Nr. Erscheint tüglich, ae^tr Sonn» und Feiertag,, mit berSamstagsbeilage: GießenerJamillendlätter Monatliche Oejuasprelfe: 'JJlh, 20.— und Ml,. 2.— Trägerlohn,durch diePost MK.22, auch bei Nicht» erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt — Fernsprech» Anschlüsse: fürdieSchrist» feitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gtefoei. postschealonto: SrenHurt a. M. 11686. Samstag, 24. Mi (922 Erstes Blatt (72. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vllch- und Steinöruderei R. Lange. Zchriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchlllstratze 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer oi« zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen v 34 mm Breits örtlich 150 Pf., aus wärt» 180 'Pf.; für Reklame- ?lnzeigen von 70 mm •Breite SOU *Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 Aufschlag. >>LUplschriftleiter: Äug. t'toetz. Verantwortlich • für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen TeÜ: Karl Walther; für den Anzeigenteil: fians 'Be*, sämtlich in Gießen. Das Todesurteil der Vefatzungspolitik. II. Wir bringen heute den Schluß des gestern begonnen Artikels aus der Feder des bekannten deutsch-amerikanischen Journalisten, Herrn F. M. Glven, der Ende Mai dieses Jahres die besetzten Gebiete im Westen bereist und seine Eindrücke in dem bemerkenswerten Bericht niedergelgt hat, dessen Veröffentlichung wir heute beendigen. ---Sn Trier wurde in den letzten Tagen ein friedlicher Bürger, der versuchte, zwischen den Geschützen einrückender Artillerie die Straße zu kreuzen, von einem französischen Offizier mit dem Säbel derart mißhandelt, daß er bewußtlos zusammenbrach. Man zieht m Trier gern Vergleiche zwischen amerikanischen Truppen, die zuerst dort waren, und der gegenwärtigen Besatzung, und zum Ruhme der amerikanischen Armee muh gesagt werden, daß diese Vergleiche sehr zu Gunsten unserer Jungen ausgefallen. Das ist übrigens im ganzen Besatzungsgebiet so. Man sagt, die amerikanischen Soldaten seien zwar etwas rauh, aber sie seien gleichzeitig gutmütig und ließen sich nicht leicht etwas zu schulden kommen, dessen sie sich zu schämen brauchten. Deshalb herrscht im Besatzung«- gebiet gleichmäßig der Wunsch, unsere Soldaten in Eoblenz zu behalten, weil man in ihrer Anwesenheit Schutz gegen neue Drangsalierungen und eine Gewähr für den Frieden erblickt. Auch die Engländer sieht man viel lieber als Franzosen und Belgier, weil sie sich' anständiger aufführen. Sn Koblenz ist das Verhältnis zwischen den amerikanischen Truppen und der Bürgerschaft ausgezeichnet. Unsere (Zungen sind ebenso gern dort, wie die Bürgerschaft sie dort behalten möchte. Der Adjutant des General- Allen sagte mir, es gebe nicht einen amerikanischen Soldaten in Koblenz, der gern nach den Vereinigten Staaten zurückkehre. Gin Kompliment für die Bevölkerung, das der Unterstreichung nicht bedarf. Vorkommnisse, wie sie sich in Trier, Duisburg, Ludwigshafen und anderen Städten ereignet haben, wo Offiziere und Soldaten der Besatzungsarmee in Trupps die Straße durchzogen, den Passanten die Hüte von den Köpfen schlugen, sie selbst schwer mißhandelten, Fensterscheiben zertrümmerten, und das alles ohne jegliche Veranlassung, sind dort, wo die Amerikaner stationiert sind, nicht zu verzeichnen gewesen. Auch das empfindet die Bevölkerung dankbar, daß die Amerikaner sich an den auf Lostrennung der Rhein- landeundderPfalz vom Reiche gerichteten Zettelungen nicht beteiligen. Es liegen Beweise vor, daß diese Zettelungen v o n d e n Franzosen in jeder Weise direkt und indirekt unterstützt werden. Als s. Zt. der Badenser Haas nach Speyer kam, um den Regierungspräsidenten abzusetzen und die pfälzische Republik zu proklamieren, wurden französische Truppen bereitgehalten, ihn unter ihren Schutz zu nehmen, falls der Anschlag gelänge. Glücklicherweise hatten die Behörden Kenntnis von dem Vorhaben des Herrn Haas erhalten und loyale Arbeiter zum Schutze des Regierungspräsidenten aufgeboten. Als Herr Haas mit seinen Getreuen anrückte und den Regierungspräsidenten auffvr- derte, ihm die Leitung der Geschäfte zu übergeben, wurde ihm ein Empfang zuteil, mit dem er schwerlich gerechnet hatte. Die Arbeiter nah- inen ihn beim Kragen und warfen ihn kurzerhand auf die Sttaße, wo er mit blutigem Kopfe anlangte, und wo dann die französischen Soldaten sich seiner annahmen, so daß es bei dem blutigen Kopfe sein Bewenden hatte. Einen ähnlichen Mißerfolg hatte Herr Dorten aus Wiesbaden zu verzeichnen, als er mit einer Anzahl seiner Getreuen nach Koblenz kam, um dort die rheinische Republik auszurufen. Roch ungenierter als am Rheine und in der Pfalz verfolgen die Franzosen ihre politischen Pläne im Saaraebiet. Rach den Bestimmungen des Versailler VerttageS ist es nicht statthaft, Soldaten in diesem Gebiet zu halten, trotzdem stehen dort ungefähr siebentausend Franzosen. Ihre Anwesenheit macht sich in derselben Weise bemerkbar, wie am Rheine und in der Pfalz. Wiederum nach den Bestimmungen des Versailler VerttageS soll das Saargebiet von einer fünfgliederigen Kommission im Auftrage des Völkerbundes verwaltet werden. Diese Kommission setzt sich gegenwärtig zusammen aus einem Franzosen, einem Belgier, einem Dänen, einem Kanadier und einem deutschen Verräter. Sie steht ganz und gar unter französischem Einfluß. Ihre Weisungen erhält sie nicht aus Genf, sondern aus Paris, und ihr ganzes Be- stteben ist darauf gerichtet, das Saargebiet für die Angliederung an Frankreich reif zu machen, SaS Saargeöiet gcht lang- Neue Gefahr für das deutsche Grenzland. | Augen auf! Aus Paris wird, offenbar inspiriert, gemeldet: „Petit P a r i s i e n“ schlägt einen Ausgleich der englisch-französischen Interessen am Rhein und im Orient vor, in dem Sinne, baß Frankreich der britischen Politik in Kleinasien die gewünschten Zugeständnisse macht und dafür freie Hand imdeutschenWesten erhält. Das vitale Interesse Frankreichs liege am Rhein. Ein englisch-französischer Ausgleich auf Kosten des Rheinlandes; Ein Freibrief an Frankreich für die Besetzung neuer deutscher Gebietsteile!--Augen auf! Helft den Oberschlesiern! Anläßlich der Abtretung Oberschlesiens gibt die Reichszentrale für Heimatdienst demnächst ein Sonderheft ihrer Zeitschrift „Der Hcimatdienst" heraus, in dem der erste Sachverständige, wie Reichsministcr Schiffer, Staatssekretär Lewald, Abg Hoctzsch, Qfbg. Pachnicke, Abge>rdneter Fleischer. Abgeordneter Löffler u. a. zu der neuen Lage des Deutschtums an der Ostgrenze Stellung nehmen. Das Sonderheft, an dessen Spitze sich ein Geleitwort des Reichspräsidenten befindet, enthält insbesondrre einen „An alle Deutsche" überschriebenen Ausruf des Oberpräsidenten der Provinz Oberschlesien, den wir heute zu veröffentlichen in der Gage sind und der folgende Wortlaut hat: „Die Würfel in Obcrschlesien sind gefallen. Deutsche Gebietsteile mit zum großen Teile deutscher Bevölkerung sind vom Reiche abgetrennt und Polen angcglicDot worden. Deutsche sind gezwungen, unter fremder Herrschaft zu leben, als Fremde in ihrer eigenen Heimat. Deutsche Brüder und Schwestern stehen in schwerem Abwehrkampf gegen die gewaltig andrängende polnische Flut, deren Endziel die völlige Verdrängung der deutschen Äultur aus Oberichlcsien ist. Es muß eine der dringendsten Sorgen des Mutterlandes sein, in diesem schweren Kamps jede mir mögliche Unter- stühung zu leisten. Zu diesem Zweck ist der Ober schlesische Hilfsbund gegründet worden. Er ist nach Entscheidung des Wohlfahrtsministeriums vom 24. Februar 1922 die einzige Stelle, die jetzt die alleinige Saminel- erlaubnis für diese Aufgaben im deutschen Oberschlesien erhalten ha'. Hierdurch ist jeder Zersplitterung der in Oberschlesien tätigen Kräfte sowie der für diese "Zwecke zu sammelnden Gelder ein für allemal vorgebeugt." Mögen die Abschiedsworte, die der Reichspräsident gemeinsam mit der Reichs» und der preußischen Staatsregierung den Oberschlesiern an diesem deutschen Srauertagc zurief: .Oberschlesier! 3n der Schicksalsstunde, die Euer Heimatland zerreißt und den Bruder vom Bruder trennt, reicht Euch das ganze deutsche Volk die Hand!" dadurch ihre Verwirklichung finden, daß jeder Deutsche es als seine Ehrenpflicht empfindet, Mitglied des Obcrschlesischen Hilfsbundes zu werden. Möge darüber hinaus jeder Deutsche nach besten Kräften durch eine große einmallge Spende an den Obcrschlesischen Hilfsbund die Schaffung eines „Deutschen Fonds für Oberschlesien" ermöglichen, um so die Arbeiten zur Erhaltung der deutschen Kultur und deutschen Gedankens in Oberschlesien für ewige Zeiten sicherzustellen. Breslau, den 20. Juni 1922. geA. Bitta, Oberpräsident von Oberschlesien, M. d. R. sarn aber sicher dem wirtschaftlichen Ruine entgegen. Als ich meine Tour durch das besetzte Gebiet zum Abschluß gebracht hatte, da habe ich eS als Amerikaner als tiefe Beschämung empfunden, daß dieses Frankreichs welches heute am Rhein, in der Pfalz und im Saar gebiet seiner Kulturfeindlichkeit so offen Ausdruck gibt, uns als Waffengenossen hat begrüßen dürfen. Ich habe dasselbe Empfinden gehabt, als ich in Weiderich, einem Stadtviertel von Duisburg, in einem belgischen Quartier stand, dem ehemaligen Evangelischen VereinS- haus, und die Verwüstungen betrach- tete, die die entarteten Söhne poor little Bel- giums dort angerichtet haben. Sie haben unter anderm die schöne Orgel kurz und tlein geschlagen, haben Stühle zu Hunderten zerttüm- mert und ins Feuer geworfen. Es gibt in diesen Räumen keine Tür, die noch gerade in ihren Angeln hängt, es gibt keinen Schrank, der ganz ist. Das ist auch eine von den Rassen, mit welchen wir die Welt erlösen und die Erde wohnlicher machen wollten. Roch einmal habe ich dieses beschämende Empfinden gehabt, als ich dem kleinen blonden Mädchen gegenüber- stand, das das bedauernswerte Opfer eines belgischen Lüstlings geworden war; als eine betagte Frau aus Düren mir erzählte, was sie erleben mußte, als sie ihre siebzehnjährige Tochter vor den Angriffen farbiger Lüstlinge schützen wollte; als ich die Leidensgeschichte einer feingebilbeten jungen Frau hörte, die mit knapper Rot und mit schwerer Schädigung ihrer Gesundheit einem solchen Angriff entgangen war; als ich die besorgte Miene eines greifen Medizinalrates sah, der mir ergreifendes statistisches Material über die Verseuchung der Bevölkerung im allgemeinen und der Jugend im besonderen unterbreitete; als pflichttreue Beamte mir anvertrauten, man habe ihnen mit sofortiger Verhaftung gedroht für den Fall, daß von den Schandtaten der Franzosen und Belgier etwas in die Presse gelange, einerlei, ob sie für derartige Ver- als ich beim Wandern du.ch die Straßen der Dffentlid)ungen verantwortlich seien oder nicht; rheinischen Städte Gefahr lief, von einem halbwilden gallischen Kulturträger auf die Sttaße gestoßen zu werden, weil ich nicht wußte, daß auch ein freier Amerikaner vor diesem Gesindel aus zuweichen hat. Das ich gehört und gesehen habe,Übertrifft weit auch meine schlimmsten Befürchtungen. Sine übelriechende, drückende Atmosphäre liegt über dem französischen und belgischen Teil des Besatzungsgebietes; die Atmosphäre der Wiesbadener Pari-Bar. wo die Franzosen sich mit Reger- toeibern bei schmutzigen Tänzen amüsieren. B o r d e l l - A t m o s v hä r e in des Wortes scheußlichster Bedeutung — d i e Lebens- luftdesimmermehrderDegenerie- rung anheim fallenden dekadenten Galliertums. Sn dieser Luft wellt blühendes deutsches Land. Sn ihr leben prächtige deutsche Menschen ein qualvolles Leben, führen die deutschen Behörden einen verzweifelten Kampf gegen die maßlosen Forderungen der fremden Unterdrücker, gegen unerhörte Anmaßung und brutale Willkür. Ungezählte Millionen haben die rheinischen und pfälzischen Städte geopfert, um den Wohnungsansprüchen der Besatzungsbehörden zu genügen, aber je zuvorkommender sie sich zeigen, desto unverschämter werden die Ansprüche. Die Städte sind verpflichtet, darüber au wachen, daß den Franzosen für ihre Bordelle deutsche Mädchen geliefert werden. Es gibt keine Zumutung, die nicht an sie gestellt wird, keine Demütigung, die sie nicht über sich ergehen lassen müssen. SosiehtderF rieben aus, den Versailles den herrlichen rheinischen Landen, dem ehedem so blühenden Saargebiet und der schönen Pfalz bescheert hat — ein Gewaltfriede in des Wortes grausamster Bedeutung.. Scharfmachers; des „Teinps". Paris 23. Zuni. (WB) Bet einer Besprechung über die Erklärung Lloyd Georges brirrifcnd die Forderungen Englands an Oie alliierten Staaten bemerkt der „Temps", die Schuld Frankreichs bei England belaufe sich an Kapitac'und aufgehäuften ci sen auf 530 Millionen Pfund Sterling. Weder das Kapital noch die rückständigen Zinsen seien fällig vor drei Jahren nach der vollständigen Wi Hei. Herstellung des Friedens, aber die^ laufenden Zinsen tonnten vom Monat Oktober ab verlangt werden. Das Blatt weist daraufhin, daß Frankreich seine Schulden nicht zahlen könne, wenn es seine Forderungen nicht einziehe. Wenn England daran denke, seine Forderungen a.7 die frarrzös.sche Regierung ein- zuziehen, habe sein Schatzamt nur eine Entscheidung zu treffen und seine Premierminister nur einige Worte zu reden. Englc nb Ha rd e frei, ohne die Zustimmung noch den Rac irgend jemandes anzurufen. Es notifiziere einfach. Wenn., Front- reich feine Forderungen an Deutschland einzichen wolle, was gesche e dann? Die Retarationskommission trete in Szene, und in dieser Kommission habe Frankreich nur eine Stiiyme unter vieren. Wenn Frankr.ich davon Ikicche. allein gegen Deutschland vorzugehen, würden Proteste laut. Wenn es eine Debatte über die Herab!etzung der deutschen Schuld ohne sichere Kompensation vermeiden wolle, versetze man es in die Minderheit. Don Zeit zu Zeit erinnere man es daran, daß die Reparationskom- Million durch Minderhritsbeschluß jede Zahlung bu ungefähr 1930 ausichieben könne. Wenn ober Frankreich sich direkt mit Deutschland ne.ständigen wolle, was geschehe bann? 'Man habe das beim Wiesbadener Abkommen ge'ehen. Diese Lage nennt das Blatt.unerträgllch. Die allierten Schulden bei Lkmerika. Pari s, 23. Zuni l Wolff. - Der Wastzingwner Berichterstatter der „EhicagoTribune" meldet, das ständige Zögern der alliierken Regierungen, in die Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten bezüglich derSchuldenfragc einzutreten, veruriache den offiziellen amerikanischen Persönlichkeiten großes Är. behagen, wenn He auch ein diplomatisches Stillschweigen beobachteten. Bisher habe keiner der Schuldnerstaaten eine Kommission nach Washington gesandt, um mit der für diese Frage geschaffenen amerikanischen Kommission zu beraten, obwohl bereits über zwei Monate vergangen seien, Alldem Hughes die Einladung absandte. Die ameriranische Kommission warte geduldig auf die Ankunft der ausländischen Sachverständigen. Ursprünglich M mitgeteili worden, die Engländer würden Mitte April die Derhandlungcu beginnen, bald darauf aber habe man erklärt, die britischen Knanzsach- oerständigen feien durch die Genueser Konferenz in Anspruch genommen. Rach Abschluß der Genueser Konferenz habe die amerikanische Regierung geglaubt, die britische und die französisch« Delegation würden nunmehr unverzüglich nach Amerika kommen, aber jetzt habe die Haager Konferenz begonnen und sie könne viele Wochen dauern. Die Behandlung der Frage durch diplomatische Kanäle befriedige die amerikanische Ärnn- mission nicht, die gebildet worden sei, um mit ähnlichen Kommissionen der Schuldnerstaaten zu her- handeln. Außer in der Frage der Kriegsschulden habe die amerikanische Regierung auch in der Frage der DesetzungStosten einen Beweis von Geduld gegeben. Die Berechtigung dieser amerikanischen Forderung sei anerkannt worden, wann dieses Geld aber gezahlt werden würde, das wisse niemand. In der Depesche heißt es zum Schluß^ Wenn auch die amerikanische Regierung sich gern voll- bezahlt sähe, so sei sich das Staatsdepartement doch klar über die Verwirrung In den europäischen Angelegenheiten. Um den Anschluß Deutsch-Oesterreichs. Berlin, 24. Zuni. (WTB.) Sn der Fragst des. Währungsanschlusses Oesterreichs an Deutschland veranstallete gestern der österreichisch-deutsche Dolksbund eine Aussprache im Reichstagsgebäude ‘Ser Vorsitzer rde des Bundes, Reichstagspräsident L o e b e eröffnete die Sitzung nilt folgenden Worten: „Unter verbrüderter Rachbar sendet uns seine Klagen über seine drohende finanzielle und wirtschaftliche Katastrophe. Sn unterem guten Streben toerben wir uns auch nicyt hindern lassen, wenn uns die Regierungen der Entente Roten; schicken sollten. Sie haben dazu keinen Anlaß, kein Recht. 'Bravo!) Sie werden damit nur vor Öen Wett Dokumentieren, daß sie das Selbstbestimmungsrecht eines Volles mit Füßen treten, ein Recht, das sie selbst prollamiert haben. Roten inerber .uns nicht beeinflussen. (Bravo!) Sodann legte der Wiener Qlationalrut Dr. Ellenbogen in längeren 2lusführungen das Problem des Krone und die Möglichkeit einer Besserung dar. Deutschland könne Oesterreich in seiner Finanznot helfen, wenn es sich mit einem gewissen; Betrage an der neugegründeten Rotenbank beteilige. Weiter könnte Deutschland durch indu- ftiie.le Betätigung Helsen. Ellenbogen schloß seine Ausführungen mit den Worten: Wir wolle» nicht, daß lediglich Amerikaner und Tschecho- Slowaken uns .helfen; wir wünschen, daß es zunächst unsere Freunde sind, und daß diese bie Vorderhand haben. Wir wollen nicht von Fremden folonifiert werden, wir wollen unseren Brüdern angeschlossen werden. Die Ausführungen des Redners waren von lebhaftem Beifall begleitet. Sn der Aussprache nach der Rede nahmen Wirtschaftsvolitikrr und Dank- sachleute zu dem Thema der Währungsunion mit Deutschland Stellung. (Sine Erklärung Loebes zur Note der Botschasterkonfcrenz. Berlin, 23.Zuni. (WTB) ZuderHava«. Meldung, daß die B o t s cha f t e r k o n seren z eine Rote fertiggestellt habe, die an dis deutsche Regierung als Protest gegen bie Reden oes Reichspräsidenten Loebe für die Verbindung Oesterreichs mit Deutschland gesandt werden soll, bringt die „03. Z." folgende Erklärung Loebes: Sn allen meinen Reden hob ich hervor, daß ich den legalen Weg der Anrufung deS Völkerbundes in lleberelnftinununa mit den Bestimmungen der Verträge von Versailles und 6t Germain über den Anschlußgebanten empfehle. Sch denke nicht daran, zurückzuweichen, well ich die Svndercnstenz Oefterreid^ in seinem jetzigen Umfange für unmöglich halte, und well jeda Aendcrung dieser heutigen unmöglichen Lage bet hem absolut deutschen Charakter der Bevölkerung Oesterreichs nut in einem Anschluß an Deucsch land bestehen kann. Sch halte übrigen- diese ganze Meldung für sehr unwahrscheinlich, weil ich der Do.schafterkvnserenz für meine Redw nicht verantwortlich bin und ihr eine Zensur über die Reden des Präsidenten des Deutschen Reichstages nicht zusteht. Das Attentat aus Marschall Wilson. L o n d o n. 23. Zuni. (WTB.) Sm Unter* Haufe wurden Chamberlain und der Staatssekretär des Snnem Shortt mehr als eine halbe Stunde mit aufgeregten Fragen nach den Begleitumständen der Ermordung Wilsons bestürmt Die Fragen wurden zumeist von ultrakonservativen Unioniiten gestellt und legte großes Mitgefühl cn den Tag. Chamberlain teilte mit. daß gestern nachmitag vorn. Premierminister, dem Staatssekretär des Ministeriums des Innern und ihm selbst eine Besprechung mit Beamten der Polizeibehörde ab» gehalten worden sei. Es seien sofort die notwendigen Schritte einaeleitet worben. Sn der letzten Rächt hätten Polizeistreifen statt-, gefunden die zur Entdeckung von Waffen und Brandkörpern unö zur Verhaftung von IZMännecnundeiner Frau- geführt hätten. Heute wurde wieder eine t regle- Die I mi ba Ausstellung und die Handwerkerkrankenkaffe. ,U6 3n an| A eo; fpd. Frankfurt a. M., 23. Juni. Die echnischen Angestellten und Werk- |01D Uni tu 1. tn bei der L t nei Tei 3-1 lind furt fc>! an Äui le Berlin, 23. Juni. (WTB. > Der Reichs- ragsausschuh für Volkswirtschaft setzte die "Beratung des Gesetzentwurfs über die Regelung des Verkehrs mit Getreide aus der Ernte 1922 fort, nachdem der gestern and; die Förderungsgeräte and die „Fahrung" mittels Leitern, Treppen, Rutschbahnen und „Fahrkünsten" an bildlichen Darstellungen erläutert worden waren, folgte eine Besprechung der bei den Bergleuten auftretenden Erkrankungen der Lungen, der Verdauungsorgane, des Gesätz- syftems, der "Muskeln und Verven und des mit 5—12 v. H. austretenden Nystagmus (Augenzit- tem) besten Ursache in Überanstrengung und Ermüdung der Augenmuskeln und in Derände- ruiigcn der nervösen Zentral Organe liegt und z. D. In Bochum jährlich Hunderte von Bergleuten invalid macht. Dann wurden die Methoden der grohen Bedeutung, welche die Stenographie heute im öffentlichen Leben cinnimmt, ist es^ zu verstehen, wenn die Anmeldungen zu der Teilnahme an dieser Tagung, mit der ein Wetlsch reiben verbunden ist, so austerordentlich zahlreich eingelaufen sind. Eine grohe Anzahl Freiquartiere ist bereits von Anhängern und Freunden der Stenographie für die auswärtigen Gäste zur "Verfügung gestellt worden. Das Programm des Stenograph mtages mit dem 25jährigen Stiftungsfest der Stenographen-Gesellfchaft befindet sich im heutigen Anzeigenteil. Die vielen wertvollen Ehrenpreise werden im Schaufenster des Tapetenhauses Otto Säubert ausgestellt. — Der Gewerbeverein hält am Dienstag abend im Gewerbehaus seine diesjährige Hauptversammlung ab. Reben den allgemeinen Fragen spricht Dr. Krauste über die für Darmstadt geplante Landes-Gewerbe-- Die Beratungen über die Getreideumlage. Doch keine endgültige Losung. Berlin, 23. Juni. Die Ginigungs -- Verhandlungen unter den Koalitions- Parteien des Reichstags über die Frage der Getreideumlage wurden bis in die Abendstunden for‘g?fcöt Aber während am Rachmittag die Dinge schon so weit gediehen zu fein schienen, Last man glaubte, von einer Lösung des Problems innerhalb der genannten Parteien sprechen zu können, mustten schliestlich wider Erwarten dre Verhandlungen abgebrochen werden, ohne dast eine endgültige Lösung gefunden worden war. Das Weitere wird nunmehr an den Beratungen des Volkswirtschaftlichen Ausschusses hängen, die am Samstagvormittag fortgesetzt "Bureau. Nochmals sei auf das Gastspiel des Bad-Nauheimer Kurtheaters am kommenden Dienstag hingewiesen, das mit Georg Kaisers Lustspiel „David und Goliath" eine interessante Reuheit bringt. — Oberhessischer Kunstverein. Es sei darauf hingewiesen, dast die Kollektiv- Ausstellung unseres einheimischen Künstlers 2$. Barthel, zu der heute noch zwei Aquarelle eingereiht wurden, nur noch 8 Tage ausgestellt bleibt. Ferner gelangten unter anderem ein Stilleben von Ernst Toepfer neu zur Ausstellung. Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 1 Uhr geöffnet. Mittwochs auch am Nachmittag von 3 bis 5 Uhr. — Nosenfest im Philosophen - meister der hiesigen Bettiebe sind, da die Verhandlungen mit den Arbeitgebern wegen einer Lohnerhöhung gescheitert sind, heute mittag 12 Uhr in den Streik eingetreten. Die Arbeitgeber haben sich wegen Vermittlung an den Demobilmachungsausschuh gewendet. — Zum Rachfüllen eines Spirituskochers benutzte die Ehefrau Therese H a a S in der Sackgasse eine volle Spiritusflasche. Die Flasche explodierte und verspritzte ihren Inhalt über die Frau, die derart schwere Brandverletzungen davonttug, daß sie unter qualvollenLeidenverschied. tob. Wiesbaden, 23. Juni. Der 30. Äon- greh der „Bereinigung der Elektrizitätswerke" begann am Mittwoch mit einem Begrühungsabend im großen und kleinen Saal und in der festlich geschmückten Wandelhalle des Kurhauses. Die feierliche Eröffnung des Äon- greffes fand am Donnerstagvormittag in Gegenwart von Vertretern der Reichsministerien, der Staatsregierung, der Provinzial- und städtischen Behörden statt. Beinahe 600 Teilnehmer waren anwesend, darunter viele Ausländer, namenllich Schweden, Norweger, Dänen und Oesterreicher. Von Reichsbehörden waren vertreten das Reichs- Wirtschaf tsministerium, die Reichskohlen stelle, das Reichsschahministerium, das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Namens des Vorstandes begrüßte der 1. Vorsitzende Stadtrat und Dipl,--Ing. Weyer- Stettin die vielen Hunderte von Teilnehmern. Bürgermeister T r a v e r s sprach ben Wilkommensgrutz der Stadt Wiesbaden. Die Mitglieder des Kongresses tour- Aus dem besetzten Gebiet. Französische Justiz. E btt i Pern Mil merS 8Ubr ichreil bet 11 Feita des < im H lunft ßbrei lieber Halle, niiinr wirb Rear Mv tarne nach bitte btti Sri' -D« §r- ein< W vir rem den lin -al tüt de", ivern blie& sich 2lus< reich! ■Sier. hielt der 9 ausse mit - Aaink (CH Säuft .Me sfMp MS ^eidei SUflUv Mainz, 22. Juni. (Wolfs.) Der Vorsitzende Zeickrumspartei tn Wiesbaden, Schlütter, die "Führer der übrigen Parteien zu einer Besprechung wegen einer Kundgebung gegen die Sonderbündlerbewegung in den Rheinlanden eingeladen hatte, wurde vom französischen Kriegsgericht wegen Richtanmeldung einer politischen Versammlung zu einer Geldstrafe von 10 000 Mark verurteilt. Rhein. Die Grütze der Handelskammer überbrachte bereit Präsident Geh. Hustizrat Dr. Häuser. Er wies auf die groben Aussichten hin, die sich in der Zukunft für die Elektrizitätswerke boten. Weiter sprachen noch der Vertreter des Reichs Wirtschaftsrates Behrend, Direktor Werner von den Siemens- und Schuckertwerken und Direktor Karel, der Vertreter der Wiener Elektrizitäts werke, der die Grütze Oesterreichs überbrachte Den ersten Hauptvortrag hielt Prof. Liessen über die Grundlage zur Bildung von Wirtschaftsund Elektrizitätszonen. — Die mit dem Kongreß verbundene Ausstellung „Die Elektrizität ab> Wärmequelle" wurde am Mittwoch im Sockel - geschah des Kurhauses eröffnet. Aus Stadt und Land. G i e fj e n, den 2$. 3 uni 1922. Wettervoraussage für Sonntag: Wechselnd bewölkt, einzelne "Regenböen, kühl. Heber England, Nord- und Ostsee liegen Tiefauslauf er. die unsere Wetterlage beherrschen. Aufbereitung, Abwitterung, Läuterung und 3er- Heineciing des Berggutes und das Rösten der Erze beschrieben. Die in früheren Zeiten Bei Dw- toentung offener Rösttennen häufig vorkommende Vergiftung mit Gasen und dampfförmigen Stoffen, inßbcfonteic die Arfenikvergiftung. ist kurch Benutzung pafsend gebauter Röstöfen seltener geworden. An Lichtbildern zeigte der Bor trag ende die Verhüttung der Bleierze, den Betrieb des Bleischachtofens und "Zreibi; erbet? und die Ab- rungsvorlage. Sämtliche Ablehnungen erfolgten mit Stimmengleichheit (11: 11) unter Stimmenthaltung von Mitgliedern des Zentrums und der 'Demokraten. — Hierauf beantragten die sozial- demokratifchen Parteien die Vertagung des Ausschusses am in Verhandlungen mit der Regierung einzutreten. Käppler (S.) erklärte, dah sich seine Partei gegenwärtig an der Weiterbe ratung nicht beteiligen würde. Hertz (U. S.) betonte, dast sowohl die Preisfrage tote Tue Mengenfrage geregelt werden mutzten. Wenn die beiden Regierungsparteien Zentrum und Demokraten sich nicht an den Abstimmungen beteiligten, wären die weiteren Beratungen wertlos. Reichsernährungsminister Fehr empfahl die Fortsetzung der fachlichen ersten Lesung, um alle Streitpuntte zu klären und dann in zweiter Lesung endgültig Stellung zu nehmen. G u e ra r d (Ztr.) erklärte, die Preislage und die Frage der Lieferungsmenge hingen so eng zusammen, dah vor der endgültigen Abstimmung hierüber Klarheit bestehen müsse. Hieraus wurde die Sitzung abgebrochen, um für die Verhandlungen unter den Regierungsparteien Zeit zu gewinnen. Heber das Ergebnis soll heute nachmittag 5 Uhr berichtet werden. und der Gliedmaßenlähmungen nach photographischen an Arbeitern tn den Bleihütten des Ober» Harzes gewonnenen Aufnahmen, sowie die Schilderung weiterer Bleivergiftungsihmptome, besonders ber Bleikolik und Haematoporphtzrinurie, der Dlutdrucksteigerung, des Zitterns und der als Sncephalop.it^ie zusamrnenge atzten Gehirnerkrankungen. Nächster Vortrag DienStag. 27. Juni: Borusserkranlungen bei der Verarbeitung anderer Erze und der Cisonverarbeitung. ** Der Evang. Arbeiterverein feiert am 8. und 9. Juli d. IS. fein 3 0 jäh - riges Stiftungsfest. Zu den einzelnen Veranstaltungen haben sämtliche evang. Vereine in Gießen, die auch im Festausschuß vertreten find, ihre Beteiligung zugesagt. Für SamStag, den 8. Juli, ist eine Vorfeier vorgesehen, am Sonntag, den 9. Juli, dem eigentlichen Festtag, vormittags Blasen vom Stadtkirchturm, Festgottesdrenst in der Stadtkirche, nachmittags Feier auf Textvrs Terasse. Als Festredner sind gewonnen für die Vorfeier Studienrat Prof. Dr. Schmoll, für den Hauptfesttag Prof. D. Schian. Die Festpre- jdigt hat Oberpfarrer Lühl-Wetzlar über» ! nommen. Außerdem Haden für die einzelnen Veranstaltungen namhafte mufllalische Kräfte ufw. ihre Mitwirkung zugesagt. ** Gegen das Pf uschertnm wendet sich eine Zuschrift der (Siebener Zwangsinnung der Friseure und Perückenmacher. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dah durch die Arbeit der Pfuscher bas Handwerk empfindlich geschädigt und die Arbeitslosigkeit antec bex Friseur-- geyllsen verstärkt wird, und dah auf diesem Wege die Gefahr ber Übertragung von Hautkrankheiten (Bartflechte) vorliegtz ** Ein Warenfchwindler setzte sich gestern in hiesiger Stadt auf folgende Weise in den Besitz von 8 Pfund Kaffee. Er bestellte in einer hiesigen Kolonialwarenhand- lung für einen angeblichen Gastwirt eines RachbardorfeS telephonisch 8 Pfund guten Bohnenkaffee und ersuchte, ihm denselben nebst quittierter Rechnung in eine Wirtschaft im Neuenweg bringen zu lassen. Der Kaffee wurde auch durch einen jungen Mann des betreffenden Geschäfts nach dort gebracht, woselbst ihn der Besteller vor der Wirtschaft erwartete. Nach kurzem Aufenthalt im Lokal gab der Schwindler an, seinen Einkauf erst nachwiegen zu lassen. Unter diesem Vorwand entfernte er sich durch den Hinteren Ausgang der Wirtschaft, um mit feiner Beute das Weite zu suchen. Vor derarttgen Schwindlern sei an dieser Stelle nochmals nachdrücklichst gewarnt. $V;>rn ot^en. — Lageskalender fürSamstag. Astoria-Lichtspiele, heute und morgen: „Die eiserne Faust", und „Violett, der Roman einer Mutter". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ! heute und morgen: „Die große Lüge". — Tageskalender für Sonntag. Ab 8 Uhr vorm.: Botanisch-geologische Exkursionen der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. — Philvsophenwald, 3 Uhr: Familientag der Männer- und Frauenvereinigung. — Saal des Gesellschafts- Vereins, Veil Uhr: Morgenfeier: „Der junge Goethe". — Aus dem Stabttheater- td:-.itung des Silbers. Den Schluß des Vortrages _ ■_ w citbcte die -Borfüöning der mikroskopischm Der- pm »eplember findet hier die Hauptversamm- anderunaen der toten Dlutkörperchen durch baso- , lung des Landesgewerbevereins statt. (Siehe vtz'ibr Äomcluna. des Dleiscmmes am Zahnfleisch | Anzeige.) den am Rhein sicher sich davon überzeugen, bah man hier treubeutsch gesinnt sei. Auch Oberregie- rungsrat v. Rebern, ber ben Regierungspräsi beuten vertrat, betonte diesen deutschen Geist am Aus dem Reiche. AmahrmrgSfrageu im preußischen Landtage. Berlin 23. Juni. (WLD.) 3m Preußischen Landtag wurde eine Entschließung angenommen, die verlangt, dah die Verschiebung von deutschem Zucker ins Ausland mit allen Mitteln zu verhindern sei. Ein deutschnationaler Antrag für Aufhebung der Zwangsbewirtschostung des gesamten Getreides wurde abgelchnt. Lmgenvm- men wurde ein Antrag, wonach die erweiterte Lieferung von Roggen und Gerste an Schnapsbrennereien solange unterbleiben soll, als diese Nährmittel nicht in ausgiebigem Matze für Kinder und werdende Mütter und Kranke Mir Verfügung stehen. Ferner wurde ein Ausschuhantrag angenommen, der der minderbemittelte,i Bevölkerung dir für Kranke und Kinder ur.enfxhr ich' Mitch zuerschwinglichenPreisenzushel will, ebenso elie Entschließung zu'- Hebung b Mi ch- erjeucuig. Zu^estimmt tourbe einen vollspa r. i- lichen Antrag, den Landwirten im Verhältnis zur erfolgten ®etceibeabiiefeai ig Kleie zu liefern. Der deutsch nationale Ant ag über die Schuld am Weltkriege wu de geen die Stimmen der Unabhängigen und Komimi i fc i in folgender Fassung an envmmen Dec La d az wolle das StaatLministerium erfufen, im R ichj- rat dahin vorstellig zu werden, dah dir Reitz regierung durch Herausgabe des amtlich n Materials. der vem Feind' unbe verbreiteten Lu e mtgegentrttt. als ob das Deuts' e Reich d n 1 Ißeltirieg allein absichtlich veZchuldete, 2. d" Sen Feinden zur Last fallenden Kriegssch idra und ZdcjegsverbrechLn betanntgibt. Turnen, Sport und Spiel. * Sportplatz an der Hardt. Am kommenden Sonntag wirb ber Gieh^ier S. C. von 1900 zum letztenmal in dieser Spielzeit alle aktiven Mannschaften und die A. H.-Elf ins Feld stellen. Schon um 11 Uhr spielt die 3. Mannschaft gegen Burgsolms. Nachmittags 2> Uhr zeigen zunächst die Allen Herren ihre Kunst. 3m friedlichen Wett- llrmpf werden sie sich mit dem Sp. B. Niederwalgern messen. Sie werden auch hier wieder beweisen, weich' hohes Können sie besitzen. Den Abschluß und Höhepunkt des "Tages bildet dann das Spiel der Ligamannschaft gegen T. D. 1863 Aschaffenburg - Damm, das besonderes Interesse finden wird, als zum erstenmal feit langer Zell ein bekannter süddeutscher Ligaverein als Gast auf dem Sportplatz an ber Hardt wellt. Den Anhängern des Sports kann ein Besuch des Wettspiels nur empfohlen werden. (Siehe Anzeige.) — Zwischenrunde zum Kampfspiel- Futzballpokatz Süd- und Westdeutsch- landin derEndrunde. Bei recht gutem "Besuch sanden am Donnerstag im Stadion die. Zwischenrundenspiele um ben Kampfspielpokal beS Deutschen Fußball»Bundes statt. Westdeutschland I blieb mit 2:0 (2:0) Sieger über Berlin und Süd- bedingt erkannt. Später fand Perrvncllo im Gotttzardtunnel bei einer schweren Epidemie ber Tunnelarbeiter ben Wurm. Ohne dah ein näherer Grund dafür bekannt geworden ist, entwickelte stch im niederrheinischen Kohlenrevier in den Jahren 1903 bis 1905 diese Hakenwurmkrankheit, wurde aber bald durch energische hygienische Matznah- men beseitigt und tritt heute nur noch vereinzelt auf. Die Larven des Wurmes, dessen Dau am Lichtbilde erklärt wurde, gelangen entweder im unbeweglichen eingekappselten Zustande mit Trinkwasser und verunreinigteil Nahrungsmitteln direkt durch den Mund, oder, wie Lootz nachwies, in beweglicher Form durch die Haut auf Umwegen in ben Dünndarm. Der dort befindliche Parasit, .. h Ä" bnn h(>r p n tfdhnntin* wird in einigen Wochen geschlechisrett und ich-ldei « « I Mr t>a£ bon Der «eutj« netto- durch Blut saugen und giftige Stoffwechselprodukte. ! Uol en V dH sparet Gilt D le n St ckg , — Der Vortragende schilderte alsdann ben "Be- Iben „ Z. d. M. zugunsten notleibenoer Gießetrieb der Äollen-, Erz- und Salzbergwerke „unter ner Kleinrentner veranstaltete Wohl- und über Tc^"" die Strecken-, Stollen- und tätig keitsfe st sind alle Vorbereitungen Schachtarbeiten tn den ernzelnen Bau sohlen unb gesoffen, um baS Fest zu einem anziehenden die Ventilation mittels der sogenannten Bewette- -.u gestalten. Neben Lheateraufführung, le- rnng vdrr W-it-riichrnng durch DSnnnr. Türen. Diwern, gesanglichen Darbietungen Schleusen. Cutten und Drucken. Mittels eines vor- . , b « ö r r e 11 c r für flotte geführten Anemometers wurde gezeigt, wie ber Zw. wirb die Kap e t c e 11c r jur iione „Wettersteiger" die Menge Frischluft berechnet, Durchführung bes mufikallfchen Telles for die pro Kopf und Mnrute durch einen Stollen I gen. Eine besondere Rote erhält die Veran- ziehen muh, um die Ansanrmlung von Kohlen- staltung durch den Vorttag des Albgeordne- fäurc und Grubengas zu vecchindern. Darauf ten von Lindeiner-Wildau (Berwürbe der „brandigen", „fauligen"" und „schlagen-111 n), dem der Ruf eines glänzenden Reb- ben" Wetter, der damit verbundenen Gefäyren ner;§ vvrausgeht. Da der Reinerttag deS und deren Vorbeugung mit@ru6enlam^n unb Festes zugunsten notleidender Gießener Klein- elektrische^ Apparate gedacht, die an Lichtbildern | pontner verkvendet wird ist zu wünschen, daß erklärt wurden. Es folgte eine Schilderung ber roiro, qi gu » Mittel zur Einslurzverh.nderung der Stollen unb au„4> öafi ftnanjielle Ergebnls em gutes fern Schächte sowie der Werkzeuge, Maschinen und! möge. (Siehe Anzeige.) Sp'rengvorrichtungen. die bei ben verschiedenen — Der 43. Sten v g r ap he n lag des Abbaumethoden Verwendung finden. Nachdem Hessen-Naf f au t Ten (Ma ln- R Hern - -- - - -• — "'gau) Verbandes Gabelsberger Stenographen findet am 1., 2. unb 3. Juli in den Mauern Gießens statt. Bei ber überaus xprechung abaeHalten. Die Auskünfte der Re- | .gterung auf die an sie gerichteten "Fragen ergaben, bat) der für alle Minister und andere hervorragende Perfönlichkellen eingerichtete befonbere P)-- lizeifchutz mit Ausnahme der Schutzmahregeln für den ersten Sekretär des irischen Amtes seit über einen sM>nat zurückgezogen war da man an nahm, bat) die Lage stch besserte. Short erklärte, bah «einerlei Mitteilungen eingegangen seien, die die 'Beworben zu ber Annahme geführt hätten, dah das Leben des Marschalls in Gefahr sei. Diese Erklärung wurde von den biffentierenben Unionisten fd)orf angegriffen, die Short aufforberten, zurückzutreten. Die eingehende Beratung der Lage in Zrland ist auf den 26. Juni angefetzt. Paris 23. C'unt (WTD.) Der Präsident der Republik hat an König Georg von England ein Telegramm gerichtet, um ihm sein Beileid zu ber Ermordung des Marschalls Wilson auszusprechen. London, 23. Juni. (WTB.) Die Mörder Wilsons, O'Brien und O'Conollh, wurden dem Polizeigericht unter ber Anklage vorgeführt, Wilson ermorbet zu haben und ferner versucht zu haben, zwei Polizeioffiziere unb eine Zivilpersonen zu ermorden. Die Gefangenen, bic beide verbundene Köpfe hatten, werden vorläufig biS zum 1. Quli in Haft behalten. Der öffentliche Ankläger erklärte, das Gericht werde wahrschein- llch die Zeugen in diesem Falle geheimhalten müffen, und ersuchte die Presse, ihn in dieser «zu unterstützen. Die Polizei soll im Besitze Schriftstückes fein, woraus das Bestehen einer sorgfältig aus gearbeiteten Der- schwörung gegen das Leben gewisser Persön- llchkeiten und die Absicht eines terroristischen F^dzugeS hervorgeht. Die Behörden ergriffen weitgehende Mahnahmen, um bas Leben der Kabmettsminister und anderer angesehener Persönlichkeiten zu schützen sowie zur Sicherstellung deS Eigentums. Oberhessischer Kunftverein. Gießen, 23. Juni 1922. Die derzeitige Sonderausstellung desGiehener Malers W. Barthel umsaht eine reiche Fülle von Arbeiten des Künstlers. Es sind La-ndschaften, die stark das Erbe seines Lehrers Dücker erkennen lassen: Streben nach Garem Aufbau, nach architektonischer Gliederung des dargestellten Raumes. Das ist in besonders feiner Weife ber Fall bet einigen großen Bildern au8 ber Frühzeit des Künstlers, die auch durch ihre Signatur auf diese Düsseldorfer Zusammenhänge hi.ttveisen. „Winter im (Siebener Stadtwald", „Pappelallee bei 'Rollshausen'. Auch „Winter" und „Brücke mll Weide" sind hier zu nennen. Biel Anziehendes ist auch unter den „5!anbfchastt lüften Studien" enthalten, die in gröberer Anzahl vertreten sind und zu denen auch die feinen Skizzen „Westfälische Heide'" unb ..Motiv aus dem Spessart" gezählt toerbett dürfen. Unter ben Aquarellen sprechen besonders die Strahen- bilber aus Lich an. Leider schadet ein gewisser Mangel an Beschränkung in ber Auswahl bei Bilder dem Gesamteinbruck der Ausstellung. Die reizvolle „Felsgruppe" dürfte sonst, um nur ein Beispiel zu nennen, doch nicht neben dem unerfreulichen „Gleiberg mit Lahn" hängen. 3m Hinteren kleinen Raum ist noch eine Reihe von Werken verschiedener Künstler unter- gebracht, die zum größten Teil bereits auf der letzten Ausstellung vertreten waren. Hier sei nachdrücklich tauf die guten Terrakotten von H. Hahn-Gießen hingewiesen („Schäferhund", „Düffel"). W. "* "Beruf und Erkrankung. (6. Vortrag.) Bei ben ‘Bergarbeitern in Ungarn unb Frankreich beobachtete man bereits im 18. Jahrhundert eine eigentümliche, mit schweren anatomischen Erscheinungen verbundene Erkrankung, die man damals der schädlichen Einwirkung ber Boden- und Grubenluft zuschrieb. Durch Pruners unb Griesingers Forschungen wurde sie als durch den kleinen Rundwurm Ankylvstoma duodenale Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 23. Juni. Gestern nachmittag wurde von Bad-Salzschlirf an die hiesig« Gendarmerie telephoniert, daß dort von einen, unbetannten Täter ein Fahrrad, das vor. dem Besitzer einen Augenblick an ein Ham gestellt worden war, g e st o h l e n worden fei rer Dieb fei in der Richtung nach Schlitz ab gefahren. Es gelang nun dem Wachtmeiste Peter, den Spitzbuben hier in dem Augen blick festzunehmen, als er bei Schlossermeister Decher das gestohlene Rad für 1000 ML. zum Verkauf anbot. Der Dieb gibt an, aus dem nahen preußischen Langenschwarz zu stammen. — On dem hiesigen Dampfsägewerk geriet der Arbeiter F r e n z e l aus dem nahen Hemmen mit der rechten Hand in die Kreis- ä g e, die ihm zwei Finger glatt abschnitt und die anderen erheblich verletzt^."Der Verunglückte kam sofort ins Gräfliche Hospital. Hessen-Nassau. Äus Hessen. Im Kriege gefallene und gestorbene Beamte, i Bedienstete usw. Hessens. A. ßanbedbeamte -bedienstete usw. einschlietz- | lich der Lehrer, Pfarrer, Aerzte und Rechts-1 antoälte: 3 obere Derwallungsbeamte, 1 Regie- rungsassessvr 1 Finanzafsesfor, 2 R-gierungsbau- mcifkr .5 R gieiungßfau üb er, 2 Sinan sef eren- bare 2 Staatsanwälte, 3 Richter, 9 Gerichtsasef- oren 21 Gerichtsreserendare, 20 Rechtsanwälte, Hochschulprofessoren 2 Privatdozenten, 11 Asfi- lenten an den beiden Hochschulen (Gietzen unb Darmstadt), 24 Oberlchrer. 59 Lehramtsassessoren, 28 Lehramtsreferendare, 25 Lehramtsafpiranten, 3 Pfarrer, 3 Psarrassistenten und 15 Aerzte, zu- ammen 2 42 obere Beamte. —2 Ministe- | rialregiftratoren, 5 Derwaltungsaspiranten, 21 । Finanzaspiranten, 5 Finanzgeh'lsen, 4 Steuerassi-1 tenten, 9 Geometer 1. Klasse, 19 Geometer 2. Kl., Baubeamte, 2 M^uai iatss-'istenten, Z Gerichts- chrciber-Aspiranten. 10 Gerich^sschreibergehilsen, 2 Reallehrer, 2 Seminarlehrer, 190 Lehrer, 203 Schulverwatter, 15 Schulgehllfen, 1 Schulamtsanwärter, 3 sonstige Lehrpersonen, 6 sonstige Beamte, zusammen 512 mittlere Beamte. — 98 Schreibgehilfen, 3 Steuerauf- eher, 3 Kreisstrahenwärter, 41 Wärter an den Hell- unb Pflegeanstalten, 14 Pfleger an ben Hell- und Pflegeanstalten, 3 Gerichtsbiener, 13 G cf an g enauf seh er, 4 Schulbiener, 3 Heizer, 4 son- iige Beamte, zusammen 186 untere Beamte. — 9 Bedienstete staatlicher Betriebe. Insgesamt 949 Personen. B. Beamte, Bedienstete usw. der Eisen- bahnverwaltung: 3 Zivilsupernumerare, 9 onftige "Beamte, zusammen 12 mittlereDe- a m t e. — 5 Eifenbahngehilfen, 6 Lokomotivführer, 13 Rangierer, 44 Schaffner, 5 Feuermäimer, 4 Werkhelfer, 10 Bahnwärter, 42 Weichensteller, 5 sonstige Beamte, zusammen 134 untere Beamte. — 579 Bedien stete. Insgesamt 725 Personen. C. Beamte unb Bedienstete usw. des Ober- postdirektionsbezirks Darmstadt: 5 obere, 51 mittlere, 162 untere Beamte unb 34 Bedienstete, insgesamt 252 Personen. eingesetzte Unterausschuß zu keinem bestimmten Ergebnis über die Preisfrage und bic Höhe des ' Li^erungsfolls und des Umlagebetrages gekommen war. Der Antrag der Rechten auf-Äbleh- * nung des Umlageverfahrens und Einführung bei freien Wirtschaft wurde mit 10 gegen 10 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen abgelehnt. Der Antrag der sozialdemokratischen Parteien auf Erhöhung ber Umlage auf 41 . Millionen wurde abgelehnt, ebenfo .ein Antrag ber Rechten auf l1/, Millionen, der Antrag Dr. Heim auf zwei Millionen Tonnen unb schließlich auch die Regie- IIitfCQnh>n<9lnit* ftÄ >9 nach Li lei fejJtamiS im n^«ngS“kt ktaShfe- Npital lau. 2313unl Die "en und Deri- J M da die Lei. inh ? toe^n einer ^'heute miuag 1' Steten. Ae N^lungan >Mh getvendet. ... Vritustochers be- $QQäin bet 6fld. ^usflasche.Die "J MMJt« Ihre» d>e derart schwere ^g, dah sie unter ^rschied. '^ni. Der zo^on- "8 der Sletlri- n Mittwoch mü ebum en und Seinen Saal ■ten Wandelhalle des Eröffnung dw Äon- wormlttag in Segen ■ KeickMMerien, der inziai- und flädttsihen OO Teilnehmer waren Ausländer, nMentltch len und Oesterreichs ' vertreten dasAeichr- Aeichskohlenstclle. das lä XcichsmmtsleriM ürtschast. Lunenö ta > forschende Stodirc «Stettin die vieler Dürgermetster Sra- mensgruh der 6üb‘ c des Kongresses tour den Aegicrungspras' sm deutschen Säst am Änuna überbracht^ rstizrat ®i. Häuser. Aussichten bin, die sich Elektrizitätswerke böten Jertretcr des Aeich? Sirckor Werner von rttixrtm unb Siidk r Wiener Skftrijüäti terreichs überbrachte M S"M Tressen Lung von «chasiS^ Die mit dem Kvngre Die ßkWäl g 1 Mittwoch im ötrfcl- wffnet. Kunstverein, eben, 23.3um M auMungdeSGi-^ ”•6« lWl ” Auch Sri unter den . ^n^stl Mtiv auS dem de unb,"„ Üntci dm bic ötraöjn- el°^?^ ein 'rin uct dcr. s, tt» Ä dem "" »*■ Miw TtSfcttc« S tt und yjjlg ’ft & 0» : die zerg^^ wit- •jfÄ»' Wf-Jn ep> Wu-der mit hier "^rein^^M^ M- bEutschland erfocht über den Norden einen stoppen I Srfolg von 1:0 (1:0). Das Endspiel am Freitag um 1 ,6 Uhr führt somit die Mannschaften von West- und Süddeutschtand zusammen. Das erste Treffen zwischen Westdeutschland und Berlin nahm einen etwa» unerwarteten Verlauf. Die Berliner Mannschaft hatte sichtlich noch unter den Rach^ Wirkungen des Vorrundenspieles zu leiden, während Westdeutschland vollkommen auSgeruht in den Kampf ging. 3n der ersten Hälfte spielte Der- lrn gegen die Sonne, gestattete aber trotzdem den Kamps ziemlich offen 3n der 25. Minute erfolgte nach einem schönen Durchbruch das erste Tor für den Westen durch den Halbrechten, dem dieser wenig»: Minuten später oaS zweite anfügte. Sie blieb cS bis zur Pause. Nach dem Wechsel änderte sich nichts. Berlin hatte dfter Gelege-.heit zum Ausgleich, war aber vor dem seindlichen Tor reichlich unsicher und hatte außerdem viel Pech. Die meisten Schüsse gingen daneben und daS übrige hielt der westdeutsche Torwart glatt. Kurz vor der Pause muhte MohnS wegen einer Verletzung auSfetzen. spielte aber die zweite Hälsle wieder mit — Das schönste Spiel während deS bisherigen Kampffpiellurnters lieferten sich die Mannschas- icn von Süd- und Aorddeut schlank». 'BerteUnger, Käufer und Stürmer arbeiteten auf beiden Seiten ausgezeichnet Es war ein durchweg verteilter Kamps, der mit 1:0 für den Süden endete. DaS einzige Tor fiel Mitte der ersten Halbzeit durch Leiderer Alle Anstrengungen deS AordenS, auszugleichen, scheiterten. ________•_________ (Eingefanbt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung ) Die Erfahrungen in der Einheitsschule. Heber die Einheitsschule ist schon viel geschrieben und gesprochen worden: ein abschließendes Urteil läßt sich wohl erst bilden, trenn die Erfahrungen mehrerer Jahre vorlicgen. Schon jetzt aber muh ich auf örund meiner Beobachtungen, die mir auch von anderen Eltern bestätigt worden sind, lagen, daß die Anzahl der Stunden und der Stundenplan zu beanstanden sind. Für die kleinen Kinder fängt der Unterricht zu früh an oder fällt z. B. im Sommer gerade in die heißen Stunden: auch haben die Kleinen schon RachmittagSstunden, dazu mit nur zweistündiger Mittagspause. Ich habe deutlich die nachteiligen Wirkungen dieser Anordnung der Stunden bei meinem Kinde wahrgenommen. Es ist zu bedenken, daß eS sich um Kinder handelt, die während de« Krieges geboren und unter denkbar ungünstigen Ver^iltnissen herangewachsen sind. 'Die Kinder sind nicht der Schule, sondern die Schule ist der Kinder wegen da. Um dauernden Schaden von ihnen abzuwenden, muß hier auf Abstellung der Mängel, die z.T. auf Mangel an Schulräumen beruhen, gesonnen werden. ES wäre wohl bae Beste, wenn die Rektoren der in Betracht kommenden Schulen die Eltern zu einer gemeinschaftlichen Besprechung unter 3u-| ziehung der Lehrer und Lehrerinnen einlüden, bamit sie erfahren, ob die vorgebrachten Klagen in weiteren Kreisen als berechtigt anerkannt werden. Dabei wäre Vorsorge zu treffen, daß die Kinder ihren Eltern die Einladung zur Versammlung kicher überbringen «auf Tafel schreiben lassen). Elten,, die mir zustimmen, könnten dies hin der Redaktion mitteilen, die durch Bekanntgabe de, Tatlache, daß Zustimmung zahlreicher 5üen, erfolgt ist. der Anregung mehr Rachdruck verleihen tonnte. t Kirchlich" Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 25. Juni, 2. n. LrinilatiS. Kollekte für die evgl. Gemeinden tm Ausland In der Stadtkirche. Torrn. 8 Uhr. zugl. Christenlehre f. d. Reukonfirm. d. Matthä iSgem.: Ps r as . Vetter 9 Pfr Be.'er 11: Ki der- htdx f. d. Markusgem.: Pft. Becher. — Montag. 26. Juni 8 Uhr: Vereinigung d männl. Jugend. — Dienstag, 21. Juni. 8 Uhr. Vereinigung d. w«ibl. Jugend. jedeSmal b. MattHLusgemrinde. In der IohanneSkirche. Borin. 8 Uhr, zugl Christer lehre f. d.- Tc.it. nfirmierten a. v Lukssgem.. Pfr. 'Bett,tülshenner. 9 .: Pfarrass. Müller. 11: Kinderkirche f. d. IohanneSgem.: Pfarrass. Müller. Wleseck. Svnnta» 25 (Hock, wm SM «brifienlebre lkonf. mriH. 3ugmb«. Sv,: ®oU* dienst — Mittwoch. 28. Iunt, L>ds 8^: 31* gendvereinigung «männl. Abteil mgs. Sonntag, den 25. Juni, vom. 10: Kirch« berg. 11: Christenlehre f. d. weidl. tonfirm. Jugend. - 2Iachin. 1 * ,: Mainzl Christenlehre: daraus Andacht 3« Iürglings-Koi^regativn. 8 Aloisius- Andacht ' Diaspora-Dotte-dienst am 25. 3um. Grünberg. vorm. 9 Vs Uhr Kath 0 l. Gottesdienst. 25 Iurii Lich. norm. 10 Uhr. Infolge de< ^gcrtbfcirti nachmittags keine Andacht in Sich — Hungen, vorm. 8 Uhr. A ^tßckuripfard- ^lUXeimUdx-^czA^Qv die beste Kinderseife 60M nommen. Verlobte Giehen, im Juni 1922 06368 Statt Karten. 06323 Pfeifen: 3. 4. 5. 6057a Der Vorstand. 6034v Schöne Aussicht | Sonntag großer 068M E3 zu verkaufen 6054 seltnÄ 81l/to Siilmsaii. ,’S zur Feier der Sonnenwende. Anf.4Uhr. a Astoria-Lichtspiele Munk. 5. Ferner Ein Mann der Tat 6 Akte. 6018c U6388 Heinrich Seil. L Borsitzender. OMUWUMGMOWOU Liffi Langer Theo Stark L 2. w V' U * W U W W Cafe Leib Täglich Künstler-Konzert uigilthrl von der Kapelle P. Buchwald. Im ff roßen Saal Samstag u.Sonntaff Auf Lager eingetrorien Haferstroh Gerste 1 Roggen » Hafer Sleinverkauf Lager G e i l f u st. Johanne* Möller. Garherde Vereinsvergnügen mit Tanz. Gäste wlllkomruen. Mt Karl Frle*. 5. Galovvrelten. 6. Gehorfams- fvrinakonkurren». 7. Trabsahren für Ein- svänner. 8. B'elieiitakeitSprüfg. 9. Panjerennkn. 10. GrotzeSIagdfortngen lpretrd.StadtZriedd.) Wichtige Neuheit ß für Hühnerhalter! MßtlllanMrll Kein Ueberstlegen mebr! Paar Mk. 4.—. Edgar vorrmann Eifeubandlung, (Siesten Asthma 3 t u etwa 15 Wach gebellt werden. Lvrechnund.d.n. ineinemBeriahrenfachrich gebildeten Arz:eS in (Siesten. Babnboisbotel ^enz. jeden Montag von 10—1 Uhr. Dr. med. Alberts. Berlin SW r, Spe- xlalvst ttr Aathaalelflea. Mittwoch, d. 28. Juni, 8 Uhr: Sufammentunft und Ausgabe der Keft- bücher im frankfurter Hof. BollzäbligeS Er- febetnen der Mitglieder dringend erwünscht. L^v s. 8 10 der Sabuiigen. LandeS-Gewerbe-Äus- stettung 1021. Handwerker-Kranken- kaffe. Hauptversammlung dev Landesgewerbe- Vereins. BerfchtedeneS. Angebote find bis ;um 9. Juli 1922 beim 1. Vorsitzenden, Heinrich Keil, einzureichen: daselbst wird auch Auskunft erteilt Hattenrod, den 24. Juni 1922. Noch heute und morgen: Luciano Älbertlnl in: Die eiserne Faust 6 Akte. — Ferner der Roman einer junsron Hutter 5 Akte. Ab 3Iontaff: Die Flamwenfahrt des Pacific-Expreß Aus dem Leben eines amerikanischen Abenteurers. 6 Akte. HcfiSchüfert Konzert - Festplatz-Restauration. Eintritt-Preise: Numerierter Matz Waaenkarte Mk. 25.-. üahrerkarte Mü 12.-, Stebviatz Mk. 12.— teinfchl. der ftnbt. Steuer'. Barverkauf in Friedberg: Eb. Qvvenbeimer W* <> <> g—y 1 | eleganteste Streifenmus- II a iA kiiA ter,hoch mod.,z.Selbst- / 11 M || I II Anfertigung eleg. Ober- /ia X S a I I I hemden, la elsäss. Fahr. ■ 11111111 I in groß. Sortiment z. sehr “ v A günst. Preisen eingetroff. Ihre Verlobung geben bekannt Käthe Weber Adolf Dormer Pfarrassistent Darmstadt Butzbach ekbigftrafct 32 Lich (Oberhessen) tm Juni 1922. 3a öem om 2L u. ZS.llnguft 1922 nattfinöenöen Bundessest Des oumeifiiltzeii Bßöfahrei-Bnnöes (eS kommen 40 Radfahrervereinc in Betrachti hat der iNabfobrcrVcrcin Echwalbe, Hattenrod zu vergeben: 1. Die Wirtschaft mit Hallen, Tischen und Bänken, Licht und TanzbSden. 2. Tie Wirtschaft obne Hallen, Tischen u. Banken. 3. Iitrvlatz mit Zuckerbuden. 4. Mstzaerei. 4. LeichtevOagdsvringen (Preis der Hronksurftr Seil- und Saffrtlubs). — Aenderuugen be» Programms Vorbehalten. — ■/ BahnhofwtraBe 34 o rx War noch heute und merffen: U Die große Lüge E5n Film der Leldenacha/t Wy Ferner: Charlie Chaplin in seinem neuesten Lustspiel. Heilig: Bajazzo Ot«!T6«« ■ lemenAmoram Steuer^ Heber bet Eatjnötüffe bei Stenijon Sonntag den 25.3nnl Vereinsvergnügen mit Tanz Gäste willkommen. Auf der Hardt Sonntag, d. 25. Juni: M. lom- mnszn Es labet ein [06399 Decherl. Yeters Hnion=5iege mit normalen Serien- ZAHNRADREIFEN (keine besonders angefertigten Rennreifen) AVUS-Rennen im Grünewald (11. Juni 1922) KLASSE I Erst©!"! 6EBSER auf Dixi mit Peters Union Zahnrad Zweiten BRAUN auf Dixi mit Peters Union Zahnrad Vierter: HEINICKE auf Dixi mit Peters Union Zahnrad Automobil-Tournier Bad-Nauheim 19.-21. Mai 1922 3 erste Preise 2 zweite Preise 3 dritte Preise 1 fünfter Preis 1 sechster Preis Südwestdeutsche Dauerprüfungs-Fahrt 630 km Ohne-Halt-Fahrt 25. u. 26. Mai 1922 Von den ersten sieben Preisträgern der Konkurrenz II fuhren sechs auf Peters Union Zahnradreifen Automobil-Tournier Bad Homburg 16.-20. Juni 1922 5 erste Preise 2 zweite Preise 3 dritte Preise 3 vierte Preise 2 fünfte Preise 2 sechste Preise Beste Zeiten bei den Bergprüfungen auf PetersUnionZahnradreifen Rund 50% aller teilnehmenden Wagen waren bereift mit PETERS UNION ZAHNRAD dem 600558 Reifen derGegenwart! Nr. Hö Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Tderhefsen) Samstag, 24. Juni 1922 ~--T—Minr I ■— I I ihm rwnTMiMii■■■!! ~r■ 11 ■ tu u—jt— iiiibi i.«VT -T a— ■ n■ 11 11 Schlich der politischen Aussprache. Deutscher Reichstag. 233. Sitzung, 2 Uhr nachm. Berlin, 23. Juni. Das Haus erledigt zunächst Kleine Anfragen. Aus eine Anfrage der Unabhängigen, ob Reichswehrkompagnien sich an einer bayerischen Regimentsfeier beteiligt hätten, die in Wirklichkeit eine monarchistische Demonstration rar, und ob Kronprinz Rupprecht den Parademarsch abgenommen habe, anltoortetc Major von Schleicher, daft mit Genehmigung des Reiche- Vehrministeriums eine Reichswehrkompagnie sich an einer Gedenkfeier für die Gefallenen des betreffenden Regiments beteiligt hätte. Es seien auch Mitglieder der bayerischen Königsfamilie zugegen gewesen, die in Beziehungen zum Regiment standen. Zu monarchistischen Demonstrationen sei es nicht gekommen. Auf eine Anfrage des Abg. Lembach (Dl.-Rat.) beziffert ein Regierungsvertreter die Kosten der Genuadelegation mit einer Million 50 000 Lire, also rund 10 Millionen Mark. Sodann wird die Aussprache über die auften« politischen Interpellationen fortgesetzt. Staatösetretär Müller wendet sich gegen die Darstellung des Abg. Reichert, als ob die Sach- lieferungsabkommen uns eine Mehrbelastung über den Versailler Vertrag auferlegt hätten. Gegenüber den unerträglichen Bedingungen des Londoner Ultimatums hätten diese Abkommen vielmehr wesentliche Erleichterungen gebracht. « Abg. Dr. Helfferich (Dntl.): Deutschlands ganzer Hammer mühte jeden an packen, der die Begründung der Interpellationen gehört hat. Bei diesen erschütternden Anklagen mühte jedem daS Bild auffteigen des gefürchteten Kaiserreichs, das uns vor Augen steht als grobe Vergangenheit uird als Sehnsucht unserer Zukunft. Die Denkschrift des Auswärtigen Amtes ist ein monumentales Denkmal des deutschen Friedenswillens, des Friedenswillens unseres groben Altreichskanzlers BisiiMrck. 3d) begreife die besondere Stellung des Auhlmminjsters. aber ich habe kein Ver- pärckmis für die abgeklärte Art, mit der er die fuochtbare Drangsalierung der deutschen Bevölkerung am Rhein und an der Saar erörtert hat. Richt Mifttraucn sondern Erbitterung und Ern- fiörung empfindet die Saarbevöllerung. Warum agen $ie das nicht, Herr Minister? Die Bo vollem ng am Rhein und an der Saar fühlt sich im wahrsten Sinne verraten und verkauft. (Stürmische Unterbrechung der Linken. Zurufe: Schänd- loser Geselle.) Was jetzt an der Saarbevöllerung verübt wird, ist das Ergebnis eines schamlosen Betruges, den sich die französische Regierung bei den Bei h rndlungen txm Versailles eiaur: t hat. Dr. Helfferick sucht im einzelnen nach utvei en dab die Sachlieserungsabkoimnen doch eine Me' r- belaslung Deutschlands bedeuten Der deut chr Ec» Port werde vollständig in die Hände der Repa- rationSlommisiion gegeben. Wir l Chien. fährt 6er Redner fort, deshalb die Sachlieserungsab- fommen ab. Dann naih Artikel 8 des Londoner Ultimatum« in Kru t treten. Der Redner nimmt f.ibann seinen Parteifreund von Oldenburg gegen die Angriffe deS Abg. Stampfer in Schuh und stellt fest, bah eine unbedachte Qlcufterung dcS lln» i.uts hier ausgeschlachtet worden sei. UebrigenS habe Herr v. Oldenburg doch das betreffende Feld bebaut. Die Erfüllungspolitik, fährt der Redner fort, hat bisher die von der Regierung erhofften Fruchte nicht gebracht, sondern unser Volk immer tiefer ins Elend gestoben. Den scharfen Worten des Reichskanzlers gegen die und angesonnene Finanzkontrolle hat er nicht die Tat folgen lassen. Seine Hoffnungen auf Genua sind gescheitert, und er lieft den Reichsfinanzminister den Kanossagang rach Paris an treten. Mit der deutschen Rote vom 9 Mai hat sich die Regierung im Gegensatz zu der Hntschlieftustg des Reichstags gqaen die 'Sinan,5- lontrvlle gestellt. Selbst dem Rcichslanzler gingen 2iese Pariser Zugeständnisse zu weit. Gottseidank sind die Anleiheverhandlungen gescheitert: denn He kurzfristige Anleihe hatte uns nur eine Erschwerung unserer Lage gebracht Wir verlangen, daft die Regierung sich jetzt von den ber Reparationskvmmission gegenüber eingegan» neuen wahnsinnigen Verpflichtungen als befreit betrachtet, schon deshalb, well fie nicht die Zull immung des Reichstages gefunden haben. Die Regierung hat den Reichstag über ihre Haltung bei den Pariser Reparationsverhandlungen gevadezu irregeführt Sie hat im wesent- lichen alles das zugestanden, was die Reparationskommission in ihrer 'Rote verlangt und was Ler Reichskanzler selbst als unannehmbar bezeichnet hat So sind der Reparattonskommission ach dem französischen Text alle Mittel der Untersuchung zugestanden worden. Ebenso ver- §sllchtet sich die deutsche Regierung nach demselben fvanzöfischen Text, sich über ihre Ge- 'ctzeSvorlage mit der Reparationskommission zu t'crftänbigen. (Die Rede des Abgeordneten erfährt 'lürmische Unterbrechungen von rechts und links. ODbg. Höllein erhält einen Ordnungsruf.) Der Redner schließt seine Ausführungen über die Reparationsverhandlungen mit dem Rus: Eine Regierung, die ohne Ermächtigung des Reichstags wesentliche Bestandtelle der deutschen Souveräni- :ät veräußert, gehört vor den Staatsgerichtshof! Die weiteren Ausführungen des Abgeordneten über die Ausgaben für die Besatzungstrupven and über die Satrapenwirtschaft im besetzten Gebiet führen zu erneuten Entrüstungskund- Qcbungen der Reckten und stürmischen Zwischen- mfen der Linken.) Helfferich schließt mü der Forderung, keine neuen Devisenankäuse mehr vor- umebmen. Die Fortsetzung der Erfüllungspolitik •et die sichere Katastrophe. Die Grenzen der Erfüllungspolitik seien schon überschritten. Solange das Fvchsche Wort gelte: »Mit dem Finger am Abzug kann man von der deutschen Rc- perung alles erreichen," Solange gebe es für Deutschland kein: Rettung Dem .Feinde müsse gezeig. werden, daft cs in Deutschland noch Männer gibt. Stürmischer Beifall rechts, ironische Hurrarufe li'cks.) Als Ada S r ad er iKomm.) seine Rede beginnt, verlassen die Abgeordneten bis auf sechs deir Saal. Auch er bezeichnet dir Behandlung ber Bevölkerung om Rb i 1 und an der Saar als einen Bruch les Völkerrechts, macht ater die wilhelminische K.llgLpU ick dafür vcrantworlllch Abg. Sollmann ilftr: Tannhäuser. Montag, 26 : Boccaccio. Dienstag, 27.: Die toten Augen. Mittwoch. 28.: Cctengiin. Donnerstag, 29Die Afrikanerin. Freitag, 30.: Tiefland. Samstag, 1. Zull: Mignon. Sonntag, 2. Juli, nachmittags 5 Ülhr: Tristan unb Zsolte. Montag, 3.: Hofimanns Erzählungen. Dienstag, 4.: Boccaccio. Mittwoch, 5.: Das Rheingold. Schauspielhaus. Sonntag, 25. Hont, abends 7'Mfyr: ‘-Kanon Lescaut. Montag, 26.: Turaickot Prinzessin von China. Dienstag, 27.: Der Tausch. Mittwoch, 28.: Ein Sonmiemachts» träum. Donnerstag and Freitag geschlossen. Samstag. 1 Juli: Das welle Land. Sonntag, 2. Zali, abends 7>- ilfjr: Das weite Land Montag 3.: Das weite Land. Dienstag, 4.: Das weite Land. Mittwoch, 5.: 5. GastsViel ter Berliner Rotter- Bühnen. J 2 HQNÄel. De rlin 23. Cuni. Börsen st im- tn u n g 5 b i l b. Mangels besonderer Anregung 'Herrschte in dem vormittägigen Devisenhandel iln» sichei^eit Die Kurse hiestc: sich in gelingen Ilm» flänbcn auf dem hohen Stande. Die Effektenbörse istand im Zeichen großer VecdrossenHeit. Nirgends trat besonderes Interesse hervor. Die Kursge- staltung war unregelmäßig und Tieigung zu Abschwächung vorherrschend. Selbst am Montan- markt blieben die Beiänderungcn eng begrenzt. Kattowiher Laren stärker, nämlich um 40 Proz., «rückgängig, während Obc.slJesische Eisenbahnbe- ibarf 20 Proz. gewonnen. Don Kaliwerten verloren Deutsche Kaliak.'ien etwa 60 Proz. Chemi- .sche Werte traten im allgemeinen gut behauptet. IQhir Köln-Rottweiler waren schwacher. Tei'til- TDecte waren im allgemeinen fest, Schissahrts- Kiftien Aum Teil etwas gebessert und Bankaktien sbthau t.t Aus.ä idisch Re ten begegreten gleich- ffallS nur y.: ingem Znreresie. Dec Kursstand blieb Im wesentlichen unverändert. Ungarische Gold- cente flieg um 8 Prvz. Deutsche Anleihen waren wenig verändert. 3m ‘3erlaufe kam es auf allen 'Gebieten fast zu völligem Geschästsstillstand. Die Devisenkurse schwankten leicht bei fester Grund- lslimnrung. Frankfurt a. M., 23. Jrni. Dörsen- -stimmungsbild. Die Stimmung in der jetzt beendeten Börsen woche hat sich von Sag zu Dag verschlechtert. Man hoffte zwar auf eine Del- serung Zh;v Tsnbenz, aber die Zurückhaltung des -Publikwnr zeigte doch, daß vorläufig große Geldbeträge orbertoärtS feftgelegt sind Der heutige Devisenmarkt brachte Line älederraschung. 3m Frühverkehr trat mäßige Befestigung ein. 327 ,biß 330 notierte zunächst der Dollar, am an der Börse sich auf 327 abzuschwächen, dann aber wieder auf 332 zu ft eigen. Das Geschäft in Ars- s landswerten war wenig bedeutend. 3m freien Verkehr waren die Umsätze bescheiden. Hier setzten Benz mit 450 ein. Entreprifes 4075, Deutsche Petroleum 1975, Rastatter Waggons 525. Die LXuräbcto'gjTig am Montaitak i mmaikte entsprach der Gesamthaltung. Die führenden Werte der .chemischen Industrie waren ziemlich gut beha tptet. Maschinen- und Metallwerte hatten sich teilweise erholt. Elektrizitätspapiere lagen ruhig, wurden ^ruch teilweise besser bezahlt. Zuckerfabrikaktien schwächten sich mäßig ab. Am Einheitsmarkt blieb das Geschäft klein. Der Schluß der Börse schloß auf Deckungen za besseren Tagespreisen. Privat- disront 4V2 Prozent. St anff tttt a. 24. 3unL Marino tierungen. Mir 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 22.6. 23.8. Zürich Fr. 125.40 1,60 1,48 Amsterdam Fl. 59.20 -,79 ~,79 Kopenhagen Kr. 88.80 1,47 1,45 Stockholm Kr. 88.80 2,20 1,20 Wien Kr. 117.80 6345,- Praa Kr. 117.80 15,92 15,82 London Sh. 97.80 1,45 1,46 Reuyork r 23.80 -,30 -.30 PariL Fr. 12540 3,52 3,53 Züricher Devisenmarkt. 23.6. 24.6k Wechsel auf Schweizer Franken .Holland 100 SL = 20X3ü 202.80 iDeutschland 100 Q21L = 1.61 1^8 lWien 100 Kr. = 0.035 0.03 Prag 100 Kr. = 10X75 10.10 Pari» 100 Fr. = 45.20 44.90 London 1 £ — 23.31 23.26 Italien 100 L. = 25.35 24.95 Brüste! 100 Fr. = 42.90 42.70 Budapest 100 Kr. = 0.53 0.535 Reuyork 100 $ — 527.- 528. - Agram 100 Kr. — 1.725 1.71 Warschau ..... 100 Kr- = 0,117 0,117 Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß" 955, Brief 22. 3 uni. 23. Juni. Saturn.* 710, 618, 632, 620. 631, 845 502, 414,- 312,- 240.25 286,- 5ö0, 960 990, 625,- 425,- 397,- 79,50 725,- 190- Bad.Anilin.°u. Soda Höchster Farbwerke. Ällg. Elektr.°Ges. . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° 0 Hest. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Dereinsbank Börsenkurse. Frankfurt 630, 429, 408, 80, 720, 189, Kurs 23. 6. 77,50 108,7= 149,- 83,50 392,50 287,- 296,- 288,— 959, — 890,- 1792,- 775,- 582,- 1140,- 711,- 616,- 633,- 756,- 631,- 430,- 404.- 79,20 730,- Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld 416, 315,- 243,75 288, — 11158, - 546,- 961,- 999,75 1792,- 835,50 587,- 1165,- 719,- 615,50 630,- 715,- 634,- 428,- 4ul,- 80,- 730, • KurS 22.6. 77,50 10/*,- 148,- 83. -* 393 - 290,25 2)7,- 286,- 630,- 418,- 309,- 248,- 286.- Kurs 23. 6. 77.50 108, - 147 - 8S 50 398,- 292,50 294,- 286, - Kurs 22. G. 77,50 109,- 148,- 82,50 388,- 287,50 296,- 288, - 550, 416,- 316, - 248,75 288,- 1020,- D.-Luxemb. Bergv.. Gelsenlirch. Bergw.. 1005, Datum: 5 ’ , Dtsch. Krieg sank. 4°.Dtsch. Reichsanl. S'^oStfci). Reichsanl. 4°/0 Preus). Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Mitteld. Kreditbank. Äationalbant f. D. . Doch. Gußstahlwerke Bud - Eiscnw.- Akt.. Harpener Bergbau. -# Oberfchl. Eisenb.°B. 795, Oberschles. Eisenind. 592 Phönir-Bergb -Akt. H75, Amstd -Rotterd 12484.3512515,65 12734,05 12765,95 Brüffel-Antw. 2 )76,65 2683,35 2634,10 26b0 90 Christiania ' 5443,15 5456,85 5463,15 5476 85 Kopenhagen' ' * 6961,25 6978,75 7091,10 7108,90 Stockholm. . . . 8369,50 8300,50 8169,40 8490,60 Helstngfors... 71; 10 712,90 730 05 731,95 Italien 1593*- 1597,- 1583,- 1587,- London 1453,15 1456,35 146 j,65 1464,35 Reuyork 328,03 323,92 331,08 331,92 Paris 282 ^6 2836,05 282-1,95 2836,05 Schweiz 6242,l5 6267,85 6284,60 6300,40 Spanien 5108,60 5121,40 5148,55 5161,lö Deutsch. Oesterr. 2,08 2,12 2,03 2,07 Prag 622,20 622,80 632,70 634,30 Budapest.... 33.05 33,15 34,05 34,15 Buenos Aires . 116,97 117,28 118*35 118,65 Bulgarien . . . 217,20 217,70 221,95 222,55 Japan 157,— 158, - 158,50 159,50 Rio de Janeiro 4469,- »481, - 4484,- 4506,- r l Märkte. Frankfurter Obst- und GemLsemarkt. mc. Frankfurt a. M., 22. Juni. Der heutige Markt war im Gemüseangevol überreich und trenn auch in den ersten Marktstunden die Preise hn allgemeinen noch sehr hoch lagen, so ist bei den eicheblichen ileberftänben doch damit zu rechn«), daß die Preise, um zu -verkaufen, Nachlassen müssen. Auch die Kleinhändler hielten im Einkauf«) zurück. Der Großhandel verkaufte den Zentner Kartoffeln zu 240— 280 Mk., italienisichr zu 700 -800 Mk., Rhabarber SU 160—180 Mk., Zwiebeln zu 600—700 Mk., junge Blätter von Zuckerrüben (Spinatersah) zu 230—300 Mk., Kernerbsen zu 750—900 Mk. Gelberüben das Bündel 1,80—2 Mk holländ. Blumenkohl das Stück 16 bis 18 Mk yolländ. Gurken das Stück 12—15 Mk., Kohlrabi oas Stück 1 80—2 Mk., Kopfsalat die Staude 0,80—1 30 Mk., Spargel 1. Wahl, das Pfund 12—15 Mk., 2. Wahl 7-9 Mk., und Rettich das Sjück 1—3.50 Mk. Bei Erzeugern wurden Gelberüben das Bündel mit 2—2,80 Mk Kernerbsen das Pfund mit 8—10 Mk Blumenkohl das Stück mit 14—16 Mk., Römischkohl das Pfund Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird am Mittwoch, den 21. Juni 1922, nachmittags 3 Uhr Mittwoch, den 28. Juni 1922, nachmittags 3 Uhr Mittwoch, den 5. Juli 1922, nachmittags 3 Uhr htt Jmpflokal - Turnhalle der Stadtmädchenschule, Schillerstraße 8 - abgehalten. Impfpslichttg im laufenden Kalenderjahr sind die im vorige i Jahre geborenen Kinder, sowie die noch nicht geimpften aus früheren Jahren. Die hiesigen Einwohner, die impfpflichtige Kinder haben, werden zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken eingeladen, daß alle in demselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich stnd. Wer die Termine nicht benutzen will, muß Me Impfung feines pflichtigen Kindes bis zum Iahresschluß auf feine Kosten vornehmen lasten, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gefetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, die im laufenden Jahre geboren find, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Me in einem Termin geimpften Kinder müsten in dem 8 Tage später abgehobenen Termin zur Noch, schon nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleich, falls dem Impfarzt in den öffentlichen Terminen vor- gestellt werden. Die Impflinge müsten mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arm mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krank- hetten herrschen, dürfen nicht ht die Termine gebracht werden. Gießen, den 16. Juni 1922. (5823B Der Oberbürgermeister. 3.03.: gez. Kreuzten. VekanMmachllng. Kirfchenversteigerung. Mittwoch, den 28. Juni d. Js., nachmittags 2 Uhr, wird ein Teil der Kirschencmtr von den. Daumen auf dem Trieb, ca. 90 Bäume, möglichst baumweise meistbietend versteigert. Auswärttge Steigerer sind vvm Wttbieten ausgeschlossen. Zusammenkunft an der Kaiserallee bei der Wirtschaft „Zur Germania" Gießer), den 23. Juni 1922. (60303 Der Oberbürgermeister. 3. B.: Dr Rosenberg Bekanntmachung. Die Ausübung der Leseholznutzung im Gießener Stadtwald am Mittwoch jeder Woche ist vom 12. 3ult d. IS. an in der Zeit von 7 Uhr vormittags bis 6 Ahr nachmittags mir noch denjenigen Personen gestattet, die im Besitze einer für das Jahr 1922 neu ausgestellten GrlaubniSkarte find. Anträge auf Erteilung von Erlaubniskarten haben mündlich im Stadthaus Bergstraße, Zimmer Rr. 19. unter Vorlage der früheren Holzlefe- GrlaubniSkarte zu erfolgen. Die seither ausgestellten oder verlängerten Erlaubniskarten verlieren hiermit ihre Gülttgkeit. Es wird dies mit dem Anfügen veröffentlicht, daß das Forstaufstchtspersonal angewiesen ist, nach obigem Zeitpunkt im Walde etwa ohne gültigen Ausweis angetroffene Leseholzsammler zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 13. Juni 1922. 59233 Der Oberbürgermeister. 3. D.: vr. R v s e n b e r g. Holzsubmission. Die Gemeinde Staufenberg verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Holz: a) 1 Lärchenstamm 4. Klaffe — 0,69 Fstm. b) 2 Fichtenstämme 2. „ — 4,03 12 „ 3. » -- 21,01 „ 28 „ 4. , --- 35,37 „ 62 „ 5a „ = 48,05 „ 146 , 5b „ = 49,41 „ c) 63 Derbstg. (Fichten) 1. Kl. ----- 6,19 „ Angebote sind getrennt, nach Sortiment und Klaffen, per Festmeter, verschlosten mit der Aufschrift „Holzsubmisston" bis spätestens Montag, den 3. Juli, nachrn. 2 Ahr, an unterzeichnete Bürger- meisteret einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Gebote erfolgt Das Holz ist gefällt, mit Rinde gemeßen und entrindet. Die Gemeinde hält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen 8 Tage vor. Die näheren Bedingungen liegen auf hiesiger Bürgermeisterei offen und werden am Eröffnungstermine bekanntgegeben. 6040D Staufenberg, den 24. Juni 1922. Heff. Bürgermeisterei Staufenberg. Meyer. Efoige DatHüfdreschmasohlnsn Qit Lokomobilen od. Selbstfahrer sowie Strohpressen dazu sofort lieferbar Gebrüder Lutz A.-G., Darmstadt 13 Gegründet 1338 6020A Fernepr. 406 u. 407. Drahtansohr.: Lutzwerke. mit 5—6 Mk., Kohlrabi das Stück je 1,70—2 Mk., Kopfsalat die volle Staude mit 80 Pf. bis 1,20 Mark- Spargel 1. Wah: das Pfund mit 12 15 Mai-?, 2. Wahl mit 8—9 .ck.. Zwiebel (neue) das Bündel mit 1,50 -4 Mk., die Kräuter für Saice das Pfund mit 3,50 - 4 50 Mk. und Rettich das Stück mit 1 -2,50 Mk. vezahlt. — Auf dem gut- befahrenen Ob.imarft kosteten Kirschen der Zentner 900—1103 Mk.. Heidelbeeren 1700 Mk., Johannisbeeren 1400 Mk., Erdbeeren aus dem Taunus da-s Pfund 20—43 Mk., aus dem Odenwald oder Bergstraße 22—28 Mk. Hoch lagen die Preise bei Flußfischen die mit 12 32 Mk. das Pfund bezahlt wurden: Seefische kosteten 7- 15 Mark das Pfund. — Kebenbc Hühner erzielt en Preise von 130—280 Mk., Butter kostete 74—76 Mark, Margarine 35—38,50 Mk. Sier haben den Preis von 6—6,10 Mk. das Stück beim Großeinkauf erreicht. Mamzer Produktenbörse. Marktberi^t vom 2 3. Juni 192 2. Am (eutig?'i Markt ttar taS CesHä/t äußerst lebhaft. fDie Aa^-,oage nach allen Boden- erzeugnisfen, Mühlenfabrikaten und Sämereien sehr groß. Die Verkäufer hielten zurück infolge der Verschlechterung unserer Alark. Die Bestände sind in allen Artikeln nicht groß, so daß die Käufer gezwungen war«), höhere Preise anzulegen. — Rach unseren Feststellungen notierten loko Mainz per 100 Kilo: Weizen 1800, Roggen 1400, Hafer 1600, Braugerste 1685, Futtergerste 1425, 3nl. Weizenmehl 00 2600, 3nl. Weizenmehl Spez. 0 2500, Weizenmehl m. Auslandsmehl gern. 2500, Roggenmehl 70 Proz. 1825, Weizenkleie ohne Sack 1000, Roggerckleie ohne Sack 1000, Mais 1350, Maisfchrot 1400, Deutsche Linsen 2800, weiße Dohnen 1500, Viktoria-Erbsen gesch. 2100, V'cktoria-Erbsen ungeschält 1800, Vnrma- Reis II. 2325, Auslandszucker 3500, Haferflocken 2400, Graupen 2325, Wiesenheu lose 830, Kleeheu lose 975, Haferstrvh 390, Roggenstroh 370. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Der Mord an Marschall Wilson. London, 23. Juni. en der R h e i n l a n d k o m m i s- (ton zum Ausdruck gebracht, die in einem ziemlich einschränkenden Sinne gehalten sei. DaS Blatt gibt nicht an, um was es sich hierbei handelt. Die deutschen Farbstoffe für Amerika. Washington, 23. Juni. (WTB.) Die Senatskommission, die damit beauftragt ist, die Lage bezüglich der Farbwaren deutscher A d st a m m u n g zu prüfen, bat einei Antrag eingebracht, der danach trachtet, daß alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können, um den Vereinigten Staaten diejenigen Farbstoffe und chemischen Erzeugnisse zu sichern, auf die die Vereinigten Staaten nach gewissen D e stimmungendesVersaillerVertrags Anspruch haben. Da die Regierung ihren augenblicklichen Kontrakt mit Europa bezüglich der Farbstoffe nicht erneuert hat, faßt die Repara- tronskommisfion eine Linie ins Auge, die eingehalten werden soll, wenn das augenblicklichc Abkommen abläuft, d. h. am 30. Juli. ilebergebe Königshüttes an Pole«. Königshütte, 23. Juni. D e Hebergabe der Stadt Königshütte an die polnische Behörde ist gestern reibungslos erfolgt. Der Einzug deS polnischen Militärs findet h«ite statt. Der neue schweizerische Duudesrichter. Bern, 2ö. Juni. (WTB.) Die vereinigte Bundesversammlung hat Garbanh zum Bunde s r i cf) t e r gewählt. Der Gewählte ist feit 1939 a(S Vertreter des Kanton Teffin Rationalrat. Aeichsratsbeschwsse. Berlin, 22. Juni. (WTB.) Der Reichs- rat hat ohne Erörterung den Rapallovertrag mit Rußland angenommen, ferner den Gesetzentwurf über den Beitritt des Deutschen Reiches zu dem Madrider 2lbkommen über die internationale Registrierung von Fabrik- oder Handelsmarken, wonach die Anmelder von Warenzeichen durch die internationale Registrierung in Bern unmittelbaren internationalen Schuh genießen. Die Postfcheckordnung wurde vom Reichsrat dahin abgeändert daß als Höchstbetrag der Einzahlung 100 000 Mark festgesetzt wurden, als Hochstbetrag für telegraphische Aufträge 10 000 ÄlaiL Mit der Ausprägung von toeitew) 20 Millionen Zehnpfennigstücken erklärte sich der ReichSvat einverstanden. Zur Ausprägung soll Sisen benutzt werden. Angenommen wurde vom Reichsrat em Gesetzentwurf über die Ausgabe und Einlösung von Rotgeld. Die Vorlage verpflichtet die Aur- f!etter, das Rotgeld gegen Zahlung seines Renn- wertes einzulosen. Die R«iausgabe von Rotgeld wird verboten. Der Finanzminister ist aber ermächtigt, Ausnahmen zuzulassen. Angenommen wurde ferner eine Verordnung, die die Gebühren der Rechtsanwälte abermals erhöht. M He Gi wi V in DohWN Küche, 2 sowie eJ Lahnhos riehen r 06402 ai ffiüt i Wo! Cchlo Imli 2 B dtNUlM i Itt für li netten Ve Bei «bejen. i - i eiitr Kopfschmerz i eine Erhältlich in Apotheken Rasch u. vorzüglich wirk. . 2712c Uteri, für I «i. zu ! Echhfil 1 i M an Ibis 2 3ii Kermi SdjriftL Bunner Die heugrasversteigerungen VOM 21. und 22. Juni find genehmigt. S bessere «KE Ounjer j hüli gesucht. der Lag mit 1 ob. abzugebe bflltneil. Dr. Uleti Alle praktischen Hausfrauen wißen es längst, daß es aum Färben von Kleidern, Blusen, (Marbinert Strümpfen usw. nichts besseres gibt als die weltberühmten „Heitmanu's Farben^, Marke „FuchSkopf tmetern"; darum nehmen sie feine anberen. 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