Mittwoch, 18- Januar 1922 172. Jahrgang Erster Blatt Die ein Ein Telegrammwechsel zwischen Poincars und Lloyd George. Die Not der Zeitungen. Berlin. 17. Ian. (WTB.) Die immer um erträglicher werdende N o t des deut sch en Zeitungswesens hatte Montag und Diens- tag dieser Woche die Vertreter der deutschen Verlegerschaft aus allen Teilen des Reiches zu ernsten, schwerwiegenden Beratungen in Potsdam zusam-- mengeiührt. Die Versammlung nahm nach ausgiebigen Besprechungen einstimmig folgende E n t- Die auswärtige Politik in der französischen Kammer. könnte. Paris. 18. Jan. (WTB.) Havas meldet aus Washingwn, man kündige offiziös an. dafe der Gesetzentwurf über die Konsolidierung der alliierten Schulden bereits die Zustimmung des Präsidenten Har- ding gefunden habe. schaftskonferenz, die am 8. März in Genua beginnt, eingeladen. Lloyd George wird an der Konferenz teilnehmen und man erwartet, das; er etwa zwei Wochen von England abwesend sein wird. Seine Ratgeber in Wirtschaftsf ragen werden sein: Sir Robert Hörne, Sir Basil Blackett und eine Anzahl von Vertretern des britischen Schatzamts. Angenommen, daß die Delegationen und das Sekretariat jeder Nation durchschnittlich 40 Personen umfassen, werden an der Konferenz von Genua etwa 1000 Personen teilnehmen. Die Konferenz. wird daher wahrscheinlich die gröf-itr bisher abgehaltene Konferenz ihrer Art sein. Wie verlautet, haben bereits die meisten der eingeladenen Länder ihre Annahme mütgeteilt. Es steht noch dahin, ob die britischen Dominions auf der Konferenz vertreten sein werden. Laut Affv' ciated Preß sollen sie eingeladen werden, wenn sie den Wunsch ausdrücken, auf der Konferenz vertreten zu sein. Die Absicht her Sowjet-Negierung. Kopenhagen. 17. Jan. (WTB.) Wie die „DerlingSke Tidende" aus HelsingfvrS meldet, wünscht die Sowjetregierung bei der Wirtschaftskonferenz in Genua folgende Fragen zur Beratung zu bringen: Bezahlung der russischen Staatsschulden. Schadenersatz für die Verluste infolge Intenven- tion fremder Mächte, Zurückgabe der russischen Handelsschiffe, die von Denikin. Judenitsch und Wrangel weggenommen wurden, Regelung der ostßbirischen Frage, wirtschaftlichen Wiederaufbau Rußlands, Regelung der wirtschaftlichen Beziehungen zum Auslande, Regelung des KvnsulatSwesens, Erörterung der Valutafrage. Die Räteregierung hat eine besondere K van Mission unter Leitung Tschitscherins € mannt, die diese Fragen im einzelnen ausarbeiüen soll. Als Vertreter der Räteregierung auf der Konferenz in Genua sind Tschitscherin und Lunatscharski ausersehen worden. Lenin wird unter keinen Umständen an der Konferenz teilnehmen. Amerika und die Kriegsschulden. Annahme von Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 70 Pf., auswärts 90 Pf.: für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 300Pf. Bei Platz. Vorschrift 20 '»Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gtetzen. verhindern könne. 3m weiteren Verlaufe seiner Rede tarn der Reichskanzler auf die große Partei! o a l i - t i o n zu sprechen. Er bitte alle, die sich für die Erweiterung der Regierung interessieren, sich für das große Problem in den nächsten Tagen zu interessieren, das sehr leicht Fundamente für eine größere Regierung abgeben könne. Die Plattform, auf die man da treten könne, sei kein glatter Salonboden, sondern ein Boden, der an eine Art Folter erinnere, wo man bei jedem Schritt bald in indirekte, bald in Desihsteuern hineingerate. Das sei die Plattform, wo min zeigen könne, daß man bereit sei, unter Opferbringen eine große Verantwortung zu übernehmen. Die Koalition auf breiter Basis müsse eine Regierung auf längere Sicht sein. Die näch- ften Tage würden uns vor außerordentliche Aufgaben stellen. Die Lösung in Cannes sei keine definitive, die große Bereinigung stehe noch aus. Die allergrößte Frage, wie die Völker überhaupt unter den Reparationslasten nebeneinander leben wollen, sei noch vollkommen offen und könne überhaupt erst gelöst werden, wenn der wirtschaftliche Schwerpunkt der Welt, Amerika, sowohl wirtschaftlich wie finanziell geneigt sei, sich für Europa zu interessieren. Wer wissen wolle, wie weit die Erkenntnis von der Gesamtsolidarität der Welt (Eine Reichskanzlerrede auf dem Ientrums- parteitag. Heute ist der Tag der Reichsgründung. und da gehört eine Stunde auch wieder der Einkehr in die Bedürfnisse der DolkSgesamtheit, wie sie die Erinnerung an das Mnzendste Ereignis unserer neueren Geschichte vor uns hinstellt. Einigkeit und Recht und Freiheit — diese Worte sind heute keinem denkenden Deutschen eine bloße Phrase. In der augenblicklichen politischen Lage scheinen sie uns aus allen Sphären zugerufen zu werden; die Vergangenheit und ihre Toten rütteln die Gegenwartsmenschen auf, der Mahnung Gehör zu geben. Der Reichskanzler Dr- Wirth sprach gestern auf dem Zentrums- Parteitag von einer bevorstehenden Erweiterung der Regierung und bat alle Vvlkskreise, sich in den kommenden Tagen lebhafter für das große Problem zu interessieren. Wir können uns über die Daseinsfrist des gegenwärtigen Reichskabinetts heute, am Reichsgründungstage, kein festliches Bild entwerfen, und es hätte keinen Zweck, gerade jetzt zu prüfen, was recht und falsch, was Erfolg oder Schicksal war. Der Gedanke der Volksgemeinschaft ist nicht in erster Linie auf dem Boden der jetzigen Regierungskoalitivn erwachsen. Es wäre aber erfreulich, wenn die Parteigegensätze sich jetzt angesichts der außenpolitischen Lage, wie sie der Reichskanzler schllderte — noch bedeutsamer, wirksamer und verdienstlicher waren zweifellos die gestern mitgeteilten Vorhaltungen Rathenaus vor dem Obersten Rat, die in llarer Weise nachwiesen, welch unannehmbare, unerfüllbaren Forderungen an das geschlagene Reich gestellt wurden — etwas ausgleichen würden. Notwendig ist eine Einigung in den Steuerfragen; kommt sie nicht zustande, dann wird Herr Wirth freilich das Feld räumen müssen. Notwendig ist aber vor allem ein Zusammenarbeiten aller Parteien zur Vorbereitung für die Konferenz von Genua! Der Beginn dieser Konferenz, der 8. März, muß für uns eine noch hoffnungsvoller leuchtende Gegenwart heraufführen, als der heutige Amblick am Tag der Reichsgründung sie uns aufzuzeigen vermag. Paris, 17. Jan. Nach einer Havas- meldung aus Washington sollen die Verhandlungen über die alliierten Kriegsschulden bei Amerika ausgenommen werden, sobald der Kongreß die Ermächtigung dazv. erteilt. Zunächst würde mit England und daran anschließend mit den anderen beteiligten Nationen verhandelt werden. Man glaube zu wessen, daß von der amerikanischen Regierung' die Lage jedes einzeltten Landes sorgfältig geprüft, und daß dabei gewissenhaft den Eimnahmequellen Rechnung getragen werden solle, deren eS sich zur Abtragung seiner Verpflichtungen bedienen daß die Wirtschaft der ganzen Welt eine Ver- ständigung der Menschen vorausseht, dieses Ziel habe Deutschland auf feinem Leidenswege von London am 10. Ma i bis Cannes erreicht. Hinsichtlich der Wirt- schaftskonferenz in Genua erklärte der Reichskanzler, man sehe, daß dem Gedanken Bahn gebrochen worden sei, daß nur die Solidarität der Völker, mindestens in wirtschaftlichen Fragen, die große Katastrophe der Weltwirtschaft überhaupt Berlin, 17. Jan. (Priv.-Tel.) volksparteiliche „Zeit" erfährt, daß Steuerkvmprvmiß zwischen den Unterhändlern des Zentrums und der Sozialdemokraten nunmehr zustande gekommen sei. Es bedürfe nur noch der Zu- timmung der beiden Fraktionen. Die sozialdemokratische Reichsta^sfraktivn wird heute nachmittag zu dem Kompromiß Stellung nehmen. Weiter soll heute nachmittag eine Besprechung im Reichsfinanzministerium mit den Vertretern anderer Parteien, auch der Deutschen Volkspartei, stattfinden, in der diese mit dem Inhalt des Kompromisses bekanntgemacht werden sollen. Entgegen der Meldung der „Zeit" er- llären „B.T." und „Vorwärts", daß die Aussichten für ein Kompromiß noch völlig unklar seien. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion werde erst Mittwoch nachmittag endgültige Beschlüsse über die Haltung der Mehrheitssozialisten in der Steuerfrage fassen. Wie der „Vorwärts" schreibt, wird die Fraktion eine schwierige und verwickelle Lage vor- finden. Das Blatt ertlärt, daß die Sozialdemokratie weiter den Gedanken der Erfassung der Sachwerte vertritt, daß sie aber auch Bereit ist, unter gewissen Voraussetzungen an den Verbrauchssteuern mitzuarbeiten. die Regierung über die allgemeine Po- liti k zu interpellieren. Ferner hat der Abg. San gniet ein Ersuchen um Inter- >ellation Über die auswärtige Politik der Re gierung und Über die Pläne bezüglich der wirtschaftlichen Wiederherstellung Europas eingebracht. Paris, 17. 3an. (WTD.) Wie Havas mitteilt, wird bejr Abgeordnete Bonnet den MinisterpräsidewtLN über die Durchführung der Resolutionen interpellieren, die der interalli-' ierte Ausschuß zur Begutachtung der Leipziger Kriegsbeschuldigtenprozesse dem Obersten Rat unterbreitet hat. Die Konferenz in Genua. London, J7. Jan. (WTB.) Wie gemeldet wird, werden außer den Vereinigten Staaten alle Nationen in Europa, etwa- 25 an der Zahl, zur Teilnahme an der europäischen Wirt- Pa r i s, 17. Ian. (WTB ) Havas zufolge hat Poincaröan ^e Mi isterprasiden'en der alliierten Regiei-ungen Begrüßungsteleg anune gesandt. Tas Telegramm an Lloyd Ge> orge hat folgenden Wortlaut: Ich lege Wert daraus, Ihnen im Namen der französischen Regierung die Versicherungen, die ich im Lause unserer freundschaftlichen Besprechung am Samstag aus eigenem Antrieb and persönlich gemacht habe, zu erreuern. Frankreich wird sich beeilen, die Prüfung der verschiedenen Fragen, die ge enwär ig zwischen England und ihm schweben, in freundschaftlichstem Geist wieder aufvinebrnm. Ich hege die Hoffnung, daß es uns gelingen w>rd, sie durch gegenseitiges Vertrauen zam Besten der Interessen u 'serer beiden Länder zu lösen. Die französische Regierung ist überzeugt, daß es d n beiden Völkern, die aus den Sch achtseldern für ein und dieselbe Sr.che so eng vereint grkimpst haben, gelingen wird, in genieinsamem Ei. vernehmen unter Aufrechte haltrng des europo'.fchen Friedens die Durchführung der Ver- träge, die sie unterzeichnet haben, and die Reparationen für die durch die Invasion verursachten Schäden ficherzaste'len. Lloyd George sandte folgendes Antwort - telegramm: Mit großer Befriedigung haben meine Kollegen und ich Ihre im Rainen der neuen französischen Regierung abgegebene freundschaftliche Bestätigung der Versicherungen entgegengenommen, die bei unserer persönlichen Aussprache am letzten Samstag ausgetauscht wurden. Die britische Regierung hat in einem vor kurzem veröffentlichten Dokument die Politik enger Zusammenarbeit, die sie mit Frankreich aufrecht zu erhalten wünscht, in großen Linien dargelegt, so daß jede Wiederholung ihrer Ansichten an dieser Stelle sich erübrigt. Es mag genügen zu sagen, daß wir die Sicherheit des französischen Gebiets gegen einen deutschen Angriff, die Bezahlung der Frankreich für seine zerstörten Gebiete geschuldeten Reparatw- nen und die Aufrechterhallung der Bestimmungen des Versailler Vertrages als gemeinsame Interessen des französischen uird britischen Volkes betrachten, die beide Staaten gemeinsam verteidigen müssen. Wir wünschen lebhaft und wir sind glücklich, festzustellen, daß Sie denselben Wunsch hegen, die unerledigten Probleme in der Weise zu regeln, daß das enge Einvernehmen zwischen Ihrem Dolle und dem unsrigen durch nichts gestört werden kann, und daß der Gerst der Kameradschaft, der zwischen uns in Kriegszeiten geherrscht hat, uns weiter beseelt bei t^n hohen Ausgaben, die darin bestehen, die Volker Europas durch einen gerechten und dauerhaften Friedenspakt zur Einigung zu bringen. Berlin, 17. Ian. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Zentrumsparteitages ergriff der Reichskanzler das Wort. Er stellte fest, daß die Verhandlungen des Parteitages ergeben hätten, daß die Gesamtrichtung der Politik der Reichsregierung von der Zentrumspartei im großen ganzen gebilligt wurde. Untere Politik, wenn sie Zentrumspolitil sei, sagte der Reichskanzler, müsse ihre Kraft aus den Quellen der christlichen Weltanschauung schöpfen, die es zur sittlichen Pflicht mache, in keinem Augenblick unserer Geschichte, vor allem dann nicht, wenn sie nach einer großen Katastrophe neu anhebe, und in keinem Augenblick vaterländischen Unglücks die Hände in den Schoß zu legen. In keinem Augenblick dürfe die Zentrumspartei aus parteipolitischen Erwägungen sich von der Verantwortung drücken. Es sei kein Leichtes gewesen, gegenüber der ungerechten Entscheidung in Genf über Oberschlesien die Politik des Reiches weiterzuführen. Man müßte an der menschlichen Vernunft und an den Menschheitsgedanken überhaupt verzweifeln, wenn es nicht möglich sein sollte, auch in dem Chaos, das die ganze Weltwirtschaft jetzt umgebe, schließlich wieder dem Gedanken der Vernunft freie Dahn zu schaffen. Gegenüber den Vorwürfen wegen Unterzeichnung des Ultimatums erinnerte der Reichskanzler, daß er schon bei der Annahme des Ultimatums sagte, daß die wirtschaftlichen Folgen den Gegnern zur Last fallen. Das damals Gesprochene sei heute noch als richtig anzusehen. Damals sah die gesamte Welt die Lage nur politisch, nicht wirtschaftlich. Heute sei er dessen gewiß, daß man auf der Gegenseite über die Zahl der Milliarden, die das deutsche Volk zahlen solle, und über die wirtschaftliche Bedeutung dieser Milliarden sich überhaupt nicht unterrichtet hatte. Heute habe man in allen Ländern gelernt, was Milliarden an Geld eigentlich wirtschaftlich bedeuten. Wäre das deutsche Volk in der Lage, allesbuch st üblich zu erfüllen, hätte es Nahrungsmittel und Rohstoffe, um durch die Erzeugung und den Verkauf die Versailler und Londoner Bedingungen buchstäblich auszuführen, und wäre es so boshaft, es zu tun, so würde, abgesehen von den deutschen Schornsteinen, kein Schornstein in der ganzen Welt rauchen können. Sei, so fragte der Reichskanzler, die große Katastrophe damit wieder gut gemacht, daß nun ein einziges Volk isoliert herarsgehoben werde, daß man das deutsche Voll a -i s p r e j ! e. wie eine Zitrone, um es dann als ausgewischt aus der Geschichte beiseite zu legen? Die Kaufunkraft des deutschen Volles, hinzugesetzt zu der Unfähigkeit der östlichen Vö.ker werde den Welt banke rott unter allen älmständen herbeiführen. Der Gedanke der Wirtschaft and Solidarität aller wirtschaftstreibenden Völker der ganzen Welt müsse als großes Prinzip der internationalen Politik von Mund zu Mund, von Ohr zu Ohr und von Volt zu Voll weitergetragen werden. Telegierie alrer Völker müssen sich über die WirtichafÜ- und Finanzprobleme und damit fortgeschritten fei, werde es merken können aus ( unserer Note an Frankreich. Als der Gouverneur < der Bank von England Havenstein eröffnen liefe, . daß unter den Deutschland auferlegten Zahlungsbedingungen Kredite in England für Deutschland zu Reparationszwecken nicht zu erhalten seien, war das der Moment, in dem das deutsche Volk, ohne daß man ihm auch nur mit einem Iota den Vorwurf der älnausrichtigkeit machen durfte, seinen Gegnern sagen tonnte: „Bitte, setzen Sie sich zusammen und prüfen Sie angesichts dieses für Die ganze Welt bedeutungsvollen Spruches die Leistungsfähigkeit Deutschlands nach." Diese Prüfung sei nicht abgeschlossen, aber es sei nicht zu erwarten, daß von heute auf morgen, nachdem die großen politischen Fragen viele Iahre lang diskutiert worden sind, dieses Problem in ein paar Tagen endgültig vom Tische der europäischen Völker pLrschwinden werde. Was wir brauchen, ist ein aufrichtiges Bekenntnis, daß es uns innerpolitisch Emst ist, die Finanzen des Reiches in Ordnung zu bringen. An Gegensätzen über die Frage der Steuern und ihrer Verteilung fehle es im Zentrum nicht, aber die parteipolitische Befähigung zeige sich darin, daß wir ein Kompromiß zustaudebringen werden, dafe beider- eits, bei den Besitzenden und Nichtbesihenden, als ein anständiges Kompromiß angesehen werden kann. Sei es nicht möglich, dieses Kompromiß zu finden und mit der Mehrheitssozialdemokratie zu einem Kompromiß zu kommen, so fei innerpolitisch unsere Politik gescheitert. Wenn die Regierung nicht imstande sein sollte, die Probleme der Verbindung mit den Parteien, die guten Willens sind, zu lösen, so sei sie in offener Feldschlacht im Reichstags- Plenum zu stürzen. Wenn sich Leute fänden, die bereit seien zur Lieber nähme der Verantwortung, die Besseres leisteten und sich mehr anflrengten als das Zentrum, dann sei für das Zentrum die Zeit gekommen, sich parteipolitisch und persönlich einmal etwas auszunihen, aber nicht, um in prinzipielle Opposition zu treten. Wenn man ein Volk vor sich sehe, das immer nur auf ein paar Monate Brot zur Verfügung habe, und dessen Valuta von heute auf morgen geschäftliche Entschließungen umwerfe wie ein großes Kartenhaus, dann überlege man es sich dreimal, ob jetzt die Zeit gekommen sei, ein solches Volk nach dem Schlag'wort zu spalten, daß jetzt die große Entscheidung zwischen links und rechts gekommen sei. Keine Schlagwortpolitik, sondern Realpolitik! Politik treiben heiße für das Zentrum, auch Opfer zu bringen, steuerlich wie politisch. Die Zentrumspartei sei ein dienendes Mittel, um das deutsche Volk und die deutsche Nation zu retten. Die Zentrumspartei, die zum Teil die gefährdeten Bezirke Deutschlands im Westen, das Rheinland und die Pfalz, vertrete, sei die Partei, die gerade die deutschen Randgebiete wieder mit dem nationalen Gedanken der großen Einheit und Geschlossenheit unseres Volkes erfüllen müsse. Es sei nicht gut, wenn in den Reihen der Zentrumspartei das Schlagwort ausgekämpft werden solle: Hie LInitarismus, hie Föderalismus! Es fei notwendig, daß im Zeitalter der Katastrophe die Kräfte mehr zusammengefaßt werden. Daß da die Länder auch Opfer bringen müßten, sei ganz flar. Man müsse über die engen Grenzpfähle der Heimat hinaussehen. Neben Hes - : sen. Sachsen, Baden und Bayern gebe ; es auch noch Thüringen. Daneben müsse ’ man auch noch Verständnis haben für die große ■ Geschlossenheit des preußischen Staatswesens. : Man könne nicht mit einem Kochlöffel in der : ganzen Sache herumrühr en und nur von einem : Zipfel unserer heimatlichen Erde aus unsere i Reichspolitik treiben wollen. Gerade am Zen- • trum solle man sehen, daß es seine Wurzeln hat t in der nationalen Einheit unseres Vaterlandes. auch über das Problem der Leistungen unter hat-1 die ihm über alles gebe. Der Dienst am deutschen ten Tiefes Ziel, daß man in der Welt wi.t- Vaterland und Doll und die Arbeit an seiner schädlich sehe und die Verbreitung der Erlenntnis, | Freiheft ist für uns Gottesdienst und Christen- . .. . . — ' -—* •*— ------ rm.ti — rn-"— dienst, ist die große Liebe, die nicht nur das eigene Doll in sich begreift, sondern auch im Dienste der Menschheit allen, die Menschenantlih tragen, etwas Gutes tun Witt. in. 15 Der Siehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche tzezugspreise: Mk. 9.50 einfchl. Trägerlohn, durch die Post Mk. 10. - einfchl. Bestell, gelb, auch beiNichterschei- nen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n j p r e ch - Anschlüsse: fürdieöchriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Gefchaftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: finmffurt a. M. 11686. Berlin, 17. Ian. (WB, In der heutigen Schlußsitzung nahm der Reichsp irteftag Der deutschen Zentrumspartei 3 Resolutionen an, die sich auf Oberschlesien, das Saargebiet und das besetzte Rheinland beziehen. Die Annahme der Resolutionen erfolgte aus Antrag d.s Reichsministers a. D. Dr. Dell. In dem Schlußwort stellte der Präsident $)r. Porsch "jct, daß die Partei geschlossen hinter der Politik des Reichskanzlers Hebe. Ein titaietlompromife? GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Druck und Verlag : Vrühl'sche Univ.-vuch- und Zleindruckerei H. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und vruckerei: Schulstrahe:?. schliehung an: . Die in Potsdam zu einer Vorstands- und De legiertensihung aus allen Teilen Deutschland zahlreich zusammen gekommenen Vertreter des Vereins deutscher Zeitungsveuleger (Herausgeber der deut- schen Tageszeitungen) e. D fühlen sich, gedrängt von der Schwere der auf ihnen lastenden ^toant Wortung für die Erhaltung der deutschen politischen Tagespresse, verpflichtet, mit ernstem Nachdruck Paris, 17. Jan. (HavaS.) Der Ab- auf die Gefahren hiuzuweisen, vvn denen die deutgeordnete Ba renne ist vvn der s v z i a - sch- Presst: bedroh-: wird Die Mittel undgrafte listischen Gruvve aufgefvrdert worden.I vrivater Mtzungs- und Abwehrorgamsationen ni) in den zermürben Don fahren der Nachkriegs- -,cii erschöpft unb verbraucht. Mehr denn je ist i* Psl icht des Reichs und der Länder sowie ihrer berufenen Führer und Staats- männer, für die Erhaltung der deutschen olitischen Tagespresse, als eines der vor- , ehmsten Mittü zur Wahrung unserer Einheit und Wiederaufrichtung unseres Volkes und ©:aa» les, etnzutteteu Die traurigen Folgen der Entwicklung der letzten Monate zeigen sich in bedrohlichster Form auf dem Gebiete der Versorgung der Zeitungen mit Druckpapier. Ein sofortiges Eingreifen der öffentlichen Hand ist erforderlich, um eine erträgliche P eisbemessung, ausreichende Erzeugung und Verteilung zu ge- Lxihrlei^ten Hierzu erscheint geeignet: 1. Sofortige und gänzliche Sperrung der Ausfuhr von Zellstoff, bis eine ausreichende Delieferung der Druck- pa^ier,aoru:en un onana zu ang^mepencn Prenen durchgeführt urrd gesichert ist. 2. Zeitige Sperrung Oer Ausfuhr sämtlicher Papierarten, mit Ausnahme der Luxuspapiere, bis das Zeitungs- und Buchdruckergewerbe im Zn land dauernd und genügend mit Papier versehen ist. 3. Maßnahmen, die geeignet sind, eine Umgebung der die geordnete Papierausfuhr regelnden Destimmungen zu verhindern. 4. Maßnahmen der Regierungen von Reich und Ländern zur Senkung der ständig steigenden Preise für Papierholz, soweit es für die Herstellung des Bedarfes der politischen Tageszeitungen an Druckpapier erforderlich ist. 5. Befreiung der für die Dcuctpaplerer.e 'gung in wichtigen Hers e lu gögebie.en unentbchr L,en und bereits im Hcsp^un^slaade hochbesteierten böhmischen Braunkohle von der deutschen Kohlen- fleuer. 6 Sorge für eine bessere beschleunig'e Wagengestellung für Zeitungsdruckpapier und d e zu seiner Herstellung erforderlichen Rohstoffe. 7. Versetzung des rna ch.ne: g'atten Du p picrs in Tarisllasse 53 des Ei enbah gutertarifs, toie es der Reichstag bereits zweimal in Entsch'ießun- gen gefordert hat. Unbedingt erforderlich ist außerdem: 8. Beseitigung der ungerechten, durch nichts zu rechtfertigenden Sonderbesteuerung der Hrnsätze der Zeitungsanzeigen im Hrn- satzstenergeseh und 9 Unterla sung jeher weiteren Delasrnng der deutschen P e se durch behördliche und gesetzgeberische Maßnahmen, insbesondere Erhöhung ter Pvstzeitungsgebühren. Die mehrfachen Beweise eines starken Verantwortungsgefühls und tiefer Einsicht in die Lage und Ge° fahren für die deutsche Volksgemeinschaft, die von namhaften Vertretern dec dcu schon Regicrungcn und Parlamentariern bisher gegeben wurden, berechtigten den Verein deutscher Zeitungsvwlcger und seine Kreisvereine zu der Hoffnung und bestimmten Erwartung, daß an Hand der vor- geschlagenen und ähnlichen Maßnahmen es gelingen muß, dem Riedergang und Verkümmerung der deutschen politischen Tag?°p e le, wie lich bereits in vielen Fällen ersch.crkend d u.lich gezeigt hat, doch noch in letzter Stunde Einhalt zu tun, Minister Bauer über die zwei Seelen der Presse. Berlin, 17. Ian. (WTB.) Der Verein Deutscher Zeilungsverleger (Herausgeber der deutschen Tageszeitungen) hatte zu einem geselligen Abend am 17. d. M. in den Räumen der Deutschen Gesellschaft in Berlin die Spitzen der Behörden und Parlamente eingeladen, die auch der Einladung zahlreich gefolgt waren. Reben dem Reichspräsidenten war auch eine Reihe von Mitgliedern des Reichskabinetts erschienen. Kommerzienrat Krumbhaar begrüßte die Gäste. Daraus ergriff das Wort Vizepräsident des ReichSministeriumS Bauer, indem er zunächst namens der Reichsregierung für die Einladung herzlichen Dank ausfprach und das spätere Erscheinen deS Reichskanzlers ankün- digte. Er betonte den notwendigen 'Zusammenhang und Zusammenhalt einer gut geleiteten und gut fundierten Presse mit der Staatsverwaltung in einem demokratischen Staatswesen. Bon diesem Gesichtspunkt aus betrachtet die Regierung die Notlage der Presse als chre eigene Notlage und als Notlage des gesamten Landes. Die Presse habe gewaltige erzieherische Aufgäben auf kulturellem und nationalem Gebiet. Die Presse habe zwei Seelen, eine ideelle und geistige und eine wirtschaftliche. Aller Idealismus leide aber Schiffbruch, wenn die bittere Not die idealen Aufgaben unmöglich mache. (Sehr richtig l) Heber die Linderung der Notlage der Presse schweben Verhandlungen, die hoffentlich zu einem günstigen Ergebnis kommen und die Existenz der Presse sichern würden. Die Nolage unstereS Dolles, die mit der Notlage der Presse Zusammenhänge, habe außenpolitische Ursachen. Die Presse könne die Regierung in außenpolitischen Kämpfen wesentlich unterstützen und somit zur nationalen Wiederherstellung beitragen. Wenn die Presse den Gedanken der nationalen Einheit und der nationalen Selbständigkeit dem Volke immer wieder ins Gedächtnis rufe, könnten wir zuversichtlich einer besseren Zukunft entgegensehen. (Lebhafter Beifall.) HeUstSttenverein für Hessen. Aach einer durch den Krieg und die nachfolgenden Ereignisse bedingten Prüfe hat der Heilstättenverein für Hessen nunmch wieder einen Geschäftsbericht heraus- gegeben. Der Bericht gibt Auskunft über die Vereinstätigkeit der Jahre 1915—1920; in kurzer jufanunengebrängter Form wird über die Arbeiten des Verein« auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung in Hessen berichtet. Der Verein besitzt zur Zeit dieEleonoren-Heilstätte bei Winter- kästen t Odw. für weibliche Lungenkranke die Lupus-Heilstätte in Gießen die Kinderheilstätte in Hirschhorn für lunge.ifranfe Knaben und die Kinderheilstätten in Lampertheim und Wald-Michelbach i. Odw., für lungenkranke Mädchen. Ferner unterhält der Verein in Heubach i. Odw. eine Badeeinrichtung und einen Kindergarten. Diese Einrichtungen sind für die Heu' acher Kinder geschaffen und haben den Zweck, sie vor der in Heubach besonders stark verbreiteten Tuberkulose zu schützen. 3n der Eleonoren-Heilstätte waren wählend der Berichtszeit 2838 Pfleglinge mit 194 599 Pfl-'attaaen untergebracht. Beachtenswert ist bas starke Anschwellen der Zahl dcr Pfleglinge unb Pflegetage im Jahre 1920. Von Den entlassenen Pfleglingen hatten guten Erfolg 22,2 Proz., befriebigenben Erfolg 53,3 Proz., geringen Erfolg 13,9 Prozent, keinen Erfolg 11 Proz. Die Ausgaben der Eleonoren-Heilstätte betrugen 1915 133 73Z.65 Mk., im Jahre 1920 waren sie auf 718 856.85 Mk. gestiegen; die Ausgaben für die Heilstätte während der Dcrichtszeit stellen sich auf 1 785 294.37 Mk. Die Lupus-Heil st ätte hatte während der Derichtszeit unter besonders schwierigen Verhältnissen zu arbeiten. Der Besuch der Heilstätte war 1915 stark zurückgegangen, von 1916 ab war die Heilstätte jedoch wieder voll belegt. Bei einer Bettenzahl von 50 hat die Jahreszahl der Pflegetage stets 18 000 überschritten; öfters mußten Betten eingeschoben werden und die um Aufnahme Nachsuchenden längere Zeit auf ihre Einberufung warten, Hm den Betrieb der Heilstätte aufrechtzuerhalten, mußten alljährlich größere Zuschüsse geleistet werden. Dies war nur möglich durch erhebliche Zuwendungen von fetten des Staates, des Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose und privaten Personen. Die Zahl der Pfleglinge der Lupus-Hellstätte von 1915—1920 ist 1403, die der Pflegetage 103 745. Die Ausgaben für 1915 stellen sich auf 80 225.91 Mk.; sie waren 1920 auf 378 759.91 Mk. gestiegen. Insgesamt betrugen die Ausgaben der Heilstätte während der Derichtszeit 926 959.54 Mk. Eine außerordentlich segensreiche Tätigkell haben die K i n d e r h e i l st ä t t e n des Vereins entfaltet Die Nachfrage nach Plätzen war so stark, daß die Kranken oft allzulange auf die Einberufung zur Kur warten mutzten. Der Verein hat deshalb im Jahre 1917 zu den bereits vorhandenen beiden Heilstätten eine neue in Wald- Michclbach t Odw. eröffnet 3n den 3 Kinder- Heilstätten wurden während der Berichtszeit 1416 Kinder mit 104 514 Pflegetagen verpflegt; bei der Zahl der Pflegetage ist zu berücksichtigen, daß diese erst ab 1916 gezählt wurden. Die Kur in deki Kinderheilstätten dauert 13 Wochen. Der Kur- erfolg war durchweg gut nur sehr wenige Kinder wurden ohne Erfolg entlaßen. Die Zahl der Mitglieder des Heilstättenvereins ist leider etwas zurückgegangen, Ende 1914 waren 1517, im Jahre 1920 nur 1210 Mitglieder zu verzeichnen. Gleichfalls zurückgegangen sind die Mitgliederbeiträge; sie betrugen 1915 12 052.60 Mark, im Jahre 1920 nur noch 11 513.65 Mk. 3n Anbetracht der steigenden Teuerung war dieser Rückgang für den Verein besonders fühlbar. Der Verein sah sich deshalb gezwungen, den Mindestjahresbeitrag, der seither 2 Mk. betrug, im Zähre 1920 auf 5 Mk. zu erhöhen. Seine segensreiche Tätigkeit konnte der Verein nur durchführen, indem ihm hohe Zuwendungen von privaten Personen und auch erhebliche Zuschüsse vom hessischen Staat zuteil wurden. Der Staatszuschuß betrug 1918 und 1919 je 20 000 Mk., im Jahr 1920 25 000 Mk. Durch diese Spenden war es dem Verein möglich, seine Hnterstützungstätigkeit weiter auszubauen und auch den ländlichen Fürsorgestellen Zuschüsse zu geben. Für allgemeine Fürsorgemahnahmen verausgabte der Verein in der DÄchtszeit insgesamt 173 655.41 Mk.. die gesamten Ausgaben des Vereins in den Berichtsjahren betrugen 3 000 033.27 Mk. Trotz der hohen Zuwendungen von Staat unb privaten Personen war es nicht möglich, diese Ausgaben aufzubringen. unb d-rhcllb mart' Verein Anleihen ii Höh: von 82 000 Mk aufnehmen, um die Ausgaben decken zu können. Alles in allem zeugt der Bericht von einer intensiven Arbeit die auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung in Hessen geleistet worden ist Hm diese segensreiche Tätigkeit auch weiterhin zu gewährleisten, ist es unbedingt erforderlich, daß wieder mehr Mitglieder gewonnen unb dem Verein allseitig reichere Zuwendungen zuteil werden. Aus Stabt unb Land. Gießen, den 18. Jan. 1922. Vom ^He-Aufgebot. Man schreibt uns von zuständiger Seite: Die meis en Brautleute hege en den Fehler, daß sie an die Beschaffung der zum Aufgebot erforderlichen Hrkuaden zu spll Herangehen. D e Folge davon ist, bah der von ihnen meist vor- bcft türmte Ehesch ie u^gslermtn ver ch den werden muh, denn das S anbesamt darf bas 2L'f gebot erst anordne', nachdem alle E.'ordernis'e für die Ehefchlie u g — also alle Papiere — dorliegen. Wenn ins Au'gebot nur an einem Orte zu erfolgen hat, dann ist das Verfahren in der Regel in etwa 3 Wochen erledigt. Ist es aber an mehreren Orten bekanntzumachen, beispielsweise, well die Terlcbten ver chiedene Wohnsitze oder diese innerhalb der letz en 6 Monate gewechselt unb neben dem Wohn ih sonstwo noch einen gewöhnlichen Aufenthalt beben, bann muß zur Erledigung des Aufgebotsverfahrens mit einer Frist von 4—5 Wochen gerechnet werden. Es kann den Brautleuten deshalb nicht dringend genug geraten werden, die nötigen Papiere s.chr z- tt g zu beschaffen, und das Aufgebot mindestens 1 bis 2 Monate vor dem Eheschlie ungstermin Irim Standesamt zu beantragen. Das Aufgebot bteibt 6 Monate in Gültigkeit. Die Befolgung dieses Rates wird den Verlobten wiederholte Gänge zum Standesamt und auch viel Verdruß ersparen. Das Aufgebot kann jeden Werktag (ausgenommen Samstags) vormittags von 8 bis 10 Hhr und nachmittags von 3 bis 4 Hhr beim Standesamt bestellt werden. Welche Papiere hierzu erforderlich sind, kann aus dem nachstehenden Verzeichnis ersehen werden. Es empfiehlt sich jedoch, in dem einzelnen Falle vorher eine mündliche Auskunft beim Standesamt einzuholen. Nötig sind folgende Papiere: 1. Im allgemeinen: die Geburtsurkunden der Verlobten (vom Standesamt des Geburtsorts); Nach- weis des jetzigen und früheren Wohnsitzes in den letzten sechs Monaten (durch polizeiliche Be- schrinigungen); Staatsangehorigle tsausweis;Ein- willigungserllärung vom Vater — Mutter — Vormund (nur bei Minderjährigen); Beamte: Erlaubnis der zuständigen Behörde; Militärpersonen: Erlaubnis der zuständigen Militärdienst- stelle; Ausländer: Derehelichungszeugnis des Heimatsstaates; Zustimmung des nicht erschienenen Verlobten (Vollmacht); Militärpapier (bis zum 25. Lebensjahr). 2. Bereits verheiratet Gewesene außerdem: Sterbeurkunde des früheren Ehegatten; Schsidungs-, Aichtigkeits- oder Todes- e'klä'ungsurteil (mit der Bescheinigung der Reck'skrasi versehen), Zeugnis des Vormund- schaftsgerichts (nur beim Vorhandensein von minderjährigen Kindern); Befreiung von den Ehehindernissen gemäß den 1312 unb 1313 des Bürgerlichen Gesetzbuches, trenn erforderlich. * । ** Amtliche Personalnachrich- iten. Ernannt wurde am 7. Januar 1922 der Gefangenaufseher auf Probe Wilhelm Balser in Gießen zum Strafanstaltsoberwachtmeister an dem Landgerichtsgefängnis Gießen. — Am 12. Januar wurde der ehemalige elsaß-lothringische Gewerbelehrer K. Becker, zur Zeit in Gießen, zum überplanmäßigen Gewerbelehrer an der Gewerbeschule zu Gießen mit Wirkung vom 1. Januar 1922 an ernannt. * * Freie Forst wart st eile. Erledigt ist die Forstwartei Feldkrücken in der Oberförsterei Hlrichstein. Bewerbungen sind bis Ende ds. Mts. bei der Ministenalabtei- lung für Forst- und Kameralverwaltung einzureichen. * • 500 Mark Belohnung. Gestern gegen 7 Hhr morgens wurde aus einem Korridor eines Hauses im Seltersweg ein schokoladebrauner Pelzsportmantel mit Biberkragen und Futter aus Hamsterfellen, im Werte von 10 000 Mk. gestohlen. Für den Wiederbringer ist die vorstehend genannte Belohnung ausgesetzt worden. Sachdienliche Mitteilungen 'nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. * * „Die große Lüg e“. Das war das Thema, über das am Montagabend Dr. Kas - parson auf Einladung der „Liga zum Schutze der deutschen Kultur" sprach Tie unmenschlichen Lasten, die man dem deutschen Volke auferlegt hat, gründen sich auf die Schuldfrage am Weltkriege. Auf Grund der 14 Punkte Wilsons entwaffnete sich Deutschland; da kam der erste Betrug, das Friedensdittat, Deutschland wurde genötigt zur Anerkennung der Allein- schuld. Die ganze Welt schwieg zu dieser Erpressung. Die Ankläger sind zugleich Richter und Gerichtsvollzieher. Ein ganzes Gespinst von Lüge hat man um das deutsche Volk gewoben. Hnb wir schweigen gegenüber diesen furchtbaren Anschuldigungen. An Hand von Aussprüchen hochstehender Diplomaten und aus deutschen, russischen, belgischen und serbischen Dokumenten, beweist der Webner, daß es unwahr ist, wenn behauptet wird, Deutschland habe vorsätzlich den Krieg gewollt und entfesselt. Die Gegner vielmehr schloffen einen Ring um Deutschland. Der belgische Diplomat Greindl schreibt: „Der Dreibund hat über 30 Jahre den Frieden gesichert, weil er unter der Führung Deutschlands steht, die neuen Mächte (Entente) aber werden eine Revision des Zustandes Europas herbeiführen." Auch die Bezeichnung, Deutschland allein sei gerüstet gewesen, ist eine Hnwahrheit. — Der Redner widerlegt weiterhin die Schlagwörter vom „deutschen Imperialismus" und „Militarismus". Der Militarismus war in Frankreich großer als bei uns, Frankreich hatte eine Friedensstärke von 792 000 Mann, Deutschland 788 C00 Mann; in Frankreich waren 2 Prozent, in Deutschland 1,1 Prozent unter den Waffen. Ein französischer General sagte: „Hätte Deutschland seine wehrfähigen Männer (Ersatz reserve) alle ausgebildet, bann hätte es keine Marne- schlacht gegeben." Lloyd George hat vor bem Kriege (1908) gesagt: „Deutschland liegt zwischen zwei Großmächten, seine Armee ist das für Deutschland, was für uns die Flotte ist." Auch von einem deutschen Imperialismus kann nicht gesprochen werden. Auf 1 Quadratmeter Deutschlands tarnen 5 Quadratmeter Kolonien, bei Frankreich stehen diese Zahlen 1: 16, bei England 1: 110. Hnb dabei hat Deutschland eine stark anwachsende Bevölkerung. Auch das Märchen von der Barbarei unb ben angeblichen Grausamkeiten der deutschen Soldaten stellt der Redner richtig. — Der Neutralitätsbruch gegenüber Belgien war für Deutschland eine Lebensnotwendigkeit; außerdem ergab sich bald, daß Belgien in Wirklichkeit nicht neutral war. Wir verlangten von 'Belgien nichts als freien Durchmarsch, den es schroff ablehnte. — Der Redner erläuterte schließlich, wie es möglich war, den jahrhundertelangen Haß zwischen England und Frankreich zu überbrücken. Neid unb Rachsucht gegen Deutschland brachten beide zusammen. Im Auslanbe sinb bereits viele Stimmen laut geworben, die Deutschlands Alleinschuld am Kriege ablehnen; aber das deutsche Volk schweigt. Sie warten darauf, daß wir reden. Wir müssen es laut in die Welt rufen, daß Deutschland nicht nur nicht die Alleinschuld am Kriege trifft, fon- baß es weniger Schuld daran trägt, als die Gegner. Llkchd George aber sagt: „Der Friedensvertrag ist aufgebaut auf der Alleinschuld Deutschlands; fällt diese, so stürzt das ganze Gebäude zusammen. — Mit lebhaftem, langanhaltendem Beifall dankten die aufmerksamen Zuhörer den sachlichen Ausführungen. Da sich zur Aussprache niemand zum Worte meldete, schloß der Vorsitzende Dr. Renner mit Dankesworten an den Redner die Derfammlung. ** Der Demokratische Beamten- a u s s ch u ß hatte, wie uns vom Vorstand der hiesigen Demokratischen Partei geschrieben wird, am Montag zu einer öffentlichen Versammlung im Hotel Großherzog mit einem Vortrag des Reichstagsabgeordneten S ch u 1 d t aus Berlin eingeladen, die besonders aus Deamtenkrelsen gut besucht war. Die Ausführungen des Redners umfaßten im Rahmen der heutigen allgemeinen Politik besonders die Ortsklassen- unb Teuerungsfrage, das Deamtenrätegeseh sowie die Pläne zur Entstaatlichung der Eisenbahnen. Der zur Verfügung stehende Raum verbietet eine ausführliche Darstellung des auf gründlichster Sachkenntnis beruhenden, in vornehmem Tone gehaltenen Referats. Der Redner, der als seitheriger Vorsitzender der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahner und als demokratisches Mitglied des 23. Ausschusses des Reichstags im Mittelpunkt der Verhandlungen über Die Beamtenfragen steht, suchte die von ihm behandelten Fragen aus der ($n*e parteipolitischer Einstellung herauszuheben und sie als staatspolitische Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes aufzuzeigen. Nach einer eingehenden Aussprache, die sich auf der Hohe des Vortrags hielt, wurde die Versammlung nach Mitternacht geschlossen. Bornotnen. — Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater, 7 Hhr: „Turandot". — Astvria- Lichtspielr: „Goliath Armstrong" und „Sträflingsketten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das große Radiumaeheimnis". — Hermann-Löns-Abend. Räch' e, Sonntag veranstaltet der Dun) zur P le e d r Musik und Literatur zugunsten der Denk rnalspende der Hniversität einen Löns- adend, zu dem der bekannte Locis-Rezitator Dr., Castelle aus Breslau gewonnen werden ist.. ;tn einer kurzen Einführung wird Castelle Die Entwicklung unb Bedeutu g des Dichters dar fielen, dann aber ihn selbst sprechen laisew Lieber ii.ib Balladen bi,den den Auftakt zu den D rträgen, beten Hauptstücke im ersten Teil die ergreifende Tcaumgechichte „Der Grasga ten" unb baS Schlutzkapiiel aus dem „Werwolf", der Sturm ber Schweden auf die Bauernbarg, sind. 3m zweiten Teil erzählt Castelle heitere T er- und Mensch engeschichtchen. Das obengenannte Sch ulk kapitel aus dem „Werw If“ spricht Ca, ecke nach einer unveroffe Nichten S izze, Li? er als Vermächtnis des Dichters, seines Freundes, veßtzt. (S.ehe heutige Anzeige.) — Der Wartburgverein veranstaltet am Sonntag den 29. d. M., abends 71/» Hhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten zum Desten der Jugendfürsorge ein Wohltätmkeits- konzert, bei dem Werke von Schubert, Mozart, Mosgkowski und Chopin zum Vortrag kommen. Fräulein Aenne Hochhuth vom ÄDsJerbatortum Frankfurt a. M., der ein guter Rus als Sängerin vorausgeht, hat ihre Mitwirkung zugesagt unb wirb mit den Liedern „Ave-Maria" — Schubert, „Meine Liebe ist immer grün"—Brahms, „Drossel und Fink" — DAlbert und „Arie aus Carmen — Bizet zur Ausgestaltung des Abends beitragen. Wettervoraussage für Donnerstag: Dunstig meist trocken, Nachtfrost, Tags etwas milber, wechselnde Winde. Das Tief über ber Nordsee hat sich heute ausgefüllt. Von dem allantischen Ozean her erscheint ein neues Tief, das morgen nur unwesentliche Olenberungen in der Wetterlage Hervorrufen wird. Landkreis Gießen. gr. Röthges, 17. Jan. Am vergangenen Sonntag hielt nach fast dreijähriger Pause der hiesige Kriegerverein seine erste Der- sammlung wieder ab. Der langjährige Präsident des Vereins, Gg. B u t t e r o n I., legte aus GesundheitS- und Altersrücksichten sein Amt nieder. An seine Stelle wurde Schreiner- meister Heinrich Möll III. gewählt. Von einem Mitglied wurde der Antrag auf Auflösung des Vereins gestellt, der jedoch von den anderen anwesenden Mitgliedern abgelehnt wurde. —i Der im vergangenen Jahre gegründete Männergesangverein, der eine starke Mitgliederzahl aufweist, hält am nächsten Mittwochabend seine Generalversammlung ab. Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, einige Theaterstücke einzuüben, umi Anfang Februar wieder einen allgemeinen Hnterhaltungsabend veranstalten zu können. Kreis Alsfeld. l. Eudorf, 17. Jan. Anläßlich seines jech- zigjährlgen Bestehens veranstaltete der hiesige Gesangverein im Pfeiferschen Saale eine wohl^elungene Feier mit Theateraufführungen Die fünf gespielten Stücke, darunter bas bekannt^: „Wer lieben will, muß leiden" stellten an die Darsteller hohe Anforderungen, die aber von ihnen iN gelungenster Weise gelöst wurden. Geleitet wurde der Abend von Lehrer G u n b r u m, ber trotz seines hohen Alters keine Arbeit und Mühe gescheut hatte, seiner Gemeinde, deren Angehörigen zum größten Telle schon bei ihm in die Schule gingen, einen seltenen Genuß zu schassen. Kreis Büdingen. )( Ortenberg, 17. Jan. Der Hnterhaltungsabend, den der Gesangverein Frohsinn, der in diesem Jahr sein 80. Jubiläum feiert, seinen Mitgliedern und Freunden bot, nahm einen wohlgelungenen Verlauf. Der Saal erwies sich für die zahlreichen Besucher viel zu klein. Die vorgetragenen Ehöre zeugten von einer vorzüglichen Schulung und kamen infolgedessen unter der sicheren Leitung des Dirigenten, Kapellmeisters Acke rmann, zum wirkungsvollen Vortrag. Die beiden Theaterstücke wurden flott gespielt, alle Darsteller boten ihr Bestes und fanden deshalb lautesten Beifall, auch die Bühne war sehr schön hergerichtet. Die einzelnen gesanglichen und theatralischen Darbietungen wurden durch musikalische Vorträge der Kapelle Ackermann, des Herrn Kautz und die schönen Einzelgesänge auswärtiger Gaste umrahmt. Der Vorsitzende, Rechner P f e i f- fe r, begrüßte und dankte; ein Tanz schloß sich an. bs. Hnter-Widdersheim, 17. Ian. Vor einiger Zeit hat sich hier ein Gesangverein gebildet, dem sofort 28 Sanger beitraten. Als Dirigent wurde Lehrer Bramm gewonnen. Kreis Schotten. tz. VomhohenVogelsberg, 17. Ian. Schon am vorigen Freitag hatte sich prächtiges Winterwetter eingestellt, das sich am Samstag und Sonntag durch vermehrten Schneefall noch bedeutend verbesserte. Infolgedessen konnte man schon am Samstag zahlreiche Sportfreunde dem Hohe- rodskopf zueilen sehen. Am Sonntag, gegen Mittag, entwickelte sich dann bald ein reges Leben und Treiben auf der Skibahn, wie es seit Jahren hier nicht gesehen Iworden ist. Jung und alt tummelte sich bis zum späten Abeud auf der Ski- und Rodelbahn des Hoherods- kopfes. Die alten Skier fühlten sich wieder jung und suchten mit der Jugend zu wetteifern. Kreis Friedberg. '2$. Bad-Rau heim, 17. Ian. Der MonM Januar ist die Zeit ber Generalversamrn - langen ber zahlreichen hiesigen Vereine. Jetzt finben wöchentlich mehrere derartige Veranstaltung gen statt. Obwohl sich viele Vereine vorher t>cn ständigen, ist es doch nicht immer zu vermeiden, daß an einem Abend zwei oder gar mehrere Iah resversammlungen stattfinden. Die diesjährigen Hauptversammlungen zeigen säst durchweg, daß das Vereinsleben, das durch ben Krieg schwe> gelitten hatte, sich wieder in aufwärtssteigender Linie bewegt. In allen Vereinen mußten die Mit gllebsbeiiräge der Zeit entsprechend erhöht werden. Von den Versammlungen der letzten Tage erfreute sich vor allem die des Sportvereins eines sehr guten Besuchs. Die Mitgliederzahl ist auf 449 gestiegen, Spiele wurden im vergangenen Jahre 109 ausgetragen. Vorsitzender bleibt auch fürs nächste Jahr Kaufmann L. G e n z e l. Die Rechnung wartete mit Zahlen auf, die den Vor- t 4'<8c Resornchäiisern. Flasche 'Dl. 18—. tum yurqefn b*i Katarrhrn Sofort lieferbar über: 613D Wegen Erkältung des Sängers fällt die eine wirkt, gute Aus- Hensel-Konzert ans in 1,50 M. an 3m Abonnement 10% Ermäßigung. der artburg-Verein f Gießen, den 18. Januar 1922. (Ut fett 8 Johlen an geloltchem AuSichlag mit Marklstraße 4. Jt an an in hi L>^<> r - Eingeführte Gäste willkommen. Ortsgruppe Giehen 6i|rnroortniiciiiäft ^MdtgeM oh, TMojsttti In (Ziehen ober weiterer Umneflcnb ah kauf. ob. ah mieten gesucht. Lchr.Ang. uni. 0415 an den G. An«. noch tägl. A ufnähme für die neuen Tages- und Abendkurse. Prospekt tu Aufnahme- schein frei. IM | Empfehlungen! Rasieren....... „ mit Nachrasieren Haarschneiden. . . von Frisieren....... Haar-, und Vartschneiden Dartschnetden . . . von Kinderhaarschneiden von Pagenschnitt..... Haarbrennen..... die eine wirkt, gute Ausbildung für den kauf- männ. Beruf erstreben, ergeht die dringende Mahnung, sich nur an den Fachmann zu wenden und Auskunft einzuholen bei der 967a Hansa- Schule Gießen Seltersweg73. Fernr.821 Priv.‘Handelslehranstalt von J Kunzeimann, Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. Noch täglich Folge, wenigstens zwei Bande im Zahr, so daN die Ausgabe spätestens 1926 vollständig vor 1,75 5,00 1,75 8,00 3,00 2,50 5,00 6.00 TSien—ÖfteiWc wurde am Montag abend im hiesigen Hauptbahnhof der Ingenieur Leo Lindner aus Wien mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe aufgefunden. Der Schwerverletzte wurde in die Bahnhofs-SanitätSwache verbracht, wo er nach wenigen Augenblicken verstarb. Es liegt Selbstmord vor. fpd. Wiesbaden, 17. Jan. Eine hiesige Firma sandte Anfang Dezember einen Brief nach Johannisberg (Rheingau). Der Brief lief statt nach dem Rheingau über Kopenhagen nach Johannesburg in Südafrika und kam von dort, da selbstverständlich der Adressat nicht ermittelt werden konnte, jetzt glücklich, nach Johannisberg im Rheingau. Auffälligerweise brauchte der Empfänger kein Strafporto zu bezahlen. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. Peter Dunkel (Bretel Dunkel geb. Klenker. wandelt werden. Vermischtes M. M. M. M. an. an. an. an. Diejenige blonde junge Dam© mit rosa Hut, die am Lamsiagnachunttag mn blondem Herrn am Schn- feil berg war, wird um liebe» VebensAeidjen uni uü25 a. b. ®. Anz. gebet Die Preise sind Grundpreise und wurden in Generalversammlung am 16. Januar 1922 einstimmig beschlossen. u Der Vorstand der Friseur-gwangslnnung. Gegen Grippe! „Ihr PALATOL hnbe ich nid wirkungsvoll nudPTobiert bei Schnupfen und Grippe. Schnupfen kenne ich nicht mehr. GrirweansaU. zuerst in beiden Beinen, dann Im Oberkörper und Hal», wurde burdi trifllirbe (Sinreibimn von Bruit, Nucken und Beinen in 2 Tagen behoben. Ein (tzrippe anfall meiner Frau war in 4 Tagen weg." Palaiol au haben in Apotheken, Drogerien und Privat- Handelsschule '• Jenes“ Frische Fische ff. PortionS-Schcllmche Rollmops per 4-Liter-Dose (cn. 25 Stück! Mk. 42.50 per Stück Mk. 2.— Neue Vollheringe S Neue Matjes-heringe pa. vauern-handtäse w/iSo Ql 1 pfo am ff. aem. Zucker, pa. qUwVV Würiel-Narnnabe Büchertisch. — Knut Hamsun, Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Erster Band: Hunger, Mysterien. Deutsche Original-Ausgabc Besorgt und herauSgegeden von 3. Sandmeicr. Umschlag- und Einbandzeichnung von Erich Schilling. Verlag von Albert Langen in München. Die weiteren Bände, von denen Band 2 -9 alte anderen Romane bis zu den „Weibern am Brunnen", Band 10 die Rovellen, Band 11 und 12 die Dramen enthalten sollen, erscheinen in schneller Rottweg das besthewälirle Motor- Fahrrad. 0<5> 51 Die glückliche Geburt eines gesunden Jungens zeigen in dankbarer Freude an Schilling, Fritz Gießen. 82c Babubofstrake 27. 1678a 2Qkrfer’lÄ" ob. wer gibt Grabstücke ab? Lchriitl. vinneb. nut Größe und Breis uni. 425 an b. Gießener AnAeiger. Kirche und Sck>ule. )( Orten berg, 17. Han. Von der Diakonisse der hiesigen Dekanatskrankenpflegestation wurden im Fahre 1920 hier und in den Rachbargemeinden folgende Krankenbesuche gemacht (die Gaben und Kollekten der einzelnen Gemeinden für die Station itehen in Klammern): Ort en berg: 3308 Besuche, 541/2 Rachtwachen, 81/2 Tagpflegen (1675 Mk. 4- 518 Mk. durch ein Wohltätigkeitskonzert des Herrn Ackermann), Wippenbach: 82 Besuche, 4 Rachtw. (25 Ml. 4- 53 Mk. Haussammlung): Selters: 471 Besuche (40 Mk. + 358 Mk. Kollekte): Bergheim: 182 Besuche, 27 Rachtw., 2 Tagpfl. (10 Mk. + 18 Mk. Kollekte): Usenborn: 17 Besuche, 10 Rachtw., 21/2 Tagpfl. (50 Mk. + 35,19 Mk. Kollekte): Lihberg: 359 Besuche, 5 Rachtwachen (145 Mk. 4- 10 Mk. aus der Kirchenkasse 4 4 Mk. Kollekte): Stockheim: 38 Besuche: Bobenhausen: 9 Besuche, 4 Rachtwachen: außerdem gingen ein von Bleichenbach 5 Mt., Hitzkirchen Kirchenkassenbeitrag 10 Mk., von sonstigen Delanatsgemeinden aus Erntefestkollekte 1920 198 Mk., von drei Kassen 400 Mk. und eine Menge Lebensmittelgaben von verschiedener Seite. Die Station wird fast völlig aus freiwilligen Gaben unterhalten. Die einzelnen Gemeinden werden gut tun, die Leistungen der Station für ihre Glieder mit ihren Gaben zu vergleichen. Das Mutterhaus, das Clisabethenstift in Darmstadt, leidet wie alle Anstalten der Inneren Mission sehr unter der Teuerung und muhte durch die Rot gezwungen den Beittag jeder Station an das Mutterhaus auf 4800 Mk. jährlichen Beitrag und Donnerstag, den 19. Januar, 8.30 Uhr abends (pünktlich): Vortrags - Abend im Saale des Gasthofes Hindenburg. Vortragender: Univ.-Prof. Dr. E. Horneffer * Ein Riesenromanerfolg. Die angelsächsische Literatur hat bei dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft einen „Schlager" gehabt, der alle anderen Bücher in den Schatten stellte. Und zwar ist dies ein Roman „Wenn Winter kommt" von 21. S. M. Hutchinson, einem jungen englischen Dichter, der jahrelang Redakteur an einer Lon- doner Tageszeitung war und zugleich verschiedene Romane geschrieben hat. Der ungeheure Erfolg seiner neuesten Arbeit ermöglicht es ihm nun freilich, sich ganz seiner dichterischen Tätigkeit zu widmen. Don dem Buch wurden in Amerika allein vom September bis zum Dezember eine Diertelmillwn Exemplare verkauft, während in derselben Zeit in England 12 starke Auflagen erschienen. Das Buch hat allgemeines Entzücken hervvrge- rufen, nicht nur beim Publikum, sondern auch bei der Kritik, diesich in begeisterten Lobeshymnen äußerte. Wie der glückliche Verfasser selbst erzählt, hat er den Roman in sieben Monaten verfaßt, und zwar schrieb er jeden Morgen, bevor er in seine Redaktion ging, einige Seiten und fand selbst großes Vergnügen an dieser stillen Beschäftigung, der er sich mit ganzer Seele hingab. 1 Das Damen-Rauchzimmer. Bisher waren die Rauchzimmer hauptsächlich für Herren bestimmt, nun ist aber in Reu- york ein Rauchsalon eröffnet worden, zu dem der Zutritt ausschließlich Damen gestattet ist. Dieser Damenrauchsalon befindet sich im 1 Globe-Theatre, und zwar ist er, wie der Direk- ' tor des Theaters, Dillingham, mitteilt, auf ■ die dringenden Bitten der weiblichen Besucher eingerichtet worden, die beim Rauchen unter ; sich sein wollen. Der Salon ist hochelegant > ausgestattet, enthält bequeme Sessel, ein HrtymohiMLitatiii’ Sonntag, den 22. Januar 1922, nachm. 4 Uhr, in der Neuen Aula der Universität: Hermann-Löns-Abend Rezilalor: Dr. Friedrich Castelle m Bres’an. Eintrittskarten znm Preise von Mk. 7.—, 6.— und 5 — imVorverkauf in der Musikalienhandlung E. Challier, Neuenweg 7, und an der Abendkasse. Studentenkarten zu Mk. 5.— und 4.— nur bei Challier. 663v Der Re’nerlrag JlieOt der Gedächtnisjpende der Dniversiläl zu. Latinern. Oraecum. ffiatn« rum. Brio. Einzelvorber. CberL I>r. Koene, t,9 Goeihesttaire 34. anschlag mancher kleineren Gemeinde der Frte- f' denszest weit übertreffen; 35 000 Mk betrugen ] die Einnahmen etwas über 34 000 Mk. die Aus» | gaben — Der Gesangverein .Concordia" der in } btefem Zähre die Feier seines 60jäbrigcn Bestehens begehen kann, konnte in seiner Hauptversammlung auch wieder über erfolgreiche Tätigkeit im abgelaufencn Zahr berichten. Die Mitglieder- rahl beträgt 171, Vorsitzender bleibt Kaufmann Weber — Auf ein bald 50jähriges Bestehen kann der Krieger- und Militärverein Hassia" zurückblicken. Er hielt am Samstag feine. 45 ordentliche Generalversammlung. Trotz- dem der Verein mit seinen Wohlfahrtseinrich- tungen während des Krieges viel Segen gestiftet hat war fast überall nach dem Kriege das Interesse'für ihn etwas km geworden. Heute kann aber ^freulicherweise wieder von einem Ausleben des alten Kameradschaftsgeistes berichtet werden. Besonders die altgedienten Soldaten stehen treu zur '-ahne ihres Vereins, die jüngeren Leute halten sich leider mehr fern. Die Witgliederzahl, die nach dem Kriege etwas zurückgegangen war, ist wieder auf 242 gestiegen. Als Präsident bleibt durch Wiederwahl der langjährige verdienstvolle Dereins- 'citcr Stadtv. Ehr. Schäfer, an der Spitze der ^merabkbaft stehen. In üblicher Weise wurden die Mitglieder, die dem Verein 25 oder 40 Zahre ^gehören, für ihre Treue durch Verleihung der ilsprechenden Hassia-Abzeichen ausgezeichnet. Seine Vortragstätigkeit will der Verein noch in diesem Winter aufnehmen. Bezüglich der Krieger- 'ledächtnisseier will man am alten Brauch, wonach bet erste Sonntag im September dafür benutzt wurde, auch in Zukunft festhalten. — Die beiden ältesten und größten Vereine am Platze, der Gesangverein „Frohsinn" und der Turnverein 1 8 6 0, werden ihre Hauptversammlungen erst Ende des MonatS abhatten. bs. Aus dermittlerenWetterau, 17. Jan. Obwohl es die letzten Wochen viel regnete and eine dicke Schneeschicht zu Wasser wurde, genügt die Feuchtigkeit immer noch nicht. Der Land mann sagt: „Die Drainagen taufen noch nicht und bevor diese nicht rieseln, langt die Winterfeuchtigkeit nicht zu. In den letzten milden Tagen ist der letztgesäte Weizen aufgegangen.Der ersten Frostperiode im Rovember, die das Saatgut gerade im Reimen ließ, hat also nichts geschadet. Auch weiterhin Schnee und Regen, das ist der Wunsch des Landmannes. Heffcn-Nasfau. fpd. Frankfurt a. M., 17. Jan. In einem Abteil erster Klasse des Schnellzuges erhöhen: dazu kommen die \ Station. Als Antwort aingen icdoch 1921 allein aus Ortenberg 400 Mk. freiwillige Gaben ein, der beste Beweis, daß die Gemeinde nicht willens ist, trotz erhöhten Beitrags die Station aufzugeben. Wenn möglich, soll die Station, falls die Gemeinden ihre Unterstützung nicht versagen, zu einer Bezirksstation etwa für Ortenberg, Selters, Wippenbach und Lißberg umge- 600 Mk. Versicherungsgelder für die DiakonMen I Grammophon, und Zigaretten werden hier ht sonstigen Kosten der jeder Preislage verkauft. rn jedoch im Zanuar | -- und findei voraussichtlich Anfang Avril statt. Die gelösten Karten bebotten Gültigkeit. MMlMmMWÄWckii 3n Anbettacht der fortgesetzt steigenden Lebens- mittelpreise sowie Unterhaltungskosten sahen wir uns genötigt, ab heute eine Steigerung unserer Bedienungspreise eintreten zu lassen, und zwar kostet allen Geschäften ab heute das «Ä Ä ? die J t Alten1' SxW ft taA ft teÄ. ** Äinfs-s tb Miragen. aussage erstag: ÄS.te Gietzcn. dreMlger Pause der Jln. seine erste Ler- ^er langjährige Präst- ^uttnonl., legte ! Altersrucksichten sein -ekle wurde Lchreiner- l l m. gewählt. Von ^Antrag aus Aus- rstellt, der jedoch von en Mitgliedern abae- n vergangenen Jahre esangverein, der chl aufweist, hält am b seine Genercüver- ttig ist man damit be> MLe einzuüben, um er einen allgemeinen :ranstalten zu können. llöseld. n. Anlählich seines sech- leranftalfete der hiesige Pseiserschen Saale eine til Theateraufführungen 2, darunter das betanntc; iden" stellten an die Dar- gen, die aber von ihnen gelöst wurden. Geleitet Lehrer Gundrum, der keine Arbeit und Äühc »inte, beten Angehörigen bei ihm in bie Schule wh zu schassen. dingen. 17. Jan. Der An- ), den der Sesangvtt- in diesem Jahr sein einen Mitgliedern und einen wohlgelungenen wies sich für die zahl' ,u klein. Die vorge- ten von einer Vorzug- m:n infoIgeMI*ur-f les Dirigenten, Kapm n, zum Dirkungsvoll.u heaterMe wurden flo« tote- W .«en Beifall, auch?« » hergerichlet,D'e^ nö theattalischrn w X "»er P 'M Lehrer Wilhelm Faber und Frau Emilie geb. Faber. Reiskirchen, den 16. Januar 1922. oess Junger Huud iDlickell'Aliaelaufen. 671 K. Lanti Wwe.. Gleiberg. liegen wird. — Die Leipziger Illustrierte 3c i- u n g (3.3- Weber) tritt mit ihrer Rummei 4065 in so hervorragender Ausstattung und mit o gediegenem und reichhaltigem Inhalt ein. daß sie ihren alten guten Ruf wieder vollauf rech'." fertigt. Ein prächtiger Vierfarbendruck, betitelt »Der Winter in den Bergen: Mvrgensonne" nach einem Temperagemälde von S. Reumann beweist die hohe technische Leistungsfähigkeit. Den internationalen Wintersport ve.anschaulich! eine vorzügliche ganzseitige Reproduktion „Skckjöring-Kon- kurrenz auf dem gefrorenen St. Moritzer See im Engadin" nach einer Zeichnung von Felix Schwormstädt. Ein reichbebildetter Aussatz „Mongolische Frauen" von Hermann Consten bringt hochinteressante Darlegungen über Sitten und Gebräuche in der Mongolei. Ein Artikel „®ie Unabhängigkeitsbewegung in Indien" von Privatdozent Dr. Ernst Schultze verdient eingehende Beachtung. Reizende Bilder „Süddeutsches Land" nach Radierungen von Walter Waentig erfreuen den Besucher. Wunderschöne Kinderbild.,i'se „DeS Hauses Sonnenschein" bilden eine Ergänzung des Preisausschreibens. Verschiedene seltene Bilder aus dem Leben des Damwildes bringen Zagem und Tierfreunden besondere Freude. Die aktuellen Tagesereignisse sind in Wort und Bild wieder- gegeben. Der Einzelpreis des Heftes beträgt 1 Mk., ein Dierteljahresabonnement 40 Mk. Schneiderin "S" Stunbfdiafi an <$*' Marktplatz II Hl ich daS Obel völlig brlfiligL 'S. S . Poliz -Serg Dazu Zockoob-Cremc(nt4t1flttnb u.selthallig)Vnall.?tpothek., ■ Drogerien il Porsümerien. In K iefren in der Trog. Winterboff, Krenzplatz 9 10, Löwen -Trogeric und Victoria-Drogerie, t | Mietgesuche | 2unm61)lkrtt3iinnitr von ält. Herrn zu mieten Qefiidit.erforberhdjenfallC' im Tausch gegen 3- bis 4-^iiiimer-Wodniing. Schrifll. Angeb. linier 685 an den Gießener Anzeig. Aufnahme für die neuen Tages- und Abendkurse. Prospekt frei. Vogtes. Handelsschule Gießen Goethestr. 32 Tel. 2064 Anmeldungen für die neu begonnenen Kurse 1 werden noch täglich entgegengenommen. Prospekte frei! Hotel Einhorn Donnerstag, den 19. Januar 1922, 8 Uhr abends Außergewöhnliche Sonderveranstaltung. Einmaliges Gastspiel des großrussischen Balalaika-Orchesters Leiter: Dr. Eugen Smerkoff unter Mitwirkung der berühmten russischen Solotänzer Helene Sokole- ka.ia. Alexander MaxlmofT, Woldemar Hutechkoweky sowie des Heldentenors Alexander Preobragensky und der L Sopranistin Barbare Sazonzowa von der Moskauer Opera. üeberall. wo die Gesellschaft auftrat, wurde sie stürmisch gefeiert Die gesamte Presse des In- und Auslandes ist des Lobes voll Elntrltteprei*e: Mk. 15.—. 10.—. 6.—. au»*chlleülich Steuer. Vorverkauf in der Musikalienhandlung E. Challier. Sonntaa. 29. Jannar, abendS 7V3 Ubr in der TurnbaUe am QSwaldSgarten Wohltätigkeits - Konzert zum Besten der Jugend-Fürforge. wv Ausgeführt v. Freunden u. Mitgliedern d. Vereins. Milwirkende: Fräulein Aenne Hochbutb (Gesang) vom Konservatorium Franriurl a. 'Ui. Karten für Mitglieder und deren Angehörigen zu 4, 3 v. 2 Mk im .beim. Diezstrane; für J?“*-' mitglied.7,6,5u.4 Mk imMusikhauSBusch,Kirchenpl. LaiilüvilWasll.LolalvcrtiMieheli Wir laden unsere Mitglieder zu einer Sitzung am Freitag, den 20. Januar 1922, nachm.S /, Uhr, ins Hotel Schütz ergebenst ein. Tagesordnung: 1. Referat des Herrn Dr. Koeppgen-Lich über Bodenfi age. 2. Bestellung von Saatkartoffeln. Es liegen Angebote vor, wobei Parnassia mit Mk. HO.- bis 120.-, Deodara zum selben Preis, Industrie zum selben Preis und Woltmann zum Preise von Mk. 100. - pro Zentner angeboten werden. Die Zusaoe muß telegraphisch erfolgen, daher bindende Bestellung nötig. (6620] Der Vorstand. sd)O,tctt- . 1an, ft«1 Sonntag . 3n' rsAs jrÄs M SjoW1;, ogen» 8“ ri-Sderg' ää*: oe» Hie MD E,-1! k t"“ 6 t * veutscher Ossizierbund 43i.ep.-6errm.100 000 // m. Gefchnsi au übern., ürb au beteil.ob einAiibcirai.Sch. Ang, n. 0613a» d. G. A»A Zamilien'penfion für 1-2 €»filcr. Schristl. Angebote unter CM an den Gieß. An?.. Benellungen für Tpcisc» und Saatkartoffeln nimmt fchrifilich en.gegen Ernst Perthei. 0600 Asterweg 20. ir i »irry,9^TT?TTjniPTrrTIR Wieder eine große Sendung Lippesche Ferkel und Läuferfchweine etngetroffen. Adolf Henrichs, Heuchelheim Zur Ludwigsburg. <669»Telephon 8 i •. | Jakob Fischer, Eisenbahnassistent Frau Margarete Weller Witwe im Alter von 57 Jahren. geb. Müller. zu verkanten 0601 Walltorltrake 75 p. Gießen (Roonstraße 33), den 17. Januar 1922. 658D Wieseck, Darmstadt, den 18. Januar 1922. Die Beerdigung findet Donnerstag, nachm. 2 Uhr, vom Sterbehause Schulstraße 8 aus statt. 68q Gießen (Lieber Straße 29), den 16. Januar 1922. Die Beerdigung findet Freitag, den 20. Januar 1922, */a3 Uhr, 65P fähige von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 0627 Thea Butzbach, den 17. Januar 1922. Frau Luise Leib Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. Januar, nachmittags 4 Uhr, statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 656D Krofdorf, den 18. Januar 1922. 670 fofort gesucht. 655 und Wäsche. 074 Neustadt 19 I. halt gesucht 0635 Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden t Marie Einhäuser stundenweise. 0634 Wcttergasse 5 II. 652D | Verkäufe flirt o. 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Elsaff- Lothr., die noch nicht Aitt- glied sind, werden hiermit zum Beitritt elngeladen. Tages-Ordn.: 1. Verteilung der Antragsformulare, 2. Vortrag d. 1. Vorsitzenden über die Entschädigung-gesetze, 3. Besprech. d. "AntrogSsormu- lare. °62" Der Vorstand. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere unvergeßliche, treusorgende Mutter, innigstgeliebte Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fran Margarethe Klein geb. Pauly plötzlich und unerwartet im 78. Lebensjahre in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Fan. Lidwig Alflen, Lokomotivführer; Fan. Ferd. Alflen, Friseur; Harle Wold! Wwe. und 10 Enkelkinder. A.E.G.-Mr Gleichstrom, Tnv NEG10, HO V., 12,6 Amp., 2370 Umdr. dauernd 1,5 PS„ ul Zentrator u. Anlasser, Kupserwicklung, fast neu, preiswert abzugeben. 687 Otto Abt, Nidda (O.-H.s. Weiffemailliertcr 100x65 cm, gut erhalten, 1 irischer Cfcu, neu, 1 Svirttuöosen zu verk. 0631 Sandgaste 11 I. L Ein transvortabl. braun. 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Gestern entschlief sanft nach kurzem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Gattin, unsere herzensgute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Sm-'* Mitgli* 6trWW Jioöoooe^L, tinrtmcSÄ?® ' ELzKd°ft MM , »tntf adt J§§äy§* 52^2^' ZUS fft*. .^Qldjfeiiel Zrs!»--s Ycnil[t>‘eunF^n71 K- 15* Brennholz auf! jede Lorie u. jede; .hionium. Sabhini] fofort. 558D Wanbln, Wachfers- nnrr, Vod ^ombntfl, amchreveÄnüMllleoi im aeiudjt BnrzM Inneb. erb. ir. J.U.2UM 162s8> an den Gtey. An». Kauft fletraflcuc Herren- and Tnmciiklcider, Zchubc und Wäsche. 074 L. Rosenzweig Kienen,CeltcrsweMI fische tmöeier unö Sütter § üaufi jedes Lunntnm HebciiJniittcb&MW Mel.JbHa vttfojj Vere».e_J Hilssbund dcr Kllasi-Lochnnzcr. Sonntag, 22, Januar, cium i" Gienen, Wallior- itrnhe: Versammlung der Maliederd-Ort^ruv-k, die PerdrängunaSi^ L«L«°l""7S beal'üän'gen. 4i' «li,bSÄ6*: feÄÄ S-LZL 17. Jan. 16. ?aii. Datum: 814,70 815,85 Dörsenkurse. Berlin i-u: KurS im- hängen Teil Marknotierungea. 18. L Schweizer Franken 100 Kr. Oberschl. Gisenb.-D. Oberschles. Eisenind. Phönix-Bergb.-Akt. Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 100 645, 6L0, 490, 640 870, 560, 553, 6»5, 312,10 2/,43 62,15 123,65 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Pari». . . . Neuyork . . 6,22 306,35 29,03 62,10 123,65 787,70 789, ü 186,06 L'6,44 6,08 311,40 27,37 61,95 123,35 Echuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4*, Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank KurS 17.1. 77,50 88,20 104,59 71,- 415,- 393,- 295 — 16. 1. 77,59 88.50 103,50 71,50 425.- 417,- 280,- 280,- 455,- 407,- 305,- 300,- 287,- 945,— 725,- 8u0,— 891,- 985,- 700.- 865,- 897,- 1420,- 73 ,76 610,- 1004,- 577,- 549,- 700,- 950,- 611,— 619,50 49», — 75,- 680,- 7 92 6.50 -,53 1.7.14. , . Fr. 125 40 . . Fl. 59.20 , . Kr. 88 80 . . Kr. 11780 , . Kr. 88.80 . . Kr. 117.80 . . Sh. 97.80 . . Fr. 125.40 . . $ 2X80 670, 228, Kurs 17.1. 77,50 8^50 103,50 71,50 410,- 397,- 293,- 280,- 455,— 410,- 308,- 295,- 286,- 973 - 710- 865 - 89S - 1400 — 735,- 610 - . 990,- 565, — ■ 545,- ■ 697 - . 985,- • 630,- . 610,- - 490,- 5 7b,- - 665, — ■ 228,- Kurs 16. 1. 77,50 88 25 104,30 71.- 424,50 401,- 297 - 285,- 465, — 415,- 320,- 297,- 290,- 982 - 715,- 84d,- 870,- 1335,- 735,- 616,- 970,- 577,- 558,50 700,- 969,- 6-10, - 609,50 5.0,75 - 76,- ■ 688,- 2,75 1,46 2,75 32 - 2,20 Datum: S'/.Dtsch.KriegSanl. 4'/,Dtjch. Reichsanl. 3°/»Dtsch. Reichsanl. 4*/0 Preuh. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Milleld. Ereditbank. Nationalbank f. D.. Doch. Gußstahlwerke Dud.- Gisenw.- Akt.. D.-Luxemb.Dergw.. Gerichtssaal. ReichSgerichtsbrief. rz. Leipzig, 16. Zan. Wegen 189.50 2.775 0.17 8.60 42.25 21.79 2245 40.45 0.80 515.- 1.80 0,17 16.1. 2,85 1,48 2 78 32,75 2,20 Derlmer Devisenmarkt. Geld Drtef Geld Dries 7,79 6,60 -,54 3721,35 3d-8,65 2797,23 2802^0 468, 415, 327, 290, Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien Prag PariS ...... London ...... Italien ...... Brüssel ...... Budapest Neuyork Agram Warschau Dr. Preiswert und Pahl—Dr. Dührhen noch. 189.75 2.70 0.16 8.65 41.95 21.77 22 40 40.50 0.70 515.- 1L0 0,18 Fl- = Nlk. = Kr- =■ Kr. = Fr. =■ £ - L. = Fr. H Kr. = r — Kr. — (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine neue Entschließung des amerikanischen Senats. Washington. 16. Jan. (WTD.) Nachdem die Finanzkommission im Senat ihre Konklusion bezüglich der Konsolidierung der Schulden der Alliierten im Senat dargelegt hatte, legte Senator Mac C o r m i ck seinen Antrag vor. Eine halbe Stunde später beschloh der Senat eine Reso- lution in der er vom Staatsdepartement jede mögliche Aufklärung über die finanzielle Lage der europäischen Negierungen, insbesondere hinsichtlich ihrer militärischen Ausgaben, fordert. London, 17. Ian. (WTD.) „Daily Ex- pretz" schreibt zu dec Annahme ter Resolution von Mack Cormick durch den amerikanischen Senat, dies könne als die e r st e Antwort der Bereinigten Staaten auf die neue m t • litarisllsche Regierung Fran kreichs angesehen werden. Die französische Politik drohe die wirtschaftliche Wiederherstellung TeutschlandS und dam.t Mitteleuropas für eu.e Frantsurt ihr- l-ilbr- Schlutz- Schluß der zu sechs Monaten und drei Tagen Gefängnis verurteilt worden. Am 26. Juni 1920 hatte die Revision einer Muhle in 11. stattgefunden. DteRe- vision konnte nicht 'beendet werden, deshalb wurden die Mahlgänge versiegelt und die Mühle geschlossen. Am nächsten Morgen kam der Wachtmeister Gr., um die Mahlgänge aufzuschliehen und den Mühlenbekrieb zu überwachen, bis der Revisor zur Stelle war. Bor der Mühle hatte sich eine Menschenmenge von ungefähr 100 Leuten angesammelt, die den Wachtmeister mit Schrmps- worten empfingen und Freigabe ihrer Mehlvor- cäte, die in der Mühle waren, verlangten. Der Beamte begab sich in die Mühle. Die Haltung der Menge wurde immer bedrohlicher, so dah der Beamte telephonische Hilfe herbeiholen wollte. Da ries der Angeklagte: .Das Mißgeburt kommt nicht wieder heraus, eher schmeißen wir ihn in die Dach." Der Angeklagte hat also, stellt das Urteil fest, an einer öffentlichen Zusammenrottung teil- genommen. die. wie er wußte, widerrechtliche Zwecke nämlich die Freigabe ihrer Mehlvorräte durch Bedrohung eines Beamten, verfolgte. Dann hat er diesen Beamten auch noch beleidigt. Gegen das Urteil hatte der Angeklagte Revision eingelegt, in der er geltend machte, das) eine Amtshandlung gar nicht vorgelegen habe. Da jedoch im Urteil das Gegenteil- festgestellt ist, so verwarf daS Reichsgericht die Revision als unbegründet. Wegen Bestechung ist am 8. April v. I. vom Landgericht Gießen der Weber Ludwig Junker II. zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Er war Aufseher im Untersuchungsgefängnis zu Gießen und hatte die Untersuchungsgefangenen. von denen sich immer mehrere in Hner Zelle befanden, zu beaufsichtigen. Aus deren Derlangen hat sich der Angeklagte dann bereit erklärt, ihnen Zigaretten zu besorgen, obwohl ihm dies streng verboten war. Die Gefangenen bezahlten die Zigaretten teils in bar, teils in Sachen. Gegen daS Urteil hatte der Angeklagte Revision eingelegt. Er behauptete, es sei die Deamteneigenschast nicht sestgestellt, er hätte deshalb nicht als Beamter angesehen und dem- gemäh verurteilt werden dürfen. Das Reichsgericht verwarf jedoch das Rechtsmittel als unbegründet. da die Dcamteneigenschaft des Angeklagten einwandfrei festgestellt ist. Skaudalierender Besuch auf Redaktionen. mc. Frankfurt cl 1, 16. Jan. Sine Lehrerin, die aus bestimmten Gründen (Krank- hell) ihre Stelle aufgeben muhte, und bereits mit einer Beschwerde dieserhalb von den Stadtverordneten, dem Magistrat und dem Allg. Elektt.-Ges. . . Felten & Guilleaume 1000, Mitwirkung Frankreichs das Schlimmste wissen, und der Plan eines militärischen, wenn auch noch so beschränkten Bündnisses'sei verurteilt. Polncarä — Lord Curzon. Paris, 17. Jan. (WTD.) Die Unterhaltung zwischen P o i n c a r 6 und Lord Eurzon dauerte von nachmittags 3l/z Uhr bis abends 9 Uhr. Dec „Petit Parisien" glaubt zu wissen. Lord Curzon habe den britischen Standpunkt über die internationalen Probleme, die die beiden Länder interessieren, insbesondere aber diejenigen, die den Gegenstand der augenblicklichen Behandlungen bilden, auseinanderee eht. Da die äuh re Lage noch nicht im f anzösi.chen Ministerrat geprüft worden sei. und das Ministerium noch nicht sich untereinander habe verständigen können über die zu befolgende Politik, habe P o i n c a r 6 seinerseits nur seinen persönlichen Standpunkt mlt- teilen können. Nach anderen Blättern soll die Aussprache demnächst bei einer erneuten Begegnung fortgesetzt werden. London. 17. Jan. (WTD.) ..Daily Herold“ glaubt, dah Poincarö den Angoravertrag als Grundlage benutzen wolle, um ihn bei der Anerkennung derSowjetregierung auszuspielen Lloyd George wird reden. London. 17. Jan. (WTD.) Man erwartet, dah Lloyd George demnächst zwei wichtige Reden halten werde; die ei e üb:rntorg-n über die internationale Lage, und die andere über die innere Politik dec Koalllion. Genera-tton zu verhindern. Ein Blick m die französische Pce sc von beute zeige die vollkommene Unfähigkeit der Franzosen, die 'Welt zu erkennen, in der die Menschheit teil der Beendigung des Kii g .S l.ide. Die Frage deS enLl.fch-frauzösifch. DündniffeS. London 16. Jan. iWTD) Der .Manchester Guardian" schreibt in einem Leitartikel, die Ausdehnung des englisch-französischen Bündnisses gegen Deutschland im Osten, d. h. auf Polen, werde Poincace bestimmt nicht erhalten. Wenn, was sehr leicht wahrscheinlich sei. Lloyd Georrge finden sollte, dah ein Uebereinkommen mit Frankreich unmöglich sei und dah die Mitwirkung Frankreichs bei dem Weck des Wiederaufbaues von Europa nicht unter Bedingungen zu erreichen sei, die er geneigt wäre, anzubieten, so wurde das Werk trotzdem fortaeseht werden müssen Das würde nur unter groben Schwierigkeiten geschehen können. Soweit Deutschland in Betracht komme, sei eS geradezu unmöglich, denn wie könne ein Land wieder aufleben, das dauernd mit militärischer Besetzung bedroht werde oder wie könne Deutschland bei der Wiederherstellung deS Han- nahmeaneine'rZusämmenrottung und wegen Beleidigung ist vom LandgerichtGie- h e n am 31. Mai v. 3- der Arbeiter Karl Schnei- Die „Times". London. 16. San. ,WTD.) Der „0tar^ schreibt In einem Leitartikel, die .TimeS , die seit 191 4 mit Frankreich durch dickund dünn gegangen sei. fei jetzt genötigt, von ihrem Sonderberichterstatter eine Uebersicht über die französische öffentliche Meinung zu veröffentlichen, die den Ernst der Lage erkennen lasse. Die Briten räumen Eüdirlaud. London. 17. San. (WTB) O f^iell rotrö mitgeteilt, day die Räumung Sudtr»ands durch die britischen regulären Streitkräfte u n - vorzüglich begonnen werde. Demnächst werden 10 Bataillone Infanterie ab'raneportiert werden, denen die Einheiten der anderen Waffengattungen folgen werden. Drohende Unruhen in China. Shanghai, 16. Jan. (WTD) General Wu-Tei-Fu, ter General n'pek:eur der Provinzen Hupeh und Hynan. hat an den neuen chinesischen Ministerpräsidenten ein U l 11 m a t u m gerichtet. in dem er den Rücktritt der gesamt e n ch i n e s i s ch e n R e g t e r u n g noch vor Ende der Woche verlangt. Wenn der Ministerpräsident dem nicht Folge leiste, werde er mit Gewalt vertrieben werden. Handel. Berlin, 17. 3aüen und werden diesen aller Voraussicht nach Folge leisten. Die Nürnberger spielen am 19. März in Barcelona, dann noch 11 Madrid und Bilbao. Slavia tßrag und die Spielvereinigung Fürth treffen stch am 9. April in Prag im Rüchpiel. Das erste Treffen in Fürth sah bekanntlich die Süddeutschen mit 4:0 als Sieger. — D ie Weltmeisterschaften im Eisschnelläufen, die am 15. Februar in Christiania entschieden werden, bringen voraussichtlich die erste Ilasse der Eisschnelläufer an den Start. Ihre Meldung abgegeben haben der Finnländer A. Tuomainen, die Russe'n W. und P. Ippolitofs, die Norweger K. Storm, de Olsen und Roald Larsen sowie die Schweden Thumbecg und Tlombreen. — DieSchachmeisterfchaftdecDer- f i n er Schachgesellschaft, die zu den spiel- stärksten Vereinen der Welt zahlt, hat mit der ersten Runde begonnen. Als Anziehender siegte Schlage geg n Gcegvrv; alZ Na hziehen e Kretzsch- mar über Pelzer, Ahues über Rotenstein und Meiselis über Bodenstein. Die Partien Westsahl— Amsterdam-Rotterd. 6768,20 6781,80 6813,15 68 6,85 Brüssel-Antwerpen. 1448,55 1451,45 1458,50 1461,60 Christiania 2877,10 238 ,90 z8j:,l) 2ju2,'K) Kopenhagen 3571 30 367»,70 3716,25 372 ,75 Stockholm 4585 40 094 60 4620,35 4629,65 Helstngfors 341,15 341*85 344,65 315,35 Italien 804,15 825,85 London 779,20 7'0,80 Neuyork 184,'>6 184,44 Paris 1510,951514,05 Schweiz ..... 3566,40 357 ,60 Spanien 273',25 2742,7 5 Wien (altes) .... -,- Deutsch-Oesterr.. • . 6,18 Prag......... 305,65 Budapest 28,97 Buenos Aires . . . 61,90 Bulgarien 123,33 Konstantinopel ... Züricher Devisenmarkt. 17.1. Gelsenkirch. Dergw.. Harpener Bergbau. 1365, 735, 1525,95 1529,05 WA - £LTL WEIN. M« Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Aus den Waldunden der Stadt ©iefjen, Bezirk des Försters Geisel in Giesten, und zwar aus den Abteilungen 105 b 107, 110 b sollen am Montag, den 23. Januar 1922, vormittags 9'/, Uhr beghmenb. versteigert werden: 1699 Fichtendrrbstangen 1. Kl. mll 175,25 Fstm. 1235 Fich enberbflangen 2. Kl. mit 58,79 Fstm. 18 Fichtenreisstangen mit 0.28 Fstm. 66,1 Rm. Fichtenstöcke. Zusammenkunst: Alter Steinbacher Weg. am Waldeingang. Diesten, den 17. Januar 1922. (665b Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Rosenberg. 3n der Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 1921 haben sich in unseren Strastenbahn- wagen nachstehende Gegenstände vvrgeiunden: 3 Paar Damen Handschuhe, 1 Kinderhandschuh, 1 Kinderstrümpfchen, 1 woll. Kinderschuh- chrn, 1 Handbeutel, 1 Damentäschchen, 3 Damengürtel, 4 Damenschicme, 6 Eeldböcsen, 3 Bücher, 1 Ro'enheft, 1 Markttasche, 1 rotes Deckchen, 1 Arbeitsjacke, 1 Rucksack, 3 Dutzend Kreide, eine Blechbüch e, 1 Rolle Tapeten. 1 Drille mit Etui, 1 Aktentasche, 1 Säbellasche, 1 Schlüssel. Die vorbezeichneten Gegenstände formen bei der unterzLichne.en Verwaltung, Zimmer 4, in Empfang genommen werden. G i e 6 e n, den 16. Januar 1922. 664 B Elektrizitätswerke und Strabenbahn der Stadt ©leben. Stolte. sind einzeln abzugeben. Angebote R o d h e t m a. b. 03., den 17. Januar 1922 Der Bürgermeister: Dender. Äen-stmmliolj. Die Gemeinde Rodheim verkauft 143 Festmeter Fichtenstammhvlz auf dem SubmissionSwege. Dte Le.taufsbedingungen liefen zur Ei.ls-cht der Zntecesscnten auf der Bücaermeistecei offen. Die Einreichung dec Offerten hat bis zum 31. Januar auf der Bürgermeisterei zu erfolgen, mit Aufschrift ^Submission auf Fichlen-Stammhvlz". Die Oeffnung der Offerten erfolgt am 1. Februar 1922, vormittags 10 Albt, auf dem Rathaus. Die Lose 1 bis 6 lagern im Distritt 6, Dem- bachswald bei Rodheim. Die Lose 7 bis 12 lagern im Distritt 11, Hain bei Bieber. Auskunft erteilt Förster Wagner. 6730 Los 1. 13 Stück Schnittstämme mll 13,46 Fstm. Sperrplatten tn allen Stärken, sowie Elchen- und 384 Buckcnsuruicre empfiehlt billigst 8ml H. UiiM, Hotzwittnst-rik, ßitßtn. 2. 12 Stämme 2. Kl. 13,12 3. 20 „ 3. „ — 14,69 — 4. 19 „ 3. . — 14,04 - 5. 20 4. . •e 7,39 — 6. 50 4. . 10,03 — 7. 4 — Schnittstämme — 4.18 - 8. 12 Stämme 2. Kl. 14,55 9. 20 „ 3. . 14.09 10. 19 — . 3. . 14,07 11. 41 — „ 4. . 11,51 — 12. 35 ■ 4. . M 11,70 e Iahrellnrae i 2. Achtung! Achtung! Ab morgen bis elnechl. Sonnta<: 5 „Dergelieimnisvölie ßoich“ a 6. und letzter TeiL Fernen 653c £ Cl UC1 . Maclste, der Mann des Scbreckens < -ave tnrrcv Gevrouch vun crenneyeTS Medizina!' rn 0 . • ß btsrilist.K' A X aA bi; dahin alle and rn I ,"gcwandien 1' t: cl wwyVJ arrtiEfSr uetiaaicn. Bona,' B. /B ' Ä inB AurStaSbchd:g. Cf LA ilt Herbe-Llcrr.e n: o.evlen. 8u Haven in allen Dro-enrn u. 'Pe.liu»,e - Rente letzter Tas: ' Goliath Armstrong 4 3. Teil. Straf Hhssketten neii < Lichtspielhaus BahnhofetraOe 34 Steuerfachbureau Dr. Burgbacher und Dr. Büche Beratung io allen Slsaar- u. WirtscbaltsangilegenlieiteD Anleeun•«: von htllnnsen« Peinlichste Dli^reiion. Auch schriftliche Auskunftserteilunor. Üebernahme von Syndikaten für Verbünde und Genossenschaften. 6/484 Frank fort a. M.. Schillerstraße 2 Femspr. Amt Taunus 2589. EckeHanprwache gar Hltte auNHchneiden und aut heben. Heute letzter Ta«. DasgroßeRadiumgehelmnls Ab morgen bla Inkl. Sonntag: „Harry Liedtke und Käte Dorsch“ in .Schauspieler der Herzogin* Geeellachaftsdrama In 5 Akten. Femen „Alb?rt Steinrück und Lil Dagover“ in dem großen Monumentalfilm in 5 Akten Der Richter vonZalamea In Vorbereitung: „Frau Dorothys Bekenntnis“ Nr. (5 Zweites Statt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen) Mittwoch, (8. Januar 1922 .—'^.■>^—■1...., — — Jill III1H , II ,, BUH—IIIIII1M—------, — --- Jugend und Partei". gehalten werden. G. 6- Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Steife!1 (Fortsetzung folgt.) der über 2lm Spätnachmittag hielt der erweiterte Vor stand des '.Reichsve banDes ter Deutschen WinDb Tie Frau Mutter ist jach hochgesahren, hat abwehrend die Hände zur Zimmerdecke empor» gestreckt. 3n das schörre Gesicht der Steife aber ifi das Blut geschossen. Die Schwestern Haden aufgejubelt, und die Lore, daS Küken, hat als Zugabe in die Hände geklatscht, als ob sie nicht in der Gieieschen Mansarde, vielmehr im Königlichen Schauspielhause wäre und Herr IsflanD splelle. „Ist ja gar nicht daran zu denken," sagt die Mutter endlich. „Liede Frau von Dachroeden . die Kosten i Wie sollt' ich das arrangieren, allein schon mir den Toiletten für die Steife? Der Luxus in Wien soll ja unerhört fein." Die kleine zarte Frau lächelt wieder listig und lustig, beugt sich ein weniges vor: „Run, das ist wohl nicht so arg, wie Sie sich das vorstellen Tie liebe Luise wirkt auch ohne große Toiletten, mutz fct). bemerken, ohne sie eitel machen zu wollen. ülnd zudem hat mir mein Schwager, der an alles denkt, nicht nur an aie Schicksale des Preußischen Staates, eine stattliche Anweisung auf sein Bankhaus Splittgavber geschickt . . , das langt für uns beide." „Ich kann doch kein Geschenk annehmen von dem Herrn Staatsminister." „Aber — aber — Hebe Frau von Giesel Ich bin's ja, die bittet. Recht herzlich 'bittet, das) Sie mir die Steile mitg.ben, Ja . . und übrigens, da bin ich vorhin unserm verehrten alten Papa Blücher Unter den Linden begegnet. Er blieb stehen und machte sein Späßchen, und ich men: „Aus gute Reisekameradschast, Steife! Und auf Du und Du!" Die Blüchernichten. Vornan von HannsvonZobeltitz. — D i e Spiele um die Mittelbe ut- sche Fußball-Meisterschaft treten jetzt wieder in den Bordergrund des Interesses. Arn 12. März treffen sich in Leipzig Rorbwestsach- fen und Elbelreis, In Chemnitz Mittel- und Westfachsen und inDresdender Saalekreis und Ostfachsen. Am 19. März begegnen sich in Mittweida Thüringen und Mittelfachfen, in Magdeburg Ostfachsen und der Elbekreis und in Plauen West- und Rorbwestsächsen. Am 26. März spielen in Erfurt Thüringen und Saalekreis, in Leipzig Mittel- und Ävrdwest- sachsen und in Dresden West- und Ostfachsen. Am 2. April stehen sich in Glauchau West- sachsen und Thüringen, in Chemnitz Ost- und Mittclsachsen und in Halle der Saalekreis und der Elbekreis gegenüber. Am 9. April treffen sich der Saalekreis und Westfachsen in Halle, Thüringen und Rorbwestsächsen in Jena und der Elbekreis und Mittelfachsen in Magdeburg. Der 16. April vereint Rorbwestsächsen und deu Saalekreis in Leipzig, Thüringen und Ostsach- fen in Erfurt, sowie Westfachsen und den Elbekreis in Zwickau. Die letzten Spiele finden am 30. April zwischen Ost- und Äordwestsachfen in Dresden, Eaalekreis und Mittel!achsen in Halle, sowie Elbekreis und Thüringen in Magdeburg statt. — Deutsche Fußballer in Spa» nicn. Der deutsche Fußballmeister 1. F. C. Acht Tage später hat barm die Extrapost in der Breitenstraße gehalten. Große gelbe Riefenkutsche, tief in den Federn hängend, mit dem preußischen Adler auf den Schlägen. Aus dem hohen Bock der Sch vag.r Postil ton; das runde Horn an der Seite, die lange Peitsche auf den rechten Schenkel gestützt. Bier Gäuler davor Gar zu viel Hafer hatten sie nicht gekriegt, sintemal das Sutter nach dem Kriege spottrar gewesen. Aber immerhin: sie waren noch passabeb Trinrven sah die zierliche Frau von Dachroeden, auf dem Rück ih die Zofe. S e tpar- tekn. Schon wurde der Koffer von Fräullln Steile heruntergeschleppt. Ter Diener in der Dachroe'enschen Li;ree verstaute ihn hinten mit denen feiner Gnä.igsten, schnürte ihn m.t mächtigen Stricken fest und mit Hui und Ho. An allen Fenstern ringsum guckten die neugierigen Gesichter. War doch ein Ereignis: von den Gie>s verreist jemand; mit der Extrapost llnb der galonierte Diener! Man denke! War fast, als ob der Fürst von Wahlstatt, Alt-Blüchers durch die Straße rerliebten" und „Der zerbrochene Krug" zur Aufführung. Die vorzüglichen Leistungen lösten berechtigten Beifall in dem bis zum letzten Platze besetzten Saale aus. Kreis Schotten. b. Schotten, 17. Ian. Die neu gebildete Gesellschaft der Musikfreunde Schotten, die sich die dankenswerte Aufgabe gefetzt hat, gute künstlerische Musik der Bevölkerung zu vermitteln, gab in der Stadtkirche ein prachtvolles Kirchenkonzert unter Mitwirkung von Frl. Tilde Walter, einer ausgezeichneten Sopranistin, Frl. Poldi Hehl, Darmstadt, die über eine klangvolle Altstimme verfugt, Kammermusiker Jäger, Darmstadt (Violine) und Musikdirektor Müller, Friedberg (Orgel). Die künstlerisch hochwertigen und ausgezeichnet wieder- gegebenen Vortragsstücke (Bach, Mendelssohn, Handel) sanden ungeteilten Beifall. Weitere Konzerte unter Mitwirkung der Heroine des Hess. Landestheaters, Frau Johanna Hesse, Darmstadt, des Drummguartetts vom Hessischen Londeslheater u. a. folgen in Kürze, älnsere Stadt wird mit gutem Theater und guter Musst in diesem Winter reichlich bedacht. — Am Samstag feierte der V. H. C. fein wohlaetengenes Winterfest, bei dem das aus einheimischen Kräften (etwa 30 Mann stark) bestehende philharnwnifche Or- Turnen, Sport und Spiel. Schneesport im Vogelsberg. Man schreibt uns. Die Zahl derer, die glauben, man könne in unserer Gegend nur äußerst selten, geradezu nur ausnahmsweise dem Skisport huldigen, ist nicht gering^ 'Wenn man an trüben Regentagen mit feinen’treaen Brettln in der Bahn fitzt, so begegnet man häufig erstaunten, mitleidigen oder höhnischen Gesichtern. Die Blicke richten, sich auf den Narren, der „ohne Schnee" mit seinen Hölzern losfährt. Selbst Landleute, die doch etwas davon wissen müßten, wie es im Vogelsberg aussieht, glauben einen auslachen zu müssen. Dabei müßte schon ein Blick aus dem Fenster des Zuges überzeugen, daß die hoher gelegenen Derg- züge im Schnee liegen. Aber die Zahl der Menschen, die am Hellen Tage die Augen nicht zum Sehen gebrauchen können, ist nicht gering. Sellen ist etwas geeigneter, den Blick für Oie Vorgänge und die Herrlichkeiten der Natur zu offnen als der Skisport. Der Skiläufer weiß genau: Wenn hier unten in Gießen rauher Rordwest und Regen herrscht, so kann man bei 4 Grad Celsius über Rull mit Bestimmtheit darauf rechnen, daß oben auf den Höhen des Vogelsberges Frost und Schneetreiben ist. Gibt es etwas Herrlicheres, als dem trüben Schmutzwetter der Stadt zu entfliehen hinauf in reine Borgtest und verschneite Wälder? Der früher so erfolgreiche Gießener Skicteb Wintersport hatte unter Der Xlngunft des Krieges und der letzten schneearmen, trockenen Winter schwer zu leiden. Jetzt beginnt er sich wieder zu regen, und erfreulicherweise hat sich bereits eine Anzahl neuer Mitglieder gemeldet, um die entstandenen Lücken zu schließen. Am kommenden Donnerstag findet abends um halb neun im Cafe Astorca ein kurzer Vortrag des Vorsitzenden Dr. Erhard statt: daran anschließend Generalversammlung. Wenn der Wettergott ein Einsehen hat, so soll noch in diesem Winter außer den gewöhnlichen Skitouren auf dem Hvherods- kopf ein Wintersportfest mit Skikonterrenzen abborst-Bunce eine Sitzung ab In ihr referierte der Geschäftsführer des Reichl ve.br ndes Deutschen Wind Horst-Bünde Dr. Vockel näher aneinander, fassen sich fest um und lachen. Draußen scheint die Soirne über die verschneite Landschaft. Jetzt kommt ein Dorf. Die Leute stehen vor den Gehöften, neugierig ziehen |ie Die Mühe: eine Extrackmise muß etwas besonders Vornehmes sein. Der alle Kirchturm winkt. Die Glocken schlagen an; es ist Mittagsstunde. Die Frau von Dachroeden tesckelt mit Der Zofe. Ein Köfferchen tut 'ich auf. Sichre TeNerchen, Eßbestecke, Mund'üch'r. ein kaltes Huhn, knusperiges Brot. Auch ein Fläschchen fehlt nicht und kleine Silberbecher. Malaga ift cs, rinnt feurig durch Lic Adern. „Auf glückliche Reise. Stoß an, „Die Hessische Landwirtschafts- Kammer und ihre Schulden". Vorn Verband der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften in Darmstadt erhalten wir mit der Bitte um Abdruck die folgende Zuschrift, die sich leider im Ton etwas vergreift, denn wenn der .beanstandete Aufsatz auch scharfe Wendungen enthielt, die ebenso entschiedenen Widerspruch herausfvrdern mochten, so war etwas „Unflätiges" darin doch nicht enthalten. Wir sehen nicht ein, warum die öffentliche Erörterung wichtiger Fragen, auch wenn scharfe Meinungsunterschiede dabei zutage kommen müssen, nicht in den Dahnen ruhiger und gewissenhafter Beweisführung verlaufen könnte. Die neue Zuschrift lautet: 3n dem von der Schriftleitung als „Zuschrift" gekennzeichneten Aufsatz über „Die Hessische Landwirtschaftskammer und ihre Schulden" in Rr. 5 Ihrer Zeitung vom Z. Januar L I. fallt Der in richtiger Selbsteinschätzung mit seinem Namen Im schcctzenden Dunkel bleibende Verfasser in unflätigster Weise und dazu noch ohne irgendwelchen Anlaß über das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen her. 'Was hat das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen mit Der Landwirtschaststemmer zu tun?! Jedermann weiß, daß sachliche Zusammenhänge zwischen beiden nicht bestehen, aber an beider Anfang stand Wilhelm Haas. Unb das genügt für den Artikelschreiber, ersichtlich aus persönlichenGrün- den, bei seinen Verunglimpfungen des Ramens Haas auch das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen anzuzapfen. Wir haben keinen Anlaß, zu den die Landwirtschaftstemmer berührenden Auslassungen irgendwie Stellung zu nehmen. Was aber das Genossenschaftswesen anlangt, sind wir zu der genauesten Nachprüfung der Angaben imstande. Der Artikelschreiber sprächt von einem Verlust in Höhe von einer Milliarde Goldmark, Der anläßlich Der nunmehr länger als acht Jahre zurückliegenden Krisis im landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen entstanden sei. Run ist man ja bei allen mit ihrem Namen verschämt im Verborgenen bleibenden Zuträgern unerhörte Ueber- fieibungen gewohnt, aber hier ist in dieser Beziehung eine Höchstleistung ausgestellt, die zu über- vielen schlechtei Dings nicht mehr möglich ist. Die Verluste im hessischen Genossenschaftswesen waren seinerzeit schmerzlich genug, aber in Der Zuschrift Ihres „Fachmanns" sind sie zu demagogischen Zwecken nicht etwa nur in doppelter oder vielleicht fünffacher Höhe, sondern mit nicht weniger als dem 200fachen (in Worten „zweihunderlfachen") 'Betrage aufgeführt. Das ist denn doch für einen Fachmann etwas gar zu stark! Besonders wenn er hinzuzufügen vergessen hat, daß die Landwirtschaftliche Genossenschaftsbank in diesen Tagen 3/4 ihres gesamten Verlustes zurückgezahlt haben wird unb noch weitere Rückzahlungen in Aussicht stehen! ilnb nun nur noch ein Wort zu der Frage des „Fachmannes", „was Der Name Haas für Die Landwirtschaft bedeute". Wir wollen nicht etwa die vernichtende Gegenfrage stellen, aber es sei dem Fachmann verraten, daß dem von Haas begründeten landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen, der größten landwirtschaftlichen Organisation der Welt, in Deutschland 21 932 Genossenschaften mit mehr al$ 3 Millionen selbständiger Landwirte angehören, die damit ihre wirtschaftlichen Angelegenheiten in die eigenen Hände genommen haben unb sie Darin behalten wollen. Das bedeutet der Name Haas! Sein Name wird in der Geschichte fortleben, solange es in der Welt ein landwirtschaftttches Genossenschaftswesen gibt. Nach Dem Artikelschreiber kräht aber nach einem " Menschenalter vielleicht kein Hahn mehr! Aus Stabt und Land. Gießen, Den 18. Jan. 1922. Eine Umfrage über den Buchgeschmack. Wie unsere gegenwärtige wirtschaftliche Lage den Büchermarkt unb ben Buchgeschmack beeinflußt, bas ist eine interessante Frage, für beren Beantwortung wichtige Anhaltspunkte in ber Umfrage geboten werden, Die bas „Börsenblatt für ben Deutschen Buchhandel" über das Weihnachtsgeschäft 1921 angestellt hat. Die bisher eingelaufenen Mitteilungen sind sich darüber einig, daß die Ausstattung des Buches gegenwärtig für ben Absatz eine, viel größere Rolle spielt als früher. So faßt z. B. ber Orts- verein ber Bremer Buchhänbler seine Erfahrungen in dem Sah zusammen: „Das Publikum will gutes Papier unb guten Einbanb unb weist alles zurück, was auf Kriegspapier gedruckt und in Pappe gebunden ist, sofern eine beffere Ausgabe des gleichen Buches existiert." 2tech aus einem Reineren Ort heißt es: „Es wurde nicht das billigste Buch gewählt, sondern das beste und vor allem das schön ausgestattete Buch. Wenn ein Buch, das ein schönes Kleid hatte, auch innerlich schönes Papier enthielt, so wurde es dem vielleicht besseren Werke vorgezogen " Das gleiche Höri man aus Hamburg. Der Hamburg-Alwnaer Buchhändler-Verein stellt auch Die erfreuliche Tatsache fest, „bah seichte unb inhaltsleichte Lektüre, die in ber ersten Zeit nach ber Revolution so sehr aufzukommen brohte, wieder ganz in ben Hintergrund getreten ist, unb wir bet Romanen wie Iugendschriften bas wirklich gute Buch verkaufen formten“. Unter ben Büchern, Die am meisten verlangt würben, stcht als „Schlager" ber britte Band von Bismarcks ..Gebanfen unb Erinnerungen" voran. Mehrfach werben ba- neben als besonbers begehrtes Werk bie nach- gelassenen Schriften Otto Brauns genannt; Dann tem so im Vorüvergehen auf mein Anl egen zu sprecherr. Weiß ja, wie er immer Interesse für Die lieben Gieses gehabt. Meint er, mit Permission zu sagen: ,also, schöne Frau — schöne Frau hat Der Schäker gesagt —, also, schöne Frau, Sie gehen in eine Schlacht. Hab graD heut' eine hitzige Affäre bei Mama Giele ver'oren. Machen Sie's besser, schöne Frau, unD so S.e's für gut halten, können Sie mir ins Treffen führen. Ich bin für bie Reise. Hab' zwar einen MorDskerl vor Wien, aber für Die Lovife — Lovise hat er gesagt — wär's gut, so sie einmal rauskärn'/ Was ich hiermit ausrichte, liebe Frau Majorin . . . HnD nochmals inständigst bitte: geben Sie mir Die Steile mitI" Zwischen Den beiden hat's noch ein tüchtiges Parlamenii:ren geg ben. Aber schließlich hat sich Die Mutter Doch Deformen, Daß man's m.t Der Frau Don Dachroeden nicht OirDerben Dur e und mit Der Durchlaucht, Dem Fürsten von Wahlstatt, grab nach Der Affäre von heut' vormittag, erst recht nicht. Hat wohl auch geDacht, wie er gesagt: „Immerhin, Der Luise tut's gut, wenn sie Die Rase mal raussteckt!" . . . auch ist sie Die Aelteste. Man kann nie wissen. Ilnb Dann hat Die Tachroeden gesagt: „Aber wir müssen Doch Die Luise selber befragen, ob sie Denn überhaupt teil? Also ... wie jst's?" Ist Dem schören Mädchen wieder bas Btel ins Gesicht geströmt, Tis schwarzm Au sn lind ausgeflammt. „Ach, so ich Dürfte! So es Di? Frau Mama erlaubt! Wie g r e, wie gerne1" Springt auf, küßt Der Mutter Die Hand und oer Frau von Tachrveben auch. Die ab r hat sie an sich gezogen und lacheno bie Antwort voiweggenom» Br. I» 5.« In. 9-5” i». ler?, Lauch it» einzeln* J# w Sr«lPJ‘S Qi-S-hnst E Drucker & Aichal Wn-rloze pojhcke. jr-Mrt a- Vor volle! Jon Zinanzr Vie Slei Die bereits k «Micher e MiM r W zu nehn bie Haltung belehren zu I durch die m Lissührung Ms inan) lange be rie der Deutstcl feit für die diese so zien der umgeh c sachlich rech ^örperschas nen Augen, «äußerte UeDeM der Desicue (en, als ihr würden. 1 hing der beschlossene Verlangen Grund ei volksparte Näheres i in schwer« ©emeinöei in dieser 1 •d vorlie des Lande latungen floaten, di indes scho den, daß öteuergeh Frage ta durchsetze! unb Dem sich ist, ii Deiches. Gelegenh Hilfe aus Seite fin. erster Lc Regierun aus diese Gemeinde mit Ernst darüber r Gemeinde! Völlig ter p-jrtei Zwei Punkt der Deöeui Reform übe ^c, ob die verlangen < dersog.S. „Qjottoäi nunst bei den schliehen, uni flenug 1^, leitenden Kri Nfraftion '-vorwärts" Magwvrt v ? feiner 6ü Me Erfassu Wing für f ® km Zus Hm o6ql h darf, 1 2, Agitator M m der Klangst v Zast WA es Fassung t dvn M Ä «t W W D^le A^bt W^ssch b»*