Nr. 227 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiehenerFamilienblätter Monatliche vezngspreife: MK.75.- und MK.5.- Trägerlohn,durch diePost Mk. 75. —, auch beiNicht- erscheinen einzelner Num- ment infolge höherer Gewalt. - Fernsprech- Anschlüsse: fürdieSchrist- leitung 112; für Verlag inb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. 172. Jahrgang Mittwoch, 27. September 1922 GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen vrvS mrö Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle und vruSerei: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeige-, für die Tagesnummer b... zum Nachmittag oorhec ohne jede Verbindlich!:-!-. Preis für 1 mm lföhe für Anzeigen v. 27 mm Breite örtlich 300 Pf., auswärts 400 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 1200Pf. Bei Platzvorschrift 20 °/0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigentetl: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. Aus den Erinnerungen Kaiser Wilhelms 11 Fürst machte taube Ohren und gebrauchte sein beliebtes Motto: „Wenn die Engländer bei uns landen sollten, würde ich sie arretieren lassen"; die Kolonien würden zu Haus verteidigt. Der Fürst legte keinen Wert darauf, dah schon die blohc Annahme, die Engländer könnten inDeutsch- lichen Gefühle Englands vergessen werden. Tc- deutsame Mahnahmen gäben England das Recht, die Welt zu ähnlichen Mahnahmen aufzufordern Ein interessantes Dementi. Berlin. 26. Sept. (QBolff.) Zu den Pressemeldungen über Verhandlungen betreffend eine russisch-chinesisch-deutsche A l l i a n z, die angeblich zwischen einem Abgesandten der früheren südchinesischen Regierung und dem ehemaligen deutschen Gesandten in Chino, "v. Hintze, gepflogen worden sein sollen, wird amtlich mitgeteilt, daß der deut- Kaiser Wilhelms II. Erinnerungen werden selbstverständlich die Kritik nur zu häufig zu Einwendungen herauSfor- dern, aber sie sind literarisch zweifellos so bedeutungsvoll und interessant, daß ihr Inhalt dem deutschen Volk bekannt dacht hat. Das Auswärtige Amt war äußerlich disziplinarisch durch Graf Herbert, dessen Grobheit gegen seine Beamten mir auffiel, sehr scharf aufgezogen. Die Herren flogen, wenn sie gerufen oder entlassen wurden, vor denn Grafen so, dah, wie man damals scherzhaft sagte, „ihnen die Rockschöße wagerecht vom Körper standen". Die Die ReparaLLonskommMon. Paris, 26. Sept. (WTB.) Die Reparationskommission nahm nach einer Havas- meldung in ihrer heutigen Sitzung die Erklärung des belgischen Delegierten zur Kenntnis, worin dieser offiziell mitteilt, dah seine Regierung sich mit der deutichen Regierung über die Garantie. hinsichtlich der Schatzscheine geeinigt habe. Danach beschloß die Kommission 1. einen Brief kn die Kriegslastenkommission zu senden, worin der Empfang der Schahscheine bestätigt wird, 2. die Schatze scheine der belgischen Regierung zuzustellen und 3. die nominellen Beträge der Schahschrine für fccn 15. August und 15. Dezember Belgien zu Lasten Und Deutschland gutzuschreiben. Der belgische Delegierte teilte der deutschen Regierung mit, l seine Regierung sich die Zählung der Zinsen für sechs Monate bei jeder Fälligkeit der Schahschein: gesichert 'habe. zu werden verdient. Der Gießener Anzeiger, der aller wichtigen Pflichten der Berichterstattung sich an- nimmt, hat daher durch einen Vertrag mit dem Verlag Koehler in Leipzig das Recht erworben, umfangreiche Abdrucke aus dem Kaiserbuche fortlaufend vorzunehmen. Wir beginnen heute mit dem Anfangsabschnitt und bemerken dazu, daß es sich um den unveränderten Wortlaut der Schrift des Kaisers land ungehindert landen —' Helgoland war englisch —, für Deutschland unerträglich war, und daß wir, um eine Landung von vornherein auszu- schließen, eine genügend starke Flotte und Helgoland brauchten. (Fortsetzung folgt) Winnen wollte. Ich persönlich habe die Genugtuung, dah Bismarck mir 1886 die recht delikate Mission nach Brest anverlraute und von mir gesagt hat: „Der wird einmal sein eigener Kanzler sein." Der oder ausgelöscht werden. * In der ersten Hälfte der 80er Zähre war ich auf Antrag des Fürsten Bismarck in das Auswärtige Amt kommandiert worden, das pom Grafen Herbert Bismarck geleitet wurde. Der Fürst gab mir bei meiner Meldung bei ihm eine kurze Skizze der Persönlichkeiten im Amt. Als er dabei Herrn v. Holstein nannte, der damals einer der hervorragendsten Qllitar beiter des Fürsten war, klang es mir durch die Worte des Fürsten wie eine Warnung vor diesem Manne. Ich erhielt ein eigenes Zimmer und zum Studium die ganzen Akten über die Vorgeschichte, die Entstehung und den Abschluh des Bündnisses mit Oesterreich (Andrassy). Ich verkehrte viel im Hause des Fürsten und beji dem Grafen Herbert. Als ich in dem Bismarckschen Kreise vertrauter geworden war, wurde über Herrn von Holstein offener gesprochen. Gr sei sehr gescheut, eine gute Arbeitskraft, maßlos eitel, ein Sonderling, der sich niemals irgendwo zeige und keinerlei gesellschaftlichen Verkehr habe, voller Mißtrauen und sehr von Schrullen beherrscht, dabei cm guter Hasser, also gefährlich. Der Fürst nannte ihn den „Mann mit den Hyänenaugen", von bem mich fernzuhalten ich gut tun wurde. Offenbar reifte schon damals die herbe Kritik, mit der der Fürst später seinen früheren Mitarbeiter be- ,»Ereignisse und Gestatten" aus den Jahren 1878—1918. Fürst muh also etwas von mir gehalten haben. Ich bin ihm wegen des dritten Bandes feiner Erinnerungen nicht gram: ich habe diesen frei- gegeben, nachdem ich mein Recht gesucht und gefunden hatte. Die weitere Zurückhaltung des Bandes hatte keinen Zweck, weil der Hauptinhaft I durch Indiskretionen schon bekannt geworden war. Sonst hätte man über die Zweckmäßigkeit der Erscheinungszeit wohl verschiedener Meinung sein können. Bismarck würde sich im Grabe um-, drehen, wenn er wissen könnte, zu welchem Zeitpunkte der dritte Band herausgekommen ist und welche Wirkung er ausgelöst hat. Ich würde es aufrichtig bedauern, wenn der dritte Band dem Andenken des großen Kanzlers geschadet haben sollte, beim Bismarck ist eine der Heroengestalten, die das deutsche Volk zu seiner Aufrichtung braucht. Meine Dankbarkeit und Verehrung für den grohen Kanzler farm weder durch den dritten Band noch durch irgend etwas anderes angefochten mann-Hollweg mit seinen Worten vom „Fetzen Papier" und auch Riehsche vertreten hätten. Es mühten daher auch die Be- griffe vernichtet werden, die die Invasion herbeigeführt hätten; aber es genüge nicht, nur künftige Invasionen zu verhindern, sondern es mühten auch die Spuren der letzten Invasion beseitigt werden; dieser Absicht dienten die französischen Resolutionsanträge, sowohl der, die Heeres- ausgaben auf den Stand von 1913 zurückzusehen, als Äich die Resolution des Redners, worin eine gemeinsame Lösung der Reparationsschulden und der interalliierten Schulden geordert wird. Frankreich sei glücklich, in diesem Sinne sich den Kommissionsarbeiten anschliehen zu können. Seit seiner nationalen Einigung wisse es, dah es seine Mission fei, v on einem Kontinent zum andern zwischen den Kulturen zu vermitteln. Es müsse eine Atmosphäre schaffen, deren der moderne Mensch bedürfe. Frankreich hasse den Krieg, denn es könne ihn weniger als ein anderes Land vergessen, weil es der Hüter der Gräber Englands, der Dominions, Italiens, Belgiens und der Freiwilligen sei, die aus fast allen im Völkerbunde vertretenen Ländern ihm zugeströmt sind. Daraus erwachse ihm eine Pflicht gegenüber der Menschheit, die es nicht vergesse. Houvenel schloh mit der Erklärung, dah während des Krieges Frankreich die Deckungsgruppe für die Kultur abgegeben habe, dah es das Recht verkörpert und daß es den Frieden gerettet habe. Hetzt müsse die Menschheit Frankreich zurufen: Frankreich, ich bin zur Stelle! Starker Beifall begrüßte die Schlußwendung der oft von Beifall unterbrochenen Ausführungen Houvenels. Da sich noch verschiedene Redner zum Worte 'gemeldet hatten, wurde die Fortsetzung der Debatte auf heute nachmittag verschoben. Genf, 26. Sept. (WTB.) In der Rach- mittagsfitzung setzte die Dölkerbundsverfammlunz die Aussprache über die Anträge des Abrüstungsausschusses fort, ohne zu einem Abschlüsse zu gelangen. Fisher (England), der wie Houvenal an die Invasion Belgiens durch Deutschland erinnerte, erklärte, wie bereits in der Kommission, dah Deutschlands Mitarbeit an der Lösung des Reparationsproblems wünschenswert sei. Er teilte seine Zustimmung zu einer gemeinsamen Behandlung der Frage der Reparationsschulden und interalliierten Schulden mit Wenn der Völkerbund sich auch ohne Wunsch der Regierungen nicht in die Frage einmischen dürfe, so sei doch zu hoffen, dah, falls die Regierungen zu keinem Ergebnis kämen, der Völlerbund sich mit der Frage befassen würde. Hymans- Belgien griff ebenfalls und zwar sehr lebhaft auf Kriegserinnerungen zurück und hob nachdrücklich das unbestreitbare Recht Belgiens hervor, durch seine Angreifer entschädigt zu werden. Er warnte ferner vor einseitiger Abrüstung und betonte, dah trotz allen Willens, zur Beruhigung der Geisler zu gelangen, die handelt. Die Redaktion des Gießener Anzeigers. Die ftaatsmäTmische Gröhe des Fürsten Bismarck und seine unvergänglichen Verdienste um Preuhen und Deutschland find historische Tatsachen von so gewaltiger Bedeutung, dah es wohl in keinem politischen Sager einen Menschen gibt, der es wagen könnte, sie anzuzweifeln. Deshalb schon ist es eine törichte Legende, dah ich die Gröhe Bismarcks nicht anerkannt hätte. Das Gegenteil ist richtig. Ich verehrte und vergötterte ihn. Das konnte nicht anders sein. Man bedenke, mit welcher Generation ich groß geworden' bin. Es war die Generation der Bismarckverehrer. Er war der Schöpfer des Deutschen Reiches, der Paladin meines Großvaters, wir alle hielten ihn für den größten Staatsmann seiner Zeit und waren stolz darauf, dah er ein Deutscher war. Bismarck war der Götze in meinem Tempel, den ich anbetete. Aber Monarchen sind eben auch Menschen aus Fleisch und Blut, deshalb sind auch sie den Wirkungen ausgesetzt, die sich aus den Handlungen anberer ergeben. So wird man wohl menschlich verstehest können, dah Fürst Bismarck durch seinen Kampf gegen mich mit wuchtigen Schlägen selbst den Götzen zertrümmert hat, von dem ich vorher sprach. Meine Verehrung für den groben Staatsmann Bismarck ist davon unberührt geblieben. Die Antwort Bernal Paschas. Paris, 26. Sept. (Wolff.) Rach einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Kon- stantinvpel hat Kemal Pascha den Vorschlag, Thrazien bis zur endgültigen Entscheidung unter die Verwaltung des Völkerbundes oder Frankreichs zu stellen, abgelehnt. Er bestehe darauf, daß die Rationalisten sofort Thrazien übernehmen. Englische militärische Vorbereitungen. London, 26. Sept. (WTB.) Morgen werden drei Bataillone Infanterie nach dun Orient abgehen. Die Hochsee-Zerstörer- f l o t t i l l e ist zurückgerufen worden und wird gleichzeitig in das östliche Mittelmeer gesandt werden. Türkische Kavallerie in der neutralen Zone. London. 26. Sept. (WTB.) Rach eine, Reutermeldung aus Konstantinopel ist noch eint zweite türkische Kavallerieabtei lung in die neutrale Zoneeingedrun gen, und zwar in der Gegend von Bigha. Ein .russisch japanisches Abkommens M os ka u, 24. Sept. (WTB.) Aus Tschita wird gemeldet: Rach Mitteilungen deS „Rishi- RM" hat die japanische Delegation ihrer Regierung vorgeschlagen, die vereinigte russische Delegation, die ganz Ruhland vertritt, anzuerkennen, nach Klarstellung der fernöstlichen Fragen zur Erörterung von allgemeinen Problemen zu sche iten und ein wirtschaftliches Abkommen mit Rußland zu schließen. Wie die „Rishi- Rishi" weiter mitteilt, wurden die Vorschläge der japanischen Regierung erörtert, die einwilligte ein wirtschaftliches Abkommen mit Sowjetrußland zu schlichen und Zoffe als Vertreter Tschitas und Moskaus anzuerkennen. — Rach der Ansicht der Zeitung ist dies als ein Schritt zur de Facto- Anerkennung der Sowjetregierung durch Zapar anzusehen. nr1l<= Xam vb Robert Stell begrünbete meiner Ian. den Werken ber Dersöhnung nicht »et- gen Rede den Kommissionsbericht, indem er einen 'a9e" weroe. . ausführlichen lleberblick über die bisherige Tä- S s;? (SnHnXnG tigleit des Völkerbundes in der Abrüstungsfrage fürbi^^^anbTun^ bei Äri' gab und vor allem für die Garantieverträge em- «n«. ^onfereittA ' trat, die allerdings nicht zu Desensidbündnissen A^Wob^ms forderte, auf _ bei bie:3c- SBBäs s toa0fen muhten zwischen ßeben unb ~ob; interparlamentarischen Konferenz auf Abschaffung Scialo 1 a (Italien) begrüßte bie einzelnen ^er allgemeinen Dienstpflicht cingctrcten war. Resolutionen, vor allem ben Pakt, unb toarnte bie vertagte bie Versammlung die weitere Debatte Mitglieder der Kommission vor zu großen Kampe- auf mDrgen lenzen des Völkerbundes in der Frage der mter- Nus Fishers Rede ist folgende Stelle von gouvemementalen Schulden. besonderem Interesse. Fisher erklärte wörtlich CSrnittniifrfied iLelbstlob Frankreich war eine äußerst friedliebende Rat.on -franzoftfcyes ^eivftiov. unb Ut mit Ectncm Nachbarn Streit gesucht Iouvencl (Frankreich), von ftartem 25ei= I Nichtsdestoweniger setzte sich die deutsche Kriegt- fall begrüht, trat in einer langen, sehr pathetisch maschine zu Frankreichs Zerstörung in Bewegung, gehaltenen Rede für den Garantievertrag und Daraus ist England m den Krieg cingctrcten. Ich für ferne Reparationsresolution eüv Er warnte vor b[n ber ehrlichen Auffassung les ist bie; meine Skeptikern, bie bicse Erfolge für Illusionen halten, persönliche Auffassung), daß, wenn sich die Er Es wäre verkehrt, zu glauben, dah nur bie □216100® eigniffe wieberholen sollten, wenn also Frankreich ben ber Inbustrie, ber geistigen Arbeit usw. sich I UTt^ Belgien wiederum ©egenftanb eines nicht andern könnten, nicht aber die der Pvltttt und provozierten Angriffs seitens einer anderen Ratio der menschlichen Beziehungen. Wie Ne Gesell- h>erden sollten, sich die letzte Geschichte n^ schäft allmählich ben Schutz bes 'vnbividuums einmal wiederholen würbe. Großbritannien und übernahm, bas zunächst feine Sicherheit nur in ^ie Tochterstaaten würben Wieberum zur Hilfe seiner eigenen Kraft sah, so organisiere jetzt Rechtes und ber Gerechtigkeit eilen. Aber die Gemeinschaft ber Rationen ben nationalen ebensowenig wie diese Tatsac^n dürfen di: fri?b Schutz. Die von ben lateinischen Staaten und 1 ------ ~ ~ ~ auch von Polen vertretene These wolle sich aber nicht ausschließlich an ben allgemeinen Pakt halten, sonbern erwarte ben wirksamen Schutz von Sonberabkommen. Denn diese Völker wüßten, daß eszweiMächte gebe, deren Einvernehmen die größte Gefahr bleibt: bie eine, geheimnisvoll unb unkontrollierbar, bie vielleicht künftige Angriffe vorbereitet, unb bie anbere, bie ihr die Kobres bazu liefern könne. Die Invasion Belgiens unb bie jüngste Invasion Polens seien noch in aller Erinnerung. Die Mächte muhten also besondere Abkommen schlichen, damit die Schwachen nicht auf die Gnade und Ungnabe imperialistischen unb abenteuerlichen Regierungen ausgeliefert blieben. Iouvenel stellte bie Ideale der französischen Revolution den machtpolitischen Auffassungen Deutschlands entgegen, wie sie D i s- m a r d mit dem Wort „Macht vor Recht", Bcth- Als ich noch Prinz von Preuhen war, habe ich oft gedacht: Hoffentlich lebt der große Kanzler noch recht lange, denn ich wäre geborgen, wenn ich mit ihm zusammen regieren könnte. Meine Verehrung für den grohen Staatsmann konnte mich indessen nicht veranlassen, als ich Kaiser ge- , ™ f(.n i worden war politische Pläne oder Handlungen auswärtige Politik wurde ganz allem vom Fürsten des Fürsten' die ich für Fehler hielt, mir zu gleitet und bittiert, ”<1^ CRixdlpra^j SnnUeiS eigen zu machen. Schon ber Berliner Kongreh Grafen Herbert, der bie Befehle bes Kanzlers 1878 war meines Erachtens ein Fehler, ebenso weitergab unb m Instruktionen umrebigleien lieh, der Kulturkampf. Außerdem war bie Reichsver- So war das Auswärtige Amt safsung auf Bismarcks ungewöhnliche Maße zu- des groben Kanzlers m auf dessen Weisung geschnitten, die grohen Kürassierstiefel paßten nicht 8carbeitet wurde- m ! jedem andern. Dann tarn bie Arbeiterschuhgesetz® selbständigen Ideen m nicht geschult gebung. Ich habe den daraus zwischen uns ent- und ausgebildet. Im Gegensatz dum ©60^001^ Üanbenen Konflikt aufs tiefste bedauert, aber ich unter Rloltkc. Hier wurde nach Giundsahen, die muhte damals den Weg des Ausgleichs gehCi, sich bewährt batten,^uwer Wahrung ber überhaupt in ber inneren wie in ber äußeren bütonen unb unter ^^ElchtiMNg all^ Eifah Politik mein Weg gewesen ist. Deshalb konnte 1 der Reuzett der Rachwuchs sorgfältig aus ich den offenen Kampf gegen die Sozialdemo- gebildet und zu selbständigem Denken und Handeln tratic, ben der Fürst wollte, nicht führen. Diese erlogen. Im Auswärtigen Amt hingegen befanden Differenz über politische Maßnahmen kann aber M) swr ausfuhrende Organe e i n e s llvillens meine Bewunderung ber staatsmännischen Größe ßte, über die großen Zusammenhänge ber ihtzei^ Bismarcks nicht schmälern. Er bleibt der Schöpfer zur Dearbelttlng überwiesenenfragen niast des Reiches, mehr braucht wahrlich ein Mann orientiert, keme selbfttatige Mitarbeit lei ten tonn- feinem Lande nicht geleistet zu haben. ten. Der Fürst lagerte wie ein mächtiger ©ranit® t , sindling auf der Wiese: walzt man ihn fort, so Weil mir bie große Tat ber Hreichscmigung man hauptsächlich Gewürm unb abgestor- immer vor Augen staub, habe ich mich burch 5^ Wurzeln darunter. S-tz-r-i-n dir damals berrealschule am Friedrichsplatz in Offenbach mit Wirkung vorn 1. Oktober 1922 ab; der Schulamtsanwärter Johann Josef Danz aus Mainz zum Lehrer an der Volksschule zu Klein-Steinheim; der Schulamtsanwärter Karl Wehner aus Ilbenstadt zum Lehrer an der Volksschule za Kleln-Steinheim; am 19. September der Schul- amtsanwärter Karl Weicker aus Arheilgen zum Lehrer an der Volksschule zu Grebenhain, Kreis Lauterbach; der Schulamisanwärter Hans Ziegler aus Friedberg zum Lehrer an der Volksschule ÖU Altenschlirf, Kreis Lauterbach. — Ernannt wurde am 19. September der Privatdvzent für Forstwissenschaft an der Hessischen Landes-Universität Forstassessor Dr. Heinrich Wilhelm Weber in Gießen mit Wirkung vom 1. April 1922 an zum planmäßigen außerordentlichen Professor für Forstwissenschaft an dettL andes-Univer- fitat Gießen. Das Dekret vom 9. September 1922 ist zurückgenommen worden. — Ernannt wurde am 19. September 1922 der Lehrer Karl Wenzel zu Sichelsdorf, Kreis Schotten, zum Lehrer an der Volksschule zu Reichelsheim, Kreis Friedberg. ** Die tägliche VormittagS- Dollarnotierung, die unsere Leser bisher auf der ersten Seite zu finden gewohnt waren, werden wir von heute ab auf der z w e i - t e n Seite in der vierten Spalte abdrucken. ** Meisterprüfung. Am Sonntag fand in der Turnhalle die feierliche ileberreÜbung der Meisterbriefe an die Iungmeisterinnen und Jung- meister der Provinz Oberhessen statt. Der Vorsitzende der Meisterprüfungskommission, Ge- w^rbeschulrat D ü n n i n g s, begrüßte die stattliche Versammlung unb teilte das Ergebnis der diesjährigen Prüfungen mit. Hiernach hatten sich 328 Handwerker von 26 verschiedenen Gewerben zur Prüfung gemeldet, wovon 309 die Prüfung bestanden. Provfazialdirektor Matthias brgsück- wünschte die Iungmeister 'namens der Provinz Obephessen, Beigeordneter Dr. Freh hieß sie für die Stadt Gießen willkommen. Der Vorsitzende der- Handwerkskammer, G^h. Gewerberat Falk, gab den jungen Meistern gute Lehren mit auf den Weg und Prof. Dr. Krausmüller gratulierte ihnen namens der Zentralstelle für die Gewerbe und des hiesigen OrtSgewerbevereins, wobei er ihnen warm ans Herz legte, den Organisations- gedanken zu pflegen. Iungmeister Thomas dankte im Namen seiner Kolleginnen und Kollegen dem Vorsitzenden und dem Prüfungsausschuß, sowie allen Prüfungsmeistern für ihre hingehende freudige Tätigkeit. In der wetteren Festfolge bei Kaffee und Kuchen spendeten die Anwesender der Musikkapelle Weller und dem 1. Gießener Doppel- quartett für ihre schönen Darbietungen reichen Beifall. "" Eine außerordentliche Generalversammlung des Konsumvereins für Gießen und Umgegenb, die am Sonntag im Saale des ®af£ Leib stattfand, beschloß nach längerer Aussprache mit mehr als Dreiviertelmehrheit, das Ein- ttittsgeld auf 50 Mark festzusetzen und den Ge- IHIII I '——HW Er dachte an „Sie..die Künstlerin, vor deren Spiel er sich immer schämte, weil ihm der Tag keine Zett ließ, ihr nachzueifern ... Er träumte, daß er dort oben in ihrem Zimmer neben ihr sah und ihr lauschte. Was er trieb, war Dilettantismus, aber sie spielte vollendet, mit einer Reise, -die er vergeblich mit ihren achtzehn Jahren zusammenzureimen versuchte. „Wie könnt ich schweigen, nun du gekommen, Run unerwartet und gegen mein Hoffen dich erblicke . . ." Er. war, fast ohne es zu wissen, zum „Erotikon" ubergegangen, „Elektra . . .“ Wie Feuerwogen lief es über die Tasten, mit halb geschlossenen Augen spielte er. Schmachtend erklang Adonis Klage unter seinen Händen „Bleibe mir, armer Adinos, noch einmal laß dich erreichen —“ „©uten Abend, Ernst," sagte plötzlich eine weiche Frauenstimme, und seine Mutter stand vor ihm im hellen Abendmantel, einen Spihenschal über dem blonden Haar, frische Kamelien an der Taille. Sie brachte einen Hauch von Theaterlust in ihrem Fächer mit. „Run, wie war's Mama?" Er drehte sich aus dem Klavierschemel um. »Ach, die ewige Agathe und die alte Wolfsschlucht," sagte sie, während sie vor dem Spiegel ihre Sachen ablegte. „Man sollte niemals das Wiedersehen, für das man sich mit siebzehn Jahren begeistert hat. Es war eine Enttäuschung wie neulich mit Matkowskh. Ich hatte mich so darauf gefreut, ihn wiederzusehen, und als ich hinkam, war es em alter Grillparzer in Versen . . .“ ..Du sagst .Verse' Mama, als ob das etwas Fürchterliches sei —" schäftsanteil jedes Genoffen von 300 Mark auf 2000 Mark zu erhöhen. Durch diese Kapttalerhöhung hofft man soviel Geld flüssig machen zu können, als nötig ist im Hinblick auf die stark gesteigerten Anforderungen des Warenmarttes. ** D i e Palast-Lichtspiele bieten mit ihrem gegenwärtigen, bis einschließlich morgen laufenden Programm eine wirklich gelegene Unterhaltung. Die beiden Großfilme bringen gehaltvolle Handlungen in künstlerisch und technisch vollendeter Weise heraus und bereiten den Besuchern des Theaters einige recht genußreiche Stunden. Den musikalischen Teil des Programms öestreitet das gut besetzte Orchester in angenehmster Weise. Wettervoraussage für Donnerstag: Fortbestehen des meist heiteren, trockenen Wetters. In höheren Lagen Nachtfrostgefahr. Die atlantische Depression -liegt noch immer an derselben Stelle. Sie kann sich wegen der niedrigen Temperaturen auf dem Festlande nicht weiter ostwärts fortpflanzen. Das klare Herbstwetter dürfte anhalten. ^prnotrzen. — Lageskalender für Mittwoch: Astoria-Lichtspiele: „Der Roman einer armen Sünderin", und „Die goldene Kugel“. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Strand-' nfre“. Landkreis Gießen. • Langsdorf. 26. Sept. Am Montag, 9. Oktober, wird hier ein Diehmarkt ab- gehalten werden. Der Austrieb darf nur in der Zeit von 9—10 Uhr vormittags stattfinden. * Lich, 26. Sept. Durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in benachbarten Gemeinden mußten die für die Sommermonate geplanten Märkte ausfallen. Nachdem die Seuche erloschen ist, findet, wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, der bekannte Kirmesmarkt am Montag, dem 2. Oktober, wieder statt. Kreis Büdingen. nd. Lindheim, 25. Sept. Zum Bürgermeister unserer Gemeinde, der zugleich auch die Gemeinde Enzheim verwaltet, wurde Lehrer S t e d e r mit erheblicher Mehrheit gewählt. Er ist der zweite Lehrer im Kreise Büdingen, der zugleich Bürgermeister ist. )( Ortenberg, 26. Sept. In den letzten Tagen fanden 'hier die Ob st der st eigerungen statt. Die Nachfrage war überall groß. .Durch' schnittlich. kostete der Zentner Tafelobst am Daum 200—300 Mark je nach Sorte und Güte. Der Obst- Handel ist dieses Jahr nicht so lebhaft tote sonst. Die Berliner und andere Häitdler sind in diesem Jahve ausgeblieben. Kreis Friedberg. ch. Münzenberg, 25. Sept. Die Obst« Versteigerung in hiesiger Gemeinde hat den Betrag von 150 000 Mk. ergeben. Der Zentner Tafeläpfel dürfte sich auf dem Daum auf 200 bis 300 Mk. stellen. Sehr hohe Preise wurden für einige Bäume Champagnerreinette.i erzielt. Einer dieser Bäume kam auf über 5000 Mk Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 26. Sept. Für die in der nächsten Woche beginnende Herbstmesse hat das Polizeipräsidium eine Verfügung erlassen, die eine wesentliche E i n- schränkung der Reklame vorsieht. In den Hauptverkehrsstraßen, vor allem in den Zufahrtsstraßen zu der Messestadt, darf u. a. keine bewegliche Reklame veranstaltet werden. fpd. Frankfurt a. M„ 26. Sept. Auf dem Ostbahnhof wurden vor einer Woche mehrere Eifenbahnbedienstete weg n umfang* reicher Güter bera ubungen festgenommen. Die weitere Untersuchung führte heute zu der Verhaftung von weiteren vier Eisenbahnangestell- ten. Andere Verhaftungen, namentlich von Hehlern, stechen bevor. Der Wett der geraubten Gegenstände beziffert sich auf mehr als eine Million Mark. fpd. Frankfurt a. M, 26. Sept. Unter der Führung des Magistrats und der Handelskammer 'hat sich hier der Ver ei.n „Winterhilfe" ge° bildet, der mit umfassender privater Hilfe durch Heutiger Staub des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 1540, Frankfurt a. M. 1550. 6il)i Pffl Air»11 Wei svli,bck vertrat 2 an der E wurde du ger Äechts^ Jtöu. wlf sie E" Sinne der inD-Md Mer der ba voriger Mer eine fei Sr-w ■ diese einen dacht E trnirbe, btt Frau K. st dvn Zeuge fegentlich und, wen zarückzubr darauf brc Ä. zurück, i halben Kuc der Sache gegangene i btt Sendai L, die «uneben angeg ten 2Imt3i geloben Vi Schmieder Zops M aefiangen u dieser mit sfater zusä fei Zugleic Watte, Äi sie solle u Aidda geh falsche Ang gefallen. { machte vor Angaben. 1 Mrtschast stärkt hatte Ä sich bei hielte. Die mm zu, b Sie ginge < Gefängnis eines Diebs vvHm.De Sache bch nchmmg Nidda. N hotte, seht doch bei ü mittel, in gaben den gab msbe öfters bei zugegen gi beteiligt h Amtsgerjc Nf MÄ bei föten < farausgesa M TÜarg unrichtig, t dvn dem fl. könnten ch dah sie bi, meister A nicht gem< Der l° ®fa|tau g Kuchen u seien und Aus gegengehc da r M sie öf und sie j Um, Aussagen Alchtvöre ^nAng Wschrb urteilen. J. *6." AuSchin SS» Sa fe* 27. 9. Schweizer Franken Kurs Kurs Mitteld. Creditbank. 300, 480, Adlerwerke Datum: I gewinnen, auch einige Mutungen erworben um Bergwerke anzulegen. Teilweise hatte er auch schon^lEm^^ <<7 n c o B i r-J e: & Glecttvn Griesheim 1230, * 1285,- Dtsche. Bereinsbank 213.50 209,- 100 100 100 100 100 0,032 0,07 0,92 1070,- 3025,- 1660,- 1239,- 793,- 1150,- 1125,- 480,— 505,- 73,80 1220,- 207.75 0.35 0.0075 16.60 40.90 23.63 23.00 38.65 0.22 535.25 1.80 0.06 Kurs 25. 9. 77,50 138,- 460,- 77, — 731,— 502,- 314,- 301 - 600,- 409,- 332,50 300,- 1,90 4454,40 53,93 494,37 813,95 670,15 167,79 1,94 4465,60 54,07 495,62 816,05 671,85 168,21 1,82 4536,70 59,68 517,15 851,10 695,90 172,72 4524,30 58^2 515,85 848,90 694,10 172,28 100 3L 100 Mk. 100 Är. 100 Kr. 100 Fr. 1 £ 207.25 0,38 0.0075 16.80 <0.75 23.64 22.65 38.45 0.21 535.- 1.82 0,06 Fr- Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. r Dr. Wietzener Strafkammer. Sitzung vom 2 2. September. Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuhort . . Paris. . . . 25. 9. -,38 — ,18 — ,37 -.28 5360,— 1200, - 3100,- 1665,- 1275,- 813,- 1152,- 1168,- 545,- 529,50 75,25 1265,- 1430,- 1205 - 3150, - 1640,- 1255,- 815,- 1175,- 1150,- 505,- 525,- 75,- 0,031 -.07 0,90 78,- 738,- 512,- 315, — 301,- 605,- 410,- 340,- 303,- 26.9. -,36 -.17 -.36 — ,28 Wechsel auf Holland....... Deutschland . . . . Wien........ Prag........ Paris........ London....... Italien....... Druffel ...... Budapest...... Reuyork....... Agram....... Warschau..... Der Ingenieur Friedr. Heuer aus Dredney tm Ruhrgebiet hatte nach dem Krieg in Oberhessen mehrere Pachtverträge abgeschlossen, um Ocker zu Höchster Farbwerte. 1210, Allg. Eleltr.°Ges. . . 790, Felten » Guilleaume 1140, Schuckert-Werke. . . 1110, Kurs 26.9. 77,50 130,- Datum: S°/, Dtsch. Kriegsanl. 4°Zo5)tfd). Reichsanl. 3°/« Dtsch. Reichsanl. 4*/0 Preuh. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Vermischtes. Allenstein. 26. Sept. Aus dem hiesigen Huweliergeschäst von Kusch raubten anscheinend internationale Einbrecher Brillanten und Schmuckgegenstände im Gesamtwerte von etwa 8 Millionen Mark. VereWefliung grober Mittel der Rot im kommenden Winter Vorbeugen toUI. Träger der Hilfsaktion ist die -Zentrale für private Fürsorge. 26 9 77,50 130,- 440,- 83,- 737— 519,- 310,- 300,- 600,- 405, ~ 325,- 301, - 2400,-2490, 1309,501375, 2399, - 2470, 2485,- 2550, 4850, - 4950, 1200,- 1450, 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 97.80 23.80 125.40 Berliner Devisenmarkt. Geü) Brief Geld Brief 25. September 26. September L. Fr. Kr. $ Kr. 100 Kr. Martnotierunge«. Züricher Devisenmarkt. 26. 9. Daimler. ....... 498,- 4° 0 Heff. Staatsanl. 75, - 1,1 KÖR Berliner Produktemnartt. Berlin, 26. Sept. Der Produttenmarkt verkehrte heute in recht fester Tendenz, da sich lebhafter Bedarf zeigt, während außerordentliche Knappheit an ersthändigem Angebot sich fühlbar macht. Roggen war für Mühlen und für ^lmlagedeckungen andauernd sehr stark begehrt. Weizen wurde bei geringem Angebot höher bezahlt. Im Gerstenhandel hat sich nichts verändert. Hafer wurde zu Futterzwecken und für Aährmittelsabriken dringend zu laufen gesucht. Mais war namentlich, seitens der Brennereien begehrt, stand aber dem Martte nur in ungenügender Menge zur Verfügung. Für Mehl bestand gleichfalls gute Kauflust und sämtliche anderen Artikel hatten ebenfalls feste Haltung. — Weizen, märkischer. 3050—3100 Mk., fest: Roggen, märkischer, 2675—2725 Mk., pvmmerscher 2650 bis 2675 Mk., fest: Sommergerste 3000-3100 Mk.: Wintergerste 2600—2750 Mk., fest: Hafer, mär- kischer, 3050— 3200 Mk., pvmmerscher 2950 bis 3020 Mk., fest: Mais, loco Berlin, 2775—2850 Mk., sehr fest: Weizenmehl (100 Klg.) 8450—9100 Mk.. sehr fest: Roggenmehl (100 Klg.) 6550—7400 Mk.. sehr fest: 'Weizenkleie (ab Abladestalion) 1700 bis 1750, fester: Roggenkleie (ab Abladestation) 1700 bis 1750 Mk., fester: Raps 3900—4000 Mk., fest: Viktoriaerbsen 5500—5600 Mk.: kleine Erbsen 4200 bis 4500 Mk.: Futtererbsen 2900—3100 Mk.: Peluschken 2800-3000 Mk.: Ackerbohnen 2800 bis 3000 Mk.: Lupinen (blau) 1600—1900 Mk.: Lupinen (gelb) 1900—2200 Mk.: Rapskuchen 1750 bis 1850 Mk.: Trockenschnihel 1800—1900 Mk.: Kartoffeln < weiße) 290—300 Mk.: Kartoffeln (rote) 290—300 Mk.: Kartoffeln (gelbe) 320 bis 340 Mk.: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb., 800—850 Mk.: Haferstroh, drahtgepreßt, 800 bis 850 Mk.: Stroh, strohseilgebündelt, 800—850 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Vormahd, 580—680 Mk.; Wiesenheu, Aachmahd, 510—580 Mark. Berlin, 26. Sept. Wie das „B. T." aus Paris meldet, fuhr ein Automobil der englischen Friedhofstvmmission in der Rahe von Peronne in der Dunkelheit in die 'Baustelle des etwa 15 Meter tiefen wasserlosen Rordkanals. Durch den Fall explodierte das Benzin und der Wagen geriet in Brand. Die vier Insassen kamen in den Flammen um. Am nächsten Morgen sanden Arbeiter in den Trümmern des Automobils vier verkohlte Leichen. Berlin, 26. Sept. Olad)! einer Meldung der „Voss. Ztg." raubte aus einem Leipziger Kino eine 15köpfige Bande mit vorgehaltenem Revolver vier Alle des Filmwerks „Der machen den Damen viel Sorge, aber fle tonnen schnell und gründlich beseUtgt werden durch Waschungen mit Aok-Sersand.Mandelkleie. Vlumenzarle, lugenbfrlfcbe GefichkShaur, rvflacn, klaren Teint durch die gesundbeii- dienliche Aok'Seesand-Maudelkleie. kleberall erhältlich Börsenkurse. Franksurl Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß- Nationalbank f. 'S). . _ .77- Boch. Gußstahlwerke 2400,- 240d, Bud.-Eisenw.-Att.. 1300,- 1360, D.-Luxenib. Bergw. 2400, — 2475, Gelsenkirch. Bergw.. 2500, 2600, Harpener Bergbau. 4825, — 5000, Öberschl. Eisenb-B. 1160, Oberschles. Eisenind. 1060, Phönir-Bergb.-Akt. 3035, Bad.Anilin-u. Soda 1625, Turnen, Sport und Spiel. * Der Wassersport-Verein Hel - l a s, Mitglied des Süddeutschen Ruderoerbandes, veranstaltete am Sonntag im Anschluß an sein diesjähriges Abrudern eine Wettfahrt mit dem Wetzlarer Ruderverein 1919. Es kam zum Austrag ein Vierer-Rennen für Iungmannen und ein solches für Schüler Die Leistungen waren durchweg anerkennenswert. Aus dem Iungmann-Ren- nen konnte Hellas mit einigem Vorsprung als Sieger hervorgehea. 2m Schüler-Rennen konnte der Wetzlarer Ruderüerein 1919 den Sieg mit einem Vorsprung von 2 Bootslängen für sich buchen. Die Sieger erhielten Ehrenpreise. Die schönen Leistungen liehen erkennen, baß die beiden Vereine in der diesjährigen Rudersaison fleißig an der Arbeit gewesen sind. Airs dem Amtsverkjrndjgrmgsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 101 vom 26. Sept, enthält: Maßregeln zur Abwehr der Schweinepest (Schweineseuche). — Viehmarkt in Langsdorf. — Die Kosten des nebenamtlichen Unterrichts an den Fortbildungsschulen. — Ausstellung von Pässen und Ausweisen zum Verkehr mit dem besetzten Gebiet. — Einkommensteueranteile der Gemeinden. — Ertvei- terung des Gleisanschlusses der Gewerkschaft „Friedrich" in Hungen. — Fe'dberetnigung Hausen. — Dienst nachrichten des Kreisamtes. arbeiten lassen. Ferner hatte er etwas Gruben-' holz erworben, sowie eine Bretterbude und ein Zechenhäuschen aufschlagen lassen. Da ihm das Betriebskapital ausging, bot er sich in der Zeitung als Rehmer eines Darlehns von 10 000 Mk. an. 2lls Interessent meldete sich ein Kaufmann K. aus Bad-Homburg. Diesem legte der Angeklagte H. ein gefälschtes Bestellschreiben vor, nach dem er 60 Waggon Quarzit zu liefern hatte. Daraufhin hielt K. die Sache für aussichtsreich. Er gab das Darlehen und schlug die Gründung einer G. m. b. H. vor zur weiteren Ausbeute der Grubenfelder. Der Angeklagte stellte nun ein Verzeichnis seiner seitherigen Aufwendungen auf. Dieses enthielt unrichtige Angaben Es toaren noch nicht bezahlte Posten darin aufgeführt. Auch in dem Vertrag, in dem die G. m. b. H. gegründet wurde, war vom Angeklagten eine Mutung aufgesührt, auf die er bereits verzichtet hatte. In der Folgezeit fälschte der Angeklagte eine Reihe von Quittungen, um Posten als bezahlt hinzustellen, die es nicht waren. Wegen schwerer Urkundenfälschung und Betrugs erhielt jetjt der Angeklagte eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten. Zu seinen Gunsten kam in Betracht, daß er im Felde einen Arm verloren hatte und daß er des Glaubens war, das ganze Unternehmen würde demnächst derart rentieren, daß alles Geld wieder aufgebracht werden würde. Tatsächlich waren die vom Angeklagten erworbenen Berechtigungen ohne großen Wert gewesen. Aus der Strafhaft vorgeführt wurde der wegen seiner Einbrüche und seiner Gewalttätigkeiten berüchtigte Korbmacher Karl Haßler aus Espa. Rachdem er im Taunus, in Oberhessen und in Bayern eine große Anzahl von Diebstählen, meist gemeinsam mit anderen Angehörigen seiner Familie, begangen hatte, wurde er voriges Jahr von dem Polizei Hauptmann Kröhl von der Butzbacher grünen Polizei in seiner Behausung in Espa festgenommen. Sein Bruder Albert, der ich gemeinsam mit dem Angeklagten zur Wehr etzte, wurde dabei von Hauptmann Kröhl in der Rotwehr erschossen. In der Behausung in Espa wurde ein ganzes Warenlager gestohlener Gegenstände vorgefunden. Bis jetzt ist der Angeklagte wegen über 20 Einbruchsdiebstählen von verschiedenen Gerichten zu langjährigen Zuch t- h aus st rasen Dcrurteilt worden. Auch in der heutigen Hauptverhandlung wurde ec wegen vier Einbruchsdiebstählen zu 5 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Auch wurde aus die Zulässigkeit der Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt. In der Rächt vom 8. zum 9. Dezember 1920 war der Angeklagte bei einem Förster in der Gemarkung Obermörlen einge- biwchen. Vom 4. zum 5. Dezember hatte er dem Schloß Ziegenberg einen Besuch abgestattet. Vom 13. auf 14. Dezember 1920 brach er in Kröffelbach m das Pfarrhaus und in die Wohnung eines Gastwirts ein. Aeberall lieh er eine Menge von Gegenständen mit sich gehen. Auch war er stets in Begleitung von Komplizen. Der Angeklagte leugnete die Diebstähle, er wurde jedoch überführt. Eine Reihe der gestohlenen Gegenstände, die man bei dem Angeklagten vorfand, sind von den Bestohlenen als ihr Eigentum anerkannt worden. Auch hatte ein gewisser Iochum, der von dem Angeklagten teilweise unter Drohung mit einer Schußwaffe gezwungen worden war, beim Stehlen mitzuhelfen, ein Geständnis abgelegt und den Karl Haßler als Mittäter bei den genannten Diebstählen bezeichnet. In der Hauptverhandlung kam u. a. zur Sprache, daß die Gebrüder Haßler in Espa einen derartigen Terror auf die Devöllerung ausgeübt haben, daß niemand wagte, sie öffentlich einer Straftat zu bezichtigen. Ein Einwohner hatte sogar von ihnen eine Bettdecke abgekauft, die ihm selbst vor längerer Zeit gestohlen worden war, ohne es zu wagen, dies den Verkäufern vorzuhalten. Die Gemeinde Espa sah sich schließlich genötigt, der Familie Haßler ihr Häuschen abzukaufen, nur um diese unliebsamen Elemente loszuwerden. 1405,74 1409,26 1458,17 1461,83 10761,50 10788,50 11136,05 11163,95 26367, - 26433,- 27265,85 27334,15 21548. - 21602,- 22297,05 22352,95 1,78 Handel. Berlin, 26. Sept. (Wolff.) Börsen- stimmungsbild. Am Devisenmärkte bewirkte das Auftreten einiger Nachfrage, namentlich für Lebensmitteleinfuhr, ein merkliches Anziehen der Kurse. Der Dollar stieg von 1405 auf 1445, und auch im offiziellen Verkehr machte die Aufwärtsbewegung langsame Fortschritte. Für die Industrieaktien bestand im Zusammenhänge mit der Entspannung auf dem Geldmärkte eine durchweg gute Kauflust. Besonders erhebliche Kurserhöhungen waren aber nur auf dem Mvntanmarkte zu verzeichnen, auf dem Essener Steinkohlen. Harpener, Laurahütte. Oberschlesischer Eisenbahnbedarf und Oberschlesische Eisenindustrie, ferner Phönix und Riebeck Montan 100 bis 200prvzentige Besserungen bei lebhaften (Umsätzen erfuhren. Doch blieben die höchsten Kurse infolge von Gewinnrealisierungen der Spekulation nicht behauptet. Auf anderen Umsatzgebieten schwankten die Erhöhungen meist zwischen 20—50 Prozent. Von Valutapapieren waren Kanadaaktten stark begehrt und wurden um 1300 Prozent höher bezahlt. Ausländische Renten waren im Einklänge mit der Haltung des Devisenmarktes meist gebessert. Insbesondere stiegen österreichische und ungarische Goldrente, dagegen schwächten sich türkische Anleihen ab. Heimische Anleihen waren gut gehalten, nur Zprvzentige deutsche Reichsanleihe büßte von ihrem hohen Stande 20 Prozent ein. Sehr bedeutende Steigerungen erfuhren ferner auf Gerüchte von bevorstehenden Abfindungszahlungen Kolonialpapiere. So stellten sich deutsche Kolvnial- anteile auf 32 000, Pamona auf 70 000 Proz. gegen 24 000 bzw. 55 000 Prozent gestern. In den nur zu SinheitSkursen gehandelten Indu- skriewerten gestaltete sich das Geschäft unter Käufen des Privatpublikums bei stark anziehenden Kursen außerordentlich lebhaft, was die Kursfeststellung wesentlich verzögerte. Frankfurt a. M. 26. Sept. Bors en - stimmungsbild. Doilarkurs im Fcühverkehr 1410, im Verlaufe 1440. Politische Rachrichten, die dem Devisenmarkt hätten Anregung bieten können, lagen nicht vor. Auszahlung London war mit ca. 6300, Holland 54 800 Reuyork 14.10 bis 14.15 genannt. Die Effektenbörse war auf die mäßige Erleichterung des Geldmarttes hin fester gestimmt. Kaufaufträge seitens der Bankkundschaft führten zu Kurserholungen verschiedener Jndustrieaktien. In Montanpapieren waren verschiedentliche Kurserhöhungen zu beachten. Olavi-Minen lebhafter, Gelsenttrcheu, Oberbedarf sehr fest. Die Aktien der Farbenfabriken ließen Kurserhöhungen von ca. 50 Prozent erkennen. Scheideanstalt, Holzverkohlung, Maschinenfabrik Karlsruhe, Ehlingen anziehend. Elettrizitäts- werte waren vorwiegend höher, besonders AEG., Schuckert, Bergmannswerke. Ausländische Werte unregelmäßig. Türken und ungarische Renten behauptet, Rumänen lebhaft. Dollarnotierung um 1 Uhr 1450. Amstd -Rotterd 54531,75 54668,2556679,05 56820,95 Drüffel-Antlv 10162,25 10187,7510536,8010563,20 Christiania ' ' 23770,25 23829,75 24769, - 24831, - Kopenhagen . 29363,25 29436,75 30414,90 30488,10 Stockholm 37253,35 37d46,65 38651,60 38748,40 Helsingfors' I ! 3091,10 3098,90 3196,- 3204,- Stalien . 5942,55 5957,45 6217,20 6232,45 London..... 6227,20 6242,80 6441,90 6458,10 Reuyork..... Paris...... Schweiz..... Spanien..... Deutsch.Oesterr» Prag...... Budapest .... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan...... Rio de Janeiro (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Entschlüsse der Konstanttuopeler Regierung. London, 26. Sept. (WLD.) Reuter meldet aus Kvnstanttnopel, es werde berichtet, daß der G r o ß w e s i r der k e m a l i st i - scheu Regierung mitgeteilt habe, daß die Konstanttuopeler Regierung nicht wünsche, Angora in irgend einer Weise zu behindern, und daß ihre Mitglieder daher bereit seien, ihren Rücktritt einzureichen. In diesem Falle glaubt man, daß Mustafa Kemal einen Generalgouverneur nach Konstanttnopel entsenden werde. Bolschewistische Anruhen? London, 26. Sept. (WLD.) Der Konstantinopeler Berichterstatter der „Daily Mail" drahtet, dort werde die Befürchtung gehegt, daß die Bolschewisten, deren Organisation in Konstantinopel weitverbreitet sei, A n r u h e n Hervorrufen könnten in der Hoffnung, einen neuen Ausbruch der Feindseligkeiten herbeizuführen, falls ihre türkischen Genossen von ihnen getrennt würden. Flugschriften in türkischer Sprache, in denen die Türken aufgefordert werden, allen Engländern und zaristischen Russen in Konstanttnopel den Hals abzuschneiden, werden in großer Anzahl verbreitet. „Daily Expreß" meldet aus Konstantinopel, das Anbehagen nehme dort zu und es würden Anruhen befürchtet. Die Frauen der britischen Offiziere und Soldaten seien aus Konstantinopel abgefahren. Finanzhilfe zugunsten Oesterreichs. Genf, 26. Sept. (W.D.) Wie die hiesigen Blätter erfahren, ist der Zahlungsplan für die Finanzhilfe zzu Gunst en Oesterrerchs derart aufgestellt worden, daß England, Frankreich Italien und die Tschecho-Slotvakei je 20 »o der von den Danken gewährten Anleihen garantieren d. h. zusammen 80 °/o. Die anderen (Staaten sollen gemeinsam die verbleibenden 20 °/o übernehmen. Frankreich und Tschecho-Slowakei haben nach dem „Journal de Genöve" bereits ihre Zustimmung zu diesem Abkommen gegeben, wäh- „ renb die Einwilligung von England, von der die Italiens abhängt, unmittelbar erwartet wird. Was die politische Regelung betrifft, faßt man nach dem „Journal de Geneve" immer mehr eine ^Neutralität nach dem Muster der Schweizer Reu- traUtät ins Auge. Todesreige n", in dem die Rotlage Rußlands unter der Herrschaft der Sowjet- regierung dargestellt wird. Die Räuber sind entfommen. Allem Anschein nach handelt es sich um Kommunisten, die auf diese Weise die Vorführung des Films verhindern wollten. Schwurgericht. Gießen, den 25. Se^t. Als erste Sache der 3. Schwurgerichtsperiode wurde die Strafsache gegen die Peter K ais e r Ehefrau wegen Meineids und gegen den Elsen- baHnschaffner Hugo Schmieder und dessen Ehefrau Lina Schmieder wegen Anstiftung Mun Meineid verhandelt. Sämtliche Angellagte wollen in Geis-Ridda. J 2 _ Den Vorsitz führte Landgerichtsrat Dr. H a n- fult beisitzende Richter waren die Landgenchts- räte Schade und Trümpert. Die Anllage vertrat Amtsgerichtsrat Dr. W o d a e ge, zur Zett an der Staatsanwaltschaft Gießen. Frau Kaiser wurde durch Rechtsanwatt Iusttzrat H a m b u r - ger aus Aidda, die Eheleute Schmieder durch Rechtsanwalt Iusttzrat Katz. Gießen, verteidigt. Frau Kaiser wiederholte vor den Geschworenen das Geständnis, das sie bereits vor dem Antersuchungsrichter abgelegt hätte und das sie selbst und die leugnenden Mitangellagten im Sinne der Anklage belastete. Aus ihren Angaben < in Verbindung mit sonstigen Zeugenaussagen ergab sich folgendes Bild: Die Rüigarete Schmieder, Tochter der Eheleute Schmieder, hatte im Rovern- bei vorigen Icchres dem Sohn der Angellagten Kaiser einen Palentin geliehen. Rachdem sie diesen bei Frau Kaiser wieder abgeholt hatte, vermißte diese einen künstlichen Haarzopf. Sie schöpfte Verdacht gegen die Margarete Schm., zumal erzählt wurde, diese trüge eine künstliche Haarunterlage. Frau K. sprach diesen Verdacht auch in Gegenwart von Zeugen aus. Als sie den Vater Schmieder gelegentlich traf, bat sie ihn der Sache nachzugehen, und, wenn Margarete den Zopf hätte, diesen Airückzubeschaffen. Schmieder versprach dies. Bald darauf brachte die Frau Schm, den Zopf der Frau K. zurück, zugleich mit einem Butterweck und einem halben Kuchen und bat inständigst, doch nichts von der Sache zu verraten. Auf eine inzwischen eingegangene anonyme Anzeige vernahm bald darauf der Gendarmeriewachtmeister K n a u ß die Frau K., die zunächst den Sachverhalt so schilderte, wie feben angegeben. Als nun die Marg. Schm, von dem Amtsanwalt nach Ridda zur Vernehmung geladen worden war, beftürmten die Eheleute Schmieder die Frau K., sie solle doch sagen, der Zopf 'habe an der Wand unter dem Palentin gehangen und sei, im Palentin eingeklemmt, ohne daß die Marg. Schm, es gemerkt hätte, von dieser mit nach Hause genommen worden, wo er später zufällig aus dem Palentin herausgefallen sei. Zugleich erMelt Frau K. des öfteren Milch. Matte, Butter, Wurst und Wolle. Man bat sie, sie solle unvorgeladen mit dem Gretchen nach Ridda ge'hen, um vor dem Amtsanwalt deren falsche Angaben zm bestätigen. Sie würde auch frei- gehalten. Frau K. gab diesen Bitten nach und machte vor dem Amtsanwall die entsprechenden Angaben. Rachdem sie sich in Ridda in einer Wirtschaft auf Kosten der Marg. Schmieder gestärkt hatte, frug sie diese auf dem Heimweg, wie es sich! denn nun wirklich mit dem Zopf verhielte/ Die Marg. Schm, gab der Frau Kaiser nun zu, daß sie den Zopf mitgenommen habe. Sie ginge aber ins Wasser, wenn sie deshalb ins Gefängnis solle. Sie war erst kurz zuvor wegen eines Diebstahls verurteilt aber bedingt begnadigt worden. Der Amtsanwall, der nun Klarheit in die Sache bringen wollte, veranlaßte die eidliche Der- nefyntung der Frau Kaiser vor dem Amtsgericht Ridda. Rachdem Frau K. die Vorladung erhalten hatte, setzten ihr die Schmieders wieder zu, sie solle doch bei ihrer seitherigen Angabe bleiben. Lebens- mittel, insbesondere auch ungebrannter Kaffee, gaben den Bitten den nötigen Rachjdruck. Frau K. gab insbesondere an, daß der Angeklagte Schm, öfters bei diesen gemeinschaftlichen Besprechungen 8ugegen gewesen sei und sich an der Beeinflussung beteiligt 'habe. Darauf beschwor Frau K. vor dem Amtsgericht Ridda, daß Marg. Schmieder ihr den Zopf zurückgebracht 'hätte mll dem Bemerken, er sei bei ihnen zu Hause auf einmal aus dem Palentin heraus gefallen. Sie. die Frau K., glaube nicht, daß Marg. Schm, den Zopf entwendet habe. Es fei unrichtig, daß sie den Ehemann Schm, gelegentlich von dem Diebstahl Kenntnis gegeben habe. Auch könnten ihr Ehemann und ihr Sohn bestätigen, daß sie die Angaben vor dem Gendarmerieracht- meister Knauli, die die Marg. Schm, belasteten, nichIIIII>II!IIIIlIIIIII«l!Il!III!III»IIIIW gwiebeln nut 30% Bohnenkaffee %«Pfund«Paket mil 20% Bohnenkaffee '/»-Pfund-Paket mit 10% Bohnenkaffee '/,-Pfund-Paket UNITED STATES LINES BREMEN UnserLagerenthältca.2000Schürzen s t F 88506 Erscheinen. eaea Lager 09076 sucht 09166 fordern. Alleinherfteller: «07 Josef (krmel, Griesheim am Main. 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