Zreltag, 25. August 1922 172. Jahrgang ber Franzosen! Bayern und das Meich ii ff fi Grob*' _62ß ^0 " 10Ö " nu besseren Drogerienotahth md laufen KuklroMußbed 16, flarktplatr 21. Mauclere heute abend abreisen. Die kritische Lage des Reichs ... 2b. Augnst ... 2. September ... 16. ' ... 23. . ... 30. . 7. Oktober . 21. * tigen. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund "hat, wie der „Vorwärts" meldet, am Donnerstag an te i Trab? Union-Kongreß in tSvndvn ein Telegramm gerichtet, in dem er unter Hinweis auf den ungeheuren Dollar stand, der den wirtschaftlichen Zusammenbruch Deutschlands bedeute, aus die Folgen aufmerksam macht, die hieraus für alle Industrievölker erwachsen. Roch sei eine Rettung möglich: sie Hänge hauptsächlich von den Maßnahmen der Trade .Union ab. Gin ähnliches Telegramm ist an den Internationalen Gewerkschasts- >und in Amsterdam abgegangen. Aach einer Meldung des /Bert. Tageblatts" ^hat der amerikanische Botschafter in Berlin, Houghton. gestern abend dem Reichskanzler einen Besuch abgestattet, um sich über die politische Lage zu unterrichten. Die Reise des österreichischen Bundeskanzlers. und dieser Weg letzten Endes unfehlbar zum Zusammenstoß mit Frankreich führen muß. So Berlin, 25. Aug. (WTB.) 3n einem auch von der Agenzia Stephani übernommenen Telegramm des „Daily Telegraph" wird gemeldet, daß Bundeskanzler Dr. Seipel auf seiner Reise in München auck mit der bayerischen Regierung verhandelt habe. Wie dazu zustandigerseits aus München mit» geteilt wird, fanden keinerlei Berhandlungen zwischen Dr. Seipel und der bayerischen Regierung statt. Diese konnten auch schon aus dem Grunde nicht stattfinden, well sich Ministerpräsident Graf Lerchenfeld zur Zeit in Urlaub befindet. Poinear^s Leben bedroht? Paris, 25. Aug. (WTB.) Wie der „Matin" meldet, ist der Sicherheitspolizei von vertrauenswürdiger und verschiedener Seite mitgeteilt worden, daß ein Deutscher namens Günther insgeheim über die Grenze gekommen sei und sich nach Paris begeben habe. Er gehöre der Organisation C an und habe den Auftrag erhalten, Poincare zu ermorden. Gestern seien sorgfältige Nachforschungen über den Verbleib des Günther angestellt worden, ohne daß man bisher ein Ergebnis erzielt habe. Tirol und die Franzosen. Reich-, Mittel- oder Unterbehörden zu übernehe men. Die Begründung nescr Reichszentralbe>^ Hörden wird dadurch nicht ausgeschlossen .Die bayerische Regierung entschloß sich nunmehr, die Verordnung vom 2 4. Zuli 1922 aufzuheben. Damit ist die pein- gestern abend, wie die Morgenblätter melden, das Reichskabinett unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten zusammen und verhandelte über nr. 199 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GießenerFainilienblätter Monatliche öeznaspreise: MK. 29.— und Mk. Z.- Trägerlohn,durch diePost Mk. 32.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech- Anschlüsse: fkrdieSchrift» leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn. poftschräkonto: Srantfurt a. ÜL 11686. sehr man in England die Gefahr fühlt, die der Aufschwung Frankreichs an militärischen und wirtschaftlichen Machtmitteln mit sich bringt, bis zu der Ueberzeugung, daß diese Gefahr England ans Leben geht, ist noch ein weiter Weg, und die Abrechnung mit dem Frank- vrich von heute wird bei der dauernden Vervollkommnung aller lechnschen Ärvgsmit'el noch viel schwerer werden als die Abrechnung mit Deutschland war — zumal es an Bundesgenossen, wie sie Frankreich, Rußland, Italien und zuletzt Amerika repräsentierten, wenigstens heute noch fehlt. Cs ist durchaus zweifelhaft, ob es England, das gerade jetzt wieder die schwankende Haltung Belgiens und Italiens erfahren hctt und für das Amerika in einem englisch-französischen Konflikt immerhin ein unsicherer Faktor wäre, im entscheidenden Moment auf Biegen oder Drechen ankommen lassen wird, jedenfalls nicht um des armen, politisch toten und wirtschaftlich ruinierten , Deutschlands willen. Hat doch Lloyd George mit klaren Worten erftärt: wenn Frankreich nicht .nachgibt, barm muh das Schicksal Deutschlands Gott anheimgestellt werden — immerhin noch eine bessere Instanz als der sogenannte Rat der Alliierten. Die deutsche Politik wird seit Jahrzehnten von einem unheilbaren Schicksal verfolgt: wir haben Friedenspolitik getrieben bis zur Selbst- ; berleugnung und sind in den schwersten Krieg hineingetaumelt, wir haben Anttkatastrophen- j Politik getrieben und stehen in der Katastrophe. , Anders lassen sich die Worte des Reichskanzlers: „erst Brot und bann Reparationen" nicht auffassen, zumal er bie bange Frage hinzugefügt hat: „werben wir den Weg Rußlands gehen?" Diese Frage ist nicht ohne weiteres zu verneinen. Selbst wenn Frankreich vorläufig darauf verzichtet, uns gänzlich zu strangulieren und nur dis Daumenschrauben stärker anzieht, gehen wir dem wirtschaftlichen Ruin, ja vielleicht direkt dem Hunger entgegen. Es reimt sich eben nicht offammen, seine sämtlichen Machtmittel zu Der- Der Ausgang der Londoner Konferenz und unsere Zukunst. Von Wirkt. Geheimen Rat Dr. Th. Seih, ehtzm. Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika. KK. Die zweite Londoner Konferenz unserer ehemaligen und jetzigen Feinde war bestimmt, das Reparationsproblem jur die nächsten Jahre zu lösen, d h. bie gegenseitig unter sich und an Amerika verschuldeten Gläubiger wollten einen Weg finden, den gewalttg überlasteten Gemem- schuldner Deutschland, der seine Zahlungsunfähigkeit erklärt 'bat, durch teilweise Stundungen für die nächste Zeit zahlungsfähig zu machen, Dieses Ziel konnte nur erreicht werden, wenn bie Verpflichtungen des Gemeinschuldners, soweit sie seine Arbeitskraft und sein Vermögen überschreiten, einfach gestrichen wurden. Dazu aber formte sich keiner der Gläubiger verstehen, jeder knüpfte ferne eventuellen Zugeständnisse an Bedingungen die dem gnderen unannehmbar erschienen. Und so sicht das arme, machtlose Deutschland wieder un= mittelbar vor der Gefahr sogenannter Sanktionen, d h einer gewaltsamen Zwangsvollstreckung, bei der bie Gläubiger zugleich die Richter und Gerichtsvollzieher sind. Und diese Gläubiger sind keine Privatpersonen, sondern die mit gewaltigen Machtmitteln militärischer und wirtschaftlicher Art 'ausgestatteten Großmächte England, Frankreich und ihre Trabanten. Der neue Sturz der Mark. London, 24. Aug. (WTB.) Der neue gewaltige Sturz der Mark erregt größtes Aussehen. Einer Blättermeldung zufolge herrscht in Kreisen der Reparationskommisfi o n in Paris eine sehr pesfimistische Auffassung. „Manchester Guardian" schreibt zu dem seit der letzten Rede Poin- cares eingetretenen erneuten Sturz der Mark, es scheine kaum glaublich, daß die Franzosen in einer Politik verhandelten, die mit dem Zusammenbruch des deutschen Handels enden müsse und mit der endgültigen Enttäuschung der Hoffnungen, irgendwelches deutsches Geld zur Ausgleichung des französischen Budgets zu erhalten. Jedes Wort in einer der Brandreden Poincareskoste den französischen Steuerzahler so und so viel Franks. Die Reparationsbesprechungen. Berlin, 25. Aug. Rach den Besvrechungen des Reichskanzlers und des Reichsfinanz- ministers mit Bradbury und M a u c l e r e trat werben bie Verhanblungen mit den Reparations- Vertretern fortgesetzt werben. Außer dem Reichs- Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigern) 34 mm Breite örtlich 150 Pf., auswärts 180 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 500 Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 u/? Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 2200. Frankfurt a. M. 2450 Line Frachtdampfer wyork Berlin, 25. Aug. Im Anschluß an die Besprechungen mit den Spitzenorganisationen bei Gewerkschaften hatte der Reichskanzler, laut „Vorwärts", eine Unterredung mit Sünnes. Am Freitag werden sich bie Gewerkschaften, bie Unabhängigen unb bie Sozialdemokraten in einer gemeinsamen Sitzung mit der innen- und außenpolitischen Lage beschäf- ** 3900" 4200 iS nore in delphi» usw. 3örsenbrücke2 „ Bahnhofstraße 65. t. ,.568 ‘‘*.133 430 Wenn man bie Äußerungen ber deutschen Presse über den Abbruch ber Verhandlungen in London verfolgt, so findet man fast überall die Auffassung, daß sich Deutschlands Lage durch diesen Abbruch erheblich verschlechtert habe. Maßstab ist der rapid finkende Wert der deutschen Mark. Rur an einzelnen Stellen wird schüchtern mit einer gewissen Genugtuung die Tatsache gebucht, daß England diesesmal fest geblieben sei unb den französischen Forderungen auf Ottomanisierung des Deutschen Reiches und Sequestration des Ruhrgebiets nicht nachgegeben ifyabe Das Urteil über Frankreichs Haltung steht fast allgemein fest. Mit Ausnahme weniger Optimisten, die in Poincare immer noch den Gerechten sehen, sind wohl alle ber Ansicht, daß Frankreich die Zeit für gekommen hält, uns die Hand an die Gurgel zu legen und Deutschland politisch und wirtschaftlich den letzten Stoß zu versehen. £>a wir selbst gänzlich machtlos sind und Amerika tatenlos beiseite steht, so ist allerdings die Frage brennend, ob England den Willen und bie Macht 'hat, biefen letzten Stoß Frankreichs abzuwehren. Wer bie englischen Zeitungen mit Aufmerksamkeit lieft, wird diese Frage verneinen. Richt nur, daß ein großer Teil ber herrschenden konservativen Partei — man benfe nur an Lorb Derby unb seine Gefolgschaft — auch heute noch burch bick unb bünn mit Frankreich geht, auch der dielgerührnte Mann ber Straße steht noch heute unter dem Banne ber Rorthcliffeschen Hypnose, bie heißt: ber Feind ist Deutschland. Und an der Spitze Englands steht ein Staatsmann, der es meisterhaft versteht, die herrschende Stimmung für sich auszunühen, dem es aber niemals eingefallen ist, sich dieser (Stimmung entgegenzustemmen. Dazu kommt, ber Mann hat bei den letzten Parlamentswahlen ben Massen laut unb feierlich versprochen, Deutschland müsse zahlen bis zum letzten Heller. Der Weg zurück ist schwer, zumal mit bem rücksichtslosen Imperialismus in ben großen Kolonien, in Canada, Reu- Seelanb unb Australien gerechnet werden muß, 3750" 8906 260 8818 Man glaube ja nicht, daß der Kommunismus in Deutschland ben Kommunismus in Frannkreich nach sich ziehen werde. Einmal ist die Struktur des französischen Vollskörpers dem Kommunismus überhaupt - nicht günstig. Sodann ist kein siegreiches Voll — und die Frmrzosen halten sich für bie Sieger — geneigt, die Früchte seines Sieges durch eine Revolution aufs Spiel zu sehen. Endlich aber: die französische Regierung verfügt über 200 000 farbige Soldaten, deren Beruf ber Krieg ist, denen es ganz einerlei ist, ob sie gegen Kommunisten in Deutschland oder in Frankreich kämpfen. Wer etwa auf innere Sympathien der Schwarzen mit dem Kommunismus rechnen wollte, würde eine bittere Enttäuschung erleben. Gewiß erinnern manche soziale Einrichtungen der Eingeborenen Afrikas an ben Kommunismus. Aber während ber moderne europäische Kommunismus auf der Gleichheit aller beruht und die Familie negiert, beruht dort die ganze soziale Struktur auf ber Familie und'der unbedingten Autorität des Familienhauptes. Gegensähe, wie sie schärfer gar nicht gedacht werden können! Wird das Deutsche Volk, werden die politischen Parteien jetzt, wo wir vor dem Abgrund stehen, endlich erkennen, bah in Fragen ber auswärtigen Politik das innere Parteiinter- esse zu schweigen hat, werden,sie einsehen, daß unsere ganze auswärtige Politik der letzten Jahre zur Unfruchtbarkeit verdammt war, weil sie letzten Endes bewußt oder unbewußt beeinflußt war von den zu Dogmen erhobenen, auf Gründe der inneren Politik zurückzuführenden Anschauungen der Parteien? Von der Beantwortung dieser Frage wird es abhängen, ob Deutschland den Weg Rußlands geht oder nicht, viel mehr als davon, ob Amerika seinen ehemaligen Alliierten ihre Schulden erläßt und damit Frankreich vielleicht einen feiner tausend Vorwände zu unserer Erdrosselung nimmt Wien, 25. Aug. (WTB.) Einer Korrespondenz aus Innsbruck zufolge wurden nachts Plakate angeschlagen, auf denen es heißt: Throler, beherbergt und bewirtet keine Franzosen! Die Franzosen sind unsere ärgsten T v t f e i n d e. Sie lie- )en die schwarzen Teufel auf unsere Brüder am Rhein. Sie kommen nach Tyrol, um unsere Rahrungsmittel zu verprassen. Zwingen wir sie, Tyrol zu verlassen! Hinaus mit den nichten, eine ungeheure Schuldenlast auf sich zu nehmen unb babei bie Arbeitszeit^zu verkürzen. Das muh be ieinem ßanbe, bas für bie Ernährung feiner 'Bevölkerung zu mehr als einem Drittel auf frembe Einfuhr angewiesen ist, zum Bankerott unb zum Hunger führen. Die Statistik unserer Ein- und Ausfuhr zeigt daß es unserer Industrie trotz ihrer trügerischen Scheinblüte nicht möglich ist, neben den Leistungen an bie Entente auch noch bie Gegenwerte für bie Ernährung unserer Bevölkerung zu schaffen, und heute schon sprechen englische Stimmen offen davon, daß Deutschland als Handelsnation für bie nächsten Jähre Überhaupt ausscheide. Damtt ist für bie kommunistische Agitation ein Boden gegeben, wie er günstiger nicht gedacht werden kann, unb bie Besorgnis des Reichskanzlers scheint nur allzu begründet. Der Sieg einer kommunistischen Revolution aber würde in Deutschland ganz andere Folgen haben, als in Rußland. Rußland war, als Lenin £ie Herrschaft an sich riß, ein geschlagenes, aber nicht entwaffnetes Land, es verfügte über eine bedeutende Goldreserve, über eine Masse der wertvollsten, jeder Zett im Ausland zu verkaufenden Edelsteine, und vor allem: Rußland war ein Agrarstaat, der ferne Bevölkerung ohne fremde Einfuhr ernähren konnte., Es hat erst einer unbegreiflichen Desorganisation des ganzen wirtschaftlichen Lebens und einer vier- ä'hrigen Agonie des größten Teils der Bevölkerung bedurft, bis Rußland zur partiellen, im nächsten Jahr Vielleicht zur vollständigen _ Hungersnot kommen wird. Diesen Weg zum völligen Ruin, den Rußland in vier Jahren nicht vollständig zurücklegen konnte, würde Deutschland in einem 'halben Jahre zurücklegen, denn mit dem Sieg der kommunistischen Revolution in Deutschland würde sofort jede Einfuhr aufhören. Unb nichts kannte Frankreich willkommener sein, als eine siegreiche kommunistische Revolution in Deutschland. Dann 'hätte es, was ei wünscht, wenn nicht den formellen, so doch den moralischen Auftrag seiner Verbündeten, den Kommunismus in Deutschland niederzuschlageir und damtt das Deutsche Reich vollends zu zerstücken. , ««"SS” rK fn Mi foforttger Sä n 5 I "W yi 5500 bi» I 1922 öt ^»5 sss äS NS« teöSfS «• d'W " Abhold, AU ^lichter unb »»•SÄ fÄ* «« erschossen. DTB.sDieAwter«. er Grafschaft &or! aus nett worden. f* d'e Sage Oester, (DT2.) Der Paris« erfährt, eS sei umnög, und irgendwelche 2er. Österreichs übernehmen r Begründung, dah be Lage sei, eine praktische n. Dann würde die Är- liierten Regierungen zu> GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag- vrühl'sche Urnv.-Vuch- und Steindruckerei 8. Lange. Lchriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. kanzler werden auch Reichsfinanzminister Dr. den Landern rn Ausftcht. Für b e CBwrbeiUng Hennes unb Staatssekretär a. D. Bergmann teil« | der bayerischen Angelegenheiten wirdnachd^ub- nehmen. Voraussichtlich werden Drabburh unb heben Suhlungnahrne mit ber bayer. Regierung — - - - -- em bayerischer Beamter als Referent des über» reichsanwalts für bie bayerischen Angelegenheiten bestellt. Dies war auch bereits bei ber Regelung )om 11. August in Aussicht genommen. Daß dieser Beamte lediglich ben Anweisungen des Oberreichsanwalts Folge zu leisten hat, würbe auch von ben Vertretern Bayerns für selbstver- stänblich erklärt. Don ber bayerischen Regierung würbe ferner gewünscht, bah bie ilebertoeifung der Strafsachen an bie ordentlichen Gerichte ber L 5 nber bie Regel bilben soll, unb bah mindestens alle Vergehen grundsätzlich an bie ordentlichen Gerichte ber ßänber überwiesen werden, baß Ausnahmen nur von Fall zu Fall unb nur im gegenseitigen Benehmen der beiden Justizverwaltungen gemacht werden sollen unb bah bie Uebertoeifung ber Strafsachen an bie orbentlichen Gerichte ber ßänber bie Regel bilben würbe. Es würbe bereits bei ben Verhanblungen vom 9. und 10. August festgestellt, daß zur Verhandlung vor dem Staatsgerichtshof sich nur solche Sachen eignen werden, deren Bedeutung eine Entscheidung durch den höchsten Gerichtshof angemessen erscheinen läßt. Ganze Gebiete aber, insbesondere grundsätzlich alle Vergehen von der Erledigung durch den Staatsgerichtshof anzuschließen, erschien als dem Sinn des Gesetzes zuwiderlaufend unb unannehmbar. Ebenso war es völlig unannehmbar, jeden einzelnen Fall zum Gegenstand vonVerhanblungen zwischen demIustiz- Ministerium bes Reiches unb der Länder zu machen Um ben bayerischen Wünschen entgegenzukommen, würben bie bayerischen Vertreter auf die Möglichkeit hingewiesen, die bayerischen Staatsanwaltschaften regierungsseitig anzuweisen, sich bei Bearbeitung der Sachen gegenüber bem Oberreichsanwalt barüber zu äußern, ob sich eine Heber* Weisung an bie Landesbehörden empfehle. Selb st - verständlich darf hierdurch eine Verzögerung nicht entstehen unb selbstverständlich sind auch diese Äußerungen der Staatsanwälte für den Oberreichsanwalt nicht verbindlich. Daß durch dieses Verfahren das Recht ber Landesregierungen unberührt bleibt, von sich aus Bedenken gegen die Befassung des Staatsgerichtshofes mit einer Sache bei ber Reichsregierung geltend zu machen, ist selbstverständlich. Ferner wurde klargestellt, daß auf die Entscheidungen des Staatsgerichtshofes in Derwaltungssachen weder die Reichsregierung, noch bie beteiligten Landesregierungen — sei es unmittelbar, sei es mittelbar — durch ben Oberreichsanwalt einen Einfluß nehmen fön», nen. ©elbftoerftänblidj wirb badurch ber Vortrag bes Beteiligten als selbständiges der Beurteilung durch ben Staatsgerichtshof unterliegendes Parteivorbringen wie jeder andere nicht berührt. Die bayerische Regierung sprach ferner den Wunsch aus, daß die Reichsregierung bei ben Reichstags-, Parteien bahin wirken solle, das Gesetz zum Schuhe ber Republik in feinen Bestimmungen möglichst rasch aufzuheben, bie es nach Ansicht ber bayerischen Regierung als polittsches Ausnahmeericht erscheinen ließe. Die Abgabe einer derartigen Erklärung lehnte die Reichsregierung ab, da sie bie bayerische Auffassung, daß es sich um ein politisches Ausnahmegericht handle, nicht teilte. Die bayerische Regierung hat ferner zum Reichskriminal- polizeigeseh eine genaue Umschreibung ber Begriffe „Gefahr im Verzüge" unb „bringendstes Interesse bes ganzen Reiches" gewünscht. ®ie erste Begriffsbestimmung konnte im Anschluß an die unbestrittene Auslegung desselben Begriffes in der Strafprozeßordnung gegeben werden: über die zweite bestand von vornherein Einigkeit. Mit besonderem Rachdruck wurde eine Erklärung der Reichsregierung dahin gewünscht, daß die Reichsregierung den Ländern die aus ihrem ursprünglichen Recht zu stehenden Hoheitsrechte und Zuständigkeiten ausdrücklich anerkenne und ihren po- Ittischen Einfluß künftig dahin gellend machen werde, daß die Zuständigkeiten ber Lander in Gesetzgebung und Verwaltung durch das Reichsrecht weder in einer Abänderung noch unter Berufung auf die Bestimmungen ber Weimarer Verfassung geschmälert werden bürften. Die Reicksregierung lehnte unter Hinweis auf die Präambel ber Weimarer Verfassung bie Ausrottung theoretischer Streitfragen verfassungsrechtlicher Ratur ab. Daß ber bundesstaatliche Charakter des Reiches unb die Staatspersönllch- feit ber Länder in der Reichsverfassung anerkannt seien erklärte die Reichsregierung bereits in ihrem Protokoll vom II. August. Ferner erklärte sie schon damals, daß sie nicht willens fei, über die verfassungsmäßigen .Zuständigkeiten des Reiches hinaus die Hoheitsrechte der Länder an sich zu ziehen Die Zusicherung jedoch, daß sie auch von ihren in der Reichsverfassung bereits begründeten gesetzgeberischen Zuständigketten feinen Gebrauch machen werde, lehnte sie diesmal wie schon damals ab. Sie erklärte jedoch erneut, daß sie von den noch nicht ausgeschöpften Zuständigkeiten nicht ohne Rot und, so weit möglich ohne Zustimmung des Reichsrats Gebrauch machen werde unb daß sie nicht willens sei, die bisherigen Ausgaben der Länder in die Verwaltung be8 Reiches durch neue Berlin, 24. Aug. (WTB.) Die bayerischr Regierung wünschte bei den Verhandlungen mit den Reichsstellen die Errichtung eines besonderen bayerischen Senats. D.esMi Wunsche wurde nicht entsprochen. Vielmehr wurde die beretts in dem Protokoll vom 11. 8. gegebene Zusage, daß mehrere Senate gebildet werden sollten unb daß bie Besetzung der Geschäftsverteilung unter dem Gesichtspunkte des örtlichen Ursprungs der Sachen aus den Ländern geregelt werden sollten, dahin klargestellt, daß die Ernennung der Mitglieder des für Süddeutsch- land bestimmten Senats nach Benehmen mit den beteiligten Landesregierungen erfolgen sollte. Den Landesregierungen das Vorschlagsrecht einzurau- men, wurde abgelehnt. Ferner wurde erklärt, daß entsprechend den Größenverhältnissen Bayerns zu den übrigen süddeutschen Staaten dem Senat drei bayerische Laienrichter und eine entsprechende Anzahl bayerischer Reichsgerichtsräte angehören dürfen. Diese Regelung, bie für alle Lander gilt, war bereits seitens der Reichsjustizverwaltung beabsichtigt, ebenso wie die Möglichkeit ber Lander als Laienrichter ausschließlich oder zum -Lei! Persönlichkeiten vorzuschlagen, bie bie Befähigung zum Richteramte besitzen. Ein toeiterer Wunsch ging dahin, daß der für Suddeutschland bestimmte Senat in einer süddeutschen Stadt tagen sollte. Eine diesbezügliche B^ flimmung zu erlassen, wurde abgelehnt jedoch darauf hingewiesen, dah nach den geltenden Bestimmungen jeder Senat die Vornahme von Amtshandlungen auch außerhalb seines Bezirks selbstan- ■-ÄeuyspiuiiL^H^H ßu|uuuu£u uuu big beschließen kann. Bei der Äblsuba^ des bie Ergebnisse biefer Besprechungen. Heute mittag Degnabigungs rechtes stellte ö r -.eichs- u ~ - -*•*- •- <- -------"-- Präsident wie schon bei ben Deryandlungen am | ii. 8. hervorgehoben wurde, FühUngnahmL mit 6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) S&Jfole meine Dräut ab.* seltener Tatkraft und glänzendem Organlsalions- talent, Eigenschaften, die sie namentlich auf dem Gebiete der Jugendpflege in besonderem Grade betätigt hat. Ihrer Initiative ist die Gründung des Kindergartenvereins zu verdanken, der im Jahre 1913 ins Leben trat und jer den drei Massenchoren kamen noch einige Lieder, gesungen von Frau Professor Schaum, sowie 2 Streichquartette, gespielt von den Herren Dr. Rud. Trapp. Dr. Ai edel. Direktor Schmidt und Regierungsbaumeister Engel zur Aufführung. Da ter Besuch ein sehr guter war und die Unkosten verhältnismäßig niedrig sind, können dem guten Zwecke nahezu 6000 Mk. zugeführt werten. Aus Stabt uns Land. Gießen, den 25. Aug. 1922. Aus der hessischen Geburtenstatistik teilen die „Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik^ in dem Zuni- Zuli-Heft folgendes mit: > z. B. betrug sie nur 9621. Die Zahl der Geborenen, während der Kriegsjahre 1915—18 durchschnittlich nur 18 915, hat im Zahr 1920 mit 33 612 wieder Die Zahl der Eheschließungen in Hessen, die im Jahr 1919 16 945 betrug, im Jahre 1920 auf 19 315 gestiegen war, ist nunmehr im Jahre 1921 wieder auf 15 761 zurückgegangen. Sie ist aber immer noch weit größer als in der Vorkriegszeit. 3m Jahre 1913--- " ---- Badsfempel. Aoman von Margarete v. Oerhen F ü n f g e l d. dem sie dauernd als Vorstandsmitglied angehört hat. .Hie erste Schöpfung dieses Vereins war der "Bürgertinbergarten, ter sich in ter früher Kochschen Besitzung etablierte und den Frl. M. leitete. Gleichzeitig leitete sie das schon früh«: von chr persönlich begründete Fröbelsemi- n a r und ten diesem angeschlossen m Seminar- Kindergarten. Ente des Zihres 1918 trat noch zu diesen beiden Kindergärten ter Volks- kindergarten, ter ebenfalls auf Betreiben von Frl. M. durch ten Kintergartenverein errichtet Worten ist und in ter Walllorstraße Unter« Zunft gefunden hat. Der Bürgerkindergarten muhte leitet- im Jahre 1920 wegen Lokalmangels eingehen, während der Volkskintergarten noch heute besteht, nachdem er im Jahre 1921 auf die Stadt übergegangen ist. Das Fröbelseminar nebst Seminar-Kindergarten ist in demselben Jahre an die Aliceschule angeschlossen worden. Wenn hiernach auch Frl. M. nicht eigentlich als die Begründerin des städtischen Kindergartens anzusprechen ist, so ist doch seine Entstehung ihrer Anregung und Tatkraft zu verdanken. Die Verstorbene hd£n unb ein schrecklicher Totes- schm^z zerriß chn. und P^^te er sich frei. Verriegelte u£b OtiSL 6 fe!nc Tür. Doch aus allen Fugen uno Ritzen unter ter Türspalte hervor krock Denn faß ,eC icbcc beraubt, begehen ?■■ Hub »emeinte ™?1nb So war sein Seelenzustand ein-mt eminon Schaken unterworfen, abhängig r,on taufte Zufälligkeiten. uu Aa.h einer Woche etwa flauie tes Hochwasser ab Archts uud niemand teüe umtgt und die Höhe der Borkriegsjahre erreicht. 1913 betrug sie 33 291. Trotz der hohen Heiratsziffer zeigt sich jedoch schon wieder ein Heiner Geburtenrückgang, denn 1921 betrug die Zahl der Geborenen nur mehr 22 098. 3m allgemeinen schwankt das B e r - hältnis von Knaben und Mädchen unter den Aeugeborenen zwischen 106 und 107:100. Die Behauptung, dah sich nach einem Kriege dieses Verhältnis zugunsten der Knaben verschiebe, trifft auch diesmal wieder für Hessen zu. 3m Zahr 1919 kamen auf 100 neugeborene Mädchen 108 Knaben, im Zahr 1920 111, im Zahr 1921 109. Bei den T o t geborenen ist der Anteil der Knaben immer beträchtlich größer. Es kommen hier auf 100 Mädchen 125 und mehr Knaben. 3n diesem Verhältnis ist jedoch während und nach Dem Kriege keine wesentliche Aenderung eingetreten. Die Zahl der Totgeborenen, die in früheren Jahrzehnten über 4 Prozent aller Geborenen ausmachte und in den VorkriegSjah- ren 1911—14 auf 3 Prozent gesunken war, ist während und nach Dem Kriege wieder etwas in Die Höhe gegangen (auf 3,3 Prozent). Es ist dies wohl auf die schlechte Ernährung in den Kriegsjahren zurückzuführen. Besonders auffallend zeigt sich diese Steigerung bei ten iln« ehelichen. Hier war Der Anteil Der Totgeborenen immer etwas größer. Früher bettug er bis Zu 6 Prozent, ist aber dann vor Dem Kriege auf 3,6 Prozent gefallen, um während des Krieges 1915—18 wieder auf 4,1 Prozent, und 1919—21 auf 5,0 Prozent zu steigen. Der Anteil der Unehelichen, der in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts 16 und 17 Prozent ausmachte, dann in den 70er Zähren aber bereits auf 8 Prozent gefallen war und nun bis 1914 ziemlich konstant blieb, ist während des Krieges wieder etwas gestiegen, und zwar auf 10 Prozent. 1919—21 beträgt er 9 Prozent. Ausfallend ist es auch, daß während Der Kriegsjahre die Aiederkünste mit Mehrlingen ein wenig zurückgegangen sind. Während chr Anteil unter den Aiederkünften früher immer 13%o betragen hat, ist er 1915—18 zum ersten mal seit 1862 auf 12%o gefallen. Aach dem Krieg, 1919—20, ist er wieder auf 13%o gestiegen. Amtliche Personalnachrichten. Ernannnt tourte am 7. April ter Reallehrer an ter Realschule zu Groß-Gerau Simon Schwarz zum Lehrer an ter Volksschule zu Groß-Gerau. — Ernannt tourte am 31. Zull die Schulamtsantoärterin Luise Ding aus AleDer- Saulheim zur Lehrerin an ter Volksschule zu Weisenau, Kreis Mainz. — Ernannt tourten am 18. August: die Kanzleiassistenten Friedrich Volk, Peter Michel zu „Sekretären"; bie Kanzleigehilfen Gg. Hamann, Hch. Wenner zu „Kanzleiassistenten", sämtliche in ter Landes- Hell- und Pflegeanstall Philippshospital bei Goddelau: ter Kanzleigehilfe Wilhelm Zo st in Alzey zum „Kanzleia stiftenten" bei ter Landes- Heil- und Pflegeanstall Alzey; der Adam Kohlbacher aus Ober-Aauses zum „Obertoärter“ bei ter Anstalt für Schwach- und Blödsinnige Alicestift bei Darmstadt, sämtliche mit Wirkung vom 1. April 1922. — Ernannt tourte am 19. August ter Hauswart Karl Stürz zu Darmstadt zum Ministerialamtsgehllfen bei dem Lantesamt für das Bildungswesen mit Wirkung vom 1. April 1922 ab. — Ernannt wurde am 21. August ter Militäranwärter Adam Schäfer aus Airlenbach zum Kanzleiassistenten bei ter Kanzlei tes Landesamts für das Bildungs- toesen mit Wirkung vom 1. April 1922 ab. — Ernannt wurde der Oberzollinspektor Treher beim Landessinanzamt Darmstadt zum Zollamtmann. = Das Fest der silbernen Hochzeit begehen morgen, Samstag, Karl Enz und Frau Katharina, geb. Weinhardt, Schloßgasse 10 MS' Sine dec .. M Q koinni fiir Ä Sef( Dahles zu iE «**«■' sK ®ä6Lb“ J Unh U Äl°°r' Wochen vor Wahltag Mion emur^ Mchengemmden Vorsteher haben. meinöegl-edem u flkmMNgserMu ein. Sie W’ Sero D-Por <ß di° mir ew W den zuständige v HekanatsausMy so ist dies Mi tn der vorgeschne örternden Mise Hinweis, dah dm Wahlvorschlag ein letzteres nicht, so Dahlvorschlag 3 Wahlhandlung al förmlichen Dahlh von einzelnen vc lichen die Grmdsö Einzelheiten kam toaten. Die Kirch besteht indessen Hemeindevertzeten 'über dessen Wahl b)Dahl Der Kirch« Airchengemeindev gewählten Kirche mit dem seitherig vor aber bat bie Über zu befinden Krchenversassung simmng tarn n tretung M den lehrern und 4 und den LeMei vereinen teilen te[ der Mtgliei aicht durch die Der Kirch ein Pfarramt n versehenden Geist nnd aus einer A Vertretung gewäh _ Wählbar Gmeindeglieder W und Erfahru Mtung wählbar Nung vvrgeschri Mmen. Die Da W» Mntn haben. 2 n .. 2n dem D LSrmdsätzlick 1*Men Mer die ' Niere M behalten. . . Die Dahle Sri M ^rchengemeind Le.mßer bis zum L" der ev. La ^.Dezember t Mr nelen können. n Kir ist . ®rIe6j Wx an Jto dvrhand^i Unb baitf lucht, uack tet Lene von früher. Eine leite Trauer " Dte verst urvene Oberleh rerin l werten. — Das EintrtttsaelD für TRitini.n. Zrl. Lina Mo es er, bie man am Montag zu Archiv wurde für Einzelpersonen auf 3 Mk für ©rate trug, hat ftch um dte Allgemeinheit, geschlossene Gesellschaften auf 1 Mk pro Berten Gießens hohe Berdrenste erworben. Frl. Moeser festgesetzt. Die Friedberger Schulen sollen freien war eine Frau von hervorragender Intelligenz, Zutrttt zu ten Sammlungen haben Die freien Fr. 125.40 Paris Ad u. _ ■'Ä^ÄJS «“•Ssrf -MS isrZH Qm 4. ? jJnJD®hft loh noch 2i2j^ feÄ L L:rr ZrH'dZ kL^Z $ EmstuLienmg. E J*.®. Lleinhauher ne- ^erhanö, [£ & rci ^lserichören tamr f" Fmu Prvsch- Mr« boa ^pp. Dr. Aiedel, ^Mgskxuimcher Di der Besuch mW lohen verhallnisMw 1 9uten Zwecke nnhezr en. n’ 2ug. Ihn der iu neuern, Hal die >vr längerer Zeit aus- sttgen Bedingungen an» i!che Kohlen zu be> 1 15 Waggon. M den lbwmmen getroffen vor- 'vhlen auf Lager nehmer >ein abge^n. Lor mah« m ganren Unternehmen notwendigste Hausbrand n, 21 Aug. Jis heute d 32493 Personen. üerbach. n, 24. Aug. Bei einer eines Heldendenk» reichen Bauernsamilien tgemäb y. ober and) bergt gwifinet. 2W Getteidevreife kommt mmen, das den Bau als ermvgM. Der.wilde Ttrei!" t. Tvrhfchen Hof- r Dauer zu Ende ge- c Billigung des L-md- rgendvelche SympÄhten ) §ic älteren Arbeiter ■t nieder ausgenommen. m sich JefchSstiMü jbergwerken gesucht hat Nassau. erstreik. N., 24. 2lug. Sie i Neubauten in «r folge Lohnstreittgieiten nallonM- .Wä* trflÄ1BiÄ1'16 per» xr DrenM^jl be- . fliti te 6" yn . nib zu bei (einem Jus 00 iar noch ^L-.m die wr HLW ;rsA"- !,c hier, iahendem fl GC hast'st' (6e > ringen. 150»-* !□ 694,10 Marknotierungeu. 24.8. 6068,65 84^9 522,32 808,95 85,11 523,87 811,05 695,90 6441,»0 90,77 7x6,10 1148,55 948,80 Christiania. Kopenhagen Stockholm. . HelsingforS. Italien . . . London . .. Reuhork. .« Paris . . . . Schweiz. . . Spanien. . . 23.8. 77.50 190,- 895,- 83,25 700 - 24. 8. 77,50 195.- 435 - 6458,10 100,13 717,90 1151,45 951,20 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Deutsch »Qesterr, Prag...... Budapest . . . Buenos AireS . Bulgarien . . . 23. 8. — .36 -.18 -,34 -.30 •360,- 356,- 689,- 545.- 430.- 368,- 355,- 2625,- 1660,- 2510,- 2(50,- 4780,- 1390,— 1350,“ 2975, - 1155,- 1200,- 925,- 1280,- 1301,- 685,- 610,- 5985,- 2,06 23.8 ■l 7,50 180,- 400,- 84,- 750— 600.- 315,- 325,- ß*0,- 505,- 430,- 310,- 327 - 1305,- 1193, 710,- 689 629,- 6ul, 72,75 67, . 10V FI. = . 100 -2KL = . 100 Ät. =3 . 100 5tr. = . 100 Fr. = . 1 £ - . 100 L. - . 100 5t. « . 100 Str. = . 100 $ = . 100 Kr. = . 100 Str. — Wechsel auf Holland....... Deutschland . . • . Wien........ Prag........ Paris ...... London....... Italien....... Brüssel...... Budapest..... Heut) ort...... Agram...... Warschau ... . vereine ves Goanget Bundes ist noch folgende Erklärung nachzutragen, die von der großen Versammlung auf dem Ramsbcrg angenommen wurde: „Sei- Evangelische Bund weist mit Freude und Dank die Evangelischen von Stadt und Land auf Luthers deutsche B i - bel hin, deren 400. Geburtstag das evangelische Deutschland feiert, und fordert sie mit Rachdruck zu rechter Teilnahme an dein Bibelsonntag auf, welchen aus diesem Anlaß unsere Kirchen- behörde angeordnet hat. Luthers deutsche Bwet gehört zu den größten Kulturgütern des deutschen Volles: sie hat ihm seine Schriftsprache geschenkt und damit das wichtigste, geistliche Em- heitsband um die deutschen Stämme geschlungen. Sie ist die unerschöpfliche Quelle evangelischer Lebenskräfte und der ewige Onngbrun- I nenn zur inneren Erneuerung unseres Votts- tums. .Lasset uns die Bibel nur nicht verlernen/ ruft uns Luther zu, .denn, wenn die bleibt, blüht und recht gehandelt wird, so steht alles wohl und recht unb geht glücklich von statten/" Turnen, Sport und Spiel. 204.45 0.36 0.0 u 5 17.80 41.15 13.47 23.40 39.15 0.32 524.50 l.»75 0,065 Datum: 5% Dtsch. Kriegsanl. 4*/oDtsch. Aeichsanl. 3°/. Dtsch. Aeichsanl. 4*7O Preuh. Konsols Hamburg-Pakets.. . Rorddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteid. Creditbank. Aationalbank f. D.. 0.26 0.065 18.25 40.35 23.455 23.— 38.40 0.28 524.75 1.45 0,06 vereinen weitere Mitglieder bis zu einem Zehn- . tel der Mitglieder hinzuberufen, falls diese noch . nicht durch die Wahl vertreten sind. Der Kirchenvorstand besteht aus den I ein Pfarramt mit Seelsorge bei der Gemeinde versehenden Geistlichen und deren Stellvertretern und aus einer Anzahl von der Kirchen gemeinde- Vertretung gewählter Gemeindeglieder. Wählbar sind alle über 30 Jahre alten Gemeindeglieder von besonderer kirchlichen Ein-1 ckicht und Erfahrung, die zur Kirchengemeindever- Iretung wählbar und bereit sind, die in der Verfassung vorgeschriebenen Verpflichtungen zu übernehmen. Die Wahl ist geheim. Gewählt sind die- jentgen Personen, die die meisten Stimmen erhalten haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet I Kas Los. Die Wahl erfolgt auf 6 Jahre. In dem Wahlverfahren sind wesent- üche grundsätzliche Aenderungen gegenüber den seither gültigen Bestimmungen nicht eingetreten. lieber die Wahlen zum Dekanatstag, dem Dekanatsausschuß und dem Landeskirchentag bleiben weitere Mitteilungen für ein andermal Vorbehalten. Die Wahlen der Kirchengemeindevertretung und des Kirchenvorstandes müssen in allen Kirchengemeinden in der Zeit vom 2 4. September bis 4. Oktober ds. 38. erfolgen, diejenigen zum Landeskirchentag im ganzen Gebiet i>er ev. Landeskirche in der Zeit vom 6. bis 20. Dezember ds. 3s., so daß der neue Landeskirchentag wohl im 3anuar 1923 wird zusammen- I treten können. ---------- Kirche nnb Schule. ** Erledigte Schul st eilen. Erledigt ist eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Hainstadt, Kr. Offenbach. Dienstwohnung ist nicht vorhanden. Er- ledigt sind ferner: eine Lehrerstelle für einen | katholischen Lehrer an der Volksschule in Oden-1 heim, Kreis Bingen. Dienstwohnung ift vorhanden. — Zwei Lehrerstellen für katholische Lehrer an der Volksschule in Klein-Krotzenburg, Kreis Offenbach. Dienstwohnungen für einen verheirateten und für einen ledigen Lehrer snü» vorhanden. ,,x * Laubach. 24. Aug. Den Denchten über das 34. 3ahresfest des Hess 24.8. 77.50 218,- 425 - 115,- 800,- 610,- 330,- 360,- 740,- 510,- 445 - 360,- 375 - * Gründers, 24. Aug. Der heutige „2 u d- wigsmarkt" war mit 268 Stück Schweinen — meist Ferkel und nur einige Läufer — vvn Landwirten und Händlern befahren. Es kosteten Ferkel im Alter von 6—8 Wochen pro Stück 2500 bis 3000 Mk, 8—10 Wochen alte 3000 bis 3500 Mk., 10—12 Wochen alte 3500 bis 4400 Mk., Läufer e nach Qualität pro Stück 5000 Mk. und höher. Der Handel ging flott. An Ferkeln Hieb etwas Ueberstand. Kirchliche Nachrichten. Israel. Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 26. Qlugufl 1922. Vorabd. 7.00. Morg. 8.30. Abds. 7.30 und 8.10 Uhr. Israel. Religions - Gesellschaft. Sabbatfeier am 26. August 1922. Freitag abt>. 6.45. Samstag Dorrn. 8.00. Rachm. 4.30. Sabbatausgang 8.10. — Wochengottesdienst: morg. 6.00, abds. 6.30 Uhr. (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Ein Kohlenvevtrag zwischen Amerika und England. Paris, 24. Aug. (WTB.) Rach einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Reu Yor k teilt die Kriegsslottenkommission mit, daß zwl- chen den Vereinigten Staaten und Großbritannien Verträge über die ßte- erung von 600 000 Tonnen Kohlen im Laufe des nächsten Monats abgeschlossen worden find. Die bis Anfang des nächsten Monats cms England gelieferten Kohlenmengen werden auf über eine Million Tonnen geschätzt. Einlagiger Generalstreik in Frankreich in Sicht. Paris, 24. Aug. (WTB.) Rach Blätter- Meldungen aus Le Havre treten heute dre dem Allgemeinen Arbeiterverbande angehorenDen Arbeitervereinigungen zusainmen, um über einen 2 4- kündigen s olidarischen General- t reik für die streikenden Metallarbei- e r zu beschließen. Oesterreichs Aotlage zwingt zu außer« ordentlichen Entschlüssen. London, 24. Aug. (WTB.) Die »Times" melden aus Wien, Dr. Seipel werde bei feiner Rückkehr die Antworten, die er wahrend einer Reise erhalten habe, der Rationafperfalmn- lung unterbreiten. Wenn sich die Rotwendlgrert ergebe, werde er einen sofortigen Appell an den Völkerbund Vorschlägen, daß Oesterreich von den Bestimmungen des Artikels 88 des Vertrages von St Germain befreit werden müsse. 3m Falle einer Weigerung, die erwartet werde, schiene in mafc gebenden Kreisen angenommen zu werden, daß die Grenzpfähle zwischen Tirol, Salzburg und Bayern ganz b e 1 e i < t i g t würden. Die Mächte, die dann die Verantwortung übernähmen, irgendwelche Unruhen vrv Zusammenhang damit zu vermeiden, werden sich dann gezwungen sehen, auch die Regier u n g der Republik zu übernehmen. Die Times" bringen unter der Überschrift „Oe ft er» reichs letzte Stunde" einen Appell des früheren Vorsitzenden der österreichischen Abteilung der Reparationskommissivn, worin dieser für die Gewährung einer Anleihe an Oe ft er» reich eintritt. Die „Times" schreiben in einem Leitartikel, die Alliierten möchten in sehr weiser und mutiger Politik der österreichischen Republik zu Hilfe , kommen. Der weitere Fortbestand Oesterreichs sei eine Rotwendigkeit für Europa. Wenn Oesterreich falle, werde eine Reu rege» ! [ung der Verhältnisse in Sudwest» ’ europa erfolgen müssen, und diese Reuregelung ! berge große Schwierigkeiten und Ge» j fahren In sich. Geschäftliches. — Der Mvtorenfabrik Deutz Aktien- geseNschast in Köln-Deutz ist nach Besichtigung und Prüfung durch den Preisrichter-Ausschuß für die auf der Ersten Deutschen Fischerei-Messe 1922 in Geestemünde (23. bis 30. 7.) ausgestellte 20 PS SRME Maschine als „außerordentliche Leistung die G o l d e n e M e da i ll e" zuerkannt worden. Es handelt sich hier um den Deuh-Glühkopfmotor stehender Bauart, dessen Hauptvorteil in dem Fortfall der Wassereinsprihung sowie darin liegt, daß er nicht allein als Bootsmaschine mit Umsteuerung durch Wendegetriebe oder Drehflügel geliefert wird, sondern auch als stationäre Maschine für Antrieb von Kompressoren, Pumpen, Werkzeugmaschinen, Dynamos usw. Verwendung finden kann. Wartung und Bedienung der Maschine lind äußerst einfach; hervorzuheben ist ferner der sparsame Brennstoffverbrauch sowie die Verwendung billiger Brennstoffe, wie Rohol, Petroleum, Gasöl, gewisser Rohölrückstande sowie vieler Pflanzenöle, wie sie In den Kolonien vor- I kommen. 1.7.14. 125.40 .59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 97.80 Boch. Gußstahlwerke Bud.- Eisenw.» Akt.. Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. auf 6 3ahre. Wah lvvrsch lä g e sind mindestens Drei Wochen vor dem ordnungsmäßig verkündeten Wahltag bei dem Vorsitzenden der Wahlkommission einzureichen. Sie müssen von 20 m Kirchengemeinden, die weniger als 10 Kirchen» Vorsteher haben, von 10 wahlberechtigten Gemeindegliedern unterschrieben und nut der Zustimmungserklärung der Vorgeschlagenen ve^ehen sein Die Ausnahme desselben Gememdeglieds m mehrere Wahlvorschläge ist unstatthaft, dagegen ist die Verbindung mehrerer Vorschläge zulässig. Ist nur ein Wahlvorschlag eingereicht und von den zuständigen Stellen — Wahlkommission bzw. Dekanats ausschuh — iücht beanstandet worden, 4o ist dies zwei Wochen vor dem Wahltermin in der vvrgeschriebenen, hier nicht näher zu er» örternden Weise bekannt zu machen unter dem Hinweis, daß binnen einer Woche ein weiterer Wahlvorschlag eingereicht werden kann. -Geschieht letzteres nicht, so gelten die auf dem einzigen Wahlvorschlag Vorgeschlagenen ohne weitere Wahlhandlung als gewählt. Kommt es zu einer ^förmlichen Wahlhandlung, so gelten, abgesehen Von einzelnen Sonderbestimmungen, im wesentlichen die Grundsätze der politischen Wahlen. Auf Gvizelheiten kann hier nicht näher eingegangen werden. Die Kirchengemeindevertretung i Desteht indessen aus den gewählten Kirchen- yemeinbelyertretern und dem Kirchenvorstande, über dessen Wähl noch einiges gesagt fein möge. b) Wahl des Kirchenvorstandes. Der Kirchenvorftand wird von der Kirchengemeindevertretung, d. h. von den neu» .gewählten Kirchenvertretern in Gemeinschaft mit dem seitherigen Kirchenvorstand gewählt. Zuvor aber hat die Kirchengemeindevertretung darüber zu befinden, ob sie sich nach § 15II der Kirchenverfassung ergänzen will. Rach dieser Bestimmung kann nämlich die Kirchengemeindevertretung aus den Organisten, den ev. Religionslehrern und »lehrerinnen der Kirchengemeinde und den Vertretern der ev. kirchlichen Gemeinde- KirchNche Wahlen. 1 a) Wahl der Kirchengemeindeverlreter. Eine der ersten Auswirkungen der n e u e n Hessischen Kirchenverfassung ist das meue kirchliche Wahlverfahren, das m den nächsten Wochen und Monaten innerhalb stier evangelischen Kirchengemeinden praktisch zur Anwendung kommen wird. Zunächst sind neu zu wählen die K ir ch en g e m e i n de ve r t r e t e r und der Kirch en vor st and, die zusammen bte Kirchengemeindevertretu n g bilden. Aach ihrer Reubildung werden demnächst die Wahlen zum Dekanatstag - vormals Dekan.ats- shnode — und zum Landeskirchentag stattfinden. Da die Wahl der Kirchengemeindevertreter durch alle wahlberechtigten Glieder der ev Landeskirche, d. h. durch das Kirchenvolk aus dem Wege der ürwahl zu erfolgen hat darf Wohl auch in der Oeffentlichkeit einiges hierüber gesagt ^^Wahlberechtigt sind afie eb. konfirmierten Gemeindeglieder (also auch Frauen), die in die Wählerliste eingetragen sind und bei deren Offenlegung das 25. Lebensjahr vollendet haben oder es spätestens am Tage der Wahl vollenden. Das Stimmrecht ruht bei Gemeindegliedern die nicht geschäftsfähig oder denen die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt sind. Die Wahl der Klr» chengemeindevertreter ist unmittelber, gleich und geheim und erfolgt nach den Grundsätzen der Verhältniswahl. Wählbar sind alle stimmberechtigten Ge» meindegsieder von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel. Die Wahl erfolgt Handel. D e r l i n, 24. Aug. Börsen st immungs- bild. Angesichts der widersprechenden Rachrichten über die Ergebnisse der Verhandlungen mit den Vertretern der Reparationskommission in der Pfänder- bzw. Moratoriumsfrage halten es die Industrie-, Handels- und Börsenkreise anscheinend für geraten, sich nach den bishm:igen trüben Erfahrungen auf einen für Deutschland wiederum ungünstigen Verlauf einzastellen. Hieraus erklärt sich auch die heute vormittag an der Börse herrschende hochgradige Rervosität am Devisenmärkte. Dabei waren die üm^ätze nicht besonders ‘ ~ stürzten sich demzufolge die Preisangebote, so daß der Dollarkurs ungefähr mit 1550 einsehend in raschem Tempo einen vorläufigen Höchststand von 1900 erreichte und auf diesem dann herumpen- delte. Diese Vorgänge gaben der Katastrophenhausse am Effektenmarkt, wo sich das Publikum täglich mehr am Geschäft beteiligt, neue Auftriebskraft. Bei lebhaften ümsätzen stiegen im Großveriehr die tonangebenden Montanwerte bis 100 Proz., für einige Papiere auch bis. 200 Proz. und darüber. Auf den übrigen Märkten betrugen die Aufschläge 40 bis 80 Prozent und überschritten nur bei einigen, wie Änglo-Guano, Ober» schlesische Kolswerke, Felten u. Guilleaume, Gebrüder Böhler und Stöhr, 100 Proz. Immerhin ist unverkennbar, daß sich die Börsenkreife wegen der noch immer bestehenden starken Geldknappheit, die sich besonders mit dem Herannahen des ülti- mos fühlbar macht, sowie wegen der unkontrollierbaren Gerüchte von Millionen Insolvenzen der Waren brauche, über die aber Rächer es nicht zu erfahren ist, sich Zurückhaltung auferlegten und verschiedentlich zur Realisierung schritten. So tarn es, daß das Ausmaß der Kurssteigerungen vielfach nicht den gehegten Erwartungen überall entsprach, was übrigens auch von den zu Einheitskursen gehandelten Industriepapieren gilt, dnen Kursfeslstellung sich abermals erheblich verzögerte. Am stärksten wirkte die Devisenhausse naturgemäß für Auslandsrenten und reine Valutapapiere sich aus. Hier fliegen erstere einschließlich der ausländischen Eisenbahnpriorckaten und Stadtanleihen vielfach um Hunderte von Prozenten, Mexikaner sogar um 100 bis 5500, Baltimore um 1400, Otavi um 900 Prozent. 3proz. Reichsanleihe und Konsols wurden erneut um 20 bis 50 Proz. infolge fortgesetzter Auslandskaufe in Höhe gesetzt. Frankfurt a. M-, 24. Aug. Börsen» stimmungsbild. Ausländische Zahlungsmittel zeigten hn heutigen Frühverkehr eine sehr feste Haltung. Der Dollar wurde mit 1560 und dann mit 1630—1720 bei großem Geschäft genannt Dei Beginn der Börse flieg er auf 1850. Die Ilm» sähe an Devisen waren bedeutend. Valutapapiere zeigten wieder einen regen Verkehr. Der freie Verkehr zeigte bei stärkerer Rachfrage vorwiegend festere Kurse. Benz 860-870. Deutsche Petroleum waren sehr gesucht. Bankaktien und heimische Anleihen lagen fest Kaufaufträge lagen für Industriepapiere vor. Höher stellten sich chemische Aktien. Elektrizitätspapiere lagen fest. Gegen 1 Uhr lagen Devisen sehr fest; Dollar 1975—2050. Die Haltung des Effettenmarktes ist weiter sehr fest bei lebhaftem Verkehr. Industriepapiere aller Gattungen stellten sich höher. Frankfurt a. W.. 25 August 1922. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß» Schluß- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Schweizer £fr Hürdenlauf in 15,6 Sekunden einen neuen westdeutschen Rekord auf. 3m Vorlauf erzielte er mit 16,3 Sek. die zweitbeste Zeit, mit der er sich für den Endlauf am Sonntag qualifizierte. In diesmi gelang es ihm unter Führung von Troßvach, Eintracht Frankfurt, der mit 15,3 Sek. die deutsche Höchstleistung, die auf 15,8 Sek. stand, verbesserte in der ebenfalls ausgezeichneten Zett von 15,6 Sekunden (also auch noch 2/io Sekunden urüer dem alten deutschen Rekord) für den westdeutschen Landesverband die alte, mit 16,2 ©et. bestehende Höchstleistung um 6/10 zu unterbieten. Damit konnte ber Gießener Sportsmann seinen 91. ©leg er* 320, 318, 660, 506, 430, 315, 320, 2500, 1589^ - 170h- 1580, D.^Lu^mb' Bergw.' 2530,- 2525,- 2490, Gelsenkirch. Dergto.. 2450,- 2650 - 2530, Hafener Bergbau. 5000.- 5100 - 4700, Oberschl. Eisenb.-B. 1^70,- lo5q - 1215. öberschles. Eisenind. 1200.- 1398.- 1160. Phönir-Bergb.» Akt. «100,^- 3150,- 30a0. Bad.Anilin-u. Soda 1300,- 167o,- 1240, ööcWerSortierte. 11otterb 56329,30 56470,50 76083,7o 77096,25 V^ille'l-AMw 10886 35 10913 6514581,75 14518/'= VNissei-^Ntw. . 25118«55 25181,45 33957,50 24043,50 e 312608531339,1542696,5542803,45 • 883521 - 38448 52534,25 52665,75 e 3096 IC 3103,00 4194,75 41.05,25 e 6466*90 6483,10 87b9, - 8811,- * 6466,90 6483,10 8838,90 8861,10 ' 1438,20 1441,80 1972,53 197?,<*7 ’ 11435,65 11464,35 15330,80 15369,20 e 27565,60 27634,50 37652,83 37747,15 ’ 22596,70 22653,30 30636,65 30713,35 e 1,68 1,72 1,98 2,02 5081,35 de Janeiro 18875,- 18924,- 25667,— 26033, - Märkte. Frankfurter Schweine- und Kleinviehmartt. Frankfurt a. M.. 24. Aug. (Amtlich.) Marktverlauf. Schleppendes Geschäft. Schweine hinterließen Ueberstand. Im einzelnen ist zu bemerken: Oluf getrieben waren 743 Kälber, 306 Schafe, 302 Schweine und 20 Ziegen. An Preisen wurden angelegt pr. Ztr. Lebendgewicht: Kälber beste Qualitäten vpn 7500—8000 Mk., mittlerer Qualitäten 6800—7400 Mk., geringe Qualitäten 6003—6700 Mk., Schafe 3800—4830 Mk., Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 9000—10200 Wk., von 80—100 Kg. 10 500-11 000 Mk., 100—120 Kg. 11000—11400 Mk., 120-150 Kg. 11000-11300 Mark, Fettschweine über 150 Kg. 11000—11300 Mark, Sauen und Eber von 10 000—11000 Mk. Außerdem wurden 188 Rinder ohne amtliche Preisnotterung gehandelt. Die Preise siegen um so viel über Den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinne in sich schließen. Zürich« Devstkinnartt. 24. 8. 25. ö I1 Henkess puh« und Scheuerpulver, für Aaushalh Gewerbe und Industrie unentbehrlich. aUdnlge Herklell-er HiNKIL a CiEd oussuooah Hupfelds Kurpark-Kasino Bad-Nauheim Tägl. abd8.8'/3B>SBM6>3 GMGMCM Klein-Linden Sonntag, 27. und Montag, 28. August Kirmes Id- und tatet nun5 Juwelen und Edelmetallen Zahle für Juwelen, Gold nnd Silber die höchst. Tagespreise! Zahngebisse und einzelne Zähne Holzbrandstifte Nur Freitags und Samstags! Kirchenplatz 23 II.r.(hintd. Kirche) MMklMMU um unser schon bestehendes Geschäft im Agenturverhältnis gegen Provision zu führen und die in der Lage ist, noch den einen oder anderen Artikel auf eigene Rechnung zu verkaufen. Schristl. Angeb. unter 7864V an den Giehener Anzeiger erbeten. mit erläuterndem Vortrag von Dr. Oskar Kalbns, Dozent für wissenschaftliche Kinematographie. Aufführung am 88. und 29. August, nachm. 7 und 9 Uhr, in Astoria - Lichtspiele Seltersweg. — Karten Im Vorverkauf an der Tageskasse. 7855c UWUU! 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