^chle ich men Der- 1 jur Dc- i nach dem btransporl i Sammel- :rmil über- ing besieht nicht über- nlscheidang «en Äechls- dvn den sch nicht rndheitlich eine De- i Landes- statten, -ch ihrem m an der 1 lst, äczt- lassen und estens ain lZureichen, ihr ard- eibehörde Dummer aznMen, ne andere wenn die starte die tnisses be- geber um- er Lohn- Ansicht ser sus- MLan. llten Ge. ^hl 'hn- and chen Ar. ln9en ge, en ju be» 'r Tätig. ler. and ■ ^t et» )scht auf tö 5Un. ständen 'tlaufijen Zentrale Kontrolle 'ehiniganz beitgebers.) seit. i Kreises 39 Ws. 1 rungsbiatt i Interesse Gemeinde- rbncn. inde 6in- »reitung ge« >biet erklärt ict gebildet srohnhausen Zladenbach L gS.C^1 ’S £< M- firiitew«: ter und 3^nS WS: iw Stadtteil S auf Daturalren liltflC*ten besgl- ^EmdDte- StSSfiS ^?erÄ gegen v^ß-bts Etase"bAM r° ^Zim-n-'ßchl.Sns- 'MK 1 "" lahPtnC Mittwoch, 25. Gilover 1922 172. Jahrgang GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vriihl'sche Univ.Guch- «nd Stctnörudctei H. Lange. Schriftleitnng, Seschästrstellc und vruckcrei: Schnlftratze 7. Annahme von Anjeiyen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Dreis für 1 mm höbe für Anzeigen v 27 mm Breite örtlich 600 Pf, auswärts 800 Pf.,- für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brei,e2800Pf. Bei Platz- Vorschrift20 „Aufschlag. Hauptschriftleiter: 2lug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Giehen. Nr. 251 Erscheint täglich, außer Soun, und Feiertag«, mit derSamstagsbeUage: Gießener Familienb lätter Monatliche Sezuaspreife: Mk. 102. - undDlk. 8.- Trägerlohn,durch dieDost Mk 125. - ,auch beiRtcht- erscheinen einzelner Rum- mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Hiueiaer Liehen. poftfchecuonlo: Frankfurt a. M. 11686. Der Zwang zur Volksgemeinschaft. Berlin, 24. Ott. (WTB.) 3n einem 2tr- tilel über bie Forderungen des Tages und die steigende Not des deutschen Dolles sagt die .Germania". ein unheimlicher Gast drohe für den Winter nämlich der Hunger. Hetzt fei die Zeit der Reden vorbei, man brauche Taten. Mit Recht habe ReichslanzlerWirth in einer Unterredung mit dem Vertreter eines italienischen Blattes gesagt, die Marl habe ihren Wert nicht durch die Schuld Deutschlands, sondern durch die Drangsalterungen und Drohungen der Alliierten verloren, welche die Geschäftswelt glauben ließen, Deutschland sei zum Untergang verurteilt. 3n der Tat sei der Versailler Vertrag die Quelle unseres Unglücks. Die Reparationsfrage müsse jetzt auf vernünftiger Grundlage gelöst werden. Deutschland fordere also vom Ausland, daß es den Ernst der Stunde begreife und das deutsche Volk nicht durch rücksichtslose Eintreibung unerschwinglicher Forderungen zur Verzweiflung treibe. Aber alles Heil könne nicht von außen kommen. Die Derltschen mühten Einkehr zur Besinnung halten und mit dem System der gegenseitigen Zerfleischung Schluß machen. Die Lösung müsse Zusammenfassen aller Kräfte sein. Die Deutschen würden wenig Eindruck machen in der Weit, wenn sie ihre Kräfte mit gegenteiliger Befehdung zersplitterten und unentroegi aus Parteidogmen pochten und von einer Krise in die andere taumelten. Hetzt unter dem Eindruck der zum Himmel schreienden Rot mühten sie sich zur Volksgemeinschaft bekennen. Und endlich mühte das deutsche Volk noch eine andere Forderung erfüllen: es mühte seine Produktion heben, und die acht Stunden des Arbeitstages mühten wirkliche Stunden der Arbeit werden. Berlin, 24. Oft. (WTB.) Die Reichs- regierang 'hat eine Reihe hervorragender Finanz- Sachverständiger des Auslandes nach Berlin eingeladen, am mit ihnen darüber zu beraten, welche Mahnahmen zur Stabilisierung der Währung bei der gegenwärtigen Lage Deutschlands ergriffen werden können. Die Beratungen werden, wie wir erfahren, in Kürze stattfinden. Reise der ReparaLions- konrinisfion nach Berlin. Paris, 24. Oft. (WTB.) Die Reparationskommission hat beschlossen, am Sonntag abend nach Berlin abzureisen, um mit der deutschen Regierung über die Maßnahmen zu verhandeln, die zum Ausgleich des Budgets und zur Stabilisierung der Mark führen sollten. Paris, 24. Oft. (WTD.) Die Repara- tionskom Mission veröffentlicht folgendes amtliches Communiguö: Die Reparationskommis-, sion hat nach drei Sitzungen, in denen sie offiziös die von der englischen und französischen Delegation eingebrachten Vorschläge und andere im Lause der Verhandlungen gemachten Anregungen geprüft hat, einstimmig beschlossen, sich nach Berlin zu begeben und mit der deutschen Regierung über die Mahnahmen zu verhandeln, die die Kommission für die Herstellung des Budgetgldichgewichts und die Stabilisierung der Mark für notwendig erachtet. Die Kommission wird am Samstag abend abreifen. Das Aktionskomitee für die zerstörten Gebiete Aordsrankreichs beim Reichskanzler. D e r l i n, 24. Oft. (WTB.) Der Reichskanzler empfing heute die Vertreter des Aktionskomitees für die zerstörten Gebiete Nordfrankreichs unter Führung des Redakteurs des „Peuple", Grumbach. Staatssekretär Müller vom Reichsministerium für Wiederaufbau, und Reichstagsabgeordneter Silberschmidt wohnten dem Empfang bei. Der An iah des Besuches war der heute erfolgte Abschluß des Abkommens zwischen dem Aktionskomitee und dem Verband sozialer Baubetriebe für die zerstörten französischen Gebiete. Der Reichskanzler brachte das Interesse der Reichsregierung zum VertragS- abschluh zum Ausdruck und erklärte, dah er die Durchführung des Abkommens nach Möglichkeit unterstützen werde. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dah man zu einer Einigung über die Höhe der deutschen Kohlenlieferungen komme, die den lebensnotwendigen Bedürfnissen der deutschen Wirtschaft hinreichend Rechnung trage. Das neue englische Kabinett. London, 25. Oft (WTD.) Das englische Kabinett ist gestern abenb folgcnber- mahen gebildet worden: Premierminister Donar L a w, Lordkanzler ViscouM Cave, Lordpräsident des Geheimen Rates and stellvertretender Führer des Oberhauses Lord Salisbury, Schatz'.anzler Daldwin, Staatssekretär des 3n» neren Bridgeman, Staats s^retär der Kolonien Herzog von Devenshire, Staatssekretär für Indien Viscount Peel, Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten Lord Curzon, Stactssekretär des Kriegsamtes Lord Derby, Handelsminister Sir Ph.lipp Llvyd-Greame, 1. Lord der Admiralität Amo rh, Gesundheitsminister Sir Robert Doscawen, Landwirt- schaftsminifler Sir Robert Sander. Einige Aemter sind noch zu besehen. Auch die Unter» I staotssekretäre sind noch nicht ernannt London, 25. Okt (WTD.) Dem .Manchester | Guardian" zufolge ist Sir Robert Samuel auf eine telegraphische Anfrage vom Kolonialamt mit- geteilt worden, dah der Kabinettswechsel in England keinerlei Aenderung der britischen Politik bezüglich Palästina bedeute. London, 24. Okt (Wolff.) Aus den gestrigen Reden Lord Curzons und Donar Laws in der Versammlung der Konservativen im Hotel Cecil sind noch folgende Stellen hervor- zuheben. Curzon sagte: 3n Donar Law habe die Ration den Mann, die sie für die gegenwärtige Krise brauche. Die Arbeiterpartei bilde eine beträchtliche Gefahr für den Staat. Die Behauptung, die Abstimmung im Carltonklub bedeute den Beginn einer reaktionären Politik, sei unsinnig. Donar Laws Politik werde eine Politik der Rüchternhett und nicht die eines glänzenden Feuerwerks sein. 3hre Losung werde Destän- d i g f e i t sein und nicht Sensation. Curzon sagte weiter: Wir wollen den Frieden wieder Herstellen. Der Friede kann nur wieder hergestellt werden, wenn wir mit den Arbeitern zusammen handeln und nicht gegen sie. Bei der schwierigen Lage der Welt kann unsere Position nicht durch Aufsehen erregende Ucberraschungen und nicht durch eine Politik hochmütiger Isolierung wiedergewonnen werden, sondern nur durch Kompromisse und durch Zusammenwirken und Aufrichtigkeit. Donar Law erklärte, Lloyd George habe in der größten Krise der englifdjen Geschichte Dienste geleistet, für die die Ration niemals dankbar genug sein könne. Dankbarkeit bedeute nicht, dah er das Recht habe, sein ganzes Leben hindurch Premierminister zu bleiben. Die englisch? Verfassung habe ein Sicherheitsventil, wenn nämlich eine Regierung in Mihkredit gerate und an Volkstümlichkeit verliere, könne zum Vorteil der Ration ein Wechsel bewerkstelligt werden, selbst wenn dadurch feine Besserung eintrete. Man erziele dadurch einen frischen Start und beginne mit neuer Ho fnung. Die Leute, die erklärten, die Koalition mü se wegen der Gefahr der Ar - beiterreg erung für immer fortbestehen, irrten sich, denn dies sei gerade der Weg, der unbedingt früher oder später zur Arbeiterregierung führen würde Was m England gegenwärtig vor allem gebraucht werde, sei Konservativismus im weiten Sinne des Wortes. Das Land brauch? Ruhe und Desreiung von Abenteuern und Verpflichtungen, sowohl im Inlande als auch im Aus lande. Bonar Law sagte weiter, er fürchte, dah er die Anstrengungen des Amtes nicht sehr lange werde ertragen können, wenn er sie auch auf sich nehmen wolle. Wenn jedoch die Zeit komme, wo er spüre, dah ihm die Bürde des Amtes zu schwer werde, sei nicht von ihm zu erwarten, dah er bleibe. Eine neue Rede Mae Kennas. London, 24. Oft. (WTB.) Der frühere Schahkanzler im liberalen Kabinett Asquith und jetzige Vorsitzende der London Hoint City and Midland Dank, Mac KeNna, richtete in vielbeachteten Reden in der City, die er für Donar Law gehatten hatte, scharfe Angriffe gegen die Regierung Lloyd Georges. Mac Kenna sagte: Trotz der beklagenswerten Lage der Industrie wurden die Ausgaben in rücksichtslosem Mähe fortgesetzt, was eine große Gefahr für die wirtschaftliche Stabilität Englands bedeute. Infolge dieser extravaganten Ausgaben leide die Ration unter der Last der erdrückenden Steuern, wodurch der Unternehmungsgeist erstickt, die Ansammlung von Kapitalreserven unterdrückt und die natürliche Entwicklung des englischen Handels verhindert werde. Vier Hahre nach dem Waffenstillstand liege em grober Teil Europas noch immer in Ruinen. Statt besser scheine die Lage immer schlechter zu werden. Mac Kenna erklärte weiter: Wir brauchen eine Periode des wirklichen Friedens und brauchen Sparsamkeit in der Verwaltung und die Erhaltung guter internationaler Beziehungen, was nur möglich ist, wenn die Aufrichtigkeit der britischen Diplomatie unanfechtbar ist. Wir brauchen die Wiederherstellung des Vertrauens in den Handel, gegründet auf die weise Leitung unserer Finanzen und unserer Außenpolitik. Man habe böse Erfahrungen gemacht mit der Politik improvisierter Abenteuer ohne Rücksicht auf die Kosten und Folgen. Man hatte vier Hahre Frieden. Trotzdem wurde während dieser Zeit so wenig zum Wiederaufbau Europas und Englands getan, dah die heutige Lage, verglichen mit der Lage am Tage nach dem Waffenstillstand, keinerlei Fortschritt darstelle. Mac Kenna lobte den Mut und die Heber- Beugung Donar Laws und fügte hinzu, dah der Rame Stanley Daldwins als Schahkanzler in der City begrüht würde. Die Politik der neuen Regierung sei die einzige Politik, welche irgendwelche Hoffnungen auf Wieder her st ellung des englischen Wirtschaftslebens bieten könne. Die Bildung einer Arbeiterregierung, gegründet auf das vor kurzem verkündete Programm, tonne nicht gleichgültig Eingenommen werden. Donar Laws Programm biete die einzige Aussicht auf Stabilität und bürge nicht nur für Sparsamkeit, sondern auch für ehre fähige Regierung. Die Konferenz in Lausanne. Paris, 25. Oft (Haoas.) Nachdem Frankreich England und Italien sich über Ort und Termin der Konferenz geeinigt haben, hat Ministerpräsident Poincarö die kemalistische Regierung verständigt, dah die Konferenz am 13. RovemberinLausanne zusammentreten wird. Das amtliche Einladungsschreiben werde später folgen. Es ist möglich, dah von türkischer Seite Einwendungen gegen Lausanne erhoben werden; Aus dem Reiche. Neue Urteile de« Staatsgerichishofs. Leipzig, 24. Oft. (Wolff.) Der Staats- gerichtshof verurteilte den Kaufmann Gustav Goethe aus Halle wegen Beleidigung des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers zu neun Monaten Gefängnis und zu den Kosten des Verfahrens. Den Beleidigten wird außerdem das Publikationsrecht zuge- sprochen. Der Angeklagte bezeichnete in einer nationalsozialistischen Versammlung die Mit- alieder der Regierung als Lumpen und Schieber, die beseitigt werden mühten. Hierauf begann die Verhandlung gegen D r. Stein auf Burg Saaleck und Kapitänleutnant Wolfgang Dietrich aus Erfurt, die wegen Begünstigung der Mörder RalhenauS angeklagt find. Leipzig, 24. Olt. (WTD.) Im Prozeh gegen Dr. Stein und Dietrich wegen '2k- günftigung der Rathenaumörder bat der Slaals- gerichtshof heute gegen 5' > Uhr abends das Urteil gefällt Der Angeklagte S t e i n wu. de freigesprochcn, der Angeklagte Dietrich wegen Vergehens gegen § 5 Ziss. 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schuhe der Repubtil vom 26. Huni 1922 wegen Begünstigung zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt. Ein Monat Strafe wird auf die Untersuchungshaft angerechnet. Der Reichsanwalt hatte neun Monate Gefängnis beantragt. In der Urteilsbegründung wurde ausgesprochen, dah sich die Verdachtsgründe gegen Stein nicht bestätigt hätten. D.etiich sei es mildernd angerechnet worden, dah seine Begünstigung einer Kameradschaftlichkeit entsprochen habe: andererseits handle es sich um die Begünstigung feiger Meuchelmörder, die eine enb sprechende Äihne finden müsse. Heber den Antrag der Verteidigung, dem freigesprochene.i Angeklagten Stein wegen seiner Untersuchungshaft Schadensersatzansprüche zuzubilligen, soll noch besonders entschieden werden. Die DersicherungSgrenze für Angestellte. Berlin. 24.Oft (WTB.)Der sozialpolitische Ausschuh des Reichstages genehmigte heute nachmittag eine Verordnung der Regierung^ wonach die Versicherungsgrenze für Ange - stelltenversicherung erstmalig auf 840000 Mark festgesetzt wird. Deutscher Reichstag. (264. Sitzung.) Berlin, 24. Oft. 1922. Auf der Tagesordnung stehen zunächst kleine Anfragen. Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Kahl (D. Vpt.) wird erwidert, dah im Falle des Eisenbahn- affiflenten, der gelegentlich eines in Bingen gegen ihn eingeleiteten Strafverfahrens erklärt hat, dah er sich nur einer französischen Behörde stellen werde, da er die franzöosischt Staatsangehörig, feit erworben habe, disziplinarisch gegen ihn ein- geschritten werden soll. Aus eine weitere Anfrage desselben Abgeordneten wird erklärt, dah eine Zusammenstellung der Ausschreitungen der Besahungstruppen demnächst dem Reistag vvrgeleqt werden soll. Aus eine Anfrage des Abg. Giebel (©.), welche die Vermutung ausspricht, dah die Landwirte absichtlich Kartoffel zurückhalten, um bessere Preise zu erzielen, wird erwidert, dah der Regierung nichtts davon bekannt sei. Die demokratische Interpellation zur Lehrerbildungsfrage wird die Regierung in der gcschäftsordnungsmähigen Frist beantworten. Die vierte Ergänzung der Besoldungs- Vorschriften wird dem Ausschuh überwiesen. Der Gesetzentwurf über die Pfändbarfeit von Gehaltsansprüchen und ebenso derjenige über die Verlängerung der Zuckerungsfrist der Weine dieses Hahrgangs werden in allen drei Lesungen angenommen. Die dritten Lesungen der Vorlagen über die Verlängerung der Amtsdauer des Reichspräsidenten und über die Getreideumlage werden debattelos erledigt. Die namentlichen Schluhabsttmmangen werden bis i/,l Uhr zurückgestellt. Da wegen der schnellen Arbeit des Reichstages die Regierungsvertreter zum Angestelltengeseh noch nicht zur Stelle sind muh eine Derhandlungspause bis 12 Uhr mittags eintreten. , ,, Rach der Pause kommt das Angestellten versicherungsgesetz zur dritten Lesung. Reichsarbeitsminister Dr. Braun bittet nochmals die beamteten Direktionsmitglieder als Beamte auf Lebenszeit anzustellen. Für den Fall der Ablehnung dieses Wunsches empfiehtt er einen vom Zentrum eingebrachten Eventualantrag, der die lebenslängliche Anstellung in ben erften drei Hahren der Amtstätigkeit widerruflich sein lassen will. Rach kurzer Debatte wird der Hauptantrag auf lebenslängliche Anstellung mit 210 gegen 182 Stimmen abgelehnt und der Zentrumsantrag mit 207 gegen 174 Stimmen angenommen. Ebenso gelangt das ganze Gesetz mit obiger Abänderung zur Annahme. Es folgt die Schluhabstimmung über die Amtsverlängerung deS Reichspräsidenten. Ein Geschäftsordnungsantrag der Abgeordneten Koen en (Kvm.) und Ledebour (U) auf Wiederaufnahme der Aussprache wird abgelehnt und die Verlängerung der Amtsdauer | des Reichspräsidenten bis zum 30. Huni 192~ mit 314 gegen 76 Stimmen angenommen, bei | einer Stimmenthaltung. Die Erhöhung der Postgebühren. D e r l i n, 24. Oft iWTB.) DerVerfehrs- beirat beim Rerchspo st Ministerium beriet heute die neuen Vorlagen über die Post-, Telegraphen- und Fernsprechgebühren, die am 1. Dezember in Kraft treten sollen. Der Reichspostminister erklärte, die Postverwaltung bleibe mit d^n neuen Gebührenvorlagen noch otoeit hinter der Geldentwertung zurück, dah bei der Annahme der vvrgeschlagenen Sätze für das Hahr 1922 noch ein Defizit von 35 Milliarden Mark verbleibe. Die Verwaltung glaube aber dem Volksganzen besser zu dienen, wenn die Gebühren nötigenfalls wieder erhöht werden, als wenn die Steigerung zu sprunghaft vorgenommen werde. Der ganze Verkehrsbeirat stimmte den Ausführungen des Reichspostministers zu. Die Gebühren für Postkarten, Briefe, dienstliche Aktenbriefe von Behörden, Druck- achen, Ansichtskarten, Geschäftspapiere, Warenproben, Mischsendungen, Päckchen sowie Versicherungsgebühren werden verdoppelt. Postanweisungen kosten bis 100 Mk. 10 Mk., steigen bei 5-10 000 Mk. auf 40 Mk. Der Tarifaufbau für den Paketverkehr wird in Erfüllung der wiederholt gestellten Anträge dahin geändert, dah die Gebühren unter Beibehaltung der ersten Gewichtsstufe bis 5 kg. ür das überschiebende Gewicht von Kilogramm tu Kilogramm gestaffelt werden. Danach kosten Pakete in der Rahzone (bis 75 Kilometer) bis 5 kg. 60 Mk. und steigen bis 10 kg. um 12 Mk. je Kilogramm, von 11—20 Kilogramm um je 24 Mk. In der Fernzone (über 75 Kilometer) werden die Sätze verdoppelt, ebenso die Auslandsgebühren. Die Telegraphen gebühr en stellen sich wie folgt: Für gewöhnliche Telegramme auf alle Entfernungen: 1. Grundgebühr 20Mk.: 2. Wortgebühr von 10 Mk. für jedes Wort: bet Orts- und Pressetelegrammen 10 Mk. Grundgebühr und 5Mk. Wortgebühr. Beim Postscheckverkehr sollen die Gebühren für bare Einzahlungen mit Zahlkarte der höheren Postanweisungsgebühr angepaht, d. h. auf die Hälfte dieser Gebühren festgesetzt werden. Für bargeldlos beglichene Zahlkarten wird dieselbe Gebühr, im Höchstfälle jedoch eine Gebühr von 50 Mk. für die Zahlkarte erhoben. Für jede von der Zahlstelle des Postscheckamts bargeldlos und für jede in den Abrechnungsstellen der Reichsbank beglichene Auszahlung beträgt die Gebühr eins vom Tausend des im Scheck angegebenen Betrages: für jede Barauszahlung durch eine Zahlstelle des Postscheckamts sowie für die Uebersen- dung des Schecks durch das Postscheckamt an eine Postanstalt und für die weitere Behandlung des Schecks fünf vom Tausend des im Scheck angegebenen Betrages. — Die Vorlagen gehen nunmehr dem Reichsrate und dem Reichstagsausschusse zu. Die Bekämpfung der Tabakeinfuhrsperre und der Zollerhöhung. In letzter Zeit hat vielfach die Lage in der TabakIndustrie die Oeffentlichkeit beschäftigt dadurch, dah das Reichswirtschaftsministerium vor nicht langer Zeit die Einfuhr für Tabake und Fertigfabrilate gesperrt hatte zum Zwecke einer (wie vorgegeben) Zollerhohung. Die Einfuhr sollte gleichzeitig gedrosselt werden und das Reich wollte dadurch angeblich Devisen ersparen. Es ist bekannt, dah schließlich der Reichstag sich gegen die Einfuhrsperre und insbesondere gegen eine größere Zollerhöhung ausgesprochen hat. Demzufolge hat dann schliehlich das Reichswirtschaftsministerium die Sperre wieder aufgehoben, hat auch von einer Zollerhöhung überhaupt Abstand genommen mit der Begründung, dah mit der fortschreitenden Geldentwertung, der laufenden Golk^ollerhöhung und der dadurch verursachten Preissteigerung sich automatisch eine Drosselung der Einfuhr und des Konsums von selbst ergäbe. Im Hinblick hierauf werden wir gebeten, auf den Der icht des Reichsarbeitsblattes Rr. 19 vom 15. Oktober 1922 hinzu- weisen, der wie folgt lautet: „Die Verschlechterung in der Tabattndustrie hielt im Derichtsmonat m verschärftem Mähe an. Einzelfirmen, die an das Reichsarbeitsblatt berichten, wie auch die Landesarbeilsämler berichten über die fortschreitende Einschränkung in den Fabriken, über Herabsetzung der Arbeitszeit, über Entlassungen und Stillegungen ganzer Betriebe aus fast allen Teilen Deutschlands. Die Gefahr einer wetteren Verschlechterung ist durch Aufhebung der Einfuhrsperre für Rohtabak und durch die unterbliebene Zollerhöhung zum Teil beseitigt. Eine gewisse Erleichterung und Erholung des Tabakgewerbes dürfte bamit zu erwarten sein, freilich haben inzwischen die Inlandstabake im Preise ebenfalls außerordentlich angezogen und die Kapitalanspannung der- Fabriken durch die Steuern und die hohen Rohstoffpreise, Löhne usw. ist so groh, dah nach verschiedenen Angaben hierdurch fefcon eine Einschränkung der Betriebe bei der Zurückhaltung der kapitalschwachen Abnehmer als unausbleiblich hingestellt wird. Einzelne Fabrikanten sollen bereits nach dem Bericht der Handelskammer Minden genötigt gewesen sein, ihre Erzeugnisse weit unter den Gestehungskosten abzustohen. Eine Erleichterung des Gewerbes durch Äusf uhrmöglichketten in größerem Umfange besteht zur Zeit nicht: sind noch alte Abschlüsse Sorhanden, der Eingang neuer Aufträge aus dem Ausland hat sich aber vermindert. Verhängnisvoll für die Ausfuhr ist u. a. die vorläufig bis Ende März 1923 geplante dänisch: Einfuhrsperre, die einen großen Ausfall für die heimische Zigarrenindustrie bedeutet." I inö ©uuuerung ich mich auch Amt u n p a c- e n und alle ™aai 22. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) wisserchaft zu erfüllen. Ich bin mir Wohl bewußt, Latz meine eigene Kraft und die Kraft der vom Vertrauen der Volksvertretung getragenen Regierungen des Reichs und der deutschen Länder allein mitzuarbeiten an der Gesundung und Erneuerung Deutschlands. Wie bisher will Aus Stabt und Land. Gießen, den 25. Oktober 1922. Fahrplanänderringen im oberhessischen Zugverkehr. (WTD.) Vom 30. Oktober ab treten folgende Fahrplanänderungen ein: Auf der Strecke Gießen—Fulda: Der P.-Z. 562 wird bis Gießen durchgefuhrt. Von Gießen bis Fulda wird, wie von uns schon berichtet, ein Personenzugpaar neu eingelegt. Die Züge verkehren wie folgt: P.-Z. 562 Fulda ab 1,26, Gießen an 4,27 nachm., P.-Z. 557, Gießen ab 3,45, Fulda an 6,30 nachm.: sie führen 2. bis 4. Klasse und halten auf allen Bahnhöfen. Der P.-Z. 555 verkehrt zwischen Wallenrod und Fulda zwei QHinuten später, Wallenrod ab 2,28, Fulda an 3,18 nachm. Der P.-Z. 556 wird zwischen Dad Salzschlirf und Lauterbach (H.)-Rord früher Die Herweghs Eine rechtsrheinische Geschichte von Liesbet Dill. Generals, die sich eben fertig machten, lauschten kopfschüttelnd. Sollte man wirklich hinunter- aehen? Dort unten ging etwas vor. . . Der Einzugstag fiel ihnen plötzlich ein. »Es werden doch nicht wieder zweitausend Mark aus dem Schreibtisch gestohlen sein?" sagte Onkel Anton, dem es ein unbehaglicher Gedanke war, vielleicht noch heut abend zur Polizei laufen zu müssen. 3m zweiten Stock wartete Fräulein Schmidt leit einer Stunde darauf, daß man sie zur Bescherung rief, sie stand mit ihren weißverpackten Geschenken tm Arm in der kalten Stube und hörte mit Herzklopfen dem Stimmengewirr zu, das aus der Tiefe zu ihr heraufklang. Sicher hatte der Lümmel wieder etwas angestellt. ’ Frau von Herwegh sah totenblaß auf dem Sofa. Sie zitterte an allen Gliedern. „Ich habe es ia geahnt, daß mit Ernst etwas Schreckliches passiert ist." , 4 -Mit mir M nichts Saniert, ich verbitte mir das, Mama, fuhr Ernst erregt auf, aber der Ohrring ist verschwunden, das läßt "sich nicht wealeugnen, und es läßt sich auch nicht bestreiten daß Grete den Schmuck selbst aus der Kassette genommen und ihn vor dem Spiegel angelegt hat Ich verlange von ihr, daß sie mir wenigstens ihr Anrecht gesteht. Ja, das verlange ich," sch^h er aufgebracht, „mag er hingekommen sein, wohin er will, beschafft muß er werden." Verschiedenheiten der Interessen und Weltanschauung hinaus die großen und wertvollen Kräfte unseres Volkstums zusammenzufassen und zusammenzuschliehen in der uns allen gemeinsamen Treue zu Volk und Vaterland. Was uns auch sonst trennen mag, im klaren Bewußtsein unserer Pflichten gegen die Ration müssen wir alle uns in .Einigkeit da zusammenfinden, wo es sich handelt um die Grundfragen des Lebens und der Zukunft unseres Volkes und unseres Vaterlandes. Aeber das, was für das Ganze notwendig ist, wird es stets verschiedene Meinungen geben. Es wird sich nicht vermeiden lassen, daß die Gegensätze der Interessen und Ideen aufeinanderstoßen. Aber wir müssen diesen Kampf so führen, daß er nicht in einen Zusammenprall der Leidenschaften und nicht m blinde Selbstzerfleischung ausartet, und es muß unser gemeinsames Bestreben sein, daß alle in diesem Geiste wirken und ihn verbreiten mögen, ist die Ditte, die ich an Sie, meine Hercen, an den Reichstag und an alle deutschen grauen und Männer, die guten Willens sind, in dieser Stunde richte. ferner Hinbemühen, mein teilichzu führen, Gerechtigkeitgeg jedermann zu üben und meine Pflichten Präsident ^voebe stellt "fest, daß die Annahme des Antrages mit der für die Verfassungsänderung notwendigen Vs°Mehrheit erfolgt ist. Durch diesen Beschluß wird das bisherige Provisorium beendet und der gegenwärtige Präsident Ebert ersucht, sein Amt als Reichspräsident bis zum 30. Juni 1925 weiterzuführen. Ein deutschnationaler Antrag, der die Verkündigung dieses Beschlusses um zwei Monate hinausschieben will, um inzwischen einen Volksentscheid herbeizuführen, wird in namentlicher Abstimmung mit 310 gegen 77 Stimmen, bei 10 Stimmenthaltungen, abgelehnt. Präsident Loebe: Der Antrag hat nicht das für solche Fälle vorgeschriebene Drittel der Stimmen erhalten, der erste Beschluß tritt damit sofort in Wirksamkeit. Das Präsidium des Reichs- > tages wird sich unmittelbar nach Schluß der Sitzung zu dem Reichspräsidenten begeben, um ihn zu fragen, ob er diesem Ersuchen stattgeben will. Vor der Schlußabstimmung über die Ge - Ireideumlage beantragen die Abgeordneten Ko en en (K.) und Ledebvur (USP.) nochmals Wiederaufnahme der Debatte, da eine Regierungskrise eingetreten sei. Der Antrag wird in der GeschäftsorLnungs- debatte abgelehnt Und die Getreideumlage nach den Beschlüssen de rz weiten Lesung mit 2 36 gegen 160 Stimmen an» genommen. Abg. Ledebvur (USP.) beantragt zur Geschäftsordnung die Sitzung eine Stunde auszusetzen und den Reichskanzler zu ersuchen, in der neuen Sitzung Auskunft darüber zu geben, auf welche Parteien er sich in Zukunft zu stützen gedenkt. Rach dem Ausfall der Abstimmung stehe der Reichskanzler vor der Unmöglichkeit, feine bisherige Politik weiterzuführen. Er müsse daher den Reichstag auflosen und an die Wähler appellieren. Der Antrag wird abgelehnt. Sodann wird das Gesetz, das die Gehalts- psändungsgrenze auf 120 000 Mk. sestsetzt, in dritter Lesung angenommen. Das Haus vertagt sich darauf bis zum 7. Ro- vember nachmittags 3 Uhr. Die Festsetzung der Tagesordnung bleibt dem Präsidenten überlassen. nicht ausreicht, um die schweren Aufgaben der Gegenwart und der Zukunft zu lösen, die wird nur dann sich durchsetzen, wenn sie sich bereinigt mit den lebendigen, schaffenden und wirkenden Kräften des ganzen Volkes und wenn sie gestützt wird von dem staatlichen, wirtschaftlichen geistigen Leben unserer Ration. Es wird mein stetes Bemühen sein, über „Von was denn?" fragte der Lümmel, der die Ringgeschichte von der geschäftlichen Seite auffahte. Grete lachte nervös auf. „Ein Ring, dex dreißigtausend Rubel gekostet hatte!" „Dreizehntausend Rubel," verbesserte Ernst. „Es ist immer noch genug." „Wieviel ist denn ein Rubel?" fragte die verstörte Frau von Herwegh. „Weih es denn die Alte schon?" fragte Lutz. „Das ist es ja!" rief Grete. „Sie hat schon dreimal geschickt! Als Ernst dem Kammerdiener die Kassette übergeben wollte, fand sich, daß die Inhaltsangabe nicht stimmte. Der Ohrring sehlle." „Daß sie den aber auch gerade Weihnachten an sich hängen muh," sand Lutz, dem das gestörte Weihnachtsessen am Herzen lag. Draußen schellte es nun dreimal energisch. Es waren Generals und Fräulein Schmidt, die sich entschlossen hatten, hei unterzukommen, um zu sehen, was es gegeben habe. „Was ist denn passiert, meine arme gute grau Major?" rief Tante Betty in der Tür. ©ie erfuhren von Lutz die Geschachte des verschwundenen Smaragden, und Grete beteuerte schluchzend von neuem, den Ring nicht genommen SU haben. Der Kanarienvogel schrillte verzweifelt dazwischen, bis Lutz ihm die Decke überflülpte. Da war er still. Die Bescherung hatte man vergessen, der Daum wurde nicht mehr angezündet an dem Abend, niemand war in der Stimmung, Weihnachtslieder zu hören. Endlich begann Trina mit Entschiedenheit den Karpfen aufzutragen Man ging zu Tisch. Als die mit Aepfeln. Zwetschgen und Korinthen gefüllte Gans erschien, wurde beschlossen, bei einer Strafe von drei Mark nicht mehr von den Smaragden zu sprechen. Eine Aussprache mit dem Reichspräsidenten. Berlin. 24. Oft. (WTD.) Nachdem das die Frage der Präsidentenwahl neu regelnde verfassungsändernde Gesetz heute in dritter Lesung mit großer Mehrheit angenommen worden war, begaben sich der Präsident des Reichstages Gebe sowie die Vizepräsidenten Dietrich, Dr. Dell, Ditt- mann und Dr. Riesser zum Reichspräsidenten, um ihn sofort und in feierlicher Form von diesem Beschlüsse, in Kenntnis zu setzen. Löbe richtete an 'ben Reichspräsidenten, der die Herren des Reichs- : Präsidiums tm Beisein des Reichskanzlers und des Reichsrnintsters Köster empfing, folgende Ansprache: „Herr Reichspräsident! Der Deutsche Reichstag hat in seiner heutigen Sitzung mit 314 von 391 abgegebenen Stimmen, also mit ganz überwiegender Mehrheit, welche die in der Verfassung vorgesehenen zwei Drittel weit übertrifft, dem Anträge zugestimmt. Der von der Rationalversammlung gewählte Reichspräsident führt sein Amt bis zum 30. Huni 1925. Die gesetzgebende Körperschaft 'bat somit dem Provisorium ein Ende gemacht und Sie, Herr Reichspräsident gebeten. Amt und Wurde beS ersten Präsidenten der Deut- Men Republik bis zum 30. Juni 1925 zu übernehmen. In der schwersten Zeit unseres Vater- hindes, nach dem furchtbaren Zusammenbruch, inmitten immer neuer politischer und wirtschaftlicher Erschütterungen, vom schärfsten Druck der Siegesmächte bedroht, haben Sie im Jahre 1919 ein Amt auf sich genommen, in dem nach unserer aller ^Bewußtsein keinerlei Anerkennung, geschweige denn Dank erwartet werden konnte. Sie folgten wie Sie damals sagten, dem Rufe der Pflicht WeNn Ihnen heute die deutsche Volksvertretung mit großer Mchrheit die Fortführung des hohen Amtes anträgt, so bekundet sie damit ihren Dank für die bisherige Führung Ihres Amtes, für Ihren klugen Rat in schwierigen Situationen, für Ihre erfolgreiche Vermittelung in inneren Krisen, den Dank dafür, daß Sie sich jederzeit an die Spitze gestellt haben, wenn es galt, organisatorisch^ Werke zur Linderung der Rot unserer Zeit tatkräftig zu fördern. Sie bekundet damit ein Vertrauen, das über den Kreis der Zustimmenden chinausreicht bis in jene Reihe, wo man aus politischen Gründen, n«ht aus Gründen persönlicher Gegnerschaft, eine andere Entscheidung vorge- tzvaen hätte: ein Vertrauen, daß es Ihnen vor faßen anderen gelingen werde, auch in Zukunft mit Weisheit und Energie an der Lösung der .schweren Fragen mitzuwirken, vor denen unser Land und unser Volk gerade jetzt wieder stehen. Indem ich Sie, Herr Reichspräsident, zu der Entscheidung des Reichstages im Rainen dcs Präsidiums beglückwünsche, bitte ich Sie. feinem Wunsche zu entsprechen und Ihr Amt als erster Präsident des Reich's weiterzuführen. Ich gebe dabei der Hoffnung Ausdruck, baß cs während i er' nun beginnenden zweiten Hälfte Ihrer Amtsperiode gelingen möge, die tiefe Rot und Bedrängnis unseres Landes zu überwinden. Als Hüter der Verfassung, als Wahrer der Rechte und Freiheiten des Voltes in der Deutschen Republik, mögen Sie weiter Ihres hohen Amtes walten!" Hierauf erwiderte der Reichspräsident wie folgt: „Herr Präsident! Ich danke Ihnen für Ihre Mitteilung des Reichstagsbeschlus'es, der in Aen- beiung dec bisherigen Verfasfungsbestimmung das mir auf Grund des Gesetzes über die vorläufige Reichsgewalt übertragene Amt des Reichsprchi- benten auf der rechtlichen Grundlage der Reichs- Verfassung erneuert und in feiner Dauer verfassungsgemäß festgelegt hat. Haben Sie auch aufrichtigen Dank für die freundlichen Worte, die Sie in Verbindung damit an mich gerichtet haben. In der Zeit des schwersten Schicksals Deutschlands 'habe ich das Amt des Reichspräsidenten übernommen. Ich tat es nur in dem Bewußtsein, meine Pflicht tun zu müssen gegenüber den Volksgenossen, die mir in harten Tagen ihr Vertrauen entgegenbrachten. Im gleichen Gedanken erkläre ich mich auch heute bereit, mein Amt weiter zu führen. Entscheidend für diesen, im Widerstreit verschiedener Erwägungen nicht leichten Entschluß war für mich das mir durch die übergroße Mehrheit der gewählten Vertreter des deutschen Volles erneut bekundete Vertrauen. Getreu meinem vor der Rationalversammlung in W.imar abgelegten Gelöbnis, meine Kraft dem deutschen Volke zu widmen, die Verfassung und die Gesetze des Reiches zu wahren, wird es mein alleiniges Bestreben fein, in dem Drang und Rot dieser Zeit der Republik zu dienen und nach bestem Können gelegt und wie folgt befördert: von Salzschlirf ab 5,33, Angersbach ab 5,39, Lauterbach (H.)-Rord an 5,45 nachm. Der P.-Z. 551 wird früher gelegt und erhält folgenden Fahrplan: Lauterbach (H.)- Rord ab 7,31, Angersbach 7,38, Bad Salzschlirf ab 7,45, Großenlüder 7,58, Oberbimbach ab 8,03, Fulda an 8,22 Dorrn. Bei dem Zuge 8904 (W) Alsfeld ab 1,32 nachm.. Grünberg an 5,14 nachm., wird auf dieser Strecke die Personenbeförderung ausgehoben. Bei den Zügen 8905 (W), Alsfeld ab 5.38, Lauterbach (H.)-Rord an 5,46 nachm.. und 8,03 (W), Lauterbach (H.)-Rord ab 2,35, Alsfeld an 3,45 nachm. fällt die Personenbeförderung weg. Der Zug 8909 (W) bisher Gießen ab 2,54 wird früher gelegt. Gießen ab 2,47, Rodgenab 3,07, Großen-Busech 3.22. Reiskirchen 3,39, Saasen an 3,48 nachm.; auf dieser Strecke bleibt die Personenbeforderung bestehen, während auf der Strecke von Saasen bis Alsseld die Personenbeförderung auf gehoben wird. Auf der Strecke Bad-Salzschlirf — Schlitz — Riederaula wird der P.-Z 2513 wie folgt geändert: Bad Salzschlirf ab 6,03, Rie- deraula an 7,19 nachm. Auf der Strecke Mücke — Hungen — Friedberg (H.) verkehren die Züge 4271 (W), Hungen ab 3,04, Mücke an 4,24 nachm., 4272 (S), Mücke ab 4.33, Hungen an 5,26 nachm.; 4260 (S) Hungen ab 5,36, Friedberg (H.) an 6,28 nachm. Auf der Strecke Gedern — Lauterbach (H.)-Rord werden die Züge 4133 und 4138 wie folgt geändert: P.-Z. 4133 verkehrt ab Bermuthshain 6,17, Crainfeld h.22, Grebenhain—Crainfeld ab 6,27, Rösbcrts 6,33. Ilbeshausen 6,42, Herbstein 6,52, Rixfeld 7,00, Eisenbach 7,07, Frisch- born 7,12, Dlitzenrod 7,15, Lauterbach-Süd 7,21, Lauterbach-Rord 7,25 vorm. P.-Z. 4138 wird von Lauterbach-Rord bis Herbstein in folgendem Fahrplan befördert: Lauterbach-Rord ab 6,37, Lauterbach-Süd ab 6,41, Blitzenrod ab 6,47, Frischborn 6,50, Eisenbach ab 6'54, Rixfeld 7,04, Herbstein ab 7,15 und weiter wie bisher. ** Rochmalige Verlängerung der Herbst ferien. Das Landesamt für das Bildungswesen hat in einer neuen Verfügung an die Ortsschulvorstände, die Kreisschulämter und die Direktionen der höheren Lehranstalten bestimmt, daß überall, wo es die Verhältnisse erfordern, eine weitere Verlängerung der Herbstferien bis zu acht Tagen eintreten kann unter der Bedingung, daß die Weihnachts- und Osterferien entsprechend gekürzt werden. Gleichzeitig gibt das Lande samt für das Dildungswesea die Ermächtigung, auf Anfordern und im Einvernehmen mit den Eltern auch Einzelurlaub zu landwirtschaftlichen Arbeiten zu erteilen. ** Volkshochschule. Im Anzeigenteil der heutigen Rümmer findet sich eine Uebersicht über die Veranstaltungen des 8. Semesters. Es beginnt am 30. Oktober und umfaßt 1 5 Arbeitswochen, dauert also mit Einschluß einer Weihnachtspause bis zum 4. März 1923. Die Gebühr beträgt 150 Mk. für den Kurs, für den zweiten und jeben weiteren 100 Mk. Alles Weitere ist ausführlich im Arbeitsplan für das 8. Semester enthalten, der auf der Geschäftsstelle (Löber- straße 26 II), in den Buchhandlungen ufa>. kostenlos zu haben ist. ** Anlagenmusik findet am Donnerstag, den 26. d. Mts., mittags 12 Ahr, am Liebig-Denkmal statt. (Rur bei günstiger Witterung.) Musikfolge:. 1. Marsch über Altniederländische Volkslieder, Th. Grawert. 2. Mv- zartiana, Konzertfantasie über Mozartsche Themen, H. Kling. 3. Preislied aus der Oper: „Die Meistersinger von Nürnberg", R. Wagner. 4. Ouvertüre zur komischen Oper: „Dan- ditenstreiche", Frz. v. Suppe. 5. Dorfschwalben aus Oesterreich, Walzer, Ioh. Strauß. *’ Die Vortragsreihe von Dr. Hans Berg in der Stadtkirche führte die sehr zahlreichen Zühörec am Mo tagab _nd in den engst en Kreis der Interessensphären eines jeden M.m- scheu: Die Familie und die Ehe. Mit tiefem sittlichen Ernst deckle der Redner die schweren Schäden unseres Volkslebens auf, wobei tie Wah.Hnt des Bibelwortes mit erschütternder Deutlichkeit zum Bewußtsein eines jeden nach^enkenden Hörers gebracht wurde, daß die „Sünde der Leute Verderben ist". Andererseits aber verstand Redner es, das hohe Lied eines in Gottes Gesetz und Wort verankerten glücklichen Familien- und EhelebrnS in solch herrlichen Farben und so anmutig zu schildern, daß sicherlich niemand zurückstehen möchte, dieses höchsten irdischen Glückes teilhaftig zu werden und dadurch zum Wiederaufbau der Menschheit im höchsten Sinne beizutragen. Aus dem Kreis menschlich-irdischer B.lange heraus führte, Dr. Berg seine Zuhörer gestern abend in die unendlichen Weiten des Uni- versums, um ihnen die „Rätsel der Weltregierung" in klarer, bilderreicher Sprache Aber eine harmlose Fröhlichkeit wollte nicht aufkommen. Ernst weigerte sich, etwas vorzuspielen, und Liane wollte nicht beflamieren. Als das junge Paar nach Mitternacht das Haus verließ, hatte es leicht geschneit, die Mainzer Straße sah leer und verwandelt aus, wie üie ganze Wxlt. Sie gingen stumm nebeneinander her, nicht wie sonst Arm in Arm, und Ernst drängte einen unbestimmten schrecklichen Verdacht vergeblich nieder, während Grete trotzig schwieg und den Kops sehr hoch trug. Zu Hause angekommen, begannen beide die Wohnung von neuem zu durchsuchen. Ernst leuchtete allq Ecken und Winkel der Geldschränle mit der Taschenlampe ab. Grete bürstete eigenhändig die Kokosteppiche in Ernsts Geldschrank- zimmer. Man kehrte die Aktenstücke um und um. Aber der Smaragd fand sich nicht. Die oberen Räume waren seit dem Unfall mit der Kassette schon so oft von Dienstbotenhänden aufgeräumt und gefegt worden, daß sich der Stein längst gefunden haben müßte. Es kamen nur drei Personen in Betracht, welche von der Kassette etwas wußten, Ernst, der Buchhalter und Grete, und Vor dem Buchhalter durfte noch nicht einmal etwas davon laut werden, daß Grete die Kassette gesehen hatte. Ob, wie Ernst es jetzt verwünschte, daß er den Schmuck nicht, wie sonst, sofort in den eisernen Schrank verschlossen hatte. Dort ruhten noch ganz andere Werte Hatte ihn denn der Satan dazu verführt, die Steine Grete zu zeigen! Aber was halfen diese Selbstvorwürfe. verständlich zu machen. Von dem Beweis der Unhaltbarkeit der Gvtteslcugnung, wie er sich schon dem Gewissen der Naturvölker bezeugt, ausgehend, zeigte Redner an gewaltigen Beispielen der Welt- und Menschheitsgeschichte (Mesina, Titanic, Weltkriegserleben u. a.), wie in Zeiten und Stunden solchen Erlebens auch dem innerlich gottfernen Menschen vernunftmätzig und unwidersprechlich klar wird, daß der ewige Gotteswille auch in rätselhaftem Weltgeschehen höchste erzieherische Weisheit und Heilsgedanken zum Ausdruck bringt. Deshalb findet, so folgert Redner weiter, des Menschen Herz in bezug auf die tiefsten und schwierigsten Fragen nach Zufall oder ewigem Gotteswillen keine Ruhe, bis es, mit dem alten Kirchenvater Augustin zu sprechen, seine Ruhe und feste Verankerung gefunden hat in dem lebendigen Gott. ** Ihren 9 3. Geburtstag beging gestern in geiftiger Frische die älteste Cinwoh- nerrn unserer Stadt, Frau Beate M a r z o g, Wetzlarer Weg 11. Vornotizen. — Tageskale nderfürMittwoch. Stadttheater, 7 Wr: „Verliebte Leute". — Stadtkirche, 8 Ahr: Oeffentlicher Vorttag über „Leben die Toten?" — Kaufmännisches Vereinshaus, 8Vi Ahr: Vortrag über „Die Volkshochschule, ihr Wesen und ihr Ziel". — Astoria-Lichtfpiele: „Das Geld auf der Straße", „Meine Frau kanns nicht lassen", und „Haß!" — Lichtspielhaus, Bahnhofstr., ab heute: „Der Graf von Monte Christo", 3. Teil. Wettervoraussage für Donnerstag: Vorwiegend heiter, trocken, Rachtfrost, schwache nördliche Winde. Lieber Deutschland liegt ein Teilhoch. — Heute morgen wurden folgende Temperaturen sestgestellt' Gießen — 3 ®cab, Lauterbach — 7 Grad, Darmstadt — 2 Grad. Landkreis Gießen. ri. Li ch, 24. Okt. Die Gemeinden Lich, Rieder> bessingen, Dors-Güll und Holzheim luden gestern auf dem hiesigen Bahnhof unter Leitung von Pfarrer Walde ck-Wohnbach einen Eisenbahnwagen mit Liebesgaben für das Diako- nissenhaus Elisabethen stift in Darmstadt. Hiesige Konfirmandinnen waren dabei die eifrigen Helferinnen. Kreis Alsseld. * Alsfeld, 24. Okt. Die Iubi- laums-Gewerbeausstellung hat mit einem Lieberschuß von etwas über 3 0 0 0 0 Mark abgeschlossen. Beim Iubiläums- Hauptausschuß soll folgender Vorschlag für die Verteilung gemacht werden: 10 000 Mk. dem Kriegerdenkmalfonds, 10 000 Mk. dem Ortsgewerbeverein zur Unterhaltung seines Schulgebäudes, und 5000 Mk. dem Kaufmännischen Verein und dem Detaillisten-Ver- ein, die an der Ausstellung beteiligt waren. Hessen-Nassau. * Frankfurt a. M, 23. Oft. Die Ge- hälter der kaufmännischen Angestellten im Oktober stellen sich nach einer am Montag abend gefällten Entscheidung des Schlichtungsausschusses wie folgt: Lehrlinge 2000, 3000 und 4000 Mk.: für die Gehilfenjahre 10250, 11 800, 13300 Mk.: Klasse A: 17 000, 20 600, 26 000 Mk.: Klasse B: 18 750, 22 600, 27 500 Mk.: Klasse C: 20 400, 24 600, 29 200, 31 200 Mk.; Klasse D: 23 000, 27 500, 32 000, 34 400 Mk.: Klasse E: 26 300, 29 750, 35 400, 37 600 Mk. Die soziale Zulage für die Frau beträgt 1000 Mk., die für die Kinder 600 Mk. Am 15. Rovember wird ein Vorschuß bezahlt in Höhe von 3000 Mk. für die Gehilfenjahre, 5000 Mk. bis zu 26 Jahren, 8000 Mark über 26 Zähre. Erklärung über den Schiedsspruch hat bis zum Samstag, 12 Uhr, zu erfolgen. Kreis Friedberg. sf. Friedberg, 24. Okt. Das neue Semester am Predigerseminar hat begonnen: 26 Kandidaten sind neu eingetreten, dazu kommen die 13 „Oberkandidaten“ aus dem vorigen Semester, so daß nunmehr 39 Hörer hier anwesend sind; im nächsten Semester soll sich die Zahl voraussichtlich auf über 50 erhöhen. Diese starke Frequenz wird jedoch voraussichtlich nur eine vorübergehende sein und ist noch als eine Rachwirkung des Feldzugs zu betrachten, da viele Feldzugsteilnehmer nunmehr erst zum Abschluß ihres Studiums kommen. Auch das Polytechnikum hat wieder seine Psvrten geöffnet, die Zahl der Studierenden beträgt nahezu 500. In einer stark besuchten Studentenversammlung Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 4475, Frankfurt a. M. 4400. wiuw^M«jwaawBBanjwwBMcnmtF3;i',iMii ........ ■tit—bp—m Der Schmuck muhte beschafft werden, und dazu gehörte Geld. «Aber das muh dir doch nicht schwer werden, bei deinen Einnahmen," sagte Grete. „Du hast doch alle Geldschranke voll." „Das Geld gehört anderen, nicht mir, ich habe nur die Verwaltung," verwies er sie. Die Sache eilte, die Fürstin war bereits mißtrauisch geworden und telephonierte ihn am ersten Feiertag an, ob sich der Ohrring immer noch nicht gesunden habe? Ernst ging nicht selbst ans Telephon, er lieh sich verleugnen. Der Ohrring war verschwunden und blieb es. Geld! Geld! Er hatte alles flüssige Kapital in diese Back- steinfabrik gesteckt, die immerfort nur Geld ver- schlang. Die Aktien waren wieder zehn Prozent gesunken. Goldenberg bot ihm die seinen an. Es waren nur zwölf Stück, er wollte sie zu jedem Kurs abstoßen. Der Verkauf einer einzigen Aktie kann oft das Sinken der anderen Aktien bewirken und damit ein ganzes Unternehmen ins Schwanken bringen. Es ist oft der erste Schritt zum Zusammenbruch. Gerade jetzt durfte man keine Eppenhausener Ziegeleiaktien auf den Markt Werfen. Er hatte Goldenberg schließlich seine Aktien abgenommen, weil dieser sonst mit Kündigung der Hypothek drohte. Run kam auch der Schwager Winterichs an, ein dicker, reicher Tierarzt. der auch „Lunte witterte", mit seiner Mappe voll Ziegeleiaktien. „Geben Sie mir her. ich bin froh, die Attien zu haben, es hat mich ein Freund darum gebeten,“ sagte Ernst. -So?" meinte der mißtrauische Tierarzt. _Ra ich bin srob, sie los zu fein.“ (Fortsetzung folgt.) 111 Ä“1* «e Ätftood). ■ote Leute". Z ■\ Vortrag über 1**8, J' - auf 1Ä Ia'K KKstt- ab ^*,3M rge 4toft, schwache MwSt -z Grad, Darm- :en. benMMe» lm luden gestern ■« Leitung von -rnm Sifrabahn. « daS Diulo. lstift in Dam. waren dabei die d. Die 3ubi- ellung hat mit >aS über 30 000 im Jubiläums- f Vorschlag für )en: 10000 M. 0000 M. dem chaltung seines Ml. dem Kauf. l>etaillisten»2er- eteiligt waren. u. 3. Oft Su @c- -enAngeslell- H einer am Won- I des SchlichNings' e 2000, 3000 unb x 10250. 11800, 1600,26 000 IRL, > M; Klaffe C. M-, Klaffe D: ont; Klaffe E: 11. Die soziale > 0 M, die für die overnber wird ein 3000 M. für die i 26 Jahren. 8000 । aber den Schieds- 2 Rbr.au erfolgen- / Jas neue 6e* inar hat be° neu eingetreten, üdalen" aus dem >hr 39 Hörer hm aester soll W=^ 50 erhöhen- Diese )orausfichtluh nar ist noch als eme W betrachten, da lehr erst M Auch Las P.oly . mfDrten geofM. Mgt nahezu dentenversammlimg ie$ Dollar hasst >iMl ort "^?Prozent >m Jfc L sic zu er ^.einzigen rtatfä ®ie» ‘"iwe* ÄS A s°f/^ch Aun fatir Ser- sirfer, re^Wppc " B ich biu g**’“ ags. (Aasschneiden und enthebenl) Die wichtigsten Postverbindungen der Stadt Bietzen. (Eigene Information des Giehener Anzeigers.) Für die Geschäftswelt unserer Stadt, aber auch für manche andere Driefschreiber dürfte es von Dichtigkeit sein, über die Abgangszeiten der Postsendungen von hier nach den Haupt« richtungen des Reiches genaue Angaben zu bekommen. Die nachstehende, auf amtlicher Unter, läge fuhende Uebersicht über den Postabgang gibt klaren Auffchluh. Richtung Sbganq der ‘Pon üon «leben S»[uhi"eit für Snefe beim Haupt- pjftan-t Bemerkungen BiS Frankfurt (Main).................. Frankfurt iMain), Bayern, Vaden, Württemberg, Elsah, Schweiz, Italien, Griechenland, Oesterreich, Ungarn, Iügoslavien, Tschecho- slowakei, Ballanstaaten, Lochringen, Frankreich und Spanien BiS Frankfurt (Main).................. Frankfurt iMain), Thüringen, Sachsen, Bayern, Baden, Württemberg, ?!5Lö 286,75 Holland...... 1610.75 161'.'.25 1747.50 175&ÖU London...... 183,04 1X1.96 196,75 196,35 PariS....... 298.- 299,50 312,- 314,- Schwet»...... 749,50 753,50 80K75 813.35 Spanien..... 620.- 623,- 672,25 675,75 Zialien...... 169- 17a- 18b- 182,- VifiQbomCporto —,— — Dänemark . . . . 809.75 814.25 875,75 880.25 'honueaen .... 713,— 717.— . 795.— 79&— Schweden .... 1085.25 lOuO.75 11/;),— 11SL— HelfiugiorS. . . . —,— —,-r —,— — 9ieui)orf...... 4040,75 4049,25 441L25 4433.75 Teulfch-Oeflerr. 5.40 5,50 5^9 6,01 Budapest..... 163R4 16417 168.- 170.- Praa........ 131,25 132,25 141,25 142^0 Sofia....... ——,— — ,— Märkte. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 24. Oki Der P.oduftenmarkt hat seine entschiedene Festigkeit wicdcrgewonnen. Weizen wurde von den Mühlen trotz stark erhöhter Preisforderungen weiter gekauft Von Roggen wurde das vttmchite Angebot in bahnstehenoer Ware, sowie das Angebot aaf Abladungen per Oktober und November zu besseren Preisen schlank untergebracht. Ge ste und Hafer waren sehr knapp. Ausländische Gerste blieb gefragt, aber der Da- lutauntcrschied hinderie Geschäftsabschlüsse. Mais stellte sich nicht unecheblich teuere;. Die Importeure sind wegen der Geldknappheit wenig kauflustig. Mehl stieg wesentlich im Preise. Don Raps war Auslandsware start begehrt und höher. Weizen, märkischen 9500—9700 Mk. (fest), oft- preußischen 9000—9100 Mk., Roggen, märkischen 9003— 9050 Mk. (fester), Sommergerste 9350—9500 Mark, Wintergerste 9000 Mk. (fest), Hafer, märkischen 9500 -9800 Mk., schlesischen 9500-9600 Mk (fest), Mais, lo:o Berlin 9600—6902 Mk., waggon. frei Hamburg 9700—9800 Mk. (fest), Weizenmehl (100 Kg.) 25 500 -27 5 00 Mt. (fest), Roggenmehi (100 Kg.) 23 000 -25 000 Mk. (fest), Welzenkleie 4800-5000 Mk. (fest), Rogge.-cklete 4800—5000 Mk. (fest), Raps 12 003-14 000 Ml. (fest). Viktoria- erbsen 13 000-14 000 Ml., kleine Erbsen 12 500 bis 13 000 Mk , Pulrich'.e -, 9300-10 000 Mk., Lupinen, blau 6000—6300 Mk., gelb 6500—7300 Mk.. Rapsluchen 5500—6000 Mk.. Leinkuchen 4500 bis 4600 Ml., Kartoffeln, weihe and rote 460—480 Mark, aelbfleischigc 520 Mk. Raa'/ alter: Weizen- und Roggenstroh. drahtgeb. 1575—1650 Mk., Ha'e st oh, drahtgcp eht 15C5—'650 Mk.. Stroh, strrhseilgebündel' 15c5 —1650 Mk, Wie e 'bea, gut, ?esand und trocken, Bormahd 950—1000 Mk.. lachmahd 880-930 Mk. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Der Kabinettswechsel in England. London, 24. Oft. (WTB.) Man ermattet, dah die Zusammensetzung des neuen Kabinetts heute veröffentlicht werden wird. Wie gemeldet wird, erfolgt die Auflösung des Parlamentes am nächsten Donnerstag. Die Neuwahlen finden am Mittwoch den 15. November, statt. „Daily News" zufolge wird der Deschluh Donar Laws, di^ Neuwahlen an einem Tage mitten in der Woche vorzunehmen, in Ar- beiterfreifen Verstimmung Hervorrusen. Französ sch-italienische Besprechungen über die Orient-Friedenskonferenz. Paris, 24. Oft. (WTB.) Graf Sforza hatte gestern eine Unterredung mit Poincärch um den Standpunkt seiner Regierung hinsichtlich der orientalischen Friedenskonferenz darzulegen. Wie der „Petit Parisien" mitteiU, sind die französische und die italienische Regierung sich nicht nur über das Programm, sondern auch über das Datum der Eröffnung der Konfttenz einig. Auch Rom vertrete den Standpunkt, dast sie so rasch wie möglich stattfinden müsse, dah man jedoch auf die politische Lage der an ihr teilnehmenden Länder Rücksicht nehmen müsse. Grundsätzlich bleibc der 13. November als Tag der Eröffnung bestehen. Cs scheine jedoch noch nicht sicher, dah Öaufanne endgültig als Ver- bandlungsort angesehen werde, da Graf Sforza Der Ansicht sei, die Türken würden angesichts der Nähe von Genf, des Sitzes des Völkerbundes, gewisse Einwendungen machen. Graf Sforza habe auch von den Verhandlungen mit den Sowjets in der Meerengensrage gesprochen und die Anregung gegeben, man möge ihre älntttschrift unter der formellen Reserve zulassen, dah ihre äkn- terschrist unter den CBleerengen/Bertrag nicht ihre Anerkennung de jure bedeute. 3edes Land soll nicht mehr als zwei Delegierte entsenden. Als Vertreter Frankreichs auf der Friedenskonferenz werden genannt Dompard und der frühere Ministerpräsident L e h g u e s. Eine rumLuische Delegatiou für die Washrägtoner Derhandlungeu. Paris, 24. Oft. (WTB.) Nach einer MÄ- düng der „Chicago Tribüne" aus Bukarest wird nächste Woche eine rumänische Delegation nach den Vereinigten Staaten abreifen, um an den Washingtoner Verhandlungen über die Bezahlung der interalliierten Kriegsschulden teilzunehmen. Stabilisierung des Rubelkurses. Moskau, 23. Oft tWolff.) Wie gemeldet wird, hat der Rat der Volkskommissare beschlossen, der Staatsbank zur Erweiterung ihres Umsatzkapitals das Recht auf die Ausgabe von Banknoten zu gewähren, die durch feste Auslandsvaluten, leicht umsetzbare Waren und kurzfristige Wechsel sichergestellt werden. Die Banknoten werden zu ihrem Nennwert als Zahlung für alle staatlichen in Gold zu entrichtenden Abgaben angenommen, wobei die Summe unabhängig von dem Kurs des Papierrubels ist, was langfristige Geschäfte ermögliche wird. Von der Ausgabe dieser Banknoten wird eine günstige Wirkung auf die Stabilisierung des Rubelkurses und eine Erleichterung des Handelsverkehrs erwartet. Korpulenz ist unschön unb ungesund. Wir raten Ihnen, 30 Gramm echte Toluba-Kernc zu Kaufen, die wirksame, völlig unschädliche, fettzehrende Staffe enthalten, davon nehmen Sie 3mal täglich 1-2 Stück. Sicher erhältlich Univ.- Apotheke zum goldenen Engel, Marktplatz. 9523V In tiefer Trauer: Anna Kühne Luise Kühne Fritz Kühne Berthold Kühne nebst Frau und Kind. Gießen, den 24. Oktober 1922. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen. Montag nacht 12 Uhr entschlief sanft unsre liebe Mutter, Schwiegermutterund Großmutter Frau Minna Kühne Wwe. geb. Bering im 68. Lebensjahr. Gott der Allmächtige nahm unsere liebe kleine Marianne wieder zu sich. Freiherr und Freifrau August Löw Von und zu Steinfurth. Lieh, den 24. Oktober 1922. 9541D Suche zuverl. jüngere Frau für einige Bor« Mittagsstunden, u» Ludwigttr. 10 P. WellnMeu gesucht. 9516 MWnWe Klinik. Laufmädchen für wöchentlich zweimal gesucht. 09888 Ira» Reg.-Bau meister Braun, Lieblgstraße 12 (Viebigmufeun». 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Oktober 1922: Direktion der Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen. < Stolte. Ä!N noch in sehr ghniL Preisen I Stores, Scheibengardinen, Gardinen am Stück, Rouleauköper, Kanten, in unerreicht großer Auswahl im QJ^debausQalomorj ./ V Gienen ic/nilUnißf 9407a fcttinUliltarFISgel nur vorzüglich erhalten, von Künstler gegen Barzahlung zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeboie mit Preis unter9525c an die Geschäftsstelle des Gieß. Anz. erb. (: " fetthaltig). In Drogerien, Parfümerie- schäften erhältlich. „Warm zu empfehlen ist Zucker'S Patent-Medizinal-Seife gegen unreine Haut, Mitesser, Knötchen, Pusteln usw. Spe- -Arzt Dr. W." Dazu (nicht fettend und allen Apotheken, und Friseurge- 3n Gießen in der Drog. Winterhoft, Kreuzplatz 9/10, Löwen-Drogerie und Victoria-Droaerie,Hcrm. Plank Wwe. und P. Joi. Mobs. 330c (Komplett) gebraucht oder neu, 30—35 P. S., gesucht. Schriftliche Angebote unter 09874 an den Gießener Anzeiger erbeten. 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Fahrh. | 8-10 Uhr j Formen der Familie, der Wirtschaft und des Staates 8-10 Uhr Mittwoch Donnerstag Nerven- und Seelenleben " 8-9 Uhr Die Weltreligionen | 8-9 Uhr Fohannes- i evangelium 8-10 Uhr Wunder der Sternenwelt und des Lichtes 8-10 Uhr Deutsche Literatlrrgeschichte oon 1500-1748 8-10 Uhr Die Verfassung 1 des deutschen Reiches 8-10 Uhr | Erziehungsfragen in der modernen deutschenLiteratur Beginn | Januar 1923 Vergleichende Betrachtung ausgewählter Kunstwerke 8-10 Uhr Freitag Das Verbrechen und seine Bekämpfung 8-9 Uhr Physik 8-10 Uhr Deutsche Geschichte von 1789-1860 8-10 Uhr Einführung in die Photographie 8-10 Uhr | PlatinGold- und Silbergegenstände kauft zu hohen Preisen Erich Beyer Juwelier, Gießen, Bahnhofstraße 1.0162D Suche gebrauchten Elektromotor gleich welch. Stromart, 110 od. 220 Volt, von 1 P. 8., zu kauf. Schr. Angeb. u. 01'871 an d. G. Anz. GM Silber, ölnllaa jawtti kauft 8754 M Briiii Suroclier Kceuzülatz 8. Kaufe getrag. Herren- n. 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