re ch - nungsrest 300 114.20 Mk. Die allgemeine Verwaltung weist 443000 Mk. an Einnahmen und 1 341 630 Mk. an Ausgaben auf. Für die Unterhaltung der K r e i s st r a ß e n sind 15 878.57 Mark Einnahmen und 8 832 757.15 Mk. auf der Ausgabenseite vorgesehen. Unterricht, Wissenschaft und Kunst sind mit 9920 Mk. auf dem Ausgabeplan zu finden. Das Kapitel Gesundheitspflege weist 1 340 437 Mk. in Einnahme und 2 672 662 Mk. in Ausgabe auf. Die Rechnung für Landwirtschaft, Gewerbe und Verkehr zeigt 12 000 Mk. Einnahmen und 17500 Mk. Ausgaben an. Den Ausbau von Wasserkräften in Oberhessen zur Nutzbarmachung elektrischer Energie will man mit einer Aufwendung von 30 000 Mark fördern, die soziale Fürsorge ist mit 73 207 Mk. bedacht. Sn Einnahme und Ausgabe gleichen sich aus die kulturellen Aufgaben mit 11 359 Mk., die Kapitalzinsen mit 24 000 Mk. Kursgewinne, Kursverluste, Zinsvergütung und Reichsstempel- und Kapitalertragsteuern stehen mit 8000 Mk. in Ausgabe, dem Reservefonds sind 405 353.62 Mk. zugedacht, als Betriebskapital (bar) find 220 C00 Ml. vorgesehen, die uneinbringlichen Posten und Nachlässe sind mit 400 Mk. eingestellt. Aus dem Reiche. \ Badische Wünsche. Karlsru h e, 28. 3ult (WTB.) Der badische Landtag befaßte sich in seiner heutigen Sitzung mit einer Interpellation des Zentrums und der Sozialdemokraten betreffend die älmwandlung der Eisenbahn-Generaldirektion Karlsruhe in ei ne Reichsbahndirektivn. Die Interpellanten beklagen sich über Eingang der Selbständigkeit der ^Karlsruher Eisenbahngeneraldircktion und über Zurücksetzung der früheren badischen Ei'en- bahnbeamten. Darauf erwiderte der Finanzminister Köhler: „Es handelt sich darum, daß der j Staats vertrag über den Heb er gang an das Reich -und das Deschluhprvtokvll eingehalten wird. Da- I gegen verstößt aber eine Verfügung des Reichs» j verkehrsministeriums vom 6. Juli d. 3- bett, i Aufhebung der Bezeichnung „Eisenbahngeneraldirektion". Linser Protest geht nicht vereinzelt !nach Berlin: Württemberg und Sachsen •teilen unfern Standpunkt. Wir haben an der Llmwandlung der Bezeichnung ein formelles und isachlicheS Interesse. Die Zuttlcknabme der ausgeführten Verfügung muß umgehend erfolgen. • Ich kann die badische Beamtenschaft versichern, Lay die badische Regierung ihre Pflicht erfüllen l wird. Sicher ist, daß wir an den Staatsgerichtshof • gehen, wenn man unseren berechtigten Wünschen * nicht entsprechen sollte. , Nach einer längeren Aussprache wurde in einem einstimmig gefaßten Beschluß die Haltung der Regierung gebilligt. Sie wird ersucht, mit allen Mitteln darauf hinzuwirken, .daß die 3. Zum Eintritt in den Tierschutzverein wird erneut aufgefvrdert. Jahresbeitrag nur 2 Mark. 4. Eine Reihe von empfehlenswerten Büchern wird verlesen. 5. An alle Schulen ergeht ein Mahnruf gegen das Zigaretten rauchen der Jugend. Die Lehrer sollen wiederholt auf die gesundheitliche und volkswirtschaftliche Schädigung des Dolles Hinweisen. 6. Durch die Zweiteilung des Kreisschulamtes wird eine Neuregelung der Wahlen zum Kreisschulaint notwendig. Es werden durch Zuruf Sprengel - Bellersheim als Vertreter, als Stellvertreter Welter- Nonnen- roth und Keller- Lollar gewählt. Darauf verabschiedet sich Prof. Alles von der Versammlung. Lehrer W e st p h a l - Wieseck feiert ihn als einen hervorragenden Vorgesetzten und Freund deS Lehrers. ** Oberhessische r Kun st verein. Die Otto Ubbelohde-GedächtniS-AuSstellung hat sich täglich eines ganz außergewöhnlich regen Besuches zu erfreuen. Snsbesondere nimmt der Besuch auswärttger Kunstfreunde täglich zu. Für Korporationen, welche die Ausstellung gemeinschaftlich, und Schulen, die sie klassenweise besuchen, beträgt das Eintrittsgeld nur 2 Mk. per Person. " Gehaltsverhandlungen im Handelsgewerbe. Auf Grund freier Vereinbarung wurde zwischen dem Arbeitgeberverband des Kleinhandels und den An- gestelltenvrganisationen ein neues Gehalts- abkvmmen für Juli geschlossen, nachdem die Gehälter der Angestellten in der Industrie bereits am 27. Juni für Juli geregelt wurden, und zwar ebenfalls auf Grund freier Vereinbarung. Jedoch sind die Gehaltsverhandlungen im Großhandel vorläufig gescheitert; diese Regelung dürfte durch Schieds- spruch erfolgen. ♦* Die Errichtung einer Zwangsinnung der Bauunternehmer des Landkreises Gießen ist beim Kreisamt beantragt worden. Alle selbständigen Handwerker des Kreises sollen in der Zett vom 1. bis 14. August mündlich oder schriftlich beim Kreisamt erklären, ob sie sich für oder gegen die Errichtung der Zwangsinnung aussprechen. Die Abgabe der mündlichen Erklärung kamt an Wochentagen von 9—12 Ahr vormittags in den Diensträumen des Kreis- amtS, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Die Abgabe einer Aeußerung ist auch für die Handwerker erforderlich, die den Antrag auf Errichtung einer Zwangsinnung gestellt haben. Nach Ab-j lauf der ErklärungSfrist eingehende Aeuherun- gen sowie solche Erklärungen, die nicht erkennen lassen, ob der Errichtung einer Zwangsinnung zugesttmmt wttd oder nicht, bleiben unberücksichtigt. ** Wieder Seife in den v -Zügen Seife gab es einst in den V-Zügen umsonst. Sie erscheint jetzt wieder, wird aber durch die Dienstfrauen verkauft, das Stück zu 3,50 Mark. Der Verkaufspreis ist auf den Umhüllungen aufgedruckt. Der Dienstfrau verbleiben 40 Pf. als Verdienst. Wettervoraussage Meist heiter, trocken, bei Südwestwind Würmer, später erneuter Wetterumschlag. Heute erstreckt sich hoher Druck keilförmig von Frankreich bis Norwegen Stark fallender Barometerstand der englischen Stationen läßt ein mit ziemlicher Geschwindigkeit vordringendes Tief erkennen, das bereits morgen unsere Wetterlage beeinflussen kann. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen: „Seefahrt ist Not", und„Der Dolchstoß" — Aus dem Stadttheaterbureau. In der Erstaufführung „Frauenkenner", Lustspiel von Leo Lenz, am Dienstag, 1. August, im Stadttheater, sind, außer dem bereits erwähnten Herrn Goll, der die Tttelrolle spielt, beschäfttgt die Damen MarckS, Keller, Türk, Engel und die Herren Feigel, Lambertin und Mann. Die Spielleitung führt wieder Adolf Telekh. Landkreis Gießen. * Göbelnrod, 28. Juli. Am vergangenen Sonntog wurde unser Kriegerdenkmal e i n- geweiht. Der Festzug, ektor bei der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten an der Landesunioersität Gießen Ieinttch Wagner zu Gießen zum Oberkassen- Inspektor bei der allgemeinen Verwaltung der medizinischen Frauen- und Hautklinik der LZandes- unirerfitat Gießen, der Finanzprakllkant Friedrich R a s p zu Gießen zum Kasfeninspektor bei der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten an der L.rndesunioersität Gießen, beide mit Wirkung vom Tage deS Dienstantrttts an. — Ernannt wurde am 22. Juli 1922 der RechtSanwall und Notar Burkhard T h u r n in Lartterbach zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lauterbach mit der Amtsbezeichnung Amtsgerichtsrat vom l.Aug. 1922 ab. — Ernannt wurde am 16. Juni der politische Lage. Gr faßte seine mtt großem Beifall aufgenommenen Ausführungen, an die ich eine lebhafte Diskussion anknüpfte, wie olgt zusammen: Wir müssen bedauern, daß g>edec bei der Getreideumlage, noch unmittel- Schulamtsanwärter Wilhelm Grossardt aus nach der Ermordung Rathenaus dem > Gonsenheim zum Lehrer an der Volksschule zu Volke Gelegenhett gegeben war, durch Reichs-1 Nieder->Olm. — Ernannt wurde am 24. Juli tagStvahlen die Fehler von 1920 wieder gut-- hoffen ist. gutes Srntewetter eintritt, so wird die (MTV.) IZntze dein Herdfeuer! sofort lieferbar eoi»A Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Statt Karten Gießen, 30. Juli 1922 Statt Karten Gießen, Juli 1922. 07326 Dießen, Juli 1922. ofBoe Vermögen Schulden je JC ' 4 Q Ö 1 07341 gesucht. 46 262 280,32 87 49 829 790 15 808 196 4 19 277 50 56 265 6 51268 36 238 523 6 49 852 50 50 218 746 99 50 218 746 99 Vorstehende Bilanz wird dem Art. 3, Abs. 4 des Gesetzes über die ö ff ent» 07275 Willi Kleinert*. gl Maner* Palmitin- W Seifenpulver |1| liefert blendend welsseWliche.UcberoIlerhtifl. M™ H Joe. MUIIer, Seifenfabrik, Limburg e. d. Lahn. W Sonntag den 30. Juli OMI 07310 vermieten Kbelstrafte iß X> Zimmer per Zentner Hk. 550.—. 07 EM Jel.2091 C.Schunck Bahnhofstr.76 ODOOOOOC <> 2 3 26 97601 291 434125 321 374 60 33 744 535 80 Elisabeth Habicht Ludwig Wagner ner, erlitten fänttlicy Schädelbrücye. Die Leichen wurden geborgen. Die Ärsache ist noch ungeklärt, da das Flugzeug völlig zertrümmert ist. Meine Verlobung mit Fräulein (Berti Weißbäcker zeige ich ergebenst an mit 2 Betten au verm. 07887 Sounenstrafte 38. Mübl. Zimmer z. verm. Kirchenvlatz 14 II. Rudolf Coburger cand. ehern. Die Verlobung unserer Tochter (Berti mit Herrn Rudolf Coburger, cand. ehern., beehren wir uns anzuzeigen Max Weißbäcker und Frau Elis. geb. Marx Einige Dampfdreschmaschinen mil Lokomobilen oi. Selbstfahrer sowie Strohpressen dazu Kasfenbestand (Rech- nungsrest)...... Ausgelieh. Kapitalien Wertpapiere u. Schatz, wechsel Nennwert: 17 415 100,- Jl Buchwert: a) Kriegsanleihen(ein- schließl. verzinsliche Schatzanweisungen 11 322 600,50 Ji b) Sonstige 4 485 595,50 „ ili. Gestern starb hier, Todesursache feststellen 4 Deihblndemetsteis >r. Das Ehepaar tour t । Rheinheffe». _ (fc. VffenbaU M Kirche wurden )iche, Marläufer und der Tat dringend der. Ischmted Jakob Korb WohillliißstMslh. Suche meine ll Zimmer^ Wohn. in fl. Vage gegen 4-5 Zimmer-Wvbnung AU gÜnstigenNedingungen zu tauschen. Vermittlung erwünscht. Schr. Angeb. unt.07352 an d.Äiest Anz. Für die anläßlich ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlich Erwin Semmler und Frau (Emma geb. 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Bezirksfparkaffe Siehsa Bilanz für 1920. Gebrüder Lutz A.-G., Darmstadt 13 Gegründet 1858 Fernspr. 406 u. 407. Drahtansohr.: Latzwerke. 'TBtef ed. Sonntag, Den 90. ijult 'JJorm. 8Vei Christenlehve (kons. tDeibl. Jugend). 9i/c: Dottrs- dienst. Sonntag, den 30 Zuli, vvun. 10: Kirchberg 11: Christenlehre f. d. männl, fonfirm. Iugend. — Aachm. ly«: Lollar. Katholische Gemeinde. Samstag, den 29. Juli, nachm. 5 i. addS. 8 Ähr: Gelegenh. z. hl. Deichte. — Sonntag, den 30. 3ult 8. Sonntag nach Pfingsten. Borin. 6‘/2: Gelegenh. z. hl. Deichte. 7: Hi. Messe. Konrmnni)n d. Fraren u. d. Gesellrn- vereins. 8: Austeilrng d. hl. Äommmirm. 9 Hochamt m. Pr. 11: HL Messe m. Pr. Aachm 2y2 Christenlehre: dar. Andacht. 4; Hausan ze- stellten-Derein. — Freitag, vorm. 7: S:genS- messe. Kathvl. G)ttesdienst. 30. Zuli. Ltch, vorm. y28 u. nachm. xJ<ß Ähr. — Hängen, vorm. VzIO Ähr. Vas Geld hat noch immer seinen Wert. Man must eß nur richtig anwenden. Taß erkennt man am beiten, wenn man seine Kleider, Blusen, Gardinen, Sirümvfe ufro. mit den ruelibertilnntcn „Heitmann'S Warben", Marke „Huchs köpf im Stern" selbst färbt und dann sieht, weich' prachtvollen Erfolg man durch die kleine Ausgabe erstell hat. (6073ss NM. Stenn mit ob. ohne Pension zu tttex-Äw- WW» i MMllW WürW» in grofter Auswahl. Moritz Gregori. lichen Sparkassen entsprechend zur Kenntnis der Bezirksangehörigen gebracht. Gießen, den 25. Juli 1922. Der Direktor der Bezirksfparkasse Gietzen. 3 a ch e i s. 7077V Auch der A v g g e n verspricht eine gute Ernte. TeUweise sind im kühlen Frühjahr die Aehren etwas in ihrer Länge zurückgeblieben. Der Kern ist aber sehr gut entwickelt. Auch gibt es nun wieder Stroh, da der Halm eine Länge hat, wie sie in den vorhergehenden Jahren nicht vorkam. Auch die Gerste beginnt zu reifen, und wenn nun, was zu 1 Einlagen: a) im Sparverkehr Arbeit sich sehr häufen. Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. MlWM verkauf! (07368 C. 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Der Führer von Dertal und drei Passagiere, anscheinend Amerika- Landwirtschaft. * Hörnsheim, 27. Juli. Die im Jahre 1920 ins Leben gerufene Zuchtstativn des veredelten deutschen Landschweins hat schöne Erfolge zu verzeichnen. Außer der von einer Zuchtstativn der Landwirtschaftskammer (Burg Lissingen) bezogenen Stammzucht ist weiteres erstklassiges Material aus der besten Zucht der Provinz Hannover und von dem Versuchsgut der Kammer, Römerhvf bei Bonn, bezogen worden. Annähernd 100 Eintragungen in das Zuchttegister sind schon gemacht. Zurzeit stehen noch zirka 15 deckfähige Eber zum Verkauf, alles erstklassige Tiere, und ist hier Gemeinden und Eberhaltern Gelegenheit geboten, etwas Gutes zu erwerben. bs. Aus der mittlerenWetterau, 27. Juli. Die Ernte hat ihren Anfang genommen. Auf den Feldern find die ersten Kvrnhaufen zu sehen. Schon vor acht Tagen war die erste Wintergerste geschnitten worden. Auf den größeren Gütern hat man bereits mit dem Drusch begonnen. Der Ertrag kann als gut bezeichnet werden. I b) im Scheck- und Ueberw.-Verkehr 3 567 510,55 ötürf durch 8J auf S? 3.50 un,toW«?t£ zrn. - unb mor» 6taht?holW. ließen. 'M Am ttrtmomtn sLdon sich fn aroher o.-.u JwneWtt Schn^ ” entW das abRtamen 1,20 qj». b ftne 2t/2 Aürr der ein in öiem tragt. Acht öletne SU betten Selten ter jeder einen 'Mat W trägt. Der &ihwrt . dessen Kosten sich aus en. stammt vom > "berg. - Pfarrer Di II Daraus folgten Du- Md ter SchMnder. ine Ehrensalve ab, und n am AM te? Drittem Liste: .Ich hall von den Jti^ktlnete schlah ein gemeinsame des P)scumeuch)rs bk OroBe 3-3imm.-Botin. Marburger Str., 1. St., aegen z -Zimmer DoWng evtl. 4 Zimmer jit tnufdjctt gksuD. Parterre bevorzugt. Schrlstl. Angeb. unter 07843 an den Giest. Anz. rassatt. marchischea Äbzeichen. t a. 2d, 28- 3uIt 'futter Schulen n einer aus Stadt» nden Kommis! on iich In den einzelnen he Erinnerungen ujö. e Erinnerungezelchen erden sie sofort ent- Nur fünf Tage! 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Zuli enthält: Voranschlag der Proviftzialkasse. — Erhöhung der Zulagen in der Änfallversicherung. — 2lbänderung der Verordnung Dampstessel betreffend. — Sitzung des Kreistags. — Erhebung von Deckgeld für Bedecken der Stuten. — Änterstützung von Rentenempfänger der Invaliden- und Angestelltenversicherung. — Eigenbau-Arbeiten: hier: Einreichung der Aach- toelfungen. — Errichtung von Zwangsinnungen. — Prüfung des Anschlußgleises. — Dienstnach- 7-ichten des Kreisamtes. Schöne Aussicht Sonntag im Park: Groß. Militärkonzert ausgeführt von einer Abteilung des Musikkorps des Grenadier - Regiments Nr. 15. Aasechenk von Bheln-, Saar-, Hösel-, Piaiser- und Sfldweinea. Speslalillt In Aepfelweln. ff. Bier, kalte und warme Speisen sn den billigsten Preisen. Kaffee and Knebeu. Anfang 5 Uhr. Zu zahlreichem Besuche ladet höflichst ein Istahenaf^ebote) (tzrosihandlnng am Platze sucht für 1. Oktober d. I. Mu üeiieoti zum Defuche von Kolo> ninlivarenaeschäften. An- oenebme Stellung. Schrlstl. 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Am Regierungstisch: Staatspräsident Hl» »ich, Finanzminister Henrich, Wtttschafts- •ntinifler Raab und Regierungskommissare. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung Vtn 8,40 Uf>r. Die Beratung des Hauptvor- Umschlages wird mit der Debatte über Kapitel 2 Forst- und Kameralgüter fortgesetzt. 2lbg. vbenauer (Dem.) wünscht eine stärkere Heranziehung der Privatwaldbesiher zu den Kosten des Waldschutzes. Den Antrag, die Pachten der Domanialjagden um das 25fache zu erhöhen, begrübe er. Selbst dieser Sah sei noch nicht unmäßig hoch. Die Pachtsähe sollen nur von zwei zu zwei Jahren festgesetzt werden, das liegt auch im Interesse der Pächter. Die Staats- sagden im eigenen Betrieb haben ihre Vorzüge, eriarung Wn Waldstreu möge die Regierung Entgegenkommen, da die Streunot sehr groß sei. Sie Holchauerlöhne möchten doch so festgesetzt teerten, daß sie den heutigen Verhältnissen entsprechen. Dankbar sind wir, daß die Regierung zehn neue Förstersteilen (auf Antrag des Abg. Herbert hin) geschaffen hat. Dem Eintrag Sturm- felfl, den Anspruch auf Dienstland zu beschränken auf drei Weizenäcker und zwei Morgen Wiesen, formen wir nicht zustimmen. Ebensowenig dem LAntrag, die Regiejagden zu untersagen. Abg. Diehl- Hochweisel (Dbd.) spricht sich gegen die Regiejagden aus, zumal wenn man öle Hachten erhöhen will. Das sollte überhaupt nicht so allgemein geschehen, sondern von Fall zu Fall «ntschiet en werden . Die Forstschreiber müssen besser «estellt werten. Die Abgabe von Waldlaubstreu sollte nicht unterbunden sein. Es ist auch in diesem Jahre eine Mißernte an Stroh zu erwarten, so Latz das Stroh verfüttert werten mutz, und für Htreu nichts übrig bleibt. Bei Reuanforstungen sollte man nicht ausschließlich Kiefern anpflanzen, srndern auch Laubholz. Abg. Dr. Müller (Dbd.) möchte feststellen, daß der Antrag Glaser, die Pachten um das Lfache zu erhöhen, nur eine Richtlinie darstellen soll, daß er nicht bezweckt, jede Pacht nun 25fach erhöhen. Man sollte jeden einzelnen Fall durch öa6 Pachteintgungsamt prüfen lassen. Abg. Dr. D e h l i n g e r (Dbd.) polemisiert zunächst gegen den Abg. Dornemann. Er sei kein Feind der Siedlungen. (Zuruf: Zur Sachei) Er tritt dann für rationellere Ausbeutung ter staatlichen Wiesen ein. Abg. Ebner (K.P.D.) begrüßt den Antrag aut Schaffung neuer Forst erstellen. Man sollte aber auch die neuen Stellen alsbald besetzen. Redner bespricht weiter die Derhältnisse der unteren Forstbeamten, deren Desserstellung nötig ist und verteidigt dann seine (die sogenannten „Ebner- schen") Holzversteigerungen. Man sollte im nächsten Jahre entweder kein Deamtenholz ausgeben ober auch an Diätare und Pensionäre. Abg. S t u r m f e l s (Soz.) spricht sich ebenfalls gegen die Abgabe von Holz an Deamte aus. Daß durch die Regiejagten das Wildpret verbilligt werde, ist doch ausgeschlossen. Man könne aus Regiejagten verzichten. Es gibt sehr gute Forstbeamte, die keine Jäger sind. Redner erörtert dann eine ganze Reihe von Sonderwünschen. Abg. Di.. Osann (D. Dpt.): Wir werden die Anträge ter Sozialdemokratie ablehnen. Wir sirtd darüber einig, daß die Forst schreibet: eine andere Stellung einnehmen müssen und bitten die Regierung, nicht damit zu zögern, sondern die Aente- cung sofort vorzunehmen. Dem Antrag auf Schaffung neuer Försterstellen stimmen wir zu. Die An- Die äMi m Mm. Roman von Ernst Schertet. 22. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) llnb nun erst hier, wo er Aassichtt hatte, dreimal dieselbe Strecke abzuschreiten, denn die drei Säcke waren zu schwer, als daß man sie auf einmal hätte tragen können. Zuerst ging es landeinwärts über Ackererde, die mit Kieshalden wechselte. Dann kam ter Eisenbahndamm. Perzelius tat. als wenn er stolperte und grub dabei mit seinem Absatz eine tiefe Furche in den leichten Schotter, um die Stelle umso leichter wieder zu finden. Dann führte der Weg noch eine Weile geradeaus und bog dann tu stumpfem Winkel nach Süden ab. Auch an diesem Punkt versuchte ter Doktor ein Zeichen anzubringen. Der Boden war aber bereits so sandig, daß es wenig Erfolg versprach. Doch er hatte sich die Schrittzahl vom Eisenbahn» teraun ab gemerkt und so konnte er auch hoffen, sich später wieder zurechtzufrnten. Das Gelände stieg allmählich an und bald watete man in tiefem Sand. Man näherte sich also bereits den Wüsten bergen, die hier aus den Halten fast senkrecht emporwuchsen. Endlich hielt der Zug. Es war ein ordentlicher Marsch gewesen. Perzelius hörte, wie Iechiel den Hehud sich entfernte und dann wie aus einer tiefen Höhle heraus rief. Auf dieses Zeichen hin führte Samuel Chäjim die beiden Träger weiter. Perzelius entnahm aus dem dumpfer wertenden Knirschen ter Schritte, daß er sich im Innern eines Ganges befand. Rach wenigen griffe gegen den Forstmeister Hetzer sollten doch auch von ter Regierung zurückgewiesen werden. Abg. Reiber (Dem.): Es war im Ausschuß vereinbart worden, alle Besoldungsfragen nicht zu den einzelnen Kapiteln, sondern gemeinsam zu besprechen. Der Abg. Osann aber hat recht, denn wenn man, da die Frage einmal angeschnitten, dazu schweigt, stellt man sich den Vorwurf der Interessenlosigkett aus. Wir werden uns später zu den Fragen äußern. Abg. Hoffmann- Seligenstadt (Ztr.) (schwer verständlich): Bei Abgabe von Dciuge- lände sollte die Regierung erst dann das Gelände überschreiben, wenn wirklich Aussicht besteht, daß auch gebaut wird. Abg. Dr. Werner (Dtschntl.): 3n der Frage ter Regiejagden möchte ich warnen vor übereilten EntschlüssLN. Die Frage, was hier das Richtige ist, ist durchaus noch nicht geklärt. Finanzminister Henrich: Mit der Dienst- wvhimngszuweiiüng wird man noch weiter gehen müssen. Man kann einem pensionierten 'Beamten die Wohnung nicht gut nehmen, wenn er keine andere hat. Auf die Holztecsteigerung des Abg. Ebner möchte ich nicht näher eingehen (Ebner: Warum denn nicht.) Wenn das Hebung werden sollte, stünden wir bald vor dem Vichts. Das haben Sie (zu Ebner) einmal gemacht, ein zweites- mal gelingt Ihnen das nicht. Es gibt noch eine Polizei auch für Sie! (Bravo! - Ebner: Wir sprechen uns ja noch!) Das Kapitel wird dann genehmigt. Die Aus- schußanträge werden angenommen. Der Antrag des Abg. Widmann und Genossen: Wir beantragen, in Kap. 2 des Staatsvoranschlags, Titel 2, Kameralgüter, Ziffer 5, Seite A 17: „unvorhergesehene Kosten" den Betrag von 200 000 Mk. auf 50 000 Mk. herabzusehen, wird zurückgezogen. — Der Anttag des Abg. S t u r m f e l s u. Gen.: Wir beantragen, unter Aufhebung aller früheren diesbezüglichen Bestimmungen die Ansprüche der Beamten auf Dienstland auf 3 Morgen Ackerland und 2 Morgen Wiesen zu beschränken, wird abgelehnt. — Der Antrag des Abg. Widmann u. Gen., die Rationierung des Brennholzes betreffend: Wir beantragen, daß das Gesetz vom 1. Vvvember 1921 vorüberg hend aufgehoben und die Verordnungen vom 10. Oktober 1919 und 26. Vovember 1919 wieder vollständig in Kraft gesetzt werden, wird zurückgestellt. — Der Antrag des Abg. Sturmfels und Gen.: Wir beantragen, alle seitherigen Regiejagden aufzuheben und dieselben in Zukunft im Wege ter öffentlichen Versteigerung zu verpachten, wird zurückgezogen. Die Regierungsvorlage zur Veuregelung ter Dienstbezüge der Kommunalforst- warte sowie zur VeueinteUung ter Förstereien vom 30. Juli 1910 wird einstimmig in erster und Atoeitcr Lesung angenommen. Zu Kapitel 4, Kameralgüter unter Dau Verwaltung, befürwortet Abg. D l a n k (Ztr.) einen Anttag seiner Partei (Knoll und Gen.), die am Rhein gelegenen Wiesen in kleine Parzellen aufzuteilen und an kleine Landwirte und Arbeiter abzugeben, den ter Ausschuß abzulehnen beantragt, weil diese Wiesen im Heber» schwemmungsgebiet liegen. Er tritt für Verpachtung dieser Parzellen auf 9—12 Zähre ein, und 3toar solle die Regierung sich gegen Reklamationen im Vertrag sichern. Bei Grasversteigerungen, wie bisher, wurden die Preise ungeheuer hvchgetrie- ten und die Wiesen bleiben in schlechtem Zustand. Man sollte ferner die Sumpflöcher beseitigen, die die Brutstätten der berüchtigten Rheinschnaken sind. Finanzminister Henrich: Die gewünschte Verpachtung dieser Wiesen in kleinen Parzellen ist praktisch unmöglich. Sie liegen direkt im Aeler- schwemmungsgebiet. zu dem die Regierung unbeschränkt Zutritt haben mutz. Das Kapitel wird genehmigt, der Anttag Knoll und Genoßen abgelehnt. Zum Kapitel 5, Weingüter, beantragt ter Ausschuß, der Anregung, dem Staatspräsidenten und ten Mitg liedern der Regierung Wein aus dem Betriebe 6er Domänenverwaltung für Repräsentationszwecke zu den Gestehungskosten abzulasien, zuzustimmen. Die Frage, ob die Abgabe noch auf andere Beamte auszudehnen sei, soll geprüft werden. Abg. Hahn (D.Vp), auf der Tribüne schwer zu verstehen, bespricht anerkennend die Weinbaudomäne Oppenheim, die zu einer Musterwirtschaft geworden setz doch sei die Besetzung des Direktors ter Weinbaudomäne in Mainz durch einen Vichthessen, einen Oesterreicher, zu beanstanden. 3n den Kreisen unserer Weinfachleute 'herrscht große Erregung darüber, zumal die Stelle ohne Ausschneiden beseht ist. Abg Blank (Ztr.) unterstreicht sehr scharf die letzte Beschwerde. Es sind vielfache Beschwerten an die Regierung gerichtet, aber unbeachtet Minuten förterte Samuel Chajim ihn und Eduard auf, ihre Last niederzusetzen und auszuruhen. Perzelius versuchte, sich an der Wand anzulehnen, tappte aber ins Leere, woraus er auf eine erhebliche Breite des Raumes schloß. Perzelius hörte, wie sich die beiten Hüten etwas zurückzogen und eindringlich miteinanter sprachen. Dann vernahm er noch in ziemlicher Entfernung das Zuschlägen einer schweren eisernen Tür, und dann war alles totenftill Das war also die Absicht gewesen. Perzelius riß sich die Binde von den Augen, ohne fedoch dadurch mehr zu sehen, denn undurchdringliche Finsternis umgab ihn. „Da sind wir ja in eine schöne Falle gegangen," sagte er zu Eduard, der a ich bereits an dem Tuch herumnestelte, das ihm ter Hute vor das Gesicht gebunden hatte. „Wir sind gefangen?" klang Eduards Stimme fragend Und unsicher aus dem Dunkel. „So bald hatte ich allerdings noch nicht auf ten Streich gerechnet, ter uns von ten beiden Gesellen drohte. Ich glaube auch, daß sie sich erst im letzten Augenblick dazu entschlossen haben." fuhr Perzelius fort und begann zu überlegen, was zu tun sei. „Glauben Sie, daß die zwei Huden noch einmal hierherkommen, um auch die betten andern Leichen zu bergen ?“ fragte Eduard ten Doktor. „Mtt scheint es nicht wahrscheinlich." entgegnete dieser, „es werten sich noch genug Der- fterte in ten Felsen finden, um die seltsame Ware unterzubringen. Was uns betrifft, werten sie jedenfalls froh fein, uns los zu fein. Wir smd »wirklich in einer schwierigen Sage. Aber wir geblieben. Diese Stellungnahme ter Regierung sei durchaus unverständlich. Es sind in Rhein- Hessen tüchtige und bewährte Fachleute als Bewerber um diese Stelle vorhanden. Die Regierung scheine nicht zu Wicken, Da; die Verhältnisse in Rheinhessen ganz anders sind, als die österreichischen. Sowohl in ter Rebloustekämpfung toi? in ter Tatsache, daß Oesterreich nur Konsumweine erzeugt, Rheinhessen aber Qualitätsweine. Wir verlangen eine offene Erklärung von ter Regierung, wie diese Berufung z iftante gekommen ist, ter.nit wir in der Lage sind, wieder beruhigend zu wirken. Abg. Schott (D. Vp.) spricht sich in diesem Sinne aus. Unter allen Umständen hätte die Stelle ausgeschrieben werden muffen. Präsident Soherr verliest dann einen A n - trag der Deutschen Volkspartei (Hahn und Blank), die Regierung zu ersuchen, dir Stelle eines Leiters der Wnnbaudomäue Mainz vor ter endgültigen Besetzung öffentlich auszu- schreiben und die Stelle tunlichst einem rhein- hessischen Fachmann zu übertragen. Abg. Fenchel (Dbd): Auch wir stehen auf dem Standpunkt des eben verlesenen Antrages. Man darf die hessischen Fachleute nicht zurückfetzen. Abg. Reiber (Dem.) hat Bedenken gegen den Antrag. Man könne nicht einerseits die öffentliche Ausschreibung and gleichzeitig die Besetzung durch einen Rheinhessen verlangen. (Zurufe links: Manöver! — Abg. Dehlinger: Es gibt keine Manöver mehrI — Heiterkeit.) Bei ter Besetzung dieser Stelle kommt nur die allertüchtigste Kraft in Frage. (Sehr richtig!) Finanzminister Henrich: Ich bestätige den verschiedenen Vorrednern, daß sie der Entrüstung im Lande über diese Stellenbesetzung hier schärfsten Ausdruck gegeben haben. Es ist aber nichts mehr daran zu ändern. Es kam für diese Stelle nur eine vielseitigst durchgebiltete tüchtigste Kraft m Frage. Es kann nicht anerkannt werten, daß die Ändwirtschaftslehrer ohne weiteres Anspruch auf diese Stelle haben. Sie haben keinen Grund, sich zurückgeseht zu fühlen. Der einzige aus Rheinhessen in Betracht kommende Herr Führ hat tatsächlich die Stelle abgelehnt. (Hört! Hört!) Später wurde die Ablehnung allerdings widerrufen, da war es aber zu spät. Auf die Proteste ist kein allzu großer Wert zu legen. Man weiß ja, wie solche zustande kommen. Abg. Blank (Ztt.) stellt nochmals fest, daß Herr Fuhr nicht abgelehnt hat. Er bittet um Annahme des Antrags. Abg. Kindt (D. Vp.) fragt, für welcher Art Repräsentationszwecke ter Regierung Wein zu Gestehungskosten überwiesen werden soll. Ministerialrat Balser: Der Wein ist nur für bestimmte Zwecke ter Repräsentation bestimmt und wttd auch nicht zu Gestellungskosten, sondern zum errechneten Erlöspreis abgegeben. Redner stellt dann fest, daß Herr Fuhr ihm gegenüber tatsächlich die Stelle in Mainz ateelehnt habe, als er sich dann anders besonnen hatte, war es zu spät. Das Kapitel wttd dem Ausschußantrag entsprechend angenommen. Der Anttag ter Deutschen Volwpartei wttd abgelehnt. Zu ^rpttel 6, Braunkohlenwerke „Ludwigshof f nung" Wölfersheim, Wacker sh eim usw., beanftantet A g. Mann (Svz.) verschiedene technische Einrichtungen in Wölfersheim, besonders, daß das Kraftwerk nicht einmal telephonisch angefchlossen ist. Er bespricht den Streit in Wolfersheim und polemisiert in diesem Zusammenhang gegen die Rechte und die Regierung. Abg. D. Dr. Schian (Dtsch. Dpt.): Es ist gefährlich, über Wölfersheim etwas zu fagen. Die tertigen Arbeiter-Vertreter scheinen sehr nervöse Herren zu fein. Ich erinnere an ten Ausflug des Hauses nach Gießen, wo den Herren das Licht abgestellt wurde. In den Streit mit der Koalttionsregierung will ich mich nicht einmischen. Fälle wie ter Wölfersheimer Streik ereignen sich ja leider öfter. Aber man gewinnt hier doch den Eindruck, als handle es sich um Machtproben. Ich bin 'ter Letzte, ter den Arbeitern nicht ihre auskömmlichen Lohne gönnt, ich bin sogar ter Ansicht, daß ter Staat am besten zahlen soll, da er in sozialer Hinsicht führend fein muß, aber unter diesen zahlreichen Machtproben leidet die Allgemeinheit, und es wäre doch einmal an der Zett, hier Gesetze zu schaffen, die irgendwelche Grenzen festsetzen. (Sehr richttg! rechts.) Abg. Hoffmann- Seligenstadt (Ztr.) bleibt auf der Tribüne unverständlich. Finanzminister Henrich: Die Leistungsfähigkeit der Wölfersheimer Werke ist mehr als verdoppelt worden. Das war natürlich nicht von heute auf morgen zu schaffen. Wenn es also nicht immer wunschgemäß geklappt hat, ist das wohl entschuldbar. Jetzt ist der Ausbau müssen nun eben sehen, die andern hinters Licht zu führen." Perzelius sagte das mit einer Stimme, aus ter mehr Bert raren klang, als er tatsächlich besaß. Er war sich vollkommen klar darüber, daß er und Eduard in ter größten Lebensgefahr schwebten und mindestens die Baronesse nun verloren war. Denn wenn es ihm wirklich gelingen sollte, sich und seinen Genossen aus dieser furchtbaren älmklammerung zu retten, so würde das so viel Zeit kosten, daß an eine Befreiung des Mädchens nicht mehr zu denken war. Er äußerte von diesen trüben Gedanken nichts zu Eduard, aber dieser fühlte selbst deutlich genug, daß die Dinge eine Wendung genommen hatten, die das Schlimmste befürchten ließ. An seinem Leben lag ihm nichts — aber Sillh l Seine Knie toantten bei dem Gedanken, daß nun alle Hoffnung vernichtet sei. Sein jugendlicher Mut stemmte sich gegen diesen innerlichen Zusammenbruch und trieb ihn zum Handeln. Aber dann erlahmte die Kraft wieder und wich ter ungehemmten, grauenhaften Verzweiflung. Was half alles Tun noch — da doch die Zett verstrich. Jede Minute bünftc ihm jetzt ein höchster Wert — und wieviele Minuten. Stunden, vielleicht Tage würde es kosten, bis sie wieder die Sonne sahen? And würden sie sie je Wiedersehen? UnZ> selbst wenn das gelungen war, begann erst die eigentliche Arbeit, And für die war es dann zu spät. „Was sollen wir tun?" hauchte er trostlos. .Ich weiß es nid)t,“_ wollte der Doktor antworten, aber er unterdrückte es noch. In diesen Katakomben, die ihn so unvermutet in ihren Schoß aufgenommen hatten, war er selbst noch vollkommen fremd. Die hatte er ja auf dieser Reife erst durchforschen wollen. Vur durch Vergleichvollendet. In der Arbeiterfrage waren wir immer bestrebt, in gutem Einvernehmen mit den Arbeitern zu leben. Der Wölfersheimer Streik war tatsächlich eine Machtprobe und wir muhten die Technische Vothilfe einsehen, um den lebensnotwendigen Betrieb aufrechtzuerhalten. Im großen und ganzen hat die Grube und das Werk eine große Bedeutung für uns, die es rechtfertigt, daß wir unser ganzes Interesse ihnen zuroenden. Ministerialrat Balser verbreitet sich eingehender über die Verwaltung der Werke, besonders über die Erbauung von Bergmanns- Wohnungen, die nach Möglichkeit gefördert werden. Die Störungen, die mit dem Ausbau verbunden waren, sind fast beseitigt. Das Kapitel wird genehmigt. (Einnahmen 27 666 786 Mk., Ausgaben 26 313 918 Mk.). Zu Kapitel 7, Bad-Vauheim und Date Salzhausen, regt Abg. Kindt (D. Vp.) eine großzügige Reklame für Bad-Salzhausen an. Abg. Hoffman n Seligenstadt (Z.) wünscht Herabsetzung ter Taxen für Minderbemittelte. Abg. Fenchel (Dbd.) fragt wegen ter Geländeankäufe der Firma Megiun in Dunbach. Sinan m nisttr Henrich: Ta ennäßi.un en für Minder oemtttelte bestehen bereits. Die Ge- länteankäuse stimmen. Es handelt sich um Baugelände, das an ten Höchstbietenden abgegeben wurde. — Die Anregung des Abg. Kind ist beherzigenswert. Abg. Dr. Werner (Dntl.): In Vaüheim sind viele Badegäste abgereift, weil mit Ausschreitungen gedroht wurde und Demonstrationen statt- fanden. Die Regierung möge das txj^'üntern. Auch seien die Preise in Vauheim so hoch daß kaum ein Deutscher dort bleiben Fann. Abg. Rechtien (Soz.): Man sollte Vauheim, da dort nur noch Ausländer leben können, heraushvlen, was möglich ist. Die Demon- strationen haben nichts geschadet. Abg. Fenchel (Bbd.) fragt nochmals, in welchem Zusammenhänge die Geländekäufe ter A-G. Meguin erfolgen. Abg. Dr. Werner (Dntl.): Heber die Ausschreitungen in Vauheim werten noch die Gerichte entscheiden. Die fremden Badegäste haben ftdjer nicht meine Sympathien. Im Interesie ter Hotelbesitzer und ter Regierung liegt es aber, wenn in Vauheim Ruhe herrscht, damtt die Badegäste nicht abreifen. Finanzminister Henrich: Es wird bereits in Vauheim eine erhebliche Fremtensteuer erhoben: man darf den Bogen aber nicht überspannen. Das Kapitel wird genehmigt. Vächste Sitzung Dienstag, 8,30 Hfjr. — Schluß 1 Ahr. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 28. Juli 1922. Die heutige Sitzung des Stadtparlaments wurde durch verschiedene recht bedeutsame Geschehnisse erheblich über den Rahmen der üblichen Verhandlungen hinausgehoben. In erster Linie war es die Beratung des städtischen Haushalts für 1922, die ter Sitzung eine besondere Vote gab. Zwar ist heutzutage im Zeichen der sprunghaften Veränderung des Geldwerts und ter bis jetzt leitet noch immer andauernden Entwertung unseres Zahlungsmtt- tels ein Haushaltsplan für ein ganzes Jahr ein recht fragwürdiges Ding, aber zu umgehen ist er deswegen doch nicht, weil auch die Finanz-- gebahrung einer Stadt das Gerippe nicht entbehren farm. Daß die Ziffern dieses Etats, die in den ersten Monaten dieses Jahres unter ganz anderen Verhältnissen entstanden, durch die Angunst ter mittlerweile eingetretenen Entwicklung heute zu in allergrößten Teil gegenstandslos geworden sind, ist natürlich flar. Man wird alle diese Angaben nur in Verbindung mit einem erheblichen Steigerungsprozen tsah zu werten haben und sich am Schlüsse des Haushaltsjahres auf ein dickes Ente gefaßt machen müssen, wenn unsere gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse bis dahin nicht eine ganz wesentliche Besserung erfahren haben, lieber diesen Stand ter Dinge ist sich auch das Stadtverordnetenkollegium im Klaren, deshalb fügte es sich ergeben in die im örtlichen Rahmen unabänderliche Situation und genehmigte ten Voranschlag ohne viel gebet» lesens. Ein interessantes Kapitel entrollte die Rechnungsablage über die städtischen Kriegskostenaufwendungen in den Jahren 1914 19. Daß auch hier ein Zuschuß von mehreren Millionen zu tragen ist, gehört leider zu ten Selbstverständlichkeiten, mit denen sich unsere milliardengewohnte Zett abgefunten hat. Großes Aufheben wird von derartigen Dingen schon gar nicht mehr gemacht, ein Achselzucken ist im besten Falle alles, was dabei zu bemerken ist. Immerschlüsse konnte er hoffen, sich einigermaßen zarecht- zufinten. Aber wie, wenn diese 'unterirdischen An- lagen nur ten einen Zugang hatten, ter jetzt verschlossen war? And dabei diese pechschwarze Unsternls! Er hatte Taschenlampen, Batterien, Meß» apparate usw. mit auf die Reise genommen, aber die lagen jetzt alle im Hotel im Kairo, denn er hatte ja an jenem Tage, als er die Kleidung eines Mattosen anlegte, nicht damit gerechnet, daß er nicht mehr in fein Zimmer zuruckkehren würde. So hatte er nur einen Revolver in ter Tasche und eine Schachtel Zündhölzer. Zunächst maßte man also aaf jeden Fall versuchen, das Tor za öffnen. Erst toerm das nicht ging, war die Votwerdigkett gegeben, durch die zahllosen Kreuz- and Quergänge einen andern Ausweg za suchen. And wenn aach das fehlschlug, blieb nichts mehr, als gefaßt dem qualvollsten Tode entgegenzusehen. Eine Rettung war dann nicht mehr zu erhoffen. Perzelius entzündete also eines seiner kostbaren Zündhölzer und leuchtete herum. Er konnte jedoch nicht viel erkennen denn ter Raum war so groß, daß das schwache Licht geradezu von ter Finsternis aufgezogen warte. Er tappte also in ter Richtung zarück, In ter er mtt Edaard gekommen war. Vach etlichen fünfzig Schritten tauchte eine Wand ars ter Dunkelheit and von dem felsigen Gestein hob sich unflar eine schwarze Pforte ob. Ater schon beim Anblick dieser gewaltigen, eisernen Flügel sank jeter Glaube, hier ten Ausweg erzwingen zr können. (Fortsetzung folgt) Hin kann unsere Stadt mit dein hier zu tragenden Zuschuß noch einigermaßen zufrieden sein, denn «S gibt genug Städte, wo nicht so gut wie hier tzewirtschaftet wurde und infolgedessen viel grö- Here Verluste zu decken sind. Die von der Ver- toaliung festgestellten Ziffern werden sicherlich nicht verfehlen, allenthalben in der Dürgerschaft grobes Interesse auszulösen. Mit der Straßcnreinigungs- und Müllabfuhr-Gebührenordnung hat unlere Stadtverwaltung wenig Glück gehabt. Im Frühjahr erlassen, muhte sie heute schon wieder aufgehoben werden, da ihre Grundlagen Lurch einen Spruch des obersten hessischen Gerichtshofes beseitigt wurden. Wer aber nun glauben sollte, sein Geld im Deutel behalten zu können, der irrt sich gewaltig, denn schon hat das Stadtoberhaupt klipp und klar angekündigt, dah an einen Verzicht aus diese Gelder nicht einen Augenblick zu denken ist. Eine neue Ordnung soll ausgearbeitet werden, in der man die Zahlungs- grundlage stichhaltiger gestalten will, als in der Satzung von gestern Es ist nur zu wünschen, dah bei der Arbeit an dieser neuen Ordnung der Geist der Eintracht und Versöhnung walten möge, namentlich auch zwischen Hausbesitzern und Mietern, ohne den wir überhaupt nie auf eine aufsteigende Dahn kommen können. Dem Empfinden der weitesten Kreise der Dürgerschaft ^Rechnung tragend, will man nun auch hier ein Denk mal für die im Weltkriege gefallenen Söhne der Stadl G i e h e n errichten. Welcher Art das Denkmal fein soll, steht noch nicht fest, alles steckt hier noch in den ersten Anfängen. Ein Ausschuh soll die notwendigen Beratungen führen, aber auch Lie Bürgerschaft s e l b st wird und darf es sich hierbei nicht entgehen lassen, ihre Ansichten und Wünsche in geeigneter Weise zum Ausdruck zu bringen. Erfreulicherweise rechnet die Stadtverwaltung auf diese Mitarbeit der Bürger, die ttyr willkommen ist. lieber die Gestaltung dieses Denkmalsplancs wird nvch ausführlicher zu sprechen sein, für heute möchten wir uns damit begnügen, den Schritt der Stadtverwaltung und die Bewilligung der angeforderten Summe für den finanziellen Denkmalsgrundstock aufs wärmste zu begrüben. Möge das gebefreudige Vorbild der 6tabtDerlr>aItung bei der Einwohnerschaft begeisterte Nacheiferung auslösen, damit der Gefallenen Giehens möglichst bald in würdiger Weise gedacht werden kann! Im übrigen verabschiedete das Haus eine Anzahl kleinerer Vorlagen und bewilligte sich schließlich eine vierwöchentliche Ferienzeit, die ihm sicherlich gerne gegönnt wird. Sitzrmgsverlckuf. Anwesend stnd Oberbürgermeister Keller, Dürgermeister K r e n z i e n, die Beigeordneten Dr. Seid, Dr. Frey, Dr. Rosenberg, K l i n g f p o r und 30 Stadtverordnete. Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung «in, an deren Spitze die Beratung Des Voranschlags der Stadtkassc und Der städtischen Äebenkassen für 1922 steht. Oberbürgermeister Keller betont einleitend, daß dem gedruckt vorliegenden Voranschlag heute nur noch bedingter Wert zuzu- fprechen fei. Die seit der Drucklegung eingetretene rapide Geldentwertung habe natürlich auch die Ausgaben der Stadt beträchtlich beeinflußt. Die meisten Ansätze seien heute als weit überholt anzusehen. Angesichts dieses Umstandes sei es überflüssig, längere Ausführungen zu dem Voranschlag zu machen. Der Finanzausschub habe den Voranschlag in allen Einzelheiten durchberaten und beantrage, den städtischen Haushalt für 1922 mit 61 124 047.37 Mk. zu genehmigen, ebenso dem Voranschlag der städtischen Äebenkassen die Genehmigung zu erteilen. Weiter beantrage er, bei der .Grund-- und Gewerbesteuer folgende Sähe zu erheben: Gebäude nebst Zubehör für je 100 Mk. |Wert 1.50 Mk., für je ICO Mk. Wert des land- Iwirtschastlichen und gewerblichen Anlage- und Detriebskapitals 2.— Mk. und für je 100 Mk. Wert der land- und forstwirtschaftlich benutzten Grundstücke 3.— Mk. Die Erhebung der Gemeindesteuern soll in vier Zielen erfolgen. Aach diesen einleitenden Darlegungen des Vorsitzenden beschließt die Versammlung einstimmig, von einer Generaldebatte abzusehen. Man 'tritt sofort in die Einzelberatung der verschie- ,denen Titel der Betri.ebsrechnung ein, die in rettoa Inständiger Arbeit zu Ende geführt wird. ^Anträge aus dem Hause werden dabei mit betraten und schlietzlich, der Geschäftsordnung entsprechend, zum größten Teil an den Finanzausschuß verwiesen. Zum Titel „W a l L u n g e n" beantragt die iFraktion der 11SP., den in Gießen wohnenden 'Familien, deren ®tnft>mmen 100 030 Mk. nicht yüberfletgt, 2 Meter Brennholz zum Taxwert zu küberlassen. Beim Titel „Volks- und Fortbildung L s ch u l e" wünscht Stadw. Goerh, in .Zukunft diese Titel getrennt zu führen, denn bei dem jetzt en Modus geh» etatmäßig vieles von der Volksschule zu Lasten der Fortbildungsschule: Hier sei ein klares Bild sehr wünschenswert. Die Fraktion der EP. beantragt: „In den Volks- :schulen sind die Lernmittel unentgeltlich abzu- aeben" Stadtv. Beckmann bemerkt h'.erzu, dieser Antrag sei schon im vorigen Jahre gestellt worden, diesmal werde er wieder'hvlt und er Iwerde immer wieder eingebracht werden, bis er 'Annahme gefunden habe. Die Stadt oder der Staat müßten die ßernmittel frei ,’ixr Verfügung stellen. Oberbürgermeister Keller ertoCe 1, der Antrag werde mit Freuden angenommen werden, sobald das Reich die Mittel dazu zur Verfügung stelle, wozu es nach der Reichsverfassung verpflichtet sei. Die Stadt habe schvn so viele Lasten für das Reich zu tragen. Hier müsse das Reich selbst seiner Verpflichtung nach den Derfassungs- Jbcftimmungen Nachkommen. Znm Titel „G h m n a s i u m", Realgymnasium und Oberrealschule' gibt Stadtv. Dr. Krausmüller eine An egung, die infolge der schlechten Alustik des Saales an dem ohnehin ungünstig plazierten Pressetisch unverständlich bleibt. Stadtv. Vetters fragt, ob es nicht möglich sei, in diesen Anstalten einige Zimmer freizumachen, damit dort Klassen der Volksschule, die jetzt keine feste Stätte hätten, untergebracht werden könnten. Oberbürgermeister Keller antwortet, man habe diese Frage schon früher mit der Direktion erörtert, sei aber in verneinendem /Sinne beschießen worden. Der Titel „Oeffentliche Feierlichkeiten", für den 3000 Ml. vorgesehen sind, veranlaßt den Stadtv. S i m o n zu demTe. langens hier eine größere Summe einzusetzen, jchon im Hinblick auf das Iugendsest, das im nächste! Jahre stattfinden solle. Dieses Fest sei eine alte lieber[ieferung der Gießener, die man nicht gerne vermisse. Oberbürgermeister Keller bemerkt, daß dieses Fest wieder eingeführt werde, begrüße die Verwaltung. Eine entsprechende Summe werde im nächsten Hahre eingestellt werden. Beim Abschnitt „G e m ei n n ü tz i g e Zwecke" rügt Stadtv. Dr. Kraus müller, daß in diesem Titel noch so außerordentlich geringe Beiträge, deren man sich nur schämen müsse, an gemeinnützige Vereine gegeben würden. Er sei dafür, daß man dann lieber gar nichts gebe, als so geringe Gelder auszuwerfen. Redner weift hierbei auf mehrere Beispiele hin. Oberbürgermeister K e l (er erklärt hierzu, wenn von den Vereinen nichts oder nicht mehr gefordert werde, könne die Verwaltung nicht höhere Beträge einfeßen. .Uebrigens seien ja diese Beiträge schon durch die Entwicklung der Ausgaben überholt. Der Titel „S t ra ß e n ret n i g u n g“ läßt den Wunsch laut werden, bei der Reinigung die Nebenstraßen mehr als bisher zu berücksichtigen. Der Vorsitzende weist auf den geregelten Reini- gungsplan hin, der auch eingehalten werde. Zum Titel „Straßenbeleuchtung" fvr- der tStadtv. Simon die Durchführung des im vor. Jahre gefaßten Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung über die Beseitigung der Gas- landclaber. Oberbürgenn. Keller antwortet, daß er sich diesem Beschluß bisher widersetzt habe und seinen Standpunlt beizubehallen gebenfe, da er an die Möglichkeit eines Versagens der Elektrizitätsversorgung denke und es dann gut sei, die Anlage zur Gasbeleuchtung in Reserve zu haben. In anderen Städten habe man auch Gas- laternen beseitigt und jetzt sehe man sie wieder ließe Verhältnisse müsse man auch hier denken. Im weiteren Verlauf der Aussprache wird der Oberbürgermeister gebeten, seinen Standpunkt aufzugeben, da ein Versagen der Elektrizität doch schneller behoben werden könne, als daä In- gangbringen der lange nicht benutzten Gaslaternen möglich sei. Oberbürgermeister Keller sagt zu, diese Frage auf die Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetensitzung zu setzen, damit man sich darüber aussprechen könne. Deim Titel „Bäche und Dadeanstal- t e n“ bittet Stadtv. Frau Martin, das stabt. Bad wieder in Ordnung zu bringen. Stadtv. Michel bringt zur Sprache, daß sich dicht oberhalb der Badeanstalten an der Lahnbrücke eine Siedlung gebildet hat, die auch Kleintiere bei sich habe. Eine Abortanlage stehe dort nicht zur Verfügung, die menschlichen und tierischen Abfälle wanderten dort in die Lahn. Das Kreisgesundheitsamt habe sich schon an die Stadwer- toaltung gewandt, diese solle auch Maßnahmen ergriffen haben. Es sei aber davon nichts be» kaimr geworden. Er bitte dringend, hier Abhilfe zu schassen. Bürgermeister Krenzien antwortet, die Abhilfe sei schon geschaffen worden. Die Stadt habe dort eine Qlbortanlage angelegt. Cs handle sich bei der Siedlung um die ilnterbrin» gung der in Gießen heimatberechtigten Wander- gewerbetreibertden, und ein anderer Platz zu deren Aufenthall fei nicht zu finden gewesen. Es sei jetzt Gewähr dafür geboten, daß eine Verunreinigung des Wassers in erheblichem Umfange nicht mehr vorkomme. Weim Vorschläge gemacht würden, die ermöglichten, die Leute an einem anderen Platze praktisch unteiAubringen, würden sie gerne angenommen werden. Stadtv. Dr. Krausmüller ersucht, hier unter allen Llmständen Ordnung zu chaffen. Der Titel „Kanäle" veranlaßt den Oberbürgermeister Keller zu dem Hintveis, daß die Kanalgebühren von 1907 bis heute unverändert geblieben sind. Die Gebühren boten jetzt nicht einmal die Deckung für ein Drittel der Betriebskosten. Der Zuschuß belaufe sich heute auf 529 000 Mk. Wenn man jetzt noch von einer Erhöhung der Gebühren Abstand nehme, fo geschehe das nur schweren Herzens. In Zukunft müßten sie aber auf eine andere Grundlage gestellt werden; die Stadtverwaltung müsse sich eine wesentliche Er- hvhung Vorbehalten, denn die Finanzen müßten in Grünung gehalten werden. Zum Titel „Glektri! che Straß en bahn" wünscht Stadtv. M i ch e l, zu gewissen Spätabend- zügen an Sonntagen Straßenbahnwagen zum Bahnhof zu schicken, für die ein Bedürfnis vorhanden |ei. Der Abschnitt „Feuerlöschan st alten" veranlaßt den Stadtv. Dr. Krausmuller zu dem Antrag, der Gießener Freiwilligen Feuerwehr für die Unterhaltung ihrer Uniformen statt 1000 Mk. jährlich 3000 Mk. zu vergüten. Der Antrag geht an die Daudeputaüon. Beim Titel „W o h l s a h r t s p f l e g e" Beantragt die Fraktion der äl.S.P. 300 000 Mk. ein» -wetzen zur Verbilligung von Brennmaterial und Kartoffeln für Schwerkriegsbeschädigte und Altrentner, deren Erwerbsbeschränkung mehr als 50 Prozent beträgt. Der Antrag geht an den sozialpolitischen Ausschuß. Stadw. Dr. KrauS- müller beantragt, den Rentnern auch bei den Müllabsuhrgebühren Ermäßigung zu gewähren. „Brenn st ossamt und Lebensmittel a m t"-Titel veranlassen den Stadtv. Diehl zu Klagen über die Verschlechterung der Milch- Versorgung der Stadt. Redner protestiert gegen das Verbuttern von Milch in den Molkereien. Beigeordneter Dr. Seid erklärt, daß die Milch- versorgung knapper geworden sei, müsse zugegeben werden. Aber Die Milcherzeugung sei auch w scntlich zurückgegangen. D.e Zahl der Milch - küh2 und deren Zustand sei we'entlich geringer als vor dem Kriege. Die Einfuhr von Kraftfutter fchle. Den Molkereien in der Stadt Gießen fei das Verbuttern von Milch nicht gestattet. Die Frischmilch solle sofort dem Verkehr zugeführt werden, im Sommer komme aber auch manch« Kanne in die Stadt, deren Inhalt sauer geworden sei und nur noch verbuttert werden könne, wenn man ihn nicht fortwrrfen wolle. Beim Titel „Allgemeine Verwaltung" fragt Stadtv. H ö h n nach der Befol- dungsordnung für die Gemeindebcamten. Oberbürgermeister Keller antwortet, die Ordnung sei leider aus totes Gleis geraten. Verhandlungen seien im Gange. Stadw. Höhn bemerkt, du Beamten könnten schließlich in ihrer Erbitterung zu Aktionen schreiten, die unangenehm weiden könnten. Oberbürgermeister Keller gibt seinem Bedauern übet den Stand der Dinar Ausdruck. Beim Titel „Grund- und Gewerbesteuer" bemerkt Oberbürgermeister Keller, unsere Stadt habe gemeinschaftlich mit Worms die niedrigsten Zuschlagsätze von allen Städten in Hessen. Aatürlich sei Das Steucrzahten eine barte Stuß, aber die ausschlaggebende Grundlage, die der Gewerbesteuer peute noch za Grunde liege, fei doch die Friedens-j grunölage. Die Beschwerde der Gewerbe- treibenden, sie fei in zu stark belastet, sei nicht stichhaltig. In Preußen werde die Gewerbesteuer ganz anders heraiigcholt. Die Handelskammer Wetzlar habe die Gie en er Verhältnisse auf dem Gebiete der Gewerb steuer als ganz bejonders günstig b?z iün.t. Bigeordneter Kli.igspor äußert starke Bedenken gegen die vorgeschlagenen Zuschlagssätze. Was Wetzlar sage, könne tzi.r nicht gelten, denn Wetzlar habe eine blühende Industrie. Es wird beantragt, die Gewerbesteuer zu ermäßigen. Stedtv. Noll unterstützt den Standpunkt des Beigeordneten Klingfpor. Stadw. Mann spricht zugunsten deS Antrages des Finanzausschußes. Der Antrag ans Ermäßigung der Gewerbesteuer wird abgelehnt, der Antrag des Finanzausschusses, der sich mit dem Voran- schlag deckt, findet Annahme. Oberbürgermeister Keller gibt noch dem Wunsche Ausdruck, daß der aus dem staatlichen Ausgleichsstock erwartete Betrag auch voll cingehen möge. Bei der Beratung der Vermögensrech- nung beantragt Stadtv. Goer tz zum Titel „Erbauung gemein heitlrcher Gebäude" zwei gröbere Positionen (534 600 and 500 020Mk ), li. Schuleinrichtungen sürbirVols^ schule gewidmet sind, zu vereinigen zum Zwecke eines neuen Schulho.usbaues. Obcrbürgiermcifter Keller erklärt, die RaumverhäItnisse in unseren Dolk.'schule.i s bn sch intm. Ein Duuprrj Ir liege bis jetzt nicht vor. Der Antrag geht an den Schulvorstand, Finanzausschuß and die Daudeputatton. Damit. ist die Haushaltsberatang für 1922 beendet und Der ganze Voranschlag nach den Anträgen des Finanzausschusses ang:nommen. Es folgt die Kriegskostenabrechnung für 1914/1 9. Aus den Darlegungen der Stadtverwaltung sind folgende sehr interessante Angaben zu entnehmen : Die Einquartierungskosten zei- tigtkrt eine Einnahme von 1 404 931.40 Mk., Ausgabe 1 930 421.91 Mk., mithin einen Zuschuß der Stadt in Höhe von 525 490.51 Mk. Für Familienunter st ützungen (bar) wurden 4 845 186.57 Mk. vereinnahmt, 4 731 499.21 Mk. verausgabt, so daß also ein äleberschuß von 113 687.36 Mk. verbleibt; dafür hat aber die Stadt an Familienunterstühungen in Raturalien 486 827.92 Mk. aufgebracht, denen keine Einnahmen gegenüberstehen. Für Kriegswohlfahrtspflege, Frauenheimarbeit usw. tuurben 269 267,8 Mark eingenommen und 263 640,36 Mk. aus gegeben, mithin rechnungsmäßiger Sleberschuß 627.42 Mk. Die Kriegsspenden, Leistungen für das Rote Kreuz zeigen 27 03.99 Mk. Einnahmen und 139 408.04 Mark Ausgaben, mithin Zuschuß 112 370.05 Mk. Das Krankenauto erbrachte 10 000 Mk. Einnahmen und forderte 11 488.29 Mark Ausgaben, also Zuschuß 1483.29 Mk. Di» Metall- und Gummibeschlagnahme weist 309 245.68 Mk. Einnahmen und 293 878.33 Mark Ausgaben, mithin einen Aeberschuß von 15 367.35 Mk. auf. An persönlichen Kosten für Aushilfspersonal waren 52 527.47 Mk. Einnahmen und 348 407.40 Mk. Ausgaben entstanden; Zuschuß 295 879.93 ML Sonstiges steht mit 325.48 Mk. in Einnahme, 321 098.02 ML in Ausgabe, Zuschuß 320 772.54 Mark. Für Kartoffeln für Minderbemittelte wurden 7181.10 ML vereinnahmt, 18 527.79 Mark verausgabt, also Zuschuß 11346.69 Mark. Kohlen für Minderbemittelte: Einnahmen 4 0 443.83 Mark, Ausgaben 36 124.27 Mark, Ueberschuß 4319.56 Mark. Kraftwagenbetrieb: Einnahmen 295 561.39 Mark, Ausgaben 304 611.57 Mark, Zuschuß 9050.18 Mk., Ziegen- und Kanin- chenzuchtanstalt: 6033.11 Mk. Einnahmen, 10 771.91 ML Ausgaben, Zuschuß 4738.80 Mk. Kriegsleuerungs zu lagen: keine Einnahmen, aber 575 705.99 Mk. städtische Belastung. R o t g e l d: Einnahmen 1 185 352.25 Mk., Ausgaben 1 174 040 05 Mk., Überschuß also 11 312.20 Mark Holzschne idemas ch ine: Einnahmen 19 765 ML, Ausgaben 20 415.62 ML, Zuschuß 650.62 Mk. Gefrieranlagen: gleichen sich in Einnahme und Ausgabe mit 46 297.86 ML auS. Gemeinnützige Möbelbeschaf- un g: Einnahmen 4159 ML, Ausgaberi 5144.83 Mark, Zuschuß 985.83 Mk. Kriegsgefangenenlager, Turnhalle: Einnahmen 59184.11 ML, Ausgaben 44 684.58 ML, lieber- chuß 14 499.53 Mk. O r t s k o h le n st e l l e: 24 080.40 ML Einnahmen, 51 754.49 Mk. Ausgaben, also Zuschuß 27 674.09 Mk. S r wer b s - l o f e n f ü r s o r g e: Einnahmeii 17 436.74 ML, Ausgaben 14 029.42 ML, mithin lieberschuß 3407.32 ML Sicherheitswehr: keine Einnahmen, 291 622.40 Mk. Belastung für die Stadt. Kosten für Arbeiter- und Soldatenrat: keine Einnahmen, 8655.93 Mk. städtische Belastung. Steinfabrik: Einnahmen 128 174.35 Mark, Ausgaben 129 182.35 ML, Zuschuß 1008 Mark. Wohnungsamt: Einnahmen 59 557.89 Mark, Ausgaben 242 207.17 ML, Zuschuß also 182 649.28 Mk. Lebensmittelamt: Einnahmen 23 211 880.82 ML, Au°gaben 23 660702.40 Mark, Zuschuß 448 821.58 Mk. Die Schluß- u m m e der Rechnung zeigt folgendes Bild: Einnahmen 32 023 630.22 ML, Au gaben 35166148.11 Mark, liebe rschüsse 163 220.74 Mk., Zuschüsse 3 305 738.63 Mk. -Unter Berücksichtigung der lieber- chüs'e v.-rbteibt ein Reinzuschuß der Stadt ' ür d i e Kriegswirtschaft in Höhe von 3 142 517.89 Mk., der auf die Vermögensrechnung Der Stadt übernommen wird. Kleinere Vorlagen. Dem Hausfrauenverein wird ein Zuschuß in Höhe der von ihm für einen städtischen Raum gezahlten Miete gewahrt. Stadtv. Frau Raumann gibt bei dieser Gelegenheit eine eingehende Darstellung von dem Wirken des Vereins und bittet, dem Verein statt des jetzigen Zuschusses, der im Jahre 100 Mark ausmacht, einen solchen von 2000 Mark zu geben. Ihr Wunsch findet keine Mehrheit, da der Verein selbst nicht mehr als den Erlaß der Miete gefordert hat. Das Gesuch deS Verkebrsvereins um Erhöhung des städtischen Jahresbeitrags findet wohlwollende Aufnahme. Es wird beschlossen, künftighin 300 Mark pro Jahr Beitrag zu zahlen. Der ,.Rei.chsbund Heimatschule", der vom 6. bis 12. August in Gießen eine Heimat- schulwoche abhält, soll in Anbetracht seiner dankenswerten Bestrebungen, die der Pflege des deut- chen Heimatgcdankens gelten, mit 1000 Mark unterstützt werden. Die Erhebung einer Gebühr für Straßenreinigung und Müllabfuhr beschäftigt das Haus in eingehender Weise. Es handelt sich, wie Oberbürgermeister Keller mit- teilt, darum, die diesbezügliche Gebührenfatzung vom 16. März, die die Erhebung einet Gebühr öon 10 Prozent deS Mietwertes vorsieht, außer Kraft zu sehen, da die gleichartige Satzung der Stadt Mainz durch Urteil des höchsten hessischen Gerichtshofes, des Oberverwaltungsgerichts, für ungültig erklärt wurde. Der Rechtsspruch beanstandet die oben bezeichnete Art Der Gebühren- festsetzung, da sie eine Steuer, aber keine Gebühr darstelle, und sur Steuererhebung feien die rechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben. Das hiesige Statut entspreche genau Dem Mainzer, und um sich feinen Weiterungen aus Zusehen, solle es außer Kraft gesetzt werden. Jedoch sei beab- sichtigt, sofort an die Ausarbeitung eines neuen Statuts heranzugehen, welches zu Beanstandungen keinen Anlaß biete. Stadtv. Michel bemerkt, auch für die Stadt Darmstadt, die in derselben Lage sei wie Gießen, liege mittlerweile das Urteil des Oberverwal- tungsgerichts über die angefochtene dortige Satzung vor; auch diese sei für ungültig erklärt worden. Redner fragt an, wie es jetzt mit dem Befahlen der Gebühren stehe;-.teilweise seien diese schon ang cf ordert, zum Teil ständen sie vor der Anforderung. Er halte die Stgdt für oer> pflichtet, die schon bezahlten Gebühren zurückzu- zahlen, und niemand sei verpflichtet, die ange- for&eiten Beträge zu bezahlen. Er bitte den Oberbürgermeister um eine entsprechende Auskunft. Oberbürgermeister Keller antwortet, in Mainz sei eine Rückzahlung der Gebühren weder erfolgt noch beabsichtigt. Auch in Darmstadt habe die Rückzahlung der zu Unrecht erhobenen Gelder bis jetzt nicht stattgefunden, sie sei dort auch nicht beabsichtigt. Für Gießen komme in Betracht, daß sofort eine neue Satzung ausgearbeitet werde, die die Deitragspflicht der Bürger neu regele, und zwar in etwa gleicher Weise wie bisher. Wenn ein Antrag auf Rückzahlung gestellt werden sollte, so möge man vorher bedenken, daß er nicht viel Zweck habe, da die Stadt auf diese Gelder, deren Gesamtbetrag int CM)re 600 000 Mk. ausmache, auf keinen Fall verzichten könne. Auf die Zahlung des Bettrages zu diesen Unkosten der Stadt werde also nicht verzichtet werden können. Stadtv. Michel konstatiert nach dieser Er- tlärung, daß niemand zur Bezahlung der jetjigen Gebühr verpflichtet ist. Die neue Gebühr dürfe nicht nach Dem Mietwert Der Wohnungen berechnet tonten. Das Oberverwaltungsgerich! habe ausbtüdlld) festgestellt, and zwar im Darmstädter Urteil, daß wegen der Bezahlung Der Gebühr nicht an die Mieter heranFetreten werden dürfe, sondern daß sich die Stadt nur an die Grundeigentümer zu halten habe. Wie sich Dann die Haas- besitzer mit den Mietern auseir.and.rsetzen, fei Deren Sache. Dieser Standpunkt fcfic b i der neuen Ordnung berücksichtigt werden. Ralvrlich werde jeder vernünftige Mieter fernen Anteil, trogen müssen, ober auch Der Hausbesitzer müße für seinen Anteil einstehen. Es fei wünschenswert, bei Der Ausarbeitung der neuen Ordnung Ber- ; treter der Hausbesitzer und der Mieter mit her- anzuziehen. Roch weiterer kurzer Aussprache wird bei Vorschlag der Verwaltung angenommen und damit die Satzung vom März außer Kraft gefegt, Von bcfjrtderei Bedeutung ist auch dte folgende Vorlage: Die Errichtung eines Denkmals für die gefallenen Gießener. Oberbürgermeister Keller bemerkt, e- handle sich hier um eine Angelegenheit, Die die Gießener Ocffen.IicßMt in den letzten Monaten lebhaft beschäftigt habe. Von Der Stadtverwaltung sei ein Ausschaß zur Beratung dieser Sache gebildet worden, Bürger-meister Krenzien habe Den Vorsitz des Ausschasfes. Aas die Opfer' Willigkeit der Bürgerschaft müsse bet der Verton klichung di ses Dcn m:l>G da k .s n hoh m Maße gerechnet werden. Dia Stadt wolle heute beispielgebend vorcmgehen und z.utechst etne Summe zar Verfügung stellen, durch die man dir Angelegenheit tu Fluß b tigert tDoPc; es werde vorgeschlagen, 200 000 Mk. zu bewilligen.' Der AuSfcyuß solle prüfen, in welcher W i e ber Gedanke, die gefallenen Sohne der Stadt Gießen zu ehren, am besten zur Verwirklichung z t brrngen fei. Ein Denkmal solle errichtet werden, das der Größe des Gedankens und der Stadt würdig sei, aber doch auch mit Den beschränkten finanziellen Möglichkeiten in Einklang gebracht werden könne. Heute handle es sich iT.tr J.m die Bewilligung der 200 000 ML, ober nicht um etn< Einzelberatuug, da irgend ein Projekt bis jetzt noch nicht vorliege. Stadtv. Vetters spricht gegen die Errichtung eines Denkmals, das als eine Verherrlichung deS Krieges oder als ein» Propaganda für den KriegSgedanken anaesprochen werden könne. Oberbürgmm ister Keller und Bürgermeister Kre nzien betonen gegenüber Dem Vorredner nochmals, daß ein Projekt biS jetzt überhaupt noch nicht vorliege. An eine Verherrlichung Des Krieges Denke fein Mensch, Das Denkmal solle mir eine Erinnerung an Die Gefallenen bet Stadt fein. In welcher Weise Dieter Gedanke zur Tat werde müsse sich erst auS Den Beratungen ergeben. Der Ausschuß bestehe auS 9 Mitgliedern und zwar aus 4 Techniketm, 4 Vertretern der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen und Dem vorfthenben Vertreter der Stadtverwaltung Der Betrag von 200 000 ML solle nur der Grundstock für die Denkmalskosten sein, tnt übrigen müsse aus Den Opfersinu her Bürgerschaft gerechnet werden. Stadw. Michel spricht sich gleichfalls gegen I ein Denkmal aus, das als Krtegsverherrlichung i zu wirken geeignet fei. Vielleicht sei der Gedanke erwägenswert, ein Heim für Altrentner zu schäft ü fern, daS dem Andenken an die Gefallenen ge- ! widmet und durch einen schlichten Gedenkstein dementsprechend gekennzeichnet sei. Mit der Errichtung eines solchen Heims als Ehrung der gefallenen Krieger sei sicherlich ganz in Deren Sinne gehandelt und gleichzeitig habe man auch ettoai Gutes für die alten Leute getan. Der Vorschlag der Verwaltung, heute 220 006 Mari als Grundstock zu bewilligen, wird hierauf angenommen. Nochmals kleine Vorlagen. Sodann wird ein Bauges ulh der Finna Heyligenstaedt angenommen, ein solches von Friedrich Linker abgelehnt und das Gesuch der Dauxtt- werke betr. Einfriedigung ihrer Neubauten in der Gnauthstraße, sowie Die Anbringung eines Firmenschildes von Wllh. Nanz an der Straßenecke Lluih- und ©artenflraße genehmigt Mit dem Entwurf einer neuen Polizeiverord- nung über das Rads ahren auf öffentlichen Wegen ist man einverstanden mit Dec schilp E f n i ötl|u|19eL sich i -SLS tsfe*: fcne ^Ltfiab ,rh°huA ouli tm ZirM k Ae Lohr mturtfl we i Sept i«"SrtÄ*St ®t91Ä ® glichst geunkt hab' ^storbcnen durch bv «ch feinem Namen en Büch - Soethes D 6*'m 15 Sänten bei ytaö! TlcuDrud auf j (Umm der loeileren Im W versendet ha MsterS eu W» Wag von ' jchkoi Möchte die | LMbe, deren 5 Wft ju ettnarten sin dchjeDolk! - Nein Han! l*cMg meiner nei üDüz der Kinder, M llkrtog von : jtrt.) -Tiovanni B Deck in drei 'Bänd mb 11 Nlelzeichiwng Öetlag Müller u. Co., tj vvnichmer Ausstatv pdvild, Verden jedem txi- auii) Karners 2l nW/te Sepräge haben, NI allmählich toiede - .Die Vornan Dusik (hhuberl, De MMis^hchumann, Ton M« Acht. Der 5ar Berlin, 28. r wungöbHö. ®ie öe der großen^ w ^knnnU bc üLvl’n''riUn9 de- *W\Ä?R r t tz i ir?* H».» 3.- '"-ÄS 'xSÄ h)£C-eNon L 8 «bit r Dit "Hile UÄ:.' bereit» K» Verficht 3ul| W Mi ... -7 V wenn auch Kainers Abbildungen das expressiv teuting ist ach bü bl» 100 Kr. Abend- Doll« ^rLhstüm efien brot »N«n laaeihoft tr '«> 'M 'M 'M '°M 2.- 8.50 25.- 9000.- 8- 7900.- 7047B 500.- und Dr. Frey. 7048B 70830 300.- 600.- 100 100 100 100 100 60 75 95 120 1,60 2,40 3,20 L. Fr. Kr. i Kr. 100 FI. 100 MÜ 100 Kr. 100 Kr. 100 Fr. 1 £ a) Für eine Einzelperson . . jährlich t*) Für eine Familie . . . jährlich Zimmer 4. Gießen, den 29. Juli 1922. 90.- 180.- 204.25 0.99 0.017 11.90 43.65 23.42 24.20 41.40 0.43 52525 1.60 0,085 StäM. LebemmMelamt. Sonderausgabe von Mehl für Jen Haushalt. Vom 31. Juli bis 12. August werden durch die Kleinhandelsgeschäfte auf die Lebensmittelmarke Nr. 7 2 Pfund 65°/niges Weizenmehl zum Preise von Mk. 5.- für das Pfund ausgegeben. Düten und Säckchen sind mitzubringen, andernfalls der Kleinhändler für Stellen von Düten einen Zuschlag von 20 Pfg. für jedes abgegebene Pfund Mehl berechnen darf. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die eingegangenen Marken zu 100 gebündelt Mittwoch, den 16. Am gust 1922 abzuliefern. Leere Säcke und nicht ver- itauftes Mehl sind am gleichen Tage an das Mehl- lager zurückzugeben. Sonderausgabe »odrotaildi ans SoSmilA 90 Gramm Mk. 11. — . Ausgabe im Lebensmittelamt, 203.60 0.92 0.015 12.175 43.35 23.38 24.125 41.10 0.30 522 75 1.65 0,085 Der Mindestgasverbrauch wird vom 1. August d. Is. ab monatlich auf 6 cbm festgesetzt. Für Minderbemittelte kann auf Antrag der Mindestgasverbrauch herabgesetzt werden. Etwaige Anträge sind bis zum 20. l. Mts. an die unterzeichnete Direktton zu stellen; die Entscheidung über die Anträge trifft die Betriebs-Deputatton. Gießen, den 28. Juli 1922. 7085B Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. ___Steding. ___________ 7cs Senfmali für in Gieheuer. Relle: tanerit, d e Ängelegechett, die di« tn den letzten Monat« 3on der Sttdtverwal- jr Drrttmg dieser 5ach< meister Kreuzen hobt tn) weibliche Personen 1.50 2.- 9-- 1.50 Sandel. Berlin, 28. Juli. Börsenstim - ivungSbild. Die Sensativn des Tages bildete die der großen Oeffentlichkeit gänzlich Mk. 220.- „ 400.- Wechsel auf Holland....... Deutschland . . . . Wien ,....... Prag........ Paris........ London ....... Italien...... . Brüssel....... Budapest...... Reuyork....... Agram....... Warschau..... 1" 17. 17, erhöht. aj männliche Personen 2i- 2 50 10.- 1 überraschend gekommene, von denmtr oenBer- hältnissen am Geldmarkt Vertrauten aber erwartete Diskonterhöhung der Reichsbank von 5 auf 6 Proz. Sie machte an der Börse aber keinen nachhaltigen Eindruck und störte die heute zum Durchbruch gekommene freundlichere Grundstimmung nicht allzu erheblich. Unter dem Eindruck der am Devisenmarkt eingetretenen steigenden Bewegung, an der Käufe der Industrie und Spekulation einen großen Anteil hatten und die den Dollarkurs nahezu wieder auf den Rekordstand vom Anfang des Monats hob, belebte sich auch die Kauflust am Effektenmarkt etwas mit dem Ergebnis von durchschnittlichen Kurssteigerungen von 10—20 Prvz. für die meisten Industriepapiere. Am Montanmarkt, der schon an den letzten geschäftsstillen Tagen etwas mehr im Vordergrund gestanden, erreichten die Kursbes- servngen 50 Proz. und für Harpener zettweise 150 Prvz. Durch Bekanntwerden der Diskonterhöhung wurde die Bewegung dann gehemmt. Die Kurse bröckelten unter dem Druck der wieder einsetzenden Geschäftsstille mäßig ab. Das gestern schon bemerkbar gewesene Interesse für Vereinigte Elbschiff- fahrtSaktten und Olavis erhielt sich bei weiter gebessetten Kursen auch heute. Am Auslands- rentenmarkt setzte die nahezu zum Erliegen gekommene Aufwärtsbewegung wieder mit unverminderter Kraft »ein, wovon die alten Favvrtten wie türkische, ungarische und mexikanische Werte, zu denen neuerdings noch Lombarden Prioritäten kommen, in ihrer Kursbildung wesentlich Nutzen zogen. Frankfurt a. M., 28. Juli. (Börsen- st i rn in u n g s b i l d.) Die Börse zeigte auch am Wochenschluß, abgesehen von großen Geschäften in Auslandsrenten und einigen Spezialwerten keine einheitliche Tendenz. Der Dollar wurde im Frühverkehr 525 genannt und bewegte sich im Verlaufe auf 532—540. Auf dem Montan- marfte machte sich großes Interesse für Türken- unb Lingo rnwerie geltend. Ungarische Kronen normte man 410. Im freien Verkehr hörte man u. a. Benz 500, Decker-Stahl 505 nennen. Am Montanaktienmarkte zeigten sich mäßige Kursgewinne für Deutsch-Luxemburg, Mannesmann und Ribeck. Adlerwerke Kleyer und Daimler setzten zu gebesserten Kursen ein. Von den chemischen Aktien vermochten sich Griesheim, Höchster und Bad. Anilin zu befestigen. Auch Scheideanstalt fand wieder Beachtung. Bei den Clek- trizitätsaktien waren große Kursbewegungen nicht zu beobachten. Zuckerlabrikaktien schwächten sich ab. Im Verlaufe der Börse war die Haltung unsicher. Metall- und Maschinenfabrilaktien wurden vernachlässigt. Schiffahrtsaktien konnten fich befestigen. Heimische Anleitzen lagen ruhiger. Am Kasfamarkte war das Geschäft gering. Mit Ausnahme von Auslandsrenten blieb der Effektenverkehr bis zum Schluß ruhig. Der Dollar wurde zuletzt 545 genannt Privatdiskvnt 5 Prozent. Frankfurt a. M., 29 Juli 1922. Züricher Devisenmarkt. 5 10 20 3 „ ,, ., 1,60 „ ber vierteljährliche Mietfah für einen 7," Abzähl-Wasierrnesier auf 50 Mark n'Wetter Die der yc- frr Stadt Ms werden,,^ ns und der W Mrdig , LJ be'd>:W : ww . _v m* (fjr Jtn vk ftA’SSfiS tf) ent Prvickt bis w □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ ^lUUiuuhUjmMUi 'liitgitflHunimireinu.öreis- werl üie Eruül’Ktie limöTDtudece!. H. uw. Bat««1 «a f Sm iw* * M ?' L DerattNPk S.s s^sss 0pf«!inn sich LSs ld) Tt ®|( her gesal' gfll, del HA Büchertisch. — Goethes Werke erscheinen bekannt- IZH in 15 Bänden bei Cotta in Stuttgart in gut CcSbarem Reudruck auf solidem Papier: die zweite Lieferung der weiteren 5 Bände, die der Versag jetzt versendet hat, enthält die Erzähler- werke des Meisters einschließlich der ursprünglichen Fassung von Wilhelm Meisters Lehr- fchren. Möchüe die schöne und geschmackvolle Reuausgabe, deren 5 letzten Bände für den Herbst zu erwarten sind, tief eindringen in das deutsche Volk! — Mein Handbuch, Grundsätze und Anwendung meiner neuen Methode der Selbst- »rziehung der Kinder, von Dr. Maria Montessori. (Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart.) Giovanni Boccaccio, Gesammelte n $3 sri vMlchrnsvcrt, j er neuen Ordnung 2er- iDerke in drei Bänden mit 25 Radierungen mb der Mieter mit her« nnt> 14 Rötelzeichnungen von Ludwig Kainer (Verlag Müller u. Co.. Potsdam). Diese Bände, >r ÄMpvachr wird da t« vornehmer Ausstattung, auf feinstem Papier hing angenommen uni gedruckt, werden jedem Bücherfreunde gefallen, März aister Ärafi gesetzt wenn auch Kainers Abbildungen das expressiv- Wadsabe. die wrbotenen Wege durch ent» sprechend« Schilder öffentlich kenntlich gemacht Iv^rden und das Schieben der Räder auf der- Lotenen Wegen gestattet ist. Die Vorschriften über die Vergebung von Arbeiten und Lieferungen werden ge° *ae^a$$e Zuständigkeit für Kr editan » ■Teilungen der Daudeputation und der Stadt- i>erwaltung, die sich jetzt auf 5000 Mk. für die Verwaltung und 10 000 Mk. für die Daudeputation beläuft, wird auf 20 000 Mk. für die Verwaltung anb 500 000 Mk. für die Daudeputation erweitert. AlS Grund hierzu wird die rapide Steigerung bet GeLentwertung angegeben. Für Herstellungen im Schulhaus Neustadt werden 2500 Mark bewilligt. Eine Kreditbewllligung für Lohnerhöhung der städtischen Arbeiter mit Wirkung ab 9. Juli im Betrage von 6 302 400 Mk. vird erteilt. Die Lohnfestsehung ist auf Grund eine« Schiedsspruches erfolgt. Die Ferien der Stadtverordneten» Versammlung werden auf die Zeit vom l. 2higufl bis 1. September festgesetzt. Eilige Sachen sollen in der Ferienzeit von einem Anschuß erledigt werden. lieber die Berechnung des elektrischen Strompreises teilt Beigeordneter Dr. «Heid mit, daß sich die Verwaltung mit dieser -Angelegenheit auf Grund einer Anregung des «Stadtv. Dr. Krausmüller erneut beschäftigt Habe und zu dem Ergebnis gekommen sei, daß eine Preisfestsetzung mit rückwirkender Kraft auf Jen jeweiligen Vormonat leider nicht zu umgehen |et, da die ganze Preisbestimmung von dem Koh» Umpreis abhänge, den man erst hinterher erfahre. Bürgermeister K r e n z i en bringt noch zur Kenntnis, daß die Witwe des früheren Bürgermeisters und Ehrenbürgers G na u t h der Stadt herzlichst gedankt habe für die Ehrung, die dem Verstorbenen durch die Benennung einer Straße mich seinem Ramen erwiesen wurde. 22.- II. Freie Wohnung. »3 Ein einfaches Mansardenzimmer oder gemeinschaftliches Zimmer für mehr als eine Person .... jährlich hl Für ein besonderes Zimmer jährlich cj Familienwohnung (2Iimmerund Zubehör) .......jährlich III. Freier Brand. SÄ öttU»r l^^Etzeri Lrr' ki*[ fei ,ar uS« bvriH ’■ die <Ä9 «A -M ien »er. ^slich^^^chu. 'fe* •Ä*r?S Für ®iefL'.dort )r ^llDa gleicher Dejb Antrag aus j £ w«, ” J beren ©cfamtbetrag t M keinen^ 5taöt werde also dd)l datiert nach dieser ■ drr ledigen w Gebühr ct der Dch.uingeii b» rdaMltungsgerichl nö Mr Im Dannslädler ^Mg der Debühi nicht cetea werden dürfe, son. nar an die ®cmbetgcn» DK sich dann die ßaiK« m aurnnMdrrfchen sej tandpnnkl feile b i’ der -t'gl wrrde.n ^Ivrlich j ■ Meter seinen Anteil 1 d der cha^sbesidrr miss« | IV. Freie Beleuchtung. <) Für eine Einzelperson . . jährlich t") Für eine Familie . . . jährlich „ _____ Die vorstehende Festsetzung ist als Durchschnitts« sach zu bettachten. Der Wert anderer Sachbezüge mird von Fall zu Fall festgesetzt, ebenso Können amch Abweichungen von den obigen Festsetzungen ^gelassen werden, wenn dies nach Lage des Einzel« salles gerechtfertigt erscheint. Die Festsetzung tritt am 1. August 1922 in Kraft. Gießen, den 26. Juli 1922. Versicherungsamt der Stadt Gießen. 28. 7. 29. 7. Schweizer Franken Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt.) Bekanntmachung Infolge der gewaltigen Steigerung der Preise für Kohlen, Betriebsmaterialten usw. wird der Gaspreis vom 1. August d. I. ab auf 6.50 Mark für den Kubikmeter erhöht. Vom gleichen Tage ab wird die monatliche Gasmesiermiete für einen 3-fIammigen Messer auf 0,80 Mark Bekanntmachung. Durch den am 25. Juli 1922 rechtskräftig ge» Mrdenen Strafbescheid des unterzeichneten Finanz- Mts vorn 7. Juli 1922 ist gegen den Landwirt LLgust Theiß in Stockhausen wegen beabsichtigter hnterziehung von Umsatzsteuer bei der Veranlagung M 1920 und 1921 Kj. auf eine Geldstrafe von 5 200 Mark ^annt worden. Außerdem ist angeordnet worden, daß die Be« 'tcifung auf Kosten des Besttaften öffentlich bekannt gemacht wird. VW 2bf die W ast müsse bei der M' Lü« in hch n> Di- Sttdi wolle heult »g vehördliche Anzeigen Bekanntmachung. Betr.: Festsetzung des Wertes der Sachbezüge. Mit Zustimmung des Oberbürgermeisters wird der letztmalig am 20. Februar 1922 festgesetzte Wett Sachbezüge gemäß § 2 des Gesetzes für Angestellte und § 160 der Reichsversicherungsordnung me folgt festgesetzt: Berlin 1-Uhr- l-älhr° Schluß- Anf.- Phönir-Bergb.-Akt. "25, Dad.Anilin-u. Soda 812, Brief 27. Juli. 2ö. Juli. Datum: 521,16 550,31 551,69 4325, t0 4669,25 4680,75 5560,70 Fr. -,19 2,32 785, 1220, 1301, 712, 720, 815, 740, 470, 419, 78, 765, 179, 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 97.80 23.80 125.40 2,46 -,18 2,20 Brüssel-Antw. . Christiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helsingfors. .. Italien ..... London ..... Reuyork..... Paris...... Schweiz..... Spanien..... Deutsch-Oesterr. Prag...... Budapest.... Buenos Aires. "Bulgarien . .. Japan...... Rio de Janeiro 827, 740, 732, 844, 770, 475. 420, 74, 815, 1,43 1243,40 33,20 183,50 33 >,55 262,50 7515,- Satum: Züttch . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag . . London. . . Reuyork . . Patts. . . . 6SC - 1430,- 820,- 730,- 740,- 815,- 760,- 485,- 422,- 76,10 797,- 179.— 1.7.14. Fr. 125.40 DSrsenkirrse. Foankfutt 1173,50 34,65 190,12 324,95 248,50 7059,- Höchster Farbwerke. Allg. Elektt.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke...... Daimler....... 4° 0 Hess. Staatsanl. Electton Gttesheim Dtsche. Dereinsbank 28.7. - ,96 -,47 — ,88 -.73 8115.15 lr52 1,47 12.6,60 33^30 189,- 333,45 263,50 7536,- 2088, — 2526,80 2533,20 2312/(0 2444,40 2450,60 Berliner Devisenmarkt. Geld Dttef Geld 27. 7. 1,01 -,49 — ,95 -,?6 Kurs 28. 7. 77,50 117, — 2d5,- 83,- 457.- 334,- 278,- 270,- 466,- 386,75 288,- 238,- 268.- Datum: 5"/,Dtsch.Kttegsanl. 4'/,Dtsch. Rttchsanl. 3°/,Dtsch. Reichsanl. 4*/0 Preuß. Konsvls Hamburg-Pakets.. . Rorddeutscher Lloyd Eomm.u.Pttvatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Aationalbank f. D. . Doch. Gußstahlwerke 1400, Weizenkleie 1400, Trockenschnitz«! 1400 bis 1425, Torfmelasse 800—850, Spelzspreu 900—950, Biertreber 1500, ml. Rvttlee 16000, Luzerne 16000—17000, ital. Rotklee 17000 bis 18 000, Wiesenheu 1400—1500, Kleeheu 1560 bis 1600, Haferstrvh 650—700, Roggenstroh gebündelt 540—550, Drahtballen 680—700. Frühkartoffeln 900, Reis 3725—3750, Aus« landszucker 5950—6050. Kurs 28. 7. 77,50 117,— 207, — 80,90 449,- 323,- 281,- 268,50 465, — 3d5,50 283,- 240,- 279,- 13»5,- 745,- 1220,- 13zC,- 3000,- 854,— 670,- Kurs 27. (. 77.50 117,— 220 - 83,12 450,- 329,- 281,- 268 - 462,- 387,- 282 240,- 272 - Kurs 27.7. 77,50 117, — 206,- 80,50 44Z,- 324,- 281,- 209,- 465,- 3b7,50 241',- 272,25 1300,- 749,- 1210,- 1319- 2307,10 519,54 4314 60 9887,60 804^85 1,48 1170,50 34,55 189,62 324.05 247,50 7041,- Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 9912^10 10486,82 10513,15 ------ 8535,30 r----- Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. Mainzer Produktenbörse. Mainz, 28. Juli. Bei fester Tendenz bewilligen die Käufer nur zögernd die geforderten Preise. Die effektiven Abschlüsse bewegten sich daher in bescheidenen Grenzen. Es notierten per 100 Kilo loco Mainz: Weizen 2700, Roggen 2050, Hafer 2400, Braugerste 2525, Weizenmehl 00 3625—3650, Weizenmehl Spez. 0 3525—3550, Roggenmehl 2700—2750, Futtergerste 2100—2150, Mais La Plata 2250 bis 2300, MaiSfchrvt 2300—2350, Roggenkleie Qimflö -Rotterd 20049,90 20100,10 21173,50 21226,50 * 4089 65 4100 15 4334,65 4346,45 8739,05 8760 55 9278,35 9361,65 11151 - 11179’- 1176325117.4,75 134:8.15 13491,85 14272,10 14307.90 1080,60 1083 40 1118 6u 1121,40 2382,- f ---------- Bud.-Eisenw'.-Akt.. ?80# D.-Luxemb. Bergw.. ^^0, Gelsenkirch. Bergw.. 1^00, Harpener Bergbau. 3000,— 3060, — 297ö, — Oberschl. Eisenb.-B. 8b5,- 863,- 870,— Obettchles. Eisenind. .099,- 68t,- 665,— " 1386, — 808,- 711,— 727,- 822,- 750,- 46o,- 416,60 74,- 770,- Venn Schmalhans Vuchenmel/fei1 nur nidit den Mut verlieren/ Makkaroni, Eiemadeln, Hörnte sind billiger und nahrhafter als Fleisch und stets kochfertig. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Der französische Standpunkt zum Reporationsproblem. P a r i«, 28. Juli. (WTB.) Rach dem ,Ma« ttn“ hat sich gestern der M i n i st e r r a t mit der Grundlage der französischen Reparationspolitik besaht. Diese Politik müsse in möglichst kurzer Frist den Alliierten Frankreichs klargelegt werden. Wenn aus irgendwelchen Gründen die Konferenz von London aufgeschoben werden mühte, und wenn die alliierten Länder nicht in der Lage wären, die Debatte vor dem 15. August zu beenden, dann wäre es opportun, daß die iranzösische Regierung ein anderes Mittel ergreife, um jhre Ansicht zur Kenntnis zu bringen. denn die französische öffentliche Meinung habe nickt die Geduld, noch länger zu warten, bis dieses vitale Problem geklärt sei, Frankreich befinde sich in einer Finanzlage, die es ihm nicht gestatte, in der Ungewißheit zu bleiben Die ersten Untersuchungen, die in Deutschland angestellt worden seien, liehen es erkennen, daß dieses Land nichts getan habe, um den Folgen der allgemeinen Wirtschaftslage zu widerstehen. Durch ein anderes Budget verfahren, durch eine strenge Kontrolle der Papiergeldausgabe sowie durch eine feste Politik gegenüber den Besitzern ausländischer Devisen hätte Deutschland den Kurssturz hinausschieben, ja vielleicht ausschieben können. Man dürfe Deuischlarrd in seiner Obstruktion nicht dadurch ermutigen, daß man ihm neuen Zahlungsaufschub gewähre, ohne neue Forderungen zu stellen und Garantien zu verlangen Cs sei llar, daß, wenn die Alliierten Frankreichs sich dieser- Auffassung gegenüber feindlich zeigen würden, Frankreich allein durch die Mittel, über die es verfüge, handeln müsse. Gleichzeitig sei die französische Regierung volllommen davon überzeugt, daß rasche Zahlungen Opfer wert feien und daß man dem internationalen Finanzwerke weitgehende Konzessionen machen müsse, wenn man demnächst flüssige Gelder finden wolle. Diese Konzessionen seien jedoch nur unter der Bedingung möglich daß eine Priorität für die Reparierung der von den deutschen Trup- pen verwüsteten Gebiete bewilligt werde. Wenn dieser Standpunkt angenommen würde, dann würde ein größerer Teil der in dem Londoner Zah'urgsplan feftgefetten Summen bereit stehen, um für diesen Zweck Verwendung zu finden. Die französische Reparationspolitik fei also sowohl konziliant als auch fest. Wenn die englische Regierung die Prüfung dieses Problems unter dem Vorwande, das Ende der italienischen Krise ab- warten zu wollen, verzögern wolle, bann würde Frankreich die Ausführung dieses Projektes, an dem es festhalte, sowohl im Interesse der internationalen Wirtschaftslage als auch im Interesse feiner berechtigten Forderungen durchsetzen. 56 Ficht.-Derbstgn.l. 7068D Weh. 4. Kl. 4. Kl. billigst bet 07315 17 83 2. 3. 4. Weise «ft Petri Grabenstr. 7. Tel. 1313. 5a 5b 12,19 24,64 7,43 la Wetterarrer WM» Außerdem: in Krofdorf 5 Rm. Fichten-Knüppel' in Salzböden 4 Rm. Fichten« Knüppel. 7084 D Holzsubmifsion. In den Waldungen der Gemeinde Mainzlar soll angefühttes Holz auf dem Submissionsweg ver« geben werden: 1. An 7 Fichtenstämme 4. Klaffe mit 7,67 Fstm. Oberförsterei Krofdorf. Holzversteigerung a) am 10. August in Krofdorf bei Freund b) am 11. August in Salzböden bei Weißbrod jeweils von 10 Uhr ab gelangen zur Versteigerung: ca. 100 Fstm. Fichten.Stammholz 2. bis 1100 Stück Derbstangen 1. bis 3. Kl. Das Holz ist geschält und mit Rinde gemeffen. Bekanntmachung. Die Voranschläge der Gemeinde und der Feldgemarkung Bergheim liegen vom Dienstag, dem 1. August an, eine Woche lang auf dem Geschäftszimmer der Bürgermeisterei während der Dienststunden offen. Einwendungen sind schriftlich oder zu Protokoll vorzubringen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der die Ausmärker beizuttagen haben. Holzheim, 28. Juli 1922. Bürgermeisterei Holzheim. Asthma •. k. i. etwa 15 Woch. geheilt werden. Svrechstund. d. n. lueinemBerfabrenfachltcb gebildeten Arztes in Gienen. BakrnlrosSbotcl Lenz, jeden Montag von 10—1 Uhr. Dr. wvä. Alberte. Berlin SW 11, Spe- ilalarxf fftr Aetlimalsideo. Die Angebote sind, getrennt nach Klassen, pro Festmeter, bis zum Donnerstag, den 3-August l.IS.» nachmittags 47, älhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo die Eröffnung der Angebote erfolgt. Die Derkaufsbedingungen werden im Eröffnungstermine bekannt gegeben. Mainzlar, am 28. Juli 1922. 7071D Hessische Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. zu a) aus Försterei Krofdorf und Waldhaus ca. 120 Fstm. Fichten-Stammholz 2. bis 220 Stück Derbstangen 1. bis 3. Kl. zu b) aus Försterei Salzböden Fensterglas Draht-, Roh- und Grnamentglas weih u. farbig, sowie Zchoäfpiegel liefern in allen gangbaren Größen und Stärken ab Lager zu Tagespreisen [7095 Glasgroßhandlung Glas-Kontor G. m. b. H. Fernruf 1683. Lahnstraße S. iqM»! M78S8 Ei gibt nichts Besseres als Schuhputz Kwn! Izfdif sdimclzende . Speöe Schokolade BARMEIER E FLACHMANN KAKAO-u SCHOKOLADENFABRIK «ER FORD. Bevorzugte Qualitätsmarke I Zu haben In den einschlägigen Geschäften. 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