Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- und Steindruckerei «. Eangt. Schristlettung, Seschäsirftelle und Druckerei: Schulitratze 1. mitteleuro- Der Bundes- ied s ° Gruppe der internationalen 9 ab, polnische S1 aats bürgec den. feine Stimme in Europa zu im August 1914, als Deutschland Belgien angegriffen habe, Großbritannien sich damit begnügt hätte, das Änmoralische des Angriffs sest- zustellen und auf Amerika zu warten, dann hätte es sich nicht zum Herren der deutschen Flotte und auch der deutschen Kolonien machen können, sondern England hätte seine eigene Flotte verloren und seine Kolonien dazu, ja f verhindern. __ -Dien, 20. Aug. (WTD.) Bundeskanzler Dr. Seidl und 'Finanzminister Segur sind Heute abend in Begleitung des Gesandten Dr. Wildner nach Prag abgereist, wo Montag die Besprechungen mit dem tschecho-slowakischen Wmi- terpräsidenten und Minister des Aeußern Dr. Denesch stattfinden. Mittwoch erfolgt in Berlin die Begegnung mit dem deutsch enReich s- kanzler Dr. Wirth. Mit Rücksicht auf die gerade im jetzigen Augenblick erhöhte Bedeutung diplomatischer Geschäftsführung verbleibt Bundesminister für Aeußeces Dr. Grünberger in Wien. schen Guthaben. . In der „Reuen Straßburger Zeitung tmeder- hvlte Abgeordneter Frey, was er schon früher gegen die Sanktionen eingewandt Habe und befinde sich damit plötzlich in ülebereinstimmung mrt seinen radikalen Gegnern. Die katholischen Zeitungen führten die gleiche Sprache, ebenso das Organ der Sozialisten, das die Haltung der Kommunisten unterstreiche, die ein Manifest publiziert und am Freitag abend eine Protestversammlung gegen die Ausweisungen veranstaltet hätten Der „T e m p s" fügt Hinzu, die Maßnahmen, die der Ministerpräsident angeordnet habe, fc«m in verschiedenen Punkten gemildert worden. Da 5. D. die Aegierungskommission von Saarbrücken zugunsten der recht zahlreichen, in Elsah-Lotyrin- gen wohnhaften Saarländer interveniert habe, sei ihr anscheinend die Bersicherung gegeben wor- Krieges gibt, die nicht übersehen werden sollen und können. Aber wir versichern, daß Rache gerichts-Liga überreichte hlute in einer von den freien Gewerkschaften und den beiden sozialistischen Parteien in Berlin veranstalteten deutschenglischen Friedenskundgebung eine Adresse, in der es heißt: Wir wissen, daß der Gang zum ewigen Weltfrieden nicht leicht ist. Wir sind nicht Kosmopoliten, die die Verpflichtungen gegenüber dem eigenen Lande außer Rücksicht lassen. Wir vergegenwärtigen uns andererseits die besonderen Schwierigkeiten, denen Ihre Republik in dieser kritischen Zeit gegenübersteht. Wir geben offen zu, daß zwischen uns Meinungsverschiedenheiten vorhanden sind. Ebenso verschließen wir uns nicht der Tatsache, daß es Folgewirkungen des letzten gur Wahrung deutscher Ehre und deutschen Ansehens. Berlin, 19. Aug. (WTB.) Der Ar beit s- 2usschuh deutscher Verbände, in dem gegen 600 kulurelle, politische und wirtschastlicheVerbände der verschieden st en politischen Richtungen zum Kampfe gegen die Lüge von Deutschlands alleiniger Verantwortlichkeit am Weltkriege mit dem Ziele der Revi- siondesDersailler D.i k t a t e s zusammen- geschlossen sind, gibt angesichts der jetzt faraif- beschworenen schweren Krisis im Ramen der Mitglieder die Erklärung ab, daß sie sich als außenpolitische Einheitsfront hinter jede zur Wahrung des Deutschen Reiches gegen fremde Vergewaltigung enffchlossene Regierung stelle. Der Ar- britsausschuß deutscher Verbände erwartet, daß die Reichsregierung den immer erneuten Versuchen, das deutsche Volk unter dem Vorwande seiner alleinigen Verantwortlichkeit für den Krieg wirtschaftlich und politisch zugrunde zu richten, nachdrücklichsten Widerstand leistet und zur Währung der Ehre und des Ansehens des deutschen Volkes entschlossen -llen Forderungen entgegen» tritt, die Deutschland die Lebensmöglichkeit nehmen. Eine Warnung vor übertriebener Nervosität. Berlin, 19. Aug. Wie in den Blättern festgestellt wird, steht die Regierung auf dem Standpunkt, daß die gegenwärtige D e - Visenhausse keinerlei sachliche Begründung hat. Die Reichsregierung kommt als Devisenkäuferin jetzt und für absehbare Zeit nicht in Frage. Die Ausgleichszahlungen sind für vier Wochen gestundet. Die Befürchtung wegen den bevorstehenden französischen Maßnahmen scheint durchaus übertrieben. Die Reichsregierung warnt deshalb eindringlich vor einer übertriebenen Rervosität. Erne Konferenz der Schuldnerstaaten in Pariü? Paris, 21. Aug. (WTB.) Senator Henri de Iouvenal beschäftigt sich in einem Artikel des „Matin" mit der Frage der Kriegsschulden, indem er darauf hinweist, daß Poin- care in London den Vertretern der Staaten, denen Frankreich Geld schuldet, Erklärungen abgegeben habe. Diese Erklärungen machten Frankreich zum natürlichen Verteidiger aller Staaten, die Geld hätten leihen müssen, um den Krieg fortsehen zu können. Die Aktion dieser Länder müsse mit der Aktion Frankreichs verbunden werden, da deren Schicksal an das Schicksal Frankreichs geknüpft sei. Man solle eine Konferenz der Schuldner st aaten nach Paris einberufen, um gemeinsame Entschlüsse zu fassen, um als Antwort auf die Dalfournote ein, ähnj- liches Memorandum an Lloyd George zu richten, das die ülnterschrift Frankreichs, Belgiens, Rumäniens, der Tschechoslowakei und Polens trage. Sind wir dann isoliert, toemt wir die Staaten Europas vertreten, wenn wir uns mit allen unseren Verbündeten einigen, um dem englischen Premierminister zu sagen, er vereinige seine Forderungen mit denen der Vereinigten Staaten? Ein großes Volk wie das englische Volk dürfe sich hinter keinem anderen Volke verstecken. Wenn der Greuzsestsetzungskomm s ion da/ür einzuireten, daß diese Orte Deutschland zugesprochen werden, Englische Arbeiterführer über das Wiederherfteünngsproblem. London, 19. Aug. (WTD.) Auf der gestrigen Sitzung der General Wvrkers Anion in Leamington machte der englische Arbeiterführer Benn Tillett den Vorschlag, einen allgemeinen Streik der Arbeiter ganz Europas zu veranstalten, bis die Finanzleute ihre Schwierigkeiten beigelegt hätten und die Währungen stabilisiert seien. Der Friede sei zerstörender gewesen als der Krieg selbst. Der Arbeiterführer C l h n e s trat dem Vorschlag entgegen, indem er sagte, für dieses Problem könne in den Methoden industrieller Gewalt kein Heilmittel gefunden werden. Rur drei Länder könnten eine politische Regelung bis zur Wiederherstellung des Vertraue"^ m den Wirtschaftsbeziehungen der verschiedenen Länder Europas herbeiführen, nämlia) Großbritannien, Frankreich und Amerika, und zwar nur, wenn sie zusammen handelten. Eine deutsch-englische Friedenskundgebung. Volk zu befragen, habe man ihm weitgehende Gebiete abgetrennt, bedrücke es mit der Besetzung des Rheinlandcs, mit Sanktionen, Retorsionen und Repressalie. Der Völkerbund sei von jeher ein Ziel der Arbeiterschaft gewesen. Dann sprach Kennedy über die Rotwendigkeit internationaler Solidarität der Arbeiterschaft, die aber keineswegs Antinationalismus bedeute. Joy sprach über die Idee: Rie wieder Krieg. Zum Schlüsse sprach noch Dr. B r e i t s ch e i d (SPD.). Der Abschluß der Kundgebung bildete der gemeinsame Gesang der Internationale und ein Hoch auf die internationale Arbeiterschaft. Berlin, 20. Aug. (WTB.) Die englische Eine Politik derAnnäherungzwischenFrank- reich und Deutschland? Paris, 19. Aug. (WTD.) „Ivurnee industrielle" verfolgt ihre Politik der wirtschaftlichen Annäherung an Deutschland weiter. In einem heutigen Artikel heißt es: Es gibt ein Gebiet, auf dem man mit verhältnismäßiger Leichtigkeit etwas schaffen kann: Das Gebiet der wirtschaftlichen Organisation, das der Vertrag von Versailles vollkommen vernachlässigt bat. Der Verfasser bezieht sich dann auf das Beispiel Italiens und fährt fort, was Italien verlangt, was ebenso Deutschland und was die kleinste Stadt des festländischen Europa verlangt, ist die Einbeziehung in einen Wirtschaftsplan. der ihnen die reguläre Erfüllung ihres Geschickes gewährleistet. Die wirtschaftliche, oder wenn man will, die Sorge um dastzägliche Brot, umschließt eine starke politische Kraft. Allerdings bedarf es, um sie nutzbar zu machen, derKennt - nis anderer Archive als derjenigen der Ministerien. Die Ankunft der Delegierten der Neparationskommisfion in Berlin. Berlin, 21. Aug. Wie die Morgenblätter berichten, sind die beiden Mitglieder der Reparationskommission, Bradbury und M a u c l ere, gestern «abend in Berlin eingetroffen. Der englische Kommissar Bradbury hatte sogleich eine längere Unterredung mit dem hiesigen englischen Botschafter. Heute vormittag werden die beiden Abge- sandten der Reparationskommission von Reichskanzler Dr. Wirth empfangen werden. Daraus werden sich die Besprechungen mit den Ressortministern anschließen, je nachdem, welches Spezialgebiet die Fragen betreffen werden, die die Reparationskommission stellt/ W ft Heutiger Stand des Dollars 10 Ahr vormittags: Berlin 1250. Frankfurt a. M. 1235—124^ Die öffentliche Meinung in Elsstz-Lothringen gegen die Retorsionen. Paris, 19. 2Iug. (WTD.) Wie «ich der .JtrnH" aus Straßburg melden läßt, bat man in der öffentlichen Meinung eine B e w e - gung gegen die Retorsionen konstatiert, die am 5. August gegen die in Elsaß - Lo - t'bringen wohnhaften Deutschen ergriffen worden sind. Die Presse nehme ohne atn- t:rschicd der Partei oder Reli ion Stockung ge en die Ausweisung und die Sequestrierung der deut- ****** W MM Wien, 19. Aug. (WB.) -- - kanzler Seipel hat gestern und heute die Vertreter der Ententemächte empfangen, um sie auf die durch den Ausgang der Londoner Konferenz geschaffene Lage aufmerksam zu machen. Durch die neuerliche Verweisung der österreichischen Kreditaktion an den Völkerbund und die durch ohne Schuld der österreichischen Regierung eingetretene Verzögerung in der Gründung der neuen Rotenbank sind die Schwierigkeiten, mit denen Oesterreich zu kämpfen hat, nur noch verschärft worden. Im Zusammenhang mit der allgemeinen Geldlage erscheint das österreichische Problem nicht mehr als ein rein finanzielles, sondern als vorwiegend politisches. Da hierdurch nach Auffassung der österreichischen Regierung die Aufrollung der m i 11 e l e i r o- päischen Frage in nächste Rähe gerückt erscheint, hat sich die Regierung entschlossen, mit den führen de n Staatsmännern der drei Rachbarst aaten, die für die Gestaltung der mitteleuropäischen Lage größte Bedeutung haben, persönliche Fühlungnahme zu suchen. Sie ist daher mit Berlin, ,Rom und Prag in Verbindung getreten. Bundeskanzler Seipel begibt sich am Sonntag abend zu eintägigem Aufenthalt nach Prag, um mit dem tschechoslowakischen Ministerpräsidenten und dem Minister des Aeuhern Be- nesch zusammenzutreffen. Am Montag abend wird er von dort unmittelbar nach Berlin weiter- f 2 Die mißglückte Mission Parmentiers. Paris, 19. Aug. (WTD.) „(Sre nouvelle" schreibt: Die MissionParmentiers endete praktisch mit einem Mißerfolge. Millerand sah richtig, als ey die Entscheidung, diesen Dearnten des Finanzministeriums nach Washington zu senden, kritisierte. Wir könnnen den Präsidenten der Republik nicht tadeln, daß er jetzt von seiner Autorität Gebrauch machte, um die Rückberufung dieses unzulänglichen Anterhändlers zu beschleunigen. Wer das nationale Interesse im Auge hat, muß sich wohl hüten, Parmentier nach den Vereinigten Staaten zurückzusenden. Dadurch, daß wir einen Dearnten mit einem offiziellen Auftrage nach Washington schickten, trennten wir uns ostentativ von England. England seinerseits wollte uns begreiflich machen, daß es unsere Geste verstand. Das Kabinett von St. James antwortete auf die Mission Parmentiers mit der Rote Dalfours. Die Ausrollung der päischen Lage durch Oesterreich P a r i s. 19. Aug. (WTB.) Heber die Red e, die Poincare morgen in Bar-le-Duc anläßlich der außerordentlichen Tagung des Generalrates hält, schreibt das „Echo de Paris": Morgen wird Poincars auf das neue die Repara- tionspolMk der französischen Regierung begründen. Er wird diesmal öffentlich seinen Entschluß mitteilen, Deutschland nur gegen die Verpfändung der staatlichen Gruben im Ruhrgebiet und der Domanialwälder auf dem linken Rheinufer ein Moratorium zu bewilligen. Er wird auch seinen Entschluß zum Aufdruck bringen, sich nicht durch Kompromisse aushalten zu lassen, an denen im Augenblick die Reparationskommission arbeitet, wenn diese Komproini se hinter dem Minimalprogramm zurückbleiben, das er in den letzten Tagen der Konferenz von London sich zu eigen 1 machte. Endlich wird er zweifellos andeuten, daß er eventuell nicht zögern werde, zsu den strengsten Sanktionen gegenüber dem widerspenstigen Schuldner überzugehen. bei der Feier des letzten -versu,- ie^ Flotte verlören d^n, daß deren Personen und Güter' vonderMay-1 su $ « « ^fülamge^ tour&S rirt« ?er ftg» IÄÄW seicht- W-una sollten. Anscheinend merkt die französische Regierung den schweren Mißgriff, den sie mit den Retorsionsmaßnahmen begangen hat und wünscht ihn jetzt in einer Weise abzuändern, welche der französischen Absicht im Rheinlande zugute kommen soll. Die Meinung der Welt wird sich jedoch durch solche durchsichtigen Kunstgriffe nicht beeinflussen lassen. Sie 'hält es statt dessen für selbstverständlich, daß die Retorsionsmaßnähmen rückgängig gemacht werden, nachdem die Frage des Ausgleichsverfahrens durch die letzte Rote der Reparationskommissivn an die deutsche Regierung bis auf weiteres geregelt wurde. Poincar^s bevorstehende Rede. soweit sie auf dem linken RHeinufer wohnen, die, verlesen. Dann verwies Franz K r u g e r (SPD. > wie man sage die gleiche Bevorzugung genießen auf die Tatsache, daß die Welt infolge des Ver- - fallier Friedensdiktates von dem Volkerfneden weiter entfernt sei denn je. Ohne das deutsche müsse aufhören, die Kriegsschulden zu verlangen: denn das Interesse der Alliierten, ja sogar das Deutschlands, das Heil Europas, ja sogar das Gewissen Englands seien in dieser Kriegsschuldendebatte auf Seiten Frankreichs. Könne die englische Regierung unter diesen Amständen jenseits des Kanals allein bleiben? Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigern) 34 mm Breite örtlich 150 Ps, auswärts 180 Pf.; für Nelklame- Anzeigen von 70 mm Breite 500 Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 Ausschlag. Hauptschriftleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen Gegen eine neue polnische Gewaltforderung. Beuthen, 19. Aug. (WB.) Angesichts der polnischen Forderungen bei derG re nz° festsetzungskommission fanden m sämtlichen Anlagen der Königin Luisegrube Versammlungen der Belegschaften statt. Rach einer sehr erregten Aussprache und flammendem Protest gegen die polnische Bestrebungen wurden überall einstimmig Entschließungen angenommen, in welchen betont wird, daß die Königin Luisegrube und die Delbrückschächte Betriebseinheiten sind, die nicht zerrissen werden könnten, ohne die Betriebssicherheit der und Haß nicht die leitenden Beweggründe der britischen Politik sind. In unserem Lande wird mehr und mehr empfunden, daß Versöhnung und nicht Entfremdung gepflegt werden muß. Wir wünschen von den Deutschen, ebenso wie wir es von ben Franzosen und allen andern wünschen, daß sie an einer Weltpartnerschaft für den Frieden teilnehmen. Rationen können ebensowenig wie einzelne Menschen ohne ernsten Schaden für sich selber und für ihre Rachbam für sich allein leben. Je freier hie Menschen gegeneinander handeln, desto weniger wahrscheinlich ist es, daß sie zu einem Verhalten gelangen, das Erzeugnisse der menschlichen Arbeit vernichtet. In wenigen Tagen wird sich der Völkerbund in Gens versammeln. Fast einstimmig, wünscht die öffentliche Meinung Englands dringend, daß Deutschland Mitglied des Dundes werde. Es ist unsere ernsteste Hoffnung, daß die deutsche Republik ihre Ausnahme beantragen wird. Wir haben Grund zu glauben, daß ein solcher Antrag Annahme finden würde. Der Wunsch, daß Deutschland dem Völkerbunde beitrete, wird jetzt von britischen Staatsmännern: und Politikern der verschiedensten Parteien geteilt, darunter auch von den Leitern der Staatsgeschäfte. Die Kreise, in deren Ramen wir im besonderen das Wort führen, haben es von Anfang an befürwortet, und wir sehen voraus, daß die Deutsche Republik in Kürze dem Völkerbunde beitreten und auch einen Sitz im Völkerbundsrat erfaßen wird. Rur in einer Atmosphäre des Friedens und dort, wo die Gleichberechtigung aller Staaten, ob groß oder klein, der leitende Grundsatz ist, können die Probleme, die gegenwärtig die Staatsmänner verwirren und Millionen von Menschen Leiden verursachen, gerecht gelöst werden und keine internationale Frage erscheint uns von gleicher Bedeutung zu sein wie die der Mitgliedschaft Deutschlands im Völkerbunde. Am Schluß der Adresse faißt e£, es handle sich um eine Kundgebung guten Willens, von Männerm verschiedener politischer Anschauung dargebracht, die aber in dem Wunsche einig seien, den Deutschen die Hand zu reichen. Als Bürger Großbritanniens näherten sie sich den Bürgern der deutschen Republik, zum Zeichen dafür, daß eine neue Zeit der Brüderlichkeit und des friedfertigen Fortschritts der Menschfait anbreche, mie jie die vornehmsten Denker aller Länder von Ferne erblickt und herbeizuführen bestrebt hätten; „an uns ist es, die Ernte ihrer Aussaat einzubringen!" nesamten Anlaa»n schwer zu gefährden. Die Gesa m t be leg s cha f t lehnt es entschieden ..: , polnische Staats bürger zu wer - ' - ,'l. Wenn die polnische 'Regierung Sorge -um die wirffchaftliche Zukunft der Arbeiter, die in Makoschau. Kunzenberg, Parnsdorff und Lips- dorf wohnen, hat, bleibt es ihr unbenommen, bei' SA»- «32 »5 Ms e? mit derSamslagsbeilage: GießenerF-amilienblätter Monatlich« vezugrpreise: Mk. 29. - und Mk. 3. - Trägerlohn,durch diePost Mk. 32.—.auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für die Schrift, leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Gieße«, postscheäkonto: Frankfurt a. M. 1163«. reisen. Wien, 19. Aug. (WTD.) Die Abendblätter schreiben, die gesamte österreichische öffentliche Meinung werde die Entschlossenheit begrüßen, mit welcher die Regierung endlich die österreichische Frage unter Beiseitelassung aller bisher geübten Rücksichten vordaseu rv- päische Forum bringe. Oesterreich habe mit dem jetzt unternommenen Schritt nur das getan, was angesichts der augenblicklichen Gage dringend notwendig geworden sei, beim es handle sich um nicht mehr und nicht weniger als die Existenz eines Staates. Der Schritt der österreichischen Regierung sei der Beweis für den festen Willen, nichts zu unterlassen, was das 2ant> vor dem völligen Zusammenbruch bewahren könne. Von den Verhandlungen in Prag und Berlin sowie von der Entscheidung der italienischen Regierung dürfte das Schicksal der wirtschaftlichen Gestaltung Oesterreichs in der nächsten Zeit abhängen. Die „Reue Freie Presse" schreibt: Der Besuch Dr. Seipels in der Hauptstadt des Deutschen Reiches stellt eine umfassende Gemeinschaft der Interessen und des engen Zusammenhanges klar, der zwischen beiden Rachbarstaaten besteht, die von Rationen bewohnt werden, in denen eine Sprache ertönt, in denen! ich Denken und Fühlen begegnen. Die Grenzen, die in St. Germain auf gerichtet worden sind, können die Gemeinsamkeit der Empfindungen und den Zusammenhang der Lebensgrundlagen nicht Berlin, 20. Aug. (WTD.) Eine deutsch- englische Friedenskundgebung, veranstaltet von den Berliner Gewerkschaften der beiden sozialistischen Parteien sand heute statt. Englischerseits waren die Mitglieder der englischen Gruppe der internationalen Schiedsgerichtsliga erschienen, darunter der Vorsitzende Jähn Morgan, Generalsekretär Fred Madison, ferner Thomas Kennedy, der Stadtverordnete John Joy die Bergarbeiter Bernet und Kenyon und andere. Der Vorsitzende der Berliner Gewe^k- schaftskommission S a b b a t H drückte die Hofft mmg ans, daß dis englischen Gäste sich von der Lage der deutschen Arbeiterschaft ein richtigeres Bild als bisher machen würden. Die deutsche Arbeiterschaft kämpfe für den Volkerftreden, den Europa leider immer noch nicht habe. M a o i s o n führte aus, die englische Kornmisfton sei m dem aufrichtigen Wunsche nach Deutschland gemmmen, in Gemeinschaft mit dem deutschen Volke eine neue Zeit einzuleiten, in der das Gesetz der brutalen Gewalt durch die Herrschaft vernünftiger Gesetze ersetzt werden solle. Mehr als ie fei die englisch^deutsche Annäherung notwendig, damit die beiden Länder wieder aufbauen konnten, was der Krieg zerstört fabe. Das Vertrau e n E n g l a n d s m den Friedenswillen des deutschen Volkes sei ganz besonders durch die Kundgebung des Reichspräsidenten JÄ«WcbV»“ Äß WL -LLAAA.V- ! I p ___ATrtO tvrm nt>r bTin? Ht. 195 172. Fahrgang Montag, 21. August 1922 Erscheint täglich, außer /HM VrT O GietzenerAMger General-Anzeiger für Oberhessen 3 ’ 3 2 I um die wirtschaftliche Zukunft der Arbeiter zi sichern. Don der deutschen Regierung erwartet die Belegschaft, daß sie sich mit allen Mitteln für das Verbleiben der beiden Anlagen bei Deutschland einsegt und jeden Versuch, die Anlagen durch andere Gebietsteile etnzulauschcn, entschieden zurück- tocifi. Die Belegschaft ist entschlossen, einer Zuteilung an Polen schärfsten Widerstand entgegen- zusehen. Auch der Gesamtbetriebsrat der Ski- brückschächte protestiert namens der Belegschaft ganz energisch gegen die neuen Forderungen des polnischen Kommissars wegen Zuteilung der Del- brückschächte an Polen. Die Grenzkommission werde es nicht wagen tonnen, die überwiegend deutsche Belegschaft mit ihrer Anlage, auf welcher der größte Lei! der vertriebenen Flüchtlinge aus Polnifch-Oberschlesien einen lehten Broterwerb gefunden habe, gegen den Willen der grossen Masse an Polen zu verschachern. Die neuenVerkchrstarife in Oesterreich. Wien, 19. Aug. (WTB.) Ab 21.8. treten die erhöhten P o st t a r i f e in ..Straft. Danach kosten Briefe im Fernverkehr bis 20 Gramm 100 Kronen, Postkarten 50 Kr., Drucksachen bis 50 Gr. 20 Kr., Postantveisungen bis 10 000 Kr. 200 Kr., bis 25 000 Kr 400 Kr. Höchstbetrag ist 2000 Mk. in Kronen. Gewöhnliche GewichtSgebühren für Pakete für je 5 Kg. 2400 Kr., bei Leitung über die Tschechoslowakei bei je 5 Kg. 3600 Kr. Wie die Staatskorrespondenz erfährt, werden auf den Staatsbahnen, auf den Südbahnen und der AS- pangbahn die Gütertarife ab 1.9. um 150 Prozent, Personen- und Gütertarife ab 8. 9. um 300 Prozent hinaufgeseht. Dom 28. 8. wird der Zollaufschlag auf das Fünftausendfache des Aomtnalbetvages erhöht. Gewisse Artikel wie Kaffee. Zucker. Petroleum werden aber nur zu 40 Proz. der jeweiligen Goldparität verzollt. Tie bisherige Zollfreiheit für lebenswichtige Artikel tote Getreide. Mehl, Fett, Fleisch, Milch und Kohle bleibt bestehen. Aus dem Reiche. Lohnerhöhungen für die Buchdrucker. -Berlin, 19. Aug. (MTB.) Der Taris- auSschuh der deutschenDuchdrucker hat nach zweitägiger Beratung die Löhne der Buchdrucker in Anbetracht der fortschreitenden Teuerung um 5 0 0, und vom 1. Sept, ab um weitere 300 Mark erhöht. Diese bisher bei weitem stärkste Erhöhung, zusammen mit den übrigen bedeutend gestiegenen Lasten des Druckgewerbes erfordert eine Erhöhung der Druckpreise um 60 Prozent, die am 21. August in Kraft tritt. DaS neue Lohnabkommen ist auf vier Wochen abgeschlossen. Die Vertreter Bayerns in Berlin. Berlin, 19. Aüg. (WTD.) Die »D. Z. a.M “ meldet: Der bayerische Minister deS Innern S ch w e y e r und der bayerische Oustizrninister Gürtler, die heute vormittag eintrafen, begaben sich um halb elf ilhr in Begleittmg des , bayerischen Gesandten v. Preger zu der angekündigten Rücksprache zum Reichskanzler. Berlin, 21. Aug. Die Verhandlungen mit den bayerischen Vertretern sind, laut QKorgenblättern. am Sonntag dem Abschluß gekommen. Unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten sand eine Konferenz mit Mitgliedern der Reichsregierung und den beiden bayerischen Ministern statt, in der das Ergebnis der Einzel- besprechungen zwischen dem bayerischen Zustiz- minrfter Gürtler erörtert wurde. Die beiden bayerischen Minister sind am Sonntagabend nach München abgcrclft, um das Ergebnis der Berliner Besprechungen dem Ministerrat vorzulegen, der schon am Montag stattfinden wird. Rentnerverbände. Äaffel, 20. Aug. (WTB.) Aach längeren Vorarbeiten ist eS von Kassel aus gelungen, die Rentnerverbände deS Rheinlandes, des Freistaates Hessen, Braunschweigs und der Provinz Sachsen zu einer Arbeitsgemeinschaft zu verbinden, der sich voraussichtlich bald weitere Landesverbände anschliehen werden. Ein Fachbeirat mit dem Sitze in Kassel ist aus Mitarbeitern und Sachverständigen der Ortsgruppe Kaffe! sowie aus Vertretern der Behörden gebildet worden. Baalsfempel. Roman von Margarete v. Derben» Fünfgeld. 2. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) „Ich werde es ins Album stecken zwischen den Pastor, der mich konfirmiert hat, und meine Gouvernante," flüsterte die Boa weiter. Er stutzte einen Augenblick. Aber nein — an der ganzen Gestalt war nichts wirklich Elegantes. nur billige Dazarware — plump, wie der dicke Pelz, eine grobe Hermeltnnachahmung. „Also guten Abend. Aber ich erkläre mich nicht für besiegt. Er hob mit spöttischem Bedauern die Schullern und verbeugte sich leicht. . . Und Sie würden mich wiedererkennen r‘ „Riemais!" sagte Riedinger freimütig. „Sie sind und bleiben für mich eine mystische Erscheinung." 'Da war eS wieder, das Kvboldskichern. ..Ra. Gott sei Dank! 2luf Wiedersehen!" Ohr Gang ist nicht schlecht, dachte Riedinger, den davvnhuschenden Schatten mit den Augen verfolgend. Ohm war unbehaglich zumute. Er hatte einem lange gehegten Groll Luft gemacht — einem Groll gegen diese bürgerliche Gesellschaft, die sich reinlich unterschied zwischen ihrer Ehre und der Komödiantenehre . . . Aber welcher vermummten Maske hatte er hier ein Herz geöffnet? Einem besseren Dienstmädchen höchstwahrscheinlich, oder einem kleinen Lehrfraulein. Gr lachte halblaut auf. Dom nahen Rathaus- türm schlug es sieben. Run sah Rottmann noch da droben in seiner Bude und wartete auf ibn. HalS über Kopf eilte er beim, ihn verlangte nach einem Kognak, einem Bad. Rottmann. der unterbeffen die Petroleum- Aus Stadt und Land. G i e h e n, den 21. Aug. 1922. Paßkontrolle tut besetzten Gebiet. On letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Reisende im Verkehr von und nach dem besetzten Gebiet durch die Besatzungsbehörden mit empfindlichen Geldbußen bestraft werden, weil sie sich nicht im Besitze des voraeschrie- benen Personalausweises oder Reisepasses befinden. GS ist daher dringend geboten, sich bei Reifen ins besetzte Gebiet mit einem Personalausweis (mit Lichtbild) oder Pah zu versehen, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Die Persona ausweise werden im u n- besetzten Gebtet ausgestellt für die Einwohner der Städte Darmstadt, Offenbach, Gießen, Friedberg und Bad-Rauheim von den betr. Polizeiämtern, im übrigen von den zuständigen Kreisämtern und außerdem von den Bürgermeistereien in den Gemeinden bzw. Städten Birkenau, Butzbach, Fürth, Hirschhorn, Michelstadt, Neckarsteinach, Rimbach, Sprendlingen, Viernheim, Vilbel,Waldmichelbach und Wimpfen. Lohnabzug für die Zett des Fortbiiduttgöschttlunterrtchts. rm. Eine wichtige Entscheidung, die wahrscheinlich noch weitere Instanzen beschäftigen wird, hat das Gewerbegericht in Worms in der Frage der' Fortbildungsschulen gefällt, indem es eine Klage, die sich darauf stützte, daß nach den Bestimmungen des Hess. Volksschulgesetzes ein Lohnabzug für die Dauer des Fortbildungsschulunterrichtes nicht gestattet sei, a b- w i e 6 mit der Begründung, daß diese Bestimmung im Widerspruch stehe zu den bestehenden reichsgesetzlichen Vorschriften und der ReichSverfassung. Wettervoraussage für Dienstag: Wechselnd bewölkt, meist heiter, Gewittergefahr, sonst trocken und wann. Der hohe Druck über Mitteleuropa hat stark abgenommen, herrscht aber noch immer vor. Ucbcr der Rordsee und dem Skagerrak zeigt sich eine Gewitternase, die auch in unserem Bevbachtungs- gebict vorübergehend Störungen Hervorrufen kann. ** Amtliche Personalnachrich- t e n. Am 15. August wurden die Finanzprak- tikanten Erwin Dollega aus Darmstadt, Mar Handke aus Darmstadt, Erwin Vogel aus Darmstadt und Friedrich Werner aus Arheilacn vom 1. April 1922 ab zu HauptstaatSkaffeoberbuchhaltern bei der HauptstaatSkasfe ernannt Am 17. August wurde der Maschinist Georg Stöppler zu Bad-Rauheim vom 1. April 1922 ab zum Werkmeister bei der Bade- und Kurverwaltung Bad-Rauhe im ernannt. ** Das studentische Wohnungsamt schreibt unS: Das neue Semester wird wieder eine große Anzahl neuer Studenten nach Gießen führen. Viele dieser Studenten verdienen sich zur Zeit durch ihrer Hände Arbeit in Fabriken, Bergwerken und anderen Betrieben das Geld zum weiteren Studium. Da sie durch die Arbeit festgehalten werden, ist eS ihnen natürlich unmöglich, mehreremale nach Gießen zu kommen und auf die Dudensuche zu gehen. Das studentische Wohnungsamt hat es sich zur Aufgabe gemacht, gerade diesen Kommilitonen eine Wohnung nachzuweisen. Schon heute liegen eine Unmenge Anfragen an uns vor. Das studentische Wohnungsamt wendet sich deshalb an die Gießener Bürgerschaft mit der Bitte, Studentenbuden zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen, daß die altbewährte Opferfreudigkeit der Gießener Bürgerschaft uns über die Schwierigkeiten hinweghclfen wird. Anmeldungen an das studentische Wohnungsamt, Ludwigstraße 23. Man beachte die Anzeige im heutigen Blatte. tt. Ober hessischer Dienenzüchterverein. Eine außerordentliche Dersammlung des Gesamtvorstaudes und der Dorsihenden der 3tcc g cremt des Ober hessischen Die, e zuchterrer- eins fand am SamStag im Hotel Schutz dahier! statt, um über die in diesem Zähre so dringend nötige Beschaffung von Zucker zur Herbstfütterung der Dienen zu beraten. Der Vorsitzende, Lehrer Buß- Leihgestern, bc- richlete zunächst über seine Bemühungen zur Beschaffung deS Frühjahrszuckers, der mit 36 630 Kilogramm zur Verteilung kam. Dabei hat sich herausgestellt, daß sich manche Imker bei ver° febiebenen Derteilungsstellen versorgt oder mehr bezogen haben, als ihnen zukam. Künftighin wird das unmöglich gemacht werden. Für die Herbstbelieferung ist cS dem Vorstand nicht möglich gewesen, selbst durch Vermittlung des hessischen Ministeriums nicht, Zucker durch den Verein zu erhalten, so daß sich jeder Omker, so gut er kann, f e l b ft versorgen muß. Jedoch muh vor der Verwendung von Rohzucker zur Winterfütterung aufs crnstlichste gewarnt werden, da er sich nicht zur Fütterung eignet. Der Jahresbeitrag für 1923 wird vorläufig auf 50 Mark festgesetzt, der im Monat Januar fällig ist. ** D ie Mellani°Ga st spiele am Samstag und Sonntag boten ihren Besuchern einige Stunden kurzweiligster IlMerhaltung.Wohltuend berührte es besonders, daß der Veranstalter von vornherein auf den Mantel deS Mysteriösen verzichtete, den viele Künstler des gleichen Berufs um ihre Darbietungen zu hüllen pflegen. Hub dieser Verzicht ist um so höher anzuerkennen, als eine ganze Reihe der vorgeführten Experimente schier unerklärlich wirkten und srch wohl mancher der Anwesenden ohne Prof. Mellanis ausdrücklicher Erkürung, daß seine einzige Zauberformel laute: „Geschwindigkeit ist keine Hexerei", leicht von dem Wirken übernatürlicher Kräfte hätte überzeugen lassen. OedenfaNS wurde dank der außerordentlichen Geschicklichkeit des Künstlers der Bann der Illusion nicht gebrochen, und die Zuschauer ließen sich von seiner Beredsamkeit willig dahin führen, gerade die dargebrachten „Beweise^ feiner „ (Zauberei" als die gegebenen anzusehen. DerDch u te I derVorfüh um en enttäuschte etwa?. Ollan hätte von dem „Geisterkabinett" doch mehr praktische Beweise für die Haltlosigkeit der spiritistischen Lehren erwarten dürfen, alS sie in den nicht .unbekannten Manipulationen eines scheinbar unlöslich ©efef feiten hinter dem Vorhang dargeboten wurden. Doch "abgesehen von dieser Lückenhaftigkeit war das Programm reichhaltig genug, um die Befriedigung und den lebhaften Beifall des Publikums zu rechtfertigen. ** Ein neues Lichtspielhaus, die im Saale deS früheren Hotels „Einhorn" errichteten P a I a fl - Li cht s p i e 1 e, wurde am Samstag der Öffentlichkeit übergeben. Das neue Kinotteater präsentiert sich in bester Weise. Dank seiner vor- züglichen Einrichtungen dürste es sich die Gunst deö Publikums wbhl sehr schnell erringen. Breite, bequeme Treppen führen aus einer geräumigen Halle empor zu dem hoben und luftigen Theater- faalc, der in feinen Großcnmaßen und seiner modernen Ausgestaltung den Vergleich mit großstädtischen Einrichtungen dieser Art aushält. De- qinmc Sitzgelegenheit gibt dem Gast Wohlbehagen und befähigt ihn, auch einer etwa drei Stunden langen Vorstellung, tote sie am SamStag au verzeichnen war, bis zum Schluß ohne sonderliche Ermüdung beizuwohnen. Zur Eröffnung des Theaters hat die Leitung die Uraufführung des Filmes „Othello" auf das Programm gesetzt, der geeignet ist, eine starke Wirkung auf die Besucher auszuüben. Die übliche musikalische Umrahmung der Filmvorstellungen wurde am Samstag mit sichtlichem Eifer der Kapelle geboten. SAornoh,teil. — Tageskalender für Montag. Astoria-Lichtspiele, ab heute: „Flammen der Wüste" und „Der Graf, die Tänzerin und der Staatsanwalt". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ab heute: „Sn einem kühlen Grunde". — Gin Schlossertag für Stadt und Landkreis Gießen findet am kommenden Sonntag im Hotel Felsenkeller statt. Alles Rähere ist auS dem Anzeigenteil zu ersehen. Kreis Schotten. X. Schotten, 20. Aug. Der Reubau der hiesigen Forsterschule schreitet rüstig vorwärts. DaS Gebäude steht, landschaftlich schön gelegen, im westlichen Teile des OrtSbereiches. Der Grund und Boden wurde von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt, während die Baukosten vorn Staate getragen werden. Infolge der mißlichen wirtschaftlichen 'Verhältnisse wird der Voranschlag nicht unwesentlich überschritten werden. Bis zur Fertigstellung des Reubaues, der hoffentlich mit Begorn de? Winterlaib a rcS bezogen werden kann, wird der Unterricht zum größten Teile in der Landwirtschaftlichen Winterschule erteilt, einige Stunden werden aus besonderen Gründen in der Realschule gehalten. Zur Zeit besuchen die Anstalt über 20 ausgesuchte iuixgc Leute, die bei der Zulassungsprüfung am besten abgeschnitten haben. Die Schule steht unter der Leitung des Oberforstmersters der Oberförsterei Schotten. Dre Au bi düng umfaßt $toci Lehrgänge von der Dauer je eines Jahres und erstreckt sich nicht nur auf das lampe angezündet hatte, empfing ihn mit einem sonderbaren wissenden Lächeln. „Schade, daß du nicht da toarft. Ich hab' dich vertreten, so gut es ging. Aber meiner Fallennase und meinem unseligen Temt wollte es nicht recht glücken — man wünschte deine ällnterschrift unter eine Postkarte. Man war ganz naiv: etwa dreizehnjährig oder so. Man trug einen dicken langen Zopf mit blauer Schleife!" „Blödsinn," knurrte Riedinger grimmig und warf sich auf daS Sofa. „Och ziehe auS!" Der andere lachte laut auf: „So recht, mein Zunge! Och brauche nicht auszuziehen! Mir steigt kein holder Backfisch auf die Bude!" Die „weihe Boa" verlangsamte ihren Schritt, sobald sie die Bosketts des Stadtparks hinter sich hatte Mit der etwas pelzigen Anmut eines FräuleinS, dem nicht wohl in seinen Schuhen ist, stieg sie in ihren Galoschen — die ab und zu das Stück eines schwarzseidenen Florstrumpfes frei- ließen — über den glatten Asphalt, den die unfreundliche Herbst Witterung mit einem glitschigen ileberjug versehen hatte. Sie schlüpfte in Degenhardts Konditorei. Der wohlvertraute Duft von Schlagsahne und warmem, süßem Gebäck schlug ihr entgegen; an einem runden Tisch saßen zwei junge Damen in weichen, kühngeschwungenen Sealpelzkappen. Riesige Spihenjabote strömten aus den geöffneten Zacken, und das sah aus wie überbrausende Milch. Eine Blaue und eine Tabakbraune. „Ra, wie war es? . . . Aber, Lily! Wie hast du dich herausgemustert!" riefen beide wie ais einem Munde. Die Weiße Boa hing an einem Ragel, und die Galoschen flogen von den Füßen — zierlichen, in Lackschuhen steckenden Füßen. „Gottlob, daß ich das Monstrum los bin." sagte daS Fräulein mit einem Lächeln. „Och hab' es von unserer Köchin gepumpt! Och wollte mich doch nicht gleich zu erkennen geben.“ „Ra, wie war cd denn?" wiederholte die Blaue und klapperte mit dem silbernen Löffel- chen auf ihrem leeren Teller herum. „Lily, schieß los!" platzte die Braune heraus. Lily lächelte nochmals und schälte sich langsam aus ihrem vorjährigen Flaaschmantel. Schlank und rank stand sie da, unter dem unmöglichen Hut stahlen sich ein paar braune Locken hervor, über die daS elektrische Licht einen kupfernen Schein warf. Das ganze, sehr weihe Gesicht aber wurde beherrscht von den Augen, die grünblau schimmerten wie Gletscherwasser. Sonst war es Dort einer reizvollen ilnrcgelmäblgfeit Unter dem groben Mantel trug sie eine hochelegante Bluse aus gelbem Spachtelst off, einen verwelkten Fliederbüschel im Gürtel. ..Wie kann man sich so scheußlich Herrichten I" rief die Blaue wieder. „Was hattest du vor Llly? So konntest du ihm doch unmöglich einen Eindruck machen! Oder hast du den Mantel abgelegt?" „Beruhige dich ich hätte ihm auch anders keinen Eindruck gemacht. Aber es reizte mich so: außen Köchinnenboa, Hut aus dem Aasverkauf, Galoschen Rümmer neununddreißig — innen Spitzen, Flieder, Geheimratstochter, Schöngeist, eine Spur Erdgeist." „Run hör aber auf und erzähle mal ordentlich" rief die Blaue ärgerlich. „Was hat er gesagt?“ , „Bis zu meinen inneren Vorzügen sind wir nicht gediehen. „Och hatte keine Gelegenheit, sie ihm zu zeigen." „Er" — platzte die Braune heraus, schwieg aber sofort wieder. „Fräulein, einen starken Schwarzen! Keinen Kuchen — Zigarette! — Also: Abgeblitzt! Kurz und gut, meine Teuren, versucht euer Hell selber. Dieser Mensch ist für diese Well zu gut“ rein forstliche Gebiet, sondern auch auf allgemeine Fächer, wie Deu.sch, Rechnen, Phy.ik und Gesang. Außer dem Leiter unterrichten an der An stall hauptamtlich ein Oberförster, nebenamtlich ein Studien rat, ein Landwinschaftsrat und zwei Reallehrer. Zweimal in der Woche finiten forst - I i cf) c Belehrungen >i m Walde statt. Häufig hört man bei dieser Gelegenheit während des AusrückenS und der Heimkehr der jungen Leute Volks- und Wanderlieder fingen, deren Frische das Herz erfreut. Die Schüler wohnen in Privathä ufern. Bei nicht zu großer Entfernung können sie über Sonntag in ihre Heimat reifen und sich dort nützlich erweisen. Schotten und Umgebung eignen sich vortrefflich für den Unter- richtsbetrieb der Forsterschule. Möae sich diese staatliche Anstalt segensreich für das hessische Forstwesen entwickeln! △ ©ebern, 20. Aug. Durch lebhafte Bautätigkeit seitens der Stadt und der Eisertbahnvertoallung sucht man hier der W oh- n u n g S n o t zu steuern. Seit einem Hahr sind acht Wohnhäuser fertig geworden. Gin großes Wohngebäude für Dahnbedienstete. wird jetzt am Bahnhofsviertel in Angriff genommen und zwei Gendarmeriewohnungen sollen errichtet werden. Kreis Friedberg. Sf. Friedberg, 20. Aug. Es scheint jetzt keinem Zweifel mehr 1 zu unterliegen, daß das rätselhafte Verschwinden des Bürgermeisters Odenwälder aus Friedrich 2- t hal seiner Aufklärung entgegengebt Bekanntlich wird der Mann feit Enhe Februar dieses Jahres vermißt: durch den damaligen Eifenlxthnerstreik war er gezwungen, den Heimweg von Köppern nach Friedrichsthal zu Fuß zurückzulegen. unterwegs wurde er noch in der Rühe der Kapersburg von einem Holzarbeiter gesehen und gesprochen. Seit dieser Zeit ist er spurlos verschwunden und es haben sich an dieses Verschwinden die verschiedensten Gerüchte angeknüpft. Auf Drängen der Angehörigen, von denen einer um die betreffende Zeit einen Schuh gehört haben will, wurde nunmehr ein in der Richtung nach dem GaulSkopf liegender, alter ca. 30 Meter tiefer, veckassmer DerawerkSs cha ch t untersucht Ein Angehöriger des Oberrosbacher Bergwerkes unternahm die lebensgefährliche Aufgabe, den Schacht zu besteigen und fand auch tatsächlich unter allem möglichen Schutt und Tier- kadavern eine menschliche Leiche, deren Bergung ihm aber unmöglich war. Es gelang ihm nur, einen Teil des sinter sch enkels ans Tageslicht zu bringen. Die Angehörigen glauben mit Bestimmtheit an dem Teile der Kleidungsstücke die Leiche rekognoszieren zu können. Ein weiteres Besteigen des Sch achtes in seinem jetzigen Zustande ist wegen der damit verbundenen Lebensgefahr zur Zeit unmöglich: bic volle Aufklärung ist daher erst zu erwarten, wenn der Schacht durch Verschalung wieder besteig" ar ist. fpd. D a d - R a u h e i m, 20. Aug. Kaufmann Wilhelm Rosenthal au3 Reuyork, ein gebotener Bad-Rauheimer, stiftete für wohltätige und gemeinnützige Zwecke der Stadt den Betrag von mehr als einer halbenMillion Mark. Hiervon sollen 100 000 Mark zur Beschaffung billiger Köhlen Verwendung finden, 20 000 Mk. erhält der Turnverein. Der Rest soll zur llnicr- stützung notleidender Ortseinwohner, vor allem Witwen und Weisen, dienen. A Aus der We11erau, 19. Aug. Die ungeheuren Regenmengen, die in der Vorwoche nicbcrgingen, batten die 'Flüßchen Wetter, Horloff, Ridda und Ridder derart anschwelten lassen, daß sie über ihre Ufer traten und Wiesen und Ackerland unter Wasser fetzten. Besonders ist dws der Fall zwischen Vilbel, Dortelweil, Gronau bis gegen Olbenstadt. Die Getreidehaufen stehen im Wasser und viele Garben und Klecken sind fort- geschwemmt worden. Erst seit heute beginnt das Wasser langsam zu sinken. Die Landwirte haben großen Schaden erlitten, da das Getreide auf dem Haufen auszuwachsen beginnt und Kartoffel' äcker und Wiesen verschwemmt sind. Starkenburg und Rßernhessen. Eisenbahn-Diebes- und Hehlerbande. spd. Offenbach. 20. Aug. Die Eisenbahn- kriminaipvlizei ^Frankfurt a. M. verhaftete in Gemeinschaft mit der hiesigen Kriminalpolizei eine Diebes - und Hehlerbande, die seit einiger Zeit Güter im Werte von rund einer Million Mark aus dem Güterschuppen ir Ofser.bach gestohlen und verhehlt hatte. Als Haupttäter wurden der E imb.'.hmssistent Geis und der Gastwirt Gottfried Wissel von hier und ein gewisser Ludwig Wiss el aus Rieder- steir-bach (Untcrfranfen) verhaftet. Letzterer hat auch vor einigen Wochen im Lehrerhause zu Riedersteinbach einen schweren Ginbruchsdiebstahl ausgeführt. Gin Tell der hier gestohlenen Sachen wurde noch in der Wohnung des Wissel borge, funden. Sie hielt ein Zündhölzchen gegen ihre Zigarette und warf es bann brennend fort. „Erst hab' ich mir überlegt, ob ich euch Lieben ein bißchen anschwindeln sollte. Aber es ist ja so viel schöner! Gr hielt mich für eine Vogelscheuche! ilnb ich ihn für einen Walfisch. Er erteilte mir fromme Lehren, und ich erzählte ihm, daß ich sein Bild gekauft habe." „Llly," schrien beide, „schämtest du dich denn nicht?" „Keine Spur," gestand Llly kalt und klopfte die Asche am Tellerrand ab. „ilnb nun sag' mal, was du mit dem Ganzen eigenllich bezwecktest. Wo du den Mut zu der Verkleidung hernahmst und zu allem andern." „Mir macht nur Spaß, was mit ein bißchen Gefahr verknüpft ist. Ilnb was ich bezweckte? Richts Persönliches, älebers Theater schwatze — bic Herrschaften studieren — einen Roman darüber schreiben — ja, das wollte ich und nichts weiter." Die andern wechsellen einen Blick. ,Rimm mir daS nicht übel, liebste Llly! Aber was du da sagst, zeugt doch von einem ungeheuren Fimmel!" „Kann fein. Rur wer sich selbst überschätzt, kann es zu ettvas bringen. Seit ich klein war, hatte ich die Sucht nach dem ilngewöhnlichen — das gesteh' ich ganz gerne zu. Richt aus Eitelkeit — Gott bewahre! Hätte ich mich sonst heute so frisiert? Rur aus der dummen Hoffnung heraus, daß bei dieser Jagd mal etwas ganz Ret- tes zustande kommt: Gin kleiner Beruf für überflüssige Luxusgeschöpfe, die Gelegenbeit, was zu leisten — Ehrenwort! Och wlll ettvas leisten! Och wlll nicht ewig Schlagsahne futtern! Euer Tennis ödet mich an! ileberhaupt, all euer Sport! Man sollte doch mal was Reu es erfinden!" (Fortsetzung folgt) &remK"uÄ Lieben WobM ist •It ^^. Mlfisch- .y JSW** *&*** ;•***■* JSäÄ 16, b-r°^ SÄ» .-sKS 75--.S« A KÄS* LS'-S -xiS-S risäsi »u y °in< M 3»jS ft-l-Ä «1« >»1,1,1 WZ * hi in "S ivrs«, $ wVihb 'Wieder j;„ langen le Schüler?!',, ^ren lu grvhex ^öhen tn veilen. SS reis^ Mich ». uS ■rwIÄ* u°n hier ¥ sAr L?'L i* teS B"“*6 l Suhu,icT- ? Aahe der Kavvz- Uer gesehen und gc. ^.^ucllls versGun- Lh* JpWblnfa 97 angMpft. M ' A öenen einer uni S4nh gehört haben m öer Aichiung nach alter ca. Jo mietet erksschachj unter« OSrrrvSKacher Berg, ebensgesöhrliche Aus« M und sand auch tat» chen Schiüt und Der- ^che Leiche, deren 'glich teer. Es gelang $ Unterschenkels ans c Angehörigen glauben i Teile der Kleidungszieren zu können. Ein achtes in feinem jetzigen nit verbundenen Lebens- die volle Ausklärung ist Denn der Schacht durch f« ist. in. 20, Auz, Kausmann u! Aer York, ein ge° stiftete für wohltätige der Stadt den Brtiaa enDillion Marks Mark zur Beschaffung ang finden, 20000 M. >er Acst soll zur Unter- Einwohner, vor allem nen. terau, 19. 2lug. Die die in ter Aorwochc Mhchen Detter, Hvr- rari anschwelien Wen, taten und Diesen und Hien. Deivnders ist dies Dortelweil, Gronau bis »etreidehuufcn stehen Im i und Klecken sind fort« seit heute beginnt bas n Die Landwirte haben da das Getreide auf i beginnt und Kartvifet' oemmt find. 6 Rheinhcßcil. mi Spleth* Olug Sie El*'” q M verhaftete rn E Kriminalpolizei «JJ $anK tS'i* Letzterer N "fSS»«* 'SS#* 18. August. 19. August. Datum: Marknotieruugen. Sh. 97.80 1, 21. 8 Schweizer Franke« 100 ÄE. t G tehl- Duisburg fi 100 100 100 100 23.80 125.40 r Dr. 3755,30 75,90 456,52 739,05 599,25 16729,- 1^5 3205,95 71,91 418,4? 684,10 204.30 0,42 0.067 15.70 41.75 23.49 23.75 39.70 0.32 524.50 1.525 0,07 100 5L 100 Ml. 100 Mr. 100 Mr. 100 5t. 1 £ 100 L. 204.50 0.38 0.0d5 15.50 41.755 23.49 28.55 33.50 0.33 524.50 1.50 0,07 3764,70 76,10 458,07 740,95 600,75 16771,- 19.8. -.41 ,40 ,32 fpd. brannten KreiS Wetzlar. Groftfeuer. 18. 8. -.59 -A 3.15 -,G8 1,07 um 15 937. Die Zahl der Schulkinder sinkt infolge der Nachwirkungen des Krieges zur Zeit noch weiter. fpd. Aschaffenburg. 20. Aug. Vor einigen Tagen wurde, wie bereits mitgeteilt, der 20jährige Bauernsohn Zosef Hermann aus Oberbau bach in der Gemarkung Grvhrrnderfeld mit zertrümmertem Schädel tot aufgefunden. Die Leiche war beraubt worden. Als der Tat dringend verdächtig fahndet die Polizei nach den Brüdern Georg Friedrich Geiger und Anton Michael Geiger aus Grobrinderfeld, die seit der Tat flüchtig sind. Einer der Täter wirds wahrscheinlich sich den Ramen des Ermordeten beigelegt haben und dessen geraubte Papiere führen. Auf die Ermittlung der beiden Personen hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien Prag Paris London Italien Brüssel....... Budapest Reuyork....... Agram ....... Warschau ch- Michelstadt (Odenw.), 18. Aug. Vom 14.—16. August sand hier ein vom Evangel. Dekanat Erbach veranstalteter Insttuk - tionskursus statt, der von Lehrern und Pfarrern gut besucht war. Es wurden eine Anzahl 'hochinteressanter Vorträge gehalten, an die sich jedesmal eine sehr lebhafte Diskussion anschloh. Prof. Fabricius-Berlin erö, snete die Vor- 1,39 3214.05 72,09 419,52 685,80 Handel. Frankfurt a. M.. 21 August 1922. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Bries 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 117.80 117.80 Fr. Mr. r Mr. Amsld-Rotterd 44644,10 44755,9048739,- 48861.- Drüssel-Wrtw. 8739.05 8760 95 9508,10 9531.90 Ehristiania . . . ■ Mopenhagen . .; Stockholm. . . .' Helsingfors. . . Italien London Reuyork .... Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr» Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro Fr. Fl. Mr. Mr. Mr. Mr. die bevorzugten Qualifäftmarken' , Zu haben In allen eir»schMlqlqen Geschäften Nur edtf Orien Wizh« fabok- und Cigarettenfabrik , ; mir Firma .Yenidze? Inhaber Hugo Zietz, Dresden J Wetzlar. 20. Aug. Freitag mittag in Bürbach innerhalb drei Stunden vier Wohnhäuser und drei mit Ernte- Vorräten gefüllte Scheunen nieder. Hessen-Nassau. Der Frankfurter Duchdruckerstreik beendet. fpd. Frankfurt a. M., 20. Aug. Der Duchdruckerstreik ist nach lltägiger Dauer b e e n d e t. Die bürgerlichen Zeitungen erscheinen Montag morgen wieder. Die sozialistischen Blätter wurden auf Beschluß der streikenden Buchdrucker bereits am Freitagabend wieder ausgegeben. Schmucksachen-DiebstShle in Frankfurt. fpd. Frankfurt a. M.. 20. Aug. Aus einer Wohnung im Stadtteil Dockenheim wurden in einer der letzten Rächte Schmu ck- fachen im Werte von etwa 385000 Mark ent- wendet. Als Täter verhaftete die Kriminalpolizei drei Bockenheimer junge Burschen. — Vor einigen Tagen wurden aus einer Wohnung im B ahn - hofsviertel Schmuckstücke von hohem V^rt von einem Diebe gestohlen, der auf dem bisher etwas ungewöhnlichen Wege in die Räume kam. daß er an einem Baume emporkletterte. Derselbe Dieb hat dieses Munststück nun mit reichem Erfolge in der vergangenen Rächt im West end ausgeführt. Dom Daum aus drang er über einen Daikon in die Wohnung, aus der er Schmucksachen und Kleider im Detrage von etwa 250 000 Wart stahl. Auf dem gleichen Wege verlieb er auch wieder das Haus. Die lahmgelegte Stadtverwaltung. fpd. Königstein, 20. Aua. Da die städtischen Körperschaften wegen des Konfliktes mit dem Bürgermeister bis zur Klärung der Angelegenheit jede Tätigkeit in der Stadtverwaltung verweigern, ist diese nahezu lahmgelegt. Sv kann z. D. die Stadtkasse von jetzt ab keinerleiAus- zahlungen mehr vornehmen, da hierzu die Unterschrift von wenigstens zwei Magistrats- Mitgliedern erforderlich ist. Die Zustände werden, wenn sie nur einige Zeit dauern, unhaltbar. Wegen versuchter Steuerhinterziehung verurteilt. spd. Limburg, 20. Aug. Da« Finanzamt verurteilte den Kaufmann Louis Rieß in H a- bamar wegen versuchter Steuerhinterziehung in vier Fällen zu einer Geldstrafe von 1 76 916 Mk. 19975.20 20)25,- 21672,8521727,15 24818 90 24881,1.127 66,xO 27133,90 30362 - 30438,10 33108.55 33191,*5 2+56 90 2463,10 2596,/5 2603,25 5243,40 5256,60 5652,90 5687,10 5143,55 5156,45 6602,95 5617,- 1158,55 1161,45 1250,93 1 264,07 9263,10 »286,60 9987,50 10012,50 22172,25 22227,75 23885,10 23944,80 18227,15 18272,85 19635,40 19684,6d 1,35 1,59 (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Englische Befürchtungen wegen de- Sturzes der Mark. London, 19. Aug. (WTD.) Der neue unerhörte Sturz der Mark auf 5700 für das Pfand Sterling wird tn der englischen Presse lebhaft besprochen. Der Eity-Redakteur der „Daily Rews" schreibt, jede weitere Entwertung der Mark mache die deutsche H Nudel s l a g e immer verzweifelter. Das Geschäftsleben scheine sich dem toten Punkte zu nahem. Alle Abschlüsse der deutschen Geschäftsleute in ausländischer Währung mühten in Frage gestellt werden: denn mit den besten Absichten der Welt seien die Kaufleute nicht in der Lage, mit derartigen katastrophalen Währungsschwankungen fertig zu werden. Ze mehr man die Lage untersuche. um so mehr sei die Defürchtung gerecht- fertigt, dah Deutschland als Handelsnation für einige Zeit auSgeschaltet wird, bis Ordnung in die deutschen Finanzen und Währungsverhältnisse gebracht wird. Die Mission BradburyS und Mauclöres. London. 19. Aug. (WTD.) „Westmin - st er Gazette" meldet aus Paris, es bestimde kein Zweifel darüber, dah die gewissen unetlaft- lichen Informationen, die Dradburh und Mau- clöre in Berlin erhalten wollten, bedeuteten, dah Reichskanzler Dr. Wirth Gelegenheit geboten werde. produktiveGarantienanzubie- ten, im Gegensatz zu den unproduktiven Garantien Poincarös. , . r , London, 19. Aug. (WTD.) Reuter berichtet) aus Berlin, dah diplomatische Kreise in Berlin die Tatsache, dah sich die Kommission bei der Erwägung der Frage eines Moratoriums Zeit nehme, als ein günstiges Zeichen ansehen, jedoch werde der Hoffnung Ausdruck gegeben, dah die schliehliche Entscheidung nicht allzu lange hinauSgeschoben werde, da das SchiffimSinkenseiund schnelle Hilfe kommen müsse. liagsreihe mit dem Thema: „Der moderne Atheismus, seine Ärsuchc und Äeberwinbung". Rach einer Beschreibung des Atheismus in seinen verschiedenen Formen und Schattierungen, wies er die Ärsachen desselben nach, die er einerseits in dem Einfluh philosophischer Weltanschauung, sei es nun monistischer, oder pluralistischer Art sand, andererseits in einem ganz natürlichen, bei dem männlichen mshr als dem weiblichen Geschlecht sich findenden Vertrauen zu der eigenen Kraft des Menschen und der dadurch bedingten Kultur. Die Äeberwindung hält er für möglich durch ein Bemühtwerden der menschlichen Unzulänglichkeit und der Bekenntnis, dah uns der Monismus mit seiner unberechtigten Verallgemeinerung und der Pluralismus mit seiner Verkennung der großen Zusammeidhänge nicht jene Gemüt und Verstand zugleich befriedigende Erklärung des letzten Seuis Kirche und Schule. 34. IahreSfest des hessischen HauptvereinS des Evang. Bundes. A Laubach 20. Aug. Gestern beginn hier daS 3 4. Zahresfest des hessischen Hauptvereins deS Evangelischen DundeS, zu der die Abgeordneten der evangelischen Vereine aus den drei Provinzen erschienen waren. Gestern abend fanb eine Vorversammlung im Solmser Hof statt. Professor Dr. Diehl aus Friedberg, der bekannte Forscher auf dem Gebiete der hessischen Kirchengeschichte, sprach über das Thema: „Die Einführung der Reformation in den Solmser ßan- ben". Heute vormittag 9 Ähr läuteten die Kirchenglocken mit einem Festgeläute das Zahresfest ein, und um 10 Ähr begann der Festgottesdienst, tn welchem Pfarrer Becker- Mainz die Festpredigt hielt. Ärn 2 Ähr bewegte sich ein stattlicher Festzug hinauf nach dem Ramsberg. Pfarrer Dath - Mannheim, der Vorsitzende des badischen Hauptvereins, unb Lehrer Dollinger- Alsfeld sprachen über die Sache der evangelischen Kirche und die Arbeit des evangelischen -Öunbe3. Die Versammlung war aus der Umgebung stark besucht. Heute abend wurde un ächützenhaus ein Degrühungsabend für die aus- toärttgen Abgeordneten veranstaltet. Der Ktrchen- gesangverein, der Musikverein und die beiden Gesangvereine Eintracht und Harmonie wirkten mit Morgen findet im Solmser Hof die V e t - trete r Versammlung statt, zu welcher Pros. Hofmann-Kassel als Hauptredner gewonnen ist. Die Schulen in Hessen-Nassau. von der Technischen Hochschule Hannover aus- gefühtt. Diesem ist es ge ung.n, sich auf cinem mo torlosen Segelflugzeug eine Stunde und sechs Minuten schwebend in der Luftzu halten. Er war gestern mit einem motorlosen Flugzeug aufgestiegen, erhob sich etwa 100 Meter über den Ausstieaplah, kreuzte 43 Minuten darüber hin und flog bann, sich lange noch in Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuhork . . Paris. . . . Nachstehend die Trgednisie der Meisterschaften: Diskuswerfen: 1. Steinbrenner- Frankfurt a. M. 42,55 Mtr.: Paulus- (Sieben 37,99 Mtr.: 3. Holz-Charlottenburg 37,00 Mtt. 800 Mtr.: 1. Köpke-Zehlendorf 2:01,6; 2. Wellenreuther-Mannheim 9 Mir. zur.; 3. Kern-Frankfurt a. M. weitere 3 Mtt. zur. — Hochsprung: 1. Fritzipann-Charlottenburg 1,83 Mtt.; 2. Holz-Charlottenburg 1,82 Mtr. — Speerwerfen f ü r Damen: 1. Sri. Grehl- Duisburg 32,92 Mtr.; 2. Frl. Pröschold-München 31,84 Mtt.; 3. Frl. Laidig-Düsseldorf 30,63Mtt. 4 ma l 1,00-Mtr. -Staffel für Damen: 1. Frankfurt 1860 53,1 Sek.; 2. Turngemeinde Elberfeld 4 Mtr. zur.; 3. Berliner Sport-Klab weitere 6 Mr. zurück. Eine glänzende Leistung im motorlosen Segelflugzeug. Gersfeld, 19. Aug. (WTD.) Die größte f liegeris che Tat, die ein Mensch bisher leistete, wurde von dem Studenten Martens _ g[inwi ..„x cnuT I > Büchk^tisch. Turnen, Sport und Spiel. @ oaIati der tausendjährigen Kaiser- Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften. Die rla$t widmet Paul Durg in der soeben erschre- ersten Entscheidungen, neue Rekord«. nenen Rümmer 4080 der Leipziger „3II u- Zm Stadion zu Duisburg nahmen die st rierten Zeitung" A 2- WeAr) eimn Kämpfe um die Deutschen Leichtathletikmeister- hochinteressanten, mit radrer^i Ansichten ver schäften 1922 am Freit^ ihren Anfang. 2eü>er [^nen war das Wetter dex Veranstaltung am ersten die MitteN>eutsche Ausstellung bch^ Tage nicht hold. Ein kalter Wind blies über heb berücksichtigt. 2M .^“Snn den Platz und machte den Teilnehmern viel zu aus dem Riesen- und Zftrgebirge He ^afftn Me Leisttngen waren aber ttotzdem Bousset verdienen besondere B^chttmg. Mpen- recht gut konnte doch der Hamburger Husen fteunde werden an etnern AUnzsettigen Mlde der im 5000-Mtr -Lausen mit 15136,5 einen t> eu t - rÄin?«teSnU ift ber scheu Rekord aufftellen. Dedarff-Frankfurt Ein Meisterstück der ^^ktwnstechntt m oe^ gab 700 Mtr. vor dem Ziel das Rennen au . Merfarbendruck q^^bilbnerer neuen OBeltreforS zu schaffen, doch wird reichbebilderten Aufsad Tiers^u^^^^^ dieser wegen des starken Rückenwindes nicht an- besondere oluftucht von Raub- erfannt Sür die Entscheidung zum 400-Mtr.- Artikel von Dr. Geb^^.Auftm«hL von ^u^ Hurdeulaufen haben sich Amberger-Karlsruhe, treten bereitet. Die eine Hem-Ludwigshafen, Hunscheidt-Duisb irg ^ner Mal^s Vni Daneben ftnden Mode Lohninger-Charlottenburg qualifiziert. ^uzahl erstklässige Taaesereianisse eingehende Zwischenläufe zum 100-Mtr.-Laufen gewannen: und Theater sowie die Tageseve.gmne emgev« Senftleben in 10,9 vor Welder und Mäulen, I BerücksichNgung. s", Soengen tn 10,9 vor Houben und Düncker. Mrüper^ I — den S^ aus der Samm- Charlottenburg schied im Vorlauf aus ind Aie- eine UE Ausgabe des ^-^erwelt Europas" drich-Leipzig war nicht am Start. Auch Velher-1 lung ^Lebensbckder^aus Tierwelt ^Europa^ . Stettin na^r am 800-Mtr.-Laufm nicht \ &&ilberuna. erxäblen Hier blieb Kopke in madiger Zeit siegreich. Der Zehnkampf wird Holz-Lharlottenburg schwer zu nehmen fein, da sein schärfster Rivale Krellen- berg-Lübeck nicht am Platze ist. Holz führt bereits mit 201 Punkten vor Fleischmann-Speyer 174 P., Kurz-Pasing 137 P. und Gruhn-Essen mit 136 Punkten. Züricher Devisenmarkt. E Darmstadl, 19. August. Das Dia- toniffinnenbauß Elisabeth^stist will hier een Altersheim für alleinstehen de Stauen errichten. Auf eine Anfrage des tzEssi- jchen Ministeriums des Innern beschloß die Stadtverordnetenversammlung die Äebernahme des gesetzlichen Zuschusses und die Deteiligung an dem unrentablen Kostenaufwand mit der Hälfte unter der Bedingung, dah mindestens die Hälfte der aufzunehmenden Personen den hiesigen Woh- mmgsmartt entlastet. wd G r o h - G era u, 19. Aug. In einer vom Kreisamt Givh-Gerau einberufenen Versammlung Der -BürgermeifKt. bc8 »luernfainbeS. bet ©e- werkschaf is lartelle, der Betriebsräte, Konsumvereine, des Reformbundes der.Gutshöfe und des Kreisausschusses im Kreise Groh-Gerau wurde Zwischen Erzeuger- und Verbraucherorganisatio- LL LLng über die K a r t o f f e l v e r- soraung der Bevölkerung des Ärc = esGro^ - Gerauerzielt. ÄnterAusschal - Luna des Zwischenhandels sollen Lie- f c rung sverträge abgeschlossen werdenn, für welche die jeweils an der Frankfurter und der Berliner Produktenbörse notierten Kartoffelpreise Auarunbe gelegt werden sollen. Cs werden bestimmte Lieferungsbezirke gebildet. Die Organisation der Kartofselversorgung wurde einer Kommission übertragen, die aus Vertretern der landwirtschaftlichen Organisationen, der Gewerkschaften Konsumvereinen und den Bürgermeistern der größten Dedarssgemeinden besteht. Für die SHin« berbemitteUen übernehmen die Gemeinden die vorschuhweise Finanzierung der Martoffeltxr- forgung. ^u'gdxn vermaä, Me t>a8 djiiÄUi^et TBclt- und L'ckxrÄöh-haltend. m«Lundhin«m Erland-t- ÄolteSanschauung möglich ist. Aach der p°,t-i°-n l-HIi-bltch 10 Sllometer westlich der Kuppe. Seite behairdelte dieses Problem am folgenden I ---------- Tag Pros. Mayer-Giehen mit dem Thema:! „Das Dasein Gottes mit besonderer Derücksuy- iL U-b«1ch>°-m-nmg.n hn Ah-ng-bi-t nicht neuwissenschaftlicher als die vhilosophische Be rlin, 18.2ülg. Im Rh on geb ie t smd zu »sein braucht, kam es ihm darauf an, zu zeigen, I laut »Lvk.-Anz. nach Wolkenbrüchen die <^5 ul da dah der Gottesglaube eine unermebliche Bereiche- und die Kinzig a u s i h r e n Ä f e r n g e • rung des Menschen bedeutet und dah auch die treten. In Horas, Gelnhausen uub 0x1606^= Tatsache des Weltleides uns nach christlicher Be- rvdenbach stehen viele Häuser unter Wasser. Auch ttachvungsweise die Gottesanschauung nicht zu I an der Eritte ist grober Schaden angerichtet tören, sondern nur zu vertiefen vermag. Zu | worden. diesen Ausführungen bildete unabsichtlich der Vortrag des Herrn Prof. H. Schmidt-Diehen über das Thema:, „Der Wert der alttefla- mentlichen Prophetie, veranschaulicht an Hosea" eine aus der Geschichte erbrachte Ergänzung und Hähern, Elstern, Raben, Würgern. Wohl ist einem jeden Abschnitt eine ganz kurze Systematik angefügt, so dah auch der Kenner oder Lernen zu seinem Rechte kommt; aber die weit überwiegende Hauptsache ist und bleibt die Erzählung von dem Tier, daS in der Freiheit zur Welt kommt, flügge wird, lebt, singt und stirbt, kurz, wie dem Menschen die luftige Schar der Singvögel lieb und freund geworden ist. Die Abbildungen hat die Verlagsfirma sich beschafft, indem sie Photographien frei lebender Tiere von Liebhaber-Photographen erworben hat. — Der Zufall, Roman von Zohn, Z ö n s» s 0 n (Reuh & Itta, Verlagsanstalt, Konstanz). Seine Sehnsucht treibt den Bauernjungen, der eine Welt in sich wachsen fühlt, hinaus in die Fremde, die 6tnbL in das schmerzende Vielerlei des mühsam gewollten Lebens. Er will, was sein Sehnen ihm befiehlt, nicht was ihm zusällt". Änd doch erliegt er dem Zufall, der ihm verbietet, Berge zu ersteigen, der ihn aus der breiten Landstrahe bei den Allzuvielen verweilen läbL schn"MÄsterstücken''der Schilderung, erzähl^ uns Martin Braeh, Hermann Löns M Merk-Buchberg, Else und Karl So fiel von all dem lieben Volk: ben Drosseln, Meisen. Rachtigallen, Rotkehlchen, Rotschwänzchen Grasmücken, Zeisigen, hinten ober auch den Nichtsnutzen: den Spatzen, Krähen, Dohlen^ fpd. Wiesbaden, 20. Aug. 3n der Provinz Hessen-Rassau gab es im Zähre 1913 2272 Schulen und 2256 im Zahre 1921. Die Schulen verminderten sich also um 16. Die Zahl der Schulstellen stieg von 6226 auf 6953. Im Zahre 1911 tarnen im Durchschnitt auf eine Schul- stelle 54,4 Schüler, im Zahre 1921 nur noch 46,4. Die Gesamtzahl der Schulkinder sank von, ui P.. 338 516 auf 322 579. Sie verminderte sich also I mit 136 4>un Begründung. Der Kursus wurde beendet mit einem Vortrag des Marburger Professors R i e - berg all über das Thema: „Persönliche und unpersönliche Frömmigkeit". In pointierter Weise beleuchtete der Referent noch einmal von einer anderen Seite das Problem, dessen Erörterung hn Mittelpunkt der Tagung gestanden hatte, in dem er die persönliche Religion der Werte und die unpersönliche Religion der Kausalitäten einander gegenüberstellte und näher begründete, war-. - . nu^a^feht um der ersterer der Vorzug gebührt. — Gs gingen » x [nfl 19 örua In der letzten Sitzung ^n^reaUn«m »T Sh der ift au! einen Borschlag de? Teilnehmer aus. Änd das Wertvollste war, das) I t.:n pos^losfen worden einen fünf- Lehrer und Pfarrer sich hier auf gemeinsamem Z^lwng hm deschlosiM wor^n ei ru ^ Doden in brüderlicher Aussprache 8ufamm allen Beratungen hn Vordergründe standen, kann ( n i ch t e t unb bas Hinterteil des Schisses durch sichjavonderRegierung Gewährbie- den Strom auf den Duhnenkopf geworfen. Der ten lassen, baft der Zutritt zum Dampferbesitzcr. seine Frau unb sein Sohn sinb Schiffenberg für alle Zeiten frei tot; aufter ihnen sollen noch ein Maschinist bleibt und baft ber Gasth 0 fbetrieb ^d eine Hilfskraft an Borb gewesen sein, über ohneräumlicheEinfchränkungwei ter- deren Verbleib nichts verlautet. besteht. Herrn Müller aber ist immer noch Budapest. 19. Aug. (WTB.) Bei der die Möglichkeit geboten, sich bei den Behörden Nachtübung eines Bataillons in Cheicleb schlug ober bet mir zu .erkundigen, um was es sich der Blitz in einen Munitionswagen, beim eigentlich handelt. Es läftt sich hoffen, baft Drei Offiziere unb em Ofsizierstellvertreter touret damit doch schliesslich noch die sicheren Grund- den auf bet Stelle getötet. Ein OffiziersteU- lagen für seine künftigen Urteile findet und baft vertretet erlitt so schwere Verletzungen, baft er er bann selbst gerne zur Beruhigung der Gemüter dirz darauf im Spital verschieb. Mehrere Offi- beiträgt, bie mit Änrecht erregt worden sind. ziere wurden erheblich verletzt. Die Explosion Damit schließe ich meinerseits bie ganze Unter- ^at in ben zu dem Manöverfelb suhrenben Haltung über die Schifsenbetgfrage. Straften sämtliche Fensterscheiben zerttummert. Dr. H. Kraemer. I i kauft ständig 07870 08049 Vppkauf Ankau Marburger Str. 68 (Biegen Telephon 2057 ireiswwh Trauringe Butzbach 7730V in 7729V Die Direktion. Vogel. 7726V i Flammen 3er Wüste 2 7 Akte. 7 Akte. Jung. 7731V 6 Akte. zu verkaufen. 08061 1. 7. Angebote unter 7707 an I Bertha Hamdorf, den Giebener Anzeiger. I Kaltenkirchen (Holstein 5. 6. W ► Astoria-Lichtspiele MM Heuchelheim, Friedrichstraße 5. r Höhere Auskunft erteilt die Bahnverwaltung Giehen. Berlin W 9, den 19. August 1922. LfJ Gießen, den 21. August 1922. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhöfe statt. Goltachßß-ttui! Unter Fabrikpreis 2 Meil-Lmmr V-jährig, zu verkaufen. Passagierdampfer: 1;j Doppelschraubendampfer „Manchuria11 . . * Doppelschraubendampfer „St. Paul11 .... Doppelschraubendampfer „Mongolia“. . . . Dreischraubendampfer „Minnekahda“ . . . Doppelschraubendampfer „Manchuria“ . . Doppelschraubendampfer „St. Paul“ .... Doppelschraubendampfer „Mongolia“. . . . Frachtdampf er b | Verkäufe | Ein sprungsähiger BogelsOetser V«!!e Bekanntmachung In unser Handelsregister Abteilung A wurde heute eingetragen: Firma Adolf Stiefel, Lich. In« Haber: Adolf Stiefel, Kaufmann in Lich. Angegebener Geschäftszweig: Handel mit Getreide, Mehl und Landes- Die Geburt eines Sonntagsmädels zeigen an Wilhelm Feurer und Frau Cathi geb. Hettler Näheres in der Geschäfts- stelle des Gietz. Anzeig. Ein gebrauchter Kinderwagen zu verkaufen. 08046 Dammstratze 6. Produkten. Lich, den 18. August 1922. Hessisches Amtsgericht. Bullenverkauf. Die Gemeinde Klein-Linden beabsichtigt einen zuin Sprung untauglichen Dullen auf dem Sub- missionswege zu verkaufen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind mit der Aufschrift „Bullen- verkauf" bis längstens Donnerstag, den 24. August I. IS., nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote stattfindet. Die Derkaufs- bedingungen können vorher eingesehen werden. Zuschlagsfrist 2 Tage. Klein-Linden, den 19. August 1922. Hessische Bürgermeisterei. Brillanten (Gold-Si IberlÄ PlaHnbruch M Zahnqebisst jg Gg.Gtlmblein waBruchslr19fly Ordentt.Mädchen tagsüber gesucht. U8055 Marktplatz 3. z. Zt- Gießen Kath. Schwesternhaus Hausbursche für sofort gesucht. 08053 Somburger Sasseeloger, Mäusburg 3. Soklk Merl Gelier Gienen. Frankfurter Strahe 19. — Reparaturen. — Ab heute bis einechl. Mittwoch: X Geraldine Farrar die gefeierte amerikanische Schönheit Hamburg - Baltimore Hamburg - Boston Hamburg-Philadelphia usw. Auskunft' erteilen: American Line, Hamburg, Börsenbrücke 2 Vertreter: Wilhelm Julimann, Gießen, Bahnhofstraße 65. 7361A M. ANÄ mit neuer Bereifung zu verkaufen. 08051 Neuenweg 46. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Mainzlar für 1922 Rj. liegt vom Dienstag, dem 22. d. Mts., an während einer Woche auf dem Amtszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Einwendungen dagegen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich daselbst vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Mainzlar, am 19. August 1922. Hessische Bürgermeisterei Mainzlar. Hornhaut an der Fußsohle beseitigt Lebewohl - Ballen-Scheiben Kein Verrutschen, kein Festkleben am Strumpf. In Drogerien und Apotheken. Verlangen Sie ausdrücklich: „Lebewohl“. Kaiser-Drogerie Ernst Noll. Iller Utaörlel zum Düngen wird sofort umsonst abgegeben. 07995 Schillerstr. 13. 2. 3. 4. an Private. 14kar. Kollier mit Perlcnbrosche als Anhang, 4? g, l l kar. Nbrkettr, 20 g, 18 kar.Halskette, 31g, Ohrringe mit Brillanten, alte Vorstecksnadcl, (flranatarmband und Brosche, vergold. Armband. . . 26. August . . 2. September . . 16. . . 23. 30 ! 7. Oktober . . 21. American Line Regelmäßige Passagier- und Frachtdampfer Hamburg - Hewyork 08056] Zwei gebrauchte H M le* weis; emailliert und per- lürfelt, Fabrikat Roeder, ticfßebnut, Fabrikat Kllv- versbusch mit Fützen, ein Ofen,amertkan.Majolika- dauerbrenner, m. vernick. Fünen, Türen u. Aussatz, sofort preisw. z. verkauf. Lich, Giebener Str. 21. Kleinbahn Gießen-Bieber (Diebertalbahn) Mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde tritt am 1. September 1922 eine Erhöhung des Tarifs für den Personen- und Güterverkehr in Kraft. MWitete Ml lind IWiiien- WW von Maschinenfabrik 9iähe Gteüens für dauernde Beschäftig gung sofort gesucht. Schriftl. Angebote unter 7715D an den Giebener Anzeiger. Samstag früh 7 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Katharine Biedenkapp Ww. Die trauernden Hinterbliebenen : Ludwig, Georg, Heinrich Biedenkapp. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. 77mC Zu dem am Sonntag, 27. August, 1 norm. 10 Uhr, im Hotel Felsenkeller stattfindenden SWemeWllS werden hiermit alle Schlossermeister des Stadt- und Landkreises Bietzen eingeladen. 0a048 Gießener SWsseMiskmmW'« Mitglied des Hess. Schlossermeister-Derbandes. Gesucht zum 1. Oktober braves, ehrliches, eins, ülttdchen zur Hilfe in Haushalt u. Küche. Guter Lohn und gute Behandlung. Angeb. mit Photogr. und Zeugu. an Barouin Waldemar von Ovvcnbeim, Köln a.Rb.,Gereonstr. 43.7?«\) Tüchtiges, ordentliches Mädchen das kochen känn und alle Hausarbeit versteht, per 14. Sept. od. 1.Okt. gesucht. Frau Aug. Mlbinger, 7545 Seltersweg 79. MlerserkWe Mel. Xi ihr eile Wangen öeifioLlhtesSiiftungj- feftes üis jum 25. llag. Wem iü innen. ... 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Ferner: Bruno Kastner in dem bekannten Sittenfilm DerGraldleTänzerin und der Staatsanwalt Pickel. Fleckten verschwinden meist sehr schnell,wenn man denSchaum von Zocker'» Petenl- Mediiloal-SeHe abend» etntrorfnen läht Schaum erst morgen» adwaschen und nist Zeckoob-Creme nachsteeichov ©coharttge Wirkung, oon Lausenden bestätigt In allen Apotheken, Drogerien, Dar. lünurk» u. F^seurgeschasten. In (fliehen in der Drog. Winterboft, Kreuzplatz 9/10, Löwen-Drogerie und Victoria Droaerie, Herm. Plank Witwe und P. Jos. Möbs. s V/ohnung8tLU8oh | Tausche meine 4 Zimm. Wobn. im Seltersweg gegen 3 bis» 4 Zimmer in der Nähe der Nodheimer Strabe. Schriftl. Angebote unter 08045 an den (Metz. Anzeiger erbeten. 6 j Junger Verkäufer oder Dame gewandt in Stenographie itnd Schreibmaschine, von angesehenem Geschäfts- betrieb in Gtetzen zum L Oktober gesucht. Schriftl. Angeo. u. 7614 an den Gietz. Anz. erbeten. cvtl. in Ost- od. Südanlage. Schriftl. Angebote unter 08060 an den Gießener Anzeiger. 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