Druck »Ni» Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- und Steindruck««! «. Lange. Schristleilung, Seschäftsstelle und Druckerei: Schulsttatze 7. en Vermittler Das Echo der Rede PoinearLs Französische Blätterstimmeu. Reise ausfällt. IBicn, 22. Aug. (Wolff.) Angesichts der alle Erwartungen übersteigenden Teuerung hat die Regierung eine Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung auf 3360 Kronen für Ledige, 4480 für Verheiratete, wozu ein Brot- zuschuh von 165 Kronen für Kopf und Tag hinzukommt, verfügt. örtlich 150 Pf., auswärts 180 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite5OOPf. BeiPlätz- Vorschrift 20 ’/„ Aufschlag. Hauptfchristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. streit gelang, nach lam rufsmähigeDani. des Weltverkehrs neu zu schließen. Die Beilegung des bayrischen Konfliktes RrJ97 Erscheint täglich, autzer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GietzenerFamilienblätter Monatliche vezuyspreife: Mk. 29.- und Mk. 3.- Trägerlohn, durch diePost Mk. 32.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. postfchecttonto: Frankfurt a. M. 11686. gemacht werden, die uns Friedensvertrag zuge- Das Ergebnis des internationalen Telegraphisten« Wettstreites. Berlin, 22. Aug. (WD.) Amtlich Heute empfing der Reichspräsident anläßlich des internationalen Telegraphisten- Heutiger Stand des Dollars 10 Ahr vormittags: Berlin 1320. IranYnrta.W. 1330—1340 Aus dem Reiche. Der Staatsgerichtshof. Derlln, 22. Aug. (WTB.) Der Reichs- justizmlnister hat den preußischen Kammer- qerichtsrat Wolff zum Untersuchungsrichter und zum Ermittlungsrichter beim Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik bestellt. Die Altersgrenze für Beamte. Berlin, 22. Aug. Am Freitag wird, wie die Blätter hören, im ReichsministeriuM^ des Innern eine. Besprechung mit sämtlichen Beamtenvroanisationen, und spater mit sämtlichen Lände rregier ungen statt- eingetreten sei. Kommunistische Propaganda in Frankreich? Paris, 23. Aug. Havas meldet aus F o r b a ch, in der Nähe der deutschen Grenze eien zwei Männer verhaftet worden, die versucht hätten, 47 Kilogramm Propa - gandaschriftennach Frankreich einzuschmuggeln. Die Druckschriften seien in der Druckerei der kommunistischen Jugend in Berlin hergestellt worden. Die beiden Verhafteten stammten aus Metz bzw. Homburg. Die Berliner Reparalionsbesprechungen. verloren habe. „Przeglad Aieczorny" stellt fest, daß Frankreich sich in wirtschaftlichen Fragen gegen Polen ehr zurückhaltend zeige, so daß das Interesse des polnischen Handels sich weiterhin auf Deutschland konzentriere. W a r s ch a u, 22. Aug. (Wolff.) Die „Gazette Warszawska" schreibt: Die Schuld an der Ver° chlechterung der p o l n i s ch - t s ch e ch i- ch e n Beziehungen trügen die Tschechen. Der Zusammenschluß Polens mit der Kleinen Entente sei besonders wegen der deutschen Gefahr cinzu- si reden. „Glos Rarodu" verlangt, daß mit dem hinterlistigen Feind und den politischen Räubern, wie den Tschechen, ein kräftiges Wort geredet werde. Finnland. Helsingfors, 21. Aug. (Wolff.) Die finnische Regierung hat in Helsingfors den akkcedi- dierten Gesandten Estlands, Lettlands und Polens Kne Rote überreicht, in der es heißt? Rachdem die Minister des Aeuhern Estlands, Lettlands, Polens und Finnlands in Warschau ein politisches Abkommen unterzeichnet hatten, wurde dem finnischen Reichstag von der Regierung eine Vorlage betreffend die Ratifizierung des Abkommens unterbreitet. Der Reichstag teilte mit, daß diese Frage nicht endgültig habe behandelt werden können. Weil inzwischen die Reuwahlen zum Reichstage stattgefunden haben, ist die Vorlage dadurch hinfällig geworden. Infolgedessen und in Anbetracht des vom Reichstag eingenommenen Standpunktes war es nicht möglich, das Abkommen finnischerseits zu ratifizieren. Die finnische Regierung hebt weiter in der Rote hervor, sie sei sich der Interessengemeinschaftzwischenden genannten Ländern vollauf bewußt. Die geographische Lage dieser Länder, ihre enge Rachbarfchafi zu Rußland sowie die dadurch bedingten politischen, ökonomischen und militärischen Interessen hätten zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit Anlaß gegeben, die, was Finnland anbetreffe, auch fortgesetzt werden solle. Die Regierung sei ferner davon überzeugt, daß alle ; Staaten zur Festigung des allgemeinen Friedens , am besten dadurch beitragen könnten, daß sie, i unter Beachtung der Interessengemeinschaft und - den leitenden Grundideen des Völkerbundes fol- . gend, ihre Selbständigkeit behaupten Wettstreites das internationale Preisgericht owie die Sieger im Wettstreit. Der Ehrenvorsitzende des Preisgerichts. Staatssekretär Bredow, hielt namens der Teilnehmer an dein Wettstreit eine Ansprache an den Reichspräsidenten. in der er die Bedeutung der Veranstaltung für die zukünftige Entwicklung des internationalen Rachrichtenverkehrs hervorhob und mit'eilte, daß der vorn Reichspräs dutten gestiftete Meisterschaftspreis an Oesterreich und die beiden Länderpreise an Italien und Deutschland gefallen sind, während von den 6 Großen Preisen Italien, Spanien und Dänemark je einen, Deutschland drei erhielten. Seine Ansprache schloß mit einem Dank an den Reichspräsidenten für die Aebernahme des Pro- tektorats mit der Aeberreichung der vom Reichs - postminister gestifteten Erinnerungsmedaille. Der Reichspräsident dantte, indem er die hohe Bedeutung des telegraphischen Rachrichtenverkehrs für die wirtschaftlichen, kulturellen und politischer Beziehungen der Völker hervorhob und es mt Ank begrüßte, daß es diesem friedlichen V^tt- streit gelang, nach langer Gntfiemdung das be- können. * Unterdessen setzt die Krone und mit ihr Deutschösterreich den rasenden Abstieg unaufhaltsam fort. Wemr das Pfund an der Wiener Börse mit 33 600, der Dollar mit 75 500 und der Schweizer Franken mit 16 000 Kronen notiert wird, so entspricht das jn keiner Weise der wirklichen Entwertung der Krone; denn fremde Devisen sind in Wien überhaupt nur sehr schwer zu haben und werden im illegetimen Handel zu weit höheren Kursen bezahlt. Dec Bundeskanzler Seipel hat daher in Prag mit Recht erklärt, daß bei den stets steigenden Preisen der ausländischen Valuten und bei einem Drvtpreis von 4190 Kronen Zweifel berechtigt sind, wie lange wir es noch ertragen können. Sind doch laut amtlicher I Feststellung in der Zett vom 15. Juli bis zum 15. August die Preise durchschnittlich 124 Prozent gestiegen, und sie steigen fortwährend weiter. Wenn man jetzt noch für ein Pfund Schmalz 18 bis 20 000 Kronen, für ein Paar Schuhe eine Viertel- bis eine halbe Million, und für einen Anzug einen Million Kronen oder mehr bezahlt, dann können diese Preise morgen schon überholt fein. Gehen sie doch jetzt schon trotz des Tief- siandes der Krone fast durchweg weit über die ] Weltparität hinaus, was nicht Wunder nehmen kann, da Oesterreich dadurch, daß man ihm durch die Abtretung Böhmens an die Tschecho-Slowakei seiner wichtigsten RvUtofigebiete beraubt hat etwa zu drei Viertel seiner Bedürfnisse, auf die Cif ihr arg w efen ist. Eine Zeitlang haben die führenden Kreise in Oesterreich alles Heil von der Gründung der Roten bank erwartet. Aber einmal hapert es Staatsangestellten, die schon jetzt auf über 1101 Milliarden Kronen im Monat angeschwollen sind, gedeckt werden, wenn nicht Roten gedruckt oder aber Kredite gewährt werden? Der Beschaffung solcher, wie überhaupt dem Verlangen nach wirtschaftlicher Hilfe gilt die Rundreise des Bundeskanzlers Sei-I p e l, der sich zuerst nach Prag und dann nach Berlin begeben hat, und auf dessen weiterem Reisevrogramm noch Rom steht. In Prag hat man die Zusage gemacht, daß die bewilligten Restkredite in Höhe von etwa 400 Milliarden öfter-1 reichischer Kronen nunmehr flüssig gemacht werden sollen. Ebenso gilt der Aufenthalt in Berlin nicht etwa politischen, sondern rein finanziellen und wirtschaftlichen Zielen, da die Anschlußfrage angesichts der Haltung der Entente wieder in weite Ferne gerückt ist. Es ist bemerkenswert, daß man in Prris ebenso besorgt wie wegen des , Aufenthaltes Seipels in Berlin über die an- > geblich geplante Zollunion mit Italien ist, die I von Rom aus betrieben w-ttd, um eine Einbeziehung Deutschösterreichs in die Machtsphäre der kleinen Entente zu verhindern. In Deutschösterreich aber beschäftigt man sich zur Zeit mir mit drei Fragen inhaltsschwer: Was wird Seipel heimbringen, wie tief wird die Krone sinken? und was wird aus Oesterreich werden? Der österreichische Bundeskanzler Dr. Seipel in Berlin. Berlin, 22. August. (WTB.) Der österreichische Bundeskanzler Dr. Seipel traf heute nachmittag gegen 6 Ähr in Berlin ein. Er wurde vorn Reichskanzler. Staatssekretär von Simson und Geheimrat Rümelien vomAus- toärtigen Amt empfangen. Berlin, 22. Aug. (WTB.) Der Reichspräsident hat heute abend 7 Uhr den öfter- .reichlichen Bundeskanzler Seipel und den Finanzminister S e g u r sowie dm österreichischen Gesandten in Berlin, Riedl, empfangen. , Wien, 22. Aug. (WTB.) Bei dem Empfang ,ver Press« in P ra g hat Bundeskanzler Seipel, von fciner Anlehnung an ein fremdes Reich ine Rede ist, so ist es natürlich, daß Deutschland zuerst in Frage kommt und im Hintergründe der Frage des Anschlusses steht. Man konnte ja auch den Anschluß legal durch Ansuchen beim Völkerbünde erzielen. Ob dies rasch geschehen würde, das ist nicht abzusehen; viel wird davon abhängen, wie unsere I i l l u s o r i s ch durch den I s i ch e r t werden. men. München, 22. Aug. Die Korrespon- denz Hoffmann meldet amtlich: Der Ml- nisterpräsident unterrichtete heute die Führer der Koalitionsparteien über das Ergebnis der Berliner Verhandlungen und über die dazu erfolgte Stellungnahme des Ministerpräsidenten Die anschließende Aussprache ergab eine Llebereinstimmung zwischen dem Ministerrat und den Koalitionsparteien. Heber die endgültige Entscheidung des Ministerrates erfolgt eine ausfühcliche amtliche Mitteilung im Laufe des morgigen Tages. Berlin, 23. Aug. Der bayerische Gesandte von Greger ist gestern nachmittag beim Reichskanzler erschienen und hat ihm die Zustimmung der bayerischen Regierung und der Koalitionsparteien zu dem Ergebnis der Berliner Verhandlungen mitgeteilt. Ein Protest der Strahburger Handelskammer gegen die Retorsionsmatznahmen. P a r is. 22. Aug. (WTB.) In den Morgen- zettungen wird nachstehender Protest der Straßburger Handelskammer gegen die Retvrsionsmahnahmen veröffentlicht: Laut der Entscheidung des Generalkommissars vom 5. August wurden in allen elsaß- lothringischen Banken die deutschen Staatsangehörigen gehörenden Guthaben und Werte ge- sperrt. Die Maßnahme trifft alle Deutschen ob sie in den drei Departements ober außerhalb wohnen Die Handelskammer glaubt die Auf- merksamkeit des Ministerpräsidenten auf die schädlichen Wirkungen dieser Maßnahme für Handel und Industrie unseres Landesteiles lenken zu müssen Sie hatte in der Tat zur Folge, daß einerseits die deutschen Zahlungen für elsaß-lothringische Waren eingestellt und so die in Artikel 68 des Friedensvertrages vorgesehene Ausfuhr unterbunden wurde und daß anderersetts der Geschäftsverkehr von den elsaß-lothringischen Banken abgelenkt wurde, zu Gunsten der ttn Innern des Landes gelegenen Banken die ihre Handlungsfieiheit gegenüber Dem Ausland behielten. Die Handelskammer verlangt nachdrücklichst, daß unverzüglich diesem Zustand ein Ende gemacht werde, der die Wiedererlangbm Departements gegenüber denen im Innern benachteiligt und ersucht, die fragliche Maßnahme zum ; mindesten auf die in Frankreich wohnhaften Deute jchen zu beschränken, damit nicht jene □orteiU Die Politik der Randstaalen. Polen. Warschau. 22. Aug. (Wolfi.) Der „Äurjer Polski" sieht die politische Lage als günstig ür Polen an, insofern, als Frankreich durch eine Verständigung mit Deutschland die Initiative zur politischen Ordnung des Kontinents ergreife, während Rußland an Bedeutung Paris. 22. Aug. (Wolff.) Zur Rede Poin- cares schreibt der „G a u l o i s": Poincarö ist über sich hinausgewachsen, indem er einen weiten \ Horizont zeigt. Wie das nur ein Mann von einer | derartig hohen Intelligenz machen kann, hat er ] eine gute Definition der Stellungen gegeben, die i jeder einnehmen mühte. Auf der einen Seite die Sieger, die dasselbe Recht haben, auf der anderen ' Seite Deutschland im Range des Besiegten. — Im „Journee industrielle" heißt es: Die Augen aller Völker Europas sind in diesem Augenblick mit einer .Aufmerksamkeit auf den französischen Ministerpräsidenten gerichtet, die er vielleicht selber nicht ahnt. Die Klarhett seiner Logtt, seine Arbeitskraft, die Korrektheit seiner ! Haltung und schließlich auch — ba£ muf> gesagt werden — seine unbeugsame Festigkeit, alles Dinge, die ihm bei uns eine große Popularität eingetragen haben, haben in gleicher Weise die öffentliche Meinung Europas svappiert. Aber diese Meinung Europas, trotz aller Reugier, die sie der Entwicklung der rein fianzösischen Ansprüche entgegenbringt, erwartet etwas anderes. Sie erwartet, daß eine fühlbare Solidarität geschaffen werde zwischen den so gut verteidigten Interessen Frankreichs und den Interessen ganz Europas. Weil die Rede von Dar-le-Duc einen Blick auf die Zukunft öffnet, deshalb scheint sie uns besonders glücklich. „Ere Rouvelle" schreibt: Wir sind nicht I weiter gekommen. Der einzige Fortschritt,, den Poincarö seit seinem Einzüge in das Quai d'Orsay gemacht hat, ist, daß er begriffen hat. daß die Streichung der interalliierten 6d)u I- den unerlählich ist, und daß es Sache Frankreichs ist, die Initiative zu ergreifen. Im „Oeuvre" heißt es: Ein wenig spat I hat Poincare endlich gemerkt, daß die große Rolle des Wiederaufbaues, von deren Höhe Belgien herabgestürzt und Lloyd George herabgeglitten ist, Sache Frankreichs hätte sein I müssen, von der ersten Stunde an zu spielen. Im Generalrat des Departements haben gestern aus dem Munde Poincares zwei Männer ye- sprochen: Ein logischer, Prozesse und Kniffe liebender Advokat und ein Staatsmann, • I der die internationale Solidarität, die nunmehr die Völker miteinander verbindet und außerhalb ■ derer nichts erreicht werden kann, soeben erkannt : hat. Wie sollen, so fragt der Verfasser, Robert t de Iouvenel, diese beiden Männer sich ver- neuerdings wieder sehr mit dieser Gründung, da die hierbei im Vordergrund stehenden Anglo- österreichische Dank und die Zentraleuropäische Bank neue Bedingungen aufgestellt haben, über die man sich noch nicht einigen konnte. Wenn aber endlich die neue Roten bank über kurz oder fang ins Leben treten sollte, so vermag sie do o n - mit der eventuellen Angliederung Oester-deraktion übergehen wurde, obwohl reichs an Deutschland verhalte, erllärt: Wenn Poincare sein Recht dazu von neuem ^rsi-heit - - - - - ' habe. Man hatte sich bet einer solchen Gelegenheit eine günstige Wendung wünschen können. Man könne sich jedoch wenigstens beglückwünschen, daß keine Wendung zum Schlimmeren 172. Jahrgang Mittwoch, 25. August 1922 * » ä Annahme von Anzeigen — für die Tagesnummer bis GlchenerÄMger General-Anzeiger für Oberheffen Ausstellung von Pässen. Aus Stabt und Land Giehen, den 23. Aug. 1922. ort Huy. Soweit die Unterlagen bis 10 Uhr vor- nnttag« vorgelegt find, kann die Abholung am U'™ 12 ^folgen, bei späterer Vorlage erst am Vormittag des folgenden Tages. Der D°VirägäTbTneu7sch". »!° g-st-rn „Lehen Sie, Güldewin — Sie glauben's viel-- lercht gar nicht — wie hab' ich die Dächte durch gesessen und Rollen studiert und tagsüber hinter deL Vaters Ladentisch Sah und Ai>rin^e auch die Tante natürlich in aller For ein paar Kritiken bei unb warf bei spät in den Kasten. ~ to?- älnterhaltungszufchüsfe im rberertungsdien st §as h fische Ge- Irtmf tut T11 ft frVMtWe m.. c r - ’ ’ ' U * kinven, deren Gegenstand der Erlaß des Reichsgesetzes über die Einführung der Altersgrenze für Beamte sein wird. Man r^oman’?U crovtcrn’ ob im Reiche ein ähnliches Mersgrenzegesetz für Beamte des 'Sei- geschaffen werden soll wie in Preußen, Drb-^Ct^l1efer Gelegenheit Richtlinien für ein gleichmäßiges Vorgehen der Länder ge- fchaffen werden könnten. Protestkundgebungen gegen die Moskauer Urteile. 9n ns he im, 22 Aug. Am Sonntag dem 20. August fand frier die feierliche Weihe des Heldendenkmals für die gefallenen tnt>J?rein3mitgIieber statt. Um 11/.. Ufrr nachmittags bewegte sich ein großer Zug noch dem Standorte des Denkmals einem wundervoll In einem stillen Tale außerhalb des Dorfes gelegenen Platze. Das Denkmal ist von dem Turnverein selbst erbaut und zwar ars eigens hierzu ausgewählten bzw. gesuchten Rat^r- steinen des hiesigen Gemeindewäldes und hat eme Höhe von 2y» Mir. Es tragt die Inschrift Äcuc um Treue" und die Ramen der 15 im Z^ltkriege gefallenen Turnvereinsmitglieder. — 21n der Feier, welche von dem hiesigen Turn» verein geleitet wurde, nahmen sämtliche hiesigen Vereine die Schuljugend sowie die Gemeinde und viele auswärtige Besucher teil. Hessen-Nassau. tn D-rmstad- -rlttHcht LI1?; P?1 ganzen legten von den Schutz, «^'beamten 105 und von den Beamten Staat!. O r d n u n g s p o l i z e i und G e n- mff r1 C R14 & vorgeschriebenen Prüfungen Der nächste Kursus wird im September d. I. beginnen. sozialdemokratischen Parteien in Berlin haben gestern Protest- “J?9 eoungen gegen die Moskauer Todes- urteile abgehalten. 3n emer dieser Versammlungen, in der der Abgeordnete Dr. Rosen- r^tTlrCr. Verteidiger der angeklagten Sozialrevolutionäre, über seine Erfahrungen in ulloskau sprach, unterbrachen die im Saale an- Kommunisten die Ausführungen des Redners durch Zwischenrufe und Lärm. Es kam zu erregten Auseinandersetzungen zwi- Hfrcn den Sozialdemokraten beider Richtungen und den Kommunisten, die damit endeten, daß die letzteren auf die Bühne stürmten und Dr. Rosen- teld am Weitersprechen hinderten. Darauf ver- lleh die ^rsammlungsleitung und der größte Deiluehmer den Saal, während die zurückgebliebenen Kommunisten eme eigene Versammlung abhiellen. «Liebe Frau Kloßberg," sagte Güldewin leise und zärtlich, und seine Augen wurden groß mrd klar. Sie strich ihr Kleid glatt, nickte ihm zu und hob die Tafel auf. Beim Abschied sagte sie noch wie beüäuftg:- „Lassen Sie Ihre Lene doch mal kommenl Dann werden Sie ja am besten beurteilen können, wie sie in den neuen Rahmen paßt!" Die Ausstellung dieser Ausweise erfolgt ebenso tote diejenige von Pässen für die in den F'?n 9mm.einbcn des Kreises Gießen an» fälligen Personen durch das Kreisamt. Stelle der seitherigen gelben Personal- ausweise werden in Zukunft weihe Ausweise ausgestellt die jedoch nur zum Verkehr mit dem besetzten rheinischen Gebiet oder nur für den ^irchgangsverkehr zwischen Ostpreußen und dem .Deutschland Gülligleit haben und in ihrer Gu tlgk.itcdauer nicht mehr befristet sind. nr ^Anträge auf Ausstellung von Pässen ober Ausweisen sind für Gießen auf dem Polizei» amt m der Weidengasse und für die Land- Aegierungsgebäude, Zimmer ? Ä ZDerktags vormittags in der Zeit zwischen ? r2 M vorzubringen. Die Antragsteller müssen persönlich zum Vollzüge der erforderlichen Unter- V.rrften erscheinen. Mitzubringen ist der von der Bürgermeisterei des Wohnorts auf vorgeschriebenem Formular ausgefertigte Pahbe-icht, sowie ein nicht aufgezogenes Lichtbild (Brustbild in SunfDSn?t' n<1AmC neuester Zeit ohne Hut). Soweit die jlnfprlVTAon Heinz' Mienen erhellten sich. Das war eine famose Idee von der Kloßberg. Fast zwei 3afrre hatte man sich nicht gesehen. Kaum zu Hause angelangt, stürzte Heinz sich mit Feuereifer in sein Schreiben, brachte die überzeugendsten Gründe für seine Ditte hervor lud auch die Tante natürlich in aller Form ein. legte ftln hrt/ii’ Ia» f\At ««««X u. <7.. ^ssen Sie überhaupt, lieber Güldewin, was ^^bnen noch sagen möchte? An Ihnen klebt .^lBurgerlich^ - das Publikum fühlt das instinktiv — will das nicht haben. Sie sind zu brav — wir sind nun mal andere Menschen!" «,.^'Sle predigen also auch Theatermoral." sagte In seinem Innern gab ein Etwas ihr Recht. - brauchen darum nicht schlechter zu sein! Rur intensiver! Doppelt gebrannter Geist! unsere Hände gehen alle Leidenschaften. Eine jede hinterläßt ihre Spuren, soll sie wie Brandmale hinterlassen! Wer sich nicht ganz zu losen vermag von der großen Masse der Bürger- Hcfren Gesellschaft, der kann es höchstens zu einem ganz anständigen Handwerker der Kunst Künstler!" nte unb nimmer — ein $ann bin ich's nicht " sagte Güldewin ganz bestürzt und starrte vor sich nieder. 6r^r verboten ist. Die Ramen aller Felddiebe sollen unnachsichtlich öffentlich bekannt gemacht werden. Ferner beschloß die Gemeinde- Vertretung die Erbauung eines Wohn- drei Familien, um der frier sehr großen Wohnungsnot etwas abzuhelfen. Das Laus soll auf städtischem Gelände im Oo^nniler- Hof errichtet werden. Kreis Lauterbach. . J-J; Elchl ih, 22. Aug. Gestern ist mitten " der Ernte der größte Teil der Arbeiter^ ichaft der Gräfl. Görhschen Gutsverwaltung l" Jen ©treif getreten. Es ist ein sog. „ttnlber Streik", der vom Landarbeiterverband ^^billigt wird. Die Gutsverwaltung sucht mit Hilfe der noch Arbeitswilligen und ^Einsatz atter irgendwie aufzutreibenden Kräfte die Ernte emzubringe^ sonst durften dei Eintritt ungünstiger Witterung Tausende von Zentnern Brotgetreide — C2fm Sonntag starb hier der älteste Einwohner unserer Stadt, der Landwirt Georg Heinrich Heil II., der acht Tage vorher seinen 91. Geburtstag hatte feiern dürfen Kreis Wetzlar. Die neuen Lohnforderungen der Bergarbeiter. Wie der „Vorwärts" meldet, beginnen ?ZL^nnCr8ta9 Berlin die Verhandlungen J“** ^5"^ Lohnforderungen der Dergartei- Arbeiterorganisationen beabsichtigen eme Erfröhu ng de r Schich tlöhae um 1 ° c~ 0 Bca rk zu fordern. Im Abschluß an dre Lphnverhandlungen sollen Verhandlungen über em Ueberschichtenabkommen erfolgen. Kirche und Schute. 34. Landesversmnmlung des Hessischen Hauptverems des Evangelischen BurrdeS. O Laubach, 21. Aug. Zu dieser Tagung ist noch zu bemerken, daß sie sich freihtell von jedem gehässigen Angriff auf die katholische Kirche. So betonte Pfarrer D e r t fr - Mannheim ausdrücklich in der evangelischen Volksversammlung auf dem Ramsberg am 20. August, man müsse »ohne Haß" die Frage der Konfession behandeln und „jeden willkommen heißen, der zur Rettung Deutschlands helfe", und man dürfe nicht vergessen. daß unsere deutschen Landsleute katholischer Konfession Seite an Seite mit uns im Weltkrieg ihr Herzblut für das Vaterland vergossen hätten. In derselben Versammlung auf dem Ramsberg machte Herr Pfarrer Bert-Mainz in seinem Schlußwort noch besonders darauf aufmerksam. daß von Wittenberg bis zu den Ereignissen von 1870/71 in Versailles ein Weg sei und daß eS jetzt gelte, diedeutsche Freiheit und das teure Evangelium zu verteidigen. Ebenso ist noch besonders wichttg, was ^enl Studienrat P f a n n m ü ll e r - Darmstadt von der Rot der deutschen Mitbrüder in Steiermark auf Grund eigener Anschauung mitteilte; diese unterstützt der Evangelische Bund unter großen. Opfern an Geld. Hier gelte es ebenfalls vor ____ X 1 f,a r t e n f) r e i f e beider Eisen- bl i 6Jr Aschen Reichsbahn betragen T Dettkartenpreise.- In der 1’ n ®£’ Bormerkgebühr 50 Mk.; in 1er-21 ^yjcf 250 ^k., Vormerkgebühr 25 Mk.; in der 3. Klasse 150 Mk., Vormerkgebühr 15 Mk. — Tagcskalender für Mitt, toodfr. Astoria-Lichtspiele: „Flammen der Wüste , unb „Der Graf, die Tänzerin und der Staatsanwalt". — Lichtspielhaus, Bahnhof, straße: „In einem kühlen Grunde". — Pasast- Lichtspiele: „Die Dame und ihr Friseur", und „Hotel zum goldenen Engel". Wettervoraussage für Donnerstag: Meist bedeckt, Regenfälle, Westwind. starke Depression, die lange Zeit über Aland tag, liegt freute mit ihrem Minimum über der nördlichen Rordsee. Ihr Wirkungsbereich erstreckt sich weit nach Frankreich hinein. Mit einer Besserung des Wetters ist für morgen nicht zu rechnen. Landkreis Gietzen. U Lang-Göns, 19. Aug. Der Kriegsveteran von 1870/71 Kaspar Bergt, welcher b^un 2. Hess. Inf .-Regt. Gießen diente, wurde zu Grabe getragen. Kreis Büdingen. nd. Ridda. 21. Aug. Um den sich immer mehrenden Feld- und Gartendieb- stählen energisch entgegenzuwirken, hat der hiesige Stadtvvrstand beschlossen, daß das Betreten der Grundstücke von abends 81/» Uhr bis redet man von lockeren Sitten — finb^fie^ vielleicht in anderen Ständen weniger locker? fcucfrler JDlIt lfrr nicht sein, auch keine Heilige. Aber großzügig auch da. wo ihr sündigt!" herum ^wi^ trommelte ungeduldig auf dem Tisch jen uno vtouen fiubiert und tagsüber , ,.?Aers Ladentisch Salz und Aering, hab geglaubt, daS ginge so zusammen *7 vis eS mich gepackt hat und ich ganz, wie ich da ging und stand, dem Theater In die Arme gerannt bin! Ganz! Ohne zu feilschen und zu markten! So muß man fein! Sonst glauben einem die Leute nicht waS man ihnen vvrspiell! anschlag nennen muffe, ausführlicher, wobei, er Gelegenheit fand manches Moment im politischen Geben der jungften Vergangenheit mit scharfer ? du beleuchten. Per onen und Parteien des hessischen Landtages wurden von ihm Oktett» siert und gezeigt, welche Widersprüche und Inkonsequenzen die jetzige Regierungsloalition habe mit in den Kauf nehmen müssen, um ihren Zu» sammenhalt zu wahren. Der Referent würdigte f^^erL^iC ^beit der Ausschüsse, in denen die Hauptarbeit geleistet werde. Hier kämen sich die Vertreter verschiedener Fraktionen auch menschlich naher, und dieser Umstand verhüte es, daß die Debatte in den Plenarsitzungen an persönlichen überschreite. Auch mit den ntchtparlamentarischen Teilnehmern der Land- tagsverfrandl. ..gen machte Prof. Dr. Werner seine Zuhörer bekannt und erkannte die Leistungen der Stenographen und Pressevertreter an. Am Schluß feiner Ausführungen betonte der Redner noch- malS, daß die Aussichten für die deutschnationale Bewegung nach tote vor günstig seien, weil sich diese den Schutz des Deutschtums, den Schutz des Eigentums und der persönlichen Sicherheit zum Ziele gesetzt frabc. Obsrpostinspektor Kohlhase dankte dem Vortragenden im Ramen der Anwesenden oie ihren Beifall lebhaft äußerten. Rach einigen geschäfllichen Bemerkungen wurde dann die Deisammlung geschlossen. Starke Teuerungszuschlags- ®,* * * * v v oh ung. Mit Wirkung vom 16. August 2- ’k, L^?^E^"6szuschläge m den Gebuht'-n 'UL. Arbeiten der Vermessungsämter von 135 auf 280 Prozent erhöht worden. , *^,^^lts streitig leiten im Groh- } o l-.. Blan schreibt uns: Der Schlichtunas- ausschuß für Oberhessen hatte den kaufmännischen Angestellten für Juli 35 Prozent ,-r.f das Juni- Lugesprochen. Die Arbeitgel.. Zehnten dies ab. Der Staatslommissar für die wirtschaftliche Demobilmachung hat daraufhin am 21. August auf Antrag der Angestelltenverbände den Schieds- spruch des wchlichtungsausschusses für verbindlich ^klart, nachdem eine persönliche Verhandlung in Darmstadt vorausg:gangen war. Die Rachzahlungen auf das Iuligehalt sind sofort zu teiften. « .Die im unbesetzten Deutschland wohnenden oeutfcyen Reichsangehörigen bedürfen zur Einreise in das besetzte rheinische Gebiet Cln,e® f^n zuständigen deutschen Behörde ausgestellten Ausweises. Deutschen Reichsangehörigen steht irn D u r ch- aangsverkehr zwischen Ostpreußen und Deullchland die Benutzung der log. ..geschlossenen" Züge und Zugteile frei, wenn sie Hni Cmem ^lsprechenden Ausweis ausgestattet tmr deS Vorsitzenden ÖberpvstInspektor Kohl- 6^n^rfa6M4>nUta8«,8CSK.0iI"<{’tIlctK ÄDSif w°siir er Man beachte diese eindringliche Mahnuna ana^ D^E^^^. allgemeiner Heiterkeit WE man stch vor beife gn SÄ« —Voranschlags, den man besser einen Rach- Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Tlr. 91 vom 22. August enthält: Gebühren für die Arbeiten der Vermessungsämter. — Einsendung oer Kreisabdeckereivei^eichnisse. — Ausführung des Gesetzes zum Schuhe der Republik. — Unterricht an der Fortbildungsschule. — Ausstellung von Pässen. — Zwangsinnung der Bauunternehmer. — Feldbereinigung Klein-Linden. — Einrichtung und Betrieb deö Ruhviehmarkles. — Klagen über Belästigungen des Publikums. — Schweinervtlauf in Gießen. Baalsfempel Avman von Margarete v. Oertzen- F ü n f g e l d. 4 • Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Tie Kloßberg warf einen Blick zum Himmel. »Wann wollen Sie denn heiraten?" »Wenn ich mal keinen Vorschuß mehr brauche. Sie lachte hell auf. „Run mein lieber Güldewin, ich wünsch' Ihnen nicht« Schlechtes. Ist sie denn hübsch?" Er runzelte nachdenkend die Brauen. „Ein bißchen mager. Es war immer knapp — so em bißchen — bei ihnen." »Was? Geld Hai sie auch keinS?" 'S0 sollte sie daS wohl herhaben? Aber ne sehr anständige Aussteuer - drei Zimmer und gute Leinwand —“ Können Sie ja am Ende versetzen." meinte bie Ätofrberg nachdenklich. .WaS nehmen Sie für Käse? Schweizer? Roquefort?" „Ich danke." lehnte Güldewin ab. Der Appetit mar ihm vergangen. Er bereute, seine Angelegensten so ausgeplaudert zu haben, wieder mit echt philisterhafter Offenheit. Doch die Kloßberg blickte chn herzlich aus ihren nicht mehr jungen, schon etwas dämmrigen Auaen an. Aushebung von Spielhöllen. fpd. Fr a n kf u r t a. M., 22. Aug. Der Dvr- Z" iederrad war von jeher der Sammelpunkt einer großen Spielergemeinde In der vergangenen Rächt hob die Kriminalpolizei mit ernem sehr großen Aufgebot von Beamten HL oer Schwarzwaldstraße die Wirtschaft der Witwe Göhring aus. Trotzdem die Spieler sich gegen etwaige polizelliche Aleberrafcfrungen durch ^ L^r?ve Anzahl Aufpasser gesichert hatten, über» toältigte die Polizei diese Leute doch und drang dann von allen Seiten in das Haus ein Hier cretbedte man mchr als 5 0 Spieler, die teils fluchten wollten, teilweise sich aber auch zur Wehr setzten. Doch war die polizeiliche llebermacht zu groß. Erne große Zahl,von Berufsspielern wurde scstgenommen, außerdem beschlagnahmte man be- Geldbeträge. — Ferner wurde in der letzten Rächt in der Mainzer Landstraße in der QBtrtfdXift von Reinhardt eine Spielhölle aug» gehoben, wobei 40 — 50 Spieler festgestellt trurbCT^H a^^ Geldsummen beschlagnahmt «^tegimentsfetern, , —. -- — -•™1 -»w «umivngeounr 1D Utlt Veranstaltungen der Kriegervereine. I f au^ 14 Tuge verlängert Gießen erläßt im ** Schlußprüfung an der Landes- St Amtsverkundlgungsblatt eine Bekannt- polizeischule. Am 15. August gelangte wieder l Gesetzes zum «m -U eb e rg a n g s ku r su s an der Landes- ^^publik. Darin heißt es: ^lr-eifchaile zum Abschluß. Die Schluhprufuna len AErm Reichspräsiden- i>er sich^Beamte der Schutzpolizei, staatlichen Orb- "5,, 35 ® r 6 ® f bestimmter Ver- ^^spolizer und Gendarmerie unterzogen zeitigte m r^n-1 1922 (abgedruckt trotz, der verschiedentlichen Unterbrechungen 5 e aufaehn^? 1 6^te 923) ist n i ch t der Unterricht durch die erhöhte DereitsLft und Sim dem Hessischem Ministe- damit verbundene Heranziehung der Polini- T^ern bis auf weiteres erlassene Der- Schüler zum Außendienst während der letzten 3n° bot von Regimentsfeiern und unteren ' ----- -" - - - ?)n Angehörigen ehemaliger J ' unferc Bekanntmachung vom Q81 ivi Gießener Anzeiger Rr. 149) behält Gültigkeit mit der Maßgabe, daß Der- orÜ^^n0Cn ivnstige Veranstaltungen von Angehörigen ehemaliger Truppentc-lle. die in g e- fchlvsfenen Räumen stattfinden, künftig wieder gestattet find, dagegen Beranstal- -ch »tc »»r Eine ernste Mahnung. f,e^ bretjäfitige Be,chssttgung^m^S^atSd!"^st Da in letzter Zeit Klagen über Delästiaunaon SI? oir bzw. Staatsprüfung, des Publikums durch Fußball- ©eU ich mich von ter Kulissenluft nicht trennen fonnte, well diele Lust mir Lebensbedingung ist! Darum, mein lieber Güldewin — well ich eine alte, unverbesserliche Komöbiantin bin, die wie die Katze immer wieder um das Haus ft reift, das mal ihre Heimat war! Immer wieder, ob ihr fte fort schleppt- ihr bie Angsn anAftnftt — *' Zwangsinnung der Bauunternehmer für den Landkreis Gießen. ' Die Liste der Handwerker, die an der Abstimmung über die Errichtung einer Zwangsinnung ter Bauunternehmer für den Landkreis Gießen tet genommen haben, liegt während zweier Wochen aus ter Registratur des Kreisamtes Gießen in den üblichen Dienststunden zur Einsicht und Er» etwaiger Einsprüche ter Beteiligten offen. Aach Ablauf der Frist eingebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt. ** Heber bie Einrichtung und den Betrieb des Ruhviehmarktes in Gießen enthält das neueste AmtSverkündi- gungsblatt eine längere Polizeiverordnung, auf bic wir die Aufmerksamkeit der Interessenten hiermit hinlenten. - ^^?ein erst lauf in Gießen. In dem Gehöfte Duddestrahe Rr. 11 ist Schtoelnervtlauf festgestellt worden. Die Sperr- maßregeln sind angeordnet. .. ** ^luglücksfall. Gestern morgen nach tO^br tourden in der Kreuzung Westanlage- Dahnhofstraße 2 spielende Kinder, ein Mädchen von etwa 10 und ein Knabe von etwa ö Jahren durch ein 2a ft fufrrtoert überfahren. Dem Mädchen ward der rechte Arm 5toel rin d" Rähe wohnende Aer^te leisteten die erste Hllfe und führten das ^ad der chirurgischen Klinik zu. Der am Kopf beschädigte Knabe konnte seinen in ter Bahnhof» JImöc toofrnenten Eltern übergeben werden. Indes ous .Fuhrwerk weiterjagte, waren zunächst nur l.auges Mädchen und ein hinzukommender Arbeiter um die verunglückten Kinder bemüht und veranlaßten die ärztliche Behandlung. 7' -rntifncM. 22.8. Sh. 97.80 23.80 I Fr. 125.40 23. 8 Schweizer Franke» 100 Är. 980,- 1010, 80,08 79,92 »70,80 472,10 später der allgemeinen Aufwärtsbewegung an, 719,10 720,90 nachdem tn ihnen lokale Realisationen anfangs | verschiedentlich Kurseinbußen hervorgerufen haben. Mit starken Kurssteigerungen sind noch l den Verloren! : Mädchen 38 ,83 der den und 2,65 _'O7 1,19 . 100 . 100 . 100 . 100 . 100 Fr. Fl. Är. Kr. Kr. Kr. 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 250U 2603, 4875, 1210, 2080, 2950, 1130, 970, 870, 1123, 1110, 619, 560, 66, 1045, 21.8 77,50 160.- 335,- 80,- 6/5.- 635, - 308, - 303,- 630,- 42z,- 326, <- 283, 300.- 67,59 680,85 427.- 1100,- 925,- 825,- 1095,- 1065,* 600,- 516, - 69.75 L. Fr. Kr. r Kr. 960,- 978,- 84z,- 1090,- 1150,- 609,50 580.- 68,- Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag London. . . Aeuyork . . Paris. . . . 204.15 0.467 0.UU7 16.25 41.875 23.50 23.75 39.80 0.34 524.50 1.45 0,07 -.09 li- 22.8. 77,50 179,75 380,-. 80,60 695,- 610,- 310,- 308,- 61d,- 450,- 342,- 300,- 310,- 2475, - 1450,- 100 Fl. = 100 OKI = 100 Kr. = 100 Kr. => 100 Fr. = 1 £ - Vom Ludwigsplatz über Neuenweg, Sei- tersweg bis Tafä Hettler goldenes Armband (Andenken) verloren. Dem ehrlichen Finder gute Belohnung- 7608 Abzugeben Schillerstrahe 24. Wlattnotterangea. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlte 21. S. — ,46 — ,22 — ,42 -,36 6325,- Wechsel aus Holland Deutschland . . . . Wien Prag Paris London Italien ....... Brüssel....... Budapest Neuyork....... Agram....... Warschau Für gesundes, hübsches 5 jähriges Datum: 5°/, Disch. KriegSanl. 4°/gDtsch. Reichsanl. 3°/»Dtsch. Reichsanl. 4n/0 Preuh. KonsolS Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Mitteld.Ereditbank. 22.8. 77.50 170,- 350 - 78,50 690,- 610,- 30d,50 303,- 590,- 437, 354 - 293,4. 315, — Bekanntmachung. Die Abgabebescheide über Wohnungsbau» abgabe für 1922 werden den Zahlungspflichtigen in den nächsten Tagen zugestellt. Das im Monat Juni fällig gewesene Ziel ist gleichzeitig mit dem im September fälligen Ziel an die Stadtkasse zu entrichten. Gießen, den 21. August 1922. 7796B Der Oberbürgermeister. 3. B.: Dr. S e i b. b) vormittags 10/.Uhr. in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe (jetzt Gg.Schrimpf), Kaiserallee 4, von den Wiesen im Heegstrauch, c) nachmittags 2 Uhr, im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von Hospttalwiesen in der Gemarkung Wieseck. Dienstag, den 29. August a) vormittags S Uhr, an Ort und Stelle an Rödger Straße von den Ochsenwiesen, von Wiesen im Stolzenrnorgen, am Utersbrunnen Verrnis^ttzs. Berlin, 22. Aug. Bei Bauarbeiten, die an einem Hause in der Stettiner Straße vorgenommen wurden, st ü r z t e heute nachmittag eine Hausmauer zusammen und begrub unter den Trümmern vier Arbeiter, von denen einer sofort verstarb, während ein zweiter sehr schwere Verletzungen erlitt. Die beiden anderen kamen mit leichten Wunden davon. 21.8. 77,öO 175,— 340 - 81,- 680,- 630, — 307,- 302,- 575,- 425,- 330,- 285, - 305,- 2295,- 2305,- Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 ?re*c vehördlicheAnzeigen Bekanntmachung. 8n>Wkt^liS-BrrAeiütrM, der Stobt Sieben. Montag, den 28. August und Dienstag, den 29. August soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen auf Grund der vom Hess. Ministerium erlassenen Verordnung vom 15. Mai 1920 meistbietend versteigert werden und zwar: Montag, den 28. August a) vormittags 9 Uhr, Zusammenkunft am Schlachthof von den Wiesen im Neustädterfeld, In Heiken Sommertaaen treten bet Stoibern und Erwachsenen sehr leicht Durch« fälle auf. die eine besonders vorsichtige Ernährung nötig machen. „ K u f e k e " ist tn solchen Fällen die geeignete Dtabrunn, es regelt die Verdauung, wird gut vertragen und gern genommen. »Ku seke"-Kochbuch gratis in den Verkaufsstellen. AU retten, deutschesmtt ihren 100 Bläsern, die vormittags wie nach Ä“ b b e”t f 4 e eute fl«Änü>Iänbttoe | -.......— — —....... Zerstörung zu schützen. Beamtentochter a. flutefc>^ Fam.,WH.,eo., sch Ersch.. nert-Aeuß., tllchl. ♦ Haushalt, w. mit Zolloeamt., auch bess. Hand«.. Wwr. mit Kino angenehm, zwecks heirat bekannt zu werden. Schr. Angebote unter 7786 an hen Gießener Anzeiger. niMirrriiniAZVg Turnen, Sport und Spiel. Turnerbund „Lahn-Dünsberg". Am vorigen Sonntag hielt der Turner- bun d „Lahn-Dünsberg" auf dem Kirschberg bei Bieber sein diesjähriges Schüler- toetturnen ab. Geturnt wurden außer drei volkstümlichen Hebungen noch je eine Reck- und Darren-ldebung. 240 Schüler traten um 9Vs älhr zum Einzelwettkampf an. ilm 11 Uhr war das Turnen unter der Leitung des Dundesturnwarts Schmidt beendet. Gegen 2 älhr fand die Preisverteilung statt, welche der Dundesvorsihende D a u p e r t mit Worten des Dankes an die Schüler für die über Erwarten guten Leistungen, owie dem Turnverein Bieber für die vorbereiten- )en Arbeiten etnleitete. Bei der Siegerverkündigung konnten als die ersten Sieger genannt werden: 1. Rang: Wilhelm Joost (Hausen) 78 P.: 2. Rang: Wilhelm Frank (Lollar) 77 P.; 3. Rang: Karl Dutenhöfer (Rodheim) 75 P.: 4. Rang: Otto S cha dt (Hausen): Ludw. Fuchs (Lollar) 72 P.; 5. Rang: Helmut Grohhaus (Lollar) 71 Punkte. — Den Wanderpreis, der durch eine 600-Meter-Stafette zur Austragung gelangte, errang der Turnverein Wieseck (100 Sek.). Es folgte der Turnverein Lollar (101 Sek.). Bullenverkauf. Die Gemeinde Hungen beabsichtigt einen für die Jucht zu schwer gewordenen Bullen im Wege des christlichen Angebots zu verkaufen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind mit der Aufschrift „Bullenverkauf" bis längstens Dienstag, 29. August 1922, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen, woselbst auch die Eröffnung der Angebote stattflndet. Die Der» kaufsbedingungen können vorher eingesehen werden. Hungen, den 22. August 1922. 7803V Bürgermeisterei Hungen. Fendt. wird flute Pflegestelle gesucht, evtl, auch alS eigen abzugeben. Schrift!. Angebote unt. 08104 an den Gieß. Anz. Frankfurt a. M, 22. Aug. Börsen- stimmungsbild. Die Haltung der heutigen Börse paßte sich der Haltung des heutigen Devisenmarktes an. Der Dollar wurde im Fruh- verkehr 1190—1225 genannt und erreichte gegen 12 Uhr einen Stand von 1210. Am Effektenmarkt war die Tendenz vorwiegend fest. Montanaktien waren zum Teil gesuchter, für Schiffahrtsaktien trat größeres Interesse hervor. Industriepapiere machten im großen und ganzen einen be^iuptcien Eindruck. Im freien Verkehr wurden Benz 690 bis 700, Ufa 350, Hansa Lloyd 330 genannt. Am Markte der fortlaufend notierten Aktien waren im Verlaufe noch einige Veränderungen zu verzeichnen. Der Kassamarkt verkehrte in vorwiegend fester Haltung. Frankfurt a. M.. 23 August 1922. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schltth- Schluß- Kurs Äur£ Kurs Kurs Um die Fundierung der französischen Schulden an Amerika. Paris, 22. Aug. (WTB.) Die „Chicago Tribüne" berichtet, die französische Regierung habe beschlossen, im Rovember den Ministerialdirektor Parmentier, der sich auf der Rückreise von Washington befindet, dorthin zurückzuschicken, um die Fundierung der französischen Schulden zu regeln. Es sollen ihm zwei führende französische Bankiers beigege- hen werden. Ein Handelsvertrag zwilchen Frankreich und der Angora-Regierung. Paris 22. Aug. (WTB.) Rach einer Mel- duna der „Chicago Tribüne" aus Konstanttiwpel soll in Angora von der Rattonalversammlung ein Handelsvertrag zwischen Frankreich und den türkischen Rationalisten ratifiziert worden sein. Teuerungsrevotten in Kattowitz. KattoWitz, 22. Aug. (WTB.) Gestern abend kam es wegen der zunehn^nden Leu- crung zu Ruhestörungen. In den spaten Abendstunden wurden eine Anzahl Geschäfte geplündert und die Waren auf die Straße geworfen, hüben wurden von der Menge verfolgt, fortgeführt und verprügelt. Ein starkes Polizeiaufgebot stellte die Ruhe wieder her. Gescheiterter Terror. Hindenburg, 22. Aua. (WTB.) Gestern nachmittag drangen mehrere Trupps junger Leute in die Betriebe derOberschlesischenKoks- werke ein, um die A r bei tSn iederleg u n g zu erzwingen. Die Belegschaft vmchrelt sich aber ablehnend. Schutzpolizei entfernte die Ruhestörer und nahm einige Verhaftungen vor. hen wird die älebernahme in Klasse 11 noch erstrebt, ebenso in Thüringen und Braunschweig. In Hessen, Mecklenburg-Schwerin und -Strelitz erfotgt die Besoldung nach Klasse 10 oder in Annäherung an diese. Immer wieder wird von den Konsistorien eindringlich darauf hingewiesen, daß der Geistliche außer den sonstigen berufsethischen Eigenschaften, insbesondere dem Ernst und der Hingabe, vor allem ein auf religiösem Boden ruhmides Verhältnis zu seinen Berufspflichten haben muh, so daß der Entschluß, diesen Beruf zu ergreifen, nur nach einer besonders ernsten Prüfung der inneren Beweggründe, niemals nach materiellen Gesichtspuntten erfolgen sollte. Ferner wird dringend empfohlen, sich vor Beginn des Studiums wegen eines geordneten Studienganges beim Fachprvfessvr Rat zu holen. Auch sollte nach Ansicht einzelner Konsistorien der junge Theologe nicht versäumen, mit den Geistlichen der Kirchenbehörche des Landes, in dem er Anstellung erstrebt, rechtzeitig Fühlung zu nehmen. )( Obermockstadt, 21. Aug. Ein Doppelfest feierte unsere Gemeinde am gestrigen Tage. Die Posaunenchöre von Langenbergheim, Glau- berg, Ruppertsburg, Durg-Gräfettrode, Rauheim und Obermockstadt hatten sich zum Verbandsfest der oberhessischen Posaunenchöre ein Stelldichein gegeben und rückten mit Leiterwagen, zu Fuß unv mit der Dahn an. Der Tag begann mit einem Weckruf des hiesigen Posaanen- chors in der Frühe des Sonntagmorgens, um 9 llhr fand in der Kirche die Hauptprobe statt, um ’/4ll IBjr begann der Gottesdienst, in dem der Sumatra-Missionar L a m b e ck von der Rheinischen Mission die eindrucksvolle Festpredigt hielt: der Gottesdienst war verschönt durch die verschiedenen Vorträge der vereinigten Posaunenchöre Rationalbank f. D. . Doch. Gußstahlwerke 2325.- 2540, Bud.-Eisenw.-Att.. "4o,- 1410, D.'Luxemb.Bergw.. 2100,- Gelsenlirch. Bergw.. 2400, - Harpener Bergbau. btvo, - Oberfchl. Eifenb.-B. H75,- Oberschles. Gisenind. 10*9, ■ Phönir-Bergb.-Akt. 2710, Bad.Anilin-u. Soda 1050, Höchster Farbwerke. 950, Allg. Glektr.-Gef. . . 650, Felten L Guilleaume 1128, Schuckert-Werke. . . 1099, Adlerwerke 595, Daimler 520, 4° 0 Hess. Staatsanl. 66, Electron Griesheim 1000, Dtfche. Vereinsbank 192.50 200,- 2176, -2450, 2348,- 2500, 4950,- 4875, 1148,-1190/ 1048,- 1090, 2700,- 3000, Züricher Devisenmarkt. 22. 8. Die Berufsaussichten der Theologen. ; Den in den „Leipziger Akad. Rachrichten -veröffentlichten Ergebnissen einer Umfrage der . dortigen Akademischen Auskunftsstelle über die Derufsaus sichten der Theologen Jino folgende Angaben zu entnehmen: Im allgemeinen herrscht im Theologenberus keine Lieberfüllung. Preußen und Vaden bemerken sogar, daß in nächster -Zukunft mit Mangel an Anwärtern zu rechnen sei wogegen Bayern und Oldenburg anderseits größeren Aa° drang von Anwärtern als bisher erwarten. Det Theologenstand nimmt unter den akademischen Ständen zur Zeit insofern eine Vorzugsstellung ein als in ihm der Anwärter am frühesten eine gewisse wirtschaftliche Selbständigkeit erlangen kann. Doch muß diesen Vorteil gegenüber bedacht werden, daß die finanzielle Lage der K^che auch jetzt noch nicht überall geklart und gesichert ist Die Angaben über die Wartezeit (vom Bestehen der zweiten Prüfung bis zur festen An- fMb'na in Pfarramt) habm sich ger-enüb*'r dem Vorjahre kaum geändert. In Mecklenburg-Schwe- hu uni) in Typingen gib. es leine Wartezeit, in Sachsen, Preußen und Braunschweig ist sie ganz kurz, Anhalt, Mecklenburg-Strelih und Oldenburg geben 1—2 Jahre an, Hessen 2 bis 4 Jahre, Bayern 2—6 Jahre. In Baden erfolgt die endgültige Anstellung im Pfarramt nach 6—8 Jahren, doch wird dort der „unständige" Geistliche während dieser Zeit auskömmlich besoldet. Die Wartezeit wird in Anhalt, Sachsen, Thüringen, Braunschweig und Mecklenburg-Stre- litz auf das Desoldungs-undPensions- bien ft alter überhaupt nicht angerechnet. In Hamburg wird einem Hamburgischen Kandidaten die Hälfte der Zeit nach dem Examen angerechnet, dem auswärtigen Kandidaten die Hälfte der Zeit, die er als Geistlicher tätig war. In den übrigen Ländern wird die Wartezeit vom Tage der Ordination ab angerechnet (vorausgesetzt, daß das 27. Lebensjahr zurückgelegt ist). Während des Hahres .im Predigerseminar erhalten die Kandidaten gewöhnlich lleine Stipendien. Werden sie als Hilfsgeistlicbe angestellt, so erhalten sie eine Besoldung, die sich nach und nach dem Anfangsgehalt der Pfarrer nähert. Die Sätze sind übrigens nicht in allen Ländern genau feftgelegt, werden nach älebereinkunft gewährt oder sollen in nächster Zeit erhöht werden. Auch die Besoldung der Pfarrer ist noch nicht überall endgültig festgesetzt. In Anhalt, Baden, Hamburg, Lübeck, Sachsen, Bayern, Oldenburg sind die Geistlichen in die 10. und 11. Desoldungsklasse eingereiht, in Preu- y/ Nur noch heute und morgen! BjR Das Tagesgespräch von Gießen KK ist das wundervolle Filmsingspiel R In einem kühlen Grunde Eine Schnur köstlich. Perlen deutscher Dichtung und Musik 2 Vorstellungen 4 und 8.15 Uhr! By Bis einsobließl. Donnerstag verlängert. (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) England und die Rede PoincarsS. London, 22. Aug. (WTB.) „Daily Ehrvnicle "veröffentlicht einen Bericht über die Rede PoincaröS in Dar-le-Duc unter der Überschrift: „Poincarö beschuldigt Großbritannien." Der Pa- riser Sonderberichterstatter des Blattes schreibt, der französische Ministerpräsident habe eine unerwartete oratorische Offensive gegen England und die englische Regierung unternommen. Die gestrige Rede Poincares sei voll von bitteren Worten und Insinuationen, für die vielleicht eine Entschuldigung vorhanden wäre, wenn die Londoner Konferenz einen Bruch der Entente bedeutet hätte. Die Rede werde die reaktionäre und nationalistische Presse mit Entzücken erfüllen und werde andererseits den Anglophoben dienen, die einen Bruch der Entente und ein Bündnis mit Deutschland predigten, mit einem Wort, sie werde Mißstimmung in Großbritannien und Frankreich erzeugen. handel. Berlin, 22. Aug. Börsen stimmungsbild. Die Aufwärtsbewegung der Industriepapiere und der meisten Rentenwerte zieht an der Börse weitere Kreise. Die Beteiligung deS Publikums hat sich trotz der noch immer bestehenden Geldknappheit vergrößert. Das Ausland kauft in großem Umfange deutsche Industriepapiere. Unterstützt wird die steigende Bewegung durch die abermals einsehende Devisenhausse, tue einen Dollarkurs nichtamtlich bis 1300 brachte und die auf die unnachgiebige Haltung in der Moratoriums- bzw. Pfänderfrage, wie sie in der lebten Rede Poincaräs wieder deutlich zutage tritt, zurückzuführen ist. Die Festsetzung der Anfangskurse hat sich infolge größerer Geschäftsausdeh- rtung bereits erheblich verzögert. Anfangs war die Kursbildung noch nicht ganz einheitlich, während auf dem Montanmarkte, wo sich heute das Hauptgeschäft abspielte, Kurssteigerungen durchschnittlich bis 100 Prvz., für Phönix 250 Proz., Laurahütte 400 Proz., für chemische und Elektrowerte von 30—80 Proz. zu verzeichnen waren. Die Maschinensabriks- und Metallwerte sowie der andere Teil des Industriemarttes schlossen sich erst zu erwähnen Stettiner Vulkan und Dcheidemuttel I 250—275 Proz., Anglo-Guano 300 Prvz. 3n \ Schiffahrts- und Bankaktien war das Geschäft bei mäßigen Kursbefferungen heute stiller. Starke Rachfrage bestand auch für die au Einheitskursen gehandelten Industriepapiere, bei denen wiederum mit erheblichen Kurssteigerungen, ebenso aber auch, wie bereits gestern, mit erheblicher Verspätung bei der Kursfeststellung zu rechnen ist. Auslandsrenten und Valutapapiere nahmen wegen der Devisenhausse einschließlich türkischer Papiere die steigende Bewegung wieder auf. Am erheblichsten gingen österreichische Goldrente, lombardische Prioritäten sowie Baltimore, österreichische Banlaktien, Canada-Ablieferungsscheine, letz- tere 1500 Prvz., in die Höhe. Die im Freiverkehr gehandelten Kolonial-, Kali- und sonstigen In- ouftrietoerte stiegen gleichfalls erheblich. S'/stuoj. und 3prvz. Reichsanleihen waren infolge anhaltender Auslandskäufe 25 Prvz. höher notiert. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 21. August. 22. August. 45692.80 45807,20 50586,6a 60713.35 8878 85 8901 15 9737 SO 9762.20 (SMffinnin ' 20424 40 20475,60 22571,75 22628,25 Kopenhagen * ' 25868 26 25431,7628064,85 28185,15 Stockkolm ’ * 31061,1t 31136.90 34406,90 3*493,10 ÄeffiSi * ' ' 2531 80 2533,20 2676,65 2683,35 Öun ' ' ’ 6303,35 5816,65 5817,70 5832,30 6263,40 5266,60 68x7,60 5832,30 1168,53 1171,47 1298,35 1301,65 mnrid 3363,25 »386,7510362,- 19388,- 22322,06 22377.95 24393,95 24456,05 Manien 18327,05 18372,96 20249,65 20300,35 Deuftch-Oesie^ M3 1 47 1,48 1,52 Prag . .^7 3545,55 3554,45 4138,30 4141,70 Budapest.... *>7,41 Buenos Aires . 679,15 Bulgarien . .. 425,95 'Xaöan 559,30 560,70 614,20 615,80 Rio de'Janeiro 15530,- 16670,- 16928,- 16972,-- Autobesitzer! M 1. September gliedere ich meinem Betriebe eine grohe, mit modernen Apparaten und besten Fachleuten ausgerüstete MW- * WMMlil WMMW an. 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Berbaudsvorsitzenden und Orte- Pfarrers umrahmten die Feier. Eine Festkollekte von 2331 Mk. ging für die Mission ein und machte den Tag zu einem rechten M i f f i o us - t a g. Von 5 Uhr ab konzertierten die Chöre an zwei Plätzen und gaben noch einmal dem Dank für die herzliche und gastfreie Aufnahme in den Häusern der Gemeinde Ausdruck. Altentisch, b) nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen beabsichtigen, wollen sich an den städtischen Wiesen» meister Bellos, Wolfstraße 15, wenden. Die Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. Gießen, den 21. August 1922. (7781B Der Oberbürgermeister. 1.2.: Dr. Rosenberg. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Reinhards- hain für das Rechnungsjahr 1922 liegt vom 23. August 1922 bis einschl. den 30. August 1922 auf unterem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Reinhardshain, den 23. August 1922. Bürgermeisterei Reinhardshain. I.V.: Goß. 7788D | Mietgesuche | 2-3 out möblierte Zimmer möglichst Lage SelterS- weg oder Bahnhofstrahe, von Kaufmmm gesucht. Schrift!. Angeb. unter 08095 an den Gieß. An». Junger solider Beamter sacht schön möbi. Zimmer wenn mögl. mit Abend- essen. Schrift!. Angebote mtter08102 a. d. Gietz. An». M Zier mögl. Nähe des Bahnhofs, zum 1. 9. von Herrn gesucht. Schrift!. Angeb. unter 7784 a. d. Gietz. Anz. Amerikaner sucht 1 oder Ä gut möblierte Zimmer. Schrift!. Angeb. unt 08094 «m l. Gietz. An», erbeten. Hörnsheim, Großen-Linden, den 22. August 1922. Sofortige Barzahlung! Strengste Diskretion! DAPOLIN Wieseck, den 23. August 1922. 08126 Die Beerdigung findet Donnerstag nachm. 3 Uhr statt Kein Warten auf Versand von auswärtsI Adam Kircher, Gießen, Bleichstr. 15 Fritz Schilling Frankf. 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