Drncf und Verlag: vrühl'sche Unlv.'vuch- und kteindruckerei H. Lange. Zchriflleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulftraße r. die letzte Sorge der Staatsmänner and Diplomaten in Versailles gewesen, die sich mehr M heute Vom Internationalen Arbeitsamt. Lloyd Georges neue Gründung einer „nationalliberalen" im Gegensatz zum Parieikampf, Klassenkampf und Jnteressenkamvf. Äe Konferenz ist der Ansicht, dab die Wiederherstellung der nationalen Wohl- fahrt im Lande gesichert werden kann durch Verminderung der öffentlichen Lasten und durch B^ frerung der Industrie von der Einmischung durch knicken. Es ist bezeichnend, das) die neuerwachte Opposition innerhalb der englischen Konserva- tiven gegen Lloyd George, von der wir noch nicht wissen, ob sie erheblich genug ist, um den Sturz des alten Demagogen zu bewirken, den Staat. w « Churchill erklärte m ferner Rede, in der < er für die Fortdauer der Koalition eintrat, die Vereinigung der Kräfte, die jetzt unter LlohdGeorge versammelt seien, werde nicht so leicht umgestürzt werden. Sie werde solange dauern, wie ihr Bestand im allgemeinen Interesse der Ration erforderlich sei. Die baldige Herabsetzung der Steuerlasten muh gesichert werden Die Llebernahme der Macht durch die sozialistische Partei wurde eine Ka astrophe für England und das britische Reich sein. Angesichts dieser Gefahr dürfe man nicht uneinig fein Churchill betonte, die Stärke der Liberalen und Konservativen fei sehr grob. Wie grob sie sei. wurden die Personen, die auf ihren Sturz spekulierten, schon mit den Jahren lernen. Heftige Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten seien letzt schädlich. Rationales Zusammenwirken. nicht Parteikampf, sei jetzt notwendig. Der Kaufmann und der Fabrikant mübten sicher fein, dab die Periode der politischen Ruhe, die vor ihnen liege, nicht nur nach Monaten, sondern nach Jahren berechnet werden kann Roch mehr als im Jnlande sei im 2luslande Stabilität notwendig. Die Welt sei erschöpft und Europa ruiniert Ueberall mübten wieder Vertrauen und Tätigkeit einkehren. Mit zwei Millionen Arbeitslosen sei Grobbritannien verpflichtet. die Wiederherstellung des Weltkredites und die Förderung der Kaufkraft seiner Kunden als Gegengewicht für feine Wohlfahrt anzusehen. Von dieser Aufgabe sei Lloyd George jetzt in Anspruch genommen. Die Zeiten, in welchen man lebe, seien sehr ernst. Bei der Fülle von Rot- wendigkeiten. denen man gegenüberstehe, und angesichts der ernsten Wirtschaftsprobleme könne man sich nicht den Luxus unnützer Parteien leisten. Die Sozialisten hätten ihre vollkommene Unfähigkeit für die Regierung gezeigt Es gebe keinen liberalen Grundsatz, der nicht von den sozialistischen Doktrinen mit Füben getreten werde. Die Sozialisten seien eine neue Partei, die noch durch eine lange Schule der Erfahrung gehen müsse, bevor sie imstande sei, die Regierung des Britischen Reiches sicher zu führen. Wenn man tapfer vereint kämpfe, werde man den Sozialisten eine bleibende Riederlage zufügen. Wochenrückblick. । Das Ministerprogramm PoincarsSundI seine Rede vor der Kammer klingen vor den Bemühungen, die für Genua ein neues Aufbauprogramm zustande bringen wollen, merkwürdig herausfordernd. Es wird nun endlich allenthalben offenbar: Dieses Frankreich der KriegSentzünder will sich nicht auSföhnen mit dem Schicksal der Heimsuchung, daS nach dem Weltbrand allen Völkern Mühen und Lasten auferlegt — es will noch immer „seinen Sieg" mit allen den Auswirkungen, die chauvinistischem Machthunger als das natürliche Recht des Starken vorschweben. 2llS ob Frankreich für sich allein als ein Sieger angesprochen werden könnte! Rein, das glaubtwiel- leicht Herr Poincare selbst nicht, aber er will den Sieg jener Politik ernten, die er im Jahre 1914 erfolgreich durchgesetzt hat, an der Spitze der Feinde Deutschlands, mit dem Ziel, Mitteleuropa zu zerschlagen und zu unterdrücken. Poincar^ kämpft um sein Kriegsziel, das er mit den Interessen seines Landes identifiziert, die er ebensogut zu vertreten ; berechtigt sei wie Lloyd George diejenigen , Englands und Harding diejenigen der Vereinigten Staaten. Er wird der Sache des Friedens gewiß gefährliche Hemmnisse entgegenstemmen und seine vielfältigen neuen Drohungen gegen Deutschland wahr zu machen suchen. Wir werden hart zu kämpfen haben. Aber in diesem Kampfe müssen nun auch wir ein unentbehrliches Ziel festhalten: den Ehrenschild unseres vielgeschmähten Volkes rein zu waschen, das stumpfe Weltgewissen zu rütteln, damit die versteckten Wahrheiten herausfallen und sichtbar werden. Das wollen die ernüchterten Bundesgenossen Frankreichs einstweilen wohl noch nicht. Die wollen nur, dab die Vernunft jetzt regiert, nachdem sie in manchem sich so arg verrechnet haben; die Vernunft, die das Mögliche ergreift und die Rechts- und Schuldfrage, nachdem der Zweck die Mittel bereits geheiligt hat, zu- rückstellt. Herr Poincarö entfesselt nicht ohne besondere Absicht den Streit über die sogenannten Kriegsbeschuldigten aufs neue. Er läßt die alten Sturmvögel der Ententepvlitik wieder auffliegen, stellt Lloyd George, die Mauer seiner eignen Werke entgegen, um ihm die Umkehr zu hemmen. Wollen die Engländer und Amerikaner sich s o erinnern und aufwecken lassen? Rein, das Rachegebrüll für die im Kriege „füsilierten Zivilpersonen" tut schwerlich noch die alte Wirkung. Taten neueren Datums in den besetzten Rheinlanden schreien jetzt zum Himmel empor und lassen den neuen Drang nach vermehrten Pfändern und „Sanktionen" in abschreckendem • Lichte erscheinen. Poincar6 deutete die Wendungen in der allgemeinen Politik als Folge einer deutschen Propaganda. Damit wird er in London und Washington sicher nur ein Lächeln und Kopfschütteln Hervorrufen. Wie er Iswolskis Berichte nach Petersburg kurz als Erfindung, Lüge oder Fälschung bezeichnet hat, wird in weiterer Runde ebenfalls keinen erhebenden Eindruck machen. Die Wahrheit findet zwar bei den Letäuschten Völkern noch keine offenen Arme, allein die Lüge von dem Verbrechen Deutschlands schleicht doch nur noch scheu und gebrochen in der Welt herum. Am Tor von Genua wird sie hoffentlich ganz zusammen- nach einer „aufrichtigeren" Regierungspolitik verlangt. Man wünscht offenbar eine Klärung der Atmosphäre von den innen- und außenpolitischen Pulverdämpfen, die der gerissene Kriegsorganisatvr hinter sich herführt. Die Denkschrift über die neuen Ziele Englands, auf die Lloyd George auch in seinem Telegrammwechsel mit Poincare noch einmal hinwies, praktisch zu verwirklichen, dafür wäre ein Wechsel in der obersten Führung des britischen Reiches wohl empfehlenswert. Es ist jedoch wenig wahrscheinlich, daß der zähe Kämpfer Lloyd George die Macht eher aus der Hand geben wird, als die nächsten großen Entscheidungen in Genua und in Washington gefallen sind. Die innerpolitischen Schwierigkeiten haben infolge der empfindlich erkrankten Handels- und Wirtschaftslage sich erheblich vermehrt, und wir sehen in der neuen Parteigründung Lloyd Georges, einer „n a - tionalliberalen" Organisation, eine ähnliche Entwicklung sich anbahnen, wie wir sie auch in Deutschland unter unserem Eisernen Kanzler erlebt haben. Die Doktrinen der reinen Demokratie, die im Kriege als Heilmittel für das rückständige Deutschland gepredigt wurden, sind die Themse hinabgeschwommen. Churchill warnt vor der Sozialistengefahr und bedeutet zugleich der Reaktion konservativer Organisation. L o n d o n, 20. Ian. (WTB.) Heute wurde in der Central Hall in Westminster unter Teilnahme von nahezu 2600 Delegierten aus allen Serien des Landes dieerstenationalliberaleKon- ferenz der Koalitionsliberalen eröffnet Lloyd George wurde einstimmig zum Präsidenten und Churchill zum Vizepräsidenten des nationalliberalen Rates gewählt. Auf der Konferenz erklärte der Generalstaats- anwalt Sir Gordon Hewart in seiner Rede, man suche nicht eine neue Partei zu bilden, sondern eine neue Organisation. Sich O^gen ^te unabhänigen Liberalen wendend fuhr der Redner fort: Unfere Partei ist eine liberale Parteiorganisation, unser Wahlspruch ist Friede. E r- sparnisseResormen. R emand ist so töricht zu glauben, dab diese Regierung oder irgend eine andere Regierung das unbeschränkte Veto des Oberhauses wiederherstellen toitb. Es ist von vitalem Interesse, dab eine starke liberale Organisation besteht, so lange die Koalition dauert und auch, wenn es mit ihr zu Ende list. Das Hauptinteresse auf der heutigen Sitzung konzentrierte sich auf die Red e C h u r ch tl l s ü b e r d i e s o z i a l e P o l i t i k. Churchills Rede gründete sich auf eine E n t s ch l i e b u n g, m den Wohlstand Europas nur neu schaffen formten, wenn sie ihre gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit voll anerkennt. Hughes und Poincar6. Paris, 20. Jan. (WTB.) Staatssekre» tär Hughes hat an PoincarS folgendes Telegramm gesandt: „Ich bin gerührt über die freundschaftlichen Versicherungen Ihres Telegramms vom 16. 3anuar betreffend die Konferenz von Washington. Wir sehen mit Genugtuung Ihrer Beteiligung an den Bemühungen entgegen, die darauf hinzielen, den Interessen des Friedens zu dienen, und wir schätzen den von Ihnen im Rumen der französischen Regierung und des französischen Volkes zum Ausdruck gebrachten guten Willen sehr hoch ein. Wir versichern Sie Herz- lichst unserer gleichen Gefühle." aschc Wen verhaftet. Das isiantinopel; Aus Er- Anaora sei Enver okpjetbehörden werde mitgeteilt, dah ie anatolische Srenze Mden sei uni Dort Sericht gestellt werde. der Schleier des politischen Humanismus wird ' nur selten noch gebraucht. Thomas Mann geht im Januarheft des „Reuen Merkur" dem , Problem der deutsch-französischen Beziehun- , gen nach und ruft aus: „Wie paradox, nein. | wie unwirklich ist der Ausgang dieses Krie- । ges! Als Sieger ging der nationalistische oder auch internationalistisch-pazifistische Rhetor- Bourgeois aus ihm hervor — und doch hat er der Welt und dem Leben kein Wort, auch nicht ein Sterbenswörtchen mehr zu sagen." Ganz recht, der geistig-sittliche Siegespreis der Entente ist ein verdorrter Zweig. Wilson hat ja in den letzten Tagen wieder ein wenig von sich reden gemacht, indem er „seinen" Völkerbund wieder in den Vordergrund der politischen Entscheidungen zu rücken suchte, aber der politische Tugendprediger ist doch heute nur noch eine komische Figuv. Thomas Mann, dem schon während des Krieges die Dersilavung des Geistes durch die Politik, das tägliche Durchziehen der höchsten Begriffe durch die politische Gosse höchst widerwärtig war, findet ein paar köstliche Sätze für den weisen und edlen Theoretiker der Humanitären Demokratie: .Ich schwöre, es gibt nichts Komischeres als seinen Advokaten-Iargon, seine klassische Tugend- Suade — man sollte es ausprobieren in einem Drama, einem Roman, worin man ihn etwa gar mit einer Sphäre lasterhafter Romantik kontrastierte. Man sollte ihn auf die Szene stellen, den Mann der Zivilisation, den mediterrrnen Freimaurer, Illuminaten, Positivisten, libre-pcn- seur und Propheten der bürgerlichen Weltrepu- blif, der sich unausgesetzt „die Prinzipien der Vernunft und der Tugend zur Richtscynur nimmt"; man sollte ihn „reden", ihn noch einmal die Philosophie des Liberalismus Vorträgen lassen — und vielleicht würde es gelingen, diesem Petresakt ein wenig von der lebendigen Liebenswürdigkeit mitzuteilen, mit der Goethe den Famulus Wagner auszustatten wuhte." Lhvnvts Mann erinnert nämlich daran, daß der Humanismus früher schon einmal, in Goethes Jugendzeit, eine Krisis durchmachte, der die Figur des Famulus Wagner ihr Dasein verdankt. Vielleicht wird Wilson als Memoirenverfasser noch einmal auf der Weltbühne erscheinen, um seine Tragikomödie zum rechten Abschluß zu bringen. Ein italienisches Blatt brachte dieser Tage ein paar kurze Andeutungen über angebliche Aufzeichnungen des Wortgewaltigen. Deutschland braucht jetzt hoffentlich keine fiemdländischen Unterweiser mehr; ein einfaches Selbststudium, ein Be- ; trachten der Dinge wie sie jetzt geworden sind, zeigt ihm, welche Geistesrichtungen sich bewährt haben, und welche als trügerisch und l untauglich sich erwiesen haben. Etwas Wahres > steckt schon in den Sätzen des unpolitischen , Dichters Thomas Mann: „Möge der „Geist" sich politisieren — hoch über ihm wird dann der Gedanke sein. Der Gedanke ist nicht politisch, er ist religiös. Er ist die unfrivvle Skepsis über den Alternativen, der Rihilis- mus der Menschenfreundlichkeit. Er ist die Anschauung, die Melancholie, die Gerechtigkeit, die Höflichkeit des HerzenS; er ist die Frei- bamit beschäftigten, die Wclltarte neu au zeichnen und in grobem Mabe imaginäre Reparationen festzusehen Was die Welt, was die Geschäftswelt wolle, sei Gewibheit und Endgültigkeit. Diese werde man nicht erhalten, wenn inan nicht ein für alle Mal im Lichte der Tatsachen die unmöglichen Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages abändere. (Beifall.) Es sei keine Frage der Milde gegen Deutschland, sondern eine Frage des eigenen Interesses für eine Anzahl von Staaten, du Wir brauchen und suchen diese Freiheit und „Höflichkeit des Herzens", wir brauchen aber für unser mißhandeltes Vaterland auch eine gesunde Politik der Liebe für das eigene Haus und, zumal wir jetzt eine demokratische Republik geworden sind, Blick und Verständnis für praktische Rotwendigkeiten. Ab- qeschreckt vom verblendeten Rationalismus Frankreichs suchen und verteidigen wir die Rechte und Ansprüche unseres Volkes. Cine Rede Chamberlains. London, 20. Ian. (Wolff.) Chamberlain trat in feiner gestrigen Rede für d i e Koalition ein. Er sagte, ©rot-britannien habe sich erneut als die Achse bewiesen, um die sich Europa drehe. D e S abilität Gro'.b Hann ens fei die gröbte Hoffnung Europas. Lloyd George habe in Grobbritannien den grötzten Einslatz und er wende diesen Einstich für den Frieden Europas an. D.e erste Au gäbe der Koalition sei, die Garantien aufrecht zu erbaten, und hauptsächlich Frankreich zu helfen, das das gröbte Opfer und der gröbteHelddes letzten Krieges gewesen sei. ©robbrttan- nten müsse seine alte Fr m dschast mit I ", p a n Mi fr echt erhalten und mit allen Aur Verfügung teyenden Mitteln engere Bezietu g-n m.t den Vereinigten Staaten anft eben. Der Friede Europas sei noch nicht gefiebert; die Well ei noch tief erschüttert. Für das Werk, das noch nicht beendet sei, brauche man mehr als einen engherzigen Parteikamps. Das Dünd- nismitden L'i beraten dürfe ntchtzer- brochen werden. Chamberlain sagte außerdem, die Reform des Oberhauses müsse durch- geführt werden. Er griff die Arbeiterpartei an, in dem er erklärte, sie kämpfe gegen die Grund- lagen der sozialen Ordnung, greife die Autorität des Parlaments an, fei für direkte Aktion ein- getreten und sie werde das auch in Zukrnft tun, Chamberlain sagte: „Wir wollen keine ruf- fische Führung unserer Einrichtungen." Die Arbeitslosigkeit in England. London, 20. Jan. (WTB.) Die Zahl der eingeschriebenen Arbeitslosen Großbritanniens betrug am 10. 3anuar l 933 450 gegen 1 885 743 am 30. Dezember. Die Höchstziffer im Juni 1921 war 2177 899. Eine Nede Asquith*. London, 20. Ian. (Wostf.) Asquith er- klärte in seiner Rede vor der Versammlung von Geschäftsleuten der City, dab die A r b eit s - los igkeit in noch nicht dagewesenem Matze fortdauere. Sie koste dem Staate im gegenwärtigen Augenblick unmittelbar etwa zwei Millionen Pfund in der Woche und mittelbar unberechenbare weitere Zahlen von Millionen. Der wahre Grund der herrschenden Erwerbslosigkeit und des Riederganges des internationalen Handels Englands fei dab andere Rationen nicht in der Lage feien, unter Bedingungen zu kaufen, unter benen England verkaufen könne, und umgekehrt. Der industrielle und wirtschaftliche 3 u f a m m e n - bruch Deutschlands habe verhängnisvolle Folgen zeitigen müssen. Vor dem Kriege sei Deutschland der beste Kunde und der gröbte Lieferant Rublaiids, Italiens, Oesterreichs und einer Anzahl kleinerer Staaten auf dem Kontinent und der zweitgrobte Kunde uiid Lieferant Großbritanniens gewesen. Der inbuftnelle und finanzielle Zusammenbruch DAitschlands mutz.? daher die ernstesten Folgen nach stch zieyen Un^ glücklicheriveise sei die Frage des wirtschaftlichen Wiederaufbaues der Hungernden Europas saft Ztnnaqmc von Saftigen für di« lagesnummer bis zum Nachm itag vorher ohnejede 'Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen o 34 mm 'Breite örilich 70 'Pf , auswärts 90 ‘Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm «Breite 3 ,0 *PL Bei Platz. Vorschrift 20 ,Anschlag. Hauptschriftleiter; Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für ben übrigen leit: Karl Walther; für ben Anzeigenteil: Hans ‘Bedt, sämtlich in ffiiefjen. SJS ÄSS 4 l«r '«••tritt Ä?801 ‘-morung uhc T”' na*i.*6MS ter“ y verschiedene S Lw der amtlich« & handelt sich 2iNernalivnalsi Decvaltungkat &hnlf»eutyenunb Snr, Die nächste ates soll am 11. 1 Derhattdkwg«. «DD) Als Leiter bei en molu..gen halte imons in den \ en innerhalb der btut Whti MMerii Sie et Xonuni f pn ob- em, die beiden Organe, Übung für die ikbci- I des adzusch iehenten inb - die Sems ch>e ebsgericht - In beug biglel unb Versah.en klt es sich M Fragen, worüber bic kttrzeM erst «irvs- - Geschlü'se der übrigen m. Sie Arbeiten tt er nett Imrei im wesen! Ü.itertommi Tonen für ghagen u»b für de» Genf, 20. Ian. (WTB.) Rach einer abend erschienenen Mitteilung be£ interna t t onalen Arbeitsamtes fable der Berwal- tunasrat in seiner gestrigen 6. Sitzung nüber de bereits gemeldeten Beschlüssen über eine etwaige Teilnahme an der Konferenz von Genua »och folgende Des chlüs f e. bb'. Di? Knnl-r-n, de- nLilEllibe- | W* Sb' ,nmm°nwlLn/zL'L Ln wn U Klagen twnal-egotstt che Onteressen gesponnen uno fah m Parteikampf, Klaff. tut, -- 0,0 2,5 Lot 30 rw gflVte , der ^Gießest- KES Wrt*'".1 Äff Stiftungsvoranschläge. — Statistik der Fasel« Haltung. — Dienstnachrichten. —- Feldberetnigung Reinhardshatn. — Polizeiverordnung. die Erhal- als I tung der Sicherheit und Ordnung In und vor dem Stadttheater in Diesten betr. Oberhesstscher Kunstverein. „Sturm." „ * * Das AmtsverkündigungSblatt Jr. 12 vom 20, Januar enihäll: Kircyen- und Wilhelm Döll aus Langd wurde als Nachtwächter für die Gemeinde Langd ernannt und pom KreiSamt verpflichtet. K^^e vnh Schule. )( Dergheim, 20. Jan. Wie wir hören wird Lehrer P rau sch bald unsere Ge- meinde verlas sen, um eine ihm übertragene Stelle an der Schule in Diesten zu übernehmen Sc wirkte über 10 Jahre in unserem Darf und hat sich durch sein gerechtes und freundliches Wesen sowohl bei seinen Schülern wie auch bei den Erwachsenen allgemeine Belietztp it erwarben Er mochte den ganzen Krieg als O.ftVec in dar derster Front mit; u serem Dea gd.retn war er ein besonders eifriger Förderer. Die Gemeinde sieht ihren lang ähiigen Lehrer und Erzieher deshalb nur ungern scheiden. Turnen, Sn ort und Sviel. WQ3olk In Not!" Wie wir dieser Tage an anderer Stelle schon kurz mitteilten, fand in Friedberg auf Anregung des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübun^ Giestener Stadttheater. Die EchmetterlingSschlacht. Komödie von Hermann Sudermann. Diesten. 21.Jan. 1922. Die Hoffnungen, die man einst — vielleicht — auf Hermann Sudermann sehen konnte, sind längst entschwunden. Das Urteil über ihn steht heute fest: Gr ist selbst in seinen gelungensten Werken keine echte dichterische Natur, sondern ein bloster Effekthascher und Theatraliker. In allen Werken, die Sudermann seinem Erstlingsschauspiel „Die Ehre" folgen liest, mit dem er mit einem Schlage bekannt wurde, und das schon unverkennbar alle Vorzüge und alle Mängel seines Schaffens enthüllt, ist nichts, was bleibenden Wert hätte; all^ ist auf den Augenblicks- erfolg eingestellt, auf bloste Bühnenwirkung berechnet. Kein Wunder, dah ein Schriftsteller, der so der nervösen Unrast 'einer Zeit entgegenkam. sein Publikum fand; zumal, wenn er es wie Sudermann versteht, feine Zuhörer sprung- -Heule erklärte General Nollet dem Betriebsrat. dah die interalliierte Militärkontrollkom-, Mission zur Zeit noch über die einzelnen Fra-1 gen Beratungen pflege und eine endgültige Entscheidung erst in ca. 10 Lagen zu erwarten sei. LorttoLizerr. — Tageskalender für öonntag: Stadttheater. 3 Ahr: „Alt-Heitel'berg"; 6V» Uhr: „Schwarzwald mädel". — Neue Aula, 4'/.i und 8 Uhr: > Hermann-Löns-Abend. — Lurnyalle am Oswawsgacten. V/./. Wohl- tätigkcitskonzert des Wartburgvereigs. — Stadtkirche. 8 Uhr: Gemeindeabend det Mat- thäuSgemeinde. — Oberhessischer Kun st verein. Die Ausstellung der Künstlerveretntgung „Der Sturm", die sehr rege besucht wird und nur noch 14 Tage ausgestellt bleibt, ist auch in der nächsten Woche am Sonntag, Montag, Mittwoch und am Freitag von 11—1 Uhr geöffnet. — Die Deutsche Volkspartei hat den Mar-schall Liman v. Sanders für einen Vortrag über „Deutschland und England in der Türkei" am Samstag, 28. Januar, 8 Uhr abends, in der Neuen Aula gewonnen. Em Mann, der im Frieden lange Zen an verantwortlicher Stelle i>ie Entwicklung der Ortentverhältnisse beobachten konnte, der im Kriege zur Verteidigung der Dardanellen berufen war, wird aus seiner reichen G^ahrung sprechen und im Anschluß daran die Zuitände in der Türkei durch Lichtbilder ver- anschaulichen. (Näheres s. Anzeige.) — Die Männer- und Frauen- veceinigungderMatth..Gemeinde veranstaltet am Sonntag den 22. Januar, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche einen Gemeindeabend. Missionsprediger Spa ich hält einen Lichtbildervortrag über China,! Land und Leute; die Aufgaben der Mission. Dem Vortragenden geht der Ruf eines guten Redners voraus. Wir haben es also bei den Künstlern deö „Sturm" auf alle Fülle nur mit einem Teil der Vertreter der neuen Kunst zu tun, allerdi ig« mit rUKtolften Kopsen. Für sie sind mit Ausnahme tec Mu'ik alle Künste bisher auf 3iTa>ogen gewandelt. indem sie „darstellten". In der Malerei, um die es sich für uns hier handelt, soll der Künstler die Dinge nicht malen, wie er sie sah (Impressionismus), sondern er soll sein Gefühl, seinen Slnbrud, „in Kunst urwvandeln" (Die Einzelheiten und Zitate nach Blüm ecs oben erwähntem Buch.) Kunst aber ist „Ausdruck allgemein menschlichen Gefühls durch Rhythmus" Für dem Ausdruck dieses Gefühls spielen Ola tur- begebenhciten durchaus feine Rolle mehr, sie sind sogar ein Hindernis der „künstlerischen Einheit" eines Werkes. Deshalb must der Künstler „die Realität ve lassen". „Nicht auf dem Hals muh der Kopf si en. sondern dort, wo ihn taS künstle.tsche Derteilungsgefühl braucht. Nicht die Naturgesetze herrschen auf dem Bild, sondern ein Naturgeseh, dessen Gesäst der Künst. ler ist." „Die zum Zweck- der künstle.ichen Einheit umgeformte Realität hat jede „Bedeutung" au her halb des Bildes verloren." Also: „Der Inhalt des Kunstwerkes ist nicht die Fo-m oder die Formen, sondern Abstraktion aus diesen Formen" und natürlich auch Farben. Sein Inhalt läßt sich nur fühlen. nicht mit Worten wiedergeben, so wenig man den Gefühlsinhalt einer Sonate mit Worten ausdrücken kann. Wie das Verständnis der Musik ist aber auch daS Verständnis für die „geistige Malerei" Sache künstlerischer Begabung. Das Erkennen etwaiger Realitäten ist unwesentlich. Deshalb treten auch an Stelle der Benennungen der Bilder als Katalogbezeichnungen einfach Nummern. Nach dem Vorstehenden ist über die auS- aestellten Werke ah sich wenig zu sagen. Ihr Inhaltliches erschliestt sich ja nur dem Gefühl des dafür Begabten, daS erkennbar Stoffliche an ihnen ist ohne Bedeutung. Man könnte versuchen die verschiedenen Grade der „Abstraktion" festzustellen. Aber davon wird man bald abkommen, weil dafür keine Anhaltspunkte außer dem Must des Künstlers da sind. (Siehe oben.) Man könnte fest stellen, ob und inwieweit K. Schwitters z. D. mit seinen doch sehr konkreten „Bildern" Kreis Friedberg. Sf. Friedberg, 20. Jan. In der gestrigen Stadtverordnetensihung wurde nach langer Aussprache mit 20 gegen 4 Stimmen beschlossen, einen Neubau für die Schillerschule (Höhere Mädchenschule) zu errichten. Der kürzlich gefaßte Stadtverordnetenbeschluh, das fetzige Schulgebäude durch den Aufbau eines Stockwerkes auszubauen, wurde heute mit 12 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Die Ablehnenden hielten die Bausumme für den Umbau, die etwa 500 000 Ml. betragen soll, für zu hoch für das alte Gebäude. — Die Bilanz des Lebensmittelamtes wird geprüft; der Bürgermeister spricht dem Leiter dieses Amtes, Stadtverordneten Langsdorf, den Dank der Stadt aus. — In einer anschließenden geheimen Sitzung wurde der frühere De- schlust, einen besoldeten Beigeordneten zu wählen, aufgehoben. — Beigeordneter Carl Damm, der durch seine Berufstätigkeit an der Ausübung seines Amtes verhindert ist, tritt zurück; dafür werden zwei neue Beigeordnete in der Person des Stadwerordneten LangSdorf (Demokrat) und Leuchtgens (D.-Nat.) gewählt, so dah die Stadt nunmehr vier unbesoldete Beigeordnete hat. An Stelle der freigewordenen Sitze treten die Herren Böhler und Dietz. :: Pohl-Göns, 19. Jan. Einem hiesigen Landwirt wurden auf seinem an der Straße nach Butzbach gelegenen Acker von 11 jungen Ob st bäumen die Krone abgebrochen. Es liegt jedenfalls nicht ein Racheakt vor, sondern es wird diese gemeine Tat eine Handlung der rohen Zerstörungswut sein, wie sie ja leider eben so vielfach anzutreffen ist. :: Kirch.Göns, 19. Jan. Um für die Zukunft der großen W a s s e r n o t, wie sie in letzter Zeit in unserem Ort herrschte, vvrzu- beugen, wird auf einem vor dem Dorf gelegenen Acker ein Brunnen gegraben. Die Arbeit wird von vier auswärtigen Arbeitern ausgeführt. Kreis Wetzlar. fr. Krofdorf, 20. Jan. Infolge des für ben Wintersport günstigen Schneewetters herrschte hier auf allen Rodelbahnen starker Betrieb. Leider ereignete sich hierbei ein b e dauer- l i ch e r Unfall. Sin mit zwei Kindern befetzte- Rodel rannte gegen einen Daum, wodurch die beiden Kinder so erheblich im Gesicht verletzt wurden, dah sie ärztliche Hilfe in Anspruch ne£ men muhten. — 3n Wißmar fand gestern eine Holzversteigerung statt, bei der für ein Meter Brennholz bis zu 400 Ml. geboten wurden. dr. Weiöenhausen (Kreis Wetzlar) 20. Jan. Hier ereignete sich in der vorigen Woche ein bedauerlicher Unglücksfall. Wahrend ein junger Mann mit Aufräumungsarbeiten In einem Schuppen beschäftigt war, erfolgte plötzlich eine Explosion, wobei dem Unglücklichen die Lnfe Hand derartig zerrissen wurde, dah sie abgenommen werden muhte. In dem Schuppe fand man noch einige Sprengkapseln, die wahrscheinlich von Soldaien, die bei dem Rückzug in dem Schuppen gelegen hatten, dort hingeworfen worden waren. Hesscn-Nasjau. * Marburg, 19. Jan. Eine bezeichnende Geschichte wird der „Hess. Landes- zeitung" zufolge aus einem Kreisstädtchen der Nachbarschaft erzählt. Die verheirNete Tochter eines reichgewordenen „Kriegers" steht mit ihrem „gebildeten" Manne eines TageS vor einem Bild in einem Hotelzimmer. „Sieh mal „lieber Wanne", sagt sie und ergeht sich In höchsten Lobes tönen' »wie herrlich, so etwas wäre was für unfern .Salong'— Das Bild war — ein Reklameschild des Norddeutschen Lloyd. Aus dem AmtsverkündigungSblatt, obigen Forderungen gerecht wird, wenn — er sich selbst überhaupt ernst nähme. Ueber die Zukunft des Expressionismus und besonders dieses seines extremsten Zweiges etwas zu sagen ist uns weder möglich noch nötig. 3n ber Tatsache seines Daseins liegt natürlich auch die Möglichkeit seiner Wirkung auf die Kunst überhaupt. Und noch eins steht fest: Wenn uns die Art und das Gebaren gerade dieser radikalsten Neuerer auch oft unverständlich erscheint, sie stehen mit ihrer Forderung „geistiger" Kunst ohne Zweifel im Kampfe gegen Materialistisches unserer Tage. Ueber den Grad der Stilisierung, denn darum handelt es sich doch in erster Linie, läßt sich natürlich streiten. Auch gibt es und gab es für uns noch andere Kunst, auch auf die Gefahr hin für etwas rückständig zu gelten. Helfen können wir, um wieder auf den Ansang zurückzukommen, also niemand diesen Bildern gegenüber, am wenigsten durch Erllaren ober Beschreloen. Jeder muh selbst damit fertig werden. Unserem Kunstverein aber fei gedankt, dah er uns die Gelegenheit vermittelte, auch mit dieser Seite unserer Zelt unS wieder einmal unmittelbar zu befassen. W. haft von Spannung zu Spannung zu treiben. Ein grober Sinn für baS Bühnenwirksame, ein vir- tuosenhaftes Beherrschen äußerer Anziehung«' mittel, daS sind die Vorzüge dieses Schutt stellers, die jedoch nie ausreichen können um seinen Werken dauernden Inhalt zu geben Saisonstücke sind es, modern, aber ohne Zett- bilder zu sein. 4 -Die SchmetterllngSschlacht" ist wie sie alle sind. Sudermann hat eine Idee gehabt und verkörpern wollen, aber seine Gestatt k^skraft reichte nicht aus. Sine Satire etwa auf den Kleinbürger stand sollte eZ werden, eine reichlich plumpe Karikatur tarn heraus. Auch hier aber gibt es Bühnenwirkungen und vor allem Rollen. e Die Aufführung gelang, und eS find vor allem zwei der Mitwirkenden, denen das zu danken ist: Cläre Türk und Adolf Teleky. Wenn die blutleere Komödie Sudermanns szenenweise Leben bekam, so ist es hauptsächlich ihr Verdienst. Der im Grunde seines Herzens gute, aber infolge der Umgebung, in der er emporwuchS, überspannte Backfisch Fräulein Türks — wie köstlich gelang ihr beispielsweise die Trunkenheitssrene im dritten Akt — und der krasse Egoist Winkelmann Telekys — ein echter Patentekel — te des Leistungen, wie man sie sich nickt besser wünschen kann. Doch auch über die anderen Darsteller läßt sich mir Gutes sagen. Die Frau Hergentheim Auguste M a r ck S', die Phlegmatische Laura Else Koops, wie Kitty Frankes oberflächliche, bumm-gertffene Elle konnten sich als schauspielerische Leistungen wohl sehen lassen. Wladimir Brande« machte au» dem Max, waS er tun konnte. Oskar Feiges traf den schnoddrigen Reisenden gleichfalls recht gut, wenn er auch vielleicht stellenweise ein biß. chen allzu stark auftrug. Auch mit Georg Hedi n g s Type als Oberlehrer KosinSkn kann man wohl einverstanden fein; daß blefo Figur am unwahrscheinlichsten wirkt, ist nicht Schuld des Darsteller». Paul M e h n e r t schließlich als Witt Helm Vogel wirkte glücklich kornisch, erfreulicher- weise ohne zu übertreiben, wozu ihn feine Roll, leicht hätte verführen können. Die Spielleitunn betreute Adolf Teleky mit bestem Gelingen, »r gen unter der Losung „Volk In Not" ein Werbeaben d für Turnen und Sport statt, der in feinem ganzen Verlauf den staatlichen und städtischen Körperschaften in eindrucksvoller Weise die hohe Bedeutung der Leibesübungen für die Errettung unseres Volkes aus seiner körperlichen, geistigen und sittlichen Not klarlegte, der aber auch der Heranwachsenden Jugend in letzter Stunde noch zeigte, wie notwendig für sie die Ausbildung ihres Körpers durch Turnen, Sport und Spiel ist, wenn sie die ihr Im Leben gestellten Aufgaben erfüllen will. Nach der Begrüßung ber zahlreich Erschienenen, be onderS auch der Vertreter der Behörden und Schulen, durch Seminarlehrer Thierolf, dem Vorsitzenden der Friedberger Ortsgruppe des Reichsauäfchusses, sand ein sorgfältig zu ammengestelltes Programm seine reibungslose Erledigung. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei kurze, aber um fr eindrucksvollere Vorträge. Vom Standpunkt des Arztes betrachtete Medizinalrat Dr. Nebel dir Notwendigkeit der körperlichen Ausbildung, während Prof. Keller vom Lehrerseminar vom Standpunkt des Vollserziehers zeigte, wie die Leibesübungen dem „Volk in Not" Hilfe bringen können. Omd)tsfaaL rm. Darmstadt, 19. Jan. Ein ungetreuer Postbote ist ber schon e wa 12 Jayr^ bei ber Post in Reichelsheim j, O beschäftigt gr Aus Stabt unb Land. Gießen, den 21. Jan. 1922. Wettervoraussage für Sonntag: Wechselnd bewölkt, nachts kalt, Tag milder, auffrischmte Winde aus Süden und Westen. Wahrend das östliche H.chdruck e iet bedeutend an Ausdehnung in westlicher Richtung zugenommen hat, hat sich die atlantische Depression weiter vertieft. Es herrscht ein st ^rZed ostwestüches Druckgefälle. Wir werden mit auffrischenden Winden und veränderlichem Wetter rechnen können. * ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 13 Januar 1922 der Kanzleigehilfe Wilhelm H e i l m a n n zu Deer.elden zum Kanzlisten bei dem Amtsgericht Beerfelden mit Wirkung vom 1. Februar 1922 ab. Der O^erzoll- fefretär Anton Diehl zu Worms wurde vom 1. Februar l. I. an zum Vorstand des Zollamts Lampertheim ernannt. Dem Zollinspektor Mangold zu Lampertheim wurde vom 1. Februar L I. an die Stelle des Zollinspektors des Bezirks Worms 2 mit dem Standort Worms übertragen — Ernannt wurden die Zollprakttkan en: Witt helm Witter st älter aus Mainz, Peter Keil aus Heppenheim, Hermann Otto aus Gießen. Friedrich Jakob aus Worms, Hans Rödelsperger au8 Cöthen, Ernst Fehrenbach aus Mainz, Wilhelm Fey und Julius Wenzel aus Darmstadt zu Oberzollsekretären. ♦* Zur Erhaltung der Ordnung l m Stadttheater erläßt das Polizeiamt eine Berordnung, nach der eS untersagt ist, In dem Stadttheater: die Deleuchtungs- oder Heizungsvorrichtungen. die Löschapparate, die elektrischen Leitungen, die Wasserleitungen, die Maschinerie oder deren Zubehör zu verändern, zu verstellen, zu beschädigen oder an diesen eine den Betrieb störende Handlung vorzunehmen; zu rauchen, Zündhölzer. Papier oder andere leicht brennbare Stoffe anguzünten. Auf der Bühne des Stadttheaters darf nur bei Aufführungen und bei Proben und dabei nur dann geraucht werden, wenn c8 die Spielleitung anordnet. Beim Ber- lassen der Szene muß die Zigarre usw. sofort sorgfältig verlöscht werden; abgeschlossene Türen oder Schränke zu öffnen oder geöffnete abzuschließen; in diejenigen Räume einzutreten, die durch besondere Aufschrift als nicht für das Publikum bestimmt bezeichnet sind; Hunde mit^u- führen; im Zuschauerraum während der Vor« Gießen. 21. Januar 1922. Diese Ausstellung „wirkt". Die erheitert und erhitzt die Gemüter, je nach dem Köpfeschütteln erhebt sich der Ruf nach „Gebrauchsanweisungen" Daß dieser Wunsch keineswegs so ungereimt ist, beweisen die eingeschwvrenen Verfechter der neuen Kunst oder, wie sie sagen, „der Kunst überhaupt" selber. Wenn sie auch mit Recht behaupten, dah man das Letzte auch über diese Werke nicht sagen könne, so bemühen sie sich doch in zahlreichen Büchern und Zeitschriften, „Einstellungen" zu geben für die Betrachtung Trotzdem bleibt der .Expressionismus" immer noch ein vieldeutiger Begriff, und welche Künstler „Expressionisten" sind steht auch noch nicht fest. Die einzelnen Kunstlergruppen trennt oft stärkste Gegensätzlich- reit, und wenn man die drei Hefte von Walden Schreyer und Dlürnner durchfieht, die gleichsam z rogrammbücher ber Sturmgruppe auf der Ausstellung zu haben find, wird man finden, baö auch sie nicht ganz darüber einig sino, wer als Künstler, besonders was die Vergangenheit betrifft, zu gelten hat. Auch kann man kaum alle Jitter ter Ausstellung als „Kunst" im Sinne dieser Bücher gelten lassen, besonders wenn man ter Beurteilung die Theorien zugrunde legt die R. Dlürnner in seiner Schrift „Der Geist des Kubismus und die Künste" vertritt Wenn er 8- D. Groh als verkappten „Impressionist e n" verdammt, wird er doch wohl kaum einem Bild wie dem von P. Dusch Burschen mein Dorfl" zustimmen können (vgl. damit z D' ten „Abenteurer" von Groh) oder dem Stillleben II“ O. KubinS, mit der melancholischen gelben Schachtel. Denn die schärfste Kampsstellung gegen alle« „Impressionistische" Ist ein Wesentliches im Programm gerate des „Sturmes". Wer auch darin sind sich nicht alle „Expressionisten einig. Kasimir Edschmid z. D (ten allerdings Dlürnner vielleicht nicht ganz mit Anrecht zu den Impressionisten zählt) meint irgendwo: „Ein guter Impressionist ist größerer Künstler . ... als die mittelmäßige Schöpfung des Expressionisten" .... Und Edschmid gift dvch vielen anderen Leuten als der Wortführer des Expressionismus Aus dem Reiche. AuS dem Reichswirtschaftsrat. D e r I i n, 20. Jan. (WTB.) Der finanzpolitische Ausschuß des vorläufigen Reichswirtschaftsrats nahm einstimmig folgende Entschließung an: Der finanzpolitische Ausschuß nimmt Kenntnis von den Bemühungen der Reichsregierung, den deutschen Dalutaschuldnern aus der Kriegsund Vorkriegszeit, sowett wie möglich, Hilfe, zutell werden zu lassen. Er erwartet, daß die ReichSregierung diese Bemühungen mit allem Ernst fortsetzt und besonders den zur Hilfeleistung für VäVutaschuldner bestimmten Ex- portorganisationen bet der Ausfuhr deutscher Waren jede mtt den allgemeinen volkswirtschaftlichen Interessen zu vereinbarenden Erleichterungen gewährt. Der finanzpolitische Ausschuß glaubt ferner, dah eine Umänderung der Dilanzvorschrift für die mit hochwertigen Auslandsschulden belasteten deutschen Unternehmungen dringend geboten erscheint. Die ReichSregierung wird ersucht, wegen Entschädigung der durch das Abkommen mit der Schweiz über die sogenannten Goldhhpotheken Geschädigten dem RetchSwirtschaftSrat Vorlage zu machen. Ferner wurde mit 16 gegen 13 Stimmen, wobei die Arbettgeber dafür, die Arbeitnehmer dagegen, die Abteilung 3 ge- - trennt stimmten, folgender Antrag angenommen: Der finanzopllitische Ausschuß empfiehlt jber ReichSregierung, den durch Verordnung vom 24. Oktober 1919, betreffend Kapltatt h flucht, eingeführten Depotzwang wieder aufzuheben. Der Antrag auf Aufhebung der in der gleichen Verordnung und in der Reichs- abgabenordnung gegebenen Vorschriften über die AuSkunftSpflicht der Danken wurde mit Stimmengleichheit abgelehnt. Die Deutschen Werke. Berlin, 20. Jan. (WTB.) Der Dvt- schafterrat machte der deutschen Regierung nur eine kurze Mitteilung betreffend die Deutschen Werke, die iedoch keine weiteren Schlüsse zuläßt. Infolge dieser Ansicherheit bemächtigte sich der Arbeiterschaft der Deutschen Werke erneut großeErregung. Der Zentralbettiebsrat des Konzerns der Deutschen Werke suchte demzufolge erneut um Verhandlung bei dem Präsidenten der interalliierten Milttärkommission, Rollet, nach. Dcrncbmen mit dem internationalen landwirtschaftlichen Institut In Rom abwarten wollte. 2. Es sollen Sachverständige mit dem Studium ter die KriegSentsckadigten betreffenden Fragen, sowett sie die Arbeiterorganisationen berühren, betraut werden. 3. Angesichts der Zwischenfälle, zu denen die Ernennung deS holländischen Ar- beltenxrtretcr« auf der internationalen Arteiis- konserenz Anlaß gab, soll ein Gutachten des ständigen interna:ionalen Gerich:sho,es einaeholi werten über die Auslegung des Artikel 389 des Versailler Vertrages, nachdem die Ernennung ter Arbei er- und Arbeitgeberdelegierten u. a. den maßgebenden D russorgan.sationen zusteht. 4. Der Direllor teS Arbeitsamtes wird ermächtigt, Erhebungen über die Arbeitslosenlrise fortzusetzen. Auf der Tagesordnung ter nächsten internationalen Arteitöko rferenz sollen u. a. folgende Punkte stehen: Vorschläge zu einer Reform des Verwaltungsrates, d. h eine Revision des Teiles 13 des Versailler FrietensvertrageS und der entsprechenden Abschnitte anderer Friedensver- träge; Mitteilungen ter Regierungen über AuS- wanderungs-, Heimtransport-« und Durchtrans» portproblcme; Revision ter Geschäftsordnung der internationalen Konferenz; Erneuerung tes Ver- waltungsrates; Bericht des Direktors über die allgemeine Tätigkeit des Arbeitsamtes; Ratifizierung ter einzelnen Abkommen und endlich Aussprache über die Arbeitslosenfrage und die Rohstoffverteilung. Die nächste Sitzung te3 Verwaltungsrates soll im April in Rom fiattfinten, die übernäckste im Juli, wahrscheiirlich auf Einladung ter schweizerischen Siegle i-ung In Terlaken ober Vern. ftellung die Kopfbedeckung aufzubehalten; Stühle, insbesondere Klavpstühle. in das Theater mttzu- brlngen oder dort vorhandene unbefugt zu benutzen. — Den Anordnungen ter zum AussichtS- bienft befohlenen Poli'eibeumten sowie ter Feuerwehr hat j eher mann Folge zu leisten. "Aus der Deutschen Volkspartei wird unS geschrieben: Am Donnerstagnachmittag fand eine sehr gut besuchte Versammlung der Frauen ter D. D. P. statt. Nach einleitenden Worten ter 1. Vorsitzenden, Frau Pfaff, ergriff die Landtagsabcevrdnete Frl. Maria Birnbaum das Wort. Sie mach'e die Anwesenden mit ten wesentlichsten Bestimmungen des am L April 1922 in Kraft tretenden Schulgesetzes über die Pflichtfvrtbildungsschule für Mädchen bekannt. Ganz besonders trat Frl. B i r n b a u m für die schon lange von den Frauenvereinen erhobene Forderung ein die Leitung ter Pflichtsortbilbungsschile und den Unler-rtcht in den sogenannten Gestnnungsfächern weiblichen Lehrkrä'ten zu übertragen, da der Einfluß ber gebildeten Frau auf die Heranwachsende Jugend von größter Wichtigkeit sei. Nach einer sehr lebhaften Aussprache über diesen Gegenstand erstattete Frau Schudt De icht über die Tagung des ReichsfrauenausschusfeS, die am 3. Dezember 1921 in Stuttgart statttefunben hat Auch ihre Ausfüh'.-ungen boten wich!ich Stoff zur Aussprache. Auf allgemeinen Wunsch wurde beschlos en, die Versammlungen des Frauenausschusses jeden 2. Montag im Monat Im Schützen Haus stattfinden zu lassen. ab- üblen i Laden Grotzen-Linden Persekte 1922. Januar 79(>v Nähere» Döbel AM MMnM > Chlorodont : : | Hloödicn oö. ^rofl »um Putzen gesucht. 0713 Marktstrake 1»- Meine Verlobung mtt Fräulein Elfriede Formhals, Tochter des Fabrikanten Herrn Justus Form- hals und seiner Frau Gemahlin Emmy geb. Scheffer, zeige ich an. Dr. med vet Carl Uhrig Assistent an der Deterinärmedizin.PoliklinlL. Giehen Die Verlobung unserer Tochter Elfriede mit Herrn Dr. med. vet Earl Uhrig zeigen wir an. Justus Formhals und Frau (Emmi) geb. Scheffer. schmecken delikat kurze Kochzeit I Sorten: Erbs, Reis, Ochsenschwanz, Erbs mit Speck, Reis-Julienne, Grünkern, Pilz, Kartoffel usw. überall zu haben. aus gutem Hause gegen gute Bezahlung gesucht. Bewerberinnen, die bereits im Dankfach tätig waren, erhalten den Vorzug. 051D veulscheverelnrbank,Filiale Gießen Bon kl. Zigarrensabrik tüditinrr Werkmeister flcfudjt. Audfübrl. schrift' ltche Angeb. unter 0661 an den Gteh. «nv erbeten. Jung., rübriger Mann Aum Einbolen von Huf« | träacn ac'iidjt Oobe^cr* : bienftmöilicbfeU.ßumelb. bei Herso, Mitleid. Ann.' Exved^ Plackstr. ü, 784^' Lehrling 8 aufaew. Junge mit guten Schnlzeugn, au Eltern für Bureau u Lager f. D.Weiuert.Neuenweg9.' gesucht. Sägewerk Giehen LkrdKautevweg 20. vm KurhausHofheimlTaunus */,Bahnstund<* von Frankfurt a.M. Wlnterkttr !fir Erhe ongebedtrltlgo and iery8» Erschöpfte. MÄß. Preise. Prosp.durch Dr-Scbuiza-Kahleyfes verbotenen Waffenbesitzes zu fünfzehn Monaten Gefängnis unter Anrechnung der erlittenen Unter» suchunashafl und Strafaufschub. Die Ge ellschaf- terin der Gräfin, Fräulein Rupf, wurde freigesprochen. Der Antrag auf Haftentlassung des Grafen Hans Heinrich Schlieffen wurde Große talcheriiiigs-U mit all Vers.-Zweigen sucht sofort für ÖentoriiiLlinda und weitere Hingebung tüchtigen, redegew. und kautionsfähigen total** für groben Berlicherg».« Bestand. tHabfobrer be« uorAiiflt. Schrillt 21 ii» geböte unter 073t an den Giesteuer Anzeiger. Wim mit besserer Schul bi l- aX%ru“ *u s 6mll Loitz Derioasöufljhflnülunq. Marburger LlrabeLO. Einqesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gegen den Gestank, der dem st ä b 11 - schen Gaswerk immer wieder und immer andauernder entströmt, wurde aus der Gegend der Roonstraf-.e schon einmal eindringliche läge er- holen Unter der Wind ichmng der letzten Tage sind Süd-Anlage, Ludui jftrafrc und die benachbarten Strahenzüge wieder einmal hiervon besonders heimgesucht worden. Ramentlich während der Abend- und Rachtstunden ist der Aufenthalt in der Rahe des Gaswerks und im vorerwähnten Stadtgebiet eine wirkliche Quälerei. Die Passan« ten flüdrei eiligst, um diesen Kloakendünsten zu entgehen Wie steht es aber mit den Anwohnern? Sie können den g«su tdheiMchäblichen Düsten nicht entweichen und werden dauernd in Ihrem WohP b« tnden geschädi't Während der Grippezeit ist die er ungeheuerlicher Mibstand besonders schwer ernpsunden worden, weil die K a kenzimmer nicht gelüstet werden können. WaS da in die geöffneten Fenster heieinströmt, mutet wie Verwesung an, und bringt Kranke und Gesunde zur Verzweiflung. Gs ist einfach unverständlich, das; die Aufsichtsbehörden diesen unhaltbaren Zu stand dulden. Wenn die Stadt ihrem Werk nicht entgegentreten Wir suchen zu Ostern für unser kaufmännisches Bureau einen otis Lehrling Siwereisen, Kom.-Ges. Mehrere failfta möglichst unverheiratet, zum sofortigen Eintritt gesucht- 777c «mim Butzbach Bexsen. gegen sofortige, steigende Vergütung sucht im h. Steinhäuser Duchbindermeister. Reu en Däne 17. Lchrling gesucht. 0725 (»mit edimnfl, ____Weihblndermeister^ Kaufmännischer Lehrling mit guter Handschrift u. Schulbildung gejucht. Schrift!. Angeb. n. an den Gieß. Anzeiger. Katholische Gemeinde. Samstag, 21. Han., nadjm. 5 u. adds. 8 Mhr: Delegenh. z. hi. Veichte. — Sonntag, 22. CSan. 3 Sonntag n. Epiphanie. Dorm 6'/,. Gelegenh. hl. Veichte. 7: Hi. Wesse. 8; Austeilung d. hl. Kommunion. 9; Hochamt m. Pr. 11: Hb Weste in. Pr Rachm. 3: Ehristenlehre; daraus Andacht. 4: Versammlung der Hausangestellten. 8: ®c- nera'versaimnlung des Gesellende eins Tiaspvra-GotteSdienst am 22. Han. Grünberg, norm. 9*/e Übt. Kathol Gottesdienst. 22. Han. 2t<& norm. 10, n-achm. 2. — Hungen, norm. 8 ilb-r. rt und Spiel !“ Die tetr dieser Sagt kurz mllteiUen, [anb In. mg des Jeutscher für LetbeSübun. ,Dolk In Jo!" ein :utnen und Spvri n Derbulf den staatlichen Killen in eindrucksvolle una der ßeibeiübungen ces Dolles aus feiner > sittlichen Hot Har legte «wachsenden (fugend I-’ tnie notawity für sie löcperS durch "Suzas: i sie die ihr im Leben •n E. Dich der )lenenen, be ondersauch und Schulen, durch s, dem Jsmgendm da des Aeichsaurschuiset, mengeslelltes Programn igung. 3m Willelpuick! i zwei kurze, aber um sc i Jom Standpunkt bei Walrat Dr. Äebel dm rperlichen 2lusbikdung, vom LehrelemiE Dom -ziebrrs *,®ieJ folk In 2°t H"lt mefene Sto. T etter nem da. Sr hat in etwa 5 FällenPakLt« e-rbrrchen, in 15 Fällen Geld- beträfle, die er bestellen sollte, oder die ihm AUr Ausl eferurg an die Pest ufcr geben mir en, unterschlagen, die Mleferungsschau.e ge ätscht, und andere Versehlu gen begangen. Ts fallen ihm etwa 7000 Mart untersch agene Gelder zur onft die er aber wieder ersetzt hat. Unter -2 Tabven GesongniS verurteilt, von denen 4'/, Mo- nate Untcdu4u g hast abgerechnet werden^ - Du-.d} Wil b auch Dun Schellvrmula en, de er bei einem Alm ten entire vet tzatte, ^rchwm- delte sich der vorbestrafte 32 3ab£? oster S niölev dahier etwa 800 Wark. wofür er sich eine Tafr und anderes lauste. toirb ttSien Tetiufl und U.tu densälschung zu 9 Wv- i taten Deiä g is verurteilt. Äcltercr btlanAHcbctcr WWM znr (Srlcbiflttno kqusm. Arbeiten während feiner fielen ."teil pefmyt. Schrillt, «nnebote unt. 0720 an den Gietz. Anz. S^^mann tott* BilligeKleiderundBlusen erhalten Sie durch Helbetfürben wie neu mit Wiki-Haushaltfarben Waschechtes Schwarz auf wollene Strümpfe. Schönste ti erd In en färben. Herrliche Eierfarben. 40jfthrUre eigene Fachkenntnleee der Hersteller. Beste Güte Verlauben Sie nur .Wiki** und Sie werden zufrieden sein. will so ist eS Pflicht Der Kreis- ober Provinzial- beh&rben, hier Abhilfe zu («batten. DaS Gaswerk war schon keine Annehmlichkeit für seine Ruch- barschast alS es nur GaS bereitete Die Erzeugung von Amontak durste aber keinesfalls Inmitten der Stadt ausgenommen werden. Sie gehört In die Gegend der Kläranlage, der Wasenmeisterei oder noch weiter hinaus. Die empörten Rachbarn. Ä 1 ödet UM ch in kt’W ftuAos oerodkroundßA • iod eile Meutunrelnlgkelten a Heuteuetchllge. wie Miteiser, Pickeln, Blütchen usw durch tlgl Gebreuch d. elle'n echten Itetewferd-3t£T5(hn>efeL-j,elfe von Bergmann * Co., Redcbeul. überall tu habe*. Anungin und vordem tourhe flfi Bf «ÄS h Schule. > E untere 0t. ® ihm übciixagent ®tc*jtn ju uherne6mcii e n unserem Dorf -jnb * 'Ed sreundlichd Wern vie auch L-i ntWtHatoM N als OJi^iec (n b)r> Ge aigd-reL bar lowerer. Die ötmeinfr Lehrer und Srziehcr X flott in Stenographie und Schreibmaschine, zum sofortigen Eintritt gesucht. Persönliche Vorstellungen erwünscht. 800D W-MMklkM gelehnt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, 22. Han., 3. n. Epiphanias. 3n der Stadtkirche. Dorm. 9V9 Htyr Mistionsprediger Spaich. 11: Kinderkircbe f. d. Watthäusgem.: Mstsivnspr-Liger Spaich Abds. 5 Pfr Decker. Deichte u. Feier b hl. Abe: dmahls f Matthäus- u. Markus; em. Rachm 3: Frauen- Mistronspersammluna! abds. 8: Gemetr.drabend d Matthäusgem., Lichtbildervortrag über „Die neuen Auigad-n der Mission in China" von Missionspre -iger Spaich. — Montag, 23. Jan. abds 8: Vereinigung b. konf. männl. Jugend d. Matthäusgem. — Montag, 23. Han., abds, 8: Gemeindeabend m. Vibe bstprechung. zugi. Hel'er vei-sammlung d. Markusgem. — Donnerstag. 26 Ian., abds. 8: Vereinigung d. konf. weiol. Hugend d. Matthäusgem. 3n der HohanneSkirche. Vorm. älhr^ Vfr Deck wlsheimer. 11: Kinderkirche f. b ^ukos- aem : Dfr. Dechtolsheimer. AbdS 5: Pfr. AaS- felö Deichte u. Feier d. hl A>endmahls f. Lukas- u Iohannesgem. Adds. 8: Dibelbesprechung im Hohannessaal: Pfarrastist. M Cer. - Wrnlag. 23. Han., abds. 7'/,: Hugendveretnigung d. Lakas- gern. (männl A^lg.) TDl e f e d 22 Jan. Dorrn. 10: Gottesdienst (Opfer für die Mission). - Samstag, 21., ab^s. 7i/e und Sonntag, 22., nachm. 3; Duhnenspiel der' Kinderkirch« zum Desten der neuen Glocke. — T onnerstag, 26. Han., abds. 8: Madchen- adend Soimtag, 22. San., vorm. 10: Kirch berg. , — Rachm. !>/,: Collar. & r 11 B 20. Han. (WTV.) IndenrPro- h gegen die gräfliche Familie von schlieffen auf dem Waldschlost bet Schonberg in der Oberlaufiy wegen Anstiftung zum Morde gegen den Grafen Georg Wilhelin von ’ chkietsen aut Schlietsenberg bei Güstrow in Meck- c bu g re urt ilie heute abend in zehnter Stunde ai Schwurge icht nah dreitägiger Dechandlung ie Grosin Ella Schlieffen zu Schönberg wegen Austordei-ung »um Morde zu zwei Jahren Ge- igniS und zwei Hahren Ehrverlust, wöbet tue (ittene Untersuchungshaft nicht an gerechnet wird, ' >7i Grasen HanS Heinrich Schlieffen zu Schonberg chrnfalU we^en A."nrderung znm Mord«' und ve botenen W.stfenbesihej zu andcrthalo Hatzren r-ei ingnis umer Anrechnung do i l^nf Mona;en Üntersuchungshttft. den Handelsmann Rössel auS Görlitz wegen Annahme der Aufforderung zum Morde und Vergehen- gegen das Sprengstoff- aetetz zu insgesamt drei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust unter An rechn una von acht Monaten Untersuchungshaft, den Schlotter Herbert Stenfchke aus Derlin ebenfalls wegen Annahme der Aufforderung zum Morde und wenn möglich mit Lager, zu mieten gesucht. Schrillt. Angel), unt 0781 an den Glon Ainelger^ , Vi0hN'.Mst8llltl80h \ Ütrobe 2 Zimtn. 2Cobn. gegen 2- bis 3-Ziminer- Wobnnng zu tauschen gefuchi. Lchrstil Angeb. unter tM>83 a. d. Gieh. Anz. gdjöne »*3ini.=$olin. gegen gletchgrohe, «.Stock ob. starrer re. »u lauschen gesucht. Schriftl. Anaeb. unter 0736 a. d. OHei'i Anz. Schöne Parterre-Wob- uuua in der Stalfer^Uce, beü- benb auö ttZiinmern, Badeztminer u. ßubebör, GaS und eleftr. Licht, in recht flut. Zustand, gegen eine b-.-stmiuer-Wohnnng in der We i-Anlage, Süd- Anlage. .VrantfurterStr., Stliceitrajje oder deren dkabe zu'tauschen gesucht. | Mietgesuche Dauermieterin iberufS* tätig! lucht baldigst ent niöbl. Zimmer. Lchrsttl. Ang. unter 0729 an d. Gietzener Anzeiger. Ginfach, freundlich möbl. Zimmer gesucht. Schr. Angeb. unt 71« an den Gien. Anz. Tabak- nnd Zigarrenfabrik sucht zu Ostern für Kontor Lehrling mit Sekundareife. Selbstgeschriebene Angebote unter 457D an den Giehener Anzeiger erbeten. Zwei Lagerräume mit fiontor zn mieten gesucht, ©cbr. Ang t>-127a- d.tHlek An^. Ztrka 200 qm grober Naum »u mte'fit gesucht. Scbr. Äns.u.07s8a.d.<öieb.'ttna. "PÄr Wohnung, möbliert ob. unmöbliert, mit Küchen- benuUunfl, von sungein, finberloiem (Ldevaar lBe- amteni für fosort oder in miflrn gefudit Schrtsti. Angeb. unter 607 an den Gieh. Anzeiger. fmiililitrttäiinmtr von alt. Herrn zu mieten gesuchl^rsorberlichenfallS im Tausch gegen 3- bis 4-Zitnuier-Wohnung. Schrtstl. Angeb. unter 685 an den Gteitener Anzeig Junges Ebevasr mit einem Kinde sucht 1 oder 2 nut mööl. ßim mer evtl, mit Kochgelegenheit, in besserem Hause. Schnstl. Angeb. unter 0784 an den Gies;. Anz. Hausbesttzer-Derein. [ St eilen« Bei Lebensmittel M- schÜslen guleiugefllhrter Vertreter gesucht. Echriftl. Angebote unter 0719 an den Gießener Anzeiger. MAGGI* Suppen _________________ । ■■ mm 757c der statt stenographiert und Maschine schreibt und an selbständige Erledigung der ihm übertragenen Arbeiten gewöhnt ist, für das Bureau einer hiesigen Fabrik^ für bald gesucht. Schriftliche Angebote mit lüdten- loser Angabe der seithengen Tätigkeit und BehaUs. ansprüche unter 7ü4 an den Gießener Anzeiger. Eine der ersten KsffC©- Grost-^irmen Deutschland» lurtjt In allen SDrten ।mit Aue-nahtne der Großstädte über SOU000 Einwohner Vertreter gegen Provision. ES wollen fltb nur Herren von ciutuanbfrelem Nul bewerben. Durch .steterenzen ist zu belegen, dah sie bei EalsS. Hotels uiw. beiten» rmncfübrt stnd. Angebote unter B. B. 84 an «la Haaicnitein L Vogler, Bremen.__________ Für 5abrifbetrieb in der Melallbranche bilanzsicherer Kaufmann qesucht, der gewandt ist in Korrespondenz, Exportwesen sowie in allen kaufmännischen Arbeiten, um den Ehef vertreten zu können. Ausführliche schriflliche Angeb. mit Gehalts, ansprüchen unt. 0724 an den Gietz Anz. erbet. Wir suchen zum sofortigen Eintritt 2 ßMk ölige Mleule im Alter von 18 bis 22 Jahren. Gewandte Bechner,we!chestenographie-u.schreibmaschinen. kundig sind, erhalten den Vorzug. Schriftliche Angebote unter Beifügung von Zeugnisab- schriften an die Direktion d. Elektrizitätswerke u.Stratzenbahn d. Stadt. Giehen. St ölte. Beater eie bittere Mandeln u Zitronen = prReppiifßGckölr ’ ’1 .Bltle'mendel, Ztl aaüergewBiinllch preiswert unter Garantie I lOr V-rarbttltung süddeutscher Herstellunfl I Entwürte ereler Innenarchitekten Besicht flung ohne Kaufzwanfl Speisezimmer geschnitzt M. 6500.., 9000.-, 12000.. | Herrenzimmer geschnitzt M. 7000.., 9500.., 13500.« Schlafzimmer n.75M..ti 2^ Schlafzimmer modenschrank M. 7800.., m billig. Ausführ. M.8000.. l/üfthnn schöne Modelle, v. M.1500.., Kucnen i8oo.., 2900.., wo... Matratzen von M. 175^ an. Drell, matratzen je nach Material, in Wolle, Haar, Kapok Chaiselongue», echter Bezug, ganz aufGurte, kein£rsatz,M.65O^ Möbelhaus J, Jtlniann». Brumlik Gieflen, Bahn». 23. Lielerung frei Baes »aofiaviu. Vasilllea ,01 Dntajrfn* Nr rnwM- *» IMraMÄ Vfonvy M EMt. **•-■ sar* " iiüuna lo hi Äeelbitfo e. DreinU» Zuvcrlä sstaer Schreiner gesucht. 0774 MobelWM Satt Sava. Lehrling auf Rechteanwalto- kanxlel für sofort ober fpäter gesucht. Schrsttl. Angebote unter 0783 an den Ätefrener Anzeige^ 6örlnet-£elirlino geg. sofortige Vergütung geh Wilhelm Mofcr, Wärtnereibeftoer, VieseckerWeglO Tel 1614. MÄrüMrlinii ah Cftern gesucht O^fi VlllvvlUlkecel Otto ffleoec Ludwigstrabe 30, H. sftaü 9 ßan. Sin uW* EZ MS« Älchen linnen 3nbaU f ffij Sm. ober M & llnfl8fv r-v-M Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unsrer lieben Entschlafenen, für die aufopfernde Pflege der Schwester Berta und die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrers Barth sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem Verlust unsrer lieben Entschlafenen y,.-' - 'N. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserm so schweren Verluste sagen wir dem Frauenchor, den Mitschülern und allen, die unsrer lieben Tochter die letzte Ehre erwiesen, auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank. Chauffeur 20 Jahre alt, mit Führerschein III b und guten Zeugnissen, sucht Stellung. Schristl. Angebote unter 0640 a. d. Gieft. Anz. mit Lagerarbeitern Packen und leichten fchriitl. Arbeiten vertraut, sucht so fort ob. später Befck»äF t aung bet bescheidenen Ansprüchen. Evtl auch $?icntiijiidikrDtttin Sirßtn u. Illlißkgend. Hanptvtrsgmmlnng Sonntag, 22. Januar, 3 Uhr nachin., bei 'Dhtfll. Strait, Frankfurt. Str. 81. Tagesordnung- s. Biene. Leihgestern. 20. Jun.22. 761 Buk. Fräulein perfekt ty Stenographie und Schreibmaschine, rvünscht sich per 1. Avril zu verändern. Schr. Angebote u.0712 a. d. Gieft.A Wo kann man abends da- .Korsettcnnähcn erlernen? Off. U. B. 1520 an Herfo. 01. A.-E„ Plockstr. 5. '"lr Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Weller IV. Barne mit langjährigen kaufmännischen Erfahrungen, perfekt im Verkauf, im Verkehr mit jeder Art von Kundschaft bewandert, llicht um sich zu oer- lMUfb ändern, geeigneten, möglichst setdnändigen Posten wie Vertretung des Chefs, Ueberwachung des Ge- schäsls, DtSoonenttn oder dergl. Betr. ist an selb- ständ Arbeit, gewöhnt u. befindet sich in ungekün- diäter Steilung. Schriftl. Ang, u. 0727 an d. G. Anz. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Ganz besonders danken wir der hiesigen Pflegerin für ihre aufopfernde Pflege, sowie Herrn Pfarrassistent Becker für die trostreichen Worte am Grabe. Frau Käte Dietrich verw. Wagener Stadttheater Leitung: H. Steinnoetter. Sonntag, 22. Januar: W-MeltMg. Anfang 3, Ende ’»■% Uhr. SWakWMMM. Anfang«'/,, Ende!»'/.Uhr. Dienstag, 24. Januar: 14. Dienstaa-Abon.-Vorst. 9?ööfl Codier. Ansang 7, Ende 9V3 Uhr Mittwoch, 25. Januar: IVMtitwoch-Abou.-Vorst. SönnettctllngsföjiflöjL Ans. 7, Ende 9'/. Uhr. 782c Freitag, 27. Jannar: 16. Freitag-Abon -Vorst. Sie Immösio. Anfang 6'/^ 's-nde9'/,Uhr. Sonntag. 29. Jannar: Die fünf zronlsutter. Anfang 3, Ende 51/. Uhr. SldmorzivoiSinöde!. Anfang 61/,. Ende 9'/« Uhr. Oberiioss. Obstbauversio. Aukerordentli.che §miptifriüminliinfl am 22. Jan., 3*/« llbr, im FelieiikcUcr. 7t>7D Lebende Hausmäuse kauft Slediz. Ve terinil rkllnlk. Sssß« mit Stall uni) Sditntr. Schristl. Angebote mit genauer Angabe über Lage und Preis unter 0738 an den Gieftener Anzeiger Luche gebrauchten Flügel Stemv/ay & Sons gegen Barzahlung zu kaufen Schr. Au geb. nnt. 712D an bei] Gie •. Anz. Ordentliches, sauberes 301 ä b d) e it von vorin. 8 bis nachm. 3 Uhr gesucht. 0761 Laitdgrasenstrafte 4 I. Lrdcnttilhes fflihdjcn evtl, auch tagsüber, gesucht. Kron, 0762 Kaiser-Allee 1911. Bolte W- ISle Die Vorträge über „Verdauung und Ernährung" können auch 792v morgen norb nicht beginnen, sondern erst Sonntag, 29. Jan. F. Erdmann & Co„ Berlin Königgraoer Strafte 71. Wo kann ein lösähriges kräftiges Mädchen das Nähen lernen? Schriftl. Angebote unter 0665 an den Gieft. Anz. Suche für foiort 0615 Fr ixen rieh rl Inff. Jakob S äfer, Aritetiv» meister, Ludwigstrafte 64. Zur Bedien, u. Reinig. ftaatL Bureaus zuverl. putzsrau gesucht. Zn ersr. In der GeschänS- steüe d. Gieft. Anz. 0726 Fiiialgescliäll von jg. Ehepaar zu übernehmen gesucht. Kaution kann gestellt werd. Schr Ang, u. । 721 an d. G- Anz. Büglerin nimmt noch Kund. an. lernt FrauBorschel.Aster ro.56 Stiller olter tätiger Teilhaber für ein rentables, neu ein» zusührend. Unternehmen tut' 30 —35000 Mk. gesucht. Schriftl. Angebote unter 0747 an den Gieft. Anz. Hoher Ver dienst I Händler. He^e Farn. Käufer. Guter Artikel. Karte an Firma Hunger, Mellenbach 1. Th. Für 1. Februar tiich- tiges^ solides 762 Mädchen für kl. Haushalt (2 Pers.) gesucht. .Qodienerroüiifdit. Gute Behandlung. Zeitgemäßes Gehalt. Kalz, Bahnhofstr. 14 I. Wegen Verheiratung meines » Hausmädchens suche tüchtigen Ersatz für Anfang Februar. Frau Juftizrat Dr. Rosenberg, 0716 Alice strafte 5. Gebrauchte Säcke aller Art kaust zu höchsten Handleiterwagen 90 cm, au verk. 0758 ______Ni eg klpsad 28. Nodel schlitten billig zu verkaufen 0745 Ebelftrafte 9 Htb. v. liiNSÜPÜ kauft jedes Quantum Zranksurter Hof. Telephon 1521. 728 tocinrbt vrima Schuh-, Wa^en- und Hnsfett. Schriftl Angebote unter 0063 an den Gieß. Anz. 10 arkenhr en ml<111 ff gut,ältere, a. kant gesucht. Cberult. Boehm, 683 Gorha, Jägerstr. L Zu verkauf. 2 reinr. schw. Jtal.-Hähne 0728 Nord-Anlage 8. Neues 4^<3-3iinnier-öau5 mit Balkon und schönem Obstgarten für 65000 DU. au verkaufen. Näheres Hausbesifterverein. 795v Gutes gebrauchtes SMNMNÄ mit Bereifung zu verk. Wehsteingasse 51. 07R, Gestern nacht entschlief sanft und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Im Margarethe MM Witwe im 72. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Schön Adolf Weiüenhaus Familie Heinrich Weidenhaus. Gieften (Seltersweg 68 A), Friedrichsort, den 20. Januar 1922. Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 24. Januar, nachmittags 2'/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof. O77g Twpp Sonntag, 22. Januar. Gäste willkommen. Tnrn-Verein t Illein-Linüene.v. Vorwärtsstrebende und Erfinder .Meverüiei'.skmgglWellen? Aufklärung und Aure- rtitug geben de-Broschiire: Ein neuer Geist? sendet Gebildetes Fräule n a. liebst. Kindergärtnerin, zu einem Zjährtgen Kinde für ganze ob. halbe Tage gesucht. Schriftl. Angeb. unter586 an d. Gieft. Anz. IungeS braves Mädchen von 14 bis 16 Jahren zu 2 Personen sofort gesucht. Dr. Koch, Friedberg IHeffen), Kaiserstrafte 117. e<7 Besseres erfahrenes Mädchen daS gut kocht, bei bobem Lohn für kleinen Haushalt sofort oder zum 15. Februar gesucht. 686 Frau Prof. Druck, Frankfurter Strafte 6. Suche für L Februar »in erfahrenes, tüchtiges flausntädtiten. Stau Geheimrat Poppert, Wilbelnisirafte 15. 0887 Soubf res, rflfljr. WMll tn bürgert. Haush. foiort gesucht gegen guten Lohn. Stau Schickedanz, Qffenbach/M.Waldur.16 Mädchen für Küche und HauS in flute Dauerstellung nci. Laadgerichtsrat Trtlmpert Gartenstrafte 11. „u Aell.NM.SWe sucht Stellung zur Führung deS Haushalt' bei eitiA. Herrn ober Dame. Schriftl. Angeb. unt. 06'59 an d. Gieft. Anz. erbeten. | Verkäufe | Ein Gespann mittelschwere Pferde, eins tracht., auch einzeln, ein Dovvelsvänner, Brustvlattgcichirr, halb plattiert, eine vrock- mllble zu verkaufen. Großen-Buweck, ar,«] Schloß*traße 4. Länferschwein zu verkaufen. Theodor «Iremin , Hosgut Hei» bertdbaufen bei Vo tnr. Sehr wachsamer, scharfer Deutscher 0718 Schäferhund als Hofhund vreiSw. z. vk. Bolhelm a. d. lieb., H. KI5, ßr. ^ofhuni) zti otrL 0754 Marburg. Str. 22. 5urtn. Zuchtbahn IPly- inouth-N-ck rteftr.) zu öt 769 Lich, Oblengasse 2. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigstgeliebten, herzensguten Mann, unsern treusorgenden Vater, Schwiegervater und Bruder Herrn Wilhelm Kern Postassistent nach kurzer, schwerer Krankheit im kaum vollendeten 49. Lebensjahre gestern nachmittag 51/, Uhr in die Ewigkeit abzurufen. In tiefem Schmerz: Auguste Kern geb. Schäfer und Kinder. Gießen (Steinstr. 30), Frankfurt a. M., Mainzlar, Hasselbach, Staufenberg, Ruttershausen, den 21. Januar 1922. Die Beerdigung findet Dienstag, den 24. Januar, nachmittags 31/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 0780 Gemischter Chor sucht Klavier oder Harmonium Alt kaufen. Schr. Ang. an Lehrer Lehr, Niiddinaö- bauien IKr. Gieften). (■*»« Gut erhaltenes Eßzimmer ob» Herrenzimmer zu kaufen gei ich«. Preis- angeb. u. 0742 a.d. G. Anz. Gebr. Fenster kauft Grandmann, ’^hI Seiters-weg 24 III, Britfmritl Cammluilljen, einzelne und Partien besserer Marken zn hohen Preisen zu kaufen gesucht. Ebcniatts Archive mit alten Marken. Offerten unter F. G. U. 1182 an Rudolf jIohho, Frankfurt «'n Main,_______766ss M. CH. Mühlstein Sackgrofthandlung (Rieften, Scltersweg 83 Frische Lanüeier und Butter § kaust jedes Quantum Lebensmittel HauS Weiwei. Marktstr. 14. [Empfehlungen! Gelegenheitskauf! Neue Badeuia- Berreo- und öamenräder preiswert abzugeben Göbel & Appel, Inh: Heinrich Appel. 778 Seltersweg 73. Ein Paar Tamenstiefel Gr. 37—38, billig zu ort 0751 Ott-Anlage 29 II. 25-39 Ztr. unter Miii zu verkaufen. Zn erfrag. Mop Sonnenttrafte 7 III. für tagsüber sofort ges oTS? Liebigftrafte 64 v. r. AelrereS solides Mädchen mit guten Zeugnissen, im Kochen und in Hausarbeit bewandert, für kleinen Hauehalt gesucht. 780 Frau Rudolph senior, Seltersweg 91 1. Jüngeres freundliches MMW gegen hohes Gehalt per bald gesucht. 798 Moltkestraße 10. Tüchtiges Mädchen für Küche u. Hausarbeit zum 1. Februar in Haushalt von drei Personen gesucht. 074 - Fran Oberstleutnant Wcgeli, Brandvlatr 1 II ßuocri. tfidtt. JUlöHrn bei hohem Lohn f. 1.Febr. od. später gesucht. 0740 Fra i 71 ul. Rosenbaum, AZtlhelmstrafte 10 ih A neu (1-0X80) IIU.1 wegenPlav' • mang, preiswert abzugeben. Anzuseh. zwischen 6 u. 8 Uhr. 07,11 Anneröder Weg 30. Plüschgarnitur belebend aus 1 Sofa, 3 Sesseln. 2 Stühlen, gut erhalten, preiswert abzugeben. Welirheim, 0775 Löberstrafte 17. Konfirmations- Kleidchen t Paar starke Mädchen- Stiefel, ebenso eleganter brauner Man - Anzug l®r. 1.68—170t, da zu eng geworden, alles fast neu, billig au verkaufen. Zu erfragen bei „Jpcrfo", M A.-E., Plock'tr. 5. ,09h f Winter-Ueberzseber, 1 Waichbütte, l l«aö- hhter, 1 Petroleum, osen au verkaufen 0749 Bleichflrahe iß l Neuer, dreiviertellanger 1t f ft PF für mittlere *\V,Vr 6tnur, und Halbtange Siehieher sofort zu verkaufen 0768 Ludwiasviatz 8 111. Kl. fiiidicflicri) z. ort. 0753 Marburg. Str. 22. Itiir. Klcidttschrank, 1 Srttitellt ot:« foroie 1 ^unbrhiitte preiswert abzugeben __Wr. Steinweg 19 I. &cmnjimincrtinr 80/80 cm groh, einsüftig, braun, zu verkaufen 0714 Liebigstranc 71 I. zuverlasnae, f. 1—2 Std. täglich in vaush. gesucht, irrau Becker, Landgraf- Philivv-Vlaij 10.1. „„ Putzfran für einige Stunden in der Woche ges ichl. 0772 SelterSweg 2 II. Art. MW für sofort gesucht. 0;67 Täubert, SelterSw. 70. Indit JlaiKficn !:irr, Fran Ingenlenr fielblng, 7,0 Wetzlar,Dalbergur.8. Gr-entliches, fauberes Mädchen für tagsüber oder vormittags gefacht. 0778 Sichen, vammstr.ZHll Ehrliches in allen Hausarbeiten und tm Kochen erfahrenes Mädchen sofort gesucht. [«'] Fran HI. Wa seasee, Bäckerei, Frlsäb,rgKaiserstr.l27 | Stellengesuche! Streb), oerheir. Main Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dah heute nacht um */,2 Uhr mein lieber Vater, unser lieber H Grohoater, Urgroßvater und Onkel !i Sm MÄ MMl I. ^3 m Alter von 82 Fahren sanft in dem Herrn g| entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Iohs. Schmidt und alle Angehörigen. M Hausen, den 20. Januar 1922. Die Beerdigung findet Sonntag um Tilftllch 611 Künstler-KonzerL Gustav Trinkaus. 2 51prfrrau ^ch-en <^***1*^1- gesucht, ob. wer gibt Grabftücke ab? Schriftl. Angeb. mit Gröfte und Vreis unt. 425 an d. Gieftener Anzeiger. Handelsgerichtl. eingetr. Firaig 12 Inhabers sucht 20 000 Mark zur Erweiterung deS Geschäfts von Selbstgeber gegen hohe Verzinsung. Schriftl. Ang. unt.0//1 an den Gieft. Anzeig, erbet. Aclicvolic Pflege für 14 Tage altes Kind gesucht. Schristl. Angeb. u 0757 an den Gieft. Anz. Gesunde Frau }3öi Miljlilltn gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 0773 an den Gieft. Anz. erbeten. Trauring rÄ't! 1916, in der No.d-Anlage verlor. Geg h. Bel. abzug. 0642 Ludwig ft r. 42 I. | Vereine | Nimi Galvanisches Heilinftitut, Gieften, Walltorktr. 75, bei Dikomeit. Völlig schmerzlose Be» Handlung bei: Asthma Blasenleiden Frauenleiden Gicht Hämorrhoiden Herzleiden Holsleiden Kinderkrankheiten Kopfschmerzen Krampfadern Lähmungen Mögende chwerden Rheumatismus Nerverleiden Schlaflosigkeit. 0,86 Auskunft, Zeugnisse von Aerzten und Geheilten kouenlvS. Avparateoer- leihung für Hauskuren. Verschiedenes] Ü^yTrinkaus. Tfinbtt SS? I?" "hen lernen» "21 ?nflcbo;e unter * teil®» «Huhtrorbtntliiljc WwiWmi LtF D nn p o. nnntDtr^mmhiiig «SM Ä M B« $le «{«S'Ä ss-rnahrunq ‘j, «1*1 rorgen J* r# br«i""LsS.Jan- 'äste tz^uar. !Ä S?Bg 22. Januar- dk gin#& sKs LKtz «SS* ■W ASS 5«rSt ^"bÄe .. -ditiftL vingeb. mit jtie unb Preis um. lij L®lfUener Anreiger M*S >OO0$lMt Erweiterung be&öe- 13 von eelbitfleber He Bernuiung. nn. Ang. uni 0771 an W Änjkiq. erbet. bcöolle Pflege 14 Tage alte» Rinb tbt Sdmhl Angeb. ö7 an den QHefc Anz. cjnnde Frau >IWiM iriftL Angeb. um. 0773 ben Gieg Änz.erdeten. aurtna LK 1, in der No b-AnIage lür-Gegb-öel. adzug. 2 ^nbuioftr. 42 1. Vereine Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Zweites Blatt Samstag, 21 Januar 1922 Ur. 18 art' Die Erbauung eines Pum:e h uses bei bet R. Lange machen unb Hefen Knicks der Damen begrübt Dänemark, Majestät. Ein so guter Herr. Und * ' . . ..... v _ t_____4. . r X «.-»Xvstm* • < 11 A rt -n -li ■ I < (Nachdruck verboten.) 9. Fortsetzung. Schiller." _ ,urtö manches Hebet fluchtet vor der Heiterkeit/'las ich neulich bei Goethe." Sv lesen Sie . . . Doethe?" frag e sie, und es mochte wohl eine leichte Verwwche'.wm in, ihrem Ton klingen. (Fortsetzung folgtl Anwesend sind Oberbürgermeister Keller, Bürgermeister Krenzien und die Beigeordneten. Aach dem Dor'chlage des Finanzausschusses wird leschsos er, die Besoldungsordnung der Beamten entsprechend der Bersehung Gießens in die Klasse B zu verändern. In ausführlichem Referat leg ü dete Oberbürgermeister Keller die Notwendigkeit der Erhebung von Gebühre n für die Nun sind sie am Ziel, in der Kaiserstadt, in Wien. Der Herr Staatsminister von Humboldt. Exzellenz, hat sie in Empfang genommen, and im alten, guten .Goldenen Lamm" einlogiert. Sehr stattlich: zwei Schlafzimmer mit Riesenbetten, über denen gewaltige Baldachine sich ausbauen, and einen Salon mit den schönsten Barockmeubles. Das Herz konnte einem aufgehen, wenn man die krausen Stücke anschaat. an denen das eingelegte Gold aller Arten glitzerte. Doch, zunächst haben sie zum Bewundern keine Zeit gehabt. Todmüde waren sie: wie gerädert von den letzten Strecken Wegs, krochen unter die blau seidenen Himmel, kuschelten sich in die Daunenkissen and schliefen ein paar Stunden, so gut oder schlecht es eben ging. Darm haben sie im Salon Rendezvous gehabt, haben am zierlich gedeckten Tisch kräftig gefrühstückt, sahen aus wie zwei Rosen, so frisch und anmutig, bah der Herr S aatsminister große Augen machte, als er wiederlam. „Das) du ein blitzsauberes Frauchen bist, Schwägerin, das hab' ich immer gewu'st. Das) die Giesemädchen hübsch seien, hat mir meine Karoline oft genug erzählt, und dazu auch, daß mein guter Freund Blücher sie ab und zu der Reih' nach abküht. Der Alte, der uns Diplomatiker sonsten durch die Bant habt und vielleicht nur über mich ein Strählchen seiner Gunst leuchten läßt! Ha — aber wie ich euch so sehe: mein Kompliment I Es fehlt hier nicht an Schönheiten; doch wirklich, jhr beide werdet Furore machen." In Vorbereitung Adreßbuchverlag Schulstratze 7 Fernsprecher 51 da kommt die schönste unsrer Jublnnen Millionenschwer und Baronin dazu, Baronin von Eskeles. Macht ein großes Haus, Gnäd gste, ist sehr gescheit und freut sich im stillen, wenn ihr Gemahl urrferm armen Lande recht h he Zinsen berechnet. Mir brauchen halt immer Geld, E'eld, Geld und noch, einmal Geld — unb wer's bar hat, kann leichthin Krösus und Baron dazu werden. ilnb nun — meine Hochachtung — da Bestellungen nimmt entgegen Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei Besondere Vorteile: Die Adressen der Anzeigenbesteller werden in sämtlichen Verzeichnissen des Adreßbuches ohne besondere Kosten durch auffälligen Fettdruck und unter Hinweis auf ihre Anzeigen hervorgehoben; außerdem erfolgt die kostenlose Einfügung unter drei Gruppen des (öeschästs- verzeichnisses.Diese Vorteile find nur denAnzeigenbestellern vorbehalten. Hat sich an den Tisch gesetzt und mitgefrühstückt: ganz wenig nur, ein Schaibchen gebackenen Schinken und etwas Salat und dazu ein kleines Glas □Dein, vorsichtig mit Wasser verdünnt. Inzwischen aber hat das Zöflein ausgepackt, gebürstet unb gebügelt. Und wieder nach einer Stunde standen die beiden bereit zu einem Spaziergang nach der „Bastei" mit dem Herrn Staatsminister. Er war sonst kein Damenfreund, lieb e unb entbehrte seine Frau, seine köstl.che Karoline, über alles in der Welt, und es galt ihm keine anbe neben ihr. Aber mit diesen beiden wollte er noch ein wenig paradieren. Sie tollten ihm schon Augen machen, die verehrten argen Herrn Kollegen, von dm Gesandten bis zu b:n jüngsten Attaches, sollten wissen: der märkische Sand bringt nicht nur tüchtige Soldaten hervor, sondern mx^ ganz andre Prachtgewächse. Gleich, sofort wollte er's beweisen, ilnb dazu war die „Bastei" just der rechte Ort. Man konnte dorten den ganzen hechwohllöblichen Kongreß gleich am im Ausschnitt schauen; denn er, der zwar nach dem Ausspruch eines geistreichen Spö ters „immer marschierte, aber nicht von der Stelle kam", lust- toanbette auf der Bastei, sobald die Vorfrüh- lingssonne dazu einlud. Exzellenz schoben Öen Arm der Frau Schwägerin in Öen seinen, nahmen Luise an die andre Seite unb dann ging bald das Grützen _ unb das Fragen und Auskunftgeben an. Das Grützen, nach Rang und Würden diplomatisch abgefcjft, vom feierlichen Frvntmachen und der tiefen Verbeugung an abwärts bis zum leichten, freundschaftlichen Winken. Da war gleich zuerst der jugenblichschöne Zar Alexander, der mit Front- hätten wir den dicksten aller Könige, Öen von Württemberg unb dazu unsre geliebte Karoline Sechneh, Bollblut-ilngarin . . Hetzt aber war es Luise, die jach Front machte unb sich tief neigte. Ihren König grütz'e sie, Friedrich- Wilhelm. Mit dem Staalskanzler von Hardenberg ging er: ernst, wie in tiefen Gedanken ver unken. „Haben einen guten gnädigen Herrnk" hörte sie neben sich Da wurde Re zum ersten Male lebhaft: „Haben wir auch, Herr Graf. Den Baler des Vaterlandes I" „Majestät sind so schweigsam. Hst man in Prcutzen ... in Berlin überhaupt so ichweig- Die Blüchermchten. Roman von Hanns vonZobeltitz. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 21. Januar. Die Tagesordnung der gestrigen Stadtverordnetensitzung lieh eine verhältnismäßig glatte und schnelle Erledigung der einzelnen Punkte erwarten. Hn der Tal entspann sich auch nur über die Erhebung von Gebühren für die Straßenreinigung und Hauskehritabfuhr eine längere Debatte. Die Härten, die diese neue OrtSsatzung unabwendbar enthält, riefen zunächst fast allgemeinen Widerspruch hervor. Hndessen vermochten die Erläuterungen des Oberbürgermeisters doch schließlich einen großen Teil der Beanstandungen zu entkräften, so daß die Borlage schließlich gegen 13 Stimmen unter geringfügigen Abänderungen angenommen wurde. Bor allem war die Notlage der Stadtkasse, die dringend der Erschließung einer neuen Einnahmequelle bedarf, die Ursache. daß manche geäußerten Bedenken zu- rückgestellt wurden. DaS volle Terständnis für die Notwendigkeit der neuen Gebührenerhebung wird, so ist zu hoffen, die befürchteten Reibereien zwischen Hausbesitzern und Mietern, die sich an die CrhcbungSart der Steuer knüpften, verhüten. Hebrigens sieht die Bor-, läge auch für diesen Fall besondere Maßnahmen vor. — Zu erregter Aussprache und häufigen Zwischenrufen kam eS bei der Besprechung der "Anfrage des Stadtverordneten BetterS. Bei der Mehrheit der Versammlung überwog das Gefühl des Erschreckens und der BerständniSlosigkeit. wie eine solche Anfrage hier gestellt werden konnte. Wir möchten uns der Aeußerung des tiefen Bedauerns anschließen, daß eine derartige Kritik an einer Feier der Reichsgründung, die doch nur als ein Symbol der Reichseinheit — des einzigen Gu- vor. — Stadtv. Fourier lehnt namens der U. S. P. die Vorlage entschieden ab, da sie völlig ungerecht sei. — Stadtv. Dr. Ebel weist auf die Notwendigkeit, öie Staötkasse zu entlasten, hm und macht darauf aufmerksam, daß öie Moglichk.il baldiger Acnderung die Zustimmung erleichtere. — Oberbürgermeister Keller suchl bar^u, i . längeren Ausführungen die Beanstandungen der verschiedenen Vorredner zu entträftigen Gerade au- sozialen Gründen habe man den Mictwert vom l.Hanuar 1922 gewählt; denn die gerügten Ungleichmäßigkeiten seien vor dem Kriege eher noch in verstärktem Maße borgetommen als jetzt. Durch die Beauftragung der Hausbesitzer tourici enorme Erhebungskosten erspart. Die erwartete Neueinnahme von 500 OOO Mark müsse beschafft werden, wenn nicht mit Hilfe dieser Vorlage, sc» aus ir jenö- einem anderen Wege. — Nachdem verschiedene Gegenanträge wieder unter Dlll.gung bei Standpunktes der Stadtverwaltung zu.ück.,ezvgen wurden und die Stadtverordneten Mann und Fourier erneut ihre Ablehnung unter gegenseitiger Polemik begründet haben, wird zur Aostimmung geschritten, die die Annahme der Vorlage ge^en die Stimmen der sozialistischen Parteien und der Freien Vereinigung ergibt. Der Beitrag zur Frauenrechtsschutz st e l l e wird von 300 Mk. auf 1800 Mk. erhöht. Die Vergütung für die Verpflegung der Polizeigesangenen un al en Arrest haus wird mit Wirk tng von 1. Halt 1921 auf 4 Mark täglich, unb 1 Mark für Beleuchtung u. a. erhöht. ' ’ Ter Tarif der Dien st männer der Stadt Gießen wird um 1OO Prozent erhöbt. Tie Sätze für öie Erwerbslosenunter st ühung werden der Ve setzu g der Stadt Gießen in die höhere Ortsklasse angcpabt. Für Beschaffung von Winter- dedürf nissen wird für Minderbemittelte ein Kredit von 150 000 Mark genehmigt, der bereits in Höhe von 130 000 Mark in Form von Gutscheinen an die Bedürftigen verausgabt worden ist. Tie Gutscheine werden von Pen Vie eranten bei der Staötkasse eingeiöft. — 100 000 Mart toeröen für Unteritütjung von Kleinre tnern unö anderen Personen, die au!)erhalb der Armenpflege stehen unö unter der Gelle stwe stu g leiden, bewilligt. — Die von der Wohlsahistsdepu- tation zu diesen Zwecken gewählte 5tom.mil) ton wird bestätigt. Tie Ablösung des Reichs- und Staatsanteils an dem aus Mitteln der Erwerbslosenfürsorge beschafften 3i txatar, die eine Ausgabe von 317,95 Mark erfordert, wird genehmigt. Tie Vorschläge der Sch'achthosde'mtation zur Festsetzung einer Aasg'eichsgebühr zu den Sch lacht gebühren werden angenommen. Ter Erhöhung der Sähe für die Gebührenordnung zur Friedhofs - unö Begräbnisorönung wirö zugestimmt. Die Wiegegebühren werden von 5 aus 15 Pf. pro Zentner erhöht, wobei ein Mindest- betrag von 1,50 Mark festgesetzt wird. Die Niederschlagung dec den Mann- lam ?" Sie warf den Kopf zurück. schäften der S.cherheitswehr gewährten Dar l e h e n in Höhe von 10 300 Mart wird - spricht ebenfalls gegen Öen Antrag der Stadtverwaltung im Namen der Freien Vereinigung. Die Vorlage sei unsozial, da sie die Minderbe- . mittelten im Verhältnis zu Öen Besitzenden zu stark belaste. Da durch Regierungserlah die Besteuerung nach dem Einkommen für die Stadtverwaltungen untersagt sei, so schlage er eine Grundgebühr für alle Steuerzahler und prozentualster Zuschläge für Mieter und Hausbesitzer vor. Er wünscht ebenfalls den Mietwert von 1914 in Anrechnung gebracht zu s hen — Stadtv. Dr. K r a u s» m ü l l e r betont nochmals die Unmöglichkeit der Besteuerung nach dem Einkommen. Da aber nun die Notwendigkeit der Schaffung neuer Einnahmequellen vorliege, müsse man diesem auch ihm unsympathischen Vorschläge der Stadtverwaltung die Zustimmung geben. Doch solle man davon absehen, die Hausbesitzer mit der Eintreibung zu beauftragen, da man hierdurch sicherlich die Gegensätze zwischen diesen und den Mietern nur verschärfen werde. Auch er schlägt den Mietwert von 1914 werden mußte; barm kam der Kronprinz von Württemberg mit der schönen Großfürstin Katharina: der alte Turnvater Hahn mit urvor- sintflutlichem Bart tarn .frisch, fromm, fröhlich, frei“ unö der badische Herr von Drais aas öem von ihm erfundenen Fahrrad, das er mit den F aß- spitzen auch aas dem Pflaster schnell genug vorwärts' schob. Plötzlich zuckte Luise von Giese zusammen. „Guten Tag, Graf!" sagte gleichzeitig die zierliche Frau, und Erzellenz grüßten. Er kannte auch ihn — den Grafen Fran; Martinez: .Also zurück aus dem Nebellande, Graf! Haben Sie interessante Neuigkeiten mit gebracht aus London?“ .Nichts von Bedeutung. Erz^llenz —“ .Lind wenn es etwas von B.deutting wäre, dürsten Sie es mir nicht verraten." .Aber ict bitt' sehr. Also: der Napoleon sitzt fest aus seinem Elba, spielt den Hrnperator im Heinen unö wird von englischen Kreuzern aufs schärfste bewacht." .Desto besser. Sie kennen meine Damen schon..." .Hab' unterwegs dir Ehre gehabt und verdanke der Güte der gnädigen Frau, daß, ich überhaupt schon hier bin. Als man sich meiner annahm, lag ich mit meiner armseligen Habe im Schnee und hab' gewiß eine traurige Figur gespielt. Lars ich mich a's chlie en, E zchenz. Hst ganz pläsierlich grab' heut 'hier. . ." Darauf hatte er schon Luisens Seite gewonnen Sie schritten weiter. Er lcbhaft plaudernd, sie schweigsam, m sich gekehrt, unsicher. .Also da hätten wir Öen braven König v)n ,He nach Um- ftänöen,“ sagte sie bestimmt . Emst I egt b s Geben vor der ernsten Seele', sch ieb unser Gälischen Ziegelei, das B a u g e l u d) des August Lamm, die Errichtung von Verkaufsräumen an der Bahnhofstraße zunächst des Bahnhofs, eines Werkstältenbaues durch Heinrich Daß eines Anbaues durch Hohs. Funk, eines Hintergebäudes an der Rodheimer Straße, einer Lagerhalle auf dem Grundstück des H. P. Möbs: der Umbau eines Dacksteinmachrrhauses durch A Trapp, die Anbringung eines Transparentes durch H. Chambre werden genehmigt. Nach Erledigung der fixierten Tagesordnung für die öffentliche Sitzung wird in die Besprechung einiger Anfragen eingetreten. — Stadtverordneter Vetters hat folgende Anfrage einqereicht: Hst dem Oberbürgermcrfter bekannt, ob die zur Feier des Reichsgründungstages von der hiesigen Reichswehrformation abgebaltene Parade von dec Regierung oder dem Reichswehrminister genehmigt ist? — Der Hnterpellant erhält zunächst zur Begründung das Wort. Es handele sich hier um eine bedenkliche Veranstaltung, die nur schädigend für die Interessen des Reiches wirken können. Von den Alliierten würden diese Dinge als rnili- taristi che Kundgebungen angesehe i werden. Bedauerlicherweise habe sich die Stadtverwaltung an dieser Veranstaltung beteiligt Das sei zu beflagen, da die Lasten des Volkes durch, derartige Schauspiele nur vergrößert werden müßten, unter anderem könne dadurch die vie'.l.icht mögliche Zurückziehung der Desahunast u'^pen verzögert werden. Der Redner bezeichnet die Pa^ £),70 124,60 19.1. 77,50 88,- 104,- 7i 50 413 50 391 50 291,- 270,- 465, - 412,- 318 - 290 - ßjbß 32 ,15 25,57 6.1,15 12L',85 77,59 8s 12 103,75 71,76 435 - 419,- 2'1,- 270,- 470,- 412,- 32), - 293,50 28 Sr . 1040,- 790,- 920,- 937, - 1450,- 743,- 637 - 1080. - 000,- 589,- 705,- 990, — 650,- 625,- 525, — 74,10 740,- ' 28,75 Vermischtes. Ein GroMuer in Berlin. Berlin, 20. Ian. (WTB.) Die Scho Wechsel auf Holland. Deutschland .... Wien ........ Prag........ Paris........ London ...... Italien Brüste! Budapest ..... Reuyork. ..... Agram Warschau bleiben nach wie vor Konstellation abhängig. Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... 558,- 709,50 985,- 630,- 615. - 500,- 75, - 677,60 727,- HandeU Französisch« Handelsstattstik. 19.1. 77,50 87,80 104,40 72 63 421, — 395,- 293,- 275,- 470,- 415,- 325,- 2 5,- 283,- 990 - 715,- 890,- 9 IG — 1425,- 740,- 630,- 1050,- 590,- 560,- 696,- 985,- 627,50 615, — 500,- 7t,76 725,- 5,82 338,85 2d, 3 65,90 124,90 Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° o Hess. StaatSanl. Electron Griesheim Dtsche. BereinSbank 18-.50 2.55 O.lö 8.875 41.70 21.67 22.40 40.- 0.75 614.50 1.70 0,15 6 83, - 6997,— 7202,75 7217,25 1488,50 1491,60 1540,95 1.54,05 2932,- 2.488 - 3091 <0 3098,10 3316, 5 3^2 ,85 39 6, - 39 H, 4 3x25 4744 75 4915,05 4924 95 354,60 356,40 366,60 367*40 82 ,16 810,85 855,10 856,90 801,1 > 806,83 831,65 833,35 190,70 19'',71 197/15 197,15 155 4 155 ,60 1618/ 5162 ,65 370 ,.53713,7." 384c,lb38o ,85 23,2,15 284/,bö 2J47,05 2952,95 18 .5 2.65 0.16 8.70 '42.10 21.72 2245 40.10 0.725 514.50 1.75 0,17 19.1. 2,70 1,42 2,67 31 - 2,15 L. - Fr. = Kr. = $ = Kr. = Marknotierungen. 1.7.. t. . ... Fr. 125 40 20.1. 2,60 1.37 2 57 30,12 2,10 koladenfabrik Sarotti in Tempelhvf stand heute nachmittag 5 Ahr noch lichterloh in Flammen. Der Tempelhofer Feuerwehr so- 100 Fl- - *■ ont = . Fl. . Kr. . Kr. . Kr. . Kr. . Sh. . Fr. . $ Im freien Verkehr belebtes Geschäft. Hansa Lloyd fester, 350. Vahnbrdarf 440, Benzaktien 660—665, Mans selber Kuxe 24 700, Chemische Ahenania 930, Deutsch« Petroleum 875. Auf den variablen Märkten nahmen einzelne Montanpapiere das Interesse in Anspruch. Höher Deutsch» Luxemburg, Mannesmann, Gelsenkirchener, Westeregeln behauptet. Reckarsulrner 1210. Daimler, Kleyer gut behauptet. Kausneigung bestand für einige Elektrizitätsaktien. Lahmeyer gewannen 16 Prozent. Zuckerfabrikaktien befestigt. Schifffahrtsaktien mässig anziehend. Die Börse schloss fest. Privatdiskont 4V2 Prozent, Frankfurt a. M., 21. Januar. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Dries Kurs 20.1. 77,50 88 - 104,30 72.30 43Ö,- 40 294 - 275,- 470,- 415,- 224 - 296,- 285,- 1060,- 8.0,- 915,- 925,- 1433,- 748,- 625,- 10)0,- 598,- 585,- 708,- 970,- 666, 622.- 510.- 74,- 765,- Dörsenkurse. Zrantfurt Berlin 1-Uhr- 1-Uhr- Schluss- Schluss- von der politischen Datum: 5"/e Lisch. KriegSanl. 4",,Dlsch. Aeichsanl. 3°/,Dtfch. ReichSanl. 4e/e Preuh. KonsolS Hamburg-Baletf.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Ereditbank. Die Abstimmung in der französischen Kammer. P a c i s, 20. Ian. (WTB.) Aach den Morgenblättern ist die Priorität der Tagesordnung A r a g o, die während der Sitzung vertun- bet wurde, nicht mit 472 gegen 107, sondern nut 3 3 4 gegen 8 4 bei 79 Stimmenthaltungen zugesprochen worden. Die Bertrauens- tagesordnung Utirbe mit erh. bei Händen mit grober Mehrheit angenom» men. Gegen die Resolut.on der Tagesordnung Arago hatten g?stimmt. 2 Kommun.st.,'. 2 Sozialisten, 5 rep-uuliiani.ch« öo0iaii|tea, 8 Ä hiMc, 7 Llbgeordnete, die keiner ^Partei aagLhören. 79 Abgeordnete haben sich der Ab cklmmu 'g enthalten, nämlich 12 reMb.ika. i che S ziai sten, 53 Raditale, 4 Mitglieder der t-«nrotrattsch-republikanischen Li ken, 5 Mitglieder der repu li-' kanisch-sozialisti chen A t oi, 1 M tgl ed bei Partei Arago, 3 Abgeordnete, die keiner Partei angeboren und sch ie stich der Kammerpräsident, der die Sitzung leitete. Das Internationale Arbeitsamt und die Konferenz von GenuÄ. Genf, 19. Ian. (WTB ) Der DerwaktungSrat des Internationalen Arbeitsamtes hat in feiner heutigen Sitzung beschlossen, dem Obersten Rat seine Mitarbeit an der WirtschastL- konferenz von Genua anzubieten. E beauftragte Albert Thomas den Direktor des Internationalen Arbeitsamtes, oem Obersten Rate folgende Mitteilung zu machen: 1. Das Arbeitsamt ist bereit, mit asten ihm zu Gebote stehenden Mitteln die Arbeiten der Konferenz zu erleichtern und ihr seine Erfahrungen zur Bei fügung zu stellen. 2 Der Der- waltungsrat beschliesst, um der Konferenz wirksamste Mithilfe zu bieten, dass Vertreter der drei Gruppen des Berwaltungsrates, also der Regierungen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer sowie der Direktor des Arbeitsamtes sich zum Zwecke vollster Mitarbeit der Konferenz zur Verfügung stellen. — Dieser wichtige Beschluß gebt, wie die Resolution des DerwattungsrateS naher ausführt, auf eine von der Internationalen Ar- bcitskonferenz im Jahre 1921 angenommene Entschließung zurück, wonach eine Konferenz zum Studium einer internationalen Lösung der Arbeitslosenkrise einberufen werden sollte. Da die Konferenz von Genua zum gröfjten Teil demselben Ziele dient, und der wirtschaftliche Wiederaufbau, den sie anstrebt, die Arbeitslofensrage einbegreift, hielt der Derwaltungsrat ein Zusammengehen mit der Konferenz für geeignet. Der Eisrnbahnexpreßqutderkehr. Berlin, 20. Ian. (WLB.) 3m Eisen« bahnexprestgut - Verkehr wird vom 1. Februar ab der bisherige Kilometertarif durch einen Staffeltarif ersetzt, der durch einen 60prvzentigen Zuschlag zum jeweiligen Gilguttarif gebildet wird. Die Windestfracht für Frachtberechnung 10 Kilogramm, die Mindestentfernung 10 Kilometer. Die Beträge werden auf volle Mark aufgerundet. Auch die Fracht für beschleunigtes Eilgut wirb ab 1. Februar ab nicht mehr durch Verdoppelung des Gewichts, sondern nach dem einfachen abgerundeten Gewicht für gewöhnliches Eilgut unter Zuschlag von 60 Prozent berechnet. Die Mindestfracht beträgt 12 Mk., das Mindestgewicht 20 Kilogramm. Damit sind die Tarifs für Expressgut und kcschl unigtes Eilgut mit Rücksicht auf die ©leiu/aiUgfett her Be- fördenmg gleichgestellt, ausgenommen die geringen Unterschiede in Mindestgewicht, Rationalbank f. D. . 277, Boch. Gussstahlwerke 1000, Bud.-Gisenw.-Akt.. 739, D.-Luxemb. Bergw.. 88 >, Gelsenkirch. Bergw.. 9:0, Harpener Bergbau. 1450 Oberschl. Eisenb.-B. 758, Overschles. Eisenind. 750, Vhöüir.Bergb.-Akt. 1060 Bad.Antlin-u. Soda 577, (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die englische Presse über den Chnnvin smus Pvinenr^s. L o n d o n, 20. Jan. (WTB) Der Pariser Berichterstatter des „Daily C h r o n i c l e" schreibt, es fehle nicht an Propheten, die bereits jetzt von dem baldigen Ableben des Kabinetts P o i n c a r 6 sprächen. Die zahlreichen politischen Fstnde Poincar6s in der Kammer beschäftigten sich bereits mit seiner politischen Grabschrift, die nach ihrer Ansicht lauten mühte: .Gewogen und zu leicht befunden." London. 20. Ian. (WTB.) „Daily Ex- prey" sagt, hinter Poincarös Rede llege. wie klar ersichtlich sei, der Traum von einer dauernden französischen Wacht am Rhein und der der Möglichkeit eines weiteren Einmarschesnack Deutschland. Die Rede Poincares sei nicht dazu angetan, die Besorgnis in England und in den Bereinigten Staaten wegen der Richtung hei- französischen Politik zu beheben. Poincaril sei gestern, wie eS bei hieser Angelegenheit notwendig war, das Sprachrohr des französischen Ehau- v i n i s m u S gewesen. Der Teil feiner Rede, der am meisten Besorgnis verursache, sei der, in dem er von der Aufrechterhaltung der Sanktionen und, wenn nötig, von der Auferlegung neuer Sanktionen sprach. Zahlreiche Personen in England bejürchteten, dass die Franzosen diesen Beweisgrund nur alS Entschuldigung anwenden wollten. Vielleicht werde die Zeit Frankreich von dem Wahnsinn des Chauvinismus überzeugen. Diese Zeit sei jedoch noch nicht gekommen. — „Westminster Gazette" schreibt, man müsse Poincarö dankbar sein für die Schnelligkeit, mit der er die Haltung feiner Regierung klargestellt habe. Der Pariser Berichterstatter des Blattes Jagt, Poincare bleibe sich selbst gleich. London, 20. Ian. (WTB.) In einem Leitartikel des „Daily C h r o n i c l e" heisst es unter Bezugnahme auf die Behauptung Poincares dah man befugt sein werd«, zu erklären, dah der Termin für die Räumung deS linken RheinuserS noch nicht zu laufen begonnen habe, dies fei eine Ansicht, die Grohbriiannien auch nicht für einen Augenblick annehmen tonne; am allerwenigsten angesichts der loyalen Haltung, die die Berliner Regierung gegenüber dem FriedenSvertrag gezeigt habe, seitdem Dr. Wirth an ihre Spitze getreten fei. 4222,- 819 6 36 6,12 -.52 -,4d wie her zu Hilfe geeilten Berliner Wehr war eS bis hahin nicht gelungen, des Feuers Herr zu werden. Die in dem Fabrikgebäude aufgestapelten Vorräte an Spiritus und Likören, Die zu Konfektfüllungen verwandt werden, sind explodiert. Da weiter Explosionsgefahr besteht, können die Löscharbeiten nur langsam fortschreiten. ES erscheint ziemlich ausgeschlossen, dass von hem Gebäuhe überhaupt noch etwas zu retten ist. Ob P e r s o n e n in hen Flammen umgekommen sinh, liess sich bisher noch nicht feststellen, ha ein Generalappell her Arbeiter und Angestellten In. dem allgemeinen Wirrwarr nicht hat ftattftnhcn können. Etwa 3 5 Personen, die teils schwere Rauchvergiftungen, teils Drandverletzungen erlitten haben, mussten ins Krankenhaus gebracht werden. rode als „alberne Kinderspiekerci", die mir einen Ersatz für die Kaise(sg>burtstags e er bilde. Dle Stadwerwxtttuug hä unbedingt ablef)ue.i müssen. — Oberbürge, meister Keller steckt Demgegenüber fest, dass die Stadtverwaltung selbst zu entscheiden habe welche Einladungen sie annehmen mLL Sie kann sich an allen betci.igen, die sich im Rahmen der Verfassung bewegen. — Stadw. Dr. vchmahl gibt zunächst seiner Verwunderung Ausdruck, hab eine solche Anfrage von einem Mehrheitssvzialisten gestellt werden konnte. Sie [et nur zu geeignet, um Zweifel an der vaterlänoischrn Gesinnung der Fragesteller zu erwecken. Er zweiselt auch daran, ob die führenden Männer der Partei diese Anfrage billigen würden, und weist auf das Beispiel von MehcheItssozialtsten in ersten Aemtern hin; so habe Minister Raab in Darmstadt an der Reichs ündungs cier teilgenommen. Man wolle nur dos Volk nicht zur Ruhe kommen la'sen und suche jede vaterländische Regung zu untcrövücfen. Die Rede tes Kommandeurs der Reichswehr habe sich von jeder Parteidoktrin semgehalten. Qlian könne von einer Angst sprechen die der eines Kindes gleiche, das laut singend oder pfeifend ein dunkles Zimmer durchsch e.te, um sich Mut zu mad.ten. Es müsse schlecht lebellt fein um die Republik, trenn sie sich durch solche Deranstal- tungrn bedroht fühle. Dr. Sch.nahl stellt sodann fest, dass die Reichswehr eine republikanische vrgantation fei. die von Roske gc- Uründet wurde. De-artige Paraden feien übrigens In einer Republik gar nicht ^gebräuchlich, wie das Beispiel anderer europäischer Repi- klicken lehre. Eoert sechst ne^me Pa.aden ab. In Wirklichkeit sei die Feier des 18. Januar nichts als ein Lolument für die Einheit de5 Teutschen Re ches. Ze er 2>eut'chc könne an Ihr teilnehmen. De,artige A fragen feien richt geeignet, unsere Selb achrung und auch nicht die Achtung deS Auslandes vor uns zu erhöben Llebcigens tabe Der weitaus überwiegende Teil der Bevölkerung Giessens mit Befriedigung der Feier beigewohnt, auch ' Mitglieder der Partei DeS I.terpelianten, — S adtv. Dr. Krausmülier stellt feit, dass die F)rm der Ansra e sich nicht mit ihrem e ge tli-den Zweck decke. Dieser sei doch zweifellos in dem Vorwurf gegen den Oberbürgermeister zu erblicken, dass er bei der Parade zuaegen gewesen fei. Das Recht, dec Einladung zu einer Feier deS republikanische Heeres Folge zu leisten, könne diesem aber nicht bestritten werden. Angesichts der fu ch baren Aussichten, die uns die Deichandlu gen von Cannes in Gestalt einer drohenden Arb l.slostgkeit vieler Tausende deutscher Arbeiter eröffnen, gebe es gewiss varnchmere 2lufcab-m für Männer in verantw-v tungsvocken Aemtern, alS mit solchen Anfragen UnelnigteÜ zu erregen. — Stadtv. Detters sucht nochmals seine Anfrage zu begründen, in Dem er seine früheren Ausführungen unterstreicht. Es sei ein Tag zur Feier herausgesucht worden, der Im Auslände keine Sympathien erwecken könne. An diesem Tage sei das Kaiserreich geg rindet worden. Man müsse dagegen protestieren, dass die alten Zustände wiederhergestellt werden sollten. Diese Feier sei ein Kennzeichen deS wiedererwachenden Militarismus. — Stadtv. Monn erklärt, dass an anderen Orten mit derartigem „Tschingtata" nicht verfahren sei. Eine Kaisersgeburtstagsersah- feter habe statt gefunden. — Stadtv. Sr. Ebel führt aus. dass ei < e st^ Ge ühl bei der Kenntnisnahme ter Anfrage tieeS E schrecken gewesen sei. Wie könne ein sozialdemokratischer Abgeordneter Front machen gegen das Heer der deutschen Republik? Man treibe ja das Heer von sich weg. Der Oberst habe seine Rede mit den Verdiensten des deutschen Arbeiters begonnen. Dr. Ebel lehnt die scharfe Kritik anderer Vorredner ab, kann sich aber nicht verhehlen, dass die Anfrage missverstanden werden kann. Unseren Fein- den könne man es doch nicht recht machen. Die Rechte, die uns der sogenannte Friedensvertrag noch lässt, müssten gewahrt werden. Wenn eine Formation unseres Heeres von 100 020 Mann eine Parade abhalle. so müsse sich das deutsche Volk daran beteiligen. Man bürfe dem Deutschen nicht die Freude an der Mannhaftigkeit und der Wehrhastiakeit nehmen. Die G.ündung des Reichs am 18. Januar 1871 fei gefeiert worden. Ohne diesen Tag bestände das Deutsche Reich in seiner heutigen Form nicht. BiSmarcks Werk sei nur durch den Weg über die Dynastien möglich gewesen. Der 18. Januar müsse ein Ra- tionalseiertag des deutschen Dolkes bleiben. Eine Anfrage der Freien Vereinigung wegen der Beteiligung der Stadt an den Kosten für die höheren Schulen kann noch nicht erschöpfend behandelt werden, da di« Entschliessung der Regierung noch auSstehl. Eine Anfrage von Kllng. Schm.ihl u. a. bezweckt Schutzmassnahmen für die Straße n b a f) n f d) a f f n e r gegen d i e Witte- tun g im Winter. Der Bericht der Stadtverwaltung führt die bisher getroffenen Massregeln «n und stellt weitere zweckdienliche Vorkehrungen in Aussicht. Um 8'/i Uhr wird die öffentliche Sitzung geschloffen. ----------- auf 16 000 428 Tonnen; das sind 3 640190 Tonnen mehr als im Jahre 1920 und 6 073 085 Tonnen weniger als 1913. • Berlin, 20. Januar. Börfenstim -, mungsbild. Die Verschärfung her politischen Besorgnisse infolge her französischen Regierungserklärung veranlasste nach lebhafter Aufwärtsbewegung her Devisenpreise hie Spekulation zu Käufen am Inhustnemarkt, heften Kurse anfangs unregelmässig unh wenig verändert waren, dann aber mehr oder weniger stark anzogen. Das Geschäft war namentlich lich in Montanwerken lebhaft, wovon Buderus 80, Deutsch-Luxemburger 30, Lothringer Hütten 32 und Phönix um 50 Prvz. stiegen. Auch chemische Werte, Maschinenfabrikation unh Waggonfabriken sowie Textilwerte profitierten teilweise erheblich. Stöhraktien gewannen inehr als 100 Proz. Auch Stettiner Vulkan besserten sich um 60 bis 70 Prvz. Die Aufwärtsbewegung erlahmte aber als-: Lxilh, ha hie Mitläufer ausblteben, was her gegensätzlichen Stellungnahme her englischen Zeitungen gegen hie französische Regierungg- crilaiung unh hie ha mit zusammenhängende Abschwächung her Devisenpreise erklärt tourhe. Die anfänglichen Gewinne gingen teilweise wieher deiloren. SchiffaHrtSaktten waren vorwiegend fester. Bankaktien still unh wenig verändert. Am Anlagemarkt verloren 3prvzenl. Preussische Konsols über 1 Proz. Ungarische Werte besserten sich etwas. Frankfurt a. M., 20. Ian. Börsen- stimmungsbild. An poliii^chen Meidurigen fehlte es an der heutigen Börse nicht. Die Pro- grammrede Poincares in der gestrigen Kammer- sihung entsprach voll und ganz der französischen Politik. Trotz des Dementis über die Möglichkeit eines Rücktritts von Lloyd George stellten sich Dcv.se i im Dormit agStcr e r hö )er S >- ter na m der Devisenmarkt eine schwartende Haltung ein. Der Dollar wurde 196—197 genannt. Devisen Märkte. Mainzer Produktenbörse. Mainz, 20. Ian. Die Börse verlief heute infolge her höheren Devisenkurse allgemein fester. Für manche Artikel waren Die Preise übertrieben hoch unh tourhen nicht bewilligt. Die Sttmrnung in Gerste war fester und es machte sich eine vermehrte Kauflust geltend. Das gleiche Bild bot der Hülsen- fiach«markt. In Futierartikeln war has Ange- öot bei fester Tendenz etwas kleiner. Rauh- lUtter ist nach wie vor fest und lebhaft. Es notierten für 100 Kilo Weizen 800—825, Roggen 600—650, Hafer 620—660, Gerste 735 bis 785, inländisches Weizenmehl 00 1275, Inland. Weizenmehl, Spez. 0 1225—1250, Weizenmehl mit AuslandSmehl gern. 1275 bis 1300, Roggenmehl, 70proz. 850—900, Weizenkleie, ohne Sack 430—480, Roggenkleie, ohne Sack 430—480, Mais 700—750, Mais- Ichrot 720—770, Futtermehl 500—550, ital. Luzerne 6000—6200, provenc. Luzerne 6000 bis 7000, ital. Rotklee 6000—7000, ml. Rotklee 3600—4600, deutsche Linsen 1200—1600, weiße Dohnen 950—1050, Viktoria-Erbsen, geschält 1200—1300, Viktoria-Erbsen, ungesch. 1050—1100, Burma-ReiS II. 1300—1350, Haferflocken 950, Graupen 1000—1300, Wiesenheu 340—390, Kleeheu 440—460, Haferstroh 130—160, Roggenstroh 125—150, Kartoffeln 290—300. SchadaMerg Hlciftcrbranb Bingen Q Rh. Vertreter; Gebr. Julimann, GleBen, Bahnhofstraße 63. U« edelster deutscher Weinbrand. Durch Nutzbarmachung von in vktfähriqerPraxfa erworbener Erfahrung vermögen ivir in unseren Salem AleiJkum Salem Geld Hgmum ein Fabrikat zu bieten, weiches auch den anspruchsvollsten Raucher befriedigt.* *Die bemerkenswertesten Eigenschaften unserer Erzeugnisse sind milder, reiner Geschmack, würziges Aroma. Bekömmlichkeit: Preise für Salem Aleikum u Sa lein Gold Zigaretten-. TVjt. 50 60 SO 1OO 50 60 60 ZOO PfgrLStdk, Caralier ZOO, CaLineZ 15O,.luxlere200Pfg» Erhältlich in den besseren Zkgarrengeechdfien. Dr.iahrsZattnpuJver „Nr. 23“ vorn Zahnarzt verordnet, daher 70D „das rechte Zahnpflegemittel11« Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51. Spröde u. rote Haut tuiflpruigen der öünde u. deS EtstchiS, Wundseta u. unrein. Steint I AA|rrA*M Dlnes desel igl sofort lewVril will bewährte Hautpflegemittel erhalten Sie üderall, wo Sie die Paris, 20. Ian. Rach der von HavaS veröffentlichten offiziellen Aussen h an- delsstatistik betrug die Einfuhr Frankreichs im Jahre 1921: 23 548 473000 Fr.; das sind 26 356 424 000 Fr. weniger als im Jahre 1920 unh 15 124 141 000 Fr. mehr als im Jahre 1913. Die Ausfuhr für has Jahr 1921 beläuft sich auf 21 553 101 000 Fr.; has stah 5 341 837 000 Fr. weniger als im Jahre 1920 unh 14 672 884 000 Fr. mehr als im Jahre 1913. Ganz anders gestaltet sich das BUd, wenn her Statistik hie Gewichtszahlen in Tonnen zugrunhe gelegt werhen. Unter dieser Voraussetzung betrug hie Einfuhr im Jahre 1921 31 973 685 Tonnen; das sinh £toa°DU 12 585 240 Tonnen weniger als im Jahre 1920 S'ehn " * urt> 6 246 700 Sonnen weniger als lm Jahre ma±"- 1913. Die Ausfuhr belief sich Im Jahre 1921 Wort iure SäSf»» tzung ftÄ SSsi äs-ltoi crlei(v'ern und ihr iZ < M Tkttreier bei b»; allo ta 1Ä Ä* tMntiAei ■wwWamiti |14 >, l der Kvnlerenz jm 4ct, rÄ wK DerwüüungSrairj nahe der Inlmiatjvnalrn 2fo 1»2I angenommene 6nl, ÄJ°*»l«u«0to en ßö ung ber Acbtllj. ^n fodte. Dä die Äon. flfö&ien Teil bemletb« H'/'liche IDiebetaulbmi ltslosenfrage einbegreift, ein Zufammengchen mi ’tnb^t6ih 8e6o! . •Otbelf 0 e! JU. i‘6r' bet %n0en6ai. h^rör^8 r«sM der jlb'tin^’^ren ^der ben,pJWl Her, m J ®'töl Öh?TU* ä Afr Preßyutderkehk. (im.) 3m Elfen. Verkehr toltb von Lherlae Rvlomttettarif arff «fetzt, bei buch .ufchlag zum fetDcUigen md. Die WndeWcht iv Kilogramm, die M. lvMtrr. Die Wy lack aufgerunM. 2Iud> unigteS Eilgut wird al ehr durch Verdoppelung m nach dem emsachei : für gewöhnliches Eil« >n 60 Prozent berechnet, rägt 12 X das Win- ■amm. Damit find die n) kefchl urijtej CUgui Wekyurttgteit bei Ä. ausgenommen Mindesitzewicht, Saalbau Caf6 Leib Sonntag ab 4 Ubr im großen Saale ÖT TA KZ. Im vorderen Lokal wie immer Delatrons Bauern-Kapelle. Es ladet ein Hans Nirzluger. ff. Wehonbler! 0769 ff- Weizenbier! Liebigshöhe niuiiuiiiriiJiiiiiuiiiiiiiiiniiimiiiiüiiiiiiiiiii>iiiiiir Ai n S I. Kl. '. Kl. >. Kl. >. Kl. I. Kl. 14,69 14,04 7,39 10.03 4,18 14,55 14,09 14,07 11.51 11,70 3. 4. 5. 5. 3 4. 4. 5. 5. 3. 134,96 Fstm. 4,76 Fstm. 34,08 Fstm. 5. Kl. Kiefern-Stämme, geeignet zu Masten, 6,05 Fstm. 11,29 Fstm. 11,83 Fstm. 5,55 Fstm. 18,60 Fstm. 27.65 Fstm. 34,40 Fstm. 11,08 Fstm. 2. 12 3. 20 4. 19 5. 20 6. 50 7. 4 8. 12 9. 20 10. 19 11. 41 12. 35 42 Stück — 108 Stück — 221 Stück ----- 3. Kl. Fichten-Stämme 4. Kl. Fichten-Stämme 5a Kl. Fichten-Stämme 5b Kl. Fichten-Stämme 43 Stück — 46,84 Fstm. 96 Stück = 60.20 Fstm. 606 Stuck — 153,76 Fstm. 4. Kl. 5a Kl. 5b Kl. 2. Kl. 3. Kl. 4. Kl. 5. Kl. 5. Kl. 2. Kl. 3. Kl. 4. Kl. 5a Kl. 5oKl. Vergebung von Bauarbeiten. Unter Hinweis auf den Mtnisterialerlah Dom Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme Los I. 5 Stück -- 11 Stück = 18 Stück = 14 Stück — 11 Stück = 24 Stück — 50 Stück = 34 Stück = II. 4 Stück -- LoS Kiefern-Etämme Kiefern-Stämme Kiefern-Bauholz Kiefern-Grubenholz Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme LoS Kiefern-Stämme 1,50 Fstm. 2.58 Fstm. 2,66 Fstm. 12,23 Fstm. 40,38 Fstm. 65,11 Fstm. 59,55 Fstm. Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichlen-Derbstang. Fichten-Derbstang. Los Kiefern-Stämme Kiefern-Stämme Kiefern-Stämme 68 Stück — VI. gang des Kaufpreises am sichersten erscheint. (Nähere 'Beengungen liegen auf der Bürgermeisterei offen und werden bei der Eröffnung be- kanntgegeben. 787 D Ettingshausen, den 20. Januar 1922. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil._____ „ 3. . . 3. . „ 4. , . 4. „ Schnittstämme Stämme 2. Kl. w 3. „ . 3. „ . 4. . IV. 2 Stück = Holzsubmisston. Die Gemeinde Ettingshausen verkauft im Wege des schriftlichen Angebots folgende Holzarten: Zeichnungen. Bedingungen und Angebots .. unterlagen können auf unserem Zweigburcau in Donnerstag, den 2. Februar l. Zs., nacymn- neuen Blindenanstalt eingesehen werden Dt, tags um 1 Uhr, soll die der Gemeinde Groyen» ^lngebotsvordrucke werden, sowest der Byrral Duseck zustehende Feld- und Wald^agd, m vier | ce^Xt flegen Erstattung der Selbstkosten dort ab1 Bezirken, auf weitere 6 Jahre im Aathaussaalc i acfle^ Die mit besonderer Aufschrift zu rcr< dahier öffentlich meistbietend verpachtet werden, Angebote sind bis zum 8. Sebruai Das gesamte Jagdgebiet umfahr 400 Hektar Wald ^22, vormittags 11 Uhr, einzureichen und 1200 Hektar Feld und ist die Bahnstation welcher Zeit sie in Gegenwart der erschienenen Gcohen-Duseck an der Strecke ®ieDen—. Kl. .. Kl. Stadt. Cebmmitttiamt. Warenausgabe für die Woch« vom 22. biS 28. Januar 1922. Limburger Käse. Anteil BO Gramm zum Preise von 2,60 OH!., gegen Abgabe der Lebens- mitielmarle 4 Okrfauf durch die Kleinhandelsund Molkereigeschafte sowie durch den Konsum- verein. Di« Gelchäste haben die OUarken biS zum 2 Februar 1922 abzuliefern Die Ausgabe an di« Kleinhandelsgeschäfte erfolgt durch die Firma Gebr. Grieb am Samstag, den 21- d Mts. gegen (Barzahlung. Städt. Brennstoffamt. Durch Beschlub der städtischetr Brennstoff- Deputation vom 18. Januar 1922 sind für den Verkauf von Brennholz folgende Bestimmungen getroffen worden: Die abzugcbend« HSchstmenge betragt für eine Familie 20 Ztr., für eine Eiirzelpevfon 8 Zentner Bezugscheine werden nur gegen Dorlage der Lebensmitkelausweiskarte. aus welcher die ab- gegelcne Menge vermerkt wird ausgestellt. Die Preise sind tote folgt festgesetzt: Hartholz (geschnitten) 20.— Ml. für den Zentner Weichholz , 18.— . • - - Für Hacken des Holzes wird ein Zuschlag von 4Mk. für ben Zentner berechnet. Ausgabe von Kohlen. Auf Marke 3 der Äo&lenlarte für Einzelpersonen (gelbe Karte) kann ein Zentner Kohlen bezogen werden. 7t9t$ ©leben ben 20. Januar 1922. Der Oberbürgermeister. (Lebensmittel- und Brennstvffamt.) Bekanntmachung. In unser Handelsregister Adt. B wurde am 9. Januar 1922 eingetragen: Die Gewerkschaft fRabenau, Dietzen. Gegenstand de» Unternehmen» ist die Gewinnung, der Erwerb, die Derüutzcrung und ‘Verarbeitung von Eisen-Mangan-Drzen, Braunkohlen, Bauril, Ton, Ocker und auch aller nicht zum Berg regal gehörigen Mineralien und Gesteinen, sei es aus eigenen Gruben oder Pachlgruben oder auch au- anderen fremden Gruben für eigene oder fremde Rechnung, ferner der Erwerb, die Pachtung, ‘Beteiligung oder Vertretung gleichartiger oder ähnlicher Unternehmungen, welche in da» Gebiet des Bergbaues und der trchnifchen Chemie fallen, fowie die Her. ftellung aller Anlagen, welche die Ausbeutung derselben bezwecken Zu Drubenvorstandsmiigliedern sind bestellt: 1. Dergwerksdirektor 'Diplomingenieur Emil 5a Kl. 5V Kl. 1. Kl. 2. Kl. r-ci '! Münker in Dietzen, 2. Rechtsanwalt und Notar -- 12’i? Df. Carl Engelmann in Wetzlar, 3. Reglerungsosiefsor 22 Dtück = 22,42 Fstm. j^ans Oppermann in Magdeburg. Dewerl'fchaft aus c8 Stuck = 48,38 Fstm. Hrund des Berggesetzes Das Statut mit Besiätigungs 243 Stuck =» 65,93 Fstm. oermerj, t>er Dergrneislerei Darmstadt ist am 3 Roy 139 Stuck — *4'7? 1921 errichtet Der Bergingenieur Ado's Münker in 147 Stuck — e-DD Dietzen ist als Bevollmächtigter des Brubenoorstande» 111. I bestellt worden. 764B 2 Stuck - WSftrn. Dietzen, den 17 Januar 1922. 36 Stuck — 40,30 Fstm. I 85 Stück --- 71,04 Fstm. Hessische» Amtsgericht. • LoS -.. 1. Kl. Fichtew-Derbstang. 364 Stück -- 46,10 Fstm. 2. Kl. Fichten-Derbstang. 322 Stuck — 18,79 Fstm. .. _ . Oinnobnto sind getrennt nach Losen. 16. Juni 1893 und dessen Ergänzungen vom Die Angebote s 9 »r verfcklosscn 24.2. 1911 sollen nachstehende Dauarbeiten bei SSolAfubnüff.Dn“ bis spätestens Errichtung von 2 Deamlcnwohnhäu'ern hi Fried- ÄTÄÄl « »IlenUiM °°r- 1 Ubr bei der unterzeichneten Bürgermeisterei ein» geben werden. Aureicben wo alsdann um 2 Uhr die Eröffnung Los I. A. Zimmerarbeiten: 74 cbm Tannen 5er Offerten erfolgt. Das Holz ist gefällt, mit Holz zu liefern, 3530 m desgl. abzubtnden, 60 qm Rinde gemessen, liegt alles an den Abfuhrwegen Traufgefims, 34 Stufen der Swckwcrkstreppen. und wird auf Verlangen von Forstwart Keil vor- B. desgl. gezeigt. Die Gemeinde behäll sich die Genehmigung ||. a. Dachdeckerarbeiten: 485 qm Ziegel im einzelnen wie im ganzen vor, auch über die Doppeldach, 102 m First und Grate einzudecken, höchstmöglichste Sicherheit, und wie ihr der Ein- 9 Dachfenster, Laufbohlen und ca. 50 m Schnee Kiefern-Bauholz 133 Stück -- 66.37 Fstm. Kiefern-Grubenholz 481 Stück ------ 3 Stück Angebote find einzeln abzugeben. A o d h e i m a. d. V., den 17. Januar 1922. Der Bürgermeister: Dender. Holzversteigern n g. Dienstag, den 31. Januar werden im fürstlichen Waidoistrikt Mönchwald versteigert: Odaum- meter Scheitholz: Buchen 125, Fichten (rund) 6; Knüppel: Buchen 122, Erlen 3, Fichten 17; Reis- Holz: Buchen 189, Eichen 42, Erlen 5. Zusammenkunft 9.30 Uhr vorm. am Wege- kreuz Lich—Burkhardsfelden (Schlagweg) und Albach—HaUenrod. 755 D Kiefern-Bauholz 48 Stuck = 27,46 Fstm. Kiefern-Grubenholz 57 Stück = 20,24 Fstm. 8 Stück = 1""" 5* Kl. Kiefern-Bauholz 5 Stück = 5. Kl. Kiefern-Grubenholz 6 Stuck ----- -s. . A 1 *\\Privat-Handels- I Veulsche Volkspartei! Ww \ k.- in-»-» v 1Tb» i« Non-n Qulrt:Bahnhofstr.60. TeUOffl Samstag, den 28. 2anuar 1922, abends 8 Uhr, in der Neuen Hula; Emer sagt es besuche Gartenfreunde und Landwirte! dem andern, nur die Privat- noch tägl. Aufnahme für die neuen Tagesund Abendkurse. Prospekt u. Aufnahmeschein frei. 12h General der Kavallerie Exz. Liman v. Sanders: „Deutschland und England in der Türkei" Jedermann, besonders die Jugend, ist herzlich eingeladen. Vorstand der Iugendgruppe Vorstand der Ortsgruppe Or. Müller. Prof. Dr. Ä r a u s m ü 111 r. Eintrittskarten zu 7, 6 und 5 Mk. in der Musikalienhandlung Ehallier und an der Abendkasse. Stehplatz 3 Mk. nur an der Abendkasse. Studenten und Schülerkarten 3 Mk. bei Hausmeister Ritter, Universität. Milalieder der Jugend- grupp« erhalten Karten zu 2 Mk. bei Kaufmann Lembke, Seltersweg 35. 781v Handelsschule iift-moo Bahnhofstr.60, Hermes T(qepll0nio97. Man erh. dort eine gute kaufm. Fachausbildung. Prosp. fr. Anmeldg. tägl. Gießener Konzertverein Sonntag, 29. Jannar 1922, nachm. 5 Uhr, in der neuen Aula der Universität: 7. Konzert Das Kölner Trio ProGLÜilelU (Klavier), Prof.Br*a-ElderlBg(Violine). E. Facerminn (Cello). Die Trios von Dvoräk F-Moll op. 65, Schubert B-Dur op. 99, Brahms C-Moll op. 101. „»v Eintrlttskartea: 9. 8, 6 und 4 Mk. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten 3 Mk. nur im Vor verkauf beim Hausverwalter der Uni- versltät gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. Gesellschaft für Erd-und Völkerkunde 1. Vortrag am Dienstag den 24. Januar, abends 8’U Im großaa Htrsaal der Universität; Im Schnee und Eis Hahns BlumenGemüse- und landwirtschaftliche Samen keimen vorzüglich und bieten Gewähr für reichen Ertrag. Verlangen Sie kostenlos und franko meinen neuesten reich illustrierten Hauptkatalog. Samenhaus Heinrich Hahn, Gießen Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse. Telephon 1403. 791 o ✓ MU wr Sonntag, den 22. Januar: „„ MIKS WIMM. Waagen MM werd.eichiäbig beraestellt. Karl Schmidt. 0732 Neuenwes 42. ^Stabldrabtmatraveu für jede Betisteile nach Mab, an Jedermann. Sntnlofl frei. 21A BissBnübeltokr. SnU LTL r pur den Unterricht 1 sei nur 754a das Beste aut genug. Man wende }ich daher an den Fachmann und holr Auskunft bei der Hansa- Schule Gießen Seltersweg73. Fernr.821 Priv.'Ha n delsleh ransta It von J. Kunzeimann, Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. EinzigeSchuleamPlatze deren Inhaber Lehrer und Fachmann ist. Noch täglich Aufnahme für die neuen Tages- und Abendkurse. Prospekt freL J des Kilimandscharo von Herrn Prof. Klute Nachfolger des Herrn Geh. Rats Sievers auf dem Lehrstuhl der Geographie. Schilderungen seiner eigenen Beobachtungen und Erlebnisse bei einer Expedition zur tr Forschung des Kilimandsvharugebirges. ===== nit Lichtbildern. ===== Eintritt für Mitglieder frei Einzelkarten 2 Mk., für Studierende 1 Mk. Kartenverkauf am Diens- t»g tagsüber bei der Ver ags-Buchhnndlung Töpelmann, Süd-Anlage 4 part; am Abend an der Kasse.__TbW Oberhess.GeselUctiaft f&r Natnr- n. Beilknode General Versammlung Donnerstag, 28. Januar 1922, abends 8V4 ühr lmH6r. saal des Anatomischen Instituts, Bahnholstraße 84. Vortrag des Herrn Prof. Dr. Petersen: Probleme der Skelettforschung“. Gäste willkommen. AnscklioB. Gesohlltssilzung t Jahresbericht, Anträge. Der Vorstand. KkMiiill^üüll der KaliBü-Comeiiitie i Sonntag, den 22. Januar, abends 8 Ohr, In derSladlklrche Lichtbildervortrag: China und die Mission* Missionspred. Spa ich aus Frankfurts M. Jedermann ist herzlich willkommen. 774D ÄäÄ Bezirks Vertreters August Weidig, GieBen, WalltorstraBe 48, Fernruf 2070, 41c Lesen und weitergeben! Für Stotterer! Zn den bereits begonnenen hiesigen Kursen werden weitere Änmßlfllinnoi Samstag nachm. 3-7 Ohr, Sonntag, den 22. Januar, 9-1 Ohr, HÜBilBitiUiiyBäl spätestens Montag, den 23. Januar, nachmittags 3-7 Ohr, ONIINENTAL-ffl Jochem, Heilkundiger. er eo Moderne Meister Tel. 125a Eingang Erlengawe 15. 748h Alte Meister Franz. Impression Woch. alt Samenhaus •TM Fernsprecher 1400 Marburaer Str. 49 DM CMWONTgi ■ ■ Schon der» alte Frifz sagfe: Sofort lieferbar Einkauf von 0744 R65D uiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinii 1111111111111 e 785b .-iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin REINER für direkten elektr. Antrieb 160-220 220-280 280-340 340—400 400—4(i0 4G(i-520 520-580 Angebote mit Motiv, Größe und Preisforderung erbittet Häuten,Fellen, Rauchwaren zu höchstenTagespreisen Bandsägen Hobelmaschinen Asterweg 44 6- 8 8-10 10-12 12-14 14-16 16-18 18-20 Allr« dernrr, wcmx t Sot"en’ 200 Paar rhftfäf/fitih« 3fache Sohl., wasserdicht, schwere ZU vkllöfustllst von ML 140.—b. 180.— K. Grünewald, Gießen sind. Auch La ülle/^| |§dfoy| - pulverJ Schilling, Fritz Gießen. 82c M 19iouni «tQ 4n Aber küher d ln den 5 lQnbi s°ch die Smcr v^Dt)tr das lant macht Epobepungen \2on A dep ßapbapei"!!!" leiden, ttnm Overmeyer's Mcdlll^al« -/*) fl avs's beste empfohlen Cf7 N Ä /T-V • A wcrd-n. Dclnlnn. /WEFFi -nders zu cn-ofcN. (0 hab In a. ttvoch, '-z Q Droger. u. ParsOi«. Meine Werkstätte befindet sich nicht mehr Nord-Anlage, sondern Cderftratze 4 August Eidmann „„ und Möbel-Schreinerei, Sarglager. flr.fi , i« tPfffa W -Zs '••isri Koioft vertilgt unter (Garantie samt Brut rnfnvf ”U|Ull und dlisseu Kovi-, Kleider- und ftiLv 3v|vll fsiift Saä Bonjen Berkaui nur bet Hanö lSötz,Sriseur,Anerwegi. n VOgfsche Handelsschule Gießen Goethestr. 32 TeL 2064 Anmeldungen Jür die neu begonnenen Kurse I werden noch täglich entgegengenommen. Prospekte frei! WeiOstück K Slltf Gt>ausiück SäBl m ÄM erstklassige Ringofen wäre 'M M raiW von größter Ergiebigkeit ® ’■ stets zu haben ia Barl Haas |r.,BleSen a1.'-?,r teOfr 23ü Absatz-Ferkel vbesterZucht.schneflwflch- sige blasse, langgestreckte, breitbuckfTtere.die beiten nur Zucht u. 'Mast. Sehr oute Zresser. Ällark A. Blumenreich, Berlin W 35, 753A Mglieü öec ffilesöflöener Sesellslliask für ©raömal-gunrt empfiehlt sein reichbaltiges Lager fertiger Denkmäler Ä ÄÄ »ÄS- eem tretet. — Ausführung von Kriegerdenkstemen in allen Steingattnngen. nach eigenen und gegebenen Entwürfen. 3254 D llesMM Wmtliiöer Uluttnorßßeiien: Mevacr- u. ^riieur-Lchoufcnitereinrichtungen, Helzkörvervlatten. Waichlischausiätre uiw. Jaoob Ross Giessen, Walltorstr. 44 rvr Achenbach Feerbach Kokoschka Felleokolen Spitzweg Baisch Friedrich Kröner Picasso Sluck ßoehmann Gebhardt Leibi Richter Thoma ßöcklin Grölzoer Leist! ow Schleich Trübner Brailh Bod.er Liebermann Schönleber Uhde CoriDth Jsraels Lier Schreyer Wer Dahl Julz Lenbach Sehnen Verboeckhoveo Defregger Kauilmann Menzel Schwind Vollz Deiker lel.er Mnnkacsy Slevogt Weogleln Diez Knaus Miinthe Sperl Zügel