vr. Erschein: täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstaysb«ilage: GiehenerFamUienblätter Monatliche Bejaaspreift: Mk 16.- und Mk. 1.50 Trägerlohn,durch diePost ML. 17.50, auch bei Nicht, erscheinen einzelner Num. mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: sürdieSchrift« leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Aineiger Stehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Druck und Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei K. Lange. Schriftlettung, Gefchäftrstelle und Vru.ckerei: Zchulstrahe 7. Mnnaqnu von Lnzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigenv 34 mm Breite örtlich 120 Pf., auswärts 150 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 450Pf. Bei Platz. Vorschrift 20 ^Aufschlag. Hauptschriftleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil. Karl Walther: für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Bietzen Erstes Blatt 172. Jahrgang Mittwoch, 19. April 1922 GietzenerAilzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Die neue Wendung in Genua. Als erste Wirkung der LInterzeichnung eines deutsch-russischen Vertrages zeigt sich natürlich in der ganzen Welt und besonders unter den Alliierten eine ungeheure Heber» raschung. Unter diesem Eindruck sind die bisherigen Aeußerungen verantwortlicher und unverantwortlicher Stellen in England und in Frankreich zu würdigen und zu begreifen. Man ärgert sich, man hat uns das nicht zugetraut. Wir haben uns gegen den (Sc i ft des Vertrages von Versailles einmal offenkundig vergangen, denn dieser Versailler Vertrag bezweckte ja nichts anderes als die Niederhaltung Deutschlands in dauernder, trostloser Abhängigkeit und Versklavung. Einige kluge Engländer verdächtigen aus dieseml Anlaß auch einmal wieder die deutsche Intelligenz, kritisieren die mangelnde Vorstellungskraft, das minderwertige psychologische Verständnis der deutschen Politiker. Aber so wenig ermutigend die ersten Meldungen aus Genua, London und Paris auch lauten, zweifellos hat die deutsche Politik diesmal einen Schritt getan, der wohl von allen deutschen »Parteien gebilligt und begrüßt wird. Fux uns ist es keine besondere Aeberraschung, daß unsere Regierung sich endlich entschlossen hat, das ganz natürliche und selbstverständliche Verfahren einzuschlagen, das uns allein übrig bleibt, um der uns peinigenden Zange der Westmächte zu entgehen oder ihr entgegenzuwirlen. Wenn die Herren Engländer auf den Markt schreien, wir hätten eine mangelnde Vorstellungskraft gezeigt, verräterisch an dentz Geist der Genueser Konferenz gehandelt, so ist ihnen in aller Ruhe zu entgegnen, daß ihre Vorstellungskraft von der dauernden Inferiorität der deutschen Politik sich als verhängnisvoller Rechenfehler in der an Irrtümern und Unsinnigkeiten so reichen RachkriegSperiode gezeigt hat. Wie können die Völker sich wundern, daß gegenüber der dauernden Versklavungspolittk der gegenwärtigen Entente die Mittel und Wege gesucht werden, diesen ungeheuren^ von der Welt allmählich offen als schreiendes Unrecht bezeichneten Druck auf Europa zu beheben. Wir zweifeln nicht daran, daß die Folgen des neuen Vertrages mit Rußland in ihren Vorteilen alle die Rachteile bei weitem überwiegen werden, die naturgemäß jetzt auf der Oberfläche liegen und von Organen wie der „Times" ängstlichen Gemütern natürlich mit graulichsten Farben ausgemalt werden. Kommt eines Tages ein Wechsel in der Regierung deS.russischen Reiches, so wird daS deutsch-russische Verhältnis sich kaum erheblich ändern, im Gegenteil, wir dürfen die Annahme hegen, daß dann der grade große Weg unserer auswärtigen Politik erst recht wieder aufgefunden werden kann, von dem leider in den 90er Jahren eine kurzsichtige und unfähige deutsche Auslandspolitik abgewichen war. Die Wirkung des deutsch - russischen Abkommens. (Sitte Entcntenote an Deutschland. Genua, 18. April. (MTV.) Die in der Villa Raggio versammelten Vertreter von England, Italien, Frankreich, Belgien, Japan, der Tschecho-Slowakei, Polen. Jugoslawien und Rumänien haben nach Besprechungen, die den ganzen Lag - gedauert hatten, den einstimmigen Beschluß gefaßt, eine Rote an die deutsche Delegation zu richten, in der es heißt: Die unterzeichneten Mächte müssen der deutschen Delegation in freimütigster Weise ihre Meinung zum Ausdruck bringen, daß der Abschluß eines solchen Vertrages (wie des russischen), während die Konferenz noch tagte, eine Verletzung der Bedingungen bedeutet, die Deutschland selbst sich auferlegt hatte. Als es nach Genua cingeladen und ihm angeboten worden war, in jeder Kommission auf dem Fuße der Gleichberechtigung vertreten zu fein, haben die einladenden Mächte einen 'Beweis von ihrer Bereitwilligkeit gegeben, die Erinnerungen bc8 Krieges beiseitezusetzen und Deutschland die Gelegenheit eines chrenvollett Zusammenarbeitens mit seinen früheren Feinden zu geben. Auf ein derartiges Angebot guten Willens und der Solidarität hat Deutschland mit einem Akt geantwortet, der den Geist gegenseitigen Vertrauens zerstört. Während die Konferenz noch tagte und während Deutschland in den Kommissionen und Unterkommissionen vertreten war, die auf der Grundlage der Bedingungen von Cannes den europäischen Frieden mit Rußland behandeln sollten, haben die deutschen Vertreter ohne Wissen ihrer Kollegen insgeheim einen Vertrag mit Rußland geschlossen, der jene speziellen Fragen ins Auge saßt, die die deutschen Delegierten in loyaler Zusammenarbttl zu erörtern verpflichtet gewesen wären. Dieser Vertrag ist nicht abhängig gemacht worden von irgendeiner Prüfung oder Bestätigung durch die Konse.ei^. Wir müssen annehmen. Laß er endgültig ist. Es handelt sich also in Wahrheit um eine Verletzung einiger der Grundsätze, auf denen die Konferenz beruht. Unter diesen Umständen betrachten es die Unterzeichneten als nicht gerecht und billig, daß Deutsch-1 land, das eine besondere Abmachung mit Rußland geschlossen hat, an der Erörterung einer 216-1 machung zwischen ihren Ländern und Rußland teilnehmen könnte. Sie schließen also daraus, daß die Delegierten die Absicht haben, auf die fernere Teilnahme an der Erörterung von Abmachungen zwischen den verschiedenen, auf der Konferenz vertretenen Ländern und Rußland zu verzichten. gez.: Lloyd George. Facta. Darthotz. Theunis. Denesch. Skirmunt. Rimtschitsch. Diamandy. Ishi. Paris. 19. April. (WTB.) Die Havas- agen t ur schreibt, offenbar beeinflußt, aus Genua, die Alliierten hatten übrigens nicht, wie S ch a n z e r gewollt habe, das deutsch-russische Abkommen einer Prüfung unterzogen. Sie hätten sich auch mit Recht ferner gehütet, dessen Annullierung zu verlangen. Für sie bestehe das Geheimabkommen mit allen seinen Konsequenzen, die es füglicherweise für seine Urheber nach sich ziehen müsse. Jede andere Prozedur hätte die Alliierten notwendigerweise dazu führen müssen, indirekt eine Diskussion zu eröffnen. Die Reparationskommission werde in aller Souveränität die Frage dieses 2lbkommens und seine Beziehungen zum Vertrag von Versailles zu berücksichtigen haben. * * ■ Die Haltung Frankreichs. Genua, 18. April. Havas. Es liegt Grund zu der Annahme vor, daß B a r t h 0 u, als er sich heute morgen zur Sitzung begab, in der Lage war, seinen Kollegen den amtlichen französischen Standpunkt klarzulegen. Obgleich keiner der französischen Delegierten in dieser Hinsicht die geringste Erklärung abgeben wollte, bevor sie mit den alliierten Vertretern Fühlung genommen haben, ist doch nicht anzunehmen, daß Frankreich, das ohne Hintergedanken nach Genua gekommen ist. mit dem ausdrücklichen Wunsche, an den Erfolg der Konferenz mitzuarbeiten, durch eine übereilte und unwiderrufliche Entscheidung ihren Ausgang endgültig gefährden könnte. Man darf demnach sticht erwarten, daß es seine Mitarbeit an dem gemeinsam begonnenen Werk sofort einstellt, ohne vorher versucht zu haben, es weiter zu verfolgen, wenn die Ereignisse die Möglichkeit dazu bieten, sich in den mit der Wahrung feiner Würde und feiner Interessen vereinbaren Grenzen zu bewegen. Augenscheinlich kann ein Resultat nur erreicht werden, wenn die neue durch den 2lbsch'uß des deutsch-russischen Vertrages geschaffene Lage sofort geändert wird, beispielsweise durch einfache Aufhebung dieses Abkommens unter Zustimmung beiderTeile. Wenn Frankreich heute von den Alliierten fordert, gemeinsam mit ihm die Aufhebung des deutsch-russischen Vertrages zu fordern, so tut es im Grunde nichts anderes, als daß es die Verteidigung des DerfaillerDer- träges nochmals in die Hand nimmt, der unbestreitbar durch mehrere Klauseln des Sonderabkommens verletzt worden sei. Wie dem auch sei, die Zusammenkunft, die heute morgen statt- finden sollte, war abbestellt worden. Paris, 18. April. (WTB.) Heute vormittag hat unter dem Vorsitz von P 0 incarö ein Kabinettsrat stattgefunden, in dem über die Vorfälle in Genua verhandelt wurde. Im Kabinettsrat waren außer dem Ministerpräsidenten nur die Minister des Innern, des Handels, der befreiten Gebiete und der Arbeit anwesend. Hierzu bemerkt Havas folgendes: Aus Grund der von Poincare ihm gegebenen Richtlinien habe der französische Delegierte in Genua. D a r t h 0 u. schon fetzt die stärksten Einwendungen vom französischen Standpunkt gegen den Abschluß des deutsch-russischen Vertrages vorbringen können. Wenn der französische Ministerpräsident im Besitz aller Rachrichten über den gestrigen Tag in Genua sein werde, werde er mit seinen Kollegen eine Entscheidung treffen und Darthou endgültige Anweisungen zugehen lassen können. Wahrscheinlich werde heute abend eine neue Sitzung des Kabinettsrats ftattfinden. Der Standpunkt Englands. Paris, 18. April. (Wolfs.) Havas gibt Zer» tungsmeldungen wieder, wonach der Standpunkt der britischen Abordnung in Genuader sei, daß der deutsch-russische Qkrtrag eine Vergewal tigung in flagranti des allgemeinen Grundsatzes sei, der die Genueser Konferenz beherrsche, obgleich man noch gar nicht sagen könne, ob er einen Verstoß gegen die Bestimmungen des Dersalller Vertrages darstelle. Die betreffende Genueser Drahtmeldung wird in den Äondoner Zeitungen als Ausdruck von den amtlichen britischen Kreisen der Konferenz bezeichnet. D?r englische Korrespondent fügt hinzu, daß der Abschluß dieses Abkommens eine ge-cn Europa gerichtete Heraussorde mnz darstelle, da der Konferenzgedanke der sei, die Bildung zweier feindlicher Sager in Europa zu vermeiden und well der 2lbschluh dieses Vertrages sich gegen dieses Ziel wende. London, 18. April (Wolff.) ,W e st m i n - st er 'Gazette" sch-eibt in einem Leitartikel: Der rusillch-deutsche Vertrag sei hinter dem Rück:n der 2llliierten abgeschlossen worden und verändere anschnnend die europäische Lage. Die in ®e-,ua versammelten Stea smän er s ien vor eine vollendete Tatsache gestellt, die nicht nur die Grundlage ihrer Beratungen in großem Maße verändere, sondern ihnen jeden Toden unter den Füßen wegnehme. Die Möglich! iten des deutsch- russischen Vertrags seien unbegrenzt. Die Zukunft Europas sei aus den Händen derer, die sie zu lenken begehrten. genommen worden und die Initiative^ liege endgültig jetzt bei Rußland und Deutschland. , „Da ily Telegraph" schreibt in einem Leitartikel: Die 'Nachricht zum Abkommen des v deutsch-russischen Vertrages habe in Genua un- ( geheures Aufsehen erregt und kompliziere sehr. Die bereits heikle Lage. Der Zweck der bolsche- | wistischen Delegierten sei Har. Sie wollen die auf, f der Konferenz vertretenen Mächte zwingen, eine 1 Anerkennung in demselben vollen Maße zu gc- währen, wie sie ihnen von Deutschland zugestan- I den worden ist. Die Aktion Deutschlands und' Rußlands sei ein Versuch, um eine der Hauptfragen der Konferenz zu präjudizjeren. Das Abkommen zwischen Deutschland uyd Rußland sei ein Beweis für die Schlauheit der russischen Delegierten und für die kurzsichtige Torheit ihrer deutschen Kollegen. Es könne nur das in Deutschland gesetzte Mißtrauen vergrößern. „Morning Post" schreibt, die wirlliche Bedrohung des Friedens Europas sei die Möglichkeit einer Kombination zwischen Deutschland und Rußland. Wickham Steed drahtet der „Time s" aus Genua, unter der britischen Delegation herrsche wegen des deutsch-russischen Ertrages Bestürzung. Die Ansicht der französischen Delegation könne nicht in parlamentarischer Sprache ausgedrückt werden. London, 18. April. (Wolff.) Einer weiteren, gestern abend von Genua abgegangenen Meldung des Sonderberichterstatters des Reuters ch en Bureaus zufolge, seien alle in Genua über den Abschluß des deutsch-russischen -Vertrages wütend. Man sei jedoch nicht der Ansicht, daß dieser Zwischenfall zum Abbruch der Konferenz führen werde. Dem deutschen Vertreter, der eine Abschrift des Vertrags nach dem Hotel der britischen Selegation überbrachte, sei sofort zunp, Ausdruck gebracht worden, daß LloydGeorg« die 2lltion der Deutschen sehr ernst beurteile und daß er nicht verstehen könne, weshall' die Deutschen hinter dem Rücken der Mächte gehandelt hätten. London. 18. April. (WTB.) Die Aeuhe- rungen der Abendpresse lassen auf eint ruhigere Beurteilung des deutsch-russig scheu Verttages schließen. Dem „S t a r“ zufolge läßt die in Genua entstandene Krise nach. Sü: britische Regierung sehe die Lage auf der Geh nuefer Konferenz nicht als ernst an und hoffe, daß das deutsch-russische Llbkommen keinerlei Einwirkung auf die Fortsetzung der Konferenz habe. In den amtlichen Londoner Kreisen werde t)eg: deutsch-i-ussische Vertrag nur insoweit für be> bäuerlich erklärt, als er Frankreich Grund z^i einem Aergernis gebe. Von hoher diplomatischer Seite wurde darauf hingewiesen, daß das deutsch russische Abkommen gar nicht so verschieden feji von dem Abkommen, das Lloyd George bereift fein würde abzuschließen, wenn er vollkommen freie Hand hätte. Die französische Regio- rung werde nunmehr in die Lage versetzt, deut französischen Volke die Erklärung zu geben, daji sie ein wirtschaftliches Bündnis zwischen Deutschland und Rußland vorausgesehen und daß möglicherweise darauf ein militärisches Bünd- n i s folgen werde, und daß daher der Stand« puntt. daß die Lllifrechterhaltung. .eines großen französischen Heeres notwendig sei, gerechtfertigt war. Diese Ansicht sei natürlich k e i n e S f a 11Äi die der maßgebenden Kreise in L 0 n -- don. Der deutsch-russische Qkrtrag gebe jedoch dem .Quai d'Orsay die notwendige Rechtsertd- gung. Der „Manchester Guardian sagt ut einem Leitartikel, der Abschluß des deutsch-rulH - schen Vertrages sei die unvermeidliche Folge Da? Systems der Alliierten. Deutschland zu isolierqa und zu vernichten. Cs sei angebracht und natürlich, daß Deutschland bei der Wiederherstelluw z des russischen Wirtschaftslebens die Führung übernehme, denn Deutschland verfüge über dr e besten technischen und geographischen Vorteile London. 18. April. (Wolfs.) Einer gestern abend 10 älhr abgegangenen Reutermeldung folge ist Lloyd George in der gestrigen Rachmittagssihung beredt für ruhige Hebe;:- l c g u n g eingetreten und hat erllärt, daß fein« Aktion unternommen werden dürfe, bevor fite ernst erwogen worden sei. Der Widerhall in der italienischen Presse. Genua. 18 2lp-il. (Spezialbericht des V«> treters des WTB.) Der Widerhall, den der Ak,'- schluh des deutsch-russischen CBertra*- ges in der italienischen Presse find« t, ist außerordentlich stark und vorwiegend unfreundlich. Die bürgerlichen Blätter sind ziemlich einmütig in dem Urteil, Dafj das Abweicht m Deutschlands von feiner bisherigen Politik der Zurückhaltung we ig glü lich. t ob'-ortan oder gar unkorrekt sei. Vereinzelt wird auch d:as Wort „illoyal" gebraucht. Mm befürchtLt offenbar, daß Frankreich diesen Anlaß zu-.m Vorwande nehmen könnte, die Konferenz zu spre n- gen. und hätte es lieber gesehen. Wenn Frarck- reich in seiner Isolierung verblieben wäre, ails daß jetzt Deutschland isoliert ist. Diele Kritik beschränkt sich fast ganz auf die formelle u-nd tak ische Seite des deal chen Vorgehens. Mit dem Inhalt des Vertrages beschäftigt mm sich faetm und man weih offenbar auch nicht viel Dänin auszusetzen. Um so lebhafter beschäftigt sich die sozialistische Presse mit dem Inhalt des Vertrages unb findet ihn außerordentlich glücklich und rxtr- heißungsvrll Der -Avanti" nimmt in einer Betrachtung der Sage, die sich durch den Abschluß des Ertrages ergeben habe, Bezug auf die Machenschaften Frankreichs, das einen Grund 5um Bruche suche und die CBcrantarortung dafür den Russen oder Deutschen zuzuschiebcn uünsche. Die Behauptung der französischen Presse, der Vertrag sei eine Verletzung des Versailler Vertrages, sei unrichtig. Es scheine auch, daß bei der gestrigen Sitzung des Obersten Rates axDer die englische noch die italienische Delegation, wenn sie auch die Lage als ernst betrachteten, ihren ftanzosi schen Freunden aus diesem Gebiete folgen wollten Von einer Verletzung des Versailler Vertrages könne keine Rede fein; ebenso liege keine Verletzung seines Geistes vor. Wenn etwas vergewaltigt worden sei, so sei es der Geist von Genua und zwar durch Frankreich. Ülngeachtet aller schönen Worte habe man die ungesunde Atmosphäre von Paris wiederhergestellt, wo die Geschäfte Europas aus dem allgemeinen Beratutzgs- zimmer in die Salons einiger Minister verlegt würden, und jetzt behaupte man, Deutschland und Rußland hätten den Geist der Konferenz verletzt. Cs bestehe kein Anlaß, sich aufzuregen, da der Q3crtrag nur ein natürlicher Akt sei, dessen Vollziehung man als natürlich bezeichnen müffe, und der auch vorauszusehen war. Die Ruhe werde mit einem klareren Verständnis der Dinge wiederkehren und vor allem durch die Erkenntnis, in welche Lage Europa durch einen Bruch geraten würde. Cine amerikanische Stimme. London, 18. April. (WTB.) Einer Reutetmeldung aus Reuyork zufolge schreibt der „Rewy 0 rk H e r a l d" zu dem deutsch- russischen Vertrag: Da Rußland aus den Rationen auSgestoßen und Deutschland durch die Bestimmungen des Versailler Vertrages gefesselt sei, da das deutsche Gebiet von drohenden und aufpeitschenden fremden Heeren besetzt sei und Deutschland mit der Spitze des Bajonetts gezwungen werde, Abkommen zu un-.erzeichnen, in denen es sich verpflichtet, unmögliche Reparationen zu leisten, war das Zusammen rückenDeutschlandSund Rußlands unvermeidlich. Paris, 19. April. (WTB.) Rach einer Meldung der »Chicago Tribüne" aus Washington macht der deutsch-russischeVertrag Dort in amtlichen Kreisen keinen besonderen Eindruck Er biete nach deren Ansicht weder Deutschland noch Rußland bei den Verhandlungen mit Den Verbündeten in Genua einen Vorteil und berühre nicht die Interessen der Vereinigten Staaten. (Sitte einfältige Bemerkung Beneschs. Paris, 18.'April. (WTB.) Der tschechoslowakische Ministerpräsident De ne sch hat dem Sonderberichterstatter des „Intransgigeant" in Genua erklärt: Der russisch-deutsche Vertrag ist nur eine neue Bekundung des völligenMan^ gels an pfychologis-chem Verständnis bei dem deutschen Volt. Er befiegelt den Block aller Verbündeten aufs neue und ruft Japan auf den europäischen Schauplatz, das zwei Jahre lang unseren Angelegenheiten ferngeblieben ist. Ein Schritt der Neutralen. Genua, 18. April. (Spezialbericht des Vertreters des WTB. in Genua.) Der hiesige Q3cn treter der Schweizerischen Depeschenagentur erfährt, daß die Mitglieder der Hntertonuniffion der ersten Kommission der Konferenz, die Herren B r a n t i n g (Schweden) und Motta (Schweiz) beabsichtigen, dem Präsidenten der Konferenz Minister Schanzer mitzuteilen, daß es ihnen opportun erscheinen würde, wenn dir Llnterlommisfion zu- fammen treten würde, um Informationen einzu- ziehen, um dadurch zu einer normalen Weiterführung der Konferenz beizutragen. Dieser Schritt ist angeregt worden durch einen Meinungsaustausch zwischen den Delegierten Dänemarks, Spaniens, Rorwegens, der Riederlande, Schwedens und der Schweiz, um die durch den deutsch-russischen Vertrag geschaffene Lage zu prüfen. Japan. London, 18. April. (Wolff.) Die „Times" meldet aus Tokio, daß die japanische Regierung, wie behauptet werde, den Wunsch gehabt habe, als erste Reg elung die Svwjetregierung anzuerkennen. Es werde mitgeteilt, daß die Zustimmung des japanischen Rats bereits erteilt worden sei und daß die japanische Delegation in Genua in diesem Sinne insttuiert worden sei. Der Erzbiitpof von (Yenua beim Reichskanzler. Genua, 18. April. (Spezialbericht des Vertreters des WTB.) Der Kardinal-Erzbischof von Genua hat heute mittag dem Reichskanzler im Eden-Hotel seinen Gegenbesuch abgestattet. Der Kirchenfürst hat auch diese Gelegenheit wieder benutzt, um dem Kanzler des Deutschen Reiches seine herzlichsten Wünsche für die Zukunft Deutschlands sowohl im allgemeinen wie für den Fortgang seiner Sache auf Der Konferenz von Genua zum Ausdruck zu bringen. Ter Vö!kerb«ndsrat und die Niinderheilsfrage. Berlin, 19. April. BlättermelDungen zufolge beginnen heute in München Die Verhandlungen Der ilntertommiffion Des Völkerbundsrates über Die Minde h:its- frage unter Dem Vorsitz des Engländers Dicken- s 0 n. DeutschlanD wird Durch den Reichsminister a. D. Dr. Simons vertreten. (Sin Zwischenfall in Gletwttz. Gleiw itz, 18. April. (WTD.) Nachmittags 4 Hfcr wurde der als Polenführer bekannte pral- lische Arzt Dr. Styczynski in seinem Sprechzimmer in der Ricvlaistrahe erschossen. Die interalliierte Kommission verhängte über die Stadt und den Kreis Gleiw ih sowie über den Kreis Hindenburg den Belagerungszustand. Sämtliche Lokale müssen um 8 illjr abends schlleßen. Der Straßenverkehr ist ad 9 Ahr verboten. Der Sachverständigenausschutz der Reparcrtskommission. Paris, 18. April. (Havas ) Die Je- parationskommissivn veröffentlicht folgendes C-ommuniquö: Die Aepavationskommission hat bereits ihre! Entschl e .ung bkn tg ge en, einen S a ch v e r -| standigenausschuß zu bilden, der eine Prüfung vornehmen und ihr einen Bericht oorlegen soll über die Bedingungen, unter welchen die deutsche Regierung in der Lage wäre, ihren Der- pfllchtungen, so wie sie durch den Bertrag von Versailles und durch den Zahlungsplan vom 15. Mai 1921 festgesetzt sind, nachzukommen und im Auslande Anleihen aufzu e'tmen, deren (SrgebtiS für den teilw-isen Rückk^s des Kapitals der Reva> ationsschuck) verwend.t werden soll. Der Ausschuh ist nunmehr geblldet worden und besteht aus folgenden Herren: D e l a- c r o r x, Vorsitzender, d'Ameglro, Bisse rtiig, Sir Robert Kimbersley, Sergent und Bergmann. Da die Kommission außerdem wünschte, dah sich der Ausschuß arf die Erfahrungen und die Ansicht der Finanz- kreise der Bereinigten Staaten stützen könne, hat sie Pierpont Morgan ersucht, Mitglied des Ausschusses zu werden. Die erste Zusammenkunft wird wahrscheinlich in den ersten Tagen des Mai in Paris stattfinden. Der Abbau derKontroMnstanzen. Berlin. 18. April. (Wolff.) 3m Laufe des zweiten Osterfeiertages ist im Auswärtigen Amt eine Bote der D o t s cha f t er k o n f e - renz eingegangen, die sich mit der künftigen Du.chmhrung der militärischen Bestimmungen des Friedensvertrages beschäftigt. 3m ersten Teil bestätigt die Dole, dah die Lustfahrt-Kontrollkommission mit dem 5. Mai iht.e Tätigkeit einstellen wird. Sie teilt mit, dah die alliierten Mächte nunmehr die Degrisssbestimmunten zur U le sch idung der zivilen und der verbotenen militärischen Luftfahrt, zu deren Anerkennung Deutschland sich durch die Annahme d s Londoner Al ima ums verpflichtete, festgesetzt haben. Die Definitionen werden in der Anlage zu der Bote mitgeteill. Die Botschafter- konferenz benachrichtigt die deutsche Regierung endlich davon, dah die Üleberwachung und Einhaltung jener Begriffsbestimmungen, der sich Deutschland ebenfalls durch die Annahme hes älltimatums fügte, durch ein alliiertes © a = ran tiekomitee mit dem Sitze in Berlin ausgeübt werden soll. Der Fortfall auch dieses Komitees ist für Anfang 1925 (Ablauf der eisten Okkupationsperiode), in Aussicht genommen worden. Die Einzellteiten über seine Zusammensetzung. Funktionen und Befugnisse sind ebenfalls in der Anlage enthalten. Die Kosten tragen die alli- lierten Mächte. 3n dem zweiten Teile wirft die Rote die ^Frage der künftigen Kontrolle des Land- . Heeres und der Marine auf. Sie schlägt vor, dah 'nach Erledigung der dringendsten schrotenden Aufgaben der Mllitär-KontrvlÜommission an deren Stelle ein Militärgarantiekomitee von geringem Umfange und mit beschränkten Befugnissen nach dem Muster des Luft- fahrt-Garanliekvmitces treten solle Das Rähere über die Organisation dieses Komitees sowie die Angaben über die noch tu erledigenden schwebenden Ausgaben der Kontrollkommission sind in zwei weiteren Anlagen niedergelegt Bei der Marine ist ein ähnliche Komitee nicht in Aussicht genommen. Es wird mitgeteilt, dah die Tätigkeit der jetzigen Marine-Kontrollkommission voraussichtlich üi nicht ferner Zeit abgeschlossen sein wird. Die Tagung des internationalen Gewerkschasts- bundes. Berlin, 19. April. Wie der „Vorwärts" meldet, tourbe die Tagung des internationalen GewerkschaftsbundeS gestern beendet. Gs wurde eine umfangreiche Resolution angenommen, die zur D. handln g der gegentoärt gen eurcp ischen W rtschaftslri e eine internationale Zusammenarbeit aller Bölter fordert und es für notwendig halt, dah Auß - land ohne Vorbehalt auf der Grundlage der Gleichberechtigung feine Stellung unter den europäischen Rationen wieder einnimmt. Die Resolution forbert weiter die Annullierung aller Kriegsschulden und schlägt die Gewährung von Krediten auf Grund einer internationalen Anleihe vor, deren Ertrag unter Kon- Feuilleton. Der Palazzo di Sau Giorgio iu Genua — die Statte der Konferenz. Roch feine der vielen Konferenzen, Ke in den letzten Zähren stattgefunden haben, hat an einer geschichtlich so derstwürdigen und künstle- risch so großartigen Stätte getagt wie die von Genua. 3n dieser allen Stadt der Paläste hat man den schönsten und ältesten ausgesucht, ». a« mit in ihm über die Geschicke der Mell beraten werde. Der Palazzo di San Giorgio ist Oer einzige blutende Palast aus gotischer Zell, den Genua besitzt. Diesen großartigen Dau, mit dem der stolzeste Seil der genuesischen Geschichte aufs innigste verknüpft ist, wurde in echter Pietät allen Reuerungsgelüsten späterer Geschlechter zum Trotz in seinem ursprünglichen Zustand erhallen Und hat auch die letzten Restaurierungsarbellen vor etwa 15 Zähren glücklich überstanden. Es war um das Jahr 1270, dah der damaligeBürger- meifter, der Capitanv del Pvpolo Guglie'.mo Bocoanegra dem namhaftesten Baumeister, Den Genua im 13. Jahrhundert besessen, dem Frate Oliviero, den Auftrag erteilte, ein Stadthaus zu errichten. Es sollen bei dem Dau Trümmer der venezianischen Kirche des Hellandes in Konstantinopel Verwendung gefunden haben. Telle eines Gotteshauses, das die Genuesen bei ihrem kühnen Zug gegen die Hauptstadt des byzantt- nischen Reiches aus Rache für die Erstürmung von Acri zerstört hatten. Zwei Lötvenköpfe an trolle deS Völkerbundes dazu verwenoet werden soll, den verarmten Staaten die Mittel zur Wiederaufnahme der normalen industriellen und kommerziellen Tätigkeit zu verschaffen. Weller wird das Verlangen auf Revis to n der Friedensverträge nachdrücklich erneuert. Die Ent- schlretzung verlangt schließlich eine internationale Kontrolle für Die Verteilung der für 3nbu)trie und Landwirtschaft wichtigen Rohstoffe. (Sine in- umgängliche Vorbedingung für den Wiederaufbau Europas fei die Abrüstung. Dringende Mahnungen eines amerikanischen Finanzmannes- Reu York, 18. April. Internationale Bankiers sind hier der Meinung, dah die volle Frage der Reparationen zur Diskussion und Erledigung in Genua vorgebracht werden sollte. Man fühlt in den diesbezüglichen amerikanischen Kreisen, dah die kürzlichen Forderungen an Deutschland in einer nationalen Dankerotterklärung Deutschlands resultieren werden, wenn nicht einige Aende- rungen gemacht werden, die Ls Deutschland erlauben, finanziell wieder festem Fuß zu fassen. Mr. Malcolm Sumner, eine der führenden Autoritäten der Internationalen Finanz erklärt, daß wenn diese Forderungen der Alliierten Deutschland gegenüber nicht mit gesundem Menschenverstände (cvmmon sense) in Genua revidiert werden, Deutschland einer nationalen BankerotterklLrung ins Gesicht schauen muh; die ganze Welt mühte dann die Konsequenzen davon tragen. Mr. Summer malt die Möglichkeiten eines solchen deutschen Bankerotts in sehr dunkeln Farben. „Solch eine Katastrophe wird in sich tragen die allerschwerwiegendsten Konsequenzen nicht mir für Europa, sondern auch für die Cßere i igte i Staaten. Solange wie die Zahl- krast bei Deutschen und Russen nicht auf dem Markte vertreten ist, wird der leidige Effekt davon auftjedenamerikanischenFar- mer.KaufmannundArbeiter zurückfallen. — Der Finanzsachverständige führt weiterhin aus, dah, wenn man Deutschland in finanzieller Hinsicht nicht wieder auf die Füße helfen würde, so daß ics seine Reparationen an Frankreich und England bezahlen fkann, die Bereinigten Staaten sehr geringe Aussicht hätten, irgendwelche Beträge von den riesigen Summen einziehen zu können, die die Alliierten an Amerika zu zahlen haben. Mr. Sumner deutet schließlich auf das immerwährend sich vergrößernde Des zit im deutschen Budget und die daraus resultierenden Ausgabe von Millionen von weiteren Papiermarks hin, bis die Zahlkraft der Währung Deutschlands so minimal ist, daß sie keinen Kaufwert im Ausland überhaupt mehr habe. Etwas müßte unbedingt getan teert en, e.E ärt tie er erste Finanzsachverständige, um einem Ruin der Zentralmachte vorzubeugen, oder aber der Rest der Welt wird diesen nicht lange überleben. Kapp und Iagow. Berlin, 18. April. Wie der „Bor- värts" meldet, ist Kapp, der an einer Augenkrankhell leidet, der Leipziger Uni» Lersitätsklinik zugeführt teorden, too seine Haftfähigkeit geprüft werden soll. Wie die Blätter mitteUen, macht v. Iagow von seinem Gvllnower Festungsgefängnis aus den Versuch, auf dem Wege einer ausführlichen Lrllik des gegen ihn ergangenen reichsgericht- k.chen Arteils die Rotwendigkeit einer Wiederaufnahme deS BerfahrenS darzutun. Ec behauptet in der Schrift, bei der Llebernahme des Ministeriums des Innern in gutem Glauben gehandelt zu haben, da er sich nur für den Fall eines KoalitionSministeriumS zur Aeber- nahme des Ministerpostens bereit erklärt habe. Das Reichsgericht wird zu entscheiden haben, ob eine neue Tatsache im Sinne der Sttaf- prozeßordnung gegeben ist, die geeignet ist, zugunsten des Angeklagten den Arteilsspruch zu beeinflussen. Kapp verhaftet. Stettin, 18. April. (Wolff.) Gestern ist Kapp, der, von Schweden kommend, in Saßnitz eingetroffen war, beim B-erlassen des Fährschiffes verhaftet worden. Er wurde mit dem V-Zug über Sttalsund-Berlin nach Leipzig gebracht. Aus dem Reiche« Augestelltellstreik in Hamburg. H a m b u.r g, 18. April. (WLB.) In einer abends abgehaltenen öffentlichen Versamm- lung der Bersicherungsange stellten der Fassade,' dessen einer das Datum 1250 trägt, stammen vielleicht von dieser Kirche und erinnern an diese Tat der Genuesen. 1451 tourbe der Palast zum Sitz der Dank von San Giorgio, die Hochburg jenes Geldwesens, mit dessen Einführung in die moderne Kultur die Genuesen bahnbrechend gewesen sind. Waren sie es doch, die Beim ‘Beginn des kapitalistischen Zeitalters das Dank- und Dörsenwesen zuerst ausbildeten. 3r» Palast von San Giorgio sahen nun die tüchtigen und vaterlandsliebenden Männer, die de, damals bereits drohenden politischen Rie- detzgang der Republik Genua noch eine Zeitlang aufäielten. Die Dank war lange Zeit daö eigentliche Rückgrat des genuesischen Staates; in ihrem Desih unb in ihrer Verwaltung oefanLen sich die groben Eroberungen am Schwarzen Meer, in der griechischen Inselwelt, in Kleinasien und Ligurien, die dem Staate Genua untertan waren. So umschließt der wundervolle Dau den eigentlichen Kern der genuesischen Geschichte, und er ist ein prächtiger Rahmen dieser großen Ber» gantzenhell mit seinen auf Säulen ruhenden 2Ir» labtn, über denen ein Spitzbogenfries hinlauft, mit den beiden wuchtigen Geschossen, deren unteres von vierteiligen, deren oberes von dreiteiligen gotischen Fenstern belebt wird, mit dem feinen Krantzgesims des Daches, über das die mächtigen Zinnen so wehrhaft und stolz auf- ragqn. Das unterste Geschoß besteht aus Steinquadern, während die beiden oberen ein Dack- steilchau in der natürlichen Ziegelfarbe sind. An Hamburgs wurde mit allen gegen eine Stimme beschlossen, morgen in den Streik zu tteten. Gin politischer UeberfaU im D-Zug. Berlin, 18. April. Das „B. L." meldet: Gestern früh wurde der Leutnant Herbst ein Angehöriger des Freistaates Danzig, im O-Zuge von Berlin nach München, kurz vor Passau, mit Chloroform betäubt und sämtlicher Papiere beraubt. .Geld und Wertsachen blieben unberührt. Herbst, der früher dem Freikorps Lützow 'angehörte, ist seit einem Jahr Kurier der Abteilung des Oberleutnants Hejas, der an der Spitze des Vereins der erwachenden Ungarn steht. Er sollte im Aufttage des russischen Generals Hörschelmann, der kürzlich wegen monarchistischer Umtriebe aus Warschau ausgewiesen worden war und sich nach Danzig begab, zwei Briefe politischen Inhalts von Danzig zu Hejas bringen. ES wird angenommen, dah der Lleberfall von bolschewistischer Seite auSge- führt wurde. Ermordung rweier Türken in Berlin. (Berlin, 18. Avril. (WTD.) Heute nacht kurz nach 12 Ahr wurden in ber LIhlanb- strahe Die türkischen (Staatsangehörigen Djemal Asmy Dey unb 2 aha Ed- bin Chakir ermordet. Djemal Asmh Dey war früher Generalgoavernxur von Trapezunt, Daha Cddin Chakir leitendes Mitglied des türkischen Komitees „Union et Progrös". Die Mordtat Dürfte aus politisch: Deweggrunre zurückzuführen sein. Sie ist vermullich von hier lebenden Armeniern verübt worben. Rach Aussagen von Augenzeugen kommen als Täter drei schlanke, mittelgroße, bunfelblonbe Leute im Alter von 25 bis 30 Jahren in Betracht. Diese Drei Leute flüchteten unmittelbar nach ber Tat von Der Ülhlandstraße nach ber Ludwigkirchstraße. Am Tatorte wurde eine amerikanische Mehrlade- pistvle gesunden. Der Poli;eiviäftbent sichert demjenigen eine Belohnung von 20 000 Mk. zu, der zur Ermittelung ber unbekannten Mörder beiträgt Berlin, 18 April (WTD.) Zur Ermor- bung Djemal Asmy Deys unb Daha Eddin Chakirs wirb noch mitgeteilt: Djemal Asmy Dey wohnte seit drei Jahren mit seiner Frau unb brei Söhnen und Daha Eddin Chak'ir mit Frau unb zwei Kindern in ‘Berlin. Beide Fimilien sowie die Witwe des ermordeten Talett Pascha nahmen gestern abend an einer von dem früheren Gmevalgouverneur Den Deiruth A5mh D-ey t>eran falteten Familienfeier teil. Als die Teilnehmer nachts nach Hause zurückkehrten, traten aus einer Türnische zwei Manner heraus, die zunächst die in ber Mitte gehende Witwe Talaat Paschas zurückrissen und bann Djemal Asmy Dry unb Daha Eddin Cftakir durch Schüsse niederftreckten Dte F auen unb Kinder b-achen vor Schreck zusammen oder verfielen in Ech-eikrämpse Ein Schankwirt, ber einen der davonlaufenden Männer verfolgen wollte, mußte bavon Abstanb nehmen, da dieser zwei Schüsse auf ihn abqab. Berlin, 18. April. (Priv -Tel.) Die »Voss. Ztg." meldet: Zusammmhmrend mt der Ermordung ber beiden ju g ü kischen Politiker in ber ülhwndstraße wurden heute vorn t ag verschiedene Armenier von der Berliner Äri» wi-alpo i ei verhaftet Die Pe hafte en sind Mi alieber einer armenischen Gehrimoraanisation. Die in Berlin regelmäßige usammenkünfte veranstaltete. Es sollen zahlreiche wei.ere Verhaftungen bevorstehen. I.- r.KgaaBPgaagwi Aus und ücmb. Gießen, Den 19. April 1922. ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 8. April der Schulamtsanwärter Otto Ludwig aus Alfa zum Lehrer an der Volksschule zu HopfmannSfeld, Kreis Lauterbach. — In den Ruhestand versetzt wurde am 10. April der Rektor an der VollSschule zu Offenbach, Valentin R i c o - lai, unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste vom 16. April 1922 an. tt Der Oberhessif che Bienenzüchterverein hielt am 3. Feiertage im Hotel Schütz seine diesjährige Ausschußsitzrng ab, die trotz des schlechten Wetters und der teueren Fahrpreise gut besucht war. Von den 25 Zweigvereinen waren 21 durch Abgesandte Oertreten. Rach der Eröffnung und Begrüß ing ber Versammlung durch den Dorsi e iben, Lehrer Buß- Leihgestern, erstattete bi f.r den Jahresbericht Die Mitgliederzahl "beträgt 1886, bi; Rechnung von 1921 schließt mit einem lieber- schuß von 3253,24 Mt ab. auf dem aber eine Schuldenlast von über 5000 Mk. ruht, die der Druck der „Diene" veranlaßt Das Erntejahr in Honig war ziemlich gut, der Preis des Honigs entsprach aber nicht der allgemeinen Wertsteigerung. Für dieses Jahr ist der Preis auf den Räumen des Innern ist die Zeit natürlich nicht spurlos vorübergegangen, doch befindet sich zu ebener Erde noch der alte gotische Saal mit seinen vorttefstich restaurierten Wandmalereien des 13. Jahrhunderts. Der schönste Schmuck des Ganzen sind die Marmorbilder der Hervorrageno- flen Männer Genuas, die hier angebracht sind Und ein Pantheon ber genuesischen Geschichte bar- stellen. Diese Ehrenstatuen haben die besten Bildhauer der Stadt geschaffen, und man kann die Entwicklung der genuesischen Kultur an diesen berühmten Werken am besten verfolgen, kann auch zugleich erlernten, wie die schlichte Einfachhell und urwüchsige Kraft allmählich dem äußeren Prunk unb der leeren Geste wich, die den Riedergang Genuas verursachten. Die Halle des Palazzo sollte nach seiner Einrichtung als Bank einen Schmuck erhallen, der in ber Verherrlichung der besten Bürger dem stolzen Selbstbewußtsein ber Renaissance so natürlich war. So schuf denn um die Mitte des 15. Jahrhunderts ber Bildhauer Michele d'Aria vier meisterhafte Statuen, und im 16. Jahrhundert folgten ihm mit ebenbürtigen Leistungen Tamagnmi, Pace Gaggini, Giangiaomo, Vasoldo u. a_, die hiermit das Großartigste ber genuesischen Bildhauerkunst geschaffen haben. * Von den Frankfurter Bühnen. ' Frankfurt a. M., 18. Aprll. Der Aufsichtsrat der städtischen Bühnen hat in An- 30 Mk. für das Pfund von ber Verbands- Vorstandssitzung festgesetzt worben. Die 212d)- nungsablage des Rechners Lehrer Mergott- R i d d a ergab in Einnahme 22 628 Mt, in Ausgabe 19 3Z5 Mt Die Vereinszeitschrift „S12 Diene" erschien seither in dem Umfang von 24 Seiten, sie wird jetzt nur noch 16 Seiten enthalten. Vom 1. März ab ist die Postuder- Weisung der ^.Diene" eingeführt, was eine große Ersparnis für den Verein bedeutet Rach eingehender Besprechung ber Rechnung wlld dem Rechner Entlastung erteilt — Herr Runk- Oberkleen teilt mit, daß bie Ausstellung in Frieböerg mit einem Defizit adschloß. das ber Wetterauer Zweigverein aus feiner Kasse gedeckt hat. Der vom Vorsitzenden vorgetragene Voranschlag (in Einnichme unb Ausgabe mit 40 375 Mk.) wird einstimmig angenommen. Der Druck der versteinerten „‘Biene“ ist mit 26 000 Mark, der Versand derselben mit 7700 Mt vor-^ gesehen. Der Gehall des Rechners., wird auf 7500 Mt festgesetzt Die WanderversamnkkOng des Verbandes findet dieses Jahr in Efchwege statt, bie üblichen Lehrgänge in Hirzenhain werben wieder abgehalten, aber ohne Vereins»Zaschüsft für die Teilnehmer. Der Vorsitzende berichtet über seine Bemühungen um der Zuckerversorgang Eine weitere Lieferung steht in Aussicht Ein Antrag des Zweigvereins Schlitz auf gemein* famen Bezug des Zuckers durch den Harptverein wird dem Vorstand zur näheren Erwägung an* heimgegeben. Zur Bekämpfung der im Vercll s> gebiet stark aufgetretenen Faulbrut bei Den Bienenvölkern schlägt Oberamtsrichter Klietfch- Büdingen vor, auf Vercinskosten die Lösche Lichtbilderserie über Bienenkrankheiten in den Vereinen bekannt zu machen, ein Vorschlag, bei einstimmig angenommen toirb. Koriin tuen. — Lageskalender für Mittwoch. Stadttheater, 7 llhr: „Das Dreimäderlhaus". — Astoria-Lichtspiele: „Das Geheimnis von San Francisko" unb „Wiebererwachen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Verschwörung zu Genua". — Zum Besten ber bedürftiger- Elsaß-Lothringer Gießens findet, wie schon erwähnt morgen abend im Kathol. Vereins- Haus eine Wiederholung des klassischen Lustspiel- Abends der Waldbühne statt, die Goethes „Wette" und Körners „Detter aus Bremen" sowie elsässische Tänze in Rcllivnallostüm bringen wird. Die Tänze, die von vertriebenen Elsah- Lochringem sowie von Mitgliedern unb Gästen ber Waldbühne getanzt werden, sind in Gießen noch nicht gezeigt worden. (Siehe Anzeige.) Landkreis Ziesten. L i ch 17. April. Das k i r ch l i ch e Leben an den Feiertagen war äußerst rege. Die Gottesdienste waren stark besucht Kirchenchor und Chorschule verschonten die kirchlichen Feiern durch Lie- d rvorträge. — Der alle Brauch des Eierwerfens auf der „Osterwiese" konnte nur gestern ausgeübt werben. Die schlechte Witterung am zweiten Cftertage lieh bie Iugenb nicht in ben vollen Genuß der Osterfreuden kommen. — Am Karfreitag weilte ber Dau ersche Gesangver- e i n von Gießen nach einer Wanderung als Gast bei der hiesigen „Cacilia". Die befreundeten Vereine verlebten zusammen einige sangesfrohe Stunden, wobei herzliche Worte der Begrüßung gewechselt würben. /V Röthges, 18. April. Zu Ehren der im Weltkriege Gefallenen soll aus dem Friedhof ein Denkmal errichtet werben. Es hat sich ein Ausschuß unter ß.iUng DeS Bürgermeisters Metzger gebildet Eine Oitbfommlang ergab etwa 5000 Mt Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 18. April. Ein sch wer er Ein» bruchsbieb stahl würbe in ber Rächt in bem Betrieb des hiesigen Ziegeleibesihers Jakob L a ch m a n n ausgeführt wobei die Einbrecher 2 Treibriemen im Werte von fast 15 000 Mk. erbeuteten. Ein von einem Kriminalkommissar aus Fulba auf bie Spur ber Diebe gesetzter Polizeihund führte mll großer Sicherheit nach Bab-Salzschlirf nach bem Bahnhof. Es konnte durch bie Rachforschungen der Polizei festgestelll werden, daß Einbrecher aus Fulda hier ihre Hände im Spiel hatten. △ Oder-Moos, 18. April. Vollständig leer waren voriges Jahr bie beiden großen Fischteiche bei unterem Dorfe. Infolge ber anhaltenden Ri dersl.I ge Haden sich die oeiden etwa 200 Morgen großen Decken gefüllt Es fehlt aber an den Fischen, die voriges Jahr äj Grande gegangen sind. Die Riede e'.sche Forstbehörde beabsichtigt in Kürze wieder Brut in die Teiche zu setzen. L. Aas demMooserGrund, 18. April. 3n den Orten des Mörser Gra ides wird letzt lebhaft an ber elektrischen Dele ach - t u n g gearbeitet. Vorerst sind die Hausanschlüsse in Arbeit dann geht es an die Hebertanbleitang and die Errichtung der ülmschallchäuschen. Starkenburg und Rheinhessen. * Offenbach 18. April. Ein gefährlicher Fahrraddieb verhaftet Der 22jährige, vielfach vorbestrafte Paul Strecke n- b e r g e r bot vor einigen Tagen einem hiesigen erkennung der Verdienste um bie künstlerische und wirtschaftliche Leitung der Bühnen Frankfurts, die drei Vorstandsmitglieder Direktor Dr. Ernst Lort zum Intendanten der Oper, Verwaltungsdirekwr Otto Müller- Wieland zum Direktor der städtischen Bühnen, und Direktor Richard Weichert zum Intendanten des Schauspiels ernannt. * — Ein Hochzeitsglückwunsch Voltaires. Ein ebenso origineller wie geistreicher Glückwunschbrief Voltaires, ber damals bretunb- achtzig Jahre war, aus bem Oktober 1777 wird im „Journal des Döbats" veröffentticht Der Dichter Marmontel hatte damals geheiratet, und Voltaire beglückwünschte ihn durch ein Billett, das jetzt in einer Versteigerung ausgetaucht ist. „3ch mache Ihnen mein Kompliment, mein lieber Kollege," schrieb der Greis von Femey. „Jedenfalls ist mir lieber, daß Sie heiraten als ich. Eie find für das Sakrament ber Ehe gemacht. von dem man sagt, daß es ein sehr schönes sichtbares Zeichen für eine unsichtbare Sache sei. Was mich anbetrifft so bin ich für bas Sakrament ber letzten Oellrng gemacht Aber ich werde nur mit dem Leben die herzliche Gesinnung verlieren, bie ich für Sie hege." WWW in den Gcfcfoaften 3)>rtl. tb !«t euch' l. ähr« Ser d c n3 iestgiw er tot W 1 Vtü dfteä «gut rSiist in dem 3otob brecher 0 M imiffar elfter ■ nach tonnte leftettt ihre eben lotteS- Chor- h Lie- erfens Igefibt veilen vollen Äar» ver- ig als nbtitn sfrvhe ügung , 2ol' streif n n>fl® t «« h-irK in E < meu1 gerne?- tinMg großen gc du belden :t « 2hr >4 Sord- :tft ia angc- orbnet MiHtoncnlech Drogerie Noll, Bahnho fstraße 51. Qltl>A Behördliche Anzeigen Bekanntmachung auf Lager. 3859 Verlobte Bauholz Lüdenscheid Ostern 1922 Gießen 11 29 12 13 ! Statt Karten Straße nach (3731B empfiehlt Der Oberbürgermeister. I. D.: Or. R v s e n b e r g. 3855c J.M.SctaM Bekani»tmachnng Fichten-SL IV. Kl. Bauholz 1 Gießen, den 19. April 1922 20 38638 Der Oberbürgermeister. 2. D.: Dr. Lösender g. 29 Stück 5. Kl. sollen Hünfeld. 3721 Eichenstöcke Kiefernstöcke Lore Nebel Werner öylla frisch etntreffenb Don-> nerdtag und Stettag Buchenscheit Kiefernscheit Fichtenscheit 3. Kl. 4. Kl. Eichen-St. Eichen-St. Lichen • St Eichen-St. Eichen-St. Eichen-St. Eichen-St. Eichen-SL Eichen-St. Eichen-St. Eichen-St. Eichen-St. 3 Stück 14 Stück 2. 3. 4 5. 6. 7. 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Rohdorf b. Darmstadt 2 79 95,8 4 1 1 2 2 4 7 9 57 5 8 mit 14,90 5ftnL 3. Sichtenstämme: mit 5,15 Srfhru mit 15,09 Sftm. 2 2 1 4 2 6 5 32 11 6 II. Kl. II. Kl. III. Kl. III. Kl. II1. Kl. IV. Kl. III. Kl IV. Kl. V. Kl. VI. Kl. Zusammenkunft: An der Daubringen, am Pflanzgarten. Giehen, den 12. April 1922. deshalb empfohlen. Giehen, den 18. April 1922. h. Trechsler, Stdnftr. 73, Lei. 1581 (Büffel Schermuly Willi Hofmann Verlobte = 2,38Fstm. -- 3,34 „ = 2,96 „ -- 1,60 „ = 4,84 „ = 2,50 „ --- 4,91 „ — 2,99 „ Else Matthes Heinrich Fritsch Verlobte --- 0,66 = 20,07 = 4,27 — 1,42 =22,19 = 1,92 = 0,69 --- 0,49 = 1,31 = 2,13 --- 4,49 = 6,08 = 9,54 =48,32 = 3,78 = 4,72 =81,68 =58,17 = 66,01 Fichten-Stämme II. ÄL|^ö> F chten-Stämme III. KI. I Fichten-Stämme III. ÄLP; — Fichten-Stämme III. ÄL| = 2 3 4 5 6 7 8 X. wj Die Verlobung ihrer Kinder Lore und Werner geben bekannt Hofkammerrat Nebel und Frau Fabrikant Lylla u. Frau Speise-, Saat« und Sutter« Kartoffeln (vor den Schiehständen). , , ' Dorqezeigt wird nur das Holz in bett in der Nähe befindlichen Abteilungen; vorherige Besichtigung Johanna Vogt K'a vier- Unterricht Qoethestraße 3211 Wiederbeginn des Unterrichts 24. April Neuanmeldungen täglich. Zimmerer-- Spendier» Schreuter- Glafer- Jn ApoftwHenv Orooerien ertMUtb Bekanntmachung. In unser Handel-register 2Ibt A. wurde heute eingetragen: Die Firma Offenbacher Lederwarenver- trieb Adolph Kann, Giehen. Inhaber ist der Kaufmann Adolph Kann in Giehen. Der Adolph Kann Ehefrau. Alice geb. Hennes ist Prokura erteilt Giehen, 7. April 1922. 38248 Hessisches Amtsgericht Ihre Hühneraugen werden Sie sicher los durch Hllhnerauf en-Lebewohl KrMe-Lllsnr Den Filters her in jeden IpiHamcn Haute, indem man einen guten ftoftce hod)t! In Original 4ofcn u.S.lborpakcrcn. ukirol ^beseitig» «hndbkherund schmerzte» ^^Mühnctaugcn MMT , - -d Mocnheuh Schwidtn <^Sst1ctv flrzrtkh «mdoMe»» Für die uns anlählich unserer Dermählung erwiesenen Auf- merksamkeitLn danken wir herzlich Otto Gobel und Frau Emilie geb. Kehr . Gießen, den 19. April 1922 Holzfnbnnssion in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. Nachoerzeichnete Holzsortimente sollen im Sud- 2m. Eichenfchett „ Sichenlnüppel „ Buchenreisig „ Buchenstöcke . Fichtenstöcke mit 43,58 Fstm. . 4,37 . . 1,64 e WM! 6üil MIBflOdlü DD! Wir sieferu Luch Leinsamen zur Saat zu Mk. 15.- das Pfund. Die Abnahme des Stroh-, Röst-- und ausgearbeiteten Flachses erfolgt zu den höchtenPreifen, eot holen wir denselben selbst ab. Auf Wunsch liefern wir bei Ablieferung aller Sorten Flachs sofort fertige Webwaren zurück. Bestellungen auf Leinsamen nimmt auch Herr I-Weiß HL in Frisch born(Oberhess.) entgegen. Derselbe übernimmt auch für uns alle Sorten Flachs. Hessische Flachsbereilung B.m. b. H. 5alz-§chnittbshnen Piund Mk. 6.50 9 , Eichenknüppel 125 , Kiefernknüopel 51 „ gufamwienhunft: Anneröder Weg, 1. Schneise I Gcbr.Bcrdux Bahnhofstraße 27. SS 3830a_____________________________ 412 Fichtenderbstangen 1. KL 122 . 2. . 144 FichtenreiSstangen 9 Rm. Eichennutzscheit Aus den Waldungen der Stadt Giehen Fvrst- wartei Hangelstein (Förster Loh, Wieseck) und zwar auS den Abteilungen 10, 11, 13. 15 bis 19 sollen ant Freitag, den 21. April 1922, Vorau 9', Uhr beginnend, versteigert werden: 15,2 Am. Duchenfcheit 9 3 „ Fichtenscheit 2 11,8 „ Fichtenknüppel 100 70 „ Weidenreisig 2,6 4 „ Gichenstöcke 2 W eseck, am 17. April 1922. Hessische Bürgermeisterei Wieseck. Schomber. JUid^VerPnchtnng. Sie (Nutzung der 3agJ in dem gememschaft- lichen Jagdbezirk der Gemeinde Volpertshausen. beste.)end aus 275 ha Fefd und 136 ha Wald, soll am Samstag, dem 6. Mai 1922 nachmittags 4 Uhr, in der Wirtschaft Möglich zu Volpertshausen auf die „Dauer von 9 (Fahren, beginrrnd am 1. 4. 1922, öffentlich meistbietend verpachtet werden. Nähere Auskunft erteilt der unterzeichnete Hagdvorsteher. Volpertshausen ist von der Dahnstation Wetzlar (Strecke Giehen—Köln und Gießen— Koblenz) 6,5 Kilometer entfernt 3851D Volpertshausen, den 15. April 1922. Der Iagdvorsteher. Watz._________ Ärbeitsvergebung. Die bei Errichtung der für die 1. Bauperiode ber Siedlung der unterfertigten Baugenossenschaft geplanten sieben Wohnhäuser vorlommenden: 1. Maurer- Hölzsnbmission. OTi.4 den Waldungen der Gemeinde Mainzlar soll nachstehend angeführtes Holz auf ^>em Submissionsweg nochmals verkauft werden. 1. SicheustLmme: 2 Stck. 1. KL, 60 u. mehr Ztm. Dchm.. m. 2,64 Atm. 1 Stck. 2. KL, 50-59 Ztm. Dchm., mit 192 tftm. 23 Stck. 4. KL, 30—39 Atm. Dchm., mit 14,29 Atm 28 Stck. 5. KL, 25—29 Ztm. Dchm., mit 12,90 Atm 2. Kiefernstämme: Schwellenh. L KL Eichen-St „ II. ÄL Duchen-St II. KL Schnitth. Duchen-St III KL , Duchen-St. IV KL * „Fruchtkvnscrven-. • DaS Amulett Im AutvbüSdienst. Die offizielle Einführung eines Amuletts geschieht durch eine Verordnung der Londoner General- omnibus-GesellschasL die festgesetzt hat, dah von jetzt an alle llederland-Autobusse vorn am Motor ein sehr drollig aussehen des Kaninchen auS Aluminium führen sollen Da« osfiziellle Amulett ist von dem Bildhauer Harold Stadler geschossen worden, der sich das komische Kaninchen in den Karikaturen einer Londoner Tageszeitung zum Muster nahm Dort führt das Tierchen den Namen Wllsred und ist der Begleiter eines Kinder paare«, das allerlei tolle Streiche aussührt Das Äanindjcn, das mit groben ausgerichtetcn Oh.en und riesigen Augen dasiht und .Männchen" macht, wird jedenfalls ein originelles Zeichen der Autobusse sein, die jetzt im Frühling wieder so viele Engländer aufS Land hinauSsuhren. MM morgen früh 9 Ubr eiutrenend: Pa. Seehecht H'?, 12.00 Seelachs ohne Kops (feinste Nordsee-Warei Pfund Mk. 8.50, im Ausschnitt Mk. 9.50 Frische Bratschellfische Pfund Mk. 7.00 Frische Fischkoteletts Pfund Mk. 11.00 j BücklingeauSheutigerZufuhr Piund Mk. 12.50 zu können. • EinTelegraminwechsel. Eine lustige Geschichte von ArthurSchnitzler und Hugo von Hofmannsthal wird in „ilchcr Land und Meer " erzählt. Hofmannsthal besucht seinen Freund Schnitzler in Ischl, und dieser bittet ihn, da er ja sowieso nach Salzburg komme, ihm Karten für die Salzburger Festspiele zu besorgen und diese in einem Hotel zu hinterlegen. Es vergeht einige Zeit, während der Schnitzler nicht mehr an die Sache denkt. Da bekommt er eines Tages ein Telegramm: _Sitze besorgt Hotel Su= ropc. Hofmannsthal." Schnitzler grübelt und grübelt darüber nach, was wohl dieses Telegramm bedeuten tonne, und drahtet schliesslich zurück: „Warum sitzest du besorgt im Hotel Surope? Schnitzler." ' Die Anzeige als Goldgrube. Der Inhaber einer grosten chemischen Fabrik in England, bej seine Waren mit Hilfe grvher Anzeigen in allen Zeitungen vertrieb, Sir Alfred Frederick Dird, ist gestorben und hat ein Vermögen von mehr als 650 000 Pfund Sterling hinterlassen. Die Daily Mail erinnert aus diesem Anlah daran, welche Riesenvermögen gerade die VeschäftSlettte erworben haben, die ihrerseits wieder ungeheure Summen für Anzeigen auSgaben. Bon den Großindustriellen, für die die Anzeige wirklich zur Goldgrube wurde, werden hier auf geführt: Lord Burton, der Inhaber einer großen Brauerei, der sieben Schlosser- W ihb ndrr- und Anstreicherarbeiten 8. Herstellung ma'siver Kellerdecken 9. Wafserleimngsarbeiten 10. Herstellung elektrischer Lichtleitungen im Wege schriftlichen Angebots vergeben i^erben. Die Arbeitsvergebungs-Ilnterlagen sind auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau während den Dienst stunden einzusehen. Offerten mit entsprechend versehenen Aufschriften sind bis zum 1 Mai 1922 daselbst etnzureichen. Auskünfte erteilt der für die Siedlung bestellte Bauleiter Herr Architekt L. Seuling in Gichen. Walltorstrahe. 3827D Gemeinnützige Baugenossenschaft Wksecl G. m b. H. Oßwald. GöbeL Arbeiter auf einer Herberge in Frankfurt a. D i ein Fahrrad zum Verkauf an. Als Streckenberger verabredungsgemaß mit dem Rade nach Offen-1 bad) kam. wurde er durch hiesige Kriminalbeamte cngcbaüen. i3s warde festgestellt, daß er das Rad hier gestohlen hatte. ÖL. d-r darauf in Hast gc rammen wurde, konnte des Diebstahls von sechs weiteren Fahrrädern in hiesiger Stadt über- fichrt werden. ' Mainz, 18. LlpriL Margartne- Schwindler. Der 23jährlge Sohn eines auswärtigen Handelstreibenden, der von feinem Baker wegen seiner unsauberen Taten aus dem Hause verwiesen wurde, machte hier bei einem GeschästSmaim eine größere Bestellung auf Margarine. Wegen dringender Dachfrage im Geschäfte seines Vaters lieh er sich gleich mehrere Kübel Margarine fauShändi- gen, um sie nach der Bahn zu verbringen. Der Verkäufer bekam Mißtrauen und folgte dem jungen Mann, der sich aber nicht zum Bahn» Hof begab, sondern sich die Kübel nach einer Wirtschaft fahren ließ. Dort versuchte er die Margarine unter dem Einkaufspreis loSzu- schlagen. Der Verkäufer holte die Polizei und ließ den Schwindler verhaften. , Heficir-Nafiau. spd. Franksurt a. M^ 18. Aprll. Vor einem Monat wurde, wie berichtet, bei 36- K Diener Paul Flame, nachdem man Igeraubt hatte, von Zuhältern i n d e n Main gestoßen, in dessen Fluten er den Tod fand. Die Leiche des Ermordeten wurde am Sonntag bei Kelsterbach auSdemMatn geländet. gn. Eschwege, 18. April. Die beiden 15- jährigen KaafmumSlehrlinge B.erg und W a o Unger von hier gerieten am zweiten Ofterfeiertag beim Bootsradern au) b?r Werra stftolge einer ttnversichtigkrit mit ihrem Boot in die Rahe eines steil abfallenden Wehrs, das die ciqentlid)e Werra mit einem Heben- arm verbindet. Die starke Strömung riß das Doot über das Wehr and brachte es zum Um* schlagen. Beide Insassen waren des Schwimmens kundig und Berg war bereits am Ufer angelangt, als er sah, daßWadlinger infolge Erschöpfung unterzugehen drohte. Um ihn zu retten schwamm Berg zurück. In feiner Todesangst klammerte sich Wadlinger so fest an Berg an, daß dieser sich nicht mehr bewegen konnte. Beide gingen infolgedessen unter und sanden in den Wellen ihren Tod. Die Leichen wurden noch nicht geborgen. Vermischtes. Ein Gewitter in Berlin. * Berlin, 18. April. (WTB.) Heute vormittag ging bei 7 Grad Reaumur ein ziemlich heftiges Gewitter über Berlin nieder. Fichtenstöcke Eichenreisiq Kiefernknüppelreisiy. Gießen z. 3t Darmstadt t April 1922 .......................— rtus Dem ÄmtdöcrtiluDifiungsblaiL ** Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 52 vom 1& Aprll cuahäll: Bekannlinachung, betreffend Datsche Arzneitare. — Aufhebung der ReichsceisebiDtmarken. — Ausführung der Landesseuerlöschordnung. hier: Aufstellung der Grundlisten. - ■3ergcbung von Arbeiten im Gemeindewald. — Abrechnung der Gemeindekassen mit der Kreiskasse Gießen. — Kosten der Wutschutzimpfungen. — Straßensperre. — Hunde- fleucroeranlagung. — DiensMachrichten. — Feldbereinigung Harbach. Sperrung der Kreis st raßeGiehe n— Klein-Linden. Die KreiSstraße Gießen— Klein-Linden wird von der Uebersührung der Dahn Gießen-Frankfurt bis zum Abzweig der Kreisst iahe Klein-Linden—Dutenhofen vvn Diens- tag. den 18. ds Mts. aus 1)ie Dauer der dort vorgenommen Walzarbeiten für jeden Fuhr- und Automobil verkehr gesperrt. Der Durchgangsverkehr in Richtung Frankfurt wird von Gießen über Leihgestern- Großen-Änden und in Richtung Wetzlar von Gießen über Heuchelheim geleitet 3n den Gemeinden Altenstadt, Aulendiebach. Bleichenbach und Düdelsheim (Kreis Büdingen) ist die Maul- und Klauenseuche aus- gebrochen. Die erforderlichen Sperrmahnahmen sind angcorbneL In der Gemeinde Krofdorf (Kreis Wetzlar) ist die Maul- und Klauen!euche ausgeb rochen. Die Sperrmaßnahmcn sind c~2~ Hornhaut an der Fußsohle beseitigt Lebewohl- Ballen-Scheiben Kein Verrutschen, kein Festkleben am Stmmpf. In Droircrh-n und Apotheken Blecluiose 5.— und 7.50 Mk. 8* Verlangen ie ausdrücklich: .1 ebcwobl*. 33 Stück 5a. ÄL mit 20,83 Fstm. 82 Stück 5 b. ÄL mit 22,13 Sftm. Die Angebote sind getrennt nach Sortiment urtb Klassen, da keine Fusammenrechnung stall- ftnbet, pro Fest Meter bis zum Montag, den 24. April L IS., nachmittags 4 Uhr, mit der Llufschrist .H ol z su b Mission" an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung der Angebote erfolgt Die Gemeinde behält sich die Genehmigung, bezüglich auf jede Klasse sowie auch im ganzen, vor. Rähere Bedingungen über fragL Holz verkauf werden im (Stoffmingätermin befanntgegeben. 3829D Mainzlar, den 19. Aprll 1922. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. (FPS.) Der Strom der amerikanischen Touristen nach Europa Trotz der Depression der Wirtschaftslage und den nahezu Derboppelien Reisekosten ist die alte Reigung eines großen Teils des amerllanischen Deisepublikums, eine Sommerreise nach Europa zu unternehmen, wach geblieben. Rach Auskünften der Schiffahrtsgesellschaften und der großen Touristenagenturen sind bis Mitte Juli auf allen Liniendampfern, die von ^ReutzorL Philadelphia, Boston oder Montreal abgehen, sämtliche Kabinen belegt, während für bestimmte Schiffsllassen bis zu diesem 3eitpun£t weit mehr Vorbestellungen als Unterbringungsmöglichkeiten vorliegen. 3m letzten Vor- kriegsjahr 1913 sind von atlantischen Hasen rund 200 000 amerikanische Touristen nach Europa gc- mögen von 3 Million. Pfuno veian, acr a.uaj- kauf mann Peter Robinson, der annähernd V . Millionen Pfund sein eigen nannte. Andere Pfund-Sterling-Mlllionärc, deren Waren durch das tägliche Annoncieren Welttuf erlangten, sind der Zuckerhändler Henrv Late, der Möbelhändler Blundell Maple, Charles Lea mit- der „Lea- und PerringS-Sauce". Fulfvrd mil seinen „Pink PillS", E. W. Post mit seinen „Grape 'RutS", H. I. Heinz mit einen „Mipickels", und 3- D. Eno mit seinen Aus den Waldungen der Stabt Gießen, Bezirk des Försters Drück, Rödgen, und zwar aus den Abteilungen 1, 4 — 6, 10, 17, 27, 33, 39, 40, 43 — 45, 48, 49 so en am TOonlag, den 24. April 1922, norm. 97. Uhr beginnend, versteigert werden: 8,4 Rm Eichenscheit 79,5 Rm. Fichtenknüppel Fichten-SL IV. Kl. . Fichten-SL Va. KL 144Fichten-SL Va. KL 178Fichten-SL Vb. KL „ 23 225Fichten-SL Vb. ÄL . . Es wird darauf hingewiesen, daß sich beim Fichten- Stammholz ttockenes Holz befindet und wird daher Besichtigung empfohlen. Spätere Einwendungen bleiben unberücksichtigt. Die Derkaufsbedingungen liegen » auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Ange-1 bote sind verschloffen bis zum 24. April, oornnttags 10 Uhr, einzureichen, wo in Gegenwart etwa erschienener Bieter die Eröffnung stattfindeL 3864 Missionswege vergeben werden: Los 1 1 Lichen-St. II. KL Schnllth. * II. ÄL „ fahren. Die aieöriafte Schäyung für die Ausgaben, Millionen hinterließ, der Tabakhanüler Stt pro Tourist belief sich damals aus 700 DolL. die Frederick Wills. der bei feinem Tode ein Der- höchste auf 2000 Doll., was einem ©cfmubettag mögen von 3 Million. Pfund besaß, der Tuch- von auße.halb des Landes verausgabtem amerikanischen (Siiifommcn von zwischen 150 und 400 Millionen Dollar entsprechen würde. Für diesen Reisesommer rechnet man amerikanifcheffetts angesichts der gesteigerten Kosten mit doppelt so großen Aufwendungen pro Tourist. Trotz der Preissteigerung von beispielsweise 125 Doll, für die Passage 1. Klasse im Hahre 1913 auf jetzt 225 DolL auf mittleren und 400 Doll auf 2uru&- fchiffen laufen die Anmeldungen so zahlreich ein, daß es unmöglich sein wird, die Rachfrage auch die nach Luxuskabinen (zu Preisen zwischen 1000 Doll, und 5000 Doll und noch darüber) in der Zeit des stärksten Andrangs, d. h. in den drei letzten Huniwochen und der ersten Iuliwoche, zu erfüllen. 3n jeder dieser Wochen, rechnet man. werden allein von Reuyork 10 000 Touristen nach Europa abfahren: die Zahl der Personen, die bis zu 125 Doll, für die Uebersahtt zahlen wollen, ist für den genannten Zeitraum so groß, daß man fürchtet, höchstens ein Fünftel unterbringen geb. Kitzinger im 54. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: 8668. Prospekt frei. Gießen, Fechenheim a. M., den 19. April 1922. 38481) VlwtnwM IikHmadlhtli zu verkaufen. 04004 gesucht. 3858B G Leihgestern, den 19. April 1922. 04046 Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 4 Uhr statt. zu verkaufen 04002 fort a. Jl. 3853A gesucht. 3845 04033 ölt verkaufen Friiul., w en Wieseck, den 18. April 1922. 3843 gejucht. 04012 sucht 04017 Grütze ea. eter, werden bevorzugt. 3815V 04040 Televhon 689. kauft zu hohen Preisen sofort gesucht 3816 VMMg.A.-«n > Hochvart. mit elektr. Vicht. 3819V und 3 Mk. • • • ii Neuen Baue 22. SpaüteWiDg 5. 3837h gesucht. 04021 Schmidt, gesucht. 04048 Groben Lirrserr. U 11 2. 3. 4. W. Nitschkowski Erna Nitschkowski Selters weg 73 Tel. 821. Fritz Daniel und Frau Georg Kitzinger und Familie. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer teuren Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege herzlichsten Dank. Familie Heinrich Neidei Familie Ludwig Seibert Familie Karl Seibert Familie Ludwig Kreiling Karl Rodenhausen. Lacke Leinöl Streichfertige PlatinGold- u. Silber- gegenstände Goethestraße 32 Tel. 2064. AugustwallenseK Marktplatz 17. Tel. 1662 2. Teil. 4 Einakter: In Flagranti. Das Weib des Würgers. Der Mord in der Apotheke. In geheimer Mission. In den Hauptrollen: Alle SMtzeitiiMN sowie Feld n. Wald- und WohBungstaoseh anzeiger stets neu zu baden bei ws»h Herso, Blockstraße 5. Die Beisetzung findet in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Krau Bros. v. Jasctke, Klimkirratze 28. Karl Müller Spenglerei ».Installation Grotzerr-Drrseck. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief sanft gestern abend V210 Uhr mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Johannes Luh, Schaffneri.P. im 59. Lebensjahr. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Christine Luh geb. Väth. Alicestrakre 25 L Braves Lehrmädchen öit kaufen gesucht. Schr. Angebote mit Preis unt. 3840 an den Gietz. Anz. Erich Beyer Juwelier, Gießen, Bahnhofstr. 1. Heute letzter Tag: DasGeheimnis von San Franzisko Wiedererwachen. Carl de Vogt, E tty Asehenbach, LUI Flohr und Eduard von Winterstein. Ferner: Nachtbesuch in derNorfhernbank Drama in 4 Akten von Pani Boeenhayn. 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Wie bekannt, ist dies r Film auf einer großen Expedition auf^noinmeii, eine solche mitzuinachen würde nach dem heutitr. Stand der Valuta unmög. sein. Sie er eben neben anfrerten-lan kämpfen der Bedainen mH Rylfkabiien In Afrika, Stlarkämpfen In Blair d, Halflschkämpfen Im mittelländisch. ICear ns »., die großen Karneval- n. BlumenscMachten In y onte Carla n. Nizza, und dieses ades für eine Bauteile In dentschcr ölark (M2sc OtT Verstärktes Orchester!! V. MW- & Ne., Mn-Wm, seisemsk. 46 5 Zigarrenmacher 5 Wickelmacher sowie 1 Taglöhrterrn Pickel. |er, Blüten . hr schnell, wenn man abends den Schaum o. Zucker’« Patent- Mcdizinal-Seife eintrotfnen läßt Schaum erst morgens abwaschen u. mit Zuckoob- Cremc nachstreichen. Groh, artige Wirkung. ».Tausender bestätigt. In allen Apothek Drogerien, Parfümerie- u ^rlleurgeschdsten erbältlicb In Gietzen in derDroa. Winterboft. Kreuzplatz 9 10, ^öwen-Drogerie und Victoria-Drogerie. Herrn. Blank Witwe nud P. Joi. MöbS. We mit kl. Stallg. u. gr. 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Diese Hebe wurde ihrer kulturpolitischen CÖebeutung wegen am nächsten Morgen von der | führenden Presse wiedergegeben. Dann sprach Herr C. Wilckens im Hamen der deutschen Gemeinde. Herr Hattori und Herr Motoyama redeten in japanischer Sprache über die geistigen und allgemeinen menschlichen Beziehungen zwischen beiden Völkern. Die letzte längere Ansprache hielt Herr Dr. Fujischiro, Professor der deutschen Literatur an der Universität Kyoto. Professor Sata brachte bas Hoch auf bas Deutsche Heich aus unb Dr. Sols trank auf „Dai Hihon". Die Sitzungen des „Hitschi-Doku-Kyokai" werben nunmehr regelmäßig viermal im Jahre stattfinben, und zwar zweimal in Osaka, einmal in Kobe und einmal in Kyoto. Es besteht die berechtigte Aussicht, daß die Zahl der Mitglieder besonders auf Grund der von Sympathie getragenen Artikel in den beiden großen Zeitungen „Asahi"- und „Mainitschi-fchimbun" sich in Kürze bedeutend vermehren wird. Phönix Ludwigshafen 1:2; Barmen: Barmen 72 gegen Borussia Frankfurt a. M. 0:4; Krefeld: V. f. L gegen Berliner Fuschalkverein 1910 1:3; Aachen. Alemannia gegen Berliner Fußballverein 1910 0:0; Hheydt: Spiel- verein gegen Phoenix Ludwigshafen 2. 1, Spielverein gegen Sporlclub Erfurt 2:1; Heckling» hausen: Wacker München gegen Viktoria 7:0; Essen: Wacker München gegen Essener Turnerbund 2:2, Dortmund: Dortmund 95 gegen V. f. H. Frankfurt 5:1; Fürth: Spielvereinigung gegen F C. Freiburg 6:1, Fußdallverein gegen Kurhessen Kassel 2: 1; Braunschweig: Eintracht gegen Fußballverein Hürnberg 3:3; Hamburg: Altona gegen Hasenspiclei Mannheim 3:2; Bremen: V. f. H. Vtannheim gegen Weiber 4:0, Städtespiel Diemen gegen Geestemünde 4:0; Hann over: Hannover 96 gegen Eintracht Frankfurt 2:3, 1896 gegen Eintracht Hannover 2:3; Stettin: Titania gegen S. C. Weimar 2:1, Sportclub gegen S. E. Weimar 2:0. — Für den Fußballkampf Öüb* gegen HorddeuNchland am 23. April in Turnen, Sport und Spiel. Vom Turngau He f f en. Die Hebungen für das G cm turnfest in Wetzlar sind nun veröffentlicht. In bei- Oberstufe ist ein Zwölfkampf vorgeschrieben. Zu den Hebungen an Barren, Heck unb Pferd kommen noch eine Pflicht- freiübung unb die volkstümlichen Geräte 100» Meter-Laus, Kugelstoßen, Stabhochsprung. Die Geräteübungen und die Psrichtfreiübung werben auch allein als 9-Kampf gewertet. In der Unterstufe und in der neu angeführten Mittelstufe ist ebenfalls ein Zwölfkampf durch- zuführen. Die Geräte sind dieselben wie in der Oberstufe, nur tritt an Stelle des Stabhochsprungs Weitsprung ohne Brett. Für Altersturner ist ein H e u n f a m p f vorgesehen. Als volkstümliche Hebungen treten dabei auf Kugelstoßen und Weitsprung ohne Brett. Es wird in zwei Abteilungen geturnt, die eine umfaßt die Jahrgänge 18N—1887, die andere die 1881 und früher geborenen Turner. — Für die Bezirks- w e 11 u r n c n und die Gauturnfahrt sind folgende Uebungsarten bestimmt worden: 100- Meter-Laus, Kugelstoßen, Weitsprung ohne Brett, Weithvchsprung njjt Brett. Dazu kommt noch eine Pflichtfreiübung Geturnt wird in: Tumer- stufe (1903 und früher geboren), Iugendturnen, Oberstufe (1904 und 1905), Iugendturnen, Hüter- stufe (1906 und 1907). Mit dem Bezirks turnen sind außerbem Wettkä'.npse für Schüler (1908 und später geboren) verbunden. Geturnt wird nach ' den neuen Wettkampfbestimmungen 1922. Beim Bezirksturnen und der Gau (umfahrt werden Heberpunkte gewertet, beim Gaufest nicht. — Die Heuorganisation des Gaues verteilt die Arbeit meßt auf die einzelnen Bezirke. Die Bezirksleitung muß daher auf breitere Grundlage gestellt werden. .In allen Bezirken ist zu dem TcAirtetumtoart noch ein 'Bezirksvertreten zu wählen. In einigen Bezirken wurden die Wahlen bereits vollzogen. «ck Die Deutschen Fechter-Meisterschaften in Dad-Hauheim. Der Erfolg des im September vergangenen Jahres von der Kur-Derwaltung Bad-Hau heim zugunsten der Opfer von Oppau unter Leitung des Fech:meistens Cav. A. G a z z e n a Denanftalteten Schau fechtens gab den Bundestag in Eisenach Veranlassung, als Ort des diesjährigen Bundesturniers Bad-Hou- heim zu wählen. Dank des weitgehenden Entgegenkommens, das die Kurdirektion in Vorverhandlungen dem Vorstande des Deutschen Fechterbundes entgegenbrachte, ist die Deranstallung nunmehr für Bad-Hau heim gesichert. Sie findet vom 14.-16. Juli statt. Die Kämpfe in Florett und Säbel fetten im Kvnzertsaal, diejenigen im Degen auf der Terrasse des Kurhauses k^rchgeführt werden. Träger und Verteidiger des Meisterschaftstitels sind in Florett und Degen Erwin Easmir (Dresdener Fechtklub), im Säbel Hans Thomson (Fechtklub Offenbach). Die Deutschen Fechter-Meisterschaften werden bas große sportliche Ereignis der diesjährigen Dad-Hauheimer Saison fein. — Fußball im Heiche. Düsseldorf: Union gegen Union-Oberschöneweide 2:4; Dall- fpielverein gegen Arminia-Bielefeld 2:1. Duisburg; Duisburg Beek gegen 03. f. 2t Frankfurt 2:0, Duisburg Beek gegen Preußen Münster 2:1; Köln: Dallspielclub gegen Union Oberschoneweide 2:1; Club für Hafenfpiele gegen München find die beiderseitigen Vlannfchasien nunmehr bestimmt. Sie treten sich wie folgt gegenüber: Süddeutschland: Kood (München 1860); Schmidt (Bayern-München); Siegele II. (Phönix Ludwigshafen); Drutschin (Kickers-Stuttgart); Metzger (S. C. Stuttgart); Au (F. f. H. Mannheim); Hctter (Sportfreunde Stuttgart); (B.f.T (Ph ni -Karls.uhe); Müller (Spo t cu bc- Freivu.u). Regele !., Webers (Phönir Ludwigs« ha en). Horddeutschland: P.hl (DU.oria- Hamburg); Schmerbach (Hamburger 6. 03.); Gilae (D. s. L. Qlltona); Günther (Viktoria-Hamburg); Zeidler (Eintracht-Braunschweig); Klein (Holstein-Kiel); OtenI (Borussia-Harburg); Mahnke (Union-Hamburg); Harder (Hamburger S. 03.); Lorenz (Eimsbüttel); Esser (Holstein-Kiel). — Internationaler Oster-Fußball. Fürth: Spei e elnigung gegen Amateur W en 4:1. Hürnberg 1. 5 C. gege i Pou ig Fellows Zürich 2:0. Düsseldorf: Du se dors 99 gegen U.T. Deventor Holland 2:3. Düis- bürg: Spielverem gegen F. C. Äirich 0:2. Köln: Sport-Club 99 gegen F. C. Zürich 2:1. 3:2. Barmen: 03. f. B. gegen Quick Hymwegen Elberfeld: Germania gegen U. T. Deoentor (Holland) 2:0. Aachen: V. f. B. gegen Sportverein Schedam (Holland) 0:1. Dortmund- Alemannia gegen Tschecho Slovan 3:0. München: Sportvereinigung gegen Old Dohs 03a,ei 3:1, Bayern gegen Sport Lausanne 1:0, Teutonia gegen Oll> Boys Basel 3:2. Wien: Fußballverein Duisburg gegen Slovan 1:0, Vienna gegen Duisburger Fußballverein 4:0, Hakvah gegen Bleu Stars Zürich 1:0, Floridsdorf gegen Tschechie Karolinental 2 2. Hapid gegen 3. Bezirk Budapest 2:2, Hakvah gegen Tschechie Karolinental 2:1, Blue Stars Zürich gegen Floridsdorf 2:1. Budapest: M. T. K. gegen Aarhus- Schweden 6:2. Prag: Sparta gegen Pariser Städtemannschaft 4:2, Slavia gegen Dänische komb. Mannschaft 0:0. Teplitz: Fußball-Club gegen Union Charlollenburg 5:1. — Hennen za Fran kfurt a. M AlS zweiter Platz in Süddeutschland eröffnete nach München am Ostermontag Frankfurt a. M. die diesjährige Hennzeit mit einem gemischten Programm, das im Zeichen schwacher Felder stand. Die Ergebnisse sind: Erösfnungs-H., Ehrenpr. und 15 000 Mk. 1200 m. 1. A Zimmermanns Sankt Lisko (Wortmann), 2. Biedermann (Surson jr.), 3. Lüttich (Götzen). Tot.: 48, Pl. 15, 21, 13. F.: ORantua (4), 03aIte (angeh.), Eiweiß, Vielleicht. Sehr leicht 2i/3—3—8 2g. — Ermunte- rangs-Hürdenr. 24 000 Mk. 2800 m. 1. S. Schmitts Hahn (Chiesla). 2. Fürst Olofe (Hatter). 3. Wilddieb (Pfeiffer). Tot.: 21. Pl. 16, 28. F_: Julia Kairo, Turteltaube, Sehr leicht 3—5 Ög. — Feldberg-Hagdr. 24 000 Mk. 3000 m. 1. H. u. M Ludwigs Honved (Hinlleib). 2. Schadenfreude (öiibert). Tot.: 41, Pl. 17, 13. F.: Cosima li (gef.), Kätherl (auSgebr). Ueberl 8 Lg — Dandhos-H. Ehrenpr. and 18 000 OKL 2000 3. 1. H. Lindenbergs Orne ((Gryczte). 2. Condö (Bressel). 3. Ornament (Götzen). Tot.: 20 Pl. 13, 15. F.: Malvoisie. Czemernye. Sehr leicht 2V-.—3 Lg. — Alttönig-Hagdr. 24 000 Mr. 3200 m." 1. E. Sechsers Czernowitz (Pfänder). 2. Caesar (H. Schuller). 3. Wendula (Grohbauer) Tot.: 55, Pl. 24, 19 F.: El Diablo, Thymian. Leicht li/2—2 Lg. — Hodenstein-Hazdr. 30 000 Mk. 3500 m. 1. W. Frederichs Feldstein (Grohbauer). 2 Cherusker li (Hovak). 3. Fliegender Aar (Michaelis). Tot.: 40, Pl. 22, 28. F.: Styr (aasgebr.). Ueberl. 8—4 Lg. — Preis von Mannheim. ®ßrenbr. und 18 000 Mk. 1400 m. 1. H. Lindenbergs Metis (Gryczte). 2. Dambar (Hutter). 3. Ocolno (Seibert). Tot.: 15. Sicher 6/4 — Weile. Eine neue deutsch-japanische Vereinigung in Japan. D. A. 3. Gelegentlich eines Besuches des deutschen Botschafters Dr. Sols in Kobe im März 1921 zum Zwecke eines Vortrages über die wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands gab der Rektor der medizinischen Akademie zu Osaka, Professor Data, unter Zustimmung der Anwesenden die Anregung, die frühere deutsch-javanische Vereinigung wieder ausleben zu kaffen. Ein vorbereitender Ausschuß wurde gebildet und am 16. Dezember fand die Inaugurationsfeier im Osaka-Hotel zu Osaka statt Anwesend waren über 150 Japaner und Deutsche; unter ihnen der deutsche Botschafter Dr. Soll, Exzellenz Hat- wri, der frühere Hegierungspräsident von Kobe, Motoyama, Präsident der Mainitschi-Zettung in Osaka und viele andere hohe Persönlichkeiten. Wie sich später herausstellte, waren die (Sinlabungcn an die deutschinteressierten Kreise unter den Gabunern in viel au geringer Anzahl verschickt worden; denn als der Bericht über die Feier in der Presse erschien, äußerten noch sehr zahlreiche andere Herren ihr Bedauern darüber, daß sie gern erschienen wären, aber keine Aufforderung erhalten hätten. Die Galxmer, welche diesen Abend ihren Besuch angesagt hatten, waren hauptsächlich solche, die in Deutschland studiert hallen, oder die sonst Beziehungen zur deutschen Kultur und Wirtschaft besitzen. Der Zweck der deutsch-japanischen Vereinigung ist vor allem die Pflege deutsch-japanischer Kultur- und Wirtschaftsbeziehungen. Vermittlung in Fragen des Handels, Verbindung auf dem Gebiete des Kapitals und der Industrie sott ebenso angestrebt werden wie eine Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Hatur- und Geisteswissenschaften Es ist sogar schon der schöne Plan der Verwirklichung nahe, eine deutsch-japa- nischeDierteljahrsschriftzu begründen, deren naturwifsenschaitlichen Teil Professor Sata unb Dr. Hertel, deren geisteswissenschaftlichen Tell Professor Fujischiro und Dr. Ueberschaar bearbeiten sollen. Die Eröffnungsfeier wurde eingeleitet durch eine überaus herzliche Hebe des Prof. Sata. Dann wurden die Satzungen der Vereinigung, die das vorbereitende Komitee ausgearbeitet hatte, unverändert angenommen. Die Mitglieder setzen sich zusammen aus in Japan anwesenden Heichs- deutfchen, Deutfch-Oesterreichern und Japanern, die die gegenseitigen Kultur- und Wirtschaftsbeziehungen pflegen und fördern wollen. Der Harne des Vereins ist im Japanischen „Hitschi- Doku-Kyokai". Gesellige Zusammencünfte finden in ber Hegel viermal im Hahre statt. Im Anschluß daran wurde die Ehrenmit- gliedschaft verliehen: dem deutschen Botschafter Dr. Sols, Exzellenz Hallori, Mitglied des Herren- hMises, unb Herrn Motoyama, Präsibenten der Wainitschi-Zeitung in Osaka, der seinerzeit persönlich eine hochherzige Stiftung für die notleidenden Kinder Deutschlands gemacht hatte. Dr. Solf Besitzer geeigneter Wohn- und Schlafräume werden dringend gebeten, sie dem studentischen Wohnungsamte (Vorlesungsgebäude, Zimmer. Hr. 42) bis zum 25. April anzumelben, wobei das Wohnungsamt für eine kurze Angabe über Art und Preis des Zimmers dankbar ist. Die Gießener Bürgerschaft wird gebeten, hierdurch dazu beizutragen. daß nicht Studenten, die von weither am l.Mai angereist kommen, unterkunftslos sind. Landkreis Gics;cn. • Großen - Buseck 18. April. Am ersten Oflerfciertag trug unter Leitung des Dirigenten Sommerlad der Gesangverein Sängerkranz in der Kirche mehrere wvhlgelun- gene Lieder vor. Die Leistungen waren gut und überboten wohl alle Erwartungen seitens der Einwohner unseres Dorfes. 0 Arnsburg, 16. April. Gestern wütete ein gewaltiges S cha denfeuer in einem ber wertvollsten Teile unseres K l o st e r w a l d e s. Trotz aller Anstrengungen ber Feuerwehren, unter denen sich besonders die Mannschaft der benachbarten Stadt Lich hervortat, gelang es erst nach Stunden, das gefährliche Element niederzuringen. Hicht weniger als 12 Morgen eines prächtigen Cichenbestandes wurden vernichtet. Die Ursache des Schadenfeuers ist noch nicht festgestellt; nicht unmöglich ist, daß durch die Eisenbahn die Entzündung veranlaßt wurde. Der belr. Wald gehört dem Grafen Solms-Laubach, der hier insgesamt 1100 Morgen Wald besitzt. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Heppenheim a. B, 18. April. Einem frechen Haubanfall fiel ein junger Mann von Tjter zum Opfer. Er wurde auf einer Hamster- tour nach Oberhambach auf dem Hückweg in bei Hähe von Unterhambach von zwei maskierten, mit Messern und Dolchen bewaffneten Burschen überfallen und ihm unter Drohungen seine Hamstertasche mit Butter, Eiern und Milch sowie der Heft feiner Barschaft geraubt Auch die Kleider und Schuhe nahmen die Häuber ihm nachdem sie ihn in den nahen Wald geführt hallen. Hur mit dem Hemd bekleidet, verschaffte er sich bei Bekannten in Unterhambach noch in ber Hacht einen Anzug, mit dem er den Heimweg antreten konnte. Don den Käubern hat man bis jetzt keine Spur. rm. Worms, 18. April. Einen Mord- anschlag gegen seine Ehef rau beging der 24 Jahre alte Hilfsheizer D. Er gab einen Schuß ab, der die Frau aber nur am Arme verletzte. Er stellte sich selbst ber Polizei. Hessen-Nassau. • Frankfurt a. M., 18. April. Sehr schwere Familienzwistigkeiten haben die 30jährige Ehefrau Emma Abel mit ihren beiden Kindern im Alter von drei und vier Jahren indenTodgetrieben. Die Frau hat sich und ihre beiden Kinder in der Wohnung durch Leuchtgas vergiftet fpb. Frankfurt a. M., 18. April. In ber All stabt wurde heute vormittag der vor einem Iahre aus dem Gefängnis entsprungene Schuhmacher Johann Hannwacker von Beamten des KthndungL-kommissariats fest genommen. Der Mann hat sich sell dieser Zeit Die Pforte öe$ Paradieses. (Roman von Ingeborg Bollquartz. Berechtigte Ueberledung auS brm Dänischen. 36. Fortsetzung. (Hachdruck verboten.) „Ich habe einen Brief von Mogens gelesen, der soeben angekommen ist." Frau Borris sprach mit so gelassener unb heiterer Stimme, als sie es irgend fertig brachte. „Hun, was schreibt er denn?" Diese Frage Hang merkwürdig stumpf und gleichgültig als frage er nur aus aller Gewohnheit. Aber » zent, am Montanmarkt und bei einigen Industriepapieren auch darüber überwogen. Die Tendenz unterlag dann leichten Schwankungen, ohne dach sich aber an dem festen Aussehen etwas änderte. Heimische Anlagrwerte Warrn fest, was auch von den meisten Auslandsrentrn gilt. Ein besonderes spekulatives Interefse zu anziehenden Kursen gab sich für russische Renten und russischen Bankaktien kund. Am Ernheits- markt lagen überwiegend Kausausträge des Publikums. allerdings in mächigem Umfange, vor. Die Devisenpreise erfuhren nach dem schwäch rren Anfang im Verlaufe des Vormittags wesentliche Erhöhungen. Frankfurt a. HL, 18. April. Börsen- stimmungsdild. Aach der viertägigen Pause vermochte sich die freundlichere Stimmung am Effektenmarkt weiter durchzusetzen. In Börsen« kreisen hatte nun vielfach heute größere Aufträge erwartet, doch traf diese Annahme nur in bedingtem Matze zu. Das deutsch-russische 2b kommen hinterlietz einen guten Eindruck. In der Devisenbewegung war eine unsichere Haltung zr behauptet. gut Qtanffurt a M. 19. April. Berlin 595, 76, 950, 78J, 800, 963, 748, 575, 539, 76, 935, 238, 607,- 445, 345 50 302,- 330,- 344, 303. 830, Bad.Antlin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Dereinsbank 324.- 1235,- 1020,- 1085,- UoU,_ 1900,- 1218, - 854, - 1350,- 850,- 768,— 795,- 950,- 741,- 570,- 545, - 74.50 925,- 1020, - 1105,- 1129 - 1900,- 123 >,- 866.- 1365, - 8c5,- 785,- 795,- 960,- 730,- 585,— 543,- 77,- 923,- 238,- Datum: 5ni Disch. KriegSanl. 4° „Dtsch. Reichsanl. 3" ,Dtsch. Reichsanl. 4°/0 Preuh. Konsols Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Mitleid. Ereditbank. Nationalbank f. D. . 319,50 324,- 605,- 448,- 349,- 301,- 334,- 1226,- 1030,- 1090,- 1149,- 1890,- 1199,- 8.0,- 1333,- 845,- 67 791,- 967,- 740, 560.- 532, - 592,- 377* «> 302,- Dörsenkurse. Frankfurt Boch. Gußstahlwerke H$5, Bud.-Eisenw.-Akt.. 1025, D.-Luxemb. Bergw.. 1080, Gelsenkirch. Bergw.. 1135, Harpener Bergbau. 1900, Oberschl. Eisenb.-B. 1210, Obersch les. Eisenind. 810, Phönix-Bergb.- Akt. 1348, - - — - - - 880, verzeichnen. Der Dollar schwankte zwischen 282 und 292. Der Markt der ausländischen Zahlungsmittel verharrte in schwankender Tendenz. Im freien Verkehr war die Stimmung fest und die Umsätze lebhafter. Gebc. Fahr 735 bis 740. Benz 640 Malisfelder Kure 30 700. Deutsche Petroleum 22-0—2^75. ZullUs Sichel 7.5 CH m sche Aktien lagen ruhig, doch vvcwcegeno lest. Eler- trizitätspapiere gingen teilweise höher hervor. Im späteren Verlause blieb daö Geschäft ruhiger. Die Kurse veränderten sich nur wenig, bröckelten eher eiwaS ab. Die 255ife sch.otz im allgemeinen Privatdiskont 41/3 Prozent. uuft- 1-Ubr-Schtuh. Ans.» Kurg 18.4. 77,50 97,- liC,— 84,. 0 487,- Kurs Kurs Kurs 13. 4. iS. 4. 13.4. 77,50 77,5) 77,50 96.75 96,50 96 25 140,- 140,- 140,- 83 - 81,^4 83,75 488,- 432 - 482,- 387,- 386,- 37d,75 318- 318, - 319, — 323,- 323,- 324,75 Derliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 13. Äpril. 18. April. Amstd.-Rotterd. 11385,7511414,25 11011,201'038,80 Brüsiel-Anlw. . 2576,75 2 >83,25 2516,^5 2 23,15 Ehristiania . . . 6563, 5577, — 544^,15 5 »56,85 Kopenhagen . . 6387, • 6403, — 6187,25 6z02,75 Stockholm. . . . 7770,25 7789,75 759 ,o0 76Jb, >0 Helstngfvrs. . . 568,25 53:-»,75 549,30 550,70 Italien . . . 1631,^5 1636,05 159«,- 1602, - London 1325,80 1.329,20 1230,35 1293,65 Aeuyork ^92,62 300, 3 2)1,63 297,37 Paris 2791,50 27 8,30 2726,55 2733,45 Schweiz .... 585 >,15 5869,85 569z,s5 570<,15 Spanien 4076,60 4682,40 4544,10 455 >,70 Deutsch-Oesterr. 3,93 3,97 3,75 3,79 Prag 601,20 602,80 580,25 581,75 Budapest .... 37,65 37,75 36,95 37,05 Buenos Aires . 107,60 107,90 104,10 104,40 Bulgarien . . . 207,45 2.8,05 204,70 205,30 Japan 142,30 142,70 138,36 138,70 Rio de Ianeirv 4094.- 4106,- 3982,50 3992,50 Martuotierungerr. Für 100 deutsche Mart wurden gezahlt: Datum: 1.7.14 15.4. 18 4. Zürich Fr. 125.40 1,75 Amsterdam Fl. 59.20 -,- 0,89 Kopenhagen Kr. 88.80 1,61 1,66 Stockholm Kr. 88.80 1,75 Wien Kr. 117.80 2657Ü6 Prag Kr. 117 80 17 38 London Sh. 97.80 1,28 1.23 Aeuyork $ 23.80 0,33 -.34 Paris Fr. 12540 3,65 3,80 Züricher Devisenmarkt. Wechsel auf Schweizer Frank«! Holland 100 Fl. — 19;.- 195. - Deutschland .... 100 Mk. — L85 1.745 Wien 100 Kr. — 0.06 0.06 Prag 100 Kr. — 10.30 10.25 Paris 100 Fr. — 48.10 47.55 London ....... 1 £ = 22.73 22*69 Italien ....... 100 L. — 28.40 27.80 Brüssel 100 Fr. — 44.- 43.75 Budapest ...... 100 Kr. — 0.62 0-64 Aeuyork. ...... 100 $ — 514.50 514*25 Agram ....... 100 Är. — 1*65 1.66 Warschau 100 Är. = 0,14 0,14 Märkte. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. April. (Amtlich.) Marktverkauf. Bei geringer Kauflust schleppender Handel und Uebersland. 3m einzelnen ist zu bemerken: Ausgetrieöen waren 755 Rinder ein» schliehlich 21 aus der Tschecho-Slowakei, darunter 144 Ochsen, 36 Dullen, 575 Färsen und Kühe, ferner 242 Kälber, 127 Schafe und 959 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebensgewicht: für Ochsen 1400—2600 Mark, für Bullen 1405—2350 Ml., Färsen und Kühe 1850—2650 Mk. für beste Färsen und bis 2100 Mk. für beste Kühe: Kälber beste Qualitäten 2300—2900 Mk., mittlere Qualitäten 2200 bis 2500 Mk., geringe Qualitäten 1600—2000 Mk.; Schafe 1000—2000 Mk.: Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 2500—2900 Mk., von 80-100 Kg. 2900—3100 Mk. von 100—123 Kg. 3000—3200 Mk., von 120—150 Kg. 3000—3200 Mk.,, Fettschweine über 150 Kg. 3000—3200 Mk., Sauen und Eber 2500—2800 Mk. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stallpreifen, als sie die nicht un- erhsblichrn Gewichisverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen. Der nächste Markt findet am Freitag, den 21. April ds. Zs. statt, ♦ Lich, 18. April. Der heutige Schweino markt hatte sehr unter der Ungunst der Witterung zu leiden. Es waren 350 Tiere aufgefahren. Das Geschäft ging infolge des anhaltenden Regens aber nur langsam. Die Preise bewegten sich für Ferkel zwischen 800 und 1200 Mk. je nach Qualität und Alter. Ein grober Teil der aufgetriebenen Tiere wurde nicht abgesetzt. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Franzosen und der deutsch-russische Vertrag. Paris, 18. WAL (WTB.) Havas berichtet aus Genua, Bartho u-habe eine sehr energische Haltung angenommen. Auf Vor- I schlag Barthous sei beschlossen worden. eiit>r Kommission die P:-ü,ung a-izuvertrauen, ob ' Die deutsch-rusf r'schen Vereinbarungen mit den VeipDichtungen, die Drurschland mit Dem Versailler Vertrage übernommen habe, in Einklang zu Bringen seien. Um Die politischen Folgen zu prüfen, ist beschlossen worden, heute vormittag um 11 Uhr unter Den einladenden CänDern eine Konferenz ab>uhalten, zu der aus Anregung Barthous auch die Vertreter Der kleinen Entente zugelasfen werden. Der Chef der französischen Delegation habe erklärt, datz ei- in Zukunft nicht mehr in den offiziösen Beratungen an Der Seite Der Russen verhanDeln werde. Darthou habr autzerdem erklärt, datz er neue Instrut- tlonen von Paris erwarte. Paris, 18. April. (WTB.) Die Havas- a g e n tu r verbreitet von Genua aus eine Betrachtung über Den deutsch-russischenVer- trag, in der darauf hingewiesen wird, dah man nicht, wie das deutsche Communique es tue, von gutem Glauben sprechen könne, sowie davon, dah das deutsch-russische Abkommen der Sache des Wiederaufbaues Europas diene. Unverkennbar sei, dah die Unterstützung Deutschlands als erste Folgen haben müsse, datz die Bolschewisten ermutigt würden, dem Verlangen der anderen Länder, namentlich aber der alliierten Länder, zu widerstehen Wenn diese Länder fvrtfahren würden, die Russen zu trennen, und wenn diese schlieh- lich nachgeben würden, dann würden die Deutschen allein Vorteile daraus ziehen, ohne ersichtliche Ungelegenheiten zu haben. Wenn aber im Gegenteil die Russen nicht nachgeben würden, dann hätten die Deutschen den Witzen ihrer entgegenkommenden Haltung und könnten Ruhland nach Belieben ausbeuten. Auf alle Mllc aber schaffe das deutsch-russische Abkommen eine neue Interessengruppierung und auch eine neue Ursache zur Trennung. Wenn man also angebe, dah das Abkommen von einem wahrhaft europäischen Geiste eingegeben sei, so sei dies eine Lächerlichkeit. Es handele sich in Wirklichkeit um ein politisches Manöve-c, ^aus dem Deutschland nicht den erhofften Nutzen ziehen werde. Die Vöfter Europas würden bei dieser Gelegenheit noch einmal mehr erkennen, was man von der Loyalität Deutschlands zu erwarten habe Tine englische Stimme* London, 18. April. (WTB.) Prost Keynes drahtet dem „Daily Expretz", das Gonderabkommen zwischen Deutschland und Rutz- lonD habe Die Konferenz kreise aufgebracht. Dies Beispiel fei für Die Engländer sehr schwer nachzuahmen. Die gesamte Episode hebe ledoch Nachdruck, ich Die auherordentliche Torheit Der englischen Sch uldenver träge gegenüber Rutzland hervor. Zur Verhaftung SemeuoffS. Washington, 18. April. Ueber die de» reits schon beri^tete Verhaftung d rs Kosaken-Generals Semenof, kann axiter noch berichtet werden, dah der Senat die Untersuchung gegen ihn weiter fuhren wird, um feine Deportation zu veranlassen. Zur Zeit sitzt er im Ludlow-Untersuchungsgefängnis, da er versuchte, seine Bürgschaft im Stich zu lassen und za fliehen. Die Gesellschaft, Die die Bürgschaft übernommen hatte, Die Fidelity Trust Co. von Maryland, weigerte sich, für ihn weiter zu bürgen. schneller Rohstoffe, Nicht MYBRHOLIN-NKIFH 3M1a MYKKHOLI LYCERIN MYRRöSOLIN-ZA HXPASTA Unentbehrlich kür die tiia'tcheKörvervs lege & tai* Inte-taMI üf ärztliche Fe Ibildang Fortbildungskursus über das Mittelgebiet zwischen Krüppel-Fürsorge, Kinder-Heilkunde und Neurologie an der Universität Gießen im Sommer-Semester 1922 Vortragende: 3821V Prof. vr. Brüning, Prof. Dr. Koeppe, Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Sommer Dl« Vorträge finden von Aaleng Hai bis End« Juli 1922 alle 14 Tage an einem Wochentag-Nachmittag von 5—7 Uhr statt Genaueres Programm wird auf Wunsch Ende April versandt Geheimrat Sommer, Psychiatrische Klinik, Gießen. Bürger Stehens! Am 1. Mai beginnt an der Siebener Landesuniversttät das Sommersemester 1922. GS wird im nächsten Semester mit einer erfreulichen Zahl von Besuchern der hiesigen Universität gerechnet Leider ist aber das Studentische Wohnungsamt nicht In der Lage, für die vielen schon schriftlich angemeldeten Studierenden auch Wohnungen bereitzustellen, die Wohnungsnot ist gerade augenblicklich erschreckend groß. An alle Siebener Bürger ergeht daher die dringende Ditte, jedes freie Kämmerlein dem Studentischen Wohnungsamt zur Verfügung zu stellen; Anschrift: DorlesungSgebäude. Zimmer 42. Recht zahlreiche Meldungen werden bis spätestens 25. April von dem Wohnungsamt des Gießener Allgemeinen Studentenausschusses dankbar entgegengenommen. Gießen, den 15. April 1922. 3826D Der Oberbürgermeister Der Rektor der Stadt Giehen. der Gießener Landes-Univ, gez. Keller. gez. Roloff. Der Asta der Gießener Landes-Universität. gez. Koch. Häute • Felle • Roßhaare kauft zu Tagespreisen Fellhandlg. 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