Zreltag, 24. November 1922 {72. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitat§-Yuch- und Steinbruderei K. Lanze in Giehen. Schriftleitung unb Geschäftsstelle: Schulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit preis für 1 mm höbe für Anzeigeno 27 mm Breite örtlich 8 Mk, auswärt? 10 Mk.; für Reklame Anzeigen von 70 mm Breite 32 Mk. Bei Platze Vorschrift 20 °/0 Aufschlag Hauptschriftleiter: Aug Goetz. Derantwortticl für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil Ernst Blumschem; für den Anzeigenteil: Hans Beck sämtlich in Gießen. M. 277 Erscheint täglich, außer Sonn« und Feiertags, mit derSamsiagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monatliche vezuaspreife: MK. 185.- u. Mk. 15.- Trägerlohn,durch diePost Md.200. - .auch beiNicht-- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.— Fernsprech» Anschlüsse: für dieSchrist- leitung 112; für Derlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. postscheälonto: Frankfurt lungskommissar des Deutschen Reichs tätig ge- z wesen. Er besuchte die Ausstellung in St. Louis 1904 und war 1910 für Brüssel Reichskommissar. Zu Anfang des Krieges war er nach Amerika entsandt worden, um dort im deutschen Interesse zu wirken, was nach der Kriegserklärung Amerikas zu allerhand Beschuldigungen gegen ihn führte, die nicht gerechtfertigt touren. Rach bcm Krieg war er zunächst Leiter des Reichsverwertung Barnts und wurde am 6. März 1919 zum Tlnterftaatssekretär in der Reichskanzlei ernannt, was er auch unter dem Reichskanzler Fchrenbach blieb. Dr. Karl Müller, der neue Ernährungsminister, ist am 29. Juli 1884 in Süchteln, Kreis Kempen, geboren. Rach Erledigung feiner volkswirtschaftlichen Studien war er in verschiedenen wirtschaftlichen und politischm Organisationen tätig begründete dann ein Grohgeschaft, das durch seine' Einziehung zum Kriegsdienst einging. Rach dem Krieg war er Syndikus bei verschiedenen Ar- Eine Cröffnnngsdebatte im englischen Parlament. London, 24. Rod. (WTB.) Die feierliche Eröffnung des Parlaments durch den König erfolgte mit dem ganzen Glanze der Vorkriegszeit. Dem Augenblick, in dem nach altem Brauch die Mitglieder des Unterhauses, darunter die zahlreichen neuen Arbeitervertreter, in das Oberhaus hinüberberufen wurden, um die Verlesung der Thronrede burcb den König anzuyören, wurde schon vorher mit ungewöhnlicher Erwartung entgegengesehen. Während der Verlesung herrsche eine eindrucksvolle Stille. Unter den Mitgliedern des diplomatischen Korps befand sich auch ter deu t- s che B o t s cha fter mit Gemahlin. Bemerkenswert war die Aufmerksamkeit, mit der der deutsch: Botschafter seitens verschiedener Mitglieder des Hauses begrüßt wurde. Die Debatte über die Thronrede begann im Unterhause in der üblichm Weise. Die Arbeiterführer und die vormaligen liberalen Minister teilten sich in die vorderste Oppositionsbank, während Lloyd George und die anderen Rationalliberalen weiter hinten auf der Oppositionsseite sahen. Chamberlain, Home und Worthington Evans nahmen nebeneinander auf der Regierungsseite des Hauses Platz. In der Thronrede des Königs heißt es: Ich habe Sie zusammenberufen, damit die Gesetzgebung, die für die Verfassung Irlands notwendig ist, sogleich Ihrer Genehmigung unterbreitet werden kann. Die Lage des Handels und derIndustrie ist dauernd besorgniserregend. Die von der vorigen Regierung zur Besserung der Lage vorbereiteten Maßnahmen werden aufs neue untersucht. Sie werden ersucht, Maßnahmen zu ihrer Fortsetzung und Ausdehnung zu ergreifen, ferner Maßnahmen für die Sicherstellung einer Anleihe entsprechend dem Plane des Völkerbundes zur Wiederherstellung Oesterreichs. Ich hoffe, daß die Bemühungen meiner Minister in Lausanne, die dort mit Vertretern unserer Bundesgenossen zusammenwirken, zu dem Ergebnis führen möchten, daß der Friede wieder- hergestellt wird und die Bewohner der Gebiete, die noch jüngst der Schauplatz so schwerer Leiden waren, wieder in Sicherheit leben tonnen. Ramsey Macdonalb erklärte, die frühere Regierung sei einen Bühnentod gestorben. Dann habe sie sich in die Garderobe begeben, um einige ihrer alten Kleider und Ramen auszutauschm, und jetzt stehe man ihr wieder gegenüber. Bonar Law spiele eine doppelte Rolle, zuerst als eines der verantwortliche Mitglieder der früheren Regierung und bann als das Haupt der neuen Regierung. Run sei er in der Lage, seine eigenen Taten zu kritisieren. Er erklärte, der Teil der ThrvnrÄ>e über die Arbritslosenfrage sei für die Arbeitslosen sehr untefiicbigenb. Diese furchbare Tragödie finbe in ihr keine wirkliche Würdigung. Die Arbeiterpartei sei an den Verbesserungsmaßnahmen für die Arbeitslosigkeit, die die frühere Regierung unterbreitete, nicht interessiert. Sie werde sehr bald durch einen Abänderungsantrag zeigen, war getan werden müsse. Macdonald forderte darauf den Ministerpräsidenten c«;tf, etwas zu tun, um die Erregung zu teschwichagen, die infolge feiner Weigerung, eine Abordnung der Arbeitslosen zu empfangen, entstanden sei. Er beglückwünsche Bonar Lato und seine Regierung dazu, daß sie an der Zerreißung des Versailler Vertrages teilnehme, der eines der größten Denkmäler menschlicher Eitelkeit und Torheit sei. Macdonald fragte weiter, welches die Haltung der Regierung gegenüber Rußland sei, ob sie beabsichtige, Rußland als vollberechtigten Teilnehmer an den Erörterungen an- «usehen oder nicht. Die Arbeiterpartei erkenne, daß hinter der Sonne in Lausanne die verborgene Hand der Petroleuminteressenten tätig und sehr- mächtig sei. Donar Lato erklärte in feiner Antwori- rede zunächst über die auswärtigen Angelegenheiten, er bedauere, sagen zu Massen, daß er so gut toie gar keine Auskunft geben könne. Bisher sei in den Hauptstädten Europas st. u.Nationnlbank 1400, Datnm: 57,Dtsrb. NeichSanleihe 47° Ternleldjen 3Vi7» Dergleichen 37° Dergleichen Drsck.Gvar'vräm.-Anl. 4'7j Preußische Konsol» 47° Hessen......... 37,7° Hessen 37° Hessen......... Verwandten bes BrLuttgamS waren zugegen. Die Neuvermählten reisen heute abend nack Jütland ab, wo sie auf Schloß Kongstedlund in der Nahe von Aalborg Wohnung nehmen. Das Schloß ist Eigentum des Leutnants Eastenscild. Explosion im Bergwerk. — 70 Personen tot. London. 23. Nov. (WTD.) Aus Birmingham (Alamba) wird amllich berichte!, daß bei einer Explosion im Bergwerk Dolomite 70 Bergleute getötet und 60 verletzt wurden. Untergang eine- italienischen Dampfer». Malta. 23. Nov. (WTD.) Der italienische Dampfer „Zara" ist bei bewegter Dee gesunken. Die Mannschaft wurde gerettet. ZaschläS- Rei$nütittt« jrf^ung M mng der sog ihen usv.. soll 439 10 2466.20 28070.- 467.20 1122,110 937,40 29080 340,- 240,- 850,- 200.- 140,- 110.- 119,90 120,- 4900,- 20.lt 23.1t 7&50 77.50 350,- 210/— 850,- 140,- 140,- 115,- 120,- 120.- 80,75 350,- 250,- 850k- 12- Äntro.»®rüffe! Holland Vonbon Paris Schwei» Spanien Italien tttsjabon'Ovorto Dänemark . . .. Wortuenen . .. . Schweden ... HelsingsorS. .. - Neuyork Deutsch-Oesterr. Budapest Prag Sofia 5000,— 5400- 57 0,- 4325^ Qeöter an der Volksschule zu Zornheim, ÄreÜB Mainz: Dienstwohnung (drei Zimmer und Küche) ist vorhanden. wg. Schotten. 23. Nov. Gestern tagte hier unter dem Borsitz von Dekan D o l p - Laibach die letzte diesjährige Pfarrkonfere.rz der Geistlichen deS Dekanats Schotten. Nach Erledigung der amtlichen Eingänge hielt Pfarrer W a l l a u - Ober-Seemen einen interessanten, von tiefgründiger wissenschaftlicher Kenntnis zeugenden Bortrag über die neue Schrift des Marburger Th-rvlogieprofessors Hci- l e r „Evangelischer und katholischer Gottesdienst". Wegen der vorgerückten Zett kam es nicht mehr zu einer Aussprache. Nachmittags fand eine Sitzung dels Dekanatsausschusses statt, in welcher die Prüfung der kürzlich erfolgten Kirch?nvorslandswah.en vvrgenommen wurde: sämtlichen WEen konnte die Genehmigung erteilt Herden, ferner beschloß der DekanatsauSschaß, die Beiträge der Kirchenkassen zur DekanatSkasse den 'Zeitvcrhältnifsen entsprechend zu erhöhen. Endlich befaßte sich der Ausschuß mit der Frage einer besseren Fundierung der Dekanatskranken- pflege. D. Burkhards, 20. Nov. 3n feierlichem Zuge, begleitet von der Gemeinde und Schuljugend, hielten heute unsere beiden neuen Kirchenglocken ihren Einzug. Auch durch das zur hiesigen Pfarrei gehörige Filialdors KaulstoS bewegte sich der Zug, beide Male begrüßt von dem Geistlichen. Dor der Kirche in Burkhards hatte sich die Gemeinde zu einem feierlichen Empfang zuiammengesunden. Die Einweihung soll am 1. Advent stattfinden. 1147,10 163L80 617i— R85 269,— 197,50 Fr«iffürker Devisenmarkt (Telegraphisch« Auszahlung.) Amtliche Notierungen. Datum: 21. November 23. November ] [ Marburg. 23. Nov. Heute wurde her der letze diesjährige Schweinemarkt, den man im DolkSmund als den „fetten" bezeichnet, abgehalten. Bei einer Zufuhr von 650 meist in den Händen von Händlern befindlichen Ferkeln und Läufern entwickelte sich ein flottes Geschäft. Für 4—6 Wochen alte Tiere wurden durchschnittlich 8—12 000 Mk.. für 10—12Wochen alte größere Tiere, 14000 bis 15 000 Mk„ und für Läufer 20—25 000 Mk. das Stück bezahlt. Wer nicht mit 1000 Mk. weiter bieten konnte, mußte meist zurückstehen. Einlegschweine wurden kaum angeboten. Berlin, 23. Nov. Produktenbericht Am Produktenmarkt herrschte mit Rücksicht auf Me unklaren politischen Der Haltnisse allgemeine Zurückhaltung. Für Weizen zeigte sich nur geringe Kauflust. Das Angebot stellte sich zum Teil billiger. Auch Roggen war lustlos. Dasselbe galt für Gerste und Hafer-. Das MaiSgeschäft war ruhig bei eher schwächeren Preisen. Für Mehl gab sich weniger Interesse kund. Futterstoffe wurden in bahnstehender Ware wllliger angeboten. Sdef 421,05 2513.75 28571,25 457,15 1188- 977,45 297,75 128 t 15 1157,90 1714,25 178,95 6453,60 9,12 267,- 304,50 95.75 Kurse erfuhren meist Besserungen um Prozent. Zedvch ergaben sich für be- . erte des Montcmmarktes wie Har- pener, Riebeck Montan und Gelsenkirchener und ferner für Textllwerte erheblich größere Steigerungen. Don Elektrizitätspapieren zeichneten sich Akkumulatoren mit einer Erhöhung um 1800 Prozent aus. Das Geschäft wurde im Derlauf lebhafter sag 'iS SÄT? Säue“ <Ä Ki n. v tifi sep^ Berlin, 23. Nov. DörfenstimmungS- b i l d. Der Devisenmarkt war heute vormittag bei mäßigen Umsätzen befestigt nach schwächerem Beginn. Der Dollar stieg von 6175 auf 6250. Für Industriewerte überwog die Kauflust, die auf die Erleichterung des Geldmarktes wurde. Die Kurse erfuf 100 bis 500 bei weiter anziehenden Kursen. Die höchsten Notierungen konnten sich aber späterhin nicht behaupten. Für Schiffahrtsaktien bestand vermehrte Kauflust bei zum Teil kräftig anziehenden Kursen so für Hansa und KoSmos. Auch Bankaktien stellten sich zum Teil ansehnlich hoher, so vor allem Diskontv- gesellschaft und Commerzbank. Handelsgesellschaft verloren aber 700 Prozent. Valutapapiere wurden im allgemeinen niedriger bewertet. Dagegen erfuhren einige Kolonialwerte, wie Deutsche Kolonialanteile und Pomona-Aktien beträchtliche Aufbesserungen. Deutsche Anleihen blieben bei ruhigen Umsätzen im allgemeinen behauptet. Dreiprozentige Preußische Consols büßten 40 Proz. ein. Frankfurt a. M., 23. Nov. Börsen- Dle Darmstädter Gewalttätigkeiten vor Gericht. AuS der Arteilsbegründung: „Blamage für Darmstadt und ganz Hessen." rm. D a r m st a d t, 23. Nov. Das heute mittag nach dreistündiger Beratung der Strafkammer gegen die 18 Angeklagten gefällte Urteil gab dem Vorsitzenden, Landgerichtsdirektor Dr. Stein, . Veranlassung, vorauszuschicken, daß das Gericht nur die von dem Staatsanwalt in der Anklage hervorgehobenen Punkte berücksichtigt habe. Fast alle Angeklagten haben sich des Vergehens gegen die §§ 124 und 125 des St. G. D- „Landfrieoens- bruch, Hausfriedensbruch usw.", einzelne der Hehlerei, Diebstahls usw. schuldig gemacht. Zur Verurteilung wegen Landfriedensbruches genüge schon die Beteiligung und der Aufenthalt inmitten der Menge der Demonstranten und das Bewußtsein, hierdurch die Zahl der Ruhestörer zu vergrößern, wodurch der Landfriede gefährdet werde. Wer der Strafe entgehen wollte, mußte, sobald er merkte, um was es sich handele, sich aus der Menge entfernen, da sonst die öffentliche Sicherheit gefährdet sei. Bei dem Ausmaß der Strafe kam bei der Mehrzahl der Angeklagten die große Jugendlichkeit in Betracht. Das Gericht hat nicht verkannt, daß damals eine besonders gefährliche politische Lage vorhanden war. Es müsse besonders daran Krull geübt werden, daß die Hrheber der Demonstration das Mitführen derartig aufreizender Abzeichen, wie Belle. Stangen mit Sprüchen «statteten. Sie mußten sich sagen, daß dies ge- jährlich und besonders aas die jugendliche Menge das Signal zu Gewalttätigkeiten war, wenn man das Danze nich" für einen Fastnachtszug halten Wollte. Auch läßt sich nicht verhehlen, daß durch die Hnvorsicht der Polizei, die die Gefahr nicht rechtzeitig erkannte und beizeiten geeignete Vorkehrungen traf, um sie im Keime zu unterbinden, die Verfehlungen erleichtert wurden. Die Vorgänge seien eine Blamage für Darmstadt und ganz He ff en. älnbestreit- ■■ bar sind die Heberschreitungen durch den Mord jung zur papieie, während sich am entschieden regere Geschäftstätigkeit entwickeln konnte. 3m Efsektenverkehr war die Tendenz an Rathenau hervorgerufen, es gehe aber nicht an, eine S cha ndtat durch eine andere zu ersetzen. Es wurden verurteilt: Eberhardt und Ehr. Schmidt sowie die Frieda Saemann zu je 6 Monaten Gefängnis. abzüglich ein Monat HntersuchungShaft. Th. Bauer und Hch. Mathes je ein Zahr Gefängnis, G. Heise und W. Schwarz je 10 Bümate Gefängnis, G. Stoller und Fr. Gau bah je 8 Monate, W. Fuchs und Fr. Degenhardt je 5 Monate, L. Kroll 4Monate. Franz Koch 3 Monate, D. B i n st a d t. 2t. Munck und Franz Schmidt je 1 Monat. Hch. Schaaf wurde wegen geistiger Minderwertigkeit freigesprochen. .* Märkte. Frankfurter Schweine- unb Kleinviehmarkt. Frankfurt a. M., 23. Nov. (Amtlich) Marktverlauf: Kleinvieh lebhaft, ausverkauft. Schweine flau, großer Lieberstand. 3m einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 678 Kälber, 611 Schafe und 336 Schweine An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten 30 000—34 000 Mk., mittlere Qualitäten 26 000—30 000 Mk., geringe Qualitäten 23 000—26COO Mk., Schafe 12 000—26 000 Mk.: Schweine unter 80 Kilo 30 000—41 000 Mk., von 80—100 Kilo 43 000—48 000 Mk., von 100-120 Kilo 45 000—50 000 ant, von 120—150 Kilo 45 000 bis 50 000 Mr., Fettschweine über 150 Kilo 45 000 bis 50 000 Mr. Außerdem wurden 27 Rinder ohne amtliche Preisnotieruag gehandelt. Die Preise liegen um soviel über den Stallpceisen, als sie die nicht unerheblichen Spesen, Gewichtsverluste und Händlergewinn in sich schließen. anfangs fest, wenn auch nicht ganz einheitlich. Montanwerte zeigten heute bri ruhigem Verkehr befestigte Haltung. Maschinen- und Metallaktien lagen im allgemeinen gut behauptet, Elektrizitäts- Werte vorwiegend fester. Chemische Wette waren anfänglich wenig verändert. Bankaktien verkehrten bei fester Stimmung. Hm 1 Hhr bewegte sich der Dollar auf 6250. Börsenkurse. Irnnksurt a. M. Berlin Lchluh» Soluh» Schluß» Schluß» Aurs Kur, Kur» Kur» 5300,- 5801- 5000, 50,- 5975,- 5400, 3700,— 4000,— 390k- 43 0,- 3*00, 6500,— 7420.— (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Frankreich und das Abkommen von Washington. Par iS, 23. Nov. (WTD.) Der Vorsitzende des Kammerausschusses für auswärtige Angelegen^ heilen, der ehemalige Ministerpräsident Le h- gues, hat in einem der „Chicago Tribüne" gewährten Interview erklätt, der Ausschuß wurde in seinem Bericht sich gegen die Ratifizierung des Washingtoner Abkommens aussprechen. Wenn das Abkommen von der Kammer ratifiziert werden sollte, dann nur unter derattigen Vorbehalten, daß es em ganz anderes Bild bekommen wurde. Die Kammerkommission lehnt einen gleichen Flottenstand mit Italien ab, weil Frankreich von zwei Meeren begrenzt sei, weil es ein großes Kolonialreich besitze, dessen Hf er 18 Stunden von Marseille entfernt liegen, und well es seine Verbindungswege schützen müsse. In dieser Beziehung befinde sich Frankreich in einer einzigartigen Lage. Der Ausschuß erhebe ener- aijchen Einspruch gegen die Art und Weise, wie die französische Tonnage festgesetzt worden sei, denn man habe sich auf die gegenwärtigen (Ber^ Haltnisse gestützt, anstatt die Ziffern von vor dem Kriege zugrunde zu legen. Das sei um so ungerechter, als Frankreichs Rüstungen während des Krieges In vollem Hmfange dem Kriege zu Lande gegolten haben und Frankreich aus diesem Grunde feine Flotte vernachlässigen mußte. Die französische Marine befindet sich gegenwärtig in einer anormalen Lage. Vielleicht werde es Frankreich unmöglich fein, In den kommenden Jahren seine Flotte erheblich auszubauen. Aber der französische Nationalstolz sei tief verletzt worden. Die Abstimmung werde eine erdrückende Mehrheit gegen den Washingtoner Vertrag ergeben. Der Eindruck der Rede El4menceie Därchen- vilen Erfolg eit. Märchen und inbiani« \ Dienste der rmen, zeigten, Tterleben in rn malt, und wirklich dazu ! Kultur und fen zu lassen. Augen darr Srjählerin der Kindheit I geben, war 16'tnn |ei der sprvchen, dem > durch chren fall Wiud den Dan! für -t Alla. EleklrizitätS-Gel ^IfO,— 47(0,— 4210,— 4725,— Ueramann 8703500,— 2700,- 3500,- ^rbutfert..........0100,— 6100,— 5410,— 6000,- DiemenS & Halske. . .10)00.—10900,—10:00,-1100a— Dibleriverke flieget. . . 1400,- 1500,- 148L- 1510,— Dnimlcr Motoren. . . . 1550,- 15 )0 - 1503,- 1700,- Veyliftenstaedt 2540 — 25^0- — Kenittn 8050 - 3400 - 346(1- 3100,- OTetnaficf. tvranffutt .H00a-1210a- — ^chubiabrik Herz.... 10)0-1390- -,- -,- Lichel 2725,-2940,— —,— .Semioff Walühol .... 6600,-90X)— 650Ü- 8900,- Znckerinbr.^rankenihal 4650 —5020,— —,— — ZnckerfnbrikWan nufel 4601-5300,— —,— —,— Deutsche Bev.'inSbank - 560,— 600,— —,— — DiScoiuo Coiumandil . 2475.— 2800,— —, - 2800,— Metattbank 6800,- 7975,- Miitetdeut. Creditbank 1500,— 1500,— 1600,— — Ossterr. Creüuanstail. 1075,— 955,— 1120,— 1050,— Bochumer Guß . .. . 14500,— —,—1350'),—14405,— Buderus......... 4875,— 4900,- 4800,- 5000,— Cnro........... 5809,— 6:600,— 36(0,- 600),— Deuilch'Liirembura. . 137^)0, —13500,—13100,—13500. — (Melfenftvtf)Ciier'HerfliU18r>00.—18750,—18000,—l»lia— Hurpener Berabau. . 53000,—58000,—54000,-60000.— Ltaliwerk Aschersleben 5995,— 5990.— 52)0,- 6000,— 51 lilimerk Weitereaeln 7300,— 7375,— 7050.— 7000,— Vnurabütte 9100.-110TO— 9200,-10150,— Cberbcborf 6900. - 8290,— 6910— »450,— Pbönix Bergbau. . . . 14300.-14300,-13700,-13900,— 9itzciuüal)l........ 13700, -1) WO, -13425, -13000, — Nu'beck -Otoumn . . . 15500,—185 0,— — Tellus Bergbau .... 3490,- 3500,- iauchurg-Auier. Pake, 2800,— 3200,- 2800,— 2971,— i>!orddeul,'cher Lloyd. . 1825,— 1925.- 1800,— 11’00,— .^einenkiverkHeidelberg 4100,— 4075,— — Philtvv Hvlzinann . . 3850,— 4200.— 3700,— 4430,— 9000,- 92CX),— -, 16/o,— —,— 1700,- 1450,- 1410,- 1500, 4895,- 4500,- 010719 Reiskirchen, den 23. November 1922. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. ds. Mts., nachm. 2 Uhr, statt. •wee l Heuchelheim Fellingshausen Samstag, 25. November 1922. 10265 beiten. 1 Mn Sir W UiuTuu 1 Willen 0107t« WMLWMi erbeten. 10263D Täuzc. uiew gesucht- Off nnt.2601 an Herso, öb A.-E-. I unter 010712 an den Plockstr. 6. 10260h । Gtehener Anzeiger. 8 43 92 Pascoe & Co., Gienen, (?afü Cbcl (evtl, zu kau» Schrift- Gef illige 9(nmel» bunnen erbeten W. Will Univ -Turn- und TanUehrer, t'äbcritrnhc 12. nicht irreführen durch öffentliche Preisangebote und kommen Sie erst zu mir mit ihren Flaschen, wenn Sie verkaufen wollen. Ich zahle stets die höchsten Preise. M. Harth, Oießen feine Herrenschneiderei Selters weg 75 Homöopathie aui Station Mücke täglich vonS—12Ubr in bet Wirtschaft Wcifenbnch.Tel.10. c\n Land«cb täglich von 2—4 Ubr. iTzea Wilhelm Grtmonn, Laubach, bivtomier- CB I Besorgnissen wegen der Karwsfewersorgung ist also für das lausende Wirtschaftsjahr kein Grund. Bis Milte November sind mit der Dahn bereits vier Millionen Tonnen Kartoffeln dem Handel und denBerbrau - ehern zugeführt worden. Berechnet man die Kartoffelmengen, die als Stückgut und auf der Achse befördert wurden, mit einer Million Tonnen, so ergibt sich, dah von den 7 Millionen Tonnen Kartoffeln, die für die Ernährung der Bevölkerung im Jahre benötigt werden, bereits 5 Millionen Tonnen zugeführt sind, die Bevölkerung mit dem Wintervorrat Im Reichsdurchschnitt also eingedeckt ist. Lollar, den 22. November 1922. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Nov., nachmittags 3Vs Uhr, statt lOMl) Ihre Vermählung geben bekannt Karl Weber Lina Weber geb. Böhmer 21 n einem Tanz zirkel für Studie- rcudc können noa, einige Samen tcitnehmen. (9clcbvi werden alle und moderne Zchuhdranche! Erstes Mainzer Schuhhaus sucht mögt zum bald Eintritt durchaus branchekundige Verkäuferin, welche wirklich 1. Verkaufskraft sein muh. Französische Sprachkenntnisse sind erwünscht. Gehalt über Tarif. 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Angebote nach Klaffen getrennt und mit Aufschrift versehen, sind bis zum obigen Termin bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen. Angebote mit zusammengezogenen Klaffen oder Vermerk usw. versehen, werden nicht berücksichtigt. Es wird empfohlen, da Käferholz da- runter ist, vorher zu besichtigen, da spätere Reklamationen nicht angenommen werden. Förster Franz in Allendorf a. Lda. zeigt auf Wunsch das Holz vor. Treis a. Lda., am 18. Rovember 1922 Hessische Bürgermeisterei Treis a. Lda. Benner. 10175D Silber, Platin in Bruch u. Barren Brillanten kauft zu reellem jeweiligem Kurs 6. Gümblein k Bruch- 1 Straße 19H ©cbrnuditc Feltetaieie au kaufen ges. ®IOM7 Rlnslnnd, Wetzlarer Weg 11. Eis. bobe Kindcr- B ttstclle au kaufen Gerlchtssaal. Wmm ist die Lleberschretttma der achl- seidigen Arbeitszeit zulässig? 3u dieser Frage hat daS Bayerische Oberlandesgericht in München ein be- mertensweites Urteil gefällt. Der Achtstundentag beruht bisher lediglich auf der Verordnung des .»ats der Volksbeauftragten vom 23. Rovember 1918 wo Ausnahmen nur „in Rotfällen" für zu- läffifl erllärt werden. 3m vorliegenden Falle hatte em Schmiedemeister seine Gehilfen wiederholl über acht bis 10 sogar bis 12 Stunden beschäftigt. Die Strafkammer verurteilte ihn wegen Vergehens gegen die erwähnte Verordnung. Das Bayerische Oberlandesgericht sprach den Angeklagten frei, toeil es dessen Revision insofern beitrat, als die 4. . --- 5,55 5a , =23,76 5b „ =21,42 Tferr sucht 'Anschluss is musikalischen und Touristcnkrciicn. S-rbni l Angeb. nnt. 010722 a-b-Giek-Anz. Derjenige, welcher ben Koffer in ber Bleichstrasievonbew Wagen nahm, wird gebeten, ben Koffer zurückzugeben bn ber Inhalt fflr ihn wertlos, aber für ben Eigentümer unersetzlich ist. ex-m Io Bcruo, Tänzer. Nieaelviab^. 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