Dienstag, 18. April 1922 172. Jahrgang Paris, 18. April. (Havas.) Der Berichterstatter der Havasagenlur in Genua bemerkt zu dem deutsch-russischen Abkommen: Die alliierten Kreise beurteilen den Ab xu schassen. Paris. 15. April. (Wolff.) Die Agentur Havas meldet um 5 Uhr aus Genua, sie glaube zu wissen, dah die Sowjetvertreter unzugänglich blieben in der Frage des Ausgleiches der russischen Kriegsschulden b.i den Alliiertem und der von ihnen verlangten Entschädigungen der russischen Staatsangehörigen für Annaqmc von Anzeigen für die lagesnummcr bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 120 Pf., auswärts 150 Pf.: für Reklame- Anzeigen vyn 70 mm «Breite 450«Pf. Bei Platz- Vorschrift20' ^Aufschlag. Hauptschriftlciter: Aug. (Loch. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: jiarl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen Eine Ofterbotschaft De Valeras. L o wd-on, 16. April. Wie Reuter aus Dublin meldet, veröffentlichte De lialcra eine Osterbotschaft „an die hrgm Männer and Frauirn von Irland", in der er sagt: „Das Ziel ist ssrrdlich in Sicht. Irland gehört Euch, wenn ihn es nehmt. Aehmt esl" Eia Mordanschlag in Dublin. Lowbon, 17. April. (WTB) Amtlich. Gestern wacht wurde in Dublin ein Mord- a n s ch l a g auf Michael Collins rxräbt Es wurden ftchs Schöffe abgegeben, die keine Opfer forderten. In Dublin herrscht Panik. Abibau der Entente- Kommissionen. Paris, 16. April. Wie Eurvpapreß aus Paris erfkchrt, hat der Ob erste Ra t der deutschen Angierung eine Mitteilung zugehen lassen, wonach der Abbau der kostspieligen unb drückenden Abrüstungs-- kommissLonen der Entente in Deutschland beabsichtigt ist. Die Aufgaben aller dieser Kommissiowen sollen einer kleinen Kon-- trollkommission überwiesen werden. Äeirgcbliche Kontrolle. Dergin, 15. April. (Wolff.) Wie der „Germania" von unterrichteter Seite mitgc- teilt wird, ist die letztere größere Kontrolle der interalliierten Militärkommission in der Reichswehr, die sich hauptsächlich auf die Waffen und die Ausrüstung des Reichsheeres erstreckte, ebenso wie auch die vorangegangenen Kontrollen völlig ergebnislos verlaufen. Nr. 90 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit berSamstagsbeilage: BiehenerFamilienblätter Monatliche vezngrpreise: Mk. 16.- und Mk. 1.50 Trägerlohn,durch diePost Md. 17.50, auch beiNicht- erscheinen einzelner Num» mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen. poftscheätonto: Frankfurt a. M. 11686. QErneuter Polenterror in Oberschlesien. Berlin, 15. April Der angekündigte cd)rin der Reich Srezierung anläß'.iH der beunruhigenden Roch richt en aus Oberschlesien ist jetzt erfolgt. Der deutsche '. Bcrtieter in Oppeln Hot der Interalliierten Kowmission eine Rote übergeben, in der darauf lj mgewiesen wird, dah bereits feit einiger Zeit ein regec Verkehr über die polnische Grenze nach Obrrfchlesien hinein sich bemerkbar mat‘, Muniitionstransporte beo achte: o : e ■ seien urd zahlreiche Uniformen der Halle Truppen sich gezeigt hätten. In d:n Doriern seien wuch Fremde erschienen, die der Bevölle- Genua. Ein Stimmuugsbild von der Zronfcrenz. < Genua, 15. April. (Svndcrbericht.) Es hat wohl immer ein reichliches Mast von Optimismus dazu gehört, von der Konferenz schon eine Art „Friedensostern- zu erwarten, wie es in den verschiedenen Kundgebungen eine rhetorisch dankbare Rolle gespielt hat. Jedoch macht sich an dem heutigen Vorabend deS Osterfestes eine zuverficht lichereStirn- mung deutlich bemerkbar, die wesentlich auf die veränderte Taktik Frankreichs zurückzuführen ist. CS scheint, dah die hiesigen Vertreter Frankreichs doch sehr ernstliche Vorstellungen in Paris in der Richtung erhoben haben, daß die französische Delegation sich auf dem besten Wege zu einer sehr bedenklichen Isolierung befinde. Diese Erkenntnis hat zunächst zu einem offenkundigen Schwanken Frankreichs gegenüber Rußland geführt. Von einer fertigen Vereinbarung ist wohl noch keine Rede, aber Frankreich hat ohne Frage den Willen erkennen lassen, seinerseits politische Verhandlungen anzuknüpfen und sich nicht mehr mit der undankbaren Rolle des Großinquisitors der Orthodoxie von Cannes oder «auch der des Pvlizeibeamten zu begnügen, der darauf zu achten hat, daß nur ja kein Schritt vom Wege getan werde. Erfreulicherweise ist festzustellen, hast der Zwischenfall von Gleiwitz aufgehört hat, die politischen Verhandlungen zu beilasten und zu bedrohen. Das weitere gehört der Zukunft an. Es hat selbstverständlich keinen Sinn, arg phantastische Gerüchte festhalten zu wollen. Dabei läuft man immer Gefahr, von den Ereignissen der Stunde desavouiert zu werden. Das gilt insbesondere von den Gerüchten über den angeblich guten Stand deutscher Anleiheverhandlungen. Wenn behauptet wird, dah Lloyd George seine voraussichtlich positive Entscheidung noch vor seiner Abreise nach Rom machen werde, so schwebt auch das zur Zeit noch ganz in der Lust. Immerhin ist es bemerkenswert, dah man heute wissen will, die hauptsächlichsten Arbeiten der Konferenz würden bei allerdings sehr intensiver Arbeit kaum länger als 10 Tage über die kurze Osterpause hinausdauern, und es würde sich dann fragen, ob vielleicht nicht die eine oder andere Kommission noch weiter arbeiten werde, wozu sich ja irgendwo an der Riviera gewih ein Plätzchen finden würde. Aber es muh wiederholt werden, dah es sich bei alledem nur um unbestätigte Mitteilungen handelt, die eben nur als Stimmungsshmptome von Interesse sein mögen. Abschluß eines deutsch- russischen Vertrages. Genua, 17. April. (WTD.) Die feit meh- reren Monaten schwebenden Derchandlu gen zwischen Deutschland und Rußland haben am Ostersonntag zum Abschluß geführt. Der Charakter des unterzeichneten deutsch-russischen Vertrages läßt sich dahin kennzeichnen, daß die beiden Regierungen damit unter die Vergangenheit einen Strich machen und dah sie zugleich ein Fundament für den künftigen gemeinsamen Wiederaufbau legen. Der Vertrag beruht auf voller Gegensei igkeit. Pressestimmen. Die Gliederung der Konferenz. Bildung von sieben Kommissionen und sieben Unterkommissionen. Genua, 15. April. (WTB.) Die nunmehr vollendete Organisation der Konferenz gibt folgendes Bild: I. Kommission zur Prüfung der Artikel 1, 2 und 3 des Programms von Cannes. In der Kommis ion sollen alle Delegationen vertreten sein, aber um ihre Arbeiten zu erleichtern, soll eine ^Interkom Mission eingrs ht werden. Entsprechend dem Charakter der von dieser pln.erkommi sion zu behandelnden Fragen sollen Deutschland und Rußland der Kommission angehören: ferner vier Vertreter, die von allen anderen Staaten gewählt toerben, neben den Vertretern der einladenden Mächte. Dieser Unterfommif ion sollen außerdem Vertreter der anderen Staaten angehören, wenn es sich um Fragen handelt, die diese Staaten besonders interessieren. Die Arbeiten in jeder Kommission toe den von einem von der Kommission gewählten Vorsitzenden geleitet. II. Die Finanzkommission hat sich mit Artikel 4 des Pro- g amms. von Cannes zu beschäftigen, also mit dem Studium folgen'er Frag'n: a) Danknotenumlauf, b) Emissionsbanken, c) Oeffentliche Finanzen in ihrer Beziehung zu dem Werke des Wiederaufbaues, d) Wechselkurse, e) Organisation der öffentlichen und privaten Kredite. III. Die Wirt- s cha f t s - und Handelskommissionhnt sich mit folgen en Fragen zu be ch istrnen (Artik.l 5 des Programms von Cannes): a) Erleichte unqen und Garantien für den Ein- und Ausfuhrhandel, b) gesetzliche und rechtliche Garantien für die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen, c) Schutz des industriellen, literarischen und künstlerischen Eigentums. d) Statut für das Äon» sulatswe en, e) Zulass mg von Ausländern, soweit es sich um ihre wirtschaftliche Tätigkeit bandelt, f) Technische Hilfe für das Werk des industriellen Wiederaufbaues, g) Zolltarife. IV. Die Kommission für das Verkehrswesen wird sich beschäftigen: a) mit dem Landverkehr, b) mit dem Seeverkehr. V. Die juristis ch e Kommission soll mit dem Studium der juristischen Fragen betraut werden, die durch die Arbeiten der Kommission aufgeworfen werden. VI. Die Redaktionskommission, die aus einigen Mitgliedern der juristischen Kommission besteht. Die Vcrkehrssragen. dürfen drei Sachverständige zur Seite haben, die auch etaat&ötgvJ)orige anderer Länder sein dürfen. Der Präsident verteilte daraufhin einen Rc- solütionesntwurf. in dem die Ratifizierung der Konventionen von Barcelona und Porto Rose durch die SigiDatarmächle empfohlen und geraten ttnrb, dah alte anderen Staaten Maßnahme- treffen, um ähuÜche Erleichterungen herbeizufüh- ren wie die in. diesen Konventionen beschlossenen. Lloyd Georges Abrüftnugsplau. London. 16. April. Reuters Vertreter in Genua erfährt von unterrichteter Sei e, dah Lloyd George einen vollständigen e j - r opäischen Abrüstungsplan in der Tasche habe. Die britische Ansicht sei kurz bi.’, daß das in Wa shington abgeschlossene Viermächte Abkommen unter den Mächten des Stillen Ozeans zunächst Frieden und dann die Pläne für eine Einschränkung der Rüstungen geschaffen habe. Zur Zeit befinde sich die Konferenz im Anfangs- stadium der Verhandlungen und nicht im zweiten Stadium, unb gegenwärtig denke man noch nicht an eine milichäiische RüsiungSpause. Die Engländer feien auch nicht dafür, dah irgend ein Vertrag durch militärische Sanktionen gestüft werden solle. Tatsächlich gehörten Sanktionen gerade 'zu der ©attmig von Ideen, welche die Eng länder ausUvmerzen versuchen. Die gegenwärtigen Verhandlungen fußten also aus dem Vor bilde des 'IBofbingtoncr Abkommens Was bic britische Delegation im Sinne habe, sei ein gegen t21ngnffe gcnxchlltes Abkommen-, seine Dauer hatten ihre Mitglieder nicht erwogen, aber wahrscheinlich werL e eseinAbkommenaafzehn Jahre sei-., an dem alle in Genaa vertretenen Rationen teilnehmen. Anti^anzösische Kundgebungen in Kleinasien. London, 17. April. (WTB.) Der Berichterstatter dc-r „Morning Post" in Kairo erfährt, daß in Damaskus große antifran- zösische Kundgebungen ftattgefun'ccn haben. Dix An ührer wurden verhaftet. Die Bewegung hr?itet sich auch auf Beirut aus. Die Franzosen gingen gegen die Ausrührer mit aifcc Strenge vor. Mehrere Personen sollen getötet oder verwundet sein. In Beirut wurde der Kriegszustand proklamiert. schluß des Abkommens sehr ungünstig. Sie sind die von den alliierten Regierungen unterstützten der Auffassung daß Deutschland durch diese iso- negenrevolutionären älnternchmungen. ulnter die- lierte Aktion versuchen werde, auf die anderen I fen Umständen habe keine Einigung erzielt wer- Genua. 14. April. (Wolff.) In Ausfüh- rung des in der Vormittagssitzung durch Den geschäftsführenden Ausschuß gefaßten Beschlusses trat heute nachmittag die vierte Kommission zusammen, um die Mitglieder der beiden .Unter- kommissionen für den Eisenbahnverkehr unb den Verkehr auf den Wasserstraßen zu bestimmen denen nach Beschlust der Kommission vom 12. April außer den einladenden Mächten sowie Deutschland unb Rußland noch je fünf Vertreter der übrigen Mächte angeboren sollten. Folgende Länder wurden durch Wahl in die beiden Ausschüsse berufen: älnterkommisfion für den Cisenbafnverkech-: Oesterreich, Polen, die Tschecho-Slo?a'ei, Estland, S:rbr-Kroatien. il - terlommis'ion für den Verkehr mittag fanden bei Lloyd George unter Teilnahme von Barthou. Facta, Schanzer Theunis unverbindliche Aussprachen mit Tschitscherin, Litwinow und Krassin über die Erpertenwahl stall. Diese Aus- 1 sprachen sollen fortgesetzt tperben, um für die : Beratungen der politischen Kommission Klärung Mächte einen Druck auszuüben hinsichtlich ihrer Haltung in der russischen Frage. Sie glauben, daß dieses Manöver die Alliierten in ihrer klug abwartenden Haltung bestärken werde. Der Wortlaut des Abkommens. G e n u a, 17. April. Das deutsch-russische Ab- kommen hat folgenden Wortlaut: Die deutsche Regierung, vertreten durch Retchsmincher Dr. Rathenau, unb die russische sozialistische Svde- rativrepublik, vertreten durch Volkskommissar Tschitscherin, sind über nachfolgende Bestimmungen übereingefommen: Art. 1. Die beiden Regierungen sind darüber einig daß bic Auseinandersetzungen zwischen bem Deutschen Reiche und der russischen Sowjetrepublik über Fragen aus der Zeit des Kriegszustandes zwischen Deutschland und Rußland auf folgender Grundlage geregelt werden: a) Die deutsche Regierung unb die Sowiet- republik verzichten gegenseitig auf den E r - sah ihrer Kriegskosten sowie auf den Ersah der Kriegsschäden, d. h. derjenigen Schaden, die ihnen und ihren Angehörigen im Kriegsgebiet durch militärische Maßnahmen einschließlich aller im Feindlande vorgenommenen Requisitionen entstanden sind. Desgleichen verzichten beide Teile auf den Ersah der zivilen Schäden, die den Angehörigen eines Teiles durch die sogenannten Kriegsausnahmegesehe oder durch Gewaltmah» nahmen staatlicher Organe des anderen Teiles verursacht worden sind. b) Die durch den Kriegszustand betroffenen öffentlich und privatrechtlichen Beziehungen einschließlich der Frage der Behandlung der in die Gewalt des anderen Teiles geratenen Handelsschiffe werden narben Grundsätzen der Gegenseitigkeit geregelt werden. c) Deutschland und Rußland verzichten gegenseitig auf Erstattung der beiderseitigen Aufwendungen für Kriegsgefangene. Ebenfalls verzichtet die deutsche Regierung auf Erstattung der von ihr für die in Deutschland internierten Angehörigen der Roten Armee gemachten Aufwendungen, die Russen ihrerseits auf die Erstattung des Erlöses aus von Deutschland vorgenommenen Verkäufen des von seinen In eruierten nach Deutschland gebrachten Heeres- den können. Um 3 30 Uhr seien die alliierten Delegierten bei Lloyd George zusammengekommen, um die angesichts der unversöhnlichen Haltung der russischen Delegierten zu beobachtende Haltung zu beraten. Enttäuschung in Paris. Paris, 16. April. (Wolff.) Der e m p s" schreibt: ^Gestehen wir's doch ein: die erste Woche der Genua-Konferenz endigt mit einem Vorteil der Bolschewisten. In weniger als einer Woche erzielten sie gegenüber der Entente, die von Lloyd George selbst befehligt wird, drei große Ergebnisse. Zuerst sind sie auf der Konferenz auf den Fuß der Gleichheit zugelassen. was praktisch der offiziellen Anerkennung gleichkommt. Sie ihrerseits gaben aber keine ihrer Stellungen auf; sie unterzeichneten feine Verpflichtung, weder politisch noch finanziell. Endlich aber ist der entscheidende Erfolg, daß das Schicksal der Konferenz in die Hände der Regierung von Moskau gegeben wurde. Dieses letzte Ergebnis stammt von gestern abend." Das „Journal des Debats" führt aus: „Der Kuhhandel von gestern erniedrigt Europa vor den Sowjets." Die Beurteilung der Lage in Moskau. Riga, 15. April. Aus Moskau wird berichtet, Rußland führe heftige Beschwerde über die Zurückhaltung der aus Genua kommenden und für Moskau bestimmten Telegramme Tatsächlich ist die Rede Tschitscherins in Moskau erst mit einer Verspätung von zwei Tagen unb dann nych wesentlich verkürzt unb verstümmelt angekommen. Diese Tatsache wird von der Sowjetpresse zu heftigen Ausfüllen gegen das Bürgertum verwendet. Die Sowjetleute fahren fort, die größte Zurückhaltung in der Beurteilung der Konferenz zu üben. Die Skepsis überwiegt in den russischen Die diplomatischen Dcziehangen werden wieder oufgenommen. All" Ei-satzansprüche aus der Zeit des Kriegszustandes zwischen Deutschland und dem früheren Rußlaird gelten als erledigt. Das Gleiche gilt für Eisahansprüche ivegen der bisherigen Sozialisierunasmaßnahmen der Sow-- ietregierung, vorausgesetzt, daß Rußland auch dritten Staaten einen Schadenersatz für die Sozialisierung oder eine Rückgängigmachung derselben nicht zugesteht. Andcrerfeits soll auch für die Zukunft der Grundsatz der Meistbegünstigung unb des gegenseitigen wirtschaftlichen Entgegenkommens maßgebend fein. In das Verhältnis der beiden Staaten zu dritten Staaten greift dieser Vertrag in keiner Weise ein. Die Vorteile, die von der friedlichen deutsch-russischen Verständigung erhofft werden dürfen, werden auch Europa zugute kommen. Wenn die Herbeiführung deS deutsch-russischen Ausgleiches gerade währeiid der Konferenz von Genua schon Tatsache geworden ist, so bedeutet das also nicht einen Verzicht auf die von der Konferenz verfolgten allgemeinen europäischen Ziele. Die beiden vc.- tragschlies;enden Regierungen sind vielmehr überzeugt. daß sie zu ihrem Teil durch die getroffene Verständigung zur Erreichung des Hauptzieles der Konferenz, nämlich der endgültigen Herstellung des europäischen Friedens, nicht unwesentlich beigetragen haben. GicheimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Druck und Verlag: vrühl'sche Umv.-Vuch- und Steinbruderei R. fange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulfttllße 7. rung cürs der Aufstandszeit als Insurgentenführer k ekannt seien. Ansälfige Deutsche würden bei De>7sammlungen bedroht, die polnische Be- völkenut.g gegen die deutsche abgehetzt (3 a> toe r e Ausschreitungen gegen die Deutschen Oberschlesiens seien bereits an vielen Orten als folgen dieser Hetze zu verzeichnen gewesen. In den Städten träfen täglich deutsche Flüchtlinge ein. Zum (Schluß wird die Interalliierte 5tommifnon ! ersucht, energische Maßnahmen gegen fcte Gc- I fahren l herum Die deutsch-polnische Einigung. Genf. 16. April. Aach zweilagiger Verhandlung ist nunmehr zwischen den beiden Bevollmächtigten Reichsminister a. D. Dr. Schisser und Minister Olszowski eine Einigung auch über die noch übriggebliehenen Streitpunkte erzielt worden, insbesondere über Rechtsschutz für Minderheitsrechte und die Sprachen- und Schulfrage. Damit erübrigt sich ein Schiedsspruch Calvnders. Kapp stellt sich bedingungslos. Ein neues Schreiben an das Reichsgericht. Berlin. 15 April. Genrrallondschaf sdirek- lor o. D. Kapp hat aus Schweden ein Schreiben an das Reichsgericht in Leipzig gerichtet. in dem er mitteilt, daß er sich nun dem obersten deutschen Gericht bedingungslos zur Bersügung stellen wolle. Diese bedingungslose Selbststcllung ändere nicht das geringste an seinem grundsätzlichen Standpunkt, datz er einer Regierung Ebert wegen der Märzereignisse im (Zähre 1920 keinerlei Rechenschaft schuldig sei. Man habe in Deutschland scheinbar ganz vergessen, wer in Deutschland die Hochverräter seien. Die Männer vom Rovember 1918, schreibt Knapp, werden in der Geschichte immer als fluchbeladene Hochverräter dastehen. Kapp betont schließlich, daß er nur, um ein ihm von Pflicht Mtd Gd^sen atuferlegtes Gebot erfüllen zu tonnen, suy in den Machtbereich der derzeitigen deutschen Machthaber begebe, und dah er Ende April in Deutschland ein treffen werde. Aus dem Reichs. Bayerische Maßnahmen gegen die Teuerung. München, 15. April, Es bestätigt stch, dah die Maßnahmen, die die 2tegierang gegen die Teuerung in Aussicht genommen hat. sich in erster Linie aus eine verbilligte Abgabe von Mehl an die Verbraucher beziehen. Durch die vorsorgliche Politik des La rdwirtschaftsministe- kiums konnte eine Getreidereserve geschaffen werden, aus der die Regierung unter dem heiligen Preis abzugeben in der Lage ist. Es stehen zu diesem Zweck 1800 Waggon Brotmehl und 117 Waggon Kochmehl »ar Verfügung. Die verbilligte Abgabe von Kartoffeln ist in der Weise geplant, dah durch Verwendung der vom Landtag bewilligten 26 Millionen Mark die Frachtkosten verbllligt werden und au herbem noch der Zentner Kartoffeln um 80 Mark. Hinsichtlich Milch und Milcherzeugnt'sse dofft man, dah die Reichsrogie>.nng sich bereitftn.en lassen wird, die Beschränkung der Ausführung ais Bayern, die eigenllich am 1. Mai crufhören sollte, auszudehnen. Der Dienst in den Deichsbetriebea am 1. Mai. Berlin. 15. April. (WTD.) Das Reichs- fabrnett stimmte für die Reichsvoft- und Eisenbahmverwaltung felgender Regelung des Dienstes am 1. Mai zu: Beamte, Angestellte und Arbeiter, welche wegen der Teilnahme an der Feier des 1. Mai den Dienst oder der Arbeit fern bleiben wollen, haben rechtzeitig bei dem Dienftvorgesetzten um Befreiung vom Dienste nachzusuchen. Solchen An- . trögen ist grundsätzlich überall insofern zu entsprechen, als dadurch die notwendige Fortführung des Dienstbetriebes nicht in Frage gestellt wird. Bei der Entscheidung über derartige Gesuche soll nicht engherzig verfahren werden. Die so beantragte und bewilligte Freiheit ist bei Beamten und Angestellten auf den Erholungsurlaub anzurechnen, das gleiche kann auch auf Wunsch bei den Arbeitern geschehen. Wird von den Arbeitern jedoch nicht ausdrücklich um Anrechnung auf den Erholungsurlaub nachgesucht. so wird nach den Bestimmungen der Lohntarife für die Dauer der Arbeitsversäumnis Lohn ' nicht gewährt. Für die Bezirke, in denen der 1. Mai landesgesehlich als Feiertag erfrört ist. werden besondere Anordnungen getroffen. Für «die übrigen Reichsverwaltungen sollen entsprechende Grundsätze gelten. Tagung des Deutschen Werkmeisterbundes. Erfurt, 17. April. (WTD.) Der 25. Ab- 'georbnetentag des Deutschen Werkmeister- bundes nahm die vom Ausschuh für Sozialpolitik vorgelegten Abänderungsanträge des Sozialprogramms an. Die Verbandssatzungen sollen einer Neuregelung auf Grund der Beschlüsse zu den vorliegenden Anträgen unterzogen werden. Das Mitglied des Reichskvhlenrat^, Buschmann. wurde zum zweiten gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt. Die sozialpolitische Abteilung soll nach Berlin verlegt werden. Die bisherigen älnterstützungssätze wurden mehr als verdoppelt. Der Verbandsbeitrag wurde auf 30 Mark monatlich festgesetzt. Die Debatte ließ den WUlen erkennen, weiterhin die gewerkschafllichen Ziele des Verbandes zu verfolgen. Als Tagungsort für bei, nächsten Abgeordnetentag wurde Rottenburg ob der Tauber bestimmt. Die Krise im amerikanischen Kohlenbergbau. Von Virgll Jordan. (F. P. S.) Dev allgemeine Bergarbeiterstreik, den dec amerikanische Bergarbsiterver- band. die llnited Mine Workers of America, dem bei- größere Teil der Arbeiter un Weich- wie im Harttohlenbergbau angehört, proklamiert und am 1. April begonnen hat, ist ber erste Streik, der von den Anthrazit- und den Weichkohlebergarbeitern gemeinsam unteronmmen wird; vom Streik werben unmittelbar gegen 600 000 Bergarbeiter betroffen. Ob ber Zeitpunkt des Streikbeginns von den Arbeitern klug gewählt worden ist, mag dahingestellt bleiben; fällt er doch mit dem Beginn ber Jahreszeit, in der der Bedarf an H ausbrand-- kohle eryeblich geringer wird; andererseits wird allgemein befürchtet, dah bet Streik auf die seit Jahresbeginn zu konstatiere-tde allgemeine Wie- deroelebung der Tätigkeit in ber amerikanischen Industrie eine verhängnisvolle Rückwirkung ausüben wird. Der Kohlenhandel und die Zechen-» besitzer behaupten demgegenüber, daß im Lause des Winters infolge der geringen Beschäftigung der Industrie und ber relativ milden Witts» rungsverhältnisse eine erhebliche Kohlenreserve angehäuft worden ist (vom 11. S. Gevlogical Survey auf 65 Millionen Tons geschätzt), bah bie Förderung ber nicht unionisierten Distrikte (d. h solcher, Deren Arbeiter nicht Gewerkschaften angehören), den halben Bedarf bes Landes sichern werde und bah die Eisenbahnen infolge bes Derkehrsrück^angs seit längerem schon Kohlen in Waggons bei den Schächten lagern haben, so bah im allgemeinen eine ernstliche Bedrohung ber Brennst ossVersorgung der Bereinigten Staaten nicht befürchtet zu werden braucht. Die gröheren Entscheidungen, um die es diesmal geht, betreffen die längst schon zur Lösung drängenden Fragen des wirtschaftlichen Status des Bergarbeiters und der Beziehungen zwischen seiner. Organisation und den Zechenbesitzera wie auch zwischen diesen beiden Parteien und Oer Regierung. Diese Fragen sind durchaus nicht neu auf- getaucht. Sie waren bereits 1919 und 1920 akut gewesen und damals war bereits bie Regierung gezwungen gewesen, Sonderkommisfionen zu ernennen. um bie Streitigkeiten zwischen den Arbeiterorganisationen und ben Zeche.ibesitzern zu schlichten. Damals beschritten die staatlichen Behörden zum erstenmal den Weg gerichtlichen Urteils, um zu versuchen, den Streik zu brechen, welche Maßnahme aber nur dazu führte, Die Beziehungen zwischen den beiden streitenden Parteien noch mehr zu verbittern und einen Protest ber gesamten Arbeiterbewegung des Landes auszulösen. Als Resultat ber damals von Regierungsseite gemachten Bemühungen wurden zwischen den Anthrazit- wie den Weichkohle-Zecheübesitzern einerseits und ben United Mine Workers Tarifverträge abgeschlossen, die am 31. März abgelaufen sind. Diese Abmachungen enthielten die ausdrückliche Verpflichtung für die Zechenbesitzer, vor Ablauf des alten Abkommens mit dem Verband wegen eines neuen zu verhandeln. Die Anthrazitberg- werksbesiher haben sich an diese Abmachung gehalten und mit ihren Arbeitnehmern verhandÄt, wenn auch beide Parteien nicht zu einem Heber» einkommen gelangt sind, während die Besitzer ber bituminösen Zechen es abgelehnt Haden, mit Vertretern bes Dergarbeiterderbandes über Tarife mit Gültigkeit über das ganze Land zu verhandeln. sich hingegen bereit erklärten, über lokale oder Distriktsabmachungen zu verhandeln. Es muh festgestellt werden, dah diese Weigerung den Hauptanlah zur Ausrufung des Streiks gegeben hat. Der Weichko hlenberabau behauptet, dah Abmachungen mit Gültigkeit über das ganze Land ihn weiterhin nicht mehr möglich gewesen seien wegen der grundverschiedenen Produktionsverhältnisse in den verschiedenen DergbaudistrMen und wegen der unsicheren Lage ber amerikanischen Industrie im allgemeinen, welche Schwankungen in ben Kohlenpreisen unvermeidlich mit sich bringen müsse. Weite Distrikte, in denen bituminöse Kohle gefördert wirb, vor allem in den Oststaaten. sind noch nicht „unumiftert“ und die Arbeitgeber in den unionifierten Distrikten behaupten mm, dah sie auherstande seien, mit den nicht unionisierten Zechen zu konkurrieren. Die Bergarbeiter ihrerseits erklären diese Weigerung, über allgemein gültige Lohnabkommen zu verhandeln, für einen direkten Schlag gegen bie Stellung des Verbandes, der verhindert werden soll, für seine Mitglieder kollektiv zu verhandeln, und behaupten, dah das Ziel ber Arbeiterbewegung sei. durch eine Schwächung der Position ber Gewerkschaft in den totalen Verhandlungen die Löhne herabzudrücken. Trotzdem nun die derzeitigen Löhne im Weichkohlenbergbau kaum ausreichen, um die Mittel für den Lebensunterhalt zu decken, fordert die Gewerkschaft nicht Lohnerhöhung, sonder n einen Sechsstundentag und eine Fünftage- Die Pforte bes Paradieses. Roman von Ingebvrg Dollquartz. Berechtigte Uebcrfcfcung au3 dem Dänischen. 35. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Dreizehntes Kapitel. „Den 6. Oktober 19... Liebe Mutter! Dank für Deinen Bries. Ich habe mich sehr darüber gefreut, wenn das, was Du über Vater geschrieben hast, auch traurig ist. Warum ist es denn so gefährlich, datz die Leber angegriffen ist? Aber das kommt wohl daher, datz Vater schon vorher feßr_ geschwächt ift Glaubst Du nicht, datz du zu ängstlich bist, liebe Mutter, denn ich meine wirllich, es sei Vater recht gut gegangen, als ich am Sonntag vor drei Wochen bei Euch war. Ich kann kaum glauben, datz das erst drei Wochen her ist; es kommt mir sehr viel länger vor Min mutzt du ober nicht meinen, datz ich gar zu sehr Heimweh habe, liebe Mutter, aber datz ich häufig an Euch denke, kann ich nicht leugnen. Das kommt auch daher, weil ich hier noch nicht viele Menschen kenne. Aber die Abende vergehen doch ganz gut Wenn der Laden geschlossen ist, sitze ich im Kontor und lerne Buchführung und sonst noch alles, was ich nicht verstehe. well ich doch in keiner kaufmännischen Lehre gewesen bin. Herr Thhstrup sagt übrigens, ich hätte sehr gute Anlagen, wie man sie selten finde Das schreibe ich nicht, um wichtig zu tun. sondern um Dir eine Freude zu machen, ü^be Mutter. Herr Thhstrup ist immer sehr nett gegen mich — und was ist er doch für ein nchtiger Mann und so rüstig für sein Alter! Aber hier ist auch eine sehr gesunde Luft, und er lebt so regelmäßig wie ein älhrwerk. Es ist ihm viel Daran gelegen, daß ich bald in die ganze Geschäftsleitung ein» geweiht werde, aber er will nicht haben, datz die Knechte und die Lehrlinge merken, wie wenig ich noch von dem Ladengeschäft verstehe, deshalb erklärt er mir abends, soviel er kann, und tagt itziiner: .Wenn Du etwas nicht weitzt, so frage immer nur mich. ' Und er hat auch gesagt, datz ich lieber durch den ganzen Garten zu ihm Laufen, als einen von den Lehrlingen etwas fragen soll. Aber ich verstehe jetzt auch bald alles Rötige, und wenn im Äovember der neue Ladendiener kommt, habe ich auch mit dem Ladengeschäft nicht mehr so viel zu tun. Die Kontorarbeit fällt mir sehr leicht, und Du mußt nicht meinen, sie sei mir langweilig. Es ist eigentlich eine sehr anziehende Tätigkeit, und wenn ich sie richtig treiben könnte, weißt Du, sie mehr ausdehnen Dürfte auf neue Zweige und derartiges, so wäre es eine Lebensaufgabe, die sich wohl mit jeder andern messen könnte. Abends unterhält sich Herr Thhstrup gern mit mir und erzählt mir allerlei von Groß ater, Der?^ sehr geschäht und geachtet hat. Habe ich Dir schon erzählt, datz er ein großes Bild von ihm über seinen Schreibtisch im Kontor hängen hat? Er spricht auch von Vater und sagt, er sei ein bedeutender Mensch. Ich mag es gern, wenn er von Euch spricht, aber es macht mich auch wieder traurig, denn dann ibei.om.me ich, Heimweh noch Euch, und wenn er auch ein sehr lieber alter Herr ist, so kann er mir Euch doch nicht ersetzen. Wenn ich daran denke, wie schön es noch vor einem Jahr gewesen ist, wo Orla, Ellen und ich noch alle zu Hause waren! ilnb nun sind wir so weit getrennt, und so vieles ist verändert. Aber Woche — und zwar als Mindest- und nicht etwa als Höchstbeschäftig-ungszell! Die Anthrazitbergarbeiter haben in ihren Verhandlungen eine 20proze.itige Steigerung der Löhne ber Allordarbeiter und eine Erhöhung der Taglöhne um 1 Dollar gefordert. Die Arbeitgeber dagegen halten eine Herabsetzung der Löhne für erforderlich, die seit 1914 stark gestiegen und gegenwärtig denen der Industrie- und der Eisenbahnarbeiter weit überlegen sind. In der Tat stehen auf Grund des gegenwärtigen Abkommens die Durchschnittswochenlohne ber Anthrazitoergarbeiter um rund 160 Prozent über dem ütanD von 1914 bei ziemlich gleichbleibender Beschä, tigung ein Zehn- 'Ibiniuijen r 2Infau| Ban! und Acuagc Ratten M bet irniTiiinQ;:’ irotmanen eiseverle-r hoben, er :it Ablaui lern Zeil- Debet ab* ibem von imnuingui von Dtvi In bet n hiesige rluchle, in !O)l L1-- aid) noch i itoeifel- len Disch W Ich ipolizel in >e noch ein e,dnoui* totgcn bic denn geb. enltafl. Ea)ur". - von San Lichrlpicl- örung yi >eS2>ih- tag, 22 d. ije garten* anilglv^ i. 3* auf lebe i werden, en können trabe 591 nderweiiig n überaus SLvin' ©auner. ber bleligcn egskamewd -u heihen. oft gcrvlen nenzuE Ä yf? > aber ^ioocoo Ae W ia d-dag' .es besser iDllen wir nid> le"- »radgznnt- e vreunüi. .ter, warte ?’» Ss en nachwu' rhrlraunL und wollte! 5rnsf» K ** fing®1 1 her N* Doanes- x,r §ra^ Gepäck kurz vorher von dem Unbekannten er- ^s TurogaueS Hessen, dem zahlrei hoben worden war. Die Verfolgung des t>CT $vetf€ Friedbrog und Dieb Schwindlers wurde sofort von der Polizei auf genommen, jedoch ohne Ergebnis. 15.4. 1.61 . Sto. 117.80 Str. 117.80 Sh. 97.80 18. < Schweizer Franken von E. Post-Berlin und MieseS-Leipztg. bürg, Floß der Main früher bergauf? damals Diel- in seinen Bart hinein. Kirche und Schule SMSWK zuteil, durch die Herren Teihler (Orgel), Har- REIFEN QUALITÄT-KEINE REKLAME? 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 88.80 23.80 125.40 Der m.t Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag London. . . Reuyork . . Paris. . . . . St. . 5L . Str. . Str. $ Fr. Gin eigen- Landwirt auf to a Sagen. baoon her 3nbak kg t=Wt am unb Sonntag im einen Wagens, mürben beschädigt. Detriebs- 3etltner Oiatbaufe Mr^ftaitete, Mretnte bte bei- ftooingen lind nicht etngetreten. Personen wurden A IpESEm Datt°n-n. ««ttschlatch . u 2565,- 16 82 1.30 -.33 3,60 wd. Dingen. 16. April. Am Karfreitag vormittag entgleisten auf dem Bahnhof Bingen beim ^tangieren fünf beladene Güter- 1,71 0,88 halt km volls:ürnliches Dezirksturnen am 11. Quni in Steinfurth ab. — Deutschland schlägt Schweden im Schachländerkampf. Der erste Schachländerkampf der Welt, den die Berliner Schach- Turnen, Sport und Spiel. 2$. Die turnerischen B eranstal- lungen des Sommers 1922. Die gröberen turnerischen Veranstaltungen, die für unser Gebiet in diesem Jahr in Frage kommen, sind auf folgende Zeitpunkte endgültig fest gelegt worden: 28. Mai: Gaufrauenwetturnen deS GaueS Hessen in den Trinkkuranlagen zu Bad - Rauheim: an den Sonntagen nach Pfingsten: volkstümliches BezirkSturnen in den 6 Bezirken des Gaues Hessen: 1 2 und 3. 3uR: Vauturnfest des Gaues Hessen' in Wetzlar: 29., 30. und 31. Juli: KreiSturnfe st des 9. .(Mittelrhein-) Kreises Wechsel auf Holland....... Deutschland . . . . Wien........ Prag ........ Paris........ London....... Italien....... Brussel ...... Budapest...... Aeuyork....... Agram....... Warschau..... Bad-Rauheirn 14. April. Mit Wir- hing Dom 16. April scheidel aus Gesundheitsrücksichten der Lehrer H. Hofmann an der hiesigen Volksschule aus dem Dien st e. Seit 1880 war er 42 Jahre lang ununterbrochen im hessischen Schuldienst tätig, zunächst 6 Hahre an der Volksschule in Lich, weiter 7 Jahre an der Höheren Bürgerschule in Aidda, seit Mai 1893 an der hiesigen Stadtschule. Lim die Entwicklung der letzteren hat er sich grofjc Verdienste erworben : sie wurde in der Zeit seines Wirkens von einer 8klassigen zu einer 19llassigen Schule auSgebaut. Lehrer Hofmann war auch ein rühriges Mitglied des Schul- und des Kirchenvor- standes und hat sich im Öffentlichen Leben der Stadt und des Bades für das Gemeinwohl verdienstvoll betätigt. 1,28 0,33 3,65 Züricher Devisenmarkt. )•>. 4. fpd. Frankfurt a. M., 17. April. Dehaltsstrett der Tersichera gsance eiter den hies g n Dersiche a g ge ellsch -1t-.m fand am Ostersanrstag vor dem Ve.no-ilma^u g kommissac sein vorläufiges Ende. Die Angestell.en nedmen am Mi.kwoch ihre Arbeit wieder auf. Matz- regelangcn und Gehaltsabzüge dürfen nicht statt» fiichen. Die Gehaltsfrage wird vom Reichs- ardeitSministerium geregelt. Ferner erhallen die Angestellten .Dorschüs.e biS zur Hohr 880 Mark. nicht verletzt. Hessen-Nassau. Friede im Derficherungsgewerbe. ' Mainz, 18. April. Gin betörtes Mädchen. Eine 20jährige, stellenlose Ädh- toristin lernte in Wiesbaden einen angeblichen Fabrikanten aus Köln kennen. Der „Fabrikant- erklärte dem Mädchen, er wolle sie in seinem ,Bureau aufnehmen und wolle sofort mit ihr nach Köln fahren. Bach dem das Mädchen sein Gepäck geholt, fuhren die beiden nach Mainz. .Da der „Fabrikant- noch einen Ge- chäftSfreund in Mainz besuchen muhte, wurde )aS Gepäck des Mädchens an der Gen ck- abfertigungSstelle einstweilen aufaegeben xnb der „Fabrikant- war so liebenswürdig, den Gepäckschein an sich zu nehmen. Er brachte das Mädchen in ein EafS, wo er sie später treffen wollte. Das Mädchen wartete vergeblich auf den „Fabrikant-. Als eS dann zur Gepäckannahmestelle kam, muhte eS hören, dah das Vermischtes. Einsteins Pariser Eindrücke. Berlin, 18. April. (WTB.) 3n einer Unterredung mit einem Pressevertreter erklärte der soeben auS Paris zurückgekehrte Professor E i n st e i n, auS allen von ihm ge» ührten Besprechungen habe, wenn auch etwas )ersteckt, die Sehnsucht herauSgeklungen, mit den deutschen Wissenschaftlern wieder zusam- menarbeiten zu können. Er sei überzeugt, dah die Vertreter der Wissenschaft in Paris, nicht bloß die Physiker und Agronomen, sich deS Gefühles nicht erwehren können, welche Gefahren in einer Unterdrückung der wissenschaftlichen Beziehungen liegen. * • Die Schlange im japanischen, Parlainen L Wilde Tumultszenen, die jedenfalls eine andere Veranlassung hatten, als bei uns in solchen Fällen, spielten sich vor kurzem im japanischen Parlament ab. Cs wurde nämlich von der Galerie aus eine Schlange in den Sitzungssaal hinuntergeworfen, die sofort verschwand. Verschiedene Abgeordnete, die daS Tter gesehen hatten, flüchteten in voller Hast und riefen dadurch allgemeine Aufregung hervor. Man war gerade in einer äuherst wichtigen und erregten Sitzung, in der über das Frauenstimmrecht verhandelt wurde. Die Polizei hatte las Parlament besetzt, um die Scharen von Frauenrechtlerinnen femzuhallen, die den Eingang bedrängten. Der Chef der Polizei von Tokio eilte sogleich in den Sitzungssaal und soll hier einen Abgeordneten Tanaka mihhandelt haben, well dieser ihn angebllch daran hinderte, das Tier zu fangen. Die Schlange war unterdessen auf die Rednertribüne gelangt, wo Dr. älsawa Kreis ^rievdcrg. • Friedberg, 18. April. Grabfchän- Der. Ansangs des Monats wurden von mehreren Grabdenkmälern auf dem hiesigen Fried- Hofe Dronzeverzierungen mit Gewalt, jedenfalls unter Benutzung von Werkzeugen entfernt und cntwendet. Von dem oder den Tatern fehlt bis letzt jeder Anhaltspunkt. Der Gesamtschaden beträgt etwa 2000 Mark. Der Bürgermeister der Stadt Friedberg hat für Ermittlung der Diebe eine Belohnung von 500 Mark auSgeseyt. Cs ist anzunehmen, dah man xs tm vorliegenden Falle mit gewerbSmähiaen Dieben zu tun hat. die auch noch gleiche Diebstähle auf anderen Friedhöfen auSführen werden. D a d - A a u h e i m, 14. April. Die Hauptversammlung des hiesigen Volksbildung s- vereinS gab wieder ein Bild erfreulicher Arbeit, die im letzten Zähre geleistet worden ist. Besonderen Anklang hat die Vortragsreihe von Dr. Haeberlin über: „Ausgewahlte Kapitel aus der LebenSlehre" gefunden. Die Mitglieder- zahl ist auf 371 gestiegen. Die Rechnung schliefst in Einnahmen und Ausgaben ab mit 5480 Mark, während daS Barvermögen 1876 Mark beträgt Der Mitgliederbeitrag wird auf 10 Mark erhöht Erfreuliche Zahlen weist vor allem der Dücherei- bericht deS Bibliothekars Lehrer W e h r h e i m auf. Die vom Verein verwaltete städtische Bücherei ist aus 820, die Dereinsbücherei auf 3416 Bände Xxichsen. Heber die Benutzung der Bibliothek die folgenden Ziffern Ausduist, wobei sich die eingeflammerten Zahlen auf das Vorjahr beziehen: An 52 Ausgabetagen wurden an 2647 (2323) Leser 6759 (6057) Bücher entliehen. Die springen auch über Bord und befestigen eint Schnur an einer der Flossen, an der sie dann die Tiere fvrtziehen. Eine ander« Iangart ist tnc mit Hilfe des SchildfischeS. Dieser Fisch wird mit seinem Schwartz sorgfältig an einer 6d)mir befestigt und dann über Bord geworfen, sobald eine Schildkröte in Sicht ist: er hängt sich sofort an den Rücken deS Tieres und geht mit ihm unter Wasser, wenn es taucht. Der Jäger taucht dann auch und, geführt durch die Schnur, fängt er die Schildkröte. Rur die grüne Schildkröte wird gegessen, während andere Arten giftige Sekrete haben, und man bei ihnen daher sehr vorsichtiig sein must. Eine grobe Delikatesse sind die SchildkrÖteneier. Kleine Stoigeln mit Weitzer lederartiger Haut, die bis zu 100 in einem einzigen Rest gefunden werden-, sic entfalten 'hr feinstes Aroma, wenn sie in Salztvasser gekocht werden. Der Fischer der Torresstrahe betragt die Sterne, wenn er auf die Schildkrötenjagd gebt Gr kann es am Himmel ablesen, ob &tc Schildkröten an Land kommen werden, um thre Gier zu legen. Kirchliche Nachrichten. Zsrael-ReligionS gemeinde. GoUeo- dienst in der Synagoge (öüMnlage). Mittwoch, den 19. und Donnerstag, den 20. April 1922: Passahfest-Snde. Mitt- woch. Borabd. 7.15. Morg. 8.30. Predigt. Donnerstag. Borabd. 7.15. Morg. 8.o0. Abds. 7.40 u. 8.20 Ülhr. der D.T. in Aschaffenburg (erst^ Kreis- Israel. ReligionS - Gesellschaft, fest nach dem Striege); 13. August: Rhönturufest Mittwoch, den 19. April und Don ners- auf der Wassersuppe: 27. Au'ust: Feld- den 20. April 1922. Passahfest-Gnde. bergsest: 3. September: Gauturnfahrt des ? Lorabd. 7.15. Torrn. 8.00. Rachm. 4.00. --- ' Vorabend 8.15. Dorrn. 8.00. Rachm. 4.00. ZestesauSgang 8.20. Schweden. He des Land stellte 12 seiner besten Spieler, von denen jeder zwei Partien zu spielen hatte. 3m ersten Dang hatte Schweden den । OlnAug, im zweiten führten die Deutschen die weitzen Steine. Den Schweden gelang cs im ersten Gang mit 6'/,: einen geringen Vorsprung zu erreichen. Die deutschen Vertreter vermochten aber dann im zweiten Gang mit zwei Pluspunkten bei elf Partien einen Vorsprung zu erringen, der den Sieg Deutschlands sicher stellte, da die einzige noch ausstehende Partie zum mindesten unentschieden wird. Diese wurde dem Riederländischen Schachbund als oberstes Schiedsgericht zur Deurtellung übergeben. Die oestrn Leute auf deutscher Seite waren Wagner-Ham- gerade eine lange Rede hielt, um die Haltung der Regierung in der FrauenstimmrechtSfrage zu verteidigen. Diese oratorische Leistung wurde jäh unterbrochen, da der Redner fluchtartig die Tribüne verlletz. Unterbeffen hatten sich die Gemüter wieder beruhigt: weder von der Schlange noch von dem ilebeltäter fand man eine Spur, und die einzige bleibende Folge dürfte die Absetzung des Poli^ichefs sein, well er sich an einem unverletzlichen Abgeordneten vergriffen hat. • Ruf der Schildkrötenjagd. Die Wasser der Torresstrahe, der australischen Meerenge sind das Paradies der Schildkröten, die hier' in grotzen Mengen leben und eine Hauptspeise der Eingeborenen bilden. Eigenartig sind die Methoden des Fanges, die bei dieser Schildkrotemagd angetoenbet werden. Der Australier liegt in stiller Mondnacht lautlos auf der Lauer und wartet, bis die groben schwerfälligen Tiere auf den Sand geklettert sind, um hier eine Höhle für ihre Eier auszugraben. Hat die Schildkröte die schwere Arbeit des Restanledens voll- (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Beschlüsse deS fratrzcs'scheu KabineltSratS. Paris. 15. April. (WTB.) Durch eine Ha- vasnote. die gestern abend ausaegeben wurde, wird bestätigt, was der .T e rn p s gestern abend über die Stellung der französischen Regierung mitgeteilt hat, falls die Ent- toaff nun gefragt in Genua angeschnitten wird. Die Rote besagt, der Kabinettsrat habe einstimmig die Entscheidung aufrechterhalten, bic er früher getroffen habe. Wenn in Genua die Entwaffnungsfrage zur Debatte gestellt würd.', würde die französische Delegation die lieber- Weisung an den Völkerbund verlangen, der fett einigen Tagen mit der Frage beschäftigt sei. Werde dem nicht Folge gegeben, so werde die französische Delegation nicht an einer Debatte teilnehmen, die vom Programm der Konferenz ausgeschlossen sei. Die französische Delegation sei dagegen bereit, bei allen Diskussionen finanzieller unb wirtschaftlicher Art, die auf der Tagesordnung der S^onserenz ständen, Vorschläge zu ! unterbreiten. Amerika soll helfe». Paris, 14. April. (WTB.) Rach einet Meldung der.EhlcagoTribune" aus Washington wird dort von einer Anzahl fremder Diplomaten dort die Ansicht vertreten, dah die europäischen Staatsmänner an Amerika appellieren weiden, um die Stornieren^ von Genua vor einem Fehlschlag zu retten. Man wird möglicherweise die Vereinigten Staaten ersuchen, eine zweite Abrüstungskonferenz für die Einschränkung der Landrüstungen einzuberufen. 3n der Haltung des Präsidenten H a r - ding gegenüber der Konferenz ist jedoch, natb dem Dlalle, keine Aenderung zu erkennen. Reue Unruhe» in Dublin. London, 15. April. (Reuter.) Sine Trupps, die das Dubliner Gertchtsgedäude besetzte, gehört dem aufrührerischen Tell der tri» schen republikanischen Armee an. Sie verschaffte sich durch List Eingang und begann sogleich, das Gebäude in Verteidigungszustand zu setzen und sich mit Möbeln zu verbarrikadieren. Gestern requirierte eine Truppe eine grobe Menge Brot und Fleisch. 3n Dublin herrscht grobe Bestürzung Es wird bekannt gegeben, dah die englischen Behörden und die Armee des Freistaates Vorsichtsmaßregeln treffen. Di' englischen Truppen mutzten in ihren Kasernen bleiben. hätten ihn nur zwei Tage in der alten Heimat geduldet und dann au-gewiesen. Hier in Hausen ' trat er als reicher Mann auf. Er .kaufte" für : 235 OOO Mark eine Gastwirtschaft unb lieö bei dem bie ganze Rächt dauernden , Wein kauf ge läge" alle Gäste bennrten. Wiederholt zeigte er sich noch recht freigebig. Allerdings muhte der Wirt, „ba das Geld noch nicht eingetroffen war", bor- 1 gen. ES soll dem Schwindler auch gelungen fern, in Lich (auf Kosten dritter Personen) Anzüge und einen Gummimantel zu kau en und von vertrauensseligen Leuten grohe Geldsummen zu erhalten Ein mit mehreren Siegeln und entsprechenden Aufschriften versehenes Paket gab er als eine in den letzten Tagen empfangene Geldsendung (300 000 Mk.) au», ilm seinen Gastgeber und die neuen Freunde in noch gröberer Sicherheit zu erhalten, ging er auch am Karfreitag mit zum Gottesdienst. Am gleichen Tage z.igten sich hicr zwei Fremde, die man mit ihm in Beziehung bringt Man' vermutet, datz in einer der letzten - Rächte ein Diebstahl in der Wühle, vielleicht auch noch im Dorje geplant gewesen sei. Am Karfreitag regte sich indeS Verdacht, und der Besitzer beS angeblichen Geld Paketes solle seinen Reichtum oor eigen, was er indes aus jetzt begreiflichen Gründen verweigerte. Es wurde unterlassen, rechtzeitig die Poll-.ei in (Sieben in Kenntnis zu setzen, und so gelang es dem Betrüger, dem nun doch der Boden heitz geworden, noch um Stoulreitagabenb zu entkommen. Den Kosser mit einem Anzug, einer Flasche Kümrnelbrann'- tvein. dem .Wertpaket" und einigen Kleinigkeiten sand mnn am Samstagmorgen hinter dem M> hl- rad im W s ergva en DaS tz-vhvers egelte „® L- paket" enthielt einige Bänbe Romane. Es ist bis jetzt nicht begannt, nach welcher Richtung sich der Schwindler, an dessen einen Hand der vierte Finger fehlt, gewandt hat. spd. Grünberg, 17. April. Aus dem Wart Hof wurden in der Rächt zwei wertvolle Pferde und ein Zag dwag e n g t» stöhlen. Die Diebe tarnen mit dem Gesahrt dis Friedberg, wo sie von dem rascher arbeitenden Fernsprecher eingeholl und durch die Polizei verhaftet wurden. Die entpuppten sich alS zwei Frankfurter Gewohnheitsdiebe. F. Langsdorf, 15. April. Die Was- serversorgung der hiesigen Gemeinde durch das Wasserwerk in Inheiden ist von der Gemeindeverwaltung enbgültig beschlossen worden. -Der Geldaufwand ist durch die Kreisbauleitung auf 5 Millionen Mark veranschlagt. Da die Bauleitung die Ausführung womöglich bis zum Herbst I. Hs vollendet haben mochte, so werden die Arbeiten gleich nach Ostern in Angriff genommen werden. Das gilt insonderheit von den Haus- anschlüssen. S. Trohe. 14. April- Heute nachmittag weihte der Ä c g e 1 f I u b tm Burgkeller eine G e - denk täfel für seine sechs gefallenen Mitglieder ein. Die Enthüllung der Tafel, die ein Malermeister aus Albach angefertigt hat, nahm der Vorsitzende H Panter vor. Der Gesangverein rahmte die stille Feter durch zwei Lieder an. spd. Frankfurt a. OK.. . 16. April. Die Berliner Zeitschrift „Sie Doch:" widmet ihre neueste Rümmer dem groben Binnenkanalprojekt Rhein- Main-Donau. Unter den zahlreichen Abbildungen befindet sich auch eine Radierung von W Fahrenbruch: „Mainschiffe", die die Stadt Höchst von der linken Mainseite zeigt. Dem Stünft- ler ist dabei ein hübsches Versehen unterlaufen insofern, dah er eirt Schiff durch Pferde, die auf dem rechten Ufer gehen, stromabwärts ziehen labt — Soll der Main damals vielleicht bergauf geflossen sein? Handel. • Gießener Stadtanleihe. Wie wir hören, hat die Stadtverwaltung durch Dermitt- ades Hessischen Bankvereins, Aktieng«-ll- Filiale Giehen, eine Anleihe im Betrage von 6 Wlllionen zu günstigen Dedinguit- gen ausgenommen. Frankfurt a M.« 18. April Markuotieruugea. v-' Lesergemeinde hat sich von 265 auf 284 vermehrt Dank deS Entgegenkommens der Stadt konnte auch das Öffentliche Lesezimmer im alten Rathaus aufrechterhal'.en werden. △ Butzbach, 18. April. Ein Ehren - i r i e d h o f für die gefallenen Sohne unserer Stadt soll nach dem Plane des Architekten Lippert errichtet werden. Der Stadtvorstand hat beschlossen, datz alsbald mit der Errichtung begonnen werden soll. Er bewilligte einen Krebst bis zu 50 002 Mark. Wan hofft einen Teil der Kosten durch eine Haussammlung aufzubringen, die durch Mädchen erfolgen soll. — Dringend notwendig ist die Beschaffung von neuen Schulräumen geworden, da sowohl die Volksschule als auch die Realschule räumlich sehr beschränkt sind. Man plant, einstwellen mehrere Räume in der ehemaligen 168er Kaserne zu benutzen. — 3n der Stadtvorstandssitzung stellte Gemeinderat I o u h den Antrag, entsprechendes Gelände des Kugelhausfonds, das heute sehr hoch im Preise stehe, zu verkaufen und so die Bausumme zur Herstellung eines Schulhaus- I Neubaues aufzubringen. Rehme man Kapitalien zum Bauen auf, so verbleibe die Papier- mar^chuld auch nach Stabillsterung der Valuta Dieser Antrag sand allgemeine Zustimmung, und die Stadtväter beschlossen die Erbauung eines neuen Echulhauses. Staricnburq und Rdcinhcsscn. Großfeuer im Mainzer Kraukrnhaus. Mainz, 15. April. (WTB.) Zu einem Trotz- feuer im städtischen Krankenhaus meldet der „Mainzer Anzeiger": Der Brand war auf dem ' Südflügel links vom Eingang entstanden, in dem sich die Verwaltungsräume und die Wohnungen befinden. Kranke waren in dem von dem Feuer betroffenen Teile nicht untergebracht Der Feuerwehr gelang es nach schärfster Bekämpfung gegen 1 Uhr das Feuer auf feinen Herd zu beschränken. Der garrze Dachstuhl ist abgebrannt ebenso ein Teil der Wohnungen. Der Schaden dürste unter 'Berücksichtigung der heutigen Verhältnisse in die Millionen gehen. s. Ettingshausen. 14. April Heute nachmittag veranstalrere Lehrer Knoll mit den dieses ^ahr aus der Schule enllastenen Kindern im geschmückten Schulsaal eine wohlgelungene Entlassungsfeier. Watzenborn-Steinberg, 17. April. Tine angenehme Ueberraschung wurde rm. Darmstadt. 17. 2Ü>ril. Frech» Diebstähle wurden hier während der Feiertage auLgeführt 3n der Rächt zum Sonntag wurden aus einem zu ebener Erde gelegenen RechtSanwaltSbureau vier Schreibmaschinen gestohlen. 3n der folgenden Rächt wurden aus den Räumen der früheren Brauerei Schönberger im TrieSheimer Weg zwei wertvolle Treibriemen, davon einer von etwa 12 Meter Länge, durch Einbruch entwendet. 3n beiden Fällen sind die Täter noch nicht ermittelt. • Don der Dergstrahe, 18. April, älngeheure Iagdpreise. Dachdem die Gemeinde Schriesheim die bei der ersten Der- steigerung feslgelegten Bedingungen adgeän- den hat, lam die dortige Jago bei der dritten Dersteigerimg auf 182 000 Mark. Höchstbietender war ein Herr Schrot aus Mannheim. Der feicherige übliche (ZagdpachtpreiS war 6200 Mk. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 13. 4. I C auc3 Hellen nach Rieder-Wöllstadt. Dazu kommen noch die Bezirks-, Gau- und Kreis- Wettspiele um die Meisterschaften. Die genannten Veranstaltungen sind sämtlich Veranstaltungen der Deutschen Turnerschaft. Der Gau Hessen wird | sich an allen zahlreich beteiligen. — Der 5. Bezirk 1 - - - - - -Jen, dem zahlreicheTurnvereine 3 e n angehören, wd. Limburg, 16. April, artiges Erlebnis hatte ein dem letzten Markt. Hm seinen Wagen mit Ferkel- chen drängten sich die Leute und plötzlich zog ein? Frau eineS der Ferkelchen an den Ohren heraus. Hopla, was gibt's denn da?" fragte der Be- scher. .Ei, ich well mei Wuhche, ich hun'S doch besohltI" sagte die Frau. .So. wem denn? jedenfalls mir nicht," war die Antwort. Was stellte sich heraus? Die gute Frau hatte einemtoilb- fremden Menschen, den sie In dem Gedränge für den Bescher hielt, die 900 Mk. in bie Hand gedrückt, und der war unverschämt genug gewesen, sie zu nehmen und zu verduften. HerSfeld, 18. April. Die Reisenden deS Rachmittagszuges Fulda-HerSfeld waren kürzlich Zeugen eines lustigen Dorsal- les. In Hünfeld stieg dem „Hanauer Anz." zufolge ein Bäuerlein in die dritte Klasse, in seinem linken Mundwinkel baumelte eine kurze Pfeife, trotzdem stieg der Mann in ein Abteil für „Richtraucher". Er hatte denn auch kaum Platz genommen, als ihn der Herr Schaffner mit energischen Worten darauf hin- wies, daß hier nicht geraucht werden dürfe. Das Bäuerlein regte sich nicht. 2llS aber der Herr Sckasfner in Reukirchen nochmals auf das Derbot deS Rauchens etwas dringender hin- wies, meinte das Bäuerlein^ärgerlich in dem schönen Hünfelder Dialekt: BoS wonn Se eigentlich von mei? Ich konn de Piff in die Kipp gestäck, ich tonn Ise au ins Mull gebaut, dos gett lei Mänsche ebbes ohn! Rauche donn ich nett! Hnd damit nahm er die „Piff auS dem „Mull", hob den Deckel ab, drehte sie um und zeigte, dah sie leer war. Der Beamte mutzte sich verärgert zurückzichen, die Mitreisenden aber brachen in lustiges Lachen aus und das Bäuerlein schmunzelte stillvergnügt , ,______ egens vollbracht,"dann läfct sie sich nieder, um in Ruhe ihre Sier zu legen. Run springt plötzlich der Eingeborene auf, packt mit festem Griff daS Tier Sine angeneyunc c v « t । u .. u bei den Flossen und wirft es auf den Rücken so- unserer Gemeinde im O st e r f e st g o 11 e s d i e n st Latz es hilflos hegen bleibt unb sich nicht fort- Autcil durch die Herren G e i h l e r (Orgel), Har- betrogen kann. Auf diese D^ife kann man m einer nifd> (Violine) unb Hoboist öergant Klingel-^ einzigen Rächt 40—50 Schill^roten, von oenöi böfer (Lello), bie ben .Pilgerchor" aus Richard! jede mehrere Zentner wiegt, -^unb^ven - Diese Wagners .Tannhäuser" während des GotteS-. Fangart ist aber nur möglich während deS Rord- dienstes mit tie em Empfinden zu Gehör brachten. west-Monsum, wenn die - r Gebrauchte Lcdcrwalze schmal oder breit, zu kaufen gesucht. Schrift!. Angebote unt. 0:1993 an den Gieß. Anz. Schulranzen out erhalt., zu kauf ges. Off. uni. 2233 an Hcrfo, M. A.-G. Blockstr. 5. •££ Kaufe getragene Herren- und Tttmenkleidec, Schube und Wäsche und za »le die höchsten Preise.01879 L. Rosenzweig (Sieh en,Se l tcrsweg 581 $ Kaufe Setragene Herren- und amenkleider, Schube, Wäiche, Möbel sowie Sachen aller Art und zahle hohe Preise. E» zrauStorlwitwe (Siesten, Neustadt 22. 19 Rm. Eichenreisig 10 „ Duchenreisig 139 „ Kiefernreisig 39 „ Fichtenreisig 57,6 „ Kiefernstöcke 1 Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 M10c 'ff/ Heute bis elnschl. Mittwoch: | Verschwöruni i zu Bene Gewaltiges Drama in 6 Akten. Hauptrollen: V/, Han* Mierendorf, Fritz Kortner, tErna Morena, Maria Fein. Dazu eines der besten Lustspiele: Leos Eheroman mit Leo PeukerL beginnend, versteigert werden: 2 Rm. Buchenscheit Bekanntmachung. Der diesjährige Eichenlohrindenanfall Lus mehreren Gemeinden der Bürgermeisterei Rechtenbach soll im Wege des schriftlichen Angebots verbaust werden und zwar aus den Gemeindewaldungen Groß- rechtenbach etwa 150 Ztr. 18jährig, Hörnsheim etwa 75 Ztr. 19jährig, Reiskirchen etwa 150 Ztr. 16jährig, Niederkleen etwa 240 Ztr. 18 und 19jährig, Ober- bleen etwa 400 Ztr. 17jährig, Ebersgöns etwa 210 Ztr. 17jährig, Vollnkirchen etwa 45 Ztr. 14 und ISjährig, Volpertshausen etwa 70 Ztr. 15 und 45jährig, Kleinrechtenbach etwa 50 Ztr. 15jährig. Die Kaufbedingungen, denen sich die Bieter zu unterwerfen haben, sind von dem Bürgermeisteramt Großrechtenbach, Kreis Wetzlar, gegen Voreinsendung des Portos zu beziehen. Angebote, im einzelnen oder insgesamt, sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift, bis zum 2. Mai 1822, wo vormittags 10 Uhr Eröffnung erfolgt, an den Unterzeichneten einzureichen. Eroßrechtenbach, den 15. April 1922. Der Bürgermeister. (a$Qß | Mäefigesuche | Suche per soior' ein Wohn- u. Schlafzimmer, nut möbliert. Schrift!. Angebote unter 03911 an den Gien. A, zeiger erbe,. Steg genangebot e | Für üie ti: fein ..... Erdseu ' Wen einiger Aee --- Alte —- totaäwa SleikzivieZeln Surtea-Dfi :ger SMI-MM mäusöuron. Sei. 1486 in Schwarz, in Wolle und Baumwolle, alle Größen ■ in Braun, in Wolle und Baumwolle, alle Größen in Weiß, in Baumwolle, alle Größen Kinder-Söckclien j“ ------ ~ in Farbig i.Schwarz alle Größen, noch recht preiswert __W. Moll, Nidda. KaHeler Simons=Brot ist bestes Mittel gegen Zuk-rkrankheit, Magen-, Darm-, 9Zievenleiöen usw Stets frisch zu haben Xur noch heute und morgen DasGeheimnis von San Franzisko - Ferner. Wiedererwachen. Am Donnerstag Abteilrt 33:9 der großen Expedition von Qisßeu nach Basel, St. Gotthard, Mailand, Beuna, HL Bapella, Nervi, Monte Carlo, Narbonne, jR Marseille, Bareeloca, Atrjericas, Ceuta, Jft Tebuan, El Aralsch, Esar el Eebir, flPB Gibraltar, Granada, Sevilla, Madrid, Sau Sebastian über Tours nach Paris und -> Berlin in dem großen dreiteiligen Film Dieltalmiiiv.talsM j In der Hauptrolle: Ellen Richter. Wng. Jieiistmöölhcil bei guter Behandlg. ges. Bcuschlein, Frankfurt a. M., Riddastr. 84. 03VSS |S1s!Ie!NJS8ue^S| Büfettfräulein Hucht Stellung. Scininl. Angebo e unter 03977 an d. Gieß. Anz. erb l VerkSufs | Zu verkauf, eine neue Halle mit Frnchtboden auch zur Feld scheuer geeignet. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 3800 Eine ländliche 8-ezmi-EimMiing zu verk. Zu erfr. b Herso, M» A.-E., Plockitr. 5. ,,„,h 2iliifil.^i!Miirci‘X „3770 Steinstraste 23 p. Mlcibcrfdjrauf (2türiß), Sekretär, Waschkomm., Küchenherd, klein. 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