Ur. 170 Erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GietzenerFamilienblötter Monatliche vezngrpreise: Mk. 22 LO und Mk. 2.50 TrSgerlohn,durch dicPost Mk. 25.—, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - Fern sprech- Anschlüsse: für die Schrift« leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drohtnach. richten: Anzeiger Gießen. psfifcheckronls: Sfenlftirt a. M. 11686. Erstes Blatt samstag. 22.3nfi 1922 172. Jahrgang GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Annahme »en Huieletg für die Tageanummer oi« zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen v 34 mm Brett» örtlich 150 *Pf., auswärts 180 Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 500Pf. Bei Platz« Vorschrift 20 ”/, Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug, Goetz Der antwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Druck trab Verlag: vrühl'fche Umv.-Vuch und Stein-ruckerei R. Lauge. Zchrifüeituug, Seschaftsfteüe und Druckerei: Zchulftraße 7. (utiiT! WochenrÄärbNÄ. Die Mörder RathenauS haben ihre Untat mit dem Tode gesühnt; nun kehrt aH» mählich wieder etwa- Ruhe in die Gemüter ein. Wir werden noch manches Nachspiel sehen, aber schwerlich dabei noch große Lleberraschungen erleben. Der Kreis der Mitschuldigen liegt schon ziemlich offen vor uns: es sind keine ewig gefährlichen, sondern in der Hauptsache Gestalten, die der Jammer der Zeit, die Tücke des eigenen Schicksals, genarrt und betört haben. Es sind die sittlich Schwachen und Verzweifelten unter dem großen Heer der so erbärmlich auseinander - getriebenen, vielfach ins Elend gestoßenen früheren Offiziere, mit deren Schicksal das neue Deutschland wenig Mitgefühl gezeigt hat. Wie Parricida sind diese jetzt bloß gestellten, an Zahl nicht bedeutenden Entgleisten ihr eignes Schrecknis, das sie in die Wüste tragen mögen, denn der deutsche Doden tragt chre Saat nicht. Der deutschen Republik droht keine erhebliche Gefahr gewaltsamer Erschütterung. Da nun so viele Bekenntnisse für ihre friedliche Weiterentwicklung vorliegen, muß sie sich nach Mitteln umsehen, um sich wirklich mit Erfolg innerlich zu festtgen. Sie darf auch keine Scheuklappen anlegen, um die Hebel und Mangel zu übersehen, an denen sie krankt. Ohre Verwalter in den hohen Remtern sind keine unfehlbaren Götter, und unter ihren Fackel- und Fahnenträgern ist eine Säuberung und Siebung nötig. Die Annahme der sogenannten Schutzgesetze im Reichstag verpflichtet die geordneten RegierungS- und Richtertnstanzen zu leidenschaftsloser und unparteilicher Geschäftsführung. Nichts gefährdet die Staatsordnung, auch die republikanische, nrehr als etwa der Mangel an Sicherheit und Festigkett des gleichen Rechtes für Alle und als die Willkürakte irgend einer Schicht oder Klasse. Heber die Duldung von Kinofilmen beispielsweise dürfen auf die Dauer nicht btt Gewerkschaften zu befinden haben. Lind wenn jetzt in der Presse zu lesen steht, daß eine Schar von Arbeitern in Darmstadt einen Lehrer wegen Gefährdung der Republik zur Rede stellte, weil er in seiner Wohnung das patriotische Lied „Och hab mich ergeben" einübte, so ist dies beinahe ebenso niederdrückend wie die uns von einem glaubwürdigen Augenzeugen auf unsere Zweifel mehrfach heschwor« ne Tatsache, daß bei den letzten Frankfutter Sttaßenkunogebungen zugunsten der Republik auch ein Schild herum- gettagen wurde, das die Aufschrift trug: „Nieder mit dem deutschen Nationalstolz." — Die große Aussprache im hessischen Landtag über die Darmstädter Ausschreitungen brachte die Regierung denn doch in nicht geringe Verlegenheit. Der zuständige Polizeichef hatte in richttger Vorausschau des Kommenden eine größere Bereitschaft der Schutzleute verlangt; sie war von dem Minister Raab, der fälschlich auf einen Beschluß des Gesamtministeriums sich berief, verweigert worden im Vertrauen auf die guten Vorsätze der Gewerkschaften und Ordner der Demvnsttationen. Wie wenig begründet, ja, wie leichtfettig dieses Vettrauen war, hat der Abg. Schian in seiner eindrucksvollen, die Dinge sorgsam und ohne Aebertteibung wagenden Rede überzeugend dargetan. Die hessische Regierung vermag die Verantwortung für die unerhörten Exzesse nicht von sich abzuwälzen. Ungeheuerlich scheint uns der gest em ausgesprochene Satz des Ministers Henrich zu sein, daß solche Untaten wie die Darmstädter niemals von einer Regierung verhindert werden könnten! Damit hat er dem Ansehen der Republik einen schlechten Dienst erwiesen. Wir müssen auch gestehen, daß die Redner des Zentrums und der Demokraten, die Hetten Nuß und Reiber, nicht gerade ganz glücklich über die Klippen und Pfützen des Darmstädter Unglückstages hin- weggekvmmen sind. Zivar hatten sie Worte ehrlichen Bedauerns, zwar stellten sie die Lügenmethoden des sozialdemokrattschen „Vollsfreundes" bloß, allein es kamen, alles in allem, doch nur Bekenntnisse heraus, denen der volle Freimut fehlte; vieles blieb ihnen aus Rücksicht auf ihre Koalitionspolitik im Halse stecken. Besonders der Abg. Reiber wich aus und verschob die Sachlage. Wie er an der versöhnlichen Rede SchianS schwächliche Reminiszenzen verbissener Parteigegensätze hochzog, deplaziette Mahnungen vorbrachte, das wirkte nicht befreiend und war wenig beseelt von der neuen Botschaft des demokratischen Führers Petersen, der in einem Berliner Blatte schrieb, die Parteien der Mitte ^»müßten aus der kritischen und auf das Wohl der eignen Organisation gerichteten Quantttätsarbeit zur verantwortlichen und auf das Wohl des gesamten in Not befindlichen deutschen Volkes gerichteten Qualitätsarbeit übergehen". Dem Gedanken einer bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft, der so schnell den Kriegsruf Wirths gegen Rechts abgelöst hat, wirken manche Aussichten auf Verwirklichung; er verdankt seine Entstehung zweifellos gewissen ungünstigen Erfahrungen, die Zentrum und Demvkratte mit der Sozialdemokratie gemacht haben. Er ist der Niederschlag einer gewissen Ermüdung von Prapaganda- und Agitationsmethoden, die man mitmachen mußte, weil die Pattei Scheidemanns auch in ihrer „klassischen" Periode deren so stark bedarf. 0m Bürgertum mindern sich die Neigungen, immerfort um des Kaisers Bart ober das äußerliche Kleid der Republik zu streiten. Man will zu Leistungen gelangen, Qualitätsarbeit, wie Hern Petersen sagt. Nur das hitzige Demokratenblut der „Frankfurter Zeitung" will was „grundsätzlich" anderes. Das Blatt tat so, als ob es sich und seine Rernlichkeilspolitik vertaten und verkauft fühle. Seine etwas gelassenere Schwester, das „Berliner Tageblatt", ist zwar von dem Gedanken der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft ebenfalls nicht gerade begeistert, aber rs mag nicht gegen den zu starken Strom schwimmen und erklärt, offenbar in die Richtung nach Frankfurt gewendet, pathettsch: „Politik läßt sich, wenn's um die Existenz des Reiches geht, nicht vorn Standpunkt des Dezirksver- eins machen." Za, es schien in der letzten Zeit manchmal, als ob all unser Sinnen und Trachten nicht dem von Finanzelend und Bedrückungs- Politik schwer gefährdeten Reiche gehöre, sondern rein parteipolitischen Liebhabereien. Der Herr Reichskanzler ist nicht frei von Schuld daran, daß das deutsche Voll von den dringendsten Arbeiten und Ueberlegungen so verhängnisvoll abgelenkt worden ist. Die Reichsregierung selber scheint die außenpolitischen Geschäfte zum Tell vernachlässigt zu haben; wir hörten nicht den leisesten Ton eines wirksamen Kampfes in der vorn französischen Parlament so geräuschvoll abgehandelten Schuldfrage; heftige Anklagen gegen Deutschland blieben einfach unerwidert, und heute stellt es sich heraus, daß der außenpolittschen deutschen Weisheit letzter Schluß nur ein weiterer, zögernder Schritt in der noch immer nicht erfüllten Erfüllungspvlittk gewesen ist. Die Regierung hat den Entwürfen des ftem- ben Garantteausschusses zug^stimml, will des-' sen Forderungen erfüllen, die in ihrer Wirkung zweifellos auf eine stückweise Preisgabe oer staatlichen Selbständigkeit hinaus- laufen. Finanzielle Regierungspläne müssen den fremden Machthabern angemeldet werden, ein kostspieliger Steuerüberwachungsdienst wird ihnen zur Verfügung gestellt, der ihnen die wettere Einschränkung und Beeinflussung der deutschen Wirtschaft mittelbar ober vielleicht auch unmittelbar gestattet, Hnb nichts ist als Gegenleistung ber Entente geerntet worben; die Sankttonspläne Poin- careS bestehen nach wie vor. Warum sollte man sich in London einer lebhafteren Abwehr- polittk befleißigen als in Berlin, wo der nationale Lebenswille beinahe gebrochen zu sein scheint? Wird man es in deutschen Regierungskreisen etwa auch als eine Befehdung und Bedrohung der deutschen Republll bezeichnen wollen, wenn vom Reichskanzler gefordert wird, daß er die Lebensfragen unseres Volles und Reiches nicht mit Stillschweigen übergehen möge? Was er nach Rathenaus Ermordung im Reichstag an die Adresse des Auslandes gesagt hat, war ja anerkennenswert und richtig — aber es war doch nicht die tatkräftige und unermüdliche Verfolgung des Hauptzieles deutscher, auch republllanischer, Politik! Wir glauben es gerne, daß auf dem bisherigen Boden des Gesamtkabinetts keine besseren Früchte hervorzutreiben waren, aber darum handelt es sich ja eben: den inneren Frieden ber Nation herzustellen, jene Arbeitsgemeinschaft zu gründen, die schon vor der Mordkatastrophe im Reichsausschuß der Zentrumspattei am 24. und 25. Juni programmatisch ins Auge gefaßt worden war. Der Reichsarbeitsminister Dr. Brauns veröffenttichte in diesen Tagen in ber „Germania" bie Richtlinien eines solchen Programms, das in einer viel vernünftigeren Parole gipfelt als sie der Reichskanzler ausgab. Brauns erklärte nämlich: „Wir brauchen eine neue parteipolitische Synthese ber alten und neuen Zeit. Diese Einsicht kommt im deutschen ^Volke mehr und mehr zum Durchbruch. Davon versprechen wir uns eine wirkliche Förderung der deutschen Republik, auch eine wirksamere Stütze ber Arbeiterinteressen. Das Memorandum des Garantie-Komitees. Berlin, 21. Zull. Das ber deutschen Regierung vom Garantiekvmttee überreichte W e - moranbnm über bie durch bas Komitee aus- /.uübcnbe Nachprüfung über bie Unterdrückung ber Kapitalflucht und bie von der deutschen Regierung aufzustellenden Statistiken besagt u. a.: Zwecks Nachprüfung bei Einnahmen und Ausgaben werden zwei Vertreter des Garantiekomitees sich mit den Einnahmen bzw. Ausgaben des Reiches befassen, bie sich mit dem 'zuständigen Staatssekretär rn Verbindung setzen werden. Die deutsche Regierung 'fj*at diesen Vertretern die Schriftstücke über den Haushaltsplan, die Gesetzentwürfe fiskalischer Art, die Nachtragskredite, die Haushaltsüberschreitungen, die monatlichen Kassenabschlüsse usw. zu unterbreiten. Die Delegierten des ©arantidfomiteeS werben in ständiger Fühlungnahme mit dem Reichsfinanzministerium sich unterrichten über bie Steuerprojekte, bie Veranschlagung b«rr Steuererträge und ber Ausgaben und sind befugt, Mich diejenigen Maßnahmen kennen zu lernen, welche die Zentralverwaltung zu treffen beabsichtigt, um das Funktionierung der Steuergesehe sicherzustellen. Den von der deutschen Regierung einzurichtenden steuerlichen Nachprüfung sdien st tonnen die Delegierten durch Stichproben überwachen. Dieser NachprüfungSdienst muß im November d. Zs. in Kraft treten. Den Delegierten liegt es ferner ob, jederzeit den genauen Stand der schwebenden Schuld kennen zu lernen und zu diesem Zweck von der Reichsregierung genaue Aufstellungen einzufordern. Bezüglich der Maßnahmen zur Unterdrückung der Kapitalflucht heißt es rn dem Memorandum, daß sich das Garantiekomitee mit dem von ber deutschen Regierung ausgestellten Programm einverstanden erklärt hat. On dem Memorandum werden bann genaue Richtlinien für gesetzgeberische Maßnahmen zur Ergänzung des Kapitalfluchtgesetzes gegeben, die sich u. a. auf banktechnische Fragen usw. beziehen. 1 Bezüglich der Statistiken werden vierteljährliche Vorlegung ber Auhenhanbelsstatistiken, eine Hebersicht über die Ausfuhr nach Gewicht und Wert, eine Verkehrs- und Schisfahrtsstatistik, eine Probukttonsstatistik und schließlich eine Finanzstatistik verlangt. Dem Memorandum find ferner zahlreiche Anlagen beigegeben, in denen u. a. verlangt werden monatliche Hebersichten über bie Veranlagung ber Einkommensteuer und der Kör- perlchrrftssteuer, der Hmsatzsteuer, der Lohnste ter und vierteljährliche Aufstellungen der Zahl der Steuerpflichtigen. Ferner werden verlangt lieber» sichten über die Höhe der schwebenden Schuld (täglich), zehntägige Hebersichten über die Finanzen des Reiches, monalliche Hebersichten über die Steuereingänge und die Einnahmen derPost- und Telegraphen Verwaltung und der Reichsbahnen, sowie eine endgültige Gesamtübersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Reiches. In einem Begleitbrief, ber von Demelmans, Mauclere, d'Amelio und Cook unterzeichnet ist, wird die deutsche Regierung ersucht, sich mit den vom Garantiekomitee vorgeschlagenen Maßnahmen einverstanden zu erklären unb ihre Anwendung sicherzustellen. Poineares Absichten. Paris, 21. Juli. (WTB.) Heber bie Instruktionen, bie Ministerpräsibent Poin- care bem französischen Vertreter im Repara- tionsausschusse, Louis Dubois, gegeben hat, veröffentlicht der „Temps" folgende Analyse: Die Note Poineares beginne mit einer langen Auseinandersetzung technischer Art übet den erheblichen Anteil, den bie deutsche Regierung an der Verantwortung für den finanziellen Zusammenbruch Deutschlands und der Erschütterung der Mark habe: ungenügende Einziehung der Einnahmen, ungenügende Einschränkung der Ausgaben, schlechte Finanzgebarung, Mißbrauch der Ausgabe von Schahanweisungen und Reichsbanknoten, Kapitalsflucht usw. Unter diesen Hm- ständen sei es von wesentlicher Bedeutung, daß die Reparationskommission nicht nur eine strengere Kontrolle der deutschen Finanzen ausübe, sondern sich auch bemühe, in Form bestimmter Pfänder (Domaniallorsten, fiS'alischeGruben usw.) von dem allgemeinen Vorrechte der Alliierten gegenüber dem deutschen Besitze auf Grund des Art. 248 des Versailler Vertrages Gebrauch zu machen. Was das neue Moratorium „ anlange, das das erste Moratorium vom 21. März außer Kraft sehen solle, so stehe Poincarö auf dem Standpunkte, daß es ganz kurz — vier bis sechs Wochen — fein müsse, d. h. daß es sich höchstens auf die beiden nächsten am 15. August unb 15. September fälligen Zahlungen, jede in Höhe von 50 Millionen Goldmark ober ausländischer Devisen beziehen soll. Diese kurze Frist müsse die Durchführung finanzieller Reformen unb dieSiche- rung bestimmter Pfänder ermöglichen, und die Gewährung des neuen Moratoriums wäre von der Durchführung der Reformen sowie von dex Einrichtung einer wirksamen Kontrolle abhängig zu machen. Wenn nach Ablauf ber eingeräumten Frist Deutschland die von ber Reparationslom- rnission festgesetzten Bedingungen nicht erfüllt hätte, müßte die Kommission ohne Zögern von ber Verfehlung Deutschlands Kenntnis nehmen und auf Grund des § 17, im Anhang II des Abschnittes 8 des Versailler Vertrages sofort die verbündeten Regierungen sich damit befassen. — Der „Temvs" stellt fest, daß die Finänzreformen und die Kontrollmahnahmen, von denen in ber Note Poineares die Rede sei. nicht verwechselt werden dürften mtt den durch den MoratoriurnS- beschluh der ReparationSkommission vom 21. März bereits vorgeschriebenen. Paris, 22. Juli. (WTB.) Die Morgen- blätter veröffentlichen weiteve Mtttei'.ungen über den Inhalt der Instruktionen, die Ministerpräsident Poincarö dem ftanzösischen Vertreter des Reparationsausschusses Drbiis angesichts des deutschen Verlangens nach einem Moratorium gegeben hat. Hiernach bemüht sich der französische Ministerpräsident bie Argumente zu widerlegen, aif die die deutsche Degierung ihr Verlangen stützt. Am 12. Juli, als die deutsche Regierung die Note überreichte, habe sie harpt- sächlich die Entwertung der Mark, also die Verpflichtung, unter sehr schwierigen Beding rngen ausländische Devisen zu beschaften, angeführt und auch die Notwendigkeit des Anlaufs von BrU- getreide hinzugezogen. Die französische Regierung bemerkt vor allen Dingen daß man bis jetzt keinerlei genaue und kontrollierbare Arskunst üfer den Ausgleich des Budgets und ber Handelsbilanz während ber letzten 5 Monate erhalten konnte. das Budget anbelange, so ergebe sich klar, daß gerade die letzten 5 Monatr bei einer Gesamtausgabe von 178 Milliarden Mart nur ein Defizit von 8 Milliarden a rfwiesen. Für die Handelsbilanz fet es unmöglich, trotz verschiedener Studien sich irgend ein genaues Bild übet den Export zu machen. Die deutsche Antwort. Berlin, 22. Juli. Die deutsche Antwortnote auf das Memorandum des Ga- vantieausschusses, die dem Ausschuß gestern iw Entwurf mitgeteilt worden ist, soll, wie der „Lokalanzeiger" hört, nach einer nochmaligen Re- biglerung umgehend nach Paris übermittelt werden, wo Vie dem Garantieausschuh übergeben werden wird. Die Veröffenttichung der Antwort findet, bem Gebrauche entsprechend, erst nach der Hebergabe statt. Annrrliernng der französischen Schulden? London, 21. Juli. (WTB.) Der Pariser Korrespondent der „Times" schreibt: Die Gerüchte, daß die britische Regierung berett sei, ein formelles Anerbieten bezüglich der Annulierung der französischer Schulden zu machen, beruhen auf einem Mißverständnis. Der weitere Niedergang der Mark. London, 21. Juli. (Wolfs.) Reutet meldet aus Berlin: Trotz der ‘Beilegung der inneren Krise dauert derNiedergang der Mark in alarmierendem Maße an. Es ist daher dringend notwendig, daß unverzüglich Maßnahmen getroffen werden, um die Lage der Wechselkurse zu verbessern, die im Augenblick wichtiger ist als trgenbeine andere Frage oder ein Problem. Man begegnet allgemein der Auffassung, daß unverzüglich eine Aktion unternommen werden muh, anderenfalls fürchtet man, daß sich katastrophale Folgen ergeben werden, die Deutschland in eine Lage wis die von Oesterreich ober Rußland bringen würben. Nach hiesiger Auflassung scheint man sich in Paris ober Lonbon über den Ernst der Lage nicht ganz klar zu sein. Ein Heilmittel, so wirb erklärt, ist absolut notoenbig unb je eher um so besser. Die Haager Konferenz. Haag, 21. Juli. (Wolff.) In ber Vollversammlung ber Haager Konferenz sagte Litwinow, es sei unrichtig, daß Lenin vergiftet worben und die Rätedelegation nach dem Haag gekommen sei, um für bie de jure-Anerken- nung Rußlands Propaganda zu treiben. Die Haager Konferenz habe keine Ergebnisse aufzu- weisen, er halte es nicht mehr für notwendig, nach bem unerwarteten Auseinandergehen der Konferenz seine Anträge der russisch Regierung zu übermitteln, da hier ja niemand mehr sei, um die Antwort in Empfang zu nehmen. Es bestehe feine nichtrussische Kommission mehr. Seine Regierung könne deshalb in voller Freiheit ihre Haltung bestimmen bezüglich der Gegenstände, die in seinem Anträge enthalten seien. Die Tatsache, daß die Haager Konferenz fein Ergebnis gezeitigt habe, sei genügend, um nicht mehr an die Möglichkeit zu glauben, daß ein allgemeines Abkommen durch die Konferenz erreichbar fei. Es bleibe jetzt nur noch die Möglichkeit von Sonberabkommen. Generalstreik in Italien? Rom, 21. Juli. (WTB.) Der Zentralaus-, schuh des Arbeiferverbandes hat den Generalstreik für ganz Italien beschlossen. Der Beginn" des Generalstreiks wirb später festgesetzt. Die Fabrik- und Straften« arbeitet in Mailanb begannen bereits gestern mit dein Streik. Heute totrb in Mailand der Gasarbeiterstreik einsehen. Die Mailänder Faszisten bezeichnen den Streik als eine Herausforderung unb brohen mit Repressalien; sie bewaffnen sich. Gestern würbe in Mailand der Sekretär der Faszistenpartei auf ber Straße von Kommunisten ermordet. — In Turin bauert der Ausstand fort. Der Kampf irr Irland. Lvnbon, 21. Juli. (WTB.) Aus Dublin wirb gemeldet: Die Regierungsttuppen haben Waterford eingenommen und 50 Gefangene gemacht. Die Aufständischen zogest sich nach dem Süden zurück. । -w.au. per ii. Veplemver u I Gebr. Arnoldt in Dresden aiL* ynb oiwerte Sondervorfüyrung des Films vor Gewerkschaftsvertretern zu veranstalten. damit sich diese durch eigene Inaugenscheinnahme ein Arteil über den Film bilden sollten. Nach dem Abschluß dieser Vorführung erklärte der Gewerkschaftsvertreter Ottilie in einer Mitteilung an die Behörde, seiner Ansicht nach könne der Film ohne Bedenken laufen, es werde keine Störung der öffentlichen Ordnung erfolgen. Die Gewerkschaften würden entsprechend verständigt werden. Angesichts dieser Mitteilung wurde von einem behördlichen Verbot des Films Abstand genommen. Gestein vormittag in Würzvurg eröffnet. Es gelangte eine Entschließung zur Annahme, in der schärfste Verwahrung gegen das Verbot eingelegt wird. Ein Zeitungsverbot. Königsberg, 21. Juli. (Wolff.) Der Oberpräsident hat das „Lötzener Tageblatt" wegen eines „Arteil eines amerikani- nischen Republikaners" betitelten Artikels auf drei Wochen verboten. Ein Studenteutag m Würzburq X ^7!in’«22‘ Nach einer Meldung des ^Lokalanz. aus W u r z b u r g wurde der in Marburg verbotene Studententag Amtliche Persvnalnachrichten. ernannt wurde der Hauswart Heinrich R o ch c r zum Steuerwachtmeister" bei dem Lanöesfmanz- amt Darmstadt. — Zu „Steuerinspektoren" wurden ernannt. Derwaltungsinspektvr beim Reichsver- pflegungsamt Heinr. S ch m i d t und Regierunas- mspeltor beim Reichsentschädigungsamt Friedrich eia st. — Zu „ Obersteuersekretären" wurden er- nemnt: Oberverwaltungssekretär beim Reichsver- PflegunaSamt Adam Am end und Oberregie- ungSfekretär bei der Reichsschatzverwaltung CEBU» >eün Haas. — Ernannt wurden: Am 24. März 1922 der Reallehrer an der Realschule zu Dingen Gustav Steinbach mit Wirkung vom 24 April 1922 ab zum Lehrer an der katholischen Volksschule zu Dingen: am 28. April 1922 der Schulamts» anwärt er Mathias R e i s e r t aus Hechtsheim zum Lehrer an der Dvllsschule zu Groß-Gerau: am 16. 3uni 1922 der Lehrer an der Volksschule zu Guntersblum Martin Best zum Rektor an der Volksschule zu Guntersblum. — Ernannt wurde am 12. Juli 1922 der Kanzleigehllfe Herrn. Vogel in Wöllstein zum Kanzlisten bei dem Amtsgericht Wollstein. — Ernannt wurde am 18. Juli der Studienassessor Dr. Otto Würtenberger aus Rothenberg zum Studienrat an der Realschule und dem Progymnasium in Dieburg mit Wirkung vom 1. Juli 1922 ab. — Entlassen wurde am 19 Juni 1922 die Lehrerin an der Volksschule zu Sponsheim (Kreis Dingen) Elisabeth Habermann auf Ihr Nachsuchen mit Wirkung vom 1. August 1922 an aus dem Schuldienst. — 3n den Nu he» ftanfc versetzt wurde am 14. Zull 1922 der Land- gestütsrberausseher Wilhelm De ch t zu Darmstadt unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Doveurber 1922. fpd. Frankfurt a. M., 21. Juli. Die Metallwarenhandlung Altherme r, Speyer u. Co^ Gärtnerweg, stellte vor kurzem 11 Wechsel, und zwar 2 zu je 200 Oüf. Mark, 4 zu je 150 000 Mk. und 5 zu ie 100 00° Mark per 11. September 1922 auf die Firmc ttonSkommrsswn hat m chrer gestrigen Sitzung daS L le feru n g spr vg ra m m 3c it t f faßte den einhelligen Entschluß. mit Men gesetzlichen und parlamentarischen Mitteln den Standpunkt Bayerns gegen die Reichstagsbeschlüsse in der Frage Schutzes der Republik mit Entschiedenheit $i wahren. Dem Ministerpräsidenten und den übrigen Mitgliedern der Reichs- und ßanMagsfraftion wrrde ein» 'stimmig das dollste Vertrauen a/sg^prochen. StSrmifche Sitzung iu der braunschweigischen Landesversammlung. Braunschweig. 21. Zoll. (Worff.) 'Auf Der Tagesordnung der heutigen Vormittags- isitzung der Landesversammlung stand die Srgänxurvgswahr z mr StaatSrntnisteriun, die durch Den Rücktritt des Ministers K äfer von der Deutschen DolkSpartei notwendig geworden ist. Die Unabhängigen schlugen den Landtagsabge- ® ebneten Gr otewvhl Und den Reichstags- 4ibgtx>ebneten B -gtherr zu Ministern vor. Adg. Regensburger eräärte, die Demokraten seien grundsätzlich zur Koalittm bereit, würden aber nicht bedingungslos eine solche em* JF^en 3m Verlaufe der Rede des Abg. Oerter Ham eS zu stürmischen Szenen. Oerter griff pogtfjeri aufs heftigste an und bezeichnete ihn als völlig ungeeignet für einen Ministerposten. iSAt Anabhängigen machten verschiedene Zwischenrufe, oif die Oerter einging. Schließlich drang ein Abgeordneter der Unabhängigen mit erhobener Faust aus Oerter ein, ein anderer erhob einen Stuhl gegen ihn. Oerter wurde z irüdgebrängt, unb es bildete sich ein förmlicher Knäuel um ihn.. Aachdem die Sitzung infolge des Tumults vorübergehend unterbrochen worden war, brachte der AeÜestenrat fein Mißfallen über die provozierende Art Oerters und über die Vorgänge im Saal zum Ausdruck. Darauf beschloß der Landtag, die Hmbitoung der Regierung bis xim Herbst $u vertagen. Aus dem Reiche. Der auswärtige Ausschuss deS Reichstags. Berlin, 21. Zuli. (Wolff.) Der Auswärtige Ausschuß des Reichstages ist heute vormittag unter dem Vorsitz des Ab- geordneten Sttesemann und in Anwesenheit des Reichskanzler«, des Vizekanzlers Bauer, des Finanzministers Hermes und des Reichswirt- schaftsministers Schmidt zu einer Sitzung zusam- Engttretvi. Er setzte die vertrauliche Llussprache nber die Verhandlungen mit dem ® a ta n t i e» Lomitee fort. Die sozialistische Arbeitsgemeinschaft. Berlin, 22. Zuli. Eine Konferenz Der Berliner Funktionäre der 2L S. P. nahm mit großer Mehrheit eine Ent- ffchliehung an, in der die Beschlüsse der Zen- ittalleitung und der Reichstagsfraktion, ins- besondere die Schaffung einer Arbeitsgemeinschaft der beiden sozialistischen Reichstagöfrak- ttvnen, gebilligt werden. Eine von Ledebour bewittagte Resolution, die sich gegen eine ein. seittge Verschmelzung mit der sozialdemokratt- schen Partei aussprach und für die volle Selbständigkeit der A. S. P. eintrat, wurde mit «rvßer Mehrheit abgelehnt. Die künftigen deutschen Kohlenkieserungen. « r 3uIl- lMTD.) Nach dem „3our- nal des Debats wird die Reparationskommission über die zukünftigen deutschen Ko hlenlie- 5 ng en ihre Entscheidung morgen bekannt geben. ** Neue Flugpost marken. In den nächsten Tagen erscheinen neue Flugpostmar- ken zu 25 Pf., 40 Pf., 50 Pf., 60 Pf. und 80 Pf. in anderer Ausführung als die ersten, im Jahre 1919 herausgegebenen Flugpost- marken zu 10 und 40 Pf. Mitte Juli folgt eine wettere Reihe von Flugpostmatten in den Werten zu 1, 2, 3 und 5 Mk. Die Marken sind ür Flugpoftsendungen bestimmt und bienen zu ihrer vollständigen Freimachung für sich allein oder als Zusatzmarken zu den gewöhnlichen Freimarken. Die Verwendung von Fluapvstmarken für Flugpoftsendungen emp- iehlt sich, um diese Sendungen vor anderen besser kenntlich zu machen. Flugpostmarken smd bet den Poftanstalten in den Flugorten unD bei einer größeren Anzahl anderer Post- anstalten erhältlich. Postanstalten, die keine Flugpostmarken führen, vermitteln auf Wunsch den Bezug der Marken. Sicherem Vernehmen nach sollen künftig Flugpostmarken in Pfennigwerten nur noch zum Betrage von 25 und 50 Pf. hergestellt werden. I "Kein Strafporto mehr. Um die un* ' nötige Arbeit der Einziehung deä Strafportos ' bei zu geringer Frankierung von Briefen und , Posttarten zu vermeiden, sind die Postämter an- , gewiesen worden, zu gering frankierte Postsachen , dem Absender zurückzugeben. " Schweinerotlauf in Gießen. ' 3n dem Gehöfte Bruchstraße 11 ist Schweine- . rotlauf festgestellt worden. Die Sperrmaßregeln sind angeordnet. ** ung vor einem Betrüger Der am 14. April 1901 in Kleinsachsenhetm geborene Metzgergeselle F r i tz Eh r t st ist nach Verübung zahlreicher Betrügereien in Gießen und Umgegcnb flüchtig geworden. Er führt einen von bem Kreisamt Gießen auf den Namen des ÖlieU" gerMeisters Ernst Ludwig Sack in Gießen aus ®e2re^en Fslhrrndausweis bei sich, womit er wohl versuchen dürste, in der Almgegenb weitere Schwin^ beleien zu begehen. Die Bevölkerung sei a'f? gewarnt. ** Gießen alS Tagungsort Die Hauptversammlung der Mitglieder des Landesgewerbevereins wird am 17.-September in Gießen stattsrnden. Die Tagesordnung wird enl= ballen: 1. Jahresbericht. 2. Die Erhaltung des Gewerbeblattes. 3. Zeitgemäße Erhöhung des MU gllederbeitvags. 4. Die gewerblichen Fortbildungsschulen. Am Tage vor der Hauptversammlung findet eure Ausschuhsitzung statt. *• Der Dertretertag der D-rutsch» nationalen Stu deuten gruppen findet infolge des Verbots des Warburg-^r StrdmtLn- toges nicht hier, sondern in Würzburg statt. (Siehe Anzeige.) VornoLizen. — Tageskalender für Samstag. Astvria-Lichtspiele, heute und morgen: ^Frideri- cug Rex"; heute 1 Ahr: Zugendvorstelllmg. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen, „ilefcer alles siegt die Liebe" und .Kriminalpolizei". — Tageskalender für Sonntag. Hörsaal des Liebigrnuseums, liy4 W: Vortrag Ü5er „Die Wasserversorgung der Stadt Gießen" — Kach. Vereinshaus, 8 ttbr: ..Datterich". , , ~ Oberhessischer Kun st verein. Da bei der heutigen Eröfsnung der Otto ttbbel.vhde- Gedächtnis-Ausstellung nicht alle Äunftfreunlx zugegen sein konnten, wird morgen Sonntag Herr ttnrv.-Prvf. Dr. Rauch eine Wiederh-siung der heutigen Eröffnungsfeier mit einer anschließenden Führung durch die Ausstellung nochmals über- nehmen. — Aus dem Stadttheater- bureau. 2llle Mittel, die einer Komödie zur Wirkung verhelfen können, sind von dem geistvollen irischen Dichter Oskar Wilda in seinem „Odealen Gatten", der am Dienstag, 25. Juli, zur einmaligen Darstellung kommt, geschickt angewandt worden. Neben der reichen, spannenden Handlung des von Adolf Te l e k h in Szene gesetzten Stückes, dürfte auch die Besetzung der Hauptrollen interessieren, die in Händen der Damen Koop, MankS, Keller, Orczh und der Herren Volck, Lambertrn, Juhnke und Schüler liegen. Kreis Alsfeld. fpd. Alsfeld (Oberhessen), 21. Juli. 3m Kirtorfer Jagdrevier wurde auf den Freiherr» FritzSchenckzuSchweinsbergund dessen Schwager ein HebetfaH versucht und habet rneh- reremafe geschossen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Auf die Ermittlung der Täter wurde eine Belohnung von 10 000 Mark ausgesetzt. Starkenburg und Rheinhessen. rm. DenSheim, 21. Zuli. Ermordet wurde heute nachmittag auf der Landstraße zwischen Kolmbach und Gadernheim der 18 Jahre alte Bote Gerflner, der den Wochenlohn von etwa 40 000 Mk. für die Firma Kreutzer u. Behringer in Lindenfels nach dem Steinbruch in Elmshausen bringen wollte. Man fand die Leiche beraub t im Kornfeld. Unter dem Gelbe befand sich auch ein Scheck der Firma von der Dank für Ham bei und Industrie auf P. Kindinger (Reichenbach, lautend Rr. 18632. Don den Tätern fehlt jede Spur Hessen-Nassau. Reue Verbote in Hesseu-Nasfau. fpd. Frankfurt a. M, 21. Zull. Der Oberprasident der Provinz Hesfen- Nasfau hat rebe Veranstaltung, Feier, Sitzung usw. der Orts- und anderen Gruppen des Zungdeutschen Ordens innertjaQj der Provinz Hessen-Nas sau bis auf weitere» untersagt. Ausschluß «öS der E. P. S. fpd. Bad Ems, 21. Juli. Der Bezirksvorstand der S. P. D. Frankfurt a. M. hat die Gebrüder Karl und Wilhelm Kaffine wegen ihres die Partei schädigenden Derhattens aus der sozialdemokratischen Par» tei ausgeschlossen. Kaffine war bis vor kurzem noch der Führer der hiesigen Sozialdemokraten. Frankfurts Einwohnerzahl ca. V, Million. wb. Frankfurt a. M., 21. Juli. Rach Feststellung des Stattstischen Amts ist die Volkszahl für den Stadtkreis Frankfurt a. M. unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu- und Abwanderungen, sowie des entsprechenden Aeberschusses der Geburten über Die Sterbe fälle am 1. Juli d. I. mit rund 476 000 anzunehmen. Starke Preiserhöhung für Elektrizität in Frankfnrt. mc. Frankfurt a. M^ 21. Juli. Auf die außervrdenttiche Steigerung des GaSprei- seS ist die Erhöhung d e S e l e k t r i s ch e n Strompreises prompt gefolgt. Bisher kostete die Kilowattstunde 10.50 Mk., jetzt muß 14.60 Mk. dafür gezahlt werden. Auch der Kraftsttvm wurde von 6 Mk. auf 8.50 Mk. erhöht. — Die billigste Straßenbahnfahrt wird vom 1. August ab 4 Mk. kosten. Für 1 500 000 Mark Wechsel verloren. Abzüge von der nach §§21 bis 25 berechneten Einkommensteuer: je 480 Mk. für den Steuerpflichtigen und seine Ehefrau, wenn das steuerbare Einkommen nicht mehr als 100 000 ML betragt; je 960 ML für jedes minderjährige Kind im Haushalt, wenn das steuerbare Einkommen nicht mehr als 300 000 Mk. beträgt (Voraussetzung, daß Ehefrau bzw. Kinder nicht selbständig zur Einkommensteuer zu veranlagen sind). Die Ermäßigung wird auch für solche Kinder gewährt, die Arbeitseinkommen beziehen, sosorn sie das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ein Abzug von 2000 Mk. ist zugelassen für Steuerpflichtige, die über 60 Jahre alt ober erwerbsunfähig ober nicht bloß vorübergehend behindert sind, chren Lebensunterhalt durch eigenen Erwerb SU bestreiten, sosem bas steuerbare, hauptsächlich aus Kapitalernkommen und Ruhegehalt und dergleichen bestehende Einkommen 50 000 Mk. nicht übersteigt. Die Höhe des steuerbaren Einkommens bis zu der besondere wirtschaftliche Derhältnisie (Erziehungsausgaben, Krankheit, Verschuldung u. a.) berücksichtigt werden, ist von 80 000 auf 200 000 ML heraufgesehL Die Anrechnung der Kapitalertragssteuer erfolgt bis zu 25 000 ML Einkommen mit 100 v. H., bis zu 50 000 Mk. Einkommen mit 50 v. H. Die Grenze des Einkommens aus Arbeitslohn, bis zu der es einer Veranlagung nicht bedarf' ist von 80 000 auf 100 000 Mk. erhöht, desgleichen in § 48 Abs. 2 und 3, entsprechend die Grenze des sonstigen Einkommens von 600 auf 1200 Mk erhöht. Antrag auf Veranlagung ist zugelassen bis 100 000 ML Einkommen. 12'000 Mk. Werbungskosten, Antrag auf Erstattung (§ 49 Abs. 2) gleichfalls bis 100 000 ML Einkommen. Aridericus Rex und die Gewerkschaften. Berlin, 21. Zull. (DTB.) Die Film- Ob er Prüfstelle hat den Antrag der hessischen Regierung zurückgewiesen, die von der Filmprüfstelle ausgesprochene Zulassung des Films ^Fndericus Rex" zur öffentlichen Vorführung im Deutschen Reiche zu widerrufen und den Film zu verbieten. 3n der Begründung wird ausgeführt, daß es die A u f g a b c ber Polizei sei, Störungen der öffentlichen Ruhe und Ordnung zu verhin- b e r n. Es fei aber nicht Aufgabe der Film-Ober- prüfstelle, eine vorübergehende Störung oder, wie im vorliegenden Falle, eine nur zu ^fürchtende Störung, zu verhindern und den FUm zu verbieten, wobei zwar Störungen versucht würden, aus Gründen jedoch, die außerhalb seines Inhaltes liegen. Der Landesverband der hessischen Hansbcsitzervererne hielt am letzten Mittwoch feinen diesjährigen Verbands tag in Darmstadt ab, der einen zahlreichen Besuch aus ganz Hessen aufzuweisen hatte. Der vom Vorsitzenden, Herrn Stadtverordneten H a u r h - DarmftadL erstattete Zahres- bemcht umfaßte die Tätigkeit des Vorstandes wahrend des abgelaufenen Geschäftsjahres. Folgende interessanten Feststellungen seien hervorgehoben: ^Die Bewegung in den Kreisen der H^p^oesitzer nimmt infolge der unerträglichen Fesseln der Zwangswirtschaft von Zahr zu Jahr r»’ festen Oahr sind 12 neue Dereme dem nr $eigetreten, und die Mifnahme einer 210^151 weiterer Vereine steht denrnächst bevor. Selbst in fleinen und kleinsten Gemeinden bricht dte Erkenntnis Bahn, daß nur durch den Zusammenschluß eine Aenderung in der unhaltbaren 2age herbeigeführt werden kann. Der Vorstand hat diese Bewegung in weitgehendstem Maße burch Material, Gestellung von Rednern usw. unterstützt, und überall wurden günstige Resultate erzielL Ein großer Teil der Derbandstätig- kett muhte sich auf den Abwehrkampf gegen die verschiedenen Gesetzentwürfe, wie Wohnungsbauabgabe. Reichsmietengesetz. Mieterschutzgeseh usw. konzentriereir 3n dieser Beziehung bat der OJer- banb im Verein mit dem Zentralverband und mit Unterstützung der einzelnen Vereine wertvolle Aufllärungsarbett geleistet." Nach Erledigung interner Fragen wurde zum Hauptthema des Ta- ges: Die Frage der Zuschläge zur Grundmiete nach dem Reuhsmieteirgesetz" geschritten. 3n mehrstündiger eingehender Beratung wurde Punkt für 351X1x11 des vom Vorstand unterbreiteten Vorschlags behandelt und mit einigen Aenderungen angenommen. Die OrtSveveine sollen diese Vorschläge bei den Verhandlungen mit den Stadtverwaltungen verwerten. Von verschbLenen Seiten wurde daraus hingewiesen, wie wichtig eL ist, daß btc jetzt neugeregelte Mietpreis frage in den einzelnen Gemeinden von einer Organisation der Hausbesitzer in die Hand genommen nürb, damit emc Einheitlichkeit erzielt wird. w Sage in Bayern. München, 21. Zuli. (WLD.) Die.Münch. Neuesten Nachrichten" bestätigen, daß der bayerische Ministerrat keine »inhettlichen Richllinien für b ie bayerische Politik in den schiebenden Streitfragen aufstellte. Die Entscheidung [liege nunmehr bei den Koalitionsparteien. Das Blatt berichtet weiter: Am Freitag traten die sFraktionen der Bayerischen Volkspartei und der »Deutschen demokratischen Partei zu einer Vorbesprechung im Landtag zusammen. Die Deutsche Demokratische Partei wird, den „Wünch. Neuesten Aachrichtei^" zufolge, voraussichtlich zu Ibern Schluß kommen, daß die Regierung für w e i - stere Schritte in den Verhandlungen mit Berlin bezüglich des Vollzuges der Anwendung der Gesetze in Bayern freie Hand bekommen soll, daß aber die äußerste Grenze der Gefolgschaft der Demokraten da liegen müsse, wo die Einheit des Reiches in Frage komme. Heber die Stellung der christlichen Dewerk- ichaften Baherns zu den Schuhgesetzen schreibt das ossizielle Organ dieser Gewerkschaften^ Für uns kann es keine Frage sein, daß wir trotz aller berechtigten Entrüstung Bayerns gegen eine Anzahl Bestimmungen der Gesetze ein verfassungsmäßig zustande gekommenes Gesetz als rechts- flüLtig zu respektieren haben, bis in ruhigeren Zeiten die Beseitigung der Ausnahmegesetze er- ;folgen kann. Die .Münchner Post" schreibt: Die Vermutung der »München-Augsburger Abendzeitung", Laß der gestrige Warnruf mit der Meldung za° sammeichange, daß Telle der Reichswehr, weil .sie die Hebungen beendet hatten, nach München zurückgekeh-rt seien, ist falsch. Dem Warni'.ngs- rufe, betont das Blatt, lägen Tatsachen jugranbe, die weder mit der Reichswehr noch mit der "Die hiesige Vorführung des von der Fllm-Oberprüfungsstelle für das gcm^e Reich genehmigten, von der hessischen Regierung n^terdings bekanntlich angefochtenen Filmes „Fridericus Rex" hatte öie Gieße- ncr Gewerkschaften bewogen, dem Poltzeiamt durch einen Beaufttagten mittellen zu lassen, die Aufführung dieses Fllmes werde m Arbetterkreisen mit großer Erregung angesehen und es müsse mtt Komplikationen ...___ gerechnet werden, wenn die weitere Vorfüh- Deutsch-^ dieses Filmes stattfinde. Von dieser Er- .... klärung wurde dem Besitzer der Astoria-Licht- spiele sofort Kenntnis gegeben mit dem Bemerken, das weitere Spielen dieses Fllmes mit ‘ÄudfidU auf zu befürchtende Anruhen verboten werden müsse. Verhandlungen, die der Besitzer des Lichtspielhauses daraufhin von sich aus mit Gewerkschaftsführern in Gang brachte, führten dazu, am Dienstag nachmittag eine ür die weiteren 50 000 „ 15 . . . 50 000 , 20 » . . 50 000 . 25 • . , 150 000 „ 30 . „ . 200000 „ 35 . . „ 200 000 „ 40 „ . „ 200 000 „ 45 „ . „ 1000000 „ 50 n , . 1000000 „ 55 ür die weiteren Dettäge 60 rmMSva ttw M sind abhanden gekommen. Bet der Polizei wurde Anzeige erstattet. N mc. Frankfurt a. M, 21. 3ilt Erne junge 5tx$j ai8 der Berger Strafe zerschnitt ftm Stadtwald anscheinend einen giftigen Pi^. Wobei sie sich eine Wunde am Finger bei» Lvachte. Diese eiterte und die Frar ist nrnmehr tunter gräflichen Schmerzen im Kvankenhaus an jDlutdergiftung verstorben. mc. Frankfurt a. M.. 21. Juli. An der LlrLerfLstrung an der Matn-er Landstraße ent» gleiste ein hvchbeladener Güterwagen. von dem Kisten^mit Maschinenteilen auf die Straße stürzten. Zum Glück .passierten an der belebten Stelle in diesem Augenblick keine Personen. Der Wagen wurde fast ganz 2>emoliert. Der Schaden geht in die Hundert- Lausende. Schlichtungsausschus; der Provinz Oberhessen. Dihung vom 20. 3 u IL Für die Arbeiter der Gail'schen Ton- werke in Gießen und der Tvnwerke Abendstern bei Heuchelheim und Hütten» cherg bei Leihgestern wurden in der Spitze (Ar- ibeiter über 21 Jahren) folgende Stundenldhne jdurch Schiedsspruch vorgeschlagen: Betriebsarbei» |ter ab 1. Juli Mk. 23.20 und ab 17. bis 31. Juli iMk. 26.—, Handwerker Mk. 23,60 und 26,40 und Arbeiterinnen Mk. 14,10 und 16,10. Diese Sähe entsprechen ab 1. 7. dem Arbeitgeberangebot, ab ,17. 7. sind sie um je 80 Pf. höher. Seit dem 15. Mai erhielten gemäß dem Schiedsspruch vom 1. 6. die Betriebsarbeiter Mk. 18,20, die Handwerker Mark 18,60 und die Arbeiterinnen Mk. 11,10. Die Mindestforderung des Fabrikarbeiterverbandes waren die Sähe der untersten (IV.) Ortsklasse des Lohnabkommens zum Dezirkstarifvertrag für die Ziegeleien Hessens, Hessen-Aassaus und Waldecks nach der Entscheidung der Larifschiedsstelle in Frankfurt a. M, d. h. ab 1. 7. für die Handwerker Mk. 27,70, die Detriebsarbeiter Mk. 26,80 und die Arbeiterinnen Mk. 16,20 und ab 17. 7. bis 31. 7. die Arbeiter 1 Mk. und die Arbeiterinnen 80 Pf. mehr. Bekanntlich gehören die drei Betriebe der Arbeitgebertarifpartei des Dezirkstarifes nicht an. Die Dezirkskasse Gießen entlohnte ihre nichtständigen Angestellten auf Grund von Verfügungen des Landesfinanzarntes und des ReichSflnanzntintsterS nicht nach Dent TeMaryver- trag für die Angestellten bei den Reichs- und den preußischen Staatsverwaltungen vom 4. 6. 1920, sondern zahlte den volljährigen Angestellten monatlich Mk. 2100.— und den Minderjährigen Mk. 1500.— ohne weitere Zulagen. Der Zentral» berbanb der Angestellten beantragte, diese Angestellten dem Tarifvertrag zu unterstellen, da sie nicht ausdrücklich zu einem besonderen vorübergehenden Zweck eingestellt seien und daher nach dem Wortlaut des Tarif Vertrages unter ihn fallen: die entgegenstehenden Verfügungen der Finanzbehörden seien nicht maßgebend, weil sie nicht im Einvernehmen mit den Arbeitnehmertarifkontrahenten. d. h. den Angestelltenverbänden, erlassen seien. Der Schlichtungsausschuß entschied, daß die nichtständigen Ange st eilten der Dezi r r s k a s s e, die über drei Monate dort beschäftigt sind und denen nicht zur Zeit gekündigt ist, als Angestellte im Sinn des Teiltarifvertrages anzusehen und dessen Bestimmungen nebst den Crgänzungsabkommen auf sie anzuwenden sind. Zn beiden Sachen erhielten die Streitteile eine Woche Frist zur Erklärung über Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruches. GerichtssaLl. Aus 6em besetzten Gebiet. tot). Mainz, 21. Juli. Der Landrat deS rheinpreuhischen Kreises Meisenheim, Or. Ernst Schwebe!, hatten Beschwerden der Bevölkerung von Meisenheim über das Verhalten eines dort stationierten, aus Glsah-Lothringen stammenden französischen Gendarmen an den Kreuz- nacher französischen KreiSdelegietten mit einem Begleitschreiben weitergegeben, dessen Inhalt und scharfe Ausdrücke von der französischen Besatzungsbehörde als beleidigende und ungehörige Haltung im Sinne der Verordnung 40 der Rheinlandordonnanzen angesehen wurden. Das für derartige Spezialfälle zuständige Kriegsgericht des Generalstabes der französischen Rheinarmee in Mainz verurteilte den Landrat im Sinne der Anklage zu dreiMonatenGe- f ä n g n i s. Gegen das Urteil hat der Verteidiger Rechtsanwalt O. Reumann-Mainz Berufung eingelegt. von «yorven zu erretten, naoy welch« Station sämtlich« Frühzüge Anschluß haben. (Berg!, den heutigen Anzeigenteil.) Berlin, 21. Juli. Rach einer Stettiner Meldung der Deutschen Tageszeitung" hat der vom Sonntag bis Dienstag niedergegangene stürmische Regen in Pommern teils verheerende Folgen mit sich gebracht. Man rechnet mit einem Ernteverlust von mindestens 30 Prozent. Obst und Gemüse haben gleichfalls sehr gelitten. Vermischtes. Drei Kinder durch Leuchtgas vergiftet. fpd. Neunkirchen, 21. Juli. Infolge einer schadhaften Gasleitung erstickten in der Hasselbachsttaße die drei Kinder des Deramannes Otto Drumm durch aussrrü- mendeS Gas. Die Mutter kam in hoffnungslosem Zustande in das Krankenhaus. WKaffetbstö Vom FABRIK KESSLER & CO. GELNHAUSEN Hochschulnachrichten. Berlin, 21. Juli. An der Berliner Hnt- versttät wurde gestern ein deutsches Institut für Ausländer in Anwesenheit zahlreicher Professoren und Regierungsvertreter eröffnet. Das Institut will studierenden Ausländern durch Veranstaltung von Lehrgängen, Vorträgen u;fo Vorführungen das Verständnis der deutschen Sprache, insbesondere die Sprache des wissenschaftlichen Unterrichts vermitteln und sie in die deutschen Kulturverhältnisse einführen. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblati. Ar. 82 vom 21. Juli enthält: Errichtung von Zwangsinnungen. — Fleischbeschau zr Allen- dorf a. d. Lda. — Walzarbeiten. — Fürsorge für die Altrcntner und dien stbeschädigten Wehr- machtsmänner. — Kranken- und Invaliden-Ver» sicherungspflicht. — Erwerbs losenfürs )rge. — Dienstnachrichten des Kreisanrtes. — Schweine» rvtlauf in Gießen. — Gesinden, verloren. — Feldbereinigung Heuchelheim und Wieseck. Landwirtschaft. Die Maul- Md Klauenseuche. In der Gemeinde Rockenberg (Kreis Friedberg) ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Die angevrdneten Sperr maßnahmen sind aufgehoben. In der Gemeinde Mudersbach (Land- ratsamt Wetzlar) ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt werden. Die Sperrmaßnahmen sind angeordnet. Schafbockauktion in Oberhessen. * Am nächsten Mittwoch, 26. Juli, vormittags 11 Llhr, kommen in ®öLen die Lamm- böcke aus den Stammherden des Landwirtschaftskammer-Ausschusses int Vogelsberg, sowie । ein zweijähriger Stammbock aus der Stammschäferei Götzen zur Versteigerung. Zur Auktion werden mir Herdbuchtiere des vergelten oberhessischen Oandschafes, dessen besondere Vorzüge in seiner Frohwüchsigkeit und Fletschleistung sowie seiner Widerstands- und Marschfähigkeit bei befriedigenden Dolletträgen liegen, zugelassen. Bei der Güte des zum Verkauf kommenden Materials ist zu erwarten, daß sich die Versteigerung eines regen Zuspruchs erfreuen wird. Götzen ist bequem Das Geld behält seinen Wert. Man muh eS nur richtig anwenden. DaS erkennt man am besten, wenn man seine Kleider,BlusewGardinewStrümpse usw.mit den weltberühmten „Heitmann's Sorben", Marke „Fucbskops im Stern" selbst färbt und dann sieht, welch' prachtvollen Erfolg man durch die kleine Ausgabe erzielt hat. | Vermietungen I Einfaches Zimmer m. Pension an bess. Arb per 1. 8. au ücrm. 07163 Ludwiastraffe 6 lll | Mietgesuche | WNerle 2- M crit Küchenbenutzung von kinderlosem Ehepaar ^Akademiker) gesucht. SchriftL Angeb. u. 6446 nn den Gieff. An», erbeten. Gut hä Zimmer von alleinstehender rnh. Dame gesucht. SchriftL Ang, u. 07118a. Gieff. Anz. Studentin sucht für kommendes Wintersemester ein Zimmer mit elektr. Licht in gutem Haufe. SchriftL An geb. UNter07137 a. d. Gieh. Anz. sucht au Anfang August für zirka 6 Wochen gut möbliertes Zimmer mit vakler Pension in ruhigem Hause in der Nahe der Universität. ftatwt: Eietiig{tU6. Junges Ehepaar jberusStätig, sucht 1 bis 2 giniMer Möbliert ob. unmöbliert, -nm 1. 8. oder später in -ruhigem Hause. 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Jeder Bewerber erhielt einen Preis. — Den vieltausenden Bewerbern verbindlichsten Dank für ihre Mitarbeit. Carl Gentner, Göppingen, 667388 Es errangen sich: Den ersten Breis: Mark Zwanzigtausend in bar, Fräulein Mina Woeckel, Tetzeigasse 34, Nürnberg. Den zweiten Preis: Mark Fünftausend in bar, Herr Wilh. Koschy, Fürstenstraße 77, Breslau. Den dritten Preis: Mark Dreitausend in bar, Herr R. Eberle, Barbarossastraße 31a, Göppingen. Preisverteilung beim Propaganda-Werbe-Ausschreiben für Schuhputz Bigrin und Seifenpulver Schneekönig Für komplizierten Aluminiumkokillengub wird ein in jeder Beziehung erfahrener zuverlässiger und tüchtiger Meister gesucht. Gute Werkswohnung zur Verfügung. Angeb. unt. F. T. 4901 an Ria, haasensteln 8c Vogler, Zranksurt a. M. 689OA Von einer hiesigen großen Fabrik wird ein jüngerer, tüchtiger WWUWM (evtl, auch intelligente Dame mit guter Allge- meinbildung und besten kaufmännischen Kenntnissen) gesucht. (Es können nur Bewerber in Frage kommen, welche mindestens 150 Silben nach Babelsberger stenographieren und die Schreibmaschine flott bedienen können. Schrift!. Angeb. unter6877 an den Gieß. Anz. erb. < Erfahrener Formbauer U WAM MioMMkMWlltz gesucht. Tüchtiger und zuverlässiger Mann hat Gelegenheit, nach Bewährung Meister zu werden. Gute Werkswohnung zur Verfügung. Angebote unter §. C. an Ala lsaasenstein & Vogler, zrankfurt a.llL Weihbinder u. Anstreicher für längere Zeit gesucht. Gebe. Nicolaus 2 Schiffenberger Weg 2 m3 Eine führende alte 6889A. sucht für den dortigen Platz und Umgebung zum provisionsweisen Vertrieb ihrer In- und Auslands- wäre, Schaumweine und Spirituosen, gut eingeführten NWatWei. Nur verttauenswürdige, verheiratete Herren wollen sich mit eingehendem Bewerbungsschreiben melden unter H.K.1702 anMa-Haasenstein L Vogler,Trier. Sichere und vornehme Existenz! bietet untere Generalvertretung: ist an organ. befäh. 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Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme, $ die vielen Blumenspenden und die trostreichen Worte 3 des Herrn Pfarrassistenten dankt im Namen der trauernden Hinterbliebenen: C. H. Stückrath. für Bindezwecke empsieht t-SemracM-Sahn Samenhandlung Bahnhofstraße _____Telephon 1403 BPOtc Lexikon Brockhaus (1908 oder 1904) Meuer 6. Ausl, zu kaufen gesucht- Auef. Ang.m.Pr. u. 0894 an den G. A. erb. Resfloe löslich. Hoh. Fettgehalt. überallerhöltl. ei. Möller, Seifenfabrik, Limburg a. d. Lehn. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei dem Heimgang meiner innigstgeliebten Frau, unserer herzensguten Mutter zuteil geworden sind und für die überaus vielen Kranz- und Blumenspenden sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Lodwig Scherff. heute besiiMt 8 Uhr. 07153 Der Vorstand. Wiü-MmHt Stunde 30Mk.,erteilt 07au Hermann Wilke, Schanzenstr. Lb. Georges. Verloren Durch Arbeiter auf den Wiesen am Philosophen- wald, oder von da nach Rödgen Karte der Oberförsterei (fliehen gehörig, über Weid- und Burgwiesen. Abzugeben Gartenstrahe 41, Oberförsterei Giehen- 6904 D AmUe bei ZwetachkenMiel Asterweg 48 D 5tein Laden l M am Donnerstag, 20. Juli, SWttOMlWN an oergoifielet Selle von Wilhelmftrahe bis Gutenbergstrahe. Abzugeben gegen gute Belohnung 0/128 Wilhelmstrahe 16 I. Zum 1. August werden noch einige Schülerinnen angenommen. Anmeldungen baldigst vormittags erbeten, m. Petter Lehrerin, Neuenweg 18 1. Frohsinn gear. 1864 Brillanten (Gold-Si Iber^ Plafinbruch D Zahngebissefl Gg.Gtfmbkin u ch stHSjpr Trauri n Zwei tzilsr- moiorräder 18kbr.1'/-N.Kllckr mit verstärkt. Rahmen, sehr gut erhalten, 1, flclir. 1P. S. Gnop mit Svezial- Rahmen, fast wie neu, iiiuherft preiswert zu verlausen bet 68G3D Göbel & Appel (fliehen, Seltersweg 73. Gut erhaltenes Herrenfahrrad billig au verkauf. [07157 Rieaclvsad 14 IN. 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Das Haas erledigt zunächst kleine Anfragen. Abg. Werner (Dlschntl.) fragt an, ob es richtig sei, daß man beabsichtige. auf dem Schiffenbera, dem bekannten Ausflugsort bei Gießen ein Tierseucheninstitut zu errichten. Regierungsseitig wird erwidert, daß nicht die Er- richtung eines solchen Instituts beabsichtigt ist, datz aber der bisherige Wirtschaftsbetrieb unter allen Umständen aufrecht erhalten werden soll. Abg. Brauer (Dbd.) f.agt, ob der Regierung die falsche Berichterstattung über die Otijimg vom 11. Juli in der „Darmstädter Zeitung" bekannt ist, ob sie gewillt ist, den Damen des Verfassers zu nennen, und drittens ob sie bereit ist, dem Hause zu sagen, was sie im ganzen von dem Bericht hält. Staatspräsident Ulrich erwidert, der Bericht sei der Regierung bekannt, den Damen des -Verfassers forme er nur mit Genehmigung der Redaktion nennen, die sich aber dagegen verwahrt. 3m übrigen ist dieser Bericht ein Stimmungsbild. Darüber lätzt sich ebenso wenig streiten, wie über den Geschmack. Danach wird die Aussprache über den Etat fortgesetzt. Fmanzmrnifter Henrich: Die Schwierigkeiten der Ausstellung eines 'Etaatsvoranschlags sind gerade in der heutigen Zeit nicht zu unterschätzen. Es wird viel von Spar- ifamfeit gesprochen, der einzige, der aber wirklich spart und ständig sparen will, ist der Finanzmi- «ister. Der Landtag mutz sich davon entfernen, die Regierung sozusagen als seinen Feind zu betrachten, sie ist im Grunds doch nur ein Anschuß des Landtages. Die Stellung des Finanzmini- Pers mutz notwendigerweise mit größeren Des tg- nlfsen ausgestattet werden, was in anderen Ländern zum Teil schon geschchen ist. Ob bie Gründend Gewerbest euer ganz den Gemeinden zugewiesen toerben kann, ist- jetzt noch nichts zu entscheiden. Die Regierung -hat aber grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden. Mit der Aufhebung des Brirckengeldes kann sich hingegen die Regierung nicht ohne weiteres einverstanden er Eiären. Auf Heden Fall müßte der Ausfall dieser Einnahmen vorher anderweitig sichergestellt werden. Was das .Veichällnis zum Reich betrifft, so habe ich zu sagen, datz ich notgedrungen ein Anhänger der rileberweisungspolitik bin. Eine Dotationspolitik, «Zuschüsse zu bestimmten Zwecken zu geben, Chatte ich für verhängnisvoll, datz sie den Ländern und Gemeinden jedes Verantwortungsgefühl nimmt. Die hohen Zahlen im Etat dürfen uns nicht fdjreden, die Mark ist ja keine 2 Pfennig mehr wert. Es kommt nur darauf an, die Abgaben In ein Verhältnis zu den Einnahmen zu bringen. Zu den Darmstädter Vorgängen habe ich zu erklären, datz die Regierung solidarisch ist, datz es nicht angeht, einem Mitglied die Schuld in die Schuhe zu schieben. Es sind hier Verbrechen begangen worden, die kein Mensch billigen oder entschuldigen wird. Ich muh aber der Ansicht widersprechen, als hätte die Polizei diese Verbrechen verhindern Birnen. Derartige Verbrechen verhindern tarnt man niemals. "Wenn Verbrecher ein Haus ausrauben wollen, 'Ho werden sie der Polizei dies nicht mitteilen. Die Polizei kann in diesem Falle eben nur die Verbrecher ermitteln und bekämpfen. Dazu aber reichte die vorhandene Bereitschaft qu§. Es waren 270 Mann zur Verfügung. Zn Offenbach z. D. waren aus gleichem Anlaß nur 60 Mann in Bereitschaft. Es -fragt sich also nur, ob die hier vorhandene De- -reitfchaft richtig eingesetzt wurde. Darüber schwebt Untersuchung. Wenn das Haus es wünscht, wird darüber Bericht erstattet werden. Zu der allgemeinen politischen Debatte möchte ich mich nicht äußern. Es fehlt uns im deutschen Dolde an der Erkenntnis der tatsächlichen Gröhe bcr Gefahr. rEs scheint, datz fein Mensch erkennt, wie nahe Itotr uns am Abgrund bewegen. (SÄhr richtig!) Das sollte uns veranlassen, alles Trennende bei- Jette zu schieben und uns in gemeinsamer Arbeit zu Zeinen. Zch mutz zugeben, datz meine Hoffnung, -daß die Vernunft In der Welt wieder auf dem "Marsche ist, getäuscht wurde. Es wird noch keine -Vernunft-, sondern nur Gefechtspolitik getrieben. Daher unsere Misere. Wir haben nicht genügend Bebend mittel und keine Rohstoffe, wir müssen kaufen. Dazu aber gehört Geld, und es gab schon jetzt Lander, «die die Mark nicht mehr annehmen. Zch frage, gibt es denn gar keinen großen, einigenden Gedanken, der uns zusammenbringen lann. gar kein höheres Ziel, als kleinliches Parteigezänk? Wentt man die letzte Rede von gestern gehört hat (Ebner), muh man daran zweifeln. Es ist unfaßbar, wie einem Deutschen ein russischer Rotgardist mehr am Herzen liegen kann, als seine Milbrüder. (Sehr richtig!) Zch hoffe, baß es nur krankhafte Einzelerscheinungen sind und daß wir doch alle bald das eine große Ziel erkennen, das nur fein kann das deutsche Vaterland, unsere Zukunft, unsere Zugend. (Bravo!) Abg. Delp: Zch will dem Wunsche des Herrn Finanzministers entsprechen und die Debatte auf den Etat zurückzuführen. Redner führt dann eine ganze Reihe von Zahlen aus den» Voranschlag an und kommt zu dem Schluß, daß der Vorschlag für 1922 so ungünstig ist, wie der für 1921 günstig war. Das Defizit von rund 680 Millionen Mark ist zurückzuführen auf die Währungsmisere und den allgemeinen wirtschasllichen Rückgang. Zeder Einsichtige muß eben anerkennen, baß bcr Voranschlag vorsichtig aufgestellt wurde und baß die Regierung es verstanden hat, die Geschäfte sachgemäß und vorsichtig zu leiten und die Interessen des hessischen Volkes zu vertreten. Redner geht bann bie einzelnen Ausgabeposten durch und erkennt besonders an, baß die Regierung für Volks- und höhere Schulen und für soziale Zwecke erhebliche Mittel einstellte. Hervvr- gehoben sei der Betrag von 5 Millionen Mark zur Linderung der Dot der Kleinrentner, doch möchte Redner heute schon die Ditte aussprechen, baß diese Summe erhöht itetrb, wenn bie Gemeinden neue Mittel anforbern. Leider haben sich aus falschem Schamgefühl nicht alle notleidenden Rentner gemeldet, um die Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das ist falsch denn es handele sich hier nicht um eine Armenunterstützung, sondern um bie Erfüllung einer Pflicht des Staates. Für bie Arbeitsinvaliden müssen größere Reichs-, Staatsund Gemeindemittel zur Verfügung gestellt werden. Für Förderung der Kunst konnten keine größeren Mittel bereitgestellt werden. Hier appelliere ich an die Kreise der Besihenden, das Fehlende von sich aus zu tun. Die Mittel für soziale Zwecke sind die beste Kapitalsanlage für ein Vdll. Die Fehlbeträge bedürfen aber einer Deckung. Diese Deckung kann man nicht aus Anleihemitteln nehmen. Es heißt also, neue Einnahmequellen zu erschließen. Fachleute haben mir versichert, daß durch Erhöhung der Pacht- fumme für Aecker und Wiesen jährlich 20 Millionen Mark mehr erzielt werden können. Ratürlich dürfen dadurch die Lebensmittel nicht teurer werden. Ferner müssen die Pflegesätze in den Krankenhäusern und Anstalten so bemessen werden, baß sie bie Selbstkosten decken. Eventuelle Differenzen sind von der Gemeinde zu decken. Wir wünschen weiter, baß die Ausgaben für Polizeizwecke vermindert werden, besonders für die Schupo. Vor allem soll hier die Zahl der höheren Deancken in Einklang gebracht werden zu der der unteren Beamten. Auch durch Vereinfachung der Provinzial- und Kreisverwaltung können noch Ersparnisse erziell werden. Wenn man die finanziellen Verhältnisse des Staates zu denen der Gemeinden betrachtet, so steht allerdings der Staat noch sehr günfttg da. Die Gemeinden haben schwer unter ihren finanziellen Roten zu leiden. Wenn jetzt das Reichs- mietengesetz in Kraft tritt, müssen die Gemeinden nicht nur neue Beamte etüftelten, sondern auch ein verwaltungstechnisches Bureau errichten. Was das heißt, weiß nur der, der mit beiden Deinen in ber praktischen Arbeit steht. Zch bekämpfe persönlich bie Hebung, Gesetze zu machen, die nach außen schön Hingen, die aber den Gemeinden Lasten und Unannehmlichkeiten auferlegen, die unerträglich werben. Zch mochte dabei den Beamten des ganzen Landes, die im Wohnungswesen tätig sind, Dank und Anerkennung aussprechen. Redner tritt dann für Beibehaltung des Ausgleichsstockes ein, um die Gemeinden entsprechend zu finanzieren. Wenn die Gemeinden zugrunde gehen, stürzen die Fundamente des Staates. Die Teuerung ist unerträglich geworden. Der Konsument ist dem Produzenten auf Gnade und Ungnade ausgeliefert. Wir fordern, Herr Zustiz- minifter, strengste Bestrafung ber Wucherer, Preisverteuerer, Schieber. Von den Volksvertretern erwarten wir, baß sie auf die Kreise bet Erzeuger in ihren Reihen einwirken, damit sie ben Bogen nicht Überspannen und . sich eines Tages die Fenster selbst einschlagen. (Sehr gut! — Es kommt im werteren wiederholt zu Zwischenrufen von rechts. Redner meint, er trete selbstredend auch dafür ein, daß bte Erzeuger so viel berbtenen, daß sie anständig leben können, es sei aber nicht zu verantworten, wenn Dauern! ganze Erntekörbe voll Papierfetzen aufstapeln.) Die Vorgänge in Darmstadt sind nur durch bie Psyche des Arbeiters zu verstehen. Das ar= beit en be Voll war jahrzehntelang entrechtet und geknechtet und hat troßbem den Krieg 4 Zahre lang mitgemacht, genau so wie bie Leute von rechts. Unb nach dem älmfturz ging bie Bekämpfung ber Arbeiterschaft weiter. Wie ist hämisch gegen alles geschrieben und gesprochen worden, was bie Arbeiterschaft gesetzlich erstrebt, Dettiebsrätegeseh, Achtstundentag usw. Zch muß aber Verwahrung dagegen einlegen, daß bie Vorgänge in Darmstadt eine wohlorganisierte Sache waren. Zch habe bie Demonstration mit= gemacht. Der Zug war durchaus georbnet. Der kommunistische Redner hat nichts anderes gesagt, als der Reichskanzler gesagt hatte. Aehnlich waren die anderen Reden. Diese Reden haben keine Veranlassung gegeben zu den Vorgängen, bie auch wir schärfstens verurteilen. Eine aridere Aeußerung habe ich auch im Finanzausschuß nicht getan. Der Zug ist auch vom Marktplatz geordnet abmarschiert. Der Schwanz bes Zuges hat sich abgezweigt und zog vor bie Wohnung des Eichbergkommandanten von Helmvlbt. Die Erregung gegen diesen war durchaus berechtigt und von ihm selbst hervorgerufen. Zch frage, warum hat man diesen Mann überhaupt aus ber Haft entlassen. Wenn es ein Arbeiter gewesen wäre, ber grundlos einen Menschen nieber- knallte, wäre sicher keine Haftentlassung erfolgt. Zch hätte auch gewünscht, daß ber Herr Zustizminister gestern nicht feinen temperamentvollen Zwischenruf gemacht hat. Der Mann, der sich im Gefängnis erhängt hat, well er an den Taten gegen die Herren Dingel- deh und Osann beteiligt gewesen sein soll, ist ber Schwager des von Helmoldt niedergeschofsenen Eisenbahners. Hier haben Sie also schon die psychologischen Zusammenhänge. Don Helmoldt zog bie erregte Menge dann auch gegen die nahegelegene Wohnung des Herrn Dingeldey usw. Zch wiederhole, baß ich die Untaten nicht billige, ich will sie nur erklären. Es ist auch nicht richtig, baß ber Zettel mit ber Schilderung bes angeblichen Attentates auf d e sozialdemokratische Druckerei in ben Fabriken verteilt werden sollten. Zch bitte, mir Zhren Gewährsmann zu nennen, Herr Kindt. (Abg. Kindt: Der Herr Referent im Ministerium des Znnern! — Hort, hort!) Redner bespricht dann weiter die Vorgänge in Höchst u. a. m. und wendet sich gegen bie Ausführungen des Abg. Ruß gegen bie Streiks usw. Das Recht auf Demonstrationen werden wir uns nicht nehmen lassen. Die Maßnahmen ber Polizei am 27. Juni waren durchaus ausreichend. (Widerspruch.) Man sollte aber auch die aufreizenden Reden von rechts, namentlich von ber Bauernschaft, unterlassen, wenn man die Wiederholung der unliebsamen Vorkommnisse vermeiden will. Der Einigung ber Arbeiterschaft hat bie gestrige Rede des Abg. Ebner nicht gedient. Er hat bewiesen, daß er von Klassenbewußtsein und von Sozialismus keine Ahnung hat. Rur toeim wir uns In gemeinsamer Arbeit zum Wohle des Volles zusammenfinden, können wir unser Voll und uns selbst retten. (Bravo! links.) Präsident S o h e r r teilt mit, baß der Aelte- stenrat beschlossen hat, von der nächsten Woche ab die Sitzungen um Zch-» älhr beginnen zu lassen. Rächste Sitzung Dienstag S1/^ älhr. Aus Stabt und Land. Gießen, den 22. Zull 1922. Beruf flnd Erkrankung. 9. Vorlesung. Der Vortragende führte seine Hörer im Lichtbild in eine Glashütte, erläuterte bie chemische Zusammensetzung ber verschiedenen Glassvrten, ben Schmelzprvzeß in „Häfen", das Blasen ber „Kölbel", bie Herstellung von Röhren unb Scheiben und bie Vorgänge im Streck- und Kühlvfen. Daran schlossen sich Mitteilungen über Glas-Edelstein- unb Halbebelsteinschleiferei sowie über Anfertigung von Spiegeln nach dem verlassenen Quecksilber- und neueren Silber-Firnißverfahren. Don den Derusserkrankungen ber Glasarbeiter wurden besonders Hervvrgehoben die durch Schrumpfung ber Gelenkbänder unb durch Sehnenscheidenentzündungen Hervorgerufe- neu Fingerverkrümmungen, bie durch Eindringen feinster Glassplitter in die Haut verursachten Wucherungen und Schwielen derselben, die durch das Glasblasen erzeugte Atrophie der Backenmuskulatur, Erwellerung des Ausführungsganges ber Parotis unb das Emphysem, bie durch Einatmung von Glasstaub entsteheirden Lungenblutungen, die Folgen ber Wärmestrahlung auf bie nervösen Zentralorgane, ber Lichtstar, bie Erkältungen und Neuralgien infolge schroffen Temperaturwechsels, die beim älmschmelzen bleihaltiger Glasflüsse und Bearbeiten bleihaltigen Kitts entstehende chro-« nische Vergiftung und bie Argyrie bei Herstellung ton .^ilberspiegeln. — Darauf wurde die Anfertigung von Tonwaren, von Steinzeug, wie Majolika unb Fayence, sowie des Porzellans beschrieben und das Verfahren des Knetens, bei Formung, der Verkittung mit .Schlicker",' des Glasierens unb des Brennens tm Schwach- unb Scharsscuer an Lichtbildern erläutert. Unter den CBcrulScrfranfungen der Arbeiter in der Keramik kommen namentlich bie Staubinhalativnen und die chronische Vergiftung durch bleihaltige Glasuren in Betracht. — Rach Erläuterung der chemischen Bestandteile des Tabaks kennzeichnete der Vortragende bie durch Batterien heroorgerusenen Gärungsprozesse besselben. Dann wurde der Verarbeitung der Tabaksblätter zu Zigarren. Zigaretten, Pfeisen-, Schnupf- und Kautabak mit Hand- und Maschinenbetrieb, der verschiedenen Saucierungsmetyoden und des schädigenden Ein- flufscs des Rauchens auf Gesicht unb Gehör, auf Gefäß- unb Rervensystem gärncht. Arbeiter unb Arbeiterinnen in Tabakfabriken erkranken nicht > selten unter ber Wirkung des Tabakstaubes, ber,| eingeatmet, namentlich vermöge feiner Quellbarkeit auf ben Schleimhäuten zu allerlei ReizzuMnden im Dachen, im Kehlkopf, in den Bronchien und Lungen, unb, verschluckt, burch seinen Gehalt an Rikottn zu Giftwirkungen auf das Rervensystem ünd, wie neuerbings festgestellt wurde, auf bic glatte Muskulatur bes Magens, Darmes und llteruä Veranlassung gibt. — Des weiteren verfolgte ber Vortragende unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder die Verarbeitung der Gespinst- fafern. Bei Besprechung der Seidenindustrie wurde die Züchtung der Seidenraupen, das Abhaspeln ber verschiedenen Kokonsorten, bie Entfernung harziger Stoffe aus denselben, das Filieren und Zwirnen ber ungefärbten unb gefärbten Seide unb ihrer Arten, das Putzen mittels Glasaugen und Schlitzblechen, bie Verarbeitung ber Florett- feibe mit Hand^- unb Maschinenbetrieb beschrieben. Dann wurde die Verarbeitung ber Wolle und Baumwolle, deren Reinigung von fremden Bestandteilen, ihre Behandlung im Reiß- und Krem- pelwolf, die Toppung in der Kämmer- unb Streckung in ber Streckmaschine, bie Plättung und Endspulung geschildert. Bei der Verarbeitung von Flachs, Hanf, Ressel unb Zute erläuterte der Vortragende benRottprozeß, bei dem berBacillus amylobacter unter Buttersäuregärung die Bastfasern lockert. Es folgte bie Vorführung ber Starnpfung unter „Bleuel" und Pochwerk, der Brechung mit Hand- unb Walzenbetrieb, des Dibbens unb Schwingens, ber Hechelung zur völligen Entfernung der „Schaben", zur Trennung und Anordnung der Bastfasern, der Verspinnung und Spülung durch Maschinen mit Streck- unb Druckrollen. .Unter den Erkrankungen ber Textilarbeiter wurden besonders hervorgehoben bie durch Gifte ber Seidenspinnerpuppe erzeugten Erytheme und Eiterungen ber Fmgerhaut beim Ab haspeln der Kokons, die flechtenartigen Ausschläge, die Schädigung des Flimmerepithels der Luftwege durch Flachsstaub und spiralige Fasenr der Wolle und Baumwolle, das durch Hanfstaub in Verbindung mit artfremdem Eiweiß von Batterien entstehende Hechelfieber und die Zutekrankheit des Periosts und Knochenmarkes. — Schlußvorlesung: Dienstag, den 25. Zuli; Erkrankungen bei der Papierfabrik Eation, bei ber Verarbeitung tierischer Häute unb Haare sowie tn der Gärungsindustrie; Berufs- eignung und Derussbevattrng. •• Militärpersvnalien. Gemäß Verfügung des Reichswehrministers vom 6. Zuni 1922 haben erhallen: Den Charakter als Oberleutnant: Die Leutnants b. L. a. D. Karl Eisenhauer, Karl Fuchs, Postsekretär in Groß-Die- berau, Christoph Gunkel, Gerichtsvollzieher in Darmstadt (dieser mit ber Erlaubnis zum Tragen ber Uniform des Z.-R. 115), August Günter, Polizeihauptmann in Darmstadt (dieser mit ber Erlaubnis zum Tragen ber Uniform des Z.-D. 118), 2luguft Manneschmibt, Städtischer Ma- terialienverwaller in Darmstadt, Georg Pfänder. Staatsforster in Eberstadt, Ludwig Schick, Staatsforster in Gorxheim (Post Weinheim in Baden): ben Charakter als Leutnant: Der Zeugselbwebel a. D. Gaston Brandstetter, Pol^eioberleutnant in Darmstadt, der Wachtmeister a. D. Philipp Bless ing, Postsettetär in Darmstadt (dieser mit ber Erlaubnis zum Tragen ber Uniform des Feldart.-Regts. Rr. 25). Landkreis Gictzen. • ©rüntngen, 21. Juli. Wegen Vornahme von Walzarbetten wird die Kreisstraßenortsdurchfahrt Grüningen vom Montag, 24. d. Mts., bis auf weiteres für ben Fuhrwerks- und Automobllverkehr gesperrt. Der Verkehr wird über Dorf-Güll geleitet.1 M SSttMO M MOS. Roman von Ernst Scheitel. 18. Fortsetzung. (Rachbruck verboten.) Perzelius tot müde und unwirsch und fragte beiläufig, wohin denn die Fahrt gehen solle md irad dabei zu verdienen fei. Der 3übe blinzelte, rückte näher heran unb begann zu erzählen, nur andeutungsweise, aber mit so viel Worten als berichte er mehr, als bie janbern wissen wollten. Perzelius entnahm aus diesem langatmigem -Kauderwelsch, daß Zechiel ben Zehud der Besitzer «ines großen Rillahnes sei, mit dem er auf eigene Faust Waren handel betreibe. Zrgend -etwas schien dem Dottor nicht g^nz Tauber bei der Sache zu sein, denn ber Jude rtbete immer von Diel Geld, ohne baß zu ersehen war, wofür er Das Geld bekam. Denn daß ber bloße Transport von Tierhäuten und Knochen — wie er angab — solche Summen einbringen sollte, schien nicht recht glaubhaft. Auch bie Weigerung jener einheimischen Bootsknechte, wie er sie mit angesehen hatte, Machte Perzelius argwöhnisch. Sie Fahrt sollte morgen in aller Frühe nil- -aufwärts gehen bis Assuan. Das interessierte den Doktor. Der Zude sagte, er sei allein auf dem Schiff imb brauche nur zwei Dovtsknechte. Er wolle jffxr nicht so viele Leute. Der Dottor überlegte. Vielleicht konnte bte Gesellschaft des Juden zu irgend etwas nützlich -sein. Er fragte Eduard, was er dazu meine und «iefer war sofort bereit, mitzugehen, falls das Unternehmen nur irgend eine Aussicht auf Erfolg bot Schließlich wurde man handelseinig, ber Zude I schlug ein unb man tränt noch eine Runde Schnaps zur Bekräftigung des Vertrages. Zechiel ben Zehud wurde sehr aufgeräumt, nun er in letzter Stunde noch ans Ziel gelangt war. Er hätte sonst seine Fahrt einfach verschieben müssen, aber bas wäre ihm sichtlich unangenehm gewesen. Der Doktor betrachtete feinen neuen Dienst- Herrn eingehend. Sehr vertrauenerweckend sah dieser nicht aus. Er hatte die Gesichtsbildung eines Tieres, bas sich von Aas nährt. Mut schien er nicht viel zu besitzen, dagegen Geschäftsgeist genug, um das Gold auch aus ben unappetitlichsten Winkeln zu -holen. Seine Statur war Nein, aber sehnig, und bie Gliedmaßen etwas unproportioniert und wie ausgerenkt. Das dichte, verfilzte Haar hing in langen schwarzen Locken zu beiden Setten des Gesichtes herab. Zm übrigen starrte alles von Schmutz. Zechiel ben Zehud schien Stammgast bei Samuel Chas im zu fein. Er sprach mehrmals vertraulich mit diesem, jedoch in einem so unverfälschten Mauscheldialett, daß es selbst der Doktor bei all seiner Sprachkenntnis nicht verstehen konnte. Auch jetzt machte Zechiel ben Zehud den Vermittler. als die Frage des älebernachtens aufgeworfen wurde. Mttternacht war längst vorüber und noch vor Tagesgrauen sollte der Aufbruch vonstatten gehen. Es waren knapp zwei Stunden, bie zur Rachtruhe blieben, und so schlug der Dottor Eduard vor, hier zu bleiben und nicht mehr vorher ins Hotel zurückzukehren. Den Baron würden sie morgen in aller Frühe noch benachrichtigen können. Das armselige Wirtshaus war zwar wenig cuüabaib unb qn ein richtiges Schlafzimmer war nicht zu denken. Trotzdem stimmte Eduard dem Vorschlag des Doktors zu, und da Zechiel ben Zehud ebenfalls bleiben wollte, ja sogar sein Standquartier hier zu haben schien, übernahm dieser die älnterhand-lung mit dem Wirt. Dieser zeigte sich sehr einverstanden, ging sogar im Preise herunter, well es zwei seien, wie er sagte, und forderte Eduard und den Dottor auf, ihm zu folgen. lieber eine kurze, steile Treppe führte er die beiden in das Dachgeschoß, während Zechiel ben Zehud mit grotesken Bewegungen hinter ihnen herkletterte. „Seid mauchell) woll'n Se kommen hier herein," sagte Samuel Chajim, als sie oben angelangt waren, und öffnete einen Verschlag, aus dessen undurchdringlicher Finsternis der Dunst eines seit Monaten nicht gelüfteten Schlafraumes quoll. Bald brannte eine Kienfackel in einem Ringe an der Wand: die beiden Zuden verabschiedeten sich, und Eduard und Perzelius befanden sich allein in dem Raum. Es war ein niedriges Gelaß mit schräger Decke die unmittelbar durch die Dachziegel gebildet wurde. Am Boden lagen einige schadhafte Strohsäcke, die scheinbar feit unvordenklichen Zeiten als Betten dienten. Die Wände bestanden aus nackten Holzplanken, morsch, grau -und wurmstichig. Von irgendwelchen Möbeln war keine Spur vorhanden. Die beiden waren noch wenig aufgelegt zum Schlafen und beim Anblick dieses Raumes verging ihnen der letzte Rest von Lust dazu. Eduard schaute sorgenvoll d urch die Dachluke nach dem besternten Himmel. Wo mochte Silly jetzt fein? Sah sie diese Sterne gleich ibn Wenn es gefällig ift ober sollte sie nie wieder zu ihrem Lichte empor- blicken dürfen? Eine trostlose Traurigkett übermannte ihn und heiße Tränen preßten sich aus feinen Augen. Der Dottor stand lang und hager an der Ture und sah unbeweglich auf den Boden nieder. Vermutungen durchkreuzten fein Hirn, die er bald annahm, bald wieder verwarf, um aus dein Kausen Gemenge von Tatsachen, Wahrscheinlichketten unb Möglichkeiten einen Plan zu flechten, der Stich hielt im Angesichte der Wirklichkeit. Rebman hörte man die beiden Zuden rumoren. Zechiel ben Zehud schien noch Vorberei- tungen für bie Reise zu treffen. Er öffnete bie Truhen unb kramte in allen möglichen Kisten, dabei mauschelte et in unterdrücktem Tone mit dem Wirt der jedoch mehr und mehr verstummte und schließlich ein tiefes Schnarchen hören ließ. Auch Eduard übermannte bie Müdigkeit, Die Aufregungen der letzten Tage hatten feiner Widerstandsttaft einen furchtbaren Stoß verseht. Er wollte sich auf einem der Strohsäcke nieder- lassen. als er einen harten Gegenstand unter diesem fühlte. Er hob den Sack weg, wobei ihm der Doktor behttflich war, unb da bemerkten sie ein dunkles, zusammengerolltes Etwas am Boden, das sich bei näherer Untersuchung als ein menschlicher Körper darstellte. Derselbe schien vollkommen verkrampft und wie in Todesstarre. Der Dottor nahm ihn und legte ihn auf eine bcr Matratzen, worauf er mit ben Härder über ihm hin strich. Mit der Zeit loste fich der Krampf und es war möglich, die Deine, welche über dem Racken verschränkt waren, in ihre natürliche Lage zurückzubringen, ohne sie abzubrechen. (Fortsetzung folgt.) • Allendvrf v. d. Lda., 21. Juli. Ülls Fletschbeschauer zu Allendvrf A: Pfarrassist. Becker. 11 Kinderkirchc f. d Markusgcm: Pfarrassist. Decker. — Jugcnbvei cinigang d. Matthä isgcm.: Montag, 24. Juli, abds. 8 Hhr: männl. Qlbtlg., Dienstag' 25. Juli, abds. 8. tneibl. Adllg. 3n ber JohanneSkirche. Dvrm. 8 Hhr, zu gl. Christenlehre f. d. Reakonf. n. d. Lttasgom.: Pfr. Dechtolsheimer. 9i/2: Pfr. Ausfeld. 11 Kinderkirche f. d. Johcmnesgem.: Pfr. Ausfeld. — Donnerstaa den 27. Juli, adds. 8 Hhr: Versammlung b. kirchl. Vereinigung b. Johannes- gemeinde im Johannessaal. — Sonntag, den 30. Juli, im HauptgvtteSd-ieust Feier b. hl. Abendmahls f. Lukas- u. Johannesgem. Wies eck. Sonntag, den 23. Juli, t»Drm, 8V$: Christenlehre ftonf. männl. Jugend). 9l/2: Gottesdienst. 103/4: Kinderktrche. Opfer f. d. Evgl. Altersstufe. Abds. 8: Qlngabenb f. Frauen, Jungfrauen und Mädchenveveinigung in der Kirche; im Anschluß Ve.l^mmlung d. Fvauenvercins. — Mtttwoch, den 26. Juli abds. 8 »A: Jugend- Vereinigung (männl. Abtlg.). Sonntag, den 23. Juli, vorm. 10: Kirchberg. 11: Christenlehre f. d. weibl. Jugend; Kollette f. d. evgl. Altersstufe. — Rachm. 1 \'2: Mainzlar. — Kollekte. Katholische Gemeinde. Samstag, den 22. Juli, nachm. 5 u abds. 8 Hhr: Gelegen h. z. hl. Deichte. — Sonntag, den 23. Juli 7. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. 6V$: Gelegenh. z. hl. Deichte. 7: Hl. Messe. 8: Austeilung d. hl Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Rachm. 21/-: Christenlehre u. Andacht. 3i<: Jünglingskongregatton. 8: Alo- isius-Andacht. Diaspora-Gottesdienst am 22. Juli. Grün berg, vovm. 9i/2 Hhr. Kath 0 l. G ottesdienst 23. Juli. L1 ch, vorm. 10 u. nachm. 2 Hhr. — Hungen, dorm. 8 Hhr. Handel. Berlin, 21. Juli. (Wolfft) Börsen- st i m m u n 0 s b i l b. Da die Moratoriums- frage und Damit auch die ausländische Lage heute aufgrund der vorliegenden Nachrichten etwas günstiger beurteilt wurden, waren am Devisenmarkt die Kurse stark rückgängig. Die Devise Neuyork gab von 492 bis zu ihrer amtlichen Festsetzung bis 472 nach. Am Effektenmarkt blieb aber noch GeschäftSstille vorhanden. Obwohl bei der unregelmäßigen KurSbil- dung die Notizen sich anfangs um 10 bis 30 Prozent niedriger stellten, bekundete die Börse heute doch Widerstandskraft und gewann im Verlaufe durchweg einen festeren Anstrich, als Harpener angeblich durch große Interessen- und Auslandskäufe um 300 Prozent gesteigert wurden, denen sich Phönix und Rheinstahl mit ungefähr 75 Prozent anschlossen. Auch für Schiffahrtsaktien gab sich gute Meinung zu erkennen-, wogegen Kaliwerle einschließlich der im freien Verkehr gehandelten gleichartigen Papiere ihre gestern infolge der Erhöhung der Kalipreise erzielten Steigerungen nicht aufrecht erhalten konnten. In den zu GinheitSkur- sen gehandelten Jndustriewerten waren für ermäßigten Kursstand Käufe in beschränktem Umfange zu beobachten. Ausländische Rentenpapiere stellten sich infolge von Realisationen anfangs um 50 bis 60 Prozent niedriger, holten aber im Verlaufe einen Teil davon wieder ein. 5>le Umsätze auf diesem Gebiete haben aber wesentlich nachgelassen. Ausgesprochen valutarische Papiere wie Mexikanische und.amerikanische Bahnenaktien erfuhren am Anfang mit der Devisenermähi- gung einen größeren Rückgang. Frankfurt a. M., 21. Illi. Börsen- stimmungsbild. Am Effektenmarkt war bte Grundstimmung etwas besser, das Geschäft aber doch noch immer verhältnismäßig gering. Man verspricht sich in Dörserrkreisen auch in der kommenden Woche noch keinen wesentlichen Aufstieg an der Effektenbörse. Der freie Verkehr lag nach wie vor im Zeichen des stillen Geschäfts. Benz 510, Decker-Stahl 460, Drown-Doweri 380, Rastatter Waggons 550. Die Schwankungen des Dollars Übten auf die Geschäftstätigkeit beträchtlichen Einfluß aus. Der Dollar eröffnete am heutigen Vormittag mit 508, fiel dann auf 492, wurde bei Beginn ber Börse 487 genannt und gab im weiteren Verlaufe bis 477 nach. Am Montan- aktienmarlt z-igten sich verschiedeittlich Abschwächungen. El ktr zi ät bitt r? fa dm etwas mehr Beachtung. 214 für chemische Aktien zeigte sich Kauflust. Höher lagen Anilin-Aktien. A lf dem Gebiete der Metall- RLaschinen- und Autooktien überwogen die Kursvesserangen. Am Kassamartte war das Geschäft Elein, nur einzelne Papiere wurden lebhafter gehandelt. Der Schluß der Börse gestaltete sich ruhiger bei mäßig festerer Tendenz. Privatdiskont 5 Prozent. Fr an ks urt a. M. 22. Juli. Derlmer Devisenmarkt. Gelb Brief Geld Brief Datum: 20. Juli. 21. Juli. Amstd-Rotterd 19675,3619724,65 18377.- 18423,- Brüssel-Antw ' 3857 5u 3961,50 3Si#0,10 3899,90 Christiania ' ' 8289,60 83.0 40 803\90 8060,10 Kopenhagen ' ' 10786,60 10813 50 10387 - 10413,- Stockholm ' . 1298^,75 13016,25 12464,40 12495.60 chelstngforS . 1078,66 1081,35 1006,70 1009,30 Italien 2287,10 2292,90 2267 15 2272,85 London 2237,20 22,2,85 215 ,30 2157,70 Neuyork 498,37 499,63 »84,39 485,61 Paris 4194 76 4205,25 4169,75 4180,25 Schweiz 9612^5 9337,05 9488,60 9511,90 Spanien 7714,30 7759,70 7720,30 7739,70 Deutsch-Oesterr. 1,63 1,67 1,38 1,42 Prag 1133,65 1136,45 1026,70 1029^0 Budapest.... 3«,55 34,65 30,21 30,29 Buenos Aires . 181,- 181,50 175,- 175,- Bulgarien . . . 334,55 235,45 314,60 315,40 Japan 228, - 232,- Rio be Janeiro 6431,- 6791,- Züricher Devisenmarkt. 21. 7. 22» 7. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 SL = 202.65 203.10 Deutschland .... 100 Mk. => 1.025 0.045 Wien 100 Kr. = 0.015 0.017 Prag 100 Kr. = 1L50 11.30 Paris 100 Fr. = 43.75 44 - London \ £ — 23.21 23.28 Italien 100 L. =» 23.90 24.45 Drossel 100 Fr. = 41.35 41.60 Budapest 100 Kr. ----- 0.35 0.32 Reuyork 100 $ = 521.25 522 50 Agram 100 Kr. = 1.62 1.525 Warschau ..... 100 Kr. - 0,09 0,09 Berlin Dörfenkmse. Frankfurt Schluß- Schluß- Schluß- Schluß« KurS Kurs Kurs Kurs Datum: ‘z2*7rn 5',Dlsch.Kriegsanl. ",u0 4°/oDtsch. Reichsanl. 3°/°Dtsch.Reichsanl. 4% Preuß. Kvnsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd 030, - Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . 271,« Deutsche Bank . . . 485,- Disconto-Gesellschaft ^90, - Dresdner Bank. . . 2yC,- Mitteld. Creditbank. 246, - Nationalbank f. D.. 2?3.— Doch. Gußstahlwerke “,~ Dud.- Eisenw.- Akt.. 720,- D.-Lnremb. Bergw.. 1125,- Gelsenkirch. Bergw.. 1230,- Harpener Bergbau. 2450,- Oberschl. Eisenb.-B. 895,- Oberschles. Eisenind. 687 - Phönir-Bergb.-'Akt. 140g,- Dad.Anilin-u. Soda 810,— Höchster Farbwerke. 725, - Allg. Elektt.-Ges. . . 751,- Felten & Guilleaume -, - Schuckert-Werke. . . 712,- Adlerwerke 495,— Daimler 421,— 4^/o Hess. Staatsanl. 74,- Electron Griesheim 814,- Dtsche. Vereinsbank 180/» 21. t. 20. 7. 21. 7. 77.60 77,50 77,60 117,50 117,50 118 50 195 - 191,50 200,- 77,- 8a,- 78,51) 450,- 442,- 443 - 237,- 320,75 327,- 284 - 286,- 286,- 271,- 272,- 277,- 480,- 485,- 480 - 894,- 393,- 391,- 294,- 290,- 290,- 246 - 246,- 246,- 271,- 270,- 275,- - - 1267,- 2265,- 700'- 702,- 087,- 2150 - 1135,- 1150,- 1285 - 1234,50 1243,- 2805 - 243- 2825,- 900, " 905/0 880,— 657,- 681,- 675,- 1360 - 1360,- 1400, — 805,- 830,- 816,- 781,- 736,- 735,- 754,— 758,- 742, - -,- 825,- 840,- 715,- 706,- 700, - 496,- 500,- 491,- 430,- 442 - 425,- 73,60 74.10 74.- 820,- 803.- 795,-- 180,— Marknotieruugeu. Für 100 deutsche Mark wurden gezahll: Datum: 1.7.14. 20.7. 21.7. Zürich Fr. 125.40 1,04 4,05 Amsterdam Fl. 59.20 — ,51 - ,62 Kopenhagen Kr. 88.80 -,94 1,- Stockholm Kr. 88.80 -,76 -,85 Wien Kr. 117.80 6995,- Prag Kr. 117.80 8,60 9,75 London Sh. 97.80 Neuyork $ 23.80 -.20 „,20 Paris Fr. 125.40 2,40 2,45 w Märkte. / Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. mc. F r a n f f u r t a. M., 21. Juli. Bei starkem Angebot von Gemüse und Obst gingen die Preise allgemein zuruck; dies trat tiiSlxfonberc bei der Preisgestaltung in den Hallen hervoi:. Es kosteten beim Großhandel: Reue Kartoffeln 650—750, ausländische 600—700 Ml., aus alter Ernte wurden noch Kartoffeln angeboten, die sich im Preise den der neuen Ernte näherten; grüne Bohnen Zentner 450—500, Kernerbsen 500—800, Zwiebeln 600—700, Salatgurken Stück 2—8 Mi., GeLerüben Zenter 280—300, Wirsing 450—500, Weißkraut 500 Mk. und Rettich das Stück 2 bis 4 Mk. Dei Erzeugern wurde bezahll für grüne Dohnen der Zentner 400—550, Wirsing 450—500. Römischkohl 250—300 Mk., für Einlegegurken bas Hundert 80—120 Mk., für Salatgurken das Stück 4—10 Mk., für Rhabarber das Pfund 0,50 bis 0,70 Mk., für Kopfsalat die Staube 0,50—1,00, für Eskarol die Staude 1—1,50, für Kernerbsen bas Pfund 7 und für Rettich das Stück 2—4 Mk. Auf dem Obstmarkt kosteten Heidelbeeren der Zentner 1200, Kirschen 600—800, Dirnen 500—600, Aprikosen das Pfund 18, Pfirsich 14—16, Himbeeren 23—26, Saueräpfel 10—12 und Mirabellen 18—20 Mk. Auf dem Fischmarkt wurden bei schwachem Angebot Flußfische bas Pfund mit 25—50, Seefisch mit 14—18 Mk. bezahlt. Lebend« Enten hatten _ben Preis von 110—120, Hühner 40—130 Mk., Butter kostete das Pfund 105 bis 108 Mk., Gier das Stück 7,40—7,50 Mk., Margarine wurde mit 60—63 Mk .bezahll. (3n einem Teil ber Auslage wiederholt.) Sie Frage der interalliierten Schulden und der Besetzung deutschen Gebietes. London, 21. Juli. (WTB.) In einem Leitartikel des Lloyd George nahestehenden Blattes «Daily C h r 0 n i c I erwirb darauf hingewieseu. bah der von Sir Robert Home im vergangenen Winter in Paris unterbreitete Plan bezüglich der Bezahlung der französischen Schulden bei England in Form von deutschen Bonds an die Bedingung geknüpft sei, dah die Vereinigten Staaten bereit seien, von Großbritannien ebenfalls deutsche Bonds als Bezahlung anzunehmen. Die amerikanische öffenlliche Meinung verhindere aber die Ausführung dieses Planes. Die britische Regierung körme also ihr Angebot kaum aufrecht- erhalten. Es wäre allerdings denkbar, daß Frankreich als Gegenleistung für eine Bezahlung der französischen S^ulden durch deutsche Bonds England ein Aequivalertt geben, wurde. Ein solches Aequivalent dürfte voraussichtlich politischer Natur fein. Zum Beispiel könnte Frankreich der englischen Auffassung bezüglich der gegenwärttg sehr kostspieligen Besetzung deutschen Gebietes durch die alliierten Streitkräfte zustin, - men. Es sei nicht bekannt, dah irgendwelche endgültige Vorschläge dieser Art gemacht worden seien, wenn auch ber Gedanke schon einmal in informellen 'Besprechungen geäußert worden sei. Auf jeden Fall, so schreibt das Blatt, sollte an- gesichts der Katastrophe, die durch den Zusammenruch der deutschen Mark eingetreten ist und angesichts ber erschöpften französischen Finanzen kein Mittel unversucht gelassen werden. Gin deutsche- Turnfest in Linz. Linz a. D., 20. Juli. (WTB.) Zu dem ath 21. bis 23. Juli stattfindenden ersten beut- schenTurnerfest treffen morgen Turner auch aus bem Deutschen Reiche ein. Auherbem werden aus der Tschechoslowakei etwa 5003 2unter- gäste erwartet. Ctiuas $anz delikates sind Sie geben raseh und hillie appedtrelzende und doch nahi hnf eSnppen. Auch als Auflauf, Pudding mit oder ohne Obst eino köstl Speise Bei IKO schmerz^ ^Hefepo'hekerOUoX n e n Frontfurl/MS.' rrovaniHe iZQhnachnvri, F.hcuma omobm Erhältlich in Apotheken Rasch u.vorzüglich wirk, 2712c •* Statt Karten Verlobt« (Biegen, Settersweg 52 L2L Danzig-Neufahrwasser Juli 1922 (Rieften Wetzlar Jufi 1922 Bremen Gießen. L2L Schöne Aussicht Statt Karten Butzbach, Juli 1922 LM- Ein Königs-Schicksal Vermählte 5 Akte. 6865a 6856h Telephon 924 Schonendste Behandlung. Mäßigste Preise. LULL Efeudrifeck . bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 Nieter, zwei Dreher, 2 Kesselschmiede, 3 landm. Knechte und Arbeiter, 1 landwirtschaftlicher Eleve, 1 landw. Verwalter, 1 Tapezier und Polsterer, 1 Friseur, mehrere Weihbinder und Anstreicher, mehrere Maurer, 1 Schlosser, 1 Bäcker, vier Schreiner, 1 Polsterer, 1 Koch. 2 Spengler und Installateure, 1 Müller. «Lehrlinge: 1 Svengler u. Installateur, 1 Zigarrensortierer, 1 Gärtner. VS suchen Arbeit: Kaufleute. Schreiber und Reisende, Packer, Dausburscheu und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bauschlosser, Schuhmacher, 1 Strantcnvfleoer, 1 Sattler, 1 Polsterer, Bäcker u. Metzger, Kellner, 1 Küfer, 1 Mechaniker, 1 Optiker, 2 Buchbinder, 2 Wagner, 1 Müller, 1 Installateur und Svengler, 1 Monteur, Maschinisten u. Hetzer, 3 Kraftfahrer, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter. Lehrlinge: 3 Elektromonteure, 1 Elektrotechniker, 8 Autoschlosser, 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 2 Kaufleute, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher mit Kost und Wohnung. GelegenbeitSarbeiten werden ebenfalls entgegen- genommen. Weibliche Abtellang: ES können eingestellt werden: b. bei diesigen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Lansfrauen und -madchen für eir.zelne Tage, tüchtige Alletnmädchew 2 Küchen- märchen. 1 Stütze, 1 Kaffeeköchin, 1 KöAn, eine Haushälterin, 1 Zimmermädchen, 1 Kochlehrmädchen, 1 Schäftesteppertn, 1 Stenotnpntin. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landwirt- schriftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Alleinmädchen, Zimmermädchen. Küchenmndcben, zwei Haushälterinnen, 1 Köchin f. Hotel. 1 Kasfeeköchtn, 1 Blumenbtnderin, 1 Köchin für Anstalt. VS suchen 2(rbcU: Waschfrauen, einige Lauf- srauemauch für NachmittagSbefchaftiguna,Madcken für tagsüber, 1 Büglerin, 2 Verkäuferinnenlebr- mädchen, 1 Flickerin, 1 Kontoristin. Tie Berufsberatung und ArbcitS-Bermitt- luufi für Musiker findet werktags von 10 bis 18 Uvr itatt. 6841B Frauenhaare! Kauft zu neu erhöhtem Preis [«871 pro kg 200.— Mark „ 100g 20.- „ Gg. Wahl, Uiftllk, Neustadt 33 Statt Karten Fritz Grau Alma Grau geb. Kuhl Bekanntmachung In unser Handelsregister Abi. B wurde heute bezüglich der Mitteldeutschen Creditbank Frank- urt a. M., Filiale Giehen, eingetragen: Durd) De- chluh der Generalversammlung der Aktionäre vom 2. Mai 1922 sind die §§ 8, 13, 16, 20, 21, 24, 29, 31 und 25 a des Gefellfchaftüvertrages geändert. Giehen, den 17. Juli 1922. (6868B _____Hessisches Amtsgericht.______________ Arbeitsvergebung. Die erforderlichen Pflaster- und GhaussierungS- arbelten, sowie Lieferungen für die Herstellung der Frühgasie zu Lang-DünS sollen öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei Lang-Göns zur Einsicht offen. Angebote sind bis Dienstag, den 8. August ds. IS. an die Bürgermeisterei Lang-Göns einzureichen. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Allendorf an der Lumda für das Aj. 1922 liegt vom Dienstag, 25. Juli, bis einschl. Montag, 31. Juli L Js. auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Allendorf a. d. Lumda, den 21. Juli 1922. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Aein. 6887 SWMM in Götzen. Mittwoch, den 26. 3uli, vormittags 11 Uhr, kommen in Götzen (Station Schotten) ca. 30 Lammböcke aus den Stammherden im Vogelsberg sowie ein zweijähriger Stammbock der Stammschäferei W Sinnes Sonntag, den 23. und Montag, den 24. Juli wozu freundlichst einladet Burschenschaft R. B. K., Trohe u. Frau Schwarz Ww., Burgkeller. Zähn-Praxis Dentist J. Mcnig Milhlstraße 33 Ecke Westanlage Sprechstunden für Zahnleidende: Werktags 9—12 u. 2—6 Uhr, Sonntags 10—12 Uhr. ► UMckUM »K (Die Tragödie eines Staates) Nur noch heute und morgent leier alles siegl die Liebe Gesollschaftsdrama In 6 Akten. Ferner der hurnorist Detoktivschlagor: Kriminalpolizei Ab Nontas: Die große Attraktion der kommenden Woche in dem besten aller Harn-y Piel -Filme bilden die Pielschcn Hunde Brei! und Clear in dein Sensationsfilm Das schwarze Kuvert Ab 7. Auffunt: Fridericus Rex Zwetschkenstiel, Afterwen 48 l. Kran empfiehlt sich im nr- Flicken -1®1 in und anher dem Hanse. Auch Anfertigung einfach. Bettwäsche. 07144 nillilMirnU« r II i r. 10000 Mk. bar für Vorwärtvstrebende u. Erfinder Aufkl., önren. und beste Berdlenstmögllchkeit biet. Broschüre gratis durch F. Erdmann & Co., Berlin, ""»1 Köntggräber Strahe 7t " Asthma i k. i. etwa 15 Woch. geheilt werden. Sprechstund.d. tt. metneniBersahrensachltch aebltdeteu Arztes in (Sie- sten. BabnbosSbotel Lena, lebeil Montag von 10—1 Ubr. Dr. inert. Al« hark’. Berlin SU H, Sye- ilalarat fttr A«ihipel<-idoe. Großer Ball I im Park mit großer Benetzung, ", u”*1 tirillato Eßieiiciitrag. 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In Leinenband Mk. 125.—, in Halbfranzband Mk. 150.— Verlag fe Balinschen Bachbandlong io BanHover. Eine der köstlichsten Briefsammlungen äst j Briefe von Theodor Der Antograph zeigt die Uhrzeit au. Der Antograph registriert: Die Zeit der Abfahrt und Heimkehr, die Ueberstunden. klar und deutlich, das gefahrene Tempo, die gefahrene Kilometerzahl, jede Rückwärtsbewegung und jeden Stillstand des Wagens. Jedes unbefugte Oeffnen des Autographen wird auf jedem Diagramm angezeigt. Genauere Erklärung und Handhabung des Autographen geschieht ohne Kaufzwang durch die Alleinvertretung Göbel L Appel, Automobile, Gießen und Wiener Feinbäckerei von Willy Hoelters Frankfurter Str. 27. Telephon 950 Gebäck in anerkannter Güte Eis • Eisgetränke Angenehmer Aufenthalt Sorgfältige Bedienung! Während der Sommermonate abends von Hamburg und Emden nach Brasilien und Argentinien (Uruguay, Chile und Paraguay) Lotz. DSU. Formhals. 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