‘Su'n> ’*n uni,8 >• M v. T - Deldbeninigung fsporlti in Itt Nmn to= de mders: ndrrM" ng lich eingtlabtn. „bierOtW r.r 6rQU9mülltt' »unde des inafiums ;r,aalder«ttM Bl) . 8o0»<" ich Dir? KÄS Sei»"6' aä-A ar. 24 TXr «ietzener Anzeiaer erschein» täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatlich« Btjitgsprcife: Ulli. 9.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Ulk. 10.- einschl. Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. tr«rn sprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; tot Druckerei, Verlag unb Geschäftsstelle 5L Anschrift für Drahtnach- richten. Anzeiger Stehe«. postschecttonto: Frankfurt a. Bl. 11688. Erster Blatt 172. Jahrgang Samstag, 28. Januar 1922 Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer vi» zum Nachmittag vorher »hnejede Verbindlichkeit Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 70 Pf, ausa>artf 90 Pf.; für Neklame» Anzeigen von 70 mnj Breite 3^0Ps. Bei Platz- Vorschrift 20 °/e Aufschlag, tzauptschristleiter: Aug. Goetz PerantwortUch für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, vrvS nnb Verlag: »rvhl'scht Unlv.-Vnch- unb Steinbruderei IL Lauge. Schriftleitung, Geschäftsstelle unb Druckerei: Schulftraste I. ,a»>,Uch in GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen l'ion Huguenin überreicht und voraussichtlich in den Sonntagsblättern veröffentlicht wer- u S -- Konsequenzen sind. AlS ob sich auch im Volksschichten etwas beigetragen zu dem vom Reichskanzler erwähnten „Werke der Rechtfertigung und abschließend zu würdigen. Des Reichskanzlers Auseinandersetzungen mit dem neuen französischen Kabinettschef und seine Betrachtungen über Lloyd Georges GesinnungS- und Programmwechsel waren von kluger Mäßigung geleitet und darum im allgemeinen recht wirkungsvoll. Man kann sich als deutscher Minister ganz gut einmal auf den Standvunkt stellen, daß die immer mehr mit Haberstroh sich füllenden nationalistischen Speicher Frankreichs von deutscher Hand un- angetastet bleiben müssen. Gehen sie über kurz oder lang doch einmal in Flammen auf, so wollen wir in der Drandstifterkomödie keine Rolle spielen. Auch nicht mit dem Dolch im Gewände, sagte Herr Dr. Wirth sehr hübsch, gehen wir nach Genua. Aber was in dem Pariser Speicherwust an willkürlichen Verdrehungen der Sachlage herumlregt, das dürfen wir offen hervorholen und dem heilsamen Sonnenlicht aussetzen. Indem Wirth das große Magazin der französischen Schuldverläum- dungSpvlitik für diesmal umging — die Wahrheit wird und muß kommen — legte er im einzelnen dar, daß die Behauptung PoincareS, Deutschland habe noch nicht begonnen, seine Wiederherstellungsverpflichtungen zu erfüllen, eine grobe Anwahrheit sei. Er gebrauchte keinen harten Ausdruck, lieh aber die Tatsachen sprechen. Auch in der Frage der Kriegs- beschuldigten fand der Reichskanzler treffende Sätze der Zurückweisung. Roch wichtiger und wohl auch nützlicher — denn in Frankreich sind jetzt nur taube Ohren — war die Anknüpfung an Lloyd Georges Rede. Das von dem englischen Staats- mann darin so oft wiederholte Wort vom internationalen Vertrauen erklärte Wirth nicht als ein bloßes Wort, sondern als ein großes politisches Bekenntnis aufzunehmen. Er unter- strich noch einmal mit entschuldbarer LIm- ständlichkeit die Grundlinien der Friedens- Politik, nach der die Völker dürsten — und Lloyd George hat von Deutschland eine Antwort, die ihn auf seinen Wegen ermuntert. Der Reichskanzler setzte sich für ein enges Einvernehmen der arbeitsfähigen Län- der mit Rußland ein und warnte davor, dieses nur als eine Kolonie zu betrachten und »u behandeln. In Moskau wird man den Einwurf zweifellos gern vernehmen. And wir haben das lebendigste Interesse, mit dem rus- siscken Rachbar auf schnellstem Wege lautere und friedliche Beziehungen anzubahnen. Berlin, _ _ wärtige Ausschuß des Reichstages trat heute zu einer Besprechung der Rote der Reichsregierung an die Reparations- k o m m i s s t o n zusammen. Zunächst berichtete Staatssekretär Schröder vom Reichüfinanz- ministerium über den Inhalt der deutschen Rote, die voraussichtlich bald veröffentlicht würde. ES sprachen hierzu noch die Abgeordneten Helfferich (Deutschnat.), Stamp- fer (Soz.), Dernburg (Dem.), undDauch (D. DolkSP.). Auch der Reichskanzler nahm zu einer kurzen Ausführung das Wort. In Vertretung des erkrankten Abgeordneten Stresemann (Deutsche Volkspartei)führte Müller-Franken den Vorsitz. Den Verhandlungen wohnte auch R a t h e n a u bei, der sich aber nicht an der Aussprache beteiligte. gar bald empfindlich bemerkbar will man dem unersättlichen Die deutsche Antwortnote an den Wiederherstellungsausschuh. Berlin, 28. Jam Wie die „Deutsche Allgem. Zig." meldet, wird die Rote der Reichsregierung an die Repara- tionskommission heute nachmittag dem Berliner Vertreter der DeparationSkommis- Die neue Regierung Schober. Wien, 27. Jan. (WTB.)Rachdem Wahlvorschlag deS HauPtauSschusseS setzt sich das neue Kabinett wie folgt zusammen: Bundeskanzler und Inneres: Schober tm übrigen aber keine Veränderung, nur daß der nämlich wörtlich: »Die Entente kann nicht die Fabrik des Herrn T oder daS Landgut des Herrn V zugunsten des Reparationskvntos versteigern lassen; aber sie kann von Deutschland die Maßnahmen verlangen, die notwendig sind, um ihre Forderungen sicherzustellen. Die Fähigkeit des Staates, Verpflichtungen zu übernehmen, beruht aus seinem Recht, von seinen Bürgern Abgaben einzutrclben, • und von diesem Recht muß er Gebrauch machen, wenn ec sich nicht dem Vorwurf aussen will, daß er sich seinen Verpflichtungen entziehe." ES ist nicht gerade ein nationales Heldenstück von dem sozialdemokratischen Organ gewesen, der Entente so unumwunden zuzugestehen, daß man frisch „zugreifen" müsse. And alles dies, um die hungrigen Mäuler der programmatischen Desitzverschlinger in der Par- teibewegung zu befriedigen! Man einigte sich schließlich auf die Zwangsanleihe in der Höhe einer Goldmilliarde und mischte die Karten des Kompromisses auch in den übrigen Partien des zur Debatte sielenden SteuerprvgrammS. Der EinigungSw7.le der beteiligten Kvmpro- mißparteien verdient ein Wort der Anerkennung. Wer oder was hat denn nun aber im Streit der Meinungen und in dem notwendigen und erfolgreichen Abschluß der heißen Verhandlungen gesiegt? Ost es das konsequent durchgeführte Prinzip Wirths von der „Erfüllung" bis zum letzten Möglichen — oder ist es eine Rotwendigkeit, eine Schicksalsberechnung aus Faktoren, die außerhalb deutscher Parteiklugheit lagen? — Wer hat denn eigentlich in den letzten Jahren immer erfüllt"? AnS dünkt: Die Entente an uns Deutschen. Wir waren Objekt, wir muhten uns fügen; wir konnten uns nicht recht wehren. Wer in Deutschland einer Katastro- phenpolitik das Wort redete, der hat freilich unklug und falsch geraten. Aber die Gegner Wirths waren keineswegs durchweg Katastrvphetrpvlitiker. Reber das Wie der Erfüllung läßt sich viel sagen und streiten. Man konnte Erfüllungspolitik treiben mit dem Mut und Glaubenseifer altchristlicher Gladiatoren — man konnte das Unausweichliche aber auck erleben und mitmachen mit der Hand an der kalen Parieipropaganda das Rachdenken über die volkswirtschaftlichen und außenpolitischen unbedenMch zu opfern geneigt nicht heute jede Desitzsteuer Lebensunterhalt der ärmeren Wochenrückblick. Mit einer Revolutionierung unserer jetzigen RegierungSpraxiS wäre dem Reiche nicht gedient. Evolution ist auch hier das Mittel, zu gesunden Fortschritten, zu gelangen. Darum halten wir die R e b e r w i n - düng der inneren Krisis, wie sie sich an den beiden letzten Tagen im Reichstag vollzog und kundtat, für nützlich und erfreulich. Den Reichshaushalt in Ordnung zu bringen, soweit die Kräfte reichen, die Defizite zu beseitigen, das war gebieterische Rotwendig- tett, die sich äußerlich und innerlich aufdrängte. Der Reichskanzler sagte ganz richttg, daß das deutsche Volk und seine Regierung das gleiche Interesse an diesen Reformen hätte, wie der Oberste Rat und der Wiederherstel- lungSauSschuß. Rur über das Wie war unter den Parteien ein Streit entbrannt, der durch ein Kompromiß beseitigt werden mußte, das schließlich auch zustande kam. Zurückblickend auf diese Verhandlungen und die Begleitmusik in der Presse hat man leider wieder schlechte Sitten und blinden Rebereifer festzustellen. Die Sozialdemokratie wollte in agitawrischer Absicht neben den indirekten Steuern einschneidende Desitzenteignungen verschiedener Art. Run ist die Heranziehung des Kapitals und Besitzes eine glatte Selbst- verständlichkett; ihre Form zu finden, war jedoch nicht einfach, sondern peinlichster Rn- tersuchungen wert. Einfach Vermögenskürzungen in großem Mahstabe zu empfehlen, das bleibt Leuten Vorbehalten, die der radi- nontmen. Die Ausnahme der Rede Wirths in Frankreich. Paris, 27. Ian. (WB) Zur Rede deS Reichskanzlers schreibt der .Temps", bu Bedeutung der Rede sei eine parlamentarische Kundgebung, ein diplomatischer Akt und efn Finanzerposö gewesen. In parlamentarischer Htn- sictt habe die Methode schwieriger Verhandlungen ihren Ab'ch.uh in einem wahren Gr^lg des Kabinetts Wirth gesunden, to dl über man sich ausrichtig zu freuen habe. Der »Temps" empfindet einen ausgesprochenen Gegensatz zwr- fd)en den Worten des Reichskanzlers Wirth, die er Frankreich und denen, die er England gewidmet habe. Im ersteren Falle tritifiere Dr Wirth, im letzteren stimme er zu und lächle. Wird diese A r g l i st wirklich die Engländer »ersühren, s) fragt das Blatt. Der .Temps" zweifelt daran. Er will aber nicht eine Polemik mit Polemik beantworten, denn das bringe Frank.eich f’UU GDidmarL ein und vermindere den 'Bankn)ten- umläui um keine Papiermark. Ene Stelle btt Rede deS Reichskanzlers g^ällt dem Blatt be- sonderS Gr habe getagt, wenn Deutschland bereit sei, den französischen Interest en tn brr Wiederaufbaufrage und den anderen Fragm Rechnung zu tragen, so sei das, w.''.l man h)fte daß Deutschland von den B f rift agen b.fr.ll werde, die es bis jetzt hinsichtl'ich seiner Freche.t als Staat und der Integrität seiner Länder hätte haben müssen. Die'enigen unter uns, so bemerkt das Blatt, die gegen jede Herabsetzung des französischen Heeres protestieren, die die Besetzung der Aheinlande verlängern wollen unb die sich gegen die Aufhebung der militärischen Sanktionen ausgesprochen haben wären in Der- legenheit geraten, wenn der Reichskanzler Wirth etwa gesagt hätte, man sei bereit, ^ankreich Genugtuung zu geben, weil man durch moralische Verpflichtungen dazu gezwungen sei, und weil man, selbst wenn kein materieller Zwang auf Deutschland lastete, bztfrfb nicht weniger entschlossen träte, lückenlos diese moralische Verpflichtung zu erfüllen. Der Reichskanzler habe etwas ganz anderes gefügt Er habe unumwunden er Härt, daß Deutschland zahle, wei l es bis ieftt Furcht gehabt habe, unterworfen odL zerstückrit zu werden. Welches Atau- ment gegen die Entwaffnung, welcher Swß gegen die Resolution von Eannes und gegen das Ideal, bad Lloyd George tn Eannes realisieren wollteI so ruft der .Demos" aus, Inbem er ferner fragt: Welchen Weg mühten die bei* schen Republikaner noch zurückleaen, bevor ste eine Außenpolitik betreiben wurden, die ihren Grundsätzen entspreche und die notwendig sei für die Konsolidierung ihrer Republik. Schließ- lich sagt der .Temps" in Besprechung des |Inan- Mellen Programms, daß alles, was In Deutschland geschehen solle, nicht genügen werd«, toen;i nicht eine internationale Kreditoperation erfolge. Das „ßodrnal des DedatS" glaubt dem Reichskanzler aufs Wort, daß Deutschland nicht nach Genua gehe mit dem Dolch tm Gewände und mit hinterlistigen Absichten. Deutschland habe das gar nicht nötig, um in Genua den Vertrag von Versailles zu zerreißen. ES könne ihm genügen, die Vertreter der 43 Staaten, die zu dieser Konfe^nz eingeladen seien, reden zu lassen. Roch einigen Wochen würden die Delegierten der besiegten Völker unb der Vertraten, die dem sacro egoismo ergeben seien, dazu kommen, die Rngelege-Hellen auszuleben, die der Krieg geschaffen habe, und die Beseitigung bei wirtschaftlichen und finanziellen Klar s la. wenn nicht gar der territorialen Klauseln, der Vertrage des Sieges zu fordern. Wenn die französische Regie ung es vrritandm Hütte, das unvergleichliche moralische Prest ge. das fie nach dem Waf^astillstand be'esten habe ausrechtzuerhalten, tann hätte eine derartige Diskussion nicht eingelellet werden können; zunrindest ab.-r hätte man sie so gesüh-t, daß nichts Rach'eiliges für Frankreich daraus hervorgegangen wäre Die „Sibert 6" schreibt, die Deutschen hätten endlich herausgefunben, daß der Reichskanzler Dr. Wirth der Mann sei. Der die beste deutsche Politik mache, und bewiesen ihm wegen der Ergebnisse, die er bereits erzielt habe, ihr Vertrauen. Wirth sei der erste Staatsmann, der in Deutschland nach der Riederlage dieses Ramens würdig erscheine. Der „Intransigeant" vertritt den Standpunkt, daß man daS Gefühl habe, daß Deutschland alles, waS eS vor der Konferenz von Genua unternehme, für provisorisch halte Das Steuerkomvromiß sei nichts anderes als ein Kompromiß de Passage. Der Reichskanzler Wirth habe feine Gedanken nicht verheimlicht. Er hoffe, daß auf der Konferenz von Genua durch das Studium des Problems der Wellwirt- schäft auch das Reparationsprvblem in seiner wahren Bedeutung erschrine und daß die Reparationsfrage zum Ruhen Deutschland- Fortschritte machen werde. Für ihn stelle sich da- Problem von Genua so dar: Einverständnis zwischen den 6,-egern und Besiegten, um die Kriegsopfer zu beseitigen. Eine Nede Lord Greys. London. 27. Ian. (WTB) Lord Grey hielt heute tn Edinburg eine Rede, in der er u. a. sagte, ein gutes Einvernehmen zwischen Frankreich und England sei eine wesentliche Vorbedingung für den Wiederaufbau Europa«. Unleugbar besteht im gegenwärtigen Augenblick zwischen beiden Regierungen weniger Vertrauen und weniger Einvernehmen als je seit dem Iahre 1904. Diese ernste Tatsache sei auf die verkehrten Methoden zurück-usühren, mit denen die Beziehungen der beiden Länder zueinander und die auswärtigen Angelegenheiten im allgemeinen behandelt würden. Er meine, daß die M e t h o d k des Obersten RatS, die das Vertrauen unterhöhle. Reibungen verursache und auch Elemente der Rnstetigkeit in die Behandlung der auswärtigen Angelegenheiten bringe. Grey verwahrte sich gegen den Vorwurf, daß er mit seine, Kritik des Obersten RateS für die sogenannte alte diplomatische Methode eintrete. Er sei nur für größere Ruhe und Stetigkeit und teile durchaus die Meinung, daß die vor dem Kriege üblichen diplomatischen Methoden verbessert und den neuen Rmständen angepaßt werden könnten. Es sei sicher möglich, weniger unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu verhandeln, als das früher üblich war. Grey fügte hinzu, er sei nicht der Meinung daß der Ausbruch des Krieges bei veränderten drplo- matischen Methoden hatte vermieden wer en rönnen Der Krieg sei unvermeidlich gewesen wetl in Deutschland nicht derselbe Dille zum Frieden bestanden hätte wie in England. Amerika nnb die Konferenz in Genna. London, 2L. Iei, Hochschulnachrichten. Studierendenstreik in Friedberg. fpd. Friedberg, 27. Jan. Die studierenden der Technischen Lehranstalt hatten in einer Protestverfarnrnlung gegen das Kura» torlum und den neuen Direktor eine Ent- schließung angenommen, in der sie die Stadt- vewrdnetenversamrnlung um eine befristete Antwort bis heute mittag ersuchten. Da dar ^Schreiben unbeantwortet blieb, sind heute i!« Turn V-SSislau! in@ornniy •* tf? SfleW Schlillscha-'' Manche u Spvrl5ub ® ch-ner X»- dann aber ) !’:2,Ä über den J» Damenba Deute f« < 10 und 11°.' die "Diener und 5^ y 5m 3un* böhmische T DieS'ssZ über 5000 schön die 15C hatte, siegte gelang ihm ( Rekord von k mann Drigg! CB. 6.6 ) K Donnerstag Freitag. Lor grober 6w allerdings n Vchneelage i Sprunghügc - D hvlm. Di der besten Stockholm, Dettlamps am 2. und Denecke der deutsch sollten. R ü war, mutzt. •Üildi ru mitten m nuntt tnnn , den. US ^xtiaan unter (ktt; ”n*tlott tt 4h,M^ ^°°«L bei baran erinnert werden, daß schon vor Jahren, im März 1914, anläßlich des damaligen Scheidens des Oberbürgermeisters Mecum, im „(Siebener Anzeiger" in längeren Ausführungen auch die Frage einer würdigeren Kirche und Schule. * Freie Lehrer stellen. Erledigt ist eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Dietesheim, Kreis Offenbach, eine mit einer katholischen Lehrerin und eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Zellhausen, Kr. Offenbach. Dem Lehrer können gegebenenfalls die Funktionen eines Rektors übertragen werden; die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Michelnau. Kreis Büdingen, eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Rommelhausen, Kreis Büdingen. tt Treis cu d. Lda., 26. Jan, Gestern abend hielt Missionsprediger Walther- Beuern in der hiesigen Kirche einen sehr anregenden Missionsvortrag, der trotz der ungeheizten Kirche sehr gut besucht war Die für die Baseler Mission erhobene Kollekte ergab 121,75 Mk. Außerdem wurden noch für 132 Mk. Missionsschriften und -bilder verkauft. )( Büdingen, 27. 3cm. Die erste der beiden Missionswöchen, die das Dekanat in der vorigen Woche veranstaltete, fand überall in den Gemeinden re.;es Interesse. Frl. W u 111 c, die 7 Jahre als Missionarin in 3.Wien tätig und kurz vor Ausbruch des Weltkrieges zur Erholung nach Hause zurückgekehrt war. fühlte die Ge- meinden in zahlreichen MissionLstunden in Kirchen, Sälen und Schulen nach ke.n Mllsions e d und erweckte übe. all neue Missionsliebe. Tr.tz der überall noch- herrschenden Grippe waren die Versanunlungen gut besucht. An Mi ckionr gaben gingen ein: Herrnhaag 233 Mk., O r l c ä • Hausen 17,60 Mk., Büdingen 163 Mk. und 23,75 Mk. in den Schalen, Düdelsheim 137,70 Mark. Hainchen 90 Mk., Langende rg° heim 140 Mk., Cckartshausen 215 Mk. Ortenberg 286,35 Mk. und ZI Mk. in den Schulen, 521 ß b e r g, 24,55 Mk', llfenb >rn 90 Mk., außerbem touf&e eine Anzahl Missionsschriften verkauft. )( Ortenberg, 27. Ian. Die kirchliche Statistik weist für das Jahr 1921 folgende Zahlen auf: Es wurden 20 Kinder getauft, 13 Paare getraut, 22 Kinder konfirmiert. 10 Ge> meindeglieder beerdigt, zum heiligen Abendmahl gingen 368 Personen, der Gottesdienst wurde an den 3 Zählsonntagen von 490 Erwachsenen be'ucht an allgemein erhobenen Kirchenkollekten gingen ein 1556 Mk., für Vereine und Anstalten eixrng. christlicher Liebestätigkeit 6303 Ml., für f Duftige freiwillige Leistungen für kirchliche Zwecke 11 794 Mark, barunter 6745 Mk. für die Ehrentafel für die Gefallenen, 2341 Mk. für den Kirchengesang- verein, zusammen 19 658 Mk. oder auf den Kopf der Bevölkerung etwa 21.80 Mk. Wir waren in ©toben, was den ersten r zählt 3 Millionen Mitglieder. — Es wurden tm Anblick unseres Stadtbildes anbetrisst, bisher recht Jahre 1921 7 Versammlungen und 18 Sitzungen stiefmütterlich bedacht. Das Gela,«.de entlang ders abgehalten. Die Wvynungs^erhältnisse in (Sieben zur Stadt führenden Dahnhofstrabe war in seiner sind heute noch recht trostlos, 800 Familien haben bisherigen Gestalt nicht dazu angetan, einen überhaupt keine Wohnungen und sind noch bei freundlichen Anblick zu machen. Der ganze Strei- Verwandten untergebracht, und 1470 suchen andere Aus Stabt unb ßanb. Gietzen, den 28. Jan. 1922. Zur Neugestaltung des Bahuhofsplatzes. SS ist eine unbestreitbare Tatsache, dah für gewöhnlich der erste Eindruck, den man von einer Person oder Sache hat, auch späterhin bestimmend blet&t 3n erhöhtem QHabe gilt das von dem Bilde, das man beim ersten Betreten von einer Stadt gewinnt, die man bisher nicht kannte. Bietet sich dem Besucher — er mag nun in persönlicher oder geschäftlicher Angelegenheit «mkommen — beim Verlassen deS Bahnhofsgebäudes ein freundlicher Anblick, so entgeht bei mm ganz unwillkürlich die Vorstellung, dah in der Ortschaft, die er zum ersten Male betritt, ein reges Leben herrscht, bab ihre Bewohner es gewohnt sind, für ihre Heimat etwas zu tun und mit der Zeit fortzuschreiten, und bab ihre Be- gleiche sind für Gießen ungünstig. 1920 fehlten 579 Wohnungen, 1921 731 Wohnungen, und zwar meist Kleinwohnungen von 1—2 Zimmern. Das Cangfambauen Hoffe die Stadt jährlich wohl 100 000 Mk. Die Verteuerung des Wohnungsbaues steigt gewaltig und wird 1922 das 35 bis Mache der Dorkrie^zeit erreichen. In Deutsch- land wurden in der Vorkriegszeit jährlich 200 000 Wohnungen gebaut, jetzt fehlen aber l'/2 Mib- Wonen Wohnungen. — Pvos. Michel berichtet über die Verhandlungen mit den Hausbesitzern feir. die Ctraßenretiigung und Müllab,uhr. Die Hausbesitzer fordern die lÄrzinsung des Kapitals, die G.undsteaer. D^andcassenb.i.rag, Kanalgebühr, Kaminreinigung, dies erfannte der Mieterverein an, nicht aber die Absch eibung: in bezug aus die Innenreparaturen erfolgte eine ©inigung. Man setzte schließlich 10 bis 10'/z Prozent fest. 2fter zuletzt zerschlugen sich noch die Verhandlungen an einer neuen Forderung des Hausbesitzer- Vereins. In Darmstadt ist eine Einigung bei 10’/, bis 11 Prozent erfolgt. In Mainz 11 Pro- Sent. Es ist beabsichtigt, eine Liste sämtlicher Mietwohnungen herzustellen und besonders die gesundheit.ichen Derhällmse der Wohnungen zu vermerken. Der Redner wandte sich gegen den Beschlutz der Stadtverordnetenversammlung, be- tressend «Straßenreinigung, die jetzt die ORicter tragen sollen: er nennt dies unsozial und ungerecht. — Rcallehrer Hebermehl berichtete über Organifationdfragen der M.etervereine — Bei der Vorstandswahl wutden die aus^ scheidenden seitherigen M.tg irder üirde g wählt. Aeugewahlt tourben: Pro,. Dr. §unt emulier, Bau rat Sullmann, Zugführer Günther, Reserve-Lokomotivführer Reichert und als 2. Vorsitzender Prof. Michel. Die sehr anregenb terlau,ene Versammlung schloß der Vorst tzenoe mit Taak.swvrten an die Te l .ehmer. Der Oberhessische Obstbauver- e i n hielt im Felsenkeller eine außerordentliche Hauptversammlung ab. Die Rotwendigkeit hierzu hatte sich aus verschiedenen bereits in die Tat umgesetzten und noch bevorstehenden Aenderungen im Verein ergeben. Aus den langen, teilweise recht lebhaftei Verhandln gen sei sogeideZ mitgeteilt: Der Zusammenschluß alter hessischen Obst- und Gartenbauvereine in einen einbeit ii;e t Landesverband hat sich im laufenden Geschäftsjahr vollzogen. Die seither vom Oberhessischen Obstbauverein in Friedberg herausgegebene Zeitschrift der „Ratgeber", die vom Landesverband übernommen worden war, stellt mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr das Erscheinen ein. 3m Jahre 1838 gegründet, unterrichtete sie ihre Leser über alle Fragen des Obst- und Gartenbaues, muß aber — Volkshochschule. Heber „Verdauung und Ernährung" spricht Professor Dr. Dürker am Sonntag, 29. Januar, 12. und 26. Februar, jeweils 5 Ahr nachmittags im Physiologischen Institut. Wettervoraussage für Sonntag: Wolkig, leichte Riederschläge, milder, südliche Winde. Don den an der atlantischen Küste nordwärts ziehenden Depressionen hat sich ein starker Rand- Wirbel nach Süddeutschland abgezweigl. Bei der allgemeinen Lustdruckabnahme ist mit Fortdauer der trüben, milden Witterung zu rechnen. Landkreis Gießen. ' Lang-Göns, 27. Jan. Am Samstag, 28., und Sonntag, 29. Januar, findet in der hiesigen Turnhalle eine Bezirks-Ge- flugel- und Kaninchenausstellung statt. ES find über 200 Ruinmern^auSgestellt. Kreis Büdingen. )( Ortenberg, 27. Han. Der Stations- führer der hiesigen ©en&armerieftatijn wurde mit Rr. 44 an das öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen. Damit wurde ein langjähriger Wunsch der Bevölkerung erfüllt. Starkenburg und Rheinhessen. • Mainz, 27. Ian. Aus der Irrenanstalt entwichen. Zwei Mädchen entfernten sich heimlich aus der Irrenanstalt und machten, dem „Mainz. Anz." zufolge. Besuche bei Bekannten und Verwandten, die Gastfreundschaft belohnten sie mit Diebstählen. Die eine der Ausreißerin wurde in Darmstadt ergriffen und in die Anstalt zurückgebracht, nach der anderen wird noch gesucht. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 27. Ian. Die Hauptversammlung der H e r d b u ch g e s e l l s cha f t für das Vogelsberger Rind erfreute sich eines guten Besuches. Die Zahl der am 1. Januar 1921 im Herdbuch eingetragenen Tiere betruglCS? S:ück gegen 1326 Stück im Vorjahre. Die Zahl der Mitglieder 852 gegen 932 im Vorjahre. Mehraufnahmen mußten damals wegen der Maul- und Klauenseuche unterbleiben. Daraus erklärt sich sowohl der Rückgang der Mitglieder wie der eingetragenen Tiere. Die Versammlung erklärt sich mit der Beteiligung der drei geforderten Tiere an der Nürnberger Ausstellung einverstanden. vorausgesetzt, dah es gelingt, die unter heutigen Verhältnissen sehr hohen Kosten für die Beschickung auf$ubringen. Hessen-Nassau. Eine Verhaftung zum Raubmord am Zahnarzt Büttner. fpd. Frankfurt a. M., 27. Ian. In einem Eas4 der Mainzer Landstraße wurde heute mittag ein Mann festgenvmmen, der in dem dringenden Verdacht steht, den Zahnarzt Büttner am 13. Januar ermordet und beraubt zu haben. Sie A". Streik tionszug, & s--v Jachin" Neuner Kurieren6 N- 2 ‘“ft® Balkums fen zur linken Hand, auf dem nur der eine alte Schuppen der ehemaligen Kriegskuche steht, sieht im Gegenteil recht verwahrlost aus. Es kann bier= Aus dem Reiche. Ei» gemeinsames Manifest der Kommunisten Deutschlands und Frankreichs. Berlin, 28. Ian. (Priv.-Tel.) Die Rote Fahne" veröffentlicht ein gemein- ameS Manifest der Eommunifti» chen Partei Frankreichs und . Deutschlands an die Männer und Frauen des „schaffenden Volles", in dem es heißt: Wiederaufbau und Wirtschaft auf kapitalistischer Grundlage oder auf sozialistisch-kommunistischer, das ist die große weltgeschichtliche Frage, um die eS jetzt geht. In dem begonnenen Entscheidungskampfe müssen die Ausgebeuteten und Enterbten in Frankreich und Deutschland zusammenstehen in brüderlicher Solidarität untereinander, mit dem heldenmütigen Proletariat Sowjetrußlands, mit dem Doll der Arbeit aller Länder. Zum Schluß fordert das gemeinsame Manifest die Männer und Frauen des schaffenden Volkes auf, für eine Reihe von Forderungen zu kämpfen, die im einzelnen aufgeführt werden. Stau Zieh f. Berlin, 27. Ian. (WTB.) Die Reichs- kagsabgevrdnete Frau Zietz (ASP.), die gestern im Reichstag einen Ohnmachtsanfall erlitt, ist heute gestorben. Nachfolger der verstorbenen Abgeordneten Frau Zietz tm Reichstag wird nach der Wahlliste der Anabhängigen, Postferretär Wilhelm Hoffmann. •• Deutsche Schrist auf Amts- regeln. Vor Jahresfrist erließ die hessische Regierung ein Ausschreiben über die Herstellung von Stempeln und Siegeln, in dem besonders die Vorschrift der deutschen Schrst auffiel. Durch Rudolf Koch (Offenbach) ließ dann die Regierung eine deutsche Umschrift im Staatswappen enttoer- en. Jetzt wird bekannt daß das österreichische Bundesministerium in Darmstadt angefragt hat, welche Erfahrung man in Hessen mit 6er deutschen Schrift bei den Eisenbahnen gemacht hat. *' Die Gültigkeit der Fahrkarten. Zur Einführung der neuen Tarife auf der. deutschen Reichseisenbahnen wird für die Zeit vorn 29. bis 31. Januar die Gültigkeit der Fahrkarten des Fernverkehrs vorübergehend beschränkt. Die Reise muß mit den in dieser Zeit gelösten Fahrkarten des Fernverkehrs am Tage der Lösung angetteten werden, wobei noch zugelassen worden ist, daß mit den am 29. und am 30. Januar gelösten Fahrkarten die Reise noch am 31. Januar angetreten werden kann. " Zinsen für den einmaligen Fernsprechbeitrag. Das hiesige Telegraphenamt bittet uns zur Behebung von Zweifeln mitzuteilen, daß die Zinsen für den einmaligen Fernsprechbeittag nur einmal jährlich, und zwar in der letzten Hälfte des Monats März gezahlt werden. ra. Der milde Winter vor 100 Jahren. Wie in alten Aufzeichnungen zu lesen ist, war der Winter 1822 für ganz Europa besonders mild. Er umfaßte eigentlich nur einen Monat und einige Tage; denn der Schnee, der liegen blieb, fiel am Weihnachts- tag und war bis Februar schon wieder ver- chwunden. — Roch idyllischer muß eS vor 20C Jahren gewesen sein. AuS dem Jahre 1622 vermelden die Chroniken: „Der Monat Januar war so warm, daß man selbst im Norden Deutschlands die Oefen nicht heizte, und daß im Monat Februar alle Bäume in Blüte landen. △ Der Mieterve rein hielt gestern abend tm großen Saale des Katholischen Vereinshauses seine Hauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Postbeamter Weißbäcker, erstattete den Jahresbericht: Während der Verein an der Bahnhofstraße einen Rasen- und Schmuckplay zu schassen. Es wäre damals recht wohl möglich gewesen, mit geringen Kosten eine gärtnerische Anlage an dieser G'elle zu schaffen, die der Stadt zur Zierde gereicht hätte. Der Einwand, das Gelände habe immer zur Errichtung von Rotbauten für etwaige militärische Zwecke bereitgehalten werden müssen, ist nicht stichhaltig, weil man natürlich Darackenbaulen ejenfo gut, vielleicht noch besser, auf geebneten Rasenflächen errichten kann wie aus dem Platze, wie er bis jetzt liegen blieb. Die Anregung blieb leider unbeachtet. Jetzt ist nun von privater Seite der Plan zur Ausgestallung des Geländes am Bahnhof aufgegriffen worden, allerdings in anderem Sinne. 3n der letzten Stadtverordnetenslhung wurde ein Antrag auf Genehmigung zur Errichtung ein-er Reihe von Verkaufs- laben an der Bahnhofstraße, Ecke Bahnhofs- platz, genehmigt. Die Eisenbahndirektion hat den Platz, auf dem die ehemalige Kriegsküche steht, und den hieran anschließenden Geländestreifen au diesem Zweck zur Verfügung gestellt. Heber die geplanten Ladenbauten erfahren wir folgendes: Es ist beabsichtigt, am Bahnhof eine archi- tellonich vollkommene Laden kolonn ade zu erbauen. Die Ötafetmauer, die jetzt den Platz ab» schließt, soll niedergelegt und die Ladenfront um 2'/z Meter zurückverlegt werden, wodurch der Bürgersteig eine wesentliche Verbreiterung erfährt. Die Ausführung der Verkaufsstätten ist in massiver Bauart gedacht. Da sie aber nur für eine beschränkte Zeitdauer errichtet werden sollen, ist die Architektur einfach und schlicht gewählt worden, wird jedoch nach den uns vorliegenden Plänen in gefälliger und sauberer Ausführung zur Verschönerung der Bahnhofstraße beitragen. Wir sind der äleberzeugung, daß der vorstehend geschilderte ~ Plan eine durchaus begrüßenswerte Ausgestaltung unseres Stadtbildes verbürgt. Darüber hinaus aber ergeben sich aus ihm auch mancherlei wirtschaftliche Vorteile Bei dem augenblicklichen Mangel an Laden lokalen wird die Errichtung von neuen Verkauf s- ftätien, die zunächst auf 10 Jahre verpachtet werden sollen, manchem hiesigen Geschäftsmann Gelegenheit zur Errichtung eines neuen Unternehmens oder auch einer Filiale gegeben. Für den Reisenden — und das fällt angesichts der Wichtigkeit unseres Bahnhofes als Verkehrsknotenpunkt ebenfalls ausschlaggebend ins Gewicht - werden die neuen Gäben Gelegenheit bieten, sich für bie Reise mit noch so manchem zu versehen, das er in ber Eile sich zu besorgen vergessen hatte und das er bei ber weiten Entfernung der einschlägigen Geschäfte in Gießen bisher anderwärts einkaufen mußte. Sowohl in städtebaulicher wie wirtschaftlicher Hinsicht ist also der Bauplan, den der hiesige Architekt Schuhmacher angefertigt hat, zu begrüßen. Zu wünschen ist, daß die Unternehmer nur erstklassige Geschäfte in ihre Kolonnade auf- nehmen, damit das Unternehmen auch äußerlich einen gediegenen, vornehmen Eindruck macht. —r. NUN der stets empfindlicher werdenden Teuerung zum Opfer fallen. Mit dem 1. April übernimmt daher die Hessische Landwirtschaftskammer die Vertretung der Interessen des Landesvereins und sorgt in einer neuen Monatsschrift für Aufklärung in den einschlägigen Obst- und Gartenbausragen. Da außer den Kosten hierfür nvch Beiträge für Provinzial- und Kreisverein zu leisten sind, bleibt den einzelnen Vereinen nichts übrig, als ihre Mitgliederbeittäge entsprechend zu erhöhen. •• Das Fest der silbernen Hochzeit feiert am Montag das Ehepaar Schuhmacher Karl A r h e l g e r und Frau Lina geb. Stein, Ltndengaffe 14. «ornoti^en. — Lageskalender für Samstag: Neue Aula, 8 Ahr: Vorttag Liman von Sanders über „Deutschland und England in der Türkei. — Lageskalender für Sonntag: Stadttheater, 3 Ahr: „Die fünf Frankfurter"; 61/? Ußr:, ,Schlvarzwaldmädel". — Neue Aula, 5 Ahr: 7. Konzert des Gießener Konzertver- Vereins. — Hotel Einhom, 7V3: Wohltätig- keitskonzert des Wartburgvereins. — Physiologisches Institut, 5 Uhr: Vortrag der Volkshochschule: „Verdauung und Ernäh- rung“. — Aus dem Stadttheaterbureau. Bei Lösung von Gutscheinen sind in Zukunft 1 Mk., 1.50 Mk. unb 2 Mk. zu entrichten, je nach der Plahkategorie. Da bei Operetten-Vor- ftellungen in der Woche wesentlich^ erhöhte Tagespreise erhoben werden, so ist Eünfttg bei Benutzung eines Gutscheines in einer Operetten- Vorstellung ein Zuschlag, je nach der Plahgattung, von 3 Mk., 2 Mk. unb 1 Mk. zu zahlen — Oberhessischer Kun st verein. Die seit 14 Tagen ausgestellten Werke der Sturm-Künstler haben ttotz der vielen Gegner dieser Kunst immer noch eine gute Zugkraft. Diese Ausstellung, die bis zum nächsten Sonntag verbleibt, ist Sonntag, Montag, Mittwoch und Freitag von 11 bis 1 Ahr geöffnet. — Die nächste Ausstellung bringt Werke Yes Süddeutschen Illusttatoren-Dun- deS, dem meist bekannte Münchener Künstler angehören, die eine Ausstellung für Gießen in München neu zusammenstellen. — Anmel- Ackerbauminister provisorisch die Leitung deS Ministeriums des Aeußeren übernimmt. Schober nahm die Wiederbetrauung an. Wien, 27. Jan. (WTB.) Der Nationalrat wählte heute mit 80 gegen 72 Stimmen die neue R e g t e r u n g S ch o b e r in der gemeldeten Zusammensetzung wieder. Mit den Ehristlich-Sozialen stimmten die Dertteter der Deutschen Bauernpartei für die neue Regierung. dagegen stimmten die Sozialdemokraten und die Grvßdeutschen. Wien, 27. Ian. (WTB.) Der Bundesrat beschloß nach Ablehnung des großdeutschen RückverweisungSanttags mit 21 gegen 2Stimmen, dem Prager Abkommen zuzustimmen. Frankreich und Oesterreich. Paris, 27. Jan. (WTB.) Gelegentlich eines Empfanges des österreichischen Gesandten beim Präsidenten der Republik betonte M i l l e r a n d, er habe volles Verständnis für die Lage Oesterreichs und die Bemühungen der österreichischen Regierung um Ordnung in den inneren Verhältnissen. Der Präsident erkannte die Mnauf- schiebbarkeit der Dringlichkeit der Hilfeleistung an, die nicht nur zur Sicherung Mitteleuropas, sondern auch im eigenen Interesse Frankreichs geboten sei. Der Präsident sagte, er warte die Schritte Oesterreichs nicht ab, sondern beschleunige die Regierungsaktion aus eigenem Anttiebe. Frankreich halte sich die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Frage vollkommen vor Augen. Wie verlautet, beabsichtigt Bie ftanzösische Regierung, schnellstens einzugreifen. Lärmszcnen im tschechischen Landtag. Prag, 27. Ian. (WB) 3m Tlbgeorb- netenhause fanden heute wüste Larmszenen statt. Anlaß hierzu gab die Konfiskation der in einem kvmmunistischen Organ abgebrudten Rede eines kommunistischen Abgeordneten, in bei dieser die Soldaten zur Gehor- samsverweigelurg ausfvrde te Tie Kommunisten begannen ein eine halbe Stunde dauerndes P a l t- deckelkonzert, so faß die Redner nicht verstanden wurden. Schließlich fangen die Kommunisten die .Internationale" und verließen den Saal. Die deutschen Sozialdemokraten schlossen sich dem Protest an und setzten das Pulldeckelkonzert fort. Es gab einen heftigen Wortwechsel zwischen den Deutschen' und den Tschechen, der sich noch steigere, als sich em übler Geruch bemerkbar machte, nachdem gegen den Präsidenten ei e Stinkbombe geworfen worden war. Die Situation drohte in ei re Schlägerei zwischen den Deut chen und den Tschechen auszuarten. Dies wurde aber durch das Eingreifen zweier deutschen Abgeordneten verhindert Sie Sitzung wurde schließlich auf eine halbe Stunde unterbrochen, im sestzustellen, wer bie Stinkbombe geworfen hatte. -verwandten untergebracht, und 1470 suchen andere Wohnungen. Die Aussichten im Bauen sind auch trübe. Gegenwärtig sind in der Bleichstraße für 48 Familien Wohnungen im Bau begriffen. Die Stadt baut zu langsam. In Darmstadt und Offenbach wird prozentual mehr gebaut als in Gießen. Der Verein will das Bauen fördern: es hat sich deshalb eine Wohnungsgenossenschaft gebildet. Die Urteile des Mieteinigungsamtes haben mitunter bie Mieter lebhaft erregt. Jetzt gehören, i ihm 5 Mitglieder des Mielervereins an. Gegen die Freigaoe der gewerblichen Miettäume und Ladengeschä,te hat der Mieterverein Stellung genommen. Die Ladenbesitzer sollten sich deshalb dem Mieterverein anschließen. Wir wollen die Lasten der Hausbesitzer tragen helfen, aber wir wehren uns, die Lasten einseitig zu tragen. — Der Kassenbericht zeigte ein günstiges Bild. Die Gesamteinnahmen betrugen 8845 Mk., die Ausgaben 73'3 Mk., der üleberschuß ergab 1502 Mk. Stadtv. Mann verglich die Wohnungsnot in Gießen mit der in anderen Städten, seine Der- [Vermli Mbl. 3iö 2DkNkn au OtOlß 8; I Miefgt fiflrelnaditfl lote Same r zwei 3 mit Rotiflcle otübiiüt! u. gesucht s um. 8dk an IM «i8fiL per Ii finbetloien baufe nel. Aus Hessen. Die Landwirischaftskammer, Darmstadt, 27. Ian (Wolff.) Der Bor» ipenbe der Landwirischaftskammer für Hessen hat in der Angelegenheit der schweizerischen Millionenschuld, wegen der er in der Presse und in Versammlungen angegriffen worden ist, bei der Regierung eine Untersuchung durch einen geeigneten, juristisch erfahrenen höheren Beamten beantragt, um eine definitive Aufklärung des Sachbestandes herbeizusühren. bungen als Mitglied des Oberhess. Kunstver- eins für 1922 werden noch vom Vorstand entgegengenommen, auch liegt eine Liste zirm 16 Mitglied« Ette. ftV, im De-einSj-thr' IM ®in?ci$"in‘m AE-llungssaale offen. Mit. die Sahl auf 1133 und brate zählt er 1500 e,c des Kunstvereins haben mit ihren An. slieber, fo dah eine Zunahme von fast 400 Mit-1 gehörigen freien Zutritt zu den wechselnden gliedern zu verzeichnen ist. DaS ist ein günstiges j Ausstellungen und nehmen auch noch tell an i nadymtttng 500 ©tubterenbe tn ben ©treff etngetreten unb haben ihre Farben abgelegt. Die Singänge zu ber Anstalt werden von Streikposten bewacht. Heule nachmittag veranstalteten die Studierenden einen Demonstra- ttonSzug durch die Stadt. 3n dem Zuge mürben zahlreiche Schilder mit der Aufschrift: ^Fachleute ins Kuratorium!" mitgeführt. Wie der Studentenausschuß mitteilt, sind seine jahrelangen Bemühungen um Behebung verschiedener Mißstände erfolglos geblieben. Die Studierenden drohen nunmehr, wenn jetzt der Streik keine Abhilfe bringt, mit der Abwanderung aus Friedberg. Sie haben sich bereits mit drei Aachbarstädten wegen Aufnahme des Technikums tn Verbindung gesetzt. Turnen, Sport und SptcT. — Deutsche Winterkampfsviele. DaS Eislaufprvgramm der Wtnterkcunpsspielwochr in Garmisch-Partenkirchen wurde am Mittwoch zu Ende gebracht. Den Hauptanziehungspunkt bildeten Die Eishockey spiele, die eine nochmalige Begegnung aller an der deutschen Meisterschaft beteiligten Dereine brachten Der Berliner Lchlittschuh-Elub nahm an dem M. T V München Revanä-e und schlug diesen mit 3.0 (0:0). Der Sportklub Eharlottenburg hatte vorl)er den Münchener T. u. H E. mit 10 0 geschlagen, unterlag dann aber gegen den M. T. D. München mit 0:4 (0: 2). Die österreichische Berlandsmannschaft siegte über den Münchener T H v.mncsg«n.: Pfr. 2lusfeld. 2ldds. 5: Pfr. Bech:Heimer. : Bereinigung d. eonfirm. Mädchen d Iohcorneegcm Wieseck 29. Jan. Dorrn. 93/4: Gottesdienst 11: Kinderkirch« — Donnerstag, 2. F< br., abds. 8 älhr: Iugendadend (männl Ad.eilung). €onntag, 29. Ian., vvrm 10: Kirchberg. — Rachm. 1 y8: Mainzlar. Katholische Gemeinde. ScrmStag, 28, Jan., nachrn. 5 u. abds. 8 ^Ihr: Delegenh. z. ht. Beichte. — Sonntag, 29. Jan. 4. Sonntag n. Epiphanie. Dorrn 6'/» Delegenh. z hl Beichte. 7: Hl Messe. 8: Austeilung d hl ZDmmunwn, 9: Hochamt m. Pr. 11 Hl. Meise m Pr. ^kachrn. 3: Christenlehre: darauf Andacht 4: Jünglings-Kongregation — Dienstag, ooim 7 Übt, ist ein 6eelena 1 traut, die Kundschaft in I blciiger Gegend genau kennen und an selbständiges Arbeiten qemödnt sind. Gute Bezahlnna u. bei zufriedenstellend. Leistung Gewinnanteil. Ausführliche schrilttiche Angebote unt. 908 an den Gteuener Anzeiger erbet. M Zabnk der Eisenbranche zur Unterstützung deS Magazinverwalters WkWIMel SflOiOlöM lgelerntcrEiienhändler) zum baldigen Eintritt gesucht. Schrift!. 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Sauer, Wiesbaden, Göbenstrahe 16, Tel. 5971. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden, die liebevolle Pflege unserer hiesigen Krankenpflegerin und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Sattler am Grabe sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Jobs. Erb und Angehörige. MM.WUtzM sehr scharf auf Ungeziefer, zu verkaufen [01029 (Srosten-Linden, Ludwigstrahe 8. Die Beerdigung findet am Montag, 30. Januar, nachmittag 2 Uhr statt Wir eröffnen am Bonnerslog, 0.2. IM. oöenös 8 M in unserem Bereinslokal »Bum Schivkovast" lrbal'nhosstrane 7) einen A«Mger !l kettlilik für Domen nnö ßeiren. DaS Unterrichtsgeld beträgt 60 Mk. ausschließlich LehrrnilteL Anmeldungen an unfern 1. Vorsitz. Herrn Stadt- obersekre är Karl Reitz, Nord-Anlage 19, oder zu Beginn des Unterrichts Aothenaul Do deutschnLi^a. Oluf den S. folgen. Wy ^tretet wr Onteceile dara Haushalts zu Schaden durch Mafien. Sie? los burtfcflM und die Teck tcerben, daintt sitzenden tonne; ist die statist'sa nötig. Tuch ) anleihen zad.e Reichstag ö0Mk.>'rU.3tr.S»p. Ein Paar gut erhaltene Schaftstiefel Gröhe 46, zu verkauf. 01081 Wilbelmstraste 5IL | Verkäufe | Deutscher Zchäserhund reinrassig, la Stammbaum, zu verkaufen. Tchriftl. Angebote unt. 952 an den Giest. Anz. Gebild. Dame Mitte 30, evangelisch, auS aut. Familie, angenehme Erscheinung, vertnögend, häuslich n. gesund,wünscht Briefwechsel zwecks später. Heirat mit Herrn (auch Witwer) in sicherer Lebensstellung, gute Charakterbtldg. Bedingung. Zuschriften mit Bild unt.01027 an die Ge- schäftösi. d. Giest. Anz. erb. Neigungsehe. Geb. iniell. Landwirts- tochter, 21 I. alt, schöne statll. Erschein., heit. 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Rüben und Rüben und Toffeln. Bei dem Herrn Feldmarschall auf den Gütern gibt'« gewiß noch Fettlebe, denk' ich. Man gönnt'« ihnen Tie gnädige Frau sind ja manches Mal sauertöplllch Aber die gnädigen Fräulein haben immer freund' licke Worte und liebes Lächeln auch für unsereins." Wie lang denn wohl die Herrschaften fortbleiben würden? ^Tie Leute reden, die Demoisellen wären auf der Freite" Der Weister zieht die Ach el hoch und zieht dem Kunden die alten Stiefeletten wieder an. .Weiter weiß ich nichts, Herr Ti- contte. Aber die neuen Stiefel will ich schnellstens liefern. Wohin daN ich sie schicken 7" Mit leisem Erröten hat der Dicomte ein kleines billiges Dorstadtgastbaus genannt, draußen nach Schöneberg zu. wo sich die Füchse gute Rächt sagen. .Oh." macht der Alte bedauernd. .Run, ich schick' sie recht bald. Lind wegen der Strümpfe und was der Herr sonstens brauchen, so empfehle ich den gnädigen Herrn an meinen Echvxrger Tutcuque, nicht weit von hier, in der Drake» gasse 3|r ein solider Mann . . .“ Run war der Dicomte Montauban wieder draußen im blendenden TageSiicht. Er sah auf die alten Stiefel Herab. Sie waren wirtlich in einer jamm eiwollen Derfassu ig. Wahrhaftig, der Weg von der Wolga diS Bersin war toat gewesen und schwer. Staat war mit den Dingen nicht mehr zu machen. Aber das schadet nicht«. Es gab letzt neue. Tanl Monsieur Lacroix. (Fvryeyung folgt) Geschäftliche». Die Begleiterscheinungen oer Grippe sind außerordentlich vielfältig. Zur Stärkung der Köcperkcäfte und zur Lieberwindung de'' Reben- und Rachkrankheiten ist dec elekrcv- galvanische Schwachstrom des Wohlrnuth-Appa- rales Marke .Gewecv" ein bewährtes Mittel. Tas Auge schweifte wieder über die Häuserreihe auf der andern Seite, blieb auf einem Lärchen haften. Lieber der Tür stand auf seinem Schilde nichts alS .Charles Lacroix" in goldenen Buchstaben. , SyA der Fremde einen Pfiff getan, fröhlich fast, und schnell die Straße überquert, die Laden- tür ausgestoßen, Daß die Schelle laut anschlug. „Bonjour, eher compatriote!“ hat er 8*sagt Dämmerig war es im Lärchen trotz des Hellen Tageslichts draußen. Aus der Dämmerung aber leuchtete die Schusterkugel, und vor ihr saß in Hemdsärmeln und blauer Schürze ein alter Mann, hämmerte unbarmherzig auf einer Stieselsohle und grölte, ohne sich umzuwenden, nach rückwärts. .Hat sich was mit den Compatriotenl Ich vm ein Preuße, will ein Preutze sein, Gey er zum Teufel I“ .Aber, Monsieur Lacroix — Ach was! Erst hat man willig die Bor-e gezogen Liber jetzt kommen sie zu Dutzende^, zu Hunderten und betteln. Wo soll das hm f Er tat ein paar besonders kräftige Schläge. .LInS Emigranten hat die Droste Armee auch nicht geschont, als sie nach Rustland zog. Ru sollen wir helfen ... 3« - - - und haben selber schwere Rot, uns durchsuschlagen. Geh Ec nur — gch Erl Das Hemd ist einem naher als der Rock! Aber, Monsieur Lacroix, kennen Sie mich denn" nicht' mehr7 Hoben mir doch manch Paar eleganter Stiefeletten gefertigt" Aus Stadt und Land. G i e st e n, den 23. Han. 1922. Wo wohnt Frau Holle? Aus Cassel wird unS geschrieben: Es gibt in diesem Winter bei aller Launenhaftigkeit wenigstens Schnee und allen Wintersportlern schlägt das Herz höher. Wenn nun die weihen Flocken durch die Lüfte segeln, dann jauch' I zen die Kinder: .Frau Holle schüttelt die Betten!" Frau Holle . . .7 Uralter Zauber wird bei diesem Ramen lebendig. Wir denken an den alten Kinder verS: denn noch bitten.“ »Verächtlich? O nein. Herr Vicomte. Mag ja gewih ein groher Mann sein. Uns hat er nur Unglück gebracht. Die langen Kriege und jetzt nach dem Frieden, die Teuerung, die Teuerung! Es ist schwer, sehr schwer ist es. Aber wenn ich dem Herrn Dicomte vielleicht mit einem kleinen Darlehen dienen dürfte, so mit hundert Talerchens Kurant etwa, steh ich doch gern zu Diensten. Wird mir sogar eine besondere Ehre sein. Der Herr Dicomte sind mir sicher wie Gold Er schwatzte, der Alte, und milchte nach Emigrantenart das halb vergessene Französisch mit deutschen Sätzen und Brocken. Ee schwatzte wie eine Elster, während er Mast nahm, und mit Mühe brachte dec Dicomte das einseitige Gespräch endlich aus den Gegenstand, der ihn eigentlich in das Lädckxen geführt hatte — obwohl auch die neuen Stiefeletten bitter rot taten „3a . . . Madame de Giese! Und hübsche Töchter, schöne Mädchen, eine immer hübscher als die andere! Das findet, sagt man, auch der Herr Feldmarschall, Du-chlaucht Blücher —" »Laht den aus dem Spiel!" »Wie der Herr Dicomte befehlen. Obwohl es nicht so recht geht Rämlich, nachdem die Aelteste, Demviselle Luise, nach Wien zum Kon- grest gereift, sind der Fürst von Wahlstatt eineS schönen TageS vorgefah en gekommen, mit einer groben Karosse, und haben die gnädige Frau und die übrigen Töchter mit sich aufs Land genommen. Mag die Herrschaften bast erfreu: habem Denn da oben ist. mit Permission zu sagen, meist Hetzt ist der Alte hochgefahren, hat sich umgedreht, steht starr: „Mon dieu. der Herr Dicomte! Wo kommen der Herr denn her?" »Sie sagten eS ja selbst, mein Lieber. AaS Rustland. Genauer von der Wolga. Ist ein ziemlich weiter Weg, und auf ihm reiben die Sohlen mächtig." Eifrig hat der Meister einen Stuhl heran« geschoben. „Belieben der Herr Dicomte nur Platz zu nehmen. Das wollen wir gleich besorgen. Danz hohe Stiefeletten sind neueste Mode zu dienen. Er hat schon das Meßband zur Hand. Aber die Dicomte Montauban legt ihm die Rechte auf die Schulter. »Bedenken Sie, mein Lieber, ich hab' fast gar kein Geld. Ich hab gehofft, hier au* der Post Wechsel t»n meinem Intendanten vorzufinden. Es ist nichts ange* kommen, nichtSI" »Herr Dicomte dürfen mich nicht verletzen Unbeschränkten Kredtt haben der Herr Dicomte bei mir. Solch alter Kunde. 3ft mir eine besondere Ehre." Und er kniete nieder, knöpfte die verschlissenen Schube auf, betrachtete schier andächttg und kopfschüttelnd die Dohlen und die schiefgetretenen Absätze, sieht verächtlich aus die zerschlissenen Strümpfe, aus denen die Zehen hervorgucken. Man sieht's, Herr Dicomte. ein weiter, schwerer Ja . . . warum mutzte der Rapoleon auch nach Moskau marschieren ? Ha . . . und dann ist ihm hier unser Marschall Dorwärts, dec alte Blücher — auch mein Kunde — aufs Dach gediegen . . Abg. Plettner (Klomm.) eingegangen. Abg. Hergt (Tntl): Wir betrachten durch die von mir verlesene Erklärung die Frage des Deittrauens- oder Misttrauensvotums für endgültig erledigt. Den von kommunistischer Seite gestellten Antrag lehnen wir ab. Das Misstrauensvotum wird gegen die Stimmen der beiden kommunistischen Parteien ab- gelehnt, wobei sich die Unabhängigen dec Stimme enthalten und die Deutschnatwnalen den Saal verlassen. Morgen, SamStag mittag 12 Uhr: Fortsetzung der Beratung über die Wagenmangel-Interpella- tion und kleinere Dorlagen. Schluß nach 8 Uhr. ■ . 1 Berlin, 27. Han. (WTB.) Dr. Petersen (Deutsch-Dern.) und Genossen haben im Reichstag folgenden Antrag eingebracht: 1. die Reichsregierung zu ersuchen, dem Reichstag alSbald den Entwurf eines Gesetzes voi^ulegen, nach welchem allein der 11. August zum Rationalfeiertag des deutschenDob kes erklärt wird, 2. wird festgestellt, daß der gesetzliche Schuh des Artikels 139 der Reichsverfassung allen Feiertagen zu werden hat. die zur Zeit des Erlasses der Reichsvcrsassung als staatlich anerkannte Feiertage zu gelten hatten. Steuern, vor allem aber die Zwangsanleihe, bedeuten eine schwere Last für die brutsche Wirtschaft. Wir haben in den seitherigen Verhandlungen mit aller Klarheit und Schärfe erklärt, daß wir diesem ganzen Kompromiß nur zustimmen können, wenn wir die Gewähr dafür haben, bah die Ertragnisse der zu beschließenden Mastnahmen sorgfältig verwaltet und eine Sanierung der Wirtschaft im Reiche erfolgen werde. Wir haben deshalb unfe.e Zustimmung an die Bedingung geknüpft. daß uns persönliche und sachliche Gewähr für die richtige Verwendung der Reichseinnahmen gegeben wird. Ich darf annehmen. dah sich die Reichsregierung ihrer vollen Derantwortung be- wubt ist, wenn wir uns en schlossen haben, dieses letzte Opfer — denn ein letztes muh es sein — nicht abzulehnen, so haben wir uns davon leiten lassen, daß wir unS eine Dolkspartei nennen. (Beifall.) Deutscher Neichstaq. 161. Sitzung, nachmitiags 1 Uhr. Berlin, 27. Januar 1922. Präsident Löbe widmet der verstorbenen Abgeordneten Frau Zieh (UEP.) einen warm empfundenen Rach ruf, den die Antvesenden stehend anhören. Sodann wird die Aussprache über die Regierungserklärung fortgesetzt. Abg. Müller- Franken (®.) polemisiert gegen den Gra en Westarp, dessen Derhalten zu den anerkennenden Worten des Reichslanzlers über die Tätigkeit des Papstes und über seine Bezugnahme auf das Wort .. Friede auf Erden" beweise, dah ihm wahres Christentum fernliege. Sonst hätte er wohl schon über die Kriegspolitik seiner Freunde endlich nachgedacht, durch die Mil- lionen von Arbeitern Geben und Gesundheit ein- aebüht haben. Unsere Politik seit Mai vorigen Jahres war ein Erfolg, der, wenn auch nicht überschätzt, so doch auch nicht unterschätzt werden kann. Es ist eine bessere Atmosphäre für Europa geschaffen worden, namentlich durch die Tätigkett Rathenaus. Daraus ändert auch dos Gekeife des deutschna i: na.en RadauantisemitiSmus nichts. Auf den 9. Rovember wird lein 18. Oanuar folgern, höchstens ein neuer 9. Rovember. Die Dectreter dec breiten Massen haben das grösste Interesse daran, die Regelung unseres inneren Haushalts zu fordern, denn niemand hat mehr Schaden durch die Geldentwertung als die breiten Massen. Die Veranlagung für 1920/21 muh selbstlos ducchgeführt, die Umsatzsteuer gründlich ersaht und die Derkehcsanstalten in Ordnung gebracht werden, bamit das Defizit verschwindet. Die Besitzenden können und müssen Opfer bringen. Dazu ist die statistische Erfassung der Auslandguthaven nötig. Auch die .Landwirtschaft kann Zwangs- anleihen zahlen. Hätte der Reichskanzler den Reichstag aufgelöst hätten Ardei er, Angestellte und Beamte einen anderen Reichstag gewählt, der ein gerechteres Kornprornih gemacht hätte. Aber wir haben erreicht, was in diesem Reichstag zu erreichen war. Frankreich versteht es, England zu suggerieren, dah Frankreich dauernd mit einem Angriff Deutschlands zu rechnen hat. Deshalb muh jedes Gerede über Revanche und 3rrebenta vermieden werden. Rachdem der Redner noch die Frage der Kriegsverbrechen gestreift und betont hat, dah bei einem Gerichtsverfahren jetzt nach 7 Jahren nicht Justiz, sondern Rache die Urteile diktieren würde, fordert er von der Konferenz in Genua die allseitige noch mehr Sommerfrischler und Wanderer anziehen werde als bisher. Beigeordneter Kübel übernahm das elektrische StationShaus. Dann bewegte sich der stattliche Festzug, in dem auch der Krieger- und Gesangverein marschierten, zur Feier in den »Hessischen Hof". Deiaevcdneter Kübel begrüßte die Gäste namens der Stadt und der Rachbarorte. Prvvinzialdireakwr Dr. U s i n g e r kam auf die hohe Bedeutung zu sprechen. welche die Elektrizität für den DogelSberg hat, und schilderte Plan und Ausführung der Lichtversorgung OberhessenS, die vor 11 Zähren in Angriff genommen, aber durch den Ärieg verzögert wurde. Dem DogelSberg galt sein Hoch Kreisrat von Werner hofft, dah innerhalb eines Jahres auch das letzte Dorf deS DogelS- becges seine elektrische Beleuchtung und Kraft haben werde. Starkenburg und Rheinhessen. S.z. Aus demrheinhefsischenWein- baugebiet, 26. Han. 3m Wein ges chäf t, das in letzter Zeit etwas ruhiger war, seht jetzt wieder eine starke-Rachsrage, besonders nach 1921er ein. Der neue Wein ist zum größten Teil durchgegohren und die ersten Abstiche fanden zumeist schon statt. Für kleinere Mengen guter Lagen, wie Oppenheimer und Riersteiner wurden pco Stück 60 000 bis 85 C00 OKI. bezahlt. In weniger bevorzugten rheinhcssischen Orten wurde für 1921er bezahlt in Bodenheim 38 000 bis 42 000, Mommenheim 35 000 bis 38 000, Sprendlingen 23 000 bis 26 000, ÖL Johann 24 000, Gensingen 30 000, Biebelsheim 27 000 Dolxheim 23 500, Wörrstadt 25 500, Spiesheim 25 500, Sulzheim 25 000. Sehr gesucht sind auch zur Zeit die Rotweine, die 18000 biS 20 000 Mk. das Stück erzielen. Hessen-Nassau. • Kassel, 26. Ian. Hier hat sich ein Kon- sortium gebildet, das bezweckt, auf dem Platze der ehemaligen Garde-du-Korps-Kaerne einen Wolkenkratzer zu errichten. Es soll, um der Wohnungsnot zu steuern, ein Turmbau entstehen, der die Bureaus aufzunehmen haL Die Baukosten sind mit 50 Millionen Mark veranschlagt Mehrere Großindustrielle haben bereits ihr Interesse festgelegt. Die Stadt Kassel, der BezirkSverband für den Regierungsbezirk Kassel und verschiedene Korporationen des Handels und des Handwerks bewilligten Beiträge zu den Entwürfen. Tater des Gedankens ist der bekannte Wohnungspraktiker Professor Sautter von hier. Das Unternehmen ist, wie verlautet, gesichert. - Die ehemaligen Offiziere des Beurlaubten st andes (auch die ehem. aktiven mit weniger als 10jähriger Dienstzeit), denen nach Of.--Pens.-Ges. 06 eine Pension nicht bewilligt wurde, weil sie noch garnisondienstfähig waren, müssen bis 31. März 1922 erneut Antrag nach ReichS-Vers.-Gef. 20 auf Versorgung stellen, wenn sie glauben, dah ihre Erwerbsfähigkeit auf Grund einer Dienst- oder Kriegs dienstbeschädigung um mehr als 15 Prozent herabgemindert ist. Rur bei rechtzeitigem Anträge kann die Rente von dem frühest zulässigen Zeitpunkte, 1. April 1920 ab, bewilligt werden. Später können Anträge nur vorgelegt werden, wenn sich das auf D. B. beruhende Leiden erst nachträglich bemerkbar gemacht oder verschlimmert hat, oder andere gesetzlich zulässige Gründe für den verspätet eingereichten Antrag geltend gemacht werden. Auch in Fällen, in denen eine Rente nicht zuerkannt wird, weil die Erwerbsminderung unter 15 Prvz. ist, ist eS von Bedeutung, dah die Dienstbeschädigung von der Versorgungsbehörde anerkannt wird. Die Anerkennung der D.B. bildet nicht nur die Grundlage für eine etwaige Rente — auch bei späterer Verschlimmerung des Leidens — sondern auch für freie Heilbehandlung. Besonders erscheint eine rechtzeitige Prüfung der bei der Umanerkennung erteilten Bescheide nötig. Berufungsfrist: 1 Monat nach Zustellung. ** Der Fabrikneubau der Firma Georg Philipp Gail A.-G. (Rauch-, Kautabak- und Zigarrenfabriken) dahier, der im Januar 1920 in Angriff genommen wurde, ist soweit fertiggestellt, dah mit der Verlegung deS Betriebes in fein neues Heim in diesen Tagen begonnen werden konnte. Die mit einer einfachen, auf den Kreis der Mitarbeiter und der Familienangehörigen beschränkten Feier verbundene Schluhsteinlegung wird heute nachmittag 3 Uhr stattfinden. •• Der Uhrmacherverein Gießen und Umgegend feierte am vergangenen Abg. Dr. Petersen (Dem.): Wir sind bereit, die Regierung au schützen. Wenn Graf Westarp die Politik Der Regierung als unzutreffend hinstellt, so ist bi» bedauerlich, aber auch unwahr. Die Crllärung über die Zahlungsunfähigkeit Deutschlands muhte im richtigen Moment abgegeben werden. Das hat Dr. Rathenau in Lon- iton getan und die Kreditablehnung durch die Dank von England war der beste Beweis für die Unmöglichkeit der Ententeovlitik. Wir begrüßen den Zusammenschluß der Parteien als einen großen Fortschritt des Parteiwesens und als Stärkung des Derantwortlichkeitsgefühls für Volk und Vaterland. Der jetzt schon stark belastete Besitz wird auch diese Belastung vertragen. Der Redner schließt mit einer Warnung vor dem Streik der Beamten, Kvalitionsrecht sei nicht identisch mit Vertragsbruch. Die Demokraten wollten nicht d.e Diktatur des Proletariats, sondern des ganzen Volkes. (Beifall.) Abg. Leicht (Bahr. Dpt): Die französische Politik muhte bedenken dah es sich hier um wirt- chastliche Fragen handelt, nicht um Fragen des politischen Prestige. Sic würde viel weiter kommen, wenn Frankreich nicht so von Haß und Furcht gegenüber Deutschland erfüllt wäre. Da bei der Anleihe das mobile Kapital nicht so leicht faßbar ist wie das immobile, mühten Mahnahmen getroffen werden, die ins Ausland gebrachten oder dort versteckten Kapitalien zu erfassen. Abg. Dr. Levy (Komm Arbeitsgemeinschaft) bedauert, dah die Regierung den Fehler gemacht habe, nicht rechtzettig mit Rußland zusamrnen- zugehen. Abg. Köhnen (Komm.) wendet sich gegen die Geheimdiplomatie, die nun auch von der Sozialdemokratie befolgt werde. Die Regierung stehe vor der entscheidenden Wendung nach rechts. Demgegenüber müsse seine Partei ihr den schärfsten Kamps ansagen. Abg. Hergt (Dtschntl.) gibt eine Erklärung ab, in der es heißt: Die Regierung habe sich nun endlich unter Dem Druck Der Valuta und des Auslandes zur Erkenntnis der Llnerfüllbarkeit dec Verpflichtungen Durchgerungen, die von den Deutschnationalen von Qlnfana an vertreten worden sei. Auch jetzt versuche sie, das Unmögliche möglich zu machen. Die ®eutfd) nationalen seien zu Opfern bereit, setzen aber in der geplanten Form der Zwangsanleide die Gefahr einer Ece- kution am eigenen Volke. Wir mißbilligen Die politische Aktion der Regierung, die von Der Mehrheit gestützt wird, und lehnen jede Verantwortung ab. Inzwischen ist etn Mißtrauensantrag DeS Sonntag im Gasthof „Hindenburg- fein 30. Stiftungsfest. RachmittagS 3 Uhr fand die Januar-Hauptversammlung statt, an der etwa 100 Personen aus Oberhessen. Kurhesscn, Waldeck und dem Lahn-Dill-Bezirk teilnah- men. Rach Erledigung der Tagesordnung folgte Dann um 7,8 Uhr die offizielle Feier, beginnend mit einem gemeinsamen Abendessen, an das sich eine Abendunterhalkuna anschloß, wobei die Vereine aus näherer und weiterer Umgebung ihre Glückwünsche überbrachten. Die Festrede wurde vom Ehrenvorsitzenden Otto Schmidt, Gießen, gehalten. Die Mitglieder Gg. SpieS aus Gießen und Karl Mehring aus Schotten, die als Mitbegründer dem Verein ununterbrochen angehörten, wurden äu Ehrenmitgliedern ernannt; der Ehrenvorsitzende, der den Verein in mustergültiger Weise seit seinem Bestehen leitete, wurde durch Ueberreichung eines Pokals geehrt. Der Abend wurde weiterhin durch Musikstücke sowie durch humoristische und gesangliche Darbietungen der Söhne des DereinSmitglieder ausgefüllt. Kreis Lauterbach. A Herbstein, 25. Ian. Ein Abschluß» fest für Die Stromversorgung des östlichen DvgelSbergS fand hier statt, zu dem sich auch Provinzialdirektoc Dr. U s i n g e r und Direktor v. Stadler von der Lleberland- zentrale Wölfersheim cingefunden hatten. Auch die Vertreter deS Kreises Lauterbach und Der auS- fühcenden Firma Rhein-Elektra nahmen an Der Feier teil. Direktor v. Stadler begrüßte die Vollendung DeS Werkes alS einen neuen Zeitabschnitt f ür Den VogelSberg, Der jetzt Ausschreibung von Reuwahlen in Frankreich, England unD Deutschland, Damit sich Die Völler über ihre Haltung zum Frieden äußern können. Abg. Marx (Ztr): Wir stehen geschlossen hinter dem Programm des Reichskanzlers. Tie Vllkskreise mehren sich, die einse'-en, Dah Die konsequent durchgeführte Politik Wirths zur Zeit Die einzig mögliche ist, wenn Das Wohl von Voll und Vaterland gewährleistet werden soll. Aus der Rede des Grafen Westarp geht hervor, daß Die Teutschnationalen einsehen, daß die negative Politik nicht national und richtig ist. Auch weite Kreise Der Landwirtschaft sind bereit, Opfer auf sich zu nehmen. Alle Bedenken muffen zurück- treten vor dec Rot des Vaterlandes. Tas Wort Westarps, das Steuerkompromiß sei ein Skandal, wird nicht verstanden werden. Wenn er von einem selbstmörderischen Vorgehen der Kornprv- mihbarteien sprach, so weile ich Daß mit Entrüstung zurück. Wir hoffen von Der Politik Wirths, daß wir in absehbarer Zell wieder zum Aufstieg kommen. (Beifall.) Ak^. Tr. Breit scheid (L1SP.) weist Du seiner Partei gemachten Vorwürfe, im Solde Frankreichs zu stehen, mit Entrüstung z »rück Wäre Gras Westarp unser Zugführer inD Heisse cich sein Heizer, so toürDen wir nicht an Die südlichen Gestade von Genua gelangen. Dir □Regierung darf nach Genua nicht nur Vertreter des Kapitalismus entsenden, sondern auch ter Arbeiterschaft. Wir verkennen nicht, daß unter Poin- carö die Gefahr gestiegen ist. Den dauernden Frieden hintanzuhalten. Aber Poincare ist nicht Frankreich. Mit Der auswärtigen Polllik Der Regierung sinD wir einverstanden, nicht aber mit Der Finanzpolitik. Wir treiben stets eine Politik Der letzten Minute. Daher tragen Die Kompromisse immer den Stempel des Dilettantismus an sich. Wir lehnen das Steuerkompromiß ab, Da es finanzielle Erfüllung Der Reparationen nicht gewährleistet. Es bringt keine Sanierung Der Reichsfinanzen unD hat nicht den Stillstand der Rvtenpresfe im Gefolge. Abg Dr. Beck er-Hessen (D. Dpt.): In unserer Mitarbeit ist keine Wandlung unserer Anschauung Dem Kabinett Wir'.d gegenüber zu sehen. Das Steuerkompromiß ist lediglich ein Vergleich. Die Zwangsanleche ist schon früher von uns als das kleinere Liebel empfohlen worden. Die neuen Ringel, ringel, reihe. Wir sind der Kinder Dreie. Tanzen um den Holler busch. Machen alle husch. husch, husch. Frau Holle, die Holde, die Gate, liebte die Kinder. Sie war wie die ihr identische Hertha oder Freya die Göttin der Hausarbeit. Besonders bekannt geworden ist sie aber erneut durch das Märchen „Goldmarie und Pechmarie" Der Brüder Grimm, und die Quelle aus der die beiden Sprachforscher und Märchensammler schöpften, läßt auch die Heimat der Frau Holle erkennen. Die Grimmschen Märchen entstammen sämtlich dem Hessenlande um Kastel herum. Die meisten wußte noch eine Frau Viehmann von Fuhrleuten, die in der elterlichen Wirtschaft „Knallhütte" an der großen Heerstraße von Thüringen über Cassel nach Frankfurt einkehcten. In dem Märchen von der Frau Holle aber sind Die letzten Erinnerungen an die Gottheit erhalten, die unsere Vorfahren auf dem höchsten hessischen Berge, dem Meißner zwischen Eschwege und Cassel verehrten. Auf diesem gewaltigen Hochplateau gibt es noch einen Hollenteich und unweit davon eine Hollenhöhle, die ehedem Kultstätte war. Hier wie Dort brachte man Der Frau Holle Blumen und Früchte zum Opfer dar. Reuerdings ist Der Meißner als Wintersportgebiet in Aufnahme gekommen und alle Anzeichen sprechen Dafür, dah er über kurz oder lang mit den berühmtesten Wintersportplätzen in schürfen Wettbewerb treten wird. Seine landschaftliche Schönheit die Ruhe der Zugendburg „Ludwig- stein" und seine Beschaffenheit selbst sprechen für ihn. Hinzu tritt nun noch Der Rimvus, daß dieser „König der hessischen Berge ', Der früher Wifsener (Der Weihe) hieß, die Heimat Der Wintergöttin ist, Der guten bettenschüttelnben Frau Holle! »Sprechen Die nicht so verächtlich von meinem Knapphans Küchenchef ^grtoefen. Emp'rieur, Monsieur Lacroix! Darum muß ich Kurs Kurs Kurs Der 2P. 1. Schweizer Franke» teste Lnienmilchseife V. BeryniÄun & Co., Radebeel. Märkte. Ehristiania 70,72 129,10 Vertreter: Paul Heidlindemann, Dieben, Goethestrahe 31, Fernruf 665. 9786SS Werner Breuer Sofort lieferbar Rottweg W Möbel Fabrik. Köln-Rodenkirchen Gegr. 1800. Friedensware. BOWllOJ18MVIWIU f0 yg jC|] mgigg j geheuer angewachsenen Frachtkosten zu vermindern , . billig und «ui zu haben »•eben Firmen gesucht, die regelmäßig Versand nach LinddlgfclSSC 10 D Vaden und der Pfalz Daselbst werden laufend leere D^sen - - ZI y /----0** IlllllUCin, »•eben Firmen gesucht, die regelmäßig Versand nach "v W Oberschl. Eisenb.-B. 750, Oderschles. 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Wien........ Prag........ Paris....... London ....... Italien....... Brüssel....... Budapest...... Deuyork....... Agram........ Warschau....... 27.1. 77,50 88.- 109,- 71,10 413, — 334,- 297,- 272,50 478,- 407, - 819,50 2j0,- 281,- Geld Brief Geld Brief ®atum: t6. Ian. 27. ^an. Lmsterdam-Rotterd. 7367,69 7382 40 7360,1G7374 90 Brüffel'Antwerpen. 15'0,9 1574 0 1'68*0 1571 60 . 3 51,80 3158,20 3134,*35 314 \65 . 4020,'45 4029,05 4030,95 4033 05 • 6004,95 5015,05 5039 95 5050 05 - 377,60 378,40 382,60 383 40 . 8 9,iC 880,90 889,10 890 90 . 846,65 84°,35 85',60 854,4j . 19 ',55 199,95 201,29 201',71 - 1638,35 1341,65 1545,85 1649,15 . 100 . 1 . 100 . 100 . 100 . 100 . 100 . 100 ohne Sack 450—475, Futtermehl 500—600, ital. Luzerne 5000—7000, Provenc. Luzerne 950—965, ml. Rotklee 4000—4600, deutsche Linsen 1500—1700, weihe Dohnen 1000, Viktoria-Erbsen, geschält 1300—1400, Viktoria- Erbsen, ungeschält 1050—1100, Burma-Reis ll. 1400—1450, Haferflocken 1000, Graupen 1200 bis 1300, Wiesenheu, lose 350—380, Wiesenheu, gepreßt 400—420, Kleeheu, lose 410—420, Kleeheu, gebündelt 410—420, Haferstroh 150 bis 160, Roggenstroh 150. Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 26. 1. 77,50 88,- 105,- 71,25 40b. - 305,- 2 8,- 270,- 480,50 407 - 318 - 290,- 282. -» Ehe- und Familienbuch Bon Pro!. Dr Sommer, Geh. Med.-Rat in Gienen. Zum Einrraa von Ab- stammitnaS.. Aknen- und Sivoschaststafelnin.Merk- blättern über Bererbntin von lSinenfrtiafirn. Laden- viels 6 Mk. Zu belieben durch die Burbbaudlun- neu ober die v. Miin» wow'scbe Univ. Drncke- yei O. Kiudt Witwe. tSictzen. U971) Berlin, 27. Jan. (Priv.-Tel.) Lvkalanz." meldet aus Lindau im Boden Börsenkurse. Fconlfurt Berlin l-.Lhi- Schluß- Schlvh- Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. 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Die Aua«h erha.'tung eine» gosten Heeres verhindere die Rückkehr za pro- duttiver Beschäftigung von Millionen von 21c* beitem, und dies sel der Grund für den riesigen Umtauf d^s Papiergeldes. D e amerikanisch« Regierung sei außerdem der Ansicht, bah eine ba l - dige vernünftige Regelung der deutschen Reparationssrage wesentlich sei für den wirtschaftlich n Wiederaufbau Garopas. Bev)r dies nicht geschehen sei, sei es für die Ber- evtigten Staaten zwecklos, an irgendeiner derartigen Konferenz teilzunehmen. Englisch-französische Meinungsverschiedenheiten. London, 27. Han. (WTB.) Die „QKorning- post" meldet, die Beratungen zwischen Lord Curzon und dem französischen Botschafter seien in Geheimnis g hüllt. Es sei wahrscheinlich, bah Meinungsverschiedenheit e n zu Tage getreten seien. Beschlüsse des ReichSrateS. Berlin, 26. Han. (WB.) Der Reichs rat nahm heute einen Gesetzeirtwurf über dm deutsch-schweizerischen Schiedsgerichts- und Vergleichsvertrag, der am 3. Dezember 1921 in Brrn abgeschlossen wurde, an. Ferner nahm der Reichsrat den Gesetzentwurf über den Vertrag zwischen Teutschland und der Republik Oesterreich in den Angelegenheiten der Kriegsbeschadigtenund Kriegshinterbliebenen an. Bride Staaten verbürgen sich darin Gegenseitigkeit in der Anwendung der bestehenden Versorgung?gesetze. Schlietzl.ch nahm der Reichsrat noch ben Gesetzentww-f über die Abänderung der Gebührenordnung für Zeugen und Sachverständige an. Tanach werden die bisherigen Gebührensätze etwa verdoppelt. Preußische DerwalhmgSpläue in der Ostmark. Berlin, 26. Jan. (WTB.) Der amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Der im preußischen Ministerium des Onnrrn aus- gearbeitete Gesetzentwurf über die Neuordnung der kommunalen Verfassung und Verwaltung in der Ostmark ist nunmehr, nachdem ihm das preußische Staats» Ministerium zugestimmt hat, dem Staats» rat zur gutachtlichen Aeußerung zugegangen. Die Gesetzesvorlage sieht einmal entsprechend den Wünschen der Bevölkerung die Bildung einer Provinz Grenzmark Posen West Preußen aus den westlich des söge bis 205. Das Geschäft war aber klem An Mar t Paris. . der unnotierten Werte konnte anfänglich ch j Aeuyork lein großes Geschä't au'kommen. 3m Verlause I onflaiitt- Vastilstll lddistrikt Mönchwald versteigert: Raum- telämelil oas Belte zur AvlziiLl aller Btehganungen offeriert Ioh. Müller Kleinverkauf Lager Geilfus Wett-Aulage. •»« Glilje Mangen MlW treffen etiler läge Hier ein. Beffel- liingen tuetöen noch entgegeagenommei. Weise 8 Feiri, OtaüenfftflBe ?, Telephon 1313. 08'g Volksschule zu Gietzen (Zchulaufnahme). Die Anmeldung der in Gießen wohnenden Kinder, die bis zum 1. Mai 1922 das 6. Lebensjahr zurückgelegt haben, hat zu erfolgen: 1. Für alle Knaben: Montag, den 30. Januar, vormittags 9—11 Uhr, in der Stadt-Knabenschule, Nord-Anlage 8. 2. Für alle Mädchen: Dienstag, den 31.Januar, vormittags 9-11 Uhr, in der Stadt-Mädchenschule, Schillerstraße 8. Bei der Anmeldung ist der Impfschein und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein 19 >—250 :5i-300 800-3» 0 3- 0-420 420-480 4^1—540 540-600 MM» jeder irl führt unter Garantie billigst aus Framskowerk, Frankfart am Main Hohen *(Rafen*traOe 16. Bezirk-Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung (vez. Lang-Gönr, (Dbcr-Ijorgcrn, tlch, finngen) Turnhalle Lang-Göns Samstag,28. u. Sonntag, 2V. Ian. 1922. xnr Sucht u. Ällnft. ?ebr Mark Stück = 1 48 5~im. Stuck --- 13 83 fifbn. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde heute ein getragen: Gemeinnützige Baugenossenschaft zu Wieseck eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haft- p licht, Wieseck. Gegenstand des Unternehmens ist: Minderbemittelten Familien gesunde Wohnungen in eigens erbauten, angekauften oder ermieteten Häusern zu verschaffen, und zwar durch Ueberlassung zu Miete oder zu (Eigentum. Die Haftsumme ist auf 500 Mk. festgesetzt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr, ßum Vorstände find bestellt: 1. Gemeinderechmr Ludwig Möbus, 2. Maurer Karl Oßwald, 3. Bucl • drucker Karl Bremer, 4. Druckereibesitzer Otto Schme> , 5. Bürgermeistereigehilfe Otto Göbel, 6. Dreher Ludwig Rößer, 7.Landwirt Wilhelm Dogelhöfer, alle in Wieseck wohnhaft. Das Statut ist am 13 November 1921 beschlossen. Die Bekanntmachungen der Genosienschaft erfolgen unter her Firma im Gießener Anzeigerund in der Oberhessischen Volkszeitung. Die Zeichnung des Dor- standes geschieht dadurch, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft oder zur Benennung der Vorstandes ihre Namensunterschrift hinzufügen. Rechtsverbindlich Dritten gegenüber ist die Ieichnung nur, wenn sie durch den Vorsitzenden oder dessen Stell- Vertreter und ein zweites Vorstandsmitglied erfolgt ist. Die Einsicht der Liste der Genosien ist während der WHHeGW Sielet MM Sielet Mollen empfehlen i«ic Gebr. Mm, 27 Bahnhofstraße 27. Holzsuftniisfiott. Aus den Waldungen der Gemeinde Allertshausen soll nachstehendes Holz durch lichen Walddistrikt Mönchwald versteigert: Raummeter Scheitholz: Buchen 125, Fichten (rund) 6; Knüppel: Tuchen 122. Erlen 3, Fichten 17; LeiS« Holz: Buchen 189. Eichen 42, Erlen 5. Zusammenkunft 9.30 Uhr vorm. am Weg^ kreuz Lich--DurkdardSselden (Schlagweg) und Dlbach—Hatte..rod.______________________ vorzulegen. In besonderen Ausnahmefällen können zu derselben Zeit auch solche geistig und leiblich genügend entwickelte Kinder angemeldet werden, die bis zum 30. September 1922 das 6. Lebensjahr vollenden. - - - ---- 9148 T&cllch •“ 6*-Köret. Konzerthaus Trinkaus Statt. £tf)en$mittdamt. Warenausgabe für die Woche vom 29. Januar bis 4. Februar 1922. Sonderausgabe von amerikanischem Weizenmehl. 750 Gramm zu 3,50 Alk. das Pfund. Die Ausgabe erfolgt durch die hiesigen Kleinhandels» aefckäste gegen Abgabe der Lebensmittelmarke 6 vom 2. bis 10. Februar 1922. ®üten und Säckchen sind mitzubringen, andernfalls der Verkäufer sie berechnen darf. Das Mehl wird den Kleinhandelsgeschäften zu- Diejenigen Geschäfte, welche über die letzte Aus- gäbe mit dem Lebensmittelamt nicht abgerechnet haben erhalten kein Mehl. Etwaige Mehlvorräte von der letzten Ausgabe-werden angerechnet Die eingcgangenen Marken sind, zu Iw Stuck gebündelt, Mittwoch den 15. Februar 1922 abzu. It2fent Leere Säcke und nicht verkauftes Mehl find en genanntem Tage an das Mehllager (Süd- Anlage 10) zurückzugeben. StäM-Brennttoffamt Verkauf von Brennholz. Die abzugebende Höchstmenge beträgt eine Familie 20Zir.: für eine Einzelperson 3 Zentner. Bezugscheine werden nur gegen Vorlage der LÄiensmittelauswciskarte, auf welcher dte ao- aegekene Menge vermerkt wird, ausgestellt. Die Preise sind wie folgt festgesetzt: Hartholz (geschnitten) 20 —Mk. für den Zentner Weich holz . 18.— ■ • » • Für Hacken des Holzes wird ein Zuschlag von 4 Ml. für den Zeittner berechnet. Gießen, den 28. Januar 1922. 987B Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt und Drennswffamt.) Volkshochschule Gießen Geschäftsstelle: Loberstr. 26 II Droi Vorträge mit Versuchen über: Verdauung und Ernährung (Professor Dr. Bürker) am Sonntae. 29. Jan.. 12. nnd 26. Febr., jeweil* 5 Uhr nachmiHaK*. Im Ph3*loioK- Institut. Senckenberptr. Gebühr für alle 3 Abende 10 Mk. Anmeldung auf der Geschäftsstelle oder vor dem L Vortra«. Jedermann Ist elnßcladen. 999v Angebote sind getrennt . _ , Klassen pro Festmeter verschlossen mit der Aufschrift .Holzsubmil vn" bis spät ste S Donnerstag, den 2. Februar d. OS-, nachmittags 3 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei ei >zureichen wo alsdann die Eröffnung der Cfierten erfolat. Auch können die Derkaufsbedingungen dvrtselbst jederzeit eingesehen werden. Mit Einreichung der Angebote unterwerfen sich die Dieter den Verkaufs- bedingungen. Das Holz lagert größtente ls etwa 10 Minuten von der Kreisltrahe Allertshausen - Deuern esilfernt. Geringe Abweichungen im Fest- metergehalt sowie Genehmigung im einzelnen wie tm ganzen bleiben Vorbehalten. 978D Allertshausen, den 27. Januar 1922. d. Stück. Läufer,chweine von 80 Pfd. aufwärts »er Pid. 12'/, Mk. ob hier acn. Nachnnhiue. Garantiere für ortmn Tiere und ge- fimbe Ankunft. 84D Sr. 3of. Hochmann PsungstadtlOesi.'. Born- müble. Tel. Nr. 99. Slcwl. Arbeitsamt Gietzen Llebigftraße 16, Teleph. 2054, 0?» können einnestestt werden: a. bei bicsiaen Slrbcitgebcrn: zwei Provisions- reisendc. 1 Bmischlosier, 2 Kernmacher, 1 Polzbtld- hauer, 1 leb. Gärtner, 1 Verkäufer. Lehrlinge: 2 Friseure, 1 Schlaffer, 1 Kaufmann, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, 1 Photograph, 1 Gärtner, 1 Polsterer, 1 Bilder- rahiuenmacher, 1 Schmied, 1 Bildhauer, 1 Stetn- haiier, 1 Polsterer, 1 Buchdrucker, 1 Dachdecker, 1 Bäcker, 1 Metzaer. b. bei anSwärtigen Nrbeitgebern: 2 VrovisionS- reiiende, 2 Elektromouteure 1 Steinmetz, 1'"‘J*uer, 4 Maschinenschlosser, 2 Werkzeugschlosser, 2 deSgl. für Schnitte und Stanzen, 4 Kesselschmiede, 1 alt. Bauschlosser, 1 Werkzeugschleifer, 2 Schmiede, ein Sattler und Polsterer, 3 Dachdecker, 1 ©roretner, 1 jüngerer Svenaler, 1 Gutsschnned, 1 Buchbinder, mehrere Maurer. Lebrttnge: 1 Glaser, 1 Schmied, 1 Schreiner, zwei Friseure, 1 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Kellner. ES suchen Arbeit: Kaufleute. Schreiber, und weisende, Packer, frnuMmrfdien und ^uSlaiiler, Maschinenkchloffer, dsauschloiier, Maurer, Wet;- binder. Schuhmacher, 1 verh. landwtrtsch. Knecht. 2 Krankenpfleger, 1 Sattler u. Polsterer, Backer nnd Metzger, mehrere Kellner, 1 ,i)ormer^l iung. Schmied, 2 Buchbinder Mechaniker, 1 Wagner, 1 Schäler, 1 verheirateter Homieister, 2 Partner, 1 Handschuhmacher, Bergarbeiter, A'itoschloffec, 1 ?n tanatcur u. Svenaler, 1 Dionteur, 1 Maschinisten und Heizer, 1 Zeichner, 1 Verwalter, 1 t'botoaravb, 1 [Vrhkr, 1 ^liuller. 1 Schlefter, 1 Slraftiabrer, 1 Masseur, Bauhilfsarbeiter, Erd- (siclegeubeitSarbeiten werden ebenfalls entgegen- genommen. Lehrlinge: 1 Elektromonteur, 1 Elektrotechniker, 1 Schuhmacher, 3 Äutosckloffer, 1 Wafditnen- schlaffer, t Uhrmacher, 1 Schreiner, 1 Üriseur, 1 Schrtfisetzer. Weibliche Abteil «ng: P6 können eingestellt werdem , a. bei bicsiaen Arbeitgebern: Mädchen für tagS- vbrr, Dienstmädchen, Laufsrauen und -mädchen für k-ir reine tone, tüchtige dllletnmadchen, 1 Köchin, l Vebrniäbd?cn in Blumengeschäft, 1 Sücben- Mädchen. 1 Köchin (Israelitin». b. bei auswärtigen Arbeitgeber«: 2 landwirtschaftliche Dienstmädchen. Dienstmädchen, Ailetn- mnochen, Zimmermädchen, «.rüchenmadchen, eine . Stütze, 1 Södjirt 1 Haushälterin. (5S suchen Arbeit: .2 Verkäuferinnen, 1 WArin. 2 Waichfrauen, einige Vainfrauen, auch ur i>iach- miltaasbeschästiaun.v dJlabdicn iür tagsüber, eine Büalerin, 1 Frauicin erteilt iranzos. Unterrtcbt, I Siütze 1 Schneiderin als Beibiise bei Herren- schneide: und 1 Beihilfe bei Schneiderin, 4 Brr- käuserinnenlehrmädchen. Die Beruft'beratnng nnd lllrbeitS Vermitt. lnna ilir Musiker fiubet werktags von lobt« 12 llbr statt. ___________________________100415 Jagd - Verpachtung. Am 4. Februar 1 922, nachmittags 2 Llhr wird die Gemeindejagd Oden- Hau fe'n (Station der Aebenbahn Grünberg— Lollar—Giehen), zirka ICO) Morgen F ld und Wald, unter den bei der Dersteigcrung bekannt gemacht werdenden Beringungen auf sechs Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet. Hessische Bürgermeisterei Odenhausen Dachtigall- 1030D IrmMm! 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Die Trios von DvorAk F-Moll op. 65, Schubert B-Dur op. 99, Brahms C-Moll op. 101. n«v Eintrittskarten: 9, 8, 6 und 4 Mk. bei Ernst Chnllier und abends an der Kasse, Studentenkarten 3 Mk. nur Irn Vorverkauf heim Hausverwalter der Universität Regen Vorzeigung der Ausweiskarte. Stück--- 1 63 S ! Stück-- 0 45 Fs, Für dte Stadtverwaltung Gießen wird ein Obersekretär (Inspektor) mit Prüfung für das mittlere Fustizfach und längerer praktischer Erfahrung gesucht. Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Angabe der DesolöungSansi-rüche alsbald hierher erbeten. 10038 Gießen, den 28. Januar 1922. _______Der Oberbürgermeister. Keller. Bekanntittachun g. In unser Handelsregister Abt B. wurde heute bezüglich der Bank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen eingetragen: Dorn Bankbeamten (Emil Dietz in Gießen ist für die Niederlassung Gießen Prokura erteilt 994B Gießen, den 24. Januar 1922. ______________Hessisches Amtsgericht, Lei rtjarlet! lööWäüt? Schriltl. Ang. unter 0102(5 an den Gießener Anzeig. Tüchtige junge haurfchneiderin sofort gesucht. 955 Frau Pros. Soetbcer, frankfurter Straße 49. Pers. Schneiderin fürS HauS ßcturbt. (-91X) Ludwigitr. 40 i. Stück = 17,31 Fstm. end -30 25 S'tm. 6 ück — ‘.6,05 I rn. Stück = 46,01 5 m Liebigshöhe iiiiiiiiiiiiiihurniiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuin Sonntag ab 4 Uhr Tanz-Kränzchen Der Saal ist got gehelxtl 0887 Waagen nflft litt werd.cichiähtg hergestellt. Karl Schmidt, 01008 S»encnweg 42. s—Erfinder—■ ■ erh. koMtcnloM dies 10 Gebote. g ingenieur Miilier & Co. 1 G.m.b.H. iö*»ss3 K Lelpilg, Blrtelstr. 14 S ■ am Könlgstleii. H Ausarbeitung - Anmeldung.! Bekanntmachung. Wegen Umzug» werden in der Zeit vom 1. bis 4. Februar Ifb. Is. nur die bereits anberaumten Sitzungen und Termine abgehalten werden, im übrigen bleiben die seitherigen Geschäftsräume des Amtsgerichts in diesen Tagen, dringliche Fälle ausgenommen, für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen. Don Montag den 6. Februar Ifb. Is. ab befinden sich tte Geschäftsräume in dem neuen Amtsgerichtsgebäude, Ost-Anlage 11. SSW Gießen, den 25. Januar 1922. -___________Hessisches Amtsgericht Bekanntmachung. In unser Handelsregister Mt. B. wurde heute bezüglich der Firma Damitwerke, Aktiengesellschaft in Gießen eingetragen: Durch Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 16. Dez. 1921 ist bas Grundkapital um 3 Millionen 500000 Mark erhöht worben und beträgt jetzt 10500000 Mark § 7 der Satzungen ist durch Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 16. Dez. 1921 geändert 9928 Gießen, den 23. Januar 1922. Hessisches Amtsgericht Ächtung KRUPPS Gartenfreunde und Landwirte! fff JMS «Ws 791c s s ti Gießen Frankfurt a. M.,West Keine Kohlennot mehr! Einkauf von 01005 884V 6) rt Bahnhofstr.60. 'tel.1097 noch t&gl. A ufnähme Jacob Russ Giessen, Walltorstr. 44 Wirtschafte kraftwageh o T 3 Vs Quatitätomarfen außerdem beliebt? 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