inden. bildeten. FU- be- 180 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 500 Ps. Bei Platz- Vorschrift 20 °/0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschcin; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. werde sich voraussichtlich, dem Matte 'olge, Staatssekretär a. D. Bergmann Herabsetzung der Bergarbeiterlöhnc in Frankreich? Lille, 26. Aug. (Wolff.) HavaS: Die Arbeitgeber < und Arbeitnehmer des K o h - Paris, 28.-Aug. (WTB.) Wie der Matin" Meldet, hat bie Vertagung der Entscheidung der Reparationskommission keineswegs den Zweck, den Deutschen noch einmal Gelegenheit zu geben, chre Gründe auseinanderzusehen, sondern es handelt sich darum, um jeden Preis eine ein - stimmige Entscheidung he r beiz us Uhren. Die Anregung zur Vertagung geht von (Belgien aus. Belgien würde das Opfer aus ftch nehmen, wahrend der tonimenben sechs oder wenigstens drei Monate anstatt der Barzahlungen Sachlieferungen von Deutschland du khcunis erklärte, er könne seinen Vorschlägen noch 1 keine genaue Form geben, aber er werde in Der Lage sein, dies zu tun, nachdem er heute den . Ministerrat befragt habe. Eine Beratung der Reichsregierung. Berlin, 23. Aug. Heute früh um 10 Ahr findet, wie die Montagspost berichtet, eine .Ehefbesprechung der Reichs- regierung unter dem Borsitz des Rerchs- kanzlers statt, in der über die Mitteilung d^r Reparativuskvmmissivu beraten und wegen der Entsendung der D e l e g i e r t e n und der ihnen mitzugebenden Instruktionen Beschluß gefaßt wird. Unter den Delegierten o n, 27. Aug. (Wolff.) „Sundah Times" meldet aus Paris: Bradbury erklärte in einem Interview, er sei überzeugt, das) die deutsche Regierung ernste Anstrengungen mache, dem Standpunkt der französischen Regierung entgegenzukommen, soweit dies Deutschlands Lage gestatte. Er sei aber der Meinung, daß auch die französische Regierung der deutschen auf halbem Wege entgegenkommen sollte. Paris, 2r. Aug. (WTB. > Wie der »Temps" meldet, finden am Montag, Dienstag und Mittwoch weitere Besprechungen der Repa ra t i o n s k o m m i s s i o n statt, um zu einem , Aebereinkonrmen zu gelangen. P a r i s, 28. Aug. (WTB.) Rach dem „Iour- n a l" hat die Vertagung der Entscheidung der Reparationskvmmissivn ganz das Aussehen einer letzten Frist, welche der Versöhnlichkeit gegeben wird. Belgien als Vermittler. Heutiger Staub des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 1650, Frankfurt a. W. 1650—1100 Eine vorläufige Anordnung der ReparationsKommMon. 172. Jahrgang GietzenerAMger General-Anzeiger für Oberhessen VrvS und verl-g- vrvhl'sche Uni-.-vuch- und s.-.ndru-er°. H. lang-. SchnM.-ung, S-Mst-Me Md Schwierigkeiten. Zur Einleitung der Besprechung berichtet der Reichskanzler über die gestrige Cyef- bespreckftlng, in der diese Gegenstände bereits behandelt worden sind, und regte an, daß bis zu der auf Montag, den 28. August, anberaumten Verhandlung die Reichsregierung mit den Ministerprästttenten und den Mini- tern des Innern der Lander die haupt^ch lich dazu berufenen ReichsressortS fertige Vor- cbläae ausarbeiten möchten, womit der drohenden Krisis in der Ernährung und der Wirtschaft unseres Volkes entgegengewirkt werden könnte. Einberufung des Auswärtigen Ausschusses. Berlin, 26. Aug. Rach einer Blätter- Meldung hat der Abgeordnete Helfferich an den Aba. Stresemann, den Vorsitzenden des Lttäwärtigen Ausschusses des Reichstages ein Schreiben gerichtet, in welchem er unter Hinweis auf die Zuspitzung der Laae tote sie in dem Dvllarkurs von etwa 2000'Mark ihren Ausdruck findet, um schleunige Einberufung des Auswärtigen Ausschusses zur Besprechung der Lage ersucht. Reichstagsabg. Pinkau f- Leipzig,26. Aug. (WTB.) Heute morgen ist hier im Alter von 61 Jahren an den__ Folgen einer Operation der mehrheits»- sozialistische Reichstagsabgeordnete Karl P i n k a u gestorben.__________ ______ Paris, 26. Aug. (WTB.) Die Re pa ra tionskommissivn veröffentlicht folgende Rote- Die Reparationskommission war heule mittag von 11—1 Uhr versammelt. Die Kommission war der Ansicht, daß es ihr nicht möglich , sein wird, vor Mittwoch den 30. August eine Entscheidung über das von der deutschen Regie- vung am 12. Juli vorgelegte Morawriumsver- ’langen zu fällen. Sie hat der deutschen Regierung zur Kenntnis gebracht, daß, wenn dtese von fcer Möglichkeit gehört zu werden die ihr nach Artikel 284 des Fickedensvertrages zusteht, Gebrauch zu machen wünscht, die Kommission geneigt ist, bevollmächtigte Vertreter bis zum Mittwoch zu hören. Paris. 26. Aug. (WTB.) Wie der l Temps "meldet, haben in der Sitzung der Repa- rativnskommission. die einen offiziellen Charak- ler hatte, die einzelnen Delegierten ihre Ansicht -über das' deutsche Moratoriumsverlangen ausern- andergesetzt. Die einen erklärten, sie seien einem Moratorium günftig gesinnt, die anderen, sie seien oeaen ein Moratorium, wenn nicht durch Deutsch- lartb produktive Pfänder gegeben würdw. Zwei Ansichten seien aber bei allen Mitgliiwern der Reparationskommission zum Durchbruch gekommen: Einmal, daß die gegenwärtige Unsicherheit ohne schwere Folgen nicht länger andauern dürfe, und dah die Entscheidung der Kommission möglichst früh, wenn möglich am Mittwoch, erfolgen müsse, außerdem, dah durch die Delegiertem B e r- söhnungsver suche gemacht werden muhten, Mm eine einstimmige Entscheidung herbei- zuführen. , .. Wie der „Ternps" mitteilt, wurde die deutsche Regierung von der Entscheidung der Reparationskommissivn sofort telegraphisch i n Kenntnis gesetzt. Ebenso wurde her Kriegslastewkornnrifsion in Paris Mitteilung ^Sßact«, 27. Aug. (WTB.) Der heutigen Besprechung der Reparationskommission hat auch der amerikanische Delegierte offi- Aus dem Reiche. Die Beratungen über die innere Lage des Reiches. Berlin, £6. Aug. (WTB.) Heute vormittag fand unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten ein Ministerrat statt, an dem alle Reichsminister bzw. in chrer Vertretung die Staatssekretäre teilnahmen. Auch die Cßer* treter der preußischen Staatsregierung wohnten der Sitzung bei. Der Gegenstand der Beratung war die innere Lage des Reich e s, namentlich die durch die Geldentwertung der letzten Wochen verschärfte Teuerung und darauf die für das Reich und die Bevölkerung für den kommenden Winter drohenden Ausschreitungen in Le Havre. Paris, 27. Aug. (Wolff.) Die Morgen- blätter melden Räheres über schwere Zusam- menstöhe zwischen Streikenden und der Polizei in Le Havre. Rach dem „Watin" spielte sich von Vgö an eine regelrechte, zweistündige Schlacht ab mit Barrikaden und Gewehrfeuer. Die Truppen feuerten zuerst in die Lust, gaben aber schließlich scharfeSalven ab und griffen auch mit dem Bajonett an. Drei Zivilpersonen wurden getötet, 17 Gendarmen und 20 Zivilpersonen verletzt. Es wurden etwa 50 Verhaftungen vor genommen. Heber die Stadt wurde der Belagerungszustand verhängt. Ilm Mitternacht ist der Präfekt eingetroffen. Er äußerte, er werde die Ordnung in Le Havre um jeden Preis in kürzester Frist wieder Herstellen. Rach dem „Watin" werfen die Streike- den Schützengräben auf, fällen Bäume und befestigen ihre Barrikaden. P a r i s, 27. Aug. (WB.) Rach einer Havas- meldung aus Le Havre ist dort die R u hc wiederhergestellt. Heute früh wurde das Kasino Franklin, der Sitz der Streikleitung, das bie Streikenden stark verbarrikadiert hatten, ohne Blutvergiehen genommen, da die Streikenden das Haus vorher verlassen hatten. 3n der Rächt wurden verschiedene Verhaftungen vorgenommen. Der Bahnhof wird militärisch bewacht. Angesichts Der Bewegung, die nichts mit dem Streik zu tun txibe, sondern nur noch politische Agitation sei, habe der Präfekt die energischsten Maßnahmen getroffen. Jede Zusammenkunft von Streikenden und Demonstvanten sei strengstens verboten. Havas zufolge ist niemals die R^e davon gewesen, den Belagerungszustand über die Stadt zu verhängen, auch hätten die Truppen keinerlei Gebrauch von der Waffe gemacht, sondern nur die । von der Menge angegriffene Polizei, die mti ; Steinen beworfen und mit Revolvern beschossen . worden sei. ' Der Streik greift auf Paris über. einer völligen Anpassung der Gütertarife an diese Preissteigerungen abzusehen. Die durchschnittliche Tariferhöhung gegenüber Vern Frieden beträgt vorn 1. Septemoer ab rund das 140fache. Die Crspamismahnahmen der Reichsbahn sowohl auf persönlichem wie auf fach- lich-m ©ebiet sind frei bet d-r h-u. tigen Tarifsätze nach dem heuttgen Geldstande entsprechend hoch bewertet. Ar. 20( Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiehenerFamilienblätter Monatliche vezugrpreise: Mk. 29. - und Mk. 3. - Trägerlohn,durch dieDost Mk. 32.—, auch bei Nicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«. Potzschecktonte: Frankfurt e. M. 11686. ziös beigewohnt. - . Paris, 27. Aug. Rach der Agence Havas deutet der heutige Beschluß der R e p a r a - tionsrommission, ihre endgültige Entscheidung um drei Tage zu vertagen, darauf hin, daß die vier Delegierten den Wunsch Haven, sich einmütig über diesen Entschluß zu verständigen. Die vier Delegierten hoffen in der iat, faqt Haras, daß die letzten MeinungsverschEn- heiten, die noch bei einem oder zwei von ihnen sich zeigen sollten, alsdann beendigt sein werden, und daß, wenn schliehlich am Mittwoch die' Reparationskommission ihre Entscheidung trifft, diese Entschei ung einstimmig gefasst wird. Rach dem „Echo de Paris" ist in der Repa- rativnskommission der G e g e n s a tz z w i s ch e n der französischen und britischen These unüberwindlich gewesen. Bevor man sich aber zu der unvermeidlichen Wahl entschlossen habe, sei die Entscheidung noch einmal vertagt worden. Dah die Entscheidung vertagt worden sei, sei sicher. Ob die Entscheidung nun einstimmig erfolgen werde, das bleibe recht vorgelegten Fragen zu erörtern. Die Lage des Deutschen Reiches als auch die Oesterreichs ist ernst Die Rachwirkungen der Gewaltfriedensverträge machen sich fühlbarer als je. Es sei höchste Zeit, dah die Entscheidung falle, die das Volk aus der Ungewißheit herausbringe. Deutschland umfasse, sowie ein Moratorium von drei oder fünf Zähren, falls keine ausländische Anleihe es Deutschlano ermöglicht, einen Teil der Reparattonen zu zahlen; 4. Beseitigung der zahlreichen künstlichen Handelsschranken, Vie verschiedene Lander Europas errichtet haben. Dieser Plan, welcher von dem Wirtschaftler Dr. Ander- s v n vPN der Trabe Rational Bank in Reu- hork stammt, protestiert auch gegen die hohen amerikanischen Schutzzolltarife, die ein Hindernis für den Wiederaufbau der Welt Der österreichische Bundes- Kanzler über seine Reise. Innsbruck. 26. Aug. iWTB > Dund^- kan?iler Dr Seipel ist mit Finanzminister Segur und dem Gesandten Wildner gegen 4 Hör nachmittags auf der Durchreise von Verona nach Wien in Innsbruck eingetroffen. Der ^"n- Leskanzler hat sich über die eben abgeschlossene Reise folgendermaßen geäußert: „Die Aufnahme der Vertreter Oesterreichs_in Prag, Berlin und Verona war durchaus freund lich Ser Eindruck war unverkennbar, daß der Emst der österreichischen Lage ub^allverstanden wird In Prag war der vorherrschende Gedanke, dah die Attion vor dem Völkerbünde aussichts- reicker sei als sie nach den vorherigen^ Ersah runaen in Oesterreich glaubhaft erschemt. In Prag EX. ‘»iÄl& Wnbtag». [ Oefter- Mr» toormkrenfcn'tEn, bcfonbm SBebcutung schon da- Ä S 'gÄb^ bie ^rhunbbungen »w«chen ber Reichsregierung und den in Berlin ericyle nSen mtgfiebeH. bet 2tepatotton8fommlffu>n Trotz der starken Inanspruchnahme durch^^dtese Verhandlungen haben dte Reichsminister Reichskanzler Dr. Wirth und die übrigen I Herren der Reichsregierung Zeit genommen, um I mit der Paris, 28. Aug. (WTB.) Rach einer „Ma- tin"-Meldung aus Le Havre ist der Strett im Abflauen begriffen, beginnt aber ans Pans überzugreifen. Ohne die Entscheidung der Zentralleitung abzuwarten, hat das freie Qlrbeiter» syndikat gestern beschlossen, als Protest gegen die Vorgänge in Le Havre in den Streck zu treten. Die Vereinigung der extremen Arbeitershndikate hat einen Aufruf erlassen, worin zu einem 2 4- stündigen Generalstreik auf gefordert wird, der morgen in Kraft treten soll. (giite amerikanische Bankicrkonfcrenz. London, 26. Aug. (Wolff.) ,/Daily Telegraph" meldet aus Neuyork: InWilliam- stowne (Massachusetts) findet eine nicht offizielle Konferenz amerikanischer Bankiers statt, auf welcher Pläne zur Wiederherstellung Europas erörtert werden. In diesen- Plänen werde die Streichung der Schulden der kontinentalen Alliietten an Amerika in Aussicht genommen; die Schulden Englands mühten jedoch bezahlt werden. Es wurde vorgesehen, daß Amerika dann gemeinsam mit Großbritannien den wittschaftlich schwächeren Ländern Bedingungen auferlegen würde, welche die Wiederherstellung des Handels und des wirtschaftlichen Gleichgewichts bezweckten. T e Reformen auf dem Kontinent, auf denen bestanden werden mühte, umfahten: 1. Reform der Staatsfinanzen einschließlich der Steuererhöhung, Verminderung der Heeresaus- gaben; 2. Wiederherstellung der Goldbasis auf einer neuen und viel niedrigeren Goldparität; 3. Wirtschaftliche Regelung der deut- 8*»°»» । Keynes über das Wiederherstellungsproblem. H a m 6 u r g, 26. Aug. (WTB.) 3n der heutigen Schlußsitzung des W e l t w i r t s ch a f t s- Eon g reffe S der Ueberseewoche hielt Professor Keynes seinen mit großer Spannung erwarteten Vortrag über Deutschlands Reparationspolitik. Die beiden Ideen einer großen urter- v ( -------------- . nationalen Finanzwesens «n die Möglichkeit einer lenbeckens R o r d f r a n k r e i ch s und des leiftungen hätten, so führte er au«, nur in Der _ g Calais sind heute im Rathaus von Tergangenbe.t politishen W^t Schabt denn es zusammengetreten. Grubendirektor bedeute eine grünliche Derkemrnng ! int Mercier erklärte, indem er die Schwierignationalen Fmanzwesens, a ndie Mogltchtti einer anführte die durch die auslan- vie^Milliardm Goldmark zu glauben. Eine so^e dische Konkurrenz entsteht dah ab>15. Okto- Anleihe würde unter keinerlei annehmbaren Be- her eine starke H e r a b s e tz u ng 6er Loh ne bingungen untergebracht werden können. Es gebe vorgenommen werden müsse, wenn Nicht em nur eine Art internationaler Anleih^ die bet 1über die Arbeitszeit zwischen den der Regelung der Reparationenvon feDeutung 1 marteicn zustande käme. De Cadvt und sein könnte, nämlich eine deutsche -Unieipe, wandten dagegen ein, dah eine Ver- die in den Ländern seiner ©lau Werkzeuge und die Entrolle der b'^er «ufgebraucht werde. Aaben gestatten würden, den der Erttaa^der^Anlech^ F^nkräch zufiele, prak- preis der Kohle herabzusetzen, ^)ne die Inter- ttsch^ete wirksames Mittel sein, um die fron- essen der Arbeiter zu beeinträchtigen Da ein zösischen Finanzen nachdrücklich zu bessern. An- Abkommen als unmöglich^ bettachtet wurde, praktisch und unwirtschaftlich sei auch der Ver- die Verhandlungen- abgebrochen such, die Barzahlungen durch Sachleistungen ein- morden. 3°n°hm- der Slrb-itsl°sigk-it zahlen, wenn man ihm die Wahl ber 3ablungS= tn Jmeiita* , methode selbst überlasse. Jeder versuch, bestimmte § 0 n d v n, 27. Aug. (WTB.) Rach einer Arten der Zah'ung vvrzuschreiben, wurde die ^termeldung aus Detroit ist die Ford Fähigkeit Deutschlands zu Unteren Zahlungen eutevm @ ß S infolge Kohlenmangels Mähe Deutschland nach seiner Beendigung mit fetter beschäftigungslos werden, ben Zahlungen beginnen könne. @r glaube, Day —------ ?org"SenÄoi>em&b^muÄ^ Erhöhung ber Gütertarife, lauft dLke er sich die Lösung folg«rdermaßen: Derlin, 27. Aug. (WTB) Die Re ich s- Cesetzt die Gesamtschuld Deutschlands, abgesehen I ba^n inch ge der katastrophalen Entwi klung von den schon bewirkten Zahlungen, wurde auf 1^ Mark und der sich daraus ergebenden Aus- 40 Milliarden Gvldmark festgelegt, und gesetzt, qa5€fteigerungen genötigt, die zur Zett gültigen dieser Betrag wäre 1930 fällig, fv wurde leder tertar ife zum 1. September d. Z. Betrag, der voi/her bezahlt würde, von der zu 5 0 Prozent zu erhöhen. diesem Zeitpunkt geschuldeten Summe abgezogen ^iese Erhöhung wird bei der Sum l. Moder zuzüglich sechs Prozent Zinseszinsen vom Zett- Agenden organischen Umarbeitung des Guter- punkt einer jeden Zählung bis z^n Fattigkeits- b2i der der neue Reichseiftnbahnrat mit- termin im Jähre 1930. Ab 1924 wurden sich bereits berücksichtigt. Rachdem das erste die Jahresraten auf mindestens eine Goldmil-! Vierteljahr des laufenden Rechnungsiahres mit liarbe zu belaufen haben. Die 1930 nw^ gefdjiul- Einem Betriebsüberschuh von rund 2,5 Ms^w^den bete Summe wäre alsdann durch eine Reche^mehr abgeschlossen hatte, sah die Reichsbahn trotz der und mehr abnehmender Zahlungen^auf 15Cabre fl€tt>altigen Preis- und Lohnsteigerungen, die zu verteilen. Falls eine solche Regelung mck Anfang ^uli einsetzten, von einer Tarr erhohuug der Streichung von Sachleistungen und der Auf-1 am L August ab. Die neuerdings erfolgte lösung der Reparationskommission. vor allem aber Steigerung aller sach tchen und persönlichen Au.° der mit der Beendigung der Besetzung der Rhem- g^hen ist aber so stark, daß beispielsweise zur Zett lande zufannnenträft, würde DQitschland em Fi- Schienen das 194fache, für Stabeisen das nanzprvblem gegeben sein, dessen Lösung seine ! 2i5ftche, für deutsche Kohle das ^58ia^e ,un^ Sachverständigen gewachsen fein wurden und > Engbsche Kohle, aus di? die Reich rbahn heute zu dessen Befürwortung seine Politiker Nicht zu sehr I ^hr als ein Viertel ihres Gesamtbedarss ange- belaste Er glaube, dah die Zeit letzt gekommen tyt> das 44Ofache des sri^enspreis^ ei in der die Praktiker in Deutschland sich ernst- bezahlen ist. Rur die günstige Verkehrsent- ich dem Entwurf eines solchen Planes toitrmen totrf[un der letzten Monate ermöglicht es, von könnten, der davon ausgcche, was in WirklichteiU - — nn ausführbar sei und nicht mehr von der Abfichtz die mißleitete öffentliche Meinung Frankreichs oder anderwärts zu beschwichtigen.^ An be^ug auf Deutschlands nächste, Zstünstt faate Keynes, er sei durchaus nickst optimistisch, aber, wenn erst eine Regelung mit den Alliierten gefunden sei, sehe er keine ernsten Hindernisse für die Stabilisierung der Mark obgleich er es für leichtsinnig halte, eine erhebliche Besserung über den Stand hinaus zu versuchen den die Mark am Zeitpunkt der Durchführung dieser Regelung habe. Professor Keynes schloß feine Ausführungen mit dem Hinweis, daß die Grundbedingung für alles em guter Friede sei. Montag, 28. August 1922 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 150 Pf., auswärts Druhe und Wunsche zum heutigen Tage aus-1 wertvollstes ^Kundenmaterial dem Archiv zur sprechen (Ich entledige mich meiner Aufgabe' Sicherstellung übergeben habe, gehöre au ben M'so l^ber, als ich als einziger Oberhesse im wichtigsten Bestanden, die das Archiv besitze. Ministerium sitze und dem Einpfinden der Ober- „Wenn die Zeiten besser wären, würden hmffort nn Kz>>- Hoho . .fr,. -, . r, r , ' Hessen näher stehe. dann in ein (man Ober-Regierungsrat W e l d c r Archivrat Dr. Hermann l 7 schloß mit tige Zeit. Mr das hessische Staatsarchiv, das Hüter der Q?ÄCntJ? ’ ax8 die Geschichte der Stadt ^H/neben und erkannt werde. Das, was das wohl etwas gedruckt haben, um es der Stadt als Festgabe zu überbringen, z. B. ein Grünberger Llrkundenbuch. Aber wer kann in diesen teuren Zeiten atz eine solche Veröffentlichung denken, und so kann ich die Glückwünsche der Behörde, die ich vertrete, nur in Worten darbringen. Aber ich hoffe, daß es auch mal wieder auswärts geht mit uns und baß es dann einer späteren Zeit gelingen wird, aus den Archiven etwas herauszugeben und der Bürgerschaft Grünbergs ein Bild von dem zu geb^n, was sich einst in den Mauern dieser Stadt abgespielt hat. Auf die Zeiten dec Not und des Elends sind noch immer Zeiten des Aufstieges gefolgt. Auch unser Volk wird wieder aufwärts gehen, wenn wir alle fest zusammen st ehe n. Dah das auch in dieser alten Hessenstadt geschehen möge, ist mein Wunsch an diesem Tage." Einem gemeinsamen Gesang folgte die Rede des Gelehrten „Gießener Prof. Dr. Ebel, Direktor der Universitätsbibliothek Gießen, zum Festvvrtrag an den Rednertisch. Der Redner ging öon der Not der heutigen Zeit aus, führte die Geschichte der Hubiläumssladt vergleiche hierzu den Artikel dieses rm „Gießener Anzeiger", Beiblatt Familienblätter", vom 19. August) und ernst mahnenden Worten an die Heu- 5- Der Vortrag des Redners wird demnächst als Sonderdruck erscheinen. Aus der mehr als ein stündigen Rede seien hier die Sähe wieder- gegeben, die Gegenwartsbedeutung haben. Sie lauten: Aus Stabt und Land. G iehen, den 28. Aug. 1922. Ausländer und Vohnnngei«ot. ., Das hessische Landes-Arbeits- 'und Wirt- chaftsamt hat in einem Rundschreiben an die Kreisämter und Bürgermeistereien des Vvlks- taates Hessen daraus hingewiesen, dah Ausländer in steigendem Mähe Wohnräume m 'Anspruch nehmen und damit die für die deutsche Bevölkerung verfügbaren Wohnräume nicht unerheblich einschränken. Die Ansprüche der ein- ^milchen Bevölkerung auf Beschaffung von Wohn > l-genhe t ns ien vor denAn s v rü chen der Ausländer zu befriedigen. Ausländer muhten den wohnungsuchenden Deutschen unter allen LImständen weichen.' Don diesem Grundsatz müsse eine Ausnahme nur für solch? Ausländer gemacht werden, die auf Grund der internatio- nalen Verpflichtungen! als Mitglieder von Gesandtschaften, De egationen, Kvmmi sivnen usw unterzubringen sind. Ausländer, di? u -ter Nichtbeachtung oder Umgehung der bestehenden Bor- schrrften Räume In Benutzung genommen hätten seien arottgenfalls Zwangsweise aus diesen zu entfernen. Die hessischen Kreisämter halben aüf 2-nwe tung der Staat Regierung bi? ihnen unter- 'Een Bürgermeistereien und Wohnungsämter aufgefordert, ungesäumt die Anordnungen zur Be- von Wohnräumen zu treffen. Mit Auckslcht auf die zu erwartende Verschärfung der Wohnungsnot und die Verrin?e'.-ung der Aussicht durch Neubauten genügende Aufsichten zu lchasfen, ser es notwendig, in tatkräftiger Weise von dem Rez-t lct Wohnung beschlagnahme Gebrauch zu machen. Eine musikalische Darbietung des Stadt- orchesters und das dritte lebende Bild: Anto- nitermonche beim Unterricht in der Klosterschule fZro 2tc£Ueten ÜBer 8U cincr mii,ercn Ät. Beigeordneten Dr. Seid, der die, Glückwünsche der Provinzialhauptstadt Giehen überbrachte, ©rünberg könne mit Stolz auf seine reiche Dergangencheit blicken. Schwere Stürme seien über die Stadt gebraust, aber ihre ruhige Entwicklung hätten sie nicht aufhalten können Daraus möge sie Kraft und Hoffnung für die Zukunft schöpfen, und eine weitere gedeihliche Entwicklung möge ihr beschieden sein. Bn.. Grün berg, 27. Auaust ünhikov Ö beglückwünschen, denn die vier Äamubedmaungei, für dos Gelingen eine“ solchen ßprpihmn s12 Q^Öäügige und umsichtige Vor- AnterstützunÜÄ Ausschüsse, die hingebende tenden Stoben Gedanken arbei- bie böchft^T gesamte Bürgerschaft, breitesten Einschätzung des Festes in der Wetteä- Oeffentbchkeit und vor allem gutes ~ waren hier in bester Weise erfüllt und^?Eentlich das Wetter, dieser unsichere berühr Faktor, lieh alle Grün- w/nd-n Hoffnungen zur freudigen Wirllichkeit werden Zwar noch wenige Tage vor dem Feste, ht waren die Aussichten für L.d°°Ä. Gelingen der Feier noch recht trübe. Das leidige Regenwetter, das in den letzten -Lagen so mancherlei Nachteile gebracht hat, drohte S- r Drünberger Siadtjubiläum Übel nut- ^crt geschichtslos sind wir, ist kein Volk. Das sollen wir uns vor Augen halten. Keine noch so große Staatsumwälzung hat die Vergangenheit abschütteln können, auch nicht die längste unb blutigste aller Revolutionen, die französische, hat bas vermocht. In bet Vergangenheit wurzeln wir, in ihr stecken die Keime unseres Daseins, unserer Kraft, unseres Wesens. Die uns innewohnende Kraft und unser Wesen deeinslusten unsere Entwicklung unb bamit unser Schicksal. Deshalb ist e8 falsch, zu glauben, bie Entwicklung eines Volkes könne gewaltsam aus ihrer Dahn m eine neue Richtung gedrängt werden. Schon der alte Horaz sagt: unterdrücke die Natur mit Gewalt, sie wirb immer wieder siegreich durchbrechen. Das gilt für Revolutionen, aber tn gleichem Maße für bie Unterbrücfung von auften. Entweber geht ein.Volk burch sie zugrunde oder es wird sich aus eigener Kraft erheben unb sich von neuem dem Ziel zu- wenden, auf das sein Wesen, seine Bestimmung es hinweist. Unsere Entwicklung hat uns letzt tn ein tiefes Schattental geführt, sie wird ÄJ* Su sonniger Höhe geleiten. Das deutsche Voll, das sich mitten im Unglück eine freie Verfassung gegeben hat, wirb auch wieder nach außen unabhängig und frei werden durch eigene Kraft.... Nach einem interessanten Einblick tn die Geschichte Grünbergs die, wie alles in der Welt, unter dem Zeichen Sf^brenben „Auf unb nieder" Koh der Redner feine von starkem mit folgenden Sähen: aU$- ans ber Geschichte unferer Ä Ä ^"glück nicht zu verzagen, schöpfen aus ber Stärke unb Tüchtigkeit unseres Volkes, bi? uns doch schließ- llch wieder zu allen Zeiten sich offenbar? von dem revolutionärsten und zugleich vaterlän- drschsten unserer großen Dichter in die herrlichen SSS? "Herland, ans teuere, dA dich an, das halte fest mit deinem ganzen Herzen, hier find die starken Wurzeln deiner Kraft." Un> i biZem G-auber-wollen toir uns an den Händen fasen wollen vergessen, was uns trennt, und als ein e nig Vo k von Brüdern vorwärts s Hauen und unser Bestes und Letztes bingeben für eine Un,eM siebten deut- ZOO Jahre ist eine lange Zeit, auch im Leben der Gemeinden unb Völker. Die Geschichte dieser Stabt ist zugleich die Geschichte des Landes. Alles, was sich in den großen Staatsgeschäften abspielt, hat feinen Niederschlag in ber Gemeinde. Die Gemeinde ist der feste Punkt in der Erscheinungen Flucht. So ist auch die Gemeinde bie Unterlage und Voraussetzung für die staatsbürgerlich Erziehung des Einzelnen. Das "treffliche Bild für die Gemeinde ist bie Kleinstadt. Die Großstadt mit ihren ^ufammengebrängten Millionen Einwohnern läßt ein individuelles Leben kaum zu: das wird durch die Masse meist erdrückt. Auf dem Dorfe, wo es wM wurzelechte Existenzen gibt, fehlt zum Teil doch die gepflegte Tradition. Die Kleinstädte sind die richtige Mitte. Freuen wir uns dieser Kultarzentien und pflegen/wir fte pietätvoll. Die. Kleinstädte bilden das Reservoir für einen gefu.iben Purgerstolz, ber sich geltenb macht in ber Gemeinde. Der Ucber* schuß an guten Kräften, den sie abgibt, trägt den Rühm ber Gemeinde weit über die Grenzen der Stadl hinaus. Nicht die schlechtesten Beamten sind es, bie aus den Kleinstädten kommen, und nicht zuletzt aus den ober hessische n Kleinstädten. Stürmischer Beifall bezeugte dem Redner, daß er feinen Mitbürgern aus dem Herzen gesprochen hatte und dah es ihm mit seinen schlich- ten Worten gelungen toar, allenthalben eine sympathische Stimmung auszulösen. Lebende Bilder aus der Geschichte Grün- bergs, mit passenden, von Karl Stein verfaßten und von Reallehrer Koh Ibach wirkungsvoll vorgetragenen Vorsprüchen cingelcitct, Gesangs- vortrage und Reigen brachten gefällige Abwechslung in die Kette der Reden des Abends. Rach ber Rede des Bürgermeisters Ranft wurde als erstes lebendes Bild gezeigt: „Land- graf Ludwig III. legt den Grund zur Stadt durch Erbauung ber Burg. 1186." Diesem Bilb fügte ber Gesangverein „Sängerkranz" zwei Darbietungen seiner Sangeskunst an, worauf man sich an bem zweiten Bild erfreuen konnte: „Die Grün- berger huldigen der Canbgräfin Sophie von Bra- baltt. und ihrem Söhnchen Heinrich dem Kind, 1248. Hierauf trat Wir feiern heute das 700. Geburtsfest dieser Stabt. Der Herr Vorredner hat die Frage aufgeworsen: „Sollen unb dürfen wir diese Feste feiern?" Ich bejahe diese Frage, wenn wir die Feste ernst und dem Gegenstand angepaßt vorübergehen lassen. Gerade in trüben Zeiten brauchen wir Lichtpunkte, um uns daraus neue Hoffnung zu holen für die •ßufunft. Daran ist festzudalten, unb darum fmb diese Feste sehr wohl erlaubt. Voraussetzung ist natürlich daß das Volk gesund ist und an seine Zukunft glaubt Ein Volk, das nicht an sich glaubt und keine Hoffnung hat, ist verloren unb verdient keine Zukunft. Aber das deutsche Volk ist gesund, wenn es jetzt auch schwer zu leiden hat, und es verdient eine Zukunft. Gewiß, wir leben in einer trüben Zeit Aber solch? gab es auch früher schon. Die Chronik erzählt uns erschütterndes von den Ereignissen die In den Kriegsjahren des vorigen Jahrhunderts sich abspielten. Was eine feint* li<$)e Invasion bedeutet, hat auch Grünberg ausgiebig zu kosten gehabt. Wer in ber Geschichte gelefen hat, versteht es, daß jetzt mit allen ertragbaren Mitteln der Versuch gemacht wird eine neue feindliche Invasion zu verhindern. Ein Zurückversenken tn die Vergangenheit ist. notwendig unb gut, 'heute mehr denn je. Wir wollen uns dort nicht hur Mat unb Trost holen, wir wollen dort auch lernen, die Tugenden .festzuhalten, bie unsere Vorfahren geziert haben, aber auch lernen, ihre Fehler zu vermeiden. Wir wollen in tugendhaftem Ordnungssinn leben als (Bürger und Daterlands- fraunbe. Das gegenseitige Mißtrauen, bie innere Zerrissenheit muh verschwinden. Das Zusammenhalten des Ganzen nur gibt die Möglich- leit, bab auch der Einzelne lebt. Man sollte El ich allenthalben begreifen, daß nur das S aJ L ö e s, wenn es Msammen- vleibt, uns die Möglichkeit gibt, als freie Meu- schen zu bestehen. Nur ein einiges Reich kann wieder ein positiver Faktor in der Welt fein. Daran wollen wir festhalten Wenn daS deutsche Voll sich diesen Gedanken zu eigen macht, wenn es erkennt, daß es über alle Parteien unb Gegensätze hinweg doch nur einen Ger a ® n ffjbgt, den deS einigen deutschen Reiches, bann wird unb muß - es boch wieder bafnn kommen, daß wir nicht mit Gewalt und Waffen, sondern mit den Mitteln des Geistes eine ganze Welt überwinden. In diesem Sinne wiebechole ich die herz- llchsten Wünsche für das fernere Blühen unb Gedeihen ber Stabt Grünberg, dieser Perle ün Kranze der oberhessischen Städte. Die Stadt Grunberg lebe hoch! Nach einem Dlumenreigen, den Damen des Turnvereins recht ansprechend aufführten, überbrachte Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 18. Qluguft der Kanzleiassistent an ber Klinik für psychische unb nervöse Krankheiten in Gießen August Dittrnarmit Wirkuna vom 1. April 1922 an zum Obekassistenten an ber rlniversitätskasse in Gießen. — Ernannt wurde l6. August ber Kanzleigehilfe Heinrtch Muller aus Alsfeld mit Wirkung vom 1 April 1922 an zum Kanzleiassistenten an ber Klinik für psychische unb nervöse Krankheiten ber Laubes- Universität Gießen. - Am 21. August 1922 wurde ber Kanzlist Karl Schwinn zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1922 an zum Kanzleiassi- ftenten bei tem Hessischen Landes-Eichungsamt ernannt — Ernannt wurden am 23. Auaust die Revisionsgehilfen Ernst Geisler auS Diebura Wilhelm Hubertus aus Darmstadt ÖL Kißler aus Heuchelheim und Karl Schmidt aus Darm^i zul überplanmäßigen Oberrevi- Dren^ir^r 2. Abteilung des Revisionsamtes ^,^^^^ungskammer mit Wirkung vom 1. April 1922 mr - Qlm 22 August 1922 wurde ber mit der Vertretung ber staatlichen Ober-, forfterei Rabenau beauftragte Forstassessor Otto SmkLE? ßonb°5f vorn 1. August 1922 an zum ernannt - Am 23. August 1922 wurde *5 Kommurral-Forstwartei Nieder- Rosbach Oberforsterei Ober-Rosbach, Heinrich k I,L »u Nieder-Rosbach uni« ber Amtsbezeichnung „ Förster" vom 1. April 1922 ab tn den Staatsdienst übernommen. den Grünberaern in humorgewürzter Rede die Grüße unb Glückwünsche ber Prvvinzialdirektion unb des Kreisamtes, wobei er u. a. sagte: Sie haben die Provinzialdiraktion eingela- beu- uun. sre hält Ihre Straßen instand, sie laßt ihr Licht über Ihnen leuchten, und wenn es hier unb da mal unbeliebt ist, so ist es nicht unsere Schuld. Ich vertrete aber auch ba$ Kreisamt, unb das gereicht mir zur befon» bereu Freude. Unsere Tätigkeit ist nicht Immer beliebt denn sie hat so manches mit Polizei zit tun. Daß Sie uns trotzdem gern hier sehen, beweist, dah Sie friedliebende Bürger sind. Das Kreisamt ist mit ber Stadt Grünberg immer gut ^ueigekommen. das hängt damit zusammen, daß bei Ihnen alles In schönster Ordnung ist, in ber Stadt unb In ber Verwaltung. Gewaltige Kriege sind über Ihre Stadt babingebrauft unb doch steht sie aufrecht. Das soll Ihnen Veranlassung zur Hoffnungsfreubig- keit sein. Wir haben uns einmütig zu diesem Feste zusammengefunden, unb das alte Wort: »Saure Wochen, frohe Feste" soll eine neue erhöhte Bedeutung gewinnen, wenn diese Arbeit unb diese Feste in Einigkeit begangen werden. Wenn es in ganz Deutschlaub so sein wird, wie wir es erwarten, und insbesondere hier in ©rünberg, bann werden die Wünsche die ich Ihnen mitgebe, zur Gewißheit, bie herzlichsten Wünsche, baß ©rünberg In einem träft gen Deutslle i Reiche grünen, wachsen unb gedeihen möge bi« in die fernsten Zeiten!" Im Anschluß an diese Rede überreichte Bäckermeister Carle im Auftrage ber Bäcker- Vereinigung eine Aktensammlung als Geschenk an das städtische Archiv. Die Sammlung enthält bie Akten der Däckerzunst des 16. Jahrhunderts und sie^ reicht bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Dackervereinigung hat diese Sammlung aus privatem Besitz erworben um fic ber Stabt al« OubiläumSgabe barzubringen Rach ber Darstellung des vierten lebenben ^ Kaisers Friebrtch m die llcfunbe vom . 3* - mü Berechtigung zum Gall- , markt , sprach emer musikalischen Darbietung des Grünberger Stabtvrchesters eröffnete ° Düvgermeisler Ranft, ba« Oberhaupt der Iubiläumsstadt, bie Fest. -n berzllchen BegrüßungswoVen die Ehrengäste und die große Zabl ber Burgerinnen unb 'Bürger der Stadt. ??rIaufe ^iner Eröffnungsansprache führte ber Redner u. a. aus: 122i ber damalige Landgraf Ort auf dem Grünen Berge zur Stadt ae- macht. Die spateren Fürsten — Landgrafen SdJ? baben du^ Privilegien und Rechte die Rechte der Stadt erweitert. Im 14 Jahrhundert stand Grünberg auf der Höhe ba- ”!ü!Ä f?ar §röher wie heute. Es war groß geworden durch die Verbindung von Mittel- y116, Z^bdeutschland nach Norddeut'chland durch die ounfte unb Ackerbauern. Aber es bat sich auch wieder geändert Zwar die Arbeit wurde wie früher weiter geschafft, jedoch dre Zentrale Hatte sich verschoben unb Grün- berg hat bann staubig verloren Der Grün- I ^°^5?va?«n sich wie der Schwabe: I ni(^!. Unö so haben die Grün- hHos tGr ^arbeitet unb gespart, dem Lande ttcbst "nb Gewerbe m&g- Hohe gebracht, so bas; Grünberg lest undamrat'ert baftebt. Die Gemeinde- nuf guter Basis, und so können t^r hofsen, baß Grünberg auch weiter- Qrnf arrris 'S«.- __«»...••. . t^otz de: Rot ber Beit und der nteberbruefenben Verhältnisse — 2118 baruber gesprochen wurde, wie das Fest feiert werden sollte, waren wir der Meinuna daß raufdjenbe Feste in dieser schweren 3cit I nrcht angebracht seien. So wurde das Iubi- läumsfest einfach und würdig heraerjcht-t und tir »offen, tafi atte Seiln^nrer8 Un feinem 2lusgang befriebtgt fein werden. Mein Wunlcb I am heutigen Tage ist: Möge Grünberg so av'i. ter gehen und arbeiten und möge es wachsen blühen und gebeiben. Mit diescm Wunsche eröffne ich bie Feier des 700jährigen B sträens der Stadt Grunberg. Weitere Glückwünsche. Dem fünften Bild: „Luthers Abreise von fernen Grünberger Herbergsleuten auf seiner Wormser Reise, 1521 , folgten bie Glückwunsch. Oi^en ber Bürgermeister von Alsfeld, Schotten und Lich, die sämtlich Zeugnis ablegten von den derzltchen Beziehungen, die ©rünberg auch mit bttfen Nachbarn verbinden. Gemeinsamer Gesang leitete die Bekanntgabe der schriftlich und telegraphisch etngetroffenen Begrüßungen ein, unter Denen srch auch ein Telegramm des Landespräsi- dLnen sich auch ein Düleriramm des Lanbtagspräsi- Nidda unb Butzbach befanden. Hiermit war ber Aufmarsch ber ©ratulantea beendet und ber Rest bes Programms wurde nun flott abgewickelt. Dem sechsten Bild: „Der Stadt Notzeit im dreißigjährigen Krieg durch Drand- schatzung, Besetzung unb Pest, 1685" folgte ein vom Turnverein p ä-is ausg-führter Landsknecht- reigen, bem sich als siebtes Bild bie Darstellung anschloh: „Der tödlich verwundete General von Reden wird in sein Sterbehaus verbracht, 21. 3. 1<61." 2lach einer musikalischen Darbietung kam als achtes unb letztes, zugleich als ernste Mah- nung an die Gegenwart gerichtetes Bild zur Darstellung: „Deutsche Einigkeit — unser Zukunftsglaube". Mit dem gemeinsamen Gesang bes Liebes „Deutschland, Deutschland über alles^ unb einem schneidigen Schlußma sch fand bie Feier gegen 2 übr nachts ihren Abschluß. Um bie künstlerische Seite des Festabends haben sich die Herren Volck und Keim vorn G.eßener Stabtthoctter besonders verdient gemacht: ersterer durch seine geschickte Leitung bei dem Aufbau ber lebenden Bilder, letzterer durch die Shafsung der sehr wirkungsvollen Deleuchtuuas- effekte. Weiter hat Reallehrer Müller-Ahl- h e i m Anspruch auf besondere Anerkennung, denn auch er hat sich um die Bilderstellung sehr bemüht Der in allen Tellen wohlgelungene Festabend wird eine sehr wertvolle Erinnerung für alle Grünberger fein, die diesem Teil des Iubel- estes beiwohnten. Die Liebenhundertjahrfeier der Stadt Grünberg (Eigener Bericht des^iehener Anzeigers.) Finanzminister Henrich als Vertreter der hessischen Regierung dankte ein- Wc freundliche Begrüßung durch das Stadtoberhaupt und sagte dann u. a.- den Äustrag, der Stadt Grün- berg die besten Wünsche unb Grüße ber hessi- übermitteln. Der Staats. flelommcn. Ich fofr der Sind. °°.n° I °Sg°"Zs' wurt»e allenthalben mit regem Eifer betrieben, -ttoct) in den Nachmittagsstunden des Samstags SJL-J11?i>cn< Straßen eifrige Einwohner • ft!*!*. den Häuern unb Straßen das festliche Gewand zu geben. Die Straßen, von denen die Bürgerschaft auf behördliche Aufforderung hin schon vor längerer Zeit bie Holzvorräte rur den Winterbedarf entfernt hatte, wurden nocy einmal blitzblank gemacht, Girlanden unb Sapnen an den Häusern angebracht unb ber- gestalt das Feiertagskleid Grünbergs vollendet Der Flaggen- unb Girlanbenschmuck war sehr! reich und vielgestaltig. Die staatlichen und ftäbti- )d)en Gebäude waren mit den neuen Reichs- färben Schwarz-Rot-Gold unb ben hessischen Lan- öeöiarben geschmückt. An ben Privathäusern behauptete bie rotweihe Fahne ben Vorrang, ihr iDlgten an zweiter Stelle bie alten Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot,und an manchen Privathäusern I tourbc auch die neue Reichs sahne schwarzrotgold! gezeigt. Kleine Wimpel an zahlreichen Häusern I veivollstänbigten taS farbenfrohe Di b des Fest- I ^ses. Die Girlanden an ben Häusern unb zahl- retefje junge Tannen, bie man in den Straßen emgegeaben hatte, boten eine wirkungsvolle Ilm- rahirmng des reichen Flaggimschmuckes. . bem Bahnhof, am Eingang ber Stabt, wres ein Festplakat mit der in Schwarz-Rot-Gold gehaltenen Zahl „700", von einer breiten Girlande niederhängend, ben Besucher Grünbergs auf bie Debeutung bes Tages hin. Am Eingang zum Stadtmtttelpunkt war den Gästen zu Ehren elne ma ,)tige Ehrenpforte errichtet, bie vielfacher Schmuck zierte. Das altehrwürdige Rathaus war in seinem äußeren Gewände ebenfalls auf das seltene Fest hergerichtet. An ihm waren bie alten Malereien um bie Inster des unteren Stockes von Künstler- hanb in bester Weise erneuert bzw. aufgefrischt worden, unb ein Neuanstrich des ganzen Hauses hatte dieser Künstlerarbeit das passende Relief .gegeben. ' , 2n .Gesamtheit, betrachtet, präsentierte sich die Iubiläumsstadt nach jeder Richtung hin tn sehr würdigem Gewände, auf dessen Schaffung die Stadtvertrctung und Bürgerschaft in gleicher Weise stolz sein können. Die Hauptseier am Samstag abend vereinigte in der Turnhalle eine außerordentlich I ftarfc Festversammlung, die mit sichtlicher (Spannung den zahlreichen Reden lauschte und an- dauertrd reges Interesse für das gute Programm des Abends zeigte. Aus der langen Reihe der anwesenden Ehrengäste seien folgende Herren ge- ^mlter Henrich als Vertreter der Hess. Regieiung, Oberregierungsrat W e l ck e r als ^Flreter der Prvvinzialdirektion unb bes Kreis- I 0^ ©leben, Staatsrat Balzer, Beigeordneter 1 ? Vertreter der Stabt Gießen 3^9; Werner, Prof. Dr. Ebel- or ^r^cat Dr. Hermann- Darmstadt. Außerdem waren noch die Städte Alsfeld Schot- treten^ Bürgermeister ver- Züricher Devisenmarkt. 26. 8. 28. 8 Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 » 205.- 205. - Deutschland 100 Mk. 0.25 0.28 Wien 100 Kr. = O.UuS 0.005 Prag 100 Är, ---> 18.60 19.40 Part« 100 St. = 39.10 8a.5O London ....... 1 Ä ■* 13.47 23.45 Italien 100 ß. - 22.50 27.55 Brüssel 100 Fr. =» 57.25 37.70 Budapest 100 Är. 0.29 0.285 Reuyork 100 $ = 524.75 524.75 Agram ...... 100 Kr. «= !•*& 1.475 Warschau 100 Ät. — 0,065 0,065 and Land. • n, ben 28. Äug. 1922. Wohnungsnot. s-Arbeits- und Wirt« i Aundschwiben an die :meifterticn des Volks- ingetD^en, dah Aus- Mhe Dohnräume Miik die für die deutsche Dohnräume nicht un- ie Ansprüche der ein- ouf Schaffung von or den Ansprüchen befriedigen. Ausländer enden Deutschen unter Don diesem Grundsatz r für solche Ausländer Grund der inten* i Mitglieder von n, tommiltonen tote, »i: uile« . bet d»iMte D°. hll I(r genommen patten. Ui- i Md »ieAnordmmM^r ,s«s TiAr® i un».^ 0b-r-4 ptfCprtt. »L । lugufi 1,022 tpurf* ,-LAs Asbach r unter -rLH HKr UN sM 1 D°. 8^ tbliÄm traust, M)t OUfhQhl^ I6dtoünf^c »Sss Swta ■Jramm des Landesdmn fi“» der Gratulant« ijwranwig wurde mm *M: AtsS CT$nc9 durch Ärand- * M 1635" folgte t härter Landsknecht. ^"lLdie Darstellung verdundete General von rd-^yaus verbracht, 21.3 Aschen Darbietung tarn sugletch als ernste Ach. « gerichtetes Bild zur Emigkeit - unser Za. m gemeinsamen Gesang ■ Deutschland über aller hluhma sch sand dieser n Abschluß. e Seite des Festabends Volck und Keim vom sonders verdient aemcht: ichickte Leitung bei dem lilder, letzterer durch die lngsvollen Deleuchtungr- lehrer Müller-Ahl- rdere Ancrkemmig, dem Allderstellung j^r bo- m tooHgehmgene gtfl» rtvolle Erinnerung für diesem Teil des Jubel- e b ü h t. 9 ge U 1,57 Wasserfluten ervorräte im Werte von etwa Fr. 125.40 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 97.80 23.80 26.8. -,29 — ,12 -.27 -,22 Kopenhagen .. Stockholm.... tzelsingfor».. . Italien London..... Reuyork Paris Schweiz Spanten Deutsch-Oesterr. Prag die bevorzugten QuaTHäfrmarken f Zu hoben In dDen «Jnachläglqen Geschäften 5 I -»29 -,2k :,19 1*30 -.05 -.75 Turnen, Sport und Spiel. - Berlin schlägt Basel 2:1 (1:1). 3m wetteren Verlauf des Jubiläums- Fuhballturnrers standen sich am Samstag im Deutschen Stadion die Mannschaften von Basel und Berlin gegen- Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief zu gewähren. Englische Stimmen zum Abschluß der DerNne, Reparationsbesprechungen. erfährt amtlich, daß alle Mitglieder der Kleinen Entente eine aktive Rolle bei der finan- ziellen und wirtschaftlichen Herstellung Oesterreichs übernehmen wurden. In politischen Kreisen sei die Stimmung entschieden gegen eine teilweise Besetzung des österreichischen Gebietes durch die Kleine Entente. Die Regierungen Jugoslawiens, der Tschecho-Slowakei und Rumäniens hätten beschlossen, Oesterreich finanzielle Unterstützung Der Berliner Korrespondent der „Times sckreibt soweit er beurteilen könne, seien die Hessen-Nassau. Hundeausstellung. fpd. Frankfurt a. M., 27. Aug. Die besten und edelsten Hunde aller Rassen aus Hessen und Hessen-Aafsau gaben sich heute in dem Riesenbau der Festhalle ein Stelldichein. Tausendfältiges Gebell, vom tiefsten Orgeltvn prachwvller Bernhardiner bis zum zattesten Pianisfimo des winzigen Serben- spitzes auf weichem Kissen, begrüßte die ge- walttge Besuchermenge. Mehr als 1300 Hunde waren von den einzelnen Vereinen ausgestellt. Prachtvolle Tiere, eins schöner und rassiger als das andere! Die Preisrichter hatten einen schweren Stand, aus der Fülle des ausgestellten Materials die richttge Auswahl zu treffen. Infolgedessen zog sich die Preisverteilung wett über die vorgesehene Zeit hinaus. Die Ausstellung legte zweifellos einen beredten Beweis für den hohen Stand der deutschen Hundezucht ab. Am Rachmittag fanden Vorführungen von Polizeihunden statt, bei denen erstaunliche Leistungen einzelner Tiere geboten wurden. Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . । Reuyork . • > Paris. . . . Vermischtes. Dom Dich erschlagen. fpd. Kreuznach, 27. Aug. Bei einem kurzen, aber heftigen Gewitter bei dem Dorfe Buch schlug der Blitz am letzten Freitag in eine Gruppe von dem Felde hermkehrender Kinder. Der 12jährige Alvys Zimmer und die gleichaltrige Rosa Kültzer waren sofort tot. SW drittes Kind erlitt leichtere Verletzungen. London, 26. Aug. (WTB.) „Daily Mail" meldet aus Paris, jede direkte Aknvn der Reparationskommission, die einen nachteiligen Einfluh auf die deutsche Finanzlage ausüben würde, werde jetzt sogar von der französischen öffentlichen Meinung gemrtz- billigt. QKan sei der Ansicht, dah ein letzter Versuch gemacht werden mühte, um einen vollständigen Zusammenbruch der deutschen Valuta zu (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Italien und Oesterreich. Handel. Frankfurt a. M.. 28 August 1922. Fr. Fl. Kr. Kr. Str. Kr. Sh. r Eine erfolgreiche Streife. fpd. Frankfurt a. M., 27. Aug. Die Wartesäle des Hauptbahnhofes wurden heute in aller Frühe von einem großen polizeilichen Aufgebot nach lichtscheuem Gesindel durchstreift. Etwa 50 Personen beiderlei Geschlechts, darunter zahlreiche steckbrieflich verfolgte, kamen zur Festnahme. Unter den Verhafteten befanden sich auch einige seit langem gesuchte schwere Verbrecher. Bestrafte Nngebührlichkett. fpd. Frankfurt a. M.» 27. Aug. Im Hauptbahnhvf benahm sich ein junger amerikanischer Student gegen einenBahn- beamten sehr ungebührlich und rief ihm dabei in .französischer Sprache das Wort zu: »Du deutsches Schwein!". Der Flegel — das Wort ist hier wohl am Platze — wurde, da man au ein gerichtliches Verfahren wegen feiner bevorstehenden Rückreise nach Amerika verzichten muh, zu einer sofort erlegbaren (Strafe von 5000 Mark verurteilt, die man wohltätigen Zwecken zuführen will. Der Student zahlte sofort. — Warum hat man den amerikanischen Jüngling nicht 5000 Dollar zahlen lassen? Großer Wasserschaden. fpd. Frankfurt a .M., 27. Aug. In die unteren Kellerräume öeZ Hauses Kaser- stoahe 50 drang bei dem Gewitter in der vorigen Woche der Regen infolge der Stauungen in den Strahenkanälen das Wasser in solchen Mengen ein, dah die Feuerwehr saft 60 Stunden mit dem Entleeren der ausgedehnten Räume zu tun hatte. Durch die Wasserfluten wurden Ledervorräte im Werte von etwa 3o Millionen Mark unter Wasser gesetzt. Kaum hatte man aber das Wasser beseitigt, da drangen jetzt neue Wassrrmengen von den Stvahenkanälen in die Keller ein und füllten sie abermals fast vollständig aus. Großzü^ger Heiratsschwindler. fpd. Bad Münster a. St., 27 .Aug. Em 23jähriger Dautechntter machte hier d:e Bekannt- chaft eines jungen Mädchens und verlobte icb mit ibm. Die Schwiegermutter streckte dem .. . unneu Manne zur Gründung eines Geschäfts Versuch gemacht werden muhte, vollstän- eine halbe Million Mark vor und gab digen Zusammenbruch der deutschen Valuta zu ihm auch die Mittel zum Einkauf von Möbeln verhindern. iunae Mann lebte aber mit dem Gelde und Der- Berliner Korrespondent der „Times ehret ©Siebten herrlich und in Freuden machte schreibt, soweit er beurteilen könne, seren die mit Wer Braut Rt. 2 eine Gebirgsreise so lange, Verhandlungen zwischen der deutschen Regierung bis das Geld auf die Reige ging. Inzwischen un^ den Vertretern der A^.^^onskommlssro k>atte sich die Schwiegernrutter nach dem jungen I glatt verlaufen, und dre Aufrichtigkeit und der Manne umgehört und erfahren, dah er das Geld gute Wille der deutschen Untertäniger feien toll* du^cbrxi A und die Möbel inrichtung ver auf!1 kommen gewürdigt worden Hinter diesen stehe je- Lite ßd.mnblec tonntejeBt baj tod> die bl in d ° O p V ° I i N ° n tm A ch s tage, und sie mühten mit ihr rechnen. — Ae Times" schreiben, der wichtigste Puntt der von Bradbury und Mauclere vor ihrer Wrerse von Berlin versah len Mitteilung sei, dah dre deutsche Regierung gewisse Vor,chlage gemacht habe die als eine Grundlage für die Erörterungen in der Reparationskommission dienen konnten. Die Unterhandlungen seien nicht ab- aebrochen worden und wurden möglicherweise fortgesetzt werden. Wenn die Reparationskommission den Bericht ihrer- Vertreter erwogen habe, sei es von der grohtenWichtigkeit^ dah die briti chc Regierung ihre Ansicht über den Charakter der deutschen Garantien zum Ausdruck bringen könnte. Die deutsche Regierung mühte Vorschläge machen auf deren Grundlage verhandelt werden könnte und die britische Regierung muhte ihre Zurückhaltung aufgeben. zwecken dienen, Starkenburg und Nhemhcffen. wd. Mainz, 26. Aug. Die August- Gehälter für die Angestellte n von Handel und Industrie, Techniker und Werkmeister in Mainz-WieSbaden und Umgebung betragen nach dem in Frankfurt a. M. gefällten Schieds- s p r u ch: Angestellte Gruppe B. 3m 17. 18. Lebensjahre 3000 Mk., 19.-20. L. 3200 Mk-, 21.-23. L. 4200 Mk.. 24.-26. L. 5300 Mk., 27.-30. L. 6400 Mk. und 30. Jahre 7000 Mk. Gruppe I. Kaufleute: 1. Berufsjahr 3600 Mk., 2 Bj. 4000 Mk., 3. Dj. 4400 Mk., bis zum 23. Lebensjahre 5400 Mk., bis zum 26- L. 6400 Mark, bis zum 30. L. 7600 Mk.. über 30 3abre 9000 Mk. Gruppe I. Techniker: 1. Bj. 3800 Mk., 2. Bj. 4200 Mk., dann entsprechend der Altersgrenzen der Kaufleute 5600 Mk., 6700 Mk- 7900 Mark, 9300 Mk. Gruppe II, Kaufleute: Bis zum vollendeten 23. L. 6200 Mk., bis zum 26. ß. 7400 Mark, bis zum 30. L. 8600 Mk., über das 30. L. 10 200 Mk. Gruppe II. Techniker: 6500 OHt, 7700 Mark, 9000 Mk., 10 600 Mk., über das 35. L. 11 500 Mk. Gruppe III. Kaufleute: 30 ^ahre 10 200 Mk.. über 30 Z. 11 400 Mk. Techniker bis 30 3 10 700 Mk., über 30 Z. 12 000 Mk.. über 35 I. 13 600 Ml. Meister: Gruppe I, 10 500 Mk.. Gruppe II. 11 500 Mk., Gruppe HI, 12 WO Mk. Lehrlinge: 1. Lehrjahr 500 Mk., 2. 2j. 750 Mk. 3 Lj. 1000 Mk. monatlich. Dte sozialen Zulagen betragen für Verheiratete 400 Mk., für je em Kind 150 Mk., bis zu 450 Mk. für 3 Kinder. Kreis Wetzlar. sf Friedberg, 27. Aug. Das von Musik- ' direktor Müller zum Besten der AltersMe ' heute in der StadEvche veranstaltete Kirchenkonzert stand In allen seinen Teilen auf durchaus künstlerischer Hö>he und bei den Zuhörern einige Stunden wei^hevollen Genusses. Die Darbietungen des „Mannerchors ehemaliger Chorschüler" zeugten von guter Einstudierung, besonders die „Deutsche Messe" von Schubert Tarn in sehr wirkungsvoller Weise zur (^ttung Besonderes Interesse erregten natürlich die Gesangsvorträge von Mols Müller von Frankfurt, der vortreffliche Sänger ist den Friedbergern ja Zein Fremder, durch seine öftere Mitcoirkung int Musikverein 'hat er sich hier schon eine gesicherte Stellung errungen und kann immer auf ein dankbares Publikum rechnen. Don besonderer Wirkung war die Arie von Dach „Greifet iu, Jam das Heil" für Bah, Cello und Orgel. (Sbenfo vortrefflich waren die Cellovorträge des Solo- Cellisten August Weiher vom Opernhause in Frankfurt, die von dem 'Veranstalter des Konzertes auf der Orgel begleitet cvilrden; dah die Orgelvorträge des Musikdirektors Müller von nicht geringerer Wirliung waren, braucht bei dessen anerkannter Meisterschaft wvhl kaum erwähnt zu werden. Da der Besuch ein guter war, wird auch dem guten Zweck wiederum ein ansehnliches Scherflein zusliehen. h r Du tz b a ch 27. Aug 3n der vorgestrigen Stadtratssitzung wurde ein toeiterer Kredit zum Ausbau eines neuen Stadtschul- Hauses gewährt Letzteres wird nach dem Plan des Hiesigen Architetten Lippert ausgeführt und zwar zunächst der mittlere Bau, der in drei Stockwerken 9 Säle, im Giebel eine geräumige Aula, die wohl als Zeichen-, Sing- und Festsaal die Diebe entflohen. T Lang-Göns, 28. Aug. Bei den 26 seit 1 Zanuar Ls. Zs. hier Beerdigten waren 4 gewaltsameTodesfälle zu verzeichnen, nämlich 2 Selbstmorde durchs Revolver oder Strick (beides Männer von etwa 50 Zähren), ein Unfall durch äleberfähren und ein Totschlag durch Erstechen. Letzterer ward bei Homberg a. d. Ohm an einem von hier stammenden jungen Mann namens Stein verübt, der sich in Aieder-Ofleiden ein Geschäft gegründet hatte. Kreis Alsfeld. * Otterbach 28. Aug. Morgen begehen die Gheleute Georg Friedrich Rühl und feine Ghefrau Elisabeth geb. Weber das Fest der silbernen Hochzeit. Kreis Friedberg. Verona, 26. Aug. (WTB.) Stephani meldet: Bei der heutigen Unterredung zwischen dem Minister des Aeuheren Schanzer und dem öster-reichischen Bundeskanzler Dr. Seipel sprach Schanzer Dr. Seipel seinen Dank aus für die von ihm abgegebene Erklärung sowie für die Anerkennung der von Italien zugunsten Oesterreichs entwickelten Tätigkeit. Schanzer bestätigte daraus wiederum die Grundlagen der italienischen Politik gegenüber Oesterreich und erklärte, diese sei geleitet von der gewissenhaftesten Beobachtung des St. Germainer Vertrages, den Italien sttena zu beobachten beabsichtige, wobei es sein Möglichstes tue, damit er auch von den anderen beachtet werde. Schanzer erklärte formell, dah Italien sich aus diesem Grunde jeder Aenderu ng des Sta- Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Astoria-Lichtspiele, ab heute: „Das grinsende Gesicht", und 6V- Ahr: „Dom Jenseits der Seele". — Lichtspielhaus, Dahnhofstrahe, ab heute: „Die kleine Midinette", „Ove Martin als Hotelboy", und „Durch Deutfch-Oester-- reichS Alpenparadies". — Palast-Lichtspiele: „Der Liebling der Götter", und „Die Derlo- bungör^se ^tabttbeaterbureau. Wie schon mitgeteilt, wird der heutige Geburtstag Goethes am Donnerstag, 31., abends c alhr, im Stadttheater durch eine Aufführung der Iphigenie" würdig begangen. Auher Trude Tandar vom Staatstheater in Kassel in der Titelrolle wirken mit die Herren Carl Lambert in, Georg Heb in g und Paul Schubert, der für den kommenden Winter neu verpflichtete Heldenvater. Den Arkas spielt Adolf Teleky, der dem Werke eine sorgsame Einstudierung zuteil werden lieh. Landkreis Gietzen. LJ Lang-Göns, 27. Aug. In der Restauration „Zum Frankfurter Hof" wurde eingeb r o ch e n. Die Diebe durchbrachen das Fenstei und stahlen eine Anzahl Pakete Zigaretten Durck das Geräusch wurde die Inhaberin wach, und benutzt werden soll, der ferner Rccktor- zimmer und tm Llntergeschoh DWilrüche mit Speise-immer, Lcchrmittelzimmer, Drauseoaoer, Heiz- und Ausbewahrangsräume enthalten sott. Das frei werdende Gebäude in der Langgasse wird voraussichtlich der Gewerbe- und der Landwirtschafts schule zur Dersügung gestellt und auherdem eine S chülerhe rberge besitzen. Das Gebäude an der Turnhalle wird einige Klassen der Realschule, die Kleinkinderschule aufnshmen und ferner Vereins- - 5>eT Brvtprets wird mit Wirkung 1 wa 26. August auf 30 Mark für 1900 < Gramm erhöht. _ . * Der Ankauf von Gold für tag Deich durch die Reichsbank und Post erfolgt tn der Woche vom 28. August bis 3. September d I Mim Preise von 5000 Marr für 'X StDkn»igAr 11»ü4 2500 011L ur «in Zehnmarkstück. Für ausländische münzen werden entsprechende Preise gezahlt. — Der Ankauf von Reichssilbermünzen durch die Reichsbank und Post erfolgt vom 28. Au- gust bis auf weiteres zum 120fachen Bettag des Nennwertes. •* D i e Pflegegeldsätze in den San« des-Heil- und Pflegeanstalten und der Heilstätte für Nervenkranke in (S ieb en werden mit Wirkung vom 1. September 1922 an wie folgt festgesetzt: I. 3 n b e r e r st e n Klasse: 1. für Hessen 120 Mk. täglich, 2. fui Richthessen 150 Mk. täglich. — H. ■3n ber jtuet- len Klasse: 1. für Hessen 80 Mk. täglich 2 für Richthessen 120 Mk. täglich. — III. 3 n b e r dritten Klasse: 1. für selbst zahlende Hessen 50 Mk. täglich: 2. für selbstzahlende Nichthessen 85 Mk. täglich: 3. für hessische Fursorgeverbande Krankenkassen und die Landesversicherun^anstalt Hessen 60 Mk. täglich: 4. für mchthessische Für- soigeverbände, Kranlenkassen und sonstige Landesversicherungsanstalten 85 Mk.: 5. für Militar- rentenempfänger 20 Mk. täglich, für lebige Mtli- tärrentenempfänger, denen eine ,^^sprgungs- pflicht für Familienangehörige nicht obliegt zu bis 28 Mk. täglich. In besonderen Fällen kann in allen Klassen ein höheres Pflegegeld in Ansatz kommen. Für I n t r a de np f l e g l i n g e wiro der Pslegegeldsah aus 20 Mk. täglich festgesetzt Für Kranke, die auf Kosten hessischer Armen- und sonstiger Fürsorgeverbände verpflegt werden und denen Kleidung und Leibwäsche von der Anstalt geliefert werden, sind die Selbstkosten von den zahlungsps lichtigen Kassen ber Anstaltskasse mit 3 Mk. täglich zu ersetzen. — Für ^Aig^ ^eit während der die Kranken beurlaubt smd und der Anstalt keinerlei Kosten erwachsen, wird rein Dflegegeld erhoben. Beim Entweichen eines Kranken ist das Pflegegeld vom Tag des Entweichens an 14 Tage weiter zu zahlen wenn der Kranke nicht aus der Anstalt entlassen wird. Insoweit Betten vorhanden sind, können auch R i ch t h e s s e n in der dritten Klasse Aufnahme finden. — In der Heilstätte für Nervenkranke in Giehen werden die Kranken nur in der ersten und zweiten Klasse verpflegt. Es zahlen in der ersten Klasse: Hessen 120 Mk. und mehr, Richthessen 150 Mk. und mehr: in der zweiten Klasse: Hessen 80 Mk. und Mehr, Richthessen 120 Mk. und mehr. geprüft werden müßten. Hinsichtlich der bereits an die Öffentlichkeit gekommenen Vorschläge über eine wirtschaftliche Verbindung der beiden Länder versprach Schanzer, dah die italienische Regierung die österreichischen Vorschläge unverzüglich Prüfen werde, um sowohl die Schwierigketten ihrer Durchführung wie die Möglichkeit ihrer raschen Erledigung festzustellen. Indessen erllärte Schanzer Dr. Seipel, dah endgül- tige Vorschläge von der italienischen Regierung erst dann gemacht werden könnten, wenn der Völkerbund seine Entscheidung über die ihm mumuuMi«« wn --------- - - . von der Londoner Konferenz übertragenen Fragen Die Berliner Elf, die schon am Vortage Basel erklärt habe. Der Minister schloh, dah Italien, geschlagen hatte, gewann auch diesmal verdient toic wiederholt erklärt habe, nur in älebCTein- 2:0 (0:0). Die Berliner waren dauernd im An- ft immun g mit den interessierten auswärtigen Kabi» arisf und die Holländer kamen selten über ihre I netten zu handeln beabsichtige. Auf die Frage Hälfte Tewes besonders stützte durch seine her- österreichischen Finanzministers über die be- vorragende Technik den Berliner Sturm. Bis reitd j>om italienischen Parlament bewilligte A n ° zur Pause wuhten die Haager zwar noch leben leihe von 7 Millionen Lire erwiderte zählbaren Erfolg abzuwehren, das Eckenverhalt- Schanzer, er habe den italienischen Schatzminister nis sprach aber mit 3:1 schon für Berlin. Gleich I ersucht, sich unverzüglich mit dem österreichischen nach Wiederbeginn bekam Hartmann den Ball Finanzminister über die Eröffnung der erwähnten und erzielte durch famose Einzelleistang das erste Kredite in Verbindung zu setzen. Tor für die Reichshauptstadt. In der nächsten Zeit war das Spiel verteilt, bis 10 Minuten vor gfe Kleine Entente für bie finanzielle Anter- Schluh Montag eine schöne Flanke an Hartmann stützung Oesterreichs. abgab, der abermals einfanbte. Cß^eitere An- I arifte scheiterten an der 'holländischen Verterdi- I London, 26. Aug. (WL,B.) Der -06 Sung c^nvephältnis 5:2 für Beilin. Der Wan- richterstatter der „Daily News m Belgrad derpreis des Reichspräsidenten für die beste ausländische Mannschaft fällt demnach an Basel, das ein Spiel gewonnen, eins verloren hatte, wah- renb Berlin mit zwei Siegen als Bester aus dem Turnier 'hervorgegangen Ist. Der Kormmmalkonftltt in Königstein. spd. K ö n i 8 ft e t n, 27. Aug. Als eine Folge des hier bestehenden Streites zwischen der Stadtverordnetenversammlung und dem Bürgermeister Jacobs darf die jetzt erfolgte Mandatsniederlegung des sozialdemokratischen Stadtverordneten Dr. Abel und der von. der sozialdemokratischen Ortsgruppe beim Dezirls» vorstand beantragte Au schiuh des Stadtoerord- neten Adam Dommer^heun aus der sozialdemokratischen gartet angesehen werden. ra. F r a n k e n b a ch, 27. Aug. D i e Z u - ammenlegung der Feldmark schreitet rüstig vorwärts. Zwischen fürstlichem und Gemeindegelände wurde ein Lausch vorgenommen. Inzwischen haben wir elektrisches Licht echalten und als drittes gemeinnütziges Objekt wird die Wasserleitung folgen. Kirche und Schule. —l. Langd, 25. Aug. Zum Verwalter der hiesigen P f a r r st e l l e, die seither von Rodheim aus mitversehen wurde, ist der Missionar Groh, bisher Pfarrverwalter in Engelrod, ernannt worden. batte Dem Schwindler konnte jetzt das Handwerk gelegt werden. Die vertrauensselige Frau hat aber immerhin mehr als 600 000 Mark em» übet. Die Berliner konnten über dre Baseler, bei t u g q u 0 jn Oe st erreich widersetzen denen Fluvecher als Rechtsauhen mttwittte, knapp müsse. Auf das dringende Ersuchen Dr. Sei» mit 2:1 triumphieren. Berlin war in der ersten p^ls nach einer Lösung erwiderte Schanzer mit Halbzeit weitaus überlegen, aber erst nach etwa Anerkennung der Notwendigkeit, dah Metho- 25 Minuten vermochte Trotschinski durch einen r>ie Reorganisation Oesterreichs ohne glänzenden Schuh das erste Tor zu erzielen. Kurz ^ereu Aufschub von der italienischen Regierung vor der Pause gelang es den Baselern, auszu-' •— - < -■tI“ u gleichen. In der zweiten Spielhälfte war der Kampf etwas ausgeglichener, wenn auch ^erlm meist noch im Borteil war. Rach einem Durchbrach von Wolter sandte Sobeck unhaltbar zum zweiten und siegbringenden Tor für Berlin ein — BerlinSieger im Fuhba 11- Jubiläum sturnier. Das dritte and letzte Treffen im Zubiläums-Städtetarnier des Der- ■banbeä Brandenburgischer Ballstpiellnreine vereinte am Sonntag im Deutschen Stadion 'wr etwa 30 000 Zuschauern die repräsentativen tfafjbatt» Mannschaften von Berlin und dem Haag. -.,05 -.611 ra. AlbShausen (Kr. Wetzlar), 27. Aug. Zur Erbauung einer Kirche hat ein Amerikaner, ein geborener Albshäuser, einige tausend Dollar geschenkt. ra. Bissen berg (Kr. Wetzlar), 27. Aug. Die Kreisbeihilfe für die Hagelschäden. von welchem unser Dörfchen am 10. Juni so schwer betroffen wurde, beträgt 50 000 Mk., die Genossenschaftsbank für Rheinpreuhen hat chren hiesigen Mitgliedern 10 003 Mk. überwiesen, und für die beschädigten Gebäude wurden aas der Wohnungsbauabgabe 100 000 Mk. bewilligt. dr. Hochelheim, 26. Aug. Das hiesige Presbyterium und die Gemeindevertretung haben beschlossen, zweineueGlockenzu ^schaffen. Eine wurde wahrend des Krieges abgegeben. Bon den beiden uns verbliebenen soll eine umgcschmol- zen werden, da sie einen Fehler hat. Die Glocken werden von der Firma Rinker in Sinn geliefert. — Vor Jahren nach Amerika ausgewandetts Hochelheimer haben vor einiger Zeit der Gemeinde 8 5 Dollar gestiftet. Eine am vergangenen Sonntag abgehaltene Haussammlung ergab die Summe von rund 26 000 Mark. Nur echt Orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik K I mit Firma: .Yenidze? Inhaber Hugo Ziefz,Dresden D »fltiim- 25. August. 26. August. ni 71910,- 72060,- 69912,o0 700d7,ö0 13282,50 13316 6512833,90 12886,10 ’ 32559-25 32640,76 30561,75 30638.35 Chnstiania . . . ^^48 60 41151,40 38551,7^3^648,25 49937*50 50062 50 477*0,25478.9,70 4594*25 4603,75 4244,65 4255,35 8029*90 6060,10 7640,40 7659,69 6466.90 6483,10 7990,— 8ryi;10 1847,68 1852,32 1797,75 1802,25 13982.50 14017,5013183,10 13613,90 34856,35 34943,6.' 34167,80 34192,70 27966?- 28335,- 2766o3° 2763*,50 1,53 2,43 2,47 (.791*50 6808,50 S44t,v0 6458,10 107,86 108,14 100,37 100,63 664,15 605,86 647,17 648,82 Budapest ... ®nZLnite‘ ’ Ä »ösiiss 888,75 1001,25 S“ • • • 863,90 866,10 848,80 851,10 Ä'äänri«28970.- 24030.- 22970,- 23030,- anathtotietungeu. %ür 100 deutsche Mart wurden gezahlt: 1.7.14. 2o. 8. gesucht. 7918V 7953V Statt Karten Geübter Utaerpfa »Sä; zum sofortig. Eintritt sucht zu verkaufen 7959 7942V Iraoring, Astoria-Lichtspieie W 71 • Film-Schauspiel in 5 Akten nach ‘der M ® .. Erzählung von Selma Lagerlöf. 11 Knoppohen u. seine SGhwleoernnitler M e©9®eoo®iei®e®»fl e©9®eoo®i®i®®®®®® l <> BäckereiKarlSchrlmpf, Lauterbach (Hessen). Karl' Zimmermann, Schlosseraeisler, Caan bei Siegen. Kost und Logis vorhanden. 7897 In dankbarer Freude zeigen wir die glückliche Geburt eines Töchterchens an Bäckermeister Stritter und Frau Lina geb. Müller Herde und Gesen auch reparaturbedürftig, kanftH. Schön LtCo. o8284Mg^^^^Str. 22. Zwei tüchtige Ein ordentlicher, ehrlicher Junge wird als Lehrling Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 26. August 1922. Hess. Hochbauamt Giehen. Z. V.: Kuhlmann, Reg.-Baurat. Zum sofortigen Eintritt einige junge Wißen in unsere Vanillinzucker- Abteilung gesucht. Paecoe & Co.. Cafs Ebel. 7962 Brillanten (Gold-Si IberW PlaHnbruch M ZahngebisseB Gg.Gtfmblein wABruchshtlSaer len höchsten Erlös .H-iflkita wie Stetten, Ringe, Bestecke, zerbrochene Uhren aller Art sichert Ihnen hmacto J, Wohlgerach Neuen Baue 15. [08280 GKl*taMeta*y.l Von Seiten der Brauereien wurden die Biere um wehr als das Doppelte der seit- M Kaufe getragene Herren- und Damenkleider, Schuhe und Wäsche nnd zahle die höchsten Preise. oim L. Rosenzweig Gieken,SelterSweg58I Mäher gesucht. qmm L. SvieS,Mittelweg?. Wohnungstausch! Gegen schöne Wohnung in Gießen eine gleichwertige in Heuchelheim oder Kinzenbach zu tauschen gesucht. [7955h Offerten unter 2472 an Herso, Mittel- deutsche Annoncen-Exped., Plockstr. 5. beugen Bezugspreise erhöht. Die Existenz der Wirte steht auf dem Spiel; es ist deshalb Pflicht eines jeden Kollegen, zur Bekanntmachung. Betr.: Errichtung einer Schneiderzwangsinnuna für den Kreis Gießen. Die Liste der Handwerker, die an der Abstimmung über die Errichtung einer Schneiderzwanas- rnnung für den Kreis Gießen teilgenommen haben liegt während zweier Wochen vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet .auf der Registratur des Kreisamts Gießen in den üblichen Dienststunden zur Einsicht und Erhebung etwaiger Einsprüche der Beteiligten offen. Nach Ablauf der Frrst eingebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt. Gießen, den 15. August 1922. Der Kommissar: Schmidt, Regierungs-Assessor. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Emspruchsfrist am 25. ds. Mts. begonnen hat. Gießen, den 26. August 1922. 7968B Der Oberbürgermeister: I. D. Dr. Selb. Heute entschlief sanft unsere liebe Mutter und Großmutter Marie Eckhard geb.Scheels Witwe des Univ.-Professors Konrad Eckhard in ihrem 88. Lebensjahre. ? Forstmeister Eckhard und Frau Lenore geb. Michel. Gießen, 26. August 1922. Die Beerdigung findet Dienstag, den*29. August, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt 083«» Stadttheater Leltnzig: H. ßteingoatter. Donnerstag, 31. Ang.: Gastspiel des ftnntl. Kur- theaierS Bad'Nauheim. Zu Goethe s Gedmskag: luöloenle auf lanrts. Ein Schauspiel von Goethe 3Dl)iQCiile.. Trübe lanönt vom Staatstbeater Kassel alS Gatt. Anfana 7, Ende 9*/i Uhr. Der Vorverkauf Rn bet statt: Dienstag und Mittwoch von 10 bis 1 Uhr, Donnerstag v. 10—1 1IC- und 3V,-5 Uh". ^'.Oc Anständiger Arbeiter iDauermieterf sucht möbl. Zimmer zu mieten. Schr. Angeb. unter08277a.d. Gieß. Anz. | Wohnungstausch | Neu hergerichtete S-ZiMM-MMg wird zu einem den Herstellungskosten entsprechenden Mietpreise gegen 2 3-3ifflmer-®ef)nüng in Tausch gegeben. Schriftl. Angeb. unter ' - m- - 08272 a. d. Gieß. Anz. I wrsweg^oAngebote mit Gehaltsansprüchen unter MMaM kauft zu Valutapreis. (Fabriknummer erbeten.) F. Bügler. Berlin, Potsdamer Str.38. [7mss Sprungfahiger Vogelsberger Bulle gesucht. Offerten an die Bürgermeisterei Klein-Linden. Klein-Linden, den 26. August 1922. 7952V Hessische Bürgermeisterei. __________Jung. Möbl. Zimmer gesucht. Lfferten an die KnjsMLiWikl- hlllises, Bahiiliof- strnße 34. GGO®SWG|»I®«G®®TG ! MMM1 5 Lindenplatz Telephon 2066 von 8-5 Uhr bet bobem um unser schon bestehendes Geschäft im Agentur- Lohn gesucht. 7eü)aMfu»t.1' Äs von Werk in der Nähe Gießens gesucht Ne Wmz! Deutscher Zchäferhund Müde», groß, schmal, grau, auf den Namen „KlauS" hörend, entlaufen. Gegen gute Belohnung abzugeb. 08-82 Liebigftraße S. | Vereine | Gesangverein Heiterkeit Montag den 28. d. MtS., abends Punkt 8 Uhr, Singstunde. Um vollzähliges Er- scheinen bittet 7M9 der Vorstand. 7923D a. d. Gießener Anzeiger erbeten. Gesucht zu sofortigem Eintritt 7944V 1888. tolWil) Verlangt wird sicheres Rechnen, möglichst auch Kenntnisse in Kurzschrift und Schreibmaschinenschreiben. Schriftliche Bewerbungen an Mk.MUSLU.IW« WMMW Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir bestens H. Siersleben und Frau Erna geb. A^pe> Gießen, den 28. August 1922 ....... ..............«,......................... f Eichen=Sfcnmnhölz von 25 cm Mitten-Durchmesser aufwärts, 0chen=Rollen von 20 cm Zopf-Durchmesser aufwärts, für Faßfabrikation geeignet, kauft jeden Posten Hermann Rüffer, Fahholzsabrik Hattersheim a. Main. 7862D Bekanntmachung. 3nfolge Erhöhung der Löhne und Ankosten im Backereigewerbe wird unter Bezugnahme auf meine Vekanntmachung vom 18. August 1922 auf Beschluß der Lebensmitteldeputation vom 26. August 1922 der Höchstpreis für 1900 g Brot auf MK. 30.— mit Wirkung vom 28. August 1922 festgesetzt. Gießen, den 26. August 1922. 79398 Der Oberbürgermeister. F. V.: Dr.