ar. 45 Ttr Gießener Iitjttaet erscheint täglich, außer Sonn» und ^lertaqs. Monatliche N«,uy5preis^ JJlfc. 9-50 einschl. Träger- lohn, durch die Post ML. 10. - einschl. Bestell, gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchriftleitung 112; für DniAerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße«. poftschemonto: AtawffDri icfe Frage hänge in der Hcuiptfache von der Bildung einer italienischen Regierung ab. Paris, 22. Febr. (WTB.) Havas meldet aus London: 3n amtlichen englischen Kreisen hatte man am Abend einen besseren Eindruck bezüglich der Regelung der diplomttischcn Debatte über die Genueser Konferenz. Ss heißt, daß dieser Eindruck infolge der gestrigen Besprechung zwischen Poincare und Lord Hardinge entstanden sei. Es herrscht die Ansicht, daß die Frage der Garantien int Laufe dieser Woche geregelt werden törine und die alliierten Sachverstän- ksigen am Montag unter Beteiligung der französischen Regierung zusammentreten würden. Eine Meuter n o te besagt, die britische und französische Regierung feien übereinstimmend der Ansicht, daß alle politischen Fragen, die zum Resiort der Sachverständigen gehören, durch direkte Besprechungen zwischen den Ministerpräsidenten bzw. den "Ministern des Aeußeren von Großbritannien und Frankreich behandelt werden sollen. London. 21. Febr. (WTB.) »Manche- ft e r Guardian" schreibt in einem Leitartikel über die Genueser Konferenz, wenn Frankreich auf die Vorschläge der Bolschewisten höre, so geschehe dies nicht, weil ein französisch- russisches Einvernehmen besonders geeignet fei, I um den Handel in Europa wieder herzustellenZ sondern, weil ein solches Einvernehmen vielen I Franzosen als das beste Mittel erscheine, um ein Einvernehmen und möglicherweise sogar eine spätere Allianz zwischen Rußland und "Deutschland zu verhindsn. Wenn ein französisch-russisches Einvernehmen bedeuten würde, daß Deutschlands wirtschaftliche Hilfslvfigkeit verewigt werden solle, und wenn dies der Hauptzweck sei, so widerspreche das natürlich dem Geiste, in dem die Einberufung der Konferenz beschlossen wurde. Die wirtschaftliche Wiederherstellung Deutschlands müsse die erste und nicht die letzte Sorge der Staatsmänner sein, denen die wirtschaftliche Wiederherstellung Europas am Herzen liege. Paris, 21. Febr. (HavaS.) Der englische Schahkanzler Sir Robert Home wird in einigen Lagen in Paris mit dem Finanzminister de Lastvyrie zusammentreffen. Sie werden gemeinsam die Fragen prüfen, die mit dem Re - parationsproolem verbunden find und der Entscheidung der alliierten Regierungen unterliegen, nämlich das Abkommen von Wiesbaden, das Abkommen vom 13. August und die Festsetzung der Kosten für die Desahungs- armeen, und die Verteilung der deutschen Zahlungen. Die Reparationskommission wird sodann ihrerseits die Frage des den Deutschen zu fletoähtciiben Moratoriums, sowie der dafür zu fordernden Garantien prüfen. London, 21. Febr. (WB.) Heute fand unter dem Vorsitz von Lord Znversvrth eine Zusammenkunft des Organisationsausschusses der nationalen Korporation für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas statt, am die Grundlage za erörtern, auf der die nationalen und internationalen Korporationen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisie in Europa gebildet werden können. Die heutige Zusammenkunft ist die erste einer Reihe von Zusammenkünften, die in den nächsten zwei oder drei Lagen stattfinden werden. Es nahmen daran teil Vertreter Großbritanniens (Lord Znverforth und Zohn Ferguson), Vertreter Frankreichs, Italiens. Belgiens und Zapans. Die Verhandlung ist nichtöffentlich. Lord 3n- verforth gab der Ansicht Ausdruck, daß der Ausschuß nach Beendigung seiner Arbeiten eine Mitteilung zur Veröffentlichung ausgeben konnte. Hetzreden in der französischen Kammer. Paris, 21. Febr. (WB.) 3n der heutigen Kammersihung wurde die Debatte übet bie Budgettitel für den Wiederaufbau, deren Rückerstattung Deutschland zusällt, fortgesetzt. Abg. Joseph Barthelemh erklärt, Frankreich habe den Friedensvertrag ernst genommen, als es ihn unterschrieb. Es habe erwartet, die versprochenen Reparationen zu erhalten. Enaland im Gegenteil habe vorausgesehen, daß Deutschland sich seinen Verpflichtungen, zu bezahlen, entziehen werde und es habe deshalb im voraus die Handelsflotte und die Kolonien Deutschlands weggenommen. Unter diesen Bedingungen habe sich England geneigt gezeigt, auf die Anwendung des Vertrages von 'Versailles zu verzichten. Man brauche übrigens nur eine der letzten Reden des Reichskanzlers durchzulesen, um unterrichtet zu sein. Er habe Mgestanden, wenn man alles Mögliche tue. um die Verpflichtungen zu erfüllen, so fei es nur, um den Zwang zu vermeiden, den die alliierten Soldaten ausüben könnten. Maximilian Harden habe diese Stelle der Rede des Reichskanzlers besonders hervorgehoben. Darthelemy erklärte weiter, daß die Bewohner dec befreiten Gebiete die „Boches" (wörtlich) nicht bei sich sehen wollten. 'Denn aber die Rotwendigkeit es erfordere, müßten sie dieses neue Opfer bringen. Abgeordneter Tardieu ruft dazwischen: Vorher muh man aber die ausländischen Devisen, die Deutschland in den Banken verschiedener Länder besitzt, nach Deutschland zurütt- brtngen! Es spricht noch der Abgeordnete F r o u i n, der sich über die Lage der deutschen Industrie ver breitet und erklärt, es fei festgestellt, daß. wenn es sich um die Reparationen handele. Deutschland kein anderes Ziel habe, als die wirtschaftliche Wiedererhebung Frankreichs zu verhindern. Der Redner wünscht Auskunft vom Ministerpräsidenten über die Liquidation der sequestrierten deutschen Güter, sowie über die Maßnahmen, die die Regierung zu ergreifen gedenke, um Deutschland zum Zahlen zu zwingen. Es fei keine andere Politik möglich als die. auf Deutschland Zwang auszuüben. Politisch könne man sich dadurch bezahlt machen, daß man die Separation des Rheinlandes vom Deut- s chic n Reiche begünstige. Man müsse eine andere Politik im Rheinlande betreiben. Es han- bcic sich nicht um Annexion, sondern um Reparation. 5Xe Bewohner des Rheinlandes seien Preußenfeinde. Daraus müffe man Ruhen ziehen Der Redner tritt alsdann für eine wirtschaftliche Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland ein. - Die Weiterberatung des Budgets wurde auf Donnerstag vertagt. Loucheur über die Wirtschastskrifis. Paris, 21. Febr. (WTB.) Der ehemalige Wiederaufbauminister Loucheur hielt gestern abend in Lyon vor einer Vereinigung von Industriellen. Kaufleuten und Landwirten eine Rede über die Wirtschaftskrisis. Er sagte, die Rationen, deren Wirtschaftsleben der Krieg beeinträchtigt habe, suchten nach einem Ausgleich. England habe die Luge dadurch verschärft, daß es Frankreich sehr lange teuere Kohlen verkauft habe. Dadurch habe es nicht nur den Unterhalt und die Lohne, sondern auch die Erzeugnisse der Industrie verteuert. Da Rubel, Mark und Krone ihre Äauffraft verloren hätten, seien heute Rußland, Oesterreich und Deutschland mit ihren 200 Millionen Einwohnern von der Wirtfchafis- lartc GurovaS ausgestrichen. Das bedeute natürlich das Verschwinden des Gleichgewichts in der Handelsbilanz. Als ein Mittel gegen diese Krisis sieht Loucheur die annähernde Gleichheit der Produktions- und der Konsumtiv n s z i f f e r an. 3n England habe man brutal die Produktion herabfetzen wollen. Dadurch Hube man 2 Millionen Arbeitslose geschaffen und den nationalen Reichtum berabgeminbert Alle diese Probleme beschäftigten die Staatsmänner, die an der nächsten Konferenz von Genua teilnehmen würden. Es fei nicht schlecht, mit einem Gegner zu verhandeln. Man lerne seine Absichten und auch fein Ziel kennen. Aus diesem Grunde habe er im vorigen Jahre mit den Delegierten Deutschlands verhandelt. Man könne allerdings keine zu brüske Rückkehr zu der Vorkriegszeit wünschen. Loucheur sprach alsdann von der Repara- t i o n ß f ra g e. Er fei ein Mann der Realisierungen. Deutschland, das fein Geld habe, tonne nur bann bezahlen, wenn es die Produktion seiner Industrie exportieren lönne. Deshalb habe er geglaubt, daß Deutschland Rohmaterialien und Industricerzeugnifse liefern könne, um am Wiederaufbau mitzuarbeiten. Er habe eines Tages Lloyd George vorgefchlagen. auf einen Teil der Forderung an Deutschland zu verzichten, weiin England auf seine Forderung an Frankreich verzichtet. Lloyd George schien geneigt zu fein, auf diesen Vorschlag eiiyugehen, aber unter der Bedingung, daß die Vereinigten Staaten von Rordamerita auch so gegenüber England handelten. Das Parlament der Vereinigten Staaten habe diese Kombination abgelehnt. Er danke den Amerikanern, daß sie gekommen seien, um den Krieg mitzumachen, aber etwas weniger danke er ihnen für den Frieden, den sie Europa beschert hätten. Frankreich könne nicht banterott machen. Die Losung der finanziellen Schwierigkeiten in Frankreich bestehe in einer Herabminderung des Zinsfußes. Der Diskont der Bank von England müsse auf 3 Prozent zurückgeführt wer den, von 1931 an müsse alsdann auch der Zinsfuß der französischen Renten herabgesetzt werden. Aus dem Steuerausschuh des Reichstags. Berlin, 21. Februar. (Wolff.) Der Steuerausschuh des Reichstags setzte heute die Beratung des Vermögens-Steuergesetzes fort und verabschiedete den Gesetzent- wurf. Eine wesentliche Aenderung erfuhr die Steu er staffel. Paragraph 21 erhielt folgende Fassung: Die Vermögenssteuer beträgt jährlich für die natürlichen Personen: von den ersten angefangenen oder vollen 250 000 Mk. des steuerpflichtigen Vermögens 1 vom Tausend, für die nächsten angefangenen oder vollen 250 000 1,5 vom Tausend, für weitere 250 000 Mark 2, für weitere 250 000 Mark 3, für weitere 1 Million 4, für weitere 2 Millionen 5, für weitere 3 Millionen 6, für weitere 3 Millionen 7, für weitere 5 Millionen 8, für weitere 10 Millionen 9, für die weiteren Beträge 10 vom Tausend. Der Zuschlag zur Vermögenssteuer wurde nach - den Beschlüssen des Ausschusses wie folgt festgesetzt: Der Zuschlag zur Vermögenssteuer beträgt von den ersten angefangenen oder vollen 250 000 Mark des steuerpflichtigen Vermögens 100, für die nächsten angefangenen oder vollen 250 000 150, für die weiteren Beträge 200 t>. H. der Vermögenssteuer. Französische Uebcrgrisse in Oberschlesien. Breslau. 21. Febr. (Wolfs.) Am 19. Febr. abenbS gegen 9 Uhr ereignete sich in ® l e i * wih folgender Zwischenfall: Aus einem Gasthaufe traten drei französische Soldaten, von denen einer einen Revolver in der Hand hielt, in angeheitertem Zustande auf die Straße. Die Franzofen riefen einer Gruppe Zivilisten .Hände hoch!" zu. 3m gleichen Llligenblick feuerte einer der Franzosen einen Schuh auf die Zivilisten ab, ohne jedoch jemanden zu treffen. Der an der nächsten Straßenecke postierte diensthabende Polizeiwachtmeister Paul Rufenberg trat auf die Gruppe zu und forderte die Leute in ruhigem Tone zum Weitergehen auf. Ohne ein Wort zu sagen, erhob nun einer der Franzosen den Revolver gegen den Polizeibeamten und streckte ihn durch einen Kopfschuß nieder, worauf die Franzosen die Flucht ergriffen. Berlin, 22. Febr. Wie der „'Bert Lokalanzeiger" aus Breslau meEbet. konnten die drei Franzosen, die in dem Gleiwiher Stadtteil Petersdorf den Mord an dem Polizei- Wachtmeister Rufenberg terüb* fa^en. in dem Augenblick fest genommen werden, al3 sie versuchten, die Kasemenmauer zu überflcttern. Sag Blatt berichtet Wetter von unteren französischen ilebergriffen in der letzten Zeit. So wurde ein Chauffeur in Gleiwitz von drei französischen Soldaten unter Androhung von Waffengewalt gezwungen, die Soldaten in feinem Auto nach Rybnik zu fahren. Als das Auto unterwegs eine Panne erlitt, verprügelten die Franzosen den Chauffeur und stießen das Auto in den Cyausseegrabcn. Die Durchsuchungen nach Waffen und die grundlosen Verhaftungen, die neuerdings auch auf die Umgebung von Gleiwitz ausgedehnt werden, sollen kein Ende nehmen. Der -Bevölkerung hat sich eine große Rervosität bemächtigt. — Wie das Blatt weiter meldet, ist der Ches der Ellenbahnwcrl stätte in Gleiwitz, Regierungsrctt Rosenthal, der anläßlich des ersten Petersdorfer Zwischenfalle von den Franzosen verhaftet worden war, jetzt provisorisch aus der Haft entlassen worden. Das italienische Kabinett. Rom, 21. Febr. (WTB.) Einer Ste- phani-Meldung zufolge verlautet mit Be stimmtheit, daß der König de Rico la auf gefordert habe, die Kabinettsbildung zu über nehmen. De Ricvla hat sich die Antwort vor behalten. Die Frage von Wilna. Warschau, 21. Febr. (WTB.) Rack einer Meldung der Polnischen Telegraph"r. Agentur bat der Wilnaer Landtag gestern mit 96 Stimmen bei 6 Enthaltungen die Angliederung des WUnacr Gebietes a n die Republik Polen endgültig bc- schlossen. Aus dem Reiche. „Deutsche Studentenhilfe." Berlin, 21. Febr. (WTB.) Der Reich« Präsident hat m das unter seinem Vorsitz stehende Kuratorium der »Deutschen Studenten Hilfe" Hugo Z. Herzfeld-Stiftung folgende Herren berufen: Gerhart Hauptnwnn, den Rektor der 'Berliner Universität, Geheimrat Professor Rernst, die ttniversitätsprosessoven Geheimrat Troeltsch-Berlin, Beyerle-München, Habe: Tcliti. letzterer zugleich als Vertreter des Verbonder deutscher Hochschulen, 'Bankier Hugo Z. Her; selb, den Vorsitzenden des deutschen Gewert schaftsbundes Theodor Leipart. ©taatäfefretä Schulz, Ministerialdirektor Dr. Meißner und a'.? Vertreter der Wirtschaftshilfe der deutschen S.u bentenschast canb. ing. Schwabach. Das Kurato rtum wird in seiner am 24 Februar stattfindenden konstituierenden Sitzung über die Richtlinien Be schluh fassen, nach welchem die der Stiftung eins! wellen zur Verfügung stehenden fünf M i l Honen Mark zur Förderung des Studiums begabter Kinder minderbemittelter Familien per wendet werden sollen: die näheren Bestimmungen über die Bewerbung um solche Zuwendungen werden alsbald bekanntgegeben. Ministerwahl im braunschweigischen Landtag. Braun schweig, 21. Febr. (WTB.) Zu Beginn der heutigen Landtagssitzung begrüßte Minister Zunke namens dec Staatsministeriums den am 22. Januar ge wählten Landtag. Cr sagte, die Regierung sehe in den Ausfall der Wahl die Zustimmung der Mehrhett des Volles zu der von der Regierung bisher befolgten Politik. Da die Mehrheitsparteien des Landtages den Wunsch aussprachen, daß die Regierung die Geschäft? des Landes lveiterführen solle, hätten die jetzigen Minister keinen Grund, zurückzu treten. Angesichts der steigenden Arbcitsaus- gaben, die der Regierung namentlich auch aus der Durchführung der neuen Verfassung erwachse, bitte sie wie früher, die Wahteines fünften Ministers vorzunehmen. Hierauf vertagte sich das Haus auf eine halbe Stunde, um zu den Ausführungen des Ministers Stellung zu nehmen. Rach- Wiederaufnahme der Sitzung bei Landesverfammlung haben die Rechtspac t e i e n eine Erklärung des Anhalts abgegeben, daß sie sich mit der Äunbgebung bei1 Regierung nicht einverstanden erklärten. Für die beiden sozialistischen Parteien führte Abg. T o st - manu aus, daß die Erklärung des Staate Ministeriums, soweit die Fortführung der Ge^ schäfte des Landes und die Wahl eines fünfter Ministers in Frage komme, auf ihren Wunsch abgegeben wurde, und von der Fraktion in vollem Umfange gedeckt werde. Rach Schluß der Sitzung wurde die Wahl der neuen Regierung vollzogen. Mittelst Stimmzettel wurden gewMt die Ministern Antritt (MehrheitssozialiU!. Grotewohl (Unabhängig), Steinbrechei (Mehr hettss oz ialist) und W e f c m e t e r (Unab^ hängig) mit je 28, August Zunke (Unabhängig» mit 27 Stimmen. Die rechtsstehenden Parteien gaben 26 unbeschriebene Zettel ab. Bis auf Wese» meier gehörten alle Minister der bisherigen Regierung an. Die (Bereinigung von Waldeck-Pyrmont mit Preußen. Berlin, 21. Febr. (WTB.) Der preußische Staatsrat hat der Verkündung des Gesetzes über die Vereinigung des zu Wal deck-Pyrmont gehörigen Gebietes mit Preußen debattelos zugeftrmntt. Drohender Metallarbetterstreik in Halle. Wie der „Lokalanzeiger" berichtet, haben die Metallarbeiter von Halle und Umgebung den Schiedsspruch des SchlichwngSgerichtö nicht angenommen und beschlossen, die Arbeit niederzulegen, wenn bis Donnerstag, 23. Februar, keine befriedigende Lösung gefunden worden ist. Jlctt größtem ynteceWe waren ote Mitglieder dem Dortrage gefolgt. 'Verschiedene un 79. des Mordes und Wabischewski der Teilnahme am fänger ausgehändigt. So beantragt weder der langer ^vwuumiyi. u-ever ver für Zeltenden De', immun gen un'> machte dann eine iwch der «mdere Nachforschungen. Der (Mitteilungen , Fragen In bw OJ> Fortfall der Fehlmeldungen bringt deshalb • land, sowie über bus* Heimstätten und Sied- Der Gerichtshof verurteilte Inder! Hauptstadt tr non sich red« besiherfa SchloieloL deren merfttri einigen Mon Rolle spiLlten öohn, drohte der ihr ®ebt oder Automo jagen. Mm I genommen. 3i beiden Herren Min Die nacl (E (Bi Die be- erledigen. , . , In einer Streitsaä-e des Arbeiterrates des I. Himmels bachschen Sägewerks in Nidda mit der Betriebsleitung wurde entschieden, datz auch die vor Beginn der Arbeitszeit im Speiseraum vorgekommene Schlägerei unter das Verbot in der Arbeitsordnung fällt. AachbargrundsiücLen", sowie eine Gratisverlosung von Sannen und gärtnerischen Bedarfsartikeln. Der Borsihende eröffnete gegen 8i/a ^Ihr die Versammlung und begrüßte die Erschienenen, die sich sehr zahlreich eingefunden hatten. Er erteilte alsdann dem Redner zu seinem Vortrag das Wort. Ter Bortragende erörterte u. a. das x^aad- und Fischerei-Recht und die damit zr- scnnmenhäugenden Fragen und kam im Laufe seiner weiteren Ausführungen aus das Pflanzen von Obstbäumen und Sträuchern in der Rähe von Rach^bargrundstücken ’,u sprechen. Da dies für den .Gartenbesiver von größter Wichtigkeit i[l, schilderte der Redner sehr eingehend die hier- » • -irü 15. C' N’ .n» N<-L, Gerichtssaat. Em Todesurteil. Berlin, 22. Sehr. (Privattel.) In dem Mordprozeß gegen Pieper und Wadi- f ch e w s k i, die sich vor dem Berliner Schwurgericht wegen der am 6. Juli v. I. begangenen Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 22. Febr. Stadtverordnetenversammlung Sternbact Die BacMta * Sic« Sie ersten r ;ceistaates irischen $ gegeben.M Ä die Üeberdruck ilaben die HeiraM 11 land 1922). Sriefmorfei jedem, dessen 25 Pfund a alle Inschnst sind. Sie ir dem Aebiet g> schließt M sind zvischen Senevalpostm man 1 und Bt G im 79. •* AeueGisenbahnwagen 4. Klasse stellt die Reichseisenbahnverwaltung jetzt in manchen Zügen ein. Die neuen Wagen weichen in ihrer Bauart von den bisherigen wesentlich ab. Obwohl sie länger sind, haben sie nur zwei Achsen. Die Türen befinden sich teils an den Wagenseiten, teils an vorn und hinten angebrachten Plattformen. Die letzteren sind kleiner als bisher und dürfen von den Reisenden im Gegensatz zu den bisherigen Borschriften auch während der Fahrt bemrht werden. Schiebetüren erleichtern das Ein- und Aussteigen wesentlich. Mit Eintritt des Sommerfahrplans sollen die neuen Wagen namentlich in die beschleunigten Personenzüge eingestellt werden. "DerVerlustvvngewöhnlichen Paketen wird von der Post nur noch auf Antrag des Empfängers oder des Absenders gemeldet. In vielen Fällen ist der Empfänger nicht darüber unterrichtet, daß er ein Paket zu erhalten habe, der Absender wieder in dem Glauben, die Sendung sei dem Emp- Die! Deus 5)a5* lien M Lochens fahren de» Million » in Slanme punkte-N liurz lebend F Rorfo Dird jg ,'liB ««rl»111 Sttt oen !>°ch n« Men Cj| &merab 4nöen6ef Aus Hessen. Verordnung über die Wohnungsbauabgabe. rm. Darmstadt, 21. Febr. Das Gesamtministerium gibt soeben die Verordnung über die Wohnung sbauab gäbe bekannt, die in ihrem ersten Abschnitt die Behörden behandelt. Es wird mitgeteilt, daß die Abgabe von der Landessteuerbehörde verwaltet wird, die in den Landgemeinden durch das Kreisamt, in den Städten durch den Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister vertreten werden. Es wird ein Landessteuer- ausschuh gebildet, der aus dem vom Ministerium des Innern, der Finanzen und für Arbeit und Wirtschaft zu ernennenden Vorsitzenden, sowie einem weiteren Beamten, sowie aus neun von den Prvvinzialausschüssen der drei Provinzen jeweils für sechs Jahre zu wählenden Mitgliedern besteht. Höchste Instanz ist der Berwaltungsgerichtshof. Die technische Verwaltung liegt dem Finanzministerium ob, in grundsätzlichen und allgemeinen Fragen ist die Zustimmung des Ministeriums des Innern notwendig. Der zweite Abschnitt betrifft die Veranlagung, das Deschwerdeverfahren usw. Zum Zwecke der Bestellung ist der Zahlungspflichtige verbunden, der Steuerbehörde auf Verlangen über alle die Hohe ihrer Abgabe beeinflussenden Tatsachen innerhalb einer Frist von 14 Tagen Auskunft zu erteilen. Antrag auf Befreiung ist bis Ende des auf den Schluß des Rech- nungsiahres folgenden vierten Monats bei der Steuerbehörde anzubringen. In dem dritten Abschnitt werden die Rechtsmittel mitgeteilt, die sich nach den Deftinnnungen der §§ 228—37 usw. der Reichsabgabenordnung richten. Endlich bespricht der vierte Abschnitt die Erhebung, die durch den Gemeinderechner in vier Zielen jeweils bis zum Ende des Kalendervierteljahres erfolgt. Der fünfte und letzte Abschnitt behandelt die Strafen und Echluhbestimmungen. Gießener Sladttheater. „Schneider OSfbbeL“ Komödie von Hans Müller-Schlösser Gießen, 22. Febr. 1922. Zur Zeit, als die Gewaltherrschaft des Korsen über Deutschland lag, spielt diese Komödie Anläßlich deS Einzugs Rapvleons ht eine rheinische Stadt macht in der Kneipe Anton Dibbel, das tapfere Schneiderlein, feinem bedrängten Herzen gegen den empereur Lust. Unb nun erfährt man weiter, wie er deshalb zu 4 Wochen verdonnert wird, wie er auf Anraten seiner tat und redekräftigen Fvau seinen Gesellen Zimpel dazu bestimmt, für ihn zu brummen, wie er aber in die größte Verlegenheit kommt, weil besagter Zimpel alias Wibbel im Gefängnis stirbt und wie sich schließlich, wieder durch die Geistesgegenwart feiner Frau, im Augenblick der höchsten Spannung alles zum Guten wendet. Der Verfasser hat sein Werk mit viel Humor auegeftattet; es gibt so echt komische Szenen darin, daß man gern über die Unmöglichkeiten der Geschehnisse, ja sogar über den reichlich gewaltsamen Schluß hinwegsieht und einige frohe Stunden hat, womit der Zweck ja schließlich erreicht ist. Die Tttelrvlle lag bei Wolf Leu theifer kn den besten Händen. Sein Wibbel war mit gewinnender Komik gestaltet, und namentlich die Szenen, wo er seinem eigenen Begräbnis beiwohnt, , gab er zwerchfellerschütternd echt, zu rühmen ist auch feine einwandfreie Beherrschung des Dialektes. Eine gleich gute Leistung bot Else Koop als Wibbels Frau. Beide vermieden es in glücklichster Weise, zu stark aufzutragen, sondern ergänzten sich harmonisch zü einem gelungenen Paar. Von den übrigen Mitwirkenden gefielen namentlich Oskar Feigel und Karl Volck, der auch in bewährter Weise die Spielleitung führte. Luise Ra m m e l als Bänkelsängerin, sowie die Gesellen Wolfes (Karl Juhnke) undZimpel (Paul M e h n e r t) verdienen ebenfalls Lob. Rudolf Goll hatte keine rechte Rolle- man lachte mehr darüber, weil er auftrat, als über das, was er gab. * DaS Publikum zeigte sich beifallsfreudig und unterhielt sich sichtlich gut —r. Schlichtungsausschutz bet Provinz Oberhessen. Sitzung vom 16. Februar 1922. Die Mitglieder des Vereins Friedberger Kaufleute sollen vom 1. Februar 1922 an die Gehälter der kaufmännischen Angestellten in Handel und Industrie in Friedberg in den drei ersten Gehilfenjahren um 20 v H., nach dem dritten Gehilfenjahr um 30 v. H und dic 2llrfwandsentschädigungeit der Lehrlinge und Lehrmädchen um 20 v. H. erhöhen. Die bisherigen Gehalt'ssätze bestanden feit dem 1. Rovember 1921. Der Schiedsspruch stellt die Friedberger den Gießener Angestellten ungefähr gleich. Der Freien Vereinigung der Spengler- und Installateurmeister Gießens und llmgegenb unb dem Metallarbeiterverband wurden folgende Gehilfenlöhne vor geschlagen, die von Beginn der laufenden Lohnzahlungsperiode an gezahlt werden sollen: bis 18 Jahren 5.50 Mk.. von 18—20 Jahren 7 Mk., von 20—22 Jahren 8.50 Mk. und über 22 Jahren 9.25 Mk. Gehilfen, die selbständig arbeiten, sollen zu diesen Sähen eine Zulage von 10 v. H. erhalten. Die Regelung der Entlohnung der Heizungsmvnteure wurde besonderer Vereinbarung Vorbehalten. Aüf Antrag des Deutschen Metallarbeiter verbandes gab der Schlichtungsausschuß eine Auslegung des Schiedsspruches vom 2 2. Dezember 1921 über Erhöhung der Teuerungszulagen der Arbeiter und Arbeiterinnen der Gießener und Hirzenhainer Metallinbustrie bezüglich der Zulagen, die nach diesem Schiedsspruch den Arbeitern unter 22 Jahren zu zahlen sind. Hierüber waren zwischen den Parteien Meinungsverschiedenheiten hervorgetreten. Dem Einspruch zweier Arbeiter der Me- guin 21.-®. in Butzbach gegen Kündigung konnte nicht stattgegeben werden. Die Entscheidung ist endgültig nach §87 des Betriebsrätegesetzes. Die einem Schlosser der Kunstgewerblichen Werkstätte Arthur Graefe & Co. in Gießen wegen Mangels an Material infolge der Verkehr shemmung ausgesprochene Kündigung wurde nach Verhandlung zurückgenommen. nachdem der Antragsteller sich bereit erklärt hatte, auch andere als reine Schlosserarbeit mitzu ter, Landwirt Ervmm zu Eubach tn das Kuratorrum der Landwirtschaftsschule gewählt. 4 Usingen, 21. Febr. Don dem seit dem 2. Februar vermißten Ortsvvr- steher von Friedrichsthal, fehlt immer noch jegliche Spur. Am Sonntag unternahmen wieder zahlreiche Einwohner von Friedrichsthal, EranSberg und Pfaffenwiesbach eine Streife durch den Wald nach Köppern zu. Wes Suchen war aber wieder vergeblich. Es besteht neuerdings die Annahme, daß Odenweller von Wilderern, denen er auf dem Heimwege begegnet ist, und die von ihm er kannt worden sind, bei Seite geschafft worden ist. Eine Verhaftung, die einen Mann betraf, der in betrunkenem Zustande diesbezügliche Aussagen gemacht haben soll, scheint aber ebenfalls kein positives Ergebnis gezeittgt zu haben. Aus Stabt unb Lanb. Gießen, Öen 22 Febr. 1922. Wettervoraussage für Donnerstag: Wolkig, meist trocken, nachts Frost, tags mild, südöstliche Winde. Das irische Tiefdruckgebiet wandert langsam nordwärts. Das kontinentale Hoch dehnt sich infolgedessen wieder stärker aus und bedingt Aus- flärung und leichten Frost. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch Stadttheater, 6i/? Ußr: „Mascottchen". — Astvria- Achtspiele: „Ser müde Tod" und „Ewiger Strom". — Lichtspielhaus, Bahnhofftraße: .Hintertreppe". — Aus dem Stadttheaterbureau. Da die Schülervorstellung von „Tell" am kommenden Samstag bereits ausverkauft ist, wurde für den nächstmbglichen Termin, Samstag, 11. März, eine weitere Aufführung des Werkes für Schüler angesetzt. — Der Verein „Studentenhilfe" veranstaltet, wie bereits angetünbigt, unter Mitwirkung der Gießener Frauenvereine morgen abend in den Räumen des Gefellschaftsverein s einen Uni erhaltungsaöend. Der Zweck des Abends .ist Beschaffung von Mitteln für den notleidenden Teil der Studentenschaft. — Zugleich sei darauf i hingewiesen, daß am 2. März im Kath. Vereinshaus, ebenfalls zum Besten der Gießener Stuben- ? tenhilfe, ein Theaterabend stattfindet, an dem Mitglieder der Gießener Waldbühne eine Aufführung r von Hofmannsthals Iugendwerk .Der Tor und der Tod", ferner die Uraufführung des Vorspiels zum König Oidipus von Sophokles „Läios" von Walther Amelung veranstalten. (Siehe Anzeige.) — Konzerte. Die am Donnerstag, den 23. und Freitag, den 24. Februar, abends 8 Ahr, im Iohannessaal (Iohanneskirche), Südanlage, auf Veranlassung des Wartburg-Vereins statt- finbenben Konzerte des Mandolinen- und Guitarrenvereins (Leitung H. Sonntag-Gießen) zum Besten der Kleinkinderbewahranstalten versprechen nach den uns vorgelegten Programmen sehr genußreich zu werden. — Ein Künstlerfest findet am 3. März im Stadttheater statt. Gegeben wird als Festvorstellung die Operette „D i e EzardaSfürstin"; ein Ball im Foyer schließt sich an. — Der Oberhessifche Gefchichts- verein hat durch Anzeige in der Montags- nummer zur vierten Veranstaltung des Winterhalbjahres, die am 4. Februar durch den Eisen- bahn erstreik verhindert worden war, erneut ein» geloben. Geheimer Schulrat Dr. Ed. Otto aus Darmstadt wird nunmehr am Samstag. 25. Februar, abends 8*/s Uhr pünktlich, im Hörsaal 44 des Dvrlesungsgebäudes der Universität den an» gefiinbigten Vortrag über Wirtschaft und Stadtverwaltung im alten Butzbach halten, gestützt auf neuere Studien, die er als Bearbeiter des entsprechenden Heftes der Festschrift zum 700jährigen Jubiläum unserer Rachbarstadt unternommen hat. — Im Anschluß an den Vortrag findet die Hauptversammlung des Geschichtsvereins statt, deren Tagesordnung bereits aus der Anzeige bekannt ist. — Die Veranstaltung ist öffentlich unb unentgeltlich zugänglich. Anfragen wurden teils vom Redner, teils vom Vorsitzenden beantwortet, worauf die Grcttts- Derlosung stattsand. Landkreis Gietzen. tb. Beuern, 20. Febr. Im Sommer vorigen Jahres befaßte sich der Gemeinderat mit der Errichtung eines Ehrenzeichens für bxe Gefallenen und bewilligte hierfür eine beträchtliche Summe. 2lls Platz war ausersehen der Kirchenplatz, und zwar so, baß das Denkmal, in Säulenform gehalten, nad> Plänen des einheimischen Bildhauers W. Arnold seinen Platz zwischen Kirche unb Schulha^s erhalten sollte. Dagegen hielten die Kriegerwitwen den Friedhof für geeigneter. Von anderer Seite wird bann noch vorgeschlagen, das Spritzen- und Wiege- Haus, die an der Kirchenmauer stehen, anderswohin zu bauen mb barm auf den gewonnenen Platz, im Vordergrund der Kirche das Denk- mal aufzustellen. Da es in erster Linie arf eine glückliche Losung der Plahfrage an- kommt, so will man nun erst den sachverständigen Rat des Denkmalspflegers, 'Laurat Walde, hören. 3m Laufe des Jahres wirb bas Denkmal zur Aufstell ing kommen. — Der .Gesangverein „Liederkranz" hatte gestern im „Holländer Hof" fein Wintervergnügen. Gesangsvorträge unb Theateraufführungen, sowie Tanz sorgten für einen genußreichen Abend. 4 Lang-Göns, 21. Februar. Linser Turnverein, einer der rührigsten ländlichen Turnvereine im Gau Hessen, trug sich schon lange mit den Gedanken, ein eigenes Henn zu schaffen. Trotz der nicht gerade ermunternden Zeiwerhältnisse ging man mutig ans Werk und erwarb vyn der HeereSabwick- lung eine Baracke für 18 000 Mk. Die Baracke wurde zum Aufbau einer Turnhalle verwendet. Der schmucke Bau, der 10 Meter breit und 30 Meter lang ist, starke Grundmauern, gemauertes Fachwerk und ein Ziegeldach hat, ist auch im Innern soweit fertiggestellt, daß im Frühjahr die Einweihung erfolgen kann. Die Gesamtkvsten der Halle werden sich auf rund 100 000 Mk. belaufen. Kreis Alsfeld. * 61 o r n b d t f, 20. Febr. Das kleine Söhnchen eines Waldarbeiters geriet über eine Spreng- patr o ne, die der Vater in verschlossener Schublade aufbewahrte — der Junge hatte sich unbemerkt den Schlüssel verschafft — unb bohrte an der Patrone herum, bis der Schuß losging. Das Kind, das tn die Gießener Klinik geschafft wurde, erlitt schwere Verletzungen an einem Auge unb an einer Hand. Kreis Büdingen. )( Ortenberg, 20. Sehr. Der V.H. C. Ortenberg eröffnete fein 4 0. Stiftungö- f e ft am Samstagabend mit einem Unterhaltung^ abend unter vollzähliger Beteiligung der Ver- etnSmitglteber unb zahlreicher Vertreter auswärtiger Vereine von Hirzenhain, Gedern, Stockheim. Butzbach. Friedberg. Wolfersheim. Frankfurt u. a. tn. Der Saal war mit Fahnen unb Sannen grün schon geschmückt, die Banner einiger auswärtiger Vereine grüßten von den Wänden, die Kapelle Ackermann, die den musikalischen Teil des ganzen Festes ht hervorragender Weise bestritt, eröffnete mit einem Marsch und der Ouvertüre zur Oper Strabella. V. Sy E.-Druber Haas begrüßte als Vorsitzender, warf einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Vereins, gedachte der Gefallenen und Toter, der Brüder und Schwestern im besetzten Gebiet und hob besonders die Verdienste der Gründer hervor, von denen noch drei leben, zwei wegen Krankheit fernbleiben mußten, einer, V. H. C.-Bruder Lenz sen., aber anwesend fehr tonnte, und endete mit einem wacker aufgenommenen „Frisch auf“. Am Sonntagmorgen vereinigte ein Frühkvnzert die Feiernden unb am Rachmittag führte ein schöner Gang nach Bad-Selters zu D. H. C.-Druder K ü h n l e. — Am Sonntag beging auch die hiesige Feuerwehr das Fest ihres 40. Bestehens. Rachmittags fand ein Probealarm unb im Anschluß daran unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle ein Festzug statt, in dem der verdiente, langjährige Kommandant K. Suhl zusammen mit einem der Gründer. Schlosferrnerster G r o m, im Ehrenwagen gefahren wurde. Am Hause von Herrn Suhl wurde von dem derzeitigen Kommandanten Lenz eine Ansprache gehalten, ebenfalls im Gasthaus zur Post. Abends fand ein sehr gutbesuchter Ball statt. Starkenburg und Rheinhessen. * Arheilgen, 20. Febr. Beim Rangieren eines Güterzuges entg leiste ein abgestvßener Wagen. Dies wurde in der Dunkelhett nicht bemerkt, so daß ein zweiter Wagen abgeftvßen wurde, der mit solcher Gewalt auf den ersten Wagen lief, daß beide schwer beschädigt auf den Gleisen lagen. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Personenverkehr wurde durch ilnv leitung aufrecht erhalten. aufnehmen. Die Wohnungsnot wird dadurch nur wenig gemildert; denn in den Listen des städtischen Wohnungsamtes stehen bisher noch 18 000 Wohnungsuchende. Die Stabt würde noch mehr bauen, wenn sie die Höhe der vom Staat gewährten Zuschüsse für 1922 wüßte. Bis jetzt ist es nicht gelungen, von der Regierung irgendwelche sicheren Zahlen unb Unterlagen zu erhalten. ra. Weilburg, 20. Febr. Zur finanziellen Entlastung der landwirtschaftlichen Schule, die die einzige derartige Anstalt der Provinz ist, wurde seitens des Bezirksverbandes der Beitrag auf 25 000Mk erhöht unter der Voraussetzung, daß auch di übrigen beteiligten Interessenten entsprechend Erhöhungen be,»liehen ~ An Stelle de« ju Worbc schuldig. Der Terichtshos verurteilt- 'uckgetretenen kommtssanschen Landrats Pieper zum Tode und Wabischewski Langgemach wurde Kreistagsabgevrdne- zu lebenslänglichem Zuchthau lassen. " Die Findigkeit der Reichs- pvst? Ein Vorlesungsverzeichnis der Landes- ^lniversttät Gießen, adressiert „An das Aniv.-Sekretariat Frankfurt am Main", Postaufgabestempel Gießen, 16. 2. 22, kam als unbestellbar mit folgenden Stempelvermerken versehen zurück: „Zurück" — „Straßenangabe fehlt" — „Empfänger in Frankfurt (Main) nicht ermittelt". — Kommentar überflüssig! " Zur Beachtung! Gemäß den Beschlüssen des Vereins Deutscher Zeitungsverleger. Kreis Hessen-Rassau and Hessen, sind die Zeitungen gehalten: „1. Hinweise im redaktionellen Tecl des Blattes auf Veranstaltungen von Vereinen, ebenso Vorträge und Veranstaltungen aller Art n ir in Verbindung mit einer Anzeige am Tage oder am Vortage des Stattfindens der Veranstaltung aufzanehmen. Diese Hinweise dürfen keine Angaben über Eintrittsgeld, Kartenverkauf, Beginn usw. enthalten. 2. Einsendungen von Behörden zwecks Umgebung des Anzeigenteils abjulebnen. 3. Jede direkte ober versteckte Geschaftsreklame im rebaftionellen Teil abzulehnen." — An diese Beschlüsse, die der Rvt- toge der Zeitungen Rechnung tragen, ist natürlich auch der .Gießener Anzeiger" gebunden. •• Anlagenmusik findet Donnerstag mittag um 12 llhr am Liebigdenkmal statt (nur bei günstiger Witterung). Spielfolge: 1. Armeemarsch Rr. 162 (Sedanmarsch) F. Lange: 2. Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt" F. Men- delsohn-Dartholdy: 3. Paraphrase über: „Es war eine köstliche Zeit"; 4. Liebeslied und Feuerzauber aus dem Musikdrama „Die Walküre" R. Wagner; 5. Parademarsch Rr. 1 I. Mollendorf. "InderGesellschastder Gießener Kunstfreunde sprach Professor Ludwig @ur- tius (Heidelberg) über „Die Genesis der Plastik"'. Anknüpfend an die Frage, ob unsere heutige Zeit ihren Ausdruck wesentlich in Werken der Plastik ober nicht vielmehr in der Malerei unb Architektur finde, wurde an Beispielen aus allen Kulturepochen der abendländischen Geschichte (Moderne — Klassizismus: Hildebrandt — Renaissance: Michelangelo — Gotik: Bamberger — Skulpturen) der immer wieder sichtbare innere Zusammenhang mit den plastischen Problemen der Griechen aufgezeigt (Dortzphorys des Polyklot in der Drvnzenachbildung in Stettin). Die Kulturen mit ausgesprochen plastischer Begabung gehören sämttich dem Mittelmeergebiet unb seinen Ausstrahlungen an, so daß mit der Erkenntnis der plastischen Anfänge der Griechen (Apoll von Tenea) in der Tat für alle diese bereits ein Anfang gegeben ist. Während nun die dem griechischen Archaismus vorangehenden Kulturen, die nur Kleinplasftk entwickelt haben, keinen Anhalt für die Ausbildung dieses Typus geben können, bietet sich als sicheres Vorbild die schreitende ägyptische Statue Diese nun vermochte der Redner in höchst anschaulicher Weise — besonders auf Grund neuer Funde des allen Reiches — als völlig eingereiht in die ägyptische Vorstellungswelt zu zeigen: sie stellt, fest eingeordnet in den archllek- tonischen Zusammenhang, in dem sie ihren „Ort" hat (die Scheintür im Grabesinnem) den Verstorbenen bar, der so in monumentaler Gestalt unb dauerndem Material „verewigt" werben muß, damit die unsterbliche, in besonderem Maße lebendig gedachte Seele, die ihren Leib verloren hat, jederzeit in ihm Wohnung nehmen kann. In dieser Schöpfung Hegen die Wurzeln für die gesamte Plastik des eingangs abgegrenzten Gebietes. Der Osten übernahm die auf Passivttät gerichteten Züge (Ostasien), die Griechen formten den Typus von sich gar um in einer Weise, die durch die Annahme naturalistischer Tendenzen nicht erklärt werden konnte. Vielmehr ist es der dem griechischen Wesen innewvhnenbe agonale Zug, der aus der starren die nach außen und in sich selbst bewegte Statue schuf, die dann mit all ihren Problemstellungen die gesamte abendländische Monumental- Plastik beherrschte. •* Die Deutsche DvlkSpartei veranstaltete, wie uns geschrieben wird, am Sonntag im Schühenhaus eine sehr gut verlaufene Familienzusammenkunft. Das Quartett, Frau Landgerichts- rat Schudt, Frau Reallehrer Z i e p r e ch t, die Herren Oberstudiendirektor Baur und cand. iur. Boller hatten die gesangliche Ausgestallung des Rachmittags übernommen, während Frl. cand. chem. Wild durch mehrere Rezitationen ernster und hellerer Art in wirkungsvollster Weise die Ansprache von Frl. Birnbaum borbereUete. Die warmherzigen Ausführungen unserer Land- tagsabgeordnetin bildeten zweifellos den Höhepunkt der Veranstaltung und fanden in den vollbesetzten Räumen starken Widerhall. — Am gleichen Tage hatte sich die OrtsgruppeRidda zu einem FamillenabeTib in der „Krone" bereinigt. In dankenswerter Weise hatten sich Damen und Herren aus Büdingen und Ridda dem bewährten Leiter des Abends, Amtsrichter Muhl, zur Verfügung gestellt unb leiteten burch musikalische, ge» Siche und rezitatorische Darbietungen zu der von Reallehrer Kahl (Damrstadt) über, nach deren Schluß spontan das Deutschlandlied erscholl. ’* Der Obst- und Gartenbau-Verein Gießen hielt int „Kaufmännischen Vereinshaus" eine Mitglieder-Versamrnlung ab. 21 if der Tagesordnung stand ein Vortrag von Landgerichtsrat Fun l über: „Die Rechtslage tn bezug auf Pflanzung von Obst bäumen in die Rähe von Ermordung des Wächters Steinke in der Tele- rnnfenftation Seehof bei Teltow zu verantworten * i/ütten, sprachen die Geschworenen gestern Pieper i G( y fallen, g liebe, ti willigte für den fofortigen Wiederaufbau der durch Eisgang schwerbeschädigten Rotbrucke 240 000 Mk. Bei dieser Gelegenheit teilte der Magistrat mit, daß der Reubau der Brücke unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Lohn- und Materialverhältnisse rund 39 Millionen Mark gegen 21/s Millionen Mark in Friedenszeiten kosten würde. — Die Stadt beabsichtigt zur Steuerung bei Wohnungsnot im Jahre 1922 bic Erbauung von etwa 2200 neuen Wohnungen unb will dazu eine Anleihe von 160 Millionen Mark eine große rlnsicherheit des Paketverkehrs und I Mswesen reizt zur Deruntteuung. Der Deutsche 3n= Mitatteder bustrie- und Handelstag hat deshalb sich in einer Eingabe an den Reichspostminister mit dem Antrag gewandt, das alte Verfahren der Fehlmeldung auch ohne Antrag von Absender oder Empfänger wieder eintreten zu Kirche unb Schule. • Kirchlich« Di en st n a ch r ich t e n 3m 15. gebruar wurde dem Pfarrverwalter Karl 'Ramge za Ildes Hausen die evangelische Pfarrstelle daselbst, dem Pfarrverwalter Georg Straach zu Diehendach die evangelische Pfarr» stelle daselbst und dem Pfarrverwalter Heinrich 'Bauer ju Wallenrod die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen. Vermischtes. Die Katastrophe eine- Luftschiffs. Neupvrt News, 21. Sehr. (Virginia.) DaSMllttärlenlluftfchiff „Rvmo", das m Italien getagt worden war und erst einige Wochen nn Gebrauch stand, ist beim Aeber- fahren des fogenaimten Hamptvn Rvod-Ka- nals explodiert. DaS Luftschiff faßte über eine Million Kubikfuß Gas. Die „Roma" ging in Flammen in der Nähe des Flottenstützpunktes Aorfall nieder. Bald nach ihrem 216» iiurz wurde vier schwer verbrannte Lieber- lebende geborgen. Norfolk, 21. Febr. (WTB.) Amtlich 'i>ird nachmittags 350 Llhr dem Flottenstützpunkt Nottvlk gemeldet, daß von der „Roma" nut 10 rieberlebende gerettet sind. * ♦ Die ersten irischen Briefmarken. Die ersten nationalen Briefmarken des irischen Freistaates werden nach den Mitteilungen des irischen Generalpvstmeisters demnächst ausgegeben. Man begnügt sich zunächst vorübergehend damit, die engllschen Briefmarken mit einem U eher druck zu versehen, der in gälischen Buchstaben die Schrift zeigt „Nialtas Sealadach Na >)etrearm 1922" (vorläufige Negierung von Irland 1922). Für die Zeichnungen der endgültigen Briefmarfe ist ein Preisausschreiben erlassen, und jedem, dessen Entwurf angenommen wird, werden 25 Pfund ausgezahlt. Grundbedingung ist, daß olle Inschriften in gälischen Buchstaben gehalten sind. Die irischen Briefmarken werden nur in dem Gebiet gelten, das den Freistaat Irland umschließt. Für ihre bedingte Geltung in England sind zwischen dem britischen und dem irischen Genevalpvstmeister Abmachungen getroffen. (Eine schietzlustige Gutsbefitzerfamilie. Berlin, 20. Febr. 1922. In der breitesten Oeffentlichkeit in derNeichs- hcruptstabt macht fetzt der Fall Kahne viel von sich reben. Es handelt sich um die Guts- besiherfamilie v. Kähne, die am Schwielowsee auf Schloß Petzow wohnt und deren merkwürdige Nechtsanschauungen schon vor einigen Monaten in der Berliner Presse eine Nolle spielten. Die Herren d. Kahne, Baier und Sohn, drohten nämlich damals berells, jeden, der ihr Gebiet unberechtigt betrete, Fußgänger oder Automobilisten, mit dem Gewehr zu verjagen. Man hat damals nicht viel Notiz davon genommen. In den letzten Wochen haben es die beiden Herren nicht mehr bei der bloßen Drohung bewenden lasten, fonbem auf eine Anzahl Fremder, die das Gebiet ihres Schlosses betraten oder auch nur in die Nähe tarnen, scharf geschossen. Jetzt ist ein neues Opfer dieser Schießwut zu verzeichnen, worüber in der Presse folgendes gemeldet wird: Am 13. Februar abends sah der Hauptmann v. Kähne, der im Schlitten mit einem Forster 'das Schloß verlieh, auf dem Grundstück seines Nachbars einen Mann, den er für einen Holzdieb hielt. Kähne sprang auS dem Schlitten, lief hinter dem Flüchtenden her und rief, dem Mann den Nevolver vor die Brust haltend: „Gib «sofort die Säge heraus!" Der Mann antwortete, 'daß er gar keine Veranlassung hatte, zu gehorchen, iba Kähne weder eine Amtsperson noch Eigentümer des Nochower Forstes, noch des Ge- meindegnindstücks, auf dem sie sich gerade befänden, wäre. Die Berichte über die weiteren Vorgänge widersprechen sich in einigen Einzelheiten. Nach den Mitteilungen der einen Seite soll Kähne den Holzdieb auf diese Antwort hin ohne weiteres niedergeschossen haben, nach den Aussagen einiget Beteiligter soll vorher der Förster eingegriffen und mit dem Mann ins Handgemenge geraten sein. Fest steht daS eine, daß Hauptmann v. Kähne den Holzdieb, einen Arbeiter Nietert aus Glindow, in einem Augenblick, als er ihm allein gegenüberstand, mit dem Revolver niedergeschossen hat und bann davongefahren ist, ohne sich weiter um den Verletzten zu kümmern. Nietert wurde später mit einem Lungenschuh bewußtlos ins Krankenhaus eingeliefert. Die Verletzung ist lebensgefährlich. Von der Potsdamer Staatsanwaltschaft ist der Presse mitgctcilt worden, daß die erste Anzeige über die Niederschießung des Arbeiters Nietert erst am Mittwoch ober Donnerstag bei ber Staatsanwaltschaft eingegangen war: vorher habe keine Denachrlchtigung ftattgefunben. In der Anzeige sei auch nur von einer Schulterverletzung die Nede getreten. Mittels Eilbriefes sei sofort das Amtsgericht in Werder informiert worden, um die Ermittlungen aufzunehmen unb bie Zeugen und den Beschuldigten gerichtlich zu vernehmen. Gleichzeitig sei beim Amtsgericht ein Haftbefehl gegen Herrn v. Kähne beantragt worden. Am Samstagnachmittag hat der General- staatsanwalt beim Kammergericht an das Amts» gericht Werder das telephonische Ersuchen gerichtet, über den staatsanwaltschaftlichen Antrag auf Erlaß eines Haftbefehls gegen v. Kähne so vasch wie möglich zu entscheiden. ♦ In Glindow bei Werder befaßte sich eine Versammlung mit der eigenmächtigen Justiz der Herren v. Kähne. Die QkranftaUung war von Vertretern der Einwohner von zwöst der Kähneschen Besitzung benachbarten Gemeinden besucht unb faßte nach längerer, sehr erregter Aussprache ben Beschluß, an die preußische Negierung folgenbc Forderungen zu dichten: 1. Bestrafung der Herren v. Kähne und Erhebung der Anklage auf Mordversuch gegen Karl v. Kahne. 2. Anordnung der Fürsorgeerziehung für die Kinder der Familie v. Kähne. 3. Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den Oberstaatsanwalt von Potsdam wegen Begünstigung unb gegen bie ‘Beamten der Sicherheitsbehorde, insbesondere den Amtsvorsteher von Petzow, weil dieser ber Familie n. Kahne die WaffenlMeine des Qandrates belasten habe. 4. Sicherstellung des Lebensunterhaltes der Familie Nietert durch die Negierung und 5. Nachprüfung aller früheren Fälle, auch solcher, die nicht zu einem Gerichtsverfahren geführt haben In der Versammlung wurde eine große Anzahl solcher Fälle zur Sprache gebracht, in denen Mitglieder der Familie von Kühne sogar auf harmlose Passanten geschossen hatten. So begab sich, wie in ber Versammlung zur Sprache Jam, im Mai vorigen Jahres ber sechzehnjährige Sohn des Obstzüchters Lasse aus Geltow auf Petzower Gebiet, um Regenwürmer zum Angeln zu suchen. Don diesem Gang ist der Junge nie wieder zurückgekehrt. Erst ein Vierteljahr später fand man seine vollständig in Verwesung übergegangene Leiche in einem der Familie v. Kähne gehörenden Walde. Neben der Leiche lag der noch gesicherte Revolver, ben der Junge besessen hatte. Berlin, 20. Febr. Aus Akten und Dank- briefen, die bei Herrn von Kähne gefunden wurden, geht hervor, daß er in seinem Besitztum drei Heime für Wanderfreunde unterhält, bie im letzten Jahre von 700 Wanderlustigen zum Nachtquartier in Anspruch genommen worden sind. Allerdings duldete er fein Feuermachen im Walde. Selbst ber Kronprinz und die Kronprinzessin haben einmal bei einem Picknick erfahren mästen, daß der Besitzer in diesem Punkt leinen Spaß versteht. Zudem weisen die Diebstähle an Holz und Wild nach Mitteilungen eines in Petzow erst seit drei Wochen tätigen Forstaufsehers einen sonst nirgends beobachteten Umfang auf. In Rotten zu Dreien gehen die Leute wildem. Fast täglich werden Schlingen gefunden. Der Holzdiebstahl ist um so unnötiger, alS Herr von Kähne jedem gestattet, an angewiesener Stelle Stubben zu graben. Diese einwandfreien Mitteilungen lassen erkennen, wie vieles von den gegen die Kähnes gerichteten Anklagen als übertriebene Agitation an- gesprochen werden muß. Die Not der Kleinrentner. Unter den Ständen, die von den wirtschaftlichen Umtvälzungen der Kriegs- und Nachkriegszeit am härtesten getroffen sind, nehmen dte Kleinrentner eine Stelle besonderer Mitleidenschaft ein, Tie Not dieser unverschuldet in schwerste Bedrängnis geratenen Leute ist so groß, daß vom Reich schon namhafte Summen zur Linderung des Elends zur Verfügung gestellt wurden. Doch die Lage der Reichssinanzen läßt dieses Hilfswerk nicht zu uner allen Bedürfnissen gerecht werdenden Aktion anwachsen. Es wird daher in der Hauptsache die Ausgabe der einzelnen Gemeinden bleiben, umfassende Maßnahmen zur Unterstützung dieser schwer betroffenen Bürger zu ergreifen. Verschiedene größere Städte haben sich schon um die Losung dieser Ausgabe bemüht. So erhalten z. B. in Breslau die Kleinrentner gegen Uebergäbe ihrer Wcrtpapiei-e an die Stadl zu ihren eigenen Zinsen soviel Zuschüsse aus der Stadtkasse, daß sich ihr Jahreseinkommen aaf 4000 Mart beläuft. Vielfach werden auch Sachlieferungen geleistet. Ein Beispiel der Selbsthilfe dieses notleidenden Standes entnehmen wir dem „Nassauer Boten". In Limburg hat ber Vorstand des Nass. Nentnervererns an otc ctabtoebbrbc ba# Ersuchen gmotet. eines fefrtcr VvrsiandSmitgUeder in die städtische Fur- sorgedcputation aulzanehmrn, wie dies bereits in vielen anderen Städten geschehen sei. Damit .wsst man die Berücksichtigung der Kleinrentner bei bei Fürsorge für Minderbemittelte zu sichern In bei Tat ist es einleuchtend, daß durch diese Maßnahme das städtische Hilfswerk in feiner zweckentsprechenden Durchführung eine wesentllche Erleichterung erfahren muß. Jedenfalls würd Uebersehen der am nötigsten der Hilfe Bedür'- tigen vermieden werden Tunten, Sport unb Spiel. • UniversitätS Wettkämpfe. Die Siegerverkündung findet heute 8 Uhr un großen Hörsaal deS BorlesungSgebäudes statt Professor Franz wird den Dortrag halten: .Geistige» in unseren Bestrebungen nach körperlicher r2U». bildung". ^.'Bom Gau Hessen. Zu unserem ausführlichen Bericht über den am Sonntag statt gefundenen ©autumtag des Gaues Hessen sei noch ergänzend mitgeteilt, daß mit dem tarnsest in Wetz lar erstmalig auch ein 0 a j Wettschwimmen verbunden werden soll. Beschlossen wurde auch die Schaffung eines G a .i ehr end rief es, der an verdiente'-D-urner deS Gaues verliehen werden soll. Die zu erfüllenden Bedingungen gibt der Dauausschuß demnächst den Gau vereinen bekannt. - Die Weltmeisterschaft im Eis schnellaufen, die in Ehristianla entschie den wurde, gestaltete sich zu einem Ereignis. Der Norweger Harald S t r v m, der den Titel gewann, stellte über 5000 Meter mit 8:26,5 einen neuen Weltrekord auf. Der frühere Rekord gehörte ebenfalls Ström mit 8:27,7 und wurde von ihm im vergangenen Jahre geschaffen. Ström gewann auch die 10 000-Meler-Strecke in 17:37,5. lieber 500 Meter, die Roald Larsen (Norwegen) in der neuen norwegischen Rekordzeit Dort 43,6 Sek. (Weltrekord 43,4 Sek.) gewann, wurde Ström Vierter, und in der 1500-Met er »Strecke, die Thunberg (Finnland' in 2:22,8 als Sieger sah, belegte er den dritten Platz. Ström hatte somit bet zwei Siegen den Weltmeistertitel davon getragen. — Die Arbeitsgemeinschaft im Automobilsport ist nunmehr zwischen dem Verein Deutscher Motorfahrzeugindustrieller, dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club und dem Kartell deutscher Automobil-Clubs in der am Samstag in Berlin stattgefundenen Sitzung herbei- geführt worden. Vorsitzender tourbc Graf von Arnim-Muskau, Stellvertreter Kröger-Dresden. Bruchmaher-München und Fritsch-Berlin haben die Leitung der Sportkommission. Dem Großen Schiedsgericht präsidiert Geheimrat Büxenstein. ^ukirol schnei Luther und schmerzlos ■fcl-^ühncjauQcn Jn Hornhaut. 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Auf eine Anfrage wegen Entschädigung der von den Russen im Oahre 1914 verschleppten Deutschen d?s Memellandes wird erwidert, eine Entschädigung könne nur den im Reichsgebiet ansässigen Deutschen gewährt werden, was für das Memelland nicht mehr zutreffe. Auf eine Anfrage des Abg. Deermann ^Hospitant der Boyr. Dolksp.) wegen Maßnahmen zur Befreiung der noch immer in Frankreich -urückgehaltenen achtjährigen Tochter des Arbeiters Heymann in Köln wird erwidert, die nötigen Schritte seien auf diplomatischem Wege eingeleitet. Es folgt die erste Lesung deS fünften Rach- tragSetats. Abg. Frau R h n e ck (Dvz.) fordert sozialere Gestaltung der Beamtenbesoldung und größere Berücksichtigung dec un eren Beamtengruppen. 60 dürften die Beihilfen dieses Rachtragsetats nicht den höheren Beamten zufltehen. Die freie Getreidewirtschaft hat völlig versagt. Amerikanisches Weizenmehl ist heule billiger als hiesiges. Das Umlagegetreide ist zwar von den kleineren und mittleren Larrdwirten abgeliefert worden, nicht aber von den .Großagrariern, die gleichzeitig schlimmste Steuerhinterziehung undSteuersabota^e treiben. Ganze Familien müssen jetzt den Drot- nerbvauch rationieren, weil sie das Brot nicht mehr bezahlen können und weil die Erhöhung der Löhne in keinem Verhältnis zu dem Brvt- oreife steht. Bei den Kartoffeln und beim Zucker liegen die Verhältnisse nicht anders. 2Ibg. Tr. Hertz (USP.) wirft der Land- n>ittjd>jjt vor. daß sie kein DerantwortiichkeitS- gefühl besitze. Ihr Verhalten nötige die Regierung geradezu za Zwangsmaßnahmen. Durch ungeheure Betrügerei'N vieler Großagrarier sei die LandwirtsckKrft zu stark mit Mais beliefert worden. Di« Schuldigen seien immer noch nicht bestvast worden, obwohl das Ernährungsministerium daS Material in Händen habe. Abg. Schiele (Dtschntl): 3n den Angriffen der Stornn.ii i ten und Unabhängigen zeigt sich die ganze ilnau rihtlgkeit unseres parlam n a i- scheu Eysteins. Tie Derteilir.ig der Maieschcme an Verhältnis von einem Zenter Getreide zu eineinhalb Zentner Mats ist auf Entschließung des Reichstages unter Zustimmung der Mehrheits- »oztalisten erfolgt. Durch das Brennen von Mais sind Kartoffeln iür die DolkSernährung frei geworden. Seit Rovember war aber infolge der Kälte die reguläre Belieferung der Großstädte mit Kartoffeln unmöglich. Dazu kam die mangelhafte Wagengeftellung und später infolge des Achtstundentages und des Sisenbahneistreiks der Verlust von 300 000 Tonnen Startoffeln durch Frost. Durch die Getreideumlage sind infolge 'chematischer Behandlung und ungerechter Veranlagung ungeheure Schwierigkei.en entstanden. Tie Umlege hat nicht die Brotvrrsorgung gesichert, sondern nur der Landwirtschaft eine ungeheure Steuer auferlegt. Ohne Umlage würde das Brot im freien Handel nur 5,40 Mart kosten. Tie Getreideerzeurung ist seit dem vorigen Sommer wesentlich gestiegen. Ter Minister sollte sich aber bei der Behandlung der Landwirtschast nickt von politischen Strömungen beeinflussen lassen. Abg. Höllein (Komm.) behauptet, die ErfiillungSpolttik der Regierung Wirth bringe die Arbeilennassen zum Hungern. Die Folge der Erklärung Rathenaus in Cannes, daß die Regierung die Lebensmittelzuschüsse abbauen wolle, war der Eisenbahnerstreik. Der Reichstag hat den Beamten das Streikrecht abgesprochen. Wenn Sie aber 3hre Sklaven hungern lassen, dürfen Sie ihnen das Recht auf Rotwehr nicht rauben. Der Redner spricht dann von der schamlosen Mahregelungspolitik und sagt, man spreche davon, daß 50 000 Eisenbahner entlassen werden sollen. Dagegen höre man nichts von einer Beseitigung der Geheimratswirtschaft. Hier sollte der eiserne Besen angesetzt werden. Minister Dr. Hermes stellt fest, daß bereits 2 205 000 Tonnen Getreide abgeliefert worden find. Das sei eine recht erhebliche Ablieferung und es werde mit Ausnahme weniger Gegenden gelingen, das gesamte Umlagesoll einzubringen. Er nehme Gelegenheit, zu bestätigen, daß es sich um eine Leistung der Landwirtschaft handelt. Er halte nach wie vor daran fest, daß die baldige Rückgabe der Bewegungsfreiheit an die Landwirtschaft erfolgen muh. Gegenwärtig könne aber diese Frage noch nicht entschieden werden. Der Streit „Zwangswirtschaft oder freie Wirtschaft" sei.unfruchtbar. 3n der freien Wirtschaft sei in manchen landwirtschaftlichen Produkten eine erhebliche Preissenkung erreicht worden. So sehr ich das Streben der Landwirtschaft nach freier Wirtschaft verstehe, mißbillige ich doch die über das Ziel hinausschiehenden Ausführungen auf dem Reichslandbund. Besonders weise ich die beleidigenden Reden gegen die Reichsgetreidestelle als ..verfluchte Iudenbande" zurück. Bei den Maisscheinen find bei den Kommunal verbänden tatsächlich Diel ach Unregelmäßigkeiten vorgekommen, gegen die disziplinarisch und strafrechtlich vorgegangen werden wird. Abg Blum (Z.) tritt zunächst ebenfalls für die Beseitigung der Zwangswirtschaft ein und fährt dann fort: Minister Hermes ist zweifellos der beste Diplomat im Kabinett und niemand wird sagen fonnen, daß seine volkswirtschaftlichen Maßnahmen von Mißerfolg begleitet gewesen sei n. Er hat seine Ziele fonfequent verfolgt und Großes erreicht. Mit der freien Wirtschaft würde aber weit mehr Getreide auf den Markt gebracht werden formen. Als Stand wie als Bürger fühlen wir unS verpflichtet, das Aeußerste zu leisten, um die Rahrungsrnittelnvt zu beheben. Dazu müssen Sie uns aber bie Wege durch Dese.t gung der Zwangswirtschaft ebnen. Damit schließt die Dwatung. Die Vorlage geht an den Hauptausschuh. Sodann werden die zurück- gestellten Abstimmungen zum Reichsmietengeseh vorgenommen. Die Vorlage wird im allgemeinen in der Fassung des Ausschußes angenommen. Mittooch nachm t aq 2 Uhr: Ausfuhrdevisen. zweite Lesung des Reichsmietengesetzes und des Mietssteuergeseyes, Etatberatung. Handel. Berlin, 21. Februar. Börsen st im- mungSbild. Unter dem Einfluß des in Rcuyork eingetretenen scharfen Markrückganges setzte sich die Steigerung der Devisenpreise vormittags sprunghaft fort, so daß der Dollar bis 233 getrieben wurde. Als aber bei Börsenbeginn die Devisenpreise abbröckelten (Dollar 228), hielten die Börsenkreise Realisationen für geraten und befriedigten dadurch tellweise die nicht unbettächtlichcn Kaufaufträge des Publikums. Die Kursbildung hatte somit den Anstrich des Uneinheitlichen und eine gewisse Zurückhaltung der Spekulation, die auch damit zusammenhing, daß sich große Geldgeber bei der Ausleihung von Geldern zu Dörsenzwecken eine gewisse Reserve auferlegten, machte sich auch weiterhin geltend. Der Eingang von Kaufaufträgen des Publikums blieben noch immer groß, hat aber gegen gestern sich doch etwas vermindert. Die Kursrückgänge waren nicht bedeutend und erreichten nur vereinzelt am Montanmarkt bei einigen in den letzten Tagen besonders gestiegenen Papieren 50 Prvz. und darüber, bet Reu-Guinea 110, Westeregeln 125 Prvz. Ebenso verhielt eö sich mit den Kurssteigerungen. Oberschlestsche Werte waren heute erholt, so Laurahütte 300 höher. Das Geschäft hatte nicht mehr den großen Umfang wie gestern. Auch in den zu Einheitspapieren gehandelten Papieren, bei denen wieder mit neuen Kurssteigerungen bei verspäteter KurSfeststellung zu rechnen ist, war die Neigung der Spekulation zu Realisa- tinnen ebenfalls wahrzunehmen. Festverzinsliche Werte waren nur geringfügig verändett und ziemlich still. Danken und SchiffahrtS- werte jetzt höher. Frankfurt a. M., 21. Febr Dörsen- stlmmungsbild. T e Ge'chäststäiigk.stt an der heutigen Börse war toieber lebhaft und tarn es bei Eröffnung auf allen Marktgebieten zu größeren Umsätzen. Tie Tendenz kennzeichnete sich in den ersten Börsenstunden als fest. Tie Rachfrage nach 3ndustriepapieren hält an. Am Devisenmärkte trat in den ersten Vormittagsstunden eine wesentliche Steigerung ein. Der Dollar wurde 225 genannt und zog bis 226 an. 3m Zusammenhang damit gestaltete sich die Stimmung für Auslandspapiere lebhaft und fest. 3m Freiverkehr war das Geschäft lebhaft. Die Umsätze verteilten sich ziemlich gleichmäßig auf alle hier gehandelten Papiere. Rhenania 1145, Ufa 340. Rastatter Waggons 96?, Deutsche Petroleum 2103, Hansa Lloyd 445- 452 . 3nag 590, Benz 735. 3n Mon» tanpapieren blieben die Umsätze bescheidener. Har- pcner 1700; Laurahütte fest, 2400. Kali°Aschcrs- leben gaben nach, 1130. Bad. Anilin 810. Elektrowerte unregelmäßig, doch konnte sich etn Teil der Kurse befestigen. 3m Verlaufe mach'e llch aber eine Abschwächung geltend, von der insbesondere Montanpapiere ergriffen wurden. Der Schluß gestaltete sich ruhig. Privatdiskont 4y8 Prozent. Frankfurt a M, 22. Februar, Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 20. Febr. 21. Febr. Amsterdam-Rotterd. 8166,-30 8183,20 8516,45 8533,55 Brussel-Antwerpen. 19>>3,05 195 6,95 1933, 5 19d6,95 Ehristiania 3676, ’O 3683,70 3796,20 380 ,50 Kopenhagen 4485 50 4494,50 4G5r 3) 4681,70 Stockholm 5684,30 5595.70 5924,05 5925,95 tzelstngfors 431,55 *32,45 4b'.50 452,50 Italien 10fl3,9C 1101,10 1108,85 1111,15 London 951,50 953,5u 981,50 983,50 Reuyork 216,53 216,97 219,78 220,22 Paris 2007,95 2012 5 2007,95 2) 12,05 Schweiz . 4255,70 4254,30 4271,70 427 r3'J Spanien 3466,50 3473,50 3471,50347^50 Wien (alte-) .... DeutschOesterr.. . . 4,83 4,87 4,18 4,22 Prag 405,55 406,45 407,55 403,15 Budapest 32,86 32,94 32,£6 52,64 Buenos Aires . . . 7h,90 80,10 82,40 82,60 Bulgarien 142,35 142,65 148, .5 148, 6 Konstantinopel . . . Börsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 2d. 2. 21.2. 2 >. 2. 21.2. S'/<,Dtsch.KriegSanl. 77,50 77,5'1 77,50 77.50 4'„Dtfch.Reichsanl. 87.50 87,50 87 25 87,70 3'/oDtsch.Reichsanl. HO,- 110,- 109,90 110,- 4' . Preuß. KonsolS 75 50 74,75 73,60 73,80 Hamburg-Paketf.. . 620,- 500.- 505,— 519,- Rorddeutscher Lloyd 409,75 42 *,- 415,— 427,- Eomm.u.Privatbank 538,- 339,- 334,59 388,- Darmstädter Bank . 330,- 333,- 332,- 333,- Deutsche Bank . . . 536,- 650,- 550,- 555,- Disconto-Gesellfchaft 4 9,- 460, - 463,— 469,— Dresdner Bank. . . 395,— 389,- 3Su,- 380,- Mitteld. Ereditbank. 314,50 315,- 318,- 323, - Rationalbank f. D.. 338,- 338,- 341,- 312,- Boch.Gußstahlwerke 1300 - -.- 1330,- 1300,- Bud -Eisenw.-Akt.. 1100 - 1050,- 1060,— 1049,56 D.-Luremb. Bergw.. 1200 - 12C0,- 1215,- 1205,- Gelsenkirch. Bergw.. 1225'- 1210,- 1270, - 1255,- Harvener Bergbau. 1.60'- 1725,- 1760,- 1715,- Oberschl. Eisenb.-B. 1310'- 13C0,- 1310,- 1290,- Ooerschles. Eisenind. 1120 - 1150 - 1100,- 1090,- Phönir-Dergb -Akt. lu40'- 12x5,- 1.05,- 1285,- Bad.Anilin-u. Soda 805,- 810,- 835,- 83»,- Höchster Farbwerke. 790*- 790,- 820,- 800,- ANg. Elektr.-Gef. . . 985*- 965,- 9,0,- 950,- Felten L Guilleaume 131t'- 1215,- 1310,- 1225,- Schuckert-Werke. . . 8 5 - 825, - 850,- 835, Adlerwerke 650^- 650,- 645.- 644,50 Daimler ....... 6 5,- 644.50 625, - 620,- 4' ° Hest. StaatSanl. 74,- 74,90 75,- 75,- Electton Griesheim 982,- 975,- 1000,- 990,- Dtfche. Dereinsbank 249,- 250,- —-,- Züricher Devisenmarkt. 21.2. 22.2. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 195.25 1j6.1ü Deutschland 100 Qnt = 2,25 2.31 Wien lOu Str. = 0.11 0.11 Prag 100 Är. = 9.50 9.45 Pari« 100 Fr. = 46.85 46.50 London ....... 1 Z* *■ 22.52 22.15 Italien 100 L. =■ 25.75 25.50 Brüssel 100 Fr. = 44.45 44.40 Budapest 100 Kr. — 0.775 0.75 Reuyork 100 $ — 513.- 510 — Agram .....100 Kr. = 1.55 1.575 Warschau 100 Är. — 0,14 0,14 Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14, 20.2. 21.2. Zürich Fr. 125 40 2,35 2,35 Amsterdam Fl. 59.20 1,20 1,23 Kopenhagen Kr. 88.80 2 27 Prag Kr. 117 80 24,45 23.12 Stockholm Kr. 88.80 1,78 Wien Kr. 117.80 2909,50 -,- London Sh. 97.80 9,79 8.62 PariS Fr. 125.40 5,- 5,- Reuyork S 23.80 -.45 -,45- Märkte. 14. Sudwestdeutsche Zentral-Hauteauktion. • Mainz, 21. Febr. Heute fand unter sehr starker ‘Beteiligung die 14. Süd westdeutsche Zentralhäuteauktivn statt. Sie war beschickt mit ca. 11500 Großviehßäuten. ca. 13 000 Kalbfellen, ca. 2800 Hammclfellen. An der Zcntralaultion beteiligten sich wiederum die Häuteverwertungen Bingen. Ems-Lahn- stein. Kreuznach. Mainz, Obcrftein, Oestrich, Saarbrücken, Saarlouis, Schierstein. St. Goarshausen, Simmert», Trier. Bei flottem Zuschlag war eine allgemeine starke Anziehung der Preise von 30—40 Proz. gegenüber den Preisen der letzten Auktion fcst- zustellen. 3m Durchschnitt wurden erzielt für Schaffelle 15 Mk.: Kalbfelle, ohne Kopf 72 bis 77 Mk., mit Kopf 58—68 Mk.: Fresser, ohne Kopf bis 55 Mk., Blößen bis 12.25 Mk.: Grvßviehhäute, ohne Kopf bis 20 Pfund 38 bis 44 Mk., ohne Kopf 20—49 Pfund bis 44,35 Mk., mit Kopf über 50 Pfund 33 bis 39 Mk., mit Kopf 20—29 Pfund bis 30.30 QKL. mit Kopf 50—59 Pfund bis 33,50 Mk., mit Kopf über 80 Pfund über 27,95 Mk. Büchcriisch. — Hans Dethge: Deutsche Lyrik seit Liliencron. Verlag A.-fic und Decker, Leipzig. — Dclhges Vuch umfaßt in dieser neuen völlig umgearbeiteten Ausgabe die lyrische Entwicklung von etwa vier Zahrzehnten und sühtt von Liliencron bis zu Fran; Westfal. Eine innere Einbeit kann es also nicht besitzen. Aber es ist eine der gelungensten Anthologie », bie mit haben, und man muh anerkennen, daß Dethge, wenn man auch über die Auswahl im einzelnen verschiedener Meinung fein kann, nur Dichter zu Worte kommen läßt, die etwas zu fügen haben. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Harding und das Diermächte-Abkvwmeu. London, 21. Febr. (WTD) Reuter meldet aus Washington: Präsident Harding hat gestern dem Senat aus die am 6. Februar eingebrachte Resolution, worin ersucht wird, dem Senat ausführliche Mitteilungen betreffs des 2 i e r- mächte-Abkommens zu unterbreiten, geantwortet, es fei unmöglich, die geforderten Instruktionen zu liefern, da über den probten Teil der Verhandlungen kein Protokoll geführt worden sei- Die Lage in Aegypten. London, 21. Febr. (WTD.) Rach einer Meldung auS Kairo ist gestern vormittag eine Proklamation erlassen worden, worin die Devölkerung aufgeforbert wird, alle Waffen und Munition unverzüglich abzullefern. Böer im Deütz von Waffen oder Munition angetrofien wird, fetzt sich der Todesstrafe aus. Die neueste Rieberfage der Koalition in England. London, 21. Febr. (WTD) Die foaFtionS» gegnerische Presse be eichnet den Siea bei den Ersatzwahlen in Rorthcamberwell alZ einen neuen Schlag gegen bie Koalition. Laut „Daily RewS" ist das der 18. Sih, den bie Koalition seit den Diahlen von 1918 verloren hat. 12 Sitze davon hat die Arbeiterpartei gewonnen.' Die Verlobung deS Königs von Serbien. Bukarest, 21. Febr. (WTB.) König Alexander von Serbien ist in Begleitung von Pasitsch und dem Minister des Innern gestern in Bukarest cingetroffen. Am Bahnhof wurde er von der königlichen Familie und Mitgliedern der Regierung und Behörden empfangen. Die offizielle Verlobung mit Prinzessin Mariella fand gestern nachmittag statt. Die dänische Arbeiterbewegung. Kopenhagen, 20. Febr. (WTB.) Die Bergleichsverhandlungen in dem dänischen Arbeiterkonflikt haben dazu geführt, daß bisher 17 Organisationen, die zusammen 40 000 Arbeiter zählen, ein neues Ueberein» kommen eingegangen haben. Die Polizeibeamten und das Etreikrecht. Berlin, 21. Febr. Laut „Lokalanzeiger" hat der Vorstand deSBerbandeS der Polizeibeamten Preußens eine Entschließung gefaßt, in der ausdrücklich festgestellt wird, dcß es für die Pvliz ibeamten kein Streikrecht gibt. 3m Falle eines Beamtenftreiks haben die Beamten ihren Dienst zu versehen und sich jeder Einwirkung auf die Entschließungen der vorgesetzten Dienststellen zu enthalten. Die Anordnungen, die im Auftrag der verfassungsmäßigen Regierung erfolgten, müh'.en ausgeführt werden. Die Blüchernichten. Roman von HannSvvnZobeltitz. 33. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Ter von Dau.se hat's gut Reitet auf seinem tüchtigen Braunen querfeldein, nur mit einem Husar hinter sich: alles muß ihm Platz machen, braucht nur zu winken: .Ordre vom Herrn ®e- neralfeldmarschall!" kriegt überall nette Pferde, immer die besten, braucht nur zu befehlen: „Orbre vom Herrn Feldmarschall. Bericht an Seine Majestät!" Zagt weiter und weiter, und der 3-ibd über den großen Sieg ist um ihn, fliegt ihm voraus. wie vom Sommerwind getragen. Wollte juerft gar kei-e Müdigkeit kommen. Tas gewaltige Erleben Helt ihn woch und frifch. Ritt Tag und Rächt. Tann, freilich, manchmal konunt's über ihn: die Augenlider senken sich wider Wi len, die Knochen schmerzten. Aber er dachte: ist Pflicht! Bericht an Seine Majestät! Und dachte, so nebenbei, doch noch an e.was andres: an fein süßes Mäulchen, an einen Goldhaarkringel über einer weißen Sttrn und an ein Paar lachende Augen. Eins und das andre rüttelt ihn immer wieder auf. Zagt weiter. Galopp und Trab, was die ®äu:e hergeben, braucht Spo en und Peitsche, nimmt sich kaum Zett z im E fen, sorgt nur, daß die Feldflasche immer gut ge.üllt Uebern Rhein, den deutschen Rhein, über We'er und Elbe. Bis er endlich durchs Brandend irger Tor in Berlin einreitet. Dorn Pferde haben sie ihn herunterheben müssen, das Gehen wollt' gar nicht passen. Steht doch gleich bestaubt und bespritzt, aber straff und fest, vor des Königs Ma'estät: ,Bericht Vvm Herrn Generalfeldrnarfchatt über unfern großen Sieg bei La Belle-Attiancel" Humpclt e'enb, stets wie ein ganz alter Mann, die Treppens u en hinunter, ruft den nächsten Wagen aiv läßt ihn bei Zagar, dem Weins ritzen Unter den Linden, halten, stürzt ein Glas Portwein hinuter und noch eins, reiht vom Büfett ein Brötchen, sitzt kauend wieder im Wagen und steht ein paar Minuten später.im Dlücherpalais tot der Frau Fürstin. Reicht ihr das Drieslein, sagt noch. „G.vßer Steg — der Fürst ist heil!" — wankt und tiaäre lang hingeschlagen, wenn ihm die Durchlaucht nicht schnell einen Stuhl untergeschoben hltte. Tarauf sitzt er, der Riese, schläft tm Handumdrehen fest ein. Ganz fest: einen Kanonenschuß hätte man neben ihm abfeuern können, er wär' nicht erwacht. Und kaum sind ihm die Augen zu- gesallen, fo fängt er zu schnarchen an, wie eine Sägemühle. Tie gute Fürstin hat den Brief gelesen, hat die Hände gefaltet, dankt Gott für rea Sieg uad daß ihr Geb.-ard Leberech! hell und ges»n) ist. Hat dabei eine Träne im Auge und muß lächeln, wie sie den gewaltigen Mann, den von Dause, sieht, lang hingestreckt im Ses el, den Kopf aus der Diaist und die Deine weitab: wie sie die Riesenmusll hört, die er macht. Lenkt unter ihrent Lächeln: »Mein Lovchen, an dem wirst du noch deine Freude erleben.“ Eine Stunde und darüber schläft er inb schnarcht. Tann ist er plötzlich wach, gähnt mäch.ig und erschrickt, als er die Frau F irftin vor sich sieht. .Wollen pardonierei, Tu.chlaucht!“ sagt er etwas beschämt, und wi.1 aussteyen. Tiesmal lächelt sie nicht, sie muß lachen, als er die zerschlagenen Glieder kaum regieren kann. „Tiun aber ins Dttt, Duuse!" ertlärt sie. ,6»e bleiben bei uns. selb^verstä..dllch." .Ins Bett?!" gibt er zurück und schüttelt den Kopf. „Ganz unmöglich, Turchlaich!. Ich hab' noch einen Gang vor — so dringend — so unaufschiebbar . . »Ditte, lieber Dause, schauen Sie sich erst mal von Kopf bis zu Fuß an. So können ö.e grab den Weg, den Sie Vorhaben, nicht unternehmen, schätz' ich." Er schaut sich wirklich an, schüttelt wieder den Kopf: »Din ja ein Trvckgespenst. Pfui Gcier." »Run — frischer Trcck ziert den Soldaten, sagte mein 2llter. Aber ich schlage vor: erst und vor allem ein laues Dub. Hab' es schon beordert. Ter Zohann bürstet Ihnen i »zwischen die Mcn- tur, und Sie bürsten nachher den Str-rbbellopf. Auch ci» Barbier wird bestellt. Mck Stoppeln küßt sich's schlecht —" So ist der Herr von Bause denn am Rach- mtttag sauber und forsch nach der Breilenstrale gefahren. In der Dlücherfchei (S ui;agc, hochfein, und da die in der ganzen Gegend bekannt gewesen, haben die Leutchen wieder die Rasen an die Fensterscheiben gebrückt unb gemeint: „2lba, zu den Gieses!'' Dacyten v ellcicht, es wäre die Frau Fürstin. Blüchers Matchen, unb waren enttäuscht, als sich ein rie iger Hu'ar steifbeinig aus der Kutsche entwickell hat. A'oer du nun mal schon feit Mittag die frohe Kunde ton dem großen Sieg sich verbreitet unb weil's boch eine Uniform gewesen, die ba zum Vorschetn Lim — manche behaupteten sogar: ton Blüchers Regiment —, so rissen sie pflichtschuldigst bie Fenster auf unb schrien Hurra. Ter Dause war blitzsauber und „halbiert" bis z-um letzten Strppelhaar, zum Küsten fertig War auch wohlaufgelegt dazu, aber es kam e'.wuS anders, als er sich's gedacht. Als ob eS nicht immer im Leben anberä käme, wie man es bentt. Man muß aber bie Lose zu nehmen wissen, tote sie fallen. Er stimmt also die Stiegen zur Manfarde,' und daS Herz schlägt ihm, nicht der S ufen holder, sondern in froher Erwartung. Er fch Ilt kräftig, hört, wie sich Tritte nahen, die Tür öifnet sich — unb vor ihm steht die Frau von Giese. Erschrocken ist er gewesen, nicht zu leugnen. Mer wer tom Sch lach'.selbe von La Delle- Alliance Lommt, direktissime, der mutz auch Straft haben, aus ter Rot eine Tugend zu machen. So umschlingt er die Frau von Giese mit seinen beiten Armen, fast als wäre sie das Liebste, was er hat, und ehe sie sich's noch versieht, brennt ibr ein tüchtiger Schmatz auf ter rechten Wunge: »Frau Schwiegermutter! Ta bin ich!" S e w ll f ch wehren, aber er hält sie so aLu rat, datz sie sich gar nicht rühren kann. „Za, ftau-.en Sie nur, liebe Freu Schwicgermutle .! Ich bin d leibhaft g, ter Le>i Dou e!“ Unb fchwapp — hat sie den zweiten Stuh auf ter linken Backe fort. »Za aber) Rein aber!" kreischt sie. »Ich muß boch sehr bitten! Sinb das Manieren! llvas in Geiers Ramen füh^t Sie denn her?" (Sortierung foigL) Holzsubmifsion Behördliche Anzeigen Kiefern Noch ist es geit Lichen für seine O24M] Vie L 22 cm m 24 cm m 23 cm m Durchm. bis 20 cm m 1772 B 3 41 Watzenborn. 0-8'7 Entwürfe erster Künstler lTMa 1727 D Fritz Nowack ÄÄSS Qleeb. 1759D Ma 1768a *5T Durchm. bis Durchm. bis Landwirte undSattler! I k 81 76 30 7 20 30 19 30 32 21 8,33 Fstm. 13,50 „ 21,49 „ 13,70 „ 11,17 , 10,09 „ 7,47 „ lii* - Aufschrift: „Angebot auf KüchenLeferungen für die Zeit vom 1. 4.-30. 6 1922" bis spätestens 1 3. 1922 an die unterzeichnete Stelle einzuseuden. Lin Verzeich» nis über zur Verdingung hommeebe Küchenbedürfnisse liegt bei der Küchenverwaltunq zur Einsicht auf. Küchenoerwaltung I. Bataillons Snf.-Rgt. Nr. 16. Ausführungsbestimmungen zum R.-D.-G.). Lich, den 19. Februar 1922. Hessische Bürgermeisterei Lich. Völker. Die Gemeinde Rodheim a. d. V. verkauft auf dem Wege des schriftlichen Angebotes nachfolgendes verzeichnetes Holz: 17 St. 26 , 63 , 129 , 5 25 „ 287 „ 1 «, 1 , N Schuhverkauf Seltersweg 31 — ftüher Lentral-Lafs Gleicher Berkaus in Frankfurt a. M., Gewerkschastshaus. Bau- und Nutzholzversteigerung. 3m Nieder-Meiseler Gemeindewald kommt folgendes Nutzholz zur Versteigerung. » 4. Kiefernstämme 3. u 4. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Bellersheim für Nj. 1922 liegt vom 23. Februar ab eine Woche auf dem Bureau der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht u d Lrhebtzng von Lmwendungen offen. Ts wurde die Erhebung einer Umlage beschlossen, wozu auch die Ausmärker herangezogen werden sollen. Bellersheim, den 20. Februar 1922. 1741D Bürgermeisterei Bellersheim. MüHer. OTMr machen darauf aufmerksam, daß die Preise für Schuhwaren ins Unerschwingliche steigen und daß es sich empfiehlt, den jetzigen Bedarf und den der nächsten Zukunft sofort einzudecken. Bei uns sind große Mengen in allen Sorten Schuhen und Stiefeln von früheren Abschlüssen zu noch verhältnismäßig sehr billigen Preisen eingetroffen und jeden Tag kommen neue Sendungen herein, so daß wir imstande sind, Unvergleichliches zu bieten. 4. 5a 5b 3. 4 5. 1. 3. --- 23,85 Fstm. = 29,60 „ — 33,33 ff = 31,62 „ =■ 6,26 „ = 22.13 „ -- 78,76 w --- 1.25 , --- 1,00 , folgendes Holz auf dem werden: Fichten-Stämme 3. ÄL 6olö-. 5115er-, HiafingegenflOnöe. Gielfielne loro. Hören, Sellen, Hinge. Hellene. Brennllilte, 3üBngeülfle Hobe Preise au erziele«. gahle für Gegenstände aus Gold ä Gr. 27 —ICO DL aus Silber ä (Br. 1,80—2.20 M. aus Platin ä Gr. 220—260 M. A(Y Knrh Uhrmacher n. ^5- r\OGn, Goldarbeiter Miihiltrake 2, nächst der Bahuboistr. Haltestelle der Elektrischen More Limes. Los 1. , 2. „ 3. „ 4. , 5. , 6. , 7. Aus den Waldungen der Gemeinde Beuern soll Submissionswege verkauft Einmalige Gelegenheit zum vorteilhaften (Ein» kauf von Unterkumten, Schwellkissen (für Brustblätter) und sonstigen Geschirrteilen bietet fich am Freitag dem 24. und Samstag dem 25. Februar bei Sattkrmeijter Häuser auf Zimmer Nr. 71, Kaserne I, statt. Angeboie sind in versiegeltem Umschlag mit der 7 Fichtenstämme 30-34 lang = 12 Fstm. 33 Fichtenstämme 25-29 lang = 38 Fstm. 59 Fichtenstämme 20 — 24 lang — 38 Fstm. 380 Fichtenstämme 14—20 und Suterwald: Kiefernstämme 42 cm Durchmesser (Schnittholz) 2,78 Fstm. Kiefernstämme 30 - 39 cm Durchm. (Schnittholz) 24 Fstm. Kicfernstämme 25 - 29 cm Durchm. 33 Fstm. Kiefernstämme 19-24 cm Durchm. 28 Fstm. Rm. Kiefernnutzscheit 3 m lang. Bckmmtmachnng. Der im Jahre 1922/23 anfallende Dung ist meistbietend au vergeben. Schriftliche Angebote sind bis Freitag, den 2 4. Februar 192 2, vormittags 11 II f) r, bei uns einzureichen. Besichtigung nach Einsicht in die Bedingungen kann vorher während der Dienst stunden geschehen. 1778B Dietzen, den 18. Februar 1922. Die Schlachthofdirektion. Arbeitsvergebung. Die Hobelung (Hand- oder Maschi- nenhobelung) der bei dem Abbruch deS Gefangenenlagers gewonnenen, noch gut erhaltenen Futzbodeabcetter soll vergeben werden. Angebote auf Vordruck, dec bei uns erhältlich, sind vis zum Mittwoch, den 1. März ds. Hs., vorm. 10 älhr, bei uns einzureichen, wo die Eröffnung der Angebote erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Dietzen, den 18. Sebruar 1922. 17796 Sladtbauamt Gietzen. Braubach. Äto MM SffiKÄ wert öle Lrllvi'slve Uoui.-Drutfetei. tu Mjen Wnstlerdecken Künstler-Handdruck, garantiert waschecht Jagd - Verpachtung. Freitag, den 2 4. Febr., 4*/t Uhr, soll die Gemeindefagd der Gemeinde Hattenrod, bestehend aus 415 Hektar Feld- und 112 Hektar Waldjagd, nochmals öffentlich meistbietend auf 6 Jahre auf Dem GemeinderathauS verpachtet werden. Das Jagdgebiet ist in 20 Minuten von dec Bahnstrecke Gietzen—Fulda, und -war Station Reiskirchen, zu erreichen. Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei Hattenrod offen. Dieselben werden vor derDerpachtung bekanntgegeben. Bürgermeisterei Hattenrod. lang = 100 Fstm. 55 Fichten-Derbstangen bis 12 m lang. 2. Donnerstag, den 2. März im Forstort Buchwald 1. Mittwoch, den 1. März im Forstort Suterwold: Durchm. bis Die Fori MnSsteuest -Reichstages k beteil hiu^ die Herte Ansichien de MlWlN stehen - wert für to tat8 des Ts mrde bei deren Cßerl des Eems Hand )rali rechWNgen i getan, daß! wirtschaftlich des nachM Fristen als, i fomirnn müs! allgemeinen ' ersten Lesun^ Ausnahmen: der eine gefvi vemögens Grundstücken abgelchnt, d gefügt, der Betrieb ge dauernde De unternehmuw Ter La wurde, einem so festgesetzt, zwischen dem ichlüssen eche rang beginnt ersten angefai und erreicht d, itnb oder Eim M über 25 2 Wagti(§z der ersten Lest entsprechen. F< ö u n g angenoi iichen Beründ« selbes eine l diese Berande Bierleijchr b: du erlassenden Die übrig wurden im wi Aen Lesung Mag, in § 3. wen wich hj Ott totitaen A ^ttchrnvwpser ^envnnnen. Eine bei revde F^ge, Geleit - D ^itssvzialben Dvhe der - Fchtphhsische vinne der 2Ji nannten voll e A Berkin ?/ichStag Sei ",Se»Szu F« fe Ä *4*1 «6er dolle M* 1 M<5f|ee “6er । 9*2 « SeSto 3 Zusammenkunft an beiden Tagen vorm. 10 Uhr am Jägerhaus bei der Einhauser-Mühle. Vorherige Auskunft durch Förster Becker. Hausen bei Butzbach Nieder-Weisel, den 20. Februar 1922. 1729V Hess. Bürgermeisterei. Winter. Creme-PeStzeMei* flau!! 1 Zu haben in den Droff. EL Nei, C. Seibel u. B. Kara. Bekanntmachung. AuS den Waldungen der Stadt Gietzen, Bezirk deS Försters Arft, Forsthaus Hochwart, und zwar auS den Abteilungen 1, 2, 3, 8, 9, 11, 13, 21, 22. 28, 30 bis 33 sollen am Montag, dem 27. Februar 1922, vormittags 9 V» äl hr beginnend, versteigert werden: 1663 Fichtenderbstangen 1. Kl. mit 205,73 Fm. 1239 Fichtenderbstangen 2. Kl. mit 54,04 Fm. 35 FichtenreiSstangen mit 0,56 Fm. 4 Am. Fichten-Äundscheit (Autzscheiter 2. Kl., 4 Meter lang) 35 Stück Eichengartenpfosten, 2 Meter lang, mit 2,11 Fm. Zusammenkunft: Laubacher Stratze, Hauptschneise. 17958 G i e h e n, den 21. Februar 1922. Der Oberbürgermeister. 3. D.: vr. Rosen berg. SL Fichtenstämme 2. Kl. mit n n 3. n n n H 3. „ „ * " 3. „ „ Die Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klasse pro Fstm bis zum Freitag, den 24. Febr. ds. 3s., nachmittags 2 Uhr, an die unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo die Eröffnung er» folgt. Die Bedingungen werden vor Oeffnung der Angebote bekanntgegeben. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Etwaige kleinere Abweichungen im Fest, gehalt bleiben vorbehalten, ebenso die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen 3 Tage lang. Odenhausen, den 21. Feöruar 1922. 1767V Bürgermeisterei Odenhausen. Nachtigall. Weine-u. Lllsasmarkt in Lich Montag, den 27. Februar 1922. Ium Austrieb werden zugelaffen: 1. Tiere aus Iuchtbeständen unverseuchter ober, hessischer Kreise. Die Herkunft der Tiere ist durch Ursprungszeugniffe nachzuweisen, auf denen die Ortspolizeibehörden ausdrücklich bestätigen, datz die Tiere aus der eigenen Jucht desjenigen stammen, der die Tiere zum Makt bringt 2. Tiere von Händlern unoerseuchter oberhessischer Kreise, die nach (Einführung in den Kreis die vor. geschriebene Quarantäne durchgemacht haben. Nachweis durch Gesundheitszeugnis eines beamteten Tierarztes. Der Austrieb darf nur in der Zeit von 9 bis 10 Uhr vormittags stattfinden (§ 47 der Bundesrats« Das Holz lagert im Distrikt Hain bei Bieber von Nr. 331 ab. Auskunft erteilt Förster Wagner, Rodheim. Die Angebote sind für jedes Los getrennt einzeln pro Fstm. abzugeben Angebote für das ge. famte Holz werden nicht angenommen. Die Angebote sind bis Mittwoch, den 1. März, mittags 1 Uhr. mit der Aufschrift „Holzangebot" auf dec Büraer- meisteret abzugeben. Die Oeffnung der Angebote erfolgt alsdann 1,15 Uhr auf dem Nathaufe im Bei. sein der Interessenten. Bedingungen können auf der Bürgermeisterei einaesehen werden. 1762D Rodheim a. d. B-, Öen 18. Februar 1922. Der Bürgermeister: Dender. «'(S «ttf $$ L -DtuAtt & M*1 EL ftauHri «■1 «Ms SMW ZI ftüher Lentral-Cafe Geffentlicher Impftermin. Am Freitag dem 2 4. Februar 1922, nachmittags 3 Uhr, wird in dec Turnhalle der Stadtmädchenschule, Dchillecstrahe 8, ein öffentlicher Impftermin abgehalten, in welchem diejenigen Angehörigen von Impspflichtigen, die eine Aufforderung erhalten haben, ihre Kinder kostenlos der Impfung unterziehen lassen können. Zu dem Termin haben nur solche impfpflich- tige Kinder zu erscheinen, die-im Fahre 1920 und früher geboren sind. Rückständige Impspflichtige, deren Zurück- stelluna aus gesundheitlichen Gründen gewünscht wird, können in dem Termin dem Impfarzt vorgestellt werden. Die Kinder müssen rein gewaschen oder gebadet und mit frischer Leibraäfche zur Impfung gebracht werden. In dem daraus folgenden Termin, Freitag, den 3. März d. I-, nachmittags 3 Uhr, sind die am 24. Februar Geimpften zur gesetzlichen Aachschau wieder vvrzustellen. 17468 Gietzen, den 20. Februar 1922. Der Oberbürgermeister. I.D.: Krenzien. Am 3. März 1922, vormittags 10 Uhr, findet die Verdingung der Küchenbedürfniffe ^Kolonialwaren und frisches Gemüse) für die Zeil vom 1. 4.-30. 6. 1922 । i* . ’I