172. Jahrgang Das Kabinett Cuno rungszuschlag zum Grundgehalt, OrtS- zuschlag und den Kinderzuschlägen wird ab 16. November von 48 auf 120 Prozenr Vorbesprechungen vor der Konferenz von Brüssel. 10 Mk.; für Rekl ame Anzeigen von 70 mm Breite 32 Mk. Bei Platz. Vorschrift 20 °/g Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. Neuyork, 21. Nov. (Wolff.) Wie aus Chicago berichtet wird, legte der Vorsitzende der International Tradr Commission, Clarence Owens, fremden Landern nicht entziehen dürften. Clemenceau in Neuyork. Paris, 21. Nov. (Wolff.) Nach einer HavaSmeldung aus Neuyork hat die „Neu- hork World" zu Ehren ClemenceauS ein Frühstück gegeben, dem die Leiter sämtlicher Neu- horker Zeitungen beiwohnten. Nr. 275 Erscheint täglich, nutzer Sonn« und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GietzenerFamilienblätter Monatliche vezugspreise: MK. 185.- u. MK. 15.- Trägerlohn,durch diePost MK.200. - .auchbeiNicht« erscheinen einzelner Num- »ern infolge höherer eroatt- Fernsprech- AnschMsse: für dieSchrift- leilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe». postschecilonto: Stanffcrt a. M. 11686. finanzministerium fanden vormittags Verhandlungen mit den Spitzenorganisationen über die Ausgleichung der Bezüge der Beamten und Angestellten an die T e u e - rung für die zweite Novemberhälfte (ab 16. November) statt. Die Verhandlungen haben zu einer Einigung geführt. Berlin, 22. Nov. Dem „Vorwärts" zufolge ist die Einigung zwischen der Regierung und den Spitzenverbänden dec Beamten auf folgender Grundlage zustande gekommen: Der prozentuale Teue- Aus Hessen. Aus dem Landtag. rm. Darmstadt, 20. Nov. Der Dritte Ausschuh des Landtags beriet heute unter Vorsitz des Abg. Dr. Dehlingen zunächst den Antrag der Abg. Wolf und Stein betr. die Land- b r i e f t r ä g e r. Es wurde beschlossen, die Negierung zu ersuchen, bet dem Reich dahin zu wirken, daß die Landbriefträger auch höhere Beträge den Adressaten zustellen können. Der Antrag des Abg. Dr. Werner betr. das Berufsbeamten t u m wird nach der eingehenden Antwort der Regierung für erledigt erklärt. Ein Antrag desselben Abgeordneten betr. die S o n n t a g s f a h r l a r° te n gcht Veranlassung, die Regierung zu ersuchen, bei der Reichsregierung dafür einzutreten, dah die Zahl der Sonntagsfahrkarten erweitert, und dah hierbei besonders die kleinen Städte und Orte mehr berücksichtigt werden. Der Antrag der Abg Rink und Ebner verursacht eine lebhafte Aussprache über die Mißstände in der Heil- und Pflege- Anstalt Goddelau. Schließlich findet der Vorschlag Annahme, dah der Ausschuh eine Ortsbesichtigung vornimmt. Auch der Antrag der Abg. Fenchel, Schott und Gen. betr. die Aufhebung der Hess. Milchverordnung vom November vorigen Jahres gibt zu lebhaften Auseinandersetzungen Veranlassung. Schließlich wird der Antrag mit 6 gegen 4 Stimmen abgelehnt. ♦ Dem Hessischen Landtag sind verschiedene Regierungsvorlagen zugegangen, darunte Berlin, 21. Nov. (WTD.) Der Reichspräsident hat heute abend Geheimrat Dr. Eun o zum Reichskanzler ernaünt. Die Ministerliste ist die folgende: Reichsjustizminister Dr. Heinze, Mitglied des Reichstages; Reichswirtschaftsminister Becker- Hessen, M. d. R.; Reichsarbeitsminister Dr. Brauns, M. d. R.; Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Müller- Bonn; Reichsfinanzminister Dr. Hermes; Reichsschatzminister Dr. Albert, Staatssekretär z. D.; Reichswehrminister Dr.Geh- l e r; Reichsverkehrsminister G r ö n e r; Reichspostminister Stingl, Staatssekretär der Abteilung München des Reichspostmini- steriums. Heber die Besetzung des Reichsministeriums des Innern ist eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen. Die Verhandlungen mit dem als Reichsminister des Auswärtigen in Aussicht genommenen Diplomaten werden nicht vor morgen abend zum Abschluß kommen. Das „Qkrl. Tagebl." nennt das gestern abend zustande gekommene Kabinett ein außerhalb den Parteien stehendes, das jedesmal von neuem daraus angewiesen sei, sich das Vertrauen einer Majorität im Parlament zu erwerben. Die endgültige Ministerliste weise Persönlichkeiten z. T. an politisch entscheid:nder Stelle auf, die als Bürgen des demokratisch republikanischen Gedankens anzusehen seien und die Ausgabe haben würden, die abgerissenen Fäden nach links wieder anzuknüpfen und einem späteren Eintritt der Sozialdemokratie in das Kabinett die Wege zu ebnen. Die »Voss. Ztg." kommt zu einem anderen älrteil. Sie schreibt: An diesem Kabinett ist besonders ausfällig der Eintritt des volksparteilichen Führers Dr. Decker-Hessen in das Kabinett. Dadurch wird noch deutlicher, als was bisher schon zur Schau trat, dah das Kabinett Cuno statt eines unpersönlichen Geschäftsmini- fteriums oder eines Kabinetts der Persönlichkeiten ein ausgesprochen politisches Kabinett der Arbeitsgemeinschaft, und zwar eigentlich ein Kabinett des rechten Flügels der in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen Parteien ist. Es ist nicht anzunehmen, daß dadurch die Stellungnahme der Sozialdemokraten zu diesem Kabinett erleichtert werden wird. Auch der „Vorwärts" nimmt an der Ernennung Dr. Deckers zum Reichswirtschaftsminister den gröhten Anstoß. Das ist. so schreibt das Dlatt, das stärkste Stück der neuen Ministerliste, denn Decker an diesem Platz bedeutet die Auslieferung des so ungeheuer wichtigen Amtes an rein kapitalistische Einflüsse. Es ist vorauszusehen, dah der Kampf zwischen der neuen Regierung und der Sozialdemokratie an der Führung des Reichswirtschaftsamtes seinen Drenn- punkt finden wird. Von dem neuen Ernährungsminister Dr. Müller-Bonn, dem bisherigen Direktor der rheinischen Bauernkammer, erwartet das Blatt eine rein agrarische Einstellung. Die Soz'al- demokratie, die die neue Regierung nach ihren Taten beurteilen tyerde, werde keine blinde Hans- haltspolitik treiben, weil sie nicht mehr in der Rcgier-ung sitzt, sondern fachliche Opposition, wo dies notwendig ist. Laut „Voss. Ztg." wird voraussichtlich eine Verschiebung der Vorstellung der neuen Regierung im Reichstag notwendig wer .en. S att Donnerstag sei jetzt der Freitag für die Programmrede des Reichskanzlers in Aussicht genommen. Die Sitzung am Samttug soll der Au-spräche über die Regierungserklärung gewidmet fern. Neue französische Forderungen nach deutschen Sachleistungen. Paris, 21. Nov. (WTD.) Die Kammer hat heute nach Erledigung einer Reihe von Dud- getkaptteln mit den Verhandlungen über das Budget des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten begonnen. In der der Einzelberatung vorair- aehenden Generaldebatte entwickelte der Minister für die öffentlichen Arbeiten Le Trocqueur den Stand der Dmge in Frankreich, wobei er die bereits getroffenen oder in Vorbereitung befindlichen Maßnahmen für die Nutzbarmachung des Rhone-, Saone- und Rheinlaufs hervorhob. Der Minister zog alsdcum einen Vergleich mit den Verhältnissen auf dem Gebiete der öffentlichen Arbeiten in Deutschland, wobei er u. a. folgende Angaben machte: In Stuttgart sei mit einem Kapital von 300 Millionen Mark eine Gesellschaft für den Bau eines Kanals gegründet worden, der für Fahrzeuge von 1200 Tonnen passierbar sein solle. Weitere Kanäle seien vorgesehen, darunter namentlich der Wasserweg vom Main zur Donau. Die Arbeiten für letzteren würden für 530 Millionen Goldmark erfordern. Das Reih und Bayern würben in großem Mahstabe zur Verwirklichung dieses Projektes beitragen. Der Minister zählte 18 deutsche Projekte auf, die 2750 Kilometer Dinnenwasserweg und 512 030 Pferdelräste mit 4 Milliarden Goldmark Ausgabei umfassen. Die gleichen Leistungen bringe Deutschland für Eisenbahnen und Handelsmarine auf. Die französische Regierung sei dieser Lage gegenüber der Ansicht gewesen, dah sie berechtigt sei, von Deutschland die Ausführung derselben Arbeiten in Frankreich zu for- de r n. die es in seinem eigenen Lande auezusühren beabsichtige, und zu verlangen, dah es Materialien chung des deutschen Budgets und die Stabili- ieiung der deutschen Währung bezweckt, zweitens unverzügliche Ernennung eines Äeberwachungs- ausschusses mit deutscher Zustimmung, um die Alliierten zu überzeugen, dah von Deutschland jede Anstrengung gemacht wird, um eine erfolgreiche Durchführung eines solchen Planes sicherzustellen.. drittens Zustimmung zu dem vvnDeutsch- land gegenwärtig zu zahlenden Betrage in der Höhe, Sie bereits von der Reparationskommission festgesetzt wurde, viertens Gewährung eines Moratoriums, das nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt wird, doch mühten die Alliierten jederzeit befugt sein, ein solches Moratorium zu beenden, falls der äleberwachungsausschuh berichten sollte, dah er von der Leist weg Deutschlands nicht voll befriedigt ei, fünftens Ausgabe deutscher Obligationen, wenn der äleberwachungsausschuh der Ansicht ist, dah die Finanzen Deutschlands einen solchen Schritt rechtfertigen und Unterzeichner gefunden werden können, die bereit sind, solche Obligationen zu übernehmen. Goodenough drückte die Tleberzeugung aus, dah Deutschland einem Ausschuh zustimmen werde, der von den Alliierten zur Tleb-erwachung aller Mahnahmen eingesetzt würde, die Deutschland ergreifen würde, um die Finanzlage wiederherzustellen und die Reparationen zu zahlen. Diese äleberwachung würde nach seiner Ansicht durchführbar und wirksam sein, und sie würde den billigen Forderungen Frankreichs entgegenfommen, ohne jene unerwünschte gefährliche Art der Re° gierungskontrvlle zu schaffen, die durch den Versailler Vertrag ausdrücklich ausgeschlossen sein soll. erhöht. Der Frauenzuschlag von 1000 Mk. wird verdoppelt. Die Auszahlung der Mehrbeträge soll beschleunigt durchgeführt werden. Die Not der geistigen Arbeiter. Sam bürg, 21. Nov. (Wolff.) Gestern fand eine vom hiesigen Landesverband der Deutschen Volkspartei einberufene Kundgebung gegen die Not der geistigen Arbeiter statt, der Vertreter der Hochschulbehörde, der Universität, der Bürgerschaft und der politischen Parteien beiwohnten. Rechtsanwalt Dr. Fischer sprach über die Not im juristischen Berus, Prof. Dr. Hä° n i s ch über die Not der Mediziner, der preußische Unterrichtsminister Dr. D o e l i tz für Schule und Hochschule und Reichstagsabgeordneter Piper über die Not der freien Künste und der Presse. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wurde unter Hinweis auf die nur in geringem Maße mögliche Hilfe durch Reich, Länder und Gemeinden zu zielbewuhter S e l b st h i l s e aufgefordert, die sich auf ein vertieftes Gemeinschaftsgefühl stützen solle. Alle sollten sich ihrer Pflicht den geistigen Berufen gegenüber bewußt werden und mehr als bisher der geistigen Arbeiter gedenken. Die Unruhen in Braunschweig. Braunschweig, 21. Nov. (WTB.)Zu den Teuerungskrawallen ist noch zu melden: Heute nachmittag fand auf dem Hagenmarkt eine Demonstrationsversammlung statt, deren Teilnehmer später in Trupps nach verschiedenen Stadtteilen zogen, wo alsbald Tumulte und Plünderungen begannen. In einem großen Wollwarenaeschäst wurden mehrere Schaufensterscheiben eingeschlagen und die Auslagen teilweise geraubt. Die Menge ging auch gegen die Bäcker- und Fleischerläden und sonstige Lebensmittelgeschäfte vor und schlug teilweise die Fensterscheiben ein. Das Eingreifen der Polizei, die dabei vielfach mit blanker Waffe vorging, verhinderte jedoch in mehreren Fällen die beabsichtigten Plünderungen. Bei einem Zusammenstoß in der Güldengasse fiel aus der Menge ein S ch u h, wodurch eine unbeteiligte Frau schwer verletzt wurde. Die Unruhen, in deren Verlaus einige Personen Verletzungen erlitten, erstteckten sich auf alle Teile der inneren Stadt und dauerten bis in die späten Abendstttnden. Mehrere Personen wurden festgenommen. Braunschweig, 21. Nov. (WTB.) Auch heute abend ist es in der ganzen inneren Stadt zu erheblichen Ruhestörungen gekommen. In verschiedenen Straßen wurden die Geschäfte geplündert. Die Polizei ging teilweise mit der blanken Waffe vor und trieb die Menge auseinander. Die mit Gewehren bewaffnete Schutzpolizei nimmt Absperrungen vor und hält die Menge in Bewegung. Autos mit Polizei durchfähren die Sttaßen nach den gefährdeten Punkten. Berlin, 21. Nov. Der Berliner Polizeipräsident hat alle Kundgebungen und Demonstrationen innerhalb des Stadtkreises verboten mit der 'Begründung, daß die Gefahr von Plünderungen vorliege. Die obeischlesische Provmziall^nßtagSwahl. B r e s l a u, 21. Nov. Die Ergebnisse der oberschlesischen Wahlen zum Provinziallandtag, deren politische Bedeutung größer sein dürfte als die Landtags- und Rricbst-ags- nachwahlen, liegen jetzt vor. Gewählt sind 21 Zentrumsleute. 8 Sozialdemokraten, 7 Deutschnationale, 5 Polen, 4 Volksparteiler, 4 Kommunisten, 2 Deutsch-Soziale (Kunze), ein Deutsch-Demokrat. Die vielfach gefürchtete Mehrheit von Zentrum und Polen ist nicht zustande gekommen. (Frkf. Ztg.) Die Konferenz in Lausanne. I , Lausanne, 21. Nov. (WTB.) Die erste | und Arbeitskräfte stelle. Gegen einen derartigen ordentliche Sitzung der Orientko ns e- »ton Knne es in Frnnkreich (einerlei Otoofition r°uz wnr^ heute vormittog I Uhr M ®6«teau ”^enunb 'MuNnlinVdie nichts emzut^du! gehabt Nach dem Havasbericht Ismet Pascha. Rica Nun Dey und Reschid Fathy stellte der Minister fest daß Frankreich seine Bey. Die griechisch? Abordnung führte Venizelos. Delegieren für die Verhandlungen m i t Die Verhandlungen bauerten ^s gegen 1 ittt Deutschland ernannt habe und die Destim- Sie waren streng geheim, Ein Bericht wurde bis mung der deutschen Vertreter erwarte. Frankreich letzt nicht ausgegeben Konferenz ist in der bedürfe für die Wirtschaftskämpfe der 3ufunft Skonto«!» einer Rüstung erster Ordnung, damit es im Frie- ledoch „geplant, daß S.r Sekretär der Äonfere s ft" Wten IÖnnC' bie 051 no8Ääf**Ä'uÄnÄ kr Äneg ihm gegeben habe. alliierten Gruppe oder der Gesamtkonferenz GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Zteindruckerel H. Lanze in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. b°r ^mittags,iWn5 ta ÄW^.b« Reynrnttousvorschlage. Lord Curzon präsidierte, wurde beschlossen, P nnbon 21 Nov (WTD ) Der en g ° d r e i g r o ß e A u s s chü s s e zu bilden. Der erste lische Bankier Goodenough, Präsident Ausschuß wird sich mit militärischen und tern- bU ^Bamclavs Dank Welt vor dm: Ha.idels- torialen Fragen sowie dem Meerengenproblem tam?E?Masten Prasst ist Lord CurzE^r Mette r iHnnährnblem in der er erklärte, die Auvschuß hat die Stellung der Fremden in per der Rewarationsfrnae sei das große Türkei und der Nationalitäten zu prüfen. Praß- Problem^ d^s ^Aug^lb^ckes^ ste^^ei von dringender bent ist der italienisch? Wrte ©areni Ser No'wendiakeit für Europa, für die gesamte Welt, dritte Ausschuß, in dem 'Barrere ben Dorsih ZooLuL lLe bÄen Nachdruck auf fol- fuhrt gen.de Punkte, die ihm von hervorragender Be- luhen fragen beschäftig DerVorfih uDeroi dcittun.g erschienen: Erstens sofortige Zustimmung Ge.amttorsteienz wird abw.chs^ den Fuh Deutschtonds 8u einem, »Ian. der ine AuM.. > rern^-r ^®ie/cef^n^^U^rfoutet, ec. heben die Türken zahlreich? Einwände. Vor allem forderten sie den Vorsitz in einer Unterkommission und Zulassung der üferftaaten des Schwarzen Meeres. Es wurde ihnen geantwortet, daß diese Staaten bereits zur Debatte über die Meerengen- frage eingeladen worden sind. Die zweite Sitzung der Konferenz begann nachmittags 4 älhr. Die erste Sitzung des ersten Ausschusses ist auf Mittwoch vormittag ange- seht worden. Poincarö und Mussolini werden voraussichtlich heute abend Lausanne verlassen. Paris, 21. Nov. (WTD.) Der Dericht- erstatter der Havasagentur in Lausanrne meldet, P o i n c a r e hätte heute abend, ebenso wie M u s- s o l i n i, Lausanne verlassen wollen. Es lause 'edoch das Gepücht um, daß man es für nützlich gehalten habe, die Verhandlungen im Hinblick auf die Brüsseler Konferenz zu verlängern und dah der' für Mittwoch in Paris angesagte Ministerrat verschoben würde. Mittwoch, 22. November 1922 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit, preis für 1 mm Höhe für Anzeigen v 27 mm Breite örtlich 8 Mk., auswärts Lausanne, 21. Nov. (WTD.) Wie man erfährt, wurde in den Besprechungen zwischen P o i n c a r e und Mussolini auch die R e p a - rationsfrage angeschnitten Mus'oli i wünscht, dah vor der Konferenz von Brüssel noch eine Besprechung der alliierten Ministerpräsidenten stattfinde. In u tte^ichteten Kreisen glaubt man an die Möglichkeit einer derartigen Besprechung, gegen die Frankreich nichts einza- wenden hätte, wenn Bonar Law einverstanden sein sollte. Die Konferenz von Brüssel werd? dann wahrscheinlich gegen den 15. Dezember stattfinden. __________________________ Zur Lausanner Konferenz bemerkte der Minister- dem Southern Commercial Congreh einen Plan! Präsident, daß infolge des Entgegenkommens 2 u r Tilgung der interalliierten Curzons das Mißtrauen der Türken schwind?. Schulden und der deutschen Repara- Auf die Frage eines Pressevertreters über die tionen vor Nach diesem Plan werden alle Ankunft der Russen entgegnete er, daß hierüber Schulden in 66 Jahren durch die jährlich? B> noch nichts bekannt sei Poincarä wird heule zahlung von Zinsen und einem weiteren halben abend 9 Tlhr 10 Min. Lausanne verlassen. Prozent vom Kapital beglichen. Der Plan fußt I --- auf einer älntersuchung der grundlegenden Wirt- = eitahfrfic Uttterliaits. schaftlichen Bedingungen and setzt die deutsche I DaS neue engnsme unreryuus. Schuld auf 12 Milliarden Dollar fest, s L o n d o n, 21. Nov. (WTB.) Auf den Orkney- Owens erklärt, dies sei der ungefähre Betrag, den und Shetlmidinseln wurde bei den Parlaments- Deutschland nach dem -Urteil vvn Finanzsach- Wahlen der Lloyd George-Liberale General Smtth verständigen bezahlen könne. Er will nun seinen von dem Asquith-Liberalen Hamilton geschlagen. Plan Harding, Hughet und Hoover vorlegen. Nunmehr liegen alle Wahlergebnisse vor. Das neueTlnterhaus seht sich zusammen aus 3 4 6 Der deutsch -evangelische Kirche«- Konservativen, 142 Arbeiterpartei- -usschuß flCflen d-nV-rsaill-rV-rtrag. Berlin 21 Nov. (WTB) Der in Berlin Die Wahl Macdonalds zum Führer der Ar- versammelte deu t s ch-eva nge l i sche Kir- öeiterpartei erfolgte mit 61 gegen 56 Stimmen, chenauss chuß wendet sich an die evangelißche nachdem zuvor in einer lebhaften langen Debatte Kirch? des Auslandes in einem Schreiben, wonn auch mehrere andere Kandidaten empfohlen wor- er nachdrücklich seine Stimme erhebt gegen das den waren. D»r bisherige Llrbetteifuhrer C l y - Tlnrecht und die älnwa'h'cheit des Versailler n e s wurde zum stellvertretendenVorslhenden, Ar- Friedens, unter dessen Folgen auch die gei- thur Hen der s o n zum H^'^^^bitscher, Ste- flige Kultur und das religiöse und kulturelle Phan Walsh und Oberst Wedgewood zu Leben in Deutschland zu erliegen drohen. Die Vizevorsihenden der parlamentarischen Arbeiter-- Dehauptun.g, daß Deutschland die SchuK» am Partei gewählt. Kriege trage, wird feierlich als durch und durch I unwckhr erklärt. Die Haltung der alliierten OIllS Dem tReidte- Mächte wird als ein schreie,rder Widerspruch er- klärt gegen die Pflicht, christliche Grundsätze auch I Die Bearntenbesoldung. im Völkerleben zur Geltung zu bringen. Für den Berlin. 21. Nov. (WTB.) Im Reichs- Anspruch des deutschen Volkes auf Leben, Frei- 1 - cheit und ungehemmte Erfüllung seines gcttgegebe» neu Berufes innerhalb der Völker selbst einzutreten, erachtet die deutsch? Kirch? als Christenpflicht, der sich auch die Glaubensgenossen in dcre solche, die eine Erhöhung der Hundesteuer. und zwar der bisherigen Steuersätze von 20, 15, 10 und 5 Mk. auf 100, 75, 50 und 25 Mk. vorsieht. Auch erhält das Gesetz verschiedene Lcndecungen. Sine tpeitere Regierungsvorlage fordert für die Erweiterung dec Bureauräume de-.' Generaldirektors des Landestheaters durch ein Warte- und Sprechzimmer den Betrag von 190 000 Mk. Die dritte Vorlage enthält die Verordnung über die Sammlungen und die Organisation der „Nothilfe Hessens". Der Abg. Ruh beantragt die zeitgemäße Erhöhung der Dienstauf- warrdenbchädigung für die Kriminal- und Ge- N>erbepolizeiboamten in Hessen. Abg. Engelmann fragt wetzen der Gewährung von Sonderzuschlägen an Beamte in den Teuerungsgebieten des Westens > an. Der Abg. Storck fragt an wegen Mißständen bei den Mainzer Gerichtsbehörden, sowie wegen verschiedener Artikel im „Freien Hessebauer". Eine Regierangeantwort gibt Auskunft auf die Anfrage der Abgg. Kiel u. Gen. bctr. die Freizügigkeit der Tabakarbeiter in Gießen «die nicht gefährdet sei): außerdem liegen verschiedene Ausschußberichte des 1. Ausschusses betr. die Tagegelder und Vermessungskosten und über die Förderung des Wohnungsbaues vor. * Dic Herabsetzung der Getreide- Umlage für den hessischen Staat ist, wie verlautet, noch in Schwebe. Das ursprüngliche Liefersoll ist wie in Preußen, auch für Hessen herabgesetzt worden und beträgt jetzt statt 45 000 Tonnen tn- iDige der schlechten Ernte noch 35 000 Tonnen. Aach den letzten Feststellungen ist auch dieser Betrag wegen des geringen Ernteertrags noch zu hoch: die Hess. Regierung bzw. das Landesernährung s- amt hat die Herabsetzung auf 35 000 Tonnen beantragt. Trotz erneuter Vorstellung beharrt das Reich vorläufig auf der Lieferung. Aus Stabt und Land. Gießen, den 22. Aodember 1922. Gegen den Mißbrauch des Alkohols. Tas Kreisamt veröffentlicht folgenden Erlaß an die Polizeibehörden unb Gendarmerieslatronen des Kreises: 3n neuerer Zeit mehren sich die Aachrrchten über Alkdholausschreitungen usw. der Iagmö. Das Ministerium des Innern hält für angebracht, trenn in Gegenden, wo die gedachten Mißstände etwa allgemeineren Charakter anzunehmen drohen, Polizeiverordnungen erlassen werden, dir ähnlich den früheren Verordnungen über das Verbot der Abgabe von Alkohol an Gewohnyeits- 2linier, die Abgabe alkoholischer Getränke an Jugendliche unter 16 Jahren durch Gast- und Schankwirte sowie Dcannt- -vrinkleinhändler verbieten. Bevor wlr hrerzu schreiten, canpfehlen wir dem Polizeiamt Gießen und den Bürgermeistereien dec Landgem^mden, die Gast- und Schankwirte ihres Dienstbezirks auf die große Verantwortung hinzuweisen, die sie gegenüber der Gesamtheit dos Volkes und ms- besondere der Jugend gegenüber tragen, wenn sie diesen Mißständen Doi'schub leisten. Wir empfehlen allen Polizeistellen, jeden Fall übermäßigen Alkvholtzenusses von jugendlichen, der zu ihrer Kenntnis kommt, hierher zu berichten, damit arir ein V erfahren gegen den etwa für die Verabreichung verantwortlichen Gast-, S chan kwirt oder Händler auf Entziehung der Wirtschafts-vderHandels- k o n z e s s i o n wegen Förderung der Völlerei beim Prc^inzialausschuß anhängig machen. Die ernste wirtschaftliche Aotlage des Volkes rrfokdert darüber hinaus allgemem eine weitgehende Einschränkung des Ausschanks von geistigen Getränken, sowie des Kleinhandels in Brgnntwein und Spiritus. Das Ministerium des Innern hat daher entsprechend dem Vorgang anderer Länder bestimmt: 1. Hinsichtlich der Mitwirkung der Octs» volizeibrhörden bei Anträgen auf Aeubewil- l i g u H g von Konzessionen nach § 33 der Gewerbeordnung : Die Ortspolizeibehorden haben bei Erteilung ihrer gutachtlichen Aeußerung davon auszugehen, daß eine weitere Vermehrung der Schank statten im Interesse der Allgemeinheit und einer gesunden Volkswirtschaft u n e r - Dis Herweghs. Tine rechtsrheinische Geschichte von Liesbet Dill. 43. Fortsetzung. (Buchdruck verboten.) Cs war einfach nicht mehr auszuhalten, Und als eines Mittags Ernst wieder auf sich warten lieh und die Uhr bereits halb Drei zeigte, erhob sich Grete, die bis dahin an einem Eisdeckchen gestickt hatte, warf die Handarbeit fort und verließ das Haus. Als sie die Tür hinter sich zudrückte, war sie entschlossen, nicht mehr hierher zurückzukehren. Sie ging zu ihren Eltern. Aber Frau Kollin pflegte die Nachmittage außerhalb ihres Hauses zu verbringen, und ihr Vater war auf eine Weinversteigerung gefahren. So ging sie zu Fräulein Schmidt, um sich auszuweinen. Das alte Fräulein, das eben aus den „Drei Hasen" gekommen war, band sich mit zitternden Händen den Kapotthut ab und setzte sich neben die arme junge Frau aufs Sofa, während Grete über ihrem verlorenen Leben schluchzte, das feinen Inhalt mehr hatte. Sie war aus allen Himmeln gestürzt von diesem Bekenntnis. Hatte sie doch Mdacht, daß das junge Paar immer noch in Glück und Wonne schwelgte wie im ersten Jahr. Obwohl sie wußte, daß man auch die Gegenpartei hören muhte, so bestanden doch hier Tatsachen. Also Ernst verschloß sich vor seiner Frau! Das sand Fräulein Schmidt abscheulich. Er war launisch und krittelig, das war zu entschuldigen bei einem vielbeschäftigten Mann, aber daß er feine Kritiken immer aus die arme Grete herab- prasseln ließ, war unritterlich und deutete auf Untiefen. Aein, Grete konnte zu solch einem Die Wählen in der Provinz Oberhessen. Die neue Zusammensetzung des Gießener Kreistages auf Grund der gestern mitgeteilten Mandats- Verteilung ist voraussichtlich folgende: Deutschnationale Volkspartei und Hessischer Bauernbund: Wilhelm Fenchel, Landwirt in Ober-Borgern. Jrnst Ludwig Sack, Mehgermeister in Gießen. Gilbert Sames, Landwirt in Bettenhaus.n. Heinrich Will VIII., Landwirt in Treis a. d. Lda. Konrad Anton Schaum, Landwirt In Lang-Göns. Adolf Roll, Fabrikant in Gießen. Heinrich Wetz II., Bürgermeister und Landwirt in Holzheim. Georg Friedrich Müller, Bürgermeister und Landwirt in Bellersheim. Heinrich G o 1 t m a n n, La.rdwirt in Gießen. F. iedäch Bommersheim, La.rdwirt in Langsdorf. Heinrich Bausch, Metzgermeister in Grünberg. DeutscheVolkspartei: Richard S ch u d t, Landgerichtsrat, Gießen. Carl R i n t e r. Zimmerobermeister, Aonnenroth bei Hungen. Georg Lind, Rechtsanwalt, Grünberg (Hessen). Ludwig Wagner, Landwirt und Bürgermeister, Geilshausen. Deutsche Demokratische Partei: Günther K r e n z i e n, Bürgermeister in Gießen. Jakob Becker, Landwirt und Sparkassenrechner, Kesseibach. Vereinigte Eozialdemvkr. Partei: Georg Beckmann, ReichZtagsabgeordneter, Dießen. Ludwig Haas, Zigarrenfabrikation, Steinbach. Paul Hornberger, Rechtsanwalt, Gießen. Johann Karl Benner, Gewertschafts- anaestellter, Wieseck. Heinrich R o h r ba ch VIII., Schlosser, Lollar. Marianne Hüter geb. Weber, Hausfrau, Gießen. Otto Müller, Eisenbahnsekretär, Reiskirchen. Willy Schilling, Parteisekretär. Lollar. Ferdinand Germer, Stuhlschreiner, Heuchelheim. Otto Weißgerber, Studienrat Professor, Gießen. Karl Weigand, Installateur, Grohen-Linden. Heinrich R u d l o f. Land- und Gastwirt, Trais-Horloff. Kommuni st ische Partei:* Karl Hildebrandt, Eisenbahner, Gießen. Das Abstimmungsresultat aus der kleinen Gemeinde Rabertshausen liegt bis jetzt noch nicht vor. Die endgültige Zuteilung der Sitze kann erst nach Eingang dieser Ziffern vorgenom- men werden. Voraussichtlich wird aber dieses kleine Resultat an der oben berichteten Gruppierung des Kreistages nichts ändern. Die Verteilung der Provinzialtags-Mandate kann vovauZsichtlich erst Anfang nächster Woche mitgeteilt werden. Die hiesige zuständige Stelle besitzt zur Zeit noch nicht alle amtlichen Unterlagen zur Beurteilung des Wahlausganges, sie rechnet aber damit, in einigen Tagen die erforderliche Aachprüfung und danach die Feststellung des Resultats vornehmen zu können. Weitere (Hemeinderatswahl- Ergebnisse: U Rödgen, 20. Aov. Zur G emeinde» ratswahl stimmten von 459 Wahlberechtigtem 306 ab. Für die Ver. Soz. Partei stimmten 152, für den Bund der Landwirte 141. 13 Stimmen waren ungültig. s. Trohe, 21. Aov. Bei der Gemeinderatswahl erhielten die Sozialisten 57, die Bürgerlichen 51 Stimmen. Die Vertreter der Linken erhalten 4, die Bürgerlichen 3 S tze. eu. Beuern, 20. Aov. Gemeinderatswahl: Bauernbund 185, Soz. 164, Phil. Arnold 53, Kumpf HL 63, ungültig 21 Stimmen. Es. erhalten: Bauernbund 4, Soz. 3, Arnold 1, Kumpf 1 Sch. —d— Grohen-Linden, 21. Aov. Aach einer Aachprüfung des Ergebnisses der Gemeinderatswahl fallen der V. S. P. 7 Sitze, den Ver. Land. 3 und dem Bürgerverein 2S:he zu. Demnach hat der Dürg.-Ver einen Sitz an die V. S. P. verloren, während die Ver. Landw. ihren Besitzstand hielten. Von 1400 Stimmberechtigten wählten 1078 = 77 Proz , V. S P 614, V L. 281, D. V. 145, letztere beiden mit Listen Verbindung. »Butzbach, 20. Aov. Bei der G e m e i n d e- ratswahl erhielten: Deutschnationale Liste 322 Stimmen (3 Sitze), Deutsche Volkspartei 579 (5), Zentrum 175 (1), Sozialdemokraten 434 (4), Angestellte und Beamte 193 (1), Kommunisten 132 (1). :: Pohl-Göns, 21. Aov. Gemeinderatswahl: 162 bürgert. Stimmen mit 5 Sitzen (früher 7), 136 sozialdem. Stimmen mit 4 Sitzen (früher 5). :: Kirch-Gons, 21. Aov. Gemeinde- ratswa hl: Bürgert. Stimmen 160 (früher 199), sozialdemokr. Stimmen 149 (früher 176). nd. Aihda, 20. Aov. Bei der Gemeinderatswahl wurden hier 512 bürgerliche und 389 sozialistische Stimmen abgegeben. Auf die bürgerlichen Parteien kommen 7, auf die soziatistische Partei 5 Sitze. nd. Ranstadt, 20. Aov. Bei der Gemeinderatswahl erhielten die Bürgerlichen (Partei größerer Bauern) 4 Sitze die Mittelstandspartei (Kleinbauern, Handwerker usw.) 3 Sitze und die Arbeiterpartei 2 Sitze. □ Laubach, 19. Aov. Zur heutigen Gemeinderatswahl wurden von 1300 Wahlberechtigten nur 525 Stimmen abgegeben; 18 waren ungültig. Die „Vereinigte Liste" erhielt 197 Stimmen (5 Sitze): die Liste Forstrat Andre 158 (4); die Liste Diehl Dbd. 152 (3). Vom alten Gemeinderat (12 Personen) sind neun geblieben. wg. Gedern, 19. Aov. Bei der heutigen Gemeinderat'swahl erhielten Sitze: Dbd. 4, Vereinigte D. V. P. und Dn. P. 2, Vereinigte Dem. und Soz. 5 Siedlung 1. Von den Gewählten gehören sieben dem bisherigen Gemeinderat an. Die Zahl der abgegebenen Stimmen betrug 792 (16 ungültig), die Wahlbeteiligung 69 Prozent. —er. Homberg, 20. Aov. Bei den Wahlen zum Gemeinderat wurde der von den Landwirten aufgestellte Wahlvorschlag mit 157 und der von den Arbeitern, Gewerbetreibenden und Beamten ausgestellte Wahlvorschlag mit 249 Stimmen gewählt. Von Wahlvorschlag 2 treten 7 und vom ersten Wahlvorschlag 5 Mann in den Gemeinderat ein. Es stimmten 52 Proz. dec Wahlberechtigten ab. rr. Schlitz, 20. Aov. Bei der Gemeinde- ratswahl-wurden abgegeben für die vereinigte Dürgerliste 503, die sozialdemokratische 430 und die Beamtenliste 107 Stimmen, ungültig 30. Danach erhalten die Bürgerlichen 6 Sitze, die Sozialdemokraten 5 und die Beamten 1. Die Bürgerlichen haben zwei Sitze an die Sozialdemokraten und einen an die Beamten verloren. Die Wahtbeteiligung betrug etwa 75 Prozent. t r äg l ich ist. Insbesondere wird die Bedürf- n i s f r a g e grundsätzlich zu verneinen sein. 2. Bei Anträgen auf Bewilligung von Kon« zessionen für bereits bestellende Schankwirtschaften an neue I nha ber hat die Ortspolizei- behörde, abgesehen von den sonstigen in Betracht kommenden Fragen, genau zu prüfen, ob in Berücksichtigung der veränderten volkswirtschastlichLN Verhältnisse ein Bedürfnis für das Bestehen- bleiben der Schankwirtschaften noch vvrliegt, oder ob nicht vielmehr in der in Frage stehenden Gegend eine Einschränkung der vorhandenen Schankstätten erforderlich ist. Bei der ziffernmäßig zu belegenden 'steigenden Belastung dec Wohlfahrtspflege durch die Wirkungen des Alkoholkonsums ist es dringend erforderlich, daß alle Stellen, die bei beit Änn- zessionierungsgesuchen mitzuwirken haben, sich in erhöhtem Maße der Verantwor- Manne nicht eher zurückkehren, bis er versprach sich au bessern. In Fräulein Schmidts Schlafzimmer bei der gründschi mte.r Lampe, dir anderenZimmer waren in der Woche ungeheizt, wurde ein Bries aufgesetzt. Fräulein Schmidt schrieb und Grete diktierte von der Ofenecke her, wo sie chr Taschentuch mit den Zähnen zerbiß. Lieber die Anrede waren sie sich nicht klar. „Lieber Ernst" konnte man nach dem Vorgefallenen nicht mehr gut schreiben, „Sehr geehrter Herr" klang zu sehr nach Scheidungsklage und Grete fürchtete, daß ihr Vater darin anderer Ansicht war. Also ohne Anrede. Man teilte Ernst mit, daß sich seine Gattin entschlossen habe, fein Haus bis auf oeitered zu meiden, da man sie in diesem als einen überflüssigen Menschen behandelte. „Schreiben Sie ruhig — überflüssig —sagte Grete, „bean( er ist selbst ausgezogen." Sie würde nur unter vier Bedingungen wiederkommen. Erstens mußte er versprechen, wieder zu ihr zu fein wie früher, und nicht alles, was sie sage, dumm, albern und lächerlich zu finden, sondern richtig. Fräulein Schmidt unterstrich das letzte Wort auf Gretes Befehl. Zweitens durfte er sich nicht mehr einschließen, denn das war lächerlich, dann sollte er endlich pünktlich zu Lisch kommen, und viertens, weim er ewig nach Eppenhausen fuhr, wollte Grete den Konsens haben, ebensogut ihrem Vergnügen nachzugehen, ohne daß man ihr Bemerkungen darüber machte. Fräulein Schmidt wollte hier eine Einwendung machen, aber Grete fügte hinzu: „Aein, schreiben Sie so, ich weih, was ich zu sagen habe, und muh es auch verantworten." Sie lasen die Bedingungen noch einmal durch, und Grete schrieb den Brief mit ihrer steilen tung, die sie gegenüber dem Dvlksganzen tragen, bewußt werden. Es muß verlangt werden, daß in einer Zeit, wo die Mittel der Wohlsährtspstege auch nicht annähernd mehr ausreichen, um die allergrößte Aot von den verschiedenen Aotleiden- ben, insbesondere auch den kulturtragenden Schichten unseres Volkes, fernzuhalten, alle Maßnahmen getroffen werden, die geeignet sind, die Quellen zu verstopfen, aus denen Die Zahl der Fürsorgebedürftigen gespeist wird, die die der Größe der Aot gegenüber kargen Mittel der Wohlfahrtspflege in vermeidbarer Weise in Anspruch nahmen. * ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden: am 8. November dec Studienassessor Wilhelm Kritzb aus Aidda zum ©tu» dienvat an dec Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) in Friedberg mit Wirkung vom Schrift sorgfältig ab, wobei sie sich zweimal verschieb und auf Eppenhausen einen großen Tintenklecks fallen ließ, so daß man einen neuen Bogen nehmen mußte. Es wurde Mitternacht, bis der Brief fertig war. Grete steckte ihn selbst am Bahnhof in den Kasten. Dann ging sie zu ihren Eltern. Die postwendend erbetene Antwort an die Adresse des Fräulein Schmidt traf erst nach zwei Tagen ein und lautete: „Sehr geehrte gnädige Frau! Ihr liebenswürdiges Schreiben hat mich als Willkommengruß empfangen, als ich aus Eppenhausen zuiückkam. Ich bitte daher um Verzeihung, wenn ich nicht, wie gewünscht, postwendend geantwortet habe. Ich gebe, da die Sache Eile zu haben scheint, gleich zu meinen Vergehungen ein. Zunächst die Frage meiner Kritiken. „Was du sagst, ist richtig." Sehr richtig. Wie konnte ich das auch nur einen Augenblick vergessen: Selbst der Papst ist ein Waisenknabe gegen Sie, denn er muß, wenn er etwas sagt, erst sein Konzilium befragen. Ich will aber mir Mühe geben, alles richtig zu finden, was Sie künftig sagen werden. Punkt zwei: Ich habe mich des öfteren eingeschlossen. Das stimmt ebenfalls und es war nicht schön von mir. Aber Sie üben ja selbst diese Lugend, ich erinnere nur an gewisse verschlossene Salontüren. — Daß ich diese Vorsicht auch des Aachts übe, ist eine Angewohnheit, die sich nur durch persönlichen Mangel an Mut entschuldigen läßt. Ich habe meinen besten Freund dadurch verloren, Laß dieser feine Schlafstubentüre offen ließ und von einem Einbrecher erschossen wurde, und er war genötigt, die Reise ins Jenseits im Negligü anzutreten, und an solchen Reisen habe 1. Aodember ab; am 14. Aodember: der Schulamtsanwärter Georg Morgenthaler aus Stein-Bockenheim zum Lehrer an dec Volksschule zu Grebenau, Kreis Alsfeld: am 17. Aovember: die Steuersekcetäre Heinrich H y l 1 in Alsfeld (Finanzamt), Heinrich Aern in Butzbach (Finanzamt), Karl Schmidt und Adolf Steller tn Hungen (Finanzamt) und Awlf Zeitz in Aidda (Finanzamt) zu Obersteuersekretären. ** Die Kohlenversorgung ist Atoat nach der letzthin bekanntgegebenen Preiserhöhung, die durch die allgemeine Wirtschaftslage notwNi- big geworden war, für viele Haushaltungen schon sehr problematisch geworden. Dennoch aber ist den jetzt noch zögernden Verbrauchern dringend anzuraten, die ihnen zustehenden Vorräte baldigst ab'zuholen und sich möglichst reichlich einzudecken. Die in Frage kommenden Mengen Brennmaterials sind für die aufgerufenen Abschnitte der Kohlenkarten erhältlich. Weitere recht erhebliche Preissteigerungen sind mit Sicherheit zu erwarten, so daß jedermann dringend anzuraten ist, auch jetzt schon beträchtlich erscheinende Ausgaben nichi za scheuen, anstatt zu einem späteren Zeitpunkt noch weit größere Summen aufwenden zu müssen. ** Dollarnotierungen finden am heutigen preußischen Buß- und Bettag nicht flat'. Bornotizen. — Tageska lender f ür Mittwoch Stadttheater, 31/2 Uhr: „Verliebte Leute" 7 Uhr. „Der letzte Walzer". — Kath. Vereinshaus, 8 Uhr: Volksspiele Dlachetta. — Aus dem Stadttheaterbureau Am Montag, den 27., und Dienstag, den 28. Aov. gastiert hier Carl William Büller in den Lustspielen „Dec Herr Senator" und „Dr. Klaus". Welcher Beliebtheit der Gast sich hier erfreut, hat sich im vergangenen Sommer bei der Aufführung des „Raub der Sabinerininen" gezeigt. Sicherlich wird auch das diesmalige Gastspiel großes Interesse erregen. — Die Vortrags-Vereinigung hat zu ihrem zweiten Olbertb die bekannte Märchenerzählerin Vllma Mönkeberg zu einem Märchen ab end für Erwachsene gewonnen. Die junge Künstlerin hat, wo sie auftrat allgemein große Anerkennung gefunden. (S. gestrige Anzeige.) — Der bekannte Zauberkünstler B e 11 a ch i n i kommt demnächst zu einem Gastspiel nach Gießen. Bellachinis Vater war einst der berühmteste Zauberkünstler seiner Zeit. Der Aberglaube hals ihm bei seinen Kunststücken. Dellachinis Sohn hat es nicht so leicht. Heute steht man den Zauberer n und Hexenmeistern kritischer gegenüber. Als bezeichnend für die Leistungen des Künstlers sei erwähnt, daß in allen Städten die Vorstellungen des Herrn Bellachini großen 2bi- flang fanden. für Donnerstag: Abnehmende Bewölkung, wechselnde leichte Winde, kälter. Das über England liegende Hochdruckgebiet hat einen Ausläufer über Deutschland nach Rußland entsandt. Unter dem Einfluß dieses Hochdruckrückens ist vorerst aufllärendes Wetter zu erwarten. Landkreis Gießen. xh. Hausen, 20. Aov. Für das Evangelische Schwesternhaus in Gießen wurde hier eine Fuhre Kartoffeln, Gemüse, Obst usw. gesammelt; für Bielefeld wurden 15 Zentner Kartoffeln, und für die vertriebenen Elsaß-Lothringer 1530 Mark gegeben. Kreis Büdingen. )( L i ß b e r g, 20. Aov. Von einem in Amerika wohnenden Lihberger, Herrn Spielmann, wurden bei seinem letzten Besuch in der Heimat 50 000 Mark für kirchliche Zwecke geschenkt. Starkenburg und Rheinhessen. wd. W 0 r m s, 20. Aov. Zugunsten der W i w t er n o t wurden an der hiesigen Produktenbörse ly2 Millionen Mark gesammelt. Hessen-Nassau. Frankfurt a. M, 21. Aov. (WTD.) Der Magistrat sieht sich gezwungen, bei dec Stadtverordnetenversammlung zu beantragen, daß die Gewerbesteuer nicht mir (wie int Nach- ich nun mal „fernen Spaß". Die verschlossene Salonture ist Übrigens verjährt, in letzter Zeit sind solche taktische Ungeschicklichkeiten nicht mehr votgekommen und die Feigheit werde ich durch das Tragen eines elektrischen Gürtels zu besiegen versuchen, den ich mir soeben gekauft habe. Drittens. Ich soll pünktlich zum Essen zu Hause fein. Auch darin hast Du recht, wie in allem, was Du bekanntlich sagst. Sonst wird das Essen kalt und die Hausfrau ist verstimmt. Also, ich werde pünktlich sein, vorausgesetzt, daß unsere Uhren wieder schlagen und uns die Stunden verkünden, denn das haben sie im letzten Jahre nicht mehr getan. Den letzten Punkt kann ich jedoch nicht ganz verstehen. Du scheinst meine Reisen nach dem Orte Eppenhausen als Vergnügen aufzufassen. Ich schlage Dir deshalb vor, mich jedesmal dorthin zu begleiten. Ich fahre zweiter Klasse, welche im Winter nicht geheizt ist, aber dafür im Sommer gut warm, und muh einmal umsteigen und auf freiem Felde eine halbe Stunde warten, wobei ich den Gesang „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein" anstimme, denn der Bahnhof ist immer noch nicht fertig, und das Bahnwärter haus darf man nur benutzen, wenn's regnet. Was sich sonst noch dort begibt, ist mir bisher nicht als eitel Lust erschienen, mit Ausnahme einer Ausführung der Matthäuspassion, die an jenem Abend stattfand, als hier eine sehr gelungene Maskenredoute vor sich ging und Du so brav zu Hause bliebst, Du wuschest Dir Dein Haar. Es ist möglich, daß ich mich seit dieser Matthäuspassion verändert habe. Aber vielleicht hattest Du Dich selbst beränbert, es kam mir wenigstens so vor. (Fortsetzung folgt) «Saxin-fsÄ-Ä. Verstopfung. Ä VK Bö? Ä d-° 3 le9$. Ä. L *; ,euet-in9 M ^ripreiy ‘ unt> E nung der bedeute ba3 J oubervr!) tzinziehu eine Hin— ——,— Neuyork 6695,70 6729,30 6172,- 6703,- Deuisch-Oesterr. 9,23 9,27 8,85 8,89 Budapest 266,50 268,50 269,- 271,- Praa 212.15 213,85 197,50 198,50 Sofia 10ö,70 106,30 * Märkte. Berliner Produttenmarkt. Berlin, 21. Rov. Während am Produkten- markt im Einklang mit der leichten Befestigung der Devisenkurse sich eher eine feste Tendenz heraus- zubilden schien, führte die Abschwächung der Devisen an der Mittagsbörse zu einer Ermattung, da Me Kauflust sich zurückzog und daS Geschäs» zeitweise fast inS Stocken geriet. Die Stimmung vlieb für alle Artikel entschieden matt. Das Angebot ging meist von zweiter Harck> aus. — Weizen, märkischen 12 100—12 000 Rlk. (matt). Roggen, märkischen 10 400—10 300 Mk. (flau), Sommergerste 11600—11200 Mk. (flau), Hafer, märkischen 12 300—12 000 Mk., pommer-schm 12 000 bis 11800 Mk. (flau), Mais, La Plata, loco Berlin 11900—11600 Mk. (flau), Weizenmehl (100 Kg.) 33 000—37 000 Mk. (flau), Roggenmehl (100 Kg.) 28 500—31 500 Mk. (flau), Weizenkleie 6100 bis 6200 Mk. (matter), Roggenkleie 6200—6400 Mark (matter), Raps 19 000—20 000 Mk. (behauptet), Dittoriaerbsen 23 000 Mk., kleine Erbsen 21 000 Mk., Peluschken 14 500-15 500 Mk.. Acker- bohnen 14 000—14 500 Mk., Wicken 18 500 bis 19 500 Mk., Lupinen, blau 14 000—15 000 TEIL. gelb 15 000—16 000 Mk.. Seradella. alt 25 000 bis 30 000 Mk., Rapskuchen 7000 Mk., Trocken- schnitzel 5000-5300 Mk.. Kartoffeln, weiße 450 bis 470 Mk., gelbe 550 Mk. Rauhfutter: Weizen- unb Roggenstroh, drahtgeb. 5200—5300 Mk., Haferstroh, drahtgepreßt 5200—5300 Mk, Stroh, strvhseilgebündelt 5200—5300 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Dormahd 4900—5000 Mk.. Rachmahd 3100—3300 Mk. Die 23. Südwestdeutsche Zentralchauteauttisn, die gestern in Mainz frei überaus großer Beteiligung stattgefundckn hat, brachte wesentlich höhere Preise wie die letzte, im Oktober stattgehabte Versteigerung. Jedoch war gegen die Versteigerungen der letzten Woche, wo der Dollarkurs von über 8000 seine Wirkung ausübte, ein Rückgang zu verzeichnen. Im allgemeinen war die Preisbildung uneinheitlich. Die begehrten Lose fanden flott Abnahme, während geringere Sorten vernachlässigt waren. Etwa 10 000 Großdiehhäute, 7000 Kalbfelle und 3500 Hammelfelle wurden versteigert. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Erörterung bet Reparationsfrage in Lausanne? Paris, 21. Rov. (WTD.) Der Sonder- berichterstalter der „Ere Rouvelle" in Lausanne meldet, es sei sehr wahrscheinlich, daß man in Lausanne die Reparationsfrage &€>• sprechen werde. Einer der italienischen Delegierten, der ©peaialift in dieser Frage sei, sei in Lausanne angenommen. Man spreche davon, Italien habe die Absicht, eine Erhöhung des ihm in bar Ankommenden Anteils • von IC Prozent zu verlangen. Die Neutralen und dir Konferenz von Lausanne. Paris, 21. Rov. (WTD.) Rach einer Havasmeldung aus dem Haag verlautet von zu-- ständiger Seite, man dürfe nicht erwarten, daß die Mächte, die wie die Riederlande nichr an der Konferenz von Lausanne teilnehmen, aber mit der Türkei Kapitulationsvertrage abgeschlossen haben, zu der Erörterung über diese Frage zugezogen würden. Denesch Über das Rrparationsprobtem. Paris, 21. Rov. (WTD.) Der tschechische Ministerpräsident Denesch erklärte einem Redakteur des „Echo Rational" über die Repa- vationssrage, vor einem Iahr hätte man in der Reparationsfrage noch flar sehen können, heute sei es nicht mepr möglich. Allein die Konferenz von Brüssel könne noch etwas bringen. Aber was? Die Ernährungskatastrvphe in Deutschland sei gewiß eine Fassa de, daneben sei sie aber auch eine Tatsache, die eine Wartefrist erforderlich mache, an deren Ende man nicht sicher sei, etwas anderes als eine Enttäuschung zu erleben. Die Stabilisierung der Mark sei dringend und möglich, wenn die Alliierten Deutschland gegenüber einig wären. Mustapha Kemal Pascha an den neuen Kalifen. P ar is, 21. Rov. (WTD.) Rach einer Havasmeldung aus Konstantinopel hat Mustapha Kemal Pascha im Rarnen der Rationalversammlung von Angora an den neuen Kalifen ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt: Die Rationalversammlung hat einstimmig die Absetzung Mehmeds VI. ausgesprochen, der sich mit den Absichten des Feindes einverstanden erklärte, die Gemeinschaft der Muselmanen durch die Aufgabe des Kalifensihes, die Flucht auf ein englisches Schiff und die ©rbittumg fremden Schutzes zu zerstören. Das Telegramm fügt hinzu: Ich habe die Ehre, Sie davon in Kenntnis zu sehen, daß die Rationalversammlung von Angora Sie einstimmig zur hohen Würde des Kalifen erwählt hat. Ihre Wahl ist zur Kenntnis der muselmanischen Welt und des türkischen Volkes gebracht worden. Ich bitte den Allmächtigen, daß sie eine Quelle der Wohlfahrt und Güte für die islamitische Welt sein möge. Eine Entfettungskur sollten alle Korpulenten vornehmen. Wir raten Ihnen, 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen die wirksame, völlig unschädliche, fettzehrende (Stoffe enthalten, davon nehmen Sie 3mal täglich 1—2 Stück. Sicher erhältlich: älniversitäts-Apotheke zum goldenen Engel, Marktplatz. 9521s? IVO PUHON^y C/GARETTEN z / // / n z-* » i y -uz nächster- voue/tawna Statt Karten Gießen, 21. November 1922 Wieseck, 20. Nov. 1922. eieeir ään. ÜSL Allen Freunden, Bekannten und Gönnern sagen wir für die anläßlich unserer silbernen Hochzeit überreichten vielen Geschenke herzlichen Dank Heinrich Jung und Frau, Zum Adler Hans Die Geburt eines gesunden Jungen zeigen an Dr. phil. C. Karstien, Prioatdozent und Frau Magdalene geb. Behrens Für die uns anläßlich unserer Silber-Hochzeit sowie unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir besten Dank. Otto Michel und Frau. Anna Michel und (Emil Luh. Schlafzimmer in Eiche und lackiert Speisezimmer Herrenzimmer Saus-SWteii au äußerst günstigen Preise« fabrUirt Krewinkel, Fabrik vorn. Woh» nungSeinricktungen, Riegelpiad 19 a. 010643 sagen wir herzlichsten Dank. 10155D Großen-Buseck, den 19. November 1922. Die Beerdigung findet Freitag, den 24. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an unserem herben Verluste Für die trauernden Hinterbliebenen: Emilie Neumann geb. Roth. Berta Flamme. Gießen, den 21. November 1922. Heute morgen 5 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Flamme, Gastwirt im 57. Lebensjahre. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Bekanntmachung. Vergebung von Arbeiten Laden Waldungen der Stadt Gießen. Das Rücken deS Stammholzes in den Waldungen der Stadt Giehen an die Wege und Schneisen, und zwar: ca. 100 Fstm. in Distrikt Hangelstein „ 1500 „ „ Forstwartei I „ 1900 „ „ „ II „ 2500 „ w „ III soll am Freitag, dem 24. Dovember 1922, vormittags 10 Uhr, im Stadthaus Berg- strahe W, Zimmer Rr. 6, öffentlich der- geben werden. Die Bedingungen können dortselbst (Zimmer Rr. 18) am 24. Rovember, von 9—10 Uhr vormittags, eingesehen werden. Giehen, den 21. Rov. 1922. (102068 Der Oberbürgermeister. ________3.03.: Dr. Rosenberg._______ Bekanntmachung. Bei der am 13. d. M. vorgenommenen planmäßigen Verlosung der am 1. März 1923 zur Rückzahlung Kommenden Schuldverschreibungen des Anlehens der Stadt Giehen vom Jahre 1901 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: Serie II Rr. 16, 67, 198, 214, 274, 311, 336 .... zu 2000 MK. , H Nr. 444, 446, 513, 612, 651, 652, 740, 801, 921, 945, 963, 969, 976, 1097,1154, 1163, 1195 .....zu 1000 MK. , . H Nr. 1229,1290,1326, 1327,1471,1522,1602, i 1651,1674,1697,1698, 1773, 1801, 1817 . . zu 500 MK. 4 H Nr. 1919,1936,2079, 2113,2143,2173,2235 3U 200 MK. rw H Nr. 2339, 2362,2380, 2430, 2495, 2526 . . zu 100 MK. Es wirb dies mit dem Änfugen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibungen bei der Stadtkasse Giehen, bei dem Bankhaus Delbrück,Schickler LTo. zu Berlin und bei der Mitteldeutschen Lreditbank zu Frankfurt a. M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende Februar 1923 aufhört. Don den in früheren Jahren ausgelosten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden: Serie II Nr. 633 zu 1000 MK., Nr. 1510, 1682 und 1711 zu 500 MK., Nr. 1960 und 1982 zu 200 MK. 102048 Gießen, den 13. November 1922. Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Die Liste über das von den Erzeugern abzuliefernde Umlagesoll liegt zur Einsicht der einzelnen Erzeuger vom 22. bis 30. Rovember 1922 leinschl.) auf dem Stadthaus Bergstraße, Zimmer 29, während der Geschäftsstunden von 8—1 und 3—67. Uhr offen. 10205 B Mit der Ablieferung des ersten Drittels kann sofort begonnen werden, der End- Itefertermin wird noch bekanntgegeben. Das 2. und 3. Drittel der Umlage ist anstatt in 2 Fristen in 4 Fristen zu gleichen Teilen zu liefern, und zwar bis zum 31. Dezember 1922, 31. Januar 1923, 28. Februar 1923 und 15. April 1923. Giehen, den 21. Rovember 1922. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Seib. Holzfubmissiön^ Donnerstag, den 30. Rovember 1922, vormittags 11 älhr, sollen aus dem Gemeindewald Treis a. Lda. folgende Holz, sortimente in Submission vergeben werden: 3 Fichtenstämme 3. Kl. — 2,46 Fstm. 8 .. 4. „ = 5,55 „ 43 „ 5a „ =23,76 „ 92 „ 5b „ =21,42 „ Das Holz ist mit Rinde gemessen und entrindet. Angebote nach Klaffen getrennt und mit Aufschrift versehen, sind bis zum obigen Termin bei unterzeichneter Bürger» meisteret einzureichen. Angebote mit zu» sammengezogenen Klaffen oder Vermerk usw. versehen, werden nicht berücksichtigt. Es wird empfohlen, da Käferholz da- runter ist, vorher zu besichtigen, da spätere Reklamationen nicht angenommen werden. Förster Franz in Allendorf a. Lda. zeigt auf Wunsch das Holz vor. Treis a. Lda.. am 18. Rovember 1922 Hessische Bürgermeisterei Treis a. Lda. " Benner. 101750 [Vermietungen | Warm.'stiSI. Heim für ölt. Fränk, ob. Fran (Kleinrentn.) geg.Mith. i. Hanse b. alt. Dame. 10?0o Adr. i. d. Ge- schiistsst. d. G.An;. | Mietgesuche | Noiiw von 2—3 Zimmern, Gliche gegen Prämie sofort gesucht. Schristl. Angeb. h. 010627 an den Gieß. Anzeiger. siidie gut iiiülil. Zimmer per sofort. Preis ganz Nebensache. Sckriftl. Angebote unter 010631 nn den Gieß. Anz. erbe'eu. Jq. kanfmänn. Beamter in Icitcubcr Stellung sucht Mn Mlmles ZiMN. Schrift! Angebote unter 010630 an den Gießener An-eiger. 2 inöiiL Simmcr evtl, das eine möbl., eins leer, ohne Bett, vonDauermieter ne» sucht. Off u nt. 2597 nn €>crfo, M. A.-E-, Plockitr. 5. 10213h Bcainter sucht sofort 1—2 WblicrteZiiiiüitt Gute Lage: freundliche Hansleiite. Schr. Augeb. unter 010638 a. d. GieüAn». Aelterer Etsenbahn- benmter sucht WöA.3WNkl. Schristl. Angeb. mit Preis unter 010646 nn den Gieß. An». ttklkSZMWkl äu mieten gesucht. Preis Arbeitsuche. Schristl. Angebote unter 010851 nn den Glich. 9lni. erbeten Ladeulokal evtl, mit ßimmer au mieten gesucht. Preis Nebensache. Schr. Augeb. unter 010650 nn den Gieß. Anzeiger erbeten. Lehrling mit nuten Schul- kenntnissen für sofort oder auf Ostern gesucht. 010626 S. Joseph, Lederhandlung. Ehrliches putzmäüchen ob- Frau auf einige Stunden vormittags Qefudjt. Zu erfragen Kreuzvlau 8. 1(J1W Gießen, den 22. November 1922. Gestern abend wurde unser liebes einziges Kind nach langjährigen, immer geduldig ertragenen Leiden im zwanzigsten Lebensjahre von uns genommen. Tiefbetrübt: Prof. Engel u. Frau Lina geb. Ibbeken. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 10219V Für die vielen Beweise herz- sicher Teilnahme bei dem Heim» gang unserer sieben Entschlafenen und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir allen herzlichen Dank. 10173V Hkimilh AW Mil Kind. Ober-Widdersheim,21.Nov.1922. larl-iWitaWz in Waggonladungen kauft laufend gegen Kassa 3. Happel, Holzhandlung Gienen, Telephon 125. 010,61 Achtung! MWeiWm 1.-3. Klaffe, möglichst H-Ware, frachtgünstig Frankfurt a. M. 10611 v zu kaufen gesucht. Ausfuhr!. Angeb. mit Aufmaßlisten erb. W.M«WIlLkt>..ZrMsNktII.M. 6 in Dr. meb 6. ku 8. teilt un« nrtt. bat« bt: ult Ober- » Q lax fotfle erzulte. (J 3 Z r 91ad)b<’banbfuttfl in befo'bttl iu niip'.hlcn Zu hab-n in aflen Apotheken. Drogerien und Parfümerien» Händler und Wirte! Äuherst günstiger Zigarrettenverkauf! Solange Vorrat reicht, die 4 Schlager. Gorlon Rr. 585 „ Stolz langes und 2 „ Perle volles Format. < Rr. 333 Berkes LM!, Frankfurt a. M. Lützowstraße 9. (Seneraluertr. der Zig.-Fabr. „Gorlon." Ladengeschäft mit 2-3-I.'Wohnung, Branche egal, sof. zu kaufen ges. Schrift!. Ang. u. 010628 a. d. Gietz. Anz. Wir suchen zum baldmöglichen Eintritt jüngeren Herrn für buchhalterische Arbeiten, Sachkenntnisse nicht unbedingt erforderlich, sowie Jungen von 14-16 Jahren aus guter Familie für Botengänge. 10215V Hessischer BankvereinA.G. Filiale Eietzen. Lätia für kaufmännisches Büro gesucht. Vorzustellen Südanlage 181 10195D MW fofert gefüllt „„„ Sietzenei Sei- unö SelficötK £nmm & Co.. Anlweq. lüihiige ötonmeL BnWttM rnägl. im Dekorieren bewand., ver 1. Jan. gesucht. Vorstellung 1-2 Uhr. 10214h Schuhhaus „Metropol". Bum baldigen Eintritt suche ich für meinen landwin- schau ttchen Haushalt eine tlicht., evnng HMg nickt um. 30Jahren. Gebalt nach Neber- eiutunft. Ev:l. Vorstellung. 10209V I Fr. Reinhard 1 Herborn iDiUtr.k SmibcrcsMSWeii ober Fr«« i tagsüber oder für einige Stunden zur Housarbcitgesucht. Bahnhofstr. «5 b I. Jüngeres Sroeihflühdicn gesucht. 10217 Seltersweg 23 |Stellengesuche| Jung. geb. Mädchen n. best. Farn., gern. inStenogr.u.Masch.- Schr.u. and.B.-Arb., bereits inStell.gew., sucht WirkungSkr. z. 1. Jan. 1923. Schr. Angeb. unt. 10201 an d.Gteit.Anz. Verkäufe "| N-tt mit Matratze 47111 zu verk. Bruchstraße 12. 3 Wie gesagt: Viel leichter lernen wir, seit uns Mutti nicht mehr reinen Bohnenkaffee. sondern „Quleta" gibt. Heute schreibe ich an die Schultafel, damit es jeder sieht; Trinke Quieta! Für WrihilMen Photo-Ararat, 9x12, Damen-Stlefel, 38 (Taft neu), zu verk. 8u erfrag, i. der Ge- schästsst. d. G.A.».E llllllllllllllllllllllllllllllllllll Zwei fast neue, beschlagene Näder 1,15 hoch, nt. Pateut- achie und Federn, vassend ztt Geschäi'.s- tvagen oder starkem Break, au verkaufen. Näheres Stephan ftrafceäOII, mittags zwischen 1 u. 2 Uhr. Oefen und Herde bin. A- verk. 010652 H. Schön & Co., Marburger Str 22 llllllllllllllllllllllllllillllllHI Einige gebrauchte WM billig zu verkaufen. HansAssmann, Jabrradhandlung, Neustadt 20. 0116,6 Zwei Pholo-ipparale 13X18, Avlanat, u. sämtl. Zubehör, neu, 9X12, Aplcmat, Lederiasche, Metall- Stativ it. fännl. Zu behör, tast neu, bill. obAuaebeu. Anznieh. nachrn. von 1—3 Uhr Wilsonttr.211• IO2I»C 1 Vertiko, 1 2tiir. fileiderschr. (nuhb. pol.i, 1 Kommode mit Aufsatz, 1 Tisch, 2 Betten zu verkaufen oioe.» Kanzteibera 7. Heues lafelferulre netift fiufleetetoKe preiswert zu verk. Schr. Ang. u. 010653 an den Gieß. Anz. Zu taufen ges. tracht. gute Ziege. 01)647 Ad. Avil, Ludwigstrane 33. Viele Zn-u.Ausliluver suchen MW. Häuser Villen, Güter, Fabriken. Gasthöfe il Geschäfte. Angebote nur von Selbetelgen- tämern. 10194 I . Bongers.fi öln Hansaring 64 Zahnpraxis sofort zu kaufen gesucht. 10196 Abplanalp & Co., Friedberg, Hoffen, Televhon 312. F Gold"! Silber, Platin in Bruch u. Barren Brillanten kauft zu reellem jeweiligem Kurs 6. Gümblein L Bruch- A straße 19» Gut erhaltener Kachelofen sof. zu kauf, gesucht. Konntas, Liebigstr. 63 v. Platin-, Gold- und Silbergegenstande kauft zu hohen Preisen Erich Beyer Juwelier, Gießen, Bahnhofstraße 1. »>"v GcbranditeS Knaben - Falj ra!i au kaufen ges. Schr. Angebote unt. 010622 an den Gieß. An?. IKathoL Vereinshaus, Gießen! B Freitag, den 24. nnd Samstag, den 25. lov., abends 8 Uhr — SaalöfFnung 7 Uhr: Gastspiel de» weitbekannten Altmeister« Bellachini I Deutschlands hedeutendster Universal- und Zauberkünstler | Zum erstenmal hier! Das Neueste auf dem Gebiete des wahren Spl- ritismus nnd Hellsehcn». Es gibt ein Fort- MN leben nach dem Tode und ein Verkehr mit der Geisterwelt! Tischrücken, Geisterschrift! W Neue Beweine! Bellachinis wunderbare Experimente auf dem Gebiete der indischen und mod. Zauberkunst! Staunen und Lachen ohne Ende! Preise der Plätze inkl.Steuer: Sperrsitz 120 Mk.’ 1. Platz 100 Mk.. 2. Platz 80 Mk. — Karten im Vor- UW verkauf P&pierhandlung Jung, Seltersweg. K Der Saal ist angenehm geheizt! 010493 K Hochfeuerfestes Tonlager gesucht, auch Ftndlingsquarzit-Lager nahe Station von Chamottewerk. Angebot u. 1^'. P. L. 374 an fftudolf Mässe, Frankfurt a. M. 10210ss Lebendsrische r* g 1 Ai 11 Li I Lebendsrische fetal Ä! tri (Haltestelle der roten Linie) Heute 010637 Konzert Wachstuche Bettvorlagen Tischdecken in ganz besonders großer Auswahl zu mäßigen Preisen. Midehaus Salomon, fließen, Sohnlstr. wie: l0S18c MNW. Mellon Seelonis, seeöEdjt. Boßangen für Donnerstag und Freitag emvffehlt Stern Wnllknscls gegenüö. Engelaoolh. smhlkiralsi-Mttlltzell f. iete Bettstelle nach Maß, an jedermann. Katalog frei. Eisen- mö^elfabr. Suhl LTh. | Verschiedenes! Aufgebot. Das von uns ausgestellte Einlagebuch Nr. 22701 für fs-rau« lein Wilhelmine Ernst, Gießen, ist abhanden gekommen. Der Inhaber des Buches wird hierdurch ausgefor- derbdasfelbe binnen 6 Wochen uns vor- zu legen, widrigenfalls es für kraftlos erklärt und der Einlegerin ein neue/ Einlagebuch ausge stellt wird. [10203D Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. 10l6Sc Hemte bis einschließl. j^x Donnerstag: IWIId-Afrlkal v/y (Dntor Wilden nnd wilden Tieren), x^j Täglich 4, 6. 8.15 Ehr. ffÄ Schüler v. 4-6 Uhr ermflß.Eintritt ifl 9 Aufb.elnschl. Donnerstag, Auf vielfachen Wunsch By ab Freitag nochmals: vS M Fridericus Rex 1. und 2. Teil. In Vorbereituner: Der Weltpro- W W duktion größter Film « M Das Weib des Pharao. W 2 5tühle, ( petroleumosen, \ Blumenkrippe au kaufen ges. Schr. Angebote ». 010642 an den Gieß. Anz. 60IÖ Silber, ülnürifl jiiratlea kauft 8754 6ötl ZrA 3uroelier kreiizvillb s. Sülle für Ma MW Mk 1. ölen die höchsten Tagespreise. Veslelluvgen roeröen abgeholt. oiogos Schneider Neuenweg 6. Kelter-i Aepfel kauft noch größeres Quantum frei Hof W. Wagnee-, Kellerei. Großen-, Bnseck bei Gleßen 1 Sacke oller All sowie ""D VlivietVMeSe — Sülle = kauft zu hohen Preisen in Noch täglich Aufnahmen für die neuen Kurse allen Handelsfachern. Auskunlt und Anmeldung bei der Hansa- 6124c " Schule J. Kunzeima.nn Selters weg 73, Telephon 821, oder Vogtschen Handelsschule Goethcstraße 32, Telephon 2064. Prospekt frei. M. Ch. Mühlstein Sackgroßhandlung Giehen Seltersiveg 8 3. Telephon 2132. Kaufe getrag. Herren n. Tamenklcid,Schube, Wäsche u.zanle d.höchst.Prcise.°1d" L. Rosenzweig Gießen, Seltersw. 581 ZAjek Atlanten, kaust die 010640 Vseiffer'sthe Buchlchlg. Walltorstrane 21. /vcrnrui 1342. [Empfehlungenj Handels- und Gewcrbebank e. G. m. b. H. Gießen. -Aliceschule. Neue VierteljabrS- knrseimLchneidern, Weitznähen, Zlicken u. Siopsen, Sticken, Kochen und Bügeln beginnen Montag, den 27. Nov. Anmeldungen imSckul- baus Steinttr. 10. Bei Landkundschaft nut eiligeführter Tctail-9itifeiihcr nimmt Gebrauchs artikel mit. Schristl. Angebote u 010639 an den Gien. An». Per'e^te 56wWtia bisher in erstem Schneidcralelier tätig geioesen, sucht Kundenkreis anner dem Hause. Schristl. An geb. u. 010641 an den G. An», erbeten. heller Raum mitelcftr Anlage zu vermieten, sowie kl. Werkstatt- einrichtttng für Mechaniker geeignet, »n verk. Wo? sagt die Geschastöst. des Gieß. An». -#sin Welche edle Dame (iberl. allein st. ^-rau 1 P. netr. Schnbe u. Mantel».annehnib. Brei? ? Schr. Ang. u. 010644 a.d.Gieß.An» Eia Kinder- Lederhandschuh verloren. Geg. Belohnung ab»uo. Oie»* Lanilgraleastr. 6 III. s» BolßWe heute fiatboliicheS Vereinshaus nachmittags 4 Ubr, abends 8 Uhr.