Dienstag, 19. Dezemder 1922 172. Jahrgang Eine Wendung durch Amerika? iia usw, Französische Flottenrüstungen hat nach .5,litt VS" des Kammer tritt hierauf in die Einzelberatung Budgets ein. enbrücke 2 ihnhofstr.65. Länder die Meerengen durchfahren, doch sollen die Kriegsschiffe einer kriegführenden Macht erst dann einsahren, wenn die der anderen Macht die Mecrcngen verlassen haben. 3n dem Gebtete zwischen den Meerengen sowie in der Zone 20 Seemeilen vor den beiden Meer'engen und vor den Inseln am Eingang der Dardanellen sind feindselige Handlungen verboten. Wenn die Türkei den kriegführenden Staaten angehört, ist der Zugang nur neutralen Kriegsschilfen gestaltet. Die türkischen Gegenvorschlag.' über die Entmilitarisierung der Meerengen sind noch nicht bekannt Auch die russische Abordnung überreichte heute dem ersten Ausschuß ein G ege n - Projekt über die Meerengenfrage, das fünf Kapitel und 22 Artikel enthält. Danach fallen die Dardanellen, das Marmara-Meer und der Bosporus unter türkisch? Souveränität, während die Inseln Lemnos und Samotrake autonom werden sollen. Annahme von Haie qen für die lagesnummcr bis zum 'Ilachmittag vorher ohne jebe *Uerbinblid)heit Preis für 1 mm höhe für Anzeigeno 27mm Breite örtlich 16 TRh , auswärts 20 Mk.; für Reklame- Anzeigen von 70 nun Breite 60 Mk. Bei Platz- Vorschrift 20Aufschlag Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Boetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein: für dea Anzeigenterl: Hans ‘Bedt, sämtlich in Gießen nr. 298 Erscheint täglich, «vtzer Sonn, und Feiertag», mit berSamstagsbeilage GiehenerFamilienblätter Monatliche Bejngspretfe: B80 Mark und 20 Mark Trägertohn,durch biePost 400 Mark,auch bei Richt- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für bieSchriftleitung 112; für Verlag enb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehea- Poftscheälonio. $ran!furt a. M. 11686. s-varnitttren, en Sardinen len Breiten, ingarblnen, ahte und am 5M nd Köperkanten ecken, besichtigenSie nswahl und Preise, ter Preis, '""c . Gießen. kolade, Likör M istvahl W«M lade i Original-reifen. Kaffer 2600-2800» l M«2000» 108S7O chakwaren slggrtttn1 u”* ciesch «Ht- Ä 'york Ol! ichtSgeschenke nengestellten Die Lausanner Konferenz. Ein türkischer Gegenvorschlag in der Meerengcnfrage. Lausanne. 19. Dez. (WTB.) Das türkische Gegenprojekt für di? Schiffahrt in den Meerengen sieht für Handelsschiffe die freie Durchfahrt in Friedenszeiten vor Für Kriegsschiffe ist di? Bestimmung getroffen, dah sie nur am Tage anlegen dürfen. Die stärksten in einer bestimmten Zone weilenden Seestreit- kcäfte ldürsen nicht stärker als die türkischen Kriegsstreitkräfte in derselben Zone sein, bann kann jederzeit eine Seestreitkraft, bestehend aus drei Kriegsschiffen, von denen keines mehr als 10 000 Tonnen fassen darf, die Meerengen durchfahren. 24 Stunden vor dem Eintreffen müssen die Kriegsschiffe dec internationalen Meerengenkommission angemeldet werden. Sie dürfen sich nicht in den Meerengen, im Marmara-Meer und im Hafen von Konstantinopel aufhalten Di? gesamte Kraft einer fremden Flotte im Schwarzen Meer dürfe nicht die Gesamtstärke der bedeutendsten Schwarz- meerflotte überschreiten. In Kriegszeiten, wenn die Türkei neutral ist, dürfen Kriegsschiffe aller iS, di. Sä ■«Ä OZ 1 & Dezember - 6. Jumr .20. . • 3. Febnur . ia . .24. . ■ 16 AUrz T’ Äaäe.’ i u. Die Grenzfeftfctzttng in Obcrschlcsierr Breslau. 18. Dez. (WTB) Die Grenz- festsetzungskommission für Oberschlesien fällte die Entscheidung über die Grenzziehung im ober- schlesischen Industriegebiet. Bei Deutschland verbleiben der Ge> meindebezirk Aieborowihcr-Hammer. die Gemeinde Schönwald und das gesamte Feld Königin-Luisen- gi-ube ohne Glück-auf-Kolonie, der Aordzivfel der Gemarkung Rud.i ohne Auda-Hammer. dec gesamte Gemeindebezirk Rohberg und Fied'.ersG'.ück. Dadurch, bah die Gemarkung Roßberg und Fiedlers Glück D. n schland zugesproch.m worden sind, behalt Deutschland auch den wichtigsten Teil des Dleischarleyfclbes. . Die Entscheidung über die Zugehörigkeit der Delbrückschächte ist von der Grenzfest- sehungskommission ausgesetzt, bis die Botsä>after- konferenz zu dem polnischen Anträge aus Ernennung nichtinteressierter Sachverständiger Stellung genommen hat. Pari«, 18. Dez. (MTB.) Die Kammer ist heute vormittag in die allgemeine Aussprache über das Budget der Marine eingetreten. Der Berichterstatter, Abg. de Chappedelaine. sagte: Unsere Kollegen von der äußersten Linken fragen, weshalb wir unsere Küsten verteidigen. Ich zögere nicht, daraus zu antworten: Gegen Deutschland! Dec Vertrag von Versailles hat tatsächlich Deutschland genügend Elemente gelassen, um eine Kriegsmarine zu organisieren, die besonders gefährlich werden kann. Man hat ihm 1 5 000 Marinesoldaten gelassen, und an dem Tage, an dem wir aus irgendeinem Grunde gezwungen sein werden, das linke Rheinufer zu räumen, wird Deutschland die Welt durch die Geschwindigkeit, mit der es sich wieder erheben wird, in Erstaunen sehen. Endlich dürfen wir nicht vergessen, dah die noch in embryonischem Zustande befindliche Marine der Sowjets mit Hilfe der Deutschen sehr gefährlich werden kann. Wir dürfen also unsere Küsten nicht ohne Verteidigung lassen und müssen an den Fehler denken, den wir vor 1914 dadurch begangen haben, dah wir uns sozusagen verteidigungslos gegenüber der ungeheuren deutschen Marine befunden haben. Der Marineminister Raiberti sagte: Die französische Flotte, die vor dem Kriege 7.00C0 Tonnen umfaht hat, umfaht jetzt nur noch 660 003 Tonnen. Frankreich gebraucht eine Marine und auch einen Marinelustdienst. Der Krieg hat gelehrt, dah die Flotte ihre Aktivnsfreiheit haben muh, um die überseeischen Deroin' ungen ficherzusteilm, während die Küsten sich selbst verteidigen müssen durch Kanonen und älntereseeboote. durch Minen und durch die Luftwaffe. Frankreich kann seine Marine nicht untergehen lassen. Mehr als jede andere Ration muh es bereit fein, den Frieden zu sichern, denn eine längere Friedensperiode ist notwendig, damit die Welt sich wieder erholen kann. — Die sammenhang mit den amerikanischen Nachrichten über Pläne der Bereinigten Staaten in der Reparationsfrage eine Erklärung abgegeben, in der er sich auf den Standpunkt stellt, Frankreich könne sich mit keinem neuen Plan einverstanden erklären, der die Räumung des Rheinlandes in naher Zu'unft vorsehe. Frankreich werde keine Abänderungen des Versailler Vertrages hinnehmen, der bekanntlich mindestens 15 Jahre für die Besetzung vorsehe. Die in der Pariser Presse veröffentliche Re- parationspläne schienen ihm aus Deutschland über Reuyork nach Frankreich gekommen zu sein. Weder die französische Botschaft in Washington noch die amerikanisch? Botschaft in Paris wühlen irgendetwas über diese Vorschläge. Botschafter Herrick habe ihm gestern erklärt, dah ihm nicht bekannt sei, was in den Zeitungen stehe. Poincarö ging auf die letzten Verhandlungen in der Reparationsfrage ein und stellte fest, bab die französische Regierung entschieden gegen jede Lösung d?r Reparationsfrage sei, die ausgedehnte französische Zugeständnisse vorsehe. Acußerungcn der französischen Presse. Paris, 18. Dez. (WTD.) In auffallender Weise wendet sich heute abend die gesamte Abendprefse gegen die angeblichen amerikanischen Vorschläge in der Reparationsfrage. Der „Temps" spricht von bederklichen amerikanischen Interessen, die sich schon kurz nach dem Waffenstillstand gezeigt hätten, als Deutschland Lebensmittel und Rohmaterialien sehr teuer habe kaufen müssen, und die dem Reich eine Milliarde Goldmark gekostet hätten. Der „Temps" fährt fort: Wenn die ameriätnischen ober anbere Bankiers Deutschland nur einen Teil bes erforderlichen Kapitals lieferten, damit sie die Reparationen zahlen könnten, brauchten sie sich nur mit der deutschen Regierung zu einigen, und diese werde den Alliierten ein Programm vorlegen. Rur mit Deutschland, ihrem Schuldner, hätten die Alliierten zu verhandeln, aber nicht mit Dritten, die sich als Händler vorstellten, und noch weniger mit Dritten, Ibte sich zu Schiedsrichtern aufwerfen. Wänn die deutsche Regierung sich mit ausländischen Bankiers über die Bezahlung von Reparationen mit Hilfe einer Kreditorganisation verständige und den alliierten Regierungen, die ihre bevorrechtigten Gläubiger seien, ihre Pläne unterbreitet habe, würden diese erst prüfen, ob es ihnen angebracht erscheine, die verschiedenen Derzugsfristen und Diskonten zu bewilligen. die Deutschland als Gegenleistung für eine Zahlungen nachsuchen werde. Die Verh.rnd- lungen würden bann übrigens in keiner Weise durch den Umstand behindert werden, dah etwa bis dahin eine oder mehrere alliierte Macht? in gemeinsamem Interesse auf deutschem Boden Gebietspfändungen vorgenommen hätten. Es müsse immer wiederholt werden, das) die Pfändungen nur ein einziges Ziel hätten: die Zahlungen zu sichern. Wenn auf kftese Weise erst der Zahlungswille gewährleistet sei, wäre es nach dem „Temps" Zeit, an eine überlegte und chrittweise Sanierung der deutschen Finanzen heranzugehen. Der Franzose^ sei kein unbarmherziger und kurzsichtiger Gläubiger. Dem „Ö o u t n a l des Debat s" fallt es auf, dah in dem Zeitpunkt, tvo die Alliierten zusammentreten sollen, wo das Versagen Deutschlands von niemand mehr bestritten werde, wo dte Rotwendigkeit, methodisch vorzugeien, Dcutsch- land tatsächlich zum Zahlen yu bringen und Pfänder mit Beschlag zu belegen, in die Augen pringe, die höchst unbestimmte Nachricht von einem amerikanischen Projekt in die Welt gesetzt (Derbe, die alles noch einmal toieber in Frage stellen und die Beschlüsse, die demnacht gefaßt werden könnten, vertagen würden. Wenn Dcutschland älnterstützung in den Beieinigten Staaten finde, so werde Frankreich sich nicht darüber beklagen. Es liege auf der Hand, baf) biefe Kombination, wenn sie wirklich bas Licht der Welt erblickte, tneber an ben Zahlungen noch an den Garantien etwas ändern würde. Die „2 i b c r 16“ sagt: Wir haben das Recht, der Regierung von Washington mb ben Finanzleuten von Rouyvrk zu etfiärei, baf} wir alles versucht haben, unb wenn wir zu bem Gedanken dec Pfänder gekommen sind, so geschieht es, weil wir feinen anderen mehr haben. Auch der „I n t r a n s i g e a n t" wendet sich gegen die Pläne der Bereinigten Staaten und spricht von verdächtigen Manövern, die bis zum 15. Januar unternommen würden. Was man in Berlin, in deutschfreundlichen Kreisen in den Bereinigten Staaten unb auch in England in der Partei Lloyd Georges wolle, sei eben, Frankreich daran zu verhindern, Pfänder zu nehmen, durch die allein die Forderungen flüssig gemacht werden tonnten M Welch gewaltige Wirkung die Rachricht von größerer Aktivität Amerikas in den europäischen Fragen gehabt hat, läßt sich daran ermessen, daß binnen wenigen Tagen der Dollar um ungefähr dreitausend Punkte gefallen, also die Mark um ebenso viele Punkte gestiegen ist. Rein wirtschaftlich gesehen, macht sich in Amerika Immer stärker das Bedürfnis geltend, den mitteleuropäischen Absatzmarkt für Rohstoffe zu rückzugewinnen, und dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn die Reparationsfrage mit allen damit verbundenen Beunruhigungen aus dem Wege geräumt wird. Das wirtschaftliche Bedürfnis Amerikas nach dem mitteleuropäischen Absatzgebiet kam bei den amerikanischen Wahlen Anfang Rovember durch sehr schwere Einbußen der herrschenden Partei so stark zum Ausdruck, dah Präsident Harding und seine Ratgeber daraus die Not- wendigkeit ableiteten, an die Stelle der Passivität stärkere Aktivität zu setzen, und so erklärt sich das Heraustreten Amerikas aus seiner bisherigen Zurückhaltung. Die Hauptschwierigkeit, die überwunden werden must, liegt, wie aus dem neuesten Verhalten Poincarös und der französischen Presse hervorgeht, natürlich bei Frankreich. Cs wird eines sehr starken Druckes von Amerika unb England bedürfen, um Frankreich zu einer Haltung zu veranlassen, die unsere Last im Westen beseitigt oder wenigstens auf ein geringes Mast herabseht. Manche Pressemeldung über Ersatz oder Revision des Versailler Vertrages eilt den Versuchen und Ereignissen voraus. Verfrühter Optimismus ist nicht am Platze. Bald aber wird sich die Lage klären müssen. Die angeblichen Absichten Amerikas. London, 18. Dez. (Wolff.) Der Sonderberichterstatter der „Daily Sketsch" will von mah- ff-benber Seil« ersähren haben, dah Präsident Harding durch den amerikanischen Botschafter in England demnächst zwei internationale Abkommen Vorschlägen werde, für das eine dieser Abkommen werde er die Unterschrift jeder alliierten Macht unb für bas anbere die Unter- schrifl jeder Ration fordern, unb zwar sowohl von ben am Kriege beteiligten Alliierten wie auch von ben Zentralmächten. Die"« neuen Ueberein- kommen würden in ihrer Wirkung eiren groben Teil bes Versailler Vertrag es zum Zwecke bei Sicherung deZ Weltfriebens unb zum Wiederaufbau der hauptsächlich in Betracht kommenden Rationen ersetzen. Es sei zu hoffen, baf) durch das Zustandekommen der beiden Abkommen die Industrie in England wieder in den Gang kommen und Fr-ankreich beruhigt werde, indem es die Wohlfahrt erhalte, die es so dringend benötige. Deutschland solle dadurch wieder einer der kaufkräftigsten Märkte der Welt werden Alls die ilnterfclixTung des neuen Abkommens hin würden drei Gruppen amerikanischer Bankiers einen auswärtigen Ärebit für Deutschland unterschreiben, der zwischen England, 5' ank eich Belgien und Deutschland verteilt werden soll Dieser Kredit werde nicht unter eineinhalb Milliarden Dollar betragen. Vermöge dieses Kiedits würde Deutschland dann in ben Stand gesetzt werden, seine Lebensmittel ober die anderen Rohstoffe in jedem beliebigen Lande zu kaufen. Kein Teil dieses Kredites solle an Frankreich England oder Belgien zahlbar sein, ausgenommen im Austausch gegen Waren, die von den bezeich- ne'en Ländern in Deutschland gekauft wurden. Die amerikanische Regierung werde, nach dem Blatt, diesen Bankierskredit garantieren, dafür aber die erste Hypothek auf die gesamten Hilfsquellen Deutschlands fordern. Diese Hypothek werde sämtliche Zölle, die Ein- unkr-Ausfuhr- abgaben und die deutsche Cinkvmmeikftouer umfassen und soll alle anderen deutschen Verpflichtungen. einschiestlich der Reparationen, ersetzen. Da bet gesamte Vorschlag auf praktische Herabsetzung der Reparationen, und auf gründlich?, eichgültige Ucbereintunft unter ben Alliierten gegründet sein werde, so werde Amerikä durch diese Methode, die allerdings noch nicht entschieden sei, 1 jedoch von Elihu Root untersucht werde, eine 1 schnelle Zahlung jeder vereinbarten Reparations- i fvrderung durch Deutschland garantieren. Auster । diesem Kredit, der in Deutschland, England. Frankreich, Belgien und Amerika untergebracht und von der amerikanischen Regierung garantiert werden solle, würden, dem Blatt ^ufotgt, die amerikanischen Bankiersgruppen private beträchtliche A n l e i h e n an die deutsche Regierung geben, die, dem Vernehmen nach etwa 750 Millionen Dollar । betragen werden Die Bankiersgruppen würden als Sicherheit industrielle und städtisch? ersteHypo- theken in üblicher Weise annehmen. Die Vertreter dieser Bantiersgrnrppen, die an Ort und Stelle die deutsche Wirtschastslage seit über einem Jahr untersuchen, würden darlegen, dast Deutschland augenblicklich nicht mehr als 300 Millionen Dollar zahlen tonne; sie seien jedoch der Ansicht, daß dieser Betrag sofort bezahlt werden könne (?) unb bah berfetbe in 2 Jahren au 400 Millionen Dollar erhöht werben könne. Allmählich mühten, mit ber zunehmenden Zahlungsfähigkeit Deutschlands, die jährlichen Zahlungen vergröbert werden. Diese jährliche Zahlung würbe Deutschland nach Ansicht der amerikanischen Bankiers und der amerikanischen Regierung in ben Die Regierungskrise in Hessen. Halbamtlich wirb au- D a r m ft a b t mit- geteilt: Staatspräsident Ulrich empfing am Montag die Führer der Kvalitionsfrak- tionen zur Besprechung der durch di« Amtsniederlegung des Finanzministers Henrich geschaffenen Lage. Zunächst kam von allen Seiten das tiefste Bedauern über ben Schritt des Fo- nanzministers Henrich zum Ausdruck. Allgemein würbe festgestellt, bah die in dem Schreiben bes Finanzministers an ben Staatspräsidenten notgetragene Motivierung seines Rücktritts in dem Verhalten der beiden Koalitionsfraktionen eine Stütze nicht finden könne. Die Fraktionsführer erflärten weiter, dast Finanzminister Henrich noch nach wie vor auch bas Vertrauen bes Zentrums und ber Sozialdemokraten im Landtage besitze. Von dem Vertreter ber demokratischen Fraktion wurde erklärt, dast der Rücktritt des FinanzmimsterS keineswezs das Ausscheiden seiner Fraktion aus der derzeitigen Rcgierungs- foalition bedeute und dast seine Fraktion nach wie vor an der Durchführung ber aus ber jetzigen Koalition auf gebauten Regierungspolitik Mitarbeiten werbe. Auch die Vertreter bes Zentrums unb der Sozialdemokraten betonten den Willen zur Fortführung ber bisherigen Koalition. Aus Grunb der Erklärungen ber Fraktionsführer des Zentrums und ber Sozialbemvkraten soll darum der Versuch unternommen werben, Finanzminister Henrich zur Zurücknahme seiner Rücktritts- erllärung zu bewegen. opfiDUau ‘v lt. llditr.S' lcbcnM a- lern- W'Jiiij, lv. Teppen ndPf* PFC >*’ C jOI%Aben Äff Paris, 19. Dez. (WTD.) P o incarö . j ber „Chicago Tribüne" gestern abenb ben amerikanischen Journalisten im Zu- Aus Dem Reiche. Die Berliner Reparations- bcrntunqen. Berlin, 19. Dez. In den Besprechungen der Reichsregierung mit Industriellen und Bankiers soll nach dem „D.T." in der Hauptsache die Frage einer inneren Anleihe erörtert worden sein, deren Hauptzweck die Rückführung des im Ausland befindlichen deutschen Kapitals sein soll. Weiterhin hätten die Besprechungen den Zweck gehabt, Aufklärung Über die Lage der deutschen Wirtschaft zu geben. Die Besprechungen sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. Deschlüffe des RelchsrateS. Berlin, 18. Dez. (WTB.) Der R e i ch S- rat hat in seiner heutigen, vorn Minister Oeser geleiteten öffentlichen Sitzung den 9. Nachtragsetat für 1922, der die Erhöhung der Beamtenbesoldungen um 44Prozent und die Erhöhung der Frauenzulage auf 3500 Mk. enthält, angenommen. Weiter wird der Finanzminister in diesem Nachtragsetat ermächtigt, 6 Milliarden Schatzanweisungen flüssig zu machen zur Fortführung der von der Rhein-Neckar-Gesellschaft begonnenen Kanalbauten. Ferner wurde die Ausdehnung des örtlichen Sonderzuschlaqes auf die Beamtengehälter auf weitere Orte des Reichsgebiets beschlossen; insbesondere kommt wieder der Westen in Betracht, ferner das Saargebiet und einige andere Groh- und Hafenstädte. Außerdem sind die Prozentsätze etwas geändert. Der Reichsrat erklärte sich mit einer großen Reihe von Gesetzentwürfen einverstanden, die der Reichstag erledigt hat, dar- Stand sehen, den vorgeschlagenen Kredit in Iahreszahlungen von 12 0 Millionen Dollar zurückzuzahlen, was unter Berechnung der Zinsen eine Rückzahlung des Kredits innerhalb 10 Zähren ermöglichen würde. Die Privatanleihe durch die amerikanischen Bankiers an Deutschland würde auf 25 Jahre erfolgen, mit fünfjährigen teilweisen Amortisationen. Die amerikanische Regierung werde auch verlangen, daß Frankreich seine Absichten auf das Ruhr- gebiet oder jeden anderen Schritt gegen Deutschland aufgebe, der geeignet wäre, das industrielle Gleichgewicht zu stören. Garantien in dieser Richtung würden in dem Abkommen verlangt werden, das zwischen den Vereinigten Staaten und den Alliierten unterzeichnet werden solle und wodurch alle Garantien aus dem Versailler Vertrag ersetzt werden sollen. Die türkische Frage müffe endgültig zwischen England, Frankreich unb der Türkei geregelt werden, da ein stabiler Balkan für den industriellen Fortschritt Deutschlands notwendig ei. Nirgends in den amerkicrmschrn Vorschlägen oürden die interalliierten Schulden, bo onders die englischen Schulden an die Vereinigten Staaten erwähnt. Diese Schuldet müßten nach Ansicht der amerikanischen Regierung unb ber beteiligten Bankiers, außerhalb der Verhandlungen bleiben, jedoch werde, toeim auch nicht von maftgeb-enber Stelle, erklärt, bah, wenn ber amerifanisch? Dorsch'ag ang nDaunen werde, auch bie Frage ber interalliierten Schulben in be- friedigenber Weise geregelt unb bie bisherige Haltung Amerikas in den gesamten Fragen der interalliierten Schulben geänbert werben. Eine Erklärung der Morgan-Gesellschaft. Neuyork, 19. Dez. (WTD.) Durch Funkspruch. Die Morgan - Gesellschaft veröffentlicht folgende Erllärung: Der deutsche Botschafter W i e d f e l d hat am Sonnabend Morgan besucht, um sich zu erkundigen, ob es uns möglich sei, die Versuche zur Flottmachung einer großen, sogenannten internationalen Anleihe für Deutschland zu unterstützen. In seiner Antwort wies Morgan auf die Sitzungen des Bankierausschusses im letzten Juni hin und sagte im wesentlichen dem Botschafter, daß unsere Lage genau dieselbe sei >wie damals. Er habe dem Botschafter mitgeteilt, wenn er auch sehr wünschte, der allgemeinen Lage zu dienen, seien nichtsdestoweniger die Verhältnisse derartig geworden, dah eß für uns nicht möglich sei, eine Anleihe für Deutschland zu erörtern oder in Erwägung zu ziehen, bevor nicht die Reparationsfrage geregelt sei. Poincar^ gegen die amerikanischen Pläne. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steinörutferei H, Lange in Gießen. Zchrlftleitung und Geschäftsstelle: 5chulstratze 7. unter auch mit dem Gesetz Wer die Zwangs- Anleihe. Die GrnShrungSpolitik. Berlin. 18. Dez. (WTB.) DieErnäh- rungS - und LandwittschaftSmini- fterderLänder sind heute im Gebäude des vorläufigen RelchSwirtschaftSrateS zu einer Konferenz zusammengetreten. Der Bors tzende. Reichsminister Dr. Luther, führte in seiner Begrüßungsansprache aus. er habe die Amtsführung in der Weise begonnen, daß er sich sofort mit den Organen der Erzeuger und Der- draucher sowie mit den politischen Parteien in Verbindung setzte. Gr begrüße es besonders, jetzt auch gleich mit den Ressortministern der Lander eine eingehende Aussprache über die dringendsten Fragen der Gegenwart und der kommenden Entwicklung zu haben, die er angesichts der allgemeinen Rot als besonders wichtig ansehe. 3n ausgedehnter sachlicher Aussprache wurde dann die Frage der B r o t - und Milchversorgung behandelt, eingeleitet durch ein eingehendes Referat des Geheimrats Professor Dr. Hansen-Berlin. Sehr ausführlich wurde alsdann die Frage der Zuckerversorgung besprochen. Die MöglichkeiteneinerProduktionö- förderung sollen auf einer in Kürze einzuberufenden Konferenz in Merseburg behandelt werden.--- Aus dem besetzten Gebiet. Worms. 18. Dez. (WTB.) 3n ein-'r stark besuchten Versammlung derDrutschenDolks- partei, in der Reichstag .abgeordneter yfarter Dr. Lutherdie Hauptrede hielt, kam es zu ei. er großen Kundgebung für das Deutschtum Rheinhessens und zu einem Gelöbnis unverbrüchlicher Treue zum deutschen Vaterland. Der zweite Vorsitzende des Kreisverbandes Worms der D. V. P.» Frhr. Ludw. Heyl zu Herrnsheim, erinnerte in einem geschichtlichen Rückblick an die früheren Beweise standhaften Festhaltens am Deutschen Reich, die Worms und die rheinhessischen Lande in vorbildlicher Art bei jeder Gelegenheit gegeben haben, und gelobte unter begeisterter Zustimmung der Versammlung, daß Rheinhessen deutsch sein und bleiben will heu e und immerdar. Mit jubelnd aufgenommenen Hochrufen schloß die eindrucksvolle Kundgebung. Aus Stabt und Land. Gießen, den 19. Dezember 1922. Erne Stadtverordneten-Titznust firÄet am nächsten Donnerstag, 21. Dezember, nachmittags fünf Ahr im Stadtverordne.err- Sitzungssaale statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Vorlagen: Erhebung einer Müllabfuhrgebühr. — Erhebung einer Straßenreinigungsgebühr. — Erhöhur^ der Hunde st euer. — Deitragsleistun^: a) an den Deutschen Städte- tag, b) an den Heilstätten verein in Hessen, c) an den Verein für Kommunalwirtschaft und Kommunalpolitik, d) an den Verband Hess. Derkehrsver- eine, Sitz Auerbach i. H., e) an die Vereinigung Deutscher Wohnungsämter, f) an die Vereinigung Hess. Wohnungsämter, g) an den Deutschen Verein für werttätige Erziehung, h) an den Deichsverband Deutscher Einigungsämter. — Herstellung einer Telephonanlage im Amtszimmer des Stadtschulrats; hier: KreditbÄvilligung. — Beschaffung von Werkzeug für den Werkunterricht: Mer: Kreditbewilliguna. — Schulgeld der höheren und erweiterten Mädchenschule im Sctmljahr 1922 l5. S chu lgeldrate). — Erhöhung der Löhne für die städtischen Arbeiter; hier: Kreditbewilligung. — Teilweise Einstellung des Strahenbahnbetriebs. — Daugesuche: a) Errichung eines Deamtenwohnhauses an der Withelmstraßr durch den Hessischen Staat; hier: Befreiung von Bauvorschriften, b) Reu bau eines Physiologischen Institutes; hier: Befreiung von Bauvorschriften, c) Baugesuch des Otto Göbel für Sonnenstraße 3; hier: Befreiung von Bauvorschriften. d) Einfriedigung des VorgeländeS an der Rvdheimer Straße vor dem Hause Schützen- firaße 2. — Vergrößerung des städtischen Pflanz» garteirs auf dem Grundstück Flur XIX Rr. 8 an der Marburger Straß?. — Erhöhung derW i e g e- ^ebühren. — Verbesserung der Schallwirdmg im Sitzungssaal der Etadtverordneten-Verfamm- luna — Reuregelung dec Straßenkosten- beiträge. — Kreditbewilligungen: a) für die Instandhaltung der Gebäude auf der Liebigshvhe. b) für die Beschaffung von Dienst kleide rn bzw. Die Herweghs. Eine rechtsrheinische Geschichte von L i e s V e t Dill. 65. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Der Schreiber wies sie in ein Zimmer, in dem ein jÄnger Schreiber die Aktenr^ale durchstöberte, was ihr em unbehagliches Gefühl verursachte. Das dritte Zimmer war leer. „Gehen Sie nur hinein," sagte der Schreiber, der sehr beschäftigt schien, „der Herr Doktor wird gleich kommen, er ist mal fortgegangen, das Haus hat nämlich zwei Ausgänge. So sieht es auch aus, dachte sie, und sie faß sich um. In diesem Alkoven schlief er jetzt, in diesem dunklen Loch. Auf dem gedeckten Tisch lag ein Kragen, an dem noch eine blaue Krawatte hing, daneben ein Stapel Broschüren. „Die verbrecherische Anlage", „Lieber die Formen der krankhaft moralische Abartung", „Behandlung der Paralyse". Gott steh' mir bei, daß ich ihm alles sagen kann, wie es für ihn und feine arme Mutter am besten ist, dachte Fräulein Schmidt, der die Knie zitterten. Hinter dem Büfett standen unausgepackte Bilder, und an Sesseln und Sofas hingen noch die Preiszettel. Die Möbel schienen alle von dem Packer so abgestellt zu sein, und die Fenster machte wahrscheinlich frier Den ganzen Tag feiner auf, denn alles war blau von Rauch An der sonst kahlen Wand hing ein gerahmter Spruch. „Lind werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird Euch frei machen." Es war sein Konficmationsspruch. Er hatte ihn sich aus den Trümmern seines Hauses gereitet. Nebenan war die Ausstellung. Sie klinkte leise die Tür auf. Vom hellem Sonnenschein, der diesen Raum erfüllte, geblendet, erblickte sie den trunkenen Silen, die belgischen Pferde und die Stoffen der Gießener Freiw. Feuerwehr, cf) für die Beschaffung von Leder zur Anfertigung von Kanalstiefeln, d) Beschaffung von Ersatzteilen und Gummi für die Kraftwagen. — Benennung von Straßen. — Gewährung von zinslosen Pflicht- dai lehen: a) für das Beamtenmiethaus des Hessischen Staates in der Senckenbergstraße, b) für die Einfamilienhäuser der Baugenossenschaft 1894, c) für die Häuser in der Gnauthstraße. — Bewilligung eines städtischen Zuschusses au den vom Reich und Land zur Verfügung gestellten Mitteln für die Klein centnerfürforge. — Ge° suche um Erlaubnis zum Betriebe einer Schank- Wirtschaft: a) des Viktor Fritz für Lindengasse 2 (Frankfurter Hof), b) des Friedrich Greilich für Klinikstraße 21, c) der Frau Minna Soldan für Reustadt 78, d) des Karl Rösinger für Textors Terrasse, e) des Theodor Lehrmund für den Verkauf von alkoholfreien Getränken im Wasserhäuschen am Reuenwegertor. — Erhöhung der Ge -- bührenimSchlachthof. — Die Verhältnisse des Stadttheaters; hier: Aebernahme des Fehlbetrages aus den Geschäftsjahren 1913 bis 1920 usw. — Mitteilungen. Das Notgeld der Provinz Oberhessen. Das KreisamtGießen bittet uns um den Abdruck folgender Aufklärung: Nach uns gewordenen Mitteilungen wird seit einigen Tagen die Annahme des Rot- geldes der Provinz Oberhessen sowohl von feiten der Bevölkerung, wie sogar von dienstlichen Kassestellen abgelehnt, anscheinend deshalb, weil auf den Rotgeldscheinen die Gültigkeitsdauer bis zum 30. November angegeben war. Es ist bereits in den Amtöverlündigungsblättern darauf hingewie- sen, daß die Amlaufzeit des Notgeldes verlängert worden ist und daß das Ende der Umlaufzeit später bekanntgegeben wird. Wenn gleichwohl jetzt Schwierigkeiten bei der Anbringung des Notgeldes bestehen, so dürften sie darauf zurückzuführen sein, daß die Bekanntmachungen in den Amtsverkündigungs-- blättern nicht genügend durchgedrungen sind. ES sei deshalb auch an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, daß das Notgeld der Provinz noch so langeGül- t i a k e i t besitzt, bis die B e e n v i g u n g d e r Gültigkeitsdauer ausdrücklich bekanntgegeben wird. ♦ ** Amtliche Personal nachrichten. Ernannt wurden am 7. Dezember der ©traf« anstaltsober Wachtmeister an der Ze lenstrafanstalt Butzbach Franz Wolf zum Strasanstaltsoler- Wachtmeister an dem Landeszu hthaus Marien- schloh, und der Etrafansta t o erara f-tm i te: an dem Landeszu ht;auZ Mariensch oh Ern t Jo"; an W o r r e t zu n Strafanfia.t.o^erwachtmei.le ■ an der Zeltenstrafcmstait Buh ach, beide mit QBir ung lvom 1. Januar 1923 an; am 11. Dezember der Mi- nifterialamhnann im Minister u n deZ Innern Re- gierungsvat Dr. Walter Heinemann mit Wirkung vom 1. Oktober 1922 an zum ständigen Hilfsarbeiter bei dem Staatspräsidenten mit der Amtsbezeichnung Legationsrat; am 12. Dezember der Legationsrat Robert Freiherr Löw von und zu Steinfurth in Darmstadt zum Regierungsrat bei dem Ministerium des Innern mst Wirkung vom 1. Oktober 1922 an. — Am 11. Dezember 1922 wurde der Forstwart der Kvmmu- nalforstwartei Stammheim (Oberförsterei Srieb» berg) Wilhelm Karl Schneeberger u Stamm- Heim unter der Amtsbezeichnung „Former" vom 1. Juli 1922 ab In den Staatsdienst übernommen. — Die Stelle eines geschästsleilenden Iusti^- inspektors bei dem Amtsgericht Schlitz ist mit Wirkung vom 1. Januar 1923 ab zu besetzen. Meldungen sind bis Ende Dezember 1922 frei tcm Justizministerium einzureichm — In drn Ruhestand versetzt wurde am 12. Dezember der O''er- justizinspektor bei dem Amtsgericht Sch itz Johann Georg Gölz auf Rachsuchen vom 1. Januar 1923 an unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste. ** D i e hessische zweite Verwal- tungsprüfuna bestand Stadt-Oberfekretär R o t h a m e l hierielbft. "Die Löhne der Bauxitgrubenarbeiter. Vor dem Staatskommissar für die toi tschaftliche Demrbilmachung lvurde am Freitag über Lohnfragen der Bauxitgrubenarbei er, die zwischen dem Verband der B^rgarbei er Gictzrn einerseits und der Bereinigung Hessischer Dauxit- gruben, Bauxittoerke A-G, Gewerlshaft Rabenau und Oberhessische Grubengesellschaft, anderseits erörtert wurden, verhandelt. Es kam folgende rechtsverbindliche Derelnba- Rymphe. Du lieber Gott, weniger konnte man wirklich nicht an haben, und dazu im Freien. „Verkauft", ftand darunter. Ra ja. Aber wer sollte diesen abgezehrten heiligen Hieronymus mit den abstehenden Ohren, der an den unnatürlich roten Baum gebunden war, wohl kaufen? Eine Tür klackte. „Fräulein Schmidt! Wie kommen Sie denn hierher?" rief eine fröhliche, Helle Stimme. Sie fühlte sich umfaßt und herum gewirbelt, daß ihr fast der Sonnenschirm zerbrach. »Ernst! Sind Sies wirüich?" „Ja, ich bin's." Blond und groß mit blitzenden blauen Augen stand Herwegh vor ihr. Die Sonne leuchtete auf seinem Haar, und über seiner ganzen Erscheinung lag etwas Strahlendes. Eine Veränderung war mit dem ganzen Menschen vorgegangen. Das Scheue, Gedrückte war verschwunden, er war wieder der Jungs aus der Mainzer Straße mit der roten Priinanermühe. Er lieh sie gar nicht zu Worte kommen. „So, jetzt fetzen Sie sich erst mal," er drückte sie auf- Sofa. „Wir trinken zusammen Kaffee und Sie müssen erzählen. Ich habe Sie ja solange nicht gesehen. Wie freu' ich mich, wie freu' ich mich," fang er und schwang eine Klingel. Ein kleiner Schreiber erschien. „Also, Paul, fliegen Sie man rasch herüber zum „Venusberg" und bringest Sie Kaffee, viel, schvarz und heiß, und dann Mohrenköpse, Schillerlocken und Speckkuchm, einen ganzen Turm!" Der Schreiber flog. Er nahm der alten Dame den Hut vom Kopf, daß die Radeln herausflogen. „Sehen Sie, wenn ich früher jemand zu Gast haben wollte, es war eine Liebhaberei von mir, wie der Mensch ja meist aus schlechten Angewohnheiten besteht, mußte ich erst fragen, ob es der Gnädigen paßte und die Köchin guter Laune war. And wenn er dann kam, dann paßte er nicht, weil er einen Bart hatte, oder man hatte ru n g zustande: „In Erledigt!irg des Schieds- spruches des Sch'.ichtungsausschusses Gießen vom 1. Dezember 1922 toerben die Löhne für Monat Dezember ab 1. Dezember 1922 um 50 Prozent auf die bestehenden Rovemberlöhne erhöht. Ferner wird ein (einmaliges) Weihnachtsgeld bis spätestens 20. Ifb. Mts. in Höhe von 2750 Mark für Verheiratete und für Ledige 2200 Mark, gestaffelt, für Jugendliche bis 100j Mark gexaljlt. Die dreimalige Lohnzahlung wird vorläufig zurückgestellt Dagegen soll ein größerer Vorsc^th zur selben Zell tote seither gezahlt werden." ** Anlagemusik findet morgen, Mittwoch bei günstiger Witterung mittags 12 Ahr durch die Kapelle des 1. (Hessischen) Grenadier- Bataillons, 15. Infanterie-Regiments, am Lle- bigdenkmal statt. Die Musllfolge wird sein: 1. Wachtparade am Weühnachtstag von A. Kö- del, 2. König Heinrichs Aufruf und Gebet aus der Oper „Lohengrin" von Rich. Wagner, 3. An der Weser! Lied von E. Pressel, 4. Walzer nach Motiven aus bet Operette „Frühlingslüft" von O. Strauß, 5. Von Dvnnop! Marsch von 21. Rust. ** Diebstahl. In der Rächt zum 16. Dezember wurde aus einem Garten in der Ederstraße, nahe des Bahndamms, ein Hand- leiterwagen entwendet. Der Wagen war früher blau gestrichen. Die Farbe ist verwettert ^nd nicht mehr ersichtlich. Die Leitern sind etwa 1,20 Meter lang. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Krimi- nalabteilung entgegen. ** Se ft genommen wurden ein Lumpen- und Eisensammler und ein Gelegenheitsarbeiter von hier, die der Bahnverwaltung für mehrere tausend Mark Eisenmaterial entwendet hatten. ** Der Kr leger verein Gießen hofft, wie er uns mitteitt, mit Anterstützung seiner Mitglieder den notleibenben Kameraden und den Krieger Hinterbliebenen eine Weihnachtsfr ude bereiten zu können. Er will dafür, un) auch im Hinblick aus die traurigen Zellverhältn.sse und die Slot weiter Volkäkreise, von der Abhaltung einer Weihnachtsfeier absehen. ** Anfall,Anfallverhütung und Anfallentschädigung. Der 5. Vortrag beschäftigte sich mit verschiedenen, in gewerblichen Betrieben entstandenen Verrenkungen des Ellenbogen-, Schulter-, Knie- und Hüftgelenkes und mit den dabei erforderlichen Hilfeleistungen. Dann wurden durch Maschinengewalt und Transmissionen erzeugte Verstümmelungen einzelner Finger und ganzer Gliedmaßen an Lichtbildern gezeigt. — Aebergehend auf Anfallbeschädigungen des Auges demonstrierte der Vortragende zunächst den Dau desselben an einem Präparat, zeigte am Lebenden, wie man unter die Lider gelangte Fremdkörper entfernt, und erklärte am Lichtbild die Aufsuchung von Cisensplitiern und die Beseitigung derselben mittels des Augenmagneten. •• Zugverkehr Lollar —Wetzlar. Vom 2. Januar 1923 an wird der Personenzug 3106 Lollar—Wetzlar durchweg drei Minuten früher gelegt, d. t Lollar ab 12.50 n., Wetzlar an 1.38 r. ** Wartburg-Verein. Eine ausgezeichnet angelegte und vortrefflich gelungene Weihnachtsfeier vereinigte am Sonntagabend die Mitglieder und Freunde des Wartburg-Vereins in der Turnhalle am Oswaldsgarten. Dank der hingebenden Bemühungen der diesmal ganz auf sich allein gestellten Wartburgjugend konnte man dort einige recht genußreiche Stunden verleben. Das Programm bot eine reiche Fülle von abwechslungsreichen Vorträgen; neben musikalischen Darbietungen der Hauskapelle standen gute, beherzigenswerte Ansprachen, Deklamationen, gemeinschaftliche Gesänge von Weihnachtsliedelm, die Aufführungen eines Weihnachtsmärchens, eines Dolksspiels und eines Reigens und turnerische Vorführungen. Es würde zu weit führen, hier auf Einzelhmten des Gebotenen einzugehen, nut die Tatsache sei öftenllich festgestellt, daß alle Mllwirkenden ihre Aufgabe glänzend erfüllten und sich um die vorbildliche Feier sehr verdient gemacht haben. Mit besonderer Aner^nnung sei noch der außerprogvammähigen, in vollendeter Meisterschaft zu Gehör gebrachten Ktavier- barbietung des Pianisten Hahn gedacht. Der in den Schwesternberuf übertretenden Vereinskameradin Frb Richter überreichte die Mädchen- abteilung des Vereins ein finniges Gedenkzeichen an die gemeinsam verlebte schöne VereinszAt. Pfarrer Decker hatte nach dem ausgezeichneten Verlauf des Abends wirllich guten Grund, diese Veranstaltung als einen hohen Gewinn für die Sache des Wrrtburgvereins anzusprechen. ein Monokel erwartet und es kam einfc Brille. Jetzt pfeif' ich meinem Schreiber und schon ist das Gewünschte da. Sehen Sie!" Da stand schon das Tablett mit dem Kaffee, der kalten Sahne und einem Kuckenderg, von dem ein ganzes Whistkranzchm gespeist werden konnte. „And nun erzählen Sie, Fräulein Schmrdt, was macht die Mainzer Straße, was macht das Whistkränzchrn, was machen die Sonntage, und was macht Mama T Er legte ihr Kuchen vor und goß ihr den Kaffee ein, obwohl fte immer wehrte. „Richt so viel und nicht so voll, Herr Ernst." Ach, da lief er schon in die Antertasse. Er freute sich zu sehr, der gute Junge. „Die Mainzer Straße ist jetzt eine Sackgasse geworden, seitdem wir den neuen Bahnhof haben, ick komme nicht mehr dort vorbei," sagte Ernst. Ich bin jetzt viel unterwegs, nächste Woche fahre ich nach Ostende, habe dort eine Grbschaitsaus- einandersetzung. Aber erst will ich die Aufführung der „Walpurgisnacht" abwarten, die Mül- ler-Güth singt mit. Früher könnt' ich Mendelssohn nicht leiden, er war mir zu flach, zu süß! TKan urteilt ja meist über Dinge, die man nur halb kennt. Wieviel Weisheit haben wir damals zusammengeredet an den Sonntagnackmittagen, wissen Sie noch? Fasan mit Ananas und belgische Dergarbeiterlvhne, Puter mit Trüffeln und Anarchismus von Herrn Kollin, uttb beim Sekt: Es lebe der Kaiser, Hurra. And dann fangen wir: Zieh' nicht an den Rhein, mein Sohn ... na, Prost." Sie stießen mit den Tassen an. Dann sah er plötzlich vor sich hin und war still. Eine Tafchrnuhr, die irgendwo frerumtag, tickte fein und bell, und ebenso rasch fühlte Fräulein Schmidt ihr Herz gehen. „Ja, Ernst," sagte sie, „eS ist vieles anders gekommen, und wir sind grau darüber geworden. Sie und ich. Bei mir ist das kein Wunder, aber für Sie ist es noch früh." Boruotizen. — Tageskalender für DienstaA Stadttheater, 7 Ahr: .Wallensteins Tod". — Lichtspielhaus, Dahnhossttaße: „Der Gang durch dir Hölle" und „Haben Sie etwas dagegen?" — Aus de in Stadttheaterbureau. Bei der Erstaufführung des Schwankes „Dis Hamburger Filiale" am morgigen Mittwoch wird der Verfasser, der bekannte Schwank- dichter Kraatz, selbst zugegen sein. Wettervoraussage Bei westlichen Winden hält das milde, regnerische Wetter an. — Der starke Tiefdruckwirfiel liegt noch immer an derselben Stelle. Der Transport warmer ozeanischer Luft weit über das Festland Hin hält an. Landkreis Gießen. X Wieseck, 18. Dez. Im Anschbrß ftrdern 6k Ichaftung in dem v HelmvU taiari Neumann st' müßten ton der A und ihre Deckung d verbesteuern le.M etMleucm) gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelepnt. Die Vorstellung der Witwe Henfelzu Rödgen, bett. Entlassung des H B. Hensel auS dem Gefängnis, wird für erledigt erklärt, da der Hensel bereits am 23. d. MtS. aus Anordnung der Regierung entlassen werden soll. Die Regierungsvorlage. auherordentliche RotsiandSmah- nahmen für die Rentenempfänger der Invaliden- und Angestelltenversicherung betr., wird angenommen, danach vom Lande rund 21/» Millionen zur Verfügung gestellt. Den abgeänderten Antrag Rink u. Den., die unentgeltliche Schulspeisung minderbemittelter Kinder betr., empfiehlt bei AuSschuh nach erneuter Behandlung der Regierung als Material zu überweisen, da die Schulspeisung in erster Linie Sache bet Gemeinden sei. Das Haus stimmt dem zu. 3fi zweiter Lesung wird die Regierungsvorlage, Entwurf eines Gesetzes über die Erhöhung des Urkunden stempel- betveffenb, wird Artikel 1 biS 5 nach den Beschlüssen der ersten Lesung angenommen, ebenso bei Artikel 6 die Ablehnung der Regierungsvorlage unter Annahme des Anwags Ebner. Aufhebung der Fahrrad st euer btt.essend. Das Gesetz im ganzen wird darauf angenommen. Inzwischen ist noch eil Antrag Dr. Werner, Schian. Reiber usw eingelaufen, den Umbau bei Konzerthausbuhne in Bad-Rau- h e i m betreffend A s Be ich erstatier weist Abg. Reibet (Dem.) darauf hin, dah durch die Ablehnung der entsprechenden Regierungsvorlage auch die Existenz des Gießener Theaters gefährdet wird. Mehrere Abge)rdnete haben sich zufammengctan und lestgestellt. dah ein weniger weitgehendes Projekt ein Umbau soweit ihn die seJer.oUz il chm D denken e for.ern (d|"emer Vorhang usw ) mit einem Kostenaufwand von rund 16 Millionen ausgeführt werden könne: tiefer Betrag könne durch Verkauf von Altmaterial der Dadeverwaltung restlos gedeckt werden. — Abg. Kaul (Soz.) erklärt namens seiner Fraktion, dah sie nunmehr dem Vorschlag zustimmen könne. — Abz. Dr. Werner (Dntl.) freut sich dah die (Stimmung jetzt für den Vorschlag sei. dah sowohl Dad-Rauheim geholfen werde wie auch ganz Oberhessen durch Erhaltung des (Siebener Theaters. — Abg Birnbaum (D. Dp.) sch'lrstt sich dem an. — Der Antrag wird einstimmig angenommen Zur Geschäftsordnung bemerkt Abg. Engelmann (Soz). dah bei der Abstimmung über die Besayungszulag« ein kleiner Irrtum insofern unterlauien sei. als es die WillenSmeinung des HauseS sei, dah der (Staat nicht von der Be° sahungSzulage von 1919 (wie in der Vorlage stand), sondern von der jeweiligen Befahungs» zulage 20 Proz. den Gemeinde.» ersetzen solle. — Abg. Delp (Soz.): Der Finanzminister habe bei den Beratungen erklärt, dah er diese Beträge nicht auf bringen könne, svttdern bann den Aus- glcichstock angreifen müsse. Damit würden die unbesetzten ©täbte schwer geschädigt. — Abg. Engelmann (Svz.) nennt biefe Rechnungs- weise engherzig. — Abg. Knoll (Zentr ): Die 5tage sei eine hochpolitische, bie im Interesse des besetzten. Ceiietes gelost werden müsse. — Abg. Reiber (Dem ) spricht sich für den An- Antrag Engelmann aus. Auf- schärfste müsse zurückgewiesen werden, dah Abg. Engelmann hier sage, der hessische Staat tue weniger für das besetzte Gebiet als andere. — Abg. Delp (Soz.) stellt fest, dah andere Staaten die 20 Proz. nicht bezahlen. — Abg Engelmann (Svz.): Andere Staaten gäben soviel, dah die Mittel ohne wej- teres gedeckt seien. — Abg. Kaul (Soz ) stellt fest, bah der Abg. Engelmann nicht im Auftrage der Fraktion spreche. — Abg. Werner (Dn.) bedauert diese Debatte, die Stimmung im besetzten Gebiet tre.be dadurch nicht gebessert. — ScUuß der Sitzung 1.45 Uhr. Handel. Berlin, 18. Dez Börsen st immungs- bild. Da bie ^Bereinigten Staaten bzw. die amerikanische Großfinanz sich gegen ein Eingreifen in bie verworrenen Berhältnifie Europas nicht mehr so schroff ablehnend wie bisher zu verhalten scheinen, hat hn Auslande die Besserung des MarkkurseS und in Rückwirkung hiervon in Deutschland der Küdgang der Devisenpreise an gehalten. Die Auszahlung Reuyork erreichte vormittag- mit 5500 seinen tiefsten Stand, wurde aber bei Eröffnung der Börse bereits wieder mit ungefähr 6100 gehandelt. Am Effektenmarkt lagen unter diesen Verhältnissen ziemlich viel Derkaussaus- träge seitens der Spekulation und eines Teiles des Publikums vor, so dah die Kurse auf der ganzen Linie recht empfindliche Rückschläge erfuhren, die aber infolge der Devisenerholung nicht das vielfach befürchtete Mah erreichten. Das Angebot war nicht als dringend zu bezeichnen, doch bestand bei den unsicheren ungeklärten Verhältni sen über die weitere Entwicklung der Lage nur geringe Aus- nahmelust. Die Einbuhen betrugen für die meisten Werte durchschnittlich 500 bis 1500 Proz, für eine ganze Anzahl namentlich am Montanmarkte bis 3000 Proz. und für besonders hoch im Kurse stehende Papiere über 3033 bis 6033 Proz. Als besonders betroffen hiervon werden Harpener, Köln-Rcuessener, Phönix, Akkumulatoren, Oren- stein u. Koppel und Berlin-KarlSruher Industrie genannt Wenn auch die Stimmung ziemlich nervös war, vollzogen sich die Rückaänge doch in aller Ruhe und bae Geschäft erreichte keinen besonders groben Umfang. Die rückläufige Kursbewegung, die auch in den Valutawerten, so in ausländischen Renten und Kolonialpapieren bei Ginbuhen von einigen hundert biS mehreren tausend Prozent und bis 13 000 Prozent bei Mexikanern ihren Ausdruck sand, hielt überwiegend auch im weiteren Verlaufe an. doch fanden vereinzelt auch mähige Erholungen statt. F r a n f f u rt a. M., 18. Dez. Börsen- stimmungSbild. Der Dollar wurde vormittags mit 5800—5600 gehandelt. Die Effektenbörse stand unter dem Eindruck der schwachen Haltung der ausländischen Zahlungsmittel. Hauptsächlich von seilen der Spekulation lag in den ersten Morgenstunden Angebot vor, dem nur eine unwesentliche Nachfrage gegenüberstand. Die führenden Montanpapiere erlitten starke Rückgänge. Stärker abgeschwächt waren auch Kali-, Auto- und Maschinenaktien. Kurseistbußen wiesen ferner die führenden chemischen und ElektrizitätS- werte auf. Zuckeraktien wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Balutapapiere lagen schwächer. Um 1 Uhr wurde der Dollar 6050 genannt. Börsenkurse. ftrnnfhirt a. M. Berlin Schluß Schluß Schluff Schluß. Rurs Äurs Rurs I urt Datum: 15 12. 18.12. lä 12. 18.12- 57«.Dtscb. NeichSanleche 80,50 80 0 80,75 80,75 4'1 o Ternleirben 4^0 — 448,— 430. - 4 0,— H'/.0/» Ternlcidjcrt 2U0.— 250.- 2.8,- 2 0,- 3'7° Dergleichen 1050,- 1 rt)O -UVA - 1G00,- Dlsch.Sunr-8raiii.'Anl. 180,- 100,- 15»,- 120,— 47, Preunische KonfolS 180,— 10»,— 183,— b5,— 4'/° Hessen HO,- 110 - 114.- 114,- 3l/,7n Hessen 11'3,50 3•/« Hessen 07.- 170,- 120,- 4% AodtÜrfett 7600,- 6300,- 7200,- 6275k- 57» Golduiettkcmer 50000.- -,-Ü05»).-75500.- Berltner Hnndelsges. . 1403a- 12000,- 15200,-10800,- GommerA^ n. 'Öriumbt 2350,— 2010,— 2350,— 1851,— Darin». u Nniionalbank 2405.— 2000,— 24'4),- 1950,— Deutsche ^^nuk 5000,- 5000,- 7300,- 5500,- Demsche Bcreinsbank. 1100,— 940,— —,— —,— DiSconio Coiuinaudil . 3250 — 2810. - 8350,— 2660,— Uleinllbanf 13*400,- 1"OK).- —, - -,— Mi'ieldeui. Credilbnnt 2200,- 1875.- 2250,- 1850,- Oeiterr. Eredtianskalt. 1900,— 1395,— 1950,— 1549,— Bochumer Äuh .... -,—18750,-15500,- Biiderus 10'100,- 0000,-11 MM,- 855a- (fnro »175,- «250,- 8000,- 5500,- Teiiifdj’Vnrcmbnrn. . 1M0.—16723,—18000,—1600),— GelseiikirchenerB^rmv19500,—1650!»,—20010,—1000),— Cnryencr Zlcrntmn. . 56500,—53000,—(100)0,— —,— Rrdnueit2lfrt)er»ieben (rm- 8(50,- IjOOO,- 74»0,- lirtliiuevf 4b‘eücreneln 11700,— fMOO,— —.— 80'0,— Vmirnbiitte 13500,— 7500.-11800,- 7003,— Cberbeb irf 122M - 9000,-13100 - 9100,- Vliönir Bergbau. . .. 21700,—1550J.—21000,-1500G,- Rhrimtatsi 17000,-14001),-17000,-12500, - fliicbcif '.uionfnn . . . 3600),—3350),—2»,500,— TeUuS Berabau.... 4650,— LE— -.— —,— ambmn timer. Pake» 8000,— «<»50,- 7800 - 5200.- Storddeulscher istoyd. 4500.— 325ft— 4303,— 3010,— ZeiuentiverkHeidelbers 8500,7- 76»)0,— —,— —,— Plsillvv Hvlziimnn . . 3950,— 3050.— 4830.— 2500,— -lnalo-Cont -aiuano. . dladische Anilin .... (H ldschniidt Grtec-heinier Electron «böchüer f>ardioerke > i)ulAuerrob(img .... Hühierviuerfe..... djeibeanitnlt 26500.—1800 >,-24300-17000- 14400.-101 0,-14-00.- 9000,- 8L00.- 6'00,— 7.550,— 6100,— 4! 00,-12000,- 6501».- 4900 — 5500,— 48',st— 7150,- 5E- 820ßäoa— 8010,— 5800,— 14450,-11 00,- -.- Elekrrtttkäts.Ges. 4200,- 5000,- 3750- iirrnmann 5N0,— 4000,— 512-5,— 4000,— Lchnckerl 97 ü- 8025,— 01*0,— 7125,- Siemenö L Halske. . .17200^- —,—170 0,-14900,— Sldlerwerke «leger. . 3200,- 2.10 - 3350,- 2600,- Dai.nter Motoren. . . . 3003.- 30«.- 395O.-2775,- Heylmenstaek't 4980 — 3903.- —,— —,— Meanin 600!),- 6000.- 6000- 4m- Memaaes. Frankfurt. 25003.-19003,- -,- —,- Lchnbsnbrir Her, .... 2590.—2300 — —,— —,— Siebet »03.-2703,- -,- -,- ZellOoff Wnldhos . . . 135 '0.-0203.- 13000,- 9503 - ZiickerinbrOrra iken»ba»12<53.-0100 - —,— —,— ZiilkerfoblirWaa du fei 131 JO,—10000,- ——,— Märkte. Berliner Produklemnartt. Berlin. 18. Dez. P r obu r tenmarTt Dem erneuten schcirsen Rückgang der Devisenpreise ist die Enlwicklung am Produklenmalckl nicht in rechnungsmässigem Umfange gefolgt, da bereits wieder eine Ecchvlung der Devisenpreise elngctreten ist. Außerdem boten neue Käufe bei Reichsgetreidestelle eine gute Stühe, so dah die Rrggenpreise, imchdem sie vormittag» meccklich niedriger gewesen waren, mittag» mit einen kleinen Abschlag gegen ben SamslagSstand auswiesen. 3m Anschlutz hieran vermoch:«»^ sich auch die Weizenprei e veich»ältisismäh1g zu behaupten. Matt war die Stimmung für Gerste und Hafer. Für MaiS erhöhten sich die Forderungen nach stärkerem Preisrückgang wegen der wieder an- ziehenden Devisenpreise. Die übriaen Artikel erführen zumeist mähige Preiseinbuhen. Frankfurter Getreidemarkt. * Frankfurt a. M^ 18. Dez. Der Ge^ tteidemarkt unterlag, wie nicht anders zu erwarten war, der Kursbewegung der ausländischen Zahlungsmittel. ES machte sich eine große Zurückhaltung in allen Getrsidearten geltend. Vielfach bemerkte man Angebot und der Rückgang des Dollars druckte vielfach auf die Preise. Weizen und Roggen lagen schwach. Gerste und Hafer schlossen sich der allgemeinen Stimmung an. Mais lagen unter dem Druck de« Dollars. Mehl lustlos. Hülsenfrüchte wenig beachtet, aber schwächer. Futterstoffe sind billiger zu haben. Alsbaldige Lieferung. Parität Frankfurt a. M. Preis je 100 Kilogramm. Weizen Mk. 27 000—28 000, Roggen Mark 27 000—28 000, Hafer, inländischer. Mark 22 000—26 000, Sommergerste Mk. 25 000, MaiS, La Plata und Mixed, Mk. 25 000 bl» 27 000. Weizenmehl südd. Spezial. 0 Mark 42 000—50 000. Bei Waggonbezug ab Mühlenstation. Roggenmehl Mark 37 000 bl« 40 000, Weizen- und Roggenkleie Mk. 13000 bis 13 500, Erbsen für Speisezwecke Mark 44 000-50 000. Tendenz: flau. Frankfurter Schlachtviehmartt. Frankfurt a. M., 18. Dez. (Amtlich) Marttverlcms. Kleinvieh bei lebhaftem Geschäft crusverkauft Schweine ebenfalls lebhaft und nahezu ausverkauft. Bei Rindern langsamer Handel; es dürste Ueberflanb verbleiben Im einzelnen ist zu bemerken: Ausgetriebrn waren 1849 Rinder, darunter 351 Ochsen, 32 Bullen und 1436 Färsen und Kühe: ferner 282 Kälber, 162 Schafe und 1019 Schweine An Preisen wurden angelegt pro Zentner Lebendgewicht: Och'en 29 030 viS 47 000 Maik: Bullen 30 030 biS 43 000 Mk.: Färsen und Kühe 38 000 bis 43 000 Mk. für beste Färsen, 20 000 bis 37 000 Mk. für geringe Färsen: Kälber beste Qualitäten 47 030 bis 50 000 Mk., mittlere Qualitäten 42 030 bis 46 000 Mk., geringe Qualitäten 38 000 bis 40 000 Mk.; Schafe 21 COO biS 35 030 Mk.; Schweins unter 80 Kilo Lebendgewicht 40 000 bis 55 000 Mk., von 80 bis 100 Kilo 57 000 bis 62 000 Mk., von 100 bi» 120 Kilo 60 000 bis 65 000 Mk.. von 120 bis 150 Kilo 60 000 bis 65 000 Mk, Fettschwetne über 150 Kilo 65 000 bis 66 000 Mk., Sauen und Eber 40 000 bis 60 000 Mk. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn In sich schließen. Des Weihnachts- und ReujahrS« festes wegen werden die Diehmärtte von Montag, den 25. Dezember auf Mittwoch ben 27. Dezember 1 9 2 2 und von Montag, den 1. Ir- nuar 1923 auf Dienstag, ben 2 Januar 1923 verlegt. Büchertisch. .— Gullivers Reisen in unbekannte Lander. Don Jonathan Swift. Reu durchgesehen und herausgegeben von Manfred Kyber. (Union, Deutsche Verlagsgesellfchaft, Stuttgart.) — Diese Reuausgabe des beliebten ZugendöucheZ. das mit den vortrefflichen Granddilleschen Illustr^tionea reich auSgeftattet ist, wird der verständigeren jungen Welt von heute sicherlich ebensoviel Freude bereiten, wie es schon Tausende vorher in hohem Maße erfreut hat. Sine gute Gabe kommt hier noch gerade reckst für den Weihnachtstisch. — Peter Dörfler: Der ungerechte Heller. Verlag Josef Kofel und Friedrich Pustetz Kempten.) — Alle Vorzüge Dörflerfcher Kunst sind im „Ungerechten Heller" vereint. Die Handlung ist klar aufgebaut, die Gestalten sind voll individuellen Lebens. In geruhiger Fülle flieht die Erzählung dahin, von Episoden von geradezu grandioser Wucht unterbrochen, in denen der Dichter alle Mittel seines gesteigerten und geschulter» Gestaltungsvermögens spielen läht. — Friedrich Märker. Panshmbo- l i s m u s. Verlag von Albert Langen, München. Zum Weihnachts-Fest ScharlachbaroMelsterhrand in Geschenk-Packung UmM ÄaldorMstvria ÄgarM AXUSCHE. s £\ W AW 12 Gletzener Vtraslammer. Gießen, 15. Dez. Die Ehefrau evreS Lvllarer Eisenbahnbeamten ttxrr von dem Schöffengericht Gießen wegen De- Icibigurtg eines anderen Eisenbahnbeamten zu 500 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Auf ihre Berufung hin sprach sie die Strafkammer frei, da eine Beleidigung nicht vorliege. Wegen versuchter Abtreibung und Beihilfe dazu wurden eine Dienstmagd und mehrere Arbeiter von Katchen zu Gefängnis straf en von 4 — 9 Monaten verurteilt. Leider war es nicht gelungen, die Hauptbeteiligte, eine gewerbsmäßige Adtreiberm von Frankfurt a. M., zu ermitteln. Eine von dem Schöffengericht wegen Hehlerei (Ankauf gestohlener Zeltbahnen) erkannte Gesäng-- nisstrafe von 3 Monaten wurde in eine G e l d - strafe von 15 000 Mk. umgewandelt. Vermischtes. AaubmorV an einem DriNantenhanVler. Köln, 18. Dez. (Privattel.) Die „Köln. Ztg." meldet: Der belgische Staatsangehörige Leonhard O r s h o v e n, der seit dem 6. Dezember vermißt wird, ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Orshoven, der sich mit dem Einkauf von Brillanten befaßte, wurde in die Behausung eines bekannten «hweinezLchters in Duisburg gelockt unter dem Dorwand, von ihm einen Brillantring Laufen zu können. Dort schlug der Schweinezüchter den Ahnungslosen mit einem Hammer nieder, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Dem Täter fiel ein Darbetrag von einer halben Million Mark in die Hände. Der Täter wurde festgenommen. Furchtbare Wirkung einer Granaten- Explosion. Aeuwied, 18. Dez. (Wolff.) Beim Auf- suchen von Gefchohteilen auf dem Gelände des vormaligen Aahkampfmitteldepvts ci - vlodierte, nach der „Köln. Dolksztg.", bei der Bearbeitung einer 15-ZentimeteD°Gelbkveuz° gasgranate dieselbe und durchbohrte vollständig die damit beschäftigte Frau. Dem Manne der Getöteten, der ebenfalls an der Granate beschäftigt war, wurden beide Deine abgerissen, so daß er ebenfalls bald darauf an seinen furchtbaren Verletzungen verschied. Der Schmuggel an der SaargebietSgrenze. Kreuznach 18. Dez. (Privatmeldung.) Vom Hauptzollamt und feinen Unterämtern wurden im Monat Aovember insgesamt Schmug- gelwarenim Wertevon20Millionen Mark beschlagnahmt, wovon 6.5 Millionen Mark dem Reiche für verfallen erklärt wurden. 4,8 Millionen entfallen allein auf den Grenz- schmuggel. 0,8 Millionen Mark aus den sog. deutschen Ausverkauf und 0,9 Millionen Mark auf unerlaubten Klemverkehr. Erst kürzlich waren zwei hiesige Einwohner bei wiederholter verbotswidriger Ausfuhr von Eiern festgenommen worden. Dor einigen Tagen wurde ein hiesiger Obstund Gemüsegrosthändler dabei erwischt, als er in einer Waggonladung verborgen große Mengen Gemüse, frische Butter, Schokolade, Fleischwaren usw. ins Saargebiet verschieben wollte. Bisher wurden zehn der Schmuggler dem Gericht zage- führl und zur Freilassung von Vorführung und Haft rund 680 000 Mark hinterlegt. Der Grenzschmuggel fand inTürkismühle statt. Eine schwindelhafte „Künstlerhilfe". Berlin, 18. Dez. (Wolff.) Die »ReueBerliner Mittagszeitung" meldet: Der Statsanwalt- schaft wurde der Maler R u t Maro vorgeführt, der angeblich zur Unterstützung notleidender deutscher Künstler unter der Firma „Deutsche Künstler- Hilfe" schlechte Rachahmungen vertrieb und sich auch an deutsche diplomatische Vertretungen im Auslande, darunter die deutsche Gesandtschaft im Haag, mit Fälschungen von Bildern von Professor Liebermann mit der Ditte um deren Vertrieb wandte. Die deutsche Gesandtschaft reichte die ihr eingereichten Arbeiten, da sie mißtrauisch geworden war, an Professor Liebermann zur Begutachtung ein, der den ganzen Schwin- o e l aufdeckte. Maro, dec nach Aufdeckung feiner Betrügereien flüchtete, wurde tn Dlankendurg tu» Harz verhaftet und nach Derlin übergefuhrt. Ein Milchnotopfer. Berlin, 18. Dez. Auf Anregung des Landrats des Kreises Gardelegen beschlossen die Molkereien des Kreises, daß jede Molkerei sür jedes Liter Milch, das von ihr verarbeitet wird, eine Mark in einen Milchnotfonds einzahlt. So werden monatlich 1,4 Millionen Mark als Milchnotopfer aufgebracht werden. Die Summe soll Säuglingen und Kranken zugute kommen. Ein 500-Tonnen-Kahn mit Kohlen gesunken. Breslau, 18. Dez. (WTB.) Ein dem Schiffseigentümer Star aus Züllichau gehöriger 500-Tvnnen-Kahn mit Kohlen ist heute vor dec hiesigen Eisenbahnbrücke gesunken. Die Schiffahrt ist zur Zeit noch im Gange. Da aber dec Kahn quer vor dem Durchfahrtjoch liegt, dürfte bei sinkendem Wasser Störung eintreten. Pollzeibeamte als Straßenränder. Bremen, 18. Dez. Von "Dem hiesigen Schwurgericht wurden zwei Bremerhavener P o l i z e i w a ch t m e i st e r. die einen amerikanischen Schiffskoch nachts auf der Straße Überfällen und ausgeraubt hatten, zu 5 Jahren Zuchthaus bzw. 3 Zähren Gefängnis verurteilt. zeigen in tiefer Trauer an 10886 Prof. Dr. Gisevius und Frau. Gießen, im Dezember 1922. en *6« Meine Verlobung mit Fräulein Liesel (Bros, Tochter des Herrn Amtsgerichtsrats Franz Gros und seiner verstorbenen Frau Gemahlin Else geb. Wehner, beehre ich mich anzuzeigen. Otto Trapp cand. theol, Leutnant d.R.a.D. Die Verlobung ihrer Kinder Liesel und Otto geben bekannt Amtsgerichtsrat Franz (Bros Prof. Dr. Richard Trapp u. Frau Helene geb. Gwinner. Den am 16. Dezember in Schwerin in ihrem 87. Lebensjahre erfolgten Heimgang ihrer lieben Mutter, der verw. Frau Generalleutnant von Detmering geb. Dühring Versteigerung. Meistbietend gegen Barzahlung wird am Donnerstag, 21. d. M^ eine Anzahl Kasernengeräte, Militär-DekleidungS- und Ausrüstungsstücke von 9 Uhr vormittags ab in der Zeughauskaserne, Raum Rr. 9, versteigert. 10879D Hilfsstelle Finanzamt (R.Sch.D.). Mittwoch, den 20. Dezember 1922, 10 Uhr vormittags 10880B Dünger-Versteigerung auf dem Hofe der Aeuen Kaserne. 1. (Heff.) Datl^ 15. Inf.-Aegl. Bullenverkauf. Die Gemeinde Rodgen verkauft im Wege schriftlicher Angebote einen jungen, fetten Dullen. Schriftliche Angebote auf Lebendgewicht sind bis längstens Freitag, den 22. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, woselbst die Eröffnung und die Bekanntgabe der Bedingungen stattfindet, bei dem Unterzeichneten einzureichen. Rödgen, am 18. Dezember 1922. Hess. Bürgermeisterei. Kraushaar. 10893D Gegen hohe Frachten schützen Heißdampf • Iuglokomobilen neuester Konstruktion, einfache Bedienung sofort lieferbar. ßeürüötr Lutz Ül.°8. ?ermfini)L Verlangen Sie Angebot. V J Bekanntmachung. MMklWW! Wir fehen uns veranlaßt, den Zinsfuß für ausgeliehene Kapitalien mit Wirkung vorn 1. Januar 1923 festzusehen: Für Hypotheken 8% und für Schuldscheine 9%. Lieh, den 16. Dezember 1922. Dolksbank Lich e. ©. m. b. 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Die Rückzahlung dieser Tellschuldver- schreibnngen, deren Berzinsung mit dem 30. Juni 1923 aui- bört, erfolgt am 1. Juli 1 ‘>43 bei der Dresdner BonL Filiale Cassel, in Cassel Oer Dresdner bank. Siliale Srnnlfnrt o. HL Dem Bonröans Bamöj Slrantz in fflor- darg a. ö. £. Dem Snnftzims Barum Strang in Srant- fnrl a. m. Der Dlrertion Der Discanto Gesell- sGast.Zweigstelte Gietzen. i.Gietzen sow. unserer Sofie in Gietzen. iostsd Zur Rückzahlung find folg. Teilschuldverschreibungen auS dervorjcihrigenVer- losung noch nicht oor- gezeigt worden: Lit. A 308, Lit. B 8, 59, 137,159. Gießen, den 15. Dez. 1922. BeyligenslaeillsCm]). öertjeugmafiDinen- favrik n. Eisengietzerei AMen-Gesellschaft. Einige Teppiche in verschiedenen Größen, noch besonders preiswert abzugeben 10,77 c Modehaus Salomon Gießen, Schulstr. SäpeMa billigste Neuerung. Gögnt Bomnonn Werkzeughandl ung. I Vermietungen j Schön möbliertes gimmer mit 2 Betten mit od. ohne Pension a. orm. Pim? Cbclitr. 9, H. I. 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