um: Der -letzen er Snjeim erscheint täglich, außer Sonn« und Feierlaa». Monatliche dezvgrpreise: D'k 9.50 einschl. Träger» lohn, burtf) die Post Rk. 10.- einschl. Bestellgeld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern Infolge höherer Gewalt. Fernsprech - Anschlüsse: fürbieSd)riftlettung 112; für Druckerei, Verlag und Ge,chaftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten Hateigcr-letzen. poftfchecklonto: Frankfurt a. M. 11686. Erstes Blatt 172. Jahrgang Zrettag, 24. Februar 1922 BietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Hnjtlger für die Tagesnummer dl« zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit Preis für 1 mm Höhe für Anzeigeno 34mm ‘Breit# örtlich 70 Pf, ausmärti 00 Pf.; für Reklame» Anzeigen von 70 mro Breite L^OPs. Bei Platz- vorschnft20".21ufichlag Hauptschriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil Äarl Walther; für den druck unb Verlag: vrühl'sche Utrio^Bnd)- unb Sttinbrutfetei H. Lange. Schristlettnng, ScschSstsftelte nnb Druckerei: Schnlftratze 7. Anzeigentell: Han» Beck sämtlich in ® i eften Die Wiederherstellungsfrage in der französischen Kammer. Part-, 23. Febr. 3n der heutigen Kam - m e r f l ö u n g wird die Debatte über d-S Sonde' budget für den 'Töieberaufbiu, dessen Ausgaben von Deutschland zu rückzueftl alten sind, fortgesetzt^ Finanzminister de Lafteyrde ergreift daS Wort. Deutschland habe nicht einen einzigen Lentime für die Desahungstrup- Pen bezahlt und Frankreich habe den Erfordernissen für den Wiederaufbau entsprochen. Auf diese Weise habe man aus das Konto Deutschlands 80 Milliarden vorgeschossen. Das sei eine ungeheure Anstrengung. Niemand habe geglaubt, dah Frankreich nach einem solchen Kriege einer derartigen Anstrengung fähig sei. Finanzminister de Lasteyrie erllärt weiter, die Frage der Reparationen sei für Frankreich eine Frage auf Leben oder Tod. Er scheue sich nicht, auszusprechen, wenn Deutschland fort* fahre, seine Verpflichtungen nicht zu erfüllen, werde Frankreich, genau wie Belgien, in eine äußerst schwierige Lage geraten. England betrachte das Pt-vblem von einem anderen Standpunkte. DaS Reparationsproblem sei für England nicht vorhanden, sondern nur das Problem deS Wiederaufbaues der wirtschaftlichen Beziehungen, damit der Arbeite lfti fett gesteuert werke l könnte. WaZ au' I ie Wirt chaftslage Cu vpaZ drücke, sei nicht daS Repa.atjonsprol lun. sondern die Tatsache, dah in den Ländern Mittel urvpaS die Finanzen aus dem Cleichgewicht geraten seien. Deutschland habe bis letzt sehr wenig an Reparationen bezahlt. GS befinde sich in einer schwierigen Lage, weil eS ohne Sinn auSgegeden habe und weil es keine Maßnahme ergriffen hätte, seine Finanzen zu sanieren. SS sei sehr schwierig, miteinander zu vergleichen, was die Steuerzahler in de, einzelnen Ländern leisteten. Tiber eS fei doch gestattet, zu behaupten, dah die deutschen fiskalischen Leistungen vollkommen ungenügend seien. (Beifall.) Wenn man Vergleiche ziehe, dürfe man nicht vergessen, dah man daS Frank- reich vor dem Kriege nicht mit dem Frankreich von heute vergleichen forme, weil Frankreichs Provinzen verwüstet feien und natürlich nicht die gleichen Steuerlasten ‘aufbdngcn Konten wie ehemals. Abg. T a r d i e u ruft dazwischen: Wan darf nicht vergessen, dah ein Teil der deutschen Steuereinnahmen dazu verwendet wird. Privatpersonen zu subventionieren.~ Der Finanzminister antwortet: Sie haben vollkommen Recht. Der Minister geht alsdann Zxnu über, die Befugnisse der Reparationskom- mission zu besprechen, die allein die Ausführung deS Friedensvertrages zu regeln habe. Frankreich habe verschiedene Abkommen abgeschlossen, das Abkommen von London und das Abkommen von Cannes. Gr tojjfe nicht, ob darüber Mihver- ständnisse zwischen Frankreich und England bestehen. Der ehemalige Minister Loucheur bittet, unterbrechen zu Dürfen und erklärt: 3n London wurden die französischen Vorschläge geprüft. Die französischen Minister haben unter kein Protokoll ihren Rainen gesetzt. In Sannes haben die belgischen und italienischen Minister anerkannt, die von Frankreich und England unterbreiteten Vorschläge als eine außerordentliche ernsthafte Diskussionsbasis angesehen werden können, wenn sie verlangten, dah die in London festgesetzten Ziffern für Geldzahlungen des Jahres 1922 non 500 Millionen Goldmark auf 720 Wil- Uonen Goldmark heraufgesetzt werden. Das hat die französische Delegation unterftüU Ich selbst dabe am 10. Ian. vorgeschlagen, diese Ziffer auf 900 Millionen zu erhöhen. In diesem Augenblick sind die Zwischenfälle eingetreten, die Sie kennen. Heber den Anteil, den Frankreich im Jahre 1922 erhalten sollte, ist nichts entschieden worden. Wir wissen heute, dah die beiden Regierungen dahin übereingekommen sind, die Frage der Repara- tionskommission zu übermitteln. Der Finanzminister fährt fort, man spreche von Sachlieferungen. Aber das Abkommen von Wiesbaden sei noch nicht ratifiziert Es begegne besonderen Schwierigkeiten namentlich im Hinblick auf die Preisschwankungen. Die Preise in Frankreich und Deutschland hätten die Tendenz gezeigt, sich zu nivellieren. Wenn In Frankreich die Preise stiegen, stiegen sie auch in Deutschland, so dah die Anwendung des Abkommens dadurch abgeändert werde. Trotzdem hoffe die Regierung auf Sachlieferungen. Wenn die Regierung die interallierte Finanzsolidarität erringen könne und wenn Deutschland im Innern eine Anleihe aufnehme, dann könne das aut fein. Der Finanzminister spricht alsdann von der weiteren Einmission von Schahbonds und er- klärt, dah die Anleihepolitik unannehmbar sei. Aber wie könne man aus der fatalen Lageherauskommen? Ssgebenurein Wittel: Deutschland dahin zu bringen, dah es seine Verpflichtungen er- fülle.DieRegierungwerdeallestun, was an ih r liege, damit das geschehe. Hierauf ergreift Abgeordneter Tardieu das Wort, um zu verlangen, dah die Alliierten s i ch der ausländischen Devisen bemächtigten. die Deutschland in ausländischen Danken besitze, dah die Frage der steuerlichen Belastung geprüft werde, und dah man sich über die Zwangs- mahnahmen einige, damit Deutschland seine Ver- pftichtungen erfülle. Tardieu verlangt hierüber Auskunft- Ministerpräsident fpomcatS erklärt, die Regierung werde sich, soviel von ihr und ihren Alliierten abhänge, bemühen, alle Artikel des Friedensvertrages von Versailles an- Swenden. Aber die von Tardieu angeführten rtikel seien nicht leicht anzuwetrden. Es sei unrichtig. zu behaupten, die französischen Regierungen hätten sich nicht bemüht, die ©teacrgleid)- hett herzustel'en. Die Behauptung tes Reichskanzlers Wirth, dah die deutschen Steuer- lelflungen höher seien als die französischen, sei von den französschen Sachverständigen aU unrichtig bezeichnet worden. Jedoch hä te d ese Frage etwas WUllürliches an sich. Wenn wir D utsch- lanb über diesen Punkt Vorwürfe machen, so fahr Poincare fort, operieren totr mit Argumenten, die angezweifell werden. Die Diskussion bleibt also offen. Wir werden fortfahrei, u fere These zu unterstützen, und wir Höften, dah sie wenigstens bei imf.rm All re ten triump'i r n wird, und dah sie schliehlich auch von Dch beute ist es nur eine kleine Gemeinde, Da ist es mit hM»m MüNche n, 23. <5ebt- pBolff-) Zn ter E r z-1 Darbietungsplanes die offizielle Vorstellung bergerscheu Mordaffäre wurde hier ter -- — - - - - - - - Rechtsanwalt Dr. Müller verhaftet. Rach | einer amtlichen Mitteilung wurde von deutschen Kriminalbeamten, die in Budapest waren, die Ur- - fcte im Delphin-Verlag zu München erschienenen Buch, das Kurt Pfister eingeleitet und mit einer charakteristischen Auswahl seiner Bilder und Zeich- nungen ausgestattet hat. Bei Lebzeiten hat kaum jemand gewußt, was dieser Meister in seinem heldenhaften Ringen geleistet hat, selbst nicht fein Mäcen Conrad $icbler. ter ihm überhaupt das Arbeiten ermöglichte, aber ihm durch manches Rörgeln bie Schaffensfreute verbitterte. Seine großen Werke waren bis vor wenigen Zähren hockst unwürdig untergebracht, zum Teil in den Kellern ber Berliner Rational-Galerie, zum Teil in ben schlechtbeleuchteten Räumen bes Schleihheimer Schlosses. Der Kunsthistoriker Voll erzählte gelegentlich, er sei einmal in die Schleiß- Heimer Galerie gekommen und habe da auf dem Boten zusammengervllt die Farbschicht eines Mareesschen Bildes gefunden, bie sich rwn ter Leinwanb abgelöst halte und nun achtlos dalag. Ergreifend tritt aus den Briefen des Meisters feine Schaffensweife hervor. So schildert er z. D. bk Arbeit an den Reapeler Fresken: „Wie die Feuilleton. Gin neuer Georg Kaiser. Aus Berlin wird uns geschrieben: Georg Kaisers Tragikomödie »Kanzlist Krehler", die In den Ka m m e r sp t elen des Deutschen Theaters zur Uraufführung tarn, als ein neues Stück Les Lichters aaszugeben, erscheint etwa- anspruchsvoll. Kaiser repetiert Man erinnert sich seines viel gegebenen Stückes »Von morgens bis mitternachts", in dem ein Kassierer einen te- teatenten Betrag unterschlägt, Lurchbrennt und rum das bisher versäumte Leben in einem Tage, von mö gens bis mitternachts, nachholen will. Wie dieser Kassierer, so hat auch- Kanzlist Krehler sein Leben versäumt. Zn ter werktäglichen Fron Les Bureaudienstes hat er es Überhaupt nicht kennen gelernt. Ta erhält er Len Tag nach ter Hochzeit seiner Tochter Urlaubs- frei Und diese ungewohnte Freiheit erschüttert ihn in gleichem Matze, wie jenen Kassierer ter Anblick einer Lame, und wirst ihn aus dem Gleise. Er muß erkennen — was ihm nie in ben Sinn gekommen —, Latz auch währenb ber Zeit, bie er sonst int Bureau verbrachte, das Leben bra atzen weiter ftürmt, und gar in einer Mannigfaltigtett schrift eines Telegramms vom 20. Dezember 1921 beschlagnahmt, die von dem flüchtigen Tilles- sen an ben Münchener Rechtsanwalt Dr. Abolf Müller, ber sich vom 18. Dezember bis zum 20. Dezember in Dubapest aufgehallen hat, gesandt worben war. Zusammenhängenb damit waren hier noch mehrere Verhaftungen vorgenommen worben. Die Verhafteten würben aber inzwischen mietet freigelassen, ba sie mit ter Erzberger-Affäre nichts zu tun hatten Müller, ter im Kriege Hauptmann unb schwer nertounbet Worten war, wirb Reichskanzler, ater jetzt doch dringend bitten, zu veranlassen, daß nunmehr unverzüglich die Vorbereitungen für die Wahl des Reichs- präfitenten getroffen werten und der Reichstag gemäß 8 2 bcS Gesetzes über bie Wahl bes Reichspräsidenten vom 4. Wai 1920 sobald als möglich den Tag für diese Wahl bestimmt." D« Postetat. Berlin. 23. Februar. (WTB.) Dem Reichstag ist der H a u S h a l t des Reichs- p v ft Ministeriums für 1922 zugegangen. Zur Verbesserung und Sicherstellung des Telegraph "N- und Fernsprechverkehrs an der Oft» serküste zwischen dem Reich und den abge» i rennten Gebieten ist die Anlegung eines wei- ir-ren Fernsprechkabels zu dem berettS bestehenden m Aussicht genommen. Für das neue Etats fahr sind für Seekabel von ter pommerschen nach der ost- und westpreußischen Küste eine Ausgabe von 45 Millionen sowie • ur Herstellung von Funkanlagen für den Znlandsverkehr eine Ausgabe von 8 MU- 1 innen 800 000 Mk. vorgesehen. Zur Aeu- Stückes Mauer anzugeben, was ich bemalen will. Dann wird einige ©tunten nach oem Oel gemalt, und ptoar in ter größten Eile, dann ist ber Grund auf ter Mauer präpariert, und da muß nun oft kolossal viel an einem Tage zusam- hebestelle weiterzuleiten. Läuft die Frist am 31. Januar 1922 ab, fo sind auch die nach dem 31. ffan.ua r 1922 eingelieferten Steuerkarten und Marlenblätter anzunehmen. Es ist mit der Wahrscheinlichkeit zu rechnen, daß die bis zu einem noch zu besttmmenden, Zeitpunkt nicht abgelieferten Steuermarken für ungültig erklärt werten. Als zuständige Hebestelle dürfte nach den Ausführungsbestimmun- gen zum Sinkommensteuergefeh d i e Hebestelle anzusehen sein, in deren Bezirk der Steuerpflichtige bet ter am 20. Oktober 1921 stattgefundenen Personenstandsaufnahme gewohnt hat. Die eingelieferten, für die Zeit vom 1. April bis zum 31. Dezember 1921 verwendeten Steuermarken werden auf die für das Rechnungsjahr 1921 zu entrichtende Einkommensteuer angerechnet, dagegen können die bis zum 31. März 1921 verwendeten Steuermarken auf die Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1920 gemäß § 48 Einkommensteuer- gefetz auch wetterhin an Zahlungsstatt hingegeben werden. Die Hebestelle hat über den Nennbetrag ter eingelieferten Steuermarken Quittung zu erteilen. Wettervoraussage für Samstag: Wollig bis Heller, trocken, sudlichc Winde. Das über Süteuropa liegende Hochdruckgebiet hat sich erheblich verstärkt und bringt uns heiteres warmes Wetter. * . * Der Verein Studentenhilfe e. V. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stabttheater, 7 Uhr: „Die Tür ins Freie". - Großer Hörsaal bes Kollegiengebäutes, SVi Uhr: Vortrag ber Oberhesfifchen Gesellschaft für Ratur- unb Heilkunbe. — Zohannesfaal, 8 Uhr: Wohl- tätigkeitSkonzert zu Gunsten ter Kleinkinber- bcwahranstalt. — Astoria-Lichtspiele: „Der Zirkuskönig". Landkreis Gießen. = Albach, 24. Febr. Auf dem Wege zum Zahnart nach Lich wurde gestern nachmittag die 18jährige Tochter eines hiesigen Einwohners von hier vonzweiMännern ü ber falten. Sie hatte den Fußwei von hier nach ter Sicher Chaussee tenuyl: laum eine Viertelstunde vom Ort entfernt tarnen die beiten Unholde auf das Mädchen zu, knebelten eS und schleiften es in den nahen Wald. Dott entkleideten und vergewaltigten sie die Bedauernswerte. AIS abends gegen 7 Uhr zwei Arbeiter von der Arbeit heimkehrten, fanden sie das unglückliche Mädchen mitten in einer Wiese liegen. Es hatte ein Taschentuch im Munde, war barfuß und nur mit einem Röckchen bekleidet. Do eS vollständig erschöpft und unfähig zum Gehen war, wurde es von den Arbeitern nach Hause getragen. Jedenfalls hat sich das Mädchen ver- zwctselt zur Wehr gesetzt und war derartig geschwächt, daß eö nur die zwei Täter erwähnen konnte. Die Kleider wurden im Walde aufgefllnten. Ob das Mädchen auch seiner Barschaft beraubt wurde, ist nicht ermittelt, aber sehr wahrscheinlich. Hoffentlich gelingt es, ter Täter habhaft zu werten. △ Großen-Linden, 23. Febr. Einen grausigen Fund machte der Kreisstraßen- wärter Lenz, aus Klein-Linten in dein Eichwäld- chen nahe der Wirtschaft „Walbfcheirke". Dort fand er die Leiche eines ManneS, die an einem schwachen Cichbäumchen halb kniend hing. Die herbeigerufene Behörde stellte fest, daß es sich um einen Mann im Alter von. etwa 50 Zähren handelte. Der Mairn tixn* gut getleitet. besonders mengearbeitet werten, bei welcher Gelegenheit nicht nur Kopi und Hand, fonbern auch ber ganze Körper in Anspruch renonanen werden, da man oft recht verzweifelte S ellungen cknnehmen muß. Bei einer solchen Geistesgegenwart verlangenden Arbeit vergißt man zwar selbst die erdrückendste Lus Stabt unb ßanb. Gießen, den 24. Febr. 1922. Adliefervng ber im Jahre 1921 geklebten Steuermarken. Man schreibt uns: Heber die Einlieferung der für die Zeit vom 1. April 1921 bis zum 31. Dezember 1921 verwendeten Steuertarten und Markenblätter herrfcht in weiten Kreisen. Unklarheit. Es erfl9.-dmlknei ft Enne?. Hiezea l Licher Str. 57. Dtb. il Statt Karten! Lich, Februar 1922. ,D .r Wiesel Ihring Dr. med. Richard Burger prafct Arzt Verlobte Die Verlobung ihrer Tochter Wiesel mit Herrn Dr. med Richard Burger beehren sich anzuzeigen Hermann Ihring u. Frau Auguste geb. Jochem. Kinderwagen werden neu bereist und repariert bet 1854 Sriedr. Linker L Sohn. Vubroiflftrafie 16 ii' t ’irnfti Wil» MFRrmnnn Miete i SarmooiuiM werd, sachgem. u.preis- roert gemmintu.repar. G. Eiert, KJaviennacher Sleßev. Slodltt. 11. Slimmern.Reonrar d. Ka. Rudolph (Biehen. I Statt Karten Gottfried Kahn Friedel Kahn geb. Strauß I Vermählte Gießen Reinheim j Trauung: Sonntag den 26. Februar Hotel Stabt Frankfurt, Darmstadt ?------------n.. ............................ 5 T.-Lastk.-Wagen 2Rutog, 5t. TL G. oder Säuret, auch reporatui bebürfhg, zu kaufen gesucht. Ttngeb. mit Preis unh Fustand des Magens ant 16932 on Snnoncen-Expeo 91. Baumgarten, Samten. (18000 Gießen, den 24. Februar 1922. 02608 Rödgen, den 22. Februar 4922. 1839 U W Für die vielen Beweise mitfühlender Anteilnahme in unserem schweren Leid, das uns durch den schmerzlichen Verlust unseres unvergeßlichen guten Kindchens betroffen hat, sprechen wir hiermit unseren von Herzen kommenden Dank aus. Heinrich Schanze und Frau Liesel geb. Schütz. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Jm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Balser XL Todes-Anzeige. Hierdurch die traurige Mitteilung, daß am 23. Februar, vormittags 11 Uhr, unser liebes Söhnchen und Brüderchen Werner im Alter von 41/, Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emil Beck und Frau. Gießen, Auerbach i. V., den 24. Februar 1922. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Februar, nachm. 3‘/> Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 02630 Heute vormittag öV, Uhr entschlief nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater. Schwiegervater,^ Großvater, Bruder uud Onkel Georg Weinandt III. Flurschütz im 60. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Rath. Weinandt geb. Christ nebst Angehörigen. Großen-Linden, den 23. Februar 1922. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Februar, vom Sterbehause Junkergasso 18 aus statt. - (02623 Sdnöbl.Zith. tr.QnteVerpfl | Mietgesuche | Solider Student sucht möbi. Zimmer ab 1. März. Schr. Ang. unt. 026J4 a d. Gien. Anz. Student sucht zum Semeüernnfang bejskr mbl. Mmr. Schrillt. Angeb. unter 02603 an den Gieß. Anz. Wer beschafft mir in GeschästSstratze (leinen Wen mit 2-3- sofort oder später? Evtl, kaufe ich auch Haus. Schristl. Anaed. unter 1799 an den Metz. Anz. erbeten._____________ [Stellenangebote [ Per sofort ob. L April 22 junger Mann als Lagerist u. Verkäufer für Eisenwaren. Werkzeuge, Beschl., Haus- und Küchengeräte gesucht. Schristl. Angebote mit Zeugnissen und GehaliS- ansprüchen unter 1844 an den Giehener Anzeiger. Tüchtlacr jüngerer Polsterer gesucht. Carl Ttiickratb, 1792___:L>iöbe liabrik. jBaetififflge Möoelschreiner gesucht. 1874 möüelfaörll fiarl Sahn. 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Leib.Dragoner, die dem Verein noch fernstehen, sind willkommen. Der DorstanU. WWS SW. nnnnniiiiniJiiniiiiuiiiiiinmiimiuiiiim Samstag, den 25. Februar, findet tm Leid- unser diesjähriges grotzes 1WWW statt. Mai: 8 Ul 11 Ml«. Gäste herzlich willkommen. 1876 Der Vorstand. toiBtr-Bni«. Donnerstag, 2. März, nackm. H Nhr, fathoL Bereiusbans. EL Saal: Haupt- Versammlung. Tagcö.Ordn: 1. JabreS« bericht, 2. Kaflenbericht, 3. PorsiandSwahl, 4. Ber« schtedenes. Wichtige Mitteilungen über staatliche u. ftäcniftbe Wirischahsbeibtlfensowie über verschiedene sonstige Vergünstigungen. Allseitiges Erscheinen deshalb dringend geboten. Die rückständigen.Fragebogen sowie die neuen Mitgliedskarten zwecks Abtemplung find mit» »ubiihfleu. 1^50 Der Vorstand. BAYER.VEREIN ^lESSEN^ Sonntag, bett 2«.UM., abends 7'/, Uhr, Gäste willkommen. l1>6l v Alleinhersldler: WemerÄ Mertz A-G. Mainz, ^enin Se» lifeii üötr .y^pifem tobdeil-8® Jrlegen-J Ä IeI^ 3*1 pinben diese Die De haben sich w dem käste des 2 Ausbildung Hessens besi hohe Mittel fegung Sei - lich Derringer Eine Du vsm es ratta aus-uheben. Ieömgunj Ausbau der 1 lriebenen ma|( iverbeschule in Mschinenbau^ fach der ErsÄ die Ausfuhr 1 iiche Dolle fl .Zukunft ein i item sein, dürfte die 2 emziae Hesse anemmnte Q den für die 2 - Ausdehnu von Gießen, ufto. — hecoi niaschineMechi wäre mit 1 möglich. Zu dem 'cho/t der icher Oitäi c«s Giehener uns bte .Orts Wäscher Techn Oahr mit Ein; erricht an ge' ausschliehllch 1 lassen, Mich dem.TechW -em erwähntü ^er Anterrich ^ungsschulen z lmge, des Hat somit auch, im nur ton tei teilen ist, 'n Ausbildung! toi W Indische > ist erst Den 176. 2vr 6tnt K Darh der Legierung Die 'Montan h, 361 §°rtsehung 8^ su die sttsl uh,» ,. N ®it fei L'°sti-» tute r öb SM hinein Sä* M Nr. 4Z Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Hrsitag, 24. Februar (922 Deutscher Reichstag. 176. Sitzung, mittags 2 Uhr. 'Berlin, 23. Febr. 1922. Vor Eintritt in die Tagesordnung beantragt Abg. Dar h (Komm.), als ersten Punkt die Auslieferung der beiden Spanier durch die preußische Beglerung auf die Tagesordnung zu sichen. Zu dem Derichit der „Ardeitsgemein- 'chast der D ez irls v e r bä n de hessi- icher Ortsgelverdevereine" in Br. 43 des Gießener Anzeigers vom 20. d. Mts. teilt uns die „Ortsgruppe Dietzen des ReichSdundes deutscher Technik" mit, datz sie bereits vor einem Jahr mit Eingaben gegen die Absicht, den Hn- !erricht an gewerblichen Fortbildungsschulen ausschließlich durch Volksschullehrer ausüden zu lassen, gewirkt hat. Sie ist nadr wie vor mit uem „Technischen Verein Dietzen", der auch in dem erwähnten Bericht vertretenen Ansicht, datz der Unterricht an den gewerblichen Fortbildungsschulen zweckmäßig, im Interesse der Lehr- finge, des Handwerks und der Industrie — und somit auch im Interesse der Allgemeinheit — nur von technisch vorgebildeten Personen zu erteilen ist. Cs genügt für die Lehrpersonen nicht, in Ausbildungskursen Oberflächliches von Hand- wert und Technik zu erfahren, sondern eine gründliche Kenntnis des Handwerks und der Technik ist erforderlich. Diese besitzen aber nur Techniker, die selbst ein Handwerk erlernt oder darin beschäftigt gewesen sind, und die ihr technisches Wissen auf einer technischen Lehranstalt erworben haben. Errichtung einer Baugewerkschule für die Provinz Oberhessen? Zum Aufsatz in Ar. 43 des „Gießener Anz." vom 20. Februar 1922 legen uns die Ortsgruppe Dietzen deS Reichsbundes deutscher Technik und der Technische Verein Dietzen folgend Zuschrift vor. Hag Ziel der Daugewerkschulen ist zwar nicht vornehmlich die Ausbildung von Technikern für den mittleren Staatsbaudienst, sondern es werden auf diesen Schulen Techniker für das Baugewerbe die Daustofsindustrie und für andere Industriezweige in mindestens der gleichen Anzahl herangebildet. Trotzdem mutz betont werden, Satz drei Daugewerkschulen in Helsen für lange Zeit ausreichen, so datz tatsächlich die Schaffung einer vierten Daugewerkschule nur falsche Hoss- ,-rungen in den Eltern kreisen Hervorrufen, in Wirklichkeit aber nur die Arbeitslosigkeit unter den Technikern vermehren wurde. Um jedoch auch den berechtigten Interessen der beteiligten Kreise Oberhessens Rechnung ,u tragen, wäre zu empfehlen, die in Dingen bestehende Daugewerkschule nach Dietzen zu -»erlegen. Der schwache Besuch dieser Schule, welcher zweifellos auch in den im besetzten Gebiet wesentlich erschwerten wirtschaftlichen Bedingungen 'einen Grund bat, dürfte schon aus Sparsamkeitsgründen diese Verlegung rechtfertigen. Die Derwendungsgebiete der Dautechniker haben sich verschoben. Die in Oberhessen und den angrenzenden preußischen Gebieten sich immer iwchr ausdehnende Industrie braucht in zunehmendem Matze auch technisch ausgebildete Arbeitskräfte des Baufaches. Diese müssen jetzt zu ihrer Ausbildung Daugewerkschulen auherhalb 05er- Hessen- besuchen und bcuu unverhältnismäßig oohe Mittel auf wenden, die sich bei einer Verlegung der Dingener Schule nach Dietzen erheblich verringern würden. Sine Daugewerkschule in Dietzen also nur, wenn es ratsam ist, die Bingener Daugewerkschule aufzuheben. Bedingungslose Berechtigung jedoch hat der Ausbau der schon jetzt mit vier Semestern betriebenen maschinentechnischen Abteilung der Gewerbeschule in Dietzen zu einer anerkannten Maschinenbauschule. Zur Erfüllung ober zum Der- »uch der Erfüllung des Versailler Vertrages wird die Ausfuhr deutscher Maschinen usw. eine wesentliche Rolle spielen und somit wird auch für die Zukunft ein gewisser Bedarf an Maschinentech-- iffexn sein 3ur Heranbildung des Aachwuchses dürfte die Maschincnbauschule in Offenbach, die einzige Hessens, nicht genügen. Für eine zweite anerkannte Maschinenbauschule ist Dietzen aus den für die Daugewerkschule angeführten Gründen Ausdehnung der Industrie in der Umgebung von Dietzen, in Butzbach, Wetzlar, dem Dilltal usw. — heroorrageno geeignet. Der Ausbau der mafchinentechnischen Abteilung der Gewerbeschule wäre mit verhältniSmätzig geringen Kosten möglich. Leichsjustizminister Dr. Radbruch erklärt,! beim Iusttzetat auf diese Frage eingehen | zu wollen. f Aach Erledigung einer Reihe kleinerer Vorlagen schreitet daS 5>aud zur zweiten Beratung deS Zustizetats. Abg. Hoffmann- Kaiserslautern (Soz. । hält den Dorwurf der Klassenjustiz aufrecht. Hätte nicht der Junker von Kähne den Arbeiter, sondern 1 der Arbeiter den Junker erschossen, so sähe der Arbeiter längst sest. Die Mörder von Erzberger und Gareis werden nicht gefunden. Auch Herr von Iagow wird nicht gefunden werden, wenn er demnächst aus dem Gefängnis entweicht. Das alles entfremdet das Doll der Justiz. Die anac- tünbigte grobe Iustizresorm bars nicht verschoben werben, toenn es auch richtig ist, batz einzelne ganz wichtige Derbesserungen vorgenommen werden. Wir erlernten an, datz der Minister mit einer weitherzigen Auffassung an seine schwierige und undankbare Aufgabe herangegangen ist. Aber das reicht nicht aus. Solange die Kappisten nicht bestraft sind, erfordert es die Menschlichkeit und Gerechtigkeit, die wegen Derb rechen bestraften Kommunisten aus den Gefängnissen und Zuchthäusern zu entlassen. In Dahern mutz die Justiz baldigst einsetzen. Ebenso wie wir die Gleichberechtigung der Klassen bei der Wahl zum Richter verlangen, verlangen wir auch die Gleichberechtigung der Geschlechter. (‘Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. W a r m u t h (D.-D.) nimmt den Richterstand gegenüber den Angriffen der Linken in Schutz. Die Absetzbarkeit der Richter würde sie bei der Fällung der Urteile unfrei machen, denn sie mühten befürchten, abgeseht zu werden, wenn sie den Geschmack der Massen nicht träfen. DaS Volk soll nicht so oft den Richter für das Urteil persönlich verantwortlich machen statt das Gesetz. Tie Frauen müßten auch in der Rechtspflege voll zu ihrem Rechte kommen. Ausnahmen könnten nur aus der natürlichen Deranlagung der Frauen her- geleitet werden. Der Redner wendet sich zum Schluß gegen die Schaffung weiterer Sonder» gerußte, insbesondere gegen die von den Sozialdemokraten geforderten Arbeitergerichte. Abg. Dr. Kahl (D. D.) weist den generellen Dorwurf der Klassenjustiz ebenfalls zurück. Die Einseitigkeit der Weltanschauung der Linken be- einträchtige das unbefangene Urteil. Im Großen und Ganzen fei unser Richtertum auch heute noch unbefangen. Das Iustizstudium bürfe nicht zum Drotstubium werden. Der Redner protestiert gegen ein allgemeines Amnestiegesetz, das nicht zur Ber- söhnung führen könnte, fonbern nur zur vermehrten Dolkszerrüttung bienen würde. Abg. Dr. Rosenfeld (U.) bringt seine bekannten Klagen über die Klassenjustiz vor, die er im einzelnen durch Beispiele erläutert, die furchtbare Aachricht, baß spanische Syndikalisten an die spanische Regierung ausgeliesert worden seien, sei eine Schande für die deutsche Republik. Deutschland werde damit Hoflieferant der spanischen Monarchie. Die rechtssozialistische Presse erhebe Widerspruch dagegen, der rechtssozialistische Minister liefert aus. Dazu soll noch ein in ‘Berlin gefangener Ungar namens Goldschmidt an bas- fetbe Ungarn ausgeliefert werden, bas uns die Auslieferung der Mörder Erzbergers verweigert. Der Redner schließt mit der Reform des Strafvollzugs nun endlich Emst zu machen. AeichSjustizmioister Dr. Radbruch: Die Reichsregierung war der Ansicht, datz das Ashlrecht einer demokratischen Republik besonders heilig sein müsse. Deutschland mutz sich aber nicht minder verpflichtet fühlen zur feierlichsten Beobachtung seiner vertraglichen Verpflichtungen, be- sonders toenn wir selbst im gleichen Falle find bezüglich der Auslieferung der Mörder Erzber- gers. Die Angelegenheit ist keine Dache des menschlichen Empfindens, sondern rechtlicher Verträge. Die Auslieferung ist erfolgt auf Grund unseres Auslieferungsvertrages mit Spanien. Wo ist das wirkliche oder geplante politische Verbrechen, mit welchem die angebliche Tat im Zusammenhang steht? In diesem Falle könnten wir die Auslieferung verweigern Die angebliche Tat ist ein politischer Racheakt, aber sie ist nicht geschehen, zu einem politischen Zwecke. Hätten es die beiden Syndikalisten schlimmer getrieben, wäre es ihnen besser ergangen. Ein neues Auslieserungsgeseh ist in Berbereftung. Gegenüber dem spanischen Botschafter haben wir feierlich den Wunsch ausgesprochen, datz ein etwaiges Todesurteil in diesem Falle nicht vollstreckt werden möge. Aächste Sitzung Freitag mittag 12 Uhr. Anfragen, fünfter Aachtragsetat und Wellerberatung des Iustizetats. Schluth 6V2 Uhr. Die Blüchermchten. Roman von HannS vonZobeltitz. 36. Fortsetzung. (Buchdruck verboten.) 3a, ja: der Herr Doktor Hünswanger tarn gern in die ‘Mansarden. Er war ein ernster Mann, fast über seine Jahre hinaus. Aber er konnte auch recht von Herzen heiter fein. Dann strich er wohl mit seiner schlanken feingliedrigen Hand fiter die Stirn und den dunkelbraunen dichten Schopf, als ob er damit alle Sorgen seines Berufs sortsireichen könnte, und scherzte und lachte mit den Fröhlichen. Der Kornett, der so viel Zeit hatte jetzt in Innern Lehnstuhl, war sich bald im Haren: der Hünswanger fühlte ein besonderes Tendre für die Charlotte. ‘Man mutz freilich arg aufpassen, wenn man es merken sollte, denn der Herr Doktor war sehr zurückhaltend. Aber so man die Augen gut aufmachte und die Ohren fein spitzte, könnt' es einem doch nicht entgehen: der Hünswanger wußte tote zufällig seinen Sessel oft neben dem Lottes zu placieren, unb toenn er sich an sie toanbte, bekam seine Stimme einen ganz neuen Klang. Tas war ja schön und gut, patzte ganz wunderbar: sie war ja nod} frei. Also beschloß das Männlein im tiefen Lehnstuhl, sich für de Angelegenheit zu interessieren. Blan mußte mr wissen, wie Lotte selber dazu stand. Man mußte vorsichtig sondieren, diplomatisch zu Werke gehen. Ohne Zweifel: man war ein diplomatisches Genie, man hätte am Wiener Kongreß ferne Rolle spielen können. Der Kornett. fing nämlich sein Sondieren folgendermaßen an: Als die Lotte am nächsten Morgen zum zweiten Frühstück seine Schinkenstulle brachte und sein Glas Portwein, fragte er sie, so ganz nebenbei: „ßottilen, tote gefällt dir eigentlich mein Herr Toktor?" Tas Tablett hat wohl ein weniges in ihrer Hond gezittert, aber sie hat. auch wie ganz nebenbei, gesagt: „Ba . . . es geht." „Ist doch ein honetter feiner Herr, der Toktor. Klug ist er, hübsch ist er, hat zudem eine glänzende Karriere vor sich, ‘Wenn ich ein Mckbel wär', ich versiebte mich rettungslos in ihn." „Gut, daß bu kein ‘Mädel bist . . ." „Ba, ich mein' ja bloß so. Aber zum Beispiel du, Lottiken . . .“ Ta hat sie das Tablett hingestellt, baß es einen Ruck gab, und hat sehr scharf gemeint: „Bist doch immer noch ein furchtbar bummer Junge!" Unb hat kurz kehrt gemacht, ist hina is- en. er Kornett ist sich darauf wirklich ziemlich bumm vorgekommen, nahm sich auch vor, bei weiteren biplomatischen Aktionen vorsichtiger vorzugehen. Gesehen hat er freilich nicht, baß Fräulein Charlotte bei' ihrer Antwort verräterisch rot geworden ist, und gehört hat er auch nicht, baß sie gleich darauf in ber Küche ein wild:s Rumoren mit Töpfen und Tiegeln angefangen bat. Am Bachmittag aber, als ber Hünswanger [am, nach dem Patienten zu sehen, ist sie zuerst gar nicht zum Vorschein gekommen. Tabei hat ber Herr Doktor grab heut eine merkwürdige Bachricht mitgebracht, und den Kreis, der ihm so lieb geworben, tn eine Aufregung verseht, die er sich zuerst selber nicht recht erklären noch beulen türmte. Er hatte nämlich erzählt, batz er unter fernen Blessierten im Aus Stabt unb Canb. Gießen, ben 24. Febr. 1922 Wirkungen des Kaffees. Ein Psychologe hat einmal bie geistigen Arbeiter in Alkoholiker unb Kasseeirinker ungeteilt, je nach ben anregenben Wirkungen, bie Alkohol ober Kaffee auf fie aus üben. Wie eS manche Künstler gibt, bie unter bem Einfluß bes Weines ihre höchste schöpferische Leistung erreichten, so gibt es auch wieder andere, denen der Kaffee das „Lebenselerier" ist, das ihnen Phantasie und Verstand beflügelt Andererseits gibt es auch Leute, die durch den Genuß von Kafsee müde werden. Iebensalls sind die Wirkungen! des „braunen Zauberttankes" verschiedenarlig unb mannigfaltig. Es läßt sich im allgemeinen beweisen, baß das Koffein anregend und kräste- fleigemb wirkt Während alkoholische Getränke^ die Körpertemperatur Herabseyen, wird sie durch Kaffee erhöht Koffein in mäßigen Mengen verstärkt die Energie in der Mehrzahl der Fälle, toenn auch nicht in allen. Wie manche Äonftitutionen dem Allohol Widerstand leisten, so tun dies andere dem Koffein gegenüber. Bei ben meisten Personen läßt sich jedoch der Einfluß des Kaffees ztoeifels- frei feststellen. Der Puls wird leicht beschleunigt, und die Tätigkeit der Bieren und der Haut wird angeregt. Bei starken Kaffeedosen kann eine übermäßige Tätigkeit des Herzens eintreten und eine Behinderung der Verdauung. Als tägliches Getränk schließt der Kaffee toeniger Gefahren für das Nervensystem und die Derdauungsorgane in sich als der Tee. Im Kaffee ist nämlich toeniger Tannin als im Tee, und deswegen wirkt er nicht so ungünstig auf den DerdauungSprvzeß. Die Einwirkung oeS Kasiees auf das Gehirn und die Berben äußert sich tn unruhigem Schlaf unb in manchen Fällmr in zeitweiser' Schlaflosigkeit. Die Gewöhnung macht aber dabei sehr viel aus. Manche Völler, wie die Spanier oder Brasilianer, die starken schwarzen Kaffee als ihr Bationalgetränf haben, müßten überhaupt nicht mehr schlafen können, wenn die Wirkung bet fortgesetztem Genuß nicht sehr abgeschwächt würde. Das gelegentliche Trinken von starkem Kafsee am Abend beunruhigt den Schlummer ober vertreibt ben Schlaf. Heber» mäßiges Kaffeetrinken ist zweifellos der Verdauung und den Berben schädlich. 3m allgemeinen aber sind Vergiftungserscheinungen nach Kaffee sehr selten, und fein Ruf als ein anregendes „Lebenselexier" ist durchaus gerechtfertigt. ♦ ” Gießener Hochschulgefellschaft. In einem Leitaufsatz des „Gießener Anzeigers" war kürzlich auf die Beziehungen zwischen Deutschland und Holland eingegangen und darauf hingewiesen worden, baß zwei hervorragende, im öffentlichen Leben stehende Holländer in ber Hochschulgefellschaft sprechen würden. Der erste dieser Vortragsabende sand am Dienstag im großen Hörsaale statt. Er ftanb unter dem Zeichen der Pflege unserer wirtschaftlichen Beziehungen zu unseren holländischen Nachbarn. Das Holland- Institut in Frankfurt a. M. hatte einen Vortrag des Herrn Dom ban Rombeek, des Direktors des Auskunstsbureaus für den indischen Dienst beim Kolonialministerium im Haag, über „Die Wirts chaftlichenVerhältnisseinBie- derländisch-Indien und das Bedürfnis an borgebildeten europäischen Kräften" bemittelt Der Rektor der Hniversi- tät, Professor Dr. R 0 l 0 ff, leitete den Abend ein, indem er darauf hinwies, daß, wenn wir auch nicht mehr in der Reihe der Kolonialbölker eine Rolle spielten, unsere Bedeutung als Kulturfaktor in der Welt nicht aufgehört habe. Er begrüßte den Redner als Vertreter her stammberwairdten, freundlichgesinnten Nation. — Der Vortragende, der bor einem vollbesetzten Auditorium sprach, gab zunächst einen Heberblick über die wirtschaftlichen Verhältnisse Biederländisch-Indiens. Es handelt sich um ein Land, das sowohl eine blühende Landwirtschaft als auch eine Industrie ersten Ranges in sich schließe. Daher sei eS feit langer Zeit ein Anziehungspunkt für viele Kolonisten und solche, die dort ihr Glück versuchen wollten, gewesen. Beim Ackerbau unterscheide man den Heinen und den großen. Der erstere erstreckt sich auf die ausgedehnten eingeborenen Kulturen Reis, Mais und Kas- faba, der letztere auf Zuckerrohr, Oelpflanzen, Tee, Kaffee, Kakao, Kautschuk, Tabak, Pfeffer und andere Kulturen, die bon europäischen Gesellschaften betrieben werden. Der Industrieentfaltung bietet sich reiche Gelegenheit durch die Gewinnungsprv- zesse der erwähnten pflanzlichen Rohstofflieferer und weiter durch die Ausbeutung des in ungewöhnlich bedeutenden Mengen borkommenden Petroleums, sowie von Kohle und Mineralien. An einer Reihe guter Lichtbilder erläuterte Herr Dom bau Rombeek, der selbst über 25 Jahre als Beamter der Regierung auf Iaba geweift hatte, das Leben der Bevölkerung und die hauptsächlichsten Kulturen und Gewinnungsprvzesse. — Zur Frage der Unterbringung Deutscher, die nach Hollän- disch-Indien gehen wollen, äußerte er sich dahin, daß der derzeitige Moment sehr ungünstig sei. Der Weltkrieg hat kein Land verschont. Durch die willkürliche Ausschaltung wichtiger und toichtiaster Käuser- und Verkäufernationen sei auch Holland und feine Kolonien stark in Milleidenschaft gezogen und auch fein ökonomischer Zustand stehe im Zeichen einer Krise. Es könne sich also nur um Spezialisten handeln, die Deutschland an die niederländischen Kolonien abgebe, aber nur um solche, die nicht aufs Geratewohl dorthin gehen, sondern mit einem festen Kontrakt, sei cs mit der holländischen Kolonialregierung oder mit bestimmt en Unternehmungen. Die Vermittelung hierfür übernehme gern das Holland-Institut und auch die Amtsstelle, die der Vortragende leitet Dcc überaus lehrreiche Vortrag des gründlichen Kenner- von Biederländisch-Indien wurde mit großem ‘Beifall ausgenommen. — Es sei bemerkt, baß schon seit einer Reihe von Semestern gerade die Hni- berfität Gießen das Studium des niederländischen Kulturkreises besonders pflegt Heber niederländische Sprache und Literatur hat bi- zu diesem Semester Professor Dr. ban der Meer au« Frankfurt gelesen', nunmehr hat Gießen eine eigene Lehrkraft in der Lektorin Fräulein M Ramondt. Auch dem Studium der niederländischen Wirtschaft ss rag en widmet die Hniversität Gießen besondere Aufmerksamkeit: der Syndikus der Bie- derländisch-Deutschen Handelskammer in Frankfurt a. M, Dr. Weh, lieft hier feit einigen Semestern mit Erfolg über niederländische unb koloniale Wirtschaft •’ Rechtzeitige Aufgabe der Ausstellungsgüter für die Leip» zigerFrühjahrSmefse. Die Eisenbahn- derwaltung macht darauf aufmerksam, datz bei der vergangenen Leipziger Herbstmesse ein großer Teil der für die Technische Messe bestimmten Stückgüter und Ladungen erst in den letzten Tagen vor Beginn der Messe auf dem Bahnhof Leipzig-Stötteritz eintraf. Hierdurch wurde die Abnahme und Entladung wesentlich verzögert. 3n Anbettacht der durch den Eisen- bahnerstteik geschaffenen schwierigen Lage für die Anfuhr der Ausstellungsgüter der Leipziger Technischen Messe wiro daher den Ausstellern dringend geraten, ihre Ausstellungsgüter sofort nach Beendigung des Streiks und möglichst so zellig aufzugeben, daß sie eine Woche vor Messebeginn in Leipzig-Stötteritz eintteffen. Kreis Lauterbach. △ Lauterbach, 23. Februar. Der Pferdeversicherungsverein für den Vogelsberg hielt hier seine Hauptver- sammlung ab. ‘Der Verein zählt über 500 Mitglieder und verfügt über eine Versicherungssumme von über 6 Millionen Mark, bei einem Vermögen von rund 100 000 Mk. Hessen-Nassau. spd. Frankfurt a. M., 23. Febr. Aus einem Abteil des Schnellzuges Frankfurt a. M,— Karlsruhe wurde bor einigen Tagen em Paket gestohlen, das neben zwei Kilogramm Kornsilber noch zahlreiche filberne Schalen Dosen, Tintenfässer, Mester und Gabeln barg. Sämtliche gestohlene Dosen tragen das Bildnis deS Löwen von Venedig. — Bei einer Schlägerei tn der Fahrgasse wurde der Arbeiter Hilger durch Messerstiche so schwer verletzt, datz er in hoffnungslosem Zustande dem Krankenhause zugeführt werden mußte. — Die Kriminalpolizei verhaftete auf frischer Tat zwei tnternatlo* naleTaschendiebe, die sehr erhebliche Geld' betröge bei sich führten. ][ Marburg. 22. Febr. Vertreter deS Kreishandwerkerbundes, des Gewerbevereins, deS Grund- und Hausbefitzervereins und des Kaufmännischen Vereins waren bei der Regierung in Kassel vorstellig geworden und hatten eine Eingabe überreicht, in der gesagt wurde, datz die Stadtverwaltung in unverantwortlicher Weise die Stadt immer mehr dem Ruin entgegentreibe. Die Bürger seien nicht mehr in der Lage, die Lasten, die durch die beispiellose Wirtschaft entstanden, zu tragen und die Stadt- verordneten seien auch nicht als die Vertreter der Mehrheit der Einwohner zu betrachten. Wie in der gestrigen Stadtvervrdnetensitzung mitgeteill wurde, hat der Regierungspräsident die Beschwerdeführer ab- gewiesen. ][ ©albe in, 22. Febr. Der 26 Jahre alte Rottenarbeiter Ioh. Heck wurde tn Creuzthal von einer Lokomotive angerannt und auf der Stelle getötet land begonnen und aux-einanbergeriffen lange, lange Zeit Nachricht erhallen. dann der Krieg gegen Buß* die vertrauensvoll Liebenden hätte, und baß sie nin sogar keine, aber auch leine Ten ©lauten an den Fran- tafcen Hünswanger erzählt, wie heimlich glückllch Julie gewesen, wie Überhaupt zweifelhaft, ob bie Herren Kollegen gut getan, ihm solchen Transport zuzrmtten; hoch solle er selbst immer wieder und immer stärker nach Berlin gedrängt haben. Bun hätte der Franzose anscheinend zu ihm ein besonderes Vertrauen gewonnen, sei freilich manchmal etwas wunderlich in seinen Beben, wollte hier nicht mit der Sprache heraus, halle dann wieder seltsame Fragen unb Bitten, zumal bei ben Abenbvistten, wo wohl manchmal auch noch Reste von Fieber gufträten. So hätte er gestern gefragt, ob er, der Hünswanger. bie Breitestraße ferme. „Wie ich also ja sag', schaut er mich an, mit gangroßen Augen, hat ein kurioses Lächeln unb fragt weiter, ob ich ihm einen Gefallen tun wolle. Gewiß . . . gern, sag' ich Unb er darauf, er hall' hier bei einem Sckaister Lacroix ein Paar Lackstiefeletten unbezahlt stehen. Ob ich vielleicht Herangehen wollte, so es mir nicht unbequem, unb ben Mann bezahlen? Hat auch schon ein paar Napoleonbors in ber Hand, bie er mir gibt. Item, ich war vorhin nebenan, unb bie Sache stimmt. Monsieur Cacroi?, ber Emigrant, hat sein Gelb unb wirb bie Stiefeletten nach bem Hospital an ben Vicomte Montauban fenben —“ Die stille Julie hat bis bahin gesessen, wie sie gern faß, mit ben geschlossenen beiden Händen im Schoß, die Augen etwas starr, etwas träumerisch grabausgerichtet. Als fie aber ben Namen hört, ben Barnen, von bem ihr Herz voll gewesen als bie letzten Jahre, Tag and Nacht, ba schreit sie jach auf and bricht zusammen. Also daß ber Doktor Hünswanger ratn ben wieder zu sich gekommen, und hat angesichts der Frau Muller, ber Schwestern unb des Kornetts, offen, kurz unb bündig erklärt: „Tatz Sie es wissen, Herr Doktor Hünswanger, ber Vicomte unb ich — wir finb versprochen l" Sie Frau Muller schreit halblaut aif. Du Schwestern drängen sich um Julie, Luise ist bie erste, die ihre beiben Hände zärtlich faßt „Hnset Feind . . . Franzos . . .“, will ber Kurt verächtlich sagen, schütteft auch wie ernstlich verwci end den Kopf, doch ba fährt ihm ber Doktor in bie Parade. „Vor allem, gnädigste Frau, muß Fräulein Julie ein paar Stunden rißen, ganz stille liegen: Darauf bestehe ich als Arzt." Taraus hat es bie Mama mit ber Angst bekommen und Julie wirklich, so sehr fie sich sträubte, ins Bett gesteckt. Die Schwestern aber zosen hätte sie nimmer verloren, wohl aber oft stift vor sich hingeweint: er wär' sicherlich tot läge in Eis unb Schnee im Moskowiterlande Waren ja sonst so viele aus Napoleons Großer Armee, trotz allem, zurückgekommen, auch drrch Berlin, Gesunde unb Blessierte. Kranke mb Krüppel, Offiziere unb Mannschaften: Lebte a, würd' er ihr gewiß eine Kunde davon haben zukommen lassen. (Fortsetzung folgt.) Hospital seit einigen Tagen einen vornehmen dritten Patienten in ben Gieseschen Mansarde» Franzosen hätte, ber eines schweren Brustschusses | gehabt fxll. Indessen nicht für lange Zeit, beim ' " ’ ' ' ' '"" ‘ In ber Julie steckte viel ausgetoeich-rrte Lebenshalber nur langsam, mit vielen Stationen hätte . heriransportiert werben können, und es sei ihm, traft, mehr als man ihr ansah. Sie ist schnell vehöMche Anzeigen! ®*ära • *____ a s I Liebigftraße 16, Leleph. 2054. Creditbank Frank» 0,58 Fstm. 11 Dache ment kommen zum Aasgebot. 1830V 7. 8. Nutzholzverkauf Mühl- 9. 1862B m m e: Eiche la «I. 4 St 1866V Der Vorstand. 18738 erteilt der Förster Doch zu Vollnkirchen, Kreis Wetzlar. 1828V (Brünberg — Londorf — Lollar. 1856V Hess. Bürgermeisterei Odenhausen. Nachtigall ■ 73 Gcksteins Gdelsovtiment p ei elegant in der Packung » ZigavettenkaSvie Sl. 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Februar 1922. . d) für nreff beru ®rur e) für j messt feinet zusiel f) für j messt seine zuste vvn dem r §6. als 2,5 § Ortsmilte Gebühren Äeiseloste a) von wie der b) vvn wie Eta gan c) für i wie 6tac d) für l Kanzt Der Ge fallenden Lc einzelnen At fQh zu 6rin «nf Zeiche: und Meßae Steinst raße 72. August Hauck, Buchhalter, Gießen, straye 5. Gießen, den 16. Februar 1922 Der Wahlleiter: Dr. Fretz, Beigeordneter. kaä-tt: a) alS Vertrauensmänner: 1. Heinrich Friedrich, Buchhalter, Giehen, Kep- lerstraße 5, 2. Heinrich Stimmer, Werkmeister, Gießen, SichelSdvrf. den 22. Februar 1922. Hessische Oberförsterei Eichelsdorf. Dechtel. Holzversteigerung im Gräflichen Revier Arnsburg Mittwoch den 1. März aus Hain, Wetterberg, Seewald, Seeberg, Muckenwäldchen, Wachholderkopf, Nutzgarten und Pfaffenstein: Scheiter Rm.: 218,1 Buche, 16,4 Eiche, 16,6 Eichenwerkscheit, Knüppel Rm.: 78 Buche, 23Z Eiche, Stöcke Rm.: 121 Buche, .63,5 Eiche, 5,6 Nadel, Reiser Rm.: 590 Buche, 378 Eiche, 28 Weichholz. Das Holz im Hain wird vorgezeigt, Zusammenkunft 10 Uhr im Kloster. 1853V b) alS erste Ersatzmänner: 4. Friedrich Hirsch, Buchhalter, Giehen, Mühl- straße 20, 5. Otto Grünig, Techniker, Giehen, Bahnhof- strahe 66, 6. Heinrich Wahl, Buchhalter, Giehen, Schiller-- strahe 9. Laubnutz. u. Brennholz-! Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt 8 wurde heute " ö Xj bezüglich der Mitteldeutschen ß:rv>s;tRniTf ‘Rvnnf» ’ furt a. M., Filiale Giehen, Merk dervSfbruch; Denn er ist leicht, 5cKuh put^ Servus unerreicht c) a l s zweite Ersatzmänner: Dr. Aaron, Giehen, Frankfurter Strahe 1, Levi Svndheim, GieMn, Aordanlage 41, 9i Franz Diener. Giehen, Schanzenstrahe 16. Aus den versicherten Angestellten sind ge» c) als zweite Ersatzmänner: Karl Widner, Steiger, Giehen, Leihgesterner 2a Kl. 23 St. = 35,34 Fstm., 3a Kl. 37 St -- 34.39 Fstm.. 1b ÄL 3 6t = 4,09 Fstm. 2b Kt 14 St = 21.11 Fstm., 3b ÄL 85 6t Fstm. Elche 3. Kl. 4 St -- 14 St 9,40 Fstm., 5. Kl. 21 Schönste Gardinen färben. 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März t HL, hör* mittags 10 Äho werden in dec Lehrschen Gastwirtschaft zu Gichelsdorf (Oberchefsen) aus den Forst orten Kleerbera 5, Lohwald 2, Kihnersrvtskopf 2, Hupp 6 unb 7, Gisenkaute 4 und 5, Tiefstruth 1 und 8 und Langebäum 7 per« - 0,05 Mm. Duche 2. Kl. 16 St = Ru tz scheiter Am.: lFelgenholz) 1. Kl.. 2 2. Kl. Hakvb Gündcrvth, Gießen, Schanzenstrahe 16, Richard Andräe, Gießen, Keplerstrahc 7. Karl Brömer, Giehen, Schanzenstrahe 16. b) als erste Ersatzmänner: Richard Strvhwig, Gießen, Gr. Steinweg24. Daul Homberger, Gießen, Plockstrahe 9, Adam Bolz, Gießen, Asterweg 59. Rutzknüppel Am.: (Gartenpfostm) 8 Tiche 2. Klasse. Dreunholz. Scheiter Rm.: 145 Duche 1. Kl.. 51 2. SU., 10 Hainbuche, 19 Siche 1. StL, 35 2. Klasse, 8 Linde, 8 Grle, 3 Fichte. Knüppel Rm.: 131 Buche 1. SU., 23 Hainbuche, 29 Dirke. 283 Eiche, 3 Kirschbaum, 29 Bi^e, 9 Erle, 70 Linde, 4 Aspe, 87 Lärche, 77 Achte. Knü p velretsig 2tnt: 358 Siche, 15 Linde. 18 Weide Reisig Rm.: 529 Buche. Stöcke Rm: 136 Duche 1. SU.. 18 2. ÄL. 205 Siche, 3 Linde, 12 Lärche, 223 Fichte. Das Holz beliebe man vorher anzusehen» Händler werden nicht zugunsten. Auskunft erteilen die Herren Förster Schmitt und D u ch in SichelSdvrf. Zimmer in Ulfa und Jakob in SiornfelS. Rur die blau unterstrichenen Rum» fer neue ff1, die lUn auch n M au ‘‘Nnt U.^räf Smen m?'rö ßl Men QiJj 6em ich, »eine^C & 8 Sg-.' ’M vember 1921 hat beschlosst. das Grundkapital um 50 000 000 Mark zu erhöhen. Dieser Deschluh ist durchgeführt das Grundkapital beträgt nunmehr 140 000 000 Mark. Durch Beschluß bcc Generalversammlung der Aktionäre vom 18. Rovember 1921 sind die §§ 5 (Grundkapital). 7 (Dividen- denberechtigung neuer Aktien), 31 Absatz 2 (Protokollierung der GeneralversammlungSbeschlLsse), 33 Absatz 1 (Stimmrecht in der Gerreralversanwu lung) und 34 Absatz 1 (AbstimmunaserforderniS bei Statutenänderungen)' des GesellschaftSver- trageS geändert. OScar Seeligmann ist als stellvertretendes DorstandSmitgliä) ausaeschieden. Giehen, den 20. Februar 1922. 18718 Hessisches Amtsgericht. Die Gemeinde Volpertshausen. Streift Wetzlar, hat aus ihrem Waldbesitz folgende Rutz- Holzmengen im Wege des schrifllichen Angebots zu verkaufen: 38 Fichtenstämme 2. Kl. mit 47,29 Fm. 154 Sichtenstämme 3. Kl. mit 113,06 Fm. 149 Fichten stämme 4. Kl. mit 50,20 Fm 4 Lärchen 2. Kl. mit 4L3 5m. 5 Lärchen 3. Kl. mit 1,85 Fm. Die Stämme sind gesund, schön und lang» schäftig. die meisten 14—20 Meter lang und liegen 4—5 Minuten von der Chaussee. Angebote pro Fm. unter Qlnevtemning der Derkaufsbedingungen sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift biS zum 13. März 1922, vvrm. 11 U&r, an das Bürgermeisteramt Groh- rechtenbach, Streis Wetzlar, au richten. Zahlung der ersten Hälftt des Staufpreises sofort nach Zuschlag, der zweiten Hälfte vor der Abfahrt, spätestens bis zum 1. August 1922; bis dahin ist Sicherheit zu leisten. 3m übrigen Feimen die 5 6t = 2.16 Fstm.. 5. 6. Kl. 17 St. -- 3.54 Fstm. 1 St -- 0.60 Fstm. Ulme 4 1,92 Mm., 5. Kl. 3 St -- 1,08 ä 6. SV 10 St --- 2,31 Fstm. Kirschbaum 3. XL 1 6t r= 0,87 Mm.. 4. KI. 1 St « 0L3 Fstm.. 5. Stt. 1 St - 0,23 Fstm. Elsbeere 6. Kl. 1 St 0,23 Fstm. Rutzscheiter Rm.: 11 Eiche, 5 Hainbuche. Rutztnüppel Rm.: 5 Hainbuche, 2 Erle. Rähere Auskunft erteilen die Herren Forster R u p p e r t zu Rainrvd, F i m m e r zu Ulfa H a ° kob zu Swrnfels, Büttner mi Lanad und Schmitt zu Gichelsdorf, sowie dre Oberforsteret Fernruf: Äidda 59. Stammhvlzderzeichnisse sind gegen Erstattung der Gebühren vvn uns zu er- Gichelsdorf (Oberhessen), 20. Febr. 1922. Hessische StaalSoberförsterei Gichelsdorf (Oberh.). Bechtel. 1829V In unser Handelsregister Abt ü wurde heut« bezüglich des Hessischen Bankvereins. Aktiengesellschaft Cassel. Filiale Giehen, eingetragen: Die Generalversammlung vom 8. Rovember 1921 hat die Erhöhung des Grundkapitals um 12 WUlioneu Mark beschlossen. Die Srhöhungist erfolgt DaS Grundkapital beträgt jetzt 20 Rlillionen Mark. Durch Deschluh der Generalversammlung vom 8. Rovember 1921 ist der GesellschaftSverttaa in § 5 gemäß der erfolgten KapitalSerhöhung und iu öen §§ 15 und 18 nach Inhalt des Protokolls geändert 1872 B Um unser Lager zu ergänzen, zahlen wir für den 40-50fad)cn Friedenswert. Bekmmtmachmrg. Detr.: Dahl der Dertrauensmänner und Ersatzmänner nach §§ 145 ff. des Angestellten- versicherirngSgesetzes für den Bezirk der Stadt Gießen. Die Wahlhandlung ist abgeschlossen. Bon feiten der wahlberechtigten Arbeitgeber gelten, da nur ein Wahlvorschlag vorla^. als gewählt: a) (fl ö Vertrauens m ä nner: MDas neue FrühjÄhrsheft ist eingetroffen ISföa Eckstein Gold so Pfg. köstlich im Geschmack Torrero 100 Pfg. Traviata 120 Pfg ES können eingestellt werden: n. bei hiesigen Arbeitgebern: *roet BrovisionS- reisende, 1 Metzger, 1 Verkäufer der Lederbranche, 1 Möbelschreiner. Lehrlinge: 3 Friseure, 1 Kaufmann, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, ein Pborogravh, 1 Gärtner, 1 Polsterer, 2 Bilder» rahm en mach er, 1 Bildhauer, 1 Steinhauer, ein Buchdrucker, 1 Dachdecker. 2 Bäcker, 1 Metzger, 1 Suengler und Installateur, 1 Buchbinder, ein Stukkateur. 1 Steumacke h. bei auswärtigen Arbeitgebern: 3 Steinmetze^ 1 Müller. 1 alt. Bauschlosser, 1 Werkzeugschleifer. 1 Sattler u Polsterer, Stukkateure. 1 Schreiner, 1 jüngerer Svengler. 1 Ghudfcbinieb, 4 donner, 1 Schäslemacher, 1 Steinblldhauer. Lehrlinge: 1 Glaser, 1 Tchretner, 2 yriseure, ein Schlosser. 1 Kellner. ES suchen Slrbeit: Kaufleute, Schreiber und Neiiende, Packer. HauSburschen und Ausläufer, Maschlnenschloiser, Bauschlosser. Maurer, Weih- binder, Schuhmacher, 1 verh. landwirtfch. Knecht. 1 Krankenvsteger, 1 Sattler u. Polsterer, Bäcker und Metzger, mehrere Kellner, 1 Ronner, 1 jung. Sckmied, 1 Buchbinder. Mechaniker, 1 Wagner, 1 Schäfer. 2 Gartner, 1 Handschuhmacher, Berg' arbeiler, Autoschloffer, 1 Installaieur u. Spengler. 1 Monteur, 1 Bandagist Maschlntsten und Heizer. 1 Zeichner, 1 Verwalter, 1 Photograph, 1 Müller. 1 Schleifer, 1 Kraftfahrer. 1 Masseur, BauhtlsS' arbeitet, Erdarbeiter. Lehrlinge: 1 Elektromonteur. 1 Elektrotechniker. 1 Schuhmacher, 3 Autoschlosser, 1 Maschinenschlosser, 1 Uhrmacher. 1 Schreiner. 1 Mechaniker. 1 Schriftsetzer. Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegengenommen. Weibliche Abteilung. Es können eingestellt werde« au bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen für tauft- über, Dienstmädchen, Kauffrauen und -mädchen für eir.Adne Tage, tüchtige Alleinmädchen. 1 Küchen» mädchen, 1 Stütze iJsraelilini. 1 Zimmermädchen, 1 Kochlehrmädchen. 1 Lehrmädchen. Iu tri auswärtigen Arbeitgebern: 2 [anbrotrh schastliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Allein» mädchen, Zimmermädchen, Küchenmädchen, eine Köchin- ES suche« Arbeit: 2 Verkäuferinnen, 3 Waschfrauen, einige Laussrauen, auch für Nachmittag-- beschlütigung, Mädchen für tagsüber, 1 Büglerin, 1 Fräulein erteilt franzöf. Unterricht. 1 Stütze. 1 Schneiderin als Beihilfe bei Herrenschneider und 1 Beihilfe bei Schneiderin. 4 Verkäuferinnen' lebrmädchen, 1 Haushälterin. 1 Flickerin. Die Berufsberatung und ArbeitS Vermittlung für Musiker findet werktags von 10 bis 12 Ubr statt.____________________________18586 Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt A wurde am 5. Ianuar 1922 bezüglich der Firma Gebrüder Löb in Gießen eingetragen: Die Prokura deS Her-" mann Strauß in Gießen ist erloschen. Dem Kaufmann IuliuS Baer In Gießen ist Sinzelprvkura