Nr. 297 Erscheint lLglkch, traget Sonn» und Jeiertags, mit berSamstaqsbeilage: GietzenerFamilienblütter Monatliche Vezvyzpreife: 380 Mark und 20 Mark Trügerlohn,durch dirPost 400 Mark,auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Iernsprech- Dnschlüsse: für die Schrift- leitung 112; für Verlag Unb Geschäftsstelle 51. Knschrift für Drahtnachrichten^ LnzeigerSietze». poftscheälonto: $rentfurt a. M. 11686. 172. Jahrgang Montag, 18. Dezember |922 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen drvck tmö Verlag; vrühl'sche UmverfitSts-vuch' und Steinöruderef R. Lange in Giehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchnlstratze 7. Annahme von Anze'aen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen o 27 mm Breite örtlich 16 Mk, auswärts 20 Mk.; für Reklame» Anzeigen von 70 mm Breite 60 Mk. Bei Platz- Vorschrift 20"/, Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen Die Absichten Amerikas. London, 16. Dez. (Wolff.) .Daily OHaU“ berichtet auS Reuhork: Gerüchtweise verlautet, dah Harding beabsichtig«, nachdem er den amerikanischen Botschafter in London, Harvey, zu Rate gezogen habe, die Mächte zur Teilnahme an einer internationalen Konferenz nach Washington einzuladen. Wenn alle Pläne bereit seien, so würden diese den europäischen Mächte mitgeteilt. Die Hälfte oder zwei Diittel der An lei he von I vz Milliarden Dollar solle zur Zeichnung in Amerika aufgelegt werden, der übrige Teil auf die anderen Nationen nach einem vorherigen Plan verteilt werden. Als Sicherheit für diesen Kredit werde die amerikanische Negierung eine Hypothek auf alle deutschen Einnahmequellen, einschlieh- lich der Ein- und Ausfuhrabgaben, Vorschlägen. Mit anderen Worten, die alliierten Regierungen sollen auf einen Teil ihrer Pfänder aus dem Friedensvertrage verzichten, um der Forderung der internationalen Bankiers für die Zeichnung des geplanten Kredits gerecht zu werden. Die Hindernisse, die der Vereinbarung über eine solche Hypothek Im Weye ständen, seien fast unüberwindlich, andererseits sei jedoch die Lage Europas verzweifelt. Dem Blatte zufolge ist der amerikanische Plan auf die auherordentliche Rückwirkung zurückzu- führen, die die europäische Lage auf die innere Politik der Bereinigten Staaten ausübe. Besonders die amerikanischen Farmer beklagen sich bitter über die Anmöglichkeit, ihren Ueberschuh in Europa zu verkaufen, weil Europa nicht bezahlen könne. Paris. 18 Dez. (WTB) Der .Petit Pa- rtften" veröffentlicht «ine längere Meldung aus Washington, in der gesagt wird, die Möglichkeiten, über die man jetzt diskutiere, seien folgende: 1 Ein beruf ung einer Wirt- schastskonferenz, 2. eine Anleihe zur Stabilisierung der Mark und 3. ein Schiedsspruch für die endgültige Festsetzung der Reparation-Verpflichtungen durch einen nicht gouDernemen taten Aus schütz. AiS möglich? Mitglieder dieses Aussckusses werden die beiden Amerikaner Root und Pierpont Morgan genannt. Man scheine zu erkennen, dah das Haupthindemis für eine Wirtschastskonfe- renz die Frage der alliierten Schulden bei Amerika ist, deren Streichung ober Herabsetzung nur von t>em KvngrSy avhängt, der aber kerne Geneigtheit in diesem Sinne zeige. Rur als Bersuchsimllvn habe man den Gedanken lanciert Die Regierung könne von dem Konareh die Stundung der Schulden verlangen und die Festsetzung eines späteren Zeitpunktes für die Bezahlung, aber man müjfe betonen, dah der Grundsatz der Schulden von niemand aus offiziellen Kreisen in Frage gestellt werde. Was die Deutschland zu gewährende Anleihe betreffe, so würden Ziffern genannt, die nach den Zeitungen von l^MilliardeDol- 1 a r bis zu einer" wesentlich höheren Summe Singen Man erkenne jetzt, datz eine derartige initiative seitens der Reg erung nicht diskutiert werden könne. Wenn eine Anleihe aufgelegt werden solle, könne es nur durch einen amerikanischen Bankiukvnzem geschehen, der die Zustimmung der Regierung erhalte, der aber seinerseits die bereits bekannten Garantien verlange. London, 16. Dez. (Wolff.) Der „Daily Mail" zufolge wird der britische Schahkanzler Baldwin, ber am 27. Dezember nach Washington abfährt, einen vom britischen Kabinett genehmigten und sorgfältig vorbereiteten Plan zur Fundierung der englischen Schulden an die Bereinigten Staaten mitnehmen. Eine neue Abrüstungskonferenz? Paris, 18. Dez. (WTB.) Rach einer Hcwasmeldung aus Washington hat Senator King vorgestern im Senat eine Resolution eingebracht, durch die Präsident Har ding ermäßigt werden solle, nach Washington eine Abrüstungskonferenz cinsubeiufen, an * der sämtliche Regierungen teilnehmen sollen, mit denen die Bereinigten Staaten in diplomatischen Beziehungen stehen. Zweck der Konferenz würde fein, ein allgemeines internationaletz^Abkommen zu treffen, das eine Herabsetzung be^Sfcjiftungen zu Wasser und zu Lande in durchgreifender Weise ermöglichen würde, um die Lasten für die übertriebenen und unnützen Ausgaben zu beseitigen. die die Rationen für die Vorbereitungen zum Kriege machen Der deutsche Botschafter bei Morgan. Paris, 18. Dez. (WTB.) Der ^Petit Pa- rtiten“ veröffentlicht eine Rachricht aus Washington, dah der deutsche Botschafter im Verlaufe seines Besuches in Reuyork eine Unter- tebung mit dem Vertreter des Bankhauses Morgan gehabt hat Der Reichskanzler und die Fraktionsführer. Berlin, 16. Dez. (WTB.) 3n der Reichskanzlei fand heute nachmittag unter dem Dorsitze des Reichskanzlers eine Besprechung mit den Fraktivnsführernder Deutschen Dolksparte', dem Zenttum, der Sozialdemokratischen Partei, der Deulschnatio- nalen Parte', der Demokratischen Partei und der Bayerischen Volksparte', statt, in der der Reichskanzler zu der gegenwärtigen Lage Stellung n-ahm und Staatssekretär Bergmann i über seinen Llufertthalt in London berichtete, insbesondere wurde auch darüber gesprochen | und Uebereinstimmung erzielt, wie weiterhin die enge Fühlung zwischen der ReichSregie- rung und dem Reichstag aufrechterhalten und gepflegt werden soll. Die neue Zahlung mit Schatzwechseln. Paris, 16. Dez. (WTB) Der Reparationskommission sind gestern, Havas zufolge, von der KUegslastenkommission die am 15. Dezember fälligen deutschen Schahwechsel übergeben worden. Sie tauten auf 52 037 564 Goldmark. Fällig sind an und für sich 60 Millionen Grldmark. Die Differenz ist bereits durch anderweitige Zahlungen gedeckt. Eine Richtigstellung zu PoincarHs Rede. Berlin, 16. Dez. (WTB.) Zu der Rede Poincares erfährt das Wolffbureau von berufener Seite: Es ist ein Irrtum, wenn Poincare annimmt dah für die Repara- tionsverpflichtungen das deuticheRational- vermögen haftet. Richtig ist nur, bah der Artikel 248 des Berlailler Vertrages, die einzige Bestimmung,- die hier in Betracht kommt, und zwar sowohl in ihrem englischen wie in ihrem französischen Wortlaut, Deutschland verpflichtet, das Vermögen des Reiches und der Länder, also nur Staats- und nicht Privatdermögen, zur Abdeckung der Reparationszahlungen zu verwenden. Der Artikel 248 givt aber auch, soweit baä Staatsvermögen in Betracht kommt, den Alliierten nicht das Recht zur Beschlagnahme, also zum unmittelbaren Zugriff, sei es in Form der Errichtung einer Zollgrenze, sei es in der Form irgendeiner Kontrolle der Produktion gewisser Gebiete. Wenn ferner der französisch? Ministerpräsident es als einen Sah des Zivil- und Völkerrechts hinstellt, datz bas Vermögen der Schuldner ein Pfand für den Gläubiger sei, so ist ein ebenso gültiger Sah der Grundsatz ber Sicherste!- lung de r eigenen Lebensnotwendigkeiten. Dies ist im Vertrag von Versailles überdies auch ausdrücklich anerkannt worben, indem er den notwendigen Lebensbedürfnissen des deutschen Volkes den Vorrang vor den finanziellen Leistungspflichtigen gegenüber der Entente gibt. Wie weit sich die unmittelbare Verfolgung von Reparationsansprüchen durch tu franzöii ch: Regierung mit den Machtbefugnissen ber Reparationskommission in Einklang bringen läht, ist bei früheren Anlässen bereits hinreichend erörtert worden. Bedauerlich wäre es, wenn die einsehende Entwicklung verständnisvoller Zusammenarbeit beide» Teile durch gewaltsames Eingreifen des Reparationsgläubigers ein? Unterbrechung erleiden würde. Was die D.'hauptung betrifft, dah Frankreich bis Ende 1922 bereits 100 M 11 i.irden Franks zu Lasten Deutschlands vorge cho sen habe, so sei nur auf die Ausführungen Loucheurs in der, französischen Kammer am 7. Rorenher d I ver-' wiesen, worin er es als einen Irrtum bezeichnet, dah bereits 90 Milliarden für die verwüste en Gebiete auSgegebei waren; ber bis zum 30 Juni verausgabte Betrag beziffere sich vielmehr auf 45 Milliarden Franks, wozu im übrigen zu bemerken ist, dah diese Milliarden hauptsächlich für Pensionen verwandt u.ab damit dem eigentlichen Wiederau sbau entzogen tour'en Der französische Ministerpräsident scheint au h von ftan.'a- lösen Profiten der deutschen Groh- i n b u ft r i c gesprochen zu haben. Man braucht diese Profite nur auf die Goldbasis zurückzuführen und sie in Relation zum investierten Kapital zu setzen, um zu erkennen, wie minimal in Wirklichkeit die Erträge sind. Der englische Krtcgsminister in Parts. Paris, 16. Dez. (WTB.) Der englische K r i e g s m i n i st e r Lord Derby ist heute vo.a seiner Inspektionsreise im englisch besetzten Gebiet in Paris emgetroffen und wird sich bis morgen abend hier aufhalten. Pomcarß gibt ihm zu Ehren em Frühstück, an dem auch Flnanzminister be Lasteyrie teilre )men wird. Höchst wahrscheinlich findet dabei ein Meinungsaustausch üEer die interalliierten Reparations.e Hand.un^en am 2. Januar statt. Paris, 18. Dez. (WTB.) Der englische Kriegsminister Lord Derby ist gestern auch von dem Präsidenten der Republik empfangen worden. Rach dem ^Echo de Paris" erklärte Lord Derby selbst, dah diese ilnterrebung keinen politischen Charakter haben konnte, jedoch wird angenommen, dah Lord Derby es für nötig gehalten hat, zu erklären, dah der Plan einer militärischen Besetzung des Ruhrgebietes in der britischen öffentlichen Meinung auf auh er ordentlich heftigen Widerstand stohen werbe. Rach dem „Echo de Paris" soll sich dieser Widerstand in der englischen öffentlichen Meinung in den letzten Tagen noch bedeutend verschärft haben. Der „Petit Parisien" erinnert daran, datz im Laufe der letzten Verhandlungen in London Lord Derby eine vermittelnde Lösung in der Pfänderfrage vvrgeschlagen habe. Er wolle, datz die Ruhrbesetzung erst später erfolgen solle, wenn sich Deutschland der Ausführung eines Reform- Programms entziehen sollte. Die Besetzung des Ruhrgebietes solle nach seiner Ansicht für die Zukunft als evtl. Version Vorbehalten bleiben. Die letzten deutschen Kriegsgefangenen. Paris, 16. Dez. (Wolff.) Sämtliche in Toulon noch zurückgebliebenen deutschen Kriegsgefangenen sind begnadigt worden, und sie werden noch vor Weihnachten nach Deutschland zurückbefördert werden. Ermordung des Präsidenten der polnischen Republik. Warschau, 16. Dez. (WTB.) Die ,Poln. Telegraphenagentur" meldet über ein Attentat a u f Rarutowicz: Mittags wurde während ber Eröffnungsfeierlichkeit ber Kunstausstellung im Palais der bildenden Künste auf den Präsidenten der Republik ein Mord- anfchlag verübt. Der Täter gab schnell hintereinander drei Revolverschüsse gegen den Rücken des Präsidenten ab, infolge deren der Präsident einige Minuten später verschied. Der Täter ist ein Kunstmaler namens Riewiadomski, der festgenommen wurde. Rach der Verfassung übernimmt der Sejm-Marschall, Rataj, inzwischen das Amt des Präsidenten. Er wirb sofort die Rationalversammlüng einberufen, welche die Wahl eines neuen Prisidenten zu vollziehen hat. Warschau, 16. Dez. (WTB.) Poln. Telegr- Agentur. Heute um 4 Uhr nachmittags fand eine eine Sitzung des Seniorenkonvents unter dem Vorsitze des Sejmprasidenten, Rataj, statt. Der Termin der Rationalversammlung wurde auf den 20. Dezember, 10 Uhr vormittags, festgesetzt. Die Leiche des Präsidenten Rarutowicz, mit .dem Staatsadler der polnischen Republik verhüllt, wurde unter einer Ehreneskorte ins Palais Belvedere übergeführt. Wa r s ch a u, 17. Dez. (WTB.) Der M o r d er des Präs identen Rerutowicz hat im Verhör erklärt, dah er aus eigener Initiative gehandelt habe. Er bestreitet, irgendwelche Helfershelfer gehabt zu haben. Heute wird die Untersuchung abgeschlossen. Der Mörder wirb unverzüglich vor ein Stanbgericht gestellt werden. Warschau, 17. Dez. (WTB.) Rach der polnischen Telegraphenagentur beauftragte der Sejmpcäsident Rataj den General Sikorski mit ber Bildung des Kabinetts. Sikorski nahm den Auftrag an. Er selbst übernimmt in dem neuen Kabinett den Vorsitz und bas Ministerium des Innern. Der polnische Gesandte in Bukarest, Alexander Skrzynski, wurde zum Aahen- minifter, Professor Mikulowski-Pomorski zum Unterrichtsminister ernannt. In den anderen Ministerien trat keine Veränderung ein. Ein Attentat in Sofia. S o f t a v 17. Dez. (Wolff.) Als der M i * nister des Innern abends die Sobranje verließ und sein Automobil bestieg, wurden von einer unbekannten Person zwei Bomben geschleudert. Der Minister blieb unverletzt, auch sonst kam niemand zu Schaden. Der Täter entkam. Rach der Bulgarischen Telegraphenagentur ist nach Ansicht Daskalows das Attentat gegen ihn, das gewisse Kreise als das Werk der mazedonischen Autonomisten ansehen, dem Oppositionsblock zuzuschreiben. 3m ganzen Lande herrscht infolge des Attentats Erregung. Sofia ist völlig ruhig. Rücktritt des Finanzministers Henrich. Darmstadt, 17. Dez. Finanzminister Henrich hat dem Staatspräsidenten Ulrtch mit folgendem Schreiben seinen Rücktritt angezeigt: „An den Herrn Staatspräsidenten! Verschiedene Abstimmungen im Plenum des Landtags während ber letzten Tage, Die zum Teil im Gegensatz zu der Stellung der Parteien im Ausschutz erfolgten, haben mir den Beweis erbracht, datz ich bei den anderen Koalitionsparteien nicht mehrdas Matz von Unterstützung und Vertrauen besitze, das in diesen überaus schweren und ernsten Zeiten zur erfolgreichen Durchführung einer auf der bestehenden Koalition aufgebauten Regierungspoliiik erforderlich ist. 3ch lege daher das mir übertragene Amt eines Finanzministers in Ihre Hände zurück." Ein an sich unbedeutender Aniah, eine Abstimmung über die Fahrrad st euer, hat zum Rücktritt des Finanzministers geführt, und es läßt sich schwer Voraussagen, welche Folgen dieses Ereignis noch zeitigen wird. Dah ber Schritt des Herrn Henrich durchaus verständlich ist, be« bqrf keiner weiteren Ausführung. Dah sich aber die Verhältnisse so entwickeln konnten, ist doch ein deutlicher Beweis dafür, dah die gegenwärtige Regierungskoalition nur noch eine künstliche Konstruktion ist, und es dürste daher nicht ausgeschlossen sein, _ dah der Rücktritt des Herrn Henrich Aniah wird zu einer Umbildung der ganzen Regierung. Man schreibt uns noch au 3 Darmstadt. Auch im Ministerium des Innern, bzw. der Justiz, die beide von Herrn v. Brentano verwaltet werden. fdScint es stark zu kriseln. Schwer verstimmt hat wohl in erster Linie den Minister die Stellung der 6. P. D. in ter S chu l- frage, bei der man in den eingehenden Verhandlungen etwas mehr Entgegenkommen erwartet hätte, direkt bedenklich aber ist die Haltung ber hessischen Schupo, die nach und nach völlig in das Fahrwasser der sozialdemokratischen Gewerkschaften geraten ist und als wirksames Instrument in der Hand des Ministers des Innern, der für sie die Verantwortung dem Lande gegenüber zu tragen hat. im Ernstfälle nicht mehr gelten kann. Die Ve'wffentlichungen übet den Abbru ch der Beziehungen des Ministeriums zu dem Hess. Verband der Pvlizeibeamten spricht Bände. Wir 1 scheinen somit schweren Konfliktstagen entgegenzugehen, beim auch aus den erregten Erwiderungen des Staatspräsidenten Ulrich (bei am 28. Januar 1923 das siebenzigste Lebensjahr erreicht), bei den letzten Debatten, die Abg Dr. Werner über die Ruhnietzer der hob«, Dcamtenstellen he.ausbcschwor. lassen auf eine gewisse Amtsverdrossenheit schließen, und die Berufung auf die früheren ange ehmeren Verhältnisse in Offenbach sind viÄleicht nicht umsonst gefallen. Die Lausanner Konferenz. Die Mofsnlfrnge. Lausanne, 16. Dez. (Wolff.) Zu den eng» lisch-türkischen Besprechungen über die Mossul- f rage erfährt man, dah England eine Teilung des Gebietes Vorschläge. Die Türken würden den Teil an der persischen Grenze erhalten, d. h. das Gebiet von Suleimanhe und Guerkuek, während (Snglanb die Stadt Mossul und die Enklave erhalten soll. (Beide Teile enthalten reiche Pe» troleumfelber.) Die Türken machten jedoch darauf aufmerksam, dah die Ausbeutung des ihnen zugedachten Teiles wesentlich schwieriger sei und dah auch infolge der mangelhaften Zugänge zu diesem Gebiet die Verwaltung sehr schwer sei. Eine türkische Antwort auf die englische Denkschrift in der Mossulfrage ist bisher noch nicht erteilt worden. Aus dem Reiche. Deirtschdollische §reich>UtSpariei. Berlin, 18 Dez. Wie der „Lokalanz." meldet, hat gestern im Reichstag eine Verwmmlu ig deutschvolkischer Verbände ftattgefunben, wo' ei die Gründung der D e u t s ch v ö l k i s ch en Freiheitspartei beschlossen wurde, die unter Führung der Abgeordneten von Graefe »ob Wulle steht. Vorläufiger Reichsroirtschastsrat. Berlin, 16. Dez. (WTB.) Der vorläufig« Reichswirtschaftsrat beriet heute die Novelle zum HauSarbettSgesetz (Heimarbeitslohngesetz). G r ü n f e l b, ber Vertreter des Einzelhandels, erklärte dah tatsächlich in der Heimarbeit in den letzten Jahren ein Umschwung zu verzeichnen sei/ der das neue Gesetz im Augenblick nicht für notwendig erscheinen lasse. Die Arbeitgeber stimmten aber trotzdem der Vorlage zu, damit einem später vielleicht auftretenden Rückfalle ins Elend vorgebeugt werde. In der Einzelaussprache wird der Antrag der Arbeitgeber abgelehnt und der Gesetzentwurf darauf in der Ausschuhfassung gegen bte Stimmen der Arbeitgeber angenommen. Der Vorsitzende Edler von Braun schloh darauf die Sitzung in der Hoffnung, dah das Jahr 1923 dem deutschen Volke den inneren und äutzeren Frieden bringen werde den es so dringend zu seinem Wiederaufbau benötige (Lebhafter Beifall) und beraumte die nächste Sitzung auf den 10. Januar 1923 zur Beratung des Arheitszett- gesetzes für Angestellte an. Schluh nach x/212 Uhr Deutscher Reichstag. 185. Sitzung, 10 Uhr vormittags. Berlin, 16. Dez. Die zu-achst auf der Tagesordnung stehenden sozialdemokratischen Interpe lationen toe en des Schulaufsichisgesehes in Bayern und über das Urteil im Ha r d e n - P r o z e h werden gemäß Mitteilung der Regierung innerhalb ber geschäftsordnungsmähigen Frist ihre Erledigung finden. Das Gesetz über die Erhöhung der Zulagen in der Unfallversicherung geht an den Sozialpolitischen Auffchuh Es folgt die zweite Lesung des Gesetzes zur Aenderung der Gerichtstaxen Der Entwurf enthält neben bei Erhöhung de Gebühren auch die Bestimmung der Vorausbezahlung. Abg. v. Herzfeld (St) bedauert, dah die Justiz in Deutschland zu einer Ware geworben sei, die Vorau ^bezahlt werben müsse: man dürfe doch die Iu'iiz nicht als eine lediglich wirtschaftliche Angelec-e-Vheit ansehen. Das Gesetz wird sodann in zweiter und dritter Lesung angenommen. Zur dritten Lesung des Einkommenfteuerg'esetzes haben die Sozialdemokraten aufs neue ihre Anträge au' Herabs tzung der lOpro-enti ei ©teuer» grenze auf 1 Million und auf eine anderweitige Staffeln ig nach Abständen von 500 000 wieder eingebracht. Abg. S o l l m a n n (Soz.) gibt namens seiner Partei eine Erklärung ab, in der gegen die Derschär'u g des Steuerunrechts t>roteffi?rt wirb Seine Partei überlasse den Mehrheitsparteien die Verantwonung. Unter Abe nung kws sozialdernokrati'chenAn« träges wird sodann 'oas Gesetz nach den Beschlüssen der zweiten Lesu ig angenommen mit den Stimmen der Bürgerlichen gegen die gesamte Linke. Zur dritten Beratung des Zwangsanlclhrgesehes erklärt Abg. Dr. Hertz (Soz ), dah. wenn baS Gesetz in der vorliege'nden Form zur Tatsache irerbc, es absolut unzulänglich 'ein werde. Seine ©orM Hube deshalb ihren Antrag auf Erfassung der Spekulation wieder eingebracht. Abg Helfferich (Dn ) betont, das Gesetz sei so ziemlich die scheußlichste Kompromihmiß- geburt, die ihm je vvrgekommen. Seme Partei arbeite daran nur mit, um eine neue Verschlechterung durch die sozialdemokratische Liede zu verhindern. Wenn man aber mit den sozialdemokratischen Rezepten Len Kapitalmarkt weiter bedrohe. so gefährde man damit das Zustande- kommen der Reparationslösung. Die sozialdemrk.-atischen Abänderungsanträge werden abgele'hnt und die Vorlage angenommen. Die Gesamtabstimmung, die auf Antrag der Sozialdemokraten eine namentlich: fein wird, soll um 12 IHyr erfolgen. Die Abstimmungen werden aus später vertagt. Bei der zweiten ßefung des Gesetzes über daS Ruhegehalt des Reichspräsidenten erklärt Abg. Schulz- Drvmberg (Dn.), daß seine Partei das Gesetz ableh-ne. Das Gesetz wird gegen Deutschnationale und Kommunisten in zweiter und dritter ßei'ung angenommen. Beim siebenten Rachtrag zum Reichshaashalts- plan fragt Abg. Helfferich, ob die Rie.en- summe, die der Etat aus weise, tatsächlich alle Kosten decke, oder ob die Goldausgaben von jährlich 1 Milliarde 800 Millionen für die Be - sahu ngs truppen noch dazu fämen. Unter Dcichsheer und die Marine hätten noch nicht den brüten Teil davon gekostet. Staatssekietär Zapf: Die Desahungskosten sind nach einem Abkommen unter der Entente mit Wirkung vom 1. August 1922 auf den jährlichen Höchstsatz von 220 Millionen Goldmark J-cftef tzl tro Len. D. rzahlunge i liegen dem Rich für 1922 nicht ob. Allerdings ist durch Entscheidung der Reparationskommilsion noch die Leistung M>a Markvorschüssen ge',ordert worden. Die Verhandlungen darüber schweben noch. Die einzelnen Etats werden darauf nach den Defchlüssen der beiden Lesungen b überhaupt keine Nahrungsmittel (Kartoffeln, Obst, Zucker) zur Herstellung berauschender Getränkc vergeuden darf. Das fordert unsere wirtschastliche Lage und vor allem die unbedingte Verantwortlichkeit, die jeder einzelne dem Vvlksganzen gegenüber haben muß. Diese muh auch ihren Ausdruck finden In einem allgemeinen Alkohvlverbvt. das durch Dolksabstim- mung herbeizuführen ist. Dem Vortragenden wurde aus der auch von Angehörigen deS Alkoholgewerbes stark besuchten Versammlung heraus öfters durch lärmende Zwischenrufe widersprochen bzw. durch Deifallllatschen zugestimmt. Die rege Aussprache, an der sich Freunde und Gegner der Ausführungen des Redners beteiligten, hielt sich im allgemeinen auf einer Höhe, bte bei den noch in Aussicht gestellten Vorträgen der Arbeitsgemeinschaft weitere Klärung der vtel- feitigen Alkoholfrage erwarten läßt. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Hotte! Hopfeld, 8 41hr: Monatsversammlung des Gew.-rkschaftLbundes der Angestellten — Astoria- Lichtsp e'e. ab heute: „Glaube und Heimat" und „Der Mann in der Falle". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ab heute: „Der Gang durch ble Hölle" und „Haben Sie etwas dagegen?" — Palast-Lichtspiele, ab heute: „Die Macht der Versuchung" und „Wer wirft den ersten Stein.. — Aus dem Stadttheaterbureau. 31m im Spielplan entsprechende Abwechslung bringen zu können. Ist für die Abvnnementsvor- stellungen auch ein neuer Schwank: „Die Hamburger Filiale" von Kraatz und Neal erworben worden und gelangt Mittwoch zur Erst- aufsührung. Das Werk im Stile der erfolgreichen Schwänke „Börsenfieber" und „Der keusche Cebemamr gehalten, dürfte auch hier, wie am Landestheater in Wiesbaden, eines großen Heiterkeitserfolges sicher fein. XV ttcrvoraussage für Dienstag: Trübe mit Niederschlägen, westliche Wind«, mild. — Der tiefe Druck hat sich weiter nach dem Festland fortgepflanzt. Das herrschende Wetter hält an. Landkreis Gießen. gck. Grohen-Duseck, 14. Dez. Heute fand in Anwesenheit des Provlnzialdirektors Matthias unb des Ober regieru ngSrated Welcker der Abschluß des von Frl. M u t s ch l er geleiteten Ha u s ha 11 u n g s ku r s u s statt. Nach einer theoretischen Prüfung über Haushatts- fragen und Krankenpflege, der auch die Eltern Oer Kursteilnehmerinnen unb von diesen geladene Gäste anwohnten, wurden die ausgesteltten Handarbeiten besichtigt. Theoretische wie prattische Leistungen fanden allgemeinen Anklang, der sich noch verstärtte, als nun die Besucher zu Kaffee Heutiger Stand des Dollars 10 älhr vormittags: Berlin 5800, Frankfurt a. M. 5800. als ob sie jemand ins Gewissen rede. Ohne den dicken Wirt des Casö Tannhäuser, der an der Türe stand, eines Blickes zu würdigen, betrat sie das Haus des Anwalts Ehrlich. Es tagen neue Kokosläufer auf der Treppe, und alles sah verändert aus. Das Wartezimmer war leer. Sie bemerkte es mit Genugtuung. Ein Schreiber führte sie zu dem Herrn Rechts- anwatt, der in seinem Bureau die Zeitung las. Sie sah ihn fest an. Das war er also. Ehrlich der ihn zu Fall gebracht, der die ganze Geschichte angezettelt hatte, und er war schuld, daß Ernst jetzt nicht mehr hier saß. Ihre Angelegenheit war rasch erledigt. S« legte das Geld aus den Tisch. Das Opfer brachte sie mit Freuden. Den juristischen Rat den ihr Ehrlich in seiner trocken sachlichen Weise erteilte, wußte sie schon seit zwanzig Zähren. Durch Liebenswürdigkeit bekam bet kein» Klienten. Er machte es mtt der Korrettheit Nun ja — , , „ Die Warteräume waren noch teer, als sie hinausging. Die Rache der Götter, dachte sie. Dann stand sie vor dem Eckhaus Nummer dreizehn. Wie ein spitzes Bügeleisen schob es sich in die enge Straße hinein. Mit seinen buntbeflebten Fenstern, hinter denen blaue, grüne und gelbe Anzeiger hingen, glich es einer großen Litfaßsäule. Ein echt Goldenbergsch^s Haus. Diese Halsabschneider hatten ja auch bezüglich ihrer Häuser kein Ehrgefühl. Sie gab stch einen Ruck und trat ein. Wie bi; Generalin gesagt hatte, tickten In» ersten Zimmer die Maschmen, und die Schreiber saßen bei ihrer Arbeit. Eine Anzahl Männer stand wartend an den Wänden. Einer hatte einen dick verwickelten Kopf. Das kam von den ewigen Kirmessen. „Sie wünschend „Ich komme in einer Privatangelegenheit* sagte sie, „und will den Herrn Doktor selbst, sprechen." (Fortsetzung folgt) «tt Itufcn unb ®eM<4 geloben wurden. 3n etaer 2lnsprache toürbigte der Provinzial- blre 11 o c düs Unternehmen und hob hervor, bad der Aufbau des Vaterlandes in dec Familie beginnen müsse. Sparsame Verwendung und volle, verständige Ausnützung der vorhandenen Mittel sei heute nötiger denn je. Die Gemeinden möch- len solchen Unternehmen im Interesse d?s Heranwachsenden Geschlechts ihre warme Fürsorge nicht versagen. Gemeinsame Lieder beschlossen die Feier. Kreis Alsfeld. • Alsfeld. 16. Dez. Der Rechnung S- abfchlutz der 7 00 - Jahr s e i e c der Stadt Als selb ergab, datz die Gesamlein- nahmen der Feier lohne Jubiläumsausstellung) sich aus 162 945,20 Mars, die Gesamtausgaben sich aus 153 128.40 Marl beliefen, so das) ein Lleder- schütz von 4816.80 Mack verblieb Hierzu kommen nachträglich noch einige Einnahmen aus Festschriften- und Festabzeichen-Veckaus, so datz man mit einer Erhöhung dieses Llederschusses auf etwa 6500 Mark, rechnen Fann. Aus dem Iubiläums- auSstrllungS-ülnte^n hmen ve.blieben nach Abzug aller Ausgaben etwa 32 000 Mark. Der AuZ- ftellungS-Aiusschuh hat dem Hauptausschuh Vor- geschlagen, hieraus solgente Zuwendungen zu machen: Dem Ortsgewerle^rein für Zwecke der ülnterhaltung des Dewerbeschulgebäudes 10 002 Mark, dem örtlichen Kciegecte ikmallondS 10 00? Mark, dem Kaufmännischen und dem Detaillisten, verein zusammen 5000 Mark (je 2500 Mark), so datz noch etwa 5000 bis 7000 Mark verbleiben. Zusammen mit dem Lieberschutz von 6500 Mark aus der Zubiläumsseier verbleiben also noch 11 000 bis 13000 Mack. Die Versammlung be- schlotz, hiervon 5000 Mark dem hier bestehenden Ldrsschutz der „Nolhilse", den Rest dem örtlichen Kciegerdenkmalfonds zu überweisen. Beigeocd- mretec Dogeley stellte fest, dah bei dieser Ab- rechnurrg alle Vorschüsse, die die Stadt dem Gesamtunternehmen der Zu^elfeier oder Teilen desselben geleistet hat, vollständig ^ucückbezahlt sind, so dah also dec Stadt durch dte Jubiläumsfeier keinerlei finanzielle Opfer erwachsen sind: alle Ausgaben lind durch die Ginnahmen glatt gedeckt worden. Lieber daS nebenherlaufende Rotgeld- Llnternehmen der Stadt mache Bürgermeister Dr. V ö l f i n g noch einige Angaben. Das finanzielle Gndergebnis ist zwar noch nicht ganz zu uberschen, da noch Bestände teils fest, teils in Kommission abgegeben sind, doch kann auch hier mit einem Lieberschutz (schätzungsweise 30 000 Mk.) gerechnet werden. Weiterhin beschlotz der Ausschuh. die von der Jubiläumsfeier noch verbliebenen 299 „ Festschriften" und 350 Führer durch Alsfeld" dem Geschichts- und Alterdumsvecein kostenlos zu überlassen, damit er die daraus erlösten Mittel für die Zwecke des Museums ver- wende. * Brauerschwend, 15 D^z Der Deutsch- Amerikaner Wilhelm D u h, dessen F au von hiec stammt, hatte urserer Gemeinde 15 002 Mk. zur Deschaff ung neuer Kirchen glocken an Stelle dec im Kriege abgelieferten gestiftet D'.e hierzu weiter benötigten Geldmittel brachten Kicchenvorstand und Kirchengemeindevertretung durch eine Sammlung in den Gemeinden Bvauerschwend und Renzendorf auf, bei der die Landwirte auf den Morgen 1 Pfund Frucht gaben, manche auch mehr, dte Arbeiter und Beamten aber etwa einen Tagesverdienst zur Verfügung stellten. Diese Sammlung brachte soviel ein, datz nicht nur die Glocken, für die noch 140 002 Mark auszubringen waren, sondern auch dec Rest der Kosten deS Kriegerdenkmals, dessen Ausstellung im Frühjahr erfolgen soll, bezahlt werden kann. Lind dann bleibt immer noch ein Liederschatz von etwa 150 020 Mark, über dessen Verwendung nächstens beraten werden soll. Die neuen Glocken, von der Firma F W Rincker in Sinn geliefert, wurden am Sonntag in feierlicher Weise geweiht und ihrem Dienst übergeben. Kreis Schotten. K. MSchotten, 16. Dez. Daß auch noch kleinere, angenehm gelegene Jagden zu sehr billigen Preisen zu haben sind, zeigt die Pachterhöhung der Gemeindejagd Michelbach. Der Gemeinderat überlief) dem seitherigen Pächter, Rechner Stang dahier, die Jagd (seither 800 Mark) für die diesjährige Pachtsumme von 16 000 Mk. Am folgenden Tage betrug die Strecke schon bei der „erften“ Treibjagd drei Rehe und 15 Hafen. Kreis Büdingen. • Büdingen, IS. Dez. Das KreiSamt als Berufungsinstanz hat die Handertsätze dec Mietzuschläge für die Stadt Büdingen wie folgt festgesetzt: Für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September 525 Pcvz. (davon für die Zinssteigerung 15 Proz., für die Betriebskosten 65 Pcoz., für die laufenden Instandsetzungsarbeiten 325 Proz., für die grohen Instand- sehungSarbeiten 120 Proz.): für die Zeit vom 1 bis 31. Oktober 650 Proz. (davon 15 bzw 75 bzw. 400 bzw. 160 Pcoz ): für die Zeit vom 1. Rovember bis auf weiteres 820 Prvz. (davon 15 bzw. 100 bzw. 450 bzw. 235 Proz.). Kreis Friedberg. Sf. Friedberg. 14. Dez. Zu^Btzginn dec heutigen Stadtverordnetensitzung gab der Stadtverordnete Kurtz namens dec knutsch» nationalen Fraktion eine Grkläcung ab, in rccLfer sie dem Beigeordneten Leuchtgens ihr volles Vertrauen ausspricht und sich für den Inhalt der 'während der Wahlagitation erschienenen Flugblätter verantwortlich erklärt. — Die städtischen Weidenanlagen, die an die Blindenanstalt vex- Pachtet sind, ergaben im vergangenen Jahre eine Reineinnahme von 800 000 Mk. Die Anlagen sollen um 2000 Quadratmeter Vergröbert werden. — Die Sähe für die ErMerbslo'enfürsorge sollen auf den Stand der Reichssähe erhöht werden. — Die dritte Periode dec Quäkerspeisung Turnen, Sport und Spiel. * Dad-Rauheim, 16. Dez. Eine hier abgehaltene Tagung dec Vorsitzenden in 5 Bezirk des Tucngaues Hessen beschlotz, das Bezirksgerätewetturnen 1923 i n März i i 2a n g • Göns und das volkstümliche Bestckswettur .un in ©rüningen abzu;alt>n. 3m Januar sindet eine autzerplanmähige Dezirksvocturnerstunde in Da d-Ra u heim statt, wo ei hauptsäh ich das volkstümliche Turnen gepflegt werden soll. Zur Llnterweisung in diesem alten Z we g r des deutschen Tu mens stehen jetzt zwei Dezirksspo.twar c (erster Fritz Gries-Dad-Rauheim, zwe ter H. Gabler- Fcked erg) zu.- De.sügunf, &e in d r vorletzten Vorturner stunde durch Wahl bestimmt worden sind. tarn durch reichliche LedenSmittelvorrüte dis Mm März ausgedehnt werden: die Stadt verpflichtet sich die Transportkosten der Lebensmittel von Hamburg aas zu übernehmen. Rach dem Berichte be$ Kreisarztes ist dec Gesundheitszustand der Schuljugend dem einer Drvtz- stadt gleichyustelien. — SS sollen 19 neue Gasmesser zum Preise von 580 000 Mk. angeschafft werden. — Die Grund- und Gewerbesteuer für 1922 wird auf 3 Prvz. für Gebäude, 5 Prvz. für Gewerbe und 10 Pcvz. für Landwirtschaft auf 100 Mk. Steuer kapital festgesetzt. — Bei einer Aussprache über die Verteilung der AlterShilfe entspirmt sich ein Wortwechsel zwischen den Beigeordneten Leuchtgens und Windecker. Da dieser bald auf persönliches Gebiet übergehl, terlaffen die Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei unter Protest den ©aal Die auf dec Tagesordnung angeletzte geheime Sitzung muhte deshalb ausfallen und soll heute stattfinden. Pohl - Göns, 15. Dez. Der unter Leitung des Pfarrers stehende Wohlfahrt s- auS schütz beschlotz, für die Hess. Rothilfe keine besondere Naturaliensammlung mehr zu veranstalten, da schon für verschiedene Anstalten gesammelt worden war und der hiesige Bauernbund noch einmal etwa 50 Zentner Kartoffeln für Kleinrentner usw. zur Verfügung stellte. Dagegen wurde eine Geldsammlung (Hiuskollekte) für die Hess. Nothilfe veranstaltet, welche den Betrag von 16 3 82 M k. ergab. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 17. Dez. Die hiesigen Schuhwarenhändler haben der Darmstädter Rothilfe Schuhwaren im Werte von 1 Million Mark kostenlos Überlassen. Vermischtes. Berlins Finanznot. — Sie Wirkung der Spar- matznahmen. Berlin. 16. Dez. Rach einem Lieberblick über den Berliner städtischen Haushalt nach dem Stande von Ende November sind die ursprünglich auf 5 Milliarden vorgesehenen Ausgaben bis zum 30. Rovember auf 35,5 Milliarden angewachsen. Die Einnahmen erreichen 28,7 Milliarden, während seinerzeit mit 5 Milliarden gerechnet worden war. Besonders die der Geldentwertung sich schnell anpassenden Lustbarkeitssteuern bringen sehr viel höhere Beträge als erwartet wurde. Das Gesamtdefizit beträgt 72 5 2 Millionen. Auch bei der Annahme ber vom Magistrat vorgeschlagenen Sonderabgaben der städtrschen Wecke bleiben fast 3 Milliar - den ungedeckt. Die Spacmatznahmen des Magistrats haben auf dem Gebiete des Personalabbaues sehr beachtenswerte Erfolge gezeitigt. Vom 1. April bis Ende Dezember, also binnen 3/4 Jahren, werden rund 5220 Hilfskräfte die städtischen Bureaus verlassen haben. Der Stadthaushalt wird dadurch nach dem gegenwärtigen Stande der Vergütungssähe um jährlich 2610 Millionen Personalausgaben entlastet. Weitere Entlassungen sollen zu dem künftigen Kündigungstermin folgen. Reben einem Revisions- ausschutz, dessen Tätigkeit sich lediglich auf den systematischen Abbau Der Hilfskräfte beschränkt, ist die Dereinfachungskommifsion feit Ende Oktober damit beschäftigt, die Auswirkung der von ihr aufgestellten Richtlinien in jeder einzelnen Dienststelle festzustellen und die Zahl der unbedingt nötigen Arbeitspensen zu ermitteln. Sie habe bisher bet der Kürze der Zeit erst einen Teil der zentralen Dienststellen nachprüfen können, immerhin aber schon etwa 600 Arbeitsplätze beseitigt. Das bedeutet allein eine Personalkostenersparnis von rund 362 Millionen im Jahre, abgesehen von der nicht zu unterschätzenden Verminderung der sachlichen Kosten. Gefangenenrevoltr. Berlin, 16. Dez. Im Hamburger StrafgefängnisFuhlSbüttel überfielen vier Strafgefangene einen Wächter und zogen ihm die Uniform aus. Einer der Gefangenen zog sich die Uniform an und Überfiel mit seinen drei Komplizen auf dem Gefängnishof den Ordnungspvsten, den sie knebelten und halbtot prügelten. Die Sträflinge nahmen ihm das Gewehr ab und versuchten mit einer Leiter die Mauer zu überfteigen. Ein zufällig auf der anderen Seite der Mauer befindlicher Inspektor schotz aus seinem Dienftrevvlder auf die Flüchtlinge und trieb sie in den Gefängnishof zurück, wo es gelang, alle vier wieder zu ergreifen. i Eine geheimnisvolle Affäre. D e r l i n, 16. Dez. (Wolff.) Gestern abend wurde der 33jährige GutSpächter Frick vom Gute Rahnsdorf in feinem Schlafzimmer mit einem Schuh in ber linken Schläfe tot auf gefunden. Die Gattin Fricks und der GutsinfpektorH. wurden nach dem Polizeipräsidium in Berlin gebracht, da die Angelegenheit noch der Aufklärung bedarf. Für 120 Millionen Mark Pelze gestohlen. Berlin, 17. Dez. AuS einem groben Pelz- haus in der Friedrichs!ratze stahlen Einbrecher für 120Millionen MarkPelze und Felle. Dom Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte. Hamburg, 16. Dez. (WTB.) Heute nachmittag liefen für dte Hamburg-Amerila-Linie der 8000 Tonnen grotze Frachtdampfer ,W a S g e n - Wald" und dec Doppelschraubendampfer »Albe r t D a l l i n" mit einem Raumgchall von 22 020 Bruttoregistertonnen vom Stapel. Dieses Schiff soll mit einer vollständig neuartigen Schlin- gerdärnpfungsanlage ausgerüstet werden. Für die Deutsche Dampfschiffahrtsgesellfchaft »Kosmos" wurde der 6000 Tonnen grobe für Wesiküstenfahrt bestimmte Fcachtdampfer .Geest r i s" und für die Bugsier-Reederei und Ber- gungs-A.-G. der Doppelschcaubenmotor-Seeschlep- per und B^rgungsdampfer .Hermes" ins Wasser gelassen. Dieses wird das grvhte Schifs seiner Art in Deutschland sein. Im Wirbelsturm in der Ostsee umgekommen. Königsberg, 16. Dez. (Wolff.) Das der hiesigen Kohlenimport-Aktiengesellschaft gehörige Motorschiff „Elsbeth-, das ständig in Der FahrtGotland—Königsberg beschäftigt wird, geriet auf der Höhe von Brüsterort in einen schweren Wirbelsturm. DaS Schiff muhte in sinkendem Zustand von der Mannschaft in zwei Booten verlassen werden. Eines davon hat sich 20 Stunden lang an der kurischen Rehrung entlang treibend auf See gehalten, bis es in der Brandung scheiterte. Der aus Königsberg stammende Schiffsjunge wurde m der Rähe von Ridden an Land gespült. Er überbrachte die Rachricht von dem Unglück. Bon dem anderen Doot fehlt bisher jede Nachricht. — Wie das „Memeler Dampfboot" hierzu noch meldet, befanden sich in dem an der kurischen Nehrung gesunkenen Rettungsboot sechs Mann der Besatzung. Fünf davon, darunter der Kapitän und der erste Maschinist, ertranken, der Schiffs- unge rettete sich. 3m zweiten Doot befanden ich ebenfalls sechs Mann. Ein Memeler Lotendampfer, der den Ort des Unglücks ab- uchte, fand keine Spur vondemzwei- t e n D o o t. Ein Hofpitalfchiff auf hoher See verbrannt. Konstantinopel, 16. Dez. (Havas.) Ein Hofpitalschiff befand sich auf dem Wege von Toulon nach Konstantinopel, südlich von San Stefano, wo es morgens um sechs Uhr i n B r a n d gerietundzer stört wurde. Die Ursachen des Brandes find noch nicht bekannt. Ein amerikanisches Torpedoboot leistete dem Schiff Hilfe und nahm die Schiffbrüchigen auf, um sie nach Konstantinopel yu bringen. Dis jetzt zählt man vierzehn Vermißte, darunter drei Frauen und Drei Kinder. Ein englischer Torpedojäger unterstützte daS amerikanische Schiff und nahm ebenfalls eine Anzahl Schiffbrüchiger auf. Handel. Berlin, 16 Dez. Die kn Reuhork an der Rachtzörse eingct etene Besserung des Macllucses und die wider Erwarten gemäßigte Kammerrede Poincacss bewickle am Devisenmarkt eine weitere P e ssenkung. so dah Auszahlung Reuyork vormittags bis 6250 zu ückging und schließlich amtlich mit 6350 als Mittelkurs notiert wurde. Die Stimmung war bei etwas gröberen Um'ähen als biö'.e: ziemlich nervös und unsicher. F ir Effekten toa.cn seitens dec nur in geringer Zahl anwesenden Händler überwiegend Briefkurse zu hören. Markte. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 16. Dez. Wegen des Rückganges am Devisenmarkt war dir Stimmung im Pco- inillenderkehr bei stä k.w weichndm Preisen matt. Seitens dec Käufer hrrrschte allgemein Zurück- hailung: zumal für We zm dir Weltmarktparität bei k-em heutigen hvilindifchrn GulLenlucs bereits annähernd erreicht ist. Für Gerste, Hafer und Mais sowie die anderen Artikel zeigte sich auf dem ermäßigten Preis stände fast ke ne Kauflust. Für Roggen war diese etwas vorhanden, weshalb auch die Preise sich besser behaupten konnten. Weizen, märlich?» 14 702 bis 14 430 Mk. (flau), Roggen, märkischen 13 322 bis 12 920 bis 13 000 Mark, pommersch n 13 150 bis 12 850 Mk (flau), Sommergerste, märkisch? 11 822 bis 12 800 Mk. (matter). Mais, La Plata, loco Berlin 13 400 bis 13 303 Mk., toaggonftei Hamburg 12 700 bis 12 500 Ma k. Weizenmehl (102 Kilo) 42 000 bis 44 500 Ma k (flau, schwächer), Roggenmehl (102 Kilo), 36 000 bis 39 000 Mk. (matt), Weizenkleie 7500 bis 7800 Mk. (schwächer). Roggenkleie 7800 bis 8000 Mark. Raps 23 000 bis 24 000 Mk. (schwächer), Rüb en 26 020 bis 28 000 Mk., Leinsaat 26 000 bis 28 000 Mk., Vittoriaerbsen 23 000 bis 25 002 Mark. Acketibohnen 24 022 bis 26 000 Mk, Wicken 15 030 b s 16 000 Mk., Lupinen, blau 19 000 bis 21 030 Mk., Se adella. alt 30000 bis 37002 Mk.. Rapskuchen 9032 bis 9200 Mk., Tcvckensch.nitzel 6000 Mk Rauhfutter: Weizen- und Roggenstrvh, drahtgeb. 6200 bis 6500 Mk., Hafecstroh. dcaht- gep etzt 6203 bis 6500 Mk., Stroh, strohseilge- oündelt 5600 bis 6202 Mk.. Wiesenheu. gut, gesund und trocken, Vocmahd 5502 bis 5830 Mk., Rachmahd 5200 bis 5420 Mk. (Soweit kein an- de es Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kilo.) HiWrtifd). — V oetheka lender auf da s Jahr 192 3. Begründet von Otto HuliuS Dierbaunr, fortgesetzt von Earl Schüddekops, bcnauSgegcbcn von Dr. Karl Heinemann. Mit 8 Tafeln. (Diete- richsche Verlagsbuchhandlung, Leipzig.) — Ma cgarete Windthorft, Die Tau-Streicherin. Roman. (Berlin, G.Gcvt^ Sammlung von Werken zeitgenösfifchec Schriftsteller.) — Die Verfasserin behandelt das zurückgezogene Leben westfälischer Bauern, und ihr Hsld ist ein innerlich empfindender Mann besonderer Art, dessen Schicksal In Schuld, Ehe und Liebe biS zum Ende fesselt. — Cha rlo11« Riese: Tilo Brand und seine Zeit. Verlag Fr. Wish. Gninow, Leipzig. — In die Zeit der schweren Kämpfe Schleswig-Holsteins gegen die Raubgier der Dänen führt uns in diesem ungemein packenden Roman die bekannte Schriftstellerin. In raschem Flutz schreitet die Handlung fort, die geschichtliche Vorgänge in geschmackvollem Stil toteie gibt DaS Werk ist ein erhabenes Denkmal deutscher Treue und Vaterlandsliebe. — D. H. Lawrence: DerReaenbogeN Lieberseht von F. Franzius, Insel-Verlag, Leipzig. - Der bekannte englische Autor führt den Leser in diesem umfangreichen Roman duich drer Generationen einer Familie. Richt allein die äutzeren Geschehnisse erlebt man mit, sondern der hohe Wert des BuchÄ liegt In der autzervrdent- lich sorgfältigen Schilderung der zachlreichen Charaktere. Alle Regungen und Gefühle des menschlichen Herzens, alle Triebe der Loidenschaft beleuchtet der erfahrene Psychologe mit rückhaltlosem Freimut. In diesem Sinne kann man den Roman ein Werk der Menschenkunde nennen. Die Liebertragung ins Deutsche 'bat den packenden Stil nicht beeinträchtigt. — Victor Auburtin, Gin GlaS mit Goldfischen. Verlag von Albert Langen in Münchm. — Dies »Glas mit Goldfischen" enthält wirklich Dinge, die hübsch und zierlich sind wie Goldfische: seine literarische Rippsacben, nach Sprache, Klang und Ton vollendete Kunstwerke. Es find geistsprühende Skizzen und nachdenkliche Betrachtungen von besonderer Act: Episoden auS dem Leben, aus der Natur: moralische Stücke, Lpvetlsche Intermezzi, Symbolisches: Landschaftliches. — Dergstelgerbrevier von Dr. A Dreher. Eine 'Blütenlefe au3 den Wecken alpiner Dichtkunst und Erfahrungsweisheit. Mir 12 Vollbildern. (Verlag Parcus u. Co., München.) — Scha ffende, Novelle von Gertrud P r e 11 w i tz. (Maien-Veclaa Obe.hvf im Thür- ingerwald.) — Die Geschichte einer Liebe mit lebendiger Erkenntnis ih.ec Wurzeln in dec „Schaffenskraft der Erde" ist unterhaltsam und eindringlich zugleich. — H. M. Netto: H e r b ft. 3m Sibyllen- Verlag zu Dresden. — Ein Buch, das vom Leid der Liebe, die sich erst spät verriet, ein traurig Lied zu fingen weih. Gin Buch, das für Stunden die Trostlosigkeit der Zeit vergessen läßt. Die einfach?, dabei spannende Handlung gewinnt ihren Wert durch die Kunst dec eigenartigen Darstellung. Der Roman bildet eine glänzende Misching von buntem abenteuerlichen Geschehen und dichterischen Schönheiten. — Das Erstlingswerk Sven Hedi n S, »M eine erste Reise" wird durch den Dcockhausschen Verlag in Leipzig in drem der bekannten kleinen Reiiebüch?c Volk und fügend nähergebracht. Als Einundzwanzigjähriger reifte Sven Hedrn durch Rutzland und Persien bis zum arabischen Meerbusen. Seine packenden Schilderungen sind begleitet von Nachbildungen verschiedener OriginalzeichTrungen Hedins und — Sven Hedi» ist ein Freund Deutschlands _ einem Aufruf an die deutsche: Jugend. — Dr. Rudolf Eisler, F. Mü Iller- Lyer als Soziolog und Kulturphilosoph. (Verlag von Albert Langen in München.) — Dr. Rob. Stäger, Hinan und Hinaus. Pflanzengeographisch? Wanderun-'er. Mit 12 Kopfleisten und Vignetten nach Federzeichnungen von A. Reckziegel und W. Stägec und einem farbigen Llmschfagbild von W. Planck. (Rascher u. Cie. 21.-®., Verlag, Leipzig.) — Friede, v. Tschudi, Tierleben 6er A1 penwe11. Dritter Teil: Die 2llpen- tegion II. — Mit Anmerkungen von Prof. Dr. F. Zschokke und 5 Fd>erzeichnunaen von Karl Sollet. — (Leipzig, Rascher u. Cie.) (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Aktive Stellungnahme der amerikanischen Regiernnq in der Reparationsfrage? Paris, 16. Dez. (WTB.) Eine HavaS» melbung aus Neuyork besagt, der Korrespondent dec ^Consolidated Pcetz Association", des er Nachrichten im allgemeinen aus guten Quellen stammen, kündigt an, da tz d i e Vereinigten Staaten die interalliierten S chu t- den auf eine gewisse Zeit, ja vielleicht für immer annullieren wollten. Die Entscheidung teerte von der Anstrengung abhängen, die der Schuldner mache, um die Hauptschuld zu bezahlen. Diese Annullierung verstehe sich nur unte. der Bedingung, datz die Alliierten sich über den Betrag der deutschen Reparationsschulden einigten. Die amerikanischen Sachvecständigen seien der Ansicht, dah dieser Betrag 12 Milliarden Dollar sein müsse mit einer jähr!ichen Za h 1 ung von 500 Millionen Go 1 dmack. Erne andere Bedingung sei die HerabsehunA der europäischen Heere. Erst dann tourten sich die amerikanischen Bankiers bereit zeigen, sich an einer internationalen An leihe zu beteiligen, die Deutschland gestatten würde, seine Finanzen zu stabilisieren. 1YQ Y i Februar März UNITED STATES LINES usw. GIESSEN BERLIN W g Untd. Linden 1 Th. Loos, Kirdienplatz ^Stellenangebote]} UskllÜkffskkllk tiefst per 1. 3.1 „ mu M-U-atz« oder 1. 4. 23 1 veckstett u. I Kiffen, Los 2. Los 3. 108671) 3n meiner lteilze,#lei 1*0! Salz werden Bahnhofstr. 14 Vertreter 10864A Frankfurt am Main. | Kaufgesuche | 6 Akte. 5 Akte. Ferner das außerordentlich ► gute Beiprogramm „Der Mann in der Falle“ j Gummi- Fabrik Ausgestellt Schaufenster Mühl straße Große Verdienst. Möglichkeit. America........ President Harding . 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Dezember 1922. Der Oberbürgermeister. (Vrennstoffamt.) •Kranze •Schleier •Seide -Hand- ' schuhe •Wleche Meta Salomon fließen, Schn.slr. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Margarethe Röhrich Wwe. heute morgen 10 Uhr im 91. Lebensjahre in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Oberstadtsekretär Ludwig Röhrich und Familie PolizeiwachtmeisterWilhelmNaamannu.Familie Gießen (Polizeigefängnis Sandgasse 18), 16 Dez. 1922. Beerdigung: Dienstag, den 19. Dezember, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs^ Hamburg - Baltimore Hamburg - Boston Hamburg - Philadelphia Auskunft erteilen: 20. 3. 10. 24. 10. George Washington . . 21. Febr. 28. März Southampton n. Cherbourg 1 Tag später. Verlangen Sie Prospekt! und Segellisten Nr 152 IPÄrtuiie zu kauf, gesucht p0813 Ostanlage 36 p. , Gemeinde Vollnkirchen, Distrikt 11: 23 Fstm. Eichenstammholz 1.-3. Klaffe. Los 4. Gemeinde Münchholzhausen, Distrikt 11a: Etwal8Fftm. Eichenstammholz 1.-3. Klaffe. Auskunft über die Lose 1 bis 3 erteilt Förster B oth - Vollnkirchen, über Los 4 Förster Schüler-Finsterloh bei Wetzlar »/ des Kaufpreises ist bei dem Zuschlag, */ bis 15. Januar 1923, auf jeden Fall aber vor der Abfuhr zu zahlen. Schriftliche Angebote sind bis zum 29 d. Mts. an das Bürgermeisteramt zu Großrechtenbach (Kreis Wetzlar) einzureichen, woselbst die Oesfnung der Gebote in Anwesenheit -etwa erschienener Bieter am 30. Dezember 1922, vormittags 10 Uhr, stattfindet. Die Bedingungen können auf dem Bürgermeisteramt Hierselbst eingesehen oder von diesem bezogen werden. Der Bürgermeister. [10865D 3. Jan. 7. Febr. 6. Jan. 14. Febr. 17. Jan. 28. Febr. Kaufe gebrauchte MmWmn auch gebrauchSun- sähine. Schr- Ang. u. 011404 an d. W. A. Gardinen. Wir haben unsere Gardinen-Abtei- lung wesentlich vergrößert und dafür den vollständigen 2. Stock unseres Geschäftshauses eingerichtet. 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Da A. ein vielfach vorbestrafter Mensch ist, verwarf die Strafkammer die von dem Angeklagten eingelegte Berufung. Palast-Lichtspiele — Lindenplatz — Ous»t Größte? u.vornßliinstßsThßater am Platze Kunst und Wissenschaft. Deutsche Musikwoche 1923 in Frankfurt o. M. * Frankfurt a. M., 16. Dez. Für die -weite Hälfte des Monats Juni 1923 wird in Frankfurt a. M. eine „Deutsche Mufik- w o che" vorbereitet, an deren künstlerischer Durch* fühimng die Städtische Bühnen QI.-©, und die führenden musikalischen Vereine der Stadt beteiligt sind. Das Programm soll die repräsentativen deutschen Komponisten der Gegenwart in einigen ihrer Hauptwerke zeigen, und zwar sollen die e unter Person ichrr Leitung der Komponisten zur Wiü>ergabe kommen In Aussicht genommen sind Opern und Konzertstücke von Richari» Strauß („Frau ohne Schatten" Symphonische Werke). Hans Pfihner („Palaestrina" und »Von Deutscher Seele"), Franz Schrecker (»Der ferne Klang"), Arnold Schönberg („Erwartung", »Gurrelieder"), Paul Hindemith (»Sancta Susan na", Kammermusik), Ernst Krenek (Kammermusik) u. o. versuch in Frage Tarn, auf, und erkannte in diesem Falle auf Freisprechung. Die F. M. aus Butzbach wurde wegen versuchter Abtreibung, der Haus bursche W. R. aus Bad-Aauheim wegen Beihilfe dazu zu je acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Gegen die Ehefrau G. aus Aulendiebach hatte das Schöffengericht Büdingen wegen Milchfälschung eine Geldstrafe von 1500 Mark erkannt. Der Milch fehlte 60 Prozent des Fettgehaltes. Die Angeklagte wurde ab:r freigesprvchen, da ein Zeuge, der beim Melken zugegen war, bekundete, daß die Angeklagte die Milch alsbald zur Ablieferungsstelle brachte. Der Metzger und Wirt W. W. auS Friedberg war vom Schöffengericht Friedberg von der Anklage der Anstiftung zum Diebstahl freigesprochrn worden. 2hm war zur Last gelegt, den früheren Prokuristen des »Friedberger Tageblattes", Eine M-h cS KL Sie Mark um eben Pein loirtscha.1 Amerika immer Jta hen mitteleuropais w fe zurüchugew. Mr erreicht werd stage mit allen bai düngen aus dem Meleuropaischen amerikanischen Lurch sehr Were l Partei so stark em Mding unö [eine ■ Wendigkeit ableitete Dität stärkere Aktiv i sich das HerauSW bisherigen Zurückhl Die Hauptschw Verden muh, liegt, halten Pomcales u hervorgeht, natürlii eines sehr starken f England bedürfen, Haltung zu veranlc Westen beseitigt ol ringes Maß herab düng über Ersatz od Vertrages eilt den voraus, verfrühter Platze. Bald aber missen. Die angeb An London, 18. ■ Berichterstatter der „5 ehnder Seite ersah in England dmmW Abkommen vvrsc dieser Mlommen v> alliierten Macht uni lchrist jeder Nation ton den am Kriege l ton den Zentralniä. lommen würden in 2ede der Sicherun, Wiederaufbau der h- gilben Gallonen e ”6 durch das Zustc Enten die Indus,ri, ^ng kommen und DM ™ benötige Deuis ber !au(trä Auf die kommens hm toür ^Damkiersei |uy>-?nö untersch. 8mnk eich Tcini .n , ivll. Ä LQ^'UiQtben Do, Äcebitg würde Dm feine 1 6en! Teil bi'^ 6 England oder ivSy Atollen SM tungm .J®“ alle Örai rwnd», chneie 2,,^'hu A MK ! Neri Sonderabteilung für Tabakwaren habe noch reiche Auswahl in Zigarren, Zigaretten und Tabak weit unter heutigen Fabrikpreisen anzubieten. Heinrich Driesch SelierSweg 2lr. 70 :: Telephon Mr. 781. Sießeitcv Strastammer. Dieben, 12. Dezember. Der Landwitt A H. aus Zeilbach war vom Schöffengericht Ulrichstein zu 1000 Mark wegen Vergehens gegen die Getreideordnung und zu |2000 Mark wegen Betrugsversuchs verurteilt worden. Er hatte mehrere Zentner Roggen aus der i Ernte 1920 seinerzeit nicht angemeldet. Außerdem : füllte er im Jahre 1921 zu seiner Pslichtlieserung mehrere Sack vorjährige Frucht verwandt haben, in der der Getreidekäser gesessen habe. Wegen des letzten Punktes hatte er Berufung eingelegt. Da seinerzeit durch den Kommissionär nicht sofort fest- >gestellt worden war, von welchem Landwirt der Roggen, in dem der Käfer sah, stammte, konnte heute der Nachweis nicht mehr einwandfrei erbracht werden, daß es gerade der Angeklagte gewesen war, der diesen Roggen geliefert hatte, obwohl starke Derdachtsgründe gegen ihn Vorlagen. Die Strafkammer hob daS Urteil, soweit Betrugs- Ab heute: Spielfilm in 5 Akten. In den Hauptrollen: Lil Dagover Ilka Grüning; Theodor Loos Arnold Korff. Außerdem: Wer wirft den ersten Stein.. 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Prokuristen bestellen ober entlassen wollen. Gießen, ben 5. Dezember 1922. 108756 __________Hessisches Amtsgericht.__________ Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Gg. Heinr. Schirmer, Gießen eingetragen: Die Firma ist in eine Cvmmanditgesell- schaft umgewandelt worden. Persönlich hastender Gesellschafter ist Commerzienrat Heinrich Schirmer in Gießen. Es find 4 Eommanditisten vorhanden. Die Eom- manditqesellschaft hat am 1. August 1922 begonnen. 108746 Gießen, den 15. Dezember 1922. Hessisches Amtsgericht. t Preis | Empfehlungen | Weihnachtsbäume letzte Senditna ein- neironen. — BilUae h«: 3,1,16 on«, v....... 3rof6. Selterstot | äUliCbcnlOUlUlu£76D ßeaeuüü. Cali Bettler WUdelmttr. 1 L H Lichtspielhaus^ W Bahnhofstraße 34. ,nNS.c W Heate bis ein seh 1. 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