Nr. 19 Der Siebener Anzeiger «scheint täglich, außer Sonn- und I-eiertaqs. Monatliche Vezngrpreise: Mk. 9.50 einschl. Trägerlohn, durch die Post Mk. 10. - einschl. Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fern sprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Erster Blatt 172. Zahrgang Montag, 25. Januar 1922 Gietzenerrlnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vriihl'fche Univ.-Vuch- und 8teindruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: §chu!strahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 70 Pf., auswärts 90 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 300Ps. Bei Platz. Vorschrift 20 Ausschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Grehen. williger. •fw u ! Geld ust I" Januar, ndeiit kommenden Mittwoch egenheit ’en Siiiif j)lt 90- e ,,ElÜ-k '3H.U0.- -ohlen, .vodjidjaii . t wr. «so.- W;?< wasserdicht, lMll0.-b.t80.- Gießen a»«e 15. M an Sämereien im fischen hausm ’,Telephon641 Preisliste ist er- r genaue Adressen aft sowie aller mdbesitztr ;t, selbige abholen MM ete ich Montag, Veit Haminlttehe 14: mit Makahe, 13®«* hommobe, 1 id), 4 Stühle, - W * mit enbrittn, I M1* e jum 5™*“ K er II' '.niurftr Stritt 9. i6®r jsshs Die Hessische Landwirtschasts- kammer und ihre Schulden. Don der Landwirtschaftskammer D a r m st a d t geht uns mit der Bitte um Ab- druck folgende Zuschrift zu: „Unter obenstehender Lieberschrift bringt die Rr. 5 des „(Siebener Anzeigers" längere Ausführungen gegen die Landwirtschaftskammer, die in ihrer Art und Form wohl beispiellos dastehen. Daß man gerade den Tag nach dem so gut und wr allgemeinen Befriedigung der hessischen, besonders der oberhessischen Landwirte verlaufenen mehrtägigen Kursus in (Sieben benutzt und in ihrer ganzen Art einseitige, demagogische und den Tatsachen widersprechende Ausführungen der Öffentlichkeit übergibt, dürfte wohl nicht unbeabsichtigt sein. So wie diese Bortragskurse der Landwirtschastskammer sich grober Beliebtheit und immer eines zahlreichen Besuches erfreuen, werden auch die anderen Einrichtungen der Landwirtschaftskammer, die sie als Rach- folgerin der Landwirtschaftlichen Vereine in Ausdehnung ihres Auftragsgebietes im Interesse der hessischen Landwirtschaft getroffen hat. von unseren hessischen Landwirten anerkannt, lebhaft benutzt und lobend erwähnt. Daß es dabei auch Landwirte und Stellen neben der Landwirt- fchastskammer gibt, die ihre Einrichtungen nicht mit freundlichen Augen betrachten, ist erklärlich. Es werden in der Aegel solche Personen und Stellen sein, die ihre eigenen Interessen über diejenigen der Allgemeinheit stellen und die sich damit nicht zufrieden geben können, dab eine_ einheitliche Organisation der Landwirtschaftsförderung in der Landwirtschaftskammer vorhanden ist und dab diese Landwirtschaftskammer alle die Aufgaben übernommen hat, die zu übernehmen chr gebührt und wozu sie verpflichtet ist. 3m einzelnen nehmen wir zu dem Inhalt tote folgt Stellung: 1. Die erfolgreiche Tätigkeit der früheren landwirtschaftlichen Provinzialvereine ist noch nie von den Personen bestritten worden, die führend in der hessischen Landwirtschaft stehen oder tätig dabei Mitwirken. Tatsache ist aber, daß die landwirtschaftlichen Vereine allein auch in Hessen, ebenso wie sich dies in allen anderen Ländern Deutschlands, sehr frühzeitig in Preuben, ergab, auf die Dauer für die Aufgaben, die im Interesse der Landwirtschaft zu erfüllen waren, nicht ausreichten. Preuben ist uns in dieser Beziehung durch Errichtung von Landwirtschaftskammern lange Jahre voraus gewesen. Die Erfolge waren dort unbestritten. Die Errichtung einer auf gesetzlicher Grundlage aufgebauten Derufsvertretung war der Wunsch der hessischen Landwirtschaft, des hessischen Bauernstandes, um so eine Gesamtvertretung der hessischen Landwirtschaft, die anerkannt werden muhte, zu erhalten. 2. Jemand, der, aus Fachkreisen stammend, heute noch eine freie Vereinsorganisation für diejenige S elle hält, die in der Lage ist, die Gesamtinteressen der Landwirtschaft in allen wichtigen technischen, wissenschaftlich-technischen und wirtschaftlichen Fragen eines Landes zu vertreten, der hat für das Wohl und Wehe seines Berufes kein Verständnis. 3. Wer der Auffassung ist, dab heute noch die Geschäfte zur Förderung der hessischen Landwirtschaft nebenamtlich und in dieser Beziehung, wie der Einsender meint, unentgeltlich erledigt werden können, der hat eben fein Verständnis für die — und keine Kenntnis von der — Fülle der Aufgaben, welche im Intereffe der Förderung der Landwirtschaft heute mehr denn je zu erledigen sind. Auch früher in den landwirtschaftlichen Prvvinzialvereinen wurde unentgeltliche Tätig- ‘ feit nicht mehr geleistet wie heute. So war dem , früheren ©efretär des landwirtschaftlichen Pro- I vinzialvereins in Oberhessen, Oekonomierat Lei- I thiger, dafür, dab er seine Arbeitskraft für die Geschäfte des Provinzialvereins verwenden konnte, ein dritter Landwirtschaftslehrer zur Verfügung gestellt worden. Dieser war mit Herrn Oetonomie- rat Leithiger gemeinsam für den Provinzialverein tätig. Heute werden die Geschäfte von einem akademischen landwirtschaftlichen Beamten in der Geschäftsstelle des Landwirtschaftskammer-Ausschusses erledigt. Im übrigen fragen wir: Wo sind aus Fachkreisen die Personen, die eine Arbeit unentgeltlich übernehmen würden? 4. Die beiden früher in dem vberhessischen Provinzialverein tätigen Beamten, Oekonomierat Leithiger und Sekretär Schwarz, sind mit der Errichtung der Landwirtschaftskammer in diese übergetreten. Aiemand wird ihre Verdienste um die oberhessische und hessische Landwirtschaft bezweifeln. Wenn der Artikelschreiber aber die Arbeit dieser beiden Männer im Gegensatz zu derjenigen der Beamten der Landwirtschastskammer bringen will, so machen wir darauf aufmerksam, dab Oekonomierat Leithiger vom Jahre 1907 bis Ende 1918, also 11 Jahre, als leitender Beamter der Landwirtschastskammer tätig war und in dieser Stellung an dem Ausbau und der Ausgestaltung der Landwirtschaftskammer in erster Linie mittoirfte. 5. Mit Errichtung der Landwirtschaftskammer hat sich in der Durchführung der Maßnahmen gegen früher bei den landwirtschaftlichen Vereinen fast nichts geändert. Die Aufgaben, welche früher die landwirtschaftlichen Provinzialvereine in den Provinzen ausführten, führen auch heute noch die Provinzausschüsse der Landwirtschafts- fammer durch, mit wenigen Ausnahmen, und zwar derjenigen Mabnahmen, die eme einheitliche Durchführung für das ganze Land erfordern, nämlich das landwirtschaftliche Verfuchswesen und das Vortragswefen. Das letztere wurde früher nicht vom Provinzialverein, sondern den Bezirks- Vereinen gehandhabt. Die gesamten anderen Aufgaben, die früher die landwirtschaftlichen Provinzialvereine erledigten, find auch heute noch Aufgabe der Provinzausschüsse dec Landwirtschaftskammer. Bureaukratisch konnte die Tätigkeit der Landwirtschaftskammer nicht sein, wie der Artikelschreiber behauptet, auch nicht bureaukratischer wie die der Provinzialvereine, denn in der Land- wirtschastslammer find mehr landwirtschaftliche Sachverständige tätig, wie in den landwirtschaftlichen Provinzialvereinen. Der Landwirtschafts- kammer war es Vorbehalten, tatsächlich den praktischen Landwirt in die leitenden Stellen der Organisation zu berufen. An der Spitze der Land- wirtschaftskammer und ihrer Organe in den Provinzen stehen fast dieselben Personen wie bei den landwirtschaftlichen Provinzialvereinen und dem hessischen Landwirtschastscat. Die Beamten, welche früher die Geschäfte bei den landwirtschaftlichen Provinzialvereinen und dem Landwirtschaftsrat führten, sind in die Landwirtschaftskammer übergetreten. 6. Es wurde auch nicht, wie der Artikel- fchreiber behauptet, die Tätigkeit der Bezirksausschüsse eingeschränkt dadurch, dab ihnen verboten wurde, Vorträge abzuhalten, im Gegen- teil: das gesamte Vortragswesen wurde wohl von der Landwirtschaftskammer einheitlich geregelt, aber die Vorschläge, Vorträge zu halten, blieben den untersten Organen in den einzelnen Bezirken der Provinz, den Bezirksausschüfffen, überlassen. Sie machen die Vorschläge für die Vorträge, und sie werden befragt, sobald die Vorträge in ihren Bezirken gehalten werden sollen. (Sortierung folgt.) Eine Rede Lloyd Georges. L o n do n, 21. Jan. (WTB) Von einer sechstausendköpfigen Zuhörerschaft stürmisch begrübt, hielt Lloyd George heute auf der nationalliberalen Konferenz in der Centralhall in Westminster seine mit Spannung erwartete grobe Rede. Er sagte, die Behauptung, dab Reuwah - len ein Gedanke der Koalitionsliberalen seien, wäre eine reine Erfindung. Die Koalitionsliberalen hätten sich ebenso wie alle anderen Liberalen für die Reform des Oberhauses verpflichtet. Ob Aeuwahlen früher oder später kommen — und eines Tages mühten sie kommen — es könne dem Lande nur eine Politik unterbreitet werden, eii e Politik, die nicht diktiert sei durch Wahl- sorderurgen, sondern durch Beschlüsse des Landes und der Welt. Um das Vertrauen wiederherzustel- len, müsse man sofort Frieden in der ganzen Welt schaffen. Dies sei die Ausgabe, der sich alle Regierungen gegenüber gestellt sehen. Was sei die Lage der Welt? Grobbritannien habe einen erschöpfenden und verheerenden Krieg geführt. Der Handel befinde sich in einer schlimmeren Lage als je. In Grobbritannien seien zwei Millionen Erwerbslose; in den Vereinigten Staaten noch viel mehr. Warum? In der Welt bestehe ein gröberes Bedürfnis nach englischen Waren als je zuvor, jedoch weniger Rachfrage. Richt, dab die Welt den Reichtum nicht erschwingen könne, der sie in den Stand setzen würde, diele Waren zu bezahlen, wenn sie Kredite erhalten werde. Aber Kredite seien unmöglich ohne Vertrauen und Stabilität. Das Problem, dem Groß- britannien und die ganze Welt gegenüberständen, könne in einem Wort zufammergesa-t werden: Die Wiedeners estu g des inter ationa'en Vertrauens. (Beifall.- Vertrauen Großbrüa niens in andere Länder, jedoch vor allem das (Bertrauen eines Landes in alle Länder. Internationales Vertrauen sei die Grundlage des internationalen Handels. Grobbritannien fei ein Land, das vollkommen von dem internationalen Handel ad- hänge. Die elektrischen Ströme des Handels mühten in der erzielten Atmosphäre der Welt notwendigerweise unregelmäßig und schwach lein. Ohne Vertrauen könne Kredit nicht aufgebaut werden, ohne Kredit kein Handel und ohne Handel kein Unterhalt für unser Volk. Untere Galten werden ungeheuerlich werden, und unser Bankerott wird der Welt ins Angesicht starren, wenn keine Aktion ergriffen wird, und zwar eine internationale Aktion, nicht eine Aktion eines Landes, sondern aller Länder. (Verfall.) V)ie kann Vertrauen geschaffen werden? Ich werde manchmal von meinen Freunden gefragt, weshalb ich einen so groben Teil meiner Zeit interrationalen Angelegenheiten widme und nicht mehr Zeit für innere Fraaen verwende. Ich werde jedoch sagen warum. Solange nicht der Frieden der Welt wiederher- gestellt wird, sind wir das gröbte Opfer, die größten Leidtragenden. Um Vertrauen wiederher zu st eilen, mub man einen wirklichen Frieden in der W e lt s cha f- f e n. Der Handel hat im Kriege einen groben Stotz erlitten. Er ist jetzt furchtsam und erschreckt. Man mub seine Rerven w eder beleben. Solange Fragen bestehen, die Unruhe erzeugen wird der Handel nicht das notwendige Risiko übernehmen. Der Frieden mutz auf einer festen Grandlage guten Einvernehmens unter allen Völkern begründet fein. Dies ist die erste Bedingung des Wirtschaft sichen Wiederau da res der Welt und dies ist die Ausgabe, der sich die Regierung gegensberges.e ft sieht. : ich! nur unsere Regierung, sondern alle Recrerungen in der gesamten West iA chatte der Bei all.) Je weniger die Regie ungen sich in den Handel e klinischen, um so befer ist es. Die Jndustrieschutz- bill bezieht sich auf eine rein zeitweilige Lage I von ganz abnormem Charakter. Es gibt ein dringenderes Problem. Wir wollen es auf unser I Banner schreiben: Frieden auf Erden und den Menschen ein OB o b l gefall en! (Beifall.) Wenn man ein allgemeines Einverneh- , men unter den 'Rationen Herstellen will, so erfordert dies grobe Geduld, denn.es besteht viel Mißtrauen und viel Argwohn. Es gibtLeute, die denken, sie hätten es b u x d) einen Federstrich tun können, wenn f i e vor zwei oder drei Jahren in Versailles gewesen wären. Die Leute, die so denken, haben sicher nicht die ausländische Presse gelesen, weder damals, noch heute, sonst würden sie von ihrem Wahn geheilt worden fein. Cs ist jedoch ein Fortschritt gemacht worden. Die Washingtoner Konferenz ist ein bedeutsamer Beweis dafür, ein Beispiel, dem man folgen mub- Vier Fünftel der Schwierigkeiten find auf Argwohn in der Welt zurückzuführen. Die meisten Streitigkeiten entstehen durch Argwohn, der nur beseitigt werden kann durch einen vernünftigen Meinungsaustausch Das ist in Washington erreicht worden und viel mehr ist noch zu erhoffen, wenn jeder dazu beiträgt, ein gutes Einvernehmen zwischen den Vereinigten Staaten und Grobbritannien herzustellen. Der Frieden der Welt hängt in grobem Mabe von dieser Grundlage ab. Bei den europäischen Ländern hat man es mit alten eingewurzelten Verwicklungen zu tun. Es besteht alter Hab, alte Rivalität, alte Fehde, alter Argwohn und altes Mibtrauen. Wenn man sich mit irgend einem europäischen Problem zu befassen beginnt, dann erkennt man, das) dies nie versagende Geduld, Beharrlichkeit und Stetigkeit erfordert und dab man sich durch zeitweilige Rückschläge nicht abschrecken lassen darf. Die Männer, die daran dachten, dab sie Europa in zwei oder drei Jahren von seiner Rot befreien können, find entweder über die wirklichen Verhältnisse nicht unterrichtet oder führen ihr Publikum irre. Die Ereignisse in Frankreich beweisen, wie vorsichtig man bei so viel herrschendem Argwohn auftreten mub. Es gibt nur einen Weg, um das Ziel zu erreichen. Dieser Weg ist, dab man darauf besteht, die Rationen zu dem Prüfstein der Vernunft und nicht der Gewalt zu bringen. Dies ist zu erreichen durch beharrliche Zusammenkünfte, Erörterungen und Konferenzen. Wenn im Juli 1914 eine Konferenz stattgefunden hätte, bann würde es im August keine Katastrophe gegeben haben. Ohne Meinungsaustausch entstehen Mibverständnisse und diese können sich zu Verwicklungen ausreifen. Konferenzen beseitigen die Mibverständnisse und den Argwohn. Jede Konferenz ist eine Sprosse in der Leiter, die zum Frieden auf Erden führt. (Lauter Beifall.) Es gibt Leute, die erklären: Genug mit den Konferenzen! Wir wollen Depeschen und Briese austauschen! Wie ist dies angängig? Jede Partei legt ihren eigenen Standpunkt bar; anstatt dab die Parteien zusammengebracht werden, versteifen sie sich nur zu oft auf ihre Lieberzeugungen. Mit einem Briefe ist die Sache nicht gemacht, Mit einer Depesche kann man nicht argumen- tieren und mit einer diplomatischen Mitteilung kann man nicht diskutieren. Man mub sich von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten. Ich habe den festen Glauben an die schließliche Vernunft der Menschen. Ich bin Optimist. Am meisten treten für die Rückkehr zur alten Diplomatie diejenigen ein, die von ihr verwüstet wurden. Wenn man seinerzeit eine Konferenz nach den neuen Methoden gehabt hätte, dann würden fetzt keine französischen Provinzen auf Wiederherstellung warten. Die Männer, die die Konferenzen Haffen, find die Männer der starren Ansichten, die Männer, die nicht gern den Wirklichkeiten gegenübertreten, und es gibt Leute, die niemals einer Wirklichkeit ins Gesicht gesehen haben. Cs ist gut, wenn man sie zwingt, dies hin und wieder zu tun. Alle die, die den Frieden erstreben, müssen den Mut haben, auf den einzigen Weg zu gehen, der zum Frieden führt, und an offene Erörterungen glauben. In Genua soll jetzt eine Konferenz statt- finden, in vieler Hinsicht die gröbte internationale Konferenz, die je abgehalten wurde. Die Rationen Europas ohne Llnterschied sind zur Teilnahme eingclaben worden. (Beifall.) Sie sind eingeladen worden, weil wir diesen dauernden Kriegen und Kriegsgerüchten ein Ende machen wollen, die für das internationale Wirtschaftsleben genau so nachteilig sind wie der Krieg selbst. An einem Tage hört man, dab Rußland rüstet, um Polen anzugreifen, dab Polen einen Aufstand in der Likraine organisiert, dab Rubland Rumänien angreifen will oder Finnland einen Teil Rublands angreifen.wird. Man hort, dab einer ber Staaten, der einen Teil Oesterreichs bildete, seinen Rachbar bedroht und dab fein Rachbar ihn bedroht. Das ist keine ©fabiljtät. Auf dieser Grundlage kann kein Wirtschaftsleben aufgebaut werben. In Mitteleuropa rumort und raffelt es. Wir werden diese Länder zusammenbringen von Angesicht zu Angesicht, und wir werden sehen, ob die Möglichkeit besteht, sie zu einem vernünftigen Einvernehmen zu bringen. Manche Ceute rufen: Was fünsundvierzig Rationen und tausend Sach- te-ftänbige? Welche Extravaganz, tausend Sachverständige finanzielle, diplomatische, wirtschaftliche! Lloyd George erklärt ironisch: „Sie sind immer noch billiger als die militari- IchenSachvec ständige n." (Gautcr und anhaltender Beifall.) Wir haben soeben ein? Aus- einanderset'-ung zwilchen denjenigen Rationen zu Ende geführt, die viereinhalb furchtbare Jahre bauerte. An dieser Konferenz nahmen Dreißig Millionen Menschen teil. An der S:e le, wo die Debatte stattland blie en zehn Mil o'en junger Männer tot liegen. Zehn weitere Mst.ionen wurden verstümn'est Die Ausgaben betrugen fünfzehn Milliarden Pfund Sterling. Lloyd George fuhr fort: Die Völker sollten wieder eine andere Konferenz versuchen! (Lebhafter Beifall.) Schaut auf das arme Europa! Blutend, verwüstet, öde und in Rot! Gebt uns eine neue Chance, um zusammen zu sprechen, an die Vernunft zu appellieren und um zu sehen, ob der alte G e i st der Brüderschaft, der der ganzen menschlichen Rasse zu Grunde liegt, nicht zu einem Zusarnrnenfassen der Hände und zu einem freundschaftlichen Zusammenwirken führen wird statt zu Konflikten, die Verhängnis und den Ruin über alle bringen. Wenn Staatsmänner aller Rationen auf die Konferenz gehen, entschlossen, das Beste zu tun, entschlossen, die Schwierigkeiten zu beteiligen und ohne solche zu schaffen, entschlossen, den Argwohn zu beseitigen und nicht zu erhalten, entschlossen, zu helfen und nicht zu behindern und die Augen nicht geschlossen zu hatten, dann wird das Ergebnis dieser Konferenz ein guter Friedenspakt sein. Lloyd George sagte, er wolle von dieser Stelle, soweit seine schwache Stimme reiche, an alle Männer, die sich in Machtstellung befänden, und an alle Lenker ber Menschheit Den Ru f richten, nach G'.nua zu gehen im GeistebeS Friebens, bann werde Der Frieden daraus folgen. (Beifall.) Ohne Frieden keine Zuversicht! Daher sei absichtlich auf der Konferenz an die erste Stelle die Frage der Schaffung des Friedens in Europa gesetzt. Wenn man das nicht tue, fei es zweifellos, die Sachverständigen zu ersuchen, finanzielle und Handelskreditpläne zu erörtern. Ein Geschäftsmann gehe bei schlechtem Wetter nicht ins Freie. Er habe genug davon gehabt und fei bis auf die Haut durchnäßt, und könne nirgends seine Kleider trocknen. Zuerst müßten die Wolken teggefegt werden, zuerst müsse der Geschäftsmann eine klare Atmosphäre erhalten. Dann werde er Vertrauen haben und ein Missionar des Friedens werden. Ohne Frieden müsse jeder Plan fehlschlagen. Bezugnehmend auf die Erklärung Sic Robert Cecils, daß die Konferenz von Genua dem Völkerbund überlassen werden müsse, sagte Lloyd George, er glaube an den Völkerbund. Wenn man jedoch dem Völkerbund eine Aufgabe stelle, für die er aus besonderen ©rünberi nicht geeignet sei. schädige man damit nur den Völkerbund. Der Völkerbund sei noch im Entstehen begriffen, und jeder Mißerfolg, den er sehr gut vertragen tonne, wenn er fest begründet wäre, würde in dielem Stadium vernichtend auf ihn wirken. Zwei Rationen würden sicher nicht kommen, wenn die Konferenz von Genua, auf der man bestrebt sei, alle Rationen zusammen zu bekommen, unter den Auspizien des Völkerbundes einberufen worden wäre, nämlich Amerika und Rußland, die mic dem Völkerbund nichts zu tun haben wollen. Wenn man Frieden schaffen und die wirtschaftliche Wiederherstellung der Wett erzielen wolle, sei es notwendig daß man diele beiden Rationen nach (Senua bekomme. Die Washin itoner Konferenz errichtete den Frieden im Westen und die Konferenz von Genua werde hoffentlich den Frieden im Osten schaffen. Das ist unser Friedensprogramm. Es wird keinen Frieden geben, wenn nicht ein wirkliches Einvernehmen vorhanden ist und wenn nicht diesem Einvernehmen beträchtliche Verminderungen der diohen- den Rüstungen folgen, die immer noch auf der Welt lasten. Wenn ein Einvernehmen auf der großen Konferenz von Genua erzielt wird, so werden sicher die Rationen selbst eine Herabsetzung Der Rüstungen verlangen. England hat das Beispiel gegeben. Es seht sein Heer auf den Vorkriegsstand herab und verringert seine Flotte und seine Luftmacht. (Hier folgt di? bereits gemeldete Aeuherung Lloyd Georges über die Reparationen.) Lloyd George befaßt sich hierauf mit Der Frage Der Herabsetzung Der Ausgaben im Inlande, mit der Frage des Friedens innerhalb der Klassen der Bevölkerung und tritt nachdrücklich für die Aufrechterhaltung der nationalen Einheit im Gegensätze zurPanei- volitik ein. Cs würde verhängnisvoll in dieser Stunde sein, zu dem alten Parteikampf zuruck- -ulehren bevor die Aufgabe der nationalen Einheit vollendet sei. Zum Schlüsse seiner Rede erklärte Lloyd George, es sei die Ausgabe des britischen Reiches, zur Schaffung des Friedens auf dem Kontinent beizutragen. Lieber die Frage der deutschen Reparationen sprechend sagte Lloyd George, er gehöre nicht zu denjenigen, die der Ansicht seien, daß Deutschland die Zahlung dieser Summen erlassen werden müßte. Deutschland habe den Schaden mutwillig an gerichtet. Frankreich quäle sich unter sehr schweren Lasten, um diese Schäden wieder herzustellen, desgleichen Belgien und Italien sowie die anderen Länder. Deutschland soll bezahlen und Deutlchland kann bezahlen! (Beifall.) Deutschland leide, wie jedes andere Land unter dem großen Zusammenbruch des internationalen Handels. An zweiter Stelle nach Großbritannien hänge Deutschland mehr vom internationalen Handel aß als jedes andere Land. Deutschland leide, aber das sei mir zeitweilig. Mit dieser Frage konnten st«y Die Sachverständigen befassen. Tatsächlich, seien die Sachverständigen auch, bevor Die Konferenz von Cannes auseinandergegangen sei zu einer Vereinbarung gelangt, die seiner A sicht nach befriedigend und für Deutschland annehmbar gewesen sei Lloyd George sagte weiter: Wir haben uns vorläufig darüber geeinigt, und ich halte, daß etwas derartiges auch später geschehen wird, wenn keine Torheit dazwischen kommt. Es ist jedoch eine Frage, die erwogen und auf eine feste Grundlage gestellt werden muß. damit England genau weiß, woran es ist. Verzug ist gefährlich, und je eher die Frage geregelt wird, um so besser ist es. Das Echo in Frankreich. Paris, 23. 3an. (WTB.) Das „Scho dc Parts" sagt, das Programm der auswärtigen Polillk, das Lloyd George entwickelte, stelle sich der französischen These, daß jede französi che Regierung zu unterstützen sei, klar entgegen. Der Staatsmann der Downingstreet toofic nach der Konferenz von Washington dem internationalen Handel die Wege offnen, indem er alle Hindernisse aus dem Wege räume. Das falle das Ziel der Äonferen$ von Genua sein. Poincarö handelte sehr nützlich, als er bestätigte, daß Frankreich sich zwar dem Werk von Genua nicht widersehe, sich aber an dem Buchstaben des Vertrages von Versailles halte. Das Blatt hofft, daß sich das franzö.ilche Volk nicht einschüchtern lassen werde. Der „Gaulois" sagt, das; eine aus Vertretern von 40 Stationen bestehende Konferenz von Genua Europa den Frieden auszwingen könne, sei eine nicht gefahrlose Illusion. Sei nicht zu befürchten, das; der Kongreß besonders den Interessen Deutschlands und Sowjetrußlands dienen würde und sich beeilen werde, nicht etwa den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas, der augenblicklich eine Utopie sei, sondern die Han-, delsbeziehungen zwischen Deutschland und Rußland zu fördern, wodurch Deutschland ein ungeheueres politisches und wirtschaftliches Aktionsfeld eröffnet werde? Der „Figaro" sagt, wenn Lloyd George erklärte, Deutschland könne zahlen, dürfe daraus nicht geschlossen werden, daß sich der französische ' io der englische Standpunkt besonnen hätten, sich e sofort 36DWen hrlörpern der W n und Volksschulen erscheinender Aus- lfaaben des Bundes en Beitritten auf- Ihre Verlobung geben bekannt Gloria Marston Bob Preston ist billiger als jede Hauswäsche. Ein Versuch überzeugt. 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Minute seinen dritten Dail ins Lor senden, verstand es aber auch alle heftigen Anstrengungen des Gegners zum Scheitern yi bringen, s) daß dieser kein Lor mehr zu erzielen vermochte. Endresultat 4:3 für Laubach. EckenverhäUnis 9 6. Zahlreiche Zuschauer hatten sich zu dem interessanten Spiel eingesunden. 3. Kl. 4. Kl. 5a Kl. 5b Kl. Fichten-Stämme LoS 3. Kl. Kiefern-Stämme 4. Kl. Kiefern-Stämme f Gasherde^ Oefen u. Herde ' Sicherheitsschlösser billigst 821D H» Schön & Co. Bau- und i V Kunstschlosserei ■ MarburqerStr. 22 Bekanntmachung. Die Firma Imhof & To. in Bad-Nauheim ist zur Ausführung von Anlagen im Anschluh an das Gas- und Wasserwerk auf Grund der Bestimmungen vom 29. Dezember 1902 zugelassen worden. 811B Der Oberbürgermeister. 3.D.: Krenzien. 68 Stück — 22,47 Fstm. VI. RGMMerM MSst 1 kkll ll sttItt Q Li. D?ei4- wecl üie BcfiüHdje Uaio.-BrnOPteL H. £iw. 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Fräulein Anderson stürzte aus einer Höhe von 400 Meter ab und war sofort tot. • D i c Telephonistin als Lebensretterin. 3n der .Linzer Tagespost" dankt ein .Vater öffentlich einer wackeren Telephon- bcamtin. In der Reujahrsnacht erkranfte plötzlich seine 13jährige Tochter schwer. Der Vater rief ohne Erfolg telephonisch nach ärztlicher Hilfe. Die Telephonbeamtin spürte seine Verzweiflung und rief selbst so lange Aerzte aus, bis sie dem Kinde einen Retter senden konnte. Es war höchste Zeit, denn es lag Dlinddarm- und Dauchfell- entzundung vor und das Kind MJtzte sofort operiert werden. " „Gold und Silber lieb ich sehr", ist anscheinend das Leiblied eines Hausbesitzers in Theisten im Kreise Weistenfels, der seinen Mietern folgenden herzlichen Reujahrsgrust zu- stellte: „Ich will Euch zuwiesten dun, das von 1. Januar 1922 die Wiehte imer in Gold oder Silber in Zahlung genommen wihrt oder den Wehrte entsprechent in Pappir Geld, Sollte Euch das nicht basen, So möchte Ich euch bitten, den 1. April 1922 die Wohnung zu verlassen." Freie Bahn dem Tüchtigen In Vorbereitung: Frau Dorrothys Bekenntnis Billige Kleider und Blusen erhalten Sie durch Sei bet färben wie neu mit Wiki-Haushaltfarben Waschechtes Schwarz auf wollene Strümpfe. Schönste Gardinen färben. Herrliche Eierfarben. 40jährige eigene Fachkenntnisse der Hersteller. Beste Güte Verlangen Sie nur „Wiki“ und Sie werden zufrieden sein. Holzsubmission. Die Gemeinde Ettingshausen verkauft im Wege ües schriftlichen Angebots folgende Holzarten: tfleib Dr-Sch-, । Krel>e ^errv A- S de- Äkt XW; TDttlL-rt»r vvU . iltche Q Äeisttt SM S fcÄ ? I CMebnifTe über das Thema: „3m Schnee u nb Eis des Kilimandscharo". — Der Hoch schulrtng und der jung-- Ud e u t s ch e Ring veranstalten am Dvnners-- tag im Katholischen Vereinshause einen Vvr- , lAgSabend, an dem Pfarrer Stählin über Unsere geistige Lage" spricht. Pfarrer Stählin ceht der Ruf eines hervorragenden Redners r-vrauSi auf dem letzten Studententage verstand er es selbst nach vtelstündigem Ver- ixmblungcn seine Zuhörer zu fesseln. Hessen-Nassau. Der Raubmord in Frankfurt. fpd F r a n k f u r t a M., 22. Jan. Der auf- ,rhenerregende Raubmord in der Hochstraste an item Zahnarzt Fred Büttner hat nunmehr seine Aufklärung gefunden. Dte Raubmörder ftnd ermittelt. Das Verbrechen ist nach den neuesten Fest» Stellungen bereits am 12. d. Mts. in einer gerade- v bestialischen Weise ausgeführt worden. Der am Samstag erfolgten Obduktion zufolge haben die Mörder chr Opfer erst durch Schläge auf den Kopf betäubt ihm dann ein Taschentuch in den Mund mstopfl' einen Knebel hinterher gestoben, den Kopf mit einer Schürze umbunden und schliestlich Hände unb Fähe mit Stricken und nast gemachten Tüchern lc zusammengeschnürt, dah sich auf der Haut bis ierichtet wurde Büttner auf ein Bett gelegt, in Bettücher gewickelt und eingeschnürt. Auf diese Weise muhte er den grauenvollsten Erstickungstod erdulden. Die Mörder haben wahrscheinlich die lmnze Rächt zur Ausplünderung der Wohnung benutzt und sind dann am nächsten Rachmittag nach Würzburg gefahren. Hier wurde am Samstag bei ptner Hotelrevision ein Mann betroffen, der eine graste Anzahl ärztlicher Instrumente bei sich führte, die den Ramen des Ermordeten trugen. Da der Mord in Frankfurt erst nach genau einer Woche entdeckt wurde, entlieh man den Mann wieder Es war der am 13. Juni 1903 in Elberfeld geborene Reifende Arthur F a 1 k e n r a t h. Dieser l-at vor einigen Wochen die Bekanntschaft des Büttner in Aachen gemacht und dann Büttner wiederholt in seiner Frankfurter Wohnung ausgesucht Als zweiten Täter ermittelte man den Eisendreher (Artisten) Balthasar Orth, geboren am 12. Oktober 1898 in Untertheres (Unter- franken). Orth hat in Würzburg dem Falkenrath die geraubten Wertsachen gestohlen und ist weiter flüchtig gegangen. Gr ist bis vor kurzem noch in einem Zirkus zu Schweinfurt als Fesselkünstler Los 1. Kl. Fichten-Derbstang. 364 Stück = 46,10 Fstm. 2. Kl. Fichten-Derbstang. 322 Stück — 18,79 Fstm. Bekanntmachung. Versteigerung von Abfallholz. Mittwoch, den 2 5. Januar 1922, nachmittags 2 Ahr beginnend, wird in der nachstehenden Reihenfolge das im Hofe der Alten Klinik, des Stadthauses (Gartenstraste) und an der Reuen-Friedhof-Stcaste lagernde ALfallholz aus städtischen Anlagen, bestehend aus Knüppel-, Reisig- und Stockholz sowie einigen Stämmen (Reisigholz zumeist zu Erbenreisern geeignet), an Ort und Stelle meistbietend versteigert. Zusammenkunft: 3m Hof der Alten Klinik. G i e st e n, den 21. Januar 1922. 8106 Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Rosenberg. Die Angebote sind getrennt nach Losen, Sortiment und Klassen pro Festmeter verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Samstag, den 28. Januar d. Hs., nachmittags 1 älhr bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann um 2 Uhr die Eröffnung der Offerten erfolgt. Das Holz Ist gefällt, mit Rinde gemessen liegt alles an den Wfuhrwegen und wird auf Verlangen von Forstwart Keil vorgezeigt. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor, auch über die hbchstnröglichste Sicherheit, und wie ihr der Eingang des Kaufpreises am sichersten erscheint. Rähere Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei offen und werden bei ögr Eröffnung bekanntgegeben. 787 D Ettingshausen, den 20. Januar 1922- Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. sfes W «■t Jxik. 'S fants hat ®t0T dvn ,s? verkehr^" -fanden. Ä M 5J-VÄ üLZ TS’; nS E-nverhöit, den Ang?, kleine Zäh, ^denTtudim! ^I unb ftift.n Hamationen (> r da« Leben Walt fetteten über chudtendtrebvrß Zc rchtu^rn über bat die ans der Schüfe 10t waren und ihr Vier gebracht hatten -Onloge dem Schch adt, übergab. Aach en im Hamen der en hatte, schlvh ein rouernden, nicht um Adolfe Feier. Die Woche nachmittags ^Verwalter besichtigt iH On Ki MH M Svmiatz tour. , 15 FlafchM Kvg. : Flaschen iüe, im Wette von r Anlauf wird ge- tzte für die Ermitte- chmmg von 2000 M. {Verschiedenes] Junger Herr roünf-ht über Verkauf In der Man»kakt. - Branche untcrridjtctiunieröcn. Schrifil. Angeboie unter *0902 an den Gieh. Anz. Bahnhofstr.60. F€1.1097 noch t&gl.Aufnahme für die neuen Tagesund Abendkurse. Prospekt u. Aufnahmeschein frei. SBR gegen Zahn 1:1, Guts Muts gegen Sportverem 06 1:1, Spielvergg. gegen Brandenbu g 1:0. — Rorddeutschland: Hambu rg: S.ort errin gegen Viktoria 0:0, Altona gegen Blankenese 10: 0, St. Pauli gegen Rormannia 2:1, Rothenburgsort gegen Union 4:3, Kiel: Kilia 'gegen Turnverein 11:5, Holstein gegen Borussia 3:0, Reumünster: Olympia gegen Teutoma Krel 3:2, Lübeck: Gut Hei g'gen Tumgenossenschast 4:2', Hannover: Arminia gegen Sport 3:2, Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig 3:2, Eintracht gegen Hildesheim 07 3:3, Braunschweig: D. f. B. gegen Sportfreunde Leipzig 2: 4, Peine: V. f. B gegen Sport-Club Hannover 2: o’ Bremen: Sportverein gegen AD.T. S 0:2 Eintracht gegen Geestemünder S. C. 4:2, Lloyd gegen Werder 1:2, Bremer Ruderverein gegen M.T.D. 4:2, Sport-Cl. Hemelingen gegen Schwachhauser T. D. 1:0. — Ostdeutschland: Breslau: Sportfreunde gegen D. f. B. 4: 2, Fustballverein 06 gegen Sport-Club 2:2, Germania gegen Schlesien 2:0, Vorwärts gegen Alemannia 2:1, Wacker gegen Fuhbattveretn 05 1:1, Rasenspieler gegen 1911 3: L Süddeutschland. Rürnberg: 1. F. Club gegen 1. F. C. Bamberg 11:1; Turnverein gegen M T V. Fürth 2:2. Hof: Spielverg. gegen Pfeil Rürnberg 3:1. Fütth: Spielverg gegen Turnverein 60 Rürnberg 9:0. Schweinau: Turnverein gegen Kickers Würzburg 3:7. Erlangen: Spielverg. gegen Turnverein 46 Rürnberg 0:2. Westdeutschland. Duisburg: ©pielüercin Düsseldorf 99 3 :1. Köln: S. C. 99 gegen Donner F V. 4:0; Ballspiel-Club gegen S. C. M. Gladbach 7:2. München-Gladbach: Eintracht gegen Alemannia Aachen 1:0; Borussia gegen CI. f. R. Köln 6:1. Rheydt: F. V. gegen V. . R. Köln 0: 2. R e m s ch e i d: V. f. D. gegen Altenessen 3:3. Düsseldorf: Union gegen Kronen- berg 0:1. Bochum: 48 gegen Essener Sumer- bunt) 0:0. Essen: Preusten gegen Dortmund95 3 0 Dortmund: Wemannia gegen Rasensport Mühlheim 1:0. Kassel: Kurhessen gegen V. f. D. Marburg 0:7; 48 gegen S. C. Wettingen 2:1. Linden: Dallspielverein gegen Altenessen 2:3. Empfehlungen] Pri vat- Handels- ?r. Flrchlen verschwinden meist sehr schnell.wenn man denSchaum von Zocker*! Petent- Medliloal-Selfe abend« «introcknen läßt Schaum erst morgen» abwaschen und mit Zuckoob-Creme nachlteelch« Grohaillge W rkung. van Lausenden bestätigt Zn allen Apotheken. Drogerien, Dar- jümtrit» u. Zrileurgeschästen. Zn (Älchen in der Trog. Winterboff, Krenzplatz 9 10, Löwen-Droacrie und Victoria-Drogerie. Daheim im stillen Kämmerlein Sitzt Olga bei der Lampe Schein I Gesicht u.Hände wunderschön / Erreicht sie nur mit „Pellier Crernel Zu haben i.d. Drog.A. KoU, C. Sslbel u. E.Karn» 1'^'0 Vogt.scbe Handelsschule Gießen Goethestr. 32 Tel. 2064 Anmeldungen für die neu begonnenen Kurse werden noch täglich entgegengenommen. Prospekte frei! ausgetreten und hat auch unzweifelhaft den Büttner auf die kunstgerechteste Art gefesselt. Orth ist zuletzt noch vor einigen Tagen in Schweinfurt gesehen worden. Sein jetziger Aufenthaltsort ist unbekannt. Falkenrath hatte auch noch in Düsseldorf eine Wohnung. Sein Aufenthaltsort konnte ebenfalls bisher nicht ermittelt werden. Auf die Ermittlung und Ergreifung der beiden Raubmörder Hal der Regierungspräsident eine Belohnung von 3000 Mk. ausgesetzt. ES sei noch bemerkt, dast an der Täterschaft der beiden um so weniger ein Zweifel herrschen kann, als sich in ihren in dem Würzburger Hotel zuruckgel.rssenen Sachen viele Gegenstände befanden, die Eigentum des Büttner waren. 1 Million Mark unterschlagen. Höchst a. M., 21. Jan. (Wolff.) Unter dem Verdacht der Unterschlagung von 1 Miljlion Mark wurde der in Sulzbach am Taunus wohnhafte verheiratete Prokurist Heinrich Mohrhardt von der Speditionsfirma Altschüler in Frankfurt a. M. i n H a f t genommen. Eine Haussuchung in der Wohnung Mohrhardts förderte u.a. 250 000 Mark zutage, die beschlagnahmt wurden. Mohrhardt, der schon seit zweiundzwanzig Jahren in dem Frankfurter Hause tätig ist und in der letzten Zett erhebltcheg Aufwand entwickelte, befindet sich in Frankfurt in Untersuchungs- haft. L i m b u r a a. d. L., 21. Jan. (Wolff.) Ein mit mehreren Gymnasiasten besetzter Rodel wurde gegen einen Daum geschleudert, wobei ein Schüler eine schwere Beckenver- 1 e tz u n g mit Verrenkung des Hüftgelenks, ein anderer eine schwere Unterschenkelquetschuns erlitt. Ein anderer Rodel fuhr in ein Fuhrwerk. Dem Rodler wurde der Leib aufgerissen, so dah eine sofortige Operation nötig wurde. Empfang: Montag, Dienstag und Mittwoch t im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße ... ________ Am 26. Januar, abends 8 Uhr, spricht im Katholischen Vereinshaus Herr Dr. Stählin Pfarrer an St. Lorenz in Nürnberg über „Unsere geistige Lage" Freie Aussprache! Karten im Vorverkauf zu 5, 3, 2 Mark bei den Buchhandlungen Frees und Ferber, Seltersweg Rickert, Süd-Anlage. 83b jungbeuWfflag. SsMWNMM _________________-_____________________ ' . ____________________________ Lurn- und Bewegungslpieler 4:1: Halle D. f L. 96 gegen Wacker 1:2, Sportfreunde gegen D.f L.-Merseburg 3:2, Borussia gegen Favorit 6-1 Sportverein 93 gegen Sportverein Weihen- sels'8:2; Chemnitz: D.f.D. gegen Mittweida 99 2-1 Sturm gegen Rational 2:3, Teutonia gegen Ballspielllub 1:2; Dresden. Ring 5* Kl. Kiefem-Bauholz 5 Stück 5. Kl. Kiefern-Grubenholz 6 Stuck 1 " 9 Stück Bahnhofstraße 34 ***c w der schönen 1] fj PT Aufsicht, 51XX) 0.5j?tr., z.vert. ober zu oervach en. 0798 Eim. Friedrich ir. 14 L WelkerScheNengeliiute- Schweis verloren Anne- rod-Gieben. Geaen Be° lobnunn abzuaeben t»l Hohn, Riitergasse- ßnllniiitn langhaariger Spitzhund am Samstag in Groben- Buseck- Geg. Bel. wieder- zubringen VOseritr.ZiP. Foxterrier zuaelauserr. Abzuholen 0?05 Lindengane 10 p. Todes-Anzeige Herr Gustav Keßler im Alter von 18 Jahren In tiefer Trauer Gießen, den 21. Januar 1922. Vtebtflftrahe 93. 0788 Familie L. Keßler Wwe Wieseck, den 21. Januar 1922. der Urne in Stettin statt. 816D Die Beerdigung findet Dienstag, den 24. Januar, nachm. 3 Uhr, vom Sterbehause Möserstraße 8 aus statt 8320 beten an 8040 Gießen, den 23. Januar 1922 8300 Gießener Radfahrer-Verein 1885 e.V Butzbach, am 22. Januar 1922. Treffpunkt l*/i Uhr im „Hessischen Hof1 817v 8290 Metzgerei. eoe Jedes Telephongespräch wird kontrolliert Sieben, den 23. Januar 1922 819v Ter Vorstand. Möbl. Zimmer au vcrui. 0791 Astcrwcg 55 Vereine bnngen an die 0799 gesucht. 835B MiziiiWe flünif. Erst prob*»! dann lob’sl jeden nachmitt. von 2 bis nach langem schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst Pfaiiierscha Snchhaadlg. Inh. Otto Pfet ffer, Walltorstrafte 21. Keraseffen- Pylyer mit dem fiüaebtem. Kttott-M waren-Ausgabe (nur an uns. Mitglieder) Kaufmännischer Lehrling mit guter Handschrift u. Schulbildung gesucht. Schiistl. "Angeb. u. 759 mi den Gieß. Anzeiger. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 24. d. Mts., um 4 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes, die Einäscherung in Friedberg in Hessen, die Beisetzung Ober-Realschule, Eingang Bismarckftrafte. Erstmals 25. Januar. 815 Der Vorstand. Neuen Friedhof von jetzt ab Mittwoch, 5 Uhr, in der Sehr gewissenhafte, gebildete äitere Dame sucht lohnende Beschäftigung für einige Stunden täglich. Schrift!. Angeb. unter 0793 a. d Gien. AnA. At.MWll für bürgerlichenHaus- halt gesucht. Beste Behandlung, Verpflegung u. Bezahlung. Jed.Sonn tag Ausgang. Meine Mädch. waren immer lange Jahre bei mir und erfolgte der Austritt meistens wegen Heirat. [812ss Auskunft gibt: Fran Schwarz. Frankfurt a. M., Thüringer Strafte 23. Nurpui allerbesten CoMoffen herqeitrii schoddie'üÄxbeuod qrtirt)ieDid>taa Junge Dame mit dreijähr. Bankvraxis, sucht Stellung am liebst-'n wieder auf Bank. Schriftl. Angeb. unter 0908 a. h. Gieft. Anz. für sofort oder 1. Februar gesucht. 833 Fran Dr. Kockerbett, Frankfurter Strafte 36. Heyligenstaedt&Comp A.-G., Gießen. 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Januar, nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 0904 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Käme» raden von dem Ableben unseres wertenKameraden Wilhelm Kern Postassistent inKenntnis zu setzen milder Bitte sich zu der am 24. Ian., nachm. 3', Uhr stattfindenden Beerdigung auf dem recht zahlreich einzufinden. In tiefer Trauer: Margarete Graßmann geb. Holste Zu Ostern suche ich für meine Buchhandlung aufgeweckten Zungen als Lehrt in g. Selbstgeschriebene Off. an die 0800 Pfeiffersche Bnchhandlg,, 3nb. Ctro Pfeiffer, Walltorstrafte 21. □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ 60IIM. WUMMM. Die Probe am Dienstag, den 24. Ian. fällt aus. Der Vorstand. DOooonnooonDQaDoonoooooDDODonoo Fabrikant: P. Jos. Mobs, Gießen Seifenfabrik. Heute entschlief sanft und unerwartet nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Großvater und Onkel Philipp Klinket, Schrankenwärter im 76. Lebensjahr. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Luise Bepperling Witwe. "Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Sportfreundes Herrn Gustav Keßler geziemend in Kenntnis zu setzen. Wir verlieren in dem so früh Entschlafenen ein eifriges aktives Mitglied, dem wir stets ein treues Andenken bewahren werden. Die Beerdigung findet Dienstag den 24. Januar 1922, nachmittags 3 Uhr, in Wieseck statt. Wir bitten um vollzählige Beteiligung. „ Der Vorstand. Möbl. Zimmer Au verm oeog Wagcirgaffe 11 y. durch Anwendung meines gesetzt, geschützten Gesprächzählers, von welchem am Monatsschluß auf den ersten Blick zu ersehen ist: An welchem Tage, wie oft und mit welchem Teilnehmer wurde gesprochen D Ersparnis unnützer Gespräche. Kontrolle für die Gebührenrechnung. Verblüffend einfache Handhabung. Zeitaufwand 1-2 Sekunden für jedes Gespräch. Kostenpunkt: 36 Mark pro Anschluß im Jahr. - Spesenfreie Zusendung bei Voreinsendung (am einfachsten Ueberweisung auf Postscheckkonto Nr. 63477 Amt Frankfurt a. M.). Probezähler gegen 3.50 Mark, Nachnahme 2.25 Mark Mehrkosten. «<" Hermann Becker, Gießen, Selters weg 85. Erteile Lizenzen. MMTAM88 Stadttheater Leltnio: H. Stalngoetter. Dienstag, 24. Januar: 14.Dienstag-Abon.-Vorst. SMa @flhleL Anfang 7, Ende 97» Uhr Wohnung, möbliert od. unmöbliert, mit Küchen- benntznng, von jungem, frnderlosem Ebeoaar ,Be- amien) für sofort oder fväter z« mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter 0901 an den (9test. Anz. Zur Errichtung einer mechanischen Werfstätle wird für sofort ein Heller heizbarer Raum oon ca. 100 qm gesucht, ^chnstl. ?lngeb. unter 823 tut den Gieft. AnAeiger. fWohnungstausch | | Kaufgesuche | Motorrad 1 ob. 2Zt)l., mögl. modern, auch reparaturbedürftig, zu faufen ges. Schr. Ang. m. Preis u. Beschreibung mit. 599 an d. Gieft. Anz. 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Eine in einem hiesigen Krankenhaus i>or- genommenc Operation tonnte die Frau nicht retten i nach einigen Tagen erfolgte der Tod. — Trotz der schweren Folgen ließ das Gericht entsprechend dein Antrag der Staatsanwaltschaft nach Möglichkeit Müde walten. Es berücksichtigte, daß der gänzlich unbescholtene Angeklagte anker dem Einfluß seiner ihm an Willenskraft überlegenen Frau gehandelt batte und das) er durchs den Tod der Frau schwer getroffen ist. Dementsprechend wurde auf die celetzliche Mindeststrate von sechs Monaten Gefängnis erkannt. GerichtssaaL. Der Heidelberger Mordprozeß. Heidelberg. 20. Han. (WB.) 3n der heutigen Verhandlung wurde die Zeugenvernehmung fortgesetzt. Auf Aittrag des Offizialverteidigers sollen die Aussagen des überfallenen Ingenieurs Link durch einen Sachverständigen nachgeprüft werden. Der Dorsitzende richtet dir Bitte an die Geschworenen, sich mit Briefen, die ihnen in der Sache Siefert zugehen sollten, an den Gerichtshof zu wenden. Daraus gibt Gendarmeriewachtmeister Detter an: Er habe bei Frau Kratzmüller festgestellt, daß sie den Angeklagten zwei Tage nach der Ermordung der Bürgermeister früh 6 Hhr geweckt Hal«, obwohl sein Dienst erst nach 11 Uhr begann. Dieser hätte Besorgungen zu machen gehabt. Der Dorschende betont die außerordentliche Bedeutung dieser Beweiserhebung. angesichts der Tatsache, daß der Angeklagte am gleichen Tage früh am Tatorte gesehen worden fein soll. Dann folgen die Aussagen von Zeugen, die mit dem Angellagten zusammengetroffen sind und die ihn alle wiedererkannten. Justizwachtmeister Arnold bestätigt, daß der Angellagte versucht habe, einen Brief aus dem Gefängnis zu schmuggeln. Der Dries wurde auf- gefunden und 'gelangte zur Ablieferung. Der Adressat ist ein Freund des Angellagten, namens Hecht aus Ziegelhausen. Der Brief wird verlesen. Darin bittet der Angellagte seinen Freund, ihm mehrere Eisensägen zukommen zu lassen. Siefert fleht den Freund an, ihn ja zu retten, denn sonst pabe er -war nicht den Tod, aber doch mindestens lebenslängliches Zuchthaus zu gewärtigen, was noch schlimmer sei. Das Gericht glaube ihm nämlich N'chk, onb er nicht der Mörder der Bürgermeister sei. Darauf wird die Zeugin Wanner vernommen. Wegen Sittlichkeitsgefährdung wird die Oeffent- lickkell gänzlich ausgeschlossen. Dasselbe ist bei der HM d^ ^^utachtung durch Medizinalrat Dr. Kommunistenführer als Einbrecher verurteilt. M a i n z, 21. Ian. (Wolff.) Die beiden Führer der hiesigen kommunistischen Schöffengericht. © iefien, 20. Januar 1922. Ein Dienstmädchen hat einer hiesigen Familie ein Hemd, zwei Paar Strümpfe und eine Bluse entwendet. 3n Anwendung des neuen Gesetzes vom 21.12.21 wurde die Täterin mit Rücksicht auf ihre Dermögensverhältnisse zu einer in drei Monatsraten zu zahlenden Geldstrafe von 60 Mark verurteilt. Wegen Auf lauf s von Zwei scheu zum Weiterverkauf. ohne im Besitz dec hierzu erforderlichen Grvhhandelserlaubnis zu fein, erhielt ein Viehhändler von Allendorf a. d. Lda. eine Geldstrafe von 100 Mark. Ein junger Bursche von hier war des Diebstahls einer Hhr angeflagt Trotzdem eine Reihe von Verdachtsmomenten für seine Täterschaft sprach, genügten sie doch zu seiner völligen Heber- füljrung nicht. Er muhte deshalb mangels ausreichenden Beweises sreigesprvchen werden. Wegen Diebstahls eines Fahrrads wurde ein vielfach vorbestrafter Gelegenheitsarbeiter aus dem Elsaß, der schon häufig im Zuchthaus gelegen hat, zu 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt. Ec jjatte einem Bergmann aus Rodheim ein Rad, das dieser an einem Geschäft In der Markt- straste hingestellt hatte, entwendet und war damit nach Wetzlar gefahren. Dort wurde er bei dem Versuche, es zu veräuhern. fest genommen. Ein mehrfach wegLn Diebstahls vorbestrafter Weißbinder aus Beuern hat dort vier Einbruchsdiebstähle in einer Wirtschaft begangen und dabei auher kleineren Beträgen von 10—20 Mark im ersten Falle auch noch 720 Mk.. die der Wirt für eine Zahlung bereitgelegt hatte, gestohlen. Außerdem hat er einem Steinhauer 100 Mark entwendet. Da et trotz feiner Jugend schon rückfälliger Dieb ist, und die geringste Strafe für jeden Einbruchsdiebstahl, in diesem Falle bei Annahme mildernder Hmstände, ein Jahr beträgt, erhielt er eine ©efamtgefäng- nisstrafe von 2 Jahren 6 Monaten. Eine Frau aus Grohen-Linden, die mit ihrem Wanne in Ehescheidung lebt, hatte gegen diesen Privatklage erhoben, weil er ihr in der Bahnhofstraße dahier eine Ohrfeige versetzt habe. Die Beweisaufnahme ergab, daß sie ihn zuerst mit den gemeinsten Schimpfworten bedacht und trotz der Drohung, sie werde, wenn sie den Mund nicht halte, draufgeschlagen bekommen, weitergeschimpft hatte. Auch hat sie ihren Mann als er ihr eine Ohrfeige verseht hatte unter weiteren Schimpf- worten auf den Rücken und den Racken geschlagen, weshalb der Mann Widerklage erhoben hatte. 3m Hinblick darauf, dah es sich um einen Streit zwischen Eheleuten handelte, wurden beide zwar für schuldig aber für straffrei erklärt, die gesamten Kosten dagegen der Privat- Klägerin auf er legt, da He ben ganzen Streit veranlaßt hatte. schen Partei, der Lackierer Klinael- höfer und der Heiner Karl Sticheloer- ger, deren Ehefrauen und der 17jährige Sohn des letzteren, haben anfangs Dezember nachts einen Einbruch in ein hiesiges spanisches Wein- und Südfrüchtegeschäft verübt, bei dem Wein, Schokolade und Südfrüchte im Werte von 10 000 Mark gestohlen wurden. Die Strafkammer verurteilte Klingelhöfer zu einem Jahre, Stichelberger, Dater, zu neun Monaten, den Sohn wegen Mittäterschaft zu sechs Wochen, und die beiden Frauen wegen Beihilfe zu vier und sechs Wochen Gefängnis. München, 21. Ian. (WTD.) Das BolkSgericht in München hat gegen die Detelligten an der Erschießung des Rotgardisten Lacher in Miesbach das Urteil gefällt. Die Angeklagten Ebert, Blech inger und Essig wurden wegen Beihilfe zum Verbrechen des Totschlags zu je drei Jahren Gefängnis, und der Angeklagte Anzenberger zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angellagte Hauser wurde freigesprochen. Hochschulnachvichten. Verfassung der Deutschen Studentenschaft. Heber die Grundlinien der Selbstverwaltung der Deutschen Studentenschaft ist neuerdings etne vorläufige Einigung zustande gekommen; die Beratungen sind zwar noch nicht beendigt, doch einigten sich die Abordnungen bereits auf die folgenden Hauptsätze, die einen Kompromiß in Aussicht stellen: Die „Deutsche Studentenschaft" besteht aus den Studentenschaften der Hochschulen des Deutschen Reiches. Zur Einzel st udenten- s cha s t gehören: 1. die Studierenden deutscher Staatsangehörigkeit; 2. die Studierenden, die bis zum 3nftafttreten des Friedensvertrages die deutsche Staats- angehörigkett besaßen; 3. die Studierenden deutsch - österreichischer Staatsangehörigkeit; 4, die auslanddeutschen Studierenden (Deutsch- Böhmen Deutsch-Balten. Deutsche aus der Diaspora) ohne Rücksicht auf Rasse und Bekenntnis. Die Ausgaben der Einzelstudentenschast sind: 1. Erfüllung der hvchschulbürgerlichen Rechte und Pflichten durch Entsendung von Vertretern in die Ausschüsse der Hochschule, in denen nach Anordnung des Ministers oder der Hochschule die Mttarbeit der Studentenschaft vorgesehen ist (3mmatrifulatü>n. Disziplinär- und Ehrenordnung, Studienwesen, Leibesübungen); 2. wirtschaflliche Fürsorge für die Mitglieder der Studentenschaft. Bei der Erfüllung dieser Aufgaben ist der Austrag politischer und weltanschaulicher Gegensätze ausgeschlossen. Die Ausgaben des © e - samtvervandes („Deutsche Studentenschaft") sind: 1. Erfüllung der Ausgaben der Einzelstudentenschaften. die für alle Studentenschaften gemeinsam bearbeitet werden müssen; 2 Vertretung der „Deutschen Studentenschaft" gegenüber den ausländischen Studentenschaften. Kirche und Schule. △ Beuern, 20.Jan. 3m hohen Alter von 94 Jahren starb das Kirchenvorstandsmitglied Christoph Keil. Er war der älteste Einwohner unseres Dorfes und konnte auf vier Geschlechter zurückblicken. Spielplan -er Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag. 24. Januar: Rigo- letto. Mittwoch. 25.. nachm. SVb Hhr: Spule- zwirnchen. das Sonntagskind; abends 7 Hhr: Madame Butterfly. Donnerstag. 26.: Die Zauberflöte. Freitag, 27.: Maria Stuart. Samstag. 28.: Cavalleria rufticana. Hierauf: Der Bajazzo. Sonntag. 29.: Oberon. Montag, 30.: Mnbine. Dienstag. 31.: Der Graf von Luxemburg. Mittwoch. 1. Februar, nachm. 31/2 Hhr. Spulezwirn- eben, das Sonntagskind. Schauspielhaus: Dienstag, 24. Ian.: Der alle Dürgerkapttän. Mittwoch. 25.: Die lustigen Vagabunden. Donnerstag. 26.: Griseldis. Freitag, 27.: Alt-Frankfurt. Samstag, 28.: Himmel und Hölle. Sonntag, 29.. nachm 3 Hhr: Rctthan der Weise; abends 7 Hhr: Die luftigen Vagabunden. Montag, 30.: Egmont. Dienstag, 31.: Die lustigen Vagabunden. Mittwoch. 1. Febr.: Die Marquise von Arcis. Vermischtes» Neues von der Dodenseefischerei. Hns wird geschrieben: Die nächste Tagung des Deutschen Fischerei-Vereins findet in Friedrichshafen am Bodensee statt. Man trägt damit dem bedeutenden Aufschwung der Dodenseefischerei Rechnung. Die Wasser dieses an der Südgrenze des Deutschen Reiches gelegenen Sees, der einen Umfang von nicht weniger als 259 Kilometer hat und dessen größte Tiefe (zwischen 3mmenstaad und Httwyl) 252 Meter beträgt, sind noch immer ganz rein und unverdorben. Berühmt sind die Blaufelchen, eine dem Bodensee und einigen anderen Alpenfeen eigentümliche Fischsorte, die bisher in keinem norddeutschen Gewässer gezüchtet werden konnte. Blaufelchen bleiben nicht etwa, wieviele aus den zierlichen Ramen folgern, fleht, sondern werden bis zu 90 Ztm. lang und 3 Kg. schwer. Ein bedeutender Blaufelchenfang wird in der Rühe der durch Scheffels „Ekkehard" bekannten 3nfel Reichenau (im Untersee) betrieben. 3n der Badischen Fischereigenossenschaft Konstanz-Staad, der größten im Bodensee, werden bei gutem Spätsommer täglich etwa 40—50 Ztr. gefangene Felchen an- geliefert, die in die Großstädte und Kurorte des weiten Umkreises gehen. 3m heißen Sommer 1921 gingen die Felchen in so große Tiefen hinab, dah sie mit den Retzen nicht mehr erreichbar waren. So setzten sie sich selbst eine Schonzeit! Allzulange dauern die Fänge nicht; eine alte Fischerregel vom Bodensee sagt: „An Maria Geburt (8. September) zieh'n d' Felchen und d' Fischerknecht furt.“ Die ersten Versuche mit der künstlichen Aufzucht von Dlaufelchcürogen wurden 1886—87 im Kgl. Schlohgarten von Friedrichshafen in Wtbg. unternommen; jetzt unterhalten alle Randstaaten des Sees solche Brutanstalten; weit über hundert Millionen Felchen-Eier werden alljährlich in ihnen auggebrütet und in den Bodensee eingesetzt. Auch andere Fische gibt es in riesigen Mengen im Bodensee; berühmt sind seine mächtigen Welse. Den beiden Lindauer Fischern Josef und Karl Detter gelang es im August 1921, im Boden- fee einen Wels von 120 Pfd. Gewicht zu fangen. Es war der stärkste Wels, der seit langen Jahren im östlichen See gefangen wurde, 70—80 Jahre alt und 2 Meter lang! Die übliche Art des Fischens ist auf dem Dodensee die Zuggarn- fifd}erei; es besteht ein 3ntemattonaler Dodensee- Fischereiverband, der den Fischereischutz und die Einsätze an Felchen, Hechten, Zandern, Seeforellen usw. genau regelt. Die staatlichen Fische- reiaufseher j e d e s der Aandftaaten dürfen gegenüber jedem Fischer, welches Landes er auch fei, ihren Dienst versehen, mit Ausnahme der sog. Uferfischerei. 3ntereffant ist. daß in Unteruhldingen (zwischen Meersburg und Heberlingen am badischen Ufer) am See vor kurzem eine Oelfabrik begründet wurde. Sie wird die bisher von den Fischern als wertlos wieder in den See geworfene Fischeingeweide nach einem besonderen Verfahren entölen und die Rückstände zu Fischzuchtfutter trocknen. 3m Jahre 1919 wurden int Dodensee insgesamt 319 938 Kg. Fische im Werte von 1 327 297 Mk. gefangen, wobei natürlich die vielen unkontrollierbaren Fänge nicht mitgerechnet sind. Wie groß der Fischreich- tum des Sees ist. zeigt deutlich ein 1 Fang, den im Oktober 1919 einige Fischer mit dem großen Zug- garn im Mainauer Fischwassergebiet machten; sie fingen etwa 400 Ztr. Brachsmen. durchweg Fische im Gewicht von 2—11 Pfund. Der Dadische Fischereiverein hält für seine Bodenseefischer regelmäßig Dorträge und Kurse ab. er unterhält in Dtoad eine staatliche Fischbrutanstalt (früher in Ueberlingen) zu Versuchs- und Lehrzwecken. ♦ *' Eine versinkende Stadt. Eine Stadt, die langsam versinkt, ist Scranton in Pennsylvanien, der Mittelpunkt eines großen Kohlenbergwerkgebietes, das hauptsächlich vorzüglichen Anthrazit liefert. Die Stadt, die eine Bevölkerung von 137 000 Seelen hat, stürzt nach amerikanischen Berichten langsam zusammen. Biele Häuser sind bereits eingestürzt, und eine Anzahl von Menschen ist unter ihnen begraben worden. Gegenwärtig sind 300 Häuser bedroht, und die ganze Stadtgegend, in der sich diese Gebäude befinden, ist wegen der Einsturzgefahr verlassen. Die Beunruhigung der Bevölkerung wird durch unterirdisches Dröhnen verstärkt und durch einzelne Erdstöße wie bei einem Erdbeben. Besonders'gelttten hat der Stadt- tell, der „Minveka-Dorf" heißt. Dieser Stadtteil ist von den schwersten Erschütterungen heimgesucht, und man versucht durch fie^r- hafte Arbeit, die wankenden Gebäude zu stützen und dadurch das Unheil aufzuhalten. Gandel. — 4 Prozent. Hessische Staatsanleihe vom 19. Februar 1912, Serie XV. Die neuen Zinsbogen, deren erster Zinsschein am 1. Juli 1922 fällig wird, können gegen Rückgabe der Erneuerungsscheine kostenfrei in Darmstadt bei dem Hessischen Staatsschuldbuchamt, Luisenplatz 2, und bei der Hessischen Landeshypothekenbank, Mo- serstraße 27. an anderen Orten Hessens bei den Bszirkskassen und den mit Dezirkskasse- geschäften betrauten Dienststellen in Empfang genommen werden. Frankfurt a. M.. 23. Januar. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 20. Jan. 21. Jan. Amsterbam-Rotterd. 7202,75 7217,25 7242,75 7257,25 Brüssel-Antwerpen. 1540,95 1354,05 1544,45 1551J5 Christiania..... 3091 90 3098,10 3106,85 3113 15 Kopenhagen 3956,- 3964,- 3 )86,- 3994,- Stockholm 4915,05 4924 95 4d85,- 4995 - Helstngfors 366,60 367*40 361,60 368,40 3talien........ 855,10 856,90 871,60 873,40 London 831,65 833,35 84z,65 844,35 Reuyork 197,05 197,45 199,80 2 0,20 Paris 1618,35162',65 1623,35 1626,65 Schweiz 3845,15 385. ,85 3896,10 3903,90 Spanien 2947,06 2962,95 2977,- 2983,— Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr.. . . 5,70 5,82 5,88 5,92 Prag 338,15 338,85 345,15 345,85 Budapest 28,17 28,23 29,27 29,33 Buenos Aires . . . 65,70 65,90 66,40 66,60 Bulgarien 124,60 124,90 124.85 125,15 Konstantinopel ... — ,-> 117.80 4222, 23. L Schweizer Franken 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 117.80 88.80 21.1. 2,60 1,38 2,57 . 100 . 100 . 100 . 100 . 100 . 1 . 100 . 100 . 100 . 100 . 100 . 100 Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Reuyork . . 6.13 -.50 20.1. 2,60 1,37 2,57 30,12 2,10 Marknotierungrn. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien........ Prag Paris........ London ....... Italien Brüssel....... Budapest...... Reuyork....... Agram....... Warschau...... 18..5-> 2.65 0.16 8.70 42.10 21.72 22.45 40.40 ' 0.725 514.53 1.75 0.17 187.50 2.576 0.15 9.10 41.75 21.69 22.15 39.90 0.75 515. - 1.75 0,15 Fl- = Mk. — Kr. = Kr. = Fr. ----- £ = L. = Fr. = Kr. — $ = Kr. = Kr. = Sh. 97.80 Fr. 125.40 6,12 $ 23-80 -,4tf Züricher Devisenmarkt. 1.1. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) England und die Rede Pomcares. London, 21. Ian. (WTD.) Der Pariser Derichterstatter des „M anchester Guardian" schreibt, die Rede Poincares gebe feine Hoffnung auf den Wiederaufbau Europas, soweit Frankreich in Frage komme. Die Bezugnahme auf den Völkerbund bedeute, dah Frankreich Genf gegen Genua ausspielen wolle. Die Rede Poin- carös hätte kaum schlimmer auSfallen können. Amerikanische Ablehnung der französische« Forderungen. London, 21. Ian. (WTD) Sie „Westminster Gazette" berichtet aas Washington, von maßgebender amerikanischer Scite werde daraif hingewiesen, daß Amerika in ©ercxa oder sonstwo Poincars bei feiner Forderung der Erzwingung des Friedensvertrages nicht unterstützen wolle. Es fei noch nicht entschieden, ob die Vereinigten Staaten in ©enaa oder irgendwo anders vertreten sein werden, um von neuem bie für unmöglich angesehenen Forderungen cmzahören, welche die französische Delegation in Washington bereits vorgedrachl habe. Die Besitzrechte m Oberschlesien. Deuthen, 21.Jan. (WTD.) Rach einet Meldung eines oberschlesifchen Dlattes soll das polnische Ministerium beschlossen haben, die polnische Delegation zu ermächtigen, den Eisen- bahnerninOberschlesien mitzuteilen, dah die polnische Regierung nicht beabsichtige, ihr Liquidationsrecht für bewegliches und unbewegliches Gut auf diese Kategorie auszudehnen. Hierzu ist zu bemerken, dah die deutsche Delegation nach wie vor den Standpunkt vertritt, dah weder der Versailler Friedensvertrag noch die Genfer Entschlie- ■ hung Polen irgend ein Liquidationsrecht in Ober- schlefien gewährt. Als einzige Ausnahme sieht die Genfer Rote die Möglichkeit von inbuftriellcn Anlagen und Bergwerken unter der Voraussetzung vor „ dah nach Ansicht der gemischten Kommission die Enteignung für die Aufrechterhaltung des Betriebes unumgänglich notwendig fei. Zwei neue deutsch-amerikanische Kabel. London, 21. Ian. (WTB.) Das Reutersch« Bureau meldet aus Reuyork: Das Präsidium der Commercial Cable Co. teilt mit, dah gemäß dem Kontrakt mit der Deutsch-Atlantischen Co. zwei neue Kabel von-Reuhork nach Emden über die Azoren gelegt und gegen Ende Oktober 1923 in Betrieb genommen werden sollen. Der Zustand des Papstes verschlimmert. München, 21. Ian. (WTB.) Rach hexte früh 7 Hhr bei der hiesigen päpstlichen ^Ixn- tiatxr eingegangenen Telegrammen ist der Zx- stand des Papstes nicht hoffnungslos. Rach einer weiteren Meldung von 3.40 hexte Rächt hat sich der Zu st and des Papstes verschlimmert und kann als hoffn xngslos bezeichnet werden. Sie Gedächttiiskrast schwindet, und der Papst spricht nur in gebrochenen Sähen. Blutige Kämpfe in Marokko. Paris. 21. Ian. (WTB.) Den Blättern wird aus Oran gemeldet, daß ein großes Gefecht zwischen Spaniern und Riss» K a b h l e n stattgefunden habe, bet dem die Spanier gezwungen worden seien, sich zurück- zuziehen. Auf beiden Seiten hätte es große Verluste gegeben. Büchertisch. -- Die Meggendorfer Blätter halten auch im neuen Jahre an ihrem bewährten Grundsatz fest, die komischen Setten des täglichen Lebens in Humoresken, Anekdoten, Witzen und Gedichten festzunageln. Da sie sich, ihrer steten Hebung entsprechend, jeder politischen Stelluna- nähme enthalten, garantiert ihr Inhalt für jede harmlose Fröhlichkeit, ohne dah auch nur ein Leser befürchten mühte, in seinen politischen Anschauungen gekränkt zu werden. Das Abonnement auf die Meggendorfer Blätter kann jederzeit begonnen werden. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung uni) jedes Postamt entgegen, ebenso auch der Verlag in München, Perusastrahe 5. zu haben. mrnnwi 1 .ifi v. Bergmann 8 Co., Radebeul, f. zarte, weisse Haut und schönen