Nr. Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, mit derSamsta^sbeilage: GießenerFamilienblätter wonallicheöezuarpreise: Mk. 18.- und Mk. 2.- Trägerlohn,durch diePost Mk. 20.—, auch bei Nicht, erscheinen einzelnerNum« mem infolge höherer Gewalt.— Fernsprech. Anschlüsse: sürdieSchrift. leitung 112; für Verlag unb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Liehen. PoftschcUonlo: jxranksntt a. M. 11686. Erstes Blatt 172. Jahrgang Montag, 29. Mai s922 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und 5leindruckerei R. Lange. 5christleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher obne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 120'Pf., auswärts 150 ‘Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 450Pf. Bei Platz. Vorschrift20 „Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dießen. Der Entwurf zu einem deutschen Strafgesetzbuch von 1919. Besprochen von Prof. W. Mittermaier. II. 3. Hand in Hand damit geht eine Verbesserung des Strafenwcsens Ich gestehe, daß ich hier allerdings noch starke Bedenken habe. Wir können freilich noch gar nicht abschließend urteilen, da noch der Entwurf eines Straf vollzugsgesehes fehlt, und erst er wird unö sagen, wie die Strafen wirklich aussehen. Daß die Todesstrafe beim Mord bleibt, wird vielen ein „Gottseidank" entlocken. Ich bekämpfe sie; aus sittlichen und aus ganz nüchtern-praktischen Gründen: ich Halle sie für erfahrungsgemäß wertlos und für ein Hemmnis der (Snttokflung. Sie wird sicher einmal verschwinden und vielleicht hört sie allmählich schon deswegen auf, weil sie nicht mehr die alleinige Strafe des Mordes ist. Der Kampf gegen sie wird nicht aufhören. — Daß die Geldstrafe sehr auSgebaut ist und möglichst die kurzen Freiheitsstrafen ersetzen soll, daß sie auch durch „freie Arbeit" abgetragen werden kann tsreilich: Wie soll's gemacht werden?), das begrüßen wir alle; daS hat das Gesetz vom 21. Dezentver 1921 schon vorweggenommen. Aber die Freiheitsstrafen bleiben im wesentlichen wie bisher, mit einer gewissen Erweiterung und Verbesserung der Festungshaft, neu Einschließung genannt. Insbesondere bleiben aud) die ganz kurzen Strafen von einem Tag ab. Das zeigt, daß das Strafrecht auch in der Folge bleibt, was es bisher ist: eine verfeinerte Rach? zur wesentlich gefühlsmäßigen 'Befriedigung. Es will die Tat vergelten oder sühnen, da es glaubt, daß damit die 'Allgemeinheit am besten geschützt werde. Die Strafe ist grundsätzlich ein Hebet, und wenn ntan sie zur Besserung, Warnung oder Sicherung verwendet, tut man das nur nebenher, soweit eS möglich ist. was bei ganz kurzen Freiheitsstrafen vermutlich selten der Fall ist. Deswegen ist das Wesen der Freiheitsstrafe die Unterdrückung des eigenen Willens. der Zwang; und nur soweit bei einem Zwang Er-iehung möglich ist, bbnt sie der Aacherziehung. Deswegen muß jede Maßregel, die nicht der Vergeltung dient, sondern nur bessernd oder sichernd wirken soll die Verwahrung Unverbesserlicher, da- Arbeitshaus, die Zwangserziehung Jugendlicher — von der Strafe streng geschieden und möglichst auch andern Behörden anvertraut sein. Ist das berechtigt und ist es praktisch? Man zweifelt mehr und mehr, und die Entwicklung geht dahin, daß man den Vergeltungsgedanken mehr und mehr zurücktreten läßt, bis er vielleicht ganz verschwindet, tote im italienischen Entwurf. Der ülebelscharakter der Strafe, i esonders der Freiheitsstrafe steht praktisch nicht mehr so sehr im Vordergrund. Schließlich bleibt die Strafe ein Zwang, eine Pein, auch wenn sie in erster Linie zu bessern oder zu sichern bezweckt. Mit dieser Entwicklung ist verbunden, daß die Strafart, besonders die Freiheitsstrafe nicht mehr dem Charakter der 'Tai angepaßt ist, allo z. B. im Zuchthaus ebenso gute Clemente wie schlechte sitzen, nur weil sie die äußerlich gleiche Tat begingen, und im Gefängnis Leute, die schon mehrmals irn Zuchthaus waren, sondern man würde viel praktischer die Strafarten dem Charakter der Täter anvassen, also ins Gefängnis die Besseren, ins Zuchthaus nur die Schlechten, und diese immer nur ins Zuchthaus sperren. Und man würde die Strafen alle so einrichten, daß sie möglichst günstig auf den Täter einwirken, nicht wie heute, daß sie nur möglichst wenig schaden. C*b nicht die Allgemeinheit, sobald sie merkt, daß solche Einrichtungen sie besser schuhen als die alten, damit einverstanden wäre und die Frage, ob das Vergeltung ist oder nicht, gar nicht beachtete? Ich glaube, wir hätten sehr bald auch in diesen neuen Einrichtungen den Ver- geltungscharalter gefunden! Und mir will scheinen, daß wir schon sehr weit auf diesem Wege gegangen sind, ohne daß die Allgemeinheit darunter zu leiden hätte. And der Entwurf geht auch in dieser Richtung, aber nicht zielbewußt, und so kann man ihm mit Recht gerade in diesem Punkte eine gewisse Halbheit zum Vorwurf machen; er läßt sich treiben und bekennt nicht recht 5-irbe> aber das ist die Signatur der Zeit, die nicht weiß, wo hinaus es geht. Vielleicht ist das auch nicht zu ändern, da es fraglich erscheinen mag, ob wir, ob unsere Anstalten und Beamten schon dem neuen Gedanken völlig gewachsen sind. Er muh und er wird sich allmählich durchsetzen und durch die Erfahrung getragen werden. Aber etwas mehr Entschiedenheit hätte dem Entwurf nicht geschadet. So kann es tornmen. daß die praktische Arbeit sehr bald den E. hinter sich lassen wird. Im Vollzug sucht der E. die Freiheitsstrafen „progressiv" zu gestalten, d. h. so daß die Inkassen allmählich aufsteigen und sich Erleichterungen verdienen, bis sie „vorläufig enllassen" werden, also in einer Probezeit zeigen können, ob sie der Freiheit wieder wert sind. Das ist zweifellos ein vortrefflicher Gedanke, der nicht neu ist. den auch unser deutsches Strafenwesen schon kennt. Aber er ist doch nur so schüchtern angedeutet, daß es sich sehr fragt, ob er in der Tat etwas bedeutet. Ein einziger guter Gedanke steckt drin: daß die vorläufige Entlassung die Regel sein soll, nicht wie heute, (in Preußen!) seltene Ausnahme. Aber die Einrichtung ist nicht entschieden genug ausgebaut. 4. Reben den Strafen, praktisch streng von ihnen getrennt, stehen die Sicherungs - und Besse rungsmatz reg ein, di: sich nicht nach der Schuld, sondern nach der Gefährlichkeit des Täters richten, ja, die genau genommen gar nicht eine Tat voraussetzen sollten. Hier nun werden die Menschen nach ihrer dauernden Art genommen. nicht nach der Art der Tat, die sie begingen, ilnb so kommen wir zu einer Hervorhebung verschiedener Gruppen von Verbrechern, die als besonders schutzbedürftig oder gefährlich erscheinen. Der E. kennt die Gruppe der Zurechnungsfähigen und der vermindert Zurechnungsfähigen, der Liederlichen und Arbeitsscheuen, (die er meint, bessern zu können!) der Trunksüchtigen, der Rückfälligen (die in Wahrheit ganz verschiedene Elemente vereinigen!) und der Gewerbsmäßigen, für die Rechtssicherheit Gefährlichen. Wir sehen da eine ganze Reihe von Menschen, die uns besonders heute fo häufig begegnen, die durch keine Strafe zu bessern sind, die unendlichen Schaden anrichten, und die wir vielfach immer wieder „auf die Menschheit loslassen", da uns bisher das Gesetz kein Recht gab, sie unschädlich zu machen. In vielen Fällen sind solche Menschen harmlos, wie die Bettler und Lckßdstreicher in der Regel; wir werden sie dann tragen müssen. Aber oft genug find sie auch höchst gefährlich, und der Ruf nach Sicherung ihnen gegenüber ertönt immer lauter. Für sie soll die Sicherung aber feine Pein, fein Hebel sein, sondern nur ein Festhalten, bei dem sie oft genug sich ganz wohl fühlen, bei dem allerdings auch oft strenge Zucht nötig fein wird. Da wir aber niemals an einem Menschen verzweifeln sollen, so ist stets die probeweise Entlassung möglich, während umgekehrt bei den Gewerbsmäßigen die Verwahrung bis ans Lebensende gehen kann. — Eine Eigenart unseres E. ist dabei, daß er wegen der grundsätzlichen Scheidung der Strafe von diesen Maßregeln diese zwar vom Richter aussprechen läßt, sie über dann der Derw.ll ung zumeist. Das wird praktisch vielleicht zu Einstimmigkeiten führen: es ist doch das richtigste, eine einzige Stelle mit der einheitlichen Leitung des Kampfes gegen das Verbrechen zu betrauen. Und das wäre der Strafrichter, den viele heute zu Unrecht für nicht geeignet halten. Eine Gruppe bedarf besonderer Beachtung: die der Jugendlichen! Der E. hat einen eigenen Abschnitt „Kinder und Jugendliche" und hebt damit die Bedeutung dieser Gruppe mit Recht hervor. Wir wissen alle, wie schwer die' Frage ist, tote die Jugend vom Verbrechen abgehalten und bei Gefährdung gerettet wird. Wir alle warten längst auf das Gesetz, das unsere Bestrebungen unterstützt und sind erstaunt, daß es noch immer nicht kommt, obwohl doch alles dafür vorbereitet fein sollte. Es ist aber doch zu hoffen, daß die Gedanken, die sich hier längst durchgesetzt haben, und die auch im E. angenommen sind, bald in einem eigenen Gesetz erscheinen. Die Rettung der Jugend ist die größte, die brennendste, aber auch die lohnendste Aufgabe des ganzen Gebiets, und wir tun da noch lange nicht genug! — Die Grundgedanken sind kurz folgende: Erst die vierzehn- jährigen (nicht mehr die zwölfjährigen, wie heute noch) können bestraft werden, ilnb bei diesen Jugendlichen muß nun der Richter stets prüfen, ob 'nicht Crzichungsmahregeln ausreichen, Vermahnung, elterliche oder Schulzucht, oder Fürsorgeerziehung oder Schutzaufsicht. Dann kann er von Strafe ganz absehen, oder er ordnet beide Maßregeln nebeneinander an, kann aber dann den Strafvollzug vorläufig aussehen, wenn er es versuchen will, mit der Erziehung allein auszukom- men. Vorweg aber ist festzustellen, ob nicht zurückgebliebene Entwicklung oder der Mangel geistiger oder sittlicher Reife eine Bestrafung überhaupt ausschließen. Die Strafe gegen Jugendliche wird gemildert und so vollzogen, daß „unter Wahrung des Ernstes der Strafen" die Erziehung gefördert wird. Das bedarf freilich in der Praxis noch vieler Derbefferungen in unseren Anstalten, die hier noch viel zu sehr den Strafcharakter genau so wie bei Erwachsenen hervorkehren. Es gibt vorläufig in Deutschland nur e i n wahres Iugendgefängnis zu Wittlich a. d. Mosel. — Daß die allgemeine Fürsorge, und daß die Behandlung der Jugendlichen bei Gericht dieser Regelung im Strafgesetz entsprechen müssen, sieht jedermann ein; die Fragen müssen natürlich einheitlich gelöst werden. — Wer ich darf nicht verschweigen, daß immer noch manche die Strafe für die beste Erziehung^- maßregel bet Jugendlichen erklären (z. D. Fr. W. Förster)' sie übersehen ganz die großen Män- geTunfcrer Strafen, die ganz auf die Eigenart der Erwachsenen zugeschnitten sind, und sie verkennen, daß jede richterlich angeordnete Erziehungsmahregel wie eine Strafe fbirfen kann. Einigung im Reichskabinett. Dor Regierungserklärungen über Genua int Reichstag. Berlin, 27. Mai. (WTB.) Die Beratungen des Reichskabinetts über die Pariser Verhandlungen des ReichS- sinanzminislers Dr. Hermes mit Mitgliedern der Reparationskommis ion wurden heute nachmittag abgeschlossen. Rachdem bie_ an Staatssekretär Bergmann gerichteten Rückfragen beantwortet waren, trat das Reichskabinett einmütig auf den Boden der in Paris erzielten Grundlage für die weiteren Verhandlungen, und beschloß, dem auf den Spätnachmittag einberufenen Auswärtigen Ausschuß in diesem Sinne Berich' zu erstatten. Die vertraulich? Aussprache des Ausschusses, an der sich der Reichskanzler, der Reichsfinanzmini st er und der Reichswirtschaftsminister sowie Der- trCter aller Parteien beteiligten, dauerte bis ^ehn älhr abends. Ein Am rag auf Beschlußfassung wurde nicht gestellt. Die aus den Pariser Besprechungen sich ergebende Rote an die Re- parationskommissivn wird sonach morgen durch Kurier nach Paris abgehen und am Montag der Reparationskommission übergeben werden. Der Auswärtige Ausschuß wird morgen vormittag 10 Uhr zur Entgegennahme des Berichtes über die Konferenz von Genua zusammen- treten. Das Referat wird Reichsminister des Aeuhern Dr. R a t h e n a u erstatten. In der Plenarsitzung des Reichstages am Montag werden Erklärungen der Regierung über die Konferenz von Genua abgegeben werden. Die Beratungen des Auswärtigen Ausschusses. Berlin, 27. Mai. (WTB.) Der Aus- wärtige Ausschuß des Reichstags behandelte in seiner Rack.mitlagssitzung fast 4 Stunden lang daS getarnte Reparationsproblem. Der Reichskanzler, der Reichsfinanzminister und der Rsichswirtschaflsminister waren anwesend und ergriffen zum Teil wiederholt das Wort. Von den Abgeordneten sprachen Dr. H e l f f e r i ch lD.-R.), Dr. Becker-Hessen ID.Dp), Dr. Dernburg (Dem.), Marx (Ztr.), Müller- Franken (Soz.), Eris Pi en (11. S. P.), Emminger (Dayr. Vp.) und schließlich Stinnes lD. Dp.). Bei Schluß des Berichtes waren die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen; auch stand noch nicht fest, ob morgen, Sonntag, ober erst am Montag die nächste Sitzung des Auswärtigen Ausschusses stattfindet. Wie wir hören, soll die auf Montag 1 Uhr einberufene Plenarsitzung auf 4 Uhr verschoben werden, um den Vormittag noch für Beratungen des Ausschusses freizulassen. Berlin, 28. Mai. Wie der „L o k a l a n z." zur gestrigen Sitzung des Auswärtigen Ausschusses, die sich insbesondere mit dem Vertrage von Rapallo beschäftigte, mit» teilt, wird die Denkschrift, die die endgültige Formulierung des Textes des Vertrages enthält, dem Reichstage erst in einigen Tagen zugehen. Damit entfalle, wie das Blatt glaubt, die Erwartung, daß über den Vertrag im Plenum des Reichstags nach der großen politischen Aussprache abgestimmt werden könne. Die Abstimmung dürfte erst nach Pfingsten erfolgen. Das Blatt glaubt aus dem Verlauf der gestrigen Sitzung des Auswärtigen Ausschusses schließen zu können, daß die Stimmung gegenüber dem Vertrag im allgemeinen günstig ist. Sämtliche Parteien, von den Kommunisten bis zur Deutschen Dolkspartei, dürften für den Vertrag zu haben fein. In parlamentarischen Kreisen rechne man sogar damit, daß unter Umständen sogar die Deutschnationalen dem Vertrage zustimmen würden. Die Arbeiten des Reichstags. Berlin. 29. Mai. lieber die heutige Plenarsitzung des Reichstags glaubt der „Lokalanz." mitteilen zu können, daß zunächst Reichskanzler Dr. Wirth und darauf Reichsminister Dr. Rath e n a u sprechen werden. Die politische Aussprache wird sich unmittelbar daran anschließen und voraussichtlich am Dienstag zu Ende fein. Während die „Montagspost" es für sicher hält, daß die Deutschnationalen ein Mißtrauensvotum wegen der Haltung der Rcichsregierung in der Reparationsfrage einbringen werden, hält der „Lokalanz." das Einbringen eines solchen Mihtrauensantrages noch für zweifelhaft. Innerhalb der deutschnationalen Fraktion seien dem Blatte zufolge feit gestern alle möglichen Erwägungen angestellt worden, die es als sehr gut möglich erscheinen lassen, daß man den ursprünglichen Plan auf Einbringung eines solchen Antrages fallen lassen werde. Jur Vertagung des Anleiheausschusses. Paris, 27. Mai (WTB.) Im Anschluß an di? D e r t a g u n g der Beratung 'n des i n t er- nationalen Anleiheausschusses bis zum 31. Mai schreibt der „Temps": Riemand würde einem Land Geld leihen, das nicht den Willen zu erkennen gäbe, wieder zahlungsfähig zu werden, oder das auf der Suche nach Geldgebern den Eindruck erwecke, als such? es vielmehr Geiseln — neue Gläubiger, auf die man sich den alten Gläubigern gegenüber berufen könnte. Ebensowenig wie Amerika in die politischen Streitigkeiten Europas hineingezogen werden wolle, ebensowenig dürften die Finanzleute und Sparer ter ganzen Welt sich in die Reparationsstreitigkeiten bineinziehen lassen wollen. Deshalb müsse Deutsch! nd zue st sich mit der R paratll ns'om- mission bis zum 31. Mai einigen. Daun, erst bann, werde es einen Ruhen haben, über ein Anleiheprojekt zu sprechen. Das scheine die Bedeutung der Vertagung des internationalen Anleiheaus- schusscs zu sein. Dem „B. T." zufolge würde Deutschland die Gültigkeit feiner Versprechungen von dem Zustandekommen der internationalen Anleihe abhängig machen. Man errate leicht, daß dieser ersten 'Bedingung bald eine zweite folgen würde. Von dem Anleiheausschuß würde Deutschland behaupten, es könne seinen Geldgebern keine ausreichende Sicherheit bieten, wenn man zunächst nicht den Gesamtbetrag feiner Schulden herabsehe und den Zahlungsplan revidiere. Unter diesen Umständen würde man bald nicht mehr von Deutsch land Garantien, sondern von den Alliierten, namentlich von Frankreich, Konzessionen verlangen. Wenn Frankreich ablehnte, würde es heißen, daß es die Anleihe unmöglich mache und dann wäre die deutsche Regierung ihrer vor dem 31. Mai übernommenen Verpflichtungen los und ledig. Eine Erörterung der Reparationsfrage in ihrem ganzen Umfange erscheint dem „Temps" mir angängig, wenn eine Herabsetzung oder eine Streichung der _ interalliierter Schulden in, entsprechender Höhe in Betracht käme. 5knn nur unter dieser Voraussetzung könnte es sich darum handeln, schon heute durch Auslegung einer langen Reihe von auswärtigen Anleihen das gesamte Kapital der Repa- rationssorderungen oder doch dessen größten Teil zu liquidieren. Diese Aussicht bleibt aber nach dem halbamtlichen Blatt versperrt, solange England dabei bleibt, die interalliierten Schulden nicht ohne Amerlla regeln zu wollen und solange die Vereinigten Staaten es ablehnen, hierzu die Hand zu bieten. Französisches Rätselraten nm die deutsche Note. Paris, 29. Akai. (WTB.) lieber die zu erwartende deutsche Rote schreibt das ..G ch v de Paris", was die Reparationslasten anbetreffe, so zahle man auf das Ergebnis der internationalen Anleihe und, im Falle sie in diesem Jahre nicht verwirllicht würde, auf eine Reu-Ausgabe von Papier mark. Wenn die Dinge so lägen, bemerkt das Blatt, dann sehe man keine Möglichkeit, wie die Lage geändert und die Entwertung der Mark auf gehallen werden könne. Wenn tatsächlich das einzige Rkittel der Stabilisierung der Mark die Verwirklichung der internationalen Anleihe sei, dann müsse man zu- geben, daß man nichtmit einer f of ortIgen Stabilisierung rechnen könne; denn alle eintreffenden Nachrichten aus Amerika besagten, daß die Anleihe, wenn sie gelingen würde, eine lange Verzögerung erleiden werde. Die Formel „Deutschland wird bezahlen" fei bis jetzt immer ein toter Duch - ft a b e gewesen. Man soll sich nicht durch die andere Formel „Amerika wird Geld leihen" ersehen. Auch der „Matin" sagt, unter den gegebenen Umständen tr/rbc d ie Lage sehr ge^ spannt bleiben. Die Frage des 31. Mai. Berlin, 28. Mai. Wie die .Montagspost* aus London meldet, soll zwischen dem britischen Auswärtigen Amt und P 0 in - c a r 6 in den letzten Tagen ein lebhafter Meinungsaustausch Tfattgcfunben haben. Er soll das Ergebnis gehabt haben, daß Poin- car6 zugestimmt hat, auf die Ergreif ang irgendwelcher Sanktionen gegen Deutschland, toi? die Besetzung des Ruhrgebiets, vorläufig zu verzichten, um den alliierten Regier m- gen, der Reparationskommis ion und den An- leihekomilee Zeit zu geben, zu einem Abkom- lommen über das Reparationsproblem zu gelangen. Brüssel, 29. Mai. (WTB.) Unter dem Vorsitz des Königs wird heute ein Ministerrat stattfinden. Er wird die internationale Lage, insbesondere den von der Reparationskommission festgesetzten Termin für den 31. Mai und die sich Daraus ergebenden Möglichkeiten besprechen. Poincar^s Reise nach London. Paris, 29. Mai. (WTB.) Dem „Echo de Paris" wird aus London berichtet, daß während des Aufenthaltes Pvincaräs in London vom 17. bis 19. Juni eine Begegnung mitLloyd George stattftnden werde. Der ftanzösische Botschafter werde wahrscheinlich Ende dieser Woche nach Paris reisen, um die Formalitäten zu regeln. ES sei wahrscheinlich, daß Pvincare an einem ihm zu Ehren in EhequerS gegebenen Frühstück teilnehmen würde. Der Berichterstatter glaubt auch, daß die Richtbegegnung der beiden Staatsmänner während der Durchreise Lloyd Georges durch Paris am 20. Mai auf ein Mißverständnis zurückzuführen sei. Alle kündigen an, daß Lloyd George Frankreich in seiner Rede, die er im Parlament halten wolle, entgegcnkvmmen werde. Bon gewisser Seite werde sogar behauptet, daß er aufs neue von dem französisch-britischen Pakt sprechen werde. Regierungserfolge bei den ungarischen Wahlen. Budapest, 28. Mai. (WTB.) (Unaar. Korr.-Bureau.) Bei den heutigen Wahlen zurungarischenAationalversamm- l u n g waren bis 3 Uhr nachmittags aus 23 Wahlbezirken die Endergebnisse eingetroffen. In 21 Wahlkreisen wurden die Kandidaten der einheillichen Regierungspartei, in einem Wahlkreise ein regierungsfreundlicher Parteiloser, und in einem weiteren Bezirk Graf Albert Appvnhi (Oppositioneller) gewählt. — Um 7 Uhr abends lagen die Ergebnisse von sechs weiteren Bezirken vor, in denen die Kan-, didaien der einheitlichen Regierungspartei gewählt worden sind. Budapest, 29. Mai. (WTB) (Ungarisch. Korr.-Bureau.) Bis gestern abend 10 Uhr waren 74 Abgeordnete der Regierungsparteien und 6 Oppositionelle gewählt. In 18 Bezirken wird eine Stichwahl vorgenarn« men werden. Aus 43 Bezirken steht das Er- gebnti noch aus. Die Ruhe wurde nirrgends gestört. (£ine neue Revolution in Mexiko? Paris, 29. Mai. (WTB.) Aach einet 1 Meldung der „Ehicagv Tribüne" aus Washington verlautet dort gerüchtweise, daß Iin Mexiko unter Führung von Felix Diaz ehre neue «Revolution ausgebrvchen sei. Es wird hinzugefügt, daß das Gerücht zeitlich zusammenfällt mit Aeußerungen des Vertrauens in die Energie des Präsidenten Obregon seitens des Präsidenten Harding. Man betrachtet Obregon als imstande, gegen die angeblichen Verschwörer zu kämpfen. Wenn aber Sanchez Villa sein Lager ver- 'lasse, um aufs neue zu kämpfen, werde der Steg demjenigen Lager zufallen, zu dessen Gunsten er eingreife. Aus dem Reiche. Die Elternbeiratswahlen in Berlin. , Berlin, 29. Mai. Die Elternbei- ratswahlen, die gestern an 580 Ge- meindeschulen und Mittelschulen Berlins ftatt- fcnben, sind bei einer Wahlbeteiligung von etwa 60 Prozent ohne Zwischenfall verlaufen. Vach den vorläufig vorliegenden Mel- Lungen erhielt die christlich-unpolitische Liste 1431, die Liste der Anhänger der weltlichen Schule 571 Sitze. Der Rahmentarif für den Duhrbergbau. Essen, 27. Mai. (WTB.) Die Vertreter der Hauptleitungen der vier vertragschließenden Dergarbeiterverbände nahmen in einer gemeinsamen Beratung heute in Essen zu dem Ergebnis der Verhandlungen des Schlichtungsausschusses über den Rahmentarif -für den Ruhrbergbau Stellung. Sie waren einmütig der Auffassung, daß der Schiedsspruch nicht befriedigen könne. Es wurde in Aussicht genommen, ihn nötigenfalls größeren Konferenzen zu unterbreiten; ferner wurde ausgedrückt, daß eine gerechte Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse die wirksamste Voraussetzung für die Hebung der Kohlen- prvduktivn und zur Vermeidung von Schäden in der Volkswirtschaft fer. Aus Hessen. Gegen die Loslösungsbestrebuugrn am Rhein. Die Parteien des besetzten Gebietes des Freistaates Hessen erlassen folgende Erklärung: Die unterzeichneten politischen Parteien verwahren sich namens der gesamten Bevölkerung des besetzten Gebietes Hessen auf das entschlossenste gegen alle Loslösungsbestrebungen am Rhein und weisen diese als Hochverrat ab. Wir erklären uns auf das schärfste gegen die Abtrennung irgendwelcher Teile des besetzten Gebietes vom deutschen Reichsgebiet, sei es durch Reutralisierung oder durch Autonomie. Wir bekennen uns zu einer einheitlichen Abwehrfrvnt gegen alle hochverräterischen Pläne und werden jeden Versuch der Errichtung einer rheinischen Republik mit ' allen uns zu Gebote stehenden Mitteln zu verhindern wissen. Wir eneuern das Treuegelöbnis zum deutschen Reich und versichern, daß wir all das Ansere tun werden, daß das besetzte Gebiet mit dem deutschen Reiche untrennbar bleibt. Deutsche Demokratische Partei, Deutsche Vvlkspartei, Deutschnationale Volkspartei, Sozialdemokratische Partei, Zentrumspartei. I Aus Stobt unb Porrb. I Gießen, den 29. Mai 1922. Die neuen Postgebühren. Der Reichsrat beschloß, wie bereits gemeldet, die Erhöhung der Post», Telegraphen- !und Fernsprechgebühren. Die wesentlichen Punkte dieser Verordnung, die am 1. Juli in Kraft treten soll, finb folgende: Das Briefporto im Ortsverkehr trnrb für Briefe bis 20 Gramm auf 1 Mark ermäßigt, über 20 bis 100 Gramm beträgt es 2 Mart und über 100 bis 200 Gramm 3 Mark. Im Fernverkehr wird das Briefporto bis 20 Gramm auf 3 Mart erhöht, für Briefe über 20 bis 100 Gramm auf 4 Mark und für solche bis 250 Gramm a lf ÄieSakramentshex. Roman von Marie Kerschensteiner. 30. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) .Sieh, Lene," so schloß er. „das ist des Wunders höchste Kraft, daß es uns selbst überwinden läßt. Wer echt liebt, der weiß gar nicht, wie stärk er ist! älnd wenn die böse Leidenschaft dich übermannen will, 'dann denke an mich und an unser weißes Häslein, und all die Häslern, die uns das Glück noch schenken sollt ttlnd laß dein Herz wie eine Mauer sein, an der der Sturm sich bricht. Ich fühle mit dir, wie schwer es für dich ist. wieder ins Dorf zu gehen, nach allem, was dir dort widerfahren ist. O Lene, ich fühle es so ganz! Aber glaube mir. erst wenn man ein großes Liebesopsec gebracht tzat, ist man des Wunders ganz und gar würdig geworden. Was vor dem Opfer liegt, war zu wonnig und leicht, um eine Probe zu sein. Die soll deine Liebe jetzt bestehen!" ilnb während er ihr seinen Standpunkt auseinandersetzte, lieh er alle Brrstandesgründe beiseite. sagte nur, was mit dem Herzen zu begreifen war. weil er wußte, daß die Liebe der Schlüssel zu Lenes ganzem Wesen war. And wirklich, er hatte sie besiegt. Ja. sie wollte des Wunders würdig sein! Das war nach heißem innerem Kampf ihr schwer errungener Entschluß. Sie wollte, daß Heiner ihr Herz stark, wie eine Mauer, finde. Heiß beteuernd versprach sie es ihm.-- Tags darauf, das Turmglöcklein sandte fein feines Sümmchen über das Heideland,'die Dörfler zur Sonntagsandacht zu mahnen, hing an der schmalen Kirchtür die Eheverkündigung des Schuld Meisters. Der unscheinbare Zettel machte, daß die Bauern den Weg ins Kirchinnere nicht finden konnten. Mit langen Hälsen und tatkräftigen Ellbogen standen sie am Eingang und. wunderten sich über die Maßen. „Der Schulmeister wrrd kopuliert!" ging es von Mund zu Mund. Doch 5 Mark. Die Postkarte soll künftig im Fernverkehr 1,50 'Mark kosten, dagegen im Ortsverkehr 75 Pf. Für die Drucksachen karte fällt die bisherige Sondergebühr we- schuftsspiel. Rorddentschland. welches das ein- heitlichere Spiel zeigte, war anfangs überlegen und tonnte mit 2:0 in Führung gehen. Dts zur Pause holte der Westen ein Tor auf. Durch scharfes Spiel der Aorddeutschcn muf'tcn zwei Spieler von 'Westdeutschland ersetzt werden. Der eine dieser Ersatzleute, Lücke (.Union Düsseldorf) vermochte in der zweiten. Hälfte dann allem vier Tore zu schießen, dem Rorddentschland nur noch eins entgegensetzen konnte. — Ebonit Sieger int Deutschen Traberderby. Der Kampf um das „blaue Band" der Traber ist entschieden. Ebonit, als Zweijähriger ungeschlagen, hat es dank der Steuerung des Meisterfahrers G. Wiltshire davongetragen. Das Gestüt Ringenwalde war überhaupt in großer Form, denn neben dem Derbysieger waren Francisco im Preis von Damsbräck und Pupille im Preis von Dabendorf, die sämtlich Wiltshire steuerte, für die Farben des Stalles erfolgreich. Die kleine Ruhlebener Dahn war bei prachtvollen Wetter kaum imstande, die Massen der Zuschauer zu fassen. worfen. Diesem gelang es. durch eine Seiten- tüvc zu entweichen. Die Monge drängte nach und warf mit Steinen nach dem Flüch'enden. Das Gericht war dcr Ansicht, daß das Tatbestandsmerkmal „öffentlich" durch vorlieee.iden Tatbestand nicht Erfüllt sei und verurteilte die Angeklagten mit Ausnahme von zweien, von denen der eine in der Maschinenwerkstätte als Arbeiter beschäftigt gewesen war. also dort nicht unbefugt weilte, und der andere nicht überführt werden konnte, daß er tatsächlich in die Maschinenwertstätte cingedrungen war, wegen Hausfriedensbruches nach § 123 Abf. 2 zu Geld st rasen von je 3000 M k. | Stellenangebote] Bin M. Matr für jeden Sonntna gesucht. OenUjelOeimei IHßüldien. Oöttcvmaun. 5T)7 RachmutagSsitznng wurde zunächst der vom Geschäftsführer des Städtetag s. Mihlasf. erstattete Geschäftsbericht ohne Aussprache genehmigt. Daraus wurde der Entwurf der neuen 1 Satzung durchberaten, den der Borsland vvr- gelegt hat. Tie a>escntlichsten Aenderungen sind die, daß Mitglieder deS Städtetages nunmehr auch Städte mit 10000 Einwohnern werden können. Die Beiträge sollen in Zukunft nach der Einwohnerzahl, nicht nach der Stimmenzahl berechnet werden. Lin sozialdemokratischer Antrag will die Zahl der Stimmen verdoppeln und die Hälfte der Stimmen den Mazistratsmit- glicdern, die andere Hälfte den Stadtverordneten Vorbehalten. Rachdem StadtverordnetorT h i e n st aus Lech: den Antrag begründet hatte, stellte der Geschäftsführer fest, daß der Städtetag durch die Annahme deS Antrages eine Gröhe erlangen würde, die ihn aktivnSunfähig machen würde. Gegenüber dem Anträge des Vorstandes, ein Drittel der Vorstandsmitglieder den Stadt- verrrdneten zu überlassen, beantragten die Sozialdemokraten äleberlasiung der Hälfte der Sitze an die Stadtverordneten. Die Abstimmung führte zu einer ausgiebigen Geschäftsordnungsdebatte, weil der Stadtverordnetenvorsteher Redlich- Do: tmund das Abslimm.tngSvrgcbnis im Hinblick darauf anzweifelte, dah auch eine Anzahl Richtstimmberechtigter an der Abstimmung teilgenvmmen hätte. Rachdem darüber Klarheit geschaffen worden war, wurden die sozialdemokratischen Anträge abaelehnt: ebenso ein Antrag des Bürgermeisters Schmidt- Düsseldors und ^Zulassung der Beigeordneten und Stadträte zum Städtetag. Die Satzungen wurden darauf in der vom Vorstände vorgeschlagenen Form angenommen. Za Beginn der Sormabend-Sitzimg gibt Obc-bürgerm-.t,'ter Doeß - Berlin zunächst folgende Anträge bekannt: Die kommunistische Gruppe verurteilt, daß neben her Außerachtlassung der Forderungen des Proletariats wesentliche Verschlechterungen des bestehenden Rechtes durch den Entwurf eingetreten seien, verurteilt ferner die Schafftmg eines Mehrstimmenwahlrechls für Unternehmer unter Entziehung des Rechts für die nicht seß-- toften Arbeiter. Außerdem vermißt die Partei in dem Entwurf Bestimmungen über die Möglichkeit der geeigneten Erfassung der Sachwerte der Besitzenden. Die kommunistische Grupp: beantragt daher, der Städtetag möge den Entwurf der Städteordnung ablehnen. Die äl.S.P.D. gibt in einer Entschließung ihrer Enttäuschung über den Entwirf Ausdruck, der nicht den Forderungen aus Demo- trotifierung entspreche, die in Verfolg der Reichs- Verfassung zu stellen seien. 'Die Entschließung fordert weiter die Beseitigung aller Bestimmung gen, die das Selbstverwaltungsrecht der Etad'e einschränken. einheitliches Bersaffnngsrechl für Land- und Stadtgemeinden, Einkammershstem, Wahl des Vorstandes durch di» Vertretung der Wäh'er, kein Beflätigunasrecht des Staa es. Die sozialdemo/ratrsche Frattton hält die < usan'-menfassung des gesamten Gemeinde- versasfungsrechtes für ganz Preussen für richtig und eine einheitliche Regelung für das ganze Reich für erstrekenswert. Eine weitere Entschließung der il.©. P.D. richtet sich gegen die Uebcrfeitung des gesamten Polizeiwesens an den Staat, wovon neulich in der Presse berichtet wurde. Sie fordert wei er Aufhebung des Poliztigesetzes von IS58 und des Polizeiparagraph-.-n des Landrechts. Rach längerer Aussprache werden in der Abstimmung die sozialdemokratischen und kommunistischen Anträge abge- lehnt, die Anträge des Vorstandes und die Richtlinien der Referenten angenommen. Angenommen wurde auch ein Antrag, die rheinischen Beigeordneten und Stadträte selbständiger zu machen. Es folgte dann die DorstandSwahl. Statt der bisherigen Zwölf Mitalieder wurden auf Grund der neuen D ich üsfe 24 Mitglieder geaä.Il, darunter sechs Abgeordnete. Gegen die Art der Wahl protestierte im Ramen der sozialdemokratischen Fraktion Stadtverordneter Baer, Frankfurt a. Rl, der Verbal niswahl forderte. Auf eine Abstimmung über ; diesen Vorschlag wurde jedoch verzichtet, nachdem Oberbürger-meister B o e ß, Berlin, erklärt hatte, daß beim Ausscheiden von Mitgliedern des Vorstandes Stadtverordnete der verschiedensten Parteirichtungen berückfich.igt werden f:Ilten. Rach Dankesworten des Oberbürgermeisters B e t m s, Magdeburg, an den Vorstand, insbesondere an Oberbürgermeister Doeß, wurde die Tagung geschlossen. ordneten 21.111m 1922. enuerf amm* inet Vihung zu> ,ng alö einziger i der Desvl« ädtifchenVe- lärtmuig feite« die Wgc ohne genommen, ähren wir hierzu . und etngehendc " und frittioncn rfprünflM*’ auch erörtert worden m ^Bereinigung, einem Teil der diifche Dcamten- inigte man s>4 i den oberen inderte Doo mmen worden >!>. bericht V' , Keller, Dm' genommenen Referaten wurde die Aussprache über die Städtevrdnung auf Samstag vertagt, damit die einzelnen Gruppen (Parteien) genügend Gelegenheit haben, vorher dazu Stellung zu nehmen. Bei dieser Gelegenheit forderte der Berliner Siadtverordnetenvorstcher Dr. Caspari alle diejenigen, die sich nur von kommunalpoli- tischen und nicht von parteipolitischen Gesichts- Punkten leiten lassen wollen, sich ihm anzuschliehen. Der Vorsitzende, Oberbürgermeister Doeß, teilte noch mit, daß sich Gruppen der Mechcheits- frzialisten, der älnabchängigen, der Kommunisten, les Zentrums und der Demokraten geblldet haben^ Turnen, Sport und Spiel. Reit- und Fahrwettdewerb zu Gießen. Auf BichlerS Hardt fand gestern, durch schönstes Wetter begünstigt, der Reit - und Fahr- wettbewerv des Reit - und JahrklubS Gießen und älmg. statt, zu dem sich zahlreiche Zuschauer eingefunden hatten. Man bekam vorzügliches Pferdematerial und tüchtige Leistungen zu sehen. Die Einzelergebnisfe waren folgende Eignungsprüfung für Reitpferde: a) leichte Pferde: 1.2t. Gabbs (Gießen) br. W. Serenissimus (Reiter: Besitzer), 2. E. Heims (Franks.) F.°W. Sonntagsjunge (Besitzer), 3. Konsul Kohenbergs (Franks.) Fuchs-W. Graf Holk (Hr. Andreae): b) schwere Pferde. 1.D Hoffmanns (Hof-Güll) br. W. Har^, (Besitzer), 2. Rudolf Zülchs (Gießen) F.-Hengst Hans (Des.), H. Weitzels (Griedel) F.-Sl. Irene (Besitzer). - Fah rwettbewerb für Einspänner: 1. Gebr. Schwans (Gießen) Sch.-St. Walküre (Fahrerin Frau Riemann), 2. Fr. W. Fixs (Fechenheim) F.-D. Darling (Frl. Luise Fix), 3. Gebr. Schwans (Gießen) F.-W. Wotan (Herr Riemann). (Es folgte ein von Unteroffizieren und Mannschaften des Infanterieregiments 15 aus- geführtes Figurenreiten.) W e r n e r B i ch- ler-Erinnerungspreis (Geborsamsprii'.- gen): 1. Waller Hoßfelds (Oblt. Marburg) vr.W Taugenichts (Rei.cr U-F.ldw. Wohlfeil), 2. Dr. Gg. Garls (Gießen) F.-W. Hol (Herr Bieler). 3. Konsul KotzenbergS (Franks.) F.-St. Ilse (Hr. Andreae). Fa h r toc 11 b e to e r b für Zwei-- spänner: 1. Fr. W. Ftxs (Fechenheim) F.-W Darllng—F. W. Teddy (Frl. Luise Fix), 2. Gebr. Schwans (Gießen) F.-W. Wotan—F.-St. Walküre (Hr. Rtemann), 3. V. Hoffmanns (Hof-Güll) dlbr. Sl. Mucke—dkbr.W. Alex (Hr. Hoffmann). 6. Landwirtschaftliches Trabr eiten 1. L. Fttzüngers (Llnter-Schmitten) F.-St. Elfe (Hr. Gregon), 2. W. Drühnes (Fleckcnbühl) dr. St. Schwemme (Besitzer). Dressurprüfung Klasses: D. Hoffmanns (Dors-G llt) br. W. S)and (Des.), 2. M. Zakobis (Franks ) br. W. Moritz (Oblt. Detzel), A. Lessers (Franks.) Sch.-W. Conde (Des.). Schausahr en für Arbeit s- ges Panne: H. Gottmanns 5-St. Olga—F.-St. Thekla (landwir.schaftl. Kastenwagen) (Fahrer K. Rabe): 4. (M.-G.) Komp. Inf. Regt. 15 (Gießen) zweispännig sM.-G.°Fahrzeug) (Gesr. Förster): Waltens (Lang-Göns) br. 6L Leda—br. St. Anna (Oekonomiewagen) (Wilh. Wallen). Gewandt- heits Prüfung: Es erhielten Plaketten als Erste: Hauptmann Anlebs (Gießen) bfbr. St Relle (F ldw. Lipsert), Oblt. He"f lds tMar- burg) br.W Taugenich s ('Unt:r-Fel^w. Wohlfeil) und 3. Esk. Fahr. Art. 5 Kassel R.-St. Luise (Fahrer Winter). Adolf - Fischer-Crinne- rungspreis (Jagdspringen) A. Lessens (Frkf.) Sch>W. Conde (Herr Andreae), 2. 4. (M.-G.) Komp. Znf.-Regt. 15 (Gießen) br. St. Rokoko (2t. Scheuerpflug), 3. Konsul Kohenbergs (Franks.) F.-St. 3Üe (Hr. Andreae), 4. Hauptmann Lüters' (Gießen) br. W. Reslor (2t. Sch.merpflug), 5. A 2essens (Franks.) F. W. Mauerblümchen (Herr Andreas). — Eine von Mitgliedern des Gießener Reit- und Fahrklübs und Offizieren des Ins.- Regts. 15 gerittene Fahrschule schloß die in allen Teilen wohlgelungene Veranstaltung. größere Sicherheit gewünscht hätte. Der Lorenzo Alexis af EnehielmS blieb zum Schaden seiner sonst zufriedenstellenden Qciftung etwas farblos Opne jede lÄnschränknng gelobt müssen werden He.rrich Hölzlein (Lord Kootburn) und Anna Zacobs (Pamrlia): namcmlid) tbr Duett im ersten All gelang köstlich fern. Heinrich Kuhn und Hans Siegfried stellten ein Paar »würdige" Banditen auf die Bühne. Dedauerlich bleibt — was aber natürlich keine Schuld der Darsteller, sondern des Buches und der klassisch gewordenen Extempores ist — daß, wie immer, auch diesmal nieder durch die Späße der BravoS manche Feinheit der Musik in den gleichseitig von anderen ^rsonen des Werkes gespielten und gesungenen Szenen verloren ging. —t. Heute bis etnschl. Donnerstag: 823 Olaf Fönß ß der große nordische Künstler, in: \tj| Toscoi Drama in 5 Aufzügen. Ferner: C3 topirctas ScMäM i Lustspiel in 2 Akten. Jüngerer Hausbursche zum so?. Eintritt neinckt. Vobn nach Tnrti. [52i)5D He ff. Heilstätte üir Nervenkranke. (Siehe», Sicher Straße 166. Ehrlicher, kräftiger B n r s ch e 16—ISiöbrifl, für Vager- und Hotardcit gefuttit. pari Ocrni. Walther, («. Ul. b. <*., 0SM8 Frankfurter Strane 29. ■;/ Honte letzter Tag des großen erfolgreichen Programms. rM i. Die schönste und verwegenste Y Schauspielerin Lee Parry in Die Liebesabenteuer ' derschönen Evelyn. ? Die Jagd nzchderWahrheit Mess-GN) — fflr gevifvele Dame, ßerr oster Estevaor. and) Arzt. Die Leitung und Ausübung eines kgMrMsr-iWlvelWklis von namhaften Fachärzten glänzend begutachtet, ist für Gießen fofort zu vergeben. Gründliche fachärztliche Ausbildung und kostenlose Gestellung sehr wertvoller Apparate. Zahlreiche Heilinstitute nach demselben Softem wirken mit nachweisbar durchschlagendem Erfolge in ganz Deutschland. [5209ss Jahreseinkommen: SRfe. 100—120000. Selten aussichtsreiche, befriedigende Tätigkeit. Nur Persönlichkeit, von allerbest. Ruf, welche über ein Hapit v. ca.Mk. 50000 u. mögl. über2-3Räume verfügen, erhalten jede gewünschte Auskunft durch San.-fRat Dr. Scheffer, Düffeldors, Neandrrftr. 18 Preuhischer Städtetag. TU. Goslar, den 29. Mai 1922. Der neunte Preuhis che Städtetag legarm heute vormittag seine Verhandlungen in dem von geschichtlichen Erinnerungen aus der ersten deutschen Kaiserstadt reichen Saal des Kaiser-Hauses. An der Tagung nehmen etwa 500 preußische Städte teil Oberbürgermeister Doeß- Berlin eröffnete -md begrüßte um 1/311 Uhr die Versammlung und gibt dem Schmerze Ausdruck über den Verlust so vieler preußischer Städte infolge des Friedens- vertrageS. Er glaube, die Meinung der Versammlung wiederzugeben, wenn er hoffe, daß der Zeitpunkt nicht fern sein möge, an dem die verlorenen Städte wieder in den KreiS des Städtetages treten werden. (Allgemeines Bravo I) Rach einigen geschäfllichen Mllteilungen bringt der Vorsitzende folgende E n t s chl i e ß u ng des Vorstandes ein: Die Verzögerung des neuen Landesstcucr- aesehes beunruhigt die preußischen Städte schaxr, well die Ungetri ibeif über die gemeindlich« Steuerzuständigkeit und über bic Höhe des Gemeindeanteils an den Reichssteuern eine solde, sichere Finanzpol til der L t.dte unmöglich mad>t. Der Preußische Städtetag fordert unverzügliche Bekanntgabe des neuen Gesetzentwurfes. damit rechtzci ige Stellungnahme der Städte b'rbcigcf"bd weriten kann. Die ®ntfd;Lc jung fand einstimmige Annahme. Den Bericht über den Entwurf der neuen preußischen Städteordnung erstattete Bürgermeister Dr. G 0erdele r- Königsberg. Die neue Städteordnung soll einheit- Das Schöffengericht setzte auf feinen Emlpruch hin die Strafe auf ICK) Mark berab. Die Strafkammer hob das Urteil auf. Sie stellte > :>t, daß die Defichtigung an einem Sonntag vormittag batte stattfinden sollen, und ertlärte es für das gute Recht des Angeklagten sich mit einer Besichtigung zu einer solchen Zeit rricht einverstanden zu erklären. Der Äoufmaim Am ander E. hatte im Februar oder März 1920 bei einer hiesigen Möbelhandlung ein Herrenzimmer und bei einer Privatperson ein ungebrauchtes Schlaizimmer erworben und nach Köln verfchicll. Es wird ihm zur Last gelegt, daß er die Möbel ohne Ausfuhrgenehmigung ins Ausland habe verschieben wollen Der Strcr befehl Laukte auf 1 Monat Gefängnis und 25 000 Mart Geldstrafe. Das Schöffengericht Derurteilte den Angeklagten auf seinen Einspruch hin zu 3000 Mt. Gelds! rase. Die StrafLrmmer sprach ihn frei, stellte aber fest, daß ein hohes Maß von Verdacht vorliege, daß er die ihm zur Last gelegte Tat begangen habe, nur seien die Verdachts grün de zu einer Verurtellung nicht ausreichend. Der Schuhmacher Georg R. aus Rösberts erhielt auf sein Gesuch um Wiedereinstellung in den Ersenbahndienst von dem Reichsverlehrs- miniflertum abschläg gen D scheid. Er behauptete nun, ein Dclannter von ihm, der aber bis jetzt nicht aufzufinden mar, habe diesen Bescheid so abgeänbett daß sein Inhalt lautete: Die Wiedereinstellung in den Eisen bahn dien st tunn nur a r- g ec ebnet werden durch das Verk.hrSamt Lauterbach. Diesen abgeänderten Bescheid reichte er mit einem erneuten Gesuch um Wiedereinstellung ein. Dir Fälschung war so plump, daß he bald auffiel. Das Gericht hielt dem Angellagtrn zugute, daß er in großer Rot gehandelt hab: und schon betagt sei, und verurteilte ihn zu d:r Mindeststrafe von einerWocheGefängnrS. Reun Arbeiter deS Eisenwerks Buderus tn Hirzenhain waren angeklagt, aufangS Mar vorigen Faires grmeinsdiafllich mit anderen ^lnbekannten öffentlich zusammengerottet zu haben und in der Abllcht, ©etoaltätig- teiten gegen Personen mit vereinten Kräften zu begehen, in die Maschinenwerkstätte deS genannten Eisenwerks widerrechtlich eingedrungen zu sein. Anlaß zu diesen Vorkommniffen war. daß der Arbeiter H. aus dem Deuffchen Metall- a. bcitei-Vevband cu.g s' i -den u d dem christ- lil)en M ckallarbeiter-Verbund bmgetrrten war. Die Arl^i.erschaft drs Werkes, die fast aus- schließlich dem erst genannten Verbände angehört, erklärte daraufhin, nicht mehr mit H. zusammen- arbeiten zu wollen. Die Werkleitung lehnte ober eine Entlassung des H. mit Rücksicht auf die gesetzlich gewährte O> grnisationssreihcit ab. Es sanden dann verschiedene Vc'rsammlur.gen statt, in denen dieser Fall "beraten wurde. Am 3. Mai wurde auch einen halben Tag lang gestreikt. Am 4. Mai wurde die Arbeit wieder ausgenommen. An diesem Tage nun drangen bi? Arbeiter cms der Gießerei auf den R ff ,'llles heraus" unter lautem Schimpfen und Schreien in bi 2 Maschinenwerlstätte eil Gin Werkmeister trat ihnen mit erhobenen Händen entgegen und machte sie daraus aufnrerksam, daß sie sich eines Hausfriedensbruches schuldig machten. Die Menge hörte aber nicht auf ihn; es ertönte der Rus: „S^alt die Fresse, heraus muß er!" und es wurden Eisenteile, Schemel und'dergl. gegen H. ge- yermetfier Krenzien, Detgeordn Dr Rosen- 6erg und 26 Stadtverordnete. Der Oberbürgermeister eröffnet die Versammlung, stellt ihre Deschlußsähigkeit fest und »uucht ?xinn zu der zur Beratung stehenden Dor- fafle folgende Ausführungen: „Bei Verabschiedung der Desoldungsvrdnung für die Beamten der Stadt Gieße» faßte die Stadtverordneten-Der- tamnlung am 30. Hüll 1920 den Beschluß, daß diese Desoidungsordnung einer Rachprüfung zu unterließen fei, sobald das Reich und der hessische Staat die für die Reichs- und Staatsbeamten bestehenden DesoldungSordnungen einer Rachprüfung unterzogen haben würden. Rachdem letzieres bereits seit längerer Zeit geschehen ist, hat die Stadtverwaltung dec Stadtverordneten-Versammlung entsprechende Vorlage gemacht. Die Vorlage der Stadtverwaltung ist im Vorlchlagsausschuß und im Finanz-Ausschuß Gegenstand wiederholter, langer und eingehender Beratungen getoefen, deren Erlebnis bei veränderte Entwurf eine« Desoldungsplanes darstellt, welcher der Sladtveroidneten-Dersammlung heute zur De- schlußfaffung vorliegt. Die von den Ausschüssen vorgenommenen Mänderungen beziehen sich hauptsächlich auf die unteren und oberen Gruppen, während in den mittleren Gruppen wesentliche Aenderungen nicht bewirkt worden sind. Die fleißige, mühevolle Arbeit, die von den Fraktionen und Ausschüffen in dieser Angelegenheit geleistet toorben ist, verpflichtet mich, diesen Körperschaften den Dank der Stadtverwaltung zum Ausdruck zu dringen, der umso lebhafter ist, als die nun vorliegenden Beschlüsse von den Ausschüssen unter- Zurückstellung einzelner Wünsche einmütig gefaßt worden sind. Die einmütigen Anträge des Vorschlags» und Finanz-Ausschusses gehen dahin, die Stadtverordneten-Versammlung möge die von ' „ jr» rourt= Mesen! -n te ih" St)5* ihn m dem^var. «--ALL ■ Dibnungen gelten. Dir wich'igsten Fragen in dem I Entwurf sind die Durchffiyrung der Eingemein- I düngen, die Gestaltung der Stadtverfas una die ! Beweglichkeit der Verwaltung und die Aege- i- lung der Staatsaufsicht. Mit der Dersaffungs- frage sind aufs engste verbunden Wahlrecht und Referendum. Der Gegenberichterstatter Landgerichtsrat 6 ch u m a ch e r-Köln, Mitglied des Reichsrates, machte einleitend darauf aufmerksam, daß er die Frage der Städteordnung vöm Standpunkt des wahlberechtigten Bürgers bestuch- len wolle. Gr untersuchte, inwieweit dieser Anspruch habe, an der Verwaltung der Stadt teilzunehmen. Rach den beiden mit lebhaftem Beifall auf- ’MefS 9Q^ Wfien. Erling nette ajT?® Tod' 9 9en 1?i Dai. Die 2r9Qni|a- Engsrr^ m einer Ut = luen. Für 2ln= Pwz, m über Detail- Die Küa- Astern morgen )Diben. H W btt 2b, m9tnbntd) minnifd)U und Onimtoe -n Ausstand ^ng aller vr- faßte am Frei, eit den Streik. * sämtliche nähme einiaer Liderungen der iben. Zwei Arbeiter, 1 6 Metern an chiftigt öxnen, des GaS 6 c« los zusammen glichen Stand« ort angestellten n Cisvlg. 1. ai. M eine dv nchlel dir Stadt r und betvilligle ia8 Seminar soll )te Arbeiterschaft n der Soüalöer« >er Handelskundc e einer Leihe von Der Betrieb soll Derben. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 HUo in kleinen HauShnlt von 2 erwachsenen Perl, bei gutem Vobu baldig't ges. 9sm Schillerstrage 16 v- oder eiiisMe ä nicht unter 20 Jahren. Diese muß die Hausarbeit verstehen, Garderobe imstand halten können, kinderlieb fein. Vcqe nur Wert auf znver- Inliiae, vertrauenSwerte Persönlichkeit. Gutes Gebalt. gute Ycrofleguna 2(6rlttL Angebote mit Angabe der seitherigen Tältgkeit unter 5224c an den Gien. An», erbeten Saubere Putzfrau für 2 Stunden LamStags gesucht. 05521 Goetbettrabe 31 v. Tüchtiges Dienstmädchen für ganz oder tagsüber bei hohem Lohn gesucht. 05510 Nstcrweg 47 v. ! 1 \ ■ Nr. W Statt Karten Gießen, Darmstadt, den 27. Mai 1922. 5218D Gießen München Trauung: München, Preysingstraße 7 8 Kesselbach (Kreis Gießen) Eintritt 2 Mk. Der Vorstand. Pr. Lenz- 5213D Gießen, den 29. Mai 1922. OMU Zacheis. 5215D Fernruf 211. 4806b und Ehrungen am Grabe Marie Koehler. Steinbach b. Gießen, 27. Mai 1922. 5223D i 5230D Erstklalsigc gcfunbc Nbtn öinter öecZBeftanlasell Televbon 178. zu versaufen. 5237 Rodbcimer Straße 6. Gießener Anzeiger. Goetdcstraße 31 L * 1 reichen Blumenspenden danken wir herzlichst Die Beisetzung hat in der Stille stattgefunden. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. V-? I ZMMieW W lMsk« MWMWMU. Eventl. Beteiligung. Kohlen vorhanden. Schriftliche Angebote unter 5219 a. d. Gießener Anzeiger erb. Die vornehmen Marken CENTRAL PARK WALDORFPERLE WALDORF-ROSE EPSOM Hedwig Reiff geb. Wahl Lang-Göns, den 29. Mai 1922. Für die uns anläßlich unserer Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank Kurt Schmiedeknecht und Frau Emilie geb. Moos Eduard Herkenrath Luise Herkenrath geb. Hager Vermählte Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme während der Krankheit und bei dem schmerzlichen Verlust ihrer so teuren Frau und Mutter sowie für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagt innigsten Dank Familie Karl Zink. $p«mh verschiedene Sorten SJNen, 6 billigst [5240 Ä- Di w M Kche de Danksagung. Allen denen, die mir in meinem tiefen Schmerz ihre herzlicheTeilnahme erwiesen und meines teuren Entschlafenen in solch treuer, anerkennender Weise gedacht haben, spreche ich hiermit meinen innigsten Dank aus. Statt besonderer Anzeige. Gestern wurde unsere herzensgute Mutter und Großmutter Frau Marie Rückert in die Ewigkeit abgerufen. Familie Lehrer Becker Familie Pfarrer Rückert. Altmetalle jeder Art, sowie alte Maschinen, Betriebs- einrichlungen, Ladungen, Alteisen usw. kauft zu höchsten Preisen Fr.Knhmichel, Herborn M. S« mit leerstehender Werkstatt und freiwerdender Wohnung sofort zu Der- taufen. Schriftliche Angebote umer 5228 an den Statt Karten. Für die wohltuenden Beweise der Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, die Filialleiter möglichst mit Telephon und Lager bei hohem Verdienst gesucht. Nur Ankaufstäti^keit, keine Fachkenntnisse. Schriftliche Angebote unter 5233 an den Gießener Anzeiger. uiuzugsh. zu vertäuten. 1Ml Wildelmstr. ist ill. Mille SfiS sofort bis über Serien I gesucht. Rowenthal, 05526__Wilbelmttr. 8^ >! |i (Nrlindl. Klav.-Untere, ert. fonfervat. geb. Herr. ! I Pr.lOMt. Näh-mderGe« 8ligl.IennjM!Sgel wenig gebraucht, 2 Paar Dameu-Stiefel, 1 Baar Halbschnbe (41), fast neu. zu verkaufen 5226 Bieichttratze 20 L 1»—20 Zentner vrima Wettcrauer «ms MWSW ^HaMa" noch abzugeben. Plockttr. 2, I. Stock. Etliche Hektoliter guter Apfelwein 6231 z. verkaufen. Zu ertragen t.d. Äeschätlsst. d.Gieß.A. L'urch ein hnlbcS Slütf Zucker’» Patent-Mcdizinal-Scife habe ich daS Übel völlig beleitigt. tz. S. Poliz -Serg.' Dazu Zcckooh-Creme(nld)ifeltenb u.set1halllg)_Jna0.ApotheI., Drogerien u. Parfümerien. £Vn t^ietzcn In der Trog. Wineerboft, Kreuzplah 9'10, Löwen Trogcrie und Victoria-Drogerie, Herm. Plank Witwe nud P. Jof. MöbS. SamStag abend ^Cafs Ameub" Filzhut vertauscht. 05540 Umtausch SelterSweg 57 HL I Pioetz Kares ESementarbuch C gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 5238 a. b. Greß. Anz. MMW zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 05545 an den Gieß. Anz. Gsm-, Silber-. WliWWskönöe, ZObgebisse kauft jederzeit zu den — höchsten Preisen — Gg. ÜCoch, Ubnuachermeistcr Müblstraste 2. X8V" Ubren-Nevaraturen werden aus das sorgfal- tlqste anSgeführt. 05528 | Verschiedenes | Frau eiuvstehl! sich im Naben ulld Flicken außer dem Hause. Wagens. 8 in. schüstSstelle deSGteß.Anz. 8 Friseuse nimmt noch Kunden an. Elli Wirth, [omm KavlanSaaffe 10 I M iito a ftil MWMkSkM eine direkte Generalvertretung (evtl. Sub- birehtion) unserer uralten und bestbewährten Lebensversicherung. Generalagenten anderer Zweige finden in der Hinzunahme, Inspektoren und auftoärtsstrebende Untervertreter allgemein dabei erfahrungsgemäß reichlich ihre Rechnung. Andere sachfremde und organisationskräftige erste Kräfte werden nicht abgewiesen. Kaution nicht erforderlich, aber bester Ruf unerläßlich, bestehendes Geschäft würde überwiesen werden können. Schriftliche Angebote mit Referenzen unter T. 755 (5214id) an den Gieß. Anzeiger. Besprechung nach Pfingsten. Verschwiegenheit zugesichert. Selters^ D der tt( Sie schreibt J« Mteit poin 1C% Ser F eine Nd Sm? ins EH. An;e>ger einher, frir, W-bt fcie die ,C UumcrJ fFmlftrtei eyiden gen solches gem Dir formen schon drshal iaunt genns Has diese 2 da M ta; Ss ein Dort d riefen, dav scheu. der i trat Kr e Schürfen u Kwnprim. selber ein Fälschung, ist es ein, Polililer fü traten, die n ttn Wen tätigen Lori dingen“- gingen mit i ergab, das liebt wollte iu, auch dei erst dies ha Berftänbigui ^gesehen, e liechte mit höheren ; den geveser teiger“ im $ ungen des im liebsten .Viehenec '2 W gehabt. Die Dahrhcit gutem Fus ihrer Fests! Leisen, bi< gründete si der,M frühere de men." M ausführlich erwähnt, gungspoli! Ztg/ sch rückt ui verdeiblick in der D ob wir ein reu und hinten.,/ toilfen und ter sich«, die ‘Xegiei emwcont dem einen ^ir haben ! Luches toi Am 28. Mai entschlief sanft nach langem, schwerem D Leiden unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater und Onkel I Herr Johannes Reinig. ■ -Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Reinig ä» Familie Heinrich Dommes Familie Wilh. Todt Wwe. Gießen (Steinstr. 15) und Lingen (Ems), 29. Mai 1922. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 31. Mai, nachm. 0 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. 05841 Wichtige Neuheit t für Hühnerhalter! Mgrlllrnnylkrü Kein Ueberstiegen mehr! Paar M5 4.-. [,#eoD SügarSorrmann Eiieubandkuna, Metzen' >^Z. Nostbach, 5230h Plockjtraüe 2. » . - • : ■ ■ x Tl1!ib. ehrl. SlilhflCl! 4 Gaslampen und tagsüber ob. für ganz ncf. 1 Gasherd mit Tisch Guter Vobn. 05530 Mto2 Fast neues öntn-am# neuer Bereisung zu verk. Neustadt 70 Laden r. NetteS GartenhSuschen mit Schrauben zum Abschlagen, für Villen geeignet, zu verkaufen 05534 Plockttratze 2 I. Gutgehende getragene Beim- liüd öoeauhren sowie Replator mit Gaapdilag äußerst preiswert zu vk. lUimdKtti Koch, Müblstratze 2.____ 1 Sosa mit 2 Sesseln Plüsch», 1 Kilchen-Ein, lrtchtnng.kompl Betten Ober- und Unterbetten, 1 zweiiü.t^cr ZNcidcr- frbrmtf, 1 Wäscheichtk., 1 Waschtisch, 2 Tische, 1 ftommobe, 1 Singer Näbmnschine, 1 Regulator, verschied. 3teil. Keile, 1 Flicgcnschrank preiswert zu verk. 08sTO Archestplatz 15. MobillaryerfteigemW. Mittt^ch, den 31. Mai 1922, nach- mittaM 2 Uhr, versteigere ich Walltor- straß e 38 (im Cafe Leib) gegen Barzahlung A. Freiwillig: 1 Ausziehtisch, 4 Avhr- stuhle, 2 Vertikos, 1 Spiegel, 1 Büchergestell, 1 Paneelbrett (alles nuhb. pol.), 1 Mesfinglampe für Gas und Elektr.), 1 Albumständer, verschiedene Tischdecken, 1 Anzug, 2 sehr gut erhaltene Plüschdivans, 1 elektr. Zug lampe, 25 eis. Gartenstühle, 1 Hackklotz für Metzger, 1 wasserdichte Pferdedecke, 1 neue Ackerleine, 2 Mille Zigarren und vieles andere. B. Zwangsweise: 12 Handsäemaschtnen, 1 Buttermaschine und eine größere Partie Tabak, Zigarren, Zigaretten, Zigarettenspitzen il Pfeifen. Versteigerung bestimmt. 5221 ______Junker, Gerichtsvollzieher, Plockstr. 4. Der MllMi Meienwwtt findet in altgewohnter Weise am dritten Pfingst- feiertag (6. Juni 1922) statt. Eine Prämiierung erfolgt von Vogelsberger und Simmenthaler Dullen und Rindvieh und Ziegen von 9 Uhr ab. Mit dem Markt ist eine Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Geräten verbunden. Beginn des Austriebs von Rindvieh zum Markt um 7 Uhr, von Schweinen um 8 Uhr. Ursprungszeugnisse sind vorzulegen. Der Auftrieb aus verseuchtem Beobachtungs- und Sperrgebiet -ist verboten. 5222D Schotten, den 27. Mai 1922. Bürgermeisterei Schotten. Hch.Schäfer. warkt&lr 20 9t#/oria »iaanrtts NH Pfeifen / ujtiÄ RARITÄT, SPECIAL2 RARITÄT EXTRA RARITÄT DELIKAT RARITÄT LUXUS Montag, 29. Mcn 1922 Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Nr. (24 Zweites Blatt aus 2448 10 24 11,9.) Züricher Devisenmarkt. 29.5. Schweizer Franke» 100 3L — 233.7) Uhr, spricht m iedbera Für 100 deutsche OHoft wurde» gezahlt: inner 3.75 da- runi c (Ztr.) bedauert die ab- OB REIFEN QUALITÄT-KEINE REKLAME« wo 100 100 100 Fr. Fl. Ar. Ar. Ar. 1.7.14 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 an be° L. Fr. Ar. $ 27.5. 1,78 0.87 1.60 1,34 215,30 40J5, - 100 ernt 100 Ar. 100 Ar. 100 Fr. Datumt Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Deuyork . . Paris. . . . 5326,65 6367,95 7539,*5 6ü7,80 152n,95 1350,65 2d9,82 2551,85 5566,95 4595,75 2,62 562,75 3«,15 105,52 217,30 139,75 4018,50 214,70 137,75 3945, — 606,20 1523,05 12)7,35 288,H8 26 iv,15 5553,03 4-64,25 2,78 661,25 35,95 105,22 2i6,/0 137,75 4606,oO Datum: Amltd.-Aotterd. Drüfsel-Antw. . Ehristiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helsingfors. . . Italien London Äeuyork Paris...... Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Aio de Janeiro Handel. Franks urt a. Hl.. 29. Mai. 1.76 0J)5 16.05 47.625 23.29 27.35 4-1.05 0.625 523.50 1.875 0,13 Ar. 117.80 Sh. 97.80 r 23.80 Fr. 125.40 5303,3.1 6332,05 7455. , 597,2) 150b iO 1-8 ,35 290,12 2646.65 6523/15 45i , C 2,90 553,80 34,95 Erde, die sicherlich unter den großartigsten von ihm geschassenen sichtbaren Welt sind, solcher Rahe zu bewundern * lehnende Haltung der- Regsten, die mit dem Ber- halten der Rechten tm 3at>re 1912 durchaus nicht tm Einklang stehe. Der Qlnrrog Wunderlich wird sodann ab- gelehnt und die Borlage in zweiter und dritter Lesung angenommen. Darauf folgt eine Reihe von Einzelbestimmungen. Das Gesetz über die Verwendung von Wartegeldempfängern wird mit 217 gegen 109 Stimmen angenommen, bei einer Stimmenthaltung. Falls das Gesetz, wie die Rechte behauptet, eine Verfassungsänderung darstellt, wäre allo die cr- forderliche Zwidritt lnehr e t richt err-itzt Es folgt sodann die Abstimmung über die bei der Etatsberatung zurückgestellten Titel und Entschließungen. Etne Entschließung Schreiber (Ztr.), welche die Landes regte ungen ersucht, dir Dchutz- polrzei von allen parteipolitischen Einflüs en frn zu halten, tmvD gegen die äuBerste Linke angenommen. Eine Entschließung der Deutschnationalen gegen die Getreide um läge wtrd mit 193 gegen 136 Stimmen bei 2 Entl-altungen abpelel-nt. Eine Entschließung Müller auf Zwangsb?wirt- schaftung von Getreide, Kartoffeln und Zucker wird mit 191 gegen 13? S'irnmen abgelehnt. Dir Au-Ichu^entschlietzung, weche ci'r Wie^erl oling der Getreideumlage für unmöglich erklärt, aber rechtzeit g: Sichc-r 1ellu"g von Drotg t e de fordert, wird mit 246 gegen 79 Stimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt-, dagegen stimmen die Deutsch- nationalen und Die Sozialdemokraten. Es sind also sämtliche Anträge und Entschließungen zur Getreidebewirtschastung abgelehnt. Die A.is- schuhentsch.ieBungen auf Sicher e l rng d r Kartoffel- und Zuckerversorgung werden angenommen. Es folgt die dritte Beratung des Etatsgesetzes. Rachdem Abg. Köhnen (Komm.) In längeren Ausführungen die Ablehnung seiner Partei zum Etat begründet, wird der Etat in der dritten Lesung bewUligt. Rachste Sitzung Montag nachmittag 1 Uhr zur Entgegennahme einer Regierungserklärung. Schluß gegen 6 Ahr. abgebrochen und f>cute morgen um 8 Ubr war der Oswaldsgarren wieder leer. Diele haben es rtal des Wolff-Bureaus gememfam, und nicht tncntqe ßefer werden es verfolgt haben, daß die „Frkf. 3tg.“ oftmals mit wichtigen Meldungen einen halben oder ganzen Tag hinter uns hergeht. ähren sonstigen Reichtum mag die stolz Rauschende behalten, nur muh sie sich nicht beklagen, daß man die falschen Brillanten daraus entfernt; sie sollte im Gegenteil dankbar dafür sein. Roch eines: Selbst ihre freundlichsten Leser wird die „Frkf. Ztg." enttäuschen, wenn sie öfter in einem so mangelhaften Deutsch schreibt, wie es aus ihren gegen uns gerichteten Bemerkungen f^er- vorsticht. DaS angebliche Zitat aus dem „Sieh. .Anz." mit den „höheren Menschen" und der daran angeknüpfte Satz sind ein Kauderwelsch. dessen sich ein Blatt wie die „Frkf. Ztg." schämen sollte! Wechsel auf Holland Deutschland . . . . Wien Prag Paris London Italien....... Brüssel....... Budapest Aeuyork Agram Warschau 5311>,65 6347,35 598,75 151 1,90 1292,05 2 0,47 2153,35 55d ,'jö 4360,70 2,94 555,23 35,35 Reihe der Defaitisten aufgenom- tn e n." Mit keinem Won hatte das Blatt die ”ai. " Slßrf Zocker» H-Mcdiiloil-SdltW ai Obtl oöOig b/lfittfi JSS&g äSSÜSSi leften in derTro^ -erbost, ÄwenTroo-n stctoria'TrMn , P ank M'. SJiJL .ci'd r , 100 Ar. 100 5tr Martnotierungen. ! nun zwar nicht mehr ihn selbst sich in die Reihe der Defaitisten stellen läßt, aber in ! -Tiner bezeichnenden Umstellung ihres früheren q Ausdrucks ibre leichtfertige Zurechtlegung und üble Rachrede wiederholt. Wenn der „Gieß. , Anz." im Kriege davon gehört hätte, daß der Kronprinz öffentlich auf einem Derständi- gungssteckenpferd herumgeritten wäre und dadurch eine vernünftige Friedenspolitik Die Wahrheitsliebe der „Frankfurter Zeitung". Die „Frankfurter Zeitung" schreibt an der Spitze ihrer Morgenausgabe Vom letzten Freitag: Der „Gießener Anzeiger" wirft uns eine Fälschung und höchst leichtfertige Auslegung" vor. deren wir uns in dem Artikel über tu» Buch des Krvnch.in-en schuldig gemäht haben sollen Es gibt Redaktionen, die hauptsächlich von zweierlei leben: erstens von dem Material, tai sie unserem Blatt entnehmen, und zweitens »vn den Angriffen gegen uns, mit denen sie tas Erste lvicdrr gutmachen Auch der „Gießener Anzeiger" schemt in d efc Rei!>e zu gehören, denn em Leser, der ihn no.'.ibac genauer verfolgt als wir schreib! uns, daß der .Gießener Anzeiger", Di? die „OberheMlhe Dollszeitung" schon vor geraumer Zeil ausgeführt habe, andauernd die .Frankfurter Zeitung' attackiere und dabei seine Spallen gern- aus dieser Quelle speise Wir sind solches gewohnt und nehmen eS nicht tragisch. Wir können diesen Dingen auch nicht nachgehen, Kirche und Schule. * Die Deutsche Zeltmisston hielt gestern ihre letzten Dorträge. Daß die Art dieser DollSredner die Zuhörer ses'elt, beweist der fortdauernd gute Besuch der Zeltversammlungen. Der letzte Abend hatte ebenfalls ein übervolles Zelt, es mußten mehrere Hundert Menschen stehen, trotz der 1500 Sitzplätze. Die drei Wochen Tätigkeit der Zeltmistion waren für Gießen ein Ereignis. Durch fleißige Mithilfe vieler Männer 11235 0 11214,10 11385,75 11414,25 24,6,1-5 24 3.05 ---- Vermischtes. * Was der neue Papst von feiner Besteigung des Monte Rosa erzählt. Papst Pius XL hat, als er noch der Pater Achille Ratti war. eine alpinistische Großtat vollbracht, indem er im Zahre 1889 als erster den Monte Rosa von der italienischen Seite aus bestieg. Die „Dublin Revietp " veröffentlicht jetzt eine Schilderung, die der Papst damals von diesem gefährlichen Aufstieg gegeben hat. Es waren so große Gefahren zu überwinden, daß unf ein Haar die Laufbahn des jungen Priesters für immer beendet worden wäre, und der Führer Gadin. dec den Papst begleitete, kann sich rühmen, der Welt einen Rachfolger Petri erhalten zu haben. Der Pater Ratli unternahm den Aufstieg zusamrnmen mit dem Pater- Gra stelli und zwei Führern, und zwar bewog sie dazu der Wunsch, den italienischen Aufstieg zum Monte Rosa nicht fremden Alpinisten zu überlassen. Als man über eine enge Schneebrücke ging, befahl der Führer Gadin Ratti, der als zweiter am Seil ging, plötzlich stehen zu bleiben, obwohl er sich in einer äußerst unbequemen Stellung befand. Als er fragte, ob dr nicht noch etwas vorwärts gehen könne, antwortete ihm der Führer, ohne sich umzudrehen: „Ich bitte Sie, sprechen Sie nicht, das verwirrt mich."' Der künftige Papst blieb stehen, und nur dadurch wurden alle aus einer furchtbar gefährlichen Situation gerettet. Man nährte sich bei dem äußerst beschwerlichen Ausstieg nur von Schokolade, die Ratti „eine wahre Vorsehung für uns" nennt, „nicht daß wir nicht auch andere göttliche Gaben mitgeführt hätten, aber unser Magen war nicht imstande, die aufzunehmen." Grasselli verlor seinen Eispickel, und als er sich mit seinen Händen auf das Eis stützte, erfroren sie ihm so, daß er sie mehrere Monate nicht gebrauchen konnte. Allen Teilnehmern wurden durch den furchtbaren Wind die Hüte entführt. Sie erreichten den Gipfel ziemlich spät am Tage und mußten beim Einbruch der Rächt unter einem Felsenvorsprung Schuh suchen, um den Morgen zu erwarten. Der Unterschlupf war so eng, daß sie keinen Schritt nach irgendeiner Richtung tun konnten. „Als wir uns setzten," erzählt Ratti, „hingen unsere Deine herunter in das Richts; wir konnten sie nur vorsichtig bewegen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, und doch mußten wir das tun, denn die Kälte war schrecklich. Linser Kaffee und Wein waren gefroren und unsere Eier ungenießbar. Wir nahmen also von neuem die Zuflucht zur Schokolade und zu einem vortrefflichen Kirsch - wasser. Es wäre höchst unklug gewesen, an einem solchen Ort und bei einer solchen Kälte zu schlafen. Wir verbrachten diese wundervolle Rächt, die keiner von ains vergessen wird, wachend und schweigend, nachdem wir wenige Worte der Bewunderung ausgetauscht hatten." Bei dem Abstieg vollbrachten sie die erste Ueberquerung des Zum- steinsattels, der der zweithöchste Sattel der Alpen ist. Ratti erklärt zum Schluß, daß er „Gott dankbar sei, weil er ihm vergönnte, diese Schönheiten ,u gehabt. Die „Srantfurtcr Zeitung" steht mit Wahrheit und Gewissenhaftigkeit nicht auf gutem Fuße. Wir wollen dies zunächst ihrer Feststellung zu der „Fälschung" weisen, die sie ableugnet. Unser Vorwurf gründete sich hauptsächlich auf folgenden Satz der „Frks. Ztg.": Run hatsich der frühere Kronprinz selber in die mngewvrfen hätte, wenn also der Kron- yttnz wirklich ein Defaitist gewesen wäre, dann hätte er sein Buch anders abgefaßt und die „Franks. Ztg." hätte keine Veranlassung gehabt, es zu entstellen. Cs ist eine dreiste Unwahrheit, daß der „Gieß. Anz." seine Spalten aus der „Franks. Ztg." zu speisen pflege. Wenn eine Redaktion das Hintertreppengerede eines „freundlichen" Lesers weitergibt, ohne nach Beweisen zu fragen, dann steht sie auf einem niedrigen Aiveau. Wir haben mit der „Franks. Ztg." und den meisten Tageszeitungen das Mctte- bereut, nicht von Anfang an den Versammlungen beigewvhnt, besonders Die überaus wifsenschaft- lichm und äußerst interessanten Dorträge der i Jten Woche versäumt zu haben. Für alle. Die im Zelt Anregungen bekommen haben, soll am Mitt- Mvch abend im großen Saal der Stadtmission (Loderstraße 14) eine Versammlung stattfinden, in Der über die besprochmen Thematas weitere Ausführungen gemacht werden sollen. (Siehe Anzeige.) Wiese ck, 26. Mai. Heinrich Reidel, dem cs wegen vorgerückten Alters nicht mehr möglich ist, seine Pflichten als Kirchenvorsteher ganz zu erfüllen, wurde zum Ehren- kirchenvorsteher ernannt; in Den Airdxn- vorständ rückte ein Wagnermeister Lu dwig Ihm I., an seine Stelle trat in Die Kirchengr- meindevertretung Landwirt Heinrich Haas, an die Stelle des verstorbenen Wilhelm Wöhrmann Frau Berta Weller, geb. Sommerlad, Die vierte Frau in dieser Körperschaft. — Die k i . chlichc Gemeindearbeit, besonders die Jugendarbeit, war wieder einmal in Wohnun-r.s- not geraten, da der Gemeinderat mit einer geringen Mehrheit, wie Weihnachten den Schulsaal, so jetzt Den Ratssaal Der Kirche, wie allen Körperschaften. vertagte. Weltliche Brlwrdeu hatten zu weiteren Verhandlungen in dieser von ihnen immer wieder empfohlenen Sache bereits ihre ilntc flühung zugesagt Doch bestärkten di- letzten Erfahrungen Den Kirchenvorstand in Dem Entschluß, zur Selbsthilfe zu schreiten. Verständnis- t- lles Entgege f.mncn sich rtf ihm für G meinde- arbeit und Jugendpflege einen recht paßend gelegenen freundlichen Saal in Der „Germania". Deutscher Neichstaq. 220. Sitzung nachmittags 1 Uhr. Berlin. 27. Mai 1922. Weiterberatung des Gesetzentwurfes über die Verwendung von W artegeld- empfängern. Danach müssen Wartegeldemp* fänger jedes Amt im Reichsdienste übernehmen, das ihnen billigerweise zugcmutet werden kann. Rach Dem Ausschußh^richt soll diese Verpflichtung des Wartegeldempfängers mit dem 60. Zahre erlöschen und kann auf Antrag Dann Pensionierung eintreten. Die Abgg. Schmidt (D.-Ratl.) und Dr. Scholz (D. Vpt.) bekämpfen Die Vorlage loegcn des ausgesprochenen Zwanges, ein Amt anzu- nehmen, das unter ilmftänben mit Dem früher innegehabten Amte nicht verglichen werden kann. Abg. Stücklen (Soz.) betont demgegenüber, daß das Reich sich nicht den Luxus gestatten könne, Leute, die nichts arbeiten wollten, lebenslänglich zu bezahlen. Die Vorlage wird darauf in Der Einzelberatung angenommen. Die beantragte namentliche Abstimmung wirb zuntckgestelll. Es folgt die zweite Beratung des Gesetzentwurfes über die Kürzung d e r R u h e g e l d e r und des Wartegeldes Versorgungsberechtigter. Der Ausschuß beantragt, daß Die Ruhe- und Wartegelder auf Die Hälfte herabgesetzt werden sollten, wenn die Versorgungsberechtigten aus einer anderen Beschäftigung ein jährliches Einkommen beziehen, das 60 000 Mi. übersteigt. Den Ruhegehaltsempfängern müsse jedoch die Hälfte des Ruhegehaltes ausschließlich Der Teuerungszulage verbleiben. Die Redner der beiden Rechtsparteien lehnen es. rzlich emgelab and, vr. Len chtige Neuheitl Hiihnerhallet, ildllnitn Ufbtrfllenen tneir vaarKtt.-. [*D wfyrrmm üanblnncuWUhti m \tü 6 r ijtm üuBldilag er* schon deshalb. weil wir sonst nicht mehr Zeit und Raum genug hatten, all das Material zu liefern, das diese Blätter so dringend benötigen. Aber da sich der erwähnte freundliche Leser die Mühe ^macht hat, uns von Dem Argriff des „Gießener Anzeigers" Kenntnis zu geben, wollen wir auch dn Wort dazu sagen Wir haben darauf hinge- Diesen, daß die Kreise Der Rechten jeden Menschen. der für einen Verständigungsfrieden ein- fiat, für einen Defaitisten Vaterlands Verräter. Achurien und Lumpen erklärten, daß aber der I Kronprinz, wie sich nun aus seinem Buche ergibt. ItlDer ein „Defaitist" gewesen ist Die; unsere Fälschung, denn nach dem Gießener Anzeiger" in es ein großer Unterschied, ob Presse und Politiker für einen Verstäirdigungsfrieden einraten, die nur geschadet hätten, oder Die höhe - •en Men scheu und Aemter, „Die mit der tätigen Vorsicht an die schwierige Aufgabe heran- lingen“. 3n der Tat, Die entscheidenden Personen gingen mit der „Vorsicht" heran, Die sich daraus ngab, daß sie eine Verständigung übecl>aupt nicht wolllen weshalb sie jeden Versuch da- 1u, auch des Kronprinzen, zunichte machten, und St dies hat Politiker und Presse veranlaßt, Den Verständigungsgcdanken zu betonen. Aber davon rbgesehen, es ist doch einfach erlogen, daß Die Rechte mit einem Derftändigungsfrieden Der höheren Menschen und Aemter einverstanden gewesen wäre. Wenn Der „Gießener An» -tiger“ tm Kriege von Den Derständigungsbemüh- ungen des Kronprinzen gehört hätte, würde er am liebsten gerufen haben: hängt ihn! Aber Der .Gießener Anzeiger" hätte nicht die Kurage da- Die Vorlage ab. Die Deutsche Volkspartei beantragt. daß Den Ruhegehaltsempsängern unbedingt Die Hälfte des Gehalts einschließlich Der Teue- verbleiben müsse. 203.80 1.86 0.05 10.(2 47.671 23.28 27.50 44.15 0.635 523.- L875 0,13 und Frauen wurde in Den Rächt stunden das Zell Der - - . - - Der biltzB 1 »K rS-S (3n einem Teil Der Auflage wiederholt.) Rückkehr der bulgar scheu Delegation aus Oer.ua. S 0 fia, 27. Mai. (WTB ) Der Ministerpräsident Stambulinsk i ist zusammen mit den Mitgliedern Der bulgarischen Delegation gestern aus Genua eingetrossen. Strafverfolgungen gegen französ sche Kommunisten. Paris, 27. Mai. lWB.- Die Strafverfolgungen gegen Die kommunistischen Abgeordneten Eachin und Daillant-Eou^ tarier sind eingeleitet worden wegen eines Artikels in einer beschlagnahmten Rümmer Der Zeitschrift ,2e ©onfciit“. Streik der kaufmännischen Angestellten in Mainz. Mainz, 27. Mai. (WTD) W-'gen Lohnforderungen sind die kaufmännischen Angestellten hier in eine Streikbewegung eingetreten, die heute morgen zum Aus- stände geführt hat. Da eine Einigung nicht zustande kam. Einige Großbetriebe sollen Die 5er- Derungen bewilligt haben und sind daher von Dem Ausstande nicht betroffen. Der Prozeß gegen Anspach. Berlin, 26. Mai. Gegen den Fälscher Anspach wird laut der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" in der kommenden Woche der erste Prozeß verhandelt. Das Gericht wird sich in diesem Falle nicht mit den politischen Fälschungen Anspachs, sondern mit den Pfandscheinfälschungen beschäftigen. Der Prozeß wegen der politischen Fälschungen dürfte voraussichtlich erst nach den Gerichtsferien zur Verhandlung kommen. Verantwortlich für den poli Ischen Teil: 3.03.: Karl Waltber. Fahrplan ❖ Gültig ab I.Iuni 1922 Der Entwurf des Fahrplans der Eisenbahn- bireltüm Frankfurt a. "KL, der am 1.3uni 1922 in Kraft tritt, liegt nunmehr vor. Wir bringen nachstehend eine Klebersicht der Züge, die für Gießen und Oberhessen besonders in Frage kommen. Die Zeiten von 6 Uhr abends biS 5.59 Uhr morgens sind, wie üblich, in den Minutenzahlen unterstrichen. Sonstige Abkürzungen: D ---- O-Züge, E ----- Eilzüge, W = werktags. S -- nur Sonntags. ) Gießen—Frankfurt. W Gießen . . . . Friedberg . . W Gießen. . . . W Dilbel S Dilbel W Dilbel . . . . Gießen . . . . D Gießen. . . . D Gießen . . . . Bad-Nauheim E Gießen. . . . W Gießen. . . . S Dilbel . . . . Friedberg . . "Bad-Nauheim Gießen . . . . D Gießen . . . . Gießen , . . . W Dilbel . . . . sGießen . . . . S LBad-Nauheim W «Butzbach . . . OGiehen . . . . D ^Gießen . . . . ^Gießen.... Gießen .... Vilbel .... Gießen . . . . Bad-Nauheim D Gießen . . . . 5? Gießen .... Dad-Nauheim Gießen .... ah 4^ „ 538 „ 623 „ 630 640 „ 731 w 808 „ 906 „ 950 „ 955 1125 , 12H „ 1233 , 1235 „ 136 „ 245 „ Z27 „ 435 , 500 „ 510 , 532 , 538 • 5« , 724 , 752 „ 82 „ E „ 940 „1022 „lOio „ 1047 Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt ..... Frankfurt ..... Friedberg..... Frankfurt..... Irankfurt..... rankfurl..... rankfurt..... riedberg..... rankfurt ..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt..... Friedberg..... Friedberg..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt..... Frankfurt ..... Frankfurt..... Friedberg..... Frankfurt..... Frankfurt..... Friedberg..... Butzbach...... • Nur bis 7. Oktober + Nur am Werklag vor Sonn» und Feiertagen $ Dom 1. Juni bis 1. Oktober • Nutzer dem Werktag vor Sonn» und Feiertagen g Ab 1. September vom 1. 3uni bi» 31. Lugust an 632 „ 52 „ 729 „ 616 „ 704 „ 715 „ 905 „ 8+4 „ 928 „ 911 M 1110 „ 1205 1294 „ 12* i» 1239 „ 249 „ 3oo „ 5v6 „ 407 „ 645 „ 508 „ 5'2 u 7+1 „ 7.8 „ 9j7 „ 830 ,1053 „ 92 „ 1104 „1112 „ 1015 „1132 Frankfurt—Gießen. Butzbach . . Irankfurt . riedberg . rankfurt . rankfurt . riedberg . 5 Frankfurt . D Frankfurt . D W -HFrank urt . rankfurl . -rankfurt . rank ;urt . W s D D rank rank rank Friedberg . Frankfurt . "Frankfurt . Frankfurt . Friedberg . urt . urt . urt . urt . W 5 w ; S 5 E s W Bad-Nauheim W OFrankfurt . . W Frankfurt . . Frank urt . Friedberg . Frankfurt . Frankfurt . Fried derg . Friedberg . Frankfurt . Frankfurt . Frankfurt . Frankfurt . ZFrank Frankfurt . ab 440 Gießen ......an 5H „ 5j7 Gießen....... 8'J3 „ 6'3 Gießen........ 7>o „ 619 Friedberg...... 732 „ 720 Gießen ......„ 833 „ 744 Dad-Nauheim . . „ 750 „ 746 Dilbel........820 „ 850 Gießen.......10" „ 936 Dad-Nauheim. . . „ 9+2 „ 1010 Gießen ...... 1224 „ 1134 Gießen........ 1253 „ 1216 Dilbel........1250 „ 1240 Gießen....... 203 „ 1267 Gießen....... 324 „ l07 Gießen....... 335 „ 14* Gießen.......3°5 „ 238 Friedberg...... 359 „ 2+8 Dilbel........332 „ 305 Bad-Nauheim . . „ 433 „ 420 Gießen....... 6<6 „ 438 Gießen......„ 539 „ 458 Friedberg...... 6-s „ 522 Gießen....... 745 „ 544 Dilbel ....... „ 617 „ 650 Dilbel........ 7Si „ 7io Dilbel........ 74u „ 712 Dad-Nauheim. . . „ 712 „ 722 Gießen ..... „fr55 „ 737 Gießen......„ 922 „ 912 Dad-Nauheim . . „ 912 „ 914 Dad-Nauheim . . „ 9*° „ 1007 Gießen ......,1121 „ 1< 39 Gießen......„ 1121 „ 10£ Friedberg.....„ 1222 „ 1122 Gießen ...... 11+ • vom 1. Juni bis 31. Lugust f Nur am Werktag vor Sonn» und Feiertagen § Bis 1. Oktober täglich, vom 2. Oktober bis 31. März werktags 0 Nutzer dem Werktag vor Sonn» und Feiertagen X Sb 7. Oktober w s w w s w Butzbach-West—Lich—Grünberg. Lich......ah 6,s Grünberg.....an 707 Dutzbach-West „ 804 Grünberg.....„ 1001 Butzbach- „ „ 804 Grünberg.....„ 1050 Butzbach- „ „ 120 Grünberg.....„ 34- Butzbach- „ „ 217 Grünberg.....„ 426 Butzbach- „ „ 5>o Ettingshausen . . „ 7’0 Butzbach. „ „ 806 Lich........ 902 Grünberg—Lich—Butzbach-West. W Ettingshausen ab 520 Dutzbach-West . . an 7vs W Lich....... 6'0 Dutzbach-West. . . „ 709 W Grünberg . . „ 737 Butzbach- „ ... „ 10'8 S Grünberg . . „ 1130 Butzbach- „ ... „ 129 W Grünberg . . „ 12^0 Butzbach- „ ... „ 356 Grünberg . . „ 450 Butzbach- „ . . . „ 70s B.-Nauheim-Bntzbach-Ost—Oberkleen. W Dutzbach-Ost. ab 555 Oberkleen.....an 6*8 Dad-Nauheim „ 747 Butzbach-Ost ... „ 830 Dutzbach-Ost. „ Ilio Oberkleen.....„ 1142 W Dad-Nauheim „ 102 Buhbach-Ost ... „ 145 S Dad-Nauheim „ 2« Oberkleen.....„ 5+5 W Dad-Nauheim „ 4anau . ianau . ianau . ianau . ianau . Stockheim Stockheim Stockheim Stockheim Stockheim. Stockheim Stockheim. Stockheim, Stockheim. 52 615 744 8" 232 6® 9» 523 726 940 237 6*4 Nidda . . Gießen . . Gießen . . Gießen. . Gießen . . Hungen . Gießen. . Gießen. . Gießen. . Marburg . . Lollar . . . . Marburg . . Marburg . . Marburg . . Marburg . . Marburg . . Marburg . . Lollar . . . . Marburg . . Lollar . . . . Marburg . . Marburg . . Lollar . . . . Marburg . . Marburg . . Marburg . . Marburg . . Marburg . . • Nur am Werktag nach Sonn- und Feierlagen t Dom 1. Juni bis 7. Oktober "Mücke . . Grünberg Fulda . . "Mücke . . Grünberg Lauterbach Salzschlirf Laubach . - . Mücke .... Ruppertsburg Mücke .... Mücke .... 4]8 428 4S8 6»o 623 630 641 700 858 126 132 137 235 500 746 Dilbel Dübel . Dilbel . Dilbel . Dilbel . IO« 922 IO® ab 413 „ 6'0 „ 9'0 „ 120 „ 517 ab 5W „ 819 „ 403 „ 520 „ 722 an 654 „ 9ur 205 „ 411 „ 612 „ 7io 320 613 637 709 722 737 800 100 220 254 554 720 1059 457 636 812 Gießen . Alsfeld. . Lauterbach Gießen. . Gießen . . Gießen. . Gießen. . "Gießen. . Alsfeld. . Gießen . . Gießen. . Lauterbach Gießen . . f (Brünberg 529 840 857 2-2 5'6 631 543 an 728 „Wie „ 512 . 8® . 912 1153 1204 220 222 430 508 548 919 520 630 743 "Stockheim . Gedern. ... Echzell . Nidda . Nidda . Nidda . an 601 „ 943 „ 753 „ 633 „ 704 „ 9'3 802 „1122 „ 1230 „ 145 „ 1221 239 „ 423 , 645 » 940 „ 800 „1122 ab 615 „ 830 12° „ 330 „ 530 „ 630 540 6"5 654 754 910 925 253 307 350 712 818 "Gedern. . Gedern. . Lauterbach Oberseemen Gedern. . Hirzenhain Lauterbach Gedern. . Drtenberg Lauterbach Lauterbach Gedern. . an 65» „IO22 „ 208 . 520 „ 648 „ 92! Koblenz..... Wetzlar..... Limburg . . . . Koblenz..... Koblenz..... Limburg..... Limburg..... Koblenz..... Wetzlar..... Limburg . . . . Koblenz..... Wetzlar..... Limburg .. . . Ndr.-Lahnstein. Koblenz..... Koblenz..... Limburg . , . . Wetzlar..... an 611 • 8=* „ IM „ 6S Köln . . . Betzdorf . Köln . . . Dillenburg (Brünberg . . . . Gießen...... Gießen..... (Brünberg . . . . Gießen...... Alsfeld..... Lauterbach . . . Gießen..... Gießen..... Lauterbach . . . Mücke...... Gießen..... Aisfeld..... Gießen..... Alsfeld..... 1 553 746 1028 414 338 640 619 8Z 11*0 an 528 „ 7»1 „ 8« „ 1039 „1229 „1254 „ 212 , 725 * 4W „ 424 „ 540 519 527 624 7'7 746 726 802 937 943 1225 221 237 516 528 644 821 937 9Ü 1035 622 823 1255 350 543 620 754 815 406 453 957 158 625 an 6ü> . 7" „115C , 300 ’ 5« . 62 an 52 „ 6U nU» , 323 „ 7« an 55» „ 728 „1154 „ 531 an 52* „ 739 „1204 „ 521 , 625 ab 524 .. 630 „ 7'8 „ 841 „INS „ 228 „ 313 „ 348 „ 5’3J „ 704 „ 72 „1014 52» 629 1150 1212 1226 135 341 441 549 925 an 807 124o „ IN- „ 1252 „ 536 „ 62 „ 359 „ 956 , 729 „ 753 „ 10Ü • 11« Laubach ..... Mücke...... Laubach ..... Ruppertsburg . Mücke...... Mücke...... Mücke...... Mücke...... Ruppertsburg . Laubach ..... Laubach ..... Stockheim Stockheim Stockheim Gebern. . Stockheim Gebern. . Stockheim f (Bebem . . an 618 „ 855 , 245 „ 813 ab 613 1020 „ 330 „ 510 „ 726 ab 580 „ 7oo , 1105 „ 2*7 „ 418 „ 545 549 923 1'0 416 550 625 807 826 529 643 141 553 6M 934 1 433 540 816 135 248 350 530 620 1025 ab 647 „ 935 „ 430 • 755 „ 830 Gießen. . Gießen . . Gießen . . Gießen . . Gießen . . Gießen . . 1 604 636 724 808 1021 1055 355 429 417 ?36 8*2 532 705 315 557 715 1107 an 4°1 „ 658 „ 941 „ 721 „ 7* , 810 „1216 „ 1" „ 2® „ 544 „ 744 „ 8« . ab 4Ü . „ 614 . „ 23o . „ 5io . „ 630 . „1022 an 800 „ 1202 „ ZS» „ 820 • 948 3^8 52 741 816 1020 1235 254 340 538 545 723 752 1045 1136 1 45« 615 629 615 715 1235 105 223 538 714 857 ab 440 „ 511 „1250 „ 5'0 „ 610 „ 847 515 503 6-0 658 714 731 850 915 1136 131 225 427 502 632 732 8<4 915 1022 Wetzlar . Wetzlar . Wetzlar . Wetzlar . Wetzlar . Wetzlar . an 5H • 923 „ 2<7 • 712 an 619 „ 6-5 „ 734 „ 910 „1045 „ N4 „ 130 „ 341 „ 342 „ 424 „ 524 „ 6« „ 748 „ 738 „ 928 „ 1153 „12-22 „1236 _ 238 B.- il N.-Gemünden B.- u. N.-Gemünden D-u. N.-Gemünden Schweinsberg. . . • Dom 1. Juni bis 7. Oktober t Nur am Werktag vor Sonn, und Feiertagen Alsfeld Fulda . Fulda . . ab 40s . „ 640 Wetzlar Wetzlar Wetzlar Wetzlar Wetzlar Wetzlar Schotte« . . ab 525 . . „ 740 . . „ 1255 . . „ 544 -Nidda. Nidda . . . Nidda . . , Nidda . . Nidda . . . 353 512 511 52 6iß 715 743 940 an 6’0 „ 738 • 712 „ 652 „ 940 „ 121 „ 212 330 • 752 „ 854 „ 936 an 704 „ 802 „ 931 „ 12 1 „ 524 „ 239 „ 126 w 431 „ 9H „ 7^ „ 952 „ lOjO 427 512 758 608 713 754 700 944 1200 212 440 220 346 8L 912 an 92s „ 647 „ 837 „ 1026 „ 237 „ 210 402 „ 41° „ 407 „ 553 „ 622 „ 539 „ 721 „ 802 • k£ „ 751 „1222 „1033 Betzdorf..... Köln....... Saiger...... Köln....... Köln....... Eitorf...... Dillenburg . . . Köln....... Dillenburg . * . Serborn. . . . . Betzdorf..... Dillenburg. . . . Gießen Gießen Gicßen Wetzlar Gießen Limburg Gießen Wetzlar Gießen. Wetzlar Gießen Gießen Limburg Gießen Gießen Gießen Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen . . Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Gießen .... Nieder-Walgern aB 52Z „ 6'3 „ 630 „ 818 „ 1017 „1232 „ l03 „ 245 „ 330 „ 342 „ 610 „ 50 „ 656 726 „ 900 „10.5 „1122 „1209 „ 125 । 532 630 652 808 1020 1205 130 225 348 412 430 520 544 550 600 601 92ll 1014 Mücke—Hungen ab 522 Hungen : 815 621 822 1114 1104 316 739 605 646 7j9 1058 937 1135 112 W ßHirzenhain S Gedern. W Stockheim W Stockheim ab 422 „ 533 „ 723 „ 950 „ 10'3 „1044 „ 200 „ 220 „ 322 • 412 • 512 „ 63J „ 713 „ 8 £ „ 945 Lauterbach .... B.-u.N.-Gemünden Fulda....... Fulda....... Grünberg..... Mücke....... Gießen . . Gießen . . Wetzlar . Gießen. . Gießen. . (Bießen . . Gießen. . Limburg . Gießen . . Wetzlar . Limburg . Gießen . . Wetzlar . "Gießen. . Gießen. . Limburg . Gießen. . Gießen. . Hungen . . Gelnhausen Hungen . . Gelnhausen Hungen . . Heldenbergen Dübel Diibel Dilbel Dilbel Dübel Dilbel Vilbel Hungen Laubach Hungen Dillingen Hungen Hungen Hungen. Hungen Hungen Hungen Hungen Gelnhausen Nidda . . . Hungen . . Dudingen . Gelnhausen Hungen . . Gelnhausen Nidda . . . Gelnhausen Gelnhausen Hungen . . Hungen . Hungen . Hungen . Hungen . Hungen . Nidda . . Gießen . Gießen . Stockheim Gießen . Gießen . Nidda . . Gießen . Gießen . Hungen . Gießen . Friedberg Friedberg Friedberg Friedberg W B.-u.N.-Gemü.at» 703 D.-u.N.-Gemd. „ 1055 Friedberg . Friedberg . Friedberg . Friedberg . Friedberg . Friedberg . Friedberg - Friedberg—Nidda. . . ab 437 Echzell. . . . . „ 820 Nidda . . . . . „ 139 Nidda . . . . . „ 649 Nidda . . . • Nur am Werktag nach Sonn- und Feiertagen t Nur am Werktag vor Sonn- uni) Fei erlagen § Außer dem Werktag vor Sonn- und Feiertagen Gießen. Gi.ßen. Gießen. Gießen . Gießen . Gießen. G eßen . Gießen . Gießen . "Wetzlar. Gießen. Gießen. Friedberg—Huyge«. Friedberg . . ab 525 Hungen . . Friedberg . . „ 8°° Hungen . . Friedberg ..„151 Hungen . Friedberg ..„714 Hungen ab 418 Hanau „ 5u Hanau „ 649 Hanau „ 750 Hanau „ 139 Hanau „ 538 Hanau „ 825 Hanau Köln—Gietzen. . ab 432 Gießen . . . „ 52i Gießen . . Ndr.-Walgem Lollar .... Marburg. . . Marburg . . Marburg. . . Lollar .... Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Lollar . . . . Marburg. . . "Marburg. . . Lollar . . . . Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Marburg. . . Dom 1. Juni bis 3L August Marburg—Gießen Nidda—Friedberg. . . . ab SIS Friedberg. . . . . . . „ 625 Friedberg. . . . . . . „ IO’7 Friedberg . . . . • • • „ 430 Friedberg . . . . D.-u.N.-Gemd. „ 722 "Schweinsberg „ 757 B.-u.N..Gemd. „ 856 715 Hungen 827 Sangen 129 Hungen 423 Hungen 506 Hungen 515 Hungen Stockheim . . ab Swckheim . . „ Stockheim . . „ Stockheim . . „ Stockheim . . „ Gießener Anzeiger -lsch Hl ers So' m« (Bit W M Itä Ans' leit« unb Ans' nch' de D tatet der« ersch für sind M den auf auf her 2W M lvegl unfei oft n dem die ' sie I zuv zu ll viele schon loecd der' hälln Taid und auch den zwin Der reich einet berii sehe dah wir, auch tenö Täte Hw nut toej 6k ma zur fla< hi mu wer der öffei eigei Drob der ■ SU bl M. Dvlk gcfal San tüti Tmb scha feie auc vde 2i< uni In lich neb unz den der lass, von stehl känts also Pros auch aber $äni Sar Hi 6. bei «erech straft "ttun Sube hier Nu fletei ?bli die laub tväv bot dere, Su ei Jute ^Ute Driv Sehvi