Nr. 74 Der Gießener Snjetaer erschein« täglich, außer Sonn» und Feiertags. Monatlichetzezugrpreise: Mk ll.bOeinschl. Träger» lohn, durch die Post Mk. 14. - einschl. Bestell» geld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fern sprech «Anschlüsse: fürdieSchriflleituna 112; für Druckerei, Verlag und Geichastsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Siehrn. postschecikonto: Frankfurt a. M. 11686. Erstes Blatt 172. Jahrgang Dienstag, 28. März 1922 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigen o 34 mm Breite örtlich 90 Pf., auswärts 120 Pf., für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 350Pf. Bei Platz« Vorschrift 200 8 Aufschlag Hauptschriftleiter: Äug Goetz Verantwortlich für Politik. Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Druck unö Verlag: vriihl'sche Univ.-Vuch- und Stdnönitferci N. Lange. Schnftlettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstrahe 1. Anzeigenteil: Hans Beck sämtlich in Gießen An unsere Leser! Die deutsche Presse steht vor dem Zusammenbruch! Die immer unerträglicher werdenden Preissteigerungen, vor allem des Druckpapiers, das im Dezember gegenüber dem Friedenspreis das 21fache, im März das 41- fache kostete und ab 1. April das bvfache des Friedenspreises betragen wird, aber auch die Erhöhung der Löhne und Gehälter, die Verteuerung aller Materialien und der sonstigen Herstellungskosten, drohen das gesamte Zeitungsgewerbe einer baldigen unabwendbaren Katastrophe zuzuführen, wenn nicht durch geeignete Maßnahmen rechtzeitig versucht wird, den Zusammenbruch aufzuhalten. And ein Aufhören der deutschen Presse ist gleichbedeutend mit einer unheilbaren Katastrophe der deutschen Politik und Wirtschaft. Aeue wesentliche Erhöhungen der Bezugs- und Anzeigenpreise lassen sich nicht umgehen. Wir geben unS jedoch der Hoffnung hin. daß die Leserschaft auch in Zukunft treu zu ihren Zeitungen hält, um ihnen so zu helfen zur Erhaltung von Dasein und Leistungsfähigkeit, die ja nicht um des eigenen Vorteils, sondern um des öffentlichen deutschen Lebens willen gesichert werden müssen. Der Vorstand de« Vereins Deutscher Zeitungsverleger, Kreisverein Hessen-Nassau und Hessen. Die unten verzeichneten Zeitungen sind gezwungen, ihre Bezugs- und Anzeigenpreise zu erhöhen. Die Leserschaft möge versichert sein, daß die Erhöhungen angesichts der drückenden Notlage erfolgen mutzten und sich auf das allernotwendigste Matz beschränken. Die Zeitungen richten an die Leser die Ditte, dem Erfordernis dieser Preiserhöhungen ihre Einsicht nicht zu verschließen. Oberhess sche Zeitung-Alsfeld. Butzbacher Zeitung-Butzbach. Dillzeitung-Dillenburg. Aeue Taaeszeitung-Friedberg. Oberhess'sche Zeitung-Friedberg. Gießener Anzeiger-Gießen. I Oberhess sche Dolkszeitung-Gießen. i Grünberger Anzeiger-Grünberg. Herborner Tageblatt-Herborn. Hess sche Lanbeszeitung-Marburg. Oberhess'sche Zeitung-Marburg. Dad-Aauheimer Zeitung-Nauheim. Sckottener KreiSblatt-Schotten. Wctziarer Anzeiger-Wetzlar. Der „Gießener Anzeiger" kostet somit ab 1. April monatlich Mk. 16.— ausschließlich Trägerlohn. Die Einzelnummer kostet 80 Pf. Verlag des Gießener Anzeigers Die Entschlüsse der Reichsregierung. Der Weg. den die ReichSregierung gegenüber den Anforderungen der ReparativnS- kvmmission beschreiten wird, ist schon deutlich erkennbar. Sie wird die Hauptpunkte, das Steuerprojekt von 60 Milliarden und die Finanzkontrolle nicht annehmen; fie hat auch, wie heute gemeldet wird, keine Rückfragen nach Paris gerichtet, weil sie Klarheit genug über die dortigen Absichten habe. Diese Rückfragen wären auch tatsächlich nur als ein kümmerliches und schwächliches Verlegenheitsmittel erschienen. Das Ende der Erfüllungs- Politik wird aber zweifellos nicht in einem katastrophalen Erguß des nationalen Mn- willens endigen. Herr Wirth beabsichtigt sozusagen einen zahmen und geduldigen Widerstand. Unseres Erachtens wäre er besser beraten, wenn er der Entente gegenüber eine aufrichtige, das heißt von berechtigter Empörung zeugende Antwort vorbereitete. Die englische Politik befindet sich gegenwärttg der französischen gegenüber in einem viel offener ausgesprochenen Gegensatz, als die Berliner Stellen ihn glauben vertteten zu können. 3m englischen Unterhaus wurde gestern im Anschluß an Lloyd Georges Denkschrift das Banner eines Abbaues der Gewaltpolitik hochgezogen. Das dürste und sollte auch der deutschen Regierung berechtigten Anlaß geben, aus dem Gebüsch der Erfüllungspolitik klar und entschlossen herauszutteten. B e r l i n, 27. März. (WTB.) Heute nachmittag fand im Reichskanzlerhaus unter dem Vorsitze des Reichskanzlers und in Anwesenheit der Reichsminister des Auswärtigen und des Innern, des Reichswirtschaftsministers und des Leiters des Wiederaufbauministeriums eine Aussprache mit den präsidierenden Mitgliedern der Regierungen der Länder über die Note der ReparationSkvmmis- sion vom 21.März statt. Der Reichskanzler und der Reichsminister des Auswärtigen entwickelten in längeren Ausführungen die Anschauung der Reichsregierung. In der Aussprache, an der sich die.Minister und dis Staatspräsidenten der meisten Länder beteiligten, ergab sich einmütige Liebereinstimmung mit den Grundsätzen der von der Reichsregierung in dieser Frage befolgten und fortzuführenden Politik, die am Dienstag in der Rede des Reichskanzlers Ausdruck finden wird. Berlin, 28. März. Im Anschluß an die Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder empfing der Reichskanzler die Führer der Sozialdemokratie, der Demokraten, des Zentrums, der Deutschen Volkspartei und-der Bayerischen Dolkspartei, um sie über die Auffassung der Reichsregierung zu der Entscheidung der Reparations- kommissivn und über die Grundlinien der heute im Reichstag abzugebenden Regierungserklärung zu unterrichten. Später fand auch eine Besprechung des Reichskanzlers mit den Führern der Deutschnationalen Volks- Partei und der Unabhängigen statt. Mit Ausnahme der Deutschen Volkspartei, die bereits gestern abend zu einer Fraktions- sitzung zusammengetreten war, werden die Fraktionen erst im Laufe des heutigen Vormittags zu der Haltung der Regierung Stellung nehmen. Zu der Erklärung des Reichskanzlers im Reichstag wird, wie die „Germania" hört, wahrscheinlich auch noch der Minister des Aeußern, Dr. Rath en au, das Wort ergreifen. Mehrere Blätter wollen über die Stellung der Regierung zu der Note der Reparattons- kommission wissen, daß die Forderung von 60 Milliarden neuer Steuern und einer Finanzkontrolle als unerfüllbar anzusehen sei. Es sei aber notwendig, die Ausgaben des Reiches durch eine noch größere Sparsamkeit zu verringern. Im übrigen würden die Möglichkeiten zu Verhandlungen mit der Reparationskommissivn offen gelassen werden. Kiel, 27. März. (WTB.) Der Gesamtausschuß der schleswig-holsteinischen Unter» nehmerverbände, der 4500 Unternehmer aus Landwirtschaft, Industrie, Handel und Handwerk vertritt, hat sich am Samstag mit der neuen Note der Reparationskommissivn befaßt. Einstimmig wurden die neuen Forderungen und die beabsichtigten Eingriffe in die Souveränität des Reiches aufs Entschiedenste abgelehnt. Eine in diesem Sinne gefaßte Entschließung wurde dem Reichskanzler und sämtlichen Parteien des Reichstages übersandt. D e r l i n . 27. März. Wie entgegen anderslautenden Dlättermeldungen der „Germania" von zuständiger Seite erklärt wird, bestehen bei der Reichsregierung keine Zweifel über die Bedeutung der in der R e p a r a t i o n s n o t e ausgestellten Forderungen, so daß auch keine diesbezüglichen Rückfragen notwendig waren. Eine Finanzdebatte im französischen Senat. Paris, 27. März. (Havas.) Der Senat hat das Budget der von Deutschland zu erstattenden Ausgaben erörtert. Der Generalberichterstatter Senator Berenger gibt eine Zusammenfassung seines Berichts. Die Ausgaben des Budgets feien kaum vermindert. Auch in diesem Jahre werde Frankreich an Deutschland, gering geschätzt, 20 Milliarden Gold- ma k verschießen muffen, die zu den schon früher vorgeschoffenen 90 Milliarden hin'ukämen. Da das ordentliche Budget schon mit 11 Milliarden im Rückstand sei, so könne der Senat sehen, vor welchem Abgrund Frankreich stehe. Hierzu muffe man aber auch noch mehr als 20 Milliarden Kredite und das Budget der zurückzuerstattenden Ausgaben rechnen. Trotzdem sei der Ausschuß der Ansicht, daß es eine unstuchtdare Geste wäre, das Sonderbudget abzu» lehnen. (Er habe deshalb beschlossen, dem Senat seine Genehmigung vorzuschlagen, jedoch mit der Maßgabe, daß der Voranschlag der Einnahme von 7 Mi iarden, die Deutschland zu bezahlen hätte, weggelaffen werde. Zur Reparationskommissivn übergehend, sagte Berenger, diese habe Frankreich bis jetzt keinen großen Dienst erwiesen; trotzdem fei sie der Rettungs- anker. Das Land, das unter der Last der Steuern nicht zusammenbrechen wolle, verlange, daß Deutschland bezahle. Diese Bezahlung hänge von dem Willen der Männer in der Repara« tionskommission ab. Die Reparationskommission müffe eine Kontrolle über die deutschen Finanzen ein» richten und wenn Deutschland nicht die nötigen An» sttengungen mache, müffe man die Pfänder nehmen,' die der Vertrag von Versailles festgelegt habe. Berenger warnt die Regierung vor der Emission einer deutschen Anleihe, die angeblich dazu bestimmt wäre, Frankreich zu bezahlen, in Wirklichkeit aber höchstens 2,5 Milliarden einbringen würde. - Finanzminister de Lasteyrie unterbricht von seinem Platze aus und sagt, zwischen den alliierten Ministern sei nichts ver» einbart worden bezüglich k’ Bestimmungen von der Heeresstärle der Türkei und über das Regime der Kapitulation. Der Türkei soll das Recht zustehen, 45 000 Mann Gendarmerie und ein reguläres Heer von 40 0000 Mann, also 85 000' Mann zu unterhalten, während im Vertrag von Sevre nur 50 000 Mann vorgesehen wurden. Die Entscheidung der Verbündeten stellt es als Grundsatz der alliierte» Mächte hin, in keinem ehemals feindlichen Lande das System der Aushebung von Rck.uten bestehen zu lassen. 3ndessen seien die dret Minister bereit, gemeinsam mit der türkischen Regierung in fremrdschaftlichem Geiste die Festsetzung eines bestimmten Zeitraumes zu prüfen, nach dessen Ablauf in der Türkei Rekrutierungen durch Freiwtlltgenwer- b u n g vorgenommen werden dürsten. Wenn die türkische Regierung zur Bildung der erwähnten Gendarmerie die ilnterflü-.ung ausländischer Offiziere wünsche, so konnten diese zur Verfügung gestellt werden. Hinsichtlich der Kapitutalion sott die Türkei in weitestem Akatze in ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit nicht geschädigt werden. Deshalb soll innerhalb dreier Monate nach 3ntrafttreten des Friedensvertiares eine Kommission gebildet werden, in der England, Fraitt- reich, 3tolien, Iapan und die Türkei vertreten sind, um das in steuerlicher Beziehung bestehende Kapitulationssystem zu revidieren. Auch in juristischer Hinsicht soll ein Reformpla.t für die Kapitulationen aufgestellt werden, und zwar ebenfalls durch einen Ausschuß, in dem die Türket vertreten ist, und dem es freistehen soll, em einheitliches oder ein gemischtes System zu schasse,,. Paris, 27. März. (Wolff.) Das Ergebnis der Orientkonferenz wird von Havas vom französischen Standpunkt wie folgt bargdeg*: Durch das Angebot, das ihr gemacht werde, erklänge dieTü rkei tatsächlich schätzenswerte Bo,-- teile. Ohne einen Schwertstreich und ohne Scha- - den nehme sie ganz Kleinasien in Besitz, ©in besonders politisches Statut sei nur für die- Stadt Smyrna selbst vorgesehen. Dieses Statut sei übrigens demjenigen ähnlich, unter dem das - den Griechen überlas ene Adrianopel stehen solle.~ Dagegen gelange das Dilajet Smyrna unter die- volle ottomanische Souveränität. Die Türkei er-», halte einen großen Teil Thraziens; denn die neue- Grenze gehe westlich von Rodostv und von da bis Kirkillissche und ende in Media. Griechen - land behalte allerdings Gallipoli, aber es besitze dort die Mehrheit in der Bevölkerung. Es sei schon offiziell ‘betannt, daß Konstantinopel den Waffen still st andsvert rag a n nehme. Die Vertreter von Angora hä ten, als sie gestern abend von den endgültigen Entscheidungen der Alliierten in Kenntnis gesetzt wurden, eine gewisse Befriedigung nicht verhehlt. Athen, 27. März. (WTB.) Die den Ge» sandten der alliierten Mächte übermittelte Antwort der griechischen Regierung auf den Waffenstillstandsvorschlag besteht aus zwei Roten, deren eine die grundfayliche Annahme des Vorschlages enthält, während die andere die Ansicht der griechischen Regierung über die Förmlichkeiten ausdrückt, unter denen der Waffenstillstand abgeschlossen werden soll. Der neue Reichsernährungsminister. Berlin, 28. März. Wie der „Lokalanzeiger" aus München meldet, hat Profeffvr Fehr von der Akademie für Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan bei Frey sing in Oberbayern den ihm vom Reichskanzler ungebetenen Posten des Reichsernährungsministers angenommen. Aus dem Reiche. DaS HauSgehilfengefth. Berlin, 27. März. (WTB) Bei der fortgesetzten Beratung des Hausgehilsenge- seh es im sozialpolitischen Ausschuß des vor- läufigen Reichswirtschafts rates wünst ten die A r- beitnehmer kie Etteichung te3 Paragraphen des Gesetzentwurfes, der tie 2'u^echnu"g von Schaf enersatansvrüchen re en Di l hi c e untren der Hausgeh l en vvriieht. so em der Schaken durch grobe Fahrläsi'kil im Wie>e hrlungssall oder vorsätzlich verursacht worden ist. Die Arbeitgeber vertraten den Standpunkt, daß unbedingt eine Sicherung gegeben werden müsse. Die Abstimmung ergab die Ablehnung der verlangten Streichung mit Stimmeng lei->he it Ferner wurde ein Arbeitnehmeranttag, eine schriftliche Kündigung vvrzuschen abgelehnt. Angenommen^ wurde ein Vorschlag des Unterausschusses, nach dem den Hausgeh l en auf Verlangen bei Ablauf des Arbeitsverhältnisses ein von der Arbeitsbescheinigung zu trennendes und der Wahrheit entsprechendes Zeugnis über Leistung und Führung zu erteilen ist. Die Unstimmigkeiten in ver MSP. 3m „Vorwärts" veröffentlicht Karl Kautsky einen offenen Brief an die Zentrale der USP, in dem er schärfsten Protest einlegt gegen den Aufruf der USP., der die Vereinigung der USP. mit der kommunistischen Arbeitsgemeinschaft verkündet und auch die revolutionären Mitglieder der Rechtssozialistischen Partei aufforderi, in die USP. einzutreten. Kautsky nennt den Aufruf einen Kriegsruf gegen die Sozialdemokratie, der das Fortbestehen der Spaltung und damit der Schwächung des deutschen Proletariats fördern werde. Aus Stadt und Land. (Stehen, den 28. März 1922. Das Farbenjahr der Mode. „Helle und starke Farben werden wieder getragen . . Diese Parole wird auch, in diesem Frühjahr von der Mode wieder ausgegeben, und so manncher glaubt, daß es lediglich die Mode- firmen sind, die dieses Gesetz der Frauenwelt vorschceiben. Aber die Farbenwahl, die die koloristische Haltung der Frauenkleidung bestimmt, ist doch im allgemeinen viel tiefer begründet, nämlich in der menschlichen Ratur und in der Natur überhaupt. Man kann einen alljährlich wiederkehrenden Kreislauf der Modefarben feststellen, der mit den Jahreszeiten im engsten Zu- fammenhang steht. Wenn im Frühling die ersten Blumen aus dem jungen Grün hervorbrechen und sich die Landschaft in bunte zarte Farben kleidet, dann kommen auch in der Frauenkleidung die lichten farbigen Töne hervor. Es ist der Ruf des Frühlings, der in die Herzen bringt und die Frauen veranlaßt, auch ihrerseits zu dem Fest des jungen Blühens und Grünens beizutragen, sommerliche Farbenpracht läßt eine stärkere koloristische Rote in der Kleidung als selbstverständlich erscheinen, und den tieferen schwereren Färbungen des Herbstes entspricht in der Mode eine Borliebe für aparte und besondere Farbtöne. 3m Winter aber hören wir fast regelmäßig, baß jetzt „Schwarz die große Mode ist". Die Ratur hat ihr farbloses dunkles Gewand angelegt, und dir Frau folgt ihr nach. Wie sehr der Wechsel der Jahreszeiten auf den Fa drnwandel unserer Mode Einfluß hat, kann man in den Tropen erkennen, wo die Damen einförmige Toiletten das ganze Jahr über tragen und fast nie auf Abwechslung bedacht sind. Ihnen fehlt der starke seelische Anreiz, der für die Frau tn der gemäßigten Zone in dem sieten Wechsel der Jahreszeiten liegt. * * Eine Feier zur Ehrung der Gefallenen fand, wie wir nachträglich erfahren, kür .lich im Drte t ägersaale des hiesigen Postamts in Anwesenheit des gesamten Personals, der Direktoren der einzelnen Aemter und der Hinterbliebenen statt, bei der die von der Leha> werkstätte der Gewerbeschule hergestellte Ge- dächtnistasel enthüllt tour.e. Die Ta.el hat zunächst ihren Platz im Schalterraum des Postamts gefunden. * • Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene können nach - i er Dcla n.'- madjung der Städtischen Fü'svrgestrlle von dem Brennstotfamte bis zu 20 Zentner Holz zu ermäßigtem Preise beziehen. * D i e staatlichen Prüfungen für technische Lehrerinnen und für Kindergärtnerinnen fanden vom 21. bis 23. März unter dem Vorsitz des Ministerialrats Dr. Bach in der Aliceschule statt. Es bestanden die Prüfung für theoretische Lehrerinnen der Hauswirtschaft und Handarbeit 23, die Prüfung für Kindergärtnerinnen 7 Schülerinnen. Einige Tage früher hatten sich 7 Kinderpflegerinnen einer Schlußprüsung unter dem Vorsitz von Kreisschulinspektor Professor Alles unterzogen. Das technische Seminar hatte seine Arbeiten im Kunst- derein und im Schulhaus in der Steinstraße ausgestellt, das Fröbel-Seminar im Schulhaus in der Gartenstraße Alle Ausstellungen erfreuten sich eines außerordentlich starken Besuchs. Zur Begutachtung hatte die Regierung einen Sachverständigen aus Worms entsandt. * • D i e Kaufmännische Fachschule beginnt das neue Schuljahr am 27. April. Raßeres über Anmeldungen und Au nahmeprüf ragen ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich. * • Straßensperrung Wer ei Vornahme von'Straßenbauarbeiten ist der Riegelpsad zwischen Liebigstraße und Litewigstraße bis auf weiteres für jeden Fuhrwerks- und Fahrradver» kehr gesperrt. * • Belästigungen des Publikums durch Fufib.->ll°, SHlaZball- und anderen Spie e auf der Straße sind in letzter Zeit wiederholt vorgekommen. Das Polizeiamt macht darauf auf- mcrtfanr daß sich derjenige mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen strafbar macht, der auf Straßen oder öffentlichen Plätzen mit Steinen oder anderen Gegenständen wirft, wodurch Menschen beschädigt oder verunreinigt werden können. " F a h r r a d d i e b st a h l. Am Montag, dem 27. März, vormittags wurde aus einem Llniversitätsinstitut ein Fahrrad, Marke „Bren- nabor", vollständig neu emailliert, mit neuer Bereifung, entwendet. Vor Ankauf wird gewarnt. •• Strenge Durchführung des Rauchverbots in der Eisenbahn. Rach- bem die von Eisenbahnseite gegen die Richtbeachtung des Rauchverbots in den Zügen ergriffenen Maßnahmen ohne den gewünschten Erfolg geblieben sind, sind nunmehr Anordnungen getroffen worden, die eine schärfere Trennung und auffallendere Bezeichnung der Raucher- und Richtraucherabtcile bezwecken, so daß Entschuldigungen, daß Richtraucherabteil als solches nicht erkannt zu haben, künftig nicht mehr vorgebracht werden können. Außerdem wird nach erfolgter Ergänzung der Cisenbahnverkehrsordnung vom 1. April 1922 ab von jedem Reisenden, der mit brennender Zigarre, Zigarette oder Tabakpfeife in Richtwucherabteilen und in Räumen der Züge und der Bahnhöfe, in denen das Rauchen verboten ist, betroffen wird, ohne vorherige Verwarnung eine zu erlegende Buße von 20Mk. erhoben werden. Die Erhebung wird sofort durch den die älebertretung fest stellenden Bediensteten erfolgen. ** Der Ortsverein der Reichsbahnzugführer und deren Anwärter Gießen bittet uns um Abdruck folgender Entschließung, die in der Versammlung am vergangenen Sonntag gefaßt wurde: „Sie heute hier versammelten Reichsbahnzugführer und ihrer Anwärter erklären, daß fte das Bestreben des Reichsverkehrsministeriums auf Beseitigung der Anwirtfchaftlichkeit der Eisenbahn voll und ganz würdigen. In erster Linie kommen hierfür jedoch Sparmaßnahmen auf dem Gebiet der Betriebsführung und Materialbeschaffung in Betracht. Die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit der Eisenbahner muß grundsätzlich durch ein allgemeines Arbeitszeitgesetz geregelt wer- den, das den besonderen Verhältnissen der einzelnen Berufe entweder durch Ausnahmebestimmungen innerhalb des Gesetzes oder ergänzende Sonder- beftimmungen Rechnung zu tragen hat. In den gesetzlichen Bestimmungen für Arbeiter, Ang:- stellte and Beamte ist eine Höchstarbeitszeit von täglich 8 Olunben festzulegen. Da zur Zeit ein solch allgemeines Gesetz nicht vorllezt, ftnb die Veilammelten damit einvwstanbm, daß zwischen den Spitzenverbävdeli unddemlldeich.verteh rsmim- sier.urn einevorläu.tge R: gelung,ür fra^Effe.-buhn- perfonal beraten und vereinbart wird, wobei vorstehende Grundsätze zu beachten sind, so daß diese später in das allgemeine Arbeitszeitgeseh mit eingefügt werden können. Sie Versammelten können nicht anerkennen, daß die Zerlegung der Dienst- fchicht in reine Arbeitszeit, Dienstbereitschaft und Pausen eine unvermeidliche Rotwendigkeit ist. Sie Besonderheit des Eisenbahnbetriebes bringt es mit sich, daß für bestimmte Gruppen dauernd und für einzelne Gruppen und Personen zeitweilig ein gewisser Leerlauf entsteht. Diese Zeit generell als Richtarbeitsarbeit anzusehen, geht, nicht v an. Vielmehr muß gefordert iberben, daß die Verwaltung diejenigen Gruppen oder Personen, bei denen dies nur zeitweilig zutrifft, in anderer Weise angemessen beschäftigt. Für die Gruppen des Zugbeförderungs- und Zugbegleitpersonals, wo dieser Zusiand mit gewiffen Ein- schränkungen ein dauernder ist, ist eine besondere Vereinbarung zwischen den Spihenverbänden und dem Aeichsverkehrsministerium zu treffen " Bornonren. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater, 7 Ähr: „Der älrfauft“. — Astoria-Licht- spiele: „Das Geheimnis einer Brigg". - Auf die erste Aufführung des Büh- nenvolksbundes sei nochmals hingewiesen. Alles Nähere ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich. — Sie Bismarck-Gedenkfeier der Deutschnati onalen Volkspartei findet am Sonnei:3t.ig den 30. März in der Turnhalle stvtt. Die Gedächtnisrede halt an Stelle des verhinderten Professors Dr. Gramzow-Berlin Herr Pfarrer Julius Werner- Frankfurt. Letzterer steht als geistreicher und glänzender Redner hier noch in gutem Andenken. — Der Evangelische Arbeiterver- e i n veranstaltet am Mittwochabe vfr tm Marlus- faal, Kirchstr. 9, einen Famtlienabend, in dessen Mittelpunkt ein Lichtbildervortrag über das „Bergische Land" stehl, jenes wichtige Stück Deutschlands, das nicht nur für die Volksgemeinschaft so bedeutungsvoll ff, sondern auch Ratir- schönheiten in großer Zahl aufweist. Der Vortrag ist auch Freunden unserer Sache zugänglich. Rä- heres siehe Inserat. Wettervoraussage für Mittwoch: Unbeftänbig, kühl, Rachtfrvst, vorwiegend nördliche Winde. Das ostwärts gezogene Tief hat auf seiner Rückseite noch stellenweise Ried.rschläge g bracht, lieber dem Kontinent herrscht unregelmäßiger Luftdruck. Das Wetter blelot unbeständig. Landkreis Gießen. — v— Großen-Linden, 27. Mä^z. Gestern abend kam in der Turnhalle ein Singspiel vom Deutschen Ma.d durch Kinder unserer Schule zu wohlgelungener Aufführung. Eine ganze Anzahl von Bildern aus dem Leden des Waldes zog über die Buhne. Von ci lern verbindenden Text zusammengehalten, wurden sie durch Gedichte und viele mehrstimmige Chorlieder erläutert und vertieft. Die Vortragsfolge wickelte sich flott ab. Das vollbesetzte Haus spendete lebhaften Beifall, den die Darsteller und ihr Leiter, Lehrer Blaß (tünftig in Gießen), wohlverdient haben. Der stleberschuß aus den Einnahmen wird Die Pforte der Paradieses. Roman von Ingeborg Vvllquartz. Berechtigte Uebersetzung aus d m Dänischen. 20. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Rora begriff auch sofort, daß es ihre Sache sei, auf die Bemerkung ihrer Schwägerin Antwort zu geben. Aeußerst gefühlvoll sagte sie daher: „Liebe Inger, wenn Tante Ellinor, dieser prächtige, herrliche Mensch das Geld Jens und nicht dir vermacht hat, jo ist es wohl auch seine Sache, zu bestimmen, wie es angelegt werden soll." „Still, still, Rora," sagte der Hauptmann, etwas unangenehm berührt von dem zurecht- weisenden Tone feiner Halbschwester. „Inger hat auch das Recht, ihre Meinung zu sagen." „Lieber Jens, ich meine, Inger sollte froh fein an allem, woran du Anteil nimmst," fahr Rora mit erhobener Stimme fort „Es kommt wahrhaftig nicht oft vor, daß. da ]emanb mit deiner Ansicht lästig fällst. And wenn es dir jetzt Freude macht, dein Geld so anzulegen, daß d-r selbst ein Auge darauf haben kannst, und wie es bessere Zinsen trägt, so sollte Inger sich hüten, dir diese Freude zu verderben. Das darfst du nicht, Inger, dazu hast du kein Recht." < Frau Inger schüttelte sachte den Kops. „Liebe Rora, wir wollen diese Dache nicht in so heftiger Weise besprechen," sagte sie mit leichtem Lächeln. „Ich sehe voraus, ich habe nicht nötig, dich und Jens erst noch zu versichern, daß ich es gut meine — aber ich habe Tante Ellinor doch auch gekannt —" Tanke Rora winkte abwehrend mit der Hand. „Sa« wissen wir ja, daß sie, solange sie lebte, dich uns allen miteinander vorgezogen hat," ruf fte. „Ich kann es deshalb recht gut begriffen, baß du etwas bei eifrig* darüber bist, daß sie dich so vollständig übergangen hat. Ader da ist ja nun nichts zu machen. Tas habe ich immer gesagt, liebe Inger, das Wahre und Tiefe trägt doch zuletzt den Sieg davon. Deshalb freut mich auch nicht tn erster Linie das Geld, sondern es ist mir eine große Genugtuung, weil mir die Erbschaft ein Beweis ist, daß Tante Ellinor mich verstand. Aus diese Anerkennung lege ich großen Wert. Du liebe Güte, dich hat sie ja rechc gern gehabt — du hast ja auch 'das oberflächlich Gewinnende — das Blendende, das die Leute sofort einnimmt, und davon hat sie sich am Anfang auch bestechen lassen. So bin ich nun gar nicht. Ich weiß recht wohl, daß ich nicht annähernd so leichtherzig und anmutig bin, weder in meinem Gefühlsleben noch in meinem Denken, wie du, liebe Anger, aber in mir ist Wahrheit und Tiefe. Zuweilen fühlen sich ja die Menschen von mir abgefloßen, aber im Laufe der Zeit glaube ich doch, daß es sich lohnt, wenn man so ist wie ich." „Run, bet dieser Gelegenheit hat es dir fünfundzwanzigtausend Kronen gebracht," lachte Orla gutmütig. -Ach. der Junge, der Junge!" lachte Base Malwine und drohte ihm scherzend mit dem Finger hörte aber sofort auf, als sie Roras mißbilligenden Blick bemerkte. „Liebste Rora, über dich habe ich nicht gelacht," erklärte sie mit den Augen blinzelnd, „.lieber dich habe ich nicht gelacht — nein, gewiß nicht. Ader es kam mir so drollig vor. daß Tante Ellinor dir and mir and Jen« Geld hinterlassen bat, während Inger, einem wohltätigen Zweck innerhalb der Gemeinde zugoführt. Daneben aber steht der ideale Gewinn, den jung unfr alt aus der poesievollen Darstellung des Zaubers und der Gemütswerte des deutschen Waldes mit nach Hause nehmen konnten. S. R ö d g e n. 26. März. Das Krieger- denkmal auf dem Friedhof geht seiner Vollendung entgegen und soll in Kürze — vielleicht auf Ostern — eingeweiht werden. Es ist eine aus Dasaltsteinen hergestellte Halle, die einen Kostenaufwand von etwa 40 000 OHL erfordert. ne. Bellersheim 27. März. Gestern gab hier Musikdirem Mn diese W toe tne _e-eilen werden. Meauzgmachi. w*3nftilut vor- uings auch der !NMch überfüllt Denen und bk ijflfeil deutscher llen haben. Die 1 In Aechnung, Gliche Steuern und hab bei llen Stelle |ii Damit wachsen ütibdjcn, welche jönblem in dir ■mttte dagegen mangels ausreichenden BSvcpeS freigesprochen werden. Sin HandlungSgehilse auS Frank- furt a. M, der sich einem hiesigen Eisenbahn- beamten gegenüber als Sekretär des Direktors d« amerikanischen Quäterlomiteed ousaad. erhiell wegen Beihilfe zum B e - trug eine Geldstrafe fron 150 Ml. Denen FahrraddiebstahlS er' t It cm junger Bursche von hier, der sich im Rückfall befinde!. 6 Monate Gefängnis. Mehrere Prive» tklagen wurden verglichen. Turnen. Sport und Spiel. Ä Lurngau Hessen (Derätewett- kamps). Der 5. Bezirk deS TurngaueS Hessen der D. T. hielt am Sonntag in der Turnhalle des T B. 1860 Bad-Rau heim daS vorn Gau vorge- schriel ene DezirkS-Derätewetturnen ab. T. B. 1860 und Mw. Dad-Rauheim hatten die Veranstaltung trefslich vorbereitet uid bereiteten den auäiEuTtigcn Turnern einen würdigen Empfang. Die Leitung lag in den Händen des Be- ■.Tfei'Tntra tt Hartmann (Rad-Rauleim). Vom Gauauischuh waren ObergauturnwarlD i l l (Gieren) und k-er 2. Gauvertreter Schneider (T.ihbach) anwesend. Am W t urnen nahmen 230 Gerateturne teil. Der Wet kämpf hatte erfreuliche Crgcdnis'c und zeigte, bah auch die ländlichen OT^lkuuiixLxlnc hinter den Turnveremen der Städte Ba'-Aauhcim, Butzbach und 5riebberg nicht zurück.usteben brauchen. Besondere Hervvr- hcbung ,-cr l-nen die Leistungen der Turnvereine Dorn-Assenheim, Rieder-Deisel und Holzheim, liahlr.iche Zuschauer wohnten dem Turnen bei. Aach £>cr Ci.geit>evfilnbung richtete Obergauturn- wart Will im Aamen des Gaues Worte des DankeS an die Sieger und gab dabei feiner besonderen Freude über die trefflichen Leistungen der Schul:r Ausdruck. Rachsolgend bringen wir auS jeder Stufe die Aamen der ersten Sieger und Kn Heiteren mir noch die Ramen der Sieger, soweit sie den Qkrcinen der näheren Umgebung GiehenS anaehören: Aktive Turner (10-Kamvf, 50 Teilnehmer. 28 Sieger): 1. M. Weitz TD. Dorn-Assenheim l(5Dunktr; 2. PH. Hildebrand. T. D. Tic er-We fei, 1(9 Punkte: 3 F. Brandt. T. D. 1860 Bad-Aau- yeim, 162 P; 4. Ä. Sames. T. D. Holzheim. G. Walter. T. D. Rieder-Mö len und W. P e - tri. T. D. Dorn-Astenh^im, 161 P.; 5. M. Häuser, T B. Aieder-Weitel. 159 P.; 14. H. Wag- n e r. T. D. Holzheim 144 P ; 16. W. Karl. X. (B. Ulünzen berg, 140 P.: 17. K. Klee. T. D. Holzheim. 139 P. —Hugendturne r(7-Kampf. 83 Teilnehmer, 55 Sieger): 1. H. Loh T. B. Dorn-Asien heim, 130 P.; 2. W. Stoll, T. D. 1860 Bad-Rauheim. 120 P; 3. H. R v se n s ch o n. Tgm Friedberg und A. A a a e l. öemlnar-£um- u. Spielvg. Friedberg. 116 P.; 4. P. Die weg. T. D. Steinfurth. 111 P.; 5. L. Sommerlad. Seminar-Turn- u. Spielva. Friedberg. K. D ö n- ge S. Tgm. Friedberg und H. Fisch, Turn- u. Sporw. Butzbach. 110 P.; 7. G. Müller. T. 2. Holzheim. 108 P.; 9. A. Ott. Birklar. 106 P.; 13. H. Eames Holzheim. 99 P. — Schüler (7-Kampf, 97 Teilnehmer, 90 Sieger): 1. R. (31 la 6, T. D. 1860 Bad-Rauheim. 135 P.; 2. K. Faatz, 2.2.1860 L)ad-Aauheim. 132 P.; 3. W. Krick, T. 2.1860 Bad-Rauheim. — Fuhdall Im Reich: 3n Rord- deutfchland. Hamburg: Eimsbüttel gegen Altona 3:1; Eimsbüttel ist dadurch Meistecdes Elbekreises. Kiel: Holstein gegen Kieler T.2. 4 3; Kilia gegen Olympia Reumunster 2:1. H n n- notier: Arminia gegen Sport 7:3. Braun- schweig: 2. f. B. gegen Hannover 96 3:3. 2 r e- men; AB. T. E gegen Geestemünder S. C. 2:1; Sportverein gegen 2.1.2. Wilhelms Hasen 5:3; Eintracht gegen Gutheil Lübeck 1:5. -- Berlin schlägt Hamburg 4:1 (2:0). Die repräsentative Fußballmannschaft der Reichshauptsladt feierte am Sonntag im Deutschen Stadion den neunten Sieg im Städtekampf gegen Hamburg. 2ci prächtigem Fustballwetter wohnten ca. 30000 Zuschauer dem Kampfe bei, der die Berliner Mannschaft in bezug auf Technik und Schn lllgkelt überlegen sah. Bei Hamburg fehlte der notige Zusammenhang, doch gab es einige gute Einzelleistungen. Die ersten 40 Minuten Spieldauer blieben trotz ständiger üleberlegenheit der Berliner torlos. Erst in der 42 .Minute führte ein Strafstoh von Lewes zum ersten Erfolge. Pohl verlieh vorzeitig das Tor. so bah Hoffmann für Berlin müheloS ins leere Retz einsenden konnte. Durch diesen Erfolg anaespornt. fiel dann auch bald das zweite Tor, das durch feine Einzel- leiltung Montag erzielte. Halbheit 2:0 für Berlin. Adch dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Berlin tarn bald durch Trohinski zum dritten und durch Montag zum vierten Erfolge, während Hamburg nur durch einen Elfmeter zu Ehrentor (am. Eckenverhältnis 5:2 für Hamburg. — Preuhen Berlin in Bre sla u geschla- gen. Der Berliner Oberligaverein Preu'-en muh e sich am Samstag und Sonntag in Breslau zwei (Niederlagen gefallen lassen. Preuhen trat allerdings mit Ersatz für Rollack und Gelbhar an und spielte weit unter sonstiger Form. Die Berliner unterlagen gegen 2. f. 2. Breslau mit 3:1 und gegen die Bereinigten Breslauer Sportfreunde mit 3:2. — 11 m bie westdeutsche Fußballmeisterschaft siegte am Sonntag in Köln ber Kölner Ballsviel-Elub gegen Arminia Bielefeld 4:2; Essen ber Essener Turnrrbund gegen Kassel 48 4:0 und tn DuiSburg ber Spielverein gegen den Fuh- ballticrein 4:0. — Zwei Siege des deutschen Fuh- ballmeisters in Spanien. Ein verspätet cingelaufenes Telegramm aus 3run (Spanien) meldet, bah die Mannschaft des 1. F. E. Dürnberg wohl und munter in Spanien angelangt ist- DaS erste Spiel wurde am Donnerstag gegen den Real-llnion-Elub in 3 r u n in glänzen- bem ßtile mit 5:0 (1:0) gewonnen. Die Torschützen waren Träg (2) und Wieder (3). DaS Spiel fand auf ausgeweichtem Boden statt. Heber daS zweite Spiel am Samstag gegen den spanischen Meister Athletic-Club in Bilbao meldet uns ein tveiterer Drahlbericht: Spiel mit 3:2 gewonnen. Halbzeit 2:0. Zeitweise starke Heberlegenhelt der Rürnberger Stürmer, jedoch verdarben viele Fehlschüsse weitere Erfolge, ebenso unterband der Schiedsrichter viele Angriffe durch falsche Abseits-Entscheidungen. Die Tore schossen Träg. Strobel und Kalb. Das äuherft zahlreiche Publikum benahm sich unparteiisch und spendete der deutschen Mannschaft reichen Beifall. Die Reise tmrD prvgrammählg fortgesetzt. — DerDeutsch e FuhballclubPrag in Wien geschlagen. Am Samstag und Sonntag toeiüe der D. F. C. Prag in Wien, .r spielte am ersten Tage gegen den Meister Rapid und wurde von diesem 2:1 geschlagen. Am Sonntag waren die Amateur gegen die Prager mit 2:0 siegreich. 3n den Meisterschaftsspielen gab es folgende Ergebnisse: Hakoa> gegen RudolfsHügel 1:0, Bienna gegen Ostmark 6:1, Floridsdorf gegen Admira 4:5. — Internationale Dchwimmwett- kämpfe Am zweiten Tage der internationalen Hellaslömpfe im Magdeburger Wilhelms- tabe ttxir die Sensation der Sieg des deutschen Meisters Heinrich über den Schweden Trolle, der ihm nunmehr nach zwei fehlgeschlagenen Versuche nglückte. Autzer diesen beiden stellten sich noch Gitner und Kenheri dem Starter. Die erste Bahnlänge mürbe glclchmätrlg zurückgelegt, dann schob sich der Ungar Kenheri vor. tonnte das Tempo aber bei 75 m nicht mehr halten und muhte feine Gegner passieren lassen. Heinrich schlag in 1: 05,8 mit ,/5 Sek. Borsprung vor Trolle an. Ein Heilerer Weltrekord wurde in der 4 mal 50 m Lagenstaffel verbessert. Die Hellasmannschaft Rademach.r, Frölich, Wohlfeldt, Hilmar beendete das Rennen in der maen Höchstzeit von 2: 11 überlegen vor Budapest 2: 1?,4 und Magdeburg 96 mit 2: 18.6. Die Brust staffel 5 mal 50 m fiel ebenfalls an Hellas, dagegen war der Llusgang in der Heraussorde aingsstasfel 50, 75, 75, 50 m, den Hellas-Magdeburg mit zweiter Garnitur bestritt, so knapp, das) nur die Richter einen Sieg der Ungarn fest stellen konnten. DiL 200 m Brust läge sah Rademacher alS überlegenen Sieger, da Sipos bei 75 m aitfgab. Die Ergebnisse: Lagenstaffel 4 mal 50 m: 1. HcllaS- Magdeburg 2:11 (Weltrekord); 2. Budapest 2: lt.4; 3. Magdeburg 96 2: 18,6. — HerauS- foidelungsstalfel 50. 75. 75. 50 m: 1. Budapest 2:41.2; 2. Hellas-Magdeburg 2:41,3. — 200 m Brustschw.: 1. Rademacher 2:52; 2. S Pos-Budapest. — 200 m Seite: 1. DingeIdey-Darmstadt 2:43,6; 2. Denecke (Hellas-Alagdeburg); Kurze Strecke 100 m: 1. Heinrich-Leipzig 1:05,8; 2. Trolle-Hamburg 1:06; 3. Eitner-Bremen 1:06.7; 4. Kenheri-Bubapest 1:07.6. — Brust- stassel 5 mal 50 m: 1. Hellas-Magdebarg 3:88. — Der Schlusttag der so glänzend angelegten internationalen Deranstaltung de^ Schwtmmsport- klub Hcllas-M agbeburg ging wieder vor überfüll lern Hause vor sich Richt weniger alS fünf neue Höchstleistungen wurden erzielt. Bei Rekordversuchen tierbeflerte Rademacher im 400 m Brustschwimmen den alten Rekord am nicht weniger alS 17 Set. auf 6: 12.2. während der Ungar vipoS über 50 m Brust mit 33.8 eine neue Welthöchstleistung erzielte. Sier schwamm Sommer mit 35 Sek. einen neuen deutschen Rekord nach Hause. Die 2 0 0 m beliebig durchschwamm der Schwede Arne Borg in der neuen schwedlschen Rekordzeit von 2:25,4. Der alS Zweiter eingenommene Heinrich mit 2:30 ebnen neuen deutschen Rekord aufzuweisen hatte. Das schönste Rennen des letzten Tages war die Ungarnstaffel 50, 75, 100, 75, 50 m Im freien Stil.' Die Ungarn hatten schon einen Borsprung durch das glänzende Schwimmen von Kenjery und Belezney erlangt, ledvch holte der Hellasmann Hilmar zum Schlust prächtig auf und endschied den Kampf zugunsten derMagdeburger im Handschlag. Die Ergebnisse: Deutsche Staffel 3 mal 100 m: 1. Budapest (Ge- renbt, Beleznay, Kenjery) 3:23,4; 2. Hellas- Magdeburg (Beneke, Hilmar, Kunhe) 3:25,2; 3. Magdeburg 96 (Gubener, Görges, Stilnne) 3:31,8. — 3. RÜckenschwlmmen 1O0 m: 1. Fröhlich (Hellas-Magdeburg) 1:14,4; 2. Dahlem (Ruhrort) 1:15,6; 3. Eitner-Bremen 1:16,4; 4. Skamper- Köln 1:17. — Seitenschw. 50 m; 1. Dingeldey- Darmstadt 33,2 Sek.; 2. Wohlfeldt (Hellas- Magdeburg) 34,1 Sek.; 3. Bähre (Wasserfreunde Hannover). — Wasserball: Jugend. B. f. L. Halle gegen Hellas Magdeburg 4:1; 200 m freier Stil: 1. Arne Dorg-Sck-weden 2:25,4 (schwcd. Retord); 2. Heinrich-Leipzig 2: 30 (deutscher Rekord). — Ungarnstaffel 50, 75. 100, 75. 50 m: 1. Hellas-Magdeburg (Fröhlich, Kunze, Rademacher. Beneke, Hilmar) 3:41,8; 2. Budapest (Emder, Gerendi. Kenferl I, Belezroy, Kenfery ll) 3:42. — Wasserball: Hellas-Magdeburg gegen Wasserfreunde Hannover 2:2 (2:1). itn Sü^en sieben, ; die Seile sind Senn jemand auf , Prahlen He st. er. Sie Arbeit-» irauhcn. Amerüa esagl trirb. Aus hl hier für ein ien kann i- dir ben Dienstbotrn besser; und dann tun. 3(6 mürbe trjuhmincn, c» über, trM man sihreMch.' jungen ist daher :n bei der Aus- Lorstht geboten, t steht zur Erder betreffenben Inkostm jederzeit 2<. Mörz 1922 QWenborf a je 45 M. Arches HauS. ein zu 135 M- Inhabenn vegcn eine Seid' rman |Ä* • umcM^ gasreichen, k M 8inm pSl*c” 5%" einer W" ter»* Kl > -ein otnt, .^ Ißefd?laä ;«£■ en , K( , seine" v k Vertreter für Gießen und Umgegend: Max Creutzburg, Gießen, Westanlage 35. SoflttotioB auf Lager 03237 Pfund 3.80 SaDöoOnen -v-Ä V? 2.00 .5.50 7.00 5.00 Pfund Pfund Pfund Pkund Srafllenoöela... Brntö-Moronl.. Stangen-lilallatonl HIKütohit..... Selleiwaloet. tzrnnkofurtia- «eifcnvulvcr . . Paket L50 . . Paket 220 Stil MM. 30]tl5|flffe 9, Tages-Angebot Lolange Vorrat! Hoflnen......ehinb 28.00 Sultaninen .... eiUttb 44.00 aorlnlOen .....Pfund 28.00 Alle anderen Batrartitel )ÜOiltü|f?e . . ‘/.-«funb.'Baftt 8.60 ©eritentafTee 7.40 Ceüenuurit . A-Pfund'Tose 16.50 Billiges Gemüse! Sthtnal], Solosfett, lofe n. L lat, H-Diatgartne, nagel, u. ff. lafel- alle zum billigsten Taa«.»oreis fiCEnfdft LSO-g-Doovelstück 7-50 56mle[f?ife . . . Pfund 9.00 Frisch eingetroffen mntepgflöel nnPfund 8,89 MktMM Zentrale Frankfurt a. M. 90 eigene Filialen 3088c Filialen in allen Stadtteilen. MltimUe MM Wen Staatlich anerkannte Unterrichtsanftalt für junge Leute männlichen und Veiblichen Geschlechts im Handelsgewerbe und solche, die sich für diesen Berus vorbereiten wollen. Das neue Schuljahr unserer Anstalt beginnt Donnerstag, den 27. April I. g„ nachmittags 2 Uhr, zu welcher Zeit sich alle Schüler und Schülerinnen in dem Kaufm. Vereinshaus (Nordanlage 15) einzufinden haben. Anmeldungen neuer Schüler werden Donnerstag, den 30. März, von 4-7 Uhr in den Schulrüumen - Nordanlage 15 - entgegengenommen. D e Anstall gliedert sich in eine Unter-, Mittel- und Oberstufe, von denen jede 3 Parallelklasien umfaht. Können die aufgenommenen Schüler aber durch eine Prüfung den Nachweis erbringen, daß sie befähigt sind, in einer höheren Klasie mitkommen zu können, so werden sie in eine 2 oder 1. Klasse eingereiht. Die Pflichtfächer der Anstall sind: Einfache, doppelte und amerikanische Buchführung, Korrespondenz, Rechnen, Deutsch, Kurzschrift, Schönschreiben. Han. delslehre, Wechsellehre, Handelsgeographie und Dürgerkunde. Wahlfreie Fächer sind: Französisch, Englisch und Maschinenschreiben. Der Desuck der Anstall befreit die schulpflichtigen Schüler vom Besuch der allgemeinen FortbUdungsschule. Dietzen, den 24. März 1922. 3061D Die Schulkommisston. 3077c mit geräumigem hellen Ladenlokal in guter Lage, gegen Kasse sofort zu kaufen gesucht, eventl. auch Villa Ausführliche, schriftliche Angebote unt. 3094 an den Gietz Anz. erb. Gbstbäume Swergobst Siersttällcher Baumpfätfle Kotiosfrriäe Saffiadaft Baumwach; OMllm - gflröollnenm emvfievll Belte, S: Lich, Bett die BrüOiW rM-vtuSereu 1 Caay, (fliedta SMWStzeWW Gietzen Bahnhofftr., Ecke Wolkengafse. Telephon 1403 niiiimiiniiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiinmiiiiiiiiiiiiiuiimiinihiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinn Hauptartikel: Gemüse-, Blumen- u. Nunkelrübensamen Klee-, Gras- und Futterkrautersaaten jeglicher Art; ferner: Gartenwerkzeuge, Naffiabast, Baumwachs usw. usw. Preisliste franko und kostenlos -u Diensten! Saat- Erbsen Wicken Natal - Mais (Pferdezahnmais) Dickwurz-, Klee-, Gras- und Futtermöhren- Samen (in allen Sorten) empfiehlt 03236 Gberhessischer 5amenh u§ Lindenvlatz. Televh 641. Vereinigte Handels- Lehranstalten GIESSEN Leiter: J. Kunzetm&nn Seitenweg 73 Diplom-Kaufmann and Diplom-Handelslrhrer 2. M aiBeginnd. neuen - Schuljahres. Auskunft u. Anmeldung täglich bei der Hansa-Schule Seitenweg 73 TeL 821 Oder 2770a Vogtschen Handelsschule Qoethestr. 32 TeL 2064 Prospekt freL J WloiiS abzugeben. 03226 Weise LWi, «rabenstr. 7, Tel. 1313. PnmaLimburger sowiefämtL Sorten Kale. | Täalicb frische ^andeier und Vanbbutter. 3063 LedenSmittelhauS Weisel, U Markt,trabe 14. Mro 100 Mk.,orgr 10 Mk. Georg Wahl, Friseur, Neustadt 33. ß Cellorbinea Sardellen 4 Gehn Berdux lvabnbofftrake 27. 3072a fiu bem am 26. und 26. Juni d. IS. in Krokdorf stattstndenden BondeS^Eänaer- Wettstreit, verbunden mit dem 80. LtiltunaS feste des Gesangvereins „tocrmfliiitt**, sind Spielplätze au vergeben. Auskunft und Bedingungen beim Vorstand des 3087 Gesangvereins Germania, Krofdorf. Frische Fische AuS frischer Zufuhr offerieren wir: Nordsee-Cablian, Kopflos im Ausschnitt Pfund Mk. 9.— Seelachs S* 3—Svfündi« Pfund ML 6.«0 im LuSfchntU Pfund ML 7.50 Pa. Schellfische zum Backen, Pfund ML 6.— Hrische 5ischkotelett§ Pfund ML 8.50 und 10.— FMkRolliWii.ViS artfOertnoe ver Dole (ca. 25 Ltückj ML 50.— per Stück ML 2.50 Prima Vollheringe Frische BÜtkllNfte Pfund ML 9.50, 7-Pfd.-Kiste ML 58.- Nauchschellfische Pfund ML 8.- Martn. Sprotten. Pfund ML 12.— | Vermietungen Pension Brandl BÄ 1 v. tsöbi. Zimmer mit zwei Belten. Bote Vorplleging Kl. möbl. Zimmer mit Pension au nennte en i)3215 Schützenttr. 11. Großer Mall mit Boden, aldVanerplfit? geeignet, zu verm. n32u Schützenstraße 11. Einf. möbl. Zimmer ohne Wäsche z. verm. o„« Lchulttrakre 11 III. | Mietgesuche | Dauermieter! Solides junges Ehepaar «ohne Binder! sucht, wenn möglich sofort L oder 2 Mw. Zimmel. Schr. Angeb. um. 03220 au d. Gieß. Anz. erbeten. Junges Ehepaar sucht sofort möbliertes Mas- nnii Woljnziüiiiier. (Wohnzimmer kann evtl, möbliert werden.« Schrift!. Angeb. unter 03223 a. d. Gien. Anz. erb. Junges Ebevaar sucht leeres Zimmer mit Wenbciichina zum 1 April. Schriftl. Angebote unter 03217 an den Gieß. Anz. erbeten. Möbl. Zimmer per sofort ob. 1. 4. in Nähe der Wil- belmfhrafse v. Dauermges. Schr.Ang. u.03252 a.G.A. Zimmer oder kleiner Laden, als Werkitätte geeignet, gesucht. Schrift!. Angeb. unter 03229 a. d. Gien. Anz. Junger Llaufmaun sucht schön möbliertes Schlafzimmer evtl. Wohn- und Schlafzimmer. Schr. Angeb. unt. 02340 an d. Gien. Anzeiger erb. I Wohnungstaitscii | Zu tauschen gesucht 6—9 -Zimmer-Wohn. lGoethestr.) gegen 4—5 -Zimmer-Wshn. (Nabe der Klinik». Schriftliche Angebote unter 3061 bis z. 31. 3. an den Gien. Anz. erbeten. Gesucht: 4-Zimmer- Wobnung. Geboten: 5-Zimmer Wohnung in guter Lage. Schrinliche Angebote unter 03233 an den Gien. Anz. erbeten. lsiellssmnHLdorsj Tüchtiger, durchaus zuvertässiger Lastkrastwagen- sührer gesucht. 3052 Bleichstraße 4. iS Heinrich Neu I dem Neuen Friedhöfe statt. 8091 Ä' Gießen (Kreuzplatz 11), den 27. März 1922. Die Beerdigung findet Donnerstag den 30. März 1922, nachmittags 2 Uhr, auf Todes-Anzeige. Sonntag vormittag 3'/, Uhr verschied nach kurzem, schweren Leiden mein lieber Mann, unser guterDater, Bruder, Schwiegersohn und Schwager im Alter von 35 Jahren. In tiefer Trauer: 3raüSaWatineHeüa.Sinöet $ Dank. 3071 Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 28. März 1922. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter grau Lina Lüter Witwe geb. Wagner sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Beuern, den 27. März 1922. 03244 Die Beerdigung findet Mittwoch um V23 Uhr statt. mittags V$2 Uhr, statt. 3079 ■ WW In tiefem Schmerz: Elisabetha Belloff geb. Lindenstruth Familie Heb. Ludwig Otto. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute morgen 3/«4 Uhr entschlief sanft nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsre gute, treu- sorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Magdalene Weiß geb. Keil im 72. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Weiß II. Lindenstruth, Großen-Buseck, den 27. März 1922. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 29. März, nach- Heute früh ist mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Wilhelm Belloff II. Veteran 1870/71 nach kurzem schweren Leiden im Alter von 74 Jahren sanft entschlafen. 2334 Otto Faber Wagen- und Karosseriebau Mühl- Fernruf Straße 22 1096 Lager und Anfertigung von Wlateo Ireaks, Jagd- und Lanlerhaßiisrwaeen M KMIIMW Autokarosserien W Modernisieren |rä W Reparaturen. M Mio Stores ßeitdeckeo usw. in tadelloser Ausführung gespannt u. geplättet. (jroßwäscherei Edelweiß -----Telephon 1487 ----- 3090i Für die Verwaltung und Ausgabe der Zeichnungen, der Anferttgung von Lichtpausen und sonstige allgemeine Arbeiten innerhalb des technischen Bureaus suchen wir einen durchaus zuverlässigen jüngeren Mann welcher möglichst schon im Maschinenbau tätig war und Zeichnungen versteht. Gute Handschrift erwünscht. Selbstgeschriebene Angebote mit Lebenslauf, Angabe des Alters, der Lohnansprüche und des Eintrittstermins an Heyligensiaedt & (Komp. Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei Aktiengesellschaft, Gießen. 3026 ja Mm MW. Wal! wird bei anaencbmer Stellung und leichter Arbeit in Küche und HauS gegen Koben Lohn 3085 ein Maa MM. «Utz« in Infnrllgra ülililtl etWI. Vorstellung IS—1 Ubr u. 6—7 Ubr nachmittags j Marburger Stratze 5. Mädchen für Küche u. Haus tagsüber ob. für ganz gesucht. ■ 008c Marktvl tz 21. Zum 1. Avril suche erfahrenes 03207 3 bis 4- WWW für bauernde Arbeiten gesucht. 3060V R. DerZich Bauingenieur, Wetzlar, Sophtenstr. 31. l«s uS guter, ev. Familie, )cr die VaiibiDirtidiaft rleruen möchte, kann \nm 15 April eintreteu. Lchriftl'chc 91 ngeböte inter 3065 an den (Acszencr Anzeiger. durchaus solid, für sofort gesucht. 3077 Carl Frensdorf Neustadt 1. Oröenll. dausUUrWen ca. 14 Z. all, v fof. nei. ,ws Xen*tadt - Drcßerie I. W. Kurz Nachf. Hans Noll._____ 30561 Geübte Berelletoen gesucht. J. ifarnaQ, Zigarrenkiftenfabrik, Schillerstraße 18. Suche f. Arz'baus izwei Peri.) felbitänj. besseres M'lüchen oo. eins. StüBe f.Stücbe u. Hans. Mädchen vorhanden. Hob. Gehali. L Frau Dr. Braune, Z Herborn bei Gienen. Hausmädchen. Frau Marie Gail, Gartenstra're 22. Zwei tüchtige Mädchen gesucht für Küche n. Haus. 3062 Frau Poppe, Leihge leruer Weg 13. Suche lür 1. Avril ehrliches, sauberes Mädchen für alle Hausarbeiten. Frau Winterhoff, 3064 Krenzv!aQ 10 I. Tüchtiges Dienstmädchen nicht unter 18 Jahren, für Hau-sbalt ans dem Vmibc gesucht. Hoher Lobn. Näheres _Teltcrsweg 24 II. Selbttänd. zuverlässig. Mädchen un M ochen und allen HauS- hall oollftänd. bewandert bei hohem Lohn und guter Verpflegung sofort evtl, später gesucht. Daselbst Putzfrau | für einige Stunden ges Wilh c l m st raße 8 HI. Tüchtiges Hausmädchen gegen hohen Lohn sofort gesucht. 3091D Frau Georg Kremv, Wetzlar. Ein im Kochen u. Haus- arbett äußerst tüchtiges Mädchen in klein, herrschaftlichen Hauöhalt (3 Perf.) per sofort nach Düsseldorf bei hohem Lohn gesucht. Angebote mit Bild und genauen Angaben der Person an 3102 Frau Dr. Serrgstockr, Düsseldorf, Nochnsstraße 3. Mädchen für Kürbe und Haus zum 15. Avril gesucht von mi JVrnn Pros. Hevding, SchisfenbergerWeg lO II. Zum 1. oder 15. April tüchtiges, gewandtes Hausmädchen gesucht. Iran Dr. Wetzl, Liedigstrane 32. 3068 ZWks MAN welches Zuichueidcn erlernen will, gegen hob. Lohn gesucht. 03254 Schirmfabrik Levi. Jur Bureau und Laden ein gewandtes Fräulein per 1. oder 15. April nach auswärts lStrecke Gießeu—Fulda) gesucht. Schrinl. An,seb. mit Ge- baltsansprüchen u. Bild u. 30S6D an d. Gieß.Anz. 1Steillengesuche| Landerprodutten. I ng. Mann, ifr., 19 I., sacht zw. roeberer Ausbildung per sofort Stelle als Volontär in Geschäft der i binen Brauche. Bedingung: ,vamilienanschl. Schrift!. Tlngebote unter 3<>96 an den Gieß. Anz. ülittrS jiinii. cödiM iudit Vefchäftigung. Schriftl. Angeb. unter 03242 a. d. Gieß. Anz. erb, l Vs,k8uke | und ein leimten üfetö au verk. 03,^ Earamslr. 15. mittelgroß Hand, mittelh., schön. Zridm..einj.,männl., treu,weg Futterm. f. IZtr. Kartoffel bezw. Geldweit l.^riedensor.3.—)i. n gute Hde.abzg. Z erfr.b. Kerso, H. A.«E., Ptockßraße 5.3,gl Sechs Wochen alte schöne Schäferhundiu f 2oo Mk. a. ort Stammbaum vorhanden. Schr. Angebote unter 03219 an den Gieß. Anz. erbeten. 1 oleum. Brei au verkaufen. K. Vogel, Automobil- und Wagen- lacktererei. 03250 MM WWW sucht Stellung in einem guten hause der ttonseltionsbranche für sofort oder später. Schriftliche Angebote unter 052(5 an -en Siebener Anzeiger. zu verkaufen 03211 4 zu verkaufen. 03238 durch * 03249 Achtung! Siedlung! Telephon 928. 03208 W 3023D Büdingen, den 25. März 1922. Section 16 PlatinGold- u. Silbergegenstände kauft zu hohen Preisen I „Zum Vogelsberger Hof“ Wellfleisch mit tot i Gustav Trinkaus. Hessische Arbeitsgemeinschaft für Siedlungswesen. ^riflian Giehen, , , hgenvssr N beschränt .getragen: I 34 125 37,38 toird r emjjf dufantm b Deutscher ii. OeslerreiclL Alpen-Verein Sektion Ohertiessen (Donnerstag den 30. Marl abends 8*/4 Uhr im Hörsaal des physikal. Instituts [a08% Stadttheater Leltnng: H. Stelngoetler. Montag, 3. April: SBorfltOiing d.LhecktßkMkiiilikdkS BühiieimolksbuiideS Die declschen Kleinstädter. Lustspiel von Kotzebue. Anfang 7 Uhr. Kartenausgabe Donnerstag, 3V. März in der Hanvtballe deS Stadttheaters für Mitglieder mit Anfangsbuchstaben A—L morgen- 11 bis 1 Ubr, für M-7 mtttooS 3-6 Uhr. Stadttheater Leitung: H. Steingoetter. Mittwoch, 29. März: 23.Mittwoch.Abon--Porft. I Sie blaue Hiyui. AnfangO'/», Ende 9'/,Uhr. 8*988 desHerrnTelegraphen- WOi II Sy direktors Venus: „Führerlose Touren In den Zillertalern, Riesen* fernem und hohen Tauern“ mit Lichtbildern. Eingeführte Gäule willkommen. Baekpulve p A -O • KARi SPt/HC-GRU/VW/A/KEL An alle Siedlungsfreunde, Landbewerber, Vertrauensmänner und Interessenten! Vorträge über die Siedlungssragen pp wird der Dundesvo» fitzende des Reichsbundes für Siedlung und Pachtung Herr Hoeft aus Berlin halten: a) am Samstag, dem 1. April 1922, vormittags 10 Uhr, in Friedberg, im Saalbau, Bismarckstr.; b) am Sonntag, dem 2. April 1922, vormittags 10 Uhr, in Alsfeld, im Saale des Hotels Deutscher Kaiser; , c) am Montag, dem 3. April 1922, vormittags 10 Uhr, im Fürstenhofsaale in Büdingen. Wir laden hiermit alle Freunde und Gönner des Siedlungswesens höflichst ein. — Freie Aussprache! Keiner darf fehlen! In allen diesen Versammlungen werden auch di« Gesetze über Dolksabsttmmung besprochen. Jur Klärung der Verhältnisse erhallen auch die Siedlungsgegner in diesen Versammlungen volle Redefreiheit und werden hierdurch besonders eingeladen. .gÄ* Achte 14; L buche loo i Händig 3ertä Hessisch^ braucht «4|M‘ T,btesi; S*'«6el Te Bei un(c: Mich des Magenen jU Peil Erich Beyer Juwelier, 8J89 Gießen, Bahnhofstr. 1. MMer i,, .. „ Lesetztillevklkll!. Cbelstraire 34, Hth. 1 Silber Vrakel Hab« Fugenlose Trauringe 333 585 750 — gestempelt — in allen Größen in unübertroffener Auswahl vorrätig. 80T6 Erich Beyer Juwelier, Bahnhofstraße 1. MMMeilW des D. H. v. Heute Tieustag, abdS. 8 Ubr, spricht n». Herr Nva- Wiesbaden. Lackierermeister Vogel, Dammstraße. Frft. von Fritsch. Ein gebrauchtes Uummet.Aiisnäiiil.' Chaisen-Geschirr preiswert zu verk. «ms Wagen-Sattlerei Martinti, Dammstr. 6. 6 große Eichenbolz- botticke, 1 nr. Eichen- bolzsaß, 1 transportabler Jntterkochkessel mit Ofenrohr, alles für GÄls- und Gartenbesitzer geeignet, verkauft F. §t< fiSfT AlteS Mädchen- ob. kl. Damenrad mit ob. ohne Bereif., zu kauf. ges. Schr. Ang. unt. 03228 a. d. G. A. erbeten. Gold-, Silber:, Glutin-- gegeiiständc,Brillgntcn, libren, Zghil>ieblfft, Brennstlste kauft jederzeit zu den höchsten l-reifen 03243 Gg. Koch, Uhruiachermeifter, Mühlftraße 2. : Empfehlungen Vf Hofhund I zu verkaufen 03210 > Cbelitrahe 34, Hth. 1.1 1 Hühner mit Hahn 1 Handfedcrwagen Donnerstag, 30. Marz 1922, abdS. 67« Ahr: Mitglieder Versammlung InOerllniBerfilätsülbllo llisk. Der Vorstand. Evangel. Arbeiterverein Mittwoch, den 29. 2)iärz. 8 Uhr, im Markussaat IKtrchftraiie 9|: Zamilienabend mit Lichtbildervortras über das «Berslsche Land“. Karten bei Mitglied, vingel u. Scholz, sowie Abendkasse. 307t Eduard Dietrich, Hattenrod, Kr. Gießen. Lebensmittelgeschäft gut gehend, mit HauS, sofort günstig zu verkaufen. Erfordert. 60-70 000 Mk. Schriftl. Angeb. unter 03251 an den Gieß. Anz. L- ZliOMüge« mit Verdeck ^Schlesischer Wagen), sowie leichten Oetonoraimooeo 1 KNenSerV ffitä 1 ZiMOemme mit Ab- unb Ueberlauf, kaum gebraucht, preiswert abzugeben 03241 Neuen Baue 10 v. Nslsgr. Warnt 9x12, mit Zubehör Grammophon mit 30 Platten z. vk. osne Marburger Str. 34 IL Anzusehen von 5 Uhr. Grammophon (fast neu), mit Diamantstift u. 32 saft neuen Platten , für 2000 Mk. ohne Steuer z. vk. Schr. Ang. ii. 3103 an den G. Anz. Silb. Taschenuhr zu verkaufen 03234 _Babnbofstraße 71 p. 3 Bi!!ardkngeln zu ort 03227 Schottür. 11 I. L £flöcii=ßinriifit!!nfl beft. aus Warenregal mit 2 Schränken, Theke (eich.), Kasse, preiswert zu verk. Babnbofftraße 65, »22*____Zigarrengeschäft. Fahrrad saft neu, zu verk. Schrtf'l. Ang, uni. O3248 a. d G. A. tllappüexestuhl" neu, billig zu verk. 03232 Lraiserallee 48 I. r. erhaltenerfii 'OtriMiitn zu verk. Landgral-Phillpp- Plals 13 IV. iks. 0 221 Sin Croqnrtt-Spiel u. ein Ablaufbrett preiswert >u verk. 03246 DZalltorstrafte 43. Bmteier von gefverber- >e» unb rebhulmfarvigen Italien., Edelzncht, Dtzd. 1O> Mk.. zu verkaufen. 3024 Liebigstrafre 21. Geiireifie Hose für nr. ft. Herrn, ilöcftc, Hemden,! große türkifairoie Lottg- schal au verkaufen 03230, Atterweg 55 III. 1 Paar | neu, Gr.36, vreisw z. verk; Sonuenitraße 61.__o»«« 300 Zentner la V-Kcheii aus Privlitlimid ab;u- geben. Schriftl. Augeb- unter 3080 an der Gießener Anzeiger. 8r. eilb. Bufett und Anrichte, schwarz, zu kauf. ges. Schr. Angeb. u. 03171 an den G. Anz. Bin Nußbaum-BW zu kauf. ges. Schr. Augeb. ii. O32O9 an den G. An». 8c Js wild i Wolzsam ■ ar ii ötr Zri । galtet ist 1 yje gebraut öiefetn, d Är Cberbarf Aus dm W Försters ' ßteilungen! 54 sollen »mittag ö! b CJObei tot. 7$ Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Dienstag, 28. März |922 «nBBaaa-Ma,--bm^w—■ ——ihmi—w .rnmbwaitwMW■|"11*11 mi mnymn—i ForLbLldungs-, Berufs- und Fachschulen. Don Georg G r ü n i g, Techniker in Gießen. Die gesetzliche Regelung der Berufsschulpflicht fm ganzen Reich steht bevor. Damit hängt zusammen die Frage der Lehrerbildung, und der Kostendeckung, die Abgrenzung der Schulgruppen, die Llebergangsmöglichkeiten, die Berechtigungen usw. Zwischen den Volksschulen und den Hochschulen darf es neben den allgemein bildenden Lehranstalten nur noch die Berufsschule und Fachschulen geben. Aus der seitherigen Fortbildungsschule muß die Berufsschule hervorgehen. Sie hat nach der Vollendung des schulpflichtigen Alters unentgel tich Lehrlinge, angelernte und ungelernte jugendliche Arbeiter usw. weiterzubilden. Sie soll im Anschluß an die Einheitsschule freien Aufstieg dem Tüchtigen ermöglichen, besonders befähigte, strebsame und tüchtige Schüler sind schon 'während des Besuches der Berufsschule durch vermehrten Unterricht in freiwilligen Lehrgängen, in Förderkursen weiter zu ertüchtigen für den ^lnterfüHrerberuf oder den nachfolgenden Fachschulbesuch. Auf die Berufsschule ist das vielfach zu gliedernde Fachschulwesen aufzubauen. Voraussetzung für die Aufnahme in die Fachschule muß Berufspraxis und Berufsschule sein. Es darf keine Fachschule mehr geben, die erleichterte Aufnahmebedingungen stellt, denn jeder von der Einheitsschule entlassene Schüler ist verpflichtet, die Berufsschule 3 Jahre lang zu besuchen und sich in freiwilligen Lehrgängen oder Förderkursen für die Aufnahmeprüfung zur Fachschule vorzuberciten. Auch von allgemein bildenden Lehranstalten abgehende Schüler müssen die zur Aufnahme in die Fachschule erforderlichen beruflichen Kenntnisse, wie sie in der Berufsschule gelehrt werden, nachweisen. Wie die Berufsschule zu gliedern ist, hängt davon ab, wieviel Schüler eines einzelnen Berufs oder einer Berufsgruppr vorhanden sind. UnterAmständen müssen benachbarte Schulen zu Schulgemeinschaften zusammengeschlvssen, oder es muffen Wanderkurse abgehalten werden, da in kleineren und abgelegenen Orten nicht die erforderlichen Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Wie in der Berufsschule, so müssen auch in den Fachschulen Aufstieg- und Hebergangsmöglichkeiten durch Förderkurse für Befähigte und Tüchtige geschaffen werden. Die Fachschulen werden Meister, Techniker, Ingenieure, Kaufleute, Landwirte usw. heranbilden und je nachdem mit zwei Semestern abschließen oder weitere Semester angliedern. Eine weitgehende Fachschulausbildung mutz der Allgemeinbildung gleich gewertet werden und zum Llebergang auf eine Hochschule berechtigen Rur so wird die in der Verfassung verankerte Zusicherung des freien Aufstiegs dem Tüchtigen verwirklicht. Selbstverständlich gehört dazu auch, dah die Lehrpläne einheitlich so gestaltet werden, dah mit dem Abgang von der erweiterten Fachschule auch eine Allgemeinbildung erreicht wird, die auch ohne fremdsprachliche Kenntnisse das Weiterkommen auf der Hochschule gewährleistet. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erforderlich, daß in jedem Land das gesamte Schulwesen einem Landesbildungsamt unterstellt wird. Wenn für das Fachschulwesen besondere Dezernenten bestellt werden und die verschiedenen Berufsvertretungen, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, ein Mitwirkungsrecht erhalten, liegt durchaus keine Gefahr vor, daß d-r berufliche und Fachunterricht stiefmütterliches Behandlung erfährt. Handel, Gewerbe und "Landwirtschaft werden durch ihre Vertretungen schon genügend auf die richtige Gestaltung der Organisation und auf die Lehrpläne einwirken können. Die Berufsvertretungen müssen im Reich, in den Ländern, Kreisen und Gemeinden vorhanden sein, denn deren lebendige Fühlungnahme mit den Schulen wird nur von größtem Ruhen sein. In den Berufs- und Fachschulen muh eine Erziehung von Menschen erreicht werden, wie wir sie zum Wiederaufbau unseres zertrümmerten Wirtschaftslebens nötig haben. Dazu gehört ein ausgezeichneter Lehrkörper. Der seitherige Fort- bildungsschullehrer genügt nicht mehr, wir müssen beruflich tüchtig geschulte Lehrkräfte heranziehen, denn einer beruflich tüchtigen Persönlichkeit ist wohl ein weit höherer erzieherischer Einfluh zuzuerkennen, als der Anwendung allgemein erzieherischer Grundsätze. Es ist nicht zu verkennen, daß wir in Hessen bereits eine Anzahl Lehrkräfte in Gewerbe-, Handels-, kaufmännischen, landwirtschaftlichen und sonstigen Schulen besitzen, diese reichen aber nicht aus. In dem Uebergangsstadium werden wohl noch Kräfte herangezogen werden müssen, die für die ihnen obliegenden Aufgaben nicht das Ideal darstellen. Es kann von einem VoskZschullehrer nicht verlangt werden, daß er beruflichen Unterricht erteilt in einem Beruf oder in einer Derufsgruppe, worin er selbst Laie ist. Ebensowenig kann man von einem Techniker oder Fachmann verlangen, daß er den Unterricht ohne weiteres nach pädagogischen Begriffen emtixmb frei erteilt. Dem kann nur abgehvlfen werden, wenn ein besonderer Fachlehrer herangebildet wird. Richt jeder Techniker usw. wird ohne jeglichen Anreiz einer solchen Ausbildung sich unterziehen .ebensowenig auch jeder Dolksschullehrer. In Hessen haben wir für gewerbliche Fachlehrer derartige Ausbildungsmöglichkeiten noch nicht, dagegen hat man in Preußen und Sachsen z. D Seminarkurse für Ausbildung hauptamtlicher Gewerbelehrer, die den Pädagogen das ihnen fehlende gewerbliche und technische Fachwissen und dem Praktiker die pädagogischen Lücken für seine Lehrerbefähi' gung ausfüllen sollen. In Württemberg und 'Baden ist schon lange die Ausbildung so, kmh die Anwärter für den Gewerbelehrer beruf sich In demselben Lebensalter entscheiden können, in dem ander- normalerweise die Ausbildung als Techniker oder Lehrer beginnen. Gemäß dem Bestreben der Lehrerschaft, eine einheitliche, der akademischen Bildung gleichgestellte Berufsausbildung zu schaffen, erzieht Württemberg nun schon seine Gewerbelehrer an der technischen Hochschule. Abgesehen von Vorteilen und Rachteilen der in Deutschland vorhandenen Ausbildungs- Möglichkeiten erscheint es einzig und allein richtig, trenn Praktiker und Pädagogen eine weitere ■ Ausbildung für ihren Gewerbe- und Fachlehrerberuf in besonderen Kursen in mehreren Semestern an einer höheren Bildungsstätte erhalten. Dazu müßte der Staat eine wesentliche Bei» Hilfe leisten, zumal die Berufs- und Fachschulen sowieso staatliche Einrichtungen werden müssen. Im Uebergangsstadium wird man Techniker, tüchtige Fachleute und Lehrer nebenamtlich heranziehen müssen, soweit keine Fachlehrer vorhanden sind, die schon durch ihre seitherige Betätigung ihre Befähigung nachgewiesen haben, wie auch diesen bei voller Beschäftigung Uebernahme als Gewerbelehrer, Fachlehrer im Hauptamt in dieser Uebergangszeit ermöglicht werden kann. Daß auch in Zukunft für die allgemein bildenden Fächer Lehrer ohne Fachausbildung tätig sein können, ist einleuchtend. Erstrebenswert ist es, dah an den gewerblichen Fachschulen, Berufsschulen usw. nicht nur allein das Jachzeichnen, sondern auch das Linear- und geometrische Zeichnen foi i: das Rechnen, die Berufskunde und die fachlicyen Aufsätze, Geschäftsbriefe u. dgl. von einem fachlich gebildeten Lehrer erteilt wird. Der zum Gewerbelehrer ausgebildete Techniker wird hauptsächlich in den Berufs- und Fachgruppen der Berufsschule und an der Fachschule des Gewerbes den Uorzug verdienen. Da wo in Hessen schon Gewerbeschulen bestehen, wird besten Lehrpersonal wohl in erster Linie für die gewerblichen Berufsschulgruppen und für die gewerblichen Fachschulen zu verwenden sein. Die seitherigen dreifemestrigen Gewerbeschulen werden zweiserneftrige Meisterschulen, nach Bedarf mit aufbauenden Maschinenbau- und Baugewerbfchulen werden. Daß für Grohbetriebe auch Werkschulen eingerichtet werden, wird nicht ausbleiben. Diese mästen nach anzuschreibenden Lehrplänen unterrichten und der Aufsicht wie alle anderen Berufsschulen unterstehen, sowie eine - Mitwirkung .der Arbeiter und Angestellten gewährleisten. Werden Berufs- und Fachschulen in der geschilderten Weife gestattet, so wird vorwärts strebenden Schülern in bestem Mähe gedient, es wird ein Rachwuchs herangebildet, wie er für unser neu aufzubauendes Wirtschaftsleben erforderlich ist. Die Rotwendigkeit, mehr wie seither die im Volk vorhandenen geistigen Kräfte in stärkerem Maße zu wecken und heranzuziehen, wird wohl niemand mehr verkennen. Schlichtungsausschutz der Provinz Dberhesscu. Sitzung vom 24. März 1922. Dem Deutschen Dekleidungsarbei- terverband und den Damenschneidereien Gebr. Im Heuser, Gerstenhauer. Kugel- m a n n Rachf. und Herr & Egly in Gießen wurden folgende S'undenlöhne vvrgeschlagen: vom 1. April 1922 sollen erhalten selbständige Arbeiterinnen 5 und 4,50 QK!„ vorgeschrittene Zuarbeiterinnen 3,75 Mk.. Zuarbeiterinnen nach dreijähriger Lehrzeit im 1. Hahr 2,80 Mk.. im 2. Jahr 3 Mk. und nach zweijähriger Lehrzeit im 1. Fahr 2,25 Mk. Vom 1. Mai an sollen diese Löhne sich erhöhen auf 5,50. 5,25, 4, 3. 3,30 und 2,45 Mk. Die Reuregelung der Aufwandsentschädigung der Lehrmädchen wurde zunächst der Verhandln'>g der Parteien überlassen. Die Lvhnregelung soll mit einmonatiger Frist erstmals zum 31. Mai kündbar sein und von da an laut Vereinbarung der Parteien zum 15. Juni, 30. Juni usw. Die bisherigen Löhne (3.60, 3,25, 2,15, 2, 1,80 und 1,45 Mk.) gelten seit dem 1. Rovember 1921. Die Lederfabriken L. L o tz und K. Decker rn Gießen sollen den Stundenlohn der gelernten Arbeiter von bisher 9,60 Mk. von der höchsten Lohnzahlungsperiode an auf 12 Mk. und vom 16. April an au) 12,50 Mk. erhöhen, den Lohn der angelernten Arbeiter von 8,50 auf 11,20 und 11,70 Mk. Die bisherigen Löhne galten seit dem 16. Januar 1922. Die »Hessische H u t st o s f i n d u st r i e" in Lauterbach soll ihre gegenwärtigen Zeitlöhne von der nächsten Lohnperiode an um 33r/z v. H. und vom 1. Mai an um 50 v. H. erhöhen, äleber- stnnden mit 25 v. H. Zuschlag vergüten und die Akkordentlohnung so gestalten, daß bei durchschnittlicher Arbeitsleistung 20 v. H. über den Stundenl^hn verdient werden. Diese Lohnregelung soll erstmals am 1. Mai kündbar sein. Arbeiter über 21 Jahren erhielten bisher 7,50 und 6,50 Mk., Arbeiterinnen 3 Mk. Stundenlohn. Dem Einspruch eines Schlossers des Schweihwerks Samesreuther & Co in Butzbach gegen fristlose Entlassung konnte nicht stattgegeben werden. Kirch» Schule. * Rödgen, 27. März. Die Weihe der beiden durch die hiesige Gemeinde bezogenen neuen Glocken fand gestern in feierlichem Gottesdienst vor einer zahlreichen Gemeinde statt. Die erste Schulklasse und die drei bieigen Gesangvereine wirkten dabei mit. Der Predigt des Ortsgeistlichen tag Hesaias 52, Vers 7 zu Grunde. — Die beiden neuen Glocken erklingen in den Tönen g und b, während das ältere, von dem früheren Geläute verbliebene Glöcklein den Ton d hat. lo. Kesfelbach, 26. Mä z Gestern wurde, durch schönes Wetter begünstigt, das Fest der Glockenweihe gefeiert. Eine große Zahl der hiesigen Gemeindemit l eder versammclte sich aus diesem Anlasse im alten Schulhofe. Pfarrer Hofmann aus Londorf hielt die Festrede, der er die Worte des Evangelisten Marttis „Wer Ohren hat zu hören, der höre" zugrunde legte. In seiner eindrucksvollen Rede sprach der Geistliche den Wunsch aus, daß es mit Gottes^ Segen und zürn Segen der Gemeinde geschehen möge, wenn die Glocken zur Arbeit, zur Ruhe, zur Andacht und zum Gottesdienste nfen. Schul Inder aus Kessel- bach trugen die schönsten Stellen aus Schillers „Glocke" vor. Es folgten Liedervorträge des Männergesangvereins und der Schülerchöre aus Kesselbach, wobei dem Dirigenten Lchrer Z i c g - l e r hohe Anerkennung gebührt. X Büdingen, 23. März. Aus dem soeben gedruckt erschienenen Rechenschaftsbericht des Dekanatsausschusses Büdingen über den religiös-sittlichen Zustand der Dekanatsgemeinden im Jahre 1920 ist teilweise allgemein Interessierendes her- vorzuheben.- Kirchenvisitationen wurden durch den Superintendenten in den Pfarreien Eckartshausen und Hainchen, durch den Dekan in Gelnhaar und Ortenberg abgehalten. An Stelle des am 27. August 1920 verstorbenen Pfarrers Wilhelm-Bleichenbach übernahm das Amt des Erziehungsvereins Pfarrer Werner-Usenborn; die im Krieg abgelieferten Kirchenglocken wurden in Aulendiebach, Glauberg und Staden durch neue ersetzt, ebenfalls die Orgelpfeifen in Wenings und Orlenberg. Die Kirchen in Stammheim und Pfarrhaus samt Kirche in Wenings wurden an das elektrische Licht an- geschlvssen. In den 21 Pfarreien des Dekanats mit ihren 46 Gemeinden lebten 227 Personen von der Landeskirche getrennt, es fanden zwei Liebertritte von der katholischen Kirche, einer aus einer Sekte, statt, 407 Paare wurden getraut, es kamen drei Trauungsverweigerungen vor, 605 Kinder wurden getauft, bei zwek Kindern unterblieb die Taufe, 488 Kinder wurden konfirmiert, die Zahl der Todesfälle ging erheblich zurück, 279 Verstorbene wurden kirchlich beerdigt; die Zahl der erwachsenen Kirchenbesucher betrug an den drei Zähl- svnntagen (1. Ostern, 12. n. Tr., 3. Advent) 10013 Erwachsene oder 22,2 Prozent im Durchschnitt. An Liebesgaben gingen ein 85 547 Mk. gegen 31 850 Mk. in 1919, oder 3,75 Mk. auf den Kopf der Bevölkerung. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. — Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 41 vom 27. März enthält: Dirigen tenkursus. — Abhaltung von Amtstagen in Grünberg und Hungen. — Ergänzungswahlen für den Gesellen- ausschuß der Handwerkskammer im Jahre 1921. — Verlosungen. — 2. Rachtrag zmn Ortsbaustatut der (Semeinben Watzenborn-Steinberg.^ — Feldbereinigungen Lich und Lumda. — Belästigung des Publikums durch Fußballspiele usw. auf der Straße. — Straßensperre. Dirigentenkursus. Die Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und I'-tgend- pslege in Hessen veranstaltet in den Tagen vom 18. bis 23 April 1922 in Darmstadt einen Dirigentenkursus für Vereinsdirigenten und Lehrer. Vorgesehen sind u. a. Vorträge übet Orchesterdirigieren, Chordirigieren, musikalische Ausdruckslehre, Stilkunde und Hygiene, sowie Hebungen in Chordirigieren und Orchesterdirigieren. Arbeitspläne können von der Zentral« teile in Darmstadt, Wtthelmi renstraße 3, bezogen werden. Die Teilnei-merzahl ist beschränkt and für die Provinz Oberhessen vorgesehen auf 15 Personen. Ergänzungswahlen für den Ge- sellen-Ausschuß der Handwerkskammer im Iahte 1921. Zu Vertretern derjenigen Gesellen, die von den wahlberechtigten Mitgliedern der Ortsgewerbc- veieine oder sonstigen gewerblichen Vereinigungen beschäftigt werden, sind folgende Gesellen gewählt worden: Mitglieder: Ludwig Engel, Steindrucker, Griesheim; beschäftigt bei der Firma Otto Markus, Lith. Anstalt, Darmstadt. Franz Kemmetet, Glaser, Offenbach a M; bech.f- tigt bei Samuel Hartwig, Glasermeister, Offen- k-ach. RikolauZ Mannebach, Schreiner, Worms; beschäftigt bei der Firma Gebt. Müllet, Daa- und Möbelschteinetei, Worms. Fritz Stein, Spengler, Worms; beschäftigt bei Wil'.elm K. Muth, Spenglermeister, Worms. — Ersatzmänner: Wilhelm Fischer, £a4r vierer, Darmstadt; beschäftigt bei L. Atter, Möbelfabrik, Darmstadt. Konrad Müller, Maler, Offenbach: beschäftigt bei Ludwig Hahn, Male m i.ier, Offenbach. Karl Heißer (geb. 25. 4. 1869), Schreiner, Mainz; beschäs igt bei Heinrich Rauh, Möbcl- fabrilant, Mainz. August Lösche, Bildhauer, Mainz; beschäftigt bei A. Demde, Möbelfabrikant, Mainz. üerbroirtfdmff. • Vorträge über die Siedlungsfragen wird ter Dundesvorsitzende des Reichsbundes für Siedlung und Pachtung Hoeft am Samstag, dem 1. April, in Friedberg, Saalbau, Dismarckstraße, am 2. April in Alsfeld, Hotel Deutscher Kaiser und am 3. April im Fürstenhossaale in Büdingen halten. Ganvel. Frankfurter Getreidemarkt. Frankfurt, 27. Marz. Die Schwankungen der Devisenpreise, bewirkten, daß am heutigen Getreidemarkt die Umsätze bescheiden blieben, und größere Zurückhaltung geübt wird. Die Preise, welche vormittags genannt wurden, stellten sich gegen die amtlichen Rotierungen der Vorwoche höher. Das Angebot war in allen Artikeln gering. Stärkere Rachfrage bestand wieder für Futterartikel. Begehrter Kleie. Weizen, Roggen und Hafer fest. In Gerste bleibt die Rachfrage dringender. Hafer ebenfalls stark gesucht. Speise-Erbsen sind nur wenig am Markt. Oelfaaten ruhiger und behauptet. Heu und Stroh fest. ♦ Berlin, 27. März. Dörsenstim- mungsbild. Der Rückgang der Devisenpreise am SamSlag wurde heute bereits wieder ausgeglichen. Am Bormittag setzten sie höher ein und erhöhten ihren Kursstand weiterhin in raschen Sprüngen derart, dah sich bei der amtlichen Festsetzung zum Teil neue Höchstkurse ergaben. Die Rückwirkung hiervon auf die Börse blieb nicht aus. Die in den letzten Tagen der Borwoche zu beobachtende feste Grundstimmung setzte sich nachdrücklicher durch. Sowohl die Spekulation als auch das Prlvat- publikum, das übrigens in Erwartung einer Anpassung des Kursstandes an die Wäh- rungsentwertung seine BerkaufsordreS zurückgezogen hatte, kaufte in größerem Umfang. Das Geschäft war daher ziemlich angeregt. Für die meisten Papiere ergaben sich Kurssteigerungen von 30 bis 50 Prozent und vereinzelt 80 Prozent. Kattowitzer, Laurahütte, Rheinstahl, Gebr. Böhler, Hammersen, Rordd. Wolle und Stöhr erzielten Kursbesserungen von 100 bis 130 Prozent. Auch Schiffahrts- und Bankaktien unter Bevorzugung von Hansa, Rordd. Lloyd und Berliner Handelsanteilen waren fest. Am Rentenmar't herrschte für alte Reichsanleihen Kaufinteresse, vornehmlich des Auslandes. Bon ausländischen Renten stiegen Mexikaner, Türken und Oesterreicher weiter. Eine größere Beteiligung des Publikums machte sich namentlich auf dem Einhei.skurSmarkte bemerkbar, wo die Kurse zumeist uxiter stiegen. Im Großverkehr wurde das Geschäft späterhin bei unveränderter Festigkeit ruhiger. Frankfurt a. M., 27. März. Dörsen- ft immun Qä bi Ib. Die Börse bot bei Beginn wieder das gleiche Bild wie in der vergangenen Geschäftswoche; Geschäftsstille am Effekten-, Schwankungen am Devisenmarkt. Der Dollar bewegte sich auf 328, 330, 334—340. Am Markte der uimotierten Werte überwogen Kursbefestigungen. Deutsche Petroleum 2225—2250. Gebr. Fahr 760. Entreprises 4150. Benz 690. Chemische Rhenania 1190. Für Kaliwerte bestand regere Kauftätigkeit. Auf dem Montanaktienma rkte vermochten sich verschiedentlich leichte Kursertzö- bungen durchzufetzen. Attowerte mäßig erhöht. Elektrowerte gebessert. Chemi.che Aktien hatten ruhiges Geschäft. Am Einheitsmarkt war das Geschäft entschieden belebter und bie Stimmung besser. 3proz. Reichsanleihe lebhafter gefragt Der Schluß gestaltete sich ruhig bei vorwteFnQ- festerer Tendenz. Privatbiskont 4y2 Prozent Frankfurt a M., 28. Marr Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß» Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 24.3. 27. 3. 24.3. 27.3. 5"/.Dtsch.Kriegsanl. 77,50 77,50 77,50 77,50 4°/oDtsch. Reichsanl. 94.25 94,50 94 75 95, 0 3°/oDtfch. Reichsanl. 129,- 130,25 129,50 130 78 4"/o Preuß. Konfols 75 20 75,- 75,70 7 ,75 Hamburg-Pakets.. . 513.— 519 — 511 — 520 - RorddeutscherLloyd 391,- 400,- 387 - 39984 Comm.u.Privatbank 338,- 333,- 334,- 335'- Darmstädter Bank . 335, - 335,- 335,- 33 5,— Deutsche Bank . . . 594,75 600,- 600,- 599,- Disconto-Gesellschaft 492, - 492 50 493,75 494,75 Dresdner Bank. . . 361,— 360,50 367, • 367,-. Mitteid. Creditbank. 303,- 307,- 306,- 337,- Rationalbank f. D. . 343,- 344,- 346,- 346,- Boch. Gußstahlwerke 1253, - 1280,- 1275,- 1825,- Bud.-Eisenw.-Akt.. 985,- 1100,- 1005,- 1065,- D.-Luremb. Bergw.. 1165,- 1180,- 1150,- 1181,- Gelsenkirch. Bergw.. 11 0,- 1220 - 1197,75 1230,- Harpener Bergbau . 1880,- 19JO,- 1866,- lt>92,- Oberschl. Eisenb.-B. 1180,- 1150,- 1165,501183,- Oberschief. Eifenind. 946,— 975 - 9-8, - 940,- Phönix-Bergb.-Akt. 1285,— 1305,- 1255,- 1305,- Bad.Anilin-u.Soda 785,- 7t8,- 7GO,- 799,75 Höchster Farbwerke. 729,- 7 45, - 727,- 750*- Allg. Elektr.-Ges. . . 830,- 881,- 835,- 890,- Felten L Guilleaume 1060, - 1075,- 1050, - 1078,« Schuckert-Werke. . . 775,- 800,- 780,- 796, Adler werke 575,- 535,- 578,- 600,- Daimler 558,- 568,- 553,- 567,- 4° „ Hess. Staatsanl. 75, - 77,25 74,75 74,25 Electron Griesheim S34,- 945, - 940,- 950,- Dtfche. Dereinsbank 244,- Berliner Devisenmarkt. Geld Bries Gelb Dri^ Datum: 25. Marz. 27. Marz? Amiw.- Rotterd. 12187,80 12212,20 12 62.20 12787,80 Brüssel-Antw. . 2 0 ,25 2713 75 2 8 37,15 2842,85 Christiania . . . 5779,20 579».80 6018 95 6üol 05 Kopenhagen . . 6823 15 6816 35 716/ö0 7182,20 Stockholm. ... 841(,55 8133 45 88 1 15 884ö,86 Helsingfors. . . 669,30 670,70 695 25 696,70 Italien 16 8, 0 1661,70 172., 75 1724,25 London 141i,C5 1413,95 1 1ö3,o0 1486,50 Reuyork 321,17 321,83 338,16 338,64 Paris......2917, 5 2922,-5 30.6, 5 3048,35 Schweiz 6283,7' 6296^33 6568,4) 6581, 0 Spanien 5024,95 5030,05 5254,70 5285,30 Deutsch-Oesterr. 4,28 4,32 4,48 4^2 Prag...... 569,10 570,60 615,35 606^65 Budapest .... 36,36 36,44 37,46 37,5k Buenos Aires . 117,35 117,65 122,60 122,90 Bulgarien . - , — Züricher Devisenmarkt. 27. 3. 28. 3. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 194.50 194.25 Deutschland 100 Mk. --- L58 1.54 Wien 100 Kr. — 0.U7 0.0 G ■ Prag 100 Kr. ----- 9.15 9.25 Paris 100 Fr. = 46.45 46.15 London 1 £ = 22.39 22.46 Italien 100 2. = 26.30 26-05 Brüssel 100 Fr. — 43.45 43.10 Budapest 100 Kr. — 0.59 0.57 Reuyork 100 $ = 514.25 516.- Agram 100 Kr. ---- 1.60 1.56 Warschau 100 Är. = 0,135 0,13 Marknotienmgea. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 25.3. 27.8 Zürich Fr. 125.40 1,58 1,52 Amsterdam Fl. 59.20 0,82 0,76 Kopenhagen Kr. 88.80 1,50 1 42 Prag Kr. 117.80 16,62 Stockholm Kr. 88.80 -,- 1,16 Wien . . Kr. 117.80 -,- London Eh. 97.80 7 07 7,04 Paris Fr. 125.40 3 50 3,28 Reuyork $ 23.80 -.31 —,39 (3n einem Teil der Auflaae wiederholt) Don der Londoner Sachverständigenkonferenz. London, 27. März. (WTB) Laut -Daily Telegraph" bildete auf der Sitzung der S a ch verständigenkonferenzam Samstag vormittag das wichtige Memorandum Str Basil Dlackettes über die allmählich: Wiederherstellung des Gold st an« dards die Haaptgrundlage der (Srörterungen. In der Damsragnachmittagssi')ung unterbreitete ein ülnterausschuß von Zu misten den Entwirf eines Berichts über die Frage der r u f f 11 d) en Schulden. Das hervorragendste Merkmal Dieses Berichts sei der Vorschlag, daß eine Kommstsion für die russischen Schulden gefchasfett werden folU Gestern morgen erhielten laut „Daily Chro- nicke" der allgemeine Bericht und die Vorschläge des Ausschusses, insbesondere über Rußland, ihrr endgültige Gestalt. Heute wird sich der 2lus> schuß mit der Frage der ©tabilifierung der Währungen und der internationalen Korporation für den Wiederau,bau Europas de fassen. Frankreichs Vertretung in ©erntet Paris, 27. März. (WTB.) Das „3out» nal" berichtet, Finanzmtnister de Lasteyri^ habe gestern abend dem Mi i 'e Präsidenten Poincare erklärt, das die Vordereitangen für das nächstjährige Budget ihm nicht gestatteten; die ftanzöfische Delegation für G e n u a zu führen. Das Blatt fügt hinzu, wenn Barthou auf feiner ablehnenden Absicht bestehe, werde matr sich tW großer Verlegenheit befinden, eine Person« lichkeit ausfindig zu machen, die mit den Re« gierungschefs fast aller Länder Europas aus gld' Ochern Fuße verhandeln könne. W io Der teueren Seit i jit Billig!! Emanuel in. v Gleiches Geschäft in Frankfurt am Main, Gewerkschastshaus 3073a Behördliche Anzeigen 3058B Lang. Göns 9082 28478 Dieben, &en 14. März 1922. Der Oberbürgermeister 2. D.: Dr. Rosenberg Mtenplathow vorgezeigt. Steigliebhaber bel eben es vorher anzusehen. Rädere Auskunft durch Herrn Förster Höres, Reinhardshain. 30838 ÄZn Schlagmühle bei Lich, 26. März 1922 Bekanntmachung 3054B Telephon. 13. 2845D In Leihfotz MK. 25.— per Hektoliter mehr. Holzversteigernng .riott vc * (.«)!! » Lm iUV- oicyie Händler sind »iih» Zusammenkunft K vom Mitbieten ausgeschlossen. £ N li 3084 B 3100D Privatdozent Dr. Paul Röttgen und Frau Elfriede geb. Weiher Gau-Obernheim (Rheinhessen) März 1922 Bürgermeisterei. Benner. Die glückliche Geburt ihres zweiten Sohnes zeigen mit herzlicher Freude an Katharina Spies Georg Fell Verlobte ®rün6er g, am 22. März 1922 Hess. Ofterförfterd Grünberg. bei Hos Albach Giehen, den 24. März 1922. Kreisbauverwaltung Dietzen. Steinbach, am 27. März 1922. Bürgermeisterei Steinbach Krämer. Dietzen, den 21. März 1922. Hessische- Amtsgericht. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Dr. Karl Trebing u. Frau Frieda geb. v. Doigts-Khetz Nutzholzversteigerung. Freitag, den 31. März, kommen an der Kreis, stratze Steinbach—Lich 16 Pappelstämme mit einem Durchmesser von 30—72 cm, zusammen 14,50 Fstm. zur Versteigerung. Zusammenkunft vorm. 10 Llhr Mlgdeburg.Züdost 24. März 1922 Bekanntmachung. Es wird hiermit bekannt gemacht, datz das Leseholzsammeln lm Gietzener Stadtrvald ner in der Zeit von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends gestattet ist Zuwiderhandlungen werden zur An- zeige gebracht. MH Iptin OllBfllßXfl 1 nnerstagdenlO.Miri abends 8‘ t ’Jhr iörsial des pbysito Instituts /**' leierte- >rs Venus; iOlvtilm, R!esät ult Llchtbllim dllkotnmen. _ vep WVV/Av/(6t lich oder mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen wo auch die Ausmärker beizutragen haben. IV> \ Henko 23lncb*Sa^a unenfberrheh für ICtixhe und htausrnit& Hersteüer Henkel <_ Os. Düssddarf Eberverkanf. Freitag, den 31. März 1922, nachmittags 4V Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger (Eber meistbietend versteigert werden. Treis a. d. Lda^ am 27. März 1922. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregtster wurde yeute beiüglicft des landwirtschaftlichen Konsumvereins I, (■»getragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haft, pflicht zu Leihgestern eingetragen: An Stelle des lusgeschiedenen Vorstandsmitgliedes Georg Gibb 111. in Leihgestern ist Wilhelm Jäger daselbst als iolches gewählt. 3055b Dietzen, den 21 März 1922. Hessisches Amtsgericht. HL^BURG-AMEftlK*, UNIE uWtnDANERicMi Ums nie Nach NORD-, ZENTRAL- UND SOD- AMERIKA AFRIKA, OSTASIEN USW. Billige Beförderung über deutsche und ausländische Häfen.— Hervorragende III. Klasse mit Speise« und Rauchsaal. Erstklassige Salon -u.Kajütendampfer Etwa wöchentliche Abfahrten von MAMBURG NACH NEW YORK Awskönfle uni Drucksachen durch HAMBURG-AMERIKA LINIE HAMBURG und deren Vertreter le: GIESSEN: Loeb, Zigarrenhaus Bahnhofstraße 52 a. 6057D Masfen-Schuhverkauf Seltersweg 31, früher Central-Cafe Holzverstergerung Montag den 3. Avril 1922 werden versteigert: I. m den Forstorten Buchwald und Vurgwald deS ehemals Clemmschen Waldes: Stämme: 4 Fichte — 2,14 Fsrm., 2 Lärche = 1,23 Fstm. Derbst angen: 51 Fichte = 2,55 Fstm., 6 Lärche = 0,63 Fstm Aeis st angen: 39 Fichte ---- 0,41 5ffm. Am Scheiter: 12 Buche, Knüppel. 3 Duche. 2 Fichte. II. In den Forst orten Grober Seng, Kleiner Seng. Delmcrvd. Hainheege, Gunters graben und Dauschel, Försterei Saasen: Am Scheiter' 287 Duche, 8 Hainbuche, 4 Eiche, 4 Fichte: Knüppel: 69 Buche, 6 Hainbuche, 2 Ahorn, 60 Eiche, 6 Aspe, 9 Kieler und 36 Fichte. A eisig' 262 Duche, 264 Eiche, 10 Fichte (zerstreut liegend). Stöcke: 59 Duche, 24 Eiche, 36 Fichte. Zusammenkunft vormittags 3/4IO Uftr aus der Kreisst ratze Reinhardshain—Winnerod an der Dauritgrube. Das Holz auS den Forstorlen Duchwald, Burgwald und Belmerod toirb nicht Astoria-Lichtspiele i jltfp^1 oöli M 30.®« a°7 mit < epfelwein besten, naturreinen ab Station Meld Hl. 500 per hl mW. Steuer liefert an Wirte und Wiederoerkäufer L. Wallach, Alsfeld UtlMW i D. H. v. c ^itudtan, adtt« ?es» w« : !$S l2, abdS. 6'/. Uhr liitgliedeo .rsaulmluM '»«ö Ein der Gemeinde gehöriger, zur Zucht nicht rehr brauchbarer schwerer Eber *t>ü auf dem Submissionsweoe verkauft werden itb sind Angebote in verschlossenem Umschlag bei fcr unterzeichn.-len Bürgermeisterei einzureichen, rvselbst auch die näheren Bedingungen zu er- ahren sind. Die Oe 'nung der Angebote findet M Freitag, den 31. d. Mts., mittags 1 Ubr. nr! dem hiesigen Rathaus im Beisein der etwa s^enenen Dieter statt. 30748 Holzheim (Kr. Giehen), 27. Mär-^1922. Hessische Bürgermeisterei. Wetz. tat MM hs «ta Mita W tügttroflei die wir noch bedeutend unter heutigen Fabrikpreisen abgeben können. 3n unser Genossenschaftsreaister wurde heute be/uglich der landwirtschaftlichen Bezugs- und Llsatzgenossenschast. eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Burkhardsfelden eingetragen: Johann Heinrich Drück, Landwirt in ichurkhardSfelden, ist auS dem Dorstand ausgefchie- hen, als neues Borstandsmitglied ist Landwirt ihristian Damm daselbst bestellt. Sv"nqe>- Bckanntn»aa»iing. 2luS den Waldungen der Stadt Dietzen. Bezirk tes Försters Brück, Rödgen und zwar auS den Lbteilungen 9.11.17,19. 20,21.30,37. 38.41.42. 45. 50. 54 sollen am: Freitag, den 31. März 1922, vormittags 91/. Uhr beginnend, versteigert werden: 1,8 Rm Siche.Schett 2 w Futzte-Scheit 2 , Giche-Knüppel 2 . Buche-Knüppel 16.3 . Riefer- . 18 . Sichte- . 348 . «iche-Aeifig 30 . Buche- . 6.3 H Kiefer-Knüppelreifig 8,2 „ Sichen-Stöcke 34,6 , Kiefer- , 129,8 . Fichten- „ Das Hol; in den Abteilungen 11, 17, 20, 21, 1137, 38 wird nicht vorgezeigt, vorhettge Besichtigung deshalb empfohlen. 130998 Zusammenkunft: Anneroder Weg, I.Schneise. Giehen. den 27. März 1922. 5Nr Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. R o s e n b e r g. * 7'Lpkist lontag.3* * Ä imdbewerd«, Irtenlftirten! £ dn Inta»«, dlungunds)^. in hallen: JJ1922, DormittMs Jiu, BismardiS.; 111922, Dormittcgs -s Hotels Deutscher H 1922, vormittag; Bübingen. runde und @5imn - Freie Ltrsprach«! en werden auch dir rochen. ZurKärung it Sieblungsgtgner •[ ledesreiheitundn. laben. XL. 3023D meinschast wesen. Holzverstcigeruntz. Dersteigert werden I. Dienstag, 4. April lf. 3 auS den Freiherrlich von Rocdeck zur Aa- benauschen Walddist ritten Ampel. Hain und Da rau. Steinberg. HorneS. Odenberg und Eib- schenhain: Derbst angen: Fichte 1. 5tL = 1,00 Fstm, 2. Kl. = 0.55 Jrflm.; Reis st angen: Fichte — 7.44 Fstm, Rutzscheiter Siche — 3Rm (2 OKtr. lang). 2 Rm (1.25 Mir. lang), 8 Am (rund = 1,25 Mtr. lg), Kiefer 2. Kl. rund = 2 Rm: Auhknüppel. Fichte = 12 Rm (3 Mtr. lang); Ruhreisig: Fichte lSchichthausen) — 5Rm; Scheiter Buche 1 Kl. — 91 Am. 2. Kl. = 36 Rm. Eiche = 4 Rm, Fichte 2. Kl. = 16Rm; Knüppel: Duche l.Kl. — 173Rm. 2. Kl. = 12 Rm, Hainbuche — 10 Rm, Eiche l.Kl. = 74Rm. 2. Kl. = 1 Rm. Aspe 1. Klasse = 2 Rm, 2. Kl. = 4 Rm. Kiefer U Kl. — 4 Rm, 2. Kl. = 10 Rm. Fichte l.Kl. = 24 Rm 2 Kl = 106Rm; Knüppelreisig. Kie,er53Rm Fichte = 20 Rm; Reisig: Duche = 374 Rm. Eiche = 70 Rm, Erle = 22 Rm. Weichholz ----- 5Rm. Fichte (Schichthaufen) — 214 Rm. Stöcke: Duche = 10 Rm. Kiefer --- 17 Dm, Fichte l.Kl. = 25 Rm. 2. Kl. --- 37 Rm 11. Mittwoch 5. April l. 3, aus Hö- ringstetch 2, 4 und 5, Odenberg 1 b Roll 2 a, d und b: Stämme: Siche 3. Kl. — 0.53 Fstm, 4. Kl. --- 1,28 Fstm, 5. Kl. = 1,03 Fstm, 6. Kl. = 9.82 Fstm.; Derb st angen: Fichte 1. StL = 0.87 Fstm, 2. Kl. = 6,91 Fstm: Rutzscheiter: Eiche rund = 4Rm (1J25 Mtr. lg.), Fichte l.Kl. ---- 1 Rm, 2. Kl. — 4Rm; Rutzknüppel: Eiche = 11 Rm. (2Mtr. lg.); Scheiter: Buche l.Kl. = 83,09 Rm, 2. Kl. -- 4 Rm, Eiche = 2Rm, Kieser 2. Kl. -- 1 Rm, Fichte 2. Kl. = 6 Am . Knüppel: Buche l.Kl. = 105,37 Rm, 2. Kl. = 3Rm, Siche = 36 2m, Dirke = 2Rm, 2lspe --- 3 Rm, Kies er = 19 Rm, Fichte 1. ÄL = 11 Am, 2. Kl. = 6Rm; Knüppelreistg: Kiefer = 4 Am. Fichte --- 22 Rm; Reisig: Buche -- 334,22 Rm, Eiche = 50 Rm, 2lspe = 4 Am, Fichte (Schichthaufen) = 300 Rm; Stöcke: Buche -- 12,43 Am, Eiche = 6Rm, Kiefer = 6 Am, Fichte l.Kl. = 8Rm, 2. Kl. -- 24 Am Beginn der Dersteigerung zu I. im Distrikt Ampel auf der Kreisstrahe Rüddings- hausen—Deckenbach am Waldeingang 9 Uftr vormittags, zu II. Im Distrikt Höringsteich, auf der Kreisstratze Oden hausen—AüddingShausen SVs ilftr trorm. Das zerstreut sitzende Holz wird nicht vorgezeigt. Weiteres zu I durch die Freiherrl. Forstwatte Wihner au Londorf und Kornmann» Rüddtngshausen, zu 11 durch den Letzteren. Stehen. 27. März 1922. 30758 Freiherrl. Oberförsterei Rabeitau. T r a u t w e i n. Geh. Fvrstrat. Betnnntmnckinng. Der Boranschlag der Gemeinde Steinbach für Rj. 1922 liegt vom 1. April L 3. oft eine Woche lang auf unserem Dienstzimmer zur Einsicht offen. Einwendungen hiergegen können schttft- Mlchael Bohnen.derdeutsch Hüne, mit seinem humorvollen, burschikosen ' Wesen, feierte Resten Triumphe. Es Ä ist diesmal kein Amerikaner, der be- Ä. jubelt wurde. Michael Bohnen, ein L'eutMcher, hat mit dem I ibn: Das Geheimnis einer Brigg (Sanla iJaria) < bewiesen, daß wir auch in der Licht- * spielkunst bald an erster Stelle in der 4 Welt stehen werden. Wer Michael Bohnen Mleht, dem V lacht da« Here: mit Ihm fühlen ’ und denken wir. 3059c y Anfanr»relten: */«4« 6 u. 8•/» Uhr. w Ab Donnerstag:: Vor den Flinten der Cowboys. V U Verbereitmig: Lady Hamilton. * it den Waldungen der Gemeinde RuppertSkmrg. — . | eOd" pvn, er (*n 3d. März 1922, werden in den ‘ ‘ g,;;,,.:*1 Zerstoben Lange berg und Bürgelfterg versteigert: irten foWj Lchetter Ruu. ^uche 300; Knüppel Rm.: Buche 70, gej »’•* Zichte 14; Astreistg Am: Buche 10; Stöcke Am: a*»*- .in auiuuuueiuuiifi 10 ilftr vormitt.. an der Kreuzung H. Sl,lei der Langenbergschneise mit dem Langder Weg. '****’ ■ Ruppertsburg, den 24. März 1922. Hessische Bürgenneisterei Ruppertsburg. 3. B.: Fritz, Beigeordneter. (3067D ...................... .7..:.. Alle Hände greifen nach Creme-Pelteer. Vorzüglich gegen rauhe, rissige Haut, fein parfümiert. Achten 81e auf Bezeichnung .Fried ent wäre“. u ha l en in den Progerien A. Soll, C. Salbei und E. Karn. um i