m am 1, September censähe. Ingen. »tb, inge^ Ziegen, ner für j, erfvlge"- lfge^ der Republik. Jeichsgeschblalk n Kraft 922 sowie auf pie [922 erlafsene, 1922 abgedracae ranftaltungen von Metem. W ; S,-M. 1- M. 0 ,50 M. wird mit Genehmi- ilgenber Tebühren- : und für . . .10,-®. Mg find die nach rgebühren an den H Gail 'b-o.VenislarvsKj August 1922 gefunden, krsfti^ igen Staun lahlte cd die KrS- “”6 , in hiesiger Stadt el von einem TM' mii -fts» £,i w** ius. u°^nt spiele Dttinz Nanntshirfy idt._____________ »amtcs. in wurde cls Feld- innt und von dem erausDellers- Aemeinde Dellers- liybti* [findens des •JStftS Samstag, 26. AuWst 1922 vr»S ««» Verla-- vrShl'sche Ilnlv.-Vuch- snö Stehtöniitrei «. tätige. Schriftlettung, Seschöstrstelle und Druckerei: Schulstraße 7. WochenrückblLcL. von Heutiger Stand des Dollars —2025 von ausländischen mittels Auslands- beten Verübung den deutschen Truppen vvrgewor- fen wird fast ausnahmslos während des siegreichen Vormarsches im Iahre 1914 begangen sein sollen, also zu einer Zeit, in der von einer Verzweiflng Deutschlands wahrlich noch nicht d.e Rede sein konnte. Daß Verstoße gegen das gellende Recht des Krieges vorgekommen sind, wird niemand bestreiten. Aber für Handlungen ew<,einer die ganze Armee verantwortlich zu niachen, ist V e ru n g l i m P f u n g, die nicht nur die Armee, sondern das putsche Volk trifft, das die Armee gebildet hat. Gegen diese Verunglimpfung müssen wir Lins auf das Entschiedenste ver- gegen sowohl löcU wie jeijt unoeruyrr geuuemzu und ist in den letzten Zähren im vollen älmsange, besonders von den französischen Kommunen und Departements im Auslande ausgenutzt worden. Wenn man danach forsche, wer auf der Welt wahrem , , „ _ Verwahren müssen wir uns auch gegen die Darstellung, wie sie namentlich französischerseits während des Krieges w\b nach dem Kriege verbreitet worden ist, daß solche Missetaten nur vondcutscherSeite begangen worden seien. Je mehr die Mark sinkt, desto billiger erhält Frankreich Kohle. von der Marktverschlechterung eigentlich einen Ruhen hat, so findet man: nur Frankreich und die französische Industrie. Diese Tatsache erklärt die sonst unverständliche französische Politik. Einstweilen geht der französische Ministerpräsident noch mit einigem Stolz darüber hinweg, daß 100 Mark nur noch wenig mehr als einen halben Franken wert sind. Der Frank hat etwas abgenommen, aber noch verrat sich an feinem Aussehen nicht, daß auch ihn bald die galoppierende Schwindsucht befallen .könnte. Das deutsche Wirtschaftsleben ist auf das Ernsteste gefährdet, die Londoner Blätter trugen, wie ein 'Wolff-Telegramm meldet, gestern alle in Fettdruck Aeberschriften wie „38 Mark für ein Penny", „Die Mark fast wertlos", „Europas Wettlauf nach dem wirtschaftlichen Ruin", „Europas ernsteste Gefahr". Sogar die ,Aimes" raten Poincars, nicht „im Ramen der Konsequenz des Irrtums" das Interesse Europas weiterhin aufs Spiel zu setzen. Die „Konsequenz des Irrtums" ist das Beharren auf der Ausführung des Versailler Friedensvertrags, das Shylvck-Recht der Fränzvsen. Poincars schleift das Messer mit großem Selbstgefallen: „Wir sind brave Menschen, die man in ihrer Arbeit gestört, deren Heimat man verwüstet hat." Derselbe Pvrncars, der auch vor 1914 die Messer schliff und die Axt an den Friedensbaum legte. Lieber den Inhalt der Berliner Verhandlungen, die in den letzten Tagen gepflogen worden smd, wissen wir wenig, aber doch so von den Gewerkschaftsvertretern ge» macht worden waren, kamen zur Sprache. Lieber die Absichten der Regierung wird im allgem.i.en Zurückhaltung geübt. Am Schlüsse der Vera- lungen wurden die zuständigen Ressorts beauftragt, Vorschläge cm sz arbeiten und diese.beu dem Ministerrat, der h ute unter d m Vorsitze des Reichspräsidenten stattfindet, vvr- zulegen. Am Freitag nachmittag fand, den Morgenblättern zufolge, eine Besprechung der Vorstände des Allgemeinen deutschen Gewerkschastsbundes und 5»er sozialistischen Parteileitungen statt, an der auch der Holländer Fimmen von der internationalen Gewerk chaftsintrrnationa'e u id Tom Shaw von der Zweiten Internationale teilnahmen. Die Gewerkschaften haben keine Forderungen ausgestellt, sondern Richtlinien, die als Grundlage für die weitere Behandlung der dringlichen Frage dienen sollen. Rach einem Münchener Telegramm des „Verl. Tageblatts" hat Ministerpräsident Graf Lerchenfeld in einem Schreiben die Minister auf den Ernst der wirtschaftlichen Lage hingewiesen. In allernächster Zeit 'soll nach vorhergehender eingehender Erörterung im Ministerrat eine Aussprache mit den Vertretewi der Spitzenorga n i sationen der Erzeuger, des Handels und der Verbraucher erfolgen. M ü n ch e n, 25. Aug. (WD.) Auf einer heute im Sihungssaale der Regierung abgeha'tenen Versammlung, an der die Vertreter der großen Derussorganisationen, der Industrie und des Handels sowie des Handwerks- und Bauern st andes teilnahmen, wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, die verlangt, daß, um der immer drohender sich gestaltenden W i r t s ch a f t s n o t des den Frachten ungünstig gelegenen Südens entgegenz iwirken, die Verwaltungen ermächtigt werden, in Vorfällen zur Existenter Haltung von Landwirtschaft und Industrie, Handel und Handwerk im Benehmen mit den zuständigen Landeseisenbahnräten Ausnahmetarife zu erlassen. Der Grün satz der Staffelung müsse zu Gunsten der entlegenen Wirtschaftsgebiete immer durchgreifender ausgebaut werten, damit die Entlastung der durch bu ab- fenen Randgebiete überhaupt ermöglicht wird, solute Frachthohe ohnehin schon schwer betrosth Die Lebensnotwendigleiten des süddeu.schen W.rt- schastslebens verlangten insbesondere bei dem Kohlenausnahmetarif eine durchgreifende weitere Entlastung für große Entfernungen. Der Resolution haben sich auch die Vertreter aus Württemberg und Vaden angeschlossen. Sie fordert zum Schlüsse nachdrücklich, daß der finanzielle Ausgleich der Reichsbahn nicht nur. $r. 200 Erscheint täglich, außer Sonn- nnb Feiertags, mit derSamLtagsbeilage: EiehenerFarnilienblätter «»nLt'.lcheVerutzspreise: Md-29.- und Mk. 3.— Trägerlohn,durch dieDost Mk- 32.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infeige höher« Gewalt. — Frrnsprech- Anschlüssi: für dieSchrist» lettung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Änxeierr Siehe«. postschelZonto: frrentfnd a. M. HEM. Annahme von Anzeigen - für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. ohne jede Verbindlichkeit. ‘ Preis für 1 mm hohe für Anzeineno 34 mm ‘Breite örtlich 150 Pf., auswärts 180 Pf.; für Reklame' Anzeigen von 70 mm Breite 500 Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. - Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteck: Hans Beck,' sämtlich in Dietzen. rungen und Mordtaten, die uns von den franzö- sischLn Truppen bekannt wurden, und deren Wahrheit unwiderleglich fest steht, sind nicht minder schwer als diejenigen, die man den deutschen Soldaten vorwirft. In dem Augenblick, wo alle Kräfte ange- pannt werden müssen, um den wirtschaftlichen Zusammenbruch nicht nur Deutschlands, sondern auch aller mit ihm in Berührung stehenden europäischen Staaten zu verhindern, können solche Reden, wie sie Poincare immer wieder hält, nur Anheil st.if t e n. Der Sturz der Mark. London, 25. Aug. (WTB.) I.n Mittelpunkt deS öffentlichen Interesses steht der Sturz der deutschen Mark. De Zeitungsplakate verkünden heute nachmittag im Fettdruck mit den Worten „Krach der Mark" den Sturz derMarkaufllOOOfür ein Pfund Sterling. Die Blätter würdigen zum Schlüsse die eingettetene Erholung auf 8000. Auf dem Geldmärkte herrscht große Aufregung und Unsicherheit. Die Blätter fragen, wohin das führen soll. Das Ehaos nehme in Mitteleuropa von Tag zu Tag zu und ziehe Handel und Industrie der ganzen Welt in Mitleidenschaft. Ein neuer deutscher Meratoriumsvorschlng. Berlin, 26. Aug. Wie die Morgenblätter berichten, soll gestern nachmittag nach eingebenden Beratungen mit den Vertretern der Reparationskommission in Form eines Moratoriums ein neuer deutscher Vorschlag unterbreitet worden sein, in dem gesagt wird, daß die deutsche Regierung bereit wäre, die im Friedensvertrag Deutschland auferlegten Holz- und Kol lenlieferäugen dadurch sicherzustellen, daß sie mit den deutschen Holz- und Kohlenlieferanten bzw. Produzenten feste Lieferungsverträge abschließen, bei denen die im geschäftlichen, Leben üblichen Sicherungen zu berücksichtigen seien. Die Besprechung über die Wirtschaftliche Notlage. Berlin, 26. Aug. Rach dem „Derl. Tageblatt" wurden in der gestrigen Beratung über die wirtschaftliche Rotlage, der außer een Reichskanzler der Reichswirtschaftsmini- ster, der Reichsarbeitsminister, Vertreter des Reichsfinanzministers, des Schah Ministers, des R e i ch s w e h r m i n b st e r s sowie ein Vertreter Preußens keiwohn- flotte muhte zum eigenen Rachteile der alliierten Schiffahrt abgeliefert werden, seine Kolo- -Berlin 2050, Sratifurt a. W. 2025 Die letzte „Brandrede" Poincarss, vorn „Manchester Guardian" so genannt — hat die deutsche Mark um etwa 100 Prozent gestürzt. Der französische Ministerpräsident hat, das muß man ihm zugestehen, seinen schroffen Standpunkt so geschickt und wohlüberlegt vertreten, als es seinem Advvkaten- geist nur immer möglich war. Wenn sich nun harnllose Gemüter versucht fühlen, ihm Recht zu geben — kann sie dann der furchtbare Marksturz in diesem Gefühl bestärken? Oder wird das Faustwort „Vernunft wird Unsinn fluten die unverfälschten und unerbittlichen Realitäten zum Bewußtsein bringen? — Man sollte meinen, auch die Franzosen hatten ttn dem katastrophalen Riedergang unserer Währung keinerlei Interesse. 2lber sie haben öfter den Vorwurf erhoben, Deutschland selber lasse seine Valuta leichtfertig oder gar absichtlich herunterkvmmen. Poincars hat bei der Wiederholung dieses Vorwurfs am Montag allerlei Beweisversuche gemacht. Jetzt schlagen ihm die Tatsachen ins Gesicht. Will er etwa die Schuld an der n e u e n, Hunde ttprozentigen Verschlechterung ebenfalls der deutschen Kapitalverschiebung, oder der deutschen Verschwendungssucht in die Schuhe schieben? — Ach, daß man darüber viele Worte verlieren muh! Die Dinge liegen so einfach. Poincars hat die Geister mit rechnerischen Taschensvielerkunststückchen zu verwirren gesucht. Die deutsche Regierung hat sich entschlossen, amtlich durch das Wolff-Bureau dagegen Front zu machen, und es wird damit die Erinnerung noch einmal aufgefrischt an all die Blutzapfungen, die an dem besiegten Deutschland vorgenommen worden sind. Sicherlich sind Poincarss Ziffern falsch, aber selbst wenn man annähme, daß sie richttg wären, sind seine Gegenüberstellungen doch in einem unglaublichen Maße abwegig, krrefährend und ttügerisch. Aus dem Defizit der französischen Handelsbilanz konstruiert dieser Advokat „Rückzahlungen an das Ausland". Von 1919 bis 1921 soll Frankreich unmittelbar und bar 6V2 Milliarden Papiermark zu- Roch liegt keine bestimmte WillenSkund- Alle diese Leistungsmöglich- gebimg der Äeichsregierang vor, die Ersül- -eiten hat der Derkog von D-ri-.aeÄ weg. W™. « Herr Wirch sagte ^7^nmöglich gEch^wte^ mir noch einmal, er sn verpflichtet, dafür S" sieden; wie das wiederholte Angebot zum vrgen, daß das Volk Brot und Nahrung Wiederaufbau von Rordfrankreich durch deutsche habe, und da sei die Grenze der Erfüllungs- Arbeitskräfte. Der Kredit Frankreichs ist rnöalichkeit. „Der Rest ist Schweigen". Auch dagegen sowohl 1870 wie jetzt unberührt geblieben auf" dieser Seite kann man wohl von einer' * — " „Konsequenz des Irrtums" sprechen, deren Umschlag niemand im Augenblick sich vorteilen oder fordern kann. Der Kanzler verhandelte mit den Gewerkschaften über Maßnahmen auf dem Gebiete der Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik, ein Zeichen xifür, welche innerpvlitischen Gefahren unmittelbar aufgetaucht sind. Der Reichstag ist noch nicht einberufen; er käme wohl auch zu spat und könnte mit seinen Parteigegensätzen nicht viel helfen. Aber der Reichskanz- Vvllends durch die Politik der Drohmrgen und Retorsionen verschuldet worden. Die deutsche Wirtschaft ist durchs den Krieg vollständig erschöpft und durch den Waffenstillstand sowie den Friedensvertrag aller Aktiven beraubt worden, mit denen Auslandszahlungen geleistet werden kannten. Deutschland hat seine ausländischen Wertpapiere abliese n müssen, seine Handels- und Industrieunternehmungen im Auslande sind liquidiert worden, seine Handels- rückgezahlt haben, so daß mit Einbeziehung der passiven Handelsbilanz 54V- Milliarden Papiermark herauskämen, während Deutschland im gleichen Zeitraum nur 32 Milliarden bezahlt habe. Poincars schämt sich der passiven Siegerexistenz seines Volkes, die in dieser Rechnung liegt, offenbar garnicht. Deutschland hat mit allen Kräften hart gearbeitet, Frankreich hat auf die Reparationen des „boche" gewartet. Herr Poincars kann uns doch nicht verschleiern, daß Frankreich seine Siegervaluta genossen und ausgenutzt hat, worin Doch wohl ein Ausgleich für seine schlechte Handelsbilanz gefunden werden kann, und wie die Herren Franzosen in unserem ausgepowerten, valutaschwachen Lande es sich gütlich taten, so findet Herr Poincars in seiner obenerwähnten Vergleichs-Rechnung sich großmütig bereit, auch das übrige Ausland in Pa- Diermark zu bezahlen! Wie kann man bei so grundverschiedener Sttuktur der Geld-und Wirtschaftsverhältnisse zweier Länder ihre /Zahlungen an das Ausland mit so falschem $mu) willkürlichem Maßstäbe messen? Was ^Deutschland in Wahrheit geleistet und ein» gebüßt, waS das Ausland in ihm auf» gezehrt hat, das steht auf einem Rechenblatte, Das der Reparationskommission durch die deutsche Regierung längst überreicht worden -ist! Wir nehmen an, daß Die Herren Dradburh und Mauclsre jetzt in Berlin aufs neue dar- ,über belehrt worden sind. ten, eine Anzahl Vorschläge erörtert, die jur Linderung der allgemeinen Aotlage beitracen sollen. Auch die Vorschläge, die dem Reichskanzler Der französische Ministerpräsident hat in Dar-le-Duc toetter behauptet, Deutschland habe im ^'scheint diesmal beso^s unwrMchen± MM an haben, daß die Existenz breiter Volksschichten geleistet. Diese Behauptung ist vollständig falsch von außen her untergraben wttd. Die Deutschland hat bis jetzt an Barzahlungen aus Richtlinien, die von den Gewerkschaften ge- dem Fnedensvertrage 2.2, an Sachleistun - Zogen worden sind, enthalten viele oft gefor- gen 16.3 Milliarden Goldmark geleistet, dazu dette Selbstverständlichkeiten. Daß die Ein- I fommen 17.7 Milliarden Goldmark für die Befuhr überf lustiger Luxusartikel unterbleiben, sa tz u ngs k 0 st en, d.e ^tre^g der d^tst^n daß die Alkoholherstellung im Interesse frer ™ ««^ta ^tu Mm «tageschränkt en , Auslande und sonsttgen zusammen, also darüber gibt es kaum MeinungSverschteden- __ heften. Mancherlei Maßnahmen und Verein- über 38 Milliarden Goldmark, fachungen im Nahrungsmfttelverbrauch er- Rechnet man dazu noch den Wert der .... scheinen ebenfalls unausoleibltch. rlngeduyr- Deutschland abgetretenen Gebiete und den licher Aufwand ist ebenso zu unterdrücken wie Q3ert der deutschen Kolonien, so kommt man Wucher und Gewinnsucht. Wie weit die übri- einer Leistung Deutschlands von mehr als qen Anrecntngen der Gewerkschaften, Erhöh- 100 ONilliarden Goldmark, tote sie Mc- unq der Ausfuhrabgabe, Kontrolle des De- nister ^Ra^enau in seiner Rerchswgsrede am fee»“« “ können, müssen die Beschlußfassungen zu - D^ französische Minister-Präsident hat von ständiger Organe ergeben. Die Reichs- neuem ^n Vorwurf erhoben, daß Deutschland mtntfter werden qm kommenden Montag mft ^ie Kapitalflucht begünstigt und nicht den Innenministern der Länder darüber genügend bekämpft habe. Dre deutsche Regierung verhandeln. Daß auch Graf Lerchenfeld in hatte von sich aus, schon lange bevor die Repara- Müncben äbnllcbe Vorbesprechungen mit Der- tionskommissivn dieser Frage ihre Aufmerksam- &etoeifi ebenfalls irnh d^smal ^s d^ttsche des Wirtschaftsverkehrs einen Erfolg Volk m der Stunde höchster Gefahr ine Einig- erwarten ließen. Sie hat darüber hinaus auf das kett und Geschlossenheit sucht. Verlangen der Reparationskommission noch wei- EU. tere Maßnahmen getroffen und wird noch wettere ____m A treffen, obwohl diese Maßnahmen mit der Lage Eine amtliche oUtUOltDOt|Un9 beg Wirtschaftsverkehrs nicht-mehr zu vereinbaren her Siebe Doincarös. sind und kaum einen Erfolg erwarten lassen. /nn \ rr» 4. Der französische Ministerpräsident hat in Berlin, 25. Aug. (Wolffft Von amt- €inCT Aede am 20. August, die der Rede in Bar- licher Seite wird dem Wolffbureau zu t>en I ^e„^uc rausging, erneut beiden kürzlich vom franzofischenMmi- . sterpräsidenten gehaltenen Reden folgen- das Wort von der disziplmierten Barvarei Erster Blatt ,72. Zahrgang GietzenerAnzelge General-Anzeiger für Oberhessen w cmtnifterpräflbent Bat in s--, d-r beutf^n Trupp^m^-^ [e, ner Rzde in Bar-le°Duc am 1. August einen Becrründuna die er für dieses System Vergleich zwischen der deutschen und der fron- b-ft^vtel daß die deiLtsche Regierung zösischen Zachllings- und Handelsbilanz ß^>gen, MW«, W OJeTü^ng von mit dem Ziele ttachzwveisen Sturz m kett en die Fe^ habe nZrbe ma- d e r Qltari nicht durch die Passivität der deut- ^«uia miecien ssraw; äs* usb l «WffiSs Tempo die Rduck zu entwerten, hätte die Passivität der deutschen Zählungsbilanz allein nicht ausgereicht. Die letzte Entwertung von 1/150 auf mindestens 1/450 ihres Friedenswertes ist aber I viel, daß auch hier die Konsequenz der Blut- I G^iete, durch Kchlew- Hosz-sonsticv Waven^ I zugänglich war. Die deutscye ten, durch ausgezwungene Leberschwemmung mit als Pfand für dre Holz- und Kohlenlief I überflüssigen Luxuswaren, durch Knebelung mit rungen 50 Millionen Goldmark angeboten zu einer ^„fettigen Meistbegünstigung usw. In haben, die ins besetzte Gebiet abgeführt wer- diesem Punfte unterscheidet sich Deutschlands Lage den könnten. Frankreich wäre gewillt, diese von der Frankreichs nicht nur jetzt, sondern sie 50 Millionen zu schlucken, aber nicht als aus- läßt auch keinen Vergleich zu mit der Lage reichend- Garantie, sondern nur als pflicht- Frankr-ichs Der Friede von Franst Mnilbiaen Tribut Ob Äerr Wirth daraufhin hat die französische Wirtschaft ganz mtatt gelassen. hat ob dieser deshalb hat Frankreich damals verhaftnrsmahig ftrn Angebot zurückgezogen haft 0 \ lf.^t Kriegsentschädigung leisten fömrn. Der Erfüllungsbecher nun tatfachltch ^t der Aus DertragvonVersaiiles'haa er Deutsch- : sicht auf die Besetzung des Ruhrgebietes hin- [anö aller Möglichkeiten zu Au^lanoszah- übergehen wird, ist ungeklärt. Frankreich be- tungen ^raubt und trotzdem die Verpsiichtwig ' stand auf seinen Pfandst)rderungen, die sich großen Auslandszah.ungen auserlegt. Es gibt • auf die Wälder und Staatsbergwerke im be- nur drei Formen, in denen ein Land Lft- 1 setzten Gebiet beziehen. Ein letzter deutscher ftungen an das Ausland machen kann, nämlich rankten darzubieten, blieb vorläufig un- Island, sei es durch Abgabe von Arbettskrästen erörtert. Str John Dradburh und Herr I M Ausland; Mauclsre sind abgereist, und eine amt- 2. durch Verkauf liche deutsche Mitteilung erklärt mit einer «Wertpapieren; Tröne banger Erwartung, nun habe die Repa- 3. durch Zahlung rationskommission wieder das Wort. | Ire bi ten. i > Die teilweise Aufhebung der Rctorsiousmatzuahmen. Straßburg, 25. 2lug. (Wolff.) Havas meldet: Die Entschließung des Generalkom- missars der Republik, vom 5. August 1922, durch welche die Finanz in stitute der elsaß- lothringischen Departements Oberrhcin, Niederrhein und Mosel aufgefordert wurden, alle deutschen Guthaben einzubehalten, sind mit Wirkung vom Freitag, den 24. August, aufgehoben worden. Italiens Politik gegenüber Oesterreich. Verona, 25. Aug. (WTV.) Laut Ste- fani veröffentlicht die Zeitung „Arena" eine AEerredung mtt dem Minister des Aeußeren Schanzer, in der dieser erklärte, die Presse üdertreeibe vielleicht den praktischen W^rt des vom österreichischen Bundeskanzler bei der italienischen Regierung unternommenen Schrittes. Man habe sogar von Annexion oder einer Verschmelzung beider Staaten gesprochen. Der Ernst der Lage Oesterreichs habe sicherlich die Prüfung der- Aus sradl unD Land. Gießen, den 26. Aug. 1922. Der Milchpreis. Eine Zuschrift aus unseren Leserkreise beschäftigt sich mit der Neufestsetzung des Milchpreises auf 20 Mk. pro Liter infolge der Erhöhung des Stallpreises auf 1 4 M a r k. Die Neuregelung des Stallpreises bedeute für den Erzeuger eine Mehreinnahme gegen- • über den seitherigen Preisen von 75 Prozent. Ob ein solcher Aufschlag durch erhöhte Unkosten bedingt gewesen fei. möge dahingestellt bleiben, jedenfalls sei er in den Verhandlungen der interessierten Kreise als ausreichend anerkannt worden. Statt mit diesem Ergebnis zufriÄten zu sein, wurde von nfanchen Landwirten in den umliegenden Ortschaften ein Stallpreis von 15 und 16 Mart gefordert, also bis zu 100 Prozent mehr als seither. Der Driefschreiber appelliert im Hinblick auf diese Mehrsorderungen an die einsichtsvollen Landwirte und bittet sie, ihren Einfluß auf die von dem Verhandlungspreis abweichenden Standesgenvssen dahin geltend zu machen, daß auch diese sich an den Stallpreis von 1 4 M a r k halten, um der schwer ringenden städtischen Bevölkerung den Bezug von Milch nicht allzu opferreich zu machen. Wie uns von der städtischen Preisprüfung s st e l l e aus Anfrage mitgeteilt wird, ist für die Beurteilung des Milchpreises von 20 Mark pro Liter folgend^ zu beachten: Mit Wirkung vom 15. August ab wurde ein Milchstallpreis von 1 4 Mark und eine Molkereispanne vom 3 Mark für das Liter durch Vereinbarung des Hess. Städtebundes mit der Arbeits- gemeinscha f t der landwirtschaftlichen Organisationen und der Molkereivereinigung unter Vermittlung des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft, Abteilung für Ernährung und Landwirtschaft, Darmstadt, festgesetzt. Von den restlichen 3 Mark werden die Austrägergebühr (1,70 Mark für das Liter), Transportkosten, die Mehrkosten für von auswärtigen Molkereien bezogene Milch und sonstige kleinere Linkosten bestritten. wie bisher durch ständige Erhöhung, sonvern vor allem durch Hebung und Wirtschaftlichkeit der Betriebe suhergestellt werde. Berlin, 25. Aug. (WTB.) Amtlich Dte steigende Wirtschaf sich? Rot, die sich totester Devofterungsschichten bemächtigt, und sich in den fefrterc -btiggn durch die ungeheuere Entwertung der Mark noch mehr zu verschärfen droht, ist Geget, stand ernstrster Sorge der Re-chsregierang ^n einer gemeinsamen Besprechung ter beteiligten Ressorts des Reiches und Preußens die heute nachmittag unter dem Vorsitze des RetchZkanz'ers statt gefunden hat, wurde eineReihe von Vorschkagen geprüft, die auf die Linderung der Notlage abzielen. Es wurden verschiedene Maßnahmen ins Auge gefaßt und die zuständigen Ressorts beauftragt, ihre Vorschläge hierzu dem Ministerrate vorzulegen der morgen vormittag unter dem Vorsitze des Reichspräsidenten zusammentreten wird. Für Montag werden die Ministerpräsidenten und die Minister bed1 Innern der Länder zu einer gemeinsamen Beratung m t der Reichsregieoung nach Berlin gebeten. Eine Rede des Ministerpräsidenten Millerand. Paris, 25. 2[ug. ab Frankreich ein arbeit» fameö und friedfertiges Land ist. Wenn es nicht schändlich wäre, so würde es komisch sein, ein Land des Militarismus zu be- zichttgen, das in solchem QHabe, wie es geschehen ist, seine militärischen Ausgaben seit dem Kriege eingeschränkt hat. Frankreich würde sich freuen, toenn es sich noch mehr einschränken konnte. Aber wie könne es vergessen, daß vor acht Jahren em Sturm über die Welt losgebrochen ist, der so. schwer war, daß, wenn unsere Armee und ihre Führer nicht imstande gewesen wären, den ersten Ansturm auszuhalten und den anderen Nationen Zeit zu geben, um sich vorzubereiten, die Pläne der Hohenzollern von Erfolg gekrönt gewesen wären. Wir sind friedfertig, aber wir werden uns nicht hinters Licht führen lassen. Wir haben mit eigenen Augen die Verwüstungen gesehen, die einem .großen Teile absichtlich und planmäßig in zehn unserer Departements angerichtet wurden. Wir haben mit eigenen Augen die Reparationen gesehen, die auf unsere Kosten ausgeführt worden sind. Wir verlangen nur Gerechtigkeit. Wir sind sicher, sie zu erhalten, weil wir es wollen. Sie werden uns dabei Helsen. , Die in Ihrem Namen verlesene Botschaft bürgt mir dafür. Sie werden unsere Richter und unsere : Zeugen sein. Sagen Sie der Wett, daß wir Fran- ; zosen von gutem Willen beseelt sind und den Frieden der Gerechtigkeit und die Sicherheit ver- : dienen, füi dessen Vollendung die Amerikaner und Franzosen gemeinsam ihr Blut vergossen ! , haben. i dienliche Mitteilung nimmt die KriminalpolsM zei entgegen. ** Schuhdiebstahl. Vorgestern wurde aus einem Auto, das vor einem hiesigen Caft stand, ein Paket mit 1 Paar Herrenstiefeln mit La (Kappen, Gröhe 43, 2 Paar Dainenspangen- schuhen, Größe 37 u. 38, und 3 Paar lange, weihen Damenstrümpfen, im Gesamtwerte von 5200 Mk. gestohlen. •• Fa'hrraddieb stahl. Gestern mittag gegen 12 älhr wurde aus dem Hose Moltkestrahe 7 ein für kurze Zeit dort aufgestelltes Fahrrad, Marke „Zito", Fabrik-nimmer 128 234, im Werte von etwa 7000 Mk. entwendet, trotzdem es ab- geschlossen war. Vor Ankauf wird gewarnt, " Gehaltsverhandlungeu in Industrie und Handel. Man schreibt uns: Verhandlungen zwecks Abschluß des Gehattstarifs für August fanden für die Industrie am 25. August statt. Die Verhandlungen blieben ergebnislos, da die Arbeitgeber 30—40 Prozent boten, die Angestellten aber 100 Prozent forderten. Sämtliche kaufmännischen lyb technischen Angestelltenverbände haben bei der Schiedsstelle Entscheidung beantragt. Für den Kleinhandel finden « irmalig Verhandlungen über die Gehaltssätze für August am 28. August, für bei Großhandel am 30. August statt. ** Zu dem Diebstahl auf der Bleiche an der Lahn, über den wir gestern berichteten, teilt uns die Waschanstalt Gg. Hüttenberger mit, daß der Diebstahl nicht auf ihrer Bleiche vorgekommen ist. In unserem gesttigen Bericht war eine dahingehende Behauptung auch nicht aufgestellt. L-ornotizen. — Tageskalender für SamStag. Lichtspiekhaus, Bahnhofstraße heute und morgen: »Der Mord an der kleinen T" und .Der Sturz von der Teufelsbrücke". — Palast-Lichtspiele, heute und morgen: „Der Liebling der Götter" und „Di? Derlobungsreise". — Tageskalender für Sonntag. Hotel Felsenkeller, 10 llhr vorm.: Schlossermeistertag. — Müllersche Badeanstalt, 2 llhr: Schwimm- Wettkämpfe. — Nachm. 3 llhr: Hauptrennen der 2. Herbst-Regatta des Lahn-Regatta-Verbandes. — Aus dem Stadttheaterbureau. Am Donnerstag, dem 31. d. M., findet zur Feier von Goethes Geburtstag ein Gastspiel des ftaatL Kurtheaters Bad-Nauheim mit „Iphigenie auf Tauris" statt. Als Gast für die Titelrolle wurde Trude T a n d a r vom Staatstheater in Kassel gewonnen. — Die Astoria-Lichtspiele bringen in der nächsten Woche einen H Y P n o s e f i l m, der an Hand von Aufnahmen aus Kliniken und Irrenhäusern den Zuschauer auf das Gebiet des llebersinnlichen, soweit es der wissenschaftlichen Forschung zugänglich war, vor Augen führen Will. Dr. Kalb« s wird in seinem begleitenden Vortray alle Fragen der Suggestion und des Hypnotismus vom rein wissenschaftlichen Standpunkte aus behandeln. Landkreis Gießen. * Grünberg, 25. Aug. Die Burg „Gruneberg" wurde im Jahre 1186 von Landgraf Ludwig III. von Hessen erbaut, zum Schutze der Handels- und Heerstraße, die von Süddeutschland über Frankfurt nach Norddeutschland führte, jedoch 1195 zerstört wurde, als die Bischöfe von Mainz und Köln mit Hermann I. von Hessen in Fehde lagen. Unter Vermittlung der Siebte von Fulda und Hersfeld kam aber bald ein Vergleich zwischen den beiden Kirchenfürsten und dem Landgra- en zustande. Die Burg wurde alsbald wie- >er aufgebaut. Der umliegende Flecken hatte ich rasch vergrößert, und im Jahre 1222 er- cheint Grünberg in den Urkunden zum ersten- male als Stadt. Um dieses 700jährige Jubiläum der Stadt in würdiger Weise zu feiern, ist die Stadtvertretung und Bürgerschaft schon seit einigen Wochen tätig. An dem alten Rathaus hat ein Kunstmaler aus Darmstadt die wunderbaren alten Malereien um die Fenster des unteren Stockes in künstlerischer Weise erneuert bzw. aufgesrischt. Diese Malereien sind als eine Sehenswürdigkeit äu bezeichnen. Der am Sonntag nachmittag stattfindende historische Festzug mit seinen zahlreichen Gruppen aus der Vergangenheit Grünbergs wird den Besuchern des Festes außerordentlich Interessantes bieten. Zahlreiche Festgäste sind eingeladen. Das Hessische Ministerium wird bei den Feierlichkeiten vertreten sein. Aus dem besetzten Gebiet. rm. Worms, 25. Aug. Don einem französischen Dolmetscher geschlagen und dann in Hast genommen wurde der Werkmeister Adam Kissinger von hier, der mit einem Bekannten und dessen Tochter über die Straße ging und den Franzosen, der mit seinem Fahrrad so dicht an ihnen vorbeifuhr, daß er die Leute streifte, in höflicher Weise darauf aufmerksam machte, daß das Fahren auf dem Bürgersteig verboten sei. Ein dazu kommender französischer Offizier beteiligte sich an der Mißhandlung. K. wurde nach Wiesbaden gebracht. L. U. Landes-Universität Gießen. Zu außerplanmäßigen außerordentlichen Professoren an unserer Landes-Universität wurden ernannt die Privatdozenten der philosophischen Fakultät Dr. Karl Roller (Pädagogik) und Dr. Oswald Weidenbach (Philosophie). < Sein 25jähriges Eisenbahn- dien st Jubiläum feierte gestern Oberbahn- hvfsvorsteher Karl Luh beim Bahnbof Gießen. ** Auf weitere Reichsn otopfer- zahlungen durch die Erwerbsgesell- schäften macht eine Bekanntmachung tm heutigen Anzeigenteile aufmerksam. ** Straßensperrung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten ist die Frankfurter Straße zwischen Kliniksttahe und Straße „QIm Steg" bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerksund Radfahrverkehr gesperrt worden. ** Wegsperre. Anläßlich der Ruderregatta ist der Feldweg am Bahndamm vom Bootshaus des Vereins Rudersport bis zum Boots Hause der Gießener Rudergesellsä^ft morgen für die Zeit von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags für den Durchgangsverkehr polizeilich gesperrt. ** Aufgehobene Straßensperre. Die Sperre der Rodheimer Straße, Krosdorfer Straße und Wiesecker Weg hat das Polizeiamt aufgehoben. ** Ein Schweine- und Ferkelmarkt wird am nächsten Mittwoch in Gießen stattfinden. Der Auftrieb beginnt um 7 Uhr vormittags. Nach 10 Uhr werden feine Tiere mehr zugelassen. ** Errichtung einer Schneider- zwangsinnuna für den Kreis Gi e- ß e n. Die Liste der Handwerker, die an der Abstimmung über die Grrichtung einer Schieiderzwangsinnung für den Kreis Gießen teilgenommen haben, liegt während zweier Wochen auf der Registratur des Kreisamts Gießen in den üblichen Dienststunden zur Einsicht und Erhebung etwaiger Einsprüche der Beteiligten offen. Nach Ablauf der Frist eingebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt. ** Diebstahl. Von einem Acker im Neustädter-Feld an der Lahn sind in letzter Zeit etwa 50 Garben Sommergerste entwendet und.mittelst Wagen abgefahren worden. Der Geschädigte setzt eine sehr hohe Belohnung zur Ermittlung des Täters aus. Sach' fernen dringend notwendig gemacht. Die Unterredung S.chanzers mit Dr. Seipel werde dazu dienen, alle zur Prüfung notwendigen Unterlagen zu liefern. Die italienische Regierung habe den festen Willen, im Einklang mit den verbündeten Regierungen dvrzugehen. Die Haltung der ttalienischen Polittk Oesterreich gegenüber ergebe sich aus der durch den Frieden von St. Germain geschaffenen Lage. Italien könne die Lage Mitteleuropas nicht außer Acht lassen. Es müsse sich etwaigen Umgruppierungen oder Neu- orientterungen ebenso wie dem wirtschaftlichen Zusammenbruche Oesterreichs widersetzen. Unbefriedigender Stand des deutschen Wohnungsbaues. Im „Sozialpolitischen Ausschuß" des Deutschen Reichstages machte Rekchsminister Brauns Mitteilung über den Stand des deutschen Wohnungsbaues, der als geradezu besorgniserregend bezeichnet werden müsse. Er teilte mit, daß von 2 00 000 Wohnungen, die laut Beschluß des Deutschen Reichstages für 1922 neu geschaffen werden sollten, bis jetzt, nachdem also die beste Bauzeit beinahe schon wieder vorüber ist, nur 27 000 Wohnungen fertiggestellt oder in der Vollendung seien. Das bedeutet bei einem Bedarf von etwa 1 000 000 Wohnungen in Deutschland nicht weniger als einen völligen Zusammenbruch aller geplanten und mit Riesensummen subventionierten Maßnahmen.zur Behebung der Wohnungsnot. In der Deutschen Wohnungspolitik wird trotz der ungeheuren steuerlichen und sonstigen Belastungen des Hausbesitzes und der Mieterschaft keine Aenderung eintreten, solange nicht das Bau- und Wohnungswesen von allen Zwangsmaßregeln befreit ist, die es heute an einer freien Entfaltung hindern, und ehe nicht eine Stabilisierung der Mark eingetreten ist, die das Bauen weniger gefahrvoll als heute macht. Aus dem Reiche. Bayern und das Reich. M ü n ch e n, 25. Aug. (WTB.) Die Polizei hat die von den bereinigten vaterländischen Verbänden Münchens für heute abend auf dem Königsplatze geplante öffentliche Kundgebung zu dem sogenannten Berliner Abkommen untersagt. Die Besoldung der Bankbeamten. Berlin, 25. Aug. (WTB.) Wie der »Allgemeine Verband deutscher Bankange- tellten" mitteilt, hat der Reichsverband der Bankleitungen in einer Besprechung heute erklärt, daß er beabsichtige, am 3 0. August die Augustbezüge noch einmal zur Auszahlung zu bringen und außerdem den verheirateten Beamten 2500, für jedes Kind 1000 Mk. einmalig auszuzahlen. Der Reichsverband der Bankleitungen hat dagegen den Vorbehalt erhoben, daß diese Auszahlung zu verrechnen sei gegenüber der im Tarifverträge vorgesehenen Revision der Augustbe- züge, die nach dem Wortlaute des Tarifs Anfang September stattfinden soll. Der Allgemeine Verband deutscher Bankangestellter erklärte, daß eine derartige Regelung einer erneuten Bevorschussung des Einkommens in der Praxis gleichkvmmt, die mit der von ihm geforderten außertariflichen Beihilfe nicht das geringste zu tun habe. Er müsse sich also zur Erlangung dieser Beihilfe organisatorische Maßnahmen Vorbehalten. Neue Bekenntnisse Napoleons I. In dem ersten Bande der Erinnerungen des Grafen Mols, der soeben m Paris von der Marquise de Noailles unter dem Titel „Der Graf Mole" veröffentlicht wird, finden sich viele wichtige Einzelzüge zum Charakterbild Napoleons I. und auch interessante Bekenntnisse, die er bem Grafen gemacht hat. Molo wurde von dem Kaiser mit 25 Jahren zum Minister ernannt und war ein treuer Anhänger, dem gegenüber er sich häusig offenbarte, lieber feinen ersten Eindruck von Napoleon schreibt der Graf: „OBenn man seine Gestalt so nahe sieht, wie ich sie sah, dann wirkt sie viel imponierender, als ich jemals dachte. Sein Kopf ist prachtvoll und so, wie ich keinen vorher gesehen. Ich erkannte m seinen Zügen alle die Eigenschaften, die Menschen über ihre Art erheben und ihnen Herrschergewalt verleihen, aber keine von den Tugenden, die sie im täglichen Umgang liebenswert machen." Der Kaiser erzählte Mols ausführlich von dem furchtbaren Rückzug in Rußland 1812. „Bei diesem schrecklichen Rück- 8¥9. sagte er, „geriet der König von Neapel (Olturai) in die vollkommenste Verzweiflung. Er nicht mehr an seine Kinder schreiben, ohne mkt feinen Tränen zu befeuchten. Die Er!-buisse waren stärker als fein Charakter, unb an|iatt sie zu beherrschen, wurde er von chnen überwältigt. Ich brauchie alle meine durch tange -Hebung erworbene Selbstbeherrschung, um ferne Erregung zu zeigen. Vor Beginn dieses Rückzugs war ich der Eroberer der Welt der die größte und prächtigste Qlrmee befehligte, die es in modernen Zeiten gegeben. Bei dem Rückzüg ver- ,I°r td> al!o?. Aber ich glaube, ich zeigte meine unveranderllche Ruhe und Heiterkeit. Glauben! Sie jedoch nicht, daß ich nicht ein so weites Herz habe wie irgend jemand. Ich bin ein gutherziger Mensch, aber von Jugend an habe ich mich selbst erzogen, so daß diese Saite meines' Gemütes keinen Ton mehr gibt.“ Für das erstaunliche Gedächtnis Napoleons spricht eine S.^ene, die Mols beschreibt. Der Kaiser fiiitt sich mtt einigen französischen Gelehrten über die Wahrheit der in dem ersten Buch Moses enthaltenen Angaben. „Der Kaiser," schreibt der Graf, „erinnerte sich mit erstaunlicher Genauigkeit der kleinsten Felsen und Abhänge in dem Tal, wo der Felsen von Hebron lag, aus dem Moses mit seinem Stab Wasser hervorsprudeln lieh. „Ich zog durch dieses Tal mit der Genesis in meiner Hand," sagte er, „und ich war erftaunt. zu beobachten, mit welcher Genauigkeit alle Einzelheiten in der Bibel festgehalten sind." Wie früh sich bei Napoleon Altersersch?inungen bemerkbar machten, davon spricht eine Aufzeichnung aus dem Jahre 1813, in dem Napoleon 44 Jahre war. „Während er ab und zu ging und mit mir sprach," schreibt Molö, „zeigte er Zeichen von Ermüdung. Er hielt inne, lehnte sich gegen den Billardtisch, rollte die Billardkugeln mit der Hand hin und her und schien einzuschlafen. Als er sah daß ich das merkte, meinte er: „Es ist doch merkwürdig, wie sehr der Mensch an Kräften abnimmt, toenn er älter wird. QTber glauben Sie mir, nach dem 30. Jahr ist man nicht mehr so recht geeignet, um persönlich Krieg zu führen." Mol6s Urteil tautet dahin, daß er dem Kaiser keine von bdi Brutalitäten zutraut, deren man ihn angeklagt, aber er hält ihn für sehr selbstsüchtig upd eitel: ..Je öfter ich ihn sah, je sorgfältiger ich ihn studierte, umso fester wurde ich davon überzeugt, daß er sich stets von dem Eindruck des Augenblicks beeinflussen lieh, und nur wünschte., selbst als groß und herrlich zu erscheinen. Gr dachte weniger daran, eine Dynastw zu hinterlassen, als vielmehr einen Namen, dessen Glanz und Ruhm niemals von einem andern Sterblichem übertroffen werden könnte." Aus der Geschichte des Dollars. Der Dollar spielt heute in unserem Leben eine ebenso ungeheure wie verhängnisvolle Rolle, und man kann wohl sagen, daß niemals eine Münze so einschneidend in das Schicksal eines großen Volkes eingegriffen hat, wie dieses Geld, daS heute jeder im Munde führt. Dabei dürften nur wenige von denen, die dem Dollar bei ihren Geschäften eine so große Rolle zuschreiben, jemals einen Dollar in der Hand gehabt haben, und noch viel weniger werden wissen, daß dieses Wort, das einen so magischenKlang gewonnen bat,'mir eine Verballhornung des guten alten ehrlichen deutschen Taters ist. Der alte Taler, der bereits vor den Zeiten Kaiser Karls V. geprägt wurde, ist der eigentliche Ahne des Dollars, der in seiner Geschichte auch so manche trüben Schicksale verzeichnet bevor er zum unumschränkten Herrscher der Welt wurde. Die ersten Einsiedler in Amerika brachten nur wenig Gel) mit sich; sie führten aber dann lhrem Lande einige Münzwette zu durch den Handel mit den Westindischen Inseln. Dott war hauptsächlich eine spanische Münze in Umlauf, bieurfprüng- kch von dem deutschen Taler herstammte und „Dollarn genannt wurde, damit hatte man nämlich Das Wort Taler ins Spanische übertragen. Der Saler hatte bei seiner Wanderung durch die Welt die verschiedensten Werte angenommen und aalt un Spanischen 8 Realen. Um nun diesen spanischen Taler vom deutschen und holländischen Taler zu unterschelden, wurde das r-Zeichen müdem dieserDol- lar nach dem lateinischen Wort senis bezeichnet wurde, nut zwei Linien durchstttchen. Daher stammt das noch heute übliche Dollarzeichen $. Dieser von den Westindischen Inseln hervorrvmmende Dollar erlangte nicht gleich die herrschende Stellung in dem Geldwesen des jungen Landes. Die einzelnen Kolonien gaben ^nächst Papiergeld aus, und erst nach der Begründung des amettkanischen Staatswesen ging man $um Prägen von Gold-, Silber- und Kupfermünzen über. Auch andere Länder übernahmen diesen spanischen Dollar; der alte spanische Goldpiaster ebenso wie der Eaulenpiaster erhielten diesen Namen, und die mexikanischen Piaster wurden in Amerika „levan- tinische Dollars" genannt. Dem Säulenpiaster war der Silberdollar sehr ähnlich, der zuerst in den Vereinigten Staaten im Jahre 1785 zur gesetzlichen Münzeinheit erhoben wurde. Dieser Silberdollar blieb die Mkrnzeinheit bis 1873, in welchem Jahre der Kongreß den Golddollar für die Grundlage des amerikanischen Geldes erklärte, und so ist es bis heute geblieben. Vorher hatte der Dollar aber im Anschluß an den finanziellen Niedergang der Sezessionskriege eine sehr schlimme Zeit durchzumachen, die manche Aehnlichteit mit dem jetzigen Schicksal unserer Mark aufweist und aus der wir den Trost schöpfen dürfen, daß es auch bei uns einmal wieder besser werden wird. In den Jahren nach dem Kriege herrschte der Papierdollar unumschränkt, wie bei uns die Papiermark, und seit 1862 war das Papiergeld der Union die alleinige Währung; nur Kalifornien behielt den Golddollar bei, den es bereits früher als Münzeinheit ange- nommen hatte. Dieser Pupierdollar wurde nun immer mehr entwertet, und 1864 bekam man für 100 Golddollar 286 Papierdollar. Erst als zu Anfang 1876 die Regierung der Vereinigten Staaten die aufgehobene Bareinlösung des Papiergeldes wieder einführte hob sich der Wert des Papiergeldes wieder. Erne besondere Form des Dollars, der Carolus-Dollar, hat noch lange seine spanische Herkunft bewahrt. So wurde nämlich der spanische Piaster tm Jemen Osten genannt, wo er vielfach von Privaten nachgeprägt wurde, gerade so wie die altenMatte-Teresientaler, dieOesterreich zu Handels- Zwecken für einzelne afrikanische Völker prägte. Da der Carolus-Dollar vielfach gefälscht wurde, schlugen die chinesischen Bankiers den vollgewichttgen Stücken einen besonderen Gegenstempel auf. Heute ist der Carolus-Dollar fast überall durch den amerikanischen Dollar verdrängt. rs*ste S-'ssr, Iah« y hje Grundlage ünö !° W * rf ^2ollar aba '^.Niedergang der an-iellen, durchs lLmitderniE E» und auS der ®i M pufau(f) bei unj i. M/Ä3aFT ti die ^^'2alleinige Iböet.^’rtpibbo^ _ behielt oct . ünfle, fll* "Se nun 7KS7L KFL tzSs^ a durchs sSssX <'i§S «SSÄSi ^er 12823? -Äte'w LZ-S A 100 bei Är denK^^llch ^^lndlmia^'nhan. •■ Nuft fiau’1*fut dvi ALZ .“•„•»•SÄ- LtzM der vM ÄWLL? Hnuptrennen der' -ahn-Regatta^cbandiS ^"deaterbureau. J' X Hubel »ui Äg ein TaMl fe >4laubeim mit ,3bhi. statt. W Gast für die Tandar vom Staats- nnen. Lichtspiele bringen M«n Hhpnosesilm, nahmen aus Kliniken und Xiuer aaf das Miet des eS der tvjssenschasllichen war, vor 3uqcn führen rd in feinem begleitenben der Suggestion und des wissenschaftlichen Stand» S Gießen. 25. Aug. Tie Ducg i Zchre 1186 von Land- i Hessen erbaut, zum mb Heersttaße, die von rranffurt nach Aord» ch 1195 jerftört tourbe, Mainz und Köln mit i in Fehde lagen, iln» lebte von Fulda und ) ein Vergleich zwischen ’ten und dem ßanbgra* rg wurde alsbald wie» mliegcnbe MeLen hatte rnd Im Jahre 1222 ei» n Urkunden zum ersten- dieses 700jährige itzt ,'n würdiger Weise Vertretung und Bürger» Wochen tätig. An dem Kunstmaler aus Darm- alien Malereien um ren Stockes in fünft» rt bzw. IS eine &W* am Sonntag nad» |d;e F-sti-S 14 her »rgang*1 3eiud)«rn de« W -n.D°sS-M fieletWtelM««' C) a) (7781B Der Oberbürgermeister. 3. 03.: Dr. Rosenberg Stailenang^bote] s Lktt g. msbl.ziimer 0 ooocro 7857B Gietzen, Butzbach, «rünberg, Hunden. der den und Bekanntmachung. Frühbirnen-Versteigerung bekannt machen zu lassen. Gietzen. den 21. August 1922. notopfer eingezahlt worden ist. Gietzen, den 19. August 1922. Die Finanzämter Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck. Dienstag, den 29. August vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle an Rödger Straße von den Ochsenwiesen, von Wiesen im Stolzenmorgen, am Utersbrunnen Altentisch, Bicte: 3-Zimmer- Wohrtt, Bahnhofsnähe. Sucht: Gleiche mit reich!. Aebenräumen oder größere. Schriftl. Ansseb. unter 08202 a. d. Gieß. Anz. erbeten. Tausch. 2 Zimmer m. Küche in guter ^age Wetzlars gcg. gleiche od. größere in Gießen zu tauschen gesucht. Schr. Angcb. u. 08229 an d.G.Anz. Landwirtschaft. * Lich, 25. Aug. Unter der städtischen Schafherde wurde Räude amtlich festgestellt. Cs sind Maßnahmen getroffen, daß die verseuchte städtische Herde mit dec un verseuchten fürstlichen Schafherde nicht in Berührung kommt. * Ettingshausen, 25. Aug Die Räude bei der hiesigen Schafherde ist erloschen. Die Sperrmaßnahmen sind aufgehoben. * Eine Landwirtschaftliche Aus - st e l l u n g findet vom 15.—24. September in Siegen statt. RähereS ist aus dem heutigen Anzeigenteil zu ersehen. Weg, Lärchenwäldchen, Anneröder Weg, Luther- Perg und am Alten Steinbacher Weg meistbietend versteigert. Die Frühbirnen am Schiffenberger Weg und Leihgestemer Weg werden am Alten Steinbacher Weg ausgeboten. Die Zusammenkunft findet um 88/4 Uhr am Schlachthaus statt. 79O3B Gietzen, den 25. August 1922. Der Oberbürgermeister. 3. 03.: vr. Rvsenberg. b) nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Grotzen-Duseck. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen beabsichtigen, wollen sich an den städtischen Wiesenmeister Bellos, Wolfstraße 15, wenden. Die Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde Hi* Heg Schiffenberger Weg od. llmgcßcnb. Gebe 6 Z., Küche u. Zubehör in der Nordanlage in Tausch. Schriftl. Angeb. unter 08186 a. d. Gieß. Anz. (, A '"11 Angestellter Vermietungen 11 tubiner Dauermieter, Sehr o. möOimnitr 0,6116 T Bekanntmachung, srmmt W-Vttßchttnng der Steht Sieben. Montag, den 28. August und Dienstag, den 29. August soll das Grummetgras von den städttschen Wiesen auf Grund der vom Hesi. Ministerium erlaßenen Verordnung vom 15. Mat 1920 meistbietend versteigert werden und zwar: Montag, den 28. August a) vormittags 9 Uhr, Zusammenkunft am Schlachthof von den Wiesen tm Neustädterfeld, Deutsch- Teigwaren Makkaroni, Hudeln, Hörnchen schaffen körperliches u. geistiges Wohlbefinden, Vollgefühl -er Kraft und ftrbeitsfreu-rgkeit. Mittwoch, den 30. August 1922, bormittags Uhr beginnend, werden einige Bäume Frühbirnen an der alten Krofdorfer Stratze, Wiefecker Bekanntmachung. Weitere ReichSnotopferzahlungen durch die SrwerbSgesellfchaften auf Grund deS § 37 des Bermvgenssteuergefetzes vom 8. April 1922. Die Erwerbsgesellschaften (Akttengesellschaften, Komanditgesellschaften auf Olktten, Kolonialgesell» schäften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Berggewerkschaften und, sofern sie die Rechte juristischer Personen haben, andere bergbautteibende Vereinigungen), die an sich schon ihr gesamtes Rotopfer in Höhe von 10 vorn Hundert des Vermögens befchleunigt entrichtet hatten, haben auf Grund des § 37 des Verrnögenssteuergesehes vorn 8. April 1922 noch eine weitere Abgabe in Höhe der Hälfte des Reichsnotopfers zu entrichten. Heber biefe weitere Abgabe wird den Grwerbsgesellschaften ein Steuerbescheid zugehen. Die eine Hälfte der neuen Olbgabe, also ein Viertel des Reichsnotopfers, ist jetzt schon vor Zustellung des Steuerbescheids unverzüglich bei der Stelle einzuzahlen, bei der seiner Zeit das Reichs» Kreis Friedberg. X Dad-Rauheim, 25. Aug. Eine geradezu fieberhafte Kaufwut hat sich des Publikums bemächtigt. Es betätigt die Hamsterei in einem Umfange, wie wir Um hier noch nicht erlebt. Der Andrang zu einigen Geschäften war derart stark, datz sie zeitweise geschlossen werden muhten. Die Einheimischen kommen in eine gewisse Rervosität und werden „angesteckt" durch die Ausländer, deren Geld ja von Tag zu Tag kaufkräftiger wird. 3n einigen Schaufenstern sieht man jetzt endlich den erfreulichen Otermerf „OI n Ausländer wird nichts abgegeben". Kurgäste und Einheimische fahren dazu noch massenhaft zu Einkäufen nach- Frankfurt und Gietzen und in die benachbarten Landstädtchen. zj Dad-Rauheim, 25. Aug. Bei der Versteigerung der reichen städtischen .Frühobsternte, zumeist Dutterbirnen und „Gute Luise", wurden erträgliche Preise erzielt. 3m Durchschnitt kam der Zentner Dirnen am Damm nicht über 200 Mark zu stehen. — Die Versteigerung des Schälholzes in den staatlichen Waldungen am Winterstein og zahlreich« Kauflustige an. ES wurde zum Teil recht hoch geboten. Die Preise für 2 Meter Gichenschälholz und 100 Schälholzwellen bewegten sich zwischen 2000 und 4000 Mark. Das Schalholz gilt als Brennholz von besonderer Güte. X Dad-Rauheim, 25. Aug. Der Verein .Deutsche K o l o n ia l - E h r c n b u r g“ mit dem Sih in Dad-Rauheim, der im vergangenen Jahre gegründet wurde und Mitglieder tm ganzen Leiche aufzuweisen hat, hielt tm Sprudel-Hotel feine erste Generalversammlung ab. Oberamtsrichter Dr. Fuhr erstattete den Geschäftsbericht, nach dem der Okrein bis jetzt 4 Stifter, 145 Mitglieder und zahlreiche „Freunde" zählt. Die letzteren zahlen nur einen geringen Jahresbeitrag, find aber nicht stimmberechtigt. Oberstleutnant Fonk, der alte Ostafrikaner, dessen reichhaltige 2 3 Wim 8AWA für neue und {Reparatur* arbeiten per sof. gesucht 08238 Butzbach, Wetzlarer Straße 19. Tausche meine aer. 2-Ztmmer- Wobnung mit Stürbe (Mrofborfer Str.s gegen schöne S-S-Zim.-Wob- nung tm ©tabiinnern. Schriftl. Angcb. u. 08188 an den Gieß. An», erbeten. 60 Stück. tolb. Mainz, 25. Aug. Dor einigen Tagen wurde ein hiesiger Juwelier von einem Un- bekannten an telephoniert, wobei ihm mitgeletlt wurde, ein Arzt des hiesigen Stadt. Krankenhauses wünsche eine goldene Uhr. Kurze Zeit darauf erschien ein Mann und erklärte, beauftragt zu sein, die Uhr abzuhvlen. Da man ihm glaubte, wurde ihm die Uhr ausgehändigt. Olach- träglich hat sich herauSgestellt, datz der Juwelier einem Schwindler zum Opfer gefallen ist. Am gleichen Tage hat der Unbekannte noch bei zwei anderen Juwelieren, allerdings vergeblich, den gleichen Betrug versucht. Herrliche 4-Zimmer-Meg mit großem Zubehör in Schotten gegen möglichst gleiche Wohnung in Gietzen zu tauschen gesucht Schriftliche Angebote unter 7908 an den Gießener Anzeiger. einen wertvollen Lichtbilderapparat zur Verfügung, der sich zur Zeit in der alten Heimat des Herrn Jung, in 011 erlau, befindet und von dort mit einigen Lichtbilderreihen nach Olfriti versandt wird. Den Lehrern in Südwest ist mit diesem Lehrmittel Gelegenheit geboten, ihren deutschen Schülern die Schönheiten der alten Heimat im Bilde zu zeigen. — Das Kolonialerinnerungsabzeichen wurde von der Regierung Medizinalrat Dr. Lur z und Postschaffner Klaus, 0H ita Liebern der hiesigen Abteilung der Kolonialgesellschaft, für ehrenvolle Teilnahme an den Feldzügen in Afrika verliehen. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt 25. Aug. Tine Demonstration gegen die Teuerung versuchten heute die hiesigen OlnHänger der Kommunistischen Partei. Sie hatten eine Versammlung auf den Marktplatz einberufen und sich dazu einige auswärtige Redner verschrieben. Der größte Teil der in der Rahe liegenden Geschäfte hatte schon um 5 Uhr, als bie Versammlung beginnen sollte, die Läden geschlossen. Die Polizei hatte jedoch den Marktplatz abgesperrt unb bie Parteiführer auf den alten Bahnhof verwiesen. Die sehr kleine Zahl der Genoffen zog ab, versammelte sich aber wieder auf dem Paradeplatz vor dem Museum, wo verschiedene Redner vor einigen Hundert Personen, von denen wvU die große Mehrzahl Reugierige waren, mit den verschiedensten Schlagworten operierten, ohne wesentlichen Beifall zu finden. Die völlig zwecklose OJerfammlung hatte keinerlei Resultat, 5a die blaue und die grüne •^nvtgen, W. QSu«. Am kommenden Alvn- jaa wird hier ein Viehmarkt stattfinden, zu- «letch wird auch Schweinemarkt abgehalten. Her Auftrieb darf nur In der Zeit von 7 bis y/, Uhr vormittags erfolgen. T Lang-Göns, 25. Aug. Heute mittag geriet die 60jährige Witwe dos Kaspar Hohs. Wentzel, hier, vor ihrem Haus vor den abwärts fahrenden Gepäck-Kras twaaen von 3. OH. 2 ndreäaus Frankfurt a. M. Mit einem Schrei unter den Wagen versinkend, ward sie von diesem vor den Augen i^rer Tochter unb ihrer Enkel auf der Stelle erbrüdt. Die Teilnahme an Lern Verben Geschick, das so plötzlich über bie brave Familie hereinbrach, ist allgemein. Die Ortspvlizei hat sofort den Wagenführer vernommen Wieviel Schuld an dem Unfall ihn trifft, wird die Untersuchung hoffentlich klarstellen. • Langsdorf, 26. Aug. Echweine- marTt ist am nächsten Montag in unserem Orte. Die Auftriebszeit ist für die Zett von 9—10 Uhr festgesetzt. WM zu altem Herrn für leichte Pflege gesucht. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeiger. 7908 Suche bet hohem Lohn für sofort oder bald cta in Küche und Hausarbeit erfahrene» älteres, solides Mädchen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gietz. Anzeiger». 78T freundlich mobl.» gut heizbares Zimmer tevil. zwei), möglichst mit eleftr. Licht. Schriftliche Angeb. unter 08241 an den Giest Anz. erbeten. Zwei Mediziner suchen sofort oder ver 1. Sevtbr. Einzelzimmer ober gemeinsame» wohn- und Schlafzimmer mit guter Heizung und Beleuchtung, möglichst in Nähe der Kliniken. Schrtftl. Angebote unt. 08257 an den (Sieh. An». ostafrikanischen Feste OHpapua ein Kolonial denkmal am Johannisberg zu Lrr'.chtr:., war in der Versammlung anwesend unb gab ausführliche Darlegungen über bie Art, wie er sich bie Verwirklichung bcS Planes denkt. Wenn bie Zetten eben eine Ausführung auch noch nicht ermöglichen, so will der OZereln Deutsche Kolonial- Ehrenburg seine Aufgabe hoch darin sehen, für ben Gedanken bei allen Kvlonialfreunden im Reiche zu werben, damit in besseren Zelten die OZerwirk- lichung durchgeführt werden kann. — 3m Anschluß an ben Vortrag bes Lehrers Jung aus Okahanbja tm ehemaligen Deutsch-Südwest entfaltete sich auf Anregung der hiesigen Olbteilung der Deutschen Kolonialgesellschaft eine rege Sammeltätigkeit für die deutschen Schulen in Sübwest. 3n großer Zahl wurden gute Bücher für unsere Landsleute in Düd- westafrika gestiftet. Sie gehen dieser Tage an die Frauenabteilung der Deutschen Kolonialgesellschaft in Berlin zwecks Weiterleitung nach unserer ehemaligen Kolonie ab. Eine hocherfreuliche Stiftung ist auf Anregung der hiesigen Olbtellung der Kolonialgesellschaft den deutschen Schulen in Süd- West außerdem von der Firma G. Leybolds Olach- folger (OHechanische OSerkstätten) in Köln geworden. Die Firma stellte In hochherziger Weise uno wertvolle Kvlonialsannnkung tm vergangenen Polizei, welche tm benachbarten «chloyhof Mt»- öommer hier mehrere Monate ausgestellt war mal auf ätle Möglichkeiten gefaßt Bereit stand, und von dem die 3dee stammt, in Gestalt der und jeden Einzug verhinderte ‘ ~ 'onial- wd. Mainz, 25. Olug. 3nfolge der stetig errichten, steigenden Fleischpreise ist der Fleischver- brauch in Mainz sehr erheblich zurück- gegangen. Während z. D. vor einem Jahre auf dem Dienstagsviehmartt tm Schlachthofe durchschnittlich 360—400 Stück Schlachtvieh abgesetzt wurden, beträgt der Verkauf jetzt höchstens Lehrling au» guter Familie fül kaufmännisches Bureau per bald gesucht Schr. Angeb. unter 08190 an d. Gieh. Anz. erbeten. Ein ordentlicher, ehrlicher Junge wird als Lehrling gesucht. 7918D BäckereiKarlSchrimpf, Lauterbach (Hessen). vehördliche^Anzeigen Stadt. Arbeitsamt Gießen Ltebigftraße 16, Teleph. 2054. Ts können eingestellt werben: ä. bei bieflaeu Arbeitsebern: 1 Wagenlackierer, 1 Schreiner, 2 Schuhmacher, 1 Korrespondent, 1 Maichinenschretber, 3 Slelnhauer, 1 Glaser. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 2 Glaser, 1 Vacflerer, 1 Polsterer, 2 Btlderrahmenmacher, t Steinbildhauer, 1 Steinbauer, 2 Bäcker, ein Metzger, 2 Svengler und Installateure, 1 Stukkateur, 2 Wagner, 3 Schmiede, 1 Wagen- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 Wetstbinder. b. bei an-wSrtlgen Arbeitgebern: 2 Nieter, zwei Dreber, 2 Kesselschmiede, 3 landw. Knechte und Arbeiter, 1 landwirtschaftlicher Eleve, 2 Tapezierer und Polsterer, 3 Backer, 4 Schreiner, zwe Polsterer, 2 Steinmetze, 1 HeizunaSmonteur, drei Schuhmacher, 1 Maschinenvorarbeiter für Möbel- schreineret, 1 Beizer und Polterer, 2 Schreiner für fournlerte Möbel, 4 Schneider, 3 Friseure. Lehrlinge: 1 Svengler u. Installateur, 1 Zigarren- sortierer, 1 Gärtner. Es suchen Arbeit: 1 Buchdrucker, 1 Schriftsetzer, Kaufleute. Schreiber und Neisende, Packer, Haii»- burschen und Ausläufer, Dlaschtnenschlosser, Bau- schlosser, Schuhmacher, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, Bäcker und Pleyger, Kellner, 1 Buchbinder, zwei Wagner, 1 Installateur u- Svengler, 1 Monteur, Heizer, 2 Kraftfahrer, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter, 1 Schmied, 1 Schäfer, 1 Gärtner, ein Friseur, 1 Stetndrucker, 2 Zimmerleute, 1 Fräser, 3 Elektromomeure. Lehrlinge: 3 Elektromonteure, 1 Elektrotechniker, 3 Autoschlosser, 2 Ästaschtnenschlosier, 1 Mechaniker, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher mit Kost u. Wohnung, 1 Kauimann. velegenheitSarbeite« werden ebenfalls entgegen» genommen. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werden: eu bei bicsiaen 9lrbeitaebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Laufsraiien und -mädchen für einzelne Tage, tiichtige. Alieinmädchen. 2 Küchen- mädchen, 1 Stütze, 1 Köchin, 1 Kochlehrmädchen, 1 Stenotlivistin, 1 Cns^köchtn. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Allein- mädchen, Zimmermädchen, Küchenmädchen, eine Köchin sür Hotel, 1 Köchin für Anstalt, 1 Friseuse. IS» suchen Arbeit: Waschfrauen, einige Laus- fronen, auch für Pachmittagsbeschaftignna,Mädchcn für tagcüber, 1 Bilglorln, 1 Flickerin, 1 Kontoristin, 2 Verkäuferinnen, 1 Beihilfe zu Herren- oder Damenschneider, 1 Schneiderin, 3 Haushälterinnen. Die Berufsberatnna und ArbeitS-Vermitt- iting siir Musiker findet Werktag- von 10 bld 12 llbr statt. 7B52B Vermischtes. Der Weltrekord tm Trinken. fpb. C ob lenz, 24. Aug. Unter dieser Lieberschrift bringt die hier erscheinende amerikanische Zeitung „Ql m a r o c“ die bezeichnende Meldung, daß A m e r i k a n e r, die auf der Ueberfahrt nach Europa waren, innerhalb sieben Tagen auf dem Schiss für 1 0 Millio- nen Mark Champagner getrunken haben. Der Schiffsbericht spricht mit Recht von „Geldverrücktheit". Datermord. Chemnitz, 25. Aug. (Priv.-Tel.) Vergangene Rächt ist der Tischlermeister Schubert im benachbarten R o 11 l u f f von seinem Sohne, einem Tischlecgefellen, mit dem er auf das Feld gegangen war, durch Hammerschläge ermordet worben. Der Täter ist verhaftet worden und gibt als Grund der Tat an, daß der Er' schlagen« seine Familie immer lieblos behandelt habe. m. Pens. ». 1. Sept. z. verm. mm Wetzlarer Weg 17. Wohn- voll ölWfzlmkuer m. 1. od. 2 Betten lohne Keinhltg.» zu venu. unn Steinstrntzc 59 p. Zwei schöne möblierte Zimmer an ruhigen Herrn zu vermieten. Zu erfr. 08259 Schottftr. 15 P. links. | Mietgesuche ) 1-54 möblierte Zimmer für ruhiges, solides Ehepaar ver 1. September gesucht. Schr. Llngeb. unt. 79)7 an den Glest. An». KtrchNche Nachrichten. evangelische Gemeinde. Somckag, den 27. Aug.. 11. n. Trinitatis. 3n der Dtadtklrche. Vorm. 8 il^r, zllgl. Christen!, f. b. Reukvnfirm. a. d Marlusgein.: Pfr. OSecker. 9Vs: Pfarrassist. Decker. — Iugend- verelnigung b. MatthäuSaem.: Heden Montag, abds. 8: männl. Abttg.; fwen Dienstag, abbs. 8 weibl. Olbttg. 3n der 3ohanneSklrche. Borrn. 8 Llhr, zugl. Christenlehre f. d. Reukonf. a. b. Zohannes- aem.: Pfr. Ausseld. 9V$: Pfarrassist. Müller. Abbs. 8: Bibelbesprechung Im Zohannessaal: Pfr. Olusfeld. Die Kinderkirche beginnt wieder für die OHar« kuS- und Hohannesgemeinde am 3. September, für bie OHatthäuS- und Lukasgemeinbe am 10. September. Die Anmeldung der Konfirmanden soll Dienstag, den 29. unb Mittwoch, ben 30. Aug., jedesmal von 11—1 unb von 4—6 Uhr bei bem Pfarrer jeder Gemeinde stattfInden. Der Unterricht beginnt am 4. September. — Die feierliche Cröfsnung des Konfirmandenunterrlchts fmbet statt für die OHar» kus- unb Johannesgemeinde am 3. September, für die Matthäus- unb Lukasgemeinbe am 10. September, jedesmal im Hauptgottesdienste. Sonntags den 27. Aug., vorm. 10: Kirch' berg. 11: Christenlehre f. b. männl, konf. Jugend. — Olachm. li/2: OHatnalar. Wieseck. Sonntag, 27. Aug., vorm 9Vs‘. Gottesdienst. Pfr. Groth- Rödgen. — Mittwoch, 30 Aug., abdS. 8Vs: Hugendvereinigung (männl Abtlg ). Katholische Gemeinde. Samstag, den 26. Aug., nachm. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl 0-eichte. — Sonntag, den 27. Aug. 12. Sonntag nach Pfingsten. Vormitt. 6V,: Gelegenh. z. hl. Deichte. 7: Hl. OHesse. Kommunion d. Frauen. 8: Austeilung b. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Rachm. 2i/2: Anbachl Rach ber Andacht Versammlung b. Hünglingskongregatlon. — Freitag vorm. 7 Uhr: Segensmesse. Diaspora-Gottesdienst am 27. Aug. Grünberg, vorm. 91/2 Uhr. Kathol. G o ttesblenst. 27. Aug. Lich, vorm. 10, nachm. 2 Uhr. — Hungen, vorm. 8 Uhr. b) vormittags 10l/,Ubr, in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe (jetzt Gg.Schrimpf), Kaiser- aüee 4, von den Wiesen im tzeegsttauch, sowie von der Wiese des Männer-Tumoereins im Heegstrauch, nachmittags 2 Uhr, im Philosopdenwald von den den Sl»«!UW-Sttüe!WMg. Das Grummetgras von den Domanialwlesen in den Gemarkungen Gießen und Wieseck wird versteigert: 1. 3n Gemarkung Wieseck Donnerstag, den 31. l. WtS., vorm. 9 Uhr, In der W. PH. Bierau- schen Wirtschaft zu Wieseck; 2. in Gemarkung Giehen an demselben Tage, nachm. 2 Uhr, in der Harnickelschen Wirtschaft im Philosophenwald bei Gießen. Es werden nur Personen aus Ortschaften zum Mitbieten zugelassen, aus denen seither schon regelmäßig eine Beteiligung stattgefunden hat und die das Futter in der eigenen Wirtschaft verwenden. Der Zuschlag wird nur für eine den Verhältnissen des Bietenden angemestene Anzahl Lose erteilt. . Gießen, den 26. August 1922. 7891V Hessische Oberförsterei Gießen. Arbeitsvergebung. Für die Feldbereinigung Lumda sollen Dienstag, den 29. August 1922, vormittags 10 Uhr, auf der Bürgermeisterei Lumda BerschleisungSarbeiten veranschlagt zu 5662 Alk. in einem Lose vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hess. Dürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlosien, mit ent- prechender Aufschrift versehen, postfteft bis zum GröstnungStermin elTrzurelchen find. Zuschlagsfiist 2 Wochen. 7875D Gießen, den 22. August 1922. Hessisches Kulturbauamt Gießen.________ -Holzversteigerung. Dienstag, den 29. August, vormittags 9 Uhr beginnend, werden aus den verschiedenen Forst- otten der Försterei Treis, sowie aus Forstort Rieder- Seilbach 19 der Försterei Seilbach versteigett: Stamme: 2,82 Fstm. Fichte 5b SU.; Derbstangen: 0,08 Fstm. Eiche 1. Kl., 3,21 Fstm. Fichte 1. Kl., 7,97 Fstm. Fichte 2. Kl.; Reisslängen: 0,33 Fstm. Fichte l.Kl., 0,08 Fstm. Fichte 2. SU.; ferner an Brenn- holz: Rm. Knüppel: 11 Kiefer, 8 Fichte; Rm. Reisig: 3 Buche, 11 Fichte. Es wird nur das in den Forstorten „Oluf dem Busch" und „Dommenstein" sitzende Holz vorgezeigt. Das übrige Holz wolle man vorher besichtigen. Ort der Zusammenkunft und der Versteigerung: „Oluf dem Busch". Zum Mitbieten werden nur Selbstverbraucher zugelasien. Herr Förster Bing zu Treis a. d. Lda. und Herr Forstwart Braun in Daubringen geben weitere Auskunft. Anschließend an die Versteigerung kommen im Hof der Oberförsterswohnung noch zum Ausgebot 2 leere Fäster und 1 Korb mit Blechkanne. Treis a. d. Lda., den 24. August 1922. Oberförsterei TreiS. Schneider. [7883D MeMer flotter Zeichner, findet In Architekien - Bureau Beschäftigung. Daselbst auch ein jung. Bauschüler als Lehrling gesucht. Schr. Angeb. unt. 7.881 an den Gieh. An». erst». Marke, Dauerst-, f. Birmefeler, Frankfurt HL, Bäckerweg. Selbständiger, unverh. Gotamter für größeres Gut gesucht. Schriftl. Angebote mit Lebenslauf und Re- ierenzen unter 7893 an den Giehener Anzeiger erbeten. Gewandter Leiter gesucht. 7928 M. Rosenthal, landwirtsch. Maschinem Üoliterer- nnö MeMei-MM gesucht. K. H. Enders. KavlanSgasse 12 Junges Bürschchen für leichte Arbeit gesucht 08262 ScltcrSweg 35. 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Zwangsanleihe, 10 000 Mk. Zwangsanleihe, Mk. Zwangsanleihe, Mk. Zwangsanleihe. Mk. ZwangSanleihe, Mk. Zwangsanleihe, Mk. Zwangsanleihe, vom vom vom vom vom den nächsten 'den nächsten den nächsten den nächsten 1 2 4 6 8 200 000 300 000 400 000 500 000 600 000 700 000 800 000 900 000 1 000 000 Hundert, Hundert, Hundert, Hundert, Hundert, Mk. Mk. Mk. Beispiel: Wer im Juli 1922 50 000 Zwangsanleihe zeichnete, hat dafür 50 940 ML. = 47 000 Mk. zu zahlen. 6. Wo zahlt man? kriegsjahren? Der Lehrerverein unterbreitet diese Dinge der Oeffentlichkeit in der Annahme, daß ihnen ein “ r ')t wird, vor allem Volks- und Fortbildungsschule besuchen. Der Verein verkennt nicht die großen Schwierigkeiten, die der Erbauung eines neuen Schulhauses entgegenstehen, sieht jedoch keinen anderen Ausweg, die Frage einer befriedigenden Losung zuzufuhren, und hat deshalb an die Smdtverord- netenVersammlung eine Eingabe gcrid-t.'t mv der Bitte, sich mit der Angelegenheit Schuihaas- Reukmues und der Beschaffung der für die Zwischenzeit unbedingt nötigen Räume recht bald befassen zu wollen. Mk. Derrn. Mk. Derrn. Mk. Derrn. Mk. Verm. Mk. Denn. Denn.: Denn.: Denn.: Denn.: Gänge strömende Publikum mit denselben energischen Bewegungen, mit denen sie sich im Gew-hl eines Wochenmarktes Platz zu schaffen wußte. Roch immer sprach sie kein Wort der Anerkennung. , , Lene stand frierend und elend, fast zähneklappernd am Bühneneingang, Heinz zu erwarten, die Tant' zog den Atem tief durch die Rase. Heinz kam lange nicht. Andere schritten eilends aus der Tür, Lene meinte einzelne zu erkennen: die gefüllten Straßenbahnen fuhren langsam ab in langen Reihen, im Theater erlosch em Licht nach dem andern Endlich Heinz! Der alte, wohlbekannte Heinz, befreit von den Ekstasen des Abends — Klavter- auszug unter dem Arm — Lene allein bemerkte im Grunde ferner Augen ein banges und doch stokzes Fragen. „So!" Die Tant' öffnete zum erstenmal den Mintt) an diesem Abend. „Sol Hetzt wird • heimgegangen! Wir sind acht Stund' auf der Dahn gesessen!" Ihre Stimme klang scharf. Heinz warf den Kopf in den Racken und blickte gerade an ihr vorbei in das müde Licht einer Laterne drüben am Platz. Da stahl sich Lenes Hand sacht in seinen Arm: „Es war recht nett, Heinz!" Wie aus dem Schlas erwachend zuckte er zu-__ sammen und sah sie an. Und dann wurde er ver^— legen, rot bis in die Schläfen. Rot für fiel „Hetzt möcht' ich dich noch einmal in einem anständigen Stück sehen," sprach die Sant’ nun mit einer zitternden Empörung, die sich nicht mehr zurückdämmen ließ. „Komm Lene, sag 'gute Rächt!" Aber Heinz erklärte gereizt, daß er die Damen nach'Hause begleiten werde, rannte unhöflich voraus und verabschiedete sich im Dorraum des 1. Bei der Reichsbank sowie den Danken und Bankiers, die dem Zenttalverband für Dank- und Dankiergewerbe angeschlossen sind. 2. Dei den im Deutschen Zentralgiroverband und bei den .im Deutschen Sparkassenverband organisierten Girozentralen, Sparkassen und Korn- munalbanken. L. Dei den Revisionsverbänden des Deutschen Genossenscha tsverbandes angehörenden Kredtt- genossenschasten, bei den Zentralkassen der land- wirrschastlichen Genossenschaften, bei der Landwirtschaftlichen Zenttaldarlehnskasse Derlin Und Deren Filialen und Hauptgeschäftsstellen. Die Annahmestellen werden im einzelnen von den Landesfinanzämtern oder Finanzämtern in Man must zahlen zwei Drittel der Zwangsanleihe bei Abgabe der Dermögenssteuererklä- rung (Hanuar 1923), spätestens bis zum 28. Februar 1923, und den Rest 2 Monate nach Zustellung des Descheides. Man kann aber schon im voraus zahlen. Die Vorauszahlung ist mit Dorzugskursen verbunden (vgl. Rr. 5, 7). 5. Wie hoch ist der Zeichnungspreis? Wenn man im Huli 1922 zahlt: 94 Proz., wenn man im August 1922 zahlt: 96 Proz., Wenn man im September 1922 zählt: 98 Proz., wenn man im Oktober oder Rovember 1922 zahlt: 100 Proz., wenn man im Dezember 1922 zahlt: 101 Proz., wenn man im Hanuar 1923 zahlt: 102 Proz., wenn man tm Februar 1923 zahlt: 104 Proz., 51 000 Mk., also bei einem Dermögen von 2 Millionen Mark sind 200 000 Mk. minus 51000 Mk. = 149 000 Mk. Zwangsanleihe zu zeichnen. Es findet Abrundung auf volle Tausende Beispiele: 100 000 Mk. Vermögen: nichts, ~ 3 000 Mk. Zwangsanleihe, BaalsfempeL Roman von Margarete v. Oerhen F ü n f g e l d. Mk. Zwangsanleihe. Del Vermögen über eine Million Mark sind 4& immer 10 Prozent Des Vermögens minus Don den ersten 100 000 Mk.: ..........Mk. wenn man vorn Marz 1923 ab zahlt: 106 Proz. ~ " ---- ----- Mk. anderweitig besetzt sind, entweder zu früh zur Schule kommen, oder ihr Unterricht kann erst um 10 Uhr beginnen. Im letzteren Falle kommen die kleinen Kinder, die teilweise wett weg wohnen, erst nach 1 Uhr, nicht selten erst um IV? Uhr nach Hause. Das sind Zustande, die zu Klagen dcw Eltern führen müssen und auf die denn auch die Deschwerden zurückzuführen sind, die in Form von Eingesandts im Laufe des Monats Huni im „Gießener Anzeiger" erschienen. In der Stadtmädchenschule müssen nicht nur | für jene fliegenden Klassen, sondern auch für die in der GatsteHung begriffene Mädchen- Fortbildungsschule andauernd Räume freigemacht werden. Aber bei allem guten Willen findet man nicht immer einen Saal. Und so ist es denn schon vorgenommen, es ist ein Hammer, daß Stunden im Konferenzzimmer, tm Hortgarten, auf dem Schulhof, am Bahndamm oder sonstwo tm Freien gehalten werden mußten; ja bei —5° mußte schon draußen gespielt werden, weil überhaupt fein Raum mehr zur Verfügung stand. Auch der Abteilungs-Unterricht, der für die Förderung der Schwachen besonders in den Unterklassen so nötig wäre, kann kaum untergebracht werden. Außer den eben erwähnten Wanderklassen gibt es mehrere Klassen, die in gemieteten Räumen (im Kaufmännischen Dereinshaus, im Haus haus zu sein. Um allen diesen Uebelständen abzubelsen. wird nichts anderes übrig bleiben, als mit dem Plan der Erbauung eines neuen Schulhauses Ernst zu machen. Kommen muß das neue Haus ja doch einmal. Allein bis eg' fertig dasteht, wird noch eine Weile dahingehen, auch wenn man schon bald mit den Vorarbeiten begänne. Für die Zwischenzeit aber muß für die allernvtwendigsten Räume unbedingt und in aller Kürze Sorge getragen werden; sonst steht man schon nächste Ostern vor Unmöglichkeiten. Was soll z. B. werden, wenn zu dem einen Hahrgang Mädchen-Fortbildungsschule'noch zwei weitere hinzukommen? Oder wenn die Grond- : schule zum ersten Male 4 Hahre dauert, also dann keine Kinder an Ostern in die höheren Schulen abwandern, dafür aber 8—10 neue Klassen ausgenommen werden? Oder aber, wenn der zu erwartende große Ansturm auf Rcueinschalung I kommt, die Auswirkung der ungewöhnlich hohrö Zahl von Eheschließungen in den ersten Rach- sind. ** Die we steu ro päische Zeit im besetzten Gebiet. Für den kommenden Winter wird für das besetzte Gebiet wieder die westeuropäische Zett gelten. In der Rächt vom 6. zum 7. Oktober wird die westeuropäische Zeit durch Zurückstellung der Uhren um eine Stunde wieder eingeführt. Am gleichen Tage soll der Winterfahrplan in Kraft treten. Kreis Lauterbach. wb. Lauterbach, 24. Aug. Wre jetzt te- kannt wird, tst der im Oktober 1914 in französische Kriegsgefangenschaft geratene deutsche^ Soldat Heinrich Falk aus Landenhausen in Over^e'sen im Rovember 1914 von einem französischen Kriegsgericht zu zwanzig fahren Zuchthaus verurteilt worden, weil er tm Besch einer Uhr französischen Fabrikats war die laut eidlicher Aussage in Deutschland gefault morden war. Die völlig ungerechte Strafe läuft erst am 5. Rovember 1934 ab. Kreis Friedberg. * Dad-Rauheim, 24. Aug. Die Stadtverordneten beschäftigten sich in ihrer letzten Sitzung mit der Mandatsnleder- legung der Herren Stamm, Prafried, Lolchborn und Wilhelm Grasenick von der sozialdemo- lratischen Fraktion und kamen zu dem Ergebnis daß die Begründung dieses Schrittes n i t als hinreichend angesehen werden konnte. Aus Stabt und Land. © i eßen, den 26. Aug. 1922. ** Vorladung Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener duich die Versorgungsbehörden. Krieg-beschäoi, e und Kriegshinterbliebene, die vom Derscngu. gs- amt oder Hauptversorgungsami zur Ur er:uchung, Beobachtung oder zur ©rörterung gesellter Anträge vorgeladen werden, erhalten die Reisekosten und sonsttgen baren Auslagen erstattet und außerdem in angemessenem Umfange Ersah für nachweisbar entgangenen Arbeitsverdienst.. Um die sofortige Erstat ung zu ermöglichen, sind Bescheinigungen de^ ..'rb tt- gebers über die Höhe des entgangenen Anetts» Verdienstes und Belege über sonstige Ausgaben mittchbringen. In der Bescheinigung des Ar?tt- gebers über die Höhe des entgangenen Arbeitsverdienstes muß auch angegeben toer:c •, welcher Betrag von ihm als Steuerabzug ein-ubehallen sein würde, da die Dersorgungsbehörden diesen Betrag nicht zu ersetzen haben: fehlt die ent- sprechrode Angabe, so wird der Arbeitsverdienst um 10 v. H. gekürzt. Wer Wert darauf legt, daß die ihm zustehenden Beträge gleich bei der Untersuchung gezahlt werden, versehe sich schon vorher mit den erwähnten Belegen. ** Erhöhung der Gepäckfrachten. Mit Rücksicht auf das schnelle Sinken des Geldwertes, sowie darauf, daß zum 1. September die Güter- und Expreßgut-Frachten sich um 50 Proz. erhöhen, wird die für den 1. Oktober vorgesehene Erhöhung der Gepäckfrachien auf 10 Pf. für 10 Kg. und 1 Km. schon ab 1. September in Kraft treten. Die Gepäckfracht wird am 1. Oktober um wettere 50 Proz. erhöht. Don dtesem Sage ab beträgt also der Einheitssatz 15 Pf. für 10 Kg. und 1 Km. und die Müideiifracht 15 Mk. ** Zur Beachtung bei Eisenbahnfahrten ins besetzte Gebiet. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß Zivilpersonen in den Militärabteilen der im bese.tm Gebiet veickehrenden Züge trotz be§ Verbots der Interalliierten Kommission in Wiesba>>en Platz nehmen. Vorzugsweise tritt das ein, wenn die Züge überfüllt sind. Die Zivilreisenden,.sehen sich, wie wiederholt bekanntgegeben, durch das Betteten der Militärabteile nicht nur der Bestrafung durch die fremde Militärbehörde aus, sondern sehen auch das Zugbegleitpersonal in die Verlegenheit, mit bestraft zu werden Man meide allo die Abteile, die durch Aufschrift lediglich den Angehörigen der fremden Armeen Vorbehalten Auf dem Zimmer angelangt, schoß die Tante sofort auf den an der Wand befestigten Tarif los. .Was kostet das Logis?'' .Ach, lassen Sie doch, Frau Tant!" bat Hernz gequält. „Ich habe es ausgesucht." ,Ach Gott, Heinz, der teure Stiebet! rief die Lene entzückt dazwischen. Mit dem kostbaren Strauß hatte er seine Braut überrascht. Gr hatte einen solchen einmal bei der fraßen gesehen. Und die Art, wie ihre weißen Arme den Strauß umspannten, ihn an sich drückend, ohne eine Blüte zu gefäßröen, die schmeichelte sich noch heute in seine Erinnerung Die Lene nahm den Sttauß und stellte ihn tn die gefüllte Wasserflasche auf dem Waschtisch. Und alsbald begann sie Große von den Leuten im Dorf auszurichten, etwas schwatzhaft in ihrer lauten Glückseligkeit, genau wie damals, eine f«lbe Stunde nach ihrer Verlobung, als sie es duichgeseht hatte. Arm in Arm mit ihm durch das Dors zu spazieren. Heinz beobachtete sie mit einem seltsam fremden Regen tm Herzen. Aber er gab der Tante daran die Schuld, die gespreizt und unzufriedM auf dem Sofa faß, weil man ihrer Ansicht nach ihr nicht die gebührende Achtung erwiesen. Im Doif, ja, da galt sie etwas: der windige Kellner hier hatte sie mit „ Madame" angeredet, und sie hatte sich doch deutlich genug als Frau Lehrer Algeier in das Buch eingetragen! Wenn sie daheim die Zwirnhandschuhe anzog und den langen Mantel, um im Laden gegenüber etwas einzukaufen, dann knicksten alle Kinder, und wenn sie einmal starb, so gaben alle Lehrer der Racbbar- jchaft ihr daS letzte Geleit, Hier war sie niemand, hier rollte ihr der Sand unter den Füßen fort Die Lene, die wohl eine Spcnrnui^ merkte, uchte sie fortzuschwatzen und fortzulachen. Aber Heinz zog plötzlich seine Uhr. »Ich muß ins Theater. Ich hab' für euch eingereicht 'S ist .Dohörneß" , „ „Dohdme?" wiederholte die Lene hilflos. Er jedoch hatte feine Zeit mehr für Erklärungen und sagte ihnen nur noch Bescheid, wie sie zu ihren @intrttfc8farten gelangen könnten. Dann choß er davon. Die Tante schwieg. _ _r Lene zerrte ein weißes Waschkleid über und zwängte ihre vom kalten Wasser geröteten Arme in * ;e engen Aermel. Sie brannte sich Löckchen und machte sich so schön sie konnte. Aber endlich hielt sie es nicht mdjr aus: „Sant’, io red' doch nur ein Wort!" Die Tante preßte die Lippen fest zusammen und schwieg. Endlich war man fertig, die Tant trug ihr Kleid von der silbernen Hochzeit her, darüber einen Mantel aus türkischem Shawl, den sie schon dreißig Hahre hatte. Reben ihr schlich klein- laut die Lene wie ein gescholtenes Kind. Der Wagen, den Heinz ihnen angeraten hatte, sollte natürlich gespart werden, und so wurden mancherlei Irrwege eingeschlagen, bis endlich die hell erleuchteten Feasterreihen des Theaters näher und näher rückten. Lenes Kleid hatte einen hohen, nassen Rand, ihre Schuhe waren durchweicht; eine Uhr schlug acht. — Und die goldenen Fenster türmten sich über ihr, und Lenes Herz begann zu klopfen, ihre Handflächen wurden feucht und falt. In dem warmen, rot aufgelegten Dorraum bewegten sich die M nschen mit Selbst Verständlichkeit der an diese Luft Gewöhnten. Dazwischen scharfe, bleiche Gesichter mit stechenden Augen. Damen von eigenartiger Schönheit und — ach! — hje von heut« Mchmittag! Ah« jetzt ohne Pelz» in einen seidenen Stofs gewickelt, der wie Gold glänzte — das war gar kein Kleid, das war eine Haut! Lene fühlte sich ganz unmöglich daneben. Als sie an der Kasse die Karten für Herrn Güldewins Verwandte verlangte, schien ihr, als betrachteten die hinter ihr Stehenden sie mit Reugier. Und ihr erster Gedanke' war: Morgen machst du dir aber eine andere Frisur. „Bitte, hier!" sagte ein Theaterdiener, als die Tante mit vollen Segeln auf die große Freitreppe zum Balkon losstürmte. „Ganz rechts! Erstes Parkett, bitte!“ Aus dem gespannten Schweigen des Zu- schauerraums llang es wie ein leises Aufschlagen von Wellen an einen flachen Strand. Und dann hob sich der Vorhang. Der da auf der Bühne stand, gleich zuerst, der Dichter Rudolph — nein, der hatte mit ihnen nichts mehr zu schaffen. Mtt jedem Wort, ledern Ton entschwand er ihnen mehr, und Lene das Lehrers töchterlein, zttterte um ihr bißchen Gluck. Ganz, ganz anders mußte sie ihm von heute ab begegnen. Und das mußte sie von jener da droben lernen . . . dieser Mimi . . . O Gott, dieser Mimi! Die mit ihm zum Fest ging — zum Fest und — zur Liebe — In glühender Scham erkannte sie, daß ihre Sinne ihm zuflogen, daß seine Stimme eine Macht über sie gewann, die sie nicht gewinnen durste In den Zwischenakten blieben die Frauen sitzen, sie genierten sich vor den Leuten in ihren kleinstädtischen Kleidern. . Die Tant' sagte wiederum kein Wort, mit gekniffenen Lippen starrte sie auf die leeren Stuhlreihen und Lene drückte die Knie fest aneinand«: und faltete die kalten Finger um ihr Taschentuch. Am Schluß der Vorstellung wäre Lene gern noch eine Minute geblieben, als sie die Sanger immer wieder herausklatschten. Mimis Schicksal hatte ihr die Tränen in den Augen getrieben. M« bfc Lwt' ta&uite ßch durch das in die Die bevorstehende Zeichnung aus die gwangscrnleihe. Dach dem nunmehr verabschiedeten Gesetz über die Zwangsanleihe kann Zwangsan lei h e pom 15. Huli 1922 ab gezeichnet Werdern Es ist daher erforderllch, daß jeder die Grundzuge des Gesetzes kennen lernt. 1. Wer ist zeichnungspf lchtig? a) Alle Deutschen mit Ausnahme derer, die fett dem 1. Hanuar 1921 sich dauernd im Ausland aufhalten und im Inland keinen Wohnsitz haben. b) Richtdeutsche, wenn sie im Deutschen Reiche einen Wohnsitz oder des Erwerbs wegen oder [ärmer als 6 Monate ihren gewöhnlichen Aus- c) Hurislische Personen und nichttechtssähige Personenvereinigungen, deren Sih oder Ort der Leitung im Inland liegt, Insbesondere Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften a. A., Gesellschaften mit beschränkter Haftung; Derggewerk- schaften, Genossenschaften u. a. 2. Was unterliegt der Zwangsanleihe? Das Vermögen mit dem Wert am 31. Dezember 1922. Vermögen bis zu 100 000 Mk. sind frei. Frei sind ferner Vermögen bis zu 300 000 Mark, wenn sie hauptsächlich ausKapitalvermögen bestehen und das für 1921 festgestellte Einkommen 40 000 Mk. nicht übersteigt. Bei über 60 Hahre alten oder erwerbsunfähigen Rentnern erhöht sich die Freigrenze bis auf 1 Million Mark, toerm das Einkommen 60 000 Mk. nicht übersteigt. 3. Wieviel Zwangsanleihe ist zu zeichnen? den Tageszeitungen betontigegeben. Richt ge-1 hinft finden mußten Es ist baß auch di^ ' zeichnet werden tont bei den Finanz- und Steuer- nur als em Behelf angesprochen werden darf, jLffXn der nicht von Dauer sein kann. 7. Wie zahlt man? Der vorstehend geschilderte Mangel an Klas- ; ... «. . oö . , Kor Fw>i sensälen erklärt sich — soweit er nicht schon froher Rtot stillt einen. ZeichnunasschÄm, ber 1bei&en - damit, daß 1. die Mädchen- . unter Rr.6 genanEu gortbilbung^^^^ule neu eingerichtet, 2. die all- den Betrag oder überweist ihn und Knaben-FortbiDungsschule völlig um- erhalt dastur eine Quittung. Zeichnungen ohne wurde unb daß 3. die Dollsschule von Zahlung werden nicht angenommen.ImZmch- g lgig gliche Vorschulklassen der nungsschem Ist mit >n toeI«en03e- kjj Schul- auflog, °hn- bah ihr irgend weiche Xt® ^OOOa19Äfem,bt Hanftauen p ,.-1 r Arrrvyrt i ßnpn ^picb3 Die Rot mit den Aborträurnen ist ent-1 kann man nur einen durch den jerpethgen Zeich- , nl$it ^iger tßSXnr im^ebruar als drei Klassro denselben Raum benutzen müssen, durch 94, Otto^r durchlOO, tm Februar ^^Igedessen föirnen die armen Kinder in den 1923 einen durch 10^ teilbaren Betrag. gjaufen nicht alle ankommen, Unb dann nimmt 8. Allgemeines. | pus Klagen und Laufen in den Stunden kein Ende. Für die im Kalenderjahr 1922 erfolgenden Es ist Jcrner sehr nachteilig, daß in den Vorauszahlungen ist es nicht erforderlich, daß je- jetzigen VolWschulhäusern an ^nterrichtsraumen mand sein Vermögen genau erreä-net. Vielfach wird lediglich reine Klassensale vorhanden sind, nur dies auch gar nicht möglich sein, weil der Stand im Schukhaus in der Rordanlage gibt es einen des Vermögens am 31. Dezember 1922 zur Zett Sing- bzw. RatuvlcHresaal mit nach hinten er- noch nicht veranschlagt werden kann. Lleberdies höht stehenden Banken, in den beiden anderen werden die Steuerkurse für die Wertpapiere und Häusern nicht. Außerdem fehlt es an besonderen Richtlinien für die Bewertung des Grund- und Sälen für den Zeichen-, den WeiÄmterroht und Betriebsvermögens erst in einiger Zeit heraus- dir Kinderhorte. Für die Mädchen-üortbildungs- gegeben werden. Riemand braucht aber bis zu schule wären dringend nötig; dem Erlaß dieser Besttrnmungen mit der Zeich- a) für den allgemeinen älitterricht ein aJlnter- nung zu warten. Es genügt vielmehr, daß jemand richtssaal mit Bänken, dem Alter und der sein Vermögen überschläglich schätzt und danach Größe der Schülerinnen angejxißt: feine Vorauszahlung einrichtet. Die Vorauszah- b) für den Handarbeitsunterricht vorerst em Rr- lung liegt im eigenen Interesse des einzelnen, da beitssaal mit Tischen und einem Zuschneide- er sich den günstigen Vorzugskurs sichert. Wer ttsch: zuviel voraus zeichnen soltte, erhält übrigens den c) für einen ersprießlichen HauswirtschattS-ain- zuviel gezahlten Betrag mtt 5 Prozent Zinsen terricht: 2 Schulküchen, 1 Dor ratsraum ein erstattet Wasch- urtb Bügelraum, 1 Holz- und Kohlen- ' — ----- i— m■■ ------- feiler, 1 ÄartoffeUelfer, 1 Trockenboden und _. M ein kleines Zimmer für die Lehrerin. Die tföautmwt in der Gietzener Den oberen Klassen der Volksschule und der Volks- und Fortbildungsschule. Fortbildungsschule müßte auchein größerer Gar- O “ ten zur Verfügung stehen, in dem die Schuler und Vom hiesigen Lehrer-Verein wird uns Schülerinnen sich nicht nur dies und jenes an- geschrieben: sehen könnten, sondern auch wirllich arbeiten Das Volks- und Fortbildungsschulwesen lernten. Dies wäre schon mit Rücksicht aus die unserer Stadt leidet in eidlichem Maße an dem Rot der Zeit, in der das Klemgartenwesen für Mangel an ,Schulsälen. Um diese De- die Ernährung der Städte eine so große Rolle hauptung zu begründen, soll zunächst darauf hin- spielt, dringend erwünscht. gewiesen werden, daß es an der Volksschule eine Rls dm? zur Zelt schlimmste ganze Anzahl von sogenannten Wanderklassen bezeichnet werden, daß immer nocy das völlig gibt, d. h. Klassen, für die eigne Schulräume veraltete Schulhaus in ber 416 0 11 abt für nicht vorhanden sind. .Sie müssen infolgedessen Untenichtszwecke verwandt Dort befindet umherwandern und immer in den Sälen Unter- sich zur Seit die allgemeine Fortbildungsschule kunft finden, die von den eignen Klassen gerade für Knaben eine Schule, die vor kurzem auf nicht benutzt, bzw. eigens für diese fliegenden völlig veränderte Gronkstage geteilt wurde, die Klassen geräumt werden. Daß ein solches Umher- zu neuem Leben erblühen und wesentlich geziehen in unterrichtlicher Hinsicht gar mancherlei steigerten Anforderungen entsprechen soll. Und ‘ Rachteile mit sich bangt, liegt auf der Hand, eine solche Schule muß m einem dero^en Haus ■ Aber auch in hygienischer Beziehung muß man ihr Dasein stoßen! Die Anstalt wird wegro - starke Bedenken gegen die Einrichtung jener ihrer Reugestaltung in den wachsten Rkonoten Wanderklassen haben. Kommen doch die Kinder und Hahren den Besuch gar manches auStoar- vielfach in Säle mit verbrauchter Luft, und auch tigen Schulmannes empfangen. Es mag dies ein die Bänke können nicht immer so vollkommen mehr äußerliches Moment sein; falsch Ware es der Altersstufe angepaßt werden, wie es toün- jedoch, wollte man es Minz übersehen. Welchen chenswert wäre. Ferner ist es oft unmögllch, Eindruck mögen diese Herren mit nach Hause den Unterricht dieser Kinder zu der Zeit be- nehmen, wenn sie das Haus sehen m dem bie ginnen zu lassen, die ihrem Alter nach als die Schule untergebracht ist! Eine Stctt>t wie Gießen, richtige bezeichnet werden muß. Insbesondere für deren Ruf es doch nicht g^ick^ultig ist. wie müssen manche Elementarklassen, da die Säle man von ihrem Dolls- und Fortbildungsschul- anderweittg besetzt sind, entweder zu früh zur wesen spricht, muß unbedlngt ^f Mittel und Schule kommen, ober ihr Unterricht kann erst Wege sinnen, die dahin führen, daß das Reu- ftäbter Haus endlich aufgehört hat, ein Schul- r. Handel. 435, 780 8U0, Die Grün 403, 356, 640, 563, 1,57 e n 7x6,10 26. 8 Schweizer Franken 205, ML 100 26.8. Achtung! Landwirte! iPMuND&J 3 SO, 383, 43u, 368, Neuhork Vari» 740, 510, 445, 360, 800, 610, 330, «05, 2775, unJber- fre/fftch 38.40 0.28 624-75 1.45 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88,80 117.80 117.80 97.80 23.80 125.40 24.8. 77 50 0.065 18.25 40.35 23.455 Kurs 24. 8. 665,86 1051,35 886,10 24030,- 2676, - 302b, - 5375,- 1525,— 1375,- 2950,- 1450, - 1300,- 990,- 1490,- 1430,- 710,- 605, 69,75 1500,- 205. 0.25 0.ÜU6 18.60 39.10 13.47 22.50 67.25 0.29 624.75 l.«5 0,065 2625, 1660, 2 >10, 2150, 4790, 1390,. 1350, 2976, 1155, 1200, 925, 1280, 1301, 686,- 610, 420 30Q0, 1650 2675, 3300, 6600, 1450, 1388 2996; 1930, 1400, 1035, 1410,- 1360, 750,. 615,- Kurs 26.8. 77,50 202,- 420 - Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Wechsel auf Holland Deutschland . ... Wien ..... Prag Paris , . London ...... Italien ..... Brüssel Budapest ..... Neuhork. ..... Agram ...... Warschau eine reguläre Preisfeststellung nicht zu. Obwohl die Börse sehr stark besucht war, sind nennenswerte Abschlüsse nicht zustande ge- kommen. 25.8 77,50 ^uma>en Konservatorium zum Abschluß kommen sind. Die Leiter der seitherigen JDer^>en m öcr neuen Akademie W^waren,.um Beispiel in'Men "..Hemden unb ^rJnr»**,Cn'< '^**ulcPcn’ ^''ettbarchenirn. Handtüchern, rtrtrtt^Hm?MnHnCa. I*16f. n Vei,,c”' und Baumwolinicb- garnen, worin »vir steiS em enorm nrofteö Lager unierhal.en. a“ macoenoen Katastrophe gestalten muh, und Wir ^halten es ebensosehr für die Pflicht der britischen Regierung, ihren falschen Standpunkt zu verbessern und rasch ein positives Heberein- kommen mit Frankreich zu suchen, das sich auf Bedingungen gründet, die Deutschland anzunehmen veranlaßt werden kann. S. (3n einem Teil der Auflage tokbcrbolt) Ernste Besorgnisse in (England wegen der Mark - Katastrophe. London, 25. Aug. (WTB.) „Daily AewS" schreibt, Deutschland habe bereits das Stadium erreicht, wo das Volk aufhöre, sich um die Drohungen der alliierten Regierungen zu kümmern. Deutschland gehe den Berg hinunter, so schnell die Mark es trage, und die Deutschen glaubten nicht mehr, daß irgendwelche weiteren Hoffnungen auf das Mitleid oder das eigene Interesse der Alliierten begründet werden könnten. Sei es da zu verwundern, daß B r a d b u r.h jjnö sein fran- Sösischer Kollege bei ihrer Mission in Berlin weder Versprechungen noch Garantien von einer Regierung erhalten könnten, die in Versprechungen und Garantien wenig mehr als leere Worte sehen muß. Die „TimeS- Über die Lage. London, 25. Aug. (WTB.) Die jSime«4’ machen in einem Leitartikel, der die ganze hier herrschende Besorgnis wiedergibt. der britischen Regierung wegen der Balfournote und Poincars wegen ferner Haltung auf der Downingstreet-Kon- ferenz und wegen seiner Rede in Bar-le-Duc BoNvurse und geben der Hoffnung Ausdruck daß der französische Ministerpräsident letzt nicht das Interesse Europas aufs Spiel setzen wird im Ra- ,ÄK?nfequena des 3 r r t u m fr „Stme« sagt, die von ihrem Pariser Vertreter ge- wünschte deutliche Warnung müsse nicht allein nach Berlin gerichtet werden. Das Blatt sagt weiter: Smd denn die französischen und britischen Polrtiker von allem guten Geist verlassen? Sie mog^r nur erwägen, was ein weiteres Fallen der Mark bedeuten muß. Gs ist möglich daß die deutschen Banken innerhalb der nächsten Woche die Finanzierung der deutschen Industrie ein-, stellen. Hunderte von Fabriken werden schließen müssen, und sozialistische Unruhen werden dann "tcht SU verhindern fein. Die Sanduhr ist ubgelaip. fen, und d i e noch vorhan bene Zeit für eine gemeinsame Anstrengung, um die ungeheuere Gefahr abzulenken, die nicht nur Europa sondern auch England bedroht, muß mit Wochen gemessen werden Die .Times« schließen wörtlich: Wir halten es für die Pflicht Felten Ä Guilleaume 1380, - Lchuckert-Werke. . . 1305,- Adlerwrrke. 710,- Daimler 629,- 4° 0 Hess. Staatsanl. 72,75 Wir find Käufer und zahlen stets die höchsten Tagespreise für Stroh-, Röst. 7790D und ausgearbeitete Jliichse und Werge. offizielle Bestätigung erfahren. Es geht aus der Mitteilung hervor, daß in- die Verhandlungen mit dem , - - f —w w * I I* I III IH U liy D- Otto. Die zur Zeit noch vollkommen undurchsichtigen Verhandlungen In der Moratoriumsfrage naben die Rervosltät am Devisenmärkte aufs äußerste gesteigert. Am Vormittag hörte man Auszahlung Reuyork teilweise bis 2300, angeblich auch bis 2400. Die anderen Devisen wurden in Anpassung an diesen Stand genannt, doch fanden zu diesen hohen Kursen wiederum nur ganz geringe Abschlüsse statt. Kurz vor 12 Plhr trat unvermittelt ein Rückschlag bis zu 1900 ein, dann flieg der Dollarkurs wieder bis zu 2050 auf und flbig schließlich abermals bis 1900 zurück, ein Kurs, der sich wahrend der Feststellung der amtlichen Kurse bis auf 1800 erweiterte. Unter diesen Umständen war die Tendenz für Auslandsrenten wie die Valutapapiere teilweise schwächer, wobei sich für die ersteren, namentlich für Türken und MaIten tn der seitherigen Weise stark qe- sahrdet war und daß die Stadt großes Inter- esse daran hatte, die Anstalten mit ihren tücb- tlgcn Kräften zu erhalten. Sp.eip.an der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 27. Aua: Der ffJn°^6rUV- a2?nto9. 28.: Fidelio. Dienstag, 29.: MiNMock? T^Uf cann; dierauf: Der Bajazzo, ^ltltwoch, 30. Carmen. Donnerstag, 31 Hoss- mannß Erzählungen. Freitag. 1. Spt.: Boccaccio. Sam^g, 2 : Die Zauberflöte. Sonntag X: ®ut ?rHh Montag, 4.: Madame ^uttcrfll). Dienstag, 5.: Aida. Mittwoch, 6.: L-oSca. ' Schauspielhaus. Sonntag, 27. Aug.: ®te lustigen Vagabunden. Montag, 28 : Der Richter von Zalamea. Dienstag, 29.: Ein Som- mernachtstraum. Blittwoch. 30.: Der Richter von 1 ®orn.nc^ta9. 31j Hannele. Freitag, OTT, e r^^läÄn c au^ ^auns. Samstag, 2.: ^ 'Z^belberg. Sonntag. 3.: Ein Sommernachts- Jrn?r7 u.Montag, 4.: Gespenster. Dienstag, 5.: Die lustigen Vagabunden. Mittwoch, 6.: Hannele. Turnen, SppürTimb Sviel. Der Rhön--Segelflugwetlbewerb. düng eine Mwn 9Tr^IC °ura> uebernahme her Schmitt, styen Akademie und des Beethoven-Konser- würbe., hat In hiesigen Märkte. Makrzer Börse. Mainz, 25. Aug. Die katastrv Geld Brief Geld Brief Datum:' 24. August. 2ö. August. Amstd.-Rotterd. 76°63#7o ?7U9b,25 71910 — 72080 — Brüssel-Antw. . 1^81,75 14618.25 13282.5t) 1331665 Christiania . . . 33957,50 34042,50 325 >9 25 32640,75 Kopenhagen . . 42696,55 4‘28G3,16 41048 60 41151 40 Stockholm. . . . 62634,25 52665,75 49937’50 50062*80 HelstngforS. . . 4194,75 4L(i5,25 4594,z6 4603,75 Italien 8811 - 8029^0 8060*10 London 8838,90 8861,10 6466,90 6488 10 Reuyork 1972^3 1977,i7 i847,68 1852*32 Paris 15330,80 15369,29 13982 60 14017*50 Schweiz 37662^5 37747,15 34856.35 34943*6F Spanien 30636,65 30713,35 27966,- 28o3b'- Deutsch-Oesterr. 1 09 °rn — Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan I Barnstädter Haus g altrenommiertes, bürgerliches Lokal ■ neu hergerichtet, empfiehlt । Prima Ausschank-Wein g fff. Hausmacher Wurst 1 ihrings Export-Bier | Kein Preisaufschlag. | Besitzer: Carl Burhenne. ■WWIMaMiaMB —UM. —»■«y, Börsenkurse. 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