Jtzen fzen W ein ;r, diente ttinshau- ! »H * w Irtel ioo6 fl{ ^omaj 9 urtb bt «Mül . 1 dir- n« 1 ® btr :Wiü lt ta gute ^rtoimna ^BeitiXui die 0jf on @ie^ de QUqju nt viü z Wmi en Mllrk $« Miede e» sd g, «tyn* ® vpirie 9 M | ta'Äeflij r'S Saschmigvm Frappamt Igt.S°°L weck' un» IW zeigen de )liges Ei 9334! Vorstand 3*. JjS w» Ä en. wo Pe^ . Dieter fl* 18 Lag« 1922. >ehen- Au?? ui../' ä buK --'AI ,6« IS» lerer Wnterb-^ eoserie n-> w Deamtea« 1 und 5) ® .unter tz»' v. 16.3® «achdeckch in 8 2o|» .orbehaU^ ,urch oW- werden. , für DOtgf Ats.,!vlE rstattuns^ Dährend^ ehen t Dienstag, |7. ©ttober 1922 112. Zahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnnk NN» Verlag: vrühl'sche Untv.-Vvch- NN» Stetnönideref H. Lange. Schristlettnng, «eschästsftelle und vruderel: Schnlpraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis jum Nachmittag vorher ohnejede DerbindlichKett. Dreis für 1 mm höhe für Anzeigenv 27mm Breit« örtlich 600 Pf., auswärts 800 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Brette2800Pf. Bei Platz. Vorschrift 20",, Aufschlag Hauptschriftleiter: Aug Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz für den übrigen Teil Emst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gietzen. m. 244 Erscheint täglich, «nch« Sonn, und Feiertags, eit berSamstagsbeiloge: Giehener^amilienblätt« «snatliche Vezvqspreisr: Mk. 102. - und MK. 8.- Trügerlohn,durch dieDost 5JUl 125. - .auch beiNtcht- erscheinen einzelner Num- »em infolge höherer De»alt. — Fernsvrech. Anschlüsse: fürdieSchrift- Zeitung 112, für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe». Dehfchecttonf: flTWtfurt a. m. 11686. Note Sonntage... Unfer Berliner Mitarbeiter schreibt wrS: Die Stvahenkämpfe — .Ausschreitungen" wäre zu wenig gesagt —, die sich am vergangenen Sonntag m Berlin abspleiten, geben einen Vorgeschmack dessen, waS man im kommenden Winter vielleicht noch in grober Auflage erleben wird. Es war kein zufälliger Krawall, der sich an eine politische Versammlung anschloh, sondern ein tooblDorbereiteter kommunistischer Vorstoß mit bezahlten Statisten. Der Vorstob richtete sich gegen den .Bund für Freiheit und Ordnung", der eine Sagunfl im Zirkus Dusch abhielt. Dieser Dund -wurde schon feit Tagen von der kommunistischen Voten Fahne in einer Kette wütender Leitartikel als reaktionärer Zusammenschlub früherer Mitglieder des Selbstschutzes und alS .bewaffneter Aufmarsch der Orgesch" gebrarrdmarkt. Tatsächlich ist .er dies nicht. Der Dund verfolgt den Zweck, -in unruhiger Zeit das Wirtschaftsleben und die bürgerliche Ordnung aufrecht^uerhalten, falls die Technische Aothilfe nicht ausreicht. Die verschiedensten bürgerlichen Dichtungen s)nd in der Vereinigung vertreten. Dem Vorstand gehört ein >Zentrumsvertreter und ein Demokrat an, und es ist bezeichnend, dab der sozialdemokratische .Vorwärts". das einzige Derliner Dlatt, das vor dem blutigen -Sonntag warnte, seinen Parteigenossen den dringenden Rat gab, zu Hause zu bleiben. Die Versammlung des Dundes für Freiheit und Ordnung tat auch nicht das geringste, was sie mit der Republik und deren Schuhgeseh irgerrdwie in Konflikt gebracht hatte. Die Redner verlangten als Ausweg aus den wirtschaftlichen Voten: Mehr Arbeit!, sie erwarteten auch von den Arbeitgebern: Mehr soziales Verständnis I Und wenn zuletzt in einer Entschließung Hindenburg gebeten wurde, die Präsidentfchaftskandi- datur anzunehmen, so war auch dieser Schrttt Las gute Recht einer politischen Versammlung im Zeichn der Republik. Dem Kommunismus aber, dem infolge des Zusammenschlusses der sozial- demokralischen Parteien Stoff und Atem auszugehen droht, kam es nur darauf an, einen kleinen Bürgerkrieg einzuleiten und durch Aufhetzung des Lumpenproletariats politische Geschäfte zu machen. 3n aller Morgenfrühe, ehe auf bürgerliche,. Erite irgend jemand an blutige Zusammen'» 'stöbe dachte, wurden bolschewisttsche Sanitäts- depots eingerichtet und aus den Insassen des Slschen Obdachlosen - Asyls, die 13,50 n pro Kopf erhielten, sowie aus Arbeitslosen, die 20 Mark Löhnung erhielten, eine Art Rote Garde zusammenge- steilt. Woher die Gelder stossen? Die Untersuchung lvird es klären. Schon heute steht es fest, dab die Aufwiegler und Unteroffiziere des kommunistischen Aufmarsches Russen waren. Sie boten in ihrer rutinierten Tätigkeit ein Dild. Las an die roten Putsche der Jahre 1918/19 und 1920 erinnerte. Da Schubwaffen durch die Auslieferung und Kontrolle etwas seltenes geworden sind, bewaffneten die bolschewistischen Funktionäre ihre Leute mit Totschlägern, Dolchen. Gummiknüppeln. Schlagringen und ähnlichen „Argumenten" für ihre politische Anschauung. Plan- mähig und militärisch organisiert ging der Ileber- fall vor sich. Der Rest allerdings war Pöbelei und Plünderung. Die roten Krankenträger beteiligten sich aktiv am Angriff, ganz wie seinerzeit im Ruhrgebiet. Die Polizeipatrouillen tour- den von ihren Rädern gerissen und mit ihren eigenen Waffen halbtot gestochen. Die Räder verschwanden als gute 'Deute. Harmlose Paffanten wurden ausgeraubt und die zufällig gerade stattstndende Rektoratsübergabe in der Universität wurde benutzt, um die auffahrenden Studenten xu überfallen und den Versuch zu machen, diese „Festung der Reaktion" zu erobern. Es war ein regelrechter Putsch des kommunistisch organisierten Sttabenmobs, der sich im Sinne des Strafgesetzbuchs als schwerer Landfriedensbruch darstellt. Werden die Behörden die Verfolgung einleiten? Für den Prozeh fft statt des Schwurgerichts der Staatsgerichtshof zuständig, wenn sich aus der Untersuchung ergibt, dab ein kommunistischer Anschlag gegen den Destand der deutschen Republik geplant war. 3m Ratchrnauprozeh zu Leipzig hat sich trotz eifrigen Forschens nicht per-ausgestellt, dab eine rechtsgerichtete Organisation für das Verbrechen der Kern, Fischer und Zechow verantwortlich gemacht werden kann. Hat das bcrüfjmte Wort: Der Feind steht rechts! noch Gülttgkeit? Angesichts des neuesten Komm unisten- krieges kann man mit viel gröberer Berechtigung sagen, dab der Feind links stecht. Die Behörden wollten dies vor dem „roten Sonntag" nicht glauben. Darum versagte auch der Schutz der Polizei: Sie hielt eine Froitt gegen links nicht nötig. Run wird hoffcmlich Klarheit geschaffen und neues Unheil verhütet. Berlin, 17. Oft. 3mVerlause der polizeilichen Ermittelungen über die blutigen Zu- sam men stöhe beim Zirkus Dusch fand gestern abend laut .Lokalanzeiger" eine Durchsuchung sämtlicher Räume der .Roten Fahne" statt. Es wurde Material beschlagnahmt. das sofott einer Prüfung unterzogen wurde. Der »Voss. Ztg." zufolge wurden gestern abenb weitere 30 Personen festgenommen und 'einem Verhör unterzogen. Dei fast allen Verhafteten ergaben die Ermittlungen, dab sie in Versammlungen zu Gewalttätigkeiten aufgefordert wurden, die sie dann am Sonntag begangen haben. Alle bei dem Strahenkampf verletzten Personen sind bereits außer Lebensgefahr. Die beiden Polizeiwachtmeister, deren Zustand zunächst zu Besorgnissen Anlaß gab, sind bereits wieder dienstfähig geschrieben worden. 3n einer gestern abend abgehaltenen kommunistischen Protestversammlung, die in Ruhe verlies, wurde beschlossen, dah heute vormittag die (Betriebsräte der Groh-Berliner (Betriebe beim Polizeipräsidenten vorsprechen und vom Polizeipräsidenten Richter fordern sollen, sämtliche Verhafteten sofort freizulassen. Werde dem Verlangen nicht Folge gegeben, so werden am Mittwoch sämtliche (Betriebe stilliegen. Die Reichspräsidentenwahl. Derlin, 16. Ott. (Wolff.) Heute vormittag sand eine Besprechung der Fraktionsführer der Koalitionsparteien, der Deutschen Volkspartei und der Bayerischen Volkspartei beim Reichskanzler über die Wahl des Reichspräsidenten statt. An der Sitzung nähmen auch Vizekanzler 'Bauer, der Reichsminister des 3nnern Köster und Reichstagsprästdent Löbe teil. Der Vertreter der Deutschen Vollspartei, Stresemann, machte in längeren Ausführungen die Bedenken geltend, die feine Partei gegen die Vornahme der Wahl an dem vorgesehenen Termin hat. Die Vertreter der übrigen in der Sitzung anwesenden bürgerlichen Parteien schlossen sich entsprechend ihrer Stellungnahme in früheren Beratungen des Gegenstandes diesen Bedenken an, die zu- püclzustcllen sie sich nur bereit erklärten, tosrm eine Verschiebung der Wahl aus versafsungsmähigen Gründer, umnöglich wäre. Der Vertreter der Sozialdemokratie lehnte eä namens seiner Fraktion ab, dem Vorschläge auf Verschiebung der Wahl und bamit einer Verlängerung der provisorischen Stellung des Reichspräsidenten zuzu- sttmmen. Seine Partei sei nach wie vor für die Vornahme der Wahl an dem vorgesehenen Ter- inin. Rur ein verfassungsmäßiges Gesetz, das die provisorische Stellung des Reichspräsidenten in ein verfassungsmähiges Definttioum umwandle, könne, da die Entscheidung dem Reichstag zustehe, die Lage ändern. Ob seine Fraktion diesen Weg betreten werde lasse er dahingestellt. De. Reichskanzler stellte fest, daß die Aussprache mit den Parteien insofern eine neue Situation geschaffen habe, als die beteiligten bürgerlichen Parteien nochmals den Versuch unternommen hätten, eine Wahl in kurzer Frist zu vermeiden. Durch die Erklärung der Sozialdemokratie sei jÄrvch der Vorschlag der Deutschen Volkspartei,den Wahltermin einfach hinauszuschieben, hinfällig geworden. Die Parteiführer erflärten, sie würden über die Lösung der Situation durch ein verfassungsmäßiges Gesetz mit ihren Fraktionen Rücksprache nehmen. Die Aussprache wurde alsdann auf übermorgen vertagt. Der „Vorwärts" teilt mit, dah der Reichs- parteiausschub der Zentrumspartei dem von Dr. Stresemann gemachten Vorschlag auf Verschiebung der Retchspräsidentenwähl im Prinzip zugestimmt habe, falls sich die Verschiebung aus verfassungsmäßigen Gründen rechffertigen lasse. Der „Lokalanzeiger" will wissen, daß die Deutsche Volkspartei kaum bereit sein werde, dem mehrheitssozialistischen Vorschlag auf Verlängerung der Amtsperiode Eberts bis 1926 zuzustimmen. Die Volkspartei wolle vielmehr dabei bleiben, daß die Wahl nur bis zum Jahre 1924 verschoben werde. Berlin, 16. Olt. Aus Grund des Ergebnisses der heutigen interfraktionellen Besprechung beim Reichskanzler hält es das „Berliner Tageblatt" für wahrscheinlich, dah die Koalitionsparteien zusammen mit der Deutschen und der Bayerischen Volkspartei in der Mitt- wochsitzung bed Reichstages eine gemeinsame Erklärung abgeben, in dem dem Reichspräsidenten das Vertrauen ausgesprochm und er ersucht wird, das Amt vorläufig weiterzuführen. Die Reichsfinanzlage. Berlin, 16. Ott. (WTB.) Der Reichsrat hat heute u. a. den vierten Rachtragsetat für das 3ahr 1922, der zunächst im Laufe des Sommers und Herbstes gewährte Teuerungszuschläge legalisieren soll, angenommen und die Kreditermächtigung für den Reichssinairzminisler um 120 Milliarde Mark erhöht, die zum überwiegenden Teile wegen Zahlungen aus dem Friedensvertrage notig sind. Während auf Grund des Moratoriums vom 21. März 1922 720 Millionen Goldmark an Barzahlungen und 1450 Millionen in Sachleistungen zu bewirken waren, die nach dem llmrechnungsvsrhältnis von 1 zu 70 zusammen 151.9 Papiermilliarden _ ausmachten, muh heute ein Llmrechnungsverhältnis von 1 zu 700 zugrunde gelegt werden, wodurch die Ansätze sich auf 1519 Papiermilliarden erhöhen. Wie der Berichterstatter hervorhob, sind das Forderungen, die jedes Der» nünftige Maß überfteigen und denen man eigentlich nur noch fassungslos gegenüberstehen kann. Ein weiterer Kredit von 120 Milliarden ist für die Reichsgetreidest ekle zur Bezahlung des 11m- lagegetreides und des ausländischen Getreides vorgesehen, wird j^vch durch die späteren Verkäufe wieder einkommen. Die bisherigen Rentensätze für Kriegsinvaliden sollen verdoppelt werden. Gegen die Stimmen Sachsens, sowie der drei Hansastädte wurde ferner eine Regie rungsvvrläge über die Verminderung der Lasten des Reiches aus der Gesetzgebung über die Entschädigung im Ausgleichsverfahren aus Anlaß des Vertrages von Dcusailles angenommen. Der Reichsrat erklärte sich weiterhin mit einem Gesetzentwürfe einverstanden, wonach der Betrag des unpfändbaren Lohnes auf 100 000 und die weitere bewegliche Grenze auf 3 000 000 Mark I erhöht werden. Die Regierung soll ermächttgt werden, zukünftig Erhöhungen im Derordnungs- I wege vorzunehmen. Angenommen wurde schlieh- lich ein Gesetz, wonach die Gebühren und Tagegelder für Zeugen und Sachverständige erhöht werden. Das wertbeständige Goldmark-Papier. Berlin, 17. Ott- DaS Reichskabinet t beschäftigte sich gestern laut .Vorwärts" mit dem Entwürfe eines Gesetzes zur Schaffung eines toert- beständigen Geldpapiers. Wie das Blatt schreibt, handelt es sich um ein Zahlungsmittel, das im 3nlande zu dem jeweiligen Werte des Dollars in Zahlung genommen werden soll. Die Beratungen des ReichSkäbinetts sind noch nicht abge- schlossen. Die Neuregelung der Deamtenbesoldung. Berlin, 16. Ott. (Priv.-Tel.) DerR eichs- ra t nahm gestern in dritter Lesung den Entwurf über die Neuregelung der Beamtenbesoldung an, der im Gegensatz zu den Forderungen der Organisationen die Frauenzulagen prozentual abstuft. Vor Neuwahlen in England? London, 17. Oft. (WTB.) Es verlautet, dah infolge der verschieoenen gestern in der Sotoningftreet abgehaltenen Konferenzen die Lage sich etwas geändert hat. Die unionist ischen Minister sollen sofortigen Reuwahlen abgeneigt sein. Die Gesamtlage hänge von dem Ergebnis der unionistischen Zusammenkunft am Donnerstag ab Wenn die Wstimmung auf der Zusammenkunft zugunsten der Aufrechterhaltung der Koalition ausfalle, werde die Regierung dem Parlament am 14. Rovember gegenübertreten können, und es würden in diesem Jahre leine Wahlen stattfinden. Weim ftch die Versammlung dagegen der Beibehaltung der Koalition feindlich gesinnt zeige, erwarte man, daß Cham- berlain und die übrigen unionistischen Mitglieder des Kabinetts zurücktreten werden und daß dies die Krisis sofort herbeiführen werde. London, 16. Ott. (WTB.) „Evening Rews" zufolge ging heute nachmittag das Gerücht um. dah Die Einheit derunionistifchenPar- tei ernstlich bedroht fei. Don mahgebender Sette wurde mitgeteUt, dah Chamberlain am nächsten Donnerstag dafür eintreten werde, dah die Regierung vor das Land als Koalitionsregierung treten solle. CS sei äußerst zweiselhaft, dah auch nur die geringste Einigkeit darüber erzielt werde, und es werde für möglich gehalten, dah Chamberlain die Führung der Partei niederlege. Sollte sich diese Voraussage bestätigen, so stehe die Möglichkeit einer sofortigen Bildung einer Zentrumspartei mit Lloyd George, Chamberlain, Winston Churchill und Sir Robert James als Führer bevor. Am Donnerstag wird eine wichtige Konferenz der unionistischen Minister und Parlamentsmitglieder im Carltonclub abgehalten. Alle unio- niüsch.n Rcgicrungsmitglicder werden zur Teilnahme aufgefordert, desgleichen über 350 unionist ische Parlamentsmitglieder. Chamberlain wird, wie die Blätter melden, eine Erklärung über die politische Lage abgeben, und es wird eine Abstimmung über die Politik der Partei bei den bevorstehenden Reu Wahlen vorgenommen werden. Die Jahresversammlung der unionistischen Verbände wird, tote vereinbart, am 15. Rovember stattfinden. Lloyd George wird feine nächste politische Rede am Samstag in Reu cast le halten. Die französische Reparationspolitik. Paris, 17. Ott. (WTB.) Das „Oeuvre" schreibt, man habe angefünbigt, Darthou werde einen französischen Reparations- gegenvorschlag dem Plane Dradburys vor der Reparationskommission entgegenstellen. Die französische Regierung habe nach üeberiegung auf diese Methode verzichtet. Poincarä verzichtet nicht auf die (Brüsseler Konferenz, der in London das Studium der Reparationsfrage übertragen worden fei. und er habe keineswegs die Absicht, den Obersten Rat durch die Reparationskommission ersehen zu lassen. Baitthou werde sich Nimit begnügen, her ReparatiOnsi°c Emission v^usch agm. sie möge s ch darauf beschränken, ein Kontrvchystem über das deutsche Budget, das Sir John Bradburh vor- geschlagen habe, zu studieren und doch den Regierungschefs die Sorge überlassen, sich über ein Moratorium auszusprechen, das Deutschland nicht einmal verlangt habe. Neue enalische Stimmen. London, 16. Ott. (WTB.) Mac Kenna erklärte nach seiner RüÄehr, Die Reparationsfrage interessiere die amerikanischen Bankiers mehr als jede andere Frage. Die Amerikaner seien der Ansicht, daß sich die europäischen Regierungen erst umstellen mühten, bevor Amerika ein? (Unterstützung gewähren könne. Zur Entwertung der Mark erklärte Mac Kenna, die deutsche Regierung tonne nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Wenn man auswärtige Zahlungen zu leisten habe, müsse man Mark verkaufen. 3hr Verkauf im Aus lande drücke aber ihren Wert Dies sei unvermeidlich London, 16. Oft (WTB.) Lord Deaver- brook veröffentlicht in dem Blatte .Sunday Expreß" einen Artikel unter der äleberschrift „Die WahrheitüberDeutschlan d". Er chrcibt, das britische Doll müsse erkennen, daß Deutschland bankrott sei. Wenn das jetzige Moratorium am 15. 3anuar 1923 ablaufe, werde Deutschland nicht zahlen tonnen. England müsse Frankreich gam offen sagen, daß es für den Augenblick kein Geld mehr von Deuffchand erwarten forme Die Mitschuld Englands am Weltkrieg. Stockholm, 16. OIL (WTD.) „Stock- Holms Dagblad" führt aitS: Die Rede des englischen Ministerpräsidenten hat, folveit sie auf die Politik des ehemaligen englifck>en Ministers des Aeuhern, Grey, im Hochsommer 1914 anspielt, eine welthistorische Bedeutung, weil in ihr ein deullicheS Eingeständnis derenglischenMitschuldamKriege liegt. Die Polittk, die 1914 Deutschland in Unkenntnis der Haltung Englands getrieben hat, war eine Gedulsprobe gewesen.Deshalb brach der Krieg in vollen Flammen aus. Es bedurfte erst einer innerpolitischen Explosion in England, damit dies Eingeständnis einmal gemacht worden ist. Aber nun ist es gemacht; die Menschheit, die im Versailler Frieden die Arsache der langen Leldenszeit erkannt hat, hat nun einen Grund mehr, die Revision des schändlichen Machwerkes zu verlangen, das Deutschland allein die Schuld auferlege, nachdem jetzt die Entente selber durch einen ihrer ersten Vertretereinen sehr großen Anteil an der Verantwortung am Kriege auf sich genommen hat. Die Zurückziehung des amerikanischen Bcsatzuugsheeres? Washington, 16. Olt (WTB.) Havas Von zuständiger Sette wird bekannt gegeben, dah infolge einer Konferenz zwischen dem Präsidenten Har- bing, dem Kriegssekretär Weeks unb dem General Pershing wahrschrinlich die Regierung demnächst bas amerikanische Besatzungs- Heer aus dem Rheinlanbe zurück- rufen wird. Das Datum der Zurückziehung, bas noch nicht festgestellt ist, wirb balb bekannt- gegeben. Die Ueberreichung der neuen sälligen Goldschatzwechse». (Berlin, 16. Oft. (WTB.) Die am 5. Oktober nach dem mtt Belgien geschlossenen Abkommen fälligen Gvlbschahwechfel werben heute der Reparationskommission in Paris übergeben. Die Wechsel lauten unter Berücksichtigung der Deutschland aus anderen Leistungen zu machenden Gutschriften auf einen Gesamtbetrag von 47 445 155 Golbmark. Verzögerter Rückzug der griechischen Truppen. Paris, 17. Oft. Rach einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Athen teilt der Oberbefehlshaber der griechischen Armee in Thrazien mit, daß infolge des unzulänglichen rollenden Materials der französischen Eisenbahn- gesellschaft, die die griechischen Truppen aus Thrazien abbefördert, beten Rüctzug behindert sei und nicht innerhalb der festgesetzten Frist durchgesührt werben könne. Aegypten und die Orientpolitik. London, 16. Oft. (WTB.) Die „Times" berichtet, aus Kairo, es werde offiziell beftätkjt, daß Aegypten die Forderung gestellt habe, auf der kämmenden Friedenskonferenz vertreten zu sein, da sich diese Konferenz mit Fragen befallen werde, an bAnen Aegypten intern effiert sei. Die ägyptische Regierung stehe auf dem Standpunkt, daß Aegypten als unab ängiger und souveräner Staat zur direkten Vertretung berechtigt fei. Aus dem Reiche Ein Vorschlag zur Verbilligung des Brots getreides. Berlin, 16. Oft. (WTB.) Der amtliche preußische Pressedienst schreibt: Die preußische Regierung beantragte beim Reichsrat die Erhöhung des Preises für das 11 m t a g e g c t r e i b e an die Landwirte in Form von Chilt- s a l p e t e r auszuzahlen. Das Reich soll die Sticke ftoffbünger vom Ausland beziehen, wo er rn Form von Chilisalpeter in fast unbeschränkter Menge zur (Beriügung stehe. Rach dem Vorschlag würde dadurch schon die 1923er Ernte um 3 bis 4 Millionen Tonnen Getreide erhöht. Rur dieser Weg dürfe nach der Begründung des preußischen Antrages eine Verbilligung des Brotpreises für die nächste Zukunft ermöglichen. Thomas Mann für die Republik. Berlin, 14. Oft. (Wolff.) Dor cuiSge» wühlter Zuhörerschaft gab ThomasMann gestern im Beethvvensacll ein Bekenntnis für die RepublikundDemokratie ab, die gleichbedeutend seien mit wahrer Humanität. Er begann mit dem Hinweis auf Gerhart Hauptmann, der im Onland wie Ausland als geistiges Haupt des republikanischen Deutschland angesehen werde. Ein Teil der heutigen Jugend habe sich zum Haß gegen die Demokratie verschworen, obwohl in den Burschenschaften Patriotismus und Demokratie eng- stens verbunden wären. Die Republik sei kein Ergebnis der Niederlage und Schande, sie sei vielmehr entstanden in der Stunde der Eingebung, in der auch alle Jugendlichen sie begrüßten. Die deutsche Republik sei noch innner vor allem Deutschland. Vater Ebert, dieser bescheidene würdige Bürger, der immer aufs neue beweise, dah die Demoftatte etwas deut- schweres Tetn renn» ej» Imperraitsmus, mit dem Eberts dynastischer Vorgänger Deutschland in der Welt lächerlich gemacht habe, habe richtig gehandelt, als er das Lied „Deutschland über alles" den Rationalisten aus dem Munde nahm und es zum Lied der Republik machte. — Thomas Mann betonte dann, daß seine jetzige Stellungnahme nicht im Widerspruch stehe zu seinen antirepublikanischen Betrachtungen von 1918. Roch heute fühle er sich konservativ im Sinne der Wahrung des wertvollen Alten, nicht in dem der Erhaltung der alten Staatsform. Deshalb rede er auch nicht der Restauration Wort, sondern der Freude an der neuen StaatSforrn, die die Gemeinschaftlichkeit der Staatsgenossen gewährleiste und im Dienste der Humanität stehe. Im Gegensatz zu dem engstirnigen Gemeinindividu- alismus bedeute Demokratie und Republik die Vervollkommnung des Menschengeschlechts. „Rationalismus" solle man den Franzosen überlassen. Thomas Mann schloß seinen Vortrag mit dem mit Beifall aufgenommenen Ruf: GS Tobe die Republik! Aus Hessen. rm. Darmftadt. 16. Oft. Der Dritte (Peti- tions-) Ausschuß des Landtags trat Heute unter dem Vorsitz des Abg. Dr. Dch'linaer zusammen und beschloß zu dem Antrag des Abg. Brauer: Der Landtag möge die Regierung ersuchen, bei der Reichsregierung dahin zu wirken, daß das flache Land bei den Postbestellungen an 6 qnn tagen ebenso behandelt wird, wie die großen Städte. — Die Vorstellung des Vorstandes deutscher Architekten- und Ingenieurvereine bett, die D^eittgung der Hoheitszeichen an öffentlichen Gebäuden, wurde durch grundsätzlich zusagende Antwort der Regierung für erledigt erklärt. Ebenso die Vorstellung des Kreisvererns der Land-- betoerber Groß-Gerau im Arbeitsbezirk „Ri^>". Die Vorstellung des Forstschuhgehilfen A. Diehl tn Budenheim ist ebenfalls durch die Erklärung der Regierung, daß D. sich an dem nächsten Examen beteiligen kann, erledigt. Die Punkte 6—17 betreffen Feldbereinigungen in Oberhessen und Rheinhessen. Es wurde nach Beratung beschlossen, zunächst durch zwei Mitglieder des Ausschusses, die Abgg Diehl-Hochweisel und Henzel, eine Ortsbesichtigung vornehmen zu lassen. Bei der nächsten (Sityimg, in der die Angelegenheit beraten werden soll, wird das Justizministerium zugezogen. Die Vorstellung &er Gemeinde Rackenheim bett. Freigabe von Gelände des Universitätsfonds in Mainz, wurde für erledigt erklärt. Zu dem Anttag des Abg. Reumann bett, die Einrichtung von lokalen Abteilungen für Lungentuberkulose, soll die Regierung ersucht werden, in allen Krankenhäusern geeignete Sondereinrichtungen zu treffen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 17. Oktober 1922. Die Höchstpreise für Mehl und Brot rm Landkreise Gießen. Durch Beschluß des KreiscmsschusseS des Kreises Gießen vom 11. Oktober sind die Verkaufspreise für Mehl und Brot an die Verbraucher der Landgemeinden des KreiseS ab gestern, 16. Okwber, wie folgt festgesetzt: v 1. für Mehl: a) Weizenbrvtmehl 10,80 Mk. das Pfd., b) Roggenmehl 10,50 Mk. das Pfund; 2. für Drot: a) für den 4-Pfund-Laib 42 Mk., b) für den 2-Pfund-Laib 21 Mk. DaS Verkaufsgewicht des Brotes muß noch 24 Stunden nach seiner Fertigstellung vorhanden sein. DaS vom Kommunalverband gelieferte Mehl darf nur gegen Brotmarken abgegeben werden. Die Kohlenproduktion in Hessen. e Die monatliche Statistik der KoHlenprvduftion des Dollsftaates Hessen weist für den Monat September 1922 folgende Zahlen nach: An Roh- braunkoh'len wurden gefördert 51 746 Tonnen, verkauft wurden davon 17 394 Tonnen; der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur wetteren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: 2750 Tonnen Braunkohlenbriketts, 1720 Tonnen Raßpreßskeine. Außerdem wurden in Hessen erzeugt 6210 Tonnen Steinpreßkohlen. Untier Berücksuyngung der aus Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig: 5527 Tonnen Rohkohlen, 41 Tonnen Briketts, 2741 Tonnen Raßpreßsteine, zusammen 8309 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwert von 13 794 740 Mark. 2 U. Von der Landesuniversität in Gießen. Der außerordenlliche Professor für romanische Philologie und Lektor der französischen Sprache an unserer Landesuniversität Dr. Arthur Franz hat einen Rus als ordentlicher Professor der romanischen Philologie an die Uni- versität Würzburg erhalten. Der außerordentlich Professor für Mineralogie und Paläontologie Dr. Hans Schneiderhöhn wurde zum ordentlichn Professor ernannt. ** Amtliche Personalnachrichten. Der Derwaltungspraktikant Franz ©engen- bach zu Darmstadt wurde am 11. Oktober zum Verwaitungsoberfekretär beim Landtag mit Wirkung vom 23. Mai 1922 an ernannt. — Ernannt wurden am 9. Oktober die Lehrer Georg Friedrich zu Würzburg, Wilhelm Jeck zu Beerfelden zu Lehrern an der Volksschule zu Michelstadt, Kreis Erbach, der provisorisch Lehrer an der Fortbildungsschule Otto Schmid zu Biblis zum Fachehrer an der Fortbildungsschule zu Biblis, Kreis Bensheim. — Ernanitt wurde am 10. Oktober der Kanzleigehilfe bei dem Amtsgericht Gießen, Ludwig L e d ermann, zum Kanzlisten bei diesem Gericht. — Ernannt wurden am 11. Oktober der Turnlehrer Ernst Söllinger zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1922 ab zum Turn- und Sportlehrer an der Technischen Hochschule zu Darmstadt; am 12. Oktober der planmäßige außerordentlich Professor an der Landesuniversität Dr. Hans Schneiderhöhn zu Gießen mit Wirkung vom 1. April 1922 ab zum planmäßigen ordentlichn Professor für Mineralogie und Petrographie an der Landesuniversttät. ** Zugunsten des Deutschen 3 ugend- Herbergen-Verbandes wurde am Samstag vom Deutsch-Jüdischen Wanderbund Gießen ein Werbeabend veranstaltet, der 1422,50 Mk. erbrachte. ** Verlorene Paket post. Heber den der Dahnpost im Eilgüterzuge Köln—Holzminden—Berlin am 26. September auf dem Bahnhöfe in Burg (Bezirk Magdeburg) zugestohenen Unfall wird noch folgendes mitgeteilt: Bei dem Zusammenstoß der beiben Güterzüge sind die beiden letzten Wagen des Eilgüterzuges, zwei Pvftpäckereiwagen aus Kassel und Köln für Berlin aus den Schienen gehoben, quer über den Bahnsteig geworfen unb vollständig zertrümmert worden. Vier weitere Postpäckereiwagen des Zuges sind derart beschädigt worden, daß der Inhall umgeladen werden mußte. Die übrigen Wagen des Zuges sind noch in derselben Rächt nach Berlin weiterbefördert worden. , Don den Paketen aus den beiden am Schluß des Zuges laufenden Bahnpostwagen, sämtlich für Berlin und weiter bestimmt, sind etwa 200 Stück, teilweise bis zur Unkenntlichkeit, zertrümmert worden. Soweit die zusammengehörigen Delle des Inhalts noch zweifelsfrei zu erkennen waren, sind die beschädigten Pakete von dem Personal des Postamts Burg, das sogleich zur Sicherung und Aufräumung der Postladung herbeigeeilt war, neu verpackt und mit einem Hinweis auf die Ursache der Beschädigung weitergesandt worden. Die lose vorgefundenen und nicht unterzubringen gewesenen Gegenstände aus den beschädigten Paketen sind der Postanmeldestelle in Magdeburg zu geführt worden. Die Weiterbeförderung der in Burg neuverpackten und umgeladenen Pakete ist tm Lause des 27. September erfolgt. ** Der Wertbriefverkehr mit Rumänien ist vom 15. Okwber ab wieder auf genommen. Die Wertangabe ist unbeschränkt. Zu beachten .ist jedoch, daß die Einfuhr von gestempelten oder nicht gestempelten österreichischen und ungarischen Kronen, von russischen Rubeln jeder Ausgabe und von deutschen, österreichischen, ungarischen, bulgarischen und türkischen Kriegsanleihestücken nach Rumänien verboten ist. Wert- kästchen sind noch nicht zugelassen. fpd. Die Nationalhymne im besetzten Gebiet. Auf die wiederholten Vorstellungen deö Reichskommissars, das Singen des von der Deutschen Republik zum Rattvnal- lied erhobenen Liedes „Deutschland, Deutschland über alles" im besetzten Gebiet zu gestatten und ausdrücklich zu bestätigen, daß gegen das Singen dieses Liedes im besetzten Gebiet keine Einwendungen erhoben werden, hat die Interalliierte Rheinlandkommissivn entschieden, daß sie sich nicht verpflichten könne, keine Einwendungen gegen ein öffentliches Singen dieser Hymne im besetzten Gebiet zu erheben, wo sie unter Umständen als herausfordernd angesehen werden könnte. Damit ist die Hymne also an sich nicht verboten. Ihr öffentliches Singen im besetzten Gebiet hat aber dann zu unterbleiben, wenn es unter Umständen erfolgt, die von den Besät- zungstruppen als herausfordernd angesehen werden können. ** Anlagemusik findet Donnerstag, den 19. Oktober, mittags 12 Uhr, am Liebigdmrknral statt. Mufikfolge: 1. Althessischer Fahnenmarsch. Landgraf Ludwig VIII. 2. Ouvertüre zur Oper „Rcbucadnezar", G. Verdi. 3. Paraphrase über „Grüße an die Helmat", W. Rehl. 4. Große Fantasie a. d. Oper: „Lohengrin", R. Wagner. 5. Schah-Walzer a. d. Operette „Der Zigeuner- baron", 3oh. Strauß. ** Palast-Lichtspiele. In dem Film- singspiel „Heinrich Heines erste Liebe" sind einige Lieder des Dichters in eine Handlung hineinverwoben, deren kurzgefahter Inhalt schon im Titel enthalten ist. Wilhelm Lindemann hat dazu eine recht gefällige Musik geschrieben, die bei guter Wiedergabe nicht ohne nachhaltigen Eindruck verllingt. Besonders zu erwähnen sind in dem Filmwerk noch verschiedene anmutige und stimmungsvolle Bühnenbilder. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater, 7 Uhr: „Des Esels Schatten." — Kath. Vereinshaus, 8 Uhr: Mitgliederversammlung des Mietervereins. — Gewerbehaus, 81/* Uhr: Mitgliederversammlung der DeutschenVolks- partei. — Postkeller, 8V4 Uhr: Mitgliederversammlung der Deutschen Demokratischen Partei. — Ast oria-Lichtspiele: „Reuyorker . Schreckensnächte". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Untergang des ozeanischen Olhmpic" und „Der Hundefänger". — Der Hausbesiherverein häll am Donnerstag abend im Katholischen Dereinshaus eine Protest Versammlung und außerordentliche Hauptversammlung ab. (Siehe Anzeige.) — Der Dauersche Gesangverein hält am Dienstag nächster Woche eine außerordentliche Generalversammlung ab. Räheres ist aus dem heutigen Anzeigenteil zu ersehen. Wettervoraussage für Mittwoch: Wolkig, aber trocken, niedrige Temperaturen bei nördlichen Winden. Der hohe Druck bat sich noch Wetter nach Rorden verlagert. Sonst ist die Wetterlage wenig verändert. Landkreis Gießen. * Heu chelheim, 16. Oft. Gestern nachmittag erhängte sich der 12jährigeSohn eines hiesigen Landwirts auf dem Speicher des Hauses. Ueber die Gründe, die den Jungen zu dem Selbstmord veranlaßt haben, ist bis jetzt noch nichts näheres bekannt geworden. s. Alten-Bufeck, 16. Oft Zu dem berichteten Diebstahl auf der Mittelsmühle ist noch ergänzend mitzutellen, daß das Fahrrad eine dreifach auswechselbare Uebersetzung und eine Felgenbremse hat Der Dieb ließ sich am Abend vorher von seiner Dienstherrin 1000 Mark Vorschuß geben, um angeblich einen vorteilhaften Schuheinkauf zu besorgen. Seinem Wit knecht aber stahl er 3000 Mark und einige Kleidungsstücke Der Spitzbube kam vor einigen Wochen hier mittellos und ohne Papiere an. Er gab an, aus Polen zu stammen und von dort vertrieben worden zu sein. * Lich, 16. Oft. Vor einigen Tagen wurde das Wasser des der fürstlichen Verwaltung gehörigen Albacher Sees abgelaffen und dabei der See ausgefischt Die Ausbeute war be- ttächtlich. Es wurden 35 Zentner Schleie und 15 Zentner Karpfen gefangen, die nach Weinheim verkauft wurden. In den nächsten Tagen will man das Wasser in das See-Gelände toiäer einst römen und einen neuen Fischbestand einsehen lassen. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 16. Oft. Für die kommende Gemeinderatswahl haben sich sämlliche in unserer Stadt vertretenen und organisierten bürgerlichen Parteien, nämlich die Deutsche Dolkspartei, die Demokratische Partei und der Bauernbund auf einen gemeinsamen Wahlvorschlag geeinigt. — Die hiesige Ortsgruppe des Hessischen Bauernbundes fjat der Schlitzer Kl cinrentnerneretnigung den gewünschten Kartoffelbedarf in Höhe von über 60 Zentner völlig unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die fünf Schlitzerländer evangelischen Pfarreien Hartershausen, Huhdorf, Kreutzersgrund, Queck und Schlitz werden in dieser Woche 3—4 Waggons mit Liebesgaben an Kartoffeln, Gemüse, Obst und dergl. an bedürftige Anstalten der Inneren Mission in unserer engeren hessis chen Hei - mat abgehen lassen. Kreis Schotten. * Schotten, 16. Oft. Regierungsbaurat Pli11 von hier, der schon seit einiger 3eÜ an starker nervöser Ueberreizung litt, hat vor einigen Tagen seinem Geben durch Erschießen ein Ende gemacht. Die Ursache zu der Tat ist in seinem krankhaften Rervenzustand zu erblicken. Er hinterläßt Frau und Tochter. Starkenburg und Rheinhessen. wd. Mainz, 16. Ott Die Festung-- bereiche der alten Umwallung von Mainz sind jetzt vollständig geschleift Das Altmaterial, besonders Steine usw., sind von der Reichsvermögensverwaltung verwertet worden. Die früher zur Kasernierung der Truppen bestimmten Massivbauten werden nach Beseitigung der Erd- und Betondecken mit Genehmigung der Desatzungsbehörden zu Wohnungen für d i e Zivilbevölkerung umgebaut. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M, 16. Oft. Zur Deckung weiterer Mehrausgaben von 600 Mill. Mark für Kohlen, Frachten und Materialien stimmte der Magistrat heute einer abermaligen Erhöhung der Gaspreise von 26,50Mk. auf 3 6 Mk. für den Kubikmeter zu. Der Wohlfahrtsausschuß erhiell von der Gasgesellschaft zur Verbilligung der Gasrechnungen für Minderbemittelte drei Millionen Mark überwiesen. Arn letzten Sonntag erst lieh die Sttaßenbahnverwallung eine merkliche Erhöhung der Fahrpreise auf der Straßenbahn eintreten, und heute bereits hat der Magisttat einer neuen Erhöhung zugestimmt, die sofort nach Genehmigung durch die Stadtverordnetenversammlung am nächsten Donnerstag wahrscheinlich am 22. d Mts. in Kraft treten soll. Die billigste Fahrt — zwei Kilometer — kostet dann 15 Mark. Der Rachtzuschlag nach 9 Uhr abends soll 5 Mk. betragen. Eine Retzkarte wird sich dann auf 3250 Mark stellen. fpd. Frankfurt a. M., 16. Ott Die nächtlichen Ueberfälle mehren stch in der Stadt in erschreckender Weise. In der letzten Rächt wurde am Hessen-Denkmal etn in der Ggenolffstrahe wohnhafter Lagerhalter von einer bisher nicht ermittelten Person überfallen, zu Doden geworfen und ferner Barschaft in Höhe von 10000 Mark beraubt. Bei dem Ueberfall standen zwei Burschen dem Täter „Schmiere". fpd. H ö ch ft a. M., 16. Oft. Wie in der heutigen außerordentlichen Generalversammlung der Höch st er Farbwerke mitgeteilt wurde, beabsichtigt die Verwaltung, im nächsten Zähre den Dau von Arbeiterwohnungen im Gesamtbeträge von 600 Millionen Mark. Gießener Strafkammer. Sitzung am 13. Oktober. Der Landwirt H. A. IX. von Burkhardsfelden, der vom Schöffengericht Gießen wegen Mllch- fälschung zu einer höheren Geldstrafe verurteilt worden war, ist auf seine Berufung von der Strafkammer fteigesprochen worden. Zwar hielt die Sttafkammer gleichfalls für einwandfrei erwiesen, daß die Milch im Hause < des Angeklagten entrahmt worden ist. Es erschien dem Gericht jedoch zweifelhaft, ob der Angeklagte oder ein anderes Mitglied des Hausstandes für die Milchversorgung verantwortlich ist. Er mußte deshalb nach dem Grundsatz „,,tn dubio pro rep“ fteigesprochen werden. Der frühere Sergeant P. M. aus Aachen hatte, als er tm 3ahr 1920 die Kassengeschäfte einer hiesigen Abwicklungsfl eile führte, Gelder veruntteut. Es ergab sich ein größerer Fehlbetrag bei der Revision seiner Kasse. Dem Angeklagten konnte jedoch eine Schuld nur insofern nachgewiesen werden, als er an eine Reihe von Militär- und Zivilpersonen Gelder ausgeliehen hatte. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Gesamtstrafe von 1 Iahr 11 Monaten Gefängnis, in der 1 Hahr 6 Monate Gefängnis eines Mainzer Urtells mit enthalten sind. Oluf die Gesamtstrafe werden insgesamt 13 Monate Untersuchungshaft angerechnet. Der Korbmacher H. Kl. aus Ilbenstadt wurde wegen eines Rückfalldiebstahls zu 3 Monaten Gefängnis verurteill. Er hatte im Jahre 1919 tm (Siebener Stadtwald Bäume abgehauen und entwendet. In einem weiteren Fall, in dem er beschuldigt war, Stiesel entwendet zu haben, wurde er fteigesprochen. Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 2875, Frankfurt a. M. 2900. Die Herweghs. Sine rechtsrheinische Geschichte von LieSbet Dill. 16. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Emst tat es leid, überhaupt davon gesprochen zu haben. Er schwieg. Dann sagte er: „Wir wollen darüber nicht reden, Mama, das macht man unter sich aus." Frau von Herwegh strich ihm über das locftge Haar. „3a, mein 3unge,“ sagte sie, „ich habe nur gemeint, es sei etwas in dir nicht in Ordnung, und das kommt oft vom Herzen. Dein Vater hatte es auch manchmal, aber er hatte Geldsorgen . . . Solche Sorgen hast du doch nicht?" Und sie forschte ängstlich in seinem Gesicht. „Rein, solche Sorgen habe ich nicht," sagte Emst. , bas Geschäft . deine Praxis?" verbesserte fie sich nehmen^ * muß noch zwei Schreiber Famos," sagte sie und schaute stolz zu ihrem Sohne auf. Wr sie war nicht ganz beruhigt. Er durchmaß das Zimmer von einem Ende zum "Oberen, tote em unruhiger Tiger im Käfig. ,r W toarm hier, ‘ sagte er plötzlich und bftcb fteben und fuhr sich durch das Haar. Aus dem Rebenzimmer flang das Lachen Gretes und Ltanes Stimme, lüe femaitt» nachzuahmen schien. . 1i'iitgerömerke 130a— 1800,— 1N0,— 2000,— Lcheideanitalt 1985,— 2200.— —,— —.— ANg. ElektrizitätS-Ges. 980,- 1225,- 95L- 1125,— Bergmami 920,- 1000,- 890,- 1010,— Schlickert 2300,- 2600,- 2400 - 2750,- SienienS & Halske. . 3675,— 3425,— 3500,— 3800,— Adlerwerke Stieger. 510,— 559,— 495,— 55b— Daimler Motoren. . . . 645,— 680,— 630,— 650,— Hevltgenstaebt 1046,— 110a— ——>— l'ienuin 2300,- 2500,— —>— Metallgef. Frankfurt. 2425,— 2850,— —,— — Schuhfabrik Herz.... 580,— 590,— ——,— Sichel 600,- 650,- -,- Zellstoff Walbhof . . . 1175,- 1330,- 1200,— 1350 — Zuckersabr.Irankentha! 1010,— 1050,— ——,— Zuckerfabrik Wagt änfel 1000,— 1060,— —>— —,— Märkte. Berliner Probuktenmarkt. Berlin, 16. Ott Infolge ber erneuten Devisenhausse setzte sich bei Zurückhaltung der Abgeber die Preissteigerung am Produktenmarkt fort. Die Rachfrage für Weizen übersteigt bei weitem das Angebot, was sich bewnders für Roggen noch fühlbarer macht. Die Kauflust für beide Artikel war sehr groß. Gerste fehlte nach wie vor in guten Qualitäten. Die Maispreise erhöhten sich infolge der steigenden amerikanischen Forderungen. Die Aufwärtsbewegung erst reckte sich auf Hülsenfrüchte und Futterartikel. Im Devisenverkehr waren die Umsätze wiederum ni<Ä besonders groß. Die Kurse bewegten sich vormittags entsprechend dem Dollarstande von 2900—3000, hielten sich aber etwas niedriger. Von vereinzelten Schwankungen, besonders in den stark gestiegenen Dividendenpapieren abgesehen behielt die Börse auch weiterhin bei anhaltenden Auslandskäufen die feste Grundstimmung bei. Weizen, märkischen 6300—6400 Mk., mecklenburgischen 6200-6300 Mk. (sehr fest), Roggen, märkischen 5550—5750 Mk. (sehr fest), Sommergerste 6000—6100 Mk. (fest), Wintergerste 6300—6400 Mark (fest), Hafer, märkischen 6200—6400 Mk. (sehr fest), Mais, loco Berlin 6400 Mk. (fest), Weizenmehl (100 Kg.) 16 500—18 000 Mk. (fest, Roggenmehl (100 Kg.» 15 000—15 700 Mk. (fest), Welzenkleie 3200—3300 Mk. (fest), Roggenkleie 3200-3300 Mk. (fest), Raps 7000-7200 Mk. (fest), Viktoriaerbsen 8800—9000 Mk., kleine Erbsen 8000 bis 8200 Mk., Lupinen, blau 3500—3600 Mk., Rapskuchen 3200—3300 Mk.. Trocken schnitzel 2800 bis 3000 Mk. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh. drahtgeb. 1330—1380 Mk., Haferstroh, drahtgepreßt 1330—1380 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 1330—1380 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, VormaU» 750—810 Mk., Rach- mahd 680—750 Mk. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 16. Oft. (Amtlich.) Marktverlauf: Gedrückter Handel; Rinder und Schweine Ueberstand. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 2000 Rinder, darunter 546 Ochsen, 82 Dullen und 1372 Färsen und Kühe; ferner 213 Kälber, 183 Schafe und 980 Schweine. An Preisen wurden angelegt p. Ztr. Lebendgewicht: Ochsen 9500 bis 15 000 Mk., Dullen 9000-12 000 Mk., Färsen und Kühe 11 500-13000 Mk. für beste Fär- Jen, 7500—11 500 Mk. für geringe Färsen und Kühe; Kälber, beste Qualitäten, 14 000 -15 000 Mark, mittlere Quollt. 13 000—13 800 Mk. geringe Quollt. 11000—12 500 Mk. Schaf« 5400—11500 Mk. Schweine unter 80 Kllogr Lebendgew. 20 000—26000 Mk., von 80—100 Kllogr. Lebendgew. 28 000—30 000 Mk., von 100—120 Kllogr. Lebendgew. 29 000—31 000 Mark, von 120—150 Kllogr. Lebendgewicht 29 000—31 000 Mk. Fcttschweine über 150 Kllogr. Lebendgew. 29 000—31 000 Mk. Sauen und Eber 24 000—28 000 Mk. Die Preise liegen um so viel Über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Händlergewinn und Spesen, in sich schließen Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 16. Oktober Bei fester Tendenz und kleinern Geschäft entsprachen die Preise den Rotierungen der Mittwochbörse. ^Die Unternehmungslust war bescheiden. da man die Preisbewegung des Dollar- abwartete. Die anhaltende Zurückhaltung der Käufer war besonders in Weizen und Roggen stärker fühlbar. Weizen stellte sich teurer. Hafer und Gerste sind gesucht, aber spärlich angeboten. Hülsenfrüchte sehr fest. Die Kauflust für Mehl hält an. Mais, dessen Preise sich höher stellt, findet Aufnahme. Futterstoffe bleiben begehrt. Weizen- unb Roggenkleie fand bei erhöhten Forderungen Aufnahme. Getreide, Hülsensrüchte und Biertreber ohne Sack. Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack. Alsbaldige Lieferung. Parität Frankfurt a. M. Preis je 100 Kilogramm Weizen 13 000—13 300 Mk., Roggen 11 500 bis 12 500 Mk., Hafer 12 000-13 000 Mk. Mais. Mixed 12 000- 12 500 Mk., Weizenmehl, südb Spezial 0 18 000—20 000 Mk., bei Waggonbezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 14 500 -16 000 Mark, Weizen- und Roggenkleie 5600—5800 Mk. Erbsen je nach Qualität für Speifezwecke 16 000 bi- 18 000 Mk. Tendenz, fest. Keine Kartoffeliwtierungen. fpd. Frankfurt a. M., 16. Oft. Kar» tvffelnotierungen wurden heute nicht vorgenommen, da anscheinend keine Zufuhr stattgefunden hat. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Dir englische Presse über bie Rede Lloyd Georges. London, 16. Oft (WTD.) Lio ydGeorge ist gestern nach London zurückgekehrt. Er hat, wie die „Time s" berichten, unmittelbar nach > seiner Ankunft eine Unterredung mit Churchill, bei dem er auch zu Abend speiste, Lord Birkenhead und anderen politischen Führern gehabt. Der „Times" zufolge geht das Gerücht, daß verschiedene jüngere Mitglieder der Regierung zurücktreten würden, wenn beschlossen werden sollte, die Koalition fortzuführen „Daily Expreß" schreibt, die Rede Lloyd Georges fei, vom internationalen Standpunkt aus gesehen, äußerst unglücklich. Lloyd George leite die Aera des Wohlwollens ein mit Angriffen auf die Türken und mit einer Kritik Frcnrkreichs, die Poincar^ zu einer öffentlichen Erwiderung zwingen werde. Lloyd George laste durchblicken, daß die französischen Soldaten die Engländer im Stich gelassen und daß die französischen Politiker die Engländer in der Stunde Der Gefahr verraten hätten Die ^Time s" sagen, in den nächsten Tagen werde es sich entscheiden, ob eine Kabinettskrise bevorstehe, desgleichen ob die konservativ ePartci imstande sein werde, in Die Wahl als geeinte Korporation oder in Gruppen gespalten zu gehen. „Daily He- rald" bemeilt, niemals habe ein britischer Staatsmann nach irgend einer Krise eine Rede mit solchem Zynismus und einer solchen ungeheuerlichen U n terdrückung der Wahrheit gehalten. Die Rede enthülle eine Tatsache, nämlich daß Lloyd George gehe. „Daily Chr 0 nicle" schreibt dagegen, daß, wenn auch Lloyd George während der letzten vier Jahre andauernd heftig angegriffen worden fei, so habe er doch noch immer einen großen persönlichen Einfluß auf die Maste des Volkes. Der „Ob fern er" sagt, Lloyd George verliere durch den Charakter feiner Rede keine Freunde, sondern gewinne vielmehr viele alte zurück. Früher oder später werde Lloyd George der einflußreichste Politiker der Welt werden. Ser Mens taub in der Sufi 1« fler 8rflste rclnd der Haut I Er macht die Haut grau und anschein- Mx Ä bar, ruh Mitesser, Pickel, Pusteln her- ÄMhÄHHl ■ vor. Rok-Seesand-Mandelkleie befreit 8 die Haut von allen Unreinheiten, macht IKmMv W sie bhimenzart und sammetweich. In 3 einschlägigen Qescbllten zu haben. Lager fYJTodebaus Qajomon, Bf / V SctmlslraFt Wohnungstausch.» * ’ • Frau oder Mädchen, Nur für Eisenbahner! AstorialJchtspiele c Lampen-Schirm-Seide Lampen-Schirm-Oestelle in besonders großer Auswahl jetzt am Studienrat L. Schmandt nebst Angehörigen. junger Staufmann 23 Jahre, seither in eigenem Geschäft tätig (LandeSprodukte u. Müblenfabrikate) sucht Stellung als Reisender oder aus Bureau, am liebsten in ders. Branche. Schr. Angeb. unter 9363 an d. Gieß. Anz. 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Heizung des Der- einSlokalS, 4. ErhöhungderMit- gliederbeiträge, 5. Verschiedenes, Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 9345v Ul Mlttw. 18. Vitt. 8V3 U., Sitzung £ Im Kanlm. Vereinst. Stadttheater Mittwoch, 18.Okt.- 2.nnthoodi-'Mü.-Borff. Set Börgergenetal Hierauf: Der eingebildete Kraoke Anf.7,Ende n. 9^/,Uhr