'M. Montag, 19. Juni 1922 172. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bi, zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen v- 34 mm Breite örtlich 150 Pf., auswärts 180 ‘Pf.; für Netz! ame» Anzeigen von 70 mm Breite 500 Pf. Bei Platz. Vorschrift20 „Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen bten •ssenz. ^hausen, Ur. 141 Erscheint täglich, aufoer Sonn, und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiehenerFamilienblätter MonallicheSerua5vie-.se: Mk 20.— und Mk. 2.— Trägerlohn,durch diePost Mk. 22.—, auch bei Nicht, erscheinen einzelner Num. mcrn infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für die Schrist- leilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Aineiaer Hieße». poftschectlonlo: $t®tff*d bcc Preise auf Befehl ter Entente in dreiem C^ahie bekommen können, müffen wir den ganzen Eingang an Getreide vom Inland unb A Island zusammen werfen. Darrn liegt preis mätzig di 2 Härte für bfc Landwirtschaft, die nach Möglich- feit ausgeglichen werden soll. Das Opfer aber mutz von der Landwirtschaft im 3ntereffe des Vaterlandes ged acht w^rdm 3m Lauf: des Jahres soll der Preis nachgeprüft werden, so datz eine so grobe Differenz zwischen ten Umlago und ten freien Preisen nicht wieder entsteht wie im Vorjrhic. Eine weitgehende Mitwirkung der Landuirtsch-ast bei den VerteilurgsmatznahmLn ist vorgesehen. Brotkarten sollen an solche nicht mehr ausg g .ben werden, iie durch etn erhebliches Einkommen u >rd Vermögen nicht voraus angetoiefe-i sind. Eine endgültige Entschlief.ung darüber liegt noch nicht vor, doch würde dadurch auf alle Fälle eine wesentliche Minderung des einzu führ enden Arslaods- grnrcides he brigesühri. Eine wesentlrche Erhöhung des Verkauf;preise- dcr Reichsgetrewe- stelle mutz eintreten, so datz sich der B r o l p r e r K a u t e t to a da s-D oppelle erhöhen dürfte. einen sehr begrenzten Um fang haben. Es wird angenommen, dah einer der Hauptgegen- ständc der Besprechung die Frage des nahen Ostens sein wirt. Sicherlich wird auch dic Haager Konferenz und die Frage der deutschen Reparationen. wie sie sich nach der Entscheidung des Banlierausschuffes barftcllt, besprochen. London, 19. Juni. (WTB.) Der politische Berichterstatter des .Daily Ehronicle" schreibt, daß terit Frühstück, das Lloyd George heute za Ehren P o i n c a r e 0 in der Dvwning-Sireet gibt, mit grotzem 3ntereffe ent- gegenfef^m wrrdc. Es rc.Uut?, datz nach 2>:m Fmrhstück, an dem alle Mckwirder des Kabinetts sowie Lord Derby und Lord d ' Ab e r n d n teilnehmen, sich die beiden Ministerpräsidenten zu einer privaten Unterredung zurück- ziehen würden. Von französischer Seite tetto mit- geteilt, datz Poincare den Wunsch habe, aal die Frage des englisch-französischen Paktes zurückzukommen. Wenn dieser Pakt er- örtert werden sollte, so mühten die politischen Fragen, in denen Frankreich und England nicht übereinstimmten, erörtert werden. Aus jeden Fall nord Jmgegend icnirinameu, "cnetnufl rfSartifeln Im L Ereil ngasse 15 t5788h ; Posten ArbtlU’ itel, 8portinil|ii Drellhosin, blioe n und oüleS mehr «w nen Entscheidungen and Urteile zu behandeln. Die Wiederaufnahme eines Verfahrens kann nir mit Zustimm ing der drei alliierten in der interalliierten Regierungskommission für Oberfchl:sten vertretenen Mächte ringelettet werden. Keine Gnadenmatz nähme, keine Veränderung, Aufhebung odcr Kürzung der Strafe darf z t Gunsten von Personen, die wegen Straftaten gegen d i e Alliierten verurteilt worden sind, ohne Einverständnis der drei alliierten Mächte erfolgen. Wenn der Gefangene eine Strafe in einem alliierten Militärgefängnis des Rheim lande» verbützt, hat der Ausschuß für das Rheinland das für die Gnadenmatznahme bezügliche Verfahren einzuleiten. nalc Bottspari ei und die Deutsche BolkSpartei ihre gesamte städtische Wählerschaft verlier ren würden. Berlin, 17. Zuni iPriv.-Tel.) Seite vormittag hatte der Reichskanzler mit den Führern der K o altztzion spa r 1 e te n eine längere Aussprache über die pa r la men ta r Ische Lage, insbesondere über die Frage der Z w a n g s a n leihe, der Erbschaftssteuer- Novelle unb über die Getreide tntlage Die .Vossilche 3eitung“ teilt mit, datz der Reichskanzler auch die Frage der Reichspräsidentenwahl anschnitt. Man unterhielt sich informatorisch darüber und beschloß, die Besprechan- gen fortzusehen. Laak dem „‘B. T." wird damit gerechnet, datz die Regierungswrilärang des Kanzlers übei die Repara. ionsverhandlungen und die damit zusammenhängenden Fragen am Mittwoch erfolgt. Der Gesetzentwurf über die ®etrcibeumlage. Berlin, 17. Zuni. (Wolff.) Der Geseh- entwurs über die Getreide am läge ging item Reichstag zu. Daza wird von zuständiger Seite erklärt. Das Znlandsgetreide deckt unseren Bedarf nicht, und Aislandsgetreide kommt durch den freien Handel nicht in genügeijbcr Menge herein. Durch Angebot und Nachfrage ist der "Bebarf nicht zu regeln. Die Landwirtschaft glaubt, auf freiem Wege zu den notwendigen Me gen an Znlandsgetreide kommen zu können, die Regiering glaubt dies aber nicht. Die Landwirtschaft wollte 2 Millionen Tonnen zum freien Marktpreis der Rezicrung z rr Verfügung stellen. D. zu müßte die Landwir.fchast ernr neue Organifation schaf en; men. datz irgendeine Zusammenkunft der beiden Premierminister vor Montag stattfinden wird wegen der vielen anderweitigen Verpflichtungen Poincares. Für die Besprechung ist noch kein end-- \ gültiges Programm festgesetzt. Wegen der wahrscheinlichen Rückkehr Poincares am Montag abend wird die Unterredung notwendigerweise Erfolg daran arbeite, die Entente zwischen England und Frankreich enger zu gestalten, die auf dem Boden der ehemaligen Schlacht- etter sichtbare und unauslöschliche Spuren der ewigen Gemeinsamkeit hinterlassen habe, die von nun an die Geschicke der beiden Nationen untrenn- Der Garantieausschutz in Berlin. Berlin, 19. Juni. Wie der „Lokalanzeiger" meldet, ist der Daran bi eausschuß gestern abend aus Paris in Berlin ein- getrvffen. Das Blatt nimmt an, dah die Besprechungen mit den Berliner Instanzen schon heute beginnen werden. Paris, 17. Juni .(Wolff.) Heute verlassen die Mitglieder des von der Repara- tionskommisfion zur Finanzkontrolle des Deutschen Reiches geschaffenen Garantie-Ausschusses Paris, um sich nach Berlin zu begeben. Ein Finanzsachverständiger gab dem „Excelster" Erklärungen über die gegenwärtige Mission und die Zusammensetzung sowie die Machtbefugnisse des Garantieausschusses. Der Garantieausschuß ist aus zwei Mgeordneten jeder Macht bei der Reparattonskvmmission und hohen Finanzbeamten zusammengesetzt, die verschiedenen Dienststellen dieser Kommission angehören. Außer diesem von dem französischen Abgeordneten beim Garantieausscbuß. M a u c l e r c. geleiteten Bureau, der bald in Berlin, bald in Paris wohnt, gibt es ferner noch ungefähr Inspektoren, die gewöhnlich in Deutschland wohnen und in ständiger Beziehung mit der deutschen Regierung stehen. Das am 5. Mar eingerichtete Komitee arbeitet schon seit jenem Zeitpunkt. Es ist gegenwärtig von der Reparattvnskommission damit beauftragt, mit dem Deutschen Reich sämtliche Ausführungsmöglichkeiten zu regeln in Bezug auf die Vorbereitung der Budgets- und der Steuergesetze, sowie die schwebenden Staatsschulden zu überwachen. Das Bemelmaiis-Abkommen. Paris, 17. Juni. (WTB.) Der Wieder- gutmachungsausschuß reröffc Nicht heute den Wortlaut des Abkommens, das zwischen der deutschen Regierung und Bemel- m a n s getroffen wurde, um die Regelung eines Teils der Sachlieserungen zu erleichtern. Bekanntlich wird das Abkommen mit Demelmans nicht auf Frankreich anwendbar sein, für das nur das Wiesbadener Abkommen abgeschlossen wird, um die Zahlungen der Reparationen zu erleichtern und sich auf wirtschaftliche Erwägungen gründen, denen der normale Handel unterworfen ist. Der zwecke Absatz sagt, daß das in dein Abkommen eingeschlagene Verfahren durch die Reparationstemmistion den einzelnen Regierungen vorgelegt wird, die es annehmen oder ablchncn können, durch die Annahme aber mindestens 6 Monate gebunden find, mit der Möglichkeit, es .auf einen Monat zu kündigen. Das Abkommen bleibt in Kraft zwischen dem Ausschuß und dem Reich bis zum 31. Dezember 1922 und wird von Jahr zu Hahr automatisch verlängert, wenn es nicht von einer der beteiligten Parteien bis zum 30. November cefünbigt wird. Wenn nach der Periode von 6 Monaten das Reich auf feiten eines Alliierten, der das Verfahren angenommen hat, Verfehlungen feststellt, so kann es mit einmonatlicher Kündigung bei dem Ausschuß beantragen, das genannte Abkommen mit dem betreffenden Lllliierten als beendet zu erklären. Artikel 8 bestimmt, daß die Verträge, einen Mindestwert von 1500 Gottmark haben müssen und nach den Handelsgebräuchen bireft zwischen deutschen und alliierten .Untertanen abgeschlossen werden. Die so gelieferten Waren müssen ausschließlich in dem Gebiet des beteiligten alliierten Staates verwendet oder verarbeitet werden. Die alliierten Regierungen, welche das Abkommen annehmen, müssen sich Poincar6 in London. London, 18. Zuni. (Wolff.) Das Ban- kett zu Ehren Poincares war der Anlaß einer c indrucksvollen französischen Kundgebung. Mehr als 500 britische, französische und alliierte Staatsangehörige, Gesandte unb bevollmächtigte Minister nahmen daran teil. 'Beim Dessert begrüßte Lord Derby die französischen Gäste und erinnerte an die von Poincare der gemeinsamen Sache geleisteten Dienste^ Viscount Burnham brachte einen beredten Trinkspruch aus. „Wir grüßen den Heldenmut der Nation," agte er. Vurnham rühmt die Frauen Frankreichs, die ihre Pflicht in glänzender Weise taten. Ca - van. der Ehcf des Generalstabs erklärt, die Schlacht von Verdun werde ein großartiges Bei- picl der Widerstandskraft der franzöfifchen Truppen bleiben. Kein Lob übertreffe ihren hartnäckigen Widerstand gegenüber einer immer wachenden Zahl. London, 17r 3uni. (Wolff.) 2n seiner Rede bei einem Bankett der britischen Gesellschaft für die befreiten Gebiete sprach Poincare feinen her-zlichen Dank für die Nächstenliebe aus, die das britische Volt trotz der wirtschaftlichen Krise bewiesen habe. Er sagte, er freue sich, daß er bei seiner Rückkehr nach London die Freundschaft, die die französische mit der englischen Nation verbindet, ebenso lebendig und stark wieder gefunden habe. „Ihre Politik," sagte er, „ist die beste von Allen. Es ist d i e P o l i t i k d e s H e r z e n s. Sw genügt, um die Mißverständnisse verschwinden zu lassen unb dic Annäherung der Geister zu bewirten. Die Staatsmänner brauchen nur Ihrem Beispiel zu folgen.“ Der Ministerpräsident wies nachdrücklich auf die großartigen Wirlungen der Freigebigkeit der britischen Gesellschaft für die unglücklichen, schwer geprüften Bevötterungen hin Er lobte besonders Lord Derby, der mit solchem ra®»®* ‘SS?- « „Fra^6/ gggllstraM Die Räumung Oberschlesiens. DaS vberschlesische 'RaumungSabtommen zwilchen Deutschland, Polen und der interalliierten Kommission, ist am 15. ds. Mts., spät in der Nacht, noch unterzeichnet worden. Die interalliierte Kommission hat int Anschluß an die Unterzeichnung die neue Grenzlinie den beteiligten Machten, d h. Deutschland und Polen, notifiziert. Damit ist das Signal zur endgültigen Räumung deS Abstimmungsgebietes gegeben, die Wiederkehr Westoberschlesiens zum Mutterlande, aber auch der '' bemühen, die Wiederausfuhr der Waren zu verhindern. Die Verträge müffen sofort nach ihrem Abschluß von dem Wiedergutmachungsausschuh genehmigt werden, der sie der deutschen Regierung zur Kenntnis bringt Diese vorläufige Genehmigung wird endgültig 14 Tage nach der Benachrichtigung, falls eine der beteiligten Regierungen nicht unter Darlegung der Gründe die Zurückziehuna der torläu igen Genehmigung beantragt, erteilt Die endgültige Genehmigung verpflichtet das Reich, sofort die Ausfuhrerlaubnis zu erteilen. Der deutschen Regierung wird durch den Wiedergutmachungs- ausfchuß zu Lasten der intcrcfficrten alliierten Regierung der Gegenwert in Goldmark der von ihr vorgelegten Summen gutge- schrieben. Eine Anlage A gibt eine Liste (die monatlich neu festgelegt werden soll) derjenigen Artikel, deren Ausfuhr gegenwärtig verboten ist. Eine Anlage B gibt eine Aufstellung der Waren, bei dürfte. hervor. Die Draridschnben dürfen'auch nicht durch was bis jetzt bekannt geworden ist, scheint ---- i r (Nachdruck verboten.) 14. Fortsetzung. die ich hie Damen zi „,Hnb ^lO’ibzn (Fortsetzung folgt) Munde. ...Frau ©teiltet?' „.Borne, zw.i Treppen!' trag des Nennwertes. a. Sin schweres Llnwetter wütete am SamStag über unserer Gegend. Nach dem, Deutscher Reichstag. 228. Sitzung, mittags 12 illjr. Berlin, 12. Juni 1922. An Stelle des verstorbenen Schriftführers Nacken (Ztr.) wird der Nbg. Schwarz (Ztr.) zum Schrift sichrer gewählt. Der Entwurf für eine angemessene Entschädigung für die Schössen, Geschworenen und Bertra ^enspersonen wird in zweiter und dritter Lesung angenommen. Das Wiesbadener Abkommen und das Demelmann-Abkommen gehen de- bottelos an die Ausschüsse. Die Zwangsan leih e, die Aenderung des Einkommen st euergesetzes wnd de Anträge der Rechtsparteien auf A e n d c r i n g des Erbschafts st euergesetzes kommen gemeinsam zur ersten Berat ing. Abg. Höll ein (Komm.) protestiert gegen die Steuerpolitik der Regier.tng und wirft d.r Sozialdemolratie vor. daß sie ihren Parteigenossen, Neichswirtschaftsminister Schmidt, bei der Erfassung der Sachwerte im Stiche gelassen habe. Da sich niemand weiter zum Worte meldet, werden die, genannten Vorlagen und Anträge dem Steuercrusschuß überwiesen. Es folgt nun die Weiterberat ung der Sch lich tu ngs o rdiiung Abg. M a l z a h n (Komm.) bezeichnet die Einbringung der Borlage kurz vor dem Gewerk- fchaftskongref) als eine Provokation der Arbeiterschaft Die Borlage wird hierauf dem soziapolitischen Ausschutz überwiesen. ihn 3Vt Hfcr vertagt sich daraus das Haus auf Montag mittag 3 dlhr (Getreide^mlage). mir leer begegnet. „.Dersflingrrstva^e 9; rufe ich denr Kutscher zu, .aber im Galopp, und wenn Ihre alte Krugge der Deuaet holt, ich bezahl' es! „Klir ist, als dürfe ich keine Sekunde verlieren. „3r. zwanzig 'THi Uten hält der Wagen vor dem Hause, ich werfe dem Kätscher zwei Taler in den abgezogenen Hut and reiße an ter Bor- ticrsschelle, daß mir der Griff fast in dar Hand bleibt. „.Gnädige Frau, ich bebaire den Tod IhreS Neffen so tief wie Sie, ober nur. weil er mich eines Gegners beraubte, mit dem ich die Waffen zu einem ernsteren Gange z 1 kreuzen gedachte, als zu dem um die verletzte Würde meines Korpst' Lind nun, nachdem Sie ihn gemordet möchten Sie die Hand nach feiner Braut ausstreckeu?? „.Gnädige Frau, ich wäll mit Ihnen uw Worte nicht markten. Aber „morden" dürfte wohl kaum der richtige Ausdruck dafür fein,_l>aß ich mit Ihrem Neffen eine gewöhnliche Ochlager- mensur'ausfocht, and er hinterher infolge eigener Unvorsichtigkeit oder weil der behandelnde Arzt einen Kur. st fehler begangen hatte, sich verblutete? „Die alte Dame lätzt sich auf einen Stuhl finten und es entsteht eine wohl fünf Minuten währende Pause. Ich sehe, daß meine Anwesenheit sie peinigt, aber ich beiße die Zähne zusammen, um fest zr bleiben, und rühre mich nicht vom Flecke. _ ...Was wünschen Sie denn noch?' kommt es schließlich tonlos von ihren Lippen. „.©nötige Frau, es tut mir leid, wenn tch Ihnen Schmerz bereite, abu: ich kann nicht aehe.i, C.13 bis ich Fräulein Helene gesprochen habe!' „Die alte Dame wendet sich ganz entsetzt zu mir am. . , „ „ . 3 Sie glauben doch nicht etwa? . . . 'Ah, das wäre'ja wider alles göttliche und menschliche Recht! Was sollte die Weit dazu sagen?!' „Ich will antworten, daß mir das höchst gleichgültig wäre, wenn nur Helene so dächte wie iS da öffnet sich die Tür, ein Aufschrei, und im nächsten Augenblick schmiegt sich ein zitterndw Leib C7i mich, schlingen sich zwei weiche Arms um meinen Hals. sei Dank, Geliebter, daß du gekom- men trst!' „3d) greife zu und halte fest, rnd tote an .rauch?.«.n kommt cs aus meiner Brust: .Gnädige ; Freu, das ist unsre Antwort!' ...Helene!' „Die alte Dame ist jäh aufgespruwgeu. brr Name r'mmt scharf wie ein Mester aus ihrem arbeiten sind seit einiger Zeit hn Gange. Kreis Friedberg. s.f. Friedberg, 17. Juni. Unter der 2o* sung „Die Jugend für das Alter" veranstalteten die vereinigten hiesigen Turn- und Sportvereine heute eine gemeinsame tur^ ncrisch-sportlichc Vorführung, deren Gesamterlös für die hiesige Altershilfe bestimmt ist. ilm 2 Llhr bewegte sich der stattliche Fesrzug, bestehend aus sämtlichen hiesigen "Schulen und den Mitgliedern der in Betracht formnenben Der- cinc, nach dem Festplatze, der städtischen Seewiese, woselbst sich bald ein reges, sportliches Leben entwickelte. Den Beginn machten gemeinsame Freiübungen von etwa 500 Teilnehmern, dann folgte Geräteturnen der einzelnen Schulen und Vereine, wie der Augustinerschule, des Lehrerseminars, der Turngemeirbe usw. Auch unsere Jüngsten wollten nicht zurückstehen, und so führten die Zöglinge des Kindergartens einen allerliebsten Neigen auf. Es schlossen sich weiter noch an Staffettenlaufen, Keulenschwingen, athletische Hebungen: besonders Interesse beanspruchte ein Handballspiel zwischen Lehrerseminar und Augustinerschule, welches vor» ersterem 7:0 gewonnen wurde. Da das Wetter günstig unb der Besuch lebhaft war, so wird wohl auch der iliUgende Erfolg ein guter fein. — Demnächst, findet für denselben Zweck eine große Keulenschwingen, athletische Hebungen: besonderes Massenchöre sämtlicher hiesigen Gesangvereine zr Gehör gebracht werden: ein Komitee, das sich zv diesem Zwecke gebildet Hat, wird überhaupt ein» großzügige Aktion zu Gunsten der Altershllfe entwickeln. spd. Dad-Nauheim, 18. 3nnL Die vor einiger Zeit aus dem Kurpark-Kasino gestohlene Geige im Werte von 60000 Mcück wurde von der Frankfurter Kriminalpolizei ermittelt und ihrer Besitzerin wieder zugestellt. Das Instrument hatte inzwischen viermal den Besitzer gewechselt. Starkenburg und Rheinhessen. wd. Darmstadt, 18. Juni. Ein wunderbarer Baum steht im Besitz Trcuena 1 an der Nieder-Ramstädter Straße. An einer hohen Buche besuchet sich in etwa 5 Meter Stammhöhe ein gewachsener großer formvollendeter Henkel wie an einer Kanne. Der Henkel hat gleich dem Stamme pulsierendes Geben, denn er zeigt einige neue Triebe Für Forstleute, "Naturwissenschaft - ler und Naturfreunde hat dieses Naturwunder das größte Interesse, da ein künstlicher Eingriff nicht stattgesunden hat. Die Buchen sind seiner zeit aus der Oberförsterei Beffungen bezogen worden. Bei Entastung der Bäume wurde der Aus Stabt und Land. Dietzen, den 19. Juni 1922. Tagung des Reichsvereins Deutscher Feuerwehringenieure in Gießen. (Fortsetzung deS Berichts.) 3m weiteren Verlauf der Tagung hält Ober- brandingenieur Hildebrandt- Köln einen Dortrag über die Lehren, die sich aus dem Brande deS Theater« in Dessau ergeben haben. Danach ist es notwendig, die geltende Polizeivorschrift für Theater einer Revision zu unterziehen. Besonders tntereffant an dem Verlauf des Brandes sind die Druckwirkungen infolge Ausdehnung der Luft bei der plötzlichen Erwärmung, die die theoretischen Untersuchungen bei der Berliner Feuerwehr vollständig bestätigt haben und den Beweis für die Notwendigkeit der Anbringung von „Sicherheitsventilen" an Bühnenhäusern gebracht haben. Am zweiten Derhandlungstage wurden von den Vertretern der Industrie Vvrträgeüber Mein Vetter Jolus. Dvmon von RichardSkowrvnnek. die Verkehrswege tote Treppen und Aufzuge i durchbrochen werden. Dies läßt sich dadurch er- ] reichen, daß entweder die Treppen und Aufzüge ; an den Brandscheiben abgesetzt werden, ins Freie , verlegt toerben, oder im Freien liegende Zugänge über Balkons usw. erhalten. , Dranbingenieur Stube- Breslau stellt kritische Betrachtungen über bie Wasserver- ■ 0 rgung a u f Dranb stellen an unb bringt ür bie Konstruktion der Feuerlöschgeräte berartig cinschneibende neue Gesichtspunkte vor, baß die Versammlung eine Aussprache über das Gehörte , bis zur nächstjährigen Mitgliederversammlung , verschiebt. Magistratsbaurat , Dipl.-Ing. Schäfer- Berlin berichtet über die Möglichkeit der D e r - Wendung d r ah t lo serT ele g ra p h ie bei . der Feuerwehr. Aus dem Bericht geht hervor, 1 daß die Fortschritte der drahtlosen Nachrichten- । Übermittlung soweit gediehen sind, daß sie im ; gewissen Umfange bei der Feu erweh r An Wendung finben tonnen. Befvnbers wichtig ist die Ein- ührung für die Nachrichlenübermittlung von der < Brandstelle aus zu den Feuerwachen bei so großen LöschbezirkLN wie der Bezirk Groß-Berlin unb 1 bei tteberlandlöschhilfc. Einen sehr breiten Raum ber Dcrhanblungen nahmen bie Aussprachen über bas Gerät für Wieberbelebung Scheinto t e r ein, nachdem in letzter Zett schwere Dorwürfe gegen btc Konstruktionen der jetzt gebräuchlichen Apparate erhoben wurden, so daß auch das Reichsgesund- heitsamt sich mit der Angelegenheit befassen mußte. Die Aussprache führte zu dem Ergebnis, daß ein Grund zu ernsthafter Beunruhigung nicht vorhanden ist. Die Verhcuiblungen des 'ReichsVereins Deutscher Feuerwehringenieure haben dem Außenstehenden gezeigt, in wie aufopsemder Weise die Fcuerw eh ringen ieurc der Fortent wicklung des Feuerwehrwesens zum Schuhe des Lebens chrer Mitmenschen und zur Erhaltung des nationalen Vermögens widmen. Die Tätigkett des Reichs- Vereins verdient bas weitgehendste Interesse. Es haben sich auch daher bereits eine größere Anzahl industrieller Unternehmungen dem Verein ongeschlvffen, um seine Arbeiten zu unterstützen und auch wieder daraus einen Nutzen für sich zu ziehen. Es wäre wünschenswert, daß noch aus weiteren Kreisen der Industrie den Feuerwehringenieuren, die ja alle Beamte sind, die Mittel zur ^rrtführung ihrer Arbeit sichergestellt werden. Zu den Anregungen verschiedenster Art, welche die Tagung gebracht hat, müsien als ganz besonders wichtig unb gelungen bie erfolgreichen Vorführungen der Total-Gesellschast, Zweigniederlassung Frankfurt a. M., _ genannt ttrtten. Nachdem am 13. die Werke Dänn in - g e r und Gail und am 14. d'e Gummisabrik Poppe u. Co. eingehende Versuche _mü dem cvttomatt'chen Kehkmiäurctrvcken-F uerlöscher Total angcflcHt hatten, wurde der Total^ Apparat durch den Letter der Frankfurter Zweitzniederlas- sung auf der Tagung des R. D. F. erläutert und erklärt unb auf dem Oswaldsgarten an großen Brandobjetten praktisch vorgeführt. Zu dieser Vorführung waren außer zahlreichen Branddirektoren eine größere Anzahl Vertreter von Behörden unb Indust riewerken der Stadt erschienen. An einem mit Teer und Benzol getränktem Holzobj^t sowie an einem Teerfeld, das reichlich mit Benzol übergossen wurde, wurde die verblüffende Löschwirkung des Apparates gezeigt. Wettervoraussage für Dienstag: Heiter, trocken, wärmer, West- bis Südwestwinde. Der hohe Druck hat sich von Osten her wieber über ganz Mitteleuropa ausgedehnt. Bei Harem Wetter werden die Temperaturen durch Einstrah- lungen ansteigen. ** Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 19. Juni: 18 Grad R. ** Der Ankauf von Gold für das N e i ch durch die Deichsbaiu und Post erfolgt in der Woche vom 19. bis 25. d. M. zum Preise von 1250 Mark für em Zwanzigmarkstück, 625 Mark für em Zehnmarkstück. Für ausländische Goldmünzen werden entsprechende Preffe gezahlt. Der Ankauf von ÄeichSsllbermünzen durch die Neichsbank und Post erfolgt vg»rn 19. d. M. bis auf weiteres zum 25fachen Be- technische Neuerungen gehalten und Neukonftruktivnen von Feuerlöschgeraten, Nctbeleuchtungsanlagen usw. vorgesührt. Am brüten Derhandlungstage spricht Baurat Dr Ing. Silvmvn-Bremen über Drand- abschnitte und AuSgangsverhält- nisse bei Hochhäusern. Er hebt die Wichtigkeit ber Schaffung von Branbabschnitten in vertikaler unb horizontaler Richtung durch Dranb- mauern unb feuernd) ere Decken „Brandscheiben" höhe zu vergeben. ** Fahrs cheinheftchenfür die Straßenbahn können mit Wirkung vom 21. Juni durch bie beia unten Dorvertaufsstellen bezogen werden. Näheres ist aus einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteile ersichtlich. '• Die Bereinigun g des ehemaligen Lanbwehr-Infanterie-Regi- men ts Nr. 116 hielt bei Mitglied R 4 fr 1 im „Württemberger Hof" eine gut beuchte Versammlung ab, wobei bie Kapelle Daubertshäuser tonzertierte. Es würbe b-schlosirn, am 9. Juli In ber „Deutschen Eiche" za Klein-Li ndep eine Famllienzusammenk anft in Form eines Sommerfestes abzuhalten. Die Regimentskamerad ben der ümgegenb werben daran teiln-ehmen. Im 2Iachsommer ist ein Ausslug nach Lich beabsichtigt. T'-IrnoLizen. Tageskalenber sür Montag: Astoria-Lichlspiele, ab heute. „Der Eisenbahn- könig" unb „Das Mädel mft der Maske". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ab heute:. „Die Schiffbrüchigen". Landkreis Gießen. /^Weickartshain b. ©rünberg, 16. 3unt. Das Ohmtalsängerbunbesfest wird am 9. Juli hier abgehalten, 30 Gesangvereine sind angemeldet. Der hi fge Gesangverein verbindet damit dos Fest der Fahnenweihe. Das mtt dem Feste verbundene Wertung-singen der Dandes- Dereine wird Musikdirektor Müller aus Friedberg bewerten. Kreis Lauterbach. A Lauterbach, 16. Juli. FüufAlt- Veteranen aus Deutschlands großer Zeit hat der hiesige Kriegerverem in kurzer Zeit durch den Tod verloren: Feldschütz Andreas Weinberger, 84 Jahre alt, gedient 1860—1863 im Infanterie-Regiment 115; Bürgermeister S t ö p l e r / gedient im Infanterie-Regiment 116; Oberbriefträger i. R. Friedrich Hartmann, 72 Jahre alt, gedient 1869—1871 im Infanterie-Regim. 116; Rechnungsrat i. R. Johannes Frieß, 72 Jahre alt, gedient 1869—1876 als Oberfeuer- werker im Hessischen Arttlleriekvrps, er war lange Jahre Vorsitzender des Hassiabezirks Lauterbach-Schlitz, und Ludwig Weiß, 80 Jahre alt, gedient 1863—1867 iin Infanterie- Regiment 118. Kreis Schotten. ed. Eich elf Achsen. 18. Juni. Hier verstarb im Alter von 37 Jahren der Förster Lang Obgleich er erst seit November v. I. hier tätig hatte sich ber pflichteifrige Beamte bereits bie Ächtung ber gesamten Bevölkerung erworben. Die sterbliche Hülle wurde nach seiner Heimat Storndorf überfuhrt. cd. ilnter»©eibertenrob, 18. Iunr Da bie Wassermenge unsere. Wasserleitung für unser Dorf nicht genügte, taufte die Gemeinde den „Abfluß" der Wasserleitung des Nnchbur- dorfes Stumpertenrod. Du bt.fer voraussichtlich gering sein wird, wurde in unmittelbarer Nähe der Stumpertenröder Quellsassung eine quellreiche Wiese gelaust, deren Wasser durch die Leitung Stumpertenrods unserer Wasserleitung zugefWrt werden soll. Die Ouellfasi ungs- nichts herunterbringen. Ich zahlte und trieb mich eine Stunde lang planlos in den Straßen umher. So lächerlich es sein mag, ich hatte ba'0-21 fortwährend dcrS Gefühl, als müßte mir Helene br« gegnen. Ich starrte allen mir Begegnenden ins Gesichi und bei jeder Wendung um eine Straßenecke glaubte ich, jetzt müßte sie leibhaftig auf mich zekommen — ich glaubte, ich bin damals nicht ganz zurechnungsfähig gew.srn. „Schließlich merkte ich, daß, ich mich verlausen hatte. Ich mußte mir einen Wagen nehmen, im zu meinem Hotel z-urückzugelangen. „Am andern Morgen um acht tlhr war ich auf dem Meldeamt. So früh ich gekommen, stand doch schon eine stattliche Zahl von Borderleuten vor mir. „Endlich tarn ich an die Reihe. „Ich möchte die Adresse von Fräulein Helene Dähne wiffen.,, „Zehn qualvolle Minuten des Wartens, während der Beamte in Oerf ü.i -denen alphabeti ch geordneten Kästchen Herumsucht. Endlich kommt er mit einem Bogen Paplec zurück und liest. Helene Margarete Dähne, gemeldet am 10. Mai Derfflingerstr. 9 bei Fcau Iustizrättn Stellter.' . Ich bitte, mir die Adresie oulfzuschreiben, du ich Mrcht habe, sie zu vergessen, bezahle die Gebühr,' unb die Hände zittern mir vor A iftez ung, so daß ich Taunr den Zettel festhulten kann, auf dem die Ädresse steht. „Unten auf der Straße in die erste Droschke, der Schaden wdes gering $a fern. Dagegen brachten die Gewitter den für das Pflanzen der Hackfrüchte nötigen Regen. In manchen Gemarkungen war der Regen nahezu wolkenbruchartig, so in W i e s e ck. an der Baden- burg und am Hange! st ein. Das Wasser drang bis in die Keller. Mitunter wurde der Boden samt den Pflanzen von der Aeckern weggerissen und die Kornäcker lagen wie gewalzt da. Im Lahntal stand das Wasser auf Aeckern und Wiesen. In der Gegend von Grünberg und Laubach hatte es bereits am Freitag kräftig geregnet. Die Landwirte sagen: „Jetzt ist die Kartoffelernte geraten." ** Aenderung der auszuzahlenden Unfallentschädigungen. Nach ben geänderten Vorschriften der Reichsversicherungs- ordnung ftnb vom 1. Juli 1922 ab bie Unfall- renten, bie für bas Jahr 600 Mark unb weniger betragen, in vierteljährlichen B trägen im voraus zahlbar, soweit sie nicht voraussichtlich vor Ablauf Les Vierteljahres wegfal.en. Gleichzeitig werden alle auszuzahlenben Beträge, auch die monatlichen, auf volle Mark aufgerundet. ** Tennisplätze find, wie aus einer Bekanntmachung im Anzeigenteile ersichtlich ist, an einigen Vor- und Nachmittagen auf der Liebigs- Henkel entdeckt und freigelegt rm. Pfungstadt. 18. Juni. 3n der Großbierbrauerei von I. Hildebrandt dahier tft am Samstag früh ein Großfeuer ausgebrochen, das einen großen Teil der Gebäulichkeiten und Einrichtungen in Asche legte unb das mir unter größter Anstrengung der Wehren im ßaufc bcS Tages gelöscht und damit aus seinen Herd beschränk werden konnte Der Schaden ist sehr bedeutend. , . , , wd. D e n s h e i m, 18. 3uni. Der verheiratete Druchmeifter Georg Essinger aus Reichenbach wurde am Donnerstag vormittag im Steinbruch der Firma Dassel von einem schweren Un- glückssallbetr offen. Durch einen vorzeitig entzündeten Sprenqschuß wurde er im Gesicht er- heblich verbrannt unb erlitt außerbem einen Stirn- bruch. Der Verletzte wurde sofort in das Bensheimer Hospital überführt. wd. Mainz, 17. 3uni. Der Streik bet Mühlenarbeiter von Mainz-Wie badet» ist beendet. Gestern morgen haben sämtliche streikenden Mühlenarbetter die Arbett wieder aus- ccncmmcn. Der Wochcnlol-n wurde für die Seü vom 15. Juni bis 15. 3"!' aus 1125 Mark fest, cefeht Mehl wttd pro Woche 4 bzw. 5 Pfd an jeden Arbeiter ohne Bezahlung abgegeben. Hessen-Nassau. Schwere Wolkenbrüche mc Frankfurt a. M.. 18. 3mn. SamStag abend zwischen 5 und 6 -W gingen über Has ganze. Maintal bis wett hinter Mainz schwere Aus dem Reiche. Gründung eines allgemeinen Beamtenbundes. Leipzig, 18. Juni. (WTD.) 3n Gegenwart von 62 Delegierten, die 13 Beamtcnverbärtdc vertraten, fand heute in Leipzig die G r ü n b u n g desAllgemeinenbeutschenDeamten- bundes statt. Do es sich im wesentlichen um Verbände des Deutschen Beamtenbundes handelt, die in ausgesprochenem Gegensatz zu der Beamten- Politik dieser Spitzenorganisation stehen, so ist damtt auch gleichzeitig die Spaltung des bisherigen Deutschen Beamtenbun- des vollzogen. DaS Präsidium deS Waldeckschen Landtages. Arolsen, 17.3tml (Wolff.) Gestern nachmittag fand durch ben Landesdirektor Dr. Schmieding die Eröffnung der neugewählten Waldeck- schen Landesvertretung statt. Die Wahl des Präsidiums ergab: Präsident Abg. Wald- Ichmidt-Eorbach (D.-N.), Vizepräsident Abg. Kramer (Soz.), Schriftführer Abg. Herwig (D. Dpt.). lg. Gedern, 17. Juni. Gestern mittag ging über unsere Fluren einäußer st heftiger Gewitterregen nieder, der ihnen das gewünschte Naß brachte. Der Regen war teilweise von Hagel begleitet, der, wenn auch nicht besonders stark, an den Körnerfrüchten immerhin einigen Schaden verursacht haben „Ich verkroch mich in meinem Hotelzimmer, nur um feinen Menschen zu sehen, warf mich auf mein Bett, verfluchte die Stunde, die mich geboten hatte, und fragte mich immer, was ich berat getan hatte, baß tch so schwer hrimgesucht wurdet Ich war stets ein leidlich guter Kerl gewesen, weshal bmußtr gerade mein Leben eine so hundsfötttsche Wendung nehmen? ilnb wenn cS da oben, wie man mich gelehrt unb woran ich zu glauben mich gewöh'-ü hatte, ein allmächtiges Wesen gab, das unsre Geschicke lenkte — was hatte es mit mir vor, daß es mtr so Schweres auferlegte? „Während ich so mit Gott, den Menschen und meinem Schicksal haderte, überkam mich aft- Scrch ein dumpfer Trotz und danach eine feste jchlossenhett. Jetzt wollte ich auch mein ßthat mnrichten, wie es mir gutbüntte, nach der Welt unb ihren Anschau utgen über Sitte unb Schicklichkeit nicht fragen, sondern mein Liebst es an mich reißen, wo ich eS fände. „Awörderst ober galt es suchen. „Ich stand auf unb klingelte deut Kellner. „Wann geht der nächste Zug nach Berlin?" „Der Kellner sah nach der Uhr. .Wenn 3i> setzt "gleich nach dem Bahnhof fahren, können Sie ihn noch erreichen.' „Drei Stunden später stand ich in Beritn auf dem Perron deS Anhalter Buhnhoses. >u mir genommen. 2113 nbc das Essen vor mfr stand, quollen mir die Bitte im Mundss ich konnte vor innerer A/reg tna „,Na, warum sollten Sie fe nich zt Hause treffen, es ist ja noch nicht mal neun Uhr,' knarrt ber Portier und läßt »fern Schubfenster herunter. „3d) sturme bie Treppen herauf, immer bret Stufen auf einmal, bas Dienstmädchen, das mir öffnet, erklärt, bie Frau Iustizrättn sei jetzt noch nicht zu sprechen. Mit Hilfe eines blanken Talers gelingt es mir, sie von ber Dringlichkeit meines Besuches zu überzeugen, ich werbe emgelaffen. „In dem kleinen Salon, in ben ich geführt werde, stehe ich wohl eine Viertelstunde, nha< baß. sich jemand um mich kümmert. Die ganze Wohnung scheint wie ausgestorben, ich höre kein Geräusch, nur mein Herz klopft, daß ich es bis in ben Hals hinein spüre. „Jetzt öffnet sich eine Tür, eine alte Dame mit weißen, von ci em dunklen l>iub^ca bedeckten Hcraren steht auf der wchwelle. „.Mein Herr, Sir wünschen?' „Ich will sprechen, doch meine Kieser schlagen wie im Fieber gegeneinander, ich tarnt vor Aufregung nicht ein Wort tcransbrtngen. „Die alte Dame sieht mich ängstlich an und macht eine Wendung, wie int sich z irüctz iziehrn. „Das gibt mit die Sprache wieder. „ Verzeihen Sie. gnädigste Frau, daß ich Frieden Ihres Hauses störe, aber an den nächsten Minuten längt mein ganzes Schicksal - mein Name ist Josua Laumlehner. unb - —’ „Sie alte Dame schreckt zusammen, als wäre ein giftiges Reptil an sie gesprungen, sie greift nach der Lehne des nächsten Sessels, um sich auf- recht zu Helten. „(Sine •Keile stechen tri, uns schw.igend g.g."i- übet Dann iagt sie mühsam unb ohn mich alizusetz-.!.: .Sie werden l-greifen, Herr Daam- ic;:ii€T, baß Sie in tiefem Haufe nichts zu suchen haben . . .' ,.,Trck, gnädige Frau," erwider e ich hart nötfi •’ und oi, ne mich von ber Stelle ;,i rüh 21. ich i'mr, i-tcr mein Glück aub hoffe es ?■) N.:l .. Her-- Saumlrßier' - das Ausspcechs» tr.i- ncsNawums tostet sic -ffenbat ein2 starte ileh-i» toinluirg - .Georg Reinei war mein R ’V. meiner leiblichen Schweißer Kind? I öh, le '3üSl ft= l-fijg! !*S?8 |j Ccn Än? A "niSange"'^ erg. '' ^"eteS01 )ti|u^ 2^00, §"LL y Wien itoQun Mg. 5*&ä . Da do- Dell« t.tDar. fo tDbi) tt®W 001 guter fein. - * Hvvk eine grob ^ngcn; befaKrt ©cfmg&enine » ramte, dar sch» vicd übechaupl ei» ten der MckW 18. Onni. Sie m rf’Äafnw geßoh» 60 000'M tnut* tt Ätieiiab j lb >h«r Müjnta , nftiumcnt hatte in» r Sewechfelt. Rheinhessen. Juni. 6üi tonn» ! l Tefiü ‘Stcjeiai a he. 2n einer hohen 5 QHetcr EtniMchihe utoollcnbdcr Sjtrfri jeM Hal gleich dem J dem ci zckgt dw £, AavuDiffenschatt dieses Lllmmndcr ii Lnstlicher Angriff • Luchen smd foncr | Mimgen bezE r Läume wurde da gl 3uni. Ä der Swh' ebrandl dahier'!' 1 frohfeuer * ( •&y der Scbärlich- 1 Uchc legte uni) tüi ing bet Wehren im it> damit auf lernen itt Der Sijoben 'ch ger aus LacheM -mittag im Staubs lcm schweren M' Surif) einen üdu£& urdc er iw lAesichi v' 1 > sofort in das 2en» *ÄS@ «’s»!1 L'kA5 ;ahlu"S abgegeben. Wu. eda tre «Mr tf miL iber nur. veü nil gei* ' $urö rM möch' -er braut will Aie wotzi r invrben . Ajt ich g^-nh 3ote eige^ ssSs «5* ÄA- «Sf eiben. X., *U Zh da» i4l M-Ü ZI» ncit ba-u,' P® rnr- <, &wtc , Vielen’JLi % fid) e,n17 2rw' jmieS1 wc-che st» -llM' elN (ltfA .y, jw ^Aer ^fgi) ■ •gjrf#* 2658,36 :»51,65 2563.25 Brüfsel-Antw. 19.6. Schweizer Franke» kann Dr. Georg Schott. reiche Ehrungen ein. ra. 100 100 100 100 100 20460 1.61 04/3 10. IC 46.50 23.35 26.70 40.30 0.54 527.50 1.775 0,12 100 Fl. 100 RN. 100 Str. 100 ät. 100 Fr. 1 £ Datum: Zürich .... Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm . . Wien..... Prag..... London. . .. Reuyork . . . Pari- L. Fr. Är. $ Str. Kunft und Wiffenschast. Frankfurter Erstaufführung. Frankfurt a. M., 18. Juni. Es 5426 86 688j'6ü 8210,25 689,90 1587,- 1416,80 dl7,15 278 ,,50 6037.55 4931,25 1,79 606^0 31,74 114,15 215,30 151,75 4331,- 100 Str. Markte 6413,zO 6866,40 8189.75 688,10 1583,- 1413,20 316,35 2776-Su 6022,45 4978/5 1,75 605,20 31,66 113,86 214,70 150,75 4319,- Wechsel auf Holland Deutfchland . . . . Wien Prag ParL........ London Italien....... Druffel....... Budapest Reuyork....... Agram . ..... Warschau Sekunden. 2. Walle nf elS kam mit 155 hoch und 102 Punkten im Dreikampf auf einen bei der starken Konkurrenz anerkennenswerten rft eine furchtbar schwere Arbeit," sagte er. .durchaus nicht dic angenehme Des<^ifrigung, die man rcimutri. Aach dem Kosten von 20 Weinen, besonders von Rotweinen. fühle ich immer Hebel« tüt Wenn ich eine Reihe von Schnäpsen probiert habe, dann habe ich in meinem Munk» ein Gefühl, wie wenn man mir das ganze innere der Wundhohle mit einer Raspel bearbeitet hätte: mir ist. als wenn mir meine Zunge zum Munde hcrausbinge." Guibert schluckt niemals etwas von dem Wein herunter, den er kostet, und nach jedem Schluck erfrischt er feinen Gaumen durch einige Tropfen EiSwaffer. Er empfing die Aus- traget mitten tn einer Unzahl von Flaschen, in denen die feinsten und kostbarsten Weine und - Schnäpse Europas enthalten waren. Guibert ist! von der Provinz Quebec als offizieller Beaus- i tragt er nach Paris geschickt worden, um alle I Einen vielversprechenden Anblick bieten zur Zeit überall die jungen Kartoffelfelder. Selten gingen die Saackartvffeln so lückenlos auf wie in diesem Jahre. 3n langen Reihen reiht sich Stock an Stock, und dabei entwickeln sich die jungen Pflanzen überall ganz ausgezeichnet. Die legten Regengüsse erwiesen sich gerade für die Kartoffelfelder von unöerechen- barem Werte. Da auch die Anbaufläche durch« weg sehr groß ist, so sind bis jetzt alle Vorbedingungen auf eine reiche Kartoffelernte durchaus gegeben. Jedenfalls berechtigen diese günstigen Aussichten mit in allererster Linie zur Hoffnung auf eine ausreichende Versorgung mit Kartoffeln in diesem Jahre. • Ober-Horgern, 16. Juni. Bei der Reuvergebung der Faseltiere hat die Gemeinde für jeden Dullen 15 000 Wk. = 204.65 = 1.65 = 0X3 = 16.05 = 45.95 - 23.455 = 26. ZC «= 43.40 = 0.525 = 526.25 — 1.60 - 0,125 1.42 -,31 3,67 Handel. Fr ankf urt a. M.. 19. Zum. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Bries DerantWvrtlich für den politischen TeS: 3 riften geinnden. Unfert besten Dreijährigen wie Lentulus, Abschied. Kairos, Abenteurer, Alpenrose. Cusa Bianca, Hausfreund, ^yampelmann und Schlingel tönnten in dem über 2400 Meter führenden Rennen mit dem famosen fünfjährigen Wattcnstcin. ferner der 2tite unserer Bierjährigen wie Ossian, Ordensjäger. König Midas. Omen. Liebediener. Periklcs. Ginspmch. Lorenzo. Arenstein. Freibeuter und Kamille zusammen treffen. Fuhballkamps Echw e i z - LI n g a r n 1.1 (1:0). Die Schweizer Äanoiurlmannschift, dic in Wien durch Oesterreich die sensationelle Niederlage von I: c einstccken mustte. zeigte im Kamps gegen Ungarn, der in Budapest vor 30 000 Zuschauern stattfand, eine weit befTcre Gesamtleistung. Zn bet 18. Minute fiel durch Merkt das Tor für die Schweiz, während Ungarn in der 8. Minute nach dem Wechsel durch Blum ausgiich. Slaoia-Prag unterlag in Wien gegen den vorjährigen Wiener Meister Rapid miP2:4. Ebristiania . . . Kopenhagen . . Stockholm.... Helsingfor». . . Italien London Neuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro 5506,10 6941,30 8299,60 693,10 1602^93 1433,20 321,59 2806,45 6112,35 5043,65 2J03 622,'2C 33,70 115,35 215,70 153,75 4444.- Mnferc Kartoffelfelder. Markno tienrngea. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: tehw Ausgaben scheut, um ihre hochwertige« Viehzucht auch tn teuren Zeiten arfl her $bne zu halten. Leider ist nicht überall ein gleiches Wollen vorhanden. ed. Aus dem Bogelsdetg. 18. 3-int Die Icricn Tage brachten Dem Bogelsdetg wohl zahlreiche Geuitter, aber nur strichwetse durchweichenden Regen. So sind fotz Dörfer des vorderen Bt>gelsbctges noch nicht in der Lagc, ihr .Scywert- (Tickirurz- int>' Straub Df Ionien) auf die Aecker zi bringen. Di: fdx*n begonnene Heuernte mut tc allerdings eingestellt werden. Da die meisten an den Abhängen liegenden Wi^en infolge der Dürre devot igen Sommers zahlrv.i1,e kcrh'.e Stellen auf- ttxifcn, ist mit einer Konz geringen Heuer n t e zu rechnen. cd. Ulfa, 18. Juni. Seit hier eine Gestüts- ftatron besteht, hat fid) in unterem Dorfe und in der näheren Umgebung kie P s e r dez r ch t gan- bedeutend gehoben. Die Züchter haben sich zu einem PserdeziuAverern zufammengcschlossen, der am 27. Juni eine Versteigerung von Kalt- b lu t f v h l e n abhält. 17.6 \ßl -.80 1,48 1,22 16.6. 1,65 -,81 1,50 1,24 5560,- 16,60 1,41 -,31 3,60 1.7.14. . . Fr. 125.40 . . 51.' 59.20 . . Är. 88.80 . . Är. 88.80 . . Är. 117.80 . . Är. 117.80 . . Sh. 97.80 . . $ 23.80 . . 5r. 125.40 Turnen, Sport und Spies. Keine Gntscheidung der Fußballmeisterschaft Berlin. 18. Juni. (WTB.) 2lnläblich der Eröffnung der Deutschen Kcnnpfspiele fand heute im Stadion im Grünewald das En t f ch e i - dungsfpiel um die Deutf che Fuhball- m e i st e r f ch a f t zwischen dem seitherigen Inhaber dieses Titels dem 1. F. E. A ü r n b e r g und dem Hamburger Sportverein statt. Der Kamps, der einen sehr spannenden Verlauf nahm, stand beim Schtust der regulären Spielzeit mit 2:2 unentschieden. Es sollte nunmehr bis zu einer Entsch?idung weitergespi^t werden, aber nach einer Gesamtspieloaucr von drei Stunden und zehn Minuten war dic Entscheidung noch immer nicht gefallen, fo dah schliehlich der Schiedsrichter bet außerordentlich hartnäckig geführten Skampf wegen Ucbennübung der Spieler und Einbruch der Dunkel heil abbrechen muhte. Das Spiel muh nunmehr noch einmal ausgetragen, bzw. fortgesetzt werden. Mainzer Produkteubörse. Mainz, 16. Juni. Das Anziehen der Devisen bedingte eine festere Tendenz auf der Börse. Die Folg« davon war eine abwar» lende Haltung tn Käuferkreisen. Auf dem Gerstemarkt war das Angebot sehr minimal und die Preise ebenfalls anziehend. Rach un»l seren Feststellungen notierten loco Mainz per 100 KUv: Weizen 1625, Roggen 1275, Hafer 1475, Futtergerste 13Ö0, inl. Weizenmehl 00, 2400, inl. Weizenmehl Spez. 0 2275, OBei*: zenmehl m. Auslandsmehl gern. 2300, Roggenmehl 70prvz. 1675, Weizenkleie ohne Sack 935, RoggenNeie ohne Sack 935, deutsche Linsen 2800, weihe Bohnen 1475, Viktoria- Erbsen geschält 2000, Vikwria-Erbsen ungeschält 1825, Burma-Reis II 2250, AuS- landSzucker 3450, Haferflocken 2150, Graupen 2200, Wiesenheu, lose, 800, Kleeheu, lose, 775, Haferstrvh 355, Roggenstroh 345, Wiesenheu, gepreßt, 825. Spirituose,, bw dorthm verschickt werben, noch ihrer Qualität zu prüfen Er muh 3000 verschiedene Sorten kosten und unterziebt sich mit dieser schwierigen Arbeit, wie er erklärte, wirklich einem Martyrium. Züricher Devisenmarkt. 17. 6. ec. bte mtt v»kbwbrochartjgen Rege, begleitet Waren, nieder So wurden tw Felder zwitchen Raunheim und Rüsselsheim vollkommen ube schwemnu. >o dah z. B die ÄartDffdn zett- axifc mir mit der Spitze aus dem Waller hervvr- rugtai Auch die Stadt Mainz wurde von einem gewaltigen Regen heimaefucht, der aut den um- mögenden Feldern mancherlei Schaden angerichtet Grund des Vertrauens in eine glückliche Lösung in g-genfeiligem wohlwollenden Einvernehmen der zMachen beiden Regierungen bestehenden Schwierigkeiten. Parlamentarische Krise in Rom. Rom, 17. Juni. 4WTB.) Wie Stephaen mitteilt, herrscht infolge des Beschlusses der Mehrheit der f o - io l ist i s che n Partei, mit der Regierung zusammen zu arbeiten, in parlamentarischen Kreisen eine gewisse Bewegung. Die Rechte, die Rationalisten, die Faszr- ften und Liberalen entschieden sich gegen die Zusammenarbeit mit den Sozialisten. während die katholische VoUS- partei und die Linksparteien, ausgenommen die Anhänger Giolittis, der Zulantmenarbeit mit den Seziallsten günstig gesinnt find. Die Wahlen in Südiriand. London. 17. Juni. lWTD.) Die gestern in 26 Orkschallen Südtrlcrnds stattgefundenen Wahlen für das vorläustge Parlament, welches auf den 1. Juli zuiammenberufen worchen ist. tind im Grvher. und Ganzen ruhig verlaufen. Das Ergebnis wird am Montag verkündet. • Der (Siebener S. E. von 1900 war auf den Rationalen leichtathleti- fchen Wettkämpfen des Eoblenzer Fuhball-Slnb 1 900 am gestrigen Sonntag durch E. Paulus, R. Fischer und A Wallenfels vertreten. Die starke Besetzung in sämtlichen Konkurrenzen stellte die Diehcner vor eine schwere Aufgabe, die sie gut lösten. Pau- [ u s blieb im DÄkuswerfen und Dreikamps mit 37,60 Meter pzw. 177 Punllen jedesmal hinter bem Weister Steinbrenner- Frankfurt Zweiter. 3m Dreikamps erzielte P. seine bisher höchste PunktzaHI mit den Leistungen Hochsprung 1,55 Meter, 37,60 Discus und 100 Meter in 11,4 Sek. Fischer, der einen schlechten Start hatte, konnte sich über 100 Meter nicht plazieren, lief dagegen hinter dem bekannten Gertz. Koblenz ein sehr gutes 300 Meter- Rennen in seiner bislang besten Zei» von 37p Den 80. Geburtstag des Frankfurter Dichters Adolf 6t oltze feierte das Reue Theater mit der Aufführung zweier seiner Lokallchwänke und einem Gelegenheitsspiel,, in dem heimische Schauspieler in den Klängen ihrer Mundart dem beliebten Lokalpoeten eine Huldigung barboten. Der gutmütig freundliche Humor von .Dodgeschvsse" und ^Verspekuliert-, ihre einfach saubere Machart gefielen und amüsierten und brachten dem anwesenden Dichter Hochschulnachrichten. 50 Jahrc D. C. Am 18. Juni d. I. waren es 50 Jahre her, dah der V. C. (Qkrtretcr- Toiwentj-Derband der Turn erschuften auf Deutschen Hochschulen gegru-tbet wirdc. Zu den alten schlagenden farbc. tragenden Verbänden auf Deutschlands Universitäten, Technischen Hochschulen und Bergakademien gehörend, ist cs sein historisches Derdienst, das Turnen und den Sport in die deutsche Studentenschaft cingesühr) und pflichtgemäh für seine Mitglieder neben den Prinzipien und Traditionen des alten ritterlichen, wahrhaften Burschentums gepflegt zu Haden. Sein zeitiger Bestand umfahr in 70 Turnerschasten auf reicksdeutschen HoHschulen rund zehntausend Mitglieder an Aktiven und Alten Herren. Demnächst wird er auch in Deutsch-Oesterreich Fuh fassen. keinem Theaterstück der Welt schaden, trenn es spannend und echt theulermähig gebaut ist. Die Franzosen waren von früh an in solchen Vorzügen der „mise en seine“ Weister, und an einem Musterbeispiel, das durch die Erstaufführung des Reuen Theaters zu neuem. Leben erweckt wurde, trat deutlich in Erscheinung, wie sehr Victorien Sardou, dec bielgefhielte Vertreter des französischen Sittendramas, sein Publikum zu packen verstand. Die Fabel in .Fedora“ ist mit äuherstem Efiektfinn entwickelt: wie ein zündender Kriminalroman hebt sie mit der Suche nach dem rätselhaften Mörder an, und im weiteren Verlaus hilft dem Anton seine glänzende Bühnentechnik neue Konflitl- möglichkeiten entstehen zu lasten. Frellich, wenn am Schluh die Fürstin dem Grafen, den sie liebt, gestehen muh, dah sie selbst jene Frau war, die ihn als den Mörder ihres ersten Geliebten — vernichten wollte, wenn dann seine Tat tn reinerem Glanze erstrahlt und Fedora keinen anderen AuSweg weih, als Gift zu nehmen dann schmeckt das alles stark nach „Rur"theater: man meint, einen lyrischen Tenor mit heldemnähigem Einschlag und die dramatische Koloratursängerin, im Duett ä la Verdi vereint, Tiraden fingen zu hören — und vermisst die Adisik! Aber hatten unsere Modernen, die sich so oft mit spitzfindigen Problemen abquälen, doch etwas von diesem bravourösen kräftigen Thcaterblut, das, mir für den Augenblick geboren, diesen auf seine Weise erschöpft I — Gespielt wurde das Drama unter Robin Roberts Regie mit der nötigen Verve: Ernst Karchow alS Ipanoff und Leontine S a g a n, die Trägerin der Titelrolle, ernteten den Haupt- beifall, der dem akzentreichen Stücke auch jetzt noch zuteil wurde. Datum: 16. Juni. 17. Juni. Qtmftb -Rotterd 12309,55 12340,45 12484,85 12515,65 t ' 2596 75 'M OkKi RR 9ßKl M Landwirtschaft. Die Rotlaufseuch« der Schweine. Bvn Dr. Stein, Amtsvcterinävarzt in Gtesten. Die heihen Wochen des Monats Mai haben Wieber ein stärkeres Auftreten des gefürchteten, aber immer noch nicht hinreichend bekämpften Schweine- ivtläufs verursacht. Die Seuche ist eine durch Bazillen hervorgerufene schwere Entzündung des Magens, des Darmes und der (Hieren, die sehr oft unter Erscheinungen der allgemeinen Blutvergiftung tätlich endet. In der Regel beginnt die Krankheit plötzlich mit hohem Fieber, die Tiere liegen matt und teilnahmlos im Stall und verweigern jegliche Futtcraufnahme. Am zweiten oder dritten Tag des Krankseins treten dann gewöhnlich am Bauch, an her Unterbrufl, an der Innenseite der Hinterschenkel, am Halse und an den Ohren kupferrote bis blaurote Flecken auf, die allmählich zu- fammenflicf’.eit und sich über den ganzen Körper verbreiten können. Der Tod erfolgt durch Herz- fchwäche und er kann plötzlich ohne Hautrötung innerhalb 24 Stunden ein treten. Es ist deshalb ratsam. in der warmen Jahreszeit jede Erkrankung der Schweine im Zweifelfall für Rotlauf anzu- fprechrn uni) zur Vermeidung von Verlusten sofort butd; einen Tic ranzt den h änfen Tieren Heilserum einspritzen -u lassen. Richtiger ist es jedoch, die ÄDanfbeil überhaupt nicht zum Ausbruch kommen, sondern ihr Auftreten durch die Schutzimpfung bekämpfen zu lasten. Diefe Schutzimpfung, die von jedem Tierarzt ausgeführt werden darf, stellt das ^rnzig wirksame Schutzmittel gegen die gefährliche Seuche dar. Die Impfung ist vor Eintritt der warmen Jahreszeit, spätestens jetzt vorzunehmen und kostet zur Zeil je nach Gröhe des Schweines 20 bis 30 HL. gewiß eine unbedeutende Ausgabe im Vergleich zu den Anschasfung-kosten der Schweine und der Futtermittel und im Vergleich -u dem Erlös an8 gemästeten Tieren. Auch die leichtere Form des Rotlaufs — die 'ogenarmten Backsteinblattern — ist nicht ungefährlich und muh durch Impfung bekämpft werden. Die Dacksteinblattern gehen mitunter in die schwere Rotlaufertranlung über oder rufen Veränderungen an den Herzklappen hervor, fv dah die Schweine oft später einem schlagartigen Tod erliegen, nach- icm sie sich wochenlang scheinbar des besten Wohl- esindens erfreut haben. Die Erreger des Rotlaufs finden fid) überall, efonbcrs aber in den Abgängen rotlaufkranker xhweinc. Die Bazillen bringen meist durch den Darrn, seltener durch die Haut m den Körper gesunder Schweine ein. Da die Erreger ziemlich widerstandsfähig sind, muh auher der Schuh- bzw. Heil'unpfung eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Stallungen, bet Tröge, Wände und Fuhböden durchgeführt und muffen letztere beiden außerdem mit einem dicken Kalkanstrich versehen werden. * Wie Edison Bewerbern auf den Zahn fühlt. Edison hat sich in letzter Zeit viel mit der Prüfung yon Bewerbern für bestimmte Berufe befchäftigt uni) eine grobe Anzahl von Fragen ausgearbeitet, die er denen vorlegt, die sich in seiner elätrischen Fabrik um einen Posten be» bemühen Er hat eine Liste von 149 Fragen aufgestellt. die den Bewerbern vorgelegt werden, und es ist eine Fülle von indiskreten Dingen, mit denen er den Arbeitsuchenden auf den Zahn fühlt. Rur einige dieser Prüfungsfragen seien hier als Beispiel mitgeteilt: .Sic find ein Verkäufer, der sich besonders darum bemüht, von einem groben Kaufmann, der ntÜ einer ungewöhnlich eifersüchtigen Frau rerheiratet ist, einen Auftrag zu bekommen. Ernes Abends sehen Sie diesen zukünftigen Kunden mit einer Schauspielerin in einem Restaurant dinieren Was würden Sie dann tun? — Was ist der llnterschied zwischen Erfindung und Snt- t'edung? — Welch«- ist die grohte Stadt von Südamerika? — Was sind Leukozyten? — Darum werden Kanarienvögel in Kohlenbergwerken verwendet? — Welche drei Buchstaben kommen am häufigsten m der englischen Sprache vor? — Die können Sie wissenschafilich beweisen, bab die Erde sich dreht? — Ein Goldschmied, der Gold braucht, schmilzt amerikanische Goldmünzen ein. Das halten Sie von dieser Handlung? — Das ist der Unterschied zwischen Weibern und braunem Zucker? — Franken, War! und andere fremde Dährungen sind nur einen Bruchteil ihres früheren Deptes in amerikanischem Geld wert Ist das ein Dorteil für Amerika?" ' Das WarthriumderWeinprvbe. Welch angenehme Gefühle erweckt in uns der Gedanke an eine Deinprvbe, deren behagliche Frcuden uns in Genrebildern so anschaulich ge- schildcrt werden. Aber wenn diese Deinprvbe bernss mäßig aus geführt werden muß, dann ist fic eine schwere Arbeit, ja gereüazu ein Martyrium. Bon den Qualen des Weinkostens erzählt R. L. Guibert, ein hervorragender Sachverständiger für Weine und Spirituosen, der sich augenblicklich in Paris befindet und dort den größten Teil feiner Tage mit dem Aus probier en der feinsten französischen Gewächse verbringt. .Es Dermischtee. Stoppellauf eines Lloyb-Dampfers. Danzig, 17. Juni. (WTB.) Aus der Schichauwerft ist 'heute der für Rechnung des Rord- deutfchen Lloyd erbaute Perfon en- und Frachtdampfer .Columbus" vom Stapel gelaufen. Der Feier wohnten auber den Leitern des Rcrddcutfchen Lloyd die Vertreter des Danziger Senat- unter .Führung des Präsidenten Sahm und der technischen Hochsch'ile bei. Der Präsident des Rorddeutschen Lloyd Heineken wurde gestern von der technischen F chschule zum Ehrendoktor ernannt. Beim Ablauf erreichte wegen des verhältnisrnäbig schmalen Wassers dost ark gebremste Schill sein Element nur mit etwa einem Drittel seiner Länge. Mit hydraulischem Druck .mb Schlepper Hilfe ürird am 3 atoaf (erbringen gearbeitet. DaS Hamburger Schiffsunglück. Jamburg, 17. Juni. (WTB.) Die Zahl der Opfer bei dem Untergang des Dampfers .Avoro" ist noch immer nicht feftgeflcllt. Weitere Leichen wurden bisher nicht geborgen. Die Rettungsarbeiten mußten heute mittag vorläufig eingestellt werden, da doS Schiss so tief im Wasser liegt, bab man an bic Räume ber Steucrborbseile nicht heran kann. Wahrscheinlich muß der Dampfer zu diesem Zwecke etwas ausgerichtct werden. Reben einer größeren Anzahl von Werftarbeitern und sonstigen auf dem Schiff tätigen Leuten waren zur Zeit deS Unfalls von ber 150 Mann starken brasilianischen Besatzung etwa 100 an Bord. Davon meldeten sich bis mittags nur 75 bei dem brasilianischen ®ene- rallonsulat. Ob die fehlenden 25 bis 30 Brasilianer ertrunken sind oder sich in den Krankenhäusern befinden, ist noch nicht sestgestellt. Der Kapitän des Schifies, Brade, ist bei dein Unglück schwer verletzt worden und ist vorläufig noch nicht vernehmungsfähig. Außer ihm wurden der erste und zweite Offizier und ber erste Maschinist gerettet. Der zweite Maschinist wird Dermibt Anarchistisches Attentat tn Montevideo. Paris, 19. Juni. (WTB ) Rach einer Hovasmeldung aus Montevideo wurde wählend der Predigt in der Kathedrale auf den Erzbischof Aragone ein Attentat durch einen jungen Mann namens Herero verübt. Der Attentäter gab 5 Revvlvcrfchüsse aus den Priester ab und verletzte ihn leicht. Die Menge versuchte ihn zu lynchen. Herera ist Redakteur dec anarchistischen Zeitung ^Data i 11 e“. mc. Zur S e t re td e u m lag e hielten die Vertreter der nachverzeichncten kandwirtschaft- lichen Organisationen aus dem Rhein-Mainischen Dirtscha tsg?^iet: HessischerBau ernbunb. Hessischer Bauernverein. Bezirksbauern- schaft für Aallau und den KreiS Wetzlar, Kur- hessischer Landbund, Scurhessischer Bauernverein Sitz Fulda, Oberhellilcher Landbund und Freie Bmiernschaft dec Pfalz m Frankfurt eine Besprechung ab, wobei einmütig und einstimmig jede Vorlage über die ZWangSbe- wirtschastung deS Getreides abgelehnt wird Sie fordern, daß die verantwvri- lichen Volksvertreter jede diesbezügliche Gesetzes- Vorlage ohne Debatte verwerfen und machen die .Regierung darauf aufmerksam, auf die entschlof- fenc Stimmung in ländlichen Kreisen und ebenso auf die Tatfache, bab die Bauern gewillt find, einer neuen Umlage unter allen Umständen Widerstand zu leisten. hat. mc. F r a n k s u r t a. M., 18. Juni. Zu einer gewaltigen Scundgebung wurde der vom Schuferfchen Männer chor in der Fest hatte veranstaltete 6ä n g c r ta g, zu dem rund 20 Gesangvereine mit 1800 Sängern aus Mainz, Wiesbaden Wanliheim, Darmstadt, Karlsruhe. Heidelberg ufw. gekommen waren Schon die Begrühungsfcier am Vorabend und das Morgenkonzeri im Palmen- garten zeigten die kulturelle Bedeutung des Män- nergesange?. ein Eindruck, der noch vertieft wurde in dem gewaltigen Mosscnkonzert am Rachmittag in her Fest Halle, dem viele Tausende von Zuhörern beiwohnten. fpd. H e r s s e l d, 18 Juni. Bei den Ausgrabungen in der StistSkirche fand man drei gut erhaltene Sarkophage aus dem achten und neunten Jahrhundert. In einem Sarkophage lag ein Skelett. Die Funde werden oan hiesigen Museum überwiesen. ♦ Fulda, 17. Zuni. ©in Zusammenstob zwcicrAutomobile, die sich in voller Fahrt befanden, erfolgte heute mittag kurz vor ein Ubr am GeicÄhavs Das Automobil einer hiesigen Firma wurde dabei erheblich beschädigt. Die In- safien blieben unverletzt. . (In einem Teil ber Auflage wiederholt.) Großes Rllgerneininterreffe im Haag. London, 17. Juni (WTB.) Rerter meldet aus dem Haag, es inerte als bezeichnend >rnd befriedigend ang.s.hen, daß nicht ein Staat den Wunsch -am Ausdruck gebracht habe, i n der Kommissionnichtvertreten zu sein. Dos Interesse, das an den Beratungen der Äon* serenz gezeigt werde, sei allgemein sehr grob. Poiucare in London. London, 17. Juni. (WTB.) Po incard ist mit seiner Gattin kurz vor 11 Ubr gestern abend in London eingetroffen. Lloyd Georg, der an einem Essen zu Ehren des Krvnpiinzen von Schwöen t.i nahm, war auf dem Bahnhof durch seinen Prwatsekretär Edward Grigg vertreten. Die „Times" begrübt Poin- core als Vertreter des England am nächsten stehenden alliierten Landes. — .Daily Telegrap h" bittet Pci icarß in einem sehr herzlichen Leitartikel, die Versicherung entgegen- zunehmen, daß diedritische Freundschaft für Frankreich von jeber Extravaganz der kritischen Frage bet dem hierdurch erzeugten I Grolle auf andere Rationen unberührt bliebe. I Dazu sei die Freundschaft zu wohlgegründet und zu dauernd, das brittsche Volk begrüße die Anwesenheit Poincares in seiner Mitte alS neuen uni) das Futter von zwei Wiesen, für den Ziegenbock 2000 Mk. und bas Futter von einer Wiese, und für den Eber 7300 Mk. jährliche Entschädigung den Faselhallern bewilligt. ES wx mich anerkannt werden, daß die Gemeinde 14. Platz. 554A Mainz, den 17. Juni 1922. Gießen und 68S7 Hebezeuge. Zahnräder. Eisengießerei von Gießen 5878 blichenen in Ehren halten. 06191 Wieder eingetroffen wollene Decken Tennisplätze bestes deutsches Fabrikat 58568 obrift und attungshaus Bekanntmachung Verlobte Gießen, 17. Juni 1922 Ihre Vermählung geben bekannt 5862V Knöh. Näheres 06183 Gießen, 18. Juni 1922 Ab heilte bis einschl. Mittwoch genseiti bach, Hessen. 5834 D Sehr I sichert. Luise Mecke Alexander Wolf Sckneidermstr. Frick. In Löbers Hof 6. fieronfe lich. U ine Vergütung, halt bewandert, ast und verträg- reis Gießen be- Die Offiziere, Unteroffiziere und Schützen der 4. (M. G.) Komp Grohstückmacher außer dem Hause gesucht. Gesucht tiidiL SienjtmMtn für sofort oder später. (Empfehlungen j Prima gesunde Speise- Kartoffeln und kleine gesunde Futter- Kar ffo fiel«. Hinter dor Westaniaae 11, Telephon 178.______5744 von seinem sanften Tod | Vermietungen | Logis m. K. f. Arb. frei. 06197 Riegelvfad 30a. Befahl, zuge- fl. Angeb. an Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 20. Juni, nachmittags 3 Uhr,-auf dem Neuen Friedhof statt. An einigen Vor- ucktz Nachmittagen sind noch Tennisplätze auf der LiebigShöhe zu vergeben. Näheres im Stadthaus Bergstraße, Zimmer 29. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Weickartshain für 1922 Nj. liegt vom Dienstag, dem 20. Juni, bis einschl. Montag, den 26. Juni 1922, auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Weickartshain, den 18. Juni 1922. Bürgermeisterei Weickartshain. Karl Lüdeking Lissi Lüdeking geb. Schad mit Wirkung vorn 15. d. Mts. Gießen, den 17. Juni 1922. Vereinigte Fuhnverksbesitzer (E. D.) Umlage beizutragen. Hattenrod, den 15. Juni 1922. Bürgermeisterei Hattenrod. Neeb. Suche für sofort ein älteres Fräulein ob. Fran als Stütze, die im Kochen m-Haushaltsühren Erfahrung bat. 5870 Frau Julius Bröckel, Hofgut Hermannstein. Iür 1. Juli ob. für gleich wirb in kinderlos. Haush. ein braves, in aller Hausarbeit erfahrenes Mädchen f. tagsüber ob. auch f. ganz gesucht. Frau H. Schmidt, Bahnhofstraße 37 p. vorzugt. Schr. Angeb. u. 06135 an den Gieß. Anz. Zräulein iüdit llnianosittliiing. Schrift!. Angebote unter 06193 an den Gieß. Anz. Astoria-Lichtspiele Bekanntmachung. Mit Wirkung vom 21. Zuni d. Zs. gelangen Fahrscheinheftchen zur Ausgabe und zwar: 12 Stück ä Mk. 1.- für 10 — Mk. 12 Stück ä Mt. 1.50 für 15 — Mk. Dieselben können durch die bekannten Vorverkaufsstellen bezogen werden. ' 5864D Gießen, den 17. Juni 1922. Direktion der Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen. Stolte.__ langen, schweren Leiden durch einen erlöst. Elisabetha Geisel geb. Weide Lina Stautz geb. Geisel Anna Gernhardt geb. Geisel Herma Stautz Studienrat Di. Peter Stautz Musiklehrer Wigand Gernhardt Nachruf. Am 16. d. M. verstarb nach schwerem Leiden im Heereslazarett zu Gießen der Oberschütze der 4. (M. G.) Komp. Joseph Kohlhaas. Wir werden das Andenken des Der- jeder Art liefert laufend in bester Qualität UM!!«» MUM Telephon 723. Todes-Anzeige. Am 18. Juni, vormittags 12V, Uhr, verschieb infolge eines Schlaganfalles mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater,Großvater,Bruber,Schwager u.Onkel Herr Heinrich Diehl im Alter von 65 Jahren. 3mNamen bertrauernbenHinterbliebenen: Marie Diehl Witwe nebst allen Angehörigen. Gießen (Wiesecker Weg 281), 19. Juni 1922. Die Beerdigung findet Mittwoch, 21. Juni, nachm. 3 Uhr, aus bem NeuenFriebhof statt. __MM Oer sich zugleich als Vorführer ausöilöea rann, ge- 5859c sNchk. Astoria- Lichtspiele Seltersweg. Die Beerdigung unseres Kameraden Peter Geisel finbet DienStag nachm. 3 Uhr statt. 5875v Ariegervereiu Giehen. 1 Mw MM? 8MM! DiefortwährendenLteigerungenunserergesamten Unkosten zwingen uns wiederum zu einer Erhöhung unserer bisherigen 5853a W ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||inilllllllllM^ Heute früh wurde mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater Herr Peter Geisel Für kl. Haushalt (1 ftinb) erfahrenes Mädchen ob. einfache Stütze gesucht. Dr. Stoeckenlus, 06051 Bergstraße 1. Tüchtiges Mädchen zu sofort ober später ge- «richt. 5799 Bankvorstand Sorget, Butrbach, Taunusstraße. Brennholz fuhren u. zentnerweise ab Lager bar abzug. Carl Haas ir. NlMksUNerStr.59. Tel.1882 Körper beseitigt rasch u. zuverlässig Zucker’« Patent- medlzinal-Seife. 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Innenmaße an- gebeu.__ Nach langem, schweren, mit großer Geduld ertragenem, im Felde zugezogenen Leiden starb gestern mein lieber Mann und Vater meines Kindes, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Martin Korndörfer im nicht vollendeten 27. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Berta Korndörfer geb. Zickler und Kind Therese Korndörfer Else Korndörfer Paula Korndörfer Familie Jakob Zickler. Gießen, Pirmasens, Eberstadt b. Darmstadt, 19. Juni 1922. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21. d. M., nachmittags 31/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 06204 » Der Voranschlag der Gemeinde Hattenrod , für Nj. 1922 liegt vom 20.—26. l. Mts. einschl. auf -"unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Die Ausmärker haben zu der beschlossenen ' ' ' 5860D M WlWWW zu verkaufen 06194 Kevvlcrst'.aße 11 IIL acS?6SUl)|iii)liniitr Gr. 58/59, zu verk. [06189 Frankfurter Str. HL Dickwurz- u. Zuckerrüben - Pflanzen au vk. 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