*«8 U,™ urib > in ^p[ ;U l « ’ias nnen ist sichrer- Miiachst i, deren darauf nen der Schrei- essenden i, svlveit it, ebenanderen hen Leer staat- »gen ju° Geists, vvember, .. Oloixm- igen Le* , Lollar, m): Freier Stadl- ämtlichen rng von chlietzlich tszimmer ten osjen: 2, .mb isschlasses i versehen A0-. t Kosten' ion über Kosten stingsze^ meisterer gestnöte i Oot°r- rüne Da' i mit Kar 1 Wn grobes Är-A^ r*? e Olr.50111 stände fr > je-ein »Ifl01- nr. 254 '«,ltch, «cher Senn, nnfc 5*i*rtaqs, eil berSamstflqsbeilaqe: Vtetz«nerFam,li«ndlätter «»Rettich« Vezusipreise: MU. 102.- nnöTlk. 8.- rrSgerlohn,durch di.Post Mk 12L.-,avchbeiBicht- er|d)ttn den Berliner Besprechungen der letzten Tage herauskommen mag. Der Reichskanzler hat zu den Verhandlungen mit der Reparativ nskom- mission auch einen Rat einflußreicher Wirtschaftssachkenner aus dem Auslande nach der Reichshauptstadt eingeladen, ein Schritt, der lebhaft zu billigen ist. Am meisten aber wird eS jetzt, in der Stunde dunkler Verzweiflung, doch wohl auf die Kräfte des eigenen Volkes ankommen, die zusammengeballt dem Ausbeuterdrang der Entente entgegenzustemmen sind. Das radikale Verbot des Devisenhandels hat sich als ein zweischneidiges Schwert erwiesen; politische Absichten haben es scharf geschliffen, aber wirtschaftliche Einsicht wird eS mit einem zweckmäßiger zu handhabenden Instrument vertauschen müssen. Den Führern der deutschen Republik drängen sich neu erworbene Erkenntnisse auf. Der demokratische frühere Reichsminister Koch nuschle in seinen im „Berliner Tageblatt" erschienenen De- grühungSartikel für die Berliner Gäste manche kalte innerpolitische Wahrheit. Zunächst hält er den sozialistischen Mitkämpfern den von ihnen allmählich als richtig erkannten Satz unter die Nase, dah der Sozialismus nicht auf den Trümmern der Kriegswirtschaft errichtet, sondern nur aus einer wieder erstandenen kapitalistischen Wirtschaft abgeleitet werden könne. Dann aber legt er den Finger auf die Fehler, die gemacht wurden, und die dem Lande zum Mnheil gereichen mußten, indem er wörtlich sagt: „Das Erfordernis m einem Veredlungslande wie Deutschland, dessen Bevölkerung ferne Lebenshaltung dem Werte feiner Arbeit verdankt, die qualifizierte Arbeit des gelernten Arbeiters, des geistigen Arbeiters und des Beamtentums in der Entlohnung herauszuheben über die des Handlangers, erkannte man nicht hinreichend an und drückte damit die Arbeitsleistung vielfach herab. Die schematische Durchführung des Achtstundentages verringerte die krast des Landes. Indem man in dem Irrglauben an die Allmacht des Staates eine Ausgabe nach der anderen dem Staate übertrug, behinderte man das Wirtschaftsleben und vermehrte die Zahl der Beamtenschaft über das erträgliche Mah. Statt wirtschaftliche Maßnahmen auf dem Gebiete der Produkt! ms- hebung zu treffen, begnügte man sich mit einer Bekämpfung der Symptome des Zerfalls durch polizeiliche Maßnahmen, obwohl man im Kriege die Wirkungslosigkeit solcher polizeilichen Maßnahmen hätte gelernt habm tonnen.“ Die Richtigkeit dieser Sätze könnte nun in der Arbeitsgemeinschaftspolitik oder innerhalb einer zu begründenden großen Koalition weiter befruchtet werden. Roch v eles andere wäre folgerichttg daran anzuknüpfen. Die einseitige Linkspolitik der bisherigen Regierungskoalition war in ihren Grundzügen ebenso falsch wie der Starrkrampf der Erfüllungspolitik. Der nationale Sinn des Volkes, die Entfesselung unseres politischen Lebens von allen par- teithevretischen und unpraktischen Tendenzen, die Mitwirkung also auch der gesunden Kräfte der Rechtsparteien, geben allein das Mittel an die Hand, den Miseren dieses Winters aktiv entgegenzuarbeiten. Die politischen Besprechungen in Berlin. Berlin, dett 28. Oktober 1922. Gestern nachmittag traten die Vertreter der die bürgerliche Arbeitsgemeinschaft bildenden Parteien zu einer Besprechung zusammen, die sich laut „Berliner Tageblatt" um organisatorische Fragen für diege - meinsame Arbeit der drei Parteien drehte. Dem gleichen Blatte zufolge soll heute nachmittag eine Beratung der Ko- ll l i t i o n s p a r t e i e n und der Deutschen Volkspartei mit dem Reichswirtschaftsminister Schmidt über die Wirtschaftslage stattfinden. Wie der „Vorwärts" mitteilt, wird der sozialdemokratische Fraktionsvorstand am Montag zusammentreten, um zu der Lage Stellung zu nehmen, die sich aus den bisherigen Verhandlungen mit den Parteien der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft ergeben haben. Wie eine sozialdemokratische Parteikorrespvn- denz schreibt, kennzeichnet das Zusammentre- ten des Fraktionsvorstandes den Ernst der innerpolitischen Lage. Der Fraktionsvorstand werde darüber beschließen, ob die Situation eine Einberufung der gesamten Fraktion notwendig macht. Maßnahmen zum Schutze des Reichskanzlers. Berlin, 27. Oft. Wie die Blätter mitteilen, wurden in den heutigen Morgenstunden vom Polizeipräsidium in und in der Nähe der Reichskanzlei besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Diese seien I veranlaßt worden durch Anzeigen, die von I einem neuen Attentatsplan gegen den Reichskanzler sprechen. Die sofort eingeleiteten polizeilichen Nachforschungen ergaben zwar bisher noch keinen positiven Anhaltspunkt, die Behörden hielten es jedoch für ihre Pflicht, besondere Maßnahmen zum Schutze des Reichskanzlers zu treffen, um allen Eventualitäten vorzubeugen. Die Reparationskommission. Paris, 28. Oft. (WTB.) In Erwartung der anzutretenden Reise nach Berlin nahm die R e° pcrrationsf ) rn misst )n in ihrer gestrigen Sitzung die Regelung verschiedener technischen Fragen vor, die in der Schwebe waren. Der erste britische und der belgische Delegierte werden in Berlin mit den anderen Mitgliedern der Kommission zusammen treffen, deren Abreise auf Sonntag abend festgesetzt worden ist. Wie die „Voss. Ztg." aus Paris meldet, werden mit der Reparationskommission auch die beiden amerikanischen Delegier- t e n nach Berlin reisen. Paris, 27. Oft. (WTB.) Havas zufolge war für gestern Abend die Abreise D ra d- burhs nach London vorgesehen. Eine Bestätigung liegt jedoch nicht vor. Paris, 27. Oft. (WTB.) Rach dem „Oue- vre" wird sich die Reparationskommission in Berlin auf die Arbeiten und Vorschläge von Deutschland stützen, ko z. B. von Staatssekretär Hirsch und die zur Stabilisierung der deutsche Währung vorgeschlagenen Maßnahmen prüfen. Der belgische Kompromißvor schlag zielt dem Blatte zufolge auf die Stabilisierung derMa r k ab. Der Ausglcich tes Tubget3 macht die Wiederaufnahme der deutschen Zahlungen von dem Budgetausgleich abhängig, ohne einer Entscheidung vorzugreifen, welche die Alliierten in Brüssel zwecks Herabsetzung der deutschen Gesamtschuld vielleicht treffen werden. Zugleich fügt das Blat hinzu, daß der belgische Vorschlag technisch-politisch die Alliierten zweifellos einer Lösung r.äherbringen werde. Läut , Journal" hat die Kommisswn die Absicht, nicht nur die Mitglieder der deutschen Regierung, sondern auch die Hauptparteiführer, die Großindustriellen und die Vertreter der Arbeiterverbände zu hören. Der Reichssinanzminister Hermes wurde schon am Dienstag aufgefordert, seinen Plan der Stabilisierung der Mark auseinanderzusetzen. Der belgische Vermittlungsvorschlag. Nach dem „GauloiS" sieht der bel- gischeVermittelungsvorschlag auch die Stabilisierung der Mark vor, jedoch in weit geringerer Höhe als der Vorschlag Brad- burhs, ferner innere und äußere Anleihen, und schließlich das Gleichgewicht des Haushalts durch Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben, für das ein Veto der Reparcttionskvmmis- sion in dem Maße gefordert wird, als es die wirtschaftliche Lage verlangt. Es soll ferner fein vorher festgesetztes Moratorium gewährt werden, dafür sollen jedoch Deutschland vernünftige Fristen eingeräumt werden, um lein Budget ins Gleichgewicht zu bringen, damit es so bald wie möglich zur Begleichung seiner Verpflichtungen auf das Reparationskonto aufgeforbert werden kann. Schließlich sollen Maßnahmen ins Auge gefaßt werden, um die Kapitalverschiebung und die Spekulation in Devisen zu verhindern, ohne jedoch den deutschen Export allzu sehr zu behindern. Die Devisenverordnnng. Berlin, 27 O't (Wolfs.) Durch Lio zweite Aussüh unpsv no drung ke5 R ich?p'ä i enten gegen die Spekulation in ausländischen Zahlungsmitteln vom 12. Oktober ist die Fraee der Anwendung dieser Verordnung auf lau'ende Verträge dahin entschieden worden, daß die Gültigkeit lausender Verl Lge unberührt tl'ibt, und daß die vereinbarte Zahlung in ausländischen Zahlungsmitteln zulässig ist, sofern sie bis zum 15. Dezember zu erfolgen hat. Hat sie in einem späteren Zeitpunkt zu erfolgen, so ist sie in Reichswährung zum Kurse des Fälligkeitstages zu leisten. 3ft die Zahlung bereits in Reichswährung erfolgt, so hat es habet sein Bewenden. Erleichterungen sind Im Hinblick auf Geschäfte mit dem Ausland insofern beschaffen worden, als einmal Geschäfte über Lieferungen von im Ausland befindlichen Waren und der erste Timsatz von aus dem Auslande eingeführten Waren von dem Verbot der Bezahlung in ausländischer Währung ausgenommen worden sind. Desgleichen sind Prvvisionsgeschäfte beim Export und gewisse Dienst- und Werkverträge, bei denen die Erfüllung im Ausland zu erfolgen hat, weiter Frachtgeschäfte über im Auslande befindliche oder zwischen dem In- und Ausland zu befördernde Waren und gewisse Bersiche- rungsgeschäfte von dem Verbot des 8 1 der Verordnung ausgenommen worden. Firmen, die Zahlungen auf Grund solcher Geschäfte zu leisten haben, kann auch dir Handelskammer besondere Bescheinigungen ausftellen, so daß sie von einer Vorprüfung des Finanzamtes freigestellt sind. Ein weiterer Ausbau der Devisenvervrdnung und ihre baldigste gesetzliche Regelung sind in Vorbereitung. Eine Rede Donar Laws. London, 27. Oft (Wolfs.) In einer Rede Iin Glasgow, die sich größtenteils mit seinem veröffentlichten Manifest deckt, erllärte der neue Premierminister Donar Law, die wirkllchen Schwierigkeiten hingen mit den Reparationen zusammen. Er liebe es nicht, darüber zu sprechen, aber jedermann wisse, daß nach dein Ton der französischen Presse das Gefühl der größten Bitterkeit gegenüber England entstanden sei. Seiner Ansicht nach sei dies nicht gerechtfertigt. Es geschehe niemandem unrecht. Amwenigsten sei dies bei Lloyd George der Fall, der der glänzenden Opfer gedenke, die Frankreich im Kriege gebracht habe, und der bestrebt sei — und dies gelte auch von ihm selbst —, das alliierte Frankreich ehrenhaft und fair zu behandeln. Bei den Wahlen in England habe jedermann und nicht nur Lloyd George und seine Anhänger gesprochen, als wenn sie dächten, Deutschland werde die ganzen Kriegs- schulden bezahlen. Bonar Law sagte, er habe dies niemals geglaubt. Er sei außer Fühlung mit seinen Anhängern im Unterhause gewesen bei der Aussprache seinerzeit, als der Vertrag von Versailles vereinbart worden sei. Er sei nicht allzu zuversichtlich gewesen. Er habe von Anfang an gewußt, daß diese große Summe unmöglich sei. Er könne ehrlich sagen, er habe niemals die Hoffnung gehegt, daß sie bezahlt werde. Richt nur das britische Volk, sondern auch das ftanzöfische Volk und die französische Regierung müßten einsehen, dah die gesamte zukünftige Wohlfahrt Europas und damit der Welt von den gemeinsamen Aktionen abhänge. Heber die Beziehungen zu Amerika sprechend, erklärte der Redner, er hoffe, dah die Zeit kommen werde, wo auf die eine oder andere Weise die Vereinigten Staaten mit dem Völkerbund vereinigt sein würden. Dadurch würde sein Wert ungeheuer vermehrt werden. Der Ansicht eines italienischen Blattes entgegentretend, daß Grohbritarmien die Meerengen und Konstantinopel zu einem zweiten Gibraltar zu machen gedächte, erllärte Bonar Law, dies sei lächerlich. Der Himmel wisse, daß die Verantwortlichkeiten Englands groß genug seien. Man werde sie nicht noch mehr vermehren. Das werde sich bei dem demnächst abzuschl testenden Vertrag jelgew, nach welchem die britischen Truppen aus der ganzen Linie wieder zurückgezogen werden könnten Im wefteren Verlauf der Rede nannte et Lloyd George zweifellos die größte Persönlichkeit der heutigen englischen Politik und sagte, als demokratischer Führer sei Lloyd George der größte Mairn, den England je gehabt habe, Gladstone nicht ausgenommen. D>nar Law gab der Hoffnung Ausdruck, die 'unionistifche Mehrheit im zukünftigen Unterhaus zu erhalten. Er schloß die Rede mit den Worten: Was auch immer geschieht, und welche Regierung auch immer ans Ruder kommt, nach meiner Ansicht werden Enttäuschungen entstehen. Wir können sie nicht verhindern. Die Problems sind da; wir werden ihnen entgegentreten. Die Konferenz von Lausanne. Konstantinopel, 28. Oft. (WTB.) Die ersten Dragomanen der alliierten Gesandtschaften übermittelten der Hohen Pforte und dem Vertreter der Rationalversammiu g von Angora die Einladung zur Konferenz von Lausanne. Paris, 28. Ott. (WTB.) Rach einer Havas- meldung aus Athen wird Griechenland auf der Orientfriedenskonferenz von Lausanne durch Veniselvs vertreten fein. Paris, 28. Oft. (WTB.) Rach einer HavaS- meldung aus Konstantinopel ist Ismid Pascha zum Kommissar für auswärtige Angelegenheiten ernannt worden. Paris, 28. Oft. (WTB. i Rach einer Meldung des „Reuyork Herald" au3 Washington verlautet offiziell, daß die Vereinigten Staaten einen Vertreter nach Lausanneentsenden werden, der der Konferenz als Beobachter beiwohnen wird. Paris, 28. Oft. (WTB.) Havas berichtet aus Mudania von einem wichtigen Kriegs- rat, der unter dem Vorsitz von Mustapha Kemal Pascha in Tschekerh abgehalten worden sei. Bern, 27. Oft. (WTB.) Auf eine Anfrage der diplomatischen Vertreter Frankreichs, Englands unb Italiens wegen der Zustimmung der Schweiz aur Abhaltung der Friedenskonferenz über den Orient in Lau sänne antwortete der Bundesrat zustimmend. ($tn türkischer Minifterwechsel. Paris, 27. Oft. (Wolff.) Nach einer Havasmeldung aus Angora hatIussufKe- mal, der Minister für auswärtige Angelegenheiten der nationalistischen Regierung, aus Gesundheitsrücksichten feine Demission eingereicht. Die Debatte in der französischen Kammer. Paris, 27. Oft (WTB.) Die Kammer setzte heute nachmittag die Interpellationsdebatte über die allgemeine Politik der Regie.ung fort Erster Interpellant ist der Abgeordnete Bonnet, der über die Kriegsbeschuldigtenfrage spricht und von der Regierung Festigkeit bei der weiteren Behandlung der Angelegenheit verlangt Rach ihm spricht als zweiter Interpellant der 2llg-ordnete Soulier über die Orientfrage. Er steht in Opposition zu der französischen Orientvolirik und beschuldigt in ferner Rede die Türken der Brandstiftung m Smyrna, Ministerpräsident Poincare und ein kürzlich aus dem Orient zurückgekehrter Beamter der Kammer traten ihm entgegen. Menschenunwürdige Behandlung von (befangenen. Berlin, 27. Ott. (Wolff.) Eine Anfrage beS Landtagsabgeordneten Göbel und Gen. beantwortete, wie der amtliche preußische Pressedienst meldet, der Zustizminlster dahin, daß die Zeitungsnachrichten über die menschenunwürdige Behandlung der in das besetzte Rheinland übergeführten oberschlesischen Gesänge n « n auf dem Transport nachMainz und im französischen Militärgefängnis in Mainz z u t r e f i e n. Das Staatsministerium werde die Reicysregierung ersuchen, darauf htnzuwtrken, daß die schuldigen Personen zur Rechenschaft gezogen werden. Den oberschlesischen Gefangenen werde in den rheinischen Strafanstalten Anrath und Rheinbach keine schlechtere Behandlung zuteil als den übrigen Gefangenen. Die Staatsregierung werde es sich angelegen sein lassen, die Erteilung der zur Begnadigung der Verurteilten erforderlichen Zustimmung der Besatzungsmächte mit Nachdruck zu befürworten. Eine deutschsprachige Zeitung in Metz. Berlin, 26. Oft. (Wolff.) In Metz ist eine neue deutschsprachige Zei- der Politik eine Rolle spielen, haben ihre tung erschienen. Namhafte Geistliche, die in Mitwirkung zugesagt. Die französische Liga für Menschenrechte und die Kriegs- schuldfrsge. Pari«, 27. Oft. (WTB.) Die französi- sche Liga für Menschenrechte ist erneut an die französische Regierung mit dec Ditte hevcrngetceten, die offiziellen französischen Veröffentlichungen über den Kriegsausbruch, die bisher drei Bände umfassen und die Entwicklung der Weltlage vom 1. Januar 1912 bis zum 1. August 1914 beleuchten, durch rück- haltlose Oeffnung der französischen Archive zu ergänzen. Das öffentliche Gewissen werde, so heißt es in der Begründung der Eingabe, erst dann befriedigt sein, wenn alle Dokumente in ihrer authentischen unverkürzten Fassung w!ederge>?eben würden, unt> toejin die Zusammenstellung der Texte, wie dies in Deutschland geschehen sei, einem Ausschuß von Männern anvertraut werde, die durch die Sicherheit ihrer wissenschaftlichen Methode und ihre Llnabhäng!gleit qualifiziert seien. Im Gelbbuch von 1914 sei nach einer verwerstichen Methode mehr als ein wichtiger Text ausgelassen oder verstümmelt worden. Das Wolffbureau bemerkt zu dieser Veröffentlichung: Es wäre dankenswert, wenn die französische Liga für Menschenrechte sich auch um das Schicksal des seit langer Zeit angekündigten zweiten Bandes des „Livre Roir" bekümmerte, der wichtige Enthüllungen zum Kriegsausbruch enthalten sollte. Das „Livre Roir" verwertet bekanntlich von der Sowjetregierung zur Verfügung gestellte, aufsehenerregende Dokumente der russischen Archive "zur Entstehungsgeschichte des Krieges. Rücktritt des Grafen Lerchenfeid? München, 27. Oft. (WTB.) Wie von zuverlässiger Seite verlautet, muß mit Bestimmtheit mit dem Rücktritt Graf Lerchenfelds gerechnet werden Dem Vernehmen nach wird Lerchenfeld sein Rücktrittsgesuch jedoch eist dann elnreich.m, wenn die notwenütgen Verhandlungen über die Frage seines Rachfolgers mit den Koalitionsparteien gepflogen sind, deren Einleitung bis jetzt wegen der Abwesenheit verschiedener Parteiführer von München nicht möglich ivac. Voraussichtlich wird der Bayerische Landtag am kommenden Donnerstag zusammentreten, um über die Frage der Nachfolgerschaft zu beraten. Die gestrigen Verhandlungen der Bayerischen Volks- Partei waren für Lerchenfeld sehr günstig, doch schien sein Ausscheiden auS der Regierung nicht vermeidbar. Zu einem Bruch zwischen dem Mini- flerpräsidenten und der Bayerischen Volkspartei ist eS nicht gekommen. • München, 27. Oft. (WTB.) Die Meldung der .Münchener Zeitung", wonach die Einführung der Zwangswirtschaft in Milchprodukten nur noch eine Frage von Tagen sei, entspricht nicht den Tatsachen. Es wurde in einer Sitzung der Kemptener Börse lediglich folgendes mitgeteilt, wenn ein gütliches Llebeceinkommen mit den Milchbiruern nicht erzielt werden könne, sehe sich die bayerische Staatsregie.-ung gezwungen, beim Reich Schritte zur Herbeiführung geeigneter Zwangsmaßnahmen au unternehmen. Inzwischen ist eine Einigung erfolgt. Eine weitere KohlenpreissteLyerung. Berlin, 27. Oft. (WTB.) Der vorgestern nacht gefällte Schiedsspruch über die Erhöhung der Dergarbeiterlöhne bildete die Grundlage für eine weitere Kohlenpreis st etgerung, welche die Organe der Kohlenwirtschaft heute vorgenommen haben. Die Preise wurden wie folgt erhöht: Für das Ruhrrevier (Fettförderkohte) 2060 Mk je Tonne, für Sachsen (durchschnittlich) 3016 Mk., für Niederschlesien 2620 Mk., für Aachen-Eschwetler 2692 Mk., für Aachen-Nord- stern 3276 Mk., für das rheinische Draunkohlen- syndikat 317 Ml. für Rohkohle, 1116 Mk. für Briketts, für das ostelbische und mitteldeutsche Braunkohlensyndilat 774 Mk. für Rohkohle, 2041 Mark für Briketts. Die Preise gelten mit Wirkung ab 1. November. Zu den Erhöhungen treten die üblichen Sähe für Steuern und Handelsnuhen hinzu. Bei der Abstimmung wurde eine Einstimmigkeit nur bezüglich der Preiserhöhungen einiger kleinerer Reviere erzielt Im übrigen enthielten sich die vier ?^ettnebmer der Abstimmung. Bei der Beschlußfassung über die Ruhrkohlenpreife stimmten die vier Arbeitnehmer dagegen weil sie nur eine Preiserhöhung von 1942 Mk. vertreten zu können glaubten. Die Arbeitnehmer machten geltend, daß die ihnen zugebilligten Lohnerhöhungen immer weiter hinter der Geldentwertung zurückblieben. Daher müßten auch die Werksbesiher «ruf Teile der Material- und Preiserhöhung verzichten. Die Werksbesiher verwiesen demgegenüber auf die große Preissteigerung für Materialien, insbesondere für Holz, die größer sei als die Erhöhung der Indexziffer der Lebenshaltung, sowie auf die Geld- und Kreditnot der Werke, die sich immer weiter verschärfe. Handelspolitische Verhandlungen zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei. Prag. 27. Oft. (Wolff.) Nach dem tschecho- stowakischen Pressebureau beginnen am 30. OttD- ber in Dresden die handelspolitischen Verhandlungen zwischen Deutschland undderTschechoslowakei. Auf der Tagesordnung steht auf Veranlassung der Tschechoslowakei insbesondere die Regel.lng dec Ausfuhr von Hopsen und Malz aus der Tschechoslowakei nach Deutschland, ferner die Fruge der Einfuhr von Stickstoffdünger aus Deutschland nach der Tschecho- stowakei: außerdem die Regelung der Ausfuhr tschechoslowakischen Qualitätsstahls nach Deutschland und schließlich die Erweiterung und Ergänzung deS Textilabiommens vom April. Deutscherseits wird die Forderung der Regelung der Valutaverhältnisse deutscher Lebensversicherungsgesellschaften erhoben, die mit dec Tschechoslowakei geschäftlich verkehren! außerdem werden, die Regelung des Deredelungsversährens für Handstickereierzeugnisse und andere Punkte zur Ecör> teruiig gelangen. Die Verhandlungen werden auf deutscher Helte vom Ministerialdirektor v. Stock- hammern aus tschechvslvwalftcher Seite in Vertretung des Gesandten vom Vorstand der Handels- abtcllung der tschechostowa fischen Gesandtschaft in Berlin, Legationsrat Dr. Ibel, geführt. Die Abreise des Botschafters Brockdorff-Nantzan nach Moskau. Berlin, 27. Oft. (WTB.) Anläßlich der bevorstehenden Abreise des neuernannten Botschafters für Moskau, Brockdorss-Ranhau. fand beim Reichskanzler ein Frühstück statt, an dem außer dem Reichskanzler Bcockdorff- Ranhau der hiesige russische Botschafter KrastinSki mit den Herren dec Botschaft, Vizekanzler Bauer, Staatssekretär v. Hensel, der Leiter dec Ostabteilung im Auswärtigen Amt Ministerialdirektor v. Malhan, ferner der Volkskommissar Krassin, Geheimrat Bücher, die Relchstagsabgeordneten v. Siemens und Breitscheid sowie das Mitglied des Reichswirtschaftscats Dc. HUferding teil- nahmen. Deutschnationaler Parteitag. Görlitz, 27. Oft. 1922. In dem großer Saal der Görllhec Stadkhalle wurde dir erste öffentliche Sitzung des Deutsch- nationalen Parteitages abgchal en. Heber 100 Delegierte aus allen Gegenden Dcutsch- lands '(kitten sich eingefunden. Dazu kamen weit über 1000 Gäste. Der Parteivorsitzende H e r g t eröffnete den Patteitag und hielt eine politische Eröffnungsrede. Hergt sagte In seiner Rede zum Schluß: In einer estkfchiedenen Produktionspolitik im Innern liegt der Kernpunkt des Problems der Lösung aus unserer Rot. Wir müssen mehr arbeiten ob wir nun wollen oder nicht. Die Land- crirtschast muß endlich ihr Recht und ihre Hand- lungsf reihest haben. (Lebh. Zustimmung.) Die Regierung muß unbedingt für Recht und Ordnung sorgen. Es muß endlich einmal eine Partei geben, die das Problem des achtstündigen Arbeitstages auch von Parteiwegen mit Namen nennt. Uno diese Partei können nur wir sein. Das Gebot dec Stunde heißt, Mehrarbeit ans Kosten des Achtstundentages. (Beifall). W i r rufen die Arbeiter auf, ihr Schicksal selbst In die Hand zu nehmen und sich an die Spitze der Aktion zu stellen. Unfer Plan bedeutet eine schroffe Absage an die sozialistischen wirtschaftlichen Auffassungen. Eine Koalition mit den Sozialdemokraten halten wir für unmöglich. Wir tragen damit nicht etwa eine Spaltung in das Volk hinein, diese Spaltung ist vielmehr schon da. Untere Forderung nach Der selbstverständlichen Vereinigung aller zum Ausbau bereiten Bevölkerungskreise auf der Grundlage der großen Rrcht- linien für diesen Wiederaufbau ist durch die Schuld der Regierung und Der Regierungsparteien bis heute Illusorisch geblieben. Im Gegenteil wird die Einigung systematisch hintertrieben. Leider ist die grundsätzliche anttmarxistische Einstellung bei den anderen Parteien nicht In dem Maße vorhanden tote bei uns. Man versucht im Gegenteil, uns systematisch zu isolieren. Das geschieht nicht bloß vom Zentrum und den Sozialdemokraten, sondern auch von der Deutschen Volkspartei. Trotzdem die Deutschnationale Volkspartei aus dem Rathenaupro/.eß g'än^end gerechtfertigt hervorgegangen ist, hält man fest an der Einstellung: Der Feind steht rechts! (Hört, hört! und Zurufe.) Wir haben versucht, außerhalb der Parteipolitik das Problem der Reichspräsidententoahl z^u lösen, das wir nicht künstlich hervorgerufen haben, sondern das sich aus der Verfassung ergibt. Da hier Volksrechte in Frage standen, hatten wir geglaubt, daß die bürgerliche Einigung in dieser Frage eine Selbstverständlichkeit fein müßte. Hier bot sich eine Gelegenheit dazu. Es gab einen Manu, dec das Steuerruder des Staates wieder Herumreißen konnte, Hindenburg (Stürm. Beifall), auf den die Gegenseite aus Angst selbst hat müssen aufmerksam machen. Aber man hat die Größe des überparteilichen Programms und damit Hindenburg geopfert. In seiner Antwortrede auf meine Ausführungen hat der Reichskanzler es nicht unterlassen, die Sache auf persönliches Gebiet hinüber- zuspielen und tote ein dcus ex machina kam daö Gerücht von einem Attentat (Lachen), und schließlich kam Fehrenbach mit seiner Verteidigung in eigener Sache. War nicht diese Verteidigung selbst eine vernichtende Kritik der Ein- richtuna des Staatsgerichtshofes? (Sehr wahr!) Unser Appell an den Reichspräsidenten, die Frage zur Vvlksentscheidung zu bringen, ist nutzlos gewesen. (Stürmische Ruse: Pfui, Dersassungsbruch!) Aber das Volk wird sprechen. Wir werden unsere Tätigkeit aus dem Reichstag ins Vvll hinaus vrrleoen. Die großen potttischen Debatten werden wir einsch ranken. Wir wollen dieses Theater nicht mehr mittnachen. Wenn wir aus Oppeln hören, daß es den Katholiken verboten sein soll, deutschnational zu sein, und wenn man will, daß wir die monarchisch' und die dcutschv llfheP opaganda tesgedanken. Von besonderem Interesse dürsten jedoch seine beiden letzten Vorträge sein, die er heute und morgen abend zu halten gedenkt. Besonders zu begrüßen ist es, daß ein so berufener Redner sich einmal klar und offen über „Not und Sieg " im Geschlechtsleben" auszusprcchen wünscht. Hier liegen die tiefsten Wurzeln des Niedergangs nicht nur einzelner Menschen, sondern Tausender unseres Volkes. Die sittliche Not, die das Mark unseres Volles verzehrt, führt schneller und gewisser zum Ante'gang als aller, äußerer Druck. Ein Aufwärts in unserem Volke kann es nur geben, toaui biefe Schäden rückhaltslos aufgedeckt werden und auf Mi.tel l ingetoiefen wird, die allein Hilfe zu bringen imstande find. Das 'will Dr. Berg heute abend. In den Schluß- Versammlungen am Sonntag wird noch einmal zusammengesaßt, was die Wochmre.sammlungen gebracht haben. „Schuld Und Sühne" durchzieht nicht nur das Leben des Einzelnen, sondern auch die ganze Weltgeschichte Anter der Schuld der Gottesferne stöhnt und seufzt die ganze Mensch- httt und jeder Einzelne. Aber durch die Sühne eines Einzelnen ist die Schuld von der Menschheit ! hinweggenommen. Davon zu zeugen, wird die Aufgabe d,es letzten Vortrages sein. Welches Interesse den Vv trägen entgegengebrächt wird, beweist eine freiwillige Sammlung, die es ermöglicht, Samstag und Sonntag die Kirche $u Helzen. (Siehe Inserat.) * * Tiecäcz11 iche Taxe. Man teilt unS mit: Die fort währenden Schwankungen des Geldwertes haben den tierärztlichen Landesvecein für Hessen veranlaßt, für die Berechnung der Vergütungen für tierärztliche Bemühungen folgende Grundsätze aufzustellen: Der Berechnung wird die Taxe aus dein Jahre 1900 (Friedenstaxe) zu Grunde gelegt. Der fo errechnete Betrag wird mit 50 Prozent deS jeweils v,n der Reichs bank bezahlten Goldwertes vervielfacht. Damit bleiben die Vergütungen noch immer um die Hälfte hinter dem Goldwert bei der Berechnung zu Friedenszelten zurück. In vielen Teilen Deutschlands — z. D. auch in dem Nachbarkreise Wetzlar — 'haben die Tierärzte ähnliche Vereinbarungen getroffen, um eine möglichste Gleichmäßigkeit in der Behandlung dieser Frage herbeizuführen und um die Liguida- ttonen wenigstens einigermaßen dem schwankenden Geldwert airzupassen. * * Amtliche Personalnachrlchten. Ernannt wurden: am 20. September der 6d>ul- amtsanwärter Heinrich Borger aus Weinknstm zum Lehrer an der Vol sjchul? u Lber-Fl^rSh im, Kreis Worms: am 28. September der Weinbau- Inspektor Oosef Mader aus Bozen (Tirol) vom 1. November ds. Zs. ab zum Vorstand der Weinbaudomänenverwaltung zu Mainz mit der Amtsbezeichnung „Domänenrai": am 19. Oktober der Studienrat cm der Realschule in Schotten Georg Heinrich Hofserberth zum Studienrat an dem Gymnasium in Bensheim mit Wirkung vom 16. Oktober 1922 ab; der Schulamts« antoäiter Adolf Weisel aus Röthges zum Leh- F ®es5 Qri>eanl!i Ajh I = iin, HK- £9<2nü mit S* t f [et De Beliebten buA fragt) U h Dank feg; fest Mlliche . »bll sie wirD y&t mit liet [ MEnbiK) bi f W ift. Dc » III. M I NtefrMd K ginn ik$ Tiana I M dv. b.M t I M I Kn irotschen 'S I Qen cs jn । I & L Meren Ramy Uw Ankern Mstzderndn ! ff tzr Ent) M Aus i Kr itiiM w ' c .Dvember« !. Li Staate fl -!?ben ötad 1 Oktober D< Ld Rothem KV ^$rli »inölfg be' Meurs ÄuO jekvelatvu I B denn je! Uz nun noch1 sch leicht eme uerfennen, Da Mten Vechtö Mich beim ' ti und Adel ,ch heute noc pschwunden, Ausnahme Dc Y " llnflül Briefmarken ■ M daraus au I Mjabststmarkv Ä verlieren., E- jn, toenn nwgl Wschalt« ge;< " Eine unzkasle C leichsavga ü in der Alt LherrAuSkur IM heutigen 21 " Der 0 «rin beginnt mc I ttrauSstell I britSgemei I I (Biehe Des $eei Trauerst Fra G Eines der s Innlgteit und hemn miteinan MMharzetz I oleiben. tzs \\\ ■ I ein !o echt dev I itt dem etvas änen näfierlie «d Leander" bv)t V 6 übergeben. Der Schuner ist gef die Gabung O^ebrachoh)lz nxrb auf 20 CDliI xnten; :illbnen Kirche und Schule der Z®hnschm»r*. Kheum. 4 Jahren. 09S.58 f sch weiter er ein bildet. Erhlltlicb ir Apotheken Ruch u.vor zügHchwtrlc. 2712c * Die ansteckende Blutarmut der Pferde auf dem Hofgut Appenborn bei Odenhausen hat sich bei den ärztlichen Untersuchungen nicht bestätigt. Seim«. Mrftrriistit für Lcdirme werden noch angenommen. bOnrmfaörit £eol Ausländer sucht per sofort ein gut möbl. 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Oktober enthält: Miet-einigungs- ämter. — Pflegegelder in der Anstalt für Dchlvach- und Blödsinnige „Alicestisf bei Darmstadt. — Verlängerung der Herbstferien. — Viehzählung. — Höchstpreise für Mehl und Brot. — Rindgänge der Feldgefchworenen. — Ginrichtung einer Mechaniker» Zwangs Innung Gießen-Htadt und -Land. — Ansteckende Blutarmut bei Pferden. — 3c- trerbSlosenfürf ege. — Tagegelder und Reisekosten der OrtSvorstnndspers inen in den Landgemeinden des Kreises. — Versicherungspflicht der Handarbeitslehrerinnen. — Lehrerkonferenzen. — Feldbereinigungen Holzheim und Klein-Linden. — Des enden, verloren. «Ilse für tagsüber ober Stundenfrau wegen Erkrankung meine« Mädchens so fort gesucht. 9382 Babnbofttr. 49 I. höchste Miete bezahlt Student für 1 bis 2 ont M. Zimmer ver sofort. Schriftlich.Anqebote unter 09961 an den Sieben. Anzeig erb. emehmen em ae- ; :n Derufsgeiwss^ I rnenbruche legte sich der östliche Brückenträger in das Hafenbecken hinein, so daß Hindernis für die Schiffahrt berg: Freitag, den 3. Dovember, 9 Uhr, im Schulhause zu Grünberg: für den Bezirk Lich- Hungen: Montag, den 6. Avvember, 9'/. Ahr, im Schulhause zu Hungen: für den Bezirk Giehen-Land II (den seitherigen Bezirk Gleßen-Land. ohne die Orte Heuchelheim, Lollar, Wieseck, Klein-Linden. Hausen, Mendorf an der Lahn): Freitag, den 10. Avvember. l/*9 Uhr, im Singsaal der Stadtknabenfchule zu Gießen. ^igung , Ä ! yUä ert finbe?^66” littag jÜ* •* !nltln«Utr V? sinket am *W16. Igc «n fe 4vÄ»schule zu RüddingShausen. Kreis Piehen: am 20. Oktober der Studienrat an dem Gymnasium in DenSheim Dr. PHUipp Shr- e a n n zum Studienrat an der Realschule in Gernsheim mit Wirkung vom 16. Oktober 1922 ab; der Schulamtsanwärter Karl H e u f o h n aus Obec-MovS zum Lehrer an der Volksschule zu Dentngs, KreiS Bübingen; am 26. Oktober die Rollpraktikanten Wilhelm Hartwig und Hakob Andres zu Worms zu Oberzollsekretaren — In den Ruhestand verseht wurde am 27. Sep- tember der Vorstand der Wcinbaudomänenver- vallung zu Mainz Geheimer Domänenrat Gmerich Wayer zu Mainz auf sein Dachsuchen vom j. Avvember ds HS. ab unter Anerkennung seiner hem Staate geleisteten vorzüglichen Dienste. — Sn den Staatsdienst übernommen wurde am 20. Oktober der Forstwart der Kommunalforst- Dartet Rothenberg II, Obersörsterei Rothenberg, Oafob Braun zu Rotbenberg vom 1. Oktober 1922 ab unter der Amtsbezeichnung „Förster". — Hurückgcrnommen wurde die Verfemung des Lehrers Georg Brunner von Sandbach nach Höchst L O. •• Ehrlichkeit und Selbstüber- Windung bewies der 10jährige Sohn des Friseurs Kuhl. Der Junge hatte gestern abend auf der Straße eine schöne große Cervelatwurst gefunden, die heute leider mehr denn je zlt den verlockendsten und seltensten Leckerbissen gehört. Wie stark dieser Reiz nun noch auf ein Kind wirken mag, läßt sich leicht ermessen. Mm so höher ist es an- Pterkennen, daß der Junge seinem ausgeprägten Rechtsempfinden folgte, und dieWurft treulich beim Polizeiamt einlieferte. Shrlich- frtt und Adel der Gesinnung sind also doch lud) heute noch nicht ganz aus unserem Volke «schwunden, tröst der erschreckenden Meber- HanDnahme von skrupelloser Genußsucht. •• Ungültig feit der Germania- bri es m a r k e n. 5>te Deschä tSwelt sei nochmals darauf aufmerksam gemacht, da st die Ger- mantabri-fmarfen am 3 I Oktober th e Gültigkeit verlieren. Es empfiehlt sich daher, diese Margen, wenn möglich, noch zu verkleben oder am Poslfchalter ge e i andere umzutauschen. •• Eine Zahlstelle für die Fi - nanzkasse Gießen zur Erhebung von Reichsabgaben wird vorn 1. Avvember ab in der Alten Klinik in Tätigkeit treten. RLHere Auskunft erteilt eine Bekanntmachung des heutigen Anzeigenteils. •• Der Ober hessische Kun st verein beginnt morgen, Sonntag, mit der Wan- OerauSstellung der hessischen Arbeitsgemeinschaft sein Programm für Mark Wert angegeben. 3m Schneesturm aus hoher See gesunken. Hamburg, 26. Oft (WTD.) Der Hamburger Seelcichter .2 ab n", der im Tau des Schleppdampfers „Titan" von Petersburg nach Hamburg fuhr, ist am 24. Oktober abend- bei schwerem Schneesturm im Finnischen Meerbusen gesunken. Die gesamte Besatzung von sechs Mann ist ertrunken. Der Schleppdampfer setzte seine Reise fort Der Diebstahl im Goethe-Museum. D e r l i n, 27. Oft. (WTB.) Heber den Diebstahl im Goethe-Museum zu Weimar wird gemeldet: Am Donnerstag nachmittag, al» ein ziemlich starker Verkehr im Goel He-Dat tonal- museum herrschte, erbrachen unbekannte Diebe die (Sla^Vit.ine in einem der aHiijeum«zäume des Goethe Hauses und stahlen daraus verschiedene Goethe-Reliquien, so die Trauringe Goethes, einen Herren- und einen Damenring auS Gold sowie einen groben silbernen Siegelring mit goldener Platte, auf dem sich ein Wappen mit einem Stein befindet, GoetsteS goldene Gpindeluhr mit hellblauem Emaillcrand Weiter eine Schnupftabaksdose mit marmorähnlichem Stein, mit Gold ausgelegt, und einen silbernen Reisetrinkbecher, Innen stark vergoldet, in Form eines halben Gänseeies. Von den Tätern fehlt jede Spur. GS sind nicht einmal Andeutungen über die Personen vorhanden, die zur fraglichen Zeit daS Museum besuchten: einige Personen wurden verhaftet mußten aber wieder entlassen werden, da sich «in Zusammenhang mit dem Diebstahl nicht nachweisen ließ. ** Die Herbstkonferenzen Lehrer finden statt: für den Bezirk Grün ,nb bumorbegabte: I fortleben im Ge- i und Mitbürger. Dr. Berg. Der I ft sprach Dr. | n in her Aladtkirch: ■ >r frffli&n De/t- | ■®.le ve stand n 1 in die I ,en Win zu matten I U tixintc.baren Del' ■ 'm Int-relie büchen I Erträge sein, bie er ■ hallen ge^mll. 2e- 1 dah ein so bemsrner I id offen über > I >5en" cusjulprayn 1 Sm «oh m| ■Ir.er Menschen, son-1 es. Me Mich-Dt. 8 ttü re^chch £ I jniergang nls al -1 s in uti'e-tm » I t Schäden ruckhaUs-1 ; Mittel bingetDiefen | ngen mstand« M I sä er- ÄT» * Vermischtes. Die Piraten auf der Anterelbe. 5>om b i rg, 26. Oft. Wie schon kurz berichtet haben vier Piraten einen arf der unteren Elbe geankerten Schuner losgemacht, die Besatzung überwältigt und den Echtaner in Dee gesteuert, wo er in der Iademündung gestrandet ist. Gs handelt sich augenscheinlich um vier gemeingefähr- licheVerbrecher, die vor einigen Tagen a u S dem Hamburger ZuchthauSentwichen sind. Der Motorschuner „Berta" der hierbei in Frage kommt, stammte aus Slralsrnd und war nach Schweden bestimmt. Die Banditen drangen nachts stark bewaffnet ein, verwundeten den Kapitän Knuth dtrch Dchüste, sperrten ihn gefeffeU ein und zwangen einen Teil der Besatzung, deren Schiffskleidung sie selbst 'anlegten, den Motor zu bedienen. Die Fahrt sollte vermutlich nach Dänemark gehen. Der Schuner wurde aber tatet den unkundigen Händen der Piraten nach der Jade verschlagen. Hier wurde das Schiff so schwer leck, dast die Besatzung und die Verbrecher in die Masten flüchten mußten. Der Kapttän vermochte sich seiner Fesseln zu entledigen. Er bestieg mit seiner Besatzung ein Boot und erreichte einen Lstchtturm. Am nächsten Morgen nahm ein Tonnenleger drei Seeräuber an Bord, nachdem sie sich für die schiffbrüchige Besatzung ausgegeben hatten. Der vierte ist entweder ertrunken oder mit den an Bord geraubten Wertsachen verschwunden. Durch Winksignale vom ÄSV „V Dis. ill «schweren Gelben begann Andrea« J dem Troß^rnj, daselbst. Aach bt. kurze Zeit In M 1876 In blt damals noch ohne . verhältnlsntühig h der nach den ce erzogene hinge mit primitiven Arbeiten herzu- mit begründeten, utschen graphischen er Vandlung, die er Anzeigers' zu ete, lieh Andreas, m Blick und Tat- zivang Ihn längere ! 1904 den ‘Beruf ■ er die ihm noch iste und sein fach- :nn er darum an- Familie ein treu« * Die Abnahme der Kindergeburten in Frankreich. Die Bevölkerungsabnahme wird in Frankreich zu einem immer schwereren Problem. Wie die „Deutsche Medizinische Wochenschrift" der letzten GeburtSslatistik Der zehn französischen Großstädte wahrend der ersten Halbjahre 1921 und 1922 entnimmt, hat sich die Geburtenzahl innerhalb eines Jahres umlvProzentver- mindert: sie ging In Paris von 27 489 auf 24 238 zurück, in a’len zehn Großstädten von 53 551 auf 48 528. Die Zahlen für die zweiten Halbjahre werden noch schlechter sein, da die Zahl Der Eheschließungen seit zwei Jahren rasch fällt. Sollte die Geburtenabnahme im übrigen Frankreich ebenso beträchtlich fein, so würde daS einen Geburtenausfall von 80 000 Kindern für 1922 bedeuten. Aus diesem Grunde fordern Einsichttge immer dringlicher strenge Maßnahmen der Regierung, und EharleS Rächet verlangt in der „M^dicine" eine ausgiebige Besteuerung der Junggesellen und Der kinderlosen Ehen, damit die kinderreichen Familien mit diesem Gelde unterstützt und ermutigt werden können. * 3ean Paul auf dem Tabakpaket. Für die außerordenlllche Deliebthelt, die Heun Prul vor 100 Zähren genoß, spricht die Tatsache, daß fein Bild nicht nur wie das anderer großer Männer auf Porzellantassen dargestellt wurde, sondern sogar auf Tabakpakete:, erschien. Als Kunz, der intime Freund S. T. A. Hoffmann-, der auch ein großer Verehrer Zean DaulS war, dem Dichter diese Tatsache mit*eilte, brach dieser in ein lautes Gelächter aus und sagte: „Olein, das ist köstlich. Ich habe bisher die Illustration meines Gesichtes auf Tabakpaketen noch nicht gekannt und bin sehr neugierig, mein Exemplar zu sehen." Er unternahm zm diesem Zweck eine Reise nach Bamberg, wo ihm Kun; dieses „feine Knaster-Tabak-Paket" vorlegte. O wohl der Beiher den Iean-Paul-Tabak nicht gerade emp- ehlen konrtte, schrieb der Bayreuther Poet doch In einer Begeisterung unter fein Bild auf die Verpackung: „Jean Paul, der Wahrheit Freund, Femd aller Laster, empfiehlt auch gerne diesen >S! Da- s-st ZO t " ‘ um «r der wj Li^id- lTiroO M«. am l9' aupttei ’ rtb ‘Drr ÄS 'S'*9 ^.00^ Stellenangebote Gebens Berüche- xiinflß-(i}efeUfd)aft inchr bewahrten Vertreter i. Haupt-od.Neben' beruf zu höchsten Bezügen. Schrlftl. 21 ngeb. u.959>c nn den Gieß. Anz. Giefzener Slndtthealer. DeS MeereS und der Liebe Wellen. Trauerspiel In 5 Auszügen von Franz Grillparzer. Gießen, den 28. Oktober 1922. EineS Der schönsten Denkmäler für die zarte Innigkeit und tiefe Gewalt, die zwei liebende Herzen miteinander verbindet, wird das $rauer- spiel Drillpar ers in dec deutschen Literatur immer bleiben. Es ist trotz seines griechischen Gewandes ein so echt deutsches Stück, daß man sich gern mit Dem etwas gebuchten Titel absindet und nicht einen näberliegcnDen wie .Herv" oder „Hero und Leander" für paffender hallen möchte. Die eigentliche Handlung ist von äußerster Schlichtheit. Lbe.' sie wird getragen von Menschen, die der DichLrr mit liebevoller Sorgfalt schuf und deren Lharakterblld bis auf die kleinste Einzelheit aus- gemalt ist De- Dramatiker Aufbau ist mit meiste h i|t?i" S ch ' eit u ch,e ührt Sch->n zu Begin. r d s Trau.r pi ls irir) der dramarische Konflikt rv b reit t .Aas une/ot) e?e Kind übernimmt Die Pflichten der Priesterin und entsagt den irdischen Wünschen des Herzens, deren Regungen cS in seiner Weltabgeschiedenbeit noch nicht verspürt hat. Gerade in diesem Augenblick tritt der Mann in das Leben der Iungfrau ein, on- oevtr wie neu, tt. Ebi kleid btll. zu ver Allen denen, die bei dem herben Verlust unserer lieben Mutter mit uns trauerten, sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Anna Kühne Luise Kühne Fritz Kühne Berthold Kühne nebst Frau und Kind. MiMslWlk und ovaler M preiswert zu verk. AnzuseHenSamStag abend 6—8 ob. Dion- ton mornenS—10llbr Kaisernllce 22 H. Gebrauchter,nut erb. KindeF-Sporlliegewag. zu kamen gesucht. 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Oktober entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere gute Mutter und Schwiegermutter Frau Augusta Schmidt Wn. Für Giehen suche ich sofort einen Boten zum Vertrieb der Artikel meiner Keilschriften Abteilung. (Anter Abonnentenstamm bereits vorhanden. Kaution nicht Bedingung, jedoch wollen sich nur pflichteifrige und rübiine Personen melden am 31. dieses Monats, abends nach 5 Uhr im Hviel Schiit».*ois * Sendung §erkel u. Läuferfchweim eingetrofien und sieben zum billigsten Tagespreis zum Berkans. 7»I»v »elf ßentifis, fleuflelhelin A Stadttheater Sonntag, 2S. Okt.: Kindervorstellung. Ermähtgte Preise. Stau Sollt. Ans. 3, Ende 5 Uhr. MliMe feut?. Ans.7, Ende 9». Uhr TienStag.31.Okt. t.Dlenslag Ali.'volsl Bes Meeres uaö öer flehe Dellen Ans. 7, Ende O3/« Uhr Mittwoch, l.RoV. 4.rMttw0ch'AV.v0lsI Sie Itäfletln. Ans. 7, Ende 9'/. Uhr Freitag. 3. Rod» 5. Mlkllg-M.'voksl BerllelJte Leute. Ans. 7, Ende VA Uhl Sonntag, 5. Rov. Berlieöte fealt Ans »‘/.(ftibeBlth 5er BlBemeit. Diebskomödie von Hauptmann. Ans. 7, Ende 9'/» Ml Statt besonderer Anzeige. Nach Gottes unerforschtem Ratschluß entschlief gestern plötzlich und unerwartet an seinem 53. Geburtstage mittags um 12 Uhr mein lieber Mann, unser guter, treuer Vater Georg Schwalm Gastwirt. In tiefstem Schmerz: Ottilie Schwalm geb. Horn und Kinder. Lollar, den 28. Oktober 1922. Die Beerdigung findet Montag, den 30. Oktober, Getreide- mäher fabrikneu, flir 100 000 Mk. sofort zu verkaufen. Heutiger.>abrik- vrets bedeutend höher. Schr. Angebote u. 09936 n. den Gieh. Anz. LchiMnW fast neu, 170 1, gereinigt, verkauft Bost, Svnnenstrahe 9.uW’* &WM B VR&'JdN £ KA U M i E VNBTlDZMXRieAM UMU INC Nach NORD-, ZENTRAL- UND SÜD- AFRIKA, OSTASIENusw. Billige Beförderung über deutsche und ausländische Häfen. - Hervorraaendo III. Klasse mit Speise- und Raucnsaal. Erstklassige Salon-u. 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Spezialpapiere, sür die sich die Spekulation besonders interessierte, stiegen bei lebhaften Umsätzen zum Teil anfangs erheblich, so Essener Steinkohle, Ilse Bergbau, Rheinstahl, Rrebeck Montan, Oberschlesische Koks, Scheibemantel, Siemens u. Halske und Deutsche Maschinen. Schlesische Bergbau Zirck wurden um 6000 Prozent gegen die letzte Notierung höher bewertet. Basalt-Aktien stellten sich zeitweilig um 26000/0 höher. Gegen Schiust der ersten Börsen- stunde tra' eine allgemeine Ermattung aif den Rückgang der Devisenkurse ein. Verhältnismästig hatten jedoch die anfangs begünstigten Werte wenig darunter zu leiden. Valutapapiere waren empfindlich gebrückt, namentlich auch ungarische Anleihen. Schisfahrtsaktien waren durchweg rüdS» aängig. Von Banken gewannen Deutsche Bank im Verlauf 400 Prozent. Das Geschäft war zeitweilig in einzelnen Werten auster-ordentlich lebhaft, wurde bei ermattender Tendenz schliestlich aber ziemlich ruhig. Börsenkurse. 72.- 2125, 1150, 6300,— 6300, SnberuS 2575, 6">2">,- 6750,- 3900, 26. Oktober 27. Oktober Datum: 4' '00, 6200, 610,- 502, - 2000.— 1975, 1450,- 1450,- 3000,- 2750, 99, 77, 4089,- 5,28 149,90 127,67 Mali werf Westeregeln Vaurabihtc Cberbcbarf 'Hiiönir Bergbau. . .. Rheinuahl........ Nlcbcck Montan . . . TelluS Bergbau. .. . 890,75 797,- 1196,- Aure 25.10. Aure 27. 10. 77,50 260,- 155,- 890,- 4433,75 5,69 179,- 141,10 850,- 85,- 105,- 76,25 65,90 65.10 2775, 2800, 6150, Bergmann Schuckert Siemens & Halske. . Adlerwerke 5kleyer. . Daimler Motoren. . . ^eyltgenltaedt Üiemiin......... Antw.'Brllffel . Holland...... London Paris Schweiz Sonnten Italien VHInbon-Dporto Dänemark . ... 4t or wegen . . . • Schweden . . . . HelfingsorS. . . . Nennork Deutfch-Oesterr. Budapest Prag Sofia 3000, 2395, 6200, 6750, ■ 4200,- 50150,— - 4000,- - 790,- 260,- 150,- 850,- 82,50 100,- 710, 560, 2100, Brief 270,70 1626,60 184.46 281,45 726,85 626,60 158,40 817*05 745,85 1103,— 411b- 5,:t2 15010 128,33 2925. 2500, 6000, 4466,25 5,81 189,- 142,10 5750,- 4400,- 5500, 51500,- 4050,- 750,- 660,— 2500,- 350,- 1220,- 3500,- 600,— 530,- 7300,- 650,- 505,— 27.10 77,50 265,- 155,- 90a- 82,75 100,- 74,50 80,- Geld 269,30 1618,40 183,54 280.05 723,15 623.40 157,60 81L95 742,15 1097,- Geld 2x3,75 1728,50 197,13 307,- 804,50 673,25 174,— 3050,- 3000, Bries 285,25 1737,50 198,12 30'»,- soa- 676,75 175,- 895'25 801,- 1204,- Berliner HandelSges. . 4050.- Commerz- u. Privat bk. 0>0. Darmit. n.Nanonnlbank i>40.- Deutsche Bank...... 1900< Deutsche DereinSbank. 400, Disconio Commandit . 1100. Metallbank......., 3055, Milteldent. Creditbank 575, Oesterr. Credtianstalt. 580, Lchlutz. Aur» 25.10. 77,50 270,- ANg. EIekkrt»ttätS-«es 2050- 1980, 1475,- 1525,- 1600- 1727,- Frankfurt a. M. Berlin S.tilufr Schtuh. Lchlutz- Aur» Datum: 5"/,Dtsck. Neichsanleihe 4"/° Dergleichen 3Va0/e Dergleichen 3"/» Dergleichen Dlfch.Svar-Präm.'klnl. 4'7, Prensjische Konsol» 4°/,, Hessen......... 3'///° Hessen 3e/0 Hessen......... 47o Kolltlirken 5°/0 Goldmexikaner Caro Deutsch-Luxemburg. . 6200, GelsenkirchenerB«»raw 5950, Harvener Bergbau. . 15500,—16000,—16600,—15L)0, Kaliwerk Aschersleben 3450,— 36 )0,— 3.>00,— 3325, Frankfurt a. M.. 27. Ott Börsen- stimmungsbild. Dollarkurs im Frühverkehr 4375, an Verlaufe 4325. Terlweise zeigten die Devisenkurse eine abgeschwächte Tendenz. Am Effektenmärkte zeigten die ersten Kurse vielfach ein unregelmästiges Aussehen Montanpapiere verkehrten bei sester Ten» tenj. Unter den chemischen Aktien zeigten Anilin- werte ein merkliches Rachlassen. Die in den letzten Tagen k^orzugten Elektrizitätspapiere zeigten auch heute wieder ein festes Aussehen. A. E. G. standen bei erster Notiz 125 Prozent höher. Stärkere Nachfrage herrschte teilweise für Est- linger Maschinen und Julius Sichel. Aus dem Rentenmarkt konnten sich heimische Ailleihen vorwiegend behaupten. 3m freien Verkehr handelte man Mansfelder lebhafter, auch Benz hoher 1400, Ufa 980—1020. Deutsche Bank steigend. Der Dollar wurde gegen 1 Ufcr 4350 genannt Franffurta. M.» 27. Oft. (Wolff.) Die Räume der Frankfurter Börse bleiben wie an Samstagen in oer kommenden Woche auch am Dienstag, den 31. Oktober, und am Donnerstag, den 2. November, für jeglichen Verkehr InWertpaPieren geschloffen. Devisen werden notiert, dagegen findet eine NotierungvonNotennichl statt. Bochumer Gust .... 5300, 2900, amdllrg-Ämer. Paket 1310,— 1190,— 1350,— 1160,— Norddeutscher Lloyd. . 940,— 805,— 915,— 810,— ZementwerkHeldelberg 20">0,— 2100,— Philipp Holzmann . . . 1305,— 1275,— 1375,— 1350,— Anglo-Cont.-Guano. . . 6700,— 6400.— 6700,— 6010,— Badische Anilin.....362->,— 35;)0,— 3775,— 3650,— Goldschmidt 2900,- 3030,- 3100,- 2810,- Grtecheimer Electron. 2500,— 2410,— — 2475,— Höchster Farbwerke . 2710,- 2650,- 2800,- 2625,- Holzverkohlung 1900,— 2100,— —,— —,— tHllmerSwerke 2000,- 2100,- 2300,- 2125,- 2cheideaujialt 2900.— 3000,— —— ,— Metnllges. Frankfurt. . 4550,— 4275»— ——, Schttbsabrik Her» .... 900,— 949,— —, Sichel............ 1500,- 1750,- —,— —, SeOifoff Waldhos .... 1675,- 1700,- 1800,- 1800, Zuckersabr.s>raickenibat 2260,— 2260,— —,— —, ZuckerfabrikWag nusel2200,— 2195,— ——, Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Amtliche Notierungen. 3900,- 4130, 6200,- 5700, 6600.- 6800,- 6500,- 6700. 5700,- 7100,- 5575,- 7200, . 4800,- 5050,- 4825,- 5350,- . 820,- 755,- 888,- 792,- . 820,- 85a- 830,- 800,- . 155L- 1425- -,- -,— . 2600,- 2700.- 2300,- -,- Märkte. Berliner Produttenmartt. Berlin, 27. Okt. Am Prvduktenmarkte herrschte eine gedrückte Stiminung, da wegen des Geldmangels das Angebot früher gekaufter Ware sich mehrte, ohne Kauflust zu begegnen. Auch aus der Provinz lagen für Weizen, Roggen und Hafer gröbere Offerten vor, so dast die wenigen Käufer billiger antommen konnten. Die Differenz zwischen Weizen- und Roggenpreisen vergröberte sich, da Mitteldeutschland zur Zeit Roggen nicht ankauft. Gerfle wurde in guter Malzqualitat nur wenig billiger als gestern gehandelt. Mais schwächte sich auf den Devisenrüagang ab. Erbsen waren knapp. Futtermittel litten unter ziemlich starkem Angebot. Weizen, märkischen 9500—9000 Mark (schwächer), Roggen, märkischen 8500—8400 Mark (schwächer), Sommergerste 9400-9000 Mk., Wintergerste 8700 Mk., Hafer, märkischen 9500 bis 9300 Mk., schlesischen 9500-9300 Mk. (matt), Mais, La Plata, loco Berlin 8600 Mk. (flau), Waggonsrei Hamburg 8300 M5, ^Deizenmehl (100 Kg.) 25 400-27 000 Mk., Roggenmehl (100 Kg.) 22 500-24 700 Mk., Weizenkleie 4800—4900 Mark, Roggenlleie 4800—4900 Mk., Raps 12 000 bis 14 000 Mk. (behauptet), Biktoriaerbsen 14 000 bis 16 000 Mk., kleine Erbsen 12 000—14 000 Mk., Peluschken 9500—10 500 Mk., Ackerbohnen 9000 bis 10 000 Mk., Wicken 14 000—15 000 Mk., Lu- pinen, blau 6300—6500 Mk., gelb 8500—9000 Mk., Seiadella, alt 18 000—20 000 Mk., Rapskuchen 5600-5800 Mk., Trockenschnitzel 4500—4600 Mk., Kartoffeln, weihe 480—715 Mk., gelbe 550 Mk. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 1900—2000 Mk., Haserstrvh, drahtgeprehl 1900 bis 2000 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 1900 bis 2000 Mk^ Wiesen Heu, gut, gesuird und trocken. Bormahd 1050-1150 Mk., Rachmahd 980 bis 1050 Mk. Mainzer Dorfe. Mainz, 27. Oft. Bei genügendem Angebot und stetiger Tendenz wurden auf der heutigen Börse folgende Grohhandelspreise per 100 Kilo loco Mainz festgestellt: Weizen 22 000, Roggen 19 500, Hafer 20 000—21500, Braugerste 19000 bis 20 500, Futtergerste 18 000, Weizenmehl Spez. 0 34 000—36 000, Roggenmehl 25 500 bis 27 000, La-Plata°Mais 21 500, Mired-Mais 20 000, Matsschrot 20 500—21 000, Weizenkleie 10 000, Roggenkleie 10 000, Weizenfuttermehl 12 000, Tr-vckenschnihel 9400—10 000, Biertreber 10 000—11 000, Luzerne 100 000—115 000, Ital. Rotklee 170 000-180 000, Esparsette 40 000 bis 45 000, Wiesenheu lose 4400, Wiesen Heu gepr. 4800—5000, Kleeheu 4200, Kartoffeln 1350, Weihe Bohnen 23 000, Ungesch. Erbsen 30 000—32 000, Linsen 35 000—36 000, Birma-Reis II. 34 000 Haferflocken 39 000, Graupen 32 000, Auslands- zucker 38 000—40 000, Gelbe Pferdemöhren 1200 bis 1300 Mk. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Politik Donar LawS. London 27. Okt. (WTB.) In der Rede, die Donar Law zur ©rgängmg seines Manifestes in Glasgow hielt, bet )nte er, seine Politik fei negativ, weil man das Land ungestört an seiner Rettung arbeiten lassen müsse. Die Regierung! werde so toenia w ie möglich neue Gesetze erlassen und die Dinge ihren Oaaf gehen lassen. Er sehe keinen Grund, weShalb nicht die ünioniften und die Rati)nalliberalen auf gewissen Gebieten zusammenarbeiten sollten. Er halte es für rnöglich, dast England, Frankreich und Italien zu einem Abkommen über den Rahen Osten gelangten. Gs bestehe kein: Gefahr, dast Griectenland ober die Türkei eS ablehnen würden, die Entscheidung anzanehmen. Die Rolle Berlins im internationalen Börsenverkehr. Paris, 27. Oft. (WTB.) Das „Echo de Paris" teilt mit nach Nachrichten aus bester Quelle soll Berlin das Zentrrm der Wechsel- und Abitrage-Operationen zwischen Prag, Amsterdam, Kopenhagen und Zürich werden. Dies sei zurückz isühren Fatty und Eddie Polo ferner: > Der Fuhrmann des Todes 5 Akte k Anerkannt das schönste Pro- F gramm das seit langer Zeit gegeben wurde. MleMWWMMMtter her üMW eieheo. Versammlung am 31. Oktober 1922, /ßUhn* Gewerbeschule, nachmittags 3Llhr, in wICDvU Kirchstratz- 16. Tagesordnung: 1. Die am 1. Januar 1923 in Kraft tretende Zwangsinnung. 2. Entwurf eines FnnungSstatuts (Einreichungstermin 13. Rovember 1922). 3. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit werben sämtliche Maurermeister und Bauunternehmer ersucht zu erscheinen. 96O9D 0. A.: Schäfer, Maurermeister, Lang-DvnS. Pfeildreieck ^ySeiferiW Heute bin elnachl. Sonntag: Der Graf von Monte Christo III.Teil: Eroberungen in Paris Nach dem weltberühmten Roman von Alex. Dumas. Stoinerei oder Meis« zur ftönblflcn Lieferung von ftüfhcnfdiränfcn, RlcibcrfrbränfeM, Waichkom moben, roll, gesucht. ©cbrfiLPlng.u.OIOOOl an denGleh.Anz.erb. Aeli. Herrn In guter Stellung ro. gemllt lichcsHeimgebolen. Tchrlstl. 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I s io Uhr formen ber Ü-amllie, bei 'Mttischafi unb be» Staate» S 10 Hb, Mittwoch Donnerviag 'Nerven- unb Seelenleben 8 0 Uhr Die 'Welireligionen 8- 0 Uhr Johanne»« evangeltttm 8-10 Uhr tounbu ber Kiernenweli unb ben Olchie» 8 io Uhr Deutsch» ritteraiurgeschlchie -',-n i;.!>0 IT48 8 io Uhr Die Berfassnng bei beutschen iNelcheo 10 Mn v> i ziehungef ragen in bei wobei nen benlschenOtteniinr Beginn Jaiuiat Itt-'.l Bergleichenbe Betrachtung anngewilhlter .Uunstwerlte 8 10 Uhr iViettog Da» Verbrechen unb seine Bekämpfung 8-0 Uhr Phhstk 8 -10 Uhr Deutsche Geschichte von iTbO l8tk) S 10 11hl Einführung in bie Photographie 8 10 Uhr Oeseneineolllerhevber Weltliteratur. Nach Wunsch ber Teilnehmer. tflementiirhurk (Deutsch, Rechnen, Aranzüstsch, (kiigNsch, Vateiitt. Mitv Borbe|prechung: Freitag, 37. OM. Oigtnnafllkkurse s. Männer u. Frauen. 'Ne ginn von Montag. 81). Oht. an. Ort ber 'Veranstaltungen: Oberreal schule (Eingang von ber'Viemarchsti .) 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