i auswärtsI SN Neichstr. 15 mkf.Str.23 H wib Fernspr.lD [i zu richlrn- Hin Fahrzeuge ore isen Tagtet für MV mb Werge. ms infolge früh- In allen Arten von len zu Hemden und men, Handtüchern, b Baumwollweb- 8ager unterhalten. mim«** „ is*d •’ite Mk*400 'l DT 7668ss jm-Gesellschaft 3 Drnd «nd vertag: vrShi'sche Univ.-Vuch- und Lteindruckerei N. Lange. Schristteitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulfiratze 7- spann ung aller Kräfte der S e l b st beiten würde/ ist 6 um folgende Antwort: „Es ist richtig, daß die Antipathie gegen Frankreich seit dem Kriegsende bedeutend zugenommen hat. Ich glaube, das) man den Grund in der französischen Poli - t i k suchen muh. Während und nach dem Friedensschluh hat Frankreich Deutschland nieder ged rückt und ihm unausführbare Bedingungen auferlegt, die die Existenz des deutschen Volkes bedrohen. Die französische Politik hat auherdem die Ehre des deutschen Volkes verletzt, und es ist deshalb nicht erstaunlich, daß die deutschen Patrioten durch dieses Vorgehen verärgert sind. Die Franzosen sehen in dem Wiedererwachen des patriotischen Geists in Deutschland eine Bedrohung. Deshalb sehen sie sich zu immer weiteren Mahnahmen gegen Deutschland gezwungen und diese Mahnahmen erregen wiederum die Animosität gegen Frankreich. Sache Frankreichs ist es, den ersten Schritt zu tun, um diese Animosität des deutschen Volkes Mm Verschwinden zu bringen. : Wenn Frankreich endlich zu begreifen anfängt, ! daß die Ilnterdrückungspolitik gegen Deutschlandbeide Rationen zumRu- i n f ü h r t , dann wird es früher oder spater dazu übergehen müfsen, seine Politik gegenüber Deutschland zu ändern. Ich bin davon überzeugt, wenn man dem deutschen Volke eine neue Zukrnft in Aussicht stellen könnte, die auf gemeinwirtschaft- lichen Interessen mit Frankreich beruhen wurde, dah dann das deutsche Volk gemeinsam mit Dem französischen Volke an der Wiederaufrichtung Europas zum größten Nutzen für beide Staaten ar- durch das Verhalten der Anglvbank und der zentraleuropäischen Länderbank, die ihre Beteiligung an der Aativnalbank von der vorherigen Beonlli- gung eines ausländischen Kredites abhängig gemacht 'hätten. Die Londoner Konferenz habe Oesterreich insofern eine Enttäuschung gebracht, als sie die österreichische Frage an den Völkerbund verwiesen habe. Es gelte also den Leidensweg, dessen Stationen das österreichnche Volk schon öfters kennen gelernt 'habe, von neuem »u gehen. Das sei keine Kleinigkeit angesichts eines Brotpreises von mehr als 4000 Kronen. Immerhin sei es schon ein erfreuliches Zeichen, dah die Reparationskommission beschlossen häbe, einen Teil der Pfänder freizugeben, nämlich das Erträgnis aus den Zollen, Salinen, Forsten, Domänen sowie aus dem Tabakmonvpol. Im übrigen sei die Reise keine Dettelreise, sondern eine Informationsreise. Es- handle sich nicht darum, für den unmittelbar vor dem Zusammenbruch stshenden Staatshaushalt Hilfe zu erbitten. Die Fortführung des Haushalts sei vielmehr für die nächste Zeit gesichert. DieRundreise des österreichischen Bundeskanzlers. Berlin, 23. Aug. (Wolff.) Die offiziellen Besprechungen der österreichischen D eleaation mit den Mitgliedern der deutschen Regierung haben heute vormittag ihren Fortgang genommen. Die Vertreter Oesterreichs setzten der deutschen Regierung ihren Standpunkt auseinander. Im ßaufe des Vormittags will der österreichische Finanzminister den erkrankten Reichsfinanzminister aufsuchen, atm 1 IHjr fand ein Frühstück beim Reichskanzler statt, an dem eine Reihe offizieller Persönlichkeiten und österreichischer Diplomaten teilnahm. Im Anschluh daran wurden die Verhandlungen Bayern und das Reich. Da» Ergebnis der neuen Verhandlungen. München, 23. Aug. (WTD.) lieber die neuerlichen Besprechungen zwischen dem Reiche und Bayern in Berlin geht der „Bayerischen Staatszeitung" von amtlicher Seite ein Berscht zu, dem folgendes entnommen ist: Die neuerlichen Besprechungen vom 19. unö 20 August führten zu einer weiteren Klärung in wichtigen Punkten und zu einer Ergänzung des seitherigen Verhandlungsergebnisfts. Das Ergebnis der neuerlichen Besprechungen wie auch eine Anzahl bereits fi-üher ^vereinbarter I Punkte wurde in geeigneter Weise ^13^1$ feft«- gelegt. Das Ergebnis ist in der Hauptsache Erklärungen Ludendorffs an Frankreich. Paris, 24. Aug. (WTB.) Der Berliner Berichterstatter des „Echo de Pans batte | eine Unterredung mit dem General 2 u ö e n 3 | 5orff, in der er dem General sagte, man nehme in Frankreich an, dah die deutschen Ge - Heimorganisationen mit militärischem Zuschnitt gegen Frankreich gerichtet seien. Was denke der General darüber? Lu d en dorff erwiderte: „Ich habe bereits öfters erklärt, dah Deutschland Me Waffen und das Kriegsmaterial vollkommen weggenommen worden sind, dah die deutsche Kriegsindustrie zerstört ist und schon aus diesen Gründen ein Krieg Deutschlands gegen die französische Armee, die mit allen modernen Kampfmitteln versehen ist, eine Sache sei, an die man nicht vor langer Zeit denken kann Es ist für mich vollkommen unbegreiflich, das) es in Frankreich jemand geben konnte, der in den 'deutschen Organisationen eine Gefahr sieht, die sich die Aufgabe gesetzt haben, Deutschland gegen Heutiger Stand des Dollars 10 Ahr vormittags: Berlin 1590 bis 1630 Frankfurt a. M. 1620 biS 1630 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm hohe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 150 Pf., auswärts 180 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 500 Ps. Bei Platzvorschrift 20 °/? Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Giehen. ^^^^Deim Staatsgerichtshof wird ein süddeutscher Senat gebildet. Die Ernennung seiner Mitglieder erfolgt nach Benehmen mit den beteiligten Landesregierungen. Ihm werden drei bayerische Landesrichter und eine entsprechende Zahl bayerische Reichsgerichtsräte angehören. Als Laienrichter können ausschliehlich oder zum Teil Personen vorgeschlagen werden, welche die Befähigung zum Richteramt besthen. Der Senat kann auf Grund eigener Beschlußfassung nach Belieben auch an süddeutschen Orten tagen. ..I 2 . In Fällen, in welchen die Zuständigkeit des süddeutschen Senats gegeben ist, wird das Begnadigungsrecht vom Reichspräsidenten im Benehmen mit der Landesregierung oder auf deren Anregung aus- geübt. . ..., 3 Rach Fühlungnahme mit der bayerischen Regierung wird ein bayerischer Beamter der Reichsanwaltschaft als Referent des Oberreichsanwalts bestellt. 4 . Es wurde neuerdings mit Rachdruck betont, dah die Aeberweisung der Strafsachen an die ordentlichen Gerichte die Regel bilden werde Die bayerischen Staatsanwälte werden angewiesen, bei Vorlage der Wen an Öen Ober» reicksanwalt sich darüber zu äußern, ob sich die | Sache zur Behandlung vor dem Staatsgerichtshof oder vor den ordentlichen Gerichten eignet. Ihre AeuHerungen werden von der Oberreichs- anwaltschaft sachgemäß berücksichtigt. I 5 Weder die Reichsregierung noch eine Landesregierung darf auf die Entscheidung des Staatsgerichtshvfes in Verwaltungssachen irgendwelchen Einfluh nehmen. 6 Der bundesstaatliche Charakter . des Reiches und die Staatspersönlich- leit und Hoheit der Länder wurden neuerdings anerkannt. Diesen wurde wiederholt zugesagt, dah das Reich die Hoheitsrechte der Länder nicht unter Abänderung der ver- fassungsmähigen Zuständigkeit des Reiches an sich führte und von Berlin nach Italien führen wird, erklärt sich daraus, dah wir in unserer Rotlage das Bedürfnis haben muhten, und über die Stimmung bei unseren wichtigsten Rachbarn Aufklärung zu verschaffen, also auch in der Tschechoslowakei, die ja die Führung in &er Kleinen Entente hat, und ebenso in Italien, als der einzigen Ententegrohmacht, die unmittelbar an unsere Grenzen stoßt. Rach dem Bundes- .. kanzler ergriff Finanzminister S e g u r das Wort, te r l n Die Rcparationsvcrharidlnngen in Berlin. Berlin, 23. Aug. (Wollf.) Wie die B. Z a M" erfährt, sei es Tatsache, dah in der Besprechung des Reichskanzlers mit den beiden Vertretern der Repara11 ons kommt s s i o n gestern abend Vv r s chl a g e von deutscher Seite gemacht worden seien, die auf einer anderen Linie als der sxiramentarischaus- traabaren produktiven Pfander lagen, die^heute Gegenstand weiterer (Beratung bildeten Die Erkundigte Chefbesprechung der beiden Ministerien habe heute vormittag begonnen. An schlich end würden die Vertreter rationskommission die Beratungen mit Minister Hermes und Staatssekretär Bergmann ftttsehen Die beiden Vertreter der Reparations- Mi ^ würden heute nachmittag zu einer neuerlichen Besprechung vom Reichskanzler empfangen werden. IN bet gestrigen MmitWJM Reickskabinetts standen, wie die heutig«. Bei liner Moigenblätter berichten, die Verhandlungen ^t dem österreichischen Dundeskanz- l^r und mit dm Deauf t ragten der Repa- raNonskommissionzur Beratung. JMan Mit es in unterrichteten Kreism für toabr $etn= Hrh dah die Richtlinien der deutschen Erklärungen an die Abgesandten der Reparationskommission erörtert wurden. Die Beratungen werden heute vormittag fortgesetzt^Im An- sthluh an die Kabinettssihung hatte der Reichs- kmizler Dradbury und Mauclere emv- fangen.__ Der „Temps" gegen England. Paris, 23. Aug. (Wolff.) Der „Temps^ antwortet auf einen weiteren Artikel des D ai l y Cbronicle", m dem Frankreich der Vorwurf gemacht wird, dah es feine Politik auf seine dauernden Bedürfnisse nach Rüstung gründe und in dem behauptet wird, England werdq seine Forderungen an Frankreich nicht aufgeben, wenn Frankreich nicht seine militärischm Ausgaben vermindere. Der „Temps" betont, dah man also in dem Augenblick, in dem Hindenburg hi München die deutsche Jugend öffentlich er- die Berliner Besprechungen an. Paris, 23. Aug. (WB.) Wie der„Temps aus Wien meldet, hat die franzosi che Regierung Benesch g b:tm, das Kabinett Seipel in wirksamer Weise bei seiner Aktion zu unterstützen, die es unternommen habe im die politische und wirtschaftliche E x i st e n z Oesterreichs zu retten. Auherdem sei Seipel eingeladen worden, zu Besprechungen nach Paris zu kommen. Budapest, 23. Aug. (WTB.) In der gestrigen Sitzung des A u s s ch u s s e s f u r a u s- toärtige Angelegenheiten inteichellier- ten mehrere Abgeordnete über die Reise des Bundeskanzlers Seipel. Die ganze Debatte wurde ür vertraulich erllärt. Rach der „Azest erklärte Auhenminister Graf D a n f f h auf die Ausführungen der Interpellanten, Ungarn warte vollkommen die Entwicklung der Dinge ab. Die ungarische Regierung habe übrigens von der österreichischen Regierung eine Aufklärung über den Zweck der Reise Seipels erbeten. Ungarn steye infolge der Agressivität der Rachfolgestaattn vor schweren Prüfungen. Es müsse m diesen sthwrnen Zeiten wachsam sein, damit es zur geeigneten Zeit die richtige Orientierung finde. Q .. Prag, 23. August. (WTD.) Die Zeitung Praaer Presse" meldet: Gelegentlich der Reise des Östen-eichischen Bundeskanzlers Seipel wurden. zwischen dem tschech Ministerpräsidenten, dem Minister oe» Aeuhern Benesch und dem italienischen Auhen- Ptrngen. die gemeinsam unterfertigt wurden, beharren. ziehen wolle. Darüber hinaus wurde zugesichert, dah die Reichsregierung von den noch nicht ausgeschöpften Zuständigkeiten nicht ohne Rot und nicht ohne Zustimmung des Reichsrats Gebrauch machen werde, und dah sie nicht willens sei. die bisherigen Ausgaben der Länder in der Verwaltung des Reiches durch neue Reichs-Mittel- oder Reichs- Unterbehörden zu übernehmen. Zu den Punkten l, 2 und 3 waren schon bei den ersten Besprechungen bestimmte Grundsätze vereinbart worden. Wenn man den Gang der Verhandlungen und ihr schließliches Ergebnis zusammensaht, läht sich nicht leugnen, bah nunmehr Bayern zum Schuhe seiner Staatlichkeit und seiner! Hoheitsrechte sehr wertvolle Sicherungen gegeben wurden. Bayern erklärte, dah an fernem grundsählichab lehnend en Standpunkt zu den Schutzgesehen nichts geändert werde und dah namentlich der Staatsgerichtshof fein ordentliches, sondern ein an herordentliches Gericht sei, dessen baldigste Wiederbeseitigung dringend notwendig erscheine. Auf der anderen Seite ist nicht zu verkennen, dah riunmehr der Staatsgerichtshof in seiner ganzen Einrichtung sehr erheblich verbessert wurde und dah infolgedessen die ursprünglichen Bedenken praktisch zu einem groben I Teile beseitigt sind. Auf dem Gebiete des Polizeiwesens sind die bayerischen Wunsche im Rahmen der Gesetze erfüllt. Dre grundsätzliche Erklärung über die föderative Gliederung des Reiches wurde erheblich vertieft und erweitert. Es darf nach alledem wohl mit der demnächstigen Aufhebung der bayerischen Verordnung gerechnet werden. Berlin, 23. Aug. (WTB.) In den Räumen der österreichischen Gesandtschaft fand heute nachmittag ein Presseempfang statt, bei welchem Bundeskanzler Seipel und Finanzminister S e g u r den Vertretern der Berliner Presse ein- gdbenbe Mitteilungen über Anlah und Zcveck ihrer Reise machten. Bundeskanzler Seipel hielt eine Ansprache, in welcher er zunächst bemerkte, dah 'er sich froste, der erste österreichische Bundeskanzler zu sein, der nach Berlin komme. Seine Reise habe jedoch nicht allein Berlin zum Ziel. Vorher habe ein Besuch in Prag stattge- । fsnden, und auch 'heute erfolge seine Weitersahrt nach Italien, wo in Verona eine Zusammenkunft mit Auhenminister Schanz er statt- finde. Unsere Reise, so führte der Bundeskanzler weiter aus, rief in Ungarn eine gewisse Er- I regung hervor und soll sogar zu einem Protest in Paris Anlah gegeben haben, als ob wir einen I Eintritt in die Kleine Entente vollzogen hätten. I Der Protest wurde aber keinen Gegenstand finden. Unsere Reise dient überhaupt nur der Orientierung. Ich brauche aber auch nicht erst I zu sagen, dah der Anschluh an die Kleine IEntente nicht in der Linie unserer i P v l i t i t liegt. Es ist ein besonderes Zusam- I mentreffen, dah unser Besuch gerade in einer Zeit I erfolgt, in welcher die "für Deutschland so wichtige Entscheidung in der Reparationsfrage fallen soll. Wir trafen aufrichtigen Dank dafür, dah die Regierung des großen Deutschen Reiches, das uns nicht nur dem Blute, sondern auch dem Herzen nach a m n ä ch st e n steht, trotz der eigenen schweren Sorgen Zeit für die unsrigen hätte. Dah unsere Reise uns zunächst nach Prag Berlin, 23. Aug. (Wolff.) Zu Ehren des Bundeskanzlers Dr. Seipel und des österreichischen Finanzministers hat der österreichische Gesandte Riedl gestern abend auf der Gesandtschaft ein Abendessen gegeben, zu dem auch der Reichspräsident, der Reichswirtschaftsminister Schmidt, der Präsident der Reichsbank Havenstein, v. Glasenapp, V^epräsident der Reichsbank, vom Auswärtigen Amt Staatssekretär v. Simson und der Letter der Presseabteilung Direktor Müller erschienen waren. Der erkrankte Reichssinanzminister Dr. Hermes lieh sich durch den Staatssekretär Zapf vertreten. Aach dem Essen haben sich der Reichspräsident und die beiden Kanzler sowie die Minister zu einer eingehenden Besprechung für die im Lause des morgigen Tages stattfindenden Verhandlungen in der Reichskanzlei zurückgezogen. m. 198 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, mtt derSamstagsbeilage: GiehenerFamilienblStter Monatliche Bezugspreise: Md. 29.- und Mk. 3.- Trägerlohn,durch diePost Mk. 32.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für die Schrift, leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Siehe«. postscheätonto: $rantfnrt a. M. 11686. erschwert. Vcrnderlip sprach dann von den m t er alliierten Schulden und erflärte: Amerika nimmt die Haltung Europas sehr schlecht auf. Wenn seine Schuldner zu ihm gekommen wärm, und ihm gesagt hätten: Ich kann nicht bezahlen, o und so sieht es bei mir aus, dann wären die Rückzahlungsbedingungen sicherlich gnädig gewesen; man hatte selbst neue Anleihen bewilligen können. Aber die Diskussion, die bezüglich der Schulden in Europa begonnen hat, hat die öffentliche Meinung der Vereinigten Staaten beträchtlich abgekühlt, denn diese Diskussion bezweifelt den amerikanischen Altruismus. Uebrigens soll man nicht Übertreiben. Die europäischen Rationen, mit Ausnahme Englands, haben in ihren Budgets nichts für Rückzahlungen ihrer Schulden an Amerika vorgesehen, so dah man sich sagen kann, dah die Schuldenfrage heute der Schlüssel der Finanzlage ist. Ich schliehe damit, dah ich sage: Ich sehe im Augenblick kein Heilmittel für Europa, und der Horizont weiter voller Wolken. Vanderlip über die Reparationsfrage. Paris, 22. Aug. (WB.) Die „Informa- tion" veröffentlicht eine Unterredung mit dem amerikanischen Bankier Vanderlip über die Reparativ ns frage, in welcher dieser u. a. Jagte: Die Lage Italiens und Ungarns ist schwierig, aber in Deutschland ist sie am kritisch- 1 e n. Hier ist das dringlichste Problem Europas. Riemand bestreitet die Gerechtigkeit der franzl^ ischen Ansprüche, aber es ist offensichtlich, dah Deutschland die Summen, bie man von ihm verlangt, nicht bezahlen kann. Mag der Sturz der Mark fteiwillig sein oder nicht, Deutschland nähert sich dem Augenblick, wo es die Kosten dafür zahlen muh. Es ist vom finanzielleii Zusammenbruch bedroht. Der Riedergang bei Mark wird industrielle Depression, Arbeitseinstellung, Preissteigerung im Innern und ernsthafte soziale Unruhen im Gefolge haben. Ich wiederhole noch einmal: Die Haltung Frankreichs in der Reparationsfrage ist durchaus begreiflich; aber indem es viel verlangt, läuft Frankreich Gefahr, wenig zu erhalten, denn ein ruiniertes Deutschland wäre ein a(x schreckendes Beispiel für seine gröberen Rach- barn und sogar für ganz Europa. Im Juni dieses Jahres waren die Aussichten für die Unterbringung einer bedeutsamen internationalen Anleihe auf dem amerikanischen Markte ver hältnismähig günstig; Frankreich hätte einen Teil davon bekommen können. Aber es war unmöglich, Deutschland einen Kredit zu gewähren, solange unter seinen finanziellen Lasten die Reparativ neu mitl32 Milliarden Mark stehen. Heute sind die Aussichten viel schwieriger, denn bei Riedergang der Mark hat die Lage Deutschlands Berlin, 23. Aug. (WTB.) Der Besuch des österreichischen Bündelkanz'ers Seipel und des ihn begleitenden Finanzministers Segur bei der Reichsregierung trugen den Charakter einer herzlichen nachbarlichen Freundschaft. Die politischen Verhandlungen, die gestern abend beim österreichischen Gesandten Riedl ein- aeleitet worden waren, wurden heute mittag vor bem Frühstück, das der Reichskanzler den Vertretern der österreichischen Regierung gab, fortgesetzt und am Rachmittag beendet. Den Besprechungen wohnten auch die Finanzminister der Heiden Staaten und der deutsche Reichswirtschafts- minister bei. Der österreichische Bundeskanzler erörterte ausführlich die Lage, wie sie sicy vom politischen und wirtschaftlichen Standpuntt aus für Oesterreich nach dem Ausgang der Konferenz von London ergab. Bekanntlich wurde dort Oesterreich hinsichtlich der Kredttfvage an den V ö lker - bund verwiesen. Der Bundeskanzler legte dar daß Oesterreich nach Lage der Dinge selbstverständlich seine Angelegenheit beim Völkerbünde mit allem Rachdruck betreiben werde, dab aber eine Verschleppung von größten Rachwirkungen nicht nur für Oesterreich, sondern auch für Zen- tixileuropa sein müffle. Die Besprechung ergab vollkommene llebereinftimmung darüber, dab Oesterreich bis zur Erledigung der Kreditfrage trachten müsse, durch wirtschaftliche Maßnahmen, wobei es naturgemäß auf die Tlnter- stühung seiner Rachbam angewiesen sei in der Zwischenzeit über die gegenwärtigen Schwierigkeiten hinwegzukvmmen. Im Anschluß hieran wurde eine Reihe von Einzelfragen erörtert, wobei deutscherseits die freudige Dereit- Willigkeit hervortrat, im Rahmen des eigenen Könnens dem bedrängten Drudervolke wo irgend möglich 5) i J f e 8 u V e n‘ Weitere Verhandlungen über die sich hierbei ergebenden konkreten Aufgaben schließen sich an Nach Paris zuriickqek-hrt. al a r i s 23 2kug. (WTD.) Poincar Mittag b-s ^Bern ««» OTiniflerrat flau Wie bet meidet istdeutsch-Dotfchaf. „.Sem^S jneioei i ay? r, heule nacht von [er ergriff Finanzminister Segur bas Wort, I te r i "Paris, Lw M Y zunächst darzutun. daß es das Ziel seinen! Berlin kommend, m P a r i» Erstes Blatt 172. Jahrgang Donnerstag, 24. August 1922 GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen die bolschewistische Revolution zu Finanzpolitik gewesen fei,..Mnachst du^ An- schützen" spannung aller Kräfte der Selbst- Der Berichterstatter fragte bann, wie Luden- Hilfe die Vor au s s etzung für Hi l f e v 0 n dorft die Geftihle des Has ses g egen Fr an k- außen zu schaffen. Seiber Ha^e 1 reich erkläre, die sich immer deutlicher in der > 15. August geplante ®^°f^"ng erfabren beutln Weiterung zeigten., und.erhielt d-r-tl s°n ^atumagarf eme D-MMK, LL Der hat zu Das goldene Nassau an der Der größte Entdecker im Reich der Sterne. ^wtgesetz zum Schutze veS heimischen Grundes und Bodens gegen Landesfremde erlassen werde. Die Grenzbcwachung sei unzureichend. Mmisterreisen ms besetzte Gebiet. . Derttn, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Nach einer Meldung der „Vossischen Zeitung" werden der preußische Ministerpräsident Braun und Landwirtschaftsminister Dr. Mendorf in der nächsten Woche in das R h e i n l a n d und ins besetzte Gebiet reisen. seine Entscheidung in der Abrüstungsfrage getroffen habe. Der neue politische Mord in Irland. London. 23. Aug. (WB.) Die Ermordung ües Oberbefehlshabers der irischen Freistaats-- armee, Michael Collins erregt ungeheures Aufsehen. Collins befand sich auf einer Inspek- ttonstour und war von einer Anzahl Korpsoffiziere und Soldaten begleitet, als der von einer großen Anzahl irischer Irregulärer unternommene Angriff erfolgte. Er entspann sich ein lebhaftes Feuergefecht, in dessen Verlauf Collins einen schweren Kopfschuß erlitt. Kurze Zeit darauf verschied er. Seine letzten Worte waren: ..Vergebt ihnen!". Aus dem Reiche. Am die Auflösung des sächsischen Landtages. 23. Aug. (WTD.) Der säch- stsche Landtag hat heute seine Ferienpause unterbrochen, um in einer besonderen Sitzung zum Volksbegehren auf Auflösung \ (an&Jfl9eä Stellung zu nehmen. Außer der diesen Gegenstand betreffenden Regierungsvorlage stand noch ein sozialdemokratischer An- trag zur Tagesordnung, der die befristete Auflösung des Landtages vorsieht und bezweckt, daß der alte Landtag bis zum Zu- sarnmentritt des neuen Weitertagen soll. Da dieser Antrag eine Verfassungsänderung m sich schließt, ist zu seiner Annahme eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Rach längerer ^lm Teil stürmischer Aussprache beschloß das Haus mit den Stimmen der drei Linksparteien, sowohl die Regierungsvorlage wie den sozialdemokratischen Antrag zur weiteren Beratung Rechtsausschuh zu überweisen. Die nächste Sitzung des Landtages, in welcher.der Halste des Monats September in Aussicht ae- Ausschuß Bericht erstatten soll, ist für die erste nommen. 1 Wettervoraussage für Freitag: Wechselnd bewöltt. vereinzelte Regenschauer. Rordwest- und Westwind. Die Depression liegt fast unverändert mit einem Minimum von etwa 740 mm über den' Slagerak. Das wechselhafte Wetter wird bei nord-' westlichen Lustftrömungen aichalten. • < Sonderzüge zur Leipziger Mustermesse. Für die Herbstmuster-' messe vom 27. August bis 2. September werden ^eder Gesellschaftssonderzüge gefahren, zu denen nur die Sonderzugkarten Gültigkeit haben. Heber Gießen kommt ein Zug aus Richtung Mainz und zwar am 25. August, 1,1 5 Ahr nachmittags. — Vom 22. bis 27. August wird das Expreßgut in Leipzig wieder auf dem Zvllboden des Magdeburg-Thüringer Bahnhofs ausgeliesert, nicht auf dem Hauptbahnhof < Sonderzüge zur Grünberger Jubiläumsfeier. Aus Anlaß der am 2J- Ang. in Gründe^ stattfindenden Sieben- Hahrhundertfeier wiro an diesem Tage der sonst nur Werktags verkehrende Pz. 567 Gießen ab 10.20 Ahr vorm., Grünberg an 11.04 Ahr vorm Die Getreideumlage. Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Laut Mvrgenblätlern hat der preußische Landwirt- schaftSmmister Dr. Wendorf einem Vertreter einer Parlamentskorrespondenz erklärt, daß der Durchführung der Getreideumlage große sachliche Hindernisseim Wege stünden, einmal die Angleichheit und teilweise sehr schlechte Ernte, und ferner der festgesetzte hohe Arnlaae- preis. Eine allgemeine planmäßige Obstruktion sei bisher nicht in Erscheinung getreten. Ein Vorschlag auf Arnderung des Steuersystems. Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Die „Vossische Zeitung" berichtet aus Hannover, daß der oldenburgische Mini st er- iräsidentTantzen in einem Vortrag im Verbände der landwirtschaftlichen Kleinbetriebe einen steuerpolitischen Vorschlag gemacht hat, den er im nächsten Monat in einer Ministerkonferenz in Braunschweig erörtern will. Der Vorschlag besteht in der E r - etzung aller direkten Steuern auf Grundbesitz durch eine Reichsgrundteuer in Naturalien. Tantzen sieht in einer solchen Regelung einen volkswirtschaftlichen und einen finanzpolittschen Vorteil. Besprechungen mit den gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen. Schwere Krise der nordböhmischen Glasindustrie. Ä 23„Aug. (WTB.) Der Zeitung „Der Sozialdemokrat zufolge steht die gesamte G l a s - Industrie Rord-Böhmens vor dem o-TMff m I? rfn br.u ^Am Sam Stag sei mit einer Massenentlassung im Westen und RvrdwestenDöh- wens begoimen worden. Der gesamten Arbetter- schaft der Glasindustrie wurde gekündigt. 13 000 Ardeiter sind arbeitslos, über 20 000 arbeiten nur in der Woche. Im Iser- gebirge stehen Entlassungen für die nächste Woche Dewerkschastsrerbände verknoten angesichts der Lage von der- Regierung die Aufhebung der Kohlenabgabe und Verminderung der Frachttarifsatze und Postgebühren. In den Mannesmannwerken in Komotau verschlechterten lief) die Arbeitsverhaltnisse nach demselben Blatt ™*rt-von 922 Arbeitern nur HO durch sechs Schichten voll beschäftigt sind. von 300 Guineen und unterstützte ihn auf jede ?te Mwße Laufbahn Her- Ichels als Astronom begonnen, er ließ sich jetzt als Helferin seine 31jährige Schwester Karoline aus Hannover kommen und hat von da an ein ganzes langes Leben in unermüdlicher Arbeit der Erforschung der Sternenwelt gewidmet. Herschel baute sich nun größere Fernrohre, die größten und besten, die überhaupt bis dahin je geschaffen wurden. Als das beste erwies sich das zwanzigfühige, mit dem er die meisten Entdeckungen machte und das noch heute brauchbar ist wenn natürlich unendlich weit überholt. Das größte der von ihm gebauten Fernrohre, das vierzig- fuhige, erforderte eine besonders kunstvolle Aufstellung, um in allen Richtungen gebraucht werden zu können. An beiden Enden befand sich ein kleines bewegliches Haus, am oberen Ende für den Beobachter, am unteren, der Spiegelende für den Schreiber der zugleich die nötigen Handbewegungen für die Einstellung des Insttuments ausfuhren mußte. Während Herschel am oberen Ende beobachtete, befand sich die treue Mitarbeiterin seines Lebens, seine Schwester Ka- F°lLne’ E Spiegelende und schrieb die ihr diktierten Feststellungen auf. Her-schels Entdeckungen die er in zahlreichen Abhandlungen niederlegte, Und für die Astronomie bahnbrechend gewesen Er als erster stellte das Vorhandensein der Doppelsterne fest, und so unwahrscheinlich erschien diese Tatsache, daß sie von den Fach- genossen bis zu seinem Lebensende angezweifelt und erst nach seinem Tode allgemein anerkannt wurde. Auch die Rebelflecke hatte vor ihm niemand am Himmel gesehen oder jedenfalls niemand nchtig erkannt. Er beschrieb mehr als 2000 nach Grohe^ Gestalt, Lichtstärke und anderen Eigen- tumlichketten und verfocht die Anschauung, daß üese Rebelflecke Sternkomplexe seien, von denen leder einzelne ein Weltsystem darstelle, wie es unser Fixsternhimmel mit der Milchstraße ist. Da- "" . . ,*'f er die Vorstellung von der Anermeß- Aus Seffern Der diesjährige La n de s p a r t e i t a g der schnationalen (Hess.) Volkspar- tei findet vom 22. bis 24. September in Bad- Rauheim statt. Als Redner sind dec Reichs- tagsabg. Geh. Oberregierungsrat v Dryan- der und Prof. Dr. Spahn-Köln gewonnen worden. richtet. Hotels. Warenhäuser and Läden sind mit Wein- und Schnapsttsten angefüllt, and in Hundeiten von Privatkellern lagern Riesenmengen non Alkohol, die auf die Verschiffung warten. Eine ganze Flotte von Heinen Dampfern kehrt erfrtg in dem Hafen von Rassau aus jnb ein- dies? Schiffe, die zum größten Teil Kanadiern gehören sollen, treffen sich des Rachts im geheimen mit zahllosen Motor- und Segelbooten an die sie ihre „nasse" Ladung abtreten und die dann mit der kostbaren Schmuggelware der amerikanischen Küste zuellen. An dec ganzen Küste von Florida wird der Schmuggel mit' großer Aufregung getrieben, and xs ist ein ganzes System erfunden worden von geheimen Zeichen und Signalen, die die Ladungen ankündigen und als.Warnung dienen. Die amerikanischen Behörden stehen diesem Schmuggel bisher machtlos gegenüber. Den Vorteil dawn aber haben die Dahama-Inseln, deren finanzielle Verhältnisse sich außerordentlich gebessert haben Die Zoll- einnahmen wuchsen in den letzten 12 Monaten ttvn 127 000 i. auf 256 000 ±,, und die Regier inq ist imstande gewesen, alle Staatsschulden zu bezahlen. Man hat so viel Geld, daß man einen großartigen Plan für den Ausbau des Hafens von Rossau entworfen hat. der 250 COO k ver- hat sich eine GrfeU- schafi gebildet, die die „Entwicklung" Rastais m die Hand nehmen will. An der Spitze dieser Gesellschaft steht ein amerikanischer Bürgermeister, und man will aus Rassau ein ne res Monte Carl) machen große Hotels, gewaltige Dvauercim lund -örcnmtweinbcennereien errichten und all den .Kranken", die sich aus dem trockenen Amerika f gastfreundlichen Rassau flüchten die beste Aufnahme gewahren. Die Vereinigten Staaten haben sich vorläufig mit einer Rote an die rrttifche Regierung gewendet, in der sie die Zu- tande auf den Dahama-Inseln einen „Bruch der internationalen Gesetze" nennen und sich darüber beschweren. Aeichsversorgungsgefeh vom 12. Mai @ den nach ihm zu versorgenden Kriegsbeschaoigten kostenfreie Heilbehandlung für ihr Dienstbeschadigungsleiden. Am auch Kriegsteilnehmern, die von diesem Gesetz nicht erfaßt werden, die Ausgaben für die Heilbehandlung zu verringern, sind beim Haushalt des Reichsmini- des Innern Mittel zur Gewährung von Zuschüssen zu den Heilbehandlungskosten zur Der- toßung Sie werden gewährt, wenn die Kttegs-, Vecstümmernngs- oder ähnliche Zulagen bie Merzte d?n mit Kassen geschlossenen Vertoag nicht einhalten. Da die Krankenkassen ihren Kranken die ärztliche Hilfe grundsätzlich in Ratura gewähren müssen für die, Aerzte aber kein Dehandlungszwang und auch keine Pflicht besteht, sich mit den Krankenkassen über die 'Bedingungen der Behandlung xu einigen, sucht das Gesetz die Zwangslage der Kassen zu mildern, indem es ihnen die Möglichkeit erleichtert, den Erkrankten statt der ärztlichen Hilfe eine Barleistung zu gewähren. Der Erlaß der nah ereil Bestimmungen ist für den Bedürfnis- fall dem Reichsarbeitsminister Vorbehalten. Znfchiifte zu denHeilbehandlungskosten an Kriegsbeschädigte ehemalige Militärpersonen. mahne, sich für bl# Revanche vorzubereiten, man Frankc-eich ben Vorwurf mache, eine militärische Politik zu ticiben. Anter dem Vorwande des französischen Militarismus habe man das französische Programm abgelehnt, das bei Aufheb ung der interalliierten Schulden es ermöglicht hätte, die deutsche Schuld zu vermindern und die europäische Krise beizulegen. Der „Temps" zieht darauf einen Vergleich zwischen dem Militärbudget von Frankreich und England und erklärt, daß die franz fischen militärischen Ausgaben sich auf etwas über 5 Milliarden belaufen, während Englands militärische Ausgaben etwas weniger als 8 Milliarden betragen, ohne Berücksichtigung der militärischen Ausgaben der britischen Kolonien, die in Indien allein etwa 3l/2 Milliarden Francs betragen. Der „Temps" drückt seine Verwunderung darüber aus, daß man Frankreich den Vorwurf einer militärischen Politik machen kann. Eine Abrüstungskonferenz in Moskau. London, 23. Aug. (WTD.) Reuter. Rach einer Meldung aus Helsingfors ließ die Sowjetregierung durch ihren dortigen Vertreter der finnischen Regierung eine Rote überreichen, in welcher sie einlädt, Vertreter zur A b - rüstungskonferenz zu entsenden, die am 5. September in Moskau stattfinden soll. Die Rote erklärt, daß Lettland und Estland beide die Einladung der Sowjetregierung an» nahmen und daß diese Einladung auch an Rumänien übersandt wurde. Polen sei auch ein- geladen worden, habe jedoch vorgeschlagen, die Konferenz zu verschieben, bis der Völkerbund K ö n i g s b e r g i. Pr., 23. Aug. (Wolff.) Der „Königsberger Allgemeinen Zeitung" zufolge haben die Arbeitgeberverbände des Baugewerbes die Aussperrung der Bauarbeiter auf die ganze Provinz auszudehnen beschlossen. Die Aussperrung soll am Donnerstag erfolgen. Reue ZeitungSverbote der Dheinlaird- kommission. Berlin, 2J. Aug. Die Rheinland- kommlssion hat die „Deutsche Zei- t u n a“ auf drei Monate, und die ebenfalls in herausgegebene Zeitschrift „Staat und Wehrmacht" dauernd im besetzten Gebiet verboten. Das.,D e r l i n e r T a g e b l a t t" ist, wie das Blatt mitteilt, für die Zeit vom 23. bis 31. August 1922 fürdasneubesetzteGe- blet (die Brückenköpfe Düsseldorf und Duisburg) verboten worden. Eine neue tschechisch-polnische Gefahr. (Zu William Herschels 100. Todestage, 25. Aug.) An keinen andern Ramen knüpft sich eine so grope Anzahl der wichtigsten astronomischen Entdeckungen als an den William Herschels Dieser größte Entdecker im Reich dec Sterne, dessen 100. Todestag am 25. August begangen wird, war durch eine glückliche Begabung und durch die von ihm mitgeschaffene Vervollkommnung dar Fernrohre in den Stand gesetzt, das unermeßliche Reich des Himmelsraumes zum ersten Male in seinen Einzelheiten zu durchforschen. Herschel war ein geborener Deutscher: frin Vater war Musikus in Hannover, siedelte aber in Williams Knabenjahren nach England über, und in der neuen Heimat fand der ‘junge -Wann, der dem Beruf seines Vaters folgte Stelle als Organist in einer kleinen Land-^ flabt. Da ihm seine beschränkten Mittel nicht den eines Fernrohrs gestatteten, unternahm er selbst in seinem unwiderstehlichen Drange, die Otemenaber kennen zu lernen, Versuche im Glas- uno Metallschleifen und brachte nach langen Mühen ein^Instrument zustande, das seine Sehn- Nicht erfüllte und ihm die Sterne näher brachte W er bann eine bessere Organistenstelle in Bath erbte t konnte er mehr Mittel für seine astronomischen Studien aufwenden. Bald war er am Himmel heimisch, baute sich ein größeres Fern- robr unbentberfte am 13. März 1781 einen neuen ^tCrIft;r4 sofort als Planeten erkannte, bem 'E nach bem englischen König den Ramen 6ab und der dann nach bem 030^1^ bon Bode ben Ramen Aranus er- .^nlken^hat. Roch nie batte jemanb eine ähnliche ©ntberfung gemacht und so war denn das riesige Aufsehen begreiflich, das die Rachricht erregte. König Georg lll., selbst ein warmer Verehrer der Astronomie, nahm sich nun des genialen unter mm Organisten an, gewährte ihm ein Iahresgehalt I durch schuf Zloe: neue Grsetzenlwürfe Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) 3m Reichsministerium des Innern sind zwei neue Gesetzentwürfe in Vorbereitung, bas Ausführungsgesetz zum Artikel 48 der Reichsverfassung über die Verhängung des Ausnahmezustandes, und ein neues, ben gegenwärtigen Derfassungsvor- schriften angepaßtes Reichsvereinsgesetz. auf bet Concordiagrube, sowie des Hochofenbetriebs in ben Ausstand getreten. Ferner streiken die Arbeiter der Deichselschen Drckhtwecke. flnben Teuerungskundgebungen < Deut Yen, 23. Aug. (WTD.) Die gesamte Belegschaft der HohLnzollerngrube streikt seit gcstern wegen EntlassungeinesMitglie- des des Detriebsrates. Zwei Gewerk- schaftssüh'rer begaben sich^ nach Berlin, um die Angelegenheit dem Minister des Innern Geberinq vorMtcagen. Gleichzeitig ist auch die Delegschafi des Gemandaschachtes in den Streik getreten. — §ciute haben hier Kundgebungen gegen d i e T e u e r u n g stattgefunden. Am Mittag veranstaltete bie Belegschaft der Hultschinskiwerke einen Amzug. Ausschreitungen sind nicht vorgekommen. Die Ettttänschuttg der polttischen Oberfchlesier. Kattowitz, 23. Aug. (Wolff.) Die Beleg- schäften der polnischen Gruben unb H u 11 e n haben sich in Detriebsversammlungen mit der gegenwärtigen Lage Ost-Oberschlesiens beschäftigt und einen Aufruf erlassen in bem barauf hingewiesen wird, daß alle wäh- renb der Abstimmungszeit gemachten freiheitlichen Versprechungen nicht gehal- ten wordm seien, dagegen ein organisierter Wucher sich brellmache. Die Verwaltung der Woiwodschaft, in dec eine völlige Anordnung herrsche, sei machtlos. Der Aufruf schließt mit der Forderung der sofortigen Einstellung ber seierschichten. Die Ausschreitungen, die sich besonders gegen Juden richten, haben bis in die späten Rachtstunden hinein angedauert Trotz des starken Polizeiaufgebots find in verschiedenen Fällen jüdische Bürger auf den Straßen zu Boden geworfen und mit Stöcken totale @ummifnüpbe[n verprügelt taorden. Auch die Barte wurden ihnen abgeschnitten. Ferner wurden zahlreiche Einbrüche verübt. Die Blätter weisen darauf hin, daß das vor Kurzem erfolgte Ableben Griffiths und die Ermordung Collins furchtbare Schlage für den irischen Freistaat bedeuten. Beide waren die Hauptunterzeichner des Downingstreet- Mommens. Bei der Aufstandsbewegung hatte Collins die Führung des irischen Freistaatsheeres übernommen. Bei bem Mangel an führenden Persönlichkeiten werbe die Wahl des Rachfolgers schwierig sein. Offiziell wird mitgeteitt, es sei nicht unwahrscheinlich, bah das irische Parlament am Samstag zusammentreten werde. Der Chef des Generalstabs des irischen Freistaatheeres Gene- ral Richard Mulcahy, erließ ein Manifest an das irische Heer, in welchem er es ausfordert, das nicht vollendete Werk Collins unerschrocken zu Ende zu führen. Di- französische Postgewerkschaft gegen Poiuear^. Paris 23. Aug. (Wolff.) Im „Popu- karre wird em Protest ber französi- sHen Poftgewerkschaft gegen die fran- Sosrsche R^ierung veröffentlicht, aus bem ersicht- luh ift, daß etwa 100 französische Beamte an ben soeben beendeten internationalen Veranstaltungen ber Post- und Telegraphenbeamten in Berlin teilnehmen wollten P o i n - c a r e hatte jedoch das Ministerium des Innern angewiesen, den französischen Beamten die Ausstellung von Reisepässen zu verweigern so daß sie auf die Teilnähme verzichten muhten Die Postgewerkschaft verurteilt das Vorgehen der Re- .in ch^r Veröffentlichung mit scharfen Ausdrucken unb bezeichnet es als Provokation der Beamtenschaft. Die Sowjets verhaften wieder. London, 23. Aug. (Wolfi ) Die ^imes" melbet aus Riga, daß to Moskau Petersburg und dem übrigen Rußland die Verhaftung zahlreicher F üh r er der ru s s i s ch en Intelligenz im Gange sei. In Moskau seien unter vielen anderen verhaftet worben: Professor Kiesewetter von ber Moskauer Aniversität U.nrÄSnnt^ Historiker unb gemäßigte Sozialist Miakotin. Streik in Deutsch-Oberschlesien. Hindenburg, 23. Aug. (Wolfi) Wegen ' ^Nflreitigfeiten auf der Donnersmac^ i butte find bie Belegschaften ber Koksanstalt 1 Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Deutsche Gewerksckaftsbund gestern seinen Vorstand sowie seinen finanzpolittschen und wirtschaftspolitischen Ausschuß embemfen, um die sich aus der augenblicklichen Wirtschaftslage ergebenden Forderungen der christlichen Gewerkschaften zu formulieren. Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Rach einer Meldung der Morgenblätter wiro Reichskanzler Dr. Wirth heute die Führer der gewerkschaftlichen Spitze nor- ganisationen empfangen, um mit ihnen dte gegenwärtige wirtschaftliche und inanzielle Lage des Reiches zu be- prechen. Zur Lohnbewegung hn Reiche. Mcht von bem schönen Städtchen Rassau Lahn soll hier bie Rede sein, fondern von dec weit entfernten Ramensschwester, die bie Hauptstadt bes Gouvernemeitts ber Baharna- 2 Nsel n ist. Dieser vortreffliche Hafen auf der größten der Inseln St. Andrews hat in letzter -Seit einen gewaltigen Aufschwung genommen jnb so iß der nicht weit pon ber Küste von Flöriba gelegene Ort ein neues Dorado, wo bie Mil- Ironare wie Pilze aus bet Erbe schießen prachtvolle Paläste unb Villen sich erheben unb alles in Gold unb Diamanten schwimmt. Der Grund für diese fabelhafte Blüte des „golbenen Raff au" ist nirgends anders zu suchen, als daß es der Mittelpunkt des größten Alkoholschmag- g e l s der Welt geworden ist. Die ganze Bevölkerung afi den Dahama-Inseln schmuggelt, und die emsigste Geschäftigrett herrscht, um bie ats- 3unge der Paakses mit gcschmiogel- tem Whisky zu laden, der zu phantasttschen Poei- en verkauft wird. In Rassaa ist alles aas diesen im größten Stll betriebenen Schmuggel etnge» Berlin, 23. Aug. Der Landrat des Grenzkreises Glatz weist in der „Schlesischen Volkszeitung" auf die große Gefahr hin, die dem Grenzgebiet dadurch droht, daß T s ch e - ch e n und Polen dort die Häuser, Gastwirtschaften und G r u n d st ü ck e massenhaft a u f- ! kauf en. Der Landrat verlangt, daß sofort ein zeige zu ersehen. Statt Karlen! 9 •I ' MMWMMW i ff. Porttons-Fische im Hanse Neue wetterauer Telephon 2197. Schottstratze 10. werden gegen Vergütung 7705 angenommen Neuenweg 33. Anlausftelle für 6oRt Silber«, platingegenft Zwolle (Holland) Diezersttaat 42 ■1 deS 1900 einer durch selbsttätige Waschmittel. Ich nehme jetzt nur noch Seifenpulver Schneekönig. in Freiburg i Dr. zugeeignet. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Invaliden-, QBittoen- und Waisenkasse der Firma der Betrag von 2 0 00 000 Mk. überwiesen. Hessen-Nassau. Der Kampf um den Mietszuschlag. rb. Fran-kfurt a. M., 29. 2lug. Der Mieterschutzverein teilt mit, daß der vvm Mieterschutzverein gegen die Magistratsverordnung betr. weitere Erhöhung der Mietszuschläge eingelegte Prvtest als erfolgreich angesehen werden kann. Ihre Verlobung geben bekannt Io van Eelen Hans Kirch Frankfurt a. Main Ginnheimer Str. 7 Homberg a. d. O., 80 P. Zöglings-Oberstufe: 1. W. Seibert-Tv. Maar, 84 P.: 2. H. Schmidt-Tv. Pfordt, 82 P.: 3. 2. Metzendorf-Tv. Schlitz, 78 P. Zöglings-Unterstufe: 1. H. Seeling-°Tv. 2auterbach, 101 P.: 2. Gg. Kaiser- Tv. Frischborn, 95 P.; 3. P. Doh-Tv. Maar, 85 P. Schüler: 1. 2. Floch-Lo. 2auterbach, 89 P.: 2. H. Rih-Tv. Pfordt, 86 P.; 3. K. Schmidt-Tv. Pfordt, 85 P. Bei den Sonder- wettkämpfen kam im Hochsprung H. Thöt-Tv. Alsfeld, im Stabhochsprung B. Schönberg-Tv. Groh-Felda, an die erste Stelle. Den von Alsfeld gestifteten Wanderpreis (silberner Pokal für eine 6 mal-100-Mtr.-Stafette errang der Lv. 2auterbach. Ein englisches Preisausschreiben für motorlose Gleitflugzeuge. 2ondon, 23. Aug. (Wolff.) Die „Daily Mail" bietet unter der 2eitung des „Royal-Aero- Clubs" einen Preis von 1000 Pfund für den Flieger jeder Nationalität, der bei einem im September in England stattfindenden Wettbewerb den längsten Flug in einem motorlosen Gleitflugzeuge ausführt. Der Flug muh mindestens 30 Minuten dauern. Bewerber müssen sich wenden an: Secretary Royal Aero-Club 3, Clifford, Newbord Street, 2ondvn, 201. Die Erfolge der deutschen Gleitflieger, insbesondere der von Henhe aufgestellte Weltrekord von zwei Stunden haben in England großes Aufsehen erregt und die Frage der Gleit- fliegerei in den Vordergrund deS Interesses ge». rückt. Es wird darauf hinaewiesen, dah bte in Frankreich unternommenen Versuche im Vergleich mit den in Deutschland gemachten nur geringe Ergebnisse gezeitigt haben, während in England der Gleitflug so gut wie untefannt sei. billig abzuaeben. [7829 dinier öetBWiiiage 11 TtUfchop 17« Turnen, Sport und Spiel. Dom Turngau Hessen. Den Reigen der diesjährigen Bezirksturnfeste beschloß am Sonntag der 4. Bezirk, dem 23 Vereine des Dogelsberggebiets und nördlichen Ober- Hessens angehören. Die Veranstaltung fand bei gutem Wetter in Alsfeld statt. Der dortige Turnverein verband damit in würdiger Weise die Feier seines 60jährigen Bestehens. Eine Stiftungsfeier am Samstagabend, bei der die Alsfelder Gesangvereine mitwirkten, und die besten Turner ted Bezirks ihr Können an den Geräten zeigten, war dem Gedächtnis der Gründung des Vereins, eines der ältesten Vereine des Gaues, gewidmet. Der Vorsitzende des _ Turnvereins Alsfeld, Rektor Rudolph, zeigte in seiner Festrede, wie der Verein sich durch ernste und schwere Zeiten zu erfreulicher Höhe emporgearbeitet hat, und Duchdruckereibesiher G u n - t r u m (Schlitz) überbrachte als Dezirksvertreter die Glückwünsche des Bezirks und Gaues zur Jubelfeier. Für 25= und 30jährige Mitglied- scyaft konnte eine stattliche Zahl von Mitgliedern des Vereins durch Urkunden geehrt werden. Das volkstümliche Dezirkswett- turnen am Sonntag überraschte mit sehr guten 2eistungen und zeigte vor allem die einfachen 2andvereine auf erfreulicher Höhe des Könnens. Von beachtenswerten Einzelleistungen sei nur erwähnt 1,70 Meter Freiweithochsprung, von Turner T h ö t, einem Gießener Kind, einwandfrei gesprungen. Den Höhepunkt des Tages bildeten nach einem stattlichen Festzug die von De- zirksturnwart Bastian (Alsfeld) geleiteten allgemeinen Freiübungen, von 400 Turnern, Schülern und Turnerinnen wirkungsvoll ausgeführt. Von den Ergebnissen des Wetturnens nachfolgend die ersten Siege: Aktive Turner: 1. Hans Thöt -Tv. Alsfeld, 85 Punkte; 2. H. Gote-Tv. 2auterbach, 83 P.; 3. D. Becker-Tv. Gebt*. Berdux BabnboMrabe 87. (7835» ZrischeKsche Heute und morgen treffen ein: 0 weh! Sauerstoff raß in meiner Wäsche AMMIil.lmM.MMl. Lieferung ins Haus. 7746 Mnter- Kartoffeln werden in altbekannter Güte geliefert u. werden Bestellungen jetzt schon entgegengenommen. WlWMlß VW SE angM in ""-ÄÄ^anadiern gE Mts im ge- ftö H grldvotrn, oi n der g®8en ftnanztell Z)ll- /sert haben- , drm Mermg £ ää isfrXse Streng diskrete Von9Uhrvorm. Evll. Besuch reelle Bedienung bis 6 llbra'Jds. — Die Schwimmabteilung Gießener Sport-Clubs von tritt hier zum ersten Male mit großen Veranstaltung an die Oeffentlich- keit. Zu den am nächsten Sonntag stattfindenden Wettkämpfen hat sich bereits eine große Zahl von Teilnehmern bestbekamtter Vereine aus Köln, Frankfurt, Offenbach, Hanau, Bonn. Koblenz, Mainz, Wetzlar usw. gemeldet. Das Programm enthält alle Schwimmarten über alle Strecken, Staffeln, Wasserspringen, Tauchen und Wasserballspiele für Herren und Damen. Die Veranstaltung ist von der Schwimmabteilung des Gießener S. C. v. 1900, der einzigen hier in Gießen dem D. S. D. angeschloffenen Abteilung, in der eigens zu diesem Zwecke hergerichteten Müllerschen Badeanstalt großzügig organisiert. Näheres ist aus der morgen erscheinenden An- Gerichtssacill. Wegen MilchMschung. tob. Birkenfeld, 23. 2ürg. Die Ehefrau Karl Kunz, Alwine geb. Geiß, zu Gollenberg, geboren am 14. November 1876 zu Gimbweiler, war vom hiesigen Schöffengericht wegen Milch- f ä l s ch u n g zu einer Gefängnisstrafe von 3 Wochen, zu einer Geldstrafe von 3000 Mk. und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. £>ie Angeklagte hat 100 Teilen Milch 100 Teile Wasser zugesetzt. Zu Kaufen gesucht: Oel-Gemälde erster Meister ■■wum WMttWS Ausführliche Offerte erbeten an Dipl.-Ing. Kennemann München, Pilotystr. 7. ajen und anderen Hilfs- Ärerhunden für Mdr t sind mit einem Zeugnis der Heilbehandlung, das kzirksarzt) oder von einem di# ausgestellt ist, sowie ’kr bie ooraussichtlichen faort iuftänbigen HaM- eiterleitung an die br° »raussage freitag: vereinzelte Regenschauer, ind. egt fast unverändett mit etwa 740 mm über dem afte Wetter wird bei nord en anhaltm. « ।c zur Leipzigs die Herbflmuster-' bis 2. September werden ssonderzüge gefap- onderzugkarten GulWei! kommt ein A-g aus Rich- m 25. Qhigdfl, l.lb Uhr m 22. bis 2i; W t in L-iMg «nd« « uf ten !***„ , ,ut ®runbere«t Lui 2nM i«. " U (tattfiiIbenbert Sieta an d,°sm W * Ä** berg an n ____ fpd. Frankfurt a. M., 23. Aug. Am Stellwerk Rebstock der Strecke Frankfurt—Höchst wurde heute vormittag die vollständig v e r- stümmelte 2eiche eines etwa 24jährigen jungen Mannes aufgefunden. Bei dem Toten wurde nur eine Karte der Düsseldorfer Straßenbahn aufgefunden. Die Stiefel fehlten, sie sind dem Toten offenbar nach dem Unfall a e st o h l e n worden. aefahren. Für die Rückfahrt abend« ist ander i Lm tru" 556 Grünberg ab 7.31 Uhr noch die I -versonalfahrt 564 Grünberg ab 8.26 Uhr vor- 'banden die an diesem Tage für den öffentlichen . Verkehr verstärkt wird. — Zwischen Grünberg unb Alsfeld und Gründe ra — Londorf verkehren nur die Sonntags üblichen Zuge. bis 6-Zimmer Etagenhaus. Schriftl. Angeb. unter 7828 an d. Gießener An- zeiger erbeten. Feier des 25. Sliflungslestss in der Turnhalle. Gäste können eingeführt werdem 08150 Der Vorhand». Z&rmietungen | übemr t n. Logis f. einen Arb. versiei^a^s^Ffsil 80 »■ | Mietgesuche ] Gesucht zum 1. Sept. 15chlas- Md Wohnzimmer sowie 7816O 2 einzelne möbl. Zimmer. Gefl. Offerten an Eaf6 Ernst Ludwig. 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Fugend- und Bolksfest. fifSi jräi“"3 Sch»'-" Lsr temnam a mittelbar sch ^ckhisordnung ^ltvonSeP :1rtDe^erfugi •• Wrntltti1 (Mnt llmröe tu ^Siedler au. -länofiilfen bei öer Bwbeam M ck der Der Mrs an ber Dol tränte Mot Fr,e J Mor daselbst a6. - mann Wvelmmia^t SjBeiiett ju < Mer im Mmtst L-Michmng ; Mürarzt Sr. § [cn 10. zum Kre :w^ung ..Deterr i feiner V\ he.igen Wssarbei lshkops aus 6< hm Hillarbriler lit der Äml-bLzeic Beterinäanßt Dr. C W zum Ämlsvet nng der Tienstver erztes beim Kreirl - Smannt wurde tii Karl Crah Men bei dem '.bmmt wurden a, Mr am LhenD lhen tzvtzsihuie z Ls Darmstadt zu mturwissenschaststi Mchule zu Dar Sne[[ aus Dar Mttcerf der D W, - der Lohnes zu Da für 3e[ WN& zu Darr A Loh aus L Mchmenbaulaboi Ale zu ®Qrm|tab , Kril 1922 ( August: der D E Iieburg mit 1 ff ^^and de Stzwspekto fff •Fit iäst ff d A AmtskM Somberg a. b. s mit OBirh Bi Montan von 5Swiefjung. IWwtf«6« 8»u ^^4>e C chr & Donnerstag, 1\. August |922 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefstn) Zweites Blatt Ar. (98 I iqust Wallenfels 17 yiatltvU8.lL- Därtner aus Hesseirrvth t O. mit Wirkung vom 15. August 1922, Alfred Halboth aus Unterlauter (Bezirksamt Koburg) mit Wirrung vom 20. August 1922 und Wilhelm Dörr aus Appenrod (Kreis Alsfeld) mit Wirkung vom 1. September 1922 zu Polizeiwachrmerstern. — Ernannt wurde am 14. Juli die Lehrerin Anna Weil zu Gernsheim zur Lehrerin an der Volksschule zu Gonsenheim. Kreis Mainz. — Ernannt wurde am 16. August der Lehrer Georg K r ä - m e r zu Weiskirchen, Kreis Offenbach, zum Lehrer an der Volksschule zu Lorsch, am 17. August die Schulamtsanwäcterin Barbara M e h n e r aus Lampertheim zur Lehrerin an der Volksschule zu Lorsch. — Ernannt wurden am 19. August die Finanzpraktilanten Bernhard Sang aus Darmstadt zum überplanmässigen Ministerial-Ober- revisor bet dem Sekretariat des Landesamts für das Dildungswesen, Ernst Schlaich aus Frankfurt a. M. zum überplanmäßigen Ministerial- Oberrevisor bei der Registratur des Landesamts für das Bildungswesen, beide mit Wirkung vom von Nauheim. ch. Münzenberg, 22. 2lug. Heute fand hier eine Pfarrkonferenz des evangelisch enDekanatsHun gen statt. Sie wurde von Herrn Pfarrer Weber, Grünm- gen, mit Schriftverlesung und Gebet eröffnet. Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen und Erläuterungen des Vorsitzenden, Herrn Dekan Engel -Obbornhofen, hielt Herr Pfarrer K ö d d i n g -Eberstadt einen sehr interessanten Vortrag über die Bedeutung und Ausgestaltung der Dekanatskonserenzen auf Grund der neuen Kirchenverfassung. Der Referent gab wertvolle Anregungen, wie die De- ianatskonferenz zur Neubelebung der Gemeinde und der evangelischen Kirche ein wesentliches Teil beitragen kann. Starkenburg nnv Rheinhessen. Fast alle seine Kollegen hatten schon derartige Briefchen bekommen mit mehr oder weniger albernen Redensarten der Bewunderung und Anhimmelung. Die Indiskreten unter ihnen reichten sie in der Garderobe oder am Biertisch herum, die Feinfühligkeiten liehen sie schweigend verschwinden. , ,, , Doch dieser Brief hatte mit solchen Machwerken nichts gemein. Er war nüchtern abgefahh mit einer befehlshaberischen Note und geizte mit jedem Wort. , _ Güldewin warf sich in die Sofaecke. Sollte er gehen oder nicht? Die meisten taten es, schon der Kränze und Blumen wegen, die alsbald auf den „vergötterten" Künstler Herabregenten. Es war ja auch weiter nichts dabei. Warum sollte man nicht einmal mit einer jungen Dame plaudern < Das brachte ein bißchen Abwechslung in das ewige Einerlei, vielleicht gar geistige Anregung und . . . Das Blut rann schneller durch seine Adem, sein Auge leuchtete . . . vielleicht war es gerade das, was ihm fehlte! Der Duft dieses grauen Briefes hüllte ihn ein, wie eine neue Luft aus unbekannten Landen, und ihm war, als verliehe er nach einer langen, staubigen Reise den Wagen, als walle ihm der Odem einer schönen Fremde frisch und verjüngend entgegen. Die gewohnheitsmähige kameradschaftliche Vertraulichkeit mit seinen jüngeren weiblichen Kollegen hatte von Anfang an des intimen Reizes für ihn entbehrt. Er wollte suchen, tastend langsam erleben, die Poesie des verschleierten Bildes auskosten. Auf der Probe war er zerstreut. Die Sttm- mungslosigkeit einer Bühne um zehn Uhr früh — die Kollegen in Strahenkleidem — alles grau in grau — umgab feinen Geist wie in einem Rebel. Wohl sah er die Falten der ^Überarbeitung in des Kapellmeisters hagerem Gesicht — 'ach. jetzt ging kein Fluidum von diesen Fingerspitzen auf die verschlafenen Musiker über — wohl hörte 1. April 1922 ab. ** Paketverkehr nach Jugoslawien. In Jugoslawien lKönigreich der Serben, Kroaten und Slowenen) dürfen nach einer neueren Anordnung der dortigen Finanz Verwaltung die Zollämter Pakete aus dein Auslande, also auch aus Deutschland, nicht aus dem Zollgewahrsam freigeben, wenn die Empfänger nicht eine dem zuständigen Ausschuh der Rationalbank ausgestellte Einfuhrbewilligung beibringen formen. Diese Maßregel bezieht sich nur auf Warensendungen, die an Kaufleute zum Zweck des Weiterverkaufs gerichtet sind: sie betrifft aber nicht Privctt- personen, auch nicht Kaufleute, wenn sie sich etwas zu ihrem persönlichen oder häuslichen Gebrauch kommen lassen. Da die Zollämter angewiesen sind, die neue Bestimmung, an die sich die in Betracht kommenden Kreise noch wenig gewöhnt haben, mit aller Strenge zur Anwendung zu bringen, müssen die südslawischen Postämter zahlreiche Pakete auf Kosten der Absender nach dem Aufgabeland zurückschicken. Der deutschen Geschäftswelt wird dringend geraten, vor der Versendung von Paketen nach Jugoslawien sich darüber zu vergewissern, daß wegen Einholung der Einfuhrbewilligung keine Schwiecigicj eu entstehen und dafür au sorgen, daß die Empfänger sich diese Bewilligung rechtzeitig beschaffen. ** Der Giehener Hau s f ra u en v e r - ein. Zu dem Bericht in Rr. 196 unseres Blattes über die Tätigkeit des Hausfrauenvereins ist noch nachzutragen, daß Frau Rechtsanwalt Leun, Westanlage 1, feit dem Gründungstage den Vorsitz des Vereins inne hat. Landkreis Gießen. •* Amtliche Personalnachrichten. Srnannt wurde am 9. August der Hauswart Karl Fiedler aus Darmstadt zum Ministerial- amtsgehilfen bei dem Ministerium des Innern. — Srnannt wurde am 14. August der seit 1. April 1922 mit der Versetzung der Geschäfte eines Rektors an der Volksschule zu Darmstadt beauf- । ragte Rektor Friedrich Jockel zu Darmstadt ■ um Rektor daselbst mit Wirkung vom 1. April 1922 ab. — Ernannt wurden am 15. August: der Kreisveterinärarzt Veterinärrat Dr. Philipp Schweickert zu Schotten zum ständigen Hilfsarbeiter im Ministerium des Innern mit der Amtsbezeichnung „Veterinärrat", — der Amtsveterinärarzt Dr. Georg Spam er zu Reichelsheim i. O. zum Kreisveterinärarzt mit der Amts- bezeichnuna ..Veterin'rrat" und unter Belassung n feiner li he.igen Dienststelle, — der veterinär- ärztliche Hilfsarbeiter Veterinärarzt Dr. Jakob R o ß k o p f aus Schwabenheim a. S. zum ständigen Hilfarbeiter im Ministerium des Innern mit der Amtsbezeichnung „Veterinärrat", — der Veterinärarzt Dr. Wilhelm Schmidt ausDarm- ftabt zum Amtsveterinärarzt und mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen des Kreisveterinärarztes beim Kreisveterinävamt Schotten betraut. — Ernannt wurde am 15. August 1922 der Hof- lakei Karl Er ah zu Groh-Gerau zum Amtsgehilfen bei dem Amtsgericht Groh-Gerau. — Ernannt wurden am 17. August: der Amtsobergehilfe am Chemischen Laboratorium der Techni- Ichen Hochschule zu Darmstadt Karl Fischer aus Darmstadt zum technischen Gehilfen für die naturwissenschaftlichen Institute der Technischen Hochschule zu Darmstadt, — der Hilfsheizer Georg Knell aus Darmstadt zum Maschinisten beim gedankentiefe und eindrucksvolle Festpredigt im Anschluß an 1. Iohs. 4, 16—21. Hof Prediger Widmann- Gedern legte seiner Amprache an die Festgemeinde das Psalmwort zugrunde: „Mit Gott wollen wir Taten tun“ und erstattete sodann den Jahresbericht über die Arbeit des Gustav- Adolf-Vereins in unserem Dekanat. — Einen erhebenden Verlauf nahm die Rachversammlung auf Dem Schloßberg, zu der sich auch zahlreiche Festgäste aus der näheren und weiteren Umgebung eingefunden hatten. Es wechselten Ansprachen der Herren Pfarrer Bühler- Babenhausen. WeiH-- Bieber unD Widmann-Gedern mit Posaunen- und Schülerchören, Vorträgen schöner Gedichte durch Schulkinver und gemeinsamen Gesängen ab. Die Festkollekte ergab 1320 Mark, ferner wurden für über 500 Mark Gustav-Adolf-Schriften und -karten verkauft. fpd Frankfurt a. M, 23. Qlug. Einer der bekanntesten Pfarrer Frankfurts, ®d>eimer Kon- sistorialrat D Dr. D e che n t, tritt demnächst nach nähezu 50jäbriger Amtszeit in Den Ruhestand. Dechent ist als heimischer Geschichtsforscher und Verfasser von Festspielen weit über Frankfurts Grenzen hinaus betannt. Schlichtnnflsansschnß der Provinz Oberhessen. m. Darmstadt, 23. Aug. In der lr ten Rach, sind Diebe in die Wohnu ng des früheren Generalsekretärs der D. V. P., der am 1. Juli zur Industrie überging, während seine Familie noch hier wohnt, in der Stiftstraße eingedrungen und haben dort den Schreibtisch, Kommode, Schränke durchwühlt und alles in großem Durcheinander zurückgelafsen. Es konnte bisher noch nicht festgestellt werden, was den Dieben in die Hände gefallen ist. Einige Wertsachen fehlen. He^en-Nassau. fpd Limburg, 23. Aug. Das Finanzamt Limburg, das schon oft gegen Steuerhinterziehung mit harten Strafen vvrgmg, verurteilte neuerdings den Kaufmann Emil Königsberger aus Limburg unter Auferlegung der bedeutenden Kosten des Verfährens wegen Hinterziehung der Abgabe für das Reichsnotopfer zu einer Geldstrafe von 307734 Mart fpd Bad Homburg v. d. H„ 23. Aug. Die Saalburg erfreut sich eines außerordentlich zahlreichen Besuches. Namentliche weilen täglich viele Ausländer ander denkwürdigen Stätte. Unerfreulich ist es nur, daß trotz der scharfen Aufsicht viele dieser fremden Gäste sich bemüßigt schen, sich an den Wänden zu verewigen. Wohl gab es früher und auch noch heute deutsche Schmierfinken, aber augenblicklich überwiegen an ben Wänden doch die fremdländischen Schrist- zcichen Diese ausländischen Schmierfinken lassen sich'auch trotz des energischen Einschreitens deutscher Besucher kaum von ihrer „Derewigungswat" abhalten. Sie fühlen sich eben als die Herren un deutschen Hause! halt der Gemeindebeamten hatten die Gemeinden Frischbom, Demshausen, Ober-Weg- furth, Laiidenhausen, Ober-Moos, Vaitshain, Radmühl und Fleschenbach Beschwerde erhoben. In einer öffentlichen Sitzung des Kreisausschusses wurden diese Beschwerden verworfen. Die Vergütungen und Gehalte sind in der vom Kreisamt festgesetzten Höhe auszuzahlen, außerdem haben die Gemeinden die Kosten des Verfahrens zu tragen. 4 Schlitz, 23. Aug. Die hiesige Bürgermeisterei gibt täglich Fallobst an die Be^l- kerung ab, und zwar zum Preise von 5 0 P f. das Pfund. __ ,. 4 Aus dem hessischen Fulda- gründ, 23. Aug. Der Fuldagrund wurde m vergangener Woche durch ein H o ch w a s s e r heimgesucht, wie mau es in dieser Zahreszeit seit 1871 nicht mehr in Erinnerung hat. Am Grummetgras, das start verschlammte, wurde größerer Schaden angerichtet. Kreis Friedberg. fpd. Bad-Nauheim, 23. Aug. Aus Anlaß feiner Vermählung stiftete der spanische Staatsangehörige Zuan Mata aus Barcelona der Stadtverwaltung als Grundstock für ein Altersheim 100 000 Mk., das den Namen seiner Schwiegereltern, Mata Veom, tragen soll. D.e Eltern und Schwiegereltern des Stifters sind langjährige Kurgäste Kausen iebeS Quantum sMel-WM mb KrovföalSslMn, m. \w ä Pascoe & Co., Caiö Ebel. 783 V Burkhards, 20. Aug. Die Gemeinden des Kirchspiels beschlossen die Anschaffung zweier Kircheng locken als Ersatz für das im Weltkrieg abgelieferte Geläute und beaufttagten mit dem Guß die Firma Rincker in Sinn. * Grün berg, 23. Aug. Die Vorbereitungen für die 7 0 0 -- Iahrfeier der Stadt Grün- berg hat ein Festausschuß übernommen, dem zahlreiche Unterausschüsse angegliedert find. Vorgesehen sind u. a. am Samstag, 26. August, ein Festakt in der Turnhalle, in dessen Mittelpunkt ein stadtgeschichtlicher Vortrag des Herrn Prof. Dr. Ebel-Gießen und lebende Bilder aus der Geschichte der Stadt Grünberg, dargestellt von Vereinen und Schulen, stehen. Am Sonntagvormittag finden Festgottesdienste in der Stadtkirche (evangelische Gemeinde) und im Schloß (katholische Gemeinde) statt, an die sich ein Festkonzert auf dem Marktplatz anschließt, das von der verstärkten Kapelle des Musikvereins ausgeführt wird. Den Mittelpunkt des Festes am Sonntag wird am Nachmittag ein aus zirka 18 Gruppen und Wagen zusammengesetzter h i st o- rischer Festzug bilden, bei dem sämtliche hiesigen Vereine und Korporationen mitwirken. Aus dem .Festplah hinter der Turnhalle findet nach dem Festzug ein Volks- und Iugendfest statt. Die bis jetzt geleisteten Vorarbeiten versprechen einen würdigen Verlauf der Feier. Man beachte die Einladungsanzeige in unserem heutigen Blatte. Kreis Bübingen. fpd. Lindheim, 23. Aug. Der seitherige Beigeordnete, Lehrer S t e d e r, wurde mit 247 gegen 160 Stimmen, die ein Gegenkandidat erhielt, zum B ü r g e r m e i ft e r von Lindheim gewählt. Kreis Lauterbach. 4 Lauterbach, 23. Aug. Wegen der vorn Streidamt festgesetzten Beträge für die Vergütung der Bürgermeister und den Ge- Ärafttoerf ter Technischen Hochschule zu Darmstadt, — der Anstellungsberechtigte Adam Lohnes zu Darmstadt zum Amtsgehilfen am Institut für Zellulose-Chemie der Technischen Hochschule zu Darmstadt, — der Mechaniker Heinrich Loh aus Wixhausen zum Mechaniker am Maschinenbaulaboratorium I der Technischen Hochschule zu Darmstadt — sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1922 ab. — Ernannt wurden am 17. August: der Polizeiinspektor Adam Bieker aus Dieburg mit Wirkung vom 1. September 1922 zum Vorstand des Polizeiamts Bensheim mit der Amtsbezeichnung „Polizeioberinspektor", — der Polizeiinspektor Anton Ludwig aus Lorsch (Kreis Bensheim) mit Wirkung vorn 1. September 1922 zum Vorstand des Polizeiamts Viernheim mit der Amtsbezeichnung „Polizeiinspektor", — der Polizeiinspettor Philipp Kämmerer aus Babenhausen mit Wirkung vom 1. Sept. 1922 zum Vorstand des Polizeiamts Lampertheim mit der Amtsbezeichnung „Polizeiinspektor", — die Polizeiwachtmeister auf Probe Karl Kraus aus Homberg a. d. Ohm, Karl Nagel aus Psedders- heim mit Wirkung^om^^A^gust 1922, Heinrich ieae, APfh„ y*'nge, & w* j, f[& in iä mein. Sein getrunken bade, trage ich meine leeren Weinflaschen nur nm in öelnr. sw» uiü lasse mir NMA MMZ Jr Kaufe ÄSW hkSu*1 und zahl! öle bodiiten Preise, L Rosenzweiü Diene n,keltkr-wegüNi Aus StaM und Land. Gießen, den 24. Qlug. 1922. Prüfung des Reisegepäcks. Als Reisegepäck können bekanntlich rur Gegenstände, deren- der Reifende zur Reise bedarf, und zwar un- ner Vorlage der Fahrkarte, aufgegeben wer- Iden. Da mit jeder Gepäckbeförderung auch Ivahrgeldeinnahmen erwachsen, so find Die «Cäge des Gepäcktarifs im Vergleich zu den sxpreß- und Eilguttarifen, sehr niedrig besessen. Die Spannung zwischen der Gepack- iracht und der Eilgut- und Expreßfracht er- veckt bei den Reisenden immer mehr die Nei- iuna, auch Geoenstände, die n i ch t zum Reisebedarf gehören, als Gepäck zu befördern, vodurch der Reichsbahn einerseits erhebliche Ausfälle entstehen, andererseits aber auch we- aen der Menge und des Umfanges des Ge-^ rrncks Schwierigkeiten der glatten und fchnel- ■en Abwickelung des Reiseverkehrs entstehen. Sind doch in letzter Zeit Fälle festgestellt Worten, in denen größere Mengen Garne, Stoffe tifw. in eigens zu dem Zwecke angeschafften Koffern auf eine Fahrkarte 4. Klaffe oder eine Kinderfahrlarte als Reisegepäck aufgegeben Vörden sind. Da dieser „Ausverkauf Deutschlands" demnach auch dieReichsbahnun- mittelbar schädigt, ist die Eisenbahn- Lerkehrsordnung dahin ergänzt worden, daß die Eisenbahn berechtigt ist, denIn- haltvonGePäcksendungen in Gegen- toqri des Verfügungsberechtigten zuprüfen. zer ’°w er die Stimme des Spielleiters, in schneidender Ungeduld das verhaßte „Bttte, noch einmal! in den stumpfsinnig dastehenden Ehor schleudern. Es berührte ihn nicht, ging ihn nichts an. Mechanisch markierte er seinen Part, kaum daß er sich vergegenwärtigte, dah sie „Boheme probierten. Die schwindsüchtige Mimi in weißer Bluse erging sich in Kraftausdrücken über ihr Bett, das zu schmal war für ihre Körperfülle. Einer rief: „Gehen Sie nach Manenbad. Der Direktor schaute eine Minute herein, tadelte alles und verschwand. Es war doch wieder sehr spät geworden, Gut- dewin aß hastig im Wirtshaus irgendeine pikante Vorspeise, nahm ein Glas Rotwein dazu unö 9lll9Um halb sechs Uhr begann er sich sorgfältig anzuziehen. Die frühe Dämmerung stoß von dem regen grauen Himmel über Dächer und Baumwipfel, vermählte sich mit dem Rebel, d^r stch ihr aus dem Fluh entgegenbreitete, und wischte grai und lebensmüde über Güldewins Spiegel hin. Er zimdete die Lampe mit dem roten Schirm an, diese dickbauchige Lampe, für die er schwärmte und bei der es sich so gut las und rauchte. Und da sah er plötzlich Lene, das Lehrers tochtmckein mit dem vertrauend blauen Blick, den rührend altmodisch frisierten Haaren und der ungekünstelten Gestalt. Er war im Begriff, Verrat an chr zu üben. „Ssel!" schalt er sich fetbft. ..©feil Su wirst nie gescheit! Schwerfällig wie ein Klotz! Aber er war nun einmal so. Er konnte seine Schwerfälligkeit so wenig überwinden, wie er imstande gewesen wäre, einen -Berg vom Flea zu ^^Ällmählich fühlte er die Unmöglichkeit, dem Briefe Folge zu leisten, in allen Gliedern, in ihm wehrte sich eine starke Macht dagegen. Trostlos stemmte er den Ellbogen auf den 1 ÄH 0 Tisch und das trotzige Kinn auf die Hand. Fast weinend vor Aerger über fein Unvermögen ein einziges Mal frisch und keck ins Leben zu stur- Von der nahen Kirche schlug es sechs, und fast hellseherisch verfolgte er jene unbekannte Schrei- berin auf ihren Wegen. Hetzt — jetzt stand sie reglos an dem dunklen Bassin, das tm Sommer weiß leuchtete von Lilien — in dem toten Wasser erzitterte ein Laternenscheitt — die Bäume neigten rauschend ihre Wipfel zueinander — „So — vorbei." . - . Und er bemüht» sich, an Lene zu denken. , « _ Um sieben ging er in die Garderobe «nv bergab zum ersten Male, das Monstrum vor bett Bauch zu schlagen. Rach Schluß der Vorstellung schüttete er gegen seine Gewohnheit hastig einige Gläser Vier hin- unter, setzte einige Kognaks darauf. Und als er spät ein wenig taumelig, in fein heute behaglich durchwärmtes Zimmer zurückkehrte, da leuchtete ihm von neuem ein eigentümlich fUbergrauer Fleck auf der roten Plüschdecke entgegen. Roch in Hut und Mantel riß er den Brief auf und lieh sich diesmal nicht erst Zeit, den elfenbeinernen Aufschneider zu suchen. „Mein Herr! Sie sind ausgeblieben, weil Sie sich fürchteten! Run wohl, ich werde zu Ihnen kommen. Lilh" Güldewin toarf feinen Hut auf den nächsten besten Stuhl und riß die Krawatte ab. Der Hals war ihm trocken geworden. Ein Grauen stieg langsam in ihm auf wie vor einem unabwendbaren Mißgeschick. „Das darf nicht sein!" sagte er in höchster Aufregung. Was wollte beim bie von ihm? Zornig schleuderte er das Papier zu Boden. (Fortsetzung folgt) Wen In lValinbru(h| ■ tahnqebisseB "‘iUflfl n Verhandlung vom 19 August. Die Verhandlung wegen des Ausstandes der polnischen Arbeiter be8 Gut es Hof-Güll wurde zu Ende geführt. Der Arbeitgeber erklärte sich bereit, toenn die Arbeit als- bald wieder ausgenommen werde, den Unterschied zwischen dem gezahlten Lohn und dem Tariflohn nachzuzahlen, der für drei Tage im Mai stvch rückständig war, für das Deputat vrnTRax wie im April und Juni arbeitstäglich 11 Mark statt 16 Mk. vom Lohn abzuziehen und für die Streiktage das Deputat weiter zu gewähren. In diesem Sinne erging dann der Schiedsspruch. Dem weitergehenden Qlntrag der Arbeiter auf Anrechnung der Streittage als Urlaub wurde Nicht entspro- eben. Die Strafe, bie gegen den Vorarbeiter wegen unentschuldigten Fehlens bei der Sitzung vom 17. 8. 1922 ausgesprochen worden war, wurde auf 10 Mark ermäßigt. Verhandlung vom 22. August. Dem Ze ntralverband der Bäcker und der Bäcker-Innung Gießen wurden folgende Gehilfenlöhne durch Schiedsspruch voraefchlagen, bie vom 28. 8. 1922 an gelten sollen: Schießer wöchentlich 1550 Mk., Teigmache- 1450 Mk. und Lehtgehilfen 1250 Mk Hiervon sollen für Kost und Wohnung wöchentlich 675 Ml. abgezogen werden können. Für die Bäckereien, die der Innung Bad-Rauheim angehören, wurden um je 50 Mk höhere Wochenlöhne festgesetzt als für Gießen und als Abzug für Kost und Wohnung auch 675 Mk. Die Althandlungen Herrn. Heß und Louis Rothenberger in Gießen sollen ihren Arbeitern vorn 16. August an 29 Mk. Stundenlohn statt bisher, seit dem 16. 7., 22,75 Mk. -ahlen. Die Heß schen Lumpensvrttererinnen sollen bei Zeitlohnarbeiten 55 v. H. des Mmmerlohnes erhalten. Ihre Akkordsätze sollen um 40 vH. erhöht werden. Der haupttächliche bshenge Sah betrug 20,90 Mk. für den Zentner. Besonders Geregelt wurde der Lohn zweier weniger leistungsfähiger Arbeiter des Rothenberger'schenBetriebes Für die Musiker des Kaffeehauses Ernst-Ludwig und der Astoria-Licht- s pie le in Gießen wurde Erhöhung d^. Gagen um 50 v. H. ab 18. 8. 1922 durch Schiedsspruch vorgeschlagen. Die Zweigstelle Alsfeld der Land- wirtschaftlichen Z en t r a l g en o s s en- schast soll vom 12. 8. 1922 an ihren Kornhaus- arbeitern über 25 Jahren in Alsfeld 30,20 Mk. und in .Burg-Gemünden 29,35 Mk. Stundenlohn und einer weniger leistungsfähigen Arbeiterin 55 v. H. dieses Lohnes zahlen. In allen diesen Gesamtstrettigleiten erhielten die Strertteile eine Woche Frist zur Er- Körung über Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruches. Rur der Schiedsspruch über die Dad-Rauheimer Bäckerlöhne ist auf Grund taris- vertraglicher Bestimmung bindend. Der Verband der Bergarbeiter und die Vereinigung HessischerBaurit- gruben vereinbarten für die Arbeiter der Aus- bereitungsanlage in Münster 29 Mk. Stundenlohn ab 1. 8. 1922. . . ,. Der Fabrikarbeiterverband und die Möbelhandlung Ernst Rau in^ Gießen vereinbarten für einen 17jährigen Arbeiter 15 Mk. Stundenlohn ab 15. 8. 1922. Baalsfempel Roman von Margarete v. Oertzen- F ü n f g e l d. 5. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Und zwischen diesen beiden Kategorien er, er selber, mit dem dunklen, weichen Klang be8 Cello in der Stimme, dem dunklen, weic^n Auge und doch ewig vergebens ringend nach dem einen, wasnottat! , Er trank sein einsames Glas Bier und zahlte mit dem Glockenschlage elf. Die Rächt war stürmisch. Das Wetter hatte umgeschlagen. Sein Zimmer war eisig nut, und durch das offene Fenster zog eine schneeschwere Lust, die das flackernde Zündholz immer wieder ausblies. , Endlich brannte die Lampe. Und mttten auf der roten Plüschdecke des runden Tisches fiel ihsp ein großer, grauer Fleck auf, der seinen Blick festhielt. ~ . Heinz nahm den Umschlag in die Hund, der lang und schmal und steif war und einen schwachen Irisdust ausatmete. Die Handschrift war fremd. Es war kein Vne von der Lene, denn die benützte das sein liniierte und gerippte Briefpapier, das der Dorfkrämer feilhielt. Heinz öffnete den Umschlag fein säuberlich mit einer blattdünnen Elfenbeinklinge. Und er las: „Mein Herr! Ich möchte Sie sprechen. Wenn es Ihnen genehm ist, morgen abend um sechs Uhr im Park, alte Stadtmauer, beim Lilienbassin. Wetter Nebensache. Lilh." Heinz wendete das Blatt in einer gewissen Aufregung hin und her. Obwohl — ober vielleicht gerade, weil es kein wärmeres Wort, keinen innigeren Annäherungsversuch enthielt, reizte es ihn. Kivche imfc Schule. hg. Ulrichstein, 21. Aug. Begünstigt vvm schönsten Wetter, wurde gestern hier das G u st a v- Adolf-Fest des Dekanats Schotten gefeiert. Choralblafen vom Schloßberg früh am Sonntagmorgen leitete den Festtag stimmungsvoll ein. Um 9 Uhr fand Kindergottesdienst für die gesamte Schuljugend statt. Im darauf folgenden Festgottesdienst, der durch die Mitwirkung bef hiesigen Männergesangvereins verschönt wurde, hielt Pfarrer Weiß-Bieber bei Offenbach die Gebrauchtes PMMI (Holzwolle zu kaiMli gesucht. ArtharGraefe&to., Mbelmsttafle k [Verschiedenes Heule ii. morgen n|M fusche Eri(h ßeyer Hasnerre I F Berliner Devisenmarkt. Brief 1,72 80,j8 gezahlt: 22.8. Fr. 12540 MM m 31. Sejeaihet 1921 HERSTELLER: KRAEMER & fLAMM ER HEIL&RQNM A. Verlust 5 352.85 Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 7820c Palast-Llclrtsplsle f Lindenplatz {wui} Telephon 2066 1 Lindenplatz BsHanedärtoir: Knaben- und Madchenstiefel je nach Gröhe Filmspiel in 5 Akten. Oer Liehliog fr Göller. Knaben- und Mädchen-Sohlen und -Fleck je nach Gröhe. t EM 472,10 720,90 100 r 100 Kr. 100 Kr. 100 100 100 100 100 1 100 100 100 84,89 522,32 808,95 2,65 -,07 1,19 470,SO 719,10 614,20 5081,35 85,11 523,87 811,05 204.35 0.41 0.067 17.50 41.66 22.485 23.625 39.85 0.32t 524.50 1.50 0,06 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Aeuyorl . . Paris. . . . 580,- 68,- 1010,- 204.45 0.35 O.ÜüS 17.80 41.15 23.47 23.40 39.15 0.32 524,50 1^75 0,065 23.8 7 7,50 ISO,- 400 - 84,- 750.- 600, -. 315,- 325,- 640,- 505,- 43G,- 310, - 327.- 6uL 67,- 1080,- Heute letzter Tag des beliebten üllsteinfilms: 565 — 625 MK. 133 — 140 „ 430 - 468 „ 100 „ Wechsel auf Holland Deutschland . . . . Wien . . Prag . . Paris. . London . Italien. Brüssel . Budapest Aeuyork. Agram . Warfchan Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden Passiva. MK. Gesch.-Anteile. . 5 000. - Reservefonds . . 352.85 Tn ÄDorheken u besseren Drogerien erhahfch Gegen Fußschweiß und M.vxf teufen KuklruhFußbad ( Drogerie Wallenfels, Marktplatz 21. 22. i. 77,50 170,- 350 - 78,50 690,- 610,- 309,50 303 - 590, - 437, 354 - 293 - 1,68 5068,65 Kurs 22. 8. । 77,50 179,75 380,- 80,60 695,- 610 - 310,- 308,- 610,- 450,- 342,- 302,- 310,- 2475, - 1 l<50, - 2450, - ; 2500, -: 4875, - . 1190,- Passagierdampfer: Doppelschrauben dairtpfer „IRanchuria» . . . . Doppelschraubendampfer „St. Paul« Doppelschraubendampfer „Mongolia“ Dreischraubendampfer „Minnekahda“ Doppelschraubendampfer „Manchuria“ . . . . Doppelschraubendampfer „St. Paul“ Doppelschraubendampfer „Mongolia“ Frachtdampferi KurS 23. 3. 77,50 190,- 395, — 83,25 700 - Datum: 5% Dtsch. Kriegsanl. 4"/,Dtsch. Aeichsanl. 3°/„ Dtsch. Reichsanl. 4e/0 Preuh. Konsols Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Tesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Ereditbank. IReuarbeiten Herren-SchnLrstiefel (Boxkalf) . . . Damen-Schnürstiefel (Boxkalf) Halbschuhe weniger Herren-Arbeitsschuhe (Rindleder) . Halbschuhe für Frauen (Rindleder) Frankfurt a. M., 23. Aug. Börsen- strmmungsbild. Am Markte der ausländischen Zahlungsmittel trat im Vormittagsverkehr eine feste Haltung ein, die später eine steigende Richtung einnahm. Der Dollar setzte mit 1300 ctn und schwankte zwischen 1360, 1380 und 1420 Zelebt zeigten sich heute Montanpapiere. Auch die Märkte der chemischen und Elektrizitätswerte lagen bei grohem Geschäft sehr lebhaft. Benz 750—760 Deutsche Petroleum 2800. Maschinen- und Metall- werte lagen größtenteils fest. Der Dollar wurde gegen 1 ÜJ>r 1450 genannt. Frankfurt a. M.. 24 August 1922. Züricher Devisenmarkt. 320,- 318,- 660,- 506,- 430,- 315,- 320,- 2500, - 3580,- 2490, - 2580,- 4700, - 1215,— Reparaturen Herren-Sohlen und -Fleck ..... Herren-Fleck Damen-Sohlen und -Fleck Damen-FIeck 23. 8. — ,36 - ,18 -.34 -,30 5985, - 2,05 -,'07 -.87 Buchertisch. — Grete von älrbanihkh: Masken der Liebe. Aovellen. Leipzig 1922. H. Haessel, Verlag. Grete von ^Irbanitzky zeichnete die seltsamen, oft schwer erkennbaren Aiasken der Liebe die Grenzfälle aus dem Machtbereich des Eros' der sich nicht mtt dem so ost abgewandelten Falle von Hans und der Liesel begnügt, sondern an alle menschliche Beziehungen, Dinge und selbst zu Odeen tastet. Landwirtschaft. A d-* r " ittlerenWetterau, Zd. Aug Begünstigt durch das Wetter der Uten Lage hat der Bauersmann den grdtzten von R o g g e n und G e r st e ein- gefahren Zn einzelnen Dörfern ist auch schon dle Dreschmaschine an der Arbeit, um im o-reien die Frucht der kleinen Leute auszudreschen. Das Ergebnis kann bei Roggen als unter mittel bezeichnet werden. Gerste hingegen läuft gut. Bom Fuder wurden bis fünf Zentner geerntet. Leider setzt schon wieder schleck)tes Wetter ein und unterbricht den Schnitt des letzten Weizens und Hafers Für die Stvp p e le r b se n ist die richtige Witterung. Sie sind als Futtermittel sehr willkommen, helfen aber auch, den teuren künstlichen Stickstoff ersetzen. ,38 ,33 Fl. = AU. ---- Kr. — Kr. = Fr. ---- £ - L. = Fr. = Kr. --- Hamburg - Baltimore Hamburg - Boston Hamburg-Philadelphia usw. Auskunft erteilen: American Line, Hamburg, Börsenbrücke2 Vertreter: Wilhelm Julimann, Gießen, Bahnhofstraße 65. Börsenkurse. Frankfurt Berlin 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 97.80 23.80 26. August 2. September 16. 23. 30. 7. Oktober 21. „ 30-5001» auf 3 Monate gegen erstklassige Sicherheit von Geschäftsmann zu leihen gesucht. 10% Zinsen u. hoher Gewinnanteil. Schriftliche Angebote unter 08138 an den Gießener Anzeiger erbeten. American Line Regelmäßige Passagier*- und Frachtdampfer Hamburg --- Uswjork . . Fr. . . Fl. . . Kr. . . Kr. . . Kr. . . Kr. . . 6h. .. r Allg. Deutscher Arbeitgeberverband für das Schneidergewerbe zum Einkauf der für den Betrieb erforderlichen Rohstoffe, e. G. m. b. H. in Liquidatton in Metzen A. Sch u st e r. (7791D) H. S 1 a m m. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Zusammensetzung des EtaatsgerichtShofes zum Schutze der Republik. Berlin, 23. Aug. (WTB.) Der Reichs- justizminister hat den auf Grund des Gesetzes vom 21. Juli 1922 zu bildenden Staats- gerichtshof zum Schuhe der Republik mtt Wirkung vom 1. September 1922 errichtet. Es sind ernannt zu Mitgliedern des Staatsgerichtshofes: Senatspräsident Dr. Harden als Vorsitzender, die Reichsgerichtsräte Dr. Baumgarten und Boehm, Llniv.-Prof. Dr. v. C a l ck e r, Ex. kanzler Fehrenbach, Landtagsabgevrdneter Hartmann, der württembergische Gesandt« Hildebrand, der Berbandsvorsitzende Zackel Hermann Miller- Potsdam. Als stellvertre» tende Mitglieder sind ernannt: Senatspräsident Dr. Schmidt, Reichsgerichtsrat Biederer als stellvertretende Vorsitzende, die ReichsgerichtSrätr Dr. Müller, Dr. Rielan d und Zeil er, der Abgeordnete Aufhäuser, Verbandsvvr- sitzender Brandts, Schriftleiter Zoos, Kreis- Hauptmann Lange, Staatsminister a. d. Block, Staatsminister a. D. Dr. Reinhold. Reichs- Minister a. D. Wissel. Zum Untersuchungsrichter rmd zugleich zum Ermittlungsrichter am StaatsgerichtS- hofe zum Schuhe der Republik sind der sächsische Landgerichtsrctt Dr. Richter und der preuhffche Kammergerichtsrat Dr. Wolff bestellt. Ein irischer Führer erfchossea. L o n d o n, 23. Aug. lWTB ) Wie Reuter «• fährt, ist Ev llins in der Grafschaft Eork auS einem Hinterhalt erschossen worden. Die Verantwortlichkeit für die Lage Oester, re'rch-s. London, 23. Aug. (WTB.) Der Paris« „Times"°Berichterftatter erfährt, es sei unmöglich, dah der Völkerbund irgendwelche Ver- anwortlichkett bezüglich Oesterreichs übernehmen werde, und zwar mtt der Begründung, dah der Völkerbund nicht in der 2age sei, eine praktische Unterstützung zu gewähren. Dann würde die Verantwortlichkeit auf alle alliierten Regierungen zurückfallen. 4138,30 4141,70 79.92 r * 1U90, - 1160, 3000, - 3050, 960,- 1240, 975,- 1080, 84z, 7- 842, 1090,- 1150, 1150,- 1195, 609,50 630. SochschAlnaeyrrchten. lWTD.) Der Gründer E ^?^es in Wandsbek, General- ^reumann-Aeichardt ist iBDtetoktfdwfl9. em>!LC^rbicnfte um die deutsche boftor l>Dn Universität Giehenzum EiL&L b Staatswissenschaften Ehrenhalber ernannt worden. Adlerwerke......619, 6»0,- Daimler 560,- 610,— o Heff. Staatsanl. 60,— 66,50 Electron Griesheim 1045, • 1100,- Dtsche. Bereinsbank 200,- 205.- 3900 — 4200 MK. 3750 — 3900 „ 250 „ 8818 „ 2564 „ Schluß- Schluß- Schluß- Schluff Kurs Kurs Eine Sendung Mim wieder eingetroffen. Friedrich L.weitz, Grünberg i. H. Fernsprecher Nr. 10. Eigene Fachreparatnr- wcrkstätte. 7824c Aktiva. Mk. Kaffe 9.82 Bankguthaben . 3125.- Anteile-Konto. . 2 000. - ^>IIIIIMIII,„|,lliii,iilIIM||ll,„i!,IIIl,MM„MMIMIlllMMIIIIIIIIMM«U । Louis Rothenberger! | Gießen Frankfurt a. M., West 1 = Neuenweg 22 Adalbertstraße 26 = = lelephon 1/6/2124 Telephon: Taunus 4904 = = Alteisen - Metalle - Lumpen - Papier E | sowie sämtliche Rohprodukte = Antiquitäten. 50 D i MWenMrM nett Oie drüöHdje iiiitiutei. E CDDODDDnDDDDDDDuODDOaDDDOünDDDa Handel. Dorsenstimmungs- W^^ ldh in erschreckender ^se fortseyendem Entwertung der Markwährung, al«™ E>eullichffen in der sprunghaften Stei- Devisenpreise, beson- “Hf. Dollar wtderspiegelt, der bis 1440 be- t bie Aufwärtsbewegung der Kurs« aller Papiere an der Börse ihren Fort- ^^berem Recht läßt sich unter diesen Verhaltnrssen das bei ähnlichem Anlasse im Herbst 1921 geprägte Wort der Kataskrvphe-ihausse auf die letztgen^lstände an der Börfe ^wenden. Di« Kaufauftrags vom Ausland sind heute zwar geringer, aber die vom Publikum desto gröber tz. L-b im Groh- und Kassaverkehr sich neue Kurssteigerung^ ergaben. Diese betrugen für Entanwerte, die wegen günstiger Dividenden- hvfsnungen unverändert im Mittelpunkte des Zn- bis 100 Prozent, für Hohenlohe und Lothringer Hütte 150-175 Hroz. Rheinische Braunkohlen und Laurahutte 200 Proz. Auf ben übrigen Märkten hielten sie sich unter diesen gaben, so dah nur einige Papiere wie Basalt und 'm ONverkehrsmittel im Grohverkehr mit über 100 Prozent hinausgehenden Kurserhöhungen zu Es^oen sind. Don Valutapapieren stellten sich Auslandsrenten mehrere hundert Prozent höher ®oß>tent« 300 Prozent, Türkenlose 2700 Mk. Mexikaner 700 bis 2000 Prozent. Von Valutaaktien stiegen Otavis 400, Baltimore und ©anaba je 500. Auch heimische Anlagen lagen fest besonders SVrProz und 4proz. alte Reichsanleihen.' Der Einhettsmdustriemartt bot das gleiche Bild ngen bei erheblich Verspätelen Kursfeststellungen wie gestern. Vorübergehend toat infolge von Realisationen der Börsenspekulation, die aus Sorge um Geldbeschaffung nicht so ntensiv an der Hausse beteiligt war, eine Ab- chwachung ein, die aber bald toieber überwunden war. 218.03 5 352.85 Vermischtes. • Die erste Sowjet-Lokomotive, on der Petersburger Eisenbahnwerkftätte ist mrzlich die erste Lokomotive nach der Revolution fertiggestellt und in Bettieb genommen worden. Sie kostet 7 5 M i l l i a r - den Sowjetrubel. * Die Emancipationsgelüste des chinesischen Kaisers. Der 17jähriae rV^erJ?on Pu Xi, der jetzt das himmlische Reich regieren würde, wenn seine Dy- nastte nicht abgesetzt wäre, zeigt auch als Gefangener einen starken Selbständigkeitsdrang. So verlieh er zum Entsetzen seines Hofes ganz allem den Palast und ging in den Sttahen von Pekmg sapzieren. Jetzt hat er erklärt, dah er in Europa studieren will. Seine englischen Lehrer empfehlen chm England, seine amerikanischen die Bereinigten Staaten, aber seine Minister wollen unter keinen Umständen, dah er d