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postichecNonto: firtintfun a. M. llo«®.
Samstag, <9. August 1922
172. Jahrgang
General-Anzeiger für Gberheßen
vruS and Verlag: vrühl'fche Univ.-Vnch- und Stetnörutferei K Lange. Schrtftleitung, Seschaftsftelle und Druckerei: Schulfttaße 7.
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WochenrüürbNÄ.
Wir hatten auf die Londoner Konferenz keine Hoffnungen gesetzt, weil wir wieder ein im Hali bares Kompromiß, neue, lästige Fesseln fürchteten. And nun sind die Beherrscher Europas auseinandergegangen, ohne eine Einigung gefunden zu haben. Sollen wir Genug- 'tuung darüber empfinden, zuversichtlicher in /die Zukunft blicken? — Der Zankapfel, um den / Lloyd George und Pvincar6 sich stritten, ist einstweilen in die Müllgrube geworfen worden. DaS englische Kabinett hat den Zugriffen des Franzosen diesmal nicht zugestimmt. DaS ist uns wahrlich eine Erlösung, ein ttöstender Anblick. Die Haßpvlitik des westlichen Nachbarn jft gründlich isoliert. Aber was hilft uns dies, was nützen uns, da wir wehrlos und schwach am Boden liegen, die Sympathien der Welt? — Herr Poincars greift zur Aährung seiner Polittk in die Müllgrube zurück. Diese Handbewegung hat uns unsere Valuta weiterhin ruiniert. Sie hat eine ängstliche und beängstigende Meinungsäußerung des Reichskanzlers Dr. Wirth zur Folge gehabt, der dunkle Schatten an die Zukunftswand malte, womit er vielleicht mehr das eigne Volk als die außen- liegende Welt schreckt. Vorher wurde, rechtzeitig zum 15. August, der angekündigte Teil der Ausgleichsschuld im Dettage von 500 000 Millionen Mark gezahlt, also das letzte Er- füllungSei gelegt, ebenfalls ein Angstprodukt, daS schwerlich jemanden zu Erwartungen auf aünstige Folgen anregen wird. Rein, der Londoner Bruch, den wir allerdings für weniger schlimm halten möchten als irgend ein faules Kompromiß, öffnet noch kein Fensterlein einer besseren Aussicht. Herr Pvincare ist noch nicht recht entschlossen, die Kraftbeweise seiner zu- rückgewonnenen Handlungsfreiheit sogleich abzulegen. Vielleicht liegen die Brutuswvrte vor ihm, die das Wägen und Wagen ihm nicht ganz einfach machen: „Dis zur Vollführung einer Schreckenstat vom ersten Vorsatz ist die Zwischenzeit wie ein Phantom, ein grauenhafter Traum." TinS gibt diese Zwischenzeit ebenfalls nur quälende Träume. 3n der Repa- rattonskommission, die jetzt über das deutsche Moratoriumsgesuch das letzte Wort zu sprechen hat, geht vorläufig noch der Vermittlungsgedanke um; PoincarL gibt ihm Nahrung, freilich nur im Sinne der Sankttonspolitik. So erleben wir vielleicht noch einmal das Spiel der Kompromisse für kurze Zeit. Denn der Zweck des Aufschubs wäre, nach den letzten Nachrichten, das Lossteuern auf eine neue große Konferenz, in der die interalliierten Ähulden und die ReparationSfrage behandelt werden sollten. Es wäre zweifellos gut, wenn in diesem Plane die Vernunft schließlich siegte. Aber Frankreich will unerfüllbare Riesensummen, und so lange es keine Vernunft annimmt, werden Amerika und England daS erforderliche Entgegenkommen in der Stteichung der Schulden nicht zeigen. Die Kompromihluft hat keinen Halm gedeihen lassen. Möglich, daß nach einigen Wochen kalter, gefährlicher Konfliktluft Frankreich zu kühlerer Tieberlegung gebracht werden kann. Die Dinge könnten aber auch in einen rascheren Lauf getrieben werden, falls Frankreich in der Reparativnskommission überstimmt und der französische Ministerpräsident sich gedrängt und getrieben fühlen wird, seine Androhungen auszufuhren. Wer vermag also zu prophezeien, was die nächste Zukunft bringen wird?
Lloyd George hat sich seit einigen Tagen in ein spannungsvolles Schweigen gehüllt. Sein französischer Gegenspieler hat inzwischen eine Fanfarenrede gehalten, in der er jene schroffen Anschuldigungen gegen Deutschland vorbrachte, die der Reichskanzler in seinen gestern veröffentlichten Erklärungen als Vorwände und als durchaus unwahr bezeichnete. Geht die Entente in die Brüche? Man farat vielleicht besser sagen: sie löst sich langsam auf. Lloyd George scheint mit Worten zurückhalten zu wollen bis irgendwelche Taten geschehen sind. Eine umwälzende Aenderung der englischen Polittk ist für die nächste Zeit schwerlich zu erwarten. Die englischen Mühlen werden langsam mahlen. Denn das Insel- reich wäre im Falle eines offenen Konfliktes mit Frankreich auf dem Luft- und Wasserweg ernsten Gefahren ausgesetzt. Aber die Stim- mung des englischen Volkes ist doch unzweideutig in der letzten Zeit zum Ausdruck gekommen. Poincars endigte seine letzte Rede damit, daß er sagte, es sei besser, daß man sich in London getrennt habe als daß durch schlechte Kompromisse die gegenseittge Abneigung der beiden Völker vertteft worden sei Das klingt für die englisch-französischen Beziehungen nicht verheißungsvoll. Langsam, aber sicher, wird die Londoner Politik bei-. Kurs ändern. Auf irgend eine Weise muß de Versailler Vertrag geändert oder ersetzt werden; nimmt Poincars seine Handlungsfreiheit zurück, so nimmt Lloyd George dasselbe für sich in Anspruch, und wir werden dann sehen,
ob etwa der Völkerbund irgend eine mora-° lische Kraft erproben kann, um der Welt den so notwendigen Ftteden zu geben.
3n den letzten Stunden scheint der Leiter der französischen Politik, der eben erst Deutsch- ' iand so ungeheuerlich verdächtigt und ange- - schuldigt hatte, einen Versuch ins Werk gesetzt zu haben, der darauf hinaufläuft, Deutschland selbst, halb mit Drohungen, halb mit Zureden, zu neuen Opfern an „Pfändern" breitzuschlagen. Man kann sich denken, mit welchen Gefühlen die deutsche Regierung jene Abordnung des sogenannten Wiederherstellungsausschusses in Berlin empfangen wird, die den Auftrag erhalten hat, neue „Erkundigungen" einzuziehen. Der Dertteter Englands, Sir John Bradburh, befindet sich mit Frankreich noch Halbwegs im Einvernehmen und hat die Reise nach Berlin mitgemacht. Wir sind nun nicht gerade der Meinung, daß der Reichskanzler die Herren heißen soll zum Teufel zu gehen. Er kann sie über den Ernst unserer Lage informieren, kann sie Hinweisen auf all die Hochspannungen, die im Zusammenhang mit unserer Valuta-Verschlechterung eingetreten sind und noch eintreten werden. Mit einigem Ernste hat er bereits auswärtigen Pressever- tretern erklärt, die Regierung sei dafür verantwortlich, daß unser Volk nicht verhungere. Mit noch größerer Schärfe wird er den Herren vom Wiederherstellungsausschuh sagen müssen, daß schwarze Gefahren in unmittelbarem Anzuge sind, die alles unerquickliche Pfänderspiel über den Haufen werfen werden. Hinter verschlossenen Türen kann man da viel deutlicher reden als vor den Ohren der großen Oeffentlichkeit. Dr. Wirth muß seinerseits dringende Wünsche Vorbringen und Garantien verlangen, und das brächte eine ebenso zeitgemäße wie angenehme Abwechstung in seine bishettge Polittk, in welcher er ein großes Maß von Wünschen und Garantien vorzugsweise deutschen Volksgenossen, Landerregierungen und politisch Andersgerichteten, vorgelegt hatte. Was spielt der sachliche Inhalt der Auseinandersetzungen mit Bayern für eine Rolle gegenüber der ungeheuren Tragweite dessen, was uns die auswärtige PoliÄ in Paris und London vorsetzt! Die Koalitivnsparteien in Bayern haben an der Abmachung Lerchenfelds einige Abänderungen beantragt. Wir hoffen, daß von ihnen nicht neue innerpolitische Erschütterungen ausgehen werden. Besonders der Reichsregierung wäre anzuraten, die tnnerpvlittschen Kampffeuer nach Möglichkeit zu verlöschen, denn sie ist nicht nur für Brot und leibliche Nahrung des Volkes verantwortlich, sondern guch für dessen inneren Frieden.
Delegierte der Reparations- Kommission in Berlin.
Paris, 18. Aug. (WTB.) Das offizielle Kommunique der Reparationskom- Mission über den heutigen Beschluß hat folgenden Wortlaut: Rach einem Meinungsaustausch über die Sachlage sind die Mitglieder der Repavationskommission gestern zu einer Vollsitzung zusammengetreten und haben Sir John Bradburh, das Kommissionsmitglied und Mau c le re, den Vorsitzenden des Garantiekomitees, ersucht, sich nach Berlin zu begeben, um bei der deutschen Regierung besonders unentbehrliche Informationen einzuziehen.
Offiziös fügt Havas hinzu, in Begleitung Sir John Dradburhs und Maucleres reisten der stellvertretende Generalsekretär Dergerh und der Finanzsachverständige Belkin. Die Delegation benutzt morgen abend den Warschauer Zug. Sie wird sich nur einige Tage in Berlin auf halten und wahrscheinlich mit„ Finanzminister Dr. Hermes und Staatssekretär Derg- mann Besprechungen haben. Der Zweck dieses Verfahrens ist, die Verhandlungen mit der deutschen Regierung zu beschleunigen und der Reparationskommission einen einstimmigen Beschluß betreffend die Antwort auf das deutsche Moratoriumsgesuch zu ermöglichen.
Paris, 19. Aug. (WTD.) Heber die bevorstehenden Verhandlungen, die in B e r l i n zwischen der deutschen Regierung und der Delegation der Re Pa r a t ion s k o m m is sio n geführt werden, schreibt der „Petit Parisien", bevor die Reparationskommissivn eine endgültige Entscheidung fälle, wolle sie natürlich volle Erkenntnis der Lage erlangen. Man forme sagen, daß die Hauptsorge der Delegation sei, nicht im voraus die allgemeine Diskussion zu kompromittieren, die für den Monat November vorgesehen sei und das Problem der Reparationen mit dem der interalliierten Schulden verbinden solle. Diese Diskussion toürbe, wenn nicht unmöglich, so doch schwierig werden, wenn man nicht inner-halb der Reparationskommissivn zu einer einstimmig annehmbaren Entscheidung gelange. Die Abreise der Delegation nach Berlin bedeute kein^wegs, wie es im Vertrag 'heiße, die Deutschen in direkter Weise anzühören. Bradburh und Mauclere würden in Deutschland keine einfache Prozedur-Formalität erfüllen. Wenn die Reparationskommisäon cs für nötig gefunden habe, die Deutschen zu hören, so geschehe es, um über die Möglichkeit von Pfändern äu verhandeln. I Man könne also sagen, daß die Vertreter der ReparationSkommission in Berlin wirkliche Der- I Handlungen führen wollen. i
Der „Blatin" bestätigt diese Meldung, inden I er sagt, man wolle die einfache Gewährung de. \ Moratoriums durch eine andere Lösung ersetze:: 1 und Zeit gewinnen dadurch, daß man -mit dem« Reichskanzler und den verantwortlichen Ministern verhandele. Die Reparationskommission wolle vermeiden, daß sich in der Moratoriums- fnage die Stimmen spalten, was In Wirklichkeit zu keiner Lösung führen würde, da 14 Tage später in der Debatte über die Verfehlungen sich dasselbe Stimmenverhältnis gegen die französisch. These wenden würde. Wenn man Deutschland dahin bringen werde, Pfänder vorzuschlagen, wäre das ein großer Erfolg von Str John Bradburh, und man würde hierdurch die wirkliche Debatte zurückstellen bis zur Reparattvnskonferenz, die zweifelsohne im Monat November in Brüssel stattfinden werde.
Auch das „Echo de Patts" bestätigt, daß man in Berlin produktive Pfänder finden wolle, die das Rttch geben könne und die die Pfänder ersetzen sollen, die der französische Ministerpräsident mit Beharrlichkeit verfochten habe, nämlich die Pfänder der Gruben und Wälder. Das Blatt spricht von mehreren Plänen.
Paris, 18. Aug. Havas meldet: Die Bevollmächtigten der Reparationskommission hielten gestern nachmittag eine halbamtliche Zusammerckunft ab, um die Prüfung der auf den deutschen Moratoriumsantrag zu erteilenbcn Antwort zu beginnen. Ohne dem Problem auf den Grund zu gehen, faßten sie verschiedene grundsätzliche Entschließungen, allerdings mir bedingungsweise. Die Bevollmächtigten sind alle mit dem gleichen guten Wollen sehr lebhaft bemüht, eine gemeinsame Lösung zu finden, der alle alliierten Regierungen zustimmen können. Zu diesem Zweck arbeiten sie im geheimen und bewahren strengstes Stillschweigen. Es ist nicht damit zu rechnen, daß die endgüllige Entscheidung vor Mitte nächster Woche fallen wird.
Französische „Geschästpolitik" zwischen Frankreich und Deutschland.
Paris, 18. Aug. (WTD.) Nachdem bereits seit einiger Zeit die „Iournöe Industrielle" auf die Notwendigkeit hingewiesen hatte, ole Reparationsfrage mit Hilfe direkterdeulsch-fran- zösischer Abmachungen auf wirtschaftlichem Gebiete zu regeln, wird dieses Thema heute von fast der gesamten Pariser Morgenpresse ausgenommen. Die qanz rechts stehende „Libre Parole" erllätt: Frankreich und Deutschland sind durch gemeinsame Interessen verbunden. Wir haben Kohlen. Ihr habt Erze. In Kali teilen wir uns. Derbinden wir unsere Arbeit und wir können die ganze Welt befriedigen, die Wiederherstellung der verwüsteten Gebiete und die Erholung der Besiegten gewährleisten.
Der „G a u l o i s" hält es für möglich, daß die Reparattonskommission eine Hntersuchungs- kommission nach Berlin schickt, sv daß man also nicht vor einigen Tagen mit einer Antwort rechnen könne. Daran knüpft das Blatt die Bemerkung, daß durchaus noch nicht gesagt sei, daß nicht in der Zwischenzeit Zwischen Berlin und Paris unmittelbar Verhandlungen ausgenommen würden, wenn keine Verständigung erwartbar sei.
Der „Figaro" schreibt, es sei sehr zu wünschen, daß die Reparattonskommission zu einer klaren, der Oeffentlichkeit verständlichen Formel gelange, die keinerlei Zweideutigkeit, um nicht zu sagen keinerlei Doppelentente zulasse. D i e neue Wendung der französischen Politik gegenüber Deutschland zeichne sich in kühnen Hmnffen qb. Die öffentliche Mttnung sei von einem bis zum andern Ende darauf vorbereitet.
Die „La n ter ne" führt aus, Loucheur und Rathenau hätten sich in Wiesbaden verständigt, Demelmans und Bergmann über die Sachlieferungen für Belgien in Baden-Baden geeinigt Warum sollte man also im weiteren Verfolge dieser Idee es nicht fertig bringen, eine Ge° schäf tspolitik zwischen Frankreich und Deutschland in die Wege zu leiten? Es heiße, daß dies die Ansicht von Stinnes sei. Dann wäre auch er einmal von keinem üblen Gedanken geleitet.
Das „Oeuvre" schreibt: Die Instruktionen, die' die englische Regierung ihrem Vettreter in der Reparattonskommission gegeben hat läßt keine Hoffnung mehr zu, daß wir solidarisch mit den Engländern handeln können. Er bleibt uns also keine Wahl. Wir müssen versuchen, uns direkt mit Deutschland zu verständigen.
Dr. Hermes' Hochschätzung in Paris.
Paris, 18. Aug. Nach dem „Mattn" haben sich die Mitglieder der Reparationskommission bei der Erörterung der Frage, ob man vor einer Entscheidung über das Moratorium Vertreter der deutschen Regierung hören soll, wie etwa die Staatssekretäre Dr. Fischer oder Bergmann oder den Reichsfinanzminister, daran er= innert, daß die Verhandlungen mit Dr. H e r m e s einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen hätten und daß es ihnen durch ihn möglich gewesen sei. die Bedingungen des ersten Moratoriums zu ! regeln.
Keine Demission Sir John Bradburhs.
Paris, 18. Aug. DerenglischeDele- g i e r t e in Der Reparattonskommission, Sir John I Bradburh, hat der Ha v a s ° Ag e n t u r gegenüber erklärt, daß er zwar vor einiger Zeit den Wunsch geäußert habe, sobald die Um«
stände es gestatteten, sein Amt aufzugeben, dc indessen die englische Regierung diesen Zeitpunkt damals nicht für opportun göhilten habe, sei er gewillt, den Posten bis zum 30. November, viel» < :icht auch darüber hinaus, beizubehalten. So» .ange er das Vertrauen der englischen Regierung dabe, konnten ihn Meinungsverschieden. beiten mit seinen Kollegen in der Rcpara- tionskommission zu keinem Rücktritt be- wegen.
Die englische Antwortnote über die Ausgleichszahlungen.
Berlin, 18. Aug. (WB.) Die britische Regierung hat der deutschen Botschaft in London am 17. 8. folgende gemeinsame Antwort der Alliierten auf die deutsche Note vom 14. 7. mitgeteilt:
Hinsichtlich der Barzahlungen, die von Deutschland auf Grund der Abschnitte 3 und 4 der wirtschaftlichen Bestimmungen geschuldet werden beabsichtigen die alliierten Regierungen, die Zahlung von 2 Millionen Pfund, die am 15. 8. geschuldet wurden, binnen 4 Wochen von diesem Tage an zu fordern. Vsn diesem Tage an beabsichtigen sie, das Abkommen vom 10. Juni 1921 zu kündigen und Schtttte zu tun, um einzeln mit der deutschen Regierung Abmachungen über die Regelung aller Salden zu treffen, die ihnen aus Grund der wittschaftlichen Bestimmungen geschuldet werden. Diese Abmachungen sollen der Reparationskommission zur Einverständniserklärung unterbreitet werden.
Anmerkung des W o 1 f s b u r ea u s. Aus der Note ergibt sich, daß auf dem Gebiete der Ausgleichszahlungen usw. weitere Barzahlungen von der deutschen Regierung bis Mitte September nicht gefordert werden.
Ein englisches Weihbüch.
London, 18. Aug. (WTB.) Heute tourbä hier ein Weißbuch veröffentlicht, das über die Vorbesprechungen zur Genueser Konferenz be- ttchtet. Es enthält Oie zwischen der britischen und der französischen Regierung gewechselte Korrespondenz.
Deutschland und Italien.
London, 18. Aug. (WTD.) „Daily $ele* graph" meldet aus Mailand, in politischen Kreisen in Rom werde mitgeteilt, daß der italienische Finanzminister Paratore, der soeben in London gewesen sei, sich nächsten Monat In einer Sondermissivn nach Berlin begeber werde, um direkt gewisse finanzielle Fragen zwischen der deutschen und .italienischen Regierung zu regeln. Es werde hinzugefügt, daß dies das Ergebnis seines Aufenthaltes in London sei.
Zentralasien.
Teheran, 18 .Ang. (WTB.) Aut Ducharan wird gemeldet, daß die Unab- abhängigkeit von Zentralasien prokla- mtert wvrden ist. Die provisorische Regierung habe von der persischen Regierung die offizielle Anerkennung ihrer Anabhängigkeit und die Zulassung einer Gesandtschaft in Persien gefordert. Der Vettreter Ducharans werde voraussichtlich im Laufe dieser Woche in Teheran eintreffen.
Zur Ermordung Dschemal Paschas.
Paris, 18. Aug. (WTB.) Havas meldet aus Baku: Dor dem Schwurgettcht von Baku begann der Prozeß gegen 180 Personen, die wegen Betelligung an der Ermordung Dschemal Paschas angeklagt sind. Bei einem Armenier namens Taschnak seien eine Anzahl Briefe beschlagnahmt worden, die ergaben, daß die Ermordung Dschemal Paschas bereits vor dessen Ankunft in Paris beschlossen wvrden war. DaS Verbrechen sollte erst in Patts, dann in Berlin begangen werden. Es sei tttcht bekannt, aus welchen Gründen das Komitee seine Absicht geändert und beschlossen habe, Dschemal bei seinem Aufenthalt in Tiflis töten zu lassen. Die Angeklagten leugnen jede Schuld.
Ehemalige deutsche Soldaten der Sklaverei entsloheu.
Paris, 18. Aug. (WTB.) Havas meldet aus Las Palmas: Neun Deutsche, die von Kap I u b y kamen, sind heute hier gelandet. Sie erklärten, sie seien ehemalige deutsche Soldaten, die in der Türkei von den Franzosen gefangen genommen worden seien. Sie seien in Algerien i n - terniert gewesen, nach dem Inneren Marokkos gebracht und von den Eingeborenen gefangen genommen worden, die sie an beiv spanischen Kommandanten des Postens von ' Iuby verkauft hätten. Sie erklärten, daß sich -och wettere Deutsche in der Gefangenschaft derselben Stämme befänden.
Heutiger Stand des Dollars
10 Ahr vormittags:
Berlin 1260. Frankfurt a. W. 1225—123
Kreis Büdingen.
Kreis Alsfeld.
9 600 „
Starkenburg und Rheinhessen.
Heber diese Wiederhc rstellung einer
Weiblich 10 200 Mk.
8 400 „
über 21 Jahre von 16—21
Männlich 14 400 Mk.
12 000 „
Der Reichspräsident in Hamburg
Hamburg, 18. 2lug. (WTD.) Heute abend nach Schluß der offiziellen Veranstaltung kam es vor dem Hause des Bürgermeisters Diestel zu machtvollen Kundgebungen für den Beichspräsiden- ten. Ein Zug von über tausend Fackelträgern, dem viele Tausende sich angeschlvssen hatten, zog an dem Hause vorüber. Auf eine kurze Ansprache aus der Menge, die in einem Hoch auf die Republik und den Reichspräsidenten ausklang, erwiderte der Reichspräsident mit Dankesworten. In dieser Kund- gebung sehe er den unerbittlichen Willen, die Arbeit der Regierung im Sinne politischer --und wirtschaftlicher Erneuerung der Republik , Zu unterstützen. Pflicht jedes Deutschen sei r es, mitzuwirken an den großen Aufgaben der Ration. Diesem Staatsbewußtsein werde es gelingen, dazu beizutragen, über die un- ^heuren Röte dieser Zeit Hinwegzukommen. Ein Volk von 60 Millionen darf nicht untergehen I ES kann nicht untergehen. In Einigkett möge das deutsche Volk zusammenstehen, bauend auf sein gutes Recht und stolz auf seine Freiheit. Der Reichspräsident schloß mit einem Hoch auf die Stadt Hamburg, die deutsche Republik und das deutsche Vaterland.
Bayern und das Reich.
Berlin, 18. Aug. (Priv at-Teleg ramm.) DerbayerischeiSesandtePregerhat sich in einer Unterredung, die er heute vormittag einem Mitarbeiter der „D. A. Z." gewährte, u. a. wie folgt geäußert: Es ist gestern in den Koalitionsverhandlungen zwischen allen Parteien gelungen, sich auf einer gemeinsamen Basis zu einigen. Danach soll zunächst noch eine Anzahl von Rückfragen in Berlin gestellt werden. ES ist zu hoffen, daß die Reichsregierung in der Lage sein wird, diese Rückfragen in einer Weise zu beantworten, die eö den Koalitionsparteien möglich macht, auf den Boden des Hebereinkommens zu treten. Es besteht jedenfalls noch kein Grund, von einer endgültigen Ablehnung des Hebereinkommens durch die bayerischen Koalitionsparteien zu sprechen. Wenn die Aufhebung der bähe- rischen Notverordnung bis zum 18. August auch nicht erfolgen konnte, so ist doch daraus nicht zu folgern, daß die bayerische Regierung die Aufhebung dieser Verordnung, die von vornherein nur zeitweilig berechnet war, überhaupt abgelehnt hat. Die gegebenenfalls zu pflegenden weiteren Verhandlungen würden zu einer endgültigen Verständigung führen.
schen Landtage" sprechen wird. Näheres im heutigen Anzeigenteil.
Zusammenschluß der deutschen Parteien in Neupolen.
Die „Dossische Ztg." berichtet aus Breslau, daß die deutschen Parteien des polnischen Seims sehr energisch an die Wahlarbeit gehen. Die Deutsche DolkSpartei, die Deutsch-demokratische Partei sowie die Deutschnationale Partei haben sich unter dem Namen „Deutsche Verfassungspartei" in Polen verschmolzen. Ebenso gehen alle deutschen sozialistischen Parteien zusammen.
äußert sich ber Wieder Hersteller des ©ortend Grnest Law in einem soeben erschienenen Buch „Shakespeares Garten". Es ist für uns herte sehr schwierig, eine genaue Vorstellung davon zu gewinnen, welche Gestalt diese Anlage ar Shakespeares Zeiten hatte Wir kennen die starke Freude des Dichters an der gepflegten unb gestalteten Natur a rs seinen Werken, wissen, welches seine Lieblingsblumen waren und wie' er die Gartenkunst liebte. 2ljf Grrnd der Fingerzeige die sich dadurch darboten, ist die Reugestalt mg dorgenommen worden. In den ersten Zeiten der Regierung der Königin Viktoria hatte man den Garten, der damals völlig verfallen war in der Mode jener Epoche eingerichtet. Law schU- dert diese häßliche und stimmungslose Anlage mit dem gewöhnlichem Rasenrvndell, den kahlen nüchternen Wegen, den Stuckvasen und den bcN lich-n Eisengittern. Alle .Verbesserungen" aus jener Zeit sind nun wieder beseitigt 'und es ist aus Shakespeares Garten eine schöne harmonische Gartenanlage geworden im al englischen Stil, eine Reugestaltung, die sich sorgfältig nach den Gartenplänen richtet, wie sie uns aus der Zeit der Königin Elisabeth überliefert sind. So ist dieser liebliche fried'iche Erdenfteck zu einer würdigen Erinnerungsstätte an der, größten Dramatiker geworden, der hier die letzten Iahre seines Lebens in idyllischer Zurückgezogenheit verbrachte.
Landkreis Gießen.
* Grohen-Linden, 18. Aug. Die Veto er kscha ft Gießener Braun st einberg- toerfe strebt Grundabtretungen für ihre Betriebszwecke in der Gemarkung Grvßen-Lindcn an. Sie hat, nachdem die Derständigungsverhand- lungen mit den Grundeigentümern zu keinem Ergebnis geführt haben, auf Grund des hessischen
— Die Wiederherstellung von Shakespeares Garten. D r „Groß: Gar- ten" von Stratford, der wahrscheinlich einst Shakespeare gehört hatte, ist jetzt wieder in eine Garienanlaae der elisabethanischen Z^lt verwan-
Die Jenaer Ferienkurse.
3m Jahre 1889 richtete der Professor der Pädagogik an der Hniversität Jena, Wilhelm Rein, in Gemeinschaft mit einigen anderen Dozenten Ferienkurse für Lehrer und — seit 1895 — Lehrerinnen ein. Aus anfänglich 26 Teilnehmern wurden bald 100, dann Hunderte 1913 waren es bereits 800. Dann kam der Krieg. Es war ein Wagnis, die Kurse 1920 wieder auf» 5unel)men. Aber es gelang 3m laufenden Jahr (2. bis 16. August) ist die Zahl auf 1200 ge- ulegen. Darunter waren 930 Reichs- und Aus- landsdeutsche, 58 Dänen, 43 Schwerer, 34 Schwe- oen, 31 Holländer, 23 Norweger, 20 Finnländer 9 Estländer, vereinzelte aus etwa 20 anderen Staaten. Die Teilnehmer verteilten sich auf etwa 60 Kurse über Pädagogik, Philosophie. Religion Liteixrtur Kunst, Geschichte, neuerdings auch Hauswrrlschastslehre und Dewegungskunst.
Das sind nackte Ziffern. Welchen Inhalt aber gewinnen sie für den, der an diesen Kursen ystt teilnehmen dürfen. Für die meisten ist es ein Erlebnis, für viele das Erlebnis deS Jahres das sich zu verschaffen sie sich durch keine Teuerungswelle abhalten lassen. Es war wie eine Heerschau, die der greife und doch so jugendfrische in liefen Tagen Z5 Iahre alt geworden — beim Schluhabend im groben Saal des schönen Volkshauses vor weit über 1000 „Kursisten" abhalten konnte Der seelische Reichtum, der auS diesen Kursen den Teilnehmern und durch sie unzähligen jungen Gemütern, die zu befruchten sie berufen sind zuströmt, ist gar nicht hoch genug einzu schätz en'
tgemäß «amrei Z2U des Berg- Selehes, biejenigen Personen, die als Rebenberech- tigt bei Feststellung der Entschädigung beteiligt sind, unverzi^lich bei dem Kreisamt Gießen nam» patt zu machen, widrigenfalls sie für alle von bteien erpobencn Entschädigungsansprüche verantwortlich bleiben. ,
Äus Slaöt und Lcrnd.
G ießen, den 19. Aug. 1922.
Wichtig für Steuerveranlagung.
Die Mitteilungen des Reichsverbandes des deutschen Handwerks berichten:
In der Sitzung des Reichstages vom 14. März hh/>yv klwnAM 1 A iT* — -an das Kreisamt
Fl9 « von Reisenden zu Grenze derselben sowie deshalb erhoben Werdum verhüten. Man darf hoffen, daß die landwirt- weil überwiegende Gründe des öffentlichen Jnter- ichafttreivende Bevölkerung, deren Felder den Eises ihr entgegenffeben. Die Grundeigentümer Bahnstrecken benachbart sind, diesen wohl- ^Nichtet, gemäß Artikel 220 des Berg- meinenden Rat befolgen wird. - ----- 9
X Selters, 18. Aum Heute fand die Eröffnung unseres Bades statt. Hm 11 Hhr zogen die Schulkinder unter Voran tritt As Gemeinderates bei feierlichem Geläut der Glocken durch die Ortsstrahe, der der Gemeinde- in feiner gestrigen Sitzung zu Ehren des Bades den Namen Sprudel st raße gegeben batte nach dem Dadehaus, wo sich inzwischen die Herren der Gewerkschaft Sekters-Ortenberg Oberbergrat Köbrich Vertreter der Presse und ein zahlreiches Publikum versammelt hatten. Gin Choralg^ang der Schulkinder unter Leitung von Lehrer Häuser und ein von einer Schülerin gesprochener Gedichtvortrag leiteten die Eröffnungsfeier ein. Rach Begrüßung der Gäste durch den Dergwerksdirektor Dax, den Vorsitzenden der Gewerkschaft, der vor allem des SrbohrerS der Quelle, Wildenhayn, gedachte, hielt Pfr. Hoch eine kurze, geistvolle Festansprache, in der er einen Rückblick über die Erbohrung des Sprudels gab und unter der Deutung des Ola men# ,,Benediktus" dem Wunsche Ausdruck verlieh, daß sich das alte Wort an der Quelle er- ! lallen möge: „Ich will dich segnen und du sollst em Segen sein". Verschiedene wettere Gedichtvorträge, die sich auf den heutigen Tag bezogen, und ein nochmaliger Choralgesang der Kinder schlossen die schlichte, aber umso eindrucksvollere Feier. Ein Dundgang durch die Badeanlagen, bei der Herr Gabriel in freundlicher Weise führte und die nötigen Erläuterungen gab, schloß sich an. Inzwischen hatten sich die Herren der Gewerkschaft zur Generalversammlung frerfammelt. Hm 2 Hhr erfolgte im Gasthaus ^vhule ein Festessen, an dem neben den Herren der Gewerkschaft der Bürgermeister mit dem Ge- meinberat, Pfarrer und Lehrer und geladene Gaste teilnahmen. Abends sand in demselben Gasthaus ein Dolksabend für die Gemeinde statt. Ein Konzert der Kapelle Ackermann, Lieder des Gesangvereins und des Mädchenchors, ein guter gestifteter Festtrunk und Tanz hielten die Feft- geber mit ihren Gästen noch lange zusammen.
Wettervoraussage
für Sonntag:
Wollig, trocken, etwas wärmer, Westwind.
Hafer dem Einfluß hohen Drucks werden wir vorläufig ziemlich beständiges Wetter haben. Mags auch manchmal Schnellpresse sein, mag manches toenig, manches gar nicht verarbeitet werden, es bleibt immer noch genug der Segens- fulle. Hnd dazu der Genius locii Ienensis, die geistige Luft dieser Hochschulstadt, die unter allen ihren Schwestern eine einzigartige Stellung einnimmt „Ich würde doch nach Jena gehn , das geflügelte Wort des alten Pastors m Reuters Hanne Nüte ist Tausenden und aber Tausenden aus der Seele gesprochen.
Aus den meisten deutschen Gauen sind sie herbeigeeilt, auffallend viel — ich zähle über 60 - aus dem Oldenburgischen. Keine Hessen? Wie ist das nur möglich- Hnbekanntschaft des Einzelnen mit der Einrichtung ist natürlich anzunehmen, aber der Lehrerschaft als solcher? Da muß doch ein Organisationsfehler vorliegen. Zweck dieser Zeilen ist es, diese Organisation aufzusuchen. Das darf nicht wieder geschehen, daß bei einer so tiefgreifenden und segensreichen Veranstaltung die Hessen nicht vertreten sind. Wie hoch mag der Wert des Austausches mit Berufsgenossen aus anderen deutschen Stämmen — von den Ausländern nicht zu reden — einzuschähen sein. An Alle, die es angeht, richte ich den Ruf: Geht nach Jena, Ihr werdet dort Schätze sammeln in Eure Kammern, von denen Ihr zehren könnt in langen Wintermonaten, zumal auf Euren Dörfern im Vogelsberg. Laßt Euch das Geld nicht reuen, das es Euch — wie alles Schöne und Große im Leben — kosten muh. Dies Geld trägt hundertfache Zinsen für Euch und für Eure Schüler in Stadt und Land.
Prof. Dr. GuftavKrüger.
** Fe st genommen wurde am hiesigen Bahnhof em junger Mensch, der in Frankfurt a. M ein Fahrrad gestohlen hatte.
Aus dem Reiche.
Reform der Strafgerichte.
Berlin, 19. Aug. Die Morgenblätter veröffentlichen Einzelheiten aus dem Entwurf eines Gesetzes jur Neuordnung der Strafgerichte, der bereits dem Reichsrat zugegangen ist. Mit Ausnahme der Reichsgerichtssachen sollen in Zukunft in allen Strafsachen in erster Instanz und in der Berufungsinstanz Laien entscheiden oder mitentscheiden. In der ersten Instanz entscheiden künftig kleine Schöffengerichte, grobe Schöffengerichte und Schwurgerichte. Das flcine Schöffengericht, beseht mit einem Vorsitzenden Richter und zwei Laien, hat im wesentlichen die Zuständigkeit der bisherigen Schöffengerichte, das große Schöffengericht (zwei Amtsrichter und drei Schöffen), die Zuständigkeit der bisherigen Strafkammern. Das Verfahren vor den beiden Arten von Schöffengerichten ist das Gleiche. Die Berufung gegen die Urteile der Schöffengerichte gebt stets an die Strafkammer, die mit zwei beamteten Richtern und drei Schöffen, also ebenso wie das grohe Schöffengericht, beseht ist Das Schwurgericht behält den Entwurf bei. Die Betrugsdelikte werden beinfelben entzogen Der Gesetzentwurf befaßt sich ferner mit dem Gerichts- ve r f a s su n g s g e s e tz und der Strafpro- zehordnung. Der vermehrte Bedarf an Laienrichtern wird infolge der Heranziehung der Frauen zum Schöffen- und Geschwvre- nenamt gedeckt werden können. Der Entwurf des neuen Strafprozeßbuches wird noch innerhalb des laufendes Monats festgestellt werden.
Die Reichswehr und Hindenburgs MLncheuer Besuch.
ru Die Dossische Zeitung" erfährt auS München: Anläßlich des Besuches Hindenburgs in München am 21. August wird von sämtlichen bayerischen L-fiziersvereinen eine Parade abge- Jjalten werden. Der bayerischen Reichswehr tourbe durch telegraphischen Befehl des Reichswehrministers die Beteiligung an dieser Parade der politischen Verbände untersagt.
** Die Erneuerung der Viehhand elSerlaubniskarten muß spätestens bis zum 2 5. A u g u st beantragt werden. Später einlaufende Anträge werden nicht mehr berücksichtigt. Viehhändler und Metzger (letztere wenn sie ihr Schlachtvieh beim Erzeuger aufkaufen wollen), die bis zum 25. August keine Erneuerungsanträge gestellt haben, sind von den Bürgermeistereien alsbald nach Ablauf des Termins dem Kreisamt namhaft zu machen.
** Schulbesuch der jüdischen Kinder an jüdischen Feiertagen. Das Landesamt für das Dildungswesen hat bestimmt, daß den jüdischen Ähülern der zweite Tag der Feste, an denen sie seither nur während des Gottesdienstes vom Schulbesuch befreit waren, künftig ganz freizugeben ist. Das Kreisschulamt Gießen hat die Schulvorstände des Kreises entsprechend verständigt.
** Die Dien st räume des neu errichteten Stadtschulamtes befinden sich im Stadthaus, Bergstraße. Näheres ist in einer Bekanntmachung des heutigen Anzeigenteils enthalten.
** Allerlei Diebstähle. Mittels Ein»! vrucys wurden hier mehrere Silberbestecke, gez I X C. H., und mehrere Bestecke mit ©Ifenbeingriff I entwendet. Vor einigen Tagen wurde ferner eine I Rotguß-Buchse und am 16. August am Bahnhof em Fahrrad gestohlen, dessen Marke und Fabrik- nummer unbekannt sind. Das Rad hat schwarzen R« ?mi fSr<)dp 'S'*6“'
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des Tarnen# dusche Oluibtad bet- E Qn der Quelle er- $ segnen und du sollst ebene weitere Gedicht, heutigen Tag bezogen, oralgesong der Ma aber umfo eindruds. $^9 durch die DM- Gabriel in freund. >tt nötigen Erläuterun- uzvischen hatten sich die ur Generalversammlung erfolgte im GasthM dem neben den Werten gemeister mit dem ®e» Lehrer und geladene ds sand in demselben für die Gemeinde statt AckemMn, Bieber des Ilädjxnchors, ein guter Lanz hielten die Fest, h lange zusammen.
. Dor einigen Sagen Hof abends spät ein img eines Mädchens Tucfiad, sonst nichts, äht. Es war ein Dräut« tlichen Ausweise n Franzosen aus« Mit 5003 M bar und icken schleppten, muhten berichtete das Mädchen, - zwei durch Wh Zimmereinrichtungen- llit Gewalt holte man dem Haus, und zuletzt menschenfreundlich noch iren dem jungen Paar 2Q) M ausgehandigt en die Müchllinge trotz mmen. Sie Hoisten in
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Groh« Zigarettenschiebungen.
fpd. F r a n k s u r t a. M., 18. Aug. Zwei hier wohnende Ausländer und ein hiesiger Schneider wurden am Bahnhof Miltenberg abgefatzt, rtf» sie grobe Mengen unversteuerter Zigaretten, insgesamt 37 000 Stück, nach hier verbringen wollten. Weitere Ermittlungen er- <,en datz das Kleeblatt von hiesigen Personen bereits gebrauchte Banderolen aufgekauft ind einer bekannten Frankfurter Zigarettenfabrik zur weiteren Verwendung übermittelt hatte. Die Zigarettenschiebungen reichen bis In das Jahr 1920 .urüd Bei den Betrügern fand man einen Dar- L^raa von 25 000 Mark und scharf geladene Revolver vor. Die Frankfurter Zigarettenfabril wird sich nun wegen umfangreicher Steuerhinterziehungen zu verantworten haben.
Der Falschmünzer als Erfinder.
mc F r a n k f u r t a. M., 18. Aug. Im Dor- fahre wurde vom Schwurgericht der Kaufmann Karl von Spiegel wegen Falschmünzerei zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, die er gegenwärtig verbüht. Der Angellagte hatte sich mit anderen Abgeurteilten auf die Fabrikation von Tausendmarkscheinen verlegt. Um die Kapitalien zur Einrichtung und Aufrechterhaltung dieses Detriebes zu erlangen, nahm er unter Verpfändung seines Hausmobiliars Darlehen im Gesamtbetrag von etwa 140 000 Mk. auf. Die Verträge wurden von seiner Frau mit unterschrieben. Das Schöffengericht verurteilte von Spiegel wegen Betrugs, da er das Mobiliar zu gleiche Zeit mehrfach verschrieben hatte, zu sechs Monaten Gefängnis, seine bisher unbescholtene Frau erhielt 5000 Mark Geldstrafe. In der Verhandlung erwähnte der Derteidtger. datz sich der Angeklagte tn der Haft während seiner Mutzestunden mit Erfindungen befasse, und datz er im Begriff fei, eine Erfindung zur Verhütung von Danknotenfäl- schungen zum Patent anzumelden. Apherdem habe der Angeklagte ein Verfahren etfonnen, durch das Schriften und Porträts sofort und in beliebiger Zahl vervielfältigt werden könnten.
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teckbrieflich verfolgter Raubmörder erkannt. Der Mann gestand auch, am 3. August in dem Orte Löbau in Sachsen eine 70 Jahre alte Go st Wirtsfrau in ihrer Behausung erstochen und 3000 Mk. geraubt zu haben. Allem Anschein nach ist der erst 21 Jahre alte Verbrecher mir n.och weiteren schweren Straftaten belastet. — Den eifrigen Bemühungen der hiesigen Kriminolpolizeii ist es gelungen, einen der Taschendiebe, die in letzter Zeit in Wiesbaden im Kurhaus, Theater und auch auf der Stvatze ihr Unwesen treiben, dingfest zu machen. Er scheint ein äuherst raffinierter Bursche auf dem Gebiet des Taschendiebstähls zu fein, denn nach seinen Aussagen hat er auf offener ©trabe zwei Herren dieAhrmitder Kette von der Weste abgemacht. Auch das Kurhaus hat er öfters als Tätigkeitsfeld auserkoren. In seinem Besitz befand sich noch eine schwer- goldene il^r mit Kette, die auch von einem Diebstahl herrührte.--
HochschulnaG^ichten.
Ernest Ladisse f.
Paris, 18. Aug. (WTD.) Der Historiker Ernest L a v i s s e, Mitglied der französischen Akademie, ist haute nachmittag 4x/2 akhr tm Alter von 80 Jähren gestorben.
Danzig, 19. Aug. (WTD.) Rektor und Senat der Technischen Hochschule verliehen am 15. August dem Geh. Dergrat Professor Dr. Ientzsch-Gietzen, als dem Vater des Gedankens, in Danzig eine Technische Hochschule ins Leben zu rufen, und wegen seiner hervorragenden Verdienste um die Förderung der Dio- logie und der Erschliehung der Dodenschähe des nördlichen Deutschlands, besonders tm Gebiete des Freistaats 'Danzig, den Dr. Ing. ehrenhalber. —
Kirchie unh Schule.
)( Usenborn, 18. Aug. Als Rachfolger des kürzlich verstorbenen Superintendenten Staubt wurde als Pfarrer der hiesigen altlutherischen Gemeinde Pfarrer Eduard Lucius, der Sohn des langjährigen Seelsorgers der Gemeinde, gewählt und in feierlichem Gottesdienst eingeführt.
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Pavagei mit Wg geg, kleinen Hund zu tauschen, ober kleinen Hund zu lausen gesucht, Schrisil. Angebote unter 08019 an den Hhener Anzeiger ömlltlgel iugelaufrn. Sbmbolfti
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viereckig gefaßt, am Fahrkartenschalter deS Pahnhofs verloren. Der ehrliche Finder er« hält hohe DrlohWng, Nzugeben O'W veMhmW" Löberstraße 19.
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Nr. 194 ZNettes Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, st). August 1922
(Nachdruck verbot«.)
1. Fortsetzung.
Badsfempel.
Drmrcm von Margarete v. Oertzen F ü n f g e l t>.
Finger, schmal und wohlgepflegt wie die eines Chirurgen, nestelten an dem seidenen Lesezeichen eines aufgeschlagenen Buches. Schließlich sagte er: »Du nimmst es mir doch nicht übel, Rottmann? Ich muh gehen!"
Rottmann verbarg einen kleinen Schrecken.
Also auch er!
„Aber weiht du — tu mir den Gefallen und erwarte mich! Hier sind die Zigarren — wenn du eine — nein, zwei geraucht hast, bin ich wieder hier."
Eine kleine, alte Ähr schlug mit Hellen Tönen fünf. In den Straßen war es schon dunkel. Diedinger rüttelte den Ofen auf.
„Warum nicht?" gab Rottmann gelassen zurück. Er nahm das erste beste Buch, obwohl er nichts sehen konnte.
Riedinger war zum Ausgehen fertig, seinen Kleidern entströmte ein feiner Veilchenduft.
Auf der Straße klappte er den Mantelkragen hoch
Der nasse Asphalt spiegelte daS schvimmende Licht der Schaufenster wiä>er, nach dem trüben Tag täuschte die Helle, künstliche Deleuchtnng heiteres Sonnenlicht vor. Man drängte sich in den Straßen und war fröhlich und guter Dinge.
Diedinger bog in eine Rebenstraße ein. die führte zu den schwarzgetürmten Bosketts des um diese Jahreszeit ganz verlassenen und vergessenen Stadtparkes an der alten Mauer. Heber dem Graben schlossen sich die entlaubten Aeste der hundertjährigen Bäume zu einer dichten, finsteren Masse zusammen.
Zögernd schritt er vorwärts, sah sich um, legte die Hände auf den Rücken und schob das Kinn aus dem hohen Stehkragen. Lust fehlte ihm in dem regenfeuchten Garten; aus dem Decken eines Springbrunnens wehte der Odem modernder Blätter.
Da huschte etwas über den Weg. Er unterschied eine weiße Boa, die plump und dick einen Hals umschlang, ein Gesicht ücrbecfte, fast bis
Beim Anhelfen des Mantels flüsterte die Kellnerin ihr in die Ohren: »Der da drüben sitzt, daS ist der Kritiker vom Tagblatt. Der Herr von der robusten Denus^f"
Die Valetta rückte an ihrem Hut, der das Gesicht fast bis zur Rase verdeckte in einer schiefen Linie, und streifte dicht an dem Tisch vorüber, an dem der einsame Gast sah. Der blickte empor, und sie schwebte vorbei, ein süßes Lächeln auf den Lippen. Fast schien ihm, als habe sie ihn so halb gegrüßt.
Doch seine harten, unbestechlichen, kritischen Augen veränderten ihren Ausdruck nicht. —
Rottmann war inzwischen zu dem Entschluß gekommen, Riedinger crufzusuchen. Den Ern° zigen vom Theater, mit dem er eigentlrch verkehrte. Riedinger wohnte in einem alten Haus der Dorstadt, in einem Zimmer, das er mit ^originellem, meist antikem Hausrat ausgestattet hatte, einer Menge Bücher, alten Stichen — em feines, blasses Kerlchen, dessen Stimme man nur auf der Bühne hörte, denn im Leben flüsterte er immer. Sein Fach war das des ersten Liebhabers. Doch abseits der Bühne fehlte ihm jeher wärmere Ton — er war ein kühler Denker.
So urteilten seine Kollegen. Rottmann kannte ihn besser. Er liebte es, in dem dämmerigen Gemach, darin alles von einem feinsten Empfm- den sprach, eine Weile auszuruhen von dem Theatertratsch und -klatsch Eine Zigarette zu rauchen und wieder zu gehen. Riedinger empfmg ihn stets gern, die _ beiden grundverschiedenen Naturen ergänzten sich gut
Doch heute fiel Rottmann eme gewisse nervöse Gezwungenheit in dem feinen, aber durchgearbeiteten Gesicht des Schauspielers auf. Seine
Aus Stabt und Land.
Gießen, den 19. Aug. 1922.
Die Etttwickkung
des Vlitzfunk Telegrammvcrkehrs.
Der Dlitzfunkverkehr, der bekanntlich vor einer Reihe von Monaten versuchsweise ein- geführt wurde, befindet sich in rasch auf- steigender Entwicklung und hat sich seit Februar um mehr als das Zehnfache gesteigert. Die Einführung dieses Dienstes hat hiernach offenbar einem wirklichen Bedürfnis abqehvlfen. Die vorher vereinzelt geäußerte Befürchtung, daß die Gebühr von 50 Mar» für das Wort diesen Verkehr zurückhalten würde, hat sich nicht erfüllt. Die durchschnittliche Laufzeit eines solchen Telegramms — gerechnet von der Aufgabe bis zur Äeber- mittlung an den Empfänger, die durch Fernsprecher erfolgt — hat in den letzten Monaten 12 bis 15 Minuten betragen; in vielen Fällen war sie geringer. Das vorliegende Ergebnis ist um so bemerkenswerter, als bis Ende vorigen Monats zunächst nur acht Großstädte an dem Verkehr teilgenommen haben. Seit Anfang August ist der Blitzfunkverkehr auf allen Funklinien des Deutschen Reichs zugelassen.
•* Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden am 9. August: die Verwaltungs- pDaftilanten Friedrich Schleenbecker aus Heuchelheim, Fritz Rech aus Oppenheim, Jakob Schmitt aus Dieburg, Wilhelm Linke aus Darmstadt, der Finanzpraftikant Karl B r ö n i n g aus Darmstadt und der Verwaltungspraktikant Ernst Groh aus Düdingen zu überplanmäßigen Wipisterialoberrevisoren bei dem Ministerium des Innern. — Ernannt wurde am 10. August 1922 der Staatsanwalt Dr. Karl M a l z a n zum Vortragenden Rat in dem Ministerium der Justiz mit der Amtsbezeichnung „Oberjustizrat". — Ernannt wurden: am 11. August der Verwaltungs- Praktikant Wilhelm Hans aus Alzey zum Ver- waltungsobersekretär; am 12. August der Ver- loaltungspraktikant Johannes Eich aus Dieburg zum Kassen Inspektor beim Arbeitshaus Dieburg.— Ernannt wurden am 12. August der Polizeidirektor Dr. Wilhelm Wehner aus Gießen zum Vortra- aenden Rat im Ministerium des Innern mit der Amtsbezeichnung „Oberregierungsrat"; der Lan- desgendarmeriedirektor Dr. Hermann 11 f i n g e r aus Mainz zum Vorstand des Polizeiamts Darmstadt mit der Amtsbezeichnung „Polizeidirektor"; der Reg e ungsrat Rudolf Lauteschläger aus Darmstadt zum Landesgendarmeriedirektor; der Regierungsrat Dr. Erich Kayser aus Worms zum Polizeiamtmann bei dem Polizeiamt Darmstadt unter Belassung der Amtsbezeichnung „Regierungsrat"; der Regierungsassessor Freiherr Adolf v. Gem - mingen-Hornberg aus Leutershausen zim Vorstand des Polizeiamts Gießen mit der Amtsbezeichnung „Regierungsrat"; die Re- gierungsassefsoren Ludwig Grein aus Darmstadt, Ludwig G r ü n h e i t aus Offenbach und Dr. Osmann G r o s h o l z aus Mainz zu Regie- rung«räten; der Oberrevisvr bei dem Revisions- amt der II. Abteilung der Oberrechnungskammer Jakob K u n z in Darmstadt zum Rechnungsrat bei dem Ministerium des Innern; der Derwaltungs- oberfefrelär bei der Landes-Hell- und Pslege- anftalt Gießen Adam ©reite zum Ministe- rialoberrevisor bei dem Ministerium des Innern; der DerwaltungSPraktikant Herbert Kraft aus Gießen zum Verwaltungsobersekretär bet der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Gießen; der Kanzleiassistent Heinrich Trautmann in Darmstadt zum Kanzleisekretar bei dem Ministerium des Innern; der Militäranwärter Kanzleigehilfe Philipp W e y l a n d in Darmstadt zum Kanzlei- affiftenten bei dem Ministerium des Innern. — Ernannt wurden am 15. August 1922: der Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Osthofen Peter Schneider und der Iustizpraftikant Wilhelm D e g u i s zu Ministerialoberrevisoren bei dem Ministerium der Justiz.
ttul Warnung für AuSwande- rungslustige. Seit zehn Jahren ist Lehrer Jung von Merlau als Lehrer hn ehemaligen Deutschsudwestafrika tätig. Aus seinen in die alte Heimat gelangten Berichten geht hervor, wie schwer das Deutschtum dort draußen zu kämpfen hat. Engländer-
und Burentum breiten sich stetig mehr aus. Diele deutsche Fqrmer, selbst ehemals sehr vermögende, verarmen. AuSwanderungS- lustige mögen sich danach richten!
** Leicht feuerfangende Guter, Heu, Stroh usw.» müssen nach einer der Handelskammer in Berlin zugegangenen Mitteilung der Eisenbahnverwaltung vom 1. Oktbr. ab wieder mit Planbedeckung zur Beförderung aufgegeben werden. Die für die Kriegs- und ÄebergangSzeit getroffenen erleichternden Bestimmungen gelten nur noch für Torfstreu und Torfmull. Die Eisenbahnverwaltung empfiehlt daher den Interessenten, sich rechtzeitig mit Wagendecken einzudecken, da die amtlichen Bestände an Wagendecken nur gering find und in erster Linie für Zollgüter usw. gebraucht werden.
** Die neuen Flugpo st marken zu 25, 40, 50, 60 und 80 Pf. sowie zu 1, 2, 3 und 5 Mark sind jetzt erschienen und bei den mit dem Vertrieb beauftragten Verkaufsstellen erhältlich. Bei den Marken der Pfennigwerte, abgesehen von denen zu 50 Pf., handelt es sich um eine einmalige Ausgabe, da weitere Lieferungen nicht mehr erfolgen werden.
** Kraft-Landpostfährten will die Reichspost jetzt einrichten. Sie sollen an die Stelle der teuren und weniger leistungsfähigen Pferde treten. Kleinere Kraftwagen einfacher Bauart sollen zwei Fahrgäste und einige hundert Kilogramm befördern. Sie sollen Rund- und Schleifenfahrten bei einer täglichen Wegeleistung bis zu 60 Kilometer und einer durchschnittlichen Stundengeschwindigkeit von etwa 15 Kilometer ausführen. Abseits liegende Verkehrsanstalten und schleckte Wege sollen mit Fahrrad, Hilfsmotor ooer zu Fuß bedient werden. Im allgemeinen ist eine einmalige Postverbindung täglich geplant. Zur Zeit wählt man die geeigneten Wagen.
Kreis Büdingen.
Pilzausstellung in Nidda.
Die vom Obst- und Gartenbauverein für den Kreis Büdingen für den 13. und 14. d.M. vorgesehene Pilzausstellung in Nidda mußte eingetretener Hindernisse halber verlegt werden. Sie findet nunmehr bestimmt am Sonntag und Montag in der Gewerbeschule in Nidda statt. Leider hat das vor einigen Tagen über unsere Gegend gezogene Unwetter auch im Pilzbestand unserer Wälder beträchtlich auf geräumt.. Alle Pilze sind vom Regen dermaßen durchnäßt, daß sich das Sammeln außerordentlich mühsam gestaltet und der Transport mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist. Auch die Haltbarkeit der augenblicklich vorhandenen Pilze hat sehr eingebüßt. Trotz dieser Hindernisse soll aber die einmal beschlossene Ausstellung durchgeführt werden, zumal nicht sicher ist, ob die Witterung der nächsten Woche das Einbringen einer genügenden Anzahl Pilze gestattet. Die Ausstellung soll den Zweck haben, die Bevölkerung in die Pilzkunde, die in weiten Kreisen immer mehr Interesse erweckt, einzuführen. Gerade m der heutigen Zeit, in der überall mit Ernährungsschwierigkeiten zu kämpfen ist, ist der Pilzreichtum unserer Wälder besonders willkommen. Durch den hohen Nährwert sind die Pilze eine recht beachtenswerte Bereicherung unserer heutigen teuren Lebenshaltung. Die Wälder und Wiesen bieten diese Schätze der Natur in diesem Jahre in großer Fülle, und zwar kostenlos. Die Devöllerung braucht sich nur eingehend mit diesen wertvollen Gaben zu befassen und bestrebt zu sein, das Brauchbare vorn Nichtbrauchbai^n und das Giftige vorn Nichtgistigen zu unterscheiden, ferner den Pilzbestand der Wiesen und Wälder richtig zu ernten und zu pflegen und in der Küche vorteilhaft und abwechslungsreich zu verwerten. Die richtigen Fingerzeige hierfür zu geben, hat sich die Ausstellungsleitung zur Aufgabe gemacht.
Schöffengericht.
Gießen, 17. Aug.
Die Frau eines Eisenbahnassistenten aus Lollar hatte in einer dortigen Bäckerei die Aeuße- rung getan, daß ein Eisenbahnbeamter von da eine Zimmereinrichtung auf unrechtmäßige Weise oder mit unehrlich erlangtem Gelde während des Krieges erworben habe. In der heutigen Sitzung
zum Rand eines häßlichen Hutes — und mxfjte lächeln, obwohl der Mißmut ihm aus allen Poren sprang.
„Herr Riedinger?"
Die Stimme klang zaghaft, beinahe weinerlich.
Er zog den Hut, sehr gemessen, und setzte ihn ebenso wieder auf. Gr wartete.
Ein Kichern drang an sein Ohr, wie das perlende Spottgelachter eines Wald- oder Erdgeist es.
„Sie haben mich zu sprechen gewünscht, mein Fräulein," begann Riedinger da mit betonter Ernsthaftigkeit. , _
Die weiße Boa bewegte sich nicht mehr. Da- Segen blitzte eine kleine elektrische Taschen- impe .auf. , ,,
„Hier! Damit Sie doch toiffen, wie ich aus- sehe."
„Mein Fräulein," sagte er geärgert, „ich kann nur so viel unterscheiden, daß Ihre Boa Sie vor jeder — aber auch jeder Erkältung schuhen muh! Sie ist dicht und weiß und gestattet keinen indiskreten Blick. Und das ist sehr klug von ihr. — Womit kann ich dienen?"
„Oh, es ist nichts — ich habe nur gewettet - Was?"
„Daß es mir gelingen würde, Sie beute zu sprechen. (Man hat mir prophezeit daß Sie nicht kommen würden. Ich war neugierig; bin natürlich begeistert von Ihren künstlerischen Leistungen — und — da bin ich!"
Dem Schauspieler schwoll eine Ader an der Schläfe.
„Man hätte Ihnen fast richtig prophezeit. Ich übersehe sonst diese Briefe. Wenn etwas mich veranlaßt hat, meinem Grundsatz untreu zu werden, so war es das Bedürfnis, einmal gegen einen weitverbreiteten Krebsschaden Stellung zu nehmen! Die erste beste Gelegenheit herauszugreifen. Und diese Gelegenheit — das war« zufällig Sie, mein Fräulein, mit der weihen Boa!
„Danke!"
wurde festgestellt, daß die betreffenden Möbel bereits vor dem Kriege in durchaus ordnungsmäßiger Weise gekauft worden waren. Die Angeklagte wurde wegen Beleidigung zu 5 0 0 M k. Geldstrafe verurteilt, auch wurde dem Bele digten d.e Publikationsbefugnis bin» sichtlich des Urteils zugesprochen.
Ein Maschinist aus Halle sah im vorigen Monat, wie ein Kaufmann von hier sein Fahrrad in den Hausflur seines Geschäftes stellte, ohne es abzuschließen. Er schlich sich hin, holte das Rad heraus und fuhr damit davon, obwohl ihm der Eigentümer, der den ganzen Vorgang bemerkt hatte, zurief, er solle das Rad stehen lassen. Im Seltersweg wurde er von einem Schlosser, der durch die Rufe des Eigentümers aufmerksam gemacht worden war, angehalten. Heute suchte er sich damit herauszureden, daß er völlig betrunken gewesen sei und in diesem Zustande als le denscha.t ltzer Radfahrer Lust bekommen habe, das Rad einmal zu probieren. Das Gericht war jedoch nicht so leichtgläubig, sondern verurteilte ihn wegen Diebstahls zu 6 Monaten Gefängnis.
Drei junge Burschen haben im Februar l. I. auf dem hiesigen Güter bahn Hof aus Güterwagen Kohlen, die für das städtische Gaswerk dahier bestimmt waren, in nicht unerheblichen Mengen gestohlen. Mit Rücksicht auf ihre Vorstrafen und auf den Umstand, daß die Kohlen sich noch an einem zur amtlichen Aufbewahrung bestimmten Orte befanden, wurde einer von ihnen an Stelle einer Gefängnisstrafe von einer Woche zu 700 Mark Geldstrafe, der andere an Stelle von 2 Wochen Gefängnis zu 1600 Mark Geldstrafe und der dritte, der schon mehrere Ge- sängnisstrafen verbüßt 'bat, zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Das Gericht wies 'hierbei darauf 'hin, daß die Kohlendiebstähle an der Bahn allmählich einen gerade gemeingefährlichen Umfang angenommen haben, und daß deshalb mit strengen Strafen gegen die meist jugendlichen Diebe vorgegangen werden müsse.
Milder wurden zwei Schülerinnen und ein junger (jpengler von hier bestraft, die auf dem Ko'hlenstrang von den Eisenbahnwagen herunter- gefallene Kohlen zwischen den Geleisen in unbedeutender Menge ausgelesen hatten. Die beiden Mädchen erhielten die Strafe des gerichtlichen Verweises, während der Spengler noch einmal mit einer Geldstrafe von 100 Mark davonkäm.
Ein Kaufmann von hier war angeflagt, vor Weihnachten 1921 sich geweigert zu haben, einen Schirm im Kleinhandel an einen Verkäufer zu dem Preis, mit dem er im Schaufenster ausgezeichnet war, abzugeben. In der Hauptverhandlung wurde der ganze Vorfall zu Gunsten des Angeklagten aufgeklärt, wes'halb seine Freisprechung erfolgte.
Im November v. I. trnirbe ein Arbeiter aus Marburg auf dem piefigen Bahnhof mit einem Fahrrad wegen Verdacht des Diebstahls angehalten. Gr behauptete, es während seiner Zugehörigkeit zum oberschlesischen Grenzschutz einem polnischen Insurgenten abgenommen zu haben. In Wirklichkeit hatte er es jedoch einem Bürgermeister in Oberschlesien gestohlen. Wegen Rückfallsdiebstahls wurde der Angeklagte, der bereits früher schon einmal ein Fahrrad entwendet hatte, zu neun Monaten Gesäng nis verurteilt.
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Schlichtungsausschutz der Provinz Oberheffen.
Verhandlung vom 17. August.
Dem Zentralverbandder Fleischer und der Fleischerinnung Bad-Nauheim wurden folgende Gesellenlöhne vorgeschlagen: im ersten Jahre nach der Lehre ab 1. August wöchentlich 500 Mk. und ab 15. August 750 Mk.; bis zu 21 Jahren 700 Mk. und 1000 Mk.; vom 21 biS 24 Jahren 900 Mk. und 1200 Mk.; über 24 Jahren 1000 Mk. und 1400 Mk. Für Kost und Wohnung sollen hiervon ab 1. August wöchentlich 250 Mk. und ab 15. August 400 Mk. abgezogen werden. Das sogenannte Trinkgeld soll wegfallen, die Einkommensteuer nach den geseh- Itdjen Vorschriften vom Lohn abgezogen werden und von den Versicherungsbeiträgen sollen die Gehilfen ihren gesetzlichen Anteil ebenfalls entrichten. Den Forderungen des Zentralverbandes der Fleischer wurde durch diesen Schiedsspruch vollkommen stattgegeben. Die Innung wollte an der bisherigen Entlohnung nichts ändern. Dies bisherigen Löhne waren mit Wirkung vom 15. 6. 22 250 Mk., 350 Mk., 450 Mk. und 500 Mk., bei fretei Kost und Wohnung, „Trinkgeld" (Erlös
für Magen, Blut, Blase usw. bei Kälberschi ach- tungen) und Entrichtung der Einkommensteuer und der gesamten Versicherungsbeiträge durch die Arbeitgeber.
In der Lohnstreitsache des Deutsche« Musiker Verbandes und des Verbandes der Unternehmer von Musik- Veranstaltungen in Dad-Nauheim wurde Erhöhung der Gagen des Tarifvertrages vom 30. 6. 22 um 30 Prozent ab 1. 8. und 45 Prozent ab 15. 8. durch Schiedsspruch vor- geschlagen. Gefordert waren 60 Prozent ab 6. 7. 1922 und 75 Prozent ab 1. 8., geboten 30 Prozent ab 1. 8. 22.
In beiden Gesamtstreitigkeiten erhielten die Streitteile eine Woche Erklärungsfrist.
In der Anttagssache des Deutschen Holzarbeiterverbandes und des Z en - tralverbandesder Zimmerer gegen den Arbeitgeberverband der Industrie in Oberhessen wegen Erhöhung der Löhne der Sagewerksarbeiter und in der Antragssache des Deutschen Metallarbeiter -Verbau des gegen die Vereinigung der Friedberger Installationsfirmen wegen Lohnerhöhung und tariflicher llrlaubsregelung verständigten sich die Parteien ohne öffentliche Verhandlung.
Gin kaufmännischer Angestellter der Firma Gg. PH. G ai I in Gießen erhob auf Grund des Betriebsrätegesetzes und der Demobilmachungsverordnung vom 12. 2. 1920 Einspruch gegen Kündigung. Dem Einspruch wurde nicht statt- gegeben, denn der Angestelltenrat hatte ihn nicht für begründet erflärt, und es war nicht zur Personalverminderung gekündigt worden.
Ein Techniker des Schweihwerks Samesreuther in Butzbach zog fernen Einspruch beim Schlichtungsausschuh gegen fristlose Entlassung, nachdem keine Verständigung in der Verhandlung erzielt worden war, zurück, um auf die Gehaltszahlung für die Kündigungszeit bei Gericht zu klagen.
Den Astoria-Lichtspielen in Gießen wurde die Entlohnung des Geschäftsführers nach der 3. Gehaltsklasse des Gehaltsabkommens vom 27. 6. 22 zum Tarifvertrag für die kaufmännischen Angestellten der Industrie In Gießen aufgegeben.
Gegen die polnischen Saisonarbeiter des Gutes Hof-Güll bei Lich stellte der Gutsbesitzer Antrag auf GinigungsverHandlung zur Beilegung des Ausstandes. Da der Vorarbeiter als Vertreter der Antragsgegner der Ladung zur Verhandlung ohne triftigen Grund nicht gefolgt war, wurden ihm 100 Mk. Strafe auferlegt. Die Verhandlung wurde vertagt.
Landwirtschaft«
• Rotlauf der Schweine. Das Kreisamt Gießen weist öffentlich darauf hin, daß das Gesetz über die Entschädigung für an Rotlauf verendete Schweine bereits am 1. Mai vorigen Jahres außer Kraft getreten ist. Anträge auf staatliche Entschädigungsleistung, die immer noch eingereicht ckerden, sind völlig zwecklos.
* Die Maul- und Klauenseuche. Die Gemarkungen Langsdorf und Bettenhausen find auS dem DevbachtungSgebiet ausgeschieden.
* Hohe Pferdepreife. Bei dem in den letzten Tagen im Landgestüt Dillenburg abgehaltenen Verkauf von Pferden wurden sehr hohe Preise erzielt. Der billigste Hengst „Kapitän", 18jährig, ging mit 29 000 Mk. ab; den höchsten PreiS erzielte „Marlepartus", ein 4- jährigeS Tier, mit 101 000 Mk! Die anderen Preise waren 41 000 Mk., 46 000 Mk., 50 000 Mk., 71 000 Mk., 73 000 Mk., 77 000 Ml., 79 000 Mk., 81 000 Mk., 91000 Mk. 92 000 Mk., 95 000 Mk. Dabei war ein Teil der Pferde nicht fehlerfrei, u. a. waren eine Anzahl Kehlkopfpfeiser.
Aus dem AmtsverkündigungsSlatl.
" DaS AmtSverkündigungsblatt Nr 90 vom 18. August enthält: ©runbabtretung für die Gewerkschaft Gießener Braunsteinbera- werke. — Diehmärkte. — Viehseuchen. — Fleischbeschau — Ginkommensteueranteile. — Einsendung der Gemeinde-, Mark« und Stiftungsrechnungen. — ViehhandelserlaubniSlarten. — Festsetzung des durchschnittlichen Iahresarbeitsverdienstes land» und forstwirtschaftlicher Arbeiter. - Schulbesuch der jüdischen Kinder. — Auflösung des deutsch- völkischen Schuh- und Trutzbundes. — Dienstnachrichten.
Was ich Ihnen sage, richtet sich nicht gegen Sie! Es richtet sich gegen die Sache! Aus Ihrem Lager flattern allzuviele fuße Worte in unser feindliches Lager hinüber! Sie haben kurzes Glück, aber noch viel mehr Jammer Zweifel, ja sogar Ghezwiste verursacht. Unb darum hat mal einer den Mut, ein Warner zu fein: Ihr da drüben - laßt uns in Ru^ -- schreibt uns nicht mehr — gebt uns keine Stelldicheins und keine Goschenie , beim jtotf$en eurer Welt und unserer Wett —, da fließt ein breiter, dunkler Strom, über den keine Brücke führt!" „ . _
Er atmete schnell, seine Stimme wuchs zu ihrem eigenen, berückenden Wohlklang.
„Verzeihen Sie mir! Sie sind ja niemand für mich! Eine von jenen, die da meinen, auch die Person des Künstlers gehöre der Menge, die ihm im Theater zullatscht. Für Sie gilt es eine Wette — für andere wieder anderes! Aber wir könnten Sie einmal enttäuschen! Wir könnten einmal das Spiel in bitteren Ernst zu verwandeln suchen!
„Unb — Sie selber?"
.Ich?" Gr lächelte, nahm den Hut ab und fuhr sich mit der Hand durch daS dichte, dunlle Haar.
„Ich fühle keine Versuchungen für mich in solchen Gelegenheiten? Wäre ich sonst hier? Liebes Fräulein! Sie unterschrieben sich Gilt) — aber ich leone Sie trotzdem nicht! Sie sind für mich nur ein Begriff, keine Persönlichkeit! Haben Sie den Mut, der guten Sache zu dienen? Schreiben Sie uns nicht mehr! Keine an keinen von uns. Betrachten Sie uns als eine unerreichbare Welt!"
„Ich habe mir Ihr Bild gekauft," sagte die weihe Boa in sonderbarem Ton.
„Wersen Sie es ins Feuer, mein gnädiges Fräulein," sprach Riedinger kalt.
(Fortsetzung folgt)
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IKW^W KDWW c
Frankfurt a. M.. 13 August 1922.
Marknotierungea.
Handel.
18. 8.
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Darmstädter Bank .
Wechsel auf
Schweizer Franken
FI. = 204.40
Nationalbank f. D. .
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heutigen
1Cz7,50 810,
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Bilm am 31.9?» 1921.
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Fichte
7684D
Mainzlar, 19. August 1922.
7683D
Doch. Gußstahlwerke 1^50, Bud.- Eisenw.- Akt.. 1120,
1.7.14.
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88.80
88.80
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71,91
418,47
684,10
72,09
419,52
685.90
530,—
495,-
71,50
1,33
4,46
6,45
12,00
9,61
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. . 100
. . 100
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18.8.
77.50
124.-
Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. 8
965, _ 529,-
500,
70,- 990,-
Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . .
14.8
77,50 118,50 294,-
78,- 554 - 420, - 290,- 2,8,- 499,- 393,- 800, - 250, - 285.-
66,33 298,87
460,60
0.46 0.005
<0.80- 41.60 23.52
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39.60
0.35
524.25 1,52 0,07
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272. 300.
2150, 1175, 2030, 2250, 492 a, 1C60, 1003, 2400, 905, 900, 790,
204.50 0.38 0.0 U5 15.50
41.755
23.49
23.35
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524.50
1.50 0,07
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77.50 119,25 300 -
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412,- 292,- 286, _ 510, — 400,- 303,-
Kurs 18. 8.
17,50 128 - 330,-
80 - 615, ~ 491,50 301 - 299'- 535,- <14,- 323 -
100 Fr. = 1 £ -
100 L. = 100 Fr. x= 100 Kr. = 100 $ —
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LS5, 23)0,
870, 855,
Die Lage scheine keineswegs hottnungS» los wie noch vor 24 Stunden. An einer etwaigen neuen Konferenz mühten auch die beiden Länder teunehmen, die an diesen Nachkriegskonferenzen o cs her nicht teilgenommen haben. Deutschland und Amerika. Deutschland, das ohne Schuld von diesen Konferenzen ausgeschlossen gewesen sei müsse an einer etwaigen Konferenz gleichbereich tigt mit den übrigen Nationen teilnehmen. Man hoffe, daß die Bereinigten Staaten es nicht ab- lehnen werden, auf der Konferenz vertreten zu sein, wo die Finanzen der Welt ernstlich erörtert werden mühten. Ohne Deutschland und die Bereinigten Staaten könne der Plan einer Zu» lammenkunft im Haag fallen gelassen werden. Durch die Abwesenheit der einen oder anderen von diesen beiden Nationen würde jedes in Aussicht genommene Verfahren hinfällig werden. Vor der Entscheidung im Frankfurter Buch» druckerstreik.
MsWkÜM
Beste« \ XV
d<3S
Beste I
!~ABRIK KESSLER & CO. GELNHAUSEN
Gießen, den 18. August 1922.
Der Gberbürgermeister.
5. D.: Dr. Leib, Beigeordneter.
Datum:
5"/„Dlsch.Kriegsanl. 4°/<>Dtsch. ReichsanL 3°/. Disch. Neichsanl. 4*7O Preuß. KonsolS Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Lomm.u.Privatbank
302 -
78 25 605,- 500, — 295,- 297,- 580,- 415, — 3S 0, — 270.« 294, -
1180' 2018 - 2300*— 5050* - 1
1167' — 2015-
Holland. . . Deutschland Wien . . .
Prag . . . Paris. . , London . . Italien . . Brüssel . . Budapest. Neuyork. .
Agram . .
Warschau
Frankfurt a. M., 18. August.
(WTD.) Wie uns aus Arbeitergewerkschaftskreisen mitgeteilt wird, trifft die Meldung, daß der B u ch'd r-u ck e r st r e i k durch die Vermittlung des Oberbürgermeisters beigelegt worden sei, in dieser Form nicht zu. ES ist zwar eine DermittlungSaktivn einge-
14.8.
-.64
-,'so
- ,50
6985,-
4,86
-.'12
Mr. =
Kr. = Kr. =
685 978.92
©tanö der Mitglieder unverändert 45 Die Haftsumme beträgt 90000 Mark.
Iiiimi JorfdiHürüiit ju ÜKflhijkr
^ogel, Direktor. Brück. Kontrolleur.
Schlapp. Rechner.
......Fr. 125.40
Züricher Devisenmarkt.
Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.
ML. **--t c .. . . --- -- —
Passiva. Geschäftsanteil-Konto . . Reservefonds.....'
Gffekten-ReservefondS . . * Spar-Einlagen.....
Laufende Rechnungen. . ‘ Diverse Rückstände . . . * Reingewinn......
Börsenkurse.
Frankfurt Berlin
Schluß- Schluß- Schluß- Schluß
Kurs Kurs Kurs
Arbeitsvergebung.
^ur Erbauung von 6 Wohnungen für die Eigenheim-Daugenossenschaft in Gießen sollen die Rohbauarbeiten vergeben werden. Bedingungen Zeichnungen können bei den Architekten §uba"Ia9e~2luderIohanneskirche5, und Schuymacher, Roonstrahe 31, einaeseöen wer. auc^ Offertformulare gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich sind. ^narrung Einreichungstermin 26. August 1922. jeeeD Gigenhetm-Daugenoffenschaft Gießen.
Prozent. Auf dem Schiffahrtsaktienmarkte Thristiania. setzte Norddeutscher Lloyd die AufwärtSbewe- Kopenhagen . 9aA9JDrt bereinigte Elbschiffahrt stieg um ^ockholm . . 180 Prvz Deutsche Anleihen lagen bei ruhi-- '
lest- 3proz- Reichsanleihe war 2oÄ
dU dvz. Hoyer. aieuhorf
Frankfurt a. M., 18. Aug. Börsen- Paris
u n a s b i Tb, Die Effektenbörse eröffnete Schweif . " vorwiegend fest. Die Prersbewegung auf dem Spants. .. . Rentenmarkte richtete sich in den Vormittags- Deutsch.Yesterr stunden nach dem Devisenmärkte. Man nannte Prag
226?1 r-1I85‘ Gebr. Fahr 860, Budapest ' * * SSLS?- ^sterten ihren Kursstand. Buenos Aires
Ehemrsche und Elektrizitatspapiere bewahrten an- Bulgarien ^ngllch chre feste Stimmung. Die feste Tendenz Japan.....
öiett an Kalraktren lagen erheblich höher. ~
Stadt. Arbeitsamt Gietzen
Llebigftraße 16, Teleph. 2054.
können einneftedt werden:
Slrbeitgebern: 1 Wagenlackierer, i Schuhmacher, 1 Korrespondent,
1 drUeut11611 d,rClbCE' 3 Sretnhauer, 1 Glaser,
1 Q. rf > .vaw . CY>_< ■ « ann, 2 Glaser,
1 fetpinhn'sfiA dolsterer, 2 Btlderrabmenmacher, 1 Steinbildbauer, 1 Steinbaner, 2 Bäcker, ein ®»englet utib Installateure, 1 Stukka- tcuj, 2 Wagner, 3 Schmiede, 1 Wagen- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 Weißbinder.
*»'bei anSwärtiaeu Arbeitgebern: 2 Nieter, xroef 2)ret)pr, 2 Kesselschmiede, 3 landw. Knechte und Arbeiter, 1 landwirtschaftlicher Eleve, 1 landw «erronltei:, LTavezierer und Polsterer, 3 Bäcker, 4 Schreiner, 1 Polnerer, 1 Sattler, 2 Steinmetze, «^El-iungs»nonleur, 3 Schuhmacher. 1 Maschinen- Si°nrurt)e ,Co ^^belschreinerei, 1 Beider und ISSu Ä Mr kurnittt« Möbel, sechs
8‘Är 1 **• 1 Statten.
^Mr?en dlrbeit: 1 Buchdrucker, 1 Schriftsetzer "steine, Schreiber und llteisende, Packer, HnuS ^^chen und Slusläufer, Maschinenschlosser, Bau- 1 Krankenpstcger, 1 Sattler, Docker und Metzger, Kellner, 2 Buchbinder, «mei A,^äner, 1 Installateur u. Spengler, 1 Monteur, Heizer, 1 Kraftfahrer, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter, 1 schmied, 1 Schäfer, 1 Gärtner, ein 1 ?c n5rÄ' 2 Zimmerleute, 1 .Fräser!
1 Flickschneider, 3 Elektromonteurs.
8Q6Q.Iin,}£:. Elektromontenre, 1 Elektrotechniker ? WVol^'nenschloffer, 1 Mechanikers 1 Km.smanm ^^"bmacher mit Kost u. Wohnung, ^«nomnwn^^eUe« werden ebenfalls entgegen-
Weibliche Abteilung:
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Die Berufsberatung und ArbeitS Bermitt HfCC werktags von io bis
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SPielvlarr -er frankfurter Lheater.
Schauspielhaus: Sonntag. 22. August: »Blein Eveunb Tebdy". Montag, 21.: „Ein Som- mernachtstraum". Dienstag, 22.: „Mein Freund ■ Miltwoch, 23.: „Gespenster". Donners- 2,^,: .»Der Richter von Zalamea". Freitag, 25.: ,Mein freund Teddy". Samstag. 26.: „Gespenst«^. Sonntag, 27.: „Die lustigen Dagabun» den . Montag, 28.: „Der Richter von Zalamea". Dienstag, 29.: „Ein Sommernachtsträum". Mittwoch, 30.: „Der Richter von Zalamea".
Frikadellen, zart und fein, Werden oft willkommen.sein. ‘Und fürwahr sie sind ein «Segen «Selbst für ganz verwöhnte IMägen. — Wenn sie in der Pfanne schwitzen* £aß Persil*) der Wäsche nützen/
*) Persil, das selbsttätige Waschmittel reinigt, bleicht tmd desinfiziert die Wäsche in einmaligem kurzen Mütchen und bringt durch ^Mitbenutzung des täglichen _ Meerdfeuers für die Wäsche größte MCohlenersparnis. a
Holzsubmission.
Aus den Waldungen der Gemeinde Allerts^ hausen soll nachstehend verzeichnetes Dürr- und Wind, fallholz verkauft werden.
(In einem Teil der Auflage wiederhol^
Entspannung in bet Deparationskrise?
London, 18. Aug. (WTB.) Der Pariser Berichterstatter der „Times" schreibt üb^ ^ angestrengten Bemühungen, die unternommen werden. um die Reparationskommissivn in tert Stand SU setzen, einen Weg aus dem Reparationsdurch- emander zu finden: Man ist ernstlich auf der Suche nach einem Kompromiß. Es besteht nicht ter Wunsch, Stimme gegen Stimme abzuwagen. Einst immkgkeit sei vor allem noL Die Unter» zwischen Dubois und Bradburh liehe auf i)ic Möglichkeit schlichen, daß ein Einvernehmen erzielt werte, obgleich nicht bekannt sei, wie weit! Dubots die Ansichten Doinraräs aiirn OTiiäKr- '
Kiefern 4. KL 2 Stück 1,70 Fstm.
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. 10 751.79
5 400.— . 647 255.41 . 12 874.56
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öehördlich^Anzeigen
Brotpreis.
__ infolge Erhöhung der Kommunaloerbandspreise für Mehl, der gestiegenen Löhne und Unkosten werden aus Grund des Retchsgesetzes über die Regelung des Verkehrs mit Getreide vom 21. Juni 1921, der tzeffi. scheu Ausführungsverordnung vom 4. Juli 1921 und
Bekanntmachung des Kreisamts Gießen vom 8. August 1921 folgende Höchstpreise für auf Brot- marken abzugebende Backwaren gemäß Beschluß der städtischen Lebensmitleldeputation vom 17. August 1922 mit Wirkung vom 21. August 1922 festgesetzt:
Brot . . . . Mk. 29,20 für 1900 Gramm
Brötchen . . . „ 1,20 „ 50 „
Weizenbrotmehl „ 8,50 „ 500
Roggenbrotmehl „ 8,00 „ 500 ”
Die Anforderungszettel über die von der Stadt Gießen zur Erhebung kommende vorläufige Gemeindesteuer (Grund- und Gewerbesteuer) für 1922 Steuerpflichtigen in den nächsten Tagen zugestellt. 76886
Giehen, den 18. August 1922.
Der Oberbürgermeister: Keller.
tion f60 ?d. Metern Rahmstitcken aus Kunststeinen zur Herstellung von Einfaffungs- auf dem neuen Friedhof soll Samstaa HA h6* SU0uTt ^2, vormittags 10 Ahr, offen?- ltch vergeben werden.
- ®te ^^erlagen liegen beim Stadtbauamt Giehen offen, und sind Angebote rechtzeittg dorthin abzu- leben. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 76968
und Gemüsen, e u
?obnen und Gurken waren mafftmteft “offeriert", 5aJtDf,cI1ncni^t lm gleichen Ausmah wie bisher Letztere kosteten 410-425 Mk. Die Preise stell- 'l^Ato^Jor9t: Dohnen 480—500 Mk. Wir- 970 9?n 150S> '2HL- Weihkraut
^0-250 Mk. per Zentner. Blumenkohl 10—15 Mark. Salatgurken 2-12 Mk., Eskarol 1,20 Mk.
^fklumen z Mk., Zwetschen
N?'k ^eclauten 5-7 Mk., Mirabellen 10—15 Mk., Dirnen 5—9 ML Aevsel 6—8 97?f T.-eifdbeeten Sutter I?kÄsa M. L ganne 110—116 ML, lebente Hühner 60—200 ML
nrx r I i n, 18. Aug. (Börsenstimmungs- ttlD.) Der heutige Börsenverkehr erhielt sein Depräge durch den stürmischen Kaufandrang m Dalutapapieren, besonders profitierten hiervon ausländische Renten. Angar. Goldrente gewannen 600 Proz., 5proz. Mexikaner 1700 Proz., Bagdadobligationen 100, Anatolier 140, Tehuantepec-Anleihen 400 Proz. Türkische Lose 1400 Mark. Auch Kolonial- papiere stiegen beträchtlich, so Otavi um 200 Dozent, Canadaaktien gewannen über 300,1 Oberschles. Eisenind. 947 Westsizilianer 340 Prvz. Der Industrieaktien- Phönir-Bergb -Akt. 2200^- 2450.' markt hatte gleichfalls im allgemeinen eine Bad.Anilin-u. Soda 975,- 1035, feste Haltung bei stark überwiegender Kauf- Höchster Farbwerke. 852,- 920, L^^b^.^ursbelserunge^ bewegter, sich aber | 3^1oro'Z io'o' 1090^ 579, 520, 71, 999,
« «r . Aktiva.
Kaffenbestarrd........
Vorschüsse gegen Bürgschaft '
* . Hypotheken . .
* « Kaufschillinge .
n » Wertpapiere . .
" - zed. Forderungen
Effekten-Konto.......
Ausstehende Zinsen.....
Borgelegte Kosten.....
Mobilien-Konto.......
Guthaben bei Banken
Aus den Waldungen der Geineinde feuern , kommt nachverzeichnetes Holz auf dem Submission-. Wege zum Berkaus:
Los l. 13 Fichtenstämme 3. Klaffe = 19,49 Fstm.
" i n ” 4. „ = 21,97 „
„ III. 69 5a — 3g 74
- W- 126 . 5b Z = 36,'40
„V. 34 Fichten-Derbstangen = 2,56
Die Angebote sind getrennt nach Sortimem unö Klaffe, da keine Zusammenrechnung ftattfinbet bif Mm Dienstag, den 22. August I. IS., nach, mittags 5 Ähr, an unterzeichnete Bürgermeisterei etnzureichen, wo alsdann die Eröffnung erfolgt Die Verkaufsbedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, können bet uns eingesehen werden. Zuschlagsfrist t vorherige Besichtigung des Holzes empfohlen, da spatere Einwendungen nicht berücksichttgt werden. ZZ18Ö
Beuern, den 18. August 1922.
Bürgermeisterei Beuern. Walther.
Holzsnbmission.
Die Gemeinde Grohen-Bujectt bringt nach, stehendes Holz im Submissionswege zum Verkauf:
Eichen-Stämme
3 Stämme 3. KL = 1 St. 17, 2 St 15 Mtr. lang, 41-43 Ztm. Durchmeffer, mit 6,50 Fstm.
Angebote sind pro Fstm. bis zum Donnerstag, den 24. ÖS. Mts., nachmittags 1 Uhr, an unter- zeichnete Bürgermeisterei einzurcichen, wo alsdann die Eröffnung erfolgt. Die Verkaufsbedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, können vorher bei uns eingesehen werden und werden nach Eröffnung bekannt gegeben. Die Stämme lagern in der Nähe des Bahnhofs. Die Ge- meinde behält sich die Genehmigung vor.
Großen-Duseck, den 18. August 1322.
Hessische Bürgermeisterei Großen-Buseck.
©ans. (7689V
2. Klaffe.
5a Kl. 3 Stück 1,82 Fstm. " 6b „ 13 „ 3,31
An?*b°t<. sind verschlossen bis zum Donnerstag den 24. August nachmittags 4 Uhr an die unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, woselbst alsdann die Oeffnung der Angebote erfolgt M t h.tt^U"d der Ängebote unterwerfen sich die Bieter
Verkaufsbedingungen und werden dieselben vor der Eröffnung bekannt gegeben. Es wird empfohlen, das Holz zu besichttgen. 4. Klaffe Kiefern ist auch
d)-Ce nff^° 3r b" gnet Die Genehmigung blelbtim Etitzelnen wie tm Ganzen Vorbehalten
Allertshausen, den 18. August 1922. Bürgermeisterei Allertshausen. ___Reinhardt.
7 Geraldine Farrar
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Hammen der Wüste
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stiegen. Don Maschinenfaürikaktien waren Electton Griesheim 975, AugSburg-Nürnberger mit 90proz. Besserung ätsche. Dereinsbank 182. _#w
bevorzugt. 3m übrigen waren die Kursver- Berliner DevisemnarU.
?rnT?^rUnfcen r cd.iemnc^ beschränkt. Teilweise Geld Brief Geld
auch zu geringfügigen Datum: 14. August ib.AuE^
E>chwachungen. Von Banken erreichten Amstd.-Rotterd. 31885,05 31964.95 44644 iü 44755 90 Jterlmer Handelsgesellschaft wiederum 1200 Brüffel-Antw.. 6342,05 6357.90 8739'05 8760*95 Prozent. Auf dem Schiffahrtsaktienmarkte Thristiania . .. 1*182,75 14217,75 19975 20 20 '25, - , - - I ------"--- 1/6-7,90 17672,10 24S1890 24881 Id
21584 - 21602 - 30362, - 30438*10 1722,80 i727*2G 2-*56*9C 2463*10 3745,30 3754,70 5243/10 525630 «670,40 3619,60 5143,55 5156 45 826,04 1158,55 1161*45 67o» 45 9263,40 «286.60 15680^5 15719,65 22172,25 22227*75 12794,- 12816,- 18227,10 18272*85 o 1,49 1J5 1*39
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Gießen, den 18. August 1922. 7687B
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Gießen, den 17. August 1922. 7681B
Kreisbauverwaltung Gießen.
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Zubereitung: B und Zucker werden ruft einem Ten de* mH dem Backln gemischten Mehla verrührt. Dann arbeitet man die kal(gestellte und In Stückchen zerpflückte Butter mit dem Rest da Mehla unter die Masse und fügt noch so viel Milch hinzu, daß ein fester Teig entsteht Man bäckt den 2 Messerrücken dicken Teig in einer butterbestrichenen Springform bei mäßiger Hitze in etwa V* Stunde hellbraun.
Diese Anweisung gibt 2 bis 3 Böden. Man belegt sie mH beliebigem gekochtem Obst wie Stachelbeeren, Erdbeeren, Kirschen, Zwetschen usw. Den Obstsaft verdickt man mit Dr. Oetker** Gustin und gibt Ihn heiß über die Früchte. Die Tortenböden kann man einige Tage snfbe- wihren, belegt sie jedoch erst am Tage da Gebrauchs mit dem Obst
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